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52 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

unmenschlich, das floss der medusa, shorlist deutscher buchpreis 2017, überleben, schiffbruch

Das Floß der Medusa

Franzobel
Fester Einband: 592 Seiten
Erschienen bei Zsolnay, Paul, 30.01.2017
ISBN 9783552058163
Genre: Romane

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90 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

amoklauf, schule, 54 minuten, jugendbuch, roman familial

54 Minuten

Marieke Nijkamp , Mo Zuber
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 21.09.2017
ISBN 9783841440167
Genre: Jugendbuch

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86 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

türkei, deutschland, roman, berlin, gewalt

Ellbogen

Fatma Aydemir
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 30.01.2017
ISBN 9783446254411
Genre: Romane

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Tags: roman, türkei   (2)
 

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21 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

biographie

Freddie Mercury

Lesley-Ann Jones , Stefan Rohmig
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.08.2016
ISBN 9783492057608
Genre: Biografien

Rezension:  
Tags: biographie   (1)
 

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94 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

einsamkeit, tiere, österreich, wand, natur

Die Wand

Marlen Haushofer
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 14.03.2016
ISBN 9783548288123
Genre: Romane

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Tags: österreich, roman   (2)
 

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25 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

frauen, kinderbuch, feminismus, women, mädchen

Good Night Stories for Rebel Girls

Elena Favilli , Francesca Cavallo
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Particular Books, 02.03.2017
ISBN 9780141986005
Genre: Romane

Rezension:

Das – beiläufig gesagt – wunderschöne Cover von „Good Night Stories for Rebel Girls“ dürfte mit seinem wirklich gelungenen Letter-Art-Schriftzug mittlerweile jedem und jeder Leser/in, die des Öfteren ein Auge auf die bibliophile Szene von Instagram, Pinterest und vergleichbaren Seiten haben, seit einiger Zeit ein Begriff sein. Und obwohl man ein Buch ja bekanntlich nicht nach seinem Umschlag beurteilen soll, kann man bei dem Werk von Elena Favilli und Francesco Cavallo getrost davon ausgehen, dass der Inhalt (mindestens) genauso schön ist, wie der erste Blick auf das Buch verspricht.

Bei den „Good Night Stories“ handelt es sich – wie im Vorwort des Buches kurz erläutert wird – um ein Projekt, das mittels Crowd-Funding eine (für die Entstehung eines Buches) noch nie in dieser Form dagewesene Geldsumme zur Unterstützung lukriert hat. Das Vertrauen, das viele Menschen schon vor der Erscheinung der Sammlung an kleinen Geschichten in ebendiese gesetzt hatten, ist enorm. Mein Fazit nach der Lektüre ist schlussendlich: es hat sich wirklich ausgezahlt!

Nicht nur die eben beschriebene Aufmachung des Buches, sondern auch sein Inhalt – 100 kleine Geschichten von großen Frauen – hat Begeisterungspotential. Die Geschichten, mit deren Inhalt ich mich später befassen möchte, werden von Illustrationen der besprochenen Frauen begleitet. Diese erstrecken sich jeweils über eine ganze Seite und wurden von 60 Malerinnen, Grafikerinnen und Zeichnerinnen aus aller Welt gestaltet. Sie verleihen den „Gute Nacht-Geschichten“ einen besonderen Charakter, da so nicht nur die geschriebenen Wörter, sondern auch die bildlichen Darstellungen die Vielfalt von Möglichkeiten zeigen, die Frauen haben um etwas zu erreichen und zu verändern.

Die Geschichten selbst sind relativ kurz gefasst und erstrecken sich ebenfalls über jeweils eine Seite. In alphabetischer Reihenfolge werden 100 Frauen, die unterschiedlicher nicht sein können, in einer märchenähnlichen Darstellung vorgestellt, thematisiert und bezeichnet. Das märchenähnliche Element, das meist durch den Anfangssatz „Es war einmal…“ (engl. „Once there was…“) evoziert wird, steht in einem schönen Kontrast zu der Tatsache, dass die „großen“ Frauen und ihre Errungenschaften nicht erfunden und ausgedacht, sondern Realität sind.

Ich kann mir vorstellen, dass dieses Buch natürlich einerseits besonders für Mädchen geeignet ist, die im Zuge ihres Heranwachsens auf der Suche nach Vorbildern sind. Diese sind im Rahmen der „Good Night Stories“ keineswegs die langweiligen Märchenprinzessinnen, die man aus Büchern und Filmen zur Genüge sehr gut kennt, sondern hier finden sie Piratinnen, Politikerinnen, Künstlerinnen, Wissenschaftlerinnen und sogar Herrscherinnen. Andererseits glaube ich, dass die Geschichten nicht nur für Mädchen, sondern auch für bereits erwachsene „Rebel Girls“ ein großartiges Geschenk zum abendlichen Blättern und Geschichtenlesen sind.

Der einzige Kritikpunkt, den ich trotz meiner Lobeshymnen auf die „Good Night Stories for Rebel Girls“ nicht unerwähnt lassen möchte, ist jener der historischen Genauigkeit. Natürlich müssen die komplexen Leben der thematisierten Frauen auf Leser/innen im Kindesalter heruntergebrochen und vereinfacht werden, doch bei einzelnen Geschichten geschah dies auf Kosten der Genauigkeit der Darstellung von historischen Gegebenheiten. Besonders bei den Geschichten von „großen“ Herrscherinnen bedient man sich gängiger, simpler Narrative, deren Status besonders aus einer historischen Perspektive kritisch ist. So werden sowohl bei Katharina der Großen als auch bei Elizabeth I. eher belanglose Anekdoten über tatsächliche Taten, Errungenschaften und Gegebenheiten gestellt, während die „großen“ Frauen, deren Entscheidungen auch nicht immer die besten waren, in den Himmel gelobt werden – diese Art der Glorifizierung hätten die „Good Night Stories“ eigentlich nicht nötig. Natürlich, man kann keine unnötig grausamen Horror-Geschichten zum Zu-Bett-Gehen vorlesen, doch ein kleiner kritischer Blick auf so manches historische Ereignis hätte dem Buch noch gut getan.

