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158 Bibliotheken, 35 Leser, 1 Gruppe, 12 Rezensionen

jugendbuch, fantasy, gefährten, mond, ungerechtes gesellschaftssystem

Moon Chosen

P.C. Cast , Christine Blum
Fester Einband: 704 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 21.09.2017
ISBN 9783841440143
Genre: Jugendbuch

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(69)

108 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 58 Rezensionen

jugendbuch, alina bronsky, berlin, selbstfindun, buch

Und du kommst auch drin vor

Alina Bronsky
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 08.09.2017
ISBN 9783423761819
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Als ich Und du kommst auch drin vor das erste Mal in der Hand hielt, war ich überrascht. Mit nur 192 Seiten ist das Buch ziemlich dünn. Doch nun nach dem Lesen kann ich sagen, dass es sogar zu viele Seiten waren. Die eigentliche Geschichte könnte innerhalb weniger Kapitel erzählt werden, stattdessen wird sie jedoch ewig in die Länge gezogen, gefühlt nur um die Seiten zu füllen. Ein roter Faden, der ein bisschen mehr Ordnung in die Handlung hätte bringen können, geht dabei verloren. Und auch Spannung kommt nicht so richtig auf. 
Eigentlich schade, denn die Idee fand ich wirklich klasse und einfallsreich. Während einer Lesung, die Kim zusammen mit ihrer Klasse besucht, erlebt sie ihr blaues Wunder. Denn das, was die Autorin da vorliest, handelt von ihr. Doch für einen der Charaktere geht die Geschichte nicht gut aus und so versucht Kim zusammen mit ihrer besten Freundin Petrowna das Ende umzuändern, so dass in der Realität alles glimpflich verläuft.Der Klappentext verspricht eine kreative und originelle Geschichte, umgesetzt wurde dies leider nicht. Es kommt einfach keine richtige Spannung auf und auch die Handlung gibt nicht viel her. Nach dem Lesen der ersten Kapitel stellten sich mir natürlich allerhand fragen. Wie kann es sein, dass die Autorin über Kim schreibt? Woher weiß diese, was in Kims Leben als nächstes passiert, was sie denkt und sagt? Und wie kann Kim das drohende Unglück verhindern?Antworten habe ich leider keine bekommen. Auch das Ende war eher enttäuschend, da es keine wirklich Auflösung oder plausible Erklärung gab. Stattdessen lassen sich Kim und Petrowna zu leichtsinnigen und schlecht durchdachten Handlungen hinreißen, durch die sie ihrem Ziel aber trotzdem nicht näher kommen.
Erzählt wird aus der Sicht von Kim. Zu Anfang habe ich befürchtet, dass die Geschichte nicht ganz meiner Altersgruppe entspricht. Immerhin ist Kim mit ihren 15 Jahren einige Jährchen jünger als ich. Leider hat sich diese Befürchtung auch bewahrheitet. Kim war recht kindisch und egoistisch, was auf Dauer ziemlich auf die Nerven gehen konnte. Natürlich könnte man ihr Verhalten auf die Tatsache schieben, dass sie ein Scheidungskind ist, doch das wäre keine Entschuldigung für ihr oft zickiges und unangemessenes Verhalten.Generell konnte mich die Charaktere nicht wirklich überzeugen. Jasper war mir zu blass und eintönig und die Autorin war ohne mir ersichtlichen Grund ständig schlecht gelaunt und gemein sowie unhöflich.Einzig Petrowna konnte ich etwas abgewinnen. Sie war von Anfang an vielseitig und lustig und hat Abwechslung in die Geschichte gebracht.
Zwar werden wichtige Themen wie Freundschaft, Liebe und Familie angesprochen, hier hätte ich mir allerdings mehr Tiefe gewünscht. Die angegebene Zielgruppe wird vielleicht mehr Spaß an der Geschichte haben, meinen Geschmack konnte sie leider nicht treffen.

Der Schreibstil war zwar Anfangs gewöhnungsbedürftig, hat mir aber im Endeffekt gut gefallen. Durch die kurzen Sätze passt er zu der jugendlichen Geschichte und ihren Charakteren.

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(107)

240 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 67 Rezensionen

dystopie, mord, kerry drewery, jugendbuch, manipulation

Marthas Widerstand

Kerry Drewery , Sabine Bhose
Fester Einband: 426 Seiten
Erschienen bei ONE ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 16.03.2017
ISBN 9783846600436
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Könnt ihr euch eine Welt vorstellen, in der es keine Gerichte gibt, keine gerechten Prozesse? In der euer Leben in den Händen von euren Mitbürgen liegt, die euch mit einem einzigen Anruf für schuldig oder unschuldig erklären können? Und das nur auf der Grundlage von Informationen, die sie aus einer Reality-TV-Show ohne jegliche Beweise beziehen? Für Martha ist genau dies Realität. Nachdem sie den prominenten Wohltäter Jackson Paige erschossen hat, ist ihr Schicksal schon besiegelt. Denn wer würde schon eine sechzehnjährige Kriminelle aus dem Armutsviertel laufen lassen, welche die beliebteste Persönlichkeit des Landes auf dem Gewissen hat? Sieben Tage in sieben verschiedenen Zellen bleiben Martha nun noch bis zum Tag ihrer möglichen Hinrichtung. Sieben Tage, in denen einiges passieren kann.
Marthas Widerstand hat mich vor allem wegen der gesellschaftskritischen Idee geködert. Auch heute wird unsere Wahrnehmung viel von den Medien beeinflusst, so dass diese Zukunftsvision gar nicht mal so abwegig erscheint. Dies ist einerseits erschreckend, andererseits aber auch wahnsinnig spannend, da mich die Geschichte wirklich zum Nachdenken anregen konnte.Das Buch greift somit wichtige Themen wie Gerechtigkeit und die Beeinflussung der Menschen durch die Medien auf. 
In der Welt, in der Martha lebt, gibt es keine Gerichte mehr. Keine Richter, die nach einem anständigen Prozess mit genug Beweismaterial ein gerechtes Urteil sprechen. Hier wird nach dem "Auge um Auge"-Prinzip verurteilt. Es gibt keine Gefängnisstrafen, keine Grauzonen. Nur schuldig oder unschuldig, Tod oder Leben. Marthas Welt ist bestimmt von Korruption und einem Machtungleichgewicht. Die Reichen haben die Zügel in der Hand, während die Armen kaum eine Chance bleibt. Martha selbst gehört zur letzteren Gruppe, doch sie hat sich dafür entschlossen, nicht länger die Augen vor dieser Ungerechtigkeit zu verschließen. Sie mag zwar nur ein "unbedeutendes armes Mädchen aus den Kratzern" sein, doch sie hat einen Plan. Als Leser ahnt man immer wieder, dass Martha noch einiges in der Hinterhand hat. Doch nur nach und nach findet man mehr über Marthas Geheimnisse und damit auch über ihr Leben heraus. 
Anfangs hat sich die Geschichte noch sehr gezogen. Bis auf Marthas Verhaftung passiert erstmal nicht viel. Erst später erfährt man mehr über ihren Plan. Ein paar Geheimnisse, die aufgedeckt werden, habe ich zwar bereits geahnt, trotzdem sind einige Überraschungen dabei.Der eher schleppende Anfang hat jedoch auch einen Vorteil, denn so blieb mir genug Zeit, die Charaktere richtig kennen zulernen. Martha wirkt am Anfang sehr taff und furchtlos, doch schnell merkt man, dass auch sie Angst vor ihrer möglichen Hinrichtung hat. Sie kann ihre starken Gefühle nur schwer in Zaum halten und reagiert oft impulsiv, dennoch habe ich sie für ihren Mut und ihren Einsatz bewundert. Martha hatte es nie leicht, doch genau deswegen sieht sie auch die Fehler im Rechtssystem und findet den Willen, etwas ändern zu wollen. Hauptsächlich wird die Geschichte aus der Sicht von Martha geschrieben, es gibt aber auch weitere Kapitel aus der Sicht von Eve - Marthas psychologischen Betreuerin -, Isaac - Jackson Paiges Sohn - und Cicero - einem ehemaligen Richter. Dazu kommen noch weitere Kapitel, die den Ablauf der Show "Death is Justice" wiedergeben, in der Marthas Fall behandelt wird. Diese Kapitel sind ähnlich wie ein Script aufgebaut, werden also neutral und objektiv erzählt, so dass sich der Leser hier ein eigenes Bild machen konnte. Doch gerade diese Kapitel haben die meisten Gefühle bei mir ausgelöst, denn hier wurde das ganze Maß der Ungerechtigkeit und Verblendung durch die Medien klar sichtbar. Ich habe die Moderatorin - Kristina - regelrecht verabscheut, denn sie hat alles getan, um den Zuschauern ein Spektakel zu bieten und ist auch nicht davor zurückgeschreckt, Lügen zu verbreiten oder den Leuten das Wort im Mund umzudrehen.Andere Charaktere konnten mich dagegen wirklich noch positiv überraschen, da ich sie zuvor komplett falsch eingeschätzt hatte. An dieser Stelle möchte ich nicht zu viel verraten, aber dennoch betonen, dass ich die Charakerzeichnung und -entwicklung wirklich gelungen finde. Jeder Protagonist ist individuell, sogar in ihrer Ausdrucksweise unterscheiden sie sich. 
Am Ende passiert dann alles Schlag auf Schlag und es folgen noch so einige Überraschungen. Auch wenn der Anfang noch recht langatmig war, wird es am Ende nochmal richtig spannend. Ich bin gespannt, wie die Autorin die Geschichte vorsetzt, das relativ offene Ende lässt ihr jedenfalls viel Handlungsspielraum. 

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(132)

352 Bibliotheken, 29 Leser, 0 Gruppen, 100 Rezensionen

zeitreise, eva völler, liebe, zeitenzauber, jugendbuch

Auf ewig dein

Eva Völler
Fester Einband
Erschienen bei ONE ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 21.07.2017
ISBN 9783846600481
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zahllose Abenteuer haben Anna und Sebastiano schon zusammen in der Vergangenheit bestritten. Nun haben sie beschlossen eine Zeitreise-Akademie zu gründen und so ihr Wissen an ihre ersten beiden Schüler - dem Wikinger Ole und dem Haremsmädchen Fatima - weiterzugeben. Ihre erste Aufgabe verschlägt sie ins 16. Jahrhundert auf den königlichen Hof von Heinrich dem Achten. Doch schnell müssen sie feststellen, dass der skrupellose König ihr geringstes Problem ist. Gefahren aus der Zukunft stellen Annas und Sebastianos Liebe auf eine harte Probe.
Bei Auf ewig dein handelt es sich um den neuen Band der Spin-off-Reihe zur Zeitenzauber-Trilogie. Ich selber kenne bisher nur den ersten Band Die goldene Gondel, hatte aber keine Verständnisschwierigkeiten. Vorwissen braucht man zum Lesen dieser neuen Reihe also nicht und auch Spoiler auf die Geschehnisse der Vorgängergeschichte gibt es kaum.Der Einstieg in die Geschichte gelang mir ohne Schwierigkeiten. Die Handlung setzt mitten im ersten Auftrag der Zeitreisenden ein - einer Rettungsaktion bei der die Schüler ihr Gelerntes in die Tat umsetzten sollen. Es geht also spannend los. Da die Zeitreiseschüler aber noch Recht am Anfang ihrer Ausbildung sind, kommt es zu einigen Pannen, die die Atmosphäre auflockern.
Wer die Protagonisten Anna und Sebastiano aus der Zeitenzauber-Trilogie noch nicht kennt, erhält so gleich ein gutes Bild von den beiden.Anna ist eine sehr offene und vertrauensselige, zum Teil auch leicht naive Person. Ihre Stärke liegt in der Beobachtung. Durch ihre Gabe - einem Jucken im Nacken, wenn Gefahr droht - kann sie Situationen gut einschätzen, was besonders für die Aufträge in der Vergangenheit hilfreich ist, da es schon die ein oder andere Katastrophe verhindern konnte.Sebastiano dagegen übernimmt das Kämpfen. Fremden gegenüber ist er meist misstrauischer eingestellt als Anna und so ist er ständig auf der Hut. Auch wenn er auf den ersten Blick hart und ernst wirkt, zeigt er seine weiche und liebevolle Seite ganz offen in Annas Gegenwart. Füreinander würden die beiden alles tun, was sie besonders in dieser Geschichte beweisen müssen. Mir hat die Beziehung und der Umgang der beiden miteinander wirklich gut gefallen und so habe ich durchgängig mitgefiebert, als sie für die gemeinsame Zukunft kämpfen mussten.Den Rest des Zeitreise-Teams bilden der ruppige Wikinger Ole, das eigensinnige Haremsmädchen Fatima, der schüchterne Walter und das Mathe- und Physik-Genie Jerry.Da alle Schüler aus ganz unterschiedlichen Zeiten kommen und so auch vom Charakter und der Lebensweise ziemlich verschieden sind, kommt es immer wieder zu lustigen Situationen und Diskussionen untereinander.
Die Handlung teilt sich in vier Abschnitte auf. Während im ersten Abschnitt noch nicht allzu viel passiert, damit der Leser in die Geschichte finden kann, wird es mit jedem weiteren Abschnitt immer spannender bis zum Höhepunkt der Handlung am Ende. Trotzdem gab es immer wieder Stellen, die sich ein bisschen gezogen haben, weil zu wenig passiert ist.Das Hauptaugenmerk liegt in diesem Teil noch größtenteils auf Anna und Sebastiano und der drohenden Gefahr aus ihrer Zukunft. Der Akademie-Aspekt ist hier ein wenig untergegangen. Ich hätte gerne etwas mehr über die Schule, die Schüler und den Unterricht erfahren. Hoffentlich folgt dies noch im nächsten Band.
Was mir hier und auch schon in Zeitenzauber sehr gut gefallen hat, ist, dass in die Handlung immer wieder historisches Wissen eingebaut wird, so dass man beim Lesen auch noch etwas lernt. Während des Unterrichts, den Anna ihren Schülern Ole, Fatima und Walter gibt, konnte ich noch das ein oder andere aufschnappen, was auch ich noch nicht wusste und auch die Zeit am Hof von Heinrich den Achten hat mir einen kleinen Eindruck vom England des 16. Jahrhunderts gegeben.Neben historischen Themen werden allerdings auch Fantasy-Elemente geschickt in die Geschichte eingebaut, so dass für Abwechslung gesorgt wird.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr lebendig und locker, so dass ich beim Lesen immer Bilder der Handlung vor meinem inneren Auge gesehen habe. So wirkte auch die ganze Geschichte viel authentischer und einnehmender. Erzählt wird aus der Perspektive von Anna.

