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Der Welten-Express 1

Anca Sturm , Bente Schlick
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 31.08.2018
ISBN 9783551654113
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Zu einer Zeit, als die Märchen zu Metall wurden und Fabriken sich übers Land erhoben, lebte ein kleiner, aber außergewöhnlicher Junge in sehr, sehr armen Verhältnissen. Zu seinem Glück besaß er drei Dinge: Tapferkeit, Tatendrang und Talent.

 

Mit diesen Worten beginnt der Prolog von Der Welten-Express und allein damit hat die Autorin mich schon vollkommen verzaubert und in ihren Bann gezogen. Ich fand den Einstieg sehr gelungen, der Prolog erklärt einem kurz die Entstehung des Welten-Express‘ und ich fand man fühlte die Magie des Buches von der ersten Seite an.

 

Anschließend lernen wir Flinn kennen und die Geschichte geht richtig los. Die ersten Kapitel haben sich so weggelesen; Flinn war mir unglaublich sympathisch, wie man glaube ich schon merken konnte mag ich den Schreibstil der Autorin sehr gerne und am Anfang geht es ziemlich zügig zur Sache.

Flinn hat nicht viel zu verlieren, als sie mitten in der Nacht auf den Welten-Express aufspringt. Ohne ihren Halbbruder Jonte ist das Leben zuhause öde, in der Schule hat sie kaum Freunde, weil sie „nicht genug Mädchen“ ist und ihre Mutter ist mit ihren restlichen Geschwistern beschäftigt genug. Als sich die Chance bietet Jonte wiederzufinden zögert Flinn also nicht lange.

Auf dem Welten-Express bleibt sie nicht lange unentdeckt: Zuerst läuft sie dem Kohlejungen Fedor in die Arme, der anschließend Madame Florett holt, die vollkommen entsetzt ist, dass Flinn kein Ticket hat – tatsächlich ist sie nämlich die erste blinde Passagierin des Welten-Express, der normalerweise vor den meisten Augen verborgen bleibt. Da Flinn natürlich nicht einfach irgendwo abgesetzt werden kann, wo der Zug einmal in Bewegung ist, erlaubt Schulleiter Daniel, dass sie zwei Wochen mit dem Welten-Express mitreisen darf, bevor sie zurück in ihr Heimat-Kaff Weidenborstel muss. Da sie weder Schüler noch Angestellter im Zug ist, fühlt Flinn sich teilweise nicht wirklich zugehörig, allerdings ändert sich das schnell, sobald sie Pegs und Kasim kennenlernt, die gar nicht so versnobt sind wie die restlichen Schüler.

Man sieht es ja schon an den Namen, die ich gerade genannt habe: Die Figuren kommen aus aller Welt. Logisch bei einem Welten-Express, aber ich war dennoch positiv überrascht von der Diversität der Charaktere.

 

Wie gesagt war mir Flinn durchaus sympathisch, das einzige, was mich manchmal an ihr gestört hat, war, wie sehr sie darauf fixiert war zu betonen, dass sie ein Mädchen ist, denn offenbar wird sie teilweise nicht so wahrgenommen. Was wiederum suggeriert, dass Flinn kein „typisches Mädchen“ ist, beziehungsweise nicht in das gesellschaftlich verankerte Rollenbild Mädchen passt. Dass Flinn ein klasse Charakter ist wird einem beim Lesen schnell klar, deshalb hat es mich schließlich etwas genervt, wenn mal wieder aufgegabelt wurde, dass Flinn anders als andere Mädchen ist – als wäre eines von beidem weniger erstrebenswert. Das ist letztendlich nur eine Kleinigkeit, denn insgesamt mochte ich Flinn sehr gerne, aber gerade durch das ständige Wiederholen ist es negativ hängen geblieben.

Aber nicht nur Flinn mochte ich richtig gerne, auch die meisten anderen Nebencharaktere waren liebevoll gestaltet. Einigen fehlte es an Tiefgang, was schlichtweg der Fülle der Nebencharaktere geschuldet ist und was ich gar nicht mal groß ankreiden möchte, denn immerhin ist es ein Kinderbuch. Besonders viele der Lehrer und das Bordpersonal sind sehr akkurat porträtiert, sie haben ein oder zwei ulkige Charakterzüge oder interessante Namen –  Madame Florett zum Beispiel verdreht immer wieder Wörter und kann sich Flinns Namen, nachdem sie ihn einmal falsch verstanden hat, einfach nicht richtig merken -, aber mehr erfährt man nicht, geschweige denn, dass sie häufig im Buch auftauchen oder relevant für die Handlung sind, mit ein paar Ausnahmen.

Außerdem fand ich es etwas schade, dass von Anfang an klar ist, worauf die Geschichte hinaus läuft und wer der Bösewicht ist. Die Autorin kommt mit wenig Überraschungen um die Ecke, vielmehr wurden die meisten meiner Vermutungen bestätigt. Und ja, Der Welten-Express ist eher für jüngeres Publikum gedacht, aber wenn der Antagonist von der Hauptperson von Anfang an nicht gemocht wird, dann überrascht es einen am Ende wenig, wenn besagte nicht gemochte Person der Bösewicht der Geschichte ist. In der Hinsicht wäre definitiv noch mehr drin gewesen und ich würde mich gerne von dem zweiten Band etwas mehr überraschen lassen.

 

Ein großer Grund, weshalb ich Der Welten-Express überhaupt lesen wollte, war, dass es von einigen mit Harry Potter verglichen wurde und ja, die Parallele liegt tatsächlich nahe. Zwar geht es im Welten-Express eher unterschwellig magisch zu, es gibt etwas, das sich Magietechnologie nennt und ansonsten jedenfalls nichtmagische Unterrichtsfächer, aber nichtsdestotrotz hat es sich manchmal angefühlt, als hätte man Hogwarts in einen Zug verlagert und würde das Schulleben dort abhalten. Und das meine ich keinesfalls negativ, mir hat diese Magie, die zwischen den Seiten steckt und einen manchmal regelrecht anspringt, richtig gut gefallen.

 

Oben habe ich ja geschrieben, dass die Geschichte nach dem Prolog zügig an Fahrt aufnimmt, allerdings wird die Handlung anschließend leider erstmal etwas seichter. Wer ein abenteuerliches, action-reiches Buch sucht, der sollte lieber nicht zu Der Welten-Express greifen. Zwar bietet der Aufhänger der Geschichte – Flinns verschwundener Bruder – eine gewisse Grundspannung, allerdings dauert es sehr lange, bis Flinns Suche wirklich in die Gänge kommt. Der Mittelteil hat sich etwas hingezogen, der Welten-Express wurde erkundet, was auf eine andere Art aufregend war, aber man ist was die Handlung anging nicht voran gekommen. Erst sehr gegen Ende verdichten sich die Hinweise, Vermutungen werden bestätigt und der große Showdown findet statt. Wobei ich sagen muss, dass mich weniger der Showdown an sich, als das was danach kam noch einmal mitgerissen hat, denn plötzlich kam eine kleine Wendung, die ich doch tatsächlich nicht hatte kommen sehen, die aber viel erklärt und die Geschichte für mich wunderbar abgerundet hat.


Fazit?  

Der Welten-Express ist ein interessanter Auftakt, der Lust auf mehr Zeit in diesem magischen Zug macht. Vor allem überzeugen die sympathischen und charakteristischen Figuren, noch viel mehr aber einfach die ganze Atmosphäre der Geschichte. Der Welten-Express ist ein magischer Ort, der einige Sonderseiten bereit hält und den es Spaß macht zu erkunden. Der Spannungsbogen im Mittelteil ist zwar fast schon katastrophal nämlich quasi nicht vorhanden, aber nichtsdestotrotz kommt kaum Langeweile auf, dafür fasziniert der Welten-Express an sich viel zu sehr.

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35 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

175 Tage mit dir

Tina Köpke
Buch: 260 Seiten
Erschienen bei Romance Edition, 05.10.2018
ISBN 9783903130647
Genre: Liebesromane

Rezension:

Der erste Pluspunkt an 175 Tage mit dir und der Hauptgrund, weshalb ich mich so darauf gefreut habe, war die Rückkehr nach Little Springs, Colorado. Denn die Stadt ist mindestens so malerisch wie ihr Name klingt und versprüht einfach diesen gemütlichen Kleinstadt-Flair, den man aus vielen Serien und Filmen kennt. Kurz: Ich liebe Little Springs und in diesen Ort und zu seinen Charakteren zurückzukehren hat wahnsinnig Spaß gemacht. Da Riley sich eine WG mit Harper und Grace teilt, waren die beiden logischerweise häufig mit von der Partei, genauso wie Liam und Jacob, was mir wirklich gut gefallen hat, denn das ist ja das schöne an unabhängigen Folgebänden: Man sieht wie es mit alten, geliebten Charakteren weitergeht.

Während mit Amelia ein neuer Charakter eingeführt wird, konnte man Riley bereits in 125 Tage Leben kennenlernen, wo er bereits äußerst sympathisch war und in dieser Hinsicht hat sich meine Meinung definitiv nicht geändert, sondern vielmehr wurde sie noch einmal bestätigt. Riley ist einfach ein guter Kerl, im Vergleich zu Amelia eher ein ruhigerer Typ und mit seiner freundschaftlichen Art einfach durch und durch sympathisch. Allerdings hat er auch ein kleines  Geheimnis, das ihm ein wenig Probleme bereitet – wie gut, dass er Amelia zur Unterstützung hat. Ich mochte Riley jedenfalls sehr gerne und es wundert mich kaum, dass Amelia seinem Charme langsam aber sicher erlegen ist.

