susanna_montua

susanna_montuas Bibliothek

91 Bücher, 97 Rezensionen

Zu susanna_montuas Profil Zur Autorenseite
Filtern nach
92 Ergebnisse
Wähle einen Buchstaben, um nur die Titel anzuzeigen, die mit diesem beginnen.

  • Bibliothek (92) Bibliothek (92)
  • Bücherregal (93) Bücherregal (93)
  • Tauschregal (2) Tauschregal (2)
    Ich habe Bücher, an denen ich nicht so hänge und würde diese gerne tauschen. Was ich mir so wünschen würde, könnt ihr in meiner Wunschliste sehen. Angebote nehme ich jederzeit gerne entgegen und dieses Regal wird sicherlich auch wachsen. Ich freue mich auf eure Angebote. LG, Nana
  • Von mir geschri... (4) Von mir geschrieben/mitgeschrieben (4)
    Hier ist Platz für meine eignen Bücher und mitbewirkte Anthologien


LOVELYBOOKS-Statistik

(34)

38 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 27 Rezensionen

träume, kinderbuch, freundschaft, jando, kinder

Traumflieger

Jando
Fester Einband: 162 Seiten
Erschienen bei Koros Nord, 04.05.2015
ISBN 9783981486322
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Rezension von http://lesekatzen.blogspot.de

Meine Meinung:

Nun komme ich auch endlich mal wieder mit einer Rezension daher. Dieses Mal habe ich ein Vorlese – Selbstlesebuch für Kinder bekommen und mich sehr darüber gefreut. Noch bevor ich dazu kam, es zu lesen, hatte es sich Luca, mein 9 Jahre alter Bub, unter den Nagel gerissen und geradezu verschlungen, was ich persönlich als positiv werte. In diesem Alter sind die Kinder recht anspruchsvoll und schwer zu begeistern, doch er hat es komplett gelesen und wollte es sogar ein zweites Mal lesen.





Aber von Anfang an … das Cover und die Verarbeitung sind wirklich tadellos. Ein hübsches Cover, die Schrift ist deutlich und der stabile Einband überlebt auch zapplige Kinderhände. Die Seiten sind ebenfalls nicht zu dünn und werden durch allerlei Illustrationen aufgelockert. Ganz wunderbar.

Es geht um die beiden Freunde Lena und Lasse und um Lenas Hund Benny Buxbeutel, sowie Schnorchi der Plüschwal.

Da Lena bemerkt, wie traurig und ruhig ihr Freund immerzu wird, der seinen Vater verloren hat, da beschließt sie, Briefe an Gott zu schreiben. Und er antwortet ihr sogar.

So kommt es, dass Lena und ihr Freund Lasse sich auf ein tolles Abenteuer begeben, um das Licht zurück in den Mond zu bringen.

Die Geschichte an sich ist zauberhaft, bildhaft, aber dennoch verständlich für Kinder gehalten. Sowohl Luca, als auch seine Geschwister (8 und 4) hatten viel Spaß daran und haben mitgefiebert.

Was mir weniger gefallen hat, waren die Patzer in der Zeichensetzung. Gerade bei der wörtlichen Rede, die ich mit Luca im vergangenen Schuljahr gepaukt habe, als gäbe es kein Morgen, war mir hier ein Dorn im Auge. Die eine Hälfte des Textes endet richtig, nämlich (Beispiel) »Bla bla.« und die andere Hälfte komplett falsch, nämlich (Beispiel) »Bla bla«.

Ich muss nicht erwähnen, dass ich Luca öfter neben mir stehen hatte, mit der Frage, was den nun stimmen würde?

Ich finde, Fehler sind wirklich verzeihlich, solange sie im Rahmen bleiben, aber mal so, mal so, das geht meiner Meinung nach nicht. Schade.

Ebenso empfand ich es etwas grenzwertig, dass die beiden letztlich ihr Blut brauchten, um das Herz des Mondes zu aktivieren. Ich meine … das wäre auch angenehmer gegangen, mit Tränen oder dergleichen. Aber dass Lasse sich aus Versehen schneidet, ist verzeihlich, allerdings dass Lena es dann noch absichtlich tun muss. Nuja.

Fazit:

Traumflieger ist eine sehr schöne Geschichte, die zum Träumen einlädt, aber ebenso spannend ist. Kinder können sich darin wiedererkennen, haben Freude und fiebern mit. Das Buch regt die Fantasie an und nimmt sie mit auf eine tolle Reise, wobei auch der Glaube eine Rolle spielt.

Ein paar Feinheiten hätten hier noch eingearbeitet werden können, doch als Gesamtwerk, ist es ein schönes Buch zum Vorlesen und selbst Lesen lassen.

  (3)
Tags: abenteue, brief, got, jando, kinderbuch, koros nor   (6)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(26)

37 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

liebe, new york, chaos, freunde, schildkröte

Liebe zum Nachtisch

Victoria Seifried
E-Buch Text: 400 Seiten
Erschienen bei Heyne Verlag, 10.08.2015
ISBN 9783641154288
Genre: Liebesromane

Rezension:

http://lesekatzen.blogspot.de

Meine Meinung:


Schon als ich das Cover von »Liebe zum Nachtisch« sah, wusste ich, ich muss es haben. Diese Farben. So zart, so rosa, so lecker ... nein, ich habe das Cover nicht abgeschleckt, aber hey, da sind ein Kuchen und Erdbeeren drauf ;).
Auch der Klappentext liest sich flüssig und macht neugierig.

Und um Helena geht es hier. Helena aus Berlin und ihre Orakel-Schildkröte Pirmin (by the way, ich liebe Pirmin, das ulkige Panzertier hat übrigens seine ganz eigene Facebookseite). Helena hat ein Händchen für Idioten, was die Partnerwahl betrifft und so ist es nicht verwunderlich, dass ich während sie mit Rainer zusammen ist, auf sie treffe. Ganz ehrlich? Rainer? Der Name sagt schon alles (ein ganz großes Sorry an alle Rainers da draußen).
Jedenfalls trifft sie, nachdem sie wiedermal in einem »Soll-ich-mich-trennen«-Dilemma steckt, auf Jeffrey. Sie verliebt sich Hals über Kopf und die beiden kommen sich näher. Als Helena das ihrer besten Freundin erzählt, ist klar, dass Friederike sie unterstützt und ermutigt. Eine tolle Freundin, wie ich finde :)
Es funktioniert. Dank Freundin, Liebe, Schildkröte und einem Kleiderschrank, reist Helena Jeffrey hinterher und versucht ihn in New York zu finden. Die Reizüberflutung ist für eine Stubenhockerin natürlich enorm. Selbst wenn ihre Stube in Berlin ist, aber New York ist eben eine ganz andere Hausnummer.
Das alles untermalt die Autorin herzerwärmend spaßig durch kleine und große Missgeschicke. Ich meine, allein die Tatsache, dass Helena niemals ohne Pirmin verreisen würde, sagt ja wohl alles. :)

Wie eine schicksalhafte Fügung findet Helena in New York die ausgewanderte Rachel und den DJ Daniel, die Helena helfen und unterstützen und ihr zur Seite stehen. Es entsteht eine wirklich tolle Freundschaft - zum Schildkrötenstehlen. :)

Sprachlich passte der Ton voll zum Inhalt. Jung, frech, spritzig, aber mit Niveau, was ich sehr schön fand. Hier wurde ganz klar differenziert, dass es eben kein Teenie-Slang ist, sondern, dass es sich um erwachsene Menschen handelt.
Auch die Beschreibungen von Locations oder New York an sich sind wundervoll. Ich erlebe richtig dieses Wow, wie es auch Helena erleben muss, die das erste Mal in ihrem Leben in den USA ist.

Fazit:
Es passiert wahnsinnig viel in diesem Buch. Nicht nur ganz offensichtlich, sondern auch im Verborgenen, was mir die Autorin immer wieder ganz deutlich zeigt. Helena wandelt sich, wird mutiger, auch wenn es sie jede Menge Überwindung kostet. So oft habe ich gelacht und geseufzt, und jeder Seite, die ich gelesen hatte, nachgetrauert. Ich durfte mitfiebern und mitleiden, denn alles wurde in diese eine Geschichte gepackt.
Und Pirmin nicht vergessen – Pirmin!
Ich meine, wer hat schon eine Orakel-Schildkröte ;)
Ob sie Jeffrey findet und er ihre große Liebe ist? Das verrate ich nicht, ich verrate jedoch, dass sich Helena in New York verliebt (also die Stadt) – und ich übrigens auch, ich muss da hin, auch ohne Jeffrey!

Kurzum – ich habe rein gar nichts an dieser Geschichte auszusetzen. Weder am Inhalt, noch an der Umsetzung. Leseempfehlung! Aber sowas von. :)

  (3)
Tags: heyne, victoria seifried, pirmin, new, rk, yo   (3)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(8)

17 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

gefühle, mobbing, mobbin, jugendbuch, daniëlle bakhuis

Denkzettel - Wenn dein Albtraum wahr wird

Danielle Bakhuis ,
Flexibler Einband: 264 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.06.2015
ISBN 9783401600499
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Rezension von http://lesekatzen.blogspot.de

Meine Meinung:
Einen ganz herzlichen Dank an Arena, für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars.

Die Aufmachung und Verarbeitung ist wie eigentlich immer, wirklich klasse. Schön griffig und vor allem, ganz satte Farben. Das mag ich sehr. Ebenso hat mich das Thema sehr interessiert, denn der Klappentext verriet mir, dass hier das Thema Mobbing im Vordergrund steht.

Der Schulalltag unterscheidet sich bei Jade kaum von dem, den wir alle mal erlebt haben. Entweder man gehört dazu, man gehört zu einer anderen Gruppe, oder eben nichts von beidem und schwimmt so im Fluss mit. Jade hingegen kann sich eigentlich nicht beklagen. Bis auf eine kurze Ausnahme, als ihre Freundinnen Babet und Nikki die Schule gewechselt haben, hat sie eigentlich immer irgendwo dazugehört.

Quinten ist dabei eine Konstante aus ihrer Vergangenheit, während Finn, ein Mädchen aus den Staaten, erst später hinzukommt und quasi die Lücke von Babet und Nikki schließt.

Als aber Zoë (wieder) auftaucht, wankt Jades Leben plötzlich gewaltig.

Dank ungeschönter Rückblicke lässt mich die Autorin sehen, was Jade, Babet und Nikki vor vier Jahren mit Zoë angestellt haben. Die absurden Ideen, wie sie dem schüchternen Mädchen zusetzen können, beginnen harmlos, doch von Rückblende zu Rückblende steigern sich diese Schikanen.

Und dennoch sehe ich mich damit konfrontiert, die Täterin eigentlich nicht wirklich unsympathisch zu finden, was sicherlich an dem aufwühlenden Innenleben liegt. Gleichsam möchte ich kein Mitleid empfinden. Weder gegenüber des Opfers, noch des Täters, egal in welcher Rolle sie sich aktuell empfinden.

Zoë handelt, meiner Meinung nach, komplett richtig. Zwar erfahre ich nicht, was in diesen vier Jahren ihren Wandel herbeigeführt hat, aber er ist eben geschehen und ich denke, ich würde ähnlich wie sie reagieren, wenngleich eine kleine Spur Zweifel bleibt.

Zweifel? Ja, denn sie ist nicht der klassische Täter, aber das bekomme ich am Ende dann nur allzu deutlich aufgezeigt.

Fazit:
Diese Geschichte braucht keine großen Ausschmückungen, keine verworrenen Stricke oder sonstige »special Effects«, sondern bedient sich einem einfachen Alltag und einem stets präsenten Thema: Mobbing. Dabei hat es die Autorin geschafft, beide Seiten, sowohl Opfer, als auch Täter, auf unterschiedliche Weisen darzustellen. Nichts geschönt, nichts verheimlicht. Das wiederum zwingt mich, auch noch für beide Seiten Verständnis aufzubringen – schauder.

Das einzige, was mir an dieser Geschichte nicht passen mag, ist das Ende. Plötzlich ist es da. Quasi auf dem Höhepunkt und zack, fällt der Vorhang, und es lässt mich unsicher zurück.

Das Thema hingegen, Alltag, Figuren, Rache und Hass, wurden sehr gut aufgegriffen und umgesetzt. Die Message hingegen zeigt sich nicht auf den ersten Blick. Was heißt, es ist kein Buch zum einfach »Runterlesen«, sondern ich muss es arbeiten lassen, um es wirklich ganz zu verstehen.

Von daher wirklich empfehlenswert.

  (0)
Tags: danielle bakhuis, arena verlag, denkzettel, mobbing, niederlande, schulalltag   (1)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(183)

339 Bibliotheken, 7 Leser, 2 Gruppen, 42 Rezensionen

liebe, vergangenheit, susan elizabeth phillips, insel, trauma

Cottage gesucht, Held gefunden

Susan Elizabeth Phillips , Claudia Geng
Flexibler Einband: 500 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 20.04.2015
ISBN 9783734101113
Genre: Liebesromane

Rezension:

Rezension von http://lesekatzen.blogspot.de

Meine Meinung:

Über Blogg dein Buch bin ich an dieses Buch geraten. Aufmachung und Titel haben mir sofort gefallen. Den Rest hat der Klappentext erledigt. Auch die Gestaltung des Buchumschlags ist absolut Zucker. Das Büchlein hat Rillen. Es sieht total urig aus und fühlt sich klasse in der Hand an. Also rundherum ein Erfolg.

Auch mit der doch sehr gebeutelten Annie Hewitt werde ich direkt warm. Was tut die muntere Bauchrednerin mir leid. Schulden und dann noch eine Lungenentzündung, alles, nachdem ihre Mutter vor kurzem gestorben ist und sie allen Grund hätte, das Handtuch zu werfen. Doch sie ist eine Kämpferin. Das wird spätestens klar, nachdem sie auf Peregrine Island Theo Harp über den Weg läuft. Die beiden verbindet nicht viel. Eigentlich nur ein gemeinsamer Sommer. Aber dieser entpuppte sich für Annie schnell zum schlimmsten Albtraum. Dank ihrer wirbelnden Gedanken, erfährt man rasch, welch Fiesling der attraktive, reiche Schönling/Autor doch ist – oder war?
Wenn ich dann aber lese, wie sehr Jaycie, seine Haushälterin und ehemals Cliquenfreundin, an ihm hängt, frage ich mich, ob er wirklich so fies ist.
Nun denn, diese Frage beantwortet er selbst.

Sprachlich ist die Geschichte wunderbar ausgereift. So wunderbare Bilder, solch eine zauberhafte Insel, so viel Spannung, Knistern, Sex. Alles vereint in ein paar griffige Seiten, die man gar nicht aus der Hand legen möchte. Rasch ist mir klar, dass die Autorin möchte, dass ich miträtsle. Wieso war Theo so ein Fiesling, oder war er all das, was Annie durchmachen musste, vielleicht gar nicht? Und was ist mit Livia, dem kleinen, vierjährigen Mädchen, das nicht spricht?
Und die Attentate? Huch … da wäre mir doch beinahe zu viel herausgerutscht.

