utaechl

utaechls Bibliothek

303 Bücher, 237 Rezensionen

Zu utaechls Profil
Filtern nach
303 Ergebnisse
Wähle einen Buchstaben, um nur die Titel anzuzeigen, die mit diesem beginnen.



LOVELYBOOKS-Statistik

(1)

1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

heilung, vorlesen, krankheit, kinderbuc

Lena liest ums Leben

Manfred Mai
Fester Einband: 140 Seiten
Erschienen bei fabulus Verlag, 03.02.2017
ISBN 9783944788425
Genre: Kinderbuch

Rezension:


Ein Kinderbuch, das Hoffnung gibt und Kindern, die sich mit dem Thema Krankheit von Familienangehörigen auseinandersetzen müssen, helfen kann.


Inhalt:
Die elfjährige Lena muss hilflos mit ansehen, wie ihr Vater krank wird, lange im Krankenhaus bleiben muss und schließlich zuhause gepflegt wird. Ein Hoffnungsschimmer zeigt sich, als Lena ein Buch findet, durch dessen Vorlesen sie ihren Vater möglicherweise retten kann. Sie darf allerdings niemandem davon erzählen, keine leichte Aufgabe, die sie ihrem Vater zuliebe jedoch gerne annimmt.


Setting und Stil:
Ein unvorhersehbarer Zwischenfall und schon kann das gesamte Leben auf den Kopf gestellt werden. So passiert es Lena und ihrer Familie. Ihr Vater wird krank, die Ärzte können die Krankheit nicht identifizieren und so scheint er langsam dem Ende entgegen zu vegetieren. Eine Situation, die man keinem Kind, bzw. niemandem wünschen würde. Umso wichtiger ist es, den Umgang damit darzustellen. Die schulischen Leistungen leiden, es ist nichts mehr wichtig als die Zeit mit dem Vater und das Reinsteigern in die eine rettende Idee bietet eine Lösung und die Möglichkeit, alles zu verarbeiten.
Die Geschichte wird aus Lenas Sicht erzählt, der wir als Beobachter folgen.


Charaktere:
Lena ist eine ganz normale Elfjährige, die eine Extremsituation erleben muss und mit ihr umzugehen lernt. Natürlich ist nicht nur sie davon betroffen, sondern ihr gesamtes Umfeld.
Hervorragend dargestellt wird der Vater, der immer weniger zu werden scheint.
Die Mutter ist, da sie von dem Sinn des Vorlesens nichts erfahren darf, etwas außen vor, muss sich natürlich gleichzeitig um alles Familiäre kümmern.
Eine starke Familie, der eine harte Zeit bevorsteht, die sie nur näher zusammenrücken lässt.


Geschichte:
Neben der Hauptgeschichte rund um die Erkrankung des Vaters und der Lösung, wie man sie besiegen kann, gibt es die Handlung des von Lena vorgelesenen Buches. Es geht um Franziska, Nasrin und Fabrizio, in deren Nachbarschaft der Sonderling Martin Maier eingezogen ist. Da er so ganz anders als die anderen ist, haben sich schnell Gerüchte und Vorurteile über ihn gebildet. Doch schließlich zeigt sich, dass, wenn man hinter die Fassade schaut, einen Menschen entdecken kann, der nichts mit dem verbreiteten Bild zu tun hat.
Eine sehr tolle Geschichte, die für sich alleine schon gewirkt hätte, so aber dafür sorgt, dass man dem nächsten vorgelesenen Kapitel freudig entgegen fiebert.


Fazit:
Mir hat das Buch, seine Intuition und die gelungene Umsetzung sehr gut gefallen. Es gibt Hoffnung in einer schweren Situation, zeigt Lösungswege auf und bietet eigentlich zwei Bücher in einem. Trotzdem würde es mir glaube ich sehr schwer fallen, es an Kinder der Altersgruppe zu verschenken. Wäre ein Kind von der Situation betroffen, könnte die angebotene Vorleselösung vielleicht nicht der richtige Weg sein. Geht es um Kinder, deren Freunde vielleicht davon betroffen sind, so hilft es allerdings dabei, das eine oder andere seltsame Verhalten zu erklären und kann wahrscheinlich sogar für Verständnis sorgen. Da es wahrscheinlich nicht viele Bücher gibt, die sich mit diesem schweren Thema auseinander setzen, sei es jedem empfohlen, sich selbst ein Bild zu machen in wieweit es für die jungen Leserinnen und Leser geeignet sein könnte.

  (0)
Tags: heilung, kinderbuc, krankheit, vorlesen   (4)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(2)

7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

londo, fantasy, trilogie

Der Glasmagier (Die Papiermagier-Serie 2)

Charlie N. Holmberg
E-Buch Text: 240 Seiten
Erschienen bei AmazonCrossing, 07.02.2017
ISBN 9781477809723
Genre: Sonstiges

Rezension:


Der zweite Teil der Papiermagier-Serie konnte mich überzeugen. Papier- und Glasmagie treffen aufeinander und ihr Kampf gegeneinander führt die Handlung des ersten Teils spannend weiter.


Inhalt:
Ceonys Ausbildung bei ihrem Lehrer, dem Papiermagier Emery Thane, gerät schnell in den Hintergrund, nachdem ihr Erzfeind, der Glasmagier Grath Cobalt, auftaucht und Rache zu nehmen versucht. Um sich und ihre Lieben zu retten, bleibt ihr nichts anderes übrig, als den Kampf anzunehmen, auch wenn ihre Ausbildung noch lange nicht beendet ist.


Setting und Stil:
Charlie N. Holmberg ist es gelungen, eine sehr interessante Welt voller materialbezogener Magie zu erschaffen, in der man sich sofort zurecht findet und deren Bann man gerne erliegt. Die Handlung ist hauptsächlich in London Anfang des 20. Jahrhunderts angesiedelt.
Die Magier sind eher eine Seltenheit und jeweils auf eine Materialart beschränkt. Ceony lernt mit Papiermagie umzugehen, es geht also viel ums Falten und Schneiden von Papier. Andere Magieformen spielen natürlich auch eine Rolle und man bekommt als Leser einen sehr guten Einblick in diesen Teil der Welt, der sich nahtlos in das restliche Leben einfügt.
Wir schauen Ceony, Emery und einigen anderen Charakteren als Beobachter über die Schulter und bekommen so verschiedene Seiten der Handlung präsentiert.


Charaktere:
Ceony ist eine Magieschülerin, mit der man gerne die Abenteuer des Buches durchlebt. Sie unterscheidet sich natürlich durch einiges von den anderen Schülern, ihre Beziehung zu ihrem Lehrer sorgt für einige rotwangige Momente und ihr Mut und die gehörige Portion Selbstüberschätzung lassen den Kampf gegen ihren größten Gegner nur noch realer werden.
Emery ist als ihr Lehrer der ruhige Pol der Handlung, der es mit seiner Schülerin manchmal gar nicht so leicht hat.
Ceony wird unterstützt durch ihre Freundin, die angehende Glasmagierin Delilah, die ihr einen Einblick in die Gedankenwelt ihres Gegners ermöglicht.
Grath, dem Ceony im ersten Teil eine schwere Niederlage zugefügt hat, kehrt zurück und versucht nun, sich an ihr und ihrem Umfeld zu rächen. Er hat neue, gefährliche Unterstützung mitgebracht, die dafür sorgt, dass einem die spannende Lesemomente nicht ausgehen. Ein gebührender Gegner, mit dem sich eigentlich die Erwachsenen beschäftigen sollten, doch diese sind, wie es sich gehört, nicht immer auf der Höhe der Zeit.


Geschichte:
Zweite Teile eines Dreiteilers haben es immer schwer, umso schöner ist es, dass die Autorin es hier geschafft hat, eine äußerst spannenden Handlungsabschnitt zu schreiben, der für sich alleine stehen kann. Der Kampf übertrifft den des ersten Teils, lässt aber genug Raum für das nächste Buch. Ein Band, mit dem man ebenso gut neu einsteigen kann, wie sich an der Fortführung des erstens erfreuen kann.


Fazit:
Die Fantasygeschichte rund um den Glasmagier hat mir sehr gut gefallen. Interessante Charaktere und Handlung, ein spannendes Setting und eine neuartige Sorte Magie, deren Möglichkeiten es zu erforschen gilt. Die angedeutete Liebesgeschichte müsste ich nicht unbedingt haben, sollte aber für die doch wohl eher weibliche Zielgruppe perfekt passen. Für Fantasyfans, die Neues entdecken und sich in eine gelungene Parallelwelt in London Anfang des letzten Jahrhunderts versetzen lassen wollen.

  (0)
Tags: fantasy, londo, trilogie   (3)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(3)

15 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

krimi, berlin, thriller, band 1

Die letzte Farbe des Todes

Philipp Reinartz
Flexibler Einband
Erschienen bei Goldmann, 20.03.2017
ISBN 9783442486274
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(0)

5 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

hörbuch, finsterstein, mobbing, dav, berlin

Die Finstersteins - Teil 2: Einfach nicht totzukriegen

Kai Lüftner , Fréderic Bertrand , Kai Lüftner
Audio CD
Erschienen bei Der Audio Verlag, 10.03.2017
ISBN 9783742400512
Genre: Kinderbuch

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(2)

16 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

historischer krimi, verlag pro-talk

Das Geheimnis der Madame Yin

Nathan Winters
Buch: 400 Seiten
Erschienen bei Pro-Talk , 15.03.2017
ISBN 9783939990345
Genre: Historische Romane

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(63)

132 Bibliotheken, 12 Leser, 2 Gruppen, 49 Rezensionen

thriller, daniel cole, ragdoll, serienmörder, london

Ragdoll - Dein letzter Tag

Daniel Cole , Conny Lösch
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 27.03.2017
ISBN 9783548289199
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Ragdoll ist ein spannendes und überraschendes Erstlingswerk, das uns einen Detective präsentiert, der zum Mittelpunkt eines Falls wird, dessen Wurzeln in seiner Vergangenheit verwurzelt liegen. Packend geschrieben, spannend durch und durch, somit eine Leseempfehlung für Thrillerfans.


