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57 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

liebe, insel, schottland, anne sanders, herz

Mein Herz ist eine Insel

Anne Sanders
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 27.03.2017
ISBN 9783764505936
Genre: Liebesromane

Rezension:

Nach "Sommer in St. Ives" war ich wirklich gespannt auf den zweiten Roman von Anne Sanders, die meist in den wunderbaren, stürmischen und naturbelassenen englischen Landschaftsterritorium eindringt. Und auch dieses Mal hat mich die Autorin wirklich nicht enttäuscht. Erneut konnte sie mich durch ihren Schreibstil, ihre Beschreibungen der Landschaft und konstantem Spannungsbogen begeistern
Erneut finden wir uns am Meer wieder, dieses Mal auf einer kleinen Insel vor der schottischen Küste, nahe bei Fionnphort. Es ist windig, urig und die Luft steht vor salzigem Geruch. Und genau von dort stammt Isla, die vor 10 Jahren von diesem Fleck Erde geflohen ist, und nun gezwungen war wiederzukommen. Denn ihr Freund Eric hat ihr nach langjähriger Beziehung gestanden, dass er in eine andere Frau verliebt ist und sie verlässt. Isla, die nur Eric und seinen Bekanntenkreis hat, sieht keinen anderen Ausweg und kehrt zurück in ihre Heimat und damit in ihre Vergangenheit.
Isla Gant ist eine sture, starke und liebenswerte Person und Protagonistin. Durch ihre spezielle Art und ihr manchmal schwieriges Auftreten hat sie es relativ schnell in mein Leserherz geschafft. Vor allem ihr Zwiespalt zwischen Vergangenheit und Gegenwart war stark greifbar für mich. Und der Schatten der Vergangenheit ist allgegenwärtig für Isla, denn ihre Jugendliebe Finn ist ebenfalls wieder auf der Insel, und die Gefühle fahren Karusell. Das Auf und Ab zwischen den Beiden war wirklich interessant und eine echter Spannungsfolter.

Fazit:
Insgesamt lebt die Geschichte vor allem durchdie Landschaftsbilder, den tollen Schreibstil und die besonderen Charakter. Ich war wirklich begeistert vom Verlauf der Geschichte, und war teilweise genauso schockiert vom Handlungsverlauf wie Isla, Finn und die Anderen.

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73 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

berlin, männer, klassiker, irmgard keun, frau

Das kunstseidene Mädchen

Irmgard Keun
Flexibler Einband: 242 Seiten
Erschienen bei List TB., 09.09.2009
ISBN 9783548609041
Genre: Klassiker

Rezension:

Bei jeder Rezension zu Klassiker weise ich ja darauf hin, dass ich es wirklich schwierig finde diese Werke, die so viele Jahre überdauert haben und immer noch in den Köpfen der Menschen und in ihren Bücherregalen stecken, eigentlich gar keiner Bewertung bedürfen. Oder auch anders gesagt, ist es schwer einen Klassiker, der zu einer anderen Zeit entstanden ist, heute zu bewerten, mit unseren "modernen" Augen. Dennoch möchte ich immer wieder gern über Klassiker sprechen, und daher gibt es heute eine Rezension zu Irmgard Keuns Werk "Das kunstseidene Mädchen".

Es geht in dem Buch um Doris, eine junge Frau die als Angestellte eines Anwalts nicht mehr wirklich glücklich ist und endlich etwas aus sich machen möchte, oder wie man damals sagte: Ein "Glanz" werden will. Auf eben diesem Weg begleiten wir Doris, und dabei erlebt sie sowohl das Elend als auch den Glanz der Zwanziger Jahre in der Weimarer Republik. Doris ist eine ganz besondere Protagonistin, denn nach meinem Empfinden war sie für die damalige Zeit eine kleine Rebellin und Systemausbrecherin. Sie hat den Traum nicht mehr nur "die Mutti am Herd" zu sein, sondern aus sich etwas zu machen. Doch leider merkt man schnell, das Doris nicht die notwendige schulische Bildung hat um regulär einen besseren Job zu bekommen, daher setzt sie auf ihre reichhaltig vorhanden Überlebenskünste, die sie auf ihre eigene Art clever und schlau erscheinen lassen. Im übrigen sorgt auch so manche von Doris Antworten heute noch für ein Schmunzeln und Lachen beim Leser!

Ich möchte gar nicht zu viel von Doris Weg verraten, so etwas soll der Leser schließlich selbst entdecken. Viel mehr möchte ich auf das Setting eingehen, welches in "Das kunstseidene Mädchen" die Weimarer Republik kurz vor der Machtergreifung Hitlers ist. Eine Zeit, die wir zwar mal in der Schule behandelt haben, die uns aber oftmals nur als kurzweilig erscheint, denn wir als Generation des 21.Jahrhunderts wissen, was den Menschen noch bevorsteht. Dorsi jedoch erlebt die Weimarer Republik mit ihren Augen und berichtet uns zum Glück davon, dadurch bekommt man ein ganz anderes Gefühl für diese Zeit, in der alles möglich hätte sein können, doch der Abgrund stets ganz nah war. Einfach unbeschreiblich!

Der Schreibstil ist recht gewöhnungsbedürftig, zumindest für die heutige Zeit. Irmgard Keun lässt Doris Gedanken direkt und ungefiltert auf das Papier fließen, was es manches Mal wirklich schwer gemacht hat, den Inhalt des Abschnittes oder Satzes herauszulesen. Das ist auch tatsächlich der einzige Kritikpunkt meinerseits, denn mit einem anderen Schreibstil wäre dieses Buch innerhalb von 2 Stunden leer gelesen. Dennoch begeistert Irmgard Keun mit ihrem Werk "Das kunstseidene Mädchen" den Leser und überzeugt mit unterschwelligem Humor und einem mit bisher unbekannten Setting.


Fazit:
 Ein Klassiker, der zu Unrecht zu wenig Aufmerksamkeit erhalten hat bisher. Trotz schwierigem Schreibstil konnte mich Irmgard mit einer starken Protagonistin und einem authentischen Setting überzeugen und begeistern. Sicherlich nicht mein letztes Buch von Irmgard Keun aus dieser Zeit.

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208 Bibliotheken, 19 Leser, 0 Gruppen, 97 Rezensionen

liebe, abschiebung, schicksal, usa, new york

The Sun is also a Star.

Nicola Yoon , Susanne Klein , Dominique Falla
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Dressler, 20.03.2017
ISBN 9783791500324
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich habe ganz lange auf "The Sun is also a Star" hingefiebert, nicht nur weil das Buch in den USA ein echter Hit war, sondern auch weil ich Nicola Yoon als Autorin wirklich gut finde, und ihr erstes Buch "Du neben mir" mich bereits begeistern konnte. Doch ich hatte auch Bedenken, denn oftmals können mich zu stark gehypte Bücher nicht immer zu hundertprozent packen, zum Glück war dies hier nicht der Fall, denn "The Sun is als a Star" ist wirklich grandios.
Die gesamte Geschichte spielt an einem einzigen Tag, an dem wohl schlimmsten Tag für Natasha, dem Tag an dem sie abgeschoben werden soll aus den USA. Sie und ihre Eltern sind illegale Einwanderer aus Jamaika und durch einen dummen Zufall ist das nun aufgeflogen, und die Abschiebung wurde für den besagten Tag um 22:00 Uhr festgelegt. Doch Natasha gibt nicht auf, sie ist eine Kämpferin, sie will nicht gehen, aus diesem Land, dass sie ihre Heimat nennt, und in das sie einfach gehört. Ich muss wohl nicht erwähnen, dass ich Natasha direkt mochte, ihre gesamte Art, ihre Sturheit und ihr Wille sind einfach so real und berührend.
Das ganze Gegenteil davon ist Daniel, er ist Koreaer, und bekommt von seinen Eltern schon sein ganzes Leben lang gesagt was er werden soll. Als Daniel und Natasha aufeinandertreffen ist er gerade auf dem Weg zu einem Empfehlungsgespräch um auf der Yale angenommen zu werden. Er soll Arzt werden, aber von wollen ist nicht die Rede, er wäre viel lieber Dichter oder Schriftsteller. Man merkt schnell, das Natasha eher der pragmatische Mensch ist, und Daniel der romantische, manchmal etwas übertrieben, aber durch und durch gefühlvoll. Und gerade weil beide so unterschiedlich sind, und doch irgendwie durch eine Verkettung von Zufällen zueinander finden, ist diese Geschichte so liebevoll und schmerzlich zugleich. Etwas störend fand ich, dass manche Liebkosungen einfach zu schnell und zu heftig waren, wenn man doch bedenkt, dass sich die beiden erst wenige Stunden kennen.
Wie schon bei "Du neben mir" ist Nicola Yoons Schreibstil, Perspektivenwechsel und Spannungsbogen gelungen von Anfang an. Man findet sofort in die Geschichte, und die Angst es könnte langweilig werden, nur einen Tag auf 400 Seiten zu erleben erlischt bereits nach den ersten Kapiteln. Denn Nicola Yoon schreibt aus verschiedenen Perspektiven, inklusive Rückblicke in die Vergangenheit, Momentaufnahmen von Nebencharaktern und Verkettungen die man nicht sofort erkennt, die Geschichte aber beleben. Am Ende werden alle Fäden, wirklich alle, zusammengeführt und die Autorin schafft es einen perfekten runden Abschluss zu schreiben, der voller Herzschmerz ist.
Fazit: Mit "The Sun is als a Star" hat mich Nicola Yoon erneut begeistern können. Die Geschichte lebt von den Protagonisten, den Perspektivenwechseln und den faszinierenden "Aha"-Verknüpfungen zwischen den Charakteren. Vor allem das Ende hat bei mir nochmal für eine ganze Menge Herzklopfen gesorgt. Wer wunderschöne Liebesgeschichten mag, und spannende Dramen mag, ist bei "The Sun is also a Star" genau richtig.

