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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

elke heidenreich, frau, frauen, frauen und leidenschaften, autorinnen

Frauen und Leidenschaften

Elke Heidenreich , Elke Heidenreich
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei Random House Audio, 22.01.2018
ISBN 9783837142044
Genre: Sonstiges

Rezension:

Das Hörbuch wendet sich an alle, die sich für schreibende und/oder lebende Frauen interessieren oder selbst dieser Spezies angehören. Zu ihrem 75. Geburtstag hat Elke Heidenreich hier verschiedene Texte ausgewählt, die zur Thematik passen. Manchmal sind sie traurig und nachdenklich stimmend, mal heiterer. Ich finde das Hörbuch sehr stimmig, was Text und Ton anbelangt. Man kann es aufgrund der Kürze immer mal wieder hören, wenn der Inhalt auch nicht wirklich neu ist, sofern man sich ein wenig mit Frauenliteratur und ihrer Geschichte befasst hat.

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Homestories

Elke Heidenreich ,
Audio CD
Erschienen bei Kein & Aber, 27.02.2013
ISBN 9783036912905
Genre: Romane

Rezension:

Die Geschichten in "Homestories" sind sehr unterhaltsam für zwischendurch und einmal etwas ganz anderes. Es geht um die verschiedensten Tiere mit ihren jeweiligen Problemen, die jeweils ziemlich eigen und manchmal typisch menschlich sind. Einige Geschichten fand ich doch sehr witzig und könnte sie immer wieder hören. Elke Heidenreich als Sprecherin macht ihre Sache hier sehr gut und passend, was das Hörvergnügen noch verdoppelt.

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44 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 5 Rezensionen

krimi, hercule poirot, england, detektiv, fesselnde story

Die Morde des Herrn ABC

Agatha Christie , Gaby Wurster
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Atlantik Verlag, 08.09.2014
ISBN 9783455650037
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Schon die Inhaltsangabe fällt aus dem Rahmen, denn Agatha Christie schreibt hier ungewöhnlicherweise einmal über einen Serienmörder. Dies ist sogar noch ein sehr gewitzter, denn er mordet ordnungsgemäß nach dem Alphabet. Das macht den Fall zu etwas ganz Besonderem, nicht nur für den Leser. Zu allem Übel bekommt Poirot auch noch geheimnisvolle Briefe, in denen die Untaten angekündigt werden. Er kommt in die unschöne Situation, ziemlich ratlos zu sein, und es dauert einige Zeit, bis seine grauen Zellen endlich wie gewohnt die Arbeit aufnehmen können. Der Krimi ist gut durchdacht, liest sich spannend und überraschend modern, denn heutige Krimis kommen ja kaum ohne Serienmörder aus. Die Kapitel "Nicht von Hauptmann Hastings selbst erzählt" (ansonsten ist er der Erzähler) waren gut eingebunden, obwohl die Überschrift nicht immer ganz stimmig und eigentlich auch überflüssig ist.

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Nein! Ich geh nicht zum Seniorenyoga!

Virginia Ironside , Sibylle Schmidt , Hannelore Hoger
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei Der Hörverlag, 13.11.2017
ISBN 9783844527773
Genre: Romane

Rezension:

In diesem Teil geht es um Indien, Einbrüche, einen esoterischen Untermieter und zwei Tiere, obwohl man beim Anblick des Covers denkt, Seniorenyoga stände im Mittelpunkt. Davon sollte man sich nicht abschrecken lassen. Nachdem mir ein früheres Buch der Autorin schon sehr gefallen hatten, war ich vom Hörbuch fast noch begeisterter. Die Sprecherin ist nämlich genau richtig dafür. Der Alltag und die Verwicklungen der 69-jährigen Erzählerin sind sowohl sehr realistisch als auch humorvoll geschildert, immer aber auch verbunden mit den ernsten Seiten des Lebens. Also genau die richtige Mischung und auch für etwas Jüngere interessant und unterhaltsam!

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

japan, krimi, mord, rätsel

Ich habe ihn getötet

Keigo Higashino , Ursula Gräfe
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.11.2017
ISBN 9783492310574
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Dies war wohl mein viertes Buch des Autors, bisher war ich immer begeistert. Sicher ist das Buch wieder originell aufgebaut, wenn auch auf wieder andere Weise. Higashino lässt sich wirklich immer Ungewöhnliches einfallen... Aber ich habe es weniger interessant gefunden, auch kamen mir die Personen irgendwie schon bekannt vor (natürlich waren es nicht dieselben, aber ähnlich). Auch die möglichen Motive sind ähnlich wie in den anderen Büchern.

Hier geht es um einen bekannten Drehbuchautor, der auf dem Weg zum Traualtar plötzlich tot umfällt. Dass drei Personen dem Ermittler sagen "Ich habe ihn getötet", wie im Klappentext erwähnt, ist nicht wahr. Die verschiedenen Perspektiven, die sich abwechseln, sind gut gemacht, aber wirklich erhellend sind sie nicht. Zwar gibt es am Ende eine Art Rätsel in Form eines Interviews, aber ein Licht ist mir dabei nicht aufgegangen. Überhaupt rauschte mir in der zweiten Hälfte des Buches, nachdem es kurz spannend geworden war, von den ewigen "Kapseln hier und Kapseln da" der Kopf. Es war einfach zu viel, man konnte nicht mehr scharf nachdenken. Insgesamt ist es zum Vergleich zu den Vorgängern ein eher schwächeres Buch von Keigo Higashino. Aber an Agatha Christie fühlt man sich trotzdem erinnert. Sie wird übrigens im Buch auch erwähnt.

