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3 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Das schwere Ende von Gustav Mahlers Sarg

Clint Lukas , Clint Lukas
Flexibler Einband: 216 Seiten
Erschienen bei Periplaneta, 01.04.2013
ISBN 9783943876550
Genre: Romane

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Nie wieder Frieden

Clint Lukas
Fester Einband: 150 Seiten
Erschienen bei Periplaneta, 26.03.2016
ISBN 9783959960069
Genre: Romane

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Über die Erhabenheit toter Katzen und das Umwerben trauriger Mädchen

Philipp Multhaupt
Flexibler Einband: 142 Seiten
Erschienen bei Periplaneta, 01.07.2016
ISBN 9783959960137
Genre: Romane

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53 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 11 Rezensionen

irland, frauen, familie, usa, generationen

Transatlantik

Colum McCann , Dirk van Gunsteren ,
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Rowohlt , 07.03.2014
ISBN 9783498045227
Genre: Romane

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23 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

melancholie, lissabon, bernardo soares, hilfsbuchhalter, ich

Das Buch der Unruhe des Hilfsbuchhalters Bernardo Soares

Fernando Pessoa
Flexibler Einband: 301 Seiten
Erschienen bei Fischer (TB.), Frankfurt, 01.11.1987
ISBN 9783596291311
Genre: Romane

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20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

magersucht, bulimie, anorexie, autobiographie, krankheit

Magersucht ist kein Zuckerschlecken

Mara Schwarz
Flexibler Einband: 232 Seiten
Erschienen bei Periplaneta, 01.05.2012
ISBN 9783940767912
Genre: Biografien

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Untreu - Ein Beziehungsroman

Andreas Keck
E-Buch Text: 166 Seiten
Erschienen bei periplaneta - Edition Periplaneta, 13.05.2012
ISBN B00836QC5K
Genre: Sonstiges

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

schwarze szene, grufti, pagan, liebe, gruftie

Ich war ein Grufti

Thomas Manegold
Flexibler Einband: 124 Seiten
Erschienen bei Periplaneta, 18.05.2009
ISBN 9783940767059
Genre: Biografien

Rezension:

Gleich vorweg, um Irritationen zu vermeiden, es ist MEIN Buch, ich habs geschrieben und will hier auch keine Schleichwerbung machen :-)
"Ich war ein Grufti" ist ein Pamphlet, eine halb-autobiographische Tirade auf das Normale - aus der Sicht eines Freaks. Das Anders_Sein als Lebensentwurf. Das Buch kursiert in zahlreichen Versionen in den einschlägigen Portalen und Shops, so auch hier, von denen aber lediglich die bis dato letzte Ausgabe, derzeit vierte Auflage, veröffentlicht vom Periplaneta Verlag Berlin, zu haben ist. Die erste Ausgabe und eine limitierte Fassung mit Bonus CD sind vergriffen. Es gibt vereinzelt extrem überteuerte Exemplare der ersten Auflage, von dessen Kauf abzuraten ist, da man das Buch (ISBN 978-3940767059) neu und in ordentlicher Qualität, sogar mit Bonuskapitel, ganz normal erwerben kann. Gerüchte, vereinzelte Passagen seien der Zensur zum Opfer gefallen, gehören ins Reich der Märchen und Sagen, denn noch darf man in diesem Land sagen, was man sagen will.

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Tags: gothic, grufti, gruftie, liebe, pagan, satan, schwarze szene, zapfendorf   (8)
 

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

lebensweiseheiten, lebenshilfe, gleichnisse, jorge bucay

Komm, ich erzähl dir eine Geschichte

Jorge Bucay , Edgar M Böhlke
Audio CD
Erschienen bei Ammann, 01.02.2005
ISBN 9783250111023
Genre: Romane

Rezension:

Jorge Bucays Geschichtensammlung ist einfach umwerfend schön. Entwaffnend direkt werden beim Hören dieser drei CDs Lebensweisheiten zu praktikablen Lebenshilfen. Wer hätte das gedacht. Ausgerechnet ein Psychiater könnte also die Psychiater arbeitslos machen...

Doch es gibt viele Dinge, die uns den Weg des Glücks verstellen, uns die Weisheit und die schönen Momente des Lebens versagen wollen. In vorliegendem Fall sind das ein phänomenal grausiges Cover in Rot und Gold und ein nichtssagender Titel. Links unten steht ein Logo, das die Vermutung nahelegt, die herausgebende Instanz habe dafür sogar Geld gezahlt. Vielleicht ist das ja auch eine Art Herausforderung, positiv zu denken, denn jene gestalterische Totalentgleisung macht dem Heer der unterbezahlten Kreativlinge Mut, vielleicht doch mal für Printmediengestaltung Geld zu bekommen...

