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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Trau dich, Koalabär

Rachel Bright , Pia Jüngert , Jim Field
Fester Einband: 32 Seiten
Erschienen bei Magellan, 18.01.2017
ISBN 9783734820281
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Mit "Trau Dich Koalabär" kommt das zweite Kinderbuch von Rachel Bright und Jim Field im Magellan-Verlag, und es ist mindestens genau so süß. Die Grundidee ist leicht erzählt, es geht um Kimi, ein Koalabär der zu viel Angst hat um seinen Baum zu verlassen. Er lebt dort aber auch ziemlich gemütlich, hat alles nah bei der Hand und braucht gar nicht auf den Boden zu kommen, vor dem er so viel Angst hat. Natürlich kommt dann alles anders als gedacht und Kimi muss sich seiner Angst stellen.
Das Buch liegt wirklich gut in den Händen, es ist groß genug damit sowohl Kind als auch Vorleser das Vergnügen haben der Geschichte zu folgen. Die unterschiedlichen Perspektiven und Bildaufteilungen stellen einen gelungen Grafikakzent dar, der Spaß macht und jede Seite in einen neuen Licht darstellt. Vor allem die Zeichnungen und die Tiere waren wirklich wunderbar illustriert und kamen sofort bei meinem Neffen sehr gut an. Auch ich habe mich direkt in Kimi verliebt und war verzaubert.

Die Versform im Buch macht das Vorlesen zu einem wirklichen Highlight, und durch Lautmalerei auch zu einem lustigen Erlebnis. Die Moral am Ende, sich zu trauen und festzustellen, dass man eben doch kann, ist toll dargestellt, und Kimi übermittelt die Botschaft auf eine zuckersüße Art. Wie schon angesprochen ist durch die Versform und die einfache Wortwahl das Buch sicherlich nicht nur zum Vorlesen, sondern auch zum ersten Lesen, sehr gut geeignet.

Fazit:
Ich hatte mit Kimi dem Koalabär sehr viel Spaß, und das Buch wird sicherlich auch meinen Neffen in den nächsten Jahren beim erneuten Vorlesen ein Lächeln auf die Lippen zaubern. Die Farben und Zeichnungen sind Naturnah, aber dennoch verspielt. Die Versform ist gut gelungen und die Moral am Ende ist für Groß und Klein verständlich.

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64 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 12 Rezensionen

missbrauch, pädophilie, biografie, biographie, familie

Tiger, Tiger

Margaux Fragoso , Andrea Fischer
Fester Einband: 463 Seiten
Erschienen bei Frankfurter Verlagsanstalt, 07.03.2011
ISBN 9783627001728
Genre: Biografien

Rezension:

"Tiger, Tiger" ist ein Buch, für das man ein gutes Nervenkostüm braucht, denn es handelt sich dabei um einen autobiografischen Roman, und Margaux Fragosos Leben ist nicht voll von Blumen und schönen Erinnerungen. Bereits im Vorwort erfahren wir, wohin sich die Geschichte entwickeln wird, dennoch beobachtet man als Leser schockiert und entsetzt die Lebenstationen von Margaux und vor allem ihr wirklich krankhaftes Verhältnis zu Peter. 
Am Anfang werden wir in die Lebensverhältnisse von Margaux eingeführt. Sie wohnt als Einzelkind zusammen mit ihrer depressiven Mutter und ihrem arbeitswütigem Vater zusammen. Schon allein dieses Familienbild hat auf mich keinen guten Eindruck gemacht, Margaux wird dort schon als Kind viel zu viel Druck ausgesetzt, sie ist ein Tauseil zwischen ihren beiden Elternteilen und leidet darunter. Da sie aber nun mal ein Kind ist, kann sie damit nicht wirklich umgehen, und genau an dieser Stelle, als man das Gefühl hat, sie ist verlassen und allein, tritt Peter in ihr Leben. 
Und Peter ist der wohl fragwürdigste Charakter, denn ich seit langem in einem Buch erlebt habe, denn Peter ist Mitte fünfzig und hat pädophile Neigungen. Zwar wissen wir davon bereits durch das Vorwort, dennoch hatte ich beim Lesen oft schreckliche Bilder im Kopf, bei denen man auch einfach mal das Buch weg legen muss. Wie schon erwähnt ist dieses Buch, vor allem durch die Beziehung von Peter und Margaux wirklich nichts für schwache Nerven, man muss einfach mit allem rechnen.
Unabhängig davon, wie schlimm die Geschehnisse sind, hat Margaux Fragoso mit ihrem Buch "Tiger, Tiger" eine Autobiografie niedergeschrieben, die skandalös ist, aber auch die Augen öffnet. Sie hat so viel schreckliches erlebt und durchgemacht, und dennoch sind ihre Gefühle nicht immer logisch oder rational. Sie schafft es, sowohl ihre Gefühle zu beschrieben , die Taten nochmal zu durchleben, und dennoch auf eine verquere Art Sympathie für den Mann zu schaffen, der sie als Kind vergewaltigt hat. In dem sie diesen Schritt geht, und offen über ihre Gefühle, ihre Liebe und Verbindung redet, wird klar, dass eine solche pädophile Neigung vielschichtiger ist als man es sich als Außenstehender vorstellen kann.
Ich möchte an diesem Punkt dennoch darauf hinweisen, dass dieses Buch keine Befürwortung solcher Neigungen darstellt, in ihrem Nachwort distanziert sich die Autorin auch klar davon, und macht deutlich, dass das Rechtssystem viel eher reagieren und arbeiten muss, um die jungen Leben zu schützen, und den Kindern ein sicheres Umfeld zu geben.
Fazit: Margauxs Worte sind ergreifend, erschüttern und schockierende, aber auch ehrlich und aufrichtig. Obwohl mich viele Szenen und Ereignisse im Buch regelrecht angeekelt und entsetzt haben, ist es eine Autobiografie die wichtig ist, um zu verstehen. Auf ihre Art und Weise ist Margaux eine moderne Lolita, die nun auch endlich zu Wort kommen darf, um aufzuzeigen, wie Schmal der Grad zwischen Liebe und Hass wirklich ist. Eine Autobiografie, die lange im Gedächtnis bleibt und zum Nachdenken anregt.

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15 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

familie, jugendbuch, leben, sterben

Pusteblumentage

Rebecca Westcott , Barbara Lehnerer
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 10.02.2017
ISBN 9783423761659
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mit "Pusteblumentage" hat mich Rebecca Westcott absolut überrascht, niemals hätte ich damit gerechnet, dass mich die Geschichte so sehr begeistern könnte. Die Geschichte, erzählt von Liv in der Ich-Perspektive, beginnt bei einem "Davor"-Moment, bei dem wir noch nicht wissen, was es ist. Liv ist 12, bald 13, und macht gerade die bekanntlich schwierige Phase durch. Sie merkt, dass sich die Menschen um sie herum verändern, und auch sie selbst möchte gern erwachsen werden. Da kommt plötzlich ihre Mutter auf die Idee, ihr einen BH zu kaufen. Dabei fühlt sich Liv dazu noch nicht bereit, doch irgendwie scheint es ihrer Mutter total wichtig zu sein, dieses Erlebnis mitzumachen. Schnell wird Liv klar, dass irgendwas nicht stimmt, doch mit dem was dann passiert kann sie einfach nicht umgehen.
Schon am Anfang ist relativ deutlich, wohin sich die Geschichte entwickelt, dennoch hofft man auf eine Wendung. Mit dieser traurigen Stimmung muss Liv versuchen umzugehen, und ich muss gestehen, Rebecca Westcott hat hier ein wirklich Händchen dafür bewiesen, die Gedanken und Gefühle einer 13-Jährigen zu verarbeiten. Ganz oft möchte man beim Lesen Liv packen und schütteln, weil sie eben typisch Teenager zu erst an sich denkt, bevor sie ihre Umwelt begreift. Trotz allem ist Liv ein Gefühlsmensch, der mit einer schrecklichen Nachricht umgehen muss, und genau deshalb schafft sie es in das Herz der Leser.
Wie bei allen Büchern, bei denen klar ist, wie sie enden werden, interessiert uns als Leser vor allem der Weg dorthin, sowie die Dynamik, die in der Geschichte mitwirkt. Und hier schafft es die Autorin mich als Leserin zu überraschen und eben auch zu rühren mit den Gedanken von Liv. Unabhängig von den Momenten mit ihrer Mutter, muss Liv auch ihren großen Bruder beaufsichtigen, der durch eine psychische Störung mehr Aufmerksamkeit bedarf. Auch hier fand ich Liv wieder sehr realistisch dargestellt, ihre wechselten Gefühle sind authentisch und entsprechend eines jungen Mädchens.
Abschließend sei noch erwähnt, dass der Schreibstil und die Übersetzung wirklich gelungen sind, und eben entsprechend für ein Jugendbuch. Und auch für den "erwachsenen Leser" hat dieses Buch einige interessante Facetten. Vor allem die Ansichten der Eltern, und ins Besondere der Mutter, lassen uns schmunzeln, denn ja, genau so denkt man, wenn man aus dem Teenager-Alter raus ist über diese Zeit.

Fazit: Mit "Pusteblumentage" liefert uns Rebecca Westcott eine unterhaltsame und nachdenkliche Geschichte über das Leben und die Schicksale die uns treffen können. Uns begleitet beim Lesen eine authentische Protagonistin, die uns an uns selbst erinnert als wir jung waren, damit hat "Pusteblumentage" nicht nur für junge Leser einen gewissen Reiz.

