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21 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

berlin, spannung, spree, monster, gefühle

Spreeblut

Karsten Krepinsky
E-Buch Text: 203 Seiten
Erschienen bei Independently published, 20.07.2017
ISBN B073Y4BNQC
Genre: Sonstiges

Rezension:

Entlang der Spree verschwindet jedes Jahr jemand spurlos, und das schon seit überraschend langer Zeit. Die Polizei hat bereits aufgegeben, denn Spuren oder Verdächtige gibt es keine. Nur der geheimnisvolle Jan scheint sich für die seltsamen Vorfälle zu interessieren. Scheinbar zufällig spricht er Ana an, die am Bahnhof gerade die neueste Vermisstenmeldung studiert und ihre eigenen Probleme hat. In eigenen Abschnitten liest man außerdem über die speziellen Beweggründe des Mörders, der diesen Thriller zu einem ganz besonderen macht.

"Spreeblut" ist einmal ein anderer Thriller mit einer ganz eigenen Idee, dabei spannend und gruselig. Die Kulissen in Berlin sind genau wiedergegeben. Das Buch liest sich durch die kurzen Abschnitte (teils mit größeren Zeitsprüngen) und einige Überraschungen sehr schnell. Was am Anfang surreal wirkt, wird allmählich aufgeklärt. Das Ende ist angenehm. Trotzdem hätte ich mir noch ein paar Erklärungen oder mehr Ausführungen gewünscht, gerade wegen der besonderen Thematik.  

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21 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

südafrika, bennie griessel, kapstadt, afrika, swift code

Cobra

Deon Meyer , Stefanie Schäfer
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 12.02.2016
ISBN 9783746631943
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Von Deon Meyer wollte ich schon lange etwas lesen und so hatte ich mich für "Cobra" entschieden. Der Anfang war ziemlich schwierig, 100 Seiten lange habe ich überlegt, ob ich wirklich noch weiterlesen soll, denn das Buch ist ja nicht dünn. Trotz der gefundenen Toten und mysteriösen Umständen kam keine rechte Spannung auf. An die Charaktere muss man sich erst einmal gewöhnen, nach und nach fand ich zwei davon ganz sympathisch. Mit Griessel bin ich so ganz nicht warm geworden. Er hat allerlei private Probleme, wie man sie von schwedischen Kommissaren kennt, aber irgendetwas hat mir in seiner Beschreibung gefehlt, damit er eine richtige Kontur erhält. Die Mischung in Griessels Team fand ich angenehm und die Probleme, die die Apartheid-Zeit mit sich brachte, schimmern an verschiedenen Stellen des Buches durch. Ansonsten könnte der Thriller auch woanders spielen, so speziell ist es nicht.

Trotz der Thematik (verschwundener Datenträger, verschwundener Mathematiker, Geheimdienste und Verschwörungstheorien), die mich generell nicht sehr interessiert, wurde es nach den ersten 100 Seiten doch noch spannender, was sich zum Ende hin noch steigert (deshalb werden es doch noch 4 Sterne). Das liegt vor allem an einem Taschendieb, der unbedingt über sich hinauswachsen will, nachdem er zufällig etwas ungünstig zugegriffen hat. Der Schreibstil würde eher zu einem Film passen, die Szenen sind kurz und schnell. Irritiert haben mich einige Worte, die wohl aus dem Afrikaans sind und ohne Erklärung bleiben, obwohl es hinten im Buch einen (sehr knappen) Glossar gibt. Das Ende wurde dann etwas zu schnell abgekanzelt, finde ich. Vielleicht versuche ich doch noch ein anderes Buch von Deon Meyer, das mich evtl. noch mehr überzeugt, denn meine Erwartungen an Thriller-Reihen sind doch recht hoch.

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3 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

richard burton, forever autumn, phli lynott, martians

The War of the Worlds

H. G. Wells , Orson Welles , Orson Welles
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei Der Hörverlag, 19.05.2005
ISBN 9783844503234
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Ich wollte mir dieses Original-Hörspiel eigentlich nur mal zur Vervollständigung anhören, weil ich bereits das Buch "Krieg der Welten" von Wells gelesen hatte und mit Verwunderung zur Kenntnis nahm, dass die Leute damals das Radio-Hörspiel als Realität ansahen, was eine Massenpanik zur Folge hatte. Und ich muss sagen: Es ist wirklich kein "normales" Hörspiel, sondern einfach unglaublich. Die Handlung wurde in die USA verlegt und ein wenig angepasst. Der Hörer lauscht anfangs ganz entspannt dem Radio mit normalen Beiträgen und Musik. Allmählich und immer beunruhigender geht es dann drunter und drüber, und das alles so realistisch, dass man immer wieder nur staunt. Nun wundert mich gar nichts mehr... Dieses englische Original-Hörspiel, das nun schon einige Jahrzehnte auf dem Buckel hat, ist einfach ein Meisterwerk. Schade finde ich nur, dass mir als Englisch-Fremdsprachlerin doch noch einiges entgeht. Aber eine Übertragung ins Deutsche wäre dann sicher nur ein Abklatsch... Das Cover ist übrigens auch sehr gelungen.

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83 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 56 Rezensionen

marx, darwin, charles darwin, karl marx, evolution

Und Marx stand still in Darwins Garten

Ilona Jerger
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 11.08.2017
ISBN 9783550081897
Genre: Romane

Rezension:

Obwohl eigentlich ohne größeres Interesse an Darwin oder Marx, sprach mich die Inhaltsangabe des Buches sehr an. Zwei berühmte Persönlichkeiten mit ihren speziellen Herangehensweisen an die Welt, außerdem mit ganz menschlichen Problemen, treffen in diesem Roman aufeinander - das versprach interessant zu werden. Nach der Lektüre muss ich sagen, dass es eigentlich eher eine Biographie Darwins ist, in feiner, einfühlsamer, immer wieder auch humorvoller Prosa und sprachlich der damaligen Zeit angemessen geschrieben, was mir gut gefallen hat. Trotzdem (vielleicht auch deswegen) braucht das Buch seine Zeit und Geduld, man muss sich erst "festlesen", was mir schließlich gelungen ist.

