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175 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 32 Rezensionen

new york, liebe, kansas, amerika, schauspielerin

Das Schmetterlingsmädchen

Laura Moriarty , Britta Evert
Flexibler Einband: 462 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 15.02.2013
ISBN 9783404167814
Genre: Romane

Rezension:

Sobald man die ersten Seiten liest, gibt es kein zurück – man verliert sich in den Zeiten und reist mit. Ich sitze in einem dunklen Apartment mitten in New York. Ich rieche den Duft der Rosen, spüre den Stich des Dorns, welcher sich durch die gesamte Geschichte zieht und mich immer noch nicht loslässt.

1890 – 1982
Louise Brooks ist 15 Jahre alt und und ihr größter Wunsch ist es, ein berühmter Star zu werden. Sie ist eine ganz passable Tänzerin, und um ihren Traum wahr werden zu lassen, will sie in New York an der renommierten ´Denishawn School of Dancing` ihr Studium beginnen und erste Kontakte knüpfen. Womit sie nicht gerechnet hat ist die 36-jährige Cora, Ehefrau eines angesehenen Anwalts und ebenfalls aus Wichita, die (in der für sie ungewohnten Position der Anstandsdame) das Mädchen begleiten und unter ihre Fittiche nehmen soll. Louise ist bereits in ihrem Alter eine atemberaubende Schönheit; sie ist bekannt für ihre Arroganz und ihre Respektlosigkeit. Schon im Zug geraten Cora und Louisa erstmals aneinander. Einzig was sie verbindet, ist die Liebe zum Wort und zur Literatur, aber das ist nicht alles.

Die Autorin greift viele kritische gesellschaftliche Themen auf, die auch heute immer wieder neuen Gesprächsstoff bieten. Zum Beispiel ethisch moralische Themen, den Generationskonflikt, die Frauenrechtsbewegung und die Prohibition. Allen voran geht es um den Wandel des Lebens und das Leben zweier Frauen, die nicht unterschiedlicher sein können. Beide verbindet ein dringender Wunsch und eine Reise, die sie verändern wird. Wobei das Augenmerk hauptsächlich auf die fiktive Person Cora und ihre Geschichte gerichtet ist und da geht es auch um die Liebe oder den Wunsch, einfach mal in den Arm genommen zu werden. Und letztlich um die Suche zu sich selbst. Der historische Hintergrund, insbesondere der der schillernden Persönlichkeit Mary Louise Brooks, dient lediglich als Maschinerie der Handlung, wobei sie keinesfalls vergessen wird. Die Schauspielerin feierte 1925 ihr Leinwanddebüt und avancierte in sämtlichen Komödien als “Flapper” zum Stummfilmstar. Die Beschreibung der Garderobe hat mich in die Goldenen 20er versetzt, aber auch in die Zeit, als die Frau von Eleganz hochgeschlossen, mit wippenden Federn auf dem Hut und einem eng umschnürten Korsett staffiert, stolz erhobenen Hauptes durch die Straßen schwebte. Vornehm und Adrett! Beide Frauen haben ein Ziel vor Augen, doch sind Coras Beweggründe nach New York zu reisen von ganz anderem Interesse. Manchmal irritierte mich der Satzaufbau (in seiner Schachtelung), da dieser ein paar mal nicht vollständig ausformuliert worden ist, was höchstwahrscheinlich an der Übersetzung liegt. Nichtsdestotrotz habe ich das Lesen genossen. Wahrscheinlich ist man mit sehr viel Fantasie auf den Titel “Das Schmetterlingsmädchen” gekommen, mir gefällt er nicht. Ich frage mich, warum man immer vom Titel des Orignials (The Chaperone) abweichen muss. Der Roman ist in der dritten Person im Präteritum geschrieben und ist trotz des langen Satzaufbaus flüssig zu lesen. Besonders spannend ist die Geschichte von Cora, da diese in den Rückblenden sehr viele Etappen ihres Lebens beschreibt, und sie so sehr real erscheinen lässt. Ich war ihr sehr nah! Ungeahnte Wendungen, welche mit dem traurigen Schicksal Coras sehr eng verbunden sind, bilden das I-Tüpfelchen und haben mich entweder verzückt oder total sprachlos gemacht. Zu viel möchte ich nicht verraten. Man wird umgeben von Traurigkeit, Wut, Ohnmacht, Mut, Hoffnung, Stärke, Glück, die Liebe und vom Wandel der Zeit – emotionslos lässt einen der Roman von Laura Moriarty nicht zurück.

Fazit: Es lohnt sich Louise Brooks und Cora im Sommer 1922 von Kansas/Wichita nach New York zu begleiten. Es ist eines der Bücher, die nicht enden dürfen – trotz kleiner Schwächen absolut zu empfehlen. Das war mein erster Roman von Laura Moriarty und eines steht fest: Es wird nicht der Letzte sein!

Ich habe das Manuskript gelesen und bedanke mich beim Bastei Lübbe Lese-Lieblinge Team, dass ich daran teil haben durfte. Der Roman wird übrigens am 15. Februar 2013 erscheinen.

x Autor/in: Laura Moriarty
x Titel: Das Schmetterlingsmädchen (Taschenbuch)
x Titel im Original: The Chaperone
x Genre: Roman, Historischer Roman
x 464Seiten
x Bastei Lübbe
x ISBN: 3404167813

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Tags: laura moriarty   (1)
 

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97 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 5 Rezensionen

usa, reise, tod, smithy ide, ron maclarty

Die unglaubliche Reise des Smithy Ide

Ron McLarty , Rainer Schmidt
Flexibler Einband: 414 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 08.01.2008
ISBN 9783442465583
Genre: Romane

Rezension:

Stephen King ist dafür verantwortlich, dass ich Smithy Ide in mein Herz geschlossen habe obwohl ich im Begriff war, das Buch bereits nach den ersten Seiten zu verbannen. Dann, bei Seite 200, konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen und mit der letzten, fielen ´diamantne` Tränen der Freude wie sanfte Federn auf die letzte Seite. Ich beendete die Reise mit den Worten: “Oh, wie schön”!
....
Smithy Ide, von seiner Schwester auch “Hook” genannt, ist ein hoffnungsloser 43-jähriger 279 Pfund schwerer Mann. Er trinkt, er stinkt, er raucht und hat eine Vorliebe für wohlgeformte Brüste. Kurz gesagt: Er ist ein Idiot! Smithy ist ein Außenseiter der keine Freunde hat. Als seine Eltern bei einem Verkehrsunfall tödlich verunglückten, öffnet er kurz darauf einen Brief (adressiert an seinen Vater) worin steht, dass man anhand von zahnärztlichen Dokumenten eine Leiche identifizieren konnte. Es ist Bethany, seine geliebte Schwester! Kurzentschlossen setzt Smithy Ide sich auf sein klappriges Fahrrad und fährt los. Von Rhode Island nach L.A. – quer durch Amerika. Norma wird irgendwann sagen: Du bist auf der Suche! Er: Auf der Suche nach was? Er weiß nur eines, er will nach LA, um seine Schwester zu sehen. Doch diese Reise wird für Smithy sehr viel mehr sein. Ob es sein Leben verändern wird?
....
Über dem Klappentext steht:

“Liebenswert, melancholisch, ergreifend – die wunderbare Reise eines Mannes zu sich selbst.”
....
So ist es! Und auch wenn man ahnt wie die Geschichte weitergeht, wird man nie wissen wie seine Suche verläuft, wenn man nicht selbst dabei gewesen ist. Ron McLartys Charaktere sind alles andere als Stereotypen. Sie sind brilliant, wie auch die Erzählweise der gesamten Handlung, welche in zwei Stränge unterteilt ist – immer aus der Sicht des “Ich” – Erzählers Smithy Ide. Über die Rückblenden lernen wir unter anderem die Familie Ide und andere Charaktere wie zum Beispiel Smithys Eltern, Norma und Bethany und ihre gemeinsame Liebe zu den Red Sox kennen. Baseball ist eine Leidenschaft, die die Familie Ide lebt und zelebriert. Mich hat das nicht gestört, obwohl ich kein Fan von Baseball bin. Einziger Kritikpunkt ist der Beginn, respektive der Dialog des Arztes im Krankenhaus. Das war so geschrieben, dass ich erst annahm, Smithy wäre kein 43-jähriger alter ´Fettsack`, sondern noch ein Kind. Trotzdem möchte ich meine Bewertung nicht daran messen, sondern den Gesamteindruck bewerten. Ich glaube einfach, das alles seinen Sinn hat, denn der Autor will mit dem Geschriebenen eine ganz bestimmte Wirkung erzielen und das ist ihm geglückt. Ich habe mich inhaltlich sehr zurückgenommen, denn es würde das eigene Leseerlebnis ganz gewiss anders gestalten.

....

