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Franziska zu Reventlow

Kerstin Decker
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Berlin Verlag, 01.06.2018
ISBN 9783827013620
Genre: Biografien

Rezension:

Fanny zu Reventlow. Geboren als fünftes Kind einer nicht vermögenden Adelsfamilie, wollte immer nur eines. Frei sein. Das war zu dieser Zeit für ein junges Mädchen nicht möglich und um ihrer störrischen Art Einhalt zu gebieten, wird sie in ein strenges Mädchenpensionat geschickt. Als auch das nicht hilft, um ihren  unbändigen Freiheitswillen zu unterdrücken, droht man ihr gar mit Irrenhaus und sie zu entmündigen. Eine Anstellung in einem Pfarrerhaushalt bringt auch nicht das gewünschte Ergebnis und so sieht Fanny nur einen Ausweg. Sie flüchtet nach München, um endlich frei zu sein. 


Fanny zu Reventlow war mir als Münchnerin natürlich namentlich bekannt, ich kannte auch ihre Einstellung zur Freiheit, aber näheres über ihr Leben wusste ich nicht. Diesen Umstand wollte ich gerne ändern.

Die vorliegende Biographie von Kerstin Decker hat meine Erwartungen nur teilweise erfüllt. Seitenlange philosophische Texte, die mehr Fragen lassen, als Antworten zu geben, machen mir es sehr schwer mich in das Buch einzufinden. Ich hätte mir mehr Struktur gewünscht, das ein oder andere Foto, vielleicht einen Lebenslauf oder, wenn schon keine chronologische Abhandlung, zumindest eine Möglichkeit zur Einordnung. So war ich mehr als einmal verwirrt und musste zeitweise Passagen mehrmals lesen, leider ohne den gewünschten Erfolg. Die vielen Zeitsprünge trugen ebenfalls dazu bei. Ob das Absicht der Autorin war? Ein Stilmittel, um die geistige Verwirrtheit der Gräfin auf uns Leser zu übertragen? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass das Lesen sehr mühsam vonstatten ging, mich oft ratlos zurücklies und mir mehr Unbill, als Vergnügen bereitete. Ich hatte mir viel erhofft. Fand den Sprachstil in vielen Strecken auch durchaus anregend. Schön, dass in vielen Zitaten die Gräfin aus ihren Werken selbst zitiert wurde. Auch war die Sprache von Kerstin Decker gut angepasst, so dass man manches Mal kaum einen Unterschied bemerkte. Alles in allem überwiegt jedoch das Unangenehme.

Fanny zu Reventlow ist eine faszinierende Frau, über die ich gerne mehr erfahren hätte. Die Freiheit die sie so verzweifelt suchte, hat sie in meinen Augen jedenfalls nicht gefunden.

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Wähle den Tod

Jutta Maria Herrmann
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.07.2018
ISBN 9783426519981
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Jana Langenfeld, die mit ihrem Mann und zwei Kindern glücklich in Berlin lebt, hat ein dunkles Geheimnis. Eines Tages wird der Familienhund tot im Garten aufgefunden. Er ist mit Stichen übersät. Als kurze Zeit später die beiden Kinder entführt werden, kehrt die Angst zurück. Und Jana muss sich einer sehr schweren Entscheidung stellen.

Jutta Maria Herrmann hat einen verstörenden Thriller geschaffen, der ziemlich an die Nieren geht. Mit dem Prolog wird die Spannung bereits auf ein sehr hohes Level gesetzt. Scheinbar aus dem Zusammenhang gerissen, hat er erst einmal nichts mit der Geschichte zu tun. Durch seine Düsterkeit macht sich erste Beklemmung breit. Die kurzen, knappen Kapitel, der häufige Perspektivenwechsel treiben die Spannung fast bis ins Unerträgliche. Die Autorin hält uns Leser an der kurzen Leine, gibt immer nur wenig preis und schafft es, dass man kaum in der Lage ist, das Buch aus der Hand zu legen. Nach und nach wird die dunkle Vergangenheit gelüftet und man erfährt Dinge, die man lieber nicht wissen möchte. Im letzten Drittel scheint die Auflösung bereits klar zu sein. Pustekuchen. Jutta Maria Herrmann bringt noch einmal eine ganz neue Wendung ins Spiel, die mich als Leser nur noch schockt und meine letzten Sympathien für die Protagonistin vollkommen zerstört.

Ein Psychothriller, der seinem Namen gerecht wird. Wir Leser dürfen tief blicken in Abgründe, die man sich kaum vorzustellen vermag. Nichts für zarte Gemüter.

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Meerjungfrauen morden besser

Tatjana Kruse
Flexibler Einband: 314 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 09.07.2018
ISBN 9783458363552
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Konny und Kriemhild. K&K. Ungleiche Zwillingsschwestern und Besitzerinnen einer kleinen Pension. Kriemhilds verstorbener Mann, genannt, "der Kommodore", hat zu Lebzeiten einen Schatz versteckt, will man den drei Schurken glauben, die, auf der Suche danach, alles kurz und klein schlagen. Um ihr Leben fürchtend,  machen sich die beiden älteren Damen auf, diesen Schatz zu suchen und geraten dabei von einem Abenteuer ins nächste.

Völlig unwissend bin ich zu diesem Buch gekommen. Der Klappentext klang interessant, das Cover hat mich sofort angesprochen, warum nicht, dachte ich. Ein Krimi mit Witz und Charme und Spannung, genau das, was ich mag. Was dann kam... Damit hätte ich in meinen kühnsten Träumen nicht gerechnet.

Noch nie habe ich ein ähnliches Buch gelesen. Tatjana Kruse schreibt mit einer Leichtigkeit, die ich bis dahin noch nicht kannte. Seite für Seite springt man durch das Buch. Ein absolutes Lesevergnügen und nicht nur das! Ein Witz jagt den anderen und als Leser erhält man kostenlos ein perfektes Training für die Lachmuskulatur obendrauf. Jeder Satz, jedes Wort in diesem Buch ist ein Volltreffer. Ich habe Tränen gelacht und mehrmals in der U-Bahn für Aufsehen gesorgt.

Die Protagonisten sind außergewöhnlich, skurril und so lebendig dargestellt, dass man jeden förmlich vor Augen hat. Die Autorin trägt dick auf, der Humor ist an vielen Stellen derb, aber trotzdem immer auf einem sehr hohen Niveau. Unzählige, skurrile Details, wie der Nacktkater Amenhotep oder die Asche des verstorbenen Kommodore im Handstaubsauger, die die beiden auf ihrer Schatzsuche begleiten, geben dem Buch eine ganz besondere Würze. Ich würde mir wünschen, dass man dieses Buch in naher Zukunft verfilmt. Es wäre ein garantierter Kassenschlager!! Wobei die allerschönsten Filme ja im Kopf entstehen. Mit diesem Buch geht das übrigens wie von selbst.

