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30 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

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Höhenrauschsaison

Meredith Winter
Flexibler Einband: 210 Seiten
Erschienen bei Sommerburg Verlag, 16.04.2018
ISBN 9783981872248
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Eigentlich passt ein Ladythriller eher weniger in das Feld meiner bevorzugten Genres, doch der Klappentext hat mir wirklich gut gefallen, so dass ich das Buch trotzdem zur Hand genommen habe. Das ungewöhnliche Setting konnte mich dabei gleich faszinieren. Inwieweit die Beschreibungen der Autorin alle zutreffen kann ich nicht beurteilen, doch ich hatte das Gefühl, dass die Inhalte wirklich gut recherchiert waren, so dass auf mich alles glaubwürdig und authentisch wirkte. Der Mount Everest ist bereits für sich ein wirklich aufregender und spannender Schauplatz. Gleichzeitig werden jedoch auch kleine Einblicke in die Kultur des Landes gegeben, was ich wahnsinnig interessant fand.

Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Clementine und Alexej.
Clementine hat immer nur Pech in der Liebe und auch sonst läuft in ihrer Heimat Hamburg nicht alles rund. Deswegen entschließt sie sich für einen Tapetenwechsel und nimmt eine Stelle als Ärztin für Bergsteiger im Basis Camp am Mount Everest an. Durch ihre offenes und selbstbewusstes Auftreten, war sie mir von Anfang an sympathisch. Trotzdem erschien sie mir stellenweise etwas naiv und inkonsequent, was ich ihr jedoch durch die extremen Bedingungen, mit denen sie zu tun hatte, nachsehen konnte.
Alexej ist ein russischer Auftragskiller, welcher auf Clementine angesetzt wurde und sich als Bergsteiger ausgibt, um seinen Auftrag möglichst unauffällig auszuführen. Nach außen zeigt er sich zwar hart und unnachgiebig, jedoch hat er mit seinen eigenen Dämonen zu kämpfen. Clementine bringt in ihm Seiten zum Vorschein, die so gar nicht zu dem harten und kalten Auftragskiller zu passen scheinen. In ihrer Gegenwart zeigt er sich fürsorglich und liebevoll, auch wenn er sich noch so stark gegen seine Gefühle wehrt - immerhin hat er den Auftrag, sie umzubringen.
Auch Alexej mochte ich, vor allem da er nicht dem typischen Klischee entsprach, trotzdem konnte ich ihm seine Gefühlsschwankungen nicht immer abnehmen. Mit Clementine wirkte er wie ausgewechselt.

Die Beziehung der beiden wird ziemlich schnell ernst, was aber durchaus glaubhaft ist, da sie immerhin auch 24/7 aufeinanderhocken. Zwar mochte den gegenseitigen Umgang der beiden miteinander, jedoch wurde es mir dann stellenweise doch ein wenig zu kitschig.
Auch die Handlung wird im rasanten Tempo erzählt - immerhin hat das Buch nur knapp 200 Seiten. Dennoch hatte ich nicht das Gefühl, dass etwas gefehlt hat oder ausgelassen wurde. Vielmehr blieb es dadurch durchgehend spannend, es kamen keine Längen auf und für ausreichend Dramatik wurde gesorgt. Einzig der Schluss war mir dann vielleicht doch ein wenig übereilt und zu übertrieben. Ich hatte den Eindruck, dass die Autorin hier offen gebliebene Fragen möglichst schnell abhandeln wollte, um die Geschichte abzuschließen. Dadurch wirkte nicht alles ganz rund. Ein paar Seiten mehr hätten hier wahrscheinlich nicht geschadet.

Fazit:
Höhenrauschsaison ist ein spannender Thriller, der mit einer guten Mischung aus Dramatik, Romantik und Erotik überzeugt. Ein zusätzliches Plus ist das ausgefallene Setting, in dem die Handlung sich ansiedelt. Trotz kleinerer Schwächen konnte die Geschichte mich gut unterhalten.

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308 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 101 Rezensionen

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Palace of Silk - Die Verräterin

C. E. Bernard , Charlotte Lungstrass-Kapfer
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 29.05.2018
ISBN 9783764531973
Genre: Fantasy

Rezension:

Spannend geht es weiter in Band 2 der Palace-Reihe. Nachdem Band 1 mit Reas Flucht aus England endete, ist sie in Palace of Silk schon in Frankreich angekommen und versucht sich in ihr neues Leben einzufinden. Doch die nächsten Probleme - in Form von der Ankunft des Prinzen am französischen Hof - lassen nicht lange auf sich warten, so dass mich die Geschichte sofort fesseln konnte. Neben dem tristen und sehr steifen Leben in England erscheint Frankreich bunt und lebendig. Berührungen sind erlaubt und Magdalenen können offen ihre Dienste anbieten. Nicht nur für Rea war dies eine völlig neue Erfahrung, sondern auch als Leser möchte man unbedingt mehr erfahren, sowohl über den Lebensstil in Frankreich als auch die Magdalenen, über die hier nochmal genauer geschrieben wird.

Schon in Palace of Glass haben mir die Charaktere unglaublich gefallen. Sie alle zeigen im Laufe der Geschichte viele verschiedene Facetten, die ihre Einzigartigkeit herausstellen. Und sie alle sind nicht perfekt. Jeder von ihnen hat seine Fehler, wodurch sie unglaublich menschlich wirken.
Rea hat mit ihren eigenen Dämonen zu kämpfen und verliert sich oft in ihren inneren Kämpfen. Dadurch trifft sie nicht immer die richtigen Entscheidungen, dennoch gibt sie ihr Bestes und würde alles tun, für die Menschen, die sie liebt. Sie zeigt durch ihren Mut und ihren Kampfgeist, dass mehr in ihr steckt als der erste Blick vermuten lässt. Ich bin immer ein Fan von taffen Protagonistinnen und Rea trifft ganz meinen Geschmack.
Neben Rea gehören Ninon und Blanc zu meinen liebsten Charakteren, die hier noch einmal ganz neue Seiten an sich gezeigt haben. Ninon, die sonst immer jeden mit ihrem fröhlichen und strahlenden Gemüt aufheitert, wirkt hier viel nachdenklicher und trauriger. Die vergangenen Ereignisse am weißen Hof haben auch bei ihr Spuren hinterlassen. Trotzdem hat sie ihre Ausstrahlung nicht verloren und in ihr steckt immer noch die "Löwin", die Rea in ihr sieht.
In Band 1 hat man Blanc als den Kämpfer kennengelernt. Hier tritt er oftmals als Freund und Beschützer auf, zeigt sich auch verletzlich, so dass man mehr über ihn erfährt.

Neben den bereits bekannten Charakteren treten jedoch auch neue Figuren in die Geschichte ein, welche die Handlung maßgeblich bereichern. Unter anderem auch Madame Hiver, die Mätresse des französischen Königs. Sie ist ein einziges riesiges Geheimnis und scheint viel Macht am Hof des französischen Königs zu besitzen. Dabei schreckt sie auch nicht davor zurück, Rea zu drohen. Welche Ziele sie jedoch verfolgt, muss Rea zuallererst herausfinden.

Ich hatte von Anfang an überhaupt keine Ahnung, in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln würde. Dadurch blieb es wirklich durchgehend spannend. Die Autorin baut mehrere Wendungen und Überraschungen in die Geschichte ein - einige waren zwar ein wenig vorhersehbar - doch die Meisten habe ich nicht kommen sehen.
Auch hatte ich das Gefühl, dass die Autorin mit ihrer Geschichte eine kleine Botschaft übermitteln will. Vielleicht interpretiere ich ja zu viel in die Handlung hinein, aber ich hatte das Gefühl, dass die Magdalenen ganz allgemein eine Minderheit darstellen sollten und das C. E. Bernard die Unterdrückung eben dieser kritisiert und darauf Aufmerksam machen möchte, dass jeder so akzeptiert werden sollte, wie er ist.

Das Ende ist kein wirklich Cliffhanger, trotzdem bleiben viele Fragen offen, so dass ich es kaum abwarten kann, zum dritten Band zu greifen.

Fazit:
Eine spannende Handlung sowie vielschichtige und lebendige Charaktere machen Palace of Silk - Die Verräterin zu einer würdigen Fortsetzung und einem kleinen Lesehighlight. Ich bin ein Fan dieser Reihe und kann es kaum erwarten, den dritten Band ebenfalls zu lesen.

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139 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 52 Rezensionen

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Crown of Lies

Pepper Winters , Ralf Schmitz
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei LYX, 27.07.2018
ISBN 9783736306912
Genre: Liebesromane

Rezension:

Neugierig durch den Klappentext habe ich mich an die Geschichte gewagt und wollte mehr erfahren. Der Klappentext selbst verrät nur wenig, so dass ich keine Ahnung hatte, in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln wird. Leider wurde ich jedoch enttäuscht.

Zu Beginn der Handlung bekommt man einen kleinen Einblick in Elles Kindheit, die einen sehr tristen Eindruck macht. Statt mit anderen Kindern draußen zu spielen und Freundschaften zu schließen, verbringt sie die meiste Zeit mit ihrem Vater im Büro und lernt, wie man ein Unternehmen leitet. Zwar merkt man, dass ihr Vater sie wirklich liebt und nur das Beste für sie will, dennoch konnte ich nicht anders als Mitleid für sie aufgrund ihrer quasi nicht vorhandene Kindheit zu empfinden. 

Anschließend folgte ein Zeitsprung zu Elles 19. Geburtstag. Einmal nur möchte sie ausbrechen aus ihrem goldenen Käfig und die Stadt erkunden. Leider nimmt der Abend jedoch eine negative Wendung und es geht so ziemlich alles schief. Ihr einziger Lichtblick ist ein mysteriöser Fremder, der ihr aus einer prekären Situation heraus hilft und ihr Leben rettet.

Drei Jahre später beherrscht der Fremde noch immer ihre Gedanken. Mittlerweile hat Elle die Firma fast komplett übernommen. Dies fordert jedoch auch ihren Tribut. Freundschaften sowie ihr Liebesleben sind quasi gar nicht vorhanden, das Unternehmen bestimmt ihr ganzes Leben. 
Bis hier hin war alles gut. Die Handlung war interessant, ich wollte mehr erfahren. Auch Elle mochte ich gerne, wenn ich auch ziemliches Mitleid mit ihr und ihrem tristen Lebensstil hatte. 
Danach jedoch geht es stetig bergab.
Elles Handlungen werden sprunghaft und unüberlegt. Oftmals kann ich ihr Verhalten nicht nachvollziehen und mehrfach konnte ich einfach nur die Augen verdrehen.
Richtig unsympathisch war mir dagegen Penn, der nun in die Geschichte eintritt. Ich kann einfach nicht verstehen was Elle - abgesehen von seinem guten Aussehen vielleicht - an ihm findet und wie sie sich seinem ungehobelten und arroganten Verhalten so unterwürfig unterordnen kann. Zwar zeigt sie zwischendurch Anzeichen von Widerwillen, die meiste Zeit jedoch behandelt er sie wie seinen Besitz und sie lässt es ihm kommentarlos durchgehen. Das war für mich weder romantisch noch in irgendeiner Weise nachvollziehbar. Penns Dominanzgehabe war einfach viel zu übertrieben und nur noch unhöflich und unattraktiv. 
Den Charakteren fehlte die nötige Tiefe, wodurch auch die Handlung, die durchaus Potential hatte, untergegangen ist.
Erst am Ende hat es sich wieder ein wenig gewendet und ich konnte kleinere Veränderungen in den Protagonisten wahrnehmen, die ich mir jedoch schon früher gewünscht hätte.

