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16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

Saving Grace - Bis dein Tod uns scheidet

B.A. Paris , Wulf Bergner , Christiane Marx
Sonstiges Audio-Format
Erschienen bei Random House Audio, 21.11.2016
ISBN 9783837136166
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Klappentext:

Manchmal ist die perfekte Ehe in Wahrheit die reinste Hölle

Grace und Jack Angel sind das perfekte Paar: Sie ist warmherzig, liebevoll, bildhübsch. Er sieht gut aus, ist charmant und kämpft als renommierter Anwalt für die Rechte misshandelter Frauen. Aber sollte man Perfektion jemals trauen? Warum zum Beispiel kann Grace auf Dinnerpartys so viel essen und nimmt niemals zu? Warum umgibt ein hoher Zaun ihr wunderschönes Haus? Wenn man Grace danach fragen möchte, stellt man fest, dass sie nie allein ist. Denn Jack ist immer an ihrer Seite …


Inhaltsangabe:

Das absolut perfekte Paar – denken alle. Doch der Schein trügt. Während Grace das perfekte Dinner serviert, plant sie ihre Flucht aus ihrem persönlichen Albtraum und aus den Fängen ihres psychopathischen Mannes. Ginge es nur um sie selbst, hätte sie die Terrorspielchen schon vor langem unterbunden. Doch Jack bedroht auch ihre am Downsyndrom leidende Schwester Millie. Für Millie spielt Grace weiter das brave Weibchen, täuscht ihre Freunde und Bekannte, und wartet insgeheim auf den richtigen Moment, sich endlich von Jack lossagen zu können.

 

Meine Meinung:

Grace Geschichte wird abwechselnd in der Gegenwart und der Vergangenheit und aus ihrer Sicht erzählt, sodass sich der Horror erst nach und nach offenbart. Der Leser weiß, wie Grace, nicht immer über alles Bescheid, was Jack plant. Das sorgt für den reinsten Nervenkitzel. Das Buch ist so spannend, und von Christiane Marx so gut gelesen, dass man einfach nicht genug bekommen kann. Ich fieberte mit Grace mit, verfolgte ihre erfolglosen Fluchtversuche, schimpfte einige Male laut über Jack und verdrückte am Ende sogar ein Tränchen.

Paris schafft ohne viel Gewalt und Brutalität ein fürchterliches Horrorszenario. Ein durchaus gelungener Psychothriller!

5 Sterne, eine klare Lese- bzw. Hörempfehlung und ein riesiges Dankeschön an das Randomhouse Bloggerportal für dieses nervenaufreibende Rezensionsexemplar!

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657 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 57 Rezensionen

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Wenn der Sommer stirbt

C.L. Wilson , Anita Nirschl
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.07.2015
ISBN 9783404208012
Genre: Fantasy

Rezension:

Klappentext:

Tödliche Intrigen, verlorene Herzen und ein dunkles Schicksal
Erst seit wenigen Wochen herrscht Frieden zwischen den Reichen Sommergrund und Winterfels, besiegelt durch die Ehe von Sommerprinzessin Chamsin und Wynter Atrialan, dem Winterkönig. Doch der Frieden währt nicht lange. Zu Beginn des Krieges hat Wynter das Eisherz, die Essenz eines dunklen Gottes, in sich aufgenommen. Und diese Magie droht nun, ihn zu verschlingen und in einen Todesgott zu verwandeln, eine Bedrohung, schlimmer als alles, dem sich Sommer- und Winterländer je gegenübersahen…

 

Meine Meinung:

Nach dem fiesen Cliffhanger im letzten Teil, beginnt Band 2 genau dort, wo wir Chamsin und Wynter verlassen haben. Die Autorin stellt ein „was bisher geschah“ für diejenigen bereit, die den Band nicht direkt im Anschluss lesen. Ich hätte das zwar nicht gebraucht, aber es ist durchaus sinnvoll. Es kam schon oft vor, dass ich mich nur schwer wieder in eine Geschichte einfinden konnte, weil schlichtweg zu viel Zeit vergangen war.

In diesen zweiten Band konnte ich mühelos zurückkehren, da er spannend und actionreich weitergeht: Chamsin gilt noch immer als unbeliebte Außenseiterin und versucht ihre Situation eigenhändig zu verändern. Dabei legen ihr nicht bloß dickköpfige Dorfbewohner Steine in den Weg, auch Wynter macht ihr unbeabsichtigt das Leben schwer. Nach und nach bringen sie aber Verständnis für einander auf und ihre Beziehung entwickelt sich. Die Geschichte entwickelt sich weg vom pornösen Groschenroman und hin zu wirklich guter Fantasy.
Der Leser erfährt mehr über die politische Situation, über die verzwickten Intrigen am Hof und über das Eisherz, das in Wynters Brust schlummert und darauf wartet, die Welt in Chaos und Verderben zu stürzen.

Besonders gut gefallen hat mir Krystis Figur, die von kindlicher Unschuld und gnadenloser Ehrlichkeit geprägt ist. Er ist absolut liebenswürdig, ein wenig aufgedreht und durch und durch loyal. Meiner Meinung nach der größte Held der Geschichte!
Aber abgesehen von Krysti, erfährt der Leser auch mehr über die anderen Nebencharaktere. Handlungsstränge werden miteinander verknüpft und das Buch kommt zu einem schönen, passenden Abschluss, der nur leider etwas vorhersehbar ist aufgrund der Titelwahl…

Die Bücher gehören bisher zu meinen Lese-Highlights 2018 und ich rate gerne zum Kauf!

