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südamerika

Origin

Jessica Khoury
Fester Einband: 393 Seiten
Erschienen bei Penguin Group USA, 04.09.2012
ISBN 9781595145956
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
Tags: südamerika   (1)
 

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kari erhardt, komödie, anders, chaos, lustig

Alles Anders

Kari Ehrhardt
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 14.12.2010
ISBN 9783551310040
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung
Aphrodita Anders ist fast fünfzehn Jahre alt, hat eine ziemlich ungewöhnliche Familie und eine ganze Reihe von Problemen. Schließlich ist es nicht gerade leicht, in der Schule anerkannt zu werden, wenn man Pluderhosen tragen muss, in einem ehemaligen Badezimmer wohnt, die Mutter unverständliche Kurzfilme dreht und der Opa ein Tattoo-Studio hat.
Besonders die Jungs machen Aphrodita das Leben in der Schule schwer.
Es hilft alles nichts: ein neues Leben muss her! Aphrodita legt sich daher in den Sommerferien einfach eine neue Identität zu. Sie wird zu Katja Neumann, wohnt bei ihrer besten (und normalen) Freundin Hannah und freundet sich mit einer Band aus einer anderen Schule an. Es sieht so aus, als würde der Plan funktionieren - zumal der gutaussehende Gitarrist Fabian auf Aphrodita alias Katja aufmerksam wird.
Leider gibt es da noch den Schlagzeuger Paul, der nur zu gut über Aphroditas wahres Leben bescheid weiß.
Damit Paul sie nicht verrät, muss Aphrodita sich etwas einfallen lassen - und da ist ein nächtlicher Einbruch im eigenen Haus nur der Anfang ...

Meine Meinung
Ich habe "Alles Anders" in Windesweile verschlungen. Egal ob zu Hause, im Bus oder beim Warten irgendwo, ich konnte es nicht aus der Hand legen, denn es ist auf der einen Seite wirklich witzig geschrieben, spielt aber auf der anderen Seite aber auch mit Konflikten. "Alles Anders" ist abwechslungsreich und originell durch die verückte Familie des Mädchens und die vielen nicht wirklich vorhersehbaren Verläufe der Handlung.
Mir hat gefallen, dass Aphrodita nicht nur das "Opfer" in der Geschichte (Opfer von ihrer Umgebung, Familie und Klassenkameraden), nein sie macht auch ziemliche Fehler und muss daraus lernen, was aber im Leben von einem Teenager und eigentlich jedem nun mal dazugehört.
Absolutes Highlight ist aber, wie gesagt, für mich ihre Familie. Mit sehr viel Detail bekommt diese beschrieben aus Aphroditas Sicht ein richtiges Gesicht. Richtig involviert hat mich der Gedanke, wie unmöglich sich eigentlich Aphroditas Eltern benehmen. Sie müssten doch sehen, dass ihre Tochter in der Schule ziemlich leidet und helfen ihr dabei überhaupt nicht.
Ich empfehle "Alles Anders" allen, die sonst auch gerne temporeiche Komödien lesen.

  (7)
Tags: außenseiter, chaos, echtes leben, frech, freche mädchen, geschwister, identität, komödie, lustig, tatoos, unterhaltung, witzig   (12)
 

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

klatsch, mädchen, alkoholismus, geschwister, irland

A Swift Pure Cry

Siobhan Dowd
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Random House Children's Books, 02.03.2006
ISBN 9780385609692
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Zum Inhalt
Südirland, 1984 - Als Shells Mutter stirbt, wird ihr Vater zum religiösen Fanatiker. Da er meistens auf Sauftour geht, muss Shell sich um ihre kleinen Geschwister kümmern. Und eigentlich auch um sich selbst. Die zarte Freundschaft mit dem neuen jungen und idealistischen Pater Rose bringt Licht in ihren harten Alltag. Doch der Klatsch der Gemeinde erstickt diese Beziehung bald und Shell vertreibt sich nun die Zeit mit ihrem Schulkamerad Declan ...

Zur Autorin
Siobhan (sprich Schyvonne) Dowd wurde 1960 in London geboren. Ihre Eltern stammten aus Irland, wo sie auch einen großen Teil ihrer Kindheit verbrachte. Sie ging in London auf eine katholische Schule und studierte in Oxford, wo sie bis zu ihrem Tod lebte. Sie arbeitete als Redakteurin bei PEN International und als freischaffende Autorin. 2006 veröffentlichte sie ihren Debütroman "Ein reiner Schrei" ("A Swift Pure Cry") Im August 2007 verstarb sie an Brustkrebs.

Meine Meinung
Ich habe das Buch in zwei Abenden/Nächten auf Englisch gelesen und muss sagen, dass es mich unheimlich berührt hat. Dowd hatte eine unglaubliche Erzählkunst, wobei das Buch auch in einem irischen Dialekt geschrieben ist, so dass ich über viele Satzstrukturen stolpern musste. Zum Glück hat die englische Ausgabe eine sehr knappe Inhaltsbeschreibung, so dass wirklich nicht wusste, was passieren würde. Wer das Buch auch Deutsch lesen möchte, dem rate ich nicht den ganzen deutschen Klappentext zu lesen, da er schon ziemlich viel von der Handlung verrät.
Das sehr anrührende Drama entführt den Leser an einen rauen, trostlosen. düsterschöne irischen Ort und thematisiert viele für mich interessante Themen: Fanatismus, Erwachsenwerden, Irland, Kleinstadt Skandale, Trauer, die Erste Liebe etc.. Ich kann dieses Jugendbuch sehr, sehr empfehlen!

  (5)
Tags: alkoholismus, dramatisch, echtes leben, geschwister, historisch, irland, klatsch, kleinstadt, mädchen, melancholisch, spannend   (11)
 

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203 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 31 Rezensionen

krebs, liebe, tod, krankheit, amsterdam

The Fault in Our Stars

John Green
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Penguin Group USA, 10.01.2012
ISBN 9780525478812
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Auf den neuen Roman von John Green hab ich mich gefreut. Das erste mal ist sein Hauptcharakter ein Mädchen und er beschäftigt sich nach zwei eher unernstgemeinten Szenarien mit einem echten "Problembuch"-Thema. Ich war sehr gespannt, wie John Green auf seine typische Art mit dem Thema Krebs und tödliche Krankheit umgehen wird. "The Fault in Our Stars" beinhaltet einige sehr clevere, einfühlsame, tiefsinnige und mutige Passagen. Viele Gespräche zwischen Hazel ihrem Freund oder ihren Eltern sind schlicht großartig. Leider, leider wirkte manches aber auch etwas unauthentisch. Die Charaktere waren zum Teil zu weise für ihr Alter. Gut, John Greens jugendliche Figuren sind oft schlau und nachdenklich - so wie er und wie er sich seine Leserschaft vorstellt. Wahrscheinlich sind die vielen, vielen John Green Fans auch gerade begeistert von den intelligenten Dialogen etc, auf mich wirkten alles aber nach einer Welle etwas langweilig. Trotzdem ist das Buch von hoher Qualität. Es ist wie gesagt mutig, ehrlich. Es berührt und ist so viel mehr als das typische "Problembuch", was man sonst so kennt. Ich habe mir einfach noch mehr fesselnde Genialität gewünscht.

  (6)
Tags: amsterdam, eltern, freunde, gruppensitzungen, holland, krankenhaus, krankheit, niederlande, romantisch, sterben, teenager, tod, trauer, traurig   (14)
 

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26 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

villa, angie, psychothriller, überfall, jason

Die Lilienvilla

Karen McQuestion , Sabine Bhose
Fester Einband: 189 Seiten
Erschienen bei Boje, 14.09.2011
ISBN 9783414822970
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die amerikanische Jugendbuchautorin Karen McQuestion hat "Die Lilienvilla" über Amazon-Self-Publishing veröffentlicht. Es ist ein Mädchen-Thriller mit ungewöhnlicher Grundidee, atmosphärischen Setting und einer Story, die man gut weglesen kann. Empfehlenswert für junge Leserinnen zwischen 12 und 14 Jahren. Das schöne ist, dass Karen McQuestion ohne große Umschweife stets auf den Punkt kommt. "Die Lilienvilla" kann man gut und schnell lesen, so dass das Buch ein Erfolgserlebnis ist für die Zielgruppe.

Ihr Bösewicht Lillian Bittner erinnert mich an einen weiblichen Mr. Burns. Das große Herrenhaus stellt eine gute Kullisse für die Gruselstory dar. Ein wenig hat das Buch auch etwas von V.C. Andrews Schauerromanen (nur nicht ganz so verrucht).

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Verstanden hab ich zum Schluss nicht, warum Lillian unbedingt wollte, dass Angie in der Villa bleiben sollte. Hab ich vielleicht überlesen. Wollte sie, dass Angie ihre Mom entdeckt?

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Tags: dramatisch, düster, gefahr, grusel, mädchen, mädchenthriller, schauer, villa   (8)
 

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

schweden, vanessa, mobbing, schule, düster

Zirkel

Sara B. Elfgren , Mats Strandberg , Marie Bierstedt , Frank Gustavus
Audio CD
Erschienen bei Oetinger Media GmbH, 28.02.2012
ISBN 9783837306057
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Das Buch "Zirkel" der erste Teil einer Trilogie um ein paar schwedische Schülerinnen, die (unfreiwillig) einen magischen Hexenbund bilden. Im ersten Teil wird zum einen die Welt mit seinen Regeln etabliert und zum anderen werden mysteriöse Mordfälle an zwei Hexenbundmitglieder gelöst.