Fazit:
Der Start und das Ende waren gut, der Mittelteil hat sich jedoch unendlich gezogen und konnte mich leider nicht überzeugen. Auch mit den Charakteren bin ich nicht warm geworden - vor allem Penn war mir wahnsinnig unsympathisch.

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105 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 58 Rezensionen

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Aura - Der Verrat

Clara Benedict , Eva Schöffmann-Davidov
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Thienemann in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 19.06.2018
ISBN 9783522202428
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Aura - Die Gabe, Band 1 dieser Reihe, konnte mich leider nicht von sich überzeugen. Deswegen war ich auch zuerst unschlüssig, ob ich zum zweiten Band greifen und der Reihe somit noch eine Chance geben soll. Ich bin wirklich froh, dass ich dies noch gemacht habe, denn mit Aura - Der Verrat konnte mich die Autorin endlich abholen und fesseln.

Band 2 setzt genau dort an, wo Band 1 endete. Ohne irgendeine Rückblende wird der Leser mitten ins Geschehen geworfen und befindet sich mit Hannah auf der Flucht. Da es noch nicht allzu lange her war, dass ich Band 1 gelesen hatte, fiel mir der Einstieg relativ leicht. So habe ich mitverfolgt, wie Hannah unter dem Decknamen Gwendolin an einer Akademie für Former eingeschleust wird, um sich dort - quasi direkt vor deren Nase - vor ihren Feinden, allen voran dem Akademieleiter Levander, zu verstecken. Obwohl nicht alle meine Fragen vollständig geklärt wurden und für mich auch nicht alles zu hundert Prozent logisch war, fand ich es doch interessant, mehr über diese Akademie zu erfahren. Doch je mehr der Leser herausfand, desto erschreckender wurde dieser Ort, in denen die Schüler unter dem Vorwand ihnen Helfen zu wollen, manipuliert und gegeneinander aufgestachelt werden.
So schwebte Hannah ständig in der Gefahr, entdeckt zu werden und jede ihrer Entscheidungen entschied über Leben und Tod. Dies sorgte für viel Spannung, so dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Außerdem wurden nun endlich einige meiner Fragen zu der Gabe beantwortet, die in Band 1 zu kurz gekommen waren. 

Hannah selbst hat sich unglaublich weiterentwickelt - und zwar zum Positiven. Ihre Naivität und kindliche Schwärmereien, die mich in Band 1 noch so genervt haben, legt sie fast vollständig ab. Stattdessen entwickelt sie eine gesunde Portion Misstrauen und Argwohn - Eigenschaften, die an einem Ort wie der Akademie überlebenswichtig sind. Generell wird sie mutiger, vorsichtiger und fängt an, die Dinge zu hinterfragen. Fast so, als wäre sie endlich etwas Erwachsener geworden, was mir sehr gefallen hat.
Die Nebencharaktere aus Band 1 kommen hier gar nicht mehr vor. Stattdessen kommen durch die Schüler und Lehrer der Akademie neue Charaktere dazu. In ihnen findet Hannah neue Verbündete und Freunde, aber auch Rivalen und Feinde, die ihr das Leben schwer machen.
Manche dieser neuen Figuren mochte ich sehr gerne, andere dagegen weniger. Insgesamt sind sie aber viel lebendiger und vielschichtiger als die Nebencharaktere aus Band 1 es waren. 

Die Spannung baut sich langsam von Seite zu Seite auf, bis sie schließlich im letzten Abschnitt ihren Höhepunkt erreicht. Wie auch schon in Band 1 endet die Geschichte hier ebenfalls mit einem fiesen Cliffhanger, so dass ich am liebsten direkt weiterlesen würde

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(63)

155 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 47 Rezensionen

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Never Loved Before

Monica Murphy , Barbara Ostrop
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Heyne, 11.06.2018
ISBN 9783453580657
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Never loved before erzählt die Geschichte von Katie, die nach einem schlimmen Erlebnis in ihrer Vergangenheit versucht sich ein normales Leben aufzubauen und die Liebe zu finden. Erzählt wird abwechselnd aus der Perspektive von unseren beiden Protagonisten Katie und Ethan. Dabei springen die einzelnen Kapitel auch zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit hin und her. So lernt der Leser nach und nach, was Katie in der Vergangenheit zugestoßen und wie Ethan in all das verwickelt ist. Auch erlaubt die wechselnde Perspektive, die Geschichte und vor allem Katies Vergangenheit aus unterschiedlichen Blickwinkeln wahrzunehmen. 
Katies Trauma und die Wirkung, die die vergangenen Erlebnisse immer noch auf ihr Leben haben, haben der Geschichte unglaublich viel Tiefgang verliehen. Ich wollte unbedingt erfahren, was dieser zerbrechlichen jungen Frau angetan wurde und wie sie nun damit umgeht.
Trotz der ständigen Perspektiven- und Zeitwechsel ließ sich die Geschichte dank Monica Murphys lockeren Schreibstil schnell und angenehm lesen.

Die Thematik hat mir wirklich gut gefallen und konnte mich auch emotional abholen. Leider bin ich allerdings mit den beiden Protagonisten nicht ganz warm geworden.
Im Großen und Ganzen hat Katie auf mich einen sympathischen Eindruck gemacht. Trotz ihrer traumatischen Erlebnisse gibt sie doch Tag für Tag ihr Bestes und versucht, sich ein normales Leben aufzubauen. Ihre Stärke und Kraft habe ich bewundert. Trotzdem konnte ich nicht all ihrer Entscheidungen nachvollziehen und befürworten. Vor allem im Bezug auf Ethan handelte sie für mich zwischenzeitlich unverständlich.
Auch was Ethan angeht bin ich zwiegespalten. Einerseits ist er wahnsinnig fürsorglich und liebevoll im Umgang mit Katie, andererseits neigt er jedoch auch zu selbstsüchtigen Handlungen. Obwohl er über Katies Zustand und Vergangenheit im Bilde ist, lügt er ihr Tag für Tag ins Gesicht und baut ihre anbahnende Beziehung auf einem Gerüst aus Lügen auf. Und trotz all seiner Lügen ist er im Gegenzug dann enttäuscht, wenn Katie sich ihm nicht sofort vollständig öffnen will und kann.
Allerdings will ich ihm noch eine Chance geben und sehen, wie sich beide Protagonisten im zweiten Band (weiter-)entwickeln. 
Ich bin gespannt auf die Fortsetzung, vor allem da die Geschichte mit einem fiesen Cliffhanger endet.

Fazit:
Never loved before ist eine tiefgehende Liebesgeschichte, die auch ernstere Themen anspricht und dabei nichts beschönigt. Die Thematik konnte mich wirklich packen und emotional abholen. Leider bin ich mit den Protagonisten - vor allem Ethan - nicht ganz warm geworden. Ich bin allerdings gespannt, wie sie sich im zweiten Band entwickeln werden.

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317 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 140 Rezensionen

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Cat & Cole: Die letzte Generation

Emily Suvada , Vanessa Lamatsch , punchdesign Johannes Wiebel
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Planet! in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 19.06.2018
ISBN 9783522505598
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die Geschichte von Cat & Cole spielt in der Zukunft in einer Welt, in der Menschen durch Gentechnik verändert sind und ein Panel in ihrem Arm jeden Schönheitsmakel mit Hilfe von Apps beseitigen kann. Die Technik ist soweit voran geschritten, dass man meinen könnte, der Mensch wäre unbesiegbar. Doch dem ist nicht so. Eine Seuche bedroht die Menschheit und macht jeden einzelnen Tag zu einem Kampf ums Überleben. Doch Catarina Agatta kämpft gegen den gefährlichen Virus an und versucht mithilfe der Aufzeichnungen ihres Vaters - einem brillanten Gentechniker und Forscher - einen Impfstoff zu finden. An ihrer Seite ist Cole, der sie nicht nur beschützt, sondern auch der Schlüssel zu einem möglichen Impfstoff ist.

Emily Suvada erschafft in Cat & Cole eine spannende aber auch erschreckende Version der Zukunft, die uns wirklich einmal erwarten könnte. Der technische Fortschritt schreitet auch heute schon so wahnsinnig schnell voran, so dass die Erfindungen und Ereignisse, die die Autorin in ihrer Geschichte prophezeit, gar nicht so abwegig sein müssen. Dadurch war es natürlich umso spannender mehr über diese fortschrittliche Welt zu erfahren, gleichzeitig aber auch schockierend, welche Zerstörung eine einzelne Seuche verursachen kann.

Anfangs war es ein wenig schwer in die Geschichte zu finden. Die vielen technischen Begriffe und die detaillierten Beschreibungen der technischen Vorgänge erschwerten den Einstieg und den Lesefluss zunächst. Wenn man jedoch am Ball bleibt und sich auf die Geschichte einlässt, ist auch das nach einigen Seiten kein Problem. Vielmehr möchte man unbedingt mehr über diese Version der Zukunft erfahren, die sich Emily Suvada überlegt hat.

Erzählt wird aus der Sicht von Catarina. Im Vergleich zu dem muskelbepackten Cole wirkt Cat zwar zunächst harmlos, doch man sollte sie bloß nicht unterschätzen, denn mit ihren Hacker-Fähigkeiten kann sie ganz schön gefährlich werden. Cat bringt in dieser gefährlichen Welt, in der sie lebt, eine gesunde Portion Skepsis und Misstrauen mit. Gepaart mit ihrer Intelligenz macht sie das zur Überlebenskünstlerin. Kein Wunder, dass ihr Deckname "Wildkatze" lautet. 
Cole wirkt zwar am Anfang wie ein abgestumpfter Soldat, schnell merkt man jedoch, dass er um einiges vielschichtiger ist, als es zunächst den Anschein hat. 
Zwischen Cat und Cole hat die Chemie einfach gestimmt, die beiden harmonieren perfekt miteinander. Trotzdem wird es nie kitschig, generell steht die Mission eher im Vordergrund. So gibt es zwar eine Liebesgeschichte, diese spielt sich jedoch eher im Hintergrund ab, wodurch die Hauptthematik nicht überschattet wurde.

