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10 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Sturmhöhen

Jeanne Champion
Sonstige Formate
Erschienen bei GOLDMANN WILHELM, 01.09.1998
ISBN 9783442093427
Genre: Sonstiges

Rezension:

Wie der Untertitel, "das einsame Leben der Emily Brontë", verdeutlicht, wurde dieses Buch als Hommage an Emily, die mittlere der drei Brontë-Schwestern, geschrieben. Tatsächlich aber geht es ebenso ausführlich auf das Leben der beiden anderen Brontë-Schwestern Charlotte und Anne, des Bruders Patrick Branwell und ihres Vaters Patrick ein. Es ist weder eine Biographie noch ein Roman, sondern etwas dazwischen, das ich als "biographischen Roman" bezeichnen würde. Man erfährt sehr viele Einzelheiten aus dem Leben der fünf Familienmitglieder und erhält Einblick in ihre ärmlichen Lebensumstände. Die beiden ältesten Schwestern Maria und Elizabeth starben schon als Kinder im Alter von elf bzw. zehn Jahren, nachdem sie in einem Internat ungenügend ernährt und von verständnislosen Erzieherinnen misshandelt worden waren. Die Mutter Maria Branwell war schon 1821 gestorben, als ihre jüngste Tochter Anne gerade gut einjährig war.
Die Schwägerin von Vater Patrick, Elizabeth Branwell, erklärte sich bereit, zu ihm und seinen Kindern in das Pfarrhaus von Haworth überzusiedeln, um die Erziehung der Kinder ihrer verstorbenen Schwester an die Hand zu nehmen, obwohl ihr das frostige, windige Klima von Yorkshire überhaupt nicht zusagte. Schon früh beginnen die Brontë-Kinder mit literarischen Versuchen, angeregt vor allem vom frühreifen, hochbegabten Bruder Branwell, dem Liebling des Vaters, der ihn selber in Latein und Griechisch unterrichtet. Leider findet Branwell später keinen Verleger, der bereit ist, seine literarischen Arbeiten zu veröffentlichen, vermag auch als Maler nicht Fuss zu fassen, und verfällt mehr und mehr dem Alkohol.
Seine älteste Schwester Charlotte erhält ihre Bildung im Pensionat von Roe Head, findet dort zwei Freundinnen fürs Leben und wird sogar als Lehrerin angestellt. Ihre jüngere Schwester Emily folgt ihr ins gleiche Pensionat, fühlt sich dort aber nicht wohl und kehrt bald zu ihrem Vater und zur jüngsten Schwester Anne nach Haworth zurück. Im Lauf der Jahre versuchen die drei Schwestern, in verschiedenen Stellungen ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Emily arbeitet als Lehrerin im Internat Law Hill, obwohl sie erst neunzehn Jahre alt ist. Die Arbeitstage von siebzehn Stunden erschöpfen sie. Mehrere Abschnitte des Buches sind dem Aufenthalt von Charlotte und Emily im Mädchenpensionat von Mme. Héger in Brüssel gewidmet, der vor allem für Charlotte prägend ist. Bruder Branwell versucht sich, auf Vermittlung von Anne, bei der gleichen Familie wie sie, als Hauslehrer für deren Sohn, bis er nach einem Skandal entlassen wird.
Beim Stöbern in einer Schublade entdeckt Charlotte Gedichte von Emily und ist von deren Qualität überrascht. Sie schlägt vor, diese zusammen mit Gedichten von ihr selber und von Anne zu veröffentlichen. Emily widersetzt sich diesem Ansinnen zunächst entschieden und stimmt schliesslich widerstrebend zu. Ein Verleger erklärt sich bereit, den Gedichtband herauszubringen, allerdings auf Kosten der Schwestern. Die Gedichte erscheinen unter den Pseudonymen Currer, Ellis und Acton Bell. Verkauft werden nur zwei Exemplare.
Jede der Schwestern schreibt nun an einem Roman. Als erster erscheint "Jane Eyre" von Charlotte, wiederum unter ihrem Pseudonym Currer Bell, und wird landesweit begeistert aufgenommen. Mit "Sturmhöhe" von Emily und "Agnes Grey" von Anne lässt sich der Verleger mehr Zeit. Als die beiden Romane schliesslich erscheinen, stossen sie auf Unverständnis und Ablehnung.
Alle drei Schwestern leben jetzt wieder im Pfarrhaus von Haworth, zusammen mit ihrem Vater und Bruder Branwell. Dessen Gesundheit ist inzwischen völlig zerrüttet, und er stirbt im September 1848. Zwei Monate später erliegt Emily einer Lungenkrankheit, ebenso die jüngste Schwester Anne im Mai 1849. Einzig Charlotte heiratet noch im Alter von 38 Jahren und stirbt kurz darauf 1855. Vater Patrick überlebt alle seine Kinder.
Die Darstellung des äusseren Lebenslaufs der Mitglieder der Brontë-Familie macht aber nicht die eigentliche Stärke des Buches aus, sondern die einfühlsame Schilderung der unterschiedlichen Charaktere der Geschwister, das Erahnen ihrer Stimmungen und Befindlichkeiten, auch die Hinweise auf die gesellschaftlichen Einschränkungen, denen Frauen im 19. Jahrhundert unterworfen waren. Den Kapiteln sind häufig Verse aus Gedichten oder Abschnitte aus den Romanen der Schwestern vorangestellt. So entsteht ein sehr stimmungsvolles Bild dieser einzigartigen Familie, ihrer Kämpfe, ihrer Sorgen und ihrer starken gegenseitigen Zuneigung. Etwas verwirrend mag sein, dass das Buch zum Teil in der Ich-Form geschrieben ist, wobei die Ich-Erzählerin mehrheitlich Emily Brontë, zuweilen jedoch dessen Autorin ist. Wer einen vertieften Einblick in das Leben der Brontë-Familie gewinnen will, dem sei dieser "biographische Roman" empfohlen. Und zum Schluss soll Emily selber zu Wort kommen:

"Kein Stern wird leuchten meiner nächsten Nacht;
Kein Mond der Hoffnung wird mir scheinen;
Doch klag' ich nicht zum Himmel, der mein Auge löscht,
Und sehnt' mich nie nach göttlich hellen Pfaden.

Im harten Müh'n des Lebens fleht ich nicht
Himmlischen Beistand an, himmlischen Trost:
Ich sah mein Schicksal ohne seine Maske
Und fand mich ohne Tränen mit ihm ab."

Emily Jane Brontë, 10. Februar 1844

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38 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 9 Rezensionen

episoden, familiengeschichte, jüdische familiengeschichte, memoiren, raketen, roman, schwarzer humor, usa, wernher von braun, zeitgenössische literatur, zweiter weltkrieg

Moonglow

Michael Chabon , Andrea Fischer
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 08.03.2018
ISBN 9783462050745
Genre: Romane

Rezension:

Im März 2018, ist in einer Übersetzung aus dem Amerikanischen von Andrea Fischer, im Kiepenheuer & Witsch Verlag, mit „Moonglow“ der neue Roman des amerikanischen Bestseller Autors Michael Chabon erschienen. Der Autor gehört zu den bedeutendsten seines Landes und hat für „Die unglaublichen Abenteuer von Kavalier & Clay“ den Pulitzer Preis erhalten. In seinem neuen, in den USA viel gefeierten Roman spielt er mit unterschiedlichen literarischen Referenzen, wobei er die vielen erzählten Komponenten nicht stimmig zusammen führt. Dabei wird mir außerdem als Leser nicht eindeutig klar, ist es ein Memoir, eine Biografie, eine Autobiografie oder ein Roman, bei dem die Fiktion fokussieret wird? In der Ankündigung der Originalausgabe heißt es, übersetzt, „Ein Sack voll Lügen“ und vom Feuilleton in den USA wird „Moonglow“ als „Book of the Year“ gefeiert.

Zum Plot dieses mit einem schönen Cover versehenen Buches: Der als Schriftsteller tätige Ich-Erzähler gibt vor, von seinem eigenen Leben zu erzählen, wenn er seinen Großvater porträtiert. Der Großvater hat, wie auch die Großmutter keinen Namen, denn es heißt immer nur „mein Großvater“. Der Autor schickt seinen im Jahr 1917 geborenen Helden, narrative Ökonomie missachtend, in Raum und Zeit kreuz und quer durch Amerika und Europa.

Während der Neffe am Bett seines sterbenskranken Großvaters sitzt wird dieser ungewohnt gesprächig und erzählt seine Lebensgeschichte, in dem hier eigentlich literarturimmanent ein ganzes Jahrhundert amerikanische und europäische Geschichte aufgefächert. Eine Menge Potential. Der Neffe erfährt, dass der Großvater einmal im Gefängnis gesessen hat, dass er in der Hauptstadt eine Brücke in die Luft sprengen wollte, dass er sich an seinem Chef vergangen hat, dass er von der Raumfahrt mit allem was dazu gehört begeistert war, dass er Modelle für eine Mondlandung gebaut hat, dass er im Zweiten Weltkrieg den V 2 Entwickler Werner von Braun gejagt hat und dass, was er im Harzer Nordhausen alles erlebt hat.

Eine spannende Dynamik geht von der Liebesgeschichte zwischen Großvater und Großmutter aus, denn während der im Zweiten Weltkrieg beim Militär war, musste seine Frau schreckliche Dinge im Konzentrationslager miterleben. In der Beziehung geht es dem Großvater darum durch eine glückliche Liebesbeziehung zu einer Trauma Bewältigung beizutragen. In diesem interessanten Zusammenfang gefällt zwar einerseits der Charakter des Großvaters, andererseits würde aber eine Trauma Bewältigung nur greifen, wenn der der Großvater es dem Leser selber erzählen würde. Trotzdem ein strak berührendes Erzählkonstrukt.