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325 Bibliotheken, 12 Leser, 0 Gruppen, 91 Rezensionen

roman, gail honeyman, freundschaft, ich eleanor oliphant, liebe

Ich, Eleanor Oliphant

Gail Honeyman , Alexandra Kranefeld
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Ehrenwirth, 24.04.2017
ISBN 9783431039788
Genre: Romane

Rezension:

Eleanor Oliphant ist anders. Doch es stört sie nicht. Sie hat nichts dagegen, ihre Wochenenden einsam mit einer Flasche Wodka Zuhause zu verbringen oder jeden Abend ihre Pasta zu essen. Bis auf die wöchentlichen Telefonate mit ihrer "Mummy" macht ihr auch der fehlende soziale Kontakt zu ihren Mitmenschen nichts aus. Bis sie sich in den Musiker verliebt. Denn die frische Liebe erweckt in ihr den Wunsch auszubrechen aus dieser Einsamkeit, sich mitten in die Welt zu stürzen. Und dabei findet sie nicht nur Freundschaft, sondern auch den Weg zu sich selbst.
Ich, Eleanor Oliphant handelt von der Einsamkeit und den Weg zurück ins Leben. Ein wichtiges Thema wie ich finde, denn jeder von uns hat sich bestimmt schon einmal einsam und allein gefühlt.Für Eleanor Oliphant gibt es lange Zeit nichts anderes als Einsamkeit. Trotzdem scheint sie zufrieden zu sein mit ihrem minimalistischen Leben. Nach und nach zeigt sich allerdings immer mehr, wie einsam sie sich eigentlich fühlt und wie sehr ihr der fehlende soziale Kontakt zu schaffen macht. Eleanor ist speziell - anders kann man es nicht beschreiben. Ich fand ihre verschrobene und oftmals sehr direkte Art allerdings sehr unterhaltsam und erfrischend. Durch ihren fehlenden Kontakt zu ihren Mitmenschen und der immer gleichen Routine in ihrem Alltag, kennt sie sich nicht aus mit sozialen Gepflogenheiten oder Regeln. Nachdem sie sich entschließt, etwas zu verändern und ihre Routine zu durchbrechen, erlebt sie ständig etwas Neues und lernt dazu. Dabei kommt es immer wieder zu lustigen Situationen, in denen Eleanor es irgendwie schafft, dass ihre Mitmenschen verrückt und seltsam erscheinen, während sie ihr Verhalten für völlig normal hält. Eleanor hat mir nochmal eine komplett neue Sichtweise auf die Dinge geben. Was heißt eigentlichen normal? Will ich überhaupt normal sein und mit dem Strom schwimmen oder hat es auch mal etwas Gutes aus der Menge zu stechen?Neben den guten Tagen, in denen Eleanor sich immer weiter aus ihrem Schneckenhaus vorwagt, hat sie jedoch auch Rückfälle - Tage in denen sie wieder in ihrer Einsamkeit versinkt.Denn trotz dieser lustigen Seite ist tief in ihr drin eine Traurigkeit, die sie mit niemanden teilen kann. Im Verlauf der Geschichte merkt man, dass wohl in der Vergangenheit irgendetwas passiert sein muss, dass Eleanors Leben geprägt hat. Was genau, erfährt man nach und nach. Immer wieder wirft die Autorin dem Leser kleine Puzzlesteile zu, die am Ende ein ganzes Bild ergeben.
Trotz kleinerer Längen bietet die Handlung viel mehr, als der Klappentext zuerst vermuten lässt.  Die Geschichte ist zwar nicht besonders spannend, dafür allerdings sowohl unterhaltsam und lustig als auch berührend und emotional. Trotzdem musste ich mich anfangs ein bisschen durch die Seiten kämpfen, da sich der erste Teil doch etwas gezogen hat und ich meine Zeit brauchte, um mit Eleanor und ihrer speziellen Art warm zu werden. Nicht alles, was sie gemacht hat, konnte ich auch befürworten, trotzdem habe ich schlussendlich verstanden, warum sie ist, wie sie ist und konnte sie doch noch recht schnell ins Herz schließen. Ich denke, dass es einfach wichtig ist, komplett ohne Erwartungen an diese Geschichte heranzugehen und sich vollständig auf die einzulassen, andernfalls macht man sich vorher vielleicht schon ganz andere Vorstellung und wird die Geschichte nicht so zu schätzen wissen, wie sie es verdient hat.

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(156)

319 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 114 Rezensionen

lara adrian, erotik, liebe, for 100 days, täuschung

For 100 Days - Täuschung

Lara Adrian , Firouzeh Akhavan-Zandjani
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 24.04.2017
ISBN 9783802598210
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

For 100 Days - Täuschung war mein erstes Buch der Autorin und so ging ich ohne große Erwartungen an die Geschichte heran. Das war wahrscheinlich auch besser so, denn wirklich überzeugen konnte mich die Handlung nicht. Allen voran, weil sie kaum existierte. 3/4 der Geschichte bestand aus immer gleichen erotischen Szenen, eine richtige Handlung hatte da gar keinen Platz mehr, sich zu entwickeln. Schade eigentlich, da mir der Anfang noch recht vielversprechend vorkam. Schnell jedoch musste ich merken, dass das ganze Buch aus Klischees zusammengeschustert wurde. Zwei Protagonisten mit dunkler Vergangenheit und allerlei Geheimnissen - auf der männlichen Seite der dominante und kontrollsüchtige Millionär und in der weiblichen Besetzung die blonde Schönheit, die besagtem Millionär nach der ersten Begegnung komplett verfällt. Mehr braucht man nicht und schon steht das erste Gerüst eines typischen Erotik/Liebesromans.
Avery wirkte zuerst auf mich, wie eine selbstständige Frau, die sich von ihrem Schicksal nicht unterkriegen kriegen lässt und über ihre Handlungen sorgfältig nachdenkt. Sobald sie jedoch auf Nick trifft, scheint sie ihre vorsichtige Einstellung völlig zu vergessen und geht ohne ihn wirklich zu kennen mit ihm nach Hause. Auch als sie praktisch vor dem Nichts steht - ohne eigene Wohnung, ohne Job und ohne Plan für die Zukunft - verbringt sie lieber jede freie Minute mit Nick als ihre schlechte Situation verbessern zu wollen.Wenn man Averys Meinung über Nick glauben schenken kann, müsste man annehmen, er sei durch und durch perfekt. Ständig schwärmt sie für ihn und hebt ihn fast schon auf die Stufe eines Gottes hinauf. Ihre Selbstständigkeit ist in Nicks Anwesenheit wie weggeblasen, ihm überlässt sie jegliche Kontrolle.Und genau diese Kontrolle fordert Nick auch von ihr. Er ist durch und durch der dominante und mysteriöse Millionär, den man fast eins zu eins genauso auch in anderen Büchern dieses Genres finden kann. Von Avery fordert er Ehrlichkeit und absolutes Vertrauen, er selbst möchte jedoch nur wenig aus seiner Vergangenheit mit ihr teilen. Das wirkt auf mich schon sehr heuchlerisch. Nur hin und wieder blitzt eine liebevolle und beschützende Seite in ihm auf, für mich ist er einfach viel zu sehr der berechnende Geschäftsmann.
Die Beziehung zwischen Avery und Nick ist für mich im großen Maße körperlicher Natur. Avery spricht zwar von den aufkeimenden Gefühlen, die sie für den Immobilien-Magnat entwickelt, wirklich bei mir angekommen sind diese jedoch nicht. Gefühle werden nur schwer deutlich, die Interaktion der beiden wird größtenteils auf das Körperliche reduziert.
Der Schreibstil hat mir gut gefallen und auch die Handlung hat durchaus Potenzial, nur leider wird dieses Potenzial kaum ausgeschöpft. Hin und wieder kommt Spannung auf, verschwindet jedoch genauso schnell wieder, da die interessante Handlung durch langgezogene erotische Szenen durchbrochen und gestoppt wird. Schade eigentlich. Die Andeutung am Ende hat mein Interesse noch einmal geweckt, wirklich sicher ob ich noch zum zweiten Band greifen werde, bin ich allerdings nicht.

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(159)

