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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Outdoor against Cancer

Petra Thaller , Thorsten Schulz
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Kailash, 20.08.2018
ISBN 9783424631661
Genre: Sachbücher

Rezension:

Eigentlich bin ich fast zufällig auf das im Herbst 2018 neu erschienen Buch der Autorin Petra Thaller gestoßen. Der Titel hat mich neugierig gemacht, zudem hatten wir in diesm Jahr auch eine Krebsdiagnose in der Familie und das ist ein einschneidendes Erlebnis, nicht nur für die Betroffene. Man macht sich Gedanken und sucht Rat.

Petra Thaller erkrankte 2015 selbst an Brustkrebs. In diesem Buch berichtet sie offen, wie sie damit umging, wie sie weiterhin ihre Aktivitäten kaum einschränkte, sich viel bewegte, sich nicht unterkriegen lies, den Lebensmut nicht verloren hat.
Sie lässt auch MItmenschen zu Wort kommen, die entweder aus eigenen Krebserfahrungen berichten, oder aber Petra Thallers Weg begleiteten und aus ihrer Sicht berichten.
Dieses Feld der eigenen Erfahrungen und ergänzenden Berichte ist aber nur ein kleiner Teil dessen, was das Buch ausmacht.

Hauptsächlich berichtet sie von den verschiedenen Studien. Was bringt die Bewegung, insbesondere die in der Natur? Was für eine (positive) Wirkung hat das und sie belegt es mit Fakten aus der Forschung. Es geht um den Stoffwechsel, das Immunsystem, die Hormone und die Botenstoffe, Vitamin D, Psyche und Seele, Belastbarkeit, Kraft und Ausdauer und deren Wechselwirkung mit sportlichen Aktivitäten.
Sie berichtet zudem von der Gründung der Organisation "Outdoor against Cancer " und von den Menschen, die ein Teil davon sind.
Unterstützt wurde Petra Thaller beim Buchprojekt und bei der Organisation "OaC von dem Sportwissenschaftler Dr. Thorsten Schulz, der seit 20 Jahren über Zusammenhänge von Sport und Krebs forscht.

Vor allem aber ermutigt Petra Thaller den Leser sich zu bewegen, plädiert für einen aktiveren Lebensstil. Es geht nicht um einen Marathon, es geht um Aktivität und die kann für jeden Einzelnen anders aussehen. Sie gibt Tipps ergänzt mit Bewegungsempfehlungen und einfachen Übungen im Alltag.

Das Buch ermuntert, unterstützt, informiert und motiviert. 
Es zeigt Zusammenhänge - auch für den Laien, für Erkrankte, für Geheilte, aber vor allem auch für den (noch) Gesunden.



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152 Bibliotheken, 11 Leser, 0 Gruppen, 75 Rezensionen

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Die Melodie der Schatten

Maria W. Peter
Flexibler Einband: 672 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 26.10.2018
ISBN 9783404177745
Genre: Historische Romane

Rezension:

Schottland, 1837. Fiona Hemington ist mit ihrer Tante auf dem Weg quer durch Schottland, als ihre Kutsche überfallen wird, der Kutscher und die Tante ermordet wird. Wie durch ein Wunder entkommt sie den Räubern unbeschadet. Sie entdeckt nach der Flucht ein abgelegenes Herrenhaus, bei dem sie Aufnahme erhält. Doch nicht nur das Gebäude ist düster und unheimlich, auch dessen Besitzer Aidan erscheint wenig freundlich gegenüber Fiona. Nachts wird sie von schaurigen Träumen geplagt, die sie auch am Tag verfolgen. Was hat es mit dem Gebäude und dessen Besitzer auf sich ? Was geschieht hier und warum verhalten sich auch die Dorfbewohner so abweisend gegenüber dem Eigentümer?


Maria W. Peter hat mich schon von der ersten Seite an gefesselt. Ein aufregender Auftakt, viele Geheimnisse, viele schaurig schöne Momente mit gruseligem Faktor, aber auch spannende Momente, zudem ein Wechselspiel an Gefühlen. Wem kann man trauen, was für Spiele werden hier gespielt ? Man wird immer wieder beim Lesen angenehm überrascht, neue Wendungen, neue Ereignisse, neue Erkenntnisse und vor allem ein nicht in allen Bereichen vorhersehbares Ende haben mich durch die vielen Seiten dieses Buches fliegen lassen.

Vor allem aber auch die historischen Einbindungen von schottischen Mythen und Gebräuchen, geschichtlichen Ereignissen und der bildhaften Beschreibungen von Land und Leuten haben dazu beigetragen, dass ich mich in diese authentisch wirkende Kulisse einfühlen konnte. Und dabei so einiges noch nebenbei gelernt habe.

Es gibt nicht allzu viele Figuren, die Anzahl ist überschaubar. Diese sind von der Autorin sehr gut ausgearbeitet worden, sie verändern sich und entwickeln sich, sie haben Ecken und Kanten, sie haben ihre Geheimnisse  und sind nicht von Anfang an durchschaubar. Doch in ihrem Zusammenspiel offenbaren sie mehr und mehr und auch für mich hat so manches Geheimnis aus der Vergangenheit der Protagonisten hinterher für ein schlüssiges Ende gesorgt. Meisterhaft erdacht und sehr gut und spannend von Maria W. Peter erzählt.

Die meiste Zeit können wir den Gedanken, Gefühlen und Erlebnissen von Fiona folgen, doch diese Abschnitte werden immer wieder  unterbrochen durch kleinere Szenen aus der Sicht von Aidan, Laird Thirstane, Besitzer von Thirstane Manor,
Diese Abwechslung in den Sichtweisen erhöhen den Spannungsfaktor.

Fazit:
"Die Melodie der Schatten" st ein toller historischer Roman, spannend geschrieben mit allem was das (Leser)Herz begehrt: Verwicklungen, düsteren Geheimnissen, interessanten Figuren, einer tollen Kulisse, vielem historsichen HIntergrundwissen, überraschenden Wendungen und einem Hauch Romantik.

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81 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 37 Rezensionen

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Die vergessene Burg

Susanne Goga , Gisela Klemt
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Diana, 10.09.2018
ISBN 9783453359727
Genre: Historische Romane

Rezension:

1868. Die 32jährige Paula Cooper lebt als Gesellschafterin bei ihre Tante Harriet in einem kleinen englischen Dorf sehr zurückgezogen.   Als sie einen Brief aus Deutschland von ihrem Onkel Rudy erhält, den ihre Tante ihr auch noch vorenthalten will, zögert sie nicht lange, denn bis dahin wußte sie von diesem Onkel nichts. Paula wächst daher nicht nur über sich selbst hinaus, weil sie es wagt alleine nach
Bonn an den Rhein zu reisen, sondern auch, weil sie kurz vor ihrer Abreise auch noch erfährt, dass es noch einige Rätsel über ihren Vater gibt, den sie seit 30 Jahren tot glaubt.

"Die vergessene Burg" ist ein historischer Roman, der mich sehr gefesselt hat, weil der alles zu bieten hat, was eine spannende und abwechslungsreiche Lektüre ausmacht: Geheimnisse, Liebe, Verwicklungen und ein lebendiger Schreibstil. Die Beschreibungen der Örtlichkeiten und Landschaften machen neugierig. Gerade die beschriebene Rheinlandschaft von Bonn bis Rüdesheim macht Lust dorthin selbst einmal zu reisen.

Susanne Goga erzählt aus Sicht von Paula, mit ihr begeben wir uns auf Spurensuche. Die Neugier auf das, was damals, in Paulas Kindheit mit ihrem Vater geschah, ist bei dem Leser genauso groß wie bei der Protagonistin. Dadurch ist immer eine Grundspannung vorhanden. Man kann sich gut in die Figur hinein versetzen, sie wirkt authentisch und es macht Freude ihre Entwicklung mitzuerleben.
Doch nicht nur diese Entwicklung  und die Spurensuche sind gut beschrieben, auch die romantische Beziehung wird gut in das Geschehen mit hinein gearbeitet.  Der lebendige Erzählstil, mit den interessanten Dialogen runden das ganze ab, ebenso wie die historischen Begebenheiten und  die interessanten Alltagssituationen, die mich beim Lesen in die Vergangenheit versetzt haben.
"Die vergessene Burg" hat mir interessante und fesselnde Lesestunden beschert.
Für mich war es das erste - und sicherlich nicht das letzte - Buch der Autorin.