Also mir hat das Hörbuch nicht sooo gut gefallen. Die Sprecherin Marie Bierstedt ist zwar super und eine echte Entdeckung für mich. Sie liest eindringlich und gibt jedem Charakter einen eigenen Touch. Die Story an sich mochte ich nicht, denn leider wird aus mehreren Perspektiven erzählt. Einige Figuren sind für mich etwas unnötig und das Buch hat viele Längen. Alles ist düster, alle haben es furchtbar schwer. Humor (von mir aus auch nur leichter oder schwarzer Humor) fehlt den Autoren komplett. "Zirkel" hat Elemente aus "Buffy", "Pretty Little Liars" und anderen Serien. Es würde mich nicht wundern, wenn das Autorenteam gerne amerikanische Fernsehserien schaut. Leider springt aber sozusagen der Funke nicht auf mich über bei dieser Geschichte. Ich denke die größten Mankos sind st für mich, dass zu viele Charaktere als Hauptfiguren gewählt wurden, so dass keine Figur wirklich gut und tief dargestellt ist. Alle Figuren wirken wie Soap-Opera-Figuren ohne Tiefe eben. Das zweite Manko ist die Langeweile, die sich so für mich beim Hören ergibt. Ich weiß noch nicht, ob ich mir auch noch Teil 2 und Teil 3 reinziehen will.

  (6)
Tags: außenseiter, dramatisch, düster, elias, fantasy, geheimnisse, hexen, kleinstadt, krimi, mädchen, magersucht, max, mobbing, probleme, rebecca, schule, schweden, vanessa   (18)
 

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50 Bibliotheken, 0 Leser, 3 Gruppen, 7 Rezensionen

earl, tod, teenager, greg, leben

Me and Earl and the Dying Girl

Jesse Andrews
Fester Einband: 295 Seiten
Erschienen bei Harry N Abrams Inc, 01.03.2012
ISBN 9781419701764
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mir hat diese Tragikkomödie sehr gut gefallen, Jesse Andrews hat eine schräge, witzige Erzählung geschrieben.
Inhalt:
Greg war schon immer ein Außenseiter. Er ist intelligent, aber hat einen merkwürdigen Sinn für Humor. Er ist launisch und etwas besserwisserisch. Und er hasst es peinlich berührt zu werden. Leider hat er aber auf Grund seines Aussehens (nicht sehr hübsch, etwas dicklich), seines Charakters und seiner Tollpatschigkeit viele peinliche Erlebnisse gehabt.

Auf der High School entschloss er sich (zunächst als Witz und später ganz im Ernst) seine Mitschüler und die streng untergliederten High School Hierarchien und das Gruppenverhalten zu überlisten. Er wollte es schaffen, von jeder Clique akzeptiert zu werden und sich mit jedem quasi zu befreunden. Der Trick ist, dass er sich eigentlich mit niemand wirklich anfreunden kann, damit er nicht aufgrund der einen Freundschaft automatisch bei anderen Mitschülern durchfällt. Wie ein Spion freundet er sich oberflächlich mit allen (und eigentlich eben niemanden) an. Sein einziger echter Freund ist Earl, ein schwarzer, armer, kleinwüchsiger Junge. Seit Jahren drehen die beiden Kurzfilme, nachdem sie Fans von Werner Herzogs Film „Aguirre, der Zorn Gottes“ mit Klaus Kinsky wurden.

Gregs Leben verändert sich, als er sich mit Rachel, einem Mädchen befreundet, das mit ihm früher im gleichen Bar Mitzvah Unterricht war. Rachel ist heute an Leukämie erkrankt und wird wahrscheinlich daran sterben. Ihre Mom und Gregs Mom glauben, dass Greg sie aufmuntern und auf andere Gedanken bringen kann. Und so besucht Greg zunächst widerwillig Rachel. Er kommt ihr aber näher als erwartet. Es deprimiert ihn ihr beim Sterben zuzusehen. Dennoch haben diese Erlebnisse den Effekt, dass er sich für jemanden anderen als sich selbst beginnt zu interessieren und zu sorgen. Für Rachel gibt Greg außerdem sein „inkognito-Spion-Verhalten“ in der Schule auf. Rachel darf sogar als erste Person überhaupt Greg und Earls Filme sehen. Sie machen ihr unheimlichen Spaß und so wollen Greg und Earl einen Film nur für sie drehen ...

Meinung:
Gregs Ich-Erzählung in “Me, Earl and the Dying Girl“ ist besonders während der ersten Hälfte des Buches sehr witzig zu lesen. Das Buch ist in vielerlei Hinsich gewagt, mutig, originell und clever. Es erinnert mich sehr an die MTV Sitcom “Awkward”. Gregs Gedanken und Stimme sind voll von schwarzem Humor und unterhalten unheimlich gut.
Der Anfang wirkt zugegeben etwas albern auf Leser, die lieber ernstere Bücher mögen. Ab dem Zeitpunkt, an dem Greg über seine Lieblingsfilme und eigenen Filme sowie Rachels Krankheit erzählt, bekommt „Me, Earl and the Dying Girl“ einen Ton wie er in John Greens Büchern zu finden ist. Die zweite Hälfte des Romans ist leider nicht ganz so witzig und kurzweilig. Gregs und Earls Dialoge werden nach einer Weile repetitiv. Gerade Earls Parts zu lesen ist nach einer Weile mühselig. Das Buch kriegt aber dann wieder sozusagen die Kurve. Denn die Qualität nimmt zum Ende hin wieder zu.

Jesse Andrews schafft es sein Buch nicht pathetisch, melodramatisch oder kitschig enden zu lassen. Er lässt Greg bis zum Schluss sich selbst treu bleiben und bietet seinen Lesern ein sehr lustiges und gleichzeitig auch ernstes Jugendbuch, das Jungs und Mädchen ab 13 Jahren gefallen wird, die z.B. Fans von John Greens Büchern sind.

  (8)
Tags: analytisch, außenseiter, earl, filme, frech, freundschaft, gegenwart, greg, high-school-gruppen, jugendbuch, klaus kinski, komödie, krankheit, leukämie, madison, rachel, schräg, sterben, teenager, tod, usa, werner herzog, witzig   (23)
 

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449 Bibliotheken, 6 Leser, 5 Gruppen, 104 Rezensionen