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21 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

BookLess. Wörter durchfluten die Zeit

Marah Woolf , Carolin Liepins
Flexibler Einband: 312 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 20.03.2017
ISBN 9783841504869
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Lucy liebt Bücher! Daher ist ihre Freude groß, als sie als Teil ihres Studiums ein Praktikum in der Londoner Bibliothek machen darf. Doch als sie in das Archiv der Nationalbilbiothek verschoben wird, beginnen auf einmal seltsame Ereignisse ihren Lauf zu nehmen. Die Bücher flüstern Lucy etwas zu, sie reden mit ihr. Aber das allein wäre noch nicht kurios genug, wenn nicht auch noch plötzlich ganze Ausgaben von bekannten Büchern leer wären. nicht ein Wort, und es scheint, als ob die ganze Welt die Bücher vergessen hätte. Lucy erkennt schnell, dass sie handeln muss. Sie muss die Bücher retten! Doch die Zeit rennt ihr davon, denn ihre Feinde sind ihr schon auf der Spur!
Für mich war Lucy von Anfang an eine wirklich sympathische Protagonistin. Sie ist clever, mag Bücher und sie lässt sich nicht so leicht unterkriegen. Sie ist als Waise aufgewachsen und will sich nun bei ihrem Collage das erste Mal beweisen, und zeigen, dass sie sehr wohl alleine zurecht kommt. Doch obwohl Lucy es eigentlich besser wissen müsste, verliebt sie sich und findet endlich die Geborgenheit die sie gern haben möchte. Doch Nathan, das wissen wir aus seinen Erzählungen, ist derjenige, der die Bücher in Angst und Schrecken versetzt. Wieso und warum, dass erfahren wir mit Lucy zusammen im Auftaktband der Reihe.
Nachdem ich vor allem auf den ersten Seiten von Lucy begeistert war, hatte ich danach nur noch Augen für das Setting. Eine Bibliothek inklusive verwirrendem Archiv ist wirklich mal was anderes, und für mich als Bilbiotheksfan genau das Richtige. Die Geschichte lebt von Spannung, es passiert immer irgendwas, doch leider ist es einige mal wirklich vorhersehbar, was passieren wird. Ich hätte mir mehr "Wow"-Wendungen gewünscht, die für Überraschungen gesorgt hätten. Dank des leichten und angenehmen Schreibstils von Marah Woolf, flogen die Seiten nur so dahin, und man gelangt mit Lucy schnell von Kapitel zu Kapitel. Das Ende ist passend für eine Reihe, es verrät nicht alle offenen Fragen, stellt dafür aber neue, und lässt uns Leser nun sehnsüchtig auf den zweiten Band warten.
Fazit: Der erste Band der Bookless-Reihe konnte mich, trotz teilweise vorhersehbarer Stellen und dadurch abflauender Spannung, begeistern. Dank des Settings, des Schreibstils und der Protagonistin fliegen die Seiten nur so dahin und man springt mit Nathan und Lucy von Kapitel zu Kapitel. Ich bin gespannt auf Band 2 und hoffe auf mehr spannende Wendungen und erneut wunderschönes Setting!

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71 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 24 Rezensionen

pferde, jugendbuch, cecily von ziegesar, dark horses, jugendbuc

Dark Horses

Cecily von Ziegesar , Sandra Knuffinke , Jessika Komina , Cornelia Niere
Fester Einband: 418 Seiten
Erschienen bei Beltz, J, 06.03.2017
ISBN 9783407747952
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Merritt ist total am Ende, es scheint als hätte sie alles verloren. Ihre einzige Bezugsperson im Leben, mit der sie rede konnte, ihre Freunde, und letztendlich auch ihren Schulabschluss. Als es erneut eskaliert ziehen ihre Eltern die Reissleine und stecken Merritt in ein Heim für Mädchen, die alle einen schwierigen Hintergrund haben, nach "Good Fences". Merritt hat so gar kein Bock sich einzuleben, und dann wird ihr auch noch ein Pflegepferd zugewiesen, eine Regel in "Good Fences" sieht nämlich vor, dass jedes Mädchen sich um ein Pferd kümmern muss.
Und Merritt ist gänzlich unzufrieden mit "Red", denn der scheint eine kleine Ausgeburt der Hölle zu sein. Er lässt sich nicht reiten, nicht führen und bricht immer wieder aus, weshalb er auch einen gesonderten Stall hat. Dennoch beginnt etwas wunderbares und einzigartiges, denn sobald sich beide aufeinander eingelassen haben, und erkennen, dass niemand anders sie so sehr braucht wie die beiden sich gegenseitig, entsteht eine tiefe und enge Freundschaft zwischen Tier und Mensch.
Schon direkt auf der ersten Seite überrascht mich die Autorin, denn das Buch wird aus zwei Sichten erzählt: aus Merritts und aus Reds. Die Möglichkeit zu lesen und zu erleben, was Red denkt und fühlt, sich in ein Pferd hinein zuversetzen, fand ich absolut spannend und aufregend. Ich finde allein der Umstand, wie gut die Autorin dies gemacht hat, ist schon ein Grund dieses Buch zu lesen. Aber es gibt natürlich noch einige mehr Gründe, warum ihr euch dieses Buch nicht entgehen lassen solltet.
Vor allem die Kombination aus genialem Schreibstil und nicht vorhersehbarer Geschichte hat mich dieses Buch innerhalb von zwei Tagen verschlingen lassen. Ich war gefesselt, schockiert und begeistert von den Wendungen im Buch, und teilweise konnte ich nicht fassen, dass Cecily von Ziegesar bestimmte Elemente und Momente im Buch zu gelassen hat. Vor allem das Ende hat mich ganz viele Nerven und Gefühle gekostet. Ich habe nichts davon kommen sehen und war wie gebannt vom Inhalt.

Fazit: Cecily von Ziegesar hat es geschafft ein Young-Adult-Buch zu schreiben, dass ohne aufgezwunge Liebesgeschichte auskommt, sondern viel mehr auf einer tiefen Freundschaft zwischen Pferd und Reiter setzt, und damit eine einzigartige Geschichte geschaffen. Mit gelungenem Schreibstil aus zwei  Sichten, interessanten und schockierenden Wendungen und einem realistischem Ende, überzeugt dieses Buch auf ganzer Linie.

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

Sattel, Trense, Reiterglück 1: Ein Turnier für vier

Dagmar Hoßfeld
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 13.03.2015
ISBN 9783551650641
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Ich muss gestehen, dass ich am Anfang nicht gedacht hätte, dass diese für jüngere Leser gedachte Geschichte mich doch so fesseln würde. Wie bei jedem Kinderbuch gehe ich immer entspannt an die Sache ran, und erwarte eine einfache und logische Geschichte. Bei "Ein Turnier für Vier" konnte mich Dagmar Hoßfeld, dennoch überraschen.
Die genannten Vier im Titel sind Emily, Benni, Marie und Luca, unzertrennliche Freunde und Pferdeliebhaber. Ihr Freundschaft ist tief verankert, dass merkt man schon auf den ersten Seiten an den Umgang und den Beziehungen untereinander. Ihr Lebensmittelpunkt ist der Reiterhof Bombeerhain, wo sich ihre Pferde und Pflegefohlen befinden. Man wird unmittelbar in die Geschichte gebracht und lernt dann Stück für Stück die Verbindungen kennen.

Jeder der vier Freunde hat seine guten und schlechten Seiten, dass fand ich direktvon Anfang an sehr angenehm und realistisch. Niemand ist zu sehr "überzogen" als Figur, so das eine für ein Jugendbuch passende Stimmung entsteht. Nachdem sie eine alte Freundin auf einem Turnier besucht haben, beschließen die vier Freunde selbst ein Turnier auf dem Brombeerhain zu veranstalten. Nach der anfänglichen Begeisterung müssen sie allerdings lernen, dass sie damit eine hohe Verantwortung tragen. Ob all das klappt und das Turnier ein Erfolg wird, oder gar noch schöne oder böse Überraschungen auf Emily, Benni, Marie und Luca warten, dass müsst ihr dann schon selbst in "Ein Turnier für Vier" nachlesen.
Mit ein "Ein Turnier für Vier" konnte Dagmar Hoßfeld selbst mich, die sonst eher weniger mit Pferden zu tun hat und keine Ahnung vom Turniersport hat, begeistern und eine ordentliche Portion Sympathie schaffen. Dabei war es vor allem der Schreibstil und die nebenbei eingeläuteten Erklärungen, die Kenner des Sports sicherlich nicht stören, aber Unwissende wie mich nebenbei aufklären, ohne das die Handlung stoppt oder verlangsamt wird. Fazit: "Sattel, Trense, Reiterglück" von Dagmar Hoßfeld hat es schon mit dem Auftaktbuch der Reihe geschafft in mir einen kleinen Fan zu gewinnen. Eine gute Mischung aus Pferdegeschichte und Jugendbuch sind die Grundsteine mit denen die Autorin eine schöne Atmosphäre schafft, die aber eben nicht immer Eitel Sonnenschein ist.

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11 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

jon walter, königskinder verla

Mein Name ist nicht Freitag

Jon Walter , Josefine Haubold
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 24.03.2017
ISBN 9783551560209
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Wie fasst mein Buch in Worte, welches eine der schlimmsten Zeiten der USA zeigt. Ein Buch, dass dem Leser entführt in eine Zeit, als nicht jeder Mensch das Recht hatte frei zu sein? Ich finde es unglaublich schwer zu beschreiben, wie ich "Mein Name ist Freitag" finde, was dieses Buch in mir auslöst. Da mir aber das Thema, und das Buch selbst, sehr wichtig ist möchte ich euch "Mein Name ist nicht Freitag" vorzustellen.

In einer kurzen Vorgeschichte erfahren wir von Samuel, wie er und sein Bruder Waisen wurden. Nach einem Umzug ins Waisenhaus beginnt Samuels Geschichte. Samuel war ein interessanter und toller Protagonist, vor allem weil er ganz anders dargestellt wurde, als man es zunächst gedacht hätte. Er ist gehorsam gegenüber Gott, und besonders gut im lesen und schreiben. Diese Information scheint zunächst trivial, ist aber dennoch wichtig, denn "Mein Name ist nicht Freitag" spielt im Bürgerkrieg in den USA. Und zu dieser Zeit ist es nicht üblich, dass ein farbiger Junge schreiben und lesen kann. Eigentlich ist es sogar verboten, und es wird immer zu angezweifelt, dass Farbige dies überhaupt erlernen können, sind sie doch Menschen zweiter Klasse.