Der Großvater schildert all die Dinge in einer chronologisch irreführenden Weise. Diese Zeitsprünge, dieses assoziative Erzählen stellen keine strukturellen Mängel dieses Romans dar, sondern Michael Chabon spielt bewusst mit, heute im Literaturbetrieb gängigen Methoden, nämlich es ist ein tendenzielles Spiel mit autobiografischen Elementen. Das Leitmotiv könnte sein, die Ambivalenz technischen Fortschritts als Gegenpol zur Menschlichkeit.

Es passiert in diesem großartig zu lesenden Buch so unendlich viel und vielleicht sollte man dabei nicht hinterfragen was Echt und was Lüge ist. Der Autor steht seinen Figuren respektvoll und wohlwollend gegenüber, lässt sie trotz aller erkennbaren Schwächen Entwicklungen durchmachen, die ihnen letztlich das Rüstzeug vermitteln, ein sinnvolles Leben zu führen. Sprachlich überzeugend.

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amerikanische präsidenten, bannon, donald trump, fassungslos, feuer, politik, präsident, präsidentschaft, präsidentschaftswahl, trump, usa, vereinigte staaten von amerika, washington dc, weisses haus, zorn

Feuer und Zorn

Michael Wolff , Isabel Bogdan , Thomas Gunkel , Dirk van Gunsteren
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Rowohlt , 16.02.2018
ISBN 9783498094652
Genre: Sachbücher

Rezension:

Gut zu lesen, allerdings kommt man durch die vielen Namen sehr durcheinander. Bevor man sich an die eine oder andere Person gewöhnt hat, ist sie schon wieder "gefeuert". Unter so einem Chef, der seine eigene Unfähigkeit in so mancher Angelegenheit versteckt, möchte wohl kaum jemand arbeiten. Trotzdem ist es gut zu wissen, was im Weißen Haus so vor sich geht und wer intern gegen wen integriert.

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17. jahrhundert, amsterdam, evavöller, eva völler, historischer krimi, historischer roman, krimi, kunst, malerei, mathematik, rembrandt, spekulationen, tulpen, tulpengold, tulpenhandel

Tulpengold

Eva Völler
Fester Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Ehrenwirth, 23.02.2018
ISBN 9783431040845
Genre: Historische Romane

Rezension:

 Ich würde sagen Tulpengold ist etwas zwischen Roman und Krimi, die erste hälfte ist Roman und die zweite lässt sich eher dem Krimi Genre einordnen und das ganze vor historischem Hintergrund. Haupthintergrund des Buches ist - wie das Cover und der Titel schon vermuten lässt - die Tulpenwoede oder auf Deutsch die so bezeichnete "Tulpenmanie". Weiteres schreibe ich zur "Tulpenmanie" jetzt nichts, darüber erfährt man im Buch noch genügend, außerdem wird das ganze sogar Historisch Authentisch erzählt, alles andere ist dann aber doch eher fiktiv, zum Beispiel hat Rembrandt im Buch "Die Blendung des Simsons" vor "Das Gastmahl des Belsazar" gemahlt, obwohl der Simson ganz offiziell erst 1636 entstand und der Belsazar 1935, die Autorin sieht das als künstlerische Freiheit, doch so einfache Daten hätte man meines Erachtens nicht verändern müssen, ob Rembrandts Charakter authentisch ist kann ich nicht sagen, ich konnte darüber nichts finden, wie seine Charaktereigenschaften waren. Die Beschreibung der Nieuwe Doelenstraat (dort hatte Rembrandt seine Mietwohnung) wirkt auf mich recht detailgetreu.

Die erste hälfte, die eher als Roman geschrieben ist, ist unterhaltsam und interessant zu lesen, ein konsequenter Spannungsbogen ist erst ab der hälfte festzustellen. Die Auflösung gefiel mir auch gut, wenn ich auch sagen muss, dass zurückgetrachtet die Auflösung durch logische Schlussfolgerung herauszufinden gewesen wäre, trotzdem hat mich die Auflösung bzw. die Enthüllung des Mörders dann doch überrascht.
Der Hauptcharakter ist, wie ich finde auch sehr gut gewählt, ein mathematisches Genie und mit - je nachdem wie man es auffassen mag - einer Verhaltensstörung oder einer etwas anderen Wesensart. Definitiv nicht der klassische und über verwendete Held der Literatur.
Die zweite schwäche ist, dass seine mathematischen Fähigkeiten in der ersten hälfte des Buches fast gänzlich fehlen, was unter anderem daran liegen mag, dass die Autorin nach eigenen Angaben keine Ahnung von Mathematik hat und das sie sich alles was im Buch über Kolmogorovsche Axiome und Regressionalsysteme vorkommt erlesen hatte und dann von einem Mathematiker hat überprüfen lassen. Die höchste Mathematik die mit der ich mich selbst auskenne sind zwar gerade ein mal Sachen wie Polynomdivision, Hexadezimal, Boolesche Algebra oder die Cardanischen Formeln, aber trotzdem finde ich höhere Mathematik interessant und faszinierend, auch wenn ich keine Ahnung davon habe. Insgesamt wirkt Pieter in der ersten hälfte eher etwas dümmlich als intelligent.

