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341 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 43 Rezensionen

drachen, fantasy, cornelia funke, kinderbuch, drache

Drachenreiter

Cornelia Funke , Cornelia Funke
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 01.01.2014
ISBN 9783841502643
Genre: Kinderbuch

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(589)

1.106 Bibliotheken, 9 Leser, 6 Gruppen, 72 Rezensionen

fantasy, liebe, faun, jade, nina blazon

Faunblut

Nina Blazon
Flexibler Einband: 478 Seiten
Erschienen bei cbt, 03.12.2010
ISBN 9783570307083
Genre: Jugendbuch

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(12.097)

16.142 Bibliotheken, 58 Leser, 28 Gruppen, 325 Rezensionen

fantasy, harry potter, magie, hogwarts, zauberei

Harry Potter und der Stein der Weisen

Joanne K. Rowling , Klaus Fritz
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 21.07.1998
ISBN 9783551551672
Genre: Jugendbuch

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(2.373)

2.911 Bibliotheken, 18 Leser, 8 Gruppen, 81 Rezensionen

liebe, zeitreise, zeitreisen, fantasy, schicksal

Die Frau des Zeitreisenden

Audrey Niffenegger , Brigitte Jakobeit
Fester Einband: 543 Seiten
Erschienen bei Fischer (S.), Frankfurt, 01.08.2004
ISBN 9783100524034
Genre: Fantasy

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

love, tennessee williams, cancer, homosexual, mendacity

Tennessee Williams, Cat on a Hot Tin Roof

Anica Jördens
Flexibler Einband: 68 Seiten
Erschienen bei VDM Verlag Dr. Müller, 14.07.2008
ISBN 9783639036152
Genre: Sachbücher

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810 Bibliotheken, 7 Leser, 3 Gruppen, 35 Rezensionen

magie, mühle, liebe, krabat, fantasy

Krabat

Otfried Preußler , , Herbert Holzing
Flexibler Einband: 255 Seiten
Erschienen bei Thienemann ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 01.10.2009
ISBN 9783522200875
Genre: Jugendbuch

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Wirru, das Wildpferd

Lothar Streblow
Pappbuch: 132 Seiten
Erschienen bei Loewe Verlag, 01.01.1998
ISBN 9783785524121
Genre: Kinderbuch

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494 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

klassiker, liebe, jane austen, england, stolz

Stolz und Vorurteil

Jane Austen , Manfred Allié , Gabriele Kempf-Allié ,
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 21.05.2015
ISBN 9783596906031
Genre: Klassiker

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(6.634)

8.308 Bibliotheken, 70 Leser, 13 Gruppen, 146 Rezensionen

fantasy, bücher, jugendbuch, cornelia funke, tintenwelt

Tintenherz

Cornelia Funke ,
Buch: 567 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 01.11.2010
ISBN 9783841500120
Genre: Jugendbuch

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(51)

79 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

gesellschaftskritisch, paris, klassiker, fitzgerald, gesellschaftskritischer roman

Der große Gatsby / The Great Gatsby

F. Scott Fitzgerald , Kai Kilian
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Anaconda Verlag, 31.08.2011
ISBN 9783866477087
Genre: Sonstiges

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(139)

225 Bibliotheken, 2 Leser, 3 Gruppen, 15 Rezensionen

new york, truman capote, klassiker, liebe, usa

Frühstück bei Tiffany

Truman Capote , Heidi Zerning
Flexibler Einband: 125 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 11.05.2009
ISBN 9783442469048
Genre: Klassiker

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(44)

88 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

oscar wilde, klassiker, unsterblichkeit, philosophie, bild

Das Bildnis des Dorian Gray

Oscar Wilde , Jörg W Rademacher , Danny Morrison
Flexibler Einband: 184 Seiten
Erschienen bei Elsinor Verlag, 20.05.2014
ISBN 9783942788199
Genre: Klassiker

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Peter Pan

J. M. Barrie , Yeong-Seon Jang
Flexibler Einband: 32 Seiten
Erschienen bei Big&Small, 01.09.2015
ISBN 9781925186659
Genre: Kinderbuch