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Tags: frauen   (1)
 

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82 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

klassiker, robert musil, jugend, internat, musil

Die Verwirrungen des Zöglings Törleß

Robert Musil
Buch
Erschienen bei Rowohlt Digitalbuch ein Imprint der Rowohlt Verlag GmbH, 01.04.2011
ISBN 9783644439016
Genre: Klassiker

Rezension:  
Tags: klassiker, österreich   (2)
 

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18 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 5 Rezensionen

hercule poirot, whodunnit, komplott, agatha christie, krimi

Mord im Orientexpress

Agatha Christie , Otto Bayer
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Atlantik Verlag, 05.10.2017
ISBN 9783455001914
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags: krimi   (1)
 

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87 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 33 Rezensionen

abenteuer, peru, inka, sabrina janesch, die goldene stadt

Die goldene Stadt

Sabrina Janesch
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Rowohlt Berlin, 18.08.2017
ISBN 9783871348389
Genre: Romane

Rezension:

Von einem, der auszog, um Entdecker zu werden, handelt der Roman „Die goldene Stadt“ von Sabrina Janesch. Und nicht gering war schließlich auch seine Entdeckung – die Stadt Machu Picchu in den peruanischen Anden. Der Jemand, von dem hier die Sprache ist, war unter dem Namen Augusto R. Berns bekannt und ist heute nahezu vergessen. Ein wagemutiger Forscher aus der tiefsten deutschen Provinz in Peru? Die Geschichte dieses Mannes ist fast zu unglaublich, um wahr zu sein – Sabrina Janesch hat sie dennoch durch ihre unglaublich gelungene Recherchearbeit erforscht und schließlich in Romanform niedergeschrieben.

Kurz zur Handlung: Der junge Rudolph August Berns träumt seit seiner Kindheit, die sich durch eine lebhafte Phantasie und einen ungebrochenen Forschungsdrang auszeichnet, davon, ins zu seiner Zeit – der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts – wenig erforschte Südamerika zu gehen und die verlorene Stadt der Inka zu finden. Diese Stadt – zu jener Zeit unter dem Namen „El Dorado“ berühmt und berüchtigt geworden, ist ein Mythos, der schon viele Forscher und Entdecker in den gefährlichen Regenwald Perus gelockt hat. Mit ihren Bauten aus reinem Gold und Schätzen, so unermesslich, dass sie sich jeder Vorstellungskraft entbieten, ist sie seit jeher verschollen und nicht einmal die spanischen Conquistadoren haben sie gefunden. So verlässt Berns, nachdem er seine Jugend damit verbracht hatte, jedes Buch und jede Aufzeichnung zu jener Stadt zu lesen und zu studieren, schon bald seine Familie und macht sich auf den harten und entbehrungsreichen Weg nach Peru. Doch die Stadt die er nach jahrzehntelanger Suche, Rückschlägen und kleineren Erfolgen entdeckt, liegt hoch in den Anden und beherbergt zu seinem Entsetzen kein Stück des begehrten Edelmetalls. Nichtsdestoweniger ist die Entdeckung der heute berühmt gewordenen Stadt der Inka, Machu Picchu ein Erfolg, der seinesgleichen sucht. Obwohl heutzutage der amerikanische Archäologe Hiram Bingham als (Wieder-) Entdecker der „verlorenen Stadt“ gilt, gibt es viele Hinweise, dass eben jener deutsche Berns, der sich in Südamerika den Vornamen „Augusto“ zulegt, bereits vor ihm in der Stadt gewesen sein soll und ihre Lage in selbstgezeichneten Karten festgehalten hat.

Aus diesem historischen Stoff macht Sabrina Janesch mit viel Präzision und sprachlicher Kraft einen Nachfolger des klassischen deutschen Bildungsromans, der seinen Vorgängern aus dem 19. Jahrhundert – der Zeit von Augusto Berns – nur um wenig nachsteht. Von Geburt an darf der Leser / die Leserin das aufregende und interessante Leben des Protagonisten miterleben und mitfühlen.

Im Laufe der Lektüre war irgendwann der Punkt gekommen, an eben diese Protagonist mir immer mehr auf die Nerven ging. Alles, was er anfasste, schien (zunächst wortwörtlich) zu Gold zu werden, jede Tätigkeit, die er ausführte, meisterte er in kurzer Zeit. Berns ist ein Held wie er im Buche steht – tugendhaft, mit einer Auffassung vom Entdeckerdasein, das nur wenig mit der habgierigen Einstellung vieler bekannter Forscher zu tun hat. Je schöner und strahlender dieser Protagonist beschrieben wird, desto mehr drängt sich die Frage nach dem tatsächlichen Charakter jener historischen Figur auf, der Janesch in „Die goldene Stadt“ Leben einhaucht.

Abgesehen von dieser über weite Teile des Buches fast schon zu perfekten Hauptfigur bringt der Roman nahezu alles mit, was man als (historisch interessierte) Leserschaft von ihm erwartet. Exzellente Recherchearbeit, die sich in jeglichen Lebenslagen der Figuren zeigt sowie eine sprachliche Fertigkeit, die sowohl anspruchsvoll, als auch angenehm zu lesen ist. Wer jedoch einen Hollywood-Blockbuster in Buchform erwartet, der mit Action-Szenen à la „Indiana Jones“ aufwartet, wird hier leider etwas enttäuscht werden. Die Suche nach verlorenen Schätzen ist weder ein Zuckerschlecken noch ein Nonstop-Abenteuer, sondern entbehrungsreich und langwierig. Ein wenig Durchhaltevermögen wird demnach auch vom Leser /der Leserin gefordert. Aber ein kleiner Lichtblick: Es lohnt sich!