Inhalt:
Ein zusammengeflickter Leichnam wird gefunden, dessen einzelne Körperteile sechs Opfern zugeordnet werden können. Detective Wolf von der Londoner Polizei wird an den Tatort berufen, während seine Ex-Frau eine Liste mit sechs weiteren Namen erhält, die in den nächsten Tagen und Wochen ermordet werden sollen. Persönlich wird der Fall, als Wolf erfährt, dass sein Name als letztes auf der Liste vermerkt ist...


Setting und Stil:
London zeigt sich mal wieder von seiner regnerischen Seite, die perfekt zur trüben und düsteren Grundstimmung des Thrillers passt. Den Fall erlebt man hauptsächlich als Wolfs Sicht, wobei auch auf andere Charaktere gewechselt wird. Zeitsprünge in die Vergangenheit dürfen nicht fehlen, um als Leser das völlige Ausmaß dieses besonderen Falls nachvollziehen zu können.


Charaktere:
Detective Fawkes aka Wolf als sympatisch zu beschreiben, wäre wohl übertrieben. Man merkt, dass er schon einiges in seinem Leben durchgemacht hat und es viele bleibende Spuren gibt. Er ist ziemlich uneinschätzbar und kann von einem auf den anderen Moment ein völlig anderer sein. Trotzdem ist es spannend, mit der Zeit mehr über ihn zu erfahren und herauszufinden, wodurch er zu dem wurde, was er ist.
Eine Ex-Frau ist für einen Polizisten ja schon fast ein Muss. Als Journalistin steht sie auf der anderen Seite der Ermittlungen und wird natürlich auch mit in den Fall verstrickt, der ihrem Ex-Mann das Leben kosten könnte.
Die einzige andere Frau in Wolfs Leben ist eine Kollegin, für die er durchaus mehr als nur ein beruflicher Partner sein dürfte.
Der Täter, der lange nur durch seine Taten und Ankündigungen in Erscheinung tritt, ist genial bösartig. Gleichzeitig ist seine Motivation durchaus logisch nachvollziehbar.


Geschichte:
Der Fall fesselt von der ersten Begegnung mit der Ragdoll bis hin zum unausweichlichen Finale an Wolfs angekündigtem Todestag. Dazwischen liegen viele spannende Seiten, etliche überraschende Wendungen und eine rundum gelungene Geschichte, dich mich nicht loslassen wollte.


Fazit:
Daniel Coles gelungenes Debüt kann ich nur jedem Thrillerfan ans Herz legen, der gerne Romane mit etwas anderen Ermittlern lesen. Es ist Wolfs Geschichte und die führt halt auch an Orte, die selbst Wolf gerne vergessen und verdrängt hätte. Jäger und Gejagter schenken sich nichts und während die Zeit verrinnt, wird man als Leser immer tiefer in die Geschichte hineingezogen. Fast 500 Seiten fesselndes Leseerlebnis.
Gespannt bin ich, wie es nach so einem Buch mit Teil 2 weitergehen kann. Eine echte Herausforderung für den Autor.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(28)

58 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

alter, liebe, tod, frankreich, witwe

Und jetzt lass uns tanzen

Karine Lambert , Pauline Kurbasik
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Diana, 06.03.2017
ISBN 9783453291911
Genre: Liebesromane

Rezension:


Ein Buch über die letzte Liebe des Lebens, über Neuanfänge und die Reaktionen der Umwelt darauf. Liebevoll geschrieben, voller Lebenskraft. Ein Liebesroman zum dahinschmelzen.


Inhalt:
Marguerite hat vor kurzem ihren Mann verloren. Mit 78 Jahren muss sie sich nun alleine, unterstützt von ihrem Sohn Frédérique, durchs Leben schlagen. Eine völlig neue Situation für sie, da ihr Mann bisher alle Entscheidungen getroffen hat. Um zur Ruhe zu kommen, geht sie auf Kur und begegnet dort Marcel, der ebenfalls erst vor kurzem Witwer geworden ist. Ein Zusammentreffen, das für beide ein Neuanfang sein wird.


Setting und Stil:
Frankreich ist der ideale Ort für die Liebe, die zwischen der Notarswitwe und dem aus Algerien stammenden Tierpfleger zu blühen beginnt. Ihre anfängliche Trauer beherrscht bis zum Zusammentreffen die Handlung, die sich danach in eine zarte Liebesgeschichte entwickelt.
Karine Lambert schafft es perfekt die Lebenssituation beider in Worte zu fassen und sie realistisch und ohne Pathos zu beschreiben. Die Handlung ist aufgeteilt zwischen den beiden Charakteren und der Leser verfolgt parallel den Weg, der sie zusammen bringt.


Charaktere:
Marguerite muss nach dem Tod ihres Mannes erkennen, wie wenig sie doch zu ihrem gemeinsamen Leben beigetragen hat. Umso mehr die Chance, nun den Neuanfang zu versuchen und sich den Herausforderungen zu stellen, die ihr Mann bisher von ihr ferngehalten hat.
Marcel wurde ebenfalls von dem Tod seiner Frau ziemlich aus der Bahn geworfen. Er gibt sich die Schuld, dank eines Scrabblespiels nicht an ihrer Seite gewesen zu sein. Er hat einen völlig anderen sozialen Hintergrund als Marguerite und es ist spannend mitzuerleben, wie sie trotzdem füreinander geschaffen zu sein scheinen.
Beide haben Kinder, die unterschiedlicher kaum sein können. Während Marguerites Sohn gar nicht mit dem neuen Leben seiner Mutter zurecht kommt. unterstützt Marcels Tochter diesen liebevoll.


Geschichte:
Eine ganz besondere Liebesgeschichte präsentiert dieses Buch. Es geht um die letzte Chance, noch einmal etwas Neues zu probieren. Die Frage, wie die Umwelt darauf reagiert und die Lösungen, die sich ergeben können. Eine rührende Geschichte, die fesselt und bewegt.


Fazit:
Ein besonderer Liebesroman, der mir sehr gut gefallen hat. Interessante Charaktere, eine tolle Umgebung, spannende Herausforderungen und eine Handlung, die zu Herzen geht. Das Buch hat alles, was einen berührenden Liebesroman ausmacht und gibt Hoffnung, dass die Liebe kein Alter kennt. Empfehlenswert für Liebhaber des Genres.

  (0)
Tags: alter, frankreic, liebesroma   (3)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(13)

17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

ivo pala, räucherofen, krimi, whodunit, küste

Ein Fall für Fuchs & Haas: Die Tote im Räucherofen

Ivo Pala
E-Buch Text: 326 Seiten
Erschienen bei Likedeeler, 23.02.2017
ISBN 9783946786092
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Ivo Palas erster Regionalkrimi spielt an der Ostseeküste Vorpommerns. Ein besonderer Schlag Menschen, ein sehr kleiner Komödienanteil und eine geräucherte Leiche warten auf den Leser.


Inhalt:
Kommissar Bodo Fuchs wurde aus Berlin in seine alte Heimat an die Ostseeküste Vorpommerns versetzt. Zusammen mit seiner Kollegin Gisa Haas müssen sie in einem äußerst grausamen Mordfall ermitteln. Seine unerfüllte Jugendliebe fand ihr Ende in einem Räucherofen, mögliche Täter scheint es reichlich zu geben und so beginnt die Suche in dem idyllischen Ort, in dem jeder jeden kennt.


Setting und Stil:
Ivo Pala hat sich für seinen Krimi eine schöne Gegend an der Ostseeküste ausgesucht. Der ideale Ort um Ostseetouristen ins Schwärmen zu bringen. Natürlich ist es unter der Oberfläche nicht ganz so idyllisch. Es gibt viele zum Setting passende Originale, die durch Sprache und Gewohnheiten eine tolle Atmosphäre erzeugen. Hinzu kommt das Essen, dem sogar am Ende des Buches ein eigener Rezeptebereich gewidmet wird.
Zwischen den Kapitel lockert jeweils ein Altes Küsten-Sprichwort die Atmosphäre auf.
Erzählt wird die Geschichte aus Bodos Ich-Perspektive, wobei er sogar vereinzelt den Leser direkt anspricht.


Charaktere:
Bodo Fuchs, wurde dank eines tätlichen Angriffs aus der Großstadt zurück in die Heimat versetzt. Das erhoffte ruhige Absitzen seines Dienstes erfüllt sich nicht wirklich. Er selbst ist ein vielschichtiger Charakter, der einige Überraschungen zu bieten hat. Dabei sind auch einige, die der Leser vielleicht nicht ganz so leicht verdauen kann.
Wettgemacht wird dieser doch etwas widersprüchliche Charakter von seiner Mutter und Tante, zwei Urgesteine, die mit ihrem eigenen Restaurant für erstklassige regionale Stimmung sorgen.
Bodos Kollegin, "die Haas", wird von ihm gerne mal aufs Abstellgleis befördert, was nicht nur deswegen zu reichlich Reibungspunkten führt. Viele entstehen dadurch, dass sich Bodo dazu berufen fühlt, sich um den Schutz der Tochter der geräucherten Toten zu kümmern. Eine Situation, die dank der persönlichen Verflechtung in den Fall, für einige Fragen sorgt.
Ein Täter darf natürlich auch nicht fehlen. Seine Taten sind logisch nachvollziehbar und passen perfekt.


Geschichte:
Eine Tote, der viele nicht wirklich das Beste wünschen, ein Ermittler, der früher in sie verliebt war, eine Tochter, die ihr wie aus dem Gesicht geschnitten ist, und das alles in einer idyllischen Ferienregion, in der so ein Fall noch nie vorgekommen ist. Ein hervorragender Hintergrund für einen Regionalkrimi, der nebenbei dem Leser Land und Leute näher bringen kann.
Angereichert wird dies durch etliche erotische Anspielungen, eine Ermittlungskette, die uns immer mehr Verdächtige präsentiert und viele atmosphärische Momente.


Fazit:
Ivo Palas Vorpommernkrimi hat mir gut gefallen. Die Geschichte ist spannend, der Mord schön extrem und die Charaktere einmalig. Ein bisschen gestört hat mich der eine oder andere Handlungstrick, das hohe Augenmerk auf die Libido verschiedener und die Verwendung von Liedtexten. Krimifans sollten also zuerst in die Leseprobe hineinschnuppern, bevor sie sich das Buch zulegen. Auch finde ich es schwer, es dank des Inhalts in Strand-Souvenirläden in der Region zu platzieren. Es ist vielleicht in einigen Bereichen ein bisschen zu extrem und speziell.

