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43 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

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Beim Morden bitte langsam vorgehen

Sara Paborn , Wibke Kuhn
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei DVA, 16.04.2018
ISBN 9783421048028
Genre: Romane

Rezension:

Beim Morden bitte langsam vorgehen, was für ein Titel! Wer dahinter eine Geschichte zum Totlachen vermutet, liegt doch etwas falsch. Die Erzählung ist bitterböse, mit einem unfassbar trockenem Humor. Mir hats gefallen!

Dass Horst tot ist, weiß der Leser bereits auf den ersten Seiten. Irene erzählt in gemütlichem Plauderton, wie es dazu kam. Sie schreibt es quasi nieder. Auf trockene, sachliche Weise schildert sie das Geschehene. Mitunter recht lehrreich durch den ein oder anderen Auszug aus den Lexika und Nachschlagewerken, welche ihr zur Verfügung standen :D.

Wissen ist Macht, das macht sich Irene zu nutze. Sie tüftelt, kreiert einen Plan und setzt alles nach und nach um. Durch den beißenden trockenen Humor, sah ich sie nie als eiskalte Mörderin. Eine Frau auf Rachefeldzug gegen ihren Mann, in gewisser Weise schon. Aber konnte man ihr böse sein? Nein, nicht wirklich. Obwohl mir Horst schon leid tat, erzielte er einfach keine Sympathiepunkte in meinen Augen. Das rechtfertigt natürlich nicht Irenes Vorgehen. Aber es geht ja auch nicht um den Mord an sich. Denn Beim Morden bitte langsam vorgehen ist ja auch kein Krimi, es ist eine Satire. Ein Durchleuchten einer langjährigen Ehe, mit viel schwarzem Humor und sehr, sehr böse!

Mein Fazit

Eine wirklich bitterböse, makabre Erzählung bei der man von Beginn an weiß wie das Ende aussieht. Trotzdem will man natürlich erfahren, warum Irene tat was sie tat. Man kann es natürlich nicht wirklich verstehen, darum geht es aber auch nicht. Es geht um das Überzogene, um das Unwahrscheinliche, das was vielleicht manchmal in jemandem von sich vorgeht, wenn man sich Gefangen in einer Situation fühlt. Ohne natürlich gleich einen Mord auszuklügeln. Genial, wunderbar trockener Humor und zwei Protagonisten, die man so oder so ähnlich durch
aus schon mal in Ehepartnern finden kann

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(28)

73 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 17 Rezensionen

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Final Girls

Riley Sager , Christine Blum , Todd Ritter
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 31.05.2018
ISBN 9783423217309
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Also dieser Thriller hat mich tatsächlich überrascht. Wow, muss ich gestehen. Hat zwar bis fast zum Ende gedauert, aber es hat sich wirklich gelohnt. Zwischendurch war ich nämlich wirklich mal am überlegen es wegzulegen. Aber das Dranbleiben lohnte sich wirklich.

Als nach Lisas Tod tritt plötzlich Samantha in Quincys Leben. Sie ist auch ein Final Girl. Bis zu diesem Zeitpunkt sind sich die beiden noch nie begegnet. Quincy nimmt Samantha, entgegen der Ratschläge ihres engsten Vertrauten und Lebensretter, in ihrem Leben auf. Diese naive Unbekümmertheit fand ich schon recht seltsam. Samantha manipuliert Quincy wo es nur geht, bringt Seiten an ihr zum Vorschein, die man nicht erwartet. So viel Wut, Agression. War sie immer schon in Quincy, oder sind es die traumatischen Erinnerungen die Samanthas Anwesenheit zum Vorschein bringt. 

Der Beginn fesselt einen schon, wie man es sich von einem rasanten Thriller erwartet. Leider zieht sich die Handlung dann doch recht zäh in die Länge. Der Spannungsbogen wird über längere Strecken recht flach gehalten, schnellt dann aber immer mal wieder in die Höhe. Fragen über Fragen, Ideen im Kopf, als Leser scheint man immer eine gewisse Ahnung zu haben, ohne dies wirklich Bestätigt zu bekommen. Psychologisch durchaus interessant. Erst zum Ende hin, wendet sich alles in eine unerwartete Richtung und die Geschichte bekommt den bis dahin vermissten Kick. Lässt man dann das Gelesene noch einmal Revue passieren, entdeckt man so manches an Hinweisen, welche einen erst dann richtig bewusst werden.

Mein Fazit:
Super Idee, guter Schreibstil und Storyaufbau. Leider hapert es an der recht flach gehaltenen Spannung, die bis zum Ende nur ab und zu ausschlägt, dann aber rasant an Höhe gewinnt. Auch wenn die Handlung mitunter recht in die Länge gezogen war, konnte mich der Thriller mit seinen psychologischen Feinheiten und seiner doch unerwarteten Wendung am Ende noch überzeugen!

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(40)

81 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

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Missing - Niemand sagt die ganze Wahrheit

Claire Douglas , Ivana Marinovic
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Penguin, 11.06.2018
ISBN 9783328101697
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Was für ein Einstieg. Ein Satz genügt um sich schon mal Gedanken über diese Person zu machen, der diese Worte gelten, aber natürlich auch über die Person, welche diese Worte ausspricht.

Frankie und Sophie könnten wohl unterschiedlicher nicht sein. Die eine aus gutem Hause, gutaussehend bereits im Jugendalter, verwöhnt, die es gewohnt ist zu bekommen was sie will. Die andere aus einfachen Verhältnissen, ein Mauerblümchen, das sich immer nach den Wünschen der anderen richtet. Bis zu dem verhängnisvollen Sommer 1997. Seit sich die Freundinnen das letzte Mal gesehen haben, sind einige Jahre vergangen. Sophie ist zu einer schönen jungen Frau herangewachsen. Man merkt gleich, dass Frankie das nicht so recht passt. Plötzlich ist sie nicht mehr konkurrenzlos. Als auch noch der eine Mann, der nicht Frankies Reizen erliegt, mit Sophie anbandelt, kommt ihr wahrer Charakter zum Vorschein. Sie tut alles um Sophie diesen Mann auszureden. Denn Frankie übt nach wie vor einen großen Einfluss auf Sophie aus. Nutzt ihre Unsicherheit aus, um sie weiterhin unter ihrer Fuchtel zu halten. Dann verschwindet Sophie auf dem maroden Pier.
Zwanzig Jahre später, meldet sich David, Sophies Bruder, bei Frankie und bittet sie, an den Ort des Geschehens zurückzukehren, denn es wurden Leichenteile aus dem Meer gezogen…..

Mit dem Anruf des Bruders bei Frankie steigt man also in den Roman ein. Bereits auf diesen ersten Seiten stellen sich bei mir als Leser einige Fragen. Wie bereits erwähnt macht man sich Gedanken über die beteiligten Personen, über das Geschehene und natürlich über die Freundschaft der Beiden.

Die Handlung ist als zeitlicher Ablauf im Hier und Jetzt konstruiert. Hat etwas Mysteriöses, manchmal auch kurze Gruselmomente. Denn offenbar ist Frankie jemand nicht Wohlgesinnt. Die Stimmung wird durch die düstere unfreundliche Jahreszeit noch verschärft, sorgt für gute Spannung. Was der Handlung wirklich gut tut, persönlich hätte mir sonst das gewisse Kribbeln doch gefehlt. Geschickt streut die Autorin Krümel, die Fragen aufwerfen, auf die man nicht wirklich Antworten hat. Zumindest keine konkreten. Es ist ein regelrechtes Verwirrspiel.