Darwin und Marx wohnen nicht weit voneinander entfernt, kennen wohl auch mehr oder weniger die Bücher des jeweils anderen, aber ihre größte Verbindung ist (der fiktive) Dr. Beckett, einem fortschrittlichen und sympathischen Arzt, der regelmäßig Hausbesuche bei den beiden älteren Männern macht. So erfährt der Leser viel über die Befindlichkeiten der beiden berühmten Patienten, wobei es um Schlaflosigkeit, Schwindel, starken Husten und wohl auch so manche Hypochondrie geht. Über Darwin als Mensch erfährt man in diesem Buch sehr viel, so machte er sich z. B. viele Gedanken und Sorgen darüber, als "Gottesmörder" in die Geschichte einzugehen. Seine Experimente mit Pflanzen und Tieren werden ausführlich beschrieben. Dabei geht Darwin nicht zimperlich vor, obwohl er andererseits ein einfühlsamer Tierfreund ist. So wird seine Hündin neben Dr. Beckett fast zur heimlichen Sympathieträgerin.

Der Roman basiert zu einem großen Teil auf Tatsachen (die ich vorher nicht kannte), so dass er fast dazu verführt, Sekundärliteratur zu den betreffenden Themen lesen. Die Autorin hat es auf jeden Fall geschafft, mir Darwin näherzubringen. Marx hingegen nimmt leider einen kleineren Teil des Romans ein, was etwas schade ist. Auch hätte ich mir mehr Dialoge der beiden miteinander gewünscht, so dass eine Verwebung zustande kommt, die über die historischen Tatsachen hinausgeht.

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

unabhängigkeit, großvater, indien, enkel, religion

Wut ist ein Geschenk

Arun Gandhi , Alissa Walser , Bernt Hahn
Audio CD
Erschienen bei Der Audio Verlag, 07.07.2017
ISBN 9783742402028
Genre: Biografien

Rezension:

Auf 4 CDs zu je ca. 80 Minuten liest Bernt Hahn sehr angenehm und passend die Erinnerungen von Arun Gandhi (heute selbst in einem hohen Alter) an seinen Großvater, den berühmten Mahatma Gandhi. Obwohl das Cover eher eine weitere Heiligenverklärung erwarten lässt, entdeckt der Hörer hier eindrücklich und immer wieder überraschend den Menschen Gandhi, einen Großvater und Weisen, der durchaus nicht perfekt ist und auch von anderen nichts Unrealistisches erwartet. Der Glaube an das Gute in allen nur erdenklichen Möglichkeiten zieht sich trotzdem überall hindurch. Einfache Sätze, die viel aussagen, und kleine wahre Geschichten, die nachdenklich machen und dabei manchmal einiges auf den Kopf stellen, reihen sich aneinander, gespickt mit Informationen zu dem Leben Gandhis. Mit erfährt z. B. etwas über das damalige Indien und das Leben der Inder in Südafrika, Rassismus und Ungerechtigkeiten, Wut und den bestmöglichen Umgang damit, die Familie Gandhis, Kindererziehung und immer wieder auch Überlegungen zu aktuellen politischen und gesellschaftlichen Problemen. Somit wird deutlich, dass die Lehren Gandhis zeitlos sind und heute vielleicht sogar wichtiger denn je. Das Hörbuch ist interessant und inspirierend zugleich (ohne dass man gleich selbst im Ashram leben muss), außerdem kann man damit durch den sympathischen Sprecher wunderbar etwas Ruhe im Alltag finden.

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27 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

schwimmen, freundschaft, wasser, seepferdchen, kinderbuch

Jana im Schwimmbad

Veronika Aretz , Matthias Adolphi
Flexibler Einband: 44 Seiten
Erschienen bei VA - Verlag Aretz, 12.07.2017
ISBN 9783944824659
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Nachdem es in "Schwimmen macht Spaß!" von Veronika Aretz um die Wassergewöhnung und das Schwimmenlernen ging, geht es in ihrem zweiten Buch um die Baderegeln. In öffentlichen Schwimmbädern erlebt man immer wieder, dass diese nicht befolgt werden, so dass es ein wichtiges Thema (gerade für Kinder) ist. Im Buch bzw. Heft, das wieder schön illustriert ist, möchte Jana mit einem Schulkameraden ins Schwimmbad gehen, da sie jetzt ihr Seepferdchen hat. Aber so einfach ist das alles trotzdem nicht...

Neben den Regeln erfahren Kinder außerdem, wie man miteinander umgehen sollte (oder eben nicht). Anschaulich und unterhaltsam werden die Baderegeln thematisiert und hinten noch einmal alle aufgeführt. Dazu gibt es auch noch eine Aufgabe zum Selbstlösen. Das Buch macht Kindern Spaß und ist lehrreich. Es hätte ruhig noch etwas ausführlicher ausfallen können. 