  (1)
Tags: krim, küstenkrim, regionalkrimi, vorpommern   (4)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(52)

67 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 53 Rezensionen

abenteuer, fantasy, freundschaft, magie, jugendbuch

Saint Lupin´s Academy 1: Zutritt nur für echte Abenteurer!

Wade Albert White , Ulrike Köbele , Timo Grubing
Fester Einband
Erschienen bei Planet! ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 16.02.2017
ISBN 9783522505437
Genre: Kinderbuch

Rezension:


Der erste Band einer neuen magischen Abenteuerserie kann überzeugen. Frische Ideen, abgefahrene Begebenheiten und eine Welt, die weit in der Zukunft zu liegen scheint. Ein spannendes Leseerlebnis für die Zielgruppe und weit darüber hinaus.


Inhalt:
Anne ist in einem Waisenhaus aufgewachsen und soll diesen zusammen mit ihrer Freundin Penelope an ihrem 13. Geburtstag verlassen. Doch dagegen hat ihre Oberin etwas und so beginnt ein Abenteuer, dass sie an eine Abenteuerakademie bringt. Allerdings muss sie diese zusammen mit Penelope und dem jungen Zauberer Hiro schneller als erwartet wieder verlassen. Sie hat eine Mission gestartet, die sie in vier Tagen erfüllen muss. Zum Glück hat sie neben ihren Freunden das magische Handbuch für Abenteurer, das ihr hilft gegen Zombiehaie und Sandwölfe, sowie seltsamen futuristischen Maschinen zu bestehen. Die Reise kann beginnen, standesgemäß in einem Drachenfeuerball.


Setting und Stil:
Waisenkinder, die etwas besonderes erreichen können, sind zwar nicht der innovativste Ausgangspunkt, allerdings bietet diese Situation auch so viel, dass sehr gerne auf sie zurückgegriffen wird. Die Welt ist aufgeteilt in viele kleine "Inseln", die vor allem über die Drachenfeuerbälle erreicht werden können. Kinder, die an der Akademie ausgebildet werden, erhalten schließlich unterschiedlich schwere Aufträge, um sich als Abenteurer zu beweisen. Natürlich geht es in diesem Buch um den schwersten Auftrag überhaupt.
Der Handlung folgen wir als Beobachter aus Annes Sicht. Die Beschreibungen, Situationen und Erlebnisse sind sehr unterhaltsam und lebhaft beschrieben. Heitere Einträge aus dem Buch der Abenteurer sorgen für Auflockerung zwischen den Kapiteln.


Charaktere:
Anne ist jemand, mit dem man sich sofort identifizieren kann. Da sie genauso wenig wie der Leser über Magie, Abenteuerakademien und alles außerhalb ihres Waisenhauses weiß, kann man gut mit ihr in das Abenteuer eintauchen.
Penelope und Hiro sind die perfekte Kämpfer/Magierergänzung und sorgen mit ihren eigenen Unzulänglichkeiten für viel heitere und lebensrettende Situationen.
Hinzu kommen immer wieder kurzzeitige Begleiter, die die Handlung vorantreiben.
Nicht zu vergessen ist Sperling Jeffrey, ein einzigartiger Begleiter und bestes Navi aller Zeiten.
Ein Abenteuer wäre nur die Hälfte wert, wenn es nicht einige Bösewichter geben würde. Diese stellen tatsächlich eine ziemliche Herausforderung dar, zeigen oft erst spät ihr wahres Gesicht und sorgen dafür, dass die drei Freunde kaum durchschnaufen können.
Eine klasse Mischung, mit der man gerne durch Dick und Dünn geht.


Geschichte:
Da es sich um eine Serie handelt, hätte ich erwartet, dass es im ersten Band nicht sofort zur Sache geht. Doch da habe ich mich getäuscht. Es wartet gleich die schwerste Aufgabe aller Zeiten, es gibt kaum Vorbereitungszeit und man ist schneller mitten drin, als man sich versieht. Es gibt viel Abwechslung, die den Leser ans Buch fesselt, immer wieder Neues zu entdecken und viele Momente, die einem den Atem stocken lassen. Klasse wie viel in die fast 400 Seiten gepackt wurde.


Fazit:
Ein erstklassiges Fantasybuch mit Science Fiction Elementen, das sowohl bei Jungen als auch Mädchen sehr gut ankommen sollte. Auch ältere Kinder und Erwachsene sollten damit einige spannende Lesestunden verbringen können. Mir hat es sehr gut gefallen. Sprache, Begebenheiten und Charaktere passen perfekt zu solcher Art Jugendbuch. Ich bin gespannt auf Teil zwei und wie der Autor dieses Band noch toppen will.

  (0)
Tags: fantasy, jugendbuch, serie, waisenkinder   (4)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(6)

9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

berlin, frauenkrim, queen of crime, crime-stories, schwarzer humor

Kick Off: Fünf Ladies auf Abwegen (Frauenkrimi, Chicklit, Frauenroman)

Jo Berger
E-Buch Text: 277 Seiten
Erschienen bei null, 25.02.2017
ISBN B06XBMLM29
Genre: Sonstiges

Rezension:


Ein Frauenkrimi sollte ja nicht unbedingt zu einer für mich bestimmten Lesekategorie gehören. Doch wie so oft sollte man sich nicht an Kategorien orientieren, sondern sich einfach auf etwas Neues einlassen. Dann verpasst man auch nicht diese wunderbare, mit schwarzem Humor gespickte Krimikomödie. 


Inhalt:
Carla und ihren Kolleginnen wurde eine neue Führungsriege in der Bank vorgesetzt. Dies bedeutet Veränderungen, die leider alle nicht besonders positiv aussehen. Das Gute ist, dass dadurch die fünf Frauen zusammenfinden und einen verrückten Plan aushecken, um sich von der unwürdigen Arbeitssituation zu befreien. Blöd, dass gerade jetzt sich Carla zu einem neuen Kollegen hingezogen fühlt, der als einziger der Neuen etwas zu taugen scheint.


Setting und Stil:
Ein neuer Chef, der nur eines im Kopf hat: Geld sparen. Hinzu kommt, dass sein Frauenbild nicht dem entspricht, was Carla und ihre Kolleginnen gewohnt sind. Eine wahrscheinlich nicht allzu ungewöhnliche Firmensituation, der sich die Charaktere auf ihre Art und Weise zu erwehren versuchen. Jo Bergers leichte, lockere Schreibweise lässt die Zeit beim Lesen nur so verschwinden. Bei einem Krimi dürfen Leichen natürlich fehlen, wobei ich schon lange nicht mehr eine so trockene, mit schwarzem Humor gespickte Beschreibungsweise der unterschiedlichsten Ableben lesen durfte.
Die einzelnen Kapitel sind in mehrere kurze Abschnitte mit wechselnden Sichtweisen unterteilt. Der Leser kann so der Geschichte von allen Seiten folgen und verpasst keinen wichtigen Moment.


Charaktere:
Die Charaktere sind klar in Gut und Böse eingeteilt, es gibt kaum Grauzonen. Dabei gelingt es der Autorin perfekt, Carla und ihre Komplizinnen so zum Leben zu erwecken, dass sie einem einfach ans Herz wachsen müssen. Dabei kommen die Männer, die hauptsächlich der zweiten Kategorie zuzurechnen sind, natürlich ziemlich schlecht weg. Dies erleichtert es allerdings, ihnen schnell alles möglich Schlechte an den Hals zu wünschen.
Die Ausnahme dabei ist natürlich Bo, bei dem man nachvollziehen kann, warum Carla ihn zu lieben beginnt, obwohl er eigentlich zur Optimierung der Abläufe in der Bank beitragen soll.
Insgesamt eine hervorragende Mischung, wobei mir Kim besonders gut gefällt, muss an ihrem Arbeitsgebiet liegen.


Geschichte:
Die eigene Bank berauben, bevor man selbst vor die Tür gesetzt wird. Ein gewagter Plan, der sich aus der Not entwickelt, in die sie ihr neuer Chef treibt. Viele Zufälle helfen den Neukriminellen bei ihrem Plan, so dass sich eine faszinierende Handlung ergibt, die fesselt und so schnell nicht loslässt. Natürlich ist die Geschichte etwas überzogen, passt aber perfekt zu den Charakteren und dem allgemeinen Stil. Ein Krimi, den man lachend genießen kann, ohne zu sehr darüber nachgrübeln zu müssen, in wieweit alles wirklich so möglich wäre.


Fazit:
Endlich mal wieder eine erfrischende Krimikomödie, die mit ihrem eigenen Stil überzeugen kann. Erstklassige Charaktere, skurrile Tode, spannende Handlung und eine gehörige Portion Liebesgeschichte. Eine perfekte Mischung, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Mein Lesetipp für alle, die gerne gut unterhalten werden wollen. Sowohl für Leserinnen, die Chicklit und Co lieben, als auch für Leser, die unterhaltsame Krimis zu genießen wissen.

  (1)
Tags: banküberfal, chicklit, frauenkrim, krimi   (4)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(23)

61 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

frankfurt, offenbach, krimi, serie, wand aus schweige

Der Fänger

Andreas Franz , Daniel Holbe
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 22.08.2016
ISBN 9783426516492
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Der 16. Fall für Julia Durant hält einiges an Überraschungen und Herausforderungen für sie und ihre Kollegen bereit. Ein spannender neuer Fall, bei dem auch Offenbach und somit Peter Brandt involviert ist und der für ihren Vorgesetzten die letzte Hürde vor der Pensionierung bedeutet.


Inhalt:
Die Leiche eines seit Jahren vermissten Sexualstraftäters wird in einem Frankfurter Waldstück entdeckt. Es scheint sich um Selbstjustiz zu handeln, da der Täter nie rechtmäßig verurteilt worden war. Gleichzeitig wird ein LKW gestoppt, der offensichtlich zum Menschenhandel benutzt wurde. Als Julia Durant zu ermitteln beginnt, erfährt sie, dass ihr der Fall von einer ihr unbekannten Spezialeinheit entzogen wurde. Doch so leicht gibt sie nicht auf und schnell zeigt sich, dass ihre Spürnase richtig liegt und sie Leuten auf der Spur ist, deren eigene Agenda über allem zu stehen scheint.