Lieblingszitat:
.
“Lieber Smithy, das hier ist mein Brief an dich, aber ich werde ihn nicht abschicken. Ich schreibe am Fenster in meinem Zimmer, und das Fenster ist offen. Der Ahorn draußen in unserem Garten raschelt, und ich lasse es vom Wind zu dir tragen, denn er kann das, und ich glaube wirklich, dass Worte fliegen können.” S. 249
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Fazit: Eine tragische Geschichte mit sehr viel Tiefe und Herzblut. Sie bereitete mir gestern mit den letzten 360 Seiten eine schlaflose Nacht und ich hätte mir gewünscht, dass diese Nacht nie enden würde. Aber alles hat ein Ende und einen Anfang – einen Neubeginn!
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x Autor/in: Ron McLarty
x Titel: Die unglaubliche Reise des Smithy Ide
x Genre: Roman
x 416Seiten
x Goldmann
x ISBN: 3442465583

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Tags: ron maclarty   (1)
 

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

joseph zoderer

Mein Bruder schiebt sein Ende auf

Joseph Zoderer
Fester Einband: 144 Seiten
Erschienen bei Haymon Verlag, 19.10.2012
ISBN 9783852187594
Genre: Romane

Rezension:

Konrad

“Soll ich den Stein aufheben und zu neuem Leben erwecken?”
.....
Der gesichtslose Erzähler und die Erinnerungen an eine außergewöhnliche Freundschaft. Eine Freundschaft, die dem Erzähler ohne Gesicht und ohne Namen nah und doch so fern erscheint. Eine Freundschaft ohne Umarmung – gibt es sowas? Ich lese und philosophiere – ganz im Stillen, ganz für mich. So wie es wahrscheinlich auch Konrad jeden Donnerstag allein gemacht hat. Man weiß es nicht! Der eine Jurist, der andere Philosoph.
.....
“Wir fühlten uns damals noch in der Geistesnähe von Mark Twain oder Edgar Allan Poe, aber wir schlüpften schon in die Phantasie von Hemingway, Sartre und Camus.”
....
Ein Satz der mich nachdenklich stimmt. Lebten die philosophischen Gespräche der Freunde im Schatten dieser namhaften Persönlichkeiten, wenn sie über Ist, Sein und Dasein philosophierten? Was ist die Erfüllung des Lebens?
....
Mein Bruder schiebt sein Ende auf
....
“Er sagt, es war ein Krieg, alles war schrecklich. Du kannst dir das nicht vorstellen. Das versteht nur jemand, der das mitmachen musste.” S. 93 In dieser zweiten Erzählung geht es um zwei Brüder, um Liebe und ein stummes Wünschen und um noch viel mehr. Ich möchte nicht mehr sagen als das: Ich habe geweint!
....
Ich greife gedanklich nach Gesprächsfetzen, oder den Gedanken des Erzählers und schmiede meine eigenen. So ist das immer, wenn ich ein neues Werk von Joseph Zoderer lese. Beide Erzählungen haben etwas trauriges und sagen selbiges aus, obwohl sie völlig unterschiedlich sind. Es ist der Abschied, die Einsamkeit, der Schmerz und der Wunsch der Befreiung. Fast schon wie ein krampfhafter Kampf mit sich selbst! Mir gefällt der Schreib- und Sprachstil der zweiten Erzählung jedenfalls besser als bei der Ersten. So muss das sein Herr Zoderer! Diese zweite Erzählung hat mich berührt!
....
x Autor/in: Joseph Zoderer
x Titel: Mein Bruder schiebt sein Ende auf
x Genre: Erzählung
x 141 Seiten
x Haymon
x ISBN: 3852187591

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Tags: joseph zoderer   (1)
 

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463 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 63 Rezensionen

liebe, erste liebe, katie kacvinsky, trauer, dylan

Dylan und Gray

Katie Kacvinsky , Ulrike Nolte
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Boje, 21.09.2012
ISBN 9783414820792
Genre: Jugendbuch

Rezension:

“DU MUSST DEIN EIGENES LEBEN LEBEN”
....
Dylan ist ein stinknormales Mädchen, das sich wenig um das Optische schert. Sie fotografiert alles was ihr vor die Linse kommt. Dabei ist es
ihr völlig egal was andere über sie denken, wenn sie die Wege versperrt oder Dinge sagt, auf die man nicht gefasst ist. Gray fragt sich, warum sie zur Hölle den Asphalt fotografiert. Als er sich nähert sieht er zwei winzige Gekkos. Nachdem Dylan das Foto im Kasten hat, kommt es zum ersten Gespräch. Sie wirkt lebendig, er hingegen sehr reserviert, mürrisch, nachdenklich und sogar abweisend. Der coole Gray.
Auf dem Campus des Mesa Community College beobachtet er sie und sie ihn.
Sie ist anders und er ist es auch, denkt er sich. Ehe er sich versieht, wird er prompt als Chauffeur befördert. Mit dem Bus zurück nach Scottsdale dauert es einfach viel zu lange. Doch dann geht es erstmal auf Erkundungstour, bei denen sich beide näher kennen lernen und Dylan ihn sogar zum Lächeln bringt.
.....
Während ich Zeile für Zeile gelesen hatte dachte ich an jenen Moment zurück, als ich mich erstmals verliebt hatte. Da gibt es drei magische Worte, die mir ebenfalls nicht so schnell über die Lippen kamen wie bei Gray. Ob das heute anders ist? Nun ja, ich bin mir ganz sicher, dass ich heute weiß was LIEBE ist. In diesem Jugendbuch denkt Gray über die Liebe nach. Wann spürt man sie, kann er sie denn noch spüren? ICH LIEBE DICH – drei ernst gemeinte Worte, oder eher flapsig dahergesagt? Dylan hat wie ich finde eine sehr direkte aber auch feinfühlige Art aus einem Menschen das herauszukitzeln, was ihn beschäftigt. Man lauscht den Gedanken, die zwischen Gray und Dylan hin und her wechseln. Sie sind sehr detailreich, aber was ich vermisste war das Drumherum! Zwar übermittelt diese jugendliche Liebesgeschichte eine schöne Botschaft, aber das Kribbeln zwischen zwei Verliebten spürte ich nicht. Vielleicht hat mich der Erzählstil daran gehindert, Bilder zu formen oder mich mitreißen zu lassen. Dylans Frage/Antwort Spiel ist für Gray etwas völlig Neues, es trägt dazu bei, sich besser kennen zu lernen. Das hab ich gemocht! Wenn nichts ereignisreiches geschieht, kann es manchmal sehr anstrengend werden, einer Geschichte zu folgen. Dann sieht es wie folgt aus: Man blättert zehn Seiten weiter und im Grunde hat sich nichts spektakuläres getan.
Die folgenden Zeilen jedoch, welche Gray an Dylan erinnern, werden mich immer an dieses Buch erinnern.
....
>>Mein Phoenixkaktus
Mein turmhoher Saguaro
Stark, einsam und frei
Voll schweigender Weisheit
Du lebst zweihundert Jahre
Mir aber bist du zu pieksig
Wenn ich auf dich falle
Tätowierst du mich
Mit nadelspitzen Wunden
Als wäre ich das Opfer
Einer verrückten Omi
Die mit Sticknadeln angreift
Trotzdem bewundere ich
Deine in die Luft gestreckten Arme
Auf anderen Armen
Auf anderen Armen
Auf anderen
Denn ich mag Arme
Doch deine sind pieksig
Drückst du mich an die Brust
Sterbe ich vor Liebe
Und zwar buchstäblich
Ich werde dich immer bewundern
Aber nur aus der Ferne
Ich will dir Wasser geben
Aber du brauchst mich nicht
Vielleicht ist das der Grund
Warum ich dich so mag?<< S. 194
....
Und mit dem darauf folgendem Satz musste ich erstmals schlucken. Aber erst auf Seite 194 – leider viel zu spät! Betrachte ich das Ganze, so komme ich auf drei lieb gemeinte leicht funkelnde Sterne. Die letzten Seiten mit dem offenen Ende lassen mich dennoch auf eine gelungene Fortsetzung hoffen.
....
Fazit:

Ein nettes Jugendbuch über die erste Liebe, den ersten Kuss und …..
....
Mauern können nicht sofort durchbrochen werden. Es reicht ein Fenster und eine Tür, um sich langsam vom Schmerz zu trennen.
Ein tolles Weihnachtsgeschenk!
....
Für die Bereitstellung des Leseexemplars geht mein Dank an Lesejury-Liebling / Bastei Lübbe Boje Verlag
....
x Autorin: Katie Kacvinsky
x Titel: Dylan & Gray
x Genre: Jugendbuch / Liebesgeschichte (14 bis 17 Jahre)
x 240 Seiten
x Bastei Lübbe / Boje Verlag
x ISBN: 341482079X

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134 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 38 Rezensionen

chile, drogen, tagebuch, las vegas, maya

Mayas Tagebuch

Isabel Allende , Svenja Becker
Fester Einband: 447 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 31.07.2012
ISBN 9783518422878
Genre: Romane

Rezension:  
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136 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 37 Rezensionen

schottland, mord, vermisst, thriller, erbschaft

Das zerbrochene Fenster

Zoe Beck , Arne Kirschenberger
Flexibler Einband: 366 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 20.07.2012
ISBN 9783404160464
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

2003 beginnt Pippa Murray mit ihren Gedanken zum Verschwinden ihres Freundes Sean Butler die erste Seite ihres Tagebuches zu füllen. Man erfährt darin viel über sie und ihn. Und über die Familie Murray. Pippa sucht die Fehler bei sich, geht jedem Hinweis nach, denn seit allerorts die Plakate mit der Suche nach Sean inklusive ihrer Telefonnummer aushängen, steht ihr Telefon nicht still.
.....
Auszug aus dem Klappentext:

“2010 Schneechaos in Schottland. Auf einem Landsitz wird die Leiche der jungen Witwe des erst kürzlich verstorbenen Lord Darney gefunden….”
....
Cedric ist sich sicher am Telefon den Namen Sean aufgeschnappt zu haben. Für ihn steht fest, dass er diesen Mann finden muss und alarmiert die zuständige Polizei. Detective Isobel Hepburn untersucht den Fall. Für sie und ihre Kollegen steht zunächst jedoch Cedric unter Verdacht, seine Stiefmutter ermordet zu haben. Das Motiv: Cedrics mit Medikamenten zugedröhnter Zustand und natürlich das Darney Erbe. Doch dann steht plötzlich eine junge Frau im Polizeipräsidium und behauptet, dass ihr seit sieben Jahren verschwundener Freund Sean Butler der gesuchte Mörder ist.
....
“…Als die Polizei sie zu Hause aufsucht, ist die junge Frau spurlos verschwunden…”

Neben den genannten Personen, gibt es noch weitere interessante Charaktere. Zum Beispiel die Chandler-Lyttons und der Journalist Ben, Pete Butler, John (Bens Vater) und und und….
....
Jede Person hat seine Geschichte und ist mit der oder der Person auf irgend eine Art und Weise verbunden. Das und viel mehr bringt uns die Autorin im zweiten Handlungsstrang über die neutrale (nein, eigentlich ist es mehr personifiziert) Erzählkunst näher. Über die letzten Seiten lässt sich streiten. Meiner Meinung nach hätte Zoë Beck noch mehr herauskitzeln können, immerhin empfand ich die Darstellung der Charaktere so gelungen herausgearbeitet, dass ich mir sagte: Da muss noch mehr sein! Ich hoffte darauf! Das Ende war leider ein bisschen zu abrupt!
....
Nichtsdestotrotz spürte ich von Anbeginn eine durchgehend düstere Atmosphäre.
...
Über dem Klappentext steht in rot gedruckten Lettern: DEIN ZIEL IST DIE WAHRHEIT. DOCH WAS, WENN SIE DICH NIE WIEDER RUHIG SCHLAFEN LÄSST?
....
Sie ließ mich nicht einschlafen, nicht bevor ich die letzte Seite ausgelesen hatte. Ich saß am Fenster und draußen rieselte der Schnee. Zoë Beck hat erneut bewiesen, dass ein Buch auch ohne Blutvergießen, ohne gewalttätige Szenarien auskommt. Das zeichnet einen Autor mit Klasse aus. Zum Schluss noch ein bisschen mehr Nervenkitzel, dann wär mir ´Das zerbrochene Fenster` nicht nur vier, sondern fünf Sterne wert gewesen.
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Fazit: Ich bin von der Schreibkunst Zoë Becks so überzeugt, dass ich davon nicht genug bekommen kann. Ich empfehle dieses Buch jedem Leser, der es unblutig aber trotzdem durchgehend spannend mag.
....
x Autor/in: Zoe Beck
x Titel: Das zerbrochene Fenster
x Genre: Thriller
x 368 Seiten
x Bastei Lübbe
x ISBN: 3404160460

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Tags: zoe beck   (1)
 

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270 Bibliotheken, 3 Leser, 3 Gruppen, 42 Rezensionen

vampire, frankenstein, dracula, vampir, department 19

Department 19 - Die Mission

Will Hill
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 21.09.2012
ISBN 9783785760802
Genre: Fantasy

Rezension:

Wo vorher noch die knorrige Eiche in voller Blüte stand, obwohl die Äste kahl waren und das Mondlicht die tanzenden Schatten auf dem Rasen zeichneten, waren sie weg als urplötzlich uniformierte Gestalten auf Julian zurannten und das Feuer eröffneten.
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Es war im November 2007 als Jamie mit eigenen Augen sah, wie ein Kugelhagel seinen Vater Julian Carpenter tötete.
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Es hieß, dass Jamies Vater geheime Informationen an eine britische Terrororganisation verkaufen wollte. In der Nachbarschaft und überall galt Julian Carpenter als Verräter und egal wohin es Jamie und seine Mutter zog, sie waren nicht erwünscht.
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Erst war der Schock und die Trauer da, dann die Wut und ein unbändiges Hassgefühl gegenüber seinem Vater. Wer war er; wer war Julian Carpenter?
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Kurzbeschreibung
>>Jamies Leben wird nie wieder dasselbe sein. Sein Vater tot, seine Mutter vermisst und er selbst von einem Hünen namens Frankenstein entführt – an einen Ort wie aus einem Science-Fiction-Film. Hier residiert die geheimste Organisation der britischen Regierung: das Department 19. Verantwortlich für die Bekämpfung des Übernatürlichen. Gegründet vor über einem Jahrhundert von niemand Geringerem als Abraham van Helsing, dem Erzfeind des Grafen Dracula …
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Mit der Hilfe von Frankensteins Monster, einem schaurig-schönen Vampirmädchen mit ganz eigenen Absichten und den Mitgliedern der Organisation muss Jamie nicht nur sein eigenes Leben, sondern auch seine Mutter vor einem grauenvollen, übermächtigen Vampir retten – während etwas viel Älteres sich regt, das selbst das Department 19 nicht bezwingen kann …<<
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Meinung
Eine grandiose Geschichte mit einer Fülle an unzähligen Informationen erwartet den Leser. Was Jamie etwas unglaubwürdig erscheinen lässt, ist seine Unerschrockenheit, weil sein Charakter anfangs ganz anders beschrieben wird. Aber ehrlich gesagt bleibt ihm auch keine andere Wahl, als sich dem Feind todesmutig entgegen zu stellen. Ich glaube es ist wichtig unvoreingenommen ans Buch zu gehen. Man muss sich auf die Geschichte wirklich einlassen. Anfangs blutig, im mittleren Teil nimmt die Spannung zwar ab, aber man gelangt an Informationen die wichtig sind, um der Storyline zu folgen. Am Ende wird jedoch mehr Blut fließen. Zwischendrin taucht der Leser ins 19. Jahrhundert ein und trifft auf die sagenumwobenen Gestalten Van Helsing, Dracula, das Monster Frankenstein und auf weitere Beteiligte. Positiv angetan war ich auch von Larissa.
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Ob Julian seine Mutter finden wird, müsst ihr selbst herausfinden.
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5 Sterne von 5 Sterne

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Fazit: Unbedingt lesen!

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Tags: department 19, die mission, dracula, frankenstein, will hill   (5)
 

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

toris, pferde, schule, lustig, milchmann

Ein Pferd namens Milchmann

Hilke Rosenboom
Flexibler Einband: 137 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 17.02.2012
ISBN 9783551310972
Genre: Kinderbuch

Rezension:  
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103 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 36 Rezensionen

