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25 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

shakespeare, der sturm, roman, margaret atwood, literatur

Hexensaat: Roman

Margaret Atwood
E-Buch Text: 320 Seiten
Erschienen bei Albrecht Knaus Verlag, 17.04.2017
ISBN 9783641161439
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt: Der exzentrische Theaterregisseur Felix ist der Star eines bedeutenden Festivals, seine Inszenierungen locken die Massen in die Vorstellungen. Bis nach dem Tod seiner Frau und dem kurz darauf folgenden Tod seiner kleinen Tochter, sein engster Vertrauter gegen ihn intrigiert und er noch vor der Uraufführung seines nächsten Stückes "der Sturm" von Shakespear entlassen wird. Mit diesem Stück wollte Felix den Tod seiner kleinen Tochter Miranda verarbeiten, sein Kind ein stückweit unsterblich werden lassen.
12 Jahre später, in denen Felix allein in einer kleinen abgelegen Hütte lebt und mittlerweile als Schauspiellehrer unter dem Namen Mr. Duke, an einem Gefängnis arbeitet, bietet sich ihm die Gelegenheit zur Rache.

Meine Meinung:
Margaret Atwood schrieb dieses Buch im Rahmen eines Projekts, das der Verlag Hogarth Press anlässlich Shakespears 400. Geburtstag ins Leben gerufen hatte.
Die deutsche Umsetzung realisiert der Knaus Verlag. Aufgabe der Autoren war es ein Stück des berühmten Schriftstellers zu adaptieren, es in die heutige Zeit zu holen.
Meiner Meinung nach ist dies der Autorin hervorragend gelungen, sofern ich das beurteilen kann, denn leider muss ich zugeben das mir dieses Stück vollkommen unbekannt war. Eine Zusammenfassung des Stückes am Ende des Buches, half mir aber sehr.
Felix Phillips, stand meiner Meinung nach zu Beginn des Buches am Rande des Wahnsinns und so erschien es mir logisch, das sein Vertrauter Tony die Gelegenheit ergriff um ihn aus seiner Position entfernen zu lassen, geschickt machte er sich Felix Kummer und Schmerz zunutze.
Und auch im Laufe seines selbst gewählten Exils gesundete Felix nicht, sondern badete in Selbstmitleid. In seiner Vorstellung lebte seine Tochter mit ihm in der Hütte er ließ sie in seiner Vorstellung sogar älter werden. Erst die Arbeit mit den Häftlingen gab dem Regisseur neuen Halt.
Margaret Atwood hat den Focus eindeutig auf Felix gelegt und so blieben die weiteren Protagonisten leider etwas blass. Nichts desto trotz bekommt Hexensaat eine absolute Leseempfehlung von mir. Es hat Spaß gemacht eine alte Geschichte in neuem Gewand zu lesen und bestimmt werde ich auch noch eine weitere Adaption lesen, vielleicht die eines Stückes das mir auch bekannt ist, die Auswahl ist ja groß genug:

Jeanette Winterson  „Das Wintermärchen“ neu mit  „Der weite Raum der Zeit“ Howard Jacobson „Der Kaufmann von Venedig“ neu mit  „Shylock Anne Tyler  „Die Widerspenstige Zähmung“ neu (Herbst 2016) Margaret Atwood  „Der Sturm“ neu (Frühjahr 2017) Jo Nesbø  „Macbeth“ neu (Herbst 2017) Tracy Chevalier  „Othello“ neu (Frühjahr 2018) Edward St. Aubyn „König Lear“ neu (Herbst 2018) Gillian Flynn „Hamlet“ neu (Herbst 2018)

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dave robicheaux, krimi, new orleans, geheimdienst, erster teil

Neonregen

James Lee Burke , Hans H. Harbort
Flexibler Einband
Erschienen bei Pendragon, 06.07.2016
ISBN 9783865325488
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt: Dave Robicheaux wird zu einem zum Tode verurteilten Häftling ins Gefängnis gerufen. Johnny Massina hat mit dem Leben abgeschlossen und will einem der wenigen ehrlichen Männern die er kennt eine Warnung zu kommen lassen, jemand hat es auf Dave abgesehen. Robicheaux vermutet einen Zusammenhang mit dem Tod einer jungen Prostituierten die er vor einiger Zeit im Sumpf fand. Schon bald muss er erkennen das er sich irrt.

Meine Meinung:
Der erste Teil der Dave Robicheuax Reihe überzeugte mich, wie auch schon das Buch "Schmierige Geschäfte" durch die außergewöhnliche Erzählkraft des Autors, er vermittelte mir einen realen Eindruck der Menschen, der Umgebung und vor allem der vorherrschenden Temperaturen, das könnte allerdings auch daran liegen dass während ich das Buch las, auch hier das Wetter, warm, feucht und fast schon tropisch war.
Ich bin also, wie auch schon bei Glut und Asche und Schmierige Geschäfte, begeistert vom Schreibstil Burkes und somit auch von dem verantwortlichen Übersetzer, H.Harbort.
In Neonregen wird der Charakter Robicheaux ausführlich eingeführt, der Leser erfährt von seinem Alkoholproblem, seinen Erfahrungen in Vietnam, die ihn zu dem Mann machten der er ist: Schwierig, impulsiv, stur und löst Probleme auch gern mal mit Gewalt, während er auf der anderen Seite, sensibel und einfühlsam ist. Ein Mann seiner Zeit eben. Und ein Mann mit einem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, wohl wissend, das er eigentlich auf verlorenem Posten steht, nimmt er es mit Kriminellen auf, die durch ein korruptes System geschützt werden, so wie er den Tod der jungen Prostituierten aufklären will, den der zuständige Sheriff  als Tod durch Ertrinken zu den Akten legen.

Ich war zugegebener Maßen, wieder einmal erstaunt, wie wenig es mich störte das das Buch eigentlich schon so alt ist (Erstauflage 1987), normalerweise stört es mich wenn die Helden erst einmal eine Telefonzelle suchen müssen, das war hier nicht der Fall, also hat entweder Burke von vornherein einen "Zeitlosen" Krimi geschrieben oder die Überarbeitung und Übersetzung durch den Pendragon Verlag ist einfach nur hervorragend.

Ich kann für Neonregen nichts anderes, als eine absolute Leseempfehlung geben, es ist immer ein Vergnügen die besonderen Bücher von Burke zu lesen.

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Tags: dave robicheaux, krimi   (2)
 

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serie, www.die-rezensentin.de, band 3, fortsetzung

Blutschmuck

Petra Mattfeldt
Flexibler Einband
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 05.07.2017
ISBN 9783839221433
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:


Bei der Beerdigung ihrer Mutter, wird die Kommissarin Sarah Bischoff von einer Jugendfreundin der Verstorbenen angesprochen. Lisa Schönfeld. Diese reagiert panisch als sie an Sarahs Hals eine Bernsteinkette entdeckt und flüchtet. Sarahs Freund und Kollege der Profiler Falko Cornelson will nun unbedingt herausfinden, was die ältere Frau so verstörte und stößt dabei auf ungeklärte Morde der Vergangenheit.


Die Protagonisten:


Falko Cornelsen ist nicht nur ein guter Profiler, er ist auch sehr manipulativ, er manipuliert nicht nur die Menschen die er befragt, sondern auch mich als Leser, nach den ersten Sätzen die er über Sarah dachte, hatte ich ein klares Bild von ihr vor Augen: Eine klammernde, weinerliche, unselbständige Nervensäge. Während er doch nur ein Opfer seiner Kindheit ist, der Probleme mit sich selber ausmacht, weil seine Mutter ja nach dem Unfalltod seines Vaters und seiner Schwester viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt und sich nicht so um ihn kümmerte wie es sicher notwendig gewesen wäre. Ein egoistischer Macho eben.

Ich habe mich dann entschieden, mir selber ein Bild von den Beiden zu machen. Und das sah dann ganz anders aus. Sarah klammert vielleicht, aber sie hat auch viel mitgemacht in letzter Zeit und da ist es verständlich das sie Halt bei dem Menschen sucht, der ihr am nächsten steht.

Falko ist zwar tatsächlich Momentan nicht Beziehungsfähig, aber das hat weniger etwas mit seinem Wesen zu tun, sondern eher mit dem Scheitern seiner Ehe und damit das Sarah nicht die Richtige für ihn ist.Und er ist professionell genug um seine Probleme nicht seine Arbeit beeinflussen zu lassen.


Warum schreibe ich das so ausführlich? Weil ich es hasse, wenn das Privatleben der Ermittler im Vordergrund steht und ich auf den ersten Seiten die Befürchtung hatte, das es hier so sein könnte.

