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Medusas Fluch

Emily Thomsen
Flexibler Einband: 210 Seiten
Erschienen bei Drachenmond Verlag GmbH , 28.11.2018
ISBN 9783959911726
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Lange habe ich schon auf diese Fortsetzung hingefiebert und habe mich unglaublich gefreut, als ich vom Drachenmond Verlag ein Vorablese-Exemlar* erhalten habe - vielen dank an dieser Stelle dafür! Denn letztes Jahr war der erste Teil eines meiner Jahreshighlights und ich war schon sehr gespannt auf die Fortsetzung.

Schon mit dem ersten Satz war ich wieder in dieser wunderschönen Welt von Emily gefangen: Ich hatte ihren schönen und gefühlvollen Schreibstil sehr vermisst und wurde gleich von den ersten Seiten total berührt. Schon den ersten Satz musste ich wieder markieren, den ich oben notiert habe. An die Lektüre bin ich voller Erwartungen herangegangen und war gleich überrascht über die vielen Veränderungen - auch struktureller Art - die ich sodann entdeckte. 

Wieder erzählt Medusa ihre Geschichte aus zwei unterschiedlichen Perspektiven: Als Marie nimmt der Leser an ihren ersten Gedanken und Erlebnissen in der Menschenwelt anteil, nachdem sie von ihrer Mutter verbannt wurde; als Medusa erzählt sie über die neuen Geschehnisse mit denen sie am Ende des ersten Teils konfrontiert wurde. In den ersten Kapiteln lässt Medusa die jüngsten Ereignisse Revue passieren, was sehr hilfreich sein kann, wenn die aus dem ersten Buch nicht mehr allzu präsent sind. 

Auf diesen beiden Ebenen konnte ich die jeweiligen Gefühle Medusas sehr gut nachvollziehen und finde sie auch sehr authentisch. Maries Resignation und Trauer konnte ich von den ersten Zeilen an sehr gut verstehen, habe mit ihr mitgefühlt und über ihren geliebten Farin mitgetrauert. Denn die Autorin versteht es die Gefühle einer Frau, die das Wichtigste in ihrem Leben verloren hat, so präzise und rührend zu formulieren, dass es wirklich das Herz einfach berührt. Ich hatte öfter die eine oder andere Träne verdrückt, weil ich die gedrückte Stimmung so gut nachempfinden konnte! Medusa hingegen wird mit neuen Herausforderungen konfrontiert, wodurch sie sich des Öfteren in einem Wechselbad der Gefühle befindet - ebenfalls verständlich und daher authentisch umgesetzt, wie ich finde. Ihren Trotz ihrer Mutter gegenüber empfand ich manchmal als ein bisschen aufmüpfig, bedenkt man, dass sie schon einige Jahre gelebt hat und kein Teenager mehr ist. Am Anfang dieser Erkenntnis befürchtete ich, das es im Laufe des Buches nervig werden könnte, aber das tat es ganz und gar nicht: Mit jedem Kapitel aus Maries ersten Tagen auf der Erde konnte ich immer besser diese Gefühle nachempfinden. 

Die jeweiligen Rollen der anderen Götter, besonders die von ihrem Gefährten Thanatos, aber auch Gaias sowie Demeters finde ich total spannend! Eine Gefahr lauert sowohl auf der Erde als auch in der Götterwelt und alle sind angespannt ob dieser Tatsache und alle setzen ihre Hoffnungen auf Medusa und ihre (neuen) Fähigkeiten. Dies machte das Lesen so unterhaltsam, da die Spannung stetig stieg und ich nur sehr wenige Pausen machen konnte. Das mag ich an Emilys Art zu schreiben ebenfalls sehr: Sie schreibt so toll und spannend, dass der Leser eigentlich gar keine Chance hat zu pausieren, sondern unbedingt weiterlesen muss. Dafür lebe ich Emilys Bücher so sehr!

Und das Ende! Oh dieses Ende hat mich echt fertig gemacht, ich war mal wieder nachts irgendwann so aufgewühlt - nachts da ich das Buch ab einem bestimmten Punkt unbedingt beenden wollte - und musste danach erst einmal klar kommen. Es war einfach gigantisch gut und ich kann es kaum erwarten den abschließenden Teil auch irgendwann in den Händen zu halten - auch wenn das noch ein bisschen dauern wird. 

Medusas Fluch - Götterschimmer von Emily Thomsen ist eine wirklich tolle und würdige Fortsetzung der Geschichte und hat mir unglaublich gut gefallen! Nicht nur die Entwicklung Medusas finde ich unglaublich gut gelungen, sondern auch die gefühlvolle erste Zeit Maries auf der Erde haben mich so sehr berührt, dank des einzigartigen Schreibstils der Autorin! Die Geschehnisse empfinde ich auch die meiste Zeit über als authentisch und nachvollziehbar, so dass ich das Lesen unglaublich genossen habe und unglaublich gut unterhalten wurde! Ein neues Lieblingsbookie, ein neues Highlight in diesem Jahr und daher der Kategorie Tauchliebe mehr als würdig. Liebe Emily: Dieses Buch... Haaach: Ich liebe es einfach! <3

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Das Erbe der Macht - Wechselbalg

Andreas Suchanek
E-Buch Text
Erschienen bei Greenlight Press, 01.12.2016
ISBN 9783958342286
Genre: Fantasy

Rezension:

Achtung: Das ist Episode drei der ersten Staffel. Diejenigen, die die Vorgänger noch nicht kennen, könnten gespoilert werden!!

Nachdem ich in den vergangenen Wochen wieder in diese Welt getaucht und die ersten beiden Episoden gelesen habe, wollte ich natürlich weiterlesen und wissen, wie die jeweiligen Handlungsstränge weitergeführt werden. Denn Andreas Suchanek versteht sein Werk sehr gut und erzählt seine kurzen Geschichten rund um das Castillo sehr spannend und beendet sie mit mal mehr, mal weniger fiesen Cliffhanger. Das Ende von Band zwei war wirklich außerordentlich fies, weswegen ich mit der Lektüre unbedingt fortfahren musste.

Mit jeder Episode gefällt mir die Funktion des Prologs immer mehr, weil der Autor mich schon ab den ersten Zeilen vollkommen in seiner Welt gefangen nimmt. Er beginnt von einem ganz neuen Blickwinkel, im Vergleich zu de Vorangehenden, so dass der Anfang schon richtig spannend ist und die Messlatte für die jeweilige Folge sehr hoch gelegt wird. Entsprechend stiegen zu Beginn der Lektüre auch meine Erwartungen an Wechselbalg und ich las einfach drauflos, ließ es auf mich zukommen.

Durch die Ereignisse in der zweiten Episode, die in dem Tod eines Lichtkämpfers im Castillo resultierten, wurde in den ersten Kapiteln die Anspannung unter den verbliebenen sehr deutlich und diese Stimmung konnte ich auch nachfühlen. Ich fieberte darauf hin – wie die Figuren im Buch – den Fall aufzuklären, den Täter zu finden und seine Beweggründe zu erfahren, während anderswo ebenfalls alles außer Kontrolle geriet.

Bei Beginn eines neuen Kapitels ändert sich gelegentlich die Perspektive, das nicht nur die Spannung erhöht und zum Weiterlesen anregt. Sondern die jeweils tiefgründigere Details zu den jeweiligen Personen und ihrem Aufenthaltsort geben. Das Lesen wurde dadurch zu einem richtig tollen und unterhaltsamen Abenteuer, so dass ich – wenn die täglichen Pflichten nicht wären – sicherlich nicht von dem Buch losgekommen wäre.

Wieder erfährt der Leser mehr über die Hauptfiguren, was ich sehr schön finde. Man kann richtig gut erkennen, wie sich der Autor die jeweiligen Protagonisten vorstellt und was sie an tiefgreifenden Besonderheiten auszeichnet. Es wird z.B. deutlich, warum Alex mit dem Erbe der Macht gesegnet wurde und gibt damit Anlass zu der Annahme, dass er noch einige tolle und große Rollen in den kommenden Episoden spielen wird. Um herauszufinden, was genau ich damit meine, müsst ihr die Episoden selbst lesen, dann werdet ihr wissen, worauf ich hinaus will. Auch Jen wird eine immer interessantere Person, je mehr ich über sie erfahre. Nicht nur ihre Bestimmung, die durch einen gewissen Vorfahren ihr eine zusätzliche Verantwortung sowie auch eine Waffe gegen ihre Feinde in die Hände gegeben hat. Sondern auch ihre starke Willenskraft, ja wenn man nicht gar von Sturheit reden kann, beeindrucken mich sehr. Ich bin sehr gespannt darauf, wie sie sich in den kommenden Folgen weiterentwickeln wird! Natürlich war es wie immer ein großer Spaß meinen liebsten Personen aus der Weltgeschichte wieder zu begegnen, die ihre eigene besondere Note mit in diese schöne Welt bringen: Johanna von Orléans, Leonardo Da Vinci und Albert Einstein. Diese Leute plus eine Prise herrlichen Humors ergibt ein unglaublich cooles Bild, das muss ich schon sagen!

Der lockere Schreibstil von Andreas ist weiterhin sehr angenehm und in Verbindung mit seinem Humor macht es riesigen Spaß in seine Welt zu tauchen und dem Verlauf der Ereignisse zu folgen. War die Dynamik in diesem Teil anfangs eher mäßig, nimmt sie in der zweiten Hälfte gewaltig zu, was auch ein Pausieren beim Lesen schlichtweg unmöglich machte. Zudem muss ich Andreas mein Kompliment aussprechen, denn er hat die Gegebenheiten so toll und geheimnisvoll erzählt, mich sogar ein paar Mal gekonnt hinters Licht geführt, so dass ich viele Dinge nicht vorhersehen konnte und der Überraschungseffekt jedes Mal entsprechend ausfiel. Ich sage nur: Wer war denn nun der Wechselbalg?? Einfach genial! Der Cliffhanger ist am Ende dieser Folge nicht ganz so fies, aber es endet trotzdem spannend genug, dass man sich denkt: Na komm, du bist gerade so schön drin, lies einfach weiter.

Da das erste Hardcover – Buch mit dieser Episode abgeschlossen ist, möchte ich noch kurz eine Bemerkung machen. Am Ende des Buches findet der Leser eine Covergalerie, in welcher die Cover der jeweiligen Episoden (schwarz-weiß abgedruckt) vorzufinden sind. Zudem gibt der Autor auch im Glossar diverse Erklärungen zu gewissen Personengruppen, Orten, Zaubersprüchen etc., so dass man im Zweifelsfall gewisse Dinge immer nachschlagen kann. Das finde ich immer hilfreich, weswegen ich das noch mal anmerken wollte.

Das Erbe der Macht 3: Wechselbalg von Andreas Suchanek hat mir wieder richtig gut gefallen, dank der schönen Weiterentwicklung der authentischen Protagonisten, über die wir mit jeder Seite immer mehr erfahren, sowie dem tollen Schreibstil des Autors, der zusammen mit seinem mitreißenden Humor einfach ein tolles Ergebnis abgeben. Ich schließe die jeweiligen Figuren immer mehr ins Herz und werde vermutlich demnächst mit lebensbedrohlichen, wenn nicht gar einigen weiteren Todesfällen konfrontiert werden. Aber vermutlich würde jeder Autor in diesem Moment sagen: Das gehört zu einer guten Geschichte nun mal dazu. Jaaa… Jedenfalls möchte ich diese Episode wie sein Vorgänger auch mit der Kategorie Tauchliebe bewerten, da es meinem Anspruch, mit den Vorgängern mithalten und sogar ein bisschen besser zu sein als diese, gerecht werden konnte. Lieber Andreas: Ich bin hin und weg!

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316 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 159 Rezensionen

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Das Erbe der Macht - Essenzstab

Andreas Suchanek
E-Buch Text
Erschienen bei Greenlight Press, 28.10.2016
ISBN 9783958342255
Genre: Fantasy

Rezension:

Achtung: Das ist Episode zwei der ersten Staffel. Diejenigen die Episode eins noch nicht kennen, könnten gespoilert werden. Meine Rezension zu Episode eins findet ihr hier.

Das Erbe der Macht erscheint monatlich als E-Book und alle drei Monate als Hardcover-Sammelband bei Greenlight Press.

Der Prolog beginnt wieder richtig spannend, so dass ich einerseits glücklich war, mich wieder in dieser besonderen Welt von Andreas Suchanek zu befinden. Andererseits stiegen meine Erwartungen an diese Episode, da mir der erste Teil schon gut gefallen hatte und ich neugierig war, ob Episode zwei mit seinem Vorgänger mithalten kann.

Am Anfang dachte ich, dass ein zwei Sätze zum vorherigen Band vielleicht den Einstieg in die nächste Episode erleichtert hätten, änderte jedoch sehr schnell meine Meinung. Dadurch, dass ich den ersten Teil kurz zuvor gelesen hatte, waren alle Ereignisse noch präsent,  Aber selbst wenn das nicht der Fall gewesen wäre, wurden wichtige Ereignisse, welche für diese Episode von Bedeutung sind, in der entsprechenden Passage kurz erwähnt. So bleibt der Leser immer auf dem neuesten Stand und verpasst keine wichtigen Details. Das hat mir richtig gut gefallen!

