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21 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

konzentrationslager, geigen, dachau, orchester, ss offizier

Geigen der Hoffnung

Titus Müller , Christa Roth
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei adeo, 11.10.2016
ISBN 9783863341176
Genre: Historische Romane

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15 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

bayern, hamburg, serienmörder, bad berging, kopflose leichen

Der Henker von Bad Berging

Katja Hirschel
Flexibler Einband: 452 Seiten
Erschienen bei Acabus Verlag, 04.10.2016
ISBN 9783862824373
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Gleich vornweg: das ist kein Krimi, oder doch ? Es ist auf jeden Fall einer der ganz anders ist, bei dem man Humor haben muss, denn es ist auch eine Komödie, eine Mischung aus schwarzer Sartire, überzogenen Protagonisten, aber auch einem unheimlich grausligem Fall....

Zum Inhalt:
Bad Berging ist eine Kleinstadt in Bayern (die es leider nur im Buch gibt), die unversehens in den Mittelpunkt einer norddeutschen Spezialeinheit rückt, denn hier scheinen die Fäden einer grausamen Mordserie zusammen zu laufen. Zwei Opfer hat es schon gegeben, doch da es unheimlich offensichtliche Parallelen zu dem amerikanischen Serienkiller Harry Raven gibt, wird es wohl nicht bei den beiden bleiben. Der Mörder spielt mit der Polizei, trappiert die Köpfe der Opfer, der Rumpf fehlt...
Jens Kessler, Star-Profiler und seine neue berufliche Partnerin Rita Hubschmid sind kein eingespieltes Team, hier wird noch gehackt und gestochen, verbal....werden sie sich abstimmen und miteinander den Fall lösen können ?
In Bad Berging trifft der Leser auf Kommissar Maus und seine Kollegen, diese sind manchen schon von Katja HIrschels erstem Band "Der Semmelkönig" bekannt. Diese werden vom Profi-Team regelrecht überrollt. Werden sie sich behaupten können ? (...im Fall der Enthauptungen....-))).
Es gibt noch weitere Schauplätze, entschwundene Hunde und aufgeregte Damen, eine atemberaubende Englischlehrerin und ihre Abendkursklasse, bei denen sehr viele ein Auge auf sie geworfen haben, aber auch ein Baron, der nicht nur auf Wildjagd geht, sondern auch ein Auge auf die Lehrerin geworfen hat.

Man braucht etwas, um in diese rasante Geschichte hinein zu finden. Die Wechsel sind atemberaubend, es erzeugt eine gehörige Dynamik, in die man sich erst einmal einfinden muss. Nebenhandlungen, Nebeninformationen, Nebendarsteller, alles muss für den Leser erst einmal sortiert werden. Helfen tut ein Personenregister im Anhang. Dennoch haben mir die schnellen Wechsel gefallen, so bleibt es spannend. Dabei legt dieser Krimi nicht nur Wert auf Spannung, sondern auf die humorigen, schrulligen, skurilen, überdrehten Protagonisten. Ebenso auf die verbalen Auseinandersetzungen im bayrischen Dialekt. Für Leser mit Schwierigkeiten beim Verständnis ist jedesmal eine Fußnote mit der Übersetzung ins Hochdeutsche eingefügt, aber ich denke, die meisten werden, wie ich, diese nicht benötigen.

Katja HIrschel legt Fährten, führt auch den Leser aufs Glatteis und man sollte der Handlung bis zum Schluß genau folgen, dann hat man auch "die letzte Nuss geknackt" (hier zitiere ich mal die Autorin).
MIr hat das Mitraten gefallen, die Wendungen, die Auflösung, aber auch den Showdown gegen Ende des Romans.

Fazit:
Wer gerne überaus humorvolle Krimikomödien liest, wer schwarzen Humor, Dialekt mag und dennoch blutigen Spuren nachjagen möchte, dem kann ich die Krimikömödien von Katja HIrschel ans Herz legen.

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136 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 64 Rezensionen

heiligendamm, barbarazweig, liebe, ostsee, weihnachten

Winterblüte

Corina Bomann
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 14.10.2016
ISBN 9783471351420
Genre: Historische Romane

Rezension:

1900, Heiligendamm. Christian Baabe, Sohn eines Gästehausbesitzers, findet am Strand eine junge Frau, in der Hand hält sie einen Ast. Sie ist nicht bei Bewußtsein, atmet aber noch. Er nimmt sie auf seinem Pferd mit nach Hause. Der Arzt stellt keine schwerwiegenden Verletzungen fest, doch die junge Frau, hat, als sie wieder zu sich kommt, keine Erinnerungen mehr. Baabes nehmen sie in ihrem Haus auf, und die Tochter, Johanna, gibt ihr erst einmal den Namen Barbara, nach dem Ast, der nach altem Brauch Anfang Dezember abgeschnitten wird und ins Wasser gestellt darauf wartet an Weihnachten zu blühen und Wünsche zu erfüllen. So einen Barbarazweig hielt die Gestrandete nämlich in ihren Händen. Doch warum wird sie nicht vermisst ? Warum war sie im Wasser ?
Doch auch Johanna Baabe hat Probleme, denn ihre Mutter will sie veheiraten. Die Kandidaten, die sie ihr ausgesucht hat, möchte sie nicht heiraten und den einzigen, den sie heiraten will, den darf sie nicht ehelichen, mit dem darf sie noch nicht einmal sprechen, weil ein alter Familienstreit ihre Beziehung unmöglich macht.

Ein moderner Romeo&Julia-Roman, viel Liebe, viele Verwicklungen. Dazu ein historisches Ambiente, denn der Roman spielt Anfang des 20. Jahrhunderts. Er dreht sich um Liebe, Eifersucht, Geheimnisse und Zwietracht.
Die Personen, die die Autorin Corina Bomann hier zum Leben erweckt hat, sind sehr gut zum Leben erwacht. Sie haben Gefühle, sie entwickeln sich, sie überraschen aber auch. Am Ende ist zwar vieles vorhersehbar - aber das ist wohl eher ein typisches Genreproblem.
Gefallen hat mir der Schreibstil von Corina Bomann, der immer flüssig, immer sehr schöne Bilder im Kopf des Lesers zaubern kann.

Dennoch brauchte ich eine zeitlang um in den Roman hineinzufinden. Ob es am Beziehungsgeflecht oder am historischen Setting lag, kann ich nicht sagen. Aber nachdem ich mich hinein gefunden hatte, flogen die Seiten beim Lesen dahin und der Roman war schnell ausgelesen.

Hervorheben möchte ich noch das wunderschöne Cover, es bezaubert wirklich und die fühlbaren goldenen Verästelungen und der blühende Zweig machen es zu einem wahren Eyecatcher.

Fazit:
Wer gerne Liebesromane liest, die sich um Liebe, Eifersucht und Geheimnisse in einem historischen Setting drehen, dem kann ich den neuen Roman von Corina Bomann empfehlen.

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(20)

35 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

stuttgart, stammheim, 201, drogenmilieu, silvia stolzenburg

Tödliche Verdächtigungen

Silvia Stolzenburg
Buch: 272 Seiten
Erschienen bei Bookspot Verlag, 19.10.2016
ISBN 9783956690693
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Dies ist der dritte Band des Stuttgarter-Ermittlerduos Anna Benz und Markus Hauer, es geht diesmal auch um Annas privates Umfeld, denn ihr leiblicher Vater Robert, den sie erst vor kurzem kennen gelernt hat, wird verdächtigt seine Mitarbeiterin ermordet zu haben.

Die ersten beiden Bände "Tödliche Jagd" und "Die Fliege" hatte ich auch schon mit Genuss und Spannung gelesen. Es ist zwar von Vorteil, wenn man die (private) Entwicklung der ersten beiden Bände kennt und die Bücher in der richtigen Reihenfolge liest, aber m.E. nicht unbedingt zwingend erforderlich um alles zu verstehen.

Was mich immer wieder fasziniert, ist, dass Silvia Stolzenburg es immer wieder schafft auf ca. 270 Seiten einen packenden, überaus spannenden Krimi zu schreiben, den man kaum aus der Hand legen möchte. Es gibt keine Längen, es ist von der ersten Seite bis zum Schluß actionreich und spannned und auch informativ. Zum Beispiel schildert sie diesmal ziemlich interessant den Aufenthalt im Gefängnis Stammheim. Und wa s ich noch besonders hervorheben möchte, die Autorin bleibt bei ihren Schilderungen authentisch. Nichts wirkt übertrieben oder an den Haare herbeigezogen. Im Gegenteil, im Anhang erklärt sie, wie ihre vielen Kontakte im Polizei- und Kriminaltechnikbereich ihr wertvolle Tipps gegeben haben.