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

lustig, kurzgeschichten, leben umkrempeln, single, beziehung

Auf der Suche nach Mr. Grey (Band 1-3)

Emily Bold
Flexibler Einband: 348 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 16.11.2015
ISBN 9783739208022
Genre: Romane

Rezension:

Die Thematik hörte sich witzig an und ich mag Bridget-Jones-artige Heldinnen sehr. Dass es eher leichte Unterhaltung ist, war mir schon klar. Anna, Anwaltsgehilfin und mit ihrer Figur unzufrieden (das Cover passt leider nicht so ganz), sucht (wie so einige nach der berühmten Buchreihe) nach ihrem persönlichen Mr. Grey. Natürlich geht dabei so einiges schief. Der erste Teil dieser "Gesamtausgabe" aus drei Teilen war an sich humorvoll (teilweise sogar zum lauten Lachen, was mir beim Lesen selten passiert) und aus dem Leben gegriffen. Aber ein wenig enttäuschend ist das Ende dann doch. Vor allem fehlten mir auch bei den nächsten Teilen einige Ausführungen, gerade weil das Buch sonst so offenherzig ist. Manches wird ziemlich schnell abgehandelt. Es stellen sich z. B. die Fragen: Inwieweit ist der neue Traummann denn wirklich ein "Mr. Grey"? Kann sich ein jahrelanger heimlicher Verehrer wirklich so seltsam verhalten? Reicht Tupfen aus, wenn Duschgel bei einem Angriff in die Augen gerät? Braucht eine Katze keine Katzentoilette? Dann gibt es wieder Längen, die ich hier nicht erwartet hätte. Das Kätzchen tat mir auch mehr und mehr leid und zum Schluss hoffte ich nur noch auf das Ende. Also insgesamt hätte man aus der Idee noch mehr machen können. Die Handlung schien mir etwas zusammengeschustert leider, wenn auch mit witzigen Details.

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126 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 45 Rezensionen

usa, thriller, sam bourne, us, weißes haus

Der Präsident

Sam Bourne , Ruggero Leò
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 21.07.2017
ISBN 9783404176588
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Aufgrund der Inhaltsangabe musste ich das Buch einfach lesen. Der Einstieg ist gut, die Spannung steigt zunächst. Aber dann ebbt sie ab, ich kann nicht genau sagen warum. Vielleicht schreibt der Autor etwas zu journalistisch oder die Perspektiven der einzelnen Personen waren nicht ausdauernd genug, obwohl gut angedacht. Im Mittelpunkt steht bald Maggie Castello, eine Mitarbeiterin des vorigen Präsidenten, die nach der Wahl zwar noch im Weißen Haus arbeitet, aber zur Außenseiterin geworden ist. Richtig nachvollziehen konnte ich die Handlungen von Castello nicht immer, sympathisch war sie mir auch nicht. Das Gefüge im Weißen Haus ist plastisch dargestellt und interessant. Leider bleibt "der Präsident" (so das ganze Buch hindurch genannt) selbst nur ein Schatten. Vom ihm ist zwar ständig die Rede, aber seine Innenperspektive taucht nicht auf. Von einigen anderen Charakteren, die interessant anmuten, wird leider zu wenig erzählt bzw. der Faden endet plötzlich. Gerade am Ende fehlte mir daher etwas.

Die Geschichte um die geplante Ermordung des Präsidenten was das spannendste an diesem Thriller. Aber drumherum verfranst sich die Geschichte, denn es gibt noch andere Machenschaften. Einen spannenden Thriller würde ich das Buch leider nicht nennen. Aber die Darstellung des Präsidenten ist an Aktualität nicht zu überbieten, was das Buch lesenswert macht. Man fragt sich öfter: Was wäre wenn? Aber vielleicht wäre das Cover ohne die Silhouette subtiler gewesen, weil eine große Frage offen bliebe.

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16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Der Tanz der Möwe

Andrea Camilleri , Rita Seuß , Walter Kögler
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 11.03.2016
ISBN 9783404172573
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Habe das Buch zufällig auf dem Grabbeltisch erstanden und war erstmal erstaunt, dass ich den "erfolgreichsten Autor Italiens" bisher noch nicht kannte. Die ersten 50 Seiten haben mir sehr gut gefallen, Commissario Montalbano ist stellenweise ziemlich originell. Nachdem er über den Todestanz einer Möwe am Strand grübelt und sein Kollege verschwunden ist, wird er in einen seltsamen Fall verwickelt. Dieser nimmt allerdings keine Spannung an und ist insgesamt eher dünn, fast an den Haaren herbeigezogen. Davon abgesehen, dass mich Mafia-Geschichten sowieso weniger interessieren, bekommt man von den Personen kein Bild. Montalbano und vielleicht zwei seiner Kollegen sind die einzigen, die wenige persönliche Züge bekommen. Auch insgesamt hat der Krimi zu wenig Substanz und Dichte. Vielleicht muss man schon länger Fan der Serie sein, um hier mitzuhalten. Italienisches Flair und mediterranes Essen, wie irgendwo steht, habe ich auch vermisst. Letztendlich hat mich das Buch doch enttäuscht, gebe 2,5 Sterne.