Aber auch die Spannung kommt keineswegs zu kurz. Die Autorin hat mich mehrmals auf die falsche Fährte geführt und die Auflösung kam dann völlig überraschend.

Band Drei ist auch schon in Vorbereitung. In der Zwischenzeit tröste ich mich mit dem ersten Band dieser Reihe und gebe hier eine absolute Leseempfehlung. Schöner, spannender und lustiger, als mit diesem Krimi, kann der Sommer kaum werden.

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19 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

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Die Welt im Viertel

Cord Buch
Flexibler Einband: 280 Seiten
Erschienen bei edition oberkassel, 14.06.2018
ISBN 9783958131361
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Hamburg im Sommer 2017. Der G20-Gipfel findet statt. Das ganze Viertel wird abgeriegelt und die Polizeipräsenz ist immens und erschreckend. Da gibt es einiges zu tun für die Presse und natürlich ist auch die Journalistin Nele mit vor Ort. Während einer Demonstration stirbt Sven, ein Freund von Neles Sohn. Als bald darauf eine junge Polizistin erschossen wird, kommt der Staatsschutz, in Form von Hauptkommissar Jensen, ein alter Bekannter von Nele, mit ins Spiel. Auch Nele stellt Nachforschungen an und kommt dem Polizistenmörder noch vor der Polizei auf die Spur.

Wieder ist es Cord Buch gelungen mich mit seinem Krimi zu begeistern. Nach "Flucht im Viertel" geht es hier weiter, wieder mit einem sehr brisanten und aktuellem Thema: Dem G20-Gipfel, der im Sommer 2017 in Hamburg stattgefunden hat.

Zu Beginn jedes Kapitels stehen kurze Geschichten, die über  Menschen berichten, die von den Auswirkungen des G20-Gipfels  direkt betroffen sind und am Ende immer als Verlierer dastehen. Auch wenn sie auf den ersten Blick mit dem Thema nichts zu tun haben, finde ich es sehr wichtig, dass gerade diese Menschen hier Gehör finden!

Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen. Kannte ich doch die Charaktere bereits aus Band eins. Auch wenn mir nicht alle Protagonisten sympathisch sind, habe ich mich doch über ein Wiedersehen gefreut und war schnell wieder mitten drin im Geschehen. Denn der Autor schreibt angenehm und seine Ausführungen lassen sich zügig und flott lesen, Die knappen Kapitel und der häufige Perspekivenwechsel bringen eine hohe Spannung in die Lektüre und ich hätte das Buch am liebsten in einem Rutsch durchgelesen. Cord Buch führt uns auch immer gerne an der Nase herum. Man hat bald einige Verdächtige im Visier, meint manchmal ganz klar zu wissen, wer der Täter ist. Stellt aber dann doch fest, dass es nur wieder eine falsche Spur war. Die Auflösung war dann sehr überraschend, aber plausibel, genau wie ich es mir erwartet habe.

Obwohl ich den G20-Gipfel nur aus den Berichten in der Zeitung kenne, empfinde ich die Schilderungen des Autors als sehr wahrheitsgetreu dargestellt. Vor allem die Ausschreitungen und Plünderungen wirken so authentisch, dass mir einige Male die Luft wegblieb. Das Hintergrundwissen ist sehr gut recherchiert und gibt dem Leser jede Menge fundierte Information an die Hand. Das mag ich sehr an den Büchern von Cord Buch, denn so bekommt man nicht nur eine fiktive Story, sondern auch jede Menge Wissenswertes über das politische Tagesgeschehen.

Ich kann das Buch nur weiter empfehlen! Das ist ein Krimi, der von den üblichen, auf eine sehr angenehme Art abweicht, wenn auch nicht durch sein Thema, denn das ist nicht nur realitisch, sondern auch erschreckend! Absolut lesenswert!

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28 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

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Hochzeit im Café am Meer

Phillipa Ashley , Marion Herbert
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 18.06.2018
ISBN 9783832164430
Genre: Liebesromane

Rezension:

Demi und Cal führen eine Ferianlage in Kilhallon, zu der auch ein kleines Café gehört. Nach einer nötigen Renovierung ist wieder der Alltag eingekehrt. Es gibt aber erneut Turbulenzen und Chaos, als zwei bekannte Schauspieler ausgerechnet das Café als Schauplatz für ihre Hochzeit auserwählt haben.

"Hochzeit im Café am Meer" ist der dritte Band aus einer Reihe. Ich persönlich kannte die beiden ersten nicht und konnte leider nur schlecht eine Bindung zu den beiden Protagonisten aufbauen. Einiges wurde zwar in kurzen Rückblenden erklärt, aber es blieb doch zu viel für mich ungesagt, so dass ich doch einige Schwierigkeiten hatte, mit der der Geschichte richtig warm zu werden.

Abgesehen davon, liest sich das Buch recht schnell und leicht. Allerdings ist der Roman doch sehr überfrachtet. Mir greift er zu viele unterschiedliche Themen auf, die mit der Geschichte nicht sehr viel zu tun haben, Das sorgt dafür, dass man der Handlucng nicht immer reibungslos folgen kann. Auch werden etliche Klischees bedient und der doch sehr slapstickartige Humor ist mir in vielen Punkten zu derb.

Schön haben mir die Beschreibungen der Landschaft gefallen. Auch die Beziehung zwischen Cal und Demi ist sehr schön geschildert, die Hochzeitsvorbereitungen sind interessant und das letzte Drittel des Buches hat mich dann doch noch ein wenig versöhnt.

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154 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 74 Rezensionen

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Ins Dunkel

Jane Harper , Ulrike Wasel , Klaus Timmermann
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 24.07.2018
ISBN 9783499274732
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Zwei Teams einer Firma erkunden auf einer Wanderung den australischen Busch. Männer und Frauen sind getrennt unterwegs. Am Ende fehlt Alice aus dem Frauenteam. Sie ist die Informantin von Aaron Falk, einem Ermittler, dem sie undercover dabei helfen soll, kriminelle Machenschaften in der Firma aufzudecken. Wird es Alice gelingen, lebend aus dem Urwald herauszufinden? 

Das Buch ist sehr spannend aufgebaut. Vor allem der ständige Perspektivenwechsel aus der Sicht der fünf Frauen und des Ermittlers Falk, schafft einen hohen Spannungsbogen und gibt dem Leser zugleich wichtige Informationen an die Hand, da man die Geschichte aus unterschiedlichen Standpunkten serviert bekommt. Der Schreibstil ist äußerst fesselnd und man mag den Roman gar nicht mehr weglegen. Die latenten Gefahren im Busch haben mir so manchen Schauer über den Rücken gejagt. Ein durch und durch spannender Thriller, der für so manchen Nervenkitzel sorgt.