Diese Thematik, Unterdrückung der Farbigen, zieht sich durchgängig durch die Geschichte, ist jedoch nicht der primäre Handlungsstrang, denn dieser beschreibt viel mehr, wie ein Junge in den Wirren des Bürgerkrieges versucht seinen Glauben an Gott und seinen Bruder wiederzufinden. Die historischen Fakten im Buch sind wirklich gut recherchiert und haben mir erneut schockierend vor Augen gehalten, wie grausam der Mensch sein kann. Allgemein schafft es Jon Walter durch die naiven Augen eines Kindes, und einem einfachen aber prägnanten Schreibstil, eine einprägsame und erschütternde Reise in die amerikanische Vergangenheit.

Ich möchte nicht zu viel vom Ende verraten, dennoch muss ich sagen, dass ich einige Wendungen und Entwicklungen nicht vorhergesehen habe. Jon Walter wechselt in seiner Erzählung geschickt zwischen Raffungen und Dehnungen, so dass die kleinen scheinbar unbedeutende Momente viel mehr  Beachtung finden, da sie die Thematik des Buches wunderbar einfangen.

Fazit:
Man muss dieses Buch einfach selbst lesen um zu verstehen, was es zu etwas besonderem macht. Der Plot, das Setting, der Handlungsstrang und die vielen, kleinen Hinweise darauf, die die Menschenwürde zur damaligen Zeit keinen Wert hatte, machen dieses Buch zu einem Highlight. "Mein Name ist nicht Freitag" ist ein wirklich gut recherchierter, historisch-fikitonaler Roman, der durch vor allem durch seine Perspektive und seinen Schreibstil brilliert.

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17 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

nordkorea, flucht, biographie, diktatur, südkorea

Meine Flucht aus Nordkorea

Yeonmi Park , pociao , Sabine Herting , Jörn Ingwersen
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 21.11.2016
ISBN 9783442159130
Genre: Biografien

Rezension:

Schon der Titel verrät worum es geht, und das dieses Buch keine leichte Kost werden wird. Yeonmi wurde in Nordkorea geboren und hat am eigenen Leib erfahren, was es heißt, auf sich selbst gestellt zu sein. In ihrer Autobiografie berichtet sie uns von ihrem Weg heraus aus Nordkorea in das Hoffnungsland Südkorea, um endlich frei sein zu können.
Mit einer fast nüchternen Sprache nimmt uns Yeonmi mit und zeigt uns, wie grauenvoll das Leben in Nordkorea ist. Man muss sich dabei immer vor Augen halten, dass diese junge Frau nicht etwas 70 oder 80 Jahre alt ist, sondern ihre Geschichte ist Brandaktuell. Was sie uns mutig  und ehrlich schildert passiert tatsächlich zur Zeit in Nordkorea, um so grausamer und schockierender wirkt ihre Geschichte auf mich. 
Das Buch ist in drei Teile untergliedert, die sich nach den verschiedenen Stationen von Yeonmi auf ihrer Flucht richten. Zunächst wird ihr Leben in Nordkorea beschrieben, besonders schmerzvoll fand ich hier, dass sie teilweise mit ihrer Schwester wochenlang alleine war, in einem kalten Haus, ohne Essen. Als ihr dann endlich die Flucht nach China gelingt beginnt der zweite Abschnitt des Buches, doch leider bietet auch China keinerlei Hilfe für sie. Habe ich schon bei den Beschreibungen und Erzählungen in Nordkorea "schlucken müssen", so war für mich die Behandlung der Flüchtlinge aus Nordkorea in China umso schrecklicher, wenn man bedenkt, was diese vorher durchgemacht haben. Und selbst als Yeonmi endlich Südkorea erreicht, die Staatsbürgerschaft erhält, und ihr Leben wirklich beginnen kann, geht es ihr immer noch schlecht. Denn selbst wenn sie frei ist, hat sie einfach kein Geld um sich einen gewissen Standard zu leisten, für sie bedeutet es erneut, arbeiten bis zum Umfallen, und das Beste aus sich zu machen.
Ich bewundere Yeonmi Park für ihre ehrlichen Worte in ihrer Autobiografie, sie ist stark und mutig. Ab und an wirkte das Buch unglaublich nüchtern und unnahbar im Schreibstil. Ich vermute aber, dass dies vor allem dadurch entsteht, dass Yeonmi schon selbst früh erkannt hat, dass sie genau das sein muss: unnahbar und verschlossen. Eine wirklich mutige Frau, die uns allen die Augen öffnet, und zeigt, dass wir viel glücklicher mit unserem Leben sein sollten, denn wir sind frei!

Im folgenden noch ein Video, welches der Goldmann Verlag als Trailer zur Verfügung stellt, und in dem sich die wohl bekannteste Rede von Yeonmi Park wiederfindet. 

Fazit: Jeder, wirklich jeder, sollte dieses Buch lesen, um zu verstehen, was es bedeutet, dass wir das Glück haben in unserem Land geboren und aufgewachsen zu sein. Wir sind frei, wenn wir geboren werden, wir dürfen uns frei entfalten, alles werden was wir möchten, und selbstbestimmen. Wir haben Essen, Trinken, Strom und fließendes Wasser. Sollte man jemals an den Punkt kommen, an dem man denkt: "Wieso ist die Welt so unfair zu mir?", dann denkt an die armen Kinder in Nordkorea, die so viel weniger von dieser Welt, von ihrem Leben, haben.

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566 Bibliotheken, 21 Leser, 1 Gruppe, 17 Rezensionen

jace, schattenjäger, clary, finale, dämonen

City of Heavenly Fire

Cassandra Clare , Franca Fritz , Heinrich Koop
Flexibler Einband: 896 Seiten
Erschienen bei Arena, 04.07.2016
ISBN 9783401505695
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich habe sehr lange gebraucht, oder auch gewartet, bis ich mich dem Abschlussband der Chroniken der Unterwelt-Reihe gewidmet habe. Lange habe ich gedacht, dass der Abschlussband meinen Anforderungen niemals entsprechen könnte, und dann wollte ich einfach nicht das letzte Stück der Reihe kennen, weil es dann vorbei wäre. Aber irgendwann muss man sich der "Angst" stellen, und ich muss gestehen, ich wurde nicht enttäuscht.
Das Setting und die Protagonisten sind bekannt, hier gab es kaum Neuigkeiten, was aber nicht stört, denn es ist toll in bekannte Welten abzutauchen. Cassandra Clare hat es aber auch geschafft, ihr Universum um ein paar neue interessante Plätze zu erweitern. In Sachen Charakterentwicklung gibt es auch noch einiges Potenzial welches die Autorin aufgreift. Manchesmal fand ich neue Züge an den Charakteren leicht überspitzt, aber insgesamt mochte ich sie.
Den wohl größten Schockmoment hat mir Simon verpasst, und wer den Band kennt wird mir zustimmen, denn durch seine Taten und seinen Willen hat er es geschafft, über die sechs Bände vom "Typen von nebenan" zum "Retter der Welt" zu werden, der uns dann das Herz bricht, und zwar auf die wohl rührendsten Art die es gibt. Hier hat mich Cassandra Clare nochmal komplett überrascht, und vor allem fand ich die Idee toll und sie stellte einen tollen Twist-Plot dar.
Obwohl auch dieser Band eine ordentliche Anzahl an Seiten hat, fliegen diese nur dahin. Man liest sich rasant durch die Geschichte und die Spannung steigt zunehmend bis zum wirklich gelungenen Finale. Es hat Spaß gemacht die Reihe zu lesen, dennoch bin ich nun traurig, dass sie vorbei ist. Zum Glück liefert uns Cassandra Clare neue spannende Romane.

Fazit: Ich möchte zu einem Abschlussband immer nur bedingt ein paar Aussagen treffen, viel mehr möchte ich jedem, der die Chroniken der Unterwelt noch nicht kennt, die gesamte Reihe ans Herz legen. Lasst euch von der möglichen Seitenzahl nicht abschrecken, denn die Geschichte rund um Clary, Jace und Simon ist einfach toll, spannend und romantisch.

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156 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 45 Rezensionen

hexen, prophezeiung, freundschaft, magie, jugendbuch

Die Prophezeiung der Hawkweed

Irena Brignull , Sibylle Schmidt
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 16.03.2017
ISBN 9783737354240
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Eine Prophezeiung, zwei Mädchen und eine böswillige Hexe. Das ist der Stoff aus dem Irena Brignulls Buch gemacht ist, und der wie ich finde, eine sehr gute Grundlage bildet. Poppy und Ember wären wenige Sekunden nach ihrer Geburt durch einen Zauber vertauscht. Die Mädchen sind Außenseiterinnen und haben immer das Gefühl nicht dazu zugehören, bis sie sich eines Tages begegnen und ineinander die besten Freundinnen entdecken. Doch ihr Glück dauert nicht lange an, denn ein böses Omen liegt über dieser Freundschaft.

Ich muss wirklich gestehen, dass mich die Klappentext und die Idee total begeistert haben, mich aber ein paar Szenen bei der Umsetzung gestört haben. Zunächst lernen wir über einen kurze Vorgeschichte Raven kennen, sie ist diejenige die für den Austausch von Poppy und Ember verantwortlich ist. Denn sie fürchtet, dass ihre Tochter nicht die Hexenkönigin werden wird, wenn ihre Schwester ihr Mädchen zur Welt bringt. Die Prophezeiung der Hawkweed sagt nämlich voraus, dass eine der beiden Schwestern einmal die neue Hexenkönigin bekommen wird, und somit den Clan wieder zu neuer Macht verhilft. Nach dieser Einleitung wechseln wir in die Gegenwart und erleben wie Poppy und Ember in ihrem Umfeld, mit all ihren Höhen und Tiefen. Ich fand die Lebensgeschichten der Mädchen wirklich ergreifend, man merkt einfach, dass sie sich in ihrer Haut nicht wohlfühlen. Umso verwirrender fand ich, wie schnell die beiden Freundinnen werden, wie schnell sie zu dem jeweils Anderen Vertrauen aufbauen.

Der Verlauf ist fast durchgängig spannend, mit einem Wechsel zwischen der Geschichte zur Prophezeiung und einer Liebesgeschichte. Denn in Poppys Leben tritt auf einmal Leo, ein Straßenjunge der ihr total den Kopf verdreht. Zwar mag ich die Dynamik die Leo in die Geschichte bringt, allerdings hätte ich mir gewünscht, dass er eine wichtigere Rolle spielt, als nur den Jungen der die Mädchen verzaubert. Zwar bekommen die Frauen in "Die Prophezeiung der Hawkweed" dadurch eine hohe Machtstellung, aber irgendwie hätte ich mir doch mehr erhofft von Leos Rolle.