weltall, liebe, dystopie, waverly, raumschiff

Sternenfeuer - Gefährliche Lügen

Amy Kathleen Ryan , Momo Evers , Falk Behr
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei PAN , 01.03.2012
ISBN 9783426283615
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Sternenfeuer“ oder "Glow" (im Original) ist der Auftakt einer Science-Fiction Reihe, die auf Raumschiffen spielt. Es gibt fast keinen Lebensraum mehr auf der Erde und so sind zwei Raumschiffe im Weltall unterwegs, um einen neuen Planeten zu erreichen. Die New Horizon wurde mit einem Jahr Vorsprung vor der Empyrean losgeschickt. An Board beider Schiffe sind die ersten Siedler für die neue Erde. Die Besatzung der New Horizon ist sehr religiös, das Leben ist konservativ, strenger geordnet und es scheint alles geregelter zu sein. Allerdings hat eine Pastorin Anne Mather die Oberhand und unterdrückt jeden, der ihr widerspricht. Die Menschen auf der Empyrean halten sie und ihre Anhänger für gottlos. Frauen wird auf der Empyrean weniger Respekt entgegengebracht als auf der Empyrean. Auf beiden Schiffen wurden lange Zeit keine Kinder geboren, bis die Empyrean eine medizinische Lösung fand.
Kieran (heute 16) ist das erste Kind gewesen. Waverly (15) ist ihm zur Frau versprochen. Schon bald sollen sie heiraten. Es wird von ihnen wie allen Teenagern erwartet, mindestens 4 Kinder zu bekommen. Die Menschen auf der New Horizon sind aufgrund einer Intrige des Kapitäns der Empyrean kinderlos geblieben. Anne Mather sinnt auf Rache und außerdem steht sie unter Druck, denn ihre Siedler verzweifeln an der Kinderlosigkeit. Sie und einige Crewmitglieder greifen die Empyrean an, töten unzählige Menschen und entführen alle Mädchen. Kieran und viele Jungs bleiben zwar unverletzt, doch fast alle Erwachsene (darunter natürlich auch ihre Eltern) sind verschollen oder abgesperrt in einem nuklear verseuchten Teil des Raumschiffes. Es beginnt ein Machtkampf zwischen Kieran und einem anderem Jungen, der an eine moderne Version von „Der Herr der Fliegen“ erinnert. Waverly und die anderen Mädchen sind unterdessen an Board der New Horizon. Dort wollen sie liebevolle Pflegeeltern, die nichts von Anne Mathers Verbrechen wissen, aufnehmen. Anne Mather behauptet, die Empyrean sei von alleine in Gefahr gewesen und sie habe nur die Mädchen gerettet. Inzwischen sei das andere Raumschiff explodiert. Waverly glaubt ihr nicht, und sie will nicht vergessen oder verzeihen, was wirklich passiert ist. Als sie an Board einige Gefangene der Empyrean entdeckt, wird sie von deren Wächtern angeschossen. Sie wird behandelt und dabei entfernen ihr Ärzte Eizellen, die sofort einigen Frauen der New Horizon eingepflanzt werden. Auch die anderen Teenager-Mädchen sollen Spenderinnen sein, bis sie irgendwann einen der Männer an Board heiraten und selbst Kinder gebären werden. Waverly und einige Freundinnen geben nicht auf und versuchen wieder auf die Empyrean zurückzukehren...
Meinung:
Amy Kathleen Ryan kann packend schreiben und zieht ihre Leser schnell in die Geschichte hinein. Es ist interessant, am Anfang das Leben auf der Empyrean mal aus der Sicht von Kieran und mal aus der Sicht von Waverly dargestellt zu bekommen. Waverly ist kritischer und hinterfragt viel mehr als Kieran. Dies hilft ihr auch auf der New Horizon, nicht Anne Mathers Lügen zu glauben und ein “frommes Schaf” in deren Kongregation zu werden. Amy Kathleen Ryan stellt viele wichtige Fragen in ihrem Buch und regt den Leser zum Nachdenken an. Ganz zentral ist das Thema Religion in ihrer Geschichte. „Glow“ ist ein ernstes Buch und auf keinen Fall eine Art Seifen Oper, die im Weltall spielt.
Leider wurde ich nach einiger Zeit müde das Buch zu lesen. Als Kieran und Waverly getrennt werden, erzählt Amy Ryan einige Kapitel lang mal Kierans Geschichte auf der Empyrean und mal Waverlys Geschichte auf der New Horizon. Waverlys Erlebnisse fand ich viel spannender zu verfolgen, als Kieran. Erstes zählt „Der Herr der Fliegen“ nicht zu meinen Lieblingsbüchern und zweitens mochte ich Kieran bereits zu Beginn des Buches nicht besonders. Ich muss gestehen, dass ich diese Teile also ziemlich quergelesen habe. Was mich allerdings auch gestört hat, waren viele Ungereimtheiten. Warum wurde eine religiöse Besatzung für die New Horizon zusammengestellt und einer säkularen Siedlergruppe vorausgesendet? Am Ende sollten doch beide Gruppen auf der neuen Erde ein neues Leben beginnen? Sollten dort zwei Kolonien entstehen? Das empfand ich beim Lesen als so unsinnig, dass ich Amy Ryan die ganze Dramatik ihres Buches nicht mehr ganz abnehmen konnte. Wieso sind auf Anne Mathers Schiff nicht noch andere Religionen vertreten? Unglaubwürdig fand ich auch, dass Anne Mather nicht auch an den jüngeren Jungs interessiert war. Immerhin wären möglichst viele Kleinkinder auf der New Horizon begehrte Adoptivkinder gewesen. Gestört hat mich außerdem, wie Kieran und Waverlys Liebesbeziehung dargestellt ist. Am Anfang der Geschichte, als beide zusammen an Board der Empyrean sind, birgt ihre Beziehung interessantes Potenzial. Sie sind einander praktisch seit Geburt versprochen, doch gerade Waverly sehnt sich insgeheim danach, keiner Vorbestimmung folgen zu müssen. Dann als beide getrennt werden, sehnt sie sich doch nach Kieran? Und nur nach Kieran? Ich fand diesen Part sehr unglaubwürdig. Ich brauche nicht in jeder Story eine zum-Mitschmachtende-Liebesgeschichte, aber Nachvollziehbarkeit ist dennoch wichtig für mich.
Alles in allem empfand ich „Glow“ nur als ein durchschnittliches oder halb-befriedigendes Leseerlebnis. Amy Ryanhat versucht ein sehr ambitioniertes Buch zu schreiben, verzettelt sich dann aber zu sehr für meinen Geschmack. Mir hat "Glow"also leider nur bedingt gefallen.

  (6)
Tags: belügen, betrug, brutal, dramatisch, entführung, erste liebe, flucht, gefangene, gefangene, gewalt, heuchelei, hintergehen, hinterhältigkeit, jugendbuch, jugendliche, kieran, lügen, neue erde, neuer planet, opfer, pflegeeltern, raumschiff, religion, scheinheiligkeit, science fiction, sekte, siedler, täter, täuschen, täuschung, teenager, wahrheit, waverly, weltall, weltall, zukunft   (36)
 

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weltall, jugendbuch, science fiction, gefangene, englisch

Glow

Amy Kathleen Ryan
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei St Martins Pr, 13.09.2011
ISBN 9780312590567
Genre: Sonstiges

Rezension:

„Glow“ ist der Auftakt einer Science-Fiction Reihe, die auf Raumschiffen spielt. Es gibt fast keinen Lebensraum mehr auf der Erde und so sind zwei Raumschiffe im Weltall unterwegs, um einen neuen Planeten zu erreichen. Die New Horizon wurde mit einem Jahr Vorsprung vor der Empyrean losgeschickt. An Board beider Schiffe sind die ersten Siedler für die neue Erde. Die Besatzung der New Horizon ist sehr religiös, das Leben ist konservativ, strenger geordnet und es scheint alles geregelter zu sein. Allerdings hat eine Pastorin Anne Mather die Oberhand und unterdrückt jeden, der ihr widerspricht. Die Menschen auf der Empyrean halten sie und ihre Anhänger für gottlos. Frauen wird auf der Empyrean weniger Respekt entgegengebracht als auf der Empyrean. Auf beiden Schiffen wurden lange Zeit keine Kinder geboren, bis die Empyrean eine medizinische Lösung fand.
Kieran (heute 16) ist das erste Kind gewesen. Waverly (15) ist ihm zur Frau versprochen. Schon bald sollen sie heiraten. Es wird von ihnen wie allen Teenagern erwartet, mindestens 4 Kinder zu bekommen. Die Menschen auf der New Horizon sind aufgrund einer Intrige des Kapitäns der Empyrean kinderlos geblieben. Anne Mather sinnt auf Rache und außerdem steht sie unter Druck, denn ihre Siedler verzweifeln an der Kinderlosigkeit. Sie und einige Crewmitglieder greifen die Empyrean an, töten unzählige Menschen und entführen alle Mädchen. Kieran und viele Jungs bleiben zwar unverletzt, doch fast alle Erwachsene (darunter natürlich auch ihre Eltern) sind verschollen oder abgesperrt in einem nuklear verseuchten Teil des Raumschiffes. Es beginnt ein Machtkampf zwischen Kieran und einem anderem Jungen, der an eine moderne Version von „Der Herr der Fliegen“ erinnert. Waverly und die anderen Mädchen sind unterdessen an Board der New Horizon. Dort wollen sie liebevolle Pflegeeltern, die nichts von Anne Mathers Verbrechen wissen, aufnehmen. Anne Mather behauptet, die Empyrean sei von alleine in Gefahr gewesen und sie habe nur die Mädchen gerettet. Inzwischen sei das andere Raumschiff explodiert. Waverly glaubt ihr nicht, und sie will nicht vergessen oder verzeihen, was wirklich passiert ist. Als sie an Board einige Gefangene der Empyrean entdeckt, wird sie von deren Wächtern angeschossen. Sie wird behandelt und dabei entfernen ihr Ärzte Eizellen, die sofort einigen Frauen der New Horizon eingepflanzt werden. Auch die anderen Teenager-Mädchen sollen Spenderinnen sein, bis sie irgendwann einen der Männer an Board heiraten und selbst Kinder gebären werden. Waverly und einige Freundinnen geben nicht auf und versuchen wieder auf die Empyrean zurückzukehren...

Meinung:

Amy Kathleen Ryan kann packend schreiben und zieht ihre Leser schnell in die Geschichte hinein. Es ist interessant, am Anfang das Leben auf der Empyrean mal aus der Sicht von Kieran und mal aus der Sicht von Waverly dargestellt zu bekommen. Waverly ist kritischer und hinterfragt viel mehr als Kieran. Dies hilft ihr auch auf der New Horizon, nicht Anne Mathers Lügen zu glauben und ein “frommes Schaf” in deren Kongregation zu werden. Amy Kathleen Ryan stellt viele wichtige Fragen in ihrem Buch und regt den Leser zum Nachdenken an. Ganz zentral ist das Thema Religion in ihrer Geschichte. „Glow“ ist ein ernstes Buch und auf keinen Fall eine Art Seifen Oper, die im Weltall spielt.
Leider wurde ich nach einiger Zeit müde das Buch zu lesen. Als Kieran und Waverly getrennt werden, erzählt Amy Ryan einige Kapitel lang mal Kierans Geschichte auf der Empyrean und mal Waverlys Geschichte auf der New Horizon. Waverlys Erlebnisse fand ich viel spannender zu verfolgen, als Kieran. Erstens zählt „Der Herr der Fliegen“ nicht zu meinen Lieblingsbüchern und zweitens mochte ich Kieran bereits zu Beginn des Buches nicht besonders. Ich muss gestehen, dass ich diese Teile also ziemlich quergelesen habe. Was mich allerdings auch gestört hat, waren viele Ungereimtheiten. Warum wurde eine religiöse Besatzung für die New Horizon zusammengestellt und einer säkularen Siedlergruppe vorausgesendet? Am Ende sollten doch beide Gruppen auf der neuen Erde ein neues Leben beginnen? Sollten dort zwei Kolonien entstehen? Das empfand ich beim Lesen als so unsinnig, dass ich Amy Ryan die ganze Dramatik ihres Buches nicht mehr ganz abnehmen konnte. Wieso sind auf Anne Mathers Schiff nicht noch andere Religionen vertreten? Unglaubwürdig fand ich auch, dass Anne Mather nicht auch an den jüngeren Jungs interessiert war. Immerhin wären möglichst viele Kleinkinder auf der New Horizon begehrte Adoptivkinder gewesen. Gestört hat mich außerdem, wie Kieran und Waverlys Liebesbeziehung dargestellt ist. Am Anfang der Geschichte, als beide zusammen an Board der Empyrean sind, birgt ihre Beziehung interessantes Potenzial. Sie sind einander praktisch seit Geburt versprochen, doch gerade Waverly sehnt sich insgeheim danach, keiner Vorbestimmung folgen zu müssen. Dann als beide getrennt werden, sehnt sie sich doch nach Kieran? Und nur nach Kieran? Ich fand diesen Part sehr unglaubwürdig. Ich brauche nicht in jeder Story eine zum-Mitschmachtende-Liebesgeschichte, aber Nachvollziehbarkeit ist dennoch wichtig für mich.
Alles in allem empfand ich „Glow“ nur als ein befriedigendes Leseerlebnis. Amy Ryan hat versucht ein sehr ambitioniertes Buch zu schreiben, verzettelt sich dann aber für meinen Geschmack zu sehr . Mir hat "Glow"also leider nur bedingt gefallen.