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62 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 36 Rezensionen

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Träume der Provence

Anja Saskia Beyer
Flexibler Einband: 302 Seiten
Erschienen bei Tinte & Feder, 28.08.2018
ISBN 9782919802388
Genre: Romane

Rezension:

Maries 15jähriger Sohn Robin leidet an einer Autoimmunerkrankung: Hashimoto. Die Alleinerziehende Mutter möchte ihm gerne eine Therapie in Philadelphia finanzieren um sein Leiden zu verbessern, aber ihr fehlt das Geld. Als Robin auf dem Dachboden ein Foto eines Gemäldes findet, dass ein berühmter Maler von seiner Großmutter gemalt hat und auch noch auf der Rückseite einen Schenkungsvermerk entdeckt, sind er und seine Mutter Feuer und Flamme. Nicht nur, weil das Auffinden des richtigen Gemäldes die Therapie finanzieren würde, sondern auch, weil Marie endlich mehr über die Vergangenheit ihrer Mutter herausfinden möchte. Gemeinsam mit einem befreundeten Galeristen begeben sie sich auf den Weg in die Provence.
Im zweiten Erzählstrang reist Anne als Kindermädchen mit ihren Arbeitgebern in den kleinen Künstlerort in die Provence. Dort lernt sie Vincent kennen und lieben.

Es ist eine leichte Geschichte, deren lockere und abwechslungsreiche Erzählweise mir zwar gefallen hat, aber mich insgesamt nicht fesseln konnte. Einerseits passten mir die "Nahtstellen" der sich überschneidenden Erzählstränge nicht richtig zusammen, anderseits fehlte mir auch die Spannung und auch die Liebesgeschichte in diesem Roman konnte mich nicht genügend überzeugen, genauso wenig wie ich die Handlung insgesamt nicht für authentisch halte.

Ich habe schon einige andere Romane der Autorin gelesen, die mir sehr viel mehr gefallen haben und die ich sehr gerne gelesen habe. Diesmal hat es mich leider einfach nicht gepackt.

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182 Bibliotheken, 11 Leser, 0 Gruppen, 52 Rezensionen

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Die Suche

Charlotte Link
Fester Einband: 656 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 01.10.2018
ISBN 9783764504427
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Wieder einmal ein sehr gelungener psychologischer Krimi von Charlotte LInk. Ich mag ihren Schreibstil sehr, ihre Figuren, diese subitle Spannung und vor allem die Auflösung ihrer Fälle.

Das aktuellen Buch "Die Suche" ist Anfang Oktober 2018 erschienen. Es ist der zweite Fall, in dem Detective Sergeant Kate Linville vom Scotland Yard aus London und Detective Chief Inspector Caleb Hale aufeinander treffen. Kate Linville ist mehr oder weniger zufällig in das Verschwinden von jungen Mädchen in ihrem alten Heimatort Scarborough verwickelt worden. Und das eigentlich nur, weil sie das Haus ihrer verstorbenen Eltern verkaufen will. Die 14jährige Amelie Goldsby verschwindet genau am selben Tag als die Leiche eines anderen Mädchens, das ein Jahr zuvor verschwunden ist, gefunden wird. Zufall? Ein Serienmörder? Kate ist neugierig und zudem wohnt sie auch noch in der Pension der Goldsbys.

Es ist ein Krimi, der bei mir vor allem durch die gut aufgebauten Figuren punktet. Da ist einmal Kate, die ihrem Mauerblümchen-Image entkommen möchte und einsam ist, aber es noch nie geschafft hat eine feste Beziehung einzugehen und sich nun in die Welt des Online-Datings wagt. Da ist Caleb Hale, der nun unter Druck gesetzt, der Versuchung nicht widerstehen kann, und wieder zum Alkohol greift.
Und da sind junge Mädchen, die verschwinden und die aus ganz verschiedenen häuslichen Umfelden entstammen.
Die Figuren agieren authentisch, Charlotte Link erzählt  aus verschiedenen Perspektiven, so dass private Entwicklungen und kriminalistische Spurensuche Hand in Hand gehen, sich abwechseln und ergänzen.

Es ist von Anfang an eine Grundspannung vorhanden, die konstant bleibt. Dazu tragen auch kurze Sequenzen des Täters bei, die immer wieder eingestreut werden. Man rätselt mit, man fühlt vor allem mit und der Sog wird immer größer, je mehr auch die Spannung steigt. Bei mir war es so, dass ich die letzten 280 Seiten das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen konnte und das Buch dann an einem Sonntag einfach fertig lesen musste....und Charlotte Link hat mich wirklich überrascht ! Wer einen blutigen Thriller erwartet, der mag enttäuscht sein, mir jedoch hat dieser psychologische Krimi sehr gut gefallen. Immer wieder abwechslungsreich, niemals langweilig, ein sehr guter Aufbau der Dramaturgie und ein gelungener Showdown mit Überraschungen. Dazu Figuren, die sich entwickeln, die authentisch wirken und genug Ecken und Kanten haben, um mich zu fesseln.

Ich kannte den ersten Fall von Kate Linville und Caleb Hale nicht, im Buch werden auch nur Andeutungen über ihren ersten Fall gemacht . Es ist egal, in welcher Reihenfolge man sie liest, die Fälle hängen nicht zusammen. Dennoch bin ich so neugierig geworden, dass ich das andere Buch nun auch lesen muss. Mir gefallen die Figuren und ich denke, dass es da auch noch weitere Fälle und neue Entwicklungen bei den beiden geben wird. Ich hoffe es jedenfalls.

Fazit:
Fesselnder und spannender psychologischer Krimi mit überraschenden Entwicklungen und tollen Figuren.

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18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

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Zu Hause wartet die Hoffnung

Kim Vogel Sawyer , Antje Balters
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Gerth Medien, 27.08.2018
ISBN 9783957345004
Genre: Romane

Rezension:

Drei Frauen - drei Generationen. Hazel ist die Älteste, sie bekommt Besuch von ihrer Enkelin Meghan. Doch überraschend taucht auch ihre Tochter Diane - Mutter von Meghan - auf und auch noch mit ihrem ganzen Rudel Hunde. Probleme sind damit vorprogrammiert, da Diane sich immer mißverstanden fühlt und ziemlich schroff auf ihre Mutter reagiert. Ihre ganze Kindheit über hat sie sich von ihrer Mutter überbehütet gefühlt und hat dann ziemlich schnell versucht der mütterlichen Enge zu entfliehen. Warum ihre Mutter so und nicht anders agiert hat und nicht anders konnte, dass kann Diane nicht ahnen.
Im zweiten Erzählstrang geht es um Hazels Kindheit. Eine Kindheit, die weder wohlbehütet noch sonderlich liebevoll war. Dennoch ging es ihr verhältnismäßig gut - bis zu dem schrecklichen Ereignis, als sie 10 Jahre alt war und das nicht nur ihre ganze weitere Kindheit, sondern ihr ganzes späteres Leben durcheinander gewirbelt hat und verändert hat.

KIm Vogel Sawyer kann fesselnd erzählen. Sie hat die drei Frauen wunderbar authentisch erschaffen, ihr Beziehungsgeflecht untereinander, besonders ihre Gefühle und ihre Art miteinander umzugehen. Vieles kristallisiert sich erst nach und nach heraus, dennoch ist klar, am Anfang ist das Verhältnis untereinander vielfach gestört. Dies zu beschreiben, die Gründe dafür werden dem Leser nach und nach überdeutlich, hat die Autorin wunderbar überzeugend geschafft. Immer wieder gibt es - neben den Sprüngen in Hazels Kindheit - auch kleinere Sequenzen aus Dianes Kindheit und Jugend, so dass wir auch Diane verstehen lernen.
Der Roman lebt aber nicht nur von diesem Generationenkonflikt, sondern auch von der Spannung, die das Verschwinden von Hazels Schwester ausgelöst hat. Denn auch 70 Jahre danach ist das Verschwinden nicht aufgelöst - was ist damals passiert ? Lebt Maggie noch? Meghan arbeitet bei der Polizei und beginnt nach Spuren zu suchen. Dabei stößt sie ziemlich schnell auf Überraschendes.....

Ein Roman, der von Spannung lebt, aber auch von dem Beziehungsgeflecht der drei Frauen. Ein schicksalhaftes Ereignis, dass Auswirkungen auf Generationen hat. Großmutter-Tochter- Enkelin....so viel blieb all die Jahre ungesagt, dadurch gab es Reibereien, Unverständnis, Ablehnung. Vieles was hätte vermieden hätte werden können, wenn ja, auch wenn damals der eine Tag ganz anders verlaufen wäre. Die MIschung von allem, von dem  Geheimnisvollen und der spannenden Spurensuche über das Verhalten der drei Frauen untereinander, aber auch die christlichen Elemente, die bei allem hier mit einfliesen, hat mir sehr gut gefallen.

Die abwechslungsreiche Erzählweise hat das Buch niemals langweilig gemacht, im Gegenteil, je mehr man  in diese Geschichte hinein gezogen worden war, desto mehr wollte man auch wissen. Und auch wenn man das Ende irgendwann natürlich vorhersehen kann, blieb der Unterhaltungswert immer hoch. Dazu beigetragen hat natürlich auch der sehr lebendige Erzählstil der Autorin mit vielen wichtigen Dialogen.

Fazit:
Ein unterhaltsamer Roman, der eine sehr gute Mischung aus Spannung und Gefühlen bietet und bei dem auch der christliche Glaube eine wichtige Rolle einnimmt.