Dahinter verbirgt sich dann allerdings eine wunderbare Welt aus Fabeln, Weisheiten und Gleichnissen. Jorge Bucay bettet diese in eine Rahmenhandlung, in der er von sich in der dritten Person spricht. Seine Selbsironie ist dabei beispielhaft, denn er weiß offensichtlich sehr genau, wie er bei den anderen rüberkommt. Kein Wunder, denn Jorge oder "der Dicke" ist Psychiater, im Buch wie im richtigen Leben. Sein Patient, der "Ich" Erzähler Demian ist zuweilen betrübt und orientierungslos und begab sich deshalb in die Obhut jenes Therapeuten, der ihn eben nicht auf der Couch versauern lässt, sondern für jedes Problem eine Geschichte parat zu haben scheint.

Seinen Mate Tee schlürfend erzählt er vom Elefanten, der sich als großes starkes Tier jene Dinge nicht mehr zutraut, an dem er als kleines Wesen scheiterte, redet von der Veränglichkeit und von der Kraft der Träume, von menschlichen Schwächen und Eitelkeiten, die uns behindern, von Lastern und Tugenden und davon, dass wir uns oftmals selbst im Wege stehen.

Viele der Geschichten hat man so oder in anderer Form irgendwo schonmal gehört. Es sind meistens Zen-Weisheiten, Sufi-Geschichten, Gleichnisse oder nacherzählte Märchen und Sagen aus aller Welt. Neu ist dabei ihre komprimierte Art und jene Verknüpfung mit uns allen betreffenden Alltags- und Daseinsproblemen durch die Dialoge zwischen Demian und "dem Dicken", sodass man immer wieder schmunzeln muss und sich die zumeist unter 10 Minuten dauernden Episoden immer und immer wieder anhören kann. In ihnen erkennt Demian, wie eben auch der Zuhörer, oftmals sich selbst, seine eigenen Verhaltensweisen und seine hausgemachten Probleme wieder.

Bucays Geschichten helfen seinem Patienten und uns zu einem besseren Selbstverständnis. Mehr noch, als nur Neurosen heilend, vermitteln sie oftmals fundamentale Weisheiten, auch über den uns nicht unmittelbar betreffenden Lauf der Welt. Die "Triebe des Ombu Baums" veranschaulicht beispielsweise wunderbar den Wahnsinn unserer Schubladenmentalität und des alles durchdringenden Parteilichkeitsdenkens.

Am besten funktionieren die Geschichten ebenso häppchenweise, wie sie von Jorge erzählt werden. Wie Demian eben eine Geschichte pro "Sitzung" erfährt, sollte man sich vielleicht eine Geschichte pro Tag anhören, vielleicht als Ritual beim morgendlichen Kaffee oder beim abendlichen (Mate)-Tee, was eine viel nachhaltigere Wirkung auf unser Leben verspricht, denn vieles steht eben auch zwischen den Zeilen, offenbart sich nur unterbewusst, nach mehrmaligem Hören oder indirekt.

Zudem kommt hier einmal mehr der glückliche Umstand hinzu, dass hier Texte und Stimme perfekt zueinander passen und Edgar M. Böhlkes Vortragsweise auch die Speisekarte der Pommesbude an der Ecke zu einem literarischen Ereignis machen würde ...

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Tags: gleichnisse, jorge bucay, lebenshilfe, lebensweiseheiten   (4)
 

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4 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

deutschland, surreal, fremd, klötgen, psycho

Der Fall Schelling, m. Audio-CD

Frank Klötgen
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Voland & Quist, 15.03.2010
ISBN 9783938424476
Genre: Romane

Rezension:

Frank Klötgen ist in erster Linie bekannt als Lyriker und Poet. Seine Gedichte sind phänomenal und seine Darbietung derselben einfach unerreicht. Ebenso sprachverliebt ist aber auch seine Kurzprosa. Beides sprengt den sonst üblichen Rahmen von Slams und Literaturbühnen. Nach der Textsammlung "Will kacheln" kamen nun gleich zwei Hardcoverbücher auf den Markt. Neben dem selbst verlegten Gedichtband "Mehr Kacheln", der bis dato nur beim Autor selbst zu haben ist, erschien mit "Der Fall Schelling" ein Roman bei Voland & Quist. Das Buch enthält, wie die meisten Bücher des Verlags, auch eine CD.