thriller, brenna spector, mord, krimi, alison gaylin

Dornröschenschlaf

Alison Gaylin , Uta Hege
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 23.08.2012
ISBN 9783548283784
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Alison Gaylin hat mit dem ersten Fall der Privatermittlerin einen gut durchdachten Thriller/Krimi geschaffen, welcher allerdings meinen Ansprüchen nicht genügte. Normalerweise habe ich eine ziemlich gute Spürnase, aber diesmal wurde ich auf völlig falsche Fährten geführt.Mit der Auflösung jedoch hat es sich die Autorin, meines Erachtens nach, zu einfach gemacht. Trotzdem: Selten gab es Bücher, die mich so stark verwirrten, wie dieses hier. Es gab Momente, in denen ich mich fragte: “Moment mal, hast du irgendwas überlesen, oder…?” Aber nein, das hatte ich nicht. Es ist wie ein Puzzle – Stück für Stück kommt der AHA-Effekt!
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Kurzbeschreibung:
Was würdest du tun, wenn du nicht vergessen kannst? Wenn du nicht weißt, wo deine Liebsten sind? Wenn jede Erinnerung dich zum schrecklichsten Moment deines Lebens führt? Seit der Entführung ihrer Schwester vor vielen Jahren leidet die Privatdetektivin Brenna Spector unter einem seltenen Phänomen: Sie kann sich mit allen Sinnen an jede Situation erinnern. Jeden vergangenen Moment zu sehen, zu hören und zu riechen ist ein Segen in ihrem Beruf, aber eine Qual in ihrem Leben. Vor allem, als Brennas neuester Fall zu einem vermissten Mädchen führt, das auf die gleiche Art verschwand wie ihre eigene Schwester …
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Der Leser lernt zunächst Carol Wentz kennen und merkt früh, dass sie ein tiefes Geheimnis in sich trägt – dies ist unter anderem der Grund, warum ich diesen Roman unbedingt weiterlesen musste. Ehrlich gesagt fand ich sie äußerst seltsam, doch ihre Eheprobleme mit Nelson, ihre schleierhafte (mysteriöse) Vergangenheit und ihr Engagement das spurlos verschwundene Mädchen Iris Neff zu finden, machten mich neugierig. Brenna Spector ist als Privatdetektivin tätig und verfügt über eine Gabe, die sowohl hilfreich als auch zerstörerisch sein kann.
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Mit ihrem neuesten Fall wurde sie an den Tag erinnert, als ihre kleine Schwester Clea verschwand. Spätestens dann, als ihre Kollegen Trent und Nick Morasco das Foto einer Frau vorlegen, weiß der Leser, dass Nelson seine Frau Carol vermisst – der eigentliche Fall!
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Meinung:
Brennas Fall nimmt von Seite zu Seite immer abstrusere Formen an. Immer wieder gibt es neue Wendungen, auf die man als Leser nicht gefasst ist, was ich gut finde. Der Lesefluss und der Spannungsbogen wird durch Brennas Rückblenden, die in kursiver Schrift hervorgehoben werden, abrupt gestoppt. Man lernt die private Seite der Detektivin kennen, in der sehr gut veranschaulicht wird, welche Wirkung das hyperthymestische Syndrom auf sie hat. Sie ist die Frau, die sich an alles erinnert und mit diesem Fall darauf hofft, ihren eigenen zu lösen. Zugegebenermaßen habe ich “Dornröschenschlaf” - dessen Titel im US Original besser getroffen ist und “And she was” heißt – gerade auch wegen der zähen Langatmigkeit, ziemlich oft zur Seite gelegt. Der Nebeneffekt war, dass ich somit das Gelesene unbewusst diesmal wesentlich besser verinnerlichen konnte.
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Es ist ein merkwürdiges Gefühl, unbedingt wissen zu wollen wie es weitergeht, aber andererseits keine Lust verspürt sich durch zu hangeln, weil jegliche Spannung fehlt. Vielleicht aber auch weil man die Fäden nur nach und nach mit endlos kleinen Schritten und zahlreichen Umwegen zu fassen bekommt, was ich eigentlich ganz gut finde.
Stück für Stück wird der Leser an den Fall herangeführt.
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Sehr lange tappt man im Dunkeln. Ein riesiges Geflecht verschiedener unvorhersehbarer Ereignisse, die oftmals weit in der Vergangenheit liegen. Ich schwanke zwischen zwei und drei Sternen. Die Spannung erstickte meist dann im Keim, wenn etwas Neues hinzukam. Zu viele Beteiligte. Ein Irrgarten mit dürftigen Hinweisen, die mich als Leser manchmal ratlos stehenließen, mich aber dennoch neugierig stimmten. Hätte man den Vermissten eine Stimme gegeben und in einem dritten Strang behandelt, dann wäre es sicherlich wesentlich spannender geworden. Im Nachhinein weiß der Leser nichts über die verschwundenen Personen, weil man keinen tieferen Zugang zu ihnen erhält. Nicht wo sie waren, in welchem Zustand sie sich befanden, oder welche Ängste sie durchstehen mussten und wer sie überhaupt gewesen sind; abgesehen von den Gemeinsamkeiten. Die Auflösung hat mich eher unbefriedigt zurück gelassen. Das krankhafte Motiv des Täters(/in) ist mir ebenfalls nicht klar.
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Zwar ist die Handlung sehr gut durchdacht, aber ab der Hälfte wendet sich das Blatt. Das Ende hat mich anders als erwartet ziemlich enttäuscht und ist der Hauptgrund für die persönliche Bewertung und meine scharfe Kritik. Ich schätze, dass die Autorin zuviel hineingepackt hat und es in erster Linie ihr Anliegen war, Verwirrung zu stiften. Das ist ihr bis zur Hälfte des Romans gelungen. Mir erschließt sich leider immer noch nicht, was genau im September 1998 am Labor Day passiert ist, schließlich ist das die Verbindung zu allen Vermissten und Brenna höchstpersönlich. Eigentlich kann man es nur erahnen! Schließlich sind es Brennas Erinnerungen mit der sie Licht ins Dunkel bringt, und sich selbst in Gefahr.
Letztlich wurden aus einem Fall mehrere Fälle mit merkwürdigen aber interessanten Parallelen, aus denen man wesentlich mehr hätte machen können. Trotz meiner vorangegangenen Kritik, sind mir Morasco und Brenna während des Lesens richtig sympathisch geworden und ich gedenke den zweiten Fall ebenfalls zu lesen!
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Fazit:
Interessante Charaktere und Dialoge; das Ende – zu platt!

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Tags: alison gaylin   (1)
 

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183 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

birma, liebe, liebesgeschichte, new york, vater

Das Herzenhören

Jan-Philipp Sendker
Flexibler Einband: 286 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 01.09.2004
ISBN 9783442457267
Genre: Romane

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26 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

träume, delphine, welle, meer

Der träumende Delphin

Sergio Bambaren , Markus Hoffmann , Ulf Meyer , Thomas Bauer
Audio-Kassette
Erschienen bei Steinbach sprechende Bücher
ISBN 9783886985418
Genre: Romane

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50 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

des teufels maskerade, fantasy, victoria schlederer, band 1, phantastik

Des Teufels Maskerade

Victoria Schlederer
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Heyne, W, 01.07.2012
ISBN 9783453528895
Genre: Fantasy

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14 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

totengräber, krimi, österreich, gefängnis, wien

Leichenspiele

Bernhard Aichner
Flexibler Einband: 264 Seiten
Erschienen bei Haymon Verlag, 03.07.2014
ISBN 9783852189154
Genre: Krimi und Thriller

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

telma und das haus der geschichten, mila teräs, kinderbuch, kinderbuch für mädchen

Telma und das Haus der Geschichten

Mila Teräs , Karoliina Pertamo , Elina Kritzokat
Fester Einband: 136 Seiten
Erschienen bei Thienemann-Esslinger, 11.07.2012
ISBN 9783480229598
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Irgendwer schaut immer zu den Sternen – lautet ein Kapitel und ich fing an zu lächeln.
Welch eine wunderbar erzählte Geschichte. Telma, die sich bei Tulpe als zukünftige Präsidentin vorstellt. Telma wie sie sich um Wolle, der zugelaufenen grauen Katze kümmert. Nach dem Lesen weiß ich, Telma ist eine pfiffige Heldin und hat es faustdick hinter den Ohren. Sie ist Lebensfreude pur und strotzt vor Energie, der man sich nicht entziehen kann. Besonders hübsch sind auch die Zeichnungen. Ein tolles Buch für junge Mädchen.
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Klappentext:
Seit Kurzem wohnt Telma mit ihrer Familie in dem großen Haus am Schatzweg. Eines Tages begegnet Telma im Hof einer kleinen Katze. Ob sie wohl Moni Tulpe gehört, zu der der Name ´Omeline` viel besser passen würde? Oder der verrückten Zauberer-Familie Pokus aus dem ersten Stock? Oder dem Sterngucker ganz oben unterm Dach? Nach und nach lernt Telma ihre neuen Nachbarn kennen und erfährt, dass sich hinter jedem Fenster des Hauses eine Gesichte verbirgt …
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Fazit:
Wir haben dieses Buch für Olivers Nichte gekauft. Ich finde das Buch mit 135 Seiten genau richtig, für Mädchen im Alter von 7 bis 9 Jahren. Der Sprach- und Schreibstil ist verständlich. Kurze Sätze, die nicht überfordern. Ich glaube, dass sich viele junge Mädchen mit der forschen Telma identifizieren können. Ein spannendes Leseerlebnis!

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Tags: kinderbuch, kinderbuch für mädchen, mila teräs, telma und das haus der geschichten   (4)
 

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82 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 30 Rezensionen

kanada, schwestern, familie, mutter, suche

Der Duft des Regens

Frances Greenslade , Claudia Feldmann
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Mare Verlag, 10.07.2012
ISBN 9783866481763
Genre: Romane

Rezension:

Erst scheint die Welt im Westen Kanadas für Jenny, Maggie und ihre Eltern Friede-Freude-Sonnenschein zu sein, so als würde die Sonne nur für sie scheinen, bis dunkle Wolken heraufziehen und ihr Leben völlig verändert wird. Du schwebst mit, nimmst den Geruch der Wälder war, hörst das Unterholz knacken, die Grillen zirpen und viel später spürst du den Schnee unter den Füßen knirschen. Zwischendrin die Stille, die nachdenklich macht und Fragen über das Warum aufwirft. Das Schicksal ist wie ein Orkan. Der Regen peitscht mit heftigen Böen gegen die Fenster. Erst weint Jenny, doch dann versiegen ihre Tränen.
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Erst starb der Vater, dann fingen die Freundinnen Irene und Rita aus heiterem Himmel plötzlich zu streiten an.
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Maggie schlief im Auto, weil sie so das Gefühl hatte, ihre Mutter von ihren nächtlichen Ausflügen abhalten zu können. Es ging alles wie im Nu! Die Wagentür wurde aufgerissen und mit dem Regen flogen Decken, Kissen und Gepäck auf die Hinterbank. Jenny dachte sich nichts dabei! Eine spontane Fahrt an abgelegene Orte hatten sie schließlich oft unternommen. Und dies war eine Notsituation. Irene wollte einfach nur weg, um dem Streit zu entkommen. Maggie hingegen hatte ein flaues Gefühl in der Magengrube. Sie sollte Recht behalten als sich herausstellte, dass der Besuch bei Vaters alten Freunden Bea und Ted Edwards sich als etwas langfristiges herausstellen würde.
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Original Klappentext:
Wir haben nicht versucht unsere Mutter zu finden. Sie war fort – wie eine Katze, die eines Abends durch die Hintertür verschwinden und nicht mehr wiederkommt und du weißt nicht, ob ein Kojote sie sich geschnappt hat oder ein Raubvogel, oder ob sie krank geworden ist und es nicht mehr nach Hause geschafft hat. Wir ließen die Zeit vergehen, wir warteten voller Vertrauen, denn sie war immer eine wunderbare Mutter gewesen. >>Sie ist die Mutter, sagten wir uns wieder und wieder.<<
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Meinung:
Von ganzem Herzen wünschte ich mir sagen zu können, dass “Der Duft des Regens” mich komplett überzeugen konnte. Man möge meinen, dass alle Fragen und das große Warum beantwortet werden würde. Aber dies liegt im Auge des Betrachters. Die Handlung verläuft geradlinig. Im Grunde gibt es keinen weiteren Strang; es gibt nur die Erzählung, welche im Präteritum aus der Sicht von Maggie Dillon erzählt wird. Zuviel möchte ich nicht verraten, aber es kommt zu interessanten Begegnungen und weiteren Schicksalsschlägen. Ich persönlich denke, dass das Potential des Romans von Frances Greenlade nicht vollends ausgeschöpft wurde. Es gibt Beweggründe, die man einem abnimmt oder auch nicht. Ich schwanke bei der Punktevergabe zwischen 3 und 4 Sternen und entscheide mich für letzteres. Warum? Wenn man liest und nebenher alles um sich herum vergisst, es einem schwer fällt das Buch aus der Hand zu legen, dann liegt es mir fern, anders zu entscheiden. Stets gibt es ein paar kleine Rückblenden zu einer Zeit, als in Duchess Creek noch alles in Ordnung war. Erinnerungen, von denen Maggie und Jenny lange zehren.
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Fazit:
Wenn du dich nach dem Geruch des Waldes und dem Zirpen der Grillen sehnst, dann wird dich dieser Roman in die Wälder im Westen Kanadas entführen. Zwischen Schicksal und Tränen der Erinnerungen schwebt immer ein Funken Hoffnung!