Amelia ist anders als Riley sehr abenteuerlustig und zieht Ärger fast schon magisch an. Sie ist ein wenig draufgängerisch und definitiv keine typische, schüchterne Erzählerin, wie es sie häufig in New Adult Romanen gibt. Amelia genießt das Leben, macht das Beste draus und war insgesamt einfach nur eine coole Socke, die eigentlich einen ganz weichen Kern hat.

Was ich besonders interessant fand, war, dass Amelia bisexuell ist, da dies ein Thema ist, das in Young und New Adult Romanen eher weniger behandelt wird – oder ich lese einfach die falschen Bücher. Abgesehen davon haben Amelia und ihre Schwester zwei Väter, was ebenfalls eine spannende Familienkonstellation war – und eine sehr liebenswerte, denn sowohl Amelias Schwester Taylor, als auch ihre Väter, fand ich allesamt großartig als Nebencharaktere. So gerne ich auch über komplizierte Familien lese, so schön ist es auch, wenn man eine harmonische Dynamik zwischen den Familienmitgliedern erkennen kann.

 

175 Tage mit dir ist mit 258 Seiten recht kurz und ich gebe zu, dass ich zunächst skeptisch war, denn ich habe mich gefragt, wie so wenig Seiten ausreichen sollen um den Charakteren gerecht zu werden. Aber diese Sorge war mehr als unbegründet, denn Amelias und Rileys Geschichte ist nicht sonderlich komplex. Was ich im positivsten Sinne meine und keinesfalls so, wie das gerade klingt. Was ich mit nicht sonderlich komplex meine, ist, dass die beiden keine hundert Hürden überwinden müssen, ihnen werden nicht dauernd durch das Leben Steine in den Weg gelegt, viel mehr begleitet man die beiden dabei, wie sie jeweils eine vergangene Beziehung verarbeiten und an den Erfahrungen wachsen. Sowohl Riley, als auch Amelia, schleppen emotional ein wenig Ballast mit sich herum, den sie aufarbeiten müssen, wobei sie sich teilweise gegenseitig eine tolle Stütze sind, was richtig schön zu lesen war.

 

Was 175 Tage mit dir besonders macht ist vor allem, dass es aus dem typischen Handlungsmuster eines New Adult Romans gerade zu Beginn ausbricht. Zwar sind Riley und Amelia beide im College-Alter, aber besonders bei Amelia bekommt man das nicht so mit, da sie im Augenblick in einer Autowerkstatt arbeitet, um die Zeit zu überbrücken, bis sie weiter studieren darf, nachdem sie von der letzten Uni geflogen ist. Allein schon dadurch werden viele Klischeefallen umgangen, während gerade gegen Ende in einige hinein getappt wird – was aber gar nicht schlimm ist, denn a) kann man schließlich das Rad nicht neu erfinden und b) war das Ende einfach so logisch und stimmig, dass es mir wirklich nichts ausgemacht hat.

Was ich ebenfalls sehr angenehm fand, war (und das ist mir auch schon in 125 Tage Leben aufgefallen) dass man zwar merkt, dass es sich hierbei von der Altersgruppe und auch dem Inhalt um New Adult handelt, man aber nicht mit Sexszenen erschlagen wird, wie ich es leider schon zu oft gelesen habe. Vielmehr wird hier an den richtigen Stellen ein Cut gesetzt, man bekommt keine seitenlangen Beschreibung, die sich gefühlt immer wiederholen, sondern genau die richtige Menge Informationen, dass man sich seinen Teil denken kann, was durchaus angenehm zu lesen war.

 

175 Tage mit dir überzeugt vor allem durch starke Charaktere, wobei besonders Protagonistin Amelia mit ihrer coolen Art einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat. Ihr Gegenstück Riley hingegen ist purer Zucker, man muss ihn einfach gern haben. Ehrlich, das geht gar nicht anders. Letztendlich macht für mich einfach das Gesamtbild das Buch so gut. Mit 258 Seiten ist das Buch kurz und knackig, hat keine Längen, gibt den Charakteren aber genug Raum um sich zu entwickeln und selbstverständlich ist das Setting wieder einmal ein Traum. Auch wenn ihr New Adult eher weniger lest kann ich euch 175 Tage mit dir nur ans Herz legen, denn es ist tatsächlich kein „typischer New Adult Roman“, sondern hält immer wieder kleine Überraschungen bereit, die das Lesen zur reinsten Freude werden lassen. Sonst hätte ich das Buch auch kaum an einem Tag verschlungen, sobald ich es in den Händen gehalten hatte. 

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Miss Daisy und der Tote im Chelsea Hotel

Carola Dunn , Eva Riekert
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 18.05.2018
ISBN 9783746634043
Genre: Historische Romane

Rezension:

Miss Daisy und der Tote im Chelsea Hotel war so ein Buch, das mir ganz zufällig über den Weg gelaufen ist und das ich vor allem aus einem Grund lesen wollte: Es spielt in den goldenen Zwanzigern. Und ich mag Kriminalromane. Die Mischung klang also perfekt für mich und ich wurde nicht enttäuscht. Tatsächlich hat das Buch mich von der Stimmung her an die Serie „Miss Fishers mysteriöse Mordfälle“ erinnert, die ich unbedingt mal weiter schauen muss.

 

Bei Miss Daisy und der Tote im Chelsea Hotel handelt es sich um den zehnten Band einer Reihe. Die vorigen Teile kannte ich nicht und ich habe erst später bemerkt, dass dies nicht der erste Band ist, aber da hat überhaupt nichts gemacht. Ich habe dennoch gut in die Geschichte reingefunden und saß nicht mit hundert Fragezeichen im Gesicht da. Die Reihe ist also definitiv darauf ausgelegt, dass man die Bücher unabhängig voneinander lesen kann, was für mich ein großer Pluspunkt war.

 

Von der ersten Seite an fand ich Daisy als Erzählerin wahnsinnig sympathisch. Sie hat irgendwie ihren ganz eigenen Charme, ist forsch und lässt sich nicht einschüchtern. Dass Daisy ihren ganz eigenen Kopf hat und sehr neugierig ist hat man ziemlich schnell gemerkt und sind Eigenschaften an ihr, die die Geschichte zügig voran getrieben haben. Das Buch ist nicht sonderlich lang, deshalb aber quasi durchgehend spannend. Die Nebencharaktere haben alle ihre kleinen Eigenarten, manche sehr liebenswert, andere fast schon nervig, aber insgesamt gefielen mir die Charaktere in diesem Buch ziemlich gut, besonders ein paar der Hotelgäste und -angestellten fand ich grandios.

Wie gesagt bin ich vor allem durch das historische Setting auf das Buch aufmerksam geworden und dieses hat mich auch nicht enttäuscht. Seit ich vor ein paar Jahren in der Schule The Great Gatsby gelesen habe finde ich die goldenen Zwanziger irgendwie wahnsinnig interessant und bei Miss Daisy hat sich das vor allem in der Art der Verfolgungsjagd widergespiegelt und anhand der Mittel, die zur Ermittlung und Verfolgung zur Verfügung standen.

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53 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

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Royal Temptation

April Dawson
E-Buch Text
Erschienen bei LYX.digital, 07.06.2018
ISBN 9783736308169
Genre: Liebesromane

Rezension:

Ich weiß im Nachhinein wirklich, wirklich nicht, was ich mir dabei gedacht habe dieses Buch anzufragen. Es war – wie mit den meisten Büchern bei mir – eine spontane Entscheidung, der Klappentext hat mich angesprochen und von der Autorin wollte ich schon länger einmal etwas lesen. Ich steckte in einer absoluten Contemporary Phase, in der ich einfach nur leichte Lektüre wollte. Die hier war mir allerdings etwas zu leicht und Royal Temptation ist vorerst vermutlich dann auch das letzte Buch, das ich von April Dawson zur Hand nehmen werde, denn es hat mir kaum gefallen. Das einzig Gute? Das Buch ist nicht sonderlich lang, denn mehr Seiten hätte ich vermutlich auch nicht ausgehalten. Eigentlich hätte der Titel ja schon Warnung genug sein müssen, aber hey, wir machen alle mal Fehler, nicht wahr?

Für mich war Royal Temptation jedenfalls von quasi der ersten Seite an ein Reinfall. Nicht nur, dass es unglaublich vorhersehbar war und einige gängige Klischees benutzt, es hat sich nicht im geringsten so angefühlt, als könnte irgendetwas davon real sein. Das Ganze hat sich für mich so gestelzt und konstruiert gelesen, dass ich einfach keinen Spaß an der Geschichte hatte. Dazu kommt, dass ich Kylie nicht wirklich leiden kann und Niall auch nicht viel abgewinnen konnte, denn mein Gott, wenn die beiden etwas nicht konnten, dann miteinander zu reden und ehrlich, nichts regt mich mehr auf, als wenn Probleme leicht aus der Welt zu schaffen wären, wenn Leute einfach mal miteinander reden würden und es aber einfach nicht tun. Warum? Ich war wirklich, wirklich genervt davon, wie Kylie und Niall umeinander herum getanzt sind und gerade dass Kylie ihm nicht einmal sagen wollte, dass sie schwanger ist, hat mir überhaupt nicht gefallen und fand ich einfach nur unfair von ihr. Weiterhin hatte diese ganze royale Geschichte für mich einfach nicht ihren Reiz, wieder aufgrund der vielen Klischees. Und schließlich war es dann gegen Ende das ganze (unnötige) Drama und der Kitsch, der mich immer wieder hat mit den Augen rollen lassen.