Einblicke in das Geschehen von damals liefert Sophies Sichtweise, die in Form von Tagebucheinträgen in die Handlung miteinfließen. Nach und nach wird alles immer klarer und man hat das Gefühl der Wahrheit auf die Schliche gekommen zu sein. Doch am Ende stellt sich alles ganz anders dar. Überraschend und gut durchdacht!

Claire Douglas verleitet durch ihren flüssigen Schreibstil nur so über die Seiten zu fliegen. Das sollte man aber doch tunlichst unterlassen, das habe ich dann doch recht bald gemerkt. Immer wieder versteckt sie Aussagen oder mögliche Hinweise auf das einst Geschehene. Gut durchdachte Charaktere, eine dustere Stimmung am Meer und mysteriöse Vorkommnisse sorgen für eine gute Spannung. 

Mein Fazit

Missing ist nicht wirklich ein kongenialer Pageturner, aber er bot mir persönlich unterhaltsame Lesemomente. Die vielen Fragen sorgten für Neugierde und natürlich auch den Wunsch zu erfahren, ob ich mit meinen Gedankengängen richtig lag. Es ist zwar kein Buch, das einen jetzt wirklich in den Bann zieht, aber man hat zumindest eine gute Leseunterhaltung erhalten.

Ähnliche Spannungsromane sind zum Beispiel „Locked in“, „Tick Tack – Wie lange kannst du lügen“. Mag man diese Art der Spannungsliteratur, dann ist Missing – Niemand sagt die ganze Wahrheit auch das passende Genre.

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19 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

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Red Sparrow

Jason Matthews , Michael Benthack
Flexibler Einband
Erschienen bei Goldmann, 19.02.2018
ISBN 9783442488537
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Auf das Buch bin ich durch den Kinotrailer aufmerksam geworden. Er erinnerte mich irgendwie an Nikita, einen Film den ich vor einer Ewigkeit mal gesehen habe. Erwartet habe ich mir einen Agententhriller, indem es auch zwischenmenschlich leidenschaftlich Knistert. Ja, das habe ich mir erwartet.

Dominika, eine junge tallentierte Tänzerin, träumt von einer großen Karriere beim Russischen Staatsballet. Auch ist sie mit Leib und Seele Patriotin und steht voll und ganz hinter dem Staat. Ihre Eltern sind mit ihrer politischen Einstellung nicht sehr glücklich, können sie aber nicht eines Besseren belehren. Als ihre Zukunftspläne im Sand verlaufen und ihr geliebter Vater stirbt, macht ihr ihr Onkel, ein hochrangiger Offizier beim Russischen Geheimdienst, ein Angebot, das sie nicht ausschlagen kann, denn auch das Leben ihrer Mutter hängt an diesem „Angebot“. Sie wird zu einem Red Sparrow ausgebildet um sich an den CIA-Agenten Nathaniel Nash heranzumachen und diesen und MARBLE kalt machen zu können. Das Dominika gerade wegen dieser Ausbildung und allem was sich dabei zugetragen hat, ihre Einstellung zum System ändern könnte, damit hat ihr Onkel nicht rechnen können. Es beginnt ein Katz und Maus Spiel, sowohl bei den Russen als auch bei den Amerikanern…..

Nun, die Handlung war ganz gut, besonders am Anfang. Doch leider zog sich alles ziemlich in die Länge, viele ausschweifenden Dialoge, in denen einfach nur viel Blabla zu lesen war. Unterhaltungen, Small talk, wie sie jeder führen kann. Nichts außergewöhnliches. Einige gute Spannungsmomente waren enthalten. Geknistert hat es auch ein bisschen, Leidenschaft zwischen Domenika und Nathaniel sollte auch vorkommen, war aber eher Blümchenhaft. Gut, die Handlung sollte sich ja auch mehr um das Agentendasein drehen. Die Ansätze waren gut, leider aber auch recht Ausschweifend. Vor allem drehte sich aber – wie seltsam – viel ums Essen. Am Ende jeden Kapitels gibt es ein Rezept. Ist Red Sparrow nun ein Rezeptbuch mit Thrillerhandlung? Nein, ist es nicht, aber 670 Seiten sind eindeutig zu viel für die Handlung. 

Mein Fazit:

Auch wenn sich die Handlung zieht wie Kaugummi, bekommt man einen guten Einblick in das Agentenleben. Nimmt die Geschichte mal an Geschwindigkeit zu, wird das Tempo aber auch schon wieder rausgenommen. Das ist nervig, wie beim Autofahren. Schade. Ich sage es nur ungern, aber als Buch hat mich Red Sparrow nur am Rande überzeugen können! 

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119 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 55 Rezensionen

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Die geliehene Schuld

Claire Winter
Fester Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Diana, 05.03.2018
ISBN 9783453291942
Genre: Historische Romane

Rezension:

Der Autorin ist wieder ein sehr interessanter Roman gelungen, dessen Nazihintergrund für Spannung sorgt. Viele der Täter konnten sich nach dem Krieg absetzen, flüchten, untertauchen oder sich ein Leben unter falschem Namen aufbauen. Die Grauen, die diese Teufel in Uniform verbreitet haben, ist zwischen den Zeilen noch spürbar. Auch wie der nazionalsozialistische Gedanke, gerade bei den Angehörigen aktiver Nazis verankert ist, passt sich gut der Handlung an. Die Protagonisten sind generell alle gut durchdacht und passen in das Bild der Handlung. Gekonnt gesetzte Twist, Rückblicke, Persepktivwechsel und unterschwellige Spannung sorgen für Abwechslung. Dem Lesefluss schadet dies nicht, dafür sorgt der flüssige Schreibstil.
 
Nicht ganz im Reinen war ich am Ende mit dem Prolog. Was diese Handlung mit der eigentlichen Geschichte zu tun hat, ist mir nicht ganz klar.
 
Das Titelblatt finde ich sehr schön gestaltet. Zwei Personen im Vordergrund heben sich von den farblos gehaltenen restlichen Menschen durch eine dezente Farbgebung ab. Auf dem vorderen und hinteren Vorsatz des Buches ist jeweils die Europakarte in den Nachkriegsjahren abgebildet. Die Einteilung Deutschlands mit den Besatzungszohnen und den wichtigen Städten auch farbig hervorgehoben. So kann man zwischendurch auch mal den Wegen folgen, welche die Protagonisten währen ihrer Nachforschungen gegangen sind.
 

Mein Fazit:

Der geschichtliche Hintergrund hat mir sehr gefallen. Auch wenn die Handlung frei erfunden ist, enspringt sie doch guter Recherchearbeit. Nicht jeder Nazi wurde von den Alliierten gefangen oder verurteilt. Vielen gelangt die Flucht, oder sie wurden von den Spionagediensten der Befreier angeworben. Verwicklungen der Nachkriegszeit, die wohl viele nicht kannten, ich auch nicht.
 