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Tags: abenteuer, entdecker, inka, peru, südamerika   (5)
 

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246 Bibliotheken, 6 Leser, 2 Gruppen, 83 Rezensionen

entführung, new york, frankreich, brooklyn, paris

Das Mädchen aus Brooklyn

Guillaume Musso , Eliane Hagedorn , Bettina Runge
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Pendo Verlag, 02.06.2017
ISBN 9783866124219
Genre: Romane

Rezension:

Guillaume Mussos neuester Roman beginnt bereits vielversprechend:
Als Raphael seine Geliebten Anna kurz vor der Hochzeit nach ihrer Vergangenheit befragt, über die diese sich bis dahin konsequent ausgeschwiegen hat, wird ein Stein ins Rollen gebracht, der das Leben der beiden fortan völlig auf den Kopf stellen soll. Anna zeigt ihm nach langem Zögern ihr größtes Geheimnis (ein Bild von drei Leichen) und gesteht Raphael, dass sie dafür verantwortlich sei. Dieser stürzt zutiefst schockiert aus dem Haus und als er wieder zurückkehrt, ist Anna verschwunden. Eine Suche und eine Verfolgungsjagd beginnen, die Raphael und seinen Freund, den Ex-Polizisten Marc Caradec, nicht nur quer durch Frankreich, sondern auch bis in die USA führt. Bald stellt sich heraus, dass die verschwundene Anna gar nicht Anna heißt und das Geheimnis ihrer Vergangenheit ein größeres Ausmaß als zunächst erwartet hat.


Zuerst kurz zum Cover des Buches: Prinzipiell halte ich dieses für sehr gut gelungen, die weglaufende Frau am rechten Bildrand vermittelt einen durchaus guten Eindruck der gesamten Handlung. Denn auch der (eigentlichen) Protagonistin ist man als Leser zwar immer auf der Spur, verpasst sie aber doch wieder knapp und bekommt nur bruchstückhafte Eindrücke ihrer wahren Persönlichkeit. Jedoch muss ich hier entschieden anmerken, dass es viel besser gepasst hätte, wenn die Frauengestalt am Cover eine ebenso dunkle Hautfarbe wie die verschwundene Anna hätte. Ist es denn so schwer, bei einer Hauptfigur mit dunkler Hautfarbe auch eine solche Frau auf einem Buchcover zu zeigen?


Doch nun weiter zu substantiellen Aspekten. Das Buch hält in großen Teilen genau das, was es verspricht und was man auch von Musso bisher gewohnt war. Eine kurzweilige und spannende Handlung, die sich leicht lesen lässt und einen dennoch in seinen Bann zieht. Die altbewährte Kombination aus Thriller und Liebesgeschichte in Verbindung mit interessanten Schauplätzen (hier New York und Frankreich).
Doch bei alldem weist "Das Mädchen aus Brooklyn" meiner Meinung nach auch einige Defizite auf. An manchen Stellen sind mir die Erkenntnisse der "Ermittler" zu weit hergeholt und die Twists zu unglaubwürdig. (Natürlich nimmt die ganze Sache wieder Ausmaße an, die bis zum (zukünftigen) Präsidenten der Vereinigten Staaten hinaufgehen...) Besonders das Ende (das ich an dieser Stelle nicht vorwegnehmen möchte), war für meinen Geschmack fast schon zu unglaubwürdig.


 Des Weiteren sind für meinen Geschmack auch die Protagonisten zu einfach gestrickt. Bei Raphael und Anna hat man den Eindruck, sie seien sowohl vom Äußeren als auch vom Charakter durch und durch perfekt. Raphael als der perfekte Geliebte, der perfekte Vater und natürlich auch als guter Schriftsteller - Anna als zwar schüchtern, aber intelligent und schön und und und...
By the way, Raphaels kleiner Sohn Theo, der auch immer wieder am Rande vorkam, erschien mir als überflüssig, da er im Grunde nichts zum Fortgang der Handlung beigetragen hat und (meiner Meinung nach) lediglich zur Illustrierung von Raphael als guter Vater dienen sollte.


So weit, so gut. Die Sprache ist einfach, manchmal (schon fast zu) poetisch und mit einem leichten Hang ins Kitschige eigentlich sehr typisch für den Autor. Obwohl sehr eingängig geschrieben, fielen mir manche Formulierungen als durchaus störend ins Auge und störten meinen Lesefluss (was vielleicht aber auch an der Übersetzung liegen könnte).


Alles in allem kann ich mir vorstellen, dass "Das Mädchen aus Brooklyn" eine angenehme Sommerlektüre ist, die (ohne wirklich in die Tiefe zu gehen) sowohl Spannung als auch Romantik bietet. Ich muss zugeben, dass ich an manchen Stellen das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte, da ich unbedingt erfahren musste, wie es weitergeht. Allerdings darf man nicht zu hohe Ansprüche an Plausibilität und sprachliche Elaboriertheit stellen, denn das Buch bleibt, was es ist - ein leichter Sommerroman mit Spannungsgarantie.

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Tags: roman, spannung, usa   (3)
 

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115 Bibliotheken, 11 Leser, 1 Gruppe, 11 Rezensionen

der report der magd, margaret atwood, dystopie, arthur c. clark award, kommandanten

Der Report der Magd

Margaret Atwood , Helga Pfetsch
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Piper, 03.04.2017
ISBN 9783492311168
Genre: Romane

Rezension:  
Tags:  
 

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37 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

stress, ratgeber, gesundheit, frauen, hormone

Das Rushing Woman Syndrom

Libby Weaver
Flexibler Einband: 280 Seiten
Erschienen bei TRIAS, 26.04.2017
ISBN 9783432104331
Genre: Sachbücher

Rezension:

Wer kennt es nicht - das Gefühl, hektisch und gestresst von einem Ort zum anderen zu hetzen, damit man ja noch all das schafft, was man sich vorgenommen hat? Heutzutage ist Dauerstress kein seltenes Phänomen mehr und hat nicht nur Auswirkungen auf die Laune und das Verhalten, sondern auch auf den gesamten Körper und somit die Gesundheit.