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Clean

Juno Dawson , Christel Kröning
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 28.06.2018
ISBN 9783551583826
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Wie man sich denken kann ist Clean kein Buch das spurlos an einem vorbei geht, eher im Gegenteil. Gerade zu Anfang wird man regelrecht ins kalte Wasser geschmissen und bekommt Lexi von ihrer schlechtesten Seite zu sehen. Man erlebt sie an ihrem Tiefpunkt, den sie selbst nicht einmal als solchen erkennt. Zugegeben: Nach den ersten Kapiteln habe ich gedacht, dass das Buch vielleicht doch nicht so wirklich meinen Geschmack trifft. Gerade über Lexis kalten Entzug zu lesen war unangenehm und unbequem. Juno Dawson beschönigt in diesem Buch nichts, was einerseits der Reiz des Ganzen ist, gleichzeitig natürlich aber auch nicht ohne zu lesen.

 

Erzählt wird Lexis Geschichte in zehn Schritten, die sie durch den Entzug begleiten, angefangen mit: Ich gebe zu, dass ich ein Probleme habe.

Und so ging es immer weiter, mit jedem Schritt merkt man, dass Lexi etwas lernt, über sich selbst und ihr Leben. Nach und nach versteht man immer mehr, warum Lexi so ist, wie sie nun einmal ist, wie sie in die Drogensucht reingerutscht ist. Je mehr ich über Lexi erfahren habe, desto mehr mochte ich sie. Ohne, dass ich es so wirklich gemerkt habe, ist sie mir ein kleines wenig ans Herz gewachsen. Nach dem Anfang hätte ich es nicht erwartet, aber das Buch war überraschend hoffnungsvoll und hat mich emotional zwar mitgenommen, aber nicht runtergezogen. Die Grundstimmung war durchaus positiv, selbst durch Lexis unschönere Momente durch und das war es, was ich an dem Buch fast am meisten gemocht habe.

 

So gerne ich Lexi letztendlich auch mochte, über die Nebencharaktere kann ich leider nicht dasselbe sagen. Was nicht daran liegt, dass es schlechte Nebencharaktere waren, sondern vielmehr, dass ich das Buch vor knapp zwei Wochen beendet habe – es war super warm draußen und mein Gehirn war bisher nicht fähig eine halbwegs ordentliche Rezension zusammenzuschustern, okay? – und ich kann mich an ungefähr zwei erinnern. Keine gute Quote. Es gibt einen ganzen Haufen an Personen, die Lexi in dem Therapiezentrum kennenlernt, alle mit eigenen Problemen. Juno Dawson spricht in Clean viele verschiedene Themen an, zum Beispiel leidet ein Mädchen dort unter einer Essstörung, ein anderes ist transsexuell und magersüchtig und eine weitere Person hat eine Zwangsstörung. Damit werden viele wichtige Themen kurz angerissen, aber eben auch nicht mehr als das. Ich verstehe, dass es vermutlich den Rahmen sprengen würde jedem Charakter so viel Raum zu geben, aber ich konnte mich ehrlich gesagt nicht einmal mehr an die Namen von Lexis neuen Bekanntschaften erinnern, bis auf Brady, der eine etwas größere Rolle für Lexi spielt und dessen Problem ich an dieser Stelle nicht erwähne, weil Spoiler. Das liegt zweifelsohne daran, dass ihre Krankheiten mit Abstand das prägnanteste an den Nebencharakteren waren, ansonsten sind sie recht flach geblieben und sehr austauschbar, wie ich fand.

 

Und da ich Brady gerade schon erwähnt habe, komme ich zu dem Punkt, der mich an der Geschichte eigentlich am meisten gestört hat und das war die Liebesgeschichte. Ich habe selten etwas an Liebesgeschichte auszusetzen. Ich mag es darüber zu lesen, wie Personen sich ineinander verlieben, ich finde das schön. Und trotzdem hätte es für mich an dieser Stelle wirklich nicht sein müssen. Lexi hat den Kopf so voll mit anderen Dingen, die sie auf die Reihe kriegen musste, dass ich teilweise das Gefühl hatte, dass Brady und sein „Problem“ sie unnötig aufgehalten haben. Aber besonders das Ende fand ich einfach unrealistisch und übertrieben und total kitschig und war definitiv der Part des Buches, der mir am wenigsten gefallen hat.

 

Fazit? 

Clean konnte mich in vielerlei Hinsicht nach einem holprigen Start sehr positiv überraschen. Während die Protagonistin Lexi mit der Zeit sehr sympathisch wurde, blieb ein Großteil der Nebencharaktere blass. Nichtsdestotrotz hat Lexis Geschichte mich mitgerissen und dafür gesorgt, dass ich das Buch nur einmal aus der Hand gelegen habe, bevor ich es beendet habe. Ich wollte unbedingt wissen, wie es mit Lexi weitergeht, wie ihr Weg aussieht. Clean ist keinesfalls leichte Kost, aber gleichzeitig hat es mich merkwürdigerweise mit einem guten Gefühl zurückgelassen.

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Save You

Mona Kasten
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei LYX, 25.05.2018
ISBN 9783736306240
Genre: Liebesromane

Rezension:

Obwohl ich grundsätzlich großer Fan von Mona Kasten bin, hat mir der Auftakt ihrer Maxton Hall Reihe nur so mäßig gut gefallen. Ich hatte einige Kritikpunkte, gleichzeitig sind mir die Charaktere irgendwie ans Herz gewachsen und ich habe meine Hoffnungen in den zweiten Band gesetzt – und wurde nicht enttäuscht. Da es sich hierbei um den zweiten Band dieser Reihe handelt, kann ich nicht versprechen, dass es keine Spoiler zu Save Me gibt. 

Da der Klappentext an sich nicht sonderlich vielsagend ist, werde ich euch jetzt die Gründe nennen, weshalb mir Save You um einiges besser gefallen hat als Save Me:

Ruby und James sind beide über sich hinausgewachsen und haben sich weiter entwickelt. Während ich James im ersten Teil noch sehr kritisch gegenüberstand, so komme ich jetzt nicht drum herum zu sagen, dass ich ihn richtig gerne mag. Man merkt, dass er sich bemüht und an sich arbeitet, auch, wenn er gerade zu Beginn hier und da so seine Momente hatte. Allgemein hatte ich das Gefühl, dass dieses Mal die Gefühle zwischen James und Ruby, gerade, da beide unter der Trennung leiden, noch mehr rüberkommen als in Save Me. Ich für meinen Teil habe sehr mitgefiebert und gehofft und mich gefreut, als sie langsam wieder zueinander gefunden haben. Insgesamt bin ich mittlerweile an dem Punkt, an dem ich nur noch möchte, dass die beiden glücklich miteinander werden. Weshalb ich hoffe, dass – und damit komme ich zum zweiten Punkt – der Cliffhanger ihre Beziehung nicht zu sehr auf die Probe stellt. Mit einem Cliffhanger am Ende war zu rechnen und dieser hier war wirklich etwas gemein. Aber hey, immerhin hat er dieses Mal nicht dafür gesorgt, dass ich eine der Hauptpersonen nicht leiden kann und das ist doch was, nicht wahr? Das Buch dreht sich mittlerweile nicht mehr nur um Ruby und James, sondern mit Ember und Lydia haben wir zwei weitere Erzählerinnen bekommen. Gerade letztere hat es mir angetan und die Kapitel aus Lydias Sicht haben mir beinahe am besten gefallen, da sie einfach das meiste Konfliktpotenzial bieten und damit am spannendsten sind. Während Ember dagegen meine Heldin in Sachen body positivity ist (von ihr kann man sich echt eine Scheibe abschneiden) und ich sie insgesamt als Charakter mag, so empfand ich ihre Kapitel dennoch als nicht so wichtig, auch, wenn diese auf den Epilog hingearbeitet haben, der noch einmal Spannung bezüglich des nächsten Bandes aufbaut. Aber nicht nur über Lydia und Ember erfährt man in diesem Band mehr, auch Rubys Freundin Lin wird ein bisschen wichtiger, man bekommt mehr Hintergrund. Insgesamt hat mir die Freundschaft zwischen den Mädchen einfach richtig gut gefallen, besonders zwischen Lydia und Ruby. 

Allerdings habe ich auch nach wie vor noch ein paar Kritikpunkte. Zum einen finde ich es schade, dass man recht wenig von James‘ Freunden zu sehen kriegt, beziehungsweise, dass diese dadurch zum Teil recht unsympathisch bleiben. Besonders Cyril kann ich nicht viel abgewinnen, was Wren angeht bin ich ein wenig skeptisch und von Alistair und Keshav hätte ich einfach gerne mehr gesehen, da im ersten Band bereits ein paar Sachen angedeutet worden sind, die in Save You nicht großartig weiter aufgegriffen wurden. Was mich aber fast am meisten stört und mir einfach unlogisch erschien war das Verhalten einer Person am Ende, worauf ich jetzt aus Spoiler-Gründen nicht weiter eingehen werde, aber sagen wir mal, dass ich fassungslos vor meinem Buch saß, weil mir das Verhalten so out of character vorkam. Ich hoffe sehr, dass man dazu im nächsten Band noch ein paar Erklärungen bekommen wird.

 

Fazit?

Man hat es ja schon an dem Titel des Beitrags gesehen: Mir persönlich hat der zweite Band viel besser gefallen als der erste. Ein bisschen weniger High Society Drama, die Geschichte wurde gemächlicher und für mich damit realistischer. Ruby und James sind mir noch mehr ans Herz gewachsen, aber meine liebste Person in diesem Buch war denke ich auf jeden Fall Lydia, von der ich hoffe, dass wir im nächsten Teil noch viel mehr sehen werden – ich bin jedenfalls wahnsinnig gespannt auf das Finale dieser Reihe!