Setting und Stil:
Fans der Serie werden sich sofort an den bekannten Handlungsorten in Frankfurt und Offenbach zurechtfinden. Auch Neueinsteiger wird der Einstieg sehr einfach gemacht. Es bieten sich genug Gelegenheiten, um auf den neuesten Stand gebracht zu werden. Dank hervorragender Beschreibungen fühlt man sich direkt vor Ort und kann den Ermittlern leicht kreuz und quer durch die Städte folgen.
Die Kapitel bestehen aus jeweils einem Tag, unterteilt in einzelne Zeitabschnitte. Ein typischer Aufbau für die Serie, der es erlaubt, schnell die Sichtweisen zu wechseln und die Handlung voran zu treiben.
Insgesamt ein typischer Julia Durant Krimi, bei dem man bekommt, was man erwartet.


Charaktere:
Der Roman kündigt einen doch größeren Umbruch an. Julia Durants Chef, Berger, wird Ende des Jahres in Ruhestand gehen. Dass dieses nicht sang- und klanglos passieren wird, dürfte klar sein. Sein möglicher Nachfolger wird überraschen.
Doch bis es soweit ist, wird Julia und ihr Kollege Peter Brandt ein Fall präsentiert, der vielschichtiger kaum sein könnte. Natürlich sind die Charaktere und ihr Verhalten bekannt, trotzdem findet Daniel Holbe immer noch neue Ansatzpunkte, um den Leser zu überraschen und zu fesseln.
Sie sind umgeben von altbekannten Kollegen, die wie immer ihre ergänzenden Rollen spielen und genug Zeit und Aufgaben bekommen.
Der Gegner ist lange Zeit nicht wirklich fassbar und es ist schön mitzuerleben, wie langsam alle Puzzleteile ihren Platz finden und sich der Nebel lichtet.


Geschichte:
Es ist bestimmt beabsichtigt, dass man dank der vielen Charaktere und Handlungsstränge nicht drumrum kommt, verwirrt zu sein. Dies gefällt natürlich nicht jedem Leser, mir allerdings schon, da es dafür sorgt, dass man dem Krimi noch aufmerksamer folgt. Erleichtert wird dies durch die Hauptcharaktere, die einen an die Hand nehmen und durch jede Hürde und Wendung sicher geleiten, bis schließlich doch alles zusammen läuft.
Die Handlung ist spannend, die Fälle realistisch, die Spezialeinheit vielleicht etwas zu extrem und hoffentlich nicht wirklich in solche Form möglich. Die Aufteilung zwischen privaten und beruflichen Abschnitten ist ausgewogen.


Fazit:
Mir hat der 16. Falls sehr gut gefallen und ich ließ mich gerne von der Handlung mitreißen. Es bringt immer noch Spaß, den Charakteren durchs ereignisreiche Leben zu folgen, um immer neue Seiten an ihnen zu entdecken. Der Fall ist kompliziert, die Verknüpfungen herausfordernd, genau wie das Leben. Definitiv kein 08/15 Krimi, sondern ein Buch, das den Leser durchaus fordert. Fans der Serie und Neueinsteiger sollten gleichermaßen mit ihm zurecht kommen.

  (1)
Tags: frankfur, krimi, offenbach, serie   (4)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(2)

3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

koche, reginalkrimi, loreley, fisch, fischzuch

Mörderisches Menü

Christof A. Niedermeier
E-Buch Text: 416 Seiten
Erschienen bei Ullstein eBooks, 10.02.2017
ISBN 9783843714075
Genre: Sonstiges

Rezension:


Koch und Hobbyermittler Jo Weidinger ist wieder unterwegs und sorgt für Durcheinander in seiner näheren Umgebung. Tolle Menüvorschläge, leckere Weine, ein spannender Fall voll überraschender Wendungen und hervorragende Angestellte, die ihm die nötigen Freiheiten ermöglichen.


Inhalt:
Hoch über der Loreley betreibt Jo Weidinger sein Restaurant. Als er seinen Fischlieferant Sattler tot an dessen Teich vorfindet, will er nicht daran glauben, dass es sich um einen Unfall handelt. Sattler war für seinen Jähzorn bekannt und hatte keine wirklichen Freunde. Die Zahl der möglichen Täter ist also groß. Jo beginnt seine Nase in Dinge zu stecken, die ihn zu immer weiteren Spuren führen bis hin zu einem Gegner, von dem er besser die Finger lassen sollte.


Setting und Stil:
Die Landschaft in der Nähe der Loreley ist eine wirklich schöne Gegend. Sie wird vom Autor hervorragend beschrieben und die Ausflüge in die Gegend, zu den Fischteichbesitzern, in Wälder und in belebte Gegenden haben mir viel Spaß gemacht. Die Speisen und Weine passen zur Region, die gehobene Küche lässt einem beim Lesen das Wasser im Mund zusammenlaufen.


Charaktere:
Es fällt wirklich leicht sich mit Jo Weidinger zu identifizieren. Viele Stärken, einige Schwächen und eine gehörige Portion Glück lassen ihn alle Herausforderungen des Lebens meistern. Angetrieben von dem Willen, die Wahrheit herauszufinden, schafft er es trotzdem sein Restaurant am Laufen zu halten und eine Auswahl unter den Bewerbern für seinen Stellvertreterposten zu treffen.
Schade, dass diese Entscheidung wohl erst im nächsten Band wirklich zum Tragen kommt. Von dem neuen Angestellten hätte ich doch gerne mehr gelesen.
Auch sonst sind seine Angestellten durchaus fähige Menschen, die perfekt in dieses gehobene Restaurant passen.
Da er alleine ermittelt, spielen Polizei und Pressekontakte nur eine geringe, meist ungläubig zweifelnde Rolle.
Der Kreis der möglichen Täter wächst stetig, und so muss man sich auf immer neue Charaktere einstellen. Es gibt viele Motive, die sich des öfteren auch wieder in Luft auflösen. Jo ist es einfach nicht gegeben, schnell einen Fall zu lösen.


Geschichte:
Eine spannende Geschichte, die sich um Fischzucht dreht und ein Ausmaß annimmt, mit dem ich nicht gerechnet habe. So kommt Jo ganz schön rum und man erhält viel Zeit, ihm beim Nachforschen zuzusehen. Seine logischen Schlussfolgerungen passen perfekt, genau wie die plötzlichen Wendungen, die den schönsten Plan über den Haufen werfen können.
Die Rezeptschöpfungen sind lesenswert und appetitanregend, der Einblick in die Weinauswahl faszinierend. Ein paar kulturelle Hintergründe, z. B. zum Kalkrieser Varusschlachtmuseum sind informativ. Eine runde Sache, die weit mehr als die normale Krimikost bietet.


Fazit:
Ein Regionalkrimi mit gehörigem Kochanteil, der mir sehr gut gefallen hat. Ich wäre vielleicht auch mit der einen oder anderen überraschenden Wendung weniger zufrieden gewesen, ohne Längen erkenne zu können. Eine Leseempfehlung für kulinarisch interessierte Krimifans, die sich von der einmaligen Landschaft am Ufer des Rheins faszinieren lassen wollen.

  (1)
Tags: fisch, fischzuch, koche, krimi, loreley, reginalkrimi, rezepte, wein   (8)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(2)

4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

träume, thriller

Lucid - Tödliche Träume: Folge 1

Christoph Mathieu , Dennis Todorović
E-Buch Text: 93 Seiten
Erschienen bei beBEYOND by Bastei Entertainment, 14.02.2017
ISBN 9783732518852
Genre: Sonstiges

Rezension:


Ein Frau kann in ihren Träumen andere Träumer beeinflussen. Eine spannende Idee, die sich über die sechs Serienteile weiter entwickeln wird. Bisher ist das ganze Potential noch nicht ausgeschöpft.


Inhalt:
Signe Mortensen ist eine von wenigen luziden Träumern, die ihre Träume und die anderer aktiv beeinflussen können. Der Wissenschaftler Fabian Hardenberg entdeckt ihr Potential und will zusammen mit ihr an einem geheimen Forschungsprojekt mitwirken, durch das Erinnerungen verändert werden sollen. Sollte das Projekt funktionieren, ergeben sich Möglichkeiten, die für Gutes und Schlechtes genutzt werden können.


Setting und Stil:
Das Forschungsprojekt ist in Jülich angesiedelt, Signe und Fabian fahren dorthin und ihre Reise ist Teil ihrer Traumveränderungen. Hinzu kommt die Geschichte um den EU-Funktionär.
Acht Kapitel zerteilen die 93 Seiten, die Sichtweisen wechseln und man erhält Einblick in die verschiedenen Handlungsfäden, die nur teilweise zusammengeführt werden.


Charaktere:
Signe ist es nicht klar, was sie mit ihrer Fähigkeit alles bewirken kann. Noch scheint sie vor allem von Fabian gelenkt, der durch sie seine Karriere vorantreiben will. Doch da hat er seine Pläne ohne die Leitung des Forschungsprojekts gemacht. Nicht zu vergessen der Funktionär, der ganz eigene Pläne hat, die lucide Träumerin einzusetzen.
Eine spannende Mischung an Charakteren, die erst am Beginn ihrer Beziehungen sind.


Geschichte:
Der Band ist eine großzügige Einführung in die Serie, das Konzept der Träumer wird gut vermittelt und die Möglichkeiten angerissen. Als Leser bekommt man erst Hinweise darauf, welche Ziele in den nächsten Folgen damit angestrebt werden dürften. Ansonsten passiert noch nicht viel und es ist schwer einzuschätzen, ob die Idee nach über 500 Seiten zum spannenden Ziel geführt werden wird.


Fazit:
Der preisreduzierte Einstieg in die sechsteilige Serie ist einigermaßen gelungen. Der richtige Thrill kommt noch nicht auf, statt dessen gibt es eine lange Einführung in Charaktere und Thema. Reinschnuppern lohnt sich für Leser, die das Thema interessiert. Mir selbst fällt es schwer einzuschätzen, wohin die Reise geht und wie viel Einfluss die Träumer wirklich haben können. Alles noch sehr wage und unbestimmt. Eine abgeschlossene Buchform hätte ich der Serienform vorgezogen, da es sich um einen großen Fall und nicht um abgeschlossene Kapitel zu handeln scheint.