  (9)
Tags: belügen, betrug, brutal, dramatisch, entführung, erste liebe, flucht, gefangene, gefangene, gewalt, heuchelei, hintergehen, hinterhältigkeit, jugendbuch, jugendliche, kieran, lügen, neue erde, neuer planet, opfer, pflegeeltern, raumschiff, religion, scheinheiligkeit, science fiction, sekte, siedler, täter, täuschen, täuschung, teenager, wahrheit, waverly, weltall, weltall, zukunft   (36)
 

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dystopie, liebe, aspen, prinz, maxon

The Selection

Kiera Cass
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Harpercollins Childrens Books, 24.04.2012
ISBN 9780062059932
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„The Selection“ ist der Auftakt zu einer Dystopie-Serie, die an „The Hunger Games“ ein wenig erinnert, aber weniger grausam ist.

Inhalt:
America Singer lebt in einem Königreich. Die USA gibt es nach großen Kriegen nicht mehr und eine neue Gesellschaft hat sich entwickelt. Ein strenges Kastensystem unterteilt die Menschen. Americas Familie gehört in die 5. Kaste, die Kaste der Künstler. Man kann nur z. B. durch Heirat als Frau aufsteigen, aber eigentlich erwarten alle, dass man innerhalb seiner Kaste heiratet. Künstler dürfen keinen anderen Beruf ergreifen. America ist in Aspen einem Nachbarn und Angehörigen der sechsten Kaste, den Dienern verliebt. Doch ihre strenge Mutter würde eine Ehe mit ihm niemals billigen. Auch Aspen will nicht, dass America die Musik für ihn aufgibt.
Der Sohn des Königs, Maxton, soll ein Mädchen aus dem Volk heiraten. Dafür dürfen sich alle Mädchen zwischen 16 und 20 Jahren für eine Lotterie anmelden. 35 glückliche Kandidatinnen sollen für ein paar Wochen auf das Schloss ziehen und der Prinz schickt nach und nach einige Mädchen nach Hause, bis er seine Braut gefunden hat. Fernsehteams berichten regelmäßig, damit das Volk unterhalten wird. America wird von ihrer Mutter genötigt sich anzumelden, obwohl sie überhaupt kein Interesse an Maxton hat. Sie liebt ja Aspen. Als eine der wenigen Kandidatinnen einer niedrigen Kaste kommt sie in die Show. Aspen löst ihre heimliche Verlobung auf, damit America eine Chance auf Glück bekommt.

Zum ersten Mal findet America Freundinnen. Aber auch einige Feinde unter den aufgetakelten, gerissenen Kandidatinnen. Mit Maxton versteht sie sich überraschend gut. Doch schnell stellt sie klar, dass ihr Herz vergeben ist. Sie und Maxton werden gute Freunde und sie bietet Maxton an, sein „Maulwurf“ unter den Kandidatinnen zu sein. Denn America will eine ihrer Freundinnen als Gewinnerin am Ende sehen. America schafft es aber nicht sich völlig Maxtons Charme zu entziehen. Wird sie weiterhin auf Aspen hoffen oder wird sie vielleicht doch den Contest gewinnen?

Meinung:
„The Selection“ lässt sich in Windeseile lesen. Die Prämisse ist gut und gerade der Anfang mit der Beschreibung von America und Aspens verbotener/heimlicher Liebesbeziehung ist packend. Auch die Umstände wie für America die Show beginnt sind spannend und gut geschrieben. Gerade ihre Interviews und Vorbereitungen auf ihre Rolle als Kandidatin erinnern tatsächlich an „The Hunger Games“. Alles ist im Grunde wie bei Katniss, ohne die lebensbedrohliche Düsternis. Leider, leider sind einige Details an „The Selection“ etwas albern, widersprüchlich und undurchdacht. In ihrer Summe mindern sie die Qualität des Buches. Auch dass es eine Fortsetzung geben wird, finde ich etwas unnötig. Bzw. das wahrscheinliche Thema der Fortsetzung ist enttäuschend für mich. Schade finde ich auch, dass Kiera Cass es nicht schafft, wie Suzanne Collins Reality TV Shows zu hinterfragen, kritisieren und clever darzustellen. Die Boshaftigkeiten und Intrigen und auch die gespielten/Fake-Emotionen , mit denen bei ähnlichen Shows die Zuschauer bei Laune gehalten werden, sind viel zu brav im Buch dargestellt. Etwas mehr Überzogenheit hätte ich für ein intelligente Unterhaltung gebraucht. Kiera Cass thematisiert hingegen die Dramatik und die Tragödie, mit denen Menschen in festen Kastensystemen gut, doch wie gesagt, wird das Buch ab der Mitte immer seichter und auch „lame“.
Fazit: Wenn man Reality-Shows, auf die „The Selection“ anspielt, mag, kann man mit großem Enthusiasmus das Lesen beginnen. Kiera Cass gelingt es aber nicht solche TV-Formate gut genug darzustellen. Viele Kleinigkeiten sind missglückt an „The Selection“, weshalb die Geschichte, die eigentlich große Gefühle und Dramatik birgt, unausgegoren wirkt und den Leser nicht bis zum Schluss mitreißt und begeistert.

  (7)
Tags: america singer, armut, aspen, braut, brautsuche, dramatisch, dystopie, ehe, futuristisch, gefahr, hof, hunger, jugendliche, kandidatinnen, kasten, klassengesellschaft, königreich, liebe, maxton, prinz, reichtum, romantisch, schloss, teenager, tv-show, usa, verbotene liebe, zukunft   (28)
 

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(21)

34 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

märchen, fantasy, cinder, jugendbuch, liebe

Cinder: Book One in the Lunar Chronicles

Marissa Meyer
E-Buch Text: 400 Seiten
Erschienen bei Feiwel & Friends, 03.01.2012
ISBN B005KJJ4F8
Genre: Sonstiges

Rezension:

„Cinder“ ist der Auftakt einer Science Fiction Serie, in der jeder Teil ein anderes Grimmsche Märchen nacherzählt.

Inhalt:
Cinder ist ein Cybot und lebt in New Beijing. ALs Kind hatte sie einen schlimmen Unfall und konnte nur gerettet werden, indem sie künstliche Körperteile erhielt. Auch ihr Gehirn musste verändert werden. Sie ist in den Augen von gesunden Menschen ein Halbroboter und wird wie alle anderen Cybots misstraut. Cinder ist eine Mechanikerin und verdient mit Reparaturen auf einem Marktstand. Sie lebt bei ihrer Adoptivmutter oder besser Stiefmutter. An die Zeit vor ihrem Unfall erinnert sie sich nicht. Ihr Adoptivvater hatte sie nach der Operation adoptiert und mit nach New Beijing gebracht. Danach ist er verstorben. Ihre Stiefmutter akzeptiert sie bis heute nicht. Cinder muss für sie schuften und nur durch sie, können sie, ihre Stiefmutter und ihre beiden Stiefschwestern über die Runden kommen. Cinders einzige Freunde sind ein kleiner Roboter und ihre jüngere Stiefschwester.
New Beijing wird von einem freundlichen Kaiser regiert, der aber an der gleichen Seuche erkrankt ist, an der auch Cinders Stiefvater verstorben war. Sein Sohn will auf einem Ball eine mögliche Braut für sich suchen. Cinders Stiefschwestern wollen natürlich auf dem Ball und Cinder hofft auch mitkommen zu dürfen. Natürlich will ihre Stiefmutter sie nicht dabei haben.
Der Geschichte beginnt aber damit, dass Cinder - als beste Mechanikerin von New Beijing - vom Prinzen persönlich auf dem Markt besucht wird. Sie soll seinen Roboter reparieren, der wichtige Informationen in sich trägt. Auf dem Mond wohnt ein geheimnisvolles Volk- Die Lunars. Die Anführerin ist gefährlich und will die Menschen auf der Erde wie ihr eigenes Volk unterwerfen. Sie will den Prinzen heiraten und deshalb hofft der Prinz schnell ein anderes Mädchen zum Heiraten finden.
Auf der ganzen Welt sterben die Menschen an einer schrecklichen Seuche. Cybots werden als Versuchskaninchen benutzt. Als Cinders geliebte jüngere Stiefschwester an der Seuche erkrankt, meldet ihre Stiefmutter in ihrer Trauer und Wut, Cinder als Versuchsmenschen an. Gegen ihren Willen wird Cinder in die Labore verschleppt und in Narkose versetzt. Doch dann stellt sich heraus, dass Cinder als einzige imun gegen die Seuche ist. Sie erhält neue Privilegien, schmiedet einen Fluchtplan, um aus New Beijing und von ihrer Stiefmutter zu fliehen, trifft den Prinzen wieder und gerät in den Kampf zwischen ihm und der Lunar-Diktatorin …

Meinung:
Marissa Meyer schafft es, dass man in die Welt von „Cinder“ eintaucht. Sie schreibt detailiert ohne zu langweilen, und man fiebert schnell mit Cinder mit. Cinder selbst ist anfangs ein toller Charakter sie ist sarkastisch und interessant. Allerdings nimmt die Qualität des Buches leider nach der Hälfte ab. Der Anfang lässt auf ein grandioses fast schon episches und an Star-War-erinnerndes Science Fiction Abenteuer mit Liebesstory hoffen, doch dann wird Marissa Meyer für meinen Geschmack etwas konfus. Marissa Meyer verliert den roten Faden und es fehlt außerdem auch an Tiefe bei „Cinder“. Weder ihre großen Verluste und tragischen Erlebnisse berühren den Leser, noch macht sie sich tiefsinnige Gedanken über z.B. was es heißt ein Mensch mit künstlicher Intelligenz zu sein. Das Buch beinhaltet eine große Überraschung, die aber jedem aufmerksamen Leser ab erster Andeutung klar gewesen sein müsste. Leider ist „Cinder“ deshalb auch vorhersehbar.
Fazit: „Cinder“ stellt nach gutem Beginn doch nur als ein ganz gutes Leseerlebnis heraus. Marissa Meyer hätte viel mehr aus ihren tollen Ideen machen können und schafft es nicht ein fulminantes Science-Fiction/Fantasy-Buch zu bieten.