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Schwarze Jungfrauen

Feridun Zaimoglu , Günter Senke , Leonhard Koppelmann , Günter Senke
Audio CD
Erschienen bei Hoffmann und Campe, 01.04.2008
ISBN 9783455320510
Genre: Sachbücher

Rezension:

Ich kannte bisher weder Feridun Zaimoglu noch das Theaterstück "Schwarze Jungfrauen" und war positiv überrascht. Das Hörspiel ist sehr interessant, wenn man sich für das Thema interessiert, unterhaltsam und authentisch gemacht. Man meint, echte Interviews mit den eigentlich ganz verschiedenen jungen Frauen, die recht unterschiedliche Lebenswege hinter sich haben, zu hören. Tatsächlich basieren die Texte auf realen Interviews, was das Ganze noch interessanter und natürlich auch beängstigend macht. Der Autor hat mich auf jeden Fall neugierig gemacht auf seine Bücher.

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40 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

rache, krimi, wuli highlights, scheinwelten, enttäuschung

Heilige Mörderin

Keigo Higashino , Ursula Gräfe
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Piper, 10.08.2015
ISBN 9783492301633
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Dies war mein erster Japan-Krimi und er war gut zu lesen, auf jeden Fall anders als andere Krimis. Ich weiß nicht, ob dies am Herkunftsland liegt, weil ich (noch) keinen Vergleich habe. Die Namen sind natürlich anfangs ungewohnt, aber ich kam bald gut zurecht und die Geschichte/Personen blieben übersichtlich. Der Schreibstil ist ziemlich nüchtern (auch die Personen) und einfach (leider fehlt hier und da ein Wort, manchmal ist eins zu viel, u.ä., wofür natürlich der Autor nichts kann), dafür kann man das Buch schnell auslesen. Es geht hauptsächlich darum, wie der "perfekte Mord" geschehen sein könnte. Für diese Überlegung wird hier sogar ein Physiker eingespannt. Wenn der Klappentext nicht so viel verraten würde, wäre es noch spannender gewesen. Auf jeden Fall mal eine andere Art von Krimi, ruhig und trotzdem spannend, und man erfährt auch einiges (wenn auch nicht viel) über Japan. Vielleicht müsste man aber noch mehr wissen, um sich hier ein besseres Urteil zu bilden hinsichtlich der Frage, was realistisch ist, auch bezüglich der Verhaltensweisen der Protagonistin sowie Küchenbauweisen.

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Naked

David Sedaris , Harry Rowohlt , Harry Rowohlt
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei Random House Audio Editionen, 12.02.2008
ISBN 9783837178289
Genre: Romane

Rezension:

Da mir bereits ein Kurzgeschichtenbuch von David Sedaris sehr gefallen hatte, dachte ich, eine Live-Lesung wäre noch besser. Nun weiß ich nicht, ob es an "Naked" selbst liegt oder weil Hören wieder anders als Lesen ist, aber ganz so begeistert war ich nicht. Vielleicht passt auch die Stimme von Harry Rowohl nicht so ganz, die auch so ziemlich das Gegenteil von Sedaris's Stimme ist. Aber es ist ja auch nur eine Lesung, kein Hörspiel. Es ist natürlich wieder typisch Sedaris, überspitzte Anekdoten aus seinem Leben, was man immer wieder fast nicht glauben kann, amüsant (bis ins Makabre) und unterhaltsam für zwischendurch. Den Wechsel zwischen englischem Original und deutscher Übersetzung fand ich gewöhnungsbedürftig. Es ist bei dieser Lesung nicht so, dass die deutsche Übersetzung jeweils nach einem Abschnitt kommt. Die englischen Abschnitte fallen deutlich kürzer aus, was dann irgendwie seltsam ist. Insgesamt wird auch nur ein Teil des Buches gelesen.

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Petersburger Erzählungen

Nikolai W. Gogol , Alexander Eliasberg
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei marix Verlag ein Imprint von Verlagshaus Römerweg, 20.02.2015
ISBN 9783737409506
Genre: Sonstiges

Rezension:

In dem gebundenen Buch (Cover ist sehr passend) aus dem Marix Verlag befinden sich fünf Erzählungen Gogols. Sie lassen sich schwer mit irgendetwas vergleichen, was sie wohl einzigartig macht. Gogol versteht es, ganz beschaulich anzufangen und am Ende steht alles auf dem Kopf. "Die Nase" und die "Aufzeichnungen eines Irren" sind die eindrücklichsten Beispiele... So sind diese Erzählungen wirklich überraschend, dazu gut geschrieben (auch in der Übersetzung von Eliasberg), von Menschenkenntnis zeugend, satirisch und gesellschaftskritisch - und immer wieder lesbar. Man kann sich damit einfach nur amüsieren oder allerhand hineininterpretieren - ganz wie es dem Leser gefällt.

Schade fand ich bei dieser Ausgabe nur, dass es keinerlei Anmerkungen gibt. Es gibt doch einige Begriffe aus dem alten Petersburg, die man erstmal nachschlagen muss (nicht immer erfolgreich). Kleine Erklärungen wären hier interessant gewesen. Auch stören ein paar Schreibfehler. Es waren zwar nur wenige, aber diese umso irritierender. Zum Beispiel heißt es: "Wie schon sitzt sie am Fenster eines freundlichen Landhäuschens! (wo es "schön" heißen müsste).

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Meister der Angst - Der seltsame Fall von Dr. Jekyll und Mr. Hyde

Robert Louis Stevenson , Diverse , Andreas Fröhlich , Frank Glaubrecht
Audio CD
Erschienen bei Random House Audio, 19.11.2012
ISBN 9783837118650
Genre: Klassiker

Rezension:

Ich rezensiere hier das Hörspiel von Random House Audio aus der Reihe "Meister der Angst" (leider wird das Cover hier nicht angezeigt, obwohl ich es angeklickt habe). Das Buch "Dr. Jekyll und Mr. Hyde" hatte ich zuvor schon gelesen, es war gut, aber nicht perfekt. Nun war ich umso überraschter, dass es dieses Hörbuch ist. Es ist eine Neubearbeitung des Stoffes (eigentlich müsste man da spektisch sein), die Lautzeit liegt bei einer guten Stunde.

