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Das Mädchen aus Feuer und Sturm

Renée Ahdieh , Martina M. Oepping
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei ONE, 28.09.2018
ISBN 9783846600696
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mariko ist die Tochter eines mächtigen Samurai und soll mit dem Sohn des Kaiser verheiratet werden. Auf dem Weg zu ihrem zukünftigen Ehemann wird sie jedoch überfallen und ihr gesamtes Gefolge getötet. Nur Mariko kann flüchten und sich so retten. Dennoch ist sie nicht bereit, zu ihrer Familie zurückzukehren, denn zuvor möchte sie ihrer geplanten Ermordung auf den Grund gehen. Wer hat sie überfallen und warum wünscht sich jemand ihren Tod? Als junger Mann verkleidet schleust sie sich in den "schwarzen Clan" ein und ist fest entschlossen, ihre Antworten zu finden. Doch je mehr Zeit sie beim schwarzen Clan verbringt, umso mehr fängt sie an zu verstehen, dass nicht alles so ist, wie es scheint.

Als ich den Klappentext das allererste Mal gelesen habe, musste ich sofort an die Geschichte von Mulan denken. Und tatsächlich lassen sich durchaus einige Parallelen finden, dennoch ist Das Mädchen aus Feuer und Sturm kein Abklatsch sonder ganz anders.
Die Welt, in der die Geschichte spielt, ist zwar eine Fantasiewelt, dennoch ist sie durch ihren Bezug zu den Samurai an die japanische Kultur angelehnt. Durch einige Fremdwörter und die ungewohnte Kultur fiel es mir zunächst nicht ganz leicht, in die Geschichte herein zu finden, das Glossar am Ende des Buches half dabei aber enorm. Ich fand es ungemein interessant über diese fremde Kultur zu lesen und einen kleinen Einblick zu kriegen. Zusätzlich wurden auch einige übernatürliche Elemente und Magie in die Geschichte eingebaut, die aber eher am Rande vorkamen. Dennoch hätte ich gerne mehr über die Magie gelesen und auch gerne mehr über ihre Herkunft und ihren Ursprung erfahren. Hier hätte ich mir ein paar mehr Informationen gewünscht, da es sonst etwas flach und nicht authentisch wirkt. 
Das zweite Problem, dass ich mit der Geschichte hatte, war Marikos Tarnung als Junge. Für einige Zeit kann dies durchaus funktionieren, doch da sie längere Zeit mit den Mitgliedern des schwarzen Clans zusammenlebt, kommt es mir ein wenig unlogisch und unglaubwürdig vor, dass wirklich niemand erkennt, dass sie in Wirklichkeit ein Mädchen ist. Zwar schneidet sie sich die Haare ab und bindet ihre Brüste mit Musselin-Bandagen ab, dennoch kann ich mir nicht vorstellen, dass dies auf Dauer eine gute Tarnung ist. Vielleicht sehe ich das auch etwas zu streng, aber für mich war diese Verkleidung nicht ausreichend, um auf Dauer wirksam zu sein.

Abgesehen von diesen zwei kleinen Kritikpunkten hat mich die Geschichte allerdings wirklich begeistert. Schon von Anfang an wird für Spannung gesorgt, welche über die gesamte Länge der Geschichte gehalten wird und sich am Ende zu einem Höhepunkt steigern konnte.
Auch die Charaktere habe ich schnell ins Herz geschlossen.
Mariko konnte mich vor allem mit ihrem scharfen Verstand beeindrucken. Was ihr an körperlicher Stärke und Kampfkunst fehlt, gleicht sie mit Intelligenz, Neugier und Erfindergeist wieder aus. Auch lässt sie sich nicht so schnell entmutigen, sondern kämpft für ihre Ziele. Sie ist nicht zufrieden mit der Rolle, die Frauen in dieser Zeit zugeschrieben wird und lehnt sich dagegen auf.
Auch Okami mochte ich ziemlich gerne. Er ist ein undurchschaubarer Samurai und Kämpfer mit vielen Geheimnissen. Dennoch hat er immer einen schlauen Spruch und ein schelmisches Grinsen auf den Lippen, so dass es zwischen ihm und Mariko zu dem ein oder anderen Schlagabtausch kommt.

Der Schreibstil von Renée Ahdieh ist, wie ich es bereits aus Zorn und Morgenröte kenne, sehr ausgeschmückt und an machen Stellen fast schon poetisch. Daran muss man sich erstmal gewöhnen, dennoch passte es hier sehr gut zu der Handlung und den Charakteren, die ebenfalls stellenweise gerne in philosophischen und poetischen Weisheiten reden. 

Fazit:
Das Mädchen aus Feuer und Sturm konnte mich trotz kleiner Kritikpunkte überzeugen. Wenn man sich erstmal in die fremde Kultur eingefunden und an den ausschweifenden Schreibstil gewöhnt hat, kann man das Buch kaum noch aus der Hand legen. Ein gelungener Dilogieauftakt, der mit tollen Charakteren, einem interessanten Setting und einer spannenden Handlung überzeugt. 

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108 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 33 Rezensionen

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Blood Destiny – Bloodfire

Helen Harper
E-Buch Text
Erschienen bei LYX.digital, 01.03.2018
ISBN 9783736307230
Genre: Fantasy

Rezension:

In Bloodfire geht es um Mackenzie, welche schon seit klein auf bei einem Rudel Gestaltwandlern lebt. Obwohl sie ein Mensch ist, schlummert doch etwas Außergewöhnliches in ihr und verleiht ihr ihre Stärke und ihr feuriges Temperament. 
Als plötzlich ihr Rudelanführer und Ziehvater John getötet wird, droht ihr und ihrem Rudel Gefahr. Um den Mord aufzuklären, macht sich die Bruderschaft, welche die Herrschaft über die Gestaltwandler innehaben, auf den Weg zu ihnen und sollten sie herausfinden, dass Mack ein Mensch ist, droht ihnen allen der Tod. Dabei möchte Mack doch nur den wahren Mörder finden und Johns Tod rächen. Doch der Anführer der Bruderschaft - Corrigan - hat scheinbar ein Auge auf sie geworfen, was Mack zu größter Vorsicht zwingt.

Ich habe schon einige Bücher über Gestaltwandler gelesen - auch sehr gute, dennoch hebt Bloodfire sich von diesen Geschichten ab. Denn auch wenn es hauptsächlich um Gestaltwandler geht, so ist die Protagonistin dennoch keine von ihnen. Sie ist ein Mensch, jedoch mit einzigartigen Fähigkeiten. Ihr "Blutfeuer", wie sie es selber nennt, sowie ihr feuriges Temperament und ihr Mut, machen sie zu einer großartigen Kämpferin. Ich mochte Mack von Anfang an sehr gerne. Sie lässt sich nichts sagen, nimmt die Dinge gerne selbst in die Hand und scheut vor keinem Kampf zurück. Ihr Hitzkopf bringt sie zwar manchmal in brenzlige Situationen und lässt sie vorschnell handeln, dennoch findet sie auch immer wieder einen Ausweg. Auch der imposante Corrigan schüchtert sie nicht ein und wenn doch, dann lässt sie es sich zumindest nicht anmerken.
Corrigan wirkte auf mich sehr verschlossen und undurchsichtig, doch das machte ihn auch so interessant. Als Anführer der Bruderschaft ist er in einer enormen Machtposition, allerdings hält er sich lieber im Hintergrund auf und zieht von dort die Fäden. Er taucht scheinbar überall auf, wo Mack sich befindet und macht ihr bei ihren eigenen Mordermittlungen so das ein oder andere Mal einen Strich durch die Rechnung.
Zwischen Corrigan und Mack knistert es gewaltig, eine richtige Liebesgeschichte gibt es allerdings nicht. Ich bin aber gespannt, wie sich das in den folgenden Bänden noch entwickelt.

Anfangs viel es mir etwas schwer, in die Geschichte zu finden. Ich musste mich erstmal in dieser fremden Welt voll verborgener magischer Wesen zurechtfinden, bevor ich mich vollständig auf die Handlung einlassen konnte. Doch nachdem dies geschafft war, konnte mich die Geschichte komplett packen. Die Spannung wurde dabei auch durchgehend gehalten und hat am Ende nochmal ihren Höhepunkt erreicht. Zwar war die Richtung, in die die Geschichte sich entwickeln würde, ab einem gewissen Punkt etwas vorhersehbar und auch Macks Geheimnis konnte ich mir schließlich zusammenreimen, dennoch habe ich weiter mitgefiebert bis zum Ende. 
Zwar gab es keinen direkten Cliffhanger, dennoch sind einige Fragen offen geblieben, so dass ich es kaum erwarten kann, die Reihe fortzusetzen.

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Auf ewig mein

Eva Völler
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei ONE, 23.02.2018
ISBN 9783846600580
Genre: Jugendbuch

Rezension:

In Auf ewig mein gehen die Abenteuer von Sebastiano, Anna und ihren Zeitreise-Schülern in eine neue Runde. Einer der gefährlichen Alten bringt die ganze Zeitreiseakademie in Gefahr, denn er fordert Anna und Sebastiano zu einem Spiel heraus. Zusammen mit ihren Gefährten müssen sie in die Vergangenheit reisen und die Welt innerhalb von 80 Tagen durchqueren. Doch damit noch nicht genug. Während ihrer Reise haben die Zeitreisenden mit einigen Problemen zu kämpfen und auch der Alte wirft ihnen noch ein paar gefährliche Stolpersteine in den Weg.

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir sehr leicht, da die Autorin in den ersten Kapiteln noch einmal die wichtigsten Geschehnisse rekapituliert und die Grundregeln für das Zeitreisen noch einmal erklärt. An sich war dies schon eine Hilfe, da ich so schneller in die Geschichte finden konnte, stellenweise wiederholt sich jedoch einiges doppelt und dreifach und war somit schon zu viel des Guten. 
Nachdem meine Erinnerungen wieder aufgefrischt waren, geht es auch schon spannend los. Nach ihrem letzten Abenteuer bleibt Sebastiano und Anna kaum Zeit zum Durchatmen, denn sie werden sofort vor die nächste Herausforderung gestellt. Mir hat gefallen, dass die Geschichte hier an den Klassiker von Jules Verne angelehnt wurde. Die Umsetzung fand ich auch durchaus gelungen, dennoch ist mir die Handlung stellenweise zu einfach gestrickt. Anfallende Probleme können von den Charakteren schnell gelöst werden und Herausforderungen werden mit Leichtigkeit gemeistert. Hier hätte ich mir einige komplexere Hürden gewünscht, bei deren Lösung die Protagonisten ein bisschen mehr ins Schwitzen geraten. 
Dennoch blieb es spannend, vor allem am Ende habe ich nochmal richtig mitgefiebert.