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28 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

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Mein italienischer Vater

Anika Landsteiner , Wiebke Bach
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Diana, 10.09.2018
ISBN 9783453292161
Genre: Romane

Rezension:

Anika Landsteiner hat mich mit dieser Geschichte ganz besonders  gefesselt - und das nicht nur wegen der malerischen Landschaft, der italienischen Küste, die sie so toll beschrieben hat, dass man am Liebsten jetzt und sofort dort hin fahren möchte. Nein, es sind auch ihre Figuren, die so authentisch, so menschlich, so fehlerhaft und doch so liebenswert sind.
Es geht um Laura (29), die, nachdem ihre Mutter gestorben ist, in ein tiefes Loch gefallen ist. Eine neue Beziehung scheint ein Wendepunkt zu sein, doch dann zerbricht die junge Liebe. Laura setzt sich kurzentschlossen in ihr Auto und fährt einfach drauf los - Richtung Süden. Als sie dann die SMS ihres Vaters Emilio mit der Aufforderung
ihn besuchen zu kommen erreicht, scheint es wie ein Schicksalswink, sie überlegt nicht lange und fährt zu ihm weiter nach Süditalien, in ein kleines Dorf in Apulien, in dem sie die ersten Jahre auch gelebt hat, das sie aber seit ihren 11. Lebensjahr nicht mehr besucht hat.


Für die Protagonistin ist es eine Reise in die Vergangenheit, ein erneutes Annähern an einen Vater, zu dem sie die meiste Zeit ihres Lebens kaum Kontakt hatte, eine Spurensuche nach Gründen, aber auch eine Reise, die neue Weichen für die Zukunft stellen soll. Kann Laura verzeihen? Kann sich Emilio verzeihen? Was ist mit Gianna, die sich um Emilio kümmert? Lange traut sich keiner offen zu reden, vieles wird unter den Tisch gekehrt, erst nach und nach tauen sie auf, verändert sich die Atmosphäre.

Mir hat vor allem der Erzählstil, der Erzählton, sehr sehr gut gefallen.  Die Autorin hat mich mit der wunderbaren Atmospähre, die sie durch Worte schaffen kann, gefesselt. Es ist keine Geschichte, bei der laufend irgendetwas spannendes oder actionreiches passiert, sondern eine, bei der eine gewisse Grundspannung besteht und die durch die einerseits symphatischen, aber auch vielschichtigen Protagonisten fesselt.

Es ist für mich eine sehr stimmiges Geschichte, die Protagonisten entwickeln sich, man fühlt mit ihnen, spürt die Emotionen. Erst nach und nach zeigen sich die Gründe für verschiedene Handlungsweisen aus der Vergangenheit, die Auswirkungen auf die Gegenwart haben. Durch immer wieder kurzen Einschüben mit Szenen aus der Vergangenheit werden wichtige Eckpunkte auch dem Leser verständlich.
Aber auch das italienische Lebensgefühl, die beschriebene Landschaft und  viele italienische Gerichte, die immer wieder erwähnt werden, verleihen dem Roman eine ganz besondere Note, so dass man Lust verspürt in diese Ecke Italiens zu fahren.

Fazit:

"Mein italienischer Vater" ist ein sehr atmosphärischer Roman, mit einem ganz wundervollen Erzählstil.  Die Autorin verbindet  mit traumwandlerischer Sicherheit Schweres mit Leichtem und emotionale Tiefe mit italienischem Lebensgefühl. Wunderbar !

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

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Stärker denn je

Déborah Rosenkranz
Buch: 224 Seiten
Erschienen bei Gerth Medien, 27.08.2018
ISBN 9783957345240
Genre: Sachbücher

Rezension:

Deborah Rosenkranz, christliche Singer-Songwriterin, erlebt nach einer gescheiterten Beziehung ihren absoluten Tiefpunkt. Was hat sie alles in diese Beziehung investiert, in den Mann, den sie liebte. Was hat sie alles von ihrem bisherigen Lebensstil aufgegeben, sich von Freunden getrennt, wie musste sie sich verbiegen - alles um die Liebe zu retten. Am Ende musste sie einsehen, dass es keine Partnerschaft war, dass sie nur eine Trophäenfrau war, ein Aushängeschild, dass  auch schnell ersetzbar war. Diese Einsicht fiel Deborah sehr schwer. Sie ist an ihre Grenzen gestoßen, musste erst tief fallen um den richtigen Weg zu erkennen.

In ihrem Buch berichtet sie von ihren Gefühlen, Ängsten und den Abhängigkeiten in der Partnerschaft, aber vor allem von dem großen Loch, in das sie nach der Beendigung der Beziehung fiel.
Schonungslos und sehr offen schreibt sie über ihre Zweifel und ihren Kummer, einem Kummer, der sie an ihren Nullpunkt gebracht hat und zu Depressionen und großer Verzweiflung geführt hat.
Aber sie weiß, sie hat mit Gott immer jemdanden an ihrer Seite. Seine Anwesenheit auch in ihren finsteren Stunden, hat sie gepürt und dies hat ihr geholfen. Sie erzählt, wie sie dadurch und vor allem durch das Studium der Bibel, die Kehrtwende in ihrem Leben gefunden hat.

Deborah Rosenkranz spricht den Leser direkt an, sie will, das andere aus ihren Fehlern lernen, sie will anderne helfen. Dafür zitiert sie auch oft aus der Bibel. Aufmunterungen, Bestätigungen, Anleitungen, Lobpreisungen. Zitate, die auch anderen in schweren Stunden helfen sollen, die Mut machen, die Kraft spenden.


"Ja, so ist mein Gott: Er ist meine Rettung, ich vertraue ihm und habe keine Angst. Der Herr alleine gibt mir Kraft. Denke ich an ihn, dann beginne ich zu singen, denn er hat mich gerettet. (Jesaja, 12,2) - Zitat vom Ende des Buches, S. 223


Herzlich und mit sehr viel Emphatie gibt die Autorin dadurch anderen Hoffnung und zeigt einen Weg der Vergebung auf.
Ein beeindruckend offenes Buch, dass auch anderen Mut machen soll und kann.

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43 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

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Unter dem Abendstern

Elisabeth Büchle
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Gerth Medien, 27.08.2018
ISBN 9783957344991
Genre: Romane

Rezension:

Katja trifft auf einer Hochzeit ihre alte Schulkameradin Carola wieder, spontan entscheidet sie sich, diese auf einen Urlaub nach Dänemark zu begleiten. Dort wollen sie mit ein  
paar Kollegen von Carola Weihnachten und Silvester verbringen. Überrascht stellt Katja bei der Ankunft fest, dass auch Nick dabei ist. Nick ist ebenfalls ein ehemaliger Schulkamerad und derjenige, in den Katja damals verliebt war. Doch Nick schien ihre Gefühle nie zu erwidern. Jetzt beim erneuten Zusammentreffen nach langer Zeit, merkt Katja, dass ihre Gefühle für ihn sich nicht verändert haben.

Humorvoll, romantisch, aber vor allem auch mit Tiefgang erzählt Elisabeth Büchle in ihrem neuen Weihnachtsroman wieder eine fesselnde und ans Herz gehende Geschichte. Dabei kommt auch die Dramatik nicht zu kurz und das schöne, es tauchen auch die alten Protagonisten aus den Vorgängerbänden auf. Dabei muss man kein Vorwissen haben und es wird auch nicht zuviel verraten, sondern eher die Neugier auf die anderen Geschichten geweckt.

NIck und Katja sind in diesem Roman zwei Protagonisten, die durch eine schwierige Kindheit seelische Verletzungen erlitten haben, die Ängste, die Selbstzweifel, haben sie geformt. Während Katja durch ihren Glauben gestärkt worden ist und sich zu einer taffen Frau entwickelt hat, gerät Nick durch das erneute Treffen auf Katja in eine Krise. Das Zusammenspiel der beiden, die Gespräche, die Entwicklung, sind sehr gefühlvoll erzählt worden.

Wer mir von den anderen Protas sehr gut gefallen hat ist Jeffrey, er bringt eine gewaltige Portion Humor und vor allem Weitblick mit ins Spiel und es ist eine Freude gewesen seine Kommentare zu lesen.


"Unter dem Abendstern" verbindet wie die anderen Weihnachtsromane der Autorin den christlichen Glauben mit einer Liebesgeschicht mit Tiefgang. Sehr zu empfehlen!

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

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Helmut Jordan / 50

Arne Dessaul
Flexibler Einband: 312 Seiten
Erschienen bei epubli, 20.08.2018
ISBN 9783746754833
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Universität in Bochum wird 50 Jahre alt. Winfried Schmitt organisiert die Feier und hat sich -zum Leidwesen von manchen anderen- eine große Parade von 50 Ehemaligen (Professoren, Studenten, MItarbeitern) ausgedacht. So weit so gut - er hat auch die erforderlichen Ehemaligen ausfindig machen lassen und Zusagen erhalten. Doch kurz vor der Feier wird es brenzlig, denn unter ihnen gibt es Tote und manch andere bekommt eine zweite Einladung, die er eigentlich nicht ausschlagen kann. Wer will diese Parade verhindern und warum ?