Insgesamt hat mich das Buch aber sehr gut unterhalten, ob es das beste Buch der Autorin ist kann ich zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht sagen. Hier fand ich den Hauptcharakter, die Kulisse und Logik und Mathematik sehr interessant, jedoch war die Geschichte mit nur 465 Seiten recht kurz und die Geschichte hatte noch etwas mehr erzählerisches Potential.
Mein Fazit ist das "Tulpengold" ein sowohl literarisch wie auch historisch interessanter Roman ist, 5/5 Sternen,
die Autorin kann gerne wieder mehr Historische Romane schreiben.

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cyberpunk, digitale gehirne, dystopie, fassade, holografie, hologrammatica, homosexualität, kriminalfall, künstliche intelligenz, privatermittler, science fiction, thriller, tom hillenbrand, verrat, virus

Hologrammatica

Tom Hillenbrand
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 15.02.2018
ISBN 9783462051490
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Handlung: Hier bekommen wir eine faszinierende Vorstellung der Zukunft! Der Autor entwickelt mit Hologrammatica literarisch eine Technik, die all das Schmutzige und Kaputte auf der Welt überdecken und schön und ansehnlich machen kann. Die Hologrammatica, die optisch tatsächlich eine schöne neue Welt vorgaugelt. Und nicht nur die Umwelt und Gegenstände können mit einer Holotextur, einer Illusion überdeckt werden, nein, es funktioniert sogar mit Menschen. Ein jeder, je nachdem wie viel Geld und Macht er hat, kann seine Erscheinung verändern. Heute männlich, morgen weiblich, übermorgen mit dunkler Haut, groß, klein, bunt. Den eigenen Wünschen sind fast keine Grenzen gesetzt. Doch man kann nicht ewig in einer Hülle bleiben. Nach einer bestimmten Zeit muss man wieder in seinen Körper zurück. Dies ist die Umgebung, die Welt, in der Galahad Singh lebt und arbeitet. Er soll Juliette Perotte aus Frankreich aufspüren und wieder zurückbringen. Eine echte Herausforderung, wenn man bedenkt, wie unecht in dieser Welt Menschen und Dinge sind. Wer sein Auftraggeber ist wird ihm nicht verraten. Durch seine Suche nach Juliette stolpert er von einem Rätsel zum anderen und es wird immer komplizierter und gefährlicher. Auch sein Leben ist in Gefahr, doch was und wer genau steckt dahinter und warum? Und wie hängt das alles mit Juliette Perotte zusammen?

Charaktere: Tom Hillenbrand lässt sich Zeit und charakterisiert seinen Protagonisten sehr intensiv. Er ist hart und sanft zugleich. Ein kluger Kopf, besonnen und kann seine privten Probleme mit seinem Vater doch nicht so leicht abschütteln, wie er gerne würde. Ich hatte während des Hörens immer eine sehr gute Vorstellung von ihm, wie er ist und was ihn antreibt. Juliette Perotte ist zu Beginn nur ein Name. Doch nach und nach erscheint auch sie immer stabiler vor meinem inneren Auge, bleibt aber als Person noch ein Rätsel, das aufgedeckt werden muss.

Spannung: Hochgradig spannend ist dieser Science-Fiction-Thriller, denn Tom Hillenbrand hat sich einige sehr interessante Sachen ausgedacht! An jeder Ecke gab es während des Hörens Neues in seiner erschaffenen Welt zu entdecken, die eine großartige Fantasie des Autors bescheinigte. Zudem wird der Leser / Hörer in ethische und moralische Fragen verwickelt, was mir sehr gut gefiel. Es geht nicht nur um künstliche Intelligenz, die irgendwann dominierend in den Vordergrund tritt. Der Autor thematisiert auch die Möglichkeit von Unsterblichkeit und ob das wünschenswert sein könnte. Menschen sind in der Lage digitale Kopien ihres Gehirns zu machen und in menschliche "Hüllen" hochzuladen. Ist das dann noch der selbe Mensch? Ich war begeistert von der thematischen Vielschichtigkeit, die dieses Hörbuch bietet.

Schreibstil: Der Autor hat es geschafft, dass ich immer mehr und mehr wissen wollte. Ein guter Hörfluss stellte sich ein, der nur immer dann ins Stocken geriet, wenn es zu viele fremdartige Begriffe gab, deren Sinn sich mir nicht auf Anhieb erschlossen.

Ende: Am Ende geht alles Schlag auf Schlag und nicht immer konnte ich dem Weg der großen Auflösung folgen. Es war viel auf einmal und nichts, was es so schon einmal gab. Daher war höchste Konzentration sehr wichtig! Zum Schluss aber wurde alles aufgedeckt und aufgeklärt und es blieben keine wichtigen Fragen offen. Nur mein Mund, denn ich staunte über diese grandiose Idee, die mir viele besondere Hörstunden bereitet hat. Und eventuell, ganz eventuell besteht die Möglichkeit auf einen weiteren Teil. Wir werden sehen...


