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24 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

memory wall, anthony doerr, demenz, fossilien, erinnerungen

Memory Wall

Anthony Doerr , Werner Löcher-Lawrence
Flexibler Einband: 144 Seiten
Erschienen bei btb, 12.02.2018
ISBN 9783442715541
Genre: Romane

Rezension:

Wow, es ist schon erstaunlich welch dicht gewobene Geschichte der Autor auf recht wenigen Seiten zu Papier gebracht hat. Mit gerade mal 134 Seiten ist diese Novelle wahrlich nicht sehr umfangreich.

Doerr erzählt in einem wunderschön zu lesenden Stil von Alma, deren Erinnerungen auf Kassetten gespeichert ist und die sie mit Hilfe von ins Gehirn gepflanzter Stecker abrufen kann. Es ist aber auch die Geschichte von Pheko, ihrem treuen Diener. Der ihr jeden Tag zur Seite steht und täglich von den Slums vor Kapstadt zu ihr in die vornehme Villa kommt um ihr zu helfen. Pheko ist alleinerziehender Vater und kämpft für seine Jungen um das tägliche überleben. Und dann ist da noch Luvo, der Weisenjunge, der von dem zwielichtigen Roger für seine Zwecke missbraucht wird, um die Erinnerungen von Alma zu durchforsten um etwas ganz bestimmtes darin zu finden.

Alma tat mir erst sehr leid, denn Erinnerungen sind etwas kostbares. Ein trauriges Dasein ist ihr bestimmt ohne diese Erinnerungen. Aber in ihren Erinnerungen durchleuchtet man auch ihr Leben und erfährt so manches über sie, was sie nicht wirklich zu einer liebenswerten Person macht. Traurig ist die Geschichte aber doch, denn in einer Gesellschaft wo nach wie vor ein großer Spalt zwischen weiß und schwarz besteht, haben es besonders die Kinder schwer. Das zeigt Luvos Part der Geschichte. Als Weise und Straßenjunge hat er es zeitlebens schwer gehabt. Durch Roger hat er zwar seine tägliche Portion Essen und eine Schlafplatz, aber der Mann verlangt Luvo auch alles ab. Erst als das Schicksal ihn von dem Mann erlöste ist Luvo frei und nutzt Almas Erinnerungen für sich und er hilft damit auch anderen.

Mein Fazit:

Auf ruhige, aber schöne Art, beschreibt der Autor das Leben dreier unterschiedlicher Personen. Im Fokus stehen die Erinnerungen von Alma. Darum herum sind noch die Leben von Pheko und Luvo geschickt in die Handlung integriert. Ein wirklich nettes Büchlein, dem man gedanklich noch lange nachhängt. In Erinnerung schwelgen sozusagen.


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(54)

99 Bibliotheken, 3 Leser, 3 Gruppen, 35 Rezensionen

dresden, nachkriegszeit, russische besatzung, max heller, historischer krimi

Tausend Teufel

Frank Goldammer
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 13.10.2017
ISBN 9783423261708
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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(30)

58 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 6 Rezensionen

angstmann, dresden, der, dtv verlagsgesellschaft, band 1

Der Angstmann

Frank Goldammer
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 08.09.2017
ISBN 9783423216968
Genre: Krimi und Thriller

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(5)

6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

liebe, hörbuch, roman, schicksal, abschied

Before you go - Jeder letzte Tag mit dir

Clare Swatman , Sonja Rebernik-Heidegger , Christiane Marx
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei Random House Audio, 15.01.2018
ISBN 9783837140989
Genre: Romane

Rezension:

Einen geliebten Menschen zu verlieren ist immer eine Tragödie. Wünscht man sich da nicht manchmal die Zeit zurück drehen zu können? Zoe ist genau das widerfahren. Ihr Mann Ed ist durch einen Unfall ums Leben gekommen. In den ersten Kapiteln kämpft sich die junge Frau durch die Tage der Trauer. Ist kaum in der Lage klare Gedanken zu fassen. Nach einem Sturz wacht Zoe dann in ihrer Vergangenheit auf und durchlebt ihr Leben ab dem Zeitpunkt noch einmal als sie Ed das erste Mal gesehen hat.

So weit so schön. Zoe erlebt also all die Jahre noch einmal, welche sie mit Ed erlebt hat. Mit all ihren Höhen und Tiefen. Und Tiefen gab es so einige, erfährt man dann auch so nach und nach. Diese Erinnerungen sind Sprünge in der Zeit. Ist ein Tag vorbei, erwacht Zoe immer einige Monate oder Jahre später. Immer ist sie der Meinung, dass sie aus einem bestimmten Grund genau an diesem Tag erwacht. Und sie nur etwas in der Vergangenheit ändern muss, um Ed in der Zukunft das Leben zu retten.

Eigentlich eine nette Geschichte. Vor allem sehr schön gesprochen und erzählt von Christiane Marx. Sie versteht es sehr gut, den einzelnen Charakteren eine unterschiedliche Tonfarbe zu verpassen. Leider ist die Geschichte aber auch recht schablonenhaft. In Zoes Leben wurden so viele negative Ereignisse platziert, dass es für mich schon recht unglaubwürdig anmutete.

Mein Fazit:

Von der Idee her war die Geschichte wirklich gut. Leider hat die Autorin für meinen Geschmack zu sehr ausgeschlachtet, was einem so im Leben alles passieren könnte. Allerdings war das in meinen Augen einfach zu viel für ein einziges Paar. Zu Schablonenhaft eben. Auch wenn das Ende, so wie es gemacht wurde, etwas tröstliches für Zoe hatte, bediente sich die Autorin bis zum Schluss diesem Stereotypen abarbeiten. Insgesamt nett, aber nicht wirklich was ich mir vom Titel erwartet hatte!

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(50)

103 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 40 Rezensionen

demenz, familie, idaho, mord, gefängnis

Idaho

Emily Ruskovich , Stefanie Jacobs
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Hanser Berlin, 19.02.2018
ISBN 9783446258532
Genre: Romane

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(123)

186 Bibliotheken, 10 Leser, 1 Gruppe, 123 Rezensionen

trauer, selbstmord, verlust, familie, abby fabiaschi

Für immer ist die längste Zeit

Abby Fabiaschi , Barbara Christ
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei FISCHER Krüger, 21.03.2018
ISBN 9783810524799
Genre: Romane

Rezension:

Maddy ist tot. Scheinbar hat sie Selbstmord begangen. Während ihre Tochter Eve und ihr Mann Brady versuchen, mit dieser Tatsache klarzukommen und Antworten zu finden, befindet sich Maddy irgendwo zwischen Erde und Himmel. Auf ihrem Beobachtungsposten wird Maddy klar, dass sie ihren Lieben unbedingt helfen muss. Vater und Tochter haben nämlich keinen guten Draht zueinander und benötigen gewisse Unterstützung auf zwischenmenschlicher Ebene. Immer wieder mischt sich Maddy in die Gedanken der Beiden und schafft es so, dass sie sich langsam wieder näher kommen. 

In einem Tagebuch von Maddy hofft Brady Antworten zu finden. Und die findet er tatsächlich, allerdings anders als erwartet. Denn die Sorgen, die Maddy darin niederschrieb, öffnen ihm allmählich die Augen über ihr Seelenheil. Auch Eve blättert immer wieder darin und erkennt auch, wie es ihrer Mutter im Familienleben ergangen ist. 

Irgendwie albern, zu beten, während sich die Beweise häufen, dass ich hier festsitze bis in alle Ewigkeit, aber bitte, lieber Gott, wenn ich nicht schon vergessen bin, mach, dass heute der Tag ist, an dem ich mehr tun kann, als sie nur zu trösten.

Seite 56

In kurzweiligen Kapiteln in denen Maddy, Eve und Brady abwechselnd aus ihrer Sicht den jeweiligen Tag schildern, erhält man als Leser einen guten Einblick in die Familie. Die große Frage, hat Maddy tatsächlich Selbstmord begangen, zweifelt man als Leser schon recht früh an. Durch hingeworfene Brocken aus Maddys Sicht, verstärtk sich diese Meinung immer mehr. Auch wenn sie als Ehefrau und Mutter nicht recht glücklich schien, konnte ich mir diesen entgültigen Schritt von ihr nicht vorstellen.