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Tags: aufregend, ball, cinder, cybots, dramatisch, fantasy, futuristisch, grimm, hof, jugendbuch, junge erwachsene, kaiser, märchen, märchennacherzählung, new beijing, prinz, roboter, science fiction, seuche, stiefmutter, stiefschwestern, zukunft   (22)
 

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23 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

dystopie, polygamie, genexperiment, rhine, zukunft

Wither

Lauren DeStefano
Fester Einband: 358 Seiten
Erschienen bei Simon & Schuster, 22.03.2011
ISBN 9781442409057
Genre: Jugendbuch

Rezension:

"Wither" ist der Auftakt zu einer Dystopie-Trilogie. Das Buch erinnert sehr an „A Handmaid’s Tale“ von Margeret Atwood. Sex, Gewalt, Ungerechtigkeit, Trostlosigkeit, Apokalypse sind die Themen. Lauren Destefano schreibt sehr eindringlich, melancholisch und passt ihren Stil Rhines emotionaler Art an. Dies ist wirklich sehr gut gelungen. Man leidet mit ihr und sympathisiert mit ihr. Man kann ihre Zweigespaltenheit nachvollziehen. Sie bleibt sich selbst treu und gibt nicht der einfachen Wahl hin – sich mit dem goldenen Käfig und Linden abzufinden. Allerdings hat das Buch auch unheimlich viele Längen. Um Schockmomente noch mehr auszukosten, wiederholt Destefano einige Details immer und immer wieder. Zum Teil sogar im selben Wortlaut. Ich meine mindestens 4 mal Erwaehnungen von der Erschiessung der anderen Entfuehrungsopfer gelesen zu haben. Zum Ende hin habe ich ganze Abschnitte nur noch flüchtig gelesen. Lauren Destefano baut auch viele Fragen auf. Noch hat sie nicht alle Antworten gegeben. Vaughn ist z.B. sehr undurchschaubar. Hoffentlich macht es Lauren Destefano es sich nicht leicht und lässt vieles einfach in der Schwebe in ihren weiteren Bänden.
Alles in allem ein ganz guuutes dystopisches Jugendbuch, aber nicht das aller, aller beste. Leider. Wer gerade auf dem Trip ist, solche Themen lesen zu wollen, der kann aber „Wither“ eine Chance geben.
Inhalt (Achtung mit Spoiler!):
Nach einem verheerenden Weltkrieg, existiert nur noch die USA. Wissenschaftler haben genetisch nahezu perfekte Menschen geschaffen. Doch deren Kinder und Enkelkinder sind alle Opfer eines schlimmen Virus. Mädchen befällt die tödliche Krankheit mit 20 und Jungs mit 25. Teenager werden jung Eltern und Kinder werden sehr schnell zu Waisen. Die meisten Menschen sind arm und nur eine kleine Minderheit ist reich. Die wenigen reichen und mächtigen Familien kaufen oft Teenager Mädchen als Bräute für ihre Söhne.
Rhine (16) lebt mit ihrem Bruder in New York. Die beiden können sich gegenseitig gut über Wasser halten. Sie haben das Haus ihrer verstorbenen Eltern und verdienen genug Geld, um sich zu ernähren. Jede Nacht verbarikadieren sie sich, damit Bettler ihr Hab und Gut nicht plündern. Dann wird Rhine in eine Falle gelockt und landet in den Fängen von Schleppern. Sie wird mit vielen anderen Mädchen nach Florida gekarrt, Ein reicher Witwer, Vaughn, und dessen Sohn Linden suchen sich sie und zwei andere Mädchen aus der Ladung aus. Die anderen Mädchen werden entweder erschossen oder zu einer anderen Selektion gebracht. Rhine, Jenna und Cecily heiraten Linden in einer Gemeinschaftseheschließung. das Leben in Lindens Wohnsitz ist luxuriös, aber es ist ein goldener Käfig und Rhine sehnt sich nach ihrem Bruder.
Ab hier Spoiler (inklusive Schluss!)
SPOILER
SPOILER
SPOILER
SPOILER
SPOILER
Lindens Vater drängte Linden drei neue Frauen zu nehmen. Seine erste und geliebte Frau Rose ist 20 und liegt im Sterben. Linden sollen seine neuen Frauen von seiner Melancholie befreien. Rhine freundet sich mit Rose an, während ihr ihre „Sister Wives“ fremd bleiben. Rose trichtert Rhine ein, dass sie ganz leicht zu Lindes Lieblingsfrau werden kann. Cecily ist erst 13, praktisch ein Kind und weltfremd. Jenna ist zwar schön, aber sie behandelt Linden und seinen Vater feindselig. Rhine bedrückt alles einfach sehr. Ihr tut Rose leid, sie kann sich mit ihrer Lage nicht abfinden. Schnell begreift sie, dass die Hausangestellten auch keinen Weg raus in die Welt haben. Teilweise wurden sie bei Auktionen (wie Sklaven) gekauft. Ihr Leibdiener ist Gabriel. Langsam entwickelt Rhine auch Gefühle für ihn. Rhine weiß lange nicht, ob sie ihren Sister Wives trauen kann, doch Jenna wird als erste ihre Verbündete. Jenna muss früher als Prostituierte gearbeitet haben. Ihre beiden Schwestern wurden nach der Selektion erschossen. Dies kann sie Linden und seinem Vater nicht verzeihen. Sie will aber nicht wie Rhine weglaufen, denn sie erwartet nichts besseres draußen in der Welt und mit ihrer verbleibenden Zeit bis zur Krankheit in zwei Jahren, kann sie auch im Luxus leben. Cecily hat bisher nur das Leben in einem kargen Waisenhaus erlebt. Sie glaubt, das große Los gezogen zu haben und findet ihre Lage sogar romantisch. Sie schläft als erste mit Linden und ist aber eigentlich völlig überfordert. Dann wird sie sogar schwanger. Rhine widert Linden an, doch dann findet sie heraus, dass Linden im Grunde nichts von den Grausamkeiten seines Vaters ahnt. Vaughn ist ein Wissenschaftler, der über Leichen geht. Er hat im Keller des Anwesens ein Labor. Rose hatte angeblich eine Fehlgeburt. Bis zum Schluss des Buches ist nicht klar, was mit dem Baby wirklich passiert ist. Was treibt Vaughn. Bedient er sich an Leichen und schafft ein Frankenstein im Keller? Rhine kann nur schwer herumspionieren, denn ihre Etage kann nur über einen Fahrstuhl betreten und verlassen werden, zu dem sie keine Karte hat.
Rhine steigt zu Lindens Lieblingsfrau auf. Sie darf mit ihm auf Parties und erhält andere Privilegien. Einmal missglückt ein Fluchtversuch während eines Hurricanes. Gabriel wird zum arbeiten in den Keller verdonnert, und Rhine sorgt sich, was mit ihm ist. Schließlich wird Jenna von Vaughn vergiftet und Cecily bekommt ihr Kind. Sie ist es, die Rhine und Gabriel am Ende die Flucht ermöglicht. Gemeinsam versuchen sie per Boot nach New York zu kommen.

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Tags: cecily, dramatisch, düster, dystopie, ehe, entführung, florida, flucht, gabriel, gefahr, jenna, junge frauen, krankheit, linden, mord, new york, polygamie, rhine, science fiction, tod, tragisch, usa, verschleppung, zukunft   (24)
 

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kinderbuch, berlin, taubstumm, trübsal, kinder-detektive

Rico, Oskar und der Diebstahlstein

Andreas Steinhöfel , Andreas Steinhöfel
Audio CD
Erschienen bei Silberfisch, 29.09.2011
ISBN 9783867420693
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Leider, leider hat der dritte und letzte Band der Rico-Reihe mich enttäuscht. Der Fall war lahm. Es gab kaum etwas neues und spannendes über Rico oder Oskar zu erfahren. Die Szenen waren teilweise viel zu lang. Wieder war das Thema im Grunde Erwachsene mit Depressionen und wie die Kinder in deren Umfeld damit umgehen. Für mich zeigt Teil 3 das die Luft endgültig aus der Serie raus ist. Ich hätte das Buch nicht lesen können. Ich konnte die Geschichte wirklich nur als Hörbuch mir "reinziehen". Andreas Steinhöfel liest wieder sehr, sehr gut. Und nur, weil es so angenehm ist ihm zuzuhören, hatte ich trotz langweiliger Story dennoch ein wenig Freude am Hörbuch, weshalb ich ganz gnädig zwei und nicht nur einen Stern dafür vergebe. Ich würde vom Kauf abraten und ich hoffe, dass Eltern und Lehrer Kinder nicht nötigen das Buch zu lesen.