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60 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 48 Rezensionen

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Helle Tage, helle Nächte

Hiltrud Baier
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei FISCHER Krüger, 25.07.2018
ISBN 9783810530387
Genre: Romane

Rezension:

Frühling auf der schwäbischen Alb. Für Anna wird es wohl der letzte sein, den sie erlebt. Denn die Diagnose lautet: Lungenkrebs im Endstadium. Sie möchte mit den Lügen in ihrem Leben abschließen und bittet ihre Nichte Frederike einen Brief nach Lappland zu bringen. Dort gibt es einen gewissen Petter, der eine große Rolle in ihrem Leben gespielt hat und auch für Frederike nicht unwichtig ist. 

Man hat das Gefühl, dass Hiltrud Baier weiß, wovon sie schreibt. Präzise und genau wird uns Lesern die Landschaft der schwäischen Alb beschrieben. Aber auch die herrliche Natur Lapplands wird so authentisch dargestellt, dass man sich sofort dort heimisch fühlt. 

Die Geschichte wird in zwei Strängen erzählt, einmal von Anna und einmal von Frederike. Es geht um Schuld, die aufgearbeitet werden will und um Wahrheit, die über Jahrzehnte hinweg verschwiegen wurde. Auch wenn man als erfahrener Leser ziemlich schnell sieht, wohin die Geschichte führt, möchte man doch gerne weiterlesen, denn das Buch lebt vor allem durch seine poetische Sprache. Es ist ein sehr ruhiges, gefühlvolles Buch, das viel zum Nachdenken anregt. Die Stille Lapplands spürt man zwischen den Zeilen ganz genau, sie sorgt dafür, dass man innehält und Ruhe findet.

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74 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 65 Rezensionen

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Der englische Liebhaber

Federica de Cesco
Fester Einband: 360 Seiten
Erschienen bei Europa Verlag , 29.06.2018
ISBN 9783958900806
Genre: Romane

Rezension:

Anna Henke arbeitet während des zweiten Weltkriegs bei den englischen Besatzern als Dolmetscherin. Sie verliebt sich in Jeremy, einen englischen Captain, der für den Geheimdienst arbeitet. hre Liebe hat keine Zukunft, denn als Jeremy nach England zurück muss, bricht der Kontakt durch die Intervention der Briten ab und Anna muss ihre gemeinsame Tochter alleine großziehen. Erst auf dem Sterbebett offenbart erfährt Charlotte die Wahrheit über ihren Vater.

Federica de Cesco hat ein sehr emotionales, berührendes Buch geschrieben. Sie verarbeitet in ihrem Roman die wahre Liebesgeschichte ihrer Tante, die ihr wirklich vier Kartons voll mit Briefen, Fotos und Tonbandaufzeichnungen hinterlassen hat. Das gibt dem Buch eine ganz andere Authentizität und eine besondere Tiefe. Mit einer detaillierten, lebendigen Sprache zieht uns die Schriftstellerin in ihren Bann und wir erleben eine unerfüllte Liebe, die unbesiegbar ist. Die Lebensumstände im Krieg und die schwierige politische Situation spielen ebenso eine große Rolle und führen uns Lesern das große Leid und die Probleme dieser Zeit vor Augen. Mir hat dieser facettenreiche Roman sehr gut gefallen, auch wenn er einige Längen hatte.

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64 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 37 Rezensionen

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Robin - High in the Sky

Charlotte Taylor
E-Buch Text
Erschienen bei Independently published, 01.06.2018
ISBN B07D2J8Z4B
Genre: Romane

Rezension:

Robins Hochzeit ist geplatzt, nachdem sie ihren Verlobten hinter Gitter gebracht hat. Sie flieht nach San Francisco, um sich eine Auszeit zu nehmen und um wieder zur Ruhe zu kommen. Auch Sky hat Probleme und besucht seine Großmutter Rosalynd, die in San Francisco Wohnungen vermietet. Wie es der Zufall will, landen die beiden zusammen in einer WG und das Schicksal ist nicht mehr aufzuhalten.

Erwartet habe ich einen schönen, romantischen Liebesroman, mit viel Prickeln und Knistern und genau das habe ich mit dem neuen Buch von Charlotte Taylor auch bekommen. Aber nicht nur das. Der Roman ist viel tiefgründiger, als man auf den ersten Blick denkt. Die Autorin verarbeitet sehr ernste Themen und verpackt sie in einer liebevollen Geschichte, die keinen Moment kitschig oder unglaubwürdig daherkommt. Auch wenn so einiges vorhersehbar ist, war die Spannung doch gleichbleibend hoch und ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Der charmante und liebevolle Schreibstil, gespickt mit einer ordentlichen Prise Humor sorgt zum einen dafür. Aber auch der ausgereifte Plot, garniert mit vielen Verwicklungen und überraschenden Wendungen lässt einen Sog entwickeln, der es dem Leser schwer macht das Buch aus den Händen zu legen.

Die Protagonisten sind sehr lebendig dargestellt und kommen authentisch daher. Robin entwickelt sich von der kühlen Geschäftsfrau zu einer warmherzigen, liebevollen Frau. Auch Sky, der anfangs recht unselbständig wirkt und immer eine helfende Hand benötigt, findet seinen Platz. Mein Lieblingscharakter aber ist die patente und liebenswerte Rosalynd, die für jeden die passende Lösung parat hat. So einen Menschen sollte jeder in seinem Leben einmal treffen.

Ein rundum stimmiges Buch, das mir sehr gut gefallen hat!

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(62)

100 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 50 Rezensionen

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Mein wunderbarer Buchladen am Inselweg

Julie Peters
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 18.05.2018
ISBN 9783746634135
Genre: Liebesromane

Rezension:

Ein letzter Auftrag noch, dann hält die Journalistin Frieke nichts mehr und sie wandert aus in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Dort will sie mit ihrem Freund ein neues Leben beginnen. Sie soll über den Ornithologen Bengt Gerjets berichten und reist nach Spiekeroog.

Das Buch eignet sich wunderbar zum Entschleunigen. Ich bin Frieke gerne nach Spiekerog gefolgt und habe mich anstecken lassen. Den ständigen Drang immer aufs Handy zu schauen, alles immer sofort im Internet zu verbreiten, wer kennt das nicht heutzutage. Mit diesem Buch könnte man einen kleinen Ausstieg wagen.

Julie Peters schreibt leicht und unbeschwert, mit viel Humor. Sie lässt aber auch ernste Dinge nicht ungesagt und schafft so eine harmonische Mischung.

Sehr schön spürt man das Inselfeeling, da ist die Zeit noch ein wenig stehen geblieben. Man lebt so vor sich hin und spürt die leichte Sommerbrise auf der Haut. Der Roman ist keine hohe Literatur und in großen Zügen auch vorhersehbar, aber er kommt daher mit einer Leichtigkeit und macht zufrieden. Was will man mehr? Für mich ein wunderschöner Sommerroman, der richtig Lust auf einen Nordseeurlaub macht.