Die Charaktere haben mir - wie auch bereits in Band 1 - wieder richtig gut gefallen. Neben den altbekannten Figuren, kommen auch neue Charaktere ins Spiel, die im weiteren Verlauf der Reihe bestimmt noch von Bedeutung sind. Und nicht nur zwischen Anna und Sebastiano knistert es gewaltig, sondern auch bei Fatima und Ole fliegen die Funken. Deswegen müssen wir aber noch lange nicht ihre (sehr unterhaltsamen) Zankereien vermissen, denn davon gibt es auch in Band 2 noch genug. 
Insgesamt scheinen Ole und Fatima sich immer mehr ihrer neuen Heimat in der Zukunft anzupassen. Zwar wird ihr Charakter immer noch maßgeblich durch ihre Wurzeln bestimmt, dennoch sind sie offener gegenüber der modernen Welt und zeigen so auch ganz neue Seiten an sich. Fatima beispielsweise hat nun das Thema Mode für sich entdeckt und betreibt ihren eigenen kleinen Blog. 

Es hat mir wirklich Spaß gemacht, ein weiteres Mal mit Sebastiano und Anna die Vergangenheit zu erkunden und ich bin gespannt, wie die Reihe nun mit Band 3 ihr Ende findet. 

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City of Ashes

Cassandra Clare ,
Audio CD
Erschienen bei Lübbe Audio, 16.09.2008
ISBN 9783785730898
Genre: Jugendbuch

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18 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

Siren

Kiera Cass , Inga Reuters
Audio CD
Erschienen bei Jumbo, 14.10.2016
ISBN 9783833736674
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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642 Bibliotheken, 17 Leser, 0 Gruppen, 52 Rezensionen

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Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie

Lauren Oliver , Katharina Diestelmeier
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 29.09.2016
ISBN 9783551315854
Genre: Jugendbuch

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110 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 32 Rezensionen

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Time School - Auf ewig uns

Eva Völler
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei ONE, 26.10.2018
ISBN 9783846600689
Genre: Jugendbuch

Rezension:

In Auf ewig uns geht das Zeitreiseabenteuer in die dritte und finale Runde. Als Sebastiano auf seiner eigenen Hochzeit von dem tot geglaubten Fitzjohn entführt wird, müssen Anna und ihre Freunde sich auf eine Reise in die Vergangenheit begeben, um ihn zu retten. Dabei sollte sich die schwangere Anna doch eigentlich schonen und ausruhen. Dennoch zögert Anna nicht, Sebastiano zu finden und Fitzjohn ein für alle mal zu besiegen. Doch in der Vergangenheit warten noch viel größere Herausforderungen auf die Zeitreisenden. 

Der Einstieg in die Geschichte war für mich sehr einfach. Da ich Band 2 unmittelbar zuvor beendet hatte, konnte ich sofort mit dem finalen Band loslegen. Eva Völler erklärt zu Anfang aber auch immer noch die Grundlagen des Zeitreisens, so dass auch größere Wissenslücken eigentlich schnell wieder gefüllt sein sollten. 
Die Geschichte startet mit Annas und Sebastianos Hochzeitsfeier und der anschließenden Entführung, so dass gleich am Anfang für Spannung gesorgt wird. In der Vergangenheit angekommen zieht sich die Geschichte dann allerdings ein wenig. Es passiert zwar so einiges, trotzdem hatte ich zwischenzeitlich das Gefühl, dass die Geschehnisse nicht immer zielführend sind. 
Dennoch habe ich die Geschichte mit Freude verfolgt, vor allem da ich die Charaktere mittlerweile so ins Herz geschlossen habe. 

Anna und Sebastianos Beziehung wird in diesem Band auf eine harte Probe gestellt und wieder einmal können sie beweisen, wie stark ihre Liebe wirklich ist. 
Doch auch bei Ole und Fatima fliegen gewaltig die Funken, die beiden kommen sich eindeutig näher. Ihre unterhaltsamen Zankereien müssen wir aber dennoch nicht missen, auch in Band 3 sind diese ein fester Bestandteil der Handlung. Aber man sagt ja immerhin nicht umsonst "Was sich liebt, das neckt sich". 
Gut gefallen hat mir auch, dass Walter und Jerry in diesem Band einen größeren Platz zugedacht bekommen haben. In den Vorbändern sind sie meiner Meinung nach oft ein wenig untergegangen, dabei sind sie zwei wirklich liebenswerte Charaktere, von denen ich gerne mehr gelesen hätte. 

Der Schreibstil von Eva Völler ist locker leicht und hat mich trotz der kleineren Längen schnell durch die Geschichte getragen. So habe ich das Ende schneller erreicht als mir lieb war, denn ich war noch nicht bereit, mich so schnell von den Charakteren zu verabschieden. 
Das Ende hat mir jedoch gut gefallen und hatte alles, was man sich von einem guten Abschluss der Reihe nur wünschen kann. Neben Spannung und einem dramatischen Höhepunkt, gab es für jeden der Charaktere schließlich noch einen kleinen Zukunftsausblick, so dass ich mich gebührend von den Figuren verabschieden und mit der Geschichte abschließen konnte.

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60 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

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The Assassin's Blade

Sarah J. Maas
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei BLOOMSBURY, 03.03.2015
ISBN 9781619635173
Genre: Kinderbuch

Rezension:  
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288 Bibliotheken, 15 Leser, 0 Gruppen, 62 Rezensionen

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The Brightest Stars - attracted

Anna Todd , Nicole Hölsken
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Heyne, 10.09.2018
ISBN 9783453580664
Genre: Liebesromane

Rezension:

Mit der After-Reihe konnte Anna Todd mich auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle schicken. Ähnliches habe ich mir auch von ihrem neuen Buch The Brightest Stars - Attracted gewünscht, doch ich wurde leider enttäuscht.

Die Geschichte startet mit einem Prolog aus dem Jahr 2018, der sofort mein Interesse wecken konnte und mich völlig ahnungslos in die Geschichte geworfen hat. Ohne wirkliche Erklärung, was es denn nun mit diesem Einblick in die Zukunft auf sich hat, wird die Zeit anschließend zurückgedreht zum Jahr 2015 - also genau drei Jahre früher. Doch nach dem spannenden Start geht es hier erstmal gemächlich weiter, wirklich Spannung kommt nicht auf. Dies ändert sich auch nicht im weiteren Verlauf der Geschichte. Die Handlung zieht sich und kann mich einfach nicht packen. Auch war für mich nicht immer alles nachvollziehbar, was zu großen Teilen mit den Charakteren zusammenhängt.

Erzählt wird aus der Sicht von Karina. Karina ist 20 Jahre alt und stammt aus einer Soldatenfamilie. Um dem Militärcamp und dem Haus ihres strengen Vaters zu entfliehen, arbeitet sie als Masseurin und finanziert sich so ihr eigenes kleines Häuschen.
Leider bin ich mit Karina nicht wirklich warm geworden. Mit ihrem ständigen Geplappere, bei dem sie ohne Zusammenhang von Thema zu Thema springt, ging sie mir eher auf die Nerven. Auch die verantwortungsvolle Erwachsene, die sie doch so gerne sein wollte, konnte ich nicht immer in ihr erkennen. Viel eher wirkt sie unreif und kleinlich.
Auch Kael konnte mich leider nicht von sich überzeugen. Zu Anfang ist er seeeehr schweigsam und redet kaum ein Wort - ganz im Gegensatz zu Karina. Deswegen fiel es mir unglaublich schwer, ihn einzuschätzen und kennenzulernen. Von dem einen auf den anderen Moment ist es allerdings, als wäre er wie ausgewechselt. Er redet viel, lacht mehr und ist im Allgemeinen viel offener. An sich mochte ich diese Entwicklung, jedoch kam mir der Wechsel zu abrupt, wodurch es einfach nicht authentisch wirkte.

In Kombination gefallen mir Karina und Kael leider noch weniger. Für mich gab es zwischen den beiden einfach keine Chemie, es hat nicht gefunkt. Dabei ist dies genau das, was ein gutes Young Adult Buch ausmacht. Kael hat es Karina aber auch wirklich schwer gemacht, eine Beziehung aufzubauen, da er ja kaum drei Worte mit ihr geredet hat und sie so kaum die Chance bekam, ihn wirklich kennenzulernen. Umso unerwarteter und unglaubwürdiger war es dann für mich, als die beiden plötzlich Gespräche darüber führten, ob sie denn nun ein Paar seien, obwohl sie sich vorher weder körperlich noch emotional wirklich nahe gekommen sind.
Die ganze Liebesgeschichte wirkte für mich einfach nicht authentisch und nachvollziehbar.

Nachdem der Mittelteil sich ziemlich gezogen hat, hat die Autorin versucht, mit dem Ende das Ruder  noch herumzureißen. Es wurde zwar nochmal spannend und dramatisch, leider kam dies allerdings viel zu spät. So wirkte das Ende etwas erzwungen, fast als würde die Autorin nochmal extra Gas geben, damit auch jeder unbedingt noch Band 2 liest. Ob ich dieser Reihe eine zweite Chance gebe und sie weiterverfolge weiß ich noch nicht, momentan reizt sie mich nicht besonders. Erstmal investiere ich meine Zeit daher lieber in Bücher, die mich mehr interessieren.

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31 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

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Höhenrauschsaison

Meredith Winter
Flexibler Einband: 210 Seiten
Erschienen bei Sommerburg Verlag, 16.04.2018
ISBN 9783981872248
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Eigentlich passt ein Ladythriller eher weniger in das Feld meiner bevorzugten Genres, doch der Klappentext hat mir wirklich gut gefallen, so dass ich das Buch trotzdem zur Hand genommen habe. Das ungewöhnliche Setting konnte mich dabei gleich faszinieren. Inwieweit die Beschreibungen der Autorin alle zutreffen kann ich nicht beurteilen, doch ich hatte das Gefühl, dass die Inhalte wirklich gut recherchiert waren, so dass auf mich alles glaubwürdig und authentisch wirkte. Der Mount Everest ist bereits für sich ein wirklich aufregender und spannender Schauplatz. Gleichzeitig werden jedoch auch kleine Einblicke in die Kultur des Landes gegeben, was ich wahnsinnig interessant fand.

Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Clementine und Alexej.
Clementine hat immer nur Pech in der Liebe und auch sonst läuft in ihrer Heimat Hamburg nicht alles rund. Deswegen entschließt sie sich für einen Tapetenwechsel und nimmt eine Stelle als Ärztin für Bergsteiger im Basis Camp am Mount Everest an. Durch ihre offenes und selbstbewusstes Auftreten, war sie mir von Anfang an sympathisch. Trotzdem erschien sie mir stellenweise etwas naiv und inkonsequent, was ich ihr jedoch durch die extremen Bedingungen, mit denen sie zu tun hatte, nachsehen konnte.
Alexej ist ein russischer Auftragskiller, welcher auf Clementine angesetzt wurde und sich als Bergsteiger ausgibt, um seinen Auftrag möglichst unauffällig auszuführen. Nach außen zeigt er sich zwar hart und unnachgiebig, jedoch hat er mit seinen eigenen Dämonen zu kämpfen. Clementine bringt in ihm Seiten zum Vorschein, die so gar nicht zu dem harten und kalten Auftragskiller zu passen scheinen. In ihrer Gegenwart zeigt er sich fürsorglich und liebevoll, auch wenn er sich noch so stark gegen seine Gefühle wehrt - immerhin hat er den Auftrag, sie umzubringen.
Auch Alexej mochte ich, vor allem da er nicht dem typischen Klischee entsprach, trotzdem konnte ich ihm seine Gefühlsschwankungen nicht immer abnehmen. Mit Clementine wirkte er wie ausgewechselt.

Die Beziehung der beiden wird ziemlich schnell ernst, was aber durchaus glaubhaft ist, da sie immerhin auch 24/7 aufeinanderhocken. Zwar mochte den gegenseitigen Umgang der beiden miteinander, jedoch wurde es mir dann stellenweise doch ein wenig zu kitschig.
Auch die Handlung wird im rasanten Tempo erzählt - immerhin hat das Buch nur knapp 200 Seiten. Dennoch hatte ich nicht das Gefühl, dass etwas gefehlt hat oder ausgelassen wurde. Vielmehr blieb es dadurch durchgehend spannend, es kamen keine Längen auf und für ausreichend Dramatik wurde gesorgt. Einzig der Schluss war mir dann vielleicht doch ein wenig übereilt und zu übertrieben. Ich hatte den Eindruck, dass die Autorin hier offen gebliebene Fragen möglichst schnell abhandeln wollte, um die Geschichte abzuschließen. Dadurch wirkte nicht alles ganz rund. Ein paar Seiten mehr hätten hier wahrscheinlich nicht geschadet.

Fazit:
Höhenrauschsaison ist ein spannender Thriller, der mit einer guten Mischung aus Dramatik, Romantik und Erotik überzeugt. Ein zusätzliches Plus ist das ausgefallene Setting, in dem die Handlung sich ansiedelt. Trotz kleinerer Schwächen konnte die Geschichte mich gut unterhalten.

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375 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 107 Rezensionen

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Palace of Silk - Die Verräterin

C. E. Bernard , Charlotte Lungstrass-Kapfer
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 29.05.2018
ISBN 9783764531973
Genre: Fantasy

Rezension:

Spannend geht es weiter in Band 2 der Palace-Reihe. Nachdem Band 1 mit Reas Flucht aus England endete, ist sie in Palace of Silk schon in Frankreich angekommen und versucht sich in ihr neues Leben einzufinden. Doch die nächsten Probleme - in Form von der Ankunft des Prinzen am französischen Hof - lassen nicht lange auf sich warten, so dass mich die Geschichte sofort fesseln konnte. Neben dem tristen und sehr steifen Leben in England erscheint Frankreich bunt und lebendig. Berührungen sind erlaubt und Magdalenen können offen ihre Dienste anbieten. Nicht nur für Rea war dies eine völlig neue Erfahrung, sondern auch als Leser möchte man unbedingt mehr erfahren, sowohl über den Lebensstil in Frankreich als auch die Magdalenen, über die hier nochmal genauer geschrieben wird.

Schon in Palace of Glass haben mir die Charaktere unglaublich gefallen. Sie alle zeigen im Laufe der Geschichte viele verschiedene Facetten, die ihre Einzigartigkeit herausstellen. Und sie alle sind nicht perfekt. Jeder von ihnen hat seine Fehler, wodurch sie unglaublich menschlich wirken.
Rea hat mit ihren eigenen Dämonen zu kämpfen und verliert sich oft in ihren inneren Kämpfen. Dadurch trifft sie nicht immer die richtigen Entscheidungen, dennoch gibt sie ihr Bestes und würde alles tun, für die Menschen, die sie liebt. Sie zeigt durch ihren Mut und ihren Kampfgeist, dass mehr in ihr steckt als der erste Blick vermuten lässt. Ich bin immer ein Fan von taffen Protagonistinnen und Rea trifft ganz meinen Geschmack.
Neben Rea gehören Ninon und Blanc zu meinen liebsten Charakteren, die hier noch einmal ganz neue Seiten an sich gezeigt haben. Ninon, die sonst immer jeden mit ihrem fröhlichen und strahlenden Gemüt aufheitert, wirkt hier viel nachdenklicher und trauriger. Die vergangenen Ereignisse am weißen Hof haben auch bei ihr Spuren hinterlassen. Trotzdem hat sie ihre Ausstrahlung nicht verloren und in ihr steckt immer noch die "Löwin", die Rea in ihr sieht.
In Band 1 hat man Blanc als den Kämpfer kennengelernt. Hier tritt er oftmals als Freund und Beschützer auf, zeigt sich auch verletzlich, so dass man mehr über ihn erfährt.

Neben den bereits bekannten Charakteren treten jedoch auch neue Figuren in die Geschichte ein, welche die Handlung maßgeblich bereichern. Unter anderem auch Madame Hiver, die Mätresse des französischen Königs. Sie ist ein einziges riesiges Geheimnis und scheint viel Macht am Hof des französischen Königs zu besitzen. Dabei schreckt sie auch nicht davor zurück, Rea zu drohen. Welche Ziele sie jedoch verfolgt, muss Rea zuallererst herausfinden.

Ich hatte von Anfang an überhaupt keine Ahnung, in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln würde. Dadurch blieb es wirklich durchgehend spannend. Die Autorin baut mehrere Wendungen und Überraschungen in die Geschichte ein - einige waren zwar ein wenig vorhersehbar - doch die Meisten habe ich nicht kommen sehen.
Auch hatte ich das Gefühl, dass die Autorin mit ihrer Geschichte eine kleine Botschaft übermitteln will. Vielleicht interpretiere ich ja zu viel in die Handlung hinein, aber ich hatte das Gefühl, dass die Magdalenen ganz allgemein eine Minderheit darstellen sollten und das C. E. Bernard die Unterdrückung eben dieser kritisiert und darauf Aufmerksam machen möchte, dass jeder so akzeptiert werden sollte, wie er ist.

Das Ende ist kein wirklich Cliffhanger, trotzdem bleiben viele Fragen offen, so dass ich es kaum abwarten kann, zum dritten Band zu greifen.

Fazit:
Eine spannende Handlung sowie vielschichtige und lebendige Charaktere machen Palace of Silk - Die Verräterin zu einer würdigen Fortsetzung und einem kleinen Lesehighlight. Ich bin ein Fan dieser Reihe und kann es kaum erwarten, den dritten Band ebenfalls zu lesen.

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174 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 66 Rezensionen

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Crown of Lies

Pepper Winters , Ralf Schmitz
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei LYX, 27.07.2018
ISBN 9783736306912
Genre: Liebesromane

Rezension:

Neugierig durch den Klappentext habe ich mich an die Geschichte gewagt und wollte mehr erfahren. Der Klappentext selbst verrät nur wenig, so dass ich keine Ahnung hatte, in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln wird. Leider wurde ich jedoch enttäuscht.

Zu Beginn der Handlung bekommt man einen kleinen Einblick in Elles Kindheit, die einen sehr tristen Eindruck macht. Statt mit anderen Kindern draußen zu spielen und Freundschaften zu schließen, verbringt sie die meiste Zeit mit ihrem Vater im Büro und lernt, wie man ein Unternehmen leitet. Zwar merkt man, dass ihr Vater sie wirklich liebt und nur das Beste für sie will, dennoch konnte ich nicht anders als Mitleid für sie aufgrund ihrer quasi nicht vorhandene Kindheit zu empfinden. 

Anschließend folgte ein Zeitsprung zu Elles 19. Geburtstag. Einmal nur möchte sie ausbrechen aus ihrem goldenen Käfig und die Stadt erkunden. Leider nimmt der Abend jedoch eine negative Wendung und es geht so ziemlich alles schief. Ihr einziger Lichtblick ist ein mysteriöser Fremder, der ihr aus einer prekären Situation heraus hilft und ihr Leben rettet.

Drei Jahre später beherrscht der Fremde noch immer ihre Gedanken. Mittlerweile hat Elle die Firma fast komplett übernommen. Dies fordert jedoch auch ihren Tribut. Freundschaften sowie ihr Liebesleben sind quasi gar nicht vorhanden, das Unternehmen bestimmt ihr ganzes Leben. 
Bis hier hin war alles gut. Die Handlung war interessant, ich wollte mehr erfahren. Auch Elle mochte ich gerne, wenn ich auch ziemliches Mitleid mit ihr und ihrem tristen Lebensstil hatte. 
Danach jedoch geht es stetig bergab.
Elles Handlungen werden sprunghaft und unüberlegt. Oftmals kann ich ihr Verhalten nicht nachvollziehen und mehrfach konnte ich einfach nur die Augen verdrehen.
Richtig unsympathisch war mir dagegen Penn, der nun in die Geschichte eintritt. Ich kann einfach nicht verstehen was Elle - abgesehen von seinem guten Aussehen vielleicht - an ihm findet und wie sie sich seinem ungehobelten und arroganten Verhalten so unterwürfig unterordnen kann. Zwar zeigt sie zwischendurch Anzeichen von Widerwillen, die meiste Zeit jedoch behandelt er sie wie seinen Besitz und sie lässt es ihm kommentarlos durchgehen. Das war für mich weder romantisch noch in irgendeiner Weise nachvollziehbar. Penns Dominanzgehabe war einfach viel zu übertrieben und nur noch unhöflich und unattraktiv. 
Den Charakteren fehlte die nötige Tiefe, wodurch auch die Handlung, die durchaus Potential hatte, untergegangen ist.
Erst am Ende hat es sich wieder ein wenig gewendet und ich konnte kleinere Veränderungen in den Protagonisten wahrnehmen, die ich mir jedoch schon früher gewünscht hätte.

