Leserpreis 2018

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Der Verfolger

John Katzenbach
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Droemer Taschenbuch, 27.12.2018
ISBN 9783426306666
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Vor fünf Jahren hat der Psychiater Starks seine Identität gewechselt, um seinem Mörder zu entkommen. Jetzt ist "Rumpelstilzchen" wieder da und fordert, dass er einen Menschen tötet, sonst wird er selbst sterben.  John Katzenbach ist ein Garant für spannende Psychothriller. Mit seinem neuesten Buch "Der Verfolger" hat er mich nicht enttäuscht, auch wenn er mit diesem Roman nicht ganz an seine Höchstleistung anschließt. In gewohnter Manier schreibt der Autor zwar hier wieder sehr fesselnd und sorgt dafür, dass man Seite um Seite nur so verschlingt. Auch wenn man den ersten Teil (Der Patient) nicht kennt, findet man sich in diesem Band relativ schnell zurecht, denn der Autor nimmt immer wieder Bezug auf den Vorgängerroman und liefert Erklärungen dazu. Das erste Drittel des Buches ist deshalb etwas langsamer, als gewohnt, es dauert, bis der Thriller so richtig in Schwung kommt, aber dann hechtet man nur so durch das Buch. Katzenbach bringt nicht nur Starks an seine Grenzen, auch wir Leser werden gefordert und ständig in die Irre geführt. Es gibt immer wieder neue Wendungen, die sich dann aber ebenso schnell wieder in Luft auflösen. Der absolut unerwartete Schluss hat mich sehr überrascht und mich wieder etwas versöhnt. Ein solides Buch für Fans von Psychothrillern.

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104 Bibliotheken, 15 Leser, 0 Gruppen, 60 Rezensionen

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Doggerland – Fehltritt

Maria Adolfsson , Stefanie Werner
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 27.12.2018
ISBN 9783471351826
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kommissarin Karen Eiken Hornby ermittelt in einem brutalen Mordfall. Beim Mordopfer handelt es sich um die Ex-Frau ihres arroganten Chefs, der sofort als Verdächtiger gehandelt wird. Und Hornby hat zu allem Übel auch noch in betrunkenen Zustand die Nacht mit ihm verbracht.  Das Krimidebüt von Maria Adolfsson spielt auf einer Inselgruppe, die sich das Meer schon längst geholt hat. "Doggerland" wurde sehr gut beschrieben, fast ein wenig zu gut, so dass man sich die raue Gegend gut vorstellen kann. Die Autorin legt ihren Schwerpunkt, im Gegensatz zu anderen skandinavischen Krimis, auf die Befragung der Zeugen. Das bringt einige Längen, die leider etwas von der Spannung nehmen. Dennoch hat mir das Buch sehr gut gefallen, denn die Geschichte ist gut und der Schreibstil angenehm zu lesen. Die Protagonisten sind detailliert und lebendig, der Fall ist spannend und das Ende kam für mich überraschend und weist auf kommende Fälle hin. Ich werde den nächsten auf jeden Fall lesen.

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15 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

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Der Münchner Parkhausmord

Daniel Reinhard
Flexibler Einband: 260 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 01.10.2018
ISBN 9783752848205
Genre: Sachbücher

Rezension:

Am Münchner Parkhaus in der Baaderstraße fahre ich oft mit dem Fahrrad vorbei. Immer, wenn ich die triste Fassade sehe, muss ich dabei an den spektakulären Mordfall denken, der sich 2006 dort ereignete.


Die schwerreiche Millionärin Charlotte Böhringer wurde an der Tür ihres Penthouses, hoch oben auf dem Parkhaus, erschlagen aufgefunden. Nach einem umfangeichen Indizienprozess wurde ihr Neffe, Bence Toth, als, des Mordes, für schuldig erklärt und zu einer langen Haftstrafe verurteilt. Bence Toth bestreitet bis heute die Tat.

Daniel Reinhard hat diesen Fall in seinem Sachbuch neu aufgerollt. Seine gründliche Recherche ist sachlich und objektiv. Er nimmt zwar Stellung zu den einzelnen Punkten und bildet sich ein eigenes Urteil, lässt aber dem Leser selbst die letzte Meinung. 

Stück für Stück wird der Fall vorgelegt. Das ist manchmal schwierig zu lesen, kommt etwas zäh daher. Denn der Autor hat sich die einzelnen Begebenheiten und die Indizien noch einmal gründlich vorgenommen und sie für den Leser sehr genau durchleuchtet. Er lässt beide Seiten zu Wort kommen, hat  am Ende eine eindeutige Meinung, kommt aber auch zu keinem eindeutigen Ergebnis. In letzter Gewissheit wird wohl nie zu klären sein, ob Bence Toth seine Tante wirklich umgebracht hat.

Der Schreibstil ist sehr klar und schnörkellos. Man kann Reinhards Argumentation gut nachvollziehen und verstehen. Ich bin hin und hergerissen und froh darüber, dass ich nicht darüber entscheiden musste.


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129 Bibliotheken, 8 Leser, 2 Gruppen, 26 Rezensionen

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Mittagsstunde

Dörte Hansen
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Penguin, 15.10.2018
ISBN 9783328600039
Genre: Romane

Rezension:

"Mittagsstunde" trifft genau meinen Nerv. Ich bin selbst 1962 geboren und in einem kleinen Dorf aufgewachsen. Zwar nicht in Norddeutschland, sondern in Bayern, aber gibt es hier überhaupt Unterschiede? Ich glaube nicht. Abgesehen von der hier eingestreuten plattdeutschen Sprache, die den Roman angenehm bereichert, sehe ich wenige. Das Dorfleben ist wohl überall gleich. Da gibt es viel Gerede und seltsame, skurrile Charaktere. 


Dörte Hansen jongliert wahrhaft meisterlich mit ihren Worten. Kaum ein Satz, der nicht passt, kaum ein Abschnitt der nicht die Situation bis ins letzte Detail widergibt. Oft ist das tragisch, traurig, macht betroffen, aber dann blitzt da wieder dieser subtile Humor durch und lässt den Leser schmunzeln. Die Autorin schreibt beinahe nebensächlich, ohne Aufregung, aber trotzdem ist man wie gefesselt vom Buch. Es ist, als ob man in seine eigenen Vergangenheit reist und alles wieder von vorne beginnt. Mich hat das Buch sehr berührt und mich über meine Jugend nachdenken lassen. Ich konnte, wie Ingwer Feddersen, auch nicht schnell genug wegkommen. Wenn ich heute in mein Heimatdorf fahre, ist es fast ausgestorben, es gibt kaum noch Bauern. 

