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11 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

british, ermittlung, ermordung, friseur

Agatha Raisin und der tote Friseur

M. C. Beaton , Sabine Schilasky
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.03.2017
ISBN 9783404174850
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags: british, ermittlung, ermordung, friseur   (4)
 

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(41)

80 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 33 Rezensionen

liebe, selbstmord, jan schomburg, island, klassenfahrt

Das Licht und die Geräusche

Jan Schomburg
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 10.03.2017
ISBN 9783423281089
Genre: Romane

Rezension:

Jan Schomburg erzählt von Johanna, Boris und Ana-Clara - und ihren Versuchen zu erkennen, wie das eigentlich überhaupt gehen soll: leben.

Im Rahmen einer Buchverlosung durfte ich ein Leseexemplar lesen und nun im Nachhinein muss ich klar sagen: Ein Glück habe ich dafür kein Geld ausgegeben.
Wahrscheinlich hätte ich das Buch nach kurzem Reinlesen in der Buchhandlung gleich wieder zurückgelegt und mich einem anderen Roman zugewandt.

"Das Licht und die Geräusche" erzählt die Geschichte dreier Jugendlicher bzw. Heranwachsender, die in einer Art Dreiecksbeziehung stecken. Als Boris verschwindet, machen sich Johanna, aus deren Sicht die ganze Handung geschildert wird, und Ana-Clara auf die Suche nach dem Verschollenen.
Was vermutlich ein berührender Jugendroman hätte werden können, ist hier leider total danebengegangen.
Zum einen ist die Ausdrucksweise grauenhaft, zwar soll er hervorheben, dass hier eine Jugendliche ihre Erlebnisse schildert, aber der Wortschatz ist sehr begrenzt und kann nicht annährend das herüberbringen, was wahrscheinlich mit dem Buch ausgedrückt werden soll. Gefühle bleiben völlig außen vor und alles wirkt nüchtern, kalt und abgehackt.
Zum anderen ist der Schreibstil sehr gewöhnungsbedürftig. Durch viel zu viele Gedankensprünge, den man teilweise erst nach einigen Seiten wieder folgen kann, und unzähligen Absätzen, konnte kein Lesefluss entstehen. Ich habe manchmal etwas den Faden verloren. Und wo wir gerade bei Fäden sind.... einen roten konnte ich beim besten Willen nicht entdecken.
Was die Charakterisierungen der Protagonisten betrifft, ist auch hier einiges auf der Strecke geblieben. Auch wenn man hier alles aus Johannas Sicht erlebt, blieb sie mir ebenso fremd wie Boris und Ana-Clara.

Was diesem Buch einen Stern bringt, ist einzig und allein die Idee.
Schade, aber ich hatte mir einen gefühlvollen Jugendroman erhofft, der einem zu Herzen geht.

  (23)
Tags: jugend, liebe   (2)
 

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(16)

49 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

im kabinett des todes, kurzgeschichten, stephen king, horror, eindringlich

Im Kabinett des Todes

Stephen King , Wulf Bergner , Joachim Körber , Hedda Pänke
Flexibler Einband: 592 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.12.2013
ISBN 9783453437340
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags: eindringlich, grusel, horror, kurzgeschichten   (4)
 

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(335)

781 Bibliotheken, 76 Leser, 5 Gruppen, 111 Rezensionen

thriller, sebastian fitzek, achtnacht, berlin, fitzek

AchtNacht

Sebastian Fitzek
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 14.03.2017
ISBN 9783426521083
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags: feinde, überleben   (2)
 

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(70)

159 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

rosen, geheimnis, kanalinseln, insel, selbstmord

Die Rosenzüchterin

Charlotte Link
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 16.08.2010
ISBN 9783442374588
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags: geheimnis, kanalinseln, rosenzüchterin   (3)
 

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(703)

1.155 Bibliotheken, 12 Leser, 17 Gruppen, 184 Rezensionen

thriller, los angeles, serienmörder, mord, serienkiller

Der Kruzifix-Killer

Chris Carter , Maja Rößner
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 10.06.2009
ISBN 9783548281094
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

L.A. wird erneut von einem Mörder heimgesucht, der eigentlich als gefasst gilt. Robert Hunter, Psychologe und Detective beim LAPD übernimmt den Fall. Noch ahnt er nicht, dass er im Visier des Killers ist und dieser vor keiner Grausamkeit zurückschrecken wird...


Kommen wir gleich zur Sache: Dieser Thriller kann leider nicht halten, was er verspricht.
Schon auf den ersten Seiten wird klar, dass es sich hier um eine Aneinanderreihung von primitiven und brutalen Gewaltdarstellungen handelt. Auch Ausdruck und Wortwahl wirkten sehr schlicht und haben mich nie völlig in Bann ziehen können.
Was die Charaktere betrifft, so hat der Autor hier einige Klischees bedient, angefangen beim selbstlosen und aufopfernden, moralisch stets einwandfreien Detective und seinem unerfahrenen Partner, bishin zum abgedrehten, irren Mörder. Die Personen blieben daher nach meinem Geschmack eher fade.

Was man dem Autor aber zugute halten muss ist, dass er Spannung aufzubauen versteht. Aber leider kippt diese manchmal und es entstehen unnötige Längen. Auf der anderen Seite werden spannende Abschnitte extrem schnell abgeschlossen und lassen Fragen offen. Das Ende hingegen wurde wieder zu sehr in die Länge gezogen, sodass das Buch ein andauernder Ritt auf Höhen und Tiefen ist.

Im Großen und Ganzen schafft es "Der Kruzifix-Killer" nur auf magere 2 Sterne. Ich bin nicht überzeugt.

  (3)
Tags: grausam, kruzifix, mörder, verstümmelungen   (4)
 

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(2.832)

3.774 Bibliotheken, 27 Leser, 13 Gruppen, 168 Rezensionen

thriller, dänemark, entführung, krimi, sonderdezernat q

Erbarmen

Jussi Adler-Olsen , Hannes Thiess
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.02.2011
ISBN 9783423212625
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags: krimi, opfer   (2)
 

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(8)

20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

schwestern, kunst, vergangenheit, gewicht, tracy guzeman

Das Gewicht des Himmels

Tracy Guzeman
E-Buch Text: 480 Seiten
Erschienen bei Diana Verlag, 19.08.2013
ISBN 9783641107031
Genre: Romane

Rezension:

Neuengland. Im Sommerurlaub mit den Eltern treffen die beiden Schwestern Natalie und Alice auf den aufstrebenden Maler Thomas Bayber. Doch dieser schicksalhafte Sommer stellt die Weichen für eine Tragödie, die erst Jahre später ans Licht kommt...

