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153 Bibliotheken, 41 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

leserunde, bin so aufgeregt, fischer leseclub, wird wieder wundervol, testleser

Stell dir vor, dass ich dich liebe

Jennifer Niven , Maren Illinger
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 22.06.2017
ISBN 9783737355100
Genre: Jugendbuch

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417 Bibliotheken, 11 Leser, 5 Gruppen, 3 Rezensionen

hobbits, fantasy, der herr der ringe, j.r.r. tolkien, die zwei türme

Der Herr der Ringe - Die zwei Türme

J. R. R. Tolkien , Wolfgang Krege
Flexibler Einband: 510 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 09.09.2016
ISBN 9783608939828
Genre: Fantasy

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464 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 118 Rezensionen

liebe, liebesbriefe, briefe, jenny han, familie

To all the boys I’ve loved before

Jenny Han , Birgitt Kollmann
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 25.07.2016
ISBN 9783446250819
Genre: Jugendbuch

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Venedig

Jiro Taniguchi , Jens Ossa
Fester Einband: 144 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 28.03.2017
ISBN 9783551744197
Genre: Comics

Rezension:

Jiro Taniguchi zählt für mich zu einen der besten Mangaka. Seine Bilder strahlen eine Intensivität und Leidenschaft aus, sie strahlen. Bei seinen bisherigen Werken, stand der Textbezug im Vordergrund und die Bilder unterstrichen die Texte durch ihre Atmosphäre. "Venedig" ist von vornherein als Travel Book angelegt, und besticht dadurch vor allem mit viel Bildgewalt und Farbe. Dennoch wird durch Text und Bildkomposition eine Geschichte erzählt.
In dieser Geschichte geht es um einen jungen Mann, der im Nachlass seiner Mutter auf eine Schatulle stößt. Deren Inhalt führt ihn nach Venedig auf die Spuren seiner Familie, seines Ursprungs. Eine Identitätssuche gefällt mir immer besonders gut als Thematik in einem Buch, denn ganz oft vergessen wir, dass das "normale" Leben der Menschen, auch seine ganz besonderen und erhabenen Momente beinhaltet. 


Und eben diese Momente schafft es Jiro Taniguchi einzufangen und wiederzugeben. Ich mochte hierbei vor allem der Wechsel zwischen der Gegenwart, in denen der Erzähler durch Venedig streift und die Stadt erlebt, als auch die in Sepiatönen gehaltenen Rückblenden. Durch eine Verschmelzung der beiden Zeitachsen gelingt die Spurensuche und der Protagonist findet sich sowohl im Venedig der Vergangenheit, als auch Gegenwart wieder, ein Gefühl der Heimkehr kommt durch die Bilder auf. Auch wenn die Geschichte fiktiv ist, berührt sie den Leser und Betrachter dennoch auf eine ganz eigene Art und Weise.
Am Schluss, dass fand ich besonders interessant, befindet sich eine Erläuterung zu den gemalten Bilder, bezüglich der gemalten Örtlichkeiten in Venedig. Diese Art einer Legende ist Teil eines Travel Books, und inspiriert den Leser selbst die Stadt zu entdecken. Ich glaube, ich werde demnächst öfter nach solchen gezeichneten Travel Books Ausschau halten, um das Fernweh zu stillen.

Fazit:"Venedig" ist im Plot zwar einfach gehalten, erzählt dennoch eine berührende Geschichte und überzeugt auf ganzer Linie durch seine Bildgewalt und Zeichenkunst. Jiro Taniguchi war zurecht einer der besten Mangaka, und seinen Werken gebührt Aufmerksamkeit. Die im Anhang befindlichen Erklärungen zu den Bildern und Entstehung des Werkes runden "Venedig" als gelungene Graphic Novel/ Travel Book ab.

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7 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Star Wars™ - Der Auslöser

James Luceno , Andreas Kasprzak
Flexibler Einband: 437 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 15.05.2017
ISBN 9783734161186
Genre: Science-Fiction

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(2.543)

3.295 Bibliotheken, 45 Leser, 9 Gruppen, 65 Rezensionen

dystopie, klassiker, big brother, überwachung, utopie

1984

George Orwell , Michael Walter
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 01.06.1994
ISBN 9783548234106
Genre: Science-Fiction

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 1 Rezension

Bitte nicht öffnen 2: Schleimig!

Charlotte Habersack , Fréderic Bertrand
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 26.05.2017
ISBN 9783551652126
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Ein ganzes Jahr haben wir auf die Fortsetzung rund um die geheimnisvollen Pakete warten müssen, und nun sind sie wieder da, natürlich mit dem prägend Spruch "Bitte nicht öffnen". Und erneut landen das Paket bei Nemo auf der Türschwelle, der es gar nicht fassen kann. Von allen Einwohnern in Boring trifft es erneut ihn, und natürlich müssen seine Freunde Oda und Finn dabei sein, wenn das es geöffnet wird. Hervorkommt ein grünes Schleimmonster, dass mit seinem einem Auge sofort die drei Freunde ins Herz schließt. Wie schon beim ersten Paket kommt es zu seltsamen Wetterverhältnissen, die nur dann enden, wenn das Schleimmonster mit seinem Eigentümer wieder zusammen ist. Doch wie sollen sie nur den Besitzer finden?
Mittlerweile habe ich diese Reihe wirklich in mein Herz geschlossen, und direkt nachdem dieser Schatz bei mir auf der Türschwelle landete musste er gelesen, oder viel mehr verschlungen, werden. Wie schon Icy-Ice-Monsta ist Schleimi trotz seines merkwürdigen Aussehens wirklich goldig und auf seine Art was Besonderes. Aber auch Nemo, Finn und Oda fungieren als Detektivgespann wieder ganz toll, es hat Spaß gemacht die Dialoge zu verfolgen und vor allem hinter das Rätsel zu gelangen.
Während der Suche nach dem Besitzer von Schleimi, und dem Versuch den immer größer werdenden grünen Schleimhaufen zu verstecken, entdecken die Drei, dass der Schleim scheinbar die Haut von jeglichen Verunreinigungen und Unschönheiten befreit. Schnell ist eine Geschäftsidee geboren, und Finn und Nemo sehen nur noch Dollerzeichen. Die Idee, dass die Jungs mit einmal das wesentliche aus den Augen verlieren, fand ich richtig gut, und passend verarbeitet. Der moralische Aspekt, denn der Leser nachvollziehen kann, wirkt nicht aufgesetzt oder überzogen. Auch die Reaktionen der Freunde untereinander, als es dann zu eskalieren scheint, wirkten auf mich realistisch, um so schöner war es dann zu erleben, wie die drei sich wieder zusammen raufen um dann gemeinsam ihr Ziel zu erreichen. 
Den Lesegenuss unterstreichen die gelungen und detailreichen Illustrationen im Buch, die das Geschehen wunderbar auflockern und uns Schleimi näher bringen. Außerdem schafft es die Autorin erneut durch einen leichten Schreibstil, dass die Seiten dahin fliegen und man nachdem Ende bereits nach mehr verlangt. Zum Glück lässt die Vorschau hier gutes hoffen, nämlich, dass uns auch kommenden Sommer ein neues Abenteuer erwartet, und wir vielleicht endlich erfahren, wer hinter den seltsamen Päckchen steckt.
Fazit:Ich glaube es wird deutlich, dass ich ein kleiner Fan dieser tollen Kinderbuch-Reihe geworden bin, und kann jedem jungen und alten Leser "Bitte nicht öffnen" nur ans Herz legen. Mit schönen Illustrationen, witzigen Protagonisten und einem Schleimmonster hat es Charlotte Habersacker erneut geschafft, mein inneres Kind zu begeistern. Manchmal reicht ein Buch, eine Geschichte aus, damit man ein Lächeln auf dem Gesicht hat.

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53 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 11 Rezensionen

2017

Das Glück hat vier Farben

Lisa Moore , Maren Illinger
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 27.04.2017
ISBN 9783737354806
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Eigentlich könnte man denken, dass "Das Glück hat vier Farben" ein einfacher Jugendroman über das Leben ist. Doch schon nach wenigen Seiten ist klar, wie viel mehr in diesem Buch steckt. Lisa Moore schafft es in der kanadischen Kleinstadt ein realistisches Bild der Jugendprobleme zu zeichnen.