Gegen dies alles verspricht Dr. Libby Weaver in ihrem Ratgeber "Das Rushing Woman Syndrom - Was Dauerstress unserer Gesundheit antut" Abhilfe zu schaffen. Die australische Biochemikerin verspricht bereits im Klappentext, ihren Leser/innen (aufgrund der eindeutigen durchwegs weiblichen Zielgruppe werde ich ab hier nur mehr die weibliche Form verwenden) "vom To-Do zum To-Enjoy" zu verhelfen, indem sie Aufklärungsarbeit hinsichtlich der gravierenden Auswirkungen von Stress für Psyche und Körper leistet.

So weit, so gut - das alles klingt gar nicht so schlecht und bereits nach der Lektüre des Einleitungskapitels, im Rahmen dessen man anhand von Symptomen des von Weaver geprägten Begriffs "Rushing Woman Syndrom" die eigene Neigung dazu feststellen soll, ist man gespannt auf die folgenden Ausführungen. Im Nachhinein würde ich behaupten, dass diese Symptome so breit gestreut sind, dass sich nahezu jede Leserin darin wiederfinden kann und demnach auf die Lösung ihrer gerade aufgezeigten Probleme hofft.

Doch auf diese Lösung muss noch gewartet werden, denn nach der Einleitung folgen Kapitel um Kapitel mit biologisch-medizinischen Ausführungen zum Thema Stress und seine Auswirkungen auf den menschlichen (insbesondere weiblichen) Körper. Erst im letzten Kapitel (ab Seite 236) werden tatsächliche Lösungsansätze geboten, um die durch (etwas zermürbende) Wiederholungen eingetrichterten gesundheitlichen Probleme in den Griff zu bekommen.

Ich würde nicht per se behaupten, dass es sich bei Libby Weavers "Rushing Woman Syndrom" um ein schlechtes Buch handelt. Die biologischen und medizinischen Ausführungen sind recht gut vereinfacht und auch für fachfremde Leserinnen durchaus gut verständlich. Auch die Feststellung, dass sich Stress auf sämtliche Lebensbereiche auswirken kann und demnach ein großes Problem unserer Gesellschaft darstellt, ist vollkommen legitim.

Doch im Laufe der Lektüre häuften sich die Kritikpunkte.
Die theoretischen Kapitel waren allesamt von Wiederholungen und Wiederholungen des Wiederholten geprägt. Beispielsweise kam es mir vor, als ob die Feststellung, dass das Hormon Cortisol für Heißhungerattacken sorgt, da es den Körper glauben lässt, er müsse eine Hungersnot überstehen, sich auf jeder dritten Seite wiederholte.
Zudem irritierte mich ungemein, dass es in jedem Kapitel Einschübe gab, die aus bereits veröffentlichten Artikeln der Autorin stammten und teilweise auch nichts mit der Thematik des Buches an sich zu tun hatten. Auch die andauernden Verweise auf andere Bücher von Weaver (darunter besonders das "Stoffwechsel-Geheimnis") waren eher nervig als hilfreich.

Der größte Kritikpunkt meinerseits ist jedoch das Unterkapitel "Überzeugungen und Weiblichkeit", in dem Weaver die stressbedingten Ursachen und Herangehensweisen von Erkrankungen des weiblichen Sexualsystems thematisierte. Hier stellt sie (etwas zugespitzt formuliert) fest, dass die "männlichen" Verhaltensweisen, die Frauen sich im Berufsleben zugelegt hatten, diese von innen her krank machen würden, da sie nicht mit der ureigenen Weiblichkeit zusammenpassen.
Folglich empfiehlt sie die Durchführung von "femininen Ritualen", um dem entgegenzuwirken. Darunter wird beispielsweise verstanden, eine Kerze anzuzünden und den Duft zu registrieren, sich in einem Frauenroman zu vertiefen oder eine Teestunde durchzuführen, bei der frau sich am Design von Kanne und Tasse erfreuen kann. (vgl. S. 121-123) Dr. Weaver, ist das Ihr Ernst?!
Außerdem könne es auch zu Problemen im Erwachsenleben führen, wenn man in früheren Lebensphasen zu hohe Erwartungen erfüllen musste, um sich die Liebe des Vaters zu verdienen. Mittlerweile wundert mich schon gar nichts mehr. (vgl. S. 124)
Naja, wenn man unter "heroischen Anstrengungen" von Frauen versteht, dass sie sich gut ernähren und Sport machen (vgl. S. 196), sieht man die Welt vielleicht ein bisschen anders.
Diese Kritik möchte ich mit dem unvergleichlichen Satz "Stellen Sie sich vor, das silbrige Mondlicht fiele bis in Ihre Eierstöcke und ließe diese aufleuchten" (S. 131) schließen.

Zusammenfassend kann ich nur jeder Frau, die sich ihr Leben durch zu viel Stress zur Hölle macht, raten, sich in irgendeiner Form Hilfe zu suchen, damit nicht die Gesundheit und die Lebensqualität darunter leiden. Dies muss allerdings nicht zwingend in Form dieses Buches geschehen.