Diese Befürchtung wurde Gott sei Dank nicht bestätigt. ;o)


Meine Meinung:

Ich mag es sehr wenn Kriminalfälle ihren Ursprung in der Vergangenheit haben. Durch die Begegnung auf dem Friedhof, kommt Falko einem Mord auf die Spur der nie aufgeklärt wurde, so das er die Ressourcen der Polizei nutzen kann, ein weiterer Pluspunkt des Buches, er muss das nicht heimlich machen, wie so oft in Krimis. Nach und nach fördern seine Ermittlungen Dutzende von ähnlichen Fällen zutage, die sich nur in "Kleinigkeiten" unterscheiden.

In Rückblenden erzählt einer der Täter und ich erfuhr schnell, das er vollkommen einem religiösen Wahn verfallen war und seine wahren sexuellen Neigungen unterdrücken musste, eine üble Kindheit hatte und nach dem Krieg Halt bei einer obskuren, angeblich religiösen Gruppe, fand. Viel mehr möchte ich euch aber von ihm nicht berichten, er nimmt auch nicht zu viel Raum in der Story ein. Das Hauptaugenmerk legt die Autorin auf die Ermittlungen im Hier und Jetzt und das gefiel mir richtig gut.

Ich habe bei aller Begeisterung für das Buch allerdings auch einen Kritikpunkt, eine für mich wichtige Frage bezüglich eines weiteren Täters blieb offen und die Antwort wurde im Buch mit der Aussageverweigerung eines Täters begründet, das entlockte mir ein "Hmpf".

Nichtsdestotrotz gebe ich für das Buch eine Leseempfehlung, es ist spannend und lässt seine Leser in die Abgründe religiöser Wahnhaftigkeit blicken.



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krimi, lissabon, portugiesische rache, luis sellano, buchhandlung

Portugiesische Rache

Luis Sellano
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.05.2017
ISBN 9783453419452
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Zum Inhalt:
Henrik Falkner hat in Lissabon eine neue Heimat gefunden, das Antiquariat, das er von seinem Onkel geerbt hat läuft *angemessen schlecht*, die nötigen Sanierungsmaßnahmen werden von der Familie Jaos übernommen, im Gegenzug dazu soll Henrik dessen Tod aufklären.
Doch zunächst fällt Henrik ein anderer Mord buchstäblich in die Arme, in einer Bar wird ein Mann niedergestochen der kurz zuvor ein Buch in Henriks Laden gekauft hat und Henrik versucht vergeblich ihn zu retten. Da er eine Verbindung zwischen den beiden Geschehnissen vermutet, ermittelt er auf eigene Faust.

Meine Meinung:
Wie schon im ersten Teil Portugiesisches Erbe, besteht ein großer Teil des Buches aus wunderschönen, allerdings meiner Meinung nach oft überflüssigen Beschreibungen Lissabons, ich hatte ja im zweiten Buch auf etwas weniger "Reiseführer" gehofft. Das ist aber auch schon fast, der einzige Kritikpunkt. Die Krimihandlung ist gewohnt spannend und voller Wendungen, der Leser trifft einige alte Bekannte wieder, die auch im ersten Teil eine wichtige Rolle spielten und er lernt neue Menschen kennen. Henriks Vater kommt zu Besuch, die Mutter eines Hausbewohners schaut bei ihrem Sohn nach dem Rechten, das ganz normale Leben eben. Bis wieder etwas geschieht, was dieses ganz normale Leben gehörig durcheinander wirbelt und nicht nur Henrik in Gefahr bringt.
Ich hatte erwartet, das mehr Geheimnisse rund um das Antiquariat und den Tod Jaos aufgelöst werden, leider blieb diese Erwartung enttäuscht.
Sellanos Art zuschreiben, gefällt mir immer noch recht, auch wenn mich mehr und mehr das Gefühl beschleicht, es weniger mit einer Reihe zu tun zu haben, sondern mit einem Buch aufgeteilt in mehrere Teile, zu eng fassen die Rädchen des Geschehens ineinander über, es ist zwingend erforderlich auch den ersten Teil gelesen zu haben und es ist wohl nötig auch den sicherlich folgenden 3. Band zu lesen um alle Zusammenhänge zu sehen.

Mit einem Klick auf das Cover kommt ihr direkt zum Verlag.

Broschiert: 352 Seiten Verlag: Heyne Verlag (9. Mai 2017) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3453419456 ISBN-13: 978-3453419452

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33 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 13 Rezensionen

www.die-rezensentin.de, westfalen, mord, kapelle

Mordkapelle

Carla Berling
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Heyne, 10.04.2017
ISBN 9783453419964
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:
Die Journalistin Ira Wittekind ist gemeinsam mit ihrem Freund eigentlich auf dem Weg zum Rehmer Markt, als der Anruf einer Freundin die Pläne zunichte macht. In einer Kapelle wurde ein Toter gefunden der in seinem Rollstuhl verbrannte. Wie sich später herausstellte handelt es sich bei dem Toten um den allseits beliebten Apotheker Ludwig Hahnwald, allgemein auch der Schöne Ludwig genannt.

Meine Meinung:
Carla Berlin schreibt in kurzen knappen Sätzen, daran musste ich mich erst gewöhnen. Die kurzen Sätze gaben mir ein hohes Lesetempo vor, so das die Seiten nur so dahin flogen. Und es muss erwähnt werden, das Mordkapelle zwar das erste Buch der Autorin ist, das im Heyne Verlag erschienen ist, es aber schon 3 Vorhängerbände rund um Ira Wittekind gibt und dazu muss ich sagen, das ich oft das Gefühl hatte mir würden Informationen fehlen um einen echten Bezug zu den Protagonisten aufzubauen. Die Örtlichkeiten hingegen konnte ich mir als *Einheimische* recht gut vorstellen.
Der Kriminalfall ist spannend, wie so häufig reichen das Motiv weit in die Vergangenheit und Ira kommt dem Täter während ihrer Recherche gefährlich nah.
Das Buch hat mich wirklich gut unterhalten und ich gebe gern ein Leseempfehlung.

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37 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

rätsel, geheimnis, gefahr, omen, tod

Dunkles Omen

Kelley Armstrong , Frauke Meier
Flexibler Einband: 592 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.06.2017
ISBN 9783453318571
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:
Olivia Taylor-Jones,jung, reich,schön und mit einem einflussreichen Politiker verlobt, erlebt den Albtraum ihres Lebens als sich herausstellt das ihr ganzes bisheriges Leben auf einer Lüge aufgebaut ist. Olivia wurde als Kleinkind adoptiert und ihre leiblichen Eltern sind niemand andere als die verurteilten Serienmörder Pamela und Todd Larsen, die sie Eden genannt hatten. Im Stich gelassen von ihrer überforderten Adoptivmutter und verfolgt von der Presse, kommt sie nicht ganz zufällig nach Cainsville, dem Heimatort ihrer Eltern und sie wird schon erwartet, besonders die älteren Einwohner der abgelegenen Stadt scheinen mehr zu wissen. Olivia beschließt herauszufinden ob sie wirklich das Kind von skrupellosen Mördern ist oder ob diese zu Unrecht verurteilt wurden und bekommt Hilfe von dem undurchsichtigen Anwalt Gabriel Walsh.
Meine Meinung:
Als ich den Klappentext gelesen hatte, erwartete ich einen normalen, spannenden Thriller einer mir unbekannten Autorin und so beginnt das Buch mit dem Prolog in dem einige Zeit aus dem Leben eines von den Eltern über alles geliebten Kindes beschrieben werden, abrupt unterbrochen durch deren Verhaftung auch. Der erste Eindruck allerdings täuscht, Dunkles Omen ist gespickt mit Anspielungen auf Übersinnliches, Warnzeichen und Vorahnungen. Omen die nach und auch Olivia erkennt und deren Bedeutung sie intuitiv kennt. Der Großteil des Buches wird aus Olivias/Edens Sicht erzählt, unterbrochen von kurzen Kapiteln in denen andere zu Wort kommen, oft Einwohner von Cainsville, so das die Leser etwas mehr erfahren als Olivia, aber leider nicht genug um die Neugier zu stillen, was es genau mit Cainsville dem Ort ohne Kirche dafür aber vielen Gargoyles auf sich hat. Ich hoffe das in weiteren Bänden mehr von dem Geheimnis preisgegeben wird ohne das die Reihe komplett ins Fanatsygenre abrutscht. Ich mag die Mischung.
Die Krimihandlung, besser gesagt Olivias Ermittlungen sind durchaus als spannend zu bewerten, nach und nach deckt sie die Hintergründe zu dem letzten Mord auf den Pamela und Todd begangen haben sollten. Ihr Beziehung zu Gabriel ist kompliziert, der Anwalt ist hin und hergerissen zwischen Geldgier und Beschützerinstikt und Olivia weiß genau das sie seine Hilfe braucht um an Informationen zu kommen und arbeitet zunächst nur widerwillig mit ihm zusammen.
Besonders Interessant fand ich die Bewohner von Cainsville, ich weiß bis jetzt nicht, wer Gut und wer Böse ist, sofern man diese Unterscheidung überhaupt treffen kann, ich weiß nichts über ihre Beweggründe Cainsville zu gründen und die Stadt soweit es geht von allem anderen abzuschotten ohne den Anschluss an das Leben außerhalb zu verlieren. Ich weiß auch nicht ob sie Olivia wirklich wohlgesonnen sind.
Das Buch lässt mich mit vielen offenen Fragen zurück und ich muss dringend wissen wie es weitergeht.