Dieser Teil besitzt mehr Tiefe, was ich unheimlich gut finde: Man erfährt mehr über die Protagonisten, vor allem über Jen und Alex. Ein Teil ihrer Vergangenheit wird hier aufgedeckt, was dem Leser dazu verhelft, ihren Charakter besser zu verstehen. Auch die weiteren Entwicklungen beider Figuren, die in gewisser Weise mit einander verknüpft sind, finde ich richtig spannend und hätte ich so nicht vorhersehen können. Auch die Schattenfrau wird immer interessanter, da sie den Lichtwächtern immer einen Schritt voraus zu sein scheint. Hinzu kommt, dass niemand weiß und es auch keinen Hinweis darauf gibt, wer sie sein könnte, was die ganze Situation noch spannender macht – wenn das überhaupt noch geht. Dieses wird noch durch den ständigen Perspektivenwechsel gesteigert, so dass ich das eBook fast in einem Zug durchlesen musste. Wieder tauchen wichtige Persönlichkeiten aus der Weltgeschichte auf, was ich total toll finde. Neben einem Wiedersehen mit Leonardo Da Vinci und Johanna von Orléans, trifft der Leser ebenfalls auf Albert Einstein, was ich richtig cool finde. Diese drei Figuren in einer humorvollen Unterhaltung mitzuerleben ist schon eine fantastische Erfahrung für sich.

Der lockere Schreibstil von Andreas macht das Lesen zu einem größeren Vergnügen, als es das sowieso schon durch die ganzen Ereignisse ist. Die Grundidee gefällt mir weiterhin richtig gut, der Verlauf ist wirklich mega spannend und dieser Teil endete mit einem wirklich fiesen Cliffhanger, so dass ich sicherlich nicht lange warten werde, um mit der dritten Episode anzufangen.

Das Erbe der Macht Episode 2: Essenzstab von Andreas Suchanek hat mir wieder mega gut gefallen – entgegen meiner Befürchtung konnte es nicht nur mit Episode 1 mithalten, sondern es gefällt mir sogar mehr noch als seinen Vorgänger. Die wachsende Tiefgründigkeit der Ereignisse sowie die der Personen, die ihre Authentizität beibehalten, ebenso wie die wachsende Spannung, die zu einem bombastischen Cliffhanger am Ende geführt hat, haben mir unglaublich gut gefallen. Auch der lockere Schreibstil hat mir richtig gut gefallen, so dass ich mich schon sehr auf die dritte Episode freue! Ich ordne es daher in die Kategorie Tauchliebe ein, da es wirklich ein richtig toller Teil aus dieser Serie ist, es mich bis zum Ende fesseln konnte und mich durchweg mit ihren unerwarteten Wendungen begeistert hat. Lieber Andreas, danke für diese schöne Welt, ich freue mich auf die folgenden Bände!

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47 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

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Des Teufels Kopfgeldjäger

Sandra Binder
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Zeilengold Verlag, 06.08.2018
ISBN 9783946955139
Genre: Fantasy

Rezension:

Durch das tolle Cover und auch den sehr coolen Titel wurde ich aufmerksam auf dieses Buch. Ich freute mich sehr, dass der schöne Zeilengold Verlag mir ein Rezensionsexemplar zusandte, als ich es anfragte*. Also stürzte ich mich relativ schnell auf die Lektüre und war darauf gespannt, was mich erwartete.

Der Einstieg fiel mir tatsächlich ein wenig schwer, da ich Zeit benötigte, um mich in der Handlung allgemein zurechtzufinden, mich an den Schauplatz zu gewöhnen sowie die jeweiligen Kapitel, die überwiegend aus den Perspektiven der drei Hauptfiguren erzählt werden, entsprechend einsortieren zu können – es gab keine Hinweise aus wessen Perspektive erzählt wurde, indem beispielsweise ein Name zu finden war, aber man konnte es ‚herauslesen‘. Dieser Vorgang der Autorin hat mir richtig gut gefallen, da es die Spannung steigert – insbesondere zum Ende hin – und dadurch eine schöne Dynamik entstand, die sich über das gesamte Buch über erstreckte.

Der Beginn der Lektüre wurde für mich zusätzlich durch die Protagonistin Antonia erschwert, mit welcher ich mich erst nach fortgeschrittener Lektüre so richtig anzufreunden konnte. Sie ist nach außen hin eine starke Frau, die hart im Nehmen ist und ihren Job gut macht, dabei neigt sie manchmal jedoch zur Dramatik. Bevor sie ihre Zielperson aufspürt, sucht sie sich einen passenden Song aus, den sie im Hintergrund laufen lässt, während sie mit ihr kämpft. Mir fiel es teilweise schwer, mich in sie hineinzuversetzen, da sie im weiteren Verlauf des Buches unter abrupten Stimmungswandlungen litt, die ihr Gefühlschaos wunderbar zum Ausdruck brachten und mich dabei teilweise verwirrte. Aber dieses Gefühl empfinde ich als nachvollziehbar  und nicht als etwas Negatives. Insgesamt erscheint sie mir als eine authentische Figur, auch wenn ich teilweise meine Schwierigkeiten mit ihr hatte. Alek ist meiner Meinung nach eine sehr interessante Person, der seiner Stellung als Engel alle Ehre bereitet und entsprechend handelt. Bei den Abschnitten, die aus seinem Blickwinkel erzählt wurden, kamen sehr tiefgründige Überlegungen zum Vorschein, was mir sehr gefallen hat. Teilweise sorgten sie bei mir für Gänsehaut und ich musste gewisse Zeilen erst einmal auf mich wirken lassen, bevor ich weiterlesen konnte. Das hat mir richtig gut gefallen! Tai hingegen ist einer dieser Kerle, der gut aussieht mit seinem exotischen Touch, der sich dessen bewusst ist und sich nicht davor scheut diesen Vorteil zu seinen Gunsten einzusetzen. So auch bei Antonia, die sich darauf einlässt, ohne seine wahre Identität zu kennen – vorerst. Zwischendurch kommt eine Dreiecks-Beziehung zwischen den Dreien zustande – leider – da es teilweise grenzwertig für mich wurde, das durch eine gute Portion Kitsch nicht unbedingt aufgebessert wurde. Aber es war nicht extrem nervig, sondern noch in Maßen, weswegen ich hier keinen Abzug bei der Bewertung machen werde. Ich muss jedoch ganz ehrlich sagen, dass ich bis zum Ende des Buches nicht wirklich sagen kann, was die genaue Funktion von Lestat, dem „Kuschelvampir“ wie Antonia ihn liebevoll nennt, war. Mir fiel es sehr schwer mich in ihn hineinzuversetzen, da er für mich eher oberflächlich dargestellt wurde und ich mich nicht nur einmal gefragt habe, ob es einen entscheidenen Unterschied gemacht hätte, wenn er in der Geschichte fehlen würde. Ich kam zu keiner Antwort, also las ich einfach weiter, was gut war, denn ab der zweiten Hälfte des Buches tritt er mehr in den Vordergrund. Trotzdem erfährt der Leser nur sehr wenig über ihn, weswegen ich denke, dass es diesem Charakter an Tiefe fehlt, was sehr schade ist.

Mehr Tiefe habe ich mir allgemein gewünscht, da einige Gefühle in entscheidenden Situationen für mich nicht immer nachvollziehbar waren. Oftmals waren die abrupten Veränderungen für mich eher verwirrend. Gut, das Buch hat bereits 400 Seiten, viel länger will man das Buch vielleicht nicht mehr machen, aber trotzdem denke ich, dass an gewissen Stellen mehr Tiefe schöner, unterhaltsamer und weniger verwirrend gewesen wären.

Was mir aber richtig gut gefallen hat, war das Zusammenspiel der drei Ebenen – Das Obere Reich, Das Untere Reich und das was dazwischen liegt. Letzten Endes sorgen sie alle für ein Gleichgewicht, müssen aber durch gewisse Umstände entgegen ihrer Gewohnheiten zusammenarbeiten, um das Schlimmste zu verhindern. Dieser Part hat mir mega gut gefallen. Auch wenn ich teilweise durch die genannten Kritikpunkte ein zwei Tage mit der Lektüre pausiert habe, ist sie doch sehr spannend, so dass ich trotzdem bis zum Ende weiterlesen musste, um zu erfahren, was denn nun mit Antonia, Alek und Tai passieren würde, ob es Verluste geben würde und ob es in irgendeiner Weise ein ‚Happy End‘ für eine der Seiten geben würde. Das Ende war wirklich richtig genial und kam zu einer Schlussfolgerung, mit welcher ich so gar nicht gerechnet habe! Es ist wirklich ein fantastisches Ende geworden und ich kann sagen, dass ich immer noch total verblüfft über die Ereignisse bin, Hut ab liebe Sandra Binder!

Des Teufels Kopfgeldjäger von Sandra Binder hat mir im Großen und Ganzen richtig gut gefallen, trotz meiner zwischenzeitlichen Probleme mit der Protagonistin und den Passagen, in denen ich mir ein bisschen mehr Tiefe gewünscht hätte. Aber die Geschichte konnte mich richtig überzeugen (besonders ab der zweiten Hälfte), zog mich immer weiter in seinen Bann, wodurch ich doch weiterlesen musste, als ich eigentlich pausieren wollte und endete so phänomenal, wodurch ich noch lange erstaunt, überrascht und verblüfft über das Ende nachdenken musste. Für mich gehört es ganz klar in die Kategorie Tauchgenuss, da mir die Lektüre wirklich großen Spaß gemacht hat und ich bis zum Ende einige Entwicklungen nicht erahnen konnte! Ein ganz klarer Lektüre-Tipp also und sollten meiner Meinung nach alle lesen, vor allem Urban Fantasy Fans!

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39 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 19 Rezensionen

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Bound to Suffer

Jay El Nabhan
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Hawkify Books - c/o Wiebke Bohn, 27.09.2018
ISBN 9783947288717
Genre: Romane

Rezension:

Nachdem ich vor etwa einem Jahr das Debüt (Die Weltenmalerin) von Jay El Nabhan (ehemals Jaqueline Kropmanns) gelesen hatte und von ihrem Schreibstil so begeistert war, musste ich natürlich auch ihr neuestes Werk lesen. Daher war ich sehr glücklich, als ich vom Hawkify Books Verlag ein Rezensionsexemplar erhalten habe; vielen dank dafür an dieser Stelle!*

Zu Beginn fand ich eine Einführung in die Entstehungsgeschichte vor, die ich sehr interessant fand, da sie für mich auf eine umfangreiche Welt und entsprechend beträchtliche Überlegungen vonseiten der Autorin hinweisen. Das hat mir für den Anfang sehr gut gefallen, denn für den Fall, das man ein Detail vergessen/nicht verstanden usw. hat, kann man jederzeit darin nachschlagen. Beim Lesen der entsprechenden Passagen, wurde ich immer neugieriger auf die Geschichte, es glich quasi einem Appetithäppchen, bei dem es einem nach mehr verlangte.

Also tauchte ich sofort in die Geschichte ab, was mir nach dem ersten Zitat schon sehr gut gelungen war, bzw. man könnte auch sagen: Danach war ich schon vollkommen hin und weg!

"Mit unbewegter Miene, beobachtete er ihre Schritte. Lasziv und zugleich triefend vor Zorn bewegte sie sich durch den Raum, ihr Antlitz glich einem Blitzgewitter."

Nachdem ich das schon gelesen hatte, wusste ich: Es wird spannend, es wird aufregend, es wird richtig cool! Und so war es auch: Jedes der 37 Kapitel wird durch ein kleines Zitat, das zum Abschnitt passt, eingeleitet, was schon die Spannung und Erwartungen an diesen Part steigert. Die Passagen werden aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, was zum Ende hin immer schneller wechselt, wodurch wiederum die Spannung ins unermessliche gesteigert wird. Zwischenzeitlich springt die Handlung in die Vergangenheit, in welcher erste Begegnungen bzw. prägende Vorfälle zwischen gewissen Personen erläutert werden, wodurch ihre Beziehung in der Gegenwart zueinander verständlicher wird. Diese Sprünge finde ich richtig gut! Sie wurden an passenden Stellen eingefügt und bildeten einen glatten Übergang zwischen den jeweiligen Kapiteln. Der Lesefluss wurde dadurch nicht gestört, im Gegenteil, man könnte sogar sagen, dass er dadurch noch optimiert wurde. Riesige Pluspunkte für den Unterhaltungsfaktor also!