Die Geschichte ist so etwas wie ein Arztroman aus der Feder Franz Kafkas. Schelling ist ein zu Lebzeiten mäßig bekannter Autor, der nach 17 Jahren Koma wiederbelebt wird und, im Schatten von Intrigen, posthum erlangtem Ruhm und sozialen Verstrickungen, wieder ins Leben zurückfinden soll.
Hierbei bedient sich der Autor verschiedener Erzählperspektiven. Aus der Sicht des Patienten Schelling schreibt er aus der Ich-Perspektive und die Außenwelt wird ebenso konsequent von Außen betrachtet. Mitunter verpasst man zwar einen der vielen, manchmal im Schriftbild gänzlich unkenntlichen Sprünge, was jedoch ganz gut zur konfusen Wahrnehmung des Patienten passt. Einmal daran gewöhnt, kann man der Story gut folgen und erlebt eine meisterhafte Verkettung von Psychogrammen. Da ist die überforderte Tochter, die, inzwischen erwachsen, mit vergessenen Kindheitstraumata konfrontiert wird oder Böger, Leiter des Projekts, der sich an der Beziehungskrise mit seiner Frau und am Machtkampf mit seinem Kollegen aufreibt... In dem Maße, wie Schelling erwacht, saugt der Plot auch den Leser in die obskure Handlung, wird der Autor (Schelling, nicht Klötgen) zum Spielball seiner Umwelt...
Und diese Welt kommt, Fluch oder Segen, gänzlich ohne Helden aus. Das ist traurig, aber inmitten der mysteriösen Handlung eben ein Stück allerlebte Realität. Kein Dr. House brilliert, kein geschundener Patient, der sich theatralisch die Schläuche bedeutungsschwanger aus dem Körper reißt und joggen geht...

Das Wort "unkonventionell" beschreibt Klötgens Roman wohl am besten, zumal er an allen klischeebedingten Erwartungen vorbei geht. "Der Fall Schelling" ist kein Roman eines Poetry Slammers. Virtuoses Bellen, bösartigen Humor, plakative Action wird man also nicht darin finden. Und dennoch geht er mit den doktrinären Mechanismen der Literatur nicht gerade zimperlich um, was sich nicht zuletzt im kreativen Streit zwischen Autor, Lektor und Verlag um einige Änderungen spiegelt, dem wir einen "Directors Cut" in Form eines separaten Heftchens zu verdanken haben. Dieses liegt dem Roman bei, sofern man ihn beim Autor direkt bestellt.

Was am Ende wahr und was Traum ist, bleibt dem Leser überlassen. Das mag unbefriedigend sein, doch ist ein versöhnlicher Umgang mit so einem Werk durchaus vergleichbar mit dem Wechsel von Instant-Kaffee zu ganzen Kaffeebohnen. Frank Klötgen bleibt in diesem Roman am Schwebezustand zwischen Leben und Tod, Traum und Wachzustand kleben. Irgendwie. Wie bei David Lynch, der es eigentlich verfilmen könnte - und dem überstrapazierten Franz K., ist das letztendlich Geschmackssache.

Strange, but beautiful.

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Tags: arztroman noir, deutschland, fremd, gegenwartsroman, hirnträger, klötgen, psycho, schelling, surreal   (9)
 

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8 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

kurzgeschichten, psychiatrie, sarkastisch, philosophie, manegold

Morbus Animus

Thomas Manegold , Marion Alexa Müller , Marion Alexa Müller
Flexibler Einband: 204 Seiten
Erschienen bei Periplaneta, 01.07.2011
ISBN 9783940767400
Genre: Romane

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

fantastisches, ironie, von aster, kurzgeschichten, satire

Encyclopedia Neurotica. Kleine Sammlung astaesker Makabresken

Christian von Aster
Flexibler Einband: 132 Seiten
Erschienen bei null
ISBN 9783935901987
Genre: Humor

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14 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 1 Rezension

hörspiel, interview, therapie, busfahrer, esssucht

Drachensaat

Jan Weiler
Audio CD
Erschienen bei DHV Der HörVerlag, 01.09.2008
ISBN 9783867173223
Genre: Romane

Rezension:  
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67 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

vogelstimmen, demenz, melancholie, dirk bernemann, einsamkeit

Vogelstimmen

Dirk Bernemann
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Ubooks, 20.09.2010
ISBN 9783866081352
Genre: Romane

Rezension:

Der Skandalautor avanciert zum dauerhaft präsenten Schriftsteller. Dieser zweite Roman ist noch gar nicht so lange auf dem Markt und doch buhlt bereits der dritte Teil der Kurzgeschichtenserie "Ich hab die Unschuld kotzen sehen" umd die Gunst der Fans, während Roman Nummer drei noch für dieses Jahr bereits angekündigt ist. Was alle gute Autoren eint, ist Kontinuität - im Schreiben wie in der Präsentation. Und Dirk Bernemann zelebriert beides ausgiebig. Regelmäßige Lesereisen halten ihn nicht davon ab, Seite für Seite hochwertige Individualität abzuliefern. So auch mit "Vogelstimmen"

Einziges Manko ist, dass lediglich die letzten Sätze des Werkes den Klappentext bilden. Die Quintessenz als Einstieg belastet ein Werk. Zwar ist bei "Vogelstimmen" das Ende irgendwie zweitrangig, aber das Buch würde mehr Wirkung erzielen, wenn man als Leser nicht wüsste, wie es (nicht) ausgeht... "Vogelstimmen" ist diesbezüglich zwar nicht pädagogisch, aber eben wertvoll.
Erzählt wird die Geschichte eines einsamen jungen Mannes, der im Angesicht seines still vor sich hinblubbernden Lebens die Leiden seiner Umwelt in sich aufsaugt, um die eigenen zu kompensieren. Er sieht sich mit einem öden Job als Buchhändler konfrontiert und mit der alles überschattenden, fortschreitenden Demenz seiner Mutter, die ihn auf Raten verlässt. Auf dieser wunden Projektionsfläche tummeln sich fast schon lyrische Erinnerungen und Episoden, die ihm die Tristess, Gefühlsarmut und die Traurigkeit des eigenen Lebens offenbaren. Unser Held tritt aus dieser depressiven Stimmung den Weg eines Lernprozesses an, der den Lesenden einnimmt und ihm sehr subtil in die Erkenntnis schubst, dass jenes Leben, das da vor ihm ausgebreitet wird, auch das eigene sein kann. Nach dem Genuss von "Vogelstimmen" sieht man die Welt mit anderen Augen, kann vielleicht mit der eigenen Traurigkeit umgehen oder sie zulassen - und genau das ist eine Qualität, die Kritiker und Fans dem erfolgreichsten unbekannten Autor Deutschlands niemals zugetraut hätten. Somit ist das bislang ruhigste und in Punkto Gewalt wohl unspektakulärste Buch Bernemanns zugleich sein bestes und ausgereiftestes Werk, ist das traurigste Gedankenkonstrukt paradoxerweise auch das gewaltigste und hoffnungsvollste, was Bernemann bislang veröffentlicht hat.

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Tags: bernemann, melancholie, vogelstimmen   (3)
 

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138 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 16 Rezensionen

auschwitz, nationalsozialismus, konzentrationslager, kz, juden

Der Tod ist mein Beruf

Robert Merle , Curt Noch
Flexibler Einband: 316 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB
ISBN 9783746612126
Genre: Romane

Rezension:

Bezüglich des 2. Weltkrieges entstamme ich der Generation Gehirnwäsche. Man trieb uns als Kinder durch die KZ und der Geschichtsunterricht war eigentlich nur die Geschichte der Arbeiter und Bauern, mit besonderem Schwerpunkt auf 33-45.
Bücher über das nationalsozialistische Deutschland und über seine Toten gibt es wie Sand am Meer, eines schrecklicher als das andere, jedes meistens mit einer Ersatzideologie oder irgendeinem dämlichen Patriotismus behaftet. Doch jedes überfrachtete Genre hat seine Highlights. Und Merles Roman "Der Tod ist mein Beruf" ist vieleicht daran schuld, dass mich die ganze Scheiße, die damals verzapft wurde, immer noch interessiert.
Der Roman ist eine fiktive Nachzeichnung des Lebenslaufs von Rudolf Höß, der Kommandant im KZ Auschwitz war. Merles Quellen waren u.a. die Verhörprotokolle und die Aussagen eines amerikanischen Psychologen, der Höß in der der Hadt interviewte. Daraus entwickelte der Autor ein beeindruckendes, nervenaufreibendes Psychogramm eines kaputten Menschen, der andere kaputt macht.
Dass er einiges vom Lesenden abverlangt liegt an folgenden Punkten:
1. Der Roman ist in der Ich-Form geschrieben.
2. Er gibt Antworten. Im ersten Teil beschreibt Merle eine mögliche Kindheit und Jugend des zukünftigen Lagerkommandants. Und somit erfahren wir auch, wie so ein Drill mit Stock, Liebesentzug und religiösem Wahn auch heute noch super funktioniert.
3. Er beschreibt wegen (1) sehr pedantisch und genau die Organisation, Planung und Durchführung der Massenvernichtung. Der Protgonist rechnet in Einheiten pro Stunde und erklärt besipielsweise auch, warum eine Erschießung wirtschaftlich unverantwortlich und zeitlich nicht möglich gewesen wäre...
4. Am Ende des Buches ist man fertig mit den Nerven und meint zu wissen, wieso und warum dieser Mensch zur Vernichtungsmaschine geworden ist. (Bestien haben Emotionen) und man weiß auch ganz genau, dass dieser Wahnsinn jederzeit immer und überall wieder passieren kann.

