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107 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 7 Rezensionen

new york, selbstmord, familie, film, kino

Die amerikanische Nacht

Marisha Pessl , Tobias Schnettler
Flexibler Einband: 800 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 25.09.2014
ISBN 9783596183326
Genre: Romane

Rezension:

Ich habe dreimal versucht, die Amerikanische Nacht zu lesen. Ich hab's kein einziges Mal bis zur Mitte geschafft. Für ein literarisches Meisterwerk braucht es mehr als solides Handwerk. Das beherrscht die Autorin, doch sie verzettelt sich, verfolgt ihre Charaktere nur halbherzig, weil sie ihnen nicht glaubt, stattdessen führt sie Unwichtiges und Nebensächliches aus. Die Idee ist gut, der Plot innovativ und dann vermasselt Pessl es, weil ihr Ziel nicht die Geschichte ist, sondern eine richtig gute Autorin zu sein. Es ist, als ob sie den Leser ständig fragte: "Habe ich meine Sache nicht gut gemacht? Bin ich nicht eine literarische Einserkandidatin?" Nein, ist sie nicht. Sie geht einem auf die Nerven.  Weil sie von sich, nicht von ihrer Geschichte überzeugt ist. Das darf ein Autor seinem Leser nicht antun.

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(13)

31 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

serie, guillermo del toro, endzeit, horror, vampire

Die Saat - The Strain

Guillermo del Toro , Chuck Hogan , Alexander Lang , Jürgen Bürger
Flexibler Einband: 1.324 Seiten
Erschienen bei Heyne, 14.12.2015
ISBN 9783453317222
Genre: Fantasy

Rezension:


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(946)

2.187 Bibliotheken, 101 Leser, 8 Gruppen, 242 Rezensionen

bücher, fantasy, bibliomantik, magie, libropolis

Die Seiten der Welt

Kai Meyer
Fester Einband: 560 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 25.09.2014
ISBN 9783841421654
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mir gefiel "Die Seiten der Welt" auf langen Strecken gut. Aber am Ende wurde es holprig und allzu eilig erzählt. Mir schien, dass Kai Meyer das Buch zu Ende bringen wollte. Die Idee allerdings fand ich sehr gut. Ich denke, er hätte mit etwas Geduld mehr daraus machen können.

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Tags: anderwelt, bücher, fantastisches, magie   (4)
 

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(175)

324 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 7 Rezensionen

fantasy, skulduggery pleasant, derek landy, magie, irland

Skulduggery Pleasant - Sabotage im Sanktuarium

Derek Landy , Ursula Höfker
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Loewe, 01.06.2012
ISBN 9783785575338
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Derek Landy hat's drauf. Er hat einen richtig guten Stil, einen Riesenvorrat Phantasie und Gespür für's Timing. Aber hier in "Sabotage im Sanktuarium" hat er sich selbst rechts überholt. Eine Überraschung nach der anderen, ständig wechselnde Personen. Viel Tempo, aber am Ende keine Richtung. Es ist, als würde man ein ganzes Nutellaglas auslöffeln. Irgendwann wünscht man sich in einen richtigen Apfel.

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130 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

england, harold, schwarzer humor, melvin, vater

Harold

einzlkind
Flexibler Einband: 222 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.09.2011
ISBN 9783453435971
Genre: Romane

Rezension:

For heaven's sake! Man liebt es oder man hasst es, Harold von einzlkind. Ich liebe es, aber verstehe jeden, der es nicht tut. Harold tut weh. 49, Autist aus Leidenschaft, übt Selbstmord, wenn er sich niedergeschlagen fühlt. Ihm schließt sich der bizarrste 11jährige des Vereinigten Königreichs an. Die Geschichte, die nun folgt, ist "About a boy" auf Speed.
Auch ich empfehle es. Ich schäme mich nicht dafür. Oder nur ein bisschen.

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22 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Fantastik AG

Jan Oldenburg
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Piper, 14.05.2012
ISBN 9783492702577
Genre: Fantasy

Rezension:

Die akademischen Fantastikfans Welk und Welk machen sich auf in die Anderswelt und geraten tatsächlich dorthin, wenngleich nur aus Versehen. Für den einen ist es eine wissenschaftliche Exkursion und für den anderen ist es ... was auch immer es für einen Langzeitstudenten im 27 Semester der Fantastik sein kann. Alles kreuzt ihren Weg, was in die Fantasy gehört: Drachen, Gnomen, Riesen, Helden und Nixen ohne Bekleidung. Aber so richtig anfangen können sie trotz ihrer akademischen Vorbildung nichts mit den fantastischen Gesetzen der Anderwelt. Aber so ist es ja mit allen akademischen Ausbildungen.

Eine kleine kecke Parodie auf die High-Fantasy. Gut geschrieben, mit ordentlichem Sprachwitz. Es macht Spaß, Oldenburgs Fantastik AG zu lesen. Ein bisschen schade, dass sich der Autor allzusehr an seinen parodistischen Einfällen entlanghangelt, die Geschichte dabei zurücktritt. Trotzdem vielversprechend! Macht Lust auf mehr.

