Leserpreis 2018

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Wir drei verzweigt

Robin Benway , Jessika Komina , Sandra Knuffinke
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Magellan, 17.07.2018
ISBN 9783734850325
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Grace ist adoptiert. Diese Tatsache weiß sie bereits seit sie klein ist, es ist kein Geheimnis. Doch als sie erfährt, dass sie noch zwei Geschwister ist das doch ein Schock für sie. Ihr Leben macht sowieso schon aktuell eine harte Wende durch und nun treten auch noch ihre Geschwister Maya und Joaquin in ihr Leben. Als Grace den beiden dann auch noch eröffnet, dass sie nach ihrer leiblichen Mutter suchen will, sind diese nicht davon begeistert. Doch was werden sie bei der Suche nach ihrer Mutter finden?

Schon mit „Emmy & Oliver“ konnte mich Robin Benway total verzaubern, sie hat ein wirklich tolles Feingefühl dafür realistische Situationen widerzuspiegeln. Und so verhält es sich auch bei „Wir drei verzweigt“, in dem sie Grace, Maya und Joaquin ihre Stimme verleiht lässt sie uns tief in die Seele der drei Jugendliche schauen. Dabei merkt der Leser schnell, dass jeder der drei sein Päckchen zu tragen hat und versucht mit der Tatsache, dass sie zur Adoption frei gegeben wurden, klarzukommen.

Grace ist unser erster Bezugspunkt im Buch. In einer Art Prolog erfahren welcher Umstand Graces Leben so sehr durcheinander gebracht hat, dass sie sich nun auf die Suche nach ihrer leiblichen Mutter machen will. Dass sie dabei auf ihre beide Geschwister stößt ist zwar ein Schock, aber sie hofft auf ihre Unterstützung. Grace wirkt auf den Leser immer sehr erwachsen und gefasst, es gibt selten Momente, in denen sie das falsche sagt oder tut, doch wenn es soweit ist, dann überrascht sie jeden damit.

Ganz anders als Grace ist Maya, aber eigentlich auch nicht, denn Maya versucht auch erwachsen zu sein, schafft es dabei aber regelmäßig durch ihre extrovertierte Art und ihre direkte Art die Menschen zu verprellen oder Streit zu provozieren. Man merkt jedoch, dass auch sie einfach nur ihren Platz im Leben finden will, denn sie durch den Umstand, dass sie schon optisch in ihre Adoptionsfamilie nicht passt, aber einfach nicht entdeckt. Auch wenn Maya manchmal ruppig wirkt, schließt man sie dennoch in sein Leserherz und mag sie gar nicht mehr loslassen.

Und dann ist da noch Joaquin, denn es wohl am schwersten getroffen hat. Er ist der älteste der drei Geschwister, wurde aber bis heute von keiner Familie adoptiert, sondern von Pflegefamilie zu Pflegefamilie weiter gereicht. Seine Kapitel fand ich persönlich immer besonders hart und schwer, es sind auch die, die mich zum Weinen gebracht haben, denn der Schmerz und der Selbstzweifel fressen Joaquin einfach auf. Ihm fällt es so schwer Menschen zu vertrauen und sich ihnen zu öffnen, und mit jedem Stück mehr von seiner Vergangenheit, welches dem Leser präsentiert wird, ist auch klar, warum das so ist.

Mit jedem Kapitel, welche immer zwischen den Ich-Erzählungen von Grace, Maya und Joaquin wechseln, erfährt man nicht nur mehr über unsere drei verzweigten Protagonisten, sondern man will auch gar nicht mehr aufhören. Robin Benway nimmt den Leser bei der Hand und führt ihn auf eine Gefühlsachterbahn, die selbst mich mitgerissen hat, so dass ich an der ein oder anderen Stelle die Tränen wegdrücken musste.

 

Fazit:

„Wir drei verzweigt“ ist ein echtes Lesehighlight mit viel Gefühl und Herzenswärme. Wer nah am Wasser gebaut ist, der sollte Taschentücher bereithalten, denn die Geschichte von Grace, Maya und Joaquin geht an die Nieren. Robin Benway hat es erneut geschafft mich zu mitzureißen und ein echtes Lesehighlight geschaffen.

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Der Report der Magd

Margaret Atwood , Helga Pfetsch
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Berlin Verlag, 17.11.2017
ISBN 9783827013842
Genre: Romane

Rezension:

Frauen haben keine Rechte mehr! So zumindest sieht in Margaret Atwoods düsterer Dystopie das Leben von Frauen aus. Sie erfüllen nur noch Aufgaben, dafür aber ohne Bezahlung oder jegliche Ansprüche. Eine dieser Aufgabe ist der Magd, die erschüttert und aufwühlt zugleich. In „Der Report der Magd“ erhält der Leser Einblick in das Leben, wie es hoffentlich niemals kommen wird.

Die Protagonistin von „Der Report der Magd“ nennt uns ihren Namen nicht. Nur den von der Gesellschaft zugewiesenen Namen, über den sie sich nun versucht zu identifizieren, es aber eigentlich nicht will, kennen wir: Desfred. Doch der Verlust des Namens scheint nachdem Lesen der Geschichte das geringste Problem der Frauen zu sein. Eine Magd zu sein bedeutet seinen Körper und sein Leben an einen höher gestellten Mann und seine Frau komplett aufzugeben. Doch wie konnte das passieren?

In einer dystopischen Zukunft kommt es zu einem Putsch, nachdem Frauen nicht mehr arbeiten dürfen und kein Geld mehr besitzen. Danach kommt es immer mehr, Schritt für Schritt zur Entmündigung der Frauen. Schockierend, aufrüttelnd und einfach unfassbar wird es mit jeder Seite die man mehr abtaucht in den neuen Staat Gilead. Es bilden sich bestimmte Gruppen von Frauen heraus, so gibt es die Tanten, die im roten Zentrum die Mägde „ausbilden“. Dann gibt es die Mägde selbst, die Kinder für reiche, unfruchtbare Pärchen bekommen müssen. Und die Marthas sind Haushaltshilfen, die alles erledigen müssen, wie zum Beispiel kochen, putzen und waschen. Wie mit Frauen, und im Besonderen Mägden, umgegangen wird ist einfach nicht zu beschrieben. Mir fehlten wirklich die Worte um diese Rezension direkt nachdem auslesen zu verfassen, weil es mich so aufgewühlt hat. Der Begriff von Freiheit wird so stark beengt, dass man davon gar nicht mehr sprechen kann.

Es gibt mehr als nur eine Form von Freiheit, sagte Tante Lydia, Freiheit zu und Freiheit von. In den Tagen der Anarchie war es die Freiheit zu. Jetzt bekommt ihr die Freiheit von. Unterschätzt sie nicht.“ – Der Report der Magd (Seite 39)

„Der Report der Magd“ ist bereits 1985 erschienen, und dennoch hatte Margaret Atwood ein sehr gutes Feingefühl für die kommende Technologie und die immer wieder aufkeimende Debatte über die Freiheiten von Frauen. Das der Inhalt absolut lesenswert ist, brauche ich sicherlich nicht mehr zusagen, dennoch muss ich kurz noch auf etwas hinweisen. Es gibt immer mal wieder Abschnitte im Buch die langatmig wirkten, wo ich auch nicht wusste wohin genau es gehen soll. Doch all das wurde dann am Ende erklärt und das auf eine Art und Weise, mit der ich niemals gerechnet hätte. Ich glaube selten hat mich ein Buch mit so einem Twist am Ende überrascht, und plötzlich hat alles Sinn gemacht. Absolut genial gelöst.

 

Fazit:
„Der Report der Magd“ ist ein Buch, dass wegen seiner Thematik und seiner Gestaltung noch lange im Gedächtnis bleibt. Die Geschichte selbst hat zwar ab und an ein paar Längen, doch das Ende lässt all dies Vergessen und sorgt dafür, dass man noch lange über das Gelesene nachdenkt. Man lernt die Freiheit die man hat zuschütten und hat den unbedingten Drang dafür zu sorgen, dass ein Gilead niemals real wird.

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Holes

Louis Sachar
Flexibler Einband: 236 Seiten
Erschienen bei Random House Childrens Books, 30.09.2011
ISBN 0440414806
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Stanley Yelnats scheint ein ganz unscheinbarer und normaler Junge zusein. Dennoch landet er im Camp von Green Lake, und das nur wegen eines Fluchs der auf seiner Familie lastet, also einem theoretischen Fluch. Denn seit sein Ururgroßvater einen Fehler begangen hat läuft alles schief für die Yelnats. Und nun auch noch Camp Green Lake …

Während Stanleys Eltern denken, dass er in eine Art Feriencamp ist erlebt er dort eine Art Hölle auf Erden. Einen See gibt es nämlich schon lange nicht mehr, dieser ist wegen der anhaltenden Dürre ausgetrocknet. Bei dem ständigen Sonnenschein fällt es auch schwer nicht auszutrocknen, auch Stanley lernt das schnell. Teil seiner „Therapie“ am Camp Green Lake ist es nämlich, dass er in eben dieser Hitze Löcher in den Boden des ehemaligen Sees gräbt. Das soll die Jugendlichen abhärten und stark machen, Stanley jedoch macht es nur müde, hungrig und wahnsinnig.

Natürlich verbirgt sich auch ein Geheimnis hinter Green Lake und dieses wird durch kleine Rückblenden sehr schön in die Geschichte eingeflochten. Beim Lesen kommt somit keine Langeweile auf, denn auch Stanley merkt, dass es irgendwas zu entdecken gibt. Louis Sacher schafft es hier wirklich gut einen Spannungsbogen aufzubauen und den jungen Leser wunderbar an die Geschichte zu binden. Dadurch entsteht ein kleiner Page-Turner, der einen für die Lesestunden mitnimmt an einen wahnsinnig heißen Ort, bei dem viel zu viel Erde geschaufelt wird.

Neben Stanley sind auch die anderen Charakter sehr gut gezeichnet, man bekommt eine tolle Vorstellung davon wie alles zusammenspielt im Camp Green Lake. Auch wenn hier die ein oder andere Person etwas überspitzt dargestellt ist, und vielleicht auch Klischees erfüllt, so passt dies dennoch zu dem gesamten Werk und zu der angestrebten Leserschaft ab neun Jahre. Unterhaltsam von Anfang bis Ende.

Fazit:

„Holes“ von Louis Sacher ist zu recht ein ausgezeichnetes Jugendbuch. Mit einer gekonnten Mischung aus Spannung, Geheimnis, Lebensweisheiten und Humor unterhält sowohl jung als auch alt. Ich mochte Stanley wegen seiner Bodenständigkeit und seinem feinen Gefühl dafür, immer das Richtige tun zu wollen. Lesenswert!

