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72 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

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Alligatoren

Deb Spera , Ulrike Wasel , Klaus Timmermann
Fester Einband: 376 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 03.09.2018
ISBN 9783959672207
Genre: Historische Romane

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22 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

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Alle für einen

Jutta Profijt
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 22.06.2018
ISBN 9783423262002
Genre: Romane

Rezension:

Es handelt sich nach „Allein kann ja jeder“ und „Zusammen ist (k)ein Zuckerschlecken“ um den dritten Band rund um die atypischen, völlig inhomogenen Hausbesetzer einer alten Villa – die unkonventionelle Rentnerin Rosa, ihre allein erziehende Tochter und Heftchenschreiberin Ellen mit pubertierender Tochter Kim, dem ehemaligen und deshalb gerne kommandierenden Soldaten Hans sowie dem hausfraulich bewanderten ehemaligen Betrüger Konrad. Neue und alte Herausforderungen sind zu meistern. Die Villa soll endlich von ihnen gekauft werden können, Konrad möchte den Kontakt zu seiner Tochter herstellen, Rosa organisiert eine Benefizauktion, Ellen beginnt eine Karriere als Romanautorin, Kims Freund Tarik muss von dem Verdacht eines Verbrechens befreit werden.

 

Es ist ein schöner Mehrgenerationenroman, der Leser aller Altersgruppen ansprechen wird. Auch wer die Vorgängerbände nicht kennt, findet gut in die Geschichte hinein, da auf frühere Geschehnisse immer wieder eingegangen wird. Gute Unterhaltung ist auf jeden Fall vorprogrammiert. Dafür sorgen schon die teilweise schrägen Romanfiguren mit ihrem individuellen persönlichen background. Auch an sich ernste Themen werden witzig aufgearbeitet. Positiv hervorzuheben ist die Liebe zum Detail. Gefallen hat mir, dass Ellen gerade den ersten Romanband als Roman verfasst. Das Ende geht für alle gut aus, wie es sich für einen Unterhaltungsroman gehört. Es lässt auf jeden Fall Raum für eine Fortsetzung.

 

Eine schöne, sich gut lesende Lektüre.

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(21)

27 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

Als die Kirche den Fluss überquerte

Didi Drobna
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.08.2018
ISBN 9783492059206
Genre: Romane

Rezension:

Dieser Roman wird aus der Perspektive des jungen Erwachsenen Daniel erzählt. Als sich seine Eltern plötzlich trennen, gerät seine Welt aus den Fugen. Obendrein bricht auch noch die Parkinson-Demenz-Erkrankung der Mutter aus. Diese Situation zerreißt ihn fast. Er verliebt sich in die eigene Schwester, will sich im Alleingang um die Mutter kümmern, Lebemann sein wie ein Onkel und Künstler wie eine Großcousine. Erst ganz allmählich findet er seinen Weg.
Es ist ein sehr schönes, unbedingt lesenswertes Buch. Im Vordergrund steht das Thema Familie. In ihr hat der Protagonist seine ganze Kindheit und Jugend über Halt gefunden, wie viele eingeschobene, oft amüsante Rückblicke zeigen. Anders als sich vermuten ließe, ist das auch noch so, als die Familie auseinanderbricht. Die Trennung der Eltern und die Erkrankung der Mutter lassen alle näher zusammenrücken. Das ist eine schöne Botschaft, die uns vermittelt wird. Mit dem Thema Krankheit und Tod geht die Autorin sehr berührend um. Gefallen, weil in Büchern oft nicht selbstverständlich, hat mir, dass der ungewöhnliche Buchtitel im Text erläutert wird. Er lehnt sich an die tatsächlich passierte lokale Umsetzung einer Kirche in Sachsen an; hier ist die Kirche eine Metapher für die Entwurzelung der kranken Mutter.

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70 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 42 Rezensionen

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Weit weg von Verona

Jane Gardam , Isabel Bogdan
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Hanser Berlin, 23.07.2018
ISBN 9783446260405
Genre: Romane

Rezension:

Dieses ist der erste Roman der Autorin, der in ihrem Heimatland England bereits 1971 erschienen ist.

Das Buch ist wirklich lesenswert und fasziniert durch seine bemerkenswerte Protagonistin, der 12jährigen Jessica Vye. Aus ihrer Perspektive ist die Geschichte erzählt, die zur Zeit des Zweiten Weltkrieges in England angesiedelt ist. Schon zu Beginn charakterisiert sie sich als nicht ganz normal, nicht sehr beliebt, immer wissend, was die Leute denken, schlecht die Klappe halten könnend und unweigerlich immer und überall die Wahrheit sagend. Und exakt so erleben wir Jessica im Laufe der Begebenheiten, von denen sie sehr eloquent erzählt, sei es ihr Besuch in einem Slum, einer zur Upper Class gehörenden Familie, eines Cafés oder ihrer Schule. Wirklich bewundernswert wird Jessica dadurch, dass sie sich – etwas selbst verliebt - schon im Alter von erst neun Jahren für eine echte Schriftstellerin hält und dann mit zwölf tatsächlich bei einem Gedichtwettbewerb gewinnt. Bibliophilen Lesern wird auch gefallen, dass sie alle englischen Klassiker, die die örtliche Bibliothek vorrätig hat, dem Alphabet nach liest. So unterhaltend der Plot auch ist, werden wir nicht von den furchtbaren Ereignissen aus dem Krieg verschont. Denn auch Lebensmittelkarten, Gasmasken, Luftschutzkeller, Bombardierungen gehören zu Jessicas alltäglichem Leben.

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(62)

160 Bibliotheken, 27 Leser, 0 Gruppen, 58 Rezensionen

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Vier.Zwei.Eins.