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40 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

liebe, affäre, contemporary, freundschaft, amerika

Liebe ist wie Drachensteigen

Ashley Herring Blake , Birgit Salzmann
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Magellan, 18.01.2017
ISBN 9783734850240
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Seit gefühlt 5 Minuten versuche ich in Worte zu fassen, wie mir dieses Buch gefallen hat. Es fällt mir schwer, nicht etwa weil das Buch schlecht war, es war grandios, sondern eher, weil ich die Gefühle die ich beim Lesen hatte, nur schwer in Worte fassen kann. 
Das liegt vor allem an unserer weiblichen Protagonistin Hadley, die mich durch ihren Charakter und ihre Gedanken sehr berührt hat. Sie ist Einzelkind und lebt mit ihren Eltern zusammen, und bis zum letzten April war ihre Welt auch noch vollkommen in Ordnung. Doch dann platzt die Bombe, und sie muss feststellen, dass vor allem ihre Vater sie hintergenagen und ihre Familie kaputt gemacht hat. Mit ihren 17 Jahren muss sie nun versuchen alleine klar zu kommen, denn ihrem Vater kann und will sie nicht mehr trauen, und ihre Mutter lebt nur noch für die Arbeit. Es tat mir beim Lesen so weh, zu erleben, wie Hadley sich selbst Stück für Stück aufgibt und verliert. Nur ihre beste Freundin Kat ist ihr geblieben und versucht eine Stütze zu sein.
Unser männliche Protagonist Sam ist mehr gefühlsbetont, auch wenn er es selbst abstreiten würde. Auch in seiner Familie ist nichts mehr wie es vorher war, doch im Gegensatz zu  Hadley, hat er eine kleine Schwester, für die er die Fassade aufrecht erhält und alles macht. Der Vater hat sie im vergangenen Jahr verlassen, und seiner Mutter traut er, seit ihrer Affäre die die Familie zerstört hat, nicht mehr. Dank eines Schulprojekts muss er mit Hadley zusammen arbeiten, und es scheint als hätten zwei Seelen sich gefunden, die einfach zusammen gehören. Doch leider kommt es meist anders als man denkt und eine riesige Lüge steht zwischen ihnen, und nur Sam kann Klarheit schaffen.
Die Dynamik innerhalb der Geschichte liegt vor allem darin, dass Sam mehr weiß als Hadley. Er redet aber nicht mit Hadley darüber, sondern frisst es in sich hinein, während die Gefühle füreinander immer größer werden. Gebündelt mit der freundschaftlichen Geschichte zwischen Hadley und Sams Schwester Livy gewinnt das gesamte Gerüst aus Gefühlen und Lügen immer mehr an Bedeutung, und man wartet als Leser regelrecht darauf, dass die Bombe platzt. Gleichzeitig wünscht man sich aber so sehr, dass alles gut ausgeht, denn niemand der Protagonisten hat es verdient verletzt zu werden. Ich habe auf jeder Seite mitgebangt, und gehofft, und am Ende, bei einer wirklich schmerzlichen Szene, als Hadley bewusst wird, wie alles zusammenhängt die ein oder andere Träne vergossen.
Die Geschichte wird, wie ihr vielleicht schon ahnen könnt, aus zwei Sichten erzählt. Ich mag solche Perspektivewechsel in Contemporary-Romane immer sehr, weil dadurch der Leser einen breiteren Blick bekommt, und man mit den Protagonisten noch mehr mitfiebert, denn man kennt die gesamte Wahrheit. Zudem ist der Schreibstil, und natürlich die Übersetzung, wirklich sehr angenehm, und die Sprache entsprechend für ein Jugendbuch. Es wird nichts übertrieben, aber auch nichts beschönt, man hat beim Lesen immer das Gefühl, es wurde tatsächlich die Sicht einer 17-Jährigen eingenommen. Das Ende war dann tatsächlich auch realistisch, und hat mich nochmal sehr berührt. Ich bin persönlich ein richtiger Fan der Geschichte geworden, und wie bei jedem guten Buch, dass mich bezaubern kann, frage ich mich, was wohl nach dem letzten Satz im Buch mit den Charaktern passiert.

Fazit: Haltet die Taschentücher bereit, dieses Buch hat selbst mich zu Tränen gerührt. Die Geschichte von Sam und Hadley ist voll von Gefühlen, Worten und Lügen. Mit jeder Seite wächst die Spannung, und man ist gefesselt bis zum letzten Wort. Von mir gibt es nicht nur eine Leseempfehlung, sondern auch den Stempel "Lieblingsbuch".

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18 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

mittelerde

Die Abenteuer des Tom Bombadil

J. R. R. Tolkien , Ebba Margaretha von Freymann , Thelma von Freymann , Pauline Baynes
Fester Einband: 195 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 23.04.2016
ISBN 9783608960914
Genre: Fantasy

Rezension:

Wer mich kennt weiß, das sich ein Fan von "Der Herr der Ringe" bin. Ich nenne auch einen etwas älteren Schuber meiner eigen und habe sie alle gelesen. Die Welt, die J.R.R. Tolkien für uns geschaffen hat ist einfach grandios, und auf seine ganz eigene Art ein wahrer Schatz. Das J.R.R. Tolkien auch ein wunderbarer Lyriker war, wissen alle die die Filme und Bücher gesehen bzw. Gelesen haben. Und genau mit solchen Versen arbeitet er auch in "Die Abenteuer des Tom Bombadil", einer Sammlung von Erzählungen zu Tom Bombadil, aber auch anderen Gestalten und Wesen aus dem Tolkien.Universum. In dieser Ausgabe findet man sowohl die deutsche Übersetzung, als auch die englischen Texte von J.R.R. Tolkien, was finde ich ein riesiger Pluspunkt ist.
Insgesamt erwarten den Leser 16 Gedichte, wobei die Länge stark variiert. Die ersten beiden längeren Gedichte handeln von Tom Bombadil, der auch auf dem Cover abgebildet ist und bereits in "Der Herr der Ringe" benannt wurde. Natürlich möchte ich euch jetzt nicht jedes der 16 Gedichte genauer erläutern, denn es gibt so vieles was der Leser selber entdecken muss. Dennoch möchte ich gern drei Gedichte nennen, die ich besonders schön fand, fernab von der Geschichte zu Tom Bombadil.

Das erste Gedicht wäre da "Irrfahrt", welches durch seine Mischung aus Witzigkeit und versteckten Ernst mir im Gedächtnis geblieben ist. Es geht dabei um einen Fahrenmann, der zur See fährt und eine Frau finden will. Dabei erlebt er so manches Abenteuer und witzigen Moment, und als er dann zur Ruhe kommen will erkennt er, dass die See ihm mehr gibt als die Erinnerung.  Ebenfalls erwähnen möchte ich "Olifant", ein Gedicht, was die meines Erachtens imposantesten Tiere im Tolkien-Universum beschreibt. Die Tatsache, dass es über diese Tiere ein Gedicht gibt, zeigt, dass auch die Bewohner des Tolkien-Universums von diesen beeindruckt sind, und sie vor allem Respekt haben. Und zum Schluss möchte ich noch "Katze" besonders erwähnen, vor allem deshalb, weil es um eine dicke, gemütliche Katze geht, die das Jagen als Hauskatze nicht mehr nötig hat. Sie vergisst aber nie, dass sie ein Löwe war und auch sein kann, selbst wenn sie jetzt fett ist. Die Moral dahinter ist zwar versteckt aber klar, und ich mag sie.
Insgesamt musste ich feststellen, dass sowohl die englischen Originaltexte, als auch die deutschen Übersetzungen gelungen und unterhaltsam sind. Ich habe mir Tag für Tag ein Gedicht vorgenommen und bin immer wieder gut unterhalten wurden. Sowohl für Fans des Tolkien-Universums, als auch für Lyrik-Liebhaber ist diese Gedichtsammlung genau das richtige.

Fazit: Ein Buch, dass durch seine Vielfalt an Geschichten und tollen Illustrationen besticht und ein wirkliches Schmuckstück ist. Um die Gedichte wirklich zu genießen lohnt es sich, lieber täglich ein Lesehäppchen zu nehmen, statt alle auf einmal. Für mich ist der kleine Gedichtband auf jeden Fall etwas ganz besonderes.

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63 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

horror, stigmata, beatrix gurian

Stigmata

Beatrix Gurian , Erol Gurian
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Arena, 10.06.2016
ISBN 9783401508306
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Für Emma bricht eine Welt zusammen. Ihre Mutter soll tot sein, der einzige Mensch, denn sie in ihrem Leben hatte. Und dabei hatte sie gar nicht die Gelegenheit ihr zu sagen, was sie ihr alles bedeutet. Als Emma noch tief in ihrer Trauer gefangen zu sein scheint, erreicht sie ein seltsames Paket. Die Freude über ein mögliches Fotoalbum erlischt, als sie erkennt, dass alle Fotos entfernt wurden, lediglich ein Hinweis auf ein Camp ist im Paket enthalten. Um an Antworten zu kommen, scheint es nur einen Weg zu geben.
Bei "Stigmata" handelt es sich um einen Jugendthriller, auf den ich wirklich schon gespannt war, zu mal er Jahre auf meinem SuB lag. Und ich muss gestehen, ich wurde nicht enttäuscht. Mit Emma haben wir eine Protagonistin, die gerade einen schweren Schlag erlitten hat, und nun hofft, dass sie ihren seelischen Schmerz bekämpfen kann. Emma wirkt dadurch sehr verbissen und schießt manchmal über das Ziel hinaus, aber in Anbetracht der Dinge die sie durchgemacht hat, waren ihre Reaktionen nachvollziehbar. Neben Emma haben wir noch die anderen Teilnehmer des Camps, die natürlich alle miteinander besonders auffällig und mysteriös wirken. Dieses teilweise übertriebene Herumgetruckse war aber manchmal etwas anstrengend, denn in einer Gruppe von mehr als 5 Leuten können nicht alle total verrückt sein.
Trotz der etwas überzogenen Darstellung der Protagonisten ist die Handlung wirklich spannend, vor allem die Fotos die die Story unterstreichen, waren teilweise wirklich schockierend und haben mich gruseln lassen. Und auch die Geschichte hatte den ein oder anderen Gruselmoment, bei dem auch ich das Buch zur Seite packen musste. Parallelzur Hauptgeschichte erfahren wir durch Rückblicke auch, was in der Vergangenheit passiert ist, was natürlich für zusätzlichen Rätselstoff zur Hauptstory gesorgt hat.
Insgesamt baut sich der Spannungsbogen ganz gut auf, und die Auflösung ist dann tatsächlich überraschend, was ich nicht gedacht hätte. Vor allem die letzten Seiten hatten es in sich, und auch hier hatte ich erneut Gänsehaut.