Bei der Erfüllung der Mission wird es noch wahnsinnig spannend. Unerwartete Überraschungen und Wendungen haben mich ans Buch gefesselt, so dass ich es kaum noch aus der Hand legen konnte. Die Geschichte ist wirklich genial erzählt und man merkt, dass die Autorin sich sehr mit Thema und den technischen Details auseinandergesetzt hat, wodurch die ganze Welt, die sie erschaffen hat, wahnsinnig authentisch und real wirkte.
Ich bin jedenfalls gespannt, wie es weitergeht und freue mich auf den zweiten Band.

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(163)

316 Bibliotheken, 15 Leser, 0 Gruppen, 99 Rezensionen

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Die letzte erste Nacht

Bianca Iosivoni
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei LYX, 25.05.2018
ISBN 9783736307179
Genre: Liebesromane

Rezension:

In  Die letzte erste Nacht geht es um Tate und Trevor - beides junge Menschen, die in ihrem kurzen Leben bereits viel durchmachen mussten. 
Dies ist mein erstes Buch von Bianca Iosivoni, weswegen mir auch die beiden Vorbände der Reihe noch nicht bekannt waren. Dennoch lässt sich die Geschichte auch unabhängig lesen und durch den lockeren und doch emotionalen Schreibstil der Autorin bin ich schnell in die Geschichte gekommen.

Erzählt wird abwechselnd aus der Sicht von Tate und Trevor. Beide sind im selben Freundeskreis, doch wenn sie im selben Raum sind, fliegen auch schon mal die Fetzen. Wegen der extremen Energie, die beide zusammen versprühen, habe sie sich relativ schnell den Namen TNT verdient. Trotz ihrer unterschiedlicher Charaktere passen sie wirklich toll zusammen und ergänzen sich perfekt. Beide mussten in ihren jungen Jahren bereits viel durchmachen und ihre Vergangenheit ist enger verbunden als sie zunächst annehmen. Wenn die beiden zusammenstoßen knistert es immer gewaltig, was viel mit ihren starken Persönlichkeiten zusammenhängt.

Denn Tate ist alles andere als zurückhaltend. Seit dem Tod ihres Bruders nimmt sie kein Blatt mehr vor den Mund und lässt sich nicht unterkriegen. Ihren Schmerz über den Verlust versucht sie mit Alkohol, Parties und Sex zu betäuben. Um sich abzulenken, vergräbt sie sich stundenlang in der Bibliothek in ihre Bücher und lernt - alles nur, um nicht an ihren Bruder denken zu müssen. Dennoch lassen ihr die ungeklärten Umstände, unter denen er zu Tode kam, keine Ruhe und so stellt sie ihre eigenen Nachforschungen an und lässt sich dabei von niemanden aufhalten. Ich mochte ihre vorlaute und direkte Art, dennoch konnte ich nicht all ihre Entscheidungen immer nachvollziehen.

Trevor ist im Gegensatz zu Tate eher ruhiger, aber auch er ist sehr ehrlich und direkt. Wenn es um Tate geht, nimmt sein Beschützerinstinkt überhand, was Tate mehr als einmal ziemlich auf die Palme bringt. Dennoch kann er es mit ihr aufnehmen und ihr die Stirn bieten, weswegen sich die beiden auch wunderbar ergänzen. Auch er kann nicht ganz von seiner Vergangenheit ablassen und wird immer wieder an seine dunklen Geheimnisse erinnert.

Die tatsächliche Story, die hinter der Liebesgeschichte noch erzählt wird, ist wahnsinnig spannend und konnte mich absolut packen. Genauso wie Tate wollte ich unbedingt hinter die mysteriösen Umstände hinter dem Tod ihres Bruders kommen und dabei auch Trevors Geheimnis und seine Rolle in dieser Geschichte aufdecken. Doch neben der ganzen Spannung wird es auch noch wahnsinnig emotional und berührend und die Autorin hat ihre Geschichte mit ihrem einfühlsamen Schreibstil wirklich mitreißend erzählt. 
Durch die hitzigen Dialoge zwischen Tate und Trevor kommt aber auch der Humor nicht zu kurz, so dass insgesamt eine perfekte Mischung aus Spannung, Gefühl und Humor entsteht.

Allein das Ende hätte ich mir etwas umfangreicher gewünscht. Es war ein befriedigender Abschluss und alle meine Fragen wurden beantwortet, dennoch war ich nicht bereit, Tate und Trevor schon gehen zu lassen. Ein paar Seiten mehr wären hier ganz schön gewesen.

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207 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 55 Rezensionen

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Nicht mein Märchen

E.M. Tippetts
E-Buch Text: 371 Seiten
Erschienen bei null, 17.09.2012
ISBN B009D35AO6
Genre: Liebesromane

Rezension:

Nicht mein Märchen erzählt die Geschichte von dem reichen Superstar Jason Vanderholt, der sich in die bodenständige Studentin Chloe Winters verliebt. Der Traum eines jeden Mädchens. Chloe dagegen ist nicht interessiert und weist Jason ab - es ist einfach nicht ihr Märchen. Jason ist jedoch beharrlich und gibt nicht auf. Kann er Chloes Herz doch noch für sich gewinnen?

Nicht mein Märchen ist eine süße Liebesgeschichte, die sich durch ihren lockeren und leichten Schreibstil super schnell lesen lässt. Erzählt wird aus der Sicht von Chloe. Chloe ist eine sehr bodenständige junge Frau, die sich lieber von Ruhm und Geld fernhält. Deshalb macht sie es Jason auch nicht gerade leicht und hält ihn auf Abstand. Mit ihrem sarkastischen und trockenen Humor lockert sie die Atmosphäre immer wieder auf, so dass es nicht zu kitschig wird. 
Auf den ersten Blick scheint Chloe auch ein ganz normales Mädchen zu sein, doch sie musste in ihren jungen Jahren bereits viel Schlimmes durchmachen. Trotzdem lässt sie sich davon nicht unterkriegen und kämpft sich durchs Leben. Sie macht keine große Sache aus ihrer Vergangenheit und steht für sich selbst ein. Das hat mir wirklich gut an ihr gefallen. Dennoch hatte ich auch meine Probleme mit ihr. Teilweise war sie mir einfach zu gleichgültig, an anderen Stellen wurde sie dann quasi von ihren Emotionen überrollt. Diese Stimmungsschwankungen waren leider anstrengend und auch nicht immer nachvollziehbar. Auch ihre sprunghaften Entscheidungen und Handlungen wollten mir nicht immer einleuchten. Da tat mir Jason, der damit umgehen musste, schon fast ein bisschen leid.


Jason mochte ich sehr gerne. Obwohl ihm als reicher und gutaussehender Schauspieler die Welt zu Füßen liegt, ist er auf dem Boden geblieben. Dies ist aber auch Chloe zu verdanken, die ihn immer wieder an die wichtigen Dinge im Leben erinnert. Die beiden ergänzen sich also wirklich gut. 
Trotz einiger Zurückweisungen gibt er nicht auf und kämpft weiter um Chloes Herz. Daran hat man gemerkt, dass er es wirklich ernst meint und ein herzensguter Mensch ist. 

Weitere Charaktere wie Jasons Familie und Chloes Freunde dagegen, wirken neben den beiden Protagonisten ein wenig blass und flach. Einzig auf Jasons Nichte Kyra wird noch genauer eingegangen.

Auch wenn die Handlung stellenweise etwas langatmig war, fand ich diese Liebesgeschichte wirklich süß und sie hat mir ein paar unterhaltsame Lesestunden beschert. Das Ende ist soweit abgeschlossen, es gibt keinen Cliffhanger. Dennoch wird die Geschichte von Jason und Chloe in weiteren Folgebänden fortgesetzt, so dass jeder für sich selbst entscheiden kann, ob er gerne weiterlesen möchte.

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20 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

dämonen, erotik, fantasy, freundschaft, hass, konflikt, krieg, monando, rettung der menschheit, rezension, verbotene freundschaft, verbotene liebe, vulkan

Diatar: Kind des Lichts (Die Mondiar-Trilogie 1)

Ina Linger
E-Buch Text
Erschienen bei null, 22.12.2016
ISBN B01N0TTA5L
Genre: Romane

Rezension:

Diatar - Kind des Lichts erzählt die Geschichte zweier verfeindeter Clans - einzig und allein verbunden durch die Freundschaft der beiden Kinder Risa und Jaro. Auseinandergerissen durch die Unstimmigkeiten zwischen ihren Clans treffen sie sich erst als Erwachsene wieder. Doch ihre Freundschaft ist wichtiger denn je, denn es droht Gefahr und nur Jaro und Risa können ihre beiden Völker retten und zusammenführen.

Diatar - Kind des Lichts ist bereits mein zweites Buch von Ina Linger. Wie auch bereits in Geistermond ist ihr Schreibstil sehr angenehm zu lesen - nicht zu überladen, aber ausgeschmückt und detailliert an den richtigen Stellen. 
Erzählt wird aus der Sicht von Jaro. Dabei wird zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart gewechselt. So konnte man genau mitverfolgen, wie Jaro zu dem Mann wurde, der er nun ist. Auch die fremde Lebensweise seines Clans - den Diatar - und die Gründe für die Feindschaft mit den Monandor, von den Diatar auch Dämonen genannt, wurde dadurch anschaulich erklärt. Durch Risa erfährt man auch einiges über die Monandor, jedoch lange nicht so viel wie über Jaros Clan. Ich denke allerdings, dass zu Risas Volk noch einiges in den Folgebänden kommen wird.

Jaro ist ein sehr ruhiger und zurückhaltender Mann, der seinen eigenen Wert unterschätzt. Er handelt stets selbstlos und will immer das Beste für seinen Clan. Anfangs war er auch ein wenig stur und pessimistisch, da er sich weigerte, Risas Warnungen Glauben zu schenken, doch schlussendlich fasst er doch wieder Vertrauen zu seiner einstigen besten Freundin.
Risa ist so ziemlich das genaue Gegenteil von Jaro. Sie ist selbstbewusst, aufgeweckt, kämpferisch und versucht stets das Positive in den Dingen zu sehen. Mit ihrer offenen Art versucht sie ständig, Jaro aus der Reserve zu locken und zu necken. 
Neben Jaro und Risa kommen noch einige weitere Randfiguren vor. Diese bleiben allerdings leider eher flach und blass. 

Angesiedelt ist die Handlung auf einer Insel, die scheinbar einem großen Dschungel gleichkommt. Ich fand es spannend mit Risa und Jaro diese Landschaft zu entdecken und mehr über die Clans zu erfahren. Zwar gab es kleinere Längen, dennoch konnte mich die Geschichte fesseln und mitreißen. Ich bin wirklich gespannt, wie es in Band 2 weitergeht, vor allem da wir dort wahrscheinlich endlich mehr über die Monandor erfahren.  