  (1)
Tags: thriller, träume   (2)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(3)

4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

wissen, kinder, schlau, fakten

Mein cooles Faktenbuch

Norbert Golluch , Dunja Schnabel
Flexibler Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Ars Edition, 15.02.2017
ISBN 9783845817903
Genre: Kinderbuch

Rezension:


Fast 200 Seiten interessante und spannende Fakten, die Kinder dazu anregen, weiterführende Fragen zu stellen und die Eltern mit ihrem Wissen zu überraschen. Ein Buch, mit dem auch Erwachsene noch Neues erfahren, oder fast Vergessenes wieder auffrischen können.


Inhalt:
Sechs Wissensgebiete warten auf die jungen Faktensammler. Bunt gestaltet und lustig illustriert präsentiert jede Seite eine neue Information mit ausführlichem Text.


Stil:
Ein klarer Aufbau mit kurzer Kapiteleinleitung und den danachfolgenden Fragen und ausführlichen Antworten. Jedes Wissensgebiet hat seine eigene Grundfarbe erhalten, so dass man sich schnell zurechtfindet. Die Texte sind ausführlich, einige Fremdworte und Vormulierungen meiner Meinung nach etwas zu schwer für die 8-10jährigen. Ansonsten sollten die Kinder gut alleine mit dem Buch zurecht kommen können und es vielleicht sogar dazu nützen, um ihre Eltern mit Fragen nach zusätzlichen Informationen zu fordern.


Fazit:
Bei dem Preis sollte man auf jeden Fall zugreifen und den Kindern die Chance geben, sich neues Wissen über die unterschiedlichsten Wissensgebiete anzueignen. Die Präsentation ist hervorragend und auch mir hat es sehr viel Spaß gebracht, in dem Buch zu schmökern. Alleine oder mit Eltern ergeben sich viele Chancen, Neues zu entdecken, Interessen zu wecken, das Fragenstellen zu fördern und es als Grundlage fürs weitere Lösen unterschiedlichster Frage zu nutzen.

  (0)
Tags: kinder, wissen   (2)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(4)

8 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

mumbai, indien, krimi, englischer auto

Ein Elefant für Inspector Chopra: Kriminalroman

Vaseem Khan
E-Buch Text: 336 Seiten
Erschienen bei Ullstein eBooks, 10.02.2017
ISBN 9783843714006
Genre: Sonstiges

Rezension:


Ein im indischen Mumbai spielender Krimi, ein pensionierter Inspector, ein Babyelefant und ein Toter, dessen Untersuchung unter den Teppich gekehrt werden soll. Eine tolle Mischung mit viel indischem Flair.


Inhalt:
Inspector Chopra muss gesundheitsbedingt in Frührente gehen, als an seinem letzten Arbeitstag noch ein Ertrunkener gefunden wird. Eigentlich ein Fall für seinen Nachfolger, der allerdings keinerlei Anstalten macht, sich um die Ermittlungen zu kümmern. Da Chopra der Fall nicht loslässt beginnt er selbst zu ermitteln.
Gleichzeitig bekommt er von seinem Onkel einen einjährigen Elefanten, den er Ganesha tauft, vererbt. Dieser sorgt in der Familie und der Wohnanlage für aufsehen.
Der neue Lebensabschnitt beginnt also durchaus turbulent und steht für weit mehr Veränderungen, als sich der Inspector je hätte vorstellen können.


Setting und Stil:
Man merkt sofort, dass sich Vaseem Khan mit Indien, seinen Eigenheiten, den Menschen und insbesondere Mumbai sehr gut auskennt. Es gelingt ihm, dieses Wissen sehr gut weiterzugeben und in die Handlung einfließen zu lassen. Natürlich gibt es dabei einiges, dass mir unbekannt war, Namen die mir nichts sagten und vieles wurde bestätigt und verstärkt. Man erfährt also nebenbei viel über die indische Seele und die Auswirkungen, die das System auf die über eine Milliarde Menschen hat.
Das alltägliche Leben, Familien und natürlich die Polizeiarbeit spielen eine große Rolle. Dabei verwundert es fast, dass der Fall nicht aus den Augen verloren wird und es trotzdem irgendwie dank einiger glücklicher Zufälle weitergeht.
Wir erleben das Buch aus Inspector Chopras Sicht und sind ihm als Beobachter sehr verbunden.


Charaktere:
Inspector Chopra scheint der einzige Fels in der indischen Brandung zu sein, der sich durch Ehrlichkeit, Prinzipien und Regeltreue zu einer aussterbenden Art entwickelt hat. Er ist umgeben von Korruption, Verbrechen und Kastengebaren. Dies macht es natürlich besonders leicht, sich auf seine Seite zu schlagen.
Die zweite Hauptfigur ist natürlich Ganesha, der kleinwüchsige einjährige Elefantenbulle, der anfangs so gar nicht in Chopras Leben zu passen scheint. Doch Elefanten sind halt etwas besonderes, und dieser ist da keine Ausnahme.
Poppy, Chopras Ehefrau, entspricht zum Teil dem typischen indischen Frauenbild, allerdings hat auch sie ihre Momente, um gegen das System aufzubegehren. Erschwert wird dies durch ihre Mutter, die seit dem Tode ihres Mannes bei ihnen wohnt.
Da Inspector Chopra hauptsächlich als Einzelkämpfer sich dem Fall stellt, gibt es gar nicht so viele Helfer, die eine größere Rolle spielen.
Die Gegner kristallisieren sich langsam heraus und der anfängliche Mord führt zu etwas ziemlich Großem und Bedeutendem. Spannend, dabei zuzusehen.


Geschichte:
Es hört sich absurd an, wenn man sich die Kurzbeschreibung durchliest und als Leser kann man sich kaum vorstellen, was einen bei dem Krimi erwarten wird. Umso toller ist es, wenn einen die Handlung schnell packt und man ihr mitten ins indische Alltagsleben folgen kann. Im Endeffekt passt alles, alle Handlungspfade führen ins Ziel und es ergibt sich eine runde Sache. Eine Geschichte, die man auf sich zukommen lassen muss, deren Verlauf man nicht erraten kann.


Fazit:
Viele Leser werden nicht allzu viel über Indien und das doch sehr unterschiedliche Leben dort wissen. Der Krimi ist also die ideale Gelegenheit, sich mehr mit der fremden Kultur zu beschäftigen. Hinzu kommt ein spannender Fall, interessante Charaktere und ein liebenswerter Elefant. Ein tolles Buch, dessen Fortsetzung zum Glück schon geschrieben ist. Ein Krimi für Fans anderer Kulturen.

  (1)
Tags: englischer auto, indien, krimi, mumbai   (4)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(27)

29 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

verrat;, wikinger bashing, dafür werden den autor die asen bestrafen, grotesk, klischeereiterei

Projekt Rahanna

Uli Wohlers
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Braumüller Verlag, 01.02.2017
ISBN 9783992001774
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Eine tolle Idee eines Wikingerüberfalls auf Bornholm, die mich im Endeffekt in der Umsetzung überhaupt nicht packen konnte. Ein Buch, das wohl eine ganz spezielle Leserschaft benötigt.


Inhalt:
Kommissar Stig Tex Papuga sieht sich einer stürmischen Nacht auf Bornholm gegenüber. Drachenboote tauchen am wolkenverhangenen Horizont auf und die sich darauf befindlichen Hobby-Wikinger landen auf der Insel, um sie zu annektieren und ein neues Königreich auszurufen. Schnell artet der Versuch aus und Gewalt regiert im neuen Königreich, das gegen Tiermast, Großbauerntum und alles ist, was in dessen Weg steht.


Setting und Stil:
Würde ich planen, ein Königreich auszurufen, würde ich mir vielleicht auch eine Urlaubsinsel aussuchen. Ein überschaubarer Bereich, den man von Funk, Internet und ähnlichem abschneiden kann, eine überschaubare Anzahl an möglichen Gegnern und die Insellage, die Ankömmlinge weithin sichtbar macht. Als es dann aber um Schweinemast, Glyphosat, Großbauern und zurück zur Natur geht, ohne wirklich einen guten Plan zu haben, ging es mir zu weit. Alles wurde unter einen Hut gepackt, vieles nur kurz angeschnitten und über allem liegt eine äußerst rohe Sprache und eine Gewaltbereitschaft, die ziemlich abschreckt.
Dies lässt den Leser auch eher staunend zurück, als Stig beschließt, die Seiten zu wechseln und sich mit den Ideen der Eroberer anfreundet.
Viele ultrakurze Kapitel, ständig wechselnde Charaktere und gewöhnungsbedürftige Namen, die man wenige Sekunden später wieder vergessen kann, erschweren das Lesen und die Verbindung zum Buch. Dazu kommt die gewählte Sprache und viele seltsame Begebenheiten, die den Leser grübelnd zurücklassen.


Charaktere:
Ein Buch, bei dem es schwer ist, eine wirkliche Bezugsperson zu finden. Unter den Pseudo-Wikingern habe ich gar keinen gefunden, Stig wird spätestens nach seinem Seitenwechsel unangenehm und ansonsten tauchen Charaktere viel zu kurz auf.


Geschichte:
Es hätte eine gelungene Geschichte um eine Inseleroberung und die mögliche Rückgewinnung gehen können. Stattdessen geht es vor allem um Gewalt, die Verrohung der Menschen und die industrielle Landwirtschaft als oberster Feind. Einen Weg, den ich nicht vorhergesehen habe und den, wenn ich es gewusst hätte, nicht lesend eingeschlagen hätte.


Fazit:
Absolut kein Buch für mich. Meine Erwartungen wurden überhaupt nicht erfüllt und ich hatte keinen Spaß mich durch die Seiten zu kämpfen. Gibt es eine Lesergruppe? Wahrscheinlich, auch wenn ich nicht genau sagen kann, wer es sein könnte. Das Buch ist einfach keine runde Sache, sondern eine krude Mischung, die vieles anschneidet, ohne spannende Ergebnisse anzubieten.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(3)

3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

bayern, humor, traditionen, münchen., reiseführer

Lob der Lederhose

Wolfgang Fierek , Boris Hächler
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 10.02.2017
ISBN 9783548376677
Genre: Humor

Rezension:


Der Bayer, das unbekannte Wesen. Ein humorvoller Blick auf die Spezies, ihre teilweise nicht ganz so alten Traditionen und die Gefahr des Aussterbens, zumindest in den Großstädten. Unterhaltsam, informativ geschrieben und mit Geschichten aus dem Leben des Autors gespickt.