5 Sterne!

 

 

„Wenn ihr euch kleidet und gebt wie eine Fremde, dann solltet Ihr auch nicht überrascht sein, wenn ihr wie eine behandelt werdet.“
~Krysti zu Chamsin

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539 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 66 Rezensionen

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Light & Darkness

Laura Kneidl
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 28.07.2016
ISBN 9783551315946
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhaltsangabe:

Die Existenz von Vampiren, Feen und anderen Paranormalen ist längst kein Geheimnis mehr. Doch ist es ihnen verboten, sich ohne die Begleitung des ihnen zugeteilten Delegierten in der Öffentlichkeit zu bewegen. Ausgerechnet bei der warmherzigen Light versagt jedoch das raffinierte Auswahlsystem: Ihr erster Paranormaler ist der rebellische und entgegen aller Regeln männliche Dämon Dante. Und schon bald muss sie sich fragen, ob sie ihn vor der Menschheit oder sich selbst vor ihm schützen muss…
~laura-kneidl.de

 

Meine Meinung:

Nachdem ich Water & Air von Laura Kneidl gelesen (/gehört) hatte, wollte ich gerne mehr von ihr kennenlernen. Zu meinem Glück wurde auch Light & Darkness von Christiane Marx gelesen. Ihre Stimme empfinde ich als sehr angenehm und ihr Lesestil bringt die unterschiedlichen Charaktere schön zur Geltung.

Light ist eine junge Delegierte, die an das System glaubt und ihren Job sehr pflichtbewusst erledigt. Sie ist ambitioniert und mutig mit einem ausgeprägten Sinn für Moral und Gerechtigkeit. Bis dahin also ein sehr sympathischer Charakter. Manchmal war sie mir aber ein wenig zu „brav“.

Dante sollte wohl ein Gegenpol zu ihr sein. Den „bösen“ Dämon hätte ich mir allerdings viel schlimmer vorgestellt. Dante wird als Bad Boy beschrieben, aber er kam mir nicht einmal „bad“ vor. Er fügt sich Light mehr oder weniger direkt und himmelt sie offensichtlich genauso an wie sie ihn. Die beiden sind sich dessen aber lange nicht im Klaren.
Dadurch und durch die unendlichen Szenen in denen sie im Bett nebeneinander liegen (ohne das etwas passieren würde), brachten mich ziemlich oft zum Augenrollen. Irgendwann kapiert der Leser, dass Light jedes Mal erregt ist, wenn Dantes glühend heiße Hände sie berühren. Insbesondere im Vergleich zu der Berührung ihres Bruders Wesen Cain, einem Vampir, dessen Körper immerzu kalt ist.

Ich wünschte Dante und auch die Beziehung zwischen den beiden hätte eine größere Entwicklung erlebt. Und dass die Liebe zwischen den beiden nicht bloß auf ein wenig Shopping, Neckereien und einem geteilten Bett aufgebaut worden wäre.
Die ein oder andere Wendung hätte der Liebesgeschichte durchaus gut getan.

Aber abgesehen davon war das Buch schön geschrieben. Die Idee der Übernatürlichen und ihren Delegierten finde ich sehr gut. Bei der Umsetzung fehlte es mir an Spannung. Gerne hätte ich zum Beispiel mehr über die Phönixe und die Nymphen und Furien erfahren. Das sind Wesen zu denen es noch nicht gefühlte tausend Geschichten gibt. Das dystopisch aufgebaute System an sich ist interessant, wird im Laufe des Buches aber nicht in Frage gestellt. Lediglich zwei Teilgesetze, von denen Light und Dante wesentlich betroffen sind, sollen gegen Ende hin reformiert werden. Die politische Situation hätte also durchaus noch etwas ausgebaut werden können. Leider verschenktes Potenzial.
Insgesamt fand ich das Buch leicht vorhersehbar wie bereits Water & Air.

Trotzdem werde ich Kneidl weiterhin im Auge behalten.
Light & Darkness bekommt von mir 3 Sterne.

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Water & Air

Laura Kneidl
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei HörbucHHamburg HHV GmbH, 19.04.2018
ISBN B07BZJPFVJ
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhaltsangabe:

Seit dem drastischen Anstieg der Meeresspiegel leben die Menschen in Kuppeln unter Wasser oder in der Luft. Mit ihren 18 Jahren hat Kenzie noch nie die Sonne gesehen. Sie hasst die strengen Normen des Wasservolks und flieht in eine Luftkolonie, um dort ein neues Leben zu beginnen. Doch dann wird Kenzie zur Hauptverdächtigen in einer mysteriösen Mordserie und ausgerechnet Callum, der junge Sicherheitsbeauftragte, hält zu ihr. Aber nicht nur den beiden droht Gefahr, auch das Schicksal der gesamten Kolonie steht auf dem Spiel.
~Laura-Kneidl.de

 

Meine Meinung:

Ich hatte zuvor noch nie etwas von Laura Kneidl gelesen (oder gehört) und war von Anfang an begeistert. Sie schreibt sehr bildhaft, sodass ich mich direkt in die Geschichte hineinversetzen konnte. Ihr Schreibstil ist geprägt von einer gelungenen Balance an Action und Spannung, Emotion und Beschreibungen der Umwelt. Das Buch wird nach und nach zunehmend politischer und beinhaltet typische, aber auch untypische Elemente einer Dystopie. Das Setting zum Beispiel war mir absolut neu. Kenzies Geschichte spielt vor allem in ihrer Wasserkolonie und der Luftkolonie, in die sie sich rettet, um dort ein besseres Leben zu führen. Die beiden Kolonien könnten unterschiedlicher nicht sein: Während in der Wasserkolonie ein kommunistisches System herrscht, werden die Menschen in der Luftkolonie von Kapitalismus getrieben.
Kenzie fühlt sich also zunächst als Außenseiterin und lernt die Art der Luftkolonie nach und nach kennen, was es für den Leser einfach macht, Schritt zu halten.

