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128 Bibliotheken, 18 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

dschinny, aladdin, magie, 1001 nacht, liebe

Ein Kuss aus Sternenstaub

Jessica Khoury , Gabriele Haefs
Flexibler Einband: 360 Seiten
Erschienen bei cbj, 10.07.2017
ISBN 9783570403532
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zahra zählt zu den ältesten und mächtigsten Dschinnys und wünscht sich nur eins, endlich frei zu sein. Seit 500 Jahren hart sie nun in ihrer Lampe aus bis Aladdin, ein dreister Dieb, sie endlich findet. Beide wollen sich zunächst gegenseitig benutzen, um das zu bekommen, was sie am meisten begehren. Aber nach und nach merken sie, dass es so viel mehr gibt und sie ihr Glück schon gefunden haben… Doch Dschinnys und Menschen ist es untersagt sich zu lieben. Um ihr Glück zu erhalten und Frei zu sein, müssen die beiden daher alles auf spiel setzten.

Aufgrund des Klappentextes war ich mir nicht sicher, ob mich eine neue kitschige und klischeehafte Version von Aladdin erwartet oder es der Autorin gelingt eine kreative und packende Neuerzählung zu erschaffen. Zum Glück bestätigte sich letzteres und ich konnte in eine grandiose und poetische Neuerzählung von Aladdin und die Wunderlampe eintauchen.
Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive des Dschinnys Zahra geschildert. Ich hatte das Gefühl, dass sie die Geschichte ihrer schon lang verstorbenen Freundin erzählt, da sie diese oft direkt anspricht. Sie spricht ihre verstorbene Freundin jedoch nicht zu oft an, was ich zunächst befürchtet habe, denn dies hätte mich in meiner Leseflüssigkeit gestört. Der Autorin gelingt es einfach unglaublich gut Zarahs Melancholie, ihren Schmerz und auch ihren Durst nach Freiheit und Selbstbestimmtheit in Worte zu fassen und dabei nicht tief in die Kitschschublade zu greifen. Die Sprache ist einfach poetisch, wunderschön und rieselt wie warmer Sand über die Haut. Zahra versucht sich selbst einzureden, dass sie böse und egoistisch ist, dabei besitzt die das wärmste Herz von allen.
Aladdin ist dagegen ein durch und durch frecher Dieb und dennoch hat auch er sein Herz am rechten Fleck. Er versucht mit allen Mitteln seiner schwierigen Kindheit zu entfliehen, was ihm einfach nicht gelingt und tagtäglich wird er mit der Vergangenheit konfrontiert. Die beiden Figuren liefern sich oft hitzige und auch witzige Wortgefechte. Man kann die Spannung zwischen den beiden förmlich spüren.
Obwohl Dschinnys Diner ihrer Lampenbesitzer sind, ist Zahra keineswegs schwach oder zart. Sie ist einfach so unglaublich stark, sie lässt sich ihren Willen nicht verbieten. Zarah hat ihre eigenen Wünsche im Blick, ohne dabei zu egoistisch zu sein. Sie manipuliert ihre Besitzer, sodass viel mehr sie die Diener sind. Die vielen starken weiblichen Figuren haben mich positiv überrascht, da viele Autoren und Autorinnen vor allem in Romanen mit orientalischen Settings Probleme haben starke und vor allem glaubhafte Protagonistinnen in die Geschichte einzubauen.

Insgesamt konnte mich „Ein Kuss aus Sternenstaub“ vollkommen überzeugen. Die Sprache ist poetisch und mitreißend. Vor allem die starken weiblichen Figuren konnten mich positiv überraschen.


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81 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

fantasy, china, lieblingsbuch, asien, historische fantasy

Im Schatten des Himmels

Guy Gavriel Kay , Birgit Maria Pfaffinger , Ulrike Brauns
Flexibler Einband: 720 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 27.10.2016
ISBN 9783596035700
Genre: Fantasy

Rezension:

Shen Tai begräbt freiwillig die Toten einer verehrenden Schlacht. Für seine selbstlose Tat wird er von dem Nachbarkönigreich mit 250 sardianische Pferden belohnt. Doch dieses Geschenk ist für den jungen Mann absolut gefährlich, denn zu viele im Kaiserreich begehren diese sagenumwobenen Pferde. Und so macht sich Shen Tai auf den Weg, um die Pferde dem Kaiser zu übergeben. Dabei trifft er auf überraschende Verbündete, wie beispielsweise eine Auftragsmörderin und einen Dichter, der dem Alkohol nicht abgeneigt ist.

Ich hatte den Roman schon länger im Auge, habe mich bis jetzt jedoch nie an den Roman herangewagt. Mir sind bis jetzt einfach eher wenig geglückte Umsetzungen von asiatischen Settings untergekommen, sei es in Filme oder in Romanen. Oftmals wirkte auf mich alles zu gewollt zu kitschig und von allem zu viel. Doch meiner Meinung nach hat hier der Autor, Guy Gavriel Kay, alles richtig gemacht. Denn hinter den Buchdeckeln verbirgt sich eine Geschichte mit undurchsichtigen Intrigen und einer grandiosen Kulisse. Die Welt wirkte auf mich insgesamt absolut authentisch und definitiv nicht überladen. Rituale, wie beispielsweise die Trauermonate nach dem Tod eines Familienmitglieds und die strengen Regeln die währenddessen zu befolgen sind, werden verständlich geschildert und nicht unnötig ausgeschmückt. Auch die politischen Machtverhältnisse im Kaiserreich werden realistisch dargestellt. Der Autor beschönigt dabei nichts, sodass der Krieg und der Kampf um Macht durch z.B. Auftragsmördern und Mörderinnen nicht romantisiert wird.
Das Kaiserreich wird von allen Seiten bedroht, sodass eine unruhige Zeit herrscht. Der Kaiser hat seine besten Jahre hinter sich gelassen und möchte dies doch einfach nicht wahr haben, denn wie so viele mächtige Personen, will er unsterblich sein. Oft begehrt man genau das, was man nicht haben kann, sei es Unsterblichkeit oder Pferde, die als Statussymbol gelten. Durch seine bewundernswerten Taten erhält Shen Tai, bis dato ein eher unbedeutender Mann, 250 Pferde vom Nachbarreich geschenkt. Somit wird er für alle Mächtigen des Kaiserreichs zu einer interessanten Spielfigur. Schnell gerät der Protagonist Shen Tai also in den gefährlichen Strudel der Politik und muss sich mit den Mächtigen des Landes herumschlagen.

Der Schreibstil des Autors ist detailverliebt und sehr intensiv. Wer einen prägnanten und zum Punkt kommenden Schreibstil bevorzugt, kommt daher bei diesem Roman nicht unbedingt auf seine Kosten. Ich bin ein bekennender Fan von ellenlangen Sätzen, sodass ich schon nach wenigen Seiten begeistert war. Trotz des ausschweifenden Stils hatte ich nie das Gefühl, dass der Autor sich in seinen Beschreibungen verliert. Es gab in der Geschichte immer einen erkennbaren roten Faden.

Die Figuren waren oft undurchsichtig, sodass mir nie ganz klar war, auf welcher Seite die unterschiedlichen Figuren jetzt stehen und welche Absichten sie verfolgen. Aufgrund dessen konnte ich immer mit rätseln und es konnte sich so eine konstante Grundspannung aufbauen. Keine der Figuren lassen sich wirklich in Schwarz oder Weiß einteilen. Jede Figur hat eigene, sehr menschliche, Beweggründe, sodass es für mich nicht unbedingt den einen Bösewicht gibt. Vor allem der Protagonist Shen Tai und seine Bewacherin haben es mir angetan. Oft liefern sich die beiden einen witzigen Schlagabtausch, die die Stimmung des Romans auflockern und mich oft zum Schmunzeln gebracht haben.

Wie man bemerken konnte, bin ich absolut angetan von dem Roman und „Schatten im Himmel“ hätte durchaus zu meinem Jahreshighlight werden können- wäre da nicht das Ende gewesen. Damit meine ich nicht, dass ich mit der Konfliktlösung nicht zufrieden bin, sondern eher mit der Umsetzung. Das Schicksal einiger zentralen Figuren wurden in nur wenigen Kapiteln abgehandelt und auf gefühlt drei Seiten wurde das restliche Leben der Figuren dargestellt. Insgesamt wirkt das Ende daher auf mich viel zu überstürzt. Ich habe einfach das Gefühl, dass der Autor unbedingt ein schnelles Ende benötigt und er für mehr keine Zeit hatte.

„Im Schatten des Himmels“ konnte mich positiv überraschen. Eine tolle Story mit interessanten Figuren und einer atemberaubenden Kulisse. Vor allem der detailreiche Schreibstil hat es mir angetan. Leider hat mich das Ende etwas enttäuscht, da einfach alles viel zu schnell geht. Dennoch eine absolute Empfehlung von mir und ich freue mich schon auf den nächsten Band!