Die Protagonisten sind einfach großartig: Demetria, die der Inbegriff von Grausamkeit, Skrupellosigkeit und einer falschen Schlange ist, wurde von der Autorin einfach wunderbar geformt.  Ich finde sie genauso faszinierend wie verachtungswürdig, eine Powerfrau in vielerlei Hinsicht, die mit dem Voranschreiten der Geschichte immer mehr dem Wahnsinn verfällt. Ihr Krieger und Sklave Silas ist stark, trotz der Torturen, die er durch Demetria erleiden muss, besitzt er als Krieger seine eigene Macht, was ihn ebenfalls zu einer sehr beeindruckenden Figur macht. Bis zum Ende habe ich gedacht, dass sobald er seine Ketten abgelegt hat, er wie ein Sturm auf See wüten wird und am Ende nichts mehr übrig bleiben wird. Die fünf Lilim finde ich ebenfalls total beeindruckend, nicht nur weil sie sich dem Willen Demetrias unterordnen und ihr jeden Wunsch willentlich erfüllen. Sondern sie werden mit jeder weiteren Information zu ihrer jeweiligen Person sowie ihren individuellen Besonderheiten immer interessanter. So kann man auch unschwer erkennen, dass jede von ihnen gewisse Wünsche, Bedürfnisse und auch Schwächen haben, die es vor ihrer Herrin zu beschützen gilt.

Nicolae und seine Gefährtin Serafine (nicht im Sinne einer Geliebten, sondern eher als jemand, der ihn schon seit Jahrhunderten auf seinem Weg begleitet) sind zwei ganz besondere Charaktere. Am Anfang fragte ich mich, was wohl ihre Rollen sein würden, da sie als Personen sowie in ihren Funktionen nicht sofort durchschaubar für mich waren. Aber im letzten Drittel des Buches schloss ich sie immer mehr ins Herz, bewunderte ich sie immer mehr und dachte nur: Go, guys, go! Inwiefern Amalia hier mit eingeschleust wurde, finde ich ebenfalls beeindruckend von der Autorin gelöst, da die Geschehnisse dank dieser Protagonistin, in eine andere Richtung gelenkt wurden. Aber auch sie mag ich sehr, selbst wenn sie am Anfang wie ein sehr naives Blondchen dargestellt wurde. Alles in allem sind dieses also Figuren, die ich auf ihre individuelle Weise authentisch, beeindruckend und sogar bewundernswert finde sowie deren Namen ich teilweise total schön finde (Serafine zum Beispiel, oder eine der Lilim Baobhan, einfach wunderschön!).

Der Schreibstil der Autorin fasziniert mich nach wie vor dermaßen, dass diese Tatsache das Buch bereits zu etwas ganz Besonderem macht. Es gibt Passagen, die sie so kunstvoll ausdrückt, dass ich zwischenzeitlich über die Schönheit dieser Beschreibungen nachdenken musste und mir denke: Wahnsinn, wie kommt man auf eine so wundervolle Beschreibung? Es ist das größte Vergnügen für Augen und Verstand, solch schöne Abschnitte zu lesen und deren zumeist tiefsinnige Bedeutung zu greifen und zu begreifen. Liebe Jay: Ich liebe es wie du schreibst, es ist einfach Erdbeeren mit Sahne für die Augen – purer Genuss!

Bound to Suffer von Jay El Nathan ist mit seiner komplexen Welt, den faszinierenden Figuren sowie dem unvergleichlich Schreibstil der Autorin ein wahres Kunstwerk in meinen Augen. Nicht nur, dass mir die Geschichte in ihrem Kern richtig gut gefallen und  die Spannung mich bis zur letzten Seite wahnsinnig gemacht hat. Sondern ebenfalls die Präzision, die sie bei gewissen kleine Details zu den Charakteren aufweist,  formen das Gesamtbild zu einem unglaublich tollen Ergebnis. Dieses Buch ist für mich nicht nur der Kategorie Tauchliebe würdig, sondern ein Lieblingsbookie von einer Lieblingsautorin, ja sogar ein Highlight des Jahres und, auch wenn der Monat noch sehr jung ist, küre ich Bound to Suffer zum Highlight des Monats. Denn es einfach ein großartiges Buch! Und liebe Jay: Danke für diese Geschichte, danke, dass wir an diesem Kunstwerk teilhaben durften; Ich liebe es und freue mich auf die Fortsetzung!

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48 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

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Die Zeitwächterin

Lillith Korn
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Zeilengold Verlag, 20.06.2018
ISBN 9783946955108
Genre: Fantasy

Rezension:

Aufmerksam auf dieses Buch wurde ich in den sozialen Medien, als ich das Cover sah und hin und weg war. Da ich auch schon Bücher von der lieben Lillith Korn gelesen habe, wurde ich neugierig auf ihr neuestes Werk und fragte es im wunderschönen Zeilengold Verlag an. Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!*

Der Einstieg in die Geschichte bedurfte seiner Zeit, da ich zunächst die Protagonisten kennen lernen wollte, mich im Gesamtbild der Ereignisse orientieren musste, um die Geschehnisse in den gesamten Kontext einordnen zu können. Das dauerte allerdings, wobei ich auch sagen muss, dass ich zu Beginn das Gefühl hatte mit den Informationen ein wenig überfordert zu sein, aber dieses Gefühl dauerte zum Glück nur kurz an.

Die authentische Darstellung der Protagonisten ist der Autorin meines Erachtens ganz gut gelungen: Thekla ist ein intelligentes junges Mädchen, das gerade ihren Schulabschluss hinter sich gebracht hat und sich nun ausprobieren möchte. Infolgedessen macht sie ein Praktikum in einem Antiquariat, wo sie Matteo kennen lernt. Ihre Beziehung zu ihrer kleinen Schwester Nele finde ich sehr süß, der sie so leicht nichts vormachen kann, so dass viele gemeinsame Szenen mir das eine oder andere Schmunzeln entlocken konnten. Ihre Verwirrung, Angst und auch Überforderung, als sie die Wahrheit über gewisse Dinge erfährt, konnte ich während der Lektüre sehr gut nachvollziehen und litt teilweise sogar mit ihr mit. Eine sehr sympatische Figur, die sich gut durch die neu erworbenen Informationen und die Ereignisse durchgeschlagen hat.

Matteo, ein sehr netter und diskreter (nicht Macho-hafter) Südländer, welcher nicht derjenige ist, wofür man ihn auf den ersten Blick halten mag, gefällt mir sehr. Durch die Erläuterungen von Lillith kann ich mir den ‚italienischen Wind‘, den er in die Geschichte mitbringt, gut vorstellen. Er ist ein sehr lieber Freund und Mentor für Thekla und seine zwischendurch eingeworfenen italienischen Ausdrücke machen ihn sympathischer und auch authentischer! Ihn muss man einfach mögen und ins Herz schließen!

Jedes Kapitel wurde mit einem schönen Bildchen einer Taschenuhr sowie einem Zitat eingeleitet, was bei mir die Steigerung der Neugier und der Spannung bewirkte. Auch der Zusammenhang dieser beiden Details mit der Geschichte als Ganzes finde ich gut gelungen. Zudem sind die Kapitel relativ kurz gehalten, was ich aber sehr angenehm finde, denn dadurch wurde das Pausieren einfacher. Aber bei mir führte es ab dem zweiten Drittel des Buches auch zu einer immer weiter steigenden Neugier. Dass die Geschichte sich gut lesen lässt, ist ein zusätzlicher Pluspunkt, den ich hier auch nennen möchte.

Einige Kleinigkeiten habe ich jedoch zu kritisieren: Zum Einen ist das die zu Beginn leicht empfundene Überforderung aufgrund der zahlreichen Informationen, die ich bereits erwähnt habe. Zum Anderen der Wunsch von meiner Seite, einige Seiten zu der Geschichte hinzuzufügen, wodurch sie (meiner Meinung nach) noch etwas an Tiefe gewonnen hätte, die ich zum Ende hin leider etwas vermisst habe.

Die Zeitwächterin von Lillith Korn hat mich im Großen und Ganzen mit den authentischen Protagonisten, der Grundidee sowie dem Aufbau des Buches gut unterhalten. Auch wenn ich einige Mängel zu kritisieren habe, finde ich doch, dass es eine gut gelungene Geschichte geworden ist, deren Lektüre wirklich ein schönes Abenteuer war. Aus diesem Grund bewerte ich es mit sehr viel Tauchpotenzial und kann es als ein Buch für zwischendurch empfehlen!

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38 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

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New Arc

Nicole Obermeier
Flexibler Einband: 408 Seiten
Erschienen bei Zeilengold Verlag, 14.05.2018
ISBN 9783946955115
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Der Titel sowie der Klappentext konnten mein Interesse wecken und mich neugierig machen, so dass ich das Buch beim Zeilengold Verlag angefragt habe. Dadurch, dass der Verlag gerade viele schöne Dystopien veröffentlicht, freute ich mich sehr darauf dieses Buch zu lesen! Danke an den Verlag für das Bereitstellen des Rezensionsexemplares.

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir zum Teil etwas schwer und bedurfte einer gewissen Zeit, da ich mich erst einmal in der Welt von New Arc zurechtfinden musste. Die Grundidee hat mir richtig gut gefallen: Catlyn wächst in einer fortgeschrittenen Zeit mit einfachen Mitteln als Tochter des Oberhauptes auf, wodurch sie die Probleme des Landes nicht wirklich mitbekommt. Dank ihrer Naivität fällt sie zwar gelegentlich auf die Nase, aber diese Tatsache formt sie auch zu einem ganz tollen Charakter, wenn auch ich zu Beginn der Geschichte die Befürchtung hatte, es könnte mich eventuell nerven. Glücklicherweise war das nicht der Fall und ich war während der Lektüre neugierig genug, um weiterlesen zu wollen und bin auch froh das getan zu haben. Denn die Entwicklungen nehmen mit einer unglaublichen Dynamik ihren Lauf.

Lennart ist ihr Ausbilder im Archiv, der sich anfangs sehr distanziert verhält, was seine Gründe hat. Zwischenzeitlich konnte ich nicht all' seinen Handlungen folgen, wodurch er nicht immer authentisch wirkte. Das wurde aber mit dem Fortschreiten der Geschichte besser, als man beide Protagonisten besser kennen lernte und dadurch auch die Tiefe ihrer Persönlichkeit, die ich anfangs etwas vermisst habe, endlich da war. Allerdings muss ich gestehen, dass die zwischenmenschlichen Entwicklungen mit Lennart für mich manchmal anstrengend wurden. Aber ich denke, dass dieses Geschmacksache ist, denn ihre Beziehung steht nicht im Mittelpunkt der Geschichte, was ich als sehr angenehm empfinde.

Durch einige Unstimmigkeiten erschienen mir gewisse Dinge bzw. Entwicklungen als ein wenig unauthentisch. Einige Ideen, die mir grundsätzlich sehr gefallen haben, waren (meiner Meinung nach) aber teilweise mit der Welt von New Arc nicht kompatibel. Beim Lesen dieser Stellen musste ich zwar kurz stutzen, aber den Lesefluss hat es in dem Sinne nicht gestört.

Der Schreibstil der Autorin war ganz angenehm, ließ mich die gesamte Lektüre über neugierig weiterlesen, trotz der genannten Unstimmigkeiten. Auch der Umfang des Buches ist angemessen, da diese Welt detailliert beschrieben wird, was meiner Meinung auch notwendig ist und schön von der Autorin gelöst wurde.

New Arc von Nicole Obermeier konnte mich trotz des schwierigen Starts doch überzeugen durch die überwiegend authentischen Figuren sowie der schönen und interessanten Welt von New Arc, die sie dem Leser vorstellt. Trotz einiger Unstimmigkeiten mag ich den Schreibstil der Autorin und konnte das Buch realtiv zügig lesen. Aus diesem Grund möchte ich es gerne mit Tauchgenuss bewerten und finde, dass dieses Buch eine schöne Lektüre für Fans von Dystopien ist.

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72 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 25 Rezensionen

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Nation Alpha

Christin Thomas
Flexibler Einband: 252 Seiten
Erschienen bei Zeilengold Verlag, 09.04.2018
ISBN 9783946955092
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Ich entdeckte dieses Buch auf der Facebook – Seite des Verlags und wurde bei dem Thema sehr neugierig darauf. Daher fragte ich es beim schönen Zeilengold Verlag an und erhielt es glücklicherweise sehr zügig. Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!*

Ich ging ohne große Erwartungen jedoch sehr neugierig an die Lektüre heran und es überraschte mich schon auf den ersten Seiten: Der Leser wird in die Welt von Grace geworfen, die gerade im Begriff ist an einen neuen Herrn verkauft zu werden. Man erfährt in den ersten Kapiteln von ihrer Welt als (dunkelhäutige) Omega – ergo als Sklavin – in einer Welt von (weißen) Alphas. Zudem wird erläutert wie die Ideologie des Nation Alpha entstanden ist und wie die ‚Praxis‘ in Graces Welt (zunächst noch Omega 4 genannt) funktioniert. Demnach fiel mir der Einstieg nicht schwer, denn ich war von Anfang an von der Welt, die die Autorin geschaffen hat, fasziniert und saugte Informationen über die Nation Alpha sowie die Rolle der Alphas und Omegas hier wie ein Schwamm auf.