Fazit:
Selten habe ich eine solch zauberhafte Geschichte gelesen. Eine Story, die voller Gegensätze ist. Ein Buch, das so voller Missverständnisse und Rätsel steckt und das alles in eine Kulisse packt, die, so abgeschieden sie sein mag, einfach wunderbar perfekt erscheint.
Hier entwickeln sich nicht nur die Hauptdarsteller, hier entwickelt sich jeder, der auch nur ansatzweise genannt wurde. Und es macht Spaß, jeder Verwandlung zuzuschauen. Auch wenn man sich ab und zu genötigt fühlt, das Buch zu schütteln.
Ohne Frage, hier stimmt das Gesamtpaket. Zum Mitfühlen, Eintauchen, Abtauchen, Leiden und Freuen. Prima!

  (3)
Tags: cottage gesucht, held gefunden, susan elizabeth phillips, blanva, et   (2)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(62)

123 Bibliotheken, 3 Leser, 3 Gruppen, 51 Rezensionen

fantasy, mykar, skargat, daniel illger, debüt

Skargat - Der Pfad des schwarzen Lichts

Daniel Illger
Flexibler Einband: 568 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 27.04.2016
ISBN 9783608946420
Genre: Fantasy

Rezension:

Rezension von http://lesekatzen.blogspot.de

Meine Meinung:

Zugegeben, »Skargat« und ich, wir sind schon eine kleine Weile immer wieder aufeinander gestoßen. Es wollte sehr häufig von mir gelesen werden, dennoch habe ich mich geziert, schließlich ist es ja nicht gerade von minderem Umfang. Doch letztlich gab ich mir dann doch einen Ruck und habe das Rezensionsexemplar dankend angenommen.

Das Cover ist ziemlich dunkel gehalten, der Rabe und der Schädel treten dennoch gut ins Bild, ebenso gefällt mir das Schriftbild unwahrscheinlich gut. Auch die Qualität dieses umfangreichen Werkes ist sauber und lässt keine Wünsche übrig.

Aber kommen wir endlich mal zum Inhalt. Und zu den Personen. Allen voran, Mykar. Der arme, kleine, gemobbte Bauernjunge. Er hat es wahrlich nicht leicht. Wird quasi als Ausgeburt des Bösen betrachtet, weil er einfach zur falschen Zeit geboren wurde und wohl keinem strikten Schönheitsideal entspricht. Aber er hat Glück, denn Cay nimmt sich seiner an und wird ein wahrer Freund. Wenngleich es dann auch echt seltsam wird … denn Danje wird auch zur Freundin. Danje ist, Achtung, der Schädel auf dem Cover. Also eigentlich das ganze Gerippe, aber der Schädel lässt sich eben leichter transportieren.

Und das muss Mykar nämlich. Gaaaanz viel wandern …

Aber erst, nachdem Alva, die Bauerntochter und Geliebte von Cay, ganz brutal gemeuchelt wird. Mykar hat es mit angesehen, will eigentlich nur Klarheit schaffen und, weil man ja schließlich einen Schuldigen braucht, bekommt er auf die Nuss. Gelinde gesagt. Eher wird er halbtot (oder gar ganz?) geschlagen.

Es kommt wie es kommen muss, er sucht Trost bei Danje. Und verschwindet erst mal.

Noch nicht verwirrt genug? Dann passt mal auf. Mykar taucht nämlich nach sieben Jahren wieder auf. Einfach so, schlüpft er aus seinem Erdloch unter der Linde. Zugegeben, er ist selbst etwas verwirrt, aber egal, er funktioniert, Welt in Ordnung.

Ich würde sagen, ab jetzt nimmt das Buch eine völlig konfuse Wendung. Manchmal, so gestehe ich, ertappte ich mich dabei, zu denken, irgendwas überlesen zu haben. Denn …

Mykar beobachtet, wie Cay weggeschleppt wird. Ab in die Perle (eine Stadt). Quasi zum Tode verurteilt. Wie es dazu kam, später mehr. Jedenfalls will Mykar ihm aus Dankbarkeit natürlich helfen. Alleine geht das nicht und so trifft er, wie es der Zufall will, auf Scara und Justinius.

Ich liebe Scara! Die Tante hat voll einen Sockenschuss. Sie ist die Magd von Justinius, nur scheint sie davon nichts zu wissen. Die Dame ist vollkommen schmerzbefreit, was Justinius mehr als einmal auf die Palme bringt.

Ab jetzt sind die Kapitel auch unterteilt. Mal in die Stimme Mykar, mal in die von Justinius und manchmal auch in Vanice, aber zu ihr kommen wir noch.

Die für mich tollsten Kapitel sind eben die von Justinius. Herzerfrischend. Wenngleich er eine ziemlich üble Ausdrucksweise hat, aber gut, er ist eben ein ganzer Kerl.

Jedenfalls, Scara und Justinius gehen mit in die Perle, was wichtig ist, denn der »neue« Mykar ist etwas unberechenbar.

Nun denn, in der Perle und auf dem Friedhof, trifft unser Bauernjunge nun auf Vanice. Eine reiche Schönheit, die allerdings einen hohen Preis dafür bezahlt.

Und ich denke mir die ganze Zeit »What the hell«, was geht hier nur vor? Ebenso denkt Justinius. Es ist von Geistern die Rede, mir begegnen sogar Zombies. Ich meine … äh …

Ja, mit der Zeit wird teilweise klar, wer hier noch lebt und wer nicht, wer irgendwie zwischendrin hängt und warum das alles. Aber es ist wirklich ziemlich konfus.

Letztlich ist es Rudrick, ein ganz böser Herrschersohn, der von Cay gekillt wurde und deshalb soll Cay zum Tode verurteilt werden, oder ist, und Rudricks Geist soll eigentlich klein gehalten werden, was logischerweise schiefgeht und dann nimmt das Chaos erst richtig seinen Lauf.

Die Sprache ist gut gewählt. Jede Erzählstimme hat seinen eigenen Ton, was ich sehr angenehm finde. Ich darf tief blicken, quasi in die Seele der einzelnen Personen, was mir ein wenig Aufschluss über die Motivation und Gedanken bringt. Aber eben nur begrenzt.

Die Szenen sind sehr bildhaft, wobei ich mir gewünscht hätte, hier und da mal etwas weniger ausschmückend lesen zu müssen, um einfach mal vorwärts zu kommen.

Spannungsbögen wiederum wurden sehr weise gewählt und gelegt und die Fäden führen am Ende zusammen.

Fazit:

Joah. Schwierig. Also … Skargat ist verwirrend. Und, das muss ich auch dazu sagen, es lässt mich manchmal enttäuscht zurück. Ganz besonders enttäuscht war ich über Vanice' Geschichte. Sie ist ja wirklich jemand besonderes, hat eine besondere Art zu leben (drücke ich das einfach mal vorsichtig aus). Anhand ihrer Geschichte erfahre ich, dass sie eigentlich ein gewöhnliches, reiches Kind ist, aber … mit einem Geheimnis und eben jenes Geheimnis hat mich nicht zufrieden gestellt. Soll das, was ist, von Geburt an gewesen sein? Woot? Mag ich nicht glauben.

Dann diese Geschichte mit der Linde. Gut, die kann ich noch irgendwie … aber dieses tot, lebendig, zwischendrin und zwischendrin von zwischendrin – manchmal ist mehr eben nicht alles.

Und als ich dann endlich glaube, alles zu durchschauen, dann verwirrt es mich am Ende nur noch umso mehr. Och menno.

Ohne Frage, der Autor versteht sein Handwerk. Es gehört hier und da zwar mal ein kleiner Schraubstock dran, aber im Ganzen betrachtet, hat er hier richtig was geschaffen. Wenngleich viel auf Verwirrung aufgebaut ist. Er hat wirklich tolle Charakter geschaffen und gibt jedem genug Spielraum.

Ein gutes Werk, wenngleich sicher nicht jedermanns Geschmack und man muss als Leser bereit sein, sich darauf einzulassen, sonst wird das nichts.

  (1)
Tags: daniel illger, fantasy, klett-cotta, skargat   (4)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(8)

10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

bürgermeister, schrankenwärterhäuschen, birgit salutzk, stadtgespräche, hans-sachs-haus

Stadtgespräche aus Gelsenkirchen

Birgit Salutzki
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 11.03.2015
ISBN 9783839217153
Genre: Biografien

Rezension:

Rezension von http://lesekatzen.blogspot.de

Meine Meinung:


Rezensionen zu Sachbüchern fallen mir immer etwas schwerer. Häufig gibt es ja keine Handlung. Keine Personen. Keine Dramapunkte, Wendepunkte, sondern einfache, harte, unumstößliche Fakten.

Dachte ich. Bisher.

Im Zuge der Lovelybooks-Leserunde von Birgit Salutzki durfte ich die »Stadtgespräche aus Gelsenkirchen« lesen.
Schon die Aufmachung besticht. Die Qualität ist hervorragend. Festes, dickes Papier, abgerundete Ecken, die das Buch schön griffig machen und sich nichts in die Handfläche bohrt, wenn man im Bett liegt und liest.
Generell zeigt mir das Cover viel bunt und genau das erwartet mich auch im Inneren.
Unzählige Fotos, von Menschen, von Orten, von Begebenheiten. Wunderbar in Szene gesetzt oder einfach herrlich herzliche Schnappschüsse.
Das alles macht die Seiten auf den ersten Blick hin lebendig.

Die Kapitel sind unterschiedlich lang und unterschiedlich aufgebaut. Während einige Gelsenkirchener zum Interview gebeten wurden, wird über wieder andere in einer Reportage berichtet. Schnell wird klar, hier zählt die Geschichte hinter der Geschichte. Hier geht es um mehr, als einen VIP ins richtige Licht zu rücken, sondern Gelsenkirchen und die Geschichte der Menschen, die sie mit einer bestimmten Location in eben jener Stadt verbinden, wird hier wichtig.
Das alles macht Spaß zu lesen.
Ich habe mich gleichermaßen über Geschichten von Autorenkollegen gefreut, ebenso über kleinere Stars, und mir gänzlich unbekannte Menschen.
Ich durfte ein Stück Herzlichkeit der Stadt erfahren, teilhaben am Schalke-Fieber und dank der stets angegebenen Verankerung in der Stadt (meist mit Internet-Adresse), immer mal weiter in die Materie Gelsenkirchen tauchen.
Wunderbar.

Fazit:
Vor den »Stadtgespräche aus Gelsenkirchen« hatte ich ein recht tristes Bild von dieser Stadt. Irgendwie dachte ich an Bergbau, an grau in grau, an trostlos, an voll und, zugegeben, auch an arm.
Dieses Bild wurde nun komplett aus seinen wackeligen Angeln gehebelt.
Gelsenkirchen ist lebendig, die Stadt pulsiert, die Menschen sind herzlich und offen. Die Stadt wächst, sie engagiert sich. Klar, sie hat ihre Vergangenheit mit Bergbau und Co. Ebenso ist sie aber auch absolut treu, gerade im Bezug auf ihren Fußballverein.
Wenngleich es mir ein bisschen viel Fußball war. Aber das gehört in Gelsenkirchen eben dazu, so sind sie, die Gelsenkirchner.
Alles in allem ist dieses Buch wirklich lesenswert und hilfreich, um den eigenen Horizont zu erweitern. Sicherlich war dies nicht das letzte Stadtgespräche-Buch, das ich gelesen habe.

  (1)
Tags: birgit salutzk, gelsenkirchen, gmeiner verlag, sachbuch, stadtgespräche   (5)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(31)

60 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

erotik, young adult, mode, vate, cornwall

Betört

Robin Lyall
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Arena, 18.03.2015
ISBN 9783401504803
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Rezension von: http://lesekatzen.blogspot.de

Meine Meinung:


Mit »Betört« geht die Trilogie um Rachel, Grayson und Caleb zu Ende. Natürlich habe ich mich riesig gefreut, auch den dritten Teil lesen zu dürfen und bedanke mich recht herzlich bei Arena, die mir dies ermöglicht haben.

Das Cover fügt sich sehr gut in die bisherigen ein, somit ist definitiv Zusammengehörigkeit und Wiedererkennung gegeben. Das finde ich sehr schön. Und natürlich stimmt auch die Qualität mit den Vorgängern überein, ebenso der Umfang. Es hat, so finde ich, die perfekte Länge. Wenngleich eben jene mir gerade im dritten Teil manchmal sauer aufstieß, weil einige Seiten doch schon etwas rosarotverliebt daherkommen.

Wie auch in Band eins und zwei, lese ich die Geschichte aus Rachels Perspektive. Sie erlebt ihr Studium, ihr Leben auf dem Schlösschen, ihren Wolf. Und ihr Leben könnte nicht turbulenter sein. Davor rettet auch der nette Ausflug nach Griechenland nicht, den sich die (endlich!) Turteltauben gleich zu Beginn der Geschichte gönnen.

Im Prinzip fiebert man die ersten beiden Teile daraufhin, dass Rachel sich endlich Grayson Wolf angelt. Diesen schnuckeligen, unnahbaren und manchmal auch echt idiotischen jungen Mann, mit dem sie so manch heißes Erlebnis teilt. Und dann hat sie ihn endlich und knackt so ein wenig die unnahbare Schale und was bleibt? Kitsch. Wuah. Also, ich weiß, es gehört dazu, aber gerade Griechenland troff dann doch schon ziemlich. Das war zeitweise etwas anstrengend.

Richtig Schwung kam dann wieder zurück in England auf. Endlich ist die Clique komplett, Helen noch immer mit Tiger zusammen, Caleb spurlos verschwunden – es könnte alles perfekt sein.

Könnte, doch Graysons Vergangenheit holt ihn ein. Die Großmutter stirbt, riesen Theater ums Erbe, böser Wolf-Vater, Mutter ohne Rückgrat und was hat der Gärtner nun mit alldem zu tun?

Davon lenkt sich Rachel halbwegs mit der Arbeit (die sie übrigens bereits seit Band eins brauchte) in der Werkstatt ab. Und obwohl sie herzallerliebst mit Grayson verbandelt ist, kann sie sich, zumindest in Gedanken, nicht dem Charme von Ralph erwehren. Grenzwertig, aber gut, junge Erwachsene sind scheinbar so ;)

Wäre da nicht Becky. Ja, Becky. Die ehemals beste Freundin-Becky, die, die komplett in ihrem Leben abrutscht und dank Drogen nichts mehr geregelt bekommt. Sie ist plötzlich wieder da – und ich frage mich lange, warum?

Betört ist wie seine Vorgänger locker, leicht und flüssig. Details werden gestreut, wo sie hingehören und die Autorin erzeugt angenehme Bilder in meinem Kopf. Rückblenden, um die Erinnerung aufzufrischen werden gezielt eingesetzt, ohne störend zu wirken. Das Leben wird beschrieben, wie es sein könnte. Vielleicht ist es hier und da ein wenig überspitzt, aber im Prinzip passt das.


Fazit:

Also … ich muss ehrlich gestehen, dass ich es beinahe bis zum Ende nicht verstand, weshalb hier noch ein dritter Teil folgen musste. Klar, in Betört wurden noch einige Gedankenknoten gelockert. Graysons Schicksal wurde etwas aufgedröselt, die Beziehung zwischen Rachel und ihrem Wolf wurde intensiver usw. Aber als dann Becky ins Spiel kam, dachte ich noch so, dass man dafür wahrlich keinen dritten Teil mehr gebraucht hätte.

Zum Schluss wird klar, weshalb alles so kommen musste, wie es kam. Es versöhnte mich mit dem letzten Teil der Trilogie, wenngleich ich sagen muss, dass es für mich nun nicht der beste der drei Teile war.

