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21 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

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99 Särge

Xiaolong Qiu , Susanne Hornfeck
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Zsolnay, Paul, 03.02.2014
ISBN 9783552056770
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Welt von Oberinspektor Chen ist eine ganz andere als man sie von "hiesigen" Kommissaren kennt. Bei seinen Ermittlungen muss er sich ständig zurücknehmen, um nicht in Ungnade zu fallen. Immer wieder muss er abwägen zwischen seiner eigenen Moral und den Richtlinien des Systems. Hier geht es um einen Wohnungsbaudirektor, der anscheinend Selbstmord begangen hat, nachdem "Netzbürger" seine Machenschaften aufgedeckt hatten und er sich bereits in einem speziellen Gewahrsam befand. Man bekommt einen guten Eindruck, welche Rolle das Internet in einer Nicht-Demokratie hat, und wie sich die Gegebenheiten auf die Menschen auswirken.

Chen wird in den Fall persönlicher einbezogen als ihm lieb ist. Nebenbei soll er noch Gedichte schreiben (eine alte Leidenschaft, die als Polizist oft zu kurz kommt) und sich um seine kranke Mutter kümmern. Wegen des ungewöhnlichen Oberinspektors lese ich diese Reihe gerne. Man erfährt viel Interessantes über China, der Schreibstil ist gut verständlich und unaufgeregt, aber spannend war dieser siebter Fall nicht. Chen tappt lange im Dunkeln, erst zum Ende hin wird ihm alles klar, aber überraschend ist das nicht. Mit dem achten Fall "Schakale in Shanghai" hat er sich jedenfalls gesteigert und ich bin gespannt, was noch kommt.

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Die große Kommissar-Beck-Box – Seine gesamten Fälle

Maj Sjöwall , Per Wahlöö , Charles Wirths , Christian Brückner
Audio CD
Erschienen bei Der Audio Verlag, 21.08.2015
ISBN 9783862315901
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Wer skandinavische Krimis liebt, kommt um Sjöwall/Wahlöö wohl nicht herum. Nachdem Henning Mankell das Autorenpaar als Inspiration für seine Bücher anführte, hatte ich es vor längerer Zeit schon einmal mit der "Toten im Götakanal" versucht, dabei aber leider nichts besonders Spannendes oder Interessantes entdeckt. "Die große Kommissar-Beck-Box" klang vielversprechend und war also noch einmal einen Versuch wert. Tatsächlich muss ich sagen, dass diese Hörspielversion diesen Krimis sehr entgegenkommt.

Die Hörspiele dieser Box sind sehr unterhaltsam gestaltet, atmosphärisch und auf den Punkt, so dass Langeweile gar nicht erst aufkommen kann. Das Besondere dieser Krimis kommt hier sehr gut zur Geltung, die menschelnden Kommissare werden einem vertraut, die Sozialkritik wird mal mehr (dann aber sehr gut), mal weniger laut. Auch der Witz der Reihe ist nicht zu überhören (was bei Mankell fehlt), wenn es um Zeugenvernehmungen, aber auch einiges mehr geht. Die Fälle sind recht unterschiedlich und natürlich nicht zu ändern. So hat mir "Die Tote im Götakanal" als Hörspiel immer noch nicht gefallen, "Der Mann auf dem Balkon" ebenso wenig. "Die Terroristen" sind im Gegensatz dazu z. B.  richtig gut. Bei den 16 Geschichten findet sicher jeder sein Highlight. Die auffällige Musik ist etwas gewöhnungsbedürftig, andererseits passt sie gut zur Gesamtaufmachung.

 

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

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Willkommen in Berlin

Nicky Reinert
Flexibler Einband: 106 Seiten
Erschienen bei Independently published, 25.06.2018
ISBN 9781983269523
Genre: Sonstiges

Rezension:

Der Autor schildert hier auf unterhaltsame, aber auch satirische  Weise den Berliner Alltag, vorwiegend in Bus und Bahn oder als Auto- bzw. Radfahrer. Vieles erkennt man wieder (nur die vielen Regenschirme sind mir noch nicht in gefährlicher Weise begegnet), aber es wurde im Buch noch so richtig auf die Spitze getrieben. Die Kapitel sind nach Wochentagen geordnet.

Eine Fortsetzung mit noch mehr Themen kann ich mir gut vorstellen. Schließlich gibt es noch so einiges zu charakterisieren und zu kritisieren. So präzise formuliert nach eingehender Beobachtung des Autors macht das Lesen einfach Spaß. Das Cover ist sehr gut gelungen und passt perfekt zum Inhalt. Ob es ein Buch für Touristen ist, müssen sie selbst entscheiden...