Ich mag es ja sowieso, wenn nicht einfach nur der Text heruntergelesen wird. Dieses Hörspiel ist wirklich in jeder Hinsicht gut gemacht, Musik und Stimmen passen sehr gut, auch der Text, der zwar bearbeitet wurde, aber genau passend und der damaligen Zeit angepasst. Ein paar Lücken aus dem Buch werden sogar gefüllt, so dass keine Fragen mehr offen bleiben (was mich am Buch gestört hatte), aber trotzdem der Tenor des Werkes bleibt und rüberkommt. Das Hörspiel ist sehr atmosphärisch und spannend, immer wieder aufs Neue. Die Reihe "Meister der Angst" hat mich sehr neugierig gemacht, leider gibt es aber wohl nur ein paar Teile davon.

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erotik, liebe, bar, toyboy, ängste

Mein heißer Toyboy: Kein One-Night-Stand für eine Nacht (Erotischer Roman) (Die 'Secret Desires' Reihe)

Bettina Kiraly
E-Buch Text: 88 Seiten
Erschienen bei Secret Desires, 24.05.2017
ISBN 9783960872214
Genre: Sonstiges

Rezension:

Monika ist über 40, geschieden, und steht mitten im Leben. Zufällig begegnet sie in einer Bar dem jungen Louis und kann ihm nicht widerstehen. Zwar in passendem Ton, aber irgendwie schablonenhaft folgt ein erotisches Geschehen und damit die Kurzstory. Man erfährt ein wenig über die beiden Personen und ihr Umfeld, auch dass sie sich schnell ineinander verlieben, was eigentlich nicht geplant war und (kaum überraschende) Schwierigkeiten mit sich bringt. Irgendwie ist alles sehr vorhersehbar und als man sich gefühlsmäßig gerade ein wenig auf die Geschichte eingelassen hat, ist alles ganz plötzlich vorbei bzw. das Ende (oder der Anfang) offen. Es folgt dann noch Werbung und eine ziemlich lange Leseprobe eines anderes Buches. Aber dafür kann die Autorin natürlich nichts. Kann man schnell mal weglesen, aber es gibt Besseres zum Thema. Dazu kommt, dass Cover und Titel nicht so richtig passen. 

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

flüchlingsheim, asylantrag, heimatland, anhörung, irak

Ohrfeige

Abbas Khider , Abbas Khider , Claudia Johanna Leist , Omar El-Saeidi
Audio CD
Erschienen bei Hörbuch Hamburg, 26.02.2016
ISBN 9783957130426
Genre: Romane

Rezension:

Ich kenne das Buch nicht und habe nur das Hörbuch gehört, das man wohl Hörspiel nennen muss. Hier wurde nicht einfach ein Text gelesen, sondern das Ganze akustisch wunderbar umgesetzt - mit Musik, Hintergrundgeräuschen, arabischer Sprache usw. Man befindet sich sofort in der Welt des irakischen Asylbewerbers Karim Mensy, der aus Versehen in Deutschland statt in Frankreich gestrandet ist und sich nun mit vielen Absurditäten herumschlägt. Der Autor weiß, wovon er spricht, und die Thematik wurde (was das Hörbuch angeht, wo anscheinend gekürzt wurde) äußerst lebhaft, witzig und vor allem realistisch dargestellt. So macht "Ohrfeige" nicht nur Spaß zu lesen, sondern ist auch ein interessanter Beitrag (aus dem wahren Leben, obwohl natürlich alle Personen und Ereignisse frei erfunden sind) zu aktuellen Themen.

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

vater-sohn-beziehung, englische oberschicht, schlangengift

Serum

Jo Nesbø , Axel Milberg (Sprecher) , Jo Nesbø
Audio CD
Erschienen bei DHV Der HörVerlag
ISBN 9783899408324
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ganz zufällig bin ich auf diese Kurzgeschichte von Jo Nesbø gestoßen, die es wohl nur als Hörbuch gibt. Man sollte sie wohl Thriller nennen, obwohl alles als ironische, aber sehr glaubwürdige Familiengeschichte beginnt. Der Vater, der den Grund für seine Heirat vergessen hat, hat plötzlich einen erwachsenen Sohn, denn dessen Aufwachsen hat er vor lauter Arbeit nicht mitbekommen. Dieser leidet durch eigenes Verschulden an Geldmangel und meldet sich nach Jahren doch noch einmal bei seinem Vater, der sich mittlerweile in Afrika mit Schlangen befasst. Ganz leise kommt es zu einem tückischen Showndown... Ich fand diese Geschichte für Jo Nesbø ungewohnt und wie immer sehr gut - wahrscheinlich in Buchform noch besser. Denn der Sprecher hat mir nicht ganz so gut gefallen. Das Mitreißende war hier der Inhalt, nicht die Hörbuchumsetzung.

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parkinson, selbstmord, pflege, krankheit, argentinien

Elena weiss Bescheid

Claudia Piñeiro , Peter Kultzen
Fester Einband: 186 Seiten
Erschienen bei Unionsverlag, 08.12.2009
ISBN 9783293004047
Genre: Romane

Rezension:

Elena und Rita haben ein enges, aber anscheinend nicht sehr liebevolles Mutter-Tochter-Verhältnis. Dann ist Rita plötzlich tot, erhängt im Kirchenturm. Und Elena kann auf keinen Fall an einen Selbstmord der Tochter glauben, wofür es ganz sachliche Gründe gibt. Sie versucht mit langem Atem herauszufinden, wer Rita warum ermordet haben könnte. Das ist gar nicht so einfach, denn Elena leidet an Parkinson. Die Krankheit ist mit ihrem Leben verwachsen und bestimmt ihren Alltag. Folglich baut sich das Buch an den Tabletteneinnahmen entlang, die seine Kapitel sind, was schon ungewöhnlich ist.