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54 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

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Mein wundervoller Antikladen im Schatten des Eiffelturms

Rebecca Raisin , Annette Hahn
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Rütten & Loening Berlin, 18.05.2018
ISBN 9783352009112
Genre: Liebesromane

Rezension:

Meist findet man etwas erst dann, wenn man gar nicht danach sucht. Anouk geht es so. Entäuscht von ihrem Exfreund, widmet sie sich ganz ihrem kleinen Antikläden in Paris und dessen Kunden, die sie sich sorgfältig auswählt. Auf der Suche nach einem alten Cello begegnet ihr Tristan, für den sie bald mehr empfindet, als ihr lieb ist.

Rebecca Raisin kenne ich schon von ihrem ersten Buch. Schon da hat mir ihre liebevolle Art zu schreiben sehr gut gefallen. Sie schafft es auch mit ihrem neuen Buch, mich zu entzücken und hat mich erneut nach Paris entführt. Die Autorin fängt die wundervolle Atmosphäre dieser Stadt sehr gut ein und schreibt sich mit ihren detaillierten Sätzen direkt in mein Herz. Man lernt die sympathischen Protagonisten hautnah kennen und fühlt sich wie ein stiller Begleiter, der mit ihnen durch die Gassen streift. Die Liebe spielt auch in diesem Buch wieder die Hauptrolle, aber wie sollte es in einer Stadt, wie Paris, auch anders sein.  Sicher ist die Geschichte vorhersehbar, es gibt wenig Spannung und kaum Überraschungen. Aber ich war trotzdem gefangen und mochte das Buch gar nicht mehr weglegen. Der Roman ist eine kleine Reise in die wunderbare Stadt der Liebe und lässt die Leserin mit einem kleinen Lächeln im Gesicht zufrieden zurück.


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79 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 69 Rezensionen

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Der einsame Bote

Gard Sveen , Günther Frauenlob
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 08.06.2018
ISBN 9783471351505
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der einsame Bote" ist der dritte Band in der Reihe um Tommy Bergmann. Den ersten kenne ich, aber leider habe ich den zweiten nicht gelesen. Dies wurde mir nun zum Verhängnis. Der Protagonist ist sehr eigen und nicht leicht zu durchschauen. Seine Gedankengänge waren für mich selten nachvollziehbar, deshalb konnte ich der Handlung auch nur sehr schwer folgen. Auch die Lücken, die ich durch den fehlenden Band hatte, waren deutlich zu merken und haben meinen Lesefluss stark behindert. Der Plot selbst ist spannend und hat viel Potential. Tommy Bergmann ist ein ungewöhnlicher Ermittler, der immer seine eigenen Wege geht und sich nicht an gängige Konventionen hält. Seine Tendenz zur Gewalt ist immer noch vorhanden, obwohl er schwer dagegen ankämpft. Das macht ihn nicht gerade sympathisch, nur durch seine Hartnäckigkeit, seinen starken Willen den Fall unbedingt auflösen zu wollen, überzeugt er mich und wirkt dadurch sehr authentisch. Schade, dass wieder sehr viele offenen Enden übrig bleiben und der Fall nicht schlüssig gelöst wird. Die düstere Grundstimmung, die sich in Skandinavienkrimis ja gerne durch das Buch zieht, hat der Autor jedenfalls gut getroffen. Aber das reicht nicht ganz, um einen guten Krimi zu liefern.

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61 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 35 Rezensionen

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Jane Austen - Jagd auf das verschollene Manuskript

Kathleen Flynn , Sabine Schilasky
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 02.05.2018
ISBN 9783959671880
Genre: Romane

Rezension:

Stellt Euch vor, ihr könntet in die Vergangenheit reisen. Als großer Jane Austen Fan würdet ihr sicher auch einmal die große Schriftstellerin besuchen wollen. Rachel und Liam haben genau das gemacht. Sie sind aus einer fernen Zukunft zurück gereist in das Jahr 1815. Auf der Suche nach einem verschollenen Manuskript. Leider kommt ihnen das Leben dazwischen, denn je näher sie Jane Austen kennen lernen, desto schwerer fällt der Gedanke, der Schriftstellerin ihr unveröffentliches Buch zu stehlen.

Oft schon habe ich mit dem Gedanken gespielt einmal in die Vergangenheit zu reisen. Wahrscheinlich lese ich Bücher, die sich mit diesem Thema befassen auch deshalb besonders gerne. Als großer Jane Austen Fan habe ich hier gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Kathleen Flynn schreibt spannend und mit leichter Feder. Ihr Schreibstil ist authentisch und es ist mir leicht gefallen, mich in diese Szenerie hinein zu versetzen. Sprachstil und Duktus scheinen wie aus der Zeit gefallen und schaffen ein realistisches Ambiente. Wer Action sucht, ist hier fehl am Platze. Flynns Buch ist ein sanftes, leises, das aber sehr viel erzählt. Man fühlt sich wirklich ins 19. Jahrhundert zurück katapultiert und entschleunigt buchstäblich beim Lesen. Auch wenn seitenweise fast nichts passiert, habe ich trotzdem das Buch kaum weglegen können. Mich hat diese Zeit schon immer fasziniert und mir macht es sehr viel Spaß detailliert darüber zu lesen. Wer seitenlangen Exkursen über die Banaliäten des Alltags nichts abgewinnen kann, wird hier nicht zufrieden sein. Für mich ist das sehr interessant. Die sehr gute Recherche ist ein weiterer Pluspunkt, der dem Buch viel Authentizität verleiht. Was mich leider gestört hat, war die manchmal etwas derbe Art, die Rachel an den Tag legte, das passt in einen Roman dieser Güte nicht.

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78 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 54 Rezensionen

familientyrann, geld, gesund in der psychatrie, gier, hass, hinterhältig, intrigant, intrigen, liv constantine, macht, mukoviszidose, neid, psychopath, reichtum, thriller

Dein Leben gegen meins

Liv Constantine , Alexander Weber
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 05.03.2018
ISBN 9783959671538
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Daphne hat das Leben, von dem Amber immer träumt. Warum nicht einfach alles daran setzten, dass sie in Daphnes Leben schlüpft. Schritt für Schritt gelingt ihr das. Aber ist es am Ende wirklich das, was sie sich erhofft hat?