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3 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Die Schwerter von Dara

Ken Liu , Katharina Naumann
Flexibler Einband: 736 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.09.2017
ISBN 9783426519066
Genre: Science-Fiction

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273 Bibliotheken, 14 Leser, 0 Gruppen, 93 Rezensionen

liebe, prosopagnosie, mobbing, jennifer niven, übergewicht

Stell dir vor, dass ich dich liebe

Jennifer Niven , Maren Illinger
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 22.06.2017
ISBN 9783737355100
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Jack zählt zu den beliebtesten Schülern und wird von so einigen bewundert, doch niemand kennt sein größtes Geheimnis. Jack kann sich die Gesichter seiner Mitmenschen nicht merken, denn er ist Geschichtsblind. Ein jeder sieht für Jack gleich aus und so kann er selbst seine Freundin nicht von anderen Frauen unterscheiden. Jack versucht immer cool und lässig zubleiben und alles so wirken zu lassen, als ob es gewollt ist. Libby ist das komplette Gegenteil von Jack, sie ist übergewichtig und absolut nicht beliebt, sie reagiert Leidenschaftlich und ist daher oft nicht lässig. Sie ist auch unglaublich mutig und versucht sich eben nicht vor den anderen Leuten zu verstecken.

Ich habe schon den Debütroman der Autorin“ All die verdammt perfekten Tage“ gelesen und war absolut begeistert. Ich war daher auf den nächsten Roman sehr gespannt. Ich finde das Cover übrigens absolut schrecklich und hätte ich nicht den eben erwähnten Roman schon von der Autorin gelesen wäre ich an „Stell dir vor, dass ich dich liebe“ im Bücherladen definitiv vorbeigegangen. Das pinke Cover schreit mir einfach zu sehr nach Kitsch und Klischee. Von der Autorin erwarte ich jedoch eine eher unkonventionelle Geschichte und diese Erwartung wurde auch zum Teil erfüllt. So werden aktuelle Themen wie z.B. Mobbing und auch Body shaming aufgegriffen.
Mir hat es unglaublich gefallen, dass Libby die deutlich stärkere Figur ist und vielmehr Jack Hilfe benötigt, um sich endlich aus seinem eigenen Gefängnis zu befreien. Libby ist so unfassbar stark und ich liebe ihren Humor und die Art, wie sie Probleme anpackt und sich einfach nicht unterkriegen lässt. Sie ist sich ihrer Schwächen bewusst, kann im Großen und Ganzen jedoch super mit ihnen umgehen und das mach sie definitiv ziemlich offensiv. Durch eine schwierige Phase ist sie extrem dick geworden und kämpft immer noch gegen die Pfunde an. Jack versucht hingegen seine Probleme zu verstecken frei nach dem Motto: Niemand merkt es und dann gibt es auch kein Problem, um das man sich kümmern muss. Er versucht seine Probleme zu verstecken, dabei benötigt er unbedingt jemandem zum Reden. Die Protagonisten versprechen also gerade zu Anfang eine Liebesgeschichte außerhalb von Kitsch und Klischees. Es gibt keine Frau, die von einem Mann gerettet werden muss, denn hier sind die Rollen deutlich vertauscht. Doch gerade das Ende hat mich nicht unbedingt überzeugt. Zum Schluss ging mir vieles einfach zu schnell, sodass die Story rund um Libby und Jack doch in eine eher kitschige Liebesgeschichte abrutscht. Viele Probleme dir aufgekommen sind, wurden mir einfach viel zu leicht und schnell gelöst.
Insgesamt konnte mich „Stell dir vor, dass ich dich liebe“ gut unterhalten. Vor allem Libby konnte mich absolut begeistern. Selten ist mir so eine witzige, natürliche Protagonistin untergekommen. Leider konnte mich das Ende nicht ganz überzeugen, sodass die Autorin nicht ganz an ihren Debütroman anknüpfen konnte.

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158 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 35 Rezensionen

fantasy, nemesis, anna banks, liebe, nemesis - geliebter feind

Nemesis - Geliebter Feind

Anna Banks , Michaela Link
Flexibler Einband: 450 Seiten
Erschienen bei cbt, 13.06.2017
ISBN 9783570311424
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Vater von Prinzessin Sepora will nur eins: Über alle fünf Königreiche herrschen. Mithilfe von Seporas Gabe will der König das Unfassbare schaffen. Die Prinzessin möchte dies jedoch um jeden Preis verhindern und so flüchtet sie in das verfeindete Land, um den Klauen ihres Vaters zu entkommen. Durch verrückte Umstände endet Seporas Flucht im Schloss des Königs Tariks, der über Theoria herrscht. Schnell entwickeln sich Gefühle zwischen den beiden. Doch wie soll alles Enden und was wird passieren, wenn Tarik hinter Seporas Geheimnis kommt?

Wie so oft, ist mir als Erstes das wunderschöne Cover aufgefallen und auch der Klappentext verspricht eine interessante Geschichte voller Intrigen, Magie, Liebe und Machtspielchen. Die fünf Königreiche sind mehr oder weniger verfeindet, denn sie haben sich alle von dem Königreich Serubel, Seporas Heimat, abgespalten. Dementsprechend herrscht ein durchaus großes Konfliktpotenzial zwischen Serubel und den andren vier Königreichen.
Seora ist einer der wenigen, die dazu Fähig ist, Sektarium zu schmieden. Das magische Element ist für die Königreiche zentral, da es unglaublich viel Energie liefert und zudem leuchtet, sodass es auch als Lichtquelle genutzt wird. Seubel wirtschaftlicher Reichtum basiert daher auf dieses magische Element und der König will die Abhängigkeit der anderen zu seinem Vorteil nutzen. Doch das Königreich hat auch seine positiven Seiten, so ist die Natur einfach unfassbar schön beschrieben, so gibt es schwebende Inseln, die voller Wälder, grüner Felder und Seen sind. Auch gibt es in diesem Land magische Schlangen, auf denen die Bewohner fliegen können oder die auch zum Spionieren genutzt werden.
Theoria hat sich vor einigen Jahrhunderten von Serubel abgelöst, da sie mit dem Führungsstil des Königs nicht zufrieden waren und sich eine bessere Welt gewünscht haben. Der Name des Königreichs leitet sich von „Theorie“ ab, da sich die Bevölkerung mit Theorien zur Heilkunst, Energie, oder auch Herrschaftsstile auseinandersetzt. Dementsprechend ist das Land in vielen Dingen sehr weit entwickelt und vor allem ihre Heilkunst ist unübertroffen. Das Land erinnert an Ägypten, da es von einer Wüste umgeben ist, es Pyramiden gibt und es einfach immer heiß ist. Einen kleinen Kritikpunkt habe ich dann doch an der Darstellung des Landes. Es wird gerade zu Anfang betont, dass das Land entstanden ist, weil viele Bewohner Seubel als zu barbarisch und unfair angesehen haben. Gleichzeitig finden es die Bewohner von Theoria es aber vollkommen ok, dass Menschenhandel betrieben wird und es Sklaven gibt. Auch die Frauen haben in diesem Land wenig zu sagen. Für mich ist dies einfach ein zu großer Widerspruch.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Seora und Tariks geschildert, sodass man beide Figuren sehr gut kennen lernt und auch etwas von den unterschiedlichen Gepflogenheiten der verschiedenen Länder mitbekommt.
Sepora ist keine typische verwöhnte Prinzessin, die sich nicht mit dem Leben andere auseinandersetzt. Ihre Pläne gehen oft schief und dennoch gibt sie einfach nicht auf und hat ihr Ziel immer vor Augen. Sie hat daher vor allem zu Anfang in Theoria mit dem Frauenbild oft Probleme und eckt bei anderen des Öfteren an.
Tarik kommt daher nicht sofort mit Seporas Temperament klar, ist jedoch sehr fasziniert von ihr. Nach dem Tod seines Vaters muss er schon recht früh das Königreich regieren und ist oft einfach überfordert. Er möchte unbedingt das Richtige tun. Seine Fähigkeit Lügen zu erkennen sind für seine Bestimmung als König mehr als nützlich.
Mir hat es absolut gefallen zu beobachten, wie sich die beiden immer näher kommen. Beide lassen sich Zeit und Überstützen es nicht, sodass es auf mich absolut authentisch wirkt. Nun stellt sich nur noch die Frage, ob die Beziehungen den vielen Geheimnissen standhalten kann…

Der Schreibstil ist sehr leicht und so fliegen die Seiten nur so dahin. Die wenig unbekannten Worte erklären sich durch den Kontext oft recht schnell. Beide Protagonisten sind um die 18 Jahre alt, die Sprache wirkt jedoch nicht zu gewollt jung, sodass die Dialoge und die Story nicht aufgesetzt wirken.

Insgesamt ist „Nemisis“ ein gelungener Roman, voller Liebe, Magie und Politik. Eine leichte Lektüre, die mir die warmen Tage versüßt hat.

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59 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

fantasy, schlangensprach, estlan, klett cotta, hobbit press

Der Mann, der mit Schlangen sprach

Andrus Kivirähk , Cornelius Hasselblatt
Fester Einband: 462 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 08.04.2017
ISBN 9783608981070
Genre: Fantasy

Rezension:

Leemet und seine Familie leben zusammen im Wald. Sein Volk hat eine ganz besondere Bindung zum Wald und den Tieren und so beherrschen sie die Sprache der Schlangen. Doch Dorfbewohner und auch der Ackerbau bedrohen die magische Welt. Und so scheint es, dass nur noch der Nordlanddrachen Lemets Welt retten kann.