Unsere Protagonistin Flannery ist etwas besonderes, dass erkennt man vielleicht nicht direkt auf der ersten Seite, aber je mehr man sich in sie hineinversetzt, umso mehr versteht man ihre Art und ihre Ansichten. Sie ist stark und fürsorglich, und das obwohl ihre Mutter Miranda sie nicht fördern kann und selbst mit ihrem Leben nicht fertig wird. Einen Vater hat Flannery nicht, zumindest kennt sie ihn nicht, so ist ihre einzige Familie ihre Halbbruder und ihre Mutter. Diese vertrackte Familiensituation wird durch die Arbeitslosigkeit der Mutter noch verstärkt, und damit realistisch.

Oftmals sind mir Falnnerys Gedanken über ihre Situation sehr nah gegangen, sie kämpft darum, etwas Anerkennung zu erhalten, doch letztendlich wenden sich alle gegen sie. Und genau da setzt ihre Stärke ein, sie mag zwar ein schwieriger Charakter sein, doch sie kann kämpfen, sie hält durch und bleibt standhaft, auch in schweren Situationen. Der im Klappentext angesrpochene Tyrone hat zum Glück nicht so viel Präsenzzeit, denn ich fand den sozialen Aspekt viel interessanter, als die Liebesgeschichte. Zudem fand ich Tyrone sehr sntrangend und zu sprunghaft.

Das Buch wird durch ein nicht perfektes Ende abgerundet, durch ein Nicht-Happy-End mit dennoch positiven Ereignissen, schafft es Flannery sich weiter zu entwicklen. Die Fäden in der Geschichte werden zu Ende gebracht und es bleibt kaum eine Frage offen. Die Geschichte liest sich flüssig und angenehm, ebenso bleibt der Spannungsbogen durch die verschiedenen Story Linies konstant oben.


Fazit:
"Das Glück hat vier Farben" ist ein wunderbarer, realistischer und tiefgründiger Jugendroman. Lisa More schafft es durch Flannery zu zeigen, wie schwer ein junges Mädchen haben kann, die Sozialhilfe braucht und alles alleine stemmen muss. Das wunderbare ist, dass Flannery stark ist und Kraft hat durchzuhalten, mit ihr als Protagonistin wurde die Geschichte angenehm aufgefrischt.

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67 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 32 Rezensionen

cavaliersreise, jugendbuch, mackenzi lee, homosexualität, lgbt

Cavaliersreise. Die Bekenntnisse eines Gentlemans

Mackenzi Lee
E-Buch Text: 496 Seiten
Erschienen bei Königskinder, 24.03.2017
ISBN 9783646929591
Genre: Sonstiges

Rezension:

Henry Montague ist der älteste Sohn einer englischen Adelsfamilie, und genießt alle Vorzüge dieses Lebens. Er feierte, er betrinkt sich und er schläft mit allen Frauen die er haben möchte. Mit seinem besten Freund Percy hat er einen Seelenverwandten für all seine Partys und Gesellschaften gefunden. Doch bereits auf den ersten Seiten wird klar, dass Monty, wie seine Freunde Henry nennen, mehr für Percy empfindet als er zugeben möchte. Diese unterdrückte Zuneigung scheint Monty sehr zuschaffen zu machen und ihn bei vielen Entscheidungen zu beeinflussen. Nach einer erneuten durchtrunkenen Nacht geht es für Monty, Percy und Montys kleine Schwester Felicity auf zur Cavaliersreise, bei der das Ziel ist die Kultur Europas kennenzulernen und Felicity in ein Internat nach Frankreich zu bringen.

Während des gesamten Buches bin ich mit Monty als Protagonist einfach nicht warm geworden. Ein Charakter muss natürlich nicht perfekt sein, aber Monty hat in meinen Augen auch keinerlei Entwicklung gemacht, zumindest nicht in dem Ausmaß, welche wünschenswert gewesen wäre. Ich finde, er hat einfach zu viel Glück, in jeglichen Situationen, manches erschien mir einfach zu unwahrscheinlich für die Geschichte. Anders sieht es da mit Percy aus, denn ich sofort sympathisch fand. Er hat sichsehr oft von Monty mitreißen lassen, dennoch waren es vor allem seine Entscheidungen die ich gut fand, und die von Herzen kamen.

Und dann ist da noch Felicity, die wirklich stark wirkt und viel weiter in ihrer geistlichen Entwicklung und Weltanschauung, und dann ab und an, doch eher wie eine Jugendliche denkt, was sie zum realistischen und tollen Charakter im Buch macht. Ich finde, über das Ende, kann man sich streiten, doch da ich einfach zu viel verraten würde, möchte ich darauf nicht weiter eingehen. Insgesamt ist die "Cavaliersreise" ein Abenteuerroman, voll von Wendungen und Geheimnissen, der jedoch an mancher Stelle einfach eine Brise zu viel Glück für die Protagonisten beinhaltet. Positiv finde ich, wie die Autorin auf schwierige Themen eingeht und diese sogar im Nachwort nochmal genauer bespricht.


Fazit:
Ich finde es unglaublich schwer, "Cavaliersreise" schwer zu beurteilen, denn die positiven und negativen Punkte halten die Waage,´. Zwar wurde ich mit Monty als Protagonist nicht warm, und konnte kaum eine Entwicklung entdecken, dennoch behandelt das Buch interessante und brisante Themen des Lebens und entführt uns mal eine andere Epoche der europäischen Geschichte. Es ist ein Abenteuerroman, dem es etwas an Biss fehlt und der am Ende zu viel des Guten wollte.

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

nachspiel, star wars, star wars saga, blackteabooks, chuck wendig

Lebensschuld

Chuck Wendig , Andreas Kasprzak
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 20.03.2017
ISBN 9783734161056
Genre: Fantasy

Rezension:

Nach dem grandiosen ersten Teil dieser neuen Trilogie im Star Wars-Universum von Chuck Wendig, mussten wir Fans wirklich lange warten, bevor wir erfahren durften wie es mit Norra und Temmin weiter geht. Die Ereignisse knüpfen relativ nah an dem Ende des ersten Bandes an und spielen somit erneut unmittelbar nach Episode 6 der Star Wars-Filmreihe.

Schon direkt nach dem ersten Kapitel war ich Feuer und Flamme, denn wir kehren auf den Planeten Jakku zurück. Wieso und Warum erfahren wir erst viel später, dennoch macht sich direkt beim Lesen ein gutes Gefühl breit. Danach startet die Geschichte direkt durch, und erleben neue Abenteuer von Norra und Temmin, unsere Protagonisten aus Band 1. Dieses Mal geht es nicht nur darum, dass ehemalige Imperiale gefangen genommen und verhört werden sollen, sondern um eine private Angelegenheit von Leia Organa. Ja genau, auch Leia ist dabei, und es hat mich sehr gefreut etwas von ihr zu lesen, und das obwohl sie unglücklich ist. Der Hintergrund ist, dass Han Solo und Chewbacca vermisst werden. Nach einer missglückten Befreieungsaktion fehlt von beiden jegliche Spur und Norra soll Leia dabei helfen ihren Mann wieder zu finden.

Ich mochte die Wendungen und Spannungsverläufe im Buch wirklich sehr, und vor allem die kurzen Intermezzo waren interessant und haben ganz oft neue Einblicke in die Zeit nach der Schlacht auf Endor. Zwar trugen diese kurzen Zwischenspiele nicht immer dazu bei, dass die Storyline inhaltlich vorwärts kommt, aber sie sind einfach sehr gut gelungen und lockern die gesamte Geschichte sehr gut auf. Abschließend muss ich noch die tolle Übersetzung loben, denn trotz der vielen Seiten, liest sich das Buch flüssig und durchgängig angenehm.


Fazit:
Insgesamt liefert "Nachspiel: Lebensschuld" wieder jede Menge tolle Lesestunden in einer weit, weit entfernten Galaxie, bei der wir neue und altbekannte Charakter wiedersehen. Sowohl die Storyline als auch die Intermezzos fand ich spannend und sie haben mich richtig gut unterhalten. ChuckWendig hat mich sehr gut unterhalten und ich bin nun sehr gespannt auf den Abschluss der Trilogie.