Kenzie selbst ist eine nette Protagonistin. Sie ist mutig, ein wenig stur und unbedacht, aber sehr liebenswürdig. Ich fand es sehr erfrischend, dass sie ihre Kolonie aus egoistischen Gründen verlässt. Die meisten Protas heutzutage haben irgendeinen noblen Grund für ihr Handeln. Kenzie jedoch wollte sich einfach nicht mit dem zufrieden geben, was man ihr als gut und richtig zu verkaufen versuchte. Im späteren Verlauf kommen noch weitere Gründe für ihre Flucht ans Licht, die ihre Entscheidung noch mehr rechtfertigen. Aber mir hätte eigentlich auch das Streben nach Glück als einziger Grund gereicht.

Callum ist mit seiner bedachten, ruhigen, selbstbeherrschten Art ein guter Gegenpol zu Kenzie. Er war in seiner Rolle als Sicherheitschef sehr authentisch, obwohl mich sein junges Alter doch etwas zum Schmunzeln brachte. Er kam mir doch viel älter vor.

Das Kenzie sich in Callum verliebt, war für mich schlüssig. Sie hatte ihm so viel zu verdanken, dass er für sie eine Art Held darstellen musste.
Warum Callum sich in Kenzie verliebt, war mir aber zunächst nicht ganz schlüssig. Vielleicht weil er zum ersten Mal private Zeit mit jemandem verbrachte, der ihm nicht unterstellt war? Er schien bisher noch keine Gelegenheit gehabt zu haben, überhaupt jemanden kennenzulernen. Woher kann er also wissen, dass Kenzie wirklich die richtige ist? Nach so kurzer Zeit?

Insgesamt fand ich die Charaktere gut herausgearbeitet. Auch die Nebencharaktere schienen eine eigene Seele und Meinung zu haben, während sie in anderen Büchern oft oberflächlich und blass wirken.

Die Handlung hingegen, wies einige Schwachpunkte auf: So gefiel mir der hohe „Krimi-Anteil“ um die Aufklärung der Morde nicht ganz so gut. Ich hätte anderweitig mehr Potenzial zum Ausbauen gesehen.
Während ich die erste Hälfte des Buches geliebt habe, verlor die Geschichte mit zunehmender Action für mich an Spannung. Gegen Ende hin wurde nur noch gekämpft, ohne dass man noch viel über die Charaktere und die Umwelt erfahren hätte. Die Geschichte war für mich auch sehr vorhersehbar. Das Geheimnis um Callums Mutter zum Beispiel und auch um Kalifs Buch – absolut offensichtlich.

Schade fand ich auch, dass wichtige und in der Jugendliteratur eher neue Themen wie Kenzies „Problem“ angesprochen, aber dann nicht behandelt wurden. Das Thema kam einmal zwischen ihr und Callum auf. Besonders gegen Ende hin hätte ich mir da doch noch etwas mehr gewünscht, da ihr Problem ihn nicht unwesentlich betrifft.

 

Abgesehen daavon war das Buch aber ein schöner Zeitvertreib und hervorragend vorgelesen von Christiane Marx. Sie verlieh den Charakteren eine Stimme und zog mich in ihren Bann. Nur den ein oder anderen Namen hätte ich ganz anders ausgesprochen - Callum oder Alaric zum Beispiel. Jeder, der mal Vampire Diaries gesehen hat, weiß doch, dass die Betonung bei zweiterem auf dem mittleren Vokal liegt. Aber darüber sollte ich wirklich nicht meckern... :)

Ich werde definitiv noch mehr von Kneidl lesen und von Marx hören!
Water & Air bekommt von mir 4 Sterne.

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1.073 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 84 Rezensionen

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Der Winter erwacht

C.L. Wilson , Anita Nirschl
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.07.2015
ISBN 9783404208005
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhaltsangabe:

Der Thronerbe von Sommergrund reist nach Winterfels, um diplomatische Verhandlungen zu führen. Diese enden jedoch abrupt, als er mit der Braut des Königs durchbrennt und auf der Flucht dessen Bruder ermordet.
Wynter Atrialan, König von Winterfels, zieht mit seiner tödlichen Armee und mithilfe einer göttlichen Macht, dem Eisherz, in die Schlacht. Nachdem Sommergrund in die Knie gezwungen ist und um Rache an seinem gefallenen Bruder zu üben, verlangt Wynter die Hand einer Prinzessin. Sein Plan: König Verdan von Sommergrund einen geliebten Menschen zu nehmen, so wie er selbst seines geliebten Bruders beraubt wurde.
Jedoch ahnt Wynter nicht von König Verdans vierter Tochter, Chamsin. Aufgrund der Unberechenbarkeit ihrer Wettermagie im Geheimen gehalten, als Tochter ungeliebt und misshandelt, stellt sie die Lösung des Problems dar: Verschleiert bis zur Unkenntlichkeit wird siemit Wynter verheiratet, statt ihrer vom Vater geliebten Schwester Herbst.
Sie verlässt mit Wynter ihre Heimat und muss sich als Außenseiterin in einem neuen Land dem Kampf um Akzeptanz stellen, der über ihr Leben oder ihren Tod entscheiden kann. Denn sollte sie binnen eines Jahres Wynter keinen Erben schenken, setzt er sie auf einem Gletscher und der Gnade der Berge aus.

