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19 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

kinderbuch, kinder, freundschaftsbruch, feriengeschichte, dümpelwald

Die Heuhaufen-Halunken - Volle Faust aufs Hühnerauge

Sven Gerhardt , Vera Schmidt
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei cbj, 25.09.2017
ISBN 9783570174197
Genre: Kinderbuch

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210 Bibliotheken, 27 Leser, 2 Gruppen, 36 Rezensionen

freundschaft, zwangsneurosen, anspruchsvolle literatur, zwangsstörung, familie

Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken

John Green , Sophie Zeitz
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 10.11.2017
ISBN 9783446259034
Genre: Jugendbuch

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

gute grundidee, das buch konnte mich leider nicht überzeugen ;

Das Geheimnis um Burg Landshut

Anna-Lena Hees
Flexibler Einband: 199 Seiten
Erschienen bei AAVAA Verlag, 01.11.2017
ISBN 9783845924786
Genre: Jugendbuch

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115 Bibliotheken, 21 Leser, 0 Gruppen, 40 Rezensionen

eishockey, schweden, kleinstadt, kleinstadtleben, mannschaft

Kleine Stadt der großen Träume

Fredrik Backman , Antje Rieck-Blankenburg
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei FISCHER Krüger, 26.10.2017
ISBN 9783810530431
Genre: Romane

Rezension:

Björnstadt, eine kleine Stadt weit im Norden von Schweden. In ihr leben reiche und arme, junge und alte, verbissene, verträumte, engagierte, verbitterte, hoffende, suchende und trauernde Menschen. Doch sie werden geeint von dem Sport, der in Björnstadt gespielt wird und der sie alle verbindet, als Spieler oder Trainer, als Eltern, ehemalige Spieler oder Fans: vom Eishockey.
Nachdem vor Jahrzehnten die Seniormanschaft beinahe mal schwedischer Meister geworden wäre, ist das erklärte Ziel aller, es einmal bis an die Spitze zu schaffen. Nun fehlt der Juniorenmannschaft nur noch zwei Siege um schwedischer Juniorenmeister zu werden. In diesem Umfeld von geballter Energie, Erwartungen, Druck und Euphorie passiert etwas, dass den ganzen Ort zu zerreissen droht......

Backman erzählt sehr beeindruckend und schafft es dabei vor allem, dass wir uns in die vielen Charakteren, die in Björnstadt leben, hinein versetzen können.
Allen voran an die 16jährige Maya und ihre Freundin Ana, in die Spieler der Juniorenmannschaft, Kevin, Benji, Bobo, in Amat, den Nachwuchsspieler, aber auch in die Eltern von Maya, Mira und Peter, um nur einige aufzuzählen. Jeder kommt bei Backman "zu Wort", der Autor erzählt aus vielen Perspektiven und verliert dabei nicht den roten Faden, der durchs Buch zieht und dem der Leser gespannt und gebannt folgt. Denn auch wenn es viele Protagonisten gibt, die Erzählperspektive oft wechselt, trägt dies hier zum Spannungsaufbau bei, und verwirrt nicht, nachdem man sich eingelesen hat.


Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie mich diese Geschichte, die sehr schnell sehr emotional wird, berührt hat. Backman hat mich beeindruckt mit diesem Buch, dass so viele menschliche Facetten wiedergibt, so vieles in Worte  zu fassen vermag, was in einer menschlichen Gemeinschaft an Reaktionen, Aktionen, Handlungen, Hoffnungen, Enttäuschungen möglich ist. Man fühlt als Leser mit, man leidet mit, man ist wütend, man bangt und hofft.
Die ganze Story ist zudem auch realistisch erzählt und zeigt, wie eine Gemeinschaft sich verändern kann, sich spalten kann, wie sie sich als Masse mitziehen lässt und falsche Urteile fällen kann.

Backman hat mich schon mit seinen Vorgängerromanen überzeugen können, weil er Gefühle und die verschiedenen menschichen Beweggründe mit großer Tiefe in Worte verpacken kann.
Dieser Roman ist jedoch - bisher - sein Meisterwerk.

Fazit:
Beeindruckende, fesselnde, emotionale Erzählung über viele menschliche Facetten, Gefühle und Aktionen

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24 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

lark, neuseeland, frano, kiwis, auckland

Das Geheimnis des Winterhauses

Sarah Lark , Tina Dreher
Fester Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Ehrenwirth, 24.11.2017
ISBN 9783431040791
Genre: Romane

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59 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

brooklyn, familie, betty smith, klassiker, ein baum wächst in brooklyn

Ein Baum wächst in Brooklyn

Betty Smith , Eike Dr. Schönfeld
Fester Einband: 621 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 23.10.2017
ISBN 9783458177203
Genre: Klassiker

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Teufelsküche

Bernd Flessner
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 24.05.2017
ISBN 9783740800499
Genre: Krimi und Thriller

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0 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Kirwatanz

Fabian Borkner
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 21.09.2017
ISBN 9783740801663
Genre: Krimi und Thriller

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69 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 33 Rezensionen

familiensaga, ostpreußen, wölfe, venedig, landgut

Die Jahre der Schwalben

Ulrike Renk
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 09.10.2017
ISBN 9783746633510
Genre: Historische Romane

Rezension:

Die Fortsetzung von "Das Lied der Störche" beginnt im Jahr 1930. Frederike (Jahrgang 1909) ist mit Ax verheirtatet und lebt auf seinem Gut Sobotka im polnischen Korridor. Doch bei Ax ist die Tuberkulose erneut ausgebrochen und schon am Tag nach der Hochzeit musste er nach Davos. Frederike muss das Gut alleine leiten und hat davon keine Ahnung. Sie verzweifelt immer mehr, denn es geht mit dem Gut immer weiter bergab. Hilfesuchend wendet sie sich an Erik, ihren Stiefvater.