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279 Bibliotheken, 13 Leser, 0 Gruppen, 80 Rezensionen

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Du wolltest es doch

Louise O'Neill , Katarina Ganslandt
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 25.07.2018
ISBN 9783551583864
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Emma O’Donovan ist hübsch und perfekt, und das weiß sie auch, und sie spielt ihre Karten aus. Jeden Tag genießt sie die Aufmerksamkeit und ist dabei vor allem gegenüber ihren Freundinnen egoistisch und fies. Und auch Jungs stehen auf ihrer täglichen Liste, bis zu dieser einen Party, an der alles eskaliert.

 

Dieses Buch kann man eigentlich nicht in Worte fassen, das Thema, oder eher die Themen, die hier im Mittelpunkt stehen sind so präsent in unserer Gesellschaft. Louise O’Neill schreibt eine Geschichte, die kein Happy End brauch oder von 1000 verschiedenen Erzählsträngen lebt. Vielmehr geht es ihr darum zu zeigen wie Emmas Leben wegen einer Nacht vollkommen aus dem Ruder läuft und wieso daran vor allem die Gesellschaft Schuld hat.

Emma kann sich an die Nacht nicht erinnern, sie ist mit Paul in das Zimmer gegangen, sie hat den Alkohol getrunken und auch die Pille genommen, aber das was sie auf den Fotos gesehen hat, das kann nicht sie gewesen sein. Wie kann so etwas passieren, ohne das sie sich daran erinnert? Und während sie am Anfang noch probiert alles runter zu spielen, wird ihr später klar, dass das was da passiert ist falsch war. Es war eine Vergewaltigung! Doch statt das man ihr glaubt und hinter ihr steht, stößt sie auf Feindseligkeit und Hass, weil sie eine Anzeige macht. Und plötzlich drehen sich ihre Gedanken darum, ob sie nicht selbst daran schuld sei, ob sie die Jungs nicht dazu motiviert hat?!

Ich möchte gar nicht zu sehr noch weiter auf die Story eingehen, sondern viel mehr darauf, wie schrecklich Emmas Gedanken sind. Immer wieder durchlebt sie dieselben Gedankengänge und hat die Fotos vor sich, immer und immer wieder, ohne dass es jemals aufhört. Und auch die Autorin lässt den Leser damit nicht in Ruhe, wir stecken total in Emmas Kopf fest. Dadurch kommt es zwar immer wieder zu Wortwiederholungen, aber dadurch wird meines Erachtens nur deutlich wie sehr Emma in ihrem Gedankenkarussell gefangen ist. Mich haben diese Gedanken immer wieder fertig gemacht beim Lesen, wie Emma sich einfach alles auflädt, obwohl sie doch gar keine Schuld trifft.

Und genau hier ist vor allem das Nachtwort so wichtig für die Leser. Es wird deutlich erklärt, dass Emmas Gedanken falsch sind, dass die Menschen falsch handeln, dass ein Opfer niemals der Täter sein wird. Dieses sogenannte Victim Blaming ist einfach so schrecklich und falsch, und wird hier noch einmal erklärt und deutlich gezeigt, dass jeder dem so etwas Grauenvolles passiert den Mund aufmachen soll und muss. Und wie schon am Anfang erwähnt, lebt dieses Buch nicht von einem Happy End oder ähnlichem, sondern von den Gefühlen und Gedanken.

 

Fazit:

Ich glaube es wird deutlich, wie schwer es mir fällt die passenden Worte für „Du wolltest es doch“ zu finden. Emmas Geschichte wird mich noch eine ganze Weile beschäftigen, allem voran ihr Karussell aus Gedanken, in dem sie festhängt. Und auch wenn ich mir mehr nach dem Ende gewünscht hätte, zeigt der Schluss wie heftig die gesamte Geschichte ist. Besonders gut finde ich das Nachwort, was nochmal alles aufklärt und verdeutlicht, wie sehr sich unsere Gesellschaft sich noch ändern muss.

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717 Bibliotheken, 14 Leser, 1 Gruppe, 79 Rezensionen

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Letztendlich sind wir dem Universum egal

David Levithan
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 22.09.2016
ISBN 9783596811564
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Bei A ist kein Tag wie der andere, denn jeden Morgen erwacht A in einem neuen Körper. Das klingt verrückt, ist für A allerdings das normale Leben. Jeden Morgen muss A herausfinden wie die Person lebt, ob sie männlich oder weiblich ist, wie der Alltag aussieht, es scheint als wäre jeden Tag ein Abenteuer. Bis A auf Rhiannon trifft und sein ganzes Weltbild durcheinanderbringt.

 

„Letztendlich sind wir dem Universum egal“ habe ich vor ca. 3 Monaten bereits beendet, und zunächst dachte ich, dass ich echt Schwierigkeiten hätte eine Rezension zu schreiben. Aber was soll ich sagen, das Buch war so prägend, interessant und gutgeschrieben, dass man es einfach nicht vergessen kann. Am Anfang ist man als Leser noch etwas unbescholten, man weiß noch nicht genau worauf David Levithan hinaus möchte, doch je mehr man in As Geschichte eintaucht, umso deutlicher wird worum es „Letztendlich sind wir dem Universum egal“ wirklich geht.

 

Durch seine ständigen Körperwechsel erlebt A, und somit auch der Leser, die Welt aus einem ganz anderen Blickwinkel. Er hat keinen richtigen Namen, er hat keinen eigenen Körper, und dennoch weiß er, dass er existiert, denn er erinnert sich an die Dinge die er erlebt, er hat ein virtuelles Leben und probiert so viel wie möglich zu lernen. Und bisher dachte er, er kann von Tag zu Tag leben, doch als Rhiannon in As Leben tritt ändert sich alles, denn auf einmal wächst der Wunsch auf ein „richtiges“ Leben, auf Nähe und Liebe. Und dabei steht er vor der Frage, kann man geliebt werden, wenn man jeden Tag anders aussieht?

 

Parallel dazu scheint ein Junge es auf A abgesehen zu haben, nachdem dieser einen Tag in seinem Körper gesteckt hat und daraufhin sein Leben eine andere Wendung genommen hat. Mit dieser Hetzjagd stellt sich für A auch die Frage danach, ob er der Teufel, ein Dämon oder ein Geist ist. Dieser innere Kampf war beim Lesen immer wieder zu spüren und beschäftigt auch den Leser immer mehr, so zumindest ging es mir. Und selbst jetzt frage ich mich das immer noch, wie sich As Existenz beschreiben lässt.

 

David Levithan will mit seiner Geschichte etwas verdeutlichen, was wir in unserer Gesellschaft immer wieder vergessen: bei einem Menschen zählen nicht die Äußerlichkeiten, sondern nur seine Werte, Gedanken und sein Charakter. Vor allem bei der aufkeimenden Zuneigung zwischen A und Rihannon sieht man, das Liebe nicht unbedingt an eine Körperform gebunden ist. Für Rhiannon ist es irgendwann egal, ob A groß, klein, dick, dünn, männlich oder weiblich ist, sie fühlt sich zu As Wesen hingezogen.

 

Fazit:
„Letztendlich sind wir dem Universum egal“ von David Levithan ist ein Buch, über das ich noch nachdem lesen nachgedacht habe, und das einen nicht loslässt. Selbst nach Monaten kann ich mich noch an die Geschichte erinnern und die Aussage ist prägend: Liebe kennt kein Grenzen, Liebe ist Liebe.


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125 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 41 Rezensionen

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Witchborn

Nicholas Bowling , Eva Riekert
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 31.05.2018
ISBN 9783551521057
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die 14-jährige Alyce ist eine Hexe, doch das muss sie verbergen, denn Alice lebt im Jahr 1577 in England. Die Hexenjäger machen ihrem Namen alle Ehre und verfolgen rigoros die Frauen des Landes. Mitten in dieser schwierigen Zeit verliert Alice ihre Mutter an diese Männer und muss nun fliehen. Dabei trägt sie einen wichtigen Brief in ihrer Tasche und muss ihre Gabe verstecken? Doch warum wird sie weiterhin verfolgt, und was hat Königin Elisabeth I und Maria Stuart damit zu tun?

 

Magie, Hexen und dunkle Mächte sind Dinge die mich total faszinieren, vor allem durch Fernsehserien wie „Buffy“ oder „Charmed“ bin ich seit Jahren begeistert von dieser Welt und habe auch zudem dazu passendem Lesestoff gegriffen. Umso neugieriger war ich, als mich „Witchborn“ erreichte, in dem ja schon der Name ein Versprechen für eine hexenreiche Geschichte ist.

Direkt auf den ersten startet die Geschichte durch, wir erfahren wie Alyce ihre Mutter verloren hat, und dabei wird der Leser nicht geschont. Es wird deutlich, wie grausam die Hexenjagd abgelaufen ist und in was für einer Welt Alyce zurechtkommen muss. Die Geschichte wird aus zwei verschiedenen Perspektiven, die zwischen Alyce und dem Hexenjäger Hopkins hin und her wechselt, erzählt. Dabei steigt die Spannung langsam aber kontinuierlich bis es zum großen Finale kommt. Die verschiedenen Erzählstränge bauen aufeinander auf und wir haben so die Möglichkeit immer etwas mehr zu wissen als Alyce, etwas was ich an dieser geteilten Schreibweise mag.

Dennoch war nicht alles toll an diesem magischen Erlebnis. Es brauch nämlich erst jede Menge Fahrtwind, bevor etwas in Schwung kommt. Nach dem aufregenden Beginn fließt die Geschichte nämlich zunächst nur sehr langsam vorwärts und man hat als Leser leicht das Gefühl verloren zu sein. Dieses dezente, unterschwellige Gefühl der Langeweile schleicht sich auch in die Charaktergestaltung und -entwicklung ein. Mit Alyce warm zu werden war schwieriger als ich es gedacht hätte, es war, als wäre eine Blase um sie herum, wodurch man nicht mit ihr fühlt, sondern einfach nur ihre Geschichte nachliest. Durch diese fehlende Nähe ist auch das Magische in der Geschichte nicht immer greifbar, auch wenn die Magie bei der Fehde zwischen den zwei Königinnen, Königin Elisabeth I und Maria Stuart, eine sehr große Rolle spielt.

Unabhängig davon liest sich die Geschichte wunderbar dahin, und das Ende lässt einige Fragen offen, die fast auf einen zweiten Band hoffen lassen.  Auch die seltsamen Figuren lassen den Leser nicht los, England im 16. Jahrhundert schafft dabei die perfekte Atmosphäre um Hexenjäger und Hexen gleichermaßen in ein düsteres Licht zu setzen. Man darf letztendlich also gespannt bleiben ob Nicholas Bowling seine Geschichte noch weiter erzählen wird.

 

Fazit:

Nach einem knackigen Start benötigt „Witchborn“ einige Anlaufzeit um richtig in Schwung zu kommen, dabei bleibt vor allem die Protagonistin Alyce immer auf Abstand zum Leser. Dennoch schafft es Nicholas Bowling den Leser zum Ende hin gefangen zu nehmen und die aufgeladene Spannung abzubauen. Zwar gibt es kein Cliffhanger am Ende, dennoch gibt es genügend Potential für eine Fortsetzung.