 

Meine Meinung:

Wilson arbeitet die Protagonisten schön aus. Der Grund für Chamsins Zurückhaltung im Umgang mit dem Hofadel und der Angst vor ihrer eigenen mächtigen Wettergabe wird schon früh im Buch erklärt, was die starke und temperamentvolle Prinzessin etwas weicher wirken lässt und ihr Sympathiepunkte einbringt. Ich mochte Chamsin sehr gerne. Gelegentlich wirkt sie ein wenig naiv oder töricht, aber insgesamt kaufe ich Wilson den Charakter ab und fiebere tatkräftig mit.
Auch Wynter durfte die Vorzüge einer Wettergabe kennenlernen, wenn auch nicht auf natürliche Weise. Sein Eisblick ist durch und durch tödlich, weshalb er bekannt ist als der schrecklichste Eroberer seiner Zeit. Durch Chamsin erinnert er sich daran, wie es ist zu lieben. Doch die verzwickte Geschichte der beiden Königsfamilien, lässt ihn auf vorsichtige Distanz gehen bis er sich sicher ist, dass Chamsin vertrauenswürdig ist.
Beide Protagonisten haben bereits in jungem Alter furchtbare Erfahrungen durchleiden müssen und sind deshalb eher misstrauischer Natur. Es hat Spaß gemacht, zu beobachten, wie sie nach und nach einander zu vertrauen lernen.

Die Geschichte war nicht grandios durchdacht. Gerne hätte ich bereits zu Anfang mehr von den politischen Intrigen erfahren, die erst in Band 2 wirklich zur Sprache kommen. Der erste Band konzentriert sich sehr auf die beiden Protagonisten, das Drumherum findet noch keinen Platz. Und doch war das Buch von Anfang bis Ende sehr fesselnd. Die Protagonisten mochte ich sehr gerne, die Randfiguren waren in Band 1 weniger von Bedeutung. Das Buch war spannend, der Schreibstil sehr flüssig.
Lediglich die häufigen Sexszenen fand ich etwas deplatziert. Zwar passt der leicht ordinäre Redestil und die fehlende Scham perfekt in das Gesamtbild – spielt die Geschichte doch zu einer Zeit der Burgen und Ritter und Könige, die frei forderten, was sie wollten. Allerdings schien es mehr als einmal, als sei Wilson sich nicht sicher, ob sie nun einen Fantasy- oder einen Groschenroman schreiben wolle.
Meiner Meinung nach hätte die Geschichte auch ohne die häufigen pornösen Szenen wunderbar funktioniert.

 

Abgesehen davon war ich grundauf begeistert und vergebe deshalb 4 Sterne.
Band 2 habe ich übrigens auch direkt im Anschluss verschlungen. Die Rezension folgt in Kürze.

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(1.190)

2.114 Bibliotheken, 12 Leser, 16 Gruppen, 82 Rezensionen

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Die Meisterin

Trudi Canavan ,
Flexibler Einband: 700 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 14.08.2006
ISBN 9783442243969
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:

Sonea hat viel gelernt, seit sie in die Gilde aufgenommen wurde, und ihren Platz unter den Magiern gefunden. Manches jedoch hätte sie lieber nie erfahren – Dinge, die sie in dem unterirdischen Gewölbe des geheimnisvollen Gildemeisters Akkarin erblicken musste. Spricht Akkarin die Wahrheit, wenn er Sonea warnt, dass die Macht der Feinde des Reiches dramatisch wächst?

 

Meine Meinung:

Band 3 beginnt mit schier endlosen Rückblicken und Wiederholungen, nimmt dann aber ordentlich an Fahrt auf:
Sonea durchschaut das Mysterium Akkarin mehr und mehr, versteht sein Handeln, entscheidet sich, ihm zu helfen und wird schon bald mit den Konsequenzen konfrontiert: Akkarin und sie werden nach Sachaka verbannt – gerade jetzt, wo die feindlichen Ichani die Stadt bedrohen.
Während ihres Aufenthaltes kommen sie sich (recht vorhersehbar) näher.

Alles dominierende Liebesgeschichten mag ich zwar nicht, diese ist aber so nebensächlich, dass sie genauso gut hätte gestrichen werden können.
Während ich in Band 2 noch das Gefühl hatte, endlich einen besseren Einblick in die Charaktere und deren Gedankenwelt und Entwicklung zu bekommen, muss ich das mit Band 3 leider wieder revidieren. Sonea und Akkarin werden als Protagonisten zwar immer noch ausführlich behandelt, Cery und Dannyl in den Nebensträngen eher oberflächlich beleuchtet und mein liebgewonner Rothen verschwindet einfach so komplett von der Bildfläche.
Insgesamt scheint mir in der Geschichte viel angefangen und nicht zuende gedacht worden zu sein. Ich hätte gerne mehr erfahren zu den Problematiken in den Hüttenvierteln, zu dem Zusammenleben von Magiern und Dieben, zu der (leider weniger magischen) Magie. Bei der länge der Geschichte hätte ich mir definitiv mehr Tiefgang gewünscht!

Statt belangloser Informationen hätte Canavan das Ende etwas mehr ausbauen können. Der finale Kampf gegen die Ichani wird zu schnell abgehandelt, als hätte die Autorin keine Lust mehr gehabt.

Davon abgesehen gab es auch einige Problematiken, die zu simpel gelöst wurden. Gut fand ich bisher zum Beispiel, dass die Macht der Magier nicht unausschöpflich ist. Im dritten Band findet Canavan allerdings einen Weg, Magiern unendliche Macht zu liefern, der tatkräftig eingesetzt wird. Ohne hier zu viel verraten zu wollen, kann ich doch sagen, dass es mit Akkarins dunkler Magie zu tun hat, die er niemals irgendjemanden lehren wollte. Aber siehe da – kommt eine Sonea daher und er weiht sie ein. Warum auch nicht. So ein unerfahrenes, junges Mädchen scheint mir die absolut beste Wahl… nicht.

 

Insgesamt fand ich die Idee hinter der Geschichte gut, die Umsetzung leider nicht sehr überzeugend. Die Gilde der schwarzen Magier ist ein netter Zeitvertreib für diejenigen, die keine zu hohen Erwartungen hegen und über wiederholte Formulierungen, Logikfehler und fehlenden Tiefgang hinwegsehen können.