Ein spannendes Drama, das Clair Winter hier zu Papier gebracht hat. Ich mag ihren Stil und die Zeit, in denen sie ihre Romane ansiedelt. Ihre Protagonisten, die den Mut besitzten sich gegen das Unrecht zu stellen und mit aller Macht, die ihnen zur Vefügung steht, versuchen dieses aufzudecken. Besonders mag ich, dass ihre weiblichen Heldinnen ganz normale Menschen sind, die sich trauen, tief zu bohren und auch weitermachen, wenn die Angst sie schier zu verschlingen droht.

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66 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 64 Rezensionen

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Das Meer löscht alle Spuren

Lone Theils , Ulrike Brauns
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 24.04.2018
ISBN 9783499273155
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Das Meer löscht alle Spuren“ ist ein gut strukturierter Kriminalroman. Hauptfigur ist die Journalistin Nora Sand. Sie soll für Manash Ishmail, einen iranischen Dichter der als Flüchtling in einem dänischen Auffanglager festsitzt, über den Verbleib seiner geliebten Frau Amina Nachforschungen betreiben. Auf ihrer Suche nach der verschwundenen Frau, kommt Nora Sand einem Netzwerk auf die Spur. Welch Aktivitäten sich hinter verschlossenen Türen oder spät nachts hinter hohen Mauern abspielen kann man erst mal Vermuten. 
 
Thematisch ist die Geschichte höchst brissant und durchaus glaubhaft. Nora Sand ist eine gut durchdachte Charaktere und wirkt auf mich sehr glaubwürdig. Ihr Privatleben ist auch Teil der Handlung, doch nicht zu sehr um störend auf den Fall an sich zu wirken. Auch die anderen Charaktere sind passend und gut gewählt. Der ein oder andere Charakter kommt aber doch zu kurz. Die Geschehnisse im Flüchtlingscamp hätten durchaus mehr in das Geschehen eingebaut werden können. Der Titel selber passt überhaupt nicht zur Handlung und irreführend.

Das Cover und der Titel gefallen mir für einen Kriminalroman zwar ganz gut, doch finde ich beides in Zusammenhang mit der Geschichte nicht passend gewählt. Beides ist irgendwie irreführend und entspricht nicht dem, was einen in der Handlung erwartet. Das sind aber eigentlich nur Nebensächlichkeiten, denn die Erzählung selber ist wirklich gut und überzeugt.

Fazit:

 
Ein flüssig zu lesender Kriminalroman mit einer glaubhaften Handlung. Nora Sand als Journalistin mit Spürsinn, hat mich von Beginn bis Ende überzeugt. Auch wenn „Das Meer löscht alle Spuren“ bereits der zweite Band dieser Serie ist, war es für mich kein Problem mich mit ihr und ihrem nicht ganz so leichten Privatleben zurecht zufinden.

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(140)

210 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 113 Rezensionen

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Kleine Feuer überall

Celeste Ng , Brigitte Jakobeit
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 20.04.2018
ISBN 9783423281560
Genre: Romane

Rezension:

Celest Ngs Geschichte beginnt mit dem Ende. Das war auch bei ihrem ersten Roman bereits so. Als Leser kennt man zwar schon in etwa das Ende, doch macht es die Handlung nicht uninteressanter. Im Gegenteil. Es weckt die Neugierde in einem. Was ist da passiert, dass sich dieses Ende ereignet. Nach und nach erhält man ein wunderbares Gesamtbild. Wie die einzelnen Charaktere ticken. Was sich in deren Leben so abspielt oder abgespielt hat. Man lernt sie lieben oder aber auch nicht zu mögen. Die einen kann man in ihren Taten, Handlungen und Worten verstehen. Die anderen verachtet man dafür, dass sie tun, was sie tun. Die Kluft zwischen Wohlhabend und – ich würde nicht sagen arm, aber kämpfend um sich ein halbwegs normales Leben leisten zu können – zieht sich durch die Handlung, wie ein roter Faden. Die Gesellschaftsschichten sind gut dargestellt und ein wesentlicher Bestandteil der Geschichte. Die eine tut Dinge um in der Gesellschaft gut dazustehen, die andere tut Dinge aus Überzeugung.
 
Sprachlich, wie auch inhaltlich, ein wundervoller Roman. Nicht agressiv, sonder sehr überzeugend, mit einer guten Portion Sarkasmus, Wortwitz und schwarzem Humor, leitet einen die Autorin durch die Handlung.

Mein Fazit:

  Wieder ein sehr gut gelungener Roman über die Amerikanischen Gesellschaftsschichten mit all ihren Höhen und Tiefen. Erzählerisch einfach wieder genial!

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31 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

armband, familie, geheimnis, liebe, phaedra patrick, reise, roman, selbstfindung, tod, trauer

Wie Arthur Pepper sich vor seiner Nachbarin versteckte und am Ende doch sein Herz fand

Phaedra Patrick , Beate Brammertz , Ute Brammertz
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei btb, 09.01.2018
ISBN 9783442715206
Genre: Romane

Rezension:

Mein Eindruck:

Ich muss gestehen, dass ich während der ersten Kapitel so gar nicht in die Geschichte hineinfinden konnte/wollte oder wie auch immer. Zu klischeehaft erschien mir Arther Pepper als Person. Er verkörperte für mich einfach zu sehr diesen englischen Pensionisten, der immer seinen gewohnten Tagesablauf durchleben musste. Neues, besser gesagt Unvorhergesehenes, warf ihn aus seinem strickten vorgegebenen Zeitplan. Ein Eigenbrötler halt, wie man ihn doch schon in so manch anderen englischen Romanen kennenlernen durfte. Doch nach den ersten anfänlich zähen Kapiteln schaffte es die Autorin dann doch noch, dass ich Arther Pepper und seine liebenswerten Spleens mochte. Je mehr Zeit ich mit ihm und seiner Suche verbrachte, um so mehr schloss ich auch den alten Mann in mein Herz. 

Arthur Pepper hat während dieser Suche eine schöne Wandlung als Person durchlebt. Nicht nur wurde aus dem verschrobenen Alten ein Mensch der merkte dass es sich lohnt über den Tellerrand hinaus zu blicken und über sich hinauszuwachsen, auch durchlief er einen Lernprozess welche Bereicherung andere Menschen für einen selbst doch sein können.

Als Charakter hat er, meines Erachtens nach, starke Ähnlichkeit mit Herold Fry. Auch begibt er sich ähnlich wie Herold auf eine Suche, begegnet dabei den unterschiedlichsten Menschen, die ihn in seinen Ansichten verändern und sein Leben bereichern.

Mein Fazit:

Nach den anfänglichen Startschwierigkeiten konnte mich Arthur Pepper wirklich gut unterhalten. Die Geschichte ist schön strukturiert. Die Erlebnisse und Begegnungen sind manchal witzig, manchmal etwas eigenartig und schräg, doch passen sie auch zu Arthur Peppers Persönlichkeit. Ein netter Roman für zwischendurch!

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30 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

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Die Geschichte des Wassers

Maja Lunde , Ursel Allenstein , Ulla Mothes , Christiane Pearce-Blumhoff
Sonstiges Audio-Format
Erschienen bei Der Hörverlag, 19.03.2018
ISBN 9783844528794
Genre: Romane

Rezension:

"Die Geschichte des Wassers" ist der zweite Band der Umweltquartologie der schwedischen Autorin Maja Lunde. Ihren Debütroman "Die Geschichte der Bienen", den ich auch in Hörbuchform genoss, konnte sie mich durchaus überzeugen. Leider schaffte sie das mit dieser neuen Geschichte nicht wirklich. 