Rezension:


Eins von den Büchern, die mich wütend auf meine Mutter machen. (Nicht dass es dazu nicht ohnehin schon genug Anlässe gäbe). Wütend, weil sie mir die vorenthalten hat, weil sie sie mir nicht zum Geburtstag oder zu Weihnachten geschenkt hat. Klar, sie wusste nichts über ihren Wert, denn in ihren Augen sind sie das nicht – wertvoll. Aber ich bilde mir ein, dass ich mit solchen Büchern, Peter Pan, Nils Holgersson, Der Wind in den Weiden, Winnie Pooh als Lektüre und mit deren Helden als Freunde eine andere Kindheit, ein anderes Erwachsenwerden hingelegt hätte. Sie regen zum Nachdenken an, zum Tagträumen, zu dem besonderen ich-fühle-mich-wohl-als-Kind-und-will-möglichst-lange-eins-bleiben-Gefühl. Peter Pan zeigt dir wie wahnsinnig wichtig das Kindsein ist, wie vergänglich und kurzlebig. Du bist nur so kurze Zeit jung, dein restliches Leben führst du als Erwachsener. Die Fantasie lässt nach, die Lebenslust, du resignierst, wirst kälter und begegnest anderen Menschen mit mehr Misstrauen, weil du schon so oft auf die Nase gefallen bist. Ich wünsche mir, ich hätte mehr draus gemacht, mehr gespielt, mehr Abenteuer erlebt, wäre frecher gewesen, hätte diesen Kindbonus ausgenutzt, wenn ich Älteren eines auswischte. Wäre wie Val in Desiderius‘ Keller eingestiegen und hätte mir einen Schluck Himbeerlikör gegönnt. (Anderes Thema, anderes Buch).
Peter Pan sollten Kinder gelesen haben, ihnen muss vor Augen geführt werden, dass dieses ihr eines wildes kostbares Leben ist. Und zwar zu einem Zeitpunkt, wo sie denken, dass nichts unmöglich ist. Dass sie Astronaut werden können, Schriftsteller, Schauspieler, Rockstar, Riesenkoi-Züchter in China, Multimillionär mit der eigenen Softwarefirma. Und dass sie verdammt noch mal alles in ihrer Macht Stehende tun sollten, diesen Traum zu erfüllen, denn dann haben sie es zumindest probiert. Denn eins können sie nicht. Niemals erwachsen werden wie Peter Pan.

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95 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 7 Rezensionen

agatha christie, krimi, mord, insel, klassiker

Und dann gab's keines mehr

Agatha Christie , Sabine Deitmer
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Fischer (TB.), Frankfurt, 13.10.2009
ISBN 9783596511143
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

And Then There Were None ist bis heute der meistverkaufte Roman der berühmten Krimi-Autorin - zurecht. Sie ist die erste, die sich als Schauplatz fürs fröhliche Morden eine abgeschiedene Insel aussucht, von der es kein Entkommen gibt, da - oh Graus - die tägliche Schiffslieferung, die fürs Catering zuständig ist, plötzlich ausfällt.

Gefangen auf der Insel sind zehn Personen, die allesamt unter unterschiedlichen Vorwänden und sogar von unterschiedlichen Gastgebern in den Hinterhalt gelockt wurden. Typisch für Christie kommen die Charaktere aus allen Alters- und Bevölkerungsschichten und könnten unterschiedlicher kaum sein. Vor allem die intelligenten, scharfsinnigen und verschwiegenen Figuren haben es mir angetan; sie sind es die am längsten überleben und in einer Mischung aus rationalem Deduktionsvermögen und animalischen Instinkten gegeneinander antreten.
Höchst effektvoll und Eindruck schindend die Tatsache, dass alle Morde nach einem Prinzip und nicht völlig willkürlich ablaufen: sie geschehen genau so, wie es in dem alten Kinderreim beschrieben wird: Ten Little Soldiers went out to dine. One choked himself to death and then there were nine. Nine Little Soldiers …

Es ärgert mich immer, wenn ich am Schluss nicht selbst auf des Rätsels Lösung komme und bei Christies Romanen schaffe ich das so gut wie nie, da sie zu wenig Hinweise einstreut und gar nicht ersichtlich machen will, wer der Mörder ist. (Warum nämlich sollte er das Mädchen im Auge behalten und das explizit gedanklich zum Ausdruck bringen, wenn er genau weiß, dass die Gefahr einzig und allein von ihm selbst ausgeht? Hmpf Grummel.)