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Franz Hessel: Spazieren in Berlin

Franz Hessel , Moritz von Rappard , Moritz von Rappard , Sebastian Weber
Audio CD
Erschienen bei BUCHFUNK Hörbuchverlag, 13.03.2013
ISBN 9783868471816
Genre: Romane

Rezension:

Ich kenne das Buch von Franz Hessel nicht, nehme aber an, dass hier nur Auszüge daraus gesprochen wurden. Jedenfalls bekommt man kleine Eindrücke (mehr ist es leider nicht), wie die Stadt damals war, aber interessant und atmosphärisch ist es schon. Der Sprecher spricht ziemlich auffällig, ich weiß nicht, ob es das Gegenteil von "Leiern" sein soll (wie soll man es nennen?) oder ob es durch die Musik so "spannend gesprochen" wirkt. Jedenfalls hört es sich wie ein Krimi an, ob das gut oder schlecht ist, ist schwer zu beurteilen. Die Musik ist als Jazz zwar irgendwie passend, aber gefallen hat sie mir persönlich nicht. Deshalb: Interessanter Inhalt (wenn auch viel zu wenig), aber irgendwie seltsam, vielleicht durch die Musik.

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28 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 3 Rezensionen

berlin, familie, 1930er jahre, arbeitslosigkeit, alltagssorgen

Kleiner Mann – was nun?

Hans Fallada , Carsten Gansel
Flexibler Einband: 557 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 18.08.2017
ISBN 9783746633442
Genre: Romane

Rezension:

Der "Kleine Mann" war mir schon von meiner Großmutter ein Begriff, jedoch weiß ich erst nach diesem Buch, was genau damit gemeint ist. Bei Fallada kämpft sich stellvertretend für diese Spezies der Konfektionsverkäufer Pinneberg mit seinem "Lämmchen" durchs Leben. Gleich zu Beginn der Geschichte erwarten sie nämlich schon  ein Kind. Nun soll nach dem spontanen Heiratsbeschluss eine eigene Bleibe her. Beide sind noch sehr jung und ihre Liebe zart, aber tatsächlich bewährt sie sich im Alltag, der immer schwieriger wird.

Irritierend fand ich zunächst die penetranten Verniedlichungen ("Jungchen, Lämmchen", "Murkel", auch "Tierchen" für Menschen). Neben der Liebesentwicklungsgeschichte erzählt der Roman viel aus vom Leben in den frühen Dreißiger Jahren, so als wäre man dabei. Der einfache, umgangssprachliche Schreibstil scheint für damalige Verhältnisse neu gewesen zu sein und liest sich überrraschend leicht (bis auf mir unbekannte Worte, an denen ich rätselte). Fallada beschreibt detailreich, aber nie langweilig die Realität, wie diese eben ist, erbarmungslos, aber auch humorvoll. Manches erinnert tatsächlich an Loriot. Verwunderlich ist, wie viele Szenen auf heutige Zeiten übertragen werden können, ob nun Rationierung im Betrieb, Mobbing, Ärger mit Krankenkasse und Behörden, Armut ("Läden, in denen man nichts kaufen kann, Kinos, die man nicht reinkann, Cafés für Zahlungsfähige, Museen für Anständiggekleidete, Wohnungen für die anderen, Behörden zum Schikanieren...").

Politisch wird nicht eindeutig Stellung genommen, den aufkeimenden Nationalsozialismus spürt man jedoch. Die Hauptbotschaft des Buches ist das kleine Glück im Privaten, das einem niemand nehmen kann. Auch Freundschaft hat für das Paar ihre hilfreichen Seiten. Trotz allen Niederlagen steht als Ideal die Liebe der beiden im Vordergrund. Lämmchen ist dabei die Stärkere.

Es war schön, den Roman in der Originalfassung von atb zu lesen. Das lange Nachwort zu den Neuerungen hätte interessanter sein können, lediglich der Teil zu den Leserbriefen an und von Fallada ist aufschlussreich. Was mir fehlte, waren Erläuterungen zur verwendeten Sprache. "Tjüs" und "Püpping" kann man noch nachvollziehen, "Tippel retten" dagegen weniger.
 

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Pfingstrosenrot

Christian Schünemann , Jelena Volic
Flexibler Einband
Erschienen bei Diogenes, 27.09.2017
ISBN 9783257244038
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In ihren zweiten Fall wird Milena Lukin durch ihren Onkel gezogen, der sich gerade im Krankenhaus erholt und dabei Unmengen an Essen herbeigeschafft bekommt. Die Fürsorglichkeit der Protagonistin, zusammen mit ihrer Entschlossenheit und dem Mut, ist immer wieder sympathisch und eine wunderbare Mischung. Ein altes serbisches Ehepaar ist im Kosovo ermordet worden, als es dorthin zurückgekehrt ist. Vorurteile flammen auf, gleichzeitig wird von den Zuständigen nicht viel ermittelt. Milena möchte gerne mehr über die Umstände erfahren, da ihr Onkel einst in die Frau verliebt gewesen war. Die verschiedenen Stränge haben mir gut gefallen, man erfährt viel über die einzelnen Personen, vom ehrgeizigen Politiker bis hin zu jungen Kellnern. Einen großen Raum nimmt auch in diesem Buch des Autorenpaares wieder die Geschichte des Landes bzw. der beteiligten Länder ein, bis hin in die komplizierte Gegenwart. Langweilig wird der Krimi trotzdem nicht, ganz im Gegenteil. Trotz der ernsten Thematik fand ich das Buch durchgehend spannend. Sicher gibt es so einige Zufälle, aber konstruiert wirkt es trotzdem nicht. Das Privatleben Milenas kam mir hier fast ein wenig zu kurz, aber sie hat ja auch wenig Zeit dafür. Ein spannender, ernster und anspruchsvoller Krimi ist es auf jeden Fall (selbst Schreibfehler sind nicht zu finden) und ich kann den dritten Teil kaum erwarten zu lesen.