Aber immerhin, und das rechne ich der Autorin hoch an, mein damals eingebrachter Einwand, von wegen, wenn Rachel sich so sehr für Autos interessieren würde, weshalb dies dann bislang so auf der Strecke bleibt, wurde aufgegriffen und in Betört hervorragend umgesetzt. Das hat mit Rachel doch gleich noch eine Nuance sympathischer gemacht. Danke sehr.

Alles in allem ein gutes Ende für die Reihe.

  (0)
Tags: arena verlag, robin lyall, betört, liebe, leidenschaft   (1)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(56)

108 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 25 Rezensionen

vergewaltigung, miami, angst, erbstreit, halbgeschwister

Sag, dass du mich liebst

Joy Fielding , Kristian Lutze
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 29.09.2014
ISBN 9783442312719
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Rezension von http://lesekatzen.blogspot.de

Meine Meinung:


Bisher kam ich nie wirklich dazu, Thriller von Joy Fielding zu lesen. Allerdings, wenn man sich ein wenig umhört, kommt man nicht umhin, zu erfahren, dass sie eine der großen Namen in Sachen Thriller ist. So musste ich nicht lange überlegen, ob ich »Sag, dass du mich liebst« lesen möchte, oder nicht.
Daher ein großes Dankeschön an Goldmann, für die Übersendung des Rezensionsexemplars.

Zum Cover sei zu sagen, dass es echt sehr schön ist. Ich mag die Farben und Prägungen bei der Schrift ja ohnehin, wenngleich die Blume, die abgebildet ist, eher etwas nichtssagend daherkommt.
Das wiederum fängt der Klappentext wieder auf (Boah, ey, das heißt AlBträume, nicht Alp... argh … das hat die neue deutsche Rechtschreibung echt vermasselt). Eine Frau wird brutal überfallen und wird beobachtet . wenn das nicht psycho ist, weiß ich auch nicht.

Bailey Carpenter ist hier also das Opfer. Sie ist private Ermittlerin in einer großen Anwaltskanzlei, mit allem was dazu gehört. Sie ist gut, in dem was sie tut, und das, obwohl ihr Leben alles andere als idyllisch, harmonisch und geregelt verläuft. Vor kurzem hat sie erst ihre Mutter an den Krebs, anschließend ihren Vater an einen Herzinfarkt verloren. Einige Halbgeschwister sitzen ihr und ihrem drogenabhängigen Bruder Heath daher im Nacken. Das gute, leidige Thema: Erbschaft. Zu diesem ganzen Dilemma gesellt sich dann natürlich der brutale Überfall. Aber dieser bringt auch etwas Gutes hervor:

Clair und Jade. Baileys Halbschwester und deren Tochter.

Das Verhältnis zueinander wächst, während Bailey noch immer die Außenwelt von sich abzuschotten versucht. Und immerhin lassen die beiden sie nicht alleine, auch nicht, als sie den Nachbarn entdecken, der es wohl mag, gesehen zu werden.
Paul Giller rückt immer mehr in Baileys Bewusstsein. Er ist immer da, immer offener, freizügiger und brutaler. Doch immer, wenn Bailey alarmiert die Polizei ruft, geschieht nichts. Oder nicht viel zumindest, außer, dass sie selbst ihre Glaubwürdigkeit untergräbt, was sie jedoch erst bemerkt, als es beinahe zu spät ist.

Auf den ersten paar Seiten geht es quasi von 0 auf 100. Ich bekomme ein geregeltes Leben präsentiert, das mit einem Male komplett aus den Fugen gerät und plötzlich passiert nichts mehr. Die Autorin schreibt und schreibt, sie zeigt mir Baileys Welt, sowohl das, was sie sieht, als auch das, was sie fühlt. Sie lässt mich mitleiden, rätseln und erzeugt Spannung, ohne, dass ich es direkt wahrnehme.
Ich weiß noch, dass ich an einem Sonntagnachmittag mit Nika im Eiscafe saß, und gejammert habe, wie sehr es sich doch ziehen würde, was Nika gar nicht verstehen konnte. Und an diesem Abend fiel bei mir der Groschen. Da zog sich nicht wirklich was, denn plötzlich ergab alles einen Sinn! All die Informationen, die als banal eingestuften Begebenheiten, die alle bekamen mit einem Male einen Sinn und es ging wieder Schlag auf Schlag. Ich bemerke, dass es schon lange nicht mehr um den eigentlichen Überfall geht, irgendwie aber doch. Verzwickt, verquer, aber gut!

Fazit:
Als sich noch alles um die Vergewaltigung und das anschließende rätseln ging, wer es denn hätte gewesen sein können, hegte ich einen dumpfen Verdacht, der sich tatsächlich am Ende bewahrheitete. Dass ich so zeitig auf den Täter schließen konnte, nehme ich der Autorin aber nicht übel, denn ich nehme an, dieses Rätseln werden nur die wenigsten wirklich lösen können und am Ende in mehrerlei Hinsicht einen Aha-Effekt erleben.
Hervorragend inszeniert erzählt die Autorin mehrere Geschichten auf einmal. Der Erbschaftsstreit, ihre sonderbare Ansicht von Beziehungen, Baileys Schicksal mit den verstorbenen Eltern, ihren Beruf und natürlich der Überfall. So viele kleine, feine Details so glaubwürdig und gekonnt in Szene gesetzt, wunderbar. Sie verliert sich nicht in langatmige Sequenzen, sondern zeigt mir zum Ende hin, dass jeder Satz wirklich notwendig war, jedes Puzzleteil zum großen Bild gehört. Und das ist wirklich schön mitzuerleben.

  (2)
Tags: ,, goldmann verlag, intrigen, joy fielding, spurensuche, tätersuche, vergewaltigung   (7)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(9)

16 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

dystopie, umweltverschmutzung, wasserwesen, fantasy, liebe

Firelove

Nola Nesbit
E-Buch Text: 281 Seiten
Erschienen bei null, 01.03.2015
ISBN 9783955307158
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Rezension von http://lesekatzen.blogspot.de

Meine Meinung:
Bereits im März 2014 habe ich »Aqualove« von Nola Nesbit rezensiert und obwohl ich wirklich geflashed war, konnte ich mich nicht vor diesem »Aus den Augen, aus dem Sinn«-Phänomen erwehren. Umso glücklicher war und bin ich, nachdem Edel eBooks mich erneut kontaktiert hatte, um mir von »Firelove« zu berichten. Dem zweiten Teil. Natürlich musste ich nicht lange überlegen und habe sofort zugegriffen. Das ist wie, wenn ich Zartbitterschokolade sehe ... ein Impuls. Seltsame Synapsen in meinem Kopf fügen sich zu einer Kurzschlussreaktion zusammen: schnapp, abschlecken, meins!

Ich meine, das Cover für sich ist ja schon ein »Wow!« wert. Was »Aqualove« losgetreten hat, hat »Firelove« direkt aufgegriffen. Was bleibt ist ein Wermutstropfen, da es diese Bücher nicht in Print gibt – aber vielleicht sollte man über Werbeartikel nachdenken? Buttons, Notizblöcke, Postkarten, Taschen? Ich würde zum Sammler mutieren. Mein Schaaaaaaatz ...

Wie in »Aqualove« kennengelernt, ist auch in Firelove Nia Petit die Hauptperson. Und noch immer fasziniert diese Protagonistin, da sie keinem vorgefertigten Schema folgt. Sie ist sie. Einfach so und ich muss sie mögen, einfach so. Sie zieht mich magisch an. Ihre Gedanken, ihre Bewegungen, ihre Gefühle. Und das in Firelove irgendwie noch mehr, als in Aqualove. Das sagt mir zumindest mein Bauchgefühl.

Ihr zur Seite steht Ethan (Shark) Waterman. Meow. Er ist noch immer heiß, und noch immer geheimnisvoll, obwohl er sich zu Nia bekannt hat. Obwohl er seine Wahl getroffen hat. Obwohl er das Leben des Shark abgelegt hat. Aber er gehört zum Schwarm. Aber er ist verletzlicher, verwundbarer, was sein Umfeld ihm deutlich beweist, was seine Gefühle ihm deutlich beweisen. Was Nia ihm deutlich beweist.

Alexandra Styles bleibt ihrer Linie treu. Sie offenbart sich mir, lässt unter die Oberfläche schauen und überrascht, ist aber trotzdem noch immer die Alex aus Aqualove. Eine Konstante, ein ruhender Pol. Eine Frau für mich, irgendwie.

Und Levent, ja, was freu ich mir 'nen Wolf. Auch er ist mit von der Partie und weckt nicht nur ein Kribbeln im Bauch. Fangirl? Aber hallo! Aber ich verstehe auch Nia, denn sie bleibt eben ihrer Linie treu.


Ebenso die Autorin. Schnelle Abfolgen, rasche Szenen, Verstrickungen, Verwicklungen. Schnelle Sätze, heiße Szenen, Nüchternheit, Abgebrühtheit und Action. Ich sehe, was die Autorin sieht, ich fühle, was die Figuren fühlen und ich kann den Kindle nicht weglegen, ich muss einfach weiterlesen, um am nächsten Morgen mit Augenrändern meine Kinder für Schule und Kindergarten fertig machen. Firelove nimmt mich gefangen, aber auf keine plumpe Art und Weise, sondern durchdacht und clever, was ich sehr genieße. Ich lese auf einem hohen Niveau und ich koste es bis zum letzten Wort aus, wie sündhaft teuren Kaviar (oder eher Schokolade, ich liebe Schokolade!). In jedem Satz und jedem Wort erkenne ich, dass Nola Nesbit Freude an ihrer Arbeit hat und von ihren Geschichten überzeugt ist.


Fazit:

Immer wieder, jederzeit. Nola Nesbit hat mir auch zum zweiten Mal bewiesen, dass ich auf ihrer Wellenlänge lese. Sie schafft Geschichten, die mich bannen und unterhalten, sie schafft das, was ich mir von wirklich guten Büchern erhoffe und erwünsche und das tut sie mit wachsender Begeisterung und einer gefühlten Leichtigkeit. Wo ich mich Tage zuvor noch durch zähen Lesestoff gequält hatte, verflogen die Seiten bei Firelove leider viel zu rasch. Was zurück bleibt ist die Trauer darüber, kein Printbuch zu haben, das ich berühren, riechen und »befummeln« kann. Ebenso bleibt aber Freude und Dankbarkeit für eine tolle Geschichte, einen tollen Schreibstil und lebendige Figuren.

Liebe Nola … ich will (noch) ein Buch von dir!

  (2)
Tags: action, edel ebooks, liebe, nola nesbi, schwarm, wasserknappheit, zukunft   (7)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(75)

226 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 54 Rezensionen

engel, hotel, teufel, liebe, seele

Die Erleuchtete - Das Dunkel der Seele

Aimee Agresti , Sonja Hagemann
Flexibler Einband: 600 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 20.05.2013
ISBN 9783442477548
Genre: Fantasy

Rezension:

Rezension von: http://lesekatzen.blogspot.de

Meine Meinung:

Mich für »Die Erleuchtete« zu entscheiden, war wiedermal eine absolute Cover-Entscheidung. Ich hatte es gesehen und war verliebt. Danach durfte ich feststellen, dass es wieder eine Reihe ist, weshalb ich vielleicht gut daran tat, erst mit Band eins zu beginnen.
Das Cover ist in Natura natürlich ebenfalls bezaubernd und die Qualität spricht für sich. Alles wunderbar, somit konnte der Lesespaß ja schon losgehen.
Haven Terra ist also das Mädchen, um das sich hier alles dreht. Ein kleines Findelkind, das durch merkwürdige Narben an Brust und Rücken »entstellt« ist. Aber gleichzeitig ist sie ein wahrer Schatz, auch für ihre Ziehmutter, die sich rührend um das Mädchen kümmert. Haven beginnt ein Praktikum im Lexington Hotel. Ein tolles Teil mit lauter perfekten Menschen um sich.
Dabei ist sie nicht wirklich alleine, denn ihr zur Seite stellen sich noch Dante, ihr homosexuell orientierter Freund, und ein wahrer Held am Herd (und auch beim Styling) und Lance, das kleine, große Genie, der etwas unbeholfen daher tapst. Alles in allem ergänzen sich die drei wunderbar.

Nach den ersten 100 Seiten war ich allerdings leicht enttäuscht. Es zog sich etwas, war vollgepackt mit unzähligen Details, mit Teeniealltag (gut, muss ich bei einem Buch für Teenager wohl auch erwarten), und wollte einfach nicht so recht in die Hufe kommen. Vieles wirkte inszeniert und aufgesetzt und ab und an ertappte ich mich dabei, am liebsten einfach ein paar Seiten weiter zu blättern. Aber ich hielt es durch.
Als nach weiteren 100 Seiten aber noch immer nicht so richtig die eigentliche Spannung und Handlung losgehen wollte, fing der kleine Frust in mir zu rebellieren an. Aber ich blieb dran.
Wirklich nennenswerten Schwung kam dann ab Seite 300 auf. Aber da war ich gefesselt, ab da war ich endlich in der Geschichte und ich glaube auch, ab da hat die Autorin selbst den Dreh bekommen und mehr Spaß am schreiben gehabt.
Ohne Frage, es offenbarte sich mir schon zeitig einige kleine »Geheimnisse«, die erst noch gelüftet werden wollten, aber das brachte dann dem Lesespaß keinen Abbruch mehr. Denn nun konnte ich mitfiebern und mitleiden und ebenso staunen.
Ein wenig verwundert war ich, dass niemand des Syndikats wirklich diese Luke in Havens Zimmer entdeckt haben will. Das klang mir dann doch etwas zu … naja.
Auch büßte die ganze Geschichte etwas an Glaubwürdigkeit, als dann endlich eine Lösung zur Vernichtung gefunden wurde, die so einfach und so naheliegend war. Und dann ist die Durchführung natürlich wieder an dutzende kleine Gegebenheiten gebunden.
Quasi, um das Syndikat zu killen, musst du nur … aber vergiss nicht, dabei musst du ein Volkslied rückwärts singen und einen einhändigen Handstand machen, während die Beine in der Luft Stepptanz vollführen.
Ihr seht, völlig überspitzt dargestellt, aber letztlich ist genau das die Kernaussage. Das war mir persönlich also tatsächlich ein wenig zu viel des Guten.
Ebenfalls sehr überraschend war Lucians Wandlung. Ihn mochte ich nicht. Weder am Anfang, noch mittendrin, geschweige denn am Ende. Er ist einer der Typen, die einem einfach nicht guttun und lässt man sich dennoch auf sie ein, haben sie so was leidendes an sich, das auf Dauer ernsthaft nerven würde. Wenngleich er natürlich absolut wichtig ist.

Zurück zu Lance und Dante. Achtung ich Spoiler hier nun wild um mich:
Wunderbar, dass Lance auch ein Engel ist. Ganz ohne Frage, das hatte ich eigentlich schon erwartet, nachdem er ja so an seiner Narbe am Auge rumgenörgelt hatte. Das musste so kommen. Aber weshalb Dante? Dante an sich ist schon etwas Besonderes. Der Umgang mit ihm als schwuler Freund ist einfach herzerfrischend, wenngleich auch ziemlich klischeebehaftet (davon gibt es generell einiges in diesem Buch), dennoch ist Dante einfach toll – ein wahrer Sympathieträger. Aber, ja, wieso musste auch er plötzlich diese Narben haben und so durch zu einem Engel erhoben werden. Und warum will Haven davon nie etwas mitbekommen haben? Ich meine ... Auch wenn sie andauernd darauf erpicht ist, ihre Narben zu verbergen, haben diese dennoch schon einige Leute gesehen. Wieso sollten ihr dann bis zum Schluss die Narben ihres besten Freundes verborgen geblieben sein – das geht doch gar nicht. Seufz.