Erin Kelly , Susanne Goga-Klinkenberg
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei FISCHER Scherz, 22.08.2018
ISBN 9783651025714
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Sonnenfinsternisjäger Kit und Laura erleben 1999 ihre erste gemeinsame totale Sonnenfinsternis auf einem Festival in Cornwall. Für sie soll es das Abenteuer ihres Lebens werden. Stattdessen wird sich ihr Leben für immer ändern, weil Laura Augenzeugin einer vermeintlichen Vergewaltigung wird.

Dieser Psychothriller ist aus den beiden Perspektiven von Kit und Laura auf zwei Zeitebenen erzählt – in der Gegenwart und 15 Jahre zuvor im Jahr 1999. Außerdem lehnt sich der Aufbau an die fünf verschiedenen Phasen einer totalen Sonnenfinsternis an mit einer Spannungsspitze in dem mittleren Teil, der Totalität. Es ist eine Geschichte, in der nichts so ist, wie es scheint. Es wimmelt vor Lügen, Geheimnissen, Heimlichkeiten und überraschenden Wendungen. Lange weiß der Leser nicht, was sich wirklich beim Festival zugetragen hat und wer die Wahrheit sagt – das Opfer, die Zeugin, der Beschuldigte? Das ist packend zu lesen. Die Atmosphäre, in der fast alle Romanfiguren in Angst und Bedrohung leben, wird für den Leser richtiggehend spürbar.

Ein gelungener Psychothriller.

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(43)

61 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 43 Rezensionen

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Guten Morgen, Genosse Elefant

Christopher Wilson , Bernhard Robben
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 16.08.2018
ISBN 9783462050769
Genre: Romane

Rezension:

Dieses ist einmal mehr eines der mir immer wieder unterkommenden Bücher, bei denen meine Skepsis, ob es mir überhaupt gefallen wird, anfänglich recht groß ist, meine Lesebegeisterung aber schon nach wenigen Seiten wächst. Mein Fazit ist daher, dass es sich wirklich lohnt, sich auf dieses humorvolle, am besten dem Genre der Satire zuzuordnende Buch einzulassen.

Protagonist und zugleich Ich-Erzähler ist der zwölfjährige Juri aus Moskau um die Zeit vor dem Tode des berüchtigten Gewaltherrschers Josef Stalin. Nach einem schweren Unfall gilt er als debil, dem sich aber aufgrund seines immer freundlichen Gesichts die Leute gerne anvertrauen. Stalin lässt nach einem Schlaganfall Juris Vater, einen bekannten Veterinärmediziner, zur Behandlung in seine Datscha kommen, weil er hinter allen Humanmedizinern Verschwörer wittert. Juri darf ihn begleiten und wird wegen seines Wesens von Stalin zum persönlichen Vorkoster ernannt, der ihm zugleich zutragen soll, was die übrigen Politfunktionäre über Stalin reden. Diese wiederum spannen Juri auch für ihre Zwecke ein im Machtpoker um Stalins Nachfolge. So gerät Juri für einige Zeit in die Mühlen der Macht und erzählt von seinen persönlichen Erlebnissen bei Stalin.

Einzigartig ist der Schreib- bzw. Erzählstil. Da Juri ohnehin dazu neigt, ohne Punkt und Komma zu reden, wirkt Vieles wie ein großer Redeschwall. Ihm lässt sich dennoch leicht folgen, weil ja alles aus der einfachen Sicht eines Kindes dargestellt ist. Auch wer sich nicht so detailliert mit der russischen Geschichte auskennt, wird so manche wahre Information aus der Zeit der Herrschaft Stalins wiederfinden, die hier verarbeitet wird, z.B. das grundlose Verbringen unzähliger nicht konformer Bürger in die berüchtigten Arbeitslager. Wie typisch für eine Satire ist, wird Vieles leicht übertrieben dargestellt und durch den Kakao gezogen, etwa Stalins Neigung zum Fluchen oder sein Leben in Saus und Braus, während das Volk leidet. Was das Ende anbelangt, hätte ich mir gewünscht zu erfahren, ob Juris Vater am Leben geblieben ist oder auch zum Opfer Stalins wurde.

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349 Bibliotheken, 5 Leser, 3 Gruppen, 17 Rezensionen

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Maria, ihm schmeckt's nicht!

Jan Weiler
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 12.08.2011
ISBN 9783548283388
Genre: Humor

Rezension:

… entsteht daraus dieses herrlich witzige Buch.

In vielen einzelnen Geschichten oder besser Anekdoten erzählt der Autor, wie es ist, eine Halbitalienerin zu heiraten und auf einmal verwandt zu sein mit einer Sippe von Antonios und Marias, mit denen Urlaube in Italien und viele Familienfeste verbracht werden. Er selbst trifft auf so manches Klischee vom Landesnachbarn, findet einige bestätigt, muss aber auch einige revidieren. Andererseits sieht seine neue Verwandtschaft in ihm den typischen Deutschen, der ihrem vorgefassten Bild dann aber doch nicht immer entspricht. An sehr viel Unterhaltungswert und Authentizität gewinnt das Buch durch den Schwiegervater des Erzählers, Antonio Marcipane, der so herrlich in einer Mischung aus deutsch und italienisch radebrecht. Die zweite Hälfte des Buches ist gar fast vollständig ihm gewidmet, indem er seinem neuen Schwiegersohn und Freund seine sogar dem engsten Familienkreis nicht bekannte Vergangenheit rund um seinen Entschluss, in den 60er Jahren als Gastarbeiter nach Deutschland zu kommen, anvertraut. Dieser Hintergrund stimmt schon etwas nachdenklich, wenn – zu Recht - dargestellt wird, wie wenig willkommen die Südeuropäer hier damals waren und wie sie eigentlich immer Fremde geblieben sind.

 

Ein wirklich lesenswertes Buch, das in Zeiten der Migration nach Deutschland an Wert noch gewinnt.