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Tags: 2.weltkrieg, auschwitz, höß, nationalsozialismus, zyklon b   (5)
 

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79 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

gesellschaft, dirk bernemann, antipop, satt sauber sicher, gesellschaftskritik

Satt. Sauber. Sicher

Dirk Bernemann
Fester Einband: 255 Seiten
Erschienen bei Ubooks, 11.02.2008
ISBN 9783866080607
Genre: Romane

Rezension:

WOW! (sprich: Weh Oh Weh!), was für ein Buch! Mit seinem Episodenroman „Satt Sauber Sicher“ traf Dirk Bernemann anno 2008 einmal mehr ins Schwarze... mitten hinein ins sinnentleerte Herz der Nation.
Zwar war das Debüt „Ich hab´ die Unschuld kotzen sehen!“ nur eine wilde Aneinanderreihung von Exzessen und Gewaltorgien, doch schon mit „Und wir scheitern immer schöner“, dem zweiten, ebenfalls von Ubooks veröffentlichten Buch, begannen sich zwischen den Geschichten kleine, blutrote Fädchen zu bilden, die jene oftmals tragisch endenden Schicksale kaputter Menschen miteinander verbanden.

Nun hat dieses Konzept des Wundenreißens und Blutenlassens definitiv Romanstatus erreicht, denn anders als noch im vorherigen Buch bleibt Bernemann diesmal seinen Protagonisten treu und lässt sie nicht generell, nach einer kurzen Visite ihres Alltags, in ihrem Scheitern allein.

Er beginnt seine wie immer rasante Fahrt durch die Abgründe inmitten eines aufgeräumten Landes bei einem frührentengeplagten Ehepaar, das in der Tristesse seiner, von allen guten Geistern und Kindern verlassenen Doppelhaushälfte, vor sich hinvegetiert. Er beobachtet es bei seinen Hassritualen, beim Ersaufen in cholesteringeschwängerter Langeweile und er hält gleich zu Beginn schonungslos drauf. Auf seinem verbitterten und vermehrt traurigen Trip durch diese unsere Welt macht er dann bei den beiden Söhnen halt, die sich mehr schlecht als recht, jenseits der elterlichen Mauern aus Mief und Fernsehunterhaltung, mit ihrer kaputten Kindheit arrangiert haben. Er beobachtet ihr Scheitern und das Zerbröseln ihrer sozialen Strukturen. Menschen scheitern an sich und überhaupt.

Dirk Bernemann seziert die Gesellschaft, die ihn und seine Leser gleichermaßen geprägt hat. Das tut er mit der Präzision eines Serienkillers und mit der Gründlichkeit einer Bolzenschussanlage eines vollautomatisierten Schlachthofes. Heraus kommt dabei eine Art Kopfkinofilm, der wie „LA Crash“ nach einem Drehbuch von Sibylle Berg, unter der Regie von Jörg Buttgereit aussieht und gnadenlos Spuren hinterlässt. Nicht alle Protagonisten sterben. Einige trifft es viel, viel schlimmer. Und, so viel sei verraten, einige finden einen Ausweg aus der Hölle, an deren Toren immer noch eine riesige Leuchtreklame das Paradies verspricht.

Natürlich bietet auch „Satt Sauber Sicher“ keine Lösungen an. Das Buch ist eine Tatsachenspiegelung durch verbitterte, zynische, wunde Augen. Es geizt nicht mit metaphorischer Zeitkritik. Sein sprachlicher Stil ist dabei zuweilen grob und plakativ, doch an keiner Stelle des Buches trivial. Mag sein, dass Dirk Bernemann beim „Vor-den-Kopf-stoßen“ auch Platzwunden hinterlässt. Das sollte aber, weder diesseits noch jenseits besagter Familiengruften, niemanden vom Lesen abhalten. Ein paar wenige werden vielleicht eine Katharsis erfahren und dafür dankbar sein. Die meisten werden aber Dirk Bernemann hassen, weil er recht hat.