Langsam plätschert die Geschichte anfangs dahin. Die unterschwellige Bedrohung, die sich wie ein roter Faden durch das Buch, zieht spürt man jedoch von der ersten Seite an. Die Unzufriedenheit, den Neid auf das Leben einer reichen, schönen Frau, die all das hat, was man sich selbst so sehr wünscht. Die Unbedarftheit, fast schon Naivität, die Daphne an den Tag legt und die es dadurch Amber so verdammt einfach macht, sich Schritt für Schritt in Daphnes Leben zu schleichen. Diese Faktoren erzeugen eine Beklemmung und eine große Spannung, obwohl erst einmal nicht viel passiert. Ich war von Anfang an gefangen, was sicher auch am harmonischen Schreibstil der beiden Autorinnen liegt. Die Geschichte liest sich flüssig und leicht, man will das Buch gar nicht mehr weglegen. Die raffinierte Wendung im zweiten Teil lässt den Leser erst einmal den Atem stocken. Damit hat man nicht gerechnet. Und meint nun genau zu wissen, wie das Buch endet. Aber Pustekuchen. Es gibt eine weitere Überraschung, die wirklich grandios erdacht ist und das Buch zu einem richtigen Pageturner macht. Schade nur, dass in der Inhaltsangabe bereits so viel verraten wird, das wäre nicht nötig gewesen.

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215 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 114 Rezensionen

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Das Haus der Mädchen

Andreas Winkelmann
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 26.06.2018
ISBN 9783499275166
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Leni, ein junges Mädchen vom Land, kommt für ein Praktikum nach Hamburg. Ihr Zimmer für die drei Wochen ist in einer Villa direkt an einem Kanal. Schnell wird sie von der kontaktfreudigen Vivien beschlagnahmt, die direkt neben ihr ein Zimmer hat. Als diese am nächsten Morgen spurlos verschwunden ist, stellt Leni eigenhändig Nachforschungen an. Und trifft dabei auf Freddy, einen ehemaligen Geschäftsmann, der jetzt als Obdachloser sein Dasein fristet. Der hat zufällig einen kaltblütigen Mord beobachtet und ist seitdem auf der Flucht vor dem Mörder. Dass die beiden Fälle zusammenhängen merken die beiden erst, als es schon fast zu spät ist.

Andreas Winkelman war mir zwar vom Namen her bekannt, aber bis jetzt hatte ich noch nie ein Buch von ihm gelesen. Dies werde ich nun schleunigst ändern, denn "Das Haus der Mädchen" hat mich regelrecht umgeworfen. Schon auf den ersten Seiten packte mich ein derartiger Sog, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen mochte. Der Autor schreibt packend, fesselnd und mit einer Spannung, die dem Leser kaum einen Moment Zeit lässt, um zu atmen. Die einzelnen Erzählstränge sind perfekt ineinander verwoben und enden fast immer mit einer offenen Frage oder einem Cliffhänger, so dass es fast unmöglich ist, den Roman zu unterbrechen. Die detaillierte Beschreibung der teilweise unvorstellbaren Ereignisse ist wohl nichts für Zartbesaitete, aber wer Thriller mag, in denen es richtig zur Sache geht, ist hier bestens bedient. Die Protagonisten sind sehr gut ausgearbeitet und wirken sehr lebendig und authentisch. Und gerade das macht das Buch noch schrecklicher, denn man meint, man sei direkt mit dabei. Ich kann das Buch nur wärmstens weiter empfehlen!

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273 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 163 Rezensionen

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Die Frauen vom Löwenhof - Agnetas Erbe

Corina Bomann
Flexibler Einband: 736 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 11.05.2018
ISBN 9783548289960
Genre: Historische Romane

Rezension:

Agneta hat sich von ihrer angesehenen Familie losgesagt und studiert Kunst in Stockholm. Als ein schrecklicher Unfall passiert, bei dem Bruder und Vater ums Leben kommen, muss sie zurück auf den Löwenhof, das Landgut der Familie, um die Leitung des Hofs zu übernehmen.

Um dieses Buch wurde ein ziemlicher Hype gemacht. Deshalb waren meine Erwartungen sehr hoch. Leider wurden sie nicht zur Gänze erfüllt. Sicher, der Sprachstil ist gefällig, das Buch liest sich auch leicht und schnell. Ein Sog, wie ich es von anderen Büchern dieses Genres kenne, wollte sich bei mir trotzdem nicht einstellen. Es gab viel zu viele Längen, die Geschichte war unnötig in die Länge gezogen und es fehlte definitiv an Spannung. Das erwartete Gefühl, sich in Schweden zu befinden stellte sich bei mir auch nicht ein, die Handlung hätte meiner Meinung nach überall spielen können. Gut gefallen hat mir die Darstellung des Rollenbilds der Frauen zu dieser Zeit, da merkt man eine gründliche Recherche. Die einzelnen Protagonisten wurden zwar größtenteils gut herausgearbeitet, blieben aber in ihren Rollen dann leider oft blass und wenig in Erinnerung. Die Handlung war in vielen Dingen außerdem zu vorhersehbar und hat mich wenig überrascht. Von einer Schriftstellerin, wie Corina Bomann hätte ich mir dann doch mehr erwartet.

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Der Mut zur Freiheit

Katja Maybach
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.05.2018
ISBN 9783426520086
Genre: Romane

Rezension:

Katja Maywalds zentrales Thema in ihren Büchern, ist fast immer der Mut. Mut, der uns Frauen so oft fehlt. Den wir an anderen Frauen zwar immer bewundern, sie aber dafür leider auch oft verachten.

In Ihrem neuen Buch "Der Mut zur Freiheit" zieht er sich wieder, direkt beim Titel angefangen, wie ein roter Faden durch die ganze Geschichte. Von drei starken Frauen erzählt sie uns. Großmutter, Mutter und Tochter. Sie leben 1947 alle zusammen in Spanien, der Zeit der schweren Diktatur unter Franco. Dies war eine schwierige Zeit für jede Frau, vor allem dann, wenn sie wie in diesem Fall, alleinerziehend und ohne Mann war, aber trotzdem den Mut hatte sich etwas aufzubauen, Karriere zu machen, in der Öffentlichkeit zu stehen. Diesen Mut hatten alle drei. Und mussten dafür viele Opfer bringen.

Schon nach den ersten Kapiteln war ich derart fasziniert und gefangen, dass ich mich kaum mehr vom Buch lösen konnte. Die detaillierte und emotionale Sprache lässt uns Leser mitfühlen und mitleiden. Dadurch wird eine sehr authentische Atmosphäre geschaffen, die den Eindruck verschafft, man wäre selbst mit dabei. Ich war schockiert von den Erzählungen Margaritas, was sie alles erleiden musste, um sich ihr Geschäft aufzubauen. So unvorstellbar grausam und doch so mutig.

Katja Maybach hat wieder ausgezeichnet recherchiert und lässt auch die politischen Missstände nicht unerwähnt. Als Frau hatte man unter Franco wenig Rechte. Und diese wenigen auch noch einzufordern, forderte viel Mut.