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36 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

dystopie, drogen, heyne, mord, matthias oden

Junktown

Matthias Oden
E-Buch Text: 450 Seiten
Erschienen bei Heyne Verlag, 09.05.2017
ISBN 9783641197179
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Inhalt:
Nach einer Revolution ist Drogenkonsum nicht nur legal, sondern Pflicht. Jeder Bürger Junktowns ist verpflichtet zu konsumieren und seinen Drogenpegel auf einem bestimmten Level zu halten, wird bei dem monatlichen Drogentest dieses Level unterschritten drohen harte Strafen.Biotech Maschinen beherrschen den Alltag, unter anderem Brutmütter, die hunderte von speziell gezüchteten Baby auf einmal ausbrüten. Als eine dieser Brutmütter ermordet wird, kommt Solomon Cain, Beamter der Geheimen Maschinenpolizei, der Sicherheit für Maschinenbürger einer bahnbrechenden Entwicklung auf die Spur und gerät dabei in größte Gefahr.

Meine Meinung:
Der Klappentext hat mich neugierig gemacht. Wie lebt es sich in einer Welt in der Drogen legal sind, besteht das Leben aus einer einzigen rauschhaften Party?Sind alle glückliche und zufriedene Blumenkinder? Wie aus meiner kurzen Inhaltsangabe schon ersichtlich ist, ist dem nicht so. Überwachung und Kontrolle bestimmen das Leben der Junktowner. Die Rauschssicherheitsbehörde überwacht alles, Kritik am Staat wird als Hochverrat gewertet und schnell landet man vor einem Sozialhygienegericht, was genau dann mit der betreffenden Person geschieht habe ich leider nicht so ganz verstanden, im schlimmsten Fall wird man recycelt.
Prinzipiell mochte ich das Buch, der Schreibstil ist klasse, etwas störend sind die vielen Abkürzungen. HMW, GEMAPO,BM,BEPO,GGA und und und, sicher die werden alle im Buch und auch im Anhang erklärt aber ich bin trotzdem oft beim Lesen gestolpert.
Matthias Oden, hat eine erschreckende Welt erschaffen, die nur auf den ersten Blick wie ein Paradies erscheint, sich aber schnell als das entpuppt was es wirklich ist, eine kontrollierte, dreckige Drogenhölle. Einzige Errungenschaften sind die HMW (Höhere Maschinenwesen) die so etwas wie ein Bewusstsein haben und sogar Liebesbeziehungen mit Menschen eingehen können. Überhaupt scheint der Sex mit Maschinen oder mit maschineller Unterstützung für den Autor sehr wichtig zu sein, er erspart seinen Lesern allerdings allzu detaillierte Beschreibungen, da darf dann die Fantasie des Lesers Purzelbäume schlagen ;o)
Die Krimihandlung, hat mir sehr gut gefallen, der Ermittler Solomon Cain ist ein sehr interessanter Charakter, dass er dem Staat kritisch gegenübersteht und das er den Fall der ermordeten BM unbedingt aufklären will, rückt ihn ins Blickfeld der Rauschsicherheitsbehörde und dennoch lässt er nicht locker. Die Auflösung hat mir extrem gut gefallen, das Motiv für die Tat ist so nachvollziehbar wie erschreckend.
Ich hätte gern mehr Hintergrundinformationen bekommen, was genau führte zur Revolution die das Leben aller so sehr verändert hat? Was geschieht rund um Junktown, ist die Stadt von allen anderen Staaten abgeschottet oder hat sich das System Weltweit durchgesetzt?
Ich könnte euch noch viel mehr erzählen, denn das Buch ist durchaus lesenswert. Ich könnte mir eine Fortsetzung durchaus vorstellen, in der vielleicht auch einige Fragen die sich mir beim Lesen stellten beantwortet werden.

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38 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 38 Rezensionen

freundschaft, hass, psychothriller, liebe, astrid korten

WO IST JAY?

Astrid Korten
Flexibler Einband: 344 Seiten
Erschienen bei Independently published, 18.05.2017
ISBN 9781521310021
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt:

Als Mias beste Freundin Jay, von einem Tag auf den anderen verschwindet, scheint für ihre Freunde und für ihren Mann klar zu sein: Jay ist abgehauen, sie hatte keine Lust mehr auf ihre Familie und ihren Job, sie wird sich schon melden wenn ihr danach ist. Und da ihr Mann Hugo, von einem Abschiedsbrief spricht, den er gefunden hat, sieht auch die Polizei keinen Handlungsbedarf.

Die Clique um Mia, bestehend aus Doreen, Thomas, Laura,Falk,Hugo und Leon scheint fast erleichtert zu sein, das Jay verschwunden ist, einzig Mia sucht  verzweifelt nach ihrer Freundin und entdeckt dabei nach und nach Seiten an ihren Freunden, die die Beziehungen untereinander in ein völlig anderes Licht setzen und nicht nur Mias Leben von Grund auf ändern.


Meine Meinung:

Es gab eine Frage die sich mir während des Lesens immer wieder stellte: Warum?

Die erste natürlich: Warum verschwand Jay? Ging sie wirklich freiwillig oder ist sie einem Verbrechen zum Opfer gefallen? Schließlich wurden schon mehrere Frauen die Ähnlichkeit mit Jay hatten ermordet.

Diese Frage rückte aber mehr und mehr in den Hintergrund und machte den anderen vielen Warums Platz. Warum scheint es die Freunde nicht zu interessieren was mit Jay geschah? Warum versuchen sie, allen voran Mias Mann Leon, sogar Mia die Suche nach ihrer Freundin auszureden?

Und warum, sind die eigentlich befreundet, bzw. sogar verheiratet?

Um diese Fragen zu beantworten muss man sich zu allererst mit dem Thema Freundschaft beschäftigen, was bedeutet Freundschaft? Reicht es aus, sich regelmäßig zu treffen, zu quatschen und Spaß zu haben, oder sollte Freundschaft nicht mehr sein? Grenzenloses Vertrauen ineinander und auch das Vertrauen, dass die anderen immer für einen da sind, egal was man gerade durchmacht?

Mia muss bei ihrer Suche nach Jay feststellen, dass dies in ihrer Clique nicht so ist, sie muss erfahren das Neid und Missgunst, Eifersucht und unerfüllte Liebe, die vorherrschenden Gefühle sind. Jay war wie ein Licht, das alle anzog, sie war der Mittelpunkt um den sich alles drehte, die Frauen wollten sein wie sie, stark, sexy, unabhängig trotz Familie, glücklich verheiratet und gleichzeitig wurde sie von ihnen misstrauisch und eifersüchtig beobachtet. Und die Männer waren auf die eine oder andere Weise von Jay besessen, teilweise schienen sich ihre Gedanken um nichts anderes zu drehen als um Jay. Und Mia muss erkennen das sie von all dem nichts mitbekommen hat, das sie in ihrer perfekten Welt, getrennt von den anderen lebte.

Ob Mia das Geheimnis um Jays Verschwinden lösen konnte, was sonst noch alles geschah und wie es mit dem Freundeskreis weiterging, dass müsst ihr natürlich selber herausfinden, es ist spannend, es ist teilweise wirklich brutal und sogar ich musste manchmal schlucken, weil die eine oder andere Szene wirklich heftig war.

Astrid Korten hat es mal wieder geschafft, ein Buch zu schreiben, das weit über 08/15 Unterhaltung hinausgeht. Sie serviert ihren Lesern mehr als einen Thriller, sie zwingt sie fast über ihr eigenes Leben, die Freundschaften und die Liebe nachzudenken.

Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung.

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 9 Rezensionen

Sumerland 2

Johannes Ulbricht
Flexibler Einband
Erschienen bei Panini, 22.08.2016
ISBN 9783833233708
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Inhalt: Prinzessin Serisida hat das Silber überlebt und findet sich in der untersten Ebene der Stadt wieder, auf ihrem Weg nach oben scharrt sie immer mehr Anhänger um sich. Währenddessen hat Prinz Zazamael, Serisidas Palast erreicht als er erfährt das sich eine Spionin in der Stadt aufhält und er umkehrt. Als Serisida und Zazamael aufeinander treffen, stürzen sie gemeinsam in den Silbersee.