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Tags: der duft des regens, familiendrama, frances greenslade, geschwister, hoffnung, kanada, schicksal, wälder   (8)
 

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140 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 25 Rezensionen

raben, fantasy, nikola hotel, prag, gestaltwandler

Rabenblut drängt

Nikola Hotel
E-Buch Text
Erschienen bei Nikola Hotel, 18.06.2012
ISBN B008CQYYQK
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Man sagt: “Bücher haben eine Seele!” Bei dem Debüt von Nikola Hotel trifft das zu. Ihr kennt sicherlich das Gefühl, wenn man sich den letzten Seiten nähert, und ihr dieses Ende in den Tiefen eures Herzens unbedingt verhindern wollt. Natürlich geht das nicht. Leider! Für mich ist “Rabenblut drängt” eine Perle – eine Neuentdeckung des Jahres 2012. Eine Fantasy Geschichte, die sich tief in den Wäldern Tschechiens abspielt. Genauer gesagt in Böhmen. Wann immer ich einen Raben krächzend durch die Lüfte gleiten sehe – im Hintergrund die sehnsuchtsvollen Klänge von Rachmaninovs Vocalise – werde ich mich erinnern. An den Rabenschwarm, der ein dunkles Geheimnis hütet – ein Bluterbe, das Generationen überdauert. An Alexej ´Alexander den Großen`, an den Staubgrauen, an Pavel, an die Biologie Studentin Isabeau Radek, an die Schönheit der Natur und an die Liebe. Einfach an alles!
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Soll ich euch was verraten?
Ich fühlte mit, musste Tränen schlucken, manchmal sogar lachen; manchmal mit einem Augenzwinkern und manchmal auch brüllend. So tief war ich in dieser Geschichte verwurzelt. Ich bin dankbar sie gelesen zu haben und hoffe dieses Erlebnis mit vielen Anderen zu teilen. Nie würde ich so etwas schreiben, wenn mich diese phantastische Geschichte nicht vollends überzeugt hätte. Dessen könnt ihr euch sicher sein!
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Worum geht es? Ich möchte nicht viel verraten; nur einen kleinen Appetitanreger bieten:

Isa studiert Biologie und ist als Praktikantin in einer biologischen Forschungsgruppe tätig. Sie wohnt in einer Hütte, nahe der Forschungsstation – am Waldrand.
Eines Abends hörte sie plötzlich Schüsse die, so schien es, weit entfernt aus dem Wald kamen. Sie kontaktierte Marek, ihren Kollegen und berichtete ihm. Beide befürchteten Schlimmes. Eine Jagd auf Luchse, Rotwild oder andere Tiere, die wahrscheinlich ihre Hilfe benötigen würden. Ohne groß zu überlegen machten die beiden sich schnurstracks auf den Weg. Während der Fahrt kamen sie an einem völlig verdreckten roten Escort vorbei und dann sahen sie einen Mann, der mitten auf der Straße stand. Er schien völlig außer sich zu sein und winkte sie mit beiden Armen hektisch zu sich. Isa und Marek betrachteten ihn mit Abstand und Skepsis. Ausschlaggebend war der Zeitpunkt. Er sprach von einem Ort des Schreckens und führte sie schließlich dort hin. Isa traute ihren Augen nicht als sie den Schlachtplatz sah. Ihr wurde so speiübel, dass sie sich zusammenreißen musste, um Marek nicht auf die Schuhe zu kotzen. Ringsherum lagen tote Tiere und Blut – viel Blut.
In weiter Entfernung vernahmen Isa und Marek einen Klagelaut, es klang wie ein letztes Krächzen. Sie folgten dem Geräusch und fanden einen jungen Mann, der zusammengekrümmt auf dem nassen und mit Laub bedeckten Waldboden lag. Nackt! Mit einer tief klaffenden Wunde an den Schultern. Er war scheu und schreckte zurück, sobald man sich ihm näherte. In seinen Händen lag ein Vogel. “Ein Kolkrabe”, sagte Marek. Er war tot!
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Meinung:
Es gibt viele Fantasygeschichten in denen es um Gestaltwandler geht, aber “Rabenblut drängt” ist anders und meiner Meinung nach steht diese Geschichte anderen guten Werken in nichts nach – im Gegenteil. Eine Atmosphäre die in Mark und Knochen übergeht – und eine Liebe, die alles andere als kitschig daherkommt. Die Handlung, die Umgebung, die Charaktere und vor allen Dingen das Wesen der entzückenden Isa und auch das des rätselhaften Alexej, haben diese Geschichte lebendig und zu etwas ganz Besonderem werden lassen. Man fühlt richtig mit! Wie Musik in den Ohren nachhallt, so verhält es sich auch mit der Sprache. Die letzten Seiten verschlang ich atemlos.
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Fazit:
Ein phantastischer Roman sowohl für Jugendliche als auch Erwachsene, dem man sich, sobald man die ersten Zeilen und Seiten gelesen hat, nicht entziehen kann. Intelligent, mystisch, einfühlsam und spannend zugleich.

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Tags: gestaltwandler, nikola hotel, prag, rabenblut drängt, tschechien   (5)
 

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94 Bibliotheken, 1 Leser, 4 Gruppen, 35 Rezensionen

new york, liebe, freundschaft, 30er jahre, usa

Eine Frage der Höflichkeit

Amor Towles , Susanne Höbel
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Graf Verlag, 02.03.2011
ISBN 9783862200108
Genre: Liebesromane

Rezension:  
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107 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

england, liebe, familie, deutschland, frankreich

Tildas Geheimnis

Judith Lennox , Mechtild Sandberg
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.12.2000
ISBN 9783492232197
Genre: Liebesromane

Rezension:  
Tags:  
 

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(28)

53 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 10 Rezensionen

ceylon, freundschaft, abenteuer, schiffsreise, 1950er jahre

Katzentisch

Michael Ondaatje , Melanie Walz
Fester Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 06.02.2012
ISBN 9783446238589
Genre: Romane

Rezension:

Ich begleitete den 11-jährigen Michael auf seiner Reise von Ceylon (Sri Lanka) nach England. Er war ganz allein. Wir durchquerten den Indischen Ozean, den Golf von Aden, das Rote Meer, fuhren durch den Suezkanal in das Mittelmeer und so lernte ich Cassius und Ramadhin kennen, die wie Michael (Mynah) den Außenseitern einer buntgemischten Gesellschaft angehörten.
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Im Speisesaal am Bord der ´Oronsay` sitzen sie am Katzentisch neben geheimnisumwitterten Reisegefährten und lauschen ihren Geschichten. Sie lernen die geheimnisvolle Miss Lasqueti, einen Wahrsager, Mr. Mazappa, den Botaniker Mr. Daniels, Hector de Silva und den Baron – der auf elegante Weise die Mitreisenden bestielt – kennen. Die Jungens klettern in Rettungsboote und beobachten heimlich das Geschehen an Deck.
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ES GIBT IMMER EINE GESCHICHTE DIE EINEN ERWARTET.
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Erst war es ein großes Abenteuer, dass die Jungens auf ewig miteinander verbinden sollte.
Doch worum geht es in Ondaatjes Katzentisch genau?
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Kurz gesagt geht es um Freundschaft, erste intime Erfahrungen, Betrug und Macht, Sehnsüchte, um Vergänglichkeit und Erinnerungen. Ich las einen literarisch sehr anspruchsvollen Roman, blätterte zwischenzeitlich zurück, da ich nebenbei noch andere Bücher las, um wieder Mitreisender auf der Oronsay zu sein. Versetzt in das Jahr 1954 verspürte ich die Nostalgie, die mich umwebte. Ich erlebte, wie die Musik aus dem Grammophon die Gäste beschwingte; ich Zeuge eines Diebes wurde, der durch seine abgebrühte, aber freundliche Kaltschnäuzigkeit Michael zum Mittäter machte. Wir machten unsere ersten Erfahrungen mit Alkohol, dem Rauchen und kauten Kraut, das uns die Sinne vernebelte. Obwohl Michael durch seine Aufsichtsperson (seiner Tante) begleitet wurde, musste er sich allein zurechtfinden. Die drei Freunde entwickelten einen Beschützerinstinkt – sie wollten wahre Helden sein. Große starke Männer! Sie ahnten nicht, dass ihre Detektivarbeit gefährlich werden würde.
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Ondaatjes Sprachstil verführt und ehe man sich versieht, sitzt man am Katzentisch. An Deck lausche ich dem Klang des Meeres und rieche die salzige Luft. Ondaatje erzählt im ersten Strang aus der kindlichen Perspektive und wechselt später in die Zweite – der Perspektive des Erwachsenen Michaels. Die Sätze waren für mich persönlich ungewohnt lang und erforderten – trotz des flüssigen Stils – höchste Konzentration. In der Kurzbiographie des Autors erfuhr ich, dass der Autor mit Katzentisch in gewisser Weise seinen eigenen Werdegang beschreibt. Jedoch handelt es sich bei diesem Werk nicht etwa um seine eigene Biographie. Auf den letzten Seiten erfährt man, dass es sich im Grunde um eine fiktive Geschichte handelt. Die Handlung und alle Personen sind frei erfunden. Trotzdem habe ich das Gefühl, den Autor mit Katzentisch besser kennengelernt zu haben.
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Mein liebstes Zitat, welches das Buch mit kurzen Worten beschreibt:
>>MANCHMAL FINDEN WIR UNSER WAHRES, ganz und gar uns gehörendes Ich in der Jugend. Dann erkennen wir etwas in uns, was anfangs winzig ist und in das wir hineinwachsen werden.<<
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Fazit: Farbenfroh, detailreich, poetisch, intelligent! Nur spannend zu lesen, wenn man gedanklich mitreist!