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521 Bibliotheken, 19 Leser, 4 Gruppen, 11 Rezensionen

hobbits, fantasy, mittelerde, elben, der herr der ringe

Der Herr der Ringe - Die Gefährten

J. R. R. Tolkien , Wolfgang Krege
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 20.07.2015
ISBN 9783608939811
Genre: Fantasy

Rezension:

Ich glaube ja, jeder hat schon einmal von "Der Herr der Ringe" gehört, ob nun in Form der Filme oder Bücher, man kennt im groben die Geschichte vom Hobbit Frodo und seiner Reise. Dennoch gibt es viel zu wenig Menschen, die die Bücher auch wirklich gelesen haben, daher hat sich Anabelle von Stehlblüten der Aufgabe gewidmet die meisterhafte Fantasy-Trilogie von J.R.R. Tolkien wieder zuentdecken und erneut zu lesen, oder gar zum ersten Mal zu lesen."Der Herr der Ringe" gilt als das Urwerk der Fantasy-Literatur, und das zurecht, denn bis heute finden sich so viele Elemente in der modernen Fantasy-Literatur wieder, die wir alle mögen. Ich finde es toll, was J.R.R. Tolkien geschafft hat, eine Welt voll mit neuen Sprachen, Völkern und Geschichten. Wie ein einziger Mensch sich all diese wunderbaren und interessanten Dinge erschaffen kann ist bis heute für mich faszinierend. Bereits mit 12 habe ich das erste Mal "Der Herr der Ringe" gelesen, da ich nicht in die Filme gehen durfte, dennoch wissen wollte, was passiert in diesem hochgefeierten Epos. "Mut findest du, wo du ihn am wenigstens erwartest"Seite 119Bis heute bin ich sowohl von den Büchern als auch von den Filmen begeistert, trenne beides aber, denn in den Büchern schwebt die Wortmagie einfach auf jeder Seite dem Leser entgegen. Dies ist es auch, was mir damals und auch nach dem neuen Lesen besonders im Gedächtnis geblieben ist, die wunderschönen Lieder und Gedichte. In "Die Gefährten" ist ja bereits im Auenland viel mit "Musik unterstrichen", die das Volk der Hobbits zu einem meiner liebsten macht, nicht nur wegen dem zweiten Frühstück. Doch neben den Hobbits sind es vor allem die Menschen in "Die Gefährten" die mich begeistern beziehungsweise verwundert haben. Dabei muss ich übrigens auch gestehen, dass ich ein echter Fan von Aragorn bin, und zwar schon im ersten Band der Trilogie. Man könnte sagen, dass ich schon in jungen Jahren ein Fangirl von ihm war, dass bis heute nicht nachgelassen hat. Er ist mir auch der liebste Protagonist aus der Trilogie, sein Charakter, seine Geschichte und seine Liebe sind einfach so geprägt von Schmerz, Verlust und Mut, dass man eigentlich gar nicht anders kann, als ihn zu mögen.Inhaltlich führt "Die Gefährten" den Leser perfekt in die Welt von Mittelerde ein, zusammen mit Frodo und Gandalf lernen wie all die Völker und Geschichten kennen. Dieser Weg ist besonders interessant, da es eine High Fantasy Welt ist, und wir bisher nichts dazu wissen oder gehört haben. Ich kann bis heute verstehen, wieso J.R.R. Tolkiens Werk bis heute die Leser begeistern kann, mit seinem World Building hat er etwas einmaliges geschaffen. An dieser Stelle möchte ich noch abschließend auf die Übersetzung eingehen, die ja oft diskutiert wird. Es gibt im deutschen zwei Übersetzungen, wobei die von Wolfgang Krege immer wieder kritisiert wird, ich persönlich bin mit dieser Übersetzung "groß geworden" und mag sie sehr, und lese sie sehr gern. Letztendlich ist es wohl am besten, man liest das englische Original, wenn man genügend Englischkenntnisse hat.Fazit:"Die Gefährten" ist der Auftakt der Trilogie von J.R.R. Tolkien, welche in der fantastischen Welt Mittelerde spielt. "Der Herr der Ringe" ist nicht ohne Grund das Urwerk des Fantasy-Genre, und das absolut verdient, denn selbst heute noch begeistern mich die Worte von J.R.R. Tolkien und seine Welt fasziniert mich. Besonders bemerkenswert sind die Gedichte, Lieder und Sprachen die der Autor erfunden und in das Werk eingebunden hat. Für mich gehört "Der Herr der Ringe" zum Must-Read, und sie zählt zu meinen allerliebsten Fantasy-Romanen.

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129 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 35 Rezensionen

schottland, insel, liebe, anne sanders, geheimnis

Mein Herz ist eine Insel

Anne Sanders
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 27.03.2017
ISBN 9783764505936
Genre: Liebesromane

Rezension:

Nach "Sommer in St. Ives" war ich wirklich gespannt auf den zweiten Roman von Anne Sanders, die meist in den wunderbaren, stürmischen und naturbelassenen englischen Landschaftsterritorium eindringt. Und auch dieses Mal hat mich die Autorin wirklich nicht enttäuscht. Erneut konnte sie mich durch ihren Schreibstil, ihre Beschreibungen der Landschaft und konstantem Spannungsbogen begeistern
Erneut finden wir uns am Meer wieder, dieses Mal auf einer kleinen Insel vor der schottischen Küste, nahe bei Fionnphort. Es ist windig, urig und die Luft steht vor salzigem Geruch. Und genau von dort stammt Isla, die vor 10 Jahren von diesem Fleck Erde geflohen ist, und nun gezwungen war wiederzukommen. Denn ihr Freund Eric hat ihr nach langjähriger Beziehung gestanden, dass er in eine andere Frau verliebt ist und sie verlässt. Isla, die nur Eric und seinen Bekanntenkreis hat, sieht keinen anderen Ausweg und kehrt zurück in ihre Heimat und damit in ihre Vergangenheit.
Isla Gant ist eine sture, starke und liebenswerte Person und Protagonistin. Durch ihre spezielle Art und ihr manchmal schwieriges Auftreten hat sie es relativ schnell in mein Leserherz geschafft. Vor allem ihr Zwiespalt zwischen Vergangenheit und Gegenwart war stark greifbar für mich. Und der Schatten der Vergangenheit ist allgegenwärtig für Isla, denn ihre Jugendliebe Finn ist ebenfalls wieder auf der Insel, und die Gefühle fahren Karusell. Das Auf und Ab zwischen den Beiden war wirklich interessant und eine echter Spannungsfolter.

Fazit:
Insgesamt lebt die Geschichte vor allem durchdie Landschaftsbilder, den tollen Schreibstil und die besonderen Charakter. Ich war wirklich begeistert vom Verlauf der Geschichte, und war teilweise genauso schockiert vom Handlungsverlauf wie Isla, Finn und die Anderen.

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74 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

berlin, männer, klassiker, irmgard keun, frau

Das kunstseidene Mädchen

Irmgard Keun
Flexibler Einband: 242 Seiten
Erschienen bei List TB., 09.09.2009
ISBN 9783548609041
Genre: Klassiker

Rezension:

Bei jeder Rezension zu Klassiker weise ich ja darauf hin, dass ich es wirklich schwierig finde diese Werke, die so viele Jahre überdauert haben und immer noch in den Köpfen der Menschen und in ihren Bücherregalen stecken, eigentlich gar keiner Bewertung bedürfen. Oder auch anders gesagt, ist es schwer einen Klassiker, der zu einer anderen Zeit entstanden ist, heute zu bewerten, mit unseren "modernen" Augen. Dennoch möchte ich immer wieder gern über Klassiker sprechen, und daher gibt es heute eine Rezension zu Irmgard Keuns Werk "Das kunstseidene Mädchen".