Gefallen hat mir auch das Ermittlerduo. Anna Benz ist eine mutige und vor allem couragierte Frau, die sich für die Aufdeckung der Verbrechen einsetzt, im privaten mit ihrem Freund Jens auf Radtouren geht und sich damit auseinander setzen muss, dass sie erst sehr spät ihren leiblichen Vater kennen lernen durfte. Dieser hat eine bipolare Störung und das macht Anna Angst, da auch sie schon psychologische Hilfe brauchte. Ihr Kennenlernen stand durch ihre Ängste unter keinem guten Stern. Es dauerte lange, bis sie sich überwinden konnte ihn zu besuchen. Robert Kirchberger ist ein berühmter Maler, der seine Bilder in die ganze Welt zu hohen Preisen verkauft. In diesem Fall sezt Anna sich über alle Vorschriften und Vorgaben ihres Chefs hinweg - denn sie glaubt nicht, dass ihr Vater schuldig ist.

 Mir hat die Entwicklung von Anna - jetzt auf alle drei Bände gesehen - sehr gut gefallen. Man konnte ihre innere Zerrissenheit spüren, ihre vorsichtigen Versuche der Kontaktaufnahmen mit erleben und ihre Veränderungen beobachten.
Im vorliegenden Band rätselt man lange mit, denn was für ein Motiv gibt es ? Warum musste Marilene sterben ? Vor allem Anna gerät diesmal selbst in tödliche Gefahr. Also Spannung über Spannung, Nervenkitzel und Action.

Ich bin gespannt auf weitere Krimis aus der Feder von Silvia Stolzenburg. Auch ihre historischen Romane sind sehr empfehlenswert !

Fazit:
Ein Krimi, den ich kaum aus der Hand legen konnte. Verwickelt, überraschend, sehr, sehr spannend und vor allelm authentisch. Keine Längen - dafür viel Freude beim Lesen !

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20 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

schlachtfeld klassentreffen, überraschende verwandlungen, heike abidi, schule, treffen

Schlachtfeld Klassentreffen

Heike Abidi , Anja Koeseling
Geheftet: 320 Seiten
Erschienen bei Eden Books, 14.11.2016
ISBN 9783959100212
Genre: Humor

Rezension:  
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(48)

60 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 43 Rezensionen

stuttgart, mord, krimi, cyberkriminalität, tübingen

Die Fliege

Silvia Stolzenburg
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Bookspot Verlag, 08.03.2016
ISBN 9783956690532
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

Der Schlunz

Harry Voß
Fester Einband: 144 Seiten
Erschienen bei SCM R. Brockhaus, 06.09.2016
ISBN 9783417287554
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Lukas und Nele Schmidtsteiner machen mit ihren Eltern ein Picknick am Waldrand. Durche einen Zufall entdecken sie im Wald einen verwirrten Jungen. Der Junge hat sein Gedächtnis verloren und weiß selbst seinen Namen nicht mehr. Er ist etwas so alt wie Lukas, 10. Schmidtsteiners bringen ihn zur Polizei, doch es gibt keine Vermisstenanzeige, die auf ihn passt. Da sie sich angefreundet haben, beschliessen sie ihn, ihn mitzunhmenen, da  er sich an sie klammert und auf keinen Fall in ein Kinderheim möchte.
Lukas und der "Schlunz" (so nennt er sich, weil ihm dieser "Name" irgendwie bekannt vorkommt) freunden sich an. Schlunz ist wissbegierig und klug. Er weiß vieles, doch vieles verwundert ihn auch. Zum Beispiel, warum im Haus Schmidtsteiner gebetet wird. Er lässt sich Gott beschreiben, sich erklären und warum man betet. Er besucht mit Nele und Lukas den Kindergottesdienst und erfährt so die Geschichte vom verlorenen Sohn.

Ich habe das Buch mit meinem 8jährigen Sohn gelesen. Es war immer spannend, aber auch viele lustige Szenen haben uns zum Lachen gebracht. Manch eine zum Luft anhalten. Auf jeden Fall konnte mein Sohn nie genug davon bekommen und viele Seiten wurden schnell gelesen.

Es ist ein Buch, dass unter anderem auch die christliche Botschaften erklärt. Warum wir Christen beten, was "Vater im Himmel" überhaupt bedeutet. Dabei schafft es der Autor Harry Voß dies auch kindgerecht zu erzählen. Manchmal ist er dabei auch witzig, etwa, wenn er Vater Schmidtsteiner erklären lässt, was das Amen am Ende des Gebetes bedeutet, und Schlunz dies als "Ende der Durchsage" interpretiert.

Im weiteren Verlauf der Geschichte erfahren die Leser, dass nicht nur Kinder Fehler machen können, bei denen sie andere um Entschuldigung bitten müssen, sondern auch Erwachsene können Fehler mit großen Konsequenzen machen und nicht immer fällt es auch ihnen leicht den ersten Schritt zu machen.

Im Kindergottesdienst lernen Lukas und Schlunz die Geschichte vom verlorenen Sohn kennen. Und darum geht es auch in dem großen Geheimnis, das den Vater von Lukas umgibt. Die beiden Jungen  kommen durch ihre detektivischen Fähigkeiten, ihre Neugier, ihre Ausdauer, aber auch durch ihren Einfallsreichtum einem großen Geheimnis auf die Spur.

Am Ende ist das große Geheimnis um Schlunz noch nicht gelöst, dafür ist dies auch der Aufktaktband einer ganzen Reihe von Abenteuern, die Lukas und Schlunz erleben. Jedenfalls hat uns dieser Band sehr neugierig auf die weiteren Geschichten gemacht. Es gibt auch eine DVD-Serie über (und mit) dem Schlunz.


Fazit:
Zum Vorlesen und selber lesen für Kinder ab 8 Jahren. Witzig, nachdenklich und spannend zu gleich. Christliche Werte und die Geschichte vom verlorenen Sohn werden kindgerecht vermittelt.

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(26)

37 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

habsburger, österreich, historischer roman, sissi, erzherzogin

Die letzte Prinzessin

Martin Prinz
Fester Einband: 340 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 11.09.2016
ISBN 9783458176831
Genre: Historische Romane

Rezension:

Sie lebte von 1883 bis 1963: Elisabeth Petzneck, geboren wurde sie als Elisabeth Marie von Österreich, geschiedene Windisch-Graetz, bekannt wurde sie auch als "rote Prinzessin".

Martin Prinz berichtet hier in einem teils wechselndem Stil über ihr Leben. Er beginnt mit dem dem Lebensende der ehemaligen Prinzessin und lässt ihren Gärtner und Portier Paul Mesil erzählen, in ihren jungen Jahren berichtet er teils aus Sicht von Elisabeth i(n der dritten Person), in den Jahren des 1. Weltkrieges und der Zeit des Untergangs der Donaumonarchie werden viele politische Fakten hineingearbeitet oder Zeitungsartikel zitiert.

Es ist eine Flut von vielen Namen und Ereignissen aus dem Leben der Elisabeth, daher ist es gut, wenn man einige Vorkenntnisse über Österreich oder die Habsburger in dieser Zeit hat oder sich beim Lesen nebenher noch ein bisschen schlau macht. Es fehlt leider eine Ahnentafel im Buch, damit man die Namen besser einordnen kann.

Beim Lesen hatte ich das Gefühl, der Autor konnte sich nicht entscheiden, ob er eine Biografie oder einen Roman über das Leben der Elisabeth Petzneck schreibt, meines Empfinden nach beginnt das Buch romanhaft und endet auch so, im Mittelteil aber liest es sich durch die Flut der historischen Ereignisse und Zitate eher als Sachbuch. Gefallen hat mir eher der Sachbuch-Stil, gehe ich doch davon aus, dass es viele wahre Informationen zu Elisabeths Leben gibt. Es fehlt leider auch ein Nachwort oder ein Glossar mit den realen Fakten, daher bleibt ein Gefühl der Ungewissheit zurück. Gerade was den Anfang und das Ende des Buches betrifft, in dem es um einen ganz bestimmten Brief geht.

Der Autor hat jedenfalls mein Interesse an dem Leben dieser ungewöhnlichen Frau geweckt, die als habsburgische Prinzessin, als Tochter von Kronprinz Rudolf (der sich in Mayerling das Leben nahm), als Enkelin von Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth (Sissi) aufgewachsen ist. Die am Ende ihres Lebens Mitglied der Sozialdemokratischen Partei war und mit einem "Bürgerlichen" verheiratet war. Martin Prinz beschreibt ausführlich über den Lebensabschnitt, der ihr Leben veränderte. Wie sie, die von der Umwelt als Kind und Jugendliche wenig mitbekam, die behütet und abgeschirmt aufgewachsen ist, sich als 18jährige in eine Ehe flüchtete, die scheiterte und die erst am Ende der Donaumonarchie es schaffte mehr von den Lebensbedingungen und Erwartungen ihrer MItmenschen zu realisieren.