Grace fand ich am Anfang ein wenig naiv. Außerdem hatte sie sich (für meinen Geschmack) zu sehr mit ihrem Schicksal und ihren teilweise unberechtigten Bestrafungen abgefunden. Mit der Zeit erkannte ich die Hintergründe für diese Erscheinung und wurde Zeugin ihrer einmaligen Entwicklung, die sie im Laufe der Geschichte machte. Ich konnte mich sehr gut in ihre Gefühle hineinversetzen, welche von Christin Thomas so akkurat und unglaublich rührend beschrieben wurden. Nicht nur einmal hatte ich Tränen in den Augen, weil mich die Worte der Autorin so sehr berührt haben. Die Wandlung der Protagonistin empfinde ich als sehr nachvollziehbar, ich bewunderte bis zum Ende ihren Mut sowie ihre Selbstlosigkeit und war so stolz auf sie! Ein unglaublich toller Charakter, der so gut und tiefgründig geformt wurde, weswegen ich mich vor der Autorin verneigen möchte! Auch Jasmin finde ich wundervoll und habe sie auf Anhieb ins Herz geschlossen. Bei Kain war ich bis zu einem gewissen Punkt misstrauisch, aber auch hier finde ich es geschickt von Christin gehandhabt! Doktor Fischer hat mich ebenfalls sehr berührt, auch wenn ich ihn am Anfang eher weniger mochte. Als er sich jedoch langsam öffnete, lernte ich auch seine Rolle sehr zu schätzen!

Der Antagonist, Alpha One, der größte Tyrann in der Nation Alpha, war ebenfalls in meinen Augen wunderbar ausgearbeitet: Allein wenn sein Name fiel, dachte ich mir immer wieder ‚Jetzt kommt wieder was auf die Hauptfiguren zu‘, und meistens lag ich in meiner Vermutung richtig. Er faszinierte mich ebenfalls durch seine grausame und skrupellose Art.

Der Schreibstil der Autorin ist wirklich schön: Die Kunst über die Gefühle einer Person zu beschreiben, die sich als minderwertig ansieht und auch so behandelt wird, stelle ich mir keineswegs leicht vor, weswegen ich hier sagen muss: Hut ab vor der Autorin! Es gab viele emotionale Passagen in Buch, die mich zu Tränen rührten und einfach so wunderbar beschrieben wurden; einfach wow! Zudem hielt sich die Spannung bis zum Ende hin bzw. am Ende gab es ein Finale in dem Sinne, wo ich vor Neugier fast geplatzt bin, weil ich bis zum Ende nicht genau einschätzen konnte, wie das Buch genau enden würde. Zum Schluss brauchte ich sogar eine Art Verschnaufpause, damit ich alles auf mich wirken lassen konnte und erst nach einer längeren Weile imstande war, meine Empfindungen über das Gelesene in Worte zu fassen.

Das Nachwort finde ich sehr bewegend, da hinter der Geschichte von Grace die Intention der Autorin steckt, auf das Thema „Rassismus“ und „Diskriminierung“ aufmerksam zu machen sowie Menschen dazu zu bewegen, nicht wegzuschauen. Dafür möchte ich der Autorin zusätzlich danken, da sie sich zu diesem Thema viele Gedanken gemacht hat und diese Gedanken sie letztlich dazu bewogen haben, Graces Geschichte zu erzählen.

Nation Alpha von Christin Thomas hat mich nicht nur überrascht und überzeugt, sondern diese tolle Geschichte hat mich regelrecht umgehauen. Es war einfach eine unglaublich spannende, emotionale und auch sehr (be-)rührende Reise, die ich mit Grace unternommen habe! Von der ersten Seiten an habe ich die Lektüre sehr genossen, kam nur schwer zum pausieren, da ich wissen musste, wie es weitergeht und ich kann das größte Lob aussprechen, das einem fantastischen Buch wie diesem nur zusteht: Es war großartig! Es ist nicht nur ein neues Lieblingsbookie, sondern ein Highlight des Jahres, das ich zusätzlich zu meinem Favoriten des Monats küren möchte. Liebe Christin, ich verneige mich vor deinen Beweggründen, diese Geschichte zu schreiben, deinem unglaublichen Talent Gefühle eloquent und auf berührende Art auszudrücken sowie diesem wunderbaren Resultat, das dabei herausgekommen ist. Ganz klar gehört es in die Kategorie Tauchliebe und muss von jedem, JEDEM! gelesen werden.

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City of Bones

Cassandra Clare
Flexibler Einband
Erschienen bei Margaret K. McElderry Books, 01.03.2008
ISBN B004NKUG3E
Genre: Jugendbuch

Rezension:

I have restarted reading this amazing fantasy – series because I’ve missed this world and had to dive in back again. Besides I didn’t write a review yet and thought this was the perfect occasion!

First, I have to admit that I like the old covers better than the new ones. Some might say the new covers seem more dark and therefore fit better into the world, but in my opinion the old ones with the NYC skyline and the chief characters in front are better.

Before I started reading I recognized that the book is devided into three parts which are always introduced by a quote of a (famous) author’s book suiting to one particular part. I like this idea very much because for me it increased the excitement of the oncoming happenings in the story.

At first I met Clary and Simon entering their favorite club and dancing while having a conversation about guys with blue hair. While things started normal suddenly a lot of things happen at a time and Clary’s world is spinning out of control. I didn’t have any difficulties to follow her thoughts, her emotions and her actings, they seemed very normal and authentic to me which made reading very entertaining from the first pages onward. During the development of the story the reader also meets the Shadowhunters Jace, Alec and Isabelle who are very interesting and intriguing, too. Not only concerning their personalities but also the slowly evolving feeling of trust from the suspicions that reigned at the beginning. The upcoming love story didn’t disturb me much, but it’s development to a triangle relationship got a little annoying at some parts.

The writing skills of the author are very great: not just her talent of describing the different beings that appear in the book but also the emotions of each character were very well described. Plus an excellent amount of humour in between just increased the fun and entertainment whilst reading a lot!

City of Bones, the start of the very promising fantasy series The Mortal Instruments by Cassandra Clare impressed me very much, made it hard pausing during the reading process and ended with a phenomenal twist which won’t allow the reader to wait too long before reading the sequel. The writing skills add up to the fun and entertainment whilst reading although it loosened up a bit on some places where a triangle love story started up. But altogether I love this book very much and recommend it to all fantasy fans!

KURZREZENSION (DEUTSCH)
City of Bones, dem Auftakt der The Mortal Instruments – Reihe (dt. Chroniken der Unterwelt), ist ein großartiges Buch nicht nur im Hinblick auf die authentischen Protagonisten und der wunderbaren Grundidee, sondern ebenfalls in Bezug auf den tollen Schreibstil der Autorin, der durchgehend für mehr Spannung bis zum Ende hin sorgte und den Lesegenuss damit vervollkommnete. Trotz der Dreiecksbeziehung, die sich im Laufe des Buches entwickelte und das zwischenzeitlich ein wenig nervte, ist dieses Buch ein klares Lieblingsbookie, weswegen ich es mit Tauchliebe bewerte.

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125 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 57 Rezensionen

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Vintage

Grégoire Hervier , Alexandra Baisch , Stefanie Jacobs
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 23.08.2017
ISBN 9783257070026
Genre: Romane

Rezension:

Neugierig geworden durch das Cover und den Titel, das ich bei der lieben Sarah Ricchizzi entdeckte, fragte ich es beim schönen Diogenes Verlag an und erhielt es auch gleich nach wenigen Tagen. An dieser Stelle: Vielen dank an den Verlag!*

Bevor ich mit der Lektüre begann, blätterte ich auf den ersten Seiten und war schon von dem Inhaltsverzeichnis angetan, denn das Buch war aufgebaut wie ein Song! Ein unglaublich vielversprechender Start noch bevor ich viel über den Inhalt wusste, was mich aber ab diesem Zeitpunkt schon begeisterte.

Der Einstieg fiel mir leicht: Ich wurde in einen Gitarren – Geschäft in Paris geworfen, wo ich den Besitzer Alain de Chévigné und dem temporär jobbenden Verkäufer Thomas Dupré kennen lernte. Beide haben ein unglaubliches Wissen über die Beschaffenheiten verschiedenster Gitarren sowie darüber, Originale von nicht gleichwertigen Kopien zu unterscheiden. Zwischendurch googelte ich die verschiedene E-Gitarren, von denen die Rede war und fand es total spannend, dass der Autor nicht nur umfassende Informationen zu diesen unglaublichen Instrumenten gibt. Sondern auch dem Leser eine Bandbreite an Erläuterungen über die Geschichte des Rockmusik bietet, was ich sehr interessant fand. Wenn dann Namen wie Jimmy Hendrix oder Elvis Presley fielen, stimmte ich in die Begeisterung von Thomas mit ein, in welchen ich mich gut hineinversetzen konnte. Auch wenn ich nicht über viel Wissen bezüglich der einzelnen Etappen der Rockgeschichte verfüge, konnte mich die Begeisterung des Protagonisten mitreißen und damit auch die Lektüre verschönern.

Auch die anderen Charaktere, auf welche Thomas während seiner Reise trifft, finde ich überwiegend authentisch, da wäre vor allem Lord Winsley zu nennen, der den jungen Gitarristen auf eine interessante Reise durch die ganze Welt schickt, um (salopp formuliert) Detektivarbeit für ihn zu erledigen. Auf seiner Reise besucht er nebenher auch Orte, die in direktem Zusammenhang mit der Musikgeschichte stehen, wie z.B Graceland, Tenessee, wo Elvis Presleys‘ Anwesen, welches heute gleichzeitig Museum und Mausoleum des den King of Roch ’n Roll ist. Obwohl ich kein großer Fan von Krimis bin, hielt sich der detektivische Part im Buch in Grenzen. Einige Passagen empfand ich aber doch als etwas in die Länge gezogen, aber in einem Rahmen, bei dem ich (entgegen meiner anfänglich aufkommenden Befürchtung) nicht das Interesse an der Geschichte verlor und die Lektüre trotzdem die meiste Zeit über genießen konnte.

Der Schreibstil des Autors ist sehr angenehm, so dass sich das Buch in einem guten Tempo lesen lässt und auch die Spannung, neben den vielen, aber nicht überladenden Informationen, konstant bleib. Wann immer ich das Buch in die Hand nahm, konnte ich nicht nur einige Seiten lesen, sondern es packte mich für eine Weile, so dass ich mehrere Stunden in die Geschichte eintauchte und es auch dabei belassen wollte.

Vintage von Grégoire Hervier konnte mich mit seiner spannenden Geschichte durch die Musikgeschichte und die vielen verschiedenen Gitarrenmodelle überzeugen, wozu die authentischen Protagonisten sowie das Setting insgesamt beitragen konnten. Da Krimis leider nicht zu meinen Favoriten gehören, empfand ich einige Textabschnitte als ein wenig in die Länge gezogen, was der Geschichte als Ganzes aber nichts abtut. Bewerten möchte ich es gerne mit der Kategorie Tauchgenuss und kann es vor allem Musikfans sowie musizierenden Buchfans sehr ans Herz legen, aber auch allgemein allen wärmstens weiterempfehlen, die mal eine etwas andere Geschichte lesen möchten.

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Der Da Vinci Fluch

Katharina Sommer
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Zeilengold Verlag, 09.03.2018
ISBN 9783946955085
Genre: Fantasy

Rezension:

Als ich das Cover sah und den Klappentext überflog, weckte dieses Buch mein Interesse, weswegen ich es beim charmanten Zeilengold Verlag anfragte. Ich durfte es vorab lesen und möchte mich hier noch einmal beim Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken!*

Der Einstieg in die Geschichte gelang mir gemächlich, weil ich die Protagonistin Caroline, ‚Carrie‘, als ein wenig sprunghaft wahrgenommen habe. Dieses erschwerte mir anfangs mich in sie hineinzuversetzen, was mir nicht so richtig gelingen wollte. Mit der weiteren Lektüre wurde das besser, so dass ich nach etwa einem Drittel des Buches so richtig in die Geschichte eintauchen konnte. Das unentschlossene Verhalten Carries ist teilweise berechtigt, da sie sich in einer Situation befindet, die sie vor eine große Herausforderung stellt, welche zusätzlich viele Risiken mit sich bringt, ihr aber eventuell auch etwas Verloren geglaubtes zurückbringen kann. Francis ist der Grund für ihr Verhalten, da er ihr Dinge offenbart, die sie in besagte Situation bringen, vor denen sie aber nicht wegläuft, sondern Francis auf deinen Weg begleitet. Beide Charaktere finde ich überwiegend authentisch, bis auf einige Verhaltensweisen, denen ich wie gesagt nicht immer folgen konnte. Die Rolle von Lucius fand ich richtig spannend, welchen ich auch sofort ins Herz geschlossen habe. Er sorgte für ein wenig mehr Humor in den dramatischen Abschnitten und war immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Auch Leonardo Da Vinci hatte eine sehr interessante Rolle im ganzen Geschehen, das ich gespannt und teilweise auch amüsiert verfolgt habe.