  (7)
Tags: berlin, depression, eltern, kinderbuch, kinder-detektive, meer, ostsee, taubstumm, trübsal   (9)
 

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liebe, gebärdensprache, jugendbuch, jugendliche, freundschaft

Freak City

Kathrin Schrocke
Flexibler Einband: 203 Seiten
Erschienen bei Sauerländer Düsseldorf, 15.01.2010
ISBN 9783794170814
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich habe versucht dieses Buch zu lesen und bin nicht über die Hälfte hinaus gekommen. Es geht um den 15-jährigen Mika, der gerade von einer Freundin verlassen wurde und sich nun in ein taubes Mädchen verliebt. Er lernt sogar die Gebärdensprache für sie und lernt ihre Welt kennen. Das Buch ist aus seiner Ich-Perspektive erzählt. Und hier lag leider mein Problem. Ich fand nicht, dass die Autorin authentisch aus der Sicht dieser männlichen Hauptfigur schreiben konnte. Mika ist einfach zu weinerlich, weiblich und überhaupt nicht cool. Nicht dass alle Jungs immer cool und stark sein müssen. Dieses Sensibelchen war aber nicht nach meinem Geschmack. Leider wurde ich also mit der Hauptfigur nicht warm und konnte das Buch nicht zuende lesen. Dies hat mich verwundert, da ich gute Kritiken zu FReak City gelesen und neugierig darauf war. Kathrin Schrocke baut zwar Jugendsprache, Jugendthemen, kleine Erwähnungen aus der Pop Kultur ein, aber irgendwie passt alles nicht zusammen bzw erzwungen. Bei einigen dieser Details hab ich mich dann eben auch immer wieder gefragt, ob ein Junge wie Mika wirklich soo denken würde und über Stars (Heidi und ihr Seal?!) nachdenken würde. Das ist doch sehr mädchenmäßig. Vielleicht hätte ich es besser gefunden, wenn Mika ein Mädchen gewesen wäre, das sich in einen taubstummen Jungen verliebt. Wie dem auch sei. Für mich ist Freak City eine Enttäuschung.

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Tags: cafe, erste liebe, familie, gebärdensprache, jugendbuch, jugendliteraturpreis nominierung, liebe, taub   (8)
 

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usa, jugendbuch, geschwister, umwelt, entführungen

The Water Wars

Cameron Stracher
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Sourcebooks Inc, 01.01.2011
ISBN 9781402243691
Genre: Sonstiges

Rezension:

Die 14-jährige Vera lebt mit ihrem Bruder Will auf dem völlig vertrockneten Lande in den USA. Das Wasser ist seit Jahren knapp, es gab/gibt Kriege deswegen und korrupte Firmen, die Profit aus der Knappheit schlagen wollen. Dann lernt Vera den scheinbar reichen Kai kennen. Warum muss er nicht zur Schule und wieso lebt er, der nie Durst erleiden muss, in ihrer ärmlichen Gegend? Kai wird entführt und Vera und Will machen sich auf die Suche nach ihm. Landpiraten nehmen sie gefangen und schließlich kommen sie einer korrupten Firma auf den Grund, die das Wassermonopol an sich reißen will.
Actionreich und atmosphärisch versucht Cameron Stracher Veras Geschichte zu erzählen. Mich hat dieses dystopische Jugendbuch aber nicht gepackt. Vera wirkt unglaubwürdig und der Autor kann nicht gut aus ihrer Sicht erzählen. Ständig werden Vera und Will getrennt und geraten in brenzlige Situationen, ständig kommen sie dann doch per Zufall wieder zusammen. Eine clevere Handlung ist nicht Strachers Stärke. Mich hat Veras Abenteuer nur noch gelangweilt. Zu Gute halten muss ich Stracher, dass er sich ein interessantes und gut erklärtes Schreckensszenario in seiner Dystopie überlegt hat. Seine Idee mit der Wasserknappheit klingt erschreckend plausibel! Leider ist sein Umsetzung der Story für meinen Lesegeschmack misslungen.

  (7)
Tags: action, dramatisch, dystopie, entführungen, geschwister, jugendbuch, umwelt, usa, usa, verschwörung, wasserknappheit, zukunft   (12)
 

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(4)

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jugendbuch, schwangerschaft, verdrängung, kindstötung, kindsmörderin

After

Amy Efaw
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Speak, 02.12.2010
ISBN B0055X4DLO
Genre: Sonstiges

Rezension:

"After" von Amy Efaw hat mir überhaupt nicht gefallen. Ich liebe sonst Problembücher und als ich anfing "After" zu lesen, hatte ich gehofft zu dem selten behandelten Thema der Kindstötung ein spannendes Buch lesen zu könne. Mann wurde ich enttäuscht. Der Anfang ist wirklich gut. Die Hauptfigur Devon ist vielschichtig und hat interessante Ausgangskonflikte. Ihre Mutter war selbst ein Teenager, als sie sie bekam. Devon hatte eine schreckliche Kindheit in Armut und mit ständig wechselnden Freunden der Mutter. Sehr gut kann man sie verstehen, warum die Vorstellung einer eigenen zu frühen Schwangerschaft so schrecklich für sie ist. Das Buch beginnt damit, dass Devon zu Hause für die versuchte Kindstötung verhaftet wird. Sie hatte angeblich erst kurz vor der Geburt die Schwangerschaft nicht bemerkt und dann das Baby im Badezimmer bekommen. Blutverschmierte Tücher sowie das Baby selbst wollte sie nach der traumatisierenden Geburt nur loswerden. Doch das Baby wird im Müll gefunden und die Polizei ermittelt Devon recht schnell als wahrscheinliche Mutter und Täterin. Vieles aus Devons Vergangenheit wird in Flashbacks gezeigt. Sie kommt sofort in Untersuchungshaft. Es gibt unheimlich viele Szenen mit ihrer Pflichtverteidigerin, die in langen Gesprächen versucht Devons Beweggründe, Schuld/Unschuld zu ermitteln. Dann thematisiert Amy Efaw auch die Haftzeit und Devons Probleme mit anderen Häftlingen, was mich nicht wirklich packen konnte. Und schließlich erlebt der Leser die langen Gerichtsszenen, Anwalt- und Staatsanwaltsmonologe und -Fragereien mit. Die Handlung ist sehr mühsam zu lesen. Das Ende, das ich nicht spoilern will, hat mir aber den Rest gegeben, so dass ich das Buch eigentlich schon als ärgerlich empfand. Fazit: Gute, mutige Idee für ein Jugendbuch mit schlechter Ausführung, fragwürdiger Moral.

  (4)
Tags: anwälte, gericht, jugendbuch, kindsmörderin, kindstötung, mutter-tochter-beziehung, schwangerschaft, teenage-mom, verdrängung   (9)
 

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(2)

2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

düster, trilogie, krieg, letztes buch, tod

Mockingjay

Suzanne Collins , Carolyn McCormick , Carolyn McCormick
Audio CD
Erschienen bei Scholastic Audio, 19.10.2010
ISBN 9780545101424
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Leider, leider war "Mockingjay" für mich ein absoluter Let-Down. Ich hatte nach "Hunger Games" unheimlich hohe Erwartungen. Schon an Band 2 hatte ich Längen zu bemängeln. Dieser dritte Abschlussband der Trilogie war unheimlich schlecht. Die Story zog sich dahin, die Figuren waren kaum wieder zu erkennen. Die Lösung am Ende der Gesamtstory sowie auch Katniss persönlicher Tragik war für mich sehr lieblos und einfach nur enttäuschend. Mir hat das Buch auch überhaupt keinen Spaß bereitet. Ich meine nicht, dass ich großen Humor oder kitschige Liebesszenen erwartet habe. Auch ein düsteres Buch hätte aber zumindest Cleverness beinhalten können. Suzanne Collins hat sich überhaupt keine Mühe damit gemacht, irgendwelche unerwarteten Handlungstwists einzubauen. Meine Erwartungen waren eindeutig zu hoch für ihre Kunst einen guten Plot zu schaffen. Für mich stellt "Mockingjay" eine Enttäuschung dar. Wenn mich jemand fragt, ob er die Serie lesen soll, empfehle ich nur Teil 1 und dass man den Rest als Zusammenfassung irgendwo nachlesen soll.