Fazit:
Der Start und das Ende waren gut, der Mittelteil hat sich jedoch unendlich gezogen und konnte mich leider nicht überzeugen. Auch mit den Charakteren bin ich nicht warm geworden - vor allem Penn war mir wahnsinnig unsympathisch.

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121 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 65 Rezensionen

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Aura 2: Aura – Der Verrat

Clara Benedict , Eva Schöffmann-Davidov
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Thienemann in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 19.06.2018
ISBN 9783522202428
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Aura - Die Gabe, Band 1 dieser Reihe, konnte mich leider nicht von sich überzeugen. Deswegen war ich auch zuerst unschlüssig, ob ich zum zweiten Band greifen und der Reihe somit noch eine Chance geben soll. Ich bin wirklich froh, dass ich dies noch gemacht habe, denn mit Aura - Der Verrat konnte mich die Autorin endlich abholen und fesseln.

Band 2 setzt genau dort an, wo Band 1 endete. Ohne irgendeine Rückblende wird der Leser mitten ins Geschehen geworfen und befindet sich mit Hannah auf der Flucht. Da es noch nicht allzu lange her war, dass ich Band 1 gelesen hatte, fiel mir der Einstieg relativ leicht. So habe ich mitverfolgt, wie Hannah unter dem Decknamen Gwendolin an einer Akademie für Former eingeschleust wird, um sich dort - quasi direkt vor deren Nase - vor ihren Feinden, allen voran dem Akademieleiter Levander, zu verstecken. Obwohl nicht alle meine Fragen vollständig geklärt wurden und für mich auch nicht alles zu hundert Prozent logisch war, fand ich es doch interessant, mehr über diese Akademie zu erfahren. Doch je mehr der Leser herausfand, desto erschreckender wurde dieser Ort, in denen die Schüler unter dem Vorwand ihnen Helfen zu wollen, manipuliert und gegeneinander aufgestachelt werden.
So schwebte Hannah ständig in der Gefahr, entdeckt zu werden und jede ihrer Entscheidungen entschied über Leben und Tod. Dies sorgte für viel Spannung, so dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Außerdem wurden nun endlich einige meiner Fragen zu der Gabe beantwortet, die in Band 1 zu kurz gekommen waren. 

Hannah selbst hat sich unglaublich weiterentwickelt - und zwar zum Positiven. Ihre Naivität und kindliche Schwärmereien, die mich in Band 1 noch so genervt haben, legt sie fast vollständig ab. Stattdessen entwickelt sie eine gesunde Portion Misstrauen und Argwohn - Eigenschaften, die an einem Ort wie der Akademie überlebenswichtig sind. Generell wird sie mutiger, vorsichtiger und fängt an, die Dinge zu hinterfragen. Fast so, als wäre sie endlich etwas Erwachsener geworden, was mir sehr gefallen hat.
Die Nebencharaktere aus Band 1 kommen hier gar nicht mehr vor. Stattdessen kommen durch die Schüler und Lehrer der Akademie neue Charaktere dazu. In ihnen findet Hannah neue Verbündete und Freunde, aber auch Rivalen und Feinde, die ihr das Leben schwer machen.
Manche dieser neuen Figuren mochte ich sehr gerne, andere dagegen weniger. Insgesamt sind sie aber viel lebendiger und vielschichtiger als die Nebencharaktere aus Band 1 es waren. 

Die Spannung baut sich langsam von Seite zu Seite auf, bis sie schließlich im letzten Abschnitt ihren Höhepunkt erreicht. Wie auch schon in Band 1 endet die Geschichte hier ebenfalls mit einem fiesen Cliffhanger, so dass ich am liebsten direkt weiterlesen würde

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178 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 54 Rezensionen

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Never Loved Before

Monica Murphy , Barbara Ostrop
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Heyne, 11.06.2018
ISBN 9783453580657
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Never loved before erzählt die Geschichte von Katie, die nach einem schlimmen Erlebnis in ihrer Vergangenheit versucht sich ein normales Leben aufzubauen und die Liebe zu finden. Erzählt wird abwechselnd aus der Perspektive von unseren beiden Protagonisten Katie und Ethan. Dabei springen die einzelnen Kapitel auch zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit hin und her. So lernt der Leser nach und nach, was Katie in der Vergangenheit zugestoßen und wie Ethan in all das verwickelt ist. Auch erlaubt die wechselnde Perspektive, die Geschichte und vor allem Katies Vergangenheit aus unterschiedlichen Blickwinkeln wahrzunehmen. 
Katies Trauma und die Wirkung, die die vergangenen Erlebnisse immer noch auf ihr Leben haben, haben der Geschichte unglaublich viel Tiefgang verliehen. Ich wollte unbedingt erfahren, was dieser zerbrechlichen jungen Frau angetan wurde und wie sie nun damit umgeht.
Trotz der ständigen Perspektiven- und Zeitwechsel ließ sich die Geschichte dank Monica Murphys lockeren Schreibstil schnell und angenehm lesen.

Die Thematik hat mir wirklich gut gefallen und konnte mich auch emotional abholen. Leider bin ich allerdings mit den beiden Protagonisten nicht ganz warm geworden.
Im Großen und Ganzen hat Katie auf mich einen sympathischen Eindruck gemacht. Trotz ihrer traumatischen Erlebnisse gibt sie doch Tag für Tag ihr Bestes und versucht, sich ein normales Leben aufzubauen. Ihre Stärke und Kraft habe ich bewundert. Trotzdem konnte ich nicht all ihrer Entscheidungen nachvollziehen und befürworten. Vor allem im Bezug auf Ethan handelte sie für mich zwischenzeitlich unverständlich.
Auch was Ethan angeht bin ich zwiegespalten. Einerseits ist er wahnsinnig fürsorglich und liebevoll im Umgang mit Katie, andererseits neigt er jedoch auch zu selbstsüchtigen Handlungen. Obwohl er über Katies Zustand und Vergangenheit im Bilde ist, lügt er ihr Tag für Tag ins Gesicht und baut ihre anbahnende Beziehung auf einem Gerüst aus Lügen auf. Und trotz all seiner Lügen ist er im Gegenzug dann enttäuscht, wenn Katie sich ihm nicht sofort vollständig öffnen will und kann.
Allerdings will ich ihm noch eine Chance geben und sehen, wie sich beide Protagonisten im zweiten Band (weiter-)entwickeln. 
Ich bin gespannt auf die Fortsetzung, vor allem da die Geschichte mit einem fiesen Cliffhanger endet.

Fazit:
Never loved before ist eine tiefgehende Liebesgeschichte, die auch ernstere Themen anspricht und dabei nichts beschönigt. Die Thematik konnte mich wirklich packen und emotional abholen. Leider bin ich mit den Protagonisten - vor allem Ethan - nicht ganz warm geworden. Ich bin allerdings gespannt, wie sie sich im zweiten Band entwickeln werden.

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386 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 158 Rezensionen

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Cat & Cole: Die letzte Generation

Emily Suvada , Vanessa Lamatsch , punchdesign Johannes Wiebel
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Planet! in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 19.06.2018
ISBN 9783522505598
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die Geschichte von Cat & Cole spielt in der Zukunft in einer Welt, in der Menschen durch Gentechnik verändert sind und ein Panel in ihrem Arm jeden Schönheitsmakel mit Hilfe von Apps beseitigen kann. Die Technik ist soweit voran geschritten, dass man meinen könnte, der Mensch wäre unbesiegbar. Doch dem ist nicht so. Eine Seuche bedroht die Menschheit und macht jeden einzelnen Tag zu einem Kampf ums Überleben. Doch Catarina Agatta kämpft gegen den gefährlichen Virus an und versucht mithilfe der Aufzeichnungen ihres Vaters - einem brillanten Gentechniker und Forscher - einen Impfstoff zu finden. An ihrer Seite ist Cole, der sie nicht nur beschützt, sondern auch der Schlüssel zu einem möglichen Impfstoff ist.

Emily Suvada erschafft in Cat & Cole eine spannende aber auch erschreckende Version der Zukunft, die uns wirklich einmal erwarten könnte. Der technische Fortschritt schreitet auch heute schon so wahnsinnig schnell voran, so dass die Erfindungen und Ereignisse, die die Autorin in ihrer Geschichte prophezeit, gar nicht so abwegig sein müssen. Dadurch war es natürlich umso spannender mehr über diese fortschrittliche Welt zu erfahren, gleichzeitig aber auch schockierend, welche Zerstörung eine einzelne Seuche verursachen kann.

Anfangs war es ein wenig schwer in die Geschichte zu finden. Die vielen technischen Begriffe und die detaillierten Beschreibungen der technischen Vorgänge erschwerten den Einstieg und den Lesefluss zunächst. Wenn man jedoch am Ball bleibt und sich auf die Geschichte einlässt, ist auch das nach einigen Seiten kein Problem. Vielmehr möchte man unbedingt mehr über diese Version der Zukunft erfahren, die sich Emily Suvada überlegt hat.

Erzählt wird aus der Sicht von Catarina. Im Vergleich zu dem muskelbepackten Cole wirkt Cat zwar zunächst harmlos, doch man sollte sie bloß nicht unterschätzen, denn mit ihren Hacker-Fähigkeiten kann sie ganz schön gefährlich werden. Cat bringt in dieser gefährlichen Welt, in der sie lebt, eine gesunde Portion Skepsis und Misstrauen mit. Gepaart mit ihrer Intelligenz macht sie das zur Überlebenskünstlerin. Kein Wunder, dass ihr Deckname "Wildkatze" lautet. 
Cole wirkt zwar am Anfang wie ein abgestumpfter Soldat, schnell merkt man jedoch, dass er um einiges vielschichtiger ist, als es zunächst den Anschein hat. 
Zwischen Cat und Cole hat die Chemie einfach gestimmt, die beiden harmonieren perfekt miteinander. Trotzdem wird es nie kitschig, generell steht die Mission eher im Vordergrund. So gibt es zwar eine Liebesgeschichte, diese spielt sich jedoch eher im Hintergrund ab, wodurch die Hauptthematik nicht überschattet wurde.