Die Autorin war mir bisher leider unbekannt, aber nach der Lektüre dieses Romans, wird sich das bestimmt ändern!
Sie hat einen unglaublichen Schreibstil, der so viel Tiefe und Gefühl vermittelt, dass man förmlich in die Geschichte hineingesogen wird. Schon auf den ersten Seiten hat mich dieses Buch vollkommen in Bann gezogen.
Tracy Guzeman versteht es, ihren Charakteren so viel Leben einzuhauchen, dass man das Gefühl hat, sie würden sich im gleichen Zimmer aufhalten oder sie durch die Handlung begleiten. Die Protagonisten sind alle auf ihre Art sympathisch und bekommen durch gute und schlechte Charaktereigenschaften einen besonders realen Touch. Hier wirkt nichts gekünstelt.
Auch die Beschreibungen der Kunstwerke, die in diesem Buch vorkommen, sind sehr bildhaft, sodass man sie vor seinem geistigen Auge sehen kann. Auch das ist für mich eine besondere Form des Schreibens.
Die Handlung an sich hat mich auch sehr bewegt. Die Autorin zeichnet hier ein Bild von einer Geschwisterbeziehung, die anfangs durch Liebe, später durch Missgunst und Neid bestimmt wird. Auch die Romantik kommt in diesem Buch nicht zu kurz. Hier entsteht zwar kein Kitsch, allerdings vermitteln diese Passagen eine tolle Gefühlsintensität.

Leider habe ich auch einen kleinen Kritikpunkt. Und zwar kam das Ende in meinen Augen zu plötzlich. Hier überschlugen sich die Ereignisse, sodass der Schluss irgendwie überraschend kam und daher nicht ganz zum sonst sehr ruhigen Schreibstil der Autorin passen wollte. An dieser Stelle ziehe ich ein Sternchen ab.

Meine Bewertung fällt aber mit vier Sternen noch "Sehr gut" aus.

"Das Gewicht des Himmels": Leseempfehlung!

  (14)
Tags: kunst, liebe, schwestern, tragödie, vergangenheit   (5)
 

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(33)

56 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 34 Rezensionen

liebe, kragen, vergangenheit, historisch, mode

Aimées geheimer Wunsch

Kelly Doust , Cornelia Röser
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 11.05.2017
ISBN 9783462049879
Genre: Romane

Rezension:

Die Auktionatorin Maggie lebt mit ihrer kleinen, chaotischen Familie in London und schlägt sich mit den alltäglichen Problemen einer berufstätigen Mutter herum.
Eines Tages entdeckt sie in einer Kiste voll Ramsch einen wunderschönen bestickten Kragen und beginnt die Geschichte des Schmuckstücks zu erforschen...

Der Leser wird in den ersten Kapiteln in eine sehr vielversprechende Handlung hineingezogen, die damit beginnt, wie der Schmuckkragen angefertigt wird. Anschließend folgt der Leser den Spuren des Kleinods durch die Geschichte und viele exotische Städte, bis er schließlich in Maggies Hände fällt.
Die Handlung springt zwischen der Gegenwart und Maggies Recherchen, sowie der Vergangenheit, in welcher der Kragen durch viele Hände gewandert ist, hin und her.
Aber leider, so schön das Buch auch begann, hat es mich letztenendes doch nicht überzeugt. Auch wenn die Idee und der Beginn der Handlung wirklich vielversprechend sind, lässt der Roman ab der Hälfte sehr nach. Hier sind viele Längen entstanden und die Autorin hat Passagen eingebaut, die im Grunde keinen Einfluss auf die restliche Geschichte hatten. Diese Abschnitte wirkten auf mich wie Seitenfüller...
Auch die Zwischenspiele, in denen es um die neuen Besitzerinnen des Kragens geht, endeten teilweise unbefriedigend und ließen viele Fragen offen.
Der Schreibstil, der in den ersten Kapiteln sehr ansprechend war und mich daher, nachdem ich die Leseprobe beendet hatte, neugierig gemacht hat, wurde im Verlauf des Buchs schlechter. Manchmal kam mir der Ausdruck sehr kindlich vor, als ob sich hier jemand eines Schulaufsatzes bedient hätte.
Das Ende selbst ließ für mich leider offen, was denn genau Aimées geheimer Wunsch war. Es gab tatsächlich für mich mehrere Möglichkeiten. Und auch wenn schlussendlich eine Erklärung hierfür vorgestellt worden ist, fand ich sie nicht ganz stimmig. Wirklich schade.

Da ich hier einige Punkte gefunden habe, die mich bei der Lektüre gestört haben, vergebe ich zweieinhalb Sterne.
Das Buch fängt vielversprechend an, lässt dann aber leider im Plot stark nach.
Die Idee fand ich sehr schön, denn hier versteckte sich viel Potenzial, das leider aber nicht gänzlich ausgeschöpft worden ist.

  (20)
Tags: antiquitäten, epochen, traum, wunsch   (4)
 

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(34)

45 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 32 Rezensionen

japan, tokio, botschafter, 2. weltkrieg, roman

Demnächst in Tokio

Katharina Seewald
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Europa Verlag , 27.03.2017
ISBN 9783958901063
Genre: Romane

Rezension:

Elisabeths Tochter berichtet ihr eines Tages überraschend, dass sie eine Dienstreise nach Japan antreten wird. Diese Nachricht bringt viele Erinnerungen der alten Dame zurück und so beschließt sie, ihre Geschichte aufzuschreiben, beginnend mit ihrer Hochzeit mit einem fast vollkommen Fremden, einer Reise nach Japan, dem Leben als Gattin eines Miltärattachés und vom zweiten Weltkrieg, der auch in Asien niemanden verschont ließ...