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Vier Kriminalhörspiele - Pater Brown (Edition 6)

Gilbert Keith Chesterton
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei Maritim, 26.05.2010
ISBN B006854URU
Genre: Sonstiges

Rezension:

"Pater Brown" war mir schon lange ein Begriff. Aus Neugier, ob ich die ganze Zeit vielleicht etwas verpasst hätte, dachte ich nun, diese Hörspiel-Ausgabe (mag ich lieber als Hörbücher) wäre eine gute Idee. Leider langweilte ich mich aber mehr oder weniger, je nach Fall, obwohl es nun schon keine reine Lesung war. Sicher, der Pater selbst ist originell, aber die Fälle waren wenig spannend. Als Buch stelle ich sie mir noch langweiliger vor. Deshalb werde ich mich nun einmal den Filmen widmen, die mir bedeutend interessanter scheinen, obwohl sehr altertümlich anmutend. 

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41 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 35 Rezensionen

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Scharfstellung

Heike Melzer
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Tropen, 30.08.2018
ISBN 9783608503562
Genre: Sachbücher

Rezension:

Der Klappentext dieses Sachbuches deutet auf eine sehr aktuelle Thematik hin, um die man nicht drumherum kommt, egal ob als kritischer Beobachter oder selbst betroffen. Da die Autorin Paar- und Sexualtherapeutin ist, sind etwas tiefergehende und vielleicht auch vielschichtige Einblicke aus der Praxis zu erwarten. Anfangs hat mir das Buch auch gut gefallen, es war noch unterhaltsam und witzig. Aber bald war die Luft raus und es wurde zu trocken. Vor allem die "messerscharfe Analyse" kam dann doch viel zu kurz.

Dass sich so einiges verändert hat in Sachen Sex, ist wohl den meisten Menschen klar. Die Kapitel zu den verschiedenen "Neuheiten" sind deshalb aufschlussreich, wenn auch etwas oberflächlich. Auch schwankte mir die Autorin bald zu sehr zwischen allzu sachlicher Neutralität ("alles menschlich") und Pauschalieren ("alle modernen Menschen tun dies und das"). Auch wenn Zahlen für sich sprechen und durchaus einige Fakten überraschen, scheint das Thema doch komplexer zu sein. Interessant wären hier anschauliche Beispiele aus der Therapiepraxis gewesen, an denen zu sehen ist, wie unterschiedlich Paare auf die "neuen Gegebenheiten" reagieren, im Positiven wie Negativen. Die Menschen hinter den Zahlen wären interessant gewesen, ihre Beweggründe und Gefühle.

Aufgrund des Covers wäre mir das Buch wohl im Buchhandel nicht in die Hände aufgefallen - einfach weil es viele ähnliche Sachbücher gibt. Leider hebt es sich davon dann doch nicht ab. Schade, aus dem Thema hätte man mehr machen können.

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22 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

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Das Leben ist zu kurz für später

Alexandra Reinwarth
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei mvg, 14.05.2018
ISBN 9783868829167
Genre: Sachbücher

Rezension:

Die Autorin kannte ich bisher nicht, aber das Thema hörte sich interessant an. Wer hat schon nicht manchmal das Gefühl, dass das wahre Leben bzw. das, wofür es sich zu leben lohnt, im Alltag verloren geht? Die Autorin stellt die Grundidee in den Raum, jeder müsste einmal denken, er hätte nicht mehr lange zu leben. Dann wäre zu erfahren, was wirklich wichtig ist... Etwas Wahres ist natürlich dran und der Gedanken würde manch einem (vielleicht sogar der eigenen Person) nicht schaden.

Das Buch ist ziemlich locker und auch oft witzig geschrieben, so dass es eine Mischung aus Unterhaltung und Ernsthaftigkeit ist. Dafür hat es sich allerdings (zumindest bei mir) sehr langsam gelesen, ohne dass ich wüsste warum. Vielleicht ist die Gliederung nicht ganz ausgereift oder der Ton manchmal zu schnodderig, so dass ein wenig Professionalität fehlt. Aber vielleicht soll es auch so sein. Im Prinzip könnte jeder ein ähnliches Buch schreiben, der die Idee hat, sich mal eine eigene Todesanzeige für ein Jahr später zu gestalten, und über die Folgen berichten möchte. Die Autorin schreibt über ihre eigenen Gefühle und Erlebnisse, die teilweise bei anderen ähnlich sein werden, je nach individuellem Leben vielleicht mit anderen Schwerpunkten. Deshalb ist es schwer sich darüber zu streiten, ob Geld nicht doch der springende Punkt ist, denn nicht jeder macht sich wohl beruflich selbstständig, wenn der Todestag nicht tatsächlich naht (bzw. wäre man dann unter Umständen zu krank dafür).

Ich würde insgesamt 3,5 Sterne geben, wegen der möglichen positiven Folgen des Buches runde ich mal auf. Es ist ein Buch, das aufgrund des Themas etwas auslöst (wenn man mitten im Stress ist, aber es einem sonst an nicht viel mangelt), aber kein wirklicher Ratgeber oder gar eine To-do-Anleitung.   

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217 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 27 Rezensionen

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Um Leben und Tod

Michael Robotham , Kristian Lutze
Flexibler Einband: 500 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 20.07.2015
ISBN 9783442482818
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Inhaltsangabe hört sich sehr mysteriös an und ein gutes Stück lang bleibt der Leser noch im Dunkeln. Als es aufklart, gibt es nicht viele Überraschungen, trotzdem ist "Um Leben und Tod" sehr lesenswert. Dass Audie Palmer ein Leben retten muss, wie angekündigt, finde ich im Nachhinein aber doch ein wenig übertrieben...