Es ist der dritte Fall von Helmut Jordan, Kriminalhauptkommissar in Wolfenbüttel. Der erste Tote wird in Wolfenbüttel gefunden. Doch da alles nach einem Unglücksfall aussieht, laufen die Ermittlungen nicht auf Hochtouren. Anders sieht es in Bochum aus, denn hier muss der eigentliche Organisator, Schmitts Assistent Florian Gerber, zusätzliche Schichten einlegen, damit die ganze Parade nicht ins Wasser fällt und die Universität blamiert ist.

Ein lustig vorangestelltes Personenregister erleichtert den Einstieg in diese kriminelle Geschichte, die einerseits von Spannung, aber auch von einem trockenen Humor geprägt ist. Immer wieder gibt es neue Entwicklungen, Fährten und Spuren, schnell gibt es auch Verdächtigte, dennoch auch Überraschungen.
Arne Dessaul lässt uns hinter die Kulissen schauen, in die Köpfe der meist nicht symphatischen Opfer. Abgründe tun sich hinter Schicksalen und Lebensläufen auf. Auch der Erzählstil passt sich den jeweiligen Protagonisten an, die Kapitelweise in den Vordergrund gerückt werden.

Zusätzlich gibt es auch viele private Entwicklungen, aber auch Alltäglichkeiten bei den Hauptfiguren, dazu  Nebenschauplätze, die (anscheinend) nichts mit dem Geschehen zu tun haben, die auf falsche Fährten locken, manches davon wird aber dennoch hinterher auch wieder wichtig werden.


"50" ist ein Kriminalroman, der gut unterhält, zum Mitraten einläd, bei dem man zwar schnell eine heiße Spur hat, dennoch aber noch überrascht wird. Wer Lokalkolorit, trockenen Humor und eine kräftige Brise Spannung mag und nicht alles so realistisch haben muss, dem empfehle ich das Buch gerne.

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Galaxy Kids

Thomas Franke , Björn Steffens
Fester Einband: 72 Seiten
Erschienen bei Gerth Medien, 27.08.2018
ISBN 9783957345172
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Galaxy Kids von Thomas Franke ist eine Neuerscheingung im Gerth Medien Verlag. Das Buch beinhaltet zwei Geschichten rund um die Kinder Titus, Leo und Zara, die sich in einer fernen Zukunft auf den Weg machen um das letzte Exemplar der Bibel zu retten. Dafür müssen sie verstreute Bibelteile finden und wieder zusammensetzen.

Passend zu dem Buch gibt es noch Hörspiele. Das Buch umfasst zwei Geschichten, auf einer Hörspiel-CD ist jeweils eine Geschichte. Die Hörspiele sind umfangreicher von den Gesprächen, im Buch wird dafür neben einer sehr abwechslungsreichen Erzählweise (mal in Textform, in Comicform oder als Nachrichten-Chat) auch HIntergrundinfos geliefert, die Figuren werden in Steckbriefform ausführlich vorgestellt, zudem gibt es nicht nur für die Protagonisten Rätsel zu lösen, auch der Leser kann mitraten. Hinzu kommen noch Basteltipps, hier z.B. wie man Lautsprecher selber bauen kann oder wie man einen eigenen umweltfreundlichen Raketenantrieb baut.

Bezug nimmt das Buch auf die 10 Gebote (2. Buch Mose 20,2-17) und die Geschichte von König Josia (2. Könige, Kapitel 22), sie wurden mit in dieses spannende, abwechslungsreiche Buch für Kinder mit hinein gearbeitet.  Die Verknüpfung von christlichen Werten und biblischen Erzählungen mit einer für Kinder spannenden und abenteuerlichen Geschichte ist sehr gut gelungen.

"Galaxy Kids" ist eine neue Serie (so interpretiere ich den Schluss des Buches), die sicherlich nicht nur uns galaktisch gut gefällt.

Die dazu passende erste CD hat meinem Sohn so gut gefallen, dass er sie immer und immer wieder anhört, die zweite ist nun bestellt. Die Hörspielstimmen ergänzen sich gut, es gibt viele verschiedene Sprechrollen, nicht nur einen Erzähler. Daher ist es abwechslungsreich beim Anhören und gut verständlich.

Das Buch und die CDs ergänzen sich, sie können unabhängig voneinander gelesen/gehört werden, dennoch ist beides zusammen eine sinnvolle Ergänzung.

Fazit:
spannend, kreativ, kindgerecht, abwechslungsreich

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(9)

11 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

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Von kleinen Helden und großen Abenteuern

Anita Schalk
Fester Einband: 248 Seiten
Erschienen bei SCM R. Brockhaus, 04.06.2018
ISBN 9783417288179
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Das Buch "Von kleinen Helden und großen Abenteuern" enthält viele verschiedene Geschichten über Jungen und Mädchen - sie handeln von Freunden und Familie, von Schule und Freizeit und erzählen von Helden aus der Bibel. Eingeteilt in diese drei Gruppen (so auch die Aufteilung im Inhaltsverzeichnis) entsteht  ein bunter, abwechslungsreicher und interessanter Mix.

Die Geschichten stammen von verschiendenen Autoren, sie sind jeweils in großer Schrift geschrieben, so dass es sich auch für geübtere Leser zum Selberlesen eignet. Ansonsten eignet es sich meiner Meinung nach aber besser zum Vorlesen, es bietet zudem auch eine Vorlage für anschließende Gespräche über die Geschichten.
Hervorheben möchte ich , dass längere Geschichten noch einmal unterteilt sidn, mit Kapitelüberschriften, so dass man manche auch auf mehrere Tage aufteilen kann.
Das Buch hat einen festen Einband, es ist schon äußerlich sehr ansprechend gestaltet, die Seiten sind aus dickerem Papier und das Buch daher sehr hochwertig gestaltet.

Die Geschichten sind unterhaltsam, lustig oder spannend, sie sind abwechslungsreich und vielseitig. Sie vermitteln auch christliche Werte, die gut in die Geschichten mit hinein gearbeitet worden ist.

Zudem sind die einzelnen Geschichten schön und vor allem bunt bebildert, so dass man sich das Gelesene bzw. Vorgelesene auch gut vorstellen kann.

Ein ansprechendes Buch für Grunschulkinder, das mit vielen facettenreichen Geschichten auf 240 Seiten für kindgerechte Unterhaltung sorgt.

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Der Herr ist mein Hirte

Anita Schalk , Guido Apel
Fester Einband: 32 Seiten
Erschienen bei SCM R. Brockhaus, 12.02.2018
ISBN 9783417288063
Genre: Sonstiges

Rezension:

Im SCM Verlag ist ein neues Buch von Anita Schalk erschienen, reich und sehr ansprechend illustriert von Guido Apel.

Das Buch eignet sich als Geschenk zu bestimmten Anlässen, denn auf der ersten Seite kann man für den Beschenkten selbst Notizen (Für, Von, Anlass), sowie einen eigenen Wunsch hinterlassen.

10 Doppelseiten, die bunt, passend und vor allem kindgerecht bebildert sind, folgen. Auf jeder Doppelseite befindet sich ein Vers/Spruch aus der Bibel. Jeder Spruch vermittelt Zuversicht oder gibt Trost und Hoffnung. Darunter ist jeweils ein Gebet das zu Bild und Zitat passt.

Am Ende kann der Beschenkte noch selbst ein Foto einkleben und Notizen zu dem Anlass machen.

Das Buch ist geeignet für Kinder von 4-10 Jahren. Es hat mich vor allem durch die wunderbaren Illustrationen angesprochen, aber auch die Idee, die dahinter steckt, den Kindern Mut zu machen, ihnen passende Bibelzitate mit auf dem Weg zu geben, sie im Glauben zu bestärken und dazu kleine Anleitungen für Gebete zu geben, haben mir sehr gut gefallen.

Fazit:
Ein Geschenkbuch für Kinder zu  großen aber auch kleinen Anlässen.


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44 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

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Der Gutshof im Alten Land

Micaela Jary
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 20.08.2018
ISBN 9783442485963
Genre: Historische Romane

Rezension:

Im Alten Land, vor den Toren Hamburgs, lebt die Familie von Voss auf einem Landgut. Doch im Frühjahr 1920, kurz nach dem Großen Krieg, steht ihr Überleben auf wackligen Füßen. Der Hausherr ist seit einem Schlaganfall ein Pflegefall und nicht ansprechbar, die beiden Söhne sind verschollen. Nur die Tochter, Finja, lebt mit ihrer Mutter noch auf dem Gut. Sollte Edzard von Voss versterben, wäre allerdings nicht Finja die Erbin, sondern ihr Cousin Roland, ein unangenehmer und aufdringlicher Zeitgenosse.
Als Clemens Curtius, der Finjas Bruder Lennart im Krieg kennen gelernt hat, da sie sich äußerlich gleichen wie Zwillingsbrüder,  nach seiner Freilassung aus der Kriegsgefangenschaft im Alten Land eintrifft, um der Familie von Lennart zu berichten, trifft er zufällig als erstes Finja. Da Clemens ihrem Bruder wie aus dem Gesicht geschnitten ist, und jeder ihn für den vermissten Lennart halten könnte, gerade nach über sechs Jahren des erstens Wiedersehens, reift in Finja und ihrer Mutter Caroline ein Plan, der ihr Überleben auf der Domäne retten könnte.....