Obwohl Elena auf andere alt und pflegebedürftig wirkt, hat sie einen großen Willen und sie fährt alleine nach Buenos Aires mit einer wichtigen Aufgabe. Denn "sie weiß Bescheid" und lässt sich an keiner Stelle etwas vormachen. Die Wiederholungen einiger Sätze fand ich hier absolut passend und nicht störend. Anfangs war der Roman fast ein wenig langweilig zu lesen, aber er wird dann immer dichter, kennt seine Personen gut, ist deutlich in seinen Worten, und trotzdem gibt es noch einiges zwischen den Zeilen. Einen Großteil des Buches nimmt die Krankheit Parkinson, die sehr bildhaft geschildert wird, und Elenas Umgang mit ihr ein. Man braucht etwas Geduld für diesen argentinischen Roman, der große Themen anspricht und den Leser nachdenklich zurücklässt. Aber dafür kommt er mit weniger als 200 Seiten aus und macht neugierig auf die Autorin, die hierzulande eher unbekannt ist.

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

afrika, englische bücher, gedichte, lyrik, simbabwe

Look Within - Aus voller Seele

Eve Z Nyemba , Bettina Weiss
Fester Einband: 117 Seiten
Erschienen bei kalliope paperbacks, 01.09.2008
ISBN 9783981079869
Genre: Gedichte und Drama

Rezension:

"Look Within - Aus volle Seele" ist ein schön gemachter kurzer Gedichtband mit Lesebändchen und einigen passenden Bildern, die sehr afrikanisch wirken - wie auch das Cover. Die Gedichte stammen von einer Lyrikerin aus Simbabwe und sind jeweils im englischen Original wie auch in der deutschen Übersetzung gedruckt.

Die recht unterschiedlichen Gedichte wirken teils wie Liedtexte, teils hypnotisch, von den Worten her einfach, aber eindrucksvoll. Immer scheinen die Worte tatsächlich "aus voller Seele" zu kommen. Themen sind Simbabwe bzw. Afrika, Unterdrückung, Hoffnung, innere Welten (die Mut und Kraft schenken), weibliches Selbstbewusstsein, Liebe, Probleme zwischen Männern und Frauen. Die Gedichte, die von Liebesdingen handeln (hier spielen Kontinente keine Rolle), haben mich am meisten berührt.


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43 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

sf, marsianer, marsinvasion, verfilmtes buch, 19. jahrhundert

Der Krieg der Welten

H. G. Wells , Lutz-W. Wolff , Lutz-W. Wolff
Flexibler Einband: 328 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 13.01.2017
ISBN 9783423145473
Genre: Klassiker

Rezension:

"Der Krieg der Welten" ist wohl vielen ein Begriff - das Original von 1898 zu lesen ist daher aufschlussreich. H.G. Wells schildert darin, wie plötzlich ein seltsames Objekt in einer Grube landet, in dem sich Wesen vom Mars befinden. Die englische Bevölkerung nimmt das Ereignis neugierig, aber auch gelassen auf. Schließlich weiß sie (noch) nicht, was ihr blüht, und auch die Nachrichten verbreiten sich noch nicht so schnell wie heute. Der (manchmal leider) etwas nüchterne Erzähler berichtet von seinen bereits zurückliegenden Erlebnissen (und den seines Bruders), denn er hat die Marsianer als einer der ersten gesichtet und später noch einiges mit ihnen erlebt. Denn deren Mission stellt sich als keineswegs friedlich heraus.

Der Roman kam mir ausgereifter vor als die zuvor erschienene "Zeitreise" von Wells und ausführlicher, obwohl auch hier noch einige Fragen bestehen bleiben. Interessant ist das Buch vor allem als frühe Idee des Lebens auf einem anderen Planeten, wie diese Wesen aussehen und was sie (mit welchen fortschrittlichen Gerätschaften) vorhaben könnten. Es ist kein Spannungsroman (vor allem verglichen mit heutigen Büchern), obwohl es spannende und sogar schockierende Stellen gibt. Interessant ist immer wieder, wie die Menschen auf die Ereignisse reagieren, wobei der Erzähler eher zu den Vorbildlichen gehört. Durchhänger ergeben sich vor allem aus den vielen Ortserwähnungen. Insgesamt stimmt das Buch nachdenklich, zumal Wells wieder gesellschafts- bzw. menschenkritische Töne hören bzw. lesen lässt. Hier geht es u. a. auch um Vergleiche, wen oder was der Mensch ganz selbstverständlich unterjocht. Interessant sind auch die Schilderungen einer Massenpanik, die Reaktion eines Pfarrers auf die Invasion sowie (weitere) Beispiele für kopfloses bzw. vernünftiges Handeln in der Not. Somit ist "Der Krieg der Welten" einfach zeitlos und es fällt einem überhaupt nicht auf, wie viel Zeit seit seiner Entstehung vergangen ist - wenn nicht gerade Pferdekutschen erwähnt werden. Die nachdenkliche Frage "Was wäre wenn?" setzt sich beim Lesen im Kopf fest, so dass der Roman noch nachwirkt.

Die Neuübersetzung von Lutz-W. Wolff lässt sich gut lesen und auch mit den Anmerkungen und Nachwort im Taschenbuch von dtv war ich sehr zufrieden.