Schön fand ich die Tagebucheinträge von Maddy. Sie waren witzig, ernst und manchmal auch verzweifelt. Ich konnte mir gut vorstellen, wie Maddy abends darin schrieb und den vergangen Tag in Worte fasste. Besonders gefiel mir aber die Vorstellung, dass sie von dort wo sie während der Geschichte war, die Menschen irgendwie leitete. Nicht nur Eve und Brady, auch ihre Schwester, ihre beste Freundin und Rory, Eves Nachhilfelehrerin. Eine nette und tröstliche Vorstellung.

Auch wenn die Geschichte natürlich einen traurigen Hintergrund hat, ist sie auch witzig. Eve, die aufsässige Teenagertochter, legt manchmal einen Sarkasmus an den Tag, da muss man, trotz des Ernstes einfach schmunzeln. Brady mag kein schlechter Kerl sein, aber als Ehemann taugte er nur bedingt. 

Besonders gut gefallen hat mir auch die Cover Gestaltung. Auch wenn man dahinter nicht so eine Geschichte vermuten würde. Die Haptik finde ich auch sehr schön. Ich mag es, wenn man ein Buch in den Händen hällt und einzelne Segmente fühlen kann!

Mein Fazit:

Für immer ist die längste Zeit ist ein netter Roman für zwischendurch, der durchaus etwas nachhallt. Es war schön mitzuerleben wie sich Eve und Brady entwickeln und merkten, dass eine Mutter und Hausfrau eben nicht nur das ist. Sondern ein Mensch mit Bedürfnissen, der nicht nur für das Wohl der Familie zuständig ist, dem man auch selber mal Anerkennung zollen sollte. Leider ist ihnen das erst zu spät bewusst geworden. Doch die Lebenden können das ja noch ändern. Und genau da hackte es für mich persönlich in der bis dahin gut durchdachten Geschichte. Denn das Ende ist für mich zu sehr ein romantisches Happy End. Nicht, dass mir solch Happy Ends nicht gefallen würden, für die Geschichte hätte ich das aber doch nicht noch gebraucht!

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15 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

alkoholiker, alkoholsucht, koma, thriller, überfall

Locked In

Holly Seddon , Astrid Finke
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Heyne, 11.12.2017
ISBN 9783453422377
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das Buch hat mich wegen seiner Thematik interessiert. Auch ich hatte jemanden in der engeren Familie im Koma liegen. Ich war also sehr gespannt, wie die Autorin das Opfer darstellt. Und ich muss sagen, ich fand es total gut gemacht und auch glaubwürdig. Das Glaubwürdig kommt eben durch die eigene Erfahrung.

Alex Dale ist, wie schon oben erwähnt, eine brillante Journalistin. Vor allem aber ist sie Alkoholikerin. Sie hat sich selber einen ausgeklügelten Timetable erstellt, damit während ihrer öffentlichen Arbeiten niemand etwas davon mitbekommt. Bis zwölf Uhr funktioniert sie hundertprozentig. Danach verkriecht sie sich in ihren eigenen vier Wänden, damit sie ihre Krankheit pflegen kann. Jahre vorher hatte sie einen gut bezahlten Job bei einer Zeitung mit einer eigenen Kolumne. Nun will sie wieder versuchen in ihrem alten Leben Fuß zu fassen. Ihr Artikel soll vom Wachkoma handeln. Im Royal-Infirmary-Krankenhaus stößt sie bei ihren Recherchen auf Amy Stevenson. Seit 15 Jahren liegt sie dort im Koma. Alex kann sich an die tragische Geschichte der jungen Frau erinnern und beschließt, diesem noch immer ungelösten Fall, weiter nachzuforschen. Ein Mann scheint der Journalistin dabei höchst verdächtig…..

Der Thriller liest sich wirklich sehr gut. Der Aufbau ist auch ganz interessant gemacht, mit einer Zeitspanne von 15 Jahren und aus abwechselnden Perspektiven auf das Geschehen. Sehr gut gemacht fand ich Amys Teil der Geschichte. Sie ist sehr präsent, das hat mir gefallen. Man konnte sich sehr gut in ihre gefangenen Gedankenwelt hineinversetzten und ich für meinen Teil, kann mir das gut vorstellen, dass es so sein könnte. Auch Alex fand ich gut dargestellt. Ihr Alkoholproblem erlebt man natürlich auch ganz nah. Doch man erfährt auch, wie es dazu kam und wie tief Alex’ Fall wirklich war. Trotz ihrer Sucht ist sie aber doch eine gute Journalistin, ohne Sensationsgeilheit. Ihr liegen die Menschen, über die sie schreibt am Herzen. Zu Amy baut sie allmählich eine tiefe Verbundenheit auf, denn auch sie ist ohne Freunde und Familie. Nach und nach rollt Alex Amys Fall neu auf, deckt Geheimnisse auf und nimmt gleichzeitig den Kampf gegen die Alkoholkrankheit auf. Denn wenn sie das nicht macht, dann wird sie bald sterben und dann ist Amy ganz allein.

Mein Fazit:

Ein rund um gut gemachter Spannungsroman mit glaubwürdiger Handlung und gut gewählten Charakteren. Auch wenn man als Leser schon eine ganze Zeit früher eine Ahnung zum Täter hat, schafft es die Autorin doch ab und zu Zweifel zu dieser Ahnung zu sähen. Kein Thriller im klassischen Stil, aber wer Bücher wie “Girl on the Train” oder ähnliches mag, dem kann ich diesen Titel durchaus empfehlen. Wie immer meine eigene Meinung und wer es lesen möchte, soll sich bitte seine eigene zu Locked in bilden!

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(102)

160 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 81 Rezensionen

thriller, agoraphobie, mord, new york, the woman in the window

The Woman in the Window - Was hat sie wirklich gesehen?

A. J. Finn , Christoph Göhler
Flexibler Einband: 543 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 19.03.2018
ISBN 9783764506414
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Anna leidet an einer Angststörung. Seit Monaten verlässt sie ihr Haus nicht. Beobachtet die Menschen in ihrer Straße vom ihrem Wohnzimmerfenster aus. Verlassen und allein, gehört dieses Stalken und blicken in die Leben ihrer Nachbarn zu ihrem täglichen Zeitvertreib. Man erlebt Annas Ängste, Tagesabläufe, Gedankenwelt, Tabletten- und Alkoholkonsum.

Als im Nachbarhaus ein Mord geschieht und ihr danach niemand glaubt, ist man sich allmählich auch nicht mehr sicher, was sie tatsächlich gesehen haben will oder nicht. Der Autor schafft es das Gesehene so geschickt ganz anders dargestellt zu schildern, dass man auch als Leser der Meinung ist, Anna würde fantasieren. Nach und nach wird alles neu aufgerollt. Auch Annas eigene Geschichte. Richtig spannend wird es aber dann doch erst auf den letzten Kapitel.


Mein Fazit:


Mir persönlich hat der Thriller gefallen. Ich mag es, wenn man psychologisch auch etwas geboten bekommt, ohne dass es sich gleich um einen Psychothriller handelt. Wem "Girl on the Train" gefallen hat, dem wird auch "The Woman in The Window" gefallen!