Das Buch ist spannend und fesselnd, berührend und fordernd, traurig und glücklichmachend zugleich. Es gibt Hoffnung und macht Mut. Die Geschichte der drei Frauen wird mir noch lange im Kopf herumschwirren, denn sie hat mich sehr betroffen gemacht. Vor allem auch deshalb, weil sie so erschreckend authentisch ist. Denn alle drei verhalten sich wie reale Menschen, sind nicht immer sympathisch, agieren manchmal unverständlich und zeigen ihre Schwächen. Auch dafür braucht man viel Mut.

Vielen Dank, Katja Maybach, für dieses ausgesprochen mutige Buch. Ich wünsche ihm, dass es viele Leser findet, nicht nur Leserinnen.

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22 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

apotheke, elektroschocker, heiterer krimi, kellersturz, krems, krimi, lisa lercher, marillen, österreich, regionalkrimi, scheidung, schwager, selbstmordversuch, therapiezentrum, wachau

Jenseits auf Rezept

Lisa Lercher
Flexibler Einband: 248 Seiten
Erschienen bei Haymon Verlag, 23.04.2018
ISBN 9783709978986
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Schauplatz für diesen Krimi ist die idyllische Wachau. Den Tod zweier älterer Menschen nimmt man noch als gegeben hin. Nur Major Eigner kommt das ein wenig seltsam vor. Als jedoch kurz danach die Therapeutin Sonja König vermisst wird und man bald ihre Leiche aus der Donau fischt, wird Eigner endgültig hellhörig und beginnt nachzuforschen.

Auch der zweite Krimi von Lisa Lercher hat mich wieder vollkommen begeistert. "Jenseits auf Rezept" hat genau die richtige Mischung, die für mich ein rundum gelungener Regionalkrimi braucht.

Da wären einmal: Eine große Portion Spannung. Dafür sorgen die detaillierten Beschreibungen, kurze, knappe Kapitel, ein häufiger Perspektivenwechsel und Fragen über Fragen, die immer nur Häppchenweise beantwortet werden und so den Leser ständig im Dunkeln tappen lassen. Die Autorin schafft dies auch ohne viel Blut zu vergießen und ohne brutale Gewaltszenen. Ihre Hilfsmittel sind subtiler, aber deswegen nicht minder schrecklich und furchterregend.

Dann natürlich und das ist für mich das Besondere an diesem Buch: Die exakte Beschreibung der gemütlichen, dörflichen Umgebung, samt ihrer teils schrulligen Einwohner. Alle mit ihren kleinen, manchmal leicht skurrilen Eigenschaften. Mit ihren Nöten und Ängsten. Menschen, wie Du und ich. Lisa Lercher zeichnet ihre Protagonisten immer sehr genau, realistisch und, das spürt man, mit sehr viel Liebe. Die typische Atmosphäre, die man in der Wachau oft findet, wird hier 1:1 wiedergespiegelt. Ich hatte stets das Gefühl mitten drin im Geschehen zu sein. Die Verwendung der vielen österreichischen Ausdrücke unterstützt diesen Eindruck nicht nur, sondern macht den Roman so richtig lebendig. (Für Fragen bezüglich der verwendeten Redewendungen ist im Anhang ein nützliches Glossar zu finden.) Und auch der Humor kommt nicht zu kurz und bringt zusätzliche Würze in dieses Buch.

Lisa Lercher hat wieder einmal ein gelungenes Gesamtpaket geschaffen, das jeden, der die Wachau liebt, begeistern wird. Aber alle anderen sicher auch.

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191 Bibliotheken, 8 Leser, 3 Gruppen, 131 Rezensionen

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Die Schönheit der Nacht

Nina George
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Knaur, 02.05.2018
ISBN 9783426654064
Genre: Romane

Rezension:

Claire ist unzufrieden mit ihrem Leben, denn ihr Mann Gilles und sie leben nur noch nebeneinander her. Gilles hat ständig neue Affären und Claire hangelt sich von einem anonymen One-Night-Stand zum nächsten. Als ihr Sohn Nicolas seine neue Freundin Julie vorstellt, wendet sich das Blatt. Bei einem gemeinsamen Bretagneurlaub kommen sich die beiden Frauen näher und entdecken Sehnsüchte, die vorher nicht einmal existierten. 


Nina George hat ein sehr gefühlvolles und poetisches Buch geschrieben. Sie beschreibt die Bretagne so realistisch, dass man glaubt man ist vor Ort und mitten drin im Geschehen. Ich hatte tatsächlich das große Glück gerade dort meinen Urlaub zu verbringen und habe es persönlich feststellen können. Die Autorin hat das französische Flair wunderbar eingefangen. Das Verwenden vieler französischer Redewendungen verstärkt diesen Effekt und macht aus dem Buch einen schönen Sommerroman. Wenn auch keinen leichten, einfachen. Sondern eher einen melancholischen, leicht schwermütigen, der aber genau deshalb besonders gut in diese raue Gegend passt. 

Die Charaktere sind gut dargestellt, zwar nicht immer in all ihren Handlungen für mich zu verstehen, aber das erwarte ich auch nicht. Mir gefällt der Sprachstil, der sehr poetisch ist und leicht philosophisch anmutet. Er macht vor allem den Reiz dieses Buches aus. 

Erwähnen möchte ich auch noch das wunderschöne Cover und die hochwertige, edle und farblich durchdesignte Aufmachung des Buches. Da stimmt das Gesamtpaket und macht das Lesevergnügen zu einer fast sinnlichen Angelegenheit.

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29 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

balkon, bärlauch, garten, gesund, grüne kraft, knoblauchrauke, kochbuch, kochen, kräuter, kräuterrezepte, lehrreich, rezepte, sachbuch, unkraut, wildkräuter

Wildkräuter aus Topf und Garten

Heide Bergmann , Ulrike Armbruster
Flexibler Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Verlag Eugen Ulmer, 08.03.2018
ISBN 9783818602666
Genre: Sachbücher

Rezension:

"Wildkräuter aus Topf und Garten" ist ein wunderbares Buch, dass sowohl für Anfänger, als auch für Fortgeschrittene perfekt geeignet ist. Heide Bergmann stellt in ihrem Ratgeber, der im Ulmer-Verlag erschienen ist, 25 verschiedene Wildkräuter vor, die sich auch für die Zucht in Topf und Garten eignen. 


Angefangen vom Bärlauch über Giersch, Vogelmiere und Brennessel findet man die gängisten "Unkräuter" und ihre Verwendung in Haus und Küche. Jede Pflanze bekommt ein eigenes Kapitel, das in etwa immer gleich aufgebaut ist. Neben dem Vorkommen in der freien Natur gibt die Autorin wertvolle Tipps für den Anbau und wofür man die Pflanze verwenden kann. Rezepte und wunderschöne Fotos ergänzen die Information, so dass auch für den Laien eine gefahrlose Nutzung möglich ist. 