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27 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

serbien, balkan, militär, krimi, historie

Kornblumenblau

Christian Schünemann , Jelena Volic
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 26.02.2013
ISBN 9783257068337
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der erste Fall des deutsch-serbischen Autorenteams führt nach Belgrad, wo zwei Soldaten einer Eliteeinheit tot aufgefunden wurden (das Buch basiert übrigens auf einem wahren Fall, was den Inhalt zusätzlich brisant macht). Offiziell geht man von Selbstmord bzw. einer obskuren Sekte aus, aber der Anwalt der Hinterbliebenen ist anderer Ansicht. Zufällig ist der engagierte Anwalt befreundet mit Milena Lukin, einer Wissenschaftlerin am Institut für Kriminalistik und Kriminologie, die mit Kind, Mutter und Katze in einer kleinen Wohnung lebt und gerade darum bangt, dass ihr Arbeitsvertrag verlängert wird. Die bodenständige Protagonistin schlägt sich mit ganz normalen Alltagssorgen (wenn auch in serbischer Fassung) und deutschem Ex-Mann herum und war mir von Anfang an sympathisch. Auch die Personen in ihrem Umfeld kann man sich gut vorstellen.

Das Buch ist genauso wenig aufdringlich wie die Protagonistin, es ist gut geschrieben, liest sich eher ruhig, fast bedächtig, aber geradlinig und immer wieder interessant. Der Leser bekommt einen vielfältigen ersten Einblick in die serbische Kultur und Geschichte. Die Aufarbeitung der Vergangenheit spielt ebenso eine Rolle, ohne dass der Roman zu trocken wird, denn es gibt genug authentischen Alltag. Zitat: "Die Vergangenheit bahnte sich immer wieder einen Weg, suchte sich kleine Kanäle und sickerte in die Gegenwart, wie von oben Nachbars Badewasser." Tatsächlich kommt gleich ein gleichgültiger Handwerker zu Milena ins Badezimmer.... Ab der Mitte des Buches wird es dann immer spannender, auch wenn man die Fäden langsam zusammenlaufen sieht. Das Ende ist nicht befriedigend, aber realistisch. "Kornblumenblau" ist kein kreischender Pageturner, was in diesem Fall positiv zu sehen ist. Gerne würde ich noch mehr Fälle von Milena Lukin lesen.

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31 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

israel, tel aviv, rabbi, juden, rabb

Der Rabbi und das Böse

Katharina Höftmann
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 09.09.2013
ISBN 9783746629636
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Auf einem Friedenskonzert wird ein Messerattentat auf einen bekannten Rabbi verübt - auch noch spektakulär von einem Weihnachtsmann. Zufällig ist Kommissar Rosenthal vor Ort, der von seiner Freundin dorthin zu gehen genötigt wurde. Er verfolgt den scheinbaren Täter lange (so kam es mir jedenfalls vor, weil es ziemlich lang/-atmig ausgeführt wird), jedoch erfolglos. Danach macht er sich gleich an die Aufklärung des Falls, mit Hilfe seines Kollegen und der Sekretärin. Der Rabbi hat nicht nur ungewöhnlicherweise arabische Jugendliche betreut, sondern war auch in mysteriöse Immobiliengeschäfte verwickelt. Interessant an diesem Buch ist vor allem, dass man viel über Tel Aviv und Israel erfährt, nicht nur über Straßen und Gegenden, sondern die verschiedenen Menschengruppen mit ihren jeweiligen Ansichten und den dortigen Alltag. Hinten im Buch gibt es noch ein Glossar zu einigen nicht übersetzten Worten, was auf jeden Fall viel Lokalkolorit hat.

Der Fall selbst ließ leider keinerlei Spannung aufkommen, die Verdächtigen werden nicht näher unter die Lupe genommen und man muss nirgends die Luft anhalten, auch wenn schon mal steile Wände hochgeklettert werden. Meine leisen Ahnungen zwischen den Zeilen waren zum Schluss doch richtig, manche Szenen waren ja auch ein Wink mit dem Zaunpfahl. Der von sich allzu überzeugte Kommissar tut zwar häufig seine politische Meinung kund, bleibt aber insgesamt sehr oberflächlich bis unsympathisch. Die frische Beziehung zu einer sehr gegensätzlichen Frau, in die er anfangs noch ganz vernarrt ist, hätte nicht nur für ihn viel Potenzial gehabt, sondern auch für den Leser. Sie verebbt aber schnell und fadenscheinig, da sich Rosenthal abrupt nach einer erneuten, nicht überraschenden politischen Meinungsverschiedenheit trennt und meint, "die Liebelei hat sich müde gelaufen". Auch andere Personen waren mir zu oberflächlich geschildert, dabei hätten diverse Themen viel zu bieten gehabt. So ist es doch eher eine leichte Lektüre für zwischendurch (dann aber wohl wieder mit zu vielen politischen Anspielungen und Ausführungen), die sich mit ein paar Satzstraffungen noch besser lesen würde.

Dies war mein allererster Israel-Krimi. Den ersten Teil der Reihe muss man nicht unbedingt gelesen haben.für den Einsteig, da die Charaktere wie gesagt überschaubar sind.