Die Atmosphäre auf Soldier Island ist düsterer als beispielsweise im Orientexpress und der Leser kann die Gefahr beinahe selbst auf der Haut spüren so wie die zum Tode Verdammten den salzigen Wind und die nach Algen riechende Gischt. Der Mörder ist eine charismatische Figur mit einer etwas verkorksten Weltanschauung, aber das Durchführen seines perfiden Plans gelingt ihm ohne jeden Patzer; wir haben keinen Detektiv, keinen Helden in der Geschichte. Der Mörder wird zum Anti-Held, der durch seine Schläue und Durchtriebenheit fasziniert und gleichzeitig abstößt. Sich so eine Handlung einfallen lassen zu können und so viele Leser seit mehreren Jahrzehnten unermüdlich in seinen Bann zu ziehen, zeugt von wahrem Genie und literarischem Ausnahmetalent. Hut ab!

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

kinder, tiere, klassiker, hund, england

Lassie kehrt zurück

Eric Knight , Jens Wawrczeck , Jens Wawrczeck
Audio CD
Erschienen bei Headroom Sound Production, 01.02.2014
ISBN 9783942175401
Genre: Romane

Rezension:

Meine Erwartungen waren nicht allzu groß, als ich das Buch anfing. Als ich meinen Vater danach fragte, in dessen Jugend die Fernsehserie populär war, meinte er nur: "ist ziemlich traurig." Doch siehe da, für die nächsten zwei Tage konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen! Schon lange ist mir das nicht mehr passiert. Ich las es in einem Rutsch mit viel Freude und Herzschmerz.
Tatsächlich habe ich für so ein kurzes Buch verhältnismäßig viel geweint. So bewegend fand ich die Geschichte von Lassie, der wunderhübschen Collie-Dame, die von ihren Besitzern verkauft werden muss, da es der Familie an Geld fehlt. Lassie jedoch ist es nicht möglich, Duke von Rudling als ihren neues Herrchen anzusehen; diese Position ist in ihren Augen für immer Sam und Joe Carraclough beschieden. Schließlich, nachdem sie mehrmals hintereinander erfolgreich aus dem Zwinger ausgebüchst ist, nimmt der Herzog sie mit auf sein Gut in Schottland und hofft, das Problem sei damit endgültig erledigt.
Aber der "Nachhause-Drang" in Lassie ist so groß, dass sie auch die schier unendlich anmutende Entfernung von Schottland nach Yorkshire, ihrer Heimat in Nordengland, nicht abschrecken kann. "Four hundred miles … I couldn't believe it … four hundred miles!", muss auch am Ende der völlig perplexe Herzog gestehen.
Lassies Weg ist geprägt von Hunger, Verletzungen und Schmerz; so viel Schlimmes widerfährt ihr, dass es richtig wehtut, die Seiten umzublättern. Immer wieder rappelt die Hundedame sich auf und läuft weiter nach Süden. Denn sie hat einen Job zu erledigen, dessen Erfüllung ihr fast so wichtig ist, wie nach Hause zu kommen: jeden Tag um vier Uhr will sie Joe von der Schule abholen …
Eric Knight hat mit "Lassie" eine der schönsten Tiergeschichten geschrieben, die es gibt. Er vermittelt, dass für Liebe kein Weg zu weit ist. Dabei verknüpft er geschickt eine aufregende Handlung, intelligente Beschreibungen des Erlebens und Verhaltens eines Hundes und den Alltag sowie das innerliche make-up der ärmlichen Bevölkerungsschicht von Yorkshire, in deren Kreisen er selbst aufgewachsen ist. Kenner freut es zu lesen, dass in diesem Dialekt immer noch altertümliche Formen wie "thou" and "thee" zum Tragen kommen, die im restlichen englischen Sprachgebrauch ja bereits ausgestorben sind.
Wahrlich eine ergreifende, intelligente Geschichte mit wichtigen Moralvorstellungen. Ein Muss für alle Tierliebhaber!