Ich habe von vorneherein mit einem recht skurrilen Roman gerechnet und das ist „Der Mann, der mit Schlangen sprach“ definitiv. Oft konnte ich die Logik, die hinter den Ideen steckt, jedoch nicht nachvollziehen oder sie erschienen mir zu gewollt, sodass alles recht aufgesetzt wirkt. Lemmets Familie ist absolut Naturnahe und versucht die natürliche Ordnung der Welt zu ehren. Sie konsumieren jedoch nur Fleisch in rauen Mengen und verteufeln Obst und Gemüse. Ich habe einfach nicht verstanden, was mir der Autor damit sagen möchte. Auch die Bärenliebelei mit den menschlichen Frauen ging mir etwas zu weit und ich empfand die Szenen eher als abstoßend und nicht als unterhaltsam.
Des Weiteren konnte ich nichts mit der Darstellung der Gesellschaftskritik anfangen, da diese mir einfach zu überspitzt dargestellt wird. Technik und das moderne Leben ist böse und man muss seine Wurzeln ehren, die immer mehr verfallen. Technik und Natur wurden dabei in gefühlt jedem zweiten Satz miteinander verglichen. Durch den Aberglauben ist Leemets Familie aber auch die Bauern absolut gelähmt, sodass die beiden Seiten nicht aufeinander zu gehen können.

Die Sprache ist in dem Roman insgesamt sehr leicht und einfach gehalten, dies passt aber jedoch Perfekt zu dem Protagonisten Leemet und so hat mich dies keineswegs gestört. Komplexe Sätze hätten einfach nicht zu dem Leben der Figuren gepasst. Auch die Einbettung der Schlangensprache hat mir sehr gut gefallen und die Umsetzung ist durchaus gelungen.

Insgesamt konnte mich der Roman leider nicht überzeugen. Die Figuren wirkten auf mich zu flach und handeln oft ziemlich emotionslos oder nicht nachvollziehbar. Aber auch die Konflikte sind für mich zu überspitzt dargestellt.

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26 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

london, ende der 1980er, waisenkinder, derhimmelüberappeltonhouse, ich-erzählerin

Der Himmel über Appleton House

S. E. Durrant , Katharina Diestelmeier
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 24.03.2017
ISBN 9783551560308
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die Geschwister Ira und Zac müssen ohne ihre Eltern aufwachsen. Für die beiden gehört es schon fast zur Routine, dass sie von Pflegefamilie zur nächsten gereicht werden. Doch dieses Mal ist alles anders und die beiden kommen ins Kinderheim. Voller Angst und Schrecken sind die beiden, als sie das erste Mal ihre neue Heimat sehen, doch dies legt sich schnell und beide sind recht glücklich. Dennoch sehen sich die Beiden nach einem eigenen Heim nur für sich, eine heile Familie voller Liebe.


„Klein aber fein“ trifft bei diesem Roman wohl am ehesten zu. Der Roman umfasst gerade einmal 240 Seiten und dennoch erhalten die Probleme und Gefühle der Geschwister genug Raum, um sich authentisch entfalten zu können. Schon nach wenigen Seiten war ich absolut berührt und die Geschwister haben mir schnell mein Herz gestohlen.

Die beiden sind entwurzelt und wünschen sich nichts sehnlicher, als endlich eine Heimat zu haben und sich nicht fragen zu müssen, ob sie am nächste Tag wieder in einer anderen Pflegefamilie sind. Mich hat die grundsätzlich positive Darstellung des Kinderheims überrascht. Das Leben im Kinderheim wird nicht als schrecklich oder düsteren dargestellt aber auch nicht romanisiert.

Der Roman lässt sich fast wie ein Tagebuch von Ira lesen und so ist die Sprache recht leicht, aber nicht unbedingt weniger poetisch, gehalten. Die Wortwahl wirkt absolut authentisch und nicht aufgesetzt. Durch kurze Kapitel verfolgt man so das Leben der beiden Protagonisten über mehrere Jahre. Ira besitzt eine gute Beobachtungsgabe und es interessiert sie sehr, was um sie herum passiert, sodass man auch die anderen Bewohner des Kinderheims sehr gut kennen lernt.

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25 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

schule, administration, reise, begabte, fantasy

Das Erbe der Seher

James Islington , Ruggero Leo
Flexibler Einband: 784 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.05.2017
ISBN 9783426520956
Genre: Fantasy

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391 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 44 Rezensionen

götter, titanen, josie, liebe, seth

Erwachen des Lichts

Jennifer L. Armentrout , Barbara Röhl
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 12.06.2017
ISBN 9783959670968
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Josie führt ein recht normales Leben und erfüllt sich einen Traum: Sie studiert Psychologie. Doch als sie auf einen mysteriösen und gutaussehenden Typen trifft verändert sich ihr komplettes Leben, denn er behauptet, das Josie, die doch eigentlich nur unscheinbar sein möchte, eine Halbgöttin ist. Plötzlich liegt das Schicksal der ganzen Welt auf Josies Schultern, denn nur mit Hilfe von Josie können die Titanen besiegt werden. Josie muss jedoch nicht nur mit ihrer neuen Bestimmung kämpfen, sondern auch gegen ihre Gefühle für den mysteriösen Seth.

„Erwachen des Lichts“ ist mein erster Roman der Autorin und daher war ich sehr gespannt. Viele vergöttern die Autorin und so waren meine Erwartungen doch sehr hoch. Wichtig zu erwähnen ist noch, dass es sich hierbei um eine Spin- off der „Dämonentochter“ Reihe handelt. Wer sich also nicht selbst spoilern möchte und die „Dämonentochter“ Reihe unbedingt lesen möchte, sollte von „Erwachen des Lichts“ erstmal die Finger lassen. Obwohl ich die vorherige Reihe nicht gelesen habe konnte, ich sehr gut in die Geschichte einstiegen und alles nachvollziehen, denn die Autorin wiederholt die wichtigsten Infos aus der Reihe. Dadurch, dass Josie von Seth langsam in das Leben einer Halbgöttin eingeführt wird und sie sich damit überhaupt nicht auskennt, erhält man nach und nach die wichtigsten Infos, um die Welt zu verstehen.

Mich fasziniert die griechische Mythologie sehr, sodass ich mich eher auf die Story gefreut habe. Ich hatte jedoch leider viel zu schnell das Gefühl, dass nicht der Olymp oder die Titanen im Vordergrund stehen, sondern vor allem die Beziehung zwischen Josie und Seth. Sicherlich gerade im ersten Band muss die Geschichte etc. erst aufgebaut werden, sodass oft nicht viel passiert und erstmal ein Grundstein gelegt werden muss. Die Beziehung und das hin und her von Josie und Seth nimmt jedoch so viel Raum ein, dass in der Geschichte gefühlt einfach nichts passiert. Trotz einigen actionreichen Szenen kommt die Geschichte einfach nicht weiter. Zudem wirkte auf mich die Geschichte von Anfang an zu konstruiert und ich konnte schon nach den ersten 30 Seiten sagen, wie der erste Band ausgehen wird.

Mein größter Kritikpunkt sind allerdings vor allem die Figuren. Seth ist einfach der absolute Klischee Badboy, schlimme Vergangenheit, schreckliche Eltern, ausschweifendes Sexleben und natürlich sieht er einfach fantastisch aus. Josie ist eher in sich gekehrt und eine graue Maus, die ihre Talente und ihr fabelhaftes Aussehen natürlich versteckt und erst durch Seth erkennt, dass sie schön und stark sein kann. Aus gefährlichen Situationen kann Josie jedoch trotzdem nur durch Seth gerettet werden… Positiv fand ich jedoch, dass Josie Seth nicht sofort alles geglaubt hat und eben nicht alles ohne zu Fragen hinnimmt, sondern erst einmal versucht Seth aus dem Weg zu gehen.

Der witzige Schlagabtausch zwischen Seth und Josie konnte mich hingegen positiv überraschen und hat mir das ein oder andere Mal ein Lächeln ins Geschichte gezaubert. Die Dialoge zwischen den Figuren bringen einfach etwas mehr Pfeffer in die Geschichte. Zudem gefiel es mir, dass die Geschichte aus der Sicht der beiden Protagonisten geschildert wird, sodass man einen ziemlich guten Einblick in die Gefühlswelt beider Figuren hat.

Insgesamt konnte „Erwachen des Lichts“ meinen Erwartungen leider nicht gerecht werden. Die Figuren wirkten auf mich einfach zu klischeehaft: Graue Maus und strahlender Held. Die Story schreitet einfach nicht wirklich voran und konnte mich daher nicht überzeugen.

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19 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

Die Rivalin der Königin

Elizabeth Fremantle , Sabine Herting
Fester Einband
Erschienen bei C. Bertelsmann, 09.05.2017
ISBN 9783570102879
Genre: Historische Romane

Rezension:

Penelope Devereux ist einer der auserwählten Hofdamen der Königin. Als Hofdame befindet sie sich im Zentrum der Macht. Eine absolute Verlockung für die junge Frau, denn sie ist nicht nur schön und mutig, sondern auch intelligent und gerissen. Penelope verfolgt daher nicht nur gespannt die Intrigen um Macht und Geld, sondern beteiligt sich an der ein oder anderen Intrige.