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Tags: frauen, gesundheit, ratgeber, stress   (4)
 

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88 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

alaska, flucht, roadtrip, selbstfindung, familie

Bis an die Grenze

Dave Eggers , Ulrike Wasel , Klaus Timmermann
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 09.03.2017
ISBN 9783462049466
Genre: Romane

Rezension:

Ja, die Erwartungen sind zugegebenermaßen sehr hoch, wenn Dave Eggers nach einem Bestseller wie "The Circle" endlich einen neuen Roman nachlegt. Und ja, auch der Klappentext verspricht eine spannende Lektüre, die im wahrsten Sinne des Wortes an die Grenzen geht:

"Eine Mutter auf der Flucht - Ein Roadtrip ans Ende der Zivilisation"

Hört sich ja gar nicht so schlecht an, möchte man meinen! Auch das Setting des Romans überzeugt und lässt Großes erwarten. Eine Mutter, die ohne das Wissen ihres Ehemannes mit ihren Kindern vor dem Alltag und ihren eigenen Problemen nach Alaska flieht - zunächst noch mit einem Ziel (ihrer Adoptiv-Schwester), später dann ohne jeglichen Plan.
Der Schauplatz, Alaska, überzeugt mit der Kälte, die man erwarten würde und kann auch mit schönen Landschaftsbeschreibungen und viel Atmosphäre aufwarten.

Meiner Meinung nach liegt die größte Schwäche von "Bis an die Grenze" jedoch in den Protagonisten. Josie bringt ihre Kinder immer wieder in gefährliche Situationen, wovon sie sich aber nicht abbringen lässt, ihre Reise fortzusetzen. Sie spricht im Laufe der Handlung immer wieder dem Alkohol zu, um die Auswegslosigkeit ihrer Situation und die Tragweite ihrer Handlungen zu vergessen - wodurch sie abermals ihre Kinder gefährdet. Jegliche Hilfe von außerhalb wird rigoros abgelehnt, da sich im Laufe des "Roadtrips" durchwegs Paranoia und Misstrauen gegenüber jeder helfenden Hand breit machen. Josies Kinder, Paul und Ana, sind einander so verschieden, wie Menschen es nur sein können. Paul, dem verantwortungsbewussten Achtjährigen, der passagenweise erwachsener zu sein scheint als seine eigene Mutter, steht seine kleine Schwester Ana gegenüber, die das fleischgewordene Chaos zu sein scheint. Hingebungsvoll kümmert er sich um sie und scheint der einzig rational denkende Charakter zu sein.
Gegen Ende des Romans kommt noch ein wenig Spannung auf, was vor allem den immer wieder spürbaren Waldbränden zu verdanken ist, unter denen die alaskischen (?) Wälder zu leiden haben.

So weit so gut - die Konstellation der Protagonisten scheint ganz für eine dramatische (oder sogar tragische) Handlung zu sprechen, die auch im Klappentext suggeriert wird. Jedoch findet man - über den Roman verteilt - immer wieder Passagen, die selbst dies zunichte machen (fast schon zu deutlich in der Szene, in der die Abwassertankheizung des Wohnmobils unabsichtlich angeschaltet wird und die drei Hauptfiguren eine längere Strecke mit dem Geruch ihrer erwärmten Fäkalien zurücklegen, was in der lapidarischen Feststellung "Es ist großartig, am Leben zu sein" (S. 234) gipfelt.)
 Diese seltsame Mischung aus zu gewollt komischen Szenen mit durchaus gesellschaftskritischen Ansätzen konnte mich leider nicht überzeugen. Auch die Protagonistin, die von Kapitel zu Kapitel immer unsympathischer erschien und deren Handlungen kontinuierlich unverständlicher wurden, machte die Lektüre des Romans für mich "zach" (österreich. - also zäh/hart).

Vielleicht habe ich auch einfach die Kernaussage, die Eggers mit "Bis an die Grenze" machen will, nicht verstanden.

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Tags: alaska, roadtrip, roman, usa   (4)
 

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169 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 95 Rezensionen

kamerun, usa, new york, finanzkrise, american dream

Das geträumte Land

Imbolo Mbue , Maria Hummitzsch
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 16.02.2017
ISBN 9783462047967
Genre: Romane

Rezension:

Imbolo Mbues Roman "Das geträumte Land" spielt in einer Zeit, in der der Schauplatz, die USA, mit großen Umbrüchen konfrontiert wird. Im Laufe der Handlung zeigt die Wirtschaftskrise, wie schnell ein Traum zerplatzen kann, während die Wahl von Präsident Barack Obama genau das Gegenteil beweist.

Der Leser/die Leserin folgt bei der Lektüre der Geschichte eines jungen Ehepaares, Jende und Neni Jonga, die es gewagt haben und ihr Heimatland Kamerun verlassen haben, um in den USA ein neues, besseres Leben zu beginnen. Dies ist - wie wir selbst aus aktuellen Berichten oder sogar eigenen Erfahrungen wissen - alles andere als leicht. Als Jende unerwarteterweise einen Job als Chaffeur eines Wallstreet-Managers bekommt, scheint sich vieles im Leben der kleinen Familie zu ändern. Das regelmäßige Einkommen und der ungeschönte Blick in die Welt der Reichen und Schönen führen zu völlig neuen Perspektiven auf das Leben.
Während Jende sich mit der Familie seines Arbeitgebers immer mehr verbunden fühlt, strebt Neni nach ihrem großen Traum, ihr Studium zu beenden und als Apothekerin zu arbeiten.

Die in diesem Stil relativ optimistisch gehaltene erste Hälfte des Romans lässt hoffen - auf eine gute Zukunft für die Jongas und darauf, dass sie es geschafft haben, ihren American Dream zu verwirklichen. Bald jedoch bricht die grausame Realität über sie ein.
Die Wirtschaftskrise, an der Clark Edwards, Manager bei Lehman Brothers und Jendes Arbeitsgeber, nicht ganz unbeteiligt ist, zeigt, dass sich Dinge ganz schnell ändern können. Als auch dann noch die Familie von Edwards auseinanderzubrechen droht, müssen auch die Jongas um ihre Zukunft bangen.