Die Idee dahinter ist, wie auch bereits bei "Der Geschichte der Bienen", wirklich gut. Die Thematik interessant und Aktuell. Wasser heißt Leben. Nicht nur für den Menschen, auch für Fauna und Flora. Es ist wichtig die Ressource Wasser zu schützen. 

Die Geschichte spielt in zwei voneinander unabhängigen Zeitsträngen. Während Signes Teil den Schutz der Umwelt darstellen soll, ist David ein Umweltflüchtling. Signe wird durch ihren Vater zur Naturschutzaktivistin. Da sind durchaus glaubhafte Ansätze in einem Teil der Handlung. David muss mit seiner Familie vor einer Umweltkatastrophe fliehen und findet sich zusammen mit seiner Tochter Lou in einem Flüchtlingslager. Auch dieser Teil der Handlung hat gute, nachvollziehbare Ansätze. Leider sind beide Handlungen aber doch recht oberflächlich dargestellt. Der Umweltaspekt kommt in beiden Erzählsträngen zu kurz. Die Autorin geht in beiden Handlungsstränge zu wenig in die Tiefe. Besonders bei Davids Part klafft da ein Riesenloch. 

Mein Fazit:

Schade, dass die Autorin mit dem Umweltgedanken nicht mehr gespielt hat. Mir fehlt genau das in dieser Geschichte. Darauf hatte ich mich eigentlich gefreut. 

Dem Hörbuch zu folgen erwies sich auch nicht immer als einfach. Die Sprecher waren zwar gut, doch wurde manchmal mit solcher Aggressivität, Wut und Tempo gesprochen, dass es nicht immer leicht war, das gehörte zu verstehen.

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27 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

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Memory Wall

Anthony Doerr , Werner Löcher-Lawrence
Flexibler Einband: 144 Seiten
Erschienen bei btb, 12.02.2018
ISBN 9783442715541
Genre: Romane

Rezension:

Wow, es ist schon erstaunlich welch dicht gewobene Geschichte der Autor auf recht wenigen Seiten zu Papier gebracht hat. Mit gerade mal 134 Seiten ist diese Novelle wahrlich nicht sehr umfangreich.

Doerr erzählt in einem wunderschön zu lesenden Stil von Alma, deren Erinnerungen auf Kassetten gespeichert ist und die sie mit Hilfe von ins Gehirn gepflanzter Stecker abrufen kann. Es ist aber auch die Geschichte von Pheko, ihrem treuen Diener. Der ihr jeden Tag zur Seite steht und täglich von den Slums vor Kapstadt zu ihr in die vornehme Villa kommt um ihr zu helfen. Pheko ist alleinerziehender Vater und kämpft für seine Jungen um das tägliche überleben. Und dann ist da noch Luvo, der Weisenjunge, der von dem zwielichtigen Roger für seine Zwecke missbraucht wird, um die Erinnerungen von Alma zu durchforsten um etwas ganz bestimmtes darin zu finden.

Alma tat mir erst sehr leid, denn Erinnerungen sind etwas kostbares. Ein trauriges Dasein ist ihr bestimmt ohne diese Erinnerungen. Aber in ihren Erinnerungen durchleuchtet man auch ihr Leben und erfährt so manches über sie, was sie nicht wirklich zu einer liebenswerten Person macht. Traurig ist die Geschichte aber doch, denn in einer Gesellschaft wo nach wie vor ein großer Spalt zwischen weiß und schwarz besteht, haben es besonders die Kinder schwer. Das zeigt Luvos Part der Geschichte. Als Weise und Straßenjunge hat er es zeitlebens schwer gehabt. Durch Roger hat er zwar seine tägliche Portion Essen und eine Schlafplatz, aber der Mann verlangt Luvo auch alles ab. Erst als das Schicksal ihn von dem Mann erlöste ist Luvo frei und nutzt Almas Erinnerungen für sich und er hilft damit auch anderen.

Mein Fazit:

Auf ruhige, aber schöne Art, beschreibt der Autor das Leben dreier unterschiedlicher Personen. Im Fokus stehen die Erinnerungen von Alma. Darum herum sind noch die Leben von Pheko und Luvo geschickt in die Handlung integriert. Ein wirklich nettes Büchlein, dem man gedanklich noch lange nachhängt. In Erinnerung schwelgen sozusagen.


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111 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 37 Rezensionen

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Tausend Teufel

Frank Goldammer
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 13.10.2017
ISBN 9783423261708
Genre: Krimi und Thriller

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73 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 10 Rezensionen

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Der Angstmann

Frank Goldammer
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 08.09.2017
ISBN 9783423216968
Genre: Krimi und Thriller

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

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Before you go - Jeder letzte Tag mit dir

Clare Swatman , Sonja Rebernik-Heidegger , Christiane Marx
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei Random House Audio, 15.01.2018
ISBN 9783837140989
Genre: Romane

Rezension:

Einen geliebten Menschen zu verlieren ist immer eine Tragödie. Wünscht man sich da nicht manchmal die Zeit zurück drehen zu können? Zoe ist genau das widerfahren. Ihr Mann Ed ist durch einen Unfall ums Leben gekommen. In den ersten Kapiteln kämpft sich die junge Frau durch die Tage der Trauer. Ist kaum in der Lage klare Gedanken zu fassen. Nach einem Sturz wacht Zoe dann in ihrer Vergangenheit auf und durchlebt ihr Leben ab dem Zeitpunkt noch einmal als sie Ed das erste Mal gesehen hat.

So weit so schön. Zoe erlebt also all die Jahre noch einmal, welche sie mit Ed erlebt hat. Mit all ihren Höhen und Tiefen. Und Tiefen gab es so einige, erfährt man dann auch so nach und nach. Diese Erinnerungen sind Sprünge in der Zeit. Ist ein Tag vorbei, erwacht Zoe immer einige Monate oder Jahre später. Immer ist sie der Meinung, dass sie aus einem bestimmten Grund genau an diesem Tag erwacht. Und sie nur etwas in der Vergangenheit ändern muss, um Ed in der Zukunft das Leben zu retten.

Eigentlich eine nette Geschichte. Vor allem sehr schön gesprochen und erzählt von Christiane Marx. Sie versteht es sehr gut, den einzelnen Charakteren eine unterschiedliche Tonfarbe zu verpassen. Leider ist die Geschichte aber auch recht schablonenhaft. In Zoes Leben wurden so viele negative Ereignisse platziert, dass es für mich schon recht unglaubwürdig anmutete.

Mein Fazit:

Von der Idee her war die Geschichte wirklich gut. Leider hat die Autorin für meinen Geschmack zu sehr ausgeschlachtet, was einem so im Leben alles passieren könnte. Allerdings war das in meinen Augen einfach zu viel für ein einziges Paar. Zu Schablonenhaft eben. Auch wenn das Ende, so wie es gemacht wurde, etwas tröstliches für Zoe hatte, bediente sich die Autorin bis zum Schluss diesem Stereotypen abarbeiten. Insgesamt nett, aber nicht wirklich was ich mir vom Titel erwartet hatte!