Vor einiger Zeit habe ich den Roman „Im Schatten der Königin“ von Elizabeth Fremantle gelesen und war absolut begeistert und so wollte ich auch unbedingt ihr neuestes Werk lesen. Ich finde die Zeit in der die Familie Tudor ihre Blütezeit erlebte einfach sehr faszinierend und freue mich immer, wenn ich auf Romane oder Serien über eben diese Familie stoße.
Zusammen mit der Protagonistin Penelope taucht man in eine längst vergangene Zeit ein. Erlebt gefährliche Intrigen und Machtspielchen. Aber auch Gefühle und Liebe kommen bei dem Roman nicht zu kurz. Die Protagonistin führt ein aufregendes und gefährliches Leben. Sie steht zum einen zwischen den Stühlen, denn sowohl die Königin als auch ihre eigene Mutter stellen andauernd Ansprüche an sie, das Prekäre ist, dass die Königin Penelopes Mutter absolut verabscheut und ist es für Penelope eine gefährliche Gratwanderung zwischen beiden Frauen. Zum anderen verfolgt sie jedoch auch eigene Ziele und möchte eigentlich einfach nur ihr Leben selbst bestimmen. Sie ist beriet zu Handeln und ihre Familie weiter nach vorn zu bringen, sodass sie nicht nur von Bewunderern umgebenen ist, sondern auch von Feinden. Sie ist ihrer Zeit deutlich voraus und hadert deswegen das ein oder andere Mal mit ihrem Leben.

Elizabeth Fremantle schildert das Leben der Protagonistin Penelope recht ausschweifend und geht dadurch auf viele Details ein. Ich hatte dadurch einfach das Gefühl, dass ich die Protagonistin und ihr Leben wirklich kennen lerne und alles wirkte auf mich sehr authentisch und realistisch. Durch die genauen Beschreibungen erlangt man so zudem einen grandiosen Einblick in die Unruhen, die das Land heimsuchen. England wird von seinen Feinden stärker denn je bedroht aber auch religiöse Unruhen belasten das Land.

Insgesamt konnte mich die Autorin auch mit ihrem neusten Todur Roman überzeugen. Eine tolle Protagonistin, die Versucht ihren eigenen Weg zu finden und sich nicht nur als Spielball benutzen lassen will. Die Sprache und Wortwahl als auch die Beschreibungen des Lebens der unterschiedlichen Figuren wirkten auf mich sehr realistisch und nicht aufgesetzt oder flach.

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54 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 17 Rezensionen

dämonen, elfen, freundschaft, zwerge, intrigen

Die Dämonenakademie - Die Inquisition

Taran Matharu , Michael Pfingstl
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Heyne, 22.05.2017
ISBN 9783453269934
Genre: Fantasy

Rezension:

Fletcher wird Opfer einer ausgeklügelten Intrige und so steht nicht nur sein Leben und das Leben seines Dämonen auf dem Spiel, sondern auch das Leben seiner Freunde. Jedoch muss er nicht alleine gegen seine Feinde kämpfen, denn Zwerge aber auch Lehrer der Dämonenakademie unterstützen Fletcher, sodass alles vielleicht doch nicht so aussichtslos ist…

Mich konnte der erste Teil absolut positiv überraschen und so musste der zweite Band natürlich schnellstmöglich bei mir einziehen. Zumal der erste Band mit einem fiesen Cliffhanger geendet hat und ich unbedingt wissen wollte, wie es mit Fletcher und seinem Dämon weitergeht.
Die Intrigen und Machtspielchen gehen im zweiten Teil weiter und werden immer erbarmungsloser, denn Fletchers Feinde sind bereit einige Leben auszulöschen, um ihre Ziele zu erreichen und das Volk noch stärker gegen die Zwerge aufzuwiegeln. Beweise werden gefälscht und Untersuchungen beeinflusst. Ich kam daher einfach nicht umhin mit Fletcher mitzubangen und die Ungerechtigkeit in seiner Welt zu verteufeln. Diskriminierung und Rassismus scheinen auch dort einfach an der Tagesordnung zu sein und so setzt sich auch der zweite Band der Trilogie wieder kritisch mit aktuellen Themen auseinander.
Geschickt baut der Autor überraschende Wendungen ein, sodass es einfach nie langweilig wird und „Die Inquisition“ nicht zu einem typischen zweiten Band wird. Die Wendungen und Überraschungen werden immer logisch aufgelöst und wirken nicht absurd oder unrealistisch.

Fletchers Herkunft und die Vergangenheit seiner Familie rückt immer mehr in den Vordergrund und man erfährt so einige überraschende Sachen. Aber auch die Geschichte des Landes wird im zweiten Band deutlich mehr beleuchtet und man erfährt einiges über die vorherigen Konflikte der verschiedenen Völker.

Im ersten Teil habe ich bemängelt, dass mir die Dialoge etwas zu gestellt wirkten, dies war im zweiten Band absolut nicht der Fall. Ich hatte das Gefühl, dass es weniger Dialoge gab. Durch den locker flockigen Schreibstil wurde auch der zweite Teil zu einem absoluten Pageturner und ehe ich mich versah, war der Roman beendet.

Insgesamt konnte mich der zweite Teil der Trilogie überzeugen und der Autor konnte sich tatsächlich noch steigern. Eine rasante und spannende Story mit gelungenen Wendungen und Überraschungen.

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186 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 41 Rezensionen

dämonen, fantasy, magie, freundschaft, elfen

Die Dämonenakademie - Der Erwählte

Taran Matharu , Michael Pfingstl
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Heyne, 31.10.2016
ISBN 9783453269842
Genre: Fantasy

Rezension:

Fletcher wurde als Baby vor den Toren eines Dorfes abgelegt und vom Hufschmied des Dorfes aufgenommen und großgezogen. Mittlerweile ist Flechter 15 Jahre. Didric, der Sohn eines reichen Mannes, hat es auf Fletcher abgesehen und versucht ihm das Leben zur Hölle zu machen. Durch reinen Zufall merkt Fletcher, dass er die Gabe besitzt Dämonen zu beschwören. Fletcher und sein neu beschwörter Dämon Ignatius geraten in einen Kampf mit Didric und seinen Schergen, sodass Flechter nichts Anderes übrigbleibt, als das Dorf schnellstmöglich zu verlassen. Auf seinem Weg stößt der Junge auf die Dämonenakademie und ein großes Abenteuer beginnt…


Ich habe bis jetzt eher zwiespaltige Meinungen zu dem Roman gelesen und gehört und wollte mir unbedingt selbst ein Bild machen. Vorneweg, der Roman konnte mich positiv überraschen. Nicht nur die Geschichte ist ein kleines Juwel, sondern auch das Buch an sich, denn auf den letzten Seiten befindet sich eine liebevoll ausgearbeitete Dämonologie mit Zeichnungen und den wichtigsten Eckdaten.
Ich bin schon immer ein absoluter Fan von Internatsgeschichten und war daher sehr auf die Umsetzung in diesem Roman gespannt. Durch die Dämonenakademie erhält man einen sehr guten Einblick über die Dämonen und die verschiedenen Kräfte, denn zusammen mit Fletcher entdeckt man die Grundlagen und die Regeln, auf denen immer mehr aufgebaut wird. Die Story wirkt daher absolut logisch durchdacht und nachvollziehbar. Der Schulalltag wird natürlich durch allerlei Abenteuer und Intrigen aufgelockert, sodass es trotzt der vielen Informationen einfach nicht langweilig wird. Die Umsetzung ist für mich daher mehr als gelungen.
Neben der interessanten Story werden jedoch auch noch wichtige Themen angesprochen, mit denen man sich unbedingt kritisch auseinandersetzten sollte und dies finde ich vor allem für ein Jugendbuch wichtig. Die Schere zwischen Arm und Reich ist in Fletchers Welt sehr groß und so muss auch der Protagonist selbst darunter leiden. Sein Peiniger Didric nutzt als die Macht und das Geld seines Vaters, um das Leben von Fletcher zu zerstören. Aber auch Diskriminierung von Minderheiten spielen eine wichtige Rolle in diesem Roman. So werden Elfen und vor allem Zwerge als minderwertig angesehen, sodass Zwerge beispielsweise keinerlei Rechte besitzen und wie wertlose Gegenstände behandelt werden. Die Menschen gehen grundsätzlich davon aus, dass Zwerge böse sind und es in ihrer Natur liegt Verrat zu begehen.

Gerade bei recht jungen Protagonisten bin ich eigentlich immer etwas skeptisch, da die Figuren oft etwas zu überspitzt dargestellt werden und ich die naiven Handlungsweisen nicht nachvollziehen kann. Taran Matharu ist es jedoch gelungen die Figuren und vor allem dem Protagonisten Fletcher absolut authentisch wirken zu lassen. Sicherlich handelt er manchmal ohne Nachzudenken und bringt sich dadurch oft in Schwierigkeiten, dies geschieht aber alles in einem realistischen Rahmen und ist nicht übertrieben. Zusammen mit seinen Freunden in der Akademie ist er auf der Suche nach sich selbst und befindet sich noch in seiner Findungsphase.
Fletcher war mir einfach von Anfang an super sympathisch. Er hatte bis jetzt kein leichtes Leben und dennoch ist er weder verbittert noch gemein. Er versucht auf fremde Menschen, Zwerge oder Elfen offen zuzugehen und möchte sich immer eine eigene Meinung bilden. Er versucht in einer vorurteilbestimmten Welt das richtige zu tun und stößt dabei gerade bei einigen Menschen nicht immer auf Zustimmung.