Fazit:
Ich weiß, dass sich Geschichten entwickeln und entfalten müssen, doch das hat dieses Buch, gerade am Anfang, ziemlich strapaziert. Die ersten 300 Seiten hätten geschickt auf ~100 Seiten runter gekürzt werden können, wichtige Details, hätten auch so einen Platz in der Geschichte gefunden und das ganze Buch wäre von Beginn an etwas rasanter eingestiegen.
Manchmal, so muss ich ehrlich sagen, ist weniger auch mehr: weniger Klischees, weniger Sensationen und weniger Aufgaben beim Thema »Wie vernichte ich die Armee des Teufels«.
Lasse ich das alles aber einfach mal außer acht, dann hat die Story Potenzial, auch wenn sie mich nicht gänzlich vom Hocker hauen konnte.
Ob ich weiterlesen möchte? Ich weiß es ganz ehrlich noch nicht. Part 1 hat für mich ein zufriedenstellendes Ende gefunden, aber rein vom Umfang her, habe ich wahnsinnige Angst vor dem zweiten Band, ich weiß nicht, ob ich mich abermals durch dermaßen viele Details quälen will.
Für Teenager, die gerne von allem ein bisschen was haben, ist diese Geschichte sicher besser geeignet.

  (3)
Tags: aimee agrest, enge, goldmann, liebe, syndika   (5)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(26)

35 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 19 Rezensionen

liebe, erotik, lina roberts, chef, berlin

Pay in Love: Ein Chef für gewisse Stunden ...

Lina Roberts
E-Buch Text: 74 Seiten
Erschienen bei bookshouse ready-steady-go, 05.08.2014
ISBN 9789963526451
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Rezension von http://lesekatzen.blogspot.de

Meine Meinung:


Da ich aktuell ganz viel zu lesen habe, war ich froh, dass uns Katzen etwas "kurzes" angeboten wurde. Pay in Love kommt als Novelle daher, perfekt für zwischendurch. Erotik darf dabei auch nicht fehlen, also durchaus ein rasches Leseabenteuer.

Wie bei Novellen üblich, geht es kopfüber ins Geschehen und ich darf Alexandra (Alex) Woods kennenlernen, die, nach kurzer Erklärung, in Berlin sitzt (aber aus London kommt), wo sie ihr Chef Cole mit hingeschleppt hat. Die gebürtige und streng katholisch erzogene Deutsche (wo ich mich frage, wie es zum Nachnamen Woods kommt, so deutsch ist der nämlich nicht) katapultiert sich dadurch ins perfekte Gefühlschaos, denn Cole ist heiß.
Und eigentlich will sie ihn ja schon lange, wäre da nicht Caroline, seine vermeintliche Geliebte.
So wie mir Cole vorgestellt wird, kann ich ihn nicht ansatzweise leiden, wenn ich ehrlich bin. Er ist mir zu perfekt und da reißt er es auch nicht raus, dass er insgeheim auf eine Frau mit Kurven steht. Ebenso unecht wirkt das Insiderwissen über den Sohn desjenigen, den er gerne als Vertragspartner hätte. Oha, ein Dom! Das lässt mich leider nur müde seufzen, denn es klingt und wirkt sehr inszeniert.

Sex hingegen bietet diese Novelle viel. Sogar in verschiedenen Variationen - prima. Dennoch quatschen mir die zwei ein bisschen viel, also nicht so frei nach dem Motto, »wo hättest's denn gern«, sondern mehr so nach diesem, »Oh nimm mich, ich war ja so unartig«. Äh ja. Vielleicht liegt es daran, dass Alex die ganze Zeit über mit ihren Minderwertigkeitskomplexen kämpft, da sie nicht das 08/15 Modell darstellt, sondern die gewünschten Kanten bzw. Kurven beherbergt.

Etwas rasch kam dann der Höhepunkt, der in diesem Zusammenhang dann tatsächlich mal nichts mit Sex zu tun hat, quasi der kleine unschöne Eklat, bevor es mit ganz viel Herz weitergehen kann, was die Autorin gut eingesetzt hat. Wobei, so am Rande die Frage im Raum stünde, wer hier wen wegen Körperverletzung verklagen kann.

Fazit:
Für die Unterhaltung zwischendurch sicher eine schmucke Geschichte, die hier und da ein wenig schwächelt, aber deswegen nicht mit wenig Gefühl und Herz daherkommt, generell und nüchtern betrachtet, ist es nicht wirklich etwas Besonderes, es ist einfach eine weitere Beziehungskiste zwischen reichem, hübschen Geschäftsmann und normalem Mädchen. Hier hätte man evtl. noch ein bisschen was aus dem imaginären Hut zaubern können. Aber dafür bekommt man sein Happyend. Wie es wohl weitergeht?

  (4)
Tags: pay in love, ein chef für gewisse stunden, lina roberts, bookshouse, novelle, erotik   (1)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(64)

92 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 39 Rezensionen

reihe, liebesroman, susan mallery, liebe, fools gold serie

Kuss und Kuss gesellt sich gern

Susan Mallery , Ivonne Senn
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 10.03.2015
ISBN 9783956491900
Genre: Liebesromane

Rezension:


Rezension von http://lesekatzen.blogspot.de

Meine Meinung: 

Danke an Blogg dein Buch, für die Bereitstellung dieses Buches :)


Vorab möchte ich zwei Dinge ganz definitiv klarstellen. Punkt Nummer 1, Geschmäcker sind einfach verschieden. Und Punkt Nummer 2, aus eben diesem Grund, habe ich dieses Buch abgebrochen. Das wird wohl auch der Grund sein, weshalb diese Rezension nicht gar so ausführlich werden kann. Dennoch möchte ich versuchen, das, was mir auf den ersten 100+ Seiten aufgefallen ist, und was mich letztlich zum Abbrechen bewegt hat, hier darzulegen.
Ich liebe, liebe, liebe Chicklit. Chicklit ist für mich romantisch, turbulent, es ist rasant, humorvoll und spritzig. Genau das denke und halte ich von Chicklit und ich würde jederzeit wieder zu diesem Genre greifen. 
In »Kuss und Kuss gesellt sich gerne« fehlte mir quasi jede dieser Eigenschaften. Darüber hinaus bin ich nicht wirklich gewillt, hunderte Seiten zu lesen, um vielleicht, iiiirgendwo in der Mitte oder am Ende die von mir assoziierten Literatur-Eigenschaften zu finden. Vielleicht.

Felicia ist eine junge Dame, die quasi seit der Kindheit von einem zum nächsten gereicht wurde, weil sie einfach anders ist. Anders im Sinne von nüchterner. Vernünftiger. Klüger. Generell ist das ja nichts Schlechtes, denn immerhin sorgt sie dann ab und an für ein Schmunzeln. Aber es wirkt inszeniert und aufgesetzt. Heißt im Klartext, ich konnte überhaupt keinen Draht zu dieser nüchternen Protagonistin aufbauen. Mir fehlte das Gefühl, das Kribbeln, die Leidenschaft. Was jetzt nicht heißen soll, dass kluge Menschen nicht witzig sein können. Oh ja, das können sie hervorragend, nur Felicia gelang es leider nicht. 
Weiter geht es dann auch schon mit Gideon. Der ach so gebeutelte Gideon. Der Gideon, der jahrelang in Taliban-Händen war und nun natürlich vom Gefühlsleben her total hinüber ist. Und natürlich, wer ahnt es nicht, Felicia hat sich genau ihn ausgesucht. Und weiter natürlich, er hat sie sich ausgesucht, würde das aber ebenso natürlich niemals zugeben oder gar wahrhaben wollen. 

Was verbindet die beiden? Eigentlich nicht viel. Sie sind sich vor vier Jahren bereits in Thailand begegnet. Während er sich wohl den Frust in einer Bar von der Seele ablenken wollte, war es Felicia die ihn sah und wusste, der Kerl sollte sie entjungfern. So kam es dann natürlich auch. Das ganze wurde dann vom selbsternannten Zieh- … äh, ja was ist er denn nun? Justice... (Ersatz)Vater, (Ersatz)Bruder, keine Ahnung. War es überhaupt Justice? Mist, ich weiß es nicht mehr sicher, denn es waren so viele Namen, soooo viele, argh. Naja, jedenfalls hat sie irgendwer dann quasi aus dem Bett gescheucht, war mächtig sauer und so verlief sich das im Sande, bis man sich letztlich in Fool's Gold, einem kleinen beschaulichen Städtchen wieder über den Weg läuft. 
Wie es der Zufall so will, landen die beiden wieder im Bett und ab dem Zeitpunkt, wo es dann mehr oder minder darum gehen sollte, dass die zwei sich (wieder Hinweis, ich habe es nicht fertig gelesen), zu einer Beziehung hinreißen lassen sollten, so richtig mit Daten, Kennenlernen etc, bin ich einfach ausgestiegen, da es sich total zog. 
Kein mysteriöses Kribbeln, kein Mitfiebern, kein Mitleiden, es war einfach, wie Felicia selbst, total nüchtern und damit konnte ich schlicht und ergreifend nicht. 

Wenn ich den bisherigen Leserstimmen glauben möchte und auch sehe, wie viele Bände dieser Reihe bereits erschienen sind, so gehe ich schwer davon aus, dass ich einfach anders ticke in diesem Genre. Muss es auch geben. 

Fazit: 
Ich gehe schwer davon aus, dass die bisherigen, begeisterten Leser, auch weiterhin begeistert bleiben werden. Dass Bücher eine Reihe mal besser und mal schlechter sind, bzw wahrgenommen werden, liegt in der Natur der Sache. Schließlich muss der Autor eine neue Szene aus dem Leben greifen, gleichzeitig aber auch für Neueinsteiger der Reihe die ganzen bisherigen Informationen liefern, damit es eben auch für neue Leser spannend und nachvollziehbar bleibt.
Das kann sich unter Umständen tatsächlich sehr ziehen, weil es ja doch immer wieder neue Charaktere und Entwicklungen gibt. 
Für mich ist, wegen der erwähnten Nüchternheit einfach kein direkter Draht entstanden, weshalb ich die Reihe nicht weiter verfolgen werde. Ein klarer Fall vom persönlichen Geschmack.



  (4)
Tags: chicklit, fools gold, mira taschenbuch, susan mallery   (4)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(15)

29 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 10 Rezensionen

thriller, journalistin, kirch, mord, thrille

Gebrannte Kinder: Psychothriller

Inca Vogt
E-Buch Text: 451 Seiten
Erschienen bei null, 18.12.2014
ISBN B00R83PW3M
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Rezension von http://lesekatzen.blogspot.de

Meine Meinung:


Ich bedanke mich recht herzlich, dass die Autorin uns diesen Thriller vorgeschlagen hat und uns ein Rezi-Exemplar überlassen hat. Das Cover ist … ja … seltsam? Nun, irgendwie blutig, irgendwie auch nicht. Es wird jedenfalls nicht direkt klar, wie Titel und Cover zusammenpassen. Der Klappentext, den ich gelungen finde, führt mich dann aber auf eine Spur.
Inca Vogt kommt ohne Umschweife zum Punkt, lässt mich teilhaben an einer Szene aus den Achtzigern und macht gleich zu Beginn deutlich, für zart besaitete ist dieser Psychothriller absolut nichts. Das setzt sich selbstverständlich fort, als die Autorin kühl und detailliert Folterungen offenlegt. Harter Tobak.
Umso mehr genieße ich als Leser die Sequenzen dazwischen, die Passagen, in denen ich Toni Amato verfolgen darf. Eine Journalistin, die mit den Problemen des Alltags zu kämpfen hat, die sich einen Namen machen will, Geld verdienen will, überleben will und zufällig in einen Strudel aus Missbrauch, Gewalt und Vertuschung rutscht. Zum Glück gibt es aber auch die Kommissarin Chris Kante, die zu Toni rasch einen Draht aufbaut. So gewinnt die Soko Racheengel ein Sprachrohr und überdies noch helfende Hände was die Aufklärung der Folterungsfälle bringt. Daneben bietet mir die Autorin mit David Frensen aber auch einen gesonderten Abschnitt, der natürlich mit dem ganzen zu tun hat, dennoch seine eigene verzwickte Geschichte erzählt. Eine Geschichte, die mich leiden und fluchen lässt. Und auch die Informanten rücken immer mehr in den Vordergrund. Alle erzählen sie eine Geschichte, alle hätten sie ein Motiv, sogar viele Motive und ich lausche gebannt Toni, Viktor (ihrem Kollegen) und Kante, wie sie die Puzzleteile auseinander pfriemeln. Dabei geht Tonis italienisches Temperament nicht unter und obwohl ich gewillt bin, hier und da die Arme in die Luft zu werfen und Toni ob ihres unbedachten Verhaltens in die Schranken zu weisen, handelt sie italienisch logisch ;)
Zum Höhepunkt und zur Aufklärung hin wird es dann etwas turbulent. So sehr, dass ich phasenweise gar keine Ahnung mehr habe, wer nun mit wem und weshalb wer wer ist und wie das alles ineinander griffelt und wie kam Toni denn nun dahin, wo sie war und äh … Kurz: ich verlor mal kurz den roten Faden und taumelte ein wenig planlos umher. Ob es nun daran lag, dass ich zu sehr später Stunde noch fertig lesen wollte und ohnehin müde war, oder, weil die Kapitel sich dann rascher als gewöhnlich ablösten und ich Schwierigkeiten hatte, mich von einem Kapitel zu lösen und ins nächste zu stolpern, ich weiß es nicht. Fakt ist, irgendwann kam ich dann doch wieder in der Geschichte an und konnte bis zum Schluss folgen.
Fazit: Aufbau und Lösung des Falls haben wir sehr gut gefallen, ich durfte mitfiebern, miträtseln und Szenen der Vergangenheit sehen, die ich besser nicht gesehen hätte. Wichtig ist hier einfach, dass nichts geschönt wird – gar nichts, weswegen ich definitiv jedem Abrate, der mit Kindesmissbrauch zu tun hatte und über dieses Kapitel in seinem Leben noch nicht 100% drüber hinweg ist!!! Hier besteht garantiert Trigger-Gefahr. Ebenso wurde hier ein aufwühlender Psychothriller mit authentischen Charakteren geschaffen, die unterschiedlich sind und auf ihre Weise agieren. Ein wenig mehr Struktur zum Ende hin, ein paar Straffungen im Gesamttext und eine deutlichere Kennzeichnung von den vielen, vielen Dialogen hätten ab und an im Text nicht geschadet (ich verlor mich bei Dialogen oftmals darin, nicht mehr zu wissen, wer nun was gesagt hat, weil diese zum Großteil untereinander weg geschrieben sind). Über den Fall, die Inszenierung und Auflösung hingegen, kann ich nicht meckern.