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(53)

62 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 49 Rezensionen

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Der Sprengmeister

Henning Mankell , Verena Reichel , Annika Ernst
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Zsolnay, Paul, 23.07.2018
ISBN 9783552059016
Genre: Romane

Rezension:

Henning Mankell ist sicher vielen durch seine Romane um Kommissar Wallander ein Begriff. Das vorliegende Buch ist nun sein Debütroman, geschrieben im Jahr 1973. Er ist kurz und besonders, gerade deshalb aber so lesenswert. Mit Oskar Johansson einen einfachen Arbeiter aus Schweden zum Protagonisten zu machen, ist sehr ungewöhnlich. Obwohl dieser sich tatsächlich als niemand Besonderem ansieht, stellt sich beim Lesen rasch heraus, dass dem überhaupt nicht so ist. Sein Leben wird nämlich von seiner sozialistischen Grundüberzeugung sowie dem Glauben an die Revolution geprägt, außerdem von dem Umstand, dass er als 23jähriger 1911 während der Arbeit bei einer Sprengstoffexplosion zum Krüppel wurde, überlebte und in seinem Beruf weiter arbeitete. Im Alter erzählt er einem unkonkret bleibenden Ich-Erzähler aus seinem Leben. Er selbst bestimmt das Erzähltempo, auf Fragen geht er nicht ein, die Geschehnisse sind nicht chronologisch geordnet, es erfolgen Wiederholungen. Heraus gekommen ist eine fragmentarische Aneinanderreihung von wesentlichen Ereignissen aus Oskars Leben und von seinen politischen Vorstellungen, die aber ein vollständiges Bild von Oskar zeichnen.

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16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

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Liebe zukünftige Lieblingsfrau

Michalis Pantelouris , Michalis Pantelouris
Audio CD
Erschienen bei Random House Audio, 14.05.2018
ISBN 9783837140774
Genre: Sonstiges

Rezension:

Der Autor, der dieses Hörbuch auch selbst liest, ist ein Hamburger Journalist mit griechischen Wurzeln und dem einen oder anderen vielleicht durch seine recht bekannte gleichnamige Kolumne für die Website des SZ Magazins ein Name. Das Hörbuch ist eine Mischung aus einer Anzahl von Kolumnenfolgen und der interessanten Schilderung, wie es zu der Kolumne gekommen ist. Pantelouris wurde nach mehr als 10 Jahren Ehe wider seinen Willen von seiner Ehefrau verlassen und ungewollt zum Single, der sich nach langer Zeit auf dem so ganz anders gewordenen Dating-Markt wieder nach einer Frau umsehen muss. Die Trennungssituation führte bei ihm zu einem Schreibtief, das bei einem freien Journalisten wie ihm, der jetzt für Ehegatten- und Kindesunterhalt aufzukommen hat, fatale finanzielle Folgen hat. Rettung kam von seinem Chefredakteur, der ihm das Schreiben der Kolumne vorschlug. Für Pantelouris hatte das den Nebeneffekt, seine persönliche Situation aufzuarbeiten und nebenbei Adressat unzähliger Heiratsanträge von Leserinnen zu werden. Das Hörbuch hat eine etwas melancholische Grundstimmung, was auf die Situation des sitzen gelassen werden zurückzuführen ist. Ein Zuhörer in einer Trennungssituation gerät vielleicht in eine traurige Stimmung und sollte besser vom Buch lassen.  Auf jeden Fall ist positiv, dass der Autor nicht knallhart mit seiner Exfrau abrechnet und er Hoffnung für Männer in gleicher Lage gibt, weil er recht schnell gleich drei Frauen kennenlernt, die in den Status seiner neuen Lieblingsfrau gelangen könnten.

Ich kann das Hörbuch sehr empfehlen.

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79 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 58 Rezensionen

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Als die Tage nach Zimt schmeckten

Donia Bijan , Susanne Goga-Klinkenberg
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 06.07.2018
ISBN 9783548290393
Genre: Romane

Rezension:


 

Zu diesem Buch habe ich gerne gegriffen, weil der Klappentext versprach, Informationen über eine mir doch eher fremde, nämlich die persische Kultur zu erhalten. Und ich wurde nicht enttäuscht. Der Wandel in der persischen Kultur in den vergangenen etwa 100 Jahren wird anschaulich anhand der Familie des Iraners Zod geschildert. Dessen Eltern flohen aus Russland nach Teheran vor den Bolschewiken, um es besser zu haben, und betrieben dort ein Café mit exklusiver persischer Küche. Zod führte es dann später zu Zeiten der Monarchie und dann der islamischen Republik fort. Der politische bzw. religiöse Wandel hält einen harten Schicksalsschlag für Zod parat und er sieht sich veranlasst, seine beiden Kinder ins sichere Exil nach Amerika zu schicken. Erst 30 Jahre später kehrt seine Tochter mit der Enkelin erstmals nach Teheran zurück und für sie sind die nunmehrigen Verhältnisse ein Schock.

Die Verknüpfung zwischen Hintergrundinformationen über Land bzw. Kultur und unterhaltender Familiengeschichte ist gut gelungen. Viele der harten Gebräuche im Iran machen betroffen und lassen uns die westliche Lebensweise umso mehr schätzen. So ist es etwa kaum vorstellbar, dass ein Mann ungestraft ein minderjähriges Mädchen im Gesicht mit Säure verätzen darf und es sogar von seiner eigenen Familie verstoßen wird, weil es den Heiratsantrag des Mannes verschmäht. Außerhalb des Vorstellungsvermögens liegt auch der Umstand, dass Männer und Frauen eine Badeanstalt nur getrennt zu unterschiedlichen Zeiten besuchen dürfen. Wie angenehm lesen sich demgegenüber die vielen Passagen, die dem Zubereiten persischer Speisen gewidmet sind; hier läuft einem direkt das Wasser im Mund zusammen. Einzig zu bemängeln habe ich gelegentliche verwirrende Zeitsprünge, die äußerlich nicht einmal als solche kenntlich gemacht sind.