  (4)
Tags: action, dramatisch, düster, kampf, krieg, letztes buch, tod, trilogie, zerstörung, zukunft   (10)
 

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28 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

engel, angel, love, fantasy, liebe

Unearthly

Cynthia Hand
Fester Einband: 435 Seiten
Erschienen bei Harpercollins Childrens Books, 04.01.2011
ISBN 9780061996160
Genre: Sonstiges

Rezension:

Mir hat Unearthly nicht so gut gefallen, Ich hatte mir mehr versprochen. Die Autorin bedient sich guter Zutaten und fügt sie auch ganz nett zusammen: Das Buch ist stellenweise romantisch, das paranormale Thema rund um die Engel ist gut durchdacht. Es geht um die 16-jährige Clara, die wie ihre Mutter und ihr Bruder Angel-Blood ist. Sie stammen also von Engeln ab. Als Teenager erhält sie nun an Hand einer Vision ihre Mission. Sie muss aus einem brennenden Wald einen unbekannten Jungen retten. Clara merkt sich das Autokennzeichen seines Autos und so zieht die Familie schnell in den Ort. Clara lebt sich ein und verliebt sich auch. Außerdem trifft sie auf den Jungen, den sie irgendwann retten soll. Claras neue Freundin Angela entpuppt sich auch als Halbengel, ABER ihr Hintergrund ist tragisch. Es gibt auch fiese Engel sogenannte Black Wings. Und sie wurde solch einem gezeugt, als er ihre Mutter damals vergewaltigte und dabei geistig zerstört zurückgelassen hat.
Die Autorin Cynthia Hand spielt also mit dem Engel-Thema auf eine vielschichtige Art und Weise. Leider empfand ich aber viele Szenen wie eine Fernsehseifenoper. Claras Mom hat viele Geheimnisse vor ihr und nur nach und nach erfährt Clara immer mehr. Cynthia Hand erzeugt so natürlich Spannung, allerdings war ich schnell nur noch genervt davon, dass Clara immer wieder im Dunkelen gelassen wird. Ständig streitet sie sich mit ihrer Mom und ständig verlässt dann eine der Figuren seifenopermäßig den Raum und zieht von Dannen. Dann ist das Kapitel zu ende und eine neue Szene beginnt. Was dazwischen passiert ist, bleibt unerwähnt. Mich hat solch eine Erzählart der eigentlich ganz netten Geschichte genervt. Eine weitere Schwierigkeit hatte ich mit Cynthia Hands streckenweise viel zu langsamen Handlungsaufbau. Am Ende nimmt die Dramatik zwar zu, aber gerade der Mittelteil scheint unendlich. Einen zweiten Teil will ich nicht unbedingt lesen.

  (9)
Tags: drama, engel, high school, jugendbuch, kleinstadt, paranormal, romantik   (7)
 

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

verbotene liebe, dystopie, internet, liebe, action

Awaken

Katie Kacvinsky
E-Buch Text: 320 Seiten
Erschienen bei Houghton Mifflin Harcourt, 02.05.2011
ISBN B004X7TL1A
Genre: Sonstiges

Rezension:

Maddie Freeman lebt ca. 50 Jahre in der Zukunft. Social Websites haben such weiter entwickelt und die meisten Menschen leben nur noch zu Hause und treffen sich fast nur noch virtuell. Gerade Eltern sind begeistert, dass ihre Kinder sicher zu Hause sind und nicht ausgehen oder in der Schule "Gefahren" ausgesetzt sind. Maddie verliebt sich einen jungen Rebell, der gegen das totalitäre System der Regierung kämpft. Schnell steckt sie in einem Dilemma, denn ausgerechnet ihr eigener Vater gehört dem Establishment an, das hinter der virtuellen Schule und dem Einsperren und Kontrollieren von Maddie und ihren Peers steckt.
Katie Kacvinsky hat ein spannendes, interessant überlegtes dystopisches Szenario für ihren Jugendroman gewählt. Natürlich ist vieles überspitzt. Aber ohne das Überspitzen hätte sie keine Story gehabt, Also ist man als Leser gut daran, einfach mal alles zu glauben, was passiert. Denn Katie Kacvinsky belohnt dafür mit interessanten Figuren, Konflikten und guten Fragen, die einen auf unterhaltsame Art zum Nachdenken bewegen. Sie zeigt, dass sie sich damit auskennt, was es heißt viel online zu sein und stellt dementsprechend gute Fragen.

  (6)
Tags: action, drama, dystopie, internet, jugendbuch, liebe, spannung, verbotene liebe   (8)
 

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(29)

59 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

liebe, griechische mythologie, young adult, greek mythology, hass

Starcrossed

Josephine Angelini
Fester Einband: 487 Seiten
Erschienen bei Harpercollins Childrens Books, 31.05.2011
ISBN 9780062011992
Genre: Sonstiges

Rezension:

"Starcrossed” ist ein ganz tolles, spannendes, herrlich romantisches Jugendbuch. Eine Mischung aus Twilight und Percy Jackson.
Helen, eine scheinbar normale High School Schülerin entdeckt, dass sie eine Halbgöttin (altgriechische Mythologie) ist. Sie verliebt sich ganz tragisch in Lucas, einem Mitglied eines verfeindeten Clans und so nimmt diese Story um eine verbotene Liebe seinen Lauf.
Das Buch ist pure Unterhaltung mit Romantik, Drama, Humor, Action, Verschwörungen und sogar Krimi-Elementen. Schnell ist man völlig an das Buch gebannt. Sehr gut finde ich, dass Josephine Angelini, nie eines ihrer Andeutungen vom Anfang der Geschichte vergisst, sondern alles seinen Sinn hat und wieder aufgegriffen wird. Das finde ich an Autoren „diszipliniert“. Viele machen nämlich Andeutungen oder stellen Rätsel auf und lassen dann alles recht vage und offen. Und verstecken sich dann hinter der Ausrede, dem Leser nicht alles auf dem Silberteller präsentieren zu wollen. Stattdessen zeigt aber Angelini, dass sie sehr wohl die Übersicht behalten kann und großes mit ihren Figuren vorhat. Ich bin unheimlich gespannt auf die beiden Folgebände der Trilogie. Ob sie ihre Qualität beibehalten kann. Ich will nicht zu viel von der Story verraten, deshalb sage ich nur, dass mir "Starcrossed" unheimlich gut gefallen hat!

  (5)
Tags: altigriechische mythologie, clans, drama, erste liebe, erster band, familienfeinde, fehde, furien, hass, identität, jugendbuch, liebe, nantucket, spannung, trilogie, verbotene liebe   (16)
 

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(4.580)

7.166 Bibliotheken, 76 Leser, 27 Gruppen, 441 Rezensionen

liebe, zeitreise, zeitreisen, london, fantasy

Smaragdgrün

Kerstin Gier
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Arena, 08.12.2010
ISBN 9783401063485
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Endlich, endlich, endlich, endlich. Letzte Nach bin ich bis 2 Uhr wachgeblieben und hab endlich Mir hat der letzte Band ihrer Trilogie sehr gut gefallen. Die Rätsel sind gelöst, es wurde wieder romantisch und witzig. Besonders gut fand ich, dass praktisch kein Charakter vergessen wurde. Sogar Madame Rossini hat eine kleine, wichtige Rolle. Solche Kleinigkeiten finde ich für eine Serie besonders gut, denn es zeigt, dass die Autorin selbst niemanden völlig außer Acht lassen will. Wie dem auch sei, wer Band 1 und Band 2 gern gelesen hat, kommt nicht umher auch Band 3 zu lesen (das ist ja klar). Ich denke, wenn man alle drei Bücher ohne Warterei nun hintereinanderweglesen kann, hat man es gut. Ich musste oft ein wenig stocken und nachdenken, wie dies und jenes noch mal in einem der Vorgängerbänden war. Irgendwann lese ich alle drei Bücher noch mal! Ich freue mich aber schon auf neue Jugendbücher von Kerstin Gier :o)

  (8)
Tags: geheimnis, letzter band, liebe, london, romatisch, trilogie, verschwörung, witzig, zeitreise   (9)
 

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

düster, tragisch, jugendbuch, gefahr, erste liebe

Perfect Chemistry

Simone Elkeles , Roxanne Hernandez , Blas Kisic
Audio CD
Erschienen bei Brilliance Audio, 01.11.2010
ISBN 9781441888525
Genre: Sonstiges

Rezension:

Dieses Hörbuch hat mir nicht soo gut gefallen. Die beiden Sprecher waren, denke ich, nicht gut ausgewählt worden. Roxanne Hernandez liest Brittany ganz nett (aber auch nicht perfekt sondern überzogen) und Blas Kisic liest Alex wirklich nicht gut. Die Kapitel aus Alex' Sicht waren meistens nervig und wie dann dieser Sprecher die Dialoge mit Brittany gelesen hat, war auch nicht gut.
Ich denke aber, dass mir auch mit etwas besseren Sprechern "Perfect Chemistry" nicht gut gefallen hätte. Ich konnte mit Brittanys und Alex' Liebesgeschichte nicht wirklich mitfiebern und hab am Ende das Buch nur noch runtergehört. Als Buch hätte ich wahrscheinlich das Ende nur geskimmt.
Dabei hat die Geschichte viel Potenzial. Als die beiden Hauptfiguren sich noch nicht kennen und Vorurteile gegeneinander haben, war die Story noch spannend zu verfolgen für mich, danach wurde es cheesy, langatmig, vorhersehbar. Hm. Mir hat vor allem Brittanys Ausgangssituation als das perfekte Mädchen aus dem perfekten Zuhause mit aber dysfunktionaler Familie und kranker Schwester sehr interessiert. Leider spielt Simone Elkeles diese Story nicht für meinen Geschmack gut genug aus.
Gefallen hat mir, als Brittany und Alex zum ersten Mal realisieren, was sie wirklich für einander empfinden und beide ihre Gefühle nicht wahrhaben wollen. Großartige Momente, die an Bella und Edward erinnern. Hier empfand ich Simone Elkeles größte Stärke. Vor allem finde ich gut, dass ihr "Edward" Alex kein übernatürliches Wesen ist, sondern als Mensch aus der realen genauso ein "Bad Guy" sein kann. Leider nimmt aber danach, die Qualität von Simone Elkeles Story für mich deutlich ab. Ich empfand Brittany und Alex' Liebesstory als deutlich unromantischer präsentiert als manch andere.