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(211)

429 Bibliotheken, 34 Leser, 2 Gruppen, 158 Rezensionen

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Children of Blood and Bone – Goldener Zorn

Tomi Adeyemi , Andrea Fischer
Fester Einband: 624 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 27.06.2018
ISBN 9783841440297
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Um Children of Blood and Bone gab es einen riesigen Hype in den USA und auch mich hat der Klappentext und das wunderschöne Cover sofort angefixt. Ich wollte unbedingt herausfinden, ob es dem ganzen Lob gerecht und vielleicht sogar eines meiner Jahreshighlights wird. Es konnte mich auch durchaus fesseln und begeistern, dennoch habe ich kleinere Kritikpunkte, die ich euch nicht vorenthalten möchte. 

Children of Blood and Bone wird gleich aus mehreren Perspektiven erzählt. Ganz zu Anfang lernt der Leser Zélie kennen, ein junges Mädchen, welches zu den Divinés gehört - einer unterdrückten Gruppe von Menschen, denen die Magie geraubt wurde. Zelie ist eine sehr taffe und impulsive Protagonistin. Ich mochte ihren Mut und ihren Kampfgeist, jedoch handelt sie auch oft zu unbedacht und lässt sich sehr stark von ihren Gefühlen lenken.
Während Zélie das unterdrückte Volk der Divinés repräsentiert, wird die Sicht des Adels von den Geschwistern Amari und Inan dargestellt - Prinz und Prinzessin von Orisha. Und auch wenn sie beide im Palast geboren wurden, könnten sie nicht unterschiedlicher sein.
Amari sieht die Ungerechtigkeit und das Leid in ihrem Königreich und entscheidet sich, nicht mehr tatenlos herumzusitzen, sondern etwas zu unternehmen. Sie flüchtet aus dem Palast und schließt sich Zélie und ihrem Bruder Tzain auf ihrer Reise an, um die Magie zurückzubringen.
Zu Anfang wirkt Amari noch wie eine verwöhnte kleine Prinzessin, die in der echten Welt außerhalb ihres Palastes nicht zurechtkommen würde. Doch mit der Zeit macht sie eine enorme Entwicklung durch, schüttelt ihre Angst ab und wird zu einer richtigen Kämpferin. Obwohl ich am Anfang meine Probleme mit ihr hatte, hat sie sich den Titel meiner Lieblingsprotagonistin in diesem Buch Seite für Seite erkämpft. 
Auf ihrem Weg zur Rettung der Magie stößt die kleine Gruppe jedoch auf zahlreiche Gefahren, denn der König möchte um jeden Preis verhindern, dass die Magie zurückkommt und seine Macht bedroht. Dass Amari sich dabei gegen ihren eigenen Bruder Inan stellen muss, erschwert ihr die Mission zusätzlich.
Inan hat sein ganzes Leben eingebläut bekommen, dass die Magie etwas Schlechtes und Zerstörerisches sei und versucht so im Namen seines Vaters, seine Schwester und ihre Gefährten zu stoppen und die Magie endgültig zu vernichten. Auch er macht während dieser Reise eine Entwicklung durch und erhält einen neuen Blickwinkel auf sein Königreich. Jedoch konnte ich sein Verhalten oft nicht nachvollziehen. Er wirkt sehr naiv, ändert seine Meinung im Sekundentakt und ist insgesamt sehr sprunghaft. Auch wenn ich mir wirklich Mühe gegeben habe, bin ich einfach nicht mit ihm warm geworden.

Der Einstieg in die Geschichte war zu Anfang etwas schwierig, da einige Begrifflichkeiten vorkamen, die mir nicht bekannt waren. Die Lebensweise der Menschen in Orisha lehnt sich stark an die afrikanische Kultur an, so dass ich mich erst in diesem mir unbekanntem Terrain zurechtfinden musste. Doch genau dieses Setting hat die Geschichte für mich auch so besonders gemacht. Ich wollte unbedingt mehr über den Lebensstil der Menschen und die Geschichte von Orisha erfahren - insbesondere der Magie, die hier in verschiedenen Formen auftritt. Ganz vorne im Buch befindet sich dazu auch eine Auflistung der unterschiedlichen Maji-Stämme mit ihrer Magieausprägung und Gottheit. Die Majis sind  Divinés, welche ihre Magie bereits erhalten haben und ausüben können.

Je weiter die Reise voranschreitet, desto mehr Magie kommt ins Spiel. Bei ihrer Reise stoßen die Protagonisten auch immer wieder auf Hindernisse, die es zu überwinden gilt und die durchgehend für Spannung sorgen. Doch auch die Emotionen kommen nicht zu kurz. Sowohl Zélie und Tzain als auch Amari und Inan mussten in ihrer Vergangenheit schon einiges durchmachen, worunter sie immer noch zu leiden haben. Ihre ganz persönlichen Geschichten aber auch die allgemeine Unterdrückung in Orisha konnten mich wirklich berühren und emotional packen. 

Damit hat Tomi Adeyemi genau das erreicht, was sie sich beim Schreiben dieses Buches erhofft hat. Auch wenn die Autorin mit Children of Blood and Bone eine fiktive Geschichte erzählt, wird sehr schnell klar, dass sie wichtige Themen wie Unterdrückung von Minderheiten oder auch Rassismus anspricht und auf die derzeitigen Umstände in Amerika und auch überall sonst in der Welt anspielt, um den Leser zum Nachdenken und bestenfalls Umdenken anzuregen.

Mich konnte sie mit dieser Geschichte trotz kleinerer Kritikpunkte auf jeden Fall fesseln und gut unterhalten und ich bin schon gespannt wie es im zweiten Band weitergeht - besonders nach dem fiesen Cliffhanger.

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323 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 71 Rezensionen

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Nemesis - Geliebter Feind

Anna Banks , Michaela Link
Flexibler Einband: 450 Seiten
Erschienen bei cbt, 13.06.2017
ISBN 9783570311424
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Um den Fängen ihres gierigen Vaters - den König von Serubel - zu entwischen und so einen möglichen Krieg zu verhindern, muss Prinzessin Sepora fliehen. Sie besitzt nämlich die Gabe, Spektorium herzustellen - ein seltenes und mächtiges Element. Während ihrer Flucht wird Sepora gefangen genommen und gelangt schließlich als Konkubine auf den Königshof des jungen König Tarik. Durch ihre Klugheit und ihren Einfallsreichtum gelingt es ihr jedoch, eine Stelle als königliche Beraterin zu ergattern. Dort kommt sie Tarik näher und es wird immer schwieriger, ihre Gabe und ihre Herkunft zu verbergen. Sepora ist sich auch nicht mehr sicher, ob sie dies überhaupt will. Hin und her gerissen zwischen ihrer Heimat und dem Reich Theoria muss sie sich entscheiden, welchem Land ihre Loyalität gilt.

Von Anna Banks habe ich bereits die Blue Secrets-Reihe gelesen, welche mir wahnsinnig gut gefallen hat und so war ich gespannt, was mich in ihrem neusten Buch erwarten wird. 
Der Einstieg ist mir sehr leicht gefallen, die unbekannte Welt erschien mir durch viele Beschreibungen und Eindrücke gleich zu Anfang unglaublich lebendig und gut durchdacht. 
Insgesamt ist hier von mehreren Königreichen die Rede, jedes einzelne hat seine ganz eigenen Stärken, Traditionen und Lebensweisen. Zwar betreiben die verschiedenen Reiche Handel miteinander, dennoch gibt es Spannungen zwischen ihnen. Zusammen mit Sepora konnte man die Lebensweise in Theoria kennen lernen, die sich stark von der in ihrer Heimat unterscheidet. In der Wüste gelegen ist es dort sehr heiß und so wirkte es auf mich wie ein wohlhabendes orientalisches Königreich, ganz anders als das bergige Land aus Seporas Heimat.
Die Fantasy-Elemente wurden toll in die Geschichte eingebaut und haben für viel Spannung gesorgt. Neben dem plötzlichen Wegbleiben des Spektoriums, das die Theorianer für den Bau ihrer Pyramiden und als Lichtquelle benötigen, hatte Theoria noch mit ganz anderen Problemen zu kämpfen. Eine unbekannte Seuche hat das Land überfallen und rafft die Bevölkerung nur so dahin, ohne dass es Aussicht auf Heilung gibt. Neue Entdeckungen und unerwartete Wendungen sorgen immer wieder für Abwechslung und Spannung und haben dafür gesorgt, dass ich das Buch kaum noch aus der Hand legen konnte.

Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus der Perspektive von Sepora und Tarik. Beide wissen sehr wenig voneinander und behandeln sich so zuerst mit Misstrauen und Vorsicht. Ich fand es spannend, die zarte Annäherung der beiden aus wechselnder Perspektive mitzuerleben, das machte die aufkeimende Beziehung viel authentischer und ihre Entwicklung nachvollziehbar.
Sepora ist sehr willenstark, mutig und klug und versucht, sich mit aller Macht Gehör zu verschaffen. Dabei scheut sie auch nicht davor zurück, dem König zu widersprechen. Während dessen Berater Seporas Kühnheit als respektlos und aufmüpfig empfinden, findet Tarik Seporas Ehrlichkeit, Beharrlichkeit und Direktheit viel mehr erfrischend. So  ergeben sich zwischen den beiden herrlich unterhaltsame Dialoge, die der Geschichte eine gewisse Portion Witz und Charme verleihen.
Sepora konnte mich durch ihren Mut und ihren Einsatz immer wieder überraschen und begeistern. Ich mochte sie als Protagonistin sehr gerne.
Auch Tarik fand ich auf Anhieb sympathisch. Als junger König zeigt er weder Überlegenheit noch Arroganz sondern scheint sich wirklich für Seporas Meinung zu interessiern und diese wertzuschätzen. Auch wenn die beiden nicht immer einer Meinung sind und vor allem Sepora sich Tarik nie ganz öffnen kann aufgrund ihrer Herkunft und ihres Geheimnisses, passen sie doch sehr gut zusammen und ergänzen sich perfekt.

Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und hat mich super schnell durch die Geschichte geleitet, so dass dieser spannende Reihenauftakt viel zu schnell vorbei war. Das eher offene Ende lässt mich jedoch in freudiger Erwartung auf die Fortsetzung zurück.

Fazit: 
Nemesis - Geliebter Feind hat all das zu bieten, was ich mir von einer Fantasy-Geschichte nur wünschen kann. Eine spannende Handlung, ein interessanter und gelungener Weltenaufbau sowie authentische und vielseitige Charaktere. 