Die Geschichte rund um die Prophezeiung fand ich ganz spannend gestaltet. Die Lebensweise, die Brutalität und Geschichte der Hexen war wirklich gut beschrieben, vor allem die schonungslosen Ansichten zu den Unwerten, also den nicht-magischen Menschen, waren schockierenden interessant. Zum Ende spitzt sich der Konflikt rund um die Hexenkönigin zu, und man wollte auf den letzten Seiten das Buch nicht weglegen.


Fazit:
Die Idee von "Die Prophezeiung der Hawkweed" fand ich grandios, allerdings hat mir die Umsetzung nur teilweise gefallen. Die Geschichte zur Hawkweed-Prophezeiung war auch gelungen und spannend, leider muss sich gestehen, dass mir die Freundschaft zwischen Ember und Poppy zu schnell kam, und zudem die Liebesgeschichte zu wenig Verbindung zu Hauptgeschichte hatte.

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

toris, pferde, schule, lustig, milchmann

Ein Pferd namens Milchmann

Hilke Rosenboom
Flexibler Einband: 137 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 17.02.2012
ISBN 9783551310972
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Ich plädiere dafür, dass jeder Erwachsene wenigstens einmal im Monat ein Kinderbuch liest, um daran erinnert zu werden, wie es ist die Welt mit Kinderaugen zu sehen. Besonders dafür geeignet ist das Buch "Ein Pferd namens Milchmann". Es zeigt auf ganz eigenen Art und Weise, das Kinder die Welt oftmals einfacher und schöner begreifen als Erwachsene.
Worum gehts? An einem ganz normalen Morgen kann Herman seinen Augen nicht trauen. Auf der Terrasse steht ein Pferd, ein echtes, lebendiges Pferd. Und plötzlich sind Fieber und Angst vor dem Diktat vergessen, denn so ein Pferd taucht ja nicht plötzlich aus dem Nichts auf oder? Herman versucht nun hinter das Rätsel zu gelangen, woher Milchmann, so hat er das Pferd getauft, gekommen ist, und wie er ihn retten kann. Dabei stehen ihm viele skurrile Situationen bevor, egal ob mit der neugierigen Nachbarin, dem Yogateppich seiner Mutter und dem grimmigen Mathelehrer. Ständig ist Herman darum bemüht Milchmann zu retten und ihm nur das Beste zukommen zu lassen. 
Mit viel Fantasie und der richtigen Brise an Kinderwitzen, schreibt Hilke Rosenboom "Ein Pferd namens Milchmann", und trifft damit genau meinen Geschmack für ein Kinderbuch. Direkt mit Milchmanns erstem Auftritt fragt sich sowohl der Leser als auch Herman woher denn nur dieses Pferd kommt, und was man damit nun machen soll. Als dann auch noch Verbrecher auftauchen ist der Spannungsbogen komplett und man bangt und zittert, und hofft auf ein gutes Ende.

Einen großen Pluspunkt bekommt das Taschenbuch von mir wegen der tollen Illustrationen im Buch, und dem wohl, unbewusst witzigsten, besten Freund seit langem in einer Geschichte: Babir. Immer was zu Essen dabei, stets Fragen im Kopf, aber leider kaum passende Antworten, dennoch steht er Herman zur Seite, und kaut dabei leise vor sich. Ich muss gestehen, dass mich das Dreiergespann aus Milchmann, Herman und Babir immer wieder hat schmunzeln lassen beim Lesen!


Fazit:
Für Kinder ab 8 Jahren, so die Empfehlung vom Verlag, ist dieses Buch auf jeden Fall ein kleines Lesevergnügen. Mit der richtigen Mischung aus Spannung, Humor und Ernsthaftigkeit schafft es Hilke Rosenboom die kleinen und großen Leser zu begeistern.

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181 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 25 Rezensionen

rhiannon thomas, märchenadaption, dornröschen, hundertjähriger schlaf, fluch

Ewig - Wenn Liebe erwacht

Rhiannon Thomas , Michaela Kolodziejcok
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 23.02.2017
ISBN 9783737354691
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Was passiert eigentlich wenn die schlafende Prinzessin erwacht? Der Prinz steht vor ihr, und dann? Genau dieser Frage widmet sich Rhiannon Thomas und erzählt Auroras Geschichte weiter, genau an der Stelle, wo doch sonst das wunderbare Märchen aufhört. Dabei widmet sich die Autorin der Frage, was denn eigentlich passiert, wenn die Prinzessin den Prinzen eigentlich gar nicht will.
Unsere Ich-Erzählerin und Protagonistin Aurora ist geschockt, denn sie erwacht und alles ist anders. Es sind hundert Jahre vergangen, ihre Eltern sind tot, und sie vollkommen allein. Orientierungslos steht sie da und soll nun diesem Prinz Rodric vertrauen, der angeblich ihre wahre Liebe ist, schließlich hat sein Kuss sie geweckt. Doch Aurora legt von Beginn an eine rebellische Ader an den Tag, und entscheidet sichdafür ihren eigenen Kopf einzusetzen. Diesen Zug mochte ich an Aurora sehr, auch wenn sie sich dadurch oftmals sich und Andere in Schwierigkeiten bringt, macht sie diese Eigenschaft real und nah. Jeden Schritt den sie ging und jede Frage die sie sich fragt, habe ich nachvollziehen können.
Neben Aurora wird die Geschichte durch die anderen Charakter gefüllt, besonders Rodric und seine Schwester Isabelle konnten mich begeistern. Allerdings fand ich es schade, dass die böse Fee Celestine bisher so wenig Spielraum bekommen hat, hier hoffe ich auf den zweiten Band der Dilogie. Der Zwist zwischen dem König und den Rebellen, die es in jedem guten Königreich gibt, stellte hier den spannenden Teil der Geschichte dar. Die Dynamik entsteht vor allem dadurch, dass er herzlos erscheint und somit den Antagonisten für die Geschichte darstellt. 
Ich finde die Idee von Rhiannon Thomas absolut gelungen und schön umgesetzt. Ich mochte die Charakterzüge der Darsteller in der Geschichte, und vor allem Aurora war mir sofort sympathisch. Die Geschichte liest sich flüssig und leicht, lediglich einmal hatte ich das Gefühl, dass die Geschichte nicht vorwärts geht, aber bereits nach wenigen Seiten gab es die entscheidenden, spannenden Züge. Ich freue mich schon auf den Abschluss der Dilogie.

Fazit:
Wer sich schon immer gefragt hat, wie es mit Aurora nach dem Kuss der wahren Liebe weite geht, der sollte unbedingt zu "Ewig: Wenn die Liebe erwacht" greifen. Allerdings darf keine pure Romantik erwartet werden, stattdessen begegnet die Autorin uns mit feminsitischen Zügen und kann damit den Leser überzeugen. Schade fand ich, dass Celestine bisher weniger Präsenz hatte, aber ich hoffe, dass sich das mit dem zweiten Band noch ändert.

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1.318 Bibliotheken, 42 Leser, 2 Gruppen, 242 Rezensionen

dystopie, flawed, cecelia ahern, jugendbuch, fehlerhaft

Flawed – Wie perfekt willst du sein?

Cecelia Ahern , Anna Julia Strüh , Christine Strüh
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 29.09.2016
ISBN 9783841422354
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Wie sieht unsere zukünftige Welt aus? Was ändert sich, und was behalten wir bei? Genau solchen Fragen stellen sich Autoren, die eine Dystopie schreiben. Cecelia Ahern kennen wir eigentlich aus dem Bereich der Romane mit starkem Frauen und Irland Bezug. In ihrer ersten All-Age-Dystopie entführt sie uns in eine mögliche Zukunft die erschreckend ist. Gelungen ist ihr dieser Wechsel auf jeden Fall, auch wenn ich ein paar Dinge zu bemängeln habe.
Fangen wir aber ganz vorne an, das Cover ist an das englische Cover angelehnt, wobei ich sagen muss, dass mir der Bezug zur Geschichte irgendwie gefehlt hat. In der englischen Version ist dieser durch umkreiste F mehr vorhanden, aber ein Cover ist kein Grund ein Buch nicht zu lesen. Zwischen den Buchdeckeln erwartet uns eine Ich-Erzählung der Protagonistin Celestine die in einer Art Vorort wohnt und ein unbeschwertes Leben führt. Sie ist klug, beliebt und mit dem Schwarm der Schule zusammen. Ihre Familie ist glücklich, alles scheint perfekt, bis zu dem Tag als die Sirene ertönt.
Die Sirene verkündet die Whistleblower, jene "Schutzpolizei" der Gilde, die die Fehlhaften der Gesellschaft abholt und vor das Gericht stellt. Die Fehlerhaften sind keine Verbrecher, dass wird oft genug betont, sie haben sich lediglich etwas zu schulden kommen lassen, was der Gesellschaft, also der Gilde, nicht passt. Wird man vor dem Gericht der Gilde als schuldig gesprochen erhält man entsprechend dem fehlerhaften Verhalten eine Brandmarkung in Form eines umkreisten Fs. Wo diese Brandmarkung gesetzt wird hängt von dem vorgeworfenem Verhalten ab, welches man begangen hat, so ist z.B. eine Brandmarkung auf der Zunge dann notwendig, wenn man gelogen hat. Unabhängig von der Gilde funktioniert die Gesellschaft in der Celestine lebt genau wie unsere, nur die Fehlahften werden als Menschen zweiter Klasse behandelt.
Es ist klar, was passieren wird, Celestine begeht eine fehlerhafte Tat, die in den Augen von ihr, und auch vom Leser nicht als fehlerhaft angesehen wird. Es kommt zum Prozess und sie erhält ihre Brandmarkung, und danach dreht sich ihr komplettes Leben um. Die Geschichte von "Flawed" erzählt nun, wie Celestine mit diesem Leben zurecht kommt, und wie sich langsam eine Art Rebellion gegen das System der Gilde bildet. Ich muss gestehen, dass ich manche Handlungen und Gefühlsregungen von Celestine nicht nachvollziehen kann, denn einerseits wird sie stets als klug und smart dargestellt, andererseits reagiert sie dann aber absolut unpassend dafür. Dennoch liefert Cecelia Ahern hier einen spannend und interessanten Dilogie-Auftakt, der den Leser fesselt und eine neue interessante dystopische Welt zeichnet.