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FederLeicht. Wie das Wispern der Zeit

Marah Woolf
Flexibler Einband: 316 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 07.10.2015
ISBN 9781517673734
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nachdem spannenden ersten Teil der FederLeicht-Saga hätte mir der Einstieg in Band 2 eigentlich ganz leichtfallen sollen, dennoch hatte ich ganz leichte Startschwierigkeiten. Irgendwie war mir am Anfang nicht klar, wohin sich die Geschichte entwickeln würde. Doch natürlich erlebt Eliza am Ende wieder ein packendes Abenteuer!

 

Leylin ist für Eliza verschlossen, wegen einer fiesen Falle kann sie offiziell nicht mehr zurückkehren in das Reich der Elfen. Doch natürlich gelingt es ihr weiterhin Kontakt zu dieser anderen Welt zu halten und als ein Hilferuf erfolgt, ist sie erneut bereit alles zu riskieren um den Elfen zu helfen.

Die Beziehung von Eliza und Cassian kann man zu recht also richtig kompliziert beschreiben, teilweise waren meine Nerven etwas überreizt von dem gesamten Hin und Her der Beiden. Natürlich lebt eine Romtansy-Geschichte auch von Liebe und Freundschaft und den längeren Versuchen, dass sich zwei bekommen. Aber Cassian hat auch mir manches Mal den letzten Nerv geraubt, ich kann Eliza also verstehen, wenn sie ab und an ihn einfach nur vergessen will.

Aber natürlich geht es in „FederLeicht – Wie das Wispern der Zeit“ nicht nur um Cassian, sondern um die verschwundene Königin der Elfen Elisien. Durch ihre Abwesenheit ist Larimar an der Macht in Leylin und diese Herrschaft ist geprägt von zunehmender Grausamkeit. Und natürlich wird Eliza darum gebeten Elisien aufzufinden, dazu muss sie Rätsel lösen, sich in Gefahren begeben, die Vergangenheit erkunden und die Ungeheuer des Ewigen Waldes bezwingen.

Vor allem die Geschichten aus der Vergangenheit hatten es mir angetan, denn endlich erfährt man mehr über das Leben der Elfen, und ganz besonders über das von Rubin, Elisien und Larimar. Und am Ende bleibt nur die Frage, ob Elisien noch lebt und rechtzeitig gefunden werden kann, und ob Larimar damit endlich vom Thron verschwindet. Es bleibt also spannend in Leylin.

Fazit:

Nachdem ich ein klein wenig gebraucht habe um reinzukommen, hatte mich das neue Buch aus dem „FederLeicht“-Universum wieder vollgepackt. Marah Woolf schafft es, dass man mitfiebert und bangt, und echt genervt sein kann von diesen schwierigen Elfenmännern. Mit jedem Kapitel wurde es spannender, und vor allem die Rückblenden hatten es in sich. Und ich denke, auch Band 3 wird mich nicht enttäuschen, zum Glück wartet dieser bereits im Regal auf mich.

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206 Bibliotheken, 8 Leser, 2 Gruppen, 33 Rezensionen

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Love, Simon (Filmausgabe)

Becky Albertalli , Ingo Herzke
Flexibler Einband: 344 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 31.05.2018
ISBN 9783551317520
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Wie so viele andere Bücher hat auch dieses viel zu lange ungelesen in meinem Regal gestanden, erst durch das baldige Erscheinen des Films wurde mir bewusst, dass ich unbedingt die Geschichte von Simon lesen muss. Dabei hat mich, um ehrlich zu sein, der Plot zunächst nicht ganz gepackt, aber je mehr ich vom Buch gelesen hatte, desto größer war mein Interesse. Die letzten 150 Seiten musste ich am Stück lesen, denn Blue und Simon sind etwas ganz besonderes. Simon ist ganz einfacher, und dadurch realistischer, Protagonist, der genau nach meinem Geschmack war. Er hat Freunde, er hat Hobbys und er genießt sein Leben. Nur das Geheimnis, dass er schwul ist, bedrückt ihn seit langer Zeit und erst durch das anonyme Geständnis von Blue hat er jemanden um sich auszutauschen. Ich mochte Simon mit jeder Seite mehr, er hat nie übertrieben, er ist einfach ein Junge der mit seinen Gefühlen klar kommen will.

Becky Albertalli hat hier einen wichtigen und ganz besonderen Roman geschrieben, der mich berührt hat und dabei gezielt mit Humor und Liebe das wichtige Thema des Coming-Outs anspricht. Simons drei Worte „Ich bin schwul“, die ihm einfach nicht über die Lippen wollen, begleiten auch den Leser den ganzen Roman. Ich selbst kenne das Gefühl nicht, sich outen zu müssen, denn wie Simon schon richtig bemerkt, wird das von Homosexuellen unberichtigerweise nicht erwartet. Umso emotionaler war es für mich Simon zu erleben wie er dies durchmachen muss. Insgesamt erhält das Buch von mir volle Punktzahl, und eine klare Empfehlung für alle die gern ein ehrliches und sehr gutes Jugendbuch lesen wollen.

Lest das Buch! Schaut den Film! Ich war begeistert, gerührt, habe geweint und gelacht und am Ende konnte ich so vieles nachvollziehen und mitnehmen. Die Musik untermalt die fantastische Geschichte perfekt und lädt jeden Zuschauer ein zu bleiben und weiterzuschauen. Zum Glück gibt es bereits eine Art Fortsetzung, dieses Mal ist Leah unsere Protagonistin, allerdings ist dieses neue Werk von Becky Albertally bisher nur auf englisch unter dem Titel „Leah on the Off-Beat“ erschienen.

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Alles Begehren

Ruth Jones , Julia Walther
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 02.05.2018
ISBN 9783959672023
Genre: Liebesromane

Rezension:

Die junge Kate verliebt sich Hals über Kopf in den älteren Callum, für sie ist es Liebe auf allen Ebenen. Doch Callum ist verheiratet und Vater, dennoch lässt er sich auf die Affäre ein. Das Begehren der Beiden ist so groß, dass es fast ihr Leben zerstört. 17 Jahre später treffen sie sich erneut, und es scheint als hätte sich zwischen ihnen nie etwas geändert. Doch können sie wirklich noch einmal anfangen? Auch wenn so viel auf dem Spiel steht?

Bei „Alles begehren“ von Ruth Jones war es vor allem der Plot der mich unheimlich neugierig gemacht hat. Wir glauben, zumindest die meistens, an die eine wahre Liebe, mit der man glücklich wird, an den Seelenverwandten der einen versteht wie niemand anderes. Aber was passiert, wenn diese Person bereits vergeben ist und jemanden versprochen? Kate und Callums Geschichte könnte so romantisch sein, doch dabei ist sie zerstörerisch, denn Callum verliebt sich in Kate obwohl er verheiratet und Vater ist. Der Zwiespalt zu wählen, zwischen der Pflicht als Vater und Ehemann, und dem Verlangen nach Sex und Liebe treibt ihn immer wieder umher. Es führt dazu, dass er ständig in einer Spirale abwärts gerät und sich von Lüge zu Lüge rettet. Für Kate hingegen ist es eindeutig, sie liebt Callum, sie will ihn, um jeden Preis und weiß das sie beide zusammengehören. Doch natürlich spielt das Schicksal mit und am Ende leidet jeder.

Kate und Callum als Protagonisten waren sehr speziell, denn nicht nur die beiden müssen sich entscheiden was sie wollen, auch den Leser packt diese Ungewissheit, diese Qual zwischen beiden Seiten. Dabei wirkt Kate oft egoistisch und kann mit ihren jungen Jahren offenbar noch nicht nachvollziehen, welche Tragweite es für Callum hat, seine Ehe aufs Spiel zu setzen. Ich muss gestehen, dass auch nach dem Zeitsprung von 17 Jahren mir Kate weiterhin nicht wirklich sympathisch war, auch wenn dem Leser bewusst ist, dass sie nur wegen der Ereignisse damals, sich so entwickelt hat. Dennoch scheint Kate keine positiven Seiten zu haben, sie ist denkt meistens nur an sich, oft hatte ich das Gefühl, dass selbst ihre Familie für sie nicht immer an erster Stelle steht.

Aber auch Callum kommt nicht gut weg, ihn zu mögen war ebenfalls nicht möglich, denn er müsste es im Gegensatz zu Kate besser wissen. Er kann sich nicht entscheiden, wirkt oftmals orientierungslos. Dadurch wirkte er auf mich in manchen Situationen sehr unreif, obwohl er genügend Lebenserfahrung hat offenbar im Leben etabliert ist. Seine Beziehung zu Kate war für mich an keinem Punkt positiv behaftet, und dennoch, trotz dieser tragenden Unsympathie bei beiden Protagonisten, konnte ich nicht aufhören weiterzuhören. Ruth Jones fesselt einen an die Geschichte und zieht einen in den Bann, wie ich es selten bei einem solchen Plot und Setting erlebt habe.

 

Fazit:

Wenn Begehen zur absoluten Tragödie führt, dann kann es natürlich kein eindeutiges Happy End geben, und ich bin froh, dass die Autorin hier einen anderen Abschluss gefunden hat. Natürlich möchte man nicht zu viel verraten, denn schließlich soll jeder selbst die Geschichte von Kate und Callum entdecken. Und diese Geschichte hat es wirklich in sich, sie berührt einen auf eine ganze andere Art, als man es bisher kannte, man will mehr erfahren, obwohl man weiß, dass der zerstörerische Tornado, welchen die beiden erzeugen, alles mit sich zieht. Ein Buch, über das ich noch lange nachdenken werde und das einen nicht so schnell loslässt.

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Bitte nicht öffnen 3: Durstig!

Charlotte Habersack , Fréderic Bertrand
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 31.05.2018
ISBN 9783551652133
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Nemo dachte es wäre endlich vorbei mit den seltsamen Paketen, doch natürlich landet ein drittes auf seiner Türschwelle. Mit bestem Gewissen bringt er es zur Post zurück, denn er kann sich einfach keine Fehltage mehr in der Schule erlauben. Leider verursacht das nicht beachten des Pakets nur noch mehr Chaos. Und plötzlich liegt die ganze Stadt in Dunkelheit gehüllt. Schaffen es Nemo und seine Freunde auch dieses Mal das Spielzeug seinem Besitzer zurück zu bringen?

Endlich geht es weiter mit der „Bitte nicht öffnen“-Reihe von Charlotte Habersack. Und auch wenn Nemo mittlerweile keine Pakete mehr sehen kann, freue ich mich immer wieder auf ein neues Abenteuer aus Boring. Dieses Mal wird es düster in der kleinen Stadt, denn der Inhalt des Päckchens, eine Vampirbraut, sorgt für Dunkelheit und Chaos. Außerdem hat sie einen ausgeprägten Faible für Schminke und Mode, was natürlich für ein Spielzeug unheimlich interessant ist.