Dass es in diesem Buch nicht um die Sonnenseiten des Lebens geht, machen schon zu Beginn die Gefängnisszenen klar. Es dauerte doch einige Wochen, bis ich mit diesem ungewöhnlichen Thriller des bekannten Autors fertig war. Woran es genau lag, weiß ich nicht. Die eigentlich gut ausgedachte (wenn auch ein wenig konstruiert erscheinende) Geschichte, so ungeheuerlich wie bewegend, wird eher episch als rasant erzählt, dafür häufig mit intelligenten oder ironischen Nebensätzen, die es in sich haben. Erst auf den letzten 100 Seiten (der Höhepunkt wird jedoch auf den letzten Seiten erreicht) wird so richtig klar, um was es hier geht: Liebe, Freundschaft, Wahrheit, Lügen, Egoisten, die vor nichts zurückschrecken – und zwei wunderbare Helden. Die FBI-Frau, gut angedacht, verblasst dagegen leider etwas. Vielleicht würde dieser Thriller erst als Film so richtig zur Geltung kommen. Helden, die Unfassbares überleben (hier gönnt man es ihnen allerdings gerne), sind ja in der Kinowelt nichts Besonderes.  

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

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Katertrunk

Heike Wolpert
Flexibler Einband
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 11.04.2018
ISBN 9783839222256
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Mir hatten die ersten beiden unterhaltsamen Katzenkrimis der Autorin schon gefallen, aber hier hat sie sich noch einmal gesteigert. Diesmal geht es um eine (scheinbar doch eher unbeliebte) Stadtbezirksrätin, die gerade noch ihre Wahl feierte und danach tot gefunden wird. Aber so einfach, wie es scheint, ist hier nichts. Der Besitzer von Kater Socke, zufällig Polizist, ermittelt mal wieder, auch wenn sein Privatleben darunter leidet. Natürlich ist der Katzenwelt der Mord ebenso nicht gleichgültig, zumal die Katze der Toten, auf die Socke ein Auge geworfen hat, seitdem verschwunden ist...

Es ist nicht nur immer wieder witzig, in die Welt der Katzen, ihrer Pläne und Gedanken über ihre Menschen einzutauchen, der "Wohlfühl-Krimi" ist auch gut konstruiert. Bis zum Ende war es spannend und die Auslösung überraschend. Personen und Tiere sind gut gelungen und einem mittlerweile ans Herz gewachsen. Die "kätzischen" Wortschöpfungen zwischendurch sind außerem der Clou. Das Cover fällt natürlich wieder ins Auge. Jedem Katzenfreund kann ich diese Reihe nur empfehlen.

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79 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 6 Rezensionen

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Mord im Pfarrhaus

Agatha Christie , Irmela Brender
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Atlantik Verlag, 08.09.2014
ISBN 9783455650075
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In diesem ersten Krimi mit Miss Marple geht es um den Kirchenvorsteher Colonel Protheroe, der eines Tages ermordet im Pfarrhaus liegt. Vorher hatten gerade einige Personen geäußert, um ihn wäre es nicht schade. Zufällig war einer dieser Menschen bezeichnenderweise der Dorfpfarrer, der hier in der Ich-Form erzählt (was ich anfangs überraschend, dann aber gut fand). Zur Auflockerung und Heiterkeit des Buches trägt auf jeden Fall dessen junge Frau bei, die so ganz anders ist als er selbst. Die ersten Kapitel des Buches fand ich übrigens etwas mühsam, aber nach dem Mord kam Schwung (aber nicht unbedingt Spannung) in die Geschichte und die Personen konnte man auch langsam besser auseinander halten.

"Mord im Pfarrhaus" ist wohl weder der beste noch der schlechteste Krimi von Agatha Christie. Interessant ist mal wieder die humorvolle Ironie und auf jeden Fall, wie Miss Marple hier erstmals in Erscheinung tritt. Es gibt im Dorf zwar jede Menge Klatschtanten, aber Miss Marple beobachtet präzise und macht sich ihre intelligenten Gedanken. Außerdem weiß sie viel über die "menschliche Natur", die sie immer in ihre Überlegungen mit einbezieht. Der Krimi besteht aus vielen Details, die aber ein gelungenes Ende finden. Das Miträtseln wird nicht wirklich belohnt, da Agatha Christie und Miss Marple scheinbar ihren eigenen Kopf haben, in den die Leser nicht hinein können. Das ist (wie oft bei dieser Autorin) einerseits beeindruckend, andererseits auch etwas irritierend.