Die Grundidee finde ich sehr spannend! Auch die Tatsache, den berühmten Künstler Leonardo Da Vinci in die Geschichte zu integrieren, hat mir richtig gut gefallen. Allerdings muss ich gestehen, dass ich mir von der Umsetzung ein wenig mehr erhofft habe. Leider gingen mir einige Entwicklungen zu schnell, gerade zum Ende hin. Ich hätte mir mehr Details gewünscht, wodurch vermutlich die Spannung (die während der Lektüre überwiegend konstant blieb) auch gestiegen wäre.

Der Da Vinci Fluch von Katharina Sommer ist ein schöner Auftakt der Dilogie mit einer sehr interessanten Idee, die mich im Großen und Ganzen zwar überzeugen konnte und die meiner Meinung nach viel Potential hat. Allerdings hätte ich mir eine detailliertere Ausführung zum Ende hin gewünscht hätte, was meiner Meinung nach der Geschichte einen schönen runden Abschluss gegeben hätte. Auch die sprunghafte Carrie erschwerte mir anfangs den Einstieg in die Lektüre, wodurch sie für mich nicht immer authentisch wirkte. Alles in Allem ist es eine schöne Lektüre für zwischendurch geworden, weswegen ich es gerne mit Tauchpotential bewerten möchte.

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30 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

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Damaged

Penny L. Chapman
E-Buch Text: 279 Seiten
Erschienen bei null, 02.03.2018
ISBN B079RJQGZ4
Genre: Sonstiges

Rezension:

Und der Kreis schließt sich, in vielerlei Hinsicht. Ich hatte unglaubliche Bedenken, als ich Band 1 (Pretend) begann. Bei diesem Buch habe ich wieder ein wenig gebangt, denn nach diesem Teil heißt es von der tollen Clique aus Miami, die ich schon sehr ins Herz geschlossen habe, Abschied zu nehmen. Die Vermutungen, was schlussendlich mit ihnen passieren würde, gingen so weit auseinander und die Autorin konnte so dicht halten, dass wir Unfolder - Fans alle gebangt haben und keine Möglichkeiten ausschlossen. Daher ging ich mit gemischten Gefühlen an die Lektüre dieses Buches heran, das ich von Penny als Rezensionsexemplar* erhalten habe, vielen dank dafür!
Der Einstieg fiel mir relativ leicht: Die Ereignisse aus dem vorangehenden Band, Crashed, waren noch einigermaßen präsent, so dass ich die erste Begegnung mit Phoenix noch im Gedächtnis hatte. Der vertraute Aufbau des Werkes, das dem der vorangehenden Bücher gleicht, erleichterte das Eintauchen in die Geschehnisse zusätzlich. Zu Beginn gab es ein zwei Kleinigkeiten bei Phoenix, die ich nicht zu hundert Prozent nachvollziehen konnte, was ich mit dem weiteren Lesen aber als das 'Bröckeln ihrer Maske' bezeichnen würde. Nichts also, was der Geschichte oder der Authentizität der Protagonistin etwas abtut. Elisha fand ich schon seit dem ersten Band der Reihe schwer durchschaubar, was ich hier ähnlich wahrnahm. Sehr schwer nur konnte ich hinter seine Fassade blicken und das auch erst nachdem die Geschichte schon weit fortgeschritten war. Aber beide finde ich sehr cool: Phoe, die ihrem Namen alle Ehre macht (wozu ich aber nichts weiter sagen möchte) und Esh der sich das Leben manchmal zu einfach vorstellt, auf den ersten Blick zumindest.
Es war unglaublich schön die anderen 'wiederzusehen': Kieran Farren, Tyler, Blake, Tate, Harlan und Storm sind natürlich wieder mit dabei, wenn auch eher im Hintergrund. es gab sehr schöne Szenen mit allen zusammen, die richtig lustig waren, weil die Jungs zusammen eben so sind wie sie sind. Aber in mancherlei Hinsicht, ein kleiner Satz, konnte man schon erkennen, dass die Geschichte der Clique aus Miami sich nun wirklich zu Ende geht.
Die Autorin wechselte die Perspektiven, was ich sehr schön finde, denn es verleiht den Entwicklungen eine eigene Dynamik. Auch die zeitlichen Rückblicke empfand ich nicht als verwirrend oder unangenehm, sondern eher als hilfreich, um die jeweiligen Personen und ihre Situation in der Gegenwart besser zu verstehen. Pennys mittlerweile schon sehr vertrauter Schreibstil ist nach wie vor sehr schön, angenehm und auch sehr berührend, wenn es darum geht, Emotionen zu verdeutlichen. Allein die Widmung fand ich wundervoll und sehr rührend.
Der abschließende Teil der Unfolding - Reihe, Damaged, konnte mich wieder durch die Protagonisten und ihre besondere Geschichte sowie dem sinnvollen Aufbau und schönen Schreibstil der Autorin überzeugen. Ständig flossen wieder Tränen, vor allem am Ende, denn die Geschichten sind erzählt und ich muss mich von vier unglaublich kaputten aber dennoch starken Jungs und Mädels verabschieden, die ich seit einem knappen Jahr ins Herz geschlossen habe. Das Ende hat mich gekillt, ich bin gestorben, mehrmals und am Ende dachte ich nur: GEIL, einfach megageil!! Ein würdiger und schöner, runder Abschluss der Reihe in meinen Augen. Ich liebe diese Reihe, ich liebe jedes einzelne Buch, jede Geschichte mit ihren guten und kaputten Seiten und ich liebe Kieran und Farren, Tyler und Blake plus Tate, Harlan und Storm sowie Elisha und Phoenix  selten verliebe ich mich in eine Buchreihe, aber diese ist im Laufe der letzen 12 Monate zu meinen Lieblingen geworden, welche ich immer mal wieder erneut lesen muss.  Ganz klar also gehört es in die Kategorie Tauchliebe und ist ein Lieblingsbookie sowie mein Monatshighlight (auch wenn der Monat erst begonnen hat). Danke Penny, für die Geschichten der Clique aus Miami!

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146 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 54 Rezensionen

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Die Chroniken von Amber - Die neun Prinzen von Amber

Roger Zelazny , Thomas Schlück
Flexibler Einband: 268 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 14.10.2017
ISBN 9783608981278
Genre: Fantasy

Rezension:


Über den Titel und das Cover stieß ich mehrmals sowohl in den sozialen Medien, als auch in der Buchhandlung. Ich fand die farbigen Buchschnitte eines jeden Bandes wirklich schön und sah es auch durch Zufall auf NetGalley. Ich fragte das Buch an ohne mich groß über den Inhalt zu informieren und erhielt es glücklicherweise auch. Vielen Dank an den Klett Cotta Verlag für das Bereitstellen des Rezensionsexemplares.* 


Zu Beginn empfand ich die Geschehnisse als sehr verwirrend und teilweise sogar als unklar, was mir den Einstieg in die Geschichte erschwerte. Allerdings denke ich (rückblickend), dass es die Absicht des Autors war dieses Gefühl zu vermitteln, da der Protagonist Corwin sich genau so gefühlt hat. Seine Verwirrung übertrug sich auf mich beim Lesen, was den Einstieg erschwert haben mag. Aber ich denke, dass das genau der Clou war und es dadurch auch authentisch für mich ist. Nach wenigen Seiten also war ich schon von dieser Vorgehensweise des Autors begeistert! Auch gefällt mir die Grundidee des Werkes: Die Welt an sich, die durch unterschiedliche Dimensionen zu erreichen ist; die jeweiligen Figuren, die ihre Geschwister gegeneinander ausspielen würden, um das bessere Los zu erlangen; das so genannte ‚Kartenspiel mit den Trümpfen‘ (was dahinter steckt müsst ihr selber herausfinden) usw. Eine Fantasy – Welt vom feinsten, die nicht immer vorhersehbar ist, meiner Meinung nach, weshalb es mir umso mehr gefallen hat.


Die Protagonisten gefielen mir im Allgemeinen auch: Corwin steht mit Eric im Mittelpunkt, wobei die Geschichte aus Corwins Sicht erzählt wird und man dementsprechend mehr über ihn erfährt. Die Beziehung der Geschwister zueinander ist relativ komplex und auch nicht immer hundertprozentig klar, da alle um ihre Möglichkeiten pokern. Im ersten Band wurden einige der Geschwister nur oberflächlich genannt, da z.T. nicht bekannt ist, was aus ihnen geworden ist oder sie einfach für diesen Teil (noch) keine wichtige Rolle spielen. Aber selbst dieser Punkt packte mich richtig und steigerte zudem die Spannung auf den 260 Seiten immer wieder, weswegen ich die Hälfte des Buches lesen musste, obwohl es meine Intention war, ’nur rein zu lesen‘. Also sagt DAS auch noch Mal eine ganze Menge über die Qualität des Buches aus (für mich zumindest).


Der Schreibstil des Autors war in Ordnung, das Buch ließ sich überwiegend flüssig lesen. Allerdings gab es zwischendurch zwischen einigen Absätzen keinen Übergang, so dass es eher abgehackt erschien und mich stutzen ließ. Es gab auch keine eindeutige Abtrennung (durch einen Strich oder ein Symbol usw.), so dass man sowas hätte erwarten können, was zwischenzeitlich leider zum Stocken der Lektüre führte. Auch gab es ein zwei Beschreibungen, denen ich nicht ganz folgen konnte, bei denen ich mich aber gefragt habe, ob da eventuell die Übersetzung missglückt sein könnte. Unter anderem aus diesem Grund werde ich das Buch auch noch einmal in Original lesen in der Hoffnung, dass sich mir die unklaren Passagen besser erschließen.


Die neun Prinzen von Amber, der Auftakt der Amber Chroniken, von Roger Zelazny hat mich in Großen und Ganzen durch die Geschichte und die jeweiligen Protagonisten überzeugt, auch wenn ich diverse Unklarheiten sowie die z.T. nicht zusammenhängenden Übergänge zwischen einigen Passagen zu bemängeln habe. Ich denke, dass die folgenden Bände (thematisch) richtig gut werden, weswegen ich unbedingt weiterlesen möchte und ich mich schon sehr darauf freue! Ich bewerte das Buch daher mit Tauchgenuss und kann es Fantasy Fans wärmstens empfehlen.

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310 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 155 Rezensionen

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Palast der Finsternis

Stefan Bachmann , Stefanie Schäfer
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 23.08.2017
ISBN 9783257300550
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Aufmerksam wurde ich auf dieses Buch dank der lieben Sarah Ricchizzi, die auf ihrem Blog davon erzählte und meine Neugier weckte. Das Cover finde ich unglaublich schön sowie mysteriös, so dass ich es beim Diogenes Verlag angefragt habe. Vielen Dank für das Rezensionsexemplar!*

Den Klappentext hatte ich nur überflogen, so dass ich mit relativ wenig Wissen an die Lektüre heranging und es einfach auf mich zukommen ließ. Erzählt wird aus zwei unterschiedlichen Perspektiven zu unterschiedlichen Zeiten, die sich während der Lektüre gelegentlich abwechseln: Einerseits aus der Sicht der Familie Bessancourt aus dem Jahr 1789, andererseits aus der Gegenwart. Der Einstieg fiel mir nicht schwer, im Gegenteil, die beiden unterschiedlichen Zeiten weckten meine Neugier ebenso wie die Protagonisten, die mich schon nach wenigen Seiten fesseln und begeistern konnte. Die Grundidee an sich finde ich unglaublich gut! Die Verknüpfung beider Zeiträume, die im ersten Moment zusammenhanglos erscheinen, empfinde ich richtig gut gelungen sowie die Unvorhersehbarkeit einiger Ereignisse fand ich richtig toll umgesetzt. Chapeau an den Autor, das war ganz große Unterhaltung!

Anouck, die Hauptfigur des Romans, gefällt mir unheimlich gut und war mir sofort sympathisch durch ihren fantastischen Sarkasmus, ihrer Schlagfertigkeit und auch ihrer Aufgewecktheit; ich konnte mich gut in sie hineinversetzen. Zusätzlich mochte ich die Tatsache, dass sie nicht allem und jedem glaubte, sondern hinterfragte, während die anderen Protagonisten vieles einfach so hinnahmen. Die Rede ist von Jules, Hayden, Lilly und Will, die es mit Anouck zwar nicht immer leicht haben, die einander aber ein gewisses Maß an Vertrauen schenken (müssen), wenn sie ihrem Schicksal entgehen wollen. Denn alle Jugendlichen sind durch einen interessanten, ja meiner Meinung genialen, Umstand miteinander verbunden. Aber mehr möchte ich nicht verraten, denn ich möchte niemanden spoilern.