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

berlin, tagebuch, gefangener, lager, ägypten

Don Carlos hinter Stacheldraht

Rainer Rose
Fester Einband: 96 Seiten
Erschienen bei Rose, Rainer, 23.12.2016
ISBN 9783000518904
Genre: Historische Romane

Rezension:

Dieses Tagebuch einer Kriegsgefangenschaft von Siegwart Rose hat mich sehr überrascht. Es ist ganz anders, als man sich so etwas vorstellt, und vor allem ein richtiges Kunstwerk. Im Selbstverlag von einem Angehörigen herausgegeben, wurde bei der Buchgestaltung sehr auf Qualität und Form geachtet. Herausgekommen ist eine ausgefallene Zusammenstellung, die über den Text weit hinausgeht. Es ist außerdem kaum zu glauben, dass hier alte handgeschriebene Tagebuchschriften wie neu aussehen. Die Handschrift von Siegwart Rose ist sehr schön und klar, so dass man sie gut lesen kann. Dazu kommen noch Gedichte, Fotos und Illustrationen. Rose scheint ein wahrer Künstler gewesen zu sein, der 1943 wie viele andere in ägyptische Kriegsgefangenschaft geriet. Er zeichnet und beschreibt das Lagerleben und den Alltag eines „POW“ ( Prisoner Of War) und bewahrt dabei eine Gelassenheit und Ironie, die man in dieser Situation wohl haben muss. Die Texte werden  immer wieder mit Witz und anderen Abschweifungen aufgelockert.

"Don Carlos hinter Stacheldraht" ist ein interessantes Zeitdokument in ausgefallener Gestaltung, das aus dem Rahmen von Tagebüchern fällt. Das gebundene Buch hat ein passendes, etwas größeres Format und sieht schon von außen ansprechend aus. 

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62 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 9 Rezensionen

krimi, mord, hercule poirot, erpressung, agatha christie

Alibi

Agatha Christie , Michael Mundhenk
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Atlantik Verlag, 08.09.2014
ISBN 9783455650044
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"Alibi" ist ein Klassiker der "Queen of Crime", der aufgrund seiner Schreibweise auf jeden Fall aus dem Rahmen fällt. Hier wird nämlich in der Ich-Form geschrieben, was zunächst irritiert. Der Erzähler ist ein Dorfarzt, der dem berühmten Hercule Poirot zur Seite steht. Denn zufällig hat sich Poirot als Nachbar im Dorf niedergelassen und wollte sich eigentlich zur Ruhe setzen. Aber natürlich nimmt er sich bald einem Fall an. Roger Ackroyds ist in seinem Arbeitszimmer ermordet worden, nachdem er wohl noch einen Brief gelesen hat, in dem es um eines Erpresser ging.

In diesem Buch gibt es wieder mal einen verdächtigen Diener und viele andere Bedienstete, über die man aber wenig erfährt. Dazu kommt die klatschsüchtige Schwester des Arztes, die recht amüsant ist und die einzige Personen, die im Kopf bleibt. Im Vergleich zu anderen Agatha-Christie-Krimis fand ich die Personen leider zu blass dargestellt und musste häufig überlegen, wer nochmal wer war. Auch der ironische Witz kam mir hier zu kurz, vom Dorfklatsch abgesehen. Es gibt keinen wirklichen Verdächtigen, so dass man wenig mitraten kann und deshalb die Spannung ausbleibt. Allerlei Kleinigkeiten, die nur Poirot von jeder Seite überdenken kann, verwirren den Leser, ohne dass ein roter Faden auftaucht. Die Überraschung zum Schluss ist allerdings gelungen, sogar ein Highlight, aber interessante Fragen bleiben offen. Für mich persönlich war das Buch kein Highlight der Autorin, da gibt es spannendere und humorvollere.

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18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

terrorismus, thriller, berlin, erpressung, brisant

Das Berlin-Ultimatum

Peter Schlifka
Flexibler Einband
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 05.04.2017
ISBN 9783839220689
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Eigentlich bin ich etwas spektisch, wenn ein Buch aktuelle Geschehnisse aufgreift und daraus laut Klappentext ein erschreckendes Szenario bastelt und beschreibt. Es besteht die Gefahr, dass der Thriller reißerisch und oberflächlich bleibt. "Das Berlin-Ultimatum" von Peter Schlifka hat mich erfreulicherweise vom Gegenteil überzeugt. Die Überraschung kam sowieso sehr früh, denn nach dem ersten Reinlesen konnte ich das Buch nicht mehr weglegen. Schon am Anfang ist es ungemein spannend (und erschreckend). Dabei ist es erst 8 Uhr morgens, als die Geschichte beginnt. Das ganze Buch spielt an einem einzigen Tag, ist schon daher sehr rasant. Aber auch die gekonnte Schreibweise trägt zur Spannung bei. Es gibt verschiedene Perspektiven und dazu einen Ich-Erzähler, der auf jeden Fall ungewöhnlich ist. Es dauert ein wenig zu verstehen, welche Rolle er spielt.

In einem Restaurant mitten in der Hauptstadt gibt es zu Beginn eine Explosion, Islamisten bekennen sich zu dem Anschlag und ein Ultimatum wird gestellt. Weitere verheerende Anschläge werden in Aussicht gestellt und die Ermittler versuchen trotz der Aufregung ihre Arbeit zu verrichten. Wie sie dabei vorgehen, ist interessant zu lesen. Durch die Kenntnisse des Autors wirkt alles sehr authentisch. Auch die Personen sind jederzeit glaubwürdig, obwohl es hier einige Hartgesottene gibt. Die vielen Schießereien und eine Superheldin haben mich hier ausnahmsweise nicht gestört, weil alles zur Handlung gehört, die es eben in sich hat. Dieser Thriller gehört zu den spannendsten, die ich je gelesen habe. Dabei ist er sehr komplex aufgebaut und regt aus verschiedenen Gründen immer wieder zum Innehalten und Nachdenken an. Ich frage mich, warum das Buch nicht auf der Bestseller-Liste steht!