Meine Meinung:

Zunächst einmal. Es ist zwingend erforderlich Band 1 gelesen zu haben. Das Buch funktioniert nicht ohne das Vorwissen. 

Ich fand mich dieses mal viel besser zurecht, da ich ja die Art und Weise wie der Autor schreibt schon aus dem 1. Band kannte. 

Auch in Band 2 spielt die Geschichte wieder auf zwei Ebenen, zwischen Traum und Wirklichkeit und wieder verschwimmen die Grenzen. Die Protagonisten waren mir diesmal näher, als im ersten Teil, schließlich kannte ich sie schon und konnte sie so besser verstehen, gut das ich die Bücher schnell nacheinander gelesen habe, so war die Erinnerung noch frisch.

Ich kann jetzt wieder endlose Parallelen ziehen, zwischen der realen Welt und dem Geschehen in Sumerland, Spekulationen anstellen was die große Fusion, die von Zazamael angestrebt wird, mit der Werbeagentur der 40jährigen Erzählerin auf sich hat, natürlich habe ich mir auch wieder Gedanken gemacht, aber lieber habe ich mich komplett eingelassen auf die Fantasie des Autors.

Von mir gibt es auch für Band 2 eine Leseempfehlung.

Betretet das Summerland mit einem Klick auf das Coverbild

und wenn ihr vorher noch mehr über das Buch erfahren möchtet. Daniela hat eine sehr Lesenswerte Rezension geschrieben: Buchvogel.


Taschenbuch: 368 Seiten Verlag: Panini; Auflage: 1 (22. August 2016) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3833233702 ISBN-13: 978-3833233708 Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren

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176 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 36 Rezensionen

tod, monster, patrick ness, krebs, sieben minuten nach mitternacht

Sieben Minuten nach Mitternacht

Patrick Ness , Siobhan Dowd , Bettina Abarbanell
Flexibler Einband: 216 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 16.01.2017
ISBN 9783442485345
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt: Der 13jährige Connor erlebt jede Nacht den selben Albtraum, der ihn quält und über den er mit niemandem reden kann, seine Mutter ist schwer erkrankt, sein Vater lebt in Amerika, Freunde hat er nicht. Bis  eines Nachts  um 7 Minuten nach Mitternacht  ein Monster vor seinem Zimmer erscheint und von da an jede Nacht, aber dieses Monster macht ihm keine Angst.
Mehr will ich zum Inhalt gar nicht verraten, das Buch umfasst gerade mal 224 Seiten von denen nicht wenige aufwendig illustriert sind, da wäre alles schnell erzählt.


Meine Meinung:
Ich gebe zu, der Hype um das Buch, bzw. um den Film der daraus entstand hat mich neugierig gemacht, normalerweise lese ich keine Kinder und Jugendbücher. Und was ich jetzt dazu schreiben soll ohne etwas zu verraten und euch trotzdem neugierig zu machen weiß ich auch nicht. In der Schule mussten wir Geschichten und Fabeln interpretieren: Was will der Autor mit seiner Geschichte sagen? Irgendwann kam ich für mich zu dem Schluss: Meist gar nichts, er will uns einfach nur eine Geschichte erzählen. Hier ist das sicherlich anders. Die Idee zu der Story hatte die Schriftstellerin Siobhan Dowd, die verstarb ehe sie sie niederschreiben konnte, ausgeführt hat sie dann Patrick Ness.
Und das hat er richtig gut gemacht. Oberflächlich betrachtet, haben wir einen Jungen und einen Monsterbaum, der erschreckend real in das Leben Connors eindringt, der ihm Geschichten erzählt und ihm hilft sich gegen einen Schulkameraden zu wehren von dem er gemobbt wird und gegen seine scheinbar lieblose Großmutter zu rebellieren. Das die Geschichte tiefer geht, ist natürlich von vornherein klar. Sie erzählt davon wie Connor mit der Krankheit seiner Mutter umgeht und wie sein Umfeld mit ihm umgeht. Die Erwachsenen sind genauso hilflos wie Connor, erst das Monster hilft Connor zu verstehen was es mit seinem Albtraum der ihm so viel Angst macht auf sich hat.   Die Geschichte macht uns klar, wie wichtig es ist, auch mit Kindern ehrlich zu sein was das Thema Tod betrifft, sie nicht allein zu lassen mit ihren Ängsten und ihrer Wut, sie nicht zu belügen und je nach alter der Kinder, sie darauf vorzubereiten was geschehen kann, natürlich nach Möglichkeit ohne sie noch mehr zu verängstigen. Manchen wird dieses Buch sicherlich dabei helfen. Die fantastischen Illustrationen begleiteten mich perfekt durch das Buch, für jüngere Leser sind sie aber vielleicht etwas zu düster.
7 Minuten nach Mitternacht, bekommt von mir eine absolute Leseempfehlung.

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

dämonen, extrem, horror, mord, leiche

Dämonisch

Carmen Weinand , Thomas Williams
Flexibler Einband: 220 Seiten
Erschienen bei Amrun Verlag, 12.07.2015
ISBN 9783958690424
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt: Acht Kurzgeschichten aus den Federn der deutschsprachigen Autoren Carmen Weinand und Thomas Williams. Achtmal Horror vom Feinsten.
Dämonen, Monster, uralte Götter und Parasiten bevölkern dieses Buch und keiner ist davon ist den Menschen wohlgesonnen.

In Ihr: 
Die erste Story und meine Reaktion darauf war: Holla die Waldfee, hier geht es ja gleich richtig zur Sache. Der Titel trifft den Inhalt richtig gut.
Freakbook:
Erinnerte mich daran das ich mich lange von sozialen Netzwerken fernhielt, jetzt weiß ich wieder warum.
Jenna: Hier treffen wir noch einmal auf die Protagonisten der ersten Story, einer von ihnen hätte sicher gern darauf verzichtet.
90er Jahre Trashparty: Gibt es etwas schlimmeres als den Weltuntergang bei schlechter Musik?
Jagd auf El Bocazas: Frank muss einen Zweifrontenkrieg führen, gegen einen etwas zu groß geratenen Salamander und gegen fanatische Tierschützer.
Love Sex Destruction: Religiöser Fanatismus birgt nichts Gutes, das müssen Jeff und Ethan erfahren, als sie sich im Auftrag des Herrn in Richtung Woodstock auf machen.
Superhero: Wenn es schon ein Superheld sein muss, dann ist mir der Avenging Angel, sehr recht.
Der 24- Stunden Parasit: Ein klein wenig Ekel muss auch mal sein und irgendwie auch was fürs Herz.

Meine Meinung: Carmen Weinand und Thomas Williams stehen sich in ihrer Schreibkunst in nichts nach. Beide verstehen es ihre Leser mit frischen Ideen und einem sehr guten Spannungsaufbau zu unterhalten. Horrorfans kommen hier wirklich auf ihre Kosten und es ist kein subtiler Horror, da lauert keine nur vage beschriebene Gefahr hinter dichtem Nebel verborgen, dieser Horror beißt dir mitten ins Gesicht und frisst dein Fleisch. Man kann das Buch also beruhigt vor dem Einschlafen lesen. Nur meidet man wahrscheinlich Rasstättentoiletten, Festivals und freien Himmel. Bleibt Zuhause, verbarrikadiert euch, Zuhause ist es sicher, Kontakt mit euren Freunden geht auch Online.. das lasst ihr besser auch bleiben.
Das Cover von Timo Kümmel, darf auch nicht unerwähnt bleiben, es passt hervorragend zum Inhalt und bereitet die Leser nicht wirklich schonend darauf vor, was sie erwartet.

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60 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

roman, sex, mississippi, ausreißerin, see

Fay

Larry Brown , Thomas Gunkel
Fester Einband: 656 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.05.2017
ISBN 9783453270961
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt: Die 17.jährige Fay flieht vor ihrem gewalttätigen Vater, auf der Suche nach einem besseren Leben, mit regelmäßigem Essen und einem sicheren Zuhause.
Mit zwei Dollar in der Tasche macht sie sich auf den Weg zur Küste. Unterwegs trifft das junge Mädchen auf die unterschiedlichsten Menschen und Männer und nicht alle meinen es gut ihr. Erst als sie auf den Highway Patrol Polizisten Sam trifft, der sie mit zu seiner Frau Amy nimmt, scheint sich für Fay alles zum Besseren zu wenden, sie lernt lesen und gute Manieren und die Chancen auf eine Familie sind gut denn Amy liebt sie wie eine Tochter und auch Sam beginnt väterliche Gefühle für das Mädchen zu entwickeln. Bis Amy bei einem Autounfall stirbt und sich zwischen dem älteren Mann und Fay mehr entwickelt als nur Freundschaft.