Der Schreibstil Stefan Bachmanns ist angenehm und unglaublich gut, wenn es darum geht einige Situationen spannend zu erzählen. Der Autor versteht es regelrecht den Leser mit seinen geschickten Beschreibungen und Erklärungen an die Seiten zu fesseln, die die Spannung in jeder Sekunde weiter erhöhen und ein Beiseitelegen des Buches schlichtweg unmöglich machen. Der zwischenzeitliche Wechsel der Zeiten war für mich nicht verwirrend, im Gegenteil, es verlieh der ganzen Geschichte eine größere Dynamik und erhöhte, wenn das überhaupt noch möglich war, die Spannung der Situation. Nicht selten ließ es mich mit klopfendem Herzen, vor Überraschung geweiteten Augen und dem Bedürfnis, einen Moment inne zu halten und „Wow, einfach nur wow“ zu denken, zurück.

Palast der Finsternis von Stefan Bachmann konnte mich mit der Geschichte, den interessanten Charakteren sowie den Gefühlen, die es in mir auslöste, absolut begeistern. Der Autor hat riesiges Talent bewiesen beim Verfassen dieses Werkes, ich bin immer noch hin und weg, erstaunt, überrascht, baff. Fantastisch, einfach nur fantastisch! Es war eine immense Unterhaltung, es hat ungemein Spaß gemacht Anouck und die anderen auf ihrer Expedition zu begleiten! Deswegen bewerte ich es mit Tauchliebe und empfehle es jedem unbedingt zu lesen. Dieses ist nicht nur ein Buch, es ist ein Stück Kunst. Ich stimme einigen meiner Bloggerfreunden zu, die behaupten, dass es teilweise brutal und aufgrund dessen eventuell nicht jedermanns / -fraus Sache sei. Aber trotzdem würde ich sagen: „Versucht es trotzdem. Es ist soooo guuut!“

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55 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

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Faith: Seelenlos

J. K. Bloom
E-Buch Text: 352 Seiten
Erschienen bei Eisermann Verlag, 02.02.2018
ISBN 9783961730650
Genre: Fantasy

Rezension:

Ich entdeckte dieses Buch dank des Newsletters, das ich vom Verlag erhielt und sofort erregte es durch die Gestaltung des Covers und den Titel meine Aufmerksamkeit. Der Verlag schickte mir ein eBook zu, wofür ich mich noch einmal ganz herzlich bedanken möchte. *

Ich hatte keine Schwierigkeiten in das Geschehen einzusteigen, obwohl ich sofort in die Handlung hineingeworfen wurde. Mich in einer Welt eines möglichen zukünftigen Edinburgh zurechtzufinden, fiel mir nicht schwer, da mit jeder gelesenen Seite die Situation verständlicher und übersichtlicher wurde. So erfuhr ich auf den ersten Seiten aus der Sicht der Hauptfigur Faith, wie ihr Arbeitsalltag als Medica (Heilerin) aussieht und wie sie ihrem Bauchgefühl folgend plötzlich eine wichtige Regel bricht: Nicht zu lauschen. Und so nahmen die Dinge ihren Lauf.

Die Grundidee gefällt mir sehr gut! Die Aufteilung der Bevölkerung in unterschiedliche Gruppen, gemäß ihren Berufen (Heiler, Krieger, Jäger, Arbeiter usw.) sowie die düster angehauchte Welt, in welcher jeden Moment ein Krieg auszubrechen droht, sah ich förmlich vor Augen und konnte auch die Atmosphäre gut nachempfinden. Allerdings erschienen mir einige Übergänge (z. B. zwischen zwei Kapiteln oder auch mal zwischen zwei Absätzen) nicht immer ganz rund und veranlassten mich einige Seiten zurück- und/oder weiterzublättern, wodurch sich mir der Sinn erst richtig erschloss. Aber dieses fiel mir nur ein zwei Mal auf, so dass ich dies nur am Rande erwähnen möchte.

Die Charaktere empfand ich als überwiegend authentisch und ihre Handlungen waren für mich meistens nachvollziehbar. Die Protagonistin Faith finde ich überwiegen glaubhaft, allerdings konnte ich mich in einige wenige Situationen sowie ihre damit verbundenen Reaktionen bzw. Handlungen nicht ganz hineinversetzen. Teilweise kam sie mir, insbesondere zu Beginn, etwas sprunghaft vor, als könne sie sich nicht entscheiden; im nächsten Moment aber ist sie plötzlich knallhart. Das mag ihr Charakter sein, was auch ok ist, aber teilweise litt für mich ihre Authentizität darunter. Zudem fand ich ihre Naivität teilweise grenzwertig, aber da das nicht durchgehend der Fall war und sie sich auch wunderbar weiterentwickelt hat, ist das nur ein kleiner Kritikpunkt. Lie finde ich sehr interessant und geheimnisvoll, seine kryptischen Andeutungen machten die eine oder andere Situation spannender, was mir richtig gut gefallen hat. Auch finde ich seine gemächliche Annäherung an Faith sehr süß, für die er die Festung in der Brandung ist. Das Wortspiel zwischen den Namen beider finde ich auch sehr cool und gelungen, was eine gewisse Ambivalenz erahnen lässt.

Den Schreibstil der Autorin finde ich sehr angenehm, man kann das Buch wunderbar flüssig lesen. Es gab viele spannende Passagen, die ich richtig toll beschrieben fand und welche die Lesezeit für mich verschönerten. Dieses ist ein Buch, dass man am Besten in einem Rutsch lesen sollte, ich hing immer an den Seiten, so dass eine Pause manchmal schwer umsetzbar war.

Faith – Seelenlos von J. K. Bloom ist meiner Meinung nach ein gelungener Auftakt der zweiteiligen Dystopie. Die Gestaltung des Covers, die Grundidee und die Gestaltung eines anderen Edinburgh in einer anderen Zeit sowie die überwiegend authentischen Protagonisten konnten mich überzeugen. Kleine Unstimmigkeiten sowie die Sprunghaftigkeit und Naivität der Protagonistin zu Beginn fand ich teilweise nicht nachvollziehbar, aber das machte der schöne Schreibstil der Autorin sowie die anhaltende Spannung im Buch wieder wett. Im Großen und Ganzen hat es mir gut gefallen und ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung, weswegen ich es mit Tauchgenuss bewerten möchte; ich kann es Dystopie-Fans wärmstens empfehlen.

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

bestimmung, fantasiereich, fantasy; jugendbuch, liebe, prophezeiung

Die Sternenbraut: Roman (Unter dem Weltenbaum 1)

Sara Douglass
E-Buch Text: 388 Seiten
Erschienen bei Piper Fahrenheit, 02.01.2018
ISBN 9783492984034
Genre: Fantasy

Rezension:

Als ich den Klappentext dieses Buches kurz überflog, war mein Interesse sofort geweckt, weswegen ich es beim Piper Verlaganfragte. Vielen dank für das Rezensionsexemplar!*

Zunächst muss ich sagen, dass ich froh bin, den Klapptentext nicht genau studiert zu haben, weil ich etwas ganz anderes erwartet hätte, als das Gelesene. Für diejenigen, die es trotzdem interessiert, führe ich den Klappentext unten noch einmal auf.

Schon ab den ersten Zeilen war ich total gefangen in der Welt von Sara Douglass, obwohl ich noch kein Buch von der Autorin kannte. Daher fiel mir der Einstieg nicht schwer, im Gegenteil, mit jedem Kapitel und den damit enthaltenen Erklärungen fand ich mich rasch in den Geschehnissen zurecht. Die mittelalterlich angehauchte Welt von Achar mit ihren Völkern und den seltsamen Wesen, die diese Welt zu bedrohen scheinen, sowie der damit einhergehenden und immerwährenden Düsternis gefiel mir sehr gut! Ich empfand die Erklärungen weder als zu ausschweifend noch als zu erdrückend aufgrund ihrer Dichte. Sie waren genau nach meinem Geschmack und akkurat formuliert, so dass es richtig Spaß machte, mehr über die Ereignisse, die Rolle der jeweiligen Personen und Institutionen usw. zu erfahren. Hätte ich den Klappentext vor der Lektüre genauer gelesen, hätte ich vermutlich die Liebesgeschichte im Zentrum des Ganzen erwartet. Zum Glück war dem nicht so, sie verlief eher nebenher und die bedrohlichen Aspekte standen im Fokus der Geschichte.

Die Protagonisten empfand ich als überwiegend authentisch: Axis der Axtherr gefiel mir ganz gut als ein junger, ambitionierter, aber erfolgreicher Anführer zahlreicher Truppen des Seneschalls. Sein Halbbruder Bornheld hingegen empfand ich als weniger sympatisch, nicht nur aufgrund seines Hasses und seiner Rivalität Axis gegenüber, sondern seines allgemeinen Auftretens wegen. Faraday wirkt im ersten Moment sehr naiv, unschuldig und unerfahren, was sich aber im Laufe des Buches ändert. Sie entwickelt sie zu einer tollen, verantwortungsbewussten jungen Frau, die bereit ist ihre Liebe zu opfern. Auch die Wächter Ogden, Veremund, Yr und Jack finde ich toll, teilweise sehr amüsant auch, weil sie sich wie alte Ehepaare gestritten haben und die ernste Lage dadurch ein wenig auflockerten.

Ich sagte ich empfinde sie als überwiegend authentisch, da ich die Zwischenmenschlichen Entwicklungen nicht ganz nachvollziehen konnte. Die Liebe zwischen Faraday und Axis entwickelte sich zu rasch, sie war plötzlich einfach da, so dass ich mich fragte ‚Wann ist das passiert?‘. Auch die Akzeptanz der Protagonisten, sich ihren wichtigen Aufgaben zu beugen und alles bisher als wahr geglaubte einfach zu vergessen, fand ich auch nicht immer nachvollziehbar.

Der Schreibstil der Autorin gefiel mir sehr gut, sie verwendete eine altertümliche Sprache, die der Welt von Achar sehr angemessen ist. Zwischenzeitlich wechselten die Perspektiven, was die Spannung zusätzlich steigerte und das Pausieren beim Lesen erschwerte.

Die Sternenbraut von Sarah Douglass hat mir im Allgemeinen ganz gut gefallen nicht nur aufgrund der spanenden Thematik, sondern auch dank der überwiegend authentischen Protagonisten und dem tollen Schreibstil der Autorin. Teilweise konnte ich einige zwischenmenschliche Entwicklungen zwar nicht immer nachvollziehen, aber das hat der Geschichte nichts abgetan; ich empfand es zwischendurch lediglich als leicht verwirrend. Alles in Allem war es eine gute Mischung aus Informationen zu den jeweiligen Geschehnissen/Orten/Personen, der Entwicklung des großen Ganzen und der Liebesgeschichte, die nebenher noch lief. Ich würde aus dem Bauch heraus sagen: Es ist eine Mischung aus Game of Thrones, Thor und König Artus. Also mega spannend! Aus diesem Grund kann ich es Fantasy-Fans wärmstens weiterempfehlen und bewerte es mit Tauchgenuss.

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26 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

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Harry Potter and the Prisoner of Azkaban: The Illustrated Edition

Joanne K. Rowling
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Arthur A. Levine Books, 03.10.2017
ISBN 9780545791342
Genre: Sonstiges

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38 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 22 Rezensionen

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Einmal im Jahr für immer

Sarah Ricchizzi
Flexibler Einband: 344 Seiten
Erschienen bei epubli, 29.08.2017
ISBN 9783745015140
Genre: Romane

Rezension:

Ich erhielt das eBook von der lieben Sarah als Rezensionsexemplar, als ich ihr gegenüber äußerte, dass ich es gerne lesen und rezensieren möchte. Vielen dank an dieser Stelle an die Autorin!*
Der Einstieg fiel mehr leicht, da ich bereits nach den ersten Zeilen schon richtig in den Geschehnissen gefangen war. Eine sehr traurige und bedrückende Atmosphäre hängt das ganze Buch über in der Luft, so dass sich mein Herz dementsprechend schwer anfühlte, je mehr ich las. Die Protagonisten finde ich wunderbar und authentisch: Ich konnte mich in Maths Verzweiflung und Ratlosigkeit relativ gut hineinversetzen, wobei ich über seine Entscheidung, den Zeitpunkt, in dem er diese fasste sowie die Wege in denen er versuchte sich zu erklären, ein bisschen schockiert und unglaublich traurig war. Auch konnte ich Amelies Trauer und Resignation gut nachempfinden, die besonders bedrückend rüber kamen und mich dementsprechend auch sehr berührten. Vor allem die ständige Frage nach dem ‚Warum‘ und die Suche nach der Schuld in sich selbst war Herz zerreißend für mich. Der Clown war wunderbar: Auch ihn konnte ich in gewisser Weise verstehen und finde seine Rolle in dem Buch einfach nur wow. So erfrischend sein Auftauchen, so verrückt sein Humor und so unmöglich seine Vorstellungen von Spaß auch sind, so unglaublich rührend war seine Vergangenheit und seine Verbindung zu dem verstorbenen Math. Ich glaube an Schicksal und diese Zusammensetzung aus Figuren, die sich zu bestimmten Situationen über den Weg laufen, DAS hatte tatsächlich etwas von Schicksal in sich. Einfach unglaublich, unglaublich traurig, unglaublich schön.
Die Themen die in diesem Werk angesprochen werden, Depression und Trauer, erleben viele Menschen in ihrem Leben, auch ich gehörte einmal dazu. Von daher denke ich, dass viele Leser sich in die Personen gut hineinversetzen und ihre Gefühle gut nachempfinden können. Ich habe ebenfalls gelegentlich einige Ereignisse aus meinem Leben Revue passieren lassen, einfach weil ich genau verstand, was hinter so vielen Aussagen steckte. Das gefällt mir sehr an dem Buch, da es den Eindruck vermittelt, dass man nicht allein ist. Außerdem regt diese ernste Thematik ebenfalls zum Nachdenken an, was ich immer schön finde.
Den Schreibstil der Autorin finde ich sehr angenehm und manchmal, wenn ernste, tiefgründige Gedanken thematisiert wurden, empfand ich es sogar als ein wenig poetisch. Das Buch wurde gelegentlich in Form von Briefen geschrieben, was ich sehr interessant und sehr gelungen finde, weil die Geschichte dadurch auch an Dynamik gewann. Aber das waren auch die Stellen im Buch, die mich am emotionalsten stimmten, ich habe am Ende Rotz und Wasser geheult.
Einmal im Jahr für immer von Sarah Ricchizzi ist ein unglaublich tolles und gelungenes Buch! Sarahs Worte gehen mitten ins Herz, berühren mich in so weiten Tiefen, die ich versteckt glaubte, die sie aber erreichte und mich an alte Wunden erinnerte. Der Nachhall bleibt bei mir sicherlich noch eine Weile, das weiß ich jetzt schon, aufgrund der ernsten Thematik und den Erinnerungen aus meiner eigenen schwierigen Zeit, die es in mir wieder wach rief. Uff, was für ein Buch, ein neues Lieblingsbookie, das seinen ganz eigenen Platz in meinem Herzen haben wird, das ich mit Tauchliebe bewerte. Danke Sarah, für Amelies Geschichte, sie ist in vielerlei Hinsicht überwältigend.