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0 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Schön mit Darm

Michaela Axt-Gadermann
Flexibler Einband
Erschienen bei Südwest, 19.09.2017
ISBN 9783517096148
Genre: Sachbücher

Rezension:  
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(18)

26 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

england, drogen, krimi, kriminalroman, auftakt

Die Namen der Toten

Sarah Bailey , Stefan Lux
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Penguin, 09.01.2018
ISBN 9783328101741
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Krimi beginnt wirklich spannend. Gleich im ersten Kapitel ist man mit dem späteren Mordopfer konfrontiert. Durchlebt die letzten Momente bis zu dessen Entführung. Danach lernt man auch gleich Richard Vega kennen. Er war mir auch gleich sympathisch. Was man von seiner Vorgesetzten nicht sagen kann. Die Beziehung zwischen diesen Beiden, war mir zu Beginn etwas suspekt. Man merkte aber gleich, dass da mehr dahinter steckt. Während des Falles klärt sich dieses Verhältnis auch nach und nach mehr auf. Neben der Ermittlungsarbeit mit wirklich spannenden Momenten, spielt eben auch Vegas Privatleben eine tragende Rolle in diesem Krimi. Mir persönlich hätte hierbei seine Beziehungs zu Cherry, eine Art Ziehtochter wenn man so will, völlig gereicht um Vegas auch als Privatperson kennen zu leren. Doch, wie erwähnt, spielt auch sein Verhältnis zu seiner Vorgesetzten eine nicht zu kleine Rolle. Diese Verstrickungen im Privatleben des Ermittlers nehmen für mich zu viel Raum ein und sorgen lediglich dafür, dass die wirklich spannenden Momente des äußerst verstrickten Kriminalfalles zu kurz kommen. Denn spannend ist der Fall zu beginn allemal. Leider wird zu viel durch die Handlung selber dann verraten und man weiß als Leser dann doch recht bald in welche Abgründe sie einen zieht.

Mein Fazit:

Die Namen der Toten ist ein guter Krimi mit einem mir persönlich recht sympathischen Ermittler. Wobei es eigentlich keine Rolle spielt, ob mir der Ermittler oder ein anderer Charakter sympathisch ist oder nicht. Gut muss der Fall sein und er muss mich packen. Das schaffte dieser Kriminalroman auch stellenweise. Allerdings waren diese Spannungsmomente auch recht kurzweilig und schnell vorüber. Von der Idee her ein wirklich gut durchdachter Fall. Anfangs war nicht klar ersichtlich in welche Richtung die Morde die Ermittlungen treiben. Doch leider verrieten die Nebendarstellungen für mich doch zu viel und es gab bald keine wirklichen Überraschungen mehr zu durchforsten.

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(17)

29 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

england, thriller

D.I. Helen Grace - Eingeschlossen

Matthew J. Arlidge , Karen Witthuhn
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 24.01.2018
ISBN 9783499273698
Genre: Krimi und Thriller

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(85)

128 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 70 Rezensionen

london, tony parsons, krimi, menschenhandel, schleuser

In eisiger Nacht

Tony Parsons , Dietmar Schmidt
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 26.01.2018
ISBN 9783404176212
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Yes! Als absoluter Fan von Max Wolfe, dem Detektive mit dem sehr großem mitfühlenden Herzen für Opfer und Hinterbliebene, war ich natürlich Feuer und Flamme für diesen neuen Fall.

Wieder begann das Grauen bereits im Epilog. Den Titel, In eisiger Nacht, konnte man auf diesen Seiten regelrecht am eigenen Körper spüren. Tony Parsons hat die schrecklichen Stunden der zwölf Frauen sehr real geschildert. Dramatisch und schlimm. Mir lief es nicht nur kalt den Rücken runter, auch standen mir die Tränen in den Augen. So Grausam dieser Teil der Geschichte ist, so real ist er für Menschen, die sich mit Hilfe von zwielichtigen Schleppern auf den Weg in ein vermeintlich bessere Leben begeben.

Der Fall selber wird nach dem Epilog aus der Ich-Perspektive durch Max Wolfe erzählt. Er, und auch der Rest des Ermittlerteams, kommen diesmal fast an ihre Grenzen des Erträglichen. Neben viel Ermittlerarbeit, kommt der Detektive so manches mal in eine recht heikle Situation. Leider ist nicht alles was die Ermittler tun nachvollziehbar. Das sorgt schon für so manches Kopfschütteln, denn es ist zu erahnen, dass es Schwierigkeiten geben wird. Schade, denn der Autor lässt das Team dem Leser gegenüber bei gewissen Handlungen wie Idioten dastehen.  Zur Hauptermittlung kommt noch eine Nebenermittlung, die sich am Ende beide gut ineinander fügen. Auch altbekannten Halunken begegnet man wieder. Als Leser hat man ordentlich Raum für eigene Gedanken und Mitratemöglichkeiten.

Gefallen hat mir aber, dass auch in diesem Band Max Wolfes Privatleben, und das des restlichen Teams, wieder ein Teil der Geschichte war. Wolfes Tochter, die Haushälterin und auch der niedliche Vierbeiner, sind mir mit jedem Buch mehr ans Herz gewachsen und ich hätte sie tatsächlich vermisst, wenn diese drei Charaktere nicht mehr vorgekommen wären.

Mein Fazit:

Leider schwächelt die Geschichte etwas durch die nicht nachvollziehbaren Ermittlungsarbeiten und kann die anfängliche Spannung nicht wirklich halten. Schade, denn die Thematik ist sehr aktuell. Da hätte der Autor sicherlich etwas mehr machen können.


3 1/2 Sterne ist meine eigentliche Wertung. Da es keine 1/2 Sterne hier auf LB gibt, sind es daher 4.


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(95)

167 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 69 Rezensionen

thriller, the fourth monkey, chicago, serienkiller, serienmörder

The Fourth Monkey - Geboren, um zu töten

J.D. Barker , Leena Flegler
Flexibler Einband: 539 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 27.12.2017
ISBN 9783764506247
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Fünf Jahre schon verfolgt Sam Porter einen Serienkiller. Bisher ohne Erfolg. Keine Indizien, keine Hintergründe, nichts. Die Polizei tappt völlig im Dunkeln. Klar ist nur, das von jedem Opfer Körperteile verschickt wurden: erst kommt ein Ohr, dann die Augen, danach die Zunge und schließlich wird man eine Leiche finden. Als Porter und sein Kollege zu einem Unfallort gerufen werden, hatte der Tote eine Schachtel bei sich, dessen Größe, Form und Farbe den Beamten nur zu vertraut waren. Darin ein Ohr. Den Ermittlern ist klar, dass, wenn der Täter tot ist, es irgendwo noch ein lebendes Opfer gibt. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit…..


Ich bin ein Dieb, ein Mörder, ein Entführer. Ich habe zum Spaß gemordet und aus reiner Notwendigkeit. Ich habe aus Hass gemordet. Ich habe gemordet, einfach nur weil ich dem Drang nachgeben musste, der mit der Zeit übermächtig wird. Einem Drang - einem Hunger nicht ganz unähnlich - der nur gestillt werden kann, indem Blut fließt oder ein gequälter Schrei erklingt.

Wir werden eine Menge Spaß zusammen haben, Sie und ich."

Seite 28/29.

Auch ein Tagebuch wurde bei dem Toten gefunden, mit einem persönlichen Schreiben an Porter. Darin erzählt der Mörder seine Geschichte. Das macht diesen Thriller ganz besonders spannend. Denn man ist nicht nur mit Porter und seinem Partner auf der Suche nach dem noch lebenden Opfer, sondern erfährt unfassbares über den Mörder. Seine Kindheit, seine Eltern, wie er geworden ist was er ist.

Die Kapitel sind relativ kurz, so kann man zwischen den einzelnen Szenen recht gut hin und her wechseln. Der Handlungsaufbau sorgt für Gänsehaut, man fürchtet was da auf einen zukommt. Durch geschickte Wendungen entpuppt sich so manche Spur aber als Irrweg und welch perfides Spiel sich der Mörder für die Ermittler ausgedacht hat. Porter selber ist ein fähiger Ermittler, der aber auch eine schwere Zeit durchmacht. Was dahinter steckt erfährt man auch nach und nach.

Mein Fazit:

Ein echter Pageturner von der ersten bis zur letzten Seite. Durch die unterschiedlichen Sichtweisen - den Fall einerseits, die Tagebucheinträge andererseits und dem Überlebenskampf des Opfers als dritte Komponente – ist man den Geschehnissen unfassbar nahe. Das Fall ist in sich abgeschlossen, trotzdem ist das Ende offen. Ich bin gespannt wie es weiter geht.