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126 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 51 Rezensionen

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Idaho

Emily Ruskovich , Stefanie Jacobs
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Hanser Berlin, 19.02.2018
ISBN 9783446258532
Genre: Romane

Rezension:

Mann o Mann, noch nie hab ich mich so schwer getan, eine Rezension über ein Buch zu schreiben, wie über Idaho. Obwohl ich damit schon einige Zeit durch bin, haben sich die richtigen Worte für dieses Werk noch nicht klar definiert. 

Idaho ist kein Roman, der für mich leicht verständlich war. Der Beginn war spannend und die Erwartungen in das Gelesene waren groß. Ein Drama, ja das ist Idaho. Ein Drama mit lauter Verlierern. Denn keiner der Protagonisten gewann wirklich etwas. 

Jenny und Wades Geschichte beginnt voller Liebe. Sie verwirklichen sich ihren Traum vom Leben. Ziehen von der flachen heißen Prärie ins gebirgige Hinterland. Dort oben, außerhalb der nächsten größeren Siedlung erfüllt sich endlich auch ihr Kinderwunsch. Nichts scheint diese Idylle trüben zu können. Bis eines Tages das Unbegreifliche geschieht. Jenny ermordet ihre jüngere Tochter und June verschwindet spurlos .....

Soweit, sogut. Als Leser erhoffte ich mir eine Aufarbeitung der Geschehnisse. Denn die Tat war so unbegreiflich, für mich nicht zu fassen. Vom Beginn bis zum Ende. Ich sah Jenny nie als Kindsmörderin. Hatte immer einen anderen Hintergedanken. Die ganze Zeit. Doch die Autorin wollte diesem Drama keine führende Hand geben. Als Leser sollte man sich die Ereignisse, das Warum und Wieso wohl selber ausmachen. Leider nichts für mich. Auch wenn mir die Geschichte von der Sprache her gut gefallen hat, vermisste ich einfach eine tatsächliche Aufarbeitung. Wade half da auch nicht dazu bei. Er verliert immer mehr das Gedächtnis. Seine Krankheit ist auch ein Teil der Handlung. Wie sie auf seinen Charakter einwirkt und welche Konsequenzen Anne, seine zweite Frau, daraus tragen muss. 

Erwartet man eine klare Strukturierung eines Romanes, wird man mit Idaho seine Schwierigkeiten haben. Denn nicht nur die Kapitel schwanken von der Gegenwart in die Vergangenheit und in die Zukunft, sondern sie wechseln sich auch mit den verschiedenen Charakteren ab.

Mein Fazit:

Keine leichte Kost. Vor allem fehlte mir eine gewisse Verarbeitung der Geschehnisse und der Tat an sich. Als Leser muss ich zwar nicht immer alles genau wissen, doch gerade bei dieser Geschichte fehlten mir die Antworten auf das Warum und Wieso zu sehr! 

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216 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 138 Rezensionen

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Für immer ist die längste Zeit

Abby Fabiaschi , Barbara Christ
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei FISCHER Krüger, 21.03.2018
ISBN 9783810524799
Genre: Romane

Rezension:

Maddy ist tot. Scheinbar hat sie Selbstmord begangen. Während ihre Tochter Eve und ihr Mann Brady versuchen, mit dieser Tatsache klarzukommen und Antworten zu finden, befindet sich Maddy irgendwo zwischen Erde und Himmel. Auf ihrem Beobachtungsposten wird Maddy klar, dass sie ihren Lieben unbedingt helfen muss. Vater und Tochter haben nämlich keinen guten Draht zueinander und benötigen gewisse Unterstützung auf zwischenmenschlicher Ebene. Immer wieder mischt sich Maddy in die Gedanken der Beiden und schafft es so, dass sie sich langsam wieder näher kommen. 

In einem Tagebuch von Maddy hofft Brady Antworten zu finden. Und die findet er tatsächlich, allerdings anders als erwartet. Denn die Sorgen, die Maddy darin niederschrieb, öffnen ihm allmählich die Augen über ihr Seelenheil. Auch Eve blättert immer wieder darin und erkennt auch, wie es ihrer Mutter im Familienleben ergangen ist. 

Irgendwie albern, zu beten, während sich die Beweise häufen, dass ich hier festsitze bis in alle Ewigkeit, aber bitte, lieber Gott, wenn ich nicht schon vergessen bin, mach, dass heute der Tag ist, an dem ich mehr tun kann, als sie nur zu trösten.

Seite 56

In kurzweiligen Kapiteln in denen Maddy, Eve und Brady abwechselnd aus ihrer Sicht den jeweiligen Tag schildern, erhält man als Leser einen guten Einblick in die Familie. Die große Frage, hat Maddy tatsächlich Selbstmord begangen, zweifelt man als Leser schon recht früh an. Durch hingeworfene Brocken aus Maddys Sicht, verstärtk sich diese Meinung immer mehr. Auch wenn sie als Ehefrau und Mutter nicht recht glücklich schien, konnte ich mir diesen entgültigen Schritt von ihr nicht vorstellen.

Schön fand ich die Tagebucheinträge von Maddy. Sie waren witzig, ernst und manchmal auch verzweifelt. Ich konnte mir gut vorstellen, wie Maddy abends darin schrieb und den vergangen Tag in Worte fasste. Besonders gefiel mir aber die Vorstellung, dass sie von dort wo sie während der Geschichte war, die Menschen irgendwie leitete. Nicht nur Eve und Brady, auch ihre Schwester, ihre beste Freundin und Rory, Eves Nachhilfelehrerin. Eine nette und tröstliche Vorstellung.

Auch wenn die Geschichte natürlich einen traurigen Hintergrund hat, ist sie auch witzig. Eve, die aufsässige Teenagertochter, legt manchmal einen Sarkasmus an den Tag, da muss man, trotz des Ernstes einfach schmunzeln. Brady mag kein schlechter Kerl sein, aber als Ehemann taugte er nur bedingt. 

Besonders gut gefallen hat mir auch die Cover Gestaltung. Auch wenn man dahinter nicht so eine Geschichte vermuten würde. Die Haptik finde ich auch sehr schön. Ich mag es, wenn man ein Buch in den Händen hällt und einzelne Segmente fühlen kann!

Mein Fazit:

Für immer ist die längste Zeit ist ein netter Roman für zwischendurch, der durchaus etwas nachhallt. Es war schön mitzuerleben wie sich Eve und Brady entwickeln und merkten, dass eine Mutter und Hausfrau eben nicht nur das ist. Sondern ein Mensch mit Bedürfnissen, der nicht nur für das Wohl der Familie zuständig ist, dem man auch selber mal Anerkennung zollen sollte. Leider ist ihnen das erst zu spät bewusst geworden. Doch die Lebenden können das ja noch ändern. Und genau da hackte es für mich persönlich in der bis dahin gut durchdachten Geschichte. Denn das Ende ist für mich zu sehr ein romantisches Happy End. Nicht, dass mir solch Happy Ends nicht gefallen würden, für die Geschichte hätte ich das aber doch nicht noch gebraucht!