Durch die kurzen Kapitel und den recht leichten Schreibstil entwickelt sich der Roman schnell zu einem Pageturner. Unbekannte Wörter werden des Öfteren im Unterricht besprochen, sodass der Roman einen absolut tollen Einstieg in das Genre bietet. Einen kleinen Kritikpunkt habe ich jedoch dann doch noch. Stellenweise gab es für mich zu viele Dialoge, sodass manche Situationen auf mich einfach etwas zu gestellt wirkten.

Insgesamt konnte mich „Die Dämonenakademie“ absolut überzeugen. Eine rasante Story mit tollen Figuren. Zudem setzt sich der Roman mit wichtigen Themen kritisch auseinander. Durch die tollen Erklärungen der Dämonen etc. ist der Roman perfekt für den Einstieg in das High- Fantasy Genre geeignet.

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498 Bibliotheken, 19 Leser, 0 Gruppen, 167 Rezensionen

caraval, magie, spiel, fantasy, liebe

Caraval

Stephanie Garber , Diana Bürgel
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Piper, 20.03.2017
ISBN 9783492704168
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Scarlett und ihre Schwester führen kein leichtes Leben, denn ich Vater ist ein grausamer Governor der Insel Trisda. Scarlett wünscht sich nichts sehnlicher, als endlich die Insel zu verlassen und so aus den Fängen ihres Vaters zu entkommen. Ein großer Traum der Schwester ist es Caraval zu besuchen und dort an den geheimnisvollen Spielen teilzunehmen. Jahrelang scheint der Wunsch der beiden unerreichbar, doch dann erhält Scarlett zwei Eintrittskarten und ihr Wunsch ist zum Greifen nah. Der Matrose Julian möchte den beiden helfen die Insel zu verlassen und ihrem Vater zu entkommen. Das Spiel beginnt und Scarlett trifft auf eine magische und gefährliche Welt, die voller dunkler Geheimnisse ist.


Ich habe schon so viele positive Meinungen zu dem Roman gelesen, dass ich absolut gespannt auf die Story war, die hinter „Caraval“ steckt. Schon der Klappentext verspricht ein geheimnisvolles und düsteres Abenteuer.
Caraval ist eine Welt voller Magie, Verheißung und Versprechen, die eigentlich nicht eingelöst werden können. Die Orte sind oft absolut skurril und strotzen nur so vor kreativen Ideen. Bezahlt wir in Caraval nicht mit sowas unwichtigen wie Geld, sondern mit Geheimnissen oder Zeit. Eins ist klar: Caraval ist kein harmloses Spiel.
Im Klappentext aber auch zu Beginn der Geschichte wird verdeutlicht, dass es bei „Caraval“ nur um ein Spiel hat und viele Dinge ganz anders scheinen, als sie wirklich sind. Trotz der Tatsache, dass ich wusste, dass die Autorin mich hinters Licht führen möchte, gelingt es ihr ohne Probleme und viel zu oft bin ich auf ihre gelungene trügerische Konstruktion hereingefallen. Durch die überraschenden Wendungen baut sich eine gewisse Spannung auf, da man nie weiß, was als Nächstes kommt. Ich habe oft einfach vieles Hinterfragt und mitgerätselt, sodass ich noch viel tiefer in die grandiose Geschichte versinken konnte.

Die Story ist sehr atmosphärisch. Ich konnte die Dunkelheit und die Hoffnungslosigkeit fast am eigenen Leibe spüren. Der Autorin gelingt es geschickt die Waage zwischen bildhaften Beschreibungen und Handlung zu halten, sodass man die Atmosphäre der Welt kennen lernen kann und zugleich die Geschichte nie wirklich stagniert und es immer spannend bleibt.

Scarlett und ihr Schwester Donatella führen ein grauenhaftes Leben voller Angst, Bestrafung und Schmerz, denn der Vater der beiden ist absolut erbarmungslos und brutal. Der Fokus der Geschichte liegt hauptsächlich auf Scarlett und Donetalla nimmt nur eine kleine aber doch zentrale Rolle ein. Scarlett hat extrem zwiespältige Gefühle, denn zum einen hofft sie, dass sie durch das Spiel ihrem Leben entfliehen kann und andererseits hat sich auch Angst und ist voller Furcht ihr alt bekanntes Leben zu verlassen oder bei dem Versuch zu fliehen sogar erwischt zu werden. Gerade zu Anfang habe ich mich mit Scarlett etwas schwer getan, da sie mir am Anfang einfach zu oft betont hat, dass es doch nicht geht und sie zurück muss und sie doch immer weiter in das Spiel eingetaucht ist, dies legte sich im Laufe der Geschichte jedoch zum Glück und die Protagonistin macht eine deutliche Entwicklung durch.

Insgesamt konnte mich „Caraval“ absolut überzeugen. Die düster und magische Welt hat mich schnell in ihren Bann gezogen und es ist der Autorin des Öfteren gelungen mich mit verschiedene Wendungen zu überraschen.


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196 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 33 Rezensionen

dystopie, kerry drewery, marthas widerstand, death is justice, roman

Marthas Widerstand

Kerry Drewery , Sabine Bhose
Fester Einband: 426 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.03.2017
ISBN 9783846600436
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Martha soll mitten auf der Straße einen Mann umgebracht haben und wird deswegen angeklagt. Das Volk hat ab diesem Zeitpunkt die Möglichkeit telefonisch abzustimmen, ob sie schuldig oder unschuldig ist. Schnell zeigen die Umfragen, dass das Volk sie für schuldig hält. Bei einer Verurteilung wartet der sichere Tod auf Martha. Ist Martha wirklich schuldig oder verfolgt sie noch einen ganz anderen Plan?

Die Idee, die hinter der Dystopie steckt, ist absolut kreativ und auch aktuell. In Zeiten von DSDS oder das Dschungelcamp erscheint das abstimmten via Telefon über die Schuld oder Unschuld gar nicht so abwegig, sodass der Roman auf mich schrecklich realistisch wirkt. Mittlerweile kann man in unserem Fernsehprogramm verfolgen, wie andere Menschen Heiraten, ihre Kinder bekommen oder ihre große Liebe suchen. In Marthas Welt treiben die Meiden die Unterhaltung auf die Spitzte, indem sie die Verurteilung eines Menschen und die Hinrichtung zu einem „unterhaltsamen“ Spektakel verwandeln. Dabei beeinflusst der Sender geschickt, was gezeigt wird, sodass die Zuschauer stark beeinflusst werden und ein völlig unschuldiger Mensch auf einmal absolut schuldig wirkt, sodass eine „Volksabstimmung“ keineswegs gerechter als ein Gericht ist, denn auf aussagekräftige Beweise, wie z. B. Fingerabdrücke, wird vollkommen verzichtet und nur die überzogenen Darstellungen des Senders dienen als Entscheidungshilfe und so steht eher der Spaß im Vordergrund und tatsächliche Gerechtigkeit zählt nicht. Auch wird die Schere zwischen reich und arm aufgrund dessen wesentlich größer, da die Reichen wesentlich mehr Möglichkeiten zum Abstimmen haben.

Kerry Drewery hält sich nicht mit einer langen Einführung auf und so ist man schon im ersten Kapitel mittendrin. Schon auf den ersten Seiten erlebt man Marthas Verhaftung hautnah mit. Die Story wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, sodass man auch weiß, was außerhalb des Gefängnisses passiert und die Geschichte durchaus abwechslungsreich ist, da nicht nur die Gefangenschaft thematisiert wird. So wird verdeutlicht, was die Verhaftung von Martha für Auswirkungen aus verschiedenen Personen hat.
Der sparsame Umgang mit Informationen bezüglich der Absichten von Martha hat mich etwas gestört. Natürlich möchte ich nicht schon nach den ersten zehn Seiten alle Pläne und Absichten kennen aber viele Informationen wurden erst zum Ende des Romans durch Rückblenden wirklich offen gelegte. Ich habe mich daher die ganze Zeit gefragt, was Martha damit wirklich bezwecken will und warum.

Der Schreibstil der Autorin passt perfekt zu der düsteren und ernsten Stimmung des Romans und ist daher eher gradlinige und nicht als verschnörkelt oder blumig zu beschreiben. Die Fernsehshow wird als Drehbuch dargestellt, sodass immer schnell klar wird, wo man sich gerade befindet und es wieder Zeit für die perverse Show ist.

Insgesamt konnte mich die kreative und realistische Idee des Romans absolut überzeugen. Wer also auf eine Dystopie Lust hat, die sich deutlich vom Rest des Genres abhebt wird bei „Marthas Widerstand“ definitiv fündig.