Es geht in dem Buch um Doris, eine junge Frau die als Angestellte eines Anwalts nicht mehr wirklich glücklich ist und endlich etwas aus sich machen möchte, oder wie man damals sagte: Ein "Glanz" werden will. Auf eben diesem Weg begleiten wir Doris, und dabei erlebt sie sowohl das Elend als auch den Glanz der Zwanziger Jahre in der Weimarer Republik. Doris ist eine ganz besondere Protagonistin, denn nach meinem Empfinden war sie für die damalige Zeit eine kleine Rebellin und Systemausbrecherin. Sie hat den Traum nicht mehr nur "die Mutti am Herd" zu sein, sondern aus sich etwas zu machen. Doch leider merkt man schnell, das Doris nicht die notwendige schulische Bildung hat um regulär einen besseren Job zu bekommen, daher setzt sie auf ihre reichhaltig vorhanden Überlebenskünste, die sie auf ihre eigene Art clever und schlau erscheinen lassen. Im übrigen sorgt auch so manche von Doris Antworten heute noch für ein Schmunzeln und Lachen beim Leser!

Ich möchte gar nicht zu viel von Doris Weg verraten, so etwas soll der Leser schließlich selbst entdecken. Viel mehr möchte ich auf das Setting eingehen, welches in "Das kunstseidene Mädchen" die Weimarer Republik kurz vor der Machtergreifung Hitlers ist. Eine Zeit, die wir zwar mal in der Schule behandelt haben, die uns aber oftmals nur als kurzweilig erscheint, denn wir als Generation des 21.Jahrhunderts wissen, was den Menschen noch bevorsteht. Dorsi jedoch erlebt die Weimarer Republik mit ihren Augen und berichtet uns zum Glück davon, dadurch bekommt man ein ganz anderes Gefühl für diese Zeit, in der alles möglich hätte sein können, doch der Abgrund stets ganz nah war. Einfach unbeschreiblich!

Der Schreibstil ist recht gewöhnungsbedürftig, zumindest für die heutige Zeit. Irmgard Keun lässt Doris Gedanken direkt und ungefiltert auf das Papier fließen, was es manches Mal wirklich schwer gemacht hat, den Inhalt des Abschnittes oder Satzes herauszulesen. Das ist auch tatsächlich der einzige Kritikpunkt meinerseits, denn mit einem anderen Schreibstil wäre dieses Buch innerhalb von 2 Stunden leer gelesen. Dennoch begeistert Irmgard Keun mit ihrem Werk "Das kunstseidene Mädchen" den Leser und überzeugt mit unterschwelligem Humor und einem mit bisher unbekannten Setting.


Fazit:
 Ein Klassiker, der zu Unrecht zu wenig Aufmerksamkeit erhalten hat bisher. Trotz schwierigem Schreibstil konnte mich Irmgard mit einer starken Protagonistin und einem authentischen Setting überzeugen und begeistern. Sicherlich nicht mein letztes Buch von Irmgard Keun aus dieser Zeit.

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283 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 129 Rezensionen

liebe, abschiebung, new york, schicksal, the sun is also a star

The Sun is also a Star.

Nicola Yoon , Susanne Klein , Dominique Falla
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Dressler, 20.03.2017
ISBN 9783791500324
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich habe ganz lange auf "The Sun is also a Star" hingefiebert, nicht nur weil das Buch in den USA ein echter Hit war, sondern auch weil ich Nicola Yoon als Autorin wirklich gut finde, und ihr erstes Buch "Du neben mir" mich bereits begeistern konnte. Doch ich hatte auch Bedenken, denn oftmals können mich zu stark gehypte Bücher nicht immer zu hundertprozent packen, zum Glück war dies hier nicht der Fall, denn "The Sun is als a Star" ist wirklich grandios.
Die gesamte Geschichte spielt an einem einzigen Tag, an dem wohl schlimmsten Tag für Natasha, dem Tag an dem sie abgeschoben werden soll aus den USA. Sie und ihre Eltern sind illegale Einwanderer aus Jamaika und durch einen dummen Zufall ist das nun aufgeflogen, und die Abschiebung wurde für den besagten Tag um 22:00 Uhr festgelegt. Doch Natasha gibt nicht auf, sie ist eine Kämpferin, sie will nicht gehen, aus diesem Land, dass sie ihre Heimat nennt, und in das sie einfach gehört. Ich muss wohl nicht erwähnen, dass ich Natasha direkt mochte, ihre gesamte Art, ihre Sturheit und ihr Wille sind einfach so real und berührend.
Das ganze Gegenteil davon ist Daniel, er ist Koreaer, und bekommt von seinen Eltern schon sein ganzes Leben lang gesagt was er werden soll. Als Daniel und Natasha aufeinandertreffen ist er gerade auf dem Weg zu einem Empfehlungsgespräch um auf der Yale angenommen zu werden. Er soll Arzt werden, aber von wollen ist nicht die Rede, er wäre viel lieber Dichter oder Schriftsteller. Man merkt schnell, das Natasha eher der pragmatische Mensch ist, und Daniel der romantische, manchmal etwas übertrieben, aber durch und durch gefühlvoll. Und gerade weil beide so unterschiedlich sind, und doch irgendwie durch eine Verkettung von Zufällen zueinander finden, ist diese Geschichte so liebevoll und schmerzlich zugleich. Etwas störend fand ich, dass manche Liebkosungen einfach zu schnell und zu heftig waren, wenn man doch bedenkt, dass sich die beiden erst wenige Stunden kennen.
Wie schon bei "Du neben mir" ist Nicola Yoons Schreibstil, Perspektivenwechsel und Spannungsbogen gelungen von Anfang an. Man findet sofort in die Geschichte, und die Angst es könnte langweilig werden, nur einen Tag auf 400 Seiten zu erleben erlischt bereits nach den ersten Kapiteln. Denn Nicola Yoon schreibt aus verschiedenen Perspektiven, inklusive Rückblicke in die Vergangenheit, Momentaufnahmen von Nebencharaktern und Verkettungen die man nicht sofort erkennt, die Geschichte aber beleben. Am Ende werden alle Fäden, wirklich alle, zusammengeführt und die Autorin schafft es einen perfekten runden Abschluss zu schreiben, der voller Herzschmerz ist.
Fazit: Mit "The Sun is als a Star" hat mich Nicola Yoon erneut begeistern können. Die Geschichte lebt von den Protagonisten, den Perspektivenwechseln und den faszinierenden "Aha"-Verknüpfungen zwischen den Charakteren. Vor allem das Ende hat bei mir nochmal für eine ganze Menge Herzklopfen gesorgt. Wer wunderschöne Liebesgeschichten mag, und spannende Dramen mag, ist bei "The Sun is also a Star" genau richtig.

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29 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 5 Rezensionen

BookLess. Wörter durchfluten die Zeit

Marah Woolf , Carolin Liepins
Flexibler Einband: 312 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 20.03.2017
ISBN 9783841504869
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Lucy liebt Bücher! Daher ist ihre Freude groß, als sie als Teil ihres Studiums ein Praktikum in der Londoner Bibliothek machen darf. Doch als sie in das Archiv der Nationalbilbiothek verschoben wird, beginnen auf einmal seltsame Ereignisse ihren Lauf zu nehmen. Die Bücher flüstern Lucy etwas zu, sie reden mit ihr. Aber das allein wäre noch nicht kurios genug, wenn nicht auch noch plötzlich ganze Ausgaben von bekannten Büchern leer wären. nicht ein Wort, und es scheint, als ob die ganze Welt die Bücher vergessen hätte. Lucy erkennt schnell, dass sie handeln muss. Sie muss die Bücher retten! Doch die Zeit rennt ihr davon, denn ihre Feinde sind ihr schon auf der Spur!
Für mich war Lucy von Anfang an eine wirklich sympathische Protagonistin. Sie ist clever, mag Bücher und sie lässt sich nicht so leicht unterkriegen. Sie ist als Waise aufgewachsen und will sich nun bei ihrem Collage das erste Mal beweisen, und zeigen, dass sie sehr wohl alleine zurecht kommt. Doch obwohl Lucy es eigentlich besser wissen müsste, verliebt sie sich und findet endlich die Geborgenheit die sie gern haben möchte. Doch Nathan, das wissen wir aus seinen Erzählungen, ist derjenige, der die Bücher in Angst und Schrecken versetzt. Wieso und warum, dass erfahren wir mit Lucy zusammen im Auftaktband der Reihe.
Nachdem ich vor allem auf den ersten Seiten von Lucy begeistert war, hatte ich danach nur noch Augen für das Setting. Eine Bibliothek inklusive verwirrendem Archiv ist wirklich mal was anderes, und für mich als Bilbiotheksfan genau das Richtige. Die Geschichte lebt von Spannung, es passiert immer irgendwas, doch leider ist es einige mal wirklich vorhersehbar, was passieren wird. Ich hätte mir mehr "Wow"-Wendungen gewünscht, die für Überraschungen gesorgt hätten. Dank des leichten und angenehmen Schreibstils von Marah Woolf, flogen die Seiten nur so dahin, und man gelangt mit Lucy schnell von Kapitel zu Kapitel. Das Ende ist passend für eine Reihe, es verrät nicht alle offenen Fragen, stellt dafür aber neue, und lässt uns Leser nun sehnsüchtig auf den zweiten Band warten.
Fazit: Der erste Band der Bookless-Reihe konnte mich, trotz teilweise vorhersehbarer Stellen und dadurch abflauender Spannung, begeistern. Dank des Settings, des Schreibstils und der Protagonistin fliegen die Seiten nur so dahin und man springt mit Nathan und Lucy von Kapitel zu Kapitel. Ich bin gespannt auf Band 2 und hoffe auf mehr spannende Wendungen und erneut wunderschönes Setting!