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Tags: antipop, dirk bernemann, dystopie, existenzphilosophie, gesellschaftskritik, satt sauber sicher   (6)
 

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

loslassen, großartig, achtsamkeit, buddhismus, meditation

Ich pflanze ein Lächeln

Thich Nhat Hanh , Axel Wostry
Audio CD
Erschienen bei steinbach sprechende bücher, 01.03.2011
ISBN 9783862660292
Genre: Sachbücher

Rezension:

Vorsicht! Buddhismus! Wir Europäer neigen ja dazu, ihn als "eine der vier Weltreligionen" zu betiteln, ihn dann mit den anderen in einen Topf zu werfen und uns daraus eine Art "Religion to go" zu köcheln... Aber Buddhismus hat nichts mit dem Esoquark und nichts mit unserem Religionsbild zu tun. Auch nichts mit unserem dualen Weltbild. Dieses ist eines der zentralen Ursachen für eben jenes "Leiden", das der Buddhist überwinden will. Wir machen daraus gerne eine Art Gymnastik für den stressgeplagten Kopf.
Das Leben ist Leiden, Leiden entsteht durch Anhaftung am Äußeren. Der Mensch leidet nicht an sich selbst, sondern an den Dingen und Nichtdingen außerhalb von ihm... Der Buddhist befreit sich davon. Durch das Üben von Achtsamkeit und Loslassen. Soweit der Crashkurs, der sicherlich eine starke Vereinfachung ist. Aber selbst diese klingt sehr kryptisch für einen Menschen, dessen hauptsächliche Beschäftigung das Konsumieren ist, also das gedankenlose Insichhineinstopfen von Dingen und Nichtdingen. Thich Nhat Hanh ist ein aus Vietnam stammender Mönch, quasi neben dem Dalai Lama der zweite Popstar aus der buddhistischen Welt. Seine "Verwestlichung" der verschiedenen buddhistischen Lehren treibt manchen seiner Kollegen in den Wahnsinn (was nicht so auffällt, weil sie sich in Gleichmut üben :-)
ABER:Thich Nhat Hanh hilft uns damit ungemein, mit der unsäglichen Imitation buddhistischer Rituale aufzuhören und eine spirituelle Praxis zu finden, die unserer Zeit und Umwelt angemessen scheint. Dabei geht es um Achtsamkeit und inneren Frieden im ganz normalen Wahnsinn unserer hektischen Gegenwart.
Diese exzellent produzierten 3 CDs, eingesprochen von Axel Wostry, haben mir sehr geholfen, meinen Frieden immer wieder zu finden. Es ist bestimmt nicht der Frieden eines Buddhisten. Aber Thich Nhat Hanh hat es verstanden, konkrete praktische Hinweise in seine innigen, wohltuenden Verlautbarungen einfließen zu lassen, sodass man nach dem Genuss dieser drei CDs eben nicht trunken dem Halbschlaf entsteigt, sondern weiß, wie es geht, das mit dem Atmen, Loslassen und dem Weltfrieden. Einzig, es in die Praxis umsetzen, das muss man selbst - und daran scheitern, wie wir alle wissen, die meisten.

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Tags: achtsamkeit, buddhismus, großartig, loslassen, meditation, thich nhat hanh, weltfrieden   (7)
 

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666 Bibliotheken, 6 Leser, 9 Gruppen, 75 Rezensionen

thriller, keller, tiere, nigel, pub

Tiere

Simon Beckett , Andree Hesse ,
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.03.2011
ISBN 9783499249150
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"Tiere" ist eines der frühen Werke von Simon Beckett. Einerseits ist das ja fast schon eine Entschuldigung, andererseits ist es preisgekrönt und gründete den unglaublichen Erfolg des Horror-Schriftstellers. Ich verstehe das alles nicht, weder den Preis, noch die Krönung, noch den Erfolg. Großartig, ja meisterhaft ist die Sprache und konsequente Weltsicht des Protagonisten, der ein bisschen zurückgeblieben ist und durch dessen Augen wir blicken dürfen. Allerdings ist die Geschichte eigentlich nach dem ersten Drittel schon erzählt. Das ist Schade und in Anbetracht der Ausgansgssituation einfach nur dekadent verschenkt. Denn das Schlimme ist, dass man als Lesender berechtigter Weise total gespannt ist, was jetzt noch alles passiert... weil eigentlich noch so viel passieren müsste...

Wer nach der Hälfte noch nicht eingeschlafen ist, kann auf die letzte Seite blättern und wird feststellen,. dass sich die Szene noch soweit hinziehen wird. Die Psychostudie ist brillant, die Geschichte dagegen hätte man auf 10 Seiten erzählen können. Zu Zeiten Thomas Manns gab dafür ein bisschen Unsterblichkeit. Im dritten Jahrtausend ist das allerdings Körperverletzung.