Fazit: Mit "Flawed" zeigt Cecelia Ahern, dass sie fernab von Belletristik auch Dystopien schreiben und erschaffen kann, die spannend und interessant sind. Die Entwicklungen in der Geschichte waren nachvollziehbar, die Protagonistin angenehm und das Setting mal was anderes. Ein paar Mängel sehe ich bei manchen Entscheidungen von Celestine, dennoch werde ich auch den zweiten Band der Dilogie verschlingen, dafür ist die Spannung einfach zu groß.

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Ponyherz 1: Anni findet ein Pony

Usch Luhn , Franziska Harvey
Flexibler Einband: 128 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 12.01.2016
ISBN 9783551314505
Genre: Kinderbuch

Rezension:

"Ponyherz - Anni findet ein Pony" ist der Auftakt zur wunderbaren Reihe von Usch Luhn bei Carlsen. Ich muss gestehen, dass ich etwas weniger Pferdevernarrt bin als Anni in Ponyherz, dennoch konnte mich Ponyherz begeistern, vor allem durch seine wunderschöne Geschichte. Es ist denke ich klar, dass sich dieses Buch besonders an die jungen Leser richtet.
Anni wünscht sich ein Pony, so wie sicherlich viele junge Mädchen in ihrem Alter. Nach einem Umzug aufs Land muss sie ganz von vorne anfangen, was an sich kein Problem wäre, wenn nicht die fiesen Mädchen die es scheinbar auf sie abgesehen haben. Doch zum Glück gibt es auch ein paar Lichtblicke. Wie ihre Meerschweinchen, die wirklich putzig sind oder auch Lorenz, dessen Großvater der ortsansässige Reiterhof gehört. Und natürlich Annis große Leidenschaft: das Zeichnen. Heimlich zeichnet sich ihre eigene Geschichte zu Ponyherz, dem Pony dass sie so gern hätte.
Ich fand die Kombination aus realistischen und zauberhaften Elementen wirklich gelungen, als dann nämlich das gezeichnete Pony Ponyherz tatsächlich auftaucht schlägt das Herz von Anni deutlich höher. Auch die Zeichnungen zwischen durch, die die Geschichte aufgelockert haben, waren gelungen und angenehm. Ich denke vor allem junge Leser werden sich bei dieser Geschichte sehr aufgehoben fühlen. Neben der Hauptgeschichte werden nämlich auch wichtige und interessante Fragen zum Leben mit dem Pferd gestellt und auch beantwortet.
Ich denke die Reihe zu Ponyherz liefert genügend interessante und spannende Themen für junge Leser und junge Leserinnen. Durch die leichte Wortwahl und die zielgerichtete Storyline kommt man auch sehr gut vorwärts und das Lesen fällt leicht.

Fazit: Ein toller Auftakt zur Reihe rund um "Ponyherz", die mich als junge Leserin auf jeden Fall packen könnte. Annis Einstellung zu Ponys und zur Lebenssituation sind positiv und motivieren den Leser an der Geschichte dran zu bleiben und Anni begleiten zu wollen. Ihre selbsterfundene Geschichte zu ihrem Comic "Ponyherz" ist dann noch ein echtes kleines Highlight innerhalb des Buches. Für junge Leser genau das richtige!

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 7 Rezensionen

kinderbuch, unsichtbarer freund, familie, kindheit, kinderbuc

Kasimir Karton - Mein Leben als unsichtbarer Freund

Michelle Cuevas ,
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei FISCHER KJB, 23.02.2017
ISBN 9783737340465
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Kasimir und Fleur sind Geschwister, Zwillinge um genau zu sein. Sie teilen sich alles, machen alles gemeinsam und sind so auch die besten Freunde. Doch irgendwann beschleicht Kasimir das Gefühl, dass etwas nicht stimmt, denn irgendwie scheinen ihn alle zu hassen und  zu ignorieren, außer Fleur. Er versucht herauszufinden woran es liegen könnte das alle, sogar der Dackel, ihn hassen und stellt dann fest, dass er eigentlich unsichtbar ist. Von da an begibt sich Kasimir auf Abenteuer und versucht herauszufinden wie es ist ein unsichtbarer Freund zu sein und vor allem, ob es möglich ist sichtbar zu werden.
Die Geschichte teilt sich in zwei Teile, zunächst geht es darum, das Kasimir erkennt was er ist, also ein unsichtbarer Freund. Und der zweite Teil befasst sich vor allem damit, was für Abenteuer Kasimir erlebt. Ich muss gestehen, dass ich den ersten Teil beim Lesen sehr interessant fand und mit Kasimir mitgefühlt habe. Beim zweiten Teil hätte ich mir viel mehr Inhalt gewünscht. Mehr Abenteuer von Kasimir Karton und sein Leben als unsichtbarer Freund, in all seinen Formen und Eigenschaften. Diese Geschichten fand ich so süß und interessant, schade, dass die Autorin da bereits zeitig aufgehört hat. 
Kasimir Karton war mir als Protagonist von Anfang an sehr sympathisch, ich mochte seine Art mit der Situation umzugehen, und er wirkte zu jeder Zeit für mich als Leser real und menschlich. Manchesmal musste ich mich daran erinnern, dass er ein unsichtbarer Freund ist. Das Konstrukt um die Geschichte herum, welches Michelle Cuevas schafft, ist interessant und fantasievoll. Wie schon erwähnt findet dieses Konstrukt vor allem im zweiten Teil Anklang, da wir dann in die Welt der unsichtbaren Freunde eintauchen. 
Die Idee von "Kasimir Karton" finde ich grandios, ich mag es, wenn mit kindlicher Fantasie geschrieben wird und man sich einfach selbst fragt, was genau denn nun wahr und falsch ist. Die Umsetzung hat mir nicht zu 100 % gefallen, da ich finde, man hätte Kasimir viel mehr Abenteuer erleben lassen soll, vielleicht zugunsten der Einführung zur Geschichte, denn als Leser weiß man bereits, das Kasimir ein unsichtbarer Freund ist. Das Ende hat mich dann erneut sehr tief berühren können, sie wie es ganz oft bei Kinderbüchern ist. Zwischendurch hatte ich sogar den Gedanken, dass Michelle Cuevas ihren eigenen, ehemaligen, imaginären Freund beschreibt. 

Fazit: Erneut hat es ein Kinderbuch auf seine ganz eigenen Art geschafft, mich zu berühren. Ich mochte das Weltenkonstrukt der Autorin und die Charaktergestaltung. Lediglich inhaltlich hätte man mehr machen können, mehr Abenteuer, mehr von Kasimir Karton. Das Ende wiederum hat mich auf wunderbare Weise berührt.

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545 Bibliotheken, 22 Leser, 2 Gruppen, 182 Rezensionen

götter, götterfunke, marah woolf, griechische mythologie, jugendbuch

GötterFunke. Liebe mich nicht

Marah Woolf
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Dressler, 20.02.2017
ISBN 9783791500294
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Schon beim Anblick von "Götterfunke - Liebe mich nicht" ist man absolut gebannt von dem Buch. Der leichte Schimmer, der leider nicht ganz auf dem Bild sichtbar ist, und die Farbgebung finde ich wirklich gelungen. Einzig die Frau auf dem Cover stört mich etwas, denn sie entspricht so gar nicht meiner Vorstellung von Jess, aber das ist denke ich Geschmackssache.
Kommen wir zum wirklich wichtigen Teil, dem Inhalt zwischen den Buchdeckeln. Ich kann direkt zu Beginn sagen, dass mich die Idee überzeugt hat und ich schnell in die Geschichte gefunden habe. Das liegt zunächst an Marah Woolfs angenehmen Schreibstil, aber auch daran, dass ich wirklich gespannt war, wie sich das Thema Götter und Liebe verbinden lässt in einem irdischen Spielraum. Unsere Protagonistin Jess ist 17 Jahre alt und hat es nicht leicht zur Zeit, durch schwierige Schicksalschläge in der Vergangenheit hat sie fast den Halt verloren und hofft im Sommercamp etwas entspannen zu können, um alle Sorgen zu vergessen. Dadurch war es für mich absolut nachvollziehbar, dass sie eher introvertiert ist und sich selbst auch gar nicht mehr wertschätzen kann. Wenn dann auch noch ein Gott wie Cayden auftaucht, der eine echte magische Anziehung hat, gerät eben alles in Aufruhr was an Hormonen da ist.
Mit Jess zusammen kommt auch Robyn ihre eigentlich beste Freundin ins Sommercamp. Aber wie schon zu vermuten ist an dem Zusatz "eigentlich" war mir Robyn nicht wirklich sympathisch, sie war für mich von Anfang an das verzogene Püppchen. Sie legt so viele negative Eigenschaften an den Tag, dass es vielleicht schon etwas auffällig ist, aber jeder gute Protagonist brauch eben einen Antagonisten und in diesem Fall war das für mich eindeutig Robyn. Aber natürlich gibt es auch smarte und sympathische Nebenchrakter in "Götterfunke - Liebe mich nicht". Da wären zum Beispiel Apoll und Athene, die beiden Götter die zusammen mit Prometheus, also Cayden, auftreten. Zusammen mit Josh und Leah bilden diese Fünf ein wirklich gutes Gespann um die Hauptstory voran zu treiben. Insgesamt hat aber jeder der Protagonisten noch Potenzial zur Entwicklung, ich hoffe und denke, dass hier die Fortsetzungen einiges hergeben werden.
Neben der Liebegeschichte geht es natürlich auch um die griechische Mythologie, die finde ich im Buch nicht zu kurz kommt. Es werden Legenden und Geschichten erzählt, die sicherlich nicht jeder kennt, genau so werden auch Begriffe und Namen im Zusammenhang erläutert, und bei Bedarf kann man auch im Glossar nachschauen, welches sich hinten im Buch befindet. Dort gibt es übrigens auch einen sehr nützlichen Stammbaum, der die ein oder andere Frage nach der Vernetzung der Protagonisten klärt. Insgesamt ist die Verwebung von griechischer Mythologie und Liebesgeschichte für ein Jugendbuch wirklich sehr gut gelungen. 