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Tags: katzentisch, michael ondaatje, oronsay, sri lanka   (4)
 

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301 Bibliotheken, 5 Leser, 2 Gruppen, 13 Rezensionen

italien, humor, familie, hochzeit, antonio

Maria, ihm schmeckt's nicht!

Jan Weiler
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 12.08.2011
ISBN 9783548283388
Genre: Humor

Rezension:

Jan lernt zum ersten Mal seine zukünftigen Schwiegereltern Ursula und Antonio kennen. Antonio ist ein alter dickbäuchiger Italiener wie er im Buche steht und wenn es um den Zukünftigen seiner Tochter Sarah geht, soll dieser schließlich auf Herz und Nieren geprüft werden. Da kennt er kein Erbarmen.
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Das Erstgespräch mit seinem Schwiegervater verläuft nicht so wie Jan es erhofft hat. Jan steht wie bestellt und nicht abgeholt mit dem Blumenstrauß in der Wohnstube und es ist, als würde er sich mit der Wand unterhalten, während Antonio durch ihn hindurch sieht und sich statt mit ihm, mit dem Kater unterhält, Pistazien auseinander schnippt und sie genüsslich verzehrt.
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Zwischen den beiden Kulturen die aufeinander treffen, kommt es zwischen den Familien beim ersten Zusammentreffen in Deutschland zu kleinen, mitunter philosophischen Meinungsverschiedenheiten. Ganz anders als im Film findet die Heirat nicht erst in Italien statt, sondern direkt zu Beginn der Geschichte in Deutschland. Eine Reise zu den Verwandten nach Italien soll das neue Liebesglück und die Kulturen vereinen – ohne Sarahs Schwiegereltern. Kulinarische Köstlichkeiten arten bei den Marcipanes stets in ein Familienfest aus, doch Jan hält sich zurück und Maria fragt: “Schmeckt`s nicht?”, woraufhin er pflichtgemäß und höflich antwortet: ”Doch doch es schmeckt!”
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Meinung:
An sich ist die Geschichte, in der Jan die italienische Sippschaft seiner Liebsten und deren Kultur kennen lernt, amüsant zu lesen. Stolpersteine sind Sätze, in denen der italienische Akzent zum Ausdruck gebracht werden soll, aber nicht bewirkt, was es bewirken soll. Das wirkte auf mich höchst übertrieben. Der Erzählstil kommt im Film ebenfalls besser rüber als im Buch, wobei der Film vom Buch erheblich abweicht. Insgesamt geht es nämlich (uno due tre quattro) vier mal nach Campobasso.
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Eigentlich wird es erst dann so richtig interessant, als Antonio seinen Schwiegersohn bittet, mit ihm zusammen eine alte deutsche Kommode (mit verzierten märchenhaften Schnitzereien) zu Mario nach Italien zu transportieren. Später stellte sich heraus, dass dies nur ein Vorwand war, um Jan zu locken. Antonio appelierte an das Gewissen und an die Hilfsbereitschaft der Deutschen, denn anders hätte er Jan nicht dazu bewegen können ihn zu begleiten. Jan verlängerte seinen Urlaub, weil sein Schwiegervater plötzlich erkrankte. Wahrscheinlich war ihm der Tintenfisch, der am Vorabend von Nonna Anna serviert wurde, nicht gut bekommen. Urplötzlich, als Jan sozusagen alles in trockenen Tüchern hatte, war Antonio wieder topfit und plante mit ihm einen Ausflug. Es war ein Ausflug in seine Gedanken, denn der Tod seines Vaters Calogero schien ihn nachdenklich gemacht zu haben und auf den Magen zu schlagen. Antonio erzählte seinem Schwiegersohn seine komplette Lebensgeschichte.
Humor kann inhaltlich und sprachlich sehr geschmacklos konstruiert und zügellos sein. Dies ist wahrscheinlich auch der Grund, weswegen mich der Weilerische Humor nicht beeindrucken konnte. Es sind die Beschreibungen nichtiger Details, die mich erzürnen und die Haare raufen lassen. Wie bitteschön kann man zwei bis drei Seiten über Kaffee schreiben? Wenn mich Antonios Geschichte und die wenigen schönen Momente nicht wachgerüttelt hätten, wäre dieser Roman ein guter Stoff zum Einschlafen gewesen.
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Fazit:
Ein Roman welcher aufzeigt, wie schwer es in den 60er Jahren für einen Gastarbeiter war, im Ausland Fuß zu fassen und akzeptiert zu werden. Den Humor würde ich auf einer Schulnoten-Skala mit 4 bewerten, wobei das wiederum Geschmacksache des Lesers ist. Man muss wissen, dass es selten humorvolle Bücher gibt, über die ich wirklich lachen kann. Eine leichte Sommerlektüre für zwischendurch!

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Tags: jan weiler, maria ihm schmeckt`s nicht   (2)
 

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33 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

freundschaft, mütter, frauen, schwestern, rebecca wells

Die Gottlichen Geheimnisse Der Ya-ya Schwestern / Divine Secrets of the Ya Ya Sisterhood

Rebecca Wells
Flexibler Einband
Erschienen bei Distribooks Inc, 01.06.2002
ISBN 3442448824
Genre: Sonstiges

Rezension:

Rauchen, trinken, niemals denken – so lautet das Motto der Ya-Ya-Schwestern Teensy, Necie, Vivi und Caro, wenn sie in der Hitze Louisianas Billiee Holiday hörten und ihre Kinder, die >>Petis Ya-Yas>Diese Party braucht Vivi Belebung.<<
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Die Familie, Mutter-Tochter-Beziehungen mit Verve und Leidenschaft, ihre Geheimnisse, ihre kleinen Morde und ihre wunderbare Lebendigkeit, beschreibt nicht nur das Stück von May Sorensons ´tour de force`, für das Sidda Regie führt. Diese Lebendigkeit ist allgegenwärtig, sie wird immer wieder erlebt und gelebt. Roberta Lydell lobte die vorangegangene Inszenierung von ´Frauen und ihre Töchter`.
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Als Journalist ist es wichtig Vertrauen und so etwas wie ein kumpelhaftes Verhältnis aufzubauen. Sidda vertraute darauf. Als sich ihre Zunge lockerte schnappte die Falle zu. Die Kritik zu Sorensons Stück in der Feuilleton-Beilage der New York Times vom 8. März 1993 hatte den reißerischen Aufhänger ´Step tanzende, prügelnde Rabenmutter`. Damit floss ein Strom durch Himmel und Hölle, der einen erbitterten Streit zwischen Mutter und Tochter entfachte. Jeglicher Annäherungsversuch seitens Sidda wurde mit Nichtachtung oder dem Klacken des Telefonhörers gestraft, wenn Vivi ihn auf die Gabel hing.
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>>Schick mir eine Berührung, eine Zigarette, einen Kuß, eine Umarmung. Hilf mir, damit ich nicht welke und sterbe!<<
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Als Sidda den Zuschlag für Clare Boothe Luces ´Die Frauen` erhielt, war sie auf die Hilfe ihrer Mutter und den Ya-Ya`s angewiesen. Sie sind die wahren Experten wenn es um das Thema Freundschaft geht. Siddas Bitte formulierte sie in einem Brief, jedoch erhielt sie keine Antwort. Als Siddas Heirat mit Connor zu platzen droht, gibt sich Vivi einen Ruck und schickt ihr nach Absprache mit Teensy, Necie und Caro das Album ´Die göttlichen Geheimnisse der Ya-Ya-Schwestern` zu. Sidda gönnt sich eine kleine Auszeit in einem kleinen Haus am Lake Quinault, circa drei Stunden von Seattle entfernt und bemerkt nicht, wie Connor die Sendung ihrer Mutter in den Kofferraum verstaut. Sidda entdeckt beim Ausräumen das Paket und als sie den Absender ihrer Mutter sieht, vermutet sie eine tickende Zeitbombe, und nicht etwa das Album der Ya-Ya`s.
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Meinung:
Sobald Sidda die erste Seite des Albums aufschlägt, beginnt ihre abenteuerliche Reise in die Vergangenheit. Die Ya-Ya`a zu begleiten ist Erlebnis pur. Es fühlt sich an, als wäre man hautnah dabei und plötzlich beginnt Sidda zu verstehen, was sie und ihre Mutter verbindet. Vor allem was die Ya-Ya-Schwestern verbindet. Tiefe Freundschaft die über alle Grenzen hinweg geht. Ein Ya-Ya-Schwur, welcher in Kindheitstagen feierlich zelebriert wurde. Und immer sickert durch, welch´ dunkler Schatten die Gemüter zu Zeiten der Wirtschaftskrise und des zweiten Weltkrieges erhitzte und begleitete. Wobei man auf diese historischen Ereignisse nicht näher eingeht, das möchte ich ganz klar sagen. Ein großes Thema ist die streng religiöse katholische Erziehung; auf mich wirkt sie (gerade im letzten Drittel des Buches) sehr destruktiv. Dies trägt nebst der Freundschaft der rebellischen Ya-Ya`s zur Tiefe bei und festigt die Aussagekraft der göttlichen Geheimnisse. Das Ende der Geschichte hätte meiner Meinung nach etwas spektakulärer gestaltet werden können. Obwohl sich die Geschichte zwischenzeitlich ein bisschen zog, habe ich sie genossen und alle Geheimnisse so in mir aufgesogen, als wären sie meine eigenen.
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Sprache & Schreibstil: Die Geschichte wird im Hauptstrang in der Personalen Erzählperspektive erzählt und ist flüssig zu lesen. Alte Ausgabe = alte Rechtschreibung! Besonders interessant ist der Schriftverkehr zwischen Vivi und ihren Mädels.
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Liebstes Zitat:
>>Diejenigen, die wissen, reden nicht. Diejenigen, die reden, wissen nicht.<<
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Fazit:
Ein belebendes Leserlebnis, ideal für den Sommer!
Wer gerne Geschichten über die Abenteuer einer geheimnisvollen Bande rebellischer Frauen lesen möchte, in der die Freundschaft das allerhöchste Gut ist, dem seien “Die göttlichen Geheimnisse der Ya-Ya-Schwestern” wärmstens empfohlen.