Die Charaktere hat die Autorin sehr fein gezeichnet. Sie wirken wie aus dem echten Leben. Genau solche Menschen bringt das Landleben hervor. 

Ich kenne Dörte Hansens Debütroman nicht, was ich schleunigst ändern werde, denn wenn man den Rezensionen trauen darf, ist er sogar noch besser, als dieser hier. Fast nicht vorstellbar, denn Mittagsstunde gehört zu meinen absoluten Highlights aus dem vergangenen Jahr.

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49 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

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Juli verteilt das Glück und findet die Liebe

Tanja Kokoska
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.11.2018
ISBN 9783453422537
Genre: Liebesromane

Rezension:

Juli ist ein wenig sonderbar. Still und leise, aber sie hat ein besonderes Gespür für Menschen und bringt sie dazu, ihr Glück zu finden. Als sie Oskar trifft, kommt das Glück endlich auch zu ihr.


Auch wenn das blumige Cover dem Leser Sommer und Sonne suggeriert, ist der Roman von Tanja Kokoska das perfekte Buch für die kalte Jahreszeit. Denn er bringt die Sonne in unsere Herzen und erwärmt unser Gemüt. Die Autorin schreibt klar und sehr einfühlsam. Sie spielt regelrecht mit den Worten und hat für jede Situation die passenden Sätze parat. Diese sind oft zart und poetisch und machen Mut, verbreiten Hoffnung und Zuversicht. Das Glücksgefühl, das den Leser bei der Lektüre überkommt, zieht sich wie ein roter Faden durch das ganze Buch. Ich mochte gar nicht mehr aufhören zu lesen und war wie verzaubert. Verzaubert von den kleinen Geschichten, die alle nur ein Ziel haben. Das Glück in der Welt zu verteilen. Und das beherrscht Juli wie kein anderer. Sie verteilt, wie der Titel schon sagt, das Glück, doch dauert es lange, bis Juli auch den Mut findet, das Glück bei sich selbst zuzulassen. Denn dazu braucht man noch viel mehr Mut, man muss sich von alten Gewohnheiten trennen, seine Ängste akzeptieren und zulassen. Das ist nicht einfach, aber es kann gelingen. Wir Leser sollten uns das immer wieder vor Augen halten. 

Tanja Kokoskas Buch ist ein wunderschöner Roman, dem ich viele Leser wünsche.

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104 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 65 Rezensionen

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Jahre aus Seide

Ulrike Renk
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 07.12.2018
ISBN 9783746634418
Genre: Historische Romane

Rezension:

Krefeld 1932. Die Welt der kleinen Ruth ist noch in Ordnung. Sie lebt mit ihren Eltern und ihrer Schwester Ilse unbeschwert und glücklich. Als die Nazis immer mehr Macht erlangen, wendet sich das Blatt und die jüdische Familie denkt daran, das Land zu verlassen.


Ulrike Renz hat mich mit ihrem ersten Teil der Trilogie um die kleine Ruth sehr berührt. Sanft und leise erzählt sie die Geschichte, die auf wahren Begebenheiten beruht. Fast zu schön, um wahr zu sein. Unbeschwertheit, Glück, Träume von einer schönen Zukunft, das alles sind die Attribute, die diesen Roman tragen. Kaum Aufgeregtheiten, nur ganz normaler, schnöder Alltag. Der Vater Handlungsreisender für Schuhe, die Mutter Hausfrau, zwei gesunde Kinder, genug Personal zur Unterstützung. Das Leben kann so schön sein. Wenn da nicht etwas wäre, das der Leser schon weiß. Die drohende, braune Gefahr, die diese Idylle trübt und die sich wie ein Damoklesschwert über die sonnige Geschichte hängt. Die wir als wissende Leser schon erahnen und die erbarmungslos näher rückt. 

Ulrike Renz hat die echten Tagebuchaufzeichnungen Ruths verwendet und sie mit fiktiven Elementen verwoben. Sie erzählt die Geschichte aus der Sicht eines Kindes, das kommt anfangs etwas einfach, naiv daher und oft allzu heiter. Sie vertieft vor allem die Situationen und Erlebnisse, die dem Kind wichtig waren. Das mag manchen Lesern langweilig erscheinen, aber so ist das Leben. Und ich wünschte, es wäre einfach so geblieben.

Die Sprache der Autorin ist sehr detailliert und liest sich schnell und zügig. Sie schreibt sehr emotional und lässt den Leser teilhaben am Alltag einer ganz normalen Familie. Ein Alltag, der von heute auf morgen so einfach verschwindet. Nichts ist mehr wie es war. 

Ich bin sehr gespannt, wie sich die Geschichte entwickelt und fiebere jetzt schon dem nächsten Band entgegen, obwohl ich genau weiß, dass mich nichts Gutes erwartet.

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15 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

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Blutsbruderschaft

Ulrich Stoll
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei bebra verlag, 13.09.2018
ISBN 9783898095518
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Im Berlin der Wendezeit geschieht ein grausamer Mord. Die beiden Journalisten Lucas und Anna recherchieren zu diesem Fall und geraten immer tiefer in einen Strudel, der sie zu verschlingen droht. Denn hinter den Taten steckt eine Verschwörung, die kaum aufzuhalten ist.


Ulrich Stoll hat mit seinem Kriminalroman "Blutsbruderschaft" den zweiten Teil einer Reihe vorgelegt. Da ich den ersten Band nicht kannte, ist mir der Einstieg anfangs recht schwer gefallen. Die vielen Protagonisten und zwei, auf den ersten Blick nicht zusammenhängende, Erzählstränge erfordern die ganze Aufmerksamkeit des Lesers und bringen anfangs nur Verwirrung. Aber die Mühe an der Lektüre dranzubleiben lohnt sich. Nach dem ersten ersten Drittel möchte man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen und taucht so tief in das Geschehen ein, dass man oft das Gefühl hat, direkt vor Ort zu sein. Besonders faszinierend waren für mich die Schilderungen der politischen Ereignisse im Herbst 1989. Ich habe das damals nur aus der Ferne mitbekommen, aber jetzt hab ich das Gefühl, dass ich mit dabei war. Auch der intensive Exkurs in die Esoterik, für mich absolutes Neuland, ist eine besondere Bereicherung für den Plot. Die Idee, und sehr gelungene Umsetzung, das Werk Gustav Meyrinks in den Roman einzubauen hat mich beeindruckt und dem Buch einen ganz persönlichen Stempel aufgesetzt. Die unterschiedlichen Charaktere hat der Autor sehr lebendig und realistisch dargestellt, auch wenn einige davon schon recht skurrile Zeitgenossen sind. Im Zusammenhang mit der Thematik betrachtet, sind diese jedoch sehr geschickt gewählt. 