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(34)

54 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 18 Rezensionen

prag, serienmörder, thriller, andreas gruber, detektiv

Die schwarze Dame

Andreas Gruber
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 18.12.2017
ISBN 9783442480265
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Andreas Gruber zählt für mich zu den besten Thrillerautoren österreichs. Seit ich das erste Buch von ihm gelesen habe – Todesfrist – bin ich ein Fan. Mit seinen etwas extremen Ermittlercharakteren hat er mich total überzeugt, ganz vorne weg natürlich Maarten S. Snijder. Aber auch seine andere Serie um Ermittler Walter Pulaski fand ich ganz toll. Nun gibt es also diesen neuen Helden: Peter Hogart.

Auf den ersten Kapiteln war ich dann doch etwas hin und hergerissen. Kann mich der Thriller so mitreißen, wie all die anderen Bücher des Autors. Erst mal konnte er es nicht. Peter Hogart gehört als Ermittler zwar auch zu den Charakteren, die ich gerne mag. Nicht so Standard oder versifft oder von sich selbst überzeugt, sondern genau das Gegenteil. Obwohl trinken und rauchen tut er schon auch. Aber er hat auch so ein paar Komplexe, besonders wenn es um Frauen geht. Die Handlung an sich ist auch ganz gut. Der Klappentext ist schon recht ausführlich, daher gehe ich darauf auch nicht näher ein.

"Im nördlichen Teil der Prager Burg, direkt angrenzend an die Burgmauer, lag das Goldene Gässchen. Dieses letzte Stück eines mittelalterlichen Prags wirkte mehr als ärmlich, zumal es sich dabei nur um einen schmalen Weg aus Pflastersteinen mit windschiefen buckligen Häusern handelt."

Seite 115

Die Beschreibungen von Prag sind sehr bildhaft und schön beschrieben. Wer schon mal in der Stadt war, wird sich an einige Plätze sicher auch erinnern, so wie ich. Trotzdem konnte mich die Geschichte nicht so recht mitreißen. Zufällig las ich dann irgendwann, dass Die schwarze Dame ein früheres Werk des Autors war und es sich bei dem Thriller um eine Neuauflage handelt. Das merkt man dem Stil schon an, die Handlung wirkt gerade durch die ausführlichen Beschreibungen manchmal auch etwas zäh.

Mein Fazit:

Wenn man all die anderen Bücher des Autors kennt, so wie ich, fehlt doch das gewisse Etwas. Das liegt aber wohl daran, dass es sich bei dem Thriller, wie oben bereits erwähnt, um ein frühes Werk des Autors handelt. Die Geschichte ist aber gut, die Charaktere gefielen mir auch. Die szenischen Beschreibungen sind gut beschrieben, man kann sich die Gassen und Plätze richtig gut vorstellen. Wäre das mein erster Andreas Gruber, wäre ich begeistert. So hat der Thriller doch ein paar Schwächen.

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(24)

64 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 12 Rezensionen

thriller, ermittlung, flucht, heyne-verlag, entführung

Ich bin nicht tot

Anne Frasier , Anu Katariina Lindemann
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.11.2017
ISBN 9783453439061
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Einstieg in diesen Thriller war wirklich Spannung pur! Man befindet sich mit dem noch unbekannten Opfer in den Fängen des Täters und fiebert dem Verlauf dieser Szene geradezu entgegen. Was wird passieren, wie endet diese Episode?

Nach dem wirklich spannenden ersten Kapitel erfährt man die Geschichte von Jude Fontaine. Die Detective ist drei Jahre zuvor von einem Unbekannten entführt worden. Der Fall wurde nie gelöst und Jude Fontaine als tot vermutet. Drei Jahre später gelingt ihr die Flucht. Nichts ist mehr so wie es war. Ihr Freund hat eine andere, ihr Platz bei der Polizei neu besetzt. Doch Jude gibt nicht auf. Sie kämpft sich zurück und arbeitet wieder als Detective. An ihren letzten Fall vor dem Verschwinden kann sie sich nicht recht erinnern. Erst als ein Mädchen tot aufgefunden wird und eine Unbekannte an sie herantritt, fängt sie an in ihrer Vergangenheit zu graben und begibt sich damit in tötliche Gefahr……

Der Thriller ist gut durchdacht, hat so manche spannende Szene zu bieten, hat aber auch einige Schwächen bei der Umsetzung. Gänsehautfeeling kam aber durchaus auch auf. 

Die Charaktere passen auch gut zu der Geschichte. Jude Fontain ist nicht die einzige Person in der Handlung, die Schwierigkeiten in ihrem Leben zu meistern hat. Ihr Privatleben nimmt reichlich Platz in dem Thriller ein und ist für die Handlung von Bedeutung. Auch das Leben ihres Partner wird etwas genauer durchleuchtet und füllt den Thriller aus.

Mein Fazit:

Als Ladythriller bezeichne ich Romane wie diesen. Sie weisen eine gute Portion Spannung auf. Verfügen über eine weibliche Protagonistin, der schlimmes wiederfahren ist. Ein paar gute Lesestunden sind garantiert, wenn man diese Art von Thriller mag. Mich hat Ich bin nicht tot bis auf wenige Momente ganz gut unterhalten.

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(17)

26 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

pferde, tod, krankheit, krebs, aufgeben

Bis ans Ende meiner Welt

Emilia Lint
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 16.10.2017
ISBN 9783442486199
Genre: Romane

Rezension:

Bis ans Ende meiner Welt ist kein fröhliches oder spannendes Abenteuerbuch. Wie könnte es das auch sein, denn Juliane ist todkrank. Ihr Arzt gibt ihr nur noch wenige Wochen zu leben. Die junge Frau will die Zeit, die ihr noch bleibt, nutzen. Für sie steht fest, dass sie unter gar keinen Umständen mit Medikamente vollgepumpt werden soll oder schlimmer noch, dass sie, wenn es dem Ende zu geht, an irgendwelchen Apparaten angehängt ist. Während der Heimfahrt vom Krankenhaus schon, reift in ihr ein Plan. Der Zwischenfall mit dem Schlachttransporter verstärkt ihn nur noch. Kurz entschlossen sucht sie alles nötige zusammen und macht sich auf, zusammen mit dem geretteten Pferd „Lazarus“, zu einer letzten ausgedehnten Wanderung. Wohin die Reise geht, wird sich zeigen ….

Obwohl mich die Inhaltsbeschreibung gleich angesprochen hat, konnte ich mich nicht gleich mit dem Stil der Autorin anfreunden. Was der Grund dafür war, ist mir selber nicht ganz klar. An den Charakteren lag es nicht, denn diese empfand ich als recht ehrlich und lebensecht dargestellt. In Juliane konnte ich mich einerseits gut hineinversetzten, andererseits fand ich ihr Vorgehen, einfach abzutauchen und für ihren Mann und ihre Eltern spurlos von der Bildfläche zu verschwinden, recht egoistisch. Erst mit der Zeit konnte ich das besser verstehen.

Auf ihrem Weg quer durch das Land begegnet Juliane interessanten Menschen. Wie aus Fremden Freunde werden können ist schön beschrieben. Auch wie diese Fremden mit ihr und ihrer Krankheit umgingen hat mir gefallen. Manchmal ist es leichter mit jemand Unbekannten über schwierige Themen zu sprechen, als mit Menschen die einem bekannt und vertraut sind. Das konnte man in der Geschichte ganz stark spüren.


In dieser Nacht träumte Juliane von den Bergen, von schneebedeckten Gipfeln und schartigen Tälern, von blühenden Almwiesen und verwitterten Hütten. S. 145

Der Geschichte merkt man die Leidenschaft der Autorin für das Wandern und die Berge auch an. Die Gegend, die Berglandschaft und ihre Bewohner sind gut dargestellt. Haben mitunter auch etwas Rau-Romantisches.

Und dann ist da noch Lazarus, der tierische Held in der Geschichte. Selber mit Problemen behalftert, findet er in Juliane seinen Menschen. Auch Tiere funktionieren nicht immer wie der Mensch es gerne hätte. Lazarus ist das beste Beispiel dafür. Ungehorsam, störrisch, eigensinnig, ein Vollschaden sozusagen. Juliane war seine Rettung und Lazarus war die ihre.

Mein Fazit:

Auch wenn die Geschichte ein trauriges Ende hat, schafft es die Autorin, den Leser gestärkt daraus zu entlassen. Nette Begegnungen und schöne Erlebnisse runden die Handlung schön ab. Liebenswert!