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Tags: abenteuer, frauen, freundschaft, geheimnisse, rebecca wells, ya-ya-schwestern   (6)
 

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68 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

stephen king, horror, carrie, demütigung, telekinese

Carrie

Stephen King
Flexibler Einband: 253 Seiten
Erschienen bei Pocket Books, 01.10.1999
ISBN 0671039725
Genre: Sonstiges

Rezension:

Es ist ein Unterschied ob man auf Carrie trifft, wenn man jemanden in der Nähe weiß, oder wenn man alleine ist. Es war Nacht. In meinem ehemaligen 1-Zimmer-Appartment im Erdgeschoss stand das Fenster auf Kipp und ich las die letzten hundert Seiten aus Carrie. Mit einem zischenden – nein – mit einem fegenden Geräusch wehte der Wind die Vorhänge so zur Seite, dass ich auf die Terrasse blicken konnte. Dunkelheit! Draußen das Rascheln der Bäume und Blätter; der Wind, selbst das leise Knistern im Unterholz des Gebüschs war lauter denn je zu vernehmen. Neben diesen äußeren Einflüssen war es still, ganz still. Hätte das Telefon geklingelt, wäre ich zusammengezuckt. War es Angst? Ein eiskalter Schauer durchzuckte mich, ich erinnere mich genau.
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Carrie! Wer das Buch nicht kennt, kennt den Film. Die Verfilmung kann ich mir übrigens bis zum heutigen Tag nur dann ansehen, wenn ich nicht allein bin. So geht es mir allerdings bei vielen Horrorfilmen. Geht es euch auch so, dass ihr besonders die blutigen Geschichten in Büchern besser verdauen könnt, als in der filmischen Umsetzung?
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Klappentext:
Als Dreijährige lässt sie einen Steinregen auf ihr Elternhaus niederregnen, weil ihre Mutter ihr in einem Anfall von religiösem Wahn nach dem Leben trachtet. Als Sechzehnjährige muss sie einen Augenblick tiefster Demütigung erleben. Schon immer von ihren Mitschülern wegen ihrer scheuen zurückhaltenden Art gehänselt, wird sie auf dem Abschlussball der Schule das Opfer eines bösen Streichs. Schmerz, Enttäuschung, Wut treiben Carrie zum Äußersten, die beseelt und besessen ist von einer unheimlichen Gabe: Mit schierer Kraft ihres Willens entfesselt sie ein Inferno, gegen das die Hölle ein lieblicher Garten Eden ist. Das ist Carrie – beseelt, besessen von einer unheimlichen Gabe mit ungeheurer Tragweite und furchtbaren Folgen.
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Meinung:
Ungefähr 15 Jahre später: Die zweite Begegnung mit Carrie fühlt sich jetzt (während des Lesens) definitiv anders an – denn ich bin nicht allein und ich bin älter. Aber ein Gefühl bleibt: Die Außenseiterin Carrie tut mir leid! Wie ihre Schüler und ganz Chamberlaine mit den Finger auf sie zeigen, sie verspotten und höhnisch auslachen, wie Mrs. Margarete White mit dem Schlachtmesser in der Hand das kleine Mädchen in die Kammer scheucht und sie mit befremdlicher Stimme hysterisch anschreit. Ungefähr so: “Carrieeee bete, bete, wasch dich rein. Mach dich von den Sünden frei. Bete Carrie, bete. Lass es nicht zu.” Ein Gefühl voller Finsternis und Bitterkeit – sehr beklemmend zugleich!

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Stephen King ist legendär und auch die biographisch festgehaltene Geschichte, welche aufzeigt, wie es eigentlich zu der Veröffentlichung von “Carrie” kam. Wer oder was ihn inspiriert, ist interessant zu wissen. Ein Hoch auf Thabita King, die einst das Manuskript aus dem Papierkorb fischte und ihren Mann überredete, dieses Werk namens “Carrie” zu vollenden und an den Verlag Doubleday zu schicken. Unfassbar, denn als Stephen das Manuskript in den Müll warf, wollte er das Schreiben sogar an den Nagel hängen. Kaum auszudenken welch atemberaubende Geschichten uns entgangen wären.
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Nach wie vor ist Mrs. Margarete White die Person, der ich nicht mal in meinen schlimmsten Albträumen begegnen wollen würde. Sehr bewegend zu lesen ist das Interview mit Estelle Horan, die die Familie White mit zittriger Stimme beschreibt und eine Geschichte erzählt, von der sie steif und fest behauptet, dass sie der Wahrheit entspricht und während ihren Ausführungen eine Zigarette nach der anderen wegdampft.
Das Besondere: Jeder Charakter hat etwas ganz Eigentümliches an sich und das gefällt mir. Carrie wirkt verletzlich. Die Demütigungen die sie durch ihre “Momma”, ihre Umgebung und vor allen Dingen durch ihre Mitschüler erfährt, können nur zur Folge haben, dass es ein sehr schlimmes Ende nehmen wird. Das wird einem schnell klar. Was Carrie sich wünscht liegt auf der Hand, denn eigentlich will sie ein ganz normales Mädchen sein – anerkannt, geliebt und beliebt. Eine junge Frau! Sie will leben und auf Entdeckungsreise gehen. Sie hofft und zweifelt. Als Leser weißt du was geschehen wird, aber du hast nicht die leiseste Ahnung davon, wie es geschieht.
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Sprache & Schreibstil:
Eine Wortvielfalt, wie ich sie mir in guten Büchern wünsche und wie man es vom Meister des Horrors nicht anders gewohnt ist. Die Übersetzung meiner alten Ausgabe aus dem Lübbe Verlag ist gut, aber durch die stilistische Zeichensetzung gewöhnungsbedürftig und dadurch manchmal auch ein wenig holprig zu lesen. Der Hauptstrang wird in der personalen Erzählperspektive (der dritten Person) erzählt. Stephen King gelingt es über diese Stilrichtung, die Sichtweise der vielen unterschiedlichen Charaktere gekonnt in Szene zu setzen und miteinander zu verbinden.
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Fazit: CARRIE ist ein Klassiker - packend und mitreißend zu lesen! Feinster Horror und wieder eine gesellschaftskritische Botschaft, die zum Nachdenken anregt.

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Tags: carrie, stephen king   (2)
 

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(210)

369 Bibliotheken, 1 Leser, 16 Gruppen, 107 Rezensionen

liebe, thriller, mörder, echo, jay

Bodyfinder

Kimberly Derting , Sylke Hachmeister
Fester Einband: 343 Seiten
Erschienen bei Coppenrath, F, 21.09.2010
ISBN 9783815798737
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Manche Bücher sind wie sinkende Schiffe. Doch dann kam die erhoffte Rettung. Die Strömung war stark, doch das Debüt von Kimberly Derting hat mich mit allerletzter Kraft an Land gespült. Es gibt nichts Schöneres, als wenn man nach einer kurzen Lesepause mit einer schönen Geschichte belohnt wird, und zeitgleich sein sogenanntes Lesetief überwindet.
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Ein Kranz schillernder Farben leuchtete im See auf, fing sich zwischen den Gräsern und drang durch die Wasseroberfläche zu Violet hinauf. Sie spürte das strahlende Licht wie ein pulsierendes Echo unter ihrer Haut vibrieren. Es hallte in ihren Adern wider und strömte heiß durch ihren Körper. Es war stark, stärker, als sie es jemals zuvor wahrgenommen hatte. Das konnte nur eines bedeuten. Da unten war etwas Totes.
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Kapitel 1 – erster Satz:
Das Klingeln des Weckers zerriss den behaglichen Nebel des Schlafs, der Violet umhüllte.
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Zum Inhalt:
Das Geräusch in ihren Ohren war wie ein Echo aus einer anderen Welt. Sie riefen sie. Die kleine Violet gehorchte und lief dem Echo hinterher. Sie lief und lief, als sie plötzlich stehen blieb, blickte sie in das Gesicht eines Mädchens, sie lag auf der Erde und starrte Violet an. Das Mädchen war tot.