Doch am Ende fehlte mir ein Stück ihres Lebens, das 1963 endete. Ihren Tod hat der Autor eingangs geschildert, am Anfang gab es - bis zu ihrer Beerdigung - noch Wechsel im Erzählstrang, immer wieder Rückblenden zu ihrer Jugend, bis Martin Prinz in einer Erzählphase blieb und mit dem Ende des Ehekriegs 1920 endet. Die letzten 40 Jahre werden leider nicht erzählt, dabei wurde  aber vieles anfangs angedeutet, was am Ende für mich zu einem großen Fragezeichen offen blieb, schade. Vielleicht wäre das Buch zu umfangreich geworden, daher hat sich der Autor auf diesen Abschnitt beschränkt, dann wäre aber ein Nachwort mit einem kurzen Abriss hilfreich und informativ gewesen und hätte mich zufriedener zurück gelassen. So bleibt wieder das googeln und selber auf Spurensuche gehen, auch was den Hintergrund des Briefes angeht.



Fazit:
Ein interessanter Roman über das Leben einer interessanten Frau.  Ihr Leben, mit vielen Höhen und Tiefen, behütet und beschützt aufgewachsen, dennoch einsam und abgeschnitten von der Welt, erst unglücklich verheiratet,  dann glücklich. Am Ende ist sie doch wieder einsam. Viele historische Fakten, viele Informationen. Allerdings gab es mir im Roman zu viele Stilbrüche und es blieben für mich offene Fragen am Ende.

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9 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

schuld, freundschaft, deutschland 1914, erster weltkrieg, front

Die Stunde des Schmetterlings

Pieter Webeling , Christiane Burkhardt
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Blessing, 26.09.2016
ISBN 9783896675682
Genre: Romane

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280 Bibliotheken, 19 Leser, 1 Gruppe, 44 Rezensionen

fantasy, jugendbuch, gefängnis, liebe, reihe

Elias & Laia - Eine Fackel im Dunkel der Nacht

Sabaa Tahir , Barbara Imgrund
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 11.11.2016
ISBN 9783846600382
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Es herrscht das Imperium. Es gibt mit Markus einen neuen Imperator, Helena ist sein Handlanger, der "Blutgreif" und die Kommandantin, Elias Mutter, ist weiterhin hinter Laias und Elias hinterher. Elias ist eine ehemalige Maske, ausgebildet um zu töten u d zu gehorchen, Soldat und Diener des Imperiums, doch er hat es geschafft, die Maske abzustreifen und menschlich zu bleiben. Laia und er fliehen aus Schwarzkliff. Hier setzt die Fortsetzung an. Sie schließt sich damit nahtlos an den ersten Teil. Sie wollen Darin, Laias Bruder, aus dem berüchtigten Gefängnis Kauf befreien um die Kundigenrevolte voranzutreiben.

Die Autorin Sabaa Tahir hat die Geschichte aus wechselnden Perspektiven erzählt, so erfahren wir mehr über Elias, Laia, aber auch (neu in diesem Band) Helena, der einstigen Freundin von Elias im Ausbildungsinternat der Masken, Schwarzkliff. Die oft rasanten Szenen werden durch die Wechsel noch angefeuert, oftmals durch ein Cliffhanger am Ende eines Abschnittes. Außerdem fühlt man sich in die Gedankenwelt der Protagonisten mit ein. Warum sie wie und warum reagieren. Sich verändern. Was ihre Ziele sind.

Es ist manchmal nicht leicht in dieser fantastischen Welt, die Nachtbringer, Seelenfänger, die Zwischenwelt einzusortieren, doch auch ich, der aus diesem Genre nicht allzu oft Bücher liest, bin damit zurecht gekommen. Es ist eine harte, brutale Welt, in der nicht viel Rücksicht auf menschliches genommen wird, in dem die Herrschenden nur nach Macht streben und rücksichtslos alle Feinde in den eigenen Reihen umbringen. Kein Widerspruch geduldet wird, keine andere Meinung.

Das Buch ist keine leichte Kost, denn es gibt viele Opfer, die Altersempfehlung liegt bei 14 Jahren, was ich etwas zu niedrig angesetzt empfinde. Dabei reiht es sich allerdings in Bücher wie die Panem-Trilogie mit ein, die ich als ähnlich empfinde.

Den ersten Teil habe ich vor über einem Jahr gelesen, beim Lesen des zweiten Teils waren mir die meisten Handlungen aus dem ersten Teil wieder präsent, obwohl hier nicht viel Wert auf Wiederholung der Begebenheiten gelegt wird. Aber ich denke, das Wichtigste wird erklärt, so dass man auch (notfalls) ohne Vorkenntnisse des ersten Bandes in die Handlung hinein findet.

Die Reihe ist noch nicht abgeschlossen, es sollen noch weitere Folgen. Dennoch bin ich mit dem Ende dieses Buches zufrieden, denn es schließt die Handlung ab und lässt aber noch viel Spielraum für eine Fortsetzung ohne dass es einen fiesen Cliffhanger am Ende gibt.

Fazit:
Spannender 2. Teil, der m.E. noch besser ist als der erste, zumindest was die Entwicklung und die Spannung angeht.

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

kinderkrimi, josef-geschichte, schule, pruefung, ermitteln

Die Kaminski-Kids: Der Selfie-Betrüger

Carlo Meier , Matthias Leutwyler
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Fontis – Brunnen Basel, 08.09.2016
ISBN 9783038481003
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Handys, WhatsApp. Fast jeder Jugendliche hat eines, benutzt den Messenger-Dienst. Nachrichten werden schnell verschickt, schnell geteilt, genauso wie Fotos. In der Schule der Kaminski-Kids gab es jüngst einen Fall, bei dem ein Mädchen ein kompromittierendes Foto verschickt hat, als Liebesbeweis, und nun kennt es die ganze Schule. Wer hat es weiter verteilt ? Das Mädchen hat die Schule verlassen, ein (Übel-)Täter wurde nicht überführt.
Als Doro von Kevin aufgefordert wird, ein "schönes" Selfie zu machen, ahnen Simon und Deborah Kaminski, dass Kevin hinter der damaligen Affäre stecken könnte. Sie warnen Doro, doch die glaubt an ihren großen Schwarm und die große Liebe und verfängt sich in Kevins Beteuerungen, bis ......ja, bis sich die Ereignisse überschlagen und sogar Simon in Verdacht gerät mit falschen Karten zu spielen.

Die Kaminski-Kids-Bücher sind eine Reihe für Jugendliche. Empfohlenes Alter ist 8-10 Jahre. Ich habe es zusammen mit meinem 8jährigen Sohn gelesen. Es ist nicht gruselig, jedoch spannend, aber nicht so, dass man hinterher nicht (ein)schlafen kann. Wir kannten bisher nur die gekürzten Short-Story-Bücher. Auch ohne Vorkenntnisse der anderen Bände kommt man mit dieser Geschichte zurecht, da in jedem Buch ein neuer Fall behandelt wird.

Hier hat mir besonders gefallen, dass ein aktuelles, sehr sensibles Motto thematisiert wurde: Handys und seine Gefahren. Mobbing, das Ausnutzen von Mitschülern, aber auch das Einschüchtern und Erpressen von Gleichaltrigen. Viele Themen, bei denen es wichtig ist, dass die Kinder und Jugendlichen sensibilisiert werden, damit sie in ähnlichen Situationen richtig reagieren können und sich insbesondere der Gefahren der Weiterleitung von Bildern und Nachrichten, gerade in Gruppen-Chats bewusst werden.

Meinem Sohn hat diese Geschichte sehr gut gefallen, sie ist spannend geschrieben und man muss einfach immer weiter lesen. Trotz aller Spannung gibt es aber auch humorvolle Passagen, bei denen auch mal gelacht werden kann. Für Kinder auch zum Vorlesen oder miteinander lesen geeignet, nicht nur wegen der Textmenge, sondern auch um gemeinsam darüber zu sprechen. Schöne Sw-Bilder lockern den Text auf.

Fazit:
Spannende Geschicht für junge Leser über ein wichtiges zeitgemäßes Thema: WhatsApp und Missbrauch von Selfies & _Co

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19 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

irland, hungersnot, australien, hass, pächter

Als der Himmel zerriss

Stephanie Rapp
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei SCM Hänssler, 22.09.2016
ISBN 9783775157322
Genre: Historische Romane

Rezension:

Emily Winslow und ihr Vater ziehen nach Irland, dorthin, wo sie einen Landsitz und Ländereien geerbt haben. Doch die irischen Pächter wehren sich gegen die anglikanischen Besitzer und da Charles Winslow sein Gut nicht selber verwalten kann, stellt der Roland Tuppence als Verwalter ein. Ein Mann, der durchgreifen kann.