Fazit: Ein wundervolles Buch mit einer erfrischend neuen Idee, das mir sehr großen Spass gemacht hat. Sehr actiongeladen und dennoch blieb Raum für eine sehr nette und interessante Romanze. Nie langweilig, insbesondere, da auf aktuelle und wichtige Themen eingegangen wird, zu denen man sich seine eigenen Gedanken machen kann. Ein Buch, das ich Leserinnen wie Lesern empfehlen würde, eingefleischten Sci-Fi-Fans und solchen, die noch nicht wissen, ob sie Sci-Fi mögen oder nicht. Absolute Hör- und uneingeschränkte Leseempfehlung!

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30 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 6 Rezensionen

Das Leben des Vernon Subutex 2

Virginie Despentes , Claudia Steinitz
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 15.02.2018
ISBN 9783462050981
Genre: Romane

Rezension:

Aber ich komme auch mit Vernon Subutex langsam in ruhigere Gewässer. Die Wut aller Protagonisten wird im zweiten Band langsam gebändigt und es entwickelt sich in eine völlig überraschende Richtung, die ich aber hier nicht vorweg nehmen möchte! Vernon bekommt eine neue Rolle in all diesem Durcheinander, aber er bleibt der, um den sich alles dreht. Im ersten Band war es die Beschreibung seines persönlichen Niedergangs, an deren Ende man nur noch auf sein Verrecken warten konnte. Und jetzt? Vernon selbst wundert sich wohl am meisten über alles. Der Band zwei hat nicht mehr diese wilde Wut auf alles, Frau Despentes beschreibt eher die Charaktere genauer, deren Beziehung untereinander und mischt die Karten neu. Der fast Erschlagene trinkt ein Bier mit seinem Faschoschlächter und aller Hass kanalisiert sich quasi in eine Sekte und der Erleuchtete (Vernon) geht voran und lächelt milde. Was soll er auch machen? Ich freue mich schon auf den dritten Band, der in Frankreich schon erschienen ist!

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30 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

Verzogen

Susanne Fröhlich
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei FISCHER Krüger, 08.03.2018
ISBN 9783810530240
Genre: Humor

Rezension:

Endlich ist sie da die Fortsetzung. Wie immer sehr locker geschrieben . Fühle mich immer als würde ich tatsächlich am Leben von Andrea teilnehmen. Freue mich schon darauf zu erfahren, wie es weitergeht.

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360 Bibliotheken, 13 Leser, 1 Gruppe, 43 Rezensionen

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Der verbotene Liebesbrief

Lucinda Riley , Ursula Wulfekamp
Flexibler Einband: 680 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 18.09.2017
ISBN 9783442484065
Genre: Romane

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1.253 Bibliotheken, 81 Leser, 4 Gruppen, 70 Rezensionen

angst, clown, derry, es, freundschaft, horror, kinder, kindheit, maine, monster, pennywise, spannung, stephen king, thriller, usa

Es

Stephen King , Alexandra von Reinhardt , Joachim Körber
Flexibler Einband: 1.536 Seiten
Erschienen bei Heyne, 08.02.2011
ISBN 9783453435773
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das Buch erschlägt einen förmlich durch den Seitenumfang, aber trotzdem habe ich mich getraut und angefangen... Am Anfang war es etwas zäh und man kam nicht gut voran in der Geschichte, aber als dann immer mehr die Vergangenheit aufgerollt wurde etc. wurde es sehr spannend und interessant. 

Ich fand den Schreibstil sehr angenehm, denn Stephen King hat einen sehr detailreichen und bildlichen Schreibstil der uns Leser entführt.

Die Story an sich war sehr interessant und toll beschrieben, es war schon teilweise etwas brutal und gruselig, aber das ist für dieses Genre ja nicht außergewöhnlich.

Das Ende war überraschend und hat mich auch irgendwie etwas "ratlos" zurück gelassen.

Einziger negativer Aspekt: Es zog sich an manchen Stellen wirklich in die Länge.

Mein Fazit:
Ein gruseliger, durchdachter, aber teilweise auch langatmiger Roman. Geprägt wird die Geschichte durch gut durchdachte Handlungsstränge und einer großen Portion Gänsehaut. Nichts für Angsthasen.

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escort girl, mia

Calendar Girl Juni

Audrey Carlan
E-Buch Text: 134 Seiten
Erschienen bei Ullstein eBooks, 27.06.2016
ISBN 9783843713566
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Die Geschichten werden einfach langweilig und es wird immer schieriger zu lesen weil die Spannung nicht mehr da ist. Juli werde ich noch eine Chance geben... mal schauen.

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

escort girl, mai, mia, tai

Calendar Girl Mai

Audrey Carlan
E-Buch Text: 132 Seiten
Erschienen bei Ullstein eBooks, 27.06.2016
ISBN 9783843713559
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Ein kurzweiliges Lesevergnügen. Doch diesmal war mir die Story zu flach und vorhersehbar und die Dialoge hielten ein paar Fremdschäm-Momente für mich bereit.