Mich hat das Buch sehr gut unterhalten. Es ist spannend und weicht von der Masse der üblichen Krimis positiv ab .

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69 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 64 Rezensionen

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Ofirs Küche

Ofir Raul Graizer , Manuel Krug
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 12.11.2018
ISBN 9783458177661
Genre: Sachbücher

Rezension:

Der Koch und Filmregisseur Ofir Raul Graizer hat mit seinem Kochbuch "Ofirs Küche" ein sehr persönliches Werk vorgelegt. Er möchte mit seinen Gerichten dazu beitragen, dass die Menschen beim gemeinsamen Essen Konflikte überwinden und lernen miteinander zu sprechen. Eine sehr schöne Idee, finde ich, und er hat sie großartig umgesetzt. 

70 Rezepte findet man im Buch, alle vegetarisch und alle nachkochbar. Mit Zutaten, die man entweder sowieso zuhause hat oder die in jedem gut sortierten Supermarkt zu finden sind. Vom Brot bis zum Getränk findet man für jede Gelegenheit das passende Gericht und lernt ganz nebenbei noch so einiges über die traditionelle israelische Küche. Wunderschöne stimmungsvolle Fotos, nicht nur vom Essen, sondern auch von Land und Leuten begleiten die Texte und regen alle Sinne an. Man spürt die Leidenschaft des Koches und seine große Liebe zu Israel und dessen Küche. Ein wirklich wunderbares Kochbuch, dass mich sehr zum Nachmachen inspiriert. 

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55 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

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Mädelsabend

Anne Gesthuysen
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 08.11.2018
ISBN 9783462051506
Genre: Romane

Rezension:

Die 88jährige Ruth zieht mit ihrem Mann Walter in eine Seniorenresidenz. Während Ruth aufblüht, den Singkreis besucht und neue Freundschaften schließt, wird ihr Mann immer griesgrämiger und möchte am liebsten zurück nach Hause. Ihre Enkelin Sara, die einen Lebensgefährten hat und Mutter eines kleinen Jungen ist, besucht die beiden oft. Als ihr ein verlockendes Forschungsstipendium in Cambridge angeboten wird, weiß sie nicht, ob sie es annehmen soll.


Anne Gesthuysen schreibt in ihren Romanen über Probleme die Frauen täglich erleben. Das macht sie mit viel Humor, dem nötigen Maß an Feingefühl und einem Schreibstil, der den Leser packt und mitreißt. Der Titel des Romans ist für mich sehr geschickt gewählt, denn er erinnert mich wirklich an einen Mädelsabend. Da wird ein Thema erörtert, unterschiedliche Frauen kommen zu Wort, sie haben verschiedene Meinungen dazu. Keine ist richtig, keine ist falsch. Jeder darf seine Meinung frei äußern, es wird gekichert und gelacht, auch mal etwas zu viel getrunken. Genauso ist das Buch. Jeder darf (innerhalb gewisser Konventionen) frei entscheiden, was er aus seinem Leben machen will. Das ist nicht immer einfach und oft muss frau auch Kompromisse eingehen. Aber am Ende zählt nicht, was die anderen davon halten, sondern, ob man selbst dazu steht und trotzdem, oder vielleicht gerade deswegen, glücklich ist.

Wollen wir hoffen, dass es uns Frauen endlich gelingt, aus unseren
Zwängen auszubrechen und unser Leben so leben, wie WIR es wollen, nicht, wie die anderen es vorgeben. Dieses Buch ist vielleicht der erste Schritt dazu.

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179 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 99 Rezensionen

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Die Melodie der Schatten

Maria W. Peter
Flexibler Einband: 672 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 26.10.2018
ISBN 9783404177745
Genre: Historische Romane

Rezension:

Schottland, 1837. Fiona ist auf dem Weg in die Highlands, als ihre Kutsche überfallen wird. Sie kann sich gerade noch unbemerkt retten und überlebt. Nach langem Marschieren erreicht sie völlig durchnässt und erschöpft ein altes, abgelegenes Herrenhaus, in dem sie sich Hilfe erhofft. Ob das eine so gute Idee war? Denn das Haus scheint ebenso wie der Besitzer Aidan verflucht zu sein.

Maria W. Peter hat mich wieder einmal verzaubert. Ihr Buch "Melodie der Schatten" ist ein richtiger Pageturner, das man nur schwer aus der Hand legen kann. Die Autorin ist bekannt für ihre sehr gute, ausdauernde Recherche, die Einbindung wahrer Begebenheiten in eine fiktive Geschichte und natürlich ihre äußerst fesselnde Art zu schreiben. Neu in diesem Buch ist eine, leicht ins Gruselgenre eintauchende, immer wieder auftauchende Mystik, die hier genau richtig dosiert wurde. Der detailreiche und lebendige Schreibstil katapultiert den Leser mitten in das Geschehen. Die Beschreibung der Highlands ist faszinierend und so authentisch, dass mir alles schnell vertraut vorkam, auch wenn ich die Orte noch nicht besucht habe. Das unheimliche Herrenhaus passt perfekt als Kulisse und unterstützt den leichten Gruselfaktor, den man als Leser permanent spürt. Die Protagonisten sind sehr gut dargestellt und wirken dadurch richtig real. Die Spannung beginnt auf einem sehr hohen Niveau, bleibt aber bis zum Ende bestehen. Dabei werden wir als Leser ständig in die Irre geführt. Die Auf(Er)lösung am Ende kommt gerade noch rechtzeitig, denn viel länger hätte ich die Anspannung nicht ausgehalten.

Der Roman ist nur zu empfehlen. Mit dem stimmigen Cover, dem Nachwort, Glossar und den Erklärungen der gälischen Sprache, sowie den hier sehr geschickt gewählten Zitaten von Burns ist es ein rundum gelungenes Werk, dass mir sehr spannende Lesestunden bereitet hat.