Fazit: Mit "Stigmata" habe ich einige aufregende Lesestunden gehabt, und auch Gänsehautmomente. Die Geschichte baut sich durch einen gelungenen Spannungsbogen auf und mündet dann in einem brisanten Finale. Leider konnten mich nicht alle Protagonisten überzeugen, und wirkten teilweise überzogen. Dennoch ist "Stigmata" für mich ein gelungener Jugendthriller.

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(28)

50 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 24 Rezensionen

zeitreise, banküberfall, zeitreisen, vivian vande velde, nie mehr zurück

Nie mehr zurück

Vivian Vande Velde , Regina Jooß
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.11.2016
ISBN 9783492704151
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Stell Dir vor, du hättest die Möglichkeit in der Zeit zurückzuspringen? Aber dabei gibt es ein paar Regeln. Es ist immer nur innerhalb einer Zeitspanne von 23 Minuten möglich in die Vergangenheit zu reisen, zudem kannst du nichts mitnehmen zu dem vorherigen Punkt, und maximal 10 Sprünge können gemacht werden, danach ist kein Sprung zurück möglich. Klingt verrückt? Für Zoe, 15 Jahre, ist das Realität, seit einem Ereignis in ihrer Kindheit hat sie die Möglichkeit diese Sprünge zu machen. Bisher hat Zoe die Sprünge nur für belanglose Situationen benutzt, aber als sie in einen Bankraub gerät, scheint jede Minute zu zählen.
Ich muss gestehen, dass ich die Idee total genial finde. Die begrenze Möglichkeit eines Zeitsprungs verbunden mit einem Zeitlimit finde ich ziemlich gut, und war gespannt, was die Autorin aus der Idee machen würde. Zunächst wäre das Zoe, unsere Hauptprotagonistin und Ich-Erzählerin. Sie hat eine wirklich schwierige und bewegenden Vergangenheit hinter sich, weshalb verständlich ist, dass sie misstrauisch und eigensinnig durchs Leben geht. Gerade die Tatsache, dass sie eben keine "perfekte" Person ist, hat sie in meinen Augen zunächst interessant gemacht. Schade war dann aber, dass sie viel zu schnell Gefühle für einen anderen Protagonisten entwickelte. Es wirkte überspielt und unbedacht, wenn man bedenkt, dass sie ihn vielleicht 4 Stunden kannte.

Die Story selbst ist schnell erklärt, Zoe möchte natürlich verhindern, dass Menschen beim Bankraub sterben. Wie schon gesagt ist die Idee wirklich gut, aber für mich kam nie das Thriller-Gefühl auf, was ich mir laut Genre-Zuweisung gewünscht hätte. Die verschiedenen Wege die Zoe probiert sind gut erklärt und auch teilweise überraschend, denn jedes Mal reagieren die Menschen anders. Doch für mich war mehr die Action im Vordergrund, als dass ein Psychothriller stattfindet. Dank des Schreibstils und der Übersetzung fliegen die Seiten dahin und auch wenn die Spannung sich nie völlig zuspitzt ist man mit "Nie mehr zurück" ganz gut unterhalten. Das Ende kam für mich weniger überraschend, ist aber im Kontext der Geschichte, ein gelungener Abschluss.

Fazit:
Mich konnte "Nie mehr zurück" nicht ganz überzeugen. Die Idee ist wirklich gut und interessant, aber leider war mir die Umsetzung zu unspannend. Hier hätte ich mir mehr Psychothriller und Spannung gewünscht, dafür weniger Gefühlschaos bei der Protagonistin.

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285 Bibliotheken, 17 Leser, 1 Gruppe, 52 Rezensionen

fantasy, ein meer aus tinte und gold, bücher, traci che, abenteuer

Das Buch von Kelanna 1: Ein Meer aus Tinte und Gold

Traci Chee , Sylke Hachmeister
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 25.11.2016
ISBN 9783551583529
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Sefia ist Waise, sie lebt mit ihrer Tane Nin zusammen, aber eiegnetlich sind sie immer in Bewegung. Mit kleinen kriminellen Tätigkeiten halten sich die beiden über Wasser und versuchen so wenig Aufmerksamkeit wie möglich zu erregen. Dennoch gelingt es "den Bösen" Nin zu entführen und Sefia kennt nur noch ein Ziel. Die seltsame Frau zu verfolgen, die ihren letzten Rest an Familie entführt hat, und sie zu töten.
Was mir am Anfang des Buches wirklich gut gefallen hat, ist die Tatsache, dass man einfach ins kalte Wasser geworfen wird. Ohne große Vorreden oder Erläuterungen startet es direkt mit der Geschichte, dadurch ist von Anfang an Spannung drin und man kennt schon das Ziel: Nin retten! Die Tatsache zu wissen, wohin Sefia will und was das Ziel ist, motiviert mich immer an einem Buch dran zu bleiben und längere Abschnitte zu lesen, denn man will unbedingt wissen, wie der Held/die Heldin dies bewerkstelligt.
Sefia ist als Protagonistin, und Heldin des Buches, auch unsere Erzählerin. Durch sie erfahren wir wie die Welt von Kelanna aussieht und aufgebaut ist. An dieser Stelle möchte ich auch kurz auf den einzig kleinen Störfaktor im Buch aufmerksam machen, nämlich das Fehlen einer Karte. Die Welt von Kelanna ist riesig, spektakulär und voll von Ländern, Meeren und Bergen, aber es gibt keine Übersichtskarte. Zum Glück wird man im Netz fündig, und offenbar wird die Karte im zweiten band nachgelegt, darauf freue ich mich schon.
 
Und ich muss auch das Design des Buches loben. Nicht nur, dass es von außen funkelt wie ein Diamant, sondern auch die Gestaltungen im Buch sind wirklich gelungen. Immer wieder fragt man sich beim Lesen, ob man denn nicht doch Sefias Buch in den Händen hält und bereits selbst in Kelanna ist.  
Wie schon erwähnt baut sich die Spannung direkt zu Beginn des Buches auf, und tatsächlich konnte Taci Chee diesen Spannungsbogen bis zum Schluss aufrecht erhalten. Und ich muss gestehen, dass Ende habe ich nicht kommen sehen, und es hat mich gnadenlos umgehauen. Die Fäden der Geschichte die am Ende zusammen laufen und ein komplettes Bild erscheinen lassen, wurden sehr gut gesponnen und in die Geschichte eingearbeitet. Ich bin auf jeden Fall auf den zweiten band gespannt, und hoffe, dass er nicht all zu lange auf sich warten lässt!

Fazit:
 "Ein Meer aus Tinte und Gold" ist ein High-Fantasy-Roman, der auf jeder Seite durchdacht und besonders wirkt. Ich habe mit Sefia und Archer mitgefiebert und immer wieder gehofft, dass sie ihr Ziel erreichen werden. Wer Fantasy-Bücher mag, wird "Ein Meer aus Tinte und Gold" lieben. Lediglich eine Karte über Kelanna fehlt noch, soll aber in der Fortsetzung dabei sein.

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373 Bibliotheken, 11 Leser, 1 Gruppe, 58 Rezensionen

newt scamander, harry potter, zauberer, phantastische tierwesen, phantastische tierwesen und wo sie zu finden sind

Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind: Das Originaldrehbuch

J.K. Rowling , Anja Hansen-Schmidt
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 14.01.2017
ISBN 9783551556943
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mit "Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind" entführt uns J.K. Rowling erneut in die Welt der Magie, Muggel und Mysterien. Es geht um Newt Scamander, ein bekannter Magizoologe, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, seltene und phantastische Tierwesen zu sammeln und zu schützen. Dafür reist er mit seinem wirklich magischen Koffer nach New York, denn dort erwartet ihn ein neues Abenteuer. Doch bereits wenige Schritte nach seiner Ankunft kommt alles ganz anders als gedacht. Dank des zuckersüßen Nifflers und seiner Gier nach allem was glitzert - die ich total nachvollziehen kann - kommt es zu einer Kette von Ereignissen, die nicht aufzuhalten ist. 
Ich hatte das Glück, den Film am Tag der Premiere schauen zu dürfen und war restlos begeistert davon. Das Setting, die Figuren und ihre Charakter und vor allem die Tierwesen haben mich total verzaubert. Theoretisch müsste man nun bis zum Blu-Ray-Start darauf warten erneut mit Newt und Jacob auf Reise zu gehen, doch dank dem Carlsen-Verlag gibt es eine viel schönere Möglichkeit: das Drehbuch zum Film. Ich muss gestehen, dass ich immer nur Stück für Stück die Szenen gelesen habe, damit ich noch länger die Ereignisse im Buch festhalten konnte.