Bei der Erfüllung der Mission wird es noch wahnsinnig spannend. Unerwartete Überraschungen und Wendungen haben mich ans Buch gefesselt, so dass ich es kaum noch aus der Hand legen konnte. Die Geschichte ist wirklich genial erzählt und man merkt, dass die Autorin sich sehr mit Thema und den technischen Details auseinandergesetzt hat, wodurch die ganze Welt, die sie erschaffen hat, wahnsinnig authentisch und real wirkte.
Ich bin jedenfalls gespannt, wie es weitergeht und freue mich auf den zweiten Band.

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373 Bibliotheken, 16 Leser, 0 Gruppen, 114 Rezensionen

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Die letzte erste Nacht

Bianca Iosivoni
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei LYX, 25.05.2018
ISBN 9783736307179
Genre: Liebesromane

Rezension:

In  Die letzte erste Nacht geht es um Tate und Trevor - beides junge Menschen, die in ihrem kurzen Leben bereits viel durchmachen mussten. 
Dies ist mein erstes Buch von Bianca Iosivoni, weswegen mir auch die beiden Vorbände der Reihe noch nicht bekannt waren. Dennoch lässt sich die Geschichte auch unabhängig lesen und durch den lockeren und doch emotionalen Schreibstil der Autorin bin ich schnell in die Geschichte gekommen.

Erzählt wird abwechselnd aus der Sicht von Tate und Trevor. Beide sind im selben Freundeskreis, doch wenn sie im selben Raum sind, fliegen auch schon mal die Fetzen. Wegen der extremen Energie, die beide zusammen versprühen, habe sie sich relativ schnell den Namen TNT verdient. Trotz ihrer unterschiedlicher Charaktere passen sie wirklich toll zusammen und ergänzen sich perfekt. Beide mussten in ihren jungen Jahren bereits viel durchmachen und ihre Vergangenheit ist enger verbunden als sie zunächst annehmen. Wenn die beiden zusammenstoßen knistert es immer gewaltig, was viel mit ihren starken Persönlichkeiten zusammenhängt.

Denn Tate ist alles andere als zurückhaltend. Seit dem Tod ihres Bruders nimmt sie kein Blatt mehr vor den Mund und lässt sich nicht unterkriegen. Ihren Schmerz über den Verlust versucht sie mit Alkohol, Parties und Sex zu betäuben. Um sich abzulenken, vergräbt sie sich stundenlang in der Bibliothek in ihre Bücher und lernt - alles nur, um nicht an ihren Bruder denken zu müssen. Dennoch lassen ihr die ungeklärten Umstände, unter denen er zu Tode kam, keine Ruhe und so stellt sie ihre eigenen Nachforschungen an und lässt sich dabei von niemanden aufhalten. Ich mochte ihre vorlaute und direkte Art, dennoch konnte ich nicht all ihre Entscheidungen immer nachvollziehen.

Trevor ist im Gegensatz zu Tate eher ruhiger, aber auch er ist sehr ehrlich und direkt. Wenn es um Tate geht, nimmt sein Beschützerinstinkt überhand, was Tate mehr als einmal ziemlich auf die Palme bringt. Dennoch kann er es mit ihr aufnehmen und ihr die Stirn bieten, weswegen sich die beiden auch wunderbar ergänzen. Auch er kann nicht ganz von seiner Vergangenheit ablassen und wird immer wieder an seine dunklen Geheimnisse erinnert.

Die tatsächliche Story, die hinter der Liebesgeschichte noch erzählt wird, ist wahnsinnig spannend und konnte mich absolut packen. Genauso wie Tate wollte ich unbedingt hinter die mysteriösen Umstände hinter dem Tod ihres Bruders kommen und dabei auch Trevors Geheimnis und seine Rolle in dieser Geschichte aufdecken. Doch neben der ganzen Spannung wird es auch noch wahnsinnig emotional und berührend und die Autorin hat ihre Geschichte mit ihrem einfühlsamen Schreibstil wirklich mitreißend erzählt. 
Durch die hitzigen Dialoge zwischen Tate und Trevor kommt aber auch der Humor nicht zu kurz, so dass insgesamt eine perfekte Mischung aus Spannung, Gefühl und Humor entsteht.

Allein das Ende hätte ich mir etwas umfangreicher gewünscht. Es war ein befriedigender Abschluss und alle meine Fragen wurden beantwortet, dennoch war ich nicht bereit, Tate und Trevor schon gehen zu lassen. Ein paar Seiten mehr wären hier ganz schön gewesen.

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207 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 56 Rezensionen

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Nicht mein Märchen

E.M. Tippetts
E-Buch Text: 371 Seiten
Erschienen bei null, 17.09.2012
ISBN B009D35AO6
Genre: Liebesromane

Rezension:

Nicht mein Märchen erzählt die Geschichte von dem reichen Superstar Jason Vanderholt, der sich in die bodenständige Studentin Chloe Winters verliebt. Der Traum eines jeden Mädchens. Chloe dagegen ist nicht interessiert und weist Jason ab - es ist einfach nicht ihr Märchen. Jason ist jedoch beharrlich und gibt nicht auf. Kann er Chloes Herz doch noch für sich gewinnen?

Nicht mein Märchen ist eine süße Liebesgeschichte, die sich durch ihren lockeren und leichten Schreibstil super schnell lesen lässt. Erzählt wird aus der Sicht von Chloe. Chloe ist eine sehr bodenständige junge Frau, die sich lieber von Ruhm und Geld fernhält. Deshalb macht sie es Jason auch nicht gerade leicht und hält ihn auf Abstand. Mit ihrem sarkastischen und trockenen Humor lockert sie die Atmosphäre immer wieder auf, so dass es nicht zu kitschig wird. 
Auf den ersten Blick scheint Chloe auch ein ganz normales Mädchen zu sein, doch sie musste in ihren jungen Jahren bereits viel Schlimmes durchmachen. Trotzdem lässt sie sich davon nicht unterkriegen und kämpft sich durchs Leben. Sie macht keine große Sache aus ihrer Vergangenheit und steht für sich selbst ein. Das hat mir wirklich gut an ihr gefallen. Dennoch hatte ich auch meine Probleme mit ihr. Teilweise war sie mir einfach zu gleichgültig, an anderen Stellen wurde sie dann quasi von ihren Emotionen überrollt. Diese Stimmungsschwankungen waren leider anstrengend und auch nicht immer nachvollziehbar. Auch ihre sprunghaften Entscheidungen und Handlungen wollten mir nicht immer einleuchten. Da tat mir Jason, der damit umgehen musste, schon fast ein bisschen leid.


Jason mochte ich sehr gerne. Obwohl ihm als reicher und gutaussehender Schauspieler die Welt zu Füßen liegt, ist er auf dem Boden geblieben. Dies ist aber auch Chloe zu verdanken, die ihn immer wieder an die wichtigen Dinge im Leben erinnert. Die beiden ergänzen sich also wirklich gut. 
Trotz einiger Zurückweisungen gibt er nicht auf und kämpft weiter um Chloes Herz. Daran hat man gemerkt, dass er es wirklich ernst meint und ein herzensguter Mensch ist. 

Weitere Charaktere wie Jasons Familie und Chloes Freunde dagegen, wirken neben den beiden Protagonisten ein wenig blass und flach. Einzig auf Jasons Nichte Kyra wird noch genauer eingegangen.

Auch wenn die Handlung stellenweise etwas langatmig war, fand ich diese Liebesgeschichte wirklich süß und sie hat mir ein paar unterhaltsame Lesestunden beschert. Das Ende ist soweit abgeschlossen, es gibt keinen Cliffhanger. Dennoch wird die Geschichte von Jason und Chloe in weiteren Folgebänden fortgesetzt, so dass jeder für sich selbst entscheiden kann, ob er gerne weiterlesen möchte.

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20 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

dämonen, erotik, fantasy, freundschaft, hass, konflikt, krieg, monando, rettung der menschheit, rezension, verbotene freundschaft, verbotene liebe, vulkan

Diatar: Kind des Lichts (Die Mondiar-Trilogie 1)

Ina Linger
E-Buch Text
Erschienen bei null, 22.12.2016
ISBN B01N0TTA5L
Genre: Romane

Rezension:

Diatar - Kind des Lichts erzählt die Geschichte zweier verfeindeter Clans - einzig und allein verbunden durch die Freundschaft der beiden Kinder Risa und Jaro. Auseinandergerissen durch die Unstimmigkeiten zwischen ihren Clans treffen sie sich erst als Erwachsene wieder. Doch ihre Freundschaft ist wichtiger denn je, denn es droht Gefahr und nur Jaro und Risa können ihre beiden Völker retten und zusammenführen.

Diatar - Kind des Lichts ist bereits mein zweites Buch von Ina Linger. Wie auch bereits in Geistermond ist ihr Schreibstil sehr angenehm zu lesen - nicht zu überladen, aber ausgeschmückt und detailliert an den richtigen Stellen. 
Erzählt wird aus der Sicht von Jaro. Dabei wird zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart gewechselt. So konnte man genau mitverfolgen, wie Jaro zu dem Mann wurde, der er nun ist. Auch die fremde Lebensweise seines Clans - den Diatar - und die Gründe für die Feindschaft mit den Monandor, von den Diatar auch Dämonen genannt, wurde dadurch anschaulich erklärt. Durch Risa erfährt man auch einiges über die Monandor, jedoch lange nicht so viel wie über Jaros Clan. Ich denke allerdings, dass zu Risas Volk noch einiges in den Folgebänden kommen wird.

Jaro ist ein sehr ruhiger und zurückhaltender Mann, der seinen eigenen Wert unterschätzt. Er handelt stets selbstlos und will immer das Beste für seinen Clan. Anfangs war er auch ein wenig stur und pessimistisch, da er sich weigerte, Risas Warnungen Glauben zu schenken, doch schlussendlich fasst er doch wieder Vertrauen zu seiner einstigen besten Freundin.
Risa ist so ziemlich das genaue Gegenteil von Jaro. Sie ist selbstbewusst, aufgeweckt, kämpferisch und versucht stets das Positive in den Dingen zu sehen. Mit ihrer offenen Art versucht sie ständig, Jaro aus der Reserve zu locken und zu necken. 
Neben Jaro und Risa kommen noch einige weitere Randfiguren vor. Diese bleiben allerdings leider eher flach und blass. 

