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märchen, dark fantasy, horror, kurzgeschichten, rabe

Auf dunklen Schwingen

Melanie Vogltanz
E-Buch Text: 248 Seiten
Erschienen bei null, 01.10.2015
ISBN B014GC3VX0
Genre: Sonstiges

Rezension:

Melanie Vogltanz – Auf dunklen Schwingen

Rabenschwarze Geschichten heißt es und es sind rabenschwarze Geschichten, allesamt. Allerdings gibt es verschieden Schwarztöne, wie ich finde. Abgrundtief Schwarz, ImHalsesteckenbleiben-Schwarz, Melancholisch Schwarz. Im Grunde ist für jeden etwas dabei und für Freunde von einem Mix aus Fantasy und Horror ganz speziell.

Der Erzählband ist in drei Teile gegliedert. Teil 1 (K) ein Märchen beginnt mit „Finster war´s im Märchenland“ ist die Geschichte Theodor Finsters, einem Allerweltsmensch, der arbeitet und lebt und dem offenbar dabei irgendetwas fehlt. Dass ihm etwas fehlt, bemerkt er, als er einer Violinenspielerin in einer Fußgängerpassage lauscht und sie ihn in eine Geheimnis einweiht. Und Vogltanz macht klar, dass es rabenschwarze Geschichten sind, denn, so viel sei verraten, ein Happy End gibt es nicht.

Hans und Margarethe

Hans verfährt sich, Margarethe meckert und meckert, aber schließlich finden sie in dem verlassenen Wald in dem das Auto stehen geblieben ist, ein Häuschen. Aber es ist kein altes Muttchen, dass sie dort erwartet, sondern eine Dame, die Hans sehr gefällt… schwarzer, schwarzer Humor mit einer Prise Fantasy. Das Ende hat mich nicht ganz überzeugt.

Geliebte des Waldes
Was soll ich schreiben, ohne zu viel zu verraten? Vielleicht beine Frage: Zu was wärst du bereit, wenn du einen lieben Menschen retten willst? Was hier auffällt: Jede Geschichte regt zum Nachdenken an. Toll!

Der zweite Teil Rabenfeder/Wolfsgeheul ist sehr Fantasylastig. Lese ich ja eigentlich nicht. Und wenn zukünftig, dann von Melanie Vogltanz, denn diese drei Geschichten haben mir sehr, sehr gut gefallen.

Seelenwandler
Im Grunde ist er der Kampf zwischen Gestaltwandlern und der sich aufdrängenden Frage, warum ein Krieg entstehen muss und das Fremde gefürchtet wird. Toll geschrieben.

Rabensohn
Argh, was für eine Geschichte! London im Jahr 1872. Das junge Mädchen Shannon muss einfach nur überleben und schafft dies mit Hilfe von Mrs. Furbish. Shannon macht aus Glasflaschen kleine Schmuckstücke und verkauft diese. Sie hat das Gefühl beobachtet zu werden … Zeitgleich geht ein Massenmörder um, der der Polizei immer und immer entwischt. Gruselig, schaurig, spannend! Hammer!

Bestienblut
Toller Twist und auch wieder eine geniale Geschichte, die sich für mich mit Fremdheit beschäftigt. Und Happy Ends kann Vogltanz nicht. Das gefällt mir. Insgesamt waren diese drei Geschichten saustark und Rabensohn hat sich selbst davon noch mal abgesetzt.

Dritter Teil: Schöne, neue Welten.

Beginnt mit „Du bist, was du isst“. Ein neuer Burgerladen macht auf und alle fahren voll darauf ab. Kaum, dass sie den Laden verlassen haben, plagt sie schon wieder der Hunger nach Fleisch … klar, dass das nicht gut gehen kann. Und wieder schafft Vogltanz es, das ganze so nahe an der Realität zu platzieren, dass es funzt!

„Humane Methoden“ in der Altenpflege? Vogltanz stellt es sich vor und es wird finster …

„Rattenplage“ Und zum Abschluss eine dystopische Geschichte, die ein passendes Ende für diese Anthologie findet.

Fazit: Sehr abwechslungsreicher Erzählband mit erkennbarem, roten Faden, finsteren Humor und Tiefgang. Sonderbarerweise klangen die „Fantasy-Geschichten“ am meisten bei mir an, vor allem weil Vogltanz unaufgeregt und präzise beschreibt. Ich mag das sehr und lande bei 8,5 Punkten. 

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