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800 Bibliotheken, 26 Leser, 0 Gruppen, 186 Rezensionen

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Palace of Glass - Die Wächterin

C. E. Bernard , Charlotte Lungstrass-Kapfer
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 19.03.2018
ISBN 9783764531959
Genre: Fantasy

Rezension:

Wir schreiben das Jahr 2054. Seit bekannt ist, dass einige Menschen - die sogenannten Magdalenen -über eine besondere Gabe verfügen, die es ihnen erlaubt, bei Hautkontakt die Gedanken ihrer Mitmenschen zu lesen und manipulieren, sind Berührungen strengstens verboten. Einzig und allein zu Fortpflanzungszwecken werden die Regelungen gelockert und die Hände von den Handschuhen befreit.
Rea ist eine Magdalena und somit in ständiger Gefahr. Denn bei Entdeckung ihrer Fähigkeiten droht ihr die Todesstrafe. Dennoch riskiert sie ihr Leben bei illegalen Straßenkämpfen, bis sie ausgerechnet dort entdeckt und als neuer Bodyguard für den Kronprinzen von England eingestellt wird. Wird es ihr gelingen, ihr Geheimnis verborgen zu halten?

Palace of Glass konnte mich sofort mit der einzigartigen Idee und dem dystopischen Setting fesseln, dennoch fiel mir der Einstieg in die Geschichte zunächst schwer. Denn obwohl die Handlung in der Zukunft spielt, fühlte ich mich vielmehr in die Vergangenheit zurückversetzt. Die bodenlangen Kleider und Satinhandschuhe erinnern eher an das Mittelalter und auch die Staatsform der Monarchie und die formellen Anreden scheinen einer anderen Zeit entsprungen zu sein. Dennoch wollte ich mehr über diese neue Welt mit ihren strengen Gesetzen und Regeln erfahren, die so düster und trostlos wirkt. Die Autorin lässt sich zu Anfang viel Zeit, so dass ich mich nach und nach in der Geschichte einfinden konnte. Ihr Schreibstil ist sehr ausschweifend - besonders die Kleidung wird sehr detailliert beschrieben. Dies erleichterte mir zwar zu verstehen, wie die Menschen aufgrund der strengen Regeln leben - bekleidet mit hohen Kragen, langen Handschuhen und Kummerbund, stets darauf bedacht jedes bisschen Haut zu verdecken - an manchen Stellen war es dann aber zu viel des Guten. 

Ab dem Mittelteil steigert sich dann das Erzähltempo und es wird spannender. Nach und nach erfährt man nun auch etwas über die Magdalenen - über ihre Geschichte, ihre verschiedenen Fähigkeiten und ihre Lebensweise. Die Magdalenen sind der Grund für das Verbot von Berührungen. Aus Angst durch die Gabe einer Magdalena manipuliert zu werden, ist jeglicher Hautkontakt strengstens Verboten und die Hände werden zu jeder Zeit von Handschuhen bedeckt.
Rea - aus deren Sicht erzählt wird - gibt hier einen guten Einblick in diese neue Welt. Durch sie konnte ich mehr über die Magdalenen erfahren, da sie selbst zu ihnen gehört. Rea ist eine sehr strake Protagonistin, die trotz der täglichen Gefahr, in der sie schwebt, niemals aufhört zu kämpfen. Im Schloss - mitten in der Höhle des Löwen - könnte sie jeden Moment von ihren Feinden enttarnt werden. Denn als Magdalene lebt sie mit einer ständigen Gier nach Berührungen, die es ihr schwer macht, ihr Geheimnis zu wahren. Diese Hautgier und den dadurch verursachten inneren Kampf von Rea hat die Autorin wirklich authentisch dargestellt, so dass ich mich gut in Rea hineinversetzen konnte. 
Auch die anderen Charaktere - allen voran der Prinz sowie auch Ninon und der Ritter, welche Rea im Schloss ausbilden und trainieren - haben mir wirklich gut gefallen. Alle Charaktere haben so viel Tiefe und wurden mit viel Liebe zum Detail zum Leben erweckt. Ihre Einzigartigkeit spiegelt sich auch ihn ihren Gedankengängen wieder, die sich durch Reas Gabe bei jedem anders offenbaren - mal in Form von ganzen Sätzen oder einzelnen Wörtern oder aber auch nur als Bild oder Gefühl.

Die Liebesgeschichte war zwar vorhersehbar, dennoch habe ich sie mit Interesse verfolgt. Sie fügt sich gut in die Haupthandlung ein, ohne diese zu verdrängen. Je mehr ich mich in diese düstere Welt eingefunden hatte, umso spannender wurde es. Besonders am Ende konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Ich bin wirklich gespannt, wie es im zweiten Band weitergeht.

Fazit:
Palace of Glass - Die Wächterin überzeugt mit einer einzigartigen Idee, einem düsteren Setting und starken Charakteren. Durch den ausschweifenden und detaillierten Schreibstil der Autorin entstehen  zwar besonders am Anfang ein paar Längen, dennoch konnte mich die Geschichte bis zur letzten Seite fesseln.

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220 Bibliotheken, 2 Leser, 3 Gruppen, 125 Rezensionen

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Aura - Die Gabe

Clara Benedict , Eva Schöffmann-Davidov
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Thienemann in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 12.03.2018
ISBN 9783522202411
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Bei Büchern über besondere Gaben. Fähigkeiten oder Ähnlichem ist mein Interesse sofort geweckt und so wollte ich natürlich auch Aura - Die Gabe unbedingt lesen. Hier geht es um Hannah, die während eines Camping-Ausflugs mit ihren Mädels entdeckt, dass sie über besondere Fähigkeiten verfügt, die es ihr ermöglichen Gegenstände und sogar Menschen zu beeinflussen. Als hätte sie damit nicht schon genug Probleme, spielt auch plötzlich ihr Herz verrückt, wann immer sie Jan begegnet. 

Die Grundidee fand ich wirklich gut. Schon in den ersten Seiten bekommt der Leser eine Kostprobe von Hannahs Gabe und möchte - genau wie sie - unbedingt mehr erfahren. Da die Geschichte aus der Sicht von Hannah erzählt wird, bekommt man hier auch direkt einen Einblick in ihre Gedanken und Gefühle und findet zusammen mit ihr mehr über ihre Fähigkeiten heraus - doch viel ist dies leider nicht. Sobald Hannah mit ihrer Gabe konfrontiert wird und absolute Gewissheit hat, dass sie sich diese nicht nur einbildet, fängt sie zwar an, die Grenzen ihrer Fähigkeiten austesten - wirklich hinterfragen tut sie diese allerdings nicht. So erfährt auch der Leser sehr wenig über die unmittelbaren Umstände, die mit der Gabe zusammenhängen, erst am Ende gibt es einige Hinweise. Dies war zwar ein wenig enttäuschend, allerdings noch annehmbar, da ja noch weitere Bände folgen und die Autorin so noch genügend Zeit hat, den Leser aufzuklären.

Mit Hannah - der Protagonistin - bin ich leider gar nicht warm geworden. Sie wirkte sehr unreif und naiv und hat sich leicht beeinflussen lassen. Gerade als ich dachte, sie würde doch ein gesundes Maß an Skepsis und Vorsicht zeigen, verliert sie sich im nächsten Moment wieder in übertriebenen Schwärmereien für Jan. 
Und hier liegt auch mein Hauptproblem. Jan verhält sich Hannah gegenüber abweisend und fast schon aggressiv. Stellenweise bedrängt er sie dermaßen, dass sie ihn spätestens dann zum Teufel wünschen sollte. Doch sobald er einmal ein nettes Wort zu ihr sagt und ihr seine Aufmerksamkeit schenkt, liegt sie ihm wieder komplett zu Füßen. Das mag zwar hart klingen, aber ihre Verliebtheit war für mich leider überhaupt nicht nachvollziehbar und hat mich größtenteils nur genervt. 

Das Thema der Gabe wird langsam an den Leser herangeführt, trotzdem bleibt es spannend, da man unbedingt mehr erfahren möchte. Leider kommen lange Zeit keine neuen Informationen, so dass sich der Mittelteil etwas zieht. Zwar baut sich immer wieder Spannung auf, leider wird diese aber meistens wieder von der unglaubwürdigen Liebesgeschichte überschattet, die allen Platz für sich beansprucht. Schade, denn hier wurde viel Potential verschenkt. Trotz der Langatmigkeit bin ich durch den angenehmen und leichten Schreibstil aber dennoch flüssig und schnell durch die Geschichte gekommen. 
Der Schluss dagegen war wieder spannend und unerwartet und endete mit einem fiesen Cliffhanger. Ob ich das Ende gut oder schlecht finde, kann ich allerdings nicht wirklich beurteilen, es hat mich auf jeden Fall überrascht. 

Fazit:
Aura - Die Gabe konnte mich leider nicht überzeugen. Zwar war eine gute Grundidee vorhanden, die Umsetzung ist allerdings eher schwammig. Mit den Protagonisten konnte ich leider nicht warm werden - besonders Hannah ging mir mit ihrer Naivität und Schwärmerei auf die Nerven. Auch die Liebesgeschichte wirkte unglaubwürdig und nahm einen zu großen Teil der Handlung ein. Schade, da die Geschichte durchaus Potential hat, wie mir das Ende nochmal gezeigt hat.
Vor mir gibt es 2,5 von 5 Sterne.

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427 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 61 Rezensionen

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Vertrauen und Verrat

Erin Beaty , Birgit Schmitz
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 21.03.2018
ISBN 9783551583833
Genre: Jugendbuch

Rezension:

In Vertrauen und Verrat geht es um Sage, welche um einer Hochzeit zu entgehen bei der Kupplerin in die Lehre geht. Auf der Reise zum Concordium - einem großen Ball, an dem die einflussreichsten und schönsten Bräute an den Mann gebracht werden - steht sie der Kupplerin zur Seite und behält sowohl die Mädchen als auch die zu ihrer Sicherheit einbestellten Soldaten im Auge. Denn in Demora braut sich ein Krieg zusammen und in ihrer Rolle als Spionin deckt Sage Geheimnisse auf, die den Ausgang dieses Kriegs entscheiden könnten. Gefangen in einem Strudel aus Liebe, Vertrauen und Verrat muss Sage sich entscheiden auf welche Seite sie sich schlägt und ob sie lieber auf ihr Herz oder ihren Verstand vertrauen soll.

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich das Buch gar nicht richtig auf dem Schirm hatte, doch als ich dann den Klappentext gelesen habe, war ich sofort angefixt. Die Idee des "Verkuppelns" wird zwar schon ähnlich in anderen Büchern aufgenommen, doch ich war wirklich gespannt, wie es hier in dieser Geschichte umgesetzt wird. Da Sage bei der Kupplerin Darnessa in die Lehre geht, bekommt man hier einen guten Einblick ihre Tätigkeiten und ein Gefühl dafür, wie viel Macht eigentlich in den Händen der Kupplerinnen liegt. Zwar verkuppeln sie auf Grundlage davon, wer zu wem passt, dennoch sind sie in der Lage, wichtige und mächtige Allianzen zu schließen. 