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17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

luxemburg, demenz, altenheim, trier, eifel

Moselruh

Moni Reinsch , Simon Reinsch
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei KBV, 07.07.2015
ISBN 9783954412549
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"Moselruh" ist eindeutig weniger spannend als "Feuer über der Mosel" der Autoren, hat dafür ein ungewöhnliches Thema. Ich würde das Buch fast als Wohlfühlkrimi bezeichnen (positiv gemeint), allerdings steht das Thema Demenz im Vordergrund, da nach einem Mord im Seniorenheim ermittelt wird. Der sympathische junge Pfleger ist tot und auf die Aussagen der Zeugen kann man sich nicht verlassen. Die etwas blassen Ermittler, von denen bei mir kein wirkliches Bild vor Augen entstand, haben es nicht leicht. Mir fehlte der Wiedererkennungswert, was aber einige Senioren weggemacht haben. Das Buch besteht überwiegend aus wörtlicher Rede, weshalb vielleicht die Charaktere und ihre Perspektiven etwas zu kurz kommen. Gut (realistisch wie humorvoll) geschildert ist der Alltag in einem Seniorenheim und die Verhaltensweisen der Bewohner. Sogar etwas fürs Herz ist zum Schluss noch dabei. Insgesamt komme ich auf 3,5 Sterne.

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47 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

dystopie, maschine, science fiction, science-fiction, kurzgeschichte

Die Maschine steht still

E. M. Forster , Gregor Runge
Fester Einband: 80 Seiten
Erschienen bei Hoffmann und Campe, 14.10.2016
ISBN 9783455405712
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Dass E. M. Forster 1909 eine Kurzgeschichte geschrieben hat, in der er die heutige Gegenwart stellenweise vorwegnahm und allgemein düstere Prognosen ausführte, wusste ich vor diesem Zufallsfund in der Bibliothek nicht. Heute steht das Buch wohl vor allem für die Idee des Internets, das zu Forsters Zeiten natürlich noch ganz unbekannt war. Aber mit dieser Schnellinterpretation wird man der kurzen Geschichte nicht gerecht. Es gibt darin viele Themen mehr, die aber leider viel zu kurz erwähnt werden. Ich möchte nicht leichthin aufgrund der aktuellen und wichtigen Thematik 5 Sterne geben. Literarisch hat mich das Buch nicht begeistert, trotz der wenigen Seiten war es etwas mühsam zu lesen, irgendwie fragmenthaft. Da macht auch die Aufteilung in drei Kapitel nicht mehr viel gut. Ob der Autor die Kurzgeschichte eigentlich zur Veröffentlichung gedacht hatte sowie zur Entstehungsgeschichte weiß ich leider nichts. 

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21 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

dresden, krimi, kunstschmuggel, regional, kunst

Mordskunst im Elbtal

Thea Lehmann
Flexibler Einband: 280 Seiten
Erschienen bei Saxo-Phon, 01.11.2017
ISBN 9783943444667
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In dem dritten Regionalkrimi von Thea Lehmann dreht sich alles um die Kunst. Die Fäden rund um eine Schar bunt gemischter Protagonisten werden bereits zu Beginn fein gesponnen, was kein Zufall ist und immer mehr Turbulenzen aufkommen lässt. Die Figuren sind voller Leben (solange sie eben leben) beschrieben, so dass das Lesen Spaß bereitet. Auch die kleinen Cliffhanger machen es spannend. Alles fängt damit an, dass eine junge Wirtshausbedienung, die bewusstlos auf einer Bahnhofsbank aufgefunden wird, einen mysteriösen Tod stirbt. Auch das Leben eines mit Schulden beladenen Malers und Restaurators findet ein Ende. Leo Reisinger ermittelt schließlich sogar unter Hirschen und Elstern, nebenbei hat er private Probleme, die mit Hoftieren zu tun haben. Die Sächsische Schweiz mit ihren Schauplätzen fügt sich gut ins Geschehen ein. Man erfährt Geschichtliches, aber auch unterhaltsam einiges über das Kunstgeschäft. Die Liebe spielt ebenso ab und an eine Rolle, wobei hier einiges für einen nächsten Teil offen bleibt.

"Mordskunst im Elbtal" ist eine stimmige, unterhaltsam-spannende Lektüre vor den Kulissen der Sächsischen Schweiz. Mir ist noch eine deutliche Steigerung zum Erstling der Autorin aufgefallen. Da wartet man gerne auf eine weitere Fortsetzung.  