513 Bibliotheken, 16 Leser, 0 Gruppen, 85 Rezensionen

götter, liebe, fantasy, kampf, titanen

Erwachen des Lichts

Jennifer L. Armentrout , Barbara Röhl
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 12.06.2017
ISBN 9783959670968
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Seit den Ereignissen, die nun schon ein Jahr zurückliegen, steht Seth im Dienst der Götter - allen voran Apollo. Als Apollyon beseitigt er für sie Feinde und erledigt die Drecksarbeit - wortwörtlich, da er dabei meist sehr brutal und blutig vorgeht. Doch seine neuste Aufgabe ist anders. Im Auftrag von Apollo soll er dessen Tochter Josie beschützen und sicher zum Covenant bringen. Eigentlich hat Seth überhaupt keine Lust den Babysitter zu spielen, doch das ändert sich, sobald er Josie besser kennenlernt. Denn es dauert nicht lange, da findet er gefallen an der jungen Halbgöttin.
Als Josie Seth begegnet dreht sich ihre Welt um 180 Grad. In dem einem Moment glaubt sie noch eine ganz durchschnittliche Psychologie-Studentin zu sein, doch laut Seth ist sie alles andere als normal. Sie ist eine Halbgöttin - Tochter von Apollo - und damit dazu bestimmt, gegen die Titanen zu kämpfen. Ohne Vorwarnung wird Josie in eine Welt geworfen, in der die Götter nicht bloß ferne Mythen sind.
Die Götterleuchten-Reihe ist ein Spin-Off zur Dämonentochter-Reihe und spielt etwa ein Jahr nach den Ereignissen des letzten Buches dieser Reihe. Vorwissen ist zum Verständnis der Geschichte nicht nötig, man muss also die Dämonentochter-Bücher nicht zwangsläufig gelesen haben. Ich kenne die Reihe auch nicht und bin ohne Probleme klar gekommen. Allerdings wird man stellenweise ziemlich gespoilert und wenn man noch vor hat, die Vorgänger-Reihe zu lesen, sollte man dies besser vor dem Lesen dieser Geschichte tun. Ich habe da natürlich nicht dran gedacht, fand dies allerdings gar nicht so schlimm, da ich jetzt nur noch mehr Lust bekommen habe, die Vorgängergeschichte rund um Alex, Aiden und Seth zu lesen.
Der tolle Weltenaufbau ist ein Hauptgrund, warum ich  die Dämonentochter-Reihe auf jeden Fall noch lesen möchte. Ich möchte unbedingt mehr erfahren über die dem Menschen verborgene Welt voller Götter, Reinblüter, Halbblüter und mytischer Geschöpfe. Zusammen mit Josie wird man in diese unbekannte Welt hineingeworfen, die mitten in der Menschenwelt existiert.Die Handlung befasst sich zwar mit dem Ende der Dämonentochter-Bücher, ist ansonsten aber eigenständig. Selten liest man in Jugendbüchern über Titanen, meist kommen nur die Götter vor. Umso interessanter und spannender fand ich es, dass es nun um den Kampf gegen diese mächtigen Riesen geht. Schon unmittelbar zu Anfang wird die Gefahr, die Josie droht, deutlich, so dass gleich zu Beginn für Spannung gesorgt wird.Leider wird die Handlung jedoch immer wieder von der Liebesgeschichte überschattet, die einfach viel zu viel Platz einnimmt. Ich bin ein großer Fan von guten Liebesgeschichen in Jugendbüchern, allerdings nur, solange sie sich gut in die Handlung integrieren und nicht die eigentliche Geschichte beiseite drängen. Hier war allerdings genau dies der Fall. Die aufkeimende Romanze zwischen Josie und Seth war toll - ohne Frage. Die aufbauenden Gefühle zwischen den beiden wirkten authentisch und ehrlich und die Beziehung entwickelte sich in einem gemächlichen und dadurch nachvollziehbaren Tempo. Nur leider hatte ich durch diesen großen Part, den die Liebesgeschichte in diesem Buch einnimmt, manchmal eher das Gefühl New Adult anstatt Fantasy zu lesen. Die vielversprechende Hauptgeschichte, also der Kampf gegen die Titanen und Josies Schicksal als Halbgöttin, hatten dadurch weniger Platz, um sich vollständig zu entfalten. So konnte nicht das ganze Potenzial, das in dieser Geschichte steckt, ausgeschöpft werden - schade. Ich hoffe , dass sich dies in Band 2 ändert, da ich mir wirklich viel von dieser Reihe verspreche.
Erzählt wird abwechselnd aus der Perspektive von Josie und Seth. Beide Protagonisten haben mir sowohl jeder für sich als auch zusammen wirklich gut gefallen.Josie wirkt durch ihre verpeilte Art sehr menschlich und authentisch. Wenn sie nervös ist, fängt sie schnell an zu plappern und unsinniges Zeug zu reden. Das hat sie mir gleich sympathisch gemacht. Sie hat aber auch eine schlagfertige Seite und scheut auch nicht davor zurück, den Mund aufzumachen. So kommt es zu einigen lustigen Auseinandersetzungen zwischen ihr und Seth, denn die beiden sind nur selten einer Meinung.Seth scheint in seiner Vergangenheit festzustecken. Er hat zwar die typische Bad-Boy-Ausstrahlung, jedoch ohne die dazugehörende Arroganz und Selbstverliebtheit, was ganz angenehm war. Vielmehr scheint er in seinen Schuldgefühlen zu ertrinken und kann die Ereignisse der letzten Jahre nicht loslassen. Josie jedoch sieht mehr in ihm als den mächtigen Apollyon mit den Elementarkräften und in seiner Aufgabe, sie zu beschützen, findet er wieder einen Sinn in seinem Dasein, der über das reine Abschlachten von Feinden der Götter hinausgeht. Innerhalb der Geschichte merkt man immer mehr, wie selbstlos Seth eigentlich ist und das er gar nicht so hart ist, wie er immer tut.
Zum Ende hin passiert schließlich alles Schlag auf Schlag und es wird wirklich spannend. Dort hat sich auch nochmals gezeigt, wie viel Potenzial in der Geschichte steckt. Ich hoffe wirklich, dass Jennifer L. Armentrout dieses Potenzial in Band 2 endlich völlig ausschöpft und mich dann so mit dieser neuen Reihe begeistern kann, wie ich es eigentlich von ihr gewohnt bin. Versteht mich nicht falsch, die Geschichte ist gut, aber von Jennifer L. Armentrout bin ich eben nur das Beste gewohnt. Da sind meine Ansprüche schon ziemlich hoch.

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233 Bibliotheken, 12 Leser, 0 Gruppen, 77 Rezensionen

dschinny, aladdin, jessica khoury, fantasy, liebe

Ein Kuss aus Sternenstaub

Jessica Khoury , Gabriele Haefs
Flexibler Einband: 360 Seiten
Erschienen bei cbj, 10.07.2017
ISBN 9783570403532
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Bei Ein Kuss aus Sternenstaub handelt es sich um ein Retelling der Geschichte des Diebes Aladin, diesmal jedoch aus der Sicht der Dschinny Zahra erzählt. Anders als in dem bekannten Märchen geht es auch nicht um die Liebesgeschichte zwischen Aladin und der Prinzessin, denn dieses Mal verliebt sich der Dieb in den Flaschengeist. Diese Grundidee finde ich sehr interessant und gelungen umgesetzt. Magie, Liebe, Macht und Freiheit - dies alles ist ein wichtiger Teil der Handlung. Das orientalische Setting verleiht der Geschichte dabei seine ganz eigene Magie. Mit ihrem lebhaften und bildgewaltigen Schreibstil erschafft die Autorin eine Welt, die direkt einem Traum aus 1001 Nacht entsprungen zu sein scheint. Es ist fast so, als könnte man den Sand der Wüste unter seinen Füßen spüren und die zahlreichen fremden Gewürzen in der Luft riechen. Dschinn sind fester Bestandteil dieser Welt und ich fand es sehr spannend mehr über sie und ihre Lebensweise herauszufinden. Denn obwohl Dschinn über große Macht verfügen, hat auch ihre Magie ihre Grenzen und sie sind an Regeln und eine feste Rangordnung gebunden. Im Laufe der Geschichte findet man immer mehr über diese fremde und magische Welt heraus und mit jeder weiteren Seite wird es spannender.
Die beiden Protagonisten Zahra und Aladin könnten unterschiedlicher nicht sein. Dadurch passen sie aber auch so gut zusammen. Immer wieder ziehen sie sich gegenseitig auf und sorgen so für lustige Dialoge.Ihre Annäherung geschieht nur langsam und so entwickeln sie Schritt für Schritt Gefühle füreinander. Dieses zarte Kennenlernen wirkte durch das gemächliche Tempo realistisch und authentisch. Zahra wirkt zwar sehr menschlich, immer wieder kommt aber auch der mächtige Dschinn in ihr durch. Durch ihren Wunsch nach Freiheit auf der einen Seite und ihrer Liebe zu Aladin auf der anderen, steckt sie mitten in einem Konflikt mit sich selbst, der ihr Wesen stark  prägt. Nach ewiger Einsamkeit, in der sie ganz in ihrer Trauer, ihrem Verlust und ihrer Schuld versunken war, fällt es ihr schwer sich zu öffnen. Doch Aladin schafft es, ihre schützenden Mauern nach und nach einzureißen und die wahre Zahra darunter freizulegen.Aladin wirkt auf den ersten Blick wie der unbekümmerte und gewitzte Dieb, doch auch er hat eine verbitterte und rachsüchtige Seite. Doch durch Zahra und die drei Wünsche, die sie ihm gewährt, lernt er nach und nach, was wirklich im Leben zählt. Dazu gibt es ein wunderschönes Zitat in diesem Buch, dass ich an dieser Stelle nennen möchte:,,Wenn du nicht die Freiheit hast zu lieben", flüstere ich, ,,dann hast du überhaupt keine Freiheit." - S. 369Hin und wieder plätscherte die Geschichte allerdings ein wenig vor sich rum, ohne dass die Handlung bedeutend vorangebracht wird. Dies war vor allem im Mittelteil der Fall. Am Ende wird es dann allerdings wieder richtig spannend und es kommt zu einem wahrem Showdown. Die Auflösung hat mir wirklich gut gefallen, da am Ende nicht nur die Liebesgeschichte im Fokus steht, sondern auch andere Charaktere mehr und mehr in den Vordergrund rücken. Ein bisschen Schade finde ich es allerdings schon, dass es nur ein Einzelband zu scheint, da mir der Weltenaufbau so gut gefallen hat. Aber wer weiß, vielleicht folgt ja doch noch ein zweiter Band? Handlungsstränge, an die die Autorin anknüpfen und die Geschichte weiterspinnen könnte, gibt es jedenfalls. 

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133 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 42 Rezensionen

fantasy, chosen, magie, rena fischer, chosen das erwachen

Chosen - Das Erwachen

Rena Fischer
Fester Einband
Erschienen bei Planet! ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 20.06.2017
ISBN 9783522505567
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Nach den schrecklichen Ereignissen an Silvester versucht Emma, den Tod ihres Vaters Jacob und ihres Freundes Jared zu verarbeiten. Beide sind von Aidan - dem Jungen, den sie liebt - umgebracht worden. Zumindest glaubt Emma dies. Was sie jedoch nicht weiß, ist, dass Farran ihre Erinnerungen manipuliert hat und sie dies somit nur glauben lässt. Zurück in Sensus Corvi stellt sie sich auf Farrans Seite und lässt sich dort von ihm als ihrem Mentor weiter ausbilden. Schnell merkt Emma jedoch, dass etwas nicht stimmt. Warum kann sie nicht aufhören Aidan zu lieben, obwohl dieser doch ihren Vater und Jared getötet haben soll? Und warum verspürt sie immer so einen unbändigen Hass beim Anblick ihres Mentors Farran, der sie doch immer nur zu unterstützen scheint? Emmas Gefühle und ihr Verstand scheinen auf grundverschiedenen Seiten zu stehen und wieder einmal muss Emma sich fragen, wem sie eigentlich vertrauen kann.


Band 2 schließt nahtlos an den ersten Band an und hat somit einen unvermittelten Start. Einerseits wird somit sofort Spannung erzeugt, denn nach dem fiesen Cliffhanger aus Chosen - Die Bestimmte wollte ich natürlich unbedingt wissen, wie es weitergeht. Andererseits erschwerte dies aber auch den Einstieg, da ich nicht mehr alle Geschehnisse aus dem Vorgänger im Kopf hatte. Das Personenverzeichnis am Ende des Buches half zwar, mich wieder zurechtzufinden. Es dauerte aber trotzdem ein bisschen, bis ich mich eingelesen hatte und komplett in die Geschichte eintauchen konnte, da nur sehr wenig von den vorangegangen Geschehnissen wirklich noch mal erläutert wurde. 


Erzählt wird hier aus drei Perspektiven - aus der von Emma, Jacob und Aidan. 
Durch Emma erfährt der Leser, was bei den Raben auf dem Internat Sensus Corvi vor sich geht. Denn aufgrund der manipulierten Erinnerungen steht sie wieder voll und ganz auf Farrans Seite und nimmt ihre Ausbildung mit ihm als Mentor wieder auf. Emmas Vater Jacob - der ganz offensichtlich noch unter den Lebenden weilt - ist unterdessen zu den Falken übergelaufen und plant nun zusammen mit deren Anführer Richard Montgomery Emmas Rettung. 
Aidan dagegen hat nach den Vorfällen an Silvester all seine Erinnerungen verloren und kennt nicht einmal mehr seinen eigenen Namen. Nur eines weiß er, und zwar dass er fliehen muss. Doch vor wem oder was bleibt ihm vorerst ein Rätsel. 


Die Frage, wem denn nun zu trauen ist, hat sich durch den kompletten ersten Band gezogen und für mich den größten Reiz der Geschichte ausgemacht. Und auch hier kann man nicht klar nach Gut und Böse unterteilen. Natürlich hat man sich aufgrund der Ereignisse aus Chosen - Die Bestimmte schon ein Bild gemacht, trotzdem lassen sich auch hier die zwei Seiten nicht klar in Schwarz und Weiß trennen. Zwar mögen die Falken beispielsweise das richtige Ziel verfolgen, gehen um dieses zu erreichen aber nicht immer den richtigen und moralisch korrekten Weg. Andersherum hat auch Farran seine guten Seiten und insgeheim gute Absichten, auch wenn seine Vorgehensweise ohne Frage nicht die Richtige ist. 
Da Emma ihren manipulierten Erinnerungen nicht mehr trauen kann, ist sie gezwungen, sich auf ihre Gefühle zu verlassen. Umso schwerer fällt es ihr dabei, eine Seite zu wählen, sind sie doch beide nicht von Grund auf Schlecht. Weitere Geheimnisse, die ans Licht kommen und die Geschichte somit in eine ganz andere Richtung als zuerst vermutet lenken, erschweren ihr diese Entscheidung zusätzlich. 
Durch diese Ungewissheit, die auch ich selbst beim Lesen verspürt habe, bleibt es durchgehend spannend und aufregend. 