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77 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 41 Rezensionen

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Das geheime Leben der Seele

Sabine Wery von Limont
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Mosaik, 12.03.2018
ISBN 9783442393299
Genre: Sachbücher

Rezension:

Der Titel weckt einige Erwartungen und der Leser meint aufgrund des mysteriösen Eindrucks, hier etwas Neues über das Thema "Seele" zu erfahren. Deshalb kommt es beim Fazit nach dem Lesen sicher darauf an, was man überhaupt unter "Seele" versteht (tatsächlich geht es im Buch doch eher um die Psyche und Psychologie, nur am Anfang um das Gehirn) und ob man darüber bereits etwas weiß bzw. gelesen hat. Die Leseprobe hatte ich sehr interessant gefunden, die ersten 50 Seiten des Buches waren auch noch informativ und humorvoll. Dann wurde es leider immer trockener, Themen wie aus der "Einleitung in die Psychologie" wurden abgehakt (noch nicht einmal ausführlich oder aus einem etwas anderen Blickwinkel). Neues oder Überraschendes ist im Buch leider nicht zu finden.

Im Klappentext steht: "Dieses Buch habe ich geschrieben als einen Einstieg für jeden, der sich selbst reflektieren, akzeptieren und wertschätzen möchte." Es war die Rede von spannenden Abenteuern und dass der Leser über seine Ecken und Kanten schmunzeln könnte. Bald werden aber lediglich diverse Persönlichkeitsstörungen und andere Krankheitsbilder (oder zumindest die gängigsten) beschrieben und dass Traumata in der Kindheit dafür verantwortlich sind. Der Psychosomatik wird ein Kapitel gewidmet und Therapieformen, Medikamenten und was eine gesunde Seele ausmacht wird auch noch angesprochen. Irgendwie wirkte der Inhalt immer mehr wie ein Pflichtprogramm. Hätte sich wenigstens der anfängliche Humor durch das Buch gezogen, hätte ich mich zumindest nicht gelangweilt. Ich neige wegen hoher Erwartungen eher zu 2 Sternen, aber vielleicht finden Einsteiger das Buch ja interessanter.

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17 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

dosenbier, humor, kinderbuch, komisch, originell, pogo, polente, punk, punksein, ravioli, schräg, tellerrand, tolernaz, vorurteile, witzig

Pogo und Polente

Jochen Till , Raimund Frey
Fester Einband: 144 Seiten
Erschienen bei TULIPAN VERLAG , 19.02.2018
ISBN 9783864293795
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Mein Sohn und ich kennen den Autor Jochen Till schon von zwei anderen Buchreihen, die uns begeistern. "Pogo und Polente" bleibt im Gegensatz dazu ziemlich auf dem Boden (keine Ungeheuer, keine Teufel!) und ist trotzdem genauso ungewöhnlich. Hier steht nämlich eine Punker-Familie im Mittelpunkt. Vor allem der Vater ist ganz so, wie es sich für einen ordentlichen Punker gehört. Sein Sohn ist dagegen eher spießig geraten und sein Vater ist ihm etwas peinlich. Als Pogo heimlich einen Ferienjob annimmt und eine Polizistentochter kennenlernt, kommt er in Schwierigkeiten...

Die Thematik ist wieder einmal sehr ungewöhnlich für ein Kinderbuch. Kinder aus der Großstadt sind hier wohl die bevorzugten Leser. Sie können hier viel über das Punker-Dasein erfahren, gleichzeitig wird mit Klischees gespielt und zum Nachdenken angeregt. Denn dass Eltern immer vorbildlich sind (im Gegensatz zu ihren Sprösslingen) und zu sein haben, wird hier völlig auf den Kopf gestellt. Dennoch ist das Buch gut zu lesen und leicht verständlich, die Bilder zwischendurch passen gut. Die Themen Freundschaft und Annäherung gegensätzlicher Personen und Lebenseinstellungen werden auf schöne Weise und wieder ohne erhobenen Zeigefinger dargestellt. Ich bin gespannt, welchem Thema sich der Autor demnächst so annimmt!

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(990)

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AchtNacht

Sebastian Fitzek
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 14.03.2017
ISBN 9783426521083
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Da ich schon viel von Sebastian Fitzek gehört hatte, wollte ich auch mal einen Versuch wagen. Das Thema von "AchtNacht" ist sehr interessant (und leider auch schon fast aktuell). Leider hat mir die Erzählweise nicht so sehr zugesagt. Die Personen wirken zwar aus dem Leben gegriffen, trotzdem fehlte mir schon am Anfang trotz leichten Sätzen die Konzentration, die verschiedenen Stränge (teils Gegenwart, teils Vergangenheit) zu überblicken. Es prallt zu viel auf einmal auf den Leser ein. Vielleicht fehlen auch ein paar Erklärungen oder wenigstens Überschriften, an denen man sich besser orientieren kann. Ich habe es dann noch bis zur Hälfte des Buches versucht, aber obwohl die Handlung spannend ist, konnte ich nicht richtig folgen und habe es dann doch sein lassen. Das ist sehr schade, denn eigentlich hätte das Buch Potenzial. Den Stil fand ich etwas zu reißerisch, man merkt eben, alles soll schnell gehen. Daher ist es sicher Geschmackssache, aber mein Fall war es eben nicht.