Ich durfte dieses wirklich schöne Buch, Dank etwas Glück bei einer Buchverlosung, probelesen und möchte hier nun meine Einschätzung dazu schreiben.
Beginnen wir mit dem Schönen.
Die gesamte Geschichte ist aus Elisabeths Sicht geschrieben, die nach einem Telefonat mit ihrer Tochter beschließt, ihre Lebensgeschichte zu Papier zu bringen. Geschrieben als eine Art Brief, fühlte ich mich als Leser persönlich angesprochen. Auch die Handlung selbst hat bei mir einen durchweg positiven Eindruck hinterlassen.
Die Autorin hat in diesem Buch historische Fakten und Ereignisse mit fiktiven Personen verknüpft und so eine sehr realistische Atmosphäre erschaffen.
Die Charaktere sind in meinen Augen auch recht gut gelungen. Besonders die Protagonistin und Erzählerin Elisabeth ist tiefgründig und sympathisch.
Nun muss ich aber leider zu dem kommen, was mit nicht gefallen hat. Zwar wird hier ein fließender Schreibstil an den Tag gelegt, sodass sich der Roman wirklich schnell lesen lässt, aber die Autorin verwendet teilweise etwas eigenartige Ausdrucksweisen. Beispielsweise kommen viele Wiederholungen vor, wie "ich strickte und strickte, wartete und wartete..." oder Sätze wie "Dass die Bäume so schön blühten? Ich merkte es nicht." Mir ist zwar bewusst, dass hier die Intensität eines Gefühls oder einer Handlung hervorgehoben werden sollten, dennoch wirkte diese Art des Sprachgebrauchs etwas seltsam. Hier ist auch sicherlich der Geschmack eines jeden Lesers anders, aber mir hat es nicht gefallen.

Trotzdem fällt mein Fazit mit einem "Gut" und drei Sternen aus. Dieser Roman ist eine nette Lektüre für zwischendurch, kann aber leider nicht mit viel Gefühl oder sprachlicher Raffinesse punkten.

  (20)
Tags: japan, krieg, vernunftehe   (3)
 

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(172)

290 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 150 Rezensionen

mord, psychologie, krimi, roman, manuskript

Das Buch der Spiegel

E.O. Chirovici , Werner Schmitz , Silvia Morawetz
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 27.02.2017
ISBN 9783442314492
Genre: Romane

Rezension:

1987 wird ein renomierter Psychologieprofesser brutal in seinem Haus ermordet. Die Polizei legt den Fall jedoch bald als ungeklärt zu den Akten.
Achtundzwanzig Jahre später bekommt Peter Katz, Agent eines Verlages, die ersten Kapitel eines Manuskripts zugesandt, die den Fall von damals beleuchten. Doch als Katz den Autor ausfindig machen will, um auch den Rest des Buches lesen zu können, muss er feststellen, dass dieser kurz vorher verstorben ist. Peter macht sich mit Hilfe diverser Experten daran, den Fall zu rekonstruieren...

Da ich bereits die Leseprobe zu Verfügung hatte und danach unbedingt dieses Buch lesen wollte, brauchte mich der Klappentext nicht weiter zu überzeugen.
Was ich schon in der Probe merkte, hat sich beim Lesen des Buches nochmals bestätigt: Dieser Roman ist klasse!
Das Buch punktet mit einem sehr dicht gewobenen Plot und einigen unerwarteten Wendungen.
Die Haupt- und Nebencharaktere sind exzellent herausgearbeitet und wirken das gesamte Buch über sehr real und greifbar.
Da hier die Ermittungen im Mittelpunkt stehen, die der Literaturagent Katz in die Wege leitet, kann der Leser wunderbar selbst ermitteln und versuchen den wahren Täter aus allen Verdächtigen herauszufinden. Dies hat mir besonders gefallen, denn man muss nicht immer von blutigen Morden lesen, damit Spannung aufkommt.

Der Autor hat das Buch in drei großte Teile eingeteilt. Zum einen die Geschichte aus dem Jahre 1987 und die Überlegungen die Katz zum Manuskript anstellt. Darauf folgen die Befragungen, Gedankengänge und Ergebnisse eines Journalisten und schließlich eines pensionierten Polizisten. Alle diese Charaktere haben die Handlung entscheidend beeinflusst, keine Seite war überflüssig, sodass sich "Das Buch der Spiegel" angenehm schnell gelesen hat.

Leider habe ich auch einen Kritikpunkt, der hier einen Stern kostet. Der Autor, so durchdacht und ausgeklügelt die Handlung auch war, hat in meinen Augen am Ende einige Fragen offen gelassen, die recht früh aufkamen. Hier hätte ich mir vielleicht zehn Seiten mehr gewünscht, um auch diese gänzlich aufzuklären.
Alles in allem hat mir dieser Kriminalroman aber sehr gut gefallen, weswegen er auch verdient 4 Sterne bekommt.



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Tags: geheimnis, professor, schriftsteller, vergangenheit   (4)
 

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(54)

100 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 49 Rezensionen

tod, trauer, verlust, roman, 70er jahre

Ein fauler Gott

Stephan Lohse
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 06.03.2017
ISBN 9783518425879
Genre: Romane

Rezension:

Mit elf Jahren muss Ben einen schlimmen Schicksalsschlag einstecken: sein kleiner Bruder stirbt vollkommen unerwartet. Von nun an versucht Ben mit seiner Trauer zurechtzukommen und gleichzeitig seiner Mutter Trost zu spenden, die sich jede Nacht in den Schlaf weint.
Aber Ben hat nebenher noch viel zu tun. Seine Freunde treffen, Fußball spielen und über seinen ersten Kuss nachgrübeln...

Stephan Lohses rührenden Buch über einen Jungen, der mit einem schrecklichen Verlust zurechtkommen muss, gleichzeitig aber eine wunderschöne positive Energie ausstrahlt, ist wirklich kein Roman für zwischendurch.
Wer dieses Buch zur Hand nimmt, sollte sich Zeit nehmen, um sich Gedanken über die Geschichte zu machen.
Der Schreibstil ist, dem Protagonisten entsprechend, eher einfach und kindlich gehalten, macht aber Spaß beim Lesen. Trotz des traurigen Themas und der nachdenklichen Stimmung, die das Buch verbreitet, muss man immer wieder Lächeln, wenn man von Bens Erlebnissen liest.
Während die Passagen, die Bens Unternehmungen und Überlegungen wiedergeben, teilweise zum Schmunzeln anregen, spiegeln die Abschnitte, in denen es um Bens Mutter geht, die Trauer und Tragik der Situation wieder. Hier musste ich beim Lesen doch ab und an schlucken.