Mit jedem Band wächst mir Nemo immer mehr ans Herz, und ich finde es toll zu erleben, wie er sich weiterentwickelt. Aber auch Finn und Oda wirken viel erwachsener, obwohl für sie ja nicht wirklich die Zeit vorangegangen ist. Dieses Mal findet Nemo in dem Päckchen eine lebensgroße Vampirpuppe, die bei ihm direkt für Gänsehaut sorgt, denn was wird sie wohl trinken wollen, wenn sie durstig wird. Insgesamt sind Nemo, Oda und Finn aber wieder ein tolles Gespann, was mit Wissen und Glück das Rätsel rund um das neue Päckchen lösen will. Waren sie beim letzten Abenteuer noch davon abgelenkt aus Schleimi Provit zuschlagen, so wird es dieses Mal zu einer echten herausforderung das gestohlene Spielzeug überhaupt erst zu finden.

Wie schon in den beiden vorherigen Bänden sorgt Fréderic Bertrand mit seinen Illustrationen für die richtige Stimmung und Witz in allen Situationen. Dieses Mal wird es etwas düsterer, dennoch bleibt der Humor nicht auf der Strecke und für junge Leser/innen ab 8 Jahre ist hier erneut eine tolle Geschichte zwischen den Buchdeckeln zu finden. Die Seiten fliegen dahin, der Schreibstil ist erneut herzlich und die Spannung bleibt bis zum Schluss erhalten, denn natürlich wird das Rätsel rund um die mysteriösen Päckchen nicht gelöst. Dafür erfahren wir schon mal, was uns im nächsten Päckchen erwarten wird, bleibt also gespannt!

 

Fazit:

Mittlerweile bin ich mir ziemlich sicher, dass ich ganz schön traurig sein werde, wenn diese Reihe mal aufhört. Selten hat mich eine Kinderbuchreihe so lange unterhalten können und vor allem so mitgenommen beim Lesen wie Charlotte Habersacks „Bitte nicht öffnen“-Reihe. Auch der dritte Band konnte, dieses Mal durch einen etwas anderen Beginn, überzeugen und ist bestens geeignet für junge Leser/innen. Im Übrigen gibt es mittlerweile auch eine App mit der man die Spielzeuge lebenidg werden lassen kann, eine grandiose Idee für mehr Lesespaß.

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

Wildwechsel

Susa Bobke , Shirley Michaela Seul
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 26.03.2018
ISBN 9783442314805
Genre: Sachbücher

Rezension:

Susa Bobke wurde bereits in der Vergangenheit mit ihren Erfahrungsbüchern über das Leben als „Gelber Engel“ des ADAC bekannt. Das sie so ganz nebenbei auch noch Jägerin und Falknerin aus Leidenschaft ist, wissen dabei sicherlich die wenigstens. Und genau um die gesammelten Erfahrungen und prägenden Ereignisse geht es in ihrem neusten Buch „Wildwechsel“.

 

Durch ein prägendes Ereignis wird Susa Bobke auf das Thema Jagd aufmerksam, Jahre später, nachdem Ablegen des sogenannten grünen Abitur, nennt sie sich selbst eine Jägerin. Dank der vielen Erfahrungen reicher ist sie laut eigenen Aussagen vor allem Jägerin, um die Natur zu schützen. Susa Bobke betont dabei, dass es ihr nicht darum geht kaltblütig Tiere zu töten, sondern viel mehr darum den Lebensraum Wald und Wiese zu pflegen und zu hegen, ihn genau zu beobachten und dann nach bestem Gewissen zu entscheiden. Dabei schafft sie es auf einfache Art und Weise dem Leser auf realistische Art nahezubringen, was eine Jägerin tatsächlich macht. Und ganz nebenbei lernt der Leser noch etwas über die Natur, das Verhalten der Tiere und Wildtierkunde.

 

Wie aber schon der Untertitel von „Wildwechsel“ verrät geht es nicht nur darum, wie Susa Bockes Leben als Jägerin und Gelber Engel aussieht, sondern auch wie das Rehkitz Schneewittchen, dass sie bei einer Schockernte rettete ihr Leben veränderte. Diese Geschichte geht wirklich ans Herz, denn sie zeigt nicht nur die romantische Seite bei der Aufzucht eines Rehkitz, sondern vor allem die anstrengenden Schritte. Dabei kann kaum jemand helfen, denn es kommt nicht so oft vor, dass ein Rehkitz durch eine Privatperson aufgezogen wird. Dabei unterstreichen die Bilder in der Mitte des Buches noch einmal die Eindrücke während des Lesens. Wie sich die Autorin um das junge Rehkitz kümmert, es großzieht und auch nachdem es selbstständig ist immer begleitet, zeigt sehr eindrucksvoll, dass es eben nicht jedem Jäger, und ich denke das trifft auf der größten Teil dieser Gemeinschaft zu, eben nicht primär „herumballern wollen auf Tiere“, sondern an der Natur und seiner Erhaltung interessiert sind. Dazu zählt zwar auch, dass man den Wildbestand beobachtet, auch das wird gut in „Wildwechsel“ erläutert, aber eben nicht nur.

 

Die Gestaltung und der Aufbau des Buches waren wirklich angenehm, wie schon erwähnt unterstreichen farbige Bilder in der Mitte des Buches die Erfahrung von Susa Bobke. Dennoch gibt es einen Kritikpunkt: der Schreibstil. Ab und an bin ich etwas durch den Text geholpert und hatte bei dem ein oder anderen Kapitel nicht immer das Gefühl, dass ein roter Faden vorhanden wäre. Dennoch ist das Buch insgesamt logisch aufgebaut und verständlich geschrieben. Das Leseinteresse war bei mir auf jeden Fall durchgängig vorhanden.

 

Fazit:

Bevor ich zu „Wildwechsel“ von Susa Bobke gegriffen hatten, war mein Verständnis für Jäger in Deutschland nicht sonderlich ausgeprägt. Doch die Autorin schafft es mit ihren Worte die Distanz zwischen Jäger und Nicht-Jäger zu verringern. Dabei setzt sie auf Verständnis und tritt dem Leser offen als Jägerin, die ihre Sache versteht und näherbringen möchte, entgegen.

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28 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

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Der nächstferne Ort

Hayley Long , Josefine Haubold
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 21.03.2018
ISBN 9783551560407
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Griff und Dylan ziehen mit ihren Eltern von Ort zu Ort, sie haben bereits in München, Singapur und New York gelebt. Sie halten zusammen und leben aus ihren Koffern. Als dann bei einem schrecklichen Unfall die Eltern von Dylan und Griff umkommen stehen die beiden vor einem Scherbenhaufen und müssen neu anfangen und umdenken.

In Worte zu fassen, wie sehr dieses Buch mich berührt hat, fällt mir unheimlich schwer. Zu Erleben wie Griff und Dylan die Trauer um ihre Eltern bewältigen lässt glaube ich keinen Leser kalt. Dabei sieht Dylan, als der ältere Bruder, seine Aufgabe darin unbedingt auf Griff aufzupassen. All seine Gedanken kreisen darum, dass er Griff auffängt, wenn es zu schlimm wird. Dennoch kämpft auch Dylan mit der Situation und greift dabei immer wieder auf vergangene Momente zurück, den sogenannten nächstfernen Orten. Diese Rückblenden bringen uns die Protagonisten noch näher und man erlebt wie sehr die Familie zusammenhält.

Die Musik trägt dich zurück in andere Zeiten und an andere Orte, und zwar mit solch einem Detailreichtum, dass du die Streifen an deinen längst vergangenen Turnschuhen weitersiehst, längst weggeflogene Vögel in den Bäumen zwitschern hörst und sogar den Essig auf den Pommes vom letzten Jahr schmecken kannst. – Seite 92

Durch den Verlust ihrer Eltern sind die beiden Jungen Waisen, sie brauchen einen neuen Vormund wodurch sie zunächst bei ihrer ehemaligen Schulleiterin landen, denn Verwandte aufzuspüren ist nicht so Einfachwie gedacht. Dort lernen sie die Liebe zur Musik kennen, dennoch bringt verlangt das britische Konsulat einen Umzug nach Wales zu einer Cousine ihrer Mutter und deren Mann. Das Einleben gestaltet sich schwierig, denn walisisch ist nicht leicht zu lernen und sie kennen niemanden.

In „Der nächstferne Ort“ geht es vor allem darum die Trauer zu bewältigen, der Umgang damit einen so schweren Verlust zu verarbeiten. Und natürlich gibt es auch Wendungen mit denen man so nicht direkt am Anfang des Buches rechnet. Doch wird dem Leser erst einmal bewusst, was passiert ist, bleibt kein Auge trocken. Neben der einfühlsamen und traurigen Geschichte ist auch der Schreibstil und der Schriftsatz etwas ganz besonders. So werden die Buchstaben je nach Situation größer oder kleiner dargestellt um dem Gesagten noch mehr Ausdruck zu verleihen.

Fazit:
Hayley Longs „Der nächstferne Ort“ ist ein Buch, dass noch lange nachklingt, weil es den Leser mit Gefühlen überwältigt. Dabei steht im Mittelpunkt wie Griff und Dylan, also Kinder im Allgemeinen, ihre Trauer verarbeiten. Dabei hilft ihnen unter anderem die Erinnerung an Vergangenes, beruhigende Tiere und die Liebe zur Musik.


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Vertrauen und Verrat

Erin Beaty , Birgit Schmitz
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 21.03.2018
ISBN 9783551583833
Genre: Jugendbuch

Rezension:

In Demora sind die meisten Ehen arrangiert, aus Liebe zu heiraten wird nicht gern gesehen. Sage verliert als Kind ihre Eltern und muss daher bei ihrer Tante aufwachsen. Als ihr Onkel sie zur Kupplerin schickt ist sie wenig begeistert und wehrt sich, sie glaubt nicht an vereinbarte Ehen. Als die Kupplerin ihr eröffnet, dass sie ihr Lehrling wird ist Sage zunächst gespaltener Meinung, doch schnell wird ihr klar, dass eine viel größere Sache dahintersteckt und Demora in Gefahr ist.