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(10)

11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

Kühle Brise

Wolf S. Dietrich
Buch
Erschienen bei Prolibris, 24.01.2018
ISBN 9783954751525
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Mir hatte schon der letzte Cuxland Krimi des Autors gefallen und hier bin ich nun völlig überzeugt. Die Protagonisten sind gut beschrieben und glaubwürdig, auch wenn Gerhard Övenhorst ein auffallend böser Mensch ist. Nun ein alter Mann geworden, schikaniert er seine Mieter, wo er nur kann. Zwei Mitarbeiter übernehmen die unschönen notwendigen Erledigungen für ihn. Als Övenhorst aus Wut eine junge Frau in den Tod schickt, hat er ein Problem. In Rückblenden erfährt der Leser parallel von seiner Vergangenheit. Ich persönlich finde Rückblenden häufig etwas umständlich, da leicht die Konzentration nachlassen kann, wenn noch einiges im Unklaren ist. Aber das war hier nicht der Fall. Die Geschehnisse sind trotz so mancher Verwicklungen und Querverbindungen recht übersichtlich und gut zu verstehen. Was die beiden Zeiten miteinander zu tun haben, wird erst spät aufgeklärt, auch wenn man gewisse Ahnungen hat. Trotzdem ist der Regionalkrimi durchgehend spannend. Aufgrund dieser Spannung denkt man während des Lesens nicht ganz so viel über den Aufbau des Buches nach. Aber auch im Nachhinein fällt hier nichts Konstruiertes auf. Für spannende Unterhaltung, die auf dem Boden bleibt und nicht blutig daherkommt, kann ich den Autor nur empfehlen.

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 9 Rezensionen

autorinnen, elke heidenreich, frau, frauen, frauen und leidenschaften, hörbuch, hunde, leidenschaften, lesen, lesende frauen, lieblingstexte, literatur, männer, meer, rosen

Frauen und Leidenschaften

Elke Heidenreich , Elke Heidenreich
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei Random House Audio, 22.01.2018
ISBN 9783837142044
Genre: Sonstiges

Rezension:

Das Hörbuch wendet sich an alle, die sich für schreibende und/oder lebende Frauen interessieren oder selbst dieser Spezies angehören. Zu ihrem 75. Geburtstag hat Elke Heidenreich hier verschiedene Texte ausgewählt, die zur Thematik passen. Manchmal sind sie traurig und nachdenklich stimmend, mal heiterer. Ich finde das Hörbuch sehr stimmig, was Text und Ton anbelangt. Man kann es aufgrund der Kürze immer mal wieder hören, wenn der Inhalt auch nicht wirklich neu ist, sofern man sich ein wenig mit Frauenliteratur und ihrer Geschichte befasst hat.

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Homestories

Elke Heidenreich ,
Audio CD
Erschienen bei Kein & Aber, 27.02.2013
ISBN 9783036912905
Genre: Romane

Rezension:

Die Geschichten in "Homestories" sind sehr unterhaltsam für zwischendurch und einmal etwas ganz anderes. Es geht um die verschiedensten Tiere mit ihren jeweiligen Problemen, die jeweils ziemlich eigen und manchmal typisch menschlich sind. Einige Geschichten fand ich doch sehr witzig und könnte sie immer wieder hören. Elke Heidenreich als Sprecherin macht ihre Sache hier sehr gut und passend, was das Hörvergnügen noch verdoppelt.

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47 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 5 Rezensionen

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Die Morde des Herrn ABC

Agatha Christie , Gaby Wurster
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Atlantik Verlag, 08.09.2014
ISBN 9783455650037
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Schon die Inhaltsangabe fällt aus dem Rahmen, denn Agatha Christie schreibt hier ungewöhnlicherweise einmal über einen Serienmörder. Dies ist sogar noch ein sehr gewitzter, denn er mordet ordnungsgemäß nach dem Alphabet. Das macht den Fall zu etwas ganz Besonderem, nicht nur für den Leser. Zu allem Übel bekommt Poirot auch noch geheimnisvolle Briefe, in denen die Untaten angekündigt werden. Er kommt in die unschöne Situation, ziemlich ratlos zu sein, und es dauert einige Zeit, bis seine grauen Zellen endlich wie gewohnt die Arbeit aufnehmen können. Der Krimi ist gut durchdacht, liest sich spannend und überraschend modern, denn heutige Krimis kommen ja kaum ohne Serienmörder aus. Die Kapitel "Nicht von Hauptmann Hastings selbst erzählt" (ansonsten ist er der Erzähler) waren gut eingebunden, obwohl die Überschrift nicht immer ganz stimmig und eigentlich auch überflüssig ist.

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Nein! Ich geh nicht in die Häkelgruppe!

Virginia Ironside , Sibylle Schmidt , Hannelore Hoger
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei Der Hörverlag, 13.11.2017
ISBN 9783844527773
Genre: Romane

Rezension:

In diesem Teil geht es um Indien, Einbrüche, einen esoterischen Untermieter und zwei Tiere, obwohl man beim Anblick des Covers denkt, Seniorenyoga stände im Mittelpunkt. Davon sollte man sich nicht abschrecken lassen. Nachdem mir ein früheres Buch der Autorin schon sehr gefallen hatten, war ich vom Hörbuch fast noch begeisterter. Die Sprecherin ist nämlich genau richtig dafür. Der Alltag und die Verwicklungen der 69-jährigen Erzählerin sind sowohl sehr realistisch als auch humorvoll geschildert, immer aber auch verbunden mit den ernsten Seiten des Lebens. Also genau die richtige Mischung und auch für etwas Jüngere interessant und unterhaltsam!