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24 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

Queens of Geek

Jen Wilde
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Swoon Reads, 20.03.2017
ISBN 9781250111395
Genre: Sonstiges

Rezension:

Queens of Geek ist so eine Geschichte, in der ich mich von der ersten Seite an total wohl gefühlt habe, einfach, weil sowohl Taylor, als auch Charlie super sympathisch waren und es schlichtweg sehr leicht gefallen ist sich mit den beiden (aber besonders mit Taylor) zu identifizieren.

Erzählt wird das Buch aus den Sichten von beiden Mädchen und man verfolgt zwei Handlungsstränge, da sich die Wege der Freunde auf der SupaCon meistbietend trennen. Während Charlie sich mit ihrem Ex-Freund Reese herumschlagen darf, den sie am liebsten nie wieder sehen würde und gleich ins nächste Beziehungschaos stolpert, hat Taylor damit zu kämpfen, dass sie die Gesamtsituation nicht überfordert, denn sie ist ein sehr introvertierter Mensch und große Menschenmassen sind eher nicht so ihr Ding – trotzdem lässt sie sich die SupaCon davon nicht ruinieren und wächst in gewissen Situation immer wieder über sich selbst hinaus, besonders, da sie sieht, dass mit ihren Ängsten nicht alleine dasteht.

„Let’s say…“ She pauses, looking back at me. „Let’s say someone is terrified of heights, and in order to get out of the house every day she has to walk across a tightrope from fifty stories up. Everyone would say ‚Oh, she’s so brave. She faces heights every day.‘ That’s what we do. We walk a tightrope every day. Getting out the door is a tightrope. Socializing is a tightrope. Things that most people consider to be normal, daily parts of life are the very things we fear and struggle with the most, and yet here we are, moving forward anyway. That’s not weak.“ She reaches out and takes my hand. „We are the brave ones.“

Etwas, das mir an dem Buch besonders gut gefallen hat, ist, dass die Autorin mit ihren Hauptpersonen verschiedene Themen anspricht und repräsentiert. Wie gesagt hat Taylor mit ihrer anxiety zu kämpfen (irgendwie habe ich das Gefühl die deutsche Übersetzung „Angst“ drückt nicht ganz das aus, was damit gesagt werden soll, weswegen ich das englische Wort an dieser Stelle einfach mal stehen lasse – oder jemand verrät mir eine passendere Übersetzung, ich stehe nämlich echt auf dem Schlauch :)) und ist etwas dicker, was ihr an der einen oder anderen Stelle auch um die Ohren gehauen wird und sie zwar ärgert, weil es hinter ihrem Rücken passiert, aber grundsätzlich Taylor mag sich so wie sie ist, was ich toll fand. Auch wenn sie (wie vermutlich jeden) hier und da auch mal Selbstzweifel quälen, insbesondere, weil sie sich nicht „weiblich“ anzieht und kurze Haare hat. Aber dafür hat sie wiederum ihre Freunde, die ihr den Rücken stärken, die drei sind wirklich großartig zusammen.

„Besides, there’s no way to be a girl, Tay. You don’t need to fit yourself into what society tells uns a girl should be. Girls can be whoever they want. Whether that’s an ass-kicking, sarcastic, crime-solving FBI agent or a funny, gorgeous, witty beauty queen – or both at the same time.“ She swings an arm around me and pulls me in. „Are you happy the way you are? Are you comfortable? Do you feel like yourself?“ The corner of my mouth lifts into a half smile. „Yes. Yes. And yes.“

Aber nicht nur die Freundschaft zwischen Charlie, Jamie und Taylor fand ich toll, auch, wie gerade Taylor und andere Mädchen, die sie auf der SupaCon kennenlernt, sich gegenseitig unterstützen, obwohl sie eigentlich das gleiche Ziel haben und in dem Sinne Konkurrenten sind.

Charlie ist bisexuell und  versteckt das auch nicht – auch nicht vor ihrem (Ex-) Freund, der dafür nicht so ganz viel Verständnis hat und ein wenig Blödsinn von sich gibt, woraufhin Charlie so reagiert:

„You can’t pick and choose whose equality you support. That’s not equality.“

Und womit sie vollkommen Recht hat. Obwohl ich Taylor ein wenig lieber mochte, weil ich sie besser verstehen konnte, war Charlie nichtsdestotrotz ein liebenswerter Charakter, der einerseits vor Selbstvertrauen nur so strotzt und dann wieder ganz verletzlich sein konnte.

Die Liebesgeschichten – die ja schon auf dem Cover angekündigt werden und eindeutig der Fokus des Buches sind – sind herrlich herzerwärmend und zuckersüß. Mir ist an der ein oder anderen Stelle jedenfalls immer mal wieder das Herz aufgegangen, auch, wenn mir Charlies Handlungsstrang vielleicht doch etwas zu schnell vorangeschritten ist. Allerdings spielt das Buch eben nur über das eine Wochenende und während ich es durchaus realistisch finde, dass Freunde über ihren Schatten springen und zueinander finden, so hat sich Charlie für meinen Geschmack etwas zu schnell in ihre Angebetete verliebt.

Fazit? 
Obwohl ich das Buch an einem Tag verschlungen habe und sehr, sehr gerne mochte, ist es irgendwie kein fünf Sterne Buch für mich – aber fragt mich nicht wieso, ich kann es nicht so wirklich benennen. Es gibt hier und da Kleinigkeiten, die mich zwar nicht wirklich stören, mir aber aufgefallen sind. Nichtsdestotrotz bietet  Queens of Geek neben grandioser, nerdiger Unterhaltung vor allem eine schöne Präsentation von Freundschaft, (Selbst)Liebe und so viel mehr und ist damit für mich eine klare Empfehlung.

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Geekerella: A Fangirl Fairy Tale

Ashley Poston
E-Buch Text: 320 Seiten
Erschienen bei Quirk Books, 04.04.2017
ISBN 9781594749506
Genre: Sonstiges

Rezension:

Wie man auf dem Bild sieht habe ich  Geekerella als Hörbuch gehört und auch wenn es ein zwei Patzer darin gab, so war das Buch dennoch ein tolles Hörerlebnis. Die Geschichte wird sowohl aus Elles, als auch aus Dariens Sicht erzählt, was überraschend für mich war, mir aber richtig gut gefallen hat, denn  Geekerella ist so ein Buch das von Missverständnissen lebt. Es war einfach nur wahnsinnig komisch ein Kapitel aus Elles Sicht zu lesen, nur um im nächsten dann aus Dariens Perspektive zu erfahren, dass er ein Gespräch oder eine Situation ganz anders wahrgenommen hat (oder eben andersherum). Gerade die Szenen, als die beiden gegen Ende des Buches zum ersten Mal in echt aufeinander treffen und nicht nur virtuell fand ich großartig. Die Geschichte war nämlich nicht nur im Hinblick auf die Erzählperspektiven eine Überraschung für mich, sondern auch in der Hinsicht, dass das Buch sehr viel weniger auf der ExcelsiCon spielt, als der Klappentext vermuten lässt. Außerdem bietet das Buch handlungstechnisch auch ansonsten wenig Überraschungen bereit, was aber in Anbetracht dessen, dass es eine lose Nacherzählung von Cinderella auch nicht weiter verwunderlich – und nicht schlimm! – war. Denn Spaß hatte ich beim Hören definitiv dennoch, Elle ist ein wahnsinnig sympathischer Charakter, deren Leidenschaft für  Starfield einem so bekannt vorkommt, dass man sich selbst zumindest in dem Punkt ganz wunderbar in ihr wiederfinden kann. Darien war auch nicht unsympathisch und hat mich mit seiner Art öfter Mal zum Lachen gebracht, aber auf der anderen Seite war er teilweise einfach so erschreckend arrogant, dass einem das Lachen auch wieder verging.
Insgesamt überzeugt  Geekerella einfach durch seinen Charme – man findet sich einfach in Elle und dem Fandom, trotz, dass es fiktiv ist, irgendwie wieder, was einen Großteil des Spaßes an der Geschichte war.

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374 Bibliotheken, 15 Leser, 0 Gruppen, 114 Rezensionen

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Die letzte erste Nacht

Bianca Iosivoni
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei LYX, 25.05.2018
ISBN 9783736307179
Genre: Liebesromane

Rezension:

Die letzte erste Nacht ist der mittlerweile schon dritte Teil der Firsts-Reihe und meine Güte, was habe ich mich im Vorfeld auf TNT gefreut. Tate und Trevor lernt man bereits in den beiden Vorgängern kennen und dort fand ich sie richtig cool und war so gespannt auf ihre Geschichte. 

Ihr könnt euch bestimmt denken, was folgte, nachdem man sich so auf ein Buch freut: Nämlich die große Ernüchterung, nachdem ich das Werk dann endlich in den Händen gehalten hatte. Es war nicht so, dass ich Tate und Trevor nicht mochte, aber ich kann eben auch nicht leugnen, dass sie mir ein wenig auf die Nerven gingen. Besonders die rund ersten einhundert Seiten drehen die beiden sich immer wieder im Kreis und bei bestimmten Gedankengängen hatte ich das Gefühl ich hätte sie bereits drei Mal gelesen. Dieses hin und her aus die beiden wollen einander, geben nach und stoßen den anderen wieder weg hat sich mir persönlich zu lange hingezogen. Gerade Trevor hat sich bei mir mit seinem Verhalten Tate gegenüber unbeliebt gemacht. Es ist nicht so, dass seine Handlungen nicht teilweise nachvollziehbar gewesen wären, aber dennoch konnte ich es auch nicht wirklich gutheißen, dass er einerseits versucht Tate auf Abstand zu halten und gleichzeitig nicht loslassen kann. Klar, das war der ganze Clou an der Sache, aber gestört hat es mich dennoch. Tate war in anderer Hinsicht leider nicht besser, ihre selbstzerstörerische Art hat sich mir nicht so ganz erklärt und hat dafür gesorgt, dass ich Tate zwischenzeitlich einfach nicht so gut verstanden habe und dementsprechend stellenweise nicht allzu gerne mochte. 