Insgesamt kann ich das Buch empfehlen.

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(32)

47 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 27 Rezensionen

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Blanca

Mercedes Lauenstein
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Aufbau Verlag, 18.05.2018
ISBN 9783351037017
Genre: Romane

Rezension:

Die 15jährige Blanca läuft von ihrer allein erziehenden Mutter fort, die das Leben einer Nomadin führt, während sie selbst sich nach einem beständigen Zuhause sehnt. Ihr Ziel ist eine Halbinsel in Italien, wo Blanca sich als Neunjährige einen Sommerlang bei Toni und Karl als Familie fühlen durfte. Die Reise dorthin gestaltet sich als Odyssee. Blanca trifft auf eine Reihe von Leuten, die es leider nicht alle gut mit ihr meinen.

Dieser Roman thematisiert einen interessanten Roadtrip. Viel Handlung gibt es zwar nicht, dafür steht aber die Gedankenwelt der Protagonistin und Ich-Erzählerin Blanca im Vordergrund, die eine Zukunft für sich sucht und mit ihrer Mutter abrechnet. Sprachlich ist der Roman gekonnt gestaltet. In seinem Verlauf wird die Sprache zunehmend hektischer und verworrener und passt damit gut zu Blancas immer schwieriger werdender Situation. Ihre Gedanken springen munter hin und her. Blancas Schicksal macht betroffen – von ihrer Mutter abgelehnt, verwahrlost aufgewachsen, sich auf der Flucht hungernd und ohne Geld und Obdach durchschlagend.

Das Buch ist empfehlenswert und spricht besonders Leser von z.B. „Tschick“ an.

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(79)

88 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 81 Rezensionen

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Familie und andere Trostpreise

Martine McDonagh , Marion Ahl
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 02.07.2018
ISBN 9783959671958
Genre: Romane

Rezension:

Der Roman ist eine Art Brief des 21jährigen Protagonisten Sonny an seine Mutter, die er seit dem Kleinkindalter nicht mehr gesehen hat. Zum Geburtstag erhält er von seinem Vormund ein Vermögen, das er von seinem Vater, dem Guru Bim, geerbt hat, außerdem Namen und Einzelheiten von Personen, die seine Eltern und ihn kannten. Er begibt sich auf eine Reise von Kalifornien in seine frühere Heimat England, um seine Mutter und seine Identität zu suchen.

Die Geschichte ist geschickt aufgebaut. Wir bekommen nur ganz allmählich ein Bild von Sonnys Vergangenheit, die schon in jungen Jahren recht heikel ist (Drogensucht, Umschlagphobie u.a.). Seine Stimme ist einnehmend und selbstironisch. Er ist ein besonderer Fan des Films „Shaun of the Dead“, der sich wie ein roter Faden durch das Buch zieht. Sehr große Bedeutung wird dem Thema gefährliche Sektenführer beigemessen, die so unproblematisch Anhänger finden. Außerdem spielen Mord und Kindesentführung eine Rolle.

 

Ein Roman der etwas anderen Art.

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(100)

174 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 93 Rezensionen

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Die Charité

Ulrike Schweikert
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 26.06.2018
ISBN 9783499274510
Genre: Historische Romane

Rezension:

Ein gelungener historischer Roman, der besonders an der Medizin interessierte Leser ansprechen dürfte. Die Geschichte ist im Berlin der Jahre 1831 bis 1841 angesiedelt. Im Wesentlichen dreht sich alles um das Wirken und Leben der Ärzte und des Pflegepersonals an der Charité, der berühmten Kranken-Heil-Anstalt, vor allem des berühmten Prof. Dieffenbach, der real existierte, und der „Wärterin“ Elisabeth. Es werden nachhaltig beeindruckende Einblicke in den Stand der Medizin vor bald 200 Jahren gegeben. Heute kaum vorstellbar, dass Operationen ohne Betäubung durchgeführt wurden, stattdessen durch Festhalten der Patienten durch starke Männer und das rasche Vorgehen der Ärzte beim Aufschneiden, oder dass die in so hoher Zahl  (häufig an Wundbrand) verstorbenen Patienten obduziert wurden, um daraus Erkenntnisse für die Zukunft zu ziehen. Auch die Rolle der Frauen in der Medizin ist interessant zu lesen. Ihnen war es in Preußen verwehrt, Ärztinnen zu werden. Nur der niedere Beruf der „Wärterin“ war erlaubt und vor allem von Ungebildeten oder Dirnen ausgeübt. Das erklärt dann auch die Überzahl der Männer im Berufsfeld der Ärzte bis in die jüngste Zeit hinein. Auch in diesem Bereich wurde damals der Grundstein für eine Weiterentwicklung der Pflege gelegt. Die Schilderung des Privatlebens der Romanfiguren kommt natürlich nicht zu kurz und so gibt es auch hier unterhaltende Einblicke in die fast noch ständisch geordnete Gesellschaft im Preußen gegen Mitte des 19. Jahrhunderts.