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april, auftraggeber, bad boy, baseballspieler, escort girl, herz m, mason, mia, shootingstar, telefonanruf

Calendar Girl April

Audrey Carlan
E-Buch Text: 142 Seiten
Erschienen bei Ullstein eBooks, 27.06.2016
ISBN 9783843713542
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

im April ging es frech weiter mit Mia und dem coolen Baseballspieler! Auch Alec vom Februar taucht in diesem Teil auf.
der April hat mir nicht so sehr gefallen wie der März, der mein Highlight war, aber man ist nach ein paar Seiten im neuen Monat gefangen!
für mich nach wie vor - eine top reihe - und ich lese weiter! ich bin schon im Mai! 

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Tags: april, auftraggeber, bad boy, baseballspieler, escort girl, herz m, shootingstar, telefonanruf   (8)
 

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mor, ostsee, pia, pia korittki, to, unfall

Ostseejagd

Eva Almstädt
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.03.2017
ISBN 9783404175109
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das Buch ist eine tolle Weiterführung der Serie und wieder viel zu schnell ausgelesen, einfach so "weggeatmet".

Eva Almstädt hat wie auch in den vorherigen Bänden einen schönen Schreibstil, der sich flüssig und gut lesen lässt.
Auch dieses Buch enthält neben dem eigentlich Kriminalfall auch noch etwas von Pias Privatleben, so können die Leser an ihren Sorgen und Freuden teilhaben.

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bundestag, demokratie, facts, humor, politik, sachbuch, youtuber

LeFloid: Wie geht eigentlich Demokratie? #FragFloid

LeFloid
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch, 24.08.2017
ISBN 9783733504229
Genre: Sachbücher

Rezension:

Das Buch fasst die vorgegebenen Themen leicht verständlich und sehr übersichtlich zusammen. Einige Erklärungen werden mit sehr aktuellen Beispielen deutlich gemacht. Es gibt immer wieder Grafiken, die das Beschriebene noch einmal einprägsam abbilden. Alle Grafiken und Bilder im Buch sind in Farbe und machen so das Lesen deutlich interessanter!
Das Thema Politik wird spannend dargestellt, mit Fun Facts aufgelockert und es wird deutlich gemacht, wieso es wichtig ist, wählen zu gehen. Es werden dabei am Rand immer wieder Begriffe erklärt (z. B. "Föderalismus").
Man kann das Buch nicht nur Jugendlichen empfehlen, auch als Erwachsener ist es interessant, altes Wissen wieder etwas aufzufrischen bzw. neues Wissen, (z. B. durch aktuelle Interviews) zu gewinnen. Jedem, der sich für Politik interessiert und Zusammenhänge leicht verstehen will, kann man dieses Buch empfehlen.
So macht das Lesen Spaß und ist zusätzlich noch interessant :)

Super Buch :)

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buch nr. 3, calendar girl, chicago, erfahrungen, erotik, escort girl, familie, geld, homosexualität, liebe, männer, märz, mia, schulden, tony

Calendar Girl März

Audrey Carlan
E-Buch Text: 118 Seiten
Erschienen bei Ullstein eBooks, 27.06.2016
ISBN 9783843713535
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

der März war dann der absolute hammer, es war so toll, ein Lesespass ohne ende! ich habe so gelacht, geweint und mitgefiebert!
die Charaktere sind schön beschrieben und Mia, ach ich finde sie klasse, auch wenn ich sicher einiges nicht so durchziehen könnte wie sie!
sie hat einfach recht sich dafür entschieden zu haben und das auf ihre Art durchzuziehen, auch wenn es hart ist und sie lernt in jedem Monat dazu das kann ihr nie jemand nehmen!

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familie, fremder, friedlich, fund, illustration, irland, legenden, pubs, ruhen, schauergeschichten, serienmord, tagebücher, tot, verzaubern, wahnsinn

Teufelslist

Christian Mørk , Violeta Topalova
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Piper, 07.06.2010
ISBN 9783492258838
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Wer hinter dem Cover einen saftigen Thriller vermutet, der irrt.
Tatsächlich mischt sich mit dem Auffinden der Tagebücher ein sehr subjektiver Faktor in die Geschichte (eben aus der Sicht von zwei verschiedenen Frauen geschrieben).
Es geht nun vor allem um das irische Dorf und die dort lebenden Frauen (hier im Mittelpunkt natürlich die Walsh-Schwestern und ihre Tante), die schnell von einem dort auftauchenden Fremden (Jim) fasziniert sind.

Die Dorfatmosphäre und das Mit- und Gegeneinander wird daher stärker betont als die vielleicht erwartete Thrillerspannung - aber genau das macht den Reiz dieser Geschichte meiner Meinung nach aus, denn dieser eher unterschwellige Spannungsaufbau gelingt Moerck ausgezeichnet.
Jim nennt sich selbst einen Seanchai, einen Geschichtenerzähler, und diese (Fantasy-)Geschichten gibt er immer mal wieder in dem einen oder anderen Pub von sich und fließen ebenfalls als zusätzlicher Strang in die Hauptstory mit ein.