 Ich hätte Tate und Trevor so so gerne lieber gemocht, als ich es tue, aber irgendwie hat es mit den beiden einfach nicht Klick gemacht. Trotz, dass Tate und Trevor sich seit zwei Jahren kennen hatte ich nicht das Gefühl, dass sie sich wirklich kennen und auch nicht sonderlich gut kennenlernen, sondern dass es meistbietend mehr um das Körperliche ging, gerade aus Tates Sicht. Gefühle zwischen den beiden kamen für mich einfach nicht rüber. Außerdem habe ich das vermisst, was TNT vorher ein wenig ausgemacht hat und das ist diese Bissigkeit und Kabbeleien, von denen es in Die letzte erste Nacht nicht sonderlich viele gab. 

Was mir wiederum gut gefallen hat war der Aufhänger der Geschichte an sich. Dass Tates Bruder gestorben ist und sie sich mit der Lösung der Polizei nicht zufrieden gibt erfährt man bereits aus dem Klappentext, ebenso wie dass Trevor etwas vor Tate verbirgt. Die Verbindung herzustellen war nicht schwer und ich habe gehofft, dass in dieser Hinsicht nicht alles so offensichtlich sein würde wie auf den ersten Blick – in der Hinsicht wurde ich allerdings enttäuscht. 

Kurz vor Ende dann war ich mir sicher, dass ich mit keinem guten Gefühl aus dem Buch herausgehen würde, dafür war einfach zu viel passiert, als dass ich fand, dass Tate und Trevor noch gut zusammengepasst hätten. Allerdings haben die letzten Seiten es irgendwie doch geschafft die ganze Geschichte so abzurunden, dass es mir gefiel. Es war nicht so übereilt wie erwartet, mit ein paar Zeitsprüngen, die alles realistischer gemacht haben. 

Fazit? 

Für mich der bisher schwächste Band der Firsts-Reihe, was nicht heißt, dass ich nicht schon trotzdem gespannt auf den abschließenden Teil bin, der im November erscheint und sich um Mason und Grace drehen wird, die ein paar Auftritte hier hatten. Tate und Trevor haben mich aber einfach nicht packen können, mich nicht überraschen können. 

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

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Beyond a Darkened Shore

Jessica Leake
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 17.05.2018
ISBN 9780062666260
Genre: Sonstiges

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23 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

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Nova und Avon 2: Avons Rückkehr

Tanja Voosen , Petra Hämmerleinova
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 30.04.2018
ISBN 9783551653826
Genre: Kinderbuch

Rezension:  
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22 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

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In the Afterlight

Alexandra Bracken
Fester Einband: 544 Seiten
Erschienen bei DISNEY PR, 28.10.2014
ISBN 9781423157526
Genre: Sonstiges

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51 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

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Leah on the Offbeat

Becky Albertalli
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Penguin, 03.05.2018
ISBN 9780241331057
Genre: Sonstiges

Rezension:

Mir war gar nicht klar wie sehr ich mich auf dieses Buch gefreut habe, bis ich Leah on the Offbeat in den Händen gehalten habe. Wie gefühlt die ganze Welt fand ich Albertallis Simon vs the Homo Sapiens agenda großartig. Dennoch, war ich zunächst etwas skeptisch, denn ich fand Leah in Simons Geschichte gar nicht einmal sonderlich interessant oder sonderlich sympathisch als Charakter – etwas, das ich nach dem Lesen dieses Buches definitiv anders sehe

Angefangen habe ich Leahs Geschichte als Hörbuch, habe aber bereits am nächsten Tag das Buch in der Buchhandlung entdeckt und konnte es dann einfach nicht nicht kaufen, weshalb ich anschließend weiter gelesen und nicht gehört habe – wobei ich das Hörbuch trotzdem empfehlen kann, ich hatte richtig Spaß damit! Leah on the Offbeat ist nur einfach so ein Buch für mich, in das ich Klebezettel stecke und Zitate markiere und das geht bei einem Hörbuch nun einmal nicht, weshalb ich froh bin, dass ich das Buch im Regal stehen habe.

I swear, people can’t wrap their minds around the concept of a fat girl who doesn’t diet. Is it that hard to believe I actually like my body? (p. 14.)

Was body positivity und Selbstliebe angeht ist Leah absolut meine Heldin. Ich fand sie großartig, wirklich. Das oben ist eines der Zitate, das bei mir hängen geblieben ist, weil es einfach so wahr ist. Hier folgt ein weiteres, bei dem ich kurz mit dem Lesen gestoppt und drüber nachgedacht habe, wieder, weil es einfach so wahr ist:

It’s like it doesn’t even matter if I like my body, because there’s always someone there to remind me I shouldn’t. You’re not fat. You look amazing. Because fat is the opposite of amazing. Got it. Thanks, Jenna’s friend! (p. 123)

(Kurzer Kontext zu dem Zitat: Das „You’re not fat. You look amazing.“ hört Leah aus einer Umkleidekabine neben sich.)

Leah ist dick, ja, aber das ändert nichts daran, dass sie mit sich selbst zufrieden ist und dass sie so ist wie sie ist und das ist nun einmal eine sehr unterhaltsame Protagonistin, in die man sich super hineinversetzen kann. Leah kann sehr bissig sein, aber auf keine unangenehme Art, sie sagt ihre Meinung und steht dafür ein, selbst, wenn sie sich deshalb mit Freundinnen verkracht. Weiterhin schadet es nicht, dass die Autorin auf zahlreiche Popkultur Dinge eingeht, wie zum Beispiel Harry Potter oder auch Hamilton.

Besonders schön fand ich auch Leahs Beziehung zu ihrer Mutter. Die beiden sind zum einen ein witziges Duo, aber es steckte noch mehr dahinter. Obwohl nicht immer alles rund läuft bei den beiden, merkt man, dass sie sich eigentlich lieb haben und das über den kleinen Streitereien oder Gemeinheiten steht, die einem nun einmal ab und an rausrutschen.

Ein weiteres Highlight waren die Nebencharaktere, die man zum Teil schon aus Simon vs the Homo Sapiens agenda kennt und dort lieben gelernt hat, allen voran natürlich Simon, aber auch Bram und Abby. Lediglich Nick mochte ich nicht so gerne, muss ich sagen, aber das ist auch eher nebensächlich und hat dem Buch für mich keinen Abbruch getan. Aber auch neu eingeführte Charaktere wie Garrett waren super sympathisch und all diese Charaktere wiederzusehen und die neuen kennenzulernen war einfach nur richtig schön und hat total Spaß gemacht, weil es sich ein bisschen wie nach Hause kommen angefühlt hat.

Wie im Klappentext erwähnt stehen die Hauptpersonen kurz vor ihrem Schulabschluss, womit einige Ängste und Ungewissheiten verbunden sind, die man, wie ich finde, sehr gut nachvollziehen konnte. Einerseits die Frage, wohin es einen selbst verschlägt, aber auch, dass man nicht weiß, wie sich Freundschaften und Beziehungen entwickeln, ob sie halten oder man sich auseinanderlebt. Ich denke immer, dass das bei mir noch gar nicht so lange her ist, aber dann fällt mir immer ein, dass ich schon im vierten Semester bin und die Schulzeit also doch schon länger her ist als es sich anfühlt. Nichtsdestotrotz sorgt dieser Aspekt in einer Geschichte immer dafür, dass ich die Charaktere besonders gut verstehe und mit ihnen mitfiebere.

Leah on the Offbeat ist einfach ein Buch, das zum einen ein paar wichtige Themen anspricht, aber wieder einmal hat die Autorin diese auf eine so witzige und herzerwärmende Weise verpackt, dass das Lesen einfach nur Spaß macht und man gar nicht möchte, dass das Buch vorbei ist. Von mir aus hätte es auch ruhig noch ein wenig länger sein können.
Ich habe persönlich noch nicht viel über bisexuelle Charaktere gelesen, kann mich zumindest im Augenblick an kein Buch erinnern, weshalb dieser Einblick in Leahs Leben umso spannender war, beziehungsweise in Abbys, die erst einen kleinen Selbstfindungsprozess durchlaufen muss.

Fazit? 
Ich zähle  Leah on the Offbeat ab sofort zu meinen Lieblingsbüchern und es wird sicher nicht das letzte Mal gewesen sein, dass ich dieses Buch gelesen habe. Genau genommen habe ich direkt nachdem ich es beendet habe noch einmal von vorne angefangen, so gut war es. Muss ich noch eine extra Leseempfehlung aussprechen? Ich glaube nicht, denn diese halbe Liebeserklärung und die Bewertung sprechen denke ich für sich.