  (3)
Tags: inca vogt, psychothriller, spannung, kindesmissbrauch   (1)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(22)

29 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

feuerwerke verla, behinderung, roman, unterhaltung, humo

Wie ich aus Versehen eine Bank ausraubte

Simon Bartsch
Buch: 244 Seiten
Erschienen bei FeuerWerke Verlag, 19.02.2015
ISBN 9783945362068
Genre: Sonstiges

Rezension:

Rezension von http://lesekatzen.blogspot.de

Meine Meinung:


Ob ich dieses Buch lesen möchte, darüber habe ich mir ein paar ausgiebige Gedanken gemacht. Zwei Menschen mit Behinderung. Tourette und allgemeine Inteligenzminderung, verwoben in einer (Liebes)Geschichte? Kann das gutgehen?
Als ich dann auch noch sah, dass es auf "Schnulze der Woche" beworben wurde, dachte ich, okay, wagst das Experiment. (und habe ehrlich gesagt übersehen, oder verdrängt, dass es unter Humor/Reise auf der Verlagsseite angeboten wird).

Das Cover ist irgendwie sehr einfach gehalten und lässt wenig Interpretationsspielraum, was mich erwarten wird, doch der Klappentext hilft mir ein wenig dabei und in mir entsteht das Bild einer turbulenten Liebeskomödie.
Aber weit gefehlt.

Der Reihe nach: alles wird erzählt von Jan Lehmann (21). Er lebt alleine, seine Familie ist tot/unauffindbar, und so kümmert sich Helmut um den Jungen. Ich muss schon sagen, Jan ist mir sympathisch, ja, ganz ehrlich. Seine Gedanken bringen mich hier und da zum Schmunzeln, ganz ohne diskriminierenden Hintergedanken ob seiner Krankheit bzw. Behinderung. Es ist einfach schön und nachvollziehbar dargestellt. Durch und durch naiv, aber so ist Jan eben.
Seine Lebensumstände hingegen wirken sehr löchrig. Er hat einen Betreuer, den Helmut, wenn ich das richtig herausgelesen habe. Darüber hinaus ist Jan ja auch kein kleiner Bub mehr, bewohnt eine eigene Wohnung, in der jemand wohnt, Viktor, von dem er noch nicht mal mehr weiß, wie er an den geriet. Bei genauem Hinsehen, ist das eine sehr löchrige Konstellation, aber versuchen wir es einfach mal zu akzeptieren.
Denn es gibt da ja auch noch Laura, die das Tourette Syndrom hat. Ebenfalls ein gebranntes Kind, doch sie weiß, wo der Hase langläuft, kennt ihre Krankheit und arrangiert sich damit. Was man von Jan leider nicht sagen kann, denn er hat keinen Schimmer, was mit Laura nicht stimmt. Er akzeptiert sie, wie sie ist und denkt dabei auch noch, sie mache all diese "Showeinlagen" zum Spaß. Gut, wie erwähnt, er ist nicht wirklich der hellste Stern am Firmament und spätestens da taumeln ein paar Schuldgefühle und Mitleid durch mein Oberstübchen.

Es kommt, wie es kommen muss, aus Versehen, und zwar richtig aus Versehen, rauben die beiden, bzw. Jan eine Bank aus. Sicher eine der witzigeren Passagen in dieser Geschichte. Wenngleich das anschließende Prozedere nicht ganz Hieb und Stichfest ist. Bzw. wenn das so möglich ist, dann will ich demnächst auch eine Bank in Köln ausrauben ;) denn die Leistung, die die Polizei hier an den Tag gelegt hat ... Nun ... Sorry, nicht so glaubwürdig. Mehr noch, meiner Meinung nach hätte zumindest im kompletten Hauptteil dieser Banküberfall ersatzlos gegen ein Erbe, Lotteriegewinn oder ähnliches ausgetauscht werden können, weil er bis auf "wir müssen das Geld zurückgeben" keine weitere große Rolle spielt. Abgesehen davon, dass Jan ja Kohle braucht, um seine Weltreise zu starten.
Und da geht es gerade weiter ... Wie ein Magnet zieht er das Chaos magisch an. Besser gesagt, die zwielichtigen Personen. Da geht es also gerade weiter. Ich bin gezwungen, mich darauf einzulassen, denn sonst wankt das komplette Gerüst der Geschichte.

Nun wäre eigentlich der Moment gekommen, da der Roadtrip losgeht, turbulent, witzig und, war da nicht noch etwas von wegen Romantik? Ja, das fragte ich mich auch.
Es wird zwar betont, wie toll Jan seine Laura findet, nur, dass das auf Gegenseitigkeit beruhen könnte, das ist etwas blass. Den Kuss, den ich gezeigt bekomme, ist einer, den ich bereits etliche Male gezeigt bekommen habe, ala "lass uns schnell küssen, um Verfolger abzuwimmeln" und daher leider weder mit Gefühl, noch sonst etwas besonderes.
Und während Jan nun allerhand einstecken muss, weil er, salopp gesagt, einfach nicht der Hellste ist und ich echt etwas knatschig werde, ob der Ungerechtigkeit, lässt ihn auch noch Laura im Stich.
Klar, das war vorhersehbar, sie wollte ja die Kohle zurückgeben, aber .... Wie soll ich sagen. Es las sich etwas zäh.

Apropos zäh ... Okay, ich durfte Brüssel sehen, ich durfte Paris und Mallorca, ja sogar London sehen. Ich durfte auch einiges erleben, aber alles in allem, zog sich das dann doch etwas, obwohl Jan in den Orten selbst einige Dinge erlebte. Nur weiß ich bislang noch immer nicht, warum ich ihm überall zuschauen musste?
Damit ich begreife, wie wenig er eigentlich versteht? Wie er denkt? Damit er authentisch wird? Ich weiß es nicht.
Etwas Straffung hätte hier gutgetan.

Aber es kommt dann doch endlich, wie es kommen muss. Die Polizei hat ihn, Helmut hat bemerkt, dass er besser aufpassen hätte müssen, der Arzt therapiert fleißig weiter und Laura ist auch wieder aufgetaucht und überrascht mich mit seichten Frühlingsgefühlen. Es kommt, jetzt endlich, zum richtigen Kuss, den ich, dank dem bisher Erlebten kaum glauben mag.

Fazit:
Ich hatte von Beginn an Sorge, dass dieser Spagat zwischen Roadtrip, Liebe und Behinderung in die Hose geht, weshalb ich mich so zierte.
Aufgrund der Empfehlung von Schnulze der Woche, habe ich mir letztlich einen Ruck gegeben und konnte ein paar schöne Lesestunden erleben.
Allerdings war es nun nichts, was mich fesseln oder gar mitreißen konnte, da sich in sehr vielen Geschichten und Details verloren wird. Weiter wirkt vieles sehr konstruiert und die Liebesgeschichte kann ich nicht glauben.
Da ich selbst Betreuerin von Menschen mit Behinderung bin, ist mir diese Thematik sehr wohl bekannt und so konnte ich auch einige Gedankengänge und Szenen der Geschichte mit einem Schmunzeln genießen und der flüssige Schreibstil hat mich rasch durch das Buch geführt. Die Stränge an sich wären stimmig, Lücken schlossen sich.
Für humorvolle Stunden, ja, wer Romantik sucht, sollte sich nicht so viele Hoffnungen machen.

  (2)
Tags: behinderung, feuerwerke verla, simon bartsc, tourette-syndrom   (4)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(7)

23 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

im sog des todes, stefanie mühlsteph, industrielle revolution, auftragsmörderin, midnight

Im Sog des Todes

Stefanie Mühlsteph
E-Buch Text: 492 Seiten
Erschienen bei Midnight, 12.09.2014
ISBN 9783958190122
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Rezension von Lesekatzen.blogspot.de

Meine Meinung:


Mein Dank geht an die Autorin und Midnight, die mir ein Exemplar von »Im Sog des Todes« überlassen haben. Da ich Thriller liebe, musste ich hier zuschlagen. Als ich auch noch hörte, dass es auch etwas Steampunk gibt, war es um mich geschehen.

Erschrocken bin ich hingegen an der Seitenzahl. Ich bin ja eher eine kleine-Bücher-lesen-Lesekatze … und dann hatte ich eine Datei mit 8787 Positionen auf meiner Kindleapp... Hilfe. Auch die Angaben im Internet reichen weit auseinander. Von vertretbaren 344 Seiten bis knapp 500 – Panik.
Aber egal, ich hab gegackert, also muss ich lesen – oder so.

Dank der Autorin kam ich auch recht gut in den Text. Megan war mir, mal abgesehen von ihrer Aufgabe, gleich sehr sympathisch, denn sie ist keine Klischee-Schönheit, was ich sehr begrüßt habe. Ebenso flossen die Details der Umgebung sehr angenehm in den Text und so konnte ich eine Weile abtauchen.
Jedoch leider nur eine Weile. Recht bald merkte ich, dass mich das Buch Stellenweise wirklich ermüdet hat. Sehr, sehr viele Details, an sehr, sehr vielen Stellen, brachten mich ins Stocken.
Einige Passagen hätten, meiner Meinung nach, zusammengerafft und gestrafft werden können, ohne dass die Glaubwürdigkeit oder das Verständnis am Text gelitten hätten.
Ebenso überraschten mich plötzliche Sprünge. Wo eben noch der gemeine Schleimbolzen Hathaway beschützt und zeitgleich gekillt werden sollte, war nach einem einzigen missglückten Attentat Schluss? Whoot?
Aber okay, wenn die Autorin das sagt, dann ist das eben so, denn scheinbar beherrschen ja die Cazador die Stadt, die offenkundig niemals schläft, und wenn die wollen, dass jemand stirbt, tut er dies – oder eben nicht.
Die Liebesgeschichte, die sich dann noch entwickelte, gefiel mir hingegen sehr gut. Sie blieb glaubwürdig und die Autorin zeigte mir auch zwischen den Zeilen den Konflikt, den beide mit sich selbst ausfochten. Denn immerhin liebt man(n) eine Auftragsmörderin nicht so einfach wie eine Hausdame, nicht wahr?
Allerdings, und das muss ich auch gestehen, war mir Abigail sehr suspekt. Natürlich, in jeder Epoche muss es wohl jemanden geben, der gar nicht daran denkt sich nach Schema F zu verhalten. Es braucht immer einen, der es anders macht. Aber das nagte an der Glaubwürdigkeit. Abigail hätte hervorragend in einen Thriller der heutigen Zeit gepasst, jedoch kein Bisschen in die Zeit um 1837. Was mich direkt zu der ein oder anderen Metapher bringt.
London ist dreckig, London stinkt (zumindest die Kanalisation). Und wo ich mich eben noch anfreunden konnte, dass Abigail Megan als Pferdegesicht betitelt, fühlten sich Einhörner und glitzernde Zauberponys vollkommen Fehl am Platz an. Das war jedoch nicht die einzige unglückliche Metapher, die mich ins Stolpern brachte. Hier hätte man austauschen oder gar ganz die Darlings killen sollen.
Ebenso wurden sehr viele Wiederholungen angebracht. Da ich bereits zwei Bücher der Autorin gelesen habe, sind mir so ein paar »Lieblinge« bekannt, doch in dieser Geschichte wurde ich mit einem neuen Favoriten überrascht ... in jeder erdenklichen Lage leckten sich die Protagonisten über die Lippen – vorzugsweise die trockenen oder rissigen Lippen. Wirklich sehr, sehr häufig.
Im Gegenzug muss ich die Nüchternheit hervorheben. Auftragsmörder sind keine netten Zeitgenossen und genau das vermochte die Autorin super zu vermitteln. Wenn es einen Mord gab, dann ließ sie mich in seiner ungeschönten Art und Weise zusehen, was mich hier und da erschauern ließ. Diese Passagen waren sehr gut in Szene gesetzt. Ebenso der Sex – meow (aber auch hier gabs eine nicht so feine Metapher, aber das hatte ich ja schon).

Womit ich leider gar nicht zurechtkam, waren die Decknamen. Black Widow, Hawk, Black Mamba, Viper und wie sie nicht alle hießen. Das hatte für mich so einen kleinen Kinder-Charme. Wie wir damals um die Häuser rannten und Gangster spielten und in selbstgebaute Funkgeräte unsere Decknamen wisperten.

Aber die Autorin schaffte es auch, Erfindungen der Zeit super mit in den Text zu flechten. Sei es Luftschiffe und Aufzüge, Waffen … ach, einfach alles. Doch das birgt eben auch Gefahren. Hier und da befragte ich tatsächlich Google, wenn ich nicht sicher war, ob eine Erfindung in die Zeit passte. Und so kam ich tatsächlich darauf, dass Leidon sich fleißig bekiffte und über Kokain nachdachte, was es in dieser berauschenden Form zu jener Zeit noch nicht gab. Ebenso war stets der Londoner Sprachgebrauch an der Tagesordnung. Miss und Mister, doch dann erinnert sich Megan an ein altes Kinderlied, das zwar zeitlich genau in diese Epoche passte, aber sie übersetzt es mir, und genau das passte nicht. Ich bin in London, dann heißt es für mich auch »Twinkle, twinkle little Star ...«.

Der Showdown war actionreich und aufreibend, ohne Frage, die Fäden, wie sie allmählich zusammenführten glaubwürdig und das Ende zeigte deutlich, hier muss noch etwas kommen. Wenngleich es sehr mutig von Leidon war eine Leiter in einen dunklen Wald hinabzulassen in der Hoffnung, dass wirklich seine Megan diese Sprossen erklimmt – aber das nur am Rande.