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947 Bibliotheken, 25 Leser, 1 Gruppe, 113 Rezensionen

jugendbuch, dystopie, fantasy, das juwel, liebe

Das Juwel - Die weiße Rose

Amy Ewing , Andrea Fischer
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 25.08.2016
ISBN 9783841422439
Genre: Jugendbuch

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2.144 Bibliotheken, 28 Leser, 5 Gruppen, 293 Rezensionen

dystopie, fantasy, amy ewing, liebe, das juwel

Das Juwel - Die Gabe

Amy Ewing ,
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 20.08.2015
ISBN 9783841421043
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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190 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 98 Rezensionen

historischer roman, otto der große, rebecca gablé, ottonen, mittelalter

Die fremde Königin

Rebecca Gablé , Jürgen Speh
Fester Einband: 768 Seiten
Erschienen bei Ehrenwirth, 27.04.2017
ISBN 9783431039771
Genre: Historische Romane

Rezension:

Wir schreiben das Jahr 951. Gaidemar ist ein berühmter Panzerreitter mit unbekannter Herkunft, denn er weiß nicht, wer sein Vater ist. Sein neuster Auftrag ist absolut gefährlich, denn er soll die italienische Königin Adelheid aus ihrer Gefangenschaft befreien und sie zum Königshof von König Otto bringen. Gaidemar wird durch die Rettungsaktion zu einem der engsten Vertrauten der Königin, sodass er unweigerlich in die gefährlichen Intrigen des Königlandes mit hineingezogen wird und er sich gefährlichen und blutrünstigen Gegnern stellen muss.


Ich bin noch ein absoluter Neuling in diesem Genre, habe jedoch schon einiges über die Autorin gehört und wahr daher sehr neugierig auf ihren neuesten Roman. Ich habe den Vorgängerband von „Die fremde Königin“ nicht gelesen. Ich hatte trotzdem keinerlei Probleme mich in dem Roman zurechtzufinden und konnte schnell in die spannende Story abtauchen. Die Autorin setzt kein Vorwissen voraus und geht auf vergangene zentralen Szenen geschickt ein. So lässt sie z. B. verschiedene Figuren über vergangene Ereignisse unterhalten, sodass man einen guten Einblick erhält.
Man Begleitet das Leben von Otto dem Großen und lernt dabei eine Vielzahl von interessanten Figuren kennen. Es ist eine Zeit des Umbruchs und die Geschichte ist nur so vor Intrigen, überraschende Allianzen, Tod und Gewalt gespickt. Dabei gelingt es der Autorin geschickt fiktive Figuren mit bedeutsamen historischen Figuren zu vermischen. Alle Charaktere wirken absolut authentisch und besitzen Ecken und Kanten. So erschient mir beispielsweise vor allem die Königin nicht immer sympathisch, da sie oft ihre eigenen Ziele verfolgt und sie dadurch stellenweise unnahbar wirkt. Gleichzeitig ist sie jedoch auch eine liebende Mutter, die sich um ihre Kinder sorgt. Diese unterschiedliche Charaktereigenschaften lassen die Figuren einfach authentisch wirken.

Der Schreibstil von Rebecca Gablé ist absolut mitreißend und zugleich der Zeit entsprechend. Ich bin über keine Formulierung gestoßen, die ich für die Zeit als unpassend empfand, dennoch wirkt die Geschichte nicht gestellt oder überzogen. Aufgrund dessen konnte ich mich einfach super in die Zeit hineinversetzten und wurde schnell von der spannenden Story mitgerissen.


Insgesamt konnte mich „Die fremde Königin“ absolut überzeugen und es wird definit nicht mein letzter Roman von der Autorin sein. Der Roman trotzt nur so vor spannenden Wendungen und auch die Figuren wirken allesamt sehr realistisch. Mein Ausflug in ein neues Genre war daher mehr als erfolgreich.



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265 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 63 Rezensionen

magonia, mariadheadley, schiff, magoni, vögel

Magonia

M. D. Headley , Julia Walther
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Heyne, 03.04.2017
ISBN 9783453270176
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Aza leidet unter einer nicht erforschten Lungenkrankheit und führt daher ein beschwerliches Leben. Als sie ein Schiff hoch oben in den Wolken sieht, denkt sie zunächst, dass es nur pure Einbildung ist. Das Schiff lässt sie jedoch einfach nicht los. Zusammen mit ihrem besten Freund Jason stellt sich Überlegungen an und forscht nach. Zwischen den beiden Freunden fängt es an immer mehr zu knistern und gerade, als die beiden ihren Gefühlen auf den Grundgehen wollen, verändert sich das Leben beider drastisch. Aza scheint zu ersticken, doch plötzlich befindet sie sich weit über den Wolken auf einem Schiff. In Magonia ist Aza endlich nicht mehr krank, sondern voller Leben und Magie. Wird Magonia ihre neue Heimat oder hängt ihr Herz stärker an der Erde?


Die Idee, die hinter dem Roman steckt, ist einfach grandios und absolut kreativ und daher war ich sehr auf die Umsetzung gespannt. Ein Land, das über den Wolken existiert und sich vor den Augen der Erdbewohner versteckt hält und ein Mädchen, dessen Lunge unbedingt die Luft über den Wolken benötigt um völlig frei und gesund zu sein.
Zu Beginn des Romans herrscht eine düstere Grundstimmung, denn Aza wartet jeden Tag auf ihren Tod, der aufgrund ihrer Krankheit unweigerlich kommen wird. Sie, ihr bester Freund Jason und auch ihre Familie versuchen täglich gegen die Angst vor dem Tod zu kämpfen und nicht die Hoffnung zu verlieren.

Aza ist eine Kämpferin und lässt sich einfach nicht unterkriegen. Sie liebt es sich unnützes Wissen anzueignen und kommt wie ein typischer Nerd rüber. Sie und Jason verbindet einfach ein ganz eigener Humor, so führen sie beispielsweise ein Wettkampf darüber, wer Pi am genausten bestimmen kann.

Der erste Teil konnte mich insgesamt wirklich Überzeugen und dann gibt es mitten im Buch einen Bruch, denn Aza verändert sich auf dem Schiff vollkommen und sie wirkte eher wie zwei verschiedene Figuren. Zuvor war sie klug, aufgeweckt und stellte Fragen. Auf dem Schiff nimmt sie jedoch sofort alles als gegeben hin und hinterfragt nur wenig. Hätte einer der magischen Wesen auf dem Schiff erzählt, dass die Welt doch eine Scheibe ist, Aza hätte es sofort ohne Beweise geglaubt. Sie nimmt ihrem Platz sofort auf dem Schiff ein und fängt viel zu schnell an die Erde und die Bewohner nicht mehr zu mögen, dabei lebte sie dort 16 Jahre lang und liebte ihre Familie und ihren besten Freund. Für sie ist die Erde auf einmal schon fast ihr Feind. Die neuen Gefühle von ihr kamen einfach viel zu plötzlich, sodass ich sie in keinster Weise nachvollziehen konnte.

Insgesamt konnte „Magonia“ meine hohen Erwartungen nicht erfüllen. Die Protagonistin macht ab der Mitte des Romans leider eine viel zu extreme Wendung durch, sodass sie einfach nicht mehr authentisch wirkt und die tolle Ideen des Romans in den Hintergrund treten.

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55 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

science fiction, thriller, scifi, dystopie, zukunft

Hagerstown

Edward Ashton , Kerstin Fricke
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 10.04.2017
ISBN 9783959670821
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ein Virusanschlag vernichtet fast die ganze Kleinstadt Hagerstown. Überall liegen Leichen. Durch den technischen Vorschritt befinden sich überall Kameras, sodass der grauenvolle Anschlag aufgezeichnet wird. Das Video geht sofort online und wird genauso schnell wieder gelöscht, denn keiner soll die Wahrheit erfahren und so wird die Stadt zu Sperrzone: Niemand darf rein und auch nicht wieder raus. Doch eine Überlebende schafft das Unmögliche… Es scheint, als ob das Land kurz vor einem Bürgerkrieg steht, da die Bevölkerung in zwei Lager aufgeteilt sind und das grausame Geschehen die Konflikte verstecken. So gibt es auf der einen Seite Menschen, die sich genetisch oder durch technische Implantate verändert haben und auf der anderen Seite Menschen, die sich nicht verändern lassen haben.


Ich kann gar nicht sagen warum, aber ich hatte zunächst mit einem ganz anderen Roman gerechnet und war recht überrascht, dass „Hagerstown“ doch relativ viele SiFi und dystopische Elemente enthält. Die Menschen können sich mittlerweile technische Implantate einsetzten lassen, sodass sie sich nach Belieben verändern und auch verbessern können. Zudem können die Wissenschaftler auch die Gene von Föten verändern, sodass sie Beispielsweise die positiven Eigenschaften von Tieren aufweisen können (wie. Z. B. einer Maus: schnell, flink, wendig). Diese Modifizierungen können sich aufgrund der hohen Kosten jedoch nur sehr Reiche Bürger erlauben, sodass die Schere zwischen Arm und Reich noch größer wird.

Vor allem die technischen Elemente haben mich zu Beginn des Romans deutlich gestört, denn der Autor setzt zu viel Wissen voraus und geht viel zu wenig auf die unterschiedlichen technischen Erfindungen ein. Neue Fahrgeräte oder auch das Computersystem wird nicht genau erklärt, sodass ich stellenweise einfach nichts verstanden habe oder es mir nicht richtig vorstellen konnte.
Nachdem ich diese Hürde vor allem im ersten Teil des Romans überwunden habe hat mich eine spannende, skurrile aber auch witzige und packende Story erwartet. Durch die Verfolgungsjagten und die Frage wer steht nun wirklich, auf welcher Seite baut der Autor eine konstante Spannung auf. Ich habe immer fieberhaft überlegt, wer ein Verräter sein kann und wer nicht und habe immer damit gerechnet, dass die Gruppe auffliegt. Das Ende ist absolut realistisch und ist kein „Alle werden glücklich bis sie alt werden“, sondern passt perfekt zu der düsteren Atmosphäre, denn wie soll eine kleine Gruppe ohne wirklichen Verlust aus einem Kampf gegen den übermächtigen Staat herausgehen?

