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Seelenbilder-Echo

Therese Fischer , Luise Abramowski , Maria Buck , Anne Fischer-Buck
Geheftet: 36 Seiten
Erschienen bei Fischer, Anne, 20.01.2015
ISBN 9783926049698
Genre: Biografien

Rezension:

Jemand, der einen Menschen pflegt, hat für nichts anderes mehr Zeit, nur für das allernötigste in seinem Tagesablauf. Kontakte nach außen unterbleiben. Hatte man vorher keine, hat man jetzt noch weniger. War vorher der Sterbende der einzige Ansprechpartner, hat man jetzt niemanden mehr. Auch seine/ihre Freunde werden still, aufgrund der eigenen Lebenssituation, aufgrund der Sorge: was kommt jetzt auf mich zu. Man kann unendlich allein sein. Mit sich, der Angst, dem Schutz der unmittelbaren Umgebung -- ohne Hoffnung, ohne Info, nur die Verachtung der Umwelt  in Bezug auf alte, gebrechliche Menschen als Antwort. So schrieb ich meine Stille, meine Angst, meine Erschütterung mir von der Seele ab -- Seelenbilder. Das Echo sind Reaktionen auf diese "Gedichte", stille Aufschreie an meine Mutter, von ihr nicht mehr gelesen. Sie erlaubte mir im Sterben einen schriftlichen Kontakt. Aber sie konnte nicht mehr lesen und schreiben, wie ich mit den Seelenbildern begann. Meine Mutter starb Heiligabend 2013 in Erwartung der Auferstehung zu Ostern. Sie schlief mit einem Lächeln ein.
Was fehlt, ist das jahrzehntelange Miteinander, jeder von uns dreien war für den anderen da, in Arbeit + Miteinander, finanziell + praktisch, in der Menschlichen Wertigkeit für den Rest der Welt. Ihre Freunde waren unsere  Freunde. Ihre Arbeit unsere Arbeit. Was bleibt, ist ... + spricht schreibt man darüber, wird man bedroht.
Die Biografie meiner Mutter zu dem Lebenswerk meines Vaters Franz Fischer (1929-70) heißt: Ein Leben für die Philosophie.
Über meine Mutter schrieb die Journalistin + Freundin meiner Mutter Heike Linde-Lembke: Ein Leben für die Wissenschaft.
Ich lebte, um meine Mutter zu beschützen und somit unser Leben, denn sie und ihr Lächeln war unser aller Schutz.

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