Meine Meinung:
Larry Brown spielt mit der Sprache wie es kaum ein zweiter versteht, er nimmt seine Leser mit auf die staubigen Straßen, auf denen Fay nach einer besseren Zukunft sucht, fast körperlich konnte ich die Hitze spüren, den Durst des Mädchens und die Erleichterung als sie zu einem Wasserschlauch kommt und sich in einem unverschlossenen Gemeindehaus heimlich satt isst.
Der Autor führt seine Leser in eine völlig fremde Welt, die Welt der amerikanischen Unterschicht, in der Kinder statt zur Schule zu gehen auf den Feldern mitarbeiten müssen auf denen sich ihre Eltern als Saisonarbeiter verdingen und junge Mädchen ihren Körper für Süßigkeiten verkaufen. Er führt uns in dreckige Mobilheime und Stripclubs. Niemand in diesem Buch scheint auch nur ein annähernd normales Leben zu führen, nicht einmal Sam und Amy die mit dem tragischen Tod ihres einzigen Kindes nicht fertig werden, nicht Reena die Fay in einem Diner kennen lernt, sie sind alle verkorkst.Und mittendrin Fay, die von den einfachsten Dingen im Leben keine Ahnung hat, die nicht weiß das man Bier und Zigaretten erst kaufen darf wenn man 18 ist, die noch nie im Leben bei einem Arzt war aber wild entschlossen ist, dass sie es einmal besser haben wird.
Ich weiß nicht was ich von Fay halten soll, war sie mir zu Anfang noch sehr sympathisch, änderte sich das im Laufe der Geschichte immer mehr, trotz aller Naivität die ich ihr zugestand, konnte ich vieles von dem, was sie tat nicht nachvollziehen, genauso fremd blieben mir die Handlungsweisen der anderen Protagonisten. Seltsamerweise trübte das mein Lesevergnügen kaum.Fay, ist ein Buch voller Tragik, Hoffnungslosigkeit, Liebe und Hass.
Ich gebe eine Leseempfehlung für alle die eine zwar schön erzählte, aber nicht wirklich schöne Geschichte lesen wollen.
Mit einem Klick auf das Cover kommt ihr direkt zur Verlagsseite.

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

ist fat bob schon tot?, kein katzenkrimi, killer, geld, bettler

Ist Fat Bob schon tot?

Stephen Dobyns , Rainer Schmidt
Fester Einband
Erschienen bei C. Bertelsmann, 17.04.2017
ISBN 9783570102305
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt: Connor wird Zeuge eines grässlichen Unfalls, dessen Opfer schwer zu identifizieren ist durch den Aufprall auf einen LKW wird einem Motorradfahrer der Kopf abgetrennt und der ist erst mal nicht zu finden. Erste Ermittlungen deuten auf Robert Rossi, genannt Fat Bob, hin. Doch bald schon stellt sich die Frage: War es wirklich ein Unfall oder Mord und ist Fat Boy schon tot?
Als die Polizei die Ermittlungen aufnimmt, gerät Connor zwischen die Polizei und das organisierte Verbrechen.

Meine Meinung:
Als ich den Klappentext las, wollte ich das Buch unbedingt lesen, endlich mal einen anderen Krimi, nicht immer so todernst und doch nicht albern, humorvoll aber ohne Schenkelklopfer.
Lakonisch schien mir da passend, schräger Humor auch.
Es dauerte bis ich mich mit dem für mich ungewöhnlichen Schreibstil arrangiert hatte, der Autor lässt eine nicht vorgestellte Person erzählen. Diese beschreibt die Örtlichkeiten und Personen, führt unsere Blicke über die Landschaft hält kurz inne um unser Augenmerk auf bestimmte Personen zu richten, die nicht zwingend etwas mit der Handlung zu tun haben müssen, ihm aber interessant erscheinen oder auch nicht, vielleicht will er auch nur unseren Blick für scheinbar unbedeutende Kleinigkeiten schärfen, die sich im Laufe der Handlung als wichtig entpuppen.
Leider verliert er sich teilweise, wie auch bei den Dialogen, in häufige Wiederholungen, ich gehöre doch eher zu den Menschen, die die meisten Dinge beim ersten, spätestens beim zweiten Mal begreifen, als Beispiel sei da der Zwist zwischen den beiden ermittelnden Beamten Vikström und Streeter genannt, die sich wegen einer lächerlichen, privaten Differenz absolut nicht ausstehen können, deren Dialoge und Gedanken, waren beim ersten Mal amüsant, später nur noch ermüdend, fast wäre ich versucht gewesen die eine oder andere Seite zu überblättern, doch da war ja noch der Erzähler, der gleich zu Beginn versuchte unseren Blick für die Kleinigkeiten zu schärfen, also ließ ich das mit dem Überblättern lieber bleiben und habe versucht mich nicht ablenken zu lassen.
Die Krimihandlung an sich war spannend, sie hatte alles was einen guten Krimi ausmacht, unverhoffte Wendungen, interessante, eigentlich recht clevere Ermittler und ein Ende ganz nach meinem Geschmack. Die Hauptperson Connor Raposo, wurde mir im Laufe des Buches immer sympathischer, so das ich ihm ein gutes Ende wünschte.Ob es wirklich gut für ihn ausging? Das müsst ihr selber lesen.
Ich muss leider ein paar Abstriche zu meiner Leseempfehlung machen,vielleicht ging bei der Übersetzung einiges von dem von mir erwarteten schrägen Humors verloren, vielleicht verstehe ich etwas anderes darunter als der Autor, ich weiß es nicht, auch das ist etwas das jeder für sich selber herausfinden muss.

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131 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 62 Rezensionen

new york, drogen, restaurant, alkohol, gastronomie

Sweetbitter

Stephanie Danler , Sabine Kray
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Aufbau Verlag, 11.04.2017
ISBN 9783351036720
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt:
Nach ihrem Studium zieht Tess nach New York, sie will sich selbst finden, die große weite Welt erkunden nur Pleite ist das nicht wirklich möglich, also nimmt die junge Frau einen Job als Hilfskellnerin in einem Nobelrestaurant an. Dort wird sie von einer erfahrenen Kellnerin angeleitet und lernt allmählich die Geheimnisse der gehobenen Gastronomie kennen und sie landet in einer ihr vollkommen fremden Welt aus Drogen, Partys und Sex, denn nichts anderes scheinen die Kollegen nach Feierabend zu kennen.


Meine Meinung: Ich bin mit hohen Erwartungen an das Buch gegangen, ich wollte gemeinsam mit Tess eintauchen in die Welt der gehobenen Gastronomie, eine Welt die in den USA irgendwie ganz anders zu sein scheint als bei uns, Fachwissen scheint nicht wichtig zu sein, man muss nur den Eindruck vermitteln über dieses Wissen zu verfügen. Irgendwann im Laufe des Buches habe ich mich entschieden zu glauben: OK es gibt Restaurants in den USA da ist das so, da ist das Schauspiel rund ums Essen wichtiger als das Essen an sich, sicherlich gibt es auch andernorts Lokale in denen sich die Schickeria hauptsächlich trifft um zu zeigen das man es sich leisten kann.
Manchmal blitzt aber auch das auf was ich von dem Buch erwartete, das Essen mehr sein kann als bloße Nahrungsaufnahme. Essen kann ein Genuss sein,  Geschmackskomponenten die einen wirklich überraschen, in Verbindung mit den passenden Weinen sind jeden Aufwand wert.
Am meisten Überrascht hat mich allerdings das Verhalten der Crew, die nach einer anstrengenden Schicht feiern gehen? So anstrengend kann das dann nicht gewesen sein und hier weiß ich wovon ich spreche, eigentlich will man nach Feierabend nur noch ins Bett und schlafen um zur nächsten Schicht wieder voll da zu sein, allerdings haben wir früher keine Drogen genommen, was vielleicht den Unterschied macht.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, allerdings sind ihre Charaktere noch etwas flach und die Dialoge teilweise nichtssagend, da ist noch viel Luft nach oben.

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6 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

zombie, endzeit, zone, untot, zombi

Zombie Zone Germany: Letzter Plan

Jenny Wood , Torsten Exter
Flexibler Einband: 100 Seiten
Erschienen bei Amrun Verlag, 01.11.2016
ISBN 9783958692664
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:
In Feierlaune, schmiedeten die Freunde einen Plan, einen letzten Plan.
Was tun wir wenn die Zombies kommen.
Niemand hätte ernsthaft geglaubt, das dieser Plan jemals zur Anwendung kommen würde und doch rettet er Lisa, Nick, Krümmel, Bastian, Phil und anderen das Leben.
Deutschland wird zur Zombie Zone Germany und die 21 Freunde verschanzen sich in einem abgelegenen Haus wo sie auf Rettung warten. Eine nervenaufreibende und gefährliche Zeit beginnt.