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

Tardigrada / Die fetten Jahre

Alexander Meining
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei epubli, 12.10.2018
ISBN 9783746770093
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ludwig und Bernhardt sind Freunde seit ihrer gemeinsamen Kindheit in einem Münchner Waisenhaus. Mittlerweile haben wir das Jahr 1954, die Wirtschaft boomt und Ludwig ist ein erfolgreicher Entwickler im Pharmaunternehmen seines Schwiegervaters. Bernhardt, der immer schon ein wenig anders war, arbeitet als Hilfskraft ebenfalls bei Bootz. Bei einem dramatischen Unfall mit flüssigem Stickstoff stirbt Ludwigs jüngster Sohn Paul, Bernhardt, der zu Hilfe eilt, wird schwer verletzt, doch seine lebensbedrohlichen Wunden heilen wie von Zauberhand. Zeit, dass sich der Forscher Ludwig dieses Phänomens annimmt.


"Die fetten Jahre" ist die gelungenen Fortsetzung von "Tardigrada - das Bärtierchen". Alexander Meining verwendet für das Cover wieder ein Motiv des Künstlers WONABC, das eher auf ein anderes Genre schließen lässt. Davon sollte man sich aber keineswegs irritieren lassen, denn den Leser erwartet hier ein ganz besonderes Buch. 

Wie im ersten Band gibt es auch hier wieder eine einzigartige Mischung aus historischem Roman, Fiktion und ganz viel Münchner Lokalkolorit. In diesem Band kommt auch noch einiges mehr an fundiertem, medizinischem Wissen dazu, das der Autor aus erster Hand hat, denn er ist im wahren Leben ein erfolgreicher Endokrinologe. Besonders gut gefällt mir, dass die außergewöhnlichen Eigenschaften der Bärtierchen, denn diese erstaunlichen Tiere standen Pate für Bernhardt, in diesem Teil erheblich mehr Aufmerksamkeit bekommen. Der Autor geht intensiv und mit großem medizinischem Wissen auf diese ein. Aber nicht langweilig oder trocken, sondern mit einem detailreichen und leichtfüßigen Sprachstil, der mir noch vom ersten Band als sehr angenehm in Erinnerung ist. Die historischen Begebenheiten sind wieder sehr gut recherchiert und perfekt in die Geschichte eingebaut. Mich hat das Buch sogar noch ein wenig mehr begeistert, als der Vorgängerband, deshalb vergebe ich hier sehr gerne eine absolute Leseempfehlung für diesen ganz erstaunlichen Roman.

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49 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 39 Rezensionen

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Vielleicht tanzen wir morgen

Ruth Hogan , Marion Balkenhol
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 09.11.2018
ISBN 9783471351703
Genre: Romane

Rezension:

Mascha hat ihren Sohn verloren. Seitdem ist nichts mehr, wie es wahr. Sie spürt nur noch die Temperatur des Wassers bei ihrem täglichen Schwimmbadbesuch. Sally, eine Obdachlose, gibt Mascha einen neuen Sinn im Leben. Und dann ist da noch Alice, deren Sohn ein begeisterter Schwimmer ist. 

Ruth Hogan hat einen sehr berührenden Roman geschreiben, der vor allem von seiner poetischen, sanften Sprache lebt. Die Autorin verwendet viele Metaphern, viele Umschreibungen, die nicht unbedingt passend erscheinen. Die aber die Melodie ihrer Sprache erst zum Klingen bringen. Handlung gibt es recht wenig, aber die braucht dieses Buch auch nicht. In einer Situation, wie Mascha sie erlebt, braucht man keine Action, man braucht Sanftmut und Zeit. Das Buch lebt von dieser Melodie, von seinen Worten und erzählt uns Lesern über Trauer und Verzweiflung. Ja, es ist traurig und es geht ziemlich nahe. Aber es gibt uns auch Mut und Hoffnung. Es ermuntert den Leser, sein Leben weiter zu führen, auch wenn es momentan erst einmal ganz sinnlos erscheint. Aber man muss sich ganz einlassen auf diese Geschichte, denn erst dann kann man eintauchen in ein Netz, das aus wundervollen Worten gewebt ist. Das den Leser umhüllt wie ein Kokon und ihm Geborgenheit gibt. Mich hat der Roman sehr berührt und viele dieser Gedanken werden mich noch lange begleiten.

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

Rosenblut: Thriller (Edel & Stein ermitteln 1)

Oliver Moros
E-Buch Text: 167 Seiten
Erschienen bei Independently published, 28.10.2018
ISBN B07JZBFQLP
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Hauptkommissarin Helene Edel ermittelt in einem grausamen Mordfall. Einer jungen Studentin wurde die Kehle durchgeschnitten und ihr Leichnam mit Rosenblüten verziert. Ist der Täter ihr Freund Erik? Doch der hat ein Alibi. Als es noch eine weitere Tote nach dem selben Muster gibt, schaltet man den Psychologen Dr. Felix Stein ein. Der sitzt allerdings selbst wegen Mordes im Gefängnis.

Der Thriller von Oliver Moros hat es in sich. Er ist mit 180 Seiten zwar recht kurz, aber das tut der Spannung keinen Abbruch. Eher im Gegenteil. Die kurzen und knappen Kapitel führen dazu, dass sich der Leser, ganz ohne schlechtes Gewissen, immer wieder sagt: Eines geht noch! Mir ging es jedenfalls so! Ich bin so schnell so tief in die Geschichte eingetaucht, dass ich sie quasi in einem Rutsch durchgelesen hatte.

Den Protagonisten bin ich schnell näher gekommen, vor allem Helene Edel war mir sofort sympathisch. Sie kommt sehr authentisch und lebensnah daher. Auch der Psychologe entpuppte sich, nach ersten Vorbehalten, doch als angenehm und kompetent. Seine ruhigen Ausführungen waren für mich ein wichtiger und passender Bestandteil des Romans. Die Polizeiarbeit wird ebenfalls sehr realistisch dargestellt, mit all ihren Höhen und Tiefen.

Der Schreibstil ist äußerst angenehm. Er fesselt schnell und bringt viel an Spannung. Die sehr detailreiche Schilderung lässt uns Lesern gleich ein plastisches Bild vor Augen erscheinen, was bei einigen Szenen vielleicht nicht jedermanns Sache ist. Helene Edels Art und Weise einen Tatort auf sich wirken zu lassen, fand ich ebenfalls sehr faszinierend. Ich konnte mich in diesen Momenten gut in ihre Lage versetzen.

Oliver Moros hat uns Leser sehr lange im Trüben fischen lassen. Ich hatte erst ganz am Ende eine wage Ahnung, wer der Täter sein könnte. Wie schon der Titel suggeriert, geht es in einigen Sequenzen ziemlich blutig zu. Wer sich davon nicht abschrecken lässt, ist mit diesem Thriller bestens unterhalten.