 

 

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(59)

62 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 56 Rezensionen

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Die Unruhigen

Linn Ullmann , Paul Berf
Fester Einband: 440 Seiten
Erschienen bei Luchterhand, 11.06.2018
ISBN 9783630874210
Genre: Romane

Rezension:

Diese interessante Biografie (oder überwiegen doch fiktionale Elemente?) füllt die norwegische Schriftstellerin Linn Ullmann – Tochter der norwegischen Schauspielerin Liv Ullmann und des schwedischen Regisseurs Ingmar Berman – mit schönen Aspekten über sich selbst und ihre Eltern, die sich trennen, als sie erst drei Jahre alt war. Nachvollziehbar schildert sie, dass es nicht gerade leicht war, das Kind dieser berühmten Eltern zu sein. Beide Künstler mögen ihre Tochter, doch ist ihre Beziehung auch von Problemen überschattet. Die Mutter erstickt sie mit ihrer Liebe, allerdings nur, wenn sie nicht wie meistens in der Welt umherreist und die Tochter rasch wechselnden Kindermädchen überlässt. Der Vater, immerhin 48 Jahre älter, weiß sich mit ihr angesichts des Altersunterschiedes nicht zu unterhalten; er will seine Ruhe haben, Regeln befolgt wissen und sieht die Tochter ohnehin nur einmal jährlich während der Sommerferien. Gegen Ende des Lebens ihres Vaters, der dann schon fast 90 ist, planen beide ein Buch über sein Altwerden zu schreiben. Das Projekt wird nicht beendet, weil der Vater gesundheitlich rasant verfällt. Erst nach sieben Jahren lauscht Linn den aufgenommenen Kassetten und führt sie und ihre Erinnerungen zu einem Buch, dem vorliegenden, zusammen. Das Buch ist eine Mischung aus Transkriptionen der Gespräche und Rückschauen auf die Beziehung zu Vater und Mutter. An sich liest es sich gut, wenngleich häufige Zeitsprünge, nicht chronologische Ereignisse und Wiederholungen vorzufinden sind. Letztere mögen das schwindende Erinnerungsvermögen des Vaters betonen.

Wer sich für da Leben der Ullmanns/Bergmans interessiert, sollte das Buch unbedingt lesen. Aber auch andere werden wie ich an ihm Gefallen finden.

 

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(249)

458 Bibliotheken, 13 Leser, 1 Gruppe, 183 Rezensionen

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Ohne ein einziges Wort

Rosie Walsh , Stefanie Retterbush
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 14.05.2018
ISBN 9783442487387
Genre: Liebesromane

Rezension:

Nett zu lesen, denn die Grundidee zu dieser Geschichte gefällt mir: Zwei Erwachsene begegnen sich, für beide scheint es Liebe auf den ersten Blick zu sein, sie verbringen intensive sieben Tage miteinander und er verspricht, sich bei ihr zu melden, was jedoch nicht geschieht. Liegt der Grund hierfür vielleicht in beider Vergangenheit?

Aber … Dafür, dass der Roman immerhin 522 Seiten umfasst, geschieht zu wenig und das Wenige wird episch zu breit ausgeführt. Zudem ist Vieles wirklichkeitsfremd. Sie, immerhin eine gestandene Frau von bald 40 Jahren, ergeht sich nach dem unerwarteten Funkstillstand in überlang dargestelltem Selbstmitleid und teenagertypischem Verhalten. Wenn sie ihn wirklich persönlich zur Rede hätte stellen wollen, hätte sie doch andere Wege beschreiten können, als allein zu versuchen, ihn via Smartphone und soziale Medien zu kontaktieren. Immerhin war sie schon bei ihm zu Hause und hätte sich eben dorthin begeben können. Zu viel dreht sich auch um beider Trauer um ihre Geschwister, der Verbindungsstelle zwischen ihnen also, die sein Verhalten ihr gegenüber erklärt. Die Geschehnisse liegen doch bald 20 Jahre zurück. Positiv hervorzuheben ist allerdings, dass dieser Anknüpfungspunkt erst allmählich aufgedeckt wird, so dass das Lesen spannend bleibt.

Wenn man also nicht vergisst, dass es sich „nur“ um einen Unterhaltungsroman handelt und er sein Ziel zu unterhalten eigentlich ganz gut erreicht, lässt sich guten Gewissens eine Leseempfehlung geben.

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49 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

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Wahrscheinlich ist es Liebe

Paul Reizin , Sibylle Schmidt
Fester Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Wunderraum, 23.04.2018
ISBN 9783336547869
Genre: Liebesromane

Rezension:

Mit seinen fünf Protagonisten, von denen zwei Menschen und drei Künstliche Intelligenzen (KI) sind, könnte man meinen, es mit einem Science-Fiction-Roman zu tun zu haben. Aber mitnichten, es handelt sich vielmehr um eine romantische Liebeskomödie.

Jen ist die menschliche weibliche Protagonistin. Sie ist Journalistin und trainiert für ein Softwareunternehmen Aiden, die eine männliche KI, damit er einmal in der Arbeitswelt Menschen „freisetzt“. Zwischen beiden entwickelt sich über ihre Liebe zu Filmen und Büchern eine innige Freundschaft. Als Jen von ihrem Freund sitzen gelassen wird, will Aiden sie mit einem Mann zusammenbringen und beginnt außerdem einen Rachefeldzug gegen ihren Ex. Aisling, die eine weibliche KI, hat einen Narren an Tom aus den USA gefressen. Aiden und Aisling sind ins weltweite Netz entkommen und beginnen, Jen und Tom auf romantische Art zu verkuppeln. Konterkariert wird ihr Vorhaben allerdings von dem feindselig gestimmten Sinai, der dritten KI.

Das Buch ist fantasievoll geschrieben und sehr humorvoll. Es gibt Anlass zum Nachdenken über die immer aktueller werdende Thematik der Künstlichen Intelligenz. Es wird ein System aufgezeigt, das sehr befremdlich erscheint – Computersysteme sind omnipräsent und lassen dem Menschen keine Privatsphäre mehr. Sehr gelungen ist die Darstellung, was einen Menschen im Gegensatz zu einer Maschine ausmacht. Die Ergebnisse sind dann schon erstaunlich. Während gemeinhin etwa die Eigenschaft Mitgefühl nur Menschen zugeschrieben wird und sie von Maschinen unterscheidet, ist es in der Geschichte umgekehrt. Aiden zeigt ein hohes Maß an Mitgefühl und wirkt in seiner stetigen Freundlichkeit menschenähnlich, während Jens Ex jedes Mitgefühl fehlt und er wie eine Maschine wirkt. In der Welt der KI findet er sein Spiegelbild in Sinai, einer kaltherzigen Maschine. Nicht zuletzt haben mir die eingestreuten Informationen über Filmklassiker gefallen, z.B. über Aidens Lieblingsfilm „Manche mögen’s heiß“.