Man merkt von der ersten Seite an, dass Sage ein starker Charakter ist, der weiß was er will, aber einfach noch nicht den Weg gefunden hat um das durchzusetzen. Vor allem am Anfang hat mich ihre Herkunft und die Familienverhältnisse von ihrer Tante und ihrem Onkel sehr berührt. Wobei ihr Onkel sehr stark bestimmen will wohin Sages Weg geht, daher ist es unausweichlich, dass hier Differenzen entstehen. Doch glaubt man zunächst, dass dieser Zwist im Mittelpunkt der Geschichte steht, so ändert sich das schnell. Die Kupplerin, ihr Lehrling Sage und die Bräute für das kommende Concordium, einer Art Hochzeitsbasar, machen sich auf dem Weg zu eben diesem und dabei wird schnell klar, dass nicht alles nach Plan läuft.
Neben Sage erfahren wir in anderen Kapitel die Geschichte von Ash Carter und Alex Quinn. Beide dienen dem König in seiner Armee und müssen dafür sorgen, dass die unsicheren Grenzen weiterhin ihr Land Demora beschützen. Doch natürlich kommt es zu einem Überfall und damit zu verheerenden Folgen, bei denen die sogenannten Kimisaren eine entscheidende Rolle spielen.
Natürlich treffen die beiden Handlungsstränge aufeinander und dabei merke ich mal wieder, wie spannend ich es finde, wenn wir von mehreren Protagonisten die Gedanken um Gefühle kennen. Dadurch ist man als Leser immer sehr nah dran und fiebert den Ereignissen entgegen, und natürlich rauft man sich die Haare, wenn die Protagonisten mal wieder nicht das tun, was das Beste für sie wäre. Dadurch baut sich unheimlich viel Spannung auf, und man möchte eigentlich gar nicht mehr aufhören zu lesen. Es gibt so viele Wendungen, Enthüllungen und schnelle Gefechte, dass einem manchmal der Atmen stockt. Und obwohl es keinen Cliffhanger am Ende gibt, will man trotzdem weiterlesen und wissen wie Sages Geschichte weiter geht.
Fazit: 
Mich konnte „Vertrauen und Verrat“ von Erin Beaty von Anfang total begeistern. Erwartet man am Anfang noch eine Geschichte in der es „nur“ um Zwangsheiraten geht, merkt man beim Lesen schnell, dass hier viel mehr zwischen den Buchdeckeln steckt. Dank Wendungen und Enthüllungen ist man total gefesselt, und dabei schafft die Autorin einen wunderbaren Mix aus Abenteuer, Romantik und Humor. Absolut lesenswert!

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169 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 49 Rezensionen

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Die Duftapotheke - Ein Geheimnis liegt in der Luft

Anna Ruhe , Claudia Carls
Fester Einband: 264 Seiten
Erschienen bei Arena, 19.01.2018
ISBN 9783401603087
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Die dreizehnjährige Luzie Alvenstein kann es nicht fassen, ihre Eltern beschließen in die alte Villa Evie, irgendwo an der Grenze zu ziehen. Und dann riecht es hier auch noch so seltsam, und auch sonst irgendwie alles sehr merkwürdig. Die Bewohner machen offenbar einen Bogen um Luzies neues Zuhause, und auch die Nachbarn sind etwas kurios. Schnell wird ihr klar, die Villa verbirgt ein Geheimnis.

Schon beim Anblick des liebevoll gestalteten Cover war ich schockverliebt in „Die Duftapotheke“, ich finde die Illustratorin Claudia Carls hat die Magie, die von der Geschichte und den Protagonisten ausgeht, wunderbar eingefangen. Auch im Buch selbst verstecken sich immer wieder Illustrationen die die Geschichte untermalen und dem Leser die Möglichkeit geben die Vorstellungen der Autorin mitzuerleben.

 

Aufmerksam, clever und fürsorglich, das wären die ersten drei Attribute die mir zu Luzie einfallen, denn sie merkt nicht nur, wie sich die Menschen in ihrer Umgebung verändern, sondern versucht auch das Rätsel rund um die Duftapotheke zu lösen. Sie unterhält den Leser als Ich-Erzähler und baut einen schönen Spannungsbogen auf. Außerdem ist es wirklich herzlich wie sie mit ihrem kleinen Bruder umgeht, er darf alle Abenteuer miterleben. Und Benno ist wirklich ein kleines Highlight, er ist neugierig, manchmal tollpatschig und hat so manche Situation humorvoll aufgelockert.
Neben Benno und Luzie spielt auch Mats, der Junge von nebenan, eine wichtige Rolle. Auch er hat eine Verbindung zur Villa Evie, die Luzie allerdings noch nicht ganz klar ist. Natürlich wird dem Leser schnell klar, dass dieses Trio zusammenarbeitet und letztendlich auch eine Freundschaft entsteht. Aber Anna Ruhe beweist hierbei ein schönes Feingefühl für die Dreizehnjährige Luzie, die immer mal wieder die Pubertät raushängen lässt, was sie aber nur noch liebenswerter macht.
Und seit langem muss ich auch mal wieder ein Setting loben, denn Anna Ruhe zaubert mit ihrem tollen Schreibstil eine magische Welt in die Köpfe der Leser. Die Duftapotheke mit der Villa Evie als Handlungsort hat mich wirklich mitgerissen. Die Details, die durch die schon angesprochenen Illustrationen verstärkt werden, sind durchdacht und eigentlich will man selbst vor Ort sein und die Düfte riechen und zusammenbrauen.
Fazit:
Ich muss gestehen, dass ich absolut verzaubert vom Auftakt der Reihe rund um die Duftapotheke bin. Zwar sind manche Entwicklungen absehbar, und man ahnt auch schon einige Zusammenhänge, aber dennoch bleibt ein Spannungsbogen erhalten, denn auch ich konnte nicht alle Geheimnisse der Duftapotheke ohne Luzies Hilfe entdecken. Im September 2018 erscheint der zweite Band der ebenfalls bei mir einziehen darf, denn noch sind nicht alle Rätsel rund um die Duftapotheke gelöst!

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Nichts ist gut. Ohne dich.

Lea Coplin
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 20.04.2018
ISBN 9783423717786
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Jana und Leander haben sich seit sechs Jahren nicht mehr gesehen, seit dem Tag der Janas Leben für immer verändert hat und der ihr ganzen Leben aus der Bahn geworfen hat. Als dann Leander plötzlich vor ihr auftaucht in der Buchhandlung steht Jans Welt still, sofort sind die Gedanken von damals da und Tim steht unsichtbar zwischen den beiden. Doch wieso ist Leander aufgetaucht und wieso kann sie ihn nicht mehr vergessen?

Jana hat sich selbst verloren, der Unfalltod ihres Bruders hat sie niemals losgelassen, denn ihr ganzes Leben wurde dadurch verändert. Und so ist es kein Wunder, dass auch sie komplett gerissen wirkt. Bereits auf den ersten Seiten wird klar, dass sie verloren ist, auch wenn sie scheinbar feste Bahnen hat. Dadurch ist Jana für mich zu einer wirklich interessanten Protagonistin geworden, denn sofort hatte ich den Wunsch, dass sie wieder „geheilt“ wird, man ihr den Kummer nimmt und ihr hilft. Kurz um, ich mochte sie und habe mit ihr gebangt und gefühlt.

 

Etwas ganz anderes war es mit Leander, zu ihm habe ich nicht gleich Zugang gefunden. Er hat noch sehr viele Geheimnisse aus der Vergangenheit, man muss als Leser sehr geduldig mit ihm sein und sich vor allem darauf einlassen, dass er sich verschließt und hoffnungslos wirkt. Dennoch gewinnt man auch ihn irgendwann gern, sobald klar wird wieso er so ist, wie er jetzt ist, wieso es ihm so schwer fällt über die Vergangenheit zu reden und die Gegenwart für ihn trostlos wirkt.
In „Nicht ist gut. Ohne Dich“ wurde mit jedem Kapitel zwischen den Sichten von Jana und Leander gewechselt, was dazu führte, dass man beide Seiten kennenlernen konnte. Das hat mir als Leser die Möglichkeit gegeben für Jana als auch Leander Verständnis in ihren Situationen zu haben. Grade bei einem gefühlvollen Roman wie diesem finde ich es wichtig bei den Protagonisten mithören und fühlen zu können, also nicht nur ihre gesagten, sondern auch ihre ungesagten, Worte zu lesen. Dadurch war ich die kompletten 352 Seiten immer dabei und es bauten sich auch bei mir zwiespältige Gefühle auf und man ist hin- und hergerissen zwischen der großen Trauer und der Wut die Jana durch Tims Tod hat, aber auch der liebevollen und freundschaftlichen Gefühle die sich aufbauen über die gesamte Geschichte.

Fazit:

Bereits mit anderen Romanen, unter anderem Pseudonym, konnte Lea Coplin mich begeistern, und auch dieses Mal schafft sie es mit einem gefühlvollen Schreibstil und schwierigen aber liebenswerten Protagonisten mich einzufangen und süchtig zu machen nach der Geschichte. Und ich freue mich bereits jetzt auf das neue Buch von Lea Coplin, welches dann im September erscheinen wird.

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965 Bibliotheken, 32 Leser, 0 Gruppen, 202 Rezensionen

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Palace of Glass - Die Wächterin

C. E. Bernard , Charlotte Lungstrass-Kapfer
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 19.03.2018
ISBN 9783764531959
Genre: Fantasy

Rezension:

London in der Zukunft.  Jegliche Berührungen zwischen Menschen ist verboten, außer hinter verschlossenen Türen und um sich fortzupflanzen. Dieses Gesetz soll die Menschen vor den Magdalenen schützen, denn sie können per Berührung die Menschen beeinflussen oder deren Gedanken lesen. Deshalb lebt die junge Rea im Untergrund, arbeitet tagsüber als Schneiderin und geht nachts boxen um ihre Hautgier zu stillen. Doch plötzlich steht die Leibgarde des Prinzen vor ihrer Tür und sie muss eine Entscheidung treffen!

In „Palace of Glass“ tauchen wir in die dystopische Welt durch die Augen von Rea ein. Und wir starten auch direkt mit einem harten Boxkampf bei dem Rea sich einem riesigen Mann gegenüber sieht. Doch dank ihrer Gabe als Magdalena erahnt sie was ihr Gegner vor hat und kann so gewinnen. Ich muss gestehen, dass ich zunächst Schwierigkeiten hatte mich mit Rea anzufreunden, aber nach vielleicht 50 bis 80 Seiten bin ich warm mit ihr geworden und konnte ihre Bedenken und ihre Wesen besser verstehen.

 

Das Wort-Building von C.E. Bernard ist wirklich gelungen, ich war durchgängig fasziniert von ihrer Wortgewalt und den Szenenbeschreibungen. Die verruchten Ecken des Armutsviertel, die Gefühle der Magdalenen wenn sie ihre Kräfte einsetzen, der Palast, einfach alles war wirklich toll in Szene gesetzt. Zwischenzeitlich habe ich mich richtig geärgert, dass ich zu müde oder zu viel auf Arbeit zu tun hatte, und deshalb nicht die ganze Zeit weiterlesen konnte.

 

Natürlich lebt auch diese Geschichte nicht nur von Rea, sondern auch durch die Nebencharakter. Nachdem Rea von der Leibgarde des Prinzen als persönlicher Bodyguard eingestellt wird ändert sich ihr Leben komplett. Und die Gefahr erwischt zu werden schwebt stets über ihr. Und so gibt es den Prinzen, der Rea das Leben schwer macht und das in vielerlei Hinsicht. Außerdem noch andere Personen des Hofstaats, wie den Weißen Ritter, welcher mich als Leser begeistern konnte, da er für seine Sache kämpft. Natürlich gibt es noch einen Plottwist, denn ich so nicht habe kommen sehen, und ein packender Kampf am Ende. Ob Rea es schafft und wie sich alles entwickelt erfahrt in „Palace of Glass“.