Obwohl die Geschichte auch einige Stärken hatte, werde ich Soneas Reise nicht weiterverfolgen. Trotzdem vergebe ich konstante 3 von 5 Sternen.

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2.250 Bibliotheken, 13 Leser, 17 Gruppen, 75 Rezensionen

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Die Novizin

Trudi Canavan ,
Flexibler Einband: 604 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 19.06.2006
ISBN 9783442243952
Genre: Fantasy

Rezension:

Im zweiten Teil der Trilogie passiert genau genommen nicht allzu viel. Sonea ist Teil der Gilde (warum auch nicht? Ihre Abneigung der Gilde gegenüber konnte ich ohnehin noch nie verstehen…), wird zur Magierin ausgebildet und hat – oh, welche Überraschung! – ein besonders ausgeprägtes Talent. Sehr passend, da sie sich alles am liebsten selbst beibringen möchte (obwohl sie vor einem Jahr noch nicht einmal lesen konnte). Das einzige, was ihrem Glück im Wege steht, ist der unangenehme Regin. Mobbing vom Feinsten und Sonea lässt es mit sich machen, weil sie natürlich nicht weiß, wie viel Macht in ihr steckt…

Wie ihr seht, gibt es leider einiges, das mich an der Geschichte stört. So zum Beispiel auch das Ausbleiben detaillierter Beschreibungen des Erlernens der Magie. Man nehme Harry Potter zum Vergleich (okay, das ist nicht ganz fair): Bei Harry Potter kannte man nach dem ersten Band allerlei Zaubersprüche ohne das man sie hätte auswendiglernen oder nachlesen müssen. Es geschah ganz automatisch. Sonea hingegen scheint immer mehr zu lernen und immer besser zu werden und alles so gut zu meistern, aber die meiste Zeit wusste ich nicht, was sie denn genau lernt und meistert! Stattdessen begleitet der Leser sie unbeirrt auf ihrem Weg zum Unterricht, in die Bibliothek oder in den Speisesaal. Das war etwas langweilig.
Auch den zweiten Handlungsstrang um Dannyl fand ich eher langatmig. Obwohl die Geschichte insgesamt bisher viel Potenzial hat, wird dieses nicht voll ausgeschöpft. Den Spannungsbogen bekommt Canavan einfach nicht hin. So häufig, wie die Charaktere die Lippen schürzen, scharf Luft holen und kichern, kann es aber auch gut sein, dass die Spannung einer schlechten Übersetzung zum Opfer fiel.

Gut gefallen hat mir die Entwicklung Soneas. Und auch Rothen ist mir im Laufe des Buches mehr und mehr ans Herz gewachsen.
Mit der Entscheidung Akkarins, Sonea bei sich aufzunehmen, kommt dann auch etwas auf, das sich mit Spannung vergleichen lässt.

Obwohl diese Rezension eher kritisch ausfällt, hatte ich Spaß an dem Hörbuch. Man sollte nicht zu viel erwarten, aber es ist eine nette Unterhaltung für unterwegs.

Die Geschichte bekommt von mir 3 gut gemeinte Sterne und the benefit of the doubt – wer weiß, vielleicht begeistert Band 3 ja viel viel mehr!

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875 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 132 Rezensionen

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Morgentau - Die Auserwählte der Jahreszeiten

Jennifer Wolf
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 28.07.2016
ISBN 9783551315953
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir sehr leicht, da der Schreibstil sehr flüssig, fesselnd und emotional ist und die Sprecherin eine tolle Stimme hat. Deshalb bin ich mir nicht ganz sicher, ob die Charaktere mir tatsächlich so sympathisch waren oder ob dies Friedel Morgenstern zu verdanken ist, die jedem ein eigenes Leben eingehaucht hat.

Aber eins nach dem anderen: Der Klappentext erweckt den Eindruck des nächsten 08/15 Jugendbuchs mit Dreiecksbeziehung und rebellierendem Auserwählten. DAS ist definitiv nicht der Fall!
Die Geschichte spielt in der entfernten Zukunft, auf dem geschundenen Planeten Erde, den die Göttin Gaia mit allen Mitteln zu retten gedenkt. Um diese Herausforderung zu meistern, erschuf sie ihre Söhne: Aviv, den Frühling, Sol, den Sommer, Jesien, den Herbst, und Nevis, den Winter. Sie alle leben fernab der Erde und getrennt voneinander. Einmal alle 100 Jahre finden sie sich im Palast ihrer Mutter ein, um um die Auserwählte zu buhlen, die dann wiederum die nächsten 100 Jahre mit nur einem von ihnen verbringt. Unnötig zu sagen, dass die anderen derweil ziemlich einsam sind. Denn abgesehen von ihren sprechenden Tiergeistern sind sie von allem und jedem abgeschottet.

Mit Maya schuf Wolf eine mutige, reife und meistens bedachte Protagonistin, die sich ihrer Aufgabe mehr oder minder gewachsen fühlt und sich nicht dagegen wehrt. Beeindruckend, wenn man bedenkt, dass sie alles auf der Erde aufgibt, ihrer Familie und ihren Freunden auf ewig Lebewohl sagt, um ihr Leben mit einem ihr Fremden zu verbringen – auch wenn dieser ein Halbgott ist. Sie möchte nicht einfach einen der Männer aussuchen und sich ein schönes, langes Leben machen, sondern tatsächlich die große Liebe finden. Als rein unter Frauen aufgewachsenes, unerfahrenes Mädchen, verfällt sie den Jahreszeiten deshalb verständlicherweise schnell – oder zumindest einem von ihnen.