Emily, aufgewachsen in London, kam schon dort mit der Oberflächlichkeit ihrer Mitmenschen in den höheren Kreisen nicht klar und hier im - für sie - einsamen Irland, versucht sie die Pächter und ihre Familien kennnen zu lernen und zu verstehen, doch außer von Brendan O`Neill, stößt sie auch auf viel Ablehnung und teilweise auch Hass. Sie lernt aber auch die Nöte der Bewohner kennen, die in einfachen Hütten leben und sogar Familien, die alles verloren haben und in Erdlöchern hausen müssen.

Es sind jedoch nicht nur die Standesunterschiede und der Wohlstand der sie trennt, sondern auch ihre Religion. Hier trifft die Anglikanerin auf Katholiken und Methodisten.


Für mich war es das erste Buch von Stephanie Rapp. Die Autorin hat bereits mit "Die Gehilfin des Buchdruckers" und "Ungeschmickt in London" Romane geschrieben.
Beim vorliegenden Roman hat mich von Anfang an die Zeit und das Land Irland interessiert. Meine Erwartungen an das Buch wurden weit übertroffen. Nicht nur, dass die Autorin mich hat vollends eintauchen lassen in diese schwere und schwierige Zeit, nein, sie hat die historischen Fakten mit vielen Details, ohne zu überladen, geschmückt, hat nicht nur ein Roman mit viel Herz, sondern vor allem einen authentischen Roman mit vielen Höhen und Tiefen für die Protagonisten geschrieben.

Dabei wurden nicht nur die Standesunterschiede der verschiedenen Protagonisten thematisiert, sondern vor allem ihre unterschiedlichen Glaubensrichtungen. Alles sind Christen, doch die Differenzen und Probleme in der damaligen Zeit waren unter Anglikanern und Katholiken in Irland für lange Zeit unüberwindlich. HInzu kam die Herrschaft der Oberschicht aus England und die Armut der einheimischen Bevölkerung.

Die Protagonisten, sei es die Hauptperson Emily, oder die weiteren Akteure des Romans, sind von Stephanie Rapp so lebendig beschrieben worden, die vielen sehr spannenden Stellen im Roman haben mich atemlos weiterlesen lassen, genauso wie die vielen Fragen, die man sich beim Lesen gestellt hat und die sich erst nach und nach auflösen, so dass die Spannung die ganze Zeit sehr hoch ist. Es geht aber auch um den christlichen Glauben, um Vergebung und natürlich auch um die große Liebe.

Am Ende ist noch ein sehr interessanter und ausführlicher Anhang, in dem die Autorin noch ihre Recherchen und die historischen Fakten, die sie mit eingebaut hat, erklärt.


Fazit:
Ein faszinierender, lebendiger, spannender und sehr interessanter Roman über die Zeit Mitte des 19. Jahrhunderts in Irland. Hier treffen Welten aufeinander: Englische Oberschicht und irische Landbevölkerung. Anglikaner auf Katholiken. Reich und arm.
Voller Gefühle, nicht nur für die Protagonisten, sondern auch für den Leser !
Klare Leseempfehlung - für mich ein Lesehighlight dieses Jahres!

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41 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 39 Rezensionen

krimi, wien, zigarettenschmuggel, soko wien, soko

Killer-Tschick

Gerhard Loibelsberger
Fester Einband: 248 Seiten
Erschienen bei Haymon Verlag, 12.10.2016
ISBN 9783709972519
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Penny Lanz ist einigen vielleichts schon vom Fernsehformat SoKo Donau - Soko Wien ein Begriff. Gerhard Loibelsberger hat die Figur nun einem rasanten, abwechslungsreichen und actionreichen Krimi die Hauptrolle spielen lassen.

In Wien tauchen immer mehr illegale Zigaretten auf. Aber das schlimme daran ist, dass sie mit Arsen und Rattengift verseucht sind und schon einigen älteren Menschen in Wien das Leben gekostet haben. So gibt es im Prolog schon gleich die erste Tote. Penny Lanz und ihre Kollegen begeben sich in Wien auf die Jagd nach den Zigaretten und finden einen immer größer werdenden Sumpf von illegalen und mafiosen Strukturen vor. Alles ist aber anfangs noch nicht zu durchblicken. Parallel erfährt der Leser vom Kleinkriminellen  Bojko Schiwkow, dem ehemaligen bulgarischen Gewichtheber, der immer wieder überfallen wird. Wer jagt ihn und warum soll er sterben ? Bojko weiß sich aber seiner Haut zu wehren und setzt so manchen Angreifer für immer schachmatt, taucht immer wieder unter.

Der Krimi mit viel Wiener Dialekt (keine Angst, auch als Nicht-Wiener hatte ich keine Schwierigkeiten und für jedes Wienerische gibt es auch gleich als Fußnote eine Übersetzung) besticht durch viel Action, zwei parallelen Erzählsträngen, die erst am Schluß zusammengeführt werden. Die Protagonistin Penny Lanz wird dem Leser symphatisch, auch wenn sie ihren eigenen Kopf und auch so manches Laster hat.

Lange tappt man als Leser über die HIntergründe im Dunkeln und auch wenn man, wie ich, im letzten Drittel ahnt, was bzw. wer hinter allem steckt, bleibt es durch die dann einsetztenden sehr spannenden und sich überschlagenden Ereignisse interessant.

Manchmal gibt es zwar Szenen, die mir zu stakkatohaft oder nach einer Drehbuchmanier geschrieben worden sind, diese halten sich jedoch in Grenzen.

Fazit:

Auch wer Penny Lanz von der Soko Wien nicht aus dem Fernsehen kennt, wird mit Spannung diesen actionreichen Krimi lesen können.
Actionreich, rasant und mit viel Wiener Schmäh geschrieben.
Doch Vorsicht: wer illegale Zigaretten konsumiert, wird es sich wahrscheinlich danach zweimal überlegen, diese noch anzuzünden...

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28 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

roman rausch, würzburg, geschichte, bombennacht, zerstörung würzburgs

Bombennacht

Roman Rausch
Fester Einband: 340 Seiten
Erschienen bei Echter, 26.09.2016
ISBN 9783429038854
Genre: Historische Romane

Rezension:

 Würzburg. Es ist der 16. März 1945, ein Tag, der frühlingshaft beginnt. Doch am Abend wird die Stadt nicht mehr die sein, die sie war. Ein Bombenangriff von über 225 Flugzeugen wird die historische Stadt zunichte machen. Roman Rausch hat durch fiktive Menschen die Realität diesen Tages nachempfunden. Vorbilder waren Zeitzeugenberichte, aber auch historische Dokumente.

Hauptpersonen sind der Leiter der Nervenklinik Prof. Werner und seine Famlie, Ehefrau, Tochter Charlotte, Sohn German und dem jüdischen Klavierlehrer Paul, die Krankenschwesterschülerin Fanny, ihr Vater und ihre Mitbewohner. Henry (eigentlich Heinrich), der Flieger der Royal Air Force ist .
Aber auch der Junge Julius, das Mädchen Apollonia, Elsa, die seit Jahren Patientin auf der Station der Nervenklinik ist und so manch andere Figuren.

Abwechselnd wird in wie in einem Stundenprotokoll von den letzten 24 Stunden des historischen Würzburgs berichtet. Dabei gelingt es Roman Rausch, von den ersten fast idyllischen Stunden, in der die Menschen Pläne schmieden, noch hoffnungsvoll sind, bis hin am Ende zu Entsetzen, Tod, Leid und tiefe Abgründe der menschlichen Seele hin zu wechseln, im Buch werden die ganze Bandbreite an Gefühlen geweckt. Eine Geschichte, da sie so, zumindest was die Rahmenbedingungen angeht, Realität ist, so dass die Beschreibung der letzten 24 Stunden wahrlich dem Leser unter die Haut gehen und man das Buch nicht einfach so schließen kann. Es hallt nach. Es treibt an weiter zu recherchieren um noch mehr zu erfahren. So war mir schnell klar, dass es diesen beschriebenen Prof. Werner wirklich gegeben hat, es handelt sich um Prof. Werner Heyde.

Die Geschichte, die so ruhig anfängt, steigert sich von Stunde zu Stunde, ab Beginn der Bombardierung, lesen wir schnell wechselnde Sequenzen zwischen unseren Progagonisten. Man hofft mit ihnen, leidet mit ihnen und trauert auch mit ihnen. Als Leser meint man die Hitze zu spüren, die Gase zu riechen, die Angst selber zu spüren. Ich konnte das Buch am Ende nicht mehr aus der Hand legen und musste einfach wissen, wer überlebt hier, wer schafft es aus der Flammenhölle heraus. Und dann, gerade als man sich beim Lesen glaubte etwas beruhigen zu können, kommt alles anders als man glaubte....