Prinzipiell handelt es sich bei dem Roman und eine ziemlich gelungene Darstellung der Verbindung zweier Familien, die unterschiedlicher nicht sein können. Andererseits beherrscht auch eine gewisse Klischeehaftigkeit die 423 Seiten, die von der aktuellen Thematik und der durchaus interessanten Handlung nicht vollkommen wettgemacht werden kann.
Die Figuren, die zu Beginn der Handlung noch sympathisch waren, neigen in deren Laufe immer mehr dazu, den Leser zu irritieren und zu langweilen.
Auch das Ende hat mich mehr enttäuscht als begeistert. Zwar bin ich unheilbar froh, dass Mbue sich nicht an einem kitschigen 08/15-Happy-End versucht hat - dennoch fehlt mir eine gewisse Originalität und Spontaneität am Ende des Romans.

Ein gut geschriebener Roman mit hochaktuellem Thema und auch einigen Momenten in denen man schmunzeln muss, der mich aber nicht vollständig überzeugen konnte!

Nachbemerkung: Das Cover ist in Bezug auf Layout und Farbgestaltung ein Traum und eindeutig ein Hingucker!

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Tags: afrika, amerika, roman, usa   (4)
 

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369 Bibliotheken, 36 Leser, 1 Gruppe, 50 Rezensionen

freundschaft, missbrauch, ein wenig leben, roman, hanya yanagihara

Ein wenig Leben

Hanya Yanagihara , Stephan Kleiner
Fester Einband: 958 Seiten
Erschienen bei Hanser Berlin, 30.01.2017
ISBN 9783446254718
Genre: Romane

Rezension:  
Tags:  
 

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50 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 25 Rezensionen

schweden, schären, vergangenheit, eis, winter

Heimwärts über das Eis

Gunilla Linn Persson , Stefan Pluschkat
Flexibler Einband: 334 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 12.12.2016
ISBN 9783458361879
Genre: Romane

Rezension:

Gunilla Linn Perssons Roman "Heimwärts über das Eis" erschien zwar bereits 2015 in Schweden, ist glücklicherweise mittlerweile auch auf Deutsch erschienen.

Gleich vorweg: Das Buch ist wahrscheinlich nichts für Freunde von actionreichen Erzählungen, bei denen Ereignisse einander Schlag auf Schlag folgen und man als Leser vor lauter Spannung kaum Luft holen kann. Vielmehr schafft es das Buch einen eher ruhigeren Ton anzuschlagen, der zwar nicht weniger interessant, doch sicherlich nicht etwas für jede/n Leser/in ist.

Diese bereits genannte, ruhige Erzählweise passt perfekt zum Schauplatz der Handlung - der Stockholmer Schärengarten. Weit verstreute Inseln im eisig kalten Meer, auf denen die Zeit stehengeblieben zu sein scheint und uralte Feindschaften zwischen den letzten ansässigen Familien besteht.
In diese eigentümliche Welt kommt der Vogelmaler Herrman Engström zurück, der dort aufgewachsen ist und seine erste Liebe gefunden hat, die er längst nicht mehr am besagten Ort wähnt. Doch zu seiner Überraschung fährt eben diese, Ellinor Ingman, das Schärentaxi, das er bestellt hat. Alte Gefühle und Erinnerungen kommen in ihm zurück, während Ellinor ihre Liebe scheinbar zur Gänze vergessen hat. Außerdem scheint auch Ellinors Vater, um den sie sich aufopferungsvoll kümmert und der Herrman und seine Abstammung bedingungslos hasst, ein Geheimnis zu haben.

Parallel zu dieser Geschichte werden mehrere Handlungsstränge geknüpft, die in der Vergangenheit spielen. Ein großes Unglück um 1914, bei dem sich die Jugendlichen der Insel am Heimweg über das Eis im gnadenlosen Schneesturm verirren und einige Kuckuckskinder haben Auswirkungen bis in die Gegenwart.

Das wohl beste an der Geschichte ist der Schauplatz, der als eisig schön sowie unbarmherzig und grausam beschrieben wird. Eine ungeahnte Vielfalt von Fauna und Flora und kleine Geheimnisse von Mutter Natur. Lediglich die Sommergäste, die in den warmen Monaten auf die Inseln schwärmen, stören die Harmonie und Eintracht, aber bringen auch Abwechslung in die oft wie eingefroren wirkenden Verhältnisse.

Dieses Buch durfte mich über den Jahreswechsel begleiten und brachte mir in langen, eisigen Winternächten viel Unterhaltung und Freude. Ein ruhiges Lesevergnügen gerade für diese Jahreszeit!

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Tags: roman, schweden   (2)
 

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56 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

rom, italien, juden, krieg, mutterliebe

Im ersten Licht des Morgens

Virginia Baily , Christiane Burkhardt
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Diana, 12.12.2016
ISBN 9783453359130
Genre: Romane

Rezension:

Bereits das Cover des Buches lässt mein Herz bei den draußen vorherrschenden winterlichen Minustemperaturen schmelzen. Das warme italienische Licht und die engen Gässchen am Umschlag machen Lust auf Reisen und Träumereien. Ob das Aussehen hält, was es verspricht?

Zunächst zur Handlung:
Rom in den 1940er Jahren zwischen Faschismus und Nationalsozialismus - niemand fühlt sich sicher und Überleben ist der einzige Antrieb für die Menschen. Inmitten dieser Kriegswirren wird Chiara Ravello Zeugin der gewaltsamen Deportation von jüdischen Mitbürgern im römischen Getto. Als eine Frau ihr als letzte Hoffnung ihr Kind in die Arme gibt, vermutet Chiara nicht, dass dieses sie ihr ganzes Leben begleiten und beschäftigen wird. Hingebungsvoll kümmert sie sich um den kleinen Jungen Daniele, den sie wie ihren eigenen Sohn aufzieht.