Angesiedelt ist die Handlung auf einer Insel, die scheinbar einem großen Dschungel gleichkommt. Ich fand es spannend mit Risa und Jaro diese Landschaft zu entdecken und mehr über die Clans zu erfahren. Zwar gab es kleinere Längen, dennoch konnte mich die Geschichte fesseln und mitreißen. Ich bin wirklich gespannt, wie es in Band 2 weitergeht, vor allem da wir dort wahrscheinlich endlich mehr über die Monandor erfahren.  

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508 Bibliotheken, 28 Leser, 2 Gruppen, 171 Rezensionen

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Children of Blood and Bone – Goldener Zorn

Tomi Adeyemi , Andrea Fischer
Fester Einband: 624 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 27.06.2018
ISBN 9783841440297
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Um Children of Blood and Bone gab es einen riesigen Hype in den USA und auch mich hat der Klappentext und das wunderschöne Cover sofort angefixt. Ich wollte unbedingt herausfinden, ob es dem ganzen Lob gerecht und vielleicht sogar eines meiner Jahreshighlights wird. Es konnte mich auch durchaus fesseln und begeistern, dennoch habe ich kleinere Kritikpunkte, die ich euch nicht vorenthalten möchte. 

Children of Blood and Bone wird gleich aus mehreren Perspektiven erzählt. Ganz zu Anfang lernt der Leser Zélie kennen, ein junges Mädchen, welches zu den Divinés gehört - einer unterdrückten Gruppe von Menschen, denen die Magie geraubt wurde. Zelie ist eine sehr taffe und impulsive Protagonistin. Ich mochte ihren Mut und ihren Kampfgeist, jedoch handelt sie auch oft zu unbedacht und lässt sich sehr stark von ihren Gefühlen lenken.
Während Zélie das unterdrückte Volk der Divinés repräsentiert, wird die Sicht des Adels von den Geschwistern Amari und Inan dargestellt - Prinz und Prinzessin von Orisha. Und auch wenn sie beide im Palast geboren wurden, könnten sie nicht unterschiedlicher sein.
Amari sieht die Ungerechtigkeit und das Leid in ihrem Königreich und entscheidet sich, nicht mehr tatenlos herumzusitzen, sondern etwas zu unternehmen. Sie flüchtet aus dem Palast und schließt sich Zélie und ihrem Bruder Tzain auf ihrer Reise an, um die Magie zurückzubringen.
Zu Anfang wirkt Amari noch wie eine verwöhnte kleine Prinzessin, die in der echten Welt außerhalb ihres Palastes nicht zurechtkommen würde. Doch mit der Zeit macht sie eine enorme Entwicklung durch, schüttelt ihre Angst ab und wird zu einer richtigen Kämpferin. Obwohl ich am Anfang meine Probleme mit ihr hatte, hat sie sich den Titel meiner Lieblingsprotagonistin in diesem Buch Seite für Seite erkämpft. 
Auf ihrem Weg zur Rettung der Magie stößt die kleine Gruppe jedoch auf zahlreiche Gefahren, denn der König möchte um jeden Preis verhindern, dass die Magie zurückkommt und seine Macht bedroht. Dass Amari sich dabei gegen ihren eigenen Bruder Inan stellen muss, erschwert ihr die Mission zusätzlich.
Inan hat sein ganzes Leben eingebläut bekommen, dass die Magie etwas Schlechtes und Zerstörerisches sei und versucht so im Namen seines Vaters, seine Schwester und ihre Gefährten zu stoppen und die Magie endgültig zu vernichten. Auch er macht während dieser Reise eine Entwicklung durch und erhält einen neuen Blickwinkel auf sein Königreich. Jedoch konnte ich sein Verhalten oft nicht nachvollziehen. Er wirkt sehr naiv, ändert seine Meinung im Sekundentakt und ist insgesamt sehr sprunghaft. Auch wenn ich mir wirklich Mühe gegeben habe, bin ich einfach nicht mit ihm warm geworden.

Der Einstieg in die Geschichte war zu Anfang etwas schwierig, da einige Begrifflichkeiten vorkamen, die mir nicht bekannt waren. Die Lebensweise der Menschen in Orisha lehnt sich stark an die afrikanische Kultur an, so dass ich mich erst in diesem mir unbekanntem Terrain zurechtfinden musste. Doch genau dieses Setting hat die Geschichte für mich auch so besonders gemacht. Ich wollte unbedingt mehr über den Lebensstil der Menschen und die Geschichte von Orisha erfahren - insbesondere der Magie, die hier in verschiedenen Formen auftritt. Ganz vorne im Buch befindet sich dazu auch eine Auflistung der unterschiedlichen Maji-Stämme mit ihrer Magieausprägung und Gottheit. Die Majis sind  Divinés, welche ihre Magie bereits erhalten haben und ausüben können.

Je weiter die Reise voranschreitet, desto mehr Magie kommt ins Spiel. Bei ihrer Reise stoßen die Protagonisten auch immer wieder auf Hindernisse, die es zu überwinden gilt und die durchgehend für Spannung sorgen. Doch auch die Emotionen kommen nicht zu kurz. Sowohl Zélie und Tzain als auch Amari und Inan mussten in ihrer Vergangenheit schon einiges durchmachen, worunter sie immer noch zu leiden haben. Ihre ganz persönlichen Geschichten aber auch die allgemeine Unterdrückung in Orisha konnten mich wirklich berühren und emotional packen. 

Damit hat Tomi Adeyemi genau das erreicht, was sie sich beim Schreiben dieses Buches erhofft hat. Auch wenn die Autorin mit Children of Blood and Bone eine fiktive Geschichte erzählt, wird sehr schnell klar, dass sie wichtige Themen wie Unterdrückung von Minderheiten oder auch Rassismus anspricht und auf die derzeitigen Umstände in Amerika und auch überall sonst in der Welt anspielt, um den Leser zum Nachdenken und bestenfalls Umdenken anzuregen.

Mich konnte sie mit dieser Geschichte trotz kleinerer Kritikpunkte auf jeden Fall fesseln und gut unterhalten und ich bin schon gespannt wie es im zweiten Band weitergeht - besonders nach dem fiesen Cliffhanger.

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342 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 72 Rezensionen

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Nemesis - Geliebter Feind

Anna Banks , Michaela Link
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei cbt, 13.06.2017
ISBN 9783570311424
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Um den Fängen ihres gierigen Vaters - den König von Serubel - zu entwischen und so einen möglichen Krieg zu verhindern, muss Prinzessin Sepora fliehen. Sie besitzt nämlich die Gabe, Spektorium herzustellen - ein seltenes und mächtiges Element. Während ihrer Flucht wird Sepora gefangen genommen und gelangt schließlich als Konkubine auf den Königshof des jungen König Tarik. Durch ihre Klugheit und ihren Einfallsreichtum gelingt es ihr jedoch, eine Stelle als königliche Beraterin zu ergattern. Dort kommt sie Tarik näher und es wird immer schwieriger, ihre Gabe und ihre Herkunft zu verbergen. Sepora ist sich auch nicht mehr sicher, ob sie dies überhaupt will. Hin und her gerissen zwischen ihrer Heimat und dem Reich Theoria muss sie sich entscheiden, welchem Land ihre Loyalität gilt.

Von Anna Banks habe ich bereits die Blue Secrets-Reihe gelesen, welche mir wahnsinnig gut gefallen hat und so war ich gespannt, was mich in ihrem neusten Buch erwarten wird. 
Der Einstieg ist mir sehr leicht gefallen, die unbekannte Welt erschien mir durch viele Beschreibungen und Eindrücke gleich zu Anfang unglaublich lebendig und gut durchdacht. 
Insgesamt ist hier von mehreren Königreichen die Rede, jedes einzelne hat seine ganz eigenen Stärken, Traditionen und Lebensweisen. Zwar betreiben die verschiedenen Reiche Handel miteinander, dennoch gibt es Spannungen zwischen ihnen. Zusammen mit Sepora konnte man die Lebensweise in Theoria kennen lernen, die sich stark von der in ihrer Heimat unterscheidet. In der Wüste gelegen ist es dort sehr heiß und so wirkte es auf mich wie ein wohlhabendes orientalisches Königreich, ganz anders als das bergige Land aus Seporas Heimat.
Die Fantasy-Elemente wurden toll in die Geschichte eingebaut und haben für viel Spannung gesorgt. Neben dem plötzlichen Wegbleiben des Spektoriums, das die Theorianer für den Bau ihrer Pyramiden und als Lichtquelle benötigen, hatte Theoria noch mit ganz anderen Problemen zu kämpfen. Eine unbekannte Seuche hat das Land überfallen und rafft die Bevölkerung nur so dahin, ohne dass es Aussicht auf Heilung gibt. Neue Entdeckungen und unerwartete Wendungen sorgen immer wieder für Abwechslung und Spannung und haben dafür gesorgt, dass ich das Buch kaum noch aus der Hand legen konnte.

Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus der Perspektive von Sepora und Tarik. Beide wissen sehr wenig voneinander und behandeln sich so zuerst mit Misstrauen und Vorsicht. Ich fand es spannend, die zarte Annäherung der beiden aus wechselnder Perspektive mitzuerleben, das machte die aufkeimende Beziehung viel authentischer und ihre Entwicklung nachvollziehbar.
Sepora ist sehr willenstark, mutig und klug und versucht, sich mit aller Macht Gehör zu verschaffen. Dabei scheut sie auch nicht davor zurück, dem König zu widersprechen. Während dessen Berater Seporas Kühnheit als respektlos und aufmüpfig empfinden, findet Tarik Seporas Ehrlichkeit, Beharrlichkeit und Direktheit viel mehr erfrischend. So  ergeben sich zwischen den beiden herrlich unterhaltsame Dialoge, die der Geschichte eine gewisse Portion Witz und Charme verleihen.
Sepora konnte mich durch ihren Mut und ihren Einsatz immer wieder überraschen und begeistern. Ich mochte sie als Protagonistin sehr gerne.
Auch Tarik fand ich auf Anhieb sympathisch. Als junger König zeigt er weder Überlegenheit noch Arroganz sondern scheint sich wirklich für Seporas Meinung zu interessiern und diese wertzuschätzen. Auch wenn die beiden nicht immer einer Meinung sind und vor allem Sepora sich Tarik nie ganz öffnen kann aufgrund ihrer Herkunft und ihres Geheimnisses, passen sie doch sehr gut zusammen und ergänzen sich perfekt.

Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und hat mich super schnell durch die Geschichte geleitet, so dass dieser spannende Reihenauftakt viel zu schnell vorbei war. Das eher offene Ende lässt mich jedoch in freudiger Erwartung auf die Fortsetzung zurück.

Fazit: 
Nemesis - Geliebter Feind hat all das zu bieten, was ich mir von einer Fantasy-Geschichte nur wünschen kann. Eine spannende Handlung, ein interessanter und gelungener Weltenaufbau sowie authentische und vielseitige Charaktere. 

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959 Bibliotheken, 31 Leser, 0 Gruppen, 202 Rezensionen

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Palace of Glass - Die Wächterin

C. E. Bernard , Charlotte Lungstrass-Kapfer
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 19.03.2018
ISBN 9783764531959
Genre: Fantasy

Rezension:

Wir schreiben das Jahr 2054. Seit bekannt ist, dass einige Menschen - die sogenannten Magdalenen -über eine besondere Gabe verfügen, die es ihnen erlaubt, bei Hautkontakt die Gedanken ihrer Mitmenschen zu lesen und manipulieren, sind Berührungen strengstens verboten. Einzig und allein zu Fortpflanzungszwecken werden die Regelungen gelockert und die Hände von den Handschuhen befreit.
Rea ist eine Magdalena und somit in ständiger Gefahr. Denn bei Entdeckung ihrer Fähigkeiten droht ihr die Todesstrafe. Dennoch riskiert sie ihr Leben bei illegalen Straßenkämpfen, bis sie ausgerechnet dort entdeckt und als neuer Bodyguard für den Kronprinzen von England eingestellt wird. Wird es ihr gelingen, ihr Geheimnis verborgen zu halten?

Palace of Glass konnte mich sofort mit der einzigartigen Idee und dem dystopischen Setting fesseln, dennoch fiel mir der Einstieg in die Geschichte zunächst schwer. Denn obwohl die Handlung in der Zukunft spielt, fühlte ich mich vielmehr in die Vergangenheit zurückversetzt. Die bodenlangen Kleider und Satinhandschuhe erinnern eher an das Mittelalter und auch die Staatsform der Monarchie und die formellen Anreden scheinen einer anderen Zeit entsprungen zu sein. Dennoch wollte ich mehr über diese neue Welt mit ihren strengen Gesetzen und Regeln erfahren, die so düster und trostlos wirkt. Die Autorin lässt sich zu Anfang viel Zeit, so dass ich mich nach und nach in der Geschichte einfinden konnte. Ihr Schreibstil ist sehr ausschweifend - besonders die Kleidung wird sehr detailliert beschrieben. Dies erleichterte mir zwar zu verstehen, wie die Menschen aufgrund der strengen Regeln leben - bekleidet mit hohen Kragen, langen Handschuhen und Kummerbund, stets darauf bedacht jedes bisschen Haut zu verdecken - an manchen Stellen war es dann aber zu viel des Guten. 

Ab dem Mittelteil steigert sich dann das Erzähltempo und es wird spannender. Nach und nach erfährt man nun auch etwas über die Magdalenen - über ihre Geschichte, ihre verschiedenen Fähigkeiten und ihre Lebensweise. Die Magdalenen sind der Grund für das Verbot von Berührungen. Aus Angst durch die Gabe einer Magdalena manipuliert zu werden, ist jeglicher Hautkontakt strengstens Verboten und die Hände werden zu jeder Zeit von Handschuhen bedeckt.
Rea - aus deren Sicht erzählt wird - gibt hier einen guten Einblick in diese neue Welt. Durch sie konnte ich mehr über die Magdalenen erfahren, da sie selbst zu ihnen gehört. Rea ist eine sehr strake Protagonistin, die trotz der täglichen Gefahr, in der sie schwebt, niemals aufhört zu kämpfen. Im Schloss - mitten in der Höhle des Löwen - könnte sie jeden Moment von ihren Feinden enttarnt werden. Denn als Magdalene lebt sie mit einer ständigen Gier nach Berührungen, die es ihr schwer macht, ihr Geheimnis zu wahren. Diese Hautgier und den dadurch verursachten inneren Kampf von Rea hat die Autorin wirklich authentisch dargestellt, so dass ich mich gut in Rea hineinversetzen konnte. 
Auch die anderen Charaktere - allen voran der Prinz sowie auch Ninon und der Ritter, welche Rea im Schloss ausbilden und trainieren - haben mir wirklich gut gefallen. Alle Charaktere haben so viel Tiefe und wurden mit viel Liebe zum Detail zum Leben erweckt. Ihre Einzigartigkeit spiegelt sich auch ihn ihren Gedankengängen wieder, die sich durch Reas Gabe bei jedem anders offenbaren - mal in Form von ganzen Sätzen oder einzelnen Wörtern oder aber auch nur als Bild oder Gefühl.

Die Liebesgeschichte war zwar vorhersehbar, dennoch habe ich sie mit Interesse verfolgt. Sie fügt sich gut in die Haupthandlung ein, ohne diese zu verdrängen. Je mehr ich mich in diese düstere Welt eingefunden hatte, umso spannender wurde es. Besonders am Ende konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Ich bin wirklich gespannt, wie es im zweiten Band weitergeht.

Fazit:
Palace of Glass - Die Wächterin überzeugt mit einer einzigartigen Idee, einem düsteren Setting und starken Charakteren. Durch den ausschweifenden und detaillierten Schreibstil der Autorin entstehen  zwar besonders am Anfang ein paar Längen, dennoch konnte mich die Geschichte bis zur letzten Seite fesseln.

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Aura 1: Aura – Die Gabe

Clara Benedict , Eva Schöffmann-Davidov
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Thienemann in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 12.03.2018
ISBN 9783522202411
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Bei Büchern über besondere Gaben. Fähigkeiten oder Ähnlichem ist mein Interesse sofort geweckt und so wollte ich natürlich auch Aura - Die Gabe unbedingt lesen. Hier geht es um Hannah, die während eines Camping-Ausflugs mit ihren Mädels entdeckt, dass sie über besondere Fähigkeiten verfügt, die es ihr ermöglichen Gegenstände und sogar Menschen zu beeinflussen. Als hätte sie damit nicht schon genug Probleme, spielt auch plötzlich ihr Herz verrückt, wann immer sie Jan begegnet. 

Die Grundidee fand ich wirklich gut. Schon in den ersten Seiten bekommt der Leser eine Kostprobe von Hannahs Gabe und möchte - genau wie sie - unbedingt mehr erfahren. Da die Geschichte aus der Sicht von Hannah erzählt wird, bekommt man hier auch direkt einen Einblick in ihre Gedanken und Gefühle und findet zusammen mit ihr mehr über ihre Fähigkeiten heraus - doch viel ist dies leider nicht. Sobald Hannah mit ihrer Gabe konfrontiert wird und absolute Gewissheit hat, dass sie sich diese nicht nur einbildet, fängt sie zwar an, die Grenzen ihrer Fähigkeiten austesten - wirklich hinterfragen tut sie diese allerdings nicht. So erfährt auch der Leser sehr wenig über die unmittelbaren Umstände, die mit der Gabe zusammenhängen, erst am Ende gibt es einige Hinweise. Dies war zwar ein wenig enttäuschend, allerdings noch annehmbar, da ja noch weitere Bände folgen und die Autorin so noch genügend Zeit hat, den Leser aufzuklären.

Mit Hannah - der Protagonistin - bin ich leider gar nicht warm geworden. Sie wirkte sehr unreif und naiv und hat sich leicht beeinflussen lassen. Gerade als ich dachte, sie würde doch ein gesundes Maß an Skepsis und Vorsicht zeigen, verliert sie sich im nächsten Moment wieder in übertriebenen Schwärmereien für Jan. 
Und hier liegt auch mein Hauptproblem. Jan verhält sich Hannah gegenüber abweisend und fast schon aggressiv. Stellenweise bedrängt er sie dermaßen, dass sie ihn spätestens dann zum Teufel wünschen sollte. Doch sobald er einmal ein nettes Wort zu ihr sagt und ihr seine Aufmerksamkeit schenkt, liegt sie ihm wieder komplett zu Füßen. Das mag zwar hart klingen, aber ihre Verliebtheit war für mich leider überhaupt nicht nachvollziehbar und hat mich größtenteils nur genervt. 

Das Thema der Gabe wird langsam an den Leser herangeführt, trotzdem bleibt es spannend, da man unbedingt mehr erfahren möchte. Leider kommen lange Zeit keine neuen Informationen, so dass sich der Mittelteil etwas zieht. Zwar baut sich immer wieder Spannung auf, leider wird diese aber meistens wieder von der unglaubwürdigen Liebesgeschichte überschattet, die allen Platz für sich beansprucht. Schade, denn hier wurde viel Potential verschenkt. Trotz der Langatmigkeit bin ich durch den angenehmen und leichten Schreibstil aber dennoch flüssig und schnell durch die Geschichte gekommen. 
Der Schluss dagegen war wieder spannend und unerwartet und endete mit einem fiesen Cliffhanger. Ob ich das Ende gut oder schlecht finde, kann ich allerdings nicht wirklich beurteilen, es hat mich auf jeden Fall überrascht. 

Fazit:
Aura - Die Gabe konnte mich leider nicht überzeugen. Zwar war eine gute Grundidee vorhanden, die Umsetzung ist allerdings eher schwammig. Mit den Protagonisten konnte ich leider nicht warm werden - besonders Hannah ging mir mit ihrer Naivität und Schwärmerei auf die Nerven. Auch die Liebesgeschichte wirkte unglaubwürdig und nahm einen zu großen Teil der Handlung ein. Schade, da die Geschichte durchaus Potential hat, wie mir das Ende nochmal gezeigt hat.
Vor mir gibt es 2,5 von 5 Sterne.