Meine Meinung:
Ich hatte schon die Anthologie Zombie Zone Germany gelesen und war nun mehr als gespannt auf eine neue Geschichte, da kam mir die Novelle von Jenny Wood natürlich sehr recht.
Die Autorin erzählt die Geschichte aus der Sicht von Lisa, sie berichtet von den Widrigkeiten mit denen man umgehen muss wenn viele Menschen auf engem Raum zusammen leben, vom Fehlen der Privatsphäre, kleinen und großen Streitereien und natürlich von der Gefahr die außerhalb des schützenden Zauns allgegenwärtig ist.
Lisa muss erkennen, das es einen großen Unterschied macht ob man in einem Computerspiel jemanden erschießt oder ob man einen gebissenen Freund erlöst.
Aber es gibt auch Momente in denen die allgegenwärtige Gefahr kurz in den Hintergrund rückt, weil z.B. *Rachepläne* gegen den Ex wichtiger sind, die gemeinsam mit der Freundin geschmiedet werden, Momente die in Tränen und Gelächter enden und so Normal erscheinen. Diese Mischung aus Normalität und Ausnahmezustand machen die Novelle so realistisch, es gibt keine Superhelden die aus dem Nichts auftauchen um alle zu retten.
Jenny Wood verwendet Alltagssprache um ihre Geschichte zu erzählen, es wird gelacht,geflucht, geweint, ohne Schnörkel und Beschönigungen.
Gibt es ein Happy End? Das ist wohl die Frage die sich jeder am Anfang einer Horrorstory stellt, ich zumindest tue das. Beantworten werde ich die Frage allerdings nicht, das muss jeder selber herausfinden, aber auf jeden Fall gab es bei mir den Wunsch nach einer Fortsetzung, einiges in der kurzen Geschichte darf gern noch weiter ausgeführt werden.

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123 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 52 Rezensionen

thriller, schweden, texas, kristina ohlsson, schwesterherz

Schwesterherz

Kristina Ohlsson , Susanne Dahmann
Flexibler Einband: 479 Seiten
Erschienen bei Limes, 10.04.2017
ISBN 9783809026631
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt: Als der Anwalt Martin Benner von Bobby Tell beauftragt wird, die Unschuld dessen Schwester Sara zu beweisen, die 5 Morde gestanden hat und sich vor ihrer Verurteilung das Leben nahm. Martin ist nicht begeistert von dem Auftrag, denn Sara hatte die Morde die sie in den USA und in Schweden begangen haben soll, gestanden. Nur um seine Ruhe zu haben, verspricht Martin sich den Fall einmal anzusehen. Bei seinen Recherchen stößt er auf Ungereimtheiten die seine Neugier wecken.

Meine Meinung:
Mit Martin Benner hat die Autorin einen sehr interessanten Charakter geschaffen, erfolgreicher Anwalt, gut aussehend, vermögend, Frauenheld und liebevoller Adoptivvater, das klingt zwar alles sehr klischeehaft ist es aber in diesem Fall nicht. Als Anwalt tut er alles in seiner Macht stehende um seinen Klienten zu helfen, manchmal auch gegen deren Willen, als Vater tut er mit Unterstützung eines Kindermädchens alles damit es seiner Nichte Belle an nichts fehlt,als Frauenheld ist er ehrlich zu seinen One Night Stands nur nicht zu sich selbst, denn eigentlich liebt er seine Partnerin in der Kanzlei und Exfreundin Lucy.
Je tiefer Martin in den Fall vordringt, desto tiefer wird auch er darin verstrickt, so das es irgendwann nicht mehr nur darum geht Saras Unschuld zu beweisen sondern auch die Menschen die er liebt zu schützen.
Ich habe Schwesterherz in kürzester Zeit durchgelesen und voller Spannung, Seite für Seite umgeblättert. Christina Ohlsson hat einen sehr fesselnden Schreibstil und sie hat es geschafft den Spannungsbogen von der ersten bis zur letzten Seite aufrecht zu erhalten. Und doch hat mich das End enttäuscht, ich habe nämlich nicht damit gerechnet, das Schwesterherz der erste Teil ist und ich zur kompletten Auflösung auch das im Juni erscheinende Buch Bruderlüge lesen muss. Ja der Zusatztitel Martin Benner 1 hätte mich so etwas ahnen lassen können, hat es aber nicht.Gut das es bis Juni nicht mehr allzu lange ist.
Wen das nicht stört, sollte Schwesterherz wirklich lesen, es ist erfrischend, mit sehr sympathischen Protagonisten.

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37 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

syndikat, beast, kriminalität, explosion, teufel

Saint Falls (Sammelband): Märchen aus der Welt des Verbrechens

David Michel Rohlmann , Maria Engels , Jenny Wood , Cat Lewis
E-Buch Text
Erschienen bei null, 24.04.2017
ISBN B0713QX361
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt: Zwei konkurrierende Verbrechersyndikate kämpfen mit allen Mitteln um die Vorherrschaft in Saint Falls. Wolfs Organisation hat die Unterwelt fest im Griff, kein Bereich den er nicht kontrolliert, Drogenhandel, Prostitution, Auftragsmord überall hat er seine Pfoten drin, doch Beast will nicht länger die Nummer zwei sein und greift nach der Macht über Saint Falls Unterwelt. Als ein Drachenei auftaucht, beginnt ein Kampf der alles zerstören kann.

Meine Meinung:
Saint Falls ist ein Gemeinschaftswerk verschiedener Autoren die in 19 einzelnen Geschichten, eine runde Geschichte erzählen und das machen sie richtig gut, stellenweise habe ich nicht einmal gemerkt, dass der Autor ein anderer war, als auf der vorigen Seite. Andere Autoren ließen sich durch ihren Schreibstil gut voneinander unterscheiden und jede Geschichte hatte ihren eigenen Reiz. Ich würde lügen, würde ich jetzt behaupten das mir alle Geschichten gleich gut gefallen haben, ich habe natürlich meine Favoriten und es gab auch die, die mich als Einzelstory nicht zu 100% überzeugten, das ändert aber nichts am Gesamteindruck. Hier muss auch gesagt sein, das man nicht wie bei klassischen Kurzgeschichten schnell mal eine überblättern kann, um die Nächste zu lesen, die Geschichten greifen alle ineinander, wie Zahnräder in einer Maschine.
Saint Falls hätte auch anders geschrieben sein können, als klassischer Mafiaroman, der detailreich den Kampf der Gangsterbosse Wolf und Beast beschreibt, die Beweggründe ihrer Handlanger warum sie nun unter welchem Boss arbeiten oder überhaupt ins kriminelle Milieu abgerutscht sind, das wäre vielleicht auch spannend gewesen, aber auch schon mal da gewesen. Saint Falls ist neu und bedient sich an klassischen Märchenfiguren, die fast jeder kennt und die doch immer wieder für Überraschungen sorgen, viele habe ich nicht gleich erkannt, so das das Rätseln, wer denn nun aus der klassischen Märchenwelt nach Saint Falls übergesiedelt ist, einen weiteren Spaßfaktor beim Lesen ausmachte.
Saint Falls ist absolut Lesenswert für alle Krimi und Märchenfans und die, die es werden wollen.

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15 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

finnland

Sherry für drei alte Damen oder Wer macht das Licht aus?

Minna Lindgren , Jan Costin Wagner , Niina Wagner
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 06.04.2017
ISBN 9783462049169
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt: Endlich können die drei uralten Freundinnen Siiri,Anna Liisa und Irma, die WG verlassen und zurückkehren in die Seniorenresidenz Abendhain, die nach einem Komplettumbau mit allerlei technischen Neuerungen ausgestattet wurde.