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(33)

46 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 32 Rezensionen

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Böse Bilder

Max Manning , Joannis Stefanidis , Oliver Hoffmann
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 05.11.2018
ISBN 9783959672283
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der "I, Killer" hat eine Mission. Er tötet junge Frauen und postet die Bilder seiner Opfer im Internet. DCI Dan Fenton will den Mörder finden und schwört vor laufender Kamera, dass er den Täter fassen wird. Wird es ihm gelingen?


Das Debüt von Max Manning wird mich noch lange verfolgen. Er beschreibt in seinem Thriller ein Szenario, das ich mir leider nur allzu gut auch in der Realität vorstellen kann. Die Taten sind schrecklich, furchtbar und blutrünstig. Die "bösen Bilder" die der Täter im Internet postet genauso. Aber was mich noch mehr erschreckt, ist die Sensationsgier der Betrachter, die leider nur allzu schnell zur Wirklichkeit werden kann. Durch den spannenden und fesselnden Schreibstil wird man geradezu durch das Buch gepeitscht. Die knackig kurzen Kapitel sorgen ebenfalls für ein schnelles Lesevergnügen. Man kommt kaum dazu, Atem zu holen. Kaum meint man, dem Mörder endlich auf der Spur zu sein, gibt es schon wieder eine Wendung und man ist so ahnungslos, wie zuvor. Geschickt legt der Autor immer neue Fährten, die allesamt in die Irre führen. Mir war bis zum überraschenden Schluss nicht klar, mit wem wir es hier zu tun haben. Insgesamt ein gelunger Thriller, der ziemlich nah an der Realität ist.

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24 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

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Zeit des Mutes

Christiane Lind
Flexibler Einband: 392 Seiten
Erschienen bei Nova MD, 12.11.2018
ISBN 9783964434036
Genre: Romane

Rezension:

Emma, eine junge Deutsche, hat sich in den falschen Mann verliebt. Sie wird, um Gerede zu vermeiden, kurzerhand zu Verwandten nach England verfrachtet. Dort verliebt sie sich sogleich in Percival, den Sohn des Hauses, der ein echter Unsympath ist und sich so gar nicht für Emma interessiert. Zufällig beobachtet Emma eine Szene, mit der es ihr gelingt, Percy zur Heirat zu zwingen. Keine gute Entscheidung, denn die Ehe ist alles andere als glücklich. Erst als Emma über Lucy, dem ehemaligen Dienstmädchen von Percys Familie Bekanntschaft mit den Suffragetten macht, ändert sich ihr Leben.


Christiane Lind hat ein sehr mutiges und fesselndes Buch geschrieben, das in meinen Augen eine absolute Pflichtlektüre für jede Frau sein sollte. 

Die Protagonistinnen sind so unterschiedlich, wie Frauen nur sein können. Auf der einen Seite, die schüchterne Emma, deren Wunschtraum nur eine gute Partie ist. Und dann die mutige Lucy, die in ihrem Leben schon einiges durchgemacht hat und jetzt ganz unten gelandet ist und von vorne anfangen muss. Die Autorin hat die Charaktere sehr gut dargestellt und sie so richtig lebendig werden lassen. Man kann sich gut in sie hineinversetzen und ihr Handeln ebenfalls sehr gut nachvollziehen. Dabei ist es der Schriftstellerin gut gelungen, dieses doch sehr ernste Thema in einen spannenden und unterhaltsamen Roman zu verpacken, den man kaum aus der Hand legen mochte. Der unermüdliche Kampf der Frauen, um Freiheit, um das Recht wählen zu dürfen, ist sehr plastisch und manchmal so erschreckend realistisch geschildert, dass ich oft innehalten musste. Erstaunlich, was ein Mensch ertragen kann, wenn er für eine Sache brennt. Wieviel Mut gehört dazu! Christiane Lind hat sehr genau recherchiert und ich möchte ausdrücklich das sehr interessante und umfangreiche Nachwort erwähnen, das dem Buch noch den allerletzten Schliff gibt. Die Suffragetten, die sich für alle Frauen so vehement eingesetzt haben, mussten viel erleiden und ertragen. Christiane Lind hat ihnen mit ihrem rundum gelungenen Buch ein verdientes Denkmal gesetzt. Herzlichen Dank dafür!

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319 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 161 Rezensionen

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Die Party

Jonas Winner
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Heyne, 10.09.2018
ISBN 9783453439184
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Brandon lädt zehn Jugendfreunde zu Halloween ein.  Auf seinem einsam gelegenen Landsitz, soll die Party im Stil der Achzigerjahre stattfinden, als Erinnerung an ihre gemeinsame Jugendzeit. Abgeschottet von der Außenwelt, ohne Handys, ohne Festnetz. Die Begrüßung verläuft äußerst dramatisch. Der Kronleuchter fällt von der Decke und begräbt den Gastgeber unter sich. Doch Brandon wird nicht der einzige Tote bleiben.

Als ich den Plot gelesen habe, kamen bei mir sofort Erinnerungen an "Murder Park" hoch, dem Vorgängerroman von Jonas Winter. Denn in diesem Buch gab es eine ähnliche Situation, die sich natürlich hervorragend für einen Thriller eignet. Ich hatte erst Befürchtungen, dass sich das Ganze wiederholt, denn auch die Handlung in der ersten Hälfte des Buches ist, von der Idee her, fast identisch. Aber ein Jonas Winter macht das natürlich nicht.

Bisher ist es dem Autoren immer gelungen, mich mit seinen Büchern vollkommen zu überraschen. Auch "Die Party" hat mich am Ende sehr erstaunt zurückgelassen. Immer wenn ich glaubte, der Auflösung jetzt ganz nahe zu sein, hat Jonas Winter mich eines Besseren belehrt. Der Autor bringt immer wieder neue Wendungen und Situationen, die ich mir nie hätte vorstellen können. Die so verblüffend sind, so genial, so unglaublich.

Seine Schreibweise ist derart fesselnd und spannend, dass man als Leser unbewußt oft den Atem anhalten muss. Der Autor weiß, wie er den Leser packen muss, damit er nicht mehr loskommt von der Geschichte. Die, übrigens, in meinen Augen, perfekt konstruiert ist und die ich in dieser Form noch nirgendwo gelesen habe (und ich lese viel!). Der perfekt gewählte, einsame, düstere Schauplatz hat schon mal einen hohen Gruseleffekt. Das hohe Misstrauen unter den Protagonisten, der gekappte Kontakt zur Außenwelt, das passende Wetter, die Dunkelheit, all diese Faktoren sind die besten Voraussetzungen für einen Thriller dieser Art. Dann noch die Tatsache, dass man immer nur häppchenweise mit neuen Informationen gefüttert wird. Besser kann ein Thriller für mich kaum sein. Auch wenn ich eigentlich nicht der größte Fan von Gruselromanen bin, hat Jonas Winter mich wieder gepackt. Er kann es einfach! Chapeau!