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

japan, krimi, mord, rätsel

Ich habe ihn getötet

Keigo Higashino , Ursula Gräfe
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.11.2017
ISBN 9783492310574
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Dies war wohl mein viertes Buch des Autors, bisher war ich immer begeistert. Sicher ist das Buch wieder originell aufgebaut, wenn auch auf wieder andere Weise. Higashino lässt sich wirklich immer Ungewöhnliches einfallen... Aber ich habe es weniger interessant gefunden, auch kamen mir die Personen irgendwie schon bekannt vor (natürlich waren es nicht dieselben, aber ähnlich). Auch die möglichen Motive sind ähnlich wie in den anderen Büchern.

Hier geht es um einen bekannten Drehbuchautor, der auf dem Weg zum Traualtar plötzlich tot umfällt. Dass drei Personen dem Ermittler sagen "Ich habe ihn getötet", wie im Klappentext erwähnt, ist nicht wahr. Die verschiedenen Perspektiven, die sich abwechseln, sind gut gemacht, aber wirklich erhellend sind sie nicht. Zwar gibt es am Ende eine Art Rätsel in Form eines Interviews, aber ein Licht ist mir dabei nicht aufgegangen. Überhaupt rauschte mir in der zweiten Hälfte des Buches, nachdem es kurz spannend geworden war, von den ewigen "Kapseln hier und Kapseln da" der Kopf. Es war einfach zu viel, man konnte nicht mehr scharf nachdenken. Insgesamt ist es zum Vergleich zu den Vorgängern ein eher schwächeres Buch von Keigo Higashino. Aber an Agatha Christie fühlt man sich trotzdem erinnert. Sie wird übrigens im Buch auch erwähnt.

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

auf der suche nach mr. grey, beziehung, emily bold, erotischer roman, familie, fettnäpfchen, grey, hochzeit, humor, jobsuche, kurzgeschichte, kurzgeschichten, leben umkrempeln, liebe, liebesroman

Auf der Suche nach Mr. Grey - Band 1-3

Emily Bold
Flexibler Einband: 348 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 16.11.2015
ISBN 9783739208022
Genre: Romane

Rezension:

Die Thematik hörte sich witzig an und ich mag Bridget-Jones-artige Heldinnen sehr. Dass es eher leichte Unterhaltung ist, war mir schon klar. Anna, Anwaltsgehilfin und mit ihrer Figur unzufrieden (das Cover passt leider nicht so ganz), sucht (wie so einige nach der berühmten Buchreihe) nach ihrem persönlichen Mr. Grey. Natürlich geht dabei so einiges schief. Der erste Teil dieser "Gesamtausgabe" aus drei Teilen war an sich humorvoll (teilweise sogar zum lauten Lachen, was mir beim Lesen selten passiert) und aus dem Leben gegriffen. Aber ein wenig enttäuschend ist das Ende dann doch. Vor allem fehlten mir auch bei den nächsten Teilen einige Ausführungen, gerade weil das Buch sonst so offenherzig ist. Manches wird ziemlich schnell abgehandelt. Es stellen sich z. B. die Fragen: Inwieweit ist der neue Traummann denn wirklich ein "Mr. Grey"? Kann sich ein jahrelanger heimlicher Verehrer wirklich so seltsam verhalten? Reicht Tupfen aus, wenn Duschgel bei einem Angriff in die Augen gerät? Braucht eine Katze keine Katzentoilette? Dann gibt es wieder Längen, die ich hier nicht erwartet hätte. Das Kätzchen tat mir auch mehr und mehr leid und zum Schluss hoffte ich nur noch auf das Ende. Also insgesamt hätte man aus der Idee noch mehr machen können. Die Handlung schien mir etwas zusammengeschustert leider, wenn auch mit witzigen Details.

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Der Präsident

Sam Bourne , Ruggero Leò
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 21.07.2017
ISBN 9783404176588
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Aufgrund der Inhaltsangabe musste ich das Buch einfach lesen. Der Einstieg ist gut, die Spannung steigt zunächst. Aber dann ebbt sie ab, ich kann nicht genau sagen warum. Vielleicht schreibt der Autor etwas zu journalistisch oder die Perspektiven der einzelnen Personen waren nicht ausdauernd genug, obwohl gut angedacht. Im Mittelpunkt steht bald Maggie Castello, eine Mitarbeiterin des vorigen Präsidenten, die nach der Wahl zwar noch im Weißen Haus arbeitet, aber zur Außenseiterin geworden ist. Richtig nachvollziehen konnte ich die Handlungen von Castello nicht immer, sympathisch war sie mir auch nicht. Das Gefüge im Weißen Haus ist plastisch dargestellt und interessant. Leider bleibt "der Präsident" (so das ganze Buch hindurch genannt) selbst nur ein Schatten. Vom ihm ist zwar ständig die Rede, aber seine Innenperspektive taucht nicht auf. Von einigen anderen Charakteren, die interessant anmuten, wird leider zu wenig erzählt bzw. der Faden endet plötzlich. Gerade am Ende fehlte mir daher etwas.