Ich bin mir sicher, die Meinungen darüber, wie nützlich es ist das Drehbuch zum Film daheim zu haben, gehen auseinander, für mich persönlich ist es aber nochmal eine ganz andere Art des Lesens und Erlebens der Geschichte. Im Film entgehen uns oftmals Details, oder wir missverstehen ganz unabsichtlich Bewegung und Andeutung. Durch das Drehbuch, in Kombination mit dem Film, eröffnet sich die ganze Vielfalt der visuellen Verarbeitung, ich hatte wirklich so viel Spaß beim Lesen.
Besonders bemerkenswert sind die Charakter, auf ihre ganz eigenen Art schaffen sie es dem Leser sofort ans Herz zu wachsen. Ich persönlich habe vor allem eine Schwäche für Jacob gehabt, weil er einfach in vielen Punkten ist wie ich: tollpatschig, nach Süßigkeiten verrückt und total ahnungslos. Aber natürlich waren auch Newt, Tina und Queenie so wunderbare Protagonisten, und jeder von ihnen hat mich angesprochen.
Zum Schluss muss ich noch die wunderschöne Verarbeitung des Buches loben, nicht nur der Einband ist ein echter Hingucker, denn darunter befindet sich auf dem Buchdeckel der kleine Niffler und seine Goldstücke. Zwischen den Buchdeckeln wird es dann aber keineswegs langweilig, immer wieder entdeckt man beim Lesen und Durchblättern kleine Details mit Hinweisen zu den Tierwesen im Buch. 

Fazit:
Für Fans und Liebhaber der Reihe ist ganz klar, dass dieses Drehbuch ein Muss ist, es gibt so viel zu entdecken und zu lesen, was auf den ersten Blick im Film gar nicht auffällt. Die Protagonisten, das Setting und natürlich die Ereignisse im Buch verzaubern den Leser. J.K. Rowling schafft es erneut, die Magie in unsere Köpfe und Herzen zu bringen.

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49 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

wesley king, daniel is different, zwangsstörung, krankheit, ocdaniel

Daniel is different

Wesley King , Claudia Max
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Magellan, 18.01.2017
ISBN 9783734847103
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mit der Rezension zu  "Daniel is different" habe ich mir bewusst Zeit gelassen nach dem Lesen. Wesley King versucht durch die Augen eines Jungen uns zu zeigen, wie das Leben mit Angststörungen aussieht, und welchen Weg man damit bestreitet.
Daniel ist anders, er weiß das, aber für alle anderen ist er einfach nur der Außenseiter, der Glück hat, dass sein bester Kumpel Max zu ihm hält, obwohl er der berühmte Footballstar ist. Daniel spielt auch Football, oder ist zumindest in der Mannschaft, findet es aber viel interessanter, die Wasserbecher in einem korrekten Muster anzuordnen, als auf dem Spielfeld nachdem "Hut" los zu rennen. Das berührende an Dnaiel war für mich, dass er eigentlich tief in sich drin weis, dass irgendwas nicht stimmt, er aber dennoch probiert alles zu regeln und die Fassade aufrecht zu erhalten, obwohl er noch jung ist.
Ganz anders ist es mit Sara, die Einzelunterricht erhält und mit niemanden redet, daher auch ihr abwertender Spitzname Psycho-Sara. Doch an einem ganz gewöhnlichen Dienstag passiert etwas total ungewöhnliches, Sara spricht Daniel an. Sara war für mich eine ganz besondere Protagonistin, denn sie hat sich, im Gegensatz zu Daniel, bereits damit abgefunden, dass sie "anders" ist. Sie lebt theoretisch mit sich im Einklang, schließt aber fast alle Menschen aus, außer Daniel. Ich mochte Sara und ihre bedinungslose Freundschaft zu Daniel.
Sobald Daniel mit Sara unterwegs ist blüht er auf, er ist einfach viel mehr er selbst und versteckt sich. Ich mochte die beiden als Freunde und auch der "Kriminalfall" hat einiges an Spannung gebracht. Im Verlauf der Geschichte war für mich auch erkennbar, dass Daniel eine Entwicklung durch macht, zwar nur in kleinen Schritten, aber er versucht es. Besonders interessant fand ich, dass Wesley King selbst eine psyschiche Störung als Kind hatte. Seine Erfahrungen und Erlebnisse hat er in "Daniel is different" verarbeitet.

Fazit: Eine rührende und interessante Geschichte, die auf einfache Weise zeigt, wie das Leben eines Kindes mit Angststörungen aussieht. Daniel war für mich ein besonderer Protagonist, der durch seine ganz eigene Art den Leser überzeugt. Der Schreibstil und die Übersetzung sind gelungen und das Buch lässt sich flüssig und leicht lesen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

jiro taniguchi, japan, landleben in japan, japanische kultur, japanische geschichte

Ihr Name war Tomoji

Jiro Taniguchi
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 26.04.2016
ISBN 9783551761040
Genre: Comics

Rezension:

Wie ich vergangenen Jahr schon gelernt habe, werden Graphic Novels oft genutzt um einen autobiographischen Kontext besser darzustellen. Wills Eisner, der den Begriff Graphic Novel prägte, selbst gestaltete seine erste Graphic Novel mit einem biographischen Bezug. In Jiro Taniguchis Werk lernen wir Tomojis Lebensweg kennen. Tomoji ist in den 1930er Jahren durch die Gründung des buddhistischen Shojushin-Tempel bekannt geworden. In "Ihr Name war Tomoji" liegt der Fokus auf dem Leben davor, ihrer einfachen Kindheit und den Weisheiten die sie daraus mitgenommen hat.

Bereits auf den ersten Seiten hat Jiro Taniguchi mich durch seinen Zeichenstil und POV-Bilder fasziniert. Mit pastellenen Farben und weichen Rändern nimmt er uns mit an den Anfang des 20. Jahrhunderts auf das japanische Land zu den einfachen Menschen der damaligen Gesellschaft. Tomoji ist das mittlere Kind und muss durch den Weggang der Mutter schnell lernen Verantwortung zu übernehmen. Dabei stellt ihre Großmutter eine Stütze dar, von der sie all die wichtigen Fakten fürs Leben gelernt hat.

Was mich persönlich überzeugt hat, diese Graphic Novel mit der vollen Punktzahl auszustatten war die Tatsache, dass ich, obwohl ich vorher noch nichts von Tomoji gehört hatte, problemlos der Geschichte folgen konnte, und am Ende sogar verstehen konnte wieso sie sich so entwickelte. Die Frau Tomoji hat mich fasziniert und ihr Lebensweg war spannend und interessant, wobei ich allgemein autobiographische Graphic Novels toll finde. Wer schon immer das ländliche Leben in Japan entdecken wollte und sich gern von weichen Farben verzaubern lässt, der liegt mit "Ihr Name war Tomoji" genau richtig.


Fazit:
Die Graphic Novel von Jiro Taniguchi überzeugt durch eine gelungene Story, einen angenehmen Zeichenstil und weiche Farben. Alle drei Komponenten sorgen dafür, dass jede Seite ein Lesegenuss ist und man sich auch nach Ende der Lektüre noch mit dem Thema und dem Leben von Tomoji auseinandersetzt, dabei sind die letzten Seiten in der Graphic Novel perfekt.

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130 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 18 Rezensionen

liebe, familie, jugendbuch, die quersumme von liebe, katrin zipse

Die Quersumme von Liebe

Katrin Zipse
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Magellan, 17.07.2015
ISBN 9783734850110
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meine Meinung: Luzies Welt wird von Quersummen zusammengehalten. Zahlen beruhigen sie, Zahlen sind ihr Orakel, Zahlen bestimmen ihr Schicksal. Stets zählt Luzie die Dinge in ihrem Leben, bildet Quersummen, teilt sie und je nachdem ob die Zahl gerade oder ungerade ist wird der Tag gut oder schlecht. Es ist ganz einfach. Doch plötzlich gerät ihre Welt ins Schwanken, denn es taucht ein Brief ihrer Oma auf, doch dies ist doch seit 10 Jahren tot? Ihr Oma starb doch als Luzie 6 Jahre alt war oder?
Ich bin es ja bereits gewohnt, dass der Magellan-Verlag immer wieder so einfache und schlichte Cover entwirft, die durch seine Einfachheit bezaubern. So ist es auch bei "Die Quersumme von Liebe", der einfache Bilderrahme wirkt zunächst nichtsagend, doch je mehr man in die Geschichte abtaucht, um so mehr gewinnt auch das schlichtgehaltene Cover an Bedeutung.
Die Geschichte wird aus zwei Sichten erzählt. Zunächst aus Luzies Sicht, die am Tag 0 beginnt und von dort rückwirkend ihre Geschichte niederschreibt, damit sie zwar nicht vergessen wird, aber am Ende vielleicht doch von Mikroben zerfressen. Luzie ist einzigartig, sie ist introvertiert, und irgendwie merkt man als Leser, dass hier irgendwas nicht stimmt, aber es lässt sich ganz lange nicht fassen. Wie auch Luzie schwimmen wir im Wasser mit ihr mit und hoffen die Wahrheit zu finden. Parallel dazu erfahren wir von Puma, der sich in der Gegenwart befindet, wie er sich auf die Suche nach Luzie macht, denn sie scheint seit Tagen verwunschden. Der Wechsel zwischen von beiden Erzählungen ist wirklich gut gelungen, dadurch erfahren wir die Geschichte aus zwei Sichten, ohne dass die Spannung verloren geht.
In "Die Quersumme von Liebe" geht es vor allem um die Suche der Wahrheit, um eine Kindheit die scheinbar auf Lügen aufgebaut wurde, und darum, wie man damit umgeht. Luzie versucht dabei einen guten Weg einzuschalgen, kommt aber immer wieder vom Weg ab, weil sie eben jung und noch unerfahren ist. Sie weiß nicht so recht wohin mit ihren Gefühlen und gerät dadurch immer wieder an Grenzen, die auch ihre Zahlenzählerei nicht halten können. Leider ging ab und an etwas die Spannung verloren, beziheungsweise hätte ich mir manches Mal einen anderen Schnitt zwischen den Erzählsträngen gewünscht. Irgendwie kam ich an ein paar Stellen ins holpern und konnte nicht non-stop im Buch lesen. Vor allem am Anfang kam bei mir der Leserhytmus immer wieder ins Stocken, zum Glück war das Ende, durch seine Entdeckungen und Offenlegungen dann spannungsgeladen.