Ulrike Renk erzählt die Geschichte von Frederike weiter. Eine Geschichte, die einen realen Hintergrund hat, vieles von dem was sie erzählt ist wirklich geschehen.

Ich bin nur so durch das Buch geflogen und lange habe ich für ein Buch von über 500 Seiten so wenige Tage zum Lesen gebraucht, weil mich diese Geschichte so gepackt hat.

Das liegt an der symphatischen Hauptprotagonistin Frederike, aber auch an ihrer so authentischen Entwicklung, die sie im Laufe auch dieser Geschichte macht. Im ersten Band reift sie vom Backfisch zur jungen Frau, hier, im zweiten, wird aus der unerfahrenen jungen Frau eine zupackende, Entscheidungen treffende, erfolgreiche Gutsherrin.
Es gibt aber auch so viele andere Nebenschauplätze, die in diese Geschichte hineinverwoben wurden, angefangen von Berichten aus der Gutsherrenküche,  das Stadtleben in Berlin um das Jahr 1930, dem Leben der Geschwister, bis zu den politischen Ereignissen vor der  Machtübernahme, die Veränderungen nach 1933, beim Kriegsausbruch oder während des Krieges. Alles so miteinander verknüpft, dass es stimmig und vor allem fesselnd, interessant und informativ erzählt wird.

Da viele der beschriebenen Protagonisten realen Figuren nachempfunden worden sind,  lässt einem das ganze noch intensiver lesen.
Aber es ist nicht nur die Realität, die hinter diesem Roman steht, sondern auch, wie die Autorin die Geschichte verpackt hat. Sie kann so lebendig erzählen und unterhaltsam. Mal aufgelockert und humorvoll, aber auch die Tragik und die Bitterkeit, die das Leben bei Frederike mit sich bringt, die Schicksalsschläge und HIndernisse, die ihr in den Weg geworfen werden, werden so erzählt, dass man mitfühlt. Diese Mischung macht das Lesen so interessant und hat dafür gesorgt, dass ich mitfühlen, mithoffen und mitleiden konnte und das Buch kaum aus der Hand legen konnte.
Nun warte ich gespannt auf den 3. Teil, der schon im Juni 2018 erscheinen soll.

Fazit:
Man fliegt nur so durch dieses Buch ! Absolut empfehlenswert und höchtse Punktzahl von mir.

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

Justizpalast

Petra Morsbach
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Knaus, 04.09.2017
ISBN 9783813503739
Genre: Romane

Rezension:

Thirza Zorniger wächst bei ihrem Großvater, einem Richter auf. Schon früh interessiert sie sich für die Welt der Gerichtsbarkeit.  So verwundert es auch nicht, dass sie den selben Weg einschlägt, Jura studiert, verschiedene Stufen der Richterlaufbahn erringt, und es bis in den Justizpalast in München in eine führende Rolle schafft.

Petra Morsbach erzählt das Leben von Thirza, von ihrem Schauspielervater, ihrer unglücklichen Mutter, ihrer Kindheit und Jugend, aber den meisten Raum nimmt ihre berufliche Laufbahn ein. Eingeflochten dabei immer wieder Gerichtsfälle, Gerichtsverhandlungen, Gerichtsurteile, es wird von Kollegen berichtet, von Arbeitsbelastungen, von wenig Freizeit. Der Roman ist nicht linear erzählt, er springt immer mal wieder vor und zurück im Leben von Thirza.

Der Erzählstil ist nüchtern, erst gegen Ende kommen auch Emotionen ins Spiel, wird die Figur der Thirza menschlicher, greifbarer. Aber irgendwie passt der Stil auch zu der Protagonistin, die in einer eher als "trocken" geltenden Zunft arbeitet, in der es um Gesetze. Rechtsauslegungen, Aktenstudium und Urteilsbegründungen geht. Aber hinter jedem Fall stehen auch Menschen und das macht die Autorin mit den vielen beschriebenen Fällen auch deutlich. Thirza hingegen ist eine eher zurückgezogene, einsame Figur, die lange braucht um nicht nur ein berufliches Leben, sondern auch privates Glück zu haben, sich zu verlieben und einen Mann fürs Leben zu finden.
Der Roman vereint das berufliche und private Leben der Protagonistin Thirza.  Obwohl der Beruf der Richterin hier im absoluten Mittelpunkt steht und ihr Privatleben eher als Untermalung dient. Sie bleibt als Figur eher kühl und nur am Ende wird es emotionaler.  Die Autorin deutet das Ende am Anfang an, doch erst nach und nach, Schritt für Schritt, schließt sich der Kreis im beruflichen Leben sowie im privaten Umfeld.