Fazit:
Roman Rausch zeichnet hier ein bewegenden Ablauf der letzten 24 Stunden des historischen Würzurgs. Ein mitreissender Roman, der einem auch nach dem Lesen noch lange bewegt, da er realitätsnah geschrieben wurde.

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alaska, krimi, familie, liebe, christlicher roman

Über dem Abgrund

Dani Pettrey , Dorothee Dziewas
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Francke-Buchhandlung, 01.09.2016
ISBN 9783868275988
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ein Kletterer stürzt ab. Unerfahrenheit ? Übermut ? Oder doch Mord ? Als festgestellt wird, dass in seiner Kreide eine Zutat beigemixt worden ist, der die Hände rutschig macht, ist klar - das war kein Unfall. Kayden McKenna und Jake Westin haben nicht nur das Opfer gefunden, sie machen sich auch auf die Suche nach dem Mörder. Doch anscheinend gibt es mehr als einen Verdächtigen. Doch wer hat das Hintergrundwissen dazu ? Die beiden stoßen bei ihren Recherchen auf viel Widerstand. Dazu kommt, dass beide in Gefahr schweben, denn Jake´s Vergangenheit holt ihn wieder ein und bringt vor allem Kayden in akute Lebensgefahr.

Eigentlich sind es diesmal zwei ganz verschiedene Fälle, die hier im vierten Band der Autorin Dani Pettrey eine Rolle spielen. Beide sind sehr spannend und die Auflösung des Hauptfalles hat so einige Überraschungen parat. Beim zweiten wird es exrem spannend und man fiebert beim Lesen mit.
Wieder einmal steht ein Familienmitglied des McKenna-Clans im Vordergrund, diesmal ist es Kayden. Wieder einmal geht es auch um die Liebe und die ist zwischen ihr und Jake vorhanden - dennoch gibt es gerade bei diesem Pärchen so einige selbstgemachte Hindernisse zu überwinden.

Dieser Fall ist losgelöst von den drei bisherigen Bänden (Wilde Wasser, Dünnes Eis, Verschollen), dennoch ist es ratsam, die Bände in der richtigen Reihenfolge zu lesen, da sich die Familienstrukturen in jedem Band verändern und man als Leser mehr davon hat, wenn man die jeweiligen Vorgeschichten kennt. Dennoch sind es voneinander unabhängige Geschichten.

"Über dem Abgrund" glänzt einerseitz mit den zwei voneinader losgelösten Fällen, dennoch hätten sie meiners Erachtens noch mehr miteinander verknüpft werden sollen. Die Lösung des Mordes am Kletterer war für mich nicht 100% überzeugend und hätte am Ende des Buches nocheinmal aufgegriffen werden sollen.

Dennoch ist es wieder einmal überaus spannend gewesen, die immer wieder mit verarbeiteten christlichen Gebete und Dankesworte haben mir sehr gefallen und haben auch gut gepasst. Zudem spielt auch in diesem Band die Liebe wieder eine Rolle.
Dani Pettrey hat einen tollen Schreibstil, der Spannung erzeugt.


Fazit:
Kommt nicht ganz an die Vorgängerbände heran, aber die Messlatte liegt dabei auch sehr hoch.  Auch der vierten Band der Krimiserie aus Alaska hat mir gefallen.

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alaska, krimi, familie, liebe, christlicher roman

Über dem Abgrund

Dani Pettrey , Dorothee Dziewas
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Francke-Buchhandlung, 01.09.2016
ISBN 9783868275988
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ein Kletterer stürzt ab. Unerfahrenheit ? Übermut ? Oder doch Mord ? Als festgestellt wird, dass in seiner Kreide eine Zutat beigemixt worden ist, der die Hände rutschig macht, ist klar - das war kein Unfall. Kayden McKenna und Jake Westin haben nicht nur das Opfer gefunden, sie machen sich auch auf die Suche nach dem Mörder. Doch anscheinend gibt es mehr als einen Verdächtigen. Doch wer hat das Hintergrundwissen dazu ? Die beiden stoßen bei ihren Recherchen auf viel Widerstand. Dazu kommt, dass beide in Gefahr schweben, denn Jake´s Vergangenheit holt ihn wieder ein und bringt vor allem Kayden in akute Lebensgefahr.

Eigentlich sind es diesmal zwei ganz verschiedene Fälle, die hier im vierten Band der Autorin Dani Pettrey eine Rolle spielen. Beide sind sehr spannend und die Auflösung des Hauptfalles hat so einige Überraschungen parat. Beim zweiten wird es exrem spannend und man fiebert beim Lesen mit.
Wieder einmal steht ein Familienmitglied des McKenna-Clans im Vordergrund, diesmal ist es Kayden. Wieder einmal geht es auch um die Liebe und die ist zwischen ihr und Jake vorhanden - dennoch gibt es gerade bei diesem Pärchen so einige selbstgemachte Hindernisse zu überwinden.

Dieser Fall ist losgelöst von den drei bisherigen Bänden (Wilde Wasser, Dünnes Eis, Verschollen), dennoch ist es ratsam, die Bände in der richtigen Reihenfolge zu lesen, da sich die Familienstrukturen in jedem Band verändern und man als Leser mehr davon hat, wenn man die jeweiligen Vorgeschichten kennt. Dennoch sind es voneinander unabhängige Geschichten.

"Über dem Abgrund" glänzt einerseitz mit den zwei voneinader losgelösten Fällen, dennoch hätten sie meiners Erachtens noch mehr miteinander verknüpft werden sollen. Die Lösung des Mordes am Kletterer war für mich nicht 100% überzeugend und hätte am Ende des Buches nocheinmal aufgegriffen werden sollen.

Dennoch ist es wieder einmal überaus spannend gewesen, die immer wieder mit verarbeiteten christlichen Gebete und Dankesworte haben mir sehr gefallen und haben auch gut gepasst. Zudem spielt auch in diesem Band die Liebe wieder eine Rolle.
Dani Pettrey hat einen tollen Schreibstil, der Spannung erzeugt.


Fazit:
Kommt nicht ganz an die Vorgängerbände heran, aber die Messlatte liegt dabei auch sehr hoch.  Auch der vierten Band der Krimiserie aus Alaska hat mir gefallen.

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38 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 29 Rezensionen

österreich, historischer roman, donaumonarchie, kaiser, erster weltkrieg

Der Sturz des Doppeladlers

Birgit Mosser
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Amalthea Signum, 05.09.2016
ISBN 9783990500521
Genre: Historische Romane

Rezension:

Das Buch beginnt mitten im 1. Weltkrieg. Es geht um Österreich und stellvertretend für die damalige Zeit, sind es vier Hauptfiguren, die im Roman von Birgit Mosser die Hauptrollen spielen.

Da ist es einmal die Angestellte im Haushalt der Gräfin von Hohenstein, Berta Sogl, deren Freund gefallen ist und die ein uneheliches Kind erwartet.
Es geht auch um den Soldaten Julius Holzer, der Tiroler, der als Oberleutnant im Krieg ist und mit seinen Soldaten die Stellung halten soll. Egal was passiert - bis zum bitteren Ende.
Durch Ferdinand von Webern, einem Sektionschef im k.u.k.-Ministerium werden viele politische Fakten vermittelt.
Und durch den Rittmeister August Behlolavek und seine Familie bekommt der Leser einen Einblick in das Leben einer höher gestellten Familie während des 1. Weltkrieges.
Dazu kommen noch ein paar andere Figuren, die mit den Hauptfiguren verwandt bzw. befreundet sind.

Der Roman beginnt mit dem Tod des Kaisers Franz Joseph und endet mit dem Ende des Jahres 1921. Viel ist passiert in der Zwischenzeit und anhand der vier Erzählstränge bekommt der Leser ein sehr gutes Bild vom damaligen Leben. Eindrucksvoll und m.E. grandios ist das geschichtliche Wissen, dass die Autorin hier gekonnt vermittelt. Es ist die Geschichte vom Ende der Donaumonarchie und der Anfänge des Staates Österreich.
Es ist keine stringende Geschichte, es sind vielmehr Streiflichter der wichtigsten Umbrüche bei den Protagonisten, die Birgit Mosser hier erzählt. Dabei erwachen sie trotzdem zum Leben, angefüllt mit Sorgen, Nöten, Ängsten in einer harten Zeit. Es geht ums Überleben, nicht nur an der Front, sondern auch für die Frauen zu Hause. Hungersnot, Wohnungsnot, aber auch die Sorgen und die Ausgrenzung, wenn man ein uneheliches Kind erwartete. Aber auch die Zeit des Umbruchs und der sich veränderten gesellschaftlichen Ordnung beschäfgitgt die Protagonisten.
Dies ist auch für den Leser keine einfache Geschichte, denn die Autorin lässt den Leser tief eintauchen und mitfühlen.