Mit ihrer guten Menschenkenntnis und ihrer schnellen Auffassungsgabe diente Sage als perfekte Spionen für Darnessa. Aber auch anderen ist ihre Intelligenz und ihre Raffiniertheit nicht verborgen geblieben. Sage mochte ich von der ersten Seite an, denn mit ihrer eigensinnigen Art lässt sie sich von niemanden verbiegen. Was ihr an körperlicher Kraft fehlt gleicht sie mit ihrer Gerissenheit, Intelligenz und ihrem Mut aus. So kann sie es sogar mit den Soldaten aufnehmen.
Größtenteils wird die Geschichte aus der Sie-Perspektive von Sage erzählt, doch auch andere Charaktere geben Einblick in die Geschehnisse. 
Unter anderem Alexander Quinn, der Hauptmann der Soldaten, die für die Sicherheit der Bräute sorgen sollen. Anfangs hatte ich meinen Schwierigkeiten einen Draht zu ihm zu finden. Er wirkte sehr unnahbar und kühl, doch mit der Zeit öffnet er sich immer mehr, so dass auch er mich schlussendlich von sich überzeugen konnte.
Auch die anderen Charaktere konnten mich von sich überzeugen. Besonders die Soldaten mit denen Sage besonders viel zu tun hat, mochte ich alle sehr.
Das größte Rätsel in der Geschichte war aber wohl Maus. Maus ist der Codename von einem der Soldaten, der die Bräute bespitzeln aber auch die Orte, die die Eskorte passierte, auskundschaften sollte. Auch er erzählt Teile der Geschichte aus seiner Perspektive, dennoch war ich mir nie ganz sicher, wer hinter Maus steckte. Zwar hatte ich meine Vermutung, dennoch hat die Autorin den Leser mit Irrungen und versteckten Hinweisen immer wieder verwirrt und auf die falsche Fährte gelockt. Dadurch blieb es unglaublich spannend.
Zwar bin ich normalerweise kein großer Fan der Er/Sie-Perspektive, dennoch hat es hier gepasst. So habe ich erst im letzten Drittel sicher herausfinden können, wer hinter Maus steckt.


Die Liebesgeschichte war zwar wichtiger Teil der Geschichte, dennoch hat sie die Haupthandlung nicht verdrängt, sondern sich gut in die Geschehnisse eingefügt. Beide Protagonisten halten ihre eigenen Geheimnisse zurück und so müssen sie erst langsam Vertrauen zu einander aufbauen, so dass sich ihre Beziehung in einem langsamen und dadurch authentischen Tempo entwickelt. Auch der Leser möchte wissen, welche Geheimnisse die beiden Protagonisten zu verbergen haben, so dass es hier immer wieder zu Wendungen und Überraschungen kommt, wodurch der Ausgang der Geschichte unvorhersehbar bleibt. So entsteht eine tolle Mischung aus Nervenkitzel und Herzklopfen.

Aber auch sonst fehlt es der Geschichte nicht an Spannung. Am Anfang hat sie sich zwar noch ein wenig gezogen, aber mit jeder neuen Seite wird mehr Spannung aufgebaut, die sich am Ende in einem actionreichen Showdown entlädt. Einen wirklichen Cliffhanger gibt es am Ende zwar nicht, dennoch bin ich wirklich gespannt, wie es weitergeht.

Fazit:
Vertrauen und Verrat ist eine toller Reihenauftakt voller Spannung, Romantik und Action. Irrungen und Wirrungen führen den Leser immer wieder auf die falsche Fährte, so dass der Verlauf der Geschichte unerwartet und spannend bleibt. Erzählt wird aus der Sicht unterschiedlicher Charaktere - allen voran Sage, die mich mit ihrem Mut und ihrer Klugheit vollkommen von sich überzeugen konnte. Der Anfang zieht sich zwar noch ein wenig, jedoch wird es mit jeder neuen Seite spannender.

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(1.015)

2.030 Bibliotheken, 69 Leser, 0 Gruppen, 359 Rezensionen

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Berühre mich. Nicht.

Laura Kneidl
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei LYX, 26.10.2017
ISBN 9783736305274
Genre: Liebesromane

Rezension:

Auch wenn sich viele Bücher dieses Genres ähneln, bin ich doch ein sehr großer Fan von New Adult-Geschichten - ganz egal ob von deutschen oder amerikanischen Autoren und Autorinnen. Berühre mich. Nicht. ist mir schon vor Erscheinen durch das wunderschöne Cover aufgefallen. Als es dann von sämtlichen Lesern gelobt wurde und in aller Munde war, wollte ich mich natürlich auch selbst von der Geschichte überzeugen. Berühre mich. Nicht. konnte mich fesseln und unterhalten - komplett nachvollziehen konnte ich den großen Hype aber nicht. 

Erzählt wird aus der Sicht von Sage. Sage ist alles andere als behütet aufgewachsen. Um schlimmen Erinnerungen zu entkommen packt sie ihre Sachen und flieht nach Nevada. Dort ist sie komplett auf sich alleine gestellt, trotzdem ist sie fest entschlossen sich mit dem Beginn ihres Studiums in der fremden Stadt auch ein neues Leben aufzubauen. Leichter gesagt als getan, denn ihre traumatische Vergangenheit scheint sie immer wieder einzuholen und nicht loszulassen. Als sie ihren Job in der Bibliothek antritt, trifft sie auf Luca. Er verkörpert alles, wovor Sage sich so wahnsinnig fürchtet. Doch hinter seiner grimmigen verschlossenen Fassade steckt mehr, als Sage auf den ersten Blick erkennt und so lässt sie ihn langsam in ihr Leben - und in ihr Herz. 

Auf dem ersten Blick scheint Berühre mich. Nicht. alle typischen Klischees des New Adult Genres in sich zu vereinen - ein Mädchen, dass vor ihrer traumatischen Vergangenheit flieht und bei dem Versuch sich ein neues Leben aufzubauen, in den Badboy verliebt.
Doch auch wenn mir diese Klischees natürlich aufgefallen sind, wurden sie dennoch gut umgesetzt. 

Mit Sage brauchte ich einige Zeit, um warm zu werden. Ihr Verhalten in der Gegenwart von Männern fand ich anfangs noch sehr krass und heftig dargestellt. Doch je mehr ich mich mit ihr und ihrer Geschichte beschäftigte und je mehr ich über ihre Vergangenheit erfahren habe, umso mehr konnte ich ihr Benehmen und ihre Ängste nachvollziehen. Ihre Gefühle wurden deutlich geschildert, so dass ich einen guten Einblick bekommen konnte. 
Luca habe ich zwar anfangs noch als Badboy bezeichnet, doch die Beschreibung wird ihm keinesfalls gerecht. Auf den ersten Blick scheint er vielleicht wie der typische Badboy zu wirken - Tattoos, ein großer Frauenverschleiß und die grimmige Miene, die er oft zu Schau trägt deuten immerhin darauf hin - je mehr ich ihn kennenlernte, desto klarer wurde mir jedoch, wie sehr ich mich in ihm getäuscht habe. Luca zieht sich lieber mit seinen Büchern zurück, als auf wilde Partys zu gehen und auch wenn er auf Außenstehende verschlossen wirkt, würde er für die Menschen, die er liebt, alles tun. Auch er wurde in der Vergangenheit verletzt und versucht mit seiner Unnahbarkeit nur sich selbst zu schützen. 

Die Beziehung zwischen Sage und Luca baut sich sehr langsam und gemächlich auf. Sages Ängste stehen den Beiden immer wieder im Weg. Dennoch baut sie langsam vertrauen zu Luca auf und blickt hinter seine Fassade. Die langsame Annäherung der Beiden wirkte auf mich sehr realistisch und authentisch und mit jeder weiteren Seite habe ich mitgefiebert, dass für sie alles gut ausgeht. 

Neben Sage und Luca gibt es dann noch eine Reihe Nebencharaktere, die mir insgesamt alle sehr gefallen haben. Zwar dreht sich die Geschichte hauptsächlich um Sage und Luca, dennoch hatten auch die Nebenfiguren ihre ganz eigenen kleinen Geschichten zu erzählen.

Der lockere und leichte Schreibstil der Autorin hat mich schnell durch die Geschichte getragen, so dass ich kaum gemerkt hatte, dass ich auch schon am Ende angekommen war. Das Ende hat mich jedoch enttäuscht. Der Cliffhanger wirkte gestellt und überdramatisiert. Lieber hätte die Autorin diesem Buch ein paar mehr Seiten geben und es anständig in einem Band beenden sollen, als es unnötig in die Länge zu ziehen. Ich verstehe den momentan Trend im New Adult-Genre, Dilogien zu schreiben, sowieso nicht. Ich lese hier viel lieber Einzelbände als eine ewig lange Liebesgeschichte mit viel Hin und Her. Aber vielleicht täusche ich mich ja auch und der zweite Band ist doch ereignisreich und nötig um die Geschichte von Sage und Luca zu einem anständigen Ende zu bringen?