Der Roman liest sich zwar schnell, aber wie oben schon erwähnt, sollte man sich ruhig Zeit für die Gedanken nehmen, die einem während des Lesens durch den Kopf gehen.
Die handelnden Personen, besonders natürlich Ben und seine Mutter, sind wunderbar charakterisiert, tiefgründig und emotional. Sie sind definitiv gelungen und geben der Handlung Unmengen an Gefühl.

Aber trotzdem habe ich einen Kritikpunkt. Stellenweise bin ich stutzig geworden, über Bens Ansichten und Gedankengänge. Natürlich ist er ein Junge von elf Jahren, der noch nicht mit dem rationalen und teils zynischen Blick eines Erwachsenen an das Leben herangeht, aber manchenteils wirkte er mir fast zu kindisch und naiv. Wenn ich an meinen zehnjährigen Neffen denke, ist der deutlich abgeklärter. Vielleicht liege ich hier auch falsch, das sollten vielleicht Mütter eher einschätzen können. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass die Handlung 1972 spielt und sich die Kinder noch nicht mit der heutigen Flut von Nachrichten, Handys und Tablets konfrontiert sahen. Aber auch hier möchte ich keine Schlüsse ziehen, da dies weit vor meiner Zeit ist.
Dieser Kritikpunkt kostet den Roman aber trotz allem einen Stern. Deswegen vergebe ich drei Sterne und damit in meiner Bewertung ein "Gut".

  (18)
Tags: eltern, empathie, geschwister, kind, schicksal, sommer, tod   (7)
 

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(4)

4 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

game of thrones, parodie, humor

Das Lied von Eis und Schlagsahne - Wasch mir das Winterfell: Parodie

George R.R. Marzahn
E-Buch Text: 352 Seiten
Erschienen bei Heyne Verlag, 13.05.2013
ISBN 9783641104122
Genre: Fantasy

Rezension:

Der Sommer naht. Und das ist noch das geringste Problem von Lord Netthard Quark, denn neben dauerfurzenden und machthungrigen Söhnen, Töchtern im Zickenkrieg und einer ständig bekifften Ehefrau muss er sich außerdem um die wöchentlichen Massenhinrichtungen kümmern. Als dann auch noch sein alter Freund Bobbert Bartresen auftaucht, seines Zeichens Fettwanst und König von Osterhasién, und Netthard auffordert, sein rechter Fuß zu werden, gehen die Dinge für Lord Quark endgültig den Bach runter. Oder auch nicht. Oder doch. Das weiß man noch nicht. So viel sei aber gesagt: Der Rest des Buches besteht hauptsächlich aus Matsch und Zwiebeln.

Mit der Parodie vom "Lied von Eis und Feuer" kann man nicht viel falsch machen, dachte ich, und bekam das Buch von einem Kollegen geliehen.
Aber schon nach den ersten Kapiteln war ich schlichtweg enttäuscht und genervt.
Nun gut, Parodien sind nicht jedermanns Sache, aber etwas gepflegter Humor hat noch niemandem geschadet. Leider ist im Grunde nur das erste Kapitel witzig und lesenswert. Alles danach verliert sich in niveaulosen und schlechten Witzen, die zum Großteil unter die Gürtellinie zielen, und vielen Obszönitäten.
Das Buch liest sich insgesamt zwar schnell, sodass man sich als Leser nicht zu lange damit belasten muss, aber dies liegt vermutlich daran, dass die Dialoge einfach schwachsinnig sind.
Okay, das ist der Sinn einer "Verarschung", aber man sollte doch eher auf intelligente Witze zurückgreifen, damit ein solches Buch, ein solches Genre, gerne und mit Freude gelesen werden kann.

Ich gebe dem "Lied von Eis und Schlagsahne" daher nur einen Stern.
Alles nach den ersten 6 Seiten könnte man eigentlich getrost überblättern.
Von mir gibt es daher keine Leseempfehlung.

...von wegen "ultimative Game of Thrones Parodie"...

  (18)
Tags: game of thrones, humor, parodie   (3)
 

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(301)

622 Bibliotheken, 13 Leser, 4 Gruppen, 31 Rezensionen

horror, hotel, stephen king, thriller, shining

Shining

Stephen King
Flexibler Einband: 624 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 30.04.1985
ISBN 9783404130085
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Jack Torrance nimmt einen Job als Hausmeister in einem abgelegenen Hotel in den Bergen Colorados an. Gemeinsam mit seiner Frau und dem kleinen Sohn, zieht Jack in die Abgeschiedenheit. Doch im Winter ist man an diesem Ort vollkommen von der Außenwelt abgeschnitten.
Und während das Hotel und die kleine Familie langsam im Schnee versinken, verfällt Jack nach und nach einem Wahn, der schon bald auch Frau und Kind in tödliche Gefahr bringt...

Psychothriller pur! Horror pur! "Shining" ist eines der besten Bücher von Stephen King überhaupt.
Es ist einzigartig, wie er in diesem Buch die psychischen Abgründe eines Mannes darlegt und einen kleinen Jungen beschreibt, der unheimliche Dinge sieht und fühlt.
King kann mal wieder mit tollen Charakterisierungen und Beschreibungen punkten, die den Leser in das stille und gruselige Haus entführen und einem kalte Schauer über den Rücken laufen lassen. Wie üblich spielt er auch hier wieder gekonnt mit den Ängsten der Leser...
Das Buch lässt sich schnell lesen und hat mich als Leser absolut mitgerissen.

Ich vergebe daher alle fünf Sterne.

Das Hörbuch kann ich auch sehr empfehlen. Dietmar Wunder spricht diese Horrorstory wunderbar!

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Tags: colorado, geister, hotel, shining   (4)
 

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(199)

456 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 20 Rezensionen

horror, handy, zombies, endzeit, thriller

Puls

Stephen King ,
Flexibler Einband: 596 Seiten
Erschienen bei Heyne, 03.09.2007
ISBN 9783453565098
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ohne Vorwarnung befällt eine mysteriöse Geisteskrankheit die Menschheit. Ein Telefonanruf lässt Leute zu gewalttätigen und blutrünstigen Verrückten mutieren. Nur wenige, die durch Zufall kein Handy bei sich haben, bleiben bei Verstand und kämpfen fortan, in einer Welt, die dem Untergang geweiht zu sein scheint, ums Überleben...