Emma ist dabei eine tolle Protagonistin, die sich nicht alles sagen und gefallen lässt, sondern die Dinge selbst in die Hand nimmt. Mit Farrans Hilfe lernt mehr über ihre Gabe und wie sie mit ihr umzugehen hat. Gleichzeitig lernt sie auch, ihren Gefühlen zu vertrauen und sie nicht zu verdrängen. 
Allerdings war mir ihre Vorgehensweise stellenweise zu impulsiv und wenig durchdacht. Oftmals handelt sie, ohne über mögliche Folgen für sich oder ihre Mitmenschen nachzudenken. Dabei verliert sie jedoch nie ihr Ziel aus den Augen und zeigt großen Mut und eiserne Entschlossenheit.
Insgesamt lernt man die Charaktere aus Band 1 besser kennen, macht aber auch Bekanntschaft mit neuen noch unbekannten Figuren.
Vor allem Farran habe ich am Ende mit völlig neuen Augen gesehen. Da man mehr über seine Vergangenheit, Beweggründe und Wünsche herausfindet, wirkt er weniger unerreichbar und gleichzeitig auch viel verletzlicher. Vor allem das unerwartete Ende der Geschichte zeigt nochmals eine völlig neue Seite von ihm.


Der Schreibstil von Rena Fischer gefällt mir unglaublich gut. Die lebhaften Schilderungen geben dem Leser das Gefühl, selbst mitten im Geschehen zu sein. Das wird auf jeden Fall nicht das letzte Buch sein, dass ich von der Autorin lesen werde. 

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164 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

fantasy, kathrin lange, paris, schreiben, arena verlag

Die Fabelmacht-Chroniken - Flammende Zeichen

Kathrin Lange
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Arena, 19.06.2017
ISBN 9783401603391
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Nach einem Streit mit ihrer Mutter flüchtet Mila zu ihrer Freundin nach Paris. Als sie dann Nicholas begegnet, überschlagen sich die Ereignisse und Mila muss feststellen, dass sie die Fabelmacht beherrscht. Was genau das allerdings für sie heißt, gilt es herauszufinden. Doch Mila und Nicholas Geschichte ist schon längst erzählt.


Die Idee, die hinter der Geschichte steckt, hat mir auf Anhieb gefallen. Völlig nichtsahnend wird der Leser in die Geschichte geworfen und findet zusammen mit Mila mehr über die Fabelmacht und ihre Bedeutung für Milas Leben heraus. Mit Paris wurde ein traumhaftes Setting gewählt, welches auch in der Geschichte toll geschildert wird. So fühlt es sich fasst an, als würde man selbst über den Place du Tertre schlendern und die Kathedrale Notre-Dame erkunden. Die Stadt wird zu einem wichtigen Teil der Geschichte und somit auch toll in die Handlung integriert. Mila bleibt bis kurz vor Ende noch recht ahnungslos, wodurch es auch für den Leser durchgehend spannend bleibt. Es werden zwar immer wieder Andeutungen gemacht und Vermutungen geäußert, größtenteils lässt die Autorin den Leser aber im Dunkeln.


Genau wie Mila. Niemand ist bereit, ihr die ganze Geschichte zu erzählen und sie über die Fabelmacht aufzuklären und so macht sie sich selbst auf die Suche nach antworten. Unterstützt wird sie dabei von Eric, dem sie an ihrem ersten Tag in Paris am Bahnhof begegnet. Ich mochte Erics liebevolle und beschützerische Art, allerdings wusste ich nicht genau, was seine Rolle in dieser Geschichte ist. Ich denke aber, dass erfährt man dann in den folgenden Teilen.
Mit Nicholas bin ich dagegen nicht warm geworden. Ständig war er mit seinem Selbstmitleid beschäftigt, anstatt wirklich nach einer Lösung zu suchen. Und mit seiner Heimlichtuerei hat er Mila meiner Meinung nach eher geschadet als sie zu beschützen. Es wäre viel wichtiger gewesen, sie endlich einzuweihen und ihr alles zu erklären, als ihr Informationen vorzuenthalten und sie im Ungewissen zu lassen.
Auch die Liebesgeschichte - oder eher das Liebesdreieck - war für mich nicht ganz nachvollziehbar. Die Beziehung zwischen Eric und Mila hat sich langsam aufgebaut. Durch die ständige Gefahr, in der sie steckten, haben sie zueinander gehalten und sind sich so immer Nähe gekommen. Die Gefühle zwischen Mila und Nicholas dagegen waren einfach da. Ohne dass sich die beiden überhaupt richtig kennenlernen konnten, wurde schon von der großen Liebe gesprochen. Zwar haben beide voneinander geschrieben und kannten sich so aus den Geschichten. Ich als Leserin habe davon allerdings nur wenig mitbekommen, so dass die Liebesgeschichte auf mich nicht authentisch und überzeugend wirkte. 


Erzählt ist die Geschichte aus der Er/Sie-Sicht - größtenteils von Mila, hin und wieder kommen aber auch Nicholas und Eric zu Wort. Die Autorin hat ein Händchen dafür bei wechselnden Perspektiven gerade genug Informationen rauszugeben, so dass man Vermutungen anstellen kann ohne dabei jedoch das gesamte Rätsel zu lösen. Der Schreibstil ist sehr lebhaft und trotzdem geheimnisvoll, so dass Spannung erzeugt wird. Auch das Ende lässt viel offen und ich bin schon gespannt, was sich Kathrin Lange noch hat einfallen lassen.

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233 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 119 Rezensionen

liebe, verlag, autor, lesereise, lyx

Wer weiß schon, wie man Liebe schreibt

Kristina Günak
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 24.04.2017
ISBN 9783736304659
Genre: Liebesromane

Rezension:


Als absolutes Organisationstalent bekommt Bea kurzerhand die Aufgabe, den übellaunigen Bestseller-Autor Tim Bergmann auf Lesereise zu begleiten. Tim - bekannt für sein schlechtes Benehmen und seine einschüchternde Art - ist nämlich für den Roderich-Literaturpreis nominiert und so die letzte Chance den kleinen Königsstein-Verlag zu retten. Während der vierwöchigen Lesereise ist es also Beas Aufgabe, den gutaussehenden Autor bei Laune zu halten, pünktlich zu Terminen zu begleiten und gleichzeitig das Publikum zu animieren, für sein Buch abzustimmen. Als hätte sie damit nicht schon alle Hände voll zu tun, fängt nun auch noch ihr Herz an, in Tims Nähe verrückt zu spielen. Denn Tim und Bea verbindet mehr, als die beiden für möglich gehalten hätten.




Eine Liebesgeschichte, die in der Buchbranche angesiedelt ist? Klingt für mich als Buchliebhaberin absolut perfekt. Denn neben den ganz großen Gefühlen spielt in diesem Buch auch die Rettung des Königsstein Verlags eine große Rolle, so dass man als Leser hinter die Kulissen des Verlagslebens schauen und alles Haut nah miterleben darf. Durch diese zwei verschiedenen Handlungsstränge wird Abwechslung in die Geschichte gebracht, so dass es nie zu Langeweile kommt. 
Doch im Hauptfokus liegt natürlich die Liebesgeschichte, die mit viel Humor und Charme erzählt wird. Durch die finstere Vergangenheit der beiden Protagonisten bekommen sowohl die Charaktere als auch die Handlung mehr Tiefe, als man es von so einer locker-leichten Liebesgeschichte zuerst erwartet hätte. Doch genau diese diese Mischung aus Humor, Gefühl und Ernsthaftigkeit hat mir hier so sehr gefallen.


Trotz einiger Klischees mochte ich beide Protagonisten wirklich sehr. Bea ist die fleißige Arbeitsbiene, die für jeden und alles Verantwortung übernimmt und immer alles unter Kontrolle hat, während Tim so ziemlich das genaue Gegenteil darstellt: Schlecht gelaunt, chronisch unpünktlich und immer verplant. Doch genau weil sie so verschiedenen sind, passen sie auch so gut zusammen. Es heißt schließlich nicht umsonst: Gegensätze ziehen sich an. :D
Durch Tim lernt Bea, dass es auch mal in Ordnung ist, Nein zu sagen und zuerst an sich selbst zu denken. Tim dagegen legt nach und nach seinen Panzer ab und zeigt, dass auch er eine weiche Seite in sich trägt. 
Die Beziehung entwickelt sich in einem langsamen gemächlichen und eben dadurch glaubhaften Tempo. Beide Protagonisten haben auf der gemeinsamen Lesereise Zeit, sich gegenseitig kennenzulernen und Vertrauen zueinander aufzubauen.


Der lockere und leichte Schreibstil der Autorin trägt den Leser schnell durch die Geschichte. Die Autorin hat mit ihrem Humor genau meinen Geschmack getroffen und mich so ein ums andere Mal zum Schmunzeln gebracht.

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275 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 66 Rezensionen

elle kennedy, new adult, liebe, off-campus, the score

The Score – Mitten ins Herz

Elle Kennedy , Christina Kagerer
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.06.2017
ISBN 9783492309400
Genre: Erotische Literatur

Rezension:


Ich liebe die Off-Campus-Reihe von Elle Kennedy und habe dem Erscheinen von The Score - Mitten ins Herz - dem dritten Band rund um die Eishockey-Jungs - schon sehnsüchtig entgegengefiebert. Dieses Mal geht es um Dean, den größten Aufreißer auf dem Campus, und Allie - Hannahs beste Freundin -, welche sich gerade frisch und endgültig von ihrem Freund Sean getrennt hat. 


In The Deal - Reine Verhandlungssache - dem ersten Band der Reihe - konnte man sowohl Allie als auch Dean schon kurz kennenlernen. Auch in The Mistake - Niemand ist perfekt gibt es ein paar Szenen mit Dean, immerhin ist er ein enger Freund von Logan, um den es im zweiten Band der Reihe geht. Trotzdem ist keinerlei Vorwissen zum Lesen dieser Geschichte nötig, es stellt also überhaupt kein Problem dar, wenn man die Vorbände nicht kennt und das Buch wie einen Einzelband behandelt. Ich als absoluter Fan der Reihe habe mich aber natürlich auf ein Wiedersehen mit den mir bekannten Charakteren gefreut und war besonders gespannt, wie Dean und Allie mir sowohl einzeln als auch zusammen gefallen werden. 


Allie war mir von Anfang an sympathisch. Sie ist selbstbewusst und weiß, was sie im Leben will. Und das ist weder ihr Ex-Freund Sean, noch entstehende Komplikationen, die eine neue Liebschaft mitbringen würden. Dennoch kann sie sich Dean DiLaurentis Charme nicht entziehen und lässt sich kurzerhand auf eine Affäre mit ihm ein. Doch während für Allie die ganze Sache nach diesem One-Night-Stand abgeschlossen ist, möchte Dean mehr und er bekommt immer, was er will.
Dean scheint auf dem ersten Blick ziemlich oberflächlich zu sein. Mit seinem Aussehen, seinem Charme und seiner Ausstrahlung schafft er es so gut wie jede Frau um den kleinen Finger zu wickeln. Doch nach der gemeinsam verbrachten Nacht mit Allie, möchte er sie. Da kratzt es schon ziemlich an seinem Ego, dass diese ihn abweist. Trotzdem steckt hinter dieser anfangs oberflächlich erscheinenden Fassade viel mehr als nur der Womanizer, der er vorgibt zu sein. Dean ist klug, witzig und absolut loyal. Für seine Freunde und seine Familie würde er alles tun und nimmt sich auch regelmäßig Zeit für diese. 


Allie und Dean passen wirklich toll zusammen - die Chemie zwischen den beiden hat einfach gestimmt. Dies merkt man schon ab der ersten wirklich Begegnung zwischen den beiden, denn Allie weiß, wie sie mit Deans Art umzugehen hat. 
Witzige Dialoge lockern die Atmosphäre spürbar auf, aber auch an erotischen Szenen wird nicht gespart, genauso wie es sich für ein Buch aus diesem Genre gehört und wie ich es auch nicht anders von Elle Kennedy erwartet hätte. Trotzdem kommen im Mittelteil kleinere Längen auf. Aber besonders am Ende wird es nochmal richtig spannend und vor allem der Schluss macht Lust auf den vierten Teil der Reihe, in dem es um Tucker gehen wird. 