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59 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 49 Rezensionen

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Tödlicher Irrtum

Patrick Burow
Flexibler Einband: 268 Seiten
Erschienen bei Edition M, 06.11.2018
ISBN 9782919804542
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der alkoholkranke Professor Heckscher wird, da er oftmals unangenehm auffällt, zum Vorstand des neu gegründeten Instituts für Justiz-Irrtümer abkommandiert. Er holt sich die beiden Studenten Saskia und Florian zu Hilfe. Als sie beim Durchforsten alter Akten einen sehr interessanten Fall finden, wird aus der ursprünglichen Verlegenheitslösung eine kompetente Ermittlergruppe.


"Tödlicher Irrtum" von Patrick Bredow ist bereits der zweite Fall rund um die Jurastudenten Saskia und Florian. Ich kenne zwar das vorherige Buch nicht, hatte aber sofort einen Draht zu den Protagonisten. Auch wenn mir nicht alle sofort sympathisch waren. Mit Heckscher z.B. musste ich erst warm werden, denn seine kauzige Art war für mich anfangs doch gewöhnungsbedürftig. 

Der Autor hat einen lebendigen und angenehmen Schreibstil. Die kurzen, knappen Kapitel halten die Spannung von Anfang an auf einem durchgehend hohen Niveau und sorgen dafür, dass der Leser das Buch kaum aus der Hand legen kann. Der subtile Humor, viele ironische Einsprengsel und vor allem die fundierte Recherche runden das Ganze ab. Der Autor, der selbst Jurist ist und auf dem Gebiet der Justizirrtümer äußerst bewandert ist, weiß sehr gut, wovon er spricht. Das macht den Roman, dem zudem noch einige wahre Begebenheiten zugrunde liegen, noch authentischer und sehr lebensnah. Die Protagonisten sind wie aus dem echten Leben entnommen, denn sie haben Ecken und Kanten und ihre Macken, so wie die Menschen in der Realität. 

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, vor allem, weil sich sowohl Plot, als auch Ermittlertruppe, von den gewohnten Krimis angenehm unterscheiden. Ich würde gerne noch mehr von der Abteilung für Justizirrtümer lesen. 

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178 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 89 Rezensionen

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Die Unsterblichen

Chloe Benjamin , Norbert Möllemann , Charlotte Breuer
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei btb, 29.10.2018
ISBN 9783442758197
Genre: Romane

Rezension:

New York 1969, Ferienzeit in der Lower East Side. An einem heißen Sommertag lassen sich Varya, 13, Daniel, 11, Klara, 9 und Simon, 7, die vier Geschwister der Familie Gold, von einer Wahrsagerin ihren Todestag vorhersagen. Eine Auskunft, die ihr Leben komplett verändert. Simon und Klara, deren Lebenserwartung am geringsten ist, beginnen jede Minute auszukosten und zu genießen. Sie verlassen New York und ziehen nach San Francisco. Varya und Daniel dagegen bleiben bei ihrer verwitweten Mutter.

Chloe Benjamin schreibt so fesselnd und spannend, dass ich vom ersten Moment an gefangen war. Der einprägsame Schreibstil, der voller Emotionen ist, ohne jedoch ins Kitschige abzudriften, geht tief unter die Haut. Ich persönlich würde meinen Todestag nie wissen wollen, denn ich hätte zu viel Angst davor, dass mein Leben dann völlig anders verläuft, als es das Schicksal mit mir plant. Den vier Geschwistern scheint es ebenso zu gehen. Sie hätten es besser nicht gewusst. Denn diese Nachricht hängt über ihnen, wie ein Damoklesschwert. Ihr Leben ist nicht mehr so leicht und unbeschwert, wie es vorher war. Zwar geht jeder anders mit dem Wissen um, aber jeder ändert etwas in seinem Leben, ob mit oder ohne Absicht. Das Buch ist für mich sehr lesenswert und absolut lebensbejahend. Ein Roman mit viel Tiefgang, der zum Nachdenken einlädt und sicher lange im Gedächtnis bleibt.

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34 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

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Mulans Töchter

Bettine Vriesekoop , Bärbel Jänicke
Flexibler Einband: 244 Seiten
Erschienen bei Pirmoni, 17.10.2018
ISBN 9783981746051
Genre: Sachbücher

Rezension:

Die niederländische Sinologin Bettine Vriesekoop hat hier ein spannendes kleines Büchlein über Emanzipation und das Leben als Frau in China vorgelegt. Eingebunden in eine Art Reisebericht lässt sie unterschiedliche chinesische Frauen in Form von Interviews zum Thema Sexualität zu Worte kommen. Die Berichte sind schön zu lesen und haben mich, auch, wenn ich manches Verhalten nicht nachvollziehen konnte, sehr fasziniert. In der Rahmenhandlung erfährt man viel über die chinesische Geschichte und die Traditionen Chinas. Schade, dass es sich durch die Bank nur um Frauen aus der Mittelschicht handelt, die noch dazu alle aus Peking stammen. So lernt man nicht die gesamte Frauenschicht des Landes kennen, sondern nur einen kleinen Teil davon. Momentan befindet sich China in einem Wandel, der ein solches Werk erst möglich macht. Für mich als Europäerin war vieles neu und sehr interessant zu lesen, wie man als Frau im heutigen China (über)lebt. 
Auch wenn man sicher noch viel mehr hätte schreiben können, hat mir das Buch sehr gut gefallen.

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180 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 40 Rezensionen

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Die Tochter des Uhrmachers

Kate Morton , Charlotte Breuer , Norbert Möllemann
Fester Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Diana, 08.10.2018
ISBN 9783453291386
Genre: Romane

Rezension:

Die junge Archivarin Elodie findet die alte, geheimnisvolle Fotografie einer wunderschönen Frau und ein Skizzenbuch. Eine Abbildung ist dem Herrenhaus, das ihre Mutter ihr immer beschrieben hat, bis aufs kleinste Detail verblüffend ähnlich. Neugierig geworden fängt sie an zu recherchieren und vergisst dabei sich um ihre bevorstehende Hochzeit zu kümmern.