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(38)

79 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 27 Rezensionen

pferde, dark horses, cecily von ziegesar, jugendbuch, horse

Dark Horses

Cecily von Ziegesar , Sandra Knuffinke , Jessika Komina , Cornelia Niere
Fester Einband: 418 Seiten
Erschienen bei Beltz, J, 06.03.2017
ISBN 9783407747952
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Merritt ist total am Ende, es scheint als hätte sie alles verloren. Ihre einzige Bezugsperson im Leben, mit der sie rede konnte, ihre Freunde, und letztendlich auch ihren Schulabschluss. Als es erneut eskaliert ziehen ihre Eltern die Reissleine und stecken Merritt in ein Heim für Mädchen, die alle einen schwierigen Hintergrund haben, nach "Good Fences". Merritt hat so gar kein Bock sich einzuleben, und dann wird ihr auch noch ein Pflegepferd zugewiesen, eine Regel in "Good Fences" sieht nämlich vor, dass jedes Mädchen sich um ein Pferd kümmern muss.
Und Merritt ist gänzlich unzufrieden mit "Red", denn der scheint eine kleine Ausgeburt der Hölle zu sein. Er lässt sich nicht reiten, nicht führen und bricht immer wieder aus, weshalb er auch einen gesonderten Stall hat. Dennoch beginnt etwas wunderbares und einzigartiges, denn sobald sich beide aufeinander eingelassen haben, und erkennen, dass niemand anders sie so sehr braucht wie die beiden sich gegenseitig, entsteht eine tiefe und enge Freundschaft zwischen Tier und Mensch.
Schon direkt auf der ersten Seite überrascht mich die Autorin, denn das Buch wird aus zwei Sichten erzählt: aus Merritts und aus Reds. Die Möglichkeit zu lesen und zu erleben, was Red denkt und fühlt, sich in ein Pferd hinein zuversetzen, fand ich absolut spannend und aufregend. Ich finde allein der Umstand, wie gut die Autorin dies gemacht hat, ist schon ein Grund dieses Buch zu lesen. Aber es gibt natürlich noch einige mehr Gründe, warum ihr euch dieses Buch nicht entgehen lassen solltet.
Vor allem die Kombination aus genialem Schreibstil und nicht vorhersehbarer Geschichte hat mich dieses Buch innerhalb von zwei Tagen verschlingen lassen. Ich war gefesselt, schockiert und begeistert von den Wendungen im Buch, und teilweise konnte ich nicht fassen, dass Cecily von Ziegesar bestimmte Elemente und Momente im Buch zu gelassen hat. Vor allem das Ende hat mich ganz viele Nerven und Gefühle gekostet. Ich habe nichts davon kommen sehen und war wie gebannt vom Inhalt.

Fazit: Cecily von Ziegesar hat es geschafft ein Young-Adult-Buch zu schreiben, dass ohne aufgezwunge Liebesgeschichte auskommt, sondern viel mehr auf einer tiefen Freundschaft zwischen Pferd und Reiter setzt, und damit eine einzigartige Geschichte geschaffen. Mit gelungenem Schreibstil aus zwei  Sichten, interessanten und schockierenden Wendungen und einem realistischem Ende, überzeugt dieses Buch auf ganzer Linie.

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

Sattel, Trense, Reiterglück 1: Ein Turnier für vier

Dagmar Hoßfeld
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 13.03.2015
ISBN 9783551650641
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Ich muss gestehen, dass ich am Anfang nicht gedacht hätte, dass diese für jüngere Leser gedachte Geschichte mich doch so fesseln würde. Wie bei jedem Kinderbuch gehe ich immer entspannt an die Sache ran, und erwarte eine einfache und logische Geschichte. Bei "Ein Turnier für Vier" konnte mich Dagmar Hoßfeld, dennoch überraschen.
Die genannten Vier im Titel sind Emily, Benni, Marie und Luca, unzertrennliche Freunde und Pferdeliebhaber. Ihr Freundschaft ist tief verankert, dass merkt man schon auf den ersten Seiten an den Umgang und den Beziehungen untereinander. Ihr Lebensmittelpunkt ist der Reiterhof Bombeerhain, wo sich ihre Pferde und Pflegefohlen befinden. Man wird unmittelbar in die Geschichte gebracht und lernt dann Stück für Stück die Verbindungen kennen.

Jeder der vier Freunde hat seine guten und schlechten Seiten, dass fand ich direktvon Anfang an sehr angenehm und realistisch. Niemand ist zu sehr "überzogen" als Figur, so das eine für ein Jugendbuch passende Stimmung entsteht. Nachdem sie eine alte Freundin auf einem Turnier besucht haben, beschließen die vier Freunde selbst ein Turnier auf dem Brombeerhain zu veranstalten. Nach der anfänglichen Begeisterung müssen sie allerdings lernen, dass sie damit eine hohe Verantwortung tragen. Ob all das klappt und das Turnier ein Erfolg wird, oder gar noch schöne oder böse Überraschungen auf Emily, Benni, Marie und Luca warten, dass müsst ihr dann schon selbst in "Ein Turnier für Vier" nachlesen.
Mit ein "Ein Turnier für Vier" konnte Dagmar Hoßfeld selbst mich, die sonst eher weniger mit Pferden zu tun hat und keine Ahnung vom Turniersport hat, begeistern und eine ordentliche Portion Sympathie schaffen. Dabei war es vor allem der Schreibstil und die nebenbei eingeläuteten Erklärungen, die Kenner des Sports sicherlich nicht stören, aber Unwissende wie mich nebenbei aufklären, ohne das die Handlung stoppt oder verlangsamt wird. Fazit: "Sattel, Trense, Reiterglück" von Dagmar Hoßfeld hat es schon mit dem Auftaktbuch der Reihe geschafft in mir einen kleinen Fan zu gewinnen. Eine gute Mischung aus Pferdegeschichte und Jugendbuch sind die Grundsteine mit denen die Autorin eine schöne Atmosphäre schafft, die aber eben nicht immer Eitel Sonnenschein ist.

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16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

jon walter, königskinder verla

Mein Name ist nicht Freitag

Jon Walter , Josefine Haubold
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 24.03.2017
ISBN 9783551560209
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Wie fasst mein Buch in Worte, welches eine der schlimmsten Zeiten der USA zeigt. Ein Buch, dass dem Leser entführt in eine Zeit, als nicht jeder Mensch das Recht hatte frei zu sein? Ich finde es unglaublich schwer zu beschreiben, wie ich "Mein Name ist Freitag" finde, was dieses Buch in mir auslöst. Da mir aber das Thema, und das Buch selbst, sehr wichtig ist möchte ich euch "Mein Name ist nicht Freitag" vorzustellen.

In einer kurzen Vorgeschichte erfahren wir von Samuel, wie er und sein Bruder Waisen wurden. Nach einem Umzug ins Waisenhaus beginnt Samuels Geschichte. Samuel war ein interessanter und toller Protagonist, vor allem weil er ganz anders dargestellt wurde, als man es zunächst gedacht hätte. Er ist gehorsam gegenüber Gott, und besonders gut im lesen und schreiben. Diese Information scheint zunächst trivial, ist aber dennoch wichtig, denn "Mein Name ist nicht Freitag" spielt im Bürgerkrieg in den USA. Und zu dieser Zeit ist es nicht üblich, dass ein farbiger Junge schreiben und lesen kann. Eigentlich ist es sogar verboten, und es wird immer zu angezweifelt, dass Farbige dies überhaupt erlernen können, sind sie doch Menschen zweiter Klasse.