Wer sich für die Arbeit und die Arbeitsbelastungen an deutschen Gerichten interessiert und dies auch noch verpackt in einem Roman, der viele Fälle aufgreift, dazu durch die Protagonistin Gedanken und Entwicklungen im Rechtssystem debattiert, dem kann ich den Roman empfehlen.  Er bietet eine breite Palette an Einblicken hinter die Kulissen der Gerichtsbarkeit. Die Autorin hat neun Jahre recherchiert, mit gut 50 Juristen über ihre Arbeit gesprochen und deren Erfahrungen und Erlebnisse mit in diesen Roman verwoben. Zusammen mit dem Lebensweg der fiktiven Protagonistin ergibt sich ein interessanter Roman, der, wenn auch kühl und nüchtern beschrieben, mich fesseln konnte.

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39 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

wien, roman, ohne perspektive, absturz, österreicher

Wer hier schlief

Isabella Straub
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Blumenbar, 15.09.2017
ISBN 9783351050429
Genre: Romane

Rezension:

Philipp Kuhn hat sich neu verliebt. In Myriam. Er beschliesst seine Lebensgefährtin und gleichzeitig auch Arbeitgeberin Vera zu verlassen und zu Myriam zu ziehen. Doch am Tag seines Auszugs verschwindet Myriam - sie ist weder zu Hause noch am Handy erreichbar. Immer mehr kristallisiert sich heraus, dass Myriam nicht die ist, die sie zu sein schien. Philipp kann auch nicht mehr zurück, er irrt durch Wien und ist auf der Suche. Auf der Suche nach Myriam, der Wahrheit aber auch auf der Suche nach sich selbst.
Dabei begegnet er einem alten Psychologen, seinem alten Arbeitskollegen Bruno, Tamara und ihre Truppe, die sich  "Suhos" - Suddenly Homless - nennen und in einem Altenheim Wohnungen Verstorbener renovieren und dafür in dieser Zeit darin leben dürfen. Minimalistisches Wohnen gegen Arbeit.

Als Leser erlebt man Philipps Ausweglosigkeit und seine Suche hautnah mit. Erst nach und nach kristallisiert sich heraus, wie es zu dieser Situation kommen konnte, wie Philipp vorher gelebt hat, was er sich erhofft hatte, was er in Myriam zu sehen glaubte. Da wird auch klar, dass Philipp erstmal sich selbst finden muss, seine Wünsche, seine Träume. Ein wichtiges Zeichen seiner Verwirrung ist ein Bild, das Philipp auf seiner Odyssee durch Wien mitschleppt: Ein Bild eines Adams des österreichischen Künstlers Rudolf Hausner. Eigentlich hat Philipp es nur dabei, weil Vera dieses Bild gehasst hatte. Er wollte es Myriam schenken, doch die ist ja nicht da, als er es mitbringt. Oft muss er das Bild mit dem Gesicht zur Wand stellen. Dieses Bild symbolisiert auch den Protagonisten. So wie das Bild wird auch Philipp wahrgenommen, beachtet, übersehen, gehasst, gemocht oder nicht beachtet. Am Ende kommt zumindest das Bild "zu Hause" an, erklärt sich und damit auch ein bisschen das Umherstreifen, das Suchen von Philipp. Doch das Ende - darauf sollte man sich einstellen - hat Deutungsfreiheit, jedoch eignet es sich wunderbar dazu nochmal über das Gelesene zu sinnieren, es einzuordnen, nachträglich zu bewerten.

Der Stil von Isabella Straub gefällt mir. Der Roman lässt sich leicht lesen, sie hat eine ruhige Erzählart, dabei kann sie aber viel in ihre Worte verpacken. Kurze Sätze mit viel Leben und viel Aussagekraft.
Ihr Protagonist Philipp ist nicht einer, mit dem man sich identifizieren will, man kann ihn schlecht klassifizieren, er ist nicht gut oder schlecht, sympathisch oder unsymphatisch, aber er entwickelt sich im Laufe des Romans, er öffnet sich. Immer wieder schweifen seine Gedanken in die Vergangenheit, dies erklärt sein Wesen. Je mehr er sich entwickelt, so mehr bekommt er auch "Abwehrkräfte", kann auch "Nein" sagen. Er scheint am Anfang farblos, konturlos zu sein. Sein Äußeres spiegelt sein Inneres wieder. Dennoch ist er eine interressante Figur.
Die Nebenfiguren geben dem Buch Farbe, sie polarisieren, sie kritisieren, sie erschrecken, sie legen den Finger auf die Wunden, sie überzeichnen, bringen Leben ins Spiel, aber auch den Tod, sind ein Spiegelbild unserer Gesellschaft. Alles zugleich. Einsamkeit, Obdachlosigkeit, Bindungslosikgeit, Wegsehen, schwierige Vergangenheiten sind Elemente, die die Autorin in den Roman zentral mit verarbeitet hat und die auch gleichzeitig die heutige Zeit widerzuspiegeln scheinen.

Gefallen hat mir auch, dass dieser Roman nicht zu düster geworden ist, immer wieder humorige Szenen, Schmunzelmomente, die alles auflockern.