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119 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

klassiker, jugendbuch, abenteuerroman, piraten, abenteuer

Die Schatzinsel

Robert Louis Stevenson , Ernst Weiss , Paul Baudisch
Flexibler Einband
Erschienen bei Dt. Buch-Gemeinschaft
ISBN 978B0000BO9H6
Genre: Klassiker

Rezension:

Fünf Sterne - sehr überraschend! Der Film, den man traditionsgemäß an Weihnachten zu sehen bekommt, hat es mir nie sonderlich angetan, zu brutal, zu altmodisch kam er mir stets vor. Umso überraschender die Erkenntnis, dass das Buch einsame Spitze ist - zurecht ein Klassiker.

Besonders gefällt mir die Erzählweise, die sich im Sinne klassischer Abenteuergeschichten um einen Jungen dreht, der durch schnelles Denken und mutiges Handeln überzeugt; Jim Hawkins, der der ehrwürdigen Besatzung der 'Hispaniola' mehr als einmal das Leben rettet, weil er zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist und nie lange fackelt.

Die Tatsache, dass das Buch nunmehr bereits 131 Jahre alt ist, äußert sich in der gehobenen Sprache und den vielen Ausdrücken, derer man sich heute nicht mehr bedient. Außerdem langweilen Romane aus dem 21. Jahrhundert meiner Meinung nach oft durch langatmige Beschreibungen und dem sich Ergehen in Gefühlsäußerungen. Die Schatzinsel ist in dieser Hinsicht auf das nötigste beschränkt; nicht die blumige Ausschmückung der Inselfauna- und Flora steht im Vordergrund, sondern die Zusammenhänge von Mord, Schießereien und Verrat, da jeder Mann nur ein Ziel verfolgt: er möchte sich selbst als erster die "Dukaten, Dukaten!" (Zitat Papagei) unter den Nagel reißen.

Der Plot überzeugt, weil zu keiner Zeit Langeweile aufkommt; die Ereignisse folgen Schlag auf Schlag und hängen oft von den Entscheidungen einzelner Personen ab. Überhaupt ist Stevenson die Personenkonstellation sehr gut gelungen; beide Parteien um die englischen Gentlemen einerseits, und die mordgierigen Piraten andererseits, beweisen Mut und Schläue beim Durchsetzen ihrer Pläne und sind einander in beiderlei Hinsicht fähige Gegner. Mit Long John Silver hat Stevenson eine Legende geschaffen. Wer kennt ihn nicht, den einbeinigen Halunken, der Jim zuerst so gekonnt um den Finger wickelt, um ihn hinterher umso niederträchtiger zu hintergehen. Aber Jim lässt sich nicht so einfach ins Bockshorn jagen; mit viel Mut und dem Weltverständnis eines Ehrenmannes meistert er so einige Herausforderungen, die schwächere Geister schon längst in die Knie gezwungen hätten. Am schlauesten tut er daran, sich mit dem wilden Ex-Piraten Ben Gunn anzufreunden, denn der hat ein Ass im Ärmel, das ihnen zum Schluss den entscheidenden Vorteil verschaffen wird … Hier sind Spannung und Action vorprogrammiert. Unbedingt selber lesen, ein wahrer Genuss für alle, die etwas auf gelungene Abenteuergeschichten halten!