Fazit: "Die Quersumme von Liebe" erzählt von Luzie und ihrer Suche nach der Wahrheit, um endlich zu wissen, was vor 10 Jahren passiert ist. Dabei wird die Geschichte aus zwei verschiedenen Sichten erzählt, was vor allem am Ende für einen tollen Spannungsverlauf sorgt. Nur ab und an bin ich beim Lesen, vor allem auf den ersten Seiten, ins Stocken geraten.

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100 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

sekte, drama, jugendbuch;

Hier musst du glücklich sein

Lisa Heathfield , Birgit Schmitz
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 22.12.2016
ISBN 9783551583383
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meine Meinung: Pearl lebt in Saat, einer Gemeinschaft von Menschen, die sich vor der so genannten Draußenwelt schützen und ihrem Oberhaupt Papa S huldigen. Alle Lebensmittel bauen sie selbst an, denn die Natur ist ihre Verbündete. Von Innen betrachtet ist für Pearl die Welt perfekt, sie hat in Saat alles was sie glücklich macht, alle Menschen die sie liebt. Als Pearl "zur Frau wird" kann sie ihr Glück kaum fassen, denn endlich darf sie ihre Haare lang wachsen lassen und, mit viel Glück, wird sie zur Gefährtin von Papa S ernannt. Es scheint alles wunderbar zu laufen, doch eines Tages taucht Ellis mit seiner Familie auf, und Pearl weiß nicht so recht wohin mit ihren Gedanken und Gefühlen.
Diese Geschichte hat mich von der ersten Seite an gefesselt, man ist direkt in der Geschichte drin und wie gebannt von Pearls Erzählungen von Saat. Wie Papa S diese Gemeinde aufgebaut und gefügig gemacht hat ist erschreckend und faszinierend zugleich. Die Angst vor der Draußenwelt ist groß und immer greifbar bei Pearl. Das Besondere an Pearl ist, dass sie keine Rebellin ist, sie glaubt an Saat und Papa S, um so spannender war es zu lesen was in ihrem Kopf passiert, als sich die Ereignisse zuspitzen. Zwar hören und sehen wir nur das was auch Pearl sieht und hört, aber wir als Draußenweltler wissen natürlich einiges mehr als sie, und man hofft und bangt, dass auch Pearl alle Zusammenhänge erkennt.
Entscheidend für die Entwicklungen in diesem Buch sind nicht nur die Reaktionen von Pearl auf die Ereignisse, sondern auch die anderen Protagonisten. Der Umstand, dass wir in diesem Buch, die Geschichte mal nicht aus der Sicht der Rebellin lesen, sondern deren besten Freundin macht es so aufregend. Kate, die besagte Rebellin, ist die Erste, die Pearl zeigen will, wie falsch alles ist. Der Gegenspieler dazu ist Jack, er ist wie Pearl davon überzeugt, dass nur Saat der Ort zum glücklich werden ist. Es war unheimlich spannend diesen Konflikt in Pearls Gedanken mit zu erleben.
Das Zusammenspiel der einzelnen Protagonisten, die Dauerhafte Präsenz von Papa S und den Paten, und der unterschwellig, brodelende Konflikt, welcher droht auszubrechen, machen dieses Buch zu einem echten Highlight. Der Debütroman von Lisa Heathfield hat genau den richtigen Spannungsbogen um den Leser konstant mit neuen Einzelheiten zu füttern. Ich konnte das Buch einfach nicht aus der Hand legen, immer wieder wollte ich wissen wie es mit Pearl, Jack und Kate weiter geht.

Fazit: Mein erstes Buch in 2017 und direkt ein echtes Highlight. Mit einem spannenden Plot, einem gelungenen Spannungsbogen und einem packenden Finale, schafft es Lisa Heathfields Debütroman direkt auf meine Favoritenliste. Von mir gibt es auf jeden Fall eine Leseempfehlung, denn dieser Roman lässt einen mit Gänsehaut zurück. Ich hoffe, es wird noch eine Fortsetzung zu "Hier musst du glücklich sein" geben.

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Die Rückkehrer

Maël , Olivier Morel , Ulrich Pröfrock , Maël
Fester Einband: 128 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 18.03.2014
ISBN 9783551736475
Genre: Comics

Rezension:

Meine Meinung:  Dieser Comic ist im Zusammenhang mit der Dokumentation von Oliver Morel erschienen, und beschreibt wie Olivier Morel die Arbeit zur Dokumentation "Amerikas verletzte Seelen" von 2007 bis 2010 aussah. Ich muss gestehen, dass ich die Dokumentation noch nicht gesehen habe, dennoch war ein Einblick in die Aufarbeitung und Vorarbeit zu dieser speziellen Dokumentation über PTBS bereits schockierend genug. Man muss sich nur mal vorhalten, dass pro Tag 22 Suizide von Veteranen begangen werden. Menschen die diese schreckliche Zeit überlebt haben und dann mit Bildern und Entscheidungen nicht leben können.
Für seine Dokumentation hat sich Olivier Morel verschiedenste Personen ausgesucht, die ihre Geschichte vor der Kamera erzählen. Als Leser der Graphic Novel erfahren wir auch, was hinter der Kamera passiert ist. Dabei bezieht sich Olivier Morel nicht nur auf die Darsteller sondern eben auch auf sich selbst, was der Graphic Novel eine tiefere Ebene gibt und zu einem persönlichem Statement werden lässt. Selbst er, der doch "nur" der Filmemacher ist, kann nach den ganzen Erzählungen und Berichten nicht mehr los lassen und vergessen.
Vor allem die eindringlichen Bilder von Künstler Maël sind mir im Gedächtnis geblieben. Mit ganz wenig Farbakzenten, schwarz- weiß und rot, schafft er es Bilder für die Ewigkeit zu malen. Solche Bilder, die  auch nach dem Lesen noch im Kopf bleiben und zum Nachdenken anregen. Nicht ohne Grund kann uns ein Bild manchmal mehr sagen als eine ganze Seite Text. Besonders bemerkenswert ist dabei der Einsatz von den wenigen Farben, die gegenwärtigen Szenen sind in schwarz-weiß gehalten, während die vergangenen beschrieben Szenen der Soldaten eben den roten Akzent erhalten und dadurch noch mehr hervorstechen.
Durch die Einteilung in Kapitel, die die Entstehung des Films zeigen, ist das Lesen und Nachvollziehen der Geschichte für den Leser schlüssig. Mich persönlich hat diese Graphic Novel wirklich berührt und nochmal verdeutlicht, dass unsere Gesellschaft sich mit diesen Themen auseinandersetzen muss.

Fazit: Mit "Die Rückkehrer" von Olivier Morel und dem Zeichner Maël hält man ein Zeugnis jahrelanger Arbeit in den Händen, welches ernste und wichtige Themen anspricht. Krieg ist real und zerstört Leben, und selbst jene, die es schaffen, nach Hause zurückzukehren leiden unter dieser Herausforderung. Olivier Morel spricht damit offen ein Thema an, was unsere Gesellschaft viel zu sehr vernachlässigt hat.

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155 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 49 Rezensionen

fantasy, bücher, impress, felicitas brandt, ebook

Als die Bücher flüstern lernten

Felicitas Brandt
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 05.01.2017
ISBN 9783646602593
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meine Meinung: Mit "Als die Bücher flüstern lernten" nimmt und Felicitas Brandt auf eine wirklich ungewöhnliche Reise mit. Zunächst muss ich sagen, dass ich das Cover wirklich ansprechend finde, auch wenn es "nur" ein EBook ist, habe ich mich direkt in das Cover verliebt. Darauf sehen wir übrigens Sam und Hope, unsere beiden Protagonisten, die "mal wieder" in ein Abenteuer stürzen.
Das Abenteuer von Sam und Hope erleben wir aus Hopes Sicht, die als Straßenkind ihr Dasein bestreitet. Durch ein Jahre zurückliegendes Erlebnis kreuzen sich die Wege von Sam und Hope, weshalb es unausweichlich war, dass sich die beiden nochmal begegnen. Hope ist auf Grund ihrer Lebenssituation sehr angeschlagen. Sie lässt kaum Gefühle zu, verschließt sich vor den Menschen, ist introvertiert und versucht in jeder Situation mit Sarkasmus die Welt auszuschließen. Sam hingegen ist ein Optimist und Film und Serien Fan, er lebt sein Leben und scheint immer zu Lächeln. Die beiden als Team ergeben dann eine ziemlich explosive Mischung, die aber der Geschichte gut getan hat, so kam zumindest bei den Dialogen nie Langeweile auf.
Felicitas Brandt hat einen sehr jugendlich gehaltenen Schreibstil, ohne das es aufdringlich oder erzwungen wirkt. Die kleinen Witze und Sticheleien zwischen den Protagonisten, egal ob Nerd-Stuff oder nicht, waren meist amüsant und haben manche Situation aufgelockert. Etwas schwer vielen mir teilweise Passagen im Buch, bei denen ich nicht wusste wohin es den gehen soll, hierbei habe ich mich als Leser irgendwie verloren gefühlt. Erst nach ein paar Seiten war dann klar, was wohl passieren könnte und die Reise ging weiter. Sicherlich hätte man hier vielleicht durch eine Raffung der Geschichte mehr Schwung aufbauen können.
Die Spannung baut sich zum Ende hin auf, kann sich aber nicht komplett entladen, zwar wird der rote Faden der Geschichte klar verfolgt und abgeschlossen (ich möchte nicht spoilern :) ), aber andere wichtige Fragen werden nicht beantwortet. Das Ende ist beides, sowohl geschlossen als auch offen, daher hoffe ich, dass vielleicht im nächsten Buch die noch fehlenden Puzzlestücke ergänzt werden.