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348 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 52 Rezensionen

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Soul Mates - Ruf der Dunkelheit

Bianca Iosivoni
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 18.04.2018
ISBN 9783473585205
Genre: Jugendbuch

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30 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

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The Darkest Minds

Alexandra Bracken
Flexibler Einband: 488 Seiten
Erschienen bei DISNEY PR, 22.10.2013
ISBN 9781423159322
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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230 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 66 Rezensionen

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Sag den Wölfen, ich bin zu Hause

Carol Rifka Brunt , Frauke Brodd
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Eisele Verlag, 23.02.2018
ISBN 9783961610075
Genre: Romane

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29 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

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Children of Blood and Bone - Legacy of Orisha

Tomi Adeyemi
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Macmillan Children's Books, 08.03.2018
ISBN 9781509871353
Genre: Jugendbuch

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14 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

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Scythe

Neal Shusterman
E-Buch Text: 449 Seiten
Erschienen bei Walker Books, 01.02.2018
ISBN 9781406382129
Genre: Science-Fiction

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35 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

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Heartbroken Kiss. Seit du gegangen bist

Anna Savas
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 05.04.2018
ISBN 9783646603934
Genre: Liebesromane

Rezension:

Heartbroken Kiss war ein Buch, das ich überhaupt nicht auf dem Schirm hatte und über das ich eher zufällig gestolpert bin. Obwohl der Klappentext mich nicht vom Hocker gerissen hat, hat er mich irgendwie neugierig gemacht, denn grundsätzlich lese (und schreibe) ich sehr gerne über beste Freunde, die sich ineinander verlieben. Fragt mich nicht wieso, es ist einfach so. 


Da der Klappentext schon recht dramatisch klang (und ein bisschen klischeebeladen), habe ich auch genau das erwartet und selbstverständlich auch bekommen: Drama. Und dann noch mehr Drama. Und dann noch mehr, bis ich kurz davor war meinen Kindle in die Ecke zu pfeffern. 


Nicht falsch verstehen, ich habe nichts gegen dramatische Geschichten und auch nicht, wenn mit Klischees gespielt wird, besonders wenn es darum geht, dass das Buch sich liest wie eine romantische Teenie-Komödie. Ich habe durchaus Bücher gelesen in denen das sehr gut für mich funktioniert hat, aber bei diesem leider nicht. Es wurde die komplette amerikanischer-Teenager-Kiste ausgepackt, die man in jedem zweiten Film/ Serie sieht und die für mich einfach sehr konstruiert wirkte. 


Aber das war es nicht einmal, was mich am meisten aufgeregt hat. Und aufgeregt das habe ich mich tatsächlich so sehr wie schon lange nicht mehr, denn Emma und Henry waren zwar grundsätzlich zwar durchaus sympathische Charaktere, aber gleichzeitig sehr frustrierend. Kommunikation ist für beide ein Fremdwort. Auf den ~350 Seiten reden sie konsequent aneinander vorbei, wenn sie denn miteinander reden oder sprechen einfach nur über belanglose Dinge. Ich konnte das Verhalten der beiden wirklich nur sehr, sehr bedingt nachvollziehen. Ja, gerade wenn es um (vielleicht unerwiderte) Gefühle geht will sich keiner bloßstellen und der/ die Verletzliche sein, aber die beiden kennen sich sechzehn Jahre lang. Emma erzählt immer wieder, dass Henry die Person ist, die sie am besten kennt, der sie alles anvertraut und der sie bedingungslos vertraut. Und dann reden die beiden einfach ein Jahr nicht miteinander? WIESO? Wie gesagt, ein wenig kann ich es nachvollziehen, aber dann wieder... nein. Eine so lange Freundschaft, die einen so großen Teil deines Lebens ausmacht, legst du nicht einfach ein Jahr lang auf Eis und schmollst. Selbst wenn man berücksichtigt, dass die beiden erst sechzehn Jahre und damit recht jung sind, finde ich ihr Verhalten einfach nur kindisch und ich habe mich wahnsinnig, wahnsinnig darüber aufgeregt. Nicht miteinander zu kommunizieren ist eines der frustrierendsten Dinge, die zwei Charaktere tun können. Außerdem frage ich mich immer noch, wie sie ein Jahr ihren Familien vorspielen konnten alles wäre in Ordnung zwischen den beiden, wo beide ein gutes Verhältnis zu den Eltern haben und die Eltern jeweils sehr gut befreundet sind, aber das ist eine andere Geschichte. 


Handlungstechnisch bietet das Buch leider keinerlei Überraschungen, was passiert und weshalb ist leider schrecklich offensichtlich und das von Anfang an. Die Autorin verwendet gängige Klischees, deren Ausgang man bereits kennt, was mir ein wenig die Lust am Lesen genommen hat, denn es macht einfach keinen Spaß, wenn man glaubt genau zu wissen, was passiert und dann passiert genau das. 


Der Schreibstil der Autorin liest sich flüssig und auch wenn ich persönlich kein großer Fan von Ausrufezeichen bin (zumindest nicht, wenn sie andauernd im Text auftauchen), so hat das doch meinen Lesefluss nicht gehindert und ich hatte das Buch innerhalb kürzester Zeit durch. Lediglich die wörtliche Rede und die Reaktionen der Charaktere wirkte teilweise etwas gestelzt auf mich, zum Beispiel als Emma mit ihrem Freund Schluss macht und er sagt: "Scheiße, Mann! Dann halt nicht!" 

Als ich mir diese Szene mit dem Wortwechsel vorgestellt habe, musste ich fast lachen, weil es in meinem Kopf irgendwie doch sehr absurd klang. 


Außerdem neigt die Autorin dazu einem sehr viele kleine Informationen vorzusetzen, die sehr nebensächlich sind und auf den Seiten viel Raum einnehmen, die für den Leser aber eigentlich vollkommen irrelevant sind, da sie danach nicht weiter aufgegriffen werden. Was interessiert mich (nur um ein Beispiel zu nennen) Emmas weitere familiärer Hintergrund, wenn ihre Oma nur in einer einzigen kleinen Szene auftaucht und diese wenig Konfliktpotenzial bietet? Danach wird die Frau nie wieder erwähnt. 


Was mir wiederum gut gefallen hat waren die Rückblicke, die durch das ganze Buch verstreut sind und durch die man etwas mehr über Emma und Henry und ihre Freundschaft erfährt. Nur dadurch kann man ein wenig nachvollziehen, was die beiden eigentlich zusammenschweißt, weshalb ich diese Szenen mit Abstand am liebsten gelesen habe. 


Fazit? 
Leider mehr Enttäuschung als alles andere. Die Charaktere haben mich beinahe konstant aufgeregt, da ich ihren Hang zu Nichtkommunikation einfach nicht nachvollziehen konnte und wollte. Wen das nicht stört und wer eine vorhersehbare, lockere Unterhaltung für Zwischendurch braucht, für den könnte  Heartbroken Kiss etwas sein - ansonsten kann ich es wirklich nicht empfehlen. 

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

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Der Buchhalter von Auschwitz

Reiner Engelmann
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei cbj, 26.03.2018
ISBN 9783570165188
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Nachdem man im Geschichtsunterricht gefühlt die halbe Schulzeit lang den zweiten Weltkrieg mehr als ausführlich behandelt hat, hätte ich nicht gedacht, dass es mich je wieder zu einem Buch mit diesem Thema ziehen würde - allerdings hat der Unterricht in der Oberstufe anscheinend doch eine prägendere Wirkung auf mich gehabt, als zunächst gedacht, denn als ich über dieses Buch gestolpert bin, war für mich ziemlich schnell klar, dass ich es unbedingt lesen wollte, da ich die Schuldfrage nicht uninteressant finde. 


Bereits im Vorwort wirft der Autor einige Fragen auf, wie zum Beispiel ob es reicht sich lediglich moralisch schuldig zu fühlen - eine Aussage Grönings -, wo Beihilfe einen strafrechtlicher Tatbestand  erfüllt oder was für ein Zweck überhaupt dahinter steht ehemalige SS-Männer erst jetzt, in hohem Alter, auf die Anklagebank zu setzen. Wieso wurden diese Männer nicht bereits viel früher verurteilt? Und kann man sie jetzt nicht einfach ihr Leben leben lassen, Jahrzehnte später? 


Auch wirft er einen Gedanken auf, an den ich mir gleich einen Klebezettel geheftet habe, denn darüber habe ich mir tatsächlich nie Gedanken gemacht: 

Noch ein weiterer Punkt muss klargestellt werden. In unserem sprachlichen Alltag neigen wir gerne dazu, all jene, die in Konzentrationslagern eingesperrt waren, als Häftlinge zu bezeichnen. Der Begriff "Häftling" impliziert jedoch, dass jemand eine Straftat begangen hat und deswegen inhaftiert ist. [...] Es waren Verbrechen an unschuldigen Menschen. (S. 11/12)


Den Gedanken fand ich gut, allerdings ist mir dann ziemlich schnell aufgefallen, dass der Autor das Wort Häftling das gesamte Werk durch weiterhin verwendet. Warum man ein Wort, das man kritisiert, weil es einen negativen Beigeschmack hat, nicht ersetzt, hat sich mir nicht so ganz erschlossen. Aber gut, weiter im Text.


Das Buch besteht aus drei Teilen. Der erste beschäftigt sich mit dem Leben des Oskar Gröning, allerdings auch nur mit dessen Jugend und anschließend mit Gröning im hohen Alter. Etliche Jahrzehnte seines Lebens werden nicht beleuchtet.

Dafür spricht der Autor in einem Viertel des Buches von dem Leben der Éva Fahidi, einer ungarischen Jüdin, die nach Auschwitz kam und dort ihre Familie verlor. Gröning und Fahidi hatten persönlich nie etwas miteinander zu tun, weshalb der zweite Abschnitt zwar einen erschreckenden Exkurs darstellte, mit dem Thema des Buches - nämlich der Schuld des Oskar Gröning - nur wenig zu tun hatte. Der dritte Abschnitt schließlich beschäftigt sich dann mit dem Prozess von 2015 und dem Urteil und war für mich persönlich der spannendste Part.