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19 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

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Locked In

Holly Seddon , Astrid Finke
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Heyne, 11.12.2017
ISBN 9783453422377
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das Buch hat mich wegen seiner Thematik interessiert. Auch ich hatte jemanden in der engeren Familie im Koma liegen. Ich war also sehr gespannt, wie die Autorin das Opfer darstellt. Und ich muss sagen, ich fand es total gut gemacht und auch glaubwürdig. Das Glaubwürdig kommt eben durch die eigene Erfahrung.

Alex Dale ist, wie schon oben erwähnt, eine brillante Journalistin. Vor allem aber ist sie Alkoholikerin. Sie hat sich selber einen ausgeklügelten Timetable erstellt, damit während ihrer öffentlichen Arbeiten niemand etwas davon mitbekommt. Bis zwölf Uhr funktioniert sie hundertprozentig. Danach verkriecht sie sich in ihren eigenen vier Wänden, damit sie ihre Krankheit pflegen kann. Jahre vorher hatte sie einen gut bezahlten Job bei einer Zeitung mit einer eigenen Kolumne. Nun will sie wieder versuchen in ihrem alten Leben Fuß zu fassen. Ihr Artikel soll vom Wachkoma handeln. Im Royal-Infirmary-Krankenhaus stößt sie bei ihren Recherchen auf Amy Stevenson. Seit 15 Jahren liegt sie dort im Koma. Alex kann sich an die tragische Geschichte der jungen Frau erinnern und beschließt, diesem noch immer ungelösten Fall, weiter nachzuforschen. Ein Mann scheint der Journalistin dabei höchst verdächtig…..

Der Thriller liest sich wirklich sehr gut. Der Aufbau ist auch ganz interessant gemacht, mit einer Zeitspanne von 15 Jahren und aus abwechselnden Perspektiven auf das Geschehen. Sehr gut gemacht fand ich Amys Teil der Geschichte. Sie ist sehr präsent, das hat mir gefallen. Man konnte sich sehr gut in ihre gefangenen Gedankenwelt hineinversetzten und ich für meinen Teil, kann mir das gut vorstellen, dass es so sein könnte. Auch Alex fand ich gut dargestellt. Ihr Alkoholproblem erlebt man natürlich auch ganz nah. Doch man erfährt auch, wie es dazu kam und wie tief Alex’ Fall wirklich war. Trotz ihrer Sucht ist sie aber doch eine gute Journalistin, ohne Sensationsgeilheit. Ihr liegen die Menschen, über die sie schreibt am Herzen. Zu Amy baut sie allmählich eine tiefe Verbundenheit auf, denn auch sie ist ohne Freunde und Familie. Nach und nach rollt Alex Amys Fall neu auf, deckt Geheimnisse auf und nimmt gleichzeitig den Kampf gegen die Alkoholkrankheit auf. Denn wenn sie das nicht macht, dann wird sie bald sterben und dann ist Amy ganz allein.

Mein Fazit:

Ein rund um gut gemachter Spannungsroman mit glaubwürdiger Handlung und gut gewählten Charakteren. Auch wenn man als Leser schon eine ganze Zeit früher eine Ahnung zum Täter hat, schafft es die Autorin doch ab und zu Zweifel zu dieser Ahnung zu sähen. Kein Thriller im klassischen Stil, aber wer Bücher wie “Girl on the Train” oder ähnliches mag, dem kann ich diesen Titel durchaus empfehlen. Wie immer meine eigene Meinung und wer es lesen möchte, soll sich bitte seine eigene zu Locked in bilden!

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260 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 117 Rezensionen

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The Woman in the Window - Was hat sie wirklich gesehen?

A. J. Finn , Christoph Göhler
Flexibler Einband: 543 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 19.03.2018
ISBN 9783764506414
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Anna leidet an einer Angststörung. Seit Monaten verlässt sie ihr Haus nicht. Beobachtet die Menschen in ihrer Straße vom ihrem Wohnzimmerfenster aus. Verlassen und allein, gehört dieses Stalken und blicken in die Leben ihrer Nachbarn zu ihrem täglichen Zeitvertreib. Man erlebt Annas Ängste, Tagesabläufe, Gedankenwelt, Tabletten- und Alkoholkonsum.

Als im Nachbarhaus ein Mord geschieht und ihr danach niemand glaubt, ist man sich allmählich auch nicht mehr sicher, was sie tatsächlich gesehen haben will oder nicht. Der Autor schafft es das Gesehene so geschickt ganz anders dargestellt zu schildern, dass man auch als Leser der Meinung ist, Anna würde fantasieren. Nach und nach wird alles neu aufgerollt. Auch Annas eigene Geschichte. Richtig spannend wird es aber dann doch erst auf den letzten Kapitel.


Mein Fazit:


Mir persönlich hat der Thriller gefallen. Ich mag es, wenn man psychologisch auch etwas geboten bekommt, ohne dass es sich gleich um einen Psychothriller handelt. Wem "Girl on the Train" gefallen hat, dem wird auch "The Woman in The Window" gefallen!

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

darm, gesundheit, medizin

Schön mit Darm

Michaela Axt-Gadermann
Flexibler Einband
Erschienen bei Südwest, 19.09.2017
ISBN 9783517096148
Genre: Sachbücher

Rezension:  
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Die Namen der Toten

Sarah Bailey , Stefan Lux
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Penguin, 09.01.2018
ISBN 9783328101741
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Krimi beginnt wirklich spannend. Gleich im ersten Kapitel ist man mit dem späteren Mordopfer konfrontiert. Durchlebt die letzten Momente bis zu dessen Entführung. Danach lernt man auch gleich Richard Vega kennen. Er war mir auch gleich sympathisch. Was man von seiner Vorgesetzten nicht sagen kann. Die Beziehung zwischen diesen Beiden, war mir zu Beginn etwas suspekt. Man merkte aber gleich, dass da mehr dahinter steckt. Während des Falles klärt sich dieses Verhältnis auch nach und nach mehr auf. Neben der Ermittlungsarbeit mit wirklich spannenden Momenten, spielt eben auch Vegas Privatleben eine tragende Rolle in diesem Krimi. Mir persönlich hätte hierbei seine Beziehungs zu Cherry, eine Art Ziehtochter wenn man so will, völlig gereicht um Vegas auch als Privatperson kennen zu leren. Doch, wie erwähnt, spielt auch sein Verhältnis zu seiner Vorgesetzten eine nicht zu kleine Rolle. Diese Verstrickungen im Privatleben des Ermittlers nehmen für mich zu viel Raum ein und sorgen lediglich dafür, dass die wirklich spannenden Momente des äußerst verstrickten Kriminalfalles zu kurz kommen. Denn spannend ist der Fall zu beginn allemal. Leider wird zu viel durch die Handlung selber dann verraten und man weiß als Leser dann doch recht bald in welche Abgründe sie einen zieht.

Mein Fazit:

Die Namen der Toten ist ein guter Krimi mit einem mir persönlich recht sympathischen Ermittler. Wobei es eigentlich keine Rolle spielt, ob mir der Ermittler oder ein anderer Charakter sympathisch ist oder nicht. Gut muss der Fall sein und er muss mich packen. Das schaffte dieser Kriminalroman auch stellenweise. Allerdings waren diese Spannungsmomente auch recht kurzweilig und schnell vorüber. Von der Idee her ein wirklich gut durchdachter Fall. Anfangs war nicht klar ersichtlich in welche Richtung die Morde die Ermittlungen treiben. Doch leider verrieten die Nebendarstellungen für mich doch zu viel und es gab bald keine wirklichen Überraschungen mehr zu durchforsten.