Die Dialoge sind oft voller Sarkasmus, sodass ich trotzt des durchaus ernsten Themas oft schmunzeln musste und ich mich gut unterhalten gefühlt habe. Der Schreibstil des Autors ein klar und weder blumig noch verschnörkelt, da es zu dieser Story auch einfach nicht passen würde.

Nach kleinen Anfangsschwierigkeiten konnte mich „Hagerstown“ doch noch abholen. Die Geschichte ist voller Spannung und ich kam nicht umhin mitzufiebern. Die Story wirkt erschreckend realistisch.

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44 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

hexen, magie, frauen, gerechtigkeit, unkonventionell

Hexenherz - Eisiger Zorn

Monika Loerchner
Flexibler Einband: 420 Seiten
Erschienen bei Acabus Verlag, 13.02.2017
ISBN 9783862824564
Genre: Fantasy

Rezension:

Im Jahre 1466 entdecken Frauen etwas Unfassbares: Jede Frau ist der Magie mächtig. 550 Jahre später wächst Helena in einer von Frauen beherrschten Welt auf. Durch tragische Ereignisse entscheidet sich Helena in die Dienste der Garde zu treten, um ihr Land und die Macht der Frauen zu schützen. Durch Intrigen fällt Helena jedoch in Ungnade und trifft das erste Mal auf Rebellen. Ist das System d er Frauen wirklich ohne Fehler?

Ich finde die Idee des Romans absolut interessant, denn die Frauen herrschen mit eiserner und auch brutaler Hand. Sie unterdrücken die männliche Bevölkerung und zeigen den Männern deutlich, dass sie den Frauen haushoch unterlegen sind. Frauen werden in „Hexenherz“ also nicht als zarte und gefühlvoll dargestellt, sondern als taff, rücksichtslos und brutal. Auch die Idee, dass die Magie der Frauen von ihrem Zyklus abhängig ist und sie daher einmal im Monat schutzlos sind, finde ich absolut grandios und gut umgesetzt, denn durch diese Informationen wirkt das Magiesystem absolut logisch und verständlich.

Zunächst lernt man die Protagonistin Helena in jungen Jahren kennen und erlebt mit ihr zusammen ein zentrales Erlebnis, das sie für immer verändert und ihre Entscheidungen nachhaltig prägt. Helena ist nicht unbedingt eine Sympathieträgerin und ich hätte ihr oft gerne einfach den Hals umgedreht. Sie glaubt einfach felsenfest an das politische System. Dadurch wirkt ihre Figur jedoch wesentlich authentischer, denn sie zweifelt nicht schon sofort nach gefühlt drei Seiten an ihrer Regierung, der sie zuvor mit Herzblut gefolgt ist. Erst nach und nach schleichen sich Zweifel ein und es ist ein langwieriger Prozess.

Insgesamt konnte mich „Hexenherz“ überzeugen, denn die Idee, die hinter der Geschichte steckt, ist absolut kreativ und hebt sich deutlich ab und auch die Figuren wirkten sehr realistisch auf mich.

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291 Bibliotheken, 12 Leser, 1 Gruppe, 77 Rezensionen

fantasy, kendare blake, penhaligon, giftmischer, königin

Der Schwarze Thron - Die Schwestern

Kendare Blake , Charlotte Lungstrass-Kapfer
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 09.05.2017
ISBN 9783764531447
Genre: Fantasy

Rezension:

Den Drillingstöchtern der Königin ist es vorherbestimmt sich bis aufs Blut zu bekriegen, denn nur eine der drei Schwestern kann den Thron des Inselreichs Fennbirn besteigen und über die Insel herrschen. Die drei Schwestern Mirabella, Katharine und Arsinoe besitzen jeweils unterschiedliche magische Talente, die sie ihrem Kampf um den Thron einsetzten können. Am sechzehnte Geburtstag der drei Schwestern beginnt der Kampf um Leben und Tod.


Der kurze Klappentext verspricht eine aufregende Geschichte mit starken Protagonistinnen, denn die Welt der drei Schwestern ist gnadenlos. Mit hat vor allem die Idee gefallen, dass jede Schwester eine besondere Gabe besitzt, denn so ist eine der Schwestern immun gegen Gift, eine andere kann wiederum auf verschiedene Elemente Einfluss nehmen und die letzte Schwester ist eine Naturbegabte.

Über das ganze Buch hinweg hatte ich im Hinterkopf, dass nur eine der Schwestern überleben wird und so stellt man sich natürlich durchaus die Frage, welche Figur man bevorzugt und welche nicht. Die Kapitel wechseln sich immer zwischen den drei Geschwistern ab, sodass man die Möglichkeit erhält jede potenzielle Königin richtig kennen zu lernen, zu sehen, wo sie aufgewachsen sind, was sie für Talente (oder auch keine) besitzen, was ihnen während dessen Passiert ist und welche Freunde und Feinde sie auf ihren unterschiedlichen Wegen begleitet haben. Dabei wird nicht nur der Fokus auf die drei Protagonistinnen gelegt, sondern auch die Perspektive von Nebenfiguren eingenommen, sodass man wirklich ein umfassendes Bild der Schwestern erhält. Alle könnten nicht unterschiedlicher sein und doch ähneln sie sich in gewisser Art und Weise.

Aufgrund der ausführlichen Beschreibung die verschiedenen Lebensverhältnisse der drei Mädchen baute sich die Spannung leider zunächst eher schleppend auf. Die Autorin hält sich zu oft mit Beschreibung der Umstände auf, sodass sie keinen Spannungsbogen einbauen kann, der die Geschichte richtig voranbringt. Erst zum Ende hin nimmt der Roman richtig an Fahrt auf und bietet mir, dass, was mir der Klappentext verspricht ein tragischer und rücksichtsloser Kampf um Leben und Tod.

Insgesamt bietet die Geschichte mir, trotz kleinen Längen, alles was das mein Herz bei Büchern höher schlagen lässt: Intrigen, starke Figuren und ein Hauch von Magie. Ich freue mich schon auf den nächsten Teil!

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163 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 54 Rezensionen

oxford, rezension, ann a. mcdonald, dieschuledernacht, mystery

Die Schule der Nacht

Ann A. McDonald , Christoph Göhler
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 22.05.2017
ISBN 9783764531775
Genre: Romane

Rezension:

Cassandra erhält überraschenderweise eine mysteriöse Nachricht, denn eigentlich versucht sie unsichtbar zu sein. Das Päckchen enthält jedoch nicht nur eine Nachricht, sondern auch alte Erinnerungsstücke, wie beispielsweise ein Foto ihrer verstorbenen Mutter. Auf dem Foto trägt Cassandras Mutter die Robe der Oxford Universität. Kurzerhand packt Cassandra ihre sieben Sachen und macht sich auf nach Oxford, um endlich mehr über ihre verstorbene Mutter zu erfahren. Auf der Suche nach Informationen trifft sie auf einen mysteriösen Geheimbund „Die Schule der Nacht“, dieser scheint überall zu sein…

„Die Schule der Nacht“ ist kein typischer Internatsroman, der sich vor allem an jüngere Leser/innen richtet, da sich die Story vor allem an der Uni abspielt. Schon der Klappentext hat mir eine Geschichte voller Intrigen, Magie und Spannung versprochen.
Das Leben in Oxford wird zunächst so beschrieben, wie es sich wohl viele vorstellen und es werden daher einige gängige Klischees aufgegriffen. In Oxford wimmelt es nur so vor reichen und schönen Kindern, die sich ihre eigene Welt erschaffen und es lieben auf Partys zu eskalieren. Aufgrund ihres beträchtlichen Vermögens machen die Studenten und Studentinnen ihre eigenen Regeln.
Zu Anfang war ich mich nicht ganz sicher, wohin der Roman wirklich will, dies meine ich auf keinen Fall negativ. So gibt es einige Andeutungen zu dem Geheimbund „Die Schule der Nacht“. Ich war mir jedoch bis zu den letzten Seiten nicht sicher, was sich hinter diesem mysteriösen Bund verbirgt: Sind es Hexen, Vampire oder doch etwas ganz Anderes? Die raffinierten Andeutungen bewirken, dass man immer und immer wieder Nachdenken muss und so noch tiefer in die düstere Atmosphäre des Romans hineingezogen wird. Auch um die Protagonistin schwebt eine Wolke voller Geheimnisse, da Cassandra nur wenig von sich preisgibt und auch nur wenig über ihre Familie bekannt ist. Insgesamt ist die Stimmung des Romans daher sehr düster und mysteriös.
Von der ersten bis zur letzten Seite hatte ich das Gefühl, dass Geheimbünde nicht, wie so oft, romantisiert werden. Die Autorin stellt diese eher als Gefährlich dar und stellt den Sinn solcher zusammenknüpfe eher in Frage. Man weiß bei Geheimbünden oft zu spät über die wirklichen Absichten Bescheid und ehe man sich versieht, befindet man sich in einer waghalsigen Prüfung.
Die Autorin baut einige ziemlich brutale Szenen ein, sodass der Roman eindeutig nichts für empfindliche Leser/innen ist. Auch hat Ann A. McDonald keine Angst vor einem drastischen Ende, dass weit entfernt von einem richtigen Happy End ist.