Klingt spannend und nach super SciFi-Lektüre, ist aber leider nicht annährend das, was man von Stephen King gewohnt ist.
"Puls" beginnt zwar vielversprechend, lässt aber dann recht schnell nach und liest sich nur noch zäh.
Der Ausdruck und Schreibstil ist zwar wie gewohnt einfach zu lesen, trotzdem verliert die Handlung an Schwung, sodass der Mittelteil bis auf wenige Passagen eher langatmig ist.
Die Handlung konzentriert sich auf wenige, aber recht interessante Charaktere, die sich im weiteren Verlauf des Buches weiterentwickeln und viele Veränderungen durchmachen.
Aber, aber, aber... Mich hat das Buch nicht zu 100% überzeugen können. Gute Ansätze wechseln sich mit Seiten ab, auf denen nichts passiert, was die Geschichte besonders beeinflusst. Im Gegenteil, der Lesefluss kommt ins Straucheln und stellenweise war ich versucht, das Buch beiseite zu legen.

Ich möchte abschließend aber hervorheben, dass mich die Idee der Geschichte begeistert hat! Menschen mit Hilfe von Handys umzuprogrammieren, sodass sie nur noch nach niederen Instinkten handeln, ist wirklich faszinierend und würde heutzutage wahrscheinlich 99% der Bevölkerung betreffen. 
Obwohl das Buch in meinem Ranking der King-Bücher abgeschlagen auf den letzten Plätzen liegt, möchte ich drei Sterne vergeben. Die Grundlage der Handlung hat so einiges herausgerissen.

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Tags: handy, impuls, technik, verrückt   (4)
 

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(132)

319 Bibliotheken, 31 Leser, 0 Gruppen, 89 Rezensionen

experiment, wissenschaft, roman, terranauten, usa

Die Terranauten

T. C. Boyle , Dirk van Gunsteren
Fester Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 09.01.2017
ISBN 9783446253865
Genre: Romane

Rezension:

Arizona: In einer riesigen Glaskuppel entsteht ein eigenes Ökosystem. Hier soll unter kontrollierten Bedingungen das Leben nachgestellt werden. Acht Menschen, vier Frauen, vier Männer, sollen diese neue Welt für zwei Jahre bewohnen.
Doch eine unerwartete Wendung droht das Experiment scheitern zu lassen.

T.C. Boyle hat hier einen Roman geschrieben, der auf einer wahren Geschichte beruht.
Wahrscheinlich hätte ich das Buch gar nicht gelesen, wenn ich nicht durch den Literatursalon hier bei Lovelybooks darauf aufmerksam geworden wäre. Denn vom Titel her habe ich einen Sci-Fi-Roman erwartet, aber das war nicht der Fall und Boyle hat sich, statt auf technische Details fixiert zu sein, den Fokus besonders auf die soziologische und psychologische Komponente gelegt. Und gerade das macht dieses Buch so interessant.

Da ich bisher noch nichts von dem Autor gelesen habe, bin ich auch mit keinen besonderen Erwartungen ans Lesen gegangen, sondern konnte mich vollkommen unvoreingenommen der Lektüre widmen, aber mir hat sein Schreibstil sehr gefallen. Obwohl manchmal recht flapsig, bringt er Persönlichkeiten und Gefühle sehr gut rüber und lässt den Leser an der Geschichte teilhaben.
Mir hat auch gefallen, dass die Charaktere im Buch den Leser direkt anzusprechen scheinen. Die Handlung wird nicht einfach nur heruntergeschrieben, sondern wirkt, als würden die Teilnehmer des Experiments dem Leser persönlich berichten. Meiner Meinung nach, hat dies dem Roman besonderen Charme verliehen.
Was mir aber absolut nicht gefallen hat war, dass keiner der drei Protagonisten, welche die Geschichte erzählen, sympathisch war. Ganz im Gegenteil. Man hatte es hier mit einer Frau zu tun, die ihrer besten Freundin eher abwertend gegenüberstand, einem Mann, der so von sich überzeugt ist, dass er glaubt, sich alles erlauben zu können und einer Missionsanwärterin, die von Neid, Eifersucht und Missgunst förmlich zerfressen ist, nichts gönnen kann und an keinem ein gutes Haar lässt. Schade eigentlich. Diese Charakterzüge haben sich durch das gesamte Buch gezogen und auch wenn es ab und an Passagen gab, die den Handelnden sympathische Züge verliehen haben, konnte ich nicht ganz mit ihnen warm werden. Für mich ist das leider ein Grund einen Stern abzuziehen.

Andere Leser haben kritisiert, dass das Buch unrealistisch sei, aber im Klappentext ist ausdrücklich erwähnt, dass die Handlung nur auf wahren Ereignissen basiert und wie wir aus Film und Fernsehen wissen, heißt das nichts weiter als "frei nach...". Also sollte man hier keinen Tatsachenbericht erwarten. Tatsache ist: Der Versuch hat stattgefunden und ist gescheitert.

Doch trotzdem: Insgesamt handelt es sich bei "Die Terranauten" um einen spannenden, oder eher interessanten, Roman über die Auswirkungen von Isolation, Gruppendynamik und enttäuschten Gefühlen. Der ansprechende Schreibstil hat mich neugierig auf weitere Bücher von T.C. Boyle gemacht.
Meine Bewertung fällt daher wie folgt aus: Vier Sterne.

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Tags: abgeschlossen, ecosphere, handeln, studie, usa, zusammenleben   (6)
 

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154 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 61 Rezensionen

glühbirne, stromkrieg, edison, erfinder, westinghouse

Die letzten Tage der Nacht

Graham Moore , Kirsten Riesselmann
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.02.2017
ISBN 9783847906247
Genre: Romane

Rezension:

New York, 1888. Thomas Edison hat mit seiner bahnbrechenden Erfindung der Glühbirne ein Wunder gewirkt. Die Elektrizität ist geboren, die dunklen Tage der Menschheit sind Vergangenheit. Nur eine Sache steht Edison und seinem Monopol im Weg, sein Konkurrent George Westinghouse. Zwischen den beiden Männern entbrennt ein juristischer Kampf, es geht um die Millarden-Dollar-Frage: Wer hat die Glühbirne wirklich erfunden? Und wer hat also die Macht, ein ganzes Land zu elektrifizieren?