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Berliner Filz

Horst Bosetzky
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Jaron, 30.06.2016
ISBN 9783897737976
Genre: Historische Romane

Rezension:

Zufällig habe ich zu diesem Teil der Reihe gegriffen, da mir ein anderer bereits gut gefallen hatte. Das Buch spielt kurz nach der Teilung Berlins, der alte Kappe ist im Ruhestand und langweilt sich ziemlich. Aber es gibt ja die Nachkommenschaft. Drumherum gibt es Mauertote, Korruption und Wohnungsbau. Die Idee ist noch immer gut, man erfährt viel Interessantes zur Berliner Geschichte 1962. Man könnte fast sagen: zu viel. Man wird richtiggehend erschlagen mit Informationen. Denn nebenbei versucht sich der Leser wie gewohnt die handelnden Personen zu merken und dem Krimi zu folgen. Die Personen sind gut angedacht, die Verwicklungen und Verbindungen zwischen ihnen durchaus vielversprechend, und es könnte alles so gut sein... Doch durch die Menge an Informationen zur Stadt und prominenten Berlinern wird man immer wieder aus der Geschichte gerissen. Interessantes Geschichtsbuch "Berliner Filz" ist es allemal, doch darunter leidet der Kappe-Fall mit jeder Seite mehr. Ich konnte nicht am Stück lesen, gerade weil ich immer wieder etwas nachschlagen wollte, was interessant erschien. Dadurch nahm ich die Protagonisten trotz aller Mühe zur Mitte hin nur noch am Rande wahr und hatte Mühe sie auseinanderzuhalten. Wirklich schade drum, denn man kann Geschichtliches auch einbetten, ohne ein Prosabuch kaputt zu machen. Hier reihen sich ganze Zeitungsartikel aneinander, die sich die Polizisten vorlesen, was irgendwann penetrant wirkt. Jede Schlagzeile wird erwähnt, ohne dass es zur Handlung beiträgt, dazu kommen jede Menge Straßennamen usw. Zum Schluss wirkt es leider lieblos zusammengeschustert, was von der Idee her nicht hätte sein müssen.

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118 Bibliotheken, 0 Leser, 7 Gruppen, 14 Rezensionen

krimi, hercule poirot, weihnachten, england, agatha christie

Hercule Poirots Weihnachten

Agatha Christie
Flexibler Einband: 222 Seiten
Erschienen bei Fischer Taschenbuch, 15.10.2007
ISBN 9783596177707
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In diesem Krimi von Agatha Christie aus dem Jahr 1938 feiert Poirot nicht etwa Weihnachten, wie man denken könnte, auch erfährt man wenig über ein typisch britisches Fest. Noch nicht einmal vom berühmten Plumpudding ist (außer im Klappentext) die Rede. Dafür steigt man gleich in eine bissige Weihnachtskomödie ein, mit der sich die Autorin fast selbst übertroffen hat, wie ich finde. Die handelnden Personen gehören größtenteils zur Familie eines ungewöhnlichen alten Herrn. Er hat seine Gäste mit Bedacht zum Fest geladen – nämlich um großen Spaß zu haben. Den hat er, wenn er allen rücksichtslos seine Meinung sagt und Sorgen ums Erbe in ihren Gesichtern sieht. Die Personen werden so wunderbar geschildert, dass man sie gut auseinanderhalten und vor sich sehen kann. Natürlich ist mal wieder alles dabei, was unter den Menschentypen zu finden ist. Seltsamerweise sind durch die feine Ironie nie Klischees zu entdecken.

Die Familie ist Simeon Lee aus verständlichen Gründen nicht wohlgesonnen, jeder hat gute Gründe ihn zu hassen. Plötzlich wird er ermordet aufgefunden und vor Verdächtigen wimmelt es nur so. Zufällig ist Poirot in der Gegend und bietet seine Dienste als "sachverständiger Beobachter" und Psychologe an. Aber der Fall wird immer kniffliger, je mehr Ungereimtheiten aufgedeckt werden. Das Buch ist von Anfang bis Ende spannend und hat mir Riesenspaß gemacht. Ich würde "Hercule Poirots Weihnachten" zu den Highlights von Agatha Christie zählen, auch wenn ich noch nicht alle gelesen hate. Die Auflösung war angenehm überraschend und durchaus nachvollziehbar. Ich habe eine etwas ältere Ausgabe gelesen und kann daher zur aktuellen (?) Übersetzung nichts sagen.

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122 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 73 Rezensionen

krimi, england, weihnachten, mord, klassiker

Geheimnis in Rot

Mavis Doriel Hay , Barbara Heller
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 20.12.2017
ISBN 9783608961898
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Man sollte wissen, dass es sich hier um einen "klassischen" Krimi aus den 30er Jahren handelt. Der Verlag Klett-Cotta hat es sich zur Aufgabe gemacht, alte britische Kriminalromane wiederzuentdecken bzw. entdecken zu lassen, was sehr rühmlich ist. Die Ausgabe ist wie die anderen liebevoll gemacht, wenn auch mit einigen unschönen Schreibfehlern. Der Titel ist allerdings nicht wirklich passend. Vielleicht gibt aber der englische Originaltitel zu viel über den Fall preis.

Das Buch fängt gemächlich an, nämlich mit den Vorstellungen der vielen Personen, die meisten davon gehören zur Familie des späteren Opfers. Eine Übersicht hätte gutgetan, man verliert hier zwischendurch den Überblick. Einmal steht "Großvater" wo meines Erachtens "Vater" hingehört hätte, vielleicht da auch jemand anders durcheinandergekommen... Die Schreibweise ist trotzdem unterhaltsam und fein psychologisierend-ironisch, was durchaus an Agatha Christie erinnert. In der zweiten Hälfte wird es leider etwas langweiliger und die vielen Schilderungen, wann nun wer in welchem Raum war und wo hindurchging, machen es nicht besser. Obwohl die Kapitel aus verschiedenen Perspektiven geschrieben sind (oder zumindest einige, denn der Colonel steht im Mittelpunkt), bleibt die Erzählweise doch gleich. Wirklich spannend ist der Krimi nicht, aber er hat durchaus seinen Reiz durch das Ambiente der Familienfeier und dem klassisch-humorvollen Schreibstil. Trotzdem hätte noch mehr draus gemacht werden können, was ein wenig schade ist.