Ein wesentliches Merkmal des Grauens, das von diesem Buch ausgeht, ist die Tatsache, dass die Hauptfiguren bereits am Anfang der Story tot sind, und man das Geschehen nur in der Rückschau erfassen kann. Der Tod der beiden Hauptfiguren setzt allen Ereignissen, und seien sie noch so nebensächlich, etwas beklemmend Gruseliges auf. Das Buch ist sehr gut geschrieben, mit tollen Allegorien, einer düster-bezaubernden Sprache und webt eine wunderbare Atmosphäre. Die Handlung ist überhaupt nicht so banal, wie der Titel (leider) vermuten lässt, und ich selbst kann nicht verstehen, warum das Buch so wenig Aufmerksamkeit bekommt. Es ist spannend, mystisch und abgrundtief traurig. Ich habe es verschlungen, es hat mich nicht mehr losgelassen.

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altersunterschied, analphabetismus, bernhard schlink, beziehung, der vorleser, gefängnis, kz, liebe, nachkriegszeit, nationalsozialismus, prozess, roman, schuld, vergangenheit, vorlesen

Der Vorleser

Bernhard Schlink
Fester Einband
Erschienen bei Diogenes, 28.06.2017
ISBN 9783257261349
Genre: Romane

Rezension:

Das ist ja nun wirklich kein neues Buch, aber irgendwie ging das lange Zeit an mir vorbei. Sogar der Film. Schande auf mein Haupt, aber ich habe es ja nun auch geschafft :)

Ich bin darauf gekommen, weil es in einer Empfehlung eines Schriftstellers erwähnt wurde, den ich zu der Zeit in der Mache hatte. Ich hatte also keine Ahnung worum es geht, habe blind vertraut, gekauft und los ging's. Und ich muss zugeben, ich war relativ schnell entsetzt und beschämt :) Aber ich habe tapfer weiter gelesen und habe es nicht bereut! Die Gefühle und Empfindungen, die dargestellt werden - herztechnisch, nicht nur das Andere ;) - sind absolut nachvollziehbar, egal in welcher Verbindung, einfach von Mensch zu Mensch und es war erstaunlich für mich welche Wendungen das alles genommen hat und wie sich der Kern des Geschehens nach und nach herauskristallisiert hat.

Ein sehr aufrichtiger Roman und wem es wie mir ging und es noch nicht gelesen hat -> unbedingt nachholen!

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Tags: altersunterschied, analphabetismus, beziehung, deutschland, gefängnis, gericht, konzentrationslager, kz, liebe, nachkriegszeit, nationalsozialismus, prozess, schuld, vergangenheit, vorlesen   (15)
 

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Lost in Fuseta

Gil Ribeiro
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 31.03.2017
ISBN 9783462048872
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das mir besonders gefallen hat, weil es Portugal in seinen Stimmungen so gut beschreibt ohne zuviel Lokalkolorit und langatmige Landschaftsbeschreibungen. Ich fand es spannend und auch anrührend, vor allen die letzte Szene.
Auf jeden Fall eine Leseempfehlung.

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Tags: algarve, aspergersyndrom, autismus, charakterentwicklung, gil ribeiro, hamburg, krimi, mord, portugal, ungewöhnlich, wasser, wein   (12)
 

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Bretonische Verhältnisse

Jean-Luc Bannalec
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 19.08.2013
ISBN 9783442479276
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In diesem Buch ticken die Uhren etwas langsamer als sonst. Man erlebt ein wenig Beschaulichkeit in dieser landschaftlich schönen Region und begleitet Dupin auf seinem Ermittlungsweg. Dabei wird schnell klar, dieser Kommissar ist anders, kauzig, eigenbrötlerisch, halt ein richtiger Einzelgänger. Er geht bei seinen Befragungen systematisch vor, untersucht genau, am liebsten ganz allein, dann kann er sich dem Fall richtig nähern und kommt der Sache am besten auf die Spur. Doch er ist durchaus sympathisch, seine Vorliebe für Café und seine Probleme mit Vorgesetzten zu kommunizieren machen ihn sehr menschlich. Seine Vorliebe für Spaziergänge in der bretonischen Natur bringen ihn auf die besten Ideen, behauptet Dupin.
Neue Erkenntnisse im Fall gibt er höchstens telefonisch an Kollegen weiter, sie fungieren nur als Handlanger. Doch seine Sekretärin Nolwenn unterstützt ihn, denn sie weiß, wie geschickt er in Verhören taktiert. Dort findet Dupin immer die richtigen Fragen, die sein Gegenüber in die Enge treiben.

Der Fall ist eine Mischung aus Familiengeheimnis, Einblick in die Mentalität der sturen Bretonen und die Kunstszene von Pont Aven, speziell die des Künstlers Gauguin. Für Kunstliebhaber ein tolles Thema und auf jeden Fall eine echte Liebeserklärung an die Bretagne.
Besonders erwähnen möchte ich noch die im Roman erwähnte Schule von Pont-Aven zum Ende des 19. Jahrhunderts.
Diese Künstlergruppierung um Paul Gauguin waren allesamt sogenannte "Freilichtmaler", deren Werke sich durch reine und leuchtende Farben auszeichneten. Die erwähnten Gemälde machen Lust auf einen Museumsbesuch. Den roten Faden bildet aber hier im Krimi der unbekannte verschwundene Gauguin.