Literatur, die einem zum Nachdenken bringt, die einerseits leicht zu lesen ist, anderseits aber auch die Bereitwilligkeit fordert sich auf das Gelesene und das Ende einzulassen, sowie auf einen Protagonisten, der erst aus seinem Schlaf erwachen muss.

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160 Bibliotheken, 10 Leser, 2 Gruppen, 58 Rezensionen

neapel, freundschaft, italien, freundinnen, klassenkampf

Die Geschichte der getrennten Wege

Elena Ferrante , Karin Krieger
Fester Einband: 540 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 27.08.2017
ISBN 9783518425756
Genre: Romane

Rezension:

Der 3. Band erzählt nun die Geschichte der zwei Freundinnen in den 70er Jahren. Elena hat inzwischen ihr Buch veröffentlicht, das ihr viel Ruhm eingebracht hat. Und sie heiratet Pietro.
Lila hingegegen gelingt es sich von ihrem Mann zu trennen. Sie, die mit ihm dem Rione zumindest wohnlich entfliehen konnte, zieht mit ihrem Sohn Gennaro zu Enzo, sie arbeitet unter schlimmen Bedingungen in einer Wurstfabrik und reibt sich immer mehr auf.

Doch nichts bleibt wie es ist. Die Lebensläufe der zwei Frauen verändert sich kontinuierlich und immer irgendwie konträr. Mal geht es der einen besser, mal der anderen. Es ist ein auf und ab.
Der dritte Band lässt den Leser einen tiefen Einblick in die italienischen Verhältnisse, was Arbeit, Politik, Lebensumstände betrifft, zu.

Da ich zur Zeit Augenprobleme habe und nicht viel lesen durfte, habe ich mir das Hörbuch gekauft und mir von Eva Mattes die Geschichte vorlesen lassen. Mattes hat eine angenehme Stimme, die mit guter Betonung und Nuancierung dem Roman die Tiefe gegeben hat, die mich fesseln konnte. Dazu kommt natürlich auch, dass mich der Roman packen konnte. Gerade deshalb vielleicht auch, weil meine Mutter im selben Jahr wie Elena und Lila
geboren worden ist und ich fast im selben Jahr wie Elenas älteste Tochter. Irgendwie lässt die Geschichte eine Generation wieder aufleben und auch wenn die Erlebnisse, die Umgebung, die Erfahrungen, die Konstellationen so ganz anders sind als bei uns, so interessieren sie mich doch besonders.
Durch die zwei Frauen erhält man Einblick in eine Epoche, die nicht so lang zurück liegt und dennoch (z.B. Arbeitswelt, aufkeimende Computerbranche etc.) so fern anmutet.

Die Sprache, die Erzählweise von Elena Ferrante gefällt mir, die Protagonisten erscheinen real - so als würde es sie tatsächlich geben. Daher möchte man immer mehr erfahren wie es mit ihnen weitergeht und daher ist auch der vierte Band für mich Pflicht.

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73 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 35 Rezensionen

entführung, mord, ostfriesland, martinsfehn, erpressung

Ihr einziges Kind

Barbara Wendelken
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.11.2016
ISBN 9783492310123
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

italien, autorin, dritter teil der reihe, bildung, fremd

Die Geschichte der getrennten Wege

Elena Ferrante , Karin Krieger , Eva Mattes
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei Der Hörverlag, 28.08.2017
ISBN 9783844525199
Genre: Romane

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Die stille Braut (Martinsfehn-Krimi 2)

Barbara Wendelken
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei Audible GmbH, 23.02.2017
ISBN B01N6Z8RQW
Genre: Krimi und Thriller

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53 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

historischer roman, venedig, martha sophie marcus, 1667, marcus

Das blaue Medaillon

Martha Sophie Marcus
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 25.08.2017
ISBN 9783404175642
Genre: Historische Romane

Rezension:

1676. Alessa lebt bei ihrem Großvater in Venedig. Von ihm hat sie gelernt an Wänden hoch zu klettern und über Dächer zu laufen - im Geheimen, im Dunkeln....eine Meisterdiebin zu sein. Doch als ihre Tante Zenobia stirbt und ihr ein blaues Medaillon hinterlässt, taucht ein gefährlicher Gegenspieler auf, der weiß, dass mit dem Medaillon gefährliche Geheimnisse ans Tageslicht gelangen können. Es ist Mezzanotte, ein gefährlicher Gegner, der skrupellos jeden meuchelt. Auch Alessas Großvater fällt ihm zum Opfer, Alessa selbst kann mit Müh und Not fliehen. Sie schließt sich einer Schauspieltruppe an, die zufällig nach Celle aufbricht. Am dortigen Hof von Georg Wilhelm, Herzog von Braunschweig-Lüneburg lebt passenderweise auch ihr Cousin, ein illegitimer Sohn des Herzogs mit Zenobia.