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71 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 26 Rezensionen

neandertaler, thriller, dystopie, roman, zukunft

Neanderthal

Jens Lubbadeh
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.11.2017
ISBN 9783453318250
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Tolle Zukunftsperspektiven für die nächste Generation oder? Zivilisationskrankheiten sollen der Vergangenheit angehören. Schönheit ist alles. Menschen mit äußerlichen Makel gibt es fast nicht mehr im Deutschland der Zukunft. Drogen und Alkohol sind verpönt und nur in versteckten Etablissements erhältlich. Gesundheit steht über allem, die Bevölkerung wird mit technischen Mitteln überwacht, damit sich auch jeder daran hält.

Die Geschichte beginnt mit dem eines jungen Mannes, der, im vergleich zu anderen Menschen, ein seltsames Aussehen hat. Während der Ermittlungen stoße Nix und seine Kollegen auf ein Massengrab in Neandertal. Da es sich um einen historisch geschützten Ort handelt, werden Max Stiller und Sarah Weiss an den „Tatort“ gerufen. Sie sind Anthropologen und auf die Spezies Homo neanderthalensis spezialisiert. Im Zuge ihrer Untersuchung fallen den beiden Wissenschaftlern Seltsamheiten an den Überresten auf. Bald schon überschlagen sich die Ereignisse. Stiller, Weiss und alle anderen die mit dem Fall zu tun hatten, werden von der Staatssicherheit abgeführt und an einen geheimen Ort gebracht ……

Mehr über den Science Fiction Thriller möchte ich an dieser Stelle nicht verraten. Die Handlung hat es auf jeden Fall in sich. Eine Zukunftsperspektive, die nicht nur für glückliche zufriedene Menschen sorgt. In der über mehrere Generationen aufgebauten Handlung werden wissenschaftliche Thematiken sehr genau durchleuchtet.

„Gene wirken sich mitunter in mehrerlei Weise auf den Körper aus. Eines, das eine Krankheit auslöst, kann trotzdem auch schützende Wirkung haben. Wenn man es korrigiert, erkauft man sich damit einen Nachteil anderswo.“
Seite 62

Eine Pageturner ist der Thriller nicht, dafür ist der Themenaufbau zu komplex. Spannend ist dies aber allemal. Lügen, Intrigen, Machtmissbrauch, daraus hat der Autor ein gutes Gerüst konstruiert, das sich um Genmanipulation und deren Auswirkungen auf die Menschheit dreht. Sehr vielschichtig, umfassend und gut recherchiert.

Aufgebaut ist die Geschichte über mehrere Teile, zeitlich springt sie auch mal in die Vergangenheit. Deutschland steht aufgrund dieser „Populationsgesundheit“ Weltweit im Fokus der Kritik. Schlagzeilen, TV-Shows und Interviews erweitern die verschlungene Handlung noch um einiges. Auch das Leben der Neandertaler, vor tausenden von Jahren, ist Teil der Geschichte und schildert auf interessante Weise von deren Leben und Aussterben.
Mein Fazit:

Neanderthal ist definitiv kein klassischer Thriller. Eine Mischung aus Dystopie und Science Fiction würde ich sagen. Sehr spannend, interessant und beängstigend, welche Zukunft der Autor da kreiert hat. Doch entspricht vieles schon der Realität was die Gentechnik betrifft. Für dieses Buch braucht man sicherlich Zeit und dank Internet findet man viel Information zu der Thematik. Lesenswert!

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Mit der Flut

Agnes Krup , Nina Petri
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei OSTERWOLDaudio, 02.10.2017
ISBN 9783844916577
Genre: Romane

Rezension:

Auswandern, alles hinter sich lassen. Das tut Paul. Er überquert den Atlantik als Blinder Passagier auf einem Dampfer, dessen Kapitän der Vater seines besten Freundes ist. In New York holt ihn erst einmal die Realität ein. Einwandern in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten ist doch nicht so einfach wie gedacht. Die Sprache ist nur ein Problem, Geld das Nächste. Als Schreiner schafft es der junge Paul, sich ein neues Leben in der Metropole aufzubauen. Als er dann Antonia, die Tochter italienischer Migranten, kennen und lieben lernt, schein sein Leben perfekt. Doch Paul träumt davon Arzt zu werden. Sich ein Studium zu ermöglichen, scheint durch die hohen Kosten in unerreichbarer Ferne zu liegen. Antonia ihrerseits träumt davon Lehrerin zu werden und Paul zu heiraten. Als Pauls Eltern ihm das Angebot machen, ihm ein Medizinstudium in Hamburg zu finanzieren, kehrt er zurück in seine alte Heimat. Antonia gibt er das Versprechen, sie so bald als möglich nachkommen zu lassen. Doch die Zeiten sind schwierig. Die Nationalsozialisten sind an der Macht, Europa steht vor einem Umbruch. Durch Briefe versucht Antonia Kontakt zu Paul zu halten. Als der Krieg ausbricht, schickt die junge Frau Hilfspakete nach Deutschland um ihrem Liebsten und dessen Familie zu helfen. Nichtsahnend, dass Pauls Gedanken schon lange nicht mehr bei ihr sind. Er indessen wird eingezogen und nach Russland an die Front geschickt. Verwundet kehrt er von dort nach Hause zurück und lernt die Witwe seines Hauptmannes kennen. Seinem Traum Arzt zu sein, hat er immer noch nicht verwirklicht, denn der Krieg kam dazwischen. Als Sanitäter leistet er aber gute Dienste und wird nach seiner Genesung nach Frankreich geschickt. Am Ende des Krieges kommt er in US-Amerikanische Gefangenschaft. Seine Verbindung zu Antonia retten ihn schließlich vor längerer Haft. Nun muss er sich wieder zu ihr bekennen. Antonia – nichts Ahnend ob seiner gemischten Gefühle – setzt alles daran, endlich nach Deutschland reisen zu dürfen und ihren Paul zu heiraten. Inzwischen hat auch Paul seinen Doktortitel erhalten und praktiziert in seinem Heimatort und möchte auch dort bleiben. Doch Antonia ist unglücklich. Als ihre Schwestern in Italien zu besuch sind, beschließt sie, mit ihnen zurück nach Amerika zu reisen um für Paul eine Einreisebewilligung zu erhalten. Es sollten noch Monate vergehen, bis er sich endlich aufmacht, um mit seiner Frau gemeinsam in den USA zu leben. Jahre später bricht die jüngere Tochter seines Bruders auf, um bei Paul und Antonia zu leben. Dort lernt sie einen jungen Deutschen kennen und lieben, nichtsahnend welche Blutsbande sie verbindet ……

Grundsätzlich fand ich das Hörbuch sehr gut eingesprochen. Nina Petri hat die tolle Zuhörstimme und die passenden Töne für diesen Schmöker gefunden. Paul fand ich zu Beginn richtig sympathisch und  ich hab ihn bewundert, wie er die Anfangsjahre in seinem jungen Alter in dem fremden Land gemeistert hat. Ehrgeiz ist gut, treibt einen voran. Doch mit den Jahren wurde er zu einer Person, die ich nicht mochte. Sein Ziel ging ihm über alles. Er nutzte nicht nur Antonia aus, auch andere Frauen hatten in den Jahren das Nachsehen. Antonia mag man als naive Jungfrau bezeichnen, denn sie hielt all die Jahre an ihrer Liebe fest. Doch das lag nicht nur allein an ihrer Naivität. Pauls Bruder hielt ihre Träume, Erwartungen und Hoffnungen auf ein Leben mit Paul aufrecht, ohne dass das Paar davon wusste. Das sich Antonias Erwartungen auf ein gemeinsames Leben so nicht erfüllen würden, war absehbar.