Diese Thematik, Unterdrückung der Farbigen, zieht sich durchgängig durch die Geschichte, ist jedoch nicht der primäre Handlungsstrang, denn dieser beschreibt viel mehr, wie ein Junge in den Wirren des Bürgerkrieges versucht seinen Glauben an Gott und seinen Bruder wiederzufinden. Die historischen Fakten im Buch sind wirklich gut recherchiert und haben mir erneut schockierend vor Augen gehalten, wie grausam der Mensch sein kann. Allgemein schafft es Jon Walter durch die naiven Augen eines Kindes, und einem einfachen aber prägnanten Schreibstil, eine einprägsame und erschütternde Reise in die amerikanische Vergangenheit.

Ich möchte nicht zu viel vom Ende verraten, dennoch muss ich sagen, dass ich einige Wendungen und Entwicklungen nicht vorhergesehen habe. Jon Walter wechselt in seiner Erzählung geschickt zwischen Raffungen und Dehnungen, so dass die kleinen scheinbar unbedeutende Momente viel mehr  Beachtung finden, da sie die Thematik des Buches wunderbar einfangen.

Fazit:
Man muss dieses Buch einfach selbst lesen um zu verstehen, was es zu etwas besonderem macht. Der Plot, das Setting, der Handlungsstrang und die vielen, kleinen Hinweise darauf, die die Menschenwürde zur damaligen Zeit keinen Wert hatte, machen dieses Buch zu einem Highlight. "Mein Name ist nicht Freitag" ist ein wirklich gut recherchierter, historisch-fikitonaler Roman, der durch vor allem durch seine Perspektive und seinen Schreibstil brilliert.

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22 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

nordkorea, flucht, biographie, diktatur, südkorea

Meine Flucht aus Nordkorea

Yeonmi Park , pociao , Sabine Herting , Jörn Ingwersen
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 21.11.2016
ISBN 9783442159130
Genre: Biografien

Rezension:

Schon der Titel verrät worum es geht, und das dieses Buch keine leichte Kost werden wird. Yeonmi wurde in Nordkorea geboren und hat am eigenen Leib erfahren, was es heißt, auf sich selbst gestellt zu sein. In ihrer Autobiografie berichtet sie uns von ihrem Weg heraus aus Nordkorea in das Hoffnungsland Südkorea, um endlich frei sein zu können.
Mit einer fast nüchternen Sprache nimmt uns Yeonmi mit und zeigt uns, wie grauenvoll das Leben in Nordkorea ist. Man muss sich dabei immer vor Augen halten, dass diese junge Frau nicht etwas 70 oder 80 Jahre alt ist, sondern ihre Geschichte ist Brandaktuell. Was sie uns mutig  und ehrlich schildert passiert tatsächlich zur Zeit in Nordkorea, um so grausamer und schockierender wirkt ihre Geschichte auf mich. 
Das Buch ist in drei Teile untergliedert, die sich nach den verschiedenen Stationen von Yeonmi auf ihrer Flucht richten. Zunächst wird ihr Leben in Nordkorea beschrieben, besonders schmerzvoll fand ich hier, dass sie teilweise mit ihrer Schwester wochenlang alleine war, in einem kalten Haus, ohne Essen. Als ihr dann endlich die Flucht nach China gelingt beginnt der zweite Abschnitt des Buches, doch leider bietet auch China keinerlei Hilfe für sie. Habe ich schon bei den Beschreibungen und Erzählungen in Nordkorea "schlucken müssen", so war für mich die Behandlung der Flüchtlinge aus Nordkorea in China umso schrecklicher, wenn man bedenkt, was diese vorher durchgemacht haben. Und selbst als Yeonmi endlich Südkorea erreicht, die Staatsbürgerschaft erhält, und ihr Leben wirklich beginnen kann, geht es ihr immer noch schlecht. Denn selbst wenn sie frei ist, hat sie einfach kein Geld um sich einen gewissen Standard zu leisten, für sie bedeutet es erneut, arbeiten bis zum Umfallen, und das Beste aus sich zu machen.
Ich bewundere Yeonmi Park für ihre ehrlichen Worte in ihrer Autobiografie, sie ist stark und mutig. Ab und an wirkte das Buch unglaublich nüchtern und unnahbar im Schreibstil. Ich vermute aber, dass dies vor allem dadurch entsteht, dass Yeonmi schon selbst früh erkannt hat, dass sie genau das sein muss: unnahbar und verschlossen. Eine wirklich mutige Frau, die uns allen die Augen öffnet, und zeigt, dass wir viel glücklicher mit unserem Leben sein sollten, denn wir sind frei!

Im folgenden noch ein Video, welches der Goldmann Verlag als Trailer zur Verfügung stellt, und in dem sich die wohl bekannteste Rede von Yeonmi Park wiederfindet. 

Fazit: Jeder, wirklich jeder, sollte dieses Buch lesen, um zu verstehen, was es bedeutet, dass wir das Glück haben in unserem Land geboren und aufgewachsen zu sein. Wir sind frei, wenn wir geboren werden, wir dürfen uns frei entfalten, alles werden was wir möchten, und selbstbestimmen. Wir haben Essen, Trinken, Strom und fließendes Wasser. Sollte man jemals an den Punkt kommen, an dem man denkt: "Wieso ist die Welt so unfair zu mir?", dann denkt an die armen Kinder in Nordkorea, die so viel weniger von dieser Welt, von ihrem Leben, haben.

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627 Bibliotheken, 22 Leser, 1 Gruppe, 20 Rezensionen

schattenjäger, jace, clary, fantasy, dämonen

City of Heavenly Fire

Cassandra Clare , Franca Fritz , Heinrich Koop
Flexibler Einband: 896 Seiten
Erschienen bei Arena, 04.07.2016
ISBN 9783401505695
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich habe sehr lange gebraucht, oder auch gewartet, bis ich mich dem Abschlussband der Chroniken der Unterwelt-Reihe gewidmet habe. Lange habe ich gedacht, dass der Abschlussband meinen Anforderungen niemals entsprechen könnte, und dann wollte ich einfach nicht das letzte Stück der Reihe kennen, weil es dann vorbei wäre. Aber irgendwann muss man sich der "Angst" stellen, und ich muss gestehen, ich wurde nicht enttäuscht.
Das Setting und die Protagonisten sind bekannt, hier gab es kaum Neuigkeiten, was aber nicht stört, denn es ist toll in bekannte Welten abzutauchen. Cassandra Clare hat es aber auch geschafft, ihr Universum um ein paar neue interessante Plätze zu erweitern. In Sachen Charakterentwicklung gibt es auch noch einiges Potenzial welches die Autorin aufgreift. Manchesmal fand ich neue Züge an den Charakteren leicht überspitzt, aber insgesamt mochte ich sie.
Den wohl größten Schockmoment hat mir Simon verpasst, und wer den Band kennt wird mir zustimmen, denn durch seine Taten und seinen Willen hat er es geschafft, über die sechs Bände vom "Typen von nebenan" zum "Retter der Welt" zu werden, der uns dann das Herz bricht, und zwar auf die wohl rührendsten Art die es gibt. Hier hat mich Cassandra Clare nochmal komplett überrascht, und vor allem fand ich die Idee toll und sie stellte einen tollen Twist-Plot dar.
Obwohl auch dieser Band eine ordentliche Anzahl an Seiten hat, fliegen diese nur dahin. Man liest sich rasant durch die Geschichte und die Spannung steigt zunehmend bis zum wirklich gelungenen Finale. Es hat Spaß gemacht die Reihe zu lesen, dennoch bin ich nun traurig, dass sie vorbei ist. Zum Glück liefert uns Cassandra Clare neue spannende Romane.

Fazit: Ich möchte zu einem Abschlussband immer nur bedingt ein paar Aussagen treffen, viel mehr möchte ich jedem, der die Chroniken der Unterwelt noch nicht kennt, die gesamte Reihe ans Herz legen. Lasst euch von der möglichen Seitenzahl nicht abschrecken, denn die Geschichte rund um Clary, Jace und Simon ist einfach toll, spannend und romantisch.