Fazit:
Mit "Götterfunke - Liebe mich nicht" ist Marah Woolf ein wirklich guter Auftakt zu einer Trilogie gelungen, der uns in die Liebesgeschichte und die griechische Mythologie einführt. Ich mochte die Protagonisten, die ihrem Alter entsprechend manchmal überstürzt gehandelt haben, dennoch ist mir, bis auf Robyn, jeder ans Herz gewachsen. Ich bin wirklich gespannt wie die Fäden in den Fortsetzungen weiter gesponnen werden und kann es eigentlich kaum Abwarten dank des offenen Endes.

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Trau dich, Koalabär

Rachel Bright , Pia Jüngert , Jim Field
Fester Einband: 32 Seiten
Erschienen bei Magellan, 18.01.2017
ISBN 9783734820281
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Mit "Trau Dich Koalabär" kommt das zweite Kinderbuch von Rachel Bright und Jim Field im Magellan-Verlag, und es ist mindestens genau so süß. Die Grundidee ist leicht erzählt, es geht um Kimi, ein Koalabär der zu viel Angst hat um seinen Baum zu verlassen. Er lebt dort aber auch ziemlich gemütlich, hat alles nah bei der Hand und braucht gar nicht auf den Boden zu kommen, vor dem er so viel Angst hat. Natürlich kommt dann alles anders als gedacht und Kimi muss sich seiner Angst stellen.
Das Buch liegt wirklich gut in den Händen, es ist groß genug damit sowohl Kind als auch Vorleser das Vergnügen haben der Geschichte zu folgen. Die unterschiedlichen Perspektiven und Bildaufteilungen stellen einen gelungen Grafikakzent dar, der Spaß macht und jede Seite in einen neuen Licht darstellt. Vor allem die Zeichnungen und die Tiere waren wirklich wunderbar illustriert und kamen sofort bei meinem Neffen sehr gut an. Auch ich habe mich direkt in Kimi verliebt und war verzaubert.

Die Versform im Buch macht das Vorlesen zu einem wirklichen Highlight, und durch Lautmalerei auch zu einem lustigen Erlebnis. Die Moral am Ende, sich zu trauen und festzustellen, dass man eben doch kann, ist toll dargestellt, und Kimi übermittelt die Botschaft auf eine zuckersüße Art. Wie schon angesprochen ist durch die Versform und die einfache Wortwahl das Buch sicherlich nicht nur zum Vorlesen, sondern auch zum ersten Lesen, sehr gut geeignet.

Fazit:
Ich hatte mit Kimi dem Koalabär sehr viel Spaß, und das Buch wird sicherlich auch meinen Neffen in den nächsten Jahren beim erneuten Vorlesen ein Lächeln auf die Lippen zaubern. Die Farben und Zeichnungen sind Naturnah, aber dennoch verspielt. Die Versform ist gut gelungen und die Moral am Ende ist für Groß und Klein verständlich.

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64 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 13 Rezensionen

pädophilie, missbrauch, biographie, biografie, familie

Tiger, Tiger

Margaux Fragoso , Andrea Fischer
Fester Einband: 463 Seiten
Erschienen bei Frankfurter Verlagsanstalt, 07.03.2011
ISBN 9783627001728
Genre: Biografien

Rezension:

"Tiger, Tiger" ist ein Buch, für das man ein gutes Nervenkostüm braucht, denn es handelt sich dabei um einen autobiografischen Roman, und Margaux Fragosos Leben ist nicht voll von Blumen und schönen Erinnerungen. Bereits im Vorwort erfahren wir, wohin sich die Geschichte entwickeln wird, dennoch beobachtet man als Leser schockiert und entsetzt die Lebenstationen von Margaux und vor allem ihr wirklich krankhaftes Verhältnis zu Peter. 
Am Anfang werden wir in die Lebensverhältnisse von Margaux eingeführt. Sie wohnt als Einzelkind zusammen mit ihrer depressiven Mutter und ihrem arbeitswütigem Vater zusammen. Schon allein dieses Familienbild hat auf mich keinen guten Eindruck gemacht, Margaux wird dort schon als Kind viel zu viel Druck ausgesetzt, sie ist ein Tauseil zwischen ihren beiden Elternteilen und leidet darunter. Da sie aber nun mal ein Kind ist, kann sie damit nicht wirklich umgehen, und genau an dieser Stelle, als man das Gefühl hat, sie ist verlassen und allein, tritt Peter in ihr Leben. 
Und Peter ist der wohl fragwürdigste Charakter, denn ich seit langem in einem Buch erlebt habe, denn Peter ist Mitte fünfzig und hat pädophile Neigungen. Zwar wissen wir davon bereits durch das Vorwort, dennoch hatte ich beim Lesen oft schreckliche Bilder im Kopf, bei denen man auch einfach mal das Buch weg legen muss. Wie schon erwähnt ist dieses Buch, vor allem durch die Beziehung von Peter und Margaux wirklich nichts für schwache Nerven, man muss einfach mit allem rechnen.
Unabhängig davon, wie schlimm die Geschehnisse sind, hat Margaux Fragoso mit ihrem Buch "Tiger, Tiger" eine Autobiografie niedergeschrieben, die skandalös ist, aber auch die Augen öffnet. Sie hat so viel schreckliches erlebt und durchgemacht, und dennoch sind ihre Gefühle nicht immer logisch oder rational. Sie schafft es, sowohl ihre Gefühle zu beschrieben , die Taten nochmal zu durchleben, und dennoch auf eine verquere Art Sympathie für den Mann zu schaffen, der sie als Kind vergewaltigt hat. In dem sie diesen Schritt geht, und offen über ihre Gefühle, ihre Liebe und Verbindung redet, wird klar, dass eine solche pädophile Neigung vielschichtiger ist als man es sich als Außenstehender vorstellen kann.
Ich möchte an diesem Punkt dennoch darauf hinweisen, dass dieses Buch keine Befürwortung solcher Neigungen darstellt, in ihrem Nachwort distanziert sich die Autorin auch klar davon, und macht deutlich, dass das Rechtssystem viel eher reagieren und arbeiten muss, um die jungen Leben zu schützen, und den Kindern ein sicheres Umfeld zu geben.
Fazit: Margauxs Worte sind ergreifend, erschüttern und schockierende, aber auch ehrlich und aufrichtig. Obwohl mich viele Szenen und Ereignisse im Buch regelrecht angeekelt und entsetzt haben, ist es eine Autobiografie die wichtig ist, um zu verstehen. Auf ihre Art und Weise ist Margaux eine moderne Lolita, die nun auch endlich zu Wort kommen darf, um aufzuzeigen, wie Schmal der Grad zwischen Liebe und Hass wirklich ist. Eine Autobiografie, die lange im Gedächtnis bleibt und zum Nachdenken anregt.

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19 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

familie, jugendbuch, leben, sterben

Pusteblumentage

Rebecca Westcott , Barbara Lehnerer
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 10.02.2017
ISBN 9783423761659
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mit "Pusteblumentage" hat mich Rebecca Westcott absolut überrascht, niemals hätte ich damit gerechnet, dass mich die Geschichte so sehr begeistern könnte. Die Geschichte, erzählt von Liv in der Ich-Perspektive, beginnt bei einem "Davor"-Moment, bei dem wir noch nicht wissen, was es ist. Liv ist 12, bald 13, und macht gerade die bekanntlich schwierige Phase durch. Sie merkt, dass sich die Menschen um sie herum verändern, und auch sie selbst möchte gern erwachsen werden. Da kommt plötzlich ihre Mutter auf die Idee, ihr einen BH zu kaufen. Dabei fühlt sich Liv dazu noch nicht bereit, doch irgendwie scheint es ihrer Mutter total wichtig zu sein, dieses Erlebnis mitzumachen. Schnell wird Liv klar, dass irgendwas nicht stimmt, doch mit dem was dann passiert kann sie einfach nicht umgehen.
Schon am Anfang ist relativ deutlich, wohin sich die Geschichte entwickelt, dennoch hofft man auf eine Wendung. Mit dieser traurigen Stimmung muss Liv versuchen umzugehen, und ich muss gestehen, Rebecca Westcott hat hier ein wirklich Händchen dafür bewiesen, die Gedanken und Gefühle einer 13-Jährigen zu verarbeiten. Ganz oft möchte man beim Lesen Liv packen und schütteln, weil sie eben typisch Teenager zu erst an sich denkt, bevor sie ihre Umwelt begreift. Trotz allem ist Liv ein Gefühlsmensch, der mit einer schrecklichen Nachricht umgehen muss, und genau deshalb schafft sie es in das Herz der Leser.
Wie bei allen Büchern, bei denen klar ist, wie sie enden werden, interessiert uns als Leser vor allem der Weg dorthin, sowie die Dynamik, die in der Geschichte mitwirkt. Und hier schafft es die Autorin mich als Leserin zu überraschen und eben auch zu rühren mit den Gedanken von Liv. Unabhängig von den Momenten mit ihrer Mutter, muss Liv auch ihren großen Bruder beaufsichtigen, der durch eine psychische Störung mehr Aufmerksamkeit bedarf. Auch hier fand ich Liv wieder sehr realistisch dargestellt, ihre wechselten Gefühle sind authentisch und entsprechend eines jungen Mädchens.
Abschließend sei noch erwähnt, dass der Schreibstil und die Übersetzung wirklich gelungen sind, und eben entsprechend für ein Jugendbuch. Und auch für den "erwachsenen Leser" hat dieses Buch einige interessante Facetten. Vor allem die Ansichten der Eltern, und ins Besondere der Mutter, lassen uns schmunzeln, denn ja, genau so denkt man, wenn man aus dem Teenager-Alter raus ist über diese Zeit.

Fazit: Mit "Pusteblumentage" liefert uns Rebecca Westcott eine unterhaltsame und nachdenkliche Geschichte über das Leben und die Schicksale die uns treffen können. Uns begleitet beim Lesen eine authentische Protagonistin, die uns an uns selbst erinnert als wir jung waren, damit hat "Pusteblumentage" nicht nur für junge Leser einen gewissen Reiz.