Sehr lesenswert.

 

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206 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 127 Rezensionen

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Miss Gladys und ihr Astronaut

David M. Barnett , Wibke Kuhn
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 28.05.2018
ISBN 9783548289540
Genre: Romane

Rezension:


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37 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

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Der rote Swimmingpool

Natalie Buchholz
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Hanser Berlin, 14.05.2018
ISBN 9783446259096
Genre: Romane

Rezension:

Die Farbe Rot, in der das Buchcover gehalten ist, ist gemeinhin aufregend, beachtenswert, lebendig, anregend. Exakt diese Eigenschaften hat der vorliegende (Debüt)Roman, den zu lesen sich wirklich lohnt.
Bis er 17 Jahre ist, glaubt sich Adam einer perfekten Familie zugehörig, während die Eltern der meisten seiner Freunde geschieden sind. Umso heftiger trifft es ihn, als der Vater die Familie plötzlich ohne ein Wort der Erklärung gegenüber Adam verlässt und ihn sogar nicht mehr sehen will. Auch die Mutter hüllt sich in Schweigen. Adam ist fassungslos und sucht nach einem Schuldigen. Für ihn ist es der Vater, dem er es heimzahlen will. Doch liegt Adam damit richtig?
Dieses Buch zu lesen, macht wirklich Spaß. Es wechseln sich Abschnitte ab, die in der Vergangenheit spielen und das Leben der scheinbar perfekten Vorzeigefamilie bis kurz nach ihrem plötzlichen Zerbrechen wiedergeben, mit solchen, die einige Monate später in der Gegenwart angesiedelt sind. Alle sind aus der Ich-Perspektive von Adam wiedergegeben. Häufig enden sie mit einem Cliffhanger und es bleiben fast bis zum Schluss zwei Fragen offen: Auf welche Weise hat sich Adam gerächt? Was war der wirkliche Grund für die Trennung der Eltern (denn es gibt einige vage Hinweise, dass ein außereheliches Verhältnis des Vaters allein nicht ausschlaggebend ist)? Adams Gefühlswelt als plötzlich zum Trennungskind gewordener junger Erwachsener, seine ganze Verzweiflung werden gelungen dargestellt. Zugleich gibt die Geschichte Hoffnung, denn in seiner verfahrenen Situation verliebt sich Adam zum ersten Mal. So traurig alles für Adam ist, bedeutet dies nicht, dass auch der Grundton des Buches so gehalten ist. Im Gegenteil, es gibt viele gedeckt humorvolle Passagen, z.B. wenn es um die Beschreibung des fetten Katers von Adams Freundin geht oder um seinen besten Freund vor dessen Geburt.
Das Buch ist eine empfehlenswerte Lektüre für all jene, deren Familie sich vielleicht auch gerade in der Auflösung befindet, weil es am Ende lehrt, wie die Erwachsenen sich in solch einer Situation richtiger verhalten können.


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57 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

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Helle Nächte am Meer

Sheila O'Flanagan , Susann Urban
Flexibler Einband: 484 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 07.05.2018
ISBN 9783458363415
Genre: Liebesromane

Rezension:

Von dem Buchtitel und –cover sollte man sich vielleicht nicht irreführen lassen. Während beides auf eine leichte Sommerlektüre am Meer hindeutet, hat die Geschichte doch sehr viel mehr Tiefgang und einen ernsten Hintergrund. Die Protagonistin Imogen flüchtet nämlich unter Abbruch aller Zelte und generalstabsmäßig vorbereitet aus einer unglücklichen Ehe mit einem Ekelpaket und totalen Kontrollfreak, in der sie ihr Selbstbewusstsein völlig verloren hat. Ihr Weg führt sie an einen Badeort an der französischen Atlantikküste, wo sie sich ein neues Leben aufbaut, allerdings auch in ständiger Furcht lebt, ihr Mann könne sie aufspüren.

Der Roman hat mich lange Zeit wirklich gepackt. Dafür sorgen sich abwechselnde Schilderungen aus Imogens neuem Leben mit wiederkehrenden Einschüben aus der Gedankenwelt ihres fast schon psychopathisch wirkenden* Mannes, der sich in der Tat auf die Suche nach der Nadel im Heuhaufen begibt, und Rückblenden in Imogens Kindheit und Jugend, also in eine Zeit, in der sie nie so recht verwurzelt war die Erklärung dafür ist, warum sie sich Geborgenheit von ihrem Mann versprach und es bei ihm aushielt. Allerdings empfand ich die Geschichte dann irgendwann doch als zu sehr in die Länge gezogen. Eine Straffung hätte ihr ganz gut getan, zumal an Handlung nicht wirklich viel und nichts ohnehin nicht schon Vorhersehbares geschieht. Gelungen ist die Darstellung von Imogens Entwicklung. Es wird beim Lesen fast schon spürbar, wie ihr Selbstbewusstsein allmählich zurückkehrt. Sehr schön fand ich auch die eine oder andere eingestreute Lebensweisheit, die Imogen von ihrer verstorbenen Mutter gelehrt bekommen hat.

Sehr empfehlenswert.