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286 Bibliotheken, 12 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

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A Court of Mist and Fury

Sarah J. Maas
Fester Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Bloomsbury USA Childrens, 03.05.2016
ISBN 9781619634466
Genre: Fantasy

Rezension:  
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791 Bibliotheken, 9 Leser, 2 Gruppen, 128 Rezensionen

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Die Dreizehnte Fee - Entzaubert

Julia Adrian
Buch: 220 Seiten
Erschienen bei Drachenmond Verlag GmbH , 28.10.2015
ISBN 9783959911320
Genre: Fantasy

Rezension:

Nach der Lektüre des ersten Bandes, muss ich immer die anderen beiden Bücher hinterher lesen, so auch dieses Mal. Denn in diesem Teil wird es noch spannender als zuvor, da man teilweise die Hintergründe kennen lernt, wodurch sich die Entwicklungen der noch lebenden Feen besser erschließt. Die naive Beteuerung Liliths, sie und die anderen Feen seien Schwestern gewesen, weswegen ein Verrat unverzeihlich sei, sowie die Bedeutung hinter den Geschehnissen werden in diesem Band besser verständlich.
Immer wieder blicken die Protagonisten in die Vergangenheit und erinnern sich an die Loyalität untereinander, die existiert hatte und wie sie zu den nach Macht strebenden ‚Hexen‘ wurden und gegen einander agierten. Diese Art des Erzählens gefiel mir während der Lektüre sehr gut, da ich mit jeder gelesenen Seite immer mehr das Gefühl hatte, dass sich die Puzzlestücke zusammenfügen, ich mich in die jeweiligen Figuren hineinversetzen und sie folglich auch besser verstehen konnte. Durch diese Rückblicke stieg auch stets die Spannung, weswegen ich es (fast) wieder in einem Rutsch durchlesen musste.
Lilith mag ich nach wie vor sehr, auch wenn sie im ersten Band naiv rüberkam, fand ich das nicht schlimm. Es hätte meiner Meinung nach nicht zu ihr gepasst, wenn sie den Menschen und sich selbst gegenüber härter gegenübergetreten wäre. Man bedenke ihren tiefsten Herzenswunsch, der durch ihre Naivität glaubwürdiger erscheint! Der Hexenjäger wurde mir immer mehr zum Rätsel, als wüsste er nicht was er wollte, obwohl es für alle (auch alle Figuren im Buch) eigentlich glasklar ist. Mit der dritten Person, die in diesem Teil eine besondere Rolle spielt, dem Goldkind Olga, war ich anfangs sehr streng, kann ihr Handeln aber in diesem Teil immer besser nachvollziehen und lockerte demnach mein Urteil über sie. Ich denke zwar immer noch, dass sie sich ‚umsonst‘ Hoffnungen macht, aber bedenkt man ihre Vergangenheit, würde ich vermutlich dasselbe tun wie sie.Die Dreizehnte Fee. Entzaubert von Julia Adrian ist meiner Meinung nach eine Steigerung des ersten Teils, offenbart sie nun unbekanntes Wissen, wodurch die jeweiligen Situationen der noch lebenden Feen verständlicher werden. Wieder beeindruckte mich die Autorin durch die wunderbaren Handlungsstränge, die ich als sinnvoll erachte, sowie mit den authentischen Protagonisten, die ich immer mehr ins Herz schließe. Mir graut es schon vor dem Ende, hat es schon immer bei jeder Lektüre, selbst wenn ich heute weiß, wie das Buch endet, empfinde ich immer noch ein bedrückendes Gefühl in mir, da die Geschichte bald (wieder) zum Schluss kommt. Aber bis es soweit ist, möchte ich Teil zwei dieser Reihe mit 5 Sternen bewerten, da es einer meiner Lieblingsbookies ist, dass ich immer wieder von Neuem lesen muss. Also wenn ihr Märchenadaptionen mögt, dann müsst ihr es unbedingt lesen. Wenn nicht: LESEN! JETZT!! LOS!!!

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524 Bibliotheken, 9 Leser, 2 Gruppen, 226 Rezensionen

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Das Erbe der Macht - Aurafeuer

Andreas Suchanek
E-Buch Text
Erschienen bei Greenlight Press, 30.09.2016
ISBN 9783958342170
Genre: Fantasy

Rezension:

Auf diese Reihe stieß ich dank Nicole Böhm, deren Chroniken der Seelenwächter ebenfalls im Greenlight Press erscheinen. Neugierig durch den Titel und das Cover der ersten Episode aus der ersten Staffel, kaufte ich mir vor Monaten das eBook. Erst jetzt komme ich dazu es zu lesen und war sehr gespannt auf die Welt, die Andreas Suchanek erschaffen hat.
Zu Beginn der Geschichte fand ich mich in den Gedanken des männlichen Protagonisten Alex wieder, der enttäuscht, ja verzweifelt in die Nacht hinaus schrie und von einer Sekunde auf die Andere eine Veränderung in seinem Inneren wahrnimmt. Er hatte bis dahin wirklich einen mehr als schlechten Tag verbracht, so dass er alle möglichen Gefühle, von Enttäuschung, Verzweiflung, Verwirrung, Angst bis Unglaube, Ablehnung usw. durchmachen muss, bis er auf die weibliche Protagonistin, Jen, trifft. Sie ist vom ersten Augenblick an nicht sehr angetan von ihrem neuen zukünftigen Partner, was ich in dem Moment aber relativ gut nachvollziehen konnte. Da sie gerade ihren alten Partner in der letzten Mission verloren hatte, fiel ihr der Gedanke ein Ersatz zu erhalten nicht leicht. Beide Figuren empfinde ich als authentisch und glaubwürdig sowie kann mich in ihre jeweiligen Gefühlslagen gut hineinversetzen.
Den Einstieg in die Geschichte empfand ich als sehr angenehm, brauchte aber wie Alex ein bisschen Zeit, um mich in der großen Menge an Informationen erst einmal selbst zurechtzufinden. Das zeigt lediglich die Komplexität der gesamten Welt an sich, was mir sehr gefällt, aber wie gesagt, anfangs musste ich mich erst einmal selber in den Geschehnissen zurechtfinden. Das tut der Geschichte aber nichts in Punkto Lesefluss ab, sondern, im Gegenteil, es erhöhte bei mir eher die Spannung während der Lektüre. Die Idee vom ‚Erbe der Macht‘ finde ich richtig spannend sowie überzeugend; ich bin gespannt inwiefern sich diese Idee in den folgenden Episoden noch entwickeln wird! Die Erzählperspektive wechselt zwischen der Sicht von Alex, dem Rat der Lichtkämpfer und dem dunklen Rat, was zusätzlich die Spannung steigert und die Dynamik damit fördert.
Die Tatsache, dass Johanna von Orléans (bzw. Jeanne d’Arc, die Jungfrau von Orléans) sowie Leonardo da Vinci bedeutende Plätze in der Episode einnehmen, ließ mein Historiker-Herz höher schlagen und sorgte für zusätzliche Begeisterung beim Lesen. Das fand ich einfach sehr cool! Zudem empfand ich den Umgang der einzelnen Figuren miteinander als sehr familiär und auch sehr humorvoll, was mir zusätzlich sehr zusagt.
Das Genre (Urban Fantasy) kann insofern Nachteile mit sich bringen, als es den Leser an die Eine oder Andere bereits existierende Story erinnern kann, so auch bei mir. Ich fühlte mich in der ersten Hälfte der Geschichte einige Male an andere Bücher erinnert, aber ich weiß auch, dass man das Rad eben nicht neu erfinden kann. Auch bin ich ein wenig skeptisch, was die (kommenden) Episoden und Staffel(n) anbelangt, weil ich bis jetzt die Erfahrung gemacht habe, dass je länger die Serie wird, die Spannung und Dynamik nicht immer gehalten werden kann, sie teilweise sogar leider reduziert werden. Aber dieses ist u.a. ein weiterer Grund weiterzulesen und zu schauen, ob der Autor es nicht anders macht und die Leser weiterhin an die Seiten fesselt.
Das Erbe der Macht. Aurafeuer von Andreas Suchanek hat mir bezüglich der authentischen Figuren, in die ich mich gut hineinversetzen konnte sowie auch der Welt und der Geschichte gut gefallen und ist meiner Meinung nach ein gelungener Auftakt dieser Urban-Fantasy-Reihe. Ich hatte unterhaltsame Stunden mit der ersten Episode, nicht zuletzt dank gewisser historisch bedeutender Persönlichkeiten, die in den Verlauf der Geschichte eingebaut wurden, dem vertraut familiären Umgang der Lichtkämpfer miteinander sowie auch dem wunderbaren Humor, der dauerhaft die Seiten begleitete. Ich freue mich auf die Fortsetzung trotz gewisser Bedenken, was die künftigen Episoden und Staffeln anbelangt und ob die Spannung weiterhin gehalten werden kann!

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1.195 Bibliotheken, 14 Leser, 4 Gruppen, 220 Rezensionen

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Die Dreizehnte Fee - Erwachen

Julia Adrian , Svenja Jarisch
Flexibler Einband: 212 Seiten
Erschienen bei Drachenmond Verlag GmbH , 05.10.2015
ISBN 9783959911313
Genre: Fantasy

Rezension:

Das Buch kaufte und las ich erstmals vor zwei Jahren im November und habe es bis heute nicht rezensiert. Ein erneutes Abtauchen in diese Märchenwelt ist endlich ein angemessener Anlass, nachträglich eine Kurzrezension zu diesem Buch zu verfassen.

Schon mit den ersten Seiten, hatte mich die Geschichte vollends in ihren Bann gezogen. Das Geheimnis, welches die Dreizehnte Fee umgab, war zu Beginn schon ein großes Mysterium, das es zu lösen galt. Erwacht aus ihrem Dornröschenschlaf und getrieben von Rache gegen jene, die sie in diesen Schlaf verfallen ließen, lernte ich die Dreizehnte Fee kennen. Sie klammerte sich von Anfang an an ihren Herzenswunsch, das sie nicht bereit war aufzugeben und hielt jeglichem Spott von Anderen Stand. Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen und mag sie sehr. Ihr Herzenswunsch rührte mich, denn es ist im Prinzip das, wonach wir alle uns sehnen, das reinste aller Wünsche. Auch ihre Rachsucht konnte ich nachvollziehen, zumindest aus einem gewissen Standpunkt aus, und verfolgte ihren Weg gespannt. Ihr Begleiter ist ausgerechnet ein Hexenjäger, der (seiner Meinung nach) die Fee nur als Mittel zum Zweck nutzen wolle, seine Taten ihn aber teilweise in einem ganz anderen Licht zeigten. Ich muss gestehen, ein kleines bisschen schwärmte ich auch für ihn während der Lektüre, als ich ihn näher kennen lernte und über seine Vergangenheit erfuhr.

Der Schreibstil von Julia Adrian ist wahrlich zauberhaft. Die Einbindung von Zitaten bzw. Redewendungen, die man aus den verschiedensten Märchen kennt, unterstreichen die Geschichte an sich auf ganz wunderbare Art. Es passierte mir jetzt schon zum dritten Mal, dass ich das Buch in einem Zug durchlesen musste. Ich konnte einfach nicht anders und bei knapp 200 Seiten geht das ganz fix und gut. Die bildhaften Darstellungen sowie die schönen Illustrationen, die teilweise im Buch vorhanden sind, runden das Gesamtbild für mich wunderbar ab.