Als sie im Jahr 1973 - also 30 Jahre später nach den schrecklichen Vorfällen - einen Brief aus Wales erhält, bricht eine kleine Welt in ihr zusammen. Daniele, der - wie man nach und nach erfährt - abgetaucht und verschwunden ist, was Chiara nie vollständig überwunden hat, soll eine Tochter haben?
Diese Tochter, die aufgrund der schockierenden Nachricht, dass der Mann ihrer Mutter nicht wie bisher festgestanden ist, ihr leiblicher Vater ist, beschließt in einer Kurzschlussreaktion, nach Italien zu reisen, ihrem Vater nachzuforschen und ihre Wurzeln kennenzulernen.

Virginia Baily schafft es, die Erzählung nach und nach aufzubauen, wobei sich Ereignisse aus der Vergangenheit mit Vorkommnissen der Gegenwart abwechseln und miteinander verknüpft werden. Während Chiara, ihre Schwester Cecilia und Daniele während dem Krieg im Bauernhaus ihrer Großmutter ausharren und sich verstecken, wird gleichzeitig die aufwühlende Geschichte von Maria Kelly auf der Suche nach ihrem Vater erzählt. Gut gezeichnete Personen und eine sehr authentische Hintergrundkulisse machen den Roman zu einem lesenswerten Erlebnis!

Lediglich ein kleiner Tippfehler (wiederstehen auf S. 164) und die stellenweise ein bisschen klischeehafte Sprache können an "Im ersten Licht des Morgens" bemängelt werden - allerdings auch Geschmackssache.

Ob Maria ihren Vater beziehungsweise Chiara ihren Ziehsohn am Ende des Buches findet, wird nicht verraten - aber so viel sei gesagt: Ein Buch voll mit Rom - Flair und lesenswerter Handlung!

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klassiker

Die Irrungen - Die Geheimnisse,

E.T.A., Hoffmann
Leder / Künstlerischer Einband
Erschienen bei München, Sesam Verlag, 01.01.1921
ISBN B002W43GCQ
Genre: Sonstiges

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berlin, selbstmord, klassiker, deutsche literatur, hochzeit

Die Brautwahl

Ernst T. A Hoffmann
Flexibler Einband
Erschienen bei Naumburg (Saale) Reclam, 01.01.1944
ISBN B003BJ2GKO
Genre: Sonstiges

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jugendbuch, tagebuch, freundschaft, flüchtling

Dazwischen: Ich

Julya Rabinowich
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 22.08.2016
ISBN 9783446253063
Genre: Jugendbuch

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klassiker, roman, deutsche literatur

Soll und Haben. Roman

Gustav Freytag
Fester Einband: 896 Seiten
Erschienen bei Anaconda Verlag, 31.05.2016
ISBN 9783730604069
Genre: Romane

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kambodscha, lesereise, bambus und rattan, kurzgeschichten, im dschungel

Lesereise Kambodscha

Erik Lorenz
Fester Einband: 132 Seiten
Erschienen bei Picus Verlag, 16.02.2015
ISBN 9783711710574
Genre: Sonstiges

Rezension:

"Kambodscha erwacht zu neuem Leben."
Nach dieser Ankündigung im Klappentext geht man als Leserin und Leser natürlich mit nicht geringen Erwartungen an das Buch von Erik Lorenz. Es wird ein umfassender Blick auf Kambodscha versprochen, der Einblicke in viele Bereiche des alltäglichen Lebens bieten soll und trotzdem besondere Momente festhält.

Die Erwartungen werden voll und ganz erfüllt. In insgesamt elf kurzen Kapiteln schafft es Lorenz, auf 131 Seiten ein Bild von Kambodscha zu zeichnen, das sowohl vielseitig als auch interessant ist. Nach und nach werden elf Lebensgeschichten von völlig unterschiedlichen Menschen gezeichnet, deren Leben in enger Verbindung mit dem Land und seiner Kultur steht. Sei es Sopheap Pich, der sich mit seinen Skulpturen und Bildern aus Bambus und Rattan in der kambodschanischen Kunstszene einen Namen gemacht hat, oder Peter Willers, ein ehemaliger deutscher Oberleutnant, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, das Hinterland Kambodschas von den gefährlichen Landminen der Kriege zu befreien, die das Land heimgesucht haben - sie alle haben Träume und Hoffnungen und müssen Rückschläge einstecken.

Das Buch erzählt von Freiheit, die man erleben kann, wenn man sein bisheriges Leben aufgibt und von den alltäglichen Schwierigkeiten und Problemen, die es zu bewältigen gilt. Eine vollkommen andere Lebensweise, die für uns oft nicht leicht begreiflich ist, wird vor dem Hintergrund der berühmten Sehenswürdigkeiten wie Angkor Wat zu erklären versucht. Auch die Geschichte von Kambodscha wird in ihren wichtigsten Auszügen abgehandelt, während einige Kapitel später auch die aktuelle politische Lage im Mittelpunkt steht. Das Elend und die Armut des Landes wird geschildert und regt auch zum Nachdenken über unsere eigene Gesellschaft und Lebensweise ab. Doch nicht nur die harte Realität, sondern auch Geschichten, die Hoffnung machen, finden sich in der Lesereise durch Kambodscha. So zum Beispiel dürfen wir durch die Augen des Autors eine Art Schule besuchen, in der Rattana armen Kindern das Stanzen von Leder beibringt, eine traditionelle kambodschanische Handwerkskunst, mit deren Verkauf die Kinder ihren Familien finanziell ein bisschen unter die Arme greifen. In allen Geschichten spielen die Themen "Geld" und "Überleben" eine große Rolle.

Man bekommt, während man dem Autor durch Kambodscha und interessante Gespräche folgt, mehr und mehr den Eindruck, sich selbst dort zu befinden. Tipp: Sicherlich gut geeignet für die Fluglektüre auf dem Weg nach Kambodscha, um sich mental auf das Land und seine Eigenheiten einzustimmen.