Kate Morton ist eine begnadete Geschichtenerzählerin und ich liebe ihre poetische Art zu schreiben, auch wenn mich dieses Buch nicht ganz überzeugt hat. Hier nimmt mich vor allem ihr Schreibstil gefangen und entführt mich in eine Welt voller Mythen und Geheimnisse, die jedoch oftmals etwas verwirrend für mich war. Ich musste einige Male zurückblättern und nachlesen, um den Faden nicht zu verlieren.

Vier Erzählstränge versucht die Autorin zu einem Ganzen zu verknüpfen und leider hat sie sich teilweise ein wenig verzettelt. Es kommt nur langsam Schwung in den Roman und die Spannung bleibt dadurch etwas auf der Strecke. Man tut sich oft schwer, den Ausführungen zu folgen. Auch die insgesamt düstere Atmosphäre macht es dem Leser nicht einfach, sich in den Roman einzufinden. Die Charaktere sind nicht so detailliert ausgearbeitet, wie ich es von dieser Schriftstellerin gewohnt bin, sind aber gut dargestellt und vor allem Birdie hatte ich schnell in mein Herz geschlossen. Trotz dieser kleinen Mängel habe ich das Buch gerne gelesen und werde der Autorin auch weiterhin meine Aufmerksamkeit schenken.

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70 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 46 Rezensionen

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Stern des Nordens

D.B. John , Sabine Längsfeld , Karen Witthuhn
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Wunderlich, 25.09.2018
ISBN 9783805200325
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ein Strand in Südkorea im Juni 1998. Die 18-jährige Soo-min, Zwillingsschwester von Jenna Williams, verschwindet spurlos. Man geht von einem Ertrinken aus. Doch die Indizien häufen sich, dass die junge Frau von Nordkorea aus entführt wurde. Jenna, inzwischen Expertin für Nordkorea, sucht nach zwölf Jahren immer noch nach der Wahrheit und lässt sich als CIA-Agentin ins Land einschleusen.

In Nordkorea wird immer mehr Widerstand gegen das Regime laut. Bäuerin Moon, die, wie alle anderen, unter der massiven Hungersnot leidet, findet im Wald ein südkoreanisches Hilfspaket, dessen Inhalt sie heimlich am Markt verkauft. Sie beschließt, sich um einen eigenen Marktstand zu bewerben, der nach anfänglichen Schwierigkeiten bald gut läuft. Als eine der Marktfrauen verhaftet wird, zeigt Moon ihre Furchtlosigkeit und erhebt ihre Stimme gegen die Regierung, was schreckliche Folgen für sie hat.

In Pjöngjang wird die Herkunft von Parteifunktionär Cho und dessen Bruder, beides Adoptivkinder, durchleuchtet. Denn die "Saat der Klassenfeinde muss bis in die dritte Generation ausgerottet" werden. Als herauskommt, wer die wirklichen Eltern sind, beginnt Cho an seiner Linientreue zu zweifeln und gerät selbst in die Aufmerksamkeit der Regierung. Bei einer Veranstaltung lernt er Jenna kennen, die ihm zu vertrauen beginnt.

 

"Stern des Nordens" ist ein Buch, das mich sehr erschüttert hat. Es wird mir noch lange im Gedächtnis bleiben. D.B. John, der selbst lange Zeit in Südkorea gelebt hat und sogar als Tourist Nordkorea bereisen durfte, hat in seinen Recherchen unglaubliche Dinge über dieses Land erfahren. In seinem Buch, das in weiten Zügen auf Tatsachen beruht, kommen diese ganzen grausamen Details zu Tage. Schonungslos berichtet der Autor von Folterungen, Polizeigewalt, Unterdrückung, dem Dahinvegetieren in Konzentrationlagern... Das ist oftmals nur schwer zu ertragen, aber all das muss gesagt werden, denn sonst wird es nie ein Ende finden. Was hier den Menschen angetan wird, ist grausam und einfach nur unvorstellbar. 

Der Autor verbindet geschickt die drei Handlungsstränge miteinander. Die relativ kurzen Kapitel erzeugen eine hohe Spannung, die sich im Laufe des Buches noch weiter steigert. Die detailreiche Sprache sorgt dafür, dass man das Buch am liebsten in einem Rutsch durchlesen möchte. Die typische Action darf natürlich auch nicht fehlen, das gehört wohl zu einem Thriller dazu. Hier hätte ich sie nicht unbedingt gebraucht, denn das "normale" und reale Geschehen in Nordkorea ist schon spannend genug. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau, denn das Buch ist packend, erschütternd und vom Autor wirklich perfekt zu einem gelungenen Gesamtpaket geschnürt.

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62 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

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Die fehlende Stunde

Dinah Marte Golch
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 04.10.2018
ISBN 9783462046120
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Hauptkommissar Sigi Kamm ermittelt in einem schwierigen Fall. Zwei verschwundene Kinder, die Mütter hüllen sich in Schweigen. Die Spur führt auf einen Hundehof, dessem Besitzer man pädophile Neigungen nachsagt. Weil Kamm nicht mehr weiter weiß, zieht er Alicia in die Ermittlungen ein. Bald schon fliegen zwischen den beiden die Fetzen.

"Die fehlende Stunde" ist bereits der zweite Teil einer Reihe um die beiden Ermittler Alicia und Sigi. Ich wusste das nicht, habe aber ohne Probleme in das Buch hinein gefunden. Das Thema ist "Pädophilie" und für den Leser nicht immer einfach. Viele Szenen sind brutal dargestellt oder sehr unappetitlich. Manche hätte ich nicht unbedingt gebraucht und ich konnte auch nicht verstehen, warum die jeweilige Person so agiert. Der etwas ungewöhnliche Schreibstil dagegen hat mir gut gefallen. Durch die ständigen Perspektivenwechsel und die extrem knappen Kapitel, wird eine hohe Spannung aufgebaut, die nur schwer auszuhalten ist. Dazu kommen die, durch die Bank, seltsamen und fast skurrilen Protagonisten, deren Handeln mir oft unerklärlich war. Die Autorin führt den Leser andauernd in die Irre und verwirrt ihn. Mir war bis zum Schluss nicht klar, wohin diese Geschichte führen soll. Am Ende wurde zumindest der Fall schlüssig aufgelöst. Die vielen Fragen, die ich noch hatte, blieben leider fast alle offen und werden wohl in einem Folgeband behandelt.