Fazit:
Eine umfangreiche und schön inszenierte Geschichte, die hier und da jedoch an Schnelligkeit verliert und sich selbst etwas ausbremst. Mieder und Korsett würden auch hier etwas mehr Spannung herausholen, ebenso wie ein Rotstift bei einigen Adjektiven.
Die Story überzeugt durch glaubwürdige und vor allen Dingen lebendige Figuren und ein verstricktes Netzwerk. Ebenso kommt die Kälte und Anonymität des schmutzigen Londons gut zum Tragen.
Wer gerne Zweigleisig fährt, neben einem Thriller auch nichts gegen etwas Steampunk hat, der kann hier ein paar angenehme Lesestunden erfahren

  (2)
Tags: auftragsmörder, im sog des todes, kaste, liebe, mord, midnight, stefanie mühlsteph   (6)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(1)

5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

trauer, rote ohren, erotik, sex, elysion books

Blinde Leidenschaften: Die Schöne und das Biest

Sophia Rudolph
E-Buch Text: 208 Seiten
Erschienen bei Elysion Books, 22.01.2015
ISBN 9783945163030
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Rezension von den Lesekatzen: http://lesekatzen.blogspot.de

Meine Meinung:


Als das eBook von "Blinde Leidenschaften" endlich erschien, fieberte ich umso mehr dem Taschenbuch entgegen. Denn nicht nur das Cover macht Lust auf mehr, auch der Klappentext verspricht eine wahnsinnig fesselnde (Achtung Wortspiel ;)) Geschichte. Ein paar Schnipsel durfte ich von Sophia Rudolph bereits lesen, was meine Gier nach der Geschichte natürlich nur noch mehr angestachelt hat.
Und dann war es endlich so weit und ich war keineswegs enttäuscht. Die Aufmachung ist wunderbar, das Cover traumhaft und sexy, und selbst der Klappentext passt zum Gesamtbild und ist nicht einfach informativ auf die Rückseite geklatscht. Herrlich! Das tollste jedoch, die Aufmachung zieht sich auch durch den Inhalt. Passende Illustrationen läuten jedes neue Kapitel ein und es ist schade, dass nach 180 Seiten bereits Schluss ist. So schade.
Ohne Umschweife reißt mich die Autorin in die Geschichte und stellt mir direkt Nathan, das Biest, Blackbourne vor. Zugegeben, er wirkt sehr speziell, je mehr ich jedoch von ihm erfahre, umso mehr gelingt es mir, mit ihm zu fühlen. Anfängliche Distanz zu ihm überbrücke ich von Seite zu Seite mehr, was es mir erleichtert, Emma, die Schöne, Sullivan zu verstehen. Die beiden sind eine wirklich ungleiche Konstellation, starten aus zwei völlig unterschiedlichen (Lebens)Schichten und passen dennoch hervorragen für "den Deal" zusammen. Aber bleiben wir doch direkt etwas bei Emma. Was ist nur los mit der jungen Frau? Will sie sich wirklich blindlings auf diesen fragwürdigen Deal einlassen? Natürlich! Wenn jemand logisch agiert, dann ist es Emma. Was ist schon ein Jahr?! Dennoch empfinde ich ab und zu Mitleid mit ihr, denn, das, was sie erwartet, lässt selbst mich ab und an erröten. Und ich bin ja quasi nur Zuschauer und kein Akteur in der Geschichte. Allerdings spüre ich zwischen den Zeilen, dass sie gut aufgehoben ist und im Prinzip kann sie sich glücklich schätzen, denn nüchtern betrachtet, tut Nathan, ihr Herr, eigentlich alles nur für sie. Da frage ich mich ab und zu, wer hier wem Geld bezahlen müsste ;)
Ab und zu, so muss ich gestehen, konnte ich nicht schnell genug zum Höhepunkt lesen, damit ich ein wenig Verschnaufpause bekomme und der Geschichte weiter folgen kann. Welcher Geschichte? Jaaaaa, ein großer Punkt, den ich bei Erotik immer wieder gerne kritisiere, ist dieses von Sexszene zu Sexszene getingele, ohne zwischendrin etwas Anspruch reinzubringen. So etwas ermüdet mich, das macht mir keinen Spaß. Doch Sophia Rudolph weiß auch hier die Fäden zu ziehen. Die Geschichte Emmas berührt mich und entringt mir an entsprechenden Stellen auch Tränen, denn obwohl der Roman nicht wirklich umfangreich ist und, was Erotik vermuten lässt, voll mit Sex in seiner unverblümten Art, so findet die Autorin immer noch Zeit für Gefühl. Die Charakter dürfen sich entwickeln, sie haben ein Leben, was die Geschichte für mich wertvoll macht. Allerdings will sich Matt nicht so recht einfügen. Nein, falsch, er fügt sich hervorragend ein und eigentlich bin ich der Meinung, jeder brauchte einen Matt. Aber ... so von der Art und Weise her Stelle ich ihn mir mit Rock und langen Haaren vor. Er ist in dem was er sagt und tut mir ein wenig weiblich geraten, selbst wenn er Whiskey trinkt und Sport guckt. Aber das stört mich nicht, denn er ist menschlich und er färbt ab, wie mir Nathan beweist. Gut, die Schale knacken war Emmas Aufgabe.
Einen kurzen Schwenker gibt es noch einmal zu den beschriebenen Sexszenen. Unverblümt. Jawohl. Ich kann Erotik nicht mehr lesen, in der Zauberstäbe in Feuchthöhlen dringen, oder sie am Lolly der Lust lutscht. Kinder, werdet wach.... Das Ding heißt Pipimann (sorry, ich bin Mutter) und das andere... Na, ihr wisst schon. Selbst in der Erotik muss also das Rad nicht neu erfunden werden. Danke, Sophia, dass du die Dinge beim Namen nennst! Das gibt mir ein Stück weit die Realität wieder, die das unmoralische Angebot schlucken möchte, und lässt mich durchaus glauben, dass das gelesene irgendwo, irgendwann so passieren kann. Jedoch sei gewarnt, man darf nichts gegen Peitschen und Fesseln haben. :)
Fazit: Obwohl ich anfangs noch dachte, Nathan wäre nichts für mich, so wandelte sich dieser Eindruck von Seite zu Seite. Die Autorin lässt mich durch das Schlüsselloch gucken ... Ach Quatsch, sie öffnet mir gleich ganz die Tür und lässt mich nicht nur meow denken, sondern auch fühlen. Sie schreibt eine Geschichte, die weit mehr kann, als einfach nur erregen, sie lässt den Charakteren ihr Leben und zwingt mich, mitzufühlen, ohne dass ich es als Last empfinde. Wunderbar umgesetzte Geschichte, in der ich als Leser nicht blind gelassen werde. Danke dafür. Und nun geh ich meine rote Ohren in Eiswasser tauchen.

  (4)
Tags: blinde leidenschaften, elysion books, erotik, fesseln, liebe, rote ohren, sex, sophia rudolp, trauer   (9)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(56)

89 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 44 Rezensionen

mystery, mord, familie, visionen, thriller

Ich sehe was, was niemand sieht

Tim O'Rourke , Frank Böhmert
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 26.02.2015
ISBN 9783551520746
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Rezension von lesekatzen.blogspot.de

Meine Meinung:


Ganz herzlichen Dank an Chicken House, dass ich ein Exemplar von »Ich sehe was, was niemand sieht« gestellt bekommen habe. Ich hatte es ja ehrlich schon wieder vergessen und war daher umso überraschter, als ich es aus meinem Briefkasten geangelt habe.

Das Buch kommt mit gewohnt guter Qualität daher. Saubere Verarbeitung und ein Cover, das ohne großen Schnickschnack auskommt. Aber, auf die Idee, wie man den Titel nun lesen muss, wenn man ihn aus Versehen vergessen hat, muss man erst noch kommen. Dank der tatkräftigen Unterstützung meiner Mit-Lesekatzen kamen wir dann darauf, wie bei StarWars am Anfang, nur andersrum – das macht Sinn.

Das Buch ist in zwei unterschiedliche Sichten eingeteilt, die beide aus der Ich-Perspektive erzählt werden, was mich zu Beginn erst ins Straucheln brachte, weil ich damit nicht gerechnet hatte. Aber das hindert nicht, denn in der Kapitelüberschrift, in welcher übrigens auch die Uhrzeit vermerkt ist, ist auch der Protagonist genannt, so dass ich gleich weiß, welches Ich da eigentlich vor mir habe.

Das Charley-ich ist schon sehr gebeutelt. Denn, nicht nur, dass sie ihre einzige Freundin verliert und ein Opfer von Mobbing wurde, hat sie sich dieses gesellschaftliche Grab auch noch mit eigenen Händen geschaufelt, denn sie ist anders. Sie kann sehen, was niemand sieht.
Toll! Toll! Toll!
Ich stelle ihre Gabe nicht in Frage, was ich nicht zuletzt auf diese nüchterne Einbindung zurückführe. Obwohl es etwas Übernatürliches ist, und es eben das Topthema nicht nur zu Hause bei Charley ist, gehört es eben dazu. Dennoch wirft es Fragen auf. Denn, was genau ist es denn nun?
Was? Was? Was?
Das andere Ich ist das von Tom Henson, dem jungen Kripo-Mitarbeiter. Und er weiß, was er tut, wenn er sich mal nicht tollpatschig im Schlamm suhlt.
Grins! Grins! Grins!
Er ist auf ganzer Linie sympathisch. Nicht nur, dass er Charley »auffängt« und die Lücke schließt, die ihre verstorbene Freundin hinterlassen hat, nein, er ist auch ein kleiner Kämpfer und Charmeur, er beweist Ellenbogen. Obwohl ich ja gestehen muss, er lässt sich ein wenig zu flott von Charleys Gabe überzeugen, oder anders gesagt, sie ist in meinen Augen ein wenig zu schnell zu offen.
Schnell! Schnell! Schnell!

Kommen wir aber zum eigentlichen Fall. Charley sieht und hält mit dem, was sich da in Blitzen in ihrem Kopf entlädt nicht hinterm Berg. Die Details, die nun gestreut werden, sind weise gewählt, das schon, jedoch war mir auch recht bald klar, was hinter der ganzen »Sache« steckt, besser gesagt, wer.
Wer! Wer? Wer!
Natürlich werde ich es hier nicht offenlegen, denn wer weiß, wer sich von den Fährten in die Irre führen lässt und ich würde der hervorragenden Polizeiarbeit vorgreifen, die mich gleichermaßen den Kopf schütteln lässt, Jackson, der Schuft, gleichsam aber auch staunen lässt. Hier sitzt ein Autor, der weiß, was er tut. Und wie er das weiß, denn, Tim O'Rourke ist Police Officer.
Wow! Wow! Wow!
Was der Autor in der Ermittlung und der Auflösung an Tempo aufbaut, lässt er allerdings hier und da durch etwas einfallslose Formulierungen ausbremsen. Warum? Naja, meiner Meinung nach, wird ein wenig einfallslos gesagt und gefragt. Immer und immer wieder. Ab und an wird auch gebrüllt, aber hauptsächlich sagt jemand etwas, nachdem jemand was fragt und der nächste wieder sagt. Ich finde, hier hätte man ein wenig mehr Abwechslung reinbringen können. Man kann ja auch antworten, erwidern, wissen wollen, nachhaken und und und. Eine Kleinigkeit, die jedoch auffiel.
Auffiel! Auffiel! Auffiel!
Dennoch peitschten kurze Sätze, nüchterne Beschreibungen, authentische Ausschmückungen durch den Text. Kaum hatte ich angefangen, war ich in der Mitte und Schwuppdiwupp am Ende, wo ich direkt mit dem exklusiven Kapitel um Kiera weiter angestachelt werde. Nur ein kurzer Ausschnitt, eine kurze Ermittlung, die es dennoch in sich hat. Und ich war echt überrascht bei der Auflösung.

Fazit:
Ich stehe Reihen ja eher skeptisch gegenüber, aber hier bin ich sicher, dass ich weitermachen muss, denn das offene Ende, das eigentlich abgeschlossen ist, aber auch jede Menge Fragen aufwirft, kann so nicht stehen bleiben.
Wenn der Autor in diesem Tempo anknüpft, so bin ich sicher, wird auch der zweite Teil ein spannendes Werk und vielleicht erfahre ich dann mehr über diese Blitze, die keinesfalls angenehm sein können.

Leseempfehlung! Leseempfehlung! Leseempfehlung!

  (3)
Tags: chicken house, erleben, liebe, mystery thriller, sehe, spannung, tim o'rourke, übernatürlich, unheimlich   (9)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(6)

9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

ebook, mia vos, dotbooks, humorvoll, escortservice

Männer sind wie Erdbeereis: Roman

Mia Voss
E-Buch Text: 275 Seiten
Erschienen bei venusbooks, 04.02.2015
ISBN 9783958850811
Genre: Liebesromane

Rezension:

Meine Meinung:
Über Blogg dein Buch bin ich an »Männer sind wie Erdbeereis« geraten und habe mich gefreut wie ein Kleinkind, als ich es dann auch tatsächlich lesen durfte. Dotbooks, der Verlag, indem es erschienen ist, ist mir sehr gut bekannt und hat sich als eBook-Verlag einen Namen gemacht, weshalb ich sehr gespannt war, wie das denn da so mit Qualität aussieht. Perfekt, sag ich da nur. Das Cover ist genau so, wie ich es mir von einem Chicklit-Roman wünsche. Bunt, laut und einfach stimmig.
Die Story selbst steigt humorvoll und rasant ein. Conny ist in einer neuen Stadt und ihr aktuelles Problem, ist die Frage, welches Eis sie sich denn nehmen soll. Überrascht bin ich, als sie sich für Spaghettieis entschieden hat, da sie die gefrorene Sahne unter dem Vanilleeis ebenso mag, wie ich das tu. Da war es um mich geschehen, ich wusste, wir würden uns die kommenden Seiten richtig gut verstehen. So kam es dann auch. Die Autorin Mia Voss hat einen leichten Schreibstil, der flüssig und amüsant durch die Seiten trägt. Sie lässt mich schmunzeln, sie lässt mich mitfiebern und sie lässt mich spüren, dass Conny eigentlich eine ganz normale Frau ist. Danke dafür. Aber dazu brauche ich ja kein Buch lesen. Richtig. Aber auch hier versteht es die Autorin, mich an die Hand zu nehmen und Conny ins Chaos zu befördern. Angedeutet hat sie es ja bereits mit Mr. Grübchen, alias Olli, und mit Jens, dem Chef, die beide keine schlechten Typen sind. Aber Irene, Connys Vorgesetzte und Freundin, setzt dem ganzen Spektakel die Krone auf, denn, ihren Luxus finanziert sie sich mit einer Escort-Agentur. Sie geht mal Essen, mal auf Partys und manchmal auch in fremde Betten und kassiert am Ende ein nettes Sümmchen ab. Und während ich noch denke »oh, oh«, hängt Conny mittendrin. Natürlich tritt sie in einen inneren Konflikt, an welchem sie mich teilhaben lässt, doch sie merkt auch, dass es eigentlich gar nicht so schlecht ist. Und was soll ich sagen? Sie pustet meine Zweifel ebenso hinfort wie einen lästigen Fussel. Pust und weg.
Ich gehe mit ihr aus, sehe, wen sie sieht, höre, was sie hört und entdecke das gleiche, aufgeregte Kribbeln wie sie. Das erste Essen ist vorbei und ich merke, das war ja gar nicht so schlimm. Plötzlich rattert auch mein Oberstübchen, während Conny ihren Verdienst in eine Schublade steckt. Essen gehen, nette Gespräche und schwuppdiwupp, Kohle von der Chefin kassieren? Ich muss einfach weiterlesen, nicht zuletzt, um den Haken an dieser Geschichte zu finden, den die Autorin mir prompt zeigt, indem sie Conny in so manch turbulentes Escort-Abenteuer schickt. Es ist eben doch nicht alles Gold was glänzt und manche Männer wünschen sich eben mehr, als nur ein nettes Essen. Aber Conny meistert das souverän. Die anfängliche Nervosität fällt von mal zu mal von ihr ab, sie lernt schnell privat und Job zu trennen, bis Simon in ihr Leben tritt. Mit ihm ist plötzlich alles anders. Natürlich spielt sie eine Rolle, seine Freundin, seine Fake-Freundin, aber noch ehe Conny eigentlich weiß, was los ist, weiß ich es schon und wieder denke ich nur »oh, oh.« Ach und nicht zu vergessen Mr. Grübchen. Und schon weißte Bescheid.
Das Chaos ist perfekt, als auch noch Irene beginnt, sich zu verlieben. Ja, Himmel, was tun die denn alle? Simon, Olli, Irene, harmlose Jobs, oh nein, Himmel hilf! Ich will sie schütteln, will sie trösten, ich halte den Atem an, als sie dabei ist, sich immer mehr in die Ecke zu bugsieren, ich lache, ich weine, ich … krieg die Krise! Danke, Frau Autorin.
Das Ende kommt ziemlich rasch, alles, was sich angestaut hat, entlädt sich mit einem lauten Knall. Rums, das hat gesessen und plötzlich ist da noch jemand. Ich blättere, ich blättere und mein Kindle zeigt mir immer nur die letzte Seite. Es ist Schluss, aus vorbei – Mist.
Fazit: Rasant und humorvoll, mit einer gehörigen Portion roter Ohren. Mia Voss hat mit »Männer sind wie Erdbeereis« wirklich alle Register gezogen und mir unvergessliche Lesemomente geschenkt. Nüchtern und heiß, gefühlvoll und authentisch nimmt sie mich mit nach Stuttgart, mit in Connys Leben, das so herrlich normal und doch ganz anders ist. Die Sprache passt, die Metaphern passen, die Gedanken. Einfach echt! Echt spaßig. Echt gefühlvoll. Echt gelungen. Wer Spaß liebt, Männer liebt, Lust auf ein Abenteuer hat und dabei keine Angst vor Sex empfindet, der ist hier genau richtig!