 

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225 Bibliotheken, 11 Leser, 1 Gruppe, 104 Rezensionen

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Das Mädchen, das in der Metro las

Christine Féret-Fleury , Sylvia Spatz
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 27.06.2018
ISBN 9783832198862
Genre: Romane

Rezension:

Die Autorin hat mehrere Jugendbücher und Erwachsenenromane geschrieben. Dieser neue Roman dürfte besonders bibliophile erwachsene Leser ansprechen. Aus ihm spricht überall die Liebe der Autorin zur Literatur. Das fängt beim Titel an (der übrigens die wörtliche Übersetzung des französischen Originals ist), setzt sich fort im liebevoll, detailreich gestalteten Cover (das Bücherstapel in Regalen zeigt und einzelne Buchtitel erkennen lässt), den vielen Bezugnahmen auf klassische und zeitgenössische Literaturwerke und endet schließlich in der eigentlichen Geschichte, in der es um folgendes geht:

Juliette nimmt täglich zur gleichen Zeit dieselbe Linie der Metro, um zu ihrer ungeliebten Arbeitsstelle bei einem Pariser Makler zu gelangen. Dabei liebt sie es, die immer gleichen lesenden Leute um sie herum zu beobachten – die alte Dame mit einem Kochbuch, den Mann mit einer Insektenenzyklopädie, das junge Mädchen mit einem Liebesroman, das immer auf S. 247 weint. Es ist fast, als könnten diese unterschiedlichen Leute Leben in ihr eigenes monotones und so vorhersehbares Leben bringen. Eine Veränderung in Juliettes Leben tritt ein, als sie eines Tages eine Haltestelle früher aussteigt und sich in einer unbekannten Straße mit einem Lagerhaus wiederfindet, in dem der Iraner Soliman mit seiner Tochter unter Stapeln von Büchern lebt, die er durch Boten zu Leuten bringen lässt, zu denen sie passen.

 

Mir hat die Grundidee dieses Romans gut gefallen, die da wäre, dass ein Buch perfekt zu einer Person in einem Moment ihres Lebens passen kann und seine Lektüre unser Leben ändern kann. Im Falle der Protagonistin hat dann allerdings kein bestimmtes Buch Veränderungen hervorgerufen, wie ich erwartet hatte, sondern die Bekanntschaft mit dem kauzigen Soliman. Das Buch hat etwas Märchenhaftes an sich und ist für mich typisch französisch.

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43 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

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Willems letzte Reise

Jan Steinbach
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Rütten & Loening Berlin, 13.04.2018
ISBN 9783352009099
Genre: Romane

Rezension:

Der ostfriesische Bauer Willem wird von seiner Tochter für die Betreuung seines Enkelsohnes eingesetzt. Das geht ihm zunächst mächtig gegen den Strich, hat er doch mit seiner Familie gebrochen. Allmählich aber gewinnen sich beide lieb, zumal der Junge Willems Begeisterung für alte Traktoren teilt. Um ihn von dem Scheidungskrieg seiner Eltern abzulenken, restauriert er gemeinsam mit ihm einen Lanz Bulldog und verspricht ihm, mit dem Trecker nach Süddeutschland zu einem Traktorenwerk und einem Oldtimertreffen zu reisen, was er auch einlöst. Auf der Reise setzt sich Willem mit seinen Fehlern aus der Vergangenheit auseinander, die er an seinen Kindern begangen hat.

Diesen Roman sollten alle lesen, die mit ihrer Familie zerstritten sind oder während der Trennung um das Sorgerecht für ihre Kinder streiten. Denn er zeigt alle Fehler auf, die Betroffene in ähnlicher Situation nur machen können. Sie werden sich in den Romanfiguren wiederfinden und hoffentlich genau wie Willem und seine Familie entsprechende Lehren daraus ziehen und Bereitschaft zur Versöhnung und zum Eingehen von Kompromissen zeigen. Gerade für Willem ist es wichtig, sich mit seinen Kindern zu versöhnen, denn wie schon der Titel andeutet, ist er schwer krank. Das stimmt beim Lesen aber überhaupt nicht traurig. Gut gelungen ist dem Autor, die Spannung lange aufrechtzuerhalten. Denn welche Fehler genau es sind, die Willem in der Vergangenheit gemacht hat, kommt erst nach und nach zu Tage. Genau so positiv ist die allmähliche Veränderung von Willem dargestellt. Nicht zuletzt  werden auch Treckerliebhaber auf ihre Kosten kommen, ist doch so manches interessante Detail über diese Fahrzeuge zu erfahren.

 

 

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48 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 33 Rezensionen

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Alicia verschwindet

Matthias Sachau
Flexibler Einband: 242 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 07.05.2018
ISBN 9783458363422
Genre: Romane

Rezension:

Der Autor ist bekannt geworden durch seine humorvollen Romane. Diesem Genre kehrt er mit vorliegendem Liebesroman den Rücken und betritt auch insofern Neuland, als dass er als deutscher Autor die Geschichte in England ansiedelt. Dieses Experiment ist ihm bestens gelungen. Sein Protagonist Robert gehört der Upperclass an, ist von Beruf (wenngleich nicht so glücklicher) Sohn, der es ansonsten zu nichts gebracht hat. Seit 10 Jahren ist er mit der Fotografin Alicia befreundet. Beide sehen sich als beste Freunde. Als Robert kurz vor seiner Verlobung mit einer anderen steht, verschwindet Alicia plötzlich  und hinterlässt Robert drei Fotos und ihr Lieblingsbuch „Sturmhöhe“ von Emily Bronte als Hinweise. Robert glaubt, Alicia nach Art einer Schnitzeljagd suchen zu müssen – oder will sie ihm ein ganz andere Botschaft übermitteln?