Die Geschichte um die geplante Ermordung des Präsidenten was das spannendste an diesem Thriller. Aber drumherum verfranst sich die Geschichte, denn es gibt noch andere Machenschaften. Einen spannenden Thriller würde ich das Buch leider nicht nennen. Aber die Darstellung des Präsidenten ist an Aktualität nicht zu überbieten, was das Buch lesenswert macht. Man fragt sich öfter: Was wäre wenn? Aber vielleicht wäre das Cover ohne die Silhouette subtiler gewesen, weil eine große Frage offen bliebe.

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20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

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Der Tanz der Möwe

Andrea Camilleri , Rita Seuß , Walter Kögler
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 11.03.2016
ISBN 9783404172573
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Habe das Buch zufällig auf dem Grabbeltisch erstanden und war erstmal erstaunt, dass ich den "erfolgreichsten Autor Italiens" bisher noch nicht kannte. Die ersten 50 Seiten haben mir sehr gut gefallen, Commissario Montalbano ist stellenweise ziemlich originell. Nachdem er über den Todestanz einer Möwe am Strand grübelt und sein Kollege verschwunden ist, wird er in einen seltsamen Fall verwickelt. Dieser nimmt allerdings keine Spannung an und ist insgesamt eher dünn, fast an den Haaren herbeigezogen. Davon abgesehen, dass mich Mafia-Geschichten sowieso weniger interessieren, bekommt man von den Personen kein Bild. Montalbano und vielleicht zwei seiner Kollegen sind die einzigen, die wenige persönliche Züge bekommen. Auch insgesamt hat der Krimi zu wenig Substanz und Dichte. Vielleicht muss man schon länger Fan der Serie sein, um hier mitzuhalten. Italienisches Flair und mediterranes Essen, wie irgendwo steht, habe ich auch vermisst. Letztendlich hat mich das Buch doch enttäuscht, gebe 2,5 Sterne.

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Franz Hessel: Spazieren in Berlin

Franz Hessel , Moritz von Rappard , Moritz von Rappard , Sebastian Weber
Audio CD
Erschienen bei BUCHFUNK Hörbuchverlag, 13.03.2013
ISBN 9783868471816
Genre: Romane

Rezension:

Ich kenne das Buch von Franz Hessel nicht, nehme aber an, dass hier nur Auszüge daraus gesprochen wurden. Jedenfalls bekommt man kleine Eindrücke (mehr ist es leider nicht), wie die Stadt damals war, aber interessant und atmosphärisch ist es schon. Der Sprecher spricht ziemlich auffällig, ich weiß nicht, ob es das Gegenteil von "Leiern" sein soll (wie soll man es nennen?) oder ob es durch die Musik so "spannend gesprochen" wirkt. Jedenfalls hört es sich wie ein Krimi an, ob das gut oder schlecht ist, ist schwer zu beurteilen. Die Musik ist als Jazz zwar irgendwie passend, aber gefallen hat sie mir persönlich nicht. Deshalb: Interessanter Inhalt (wenn auch viel zu wenig), aber irgendwie seltsam, vielleicht durch die Musik.

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1930er, 1930er jahr, 1930er jahre, alltagssorgen, arbeitslosigkeit, armut, berlin, familie, familiengeschichte, inflation, kpd, moabit, roman, überlebenskampf, weimarer republik

Kleiner Mann – was nun?

Hans Fallada , Carsten Gansel
Flexibler Einband: 557 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 18.08.2017
ISBN 9783746633442
Genre: Romane

Rezension:

Der "Kleine Mann" war mir schon von meiner Großmutter ein Begriff, jedoch weiß ich erst nach diesem Buch, was genau damit gemeint ist. Bei Fallada kämpft sich stellvertretend für diese Spezies der Konfektionsverkäufer Pinneberg mit seinem "Lämmchen" durchs Leben. Gleich zu Beginn der Geschichte erwarten sie nämlich schon  ein Kind. Nun soll nach dem spontanen Heiratsbeschluss eine eigene Bleibe her. Beide sind noch sehr jung und ihre Liebe zart, aber tatsächlich bewährt sie sich im Alltag, der immer schwieriger wird.

Irritierend fand ich zunächst die penetranten Verniedlichungen ("Jungchen, Lämmchen", "Murkel", auch "Tierchen" für Menschen). Neben der Liebesentwicklungsgeschichte erzählt der Roman viel aus vom Leben in den frühen Dreißiger Jahren, so als wäre man dabei. Der einfache, umgangssprachliche Schreibstil scheint für damalige Verhältnisse neu gewesen zu sein und liest sich überrraschend leicht (bis auf mir unbekannte Worte, an denen ich rätselte). Fallada beschreibt detailreich, aber nie langweilig die Realität, wie diese eben ist, erbarmungslos, aber auch humorvoll. Manches erinnert tatsächlich an Loriot. Verwunderlich ist, wie viele Szenen auf heutige Zeiten übertragen werden können, ob nun Rationierung im Betrieb, Mobbing, Ärger mit Krankenkasse und Behörden, Armut ("Läden, in denen man nichts kaufen kann, Kinos, die man nicht reinkann, Cafés für Zahlungsfähige, Museen für Anständiggekleidete, Wohnungen für die anderen, Behörden zum Schikanieren...").