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16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

agatha christie, krimi, hercule-poirot-reihe, tote, zu

Mord im Orientexpress

Agatha Christie , Otto Bayer , Friedhelm Ptok
Sonstiges Audio-Format
Erschienen bei Der Hörverlag, 12.05.2014
ISBN 9783844513707
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Mord im Orientexpress war mein erster Krimi von Agatha Christie. Gleich zu Anfang hat es mir die altertümlich anmutende Sprache (wenn es sich auch nur um die deutsche Übersetzung handelt) angetan und ich freute mich über die betont höflichen, mit etlichen Floskeln gespickten Dialoge wie es zur damaligen Zeit üblich war. Als nächstes fielen mir die gelungenen Beschreibungen der vielen unterschiedlichen Charaktere auf. Insgesamt sind es in etwa zwanzig, eine überdurchschnittlich hohe Zahl für ein Buch ohne nachfolgende Teile; nichtsdestotrotz gelingt es Christie alle Charaktere so individuell zu gestalten, dass man sich kein einziges Mal dazu verleitet fühlt, zwei Personen zu verwechseln oder zu vergessen, was bislang in Verbindung mit einem Namen erwähnt wurde. Da gibt es beispielsweise die ewig brabbelnde Mrs. Hubbard, die kühle Engländerin Mary Debenham, den in Indien stationierten Offizier Arbuthnot usw … Besonders mag ich es, dass Christie jeder Figur für ihr Land typische Züge verliehen hat, sei es die Distanziertheit der Briten, die Redefreudigkeit der Amerikaner oder der besondere Charme der Französinnen. Der Aufbau des Krimis war sehr nüchtern gehalten. Mr. Ratchet, ein Geschäftsmann mit einem abstoßend hässlichem Gesicht, von dem das Böse in Wellen auszugehen scheint, wird auf der Fahrt von Istanbul nach Calais in seinem Abteil erstochen. Nacheinander werden die zwölf Fahrgäste des Orientexpresszuges verhört, sie liefern etliche Hinweise und ebenso viele widersprüchliche Zeugenaussagen. Hin und wieder - wenn sich eine Person offensichtlich verspricht oder wenn Detektiv Poirot wiederholt seine Begleiter auf etwas aufmerksam macht - gelingt es dem Leser, einige treffende Schlüsse auf den Tathergang zu ziehen. Bis zum Schluss jedoch war es mir unmöglich, die endgültige Lösung zu finden, da sie meiner Meinung nach doch sehr anspruchsvoll und etwas umständlich ist. Alles in allem überzeugen Poirots analytische Fähigkeiten und sein durchdachtes ruhiges Auftreten; er ist zu jedem Zeitpunkt Herr der Lage. Als nette Lektüre für Zwischendurch, beispielsweise auf einer Zugfahrt (nicht zwangsläufig im Orientexpress) oder im Auto oder beim Warten auf den Bus sehr zu empfehlen. Der Krimi wurde zu keiner Zeit langweilig und wartete in regelmäßigen Abständen mit Überraschungen auf.

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23 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

pferde, reiten, gestü, freundschaft, fohlen

Mein Freund Flicka

Mary O Hara
Fester Einband: 303 Seiten
Erschienen bei Kaiser, 01.01.1974
ISBN 9783704320223
Genre: Sonstiges

Rezension:

"Mein Freund Flicka" ist bis heute mein Lieblingsbuch. Es ist viel mehr, als man auf den ersten Blick vermutet und unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von anderen Pferdegeschichten. Mary O'Hara vermittelt uns Werte, die heute immer mehr in Vergessenheit geraten: Intelligenz, Sensibilität, die Fähigkeit zu träumen und wahre Freundschaft.
Ken ist ein liebenswürdiger Charakter, man sieht die Welt gern durch seine Augen. Als zehnjähriger Junge ist es sein größter Wunsch, dem Vater gefällig zu sein oder in seinen Worten ausgedrückt "sein Freund zu sein." Das gelingt ihm nicht immer, da er sich leicht ablenken lässt, oft in Tagträumen schwelgt und seine Pflichten vernachlässigt. Schließlich schenkt ihm der Vater ein Fohlen, in der Hoffnung, dass er dadurch erwachsener wird. Aber schon wieder macht Ken einen Fehler: Er wählt ein Fohlen, dessen Blutlinie wenig vielversprechend ist. Sein Vater fürchtet, es könnte ihm nicht gelingen, den Wildfang zu zähmen. Aber Ken ist einer der Menschen, der nicht aufgibt, wenn er sich einmal für etwas entschieden hat. Sein ganzes zartfühlendes Herz schenkt er Flicka, der Stute mit den sanften braunen Augen, die so schnell ist wie ein Rennpferd. Er will sie ganz oder gar nicht, ein Gefühl, das jeder schon einmal auf die ein oder andere Weise erlebt hat. In seinem übermächtigen Verlangen, sie zu besitzen, gibt er den Befehl sie einfangen zu lassen. Flicka aber will ihre Freiheit nicht aufgeben. Sie springt über Stacheldraht, verletzt sich schwer und droht zu sterben. In der alles entscheidenden Nacht ist Ken bei ihr, hält ihren Kopf in seinen Armen. Diese Szene besitzt Gänsehautpotenzial. Ken ist wundervoll, wenn er bereit ist, sich selbst für dieses Pferd vollständig aufzugeben.
Allein der Titel ist bezeichnend für den klaren, intelligenten Schreibstil O'Haras. Mein Freund Flicka. My friend Flicka.

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28 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

abenteuer, childrens' classic, klassiker, j.m. barrie, kleiner hel

Peter Pan

J. M. Barrie
Flexibler Einband
Erschienen bei Lightning Source Inc, 18.10.2006
ISBN 1406509493
Genre: Kinderbuch

Rezension:


Eins von den Büchern, die mich wütend auf meine Mutter machen. (Nicht dass es dazu nicht ohnehin schon genug Anlässe gäbe). Wütend, weil sie mir die vorenthalten hat, weil sie sie mir nicht zum Geburtstag oder zu Weihnachten geschenkt hat. Klar, sie wusste nichts über ihren Wert, denn in ihren Augen sind sie das nicht – wertvoll. Aber ich bilde mir ein, dass ich mit solchen Büchern, Peter Pan, Nils Holgersson, Der Wind in den Weiden, Winnie Pooh als Lektüre und mit deren Helden als Freunde eine andere Kindheit, ein anderes Erwachsenwerden hingelegt hätte. Sie regen zum Nachdenken an, zum Tagträumen, zu dem besonderen ich-fühle-mich-wohl-als-Kind-und-will-möglichst-lange-eins-bleiben-Gefühl. Peter Pan zeigt dir wie wahnsinnig wichtig das Kindsein ist, wie vergänglich und kurzlebig. Du bist nur so kurze Zeit jung, dein restliches Leben führst du als Erwachsener. Die Fantasie lässt nach, die Lebenslust, du resignierst, wirst kälter und begegnest anderen Menschen mit mehr Misstrauen, weil du schon so oft auf die Nase gefallen bist. Ich wünsche mir, ich hätte mehr draus gemacht, mehr gespielt, mehr Abenteuer erlebt, wäre frecher gewesen, hätte diesen Kindbonus ausgenutzt, wenn ich Älteren eines auswischte. Wäre wie Val in Desiderius‘ Keller eingestiegen und hätte mir einen Schluck Himbeerlikör gegönnt. (Anderes Thema, anderes Buch).
Peter Pan sollten Kinder gelesen haben, ihnen muss vor Augen geführt werden, dass dieses ihr eines wildes kostbares Leben ist. Und zwar zu einem Zeitpunkt, wo sie denken, dass nichts unmöglich ist. Dass sie Astronaut werden können, Schriftsteller, Schauspieler, Rockstar, Riesenkoi-Züchter in China, Multimillionär mit der eigenen Softwarefirma. Und dass sie verdammt noch mal alles in ihrer Macht Stehende tun sollten, diesen Traum zu erfüllen, denn dann haben sie es zumindest probiert. Denn eins können sie nicht. Niemals erwachsen werden wie Peter Pan.