Neben Paul und Antonia gibt es noch zahlreiche andere Mitwirkende. Pauls Mutter, mit ihrem Plattdeutschen Dialekt machte sie es mir nicht leicht. Ihren Charakter konnte man aber doch gut verstehen. Keine Frau war für ihren Paul gut genug. Sie setzte alles daran, ihn in seiner alten Heimat zu halten. Eine Matrone, der nichts gut genug war, außer ihr eigenes Dasein und das von Paul. Pauls Bruder indes verliebt sich etwas in Antonias Fotografie und kann nicht verstehen, dass Paul die Briefe der jungen Frau nicht beantwortet und beschließt, dies an seiner Stelle zu tun. Selbstverständlich ohne dessen Wissen. Nichtsahnend, dass er so die Hoffnungen der jungen Frau, nach einem Happy End ihrer Beziehung zu Paul, schürt. Noch zwei Frauen machen sich Hoffnungen auf Paul, doch beiden bricht er das Herz, denn keine kann seinen Erwartungen entsprechen. Seine Mutter hat ganze Arbeit geleistet. Die dritte Generation in der Geschichte bilden Pauls Nichten, die Töchter seines Bruders. Die ältere gibt nach einem einschneidenden Erlebnis mit einem Mann ihren Traum Musikerin zu werden auf und widmet sich ganz ihrer Mutter, die immer wieder depressive Phasen durchmacht. Und die jüngere versucht ihr Glück bei Paul und Antonia in den USA.

Die Geschichte zieht sich über etwa 4 Jahrzehnte und drei Generationen. Leider ist das Hörbuch gekürzt, manches Gehörte ergibt dann nicht immer Sinn, bzw. hat man das Gefühl einer Lücke. Trotzdem ist es eine gute Erzählung, mit glaubhaften Charakteren, deren Handeln und Taten man gut nachvollziehen kann.

Das Cover passt gut zu der Geschichte. Die Äpfel stehen wohl für die deutsche Heimat und den Hof auf dem Paul aufgewachsen ist. Im Hintergrund kann man die Brooklin Bridge.

Mein Fazit:

Eine wirklich interessante Familiengeschichte, die sich über mehrere Generationen erstreckt. Man erhält einen guten Einblick in die Leben der Menschen vor, während und nach dem Krieg. Schade nur, dass es sich bei dem Hörbuch um eine gekürzte Ausgabe handelt. Beim Ende bin ich mir daher nicht ganz sicher, ob es offen blieb, damit man sich selber etwas zusammenreimen kann. Nina Petri hat mir als Sprecherin sehr gut gefallen. Ihrer Stimme hört man sehr gerne zu. Sie hat es verstanden, die Charaktere lebendig zu machen.

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46 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

2018, genetik, genetische veränderungen, #genkriminalität, sf

Bios

Daniel Suarez , Cornelia Holfelder-von der Tann
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 17.11.2017
ISBN 9783499291333
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Als mir das Buch vom Verlag angeboten wurde, war ich gleich Feuer und Flamme. Die Zukunftsvision, die dieser Thriller inszeniert interessiert mich total. Vieles, das in die Handlung eingebaut ist und bearbeitet wird, gibt es tatsächlich schon. So manches ist uns nur aus dem Gedächtnis gefallen, oder wurde zu wenig beachtet.

Klonen zum Beispiel. Suarez beschränkt sich in seinem Thriller nicht nur auf das Kopieren von Tieren. Nein, in seinem Szenario wird mit menschlicher DNA gehandelt und exakte Kopien erstellt. Er geht aber noch einen Schritt weiter. Er verändert die DNA von lebenden Menschen, tauscht sie aus, gewollt oder ungewollt. So erging es seinem Helden Kenneth Duarand. Außer seinen Erinnerungen, ist nichts mehr so wie es war. Er erwacht als ein komplett anderer Mensch und soll für die Taten des Mannes, den er selber jagd, angeklagt werden. 

Eine grausige Vorstellung oder? Man ist seiner eigenen DNA nicht mehr sicher. Bösewichte entführen Menschen und rauben ihnen ihre DNA um ihnen die eigene einsetzen zu lassen. Um so ungestört weiterzumachen. Natürlich mit Hilfe von viel Geld von Leuten die es haben und die sich selber in ihren „Wunschbody“ hüllen möchten. Denn Geld regiert die Welt. Schönheitsoperationen waren heute, DNA Austausch ist moren.

EVOLUTION NACH PLAN

Designer-Babys werden in den USA in Labors ja schon kreiert, sind also keine Zukunftsvision mehr. Dies ist ebenfalls eine Thematiken, welche der Autor in diesem Thriller aufgreift. Mit Hilfe von sogenannten Edits, können interessierte Paare in den illegalen Einrichtungen ihr Wunschkind kreieren und austragen lassen. Da geht es nicht mehr nur um Aussehen, Intelligenz, Wachstum, Krankheitsvermeidung, Hautfarbe sind nur einige Aspekte, mit denen Kindern eine möglichst gute Zukunft von Beginn an erkauft wird. Denn nur die Elite schafft es in dieser Zukunft zu bestehen. Alle anderen siechen in Armut dahin, ohne Arbeit, ohne Perspektive. 

Mit Hilfe eines Wissenschaftlers, der sich nicht uneigennützig mit Duarand auf den beschwerlichen Weg macht um Wyckes zu finden, möchte sich der Kommissar seine DNA wieder zurück holen um wieder der Alte zu werden. Denn ein Zurück zu seiner Familie und zu seinem früheren Leben ist nur möglich, wenn er wieder so aussieht wie vor der Entführung. Eine wilde Jagd durch Thailand und durch die Wälder Myanmars, sorgt für den Nervenkitzel den die doch etwas trockene, aber interessante, Thematik durchaus gebrauchen kann. 

Die Technologie ist weit fortgeschritten. Autos fahren selbstständig, ebenso Flugzeuge und Helikopter. Dronen sind nicht mehr nur klein, es gibt sie in allen möglichen Größen, ausgestattet mit der neuesten Technologie. Auch Militärisch hat sich vieles geändert. 

Aber auch Biologisch hat sich viel getan. Fleisch wird künstlich erzeugt, Gemüse und Obst wird in Türmen produziert und auch in die DNA von Pflanzen und Tieren wird eingegriffen um sie zu verändern. All das zu lesen ist schon etwas befremdlich, doch auch nicht allzuweit hergeholt. Die Zukunft wird kommen, wie viel sich aus diesem Biopunk Thriller bewarheiten wird, wird sich zeigen.

Mein Fazit:

Ein wirklich gut struktuierter Science Fiction Thriller, der eine Zukunft vorhersieht, die beängstigend ist. Vieles, das in diesem Roman beschrieben wird gibt es schon, allerdings noch nicht in dem Ausmaß. Die Forschung wird aber nicht halt machen und möglichweise genau auf solche oder ähnliche Szenarien, wie im Roman beschrieben, hinarbeiten. Keine schöne Vorstellung für meine – unsere – Kindeskinder :(. 

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

burm, märchen

Das Geheimnis des alten Mönches

Jan-Philipp Sendker , Jan-Philipp Sendker
Audio CD
Erschienen bei Random House Audio, 11.09.2017
ISBN 9783837140033
Genre: Sonstiges

Rezension:

Jan-Philipp Sendker nahm mich gleich vom ersten Ton an mit auf eine Reise nach Burma. Seiner Stimme zu lauschen ist einfach nur Entspannung pur. Die Märchen aus diesem mir unbekannten Land sind nicht nur wunderschön. Sie sind auch traurig, hinterhältig und lebensnah. Sie geben dem Zuhörer zudenken. Sie schaffen es sogar, sein eigenes Handeln und Denken zu hinterfragen. Nicht umsonst heißt es doch, in so manchem Märchen steckt viel Wahrheit.

Dem Hörbuch sind noch 10 Mandala-Karten beigelegt mit stilvollen Motiven, die eine schöne Ergänzung zum Hörgenuss sind.

Der Autor ist mir schon lange bekannt. Seine Romane Das Herzenhören und Herzenstimmen wurden mir auch von einer Kollegin schon wärmstens empfohlen. Warum ich diese bisher noch nicht gelesen habe, ist mir nach diesem herrlich schönem Zuhörgenuss unbegreiflich. Diese Lücke werde ich demnächst definitv füllen müssen!

Mein Fazit:

Ein rundum schönes Hörerlebnis bot sich mir an diesem verschneiten Nachmittag. Jan-Philipp Sendker hat eine so angenehme Stimme, der hätte ich noch stundenlang zuhören können. Von mir eine hundertprozentige Empfehlung!