Fazit: "Als die Bücher flüstern lernten" ist eine liebevolle und vielschichtige Geschichte, die uns mitnimmt in die Welten alter Klassiker. Sam und Hopes Abenteuer ist gut geschrieben und dank des teilweise offenen Endes will man unbedingt wissen wie es weiter geht. Ein Punkt muss ich leider für die teilweise orientierungslosen Passagen abziehen, dennoch bleibt der Lesespaß erhalten.

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76 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

weihnachten, auf den ersten blick, kurzgeschichten, reihen-bände, liebe

Auf den ersten Blick

Stephanie Perkins , Petra Koob-Pawis
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Arena, 07.09.2016
ISBN 9783401601830
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meine Meinung: Bereits auf der Frankfurter Buchmesse bin ich beim Durchstöbern des Arena-Messestands auf dieses wunderschöne Buch aufmerksam geworden. Ich finde kein Foto kann die wunderbare Farbe, die goldene Spiegelung und die gelungene Haptik des Buches richtig einfangen. Als Kontrast zu den pastell-goldenen Farben des Cover ist der Buchschnitt knallpink, was wie ich finde, die perfekte Optik abrundet. Ihr seht schon, es war auf jeden Fall Liebe auf den ersten Blick.
Mal abgesehen von der äußeren Form ist diese Anthologie von Kurzgeschichten zum Thema Weihnachten/Silvester einfach gelungen. Jede Geschichte schafft es, trotz der Kürze einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Dabei schwankt das Genre von High Fantasy über Urban Fanatasy zu Contemporary. Natürlich gibt es einzelne Geschichten die mich besonders berühren konnten. 
Besonders beührend fand ich die Geschichte von Noel und Mags, die mit starken Zeitsprüngen arbeitet und uns zeigt, dass manche Liebe lange dauert, bis sie sich zeigt. Die Möglichkeit den Zauber von Weihnachten für ein kleines Mädchen aufrecht zu erhalten, berührt sicherlich jeden von uns beim Lesen. Oder auch die Geschichte des Koches Ben, der im kalifornischen Ort Christmas einem rebellischen und miesgelaunten Mädchen zeigt, dass manchmal in kleinen Dingen auch Magie steckt. Und dann natürlich die fantastische Geschichte über die jungen Männer auf der Insel der Federn, die lernen müssen, dass man niemals die Natur vergessen darf, und dass manches Mal der Wunsch einer jungen hübschen Waisen wahr werden kann.
Obwohl jede Kurzgeschichte von einem anderen Autor stammt, kann man fließend von einer Geschichte zur nächsten Wechseln ohne ins Holpern zu geraten. Unabhängig davon steht jede Geschichte für sich alleine und kann vollkommen unabhängig von den anderen gelesen werden. Ich persönlich konnte mich an jeder Geschichte erfreuen und sie haben mir die Zeit rund um Weihnachten versüßt.

Fazit: Für mich ist "Auf den ersten Blick" eine wirklich gelungene Anthologie zum Thema Weihnachten & Silvester. Beim Lesen hatte ich meist ein Lächeln vom Schmunzeln auf den Lippen, oder war tief berührt von den Erlebnissen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für "Auf den ersten Blick".Selbst ein "Nicht-so-oft-Leser" wird mit diesen zauberhaften 12 Kurzgeschichten seine Freude haben, eignen sie sich doch wunderbar als kurze Lektüre und sind in sich abgeschlossen.

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1.400 Bibliotheken, 29 Leser, 4 Gruppen, 101 Rezensionen

freundschaft, liebe, stephen chbosky, leben, jugendbuch

Das also ist mein Leben

Stephen Chbosky , Oliver Plaschka
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Heyne, 26.09.2011
ISBN 9783453267510
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meine Meinung: Ohne es zu wissen habe ich dieses Buch bei einer Sammelbestellung dazu genommen. Bis dahin dachte ich, dass die deutsche Übersetzung eigentlich "Vielleicht lieber morgen" heißt, wegen des Films. Nach ungefähr 60 Seiten habe ich dann erst realisiert, was ich da in den Händen hielt und konnte es nicht mehr weg legen.
Den Film "Vielleicht lieber morgen" habe ich vor einigen Jahren gesehen, konnte mich aber nur noch grob daran erinnern. Um so wunderbarer war es aufs neue diese Geschichte zu entdecken. Charlie ist ein Einzelgänger, er lebt in seiner eigenen kleinen Welt. Durch seinen neuen Lehrer entdeckt er neue tolle Bücher, und dabei stellt er fest, jedes Buch, welches er zuletzt gelesen hat, ist sein Lieblingsbuch. Diese Eigenschaft, und seine gesamte Art, machen Charlie absolut liebenswert. Wenn man dann immer mehr in seine Vergangenheit zurückreist ist man einfach nur noch schockiert.
Nach den Sommerferien lernt Charlie neue Freunde kennen, Patrick und Sam, die beiden Steifgeschwister sind älter als Charlie, sie stehen in ihrem letzten Highschool-Jahr. Sam, Patrick und ihre Freunde, die Charlie schnell kennen lernt, haben alle ihre eigenen Fehler und gelernt damit zu leben. Dieser verrückte Haufen ist was ganz besonderes, denn jeder von ihnen wächst dem Leser Stück für Stück ans Herz, vor allem weil wir sie durch die Augen von Charlie sehen, der einfach absolut gutherzig ist.
Das Ende ist das wohl schockierendste an dem Buch, zunächst glaubte ich an eine Liebesgeschichte zwischen einem Einzelgänger und einem etwas verrücktem Mädchen, aber dann ändert sich einfach alles. Es kippt die Stimmung und Charlies Gedanken sind so fesselnden, dass man nicht mehr aufhören will zu lesen. Interessant fand ich den Schreibstil, denn der Autor lässt Charlie Briefe an einen unbekannten Adressaten schreiben. Insgesamt war ich am Ende einfach nur fertig und kann verstehen weshalb das Buch so beliebt ist.

Fazit: Ein Buch, dass mich im Verlauf des Lesens immer wieder überrascht hat. Immer wieder dachte ich zu wissen was passiert, und dann kam doch alles anders als ich dachte. Ein Roman über die Jugend abseits der beliebten Schüler und Footballer, sondern mit dem Fokus auf die Außenseiter und Einzelgänger. Absolut gelungen!

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26 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

alltagsbeobachtung, schule, lebe, alltag, jugendroman

Vierzehn

Tamara Bach
Fester Einband: 112 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 29.09.2016
ISBN 9783551583598
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meine Meinung:
Es fällt mir denkbar schwer zu erklären wie ich "Vierzehn" empfunden habe, nicht etwas weil es mir nicht gefallen hat, sondern weil ich es einfach nur schwer in Worte fassen kann. Daher rolle ich die Rezension dieses Mal von hinten auf und beginne mit dem Schreibstil. Dieser allein ist schon außergewöhnlich, und sicherlich nicht für jeden etwas, aber einmal zurecht gefunden macht es Spaß auf eine andere Art und Weise die Welt in einem Buch zu erleben.
Unser Protagonistn, deren Name vollkommen nebensächlich ist, nimmt uns mit zu ihrem ersten Schultag nach ihren sehr schweren Sommerferien. Natürlich wollen wir als Leser wissen was passiert ist, und genau das ist die Geschichte, die im Hintergrund abläuft. Vordergründig erfahren wir, wie sie den ersten Schultag erlebt und was sie denkt, was sie sagt und was sie vor allem nicht sagt. Genau diese Art den Protagonisten zu präsentieren und dieser Doppellauf der Geschichten macht dieses Buch zu etwas besonderem.
Auf etwas mehr als 100 Seiten erleben wir nur einen Tag mit der Protagonistin, einen Tag voller Ängste, Freude und Neuigkeiten. Diese Art der Darstellung eines Contemporary-Romans mag ich sehr und finde ich immer wieder faszinierend. Der Ausschnitt in einem Buch in Form von nur einem Tag ist oftmals spannender als mancher Fantasy-Roman. Die Fähigkeitetwas so alltägliches wie einen Schultag auf diese besonderweise interessant zu machen zeugt von echten Schreibtalent. 
Und zum Schluss kann ich schon verraten, dass selbst das Cover die Geschichte abrundet. Wenn man aufmerksam liest und sich dann die Gestaltung anschaut hat man unmittelbar danach einen Aha-Effekt. "Vierzehn" von Tamara Bach ist also in sich ein wunderbares Gesamtpaket.

Fazit:
Mit einem außergewöhnlichen Schreibstil und einer interessanten Ein-Tages-Geschichte konnte mich Tamara Bach von der ersten Seite an überzeugen. "Vierzehn" von Tamara Bach ist ein Contemporary-Roman wie ich ihn mir wünsche, mit der Fähigkeit etwas Alltägliches auf ganz besondere Art zu erzählen.

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(35)

56 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

sachbuch, wissenschaft, fiktion, interessant, rezension

What if? Was wäre wenn?