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49 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

liebe, affäre, contemporary, freundschaft, amerika

Liebe ist wie Drachensteigen

Ashley Herring Blake , Birgit Salzmann
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Magellan, 18.01.2017
ISBN 9783734850240
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Seit gefühlt 5 Minuten versuche ich in Worte zu fassen, wie mir dieses Buch gefallen hat. Es fällt mir schwer, nicht etwa weil das Buch schlecht war, es war grandios, sondern eher, weil ich die Gefühle die ich beim Lesen hatte, nur schwer in Worte fassen kann. 
Das liegt vor allem an unserer weiblichen Protagonistin Hadley, die mich durch ihren Charakter und ihre Gedanken sehr berührt hat. Sie ist Einzelkind und lebt mit ihren Eltern zusammen, und bis zum letzten April war ihre Welt auch noch vollkommen in Ordnung. Doch dann platzt die Bombe, und sie muss feststellen, dass vor allem ihre Vater sie hintergenagen und ihre Familie kaputt gemacht hat. Mit ihren 17 Jahren muss sie nun versuchen alleine klar zu kommen, denn ihrem Vater kann und will sie nicht mehr trauen, und ihre Mutter lebt nur noch für die Arbeit. Es tat mir beim Lesen so weh, zu erleben, wie Hadley sich selbst Stück für Stück aufgibt und verliert. Nur ihre beste Freundin Kat ist ihr geblieben und versucht eine Stütze zu sein.
Unser männliche Protagonist Sam ist mehr gefühlsbetont, auch wenn er es selbst abstreiten würde. Auch in seiner Familie ist nichts mehr wie es vorher war, doch im Gegensatz zu  Hadley, hat er eine kleine Schwester, für die er die Fassade aufrecht erhält und alles macht. Der Vater hat sie im vergangenen Jahr verlassen, und seiner Mutter traut er, seit ihrer Affäre die die Familie zerstört hat, nicht mehr. Dank eines Schulprojekts muss er mit Hadley zusammen arbeiten, und es scheint als hätten zwei Seelen sich gefunden, die einfach zusammen gehören. Doch leider kommt es meist anders als man denkt und eine riesige Lüge steht zwischen ihnen, und nur Sam kann Klarheit schaffen.
Die Dynamik innerhalb der Geschichte liegt vor allem darin, dass Sam mehr weiß als Hadley. Er redet aber nicht mit Hadley darüber, sondern frisst es in sich hinein, während die Gefühle füreinander immer größer werden. Gebündelt mit der freundschaftlichen Geschichte zwischen Hadley und Sams Schwester Livy gewinnt das gesamte Gerüst aus Gefühlen und Lügen immer mehr an Bedeutung, und man wartet als Leser regelrecht darauf, dass die Bombe platzt. Gleichzeitig wünscht man sich aber so sehr, dass alles gut ausgeht, denn niemand der Protagonisten hat es verdient verletzt zu werden. Ich habe auf jeder Seite mitgebangt, und gehofft, und am Ende, bei einer wirklich schmerzlichen Szene, als Hadley bewusst wird, wie alles zusammenhängt die ein oder andere Träne vergossen.
Die Geschichte wird, wie ihr vielleicht schon ahnen könnt, aus zwei Sichten erzählt. Ich mag solche Perspektivewechsel in Contemporary-Romane immer sehr, weil dadurch der Leser einen breiteren Blick bekommt, und man mit den Protagonisten noch mehr mitfiebert, denn man kennt die gesamte Wahrheit. Zudem ist der Schreibstil, und natürlich die Übersetzung, wirklich sehr angenehm, und die Sprache entsprechend für ein Jugendbuch. Es wird nichts übertrieben, aber auch nichts beschönt, man hat beim Lesen immer das Gefühl, es wurde tatsächlich die Sicht einer 17-Jährigen eingenommen. Das Ende war dann tatsächlich auch realistisch, und hat mich nochmal sehr berührt. Ich bin persönlich ein richtiger Fan der Geschichte geworden, und wie bei jedem guten Buch, dass mich bezaubern kann, frage ich mich, was wohl nach dem letzten Satz im Buch mit den Charaktern passiert.

Fazit: Haltet die Taschentücher bereit, dieses Buch hat selbst mich zu Tränen gerührt. Die Geschichte von Sam und Hadley ist voll von Gefühlen, Worten und Lügen. Mit jeder Seite wächst die Spannung, und man ist gefesselt bis zum letzten Wort. Von mir gibt es nicht nur eine Leseempfehlung, sondern auch den Stempel "Lieblingsbuch".

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21 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

mittelerde

Die Abenteuer des Tom Bombadil

J. R. R. Tolkien , Ebba Margaretha von Freymann , Thelma von Freymann , Pauline Baynes
Fester Einband: 195 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 19.12.2016
ISBN 9783608960914
Genre: Fantasy

Rezension:

Wer mich kennt weiß, das sich ein Fan von "Der Herr der Ringe" bin. Ich nenne auch einen etwas älteren Schuber meiner eigen und habe sie alle gelesen. Die Welt, die J.R.R. Tolkien für uns geschaffen hat ist einfach grandios, und auf seine ganz eigene Art ein wahrer Schatz. Das J.R.R. Tolkien auch ein wunderbarer Lyriker war, wissen alle die die Filme und Bücher gesehen bzw. Gelesen haben. Und genau mit solchen Versen arbeitet er auch in "Die Abenteuer des Tom Bombadil", einer Sammlung von Erzählungen zu Tom Bombadil, aber auch anderen Gestalten und Wesen aus dem Tolkien.Universum. In dieser Ausgabe findet man sowohl die deutsche Übersetzung, als auch die englischen Texte von J.R.R. Tolkien, was finde ich ein riesiger Pluspunkt ist.
Insgesamt erwarten den Leser 16 Gedichte, wobei die Länge stark variiert. Die ersten beiden längeren Gedichte handeln von Tom Bombadil, der auch auf dem Cover abgebildet ist und bereits in "Der Herr der Ringe" benannt wurde. Natürlich möchte ich euch jetzt nicht jedes der 16 Gedichte genauer erläutern, denn es gibt so vieles was der Leser selber entdecken muss. Dennoch möchte ich gern drei Gedichte nennen, die ich besonders schön fand, fernab von der Geschichte zu Tom Bombadil.

Das erste Gedicht wäre da "Irrfahrt", welches durch seine Mischung aus Witzigkeit und versteckten Ernst mir im Gedächtnis geblieben ist. Es geht dabei um einen Fahrenmann, der zur See fährt und eine Frau finden will. Dabei erlebt er so manches Abenteuer und witzigen Moment, und als er dann zur Ruhe kommen will erkennt er, dass die See ihm mehr gibt als die Erinnerung.  Ebenfalls erwähnen möchte ich "Olifant", ein Gedicht, was die meines Erachtens imposantesten Tiere im Tolkien-Universum beschreibt. Die Tatsache, dass es über diese Tiere ein Gedicht gibt, zeigt, dass auch die Bewohner des Tolkien-Universums von diesen beeindruckt sind, und sie vor allem Respekt haben. Und zum Schluss möchte ich noch "Katze" besonders erwähnen, vor allem deshalb, weil es um eine dicke, gemütliche Katze geht, die das Jagen als Hauskatze nicht mehr nötig hat. Sie vergisst aber nie, dass sie ein Löwe war und auch sein kann, selbst wenn sie jetzt fett ist. Die Moral dahinter ist zwar versteckt aber klar, und ich mag sie.
Insgesamt musste ich feststellen, dass sowohl die englischen Originaltexte, als auch die deutschen Übersetzungen gelungen und unterhaltsam sind. Ich habe mir Tag für Tag ein Gedicht vorgenommen und bin immer wieder gut unterhalten wurden. Sowohl für Fans des Tolkien-Universums, als auch für Lyrik-Liebhaber ist diese Gedichtsammlung genau das richtige.

Fazit: Ein Buch, dass durch seine Vielfalt an Geschichten und tollen Illustrationen besticht und ein wirkliches Schmuckstück ist. Um die Gedichte wirklich zu genießen lohnt es sich, lieber täglich ein Lesehäppchen zu nehmen, statt alle auf einmal. Für mich ist der kleine Gedichtband auf jeden Fall etwas ganz besonderes.

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68 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

horror, stigmata, beatrix gurian

Stigmata

Beatrix Gurian , Erol Gurian
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Arena, 10.06.2016
ISBN 9783401508306
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Für Emma bricht eine Welt zusammen. Ihre Mutter soll tot sein, der einzige Mensch, denn sie in ihrem Leben hatte. Und dabei hatte sie gar nicht die Gelegenheit ihr zu sagen, was sie ihr alles bedeutet. Als Emma noch tief in ihrer Trauer gefangen zu sein scheint, erreicht sie ein seltsames Paket. Die Freude über ein mögliches Fotoalbum erlischt, als sie erkennt, dass alle Fotos entfernt wurden, lediglich ein Hinweis auf ein Camp ist im Paket enthalten. Um an Antworten zu kommen, scheint es nur einen Weg zu geben.
Bei "Stigmata" handelt es sich um einen Jugendthriller, auf den ich wirklich schon gespannt war, zu mal er Jahre auf meinem SuB lag. Und ich muss gestehen, ich wurde nicht enttäuscht. Mit Emma haben wir eine Protagonistin, die gerade einen schweren Schlag erlitten hat, und nun hofft, dass sie ihren seelischen Schmerz bekämpfen kann. Emma wirkt dadurch sehr verbissen und schießt manchmal über das Ziel hinaus, aber in Anbetracht der Dinge die sie durchgemacht hat, waren ihre Reaktionen nachvollziehbar. Neben Emma haben wir noch die anderen Teilnehmer des Camps, die natürlich alle miteinander besonders auffällig und mysteriös wirken. Dieses teilweise übertriebene Herumgetruckse war aber manchmal etwas anstrengend, denn in einer Gruppe von mehr als 5 Leuten können nicht alle total verrückt sein.
Trotz der etwas überzogenen Darstellung der Protagonisten ist die Handlung wirklich spannend, vor allem die Fotos die die Story unterstreichen, waren teilweise wirklich schockierend und haben mich gruseln lassen. Und auch die Geschichte hatte den ein oder anderen Gruselmoment, bei dem auch ich das Buch zur Seite packen musste. Parallelzur Hauptgeschichte erfahren wir durch Rückblicke auch, was in der Vergangenheit passiert ist, was natürlich für zusätzlichen Rätselstoff zur Hauptstory gesorgt hat.
Insgesamt baut sich der Spannungsbogen ganz gut auf, und die Auflösung ist dann tatsächlich überraschend, was ich nicht gedacht hätte. Vor allem die letzten Seiten hatten es in sich, und auch hier hatte ich erneut Gänsehaut.