Die Jahreszeiten sind alle sehr authentisch.
Aviv ist eher unauffällig. Er ist ein charmanter, netter Charakter, der ein aufgrund seiner Zurückhaltung die meiste Zeit über etwas zu kurz kommt.
Sol, sonnengebräunt und selbstsicher, ist der „Aufreißer“ unter den Herren. Welche Frau würde auch nicht gerne in ewigem Sommer leben? Und doch war er mir von Anfang an der unsympathischste.
Jesien muss man einfach lieb gewinnen. Bei ihm fühlt man sich willkommen und geborgen. Er ist ein wahrer Freund und meistens gut gelaunt, obwohl er schon sehr viel Leid ertragen musste.
Nevis ist eher distanziert. Er scheint unerreichbar und ist gerade deshalb von so großem Interesse für Maya. Gut, denn seine unausstehliche, harte Schale aus Eis verbirgt seine wahren, durch und durch noblen Gefühle.

Bezüglich Gaia bin ich etwas zwiegespalten. Ich verstehe ihren inneren Konflikt, die Erde retten zu wollen, das Gleichgewicht dabei nicht zu stören und ihren Söhnen trotzdem eine gute Mutter zu sein. Aber sie ist eine Göttin, zum Teufel! Kann sie ihre Söhne denn nicht öfter als einmal alle 100 Jahre zu sich einladen?! Warum kann sie ihnen keine Wochenendausflüge auf die Erde genehmigen? Die eigenen Kinder in ewiger Einsamkeit leben zu lassen (ja, mit Ausnahme eines Tiergeistes), finde ich doch sehr grausam. Am Muttersein sollte sie also noch etwas arbeiten.

 

Sehr schön fand ich, dass es nicht die typische Dreiecksbeziehung gab, bei der sich die Protagonistin über hunderte Seiten hinweg fragt, für wen sie sich nur entscheiden soll. Im Gegenteil: Maya weiß gut, was (oder wen) sie will. Die Zeit von ihrer Ernennung als Auserwählte bis zu der Wahl ihres künftigen Gatten, vergeht viel schneller als gedacht.

Ab dem Zeitpunkt dieser Wahl steckt das Buch voller Wendungen und Emotionen – ganz anders als man zu Beginn erwarten würde.

 

Lediglich die großen Zeitsprünge gegen Ende und das Ende selbst empfand ich als etwas störend. Das Ende hätte ich mir anders gewünscht. Und vor allem noch nicht so bald! Meinetwegen hätte es gut und gerne noch einen zweiten Teil zu Maya und Nevis geben können, in dem auch auf unbeantwortete Fragen hätte eingegangen werden können. So wie zum Beispiel, was es mit Gaias Haus und ihren Hüterinnen auf sich hat, was die Jahreszeiten genau machen, und natürlich wie Maya und Nevis die Zeit des „Getrenntseins“ (mehr kann ich nicht sagen, da SPOILER) bewältigen…

Das Ende ist nicht wirklich schön, aber schön unkonventionell und doch irgendwie passend.

 

Alles in allem eine unterhaltsame Geschichte, die mich mehr in ihren Bann ziehen konnte, als ich gedacht hätte. 4 von 5 Sternen!

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(806)

1.599 Bibliotheken, 20 Leser, 9 Gruppen, 84 Rezensionen

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Die Rebellin

Trudi Canavan , Michaela Link (Übersetzer)
Flexibler Einband: 543 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 18.04.2006
ISBN 9783442243945
Genre: Fantasy

Rezension:

Klappentext:

Jedes Jahr zieht die Gilde der schwarzen Magier durch Imardin, um Straßenkinder aus der Stadt zu jagen. Wütend wirft Sonea, das Bettlermädchen, einen Stein – und verletzt dadurch ein Mitglied der Gilde. Was die Gilde schon lange befürchtet hat, ist eingetreten: Es gibt jemanden mit magischen Kräften – außerhalb ihrer Reihen. Sie muss gefunden werden. Für Sonea beginnt die aufregendste Zeit ihres Lebens …

 

Kurze Inhaltsangabe zu Band 1 – Die Rebellin:

Sonea, eines von vielen Straßenkindern Imardins, wirft während der jährlichen „Säuberung“, der Vertreibung von Bettlern und Obdachlosen, einen Stein nach einem Magier – wohlwissend, dass dessen Schutzschild eine unüberwindbare Barriere zwischen ihrem Wutausbruch und dem Mann darstellt. Doch ihr Stein passiert den Schutzschild unerwarteter Weise und verwundet den Magier an der Stirn. Chaos bricht aus und Sonea wird von einem Moment auf den anderen die Meistgesuchte im Land. Denn die unterdrückende, herrschende Magiergilde kann nicht ausgebildete Magier nicht zulassen, da Sonea bei ihrem nächsten Zornausbruch vielleicht nicht nur einen Magier sondern auch unschuldige Menschen verletzten könnte.

 

Meine Meinung:

Mit „Die Rebellin“ schafft Canavan einen gelungenen Auftakt zu ihrer Trilogie.
Der Schreibstil ist klar und flüssig und hilft einem, sich in dieser neuen Welt zurechtzufinden. Die gesellschaftliche und politische Lage in Kyralia wird schön verdeutlicht.
Als Straßenkind gehört Sonea zu der Gruppe Menschen vor denen die restlichen Bewohner „beschützt“ werden müssen. Deshalb verstehe ich ihre skeptische Einstellung gegenüber der Gilde, die für Recht und Ordnung sorgt, voll und ganz. Sie hat allen Grund die Magier zu hassen, die harmlose Bettler und Obdachlose einmal im Jahr aus der Stadt verjagt. Anfangs hätte ich mir mehr Details zu den Magiern gewünscht, doch es macht Sinn, erst nach und nach Dinge zu enthüllen. Eben in jenem Tempo, in dem auch Sonea die Magier kennenlernt. Und doch braucht sie sehr sehr lange, um zu erkennen, dass nicht alle Magier schlecht und grausam sind.
Das Katz und Maus-Spiel, also die Suche nach Sonea, nimmt den größten Teil des Buches ein, die Handlung entwickelt sich nur langsam. Stellenweise war mir das ganze in der Tat zu lang und nicht spannend genug. Canavan baut zwar einige Problematiken und Wendungen ein, die mir aber oft zu einfach waren. Auch die Auflösung um Soneas vermissten Freund Cery gegen Ende des Buches war mir zu simpel. Auch die Charaktere scheinen recht eindimensional. Es gibt einige Gute, einige Böse und keine großen Überraschungen, wähend alle unentwegt kichern und ihre Lippen schürzen.