Inhalt:
Das Oktoberfest, Tracht, BMW und die CSU. Sie alle sorgen dafür, dass Bayern auf der ganzen Welt bekannt ist. Dabei wird dank der vielen Nachmacher der Urbayer manchmal vergessen. Und genau dem geht Wolfgang Fierek auf den Grund. Was sind seine Wurzeln, worüber definiert er sich, was hat es mit der Sprache auf sich und wie sieht seine Zukunft aus. Ein Leitfaden für alle, die ihr Wissen über den einzigartigen Menschenschlag und die wunderschöne Landschaft, in der er lebt, vertiefen wollen.


Setting und Stil:
Sieben Kapitel reichen, um Bayern und seinen Bewohnern näher zu kommen. Es geht um Wesen, Sprache, Liebe, Kleidung, Essen, Eigenarten und den aktuellen Stand. Sehr flüssig werden dabei Fakten vermittelt, Standpunkte erklärt und private Geschichten eingeflochten. Das Buch eignet sich sowohl zum Querlesen, als auch zum ausführlichen Genuss von der ersten bis zur letzten Seite. Durch die Ich-Perspektive ist immer klar, wessen Sicht der Dinge präsentiert wird. Wobei sich Wolfgang Fierek perfekt für den Blick auf die Bayern eignet, da er selbst natürlich einer ist, allerdings die Hälfte der Zeit außerhalb des Landes in den USA verbringt.


Geschichte:
Ich empfand das Buch als durchgehend spannend und informativ. In Norddeutschland lebend ist es durchaus lehrreich mehr über die im Süden der Republik hausende Spezies zu erfahren. Einige Vorurteile werden bestätigt, einiges entzaubert. Auch wenn ich keine Schwierigkeit mit der Sprache habe, ist das Kapitel sicher für viele äußerst hilfreich. Spannend sind die Geschichten aus dem ereignisreichen Leben des Autors, die dazu anregen, sich mehr mit ihm zu beschäftigen.


Fazit:
Lob der Lederhose ist eine gelungene Mischung aus humorvollem Ratgeber, Reiseführer und Wissensbuch. Ob nun für den nächsten Besuch im Freistaat oder allgemein zum Verständnis der bayrischen Seele, es gibt viele Verwendungsmöglichkeiten. Ein Buch für alle, die jenseits des Weißwurstäquators leben und die mehr über die CSU regierten Menschen erfahren wollen. Unterhaltsame Lesestunden, die ich nicht missen möchte.

  (0)
Tags: bayern, humor, münchen., ratgeber, reiseführer   (5)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(46)

83 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 44 Rezensionen

historischer roman, magdeburg, verrat, liebe, mittelalter

Die rote Löwin

Thomas Ziebula
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 13.01.2017
ISBN 9783404174768
Genre: Historische Romane

Rezension:


Das Leben Anfang des 13. Jahrhunderts in Magdeburg ist kein einfaches. Dies zeigt dieser Roman sehr gut und entführt uns in eine Zeit, in der es nicht viel Schönes zu geben scheint. Ein Ausflug in die Geschichte, bei der das empfohlene Lesealter mit 16 Jahren durchaus ernst zu nehmen ist.


Inhalt:
Runja und ihr Bruder müssen aus der Nähe Schwerins nach Magdeburg fliehen, nachdem ihr Zuhause angegriffen, alle Verwandten getötet und alles zerstört wurde. Dort weist sie ihr einziger lebender Verwandter ab und sie stehen wieder alleine da. Doch der "roten Löwin" wurde ein langes Leben vorhergesagt, und so will es der Zufall, dass sie Chance auf Rache erhält. Ein Angebot, dass sie nicht ablehnen kann, ohne zu wissen, was für Folgen die neue Abhängigkeit für sie und ihren Bruder bedeutet.




Setting und Stil:
Thomas Ziebula gelingt es hervorragend, das Leben zu Anfang des 13. Jahrhunderts zu präsentieren. Und dies ist nicht wirklich ein angenehmes. Als neuzeitlicher Mensch würde man wohl keine Woche überleben. Es ist schmutzig, roh, gewalttätig, libidogesteuert und ständeabhängig. Dass dort eine junge Frau alleine überleben kann, ist ein Wunder. Ein perfektes Bild der Zeit.
Der Leser folgt unterschiedlichen Charakteren durch die Handlung, die Kapitel sind relativ lang, ohne für inhaltliche Längen zu sorgen.


Charaktere:
Runja fällt dank ihrer roten Haare und ihrer besonderen Armbrust auf. Sie war mit 14 schon einmal verheiratet, hat ihren Mann verloren, den nächsten Verlobten ebenso und nun steht sie mit ihrem Bruder alleine da. Was aus ihr wird ist spannend und tragisch, gespickt mit einigen wenigen glücklichen Momenten. Es zeigt, dass es jemand, der außerhalb der vorgegebenen Lebenswege existiert, sehr schwer hat. Umso spannender ist es, ihr als Leser zur Seite zu stehen und mit ihr durch alle noch so quälenden Lebenssituationen zu gehen. Eine starke Frau, von Rache geprägt und zum Spielball der Mächtigen erkoren.
Ihr zur Seite steht ihr Bruder, der dank seines jungen Alters ihren Schutz benötigt. Hinzu kommt ihr Lehrer Pirmin, dessen Ausbildung nicht nur die üblichen Lehrfächer umfasst.
Ihnen gegenüber stellt sich eine zahlreiche Anzahl an Gegnern und Feinden. Angefangen vom machthungrigen Domdekan Laurenz bis zum Orden der Vollstrecker, der ihr zu ihrer Rache an den Mördern ihrer Familie verhilft.
Es führt fast dazu, dass es zum Szenario "eine Frau gegen den Rest der Welt" kommt.


Geschichte:
Es ist spannend, in die Welt Anfangs des 13. Jahrhunderts einzutauchen. Vor allem wenn man Magdeburg schon einmal besucht hat und so weiß, wie sich die Stadt später entwickelt hat. Auch wenn der Blick in die Zeit kein leichter ist und das realistisch beschriebene Leben weit weg vom verklärten Mittelalterbild unserer Zeit ist. Ein ungeschöntes Erlebnis, das mitreißt und fesselt.


Fazit:
Die rote Löwin ist ein historischer Roman für Erwachsene. Es wird gestorben, es wird geliebt, und zwar reichlich. Thomas Ziebula ist es gelungen, mich rundum mit seiner Geschichte zu packen. Es wird nichts verschönt, stattdessen die Realität einer Außenseiterin zeigt, die durch das Schicksal außerhalb den gesellschaftlichen Pfaden gelandet ist. Empfehlenswert für alle, die gerne den besonderen Blick auf unsere Geschichte lieben, jenseits der Königshöfe der Zeit.

  (0)
Tags: historischer roman, magdeburg   (2)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(26)

36 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

thriller, welt ohne morgen, der monarch, futuristisch, action

Welt ohne Morgen

Jack Soren
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 09.01.2017
ISBN 9783959670579
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Nach zwei Jahren kehren Jonathan und Lew als Der Monarch zurück und konnten mich mit diesem erstklassigen Agententhriller begeistern. Filmreif und an den etwas überzeichneten James Bond Stil erinnernd geht es actionreich zur Sache. Ein Buch, das man nicht zur Seite legen kann!


Inhalt:
Der Monarch und die Kunstdiebstähle sollten eigentlich hinter Jonathan und Lew liegen. Doch um die einzige Frau, die Lew je geliebt hat, zu retten, bleibt ihnen nichts anderes übrig, als für einen mysteriösen Geheimorden wieder aktiv zu werden. Ein einfacher Kunstraub, der schließlich damit endet, dass sie die Zukunft der Menschheit in der Hand haben.


Setting und Stil:
Jack Soren hat eine realistische Welt erschaffen, bei der es à la James Bond einige futuristische Elemente gibt. Exoskelette, ewiges Leben und eine Unterwasserstation. Dies fügt sich aber perfekt in die Handlung ein und zeichnet ein glaubhaftes Bild der Welt, in der der Monarch agiert. Wie es sich für einen Agententhriller gehört, geht die Reise um die halbe Welt, die Gefahren gehen nicht aus und der seidene Faden wird ziemlich strapaziert.
Man schaut den verschiedensten Charakteren als Beobachter über die Schulter und die Kapitel haben die richtige Länge.


Charaktere:
Jonathan und Lew ergänzen sich hervorragend. Jeder hat seine Spezialfähigkeiten, die durch weitere Charaktere des Thrillers ergänzt werden. Durch die Aufspaltung des Heldens auf zwei Personen ergeben sich viele Möglichkeiten, die es sonst nicht geben würde. Eine tolle Idee, da mir beide gleich gut gefallen haben.
Hervorragend ist zudem, dass die weiblichen Heldinnen ebenfalls absolut solche sind, und sie nie hinter den Männern zurückstehen müssen.
Ihre Gegner haben ebenfalls viele Facetten und zeigen uns Seiten, die man nicht unbedingt erwartet. Rundum tiefgehende Persönlichkeiten, denen man gerne durch die Abenteuer folgt.


Geschichte:
Auch ohne den ersten Teil zu kennen kommt man sehr gut in die Geschichte hinein. Es bleibt genug Raum um den Hintergrund zu erklären, bevor es schließlich ins neue Abenteuer geht. Eine packende Geschichte, bei der es erst langsam klar wird, was wirklich auf dem Spiel steht. Die Spannung und Action baut sich kontinuierlich auf und das überraschende Ende ist lohnenswert. Eine runde Sache ohne Längen oder Durchhängern.


Fazit:
Ein klasse Thriller, den ich mir auch gerne als Film ansehen würde. Eine rundum gelungene Geschichte, spannende Charaktere und ein sehr interessantes Setting. Man merkt, mir hat es sehr gut gefallen, und ich werde auf jeden Fall den ersten Teil lesen und freue mich schon auf weitere Bücher. Ein Buch für 007-Fans und Liebhaber etwas futuristischer Agentengeschichten.