Das eigentlich Raffinierte ist, dass der Roman „Sturmhöhe“ und seine Figuren eine wichtige Rolle in der Geschichte spielen. Hierzu sei nur so viel verraten, dass Kenner dieses Klassikers eindeutig im Vorteil sind, während alle anderen mehr rätseln und sich zum Lesen dieses Klassikers animiert fühlen dürfen. Interessant ist auch die formale Gestaltung, vor allem die Untergliederung in zwei Teile, in denen einmal Robert und einmal Alicia ihre Geschichte einem mit Robert befreundeten Psychiater erzählen. Es werden genügend Spitzen gegen die abgehobene englische Upperclass ausgeteilt, die ebenso wie eine eingebaute und vom Cousin des Autors erfundene Geschichte namens „Die Queen kommt zu Besuch“ das Lesen zum Vergnügen machen, das dann sein Ende so findet, wie vielleicht schon ziemlich bald zu Beginn vermutet werden durfte.

Sehr lesenswert.

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17 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

ausmalbilder, ausmalbuch, entspannung, geburtstagskalender, kalender, malbuch

Malbuch mit Geburtstagskalender aus Deutschland: 16 handgezeichnete Motive zum Ausmalen, für Erwachsene mit farbigen Vorlagen

Veronika Aretz
Kalender: 34 Seiten
Erschienen bei VA - Verlag Aretz, 19.04.2018
ISBN 9783944824758
Genre: Sonstiges

Rezension:

Das Malbuch macht bereits äußerlich einen ansprechenden und hochwertigen Eindruck. Es ist gestaltet wie ein Wandkalender in Drahtbindung in DIN A4-Format. Als Kalender ist es auch nutzbar. Die zum Ausmalen bestimmten Motive sind bekannte Orte aus allen 16 Bundesländern, z.B. der Marktplatz in Bremen oder der Berliner Dom. Die schwarzen Umrisse sind sehr filigran, so dass es viel Geduld beim Ausmalen bedarf. Sehr hilfreich sind die Fotovorlagen, die zu jedem Motiv beigefügt sind. Beim Ausmalen kann man sich verschiedener Techniken bedienen (Acrylmalerei, Filzstift u.a.). Da die Motive auf fester Glanzpappe abgedruckt sind, empfiehlt es sich, sie zuvor auf anderes Papier zu übertragen und dann in das Buch einzukleben.
Beim Ausmalen dieses Buches lässt sich gut abschalten und lehrreich ist es obendrein.

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19 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

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Elternteile

Monica Isakstuen , Ina Kronenberger
Fester Einband: 200 Seiten
Erschienen bei Eichborn , 23.02.2018
ISBN 9783847906438
Genre: Romane

Rezension:

Dieses Buch sollten unbedingt jene lesen, deren Familie gerade am Zerbrechen ist.

 

Die Protagonistin Karen stellt schonungslos dar, was es für sie im Verhältnis zu ihrer kleinen Tochter Anna bedeutet, sich vom Ehemann und Vater zu trennen. Vor allem die Scheidungsfolgenvereinbarung ist es, die sie mit sich selbst hart ins Gericht gehen lässt. Nach ihr wohnt das Kind nämlich abwechselnd eine Woche bei der Mutter und eine Woche beim Vater und teilen sich die Eltern Feiertage u.ä. auf. Karen lässt der Gedanke nicht los, vielleicht keine gute Mutter zu sein, weil sie sich auf solch eine Vereinbarung eingelassen hat, wie es ihr eigenes Umfeld sie spüren lässt. Andererseits preisen Familienpädagogen sie immerhin als im Sinne des Kindeswohls an. Der Roman ist nicht als durchgängige Erzählung gestaltet, sondern ein Gefüge von Karens Gedanken. Manchmal steht auf einer Seite sogar nur ein einziger Satz. Genau das ist es, was sie dem Leser so nahe sein und ihn mit ihr fühlen lässt. Es wird zum Nachdenken über die Frage angeregt, wie man in ähnlicher Lage die Sorgerechtsfrage für die eigenen Kinder regeln würde.

Sehr lesenswert.

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20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

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Hinter den Türen

Hera Lind , Hera Lind
Audio CD: 3 Seiten
Erschienen bei Audiobuch, 02.05.2018
ISBN 9783958620520
Genre: Romane

Rezension:

Während Hera Lind früher für ihre Frauenromane recht bekannt war, legt sie in jüngerer Zeit den Fokus auf gesellschaftskritische Themen. Auf dieser Linie liegt auch ihr aktuelles Werk „Hinter den Türen“, das mir in der – leider gekürzten -Hörbuchlesung, gelesen von der Autorin persönlich, vorlag. In ihm geht es um das Thema Aufnahme von Pflegekindern in der eigenen Familie. Die ausgebildete Sozialpädagogin Juliane setzt auf eine Zeitungsanzeige hin alles daran, drei deutsch-thailändische Geschwister – Halbwaisen, mit einer im Koma befindlichen Mutter – als Pflegekinder zugewiesen zu bekommen. Hundertprozentigen Rückhalt hat sie bei ihrem Mann und den eigenen Kindern. Der Weg bis zur In-Pflege-Nahme ist aufgrund bürokratischer Vorgänge hürdenreich, und noch mehr verlangt das Zusammenleben mit den schwer traumatisierten Kindern Juliane ab. Das älteste Mädchen ist eine besondere Herausforderung mit einer hanebüchenen Vergangenheit, wie sich nach und nach herauskristallisiert.

Der Lesung lässt sich sehr gut folgen. Die Autorin liest lebendig, verändert passend ihre Stimme je nach dem, welche Person sie wiedergibt, und passt ihre Stimme der jeweiligen Gefühlslage an. Inhaltlich ist schier unglaublich, was eine sozial eingestellte Familie mit dem Willen, benachteiligten Kindern zu helfen, erleben muss. Die deutsche Behördenstruktur wird zu Recht latent kritisiert. Insbesondere ist es unerhört, wie wenig Unterstützung Juliane von den zuständigen Behörden erfährt und wie diese ihr Vorhaben sogar konterkarieren. Alles mag ein wenig zugespitzt dargestellt sein. Vor allem die zeitlichen Abläufe können nicht immer stimmen. Dennoch hat mich das Buch überzeugt.


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