Fazit:
Ich selber habe viel über die österreichische Geschichte beim Lesen gelernt, vieles war für mich neu. Gefallen hat mir, dass dieses Wissen nicht trocken vermittelt wurde, sondern eingepackt in die Schicksale von Einzelnen. Ein berührender Roman, der einem mal wieder zeigt, wie anders das Leben zur damaligen Zeit war.

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bayern, bayerisch, weißbier, sushi, krimigeschichten

Sushi & Weißbier

Veronika Lackerbauer
Flexibler Einband: 264 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 30.11.2016
ISBN 9783741250033
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der zeite Band von Veronika Lackerbauer umfasst  folgende drei unabhängingen Kriminalkurzgeschichten:

- Sushi  & Weißbier
Eine alte Heimbewohnerin bricht ihren Selbstmordversuch ab, als sie im See vier Leichen findet. Erst will ihr keiner glauben, doch Taucher finden die grauslige Wahrheit. Die Autorin erzählt in wechselnden Zeitebenen. Man ahnt zwar schnell, wer zu den Opfer zählen könnte, aber erst ganz am Schluß kommt die ganze Wahrheit ans Licht.
Hier hat mich der Plot sehr überzeugt. Interessant, abwechslungsreich, spannend geschrieben, so dass man lange miträtseln kann. Dazu mit Kommissar Veitl eine symphatische Figur, die selber mit einigen privaten und beruflichen Problemen zu kämpfen hat und der immer wieder mit einem klasse geschriebenen bayrischen Dialekt, der Kopfkino verursacht, in Szene gesetzt wird.

-Jahrmarkt der Eitelkeiten
Ein neuer Film , zwei konkurriende Filmstudios, Produzenten, Regisseure, Schauspieler, Prominente, Paparazzis, Starlets . Reiche und gescheiterte Menschen, Alkohl, Geld, Exzesse, alles dies wird zu einer bunten Mischung in diesem Krimi vermengt. Für mich gab es zu viele Protagonisten, zu wenig positives an dem Fall, zu viel wechselnde Sichtweisen und auch der Plot und die Auflösung haben mir nicht zugesagt.

- Hopfen und Malz - Allah erhalt´s
Ein bayrisches Dorf, ein zugezogener Pfarrer, eine Menge Asylanten und ein Toter, Vorurteile,  sowei viele interessante Informationen über Hopfen und Bier sind die "Zutaten" zu diesen kurzen Krimi am Schluß (39 Seiten). Der hat mir wieder sehr gut gefallen, kommen doch hier wieder bayrisches Dialekt und eine interesannte Story ins Spiel, die mich auch bei der Auflösung wieder überzeugen konnte.


Insgesamt eine interessante Mix aus drei ganz verschiedenen Kurzkrimis. Der Sprachstil der Autorin ist abwechslungsreich und überzeugend. Punkteabzug gibt es von mir aber vor allem für den mittleren Fall.

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

entenküken, bibelstellen, christliche literatur, ertrauen, kinder

Konrad und das Nadelöhr

Thomas Franke
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Gerth Medien, 13.06.2016
ISBN 9783957341587
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Das Buch besteht aus vielen ganz unterschiedlichen Kurzgeschichten, die aber immer Tiere als Hauptpersonen haben. Da gibt es nicht nur das Kamel Konrad, sondern auch Mäuse, Spatzen, Löwen und andere Tiere, die hier die Protagonisten sind. Die Geschichten eignen sich zum Vorlesen oder selber lesen, sie sind immer mit dem richtigen Ton geschrieben, mal zum schmunzeln, mal ernsthafter, aber am Ende gibt es immer die passende Bibelstelle, die hier kindgerecht erzählt wird und die Geschichte nochmal kurz auf den Punkt bringt.
Alle Episoden haben eine Problemstellung, die kindgerecht gelöst wird. Die (sprechenden) Tiere sind geeignete Hauptfiguren und zu jeder Geschichte gibt es auch immer noch eine sw-Zeichnung.

Ich habe das Buch mit meinem 8jährigen Sohn gelesen, der oftmals laut gelacht hat. Wir hatten viel Spaß mit dem Geschichten. Auch die ernsteren Geschichten haben uns gefallen. Der Schreibstil ist kindgerecht ohne die Kinder zu unterfordern, die Balance zwischen Humor und Ernsthaftigkeit ist klasse.

Hoffentlich gibt es aus der Feder des Autors bald einen zweiten Band, es würde uns sehr freuen.

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35 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

insel, einsamkeit, verlust, schuld, roman

Birk

Jaap Robben , Birgit Erdmann
Fester Einband: 250 Seiten
Erschienen bei ars vivendi, 15.08.2016
ISBN 9783869137186
Genre: Romane

Rezension:

Birk ist keine einfache Geschichte. Jaap Robben erzählt uns die Geschichte aus Sicht des anfangs 9jährigen Mikael, der mit Mutter und Vater und dem Nachbarn Karl auf einer einsam gelegenen und rauen Insel zwischen Norwegen und Schottland wohnt. Als sein Vater eines Tages, als er mit Mikael unterwegs ist, im Meer verschwindet, schweigt Mikael anfangs. Erst nach und nach rückt er mit der Wahrheit heraus. Fortan wird die Beziehung im Laufe der Jahre zwischen den beiden durch Schuld und Verlust immer weiter strapaziert. HInzu kommt die Isolation, die kaum nennenswerten Kontakte, in den nächsten Jahren. Schließlich spitzt sich die Situation zu.

Es ist kein dickes Buch, Es sind knapp 240 Seiten, noch nicht mal immer jede Seite voll bedruckt. Viele kurze Kapitel. Dennoch wird soviel gesagt, soviel beschrieben, dass es unter die Haut geht. So viel Stoff, den der Leser gedanklich und vor allem aber auch auf der Gefühlsebene verarbeiten muss. Der Autor Jaap Robben hat es gekonnt geschafft, diese Geschichte aus Sicht des Heranwachsenden zu schreiben. Es ist eine verstörende, düstere, beklemmende Geschichte, dennoch aber auch fesselnd in seiner Entwicklung der Charaktere, es ist wie ein Sog, der den Leser beim Lesen nicht  mehr loslässt. Spannend geschrieben mit manchmal knappen Sätzen kann der Autor soviel ausdrücken, mit diesen wenigen Seiten so viel Geschichte erzählen, so viel Kopfkino erschaffen. Wahnsinn. Beeindruckend.

Es ist keine leichte Lektüre. Die Verlauf der sich verändernden Mutter-Sohn-Beziehung über ca. 6 Jahren beschrieben. Tiefgründig, erschreckend, entsetzt gefesselt, so empfinde ich es.  Und doch - es ist nichts abgedrehtes, nichts, was nicht genauso hätte passieren können.
Eingebettet in Mikaels Geschichte ist eine Parabel-Geschichte über ein Möwenjunges, dass Mikael aufzuziehen versucht, eingesperrt in dem leeren Haus einer verstorbenen Nachbarin.
Auch Mikael lebt wie eingesperrt, er lebt von der normalen Zivilisation isoliert. Nur er und seine Mutter und der brummige, auch nicht alltägliche Nachbar Karl. Die Folgen dieser Isolation werden hier eindrucksvoll geschildert.

Fazit:
Was Einsamkeit, Schuld und Trauer auslösen können.
Jaap Robben hat eindrucksvoll eine zutiefst verstörende, dennoch sehr gut erzählte Geschichte geschrieben, die einen lange nicht loslässt.

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28 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

kinderwunsch, soziale schichten, ungewollte schwangerschaft, ungeplante schwangerschaft, konflikt

Kollisionen

Florian Scheibe
Fester Einband: 377 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 27.08.2016
ISBN 9783608980318
Genre: Romane

Rezension:

Auf der einen Seite das priviligierte Paar Carina und Tom, die sich sehnlichst Nachwuchs wünschen und die, weil es auf natürlichem Wege nicht klappt, zu einer Kinderwunschbehandlung gehen.
Auf der anderen Seite steht Mona. 16 Jahre, drogenabhängig und schwanger.
Immer wieder - gerade zwischen Carina und Mona - kommt es zu Kollionen, ein Zusammenprall mit dem Fahrrad, ein zufälliges Treffen im Park, im Krankenhaus, vor dem Sexshop.....manchmal bewusst wahrgenommen, manchmal nicht.