Martha Sophia Marcus kann gut erzählen. Bei ihr ist man beim Lesen mitten im Geschehen, man kann sich alles sehr bildhaft vorstellen. Am Ende des Romanes (hier fehlt ein Hinweis vorne) gibt es ein Glossar und eine Übersetzungsliste für die eingestreuten italienischen Ausdrücke.
Besonders gut gefallen hat mir, dass sie historische Personen mit in diese Geschichte hinein gearbeitet hat und man dadurch viele von der Autorin recherchierte Einzelheiten in einer guten Geschichte verpackt präsentiert bekommt.
Auch das Leben einer Schauspieltruppe, ihr Alltag, ihr Üben, ihr Agieren untereinander wird m.E. sehr realistisch dargestellt.
Der Spannungsbogen bei dieser Geschichte ist am Anfang sehr hoch, auch gegen Ende passiert noch so einiges - auch überraschendes. Doch manche Ausschmückung fällt zu Lasten der Spannung - daher bleibt der Spannungsbogen nicht konstant hoch.
Da es sich hier um einen historischen Roman und nicht um einen Krimi oder Thriller handelt, stelle ich dies aber nicht in den Vordergrund. Muss es auch nicht.
Wie in den meisten historischen Büchern, gehört zu einem guten Roman auch ein gehöriger Schuß Liebe und Romantik, auch hier knistert es, auch wenn es nicht im Vordergrund steht. Und das bekommt dem Roman auch gut - denn mir haben vor allem die Spannungselemente und die historischen Fakten interessiert, das so toll beschriebene Leben am Hof und der Schauspielkunst in der damaligen Zeit. Die vielen eingestreuten "Bonbons" der Unterrichtung der damaligen Lebensweise. Das Los als Dienerschaft, der Intrigen am Hof, die Licht und Schattenseiten, aber auch Kleinigkeiten, wie das Aufkommen von "Chocolate" oder "Marzapane". Die romantischen Szenen waren mir manchmal etwas zu "aufgedrückt", kamen nicht ganz so natürlich rüber, wie die vielen anderen sehr gut beschriebenen Szenen.
 
Fazit:
Ein historischer Roman, der sehr gut unterhält und dabei auch informiert. Mit Spannungs- und Überraschungsmomenten, einem Schuß Liebe und Humor.

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

lies mit mir, fußball, freundschaft, bettina wendland, ein torwart zu viel

Ein Torwart zu viel

Bettina Wendland , Annika Nimz
Fester Einband: 78 Seiten
Erschienen bei SCM R. Brockhaus, 28.04.2017
ISBN 9783417287752
Genre: Kinderbuch

Rezension:

"Ein Torwart zu viel" handelt von den Freunden Lukas und Finn. Lukas spielt schon länger als Torwart in der Jugendmannschaft, er überredet seinen Freund Finn zum Training mitzukommen. Finn ist begeistert und möchte auch Fußball spielen. Kurz darauf erkrankt Lukas vor einem Spiel. Wer geht nun für ihn ins Tor ? Keiner der Spieler traut sich, nur Finn ist mutig und bereit es zu wagen. Und er macht seine Sache gut. So gut, dass Trainer Jan ihn auch beim nächsten Spiel ins Tor stellen möchte um zukünftig zwei Torwarte zu haben. Doch Lukas ist nicht nur enttäuscht, sondern auch die Freundschaft mit Finn steht auf dem Spiel.
Eine Geschichte, bei der es kindgerecht um Freundschaft, Eifersucht, aber auch um den christlichen Glauben geht, der hier - wie auch in den anderen Büchern von Bettina Wendland, die wir gelesen haben - sehr gut mit eingeflochten worden ist.

Das Buch ist so konzepiert, dass es einen geübten Vorleser gibt, der die längeren Passagen vorliest und einen Leseanfänger, der den fettgedruckten und großgeschriebenen Satz auf jeder Seite liest.
Da ich aber wegen einer Augenerkrankung längere Zeit nicht lesen durfte, hat mir mein 9jähriger Sohn fast die gesamte Geschichte vorgelesen, was uns beiden sehr viel Freude gemacht hat.
Er - der normalerweise eher ein Lesemuffel ist, hat nicht nur durch das mir vorlesen Spaß an der Geschichte gehabt, nein, ihm hat die Geschichte sogar so gut gefallen, dass er hinterher die letzten Kapitel aus Neugier und Spannung alleine  in einem Schwung noch selbstständig gelesen hat.

Die Geschichte ist fesselnd, es werden wichtige Themen angesprochen, die die Kinder in ihrem Alltag auch kennen. Im Vordergrund steht die Freundschaft, die Gefahr läuft durch Eifersucht und Rivalität zu zerbrechen. Es geht um Gefühle, um Wünsche, aber auch um den christlichen Glauben.
Alles wird so in das Buch verpackt, dass Kinder gerne zuhören oder eben auch selber lesen - und was sehr schön ist, auch der Humor kommt bei der Geschichte nicht zu kurz.
Uns hat das Buch sehr gefallen und wir möchten es sehr gerne weiterempfehlen !

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70 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 38 Rezensionen

neuseeland, flucht, neuanfang, suche, verschwinden

Niemand verschwindet einfach so

Catherine Lacey , Bettina Abarbanell
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Aufbau Verlag, 18.08.2017
ISBN 9783351036805
Genre: Romane

Rezension:

Elyria kommt aus einem schwierigen Elternhaus, Eltern getrennt, Mutter alkoholabhängig. Als die Stiefschwester, mit der sie sich zeitlebens nie richtig verstand, Selbstmord begeht, gerät ihre Welt aus den Fugen. Schon die Heirat mit demProfessor ihrer Stiefschwester ist wie eine Flucht nach vorne,  denn auch dieser hat s eine schwierige Vergangenheit und Elyria hofft auf eine Begründung für Rubys Tod. Doch Iigendwann erreicht Elyria den Punkt, an dem  sie für sich nur noch den Ausstieg als Ausweg sieht - sie will einfach verschwinden.  Sie kauft sich ein One-Way-Ticket nach Neuseeland . Doch kann man einfach so verschwinden ?