Meine Meinung: Siiri und ihre Freundinnen sind mir ans Herz gewachsen, sie sind quirlig, frech und lassen sich nicht die Butter vom Brot nehmen.Mit dem ihnen eigenen Humor nehmen sie es mit den Tücken der modernen Technik auf, die von nun an ihr Leben bestimmen soll, der Tagesablauf wird von Computern bestimmt ohne Rücksicht auf die wirklichen Bedürfnisse der Senioren.
Minna Lindgren hat in ihrem Buch Systemkritik und Humor auf unverwechselbare Weise miteinander verknüpft, eine Kritik die sicherlich auch auf die Zustände in deutschen Altenheimen anzuwenden ist: Alles ist einem genauen Zeitplan unterworfen: Wecken, Essen, Pflege,schlafen und überwacht wird das alles durch Computer, schöne neue Welt, in der das Menschliche über kurz oder lang verloren gehen muss, doch Siiri, Anna-Liisa und Irma wären nicht sie selber, nähmen sie das ganze nicht mit dem ihnen eigenen Humor, bis das Maß voll ist, jemandem das Licht ausgepustet wird und sie sich auf die Suche nach den genauen Umständen machen.
Selten blieb mir bei einem Buch so oft das Lachen im Halse stecken, weil die Autorin trotz allen Humors, so verdammt nah an der Realität war, die nun leider bekanntermaßen nicht wirklich lustig ist um im nächsten Moment doch wieder schmunzeln zu müssen, die Protagonistinnen sind aber auch Einzigartig, jedem älteren Menschen wäre zu wünschen so zu sein wie sie, sich die Lebensfreude zu erhalten und vor allem den Mut, die Entschlossenheit und die Kraft, sich nicht widerspruchslos alles gefallen zu lassen.
Sherry für drei alte Damen, lässt sich ohne weiteres auch ohne Kenntnisse der Vorgängerbände lesen, die Autorin streut immer wieder Rückblenden und Anekdoten ein, so das auch Neueinsteiger nicht das Gefühl haben sollten etwas verpasst zu haben.
Das Buch ist ein würdiger Abschluss der Trilogie.

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

anthologie, shades, einhörner, kurzgeschichten, welt der einhörner

13 Shades of Unicorn

Markus Kastenholz , Jasmin Krieger , Thomas Williams , Rosa Leber
E-Buch Text
Erschienen bei K&K Books GbR Krieger und Kastenholz, 01.04.2017
ISBN B06XWG9YD5
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt: Wenn ihr jetzt niedliche Einhörner, die in trauter Zweisamkeit mit Feen und Elfen über Blumenwiesen tollen, dann solltet ihr dieses Buch nicht lesen. Wenn ihr aber interessante, witzige, teilweise traurige und spannende Stories wollt, dann seid ihr mit 13 Shades of Unicorn genau im richtigen Buch.
Achtung: Auch wenn die Farben des Covers etwas anderes suggerieren: Das ist kein Kinderbuch.
Niedlich ist in dieser Anthologie nun mal so gar nichts.

Meine Meinung:
Das Erstlingswerk des K&K Verlags stand schon ziemlich schnell auf meiner Wunschliste, nachdem ich dann nach und nach erfuhr welche Autoren sich darin verewigen würden, festigte sich dieser Wunsch und dann durfte ich es endlich lesen.
Es ist gut geworden, richtig gut. Sei es nun die Geschichte * Die gedrechselten Unikate des Franz. Z* die davon erzählt das auch in der schwärzesten Seele ein weiches Herz schlagen kann, oder *Einhorn Joe von A.M.Arimont*, die aufzeigt, das auch die sanftesten Tierschützer irgendwann die Schnauze gestrichen voll haben und auf rigorose Weise aufzeigen das unrecht Gut nicht gedeihen kann. Noch mal zum Cover, die Story, die am besten zu dem kleidsamen Halfter des Einhorn passt ist wohl *Der Hengst der Ringe von Rosa Leber*
Ich mochte jede Geschichte,  jeder der Autoren, von denen ich nicht alle kannte, hat mit einer ungewöhnlichen und spannenden Story und manchmal sehr skurrilen Geschichte zu dieser sehr empfehlenswerten Anthologie beigetragen.
Ihr wollt das Buch kaufen, dann klickt auf das Cover und schon bald dürft ihr das Buch euer eigen nennen.
INHALT: DIE SACHE MIT DEM EINHORN - Jana Oltersdorff TALYNN - Tobias Habenicht DER HENGST DER RINGE - Rosa Leber GRIMMS THEATER - Jane Breslin »ZUM SCHWARZEN EINHORN« - Annika Leonhardt DIE NACHT DER FLEISCHFRESSENDEN EINHÖRNER - Thomas Williams DAS BLUTHORN - Andreas März DIE GEDRECHSELTEN UNIKATE DES FRANZ Z. - Markus Kastenholz JONNY GOES NACHTMAHR - Candy Hecht EINHORN-JOE - A. M. Arimont DER JÄGER UND DAS EINHORN - Julia Raschke GOLDEN GLÄNZT DER EINHORNMOND - Jasmin Krieger DER PROFI - Torsten Scheib

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43 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

missbrauch, psychothriller, hypnose, rache, psychiater

Jasper - Das Böse in dir

Astrid Korten
Flexibler Einband: 330 Seiten
Erschienen bei Independently published, 26.02.2017
ISBN 9781520704173
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt: Jahre nachdem Anna in letzter Sekunde aus den Händen des Psychopathen Jakob gerettet wurde, kann sie sich kaum noch an das erlebte Grauen erinnern, doch mehr und mehr verliert sie die Kontrolle über sich und ihr Leben und sie sieht nur einen Ausweg, eine Psychotherapie bei dem anerkannten Psychiater Jörg Kreidler, mit dem sie eine tiefe Freundschaft verbindet. Mit einer Hypnotherapie will Kreidler, Annas Leben von Grund auf ändern.
Zeitgleich ermittelt Kommissar Lion Breckendorf in einer grausamen Mordserie, die Spuren führen zu einem Verbrechen das weit in der Vergangenheit liegt.

Meine Meinung: Was für ein Thriller, spannend, grausam und brutal, ganz sicher nichts für zartbesaitete Leser. Ich sag es gleich vorweg, man sollte schon erwachsen sein, dieser Thriller braucht definitiv eine FSK 18 Empfehlung und das meine ich durchaus als Kompliment. Er enthält eindeutige Gewalt und Sexszenen, die allerdings nicht um des Schockeffekts eingefügt wurden sondern geschickt und intelligent in die Handlung eingebaut wurden, die klar machen welches Leid die Protagonisten erfahren mussten.
Wie immer, in den Büchern der Autorin, dauert es etwas bis sich alle Puzzleteile zu einem klaren Bild fügen, immer wieder führt Astrid Korten ihre Leser auf falsche Spuren und lässt ihn lange im Ungewissen inwieweit Anna und die Mordserie miteinander verbunden sind.
Das macht ihre Bücher aus, sie sind nicht einfach, man muss sich einlassen auf diese ganz besondere Art, die die Autorin abheben von der breiten Masse der Krimi und Thrillerautoren.
Jasper ist der Folgeband von Eiskalte Umarmung, man kann ihn unabhängig davon lesen, aber warum sollte man sich des Vergnügens berauben. Ich empfehle euch also auch den Vorgängerband, der mich ebenso begeisterte. Schwierig wenn einem irgendwann die Superlative ausgehen um das Lesevergnügen zu beschreiben.
Wie immer hat Astrid Korten hervorragend recherchiert, soweit ich das als Laie beurteilen kann.
Ihr wollt mehr über die Autorin und ihre Bücher erfahren? Mit einem Klick auf das Cover kommt ihr direkt auf ihre Autorenseite.

Taschenbuch: 366 Seiten Verlag: Independently published (19. Februar 2017) Sprache: Deutsch ISBN-10: 1520650671 ISBN-13: 978-1520650678

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31 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

thriller, sekte, sex, pharmazie, medikament

Die Sekte - Perfect Girl

Astrid Korten
Flexibler Einband: 366 Seiten
Erschienen bei Independently published, 19.02.2017
ISBN 9781520650678
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt: Dallis ist ein kleines Mädchen, als sie mit 6 Jahren als Waise zu ihrem Onkel Blake nach Balmore Castle kommt. Zunächst scheint sich für das Mädchen alles zum Guten zu wenden, liebevoll wird sie von Blake und seinen Zwillingssöhnen Logan und Adam in die Familie aufgenommen. Doch schon bald wird sie von Blake manipuliert, er will das perfekte Mädchen aus ihr machen, die perfekte Frau. Dallis vergöttert ihren Stiefvater und tut alles tun um Blake zu gefallen, willig lässt sie sich formen und ihren Charakter verändern, bis sie erkennen muss, dass Blake nicht aus Liebe, sondern aus Hass handelt.

Balmore Castle ist außerdem der Sitz der schottischen Sekte Lux Humana, die sich dem Schönheitskult verschrieben hat, nichts geht über die vollkommene Schönheit.

Als eine Pharmafirma einen neuen Wirkstoff entwickelt, der in die Zellen eingreift und diese sogar regeneriert setzt Lux Humana alles daran an die Formel zu kommen.