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(17)

25 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

rache, mord, zucker, kolumbien, stevia

Blutzucker

Leif Tewes
Flexibler Einband: 250 Seiten
Erschienen bei Größenwahn Verlag, 15.03.2017
ISBN 9783957711328
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Manager Meininger hat ungeheuere Pläne für seinen internationalen Lebensmittelkonzern. Neuartige Produkte sollen die Verbraucher nicht nur täuschen, sondern sie abhängig von Medikamenten machen, an denen wiederum verdient werden kann. Paul ist ein treuer Mitarbeiter im Labor und für die genaue Ausarbeitung zuständig. Zu Beginn des Buches wird seine Freundin bei einem Anschlag in Kolumbien getötet. Sie hatte als idealistische Journalistin das Ziel, die Machenschaften von WorldFood aufzudecken. Private Rache trifft hier auf ernste globale Themen, was ich jederzeit spannend fand. Anfängliche Befürchtungen, das Buch wäre durch die chemischen Ausführungen etwas trocken, hat sich dann doch nicht bestätigt. Als eine geheimnisvolle Frau ermordet wird und das Ermittlerpaar ins Spiel kommt, bekommt die Handlung immer mehr Dimensionen. Bemerkenswert ist die schnelle Arbeit der intelligenten Ermittler, was in Krimis nicht selbstverständlich ist. Besonders Kommissar Berg ist ein eigenwilliger Charakter, dessen Arbeit man gerne verfolgt. Die Ermittlungen führen in die Schweiz und später nach Kolumbien, wo man das Buch erst recht nicht mehr aus der Hand legen kann.

Diesen "Roman noir" kann man mit Recht Krimi oder Thriller nennen. Zudem sind die behandelten Themen erschreckend wie realistisch. Aufgefallen ist mir die häufige indirekte Rede der Personen, was manchmal etwas stört, ebenso wie ein paar Grammatikfehler, fehlende Bindestriche u.ä. Das Buch hat entgegen anders lautenden Angaben 290 Seiten.

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thailand, einfach, lebensmittelkonzern, urlaub, lustig

Mit Axt, Charme und Melone

Colin Cotterill , Jörn Ingwersen
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 20.04.2015
ISBN 9783442482603
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Dies war mein erstes Buch des Briten Colin Cotterill, der in Thailand lebt (wodurch man so einiges über Land und Leute erfährt) und es fing gleich ungewöhnlich und spannend an. Anfangs war ich also erstmal positiv überrascht, zumal der Schauplatz doch eher ungewöhnlich ist. Die Ich-Protagonistin Jimm Juree wohnt mit ihrer Familie am thailändischen Strand, hat einen ungewöhnlichen, witzigen Job (der auch für lustige Kapitelüberschriften sorgt) und ist als Person ein buntes Mischmasch. Bis zum Schluss hatte ich kein wirkliches Bild von ihr und konnte mich auch nicht hineindenken (vielleicht weil der Autor männlich ist?). Ihre Familienmitglieder wie auch der befreundete Polizist sind ziemlich skurill, was sicher im Gedächtnis bleibt, trotzdem bleiben sie irgendwie oberflächlich, zwar aus spritzigen Ideen zusammengesetzt, aber wenig wirklich vorstellbar. Auch die Geschichte rutscht bald ab und plätschert so dahin. Lediglich die untypischen Personen und der Witz hier und da (z. B. "Heavy-Metal-Sänger = Seetang mit Stöcken") ließen mich durchhalten. Auf den letzten 50 Seiten wurde es dann doch noch unerwartet spannend, was mich etwas versöhnt hat. Alles in einem ist "Thailand-Krimi" für das Buch etwas übertrieben gesagt. Es handelt sich um originelle Personen in einer leichten (Strand-)Lektüre, mit der man sich die Zeit vertreiben und etwas über Thailand erfahren kann. Denn die Krimihandlung, die in der Inhaltsangabe versprochen wurde, kommt im großen Mittelteil deutlich zu kurz und auch sonst gibt es einige Längen.

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kalifornien, milieustudie, geschichte, ölsardinen

Die Straße der Ölsardinen

John Steinbeck , Rudolf Frank
Flexibler Einband: 205 Seiten
Erschienen bei dtv, 19.01.2010
ISBN 9783423191357
Genre: Klassiker

Rezension:

John Steinbeck führt seine Leser mit diesem Buch in eine besondere Straße, wo sich vieles um Meeresgetier und Skurillitäten dreht. Viele Menschen leben dort von der Hand in den Mund oder schon mal in einer abgelegten Röhre. Besonders "die Jungs", Mack und seine Freunde, genießen das Leben auf ihre ganz eigene Weise. Sie benötigen nicht viel, schnorren hier und da und versprechen viel. Obwohl ihnen viel "unabsichtlicher" Blödsinn passiert, haben sie ein gutes Herz. Außerdem sind da z. B. noch der eigensinnige Doc, der ständig Tiere sammelt (wofür genau wird nicht ganz klar), und ein chinesischer Ladeninhaber, die mehr Geld und Überblick haben - und trotzdem bewundernswert viel Geduld und Verständnis. Der kurze Roman ist eine Art Panoptikum, es werden die Bewohner und ihre kleinen Geschichten beschrieben, wobei es keine wirkliche Romanhandlung gibt. Es wird viel getrunken, auch Gewalttätigkeiten gibt es, außerdem gibt es Poesie und gesellschaftskritische Ansätze. Insgesamt liest sich das Buch wie eine Hymne auf das einfache Leben der einfachen Menschen und ist sehr atmosphärisch.

Ich habe "Die Straße der Ölsardinen" weder verschlungen noch hat es mich schlaflose Nächte gekostet. Es war immer wieder nett und vor allem witzig. Denn so einige Ideen darin sind wirklich wunderlich und einfallsreich. Aus diesem Grund habe ich mich dann doch für 4 anstatt 3 Sterne entschieden. Das eher schmale Buch macht schon Lust, sich noch näher mit Steinbeck zu beschäftigen, auch wenn (oder gerade weil) es seine Themen wohl eher streift. 