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Schakale in Shanghai

Xiaolong Qiu , Susanne Hornfeck
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 08.12.2017
ISBN 9783423217064
Genre: Romane

Rezension:

Ex-Oberinspektor Chen ist ein sympathischer Protagonist, "pietätvoller" Sohn, poetisch und philosophisch veranlagt - und unbestechlich in einem Land, wo Korruption und politische Intrigen an der Tagesordnung sind. Seinen Posten hat er ganz plötzlich verloren und überlegt gerade noch warum, da scheint man ihm schon noch Böseres zu wollen. Es gibt Tote und Vermisste und doch ist lange alles unklar.

Zwischen allerlei Einblicken in die Geschichte und Lyrik Chinas, auch die täglichen Essgewohnheiten, erfährt man viel über das Leben im Einparteiensystem. Chen traut nur wenigen, ist sehr modern mit Laptop unterwegs, hat dabei alte Gedichte und Konfuzius im Kopf. Es ist eine Welt der Prinzlinge, Zweitfrauen und anderem zunächst Unbekannten. Als mein erster chinesischer Krimi war das Buch sehr interessant und dazu gut lesbar (was ich nicht unbedingt erwartet hatte). Das Buch ist ansprechend zart geschrieben (gerade auch wo es um Frauen geht), dann wieder gesellschafts- und regimekritisch. Bei dieser Mischung geht die Krimihandlung fast ein wenig unter. Die unterschwellige Spannung, die sich durch "Schakale in Shanghai" zieht, ist eher der düsteren und angespannten Atmosphäre geschuldet als Action und Überraschungen. Auf jeden Fall ist die Krimireihe um Chan interessant und ungewöhnlich, besonders wenn man hautnah über China informiert werden möchte und "anspruchsvolle" Kriminalromane mag wie ich.

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

krimi, burger, böse, deutschland, band 14

Die linke Hand des Bösen

Wolfgang Burger
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.10.2017
ISBN 9783492060318
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Nachdem ich damals von "Das vergessene Mädchen" begeistert gewesen war (war von der ersten Seite an spannend), habe ich es nun mit dem schon 14. Teil der Gerlach-Reihe versucht. Das Bodenständige und die realitätsnahen Personen gefallen mir noch immer, trotzdem liest sich das Buch wie ein Wälzer. Es sind über 400 Seiten, aber leider wird es erst auf den letzten 100 spannend, wenn auch überraschungsarm. Ich muss dazusagen, dass ich mich mit broschierten Büchern wegen des unhandlichen Formats sowieso noch nicht anfreunden konnte.

Alexander Gerlach ermittelt hier in dem unschönen Fall eines getöteten Kollegen, der neu im Team war und als Einzelgänger bekannt. Hatte sich dieser in einen früheren Fall verbissen, der ihm gefährlich wurde? Jedenfalls ziehen sich die gegenwärtigen Ermittlungen ganz schön hin, dazwischen kommt Gerlachs Privatleben eher spärlich vor. Am Ende gab es noch nicht einmal eine Auslösung bezüglich seiner Tochter, die evtl. in Problemen steckt. Insgesamt ist es ein nettes Buch, besonders wenn man schon in die Reihe eingetaucht war, aber eben auch nichts, das man unbedingt lesen müsste. Einerseits gibt es viele unwichtige Abschweifungen, anderes bleibt dagegen offen.

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16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

glücklich, junge, pubertät, reich, theo

Wie ich plötzlich reich wurde und dachte, alles wird cool

Stephanie Polák
Fester Einband: 184 Seiten
Erschienen bei Südpol Verlag, 28.08.2017
ISBN 9783943086478
Genre: Jugendbuch

Rezension:

So manches Kind (und natürlich auch Erwachsener) denkt sich, plötzlich viel Geld zu haben würde alles verändern. In diesem Roman, der 11- bis 14-Jährige anspricht, kann man lesen, wie es dann kommen kann. Theo lebt mit Mutter und Tante in einem ärmeren Stadtviertel. Die Wohnung ist zu klein und nun wollen die beiden Frauen auch noch ein Kosmetikstudio in seinem Kinderzimmer einrichten. Und sein Schwarm ist vergeben, wie es aussieht. Da hat seine Tante plötzlich die Chance, in einer Fernsehshow eine halbe Million Euro zu gewinnen... Das Thema spricht die Zielgruppe auf jeden Fall an und die kurzen Kapitel machen das Lesen leicht (was in dieser Altersklasse ansonsten häufig weniger der Fall ist). So fühlen sich auch Lesemuffel nicht gleich erschlagen. Mein 11-jähriger Sohn vermisst auch oft Bilder in Büchern. Dieser Roman ist aber so bildhaft geschrieben, dass man sich alles gleich gut vorstellen kann.

Für mich hatte das Buch irgendwie drei Teile. Zuerst wartet man auf den Gewinn, dann wird die Fernsehshow ziemlich ausführlich geschildert (humorvoll und realistisch, soweit ich das beurteilen kann), und danach geht es ziemlich viel ums Verliebtsein, aber auch Freundschaft und die Tücken drumherum. Zusammen mit dem Thema Geld (und ob es wirklich glücklich und cool für andere macht) werden hier wichtige Themen ohne erhobenem Zeigefinger angesprochen. Das Ende hat mir gut gefallen.

Es ist immer etwas schwierig, als Erwachsener ein Kinder- und Jugendbuch vollständig zu beurteilen. Inwieweit die "Jugendsprache" realistisch ist oder aufgesetzt klingt, sollte die angesprochene Altersgruppe beurteilen. Theo ist als 14-Jähriger sehr vorbildlich für sein Alter (was ich als Mutter natürlich gut finde). 11-Jährige Leser mögen evtl. die viele Küsserei im Buch weniger, während 14-Jährigen das Buch zu "brav" sein könnte. Aber das sind nur meine persönlichen Erfahrungen bzw. Spekulationen...