(Rezension von Lesekatzen-Bücherblog)

  (3)
Tags: chickli, dotbooks, ebook, escortservice, hoffnung, humorvoll, liebe, mia vos, turbulent   (9)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(88)

119 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 44 Rezensionen

paris, liebe, fluch, eiffelturm, kurzgeschichte

Ewig und eine Stunde

Mirjam H. Hüberli
E-Buch Text
Erschienen bei bittersweet, 14.01.2015
ISBN 9783646601091
Genre: Sonstiges

Rezension:

Meine Meinung:
Ich war wirklich sehr überrascht, als ich das Bittersweet-Päckchen aus dem Briefkasten fischte und mir gleich sechs e-Shorts entgegen strahlten und um meine Aufmerksamkeit buhlten. Die Frage »Womit fange ich an«, war eigentlich rasch beantwortet, denn da ich Mirjam H. Hüberli nicht nur durch Plampi und Gefrorenes Herz kenne, sondern auch das Vergnügen hatte, sie schon live zu erleben (flüster und mir ein Zimmer mit ihr zu teilen ;)), fiel meine Wahl auf »Ewig und eine Stunde«.
Was mir bei den e-Shorts auffällt, ist, dass sie eben alle ziemlich gleich aussehen. Was einerseits ein Segen, andererseits aber auch ein Fluch sein kann, denn hier kann man nicht auf den ersten Blick aus der Masse herausstechen, sondern es muss die Kombination aus Farben, Titel, Autor und Klappentext bestechen, um aufzufallen. Ob dies nun weise gewählt ist, oder nicht, das bleibt wohl im Auge des Betrachters. Ich finde es einerseits cool, wegen der Gemeinschaft, die die e-Shorts damit schon rein optisch miteinander verbinden, andererseits finde ich es nicht so gut, weil sie sich eben nicht abheben voneinander. Katzengedanken eben ;)
Kommen wir aber zur Geschichte selbst und damit direkt zu Geneviève, der Protagonistin in dieser Geschichte. Sie durchlebt ein reines Chaos. Nicht nur ihr Leben, auch ihre Gefühle taumeln nur so von einer Katastrophe in die andere. Nash ist hier der Gegenpart zu ihr. Sein Leben scheint geordneter zu sein, wenngleich nicht weniger mysteriös.
Es fallen zwar noch mehr Namen, die jedoch in der Kürze der Geschichte nicht so die Tragweite erreichen, die sie vielleicht bräuchten.
Die Geschichte lässt sich schön flüssig lesen. Ein klein wenig häufig wird geseufzt, gerade am Einstieg, aber das ist vertretbar, denn es verliert sich wieder ein bisschen. Das Problem an Kurzgeschichten ist, dass sie gerne nur ein wenig an der Oberfläche kratzen. Ich muss gestehen, die Autorin hat wirklich tolle Bilder erzeugt, dennoch spürte ich deutlich, dass da mehr geschlummert hat. Hier wäre evtl. noch ein Bisschen mehr zu holen gewesen, was ich nun aber auf das enge Korsett der eShorts zurückführe.
Fazit: Puh und da tu ich mir nun generell etwas schwer. Absolut positiv waren für mich die Zeichnungen, die von der Autorin selbst gemacht wurden und die die Kapitel unterteilt haben. Das gefiel mir sehr, auch im Vorstellen der Personen selbst. Das war, meiner Meinung nach, eine richtig kluge Lösung für das eShort. Ebenso die Personen haben mir wirklich gut gefallen, sie wirkten lebendig und nicht eintönig. Aber … und nun kommt der Part, der mich nicht so packen konnte, der Gefühlsfunken wollte einfach bis zuletzt nicht wirklich überspringen. Es geht viel weniger um die Hinweise, die Gen erhielt, als vielmehr darum, dass ich ab einem gewissen Punkt weniger an den hübschen Mann gedacht hätte, als vielmehr an einen Stalker. Ebenso fand ich die Szene ungeschickt, in der es zum ersten Kuss kam. Ich fasse zusammen: Gen hat mehr oder minder einen Nervenzusammenbruch, sie erbricht sich auf offener Straße, kaut danach weder ein Kaugummi, noch isst sie was, oder putzt sich die Zähne, küsst kurz darauf aber leidenschaftlich Nash. Ich hätte mir gewünscht, dass sich dieser Nervenzusammenbruch durch eine Heulattacke oder ähnliches bemerkbar gemacht hätte, denn so hatte ich die ganze Zeit dieses Gefühl, das im Mund bleibt, nachdem man erbrochen hat und die Tatsache, dass sie mit eben jenem Mund … brrr. Vielleicht ist das auch nur meine eigene Einstellung, aber hier wollte einfach keine Romantik für mich aufkeimen. Immerhin stieg von Hinweis zu Hinweis der Wunsch, zu erfahren, was denn nun wirklich hinter all dem stecke. Die Auflösung, die dann aber kam, wollte sich nicht echt anfühlen. Ich hatte die ganze Zeit über nicht das Gefühl, dass hier etwas »nicht reales« vorgefallen sein könnte. Die ganze Geschichte offenbarte sich mir mit Realismus, um dann am Ende etwas völlig anderes als Auslöser, als Grund zu liefern, was mir leider im Verlauf nicht zusagte. Ich hatte eigentlich auf einen Gedächtnisverlust oder so was getippt und war dann eben etwas überrascht. So, das waren nun einige Dinge, die ich hier aufgezählt habe. Und ein paar Punkte sind auch wahrlich auf die Kürze zurückzuführen, die hier sicher vorgegeben war. Ich denke, diese Geschichte verpackt in einen Roman, mit mehr Zeit, mehr Entfaltung, würde sehr viel besser wirken. Für den raschen Lesespaß, kann man dieses eShort aber durchaus genießen.

  (2)
Tags: bitterswee, carlse, fluch, hinweise, liebe, mirjam h. hüberli, paris   (7)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(32)

45 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 20 Rezensionen

vampire, annika dick, codename nike, thanos, genprojekt

Codename Nike

Annika Dick
Flexibler Einband: 250 Seiten
Erschienen bei Oldigor Verlag, 12.09.2014
ISBN 9783945016350
Genre: Fantasy

Rezension:

Meine Meinung:
Ich kannte den Roman bereits aus der Betalesezeit und freute mich umso mehr, dass ich nun das fertige und überarbeitete »Endprodukt« in Händen halten darf. Gedruckt und mit diesem atemberaubend stimmigen Cover wirkt es gleich doppelt so genial, wie noch in der Urfassung.

Da bin ich also auch beim Stichwort – das Cover. Es ist super! Es ist düster, wie der Roman selbst, es ist heiß, wie einige Stellen im Roman selbst und die Schrift passt genial zum Gesamtbild. Großes Lob an den Verlag, das ist richtig gut gelungen.


Die Figuren, die ich begleiten darf, sind unterschiedlich und fesselnd. Es ist keiner dabei, der mir auf den Zeiger geht, keiner, der irgendwie irrational reagiert und die Handlungen stimmig.
Nike ist dabei die Protagonistin – eine Jägerin, die die ungeschönte Wahrheit erkennen muss. Dabei hilft ihr, eher ungern als freiwillig, Thanos, eigentlich ein Gegner, aber eben nur eigentlich.
Ihm zur Seite, und ebenso geheimnisvoll wie anziehend, Richard. Er ist mit einer der interessanteren Charakter in dieser Geschichte und gewiss jemand, den man nicht unterschätzen sollte.
Adam ist Arzt und wäre ohne die Gruppe sicherlich ein Opfer, aber ohne ihn würde etwas fehlen.
Natürlich werden noch einige andere Personen genannt und auch jene, die weit mehr Einfluß haben, als einem lieb ist, auch Personen, die den Leser überraschen und welche, die eher ganz unscheinig wirken, aber diese alle gebührend vorzustellen, würde etwas den Rahmen sprengen. Aber lernt sie doch selbst kennen? ;)

Die Seiten (nicht die Buchseiten, sondern die gute alte gut-böse-Seiten) sind sehr ausgeglichen und die Vergangenheiten gut durchdacht, was die Autorin in gefühlvoller Sprache zum Ausdruck bringt. Man sieht sich in der Tat einigen »Fachbegriffen« ausgesetzt, wie beispielsweise Vrykodingenskirchens (bitte nicht übel nehmen, aber ohne nachgucken bekomme ich es nicht geschrieben, gesagt aber schon) – aber das ist der Spaß daran, es wird sogar erklärt und zwar nicht mit Professorkittel und erhobenem Finger, sondern schön verwoben. So weiß jeder, was Sache ist, und das, obwohl man manche Begriffe nicht kennt, wunderbar. Die Landschaft, so denn sie nötig ist, wird beschrieben, da sich das meiste aber in einem engen Rahmen abspielt, ist diese natürlich nicht ganz so üppig, was mir jedoch (noch) nicht wirklich fehlte.

Fazit:

Dieses Buch, diese Geschichte ist heiß. Punkt, Aus, Ende. Und wenn ich das sage, meine ich es so. Angefangen beim düsteren Einstieg und dem Tod einer Mutter, über dieses unterschwellige Knistern, wie eine Glut, die verborgen unter Holzscheiten vor sich hin dämmert, um dann stetig anzuschwellen und zu einer großen Flamme heranzuwachsen.
Und wenn bei Cover und Klappentext noch nicht klar ist, dass dies hier nichts für junge Leser ist, der sei hiermit offiziell gewarnt – es gibt Sex. Jap, jawohl. Und diese Passagen können noch nicht einmal peinlich berührt überblättert werden, nope, denn sie sind elementar (keine Sorge, hier wird niemand schwanger oder doch, oder nein, oder was anderes? Neihein, ich spoiler heute nicht) aber wichtig sind sie dennoch. Und seien wir ehrlich, jeder will in seinen Gedanken dieses Sahneschnittchen Thanos sehen – meow.

Räusper – ich schweife ab.

Annika Dick hat mit dieser Geschichte bewiesen, dass sie neben historisch sehr wohl auch düster und in der heutigen Zeit schreiben kann. ebenso überzeugt sie mit einer neuen Interpretation von "Vampiren". Keine Sagen, keine Mythen, nein, ihre Vampire sind belegte Wissenschaft, Genprojekte, pure Realität, und absolut Glitzerfrei, klasse!
Ebenso versteht es die Autorin liebenswerte Sidekicks einzuweben, ohne dass diese auf Teufel komm raus um ihren Platz kämpfen müssen. Gut ist böse und umgekehrt und dieses Karussell dreht sich ununterbrochen.
Vielleicht könnte man hier oder da ein bisschen mehr Kribbeln, Gefühl, oder Landschaft einfordern, doch bei genauem Hinsehen, Nachwirken lassen, wird klar, dass die Autorin hier von allem etwas abgeliefert hat und einen tollen Einstieg in eine fesselnde Geschichte geschrieben hat.
Bleibt nur die Frage – gibt es eine Fortsetzung?

  (2)
Tags: annika dick, blut, codename nike, götter, hoffnun, liebe, oldigor verlag, sex, vampire   (9)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(4)

4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

, gaias, heike pauckner, textlustverlag, lakeview, waisenhaus, spannun, mystery-serie, rache, t

Die Kinder vom Lakeview

Heike Pauckner , Henry Bienek
Buch: 72 Seiten
Erschienen bei Textlustverlag, 01.09.2013
ISBN 9783943295689
Genre: Fantasy

Rezension:

Meine Meinung:
Und schon findet der TextLustVerlag-Monat sein Ende. Ich habe auch ein drittes Buch aus dem Programm gelesen und mich dieses Mal für die Serie »Gaias Schatten« entschieden. Ich selbst hatte mal eine Ausschreibung für Gaias Schatten gesehen (ich weiß allerdings nicht sicher, ob es der gleiche Verlag war) und hatte mit einer Story begonnen und auch fast fertig, jedoch kam ich dann mit der Überarbeitung zeitlich nicht mehr hin – mist. Mist aus dem Grund, denn, wie auch bei »Die Schrecken von Sahlburg« sind diese Büchlein von der Qualität hervorragend und das Cover von »Die Kinder vom Lakeview« gefällt mir wirklich klasse. Es ist klar strukturiert, dunkel und hat alles, was es braucht.
Daniel ist unser Protagonist, wenn man so will. Er und sein Freund Luke sind Waisenkinder, die nun, als Erwachsene, ihr Leben in den Griff bekommen wollen. Wobei Luke sehr speziell ist, wie man rasch feststellt. Mit Adam, einem Psychiater, beginnt eigentlich das ganze Drama, denn er bittet Daniel zurück nach Lakeview (dem Waisenhaus) um da dem gemeinen Brown beizustehen, der behauptet, die große Mutter würde ihm zeigen, wo die einstmals verschollenen Kinder sind. Brown war allerdings seinerzeit kein guter Zeitgenosse, doch ein außerplanmäßiger Wandel im Job ermöglicht Daniel dann doch diesen »Einsatz«. Natürlich darf auch die Polizei nicht fehlen und so sind Nat und Pete mit dabei.
Die Sprache war soooo wundervoll. Ich hätte noch sehr viel mehr, noch sehr viel länger lesen können. Die Autorin malte wunderbare Bilder in meinen Kopf, nahm mich mit, setzte weise Metaphern ein, umschrieb wunderschön. Wirklich klasse umgesetzt!
Fazit: Angefangen von der Einführung der Charakter, über die Beschreibung des Lebens bis hin zu stimmungsvollen Rückblenden und gruseligen Augenblicken, hat die Autorin wirklich alle Hebel in Bewegung gesetzt, um die Geschichte stimmig zusammenzusetzen. Lediglich am Ende wurde die Geschichte etwas sehr turbulent und leicht durcheinander, nicht jedoch, ohne zum Schluss wieder den roten Faden aufzunehmen und die Geschichte logisch zu beenden. Viele Details, die gestreut wurden, wurden aufgelöst, erklärt. Auch das Miträtseln und fiebern kam nicht zu kurz, auch wenn ich einen klaren Hinweis auf eine ganz gewisse, wichtige, Person recht früh enttarnt hatte, dennoch verlor ich, dank der tollen Art zu schreiben, nicht die Lust und die Spannung an der Geschichte. Den Höhepunkt setzen die Illustrationen am Beginn und am Ende der Story. Wirklich toll. Definitiv alles richtig gemacht und wer kurzweiligen Lesegenuss mit ganz viel Spannung und Nervenkitzel möchte, der sollte sich das Buch besorgen. Ich glaube, die Gaias-Schatten-Reihe werde ich mir jetzt mal genauer ansehen und vielleicht überarbeite ich meine Geschichte dann auch noch. :)

  (2)
Tags: a, , gaias, heike pauckner, textlustverlag, lakeview, waisenhaus, spannun, sc, t   (5)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(32)

42 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

england, hexe, liebe, annika dick, historisch

Der Ritter und die Bastardtochter

Annika Dick
E-Buch Text: 215 Seiten
Erschienen bei books2read, 15.12.2014
ISBN 9783733781200
Genre: Liebesromane

Rezension:

Meine Meinung:


Dieses eBook erschien zeitgleich mit meinem »Liebe hoch zwei« bei books2read. Das und die Tatsache, dass es von meiner tollen Kollegin Annika Dick ist, hatten das Schicksal ja eigentlich bereits besiegelt. Ich musste es haben, ich musste es lesen.