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Vertrauen und Verrat

Erin Beaty , Birgit Schmitz
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 21.03.2018
ISBN 9783551583833
Genre: Jugendbuch

Rezension:

In Vertrauen und Verrat geht es um Sage, welche um einer Hochzeit zu entgehen bei der Kupplerin in die Lehre geht. Auf der Reise zum Concordium - einem großen Ball, an dem die einflussreichsten und schönsten Bräute an den Mann gebracht werden - steht sie der Kupplerin zur Seite und behält sowohl die Mädchen als auch die zu ihrer Sicherheit einbestellten Soldaten im Auge. Denn in Demora braut sich ein Krieg zusammen und in ihrer Rolle als Spionin deckt Sage Geheimnisse auf, die den Ausgang dieses Kriegs entscheiden könnten. Gefangen in einem Strudel aus Liebe, Vertrauen und Verrat muss Sage sich entscheiden auf welche Seite sie sich schlägt und ob sie lieber auf ihr Herz oder ihren Verstand vertrauen soll.

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich das Buch gar nicht richtig auf dem Schirm hatte, doch als ich dann den Klappentext gelesen habe, war ich sofort angefixt. Die Idee des "Verkuppelns" wird zwar schon ähnlich in anderen Büchern aufgenommen, doch ich war wirklich gespannt, wie es hier in dieser Geschichte umgesetzt wird. Da Sage bei der Kupplerin Darnessa in die Lehre geht, bekommt man hier einen guten Einblick ihre Tätigkeiten und ein Gefühl dafür, wie viel Macht eigentlich in den Händen der Kupplerinnen liegt. Zwar verkuppeln sie auf Grundlage davon, wer zu wem passt, dennoch sind sie in der Lage, wichtige und mächtige Allianzen zu schließen. 

Mit ihrer guten Menschenkenntnis und ihrer schnellen Auffassungsgabe diente Sage als perfekte Spionen für Darnessa. Aber auch anderen ist ihre Intelligenz und ihre Raffiniertheit nicht verborgen geblieben. Sage mochte ich von der ersten Seite an, denn mit ihrer eigensinnigen Art lässt sie sich von niemanden verbiegen. Was ihr an körperlicher Kraft fehlt gleicht sie mit ihrer Gerissenheit, Intelligenz und ihrem Mut aus. So kann sie es sogar mit den Soldaten aufnehmen.
Größtenteils wird die Geschichte aus der Sie-Perspektive von Sage erzählt, doch auch andere Charaktere geben Einblick in die Geschehnisse. 
Unter anderem Alexander Quinn, der Hauptmann der Soldaten, die für die Sicherheit der Bräute sorgen sollen. Anfangs hatte ich meinen Schwierigkeiten einen Draht zu ihm zu finden. Er wirkte sehr unnahbar und kühl, doch mit der Zeit öffnet er sich immer mehr, so dass auch er mich schlussendlich von sich überzeugen konnte.
Auch die anderen Charaktere konnten mich von sich überzeugen. Besonders die Soldaten mit denen Sage besonders viel zu tun hat, mochte ich alle sehr.
Das größte Rätsel in der Geschichte war aber wohl Maus. Maus ist der Codename von einem der Soldaten, der die Bräute bespitzeln aber auch die Orte, die die Eskorte passierte, auskundschaften sollte. Auch er erzählt Teile der Geschichte aus seiner Perspektive, dennoch war ich mir nie ganz sicher, wer hinter Maus steckte. Zwar hatte ich meine Vermutung, dennoch hat die Autorin den Leser mit Irrungen und versteckten Hinweisen immer wieder verwirrt und auf die falsche Fährte gelockt. Dadurch blieb es unglaublich spannend.
Zwar bin ich normalerweise kein großer Fan der Er/Sie-Perspektive, dennoch hat es hier gepasst. So habe ich erst im letzten Drittel sicher herausfinden können, wer hinter Maus steckt.


Die Liebesgeschichte war zwar wichtiger Teil der Geschichte, dennoch hat sie die Haupthandlung nicht verdrängt, sondern sich gut in die Geschehnisse eingefügt. Beide Protagonisten halten ihre eigenen Geheimnisse zurück und so müssen sie erst langsam Vertrauen zu einander aufbauen, so dass sich ihre Beziehung in einem langsamen und dadurch authentischen Tempo entwickelt. Auch der Leser möchte wissen, welche Geheimnisse die beiden Protagonisten zu verbergen haben, so dass es hier immer wieder zu Wendungen und Überraschungen kommt, wodurch der Ausgang der Geschichte unvorhersehbar bleibt. So entsteht eine tolle Mischung aus Nervenkitzel und Herzklopfen.

Aber auch sonst fehlt es der Geschichte nicht an Spannung. Am Anfang hat sie sich zwar noch ein wenig gezogen, aber mit jeder neuen Seite wird mehr Spannung aufgebaut, die sich am Ende in einem actionreichen Showdown entlädt. Einen wirklichen Cliffhanger gibt es am Ende zwar nicht, dennoch bin ich wirklich gespannt, wie es weitergeht.

Fazit:
Vertrauen und Verrat ist eine toller Reihenauftakt voller Spannung, Romantik und Action. Irrungen und Wirrungen führen den Leser immer wieder auf die falsche Fährte, so dass der Verlauf der Geschichte unerwartet und spannend bleibt. Erzählt wird aus der Sicht unterschiedlicher Charaktere - allen voran Sage, die mich mit ihrem Mut und ihrer Klugheit vollkommen von sich überzeugen konnte. Der Anfang zieht sich zwar noch ein wenig, jedoch wird es mit jeder neuen Seite spannender.

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2.210 Bibliotheken, 69 Leser, 0 Gruppen, 384 Rezensionen

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Berühre mich. Nicht.

Laura Kneidl
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei LYX, 26.10.2017
ISBN 9783736305274
Genre: Liebesromane

Rezension:

Auch wenn sich viele Bücher dieses Genres ähneln, bin ich doch ein sehr großer Fan von New Adult-Geschichten - ganz egal ob von deutschen oder amerikanischen Autoren und Autorinnen. Berühre mich. Nicht. ist mir schon vor Erscheinen durch das wunderschöne Cover aufgefallen. Als es dann von sämtlichen Lesern gelobt wurde und in aller Munde war, wollte ich mich natürlich auch selbst von der Geschichte überzeugen. Berühre mich. Nicht. konnte mich fesseln und unterhalten - komplett nachvollziehen konnte ich den großen Hype aber nicht. 

Erzählt wird aus der Sicht von Sage. Sage ist alles andere als behütet aufgewachsen. Um schlimmen Erinnerungen zu entkommen packt sie ihre Sachen und flieht nach Nevada. Dort ist sie komplett auf sich alleine gestellt, trotzdem ist sie fest entschlossen sich mit dem Beginn ihres Studiums in der fremden Stadt auch ein neues Leben aufzubauen. Leichter gesagt als getan, denn ihre traumatische Vergangenheit scheint sie immer wieder einzuholen und nicht loszulassen. Als sie ihren Job in der Bibliothek antritt, trifft sie auf Luca. Er verkörpert alles, wovor Sage sich so wahnsinnig fürchtet. Doch hinter seiner grimmigen verschlossenen Fassade steckt mehr, als Sage auf den ersten Blick erkennt und so lässt sie ihn langsam in ihr Leben - und in ihr Herz. 

Auf dem ersten Blick scheint Berühre mich. Nicht. alle typischen Klischees des New Adult Genres in sich zu vereinen - ein Mädchen, dass vor ihrer traumatischen Vergangenheit flieht und bei dem Versuch sich ein neues Leben aufzubauen, in den Badboy verliebt.
Doch auch wenn mir diese Klischees natürlich aufgefallen sind, wurden sie dennoch gut umgesetzt. 

Mit Sage brauchte ich einige Zeit, um warm zu werden. Ihr Verhalten in der Gegenwart von Männern fand ich anfangs noch sehr krass und heftig dargestellt. Doch je mehr ich mich mit ihr und ihrer Geschichte beschäftigte und je mehr ich über ihre Vergangenheit erfahren habe, umso mehr konnte ich ihr Benehmen und ihre Ängste nachvollziehen. Ihre Gefühle wurden deutlich geschildert, so dass ich einen guten Einblick bekommen konnte. 
Luca habe ich zwar anfangs noch als Badboy bezeichnet, doch die Beschreibung wird ihm keinesfalls gerecht. Auf den ersten Blick scheint er vielleicht wie der typische Badboy zu wirken - Tattoos, ein großer Frauenverschleiß und die grimmige Miene, die er oft zu Schau trägt deuten immerhin darauf hin - je mehr ich ihn kennenlernte, desto klarer wurde mir jedoch, wie sehr ich mich in ihm getäuscht habe. Luca zieht sich lieber mit seinen Büchern zurück, als auf wilde Partys zu gehen und auch wenn er auf Außenstehende verschlossen wirkt, würde er für die Menschen, die er liebt, alles tun. Auch er wurde in der Vergangenheit verletzt und versucht mit seiner Unnahbarkeit nur sich selbst zu schützen. 

Die Beziehung zwischen Sage und Luca baut sich sehr langsam und gemächlich auf. Sages Ängste stehen den Beiden immer wieder im Weg. Dennoch baut sie langsam vertrauen zu Luca auf und blickt hinter seine Fassade. Die langsame Annäherung der Beiden wirkte auf mich sehr realistisch und authentisch und mit jeder weiteren Seite habe ich mitgefiebert, dass für sie alles gut ausgeht. 

Neben Sage und Luca gibt es dann noch eine Reihe Nebencharaktere, die mir insgesamt alle sehr gefallen haben. Zwar dreht sich die Geschichte hauptsächlich um Sage und Luca, dennoch hatten auch die Nebenfiguren ihre ganz eigenen kleinen Geschichten zu erzählen.

Der lockere und leichte Schreibstil der Autorin hat mich schnell durch die Geschichte getragen, so dass ich kaum gemerkt hatte, dass ich auch schon am Ende angekommen war. Das Ende hat mich jedoch enttäuscht. Der Cliffhanger wirkte gestellt und überdramatisiert. Lieber hätte die Autorin diesem Buch ein paar mehr Seiten geben und es anständig in einem Band beenden sollen, als es unnötig in die Länge zu ziehen. Ich verstehe den momentan Trend im New Adult-Genre, Dilogien zu schreiben, sowieso nicht. Ich lese hier viel lieber Einzelbände als eine ewig lange Liebesgeschichte mit viel Hin und Her. Aber vielleicht täusche ich mich ja auch und der zweite Band ist doch ereignisreich und nötig um die Geschichte von Sage und Luca zu einem anständigen Ende zu bringen?

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Rock Kiss - Ich will alles von dir

Nalini Singh , Patricia Woitynek
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei LYX, 14.07.2016
ISBN 9783736301702
Genre: Liebesromane

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