 

 

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australien, korruption, krimi, mord, polizei

Bitter Wash Road

Garry Disher , Peter Torberg
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Unionsverlag, 24.07.2017
ISBN 9783293207776
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Paul Hirschhausen ist der Neue und gleichzeitig Einzige in einer ganz kleinen Polizeistation in Tiverton, denn in dem übersichtlichen australischen Ort geschieht kaum etwas. Wie "Hirsch" dort hingeraten ist, wird schon am Anfang immer wieder angedeutet, bis man sich dann einen Reim draus machen kann. Er wird von seinen Polizeikollegen als Verräter angesehen und gemobbt. Wie er damit umgeht, ist anfangs noch gut und vorbildhaft zu lesen. Noch macht die Ironie die Schwerfälligkeit des Schreibstils wett, was aber nicht lange anhält. Beispielsweise heißt es bei Hirschs Betrachtung eines Astes, "Äußerlich kräftig und gesund, doch drinnen lauerte stiller Verfall. Ein wenig so wie bei der Polizei, eigentlich." Das ist dann auch gleich Motto des Buches, wie immer deutlicher wird. Eine Teenagerin wird scheinbar überfahren aufgefunden, aber Hirschs Kollegen interessieren sich nicht sonderlich dafür.

Nachdem der Anfang also noch hoffen lässt, bleibt bald wenig übrig vom angekündigten "verdammten Meisterwerk" laut Rückseite. Die langen Landschaftsbeschreibungen gesellen sich zu allgemeiner Schwerfälligkeit. Auch wenn damit die Mentalität der Bewohner deutlich werden soll - die Handlung leidet genauso wie die Personenbeschreibungen. Irgendwie sind sie alle nur karge Statisten in einer öden Atmosphäre. Hirsch hätte (mangels anderer Sympathieträger) das Zeug zu einer interessanten Person, aber man erfährt kaum etwas über ihn und sein bisheriges Leben. Aus Einsamkeit möchte er lediglich einigen Frauen in die Haare fassen u. ä. Die Teenager des Ortes sind wiederholt "verwirrt und verloren", dabei wäre ihr Innenleben aufschlussreich gewesen. Die Männer haben eine "Fassbrust", das ewige "Sarge" und "Sir" kommt einem irgendwann nur noch überflüssig vor. "... in seinen tief liegenden Augen lag tiefer Schmerz" kann natürlich auch der Übersetzer fabriziert haben. Auf jeden Fall kommt trotz skandalösen Ereignissen das Buch nicht in Schwung und man bleibt als Leser seltsam unbeteiligt. Rückblickend fällt auf, dass es eigentlich auch an Handlung fehlt und natürlich an Überraschungen, denn immerhin soll es ein Kriminalroman sein. Anfängliche Vermutungen (immer wieder überdeutlich zu lesen) stellen sich als wahr heraus, das ist alles - trotz kleiner Wendung, die aber zu kurz abgehandelt wird. Ich habe mich lange nicht mehr so gelangweilt mit einem Buch (auf das ich sehr gespannt gewesen war). Wie es auf die "Krimibestenliste" geraten ist, ist mir ein Rätsel.

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alexandria, ägypten, nagib machfus, liebe, naghib mahfouz

Miramar

Nagib Machfus , Wiebke Walther
Flexibler Einband: 239 Seiten
Erschienen bei Unionsverlag, 01.09.2002
ISBN 9783293202412
Genre: Romane

Rezension:

Als ersten arabischsprachigen Literaturpreisträger sollte man Nagib Machfus wohl gelesen haben. Ich habe mit "Miramar" angefangen, das erstmals 1967 erschienen ist. Es entführt nach Alexandria, wie es damals war. In der Pension mit dem Namen Miramar treffen mehrere Männer aufeinander, die sehr unterschiedlich sind. Alle werden sie von der schönen Fellachin (das Wort musste ich erstmal googeln) Zuchra angezogen, die aus ihren Dorf geflüchtet ist und der griechischen Pensionsinhaberin zur Hand geht. Es geht viel um politische ägyptische Zustände, aber auch rein Menschliches. Die Männer haben entweder eine Vergangenheit hinter sich oder sehen eine bestimmte Zukunft vor sich. Aber alles ist gar nicht so einfach, nicht nur die gesellschaftlichen Bedingungen, auch das Innenleben der Protagonisten... Einige verwickeln sich in tragische Wirrungen bezüglich der Frau(en) und der Roman wird fast zur Komödie. Was für Liebe gehalten wird, ist manchmal etwas anderes. Der Aufbau des Romans, die Perspektiven von vier der Männer, ist gelungen. So ist es ein Art Mosaik, das sich zum Schluss zusammensetzt. Zuchra und der älteste Mann sind die vorbildhaften Protagonisten, die trotz allem fast strahlend ihren Weg gehen, während die anderen träumen oder auf falsche Ziele setzen.

Das Buch hat sehr gute Stellen und schöne, wahre Sätze. An anderen Stellen wirkt es etwas langatmig oder schwer verständlich. Vielleicht liegt das auch an der Übersetzung oder man sollte vorher einiges über Ägypten wissen. Die Worterklärungen hinten machen das Verständnis leichter. Aber was z. B. ein Buffet in einem Kino ist und einige andere Worte sind mir noch rätselhaft. Nach einiger Überlegung gebe ich aber doch 4 Sterne.

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