Randall Munroe , Ralf Pannowitsch
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Penguin, 14.11.2016
ISBN 9783328100317
Genre: Sachbücher

Rezension:

Meine Meinung: Dieses Buch ist wirklich ein Schmuckstück. Aber bevor ich ins Detail gehe eine kleine Geschichte dazu. Ich war noch nie besonders gut in Physik, ich durfte es zum Glück mit einer 2- (10 Punkte) abwählen und musste mich nie wieder um Naturgesetze oder ähnliches kümmern. Bisher war ich auch der Ansicht, dass ich das niemals verstehen würde oder dafür Interesse hätte. Und dann kam Randall Munroe, und hat alles geändert.
Mit "What if?" hatte ich das erste Mal seit langem wieder das Bedürfnis mich mit Physik oder Chemie wirklich zu beschäftigen, und es hat so viel Spaß gemacht. Das Buch ist unterteilt in kurze und witzig gezeichnete Kapitel unterteilt. Jedes Kapitel beginnt mit einer Frage von der Homepage des Autors, die ein Besucher gestellt hat. Im Buch finden sich sozusagen die besten Fragen und Antworten der Website. Unter anderem stellt Randall Munroe sich der Frage wie viel "MACHT-Energie" Yoda hat, oder ob es möglich ist von Europa nach Amerika eine Lego-Brücke zu bauen.
Wirklich amüsant waren die Antworten und die Zeichnungen dazu, ich glaube, wenn Randall Munroe mein Physiklehrer gewesen wäre, hätte ich manches besser verstanden. Der Autor hat eine wirklich geniale Art die Antworten zu vermitteln, teilweise musste ich wirklich los lachen. Und natürlich sind die Zeichnungen auch immer wieder ein kleines Highlight im Text, mal davon abgesehen, dass sie immer wieder das beschriebene auf wunderbare und einfache Weise untermauert haben. 
Mit "What if?" habe ich ein weiteres Jahreshighlight gefunden, dass einen ganz besonderen Platz in meinem Bücherregal erhält. Dieses Buch richtet sich wirklich an jeden interessierten Leser, egal welches Genre man sonst bevorzugt, oder ob man allgemein sonst weniger liest. Ich würde sagen, fast jeder hat an diesem Buch Freude und kann unsere Welt aus einem Blickwinkel betrachten. Im übrigen auch ein Lob an die gute Arbeit der Übersetzung, denn sonst wäre vermutlich der ein oder andere Witz verloren gegangen.

Fazit:  Randall Munroe hat mich mit "What if?" komplett überzeugt, und für mich das erste Mal  Physik und Chemie so präsentiert, dass ich es verstanden und sogar interessant fand. Durch viel Witz, tolle Zeichnungen und der Begabung schwierige Sachverhalte für Nicht-Physiker zu erklären ist dieses Buch definitiv eines meiner Jahreshighlights.

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(43)

57 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

weihnachten, new york, schnee, winter, liebe

Winterzauber in New York

Julia K. Stein
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 01.12.2016
ISBN 9783646603026
Genre: Sonstiges

Rezension:

Meine Meinung: Bei diesem Buch haben ganz viele Faktoren dazu beigetragen, das sich schon vorab wusste, dass ich es unbedingt lesen will. Zum einem mag ich die Autorin Julia K. Stein, denn ihr Schreibstil und ihre Ideen funktionieren immer auf so vielen Schichten. Es geht nicht nur stur um ein Thema, sondern viel mehr werden mehrere Sachen miteingeflochten und verarbeitet, die die Handlung dennoch voran bringen. Zum anderen liebe ich die Stadt New York. Bisher war ich zwei mal selbst dort, habe New York City auch schon im Schnee erlebt und bin jedes Mal fasziniert von dieser Metropole. 
Mit diesen wunderbaren Vorraussetzungen ging es dann ans Lesen, und ich war direkt gefangen von der Geschichte. Die beiden Protagonisten, die sozusagen im Alleingang die Geschichte am Laufen halten, überzeugen beide auf ihre eigenen Art und Weise. Ich fand jeden von ihnen absolut sympathisch, auch wenn Hannah mit einer Nasenspitze vorne lag. Genau erklären kann ich es nicht, denn im Verlauf der Story wird klar, dass Kyle ganz anders ist als man es vielleicht zunächst denkt, dennoch war Hannah mit ihrer frischen Art und ihrem offenen Umgang einfach fabelhaft.
Das "Winterzauber in New York" eine Liebesgeschichte ist, ist denke ich klar, dass Setting macht diese Geschichte aber zu etwas besonderem. Beim Lesen merkt man, dass die Autorin nicht nur in New York war und dort recherchiert hat, nein sie liebt New York auch als die Stadt die nie schläft. Und sich dann genau das Szenario auszusuchen bei dem diese aufbrausende Stadt gezwungen ist Ruhe zu bewahren finde ich genial. New York im Schnee ist immer einen Besuch wert, und wenn es zunächst nur in Form eines Buches ist.
Wie schon eingangs erwähnt hatte ich wirklich große Erwartungen an die Geschichte, und ich wurde nicht enttäuscht. Das Setting, der Plot und der Schreibstil konnten mich überzeugen und habe aus diesem Leseerlebnis ein kleines winterliches Highlight gemacht.

Fazit: Eine Mischung aus "Tatsächlich ... Liebe" und "Das Wunder von manhatten" erwartet den Leser in diesem Buch. Wer es romantisch mag und noch ein passendes Buch für die Winterzeit sucht, der sollte unbedingt zu "Winterzauber in New York" greifen und sich von der Geschichte verzaubern lassen.

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(58)

106 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 33 Rezensionen

liebe, ava reed, trauer, for good, verlust

For Good

Ava Reed
Flexibler Einband: 200 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 27.06.2016
ISBN 9783959919616
Genre: Liebesromane

Rezension:

Meine Meinung: Auf dieses spezielle Buch bin ich durch die Autorin selbst aufmerksam geworden. "For Good" unterscheidet sich durch seinen realistischen Bezug und das Fehlen von fantastischen Elementen von den bisherigen Büchern der Autorin. Es geht vor allem um die Verarbeitung von Gefühlen und der Trauer.
Ich muss gestehen, das sich nicht damit gerechnet hätte, dass dieses Buch so voll von Gefühlsbeschreibungen ist. Charlie und Ben, sogar Pepper, sind mir sehr schnell ans Her gewachsen. Charlie hat ihren Mann Ben verloren und kommt über diesen Verlust nicht hinweg. Am Anfang tat mir Charlie in dieser Hinsicht auch wahnsinnig leid, und ich hätte ihr gern den Schmerz abgenommen. Doch im Verlauf der Geschichte, in der sich die Dramatik aufbaut, konnte ich Charlies tiefe Trauer und ihren Schmerz irgendwann nicht mehr nachvollziehen, und ich habe mit jeder Seite gehofft, dass sie aus dem Tief kommt.
Parallel zu Charlies Gegenwart erfahren wir auch durch Rückblicke, wie sich Ben und Charlie kennengelernt haben. Diese Teile mochte ich besonders, denn sie waren so herzerwärmend und voll von Liebe und Freundschaft. Ich fand die Dynamik und die Steigerung der Beziehung toll beschrieben und schön umschrieben, am liebsten hätte ich hier noch viel mehr erfahren. Auch gut gewählt fand ich die zeitlichen Abstände zwischen den Erinnerungen von Charlie, dadurch kam in den Erinnerungen niemals langeweile oder Monotonie auf.
Dies ist mein erstes Buch von Ava Reed und ich mag ihren Schreibstil sehr. Er ist hingebungsvoll und malerisch, die Seiten flogen schnell dahin. Einzig ein oder zwei logische Fehler sind mir aufgefallen, beziehungsweise Stellen im Buch die zu vorherigen nicht gepasst haben. Die Covergestaltung finde ich ansprechend, vor allem das Bild ist träumerisch und passend zum Inhalt. 

Fazit: Eine tieftraurige und herzerwärmende Geschichte, die den Leser berührt und nachdenklich stimmt. Durch Gegenwartsabschnitte und Rückblicke wird die Geschichte auf zwei Ebenen fortgesetzt, wobei vor allem die Erinnerungen von Charlie packend waren. Einen Punkt ziehe ich ab, weil mir Charlie viel zu spät eine Entwicklung hinlegt, und ich ein paar Fehlerchen gefunden habe.

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19 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

weihnachten, hummel, kinderbuch, familie, geschenke

Die kleine Hummel Bommel feiert Weihnachten

Britta Sabbag , Maite Kelly , Joëlle Tourlonias
Fester Einband: 32 Seiten
Erschienen bei Ars Edition, 18.10.2016
ISBN 9783845816456
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Meine Meinung:
Viele von euch wissen ja, dass ich auch gern mal Kinderbücher lese, immer und immer wieder, weil sie einfach einen Zauber in sich haben, denn man selten in der Belletristik findet. Seit einiger Zeit ist mir in diesem Zusammenhang auch "Die kleine Hummel Bommel" aufgefallen.Viele Stimmen sind begeistert, und ichgehören nun auch zu denjenigen, die verzaubert sind von "Der kleinen Hummel Bommel".
Zunächst mal muss ich betonen, wie wundervoll die Illustrationen im Buch sind. Sie untermalen die Geschichte perfekt, sind detailreich, aber nicht zu übermäßig. Beim Vorlesen hat mein kleiner 2-jähriger Neffe alle Sachen erkennen können. Ich finde so was für ein Kinderbuch sehr positiv, weil es somit die Kinder über einen langen Zeitraum begleiten kann. Jetzt lese ich es ihm noch vor, und in ein paar Jahren erkennt er die Illustrationen wieder und kann den Text auch selbst lesen. 
Die Texte selbst waren auch kindgerecht gehalten. Nicht zu lang, nicht zu voll gestopft, und keine schwierigen Wörter. Mein Neffe konnte der Geschichte folgen und ich denke alle Kinder werden die Moral am Ende verstehen, und ich fand sie wirklich passend und die Illustration dazu wunderschön.