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Tags: hundefutter, menschen   (2)
 

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18 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

to-do-liste, claudius pläging, witzig, humor, trennung

Häkchen-Harakiri

Claudius Pläging
Flexibler Einband: 134 Seiten
Erschienen bei Periplaneta, 01.03.2011
ISBN 9783940767660
Genre: Romane

Rezension:

Bei diesem Buch war ich mit Satz und Layout betraut. Das Projekt betreute die Lektorin Dana Grünzig. Das Buch stand langezeit in einer Urform bei BookRikks zur allgemeinen Verfügung. Dort entdeckte es der Autor Dirk Radtke, der es seinem Verlag empfahl. Periplaneta hat sich sofort in Plägings Gegenwartsnovelle verliebt. Herausgekommen ist ein Buch, rund wie ein Buslenker. Es erzählt die Geschichte eines Mannes, der von seiner Freundin verlassen wird und sich darauf hin eine To- Do-Liste anlegt mit Dingen, die er schon immer mal machen wollte, weil eben diese Dinge jeder Mann mal getan haben muss, wie er glaubt... in einer WG wohnen, für Sex bezahlen etc. "Häkchen Harakiri" beschreibt entzückend, wie diese Dinge umgesetzt werden. Extrem unterhaltsam und wohl das Buch mit dem besten ersten Satz aller Zeiten und mit dem besten letzten Satz... Es dürfte sich auch für jene lohnen, die es in der ersten Version als "To Do" kennen.

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Tags: 23 +, about life, beziehungsglosse, claudius pläging, deutschland, gegenwartsroman, gegenwartsromänchen, heute, periplaneta, ü30, witzig, wohngemeinschaft   (12)
 

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

lyrik

Himmelsthor

Thomas Manegold
Flexibler Einband
Erschienen bei periplaneta, 01.02.2010
ISBN 9783940767349
Genre: Gedichte und Drama

Rezension:

Dieses Buch gibt es längst in einer erweiterten Auflage mit CD. Es ist eine lyrische Werkschau. "Es gibt kein Leben ohne Reime" Dehalb hat der Periplaneta Verlag auch eine eigene Lyrikedition. Gedichte waren und sind die intensivste und dichteste Ausdrucksform in der Literatur und werden immer Bestand haben, auch wenn die Reime längst Rymes heißen und holprig geworden sind
Die CD enthält Stücke aus meiner Zusammenarbeit mit Georg von Weihersberg.

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Tags: lyrik   (1)
 

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15 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 5 Rezensionen

amoklauf, horror, amok, psychothriller, thriller

Vergeltungsschlag, m. Audio-CD

Dirk Radtke
Flexibler Einband: 356 Seiten
Erschienen bei Periplaneta, 27.09.2010
ISBN 9783940767578
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Bei diesem Buch war ich mit Satz Layout und Produktionsleitung betraut. "Vergeltungsschlag" verlangte allen Beteiligten sehr viel ab. Dieses Buch ist Horror jenseits von "Saw" und "Sieben". Und genau das wirft den Lesenden aus der Bahn. Erzählt wird die Geschichte eines Amokläufers, und eben nicht sein Amoklauf. Und genau das macht dieses Buch so heftig, so lehrreich und so nachvollziehbar.
Auch wenn man vor der Lektüre Amokläufe nicht begreifen konnte, so ertappt man sich schon nach der Hälfte beim innigsten Wunsche, mit Dauerfeuer in das Geschehen einzugreifen. Das Buch enthält eine CD mit den Lieblingsliedern von Tobias, die von der Berliner Band Pandoras Tears stammen. Außerdem ist ein Intro enthalten, das der Autor in Zusammenarbeit mit dem Pianisten Georg von Weiherberg realisierte.
Die Entstehung dieses Buches war also auch ein Leidensweg, denn so wie der Leser mussten auch Lektoren und sonstige Projektmitarbeiter in die Geschichte eintauchen. Der Autor Dirk Radtke hat einen sehr chaotischen Schreibstil, mit dem er aber immer ganz nah am Protagonisten ist. Da "Vergeltungsschlag" als Tagebuch konzipiert ist, schreibt Radtke quasi aus der Sicht des 17jährigen Tobias B. und man kauft ihm das auf jeder Seite ab.