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179 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 50 Rezensionen

hexen, magie, freundschaft, prophezeiung, liebe

Die Prophezeiung der Hawkweed

Irena Brignull , Sibylle Schmidt
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 16.03.2017
ISBN 9783737354240
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Eine Prophezeiung, zwei Mädchen und eine böswillige Hexe. Das ist der Stoff aus dem Irena Brignulls Buch gemacht ist, und der wie ich finde, eine sehr gute Grundlage bildet. Poppy und Ember wären wenige Sekunden nach ihrer Geburt durch einen Zauber vertauscht. Die Mädchen sind Außenseiterinnen und haben immer das Gefühl nicht dazu zugehören, bis sie sich eines Tages begegnen und ineinander die besten Freundinnen entdecken. Doch ihr Glück dauert nicht lange an, denn ein böses Omen liegt über dieser Freundschaft.

Ich muss wirklich gestehen, dass mich die Klappentext und die Idee total begeistert haben, mich aber ein paar Szenen bei der Umsetzung gestört haben. Zunächst lernen wir über einen kurze Vorgeschichte Raven kennen, sie ist diejenige die für den Austausch von Poppy und Ember verantwortlich ist. Denn sie fürchtet, dass ihre Tochter nicht die Hexenkönigin werden wird, wenn ihre Schwester ihr Mädchen zur Welt bringt. Die Prophezeiung der Hawkweed sagt nämlich voraus, dass eine der beiden Schwestern einmal die neue Hexenkönigin bekommen wird, und somit den Clan wieder zu neuer Macht verhilft. Nach dieser Einleitung wechseln wir in die Gegenwart und erleben wie Poppy und Ember in ihrem Umfeld, mit all ihren Höhen und Tiefen. Ich fand die Lebensgeschichten der Mädchen wirklich ergreifend, man merkt einfach, dass sie sich in ihrer Haut nicht wohlfühlen. Umso verwirrender fand ich, wie schnell die beiden Freundinnen werden, wie schnell sie zu dem jeweils Anderen Vertrauen aufbauen.

Der Verlauf ist fast durchgängig spannend, mit einem Wechsel zwischen der Geschichte zur Prophezeiung und einer Liebesgeschichte. Denn in Poppys Leben tritt auf einmal Leo, ein Straßenjunge der ihr total den Kopf verdreht. Zwar mag ich die Dynamik die Leo in die Geschichte bringt, allerdings hätte ich mir gewünscht, dass er eine wichtigere Rolle spielt, als nur den Jungen der die Mädchen verzaubert. Zwar bekommen die Frauen in "Die Prophezeiung der Hawkweed" dadurch eine hohe Machtstellung, aber irgendwie hätte ich mir doch mehr erhofft von Leos Rolle.

Die Geschichte rund um die Prophezeiung fand ich ganz spannend gestaltet. Die Lebensweise, die Brutalität und Geschichte der Hexen war wirklich gut beschrieben, vor allem die schonungslosen Ansichten zu den Unwerten, also den nicht-magischen Menschen, waren schockierenden interessant. Zum Ende spitzt sich der Konflikt rund um die Hexenkönigin zu, und man wollte auf den letzten Seiten das Buch nicht weglegen.


Fazit:
Die Idee von "Die Prophezeiung der Hawkweed" fand ich grandios, allerdings hat mir die Umsetzung nur teilweise gefallen. Die Geschichte zur Hawkweed-Prophezeiung war auch gelungen und spannend, leider muss sich gestehen, dass mir die Freundschaft zwischen Ember und Poppy zu schnell kam, und zudem die Liebesgeschichte zu wenig Verbindung zu Hauptgeschichte hatte.

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

toris, pferde, schule, lustig, milchmann

Ein Pferd namens Milchmann

Hilke Rosenboom
Flexibler Einband: 137 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 17.02.2012
ISBN 9783551310972
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Ich plädiere dafür, dass jeder Erwachsene wenigstens einmal im Monat ein Kinderbuch liest, um daran erinnert zu werden, wie es ist die Welt mit Kinderaugen zu sehen. Besonders dafür geeignet ist das Buch "Ein Pferd namens Milchmann". Es zeigt auf ganz eigenen Art und Weise, das Kinder die Welt oftmals einfacher und schöner begreifen als Erwachsene.
Worum gehts? An einem ganz normalen Morgen kann Herman seinen Augen nicht trauen. Auf der Terrasse steht ein Pferd, ein echtes, lebendiges Pferd. Und plötzlich sind Fieber und Angst vor dem Diktat vergessen, denn so ein Pferd taucht ja nicht plötzlich aus dem Nichts auf oder? Herman versucht nun hinter das Rätsel zu gelangen, woher Milchmann, so hat er das Pferd getauft, gekommen ist, und wie er ihn retten kann. Dabei stehen ihm viele skurrile Situationen bevor, egal ob mit der neugierigen Nachbarin, dem Yogateppich seiner Mutter und dem grimmigen Mathelehrer. Ständig ist Herman darum bemüht Milchmann zu retten und ihm nur das Beste zukommen zu lassen. 
Mit viel Fantasie und der richtigen Brise an Kinderwitzen, schreibt Hilke Rosenboom "Ein Pferd namens Milchmann", und trifft damit genau meinen Geschmack für ein Kinderbuch. Direkt mit Milchmanns erstem Auftritt fragt sich sowohl der Leser als auch Herman woher denn nur dieses Pferd kommt, und was man damit nun machen soll. Als dann auch noch Verbrecher auftauchen ist der Spannungsbogen komplett und man bangt und zittert, und hofft auf ein gutes Ende.

Einen großen Pluspunkt bekommt das Taschenbuch von mir wegen der tollen Illustrationen im Buch, und dem wohl, unbewusst witzigsten, besten Freund seit langem in einer Geschichte: Babir. Immer was zu Essen dabei, stets Fragen im Kopf, aber leider kaum passende Antworten, dennoch steht er Herman zur Seite, und kaut dabei leise vor sich. Ich muss gestehen, dass mich das Dreiergespann aus Milchmann, Herman und Babir immer wieder hat schmunzeln lassen beim Lesen!


Fazit:
Für Kinder ab 8 Jahren, so die Empfehlung vom Verlag, ist dieses Buch auf jeden Fall ein kleines Lesevergnügen. Mit der richtigen Mischung aus Spannung, Humor und Ernsthaftigkeit schafft es Hilke Rosenboom die kleinen und großen Leser zu begeistern.

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220 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 31 Rezensionen

rhiannon thomas, märchenadaption, dornröschen, hundertjähriger schlaf, fluch

Ewig - Wenn Liebe erwacht

Rhiannon Thomas , Michaela Kolodziejcok
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 23.02.2017
ISBN 9783737354691
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Was passiert eigentlich wenn die schlafende Prinzessin erwacht? Der Prinz steht vor ihr, und dann? Genau dieser Frage widmet sich Rhiannon Thomas und erzählt Auroras Geschichte weiter, genau an der Stelle, wo doch sonst das wunderbare Märchen aufhört. Dabei widmet sich die Autorin der Frage, was denn eigentlich passiert, wenn die Prinzessin den Prinzen eigentlich gar nicht will.
Unsere Ich-Erzählerin und Protagonistin Aurora ist geschockt, denn sie erwacht und alles ist anders. Es sind hundert Jahre vergangen, ihre Eltern sind tot, und sie vollkommen allein. Orientierungslos steht sie da und soll nun diesem Prinz Rodric vertrauen, der angeblich ihre wahre Liebe ist, schließlich hat sein Kuss sie geweckt. Doch Aurora legt von Beginn an eine rebellische Ader an den Tag, und entscheidet sichdafür ihren eigenen Kopf einzusetzen. Diesen Zug mochte ich an Aurora sehr, auch wenn sie sich dadurch oftmals sich und Andere in Schwierigkeiten bringt, macht sie diese Eigenschaft real und nah. Jeden Schritt den sie ging und jede Frage die sie sich fragt, habe ich nachvollziehen können.
Neben Aurora wird die Geschichte durch die anderen Charakter gefüllt, besonders Rodric und seine Schwester Isabelle konnten mich begeistern. Allerdings fand ich es schade, dass die böse Fee Celestine bisher so wenig Spielraum bekommen hat, hier hoffe ich auf den zweiten Band der Dilogie. Der Zwist zwischen dem König und den Rebellen, die es in jedem guten Königreich gibt, stellte hier den spannenden Teil der Geschichte dar. Die Dynamik entsteht vor allem dadurch, dass er herzlos erscheint und somit den Antagonisten für die Geschichte darstellt. 
Ich finde die Idee von Rhiannon Thomas absolut gelungen und schön umgesetzt. Ich mochte die Charakterzüge der Darsteller in der Geschichte, und vor allem Aurora war mir sofort sympathisch. Die Geschichte liest sich flüssig und leicht, lediglich einmal hatte ich das Gefühl, dass die Geschichte nicht vorwärts geht, aber bereits nach wenigen Seiten gab es die entscheidenden, spannenden Züge. Ich freue mich schon auf den Abschluss der Dilogie.