In den letzten Jahren hatte ich sehr große Bedenken, Wildkräuter in der freien Natur zu pflücken, was früher selbstverständlich war ist allmählich in Vergessenheit geraten. Mit meinem Opa habe ich als Kind noch regelmäßig Kräuter für Tees gepflückt und der erste "Spinat" in jedem Jahr bestand aus frischen Brennesseln und vielen Kräutern mehr, die ich leider nicht mehr alle zusammen bekomme. Giftiger Strassenstaub, Pestizidbelastung und der Fuchsbandwurm haben mich immer mehr abgeschreckt, selbst zu sammeln. Aber mit diesem Buch kann ich mir die Heilkräuter wieder in meine Küche und auf den Tisch holen. Heide Bergmann hat einen interessanten, fundierten Ratgeber geschaffen, der keine Frage offen lässt. Auch das praktische Format sorgt dafür, dass ich ihn oft und gerne in die Hand nehme. Der erste Gundermann ist schon auf meiner Loggia angewachsen und wartet darauf meinen Salat mit seinem tollen Aroma zu verfeinern.

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Gleis der Vergeltung

Astrid Korten
Flexibler Einband: 309 Seiten
Erschienen bei Independently published, 20.05.2018
ISBN 9781982949457
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Lynn-Elisabeth von Raabens Hochzeitstag beginnt mit einem tragischen Vorfall. Ihr zukünftiger Ehemann Benedikt verunglückt tödlich auf dem Weg zur Kirche. Sieben Jahre später nimmt Tilda Kontakt zu Lynn auf und behauptet zu wissen, wer Schuld am Tod ihres Verlobten hatte. Zusammen schmieden sie einen Racheplan, der in Lynn die grausamen Gespenster der Vergangenheit wieder zum Leben erweckt und schreckliche Konsequenzen nach sich zieht.


Mittlerweile habe ich schon einge Bücher von Astrid Korten gelesen und auch wenn ich mich wiederholen muss, es gelingt der Autorin jedes Mal, mich noch mehr zu beindrucken, als im Buch vorher. Immer nimmt sich die Schriftstellerin eines sehr brisanten Themas an. Das Thema in diesem Buch ist so schockierend, dass man ihm am liebsten nicht zu nahe kommen möchte. Aber man bekommt keine Chance zu entfliehen, denn bereits nach den ersten Kapiteln ist man gefangen und kommt nicht mehr von diesem Buch los. 

Die ersten Kapitel sind verwirrend. Die unterschiedlichen Erzählperspektiven werfen zahlreiche Fragen auf, die man nicht sofort beantworten kann. Geschickt wird man als Leser immer nur mit kleinen Häppchen versorgt. Ich bin sehr lange ratlos dagestanden und hatte nicht den leisesten Schimmer, wo mich diese Geschichte hinführen wird. Dass ich am Ende so tief in die schwärzeste Seele der Menschen blicken würde, hätte ich mir in meinem schlimmsten Alptraum nicht vorstellen können. Das Wissen, dass die Geschichte auf wahren Begebenheiten beruht, hat mich noch mehr erschüttert. So grausam ist die Vorstellung, dass ich es bis heute nicht glauben mag, dass es "Menschen" gibt, die sich wirklich so verhalten. 

Astrid Korten schreibt derartig spannend, derartig realistisch, dass mir oft ein eiskalter Schauer über den Rücken lief. 

Astrid Korten schreibt aber nicht nur sehr gut, sondern sie ist eine wahre Meisterin der Recherche. Für ihre Plots taucht sie tief ein in den dunklen Abgrund. Auch dafür gilt meine Bewunderung, denn es fordert viel Mut sich auf ein solches Thema einzulassen. 

Ein wichtiges Buch, dem ich viele Leser wünsche!

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28 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

garten, kräuter, kräuterfrau, löwenzahn verlag, nachschlagewerk, natur, pflanzen, pflegeprodukte, ratgeber, sachbuch, sammeln, spannend, wiese, wild, wildkräuter

Gesunde Wildkräuter aus meinem Garten

Gerda Holzmann
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Löwenzahn Verlag, 03.04.2018
ISBN 9783706626354
Genre: Sachbücher

Rezension:

Schon als Kind lernte ich durch meinen Opa den immensen Nutzen der Natur kennen. Was von vielen als Unkraut verkannt wurde, hat er mit mir geerntet und zu Tees, Tinkturen und schmackhaften Gerichten verarbeitet. Leider ist er gestorben, als ich zwölf war und so ist dieser große Schatz bei mir immer mehr in der Versenkung verschwunden.

Gerda Holzmann hat mit ihrem wunderbaren Buch "Gesunde Wildkräuter aus meinem Garten", das im Löwenzahn-Verlag erschienen ist, dieses verborgene Wissen wieder zum Vorschein gebracht.

30 wichtige Wildkräuter lernen wir kennen. Auf jeweils fünf Seiten wird jedes Kraut ausführlich beschrieben. Immer begleitet von wunderschönen und detaillierten Fotos, die eine Bestimmung leicht machen. Es werden die unterschiedlichen Sorten erklärt, die Verwechslungsmöglichkeiten mit eventuell giftigen Pflanzen, Die Verwendungsmöglichkeiten in der Küche und/oder als Heilpflanze und auch die Möglichkeiten, wie man das Kraut vermehren und selbst anpflanzen kann. Denn darum geht es vor allem in diesem Buch.

Für mich ist diese Möglichkeit sehr interessant, denn ich habe manchmal ein ungutes Gefühl, wenn ich Kräuter an Weg oder Straße ernten will. Sind sie nicht zu sehr belastet, verschmutzt oder gar von irgendwelchen gefährlichen Parasiten befallen? All dies kann mir jetzt auf meinem Balkon nicht mehr passieren, da weiß ich wer zu Besuch kommt.

In den umfangreichen Einleitungskapiteln werden wir an das Sammeln und die Bestimmung der Wildkräuter herangeführt und erfahren außerdem viel Interessantes rund um die Anzucht und die Kultivierung. Aber auch über mögliche Gefahren werden wir informiert. Im Anhang findet sich ein ausführlicher Sammelkalender, praktische Hinweise für Lagerung und Haltbarmachung, Verarbeitung und natürlich eine Vielzahl an lecker klingenden Rezepten, die sich auszuprobieren lohnen. Wer Wert auf Naturkosmetik legt wird ebenfalls fündig und kann jetzt in Zukunft seine eigenen Cremes herstellen.

Holunderblütensirup mache ich schon länger selbst, jetzt weiß ich, dass man auch aus den Beeren ein leckeres Mus zaubern kann und kann die Zeit bis zur Reife schon gar nicht mehr erwarten.