Alles in Allem liebe ich Die Dreizehnte Fee. Erwachen von Julia Adrian schon seit der ersten Lektüre. Die Tatsache, dass es ein Buch ist, das ich immer Mal wieder aus dem Regal nehmen, darin Blättern und/oder es lesen werde, sind für mich ganz eindeutige Charakteristika für ein Lieblingsbookie. Ich werde auch gleich die anderen beiden Bücher hinterher lesen, das muss jetzt einfach sein 

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22 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

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Harry Potter and the Chamber of Secrets: Illustrated Edition (Harry Potter Illustrated Editi) by J.K. Rowling (2016-10-04)

Joanne K. Rowling
Fester Einband
Erschienen bei Bloomsbury Childrens, 01.01.1748
ISBN B01MTN778B
Genre: Sonstiges

Rezension:

After I was so impressed and bewitched by the illustrated edition of the first Harry Potter book, I had to continue reading and admiring the second edition of the series. Again Jim Kay did excellent work with the drawings and illustrations that the reader can find in this edition. Although I must confess that whilst reading I had the impression there're less pictures than in the first book (sorry the kid inside of me is speaking :p ).

Reading the second book of J. K. Rowlings masterpiece was like coming home again: And it was exactly that, because Hogwarts really feels like home, no matter how often I read the books! It was great pleasure meeting Harry, Ron and Hermione again, laughing about and also with the Weasley's and rediscovering new adventures in the second schoolyear of Harry's. Finally, one of my favourite creatures/characters of the story appeared: Dobby. I love the houself, I love his dedication to protect Harry and also his loyalty towoards him, although he has other masters he hast to serve. I cannot say the same about Professor Gildoroy Lockhart, a very amusing and funny man, which I could not always take seriously. But then again, the book wouldn't be as amusing and entertaining as it is without him.

You will find that I will only truly have left the school when none here are loyal to me. You will also find that help will always be given at Hogwarts to those who ask for it.

Like the first edition I also adore this illustrated version with its convenient pictures, which are sometimes even a bit scary because of certain dark creatures. In my opinion, it's suitable for young readers because the images can help or improve their imagination of the scenes, too. Again it deserves the best rating not only for the story itself but also for the incredible illustrations.

Fazit (deutsch)

Die illustrierte Ausgabe von Harry Potter and the Chamber of Secrets von J. K. Rowling ist genauso besonders und schön aufgearbeitet wie sein Vorgänger. Wieder waren wunderschöne Illustrationen darin zu finden, die die Geschichte sehr schön in Szene setzen. Eine meiner liebsten Figuren, Dobby, erscheint hier erstmals und ist der treue, loyale Freund Harrys, obwohl er anderen Herren dienen muss. Ich liebe dieses wunderbare Wesen! Ich halte an meiner Überzeugung, dass es wunderbar zum Vorlesen geeignet ist, fest und möchte wieder die bestmögliche Bewertung vergeben. Einfach ein wunderbares Buch mit wunderschönen Illustrationen!

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20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

buchheim, fantasy

Dunkelfall

Robert & Sarah Glas , Sarah Glas
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Buchheim Verlag, 25.09.2017
ISBN 9783946330028
Genre: Fantasy

Rezension:

Zu Beginn wurde ich in eine düstere Welt geworfen, die durch einen nicht enden wollenden Sturm noch mysteriöser auf mich wirkte. Das erste Kapitel wurde aus der Sicht der Protagonistin Cara beschrieben, die sich auf der Flucht vor dem 'Mann im Blau' befand. Darauf folgte ein Abschnitt aus der Sicht Liams, der Cara findet und sich ihrer annimmt. Im weiteren Verlauf der Geschichte brauchte ich etwas Zeit, um mich in den Geschehnissen sowie der Welt zurecht zu finden und zu orientieren, wobei mir einige Passagen teilweise als etwas zu lang vorkamen, meine Aufmerksamkeit leider zwischendurch abschweifte, so dass ich das Buch beiseite legte. Dieses erschwerte mir im ersten Drittel des Buches leider die Lektüre ein wenig.
Aber die vielen Fragen, die ich bereits von Anfang an in meinem Kopf hatte, konnten mich dann doch packen und ich verfolgte gespannt die folgenden Ereignisse. Besagte Fragen wurden nicht sofort bzw. teilweise nicht in diesem Band beantwortet, so dass die Spannung während der Lektüre relativ aufrecht gehalten werden konnte, sich zum Ende hin sogar steigerte.
Die Protagonisten empfand ich beide als spannend und sehr geheimnisvoll: Beide haben ihre Geheimnisse, ihre Dämonen und ihre Ängste, die sie bewältigen wollen und sich ihnen daher stellen. Cara, die versucht sich an ihre Vergangenheit, ja sich ihrer selbst zu erinnern, hat Bruchstücke von 'Erinnerungen' (wenn ich es so nennen kann), die sie zusammenzuflicken sucht, die sie trotz ihres Misstrauens Liam gegenüber antreiben und ihr ein vages Ziel geben. Ihre Angst, Verzweiflung und Verwirrung, aber auch Beharrlichkeit und Mut empfand ich als überwiegend nachvollziehbar. Insbesondere ihre Angst vor dem 'Mann in Blau' spürte ich selbst und hatte immer eine Gänsehaut, sobald wieder die Rede von ihm war. Ich war sehr stolz auf Liam, der sich getraut hat sich seiner Vergangenheit und demnach seiner Furcht zu stellen, wenn ich es auch zu bezweifeln wage, dass er dieses ohne Cara nicht geschafft hätte. Beide erschienen mir als sehr interessante, mysteriöse und überwiegend authentische Figuren. Bei einer Person, Sophie, wusste ich bis zum Ende nicht genau, was ich von ihr halten soll: Sie erschien mir so undurchschaubar und hinterließ jede Menge Fragezeichen in meinem Kopf. Spontan musste ich an 'Professor Umbridge' von Harry Potter denken, aber nicht aufgrund ihrer Grausamkeit (an die man vermutlich bei besagter Figur als erstes denken würde), sondern vielmehr wegen ihrer Erscheinung und ihrer Wirkung auf Andere.
Die Kapitelüberschriften gefielen mir sehr, welche in Stichworten auf die kommenden Ereignisse vorbereiteten, auf bestimmte Orte verwiesen, gewisse Gefühle ansprachen usw. Ein sehr geschicktes und schönes Mittel der Autoren, das mir gefallen hat und das die Spannung während der Lektüre steigerte. Auch mochte ich den Schreibstil der beiden Autoren, der flüssig und unkompliziert war und die Lektüre somit angenehm für mich gestaltete. Die düstere, mysteriöse Stimmung zog sich durch das gesamte Buch hindurch, auch als die beiden Figuren erkannten, dass sie durch gewisse Umstände und/oder Aspekte eine Verbindung zu einander haben. Spannend und zum Ende hin packend!
Dunkelfall. Die Verlorenen von dem Autorenduo Robert und Sarah Glas hat mir im Großen und Ganzen gefallen, wenn auch ich sagen muss, dass ich mich am Anfang ein wenig schwer getan habe. Einiges kam mir leider etwas lang gezogen vor, aber die Geschichte mit dem düsteren Setting, den überwiegend authentischen Charakteren, vor allem aber die Grundidee an sich konnten mich dann zum Glück doch noch packen, so dass die restlichen zwei Drittel des Buches mich doch überzeugen konnten. Ein spannender Auftakt auf deren Fortsetzung ich gespannt bin und das durchaus eine Empfehlung für (Urban-) Fantasy- Fans Wert ist.

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254 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 56 Rezensionen

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Der verwunschene Gott

Laura Labas
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Drachenmond Verlag GmbH , 05.10.2017
ISBN 9783959913348
Genre: Fantasy

Rezension:

Ich erhielt das eBook von der Autorin als Vorableseexemplar kurz vor der Erscheinung und war schon sehr erpicht darauf, etwas Neues von ihr zu lesen. Sie ist eine der Autorinnen, bei denen ich gar nicht den Klappentext lesen muss, ich kaufe das Buch einfach, weil sie eine großartige Autorin ist! 
Zu Beginn wurde ich mit einem kleinen Mädchen, das mich spontan an Rotkäppchen erinnerte, sowie dem bösen Wolf in einer düsteren Welt konfrontiert, die teilweise von Hoffnungslosigkeit gleichzeitig aber auch von Hoffnung und hohen Erwartungen an die Zukunft gefüllt war. Diese Welt zog mich regelrecht in ihren Bann, da die Figuren, die hier in Erscheinung treten, sehr interessant und auch sehr geheimnisvoll sind. Da wäre beispielsweise die Protagonistin Morgan zu nennen, die sehr jung aber für ihr Alter sehr tough und schlagfertig ist. Ihre Entwicklung beobachtete ich mit großem Interesse und bin richtig begeistert, wie sie es geschafft hat, trotz vieler harter Rückschläge den Mut und die Hoffnung nicht zu verlieren, weiter zu machen, zu kämpfen und sich nicht unterkriegen zu lassen. Gerade in einer Welt, in welcher Frauen nicht als gleichwertig angesehen werden, versteht sie es sich immer wieder zu beweisen und Herausforderungen gut zu meistern. Eine wirklich tolle Figur, die ich bis zum Ende der Lektüre bewundert habe!
Neben vielen unscheinbaren Charakteren, die nur kurz auftreten, aber nicht weniger interessant sind, darf der Leser ebenfalls die Bekanntschaft mit dem illegitimen Thronfolger sowie dem legitimen Prinzen machen, die im Laufe des Buches eine große Bedeutung einnehmen. Jeriah, der Sohn des Usurpators von Yastia, ist stets wachsam, da er (zu Recht) ein Attentat befürchtet und zudem ein Geheimnis hat, das niemand erfahren darf. Eine wirklich sehr spannende und gut ausgearbeitete Figur, auf deren Rolle ich in den Folgebänden gespannt bin. Genauso erging es mir bei Aithan, dem legitimen Prinzen, der im Exil lebt und einen Weg zu finden sucht, seinen Thron zurück zu erhalten. Er ist jemand, den ich als ‚mittelalterlich‘ bezeichnen würde, was seine Einstellung zu Frauen angeht, aber auch er entwickelt sich zu einer sehr beachtlichen Person weiter, von dem ich kaum erwarten kann, mehr zu lesen. Cael hat mir mehrmals einen Schauer über den Rücken laufen lassen durch seine düstere, geheimnisvolle und auch ein wenig unberechenbare Art. Rhea hingegen ist ein sehr sanftes und reines Mädchen, die dank dem Wächter, der auf sie aufpasst, kein ganz so verzweifeltes Dasein in ihrer Zelle fristen muss. Das Buch ist als gefüllt mit sehr schönen und vor allem authentischen Charakteren, die die unterschiedlichsten Gefühle in dem Leser erwecken.
Der Schreibstil Lauras ist unglaublich schön: Die Beschreibung der von ihr erschaffenen Welt wirkte teilweise sehr kunstvoll auf mich und ließ mich zeitweise sehr erstaunt inne halten. Auch versteht sie es mit ihren spannenden Beschreibungen den Leser wahrhaftig bis zum Ende an die Seiten zu fesseln.
Die Perspektiven wechselten gelegentlich, so dass man aus der jeweils unterschiedlichen Sicht die Gefühle und Gedanken einer Person in Erfahrung bringen und meiner Meinung nach auch gut nachvollziehen konnte. Auch führte diese Eigenschaft dazu, dass der Leser in verschiedene Orte in unterschiedliche Settings eingeführt wurde. Eine Karte wäre in so einem Fall immer sehr hilfreich für mich, aber ich habe gehört, dass es im Print eins geben soll; diese Bemerkung also nur am Rande.
Zwischendurch gab es eine ‚Pause‘ zwischen den Kapiteln, die durch kleine Zitate getrennt wurden. Diese Zitate erinnerten mich ebenfalls an unterschiedliche Märchen, was ich als Idee an sich sehr cool finde.
Der Auftakt von Der verwunschene Gott: von Göttern und Hexen von Laura Labas konnte mich überzeugen und nagelte mich trotz Krankheit bis zum Ende an den Reader fest. Die authentischen und gut ausgearbeiteten Protagonisten, die düster angehauchte Welt und Geschichte als Ganzes sowie der unvergleichliche Schreibstil der Autorin haben es mir enorm schwer gemacht, aus dieser Welt freiwillig wieder aufzutauchen. Für mich ist es mal wieder ein Lieblingsbookie von einer meiner Lieblingsautorinnen und gehört deswegen ganz klar in die Kategorie Tauchliebe. Zusätzlich küre ich dieses Buch zu meinem Monats-Highlight, das mal wieder großartige Unterhaltung geboten hat. Ich liebe es einfach und bin der Meinung, dass alle es lesen müssen. Ich werde es definitiv nochmal lesen!

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