Politisch wird nicht eindeutig Stellung genommen, den aufkeimenden Nationalsozialismus spürt man jedoch. Die Hauptbotschaft des Buches ist das kleine Glück im Privaten, das einem niemand nehmen kann. Auch Freundschaft hat für das Paar ihre hilfreichen Seiten. Trotz allen Niederlagen steht als Ideal die Liebe der beiden im Vordergrund. Lämmchen ist dabei die Stärkere.

Es war schön, den Roman in der Originalfassung von atb zu lesen. Das lange Nachwort zu den Neuerungen hätte interessanter sein können, lediglich der Teil zu den Leserbriefen an und von Fallada ist aufschlussreich. Was mir fehlte, waren Erläuterungen zur verwendeten Sprache. "Tjüs" und "Püpping" kann man noch nachvollziehen, "Tippel retten" dagegen weniger.
 

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Pfingstrosenrot

Christian Schünemann , Jelena Volic
Flexibler Einband
Erschienen bei Diogenes, 27.09.2017
ISBN 9783257244038
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In ihren zweiten Fall wird Milena Lukin durch ihren Onkel gezogen, der sich gerade im Krankenhaus erholt und dabei Unmengen an Essen herbeigeschafft bekommt. Die Fürsorglichkeit der Protagonistin, zusammen mit ihrer Entschlossenheit und dem Mut, ist immer wieder sympathisch und eine wunderbare Mischung. Ein altes serbisches Ehepaar ist im Kosovo ermordet worden, als es dorthin zurückgekehrt ist. Vorurteile flammen auf, gleichzeitig wird von den Zuständigen nicht viel ermittelt. Milena möchte gerne mehr über die Umstände erfahren, da ihr Onkel einst in die Frau verliebt gewesen war. Die verschiedenen Stränge haben mir gut gefallen, man erfährt viel über die einzelnen Personen, vom ehrgeizigen Politiker bis hin zu jungen Kellnern. Einen großen Raum nimmt auch in diesem Buch des Autorenpaares wieder die Geschichte des Landes bzw. der beteiligten Länder ein, bis hin in die komplizierte Gegenwart. Langweilig wird der Krimi trotzdem nicht, ganz im Gegenteil. Trotz der ernsten Thematik fand ich das Buch durchgehend spannend. Sicher gibt es so einige Zufälle, aber konstruiert wirkt es trotzdem nicht. Das Privatleben Milenas kam mir hier fast ein wenig zu kurz, aber sie hat ja auch wenig Zeit dafür. Ein spannender, ernster und anspruchsvoller Krimi ist es auf jeden Fall (selbst Schreibfehler sind nicht zu finden) und ich kann den dritten Teil kaum erwarten zu lesen.

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ägypten, araber, berlin, briefe, gedichte, gefangener, krieg, lager, tagebuch

Don Carlos hinter Stacheldraht

Rainer Rose
Fester Einband: 96 Seiten
Erschienen bei Rose, Rainer, 23.12.2016
ISBN 9783000518904
Genre: Historische Romane

Rezension:

Dieses Tagebuch einer Kriegsgefangenschaft von Siegwart Rose hat mich sehr überrascht. Es ist ganz anders, als man sich so etwas vorstellt, und vor allem ein richtiges Kunstwerk. Im Selbstverlag von einem Angehörigen herausgegeben, wurde bei der Buchgestaltung sehr auf Qualität und Form geachtet. Herausgekommen ist eine ausgefallene Zusammenstellung, die über den Text weit hinausgeht. Es ist außerdem kaum zu glauben, dass hier alte handgeschriebene Tagebuchschriften wie neu aussehen. Die Handschrift von Siegwart Rose ist sehr schön und klar, so dass man sie gut lesen kann. Dazu kommen noch Gedichte, Fotos und Illustrationen. Rose scheint ein wahrer Künstler gewesen zu sein, der 1943 wie viele andere in ägyptische Kriegsgefangenschaft geriet. Er zeichnet und beschreibt das Lagerleben und den Alltag eines „POW“ ( Prisoner Of War) und bewahrt dabei eine Gelassenheit und Ironie, die man in dieser Situation wohl haben muss. Die Texte werden  immer wieder mit Witz und anderen Abschweifungen aufgelockert.

"Don Carlos hinter Stacheldraht" ist ein interessantes Zeitdokument in ausgefallener Gestaltung, das aus dem Rahmen von Tagebüchern fällt. Das gebundene Buch hat ein passendes, etwas größeres Format und sieht schon von außen ansprechend aus. 

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