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38 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

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D.I. Helen Grace - Eingeschlossen

Matthew J. Arlidge , Karen Witthuhn
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 24.01.2018
ISBN 9783499273698
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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141 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 74 Rezensionen

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In eisiger Nacht

Tony Parsons , Dietmar Schmidt
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 26.01.2018
ISBN 9783404176212
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Yes! Als absoluter Fan von Max Wolfe, dem Detektive mit dem sehr großem mitfühlenden Herzen für Opfer und Hinterbliebene, war ich natürlich Feuer und Flamme für diesen neuen Fall.

Wieder begann das Grauen bereits im Epilog. Den Titel, In eisiger Nacht, konnte man auf diesen Seiten regelrecht am eigenen Körper spüren. Tony Parsons hat die schrecklichen Stunden der zwölf Frauen sehr real geschildert. Dramatisch und schlimm. Mir lief es nicht nur kalt den Rücken runter, auch standen mir die Tränen in den Augen. So Grausam dieser Teil der Geschichte ist, so real ist er für Menschen, die sich mit Hilfe von zwielichtigen Schleppern auf den Weg in ein vermeintlich bessere Leben begeben.

Der Fall selber wird nach dem Epilog aus der Ich-Perspektive durch Max Wolfe erzählt. Er, und auch der Rest des Ermittlerteams, kommen diesmal fast an ihre Grenzen des Erträglichen. Neben viel Ermittlerarbeit, kommt der Detektive so manches mal in eine recht heikle Situation. Leider ist nicht alles was die Ermittler tun nachvollziehbar. Das sorgt schon für so manches Kopfschütteln, denn es ist zu erahnen, dass es Schwierigkeiten geben wird. Schade, denn der Autor lässt das Team dem Leser gegenüber bei gewissen Handlungen wie Idioten dastehen.  Zur Hauptermittlung kommt noch eine Nebenermittlung, die sich am Ende beide gut ineinander fügen. Auch altbekannten Halunken begegnet man wieder. Als Leser hat man ordentlich Raum für eigene Gedanken und Mitratemöglichkeiten.

Gefallen hat mir aber, dass auch in diesem Band Max Wolfes Privatleben, und das des restlichen Teams, wieder ein Teil der Geschichte war. Wolfes Tochter, die Haushälterin und auch der niedliche Vierbeiner, sind mir mit jedem Buch mehr ans Herz gewachsen und ich hätte sie tatsächlich vermisst, wenn diese drei Charaktere nicht mehr vorgekommen wären.

Mein Fazit:

Leider schwächelt die Geschichte etwas durch die nicht nachvollziehbaren Ermittlungsarbeiten und kann die anfängliche Spannung nicht wirklich halten. Schade, denn die Thematik ist sehr aktuell. Da hätte der Autor sicherlich etwas mehr machen können.


3 1/2 Sterne ist meine eigentliche Wertung. Da es keine 1/2 Sterne hier auf LB gibt, sind es daher 4.


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200 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 81 Rezensionen

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The Fourth Monkey - Geboren, um zu töten

J.D. Barker , Leena Flegler
Flexibler Einband: 539 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 27.12.2017
ISBN 9783764506247
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Fünf Jahre schon verfolgt Sam Porter einen Serienkiller. Bisher ohne Erfolg. Keine Indizien, keine Hintergründe, nichts. Die Polizei tappt völlig im Dunkeln. Klar ist nur, das von jedem Opfer Körperteile verschickt wurden: erst kommt ein Ohr, dann die Augen, danach die Zunge und schließlich wird man eine Leiche finden. Als Porter und sein Kollege zu einem Unfallort gerufen werden, hatte der Tote eine Schachtel bei sich, dessen Größe, Form und Farbe den Beamten nur zu vertraut waren. Darin ein Ohr. Den Ermittlern ist klar, dass, wenn der Täter tot ist, es irgendwo noch ein lebendes Opfer gibt. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit…..


Ich bin ein Dieb, ein Mörder, ein Entführer. Ich habe zum Spaß gemordet und aus reiner Notwendigkeit. Ich habe aus Hass gemordet. Ich habe gemordet, einfach nur weil ich dem Drang nachgeben musste, der mit der Zeit übermächtig wird. Einem Drang - einem Hunger nicht ganz unähnlich - der nur gestillt werden kann, indem Blut fließt oder ein gequälter Schrei erklingt.

Wir werden eine Menge Spaß zusammen haben, Sie und ich."

Seite 28/29.

Auch ein Tagebuch wurde bei dem Toten gefunden, mit einem persönlichen Schreiben an Porter. Darin erzählt der Mörder seine Geschichte. Das macht diesen Thriller ganz besonders spannend. Denn man ist nicht nur mit Porter und seinem Partner auf der Suche nach dem noch lebenden Opfer, sondern erfährt unfassbares über den Mörder. Seine Kindheit, seine Eltern, wie er geworden ist was er ist.

Die Kapitel sind relativ kurz, so kann man zwischen den einzelnen Szenen recht gut hin und her wechseln. Der Handlungsaufbau sorgt für Gänsehaut, man fürchtet was da auf einen zukommt. Durch geschickte Wendungen entpuppt sich so manche Spur aber als Irrweg und welch perfides Spiel sich der Mörder für die Ermittler ausgedacht hat. Porter selber ist ein fähiger Ermittler, der aber auch eine schwere Zeit durchmacht. Was dahinter steckt erfährt man auch nach und nach.

Mein Fazit:

Ein echter Pageturner von der ersten bis zur letzten Seite. Durch die unterschiedlichen Sichtweisen - den Fall einerseits, die Tagebucheinträge andererseits und dem Überlebenskampf des Opfers als dritte Komponente – ist man den Geschehnissen unfassbar nahe. Das Fall ist in sich abgeschlossen, trotzdem ist das Ende offen. Ich bin gespannt wie es weiter geht.

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61 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 21 Rezensionen

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Die schwarze Dame

Andreas Gruber
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 18.12.2017
ISBN 9783442480265
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Andreas Gruber zählt für mich zu den besten Thrillerautoren österreichs. Seit ich das erste Buch von ihm gelesen habe – Todesfrist – bin ich ein Fan. Mit seinen etwas extremen Ermittlercharakteren hat er mich total überzeugt, ganz vorne weg natürlich Maarten S. Snijder. Aber auch seine andere Serie um Ermittler Walter Pulaski fand ich ganz toll. Nun gibt es also diesen neuen Helden: Peter Hogart.

Auf den ersten Kapiteln war ich dann doch etwas hin und hergerissen. Kann mich der Thriller so mitreißen, wie all die anderen Bücher des Autors. Erst mal konnte er es nicht. Peter Hogart gehört als Ermittler zwar auch zu den Charakteren, die ich gerne mag. Nicht so Standard oder versifft oder von sich selbst überzeugt, sondern genau das Gegenteil. Obwohl trinken und rauchen tut er schon auch. Aber er hat auch so ein paar Komplexe, besonders wenn es um Frauen geht. Die Handlung an sich ist auch ganz gut. Der Klappentext ist schon recht ausführlich, daher gehe ich darauf auch nicht näher ein.