"Die letzten Tage der Nacht" ist ein wirklich spannender historischer Roman über den Rechtsstreit zwischen den Erfindern Thomas Edison und George Westinghouse. Beide wollen das Patent auf die Glühbirne für sich. Zwischen den beiden steht ein junger Anwalt, der mit allen juristischen Finten versucht eine Lösung zu finden.

Die Mischung aus Fakten, einer mitreißenden Erzählweise, die trotz vieler technischer Feinheiten nichts an Spannung einbüßt und einer Liebesgeschichte am Rande, macht aus diesem Roman ein absolut lesenswertes Buch.
Der Autor hat die bewundernswerte Fähigkeit seine Geschichte so zu erzählen, dass man fast den Eindruck gewinnt einen Film zu "lesen". Bildhaft und mit einer tollen Ausdrucksweise erzählt Graham Moore von einem der bekanntesten Patentrechtsstreitigkeiten der Geschichte. Während der Lektüre trifft der Leser auch auf viele andere bekannte Namen, wie beispielsweise Nikola Tesla und Alexander Graham Bell. Dies macht die Handlung noch realer. 

Wie oben schon erwähnt, wird das Buch nicht langweilig, auch wenn der Autor viele technische und teilweise physikalische Details eingebaut hat. Für den Leser bleibt alles verständlich und interessant.
Die Charaktere sind alle sehr fein ausgearbeitet und wirken sehr plastisch. Auf Anhieb hatte ich meine Lieblinge.

Als Fazit kann ich also getrost sagen: Ein Muss!
Interessante Handlung, basierend auf realen Ereignissen, tolle Charaktere und ein Schreibstil, der an Schwung nicht nachlässt, sodass sich "Die letzten Tage der Nacht" in einem Rutsch lesen lässt, machen diesen Roman zu meinem bisherigen Lesehighlight in diesem Jahr.
Ich vergebe 5 Sterne und möchte für dieses Buch eine Leseempfehlung aussprechen.

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Tags: 1888, edison, elektrizität, erfinder, licht, patent, westinghouse, wettlauf   (8)
 

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(5)

7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

liebe, ehe, herzog

Mehr als ein Herzog

Christi Caldwell
E-Buch Text: 366 Seiten
Erschienen bei AmazonCrossing, 29.11.2016
ISBN 9781477809907
Genre: Sonstiges

Rezension:

Anne, eine schöne junge Frau, hat sich nach dem Verrat ihres Vaters zum Ziel gesetzt, einen Herzog zu ehelichen. Um ihren Auserwählten für sich zu gewinnen, bittet sie den Schürzenjäger Harry Stanhope um Hilfe. Er soll sie in der Kunst der Verführung unterrichten.
Doch obwohl Anne weiß, dass Harry alles andere als eine gute Partie ist, kann sie nichts dagegen tun, als er Gefühle in ihr entfacht...

Nachdem ich den Klappentext des Buches gelesen hatte, habe ich eigentlich eine Geschichte à la Jane Austen erwartet. Leider hat sich meine Erwartung nicht erfüllt.
Es handelt sich hier um einen kitschigen Liebesroman ohne jegliches Gefühl. Die Charaktere bleiben durchweg leblos und oberlächlich. Handlungsstränge, die sich als spannend hätten erweisen können, werden einfach wieder fallengelassen.
Außerdem kann auch der Schreibstil nicht annährend mit einem Austen-Roman mithalten.
Die Handlung beginnt langsam, könnte vielversprechend werden, driftet dann aber in unsagbaren Kitsch und viele Längen ab, die es mir sehr schwer gemacht haben, das Buch zu Ende zu lesen.

Mein Fazit fällt daher, wie nach dieser Kritik zu erwarten, mit zwei Sternen eher schlecht aus. Man sollte nicht mit zu hohen Erwartungen an die Lektüre gehen. Wer aber eine Geschichte sucht, deren Idee zwar ansprechend aber nicht übermäßig anspruchsvoll ist, kann diesen Roman als Zwischenlektüre gern zur Hand nehmen.

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Tags: ehe, herzog, liebe   (3)
 

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abnehmen, ideen, piper verlag, gesundheit, konditionierung

Du kannst schlank sein, wenn du willst

Jan Becker , Christiane Stella Bongertz
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.01.2017
ISBN 9783492060608
Genre: Sachbücher

Rezension:

In diesem Ratgeber, werden dem Leser Übungen zur Selbsthypnose nahegebracht und viele gute Beispiele aufgezählt, die dem Leser eigene Verhaltensweisen verdeutlichen und Gründe offenlegen, wieso man nicht abnimmt oder immer wieder in alte Muster zurückfällt und daher ständig mit dem Gewicht zu kämpfen hat.

Zwar waren die Tipps sehr gut und im Grunde auch einfach umzusetzen, aber wenn man selbst keinerlei Erfahrungen mit Hypnose hat, fällt es den meisten Menschen wahrscheinlich unglaublich schwer, sich selbst in diese Art von Entspannung oder Trance zu bringen.
Ich habe das Buch gekauft um gerade dies mal auszuprobieren und nebenbei vielleicht Möglichkeiten zu finden, dauerhaft meine Ernährung umzustellen und alte und ungesunde Verhaltensweisen abzulegen. Aber obwohl es eben, wie oben schon erwähnt, viele gute Tipps zur Hypnose gibt, habe ich es leider auch nach vielen Versuche nicht geschafft. Schade eigentlich.
Trotzdem war es interessant diesen Ratgeber zu lesen und sich ein besseres Bild der Funktion von Hypnose machen zu können.

Mein Fazit:
"Du kannst schlank sein, wenn du willst" kann zwar einige grundlegende Infos geben, wie man sein Unterbewusstsein umkonditionieren kann, aber eine Selbsthypnose ist für mich, trotz ausführlicher Erklärungen, nicht möglich gewesen.
Deswegen würde ich dieses Buch nur Leuten empfehlen, die in der Lage sind, sich gänzlich auf sich selbst zu konzentrieren und außerdem sehr offen für diese Art der Behandlung sind.