Es ist ein Roman, der aus Sicht von Elyria geschrieben wurde. Es geht weniger um Handlung oder Spannung, sondern um Elyrias Gefühle und Empfindungen, ihre Gegenwart und ihre Vergangenheit. Sie ist an einem Punkt angelangt, an dem sie selber nicht mehr weiter weiß, die Welt, das Leben, sich selbst nicht mehr mag und versteht. Sie hat tausend Fragen, keine Antworten. Ihr innerer Monolog findet manchmal selber keinen Punkt, ellenlange, verschachtetelte Sätze, in denen die Protagonistin ihre Empfindungen bis ins kleinest auftröselt, immer weiter ausholt, immer engere Kreise zieht - spiegelt das wider.
Darauf muss man sich als Leser einlassen können. Diese Sätze unterstreichen aber auch sehr gut den Zustand der Protagonistin, die sich viele Sinnfragen stellt, vieles in Frage stellt und versucht Antworten zu finden.
Es ist eine Suche nach dem was Leben bedeutet und ausmacht, was von dem Einzelnen bleibt, ob man einfach so verschwinden kann, ohne Spuren zu hinterlassen. Fragen, die sich die Protagonistin stellt, die sie umtreibt - nicht nur innerlich, sondern auch auf ihrer ziellosen Wanderschaft. Immer mehr fängt sie an sich aufzulösen - ja, bis.... am Ende bleibt ein kleiner Hoffnungsschimmer.
Ein Buch, das vielleicht beim Leser nicht lange nachhallt, den Leser etwas enttäuscht,  weil es keine Lösung am Ende gibt, vielleicht nur ein kleiner Hoffungsschimmer . Das lies mich etwas ratlos zurück, wenn ich auch zugeben muss, das es eine realistischeres Ende ist, als wenn sich die Protagonistin am Ende eine rapide Kehrtwendung gemacht hätte, was auch nicht gepasst hätte.
Ich empfand beim Lesen sehr gut was Elyria empfunden hat. Ihre Gedanken, ihre Fragen. Das war nicht immer leicht, denn die Depression, in der sich die Protagonistin befindet, verlangt auch vom Leser viel ab. Dennoch sind es Fragen, mit denen sich Protagonistin auseinandersetzt, die die meisten Menschen im Laufe des Lebens auch sich selbst stellen. Nach dem Sinn des Lebens, den Spuren eines selbst, die bleiben oder auch nicht.

Fazit:
Keine leichte oder gar seichte Lektüre, eine auf die man sich einlassen muss, bei dem man das Gelesene auch nachspüren muss, bei der es weniger um Handlung als um Gefühle und Sinn-Fragen geht. Von mir eine Empfehlung für alle, die sich damit auseinandersetzen möchten, die dennoch aber bereit sind auf eine vorgesetzte Lösung zu verzichten.

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2 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Christentum

Matthias Schlicht
Fester Einband
Erschienen bei Gütersloher Verlagshaus, 24.07.2017
ISBN 9783579086880
Genre: Sachbücher

Rezension:  
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18 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

2. weltkrieg, 1. weltkrieg, kriegs-und nachkriegserlebnisse, schwieriges mutter-sohn-verhältnis, verhältnis vater-sohn

Der große Wahn

Sebastian Faulks , Jochen Schimmang
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei mareverlag, 29.08.2017
ISBN 9783866482586
Genre: Romane

Rezension:

1980: Robert Hendricks ist ein alternder Psychiater, er lebt alleine in einer Londoner Mietswohnung. Ein Brief rüttelt ihn auf, ein Brief, den er lange zu verdrängen sucht, ihn unbeantwortet lässt, aber nicht loslässt. Er kommt von dem französischen Neurologen Alexander Pereira, 93jährig, der auf einer kleinen Insel im Mittelmeer wohnt und ihn zu sich einläd. Pereira kannte Hendricks Vater aus dem 1. Weltkrieg und möchte ihm Fotos und Tagebuchaufzeichnungen zeigen. Die Reise auf die Insel wird zu einer Reise in die Vergangenheit Hendricks.

Die Schreibweise von Sebastian Faulks ist angenehm, eine Grundstimmung, eine ruhige Erzählweise. Erzählt wird aus der Perspektive Hendricks.
Die Erlebnisse im Jahr 1980 und den folgenden werden immer wieder unterbrochen durch Rückblenden in die Kindheit, Jugendjahre und das weitere Leben von Hendricks. Der Besuch bei Pereira löst eine Lawine des Zurückblickens bei Hendricks aus und dadurch erfahren wir was macht den Protagonisten aus. Was steckt hinter seiner Einsamkeit, seiner Beziehungs-Bindungslosigkeit ?