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841 Bibliotheken, 30 Leser, 1 Gruppe, 160 Rezensionen

mona kasten, liebe, monakasten, feel again, feelagain

Feel Again

Mona Kasten
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 26.05.2017
ISBN 9783736304451
Genre: Liebesromane

Rezension:


Sawyer Dixon und Isaac Grant haben einen Deal. Sawyer gibt dem schüchternen Nerd mit den seltsamen Klamotten ein Make-Over und hilft ihm, selbstbewusster zu werden und ihm so ein Date mit einem Mädchen seiner Wahl zu sichern. Im Gegenzug erklärt Isaac sich dazu bereit, seine Entwicklung von Sawyer mit Fotos für ihr Abschlussprojekt dokumentieren zu lassen. Doch Sawyer hätte nie damit gerechnet, wie nahe sie Isaac bei diesem Projekt kommt. Und noch viel weniger hätte sie mit den Gefühlen gerechnet, die sie in seiner Anwesenheit verspürt. 


Begin Again habe ich geliebt und obwohl ich dachte, dass dies kaum möglich sein könnte, fand ich Trust Again sogar noch besser. Doch mit Feel Again hat Mona Kasten wirklich den Vogel abgeschossen. Der dritte und abschließende Band ist meiner Meinung nach der beste Band der Reihe und dass, obwohl ich auch den beiden vorangegangenen Bänden jeweils fünf Sterne gegeben habe. 


Seit Isaacs erster verpeilten Begrüßung, während der er sich Sawyer mit den Worten "Grant. Isaac Grant." vorgestellt hat, ist es um mich geschehen. Isaac hat mein Herz mit seiner verpeilten, humorvollen und witzigen Art im Sturm erobert. Während der Geschichte kann man miterleben, wie er immer mehr aus sich herauskommt, seine Schüchternheit ablegt und sein Selbstbewusstsein aufbaut, ohne dabei seine Liebenswürdigkeit oder seine typischen Charakterzüge zu verlieren. Trotzdem steckt hinter Isaac viel mehr als es zuerst den Anschein hat, denn auch wenn er dies meist zu überspielen versucht, hat auch er sein Päckchen zu tragen.


Sawyer dagegen scheint das komplette Gegenteil von Isaac zu sein. Dunkle Kleidung sowie starkes Augen-Make-up gehören zu ihren Markenzeichen und durch ihren Männerverschleiß hat sie sich schon einen gewissen Ruf eingehandelt. Doch Sawyer ist es egal, was andere über sie denken - zumindest scheint dies auf den ersten Blick so. Ich muss zugeben, dass ich Sawyer in Begin Again noch nicht wirklich mochte. Zu meiner Verteidigung muss man aber sagen, dass zu diesem Zeitpunkt auch noch nicht wirklich positiv über Sawyer berichtet wurde und man sie vor allem aus der subjektiven Sicht von Allie wahrgenommen hat. In Trust Again habe ich sie allerdings ins Herz geschlossen und spätestens jetzt in Feel Again habe ich sie lieben und verstehen gelernt. Durch ihre taffe und unnahbare Art versucht sie, ihre Menschen auf Abstand zu halten und nicht an sich heran zu lassen. Mit diesem Verhalten möchte sie sich selbst schützen, da sie in jungen Jahren schon einiges durchmachen musste. Sawyer ist eine unglaublich tiefgründige und facettenreiche Protagonistin. Nach Außen zeigt sie sich abgeklärt und abweisend, doch im Inneren sehnt sie sich nach Schutz sowie einer Bezugsperson. Sie ist unglaublich loyal und warmherzig, auch wenn es ihr nicht immer leicht fällt, dies zu zeigen.


Sowohl Sawyer als auch Isaac werden durch die Nähe des jeweils anderen zu besseren Menschen und machen eine enorme Entwicklung durch. Sawyer lernt, ihre Maske abzusetzten und ihre Mitmenschen an sich heranzulassen, während Isaac immer mehr aus sich herauskommt und selbstbewusster wird. 
Beide ergänzen sich perfekt. Sawyers (manchmal sarkastische) Sprüche und ihre unverblümte Offenheit sowie Isaacs verpeilte und ehrliche Art sorgen für lustige Dialoge und Schlagabtäusche. Trotzdem kommt aber auch Spannung auf, denn unerwartete Komplikationen machen es den Protagonisten nicht leicht und sorgen für Überraschungen und unerwartete Wendungen in der Geschichte.
Besonders gut gefällt mir aber, dass es sich bei Feel Again nicht um das typische New Adult Buch handelt, denn diesmal sind die Rollen vertauscht. Hier ist Sawyer die Aufreißerin mit der düsteren Ausstrahlung, während Isaac durch seine schüchterne Art wenig Glück bei den Mädchen hat.

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154 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 46 Rezensionen

monica murphy, erotik, liebe, college, new adult

Fair Game - Jade & Shep

Monica Murphy , Nicole Hölsken
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.05.2017
ISBN 9783453421523
Genre: Erotische Literatur

Rezension:


Fair Game - Jade & Shep ist mein erstes Buch von Monica Murphy. Allerdings habe ich schon viel positives über ihre Together Forever-Reihe gehört. Folglich habe ich mich auf die Geschichte von Jade & Shep gefreut und Gutes erwartet - doch leider wurden meine Erwartungen enttäuscht. 


In Fair Game geht es um Jade & Shep, die sich bei einem Pokerspiel kennenlernen, zu dem Jades Freund sie mitschleppt. Als dieser sie auch noch als Wetteinsatz benutzt und an Shep verliert, wird dieser prompt zu ihrem Exfreund. Jade denkt gar nicht daran, die Wettschulden zu begleichen, doch der der superreiche attraktive Shep bekommt immer was er will. Und scheinbar will er Jade.


Der Inhalt hörte sich für mich auf den ersten Blick wirklich unterhaltsam und interessant an, doch schnell merkt man, dass die Geschichte von Klischees beherrscht wird - allen voran den Charakteren.
Jade hat zwar ihre sympathischen Seiten, ist für meinen Geschmack allerdings viel zu unentschieden und sprunghaft. Ihre anfängliche Abneigung gegen Shep legt sie schon schnell ab, zeigt sich zwischendurch aber immer wieder abweisend. Ihre Gedanken und die darauffolgenden Handlungen passen für mich einfach nicht zusammen, ihr Verhalten ist zu widersprüchlich. Sie weiß scheinbar nicht einmal selber, was genau sie möchte. 
Shep dagegen weiß genau was er will: Jade. An sich mochte ich seinen Ehrgeiz und seinen Vorsatz, Jade um jeden Preis zu erobern, allerdings kam dies quasi aus dem Nichts. Ist er davor noch der größte Frauenheld auf dem Planeten, reicht scheinbar ein Blick auf die schöne Jade aus, um ihn alle anderen weiblichen Wesen vergessen zu lassen. Auch die Regel "Rein-Raus-Aus" die er selbst aufgestellt hat und nach der er seitdem zusammen mit seinem Freund Gabriel und seinem Cousin Tristan  lebt, wird beim Zusammentreffen mit Jade sofort vergessen. An sich finde ich sein verändertes Verhalten durchaus angemessen und befürworte dies auch, da er Frauen zuvor ohne Respekt wie Waren behandelt hat und absolut unsympathisch wirkte. Allerdings kam diese Veränderung einfach viel zu plötzlich und ohne sichtbare Wandlung, so dass die Authentizität fehlte. 
Die zwischen Shep und Jade wechselnde Erzählweise hat mir sehr gefallen, da man so einen guten Einblick in die Gefühlswelt beider Protagonisten bekommt. 


Die Handlung hat sich zwar vom Wesentlichen her nicht groß von anderen Büchern dieses Genres abgehoben, wirkte Anfangs aber durchaus interessant. Trotzdem fehlte einfach "der große Knall", also der Punkt in der Geschichte, in dem etwas Entscheidendes passiert, der Wendepunkt, auf den man von Anfang an zusteuert. Anfangs konnte mich die Geschichte noch fesseln, doch mir fehlte die Tiefe und Komplexität, da es leider sehr oberflächlich bleibt. 


Der Schreibstil von Monica Murphy ist flüssig und leicht zu lesen und hat mir gut gefallen. Allerdings war mir die Sprache stellenweise zu vulgär und gewollt. Wörter wie "Bitch Face" oder "F*ckvögel" haben für mich nichts in einem Buch zu suchen, auch wenn sie nur der Authentizität dienen sollen. Denn authentisch wirkt das Ganze sicherlich nicht, vielmehr gewollt und lächerlich.

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450 Bibliotheken, 11 Leser, 0 Gruppen, 177 Rezensionen

fantasy, cora carmack, stormheart, sturm, liebe

Stormheart - Die Rebellin

Cora Carmack , Birgit Salzmann , Alexandra Rak , Carolin Liepins
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 22.05.2017
ISBN 9783789104053
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Als Kronprinzessin einer der ältesten Strumlingfamilien ist es Auroras Pflicht, ihr Land vor den Unwettern zu beschützen. Doch was nur wenige wissen ist, dass sie nicht über die Sturmmagie verfügt. Um ihr Geheimnis zu schützen, arrangiert ihre Mutter eine Hochzeit mit dem mächtigen Sturmlingsprinzen Cassius, doch schnell muss Aurora feststellen, dass dieser sie nur benutzt und hintergeht. Als sich ihr ein Ausweg bietet, zögert sie nicht und schließt sich einer Gruppe von Sturmjägern an, in der Hoffnung zu lernen, wie man Stürme bändigt. Unter ihnen ist auch der junge Lock, der ihr Herz höher schlagen lässt.


Stormheart - Die Rebellin ist der erste Teil einer Trilogie, in der es um die Macht von Stürmen geht. Von Cora Carmack habe ich bereits Bücher aus dem New Adult Genre gelesen, doch mit dieser Fantasygeschichte konnte sie mich vollkommen begeistern. Erzählt wird die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven. Sowohl Aurora und Lock, als auch Prinz Cassius, Auroras Freundin Nova und der mysteriöse Sturmlord wechseln sich beim Erzählen ab, so dass man in unterschiedliche Rollen schlüpfen und die Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln miterleben kann. 


Anfangs habe ich es als schwer empfunden, in die Geschichte reinzukommen, doch nachdem ich mich etwas eingelesen und das Konzept mit den Stürmen verstanden hatte, konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Die Welt die Cora Carmack hier geschafften hat, ist so außergewöhnlich und einzigartig, so dass ich sie unbedingt zusammen mit den Protagonisten erkunden wollte. Schauplatz ist das Land Caelira, dass von magischen Stürmen bedroht wird. In den Städten sorgen die herrschenden Sturmlingfamilien für Sicherheit, doch im Wildland sind die Menschen den Tornados, Feuerstürmen, Gewittern und Schneestürmen schonungslos ausgeliefert. 


Aurora hat ihr ganzes Leben in der Stadt verbracht. Doch als sie sich schließlich der Gruppe Sturmjäger anschließt, lernt sie ihr Land erstmals wirklich kennen - und der Leser zusammen mit ihr. 
Aurora verkörpert für mich die starke weibliche Heldin, die ich in Jugendbüchern suche. Sie ist mutig, unabhängig und scheut auch nicht davor zurück, sich die Hände schmutzig zu machen. Da sie sehr abgeschottet und von allen isoliert aufgewachsen ist, damit ihr Geheimnis auch um jeden Preis geschützt wird, wirkt sie anfangs noch etwas unsicher und naiv. Doch diese Naivität legt sie schon nach den ersten paar Seiten ab, so dass ihr starker und kämpferischer Charakter zum Vorschein kommt. 
Auf ihrer Reise steht Rora die lustige Truppe der Sturmjäger - bestehend aus Lock, Jinx, Bait, Ransom, Duke und Sly - zur Seite, die mir auch sehr gefallen hat. 
Am meisten erfährt man allerdings über Lock, da er zu Roras Lehrer wird und ihr beibringt, die Stürme zu jagen. 
Durch das personale Erzählen ist es auch möglich in seine Gedanken- und Gefühlswelt einzutauchen und sich so ein Bild von ihm zu machen. Am Anfang macht er einen sehr abgebrühten und harten Eindruck, doch vor allem wenn es um Rora geht, zeigt er auch seine weiche Seite. 
Auch Cassius - Roras Verlobten - fand ich sehr interessant. Schade fand ich nur, dass man so wenig über ihn erfahren hat, da nur selten aus seiner Sicht erzählt wurde. Dafür kommt er hoffentlich im nächsten Band öfter zum Zug.


Die Handlung konnte mich von der ersten bis zur letzten Seite fesseln. Die spannende und neuartige Grundidee wurde toll umgesetzt, so dass sich insgesamt eine gelungene Mischung aus Spannung, Romantik und Fantasy ergibt. Ich bin schon wahnsinnig gespannt auf den nächsten Teil, auch wenn ich auf den noch ein wenig warten werden muss. 