"Im nördlichen Teil der Prager Burg, direkt angrenzend an die Burgmauer, lag das Goldene Gässchen. Dieses letzte Stück eines mittelalterlichen Prags wirkte mehr als ärmlich, zumal es sich dabei nur um einen schmalen Weg aus Pflastersteinen mit windschiefen buckligen Häusern handelt."

Seite 115

Die Beschreibungen von Prag sind sehr bildhaft und schön beschrieben. Wer schon mal in der Stadt war, wird sich an einige Plätze sicher auch erinnern, so wie ich. Trotzdem konnte mich die Geschichte nicht so recht mitreißen. Zufällig las ich dann irgendwann, dass Die schwarze Dame ein früheres Werk des Autors war und es sich bei dem Thriller um eine Neuauflage handelt. Das merkt man dem Stil schon an, die Handlung wirkt gerade durch die ausführlichen Beschreibungen manchmal auch etwas zäh.

Mein Fazit:

Wenn man all die anderen Bücher des Autors kennt, so wie ich, fehlt doch das gewisse Etwas. Das liegt aber wohl daran, dass es sich bei dem Thriller, wie oben bereits erwähnt, um ein frühes Werk des Autors handelt. Die Geschichte ist aber gut, die Charaktere gefielen mir auch. Die szenischen Beschreibungen sind gut beschrieben, man kann sich die Gassen und Plätze richtig gut vorstellen. Wäre das mein erster Andreas Gruber, wäre ich begeistert. So hat der Thriller doch ein paar Schwächen.

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79 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 17 Rezensionen

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Ich bin nicht tot

Anne Frasier , Anu Katarina Lindemann
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.11.2017
ISBN 9783453439061
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Einstieg in diesen Thriller war wirklich Spannung pur! Man befindet sich mit dem noch unbekannten Opfer in den Fängen des Täters und fiebert dem Verlauf dieser Szene geradezu entgegen. Was wird passieren, wie endet diese Episode?

Nach dem wirklich spannenden ersten Kapitel erfährt man die Geschichte von Jude Fontaine. Die Detective ist drei Jahre zuvor von einem Unbekannten entführt worden. Der Fall wurde nie gelöst und Jude Fontaine als tot vermutet. Drei Jahre später gelingt ihr die Flucht. Nichts ist mehr so wie es war. Ihr Freund hat eine andere, ihr Platz bei der Polizei neu besetzt. Doch Jude gibt nicht auf. Sie kämpft sich zurück und arbeitet wieder als Detective. An ihren letzten Fall vor dem Verschwinden kann sie sich nicht recht erinnern. Erst als ein Mädchen tot aufgefunden wird und eine Unbekannte an sie herantritt, fängt sie an in ihrer Vergangenheit zu graben und begibt sich damit in tötliche Gefahr……

Der Thriller ist gut durchdacht, hat so manche spannende Szene zu bieten, hat aber auch einige Schwächen bei der Umsetzung. Gänsehautfeeling kam aber durchaus auch auf. 

Die Charaktere passen auch gut zu der Geschichte. Jude Fontain ist nicht die einzige Person in der Handlung, die Schwierigkeiten in ihrem Leben zu meistern hat. Ihr Privatleben nimmt reichlich Platz in dem Thriller ein und ist für die Handlung von Bedeutung. Auch das Leben ihres Partner wird etwas genauer durchleuchtet und füllt den Thriller aus.

Mein Fazit:

Als Ladythriller bezeichne ich Romane wie diesen. Sie weisen eine gute Portion Spannung auf. Verfügen über eine weibliche Protagonistin, der schlimmes wiederfahren ist. Ein paar gute Lesestunden sind garantiert, wenn man diese Art von Thriller mag. Mich hat Ich bin nicht tot bis auf wenige Momente ganz gut unterhalten.

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27 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

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Bis ans Ende meiner Welt

Emilia Lint
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 16.10.2017
ISBN 9783442486199
Genre: Romane

Rezension:

Bis ans Ende meiner Welt ist kein fröhliches oder spannendes Abenteuerbuch. Wie könnte es das auch sein, denn Juliane ist todkrank. Ihr Arzt gibt ihr nur noch wenige Wochen zu leben. Die junge Frau will die Zeit, die ihr noch bleibt, nutzen. Für sie steht fest, dass sie unter gar keinen Umständen mit Medikamente vollgepumpt werden soll oder schlimmer noch, dass sie, wenn es dem Ende zu geht, an irgendwelchen Apparaten angehängt ist. Während der Heimfahrt vom Krankenhaus schon, reift in ihr ein Plan. Der Zwischenfall mit dem Schlachttransporter verstärkt ihn nur noch. Kurz entschlossen sucht sie alles nötige zusammen und macht sich auf, zusammen mit dem geretteten Pferd „Lazarus“, zu einer letzten ausgedehnten Wanderung. Wohin die Reise geht, wird sich zeigen ….

Obwohl mich die Inhaltsbeschreibung gleich angesprochen hat, konnte ich mich nicht gleich mit dem Stil der Autorin anfreunden. Was der Grund dafür war, ist mir selber nicht ganz klar. An den Charakteren lag es nicht, denn diese empfand ich als recht ehrlich und lebensecht dargestellt. In Juliane konnte ich mich einerseits gut hineinversetzten, andererseits fand ich ihr Vorgehen, einfach abzutauchen und für ihren Mann und ihre Eltern spurlos von der Bildfläche zu verschwinden, recht egoistisch. Erst mit der Zeit konnte ich das besser verstehen.

Auf ihrem Weg quer durch das Land begegnet Juliane interessanten Menschen. Wie aus Fremden Freunde werden können ist schön beschrieben. Auch wie diese Fremden mit ihr und ihrer Krankheit umgingen hat mir gefallen. Manchmal ist es leichter mit jemand Unbekannten über schwierige Themen zu sprechen, als mit Menschen die einem bekannt und vertraut sind. Das konnte man in der Geschichte ganz stark spüren.


In dieser Nacht träumte Juliane von den Bergen, von schneebedeckten Gipfeln und schartigen Tälern, von blühenden Almwiesen und verwitterten Hütten. S. 145

Der Geschichte merkt man die Leidenschaft der Autorin für das Wandern und die Berge auch an. Die Gegend, die Berglandschaft und ihre Bewohner sind gut dargestellt. Haben mitunter auch etwas Rau-Romantisches.

Und dann ist da noch Lazarus, der tierische Held in der Geschichte. Selber mit Problemen behalftert, findet er in Juliane seinen Menschen. Auch Tiere funktionieren nicht immer wie der Mensch es gerne hätte. Lazarus ist das beste Beispiel dafür. Ungehorsam, störrisch, eigensinnig, ein Vollschaden sozusagen. Juliane war seine Rettung und Lazarus war die ihre.

Mein Fazit:

Auch wenn die Geschichte ein trauriges Ende hat, schafft es die Autorin, den Leser gestärkt daraus zu entlassen. Nette Begegnungen und schöne Erlebnisse runden die Handlung schön ab. Liebenswert!

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