  (7)
Tags: arm, dramatisch, düster, erste liebe, gang, gefahr, geheimnisse, gewalt, high scool, jugendbuch, reich, romantisch, spannend, tragisch, verbotene liebe   (15)
 

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monster, märchen, jugendbuch, fluch, high school

Beastly

Alex Flinn , Chris Patton
Audio CD
Erschienen bei Brilliance Audio, 15.03.2011
ISBN 9781455808687
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Endlich habe ich Beastly gehört/gelesen. Dieses Buch war schon lange auf meiner WL. Ich habe die amerikanische, ungekürzte Hörbuchfassung gelesen von Chris Patton gehört. Zunächst mal: Chris Patton ist ein ganz toller Sprecher und ich hoffe, dass er noch weitere Jugendbücher liest und nicht nur Krimis! ABER: Irgendwas stimmte mit der Aufnahme nicht. Unendlich viele Silben, Wörter etc. sind verschluckt. Nur im Zusammenhang kann man das Buch überhaupt verstehen. Das war sehr ärgerlich. Ich höre nun ein anderes Hörbuch und da fällt mir richtig auf, wie schön sauber das Hörerlebnis ist.
Aber nun zu Alex Flinns Buch. Alex Flinn ist für mich die Meisterin der Autoren, die aus der Sicht von männlichen, arroganten Figuren schreiben kann. Sie hat mit Beastly eine coole moderne Version von dem Märchen Die Schöne und das Biest geschrieben. Viele Details aus dem Märchen kommen vor. Und der Plot wurde glaubhaft in das moderne New York versetzt. Die Märchen Elemente wirken weder kitschig noch fehl am Platz. Denn es gelingt Alex Flinn, die Figur von Kyle/Adrian toll zu zeichnen. Er ist zunächst ein absolut unausstehlicher Typ. Dennoch kann man sich seiner Geschichte nicht entziehen. Bad Boys haben eben auch eine Anziehungskraft. Viele Leserinnen sehen sich wahrscheinlich in Lindie und finden es toll, dass das scheinbar unscheinbare Mädchen den (eigentlichen) Traumtypen kriegt. Mir hat das "lesen" bis zu Kyle und Lindies allmählichen Kennenlernen Spaß gemacht. Der Teil der danach wird etwas wehleidig und auch die Liebesstory an sich war nicht soo schön. wie ich erhofft hatte. Alles in allem aber eine ganz tolle Märchennacherzählung.

  (7)
Tags: action, angst, dramatisch, fluch, hexe, high school, jugendbuch, liebe, märchen, monster, new york, sohn, usa, vater, zauber   (15)
 

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(49)

63 Bibliotheken, 0 Leser, 3 Gruppen, 18 Rezensionen

dystopie, liebe, zukunft, jugendbuch, matched

Matched

Ally Condie
Fester Einband
Erschienen bei null, 01.01.2010
ISBN B004EFB2QS
Genre: Fantasy

Rezension:

Endlich habe ich "Matched" fertig. Ich hatte das Buch erst auf Deutsch angefangen und dann als englischsprachiges Hörbuch weitergehört. Ally Condies Dystopie-Jugendbuch ist ruhig, emotional und gut gedacht. Es stimmt, dass hier mit deutlich heruntergesetzten Tempo erzählt wird, diese passt aber zu Casias schleichenden Zweifeln an ihrer Welt. Das Buch hätte in einem schnelleren Tempo erzählt worden sein, andererseits zeichnet die langsame Art es auch aus. Ich bin noch etwas unschlüssig. Ich mochte "Matched" aber fand es nicht soo packend. Dennoch ist es auf jeden Fall ein gelungenes Buch und ich freue mich auf den zweiten Teil. Im Vergleich zu anderen dystopischen Jugendbüchern wie “Delirium” (oder auch “Awaken”) mochte ich “Matched”insgesamt in jedem Fall genauso gern, in mancher Hinsicht mehr und in anderer aber weniger. “Delirium” ist temporeicher, dramatischer und wird gegen Ende sehr brutal. Die Liebesgeschichte in “Delirium” mochte ich nicht gerne. Ich fand die Beiden im Gegensatz zu Casias Love-Triangle mit Zander und Ky aufgesetzter. Ally Condies Liebesstory fand ich besser gelungen. Die Welt in “Matched” ist schlauer, besser durchdacht, interessanter. In Delirium ist die Grundidee ziemlicher Schwachsinn und noch wirkt alles, alle Regeln, wie man sich Familien etc . vorstellen soll schwammig. Da kommt Ally Condie dann wieder zu Gute, dass sie sich Zeit nimmt ihre Welt zu zeichnen. Ich bin gespannt, wie beide Autorinnen ihre Dystopie-Trilogien jeweils weiterführen.

  (9)
Tags: arrangierte ehe, dystopie, liebe, matchmaking, totalitäre gesellschaft, totalitäres system, trilogie, unterdrückung, usa, zukunft   (10)
 

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(18)

30 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 8 Rezensionen

dystopie, liebe, jugendbuch, freundschaft, usa

Delirium

Lauren Oliver
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Harpercollins Childrens Books, 01.02.2011
ISBN 9780061726828
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Delirium von Lauren Oliver spielt viele Jahre von uns aus gesehen in der Zukunft. In der Dystopie im Buch hat sich die Menschheit entschieden Liebe zu verteufeln. Mit der Volljährigkeit müssen alle eine Gehirnoperation über sich ergehen lassen, die die Fähigkeit zu lieben bei ihnen für immer entfernt. Den Menschen wird gepredigt, das Liebe nur Leid und Schmerz mit sich zieht. Lenas Operation steht kurz bevor. Sie ist fast 18 und hat gerade die High School beendet. Ihr wird ein Ehepartner zugeteilt, mit dem sie nach Operation und College eine im wahrsten Sinne „Vernunftehe“ führen wird. Ihr eigener Familienhintergrund ist alles andere als ideal. Ihr Vater ist verstorben, als sie ein Baby war. Sie und ihre ältere Schwester Rachel lebten in den ersten Jahren bei ihrer Mutter. Doch ihre bei Lenas Mutter hatte die Operation nie gewirkt. Auch nach mehreren versuchen, blieben ihre Liebesgefühle. Beim letzten Operationsversuch verstarb die Mutter und Lena und Rachel zogen zu ihrer Tante. Eine Tochter der Tante hatte sich als Teenager geweigert die Operation durchführen zu lassen. Lenas Tante und deren Familie haben also mehrere Schandflecken und außerdem wenig Geld. Die Partie die Lena gegeben wird ist dementsprechend bescheiden. Lenas beste Freundin Hannah hat es hingegen besser. Ihre Familie ist priviligiert und reich. Sie hat die grausamen Seiten der Gesellschaft, in der die Geschichte spielt, nicht kennengelernt. Und dennoch überredet sie Lena zu kleinen rebellischen Handlungen, wie auf heimliche Partys zu gehen. Lena lernt den ominösen so Alex kennen. Alex ist über 18 und hat falsche Papiere. Er ist in der Wildnis bei Menschen, die außerhalb des Regimes leben aufgewachsen. Diese Rebellen leben verstreut und versteckt vor den Authoritäten in Lenas Gesellschaft. Die Rebellen leben bescheiden sind aber vernetzt. Alex lebt eingeschleust im System von Lenas Welt, um hie und da zu sabotieren und spionieren. Alex und Lena verlieben sich. Er zeigt ihr, dass sie nicht an die Propaganda ihrer Regierung glauben soll. Als er ihr eine schreckliche Wahrheit über ihre Familie offenbart, beschließt sie mit ihm wenige Tage vor ihrer Operation zu fliehen.
Lauren Olivers zweites Buch „Delirium“ ist gleichzeitig der Auftakt einer Trilogie. Es gibt zur Zeit einige Titel, in denen eine Vision von unserer Zukunft gezeichnet wird. Oft müssen die Figuren in diesen Büchern mit unterdrückenden Regimen kämpfen. Lauren Oliver nutzt ihr Zukunftsetting um eine spannende Geschichte über das Thema Liebe zu schreiben. Während ihr erstes Buch „Before I Fall“ über Tod, Leben, Schuld, Mitläufer, Freundschaft gibt, spielt sie hier mit dem Thema Liebe und Rebellion. Ihr Buch fängt ein wenig schwerfällig an, doch nach den ersten Kapiteln kommt Lauren Oliver wie man es von „Before I Fall“ gewohnt ist in Fahrt. Ihre Stärke ist, nachdenkliche und alles andere als oberflächliche oder gar seichte Bücher zu schreiben. Die Liebesgeschichte zwischen Alex und Lena ist absichtlich eine Hommage an Romeo und Julia. Shakespears Stück wird in Lenas Welt als Pflichtlektüre gelesen und soll zeigen, welches Unheil Liebe mit sich führt. Mir hat außerdem besonders gut die Darstellung von Hannah und Lenas Freundschaft gefallen. Das Verhältnis der Mädchen wirkt echt und berührt. Die Darstellung von Freundschaften zwischen Mädchen ist ebenfalls eine Stärke von Lauren Oliver (ich mochte deshalb auch „Before I Fall“ sehr gerne). Ich muss aber sagen, dass mich die Beziehung zwischen Lena und Alex nicht ganz so gepackt hat. Es fehlte mir das richtige Knistern zwischen den beiden. Dafür stimmen aber viele andere Parts in Delirium gut, wie die Rätselfragen über Lenas Familie und Alex Hintergrund. Ich bin gespannt, wie mir „Matched“ von Ally Condie im Vergleich dazu gefallen wird. Außerdem hoffe ich, dass mich Lena und Alex im zweiten Teil mehr überzeugen können.

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