Fazit:

Mich konnte C.E. Bernard mit ihrem Trilogie-Auftakt „Palace of Glass“ absolut überzeugen. Mit einer dystopischen Welt mit fantastischen Elementen und einer packenden Story ist „Palace of Glass“ der perfekte Mix für jeden Leser der gerne abschalten will und die Welt um sich herum vergessen möchte.


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GötterFunke - Verlasse mich nicht!

Marah Woolf
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Dressler, 19.03.2018
ISBN 9783791500423
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Cayden, der eigentlich der göttliche Prometheus ist, hat seinen größten Wunsch erfüllt bekommen: er ist ein Mensch. Und direkt im Anschluss nach dieser Erfüllung wird er offenbar tödlich verletzt. Doch wir bangen nicht nur um sein Leben, sondern Jess muss auch noch den Verräter in den Reihen der Götter ausfindig machen.

Jess hat es aber auch nicht leicht, nicht nur ist ihre ehemalige beste Freundin ein echtes Miststück, sondern ihr Freund ist auch noch verletzt. Es scheint ausweglos doch zum Glück greifen die Götter ein, zumindest einmal. Insgesamt fand ich, dass die Götter, dafür dass sie unsterblich sind, ziemlich wenig getan haben um Agrios und seinen Anhängern zu stoppen. Das wiederum bedeutet, dass Jess ziemlich oft einiges riskieren musste um das Schlimmste abzuwenden. Schon allein deshalb haben die Götter bei mir einige Minuspunkte in diesem Band gesammelt, aber dadurch war vor allem Jess sehr gefordert. 
Ich fand es als Leser schön zu erleben, wie sehr sie sich entwickelt, wobei ich ihre Entscheidung in Liebesdingen nicht immer nachvollziehen konnte. Insgesamt war Jess hier ganz schön unentschlossen im letzten Band, und ohne viel zu verraten, ich hätte mir ein anderes Ende für sie gewünscht. Auch das Leah und Josh mehr Auftritte hatten fand ich toll, teilweise fand ich die Nebencharakter interessanter als die Götter. Auch schwierig waren die schnellen Orts- und Zeitenwechsel im Geschehen, ohne eine deutliche Abgrenzung wechselt die Uhrzeit und der Tag, dadurch war der Lesefluss nicht immer so wie ich von den anderen Bänden gewohnt war.
Positiv fand ich die durchgängige Spannung im Buch, immer wieder passieren Dinge und verschiedene Fragen werden parallel erzählt. Besonders die Frage nach dem Verräter hat mich wirklich bis zum Schluss beschäftigt, und muss gestehen, ich hätte es nicht erwartet. Auch das Robin endlich mal ihr Fett weg bekommt war beruhigend, kaum ein Charakter hat mich jemals so wahnsinnig gemacht mit ihrer arroganten Arte. Zwar bleiben einige Fragen offen, und der Epilog wirkte fast schon zu perfekt und roch stark nach Happy End. Dennoch fand ich den letzten Band der GötterFunke-Reihe stimmig, auch wenn er gerade in Bezug auf die Präsenz der Götter mehr hätte haben können. 
Fazit:
Der Abschluss der GötterFunke-Reihe ist gelungen, die offenen Fragen und Verbindungen werden aufgelöst, es gibt ein Happy End, das für mich zwar etwas zu sehr geschönt war, aber insgesamt passte es. Von den Göttern hätte ich mir mehr Einsatz gegönnt, dafür das alles auf dem Spiel stand haben sie ganz schön viel dem sterblichen Mädchen zugetraut.

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34 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

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Mausmeer

Tamara Bach
Fester Einband: 144 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 28.02.2018
ISBN 9783551583802
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ben und Annika verbringen, mehr oder weniger freiwillig, noch einmal ein Wochenende im alten Haus ihres Opas. Es ist Ostern und das Haus ist so alt, dass es weder Internet noch Fernsehen gibt, also sind beide mit ihren Problemen konfrontiert, denen sie sonst eigentlich ganz gut aus dem Weg gehen können. Bleibt nur die Frage, ob Ben es schafft seiner Schwester sein Geheimnis zu gestehen.

Es kommt selten vor, dass ein Geschwisterpaar als Protagonisten dienen, daher war ich sehr gespannt auf den neuen Roman von Tamara Bach. Von ihr kannte ich bereits „Vierzehn“ was mich vor allem durch seinen Schreibstil begeistern konnte. Und auch bei „Mausmeer“ setzt Tamara Bach wieder auf einen ungewöhnlichen Schreibstil, der sich durch kurze, knappe Sätze auszeichnet. Dadurch wird es jedoch schwierig tiefer gehende Gefühle zu vermitteln, wodurch die Protagonisten nicht immer nahbar waren.

 

Die Geschichte selbst beginnt spannend, es geht um Geschwisterpaar, das sich offenbar über die Jahre auseinander entwickelt hat und bei dem nun ein Teil probiert diese Lücke durch ein gemeinsames Wochenende wieder zu schließen. Diese Grundidee finde ich sehr gut und ich konnte Bens Gefühle zunächst verstehen, doch leider hat mich nicht jede Entscheidung und Entwicklung überzeugen können. Der Handlungszeitraum des Buches beinhaltet lediglich ein langes Wochenende an dem Ben probiert Annika etwas wichtiges mitzuteilen. Dabei sehen sich beide nicht nur mit sich selbst konfrontiert, sondern auch mit ihrer jeweiligen Position innerhalb der Familie. Die Tatsache, dass hier alltägliche Probleme aufgerollt werden hat mich angesprochen und die Geschichte spannend starten lassen.

 

Es entsteht leider letztendlich keine Nähe zwischen beiden Protagonisten, obwohl diese förderlich gewesen wäre um die Geschichte voran zubringen, und eigentlich sollte es auch nicht schwer sein zueinander zu finden, denn immerhin sind beide zusammen aufgewachsen. Es fühlte sich beim Lesen so an, als würden beide fast nur auf der Stelle treten ohne voran zu kommen. Sicherlich könnte man der Autorin jetzt unterstellen, dass genau das bezweckt wurde, dann wäre es aus meiner Sicht aber besser gewesen kein Geschwisterpaar zu wählen. Bei Geschwistern erwarte ich irgendwie mehr Liebe und Verständnis zwischen einander, auch wenn es mal zoffen kann, ist es doch Familie. Vielleicht wurde auch durch den Schreibstil verhindert, dass die Emotionen auf den Leser überschwappen.

Fazit:

Mit „Mausmeer“ greift Tamara Bach, wie schon in ihren vorherigen Romanen, auf einen speziellen Schreibstil zurück. Durch kurze, knappe Sätze bleibt dieser zwar prägend, leider verhindert er aber das Emotionen vollständig zum Leser durchdringen. Insgesamt hätte ich mir mehr Entwicklung bei den Protagonisten gewünscht, denn die Idee, ein Geschwisterpaar, dass durch einen Kurzurlaub wieder zusammen finden soll, finde ich sehr gut. Leider waren beide, sowohl zueinander als auch zum Leser, zu unnahbar.

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68 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 28 Rezensionen

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Acht Städte, sechs Senioren, ein falscher Name und der Sommer meines Lebens

Jen Malone , Jessika Komina , Sandra Knuffinke
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Magellan, 18.01.2018
ISBN 9783734850349
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Aubree ist ein gemütlicher Mensch, ein typischer Couch-Potato. Durch einen unglücklichen Zufall ist sie daran schuld, dass ihre zielstrebige Schwester Elizabeth ihren geplanten Trip als Reiseleiterin in Europa nicht unternehmen kann. Also bleibt nur eine Möglichkeit, Aubree muss an ihrer Stelle fahren und das ist die wohl größte Herausforderung.
Bree, wie Aubree genannt wird, wirkt wahnsinnig abhängig von ihrem Elternhaus. Sie wirkt total unselbständig und noch nicht bereit für die Welt mit ihren 17 Jahren. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass sie absolute Panik schiebt als der Trip nach Europa immer näher rückt. Und wie es der Zufall so will beginnt die Reise bereits mit einer Katastrophe und sie merkt schon am Flughafen, dass sie ohne fremde Hilfe niemals diese Reise überstehen wird. Ich hatte zunächst die Sorge, dass Aubree mich während des Lesens langweilen würde mit ihrer Art, aber zum Glück schafft sie es aus sich heraus zu kommen und die Welt neu zu entdecken. Mit jeder Seite ist mir Bree sympathischer geworden, auch wenn sie Fehler macht versucht sie immer mehr Selbstständigkeit zu erreichen.
Neben der Protagonistin Aubree sind da auch noch unsere sechs charmanten Senioren, die Reisegruppe, die Bree leiten soll. Und natürlich ist hier ein bunter Mix aus Menschen gewählt wurden, die irgendwie alle etwas besonderes an sich hatten. Ob man will oder nicht, man schließt jeden von ihnen irgendwie ins Herz. Die Dynamik der Gruppe, und damit auch die Entwicklung von Aubree, lebt von den Städten und dadurch erhält die Geschichte erst ihren Charme. Vor allem zwei ältere Damen hatten es mir total angetan, beide waren zuckersüß in ihren Enthusiasmus und Kaufrausch. Insgesamt finde ich, hat die Autorin hier einen wunderbaren Mix geschaffen.
Neben der Geschichte sind die Städtebeschreibungen wirklich gelungen, ich finde Jen Malone hat sich wirklich gut vorbereitet und die Städte des Europa-Trips versucht so gut wie möglich darzustellen. Das Buch macht Lust auf Reisen und weckt selbst in mir das Fernweh. Im Übrigen finde ich auch die Gestaltung wirklich sehr gelungen, neben dem prägnanten Titel finden sich auf dem Cover auch Poststempel all der Städte die Aubree erkundet und insgesamt ist das Buch in Postkarten-Optik gestaltet. Insgesamt hat mich "Acht Städte, Sechs Senioren, ein falscher Name und der Sommer meines Lebens" wirklich sehr gut gefallen, und das obwohl mir das Ende das Herz ein klein wenig gebrochen hat. 

Fazit: Aubrees Trip nach Europa ist auf jeden Fall eine Lesereise wert. Jen Malone hat mit "Acht Städte, Sechs Senioren, ein falscher Name und der Sommer meines Lebens" nicht nur eine Geschichte über das Erwachsen werden geschrieben, sondern auch einen witzigen Städtetrip gestaltet, der die Lusta uf Reisen beim Leser erweckt. 

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65 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

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Eine Handvoll Lila

Ashley Herring Blake , Birgit Salzmann
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Magellan, 18.01.2018
ISBN 9783734850301
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Grace lebt allein mit ihrer Mutter Maggie in einem ruhigen Ort an der Küste. Und obwohl das eigentlich ganz gut klingt ist ihr Leben voll von Chaos, das ihre Mutter verursacht. Doch als die Zusage für ein Vorspielen in New York kommt schöpft Grace das erste Mal Hoffnung auf eine Besserung, wenn da ihre Mutter und ihre Probleme nicht wären.