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Tags: abnehmen, gesundheit, konditionierung, selbsthypnose, unterbewusstsei   (5)
 

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simon beckett, beckett, hunter, katz und maus, katz

Katz und Maus

Simon Beckett , Hans-Ulrich Möhring
Fester Einband: 64 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 21.10.2016
ISBN 9783499290718
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Eines Morgens stolpert der forensische Anthropologe Dr. Hunter über eine alte Sporttasche vor seiner Haustür. Als er sie öffnet, entdeckt er darin menschliche Überreste.
Bald schon wird ein weiterer grausiger Fund gemacht...

"Katz und Maus" ist ein kurzes Zwischenspiel, dass man nicht eindeutig zwischen zwei Büchern aus der David-Hunter-Reihe einordnen kann.
Die Kurzgeschichte ist wie üblich in dem leicht und fließend zu lesenden Schreibstil Becketts geschrieben und behandelt nur einen sehr kurzen, schnell gelösten Mordfall.
Da es sich hier wirklich um einen extrem kurzen "Krimi" handelt, kann man eigentlich nicht viel zum Handlungsaufbau sagen, denn die Geschichte beginnt mittendrin und endet doch recht abrupt, ohne das viel Spannung aufgebaut werden kann.

Daher fällt meine Rezension diesmal auch sehr knapp aus.
Als Unterhaltung oder Überbrückung zwischen zwei Beckett-Büchern ist "Katz und Maus" durchaus zu empfehlen, aber man sollte nicht zu viel erwarten.

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Tags: david, erinnerungen, flashback, hunter, versteckspiel, zwischenspiel   (6)
 

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erotik, sarah saxx, liebe, king of chicago, gefühle

King of Chicago

Sarah Saxx
Flexibler Einband: 436 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 16.01.2017
ISBN 9783743116221
Genre: Liebesromane

Rezension:

Die ehrgeizige Fotografin Ashley bekommt einen neuen Auftrag und das auch noch von der erfolgreichsten Firma in Chicago! Als sie dann auch noch auf den berühmt-berüchtigten Weiberhelden und CEO der Firma Travis King trifft, ist das Gefühlschaos vorprogrammiert. 
Doch Ashley will sich nicht in die Liste seiner Eroberungen einreihen und Travis setzt alles daran, das Herz der jungen Frau für sich zu gewinnen. 

"Verliebt in einen Millionär" ist zwar, von der Handlung gesehen, einer der typischen Erotikromane, wie man sie derzeit in jedem Buchladen findet, aber die Autorin hat der Geschichte in diesem Fall eine besondere Frische verliehen.
Wie schon erwähnt, kennt man die Story: Reicher Playboy, nettes Mädchen, aber in diesem Roman wirken die Charaktere weniger unnahbar und punkten mit viel Sympathie. 
Die beschriebenen Sexszenen wirken nicht billig oder aufgesetzt und fügen sich wunderbar in die Handlung ein. Auf mich wirkte das Gesamtbild dieses Buches stimmig. 
Beim Schreibstil konnte die Autorin auch Punkte sammeln. Das Buch liest sich schnell und einfach. 
Was ich aber als kleines Manko ansehe ist, das leider mit einigen Unstimmigkeiten zwischen den Protagonisten wieder auf die Standardgeschichte bei Liebesromanen zurückgegriffen worden ist. Vielleicht hätte man hier mal davon abweichen können um dem Roman eine weitere besondere Note zu geben? Hier kam es meiner Meinung nach zu kleineren Längen, die dem Buch etwas den Charme genommen haben. 

Da ich aber trotzdem sehr gut unterhalten war, möchte ich vier Sterne vergeben. Einzig ein Sternchen Abzug, weil mir das Drama zum Ende etwas den Spaß am Lesen genommen hat.

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Tags: beziehung, chicago, millonär, sex   (4)
 

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kunst, mord, gefahr, italien, familie

Ein dunkles Geschenk

Nora Roberts , Margarethe Pée
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 21.11.2016
ISBN 9783734103896
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Homesitterin Lila beobachtet eines abends, wie eine junge Frau im Haus gegenüber aus dem Fenster gestoßen wird. Nachdem Lila die Polizei gerufen hat und der Tatort untersucht wird, finden die Ermittler eine weitere Leiche. Die Vermutung liegt nahe: Ein erweiterter Suizid.
Doch der Bruder des zweiten Opfers glaubt nicht an Selbstmord. Nachdem er Lila um Mithilfe zur Aufklärung der Todesfälle bittet, stoßen die beiden auf Beweise, die für einen Auftragsmord sprechen. Die Recherchen der beiden führen sie bis nach Italien, auf der Spur sagenhafter Kunstschätze und eines Sammlers, der für seine Ziele sogar Leichen in Kauf nimmt....

Spiegelbestseller, fast ausschließlich gute Rezensionen - da kann man doch nichts falsch machen?! Oh doch!
"Ein dunkles Geschenk" ist für mich ein absoluter Reinfall.
Die Geschichte ist nicht nur langweilig und langatmig, sondern auch noch schrecklich vorhersehbar. Szenen, die bei anderen Autoren vielleicht Spannung erzeugt hätten, versacken fast in der Geschichte und wirken schlichtweg aufgesetzt.
Die Charaktere bleiben blass, oberflächlich und wenig sympathisch. Lila, die Protagonistin, ist furchtbar nervig, hat ständig Gedankensprünge und faselt Seite für Seite vor sich hin.
Und leider ist auch der Schreibstil genau so: sprunghaft und wirr. Ich konnte mich nicht einen einzigen Moment in diese Geschichte hineinlesen und nach ca. 450 Seiten war die Verlockung groß, einfach die restlichen Seiten zu überfliegen oder das Buch einfach wegzulegen. Aber auch meine Hoffnung, dass wenigstens das Ende noch etwas herausreißen könnte, wurde schnell zunichte gemacht. Auch der Schluss dieses "Thrillers" ist enttäuschend und so gar nicht mitreißend.

Daher gibt es von mir nur einen Stern. Schade, aber dieses Buch ist sein Geld nicht wert...

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Tags: drama, kunst, mord, zeuge   (4)
 

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geheimnis, bundesagent, ethan burke, mutationen, abbys

Psychose (Ein Wayward-Pines-Thriller, Band 1)

Blake Crouch
Flexibler Einband: 324 Seiten
Erschienen bei AmazonCrossing, 26.05.2015
ISBN 9781503948716
Genre: Sonstiges

Rezension:

Nach einem Unfall wacht ein Mann in einer Kleinstadt auf. Doch die Idylle trügt. 
Niemand scheint ihm helfen zu wollen, die Menschen sind verschlossen und weichen allen Fragen aus. Als dann noch grausame Dinge im Ort geschehen ist er sich sicher: hier stimmt etwas ganz und gar nicht.