Was mir vermehrt beim Lesen aufgefallen ist, ist, dass sich teilweise Passagen im Text dem Wortlaut nach sehr ähnlich wiederholen, was ich nicht so schön fand, da sich dadurch bei mir recht schnell eine Ja-ich-weiß-du-musst-mir-nicht-alles-drei-Mal-sagen-ich-bin-nicht-doof-Einstellung eingestellt hat. Zumal es mich zunächst vor allem irritiert hat, da ich mich gefragt habe, woher dieses Déjà-vu kommt.


Und schließlich sind mir am bittersten aufgestoßen Formulierungen wie (nur um ein paar Beispiele zu nennen) »offenbar hatte keiner von ihnen Skrupel, dort ein ausgelassenes Leben zu führen« (S. 42) oder »Es schien ihn emotional nicht zu berühren.« (S.158). Das impliziert für mich, dass der Autor den Personen in den Kopf schauen konnte, weiß, was sie denken - was nun einmal nicht der Fall ist. Das kann er schließlich gar nicht. Engelmann schreibt dieses Buch mit dem Hintergrund von Interviews und Prozessprotokollen. Er ist selbst kein Zeitzeuge, nimmt sich aber heraus der Position dieser zu schreiben und impliziert zu wissen, was sie dachten und fühlten.


Leider bin ich neben den Kritikpunkten, die ich bereits angebracht habe, mit dem Gefühl aus dem Buch herausgegangen, kaum etwas Neues gelernt zu haben. Das Buch behandelt die Ereignisse, die es schildert, recht oberflächlich - in Anbetracht dessen, dass das Werk allerdings für eine jüngere Zielgruppe gedacht ist finde ich dennoch angemessen und ausreichend. Wer kaum etwas über Auschwitz und die Ungarn-Aktion weiß, für den wird das Buch durchaus informativ sein, wer den zweiten Weltkrieg allerdings in der Schule behandelt hat, wird vermutlich kaum etwas finden, das man nicht wusste. Aber trotz, dass das, was der Autor erzählt, nicht neu für mich war, hat er es dennoch geschafft mir wieder einmal vor Augen zu führen, wie schrecklich die Zustände in Auschwitz und anderen Lagern waren - nämlich unvorstellbar. 

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286 Bibliotheken, 12 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

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A Court of Mist and Fury

Sarah J. Maas
Fester Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Bloomsbury USA Childrens, 03.05.2016
ISBN 9781619634466
Genre: Fantasy

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19 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

All the Crooked Saints

Maggie Stiefvater
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Scholastic Press, 10.10.2017
ISBN 9780545930802
Genre: Sonstiges

Rezension:

Maggie Stiefvater ist eine Autorin, die einen ganz besonderen Platz in meinem Leserherz hat, denn Nach dem Sommer ist – wenn wir Harry Potter nun einmal außen vor lassen – eines der ersten Bücher an das ich mich erinnern kann, das ich geliebt habe. Das ich gefühlte hundert Mal gelesen habe und das mich emotional so richtig mitgenommen hat. Dessen Charaktere ich ins Herz geschlossen habe.

Seitdem habe ich einige Bücher der Autorin gelesen, zähle sie immer noch zu meinen Lieblingsautorinnen, obwohl mich nicht jede Neuerscheinung überzeugt. Über All The Crooked Saints wusste ich im Vorfeld nicht viel, da schon wie das Buch geteasert wurde mich nicht so wirklich angesprochen hat und ich mich dementsprechend wenig damit beschäftigt habe. Nach und nach trudelten dann verschiedene Meinungen ein und ich wurde doch etwas neugierig und habe das Buch aus einer Laune heraus dann gekauft – denn hey, es handelte sich erstens um ein Maggie Stiefvater Buch und zweitens hatte ich meine Erwartungen bereits heruntergeschraubt gehabt. Wie schlimm konnte es also schon werden?

Tatsächlich sehr schlimm habe ich das Buch nach zwanzig Seiten erstmal zur Seite gelegt, weil ich keine Lust mehr drauf hatte. Der Einstieg fiel mir nicht leicht, ich fand die ersten Kapitel fast schon verwirrend und habe lange gebraucht, bis ich in die Geschichte hineingefunden habe. Ich bin sicher, dass ich das Buch nicht beendet hätte, wenn ich es nicht zum einen mit Friederike von Buch und Gewitter zusammen gelesen hätte und zum anderen nach hundert Seiten auf das Hörbuch umgestiegen wäre.

Ich habe All The Crooked Saints gegenüber sehr gemischte Gefühle, bin mir auch mit der Bewertung nicht ganz sicher. (Also nicht wundern, falls die sich noch ändert.) Was für mich allerdings feststeht, ist, dass es für mich das bisher schlechteste Werk der Autorin ist.

Maggie Stiefvater hat normalerweise ein Händchen dafür Charaktere zu schaffen, an denen man hängt, die viel Hintergrund haben und die man nach und nach kennenlernen kann – in All The Crooked Saints ist leider das Gegenteil der Fall. Das liegt zum einen daran, dass es einen allwissenden Erzähler gibt, man dadurch also ohnehin schon etwas distanziert wird von den Charakteren, aber auch daran, dass das Buch über sehr viele verschiedene Personen berichtet und das auf nur knapp dreihundert Seiten. Die Charaktere werden einem schlicht und ergreifend vorgesetzt, aber sie werden nicht greifbar und bleiben insgesamt recht flach und eindimensional. Auch die Liebesgeschichte, die sich zwischen bestimmten Charakteren entwickeln soll, ist einfach nur da. Ein klassischer Fall von Instalove. Die Charaktere sehen sich und zack, irgendwas ist besonders an dem anderen und er/sie kann nicht mehr aufhören an sie/ihn zu denken.

Fragwürdig ist außerdem, ob eine so große Besetzung notwendig war, denn gerade viele Nebencharaktere hatten keine wirklich andere Rolle, als einfach da zu sein und erwähnt zu werden. Sogar eine der Hauptpersonen empfand ich einen Großteil des Buches lang als fast schon überflüssig. Mal ganz davon abgesehen, dass ich die meisten nicht auseinander halten konnte und mich immer wieder fragen musste, wer x und y noch einmal waren.

Was der Autorin allerdings wunderbar gelungen ist, ist den Ort, an dem die Geschichte spielt, sehr atmosphärisch und bildlich zu beschreiben. Bicho Raro ist ziemlich abgelegen und gefühlt besteht es lediglich aus den Sorias und Pilgern, die auf ihr zweites Wunder warten. Dank den ausführlichen Beschreibungen hatte man das Setting ziemlich genau vor Augen, was mir gut gefallen hat.

Wie bereits erwähnt wird die Geschichte aus der Sicht eines allwissenden Erzählers geschildert und genau das war fast schon mein größtes Problem mit All The Crooked Saints. Obwohl das Buch mit dreihundert Seiten recht kurz ist, hatte ich permanent das Gefühl, dass einem Informationen vorgesetzt wurden, die für die Geschichte nicht von großer Relevanz sind. Der Erzähler schweift regelrecht ab, was zu Passagen führt, die sich sehr ziehen. Außerdem findet ein stetiger Wechsel zwischen den einzelnen Charakteren statt, es wird zwischen einzelnen Personen hin und her gesprungen, was einen immer wieder aus dem aktuellen Geschehen heraus reißt.

Letztendlich gefällt mir die Idee mit den Wundern sehr gut, auch oder vielleicht gerade weil sie teilweise sehr absurd und schrecklich sein können. Allerdings war es auch mit den Wundern wie mit eigentlich allem anderen an dem Buch: Sie wurden nicht großartig erklärt, sondern waren einfach da. Ein bisschen mehr Hintergrund oder Erklärungen dazu hätte ich schön gefunden, da es mir beim Lesen häufig schwer fällt Dinge einfach als gegeben hinzunehmen, wenn mir ein gefühltes Dutzend Fragen dazu durch den Kopf schießen, auf die ich keine Antwort bekomme.

Der Plot bei All The Crooked Saints ist auch so eine Sache. Ich würde ihn fast schon als nonexistent beschreiben, zumindest das erste Drittel des Buches lang. Dort passiert nämlich wirklich praktisch gar nichts und ich habe lange gebraucht, bis ich gemerkt habe, dass da wohl auch nicht mehr viel kommt und die Geschichte allgemein eher einen gemächlichen Stil hat.

Das größte Plus an dem Buch und der Grund, warum es von mir trotz all meiner Kritik eine recht gute Bewertung bekommen hat, ist definitiv der Sprecher des Hörbuchs. Während ich das Buch beim Lesen eher als trocken und langweilig empfunden habe, so hat sich beim Hören ein ganz anderer Effekt eingestellt: Ich fand das Buch dank des spanischen Akzents, den Stimmen von einigen Charakteren und den Betonungen von Sätzen zu Teilen fast schon komisch und habe das ein oder andere Mal lachen müssen. In dem Sinne bin ich mehr als froh, dass ich auf das Hörbuch umgestiegen bin, denn hätte ich das Buch gelesen – da bin ich mir ziemlich sicher – hätte ich es schlechter bewertet, weil ich einfach keinen Spaß beim Lesen hatte.

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Herz aus Schatten

Laura Kneidl
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 21.03.2018
ISBN 9783551316929
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Wenn ich mich nicht irre - und ich glaube das tue ich nicht - dann habe ich mittlerweile jedes Buch der Autorin gelesen und habe mich gefreut feststellen zu dürfen, dass ich ein neues Lieblingsbuch von Laura Kneidl gefunden habe. Für mich ist  Herz aus Schatten ihr bisher bestes Werk und ich bin schon sehr gespannt was die Autorin in Zukunft noch veröffentlicht, denn bisher gefiel mir fast jedes neue Buch etwas besser als das vorherige. 