Die Geschichte von Grace liegt schwer im Magen, wenn man das Buch zu klappt. Es fällt mir gar nicht so leicht in Worte zu fassen, was Ashley Herring Blake hier zu Papier gebracht hat. Das Besondere am Buch ist gar nicht das Setting oder der Plot, schwierige Familienverhältnisse finden sich immer wieder in der Literatur, es ist viel mehr die Protagonistin Grace, die den Leser vor einige Fragen stellt. Fragen wie "Warum tust dir das an?" oder "Warum sprichst du nicht Klartext?" lagen mir beim Lesen immer wieder auf den Lippen. Denn Grace könnte ein schönes und angenehmes Leben haben, doch stattdessen wird sie seit dem sie klein ist gezwungen erwachsen zu werden und das Unheil ihrer Mutter auszubaden.


Und diese Mitte löste in mir immer wieder Wut aus, ja natürlich kann Trauer einen Menschen zerstören, aber man sollte niemals vergessen, dass man eine Tochter hat. Eine Tochter die eben auch eine Mutter braucht, auf die sich verlassen kann, genau das kann Maggie nicht für Grace sein. Maggie ist der wohl schwierigste Charakter in diesem Buch, ich finde sie hat auch viel zur schwierigen Lesestimmung beigetragen. Denn sie sorgt durch ihre Selbstlosigkeit dafür, dass auch Grace schwierig auf den Leser wirkt, fast unnahbar und introvertiert lässt sie nichts und niemanden an sich heran. Diese Stimmung der Unnahbarkeit hängt über dem gesamten Buch.

Neben Grace und Maggie sind da auch die Menschen, die versuchen Grace zu retten, allen voran ihr bester Freund Luca. Und er tat mir wirklich leid, denn zwischenzeitlich hatte man immer wieder das Gefühl, dass Grace ihn nur ausnutzt und er sich aufopfert, damit sie stets eine Anlaufstelle hat. Diese Freundschaft wirkte auf mich teilweise sehr einseitig, aber dennoch war ich froh, dass Grace Luca als besten Freund hat, denn ich glaube ohne ihn wäre sie absolut verloren, auch wenn sie das nicht immer erkennt. 

Neben der schwierigen Mutter-Tochter-Beziehung, die durch Alkoholkonsum und Rastlosigkeit geprägt ist spielt auch Sexualität und Beziehung eine große Rolle bei Ashley Herring Blake. Dieses Thema wurde finde ich toll aufgearbeitet und in die Story eingeflochten, ohne das es aufgezwungen wirkte. Doch leider muss ich sagen, dass mir teilweise die Spannung fehlte, es war keine Entwicklung erkennbar. Grace schafft ganz lange nicht, sich zu lösen und vorwärts zu kommen, viel mehr tritt sie auf der Stelle und erkennt erst zum Ende hin was sich ändern muss. Das hat das Lesen manchmal schwierig gestaltet, aber zumindest konnte das Ende mich dann wieder absolut begeistern.


Fazit: "Eine Handvoll Lila" lebt von einer schwierigen Mutter-Tochter-Beziehung und dem Erwachsen werden unter diesen schwierigen Umständen. Grace ist als Protagonisten nicht perfekt, dass muss sie auch nicht sein, nur leider dauert es eine ganze Weile bis sich eine Entwicklung bei ihr zeigt. Dadurch bleibt die Spannung ab und an auf der Strecke, dafür zeichnet sich "Eine Handvoll Lila" durch  realistisches Erzählen des Erwachsen-werdens aus.

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Das tiefe Blau der Worte

Cath Crowley , Claudia Feldmann
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 21.03.2018
ISBN 9783551583727
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Henry und Rachel sind beste Freunde seit den Kindertagen. Doch als Rachel wegzieht hinterlässt sie Henry einen Brief, in diesem gesteht sie ihm ihre Liebe. Doch statt der ersehnten Antwort scheint er ihren Brief zu ignorieren, also zieht sich Rachel immer mehr zurück und es scheint als wäre ihre Freundschaft zerbrochen, bis Rachel gezwungen ist zurück zuziehen und sie sich nach drei Jahren wiedersehen.


Cath Crowley hat hier eine Geschichte aufs Papier gezaubert, die mehr ist als nur ein Roman darüber, wie wichtig Freundschaft ist. Es geht auch um die Liebe zwischen den Menschen, und damit meine ich nicht nur die romantische Form, sondern auch die Liebe zwischen Geschwistern, zwischen Eltern und ihren Kindern und natürlich auch zwischen Freunden. Doch nicht das der Leser denkt, es wäre alles rosarot in diesem Buch, denn Verlust, Trauer und Schmerz sind allgegenwärtig und tragen zu den Charakterentwicklungen erheblich bei. Und genau das macht "Das tiefe Blau der Worte" zu einem wunderbaren und gefühlvollem Buch.

"Das tiefe Blau der Worte" hat ein ganz spezielles Setting: eine Buchhandlung für Secondhand-Bücher. Sie ist das Familiengeschäft von Henrys Eltern und er selbst ist ein Poet und Buchliebhaber durch und durch. Diese mit viel Liebe durch Henrys Vater geführte Buchhandlung ist nicht nur ein Ort in dem du deine liebsten Bücher kaufen kannst, sondern auch der Ort der Briefbibliothek. Hier kann man Briefe für Menschen hinterlassen, und darauf hoffen eine Antwort zu erhalten. Dabei entstehen romantische Geschichte, klärende Gespräche oder Herzschmerz.

Zwar erleben wir die Geschichte immer nur abwechselnden aus der Sicht von Henry und Rachel, unseren beiden Protagonisten, doch dabei erfahren wir auch vieles über die Menschen in ihrem Leben. Dabei ist es vor allem Henrys Schwester George und ihre Erlebnisse besonders ans Herz gewachsen. Obwohl sie ein meistens fröhliches Mädchen ist, das Bücher liebt und gerne Zeit im Buchladen ihrer Eltern verbringt, wird sie in der Schule als Freak abgestempelt. Auch wenn sie gern mit Sarkasmus und Biss antwortet, glaube ich, dass ihr dieser Umstand wahnsinnig zu schaffen macht. Und genau da taucht ein geheimnisvoller Briefeschreiber auf, der sie zu verstehen scheint und plötzlich öffnet sich ihr Herz, was durch die Worte der Briefe, die im Buch abgedruckt sind, noch mehr an Bedeutung erhält.

Natürlich berührt auch die Geschichte von Henry und Rachel den Leser ungemein, auf beiden Seiten herrscht Unklarheit und keiner ist zunächst bereit einen Schritt zugehen um alles zu klären. BesondersRachel kämpft seit dem Tod ihres Bruders Cal mit ihren Gedanken und dem Leben selbst. Das macht Rachel vor allem zu einer bodenständigen und realen Protagonistin, die aus einem tiefen Loch, welches der Tod eines geliebten Menschen reißt, nicht herauskommt. Ihr Leid war greifbar, aber auch Henry, der ratlos wegen Rachels Verhalten wirkt und mit der Scheidung seiner Eltern kämpft, konnte überzeugen.

Insgesamt hat Cath Crowley mit ihrem Roman die Bilder von Freundschaften welche gezeichnet sind durch Verluste und Missstände und dadurch fast zerbrochen wirken, einer Familie die mit dem Tod zurechtkommen muss und einer anderen Familie die zerfallen scheint. Die Abwechslung zwischen den Ich-Erzähler, der einfühlsame Schreibstil, die Briefe von Menschen die ihr Herz ausschütten und das Setting, lassen dieses Buch zu einem echten Highlight werden.


Fazit:
"Das tiefe Blau der Worte" von Cath Crowley mag auf den ersten Blick schlicht wirken, mit einem einfachen Plot und einem schönen Setting, doch es steckt so viel mehr in diesen Worten, zwischen diesen Seiten. Eine Geschichte voller Hoch und Tiefs, voller Liebe und Freundschaft und vor allem mit einer Botschaft am Ende. Ein echtes Highlight!

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Die Flüsse von London

Ben Aaronovitch , Karlheinz Dürr
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.01.2012
ISBN 9783423213417
Genre: Fantasy

Rezension:

Endlich Police Constable bei der Londoner Polizei, Peter Grant hat schwer darauf zu gearbeitet, und nun hofft er auf eine tolle Stelle, doch leider wird er enttäuscht, denn statt draußen die Bösen zu jagen landet er hinterm Schreibtisch. Doch das ist nur von kurzer Dauer, denn das Übernatürlich lauert überall und Peter Grant ist einer der wenigen die damit umgehen können.

Es ist wirklich unfassbar, wie lange "Die Flüsse von London" auf meinem Currently-Reading-Haufen rum lag. Und dabei ist Peter Grant wirklich unterhaltsam, auch wenn er ganz leicht klischeehaft wirkt. Ein Mord in Convent Garden, bei dem Peter zusammen mit seiner zauberhaften Kollegin Leslie am Tatort Wache steht, führt dazu, dass er seine magische Seite entdeckt. Ein Geist spricht ihn und weiht ihn ein, über die mörderische Vorfälle am Convent Garden. Und damit merkt man als Leser direkt von Beginn an, dass es nicht einfach nur ein Kriminalroman ist, sondern hier wirklich Übernatürliches auf den Seiten wartet, eben typisch Urban Fantasy.

Peter Grant ist ein typischer Polizist in einem Kriminalroman, er ist rau, ironisch, kaffeesüchtig, borstig und manchmal einfach nur liebenswert, das versteckt er aber ganz gut zwischen seinen kantigen Zügen. Mit Peter als Protagonist und Ich-Erzähler fühlt sich der Leser sofort wohl, von der ersten Seite an kann man schmunzeln und mit ihm zusammen ermitteln um den Convent-Garden-Mord zu lösen. Neben den typischen Elementen eines Ermittlers steht Peter auch die Magie zur Seite. Und hier reagiert Peter so unglaublich ehrfurchtsvoll und realistisch, dass ich es Ben Aaronovitch wirklich abkaufe, wie er seinen jungen Zauberlehrling an die magische Welt heranführt. Grant versucht dabei vieles über die Physik zu erklären, was nicht jedem Leser verständlich ist, so ging es zumindest mir, denn Physik habe ich erfolgreich verdrängt. Dennoch macht ihn grade dieser Versuch, das Übernatürlich mit etwas zu erklären was er versteht, so menschlich beim Erlernen der "Zaubertricks".

In "Die Flüsse von London" geht es aber nicht nur um den Mord bei Convent Garden, sondern auch, wie es der Titel schon verrät, um die Flüsse von London, und hier in ihrer göttlichen Anwesenheit in Form von Menschen. Es war zeitweise etwas verwirrend hier hinterher zu kommen, wann welcher Fall Peter mehr beschäftigte. Dennoch waren die Charakter einprägsam und spannend beschrieben. Ich muss jedoch gestehen, dass ich mehr Interesse an der Auflösung des Kriminalfalls mit Hilfe der Magie hatte, statt mich über die Flüsse von London zu informieren und die dort vorliegenden Streitigkeiten zu lösen. Das kann beim Leser, so war es zumindest bei mir, irgendwie zu Verwirrung führen, aber letztendlich wurde der Convent-Garden-Fall gelöst, und das mit einem echten Twist-Plot, der mich überrascht hat.