Fazit:
Wer sich schon immer gefragt hat, wie es mit Aurora nach dem Kuss der wahren Liebe weite geht, der sollte unbedingt zu "Ewig: Wenn die Liebe erwacht" greifen. Allerdings darf keine pure Romantik erwartet werden, stattdessen begegnet die Autorin uns mit feminsitischen Zügen und kann damit den Leser überzeugen. Schade fand ich, dass Celestine bisher weniger Präsenz hatte, aber ich hoffe, dass sich das mit dem zweiten Band noch ändert.

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1.421 Bibliotheken, 43 Leser, 2 Gruppen, 259 Rezensionen

dystopie, flawed, cecelia ahern, jugendbuch, fehlerhaft

Flawed – Wie perfekt willst du sein?

Cecelia Ahern , Anna Julia Strüh , Christine Strüh
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 29.09.2016
ISBN 9783841422354
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Wie sieht unsere zukünftige Welt aus? Was ändert sich, und was behalten wir bei? Genau solchen Fragen stellen sich Autoren, die eine Dystopie schreiben. Cecelia Ahern kennen wir eigentlich aus dem Bereich der Romane mit starkem Frauen und Irland Bezug. In ihrer ersten All-Age-Dystopie entführt sie uns in eine mögliche Zukunft die erschreckend ist. Gelungen ist ihr dieser Wechsel auf jeden Fall, auch wenn ich ein paar Dinge zu bemängeln habe.
Fangen wir aber ganz vorne an, das Cover ist an das englische Cover angelehnt, wobei ich sagen muss, dass mir der Bezug zur Geschichte irgendwie gefehlt hat. In der englischen Version ist dieser durch umkreiste F mehr vorhanden, aber ein Cover ist kein Grund ein Buch nicht zu lesen. Zwischen den Buchdeckeln erwartet uns eine Ich-Erzählung der Protagonistin Celestine die in einer Art Vorort wohnt und ein unbeschwertes Leben führt. Sie ist klug, beliebt und mit dem Schwarm der Schule zusammen. Ihre Familie ist glücklich, alles scheint perfekt, bis zu dem Tag als die Sirene ertönt.
Die Sirene verkündet die Whistleblower, jene "Schutzpolizei" der Gilde, die die Fehlhaften der Gesellschaft abholt und vor das Gericht stellt. Die Fehlerhaften sind keine Verbrecher, dass wird oft genug betont, sie haben sich lediglich etwas zu schulden kommen lassen, was der Gesellschaft, also der Gilde, nicht passt. Wird man vor dem Gericht der Gilde als schuldig gesprochen erhält man entsprechend dem fehlerhaften Verhalten eine Brandmarkung in Form eines umkreisten Fs. Wo diese Brandmarkung gesetzt wird hängt von dem vorgeworfenem Verhalten ab, welches man begangen hat, so ist z.B. eine Brandmarkung auf der Zunge dann notwendig, wenn man gelogen hat. Unabhängig von der Gilde funktioniert die Gesellschaft in der Celestine lebt genau wie unsere, nur die Fehlahften werden als Menschen zweiter Klasse behandelt.
Es ist klar, was passieren wird, Celestine begeht eine fehlerhafte Tat, die in den Augen von ihr, und auch vom Leser nicht als fehlerhaft angesehen wird. Es kommt zum Prozess und sie erhält ihre Brandmarkung, und danach dreht sich ihr komplettes Leben um. Die Geschichte von "Flawed" erzählt nun, wie Celestine mit diesem Leben zurecht kommt, und wie sich langsam eine Art Rebellion gegen das System der Gilde bildet. Ich muss gestehen, dass ich manche Handlungen und Gefühlsregungen von Celestine nicht nachvollziehen kann, denn einerseits wird sie stets als klug und smart dargestellt, andererseits reagiert sie dann aber absolut unpassend dafür. Dennoch liefert Cecelia Ahern hier einen spannend und interessanten Dilogie-Auftakt, der den Leser fesselt und eine neue interessante dystopische Welt zeichnet.

Fazit: Mit "Flawed" zeigt Cecelia Ahern, dass sie fernab von Belletristik auch Dystopien schreiben und erschaffen kann, die spannend und interessant sind. Die Entwicklungen in der Geschichte waren nachvollziehbar, die Protagonistin angenehm und das Setting mal was anderes. Ein paar Mängel sehe ich bei manchen Entscheidungen von Celestine, dennoch werde ich auch den zweiten Band der Dilogie verschlingen, dafür ist die Spannung einfach zu groß.

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3 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

freundschaft, mädche, wildpferd

Ponyherz 1: Anni findet ein Pony

Usch Luhn , Franziska Harvey
Flexibler Einband: 128 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 12.01.2016
ISBN 9783551314505
Genre: Kinderbuch

Rezension:

"Ponyherz - Anni findet ein Pony" ist der Auftakt zur wunderbaren Reihe von Usch Luhn bei Carlsen. Ich muss gestehen, dass ich etwas weniger Pferdevernarrt bin als Anni in Ponyherz, dennoch konnte mich Ponyherz begeistern, vor allem durch seine wunderschöne Geschichte. Es ist denke ich klar, dass sich dieses Buch besonders an die jungen Leser richtet.
Anni wünscht sich ein Pony, so wie sicherlich viele junge Mädchen in ihrem Alter. Nach einem Umzug aufs Land muss sie ganz von vorne anfangen, was an sich kein Problem wäre, wenn nicht die fiesen Mädchen die es scheinbar auf sie abgesehen haben. Doch zum Glück gibt es auch ein paar Lichtblicke. Wie ihre Meerschweinchen, die wirklich putzig sind oder auch Lorenz, dessen Großvater der ortsansässige Reiterhof gehört. Und natürlich Annis große Leidenschaft: das Zeichnen. Heimlich zeichnet sich ihre eigene Geschichte zu Ponyherz, dem Pony dass sie so gern hätte.
Ich fand die Kombination aus realistischen und zauberhaften Elementen wirklich gelungen, als dann nämlich das gezeichnete Pony Ponyherz tatsächlich auftaucht schlägt das Herz von Anni deutlich höher. Auch die Zeichnungen zwischen durch, die die Geschichte aufgelockert haben, waren gelungen und angenehm. Ich denke vor allem junge Leser werden sich bei dieser Geschichte sehr aufgehoben fühlen. Neben der Hauptgeschichte werden nämlich auch wichtige und interessante Fragen zum Leben mit dem Pferd gestellt und auch beantwortet.
Ich denke die Reihe zu Ponyherz liefert genügend interessante und spannende Themen für junge Leser und junge Leserinnen. Durch die leichte Wortwahl und die zielgerichtete Storyline kommt man auch sehr gut vorwärts und das Lesen fällt leicht.

Fazit: Ein toller Auftakt zur Reihe rund um "Ponyherz", die mich als junge Leserin auf jeden Fall packen könnte. Annis Einstellung zu Ponys und zur Lebenssituation sind positiv und motivieren den Leser an der Geschichte dran zu bleiben und Anni begleiten zu wollen. Ihre selbsterfundene Geschichte zu ihrem Comic "Ponyherz" ist dann noch ein echtes kleines Highlight innerhalb des Buches. Für junge Leser genau das richtige!

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