Zu dem Roman gibt es eine etwas über 100 Seiten lange ebook-Vorgeschichte, die man auf allen Portalen für 1,99€ erwerben kann. Um die ganze Geschichte schon von Anfang an verfolgen zu können, empfehle ich diese vorweg zu lesen. Es geht zwar auch ohne, denn die hauptsächlichen Beweggründe und Vorfälle werden natürlich auch ohne diese Geschichte verständlich, aber es ist ein sehr guter Einstieg für diesen Roman und man lernt die Protagonisten so besser oder besser gesagt schneller kennen.

Micaela Jary hat einen fesselnden Schreibstil. Sie berichtet abwechselnd aus verschiedenen Sichtweisen. Aus Sicht der Hauptprotagonisten Finja und Clemens wird erzählt,  aber auch die anderen Protagonisten bekommen ihren Part. Daher hat der Leser einen sehr guten Überblick über die verschiedenen Handlungsstränge, aber auch deren verschiedene  Denk- und Handlungsweise, sowie das jeweilige Lebensumfeld.
Mich hat diese besonder die Scharade, diese Familiengeschichte sehr fasziniert, ich habe beim Lesen mitüberlegt, wie lange das unentdeckt bleiben wird, was dahinter steckt, wie sich das Ganze auflösen könnte.
Aber auch die verschiedenen Lebensweisen in einer Zeit vor fast 100 Jahren hat mich interessiert, die verschiedenen Berufe, Lebensumstände, Nöte und Sorgen, Möglichkeiten und Lebensweisen.

Es ist eine spannende, verwickelte, aber auch eine romantische Geschichte, die mich wirklich fesseln konnte. Schon nach der Lektüre des ebooks war mir klar, ich muss wissen, wie es weiter geht.
Einzige Kritik, dass ich mir manch eine Szene etwas ausgeschmückter oder länger gewünscht hätte und bei manch einen kleinen Zeitsprung empfand ich manchmal etwas holprig. Aber das sind wirklich nur Kleinigkeiten, denn das ganze drumherum, die Figuren, die Geschichte, die Verwicklungen, die waren toll erdacht und beschrieben.

Am Ende habe ich die kleine Hoffnung, dass die Geschichte noch nicht zu Ende ist, dass es da noch mehr zu erzählen gibt und dass es mit den Figuren vielleicht einen weiteren Roman geben könnte. Potential für eine Forstsetzung ist auf alle Fälle vorhanden !!

Fazit:
Eine tolle, fesselnde, verwickelte Geschichte !

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Goldadern der Bibel

Pieter J. Lalleman
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei SCM R. Brockhaus, 03.01.2018
ISBN 9783417253597
Genre: Sachbücher

Rezension:

Der Niederländer Pieter J. Lalleman hat sich mit dem Buch "Goldadern der Bibel" mit dem Alten Testament beschäftigt und hat auf ca. 150 Seiten sich mit den verschiedenen Aspekten, wie z.B., Schöpfung, die Namen Gottes, unsere Sexualität, Politik und Fremde, Skepsis und Zweifel, Klagen, Widerreden, die Botschaft des Buches Ester und den jüdischen Kanon beschäftigt. Am Ende beschäftigt er sich noch in einem kürzeren Abriss über die Galerie kleinerer Fehler, dem Wohlstandsevangelium und über jüdische Feiertage.

Ich muss gestehen, dass ich bei der Lektüre anfänglich Probleme hatte in die Auslegungen und Erklärungen reinzukommen, einfach deshalb, weil wahrscheinlich viel mehr Basiswissen vorausgesetzt wird oder weil mir der Text zu theologisch war.....ich weiß es nicht, was der Grund war. Aber dann, irgendwann nach einigen Kapiteln, kam ich sehr viel besser damit zurecht. Der Autor hat da einen ganz besonderen verständlichen Ton getroffen, und hat damit einerseits mein Interesse geweckt und zudem einige verständliche Aussagen und Erklärungen gegeben.
Im letzten Teil ging es weniger über die Bibel, hier war ich wieder etwas weniger gefesselt. Mit den Fragen (u.a. für eine Gesprächsrunde) hat der Autor aber wieder bei mir Punkte gesammelt, es regt zu eigenen Reflexionen an und thematisiert wieder seine Auslegungen .

Insgesamt macht das Buch Mut - und fordert auch dazu auf - sich verstärkt wieder mti dem Alte Testament zu befassen und zu lesen. Oftmals rückt es in  heutiger Zeit in den HIntergrund, abgesehen von den Psalmen und Sprüchen. Es ist allerdings keine Buch, dass das Alte Testament zusammenfasst, im Gegenteil, ein gewisse Grundkenntnis wird vorausgesetzt. Doch auch für "Bibeleinsteiger", die einfach wissen möchten, warum sie nun auch mal zum Alten Testament greifen sollten, bietet der Autor viele Erklärungen - sie dienen dazu vieles auch zu erläutern, darzustellen und in Zusammenhänge zu bringen.

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621 Bibliotheken, 17 Leser, 0 Gruppen, 261 Rezensionen

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Redwood Love – Es beginnt mit einem Blick

Kelly Moran , Vanessa Lamatsch
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 19.09.2018
ISBN 9783499275388
Genre: Liebesromane

Rezension:

Avery zieht nach einer gescheiterten Ehe mit ihrer autistischen Tochter Hailey in den kleinen Ort 
Redwood in Oregon, in dem seit 10 Jahren ihre Mutter wohnt. Mit was sie nicht gerechnet hat, ist, dass der gesamte Ort über Twitter, Pinterest und Co alle Neuigkeiten innerhalb von MInuten verbreitet, kaum was im Verborgenen bleibt,

sondern von allen diskutiert wird.
Als ihre Tochter einen verletzten Hund findet, hat Avery den ersten Kontakt zum attraktiven Tierarzt Cade O´Grady. Doch beim ersten Mal fliegen die Funken eher wegen einer durch ein Mißverständnis entstandener Abneigung. Doch dieses klärt sich schnell auf. Doch Avery wehrt sich gegen die Avancen des stadtbekannten Schürzenjägers, obwohl sie das Gefühl hat, dass einige Bewohner von Redwood fleißig im HIntergrund die Fäden ziehen wollen, um sie mit Cade zu verkuppeln.

Redwood-Love ist als Trilogie angelegt. Dabei geht es um die drei O´Grady-Brüder. In jedem Band steht einer von ihnen im MIttelpunkt. Den Auftakt macht Cade.

Kelly Moran hat einen unheimlichen tollen, fesselnden Erzählstil. Witzige, aber auch tiefgründige Dialoge, immer wieder spannende Handlungsverläufe, die zusammen mit der knisternden Leidenschaft, die gleich von Anfang bei den beiden Hauptprotagonisten spürbar ist, und den wechselnden Erzählperspektiven einen fantastischen romantischen Roman ergeben.

Als Leser schaut man Avery und Cade über die Schulter. Die wechselnden Perspektiven lassen hinter ihre Fassaden schauen, ihre Gefühle, ihre Einstellungen, ihre Verletzungen, ihre Hoffnungen, aber auch ihre Motive liegen so offen. So kann man sehr gut auch ihre Entwicklung beobachten. Und das ist ein großes Plus bei diesem Buch, dass sich die Figuren authentisch entwickeln. 

Klar, man ahnt schon von Anfang an, wie es "enden" wird, aber der Weg dahin bleibt spannend und abwechslungsreich. Zudem werden die Figuren der beiden Nachfolgerbände gleich mit eingeführt, so dass man am liebsten gleich weiter lesen möchte, wie es den beiden Brüdern demnächst ergeht.

Der symphatische Ort Redwood, mit all seinen manchmal flippigen und neugierigen, aber herzlichen Bewohnern und vor allem die Tierklinik, mit all seinen alltäglichen, manchmal verrückten, aber oft auch ans Herz gehenden Geschichten, dieses ganze Ambiente verzaubert.

Durch diese Geschichte rauscht man nur so hindurch, sie ist wirklich romantisch, knistert erotisch, dennoch sind es aber auch die Probleme der Figuren, die die Protagonisten wiederum auch so verletzlich machen. Eine fantastische Mischung, ein ganz toller gelungener Auftakt einer Serie !