Fazit:
"Die Flüsse von London" sind ein Mix aus Kriminalroman, Urban Fantasy und ein Hauch von Harry Potter mit Erwachsenen. Mir hat das Lesen Spaß gemacht und ich konnte mit Peter Grant zusammen die Welt der Magie entdecken. Dennoch hätte ich mir gewünscht, dass es sich hauptsächlich um den Convent-Garden-Fall und die Entdeckung der Magie gedreht hätte, denn manchmal war ich als Leser verwirrt von den vielen Handlungssträngen.

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Wolkenherz - Eine Fährte im Sturm

Sabine Giebken
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Magellan, 18.01.2018
ISBN 9783734847141
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Es wird Winter auf dem Ginsterhof und noch immer ist das Rätsel um den weißen Hengst nicht gelöst. Mittlerweile hat er einen festen Platz im Stall und hört auf den Namen Ghost, doch Jola will immer noch wissen, was es mit diesem wunderschönen Pferd auf sich hat.


Nachdem wirklich packenden Ende des ersten Bandes war ich total gespannt wie es mit Jola und Katie weiter gehen würde. Zum Glück ließ der zweite Band nicht allzu lange auf sich warten und wir durften endlich erfahren was es mit Ghost auf sich hat. Wie schon im ersten Band der Reihe rund um Wolkenherz gibt es zwei Handlungsstränge. Zum einem die Geschichte von Jola die mit ihrem Vater zurück nach Deutschland zieht und versucht sich auf dem Ginsterhof zurecht zu finden. Hier wird aus der Ich-Perspektive der Protagonistin Jola erzählt. Und dann gibt es da noch die kurzen Geschichten von Lotte, die auf der Flucht ist und versucht ihren Freund Max und ihr Pferd Wolkenherz, wiederzufinden. Diese Rückblenden fand ich persönlich immer viel zu kurz, hier hätte ich mir viel mehr an Text gewünscht, denn Lottes Geschichte hat mich auch sehr mitgenommen. 
Wie schon in meiner Rezension zum ersten Teil erwähnt habe ich Jola mittlerweile als offenen und herzlichen Menschen wahrgenommen. Auch wenn sie am Anfang noch zurückhaltend und introvertierte wirkte, scheint es doch als würde ihr die Nähe zu Ghost gut tun. Mit Katie hat sie mittlerweile auch eine wirklich gute Freundin gefunden, die ihr hilft, die Welt der Pferde näher kennenzulernen. Insgesamt fand ich, haben die beiden und auch die gesamte Familie viel harmonischer gewirkt, als es in Band 1 noch den Anschein hatte. Lediglich Jolas Vater konnte einem noch etwas das Leben schwer machen.
Im Mittelpunkt steht natürlich immer noch die Frage nach der Herkunft von Ghost, und was er auf dem Ginsterhof sucht. Vor allem Jola lässt diese Frage nicht mehr los und sie versucht mit allen Mitteln herauszufinden was Ghost ist und wieso er ausgerechnet jetzt aufgetaucht ist. Dabei macht die Autorin auch kein Halt vor dem Übernatürlichen, was ich als angenehme Abwechslung empfunden habe. Parallel verarbeitet sie dabei auch Jolas Vergangenheit, was uns als Leser die Möglichkeit gibt sie noch besser kennenzulernen. Auch wenn am Ende ein paar offene Fragen aufgelöst werden, hoffe ich einfach dass es mit der Reihe rund um Jola und den Ginsterhof weiter geht. 

Fazit:Auch die Fortsetzung "Wolkenherz - Eine Fährte im Sturm" konnte mich begeistern, vor allem das auch Lottes Geschichte immer spannender wird fand ich toll. Jola kam mir in diesem Band schon wieder selbstbewusster vor, und das obwohl ihre Vergangenheit immer noch auf ihr lastet. Insgesamt war ich erneut begeistern von Sabine Giebkens Roman und hoffe auf eine weitere Fortsetzung.

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Dein Tod komme

Faye Kellerman , Mirga Nekvedavicius
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 05.02.2018
ISBN 9783959671736
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Rina will sich eigentlich nur bei einem gemütlichen Waldspaziergang entspannen, doch als ihre Füße auf etwas brüchiges treten schreckt sie zusammen. Unter ihr liegt eine skelettierte Hand und sofort läuft es ihr eiskalt den Rücken runter, denn aus Erfahrung weiß sie, es kann sich nur um Mord handeln. Wer ist die Leiche am Bogat-Weg?
Gleich vorab, das ist der 24.Band der Reihe rund um Decker und Lazarus, aber keine Sorge, ich habe keinen Vorgänger-Band gelesen, und konnte ohne Probleme der Geschichte folgen. Die kleinen Anspielungen die sich auf die Vergangenheit beziehen werde zwischen den Zeilen wunderbar erklärt, es ist also nicht notwendig alle Bände davor zu kennen. Das ist allgemein das schöne an solchen Kriminalserien, dass sie meist ohne Vorkenntnisse der bisherigen Bände funktionieren.
Peter Decker ist ein absolut typischer Detective. Er ist grummelig, wirkt manchmal barsch und leicht kauzig, aber genau das macht ihn aus, so viel habe ich schon durch den ersten Band mitbekommen. Seine ganze Art ist teilweise so tief sarkastisch das man schmunzeln muss. Er wirkt dabei nach außen immer wie der harte Typ, ist aber innerlich total soft wenn es um seine Frau und Familie geht. Klar ist das vielleicht auch ein typischer Charakterzug, aber irgendwie schafft es Faye Kellerman ihn authentisch wirken zu lassen. Man nimmt Peter Decker einfach alles ab was er tut und sagt, ohne das es seltsam wirkt.
Im Mittelpunkt der Ermittlung steht der Fund einer Leiche an einem Waldweg, Vermutlich wurde die Person schon vor Jahren umgebracht, doch die Tatsache, dass sie einfach im Wald vergraben wurde macht die Ermittler stutzig und es ist direkt klar, dass es sich um einen Mord handeln muss. Mir persönlich hat es sehr gut gefallen, dass es ohne großes Vorspiel direkt zur Sache geht, und die Ermittlungen beginnen. Man verfolgt dabei jeden Schritt von Decker und rätselt mit ihm zusammen, wie das alles passieren konnte. Durch die Ich-Perspektive von Decker erhalten wir den typischen Kriminalroman, bei dem wir zusammen mit dem Detective ermitteln und Spuren suchen. Das ist für mich immer der Spaß an an Krimis und der Grund warum mich das Buch so gut unterhalten konnte. Abschließend muss ich auch noch betonen, dass mir neben den Rückblenden die immer erklärt wurden, auch der Sprachstil sehr gut gefallen hat, es wurde nicht mit zu vielen Fachbegriffen um sich geworfen, so dass dem Lesespaß kein Lexikon im Weg stand.

Fazit:Ein Kriminalroman wie er sein soll: ein grummelige Ermittler, eine paar Leichen zu viel und eine Ermittlung deren Spannungsbogen sich bis zum Schluss hält. Ich wurde über die gesamte Länge des Buches unterhalten und kann jedem Fan von Krimis "Dein Tod komme" von Faye Kellerman wärmsten empfehlen. 

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377 Bibliotheken, 9 Leser, 2 Gruppen, 147 Rezensionen

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Wonder Woman - Kriegerin der Amazonen

Leigh Bardugo , Anja Galić
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 06.02.2018
ISBN 9783423761970
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Diana ist die Tochter der Erde, geboren aus Lehm und zum Leben erweckt durch den Wunsch ihrer Mutter, lebt sie unter den Amazonen auf Thymiscira, ohne jedoch selbst kampferprobt zu sein. Bei einem Wettlauf will sie ihr Talent und ihre Fähigkeit unter Beweis stellen, um endlich mehr Anerkennung zu erhalten. Doch statt sich auf das Rennen zu konzentrieren sieht sie mit an wie außerhalb von Thymiscira ein Schiffsunglück passiert, und obwohl sie die Regeln kennt greift sie ein, mit schweren Folgen.
Gleich vorweg, ich bin ein riesiger Fan von Comics, egal ob DC oder Marvel, ich schaue alles an und lese so viel wie ich bekommen kann. Umso aufgeregter und gespannter war ich, als ich auf dem dtv-Bloggertreffen auf der FBM erfahren habe, dass "Wonder Woman" auf deutsch übersetzt wird und wir hier auch in den Genuss der gesamten Reihe kommen. Aber nun zum eigentlichen Inhalt des Buches.
Diana entscheidet sich, ganz die Heldin, dafür die einzige Überlebende des Schiffsunglücks zu retten und gegen die Regeln auf die versteckte Insel Thymiscira mitzunehmen. Schnell wird ihr klar, dass Alia, so heißt das Mädchen, alles durcheinander bringt, die Insel bebt und Amazonen werden trotz ihrer Unsterblichkeit krank. Sie befragt das Orakel und erfährt so von Alias Schicksal, dass ihr durch ihre Blutlinie auferlegt wurde. Und schon steckt Diana in der Klemme, soll sie die Insel retten oder Alia?
Im Buch wechseln mit den Kapitel auch immer die Erzählperspektive, so haben wir als Leser die Möglichkeit sowohl Dianas, als auch Alias Sicht, Gedanken und Gefühle zu erleben. Während Dianas Kapitel voll von Ehrfurcht, Kampfgeist und Ernst waren, hatten Alias Kapitel teilweise wirklich lustige Parts, was vor allem daher rührt, dass sie es amüsant findet wie Diana auf ihre Welt reagiert. Das Zusammenspiel der beiden war wirklich interessant zu beobachten, auch wenn ich ein paar Minuten gebraucht habe um mit Alia warm zu werden.
Neben Diana und Alia, die ich als Protagonisten sehe, gibt es noch ganz interessante und abwechslungsreiche Nebencharakter: Theo, Nim und Jason. Jeder ist auf seine Art speziell, bringt daher nochmal Spannung in das Geschehen. Und ich gestehe, vor allem Nim hatte es mir besonders angetan, sie war einfach klasse in ihrem Auftreten. Um das Schicksal aufzuhalten nehmen die fünf eine wirklich gefährliche Reise auf sich, und ich schwöre, mit dem Plottwist am Ende hätte ich so nicht gerechnet. Insgesamt konnte mich Leigh Bardugo total überzeugen mit ihrer Geschichte rund um Diana und die Amazonen, und ich muss gestehen, ich wünschte mir es gäbe eine Fortsetzung.

Fazit:
"Wonder Woman" von Leigh Bardugo ist der Auftakt der DC-Icons-Series, die komplett bei dtv erscheinen wird. Mit einer guten Mischung aus Spannung, griechischer Mythologie, Action und Gefühl schafft es die Autorin mich durchweg zu unterhalten. "Wonder Woman" ist dabei nicht nur etwas für Comicfans, sondern für jeden Fan von spannungsgeladenen Geschichten geeignet.

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