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(363)

755 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 129 Rezensionen

liebe, elle kennedy, college, new adult, the deal

The Deal – Reine Verhandlungssache

Elle Kennedy , Christina Kagerer
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.07.2016
ISBN 9783492308571
Genre: Erotische Literatur

Rezension:


Ich habe mit der Off Campus-Reihe in der falschen Reihenfolge begonnen und zuerst den zweiten Teil The Mistake - Niemand ist perfekt gelesen. Da mir dieser aber so gut gefallen hat und ich auch schon viel Positives über The Deal gehört habe, musste ich die Geschichte einfach lesen - und wurde auch nicht enttäuscht.


In The Deal geht es um Hannah und Garrett. Garrett ist der Eishockeystar des Campus, doch nach einer schlechten Ethikklausur ist sein guter Notendurchschnitt und somit sein Platz im Team in Gefahr. Hannah, die in besagter Klausur eine eins abgesahnt hat, ist seine einzige Rettung und so versucht er alles, um sie dazu zu überreden, ihm Nachhilfe zu geben. Hannah reagiert darauf erst abweisend, kann sie den eingebildeten Sportler doch überhaupt nicht leiden. Stattdessen hat sie ein Auge auf Justin aus dem Footballteam geworfen. Als Garrett von ihrer Schwärmerei erfährt, schlägt er ihr einen Deal vor, den sie nicht ausschlagen kann: Für ihre Hilfe in Ethik will Garrett dafür sorgen, Justin auf Hannah aufmerksam zu machen. Doch was als harmloser Deal begonnen hat, wird sehr schnell mehr.


Auf den ersten Blick mag sich diese Beschreibung anhören, wie die jeder klischeebeladenen Liebesgeschichte, jedoch wird man schnell eines Besseren belehrt. Hannah ist zwar strebsam und schlau, hat ansonsten allerdings nichts mit einem schüchternen Mauerblümchen gemeinsam. Stattdessen hat sie die Kunst des Sarkasmus perfektioniert und setzt ihre scharfe Zunge gerne auch gegen Garrett ein. Da es auch diesem nicht an Selbstbewusstsein fehlt, entwickeln sich zwischen ihnen immer wieder unterhaltsame Streitereien und Disskussionen, die für eine lockere Atmosphäre sorgen und eine Menge Witz und Charme in die Geschichte bringen.


Beide Protagonisten haben in ihrer Vergangenheit einiges durchmachen müssen, wie es für Geschichten dieses Genres typisch ist. Jedoch überschatten diese Erlebnisse weder die Gegenwart noch beherrschen sie die eigentliche Handlung. Stattdessen können beide Charaktere gut mit ihrer Vergangenheit umgehen und ihre Erlebnisse werden passend und nachvollziehbar in die Geschichte eingebunden und sorgen durch damit ausgelöste Komplikationen für zusätzliche Spannung.
Die damit einhergehende Dramatik und Tragik wird aber immer wieder von Witz und Humor durchbrochen, so dass die Stimmung angehoben wird und es abwechslungsreich bleibt. Neben der Romantik fehlt es auch nicht an erotischen Szenen, die geschmackvoll und richtig dosiert in die Geschichte einfließen.


Garrett und Hannah harmonieren einfach wunderbar miteinander und scheinen von Anfang an auf einer Wellenlänge zu sein. Ihre Bindung zueinander entwickelt sich langsam und nachvollziehbar, wodurch ihre Beziehung und die Gefühle füreinander umso authentischer vermittelt werden. Erzählt wird abwechselnd aus der Sicht von Hannah und Garret, so dass es möglich ist, beide Perspektiven wahrzunehmen und somit in beide Gefühlswelten einzutauchen. Hannah mochte ich von Anfang an - vor allem aufgrund ihrer selbstsicheren und vorlauten Art. Und auch Garrett konnte ich sehr schnell ins Herz schließen. Auf den ersten Blick wirkt er zwar wie der typische Aufreißer, doch er hat mich sehr schnell vom Gegenteil überzeugt - und nicht nur mich. Mit seiner loyalen und witzigen Art konnte er auch Hannahs Herz in Aufruhr versetzten.


Der Schreibstil ist locker und leicht und hat mich angenehm durch die Geschichte geführt. Da ich den direkten Vergleich zu Band 2 der Reihe habe, muss ich sagen, dass mir The Deal sogar noch ein bisschen besser gefallen hat als The Mistake.

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1.213 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 252 Rezensionen

liebe, krankheit, nicola yoon, jugendbuch, leben

Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt

Nicola Yoon
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Dressler, 17.09.2015
ISBN 9783791525402
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt war ja eine Zeit lang in aller Munde. Ich selbst wollte es zwar lesen, bin aber nie dazu gekommen - bis jetzt. Denn nachdem ich The Sun is also a Star - ein anderes Buch der Autorin - geliebt habe, wollte ich unbedingt erfahren, ob mir auch diese Geschichte so wahnsinnig gut gefällt. Und ich wurde nicht enttäuscht. 


Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht der 18-jährigen Madeline. Madeline ist krank - schwer krank - und das schon ihr ganzes Leben lang. Ihre Krankheit verhindert, dass Madeline ein ganz normales Leben in der Außenwelt führen kann. Stattdessen fristet sie ihr Dasein im Inneren des Hauses und ihr einziger sozialer Kontakt beschränkt sich auf ihre Mutter, ihre Krankenschwester und gelegentliche Besuch ihrer Lehrer. Doch obwohl Madelines Leben sich alles andere als rosig - stattdessen viel mehr eintönig und trostlos - anhört, versinkt sie in keinster Form in Selbstmitleid. Vielmehr wirkt sie einfühlsam, aufgeweckt und intelligent. Sie hält sich nicht mit Belanglosem auf, sondern weiß, was im Leben wirklich zählt. Auch wenn sie durch den Mangel an Erfahrungen stellenweise kindlich und jung wirkt, ist sie doch keinesfalls naiv sondern durchaus realistisch und vernünftig. 
Doch als der gut aussehende Olly nebenan einzieht, muss Madeline sich das erste Mal mit Gefühlen auseinandersetzten, die sie für sich nicht für möglich gehalten hätte. Er weckt Wünsche in ihr, die sie schon vor langer Zeit aufgegeben hat. Sie möchte die Welt außerhalb ihres Zimmers entdecken und herausfinden, was das Leben alles zu bieten hat - zusammen mit ihm. 
Mit Olly wird Maddy ein eher grüblerischer und geheimnisvoller junger Mann an die Seite gestellt. Doch trotz familiärer Probleme, die auf ihm lasten, hat er auch viele unbeschwerte Momente und konnte Maddy ebenso wie auch mich mit seinem Charme verzaubern. 
Der erste Kontakt besteht nur aus Emails und Chats, doch schon dort ist die Chemie zwischen den beiden deutlich spürbar. Ihre Gespräche sind einfach nur herrlich unterhaltsam - humorvoll und witzig, aber gleichzeitig auch tiefsinnig und zum Nachdenken anregend. Es hat unglaublich viel Spaß gemacht, die Annäherung mitzuverfolgen, vor allem da für Madeline all diese Gefühle und Erlebnisse eine Premiere darstellen. 


Actionreich ist die Handlung wie man sich schon denken kann vielleicht nicht unbedingt, dafür punktet sie mit viel Gefühl und Humor. Einziger Kritikpunkt ist die Vorhersehbarkeit. Ab einem gewissen Zeitpunkt hatte ich einfach das Gefühl zu wissen, in welche Richtung die Geschichte sich entwickelt und wie sie sich vielleicht auflösen könnte. Dadurch blieb für mich der Überraschungseffekt aus. Nichtsdestotrotz kam während des Lesen zu keiner Zeit Langeweile auf und ich habe mit den beiden Protagonisten mitgefiebert. 


Der Schreibstil ist sehr schlicht und simpel, aber trotzdem sehr tiefsinnig und nachdenklich. Dadurch konnte ich mich vollständig auf die Botschaft konzentrieren, die die Autorin mit ihren Worten vermitteln wollte. 
Zum Abschluss muss ich die wunderschöne Gestaltung loben. Zwischen den Kapiteln gibt es immer wieder kleine Grafiken und Zeichnungen, die Maddys Gedanken oder Eindrücke einfangen und darstellen und so Abwechslung in die Geschichte bringen.

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(32)

57 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

liebe, engel, fantasyroman, elemente, fairies

Fairies - Amethystviolett

Stefanie Diem
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 06.04.2017
ISBN 9783646603224
Genre: Fantasy

Rezension:


Band 1 der Fairies-Reihe fand ich unglaublich toll und da es zudem auch noch mit einem fiesen Cliffhanger endete, habe ich mich umso mehr gefreut, endlich erfahren zu können, wie es weitergeht. Zum einen steht Sophies Verwandlung zur Fairy bevor und es stellt sich die Frage: Welche Fairy-Seele schlummert wohl in ihr? Und zum anderen droht natürlich immer noch Gefahr durch die Shuk. Folglich bleibt es unglaublich spannend und abwechslungsreich in der Welt der Fairies. Trotzdem hatte ich zwischendurch den Eindruck, dass die Handlung sich ein wenig zieht. Einige Längen haben sich in die Geschichte eingeschlichen und für ein etwas zähes Tempo gesorgt. Nichtsdestotrotz konnte mich die Handlung durch einige unerwartete Wendungen - vor allem in Bezug auf Sophies Wandlung und Bedeutung in der Welt der Fairies - packen. 


Sophie selbst macht in Band 2 eine große Wandlung durch, denn seit dem Erwachen der Fairy in ihr, ist sie nicht mehr ganz die Alte. Sie muss lernen ihren Charakter und den der Fairy in Einklang zu bringen und so zur "neuen Sophie" zu werden. Gar nicht einfach, wenn man als eigensinnige und aufbrausende Fairy wiedererwacht. Noch viel mehr zu schaffen, machen Sophie jedoch ihre widerstreitenden Gefühle. Sie hat ihr Herz seit der ersten Begegnung an Taylor verschenkt, doch die Fairy in ihr liebt einen Anderen. Zusätzlich zu ihrem Gefühlschaos lastet noch ein gehöriger Druck auf Sophie, denn nur sie kann den Fluch abwenden und so die Fairies retten. 
Vor allem Nebenfiguren wie beispielsweise Lila haben in Amethysviolett eine tragende Rolle. Handlungsstränge aus Band 1 werden fortgeführt und neue Wege eingeschlagen. Dabei stellen sich neue Fragen, die wohl noch in den Folgebänden beantwortet werden. 
Taylor spielt hier eine eher kleinere Rolle. Ich bin mir immer noch nicht ganz sicher, was ich von ihm halten soll. Zwar ist er mir durchaus sympathisch, aber irgendwas fehlt. Was, kann ich nicht genau sagen, aber er hat ja noch zwei Bände Zeit, um mich noch vollständig von sich zu überzeugen. 


Das Ende war mal wieder hochdramatisch und spannungsgeladen und der Cliffhanger lässt mich voller Vorfreude und Ungeduld auf die Fortsetzung warte. 

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901 Bibliotheken, 26 Leser, 0 Gruppen, 163 Rezensionen

paper prince, erin watt, liebe, royals, ella

Paper Prince

Erin Watt , Ulrike Brauns
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Piper, 03.04.2017
ISBN 9783492060721
Genre: Erotische Literatur

Rezension:


Ella ist verschwunden und mit ihr auch der Zusammenhalt unter den Royals. Die Brüder wenden sich gegen Reed, an der Schule geht es drunter und drüber und auch Brooke hat noch einiges in der Hinterhand. Wird es Reed gelingen, Ella zurückzuholen und die Differenzen mit seinen Brüdern zu beseitigen?


Paper Prince setzt nahtlos dort an, wo Paper Princess endete. Nach dem fiesen Cliffhanger in Band 1 wollte ich natürlich unbedingt erfahren, wie es weitergeht - vor allem zwischen Ella und Reed. Ella bleibt zunächst verschwunden, dafür übernimmt Reed die Rolle des Erzählers. So wechselt die Sicht im Verlauf des Buches regelmäßig zwischen Ella und Reed, so dass die Geschichte nun auch aus den Augen eines Royals erlebt werden kann. Dies fand ich ziemlich interessant, da alle fünf Royal-Brüder in Band 1 noch ziemlich unnahbar und geheimnisvoll wirkten. 
Doch nicht nur durch die Erzählperspektive erhält man nun einen besseren Einblick in Reeds Gedanken, sondern auch nach außen hin zeigt er nun mehr Gefühl und Anteilnahme - genau wie seine Brüder. Dadurch wirken sie auf mich menschlicher und trotz ihrer Verkrokstheit sympathischer. Zwar haben sie so auch ein bisschen von ihrer mysteriösen Ausstrahlung eingebüßt, aber die Royals haben noch viel mehr Leichen im Keller, so dass es trotzdem spannend bleibt. 