Ich freue mich schon auf die weitere Verwendung des Buches. Auch die hochwertige Aufmachung macht es jedes Mal zu einem besonderen Vergnügen, wenn ich das Buch in die Hand nehme. Im Garten meines Vaters bin ich auch schon fündig geworden. Seit letzter Woche habe ich einen Gundermann im Topf. der nur noch ein wenig wachsen muss, bevor ich ihn verwenden kann. Das Buch kann ich nur jedem empfehlen, der sich für die Natur und ihre vielfältigen Heilpflanzen interessiert.

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15 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

achtsamkeit, beobachtungsgabe, bilder, insekten, kinder, natur, nicolas bogislav von lettow-vorbeck, sachbuch, sach- und fachbuch, spinnen, stadt, tier, tiere, tierführer, wild in der stadt

Stadtwild

Nicolas Bogislav von Lettow-Vorbeck
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Eden Books - Ein Verlag der Edel Germany GmbH, 04.05.2018
ISBN 9783959101608
Genre: Sachbücher

Rezension:

Tiere in der Großstadt, da vermutet man nicht viel, Hunde und Katzen natürlich! Doch wer genauer hinschaut, wird Augen machen, denn es gibt so viel mehr zu entdecken. Nicolas Bogislav von Lettow-Vorbeck hat das getan und präsentiert uns seine Sammlung von 99 gefundenen Lebewesen in seinem sehr empfehlenswerten Buch. Alphabetisch geordnet und wunderschön bebildert lernt man auf je einer Doppelseite so einige Tiere kennen. Viele bekannte sind dabei, wie die Amsel oder die Stockente, aber auch viele, denen man (hoffentlich) nicht so oft begegnet, wie z.B die Zebraspringspinne. In den einseitigen Texten zu jedem dieser Tierchen findet man neben dem deutschen Namen auch die lateinische Bezeichnung, die Häufigkeit des Vorkommens und den Lieblingsstandort. Der Text ist in einer sehr angenehmen Sprache verfasst und enthält, neben fundierten Informationen über Herkunft, Verbreitung, Fortpflanzung, Lebensraum, Nahrung, etc., auch oft noch eine passende kuriose Begebenheit, die uns die Welt der Tiere in einem ganz anderen Licht erscheinen lässt. Mir hat es großen Spaß gemacht in dem Buch zu schmökern und, obwohl ich schon von Kindesbeinen an von meinem Opa gelernt habe, immer ganz genau hinzuschauen, konnte ich noch sehr viel Neues für mich entdecken. Wer Tiere mag und sich dafür interessiert, wird an diesem Buch eine große Freude haben. Man spürt die Leidenschaft des Autors und seine große Liebe zu allem, was dort draußen im Großstadtdschungel so kreucht und fleucht. Mich wird das Buch sicher noch oft auf meinen Wegen durch München begleiten, schließlich habe ich mir zum Ziel gesetzt, alle 99 Tiere wenigstens einmal zu sichten und auf der jeweiligen Seite in dem entsprechenden Kästen das Datum dazu zu notieren. Eine sehr nette Idee, die sicher vor allem bei Kindern großen Anklang finden wird, aber nicht nur dort. Ich kann mich abschließend den Worten auf dem Rückumschlag nur anschließen: 

Ein Muss für alle Tierfreunde.

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136 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 108 Rezensionen

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Tiefer denn die Hölle

Peter Gallert , Jörg Reiter
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 06.04.2018
ISBN 9783548290355
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In einem stillgelegten Bergwerk wird die grausam zugerichtete Leiche eines Mannes gefunden. Über und über mit Honig begossen. Der Polizeiseelsorger Vaals, der hinzu gerufen wird, erleidet beim Anblick des Toten einen Herzinfarkt. Martin Bauer begleitet seinen Kollegen ins Krankenhaus und wird neugierig, als dieser den Namen eines Mannes erwähnt. Die Ermittlungen in diesem Fall leitet Verena Dohr, die gerne inoffiziell mit Bauer zusammenarbeitet.

Obwohl dies mein erster Krimi des Autorenduos war, fiel mir ein Einstieg in das Buch sehr leicht. Die Protagonisten sind sehr gut ausgearbeitet und wirken authentisch. Sie haben Fehler und Schwächen, so wir wir alle. Ihr Privatleben spielt im Roman eine elementare Rolle, das mag ich gerne, so werden die Figuren erst richtig lebendig. Auch der geschilderte Alltag eines Polizisten und die oft damit verbundenen Probleme wurden gut gezeigt.

Die leicht zu lesende und fesselnde Sprache lässt den Leser nur so durch die Seiten fliegen. Man mag das Buch kaum mehr weglegen, was auch an der hohen Spannung liegt, die sich hier aufbaut.

Sehr interessant waren die Exkurse in die Bergwerkswelt. Für mich war das alles Neuland und dadurch sehr spannend.

Alles in allem ein solider Krimi mit viel Spannung und Atmosphäre.

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166 Bibliotheken, 5 Leser, 2 Gruppen, 107 Rezensionen

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Krokodilwächter

Katrine Engberg , Ulrich Sonnenberg
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 28.03.2018
ISBN 9783257070286
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die ehemalige Professorin Esther de Laurenti schreibt an ihrem ersten Thriller. In ihrem Haus in der Innenstadt von Kopenhagen vermietet sie einige Wohnungen. Als ihre Nachbarin, die junge Studentin Julie, grausam ermordet aufgefunden wird, ahnt sie Schreckliches. Denn der Mörder hat eine grausame Szene aus ihrem Buch nachgespielt. Jeppe Kørner und Anette Werner von der Kopenhagener Polizei beginnen zu ermitteln und haben die Professorin schon bald als Mörderin in Verdacht. Aber kann es denn sein, dass eine zarte, ältere Frau diese schreckliche Tat getan hat?

Das Romandebüt von Katrine Engberg hat es in sich. Die Autorin geizt nicht mit grausamen Details und direkten Worten. Wer damit Probleme hat, sollte das Buch nicht lesen. Wer aber diese Dinge mag, findet hier einen soliden, gut durchdachten Skandinavienkrimi. Die klare, sehr gut lesbare Sprache hält den Leser bei der Stange. Viele einzelne Puzzleteile werden geschickt an ihren Platz gelegt und bilden so nach und nach ein großes Ganzes. Allerdings gelingt es der Autorin nicht, am Ende alle offenen Fragen zu beantworten, aber vielleicht ist dies ja Absicht, denn schließlich handelt es sich um den Auftakt einer neuen Reihe. Die beiden Ermittler bleiben noch etwas undurchsichtig, vor allem Anette hat sich mir noch nicht ganz erschlossen, darauf hoffe ich im nächsten Band. Jeppe ist ein Kommissar, wie man ihn in einem dänischen Krimi erwartet. Beide bilden ein gutes Team, in dem ich viel Potenzial sehe. Das Buch hat mir insgesamt sehr gut gefallen. Es ist stimmig und schlüssig in der Auflösung. Auch das raffinierte Cover passt sehr gut zum Plot. Ich freue mich schon auf den nächsten Fall.

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