Das Cover ist traumhaft. Ganz klar, hier handelt es sich um einen historischen Roman (was ich ja eigentlich nicht lese, aber bei Annika Dicks Schreibstil fällt das kaum auf). Die satten Farben und die Personen auf dem Cover, plus der Klappentext, das alles ist eine wirklich geniale Kombination und richtig stimmig.


Komm ich auch gleich zu den Protagonisten. Zuerst hier zu Rayne, eine Hexe – äh, Pardon, eine Heilerin. Aber seinerzeit war das dasselbe. Es sind deshalb auch leider viel zu viele Leute gestorben, die keinen Bund mit dem Teufel hatten.

Nicholas ist unser Ritter aus dem Titel. Er ist eben erst aus dem Krieg zurück, kommt zu Hause an und nix ist mehr, wie es war. Der Vater tot, der Bruder schwer krank, niemand weiß, was passiert ist und er muss handeln.

Ihm zur Seite steht Niall, sein schottischer Freund, der ein wahrer Sympathieträger in dieser Geschichte ist. Sollte es je eine Fortsetzung geben, so wünsche ich mir, mehr über ihn zu erfahren.


Wir haben natürlich noch einige mehr Leute, Agnes und Henry zum Beispiel, gaaaanz wichtig, wenn man es genau nimmt. Ebenso das Schwesterchen Joanna und Katherine und noch einige Nebenfiguren.


Die Sprache ist herrlich erfrischend und das trotz der gewohnt altertümlichen Sprechweise. Es gibt jede Menge Humor in den Dialogen, traumhafte Beschreibungen und gut gespannte Spannungsbögen. Die Perspektiven werden von der Autorin gewechselt, sodass es nie langweilig wird und ich als Leser auch mal in den Kopf des Bösewichts schauen darf.

Und, wie für historische Romane üblich, gibt es Liebesszenen. Um etwas genauer zu werden, es gibt Sex. Ungeblümt und ungeniert lässt mich die Autorin durch das Schlüsselloch ins Schlafgemach linsen und treibt mir durch ihre offene Art die Schamesröte ins Gesicht. :)

Hier und da finden sich noch Schreibfehler, die dem Korrektorat durchgerutscht sind, vielleicht kann man da noch einmal drüber.


Fazit:

Ich bin ja wirklich immer etwas kritisch, wenn es um ein Genre geht, das ich normalerweise meide, hier aber wurde ich direkt in die Geschichte gezogen. Der Einstieg war weise gewählt. Die Hexe soll brennen, tut es aber nicht, da sie gerettet wird.

Und dennoch erfahre ich als Leser, wie das Puzzel zusammen passt. Selbst als mir die Autorin ohne Vorwarnung einige pikante Details offenbart (was ist mit Jacob, wer intrigiert hier etc.), kommt keine Langeweile auf, denn sie weiß genau, wie sie ihre Protagonisten zu lenken hat, um Spannung zu erzeugen – und das tut sie.

Obwohl die Geschichte alles hat, was zum historischen Genre gehört, fühlt es sich für mich nicht so an. Ich habe einen Spannungsroman, ein wenig Krimi, Liebe und Intrige und nebenbei etwas Erotik in Perfektion mit Humor. Ebenso hat die Autorin recherchiert, was mir die Fähigkeiten der Hexe, äh, Heilerin Rayne deutlich macht.

Ich wurde gut unterhalten und habe das eBook in einer für mich persönlich, recht kurzen Zeitspanne verschlungen. Ein paar Fragen blieben offen, was ich Annika Dick jedoch nicht übelnehme, denn sie lässt mir dadurch Spielraum, um selbst ein wenig zu träumen und den Nachspann der Geschichte weiterzuspinnen. Und wer weiß, vielleicht gibt es ja eine Fortsetzung. Ein Wiedersehen mit Rayne, Nicholas, Niall, Joanna und Katherine wäre sicherlich spannend und schön.

Eine Katzen-Leseempfehlung, denn »Der Ritter und die Bastardtochter« hat alles zum Schnurren, zum Fauchen und zum Maunzen :)

  (2)
Tags: annika dick, books2read, der ritter und die bastardtochter, books, england, heileri, hexe, historisch, liebe, spannung   (9)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(1)

2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

textlustverla, dämonen, serie, schattenbildnis, text lust verlag

Schattenbildnis: Die Schrecken von Sahlburg, Band 3, Fantastikserie

Peter Schünemann
E-Buch Text: 60 Seiten
Erschienen bei TextLustVerlag, 05.10.2014
ISBN 9783956850196
Genre: Sonstiges

Rezension:

Meine Meinung:
Weiter geht es im TextLustVerlag-Monat. Ich hatte mich wieder für einen Band aus der Serie »Die Schrecken von Sahlburg« entschieden. Mit »Schattenbildnis« habe ich Band 3 der Serie bekommen. Nach dem Einstieg mit »Stundendieb«, welches von Ben B. Black geschrieben wurde, war ich gespannt, welchen Schrecken mir Peter Schünemann zeigen würde. Der Klappentext machte jedenfalls neugierig.
Das Cover ist, wie sein Vorgänger, super. Auch hier viel blau und kräftige Farben. Das gruselige Gemälde verspricht Gänsehaut.
Und da begann es auch schon mit Manuel, der einer alten Dame ein wenig zur Hand ging. Manuel ist ganz klar unser »Zielobjekt« hier und aus dem eher unscheinbaren Burschen, wird ein richtig unliebsamer Geselle. Natürlich ahnt seine Schwester ganz klar, mit Manuel stimmt etwas nicht und sie weiß auch genau, wen sie um Hilfe fragen muss, nämlich, wie in Keys Rezension zu "Todeskonzert" festgestellt: Sarah, Anne und Tom sind diejenigen, die sich auf Dämonenjagd begeben. Alle drei sind vollkommen unterschiedlich vom Wesen her, weswegen sie sich super ergänzen.
Die Sprache ist prima für Teenager. Sie ist leicht, flüssig und macht Spaß zu lesen. Daneben ist sie schön bildlich, sodass ich mir einiges gut vorstellen konnte, die Gespräche sind lebendig. Sehr schön umgesetzt.
Fazit: Wirklich auf seinen Vorgänger eingehen, tut dieses Buch nicht (was hab ich denn da für einen gruseligen Satzbau?), wenn ich jedoch Keys Rezension verfolge, dann weiß ich, jawohl, Sarah, Tom und Anne waren bereits als Jäger tätig, also herrscht hier von Band zu Band ein Wechsel, was ich super finde. Zumal mich interessieren würde, ob die drei je auf andere potentielle Dämonenjäger stoßen? Auch die Idee, wie hier ein Dämon ins Spiel gebracht wurde, klang plausibel und wirklich durchdacht, was mir viel Spaß bereitet hat. Gerne hätte ich mehr über die »Drahtzieher« im Hintergrund erfahren, eben jene, die quasi wie bei James Bond und Co mit den tollen Techniksachen aufwarten, um so den Jägern hilfreich zur Hand zu gehen. Am Ende ist klar, die Dämonenjagd wird weitergehen und ich möchte wissen, wie die drei den nächsten besiegen. Ach und dann darf gerne auch ein wenig mehr Witz hinein, wie die Szene mit der Kellnerin ;) Für den schnellen Lesegenuss zwischendurch: lesenswert!

  (2)
Tags: peter schünemann, schattenbildnis, serie, textlustverla   (4)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(1)

1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

stundendieb, ben b. black, textlustverlag, dämonen, spannung

Stundendieb

Ben B. Black
Buch
Erschienen bei Textlustverlag, 03.07.2014
ISBN 9783956850004
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Jan Domhardt besucht die Klasse 9d der Realschule "Benedict Thurm". Er führt ein ganz normales Schülerleben, welches von Notenstress und Büffeln geprägt ist. Das ändert sich jedoch drastisch, als er in den Bann eines Dämonen gerät, der viele Jahrzehnte geschlummert und nur auf ein neues Opfer gewartet hat. Als das finstere Wesen beginnt, seine unheilvollen Fäden zu weben, werden Julia Markwardt und ihr Mentor Stefan Eisner darauf aufmerksam und versuchen, Jan zu helfen. Doch der Dämon steht bereits kurz davor, seine alte Macht wiederzuerlangen. Werden die beiden trotzdem rechtzeitig zur Stelle sein?

  (2)
Tags: stundendieb, ben b. black, textlustverlag, dämonen, spannung   (1)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(42)

60 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

fantasy, tanteln, freundschaft, aufgabe, cornelia franke

Jamies Quest

Cornelia Franke , Dominic Franke
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Franke, Cornelia, 01.10.2014
ISBN 9783000469350
Genre: Sonstiges

Rezension:

Meine Meinung:
Mein Dank gilt dem Autorenduo, die mir Jamies Quest – Aufgabe gesucht, zur Verfügung gestellt haben. Ich bin auf vier Pfoten bereits einige Zeit um das Buch herumgeschlichen, da ich selbst aus der Gamer-Szene komme und die Idee, in einem Spiel zu versinken (nicht nur vom Kopf her) ist schon sehr verlockend – wenn auch nicht neu – aber die Umsetzung macht es hier ja aus. Das Cover gefällt mir wahnsinnig gut, dennoch ist mir erst, als ich es in Händen hielt, aufgefallen, dass da zig Spinnen drauf sind. Das ließ dann doch ein ungutes Gefühl in mir aufsteigen brrrrrr ;)
Die Figuren werden gut erklärt, nicht nur äußerlich, sondern auch vom Wesen her. Jamie macht hier natürlich den Anfang, denn er ist unser Protagonist, mit ihm gehe ich auf das wilde Abenteuer und dabei ist er eigentlich nur ein gewöhnlicher Junge mit gewöhnlichen Problemen, der seinen Platz im Leben sucht. Ihm zur Seite stellt sich Hannes. Der Name wird ihm kaum gerecht, Hannes ist ein wahrer Sympathieträger, ein kleiner Held. Mutig und mit reinem Herzen. Er fällt aber, bei genauem Hinsehen, durch seinen Namen schon sehr auf. Hannes klingt im Vergleich zu Lanasapa, Viisas, Grumdir und Dooley doch sehr gewöhnlich?! Weitermachen möchte ich mit Grumdir, dem kleinen Suchtbolzen ;), ein Kämpfer und irgendwie innerlich resigniert, wie mir scheint, aber dennoch mit viel Mut behaftet.
Die Sprache ist schön. Manchmal zu schön. Ich denke da nur an die Szenen, wenn die Spinnen mal so richtig loslegen – woah, mir läuft es jetzt noch kalt den Rücken runter … Jamies »Gamer-Sprache« ist verständlich. Vieles, was ggf. nicht bekannt sein dürfte, wird durch Hannes' Unwissen von Jamie erklärt, wovon wiederum der Leser profitiert, wenngleich ich tatsächlich alles verstand, was Jamie sich so wünschte. Hier saßen also tatsächliche Zocker am Werke, wie mir scheint. :)
Fazit: Wo fang ich denn nun an? Bei den positiven Aspekten. Der Cliffhanger am Ende ist wirklich weise gewählt. Der Leser ist besänftigt mit dem, was er bisher erfahren und erleben durfte und ist trotzdem neugierig auf den kommenden Teil gemacht worden. Die Fantasie, die in jeder einzelnen Seite steckt, ist bunt und wundervoll. Das Autorenduo hat mir sehr viel Wunderbares gezeigt, auch sehr viele Gegensätze. Eine nahezu blühende Stadt, dunkle Wälder, unheimliche Geisterhäuser … und natürlich jede Menge Spinnen. (Habe ich bereits brrr gesagt?) Ebenso das Aufgreifen der Geschichte um Merlin ist hier gut platziert. Es fühlte sich zu keinem Zeitpunkt falsch oder unwahr an, was mir sehr gefiel. Dennoch gab es auch ein paar Dinge, die mir nicht so zusagten. Anfangen möchte ich hier direkt mit Jamie selbst, er steht am Beginn seines Lebens, die Schule liegt fast ganz hinter ihm, er überlegt, wo er im Leben hin will, sein möchte und da fällt ihm mitten in dieser merkwürdigen Welt auf, dass er keine Ahnung hat, wer seine Großeltern sind? Das fand ich leider unglaubwürdig. Das Thema Familie ist im Kindergarten und Schule stets ein großes Thema. Irgendwann kommt der Punkt (spätestens jedes Weihnachten und Geburtstag) da diese einen großen Stellenwert einnehmen. Selbst wenn Familien zerstritten sind, so weiß man doch zumindest, ob man Großeltern hat/hatte. Aber Jamie weiß das nicht und das wird ihm erst jetzt bewusst. Das konnte ich leider nicht glauben. Die Zigarettensucht von Grumdir fiel mir auch etwas auf. Nein, ich bin keine eingefleischte Raucherin und Jamies Quest ist auch kein Buch für Minderjährige, aaaaber … ich wurde nach Brior entführt, zu einem Frosch-Bürgermeister, begleitet von einem Fennek, verfolgt von Tanteln … und Grumdir raucht Zigaretten. Das wirkte so deplatziert wie ein Schweinchen das Schwanensee tanzt ;). Okay, ich muss positiv hervorheben, Grumdir raucht nicht einfach Zigarette, sondern er raucht Kräuter, aber ich hätte mir hier gewünscht, ein anderes Wort dafür zu erfahren, vielleicht raucht er eine Knallpfeife, die bei jedem Zug ein leises Klacken von sich gibt, oder eine Glimmrübe, die nur begrenzt haltbar ist, oder eine blaue Kringelnuss, etwas, was sich eben in diese wunderbare Welt einfügt. Und da Grumdir wirklich an seiner Sucht hängt, kommt diese sehr häufig vor, was mir eben sehr häufig auffiel. Auch fiel es mir schwer, am Ball zu bleiben. Es fehlte mir ein wenig der Schwung, der mich von Seite zu Seite trägt, der Spannungsbogen wurde stets versucht aufzubauen, doch hier und da flaute er abrupt ab. Gegen Ende hin wurde dies sehr viel besser. Alles in allem habe ich hier eine tolle Abenteuer-Geschichte in einer tollen Welt mit unterschiedlichen Protagonisten, mit Geheimnissen und gen Ende auch mit Spannung. Die liebevolle Gestaltung des Buchs, sowohl außen, als auch innen, zeigt deutlich, wie viel Herzblut das Autorenduo hier reingesteckt hat. Die Ideen, die hier verbaut wurden, sind vielfältig und liebevoll durchdacht (okay, der Käfer ist irgendwie eklig ;)) - ganz toll. Aber es dürfte etwas mehr Schwung haben, etwas mehr Konsequenz, dann hätte es mich auch komplett mit sich gerissen. Lesenswert? Ja, aber mit Einschränkung, das hier ist kein WoW, kein Anarchy Online oder Elder Scrolls, es ist Jamies Quest!

  (2)
Tags: abenteuer, cornelia franke, dominic frank, fantasy, gefährlich, jamies qzes, rollenspie, tanteln, unheimlich, wandere   (10)
 
92 Ergebnisse