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NSA - Nationales Sicherheits-Amt

Andreas Eschbach
Fester Einband: 800 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 28.09.2018
ISBN 9783785726259
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Das Buch ist wirklich ein Roman, über den man schon während des Lesens, aber sicherlich auch nach dem Beenden, ziemlich viel nachdenken wird.
Andreas Eschbach hat diesmal eine Mischung aus einem fantastischen-historischen Roman geschrieben. Was wäre.....wenn es im Dritten Reich schon die modernen Möglichkeiten der Kommunikation und der Überwachung gegeben hätte ? Was sind das (auch heute) für Machtinstrumente - die, wenn sie in die falschen Hände gelangen, was ausrichten können?

NSA steht für das Nationale Sicherheitsamt. Dort arbeiten Eugen Lettke und die junge Helene. Abwechselnd beschreibt der Autor ihren Werdegang, wie sie zur NSA kamen, ihren privaten Hintergrund, ihre Ambitionen und auch ihre Einstellungen. Durch die kapitelweise wechselnden Protagonisten bleibt es immer spannend.  Helene Bodenkamp - die sich verliebt und ihrem Liebsten zu einem Versteck verhilft - fängt an so einiges, was sie an der Arbeit zu sehen und hören - oder als Aufgabe zugeteilt - bekommt, zu hinterfragen . Sie lässt sich auch hinreißen einiges heimlich zu sabotieren oder jedenfalls so zu verändern, dass zumindest ihr Freund nicht zu Schaden kommt.
Anders hingegen Eugen - er hat seine ganz persönlichen Gründe, um auch privat herumzuschnüffeln und seine Erkenntnisse gezielt auszunutzen.

Trotz des dicken Wälzers von fast 800 Seiten bleibt die Grundspannung immer bestehen. Die Seiten fliegen beim Lesen nur so dahin, weil irgendwas immer passiert. Es geht natürlich auch viel um das Gebiet Programmieren, aber es ist hier alles sehr verständlich und nicht zu wissenschafltich erklärt, es ist ja immer auch ein fantastischer Anteil bei allem dabei. Diese Mixtur, einerseits reale geschichtliche Ereignisse und historische Personen, verknüpft mit einer was-wäre-wenn-Konstellation haben hier eine hochexplosive Mischung ergeben. Durch die sehr verschiedenen Hauptfiguren Eugen und Helene, die hier aufeinander treffen, und in ihrer Art, ihrem Hintergrund, aber auch in ihren Werten und Zielen so unterschiedlich sind, bleibt auch der Anreiz wissen zu wollen, wie es mit dem Einzelnen weiter geht immer konstant hoch. Und - hier kann man einfach nicht spoilern -  Hut ab, das Ende hat es in sich und bietet wiederum viel Raum zum Nachdenken ! Aber etwas anderes hätte ich mir auch kaum vorstellen können.

Fazit:
Sehr interessanter Stoff - zum Nachdenken, zum Hinterfragen und für viele spannende Lesestunden. Trotz der vielen Seiten ist man aber schneller durch als man anfangs glaubt, weil man das Buch kaum aus der Hand legen kann.

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Der kleine Laden in Bloomsbury

Annie Darling , Andrea Brandl
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Penguin, 14.05.2018
ISBN 9783328103196
Genre: Liebesromane

Rezension:

"Mein kleiner Laden in Bloomsbury" ist ein humorvoller und romantischer Roman. Das Buch der englischen Autorin Annie Darling erschien bereits unter dem Titel "Der kleine Laden der einsamen Herzen".  Es spielt in einem kleinen Buchgeschäft in London, den die Hauptprotagonistin Posy erbt. Doch das Geschäft schreibt rote Zahlen und so müssen neue Ideen her um den Laden zu retten. Posy verbindet mit ihm mehr als nur einen Ort für Bücher und eine Existenzgrundlage. Hier haben schon ihre früh verstorbenen Eltern gearbeitet, über der Buchhandlung lebt sie mit ihrem 15jährigen Bruder Sam.
Posy hat auch schon viele Idee, wie sie neuen Schwung in die Verkaufszahlen bringen könnte. Aber leider ist sie nicht sehr umsetzungstark bzw. entscheidungsfreudig. Dazu kommt, dass im Hintergrund noch der Enkel der Verstorbenen, Sebastian, agiert, dem die Buchhandlung nach zwei Jahren, sollte sich kein Erfolg einstellen, zufallen wird. Welche Spiele treibt er im Hintergrund ?

Der Roman hat mir einige vergnügliche Lesestunden geschenkt. Auch wenn von Anfang an das Ende ersichtlch erscheint, ha mir der vergnügliche Ton und vor allem das Ambiente der Buchhandlung gefallen. Die Autorin baut auch größere Probleme, wie die Sorgen und Ängste von Posy und vor allem ihre belastende Lebensgeschichte mit hinein. 
Posys Mitstreiter in der Buchhandlung haben alle ihre eigenen ganz speziellen Eigenarten, die Mischung ist bunt, etwas schrill und ausgefallen.
Mit den beiden Streithähnen Sebastian und Posy gibt es Charaktere die sich reiben, die von Herkunft, Art, Lebensumständen, Aussehen, Vorlieben total unterschiedlich sind. Ihre verbalen Attacken sind Spitzen, mit denen sie sich gegenseitig malträtieren. Dennoch ist zumindest von Posy´s Seite, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird und die selber versucht durch schmalzige Romanversuche ihr Leben und vor allem ihre unerwiderte Liebe zu verarbeiten (da kommen immer wieder kleine Einschübe), klar, dass sie Sebastian anhimmelt. Sie erinnert mich ein bisschen an Bridget Jones, auch wenn das Setting ein anderes ist.
Die Vorhersehbarkeit des Endes und auch das manchmal anstrengende Gebaren von Posy wird durch witzige Dialoge und einer Protagonistin, der man selber gerne mal unter die Arme greifen möchte, wieder wett gemacht. Posy ist chaotisch, aber liebenswert, verantwortungsbewußt ihrem Bruder gegenüber, allerdings hat sie Angst vor Veränderungen und Entscheidungen.
Das Buch punktet vor allem mit dem  Schauplatz, denn die Buchhandlung ist natürlich ein Traumsetting für jeden Buchliebhaber.

Fazit:
Wer romantische Bücher mit britischem Humor, Herz-Schmerz-Bücher, die auch ein klein bisschen kitschig sein dürfen, mag, dem kann ich das Buch gerne empfehlen. Ich habe lange mit der Punktezahl geschwankt, werde die 3,5 Sterne, die ich ihm gebe, aber auf 4 aufrunden, da ich doch einige vergnügliche Lesestunden mit dem Roman verbracht habe.
 

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Glaube ganz einfach

Yvonne Willicks
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei adeo Verlag, 27.08.2018
ISBN 9783863342128
Genre: Sachbücher

Rezension:

"Glaube - ganz einfach" oder "glaube ganz einfach"! Ein toller  Titel den man so oder so auslegen kann , der aber das Buch  sehr gut beschreibt. Es ist eine  Aufforderung einfach (wieder) zu glauben, den Glauben Platz in unserem Leben zu schenken. Anderseits ist es aber auch eine Anleitung zum Glauben, es werden Begrifflichkeiten aus der Liturgie und dem Kirchenalltag erklärt und die Autorin Yvonne Willecks, berichtet von ihren eigenen Erfahrungen rund um ihren Glauben.

Übersichtlich in Kapiteln eingeteilt, bunt und abwechslungsreich strukturiert, mit Fotos, Zitaten, Randbemerkungen, weitergehenden Verweisen und vielen Tipps, so macht es auch Freude ihren Ausführungen zu folgen

Die Autorin, Yvonne Willicks ist vielen sicherlich ein Begriff, sie morderiert für den WDR das Ratgebermagazin "Servicezeit" und den "Haushalts-Check".
Nun macht sie Mut den Glauben wieder in unserem Leben zuzulassen. Versucht Barrierehemmungen abzubauen, erklärt in einem lockeren Erzählstil. Klar, vielen, die in ihrer Kindheit oder Jugend mit dem christlichen Glauben in "Berührung" gekommen sind, sind die Bedeutungen von Weihnachten und Ostern ein Begriff. Aber es geht hier mehr: um die Aufforderung auch wieder den Glauben in sein Leben zu integrieren. Sie ermuntert  dazu mal wieder einen Gottesdienst zu besuchen, erläutert in einem Kapitel die Kirchenfeste, macht Mut auch die Bibel wieder einmal in die Hand zu nehmen.
Vor allem der persönliche Erzähstil hat mir sehr gefallen. Willicks vermittelt, dass auch Leid und Streit dazu gehören, das Leben bunt ist, nicht immer nur leicht ist, dass es aber stärkt und man wächst, wenn man weiß, dass man nicht alleine ist, dass es Gott gibt, der uns Mut und Hoffnung schenkt.