Ella mochte ich auch hier wieder sehr gerne. Sie steht weiterhin für sich ein und macht es den Jungs nicht zu leicht. Besonders Reed kriegt Ellas harte Seite zu spüren und muss sich richtig ins Zeug legen, um sie möglicherweise zurückzugewinnen.
Andere Charaktere - wie Brooke - haben nun endlich ihr wahres Gesicht gezeigt. Dadurch kommt es natürlich zu Komplikationen, die die Familienbande der Royals stark auf die Probe stellen. Es bleibt dramatisch und spannend, denn es sind noch längst nicht alle Geheimnisse gelüftet. Und auch fürs Herz gibt es wieder etwas, besonders da Reed nun viel mehr von sich preis gibt. Aber auch die anderen Brüder - allen voran Easton - haben Ella längst ins Herz geschlossen und als Royal akzeptiert. 
Diese Mischung aus Drama, Romantik und einer Prise Erotik machen die Geschichte so unglaublich spannend und es entwickelt sich eine regelrechte Sogwirkung, der man sich nur schwer entziehen kann. Der fiese Cliffhanger lässt mich nur noch ungeduldiger auf Paper Palace warten.

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297 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 45 Rezensionen

liebe, scorched, alkohol, jennifer l. armentrout, new adult

Scorched

Jennifer L. Armentrout , Vanessa Lamatsch , Vanessa Lamatsch
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Piper, 03.04.2017
ISBN 9783492310277
Genre: Erotische Literatur

Rezension:


Scorched ist die Fortsetzung von Frigid, kann aber auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden, da beide Bücher in sich abgeschlossen sind. Diesmal geht es um Tanner und Andrea, die man in Frigid bereits kurz kennenlernen durfte. Beide kriegen sich ständig an die Köpfe, können aber auch nicht ohne einander. Während eines gemeinsamen Urlaubs mit Kyler und Sydney kommen sie sich schließlich näher. Doch Andrea fällt es nicht leicht, jemanden an sich heranzulassen, hat sie doch ihre ganz eigenen Probleme. 


Geschrieben wird hier abwechselnd aus der Sicht von Andrea und Tanner. Beide Charaktere mochte ich sehr gerne, da sie vor allem viel Tiefe und Menschlichkeit zeigen. 
Andrea eilt ein gewisser Ruf voraus. Als Tochter reicher Eltern wird sie meist nur aufs Oberflächliche reduziert. Sie bemüht sich jedoch auch nicht, ihren Mitmenschen das Gegenteil zu beweisen, geht gerne auf Partys und schaut auch mal zu tief ins Glas. Auf andere wirkt sie sehr taff und schlagfertig, doch Tanner durchschaut diese Maskerade und sieht, dass Andrea einiges an Ballast mit sich herum schleppt. Andrea jedoch weiß nicht, wie sie mit ihren Problemen umgehen soll und es fällt ihr schwer, sich anderen zu öffnen.
Tanners Wandlung vom überheblichen Playboy zum einfühlsamen Mann fand ich sehr bewundernswert. Er steht Andrea zur Seite und ist sehr geduldig mit ihr. Allerdings fand ich sein plötzliches Interesse an ihr etwas vorschnell. Zwar hat sich schon eine ganze Zeit etwas zwischen ihnen angebahnt, doch von einem Moment auf den nächsten, hat er sich plötzlich entschieden, sich um sie bemühen zu wollen, obwohl sie sich davor nur gekabbelt haben. Dieser plötzliche Umschwung in seinem Verhalten kam mir einfach zu plötzlich. Schade fand ich auch, dass er durch Andreas Probleme in den Hintergrund gedrängt wurde. Es ging die meiste Zeit um Andrea, über Tanner hat man nicht so viel erfahren.


Die zarte Annäherung zwischen Tanner und Andrea war wirklich schön mitzuverfolgen. Andrea öffnet sich immer mehr und zeigt auch ihre verletzliche Seite. Die lustigen Wortgefechte lockern die Stimmung jedoch immer wieder auf.
Neben der gelungenen Liebesgeschichte werden jedoch auch ernstere Themen wie übermäßiger Alkoholkonsum oder Suchtprobleme und der Umgang mit diesen angesprochen. Hier wird deutlich, dass schon die kleinsten Anzeichen auf ein ernst zunehmendes Problem hinweisen können und man sich nicht schämen sollte, Hilfe anzunehmen. Diese gewichtige Thematik verleiht der Geschichte emotionale Tiefe und zusätzliche Spannung.


Jennifer L. Armentrouts Schreibstil ist - wie von ihr gewohnt - fesselnd aber dennoch humorvoll und leicht. Ich bin gespannt, was sie sich noch so alles ausdenkt. 

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159 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 66 Rezensionen

fantasy, krieg, märchen, jugendbuch, alchemie

The Sleeping Prince - Tödlicher Fluch

Melinda Salisbury , A. M. Grünewald
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Ars Edition, 15.02.2017
ISBN 9783845817941
Genre: Jugendbuch

Rezension:


The Sleeping Prince setzt genau da an, wo sein Vorgänger Goddess of Poisen aufgehört hat. Nahtlos setzt sich die Handlung fort und ich konnte mich direkt in die Geschichte einfinden. Dabei hatte ich zunächst gar nicht das Gefühl einen zweiten Band zu lesen, denn diesmal wird die Geschichte nicht von Twylla erzählt - der Protagonistin aus Band 1. Stattdessen erlebt man alles aus der Sicht von Errin, welche aber schon in Goddess of Poison kurz erwähnt wird, da es sich bei ihr um die Schwester von Lief handelt. Erst im Laufe der Geschichten treffen beide Mädchen aufeinander und verknüpfen so ihre Schicksale.


Während ich Goddess of Poison eher mittelmäßig fand, hat mir The Sleeping Prince richtig gut gefallen. Das ist vor allem Errin zuzuschreiben. Twylla war mir als Protagonistin zu naiv und passiv, Errin dagegen handelt aktiv und ist entschlossen alles zu tun, was nötig ist, um zu überleben. Etwas anderes bleibt ihr auch gar nicht übrig. Ganz alleine muss sie sich um ihre kranke Mutter kümmern und gleichzeitig Geld einbringen. Das ist schon in friedlichen Zeiten ein wahrer Kraftakt, doch seit der schlafende Prinz wieder auf der Bildfläche erschienen ist und für Chaos und Zerstörung sorgt, ist dies kaum noch zu meistern - wäre da nicht Silas. 
Der mysteriöse Mann, der niemals sein Gesicht zeigt, braucht Tränke und Gifte und versorgt Errin so regelmäßig mit Arbeit und Geld. Dank ihm kann sie wieder ihrer Tätigkeit als Herbalistin nachgehen und fühlt sich weniger allein. Doch woher kommt der schöne Fremde und was hat er mit all den Giften und Tränken nur vor?
Die Annäherung zwischen Silas und Errin war wirklich spannend mitzuverfolgen. Genau wie Errin wollte auch ich unbedingt erfahren, wer er ist und was er verbirgt. Immer mehr gibt er von sich preis und gibt dem Leser dabei ein wahres Rätsel auf, dass er zu lösen versucht.


Nicht nur das Geheimnis um Silas bringt Spannung in die Geschichte, sondern auch die Bedrohung durch den schlafenden Prinzen. Auch die Frage was denn mit Twylla und Lief geschehen ist und wann sich Errins und Twyllas Weg kreuzen wird, hat ständig dazu geführt, dass ich unbedingt weiterlesen wollte. Anfangs schleichen sich leider ein paar Längen in die Geschichte, im Großen und Ganzen bleibt es aber spannend, besonders da man nun noch mehr Hintergrundinformationen zur Sage um den schlafenden Prinzen und seiner wahren Geschichte erhält. Insgesamt hatte ich einfach das Gefühl, dass in The Sleeping Prince viel mehr passiert als in Goddess of Poisen.


Besonders das Ende wird dann nochmal sehr dramatisch und spannend und konnte mich mit einigen Twists und Wendungen vollends überraschen und schockieren. Der Cliffhanger zum Schluss ist zwar wirklich fies, hat mich allerdings gespannt und voller Vorfreude auf Band 3 zurückgelassen.

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(165)

407 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 99 Rezensionen

chosen, bestimmte, fantasy, rena fischer, gaben

Chosen - Die Bestimmte

Rena Fischer
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Planet! ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 17.01.2017
ISBN 9783522505109
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Aufgefallen ist mir Chosen - Die Bestimmte zuallererst durch das wunderschöne Cover. Nachdem ich dann den Klappentext gelesen hatte, war klar, dass ich dieses Buch unbedingt lesen möchte. 
Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Emma. Emma hat die besondere Gabe, in die Gefühle anderer Menschen eintauchen zu können, jedoch wird ihr schon seit klein auf von ihrer Muter eingeschärft, dieses Geheimnis unbedingt zu bewahren. Doch als ihre Mutter stirbt und ihr Vater plötzlich auf der Bildfläche erscheint, gerät ihr Leben völlig aus den Fugen. Gefangen zwischen Liebe und Verrat, Misstrauen und Intrigen ist sie gezwungen sich für eine Seite zu entscheiden. Doch wem kann sie vertrauen und wer wird sie schließlich verraten?


Die Idee hinter der Geschichte finde ich wirklich gelungen und auch an der Umsetzung habe ich kaum etwas auszusetzen. Der Einstieg fiel mir sehr leicht, durch den bildhaften und lebendigen Schreibstil kann man direkt in die Geschichte abtauchen. Da man nie genau weiß, wem Emma denn nun vertrauen kann, bleibt es durchgehend spannend. Die Charaktere bleiben mysteriös und undurchschaubar, erst am Ende wird klar, wer denn nun "die Guten" sind. Was mich jedoch gestört hat, war Emmas Sprunghaftigkeit und Unentschlossenheit. Sie selbst ist hin und her gerissen zwischen den beiden verfeindeten Seiten und schenkt ihnen abwechselnd immer wieder viel zu schnell ihr Vertrauen. Während sie in der einen Sekunde noch auf der einen Seite steht und in den anderen "die Bösen" sieht, hat sie die Seiten in der nächsten Sekunde schon wieder gewechselt und ihren vorherigen Verbündeten den Rücken gekehrt - und das mehrmals während der Geschichte. Zwar bleibt es so spannend, da man nie genau weiß, wer denn nun welche Ziele verfolgt und etwas Böses im Sinn hat, jedoch ist es dadurch auch anstregend der Geschichte zu folgen. 
Ansonsten mag ich Emma aber sehr gerne, denn sie ist mutig und schreckt vor Herausforderungen nicht zurück. Nur bei Aiden verliert sie schnell jede Entschlossenheit, denn der Junge mit den Wasserelbenaugen bringt sie völlig durcheinander und lässt ihr Herz schneller klopfen. Trotzdem tänzeln beide vielmehr umeinander herum, denn keiner der beiden möchte sein Interesse offen zugeben. Dadurch kommt es zu einigen witzigen Situationen und unterhaltsamen Schlagabtäuschen. Charmant und humorvoll beschreibt die Autorin die zarte Annäherung von Emma und Aidan und lockert die angespannte und spannungsgeladene Atmosphäre somit spürbar auf. Jedoch wird Emma mit Jared noch ein zweiter Kandidat zur Seite gestellt und so stellte sich mir wieder die Frage: Wer meint es gut mit Emma? Wem kann sie wirklich vertrauen?


Zusätzlich zu Emmas Geschichte gibt es immer wieder Rückblenden aus dem Leben ihrer Mutter, die eng mit der Handlung verknüpft sind. Dies sorgt natürlich wieder für Spannung und bringt Abwechslung in die Geschichte. 
Zum Schluss passiert dann alles Schlag auf Schlag und jeder ist gezwungen, sein wahres Gesicht zu zeigen. Das große Finale endet schließlich in einem Cliffhanger, der es in sich hat und mich sehnsüchtig auf Band 2 warten lässt. 

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(195)

358 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 146 Rezensionen

liebe, abschiebung, new york, schicksal, familie

The Sun is also a Star.

Nicola Yoon , Susanne Klein , Dominique Falla
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Dressler, 20.03.2017
ISBN 9783791500324
Genre: Jugendbuch

Rezension:


The Sun is also a Star ist mein erstes Buch der Autorin und schon jetzt bin ich total begeistert. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Natasha und Daniel erzählt. Zusätzlich gibt es immer kleinere Kapitel, die aus dem Leben der Menschen aus ihrem direkten Umfeld berichten sowie auch kleinere informierende Abschnitte, in denen es beispielsweise um den Ursprung eines Wortes oder die Erklärung eines Phänomens geht. Diese Mischung sorgt für Abwechslung und durch die Kürze der Kapitel lässt sich die Geschichte schnell lesen.