  (1)
Tags: action, agente, thriller   (3)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(4)

4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

zwangsprostitution, dorfleben, häusliche gewalt, hessen, elternzeit

Wolfsgrube

Anne Rößing
E-Buch Text: 183 Seiten
Erschienen bei Midnight, 13.01.2017
ISBN 9783958190955
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Polizeiarbeit in dem hessischen Dorf Aubel scheint viel mit Wissen und Kennen, statt mit Ermitteln zu tun zu haben. Die berühmte ruhige Kugel wurde wahrscheinlich dort erfunden. Schade nur, dass ein möglicher Selbstmord die tägliche Routine durcheinander bringt. Unterhaltsam, seltsam und typisch dörfisch.


Inhalt:
Hauptkommissarin Helen Schenk wird aus der Elternzeit zurückberufen und ersetzt ihren Mann, dem der Umgang mit Leichen nicht in die Wiege gelegt wurde. Bei der Leiche handelt es sich um Bernd Bretschneider, dessen Selbstmord von Helen in Frage gestellt wird. Als wenig später auch noch dessen Ehefrau tot am Flussufer entdeckt wird, ist ihr klar, dass mehr dahinterstecken muss. Sie stürzt sich in die Ermittlungen, egal wie viele Hindernisse ihr auch von Kollegen und Vorgesetzten in den Weg gelegt werden.


Setting und Stil:
Ein hessisches Dorf, jeder kennt jeden und alles, was in den eigenen vier Wänden passiert ist Privatsache. Idyllischer kann es kaum sein, wenn jetzt nicht eine Frau alles durcheinander bringen würde. Auf einmal wird hinter die saubere Kulisse geschaut. Anne Rößing ist es gut gelungen, diese gerade für Regionalkrimis wichtige Stimmung zu vermitteln.
Die Kapitel, die jeweils einen Tag umfassen sind in Unterabschnitte eingeteilt, die jeweils Essen- und Trinkensnamen haben. Die Handlung wechselt dabei zwischen den unterschiedlichsten Personen.


Charaktere:
Mein Hauptproblem an dem Krimi ist es, dass ich keine wirkliche Identifikationsfigur gefunden habe. Eigentlich sollte dies natürlich Helen sein, doch auch ihr Verhalten ist teilweise so seltsam, dass dies zumindest mir nicht leicht gefallen ist. Manfred, der immer pause- und essenssuchende Kollege, der jeden im Dorf kennt und eine feste Meinung zu allem hat, ist auch nicht so mein Fall. Helens Mann Frank oder ihr Vorgesetzter passen auch nicht zu mir. So ist es eher eine illustre Mischung, die ich aus gehöriger Distanz bei ihren Taten beobachtet habe.


Geschichte:
Ein Regionalkrimi lebt von seinen Charakteren und den für die Region mehr oder weniger typischen Verhaltensweisen. So ist der Fall fast zweitrangig. So ist es auch hier spannender zu erfahren, was hinter der Idylle steckt, als herauszufinden, wie und ob die Opfer gewaltsam zu Tode gekommen sind.
Hinzu kommt, dass, wenn es solch eine Polizeieinheit und ihre Einstellung sowohl im Dorf als auch bei der vorgesetzten Abteilung tatsächlich geben würde, es wirklich sehr gut für alle möglichen Tätergruppen aussehen würde.


Fazit:
Mir hat es Spaß gemacht, mich in Anne Rößings Aubel zu versetzten. Einige Dinge sind etwas zu überspitzt, anderes zu gewollt, aber trotzdem ist es interessant, der hessischen Idylle auf den Grund zu gehen. Um den Krimi für mich noch packender zu machen, hätte die vorgesetzte Stelle vielleicht nicht ebenso dörfisch wie Helens Kollegen sein dürfen. So bleibt alles an Helen hängen, die, wie schon beschrieben, mir nicht gerade ans Herz gewachsen ist.
Ein interessanter Erstlingsroman, dem hoffentlich weitere folgen werden.

  (1)
Tags: hessen, krimi, reginalkrimi   (3)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(34)

42 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 33 Rezensionen

thriller, berlin, cyberthriller, cyberkriminalität, glashaus

Glashaus: Jeder hat etwas zu verbergen

Christian Gailus
E-Buch Text
Erschienen bei beTHRILLED by Bastei Entertainment, 31.01.2017
ISBN 9783732526833
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Die erste Staffel der Hörspielreihe in Buchform. Ein modernes Thema spannend verpackt.


Inhalt:
Im Kampf gegen die digitalen Gefahren des Internets wurde in Deutschland die geheime Sondereinheit "Glashaus" gegründet. Anstatt sich langsam auf die immer größere Gefahr einstellen zu können, gerät die neue Einheit direkt an einen überlegenen Gegner, der sich Godspeed nennt. Dieser hat zum Ziel, Deutschland ins Chaos zu stürzen. Ein Plan, der aufzugehen scheint, wenn sich ihm nicht Afghanistan-Veteran Mark West und die junge Staatsanwältin Julia Murnau samt ihrem Team in den Weg stellen würden.


Setting und Stil:
Christian Gailus gelingt es, die verschiedensten Gefahren des Cyberspace aufzugreifen und in eine spannende Handlung zu verpacken. Die Gründung einer Spezialeinheit ist schlüssig, die ihr gestellten Herausforderungen ebenso. Dark Net, Stromausfall, Katastrophen und die Methoden, dagegen vorzugehen werden präsentiert. Packender am Geist der Zeit kann man kaum sein.
Die Handlung wird hauptsächlich aus Mark und Julias Sicht gezeigt, wobei natürlich die anderen Charaktere auch ihre Momente erhalten. Die relativ langen Kapitel sind in reichlich Unterabschnitte aufgeteilt, die Handlung und Geschwindigkeit hoch halten.
Das Buch hätte in der Mitte schon enden können, nur um dann mit einem neuen Handlungsstrang aufzuwarten. Dadurch kommt es zu einigen Längen, die nicht unbedingt hätten sein müssen.


Charaktere:
Mark West hat in Afghanistan eine Kugel in den Kopf bekommen, durch die einige Hirnbereiche zerstört wurden. Trotzdem bekommt er die Chance, sich in der neuen Einheit zu beweisen. An seiner Seite ist die junge Staatsanwältin Julia Murnau, die eigentlich dafür sorgen soll, dass Glashaus im Rahmen der Gesetze handelt. Doch schon schnell ist sie mit weit mehr als der überwachenden Tätigkeit beschäftigt. Die beiden ergeben ein interessantes Paar, das durch die restlichen Spezialisten im Team unterstützt wird.
Ihnen gegenüber steht Godspeed, der immer mindestens einen Schritt voraus zu sein scheint. Er nutzt die Möglichkeiten des Internets perfekt und scheint nicht fassbar zu sein. Es brauch Zeit, das Netz um ihn zuzuziehen. Ob diese Zeit reicht, werden die 470 Seiten zeigen.


Geschichte:
Eine durchaus glaubhafte Handlung, bei der vielleicht etwas zu viel unter einen Hut gepackt wird. Die ganzen Ereignisse hätten für eine ganze Reihe an Büchern gereicht, so geht vieles ineinander über und wird vermischt, was auch alleine genug Inhalt gegeben hätte. Vielleicht liegt dies an dem Folgenformat der Hörbuchserie, bei der jede Folge etwas Neues passieren muss. Trotzdem gelingt es dem Autor, alles einigermaßen unter einen Hut zu bringen und die Handlung schlüssig zusammen zu führen.


Fazit:
Christian Gailus gelingt es, mich an den Cybercrime-Thriller zu fesseln. Insbesondere die erste Hälfte ist ein tolles Leseerlebnis. Danach zieht es sich und man fängt eigentlich noch einmal fast von null an. Als Leser will man dann natürlich trotzdem das Ende erfahren, wobei dank der 2. Hörspielstaffel sicher noch ein weiteres Buch folgen wird. Für Fans, die sich für die Thematik interessieren und gerne das "was wäre wenn" vorgespielt bekommen.

  (1)
Tags: berlin, cybercrime, thriller   (3)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(29)

37 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 29 Rezensionen

london, krimi, jane bennett, thriller, mike lockyer

Kein Sterbensort

Clare Donoghue , Andreas Brandhorst
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 31.12.2016
ISBN 9783802597893
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Über 400 spannende Seiten erwarten den Leser in Kein Sterbensort, dem 2. Band der Bennet & Lockyer Reihe. Reichlich Platz für einen spannenden Fall und viel Privates aus dem Leben der Ermittler. Die Londoner Polizei hat an den Vermisstenfällen ganz schön zu knabbern.


Inhalt:
Detective Sergeant Jane Bennett und ihr Chef, Detective Inspector Mike Lockyer haben kaum Zeit, ihren letzten Fall zu verarbeiten, als schon neue Ermittlungen auf sie warten. Ein ehemaliger Kollege ist verschwunden und wenig später wird die Leiche eines jungen Mädchens entdeckt, in deren Nähe ein Schuh des Kollegen gefunden wurde. Zwei Fälle, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun zu haben scheinen.


Setting und Stil:
London bietet immer eine ideale Umgebung für Kriminalfälle, und der englischen Polizei bei den Ermittlungen über die Schulter zu schauen, ist auch sehr unterhaltsam.
Kurze Kapitel und viele Sichtweisen sorgen für ein gehöriges Tempo. Auch ohne den ersten Teil der Serie zu kennen, findet man leicht in die Handlung und zu den Charakteren.


Charaktere:
Lockyer hat noch ziemlich am letzten Fall zu knabbern und ist ganz schön neben der Spur. Das bedeutet für Bennett nur noch mehr Arbeit, so dass ihr nicht wirklich viel Zeit bleibt, um sich auf ihr Privatleben zu konzentrieren. Trotzdem gibt es reichlich Hintergrundgeschichten, die bis zum unterbrechenden Handyklingeln und der nächsten Spur Raum finden.
Der Autorin gelingt es geschickt, reichlich falsche Spuren zu legen, so dass der Täter für den Leser kaum fassbar ist. Umso mehr Spaß macht das Miträtseln und Zusehen, wie sich das Netz langsam um ihn zuzieht.