Fazit: Mit "Stigmata" habe ich einige aufregende Lesestunden gehabt, und auch Gänsehautmomente. Die Geschichte baut sich durch einen gelungenen Spannungsbogen auf und mündet dann in einem brisanten Finale. Leider konnten mich nicht alle Protagonisten überzeugen, und wirkten teilweise überzogen. Dennoch ist "Stigmata" für mich ein gelungener Jugendthriller.

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52 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 25 Rezensionen

zeitreise, banküberfall, zeitreisen, vivian vande velde, nie mehr zurück

Nie mehr zurück

Vivian Vande Velde , Regina Jooß
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.11.2016
ISBN 9783492704151
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Stell Dir vor, du hättest die Möglichkeit in der Zeit zurückzuspringen? Aber dabei gibt es ein paar Regeln. Es ist immer nur innerhalb einer Zeitspanne von 23 Minuten möglich in die Vergangenheit zu reisen, zudem kannst du nichts mitnehmen zu dem vorherigen Punkt, und maximal 10 Sprünge können gemacht werden, danach ist kein Sprung zurück möglich. Klingt verrückt? Für Zoe, 15 Jahre, ist das Realität, seit einem Ereignis in ihrer Kindheit hat sie die Möglichkeit diese Sprünge zu machen. Bisher hat Zoe die Sprünge nur für belanglose Situationen benutzt, aber als sie in einen Bankraub gerät, scheint jede Minute zu zählen.
Ich muss gestehen, dass ich die Idee total genial finde. Die begrenze Möglichkeit eines Zeitsprungs verbunden mit einem Zeitlimit finde ich ziemlich gut, und war gespannt, was die Autorin aus der Idee machen würde. Zunächst wäre das Zoe, unsere Hauptprotagonistin und Ich-Erzählerin. Sie hat eine wirklich schwierige und bewegenden Vergangenheit hinter sich, weshalb verständlich ist, dass sie misstrauisch und eigensinnig durchs Leben geht. Gerade die Tatsache, dass sie eben keine "perfekte" Person ist, hat sie in meinen Augen zunächst interessant gemacht. Schade war dann aber, dass sie viel zu schnell Gefühle für einen anderen Protagonisten entwickelte. Es wirkte überspielt und unbedacht, wenn man bedenkt, dass sie ihn vielleicht 4 Stunden kannte.

Die Story selbst ist schnell erklärt, Zoe möchte natürlich verhindern, dass Menschen beim Bankraub sterben. Wie schon gesagt ist die Idee wirklich gut, aber für mich kam nie das Thriller-Gefühl auf, was ich mir laut Genre-Zuweisung gewünscht hätte. Die verschiedenen Wege die Zoe probiert sind gut erklärt und auch teilweise überraschend, denn jedes Mal reagieren die Menschen anders. Doch für mich war mehr die Action im Vordergrund, als dass ein Psychothriller stattfindet. Dank des Schreibstils und der Übersetzung fliegen die Seiten dahin und auch wenn die Spannung sich nie völlig zuspitzt ist man mit "Nie mehr zurück" ganz gut unterhalten. Das Ende kam für mich weniger überraschend, ist aber im Kontext der Geschichte, ein gelungener Abschluss.

Fazit:
Mich konnte "Nie mehr zurück" nicht ganz überzeugen. Die Idee ist wirklich gut und interessant, aber leider war mir die Umsetzung zu unspannend. Hier hätte ich mir mehr Psychothriller und Spannung gewünscht, dafür weniger Gefühlschaos bei der Protagonistin.

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Ein Meer aus Tinte und Gold (Das Buch von Kelanna 1)

Traci Chee , Sylke Hachmeister
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 25.11.2016
ISBN 9783551583529
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Sefia ist Waise, sie lebt mit ihrer Tane Nin zusammen, aber eiegnetlich sind sie immer in Bewegung. Mit kleinen kriminellen Tätigkeiten halten sich die beiden über Wasser und versuchen so wenig Aufmerksamkeit wie möglich zu erregen. Dennoch gelingt es "den Bösen" Nin zu entführen und Sefia kennt nur noch ein Ziel. Die seltsame Frau zu verfolgen, die ihren letzten Rest an Familie entführt hat, und sie zu töten.
Was mir am Anfang des Buches wirklich gut gefallen hat, ist die Tatsache, dass man einfach ins kalte Wasser geworfen wird. Ohne große Vorreden oder Erläuterungen startet es direkt mit der Geschichte, dadurch ist von Anfang an Spannung drin und man kennt schon das Ziel: Nin retten! Die Tatsache zu wissen, wohin Sefia will und was das Ziel ist, motiviert mich immer an einem Buch dran zu bleiben und längere Abschnitte zu lesen, denn man will unbedingt wissen, wie der Held/die Heldin dies bewerkstelligt.
Sefia ist als Protagonistin, und Heldin des Buches, auch unsere Erzählerin. Durch sie erfahren wir wie die Welt von Kelanna aussieht und aufgebaut ist. An dieser Stelle möchte ich auch kurz auf den einzig kleinen Störfaktor im Buch aufmerksam machen, nämlich das Fehlen einer Karte. Die Welt von Kelanna ist riesig, spektakulär und voll von Ländern, Meeren und Bergen, aber es gibt keine Übersichtskarte. Zum Glück wird man im Netz fündig, und offenbar wird die Karte im zweiten band nachgelegt, darauf freue ich mich schon.
 
Und ich muss auch das Design des Buches loben. Nicht nur, dass es von außen funkelt wie ein Diamant, sondern auch die Gestaltungen im Buch sind wirklich gelungen. Immer wieder fragt man sich beim Lesen, ob man denn nicht doch Sefias Buch in den Händen hält und bereits selbst in Kelanna ist.  
Wie schon erwähnt baut sich die Spannung direkt zu Beginn des Buches auf, und tatsächlich konnte Taci Chee diesen Spannungsbogen bis zum Schluss aufrecht erhalten. Und ich muss gestehen, dass Ende habe ich nicht kommen sehen, und es hat mich gnadenlos umgehauen. Die Fäden der Geschichte die am Ende zusammen laufen und ein komplettes Bild erscheinen lassen, wurden sehr gut gesponnen und in die Geschichte eingearbeitet. Ich bin auf jeden Fall auf den zweiten band gespannt, und hoffe, dass er nicht all zu lange auf sich warten lässt!

Fazit:
 "Ein Meer aus Tinte und Gold" ist ein High-Fantasy-Roman, der auf jeder Seite durchdacht und besonders wirkt. Ich habe mit Sefia und Archer mitgefiebert und immer wieder gehofft, dass sie ihr Ziel erreichen werden. Wer Fantasy-Bücher mag, wird "Ein Meer aus Tinte und Gold" lieben. Lediglich eine Karte über Kelanna fehlt noch, soll aber in der Fortsetzung dabei sein.

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Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind: Das Originaldrehbuch

J.K. Rowling , Anja Hansen-Schmidt
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 14.01.2017
ISBN 9783551556943
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mit "Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind" entführt uns J.K. Rowling erneut in die Welt der Magie, Muggel und Mysterien. Es geht um Newt Scamander, ein bekannter Magizoologe, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, seltene und phantastische Tierwesen zu sammeln und zu schützen. Dafür reist er mit seinem wirklich magischen Koffer nach New York, denn dort erwartet ihn ein neues Abenteuer. Doch bereits wenige Schritte nach seiner Ankunft kommt alles ganz anders als gedacht. Dank des zuckersüßen Nifflers und seiner Gier nach allem was glitzert - die ich total nachvollziehen kann - kommt es zu einer Kette von Ereignissen, die nicht aufzuhalten ist. 
Ich hatte das Glück, den Film am Tag der Premiere schauen zu dürfen und war restlos begeistert davon. Das Setting, die Figuren und ihre Charakter und vor allem die Tierwesen haben mich total verzaubert. Theoretisch müsste man nun bis zum Blu-Ray-Start darauf warten erneut mit Newt und Jacob auf Reise zu gehen, doch dank dem Carlsen-Verlag gibt es eine viel schönere Möglichkeit: das Drehbuch zum Film. Ich muss gestehen, dass ich immer nur Stück für Stück die Szenen gelesen habe, damit ich noch länger die Ereignisse im Buch festhalten konnte.

Ich bin mir sicher, die Meinungen darüber, wie nützlich es ist das Drehbuch zum Film daheim zu haben, gehen auseinander, für mich persönlich ist es aber nochmal eine ganz andere Art des Lesens und Erlebens der Geschichte. Im Film entgehen uns oftmals Details, oder wir missverstehen ganz unabsichtlich Bewegung und Andeutung. Durch das Drehbuch, in Kombination mit dem Film, eröffnet sich die ganze Vielfalt der visuellen Verarbeitung, ich hatte wirklich so viel Spaß beim Lesen.
Besonders bemerkenswert sind die Charakter, auf ihre ganz eigenen Art schaffen sie es dem Leser sofort ans Herz zu wachsen. Ich persönlich habe vor allem eine Schwäche für Jacob gehabt, weil er einfach in vielen Punkten ist wie ich: tollpatschig, nach Süßigkeiten verrückt und total ahnungslos. Aber natürlich waren auch Newt, Tina und Queenie so wunderbare Protagonisten, und jeder von ihnen hat mich angesprochen.
Zum Schluss muss ich noch die wunderschöne Verarbeitung des Buches loben, nicht nur der Einband ist ein echter Hingucker, denn darunter befindet sich auf dem Buchdeckel der kleine Niffler und seine Goldstücke. Zwischen den Buchdeckeln wird es dann aber keineswegs langweilig, immer wieder entdeckt man beim Lesen und Durchblättern kleine Details mit Hinweisen zu den Tierwesen im Buch. 

Fazit:
Für Fans und Liebhaber der Reihe ist ganz klar, dass dieses Drehbuch ein Muss ist, es gibt so viel zu entdecken und zu lesen, was auf den ersten Blick im Film gar nicht auffällt. Die Protagonisten, das Setting und natürlich die Ereignisse im Buch verzaubern den Leser. J.K. Rowling schafft es erneut, die Magie in unsere Köpfe und Herzen zu bringen.

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