Nur durch Zufall begegnen sich Daniel und Natasha in New York und für Daniel ist es Liebe auf den ersten Blick. Doch Natasha, die vielmehr realistisch und pragmatisch denkt, glaubt nicht an die Liebe. Für sie ist Liebe vergänglich und nicht für die Ewigkeit bestimmt. Der romantisch veranlagte Daniel jedoch, will sie auf ihre Art von der Liebe überzeugen - und zwar mit der Wissenschaft. Zusammen verbringen sie einen Tag gemeinsam in New York City, doch das Timing könnte nicht unpassender sein. Denn es ist Natashas letzter Tag in New York. Zusammen mit ihrer Familie ist sie illegal im Land und muss es noch am selben Tag verlassen. 


Mit Natasha und Daniel prallen wirklich Welten aufeinander. Während Natasha vielmehr Realistin ist und die Dinge skeptisch betrachtet, ist David ein hoffnungsloser Romantiker mit einem Hang zur Poesie. Natasha weiß schon ganz genau wie ihre Zukunft aussehen soll, Daniel jedoch weiß noch nicht, wie sein Leben verlaufen soll. Nur eines weiß er: Das Schicksal will, dass er und Natasha zusammen sind. Warum sonst hätten all diese Ereignisse zur genau richtigen Zeit passieren sollen, damit sie sich begegnen? Beide Charaktere sind so grundverschieden und harmonieren dennoch wunderbar. Die Chemie zwischen ihnen passt einfach.
Aber auch kulturell liegen zwischen ihnen Welten. Natasha ist jamaikanischer Abstammung und bereits seit ihrer Kindheit illegal in den USA. Für sie ist New York jedoch ihre Heimat. Daniel dagegen steht zwischen zwei Ländern. Zum einen Amerika, dem Land seiner Geburt und zum anderen Korea, wo seine Familie ursprünglich herkommt. Ich fand es wirklich spannend, einen Einblick in diese zwei unterschiedlichen Kulturen zu bekommen. Gleichzeitig werden dadurch wichtige Themen aufgeworfen: Rassismus und Toleranz. Während in der Generation seiner Eltern eine rassistische Haltung noch allgegenwärtig ist, ist es Daniel egal, dass Natasha's Haut dunkel ist und sie ihre Haare als Afro trägt. Denn die Liebe kennt keine Rasse und diese Botschaft hat die Geschichte sehr gut herübergebracht. 


Trotz der Liebe-auf-den-ersten-Blick-Thematik fand ich die Geschichte keineswegs kitschig oder klischeehaft. Die Protagonisten haben einen ganzen Tag Zeit, sich kennen- und lieben zu lernen. Vielmehr ist es also Liebe auf den zweiten oder vielleicht sogar dritten Blick. 
Doch durch die eingeschobenen Zwischenkapiteln von Nebencharakteren und ihrem Schicksal wird aus der Geschichte mehr als nur eine Romanze zwischen zwei Jugendlichen. Zusätzlich wird auch deutlich, wie alle unsere Leben aneinanderhängen als wären sie verbunden durch einen langen Faden. All unsere Schicksale sind aneinandergekettet und unsere Entscheidungen haben Auswirkungen auf unsere Mitmenschen. 

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417 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 101 Rezensionen

1001 nacht, liebe, magie, fluch, orient

Rache und Rosenblüte

Renée Ahdieh , Martina M. Oepping
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei ONE ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 16.03.2017
ISBN 9783846600405
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Rache und Rosenblüte startet genau da, wo Band 1 endete. Es geht spannend weiter, denn neben dem Bestreben von Shahrzad, den Fluch zu brechen und somit wieder mit ihrer großen Liebe Chalid vereint zu sein, passiert noch so viel mehr. Ich möchte hier gar nicht zu viel verraten, vieles hat sich ja bereits in Zorn und Morgenröte angekündigt und ist somit zu erwarten gewesen. Aber ich kann auf jeden Fall garantieren, dass es sehr spannend und dramatisch weitergeht und die ein oder andere Überraschung der Geschichte eine unvorhersehbare Richtung geben.


Anfangs war es allerdings schwer wieder in die Geschichte hineinzufinden, denn es nicht leicht den Überblick zwischen all den fremdklingenden Namen der teilweise noch unbekannten Charakteren zu behalten. Hinzu kommt noch, dass sich leider einige Längen in die Geschichte geschlichen haben. Doch es hat nicht lange gedauert, bis ich mich wieder vollständig auf die Welt aus 1001 Nacht einlassen konnte. Ich liebe das orientalische Setting der Geschichte, dass zusammen mit einem Hauch von Magie und Zauber eine ganz einzigartige Atmosphäre erschafft. 


Mit ihrer besonderen Erzählweise, die an ein Märchen erinnert, hat Renée Ahdieh die unterschiedlichsten Gefühle in mir geweckt und mein Herz ein ums andere Mal brechen lassen. Denn neben Liebe und Freundschaft beinhaltet die Geschichte auch Hass, Intrigen und Gewalt. Chalids und Shazis Liebe scheint hoffnungslos und zum Scheitern verurteilt zu sein, doch so stur wie Shazi nun einmal ist, nimmt sie dies nicht einfach hin. Zusammen mit Shahrzad findet man als Leser neue Zuversicht und hofft auf eine Chance für ihre Liebe. 


Die Entwicklung, die für Chalid und Shahrzad schon in Band 1 begonnen hat, wird auch in Rache und Rosenblüte weiter fortgeführt. 
Shahrzad ist ein sehr stolzes Mädchen, das zu Arroganz und Überheblichkeit neigt. Nichtsdestotrotz hat sie das Herz am rechten Fleck und würde alles tun, um die Menschen, die sie liebt zu beschützen. Ihre Sturheit und ihr Stolz erlauben es ihr nicht, sich von anderen helfen zu lassen, doch genau dies muss sie in Rache und Rosenblüte lernen.
Auch Chalid lässt immer mehr von seinem wahren Ich sehen. Er ist wie eine Blüte, die sich immer mehr öffnet, um schließlich die Blütenblätter zu entfalten und in voller Pracht und Schönheit aufzublühen. 
Chalid ist weiterhin Gefangener seines schlechten Gewissens, denn neben dem Tod der ganzen jungen Frauen wirft er sich nun auch die Zerstörung Rays vor und fühlt sich verantwortlich für das Leid seiner Bevölkerung. Jedoch verkriecht er sich nicht mehr in seinem Palast, sondern fängt an für sein Volk und seine Liebe zu Shazi zu kämpfen.
Neben Shahrzad und Chalid werden einige Kapitel auch aus der Perspektive von Irsa - Shahrzads Schwester - sowie dem Vater der beiden Mädchen erzählt.
Irsa ist das komplette Gegenteil von Shahrzad. Sie ist ruhig und zurückhaltend und fühlt sich dadurch oft unscheinbar und schwach. Doch auch wenn sie sich selbst nicht mutig findet, ist sie in meinen Augen ein starkes und loyales Mädchen, das sich ohne zu zögern für die, die sie liebt, in Gefahr begeben würde.


Die Figuren, die Renée Ahdieh in ihren Geschichten zum Leben erweckt, sind unglaublich facettenreich und komplex. Man kann sie nicht klar in Weiß und Schwarz, gut und böse unterteilen, denn jeder von ihnen hat seine Schwächen und Markel. So ist Shahrzad manchmal arroganter als gut für sie ist und bringt sich mit ihrem vorlauten Mund das ein oder andere Mal in Schwierigkeiten. Chalid dagegen neigt zu Gewalt, auch wenn er damit nur die Seinen zu beschützen versucht. Diese Unperfektheit macht die Charaktere jedoch so authentisch und menschlich. Man weiß nie genau, welche Absichten jemand verfolgt, doch in Rache und Rosenblüte wird schließlich jeder sein wahres Gesicht offenbaren - und damit für einige Überraschungen sorgen.

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(170)

395 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 113 Rezensionen

fantasy, liebe, finsternis, blindheit, jugendbuch

Königreich der Schatten: Die wahre Königin

Sophie Jordan , Barbara Imgrund
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 06.03.2017
ISBN 9783959670708
Genre: Fantasy

Rezension:


Seit Luna denken kann, herrscht in ihrer Welt Dunkelheit. Nur eine Stunde am Tag zu Mitterlicht kämpft sich die Sonne durch die allumfassende Finsternis und vertreibt die grausigen Finsterirdischen, die die Nacht regieren und den Menschen nach ihrem Leben trachten, zurück unter die Erde.
Zu ihrem Schutz lebt Luna zusammen mit ihrer Amme und einem alten Soldaten in einem großen Turm mitten im Wald. Doch sie möchte mehr aus ihrem Leben machen und nicht für immer sicher aber tatenlos in ihrem Turm festsitzen. Als sie auf einem nächtlichen Streifzug auf den Waldläufer Fowler trifft, wird ihr sehnen nach Freiheit nur noch größer. Und ihr Leben um ein Vielfaches aufregender und gefährlicher.


Die Geschichte wird abwechselnd aus zwei verschiedenen Sichten erzählt. Zuerst nur aus der Sicht von Luna, später kommt auch die Sicht von Fowler dazu.
Beide Charaktere konnten mich sowohl zusammen als auch jeder für sich überzeugen. Fowler ist eher ruhig und verschlossen. Gefühle sieht er als Schwäche an und somit versucht er, diese komplett zu verbannen und sich alleine durch diese gefährliche Welt zu schlagen. Deswegen ist er anfangs auch nicht begeistert, als Luna ihn begleiten soll. Doch sobald er das junge Mädchen erstmal kennengelernt hat, kann auch er sich nicht gegen seine aufkeimenden Gefühle für sie wehren.
Luna dagegen hat ihr ganzes Leben in einem Turm verbracht und nie mit jemanden anderen gesprochen als ihren zwei Helfern. Sie kennt die Scheußlichkeiten, die diese dunkle Welt zu bieten hat noch nicht und weiß nicht, was die Finsternis und der ewige Kampf ums Überleben aus den Menschen gemacht hat. Sie ist zwar nicht naiv, jedoch deutlich hoffnungsvoller als Fowler und sieht in Gefühlen etwas Gutes, nichts Schwächendes. Luna hat ein Geheimnis, mit dem ich so gar nicht gerechnet habe und welches die Autorin ganz geschickt in die Geschichte eingebaut hat. Durch diesen unerwarteten Plottwist hat mich die Autorin die Geschichte viel bewusster lesen und ihre Protagonistin Luna in einem ganz neuen Licht sehen lassen. Dennoch erschienen mir einige Entwicklungen, die auf diese Enthüllung folgten und in Zusammenhang mit Luna stehen, nicht ganz logisch. Dies hat der Spannung der Geschichte jedoch keinen Abbruch getan. 
Die Welt, die die Autorin geschafften hat, ist genauso faszinierend und geheimnisvoll wie auch gefährlich und gemeinsam mit Luna stürzt man sich ins Unbekannte. Durch die ewige Dunkelheit werden neue Sinne wichtiger und neben dem Sehen, spielt vor allem das Hören und Fühlen hier eine wichtige Rolle. Durch Sophie Jordans lebhaften und packenden Erzählstil hat man als Leser wirklich das Gefühl Teil dieser finsteren Welt zu sein, in der man sich ganz auf seine Sinne verlassen muss. 


Fowler ist der erste Junge in ihrem Alter, dem Luna je begegnet ist und so dauert es bei ihr nicht lange, bis sich die ersten Gefühle anbahnen. Fowler wehrt sich zwar noch lange gegen die seinen, kann aber schließlich auch nicht leugnen, mehr für Luna zu empfinden. Die Gefühle zwischen Luna und Fowler entwickeln sich nach und nach. Mit jeder weiteren Etappe auf ihrer Reise kommen sie sich näher, lernen sich richtig kennen und bauen Vertrauen zueinander auf. Diese langsame Entwicklung hat mir besonders gut gefallen, da man hier wirklich miterleben konnte, wie die beiden eine Beziehung zueinander aufbauen, die Schwächen des anderen ausgleichen und sich dabei perfekt ergänzen.


Die Geschichte hat langsam und gemächlich gestartet, jedoch mit jeder weiteren Seite an Tempo und Spannung zugenommen. Zum Schluss passiert dann schließlich alles Schlag auf Schlag, nur um dann mit einem fiesen Cliffhanger zu enden. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung und bin gespannt, in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln wird. 

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