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64 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 47 Rezensionen

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Echo Killer

Christi Daugherty , Inka Marter
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 23.10.2018
ISBN 9783499273360
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Als Harper McClain, Polizeireporterin in Savannah, zu einem Mordfall gerufen wird, wird sie an ein grausames Ereignis in ihrer eigenen Kindheit erinnert. Vor fünfzehn Jahren wurde ihre Mutter in der Küche erstochen und damals von der zwölfjährigen Harper gefunden. Der Mörder wurde nie gefasst und Harper kämpft heute noch mit den Dämonen. Obwohl von Seiten der Polizei ein Zusammenhang dementiert wird, kann Harper nicht aufhören in der Sache nachzuforschen und bringt sich dabei selbst in Gefahr. 

Christi Daugherty ist vielen wohl schon durch ihre Jugendbücher bekannt. für mich war es das erste Buch dieser Autorin. 

Der Krimi ist spannend, fesselnd und er liest sich richtig schnell. Die Protagonisten, allen voran Harper und Luke sind sehr sympathisch und authentisch dargestellt. Man bekommt einen tiefen Einblick in das Privatleben der Charaktere, das macht sie so real. Die Autorin baut schnell eine große Spannung auf, was auch an den kurzen, knappen Kapiteln und an den vielen Rückblenden in Harpers Jugend liegt. Die zarte Liebesgeschichte ist genau richtig dosiert, für mich ist die Mischung stimmig. Das Verbrechen wird schlüssig aufgeklärt, mit sehr unangenehmen Folgen für die junge Reporterin. Am Ende gibt es noch eine offene Frage, die dafür sorgt, dass die Spannung weiter bestehen bleibt. Da dürfen wir sicher auf eine Fortsetzung hoffen. Ich freue mich schon darauf, zu erfahren wie es weitergeht.

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

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Tardigrada

Alexander Meining
Flexibler Einband: 276 Seiten
Erschienen bei epubli, 11.07.2018
ISBN 9783746741512
Genre: Science-Fiction

Rezension:

München, Ende des Ersten Weltkrieges. Im leerstehenden Hotel Stadt Rosenheim, nahe des Münchner Ostbahnhofes, wird ein Junge geboren. Die Mutter stirbt bei der Geburt und ein Soldat, der zufällig anwesend ist, nimmt ihr das Versprechen ab, sich um das Kind kümmern. Bernhardt, so wird der ungewöhnliche Junge genannt, landet schließlich im Waisenhaus. Dort wächst er zusammen mit Ludwig auf und aus den beiden ungleichen Kindern werden Freunde. Wunderlich ist Bernhardts seltsames Verhalten. Er fällt immer wieder in einen tiefen Schlaf.


Alexander Meinings Buch "Tardigrada" ist ein erstaunliches Werk. Das Cover, ein Werk des Künstlers WONABC, weckte in mir erst einmal die Assoziation, dass es sich hier um ein Kinderbuch handelt. Ich wollte schon weiterscrollen, aber dann ist mir der Titel ins Auge gesprungen. Da die Tardigraden, oder auch Bärtierchen, die große Leidenschaft meines Mannes sind, war schnell meine Neugierde geweckt. Als ich den Klappentext gelesen habe, war klar: Das Buch muss ich lesen. Ich habe es nicht bereut

Der Roman liest sich sehr schnell, denn der Autor überzeugt mit seinem bildhaften und lebendigen Sprachstil und schafft eine große Spannung, so dass ich das Buch fast in einem Rutsch ausgelesen habe. Auch wenn es einige kleine fachliche Fehler gibt, die ich mal unter künstlerischer Freiheit verbuche, ist es ein außergewöhnliches Buch, das mich sehr angesprochen hat. Die Kombination aus historischem Roman, Lokalkolorit und Fiktion ist dem Autoren gut gelungen. Ich persönlich hätte gerne noch mehr Bezug zu den Bärtierchen gehabt, vielleicht auch einiges mehr an Information. Gerade Leser, die sich nicht, oder wenig mit der Materie auskennen, werden sicher die ein oder andere Frage dazu haben. Aber möglicherweise kommt dazu noch etwas in den Folgebänden. Der zweite Teil ist ja schon geschrieben und am dritten arbeitet der Autor gerade.

Den historischen Teil hat Alexander Meining sehr gut recherchiert und detailliert beschrieben. Da ich in München wohne, kenne ich die Schauplätze und hatte beim Lesen oft das Gefühl, dabei zu sein. Die düstere Stimmung dieser Zeit ist sehr gut getroffen und der Autor geizt auch nicht mit grausamen Darstellungen. Dies und die Einbindung realer Begebenheiten erzeugen eine Nähe, die mich oft erschrecken ließ. Die Geschichte ist viel tiefgründiger, als es das bunte Cover vermittelt.

"Tardigrada" ist ein Buch, das ich sehr gerne gelesen habe. Die Idee, die außergewöhnlichen Fähigkeiten der Bärtierchen auf den Menschen zu übertragen, darf in den nächsten Bänden gerne noch weiter ausgebaut werden. 

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691 Bibliotheken, 15 Leser, 0 Gruppen, 277 Rezensionen

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Redwood Love – Es beginnt mit einem Blick

Kelly Moran , Vanessa Lamatsch
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 19.09.2018
ISBN 9783499275388
Genre: Liebesromane

Rezension:

Avery will nach ihrer Scheidung neu anfangen. Zusammen mit ihrer autistischen Tochter Hailey zieht sie nach Redwood, einem beschaulichen, verschlafenen Nest in Oregon. Ihre erste Begegnung mit dem sympathischen Tierarzt Cade schlägt gleich ein wie der Blitz. Dabei ist eine neue Beziehung das allerletzte was Avery jetzt gebrauchen kann.

"Redwood Love - Es beginnt mit einem Blick ist" ist der erste Teil einer dreibändigen Geschichte rund um die Einwohner Redwoods, diesem kleinen, malerischen Ort mitten in Oregon. Locker und leicht erzählt Kelly Moran. Locker und leicht lässt sich das Buch auch lesen, wie der Wind fliegt man durch die Seiten. Es geht um Liebe und ganz viel Herz. Ohne Kitsch, aber sehr gefühlvoll, oft witzig, erlebt man hautnah das Gefühlschaos, in dem sich die Protagonisten befinden. Ein meist vorhersehbares Abenteuer, mit viel Charme, einigen Verwirrungen, die fast ein wenig zu viel sind, und natürlich einem zu erwartendem Schluss. Aber das macht nichts, denn der Weg dahin ist nicht langweilig, sondern spritzig und die Charaktere sind allesamt sympathisch. Keine anspruchsvolle Lektüre, keine hohe Literatur, sondern ein vergnügliches Buch für ein verregnetes Wochenende.

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