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185 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

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Rock Kiss - Ich will alles von dir

Nalini Singh , Patricia Woitynek
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei LYX, 14.07.2016
ISBN 9783736301702
Genre: Liebesromane

Rezension:  
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544 Bibliotheken, 16 Leser, 2 Gruppen, 189 Rezensionen

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Silberschwingen - Erbin des Lichts

Emily Bold , Carolin Liepins
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Planet! in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 13.02.2018
ISBN 9783522505772
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Bis vor kurzem waren die Meisterschaft im Staffellauf und ihr bevorstehender 16. Geburtstag noch die wichtigsten Ereignisse in Thorns Leben. Doch dies ändert sich schlagartig, als ihr Körper von unerklärlichen Schmerzen geplagt wird. Als sie dann auch noch erfährt, dass sie ein Halbwesen sein soll - halb Silberschwinge und halb Mensch - gerät ihr Leben völlig aus den Fugen. Je näher ihr 16. Geburtstag rückt, umso mehr schreitet die Verwandlung voran. Doch Thorn schwebt in großer Gefahr, denn der Londoner Silberschwingen-Clan macht jagt auf Halbwesen - angeführt von Lucien, der sie gleichermaßen ängstigt und fasziniert.
Emily Bold hat schon einige Bücher veröffentlicht, doch Silberschwingen - Erbin des Lichts ist mein bisher erstes Buch von ihr. Der Schreibstil hat mir auf Anhieb gut gefallen. Er ist frisch und angenehm und trägt den Leser locker durch die Geschichte. Erzählt wird sowohl aus der Sicht von Thron als auch Lucien, was auch gut so war. Hätte man die Geschichte nur aus Thron Sicht mitverfolgt. hätte man sich vielleicht allzu schnell ein falsches Urteil über den mysteriösen Mann gebildet und ihn anfangs als "den Bösen" abgestempelt. Durch die Einsicht in seine Gedanken und Gefühle konnte ich jedoch seinen inneren Zwiespalt und somit auch seine Entscheidungen sowie seine abweisende und distanzierte Art nachvollziehen.
Anfangs wird der Leser langsam in die Geschichte eingeführt, lernt Thron und ihr Umfeld kennen und erfährt erste Einzelheiten über die Silberschwingen. Die Autorin wirft dem Leser dabei immer wieder kleine Informationshäppchen zu, um das Interesse zu wecken und ihn trotzdem noch größtenteils im Dunklen über die großen Zusammenhänge zu lassen. Langsam wurde ich allerdings ungeduldig und wollte mehr erfahren. Es hat zwar etwas gedauert, bis man zusammen mit Thorn Einblick in die Welt der mysteriösen Silberschwingen bekommt und Antworten auf seine Fragen erhält, doch die Autorin hat sich wirklich etwas Tolles einfallen lassen. Nach und nach erfährt man mehr über diese faszinierenden Wesen, über ihre Fähigkeiten und ihre Regeln. London hat hier als Schauplatz mit seinen gotischen Gemäuern und himmelhohen Gebäuden perfekt gepasst.
Auch die Charaktere mochte ich sehr gerne. Thron war mir zwar stellenweise zu nörgelig, dennoch bewundere ich ihren Mut und ihre Entschlossenheit. Trotz ihrer Angst und Unsicherheit lässt sie sich nicht unterkriegen.Lucien wirkte zwar anfangs noch kalt und distanziert, doch je mehr ich über ihn erfuhr, desto mehr konnte ich seine abweisende Haltung verstehen. Von allen Seiten wird Druck auf ihn ausgeübt und er versucht seine Aufgaben als Sohn des Clananführers pflichtbewusst und gewissenhaft zu erfüllen, ohne größeren Schaden anzurichten. Mit jeder weiteren Seite taut er mehr auf und erlaubt dem Leser einen Blick hinter seine Mauern zu werfen.Neben Lucien und Thorn gibt es natürlich auch noch zahlreiche Nebencharaktere, die die Geschichte bereichern. Einige mochte ich sehr gerne - wie Riley und Anh - anderen konnte ich dagegen nur Abneigung entgegenbringen - wie Kane und Nyx. Doch eine Geschichte braucht neben Sympathieträgern eben auch unsympathische Charaktere, denn erst so wird sie lebendig und authentisch.
Die Liebesgeschichte ist zwar ähnlich aufgebaut wie in anderen Büchern dieses Genre, dennoch fand ich es spannend und herzerwärmend, sie mitzuverfolgen. Trotz ihrer anfänglichen Abneigung fassen Lucien und Thron langsam Vertrauen zueinander und kommen sich näher. Dadurch wirken die Gefühle, die sie nach und nach  füreinander empfinden, echt und nachvollziehbar.
Trotz des eher gemächlichen Anfangs passiert am Ende alles Schlag auf Schlag. Nach dem fiesen Cliffhanger am Ende hätte ich am liebsten sofort weitergelesen, doch ich muss mich wohl oder übel noch etwas gedulden, bis Band 2 erscheint. Ich bin jedenfalls gespannt, wie es weitergehen wird.

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Verliere mich. Nicht.

Laura Kneidl
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei LYX, 26.01.2018
ISBN 9783736305496
Genre: Liebesromane

Rezension:

Nach dem fiesen Cliffhanger von Band 1 setzt Verliere mich. Nicht genau da an, wo die Geschichte zuvor so dramatisch endete. Doch anstatt dass es sofort spannend und emotional weitergeht, verkriecht sich Sage zuerst in ihrer Einsamkeit - und vergisst in ihrem Selbstmitleid, dass sie auch andere Freunde auf der Welt hat als nur Luca. Einerseits konnte ich ihren Herzschmerz und ihre selbst gewählte Einsamkeit verstehen, immerhin hat sie sich gerade erst verliebt, nur um sich sofort wieder von diesem Gefühl und der Person, die dies in ihr ausgelöst hat, verabschieden zu müssen. Andererseits ist mir ihr Selbstmitleid auf lange Sicht aber doch irgendwann auf den Keks gegangen. Sie ist ja nun auch nicht unschuldig an dem Verlauf ihrer Trennung von Luca gewesen. 
Ihr merkt schon, mein Verhältnis zu Sage war in diesem Band nicht ganz einfach. Natürlich habe ich mit ihr mitgefühlt und mitgefiebert, doch oft konnte ich ihre Entscheidungen auch nicht wirklich nachvollziehen oder wahr von ihrem selbstbezogenen Benehmen genervt. Trotzdem fand ich es interessant, weiter zu erfahren, wie sie mit ihren Ängsten umgeht. Diese wurden durch das Liebesdrama zwar - leider - nicht mehr ganz so intensiv behandelt, dennoch sind sie ein wichtiger Teil der Geschichte gewesen. Mit Luca dagegen kam ich bestens klar, er war ein kleiner Lichtblick in der Geschichte und hat sich immer absolut korrekt und richtig verhalten - obwohl er ja überhaupt nichts für die Trennung von Sage konnte und somit wohl auch eines der Opfer war. Doch auch wenn er sich eigentlich von Sage fernhalten will, hat er schwache Momente, in denen er und Sage sich langsam wieder annähern und zueinander finden.
Die Nebencharaktere, die ich in Band 1 noch so toll fand, spielen hier leider nur eine geringfügige Rolle. Zwar sind sie immer noch Bestandteil der Handlung, doch haben sie ihre Tiefe verloren. Andeutungen, die noch in Band 1 gemacht wurden und auf kleinere Hintergrundgeschichten hingedeutet haben, verliefen sich im Sande und wurden leider nicht wieder aufgegriffen. Neben Sage und Luca sind die Nebencharaktere ein wenig verblasst.
Am meisten gestört hat mich jedoch die Langatmigkeit. Die Geschichte konnte mich zwar unterhalten - ja sogar berühren - dennoch bin ich das Gefühl nicht losgeworden, dass dieser zweite Band überhaupt nicht notwendig war. Die Autorin hätte meiner Meinung nach lieber einen längeren und dafür ausführlicheren Einteiler schreiben sollen, als diesen zweiten Band unnötig in die Länge zu ziehen und mit banalem Inhalt zu füllen. Auch hätte sie lieber  ein bisschen der gefüllten Seiten des Mittelteils einsparen und sie dafür ins Ende investieren sollen, denn hier geschah für mich alles zu abrupt. Zwar konnte mich das Ende zufriedenstellen und meine Fragen beantworten,dennoch hat es mich auch ein wenig enttäuscht. Ich wurde das Gefühl nicht los, dass hier nochmal alles schnell abgehandelt werden sollte, damit sie Luca und Sage nach fast 500 Seiten endlich ihr Happy Ende bekommen - auch wenn dafür Authentizität eingebüßt wird.  Probleme, die sich noch in Band 1 oder auch in diesem Band abgezeichnet hatten und einem einfach und reibungslosen Ablauf im Weg standen, existierten nun einfach nicht mehr oder wurden mit drei Sätzen aus der Welt geschafft. 
Der Schreibstil hat mir weiterhin gut gefallen. Locker und und leicht trägt er den Leser durch die Geschichte, ist an den richtigen Stellen entweder humorvoll oder emotionsgeladen. Auch die behandelten Themen fand ich wichtig und gut untergebracht. Durch Sages Therapiestunden wurden neben ihren eigenen Ängsten nämlich auch noch weitere Themenfelder wie Pansexualität oder Legasthenie angeschnitten - wenn auch nicht ausführlich behandelt - was mir gut gefallen hat. Ganz ohne Klischees ist die Geschichte schlussendlich dann aber auch nicht ausgekommen, was mich aber nicht weiter gestört hat.
Fazit:Verliere mich. Nicht. konnte mich gut unterhalten, aber leider nicht begeistern. Zwar konnte mich die Geschichte auch weiterhin berühren, doch viel zu oft hatte ich das Gefühl, dass unnötige Dramen die Handlung in die Länge ziehen und verkomplizieren. Auch Sages Entscheidungen konnte ich nicht immer komplett nachvollziehen, doch Luca habe ich nur noch mehr ins Herz geschlossen. Sages Angstzustände wurden auch weiterhin gut dargestellt und auch die Auflösung war nachvollziehbar, wenn auch zu abrupt und flach. 

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Rückkehr des Lichts

Sophie Jordan , Barbara Imgrund
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 05.02.2018
ISBN 9783959671729
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Rückkehr des Lichts setzt genau dort an, wo Band 1 so abrupt endete. Da es schon eine Weile her war, dass ich den Auftakt der Dilogie gelesen hatte, viel mir der Einstieg zuerst ein wenig schwer. Der Leser wird unvermittelt in die Geschichte geworfen, doch nachdem auch ich mich eingefunden hatte, konnte sie mich sofort wieder packen. Durch Lunas Rettungsmission wird gleich zu Anfang für viel Spannung und Action gesorgt, so dass ich das Buch kaum zur Seite legen konnte. Nach dem rasanten Start verliert die Handlung allerdings wieder etwas an Tempo. Der Mittelteil ist zwar immer noch interessant, stellenweise zieht sich die Geschichte aber dennoch.
Erzählt wird hier abwechselnd aus der Sicht von Luna und Fowler. Und auch wenn beide Protagonisten gleichermaßen zu Wort kommen, steht Luna doch klar im Vordergrund der Handlung. Nun kann sie endlich zeigen, was für eine starke Heldin und Frau in ihr steckt. Trotz ihrer Blindheit kommt sie sehr gut alleine klar und sollte nicht unterschätzt werden. Schon in Die wahre Königin konnte sie mich mit ihrem starken und entschlossenen Charakter überzeugen, doch erst in Band 2 wächst sie über sich hinaus und zeigt, was noch alles in ihr steckt.Nichtsdestotrotz ist auch Fowler wichtiger Bestandteil der Handlung. In Band 1 wirkte er noch sehr verschlossen und geheimnisvoll, doch nun gibt er mehr von sich Preis - besonders Luna gegenüber. Ich fand es besonders interessant nun auch mehr über seine Vergangenheit zu erfahren. Während sich in Die wahre Königin noch alles um Luna und Fowler dreht, treten in Rückkehr des Lichts neue Nebencharaktere auf den Plan, die die Geschichte um ein Vielfaches abwechslungsreicher und interessanter machen. Vor allem da nicht alle von ihnen leicht zu durchschauen sind und vielleicht ganz andere Absichten verfolgen als zuerst angenommen.
Auch wenn der Mittelteil sich ein wenig zog, konnte mich die Geschichte doch fesseln und ich war wirklich gespannt, wie die Autorin die ganze Handlung im finalen Abschnitt auflösen wird. Ich konnte mir verschiedene Szenarien vorstellen - die Autorin hatte hier viel Material mit dem sie arbeiten konnte. Doch ich kam dem Ende immer näher und noch keine einzige meiner zahlreichen Fragen wurde beantwortet. So langsam machte ich mir sorgen, wie sie die Auflösung in den wenigen noch übrigen Seiten unterbringen wollte - und hier liegt auch mein größter Kritikpunkt an der Geschichte. Denn das Ende war zu schnell, zu hastig und auf zu wenige Seiten gequetscht worden. Wie es endet, war gar nicht das Problem, denn die eigentliche Idee für das Finale fand ich gut. Doch bei der Umsetzung hat sich die Autorin eindeutig zu wenig Zeit gelassen ihre Gedanken auszuformulieren und auszuschmücken. Viele meiner Fragen blieben unbeantwortet - Fragen, die sich mir schon seit Band 1 stellten. Schade eigentlich, da mir das Ende den Rest der ansonsten guten Geschichte ein wenig kaputt gemacht hat. 
Fazit:Rückkehr des Lichts ist eine gute Fortsetzung, die mit einer starken Protagonistin, interessanten Nebencharakteren und einer spannenden Handlung punktet - wäre da nicht das abrupte und für mich unzureichende Ende. Viele meiner Fragen blieben unbeantwortet; komplett zufriedenstellen konnte mich die Auflösung nicht. Schade eigentlich, da das Potential da war. Dennoch konnte mich der Abschluss der Dilogie gut unterhalten.