Viele Passagen gerade über den Krieg waren nicht einfach zu lesen, der "große Wahn" - wird detailliert aus Sicht des Akteurs beschrieben. Der Titel bezieht sich aber auch auf den Beruf Hendricks. Als Leser erfährt man durch den Psychiater die Geschichte der Behandlung von Wahnvorstellungen und den Wandel in der Behandlung. Diese Teile des Buches fand ich sehr interessant und informativ beschrieben.

Wer hier Spannung erwartet, der liegt falsch. Der Roman ist eher ein Portrait eines Mannes, dessen Leben durch zwei große Weltkriege direkt oder indirekt beeinflusst wurde und der mit den Auswirkungen auch noch 40 Jahre später zu kämpfen hat. Die Retroperspektiven erklären seinen Werdegang. Faulks schafft es, dass  der Akteur, der ja selber Psychiater ist, sich durch die Hilfe eines anderen,  selbst entdecken lernt. Es geht nicht nur um ein Gespräch, sondern Anstösse die Pereira gibt. Anstösse in sich zu gehen, sich zu öffnen, den Rückblick zu wagen und weiter auch auf andere Menschen aus der Vergangenheit zuzugehen um dadruch eigene Erinnerungen aufzufrischen oder zu revidieren.  Und dies literarisch umzusetzen ist Faulks großartig gelungen.

Es geht im Roman um das Leben eines Mannes, doch es geht auch um essentielle Themen, Lebensfragen, Lebensentwürfe, um das MIteinander und um den Umgang miteinander. Um große und kleine Einschnitte im Leben eines Einzelnen und die Auswirkungen bis ans Lebensende.

Dies in Worte und in einen Roman zu packen, der für den Leser interessant, unterhaltsam, fesselnd, aber auch manchmal schwer verdaulich zu lesen ist, ist dem Autor sehr gut gelungen.

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33 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

recycling, hoffnungsträger, überfluss, konsumwahn, jenssteiner

Mein Leben als Hoffnungsträger

Jens Steiner
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Arche, 04.08.2017
ISBN 9783716027646
Genre: Romane

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Fünf Freunde meistern jede Gefahr

Enid Blyton , Elisabeth Lang , Gerda Raidt
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei cbj, 26.06.2017
ISBN 9783570172179
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Wer kennt sie nicht die "Fünf Freunde" von Enid Blyton. Neu aufgelegt, mit ansprechenden Covern versehen, jedes Kapitel mit einer Zeichnung versehen, so erschienen nun  im cbj Verlag zwischen 2015 und 2017 die 22 Einzelbände und zusätzlich das Buch mit den Kurzgeschichten als Band 23. Die Cover kennzeichnen alle das markante zackige runde Zeichen auf der Titelseite und der bunte Buchrücken. Der Clou beim Aneinanderstellen aller Bände ergibt sich auf dem Buchrücken ein weiteres Bild mit den fünf Freunden.


Ich habe allerdings mit meinem 9jährigen Sohn die ebook-Version gelesen. Mir waren die Fünf Freunde schon aus meinen Jugendjahren bekannt, mein Sohn kannte die Geschichten um die Fünf Freunde bisher nicht. Daher war das Lesen der Kurzgeschichten ein guter Einstieg.
Bei der ebook-Version habe ich meist vorgelesen. Bei einem Print-Exemplar ist das Lesen für junge Leser einfacher. Ich denke, dass empfohlene Lesealter des Verlages mit 8 Jahren ist mit Unterstützung möglich, ansonsten zum Selberlesen ab 10 Jahren. Hierbei ist natürlich die individuelle Leseerfahrung und Eignung des Einzelnen massgeblich entscheidend.

Die Geschichten um George & Timmy, Anne, Dick und Julian, die rätselhaften Vorkommnisse, die die Kinder aufklären, bei der die Kleinen die Großen sind, können auch heute noch junge ( und ältere) Leser begeistern.


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82 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 33 Rezensionen

teufel, humor, london, ehe, dichter

Der Gentleman

Forrest Leo , Cornelius Reiber
Fester Einband: 296 Seiten
Erschienen bei Aufbau Verlag, 11.04.2017
ISBN 9783351036737
Genre: Romane

Rezension:

Verrückt wie das Cover, kann man nur sagen. Bei dieser Geschichte muss man sich im voherein klar machen, dass sie voller übertriebenem englischem Humor steckt. Es ist eine Burleske, ein lustiger Schwank, eine lustige Seifenoper, gut erzählt.

Worum geht es ? Im viktorianischen England lebt der Dichter Lionel Savage, Aristokrat durch und durch, 22 Jahre jung mit seinem Butler Simmons. Er leidet an einer ausgeprägten Schaffenskrise, ausgelöst - seiner Meinung nach - durch die sechs Monate zürück liegende Hochzeit aus Geldnot mit Vivian. Was tun ? Als ein unbekannter Gentleman auftaucht, der sich als der Teufel herausstellt, genügen ein paar unbedachte Worte von Lionel und nicht nur der Teufel verschwindet, sondern auch seine Frau. Als jedoch Vivians abenteuerlustige Bruder Anshley Lancaster auftaucht, wird Lionel sein Fehler schnell klar und gemeinsam versuchen sie herauszufinden, wie man Vivian befreien kann.