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Violet lebt mit ihren Eltern im Nordwesten der USA, in einer kleinen Stadt in der Nähe von Seattle. Mit 6 Jahren fand ihre Familie heraus, dass ihre Tochter so wie ihre Großmutter die Gabe besitzt, Tote aufzuspüren. Sie wächst wie ein ganz normales Mädchen auf. Einzig was sie von anderen Kindern unterscheidet ist die Gabe, über die ausschließlich der engste Familienkreis und ihr guter Freund Jay bescheid weiß. Violet hat sich damit abgefunden anders zu sein, auch wenn dieses Talent alles andere als ein Geschenk ist. Als jedoch ein Serienmörder sein Unwesen in der Kleinstadt treibt und zunehmend junge Mädchen, die im Alter von Violet sind, spurlos verschwinden, ist eine ganze Stadt in großer Aufruhr. Von diesem Tag an darf Vi nicht mehr ohne Begleitung aus dem Haus. Sie ist sich sicher, dass es ohne ihr Dazutun für die ansässige Polizei schwierig wird den Mörder zu finden. Violet begibt sich in große Gefahr, als sie sich mit Hilfe ihres besten Freundes Jay auf die Suche macht.
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Auszug aus dem Inlay:
Aber dann passiert etwas, womit Violet nie gerechnet hätte: Sie verliebt sich in Jay. Und merkt dabei gar nicht, wie nahe sie dem Mörder bereits gekommen ist.
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Meinung:
Sicher, manche Dinge sind für mich vorhersehbar gewesen. Jedoch hat mir der Handlungsstrang des Jägers, der sich in aller Seelenruhe seine Beute ausgesucht hat, keine Ruhe gelassen. Um das Buch zu lesen, muss die eigene Phantasie kräftig angekurbelt werden. Echos, die man hören, spüren und sogar schmecken kann, waren mir bis dato nicht bekannt. Am besten ist, man versetzt sich in die Gedanken eines 12 bis 15 jährigen Teenagers, denn dies ist definitiv kein Buch für Erwachsene. Es ist ein Jugendbuch und noch dazu ein wirklich Gutes! Schade fand ich jedoch das abrupte Ende, welches die Autorin ein wenig spannender hätte gestalten können.
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Fazit:
Ein spannendes Jugendbuch! Ich glaube, dass der Anspruch eines Erwachsenen anders ist, wenn er sich nicht in die gedankliche Welt eines Teenagers hineinversetzt. Was den Leser erwartet ist: Eine gute Dosis THRILL und Teenagerliebe!

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Tags: bodyfinder, kimberly derting   (2)
 

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(186)

387 Bibliotheken, 5 Leser, 14 Gruppen, 77 Rezensionen

geister, fantasy, werwolf, derek, lyle house

Schattenstunde

Kelley Armstrong , Christine Gaspard
Fester Einband: 411 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 01.10.2010
ISBN 9783426283417
Genre: Fantasy

Rezension:

Alles begann an dem Tag, an dem ich meinen ersten Geist sah – und er mich…
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Du beginnst zu lesen und der Inhalt erinnert an längst dagewesene und sich immer wiederholende Geschichten. THE SIXTH SENSE kam mir direkt in den Sinn. Gewiss, es ist ein alter Hut, aber wenn dieser alte Hut es schafft dich erneut zu fesseln, dich zu begeistern, wenn er es schafft, dich laut aufrufen zu lassen – ungefähr so: “Heftig! Oh! Ach du Sch…! Oh man Olli, das ist…das ist so … extrem spannend!” – wenn du die Spannung knistern hörst, dann ist es ein gutes Buch. Ich knabberte an meinen Nägeln raufte mir die Haare und zum Schluss der Cliffhanger. Ich habe Fragen und neben diesen will ich unbedingt wissen, wie es mit Chloe Saunders weitergeht. Als würden nicht schon genug Bücher auf meiner wichtigen MUSS-ICH-UNBEDINGT-HABEN Wunschliste stehen. Auch das ist zum Haare raufen und ich muss mich zügeln.
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Auszug aus dem Inlay:
Chloe schreit panisch auf: Sieht denn niemand außer ihr den verbrannten Mann, der durch die Schulflure rennt und mit seinen verschmorten Fingern nach ihr greift?
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Zum Inhalt:
Chloe Saunders sieht Geister. Als sie in der Schule panisch und mit einem angstverzerrten Gesicht vor dem Hausmeister floh, dessen Gesicht und Hände Spuren von Verbrennungen aufzeigten, und ihr Lehrer ihr zur Hilfe eilte, wusste sie allein durch die Anwesenheit von Mr. Travis , dass nur sie den Mann sieht. Durch Mr. Travis hindurch beugte sich der Hausmeister vor und schrie Chloe an:”Du bleibst hier!” Es war noch eine zweite Lehrkraft vor Ort. Man kann sich vorstellen, dass die Lehrer durch die Reaktion ihrer Schülerin Schwierigkeiten hatten sie zu bändigen. Die Lehrer, Mitschüler und natürlich auch die Familie von Chloe waren sich einig. Das Mädchen brauchte dringend professionelle Hilfe.
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Als Chloe mit der Trage hinaus gebracht wurde, ahnt sie nicht, welche Tortur ihr noch bevor steht. In einem Heim…, für psychisch gestörte Jugendliche, hat Tante Lauren gesagt. Es lohnte nicht zu widersprechen, sogar ihr Dad war da, als sie Chloe in Lyle House wie ein aussätziges Tier ablieferten. Vollgepumpt mit irgendeinem Medikament, war Chloe nicht mal im Stande sich zu wehren, geschweige denn sich überhaupt noch aufrecht zu halten.
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Lyle House
Es war für sie wichtig einen kühlen Kopf zu behalten. Hatten ihre immer wiederkehrenden Albträume etwas damit zu tun? Was zur Hölle war mit ihr los? Dr. Gill gab ihr bereits nach der ersten Therapiesitzung die Antwort. Schizophrenie! Das war wohl die Schublade, in welche Chloe perfekt hineinpasste. Chloe brauchte nicht lang um zu verstehen, wie sie sich zu verhalten hat und das zu machen, damit sie schnell wieder Nachhause kommt. Dazu gehörte die Akzeptanz ihrer Krankheit, die regelmäßige Einnahme von Medikamenten, gehorsames Verhalten, Pünktlichkeit und noch ein wichtiger Punkt: Sie durfte mit niemanden über ihre Krankheit sprechen. Nichtsdestotrotz begann sie spätestens dann heimlich zu forschen, als ein Junge ihr den Hinweis für die Kreatur gab, die sie wirklich zu sein scheint. Wer ist dieser Junge? Es war eine Vermutung, aber Chloe wollte Gewissheit und suchte nach Antworten. Existierte der Hausmeister im realen Leben? Konnte sie mit den Toten reden? Welche Krankheit hatten die anderen Kinder?
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Auszug aus dem Inlay:
Die anderen Jugendlichen in Lyle House sind keinsesfalls so verrückt, wie man ihnen einreden will – auch sie scheinen übersinnliche Fähigkeiten zu haben. Mit den Brüdern Simon und Derek begibt sich Chloe auf die Suche nach dem Geheimnis von Lyle House – und bald befinden sie sich in höchster Gefahr…
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Meinung:
Der eiskalte Schauer, der dir während des Lesens den Rücken runter läuft, lässt dich nicht los. Es macht süchtig und man merkt gar nicht wie schnell die Zeit vergeht. Hochspannung pur! Ich hatte das Gefühl, ganz nah dabei zu sein. Spür die Dunkelheit, denn zwischen den Seiten knistert es gewaltig. Dieses Buch zeigt das Gefühl der Ohnmacht, wenn man keine Chance hat sich zu wehren. Ich bin begeistert von der gespenstischen Atmosphäre die Kelley Armstrong geschaffen hat und bin mir sicher, dass ich noch viele weitere Bücher von ihr lesen werde. Es gibt aber auch ein zwei Dinge, die mich erheblich störten. Neben ein paar vereinzelten Druckfehlern, wunderte ich mich vor allen Dingen (auch wenn es nicht all zu häufig vorkommt) über ein paar äußerst merkwürdige Satzzusammenstellungen und ich hoffe, dass diese Stolpersteine im zweiten Band aus dem Weg geräumt sind. Sowas ist schade, besonders, weil der spannende Erzählstil der Autorin einfach großartig ist, und dieser wahrscheinlich deswegen bei manchen Lesern in den Hintergrund rücken könnte. Ansonsten lässt sich nur sagen: Lest das Buch!
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Fazit:
Wer gerne Urban Fantasy liest, sollte nicht an Kelley Armstrong vorbeigehen! Ein Jugendbuch, von dem auch ältere Leser begeistert sein werden. Spannung bedeutet für mich, mitfühlen zu können. Und man fühlt mit, das kann ich euch sagen!

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Tags: kelley armstrong, schattenstunde   (2)
 

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liebe, beziehung, berlin, trennung, erwachsen werden

Wachstumsschmerz

Sarah Kuttner
Flexibler Einband: 280 Seiten
Erschienen bei Fischer, S, 23.11.2011
ISBN 9783100422064
Genre: Romane

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