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Der fromme Atheist

Craig Groeschel , Elke Wiemer
Fester Einband: 217 Seiten
Erschienen bei Gerth Medien, 27.02.2012
ISBN 9783865916365
Genre: Sachbücher

Rezension:

... schlicht und ergreifend misslungen. Das vielversprechendes Thema macht neugierig. Aber unter den Händen des rustikalen, amerikanischen Seelengrobschmids Craig Groeschel wird es ganz vergeben. Warum werden Christen zu Lippenbekennern? Warum ist ihr Glaube ohne wirklich Anteilnahme? Der fromme Atheist bietet keine überzeugende Antwort. Craig Groeschel ist ein Fußballer, der sich siegesgewiss den Ball vorlegt und dann mit Kraft ins eigenen Tor schießt. Lesenswerter ist Kyle Idlemans "Not a fan" im selben Verlag.

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(130)

229 Bibliotheken, 0 Leser, 5 Gruppen, 24 Rezensionen

fantasy, geheimnisse, pfandleiher, geheimnis, jugendbuch

Das Schwarze Buch der Geheimnisse

F. E. Higgins
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Oetinger
ISBN 9783789137099
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Es heißt, die Autorin lebe in einem Haus, in dem es unterhaltsam spukt. Aber mit Geistern und okkulten Geschöpfen hat das "Schwarze Buch der Geheimnisse" nichts zu tun. Mysterie ohne Übernatürliches und es funktioniert grandios. F.E. Higgins kann erzählen. Die Reihe um die fiktive Stadt Urbs Umida ist sehr lesenswert.

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(1.185)

2.024 Bibliotheken, 70 Leser, 8 Gruppen, 175 Rezensionen

london, magie, fantasy, krimi, geister

Die Flüsse von London

Ben Aaronovitch , Karlheinz Dürr
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.01.2012
ISBN 9783423213417
Genre: Fantasy

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(10)

23 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

melancholie, lissabon, bernardo soares, hilfsbuchhalter, ich

Das Buch der Unruhe des Hilfsbuchhalters Bernardo Soares

Fernando Pessoa
Flexibler Einband: 301 Seiten
Erschienen bei Fischer (TB.), Frankfurt, 01.11.1987
ISBN 9783596291311
Genre: Romane

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Tod eines Investmentbankers

Nils Ole Oermann
Fester Einband: 260 Seiten
Erschienen bei Verlag Herder, 01.02.2013
ISBN 9783451306761
Genre: Sachbücher

Rezension:

Ich habe Nils Ole Oermanns Sittengeschichte der Finanzbranche mit großer Faszination gelesen. Sein Wissen über den Feuerring der Finanzwelt ist profund.

Der rote Faden im Buch ist die Person Edson Mitchells, der bei einem Absturz seines Privatflugzeugs verunglückte. Mitchell gehörte dem Vorstand der Deutschen Bank an und brachte den bis dato dort unterentwickelten Zweig des Investmentbankings auf Touren und "The Deutsche" an die Spitze. Das Buch schildert jedoch nicht das Leben Mitchells - das war zunächst meine Erwartung und die wird auch durch den Titel angeregt. Sondern es geht tatsächlich um ein Sittenbild des Bankwesens bzw. des Investmentsbereichs. Was dort geschieht, wirkt, als besuchte man einen anderen Planeten, dessen Bewohner uns zwar in vielerlei Hinsicht gleichen, aber letzten Endes ohne wirkliche Gemeinsamkeit mit uns sind.

Die Faszination des Buches ging für mich von diesem Umstand aus. Die Finanzwelt ist ohne Gemeinsamkeit mit der Welt. Ich konnte nun verstehen, warum im Bankenwesen nach der Wirtschaftskrise kein Umdenken stattfindet. Weil kein Zusammenhang zwischen Wirklichkeit und der Finanzbranche existiert. Da es diesen Zusammenhang nicht gibt, können Zusammenbrüche, Wirtschaftskrisen und Finanztsunamis auch zu keinem Umdenken führen. Ohne Verantwortungsgefühl keine Rechenschaft, keine Einsicht.

Manko des Buches ist für mich, dass Oermann zwar mit großem Engagement schreibt und als Autor in seinen Zeilen für mich sichtbar ist - das empfand ich als sehr sympathisch. Stilistisch aber zeigt "Tod eines Investmentbankers" Mängel: Zu lange Sätze; der Autor überfüllt seine Passagen nicht selten. Ungeschickt gesetzte Klammern, Relativsätze, die man hätte besser auflösen sollen und hier und da Sprünge in der Gedankenführung, die offenbar auch das Lektorat von Herder übersprang. Dass die Lesbarkeit des Buches nicht im Vordergrund stand, zeigt auch der Umstand, dass englische Passagen nicht übersetzt wurden; In die Welt und Sprachwelt der Finanzbranche einzutauchen ist kein einfaches Geschäft, auf Englisch allemal. Hier hätte man sich mit Fußnoten behelfen können.

Trotzdem ist "Tod eines Investmentbankers" die Lektüre wert. Engagement und Kenntnis machen es zu einem wirklich bereichenden Buch.





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