Geschichte:
Den Sterbensort, der für diesen Krimi ausgewählt wurde, erweckt eine der Urängste, bekannt als Taphephobie. Diese wird hervorragend in die Handlung eingebaut und bildet den Unterbau unter einen Fall, der wieder das Äußerste von den Ermittlern fordert.


Fazit:
Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, mich in die Welt der beiden Ermittler zu versetzen. Als Leser muss man allerdings den relativ hohen Anteil an privaten Handlungsabschnitten mögen. Ist dies der Fall, so hat man mit diesem Band und dem ersten Teil sowie den noch folgenden reichlich Lesevergnügen. Ein Buch für Fans moderner englischer Krimis, die sich gerne auf die nebeligen Straßen Londons entführen lassen.

  (1)
Tags: krimi, london   (2)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(31)

50 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

ostsee, krimi, wismar, mord, entführung

Todesstrand

Katharina Peters
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 19.01.2017
ISBN 9783746632735
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Ein solider Ostsee-Krimi, der rund um Rostock und Wismar spielt und von einer ehemaligen Polizistin handelt, die dank eines alten Falls untertauchen musste und nun als Privatdetektivin ermittelt.

Inhalt:
Emma Klar ist Mädchenhändlern nur knapp mit ihrem Leben entkommen. Da diese nicht geschnappt werden konnten, blieb ihr nichts anderes übrig als unterzutauchen, um sich möglichen Nachstellungen zu entziehen. Ihr neues Leben als Privatdetektivin in Wismar führt sie jedoch auf eine Spur, die alte Wunden aufreißen lässt.

Setting und Stil:
Rostock und Wismar liegen weniger als eine Stunde auseinander und so passt es, die Handlung zwischen beiden Städten aufzuteilen. Ein klein wenig zu viel fand ich die Mischung aus BKA, Polizei und Privatdetektei. Etwas weniger Behörde wäre mir lieber gewesen. Auch die Idee, dass jemand, der untertauchen will, sich nur in die Nachbarstadt begibt, erfordert einiges an zugedrücktem Auge des Lesers.
Die Handlung wird aus der Sicht verschiedener Personen erzählt, die Kapitel sind angenehm kurz und fesselnd.

Charaktere:
Emmas Vorgeschichte ist ziemlich heftig und bereitet sehr gut darauf vor, was uns in dem Krimi erwartet. Sie ist eine erstklassige Ermittlerin, die auch in ihrer neuen Undercover-Rolle völlig aufgeht. Johanna, ihre Freundin beim BKA, unterstützt sie mit ihren eigenen Mitteln. Hinzu kommen ihre Detektivkollegen und Polizisten, die dank Emmas Ermittlungen schließlich auf die richtige Spur gebracht werden.
Ihnen gegenüber steht ein schlauer und vorsichtiger Täter, der sich in alle Richtungen abgesichert glaubt. Bis auf den Fehler, Emma nicht beseitigt zu haben, scheint er unantastbar zu sein. Allerdings hat auch er jemanden, von dem er abhängig ist.
Erwähnenswert ist noch Lucas, ein Mitschüler des Mädchens, das Selbstmord am Strand begangen hat. Seine Rolle ist ziemlich einzigartig und es ist schaurig schön, seiner Entwicklung zuzusehen.

Geschichte:
Es dürfte von Anfang an klar sein, dass Emma mit diesem Fall ihre vorherigen Erlebnisse abschließen wird. So ist beim Lesen auch eher der Weg dorthin wichtig, als wie das Ziel, das klar vor Augen liegt. Dies ist gleichzeitig Stärke und Schwäche der Handlung und je nachdem, wie sehr Leser diesen Spannungsaufbau mögen, werden sie auch von dem Krimi begeistert sein.

Fazit:
Ich bin nicht unbedingt Fan von Geschichten, bei denen ich vorher schon weiß, wie es enden wird. Dies ist hier allerdings der Fall, so dass es nicht ganz mein Lieblingskrimi werden kann. Trotzdem gibt es natürlich reichlich Nebenhandlungen, die spannend und unterhaltsam die Zeit zum Finale überbrücken. Die Charaktere sind gelungen, Rostock und Umgebung interessant und die Grundidee hinter den Taten schön abartig. Ein Buch, das Krimifans gefallen wird, die vor allem meine Abneigung gegen den einen oder anderen Punkt nicht teilen.

  (2)
Tags: deutsche autorin, krim, rostock, wismar   (4)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(7)

10 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

film, kino, fakte, youtuber, filme

Fakt ab!

David Hain
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Plötz & Betzholz , 10.02.2017
ISBN 9783960170020
Genre: Humor

Rezension:


David Hain war von 2011-13 das Gesicht Gigas, bevor er seinen eigenen Weg ging und sich unter anderem mit BeHaind seine eigene Plattform schuf. Dort findet man auch die Schon gewusst-Reihe, in der es um Filmhintergründe geht und die Auslöser für Film ab! ist. Ein Buch für Filmfans, die etwas mehr über ihre Lieblingsfilme erfahren wollen und die es als Sprungbrett für eigene Recherchen verstehen sollten.

Inhalt:
Quer durch die Filmgeschichte geht die Reise auf der Suche nach Informationen zu Vorgeschichte, Schauspielern und skurrilem Hintergrundwissen, mit dem man Freunde beeindrucken und sein Wissen stillen kann.

Stil:
Das Buch lädt zum Querlesen und einfach drauflos Blättern ein, da zumindest ich keinen größeren Plan in der Anordnung von Filmen und Filmkategorien finden konnte. es beginnt mit E.T. und endet mit Oscar-Klassikern. Dazwischen geht es vor allem um Filmreihen und einige wenige Filme, die Genres geprägt haben. Zu den einzelnen Filmen gibt es Wissenswertes über Entstehung, Bedeutung, Kritik und eine Vielzahl an Fakten.
Dabei geht es vor allem um David Hains persönlichen Filmgeschmack, so dass Familien- und Liebesfilme eher außen vor sind, genauso vermisse ich z. B. Vampirfilme, Underworld oder Blade.

Fazit:
Das Buch liest sich gut, präsentiert einige neue Fakten in sehr subjektiver Zusammenstellung und ist für mich als Geschenkidee für Filmfans, die David Hains Filmgeschmack teilen, durchaus geeignet. Leider ist es nur als seichter Einstieg zu sehen, da man mit einer kurzen Suche auf z. B. IMDB.com weit mehr Fakten zu den einzelnen Filmen, bzw. zu allen Filmen und Schauspielern zusammentragen kann. So ist für mich das Buch auch eher ein Relikt aus einer Zeit, als man noch nicht schnell im Internet suchen konnte. Es mag schön im Regal wirken, aber es noch einmal hervorholen, um etwas nachzusehen, würde ich es wohl nicht.
Trotzdem merkt man dem Buch an, dass es dem Autor Spaß gemacht hat, die Informationen zusammenzutragen und ähnlich wie auf seinem Videokanal zu präsentieren. Ein Herzensprojekt, das viel mehr in die Tiefe hätte gehen können, wenn David Hain sich mehr als die knapp 200 Seiten gegönnt oder die Filmauswahl eingeschränkt hätte.

  (2)
Tags: film, sachbuch   (2)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(22)

39 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 16 Rezensionen

thriller, dänemark, urlaub, folte, abgewiesen

Abgewiesen

Melisa Schwermer
E-Buch Text: 206 Seiten
Erschienen bei null, 10.04.2015
ISBN B00VYR7VZA
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Ein packender Thriller, bei dem es einem auf jeder Seite unbehaglich zumute ist. Eine grausame Geschichte über einen Familienbesuch, der lang Verdrängtes wieder hervorbringt.

Inhalt:
Ole überrascht seine Freundin Katinka mit der Idee, ihren Jahrestag in Dänemark zu verbringen. Neben einem Konzert steht der Besuch bei Oles Bruder Nicholas an. Alles scheint harmonisch zu verlaufen, bis sich Nicholas große Schwester einmischt und die Pläne zunichte macht.

Setting und Stil:
Urlaub in Dänemark kann so schön sein, und diese schönen Seiten werden von Melisa Schwermer auch gezeigt. Sie bilden einen hervorragenden Kontrast zu der angespannten zwischenmenschlichen Situation, die sich langsam aufbaut. Man kann sehr gut mit den Charakteren mitfühlen und wird umso mehr in die Handlung hineingezogen. Dazu passen auch die immer wieder wechselnden Ansichten der Charaktere und das frühe Wissen des Lesers, wohin die dunkle Seite der Handlung führt, ohne zu wissen, wem sie zuzurechnen ist.

Charaktere:
Wie bei so vielen Paaren läuft es trotz siebenjähriger Beziehung zwischen Ole und Katinka nicht rund und der Urlaub soll zur Klärung genutzt werden. Als Leser schlägt man sich schnell auf Katinkas Seite, da Ole doch derjenige zu sein scheint, der mehr Probleme hat.
Sein Bruder scheint nicht viel mit ihm gemein zu haben. Er ist nett, zuvorkommend, erfolgreich. Trotzdem haben sie eine gemeinsame Vergangenheit, die es zu erkunden gilt. Dazu gehört auch die große Schwester, die sich nicht gerade beruhigend auf die Situation auswirkt.
Eine spannende Mischung verschiedenster Charaktere, denen man gefesselt über die Schulter schaut um herauszufinden, wohin das Schicksal sie treiben wird.

Geschichte:
Eine Urlaubsentscheidung, die grausame Folgen hat. Eine Familiengeschichte, die das Leben der Beteiligten tiefgreifend gesprägt hat. Und noch vieles mehr, das der Leser selbst erforschen sollte. Realistisch, mitreißend und spannend, genau wie ein Thriller sein sollte.

Fazit:
Abgewiesen hat mir sehr gut gefallen. Eine alltägliche Situation mit glaubhaften Charakteren, deren dunkle Seite ans Buch fesselt. Ein Buch, das man kaum zur Seite legen kann, jede Seite, jedes Kapitel zieht einen mehr in die Handlung hinein. Es ist Melisa Schwermer hervorragend gelungen, mich zu unterhalten. Und das sollte auch auf alle anderen Thriller Fans zutreffen, die sich gerne zeigen lassen, was in der menschlichen Seele stecken kann.

  (2)
Tags: dänemark, thriller   (2)
 
303 Ergebnisse