Entweder mag man das Buch oder nicht. Es geht hier nicht um die Handlung, nicht um die Spannung. Diese sind nicht sehr ausgeprägt dargestellt, auch wenn es natürlich eine Entwicklung gibt und auch die Frage um das Verschwinden Vivians beim Leser Fragen aufwirft. Es wird viel geredet in dieser Geschichte, viele abstrusse Dialoge, viele hanebüchene Situationen, viele extreme Szenen, die der Autor aber mit spitzer Feder anschaulich beschreiben kann.
Die Geschichte wird aus Sicht des Protagonsiten Lionel erzählt, der die Erlebnisse im nachhinein aufschreibt, sie der "Spannung wegen" aber im Präsens nacherzählt. Als fiktiver Herausgeber agiert Mr. Hubert Lancaster, der in diese Erzählung korrigierend, bewertend eingreift, indem er viele Punkte (1-2 pro Seite) mit Fußnoten versieht und dort kommentiert. Ein zusätzlicher verbaler Schlagabtausch.

Wenn man sich diese Geschichte wie ein Theaterstück vorstellt, kann man darüber schmunzeln. Beim Lesen habe ich oft die Protagonisten vor Augen gehabt, wie sie agieren, reden, sich die Haare raufen, aus ihrem starren viktorianischen Korsett ausbrechen, unüblich übertrieben, schrill, extrem und dennoch alles so gut vorstellbar.
Am Schluß ein großes Finale, eine überraschende Auflösung und natürlich ein Happy End. Der Hinweis am Schluß, dass das Buch zuerst als Theaterstück "das Licht der Welt" erblickte, erklärt, warum ich mir schon beim Lesen die Protagonisten so gut auf einer Bühne vorgestellt hatte.

Wer ernsthafte Literatur erwartet, der ist enttäuscht.
Wer sich auf satirische, humorige Literatur einlässt, mit überzogenen Aktionen und Dialogen, wer Burleseken und englischen Humor mag, dem kann ich das Buch empfehlen.
Mir hat die Geschichte amüsante Lesestunden geschenk.

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108 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 52 Rezensionen

angola, revolution, afrika, isolation, portugal

Eine allgemeine Theorie des Vergessens

José Eduardo Agualusa , Michael Kegler
Fester Einband: 200 Seiten
Erschienen bei C.H.Beck, 21.07.2017
ISBN 9783406713408
Genre: Romane

Rezension:

Ludovica, die Portugiesin, lebt bei ihrer Schwester und ihrem Schwager in Luanda, Angola. 1975, am Vorabend  der angolanischen Revultion verschwinden die beiden. Ludovica bleibt allein in der Wohnung zurück. Draussen fängt ein Bürgerkrieg an, telefonisch wird Ludovica bedroht und als die Bedroher dann vor ihrer Tür auftauchen, spitzt sich die Situation zu. Als Folge davon mauert sich Ludovica in der Wohnung ein . Für unvorstellbare 30 Jahre.

Das Buch handelt aber nicht nur von ihr, sondern der Autor versteht es überaus geschickt alle handelnden Personen in ein absolut fantastisches, dennoch glaubhaftes Konstrukt an Beziehungen zu verflechten, dass man als Leser nur staunen kann. Immer wieder andere Blickwinkel, andere Einsichten, die dennoch alle zusammen hängen. Hier wird der Leser immer wieder positv überrascht.

Es geht um Ludovica, um das Geschehen um sie herum, aber auch um Angola. Als Nichtkenner der Geschichte muss man manchmal ein bisschen nachrecherschieren, manche Details selber herausfinden. Das Buch, die Geschichte, lässt einem aber einen guten ersten Überbick über die Verhältnisse in Angola zu dieser Zeit finden, auch wenn nicht speziell geschichtliches Wissen vermittelt wird, sondern Lebensbedingungen von Protagonisten.

Die Sprache des Autors, der Stil, ist anfangs ein bisschen gewöhnungsbedürftig. Die Stilelemente wechseln je nach Protagonist, es wird eher sachlich erzählt. Manchmal spröde, manchmal ausüfernder, manchmal tiefsinnig, manchmal  beklemmend, manchmal bizarr, manchmal nüchtern, je nachdem, von welchem Protagonisten erzählt wird. Wörtliche Rede, wie in vielen Romanen, die ich zuletzt gelesen habe, nicht mehr mit Anführungszeichen.

Die Geschichte wird in nur 188 Seiten gepackt. Viele wechselnden Perspektiven erhöhen den Spannungsbogen ungemein. Nicht alles ist vorhersehbar. Geheimnisse, die sich erst nach und nach offenbaren sorgen dafür, dass man selber immer unter Spannung beim Lesen bleibt. Dazu diese Vernetzung/Verflechtung an Geschehnissen, die immer wieder überraschen und erstaunen.

Mein Fazit:
Was für eine fantastische, fein verwebte Geschichte! Wie ein Bild aus vielen Puzzleteilen, die alle ineinander verzahnt sind.
Manchmal etwas anstrengend zum Lesen, aber es lohnt sich !

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284 Bibliotheken, 10 Leser, 1 Gruppe, 125 Rezensionen

sklaverei, amerika, flucht, underground railroad, usa

Underground Railroad

Colson Whitehead , Nikolaus Stingl
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 21.08.2017
ISBN 9783446256552
Genre: Romane

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