Florian Scheibe erzählt in einem sehr flüssigen, sehr gut lesbaren Schreibstil, die Entwicklung der drei Protagonisten in ihrem jeweiligen Umfeld.
Absolut positiv ist dabei die perspektivischen Wechsel, ein Kapitel reiht sich ans nächste, immer wieder aus Sicht eines anderen Protagonisten. Dabei weiß man anfangs nicht immer, wer ist gerade gemeint, ein schöner Reiz, und vielfach werden die einzelnen Szenen der Kollisionen aus zwei Perspektiven erzählt. Dabei treten immer wieder große Unterschiede der Wahrnehmung auf. Jeder erlebt dabei das  Ereignis etwas anders.

Ja - die Protagonisten.
Carina, die Architektin, die als Maklerin Luxus-Lofts verkauft, die unbedingt Kinder möchte und nicht schwanger wird. Die durch verschiedene Ereignisse immer mehr Bodenhaftung verliert (wenn sie denn jemeils welche hatte) und immer extremer wird.
Tom, ihr Lebensgefährte, Journalist, der durch die Erkenntnis, dass er zeugungsunfähig ist, aus alleln Wolken fällt und in eine Lebenskrise fällt.
Mona, die aus superreichem Hause stammt (Geld vorhanden, Liebe und Beachtung nicht), abgerutscht ins Drogenmilieu und auf die Straße, schwanger von Petr, einem rumänischen Punk und Hausbesetzer.
Symphatisch ist mir keiner geworden, Am ehesten vielleicht Mona, die es irgendwie schafft. Dennoch ist es gerade das Ende das micht nicht überzeugen konnte. Lange haben mich die Szenenwechsel, die Kollisionen überzeugen können, doch am Ende war mir vieles zu viel. Zu extrem, zu abgedreht, zu häufig, zu zufällig und identifizieren konnte ich mich mit keinem.
Es ist ein extrem von reich und arm, von zwei absolut differenten Lebensweisen. Das Verhalten von Monas Eltern, die Praktiantin, Petr und Co, das Drogenviertel und das Luxusloft, Die Asche in der Urne, das "saubere" Ende im Drogenumfeld.

Es steckt viel wahres in dem Roman, aber die Häufigkeit dieser extremen Begebenheiten macht es wieder unglaubwürdig .
Und wenn man die Masse an Kollisionen als einfach als gelungenes gestalterisches Element des Autors ansieht, ist es für mich die Aussage am "glücklichen" Ende, das für mich einfach nur ein Bild des Ballast abwerfens um glücklich zu sein, bedeutet, das mir nicht gefällt.

Fazit:
Sehr gut geschrieben, eine tolle Idee, gelungene Szenenwechsel, aber  letztendlich war es ein Zusammenprall von Extremen, von Menschen, die auf beiden Seiten keinen Glauben, keinen Halt, keine Grenzen kannten, das war mir auf beiden Seiten zu extrem, da die Anhäufung es unglaubwürdig gemacht hat. Das Ende konnte mich dann nicht überzeugen.

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79 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 42 Rezensionen

norwegen, 19. jahrhundert, historischer roman, liebe, sägewerk

Das Geheimnis der Mittsommernacht

Christine Kabus
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 09.09.2016
ISBN 9783404174034
Genre: Historische Romane

Rezension:

Clara, ihr Mann Olaf und der gemeinsame Sohn Paul sind schon fast auf dem Weg nach Samoa, als ein Brief aus der norwegischen Heimat Olafs sie erreicht. So reisen sie erst noch einmal nach Norwegen. Doch dann geschieht ein Unglück und für Clara und Paul ändert sich alles. Sie bleiben erst einmal in der kleinen norwegischen Stadt Røros, doch warum werden sie angefeindet ? Insbesondere von den eigenen Schwiegereltern ?
Sofie Svartstein lebt in Røros, nachdem Tod der Mutter nur noch mit Vater und Schwester Silje. Ihr Vater ist Bergwergsbesitzer. Doch Sofie hat sich noch nie großartig an Etikette gehalten und interessiert sich für mehr als nur Mode und Kaffeekränzchen. Sie ist aber auch noch jung und sehr weltfremd, als sie daher den smarten deutschen Moritz kennenlernt, lässt sie sich schnell den Kopf verdrehen.


Es ist die Geschichte von zwei jungen Frauen Ende des 19. Jahrhunderts. Clara, die als Waisenkind aufwuchs, verheiratet und Mutter ist, und es gelernt hat, sich durchzusetzen um überleben zu können, die nun in eine ihr fremde Gesellschaft, mit neuer Sprache und vor allem ohne großen finanziellen Möglichkeiten überleben muss. Auf der anderen Seite die etwas jüngere Sofie, die behütet aufwuchs, mit Dienstboten, in einem großen Haus und ohne finanzielle Probleme. Dennoch, auch sie erleidet einen Verlust, sie wil aus dem behüteten, für sie als leer empfundenen Leben ausbrechen. Dazu kommt ein Geheimnis. Wer hat versucht das Sägewerk anzustekcen ? Warum ist Ivar Svartstein, Sofies Vater, so verbittert ? Was ist das Geheimnis der Hirtin Siru ?


In diesem Roman schafft es die Autorin Christine Kabus wieder einmal viele historische Begebenheiten mit einfliessen zu lassen. Das harte Leben, gerade der Arbeiter der damaligen Zeit. Eine Zeit, in der auch Kinder schon mit jungen Jahren mit hinab ins Bergwerk mussten. Eine Zeit, in der Arbeiterbewegungen entstanden.
Christine Kabus hat immer wieder verstreut fundiertes Wissen eingestreut. so dass man sich gut hinein versetzen konnte.

Die Geschichte der zwei Frauen ist interessant, allerdings stieg für mich die Spannung in diesem historischen Roman erst gegen Ende an. Lange ging es erst darum die auch alltäglichen Sorgen der Protagonistinnen darzustellen. Die Figuren wurden gut ausgearbeitet, so dass man sie sich  gut vorstellen konnte. Ihre Entwicklung war vorhersehbar, dennoch gab es noch die eine oder andere Überraschung. Langweilig war es trotzdem nicht, da man sich durch die sprachlich sehr gut ausformulierte Geschichte gut in diese Zeit hinein versetzen konnte.
Die Nebenfiguren waren sehr interessant und haben die Geschichte mit Leben gefüllt.


Fazit:
Christine Kabus hat es wieder einmal geschafft, eine andere Epoche aufleben zu lassen. Es war für mich eine authentische Geschichte zweier Frauen am Ende des 19. Jahrhunderts, gespickt mit vielen historischen Informationen.  Auch wenn die Spannung diesmal nicht so hoch wie in ihren vorherigen Romanen war, hat mir "Das Geheimnis der Mittsommernacht" gefallen.

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norwegen, 19. jahrhundert, historischer roman, liebe, sägewerk

Das Geheimnis der Mittsommernacht

Christine Kabus
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 09.09.2016
ISBN 9783404174034
Genre: Historische Romane

Rezension:

Clara, ihr Mann Olaf und der gemeinsame Sohn Paul sind schon fast auf dem Weg nach Samoa, als ein Brief aus der norwegischen Heimat Olafs sie erreicht. So reisen sie erst noch einmal nach Norwegen. Doch dann geschieht ein Unglück und für Clara und Paul ändert sich alles. Sie bleiben erst einmal in der kleinen norwegischen Stadt Røros, doch warum werden sie angefeindet ? Insbesondere von den eigenen Schwiegereltern ?
Sofie Svartstein lebt in Røros, nachdem Tod der Mutter nur noch mit Vater und Schwester Silje. Ihr Vater ist Bergwergsbesitzer. Doch Sofie hat sich noch nie großartig an Etikette gehalten und interessiert sich für mehr als nur Mode und Kaffeekränzchen. Sie ist aber auch noch jung und sehr weltfremd, als sie daher den smarten deutschen Moritz kennenlernt, lässt sie sich schnell den Kopf verdrehen.


Es ist die Geschichte von zwei jungen Frauen Ende des 19. Jahrhunderts. Clara, die als Waisenkind aufwuchs, verheiratet und Mutter ist, und es gelernt hat, sich durchzusetzen um überleben zu können, die nun in eine ihr fremde Gesellschaft, mit neuer Sprache und vor allem ohne großen finanziellen Möglichkeiten überleben muss. Auf der anderen Seite die etwas jüngere Sofie, die behütet aufwuchs, mit Dienstboten, in einem großen Haus und ohne finanzielle Probleme. Dennoch, auch sie erleidet einen Verlust, sie wil aus dem behüteten, für sie als leer empfundenen Leben ausbrechen. Dazu kommt ein Geheimnis. Wer hat versucht das Sägewerk anzustekcen ? Warum ist Ivar Svartstein, Sofies Vater, so verbittert ? Was ist das Geheimnis der Hirtin Siru ?