In  Herz aus Schatten wird die Geschichte der siebzehnjährigen Kayla erzählt, die eine unglaublich sympathische Protagonistin war. Sie hat, was ihre Aufgabe als Bändigerin angeht, ein paar Zweifel, fühlt sich in ihrer Rolle nicht ganz wohl und ist doch gleichzeitig niemand, der sich davon großartig aus der Ruhe bringen lässt. Kayla steht ein bisschen zwischen zwei Welten, da sie weder mit den Bändigern noch mit deren Gegengruppierung der Wilden Jagd, die es sich zur Aufgabe gemacht haben Monster mit Waffen zu töten, die Kaylas Mutter anfertigt, auf einen Nenner kommt. Kayla vertritt ihre eigenen Ansichten, versucht es sich weder mit den Bändigern noch der Wilden Jagd allzu sehr zu verscherzen und versucht einfach für sich und ihren Schattenwolf den richtigen Weg zu finden, denn dass es so in Praha nicht weitergehen kann, das steht für sie fest, besonders, als die Ereignisse anfangen sich zu überschlagen. Kaylas Art für ihre Ansichten einzustehen und zu kämpfen hat mir wahnsinnig gut gefallen, vor allem, weil sie dabei so menschlich rüberkam, gerade wenn sie nämlich auch mal einen Rückschlag erlebt. 

Neben Kayla, die ich wie gesagt sehr gerne mochte, hat mir aber vor allem das düstere Setting der Geschichte gefallen. Praha ist ein Ort, an dem man wirklich nicht leben möchte, denn die Monster, welche die Stadt einkesseln, sind absolut gruselig und wenn nicht gebändigt auch blutrünstig, wovon auch die Einwohner nicht immer verschont bleiben, da die Bändiger logischerweise nicht immer überall sein können. Dazu kommt, dass die Stadt sehr zwiegespalten ist, da die Einwohner einerseits auf den Schutz durch die Bändiger angewiesen sind, die Bändiger andererseits teilweise einfach ein wirkliches arrogantes Pack sind und sich sehr viel herausnehmen. Dadurch entstehen Reibungen in der Bevölkerung, die spannend zu beobachten waren und zu einigen interessanten Konflikten geführt haben. 
Die Welt, in der Kayla lebt, liest sich wie eine Parallelwelt eines etwas historischen Osteuropas und das hat zusammen mit den Monstern definitiv Wirkung - und führt dazu, dass ich bei der Hälfte der Namen nicht weiß, wie man sie eigentlich ausspricht mit den ganzen Akzenten :D 

Gerade zu Beginn des Buches war ich von dem Setting und der düsteren Stimmung sehr eingenommenen und die Geschichte hat mich richtig gepackt, sodass ich das Buch erst einmal gar nicht aus der Hand legen wollte. Je weiter ich dann jedoch gelesen habe, desto mehr fragte ich mich, worauf das ganze eigentlich hinauslaufen soll. Was, beziehungsweise wer, der "Endgegner" und damit das größte Problem war, wurde mir erst so wirklich kurz vor Ende klar und dann war es irgendwie auch schon wieder ganz schnell vorbei. Ich hatte das Gefühl, dass sich das Buch auf sehr viele Konflikte gestützt hat, die es in Praha gab, was wie gesagt sehr spannend zu lesen war, jedoch wurde die eigentliche Bedrohung für mich gegen Ende fast schon etwas zu überraschend und eilig abgewickelt. Nichtsdestotrotz gefiel mir das Ende von  Herz aus Schatten, es wurde ein runder Abschluss für jeden Charakter gefunden, die wichtigsten aufgeworfenen Fragen während des Lesens wurden alle beantwortet, sodass ich die letzte Seite mit einem zufriedenen Gefühl umgeblättert habe. 

Neben der Protagonistin und dem düsteren Setting hat mir aber vor allem die Darstellung von Familie und Freundschaft wieder einmal gut gefallen, die mir auch schon in anderen Werken der Autorin aufgefallen ist. In diesem Fall sind Kaylas Eltern getrennt und ihre Mutter lebt mit ihrer Lebensgefährtin zusammen. Die beiden wiederum haben Marek bei sich aufgenommen, der wie ein Bruder für Kayla ist. Obwohl Kayla weder mit Frída noch mit Marek verwandt ist, sieht sie die beiden als Familie an. Weiterhin ist sie mit Alexandr befreundet, der eine etwas androgyne Erscheinung ist und deshalb (und weil er ein Bastard ist) von vielen verurteilt wird. Was Kayla jedoch nicht daran hindert zum einen mit ihm befreundet zu sein und zum anderen sich für ihn einzusetzen, wenn er es selbst manchmal nicht tut.  

Noch etwas was mir aufgefallen ist, ist allerdings, dass es in diesem Buch außer Kayla und ihrer Mutter und Frída - sofern ich nicht jemanden vergessen habe, ihr dürft mich gerne korrigieren -, die allerdings nicht sonderlich viele Auftritte haben, keinerlei weitere starke Frauen gibt. Kayla umgibt sich, so kam es mir vor, eigentlich nur mit Männern, was ihren Freundeskreis angeht und auch in der Akademie für die Bändiger werden hauptsächlich nur ihre männlichen Kommilitonen erwähnt, Frauennamen kommen vielleicht mal am Rande vor, haben aber keine weitere Rolle. Das hat mich zwar nicht allzu sehr gestört, allerdings hätte ich eine stärkere Repräsentation von weiblichen Charakteren auch schön gefunden, zumal dies nicht das erste Buch der Autorin ist, in dem mir das auffällt. Ich meine das nicht unbedingt negativ, aber was ihre Hauptpersonen - abgesehen von der Protagonistin - angeht, schreibt sie oft sehr... männerlastig, wenn man das so sagen kann. 
Ich will festhalten, dass das an dieser Stelle kein richtiger Kritikpunkt ist, lediglich etwas, das mir aufgefallen ist. 

Fazit? 
Herz aus Schatten überzeugt mit einer starken Protagonistin, einer düsteren Stimmung, die fast schon Gänsehaut verursachend ist und einer Handlung, die ein stetiges auf und ab ist, sodass das Buch fast durch die Bank weg spannend ist und man es kaum aus der Hand legen mag. Lediglich die Auflösung konnte mich in ihrer Art und Weise, wie sie präsentiert wurde, nicht vollends überzeugen - dennoch finde ich, dass  Herz aus Schatten ein gutes Ende gefunden hat, auch, wenn ich irgendwie sehr gerne noch mehr aus dieser Welt lesen würde, da Praha mich vollkommen in seinen Bann gezogen hat. 
Herz aus Schatten ist ein Fantasybuch, das durch seine Originalität und Spannung besticht, weshalb ich es jedem, der Fantasy mag und mal etwas anderes lesen will, ans Herz legen möchte. 

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The Seven Deaths of Evelyn Hardcastle

Stuart Turton
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Raven Books, 08.02.2018
ISBN 9781408889565
Genre: Sonstiges

Rezension:

The Seven Deaths of Evelyn Hardcastle klang nach einem Buch, das mir richtig gut gefallen könnte – und das tat das Konzept im Prinzip auch. Nur die Umsetzung hat mir dann leider nicht ganz so gut gefallen, was vor allem daran lag, dass ich einen Großteil des Buches im Dunkeln getappt bin und verwirrt war und das nicht auf die gute Art und Weise. Ich rätsele bei solchen Geschichten sehr gerne mit und stelle selbst Theorien auf, aber durch die vielen Sprünge zwischen Aidens Wirten hatte ich meist schon Mühe überhaupt damit klarzukommen wer überhaupt wer war und mit wem wie zusammenhing und eigentlich hätte ich mir beim Lesen am besten ein Diagramm gezeichnet, denn so musste ich meist zurückblättern – und eigentlich bin ich recht gut mit Namen/Charakteren, aber hier waren es mir echt zu viele. Dazu kam, dass ich das ganze „Spiel“ nicht so wirklich verstanden habe. Aiden sollte den Mord an Evelyn auflösen, soviel hatte ich dem Klappentext entnommen, aber mit dem Pestdoktor und Lakaien kamen Rollen hinzu, deren Sinn ich einfach nicht verstanden habe – beziehungsweise wurde erst ganz am Ende aufgelöst, was das Ganze sollte und ehrlich, auf diese Lösung wäre ich im Leben nicht gekommen. Auch, wenn sie mir gut gefallen hat, das Ende war rasant, spannend und aufschlussreich und damit so ziemlich all das, was die ersten Dreiviertel des Romans leider nicht waren. Für mich hat sich die Geschichte sehr gezogen, es wurde lange auf der Stelle getreten und es ging bis kurz vor Schluss gefühlt nicht wirklich voran.
The Seven Deaths of Evelyn Hardcastle war letztendlich einfach völlig anders als das, was ich aufgrund des Klappentexts erwartet habe, wobei ich glaube, dass ich auch dann noch von der Trägheit der Geschichte genervt wäre, wenn ich genauer gewusst hätte, was auf mich zukommt. Das Buch ist mit fünfhundert Seiten wirklich lang und gut die Hälfte davon waren mehr oder weniger eine Qual, die Lust das Buch zur Hand zu nehmen wurde von Seite zu Seite geringer. Wenn das Ende nicht so zufriedenstellend gewesen wäre, hätte das Buch sicherlich eine schlechtere Bewertung bekommen, aber so haben die letzten Kapitel noch einmal einiges rausgerissen und wieder wett gemacht – ich hätte mir nur gewünscht, dass der Rest des Buches mich genauso hätte überzeugen können.

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Traumzeit

Barbara Wood , Manfred Ohl , Hans Sartorius
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 11.11.2011
ISBN 9783596192823
Genre: Liebesromane

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