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188 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 73 Rezensionen

musik, vinyl, liebe, freundschaft, plattenladen

Mister Franks fabelhaftes Talent für Harmonie

Rachel Joyce , Maria Andreas
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER Krüger, 29.12.2017
ISBN 9783810510822
Genre: Romane

Rezension:

Mister Frank ist ein liebevoller sensibler Mann, der die besondere Gabe besitzt, die passende Musik für jeden Menschen auszuwählen. Nicht die Musik, die man persönlich mag, sondern die Musik, die man braucht. Sei es die ältere Dame oder der verzweifelte Frischvermählte, das Ehepaar in einer Krise oder die nervlich am Ende scheinende junge Mutter – Frank findet die passenden Töne. Als Ilse Brauchmann in sein Leben tritt, bringt sie alles durcheinander. Nichts, keinen Ton kann Frank an ihr ausmachen, so sehr er sich auch bemüht……

Rachel Joyce ist es wieder gelungen eine wunderschöne Geschichte zu erzählen. Ihre Charaktere sind liebenswert, verschroben, einfühlsam und empathisch, ach die Liste könnte noch ewig lang weitergehen. Man fühlt mit Frank, seinen Macken und seinen Ängsten. Erlebt wie er zu dem Mann geworden ist, der er ist und lernt einiges über Musik. Man lacht aber auch herzlich, wenn sich wieder einmal alle Bewohner einfinden um sich gegenseitig gute Ratschläge erteilen oder ganz besonders, wenn sie versuchen Franks Liebesleben ins Rollen zu bringen. Denn Frank ist, was die Liebe angeht, ein schwieriger Charakter, ein gebrannte Kind, wenn man es so ausdrücken will. Auch wenn er Ilse von ersten Moment an liebt, schafft er es nicht seine Gefühle ihr gegenüber zu offenbaren. Ilse selber ist aber auch eine geheimnisvolle Person. Aus ihr wird man nicht schlau, auch wenn sie für Frank etwas empfindet.

Mister Franks fabelhaftes Talent für Harmonie ist kein klassischer Liebesroman. Gefühle, Zusammenhalt, Freundschaft und Harmonie spielen aber eine große Rolle und natürlich auch die Musik. Noch nie hatte ich so viele unterschiedliche Musikrichtungen in einer Geschichte erlebet. Sehr inspirierend!

Mein Fazit:

Eine nette Geschichte über Menschen, die jeder für sich liebevolle Charaktere sind. Unterhaltsam und witzig erlebt man den Zusammenhalt einer Gruppe von unterschiedlichen Typen, die zusammenwachsen und eine Einheit bilden. Sich Halt geben und gegenseitig auch brauchen. Das Ende war zwar nett gemeint, aber mir persönlich auch zu kitschig im Vergleich zum Rest der Geschichte. hinten findet man auch eine Playlist. Sehr praktisch damit man die ganze Bandbreite an unterschiedlichen Musikstilrichtungen sich im Nachhinein nochmal anhören kann.

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

blanvalet, claire hajaja, drama, roman

Der Wasserdieb

Claire Hajaj , Karin Dufner
Fester Einband: 450 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 16.10.2017
ISBN 9783764506346
Genre: Romane

Rezension:

An den Debütroman “Ismaels Orangen” kann ich mich noch gut erinnern. Dieses Aufeinandertreffen unterschiedlicher Kulturen und Religionen und wie die Menschen damit umgehen im positiven wie im negativen Sinne. Die Autorin wuchs auch zwischen zwei Kulturen auf. Ihr Vater ist Palästinenser,  ihre Mutter Jüdin. Auch in  “Der Wasserdieb” hat sie unterschiedliche Kulturen und Religionen eingebaut.

Nicholas gehört für mich zu dem Menschenschlag, der mit sich noch nicht recht im Reinen ist. Mit seinen knapp 30 Jahren ist er dafür auch noch etwas zu jung. Er ist erfolgreich in seinem Beruf als Ingenieur, will sich aber in Afrika beweisen. Für sich oder doch mehr für seinen verstorbenen Vater, das konnte ich nicht hundert Prozentig herauslesen. Ein bisschen von beidem wahrscheinlich. Mit Land und Leuten scheint er sich im Vorfeld nicht wirklich befasst zu haben. Sein Gastgeber Dr. Ahmed und seine Familie empfangen ihn mit offenen Armen. Das Margret, die junge schöne Frau, die Ehefrau des alten Arztes ist, scheint ihn regelrecht zu schockieren. Anders als gedacht, ist ihre Ehe aber nicht arrangiert. Dr. Ahmed hat Margret vielmehr gerettet um ihr ein freies Leben zu ermöglichen. Für ihn hat sie die Religion gewechselt. Trotzdem muss sie kein unterwürfiges Leben leben, ist frei in ihrem Tun und ihren Taten. Jojo, der Sohn, ist von Nick begeistert. Auch Nick schließt den Jungen gleich in sein Herz,  nimmt ihn unter seine Fittiche und bringt ihm viel bei. Entfacht aber auch ein Feuer in dem Kind, das durch sein unüberlegtes und egoistisches Handeln ausgelöst wurde.  Nicks Taten kann man durchaus nachvollziehen, er will einfach nur helfen. Ist aber auch sehr naiv was die Menschen, besonders jene die die Macht haben, anbelangt. Er glaubt tatsächlich daran, dass sich alles zum Guten wenden wird, obwohl die Zeichen schon deutlich anders stehen.

 Mein Fazit:

Als Leser taucht man bereits zu Beginn in das Ende der Geschichte ein. Es liegt eine flirrende Spannung in dieser Szene, die man sich gut vor Augen führen kann. Nach und nach werden die Geschehnisse aus Nicks und aus Jojos Sicht über mehrere Monate geschildert. Es beginnt recht ruhig, vieles ist vorhersehbar, besonders die Entwicklung von Nick und Margret zueinander. Dr. Ahmed mit seiner Gelassenheit und seinen Lebensweisheiten fand ich als Ruhepol wunderbar dargestellt.

Auch wenn die Geschichte eher ruhig begann und der Verlauf vorhersehbar war, machte die Spannung am Ende alles wieder wett. Definitiv kein Page Turner, aber doch ganz passabel am Schluss. Eine Geschichte über Liebe, über Macht und Manipulation, über gute Taten, über falsche Entscheidungen und welche Steine damit ins Rollen gebracht werden können.

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288 Bibliotheken, 17 Leser, 1 Gruppe, 154 Rezensionen

thriller, megan miranda, tick tack, lügen, nic

TICK TACK - Wie lange kannst Du lügen?

Megan Miranda , Elvira Willems , Cathrin Claußen
Flexibler Einband: 430 Seiten
Erschienen bei Penguin, 13.11.2017
ISBN 9783328101628
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Dieser Roman ist wirklich genial, bedarf aber auch ganzer Aufmerksamkeit beim Lesen. Nicht von Beginn an, da befindet man sich noch zeitlich in der Gegenwart.

Nicholette ist zurückgekehrt in ihre Heimatstadt. Ihr Vater leidet an Demenz und zusammen mit ihrem Bruder versucht sie das väterliche Haus zu verkaufen. Viele Erinnerungen an die Zeit vor ihrem Weggang, an die Zeit vor dem Verschwinden ihrer besten Freundin sind in den Räumen dort verborgen. Auch Jahre nach der schicksalhaften Nacht, weiß Nic immer noch nicht, was mit Corinne geschehen ist. Ihr Vater macht in lichten Momenten immer wieder seltsame Andeutungen. Weis er irgendwas? Auch ihr Bruder verhält sich seltsam, doch das ist Nicholette inzwischen gewohnt, ist ihr Verhältnis doch seit ihrer Teenagerzeit nicht mehr so gut, als es in ihrer Kindheit noch war. Dann ist da noch Tyler, ihre Jugendliebe. Und Anneleise, das Mädchen, das einen Tag nach Nics Rückkehr verschwunden ist, das ihnen allen zehn Jahre zuvor ein Alibi geliefert hat …..