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Beautiful Oblivion

Jamie McGuire , Henriette Zeltner
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Piper, 19.01.2015
ISBN 9783492305815
Genre: Liebesromane

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Beautiful Disaster

Jamie McGuire , Henriette Zeltner
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Piper, 16.04.2013
ISBN 9783492303347
Genre: Liebesromane

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asien, cyborgs, dystopie, englische literatur, frankreich, heartless, kurzgeschichten, kurzgeschichten-sammlung, liebe, luna-chroniken, lunar, mond, prequel, romanti, science-fiction

Stars Above: A Lunar Chronicles

Marissa Meyer
E-Buch Text: 400 Seiten
Erschienen bei Feiwel & Friends, 02.02.2016
ISBN 9781250091857
Genre: Sonstiges

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468 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 132 Rezensionen

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The Promise - Der goldene Hof

Richelle Mead , Susann Friedrich
Fester Einband: 592 Seiten
Erschienen bei ONE, 29.09.2017
ISBN 9783846600504
Genre: Jugendbuch

Rezension:

The Promise - Der goldene Hof erzählt die Geschichte der jungen Gräfin Elizabeth, die nach dem Tod ihrer Eltern mit Geldproblemen zu kämpfen hat. Ihr einziger Ausweg ist eine arrangierte Hochzeit mit einem vermögenden Cousin, doch das kommt für Elizabeth überhaupt nicht in Frage. Als sie dann jedoch vom Goldenen Hof erfährt - einer Organisation, die mittellose und unverheiratete Mädchen rekrutiert, ausbildet und an reiche Männer im Nachbarland Adoria vermittelt, sieht sie ihre Chance auf ein besseres und selbstbestimmtes Leben. Unter falscher Identität beginnt sie ihre Ausbildung am Goldenen Hof und wird kurzerhand von der adeligen Gräfin zum einfachen Mädchen.
Das Konzept der Geschichte hörte sich wirklich spannend an und hat mich ein wenig an die Selection-Reihe erinnert. Allerdings konnte ich schon früh merken, dass die Geschichte eine andere Richtung einschlägt. Gerechnet habe ich mit einem magischen Fantasyabenteuer, doch die Handlung kommt ganz ohne Fantasy-Elemente aus - was für mich auch völlig in Ordnung war. Auf Fantasy kann ich verzichten, auf Spannung jedoch nicht und diese fehlte leider an vielen Stellen. Nach dem vielversprechenden Start und Adelaides Aufnahme am Goldenen Hof passiert nämlich recht wenig. Das hat meiner anfänglichen Euphorie erstmal einen Dämpfer versetzt. Doch meine Geduld hat sich schlussendlich doch noch ausgezahlt. Am Ende wird es spannend, der langatmige Mittelteil war mir dagegen zu langweilig und ereignislos. 
Erzählt wird aus der Sicht von Elizabeth - oder Adelaide, wie sie sich später nennt. Anfangs macht sie aufgrund ihrer Stellung als Adelige noch einen recht hochnäsigen und arroganten Eindruck, doch mit der Zeit fängt sie an, sich an ihr neues einfaches aber selbstbestimmtes Leben zu gewöhnen. Nicht alle ihre Entscheidungen konnte ich nachvollziehen, ihre Veränderungen und ihre Anpassungsfähigkeit haben mir jedoch gefallen.Cedric Thorn, Sohn des Gründers des Goldenen Hofes, war mir ebenfalls sympathisch, auch wenn er neben Adelaides vielschichtiger Persönlichkeit etwas farblos wirkte. Beide bauen erst langsam Vertrauen zueinander auf und ihre Gefühle füreinander wirken somit authentisch und nachvollziehbar. Die Romanze hat sich gut ins Gesamtbild der Geschichte eingefügt.Die Nebencharaktere haben mir alle sehr gut gefallen. Vor allem Tamsin und Mira - Adelaides Freunde am Goldenen Hof - konnte ich schnell ins Herz schließen. 
Auch wenn das Buch vorwiegend unterhalten soll, werden unterschwellig wichtige Themen wie das Frauenbild oder Intoleranz gegenüber anderen Religionen angesprochen. Der goldene Hof macht nämlich nichts anderes, als Frauen wie Objekte zu versteigern. Zwar wird diesen ein besseres Leben versprochen, doch zu welchem Preis? Auch Adelaide erkennt dies und beginnt sich zu wehren - wenn auch reichlich spät. Die Idee und unterschwellige Kritik an diesem System fand ich gut, leider wurde jedoch nicht ihr ganzes Potential genutzt.

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Aschenkindel - Das wahre Märchen

Halo Summer
Flexibler Einband: 276 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 05.12.2016
ISBN 9783959671248
Genre: Fantasy

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Starfall. So nah wie die Unendlichkeit

Jennifer Wolf
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 07.12.2017
ISBN 9783646603255
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Starfall - So nah wie die Unendlichkeit ist mein erstes Buch von Jennifer Wolf und so bin ich gänzlich ohne Erwartungen an die Geschichte herangegangen. Zu Anfang begleitet der Leser Melody zu einem ganz normalen Schultag - zumindest denkt man dies zu diesem Zeitpunkt noch. Doch als plötzlich ein außerirdisches Raumschiff auf die Erde stürzt, schlägt der Tag - und auch Melodys ganzes Leben - eine neue Richtung ein. Somit wird gleich zu Beginn der Handlung schon für viel Spannung und Action gesorgt und meine Aufmerksamkeit konnte sich die Autorin sofort sichern.
Der Schreibstil von Jennifer Wolf ist sehr angenehm zu lesen. Mit spannenden aber auch romantischen und gefühlvollen Szenen konnte sie mich absolut fesseln und mitreißen, so dass ich meinen eReader kaum aus der Hand legen konnte. Geschrieben wird aus der Sicht von Melody. Melody lebt zusammen mit ihrer Mutter und ihrem Halbbruder Felix in einem Militärwohngebiet in Washington D.C. Da ihr Bruder bei der Ankunft des Raumschiffes verletzt wurde, hegt sie eine große Abneigung gegen die außerirdischen Neuankömmlinge. Nur widerwillig gibt sie der Bitte ihrer Mutter nach, beim Projekt Ohana teilzunehmen, dessen Ziel es ist, die Außerirdischen einzugliedern und mehr über sie zu erfahren. Um die Eingliederung zu erleichtern soll der junge Außerirdische Neven bei ihnen wohnen. Trotz ihrer anfänglichen Vorurteile beginnt Melody Neven näher zukommen und merkt dabei, wie falsch und ungerechtfertigt ihre Wut auf die Aliens war.Die Annäherung zwischen Melody und Neven ist allerdings nicht ganz leicht. Durch traumatische Erlebnisse in der Vergangenheit ist Neven äußert schreckhaft und benimmt sich in alltäglichen Situationen oft befremdlich und seltsam. Durch seine Unbeholfenheit und Unwissenheit wirkte er auf mich manchmal wie ein kleines Kind, dem man erst langsam und behutsam alles beibringen muss. Doch genau aufgrund dieser Eigenarten und seiner Verletzlichkeit habe ich ihn so schnell ins Herz geschlossen. Eine weitere Barriere ist die unterschiedliche Sprache, welche die Kommunikation deutlich erschwert. Doch Melody lässt sich dadurch nicht abschrecken und gewinnt nach und nach Nevens Vertrauen. 
Beim Lesen konnte ich deutlich merken, dass die Autorin sich viele Gedanken über die Aliens und ihre Lebensweise gemacht hat. Genau das fand ich auch so spannend, denn ich wollte immer mehr erfahren - sowohl über das Leben aller Außerirdischen im Allgemeinen als auch über Neven im Speziellen und die Erlebnisse aus seiner Vergangenheit, die ihn so geängstigt und traumatisiert haben.Dennoch blieben einige meiner Fragen unbeantwortet. Es bleibt kaum Raum für Hintergrundinformationen oder weitere Aufklärungen über die Aliens. Vor allem am Ende passiert für meinen Geschmack alles viel zu schnell. Die Geschichte konzentriert sich sehr stark auf die Romanze zwischen Melody und Neven, der Rest wird stark in den Hintergrund verdrängt.
Neven und Melody teilen sowohl emotionale und berührende aber auch lustige Momente miteinander und zeigen dabei der ganzen Welt, dass Liebe keine Grenzen hat. Mit diesem Statement hat Jennifer Wolf ein wichtiges und vor allem aktuelles Thema angesprochen: Toleranz gegenüber Flüchtlingen.Nach der Ankunft der Aliens reagieren die Menschen unterschiedlich und es entstehen verschiedene Lager. Viele Menschen sind neugierig und wollen helfen. Sie sehen die Not der Außerirdischen und bringen ihnen Freundlichkeit entgegen. Einige werden jedoch gelenkt von Ablehnung, Vorurteilen und Hass. Sie haben Angst vor dem Unbekannten und reagieren mit Wut und Gewalt. Jennifer Wolf zeigt mit Starfall - So nah wie die Unendlichkeit, dass wir genau wie Melody unsere Vorurteile ablegen und mehr Toleranz, Zusammenhalt und Hilfsbereitschaft zeigen sollten. 

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