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Tags: alle, amok, amoklauf, bitter, deutschland, gesellschaft, gewalt, grausam, heftig, horror, horror, missbrauch, nonfiction, wirklich   (14)
 

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(170)

317 Bibliotheken, 3 Leser, 5 Gruppen, 21 Rezensionen

horror, clown, stephen king, monster, kinder

ES

Stephen King
Fester Einband: 860 Seiten
Erschienen bei Wilhelm Heyne-Verlag für Bertelsmann Club, 01.01.1986
ISBN B001CSRVJC
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

ES ist das beste Buch Stephen King, Stephen King ist ES. Naja, vielleicht noch "The Stand". Als einst leidenschaftlicher Allesverschlinger sind es diese zwei Bücher, die aus dem Gesamtwerk des durchgeknallten Lehrers aus Main in meinem Kopf geblieben sind. Keine Frage, niemand hat das Genre so geprägt, wie Stephen King. Wenn in den 90ern seine Werke (Bücher, nicht FIlme) das non plus ultra waren, dann war ES für die Ewigkeit. Dies ist das einzige Buch, dessen Verfilmung man auf keinen Fall sehen sollte, denn ES ist das unbeschreibliche Grauen, das archaische Etwas, das sich aus unseren individuellen Ängsten herausgebildet hat. Und ES ist Pflichtlektüre. Basta.

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Tags: 16+, angst, horror, horror, kindheit, trauma   (6)
 

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gorilla, philosophie, roman, menschheit, weltanschauung

Ismael

Daniel Quinn , Wolfram Ströle
Flexibler Einband: 249 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 01.08.1994
ISBN 9783442423767
Genre: Romane

Rezension:

Wir schreiben das Jahr 1999. Ein Film namens "Instinkt" beruft sich auf ein Buch von Daniel Quinn. Das Schöne daran ist, das "Instinkt" KEINE Verfilmung von "Ismael" ist, sondern eher die Aufarbeitung dessen, was den Regisseur nach der Lektüre offensichtlich nicht mehr losgelassen hat. "Ismael" ist irgendwie ein heimlicher Bestseller. Jedes Mal, wenn ich das Buch verschenken wollte, mußte ich es bestellen, was für einen Kassenschlager nun nicht gerade typisch ist...

Das Buch enthält für mich mehr philosophische Gedankengänge, als so mancher Klassiker, auf den sich die Lehre vom Sein oder Nichtsein leider immer noch gern beschränkt. Außerdem erklärt es Teile der Bibel anschaulicher, als alle anderen Versuche, mit dem Buch der Bücher klarzukommen. Ismael kann Deine Weltanschauung auf den Kopf stellen, wenn Du eine hast. Es kann Dir aber auch helfen, mit dem Weltanschauen anzufangen und es kann Dich auf sehr unterhaltsame Art und Weise in Deinen Ansichten bestätigen.

Der ehemalige Trapistenmönch Daniel Quinn hat über zehn Jahre an seinem ersten Buch "Ismael" gearbeitet, was ein Leser mit der entsprechenden Sensiblität auch zu spüren bekommt. Die Handlung spielt, egal wann man das Buch liest, immer in der nahen Zukunft. Ein Mann sitzt an seinem Arbeitsplatz und liest eine Anzeige in der Zeitung. "Lehrer sucht Schüler, der bereit ist, die Welt zu retten". In seinem Kopf spielen sich sofort die typischen Szenarien ab. Er weis natürlich genau, daß dort nur ein geldgieriger Kerl auf seine orientierungslosen 0pfer wartet. Er erinnert sich aber auch an seine rebellische Zeit, an seine "Studentenbewegung", als er noch so naiv war und die Welt retten wollte; und er beschließt wütenderweise, der Anzeige nachzugehen und sich das Trauerspiel vom Guru und seinen Schäfchen anzusehen. Der Mann wird aber nichts von alledem vorfinden, was er sich in seiner Phantasie ausgemalt hat. Er wird in ein leeres Büro kommen und vergeblich auf den Guru warten. Er wird sich dabei solange selbst Fragen stellen, bis er merkt, das er gar nicht die Fragen stellt. Nach all den Jahren wird er Ismael finden, SEINEN Lehrer und sich mit ihm über die Welt und die Menschheit unterhalten.....

Dabei wird eine verblüffend schlüssige, vollkommen neue Interpretation der Geschichte der Menschheit entstehen. Logisch und einfach wird Ismael das Weltbild seines Schülers umgestalten.... Ismael beginnt seinen Unterricht damit, dem Schüler zu erklären, wie sich das Bewußtsein des Menschen von dem anderer Lebewesen unterscheidet und warum der Mensch die Tiere eigentlich nicht versteht, eigentlich.... denn Ismael ist ein Gorilla.

Thomas Manegold (1999)

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Tags: alle, bibel, dialog, gorilla, heute, instinkt, ishmael, ismael, ismael, lehrer, makes me wonder, quinn, schüler, trapistenmönch   (14)
 
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