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Tags: abenteuer, freundschaft, kleiner hel, mut, pirate, tickende krokodile, zauber   (7)
 

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blutzauber, sternenmagie, pathos, harry potter, mut

Val und die Löwenstatue

Nicole Wagner
Fester Einband: 607 Seiten
Erschienen bei Paramon, 31.07.2015
ISBN 9783038300892
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Vielleicht sollte ich mein eigenes Buch nicht so dissen und stattdessen die actiongeladene, wohldurchdachte Handlung, die tiefgründigen, vielschichtigen, ja beinahe real anmutenden Charaktere in den Vordergrund stellen. Vielleicht sollte ich Val loben, der so sehr wie mein kleiner Bruder ist, nur mutiger, hübscher und abenteuerlustiger. Vielleicht Blauregen, den ich in Anlehnung an Aragorn, Staubfinger und Sirius Black kreiert habe - das braucht nicht wunderzunehmen, denn seien wir mal ehrlich, das sind mit Abstand die coolsten Figuren, die es im Fantasybuch- Jugendlektüreuniversum gibt. Oder vielleicht mach' ich genau das nicht, denn wen interessiert es schon, ob ein weiteres von diesen überflüssigen, holter-die-polter-geschriebenen-und-veröffentlichten, von einem viel zu jungen und viel zu selbstüberzeugten Autor verfassten Büchern den Markt verstopft? Wen kann ich mit meinen drei Freunden, dem einen Follower (nämlich mir selbst, haha) und fünf Rezensionen erreichen, von denen merkwürdigerweise nur die Herzchen bekommen haben, die es auf der ersten Seite anzeigt, wo sich also die Mühe des langwierigen Findens und Hinklickens in Grenzen hält.

Vielleicht schreibe ich eine andere Art von Rezension, eine, die es nicht schon hunderte Male in besserer oder schlechterer Version auf dieser Website gibt. Um zu zeigen, dass Val und die Löwenstatue anders ist, nicht wie Artemis Fowl, Bartimäus - Das Amulett von Samarkand, nicht wie die Entdeckung des Hugo Cabret. Denn wann gibt es das schon mal, dass eine Zwanzigjährige, eine, die keinen Plan von gar nichts hat, die immer noch nach sich selbst sucht wie ein krisengebeutelter Teenager, und kein gelangweilter, mit Universitätsabschluss gesegneter, männlicher Vertreter der Mittelschicht die Jugendlektüre stellt, sondern jemand, dessen eigene Kindheit noch gar nicht lange her ist? Der weiß, was man fühlen will, wenn man mit dreizehn ein Buch aufschlägt, der weiß, was es mit einem macht, wenn man mit Haut und Haaren von einem Buch verschluckt wird wie von einem Strudel, dass man schlaftrunken aufblinzelt, wenn die Mutter vom unteren Treppenabsatz her nach einem schreit oder die Geschwister plötzlich unerwartet auf der Türschwelle stehen-

Genug davon. Jesse (Name von der Redaktion geändert) mag mein Buch und der ist weiß Gott nicht leicht zu beeindrucken. Ich habe Wert darauf gelegt, dass an keiner Stelle Langeweile aufkommt, dass die Handlung stets Schlag auf Schlag erfolgt. Überzeugt euch selbst, ob das so funktioniert hat. Was die Charaktere anbelangt … in denen steckt so viel von mir selbst, dass sie beinahe zwangsläufig gefühlsstark, leidenschaftlich und vielschichtig geraten mussten.

Mein Buch gibt es nicht in namhaften Filialen (noch nicht, I'm ready for the taking!) und - wer hätte das gedacht? - über Mundpropaganda zum Erfolg zu gelangen, stellt sich als frustrierendes, wenig gewinnbringendes Geschäft heraus. Aber ey, ich mach weiter, hab sowieso nichts Besseres zu tun. ;)

(Sorry für die fünf Sterne. Selbst Einkaufslisten, solange von mir geschrieben und veröffentlicht, müsste ich mit fünf Sternen bewerten, oder nicht?)

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