Meine Meinung: Man bekommt einen Einblick in die grausame Welt der Sekten, der Pharmaindustrie und des Schönheitswahns. Korten stellt die frühkindliche Vergreisung dem ewig Schönen gegenüber wie Gut und Böse. Das macht sie zum Beispiel durch die Aussage der elfjährigen Mairead, die an der frühkindlichen Vergreisung leidet und in der Sekte lebt. „Wenn Schönheit bedeutet, dass man böse ist, dann bin ich lieber hässlich.“

Das Buch ist schwierig zu lesen, sehr schwierig sogar und das liegt, ich muss es so sagen, an der aus meiner Sicht hervorragenden Recherchearbeit der Autorin, Astrid Korten. Gentechnik, Biochemie, Sektenkult, das sind alles Themen die einzeln schon komplex sind, zusammengefasst in einem Roman, fordern sie die gesamte Aufmerksamkeit des Lesers.

Also nichts mit, schnell mal ein paar Seiten lesen und irgendwann das Buch wieder zur Hand nehmen, das funktioniert nicht, dranbleiben lautet die Devise, dann versteht man auch im Laufe des Buches die Zusammenhänge, ich habe zugegeben auch etwas gebraucht bis ich mich komplett auf das Buch einlassen konnte, aber dann hat es mich mit Macht gepackt und ich habe es in einem Zug durchgelesen.

Astrid Korten hat, wie meist in ihren Büchern, heiße Eisen angepackt und diese in eine spannende Rahmenhandlung verpackt. Die Beschreibung von Schottland verpackt sie mit Poesie und Feingefühl. Begriffe wie Anam Cara (mein Seelenfreund) werden erklärt.

Ein Buch für Leser mit Geduld und dem Willen auch noch etwas zu lernen.

Gerne gebe ich für Die Sekte eine Leseempfehlung.

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69 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 50 Rezensionen

spanking, thriller, schweden, journalist, demut

Demut

Mats Olsson , Leena Flegler
Flexibler Einband: 736 Seiten
Erschienen bei btb, 27.02.2017
ISBN 9783442714643
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Inhalt: Als der Ex Journalist Harry nach einer missglückten Verabredung im Nachbarzimmer seines Hotelzimmers die Leiche einer Frau neben dem völlig betrunken Musiker Tommy Sandall.
Die Polizei kommt nicht so recht voran in dem Fall und Harry behält einige informationen für sich. Als es zu einem ähnlichen Mord kommt, ist sich Harry sicher das ein Serientäter sein Unwesen treibt.


Meine Meinung:
Mats Olssons Debütroman Demut, kann ich mit Fug und Recht als gelungen bezeichnen, zwar dauert es etwas bis die Handlung richtig Fahrt aufnahm, aber als es dann soweit war, bescherte mir das Buch Spannung pur.
Harry, ist ziemlich sarkastisch und da der Autor es geschafft hat, dies sehr natürlich rüber zubringen, gefiel mir das sehr. Der Schreibstil des Autors ist sehr ausführlich, da er seine Worte aber sehr geschickt wählt, wird das nicht langweilig oder langatmig, ich konnte mich treiben lassen, solange ich mich gleichzeitig auf das was ich las konzentrierte. Vielleicht hätten es weniger Seiten auch getan, vielleicht wäre noch mehr Spannung aufgekommen, wenn Mats Ollson auf einige Bildreiche Beschreibungen verzichtet hätte, aber wahrscheinlich hätte ich dann etwas vermisst. Ich mag den Schreibstil.Das Thema ist vielleicht nicht für jeden etwas, lässt Ollsons uns doch teilhaben an den sexuellen Vorlieben Harrys, die ihn mit dem Mörder verbinden.
Von mir bekommt das Buch eine Leseempfehlung. 

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255 Bibliotheken, 13 Leser, 1 Gruppe, 98 Rezensionen

smoke, rauch, london, fantasy, dan vyleta

Smoke

Dan Vyleta , Katrin Segerer
Flexibler Einband: 624 Seiten
Erschienen bei carl's books, 13.03.2017
ISBN 9783570585689
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:Smoke, ist allgegenwärtig: Jeder böse oder schmutzige Gedanke, jede böse Tat zeigt er an, er dringt aus allen Poren, nichts bleibt verborgen. Thomas und Charlie sind Schüler eines Elite Internats, sie sind strengen Regeln unterworfen, die ihnen die Beherrschung des Rauchs beibringen sollen und somit auch die Beherrschung all ihrer Gefühle. Eher zufällig finden sie heraus das nicht jeder dem Rauch unterworfen ist. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach der Wahrheit.

Meine Meinung:
Smoke ist ein außergewöhnlicher Jugendroman, eine Mischung aus Fantasy und Gesellschaftskritik, verpackt in eine äußerst interessante Handlung, führt er uns vor Augen, das wir nicht alles was geschieht und vor allem den IST Zustand der Welt in der wir leben, als gegeben und unveränderlich hinnehmen sollten und schon gar nicht das wir annehmen sollten das es bessere und weniger gute Menschen gibt. Im Roman zeichnet sich die Elite dadurch aus, das sie nicht rauchen, das sie die fast totale Kontrolle über sich haben, während die Unterschicht sich nicht kontrolliert und Rußbedeckt, einfach lebt. Es stellt sich unweigerlich die Frage, welches Leben lebenswerter ist, sieht man einmal von den materiellen Gütern ab.
Ich würde jetzt die sprachlichen Fähigkeiten des Autors loben, allerdings habe ich das Original nicht gelesen und wenn ich die Seitenzahlen des Originals und der Übersetzung vergleiche, vermute ich das hier der Übersetzerin Katrin Segerer ein großer Teil der Anerkennung gebührt. Wenn ich davon ausgehe, das der Autor schon im Original einen bildreichen Schreibstil hat, kann ich mir gut vorstellen wie schwierig es sein muss, diese Sprache in eine angemessene Form zu übersetzen ohne das die Geschichte langatmig und damit langweilig wird.
Ich bin von Smoke absolut überzeugt, es ist spannend und unterhaltsam ohne dabei ins Seichte abzudriften und bekommt eine absolute Leseempfehlung.

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Tags: fantasy   (1)
 

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41 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

thriller, psychothriller, dachboden, psychothrille, geräusche

So Kalt Dein Herz

L.C. Frey
E-Buch Text
Erschienen bei Selfpublisher, 26.03.2017
ISBN B06XWGK9T9
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Zum Inhalt: Als Tim Schätzing sein neu erworbenes, eigentlich abbruchreifes Haus bezieht, ahnt er nicht das er nicht allein ist. Voller Elan macht er sich an die notwendigen Sanierungsmaßnahmen und stößt dabei auf das Versteck Annas, die sich im ehemaligen Taubenschlag häuslich eingerichtet hat. Anna hat sich dieses Versteck nicht zufällig gewählt. Sie ist auf der Suche nach ihrer verschwunden Schwester und hat von Tims Haus den perfekten Blick auf das Haus des vermeintlichen Entführer. Tim beschließt Anna zu helfen und lässt sie weiterhin bei sich wohnen, bald schon muss er allerdings feststellen, das vieles nicht so ist wie es scheint.
Rezension kann Spuren von Spoilern enthalten.


Meine Meinung:
L.C.Frey hat es wieder einmal geschafft, mich mit seiner Geschichte in den Bann zu ziehen. Eine Geschichte, die beginnt wie viele andere: Ein Kind wird entführt, jemand macht sich auf die Suche und erhält Hilfe von einem unbeteiligten, passenderweise sind die Suchenden dann Mann und Frau und verlieben sich auch noch ineinander. So weit so gut, so schon x mal gelesen. Wer aber schon einmal einen Krimi von L.C.Frey gelesen hat, weiß: Nichts ist wie es scheint. Ich war mir oft so sicher wie das Buch ausgeht, was genau nun der Wahrheit entsprach und was nicht, bis eine Wendung mich wieder vom Gegenteil überzeugt, bis ein kleiner Satz, scheinbar nebensächlich, meine komplette Theorie wieder über den Haufen warf.Es hieß also konzentriert lesen, auf Kleinigkeiten achten, schwierig wenn man gleichzeitig schnell weiterlesen möchte um zu erfahren was denn nun wirklich geschah. Der Schreibstil des Autors ist wie immer flüssig, die Protagonisten und Örtlichkeiten, sind sehr anschaulich beschrieben. Im Nachhinein mochte ich es auch, das das Buch eher langsam an Fahrt aufnahm, als Vorbereitung auf den erschreckenden letzten Teil und auf das absolut nicht vorhersehbares Ende, war das perfekt.
So kalt dein Herz, ist sehr lesenswert.

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230 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 60 Rezensionen

london, historischer roman, geheimnis, england, das haus in der nebelgasse

Das Haus in der Nebelgasse

Susanne Goga
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Diana, 09.01.2017
ISBN 9783453358850
Genre: Historische Romane

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