Martina Rester-Gellhaus verleiht Sonea, Cery und Lord Rothen schöne, wiedererkennbare Stimmen. Alle anderen Charaktere waren nur durch die Stimme nicht wirklich von einander zu differenzieren, was mich gelegentlich verwirrt hat.
Insgesamt ein schöner erster Band mit kleinen Schwachstellen in der Handlung und dem Spannungsbogen. Deshalb vergebe ich 3 von 5 Sternchen.

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80 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

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Die Gilde der schwarzen Magier, Die Trilogie

Trudi Canavan ,
Audio CD
Erschienen bei cbj audio, 19.10.2009
ISBN 9783837102635
Genre: Kinderbuch

Rezension:  
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(290)

638 Bibliotheken, 29 Leser, 0 Gruppen, 126 Rezensionen

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Bourbon Kings

J.R.Ward , Marion Herbert , Katrin Kremmler , Katrin Kremmler
Flexibler Einband: 520 Seiten
Erschienen bei LYX, 03.01.2017
ISBN 9783736303225
Genre: Liebesromane

Rezension:

Kurze Inhaltsangabe:

Familie Bradford und das Leben auf Easterly könnte verrückter eigentlich nicht sein: Der Hausherr ist ein Tyrann, der seiner Familie und den Angestellten das Leben schwer macht, seine Frau flüchtet sich in ein von Drogen erzeugtes Delirium, der älteste Sohn Edward ist nach seiner Entführung verkrüppelt, verbittert und alkoholsüchtig, Lane schlägt sich mit seiner zukünftigen Exfrau herum, die nicht daran denkt jemals auszuziehen, der jüngere Sohn Max ist spurlos verschwunden, die einzige Tochter Gin soll zwangsverheiratet werden, Miss Aurora, die Ziehmutter, leidet an Krebs, die Buchhalterin begeht Selbstmord und um dem ganzen noch ein Krönchen aufzusetzen, muss das jährliche Derby geplant und eine gute Show inszeniert werden.

 

Meine Meinung:

Der Schreibstil ist leicht und flüssig, die Geschichte aus vielen verschiedenen Perspektiven erzählt. Wie ein Puzzle fügt sich so nach und nach alles zu einem großen Ganzen zusammen. Anfangs tat ich mir mit dieser Schreibweise allerdings etwas schwer. Zum Einen hatte ich den Eindruck, ich hätte viel verpasst. Es schien, als wäre ich bei Band 2 eingestiegen – doch eigentlich sollte mich das nicht überraschen. Die Protagonisten sind zur erfrischenden Abwechslung mal keine Jugendlichen, sondern Ü30er, die eben eine mehr oder minder verzwickte Vergangenheit haben, über die man im Laufe des Buches mehr und mehr erfährt.
Zum Anderen wirken die einzelnen Handlungsstränge wie mehrere parallel laufende Geschichten, von denen keine so richtig ausgebaut wird. Bei über 500 Seiten Lesespaß hätte ich mir ein wenig mehr Handlung und vielleicht die ein oder andere Intrige weniger gewünscht, um wirklich mit den Protagonisten mitfiebern zu können. Das Ganze Hin und Her zwischen Lane und Lizzie war zum Beispiel unnötig. Die Geschichte hätte auch ohne ihre Vorgeschichte gut funktioniert und wäre dann vielleicht etwas weniger selbstmitleidig geworden. Ansonsten fand ich alle Charaktere sehr lebensecht und gut entwickelt! Selbst die kleinsten Nebencharaktere kaufte ich Ward ohne zu zögern ab. Jeder Charakter hat etwas Interessantes an sich, über das man mehr erfahren möchte, unabhängig davon, ob er einem sympathisch ist oder nicht.

Thematisch war alles dabei, was man sich von einer Seifenoper erhoffen könnte:
Drogen, Alkohol, falsche Anzeigen bei der Polizei, Teenagerschwangerschaften mit verschwiegenen Vaterschaften, Schwangerschaften mit unklaren Babydaddies, jede Menge Hass und Liebe, dazu erzwungene Ehen, erzwungener Sex, Ehebruch und versuchter Kindsmord sowie Abtreibungen, Aufopferung, Gewalt, Selbstmord und Mord.

Whewww, das muss man erstmal verarbeiten.

 

Während ich bei Abbi Glines‘ Rush of Love – Verführt die Tatsache anprangerte, dass die Protagonisten ungeschützten Sex haben und dies ein absolut furchtbares Vorbild für junge Leser ist, stört es mich bei diesem Buch nicht allzu sehr. Denn ich schätze das Leserpublikum wesentlich älter (und hoffentlich weiser) ein als bei den üblichen New Adult-Stories. Auch die Protagonisten sind hier viel älter und treffen ihre eigenen Entscheidungen. Trotzdem merkwürdig, dass es nicht noch mehr Bradford-Kinder und -kindeskinder gibt. Aber wer weiß, vielleicht wartet Band 2 ja genau damit auf!

 

Der Auftakt der Trilogie bekommt von mir glatte 4 von 5 Sternen. Er konnte mich nicht vollends mitreißen. Stattdessen musste ich in die Geschichte hineinwachsen. Letztendlich konnte das Buch mich aber überzeugen.