Ich bin durch Zufall auf dieses Buch gestoßen und dachte, dass ich mir hiermit gut die Zeit bis zu dem nächsten Weihnachtsessen vertreiben kann und ich muss sagen, dass dieses Buch dem Sprichwort "In der Kürze liegt die Würze" alle Ehre macht.

Auf etwas über 300 Seiten wird der Leser in eine mysteriöse Kleinstadt in Idaho entführt, die nach außen hin wie das perfekte ländliche Idyll wirkt, aus der Nähe betrachtet aber unglaubliche Geheimnisse verbirgt. 
Dieser kurze aber spannende Thriller hat mich gut unterhalten und punktet mit einer klaren Ausdrucksweise, sodass sich die Seiten eben weg lesen lassen. 
Auch wenn die Charaktere nicht besonders herausgearbeitet sind, so ist die Athmosphäre, die dieses Buch versprüht fesselnd und unheimlich. 

Da mir trotzdem das gewisse Etwas gefehlt hat, gebe ich dem Buch die Bewertung "Gut" mit drei Sternen.

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Tags: abschottung, geheimnis, kleinstadt   (3)
 

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schweden, krimi, fabian risk, dänemark, mord

Minus 18 Grad

Stefan Ahnhem , Katrin Frey
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 02.01.2017
ISBN 9783471351246
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In dem Ort Helsingborg in Schweden rast ein Auto über die Kaimauer ins Wasser. Doch was die Polizisten für einen einfachen Unfall halten, erweist sich bald als viel komplizierter. Der Fahrer des Wagens ist laut Obduktionsbericht schon seit zwei Monaten tot. Der Kommissar Fabian Risk und sein Team nehmen die Ermittlungen auf und kommen einem Mörder auf die Spur, der allen immer einen Schritt voraus zu sein scheint.

 "Minus 18°" ist für mich dieses Jahr der Leseauftakt und hält auch noch, was der spannende Klappentext verspricht. 
Bereits auf den ersten Seiten wird der Leser mit einem rasanten Einstieg überrascht. Danach geht es vielversprechend weiter und schließlich endet das Buch mit einem dramatischen Showdown. 
Der Autor versteht es, Zeile für Zeile und Seite für Seite einen mitreißenden Lesefluss zu schaffen und die Spannung der Handlung aufrechtzuerhalten.
Die Charaktere sind aber in meinen Augen etwas zu kurz gekommen. Zwar wird der Hauptcharakter Risk sehr plastisch herausgearbeitet, aber die anderen bleiben für mich eher fremd. Zu keinem der anderen Handelnden konnte ich eine Verbindung herstellen. 
Dies mag aber auch daran liegen, dass es schon zwei Vorgänger zu diesem Buch gibt. Oft werden Hinweise auf vergangene Fälle von Fabian Risk gegeben, mit denen ich aber leider nicht viel anfangen konnte. Ich würde daher empfehlen, im Vorhinein die anderen Teile um den Kommissar zu lesen. 

Einen weiteren Punkt möchte ich noch ansprechen. Überraschenderweise besteht dieses Buch aus zwei Krimis, die allerdings unabhängig voneinander sind. Wieso dies so ist, hat sich mit nicht ganz erschließen können. Es war zwar ebenfalls interessant und ich als Leser habe natürlich auch hier die Aufklärung gespannt verfolgt, aber da der zweite Fall nichts mit dem ersten Handlungsstrang zu tun hatte, fand ich ihn ich Nachhinein eher unpassend.

Mein Fazit fällt deshalb mit 3 Sternen aus. Punktabzug gibt es wegen dem zweiten Kriminalfall im Buch, der bei mir die eine oder andere Frage offengelassen hat und aus dem Grunde, dass man die anderen Bücher von Ahnhem gelesen haben sollte, bevor man sich an "Minus 18°" wagt.

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Tags: auto, ermittler, hafenbecken, schweden, toter   (5)
 

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thriller, sebastian fitzek, psychothriller, das paket, fitzek

Das Paket

Sebastian Fitzek
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Droemer, 26.10.2016
ISBN 9783426199206
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ihr Postbote bittet Sie, ein Paket für einen Nachbarn anzunehmen. Einen Nachbarn, dessen Namen Sie noch nie gehört haben. Obwohl Sie schon seit Jahren in Ihrer kleinen Straße wohnen.
"Was kann schon passieren?", denken Sie sich.

Und lassen damit den Albtraum in Ihr Haus...

Was mich sofort auf dieses Buch aufmerksam gemacht hat, war nicht der Klappentext, sondern das außergewöhnliche Cover. Eben wie ein Paket. Erst danach habe ich die Zusammenfassung in Augenschein genommen.
Aber wenn man das Buch aufschlägt und anfängt zu lesen, kann man es nicht mehr aus der Hand legen. Es fesselt, ist spannend und bis zuletzt wird die Aufklärung der Morde geschickt verschleiert.
Mit großer sprachlicher Geschicklichkeit hat Fitzek einen Psychothriller geschrieben, der seiner Bezeichnung wirklich alle Ehre macht.
Der Leser wird in eine verworrene und dramatische Handlung hineingezogen, die trotz aller unerwarteter Wendungen nicht unübersichtlich wird.
Die Charaktere wirken sehr plastisch und besonders die Protagonistin ist in ihrer Darstellung unglaublich real. Nebencharaktere werden zwar nicht so genau beleuchtet, geben dem Buch aber eine enorme Dichte. Bis zu den letzten Seiten kann man nicht sagen, wer der Killer ist, denn Motive und Möglichkeiten werden gekonnt so verstrickt, dass jeder verdächtig ist.
Auch der Schreibstil ist für mich sehr ansprechend gewesen, da Fitzek einen klaren und schnörkellosen Ausdruck hat, der sich schnell lesen lässt.

Alles in allem kann ich von diesem Buch sagen, dass es eines der besten ist, die ich in diesem Jahr gelesen habe. Von mir gibt es 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

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Tags: drohungen, opfer, paket, postbote, täter   (5)
 
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