Plötzlich befindet man sich dann bei Tag 15 und in der Rückwärtserzählung. Man durchlebt alle Tage in umgekehrter Reihenfolge. Muss aufpassen, dass man nicht durcheinander gerät, denn manches Gelesene erscheint paradox und unlogisch. Kurzes durchatmen und nachdenken, verschafft wiederum Klarheit. Ganz klar kein Thriller den man einfach so in einem Rutsch durchliest. Viele Fragen tun sich auf, werden aber auch nach und nach beantwortet. Man bekommt als Leser ein sehr gutes Bild von allen Beteiligten. Welche Rolle sie zehn Jahre früher gespielt haben und welche Rolle sie in der Gegenwart verkörpern. Auch über Corinne wird immer klarer, welcher Mensch sie war, ihr Status in der Clique und als Freundin.

TICK TACK – die Zeit rennt. In diesem Fall rückwärts. Wer lügt, wer sagt die Wahrheit? Mit jedem Tag kommt man dem Geschehen in der Gegenwart im Rückwärtsgang näher. Zeitgleich erfährt man auch was sich in der Vergangenheit zugetragen hat. Dies aber in zeitlich richtiger Abfolge. Diese beiden Erzählabschnitte in unterschiedlicher Zeitrichtung sind wirklich knifflig und man muss schon sehr aufmerksam sein um sie auseinander zu halten, werden sie doch immer wieder in den jeweiligen Tagen miteinander verknüpft.

Mein Fazit:

Ein wirklich gut gemachter Roman, dessen Spannung darin liegt, dass man natürlich wissen will, was sich 15 Tage vorher zugetragen hat. Und auch was  mit Corinne passiert ist. Vom Stil her gut verständlich geschrieben aber, wie bereits erwähnt, ist der Rückwärtslauf doch eine Herausforderung. Mir persönlich hat das sehr gut gefallen. Mit einer Auflösung, die ich so nicht erwartet hätte. Häppchenweise, konnte man sich zwar herantasten, aber was da alles ans Tageslicht kam, damit habe ich doch nicht gerechnet!

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18 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 7 Rezensionen

schottland, band 2, dorf, fortsetzung, vergangenheit

Sea Detective: Der Sog der Tiefe

Mark Douglas-Home , Stefan Lux
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 20.10.2017
ISBN 9783499272479
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Cal McGill ist Meeresbiologe, Umweltaktivist und er hilft im Meer verschollene oder vermisste Menschen aufzuspüren. Da ihm seine Arbeit mitunter sehr belastet, vor allem wenn er für verzweifelte Eltern Kinder sucht und findet, verschlägt es ihn an die raue Küste Schottlands, um dort Abstand und Ruhe zu finden. In Poltown begegnen ihm recht eigenbrötlerische Menschen, vor allem Fremden gegenüber sind sie nicht sehr offen. Das bekommt nicht nur Cal zu spüren. Violet, die in den Ort gekommen ist, um mehr über ihre Mutter herauszufinden, ergeht es ebenso. Cal ist vom ersten Moment an fasziniert von ihr und beschließt ihr zu helfen herauszufinden welches Drama sich mehr als 20 Jahre zuvor in dem Küstendorf zugetragen hat……

Auf diesen zweiten Band mit Cal McGill war ich echt gespannt. Band 1 hat mir sehr gut gefallen. Die Arbeit, die Suche nach Vermissten hat mich sehr überrascht. Mir bot sich mal etwas ganz Neues im Krimisektor. Es war interessant zu erfahren, wie der Meeresbiologe mit Hilfe von moderner Technik, aber auch mit einfachen Hilfsmitteln seine Recherchen macht und festigt und so zu einem Ergebnis kommt. Daher hab ich mir auch in “Der Sog der Tiefe” wieder eine fesselnde und spannende Story erwartet. Leider bedarf es in der Handlung nicht so seiner Fähigkeiten, wie es in Band 1 der Fall war. Die Handlung konzentrierte sich mehr auf die Personen, die unmittelbar mit Violet und ihrer Mutter zu tun hatten. Die Story selber ist nicht schlecht aufgezogen. Man erfährt nach und nach was sich zugetragen hat und welche Rolle gewisse Nebencharaktere darin gespielt haben. Auch der Umweltschutzgedanke floss mit in die Handlung und die damit verbundenen Gegner ebenso. Das Für und Wider gut in Szene gesetzt. McGils Know-how bekommt leider nur wenig Raum geboten.

McGill selber ist ein Charakter, den ich eigentlich ganz gut finde, ist aber noch ausbaufähig. Durch Band 1 weiß ich ja schon einiges über ihn, über sein Privatleben und über seine Kindheit. Violet war anfangs schwer einzuschätzen, einerseits Mutig andererseits zutiefst verängstigt. Mary Anderson, eine zentrale Figur in der Handlung, nette alte Dame oder doch eher schlaue Spielleiterin? Duncan, menschenscheuer Sonderling aber doch irgendwie liebenswert. Der Roman ist mir recht vielen Charakteren gespickt, die man sich aber gut merken kann und die sich gut in die Geschichte einfügen.

Mein Fazit:

Persönlich kamen mir Cal McGills Potenzial in der Handlung zu kurz. Die Haupthandlung und die gut eingefügte Nebenhandlung war aber gut umgesetzt. Die Spannung war aber doch recht niedrig angesiedelt und kam erhöhte sich erst zum Ende hin etwas. Das lag vor allem daran, dass die Handlung recht vorhersehbar war und es nicht wirklich überraschende Wendungen gab. Ablenkungsmanöver ja, für die Polizei, aber nicht für den Leser.

Band 1 bekam von mir damals drei Sterne, mittlerweile würde ich ihm vier geben. Denn er war weitaus spannender und hatte mehr von einem SEA DETECTIVE in sich als Band 2.

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92 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

mord, gericht, schweden, prozess, stockholm

Im Traum kannst du nicht lügen

Malin Persson Giolito , Thorsten Alms
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Ehrenwirth, 26.10.2017
ISBN 9783431039931
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ein Amoklauf an einer Schule. Das dahinter oft mehr steckt als “nur” der Hass auf seine Mitmenschen, oder der Wille jemanden zu töten, davon hat bereits Jody Picould in ihrem Roman “19 Minuten” geschrieben. Diese Geschichte war so spannend erzählt, da war ich doch sehr neugierig, wie Malin Persson Giolito ihre Erzählung gestaltet. Immerhin gewann die Autorin mit “Im Traum kannst du nicht lügen” den Nordischen Krimpreis 2017. Da sind die Erwartungen für mich als Leser schon recht hoch!IMG_20171203_165440

Die Geschichte wird nach hinten aufgearbeitet. Das Blutbad ist schon geschehen und Maja steht vor Gericht. Sie macht es einem nicht leicht, sich nicht gleich ein negatives Bild von ihr zu zeichnen. Sie wirkt so teilnahmslos, alles scheint ihr egal zu sein. Gedanklich ist sie oft woanders, drehen sich auf abwertende Weise um die Verteidigerin oder ähnliches. Nur wenn sie an ihre kleine Schwester denkt, kommt da ein ganz anderes Mädchen zu tagen, eines das liebevoll ist, das sich sorgt. Zwischen den Verhandlungstagen erfährt man Majas Geschichte, bis man zum Kern vordringt, der Auslöser der unfassbaren Tat, vergehen noch viele Seiten. Zwischendurch ist das etwas langatmig, doch die Aufarbeitung, in der man alles über Maja, ihren Freund Sebastian und den Rest der Clique erfährt, lohnt sich durchzuhalten!

Mein Fazit:

Für mich eher Drama als ein Krimi, spannend und gut durchdacht. Die Jugendlichen kommen Großteils aus wohlhabenden Familien. Können alles haben. Doch Geld allein macht nicht Glücklich. Party, Drogen, Alkohol und ein Vater, bei dem nur Leistung steht und für dem Liebe offenbar ein Fremdwort ist, führen von einem Extrem zum Anderen. Bis jemand nur noch einen Ausweg sieht! Tatsächlich hab ich zwischendurch auch ein paar Tränen vergossen, so emotional fand ich Majas Schilderung ihrer Beziehung zu Sebastian.

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