In diesem Roman schafft es die Autorin Christine Kabus wieder einmal viele historische Begebenheiten mit einfliessen zu lassen. Das harte Leben, gerade der Arbeiter der damaligen Zeit. Eine Zeit, in der auch Kinder schon mit jungen Jahren mit hinab ins Bergwerk mussten. Eine Zeit, in der Arbeiterbewegungen entstanden.
Christine Kabus hat immer wieder verstreut fundiertes Wissen eingestreut. so dass man sich gut hinein versetzen konnte.

Die Geschichte der zwei Frauen ist interessant, allerdings stieg für mich die Spannung in diesem historischen Roman erst gegen Ende an. Lange ging es erst darum die auch alltäglichen Sorgen der Protagonistinnen darzustellen. Die Figuren wurden gut ausgearbeitet, so dass man sie sich  gut vorstellen konnte. Ihre Entwicklung war vorhersehbar, dennoch gab es noch die eine oder andere Überraschung. Langweilig war es trotzdem nicht, da man sich durch die sprachlich sehr gut ausformulierte Geschichte gut in diese Zeit hinein versetzen konnte.
Die Nebenfiguren waren sehr interessant und haben die Geschichte mit Leben gefüllt.


Fazit:
Christine Kabus hat es wieder einmal geschafft, eine andere Epoche aufleben zu lassen. Es war für mich eine authentische Geschichte zweier Frauen am Ende des 19. Jahrhunderts, gespickt mit vielen historischen Informationen.  Auch wenn die Spannung diesmal nicht so hoch wie in ihren vorherigen Romanen war, hat mir "Das Geheimnis der Mittsommernacht" gefallen.

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musketiere, prag, abenteuer, band 2, historischer roman

Die Schwarzen Musketiere - Das Schwert der Macht

Oliver Pötzsch , Helge Vogt
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei bloomoon, 19.09.2016
ISBN 9783845814285
Genre: Jugendbuch

Rezension:

1633 - mitten im 30jährigen Krieg. Lukas von Lohenstein und seine drei Freund Giovanni, Jerome und Paulus leben auf Burg Lohenstein in der Pfalz, sie gehören trotz ihrer jungen Jahren zu den schwarzen Musketieren. Auf der Burg lebt auch noch die elfjährige Halbschwester von Lukas, Elsa. Ihr Vater ist ein schwarzer Zauberer, Waldemar von Schönborn. Auch Elsa kann zaubern, sie entdeckt allerdings ihre neuen Kräfte erst.
Als die fünf zu Hilfe gerufen werden, weil die Reichsinsignien verschwunden sind, zögern sie nicht, durch einen Zauber von Elsa gelangen sie nach Prag und in ein großes Abenteuer, dass sie verändern wird und am Ende wird einiges ans Licht kommen, aber nicht nur Gutes.

Vorweg: Das ist eine Reihe und "Das Schwert der Macht" ist der zweite Teil. Den ersten habe ich allerdings auch noch nicht gelesen (muss ich unbedingt nachholen!), ich hatte aber auch gar keine Probleme in die Geschichte hineinzukommen oder die Protagonisten zu verstehen. Der Autor Oliver Pötzsch hat die Erklärungen sehr gut mit hinein gearbeitet - ohne dass die vollständige Geschichte des ersten Bandes nacherzählt worden ist oder es zu viele Erklärungen auf einmal gab.

Schon von Anfang an geht es spannend los, denn schon der Prolog ist spannend und ein bisschen gruselig. Gänzehautfeeling pur. Also nichts für schwache Nerven. Die Geschichte von Lukas und Elsa und den drei weiteren Freunden ist sehr spannend geschreiben. Immer wieder gibt es neue Abenteuer zu bestehen, neue Aufgaben, weitere Protagonisten. Gute wie böse. Immer wieder gibt es Kampfszenen, Momente, bei denen man den Atem anhalten muss und das Buch einfach nicht aus der Hand legen möchte. Und immer wieder Überraschungen  - gerade am Ende gibt es neue Entwicklungen, neue Erkenntnisse und einen Cliffhanger am Schluß, so dass man sehnsüchtig auf den dritten Band wartet. Wer den ersten Band dann noch nicht gelesen hat, kann so die Wartezeit überbrücken - so wie ich.

Das Buch ist als Kinder- und Jugenbuch ab 12 Jahren gekennzeichnet. Meines Erachtens ist es für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren geeignet, die durchaus mit gruseligen und überaus spannenden Kampfszenen klar kommen können und auch mit Kämpfen, bei denen es um Leben und Tod geht und auch das eine oder andere Opfer zu beklagen gibt. Wer damit nicht klar kommt, sollte lieber erst ein wenig älter sein.
Allerdings gehöre ich so gar nicht in diese Altersgruppe (40+, Elterngeneration) , aber auch mir hat das Buch sehr gut gefallen.

Am Ende gibt es noch einen ausführlichen Anhang, indem einige Tipps für einen Besuch in Prag aufgeführt sind (sehr anschaulich geschrieben, macht Lust auf eine Reise nach Prag), desweiteren gibt es ein Wörterlexikon und eine Erkärung von Begriffen aus der Fechtkunde.

Fazit:
Spannend und toller Schreibstil - eine Reihe nicht nur für Jugendliche, Bände bauen aufeinander auf, sind aber unabhängig zu lesen. 

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musketiere, prag, abenteuer, band 2, historischer roman

Die Schwarzen Musketiere - Das Schwert der Macht

Oliver Pötzsch , Helge Vogt
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei bloomoon, 19.09.2016
ISBN 9783845814285
Genre: Jugendbuch

Rezension:

1633 - mitten im 30jährigen Krieg. Lukas von Lohenstein und seine drei Freund Giovanni, Jerome und Paulus leben auf Burg Lohenstein in der Pfalz, sie gehören trotz ihrer jungen Jahren zu den schwarzen Musketieren. Auf der Burg lebt auch noch die elfjährige Halbschwester von Lukas, Elsa. Ihr Vater ist ein schwarzer Zauberer, Waldemar von Schönborn. Auch Elsa kann zaubern, sie entdeckt allerdings ihre neuen Kräfte erst.
Als die fünf zu Hilfe gerufen werden, weil die Reichsinsignien verschwunden sind, zögern sie nicht, durch einen Zauber von Elsa gelangen sie nach Prag und in ein großes Abenteuer, dass sie verändern wird und am Ende wird einiges ans Licht kommen, aber nicht nur Gutes.

Vorweg: Das ist eine Reihe und "Das Schwert der Macht" ist der zweite Teil. Den ersten habe ich allerdings auch noch nicht gelesen (muss ich unbedingt nachholen!), ich hatte aber auch gar keine Probleme in die Geschichte hineinzukommen oder die Protagonisten zu verstehen. Der Autor Oliver Pötzsch hat die Erklärungen sehr gut mit hinein gearbeitet - ohne dass die vollständige Geschichte des ersten Bandes nacherzählt worden ist oder es zu viele Erklärungen auf einmal gab.

Schon von Anfang an geht es spannend los, denn schon der Prolog ist spannend und ein bisschen gruselig. Gänzehautfeeling pur. Also nichts für schwache Nerven. Die Geschichte von Lukas und Elsa und den drei weiteren Freunden ist sehr spannend geschreiben. Immer wieder gibt es neue Abenteuer zu bestehen, neue Aufgaben, weitere Protagonisten. Gute wie böse. Immer wieder gibt es Kampfszenen, Momente, bei denen man den Atem anhalten muss und das Buch einfach nicht aus der Hand legen möchte. Und immer wieder Überraschungen  - gerade am Ende gibt es neue Entwicklungen, neue Erkenntnisse und einen Cliffhanger am Schluß, so dass man sehnsüchtig auf den dritten Band wartet. Wer den ersten Band dann noch nicht gelesen hat, kann so die Wartezeit überbrücken - so wie ich.

Das Buch ist als Kinder- und Jugenbuch ab 12 Jahren gekennzeichnet. Meines Erachtens ist es für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren geeignet, die durchaus mit gruseligen und überaus spannenden Kampfszenen klar kommen können und auch mit Kämpfen, bei denen es um Leben und Tod geht und auch das eine oder andere Opfer zu beklagen gibt. Wer damit nicht klar kommt, sollte lieber erst ein wenig älter sein.
Allerdings gehöre ich so gar nicht in diese Altersgruppe (40+, Elterngeneration) , aber auch mir hat das Buch sehr gut gefallen.

Am Ende gibt es noch einen ausführlichen Anhang, indem einige Tipps für einen Besuch in Prag aufgeführt sind (sehr anschaulich geschrieben, macht Lust auf eine Reise nach Prag), desweiteren gibt es ein Wörterlexikon und eine Erkärung von Begriffen aus der Fechtkunde.

Fazit:
Spannend und toller Schreibstil - eine Reihe nicht nur für Jugendliche, Bände bauen aufeinander auf, sind aber unabhängig zu lesen. 

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