Ein Buch voll mit Geschichten, die so bunt und vielfältig sind wie das Land, das sie beschreiben!

(Letzter - sehr gelungener - Satz, der den Leser wieder auf den harten Boden der Realität zurückholt: "Und das Bussi zerplatzt in der Luft." (S. 131))

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Wie soll ich leben?

Sarah Bakewell , Rita Seuß
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei C.H.Beck, 21.07.2016
ISBN 9783406697807
Genre: Biografien

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lissabon, portugal, philosophie, lehrer, reise

Nachtzug nach Lissabon

Pascal Mercier
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei btb, 11.02.2013
ISBN 9783442746248
Genre: Romane

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schweden, einsamkeit, alter, brandstiftung, freundschaft

Die schwedischen Gummistiefel

Henning Mankell , Verena Reichel
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Zsolnay, Paul, 22.08.2016
ISBN 9783552057951
Genre: Romane

Rezension:

Um ehrlich zu sein, ging ich mit ziemlich großen Erwartungen an "Die schwedischen Gummistiefel" von Henning Mankell. Nachdem ich sein Buch "Treibsand", in dem er seine Gedanken über das Altern und den Tod im Zuge seiner Krebserkrankung sehr gelungen und eindringlich darlegt, sehr geliebt habe, waren meine Erwartungen auf sein letztes Werk dementsprechend hoch.

Vorweg - meine Erwartungen wurden leider nicht ganz erfüllt.

In "Die schwedischen Gummistiefel" muss der ehemalige Arzt Fredrik Welin, den geneigte Mankell-Leser bereits aus "Die italienischen Schuhe" kennen, erfahren, was Einsamkeit und Alter bedeutet. Nach einem Kunstfehler, den er als Chirurg verschuldet hat, lebt er zurückgezogen im sogenannten "Schärengarten", der aus verschiedenen kleineren und größeren Inseln (=Schären) vor dem schwedischen Festland besteht. Sein einziger Kontakt zur Außenwelt sind seine Fahrten zu eben diesem Festland, sowie der Postbote Jansson, der die Inseln mit Post beliefert und den Klatsch und Tratsch der wenigen Bewohner verbreitet. Die Inseln sind bis auf wenige eingesessene Inselbewohner sehr ausgestorben, da alle Sommergäste abgereist sind. "Ein Friedhof der Sommererinnerungen." (S. 88) also.

Die Geschichte beginnt für Fredrik sehr traumatisch mit dem Brand seines Hauses, nach dem er nahezu ohne Hab und Gut dasteht. Im ersten Moment ist er am Boden zerstört, er beginnt sich jedoch aufzurappeln und wieder ins Leben zurückzufinden.
Nach diesem aufsehenerregenden Beginn plätschert die Geschichte kapitelweise vor sich hin. Als Leser hat man das Gefühl, dass nicht wirklich etwas passiert, abgesehen von Menschen, die Fredriks Insel besuchen und wieder verlassen.
Die Handlung zieht sich und braucht lange, bis sie endlich etwas Fahrt aufnimmt.

Dies wird aber durch die leisen Zwischentöne gemildert, die Fredrik bei seinem verzweifelten Kampf gegen das Alter ist. Er ist nicht wirklich sympathisch und man schämt sich als Leser fast schon für ihn, als er vergeblich versucht, eine mindestens 30 Jahre jüngere Frau ins Bett zu bekommen. Solche Szenen sind die große Stärke des Buches. Mankell weiß wahrscheinlich aus eigener Erfahrung wie demütig und deprimierend das Altern ist, und legt diese Erkenntnisse in den Mund seines Protagonisten:

" Das Altern war ein Nebel, der still übers Meer herangezogen kommt." (S. 74) " Die Einsamkeit ist groß, wenn man von Tischen und Stühlen umgeben ist, die niemand benutzt." (S. 138) " Zu altern heißt, auf immer dünnerem Eis zu gehen." (S. 324) " Man stirbt allein. Wenn man geboren wird, hat man zumindest Gesellschaft." (S. 355) " Der Tod atmet uns auf den Nacken. Aber niemand weiß, wann der Biss kommt." (S. 359) " Die Nähe des Todes dehnt die Zeit zu einem elastischen Band, bei dem man ständig fürchtet, es könnte reißen." (S. 447)
"Die schwedischen Gummistiefel" ist wahrlich kein unterhaltsames, aufmunterndes Buch. Vielmehr zwingt er den Leser über Themen nachdenken, die man auch als jüngerer Mensch gerne verdrängt.

Fazit:
Wer hier einen klassischen Schweden-Krimi mit schönen Naturbeschreibungen und einem aufregenden Spannungsbogen erwartet, wird mit Sicherheit enttäuscht werden. Das Buch ist vielmehr ein Gedankenkonstrukt über das Altern, in dem eine von Mankells Romanfiguren die damit verbundenen Erkenntnisse und Demütigungen am eigenen Leib erfährt. Ich hatte das Gefühl, dass ich mit meinen 20 Jahren zu jung für das Buch und diese Gedanken bin, doch ich glaube, dass besonders Menschen, die mit Mankells Romanen älter geworden sind, sein letztes Buch am meisten zu schätzen wissen können.

Trotz der eher anstrengenden Lektüre und des schwierigen Protagonisten hat mir das Buch letztendlich doch gefallen. Besonders der letzte Satz hat mich sehr berührt, ist er doch der letzte Satz, der von Henning Mankell veröffentlicht werden wird:
" Aber die Dunkelheit schreckte mich nicht mehr." (S. 475)
Dieser Schlusssatz beinhaltet eine beeindruckende Haltung, die keinen Platz für die Angst vor dem Tod lässt, und für die ich den Autor sehr bewundere.

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Tags: alter, henning mankell, schweden   (3)
 
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