Cassandra ist eine starke und sehr intelligente Figur. Sie wartet nicht darauf, dass ein Held kommt und ihr Leben verändert, sondern nimmt es selbst in die Hand. Sie scheut sich nicht davor gefährliche Entscheidungen zu treffen, dabei handelt sie oft etwas zu unüberlegt und Cassandra lässt sich von Situationen oft zu sehr mitreißen. Ihre unüberlegten Handlungen lassen Cassandra wesentlich authentischer wirken, da ihre spontanen Entscheidungen nicht zu naiv wirken. 
Jedoch fand ich die Einstellung von ihr bezüglich des Studiums etwas komisch. Sie ist an einer Eliteuniversität und sie glaubt, dass sie die Arbeite nur mit Hilfe einer kurzen Internetrecherche bewältigen kann und dies gelingt ihr vor allem zum Ende hin. Dieses Verhalten wirkte absolut unrealistisch auf mich.
Auch wirkten die Beziehungen auf mich stellenweise einfach zu flach. Cassandra ist eine Eigenbrötlerin und besitzt nur wenig Geld, sodass sie sich vom Rest der Uni eher abhebt. Dennoch wollen alle schon nach gefühlt zwei Tagen mit ihr befreundet sein und Laden sie immer wieder zu neuen Partys etc. ein, obwohl Cassandra allzu oft absagt.

Alles in allem konnte mich vor allem die düstere und mystische Atmosphäre begeistern. Das Verfolgen der unterschiedlichen Spuren war absolut spannend und mitreißend und sie Story wird mit einem locker leichten Schreibstil abgerundet. Lediglich die Figuren konnten mich nicht ganz so überzeugen, da mir vor allem die Beziehungen der Charaktere auf mich zu oberflächlich wirken.

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43 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

dsa, orks, bernhard hennen, robert corvus, reviews

Die Phileasson-Saga - Himmelsturm

Bernhard Hennen , Robert Corvus
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Heyne, 08.08.2016
ISBN 9783453317529
Genre: Fantasy

Rezension:


Zwei rivalisierende Kapitäne Foggwolf und Beorn der Blender starten in ein gefährliches und aufregendes Abenteuer. Eine Wettfahrt zwischen den beiden soll entscheiden, wer der beste Kapitän ist und den Titel König der Meere tragen darf. Doch eine einfache Wettfahrt wäre natürlich zu einfach und so müssen die beiden in achtzig Wochen den Kontinent Aventurien umrunden und dabei zwölf riskante und absolut gefährliche Aufgaben lösen. Die zweite Aufgabe führt die Rivalen in das ewige Eis des Nordens, denn dort steht der Himmelsturm, dessen Geheimnisse von den beiden Kapitänen endlich gelüftet werden sollen.


Der zweite Roman der Reihe entführt mich ein kaltes und magisches Abenteuer. Dem Autorenduo gelingt es geschickt die kalte und unnachgiebige Atmosphäre des eisigen Nordens einzufangen, sodass ich die Kälte förmlich spüren konnte. Der Himmelsturm wird von vielen Sagen und Geschichte umrankt, sodass die Geschichte von Anfang an auch eine gewisse mythische Atmosphäre ausstrahlt.
Der zweite Band hat mir schon nach den ersten zehn Seiten deutlich besser gefalle, da der Prolog absolut spannend ist und nicht voller sinnloser Gewalt, wie im ersten Band, ist. Vor allem die absolut unnötige Gewalt hat mich im ersten Band sehr gestört. Zudem wirkt der zweite Band wesentlich harmonischer als der erste, sodass ich mich deutlich besser auf die Geschichte einlassen konnte.

Ich stelle mir den Himmelsturm, eine Stadt, die von mächtigen Elfen erbaut wurde, absolut eindrucksvoll und überwältigend vor. Die Ankunft der beiden Kapitäne war mir daher deutlich zu schlicht. Beide schienen zunächst nicht sehr beeindruckt und ich habe leider auch keine wirkliche Beschreibung des Turms erhalten. Erst nach und nach beschreibend die beiden Autoren das innere des Turmes, sodass ich wenigstens einen kleinen Einblick von der Pracht des Gebäudes erhalten habe.
Schnell wird klar, dass der Turm voller dunkler Magie ist und an jeder Ecke dunkle Gefahren lauern können, sodass eine gewisse Grundspannung aufgebaut wurde und ich mich praktisch bei jedem nächsten Schritt der Figuren gefragt habe, was für eine dunkle Überraschung nun auf sie warten wird.

Der zweite Band wird wesentlich ausgeglichener erzählt, denn beide Gegner erhalten fast gleich viel Raum, um ihre unterschiedlichen Abenteuer zu erleben. Dadurch wirkten die beiden Protagonisten wesentlich authentischer und man kann sich von beiden ein noch genaueres Bild machen. Überraschender Weise konnte vor allem Beorn der Blender einige Pluspunkte bei mir sammeln, da er in diesem Band, wesentlich facettenreicher wirkt und er vor allem für seine Leute einsteht und auf eine gewisse Art und Weise beschützt.

Insgesamt ist „Himmelstürme“ eine gelungene Fortsetzung und hat mir noch besser als der erste Band gefallen. Die Figuren wirken weniger eindimensional und weisen mehr Ecken und Kanten auf. Zudem hat mich der düstere Himmelsturm fasziniert, auch wenn ich mir eine deutlichere Beschreibung des düsteren Schauplatzes gewünscht hätte.


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191 Bibliotheken, 10 Leser, 1 Gruppe, 60 Rezensionen

fantasy, elfen, elfensteine, dämonen, shannara

Die Shannara-Chroniken - Elfensteine

Terry Brooks , Mechtild Sandberg-Ciletti
Flexibler Einband: 736 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 15.02.2016
ISBN 9783734161049
Genre: Fantasy

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148 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 44 Rezensionen

blake crouch, thriller, science fiction, roman, zeitenläufer

Dark Matter. Der Zeitenläufer

Blake Crouch , Klaus Berr
Flexibler Einband: 408 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 27.03.2017
ISBN 9783442205127
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Jason Dessen wird auf dem Weg nach Hause hinterrücks überfallen und bewusstlos geschlagen. Als er wieder erwacht, begrüßt ihn ein fremder Mann mit überschwänglichen Worten. Denn Jason Dessen befindet sich in einer Parallelwelt. Dort ist er ein gefeierter Wissenschaftler ohne Familie. Plötzlich hat er die Wahl zwischen verschiedenen Leben: Möchte er lieber ein berühmter Wissenschaftler sein oder doch lieber der liebende Familienvater? Eine gefährliche Reise durch Zeit und Raum beginnt.

In dem Roman „Dark Matter“ gelingt es Physikern endlich das Geheimnis rund um Parallelwelten zu lüften. Doch es kommt, wie es kommen muss das Reisen zwischen den Welten läuft nicht ganz unproblematisch ab und birgt einige Gefahren. So muss ich gleich zu Anfang den Titel kritisieren, da mich der Untertitel „Der Zeitenläufer“ absolut irritiert hat, da es definitiv nicht um Zeitreisen geht.
Für mich hörte sich Parallelwelten absolut spannend an und auch die vielen positiven Meinungen zu dem Roman machten mich neugieriger. Natürlich kommt so ein Roman nicht ohne philosophische Fragen daher und so wird sich in „Dark Matter“ vor allem mit der Frage beschäftigt: Was wäre, wenn? Die Story verdeutlicht, dass jede Entscheidung dein zukünftiges Leben beeinflusst und man sich dies immer bewusst sein sollte.
Gekonnt flechtet der Autor die Erklärungen für das Zeitreisen in die Story ein und verbindet sie mit spannenden Szenen, sodass die Erklärungen nie trocken oder langweilig wirkten. Vor allem zur Mitte des Romans hin nimmt die Geschichte deutlich an Spannung zu. Zum Ende hin wirkte alles auf mich jedoch zu gewollt und gestellt. Die Wendungen waren für mich zu oft vorhersehbar, sodass zum Ende hin für mich die Spannung deutlich abgeflacht ist.

Die Sprache und auch die Geschehnisse wirkten auf mich zum größtenteils wie ein Drehbuch, denn der Schreibstil ist kurz und prägnant und viel zu oft standen lange Dialogen im Vordergrund. Des Weiteren sind actionreiche Szenen zentral in dem Roman, sodass die Figuren zu wenig Raum erhielten sich vollkommen entfalten zu können.

Obwohl der Roman aus der Ich- Perspektive des Protagonisten Jason geschildert wird, konnte ich keine richtige Beziehung zu ihm aufbauen, da ich viel zu oft das Gefühl hatte, dass beispielsweise seine Emotionen nur Mittel zum Zweck waren, um bestimmte Situationen und Konflikte entstehen zu lassen.

Insgesamt konnte mich „Dark Matter“ gut unterhalten. Die Schilderungen der Reisen zwischen den Welten und auch die wissenschaftlichen Aspekte fand ich absolut interessant und gut umgesetzt. Leider hat mich aber vor allem das Ende enttäuscht, da mir zum Schluss einfach alles zu aufgesetzt und gewollt wirkte. Auch die Figuren waren mir leider etwas zu blass und ich konnte keine richtige Beziehung zu ihnen aufbauen.

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