Die Handlung ist wunderbar eingebettet in herrliche Landschaftsschilderungen. Die Beschreibung des Meeres und der Geruch von Algen in der warmen Sommerluft wird fast spürbar.

Es ist ein sommerlicher Urlaubskrimi, der bis zum Schluss spannend geschrieben ist und den Leser mitraten lässt. Allerdings nehmen die Verhöre einen Hauptteil des Buches ein.

Ein kurzweiliger, bedächtiger Krimi, der Einblicke in die wunderschöne Landschaft der Bretagne und in die Kunstwelt des 19. Jahrhunderts gibt.

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Tags: bild, familie, frankreich, gauguin, gemälde, hotel, kommissar, krimi, künstler, mord, pont aven   (11)
 

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Statusmeldungen

Stefanie Sargnagel
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Rowohlt , 21.07.2017
ISBN 9783498064440
Genre: Romane

Rezension:  
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dorf, engel, experiment, freundschaft, glaube, gothic, gott, herrenhaus, hoffnung, insel, jugendbuch, kirche, teufel, thriller, tod

Weiße Krähe

Marcus Sedgwick , Renate Weitbrecht
Flexibler Einband: 280 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.02.2012
ISBN 9783423248846
Genre: Jugendbuch

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buch, christliche fundamentalisten, jesus von nazaret, online, science fiction, teil 2, thriller-roman, usa, zeitreise

Der Jesus-Deal

Andreas Eschbach
Flexibler Einband: 736 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 13.05.2016
ISBN 9783404173532
Genre: Krimi und Thriller

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england, facebook, familie, frauenroman, freunde, freundschaft, gelesen 2017, großbritannien, humor, liebe, liebesroman, london, mhairi mcfarlane, nottingham, schauspieler

Irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt

Mhairi McFarlane , Maria Hochsieder-Belschner
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 03.04.2017
ISBN 9783426519844
Genre: Liebesromane

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engel, flügel, höhepunkt, lust, männer, mission, orgasmus, sex, verlangen

Engel, Sex & Flügel

Sabine Neb
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei blue panther books , 28.03.2017
ISBN 9783862776238
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Die Dialoge zwischen Pierre und der Ich-Erzählerin waren recht unterhalten und es hat Spaß gemacht sie zu lesen. Zwischen den Beiden entwickelt sich im Lauf der Zeit tatsächlich schon eine Beziehung. Hätte man die Geschichte zwischen den beiden ausgebaut, wäre da durchaus noch Potenzial gewesen. So aber rutscht sie von von einem Mann zum nächsten. Ohne ein zufriedenstellendes Ergebnis.Es werden verschiedene Settings für schnellen und spontanen Sex beschrieben, doch Erotik kam bei mir dennoch nicht auf.


Der Schreibstil war mir persönlich zu kurz. Über die Seiten hinweg fand ich die einfachen Sätze sogar etwas nervig. Dadurch hat es auch der Geschichte an Tiefe gefehlt. Keine Spur von irgendwelchen Emotionen und anderen interessanten Details.Detaillierte  Beschreibung von den Meschen und Orten wären schön gewesen. 



Romantik bleibt hier völlig auf der Strecke. Wer in dem Buch Liebe sucht ist fehl am Platz.

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Tags: engel, flügel, höhepunkt, lust, männer, mission, orgasmus, sex, verlangen   (9)
 

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Die Umarmung des Todes

Natsuo Kirino
Flexibler Einband: 607 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 01.01.2005
ISBN 9783442458523
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die in tristen Verhältnissen lebende Yayoi bringt im Affekt ihren nichtsnutzigen Gatten um. Ihre drei, ein ebenfalls tristes Dasein fristenden, Kolleginnen helfen bei der Zerstückelung der Leiche und deren Entsorgung per Müllabfuhr. Die Polizei findet Leichenteile und verdächtigt ein Yakuzamitglied. Dem ist zwar nichts nachzuweisen, aufgrund der Untersuchungshaft verliert er aber seinen Amüsierbetrieb und damit seine Geldquelle. Er sinnt auf Rache, während ein Teil des Frauenquartetts einen Leichenentsorgungsbetrieb aufzuziehen versucht...........

Der Plot, der einen amerikanischen Autor vielleicht zur breiten Darstellung eines Gemetzels veranlasst hätte, einem Spanier möglicherweise zur Burleske geraten wäre, wird von der japanischen Autorin zu einem tiefgründigen, fesselnden Psychodrama von hoher Qualität komponiert.

Die Charaktere aller Hauptpersonen werden durch eine ständig wechselnde Erzählperspektive kunstvoll nahe gebracht. Das von Kirino dargestellte Leben der Durchschnittsjapaner ist freudlos. Die handelnden Personen sind nicht gut oder böse - nicht Schwarz oder Weiss werden dargestellt, sondern Abstufungen von tristem Grau.

In dieser Welt taugt jeder zum Verbrecher, das Verbrechen holt die Akteure kurzfristig aus dem immer gleichen Trott, bringt Emotion und Abwechslung.

So ist das Buch manchmal makaber, manchmal verstörend, aber immer von hoher literarischer Qualität und nie langweilig

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