"Glaube gelingt ganz einfach, wenn man dem, was uns alle umgibt und was uns alle geprägt hat, wieder eine Portion Vertrauen schenkt". (Yvonne Willicks)

Ein Buch für alle, die (wieder) zum Glauben finden wollen oder denen es man wünscht, dass sie dahin finden. Aber auch ein Buch, das Mut macht weiter auf seinem Glaubensweg voran zu schreiten, das Fragen beantworten kann und auffordert einfach den Glauben in seinem Leben zuzulassen.

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Der Abgrund in dir

Dennis Lehane , Steffen Jacobs , Peter Torberg
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 29.08.2018
ISBN 9783257070392
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Was für ein Buch ! Was für eine Geschichte. Es geht langsam los, tiefgründig, aber fesselnd, um dann immer mehr an Fahrt aufzunehmen, bis der Turbogang eingelegt wird und ab da kann man das Buch erst recht nicht mehr aus der Hand legen.

Erzählt wir die Geschichte von Rachel Child. Schon am Anfang ein Ausblick: Sie erschießt auf einem Boot ihren Mann. Dann wird die Geschichte von Anfang an aufgerollt. Ihre Beziehung zu ihrer Mutter, die Suche nach dem Vater, ihre berufliche Entwicklung. Anfangs ist der Roman eine interessante psychologische Studie, man fühlt mit Rachel, kann ihre Beharrlichkeit auf der Suche verstehen. Dennis Lehane hat einen sehr angenehmen Erzählstil, der einen durch die Seiten gleiten lässt. Und dann wird der Turbogang gezogen. Die Geschichte verändert sich, von anfangs einer Persönlichketsentwicklung, über eine Liebesgeschiche, um dann in einen atemberaubende Thriller überzugehen. Hier ist es ein Katz-und Maus-Spiel, mit vielen, sehr vielen, überraschenden Wendungen, immer wieder neuen Erkenntnissen, die man nicht erwartet hat. Hier läuft das Kopfkino wie wild - man kann sich gerde diese Passagen auch sehr gut als Film vorstellen.

Genauso gut kann man sich aber auch die Hauptfigur Rachel sehr gut vorstellen. Durch die personale Erzählperspektive erlebt man viele Gedanken und Probleme, die sie mit sich selbst ausmachen muss, mit. Allerdings wird auch hier nicht von Anfang an alles aufgezeigt, sondern erschließt sich erst nach und nach beim Lesen.

Die große Spannweite, die dieser Roman abdeckt, dieses einerseits untergründig psychologische, das die  Entwicklung der Figuren so menschlich und verletztlich gemacht hat, anderseits aber auch die Veränderungen im Erzähl- und Handlungsmodus, das ist wie eine Achterbahn der Gefühle gewesen. Langsamer Start mit Aus- und Einblick, um dann rasent schnell viele Kurven und Veränderungen zu nehmen, waghalsige Sprünge, überraschende Momente, die alles bisherige immer wieder auf den Kopf gestellt hat. Am Ende schaut man atemlos zurück und wundert sich, denn so etwas hat man anfangs, beim Beginn, nicht erwartet.

Lehane hat mich überrascht, gefesselt, fasziniert. Eine raffinierte, spannende und tiefgründige Geschichte, über die man auch nach dem Lesen noch eine Weile nachdenkt.

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Uns gehört die Nacht

Jardine Libaire , Sophie Zeitz
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 25.07.2018
ISBN 9783257300727
Genre: Liebesromane

Rezension:

Zwei junge Menschen treffen aufeinander.
Jamey ist ein Sproß aus der Oberschicht, reich, gutaussehend, mit bekanntem Namen, Elite-Univerisität, mit allem materiellen Dingen gesegnet, erfolgreichem Vater, einer Schauspielerin als Mutter. Doch nur scheinbar ist es eine heile Welt.
Elise ist seine Nachbarin, sie kommt aus einer anderen Stadt, aus einem Problemviertel, mit Problem-Vergangenheit. Obwohl weiße Haut, hat sie doch viel von ihrem unbekannten puerto-ricanischem Vater geerbt, mit geflochtetetn Zöpfen und auffälliger, bunter, schräger Kleidung fällt sie auf.
Elise ist so ganz anders als Jameys normales Umfeld. Es beginnt mt einer heißen Affäre und eigentlich sollte es auch nur der Sex sein, der sie beide verbindet. Doch schnell wird mehr daraus. Gespräche, Verständnis, die gleiche Wellenlänge.

Das Buch polarisiert. Die Autorin hält mit ihren Beschreibungen nicht hinter dem Berg, nichts wird beschönt, alles wird ausgebreitet, genauestens und vielfältig beschrieben: vor allem der Sex zwischen den beiden. Aber es ist schnell auch mehr. Es ist vor allem die Charaktersierung der beiden Protagonisten, dies Figuren, die sie geschaffen hat, die sie mit Hintergrund, mit Erfahrungen, mit Wünschen und Hoffnungen, aber vor allem mit seelischen Qualen ausgestattet hat. Das hat mich vor allem fasziniert. Wie sie dies Annäherung, dieses Erkunden, diese Unterschiedlichkeit auch in Worte fassen konnte.

Die beiden sind extrem unterschiedlich. Aus verschiedenen Schichten auf der einen Seite. Jamey aus der begüterten Oberschicht, Ehekrieg der Eltern, Erwartungshaltung des Vaters und der Großeltern. Elise hat ihren Vater nie kennen gelernt, dafür aber die Probleme in ihrem Viertel, einen brutalen Stiefvater, Gewalt und mangelndes Geld, Hunger und finanzielle Nöte. Aber auch die Liebe einer Mutter und von Halbgeschwistern. Schon früh musste sie Verantwortung und Aufgaben übernehmen, zum Überleben auch eine ganz eigene Schlauheit entwickeln, die nicht aus Büchern stammt, sonern vom Leben.
Aber es gibt auch den Unterschiede zwischen den beiden was Reife und Stärke betrifft und schnell wird auch dem Leser klar, wer von beiden der Stärkere ist.

Die Autorin lässt beide Seiten erzählen, die Persepektiven wechseln ständig. Gleich am Anfang ein dramatischer Einstieg: Elise hält eine geladene Waffe auf Jamey und drückt ab. Was ist passiert, wie kam es dazu ? Das immer im HInterkopf liest sich die Geschichte spannend, auch wenn es eine Beziehungsgeschichte, eine Liebesgeschichte ist und kein Spannungsroman.

Mir hat vor allem die Entwicklung der beiden, ihr Überlebungskampf, dieser Halt, den sie sich beide gegeben haben fasziniert und gefesselt.
Ich konnte mir beide sehr gut vorstellen und das macht einen guten Roman aus, dass man sich denken könnte, dass ja, dass hätte auch eine wahre Geschichte sein können. Man fühlt mit, mal leidet man mit, mal  ist man fasziniert, manchmal auch geschockt oder peinlich berührt, denn manchmal serviert die Autorin uns harten Tobak, ist extrem, offen und schonunglos in ihren Beschreibungen.

Ein gelungenes Buch, das man sicherlich noch länger im Hinterkopf behält.


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121 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 65 Rezensionen

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Aura 2: Aura – Der Verrat

Clara Benedict , Eva Schöffmann-Davidov
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Thienemann in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 19.06.2018
ISBN 9783522202428
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Gleich vorweg: Ich bin mit Band zwei gestartet, was aber dem Einfinden in die Handlung und die Charaktere nicht gestört hat. Ich war sogleich mitten im Geschehen. Die Trilogie ist konzipiert als Jugendbuchreihe - auch hier gehöre ich nicht zur eigenlichen Ziegruppe, aber was soll ich sagen: ich war gefesselt, es war spannend, es hat mich super unterhalten, ich bin nur so durch die Seiten geflogen und habe mir dann gleich den dritten Band, der Anfang Oktober 2018 erscheint, vorbestellt.

Gwen erwacht in einem ihr fremden ZImmer. Sie befindet sich in der Akademie, in der Former herangezogen werden. Künstliche Former. Sie ist allerdings ein natürlicher Former und ihr Leben ist in großer Gefahr. Elric versucht sie zu schützen, indem er sie mtten unter Feinden unterbringt, nach dem Motto " Die im Hellen sieht man nicht". Was die Akademie mit den Schüztlngen macht, warum und vor allem mit welchen Methoden sie ausgebildet werden, erschreckt.


Aura - ist einfach eine magische, mystische, geheimnisvolle Geschichte. Mit der Protagonistin Hannah/Gwen habe ich von Anfang an mitfühlen können. Durch ihre Augen habe ich die Akadamie mit kennengelernt, ihre Mitschüler, die Lehrer, die Leader, die Freunde und Feinde. Der Roman handelt von Manipulationen, von Gehorsam, von Drill, von Grenzen, die überschritten werden, von Macht , aber auch von Freundschaft, Zusammenhalt, von Geheimnissen und magischen Kräften. Eine tolle, spannende Mischung.
Die Autorin Clara Bendict hat einen abwechslungsreichen und vor allem fesselnden Schreibstil. Immer wieder passieren überraschende Dinge, die einen dazu bringen immer weiter zu lesen. Aber auch die Gefühle der Protgonisten wurden glaubwürdig und vor allem die manipulativen Handlungen, die die Gruppe so geformt haben, das solche Dinge geschehen, ist glaubwürdig erzählt worden.
Am Ende ein Cliffhanger, der mich schon sehnsüchtig den dritten Band erwarten lässt.
Absolute Leseempfehlung !