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psychologie, lesbisch, berlin zwanziger jahre, giftmord

Die beiden Freundinnen und ihr Giftmord: Fischer Klassik PLUS

Alfred Döblin
E-Buch Text
Erschienen bei S.Fischer Verlage, 20.06.2013
ISBN 9783104024851
Genre: Klassiker

Rezension:

Döblins "Die beiden Freundinnen und ihr Giftmord" (hier in der Ausgabe von Fischer Klassik PLUS) ist entstanden für die damalige Reihe "Außenseiter der Gesellschaft. Die Verbrechen der Gegenwart". Es geht in dem schmalen Buch um einen wahren Fall, der 1924 vor Gericht kam. Zwei Freundinnen beschließen, den Ehemann der einen zu vergiften. Vorausgegangen ist ein Ehedrama mit Gewalttätigkeiten und unschönem Alltag (also ein relativ zeitloses Thema). Alfred Döblin geht vor allem dem Innenleben der beiden Frauen und den Erwartungen der Eheleuten an die Ehe nach und versucht aufzuzeichnen, wie es zu dem spektakulären Giftmord kommen konnte.

Durch den ihm eigenen Schreibstil und das Zeitkolorit ist das Buch interessant zu lesen, wobei es durch die deutliche Überschaubarkeit der Geschichte leichter zu lesen ist als "Berlin Alexanderplatz". Jedoch darf man keinen mehr oder weniger spannenden Krimi erwarten (was ich leider doch ein wenig getan hatte). Das Buch hat einen ziemlich dokumentarischen Einschlag, so dass das Literarische immer wieder untergeht, was schade ist. Auch gibt es viele Wiederholungen und das Geschehen bleibt irgendwie stecken. Das Ende ist bereits bekannt, jedoch bleibt auch das eigentlich Tiefergehende ziemlich nüchtern. Man erkennt hier, dass Döblin Nervenarzt war und dem Geschehen auf psychoanalytische Weise näher zu kommen versucht (einschließlich Handschriftsdeutungen der Täterinnen und Skizzierung der Psychologie, die zur Tat führte). Dass alles nur ein Versuch und Deutung von außen ist (und sein kann, wie Döblin selbst anmerkt), wird erst im Epilog so richtig klar. Für die Weimarer Zeit war die Herangehensweise Döblins (sowie das milde Gerichtsurteil in dem Fall) sicher sehr neuartig, heute liest es sich eher belanglos und langweilig-nüchtern. Als Literatur hätte man sicher mehr draus machen können!

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Badenheim

Aharon Appelfeld , Martin Kluger , any.way , Cathrin Günther
Flexibler Einband: 160 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.03.2013
ISBN 9783499259470
Genre: Romane

Rezension:

Die kurze Geschichte liest sich wie ein Gedicht, in wenigen Kapiteln wird mit wenigen Worten viel gesagt. Die mehr oder weniger jüdischen Gäste lassen sich 1939 im österreichischen Badenheim zu den traditionellen Festspielen nieder und lassen es sich gutgehen. Die Charaktere sind sehr unterschiedlich und verändern sich im Laufe des Buches hin und wieder, je nach Situation und ganz eigenem Charakter. Ganz langsam und subtil schleicht sich Ungutes an die Gäste heran. Trotz der Inhaltsangabe meint man als Leser lange noch, es muss ja nicht unbedingt so schlimm enden wie man fast ahnt. So geht es auch den Gästen, die hören, dass plötzlich das Gesundheitsamt beschlossen hat, sie nach Polen umzusiedeln. Da sie keinen Grund dafür erkennen können, gehen sie von nichts Schlimmem aus. Die subtilen Anzeichen des Gegenteils und wie jeder damit umgeht, ist wunderbar skizziert. Man kann sich das Ganze auch gut als Theaterstück vorstellen. Selbst wenn man nichts über den Holocaust wüßte, wäre dieses Buch aufgrund des feinen, subtilen, aber doch prägnanten Schreibstils ein kleines Meisterstück (sogar als intelligente Horrorgeschichte). Im Hinblick auf die Geschichte ist die Schilderung natürlich umso erschreckender, denn erst ganz am Ende wird alles deutlich.

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las palmas, krimi, grancanaria, correa, privatdetektiv

Tod im April

José L Correa , Verena Kilching , Verena Kilching
Buch: 251 Seiten
Erschienen bei Unionsverlag, 01.01.2007
ISBN 9783293203822
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ganz zufällig bin ich auf diesen Krimi gestoßen, der auf Gran Canaria spielt. Er ist sehr lebhaft, etwas schnodderig, aber witzig geschrieben und anders als die Krimis, die ich sonst so lese, was mir gefallen hat. Privatdetektiv Ricardo Blanco, etwas hardboiled und doch ziemlich normal, erzählt in der Ich-Form von seinem Fall und Leben. Ein Serienmörder, der seine Opfer auf auffällige Weise hinterlässt, treibt sein Unwesen. Von wem Blanco genau beauftragt wurde, blieb mir bis zum Schluss ein Rätsel. Einmal soll es die Putzfrau des ersten Opfers sein, andererseits leistet er auch Arbeit für einen befreundeten Polizisten (sie sind wohl keine Konkurrenten wie sonst oft in Büchern). Über die Frauen habe ich manchmal den Überblick verloren, da einige mit M anfangen. Der Vater von Blanco hat mir an dem Buch fast am besten gefallen, die anderen Personen hätte man noch besser ausarbeiten können. So blieb manches oberflächlich, aber unterhaltsam. Der Fall selbst wird zum Schluss noch spannend, ist aber an sich nicht weiter erwähnenswert. In dieser Hinsicht hätte ich ein wenig mehr erwartet. Aber alleine wegen dem Schreibstil hat es sich gelohnt.

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