Neben der zuckersüßen und herzerwärmenden Geschichte, denn wunderschönen Illustrationen gibt es auch noch am Ende des Buches ein Rezept. Das Rezept beschreibt "Marie Marienkäfers berühmte Honigkekse mit Blütenstaubpuder", die ich natürlich nachbacken musste. Und was soll ich sagen, sie sind direkt beim ersten mal gelungen, und schmecken richtig lecker. Leider waren sie auch richtig schnelle weg, aber ich denke bis Weihnachten werden sicherlich nochmal welche gebacken.

Fazit: Bücher mit denen Kinder groß werden können, weil sie die Kleinen auf verschiedenen Eben anspricht finde ich wundervoll. Man merkt der Geschichte an, dass sie mit viel Liebe geschrieben wurde, und auch die Moral am Ende vom Herzen kommt. Das beliegende Rezept ist natürlich auch absolut lecker und das i-Tüpfelchen auf dem wundervollen Buch!

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66 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 19 Rezensionen

historisches, 2. weltkrieg, preußen, katastrophe, ostpreuße

Salz für die See

Ruta Sepetys , Henning Ahrens
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 29.09.2016
ISBN 9783551560230
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meine Meinung: Schon der Klappentext macht klar, dass dieses Buch sich einem wirklich schweren Thema widmet. Dementsprechend ist auch das Cover einfach und dunkel gehalten, entsprechend der vorherrschenden Stimmung im Buch. Ich finde, hier hat der Verlag schon bei der Gestaltung des Covers großes Können bewiesen.
Ich habe etwas gebraucht um ins Buch zu finden, was vor allem an den ständigen Wechsel zwischen den Personen lag. Wir erleben die Geschichte nämlich aus der Sicht von nicht nur einer Person, sondern von vier Menschen in den letzten Kriegstagen im Jahr 1945. Florian, Emilia, Joana und Alfred liefern uns aus ihren jeweiligen Blickwinkeln neue Einsichten und Aspekte, die die Geschichte vorantreiben. Nachdem ich mich daran gewöhnt hatte, war das Lesen wirklich atemberaubend und fesselnden.
 Schon das Setting macht klar, dass es hier nicht einfach wird, und vor allem Gewalt und Verlust die Hauptthemen der Geschichte sind. Ich fand die Spannung baute sich ab der Hälfte immer mehr auf, und am Ende war ich wirklich geschockt und konnte nur schwer verdauen, was passiert war. Die Tragödie der Wilhelm Gustloff kennt vielleicht der ein oder andere Geschichtsliebhaber, allerdings liefert Ruta Sepetys, dank wirklich guter Recherche, schockierende und atemberaubende neue Einsichten in das Treiben auf dem Schiff, und während des Schiffbruchs.
Die Autrin wagt sich mit ihrem Buch an ein Thema, was viel zu lange totgeschwiegen und nicht beachtet wurde. Die Tragödie rund um die Wilheim Gustloff ist, wie alles andere, ein wichtiger Teil der Geschichte zum zweiten Weltkrieg, und zeigt auf ihre grausame Art, wie viele Menschen sinnlos und vollkommen unverschuldet dem Tode geweiht waren. Es ist wichtig, dass wir unser Augenmerk auf dieses Ereignis lenken, und niemals vergessen, was dazu geführt hat.

Fazit: Nachdem ich mich, an den speziellen Wechsel zwischen den Protagonisten gewöhnt hatte, war dieses Buch wirklich fesselnden, und absolut schockierenden. Die Geschichte rund um die Wilhelm Gustloff und die Menschen die mit ihrem Schicksal an das Schiff gebunden sind, ist spannend und grausam. Der Schreibstil überzeugt, das Ende schockiert, und das Buch ist definitiv lesenswert!

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75 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 41 Rezensionen

4 sterne, gedächtnisverlust, mystery, jugendroman, schuld

Brennt die Schuld

Heidrun Wagner , Miri D'Oro
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Oetinger 34 ein Imprint von Verlag Friedrich Oetinger, 24.10.2016
ISBN 9783958820296
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meine Meinung:  Endlich geht es weiter, endlich werden wir mehr erfahren zu Zoe und Maya. Der erste Band hat uns als Leser ziemlich schockiert zurück gelassen und vor allem so viele Fragen aufgeworfen. Nun sollte uns die Autorin ganz viele davon beantworten, damit auch wir endlich eine Idee bekommen wohin es geht.
Ganz angenehm war der Einstieg in die Geschichte, auch wenn es schon etwas her ist, dass ich den ersten Band gelesen habe, war sofort alles wieder da. Zoe, Elisa, Niklas, das Liebes-Dreieck welches mit jeder Seite an Spannung gewinnt. Erneut wird aus der Sicht von Zoe erzählt und vor allem gezeichnet. Bevor ich mich dem Inhalt zuwende muss ich an dieser Stelle nochmal die unglaublich tollen und innovativen Zeichnungen loben. Es ist wirklich ein kleines Highlight, dass jede Seite anders aussieht und individuell ist. Zwar war es auf zwei oder drei Seiten etwas schwieriger zu lesen, aber darüber sieht man gern hinweg.
Inhaltich waren dann doch mehr Schwankungen dabei. Der Start verlief wie gesagt wirklich gut und man wartet als Leser gespannt auf die Weiterführungen. Zwar gibt uns Heidrun Wagner immer wieder kleine Häppchen, aber es ist eher ein leichtes Brodeln unter der Oberfläche. Es kommen zwar neue Erinnerungsstückchen dazu und wir als Leser rätseln eben so wie Zoe, dennoch dauert es bis fast bis vor Schluss bis dann die große Bombe platzt. Auch wenn Zoe manchmal etwas sehr naiv und blind scheint für ihre Mitmenschen kommt auch sie am Ende dem Geheimnis auf die Spur.
Der Schreibstil von Heidrun Wagner ist erneut einnehmend und angenehm, die Seiten fliegen dahin und dank der Illustrationen hat man auch eine optische Untermalung.  Das Ende hat es wie gesagt nochmal in sich und uns als Leser bleibt nur ein wirklich fieser Cliffhanger und das Warten auf den letzten Band.

Fazit: Mich konnte der zweite Band nicht ganz so sehr überzeugen wie der Erste, dennoch baut sich auch hier, wenn auch langsamer als beim Vorgänger, die Spannung zum Ende hin auf. Die Protagonistin Zoe kam mir manchmal etwas sehr naiv vor, kann aber am Ende doch noch die Zusammenhänge greifen. Mit einem Cliffhanger zum Schluss, warten wir nun auf den finalen Band.

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372 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 56 Rezensionen

hexen, fantasy, liebe, magie, kampf

Everflame - Verräterliebe

Josephine Angelini
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Dressler, 24.10.2016
ISBN 9783791526324
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meine Meinung: Wie viele andere Leser habe ich auf dieses Finale hingefiebert. Endlich zu erfahren, was aus Lily und Lilian wird, wie sich die 13 Städte entwickeln, war unglaublich aufregend und spannend. Leider konnte mich nicht jeder Aspekt des Buches begeistern. Zunächst muss ich sagen, dass mir das Coverdesign der Reihe auch weiterhin begeistert. Ich weiß, dass viele Leser gegen diese Coveränderung waren, was ich nicht ganz verstehen konnte. Mir persönlich sagt das Gesamtbild.
Inhaltich konnte mich aber nicht alles begeistern. Zunächst zu den positiven Aspekten im Buch, welche vor allem am Anfang vorhanden waren. Der Einstieg gelang dank kurzer Rückblenden leicht, auch wenn der zweite Teil etwas zurück lag. Zudem gab es hinten im Buch einen kleinen Namensregister, wo kurz jede Person nochmal vorgestellt wurde. Lily und ihr Zirkel sind durch die Bienen-Wächter zu einer Stadt weit im Westen getragen wurden: Bower City. Und hier scheint alles perfekt, die Menschen leben im Einklang zu einender, ohne Vereinnahmung oder Hass untereinander. Und scheinbar leben auch die Wirker ohne Probleme zusammen mit den Menschen, denn niemand wird angegriffen oder getötet. Zudem gibt es auch keine wilden Wirker, alles scheint zu perfekt. 
Lily und ihr Zirkel werden nicht ohne Grund misstrauisch und entdecken dadurch das große Geheimnis hinter Bower City. Damit wird eine Kette an Ereignissen in Gang gesetzt und das große Finale bahnt sich an. Leider dauert es gefühlt ewig bis dieses Finale stattfindet. Über mehrere Seiten zieht sich die Geschichte, und es werden Schwankungen und Ereignisse hinzugezogen, die für den Handlungsverlauf nicht notwendig gewesen wäre, zumindest erschien es mir so. Am Ende gab es dann jedoch wieder jede Menge Spannung und Aufregung, und es konnte mich auf den letzten Seiten nochmal richtig packen.
Der Schreibstil und die Übersetzung waren sehr angenehm und ich konnte ohne Probleme der Geschichte folgen. Die Protagonisten waren erneut spannend und interessant, obwohl ich dieses Mal mit keinem speziellen Charakter besonders warm geworden bin. Ich persönlich finde, dass dieser Teil der schwächste der Reihe war, und selbst das spannende Ende konnte mich nicht komplett wieder zurück holen.

Fazit: Ich persönlich fand diesen Teil der Reihe am schwächsten und Abschnittsweise auch sehr langatmig. Die Spannung baut sich am Anfang auf und die Geheimnisse packen den Leser auch, dann flaut die Stimmung leicht ab, um dann am Ende nochmal aufzukochen. Leider konnte dieser Band der Reihe nicht zu hunderprozent punkten, daher muss ich für die schwachen Stellen einen Punkt abziehen.

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