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Sturmzeit

Charlotte Link
Flexibler Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 21.05.2018
ISBN 9783734105982
Genre: Romane

Rezension:

Der Blanvalet-Verlag hat die Sturmzeit-Trilogie von Charlotte Link  mit einem neuen Design und überarbeitet wieder neu herausgegeben. Die Trilogie erschien bereits Ende der 1990er Jahre und wurde zwischenzeitlich auch vom ZDF verfilmt.

Das Cover ist ein echter Hingucker und gefällt mir ausnehmend gut. Bei dem neuen Design passen nun auch die drei Bände nun optisch richtig gut zusammen, Zudem haben alle Bände den Titel "Sturmzeit" (der zweite und der dritte haben dann Untertitel), dadurch ist auch die Zuordnung für den Leser besser möglich.

Band 1 beginnt mit dem Sommer 1914 auf dem Familiengut der Familie Degnelly in Ostpreußen. Hauptperson ist die junge Felicia. Es ist eine unbeschwerte Zeit für Felicia in der sie sich auch verliebt. Doch mit dem Beginn des 1. Weltkrieges ändert sich alles schlagartig. Verluste, Ängste, Enttäuschungen, Grausamkeiten verändern die Welt und auch Felicia. Aus der unbeschwerten und behüteten Tochter wird eine Frau, die lernt nur auf ihr eigenes Wohlergehen zu schauen und danach zu handeln. Die Protagonistin hat viele Ecken und Kanten, Charakterzüge, die sie nicht gerade symphatisch wirken lassen, die beim Lesen aber interessant zu beobachten sind. Felicia ist keine schwache Figur, sondern eine die lernen musste sich durchzusetzen, zu handeln, zu agieren. Diese Entwicklung als Leser "zu beobachten" hat mich gefesselt.

Gefallen hat mir auch das historische Setting, die vielen geschichtlichen Hintergründe, die hier so nebenbei mit eingeflossen sind und die damit ein Stück deutsche Geschichte wieder lebendig gemacht haben.
Charlotte Link kann fesselnd erzählen. Durch interessante Dialoge, authentisch wirkende Protagonisten und natürlich auch durch die Dramaturgie, die Hochs und vor allem den vielen Tiefs, ist der Roman spannend zu lesen.

Ich habe die Reihe bereits bei der Ersterscheinung gelesen, an manches habe ich mich beim Lesen wieder erinnert, doch nach so vielen Jahren war mir natürlich vieles nicht mehr präsent, so dass ich wieder voll in diesen Roman eintauchen konnte.
Der erste Band endet 1930. Der zweite Band spielt in der Zeit des 2. Weltrkrieges, der 3. Band dann in der Nachkriegszeit.


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Palace of Fire - Die Kämpferin

C. E. Bernard , Charlotte Lungstrass-Kapfer
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 23.07.2018
ISBN 9783764531980
Genre: Fantasy

Rezension:

Palace of Glass, Palace of Silk und nun der Abschluss der Trilogie: Palace of Fire. Der Titel passt zum finalen Band, denn es geht hoch her und es gibt einige Kämpfe. Innerliche und Äußerliche.
Rea und Robin kehren nach London zurück. Zurück an den weißen Hof. Die erste Hürde müssen sie dort überstehen: um auszuschließen, dass Rea eine Magdalene ist, muss die Prozedur des Glasbläsers überstehen. Dieser Akt und das was darauf folgt, sowie ein Besuch in einer Korrektive, einem Gefängnis der Grausamkeiten, verändert alles. Die Progagonisten reifen, verändern sich, agieren überraschend. Wer ist Feind und wer ist Freund? Rea kämpft mit ihren eigenen Dämonen, dem Geistesfieber und der Kreatur, die nur sie sehen kann und die sie immer mehr attackiert. Ist sie dem allen gewachsen ?

Im letzten Band tritt so mancher, der  bisher im Vordergrund stand, eher in den HIntergrund, dafür gibt es neue interessante Charaktere. Natürlich bleiben auch einige Altbekannte, die nun größeren Anteil an der Entwicklung haben. Dieser Band hat mir besonders dahingehend gefallen, weil man auch als Leser nie richtig wußte, wie wird sich der Einzelne entscheiden, was für ein Spiel spielen die Agierenden. Auf welcher Seite stehen sie?
Die Entwicklung spitzt sich immer weiter zu, offen, wie auch im HIntergrund werden Fäden gezogen. Für welchen Weg wird sich Rea entscheiden ? Wem kann sie trauen, welcher Rat ist der richtige? Viele Fragen, viele Aktionen machen das Buch wieder spannend, auch wenn ich zwischendurch mal einen kleinen, aber wirklich nur klitzekleinen, Hänger hatte.
Das Ende - ja, das überrascht, lässt einen mit zwiespältigen Gefühlen zurück. Es ist anders als erwartet, verlangt vom Leser, dass er vielleicht selbst die Fäden weiter spinnt. Ein Ende zum Nachdenken und Grübeln und vielleicht aber auch ein Ende um doch noch einen weiteren Band anknüpfen zu können ? Wer weiß.

Was mir besonders gefallen hat am vierten Band sind die Parallelen zu Robin Hood. Nicht umsonst heißt Rea auch mit vollem Namen Rea Marian Emris. Und ein Nottingham spielt auch eine Rolle. *Smile*, sehr gelungen, diese moderne Bezug auf die alte Geschichte.

Fazit:
Die Palace-Reihe besticht durch fantasievolle Elemente, verbunden mit Märchen und Sagengeschichten, modernem Leben und einer ausdrucksstarken, vielschichtigen und interessanten Protagonistin.

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Wenn wir wieder leben

Charlotte Roth
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.07.2018
ISBN 9783426520307
Genre: Historische Romane

Rezension:

1963: Wanda trifft auf Andras. Erst durch ihn fängt sie an zu hinterfragen, was ihre Mutter in der Kriegszeit gemacht hat, auf welcher Seite sie gestanden hat, hat sie auch Schuld auf sich geladen? Eine Antwort bekommt Wanda von ihr nicht, im Gegenteil, ihre Fragen stoßen auf Schweigen und lösen etwas aus, dass sie nicht gewollt hat. Wanda begibt sich selbst nach Sopot, dem ehemaligen Zoppot bei Gdansk/Danzig in Polen. Doch auch hier stößt sie nur auf Schweigen.

Gundi lebt in den 1920er-Jahren in Zoppot. Gemeinsam mit ihren Freunden Juliius und Erik und ihrer Halbschwester Lore gründen sie eine Band und nach langer Durststrecke kommt ihr Durchbruch mit dem Lied "Morgen am Meer". Sie befahren mit dem Luxusschiff "Wilhem Gustloff" die Meere und unterhalten die Gäste. Doch nicht alles ist Gold was glänzt, wie weit gehen die vier für ihren Erfolg? Wie verändert der Erfolg sie? 

Es hat ein bisschen gedauert, bis sich der Spannungsbogen im Buch für mich so gesteigert hat, dass ich gefesselt war. Am Anfang braucht es ein bisschen bis ich mit den Protagonisten warm geworden war, bis die Handlung mich fesseln konnte. Allerdings war von Anfang an die Ortsbeschreibungen, die Stimmungen, die eher bedrückende Stimmung bei Wanda und die heitere bei Gundi, die sich mit den zwei Zeitsträngen immer wieder abgewechselt hatten, gut beschrieben worden. Man wird fürs Durchhalten auch belohnt, denn immer mehr passiert auch - dramatisches bei Wanda, Rivalitäten bei Gundi. Und dann nähern wir uns auf Gundis Seite auch immer mehr dem Krieg und den Auswirkungen. Hier wird es auch emotionaler.
Das Ende ist überraschend - ganz anders als man geglaubt hat, eine tolle Wendung.

Charlotte Roth hat die Protagonisten - wie in ihren anderen Romanen - wieder sehr authentisch geschaffen, ihnen Leben eingehaucht, die Szenerie, das Ambiente und die Zeiten sehr gut beschrieben, so dass man beim Lesen Eintauchen konnte und sich alles sehr gut vorstellen konnte. Hier besonders hervorheben möchte ich die Beschreibungen um die Stadt Danzig, und des Seestädtchens Zoppot angefangen von den 20er Jahren bis hin zu den 60er Jahren.
"Wenn wir wieder leben" ist ein Roman, über den man auch nach dem Auslesen noch eine Weile nachdenkt und der mir trotz mancher Längen gut gefallen hat.

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