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Tags: bourbon kings, j r ward, rezension   (3)
 

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betrug, cassandra clare, deals, die dunklen mächte, fantasy, kampf, lady midnight, nephilim, schattenweltler, shadowhunters

Lady Midnight

Cassandra Clare , Franca Fritz , Heinrich Koop , Simon Jäger
Sonstiges Audio-Format
Erschienen bei Der Hörverlag, 17.05.2016
ISBN 9783844521283
Genre: Fantasy

Rezension:

Hörbuch-Ausgabe: 23 Stunden, 8 Minuten (gekürzte Lesung)
Erscheinungsdatum: 17. Mai 2016
Verlag: Der Hörverlag
Autor: Cassandra Clare
Sprache: Deutsch
Originaltitel: Lady Midnight (The Dark Artifices 1)
Aus dem Englischen von: Franca Fritz, Heinrich Koop
Gesprochen von: Simon Jäger

Inhaltsangabe (durch die Verlagsgruppe Random House):

Niemals wird sie den Tag vergessen, an dem ihre Eltern starben. Die 17-jährige Emma Carstairs war noch ein Kind, als sie damals ermordet wurden, und es herrschte Krieg. Die Wesen der Unterwelt kämpften bis aufs Blut gegeneinander, und die Schattenjäger, die Erzfeinde der Dämonen, wurden fast völlig ausgelöscht. Aber Emma glaubt bis heute nicht, dass ihre Eltern Opfer dieses dunklen Krieges wurden, sondern dass sie aus einem anderen rätselhaften Grund sterben mussten. Inzwischen sind fünf Jahre vergangen, und Emma hat Zuflucht im Institut der Schattenjäger in Los Angeles gefunden. Eine mysteriöse Mordserie sorgt für große Unruhe in der Unterwelt. Immer wieder werden Leichen gefunden, übersät mit alten Schriftzeichen, ähnliche Zeichen wie sie auch auf den Körpern von Emmas Eltern entdeckt worden waren. Emma muss dieser Spur nachgehen, selbst wenn sie dafür ihren engsten Vertrauten und Seelenverwandten Julian Blackthorn in große Gefahr bringt …

 

Buch Trailer:

 

Meine Meinung:

Cassandra Clare schrieb bereits in vergangenen Reihen über die Schattenjäger und deren Unterwelt. Mit Lady Midnight startet sie die neue Reihe „Die dunklen Mächte“, die zwar eine eigenständige Handlung hat, Vorkenntnisse zum besseren Verständnis aber definitiv von Vorteil sind. Lady Midnight setzt nämlich etwa 5 Jahre nach den Ereignissen von dem 6. und letzten Teil der Chroniken der Unterwelt-Reihe an.

Der Einstieg fiel mir doch ziemlich schwer. Ich war, vermutlich aufgrund der fehlenden Vorkenntnisse, überfordert mit dieser neuen Welt, ihren Marotten, den Charakteren und ihren Fähig- und Besonderheiten. Während Clare unbedeutende Kleinigkeiten im Detail erläutert, lässt sie die für die Geschichte wichtigen Dinge zunächst außen vor. Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit bis ich dahinterkam, wozu die Runenmale dienen und wer in welchem Bezug  zueinander steht…
Außerdem hat das Buch insbesondere zu Beginn, aber leider auch immer wieder zwischendurch, einige Durststrecken, in denen recht wenig passiert.

Irgendwann wurde ich aber doch mitgerissen. Das ist vor allem Simon Jägers Stimme zu verdanken, der jedem Charakter Ausdruck verleiht. Manches Mal fand ich seine Verkörperungen nicht ganz so gut gelungen: Insbesondere Tiberius und Livia schienen mir oft zu kindlich, obwohl sie doch nur 2 Jahre jünger sind als Julian und Emma. Insgesamt war die Leistung aber durchweg gut.

Die Charaktere sind gut und authentisch ausgearbeitet. Die „Kinder“ gefielen mir alle sehr gut, weil alle ihre eigene Meinung, ihr eigenes Wesen zu haben schienen. Emma und Julian passen meiner Meinung nach nicht wirklich zueinander (obwohl ich sie beide sehr in mein Herz geschlossen habe). Ich war bis etwa zur Hälfte des Buches davon überzeugt, dass Emma und Mark früher oder später zusammen kommen würden. Mark ist für mich ohnehin der interessanteste Charakter im gesamten Buch. Deshalb freute es mich, im Laufe des Buches immer mehr von ihm zu erfahren – wenn auch sehr anders als gedacht. Cristina und ihr perfekter Diego runden die Gesellschaft ab.

Die Geschichte selbst und die Idee dahinter waren mir neu und konnten mich faszinieren. Die wiederkehrenden Gestalten, die aus den vorangegangenen Reihen wohl bereits bekannt sind, haben mich allerdings extrem genervt. Gegen den ein oder anderen Gastauftritt ist ja wirklich nichts einzuwenden. Aber dass Charakteren, die im gesamten Buch gar nicht, oder nur minimal, auftauchten gegen Ende ein eigenes Kapitel gewidmet wird, fand ich komplett unnötig. Zudem wird nicht ausreichend erklärt, wer diese „Gäste“ genau sind. Anfangs hatte ich Magnus und Malcolm immer durcheinander geworfen, am Ende verwechselte ich Clary mit Diana.
Und ich dachte (bestimmt bis Stunde 20), dass es einen Blackthorn mehr gibt, weil der Name Octavian darauf schließen lässt, er sei der Achte im Bunde…

Mir gefällt, wie das Übernatürliche mit der modernen Welt verbunden wird; insgesamt eine schöne Geschichte! Ohne Vorkenntnisse leider verwirrend und stellenweise zu langatmig, deshalb „nur“ 3 von 5 Sternen und ein großes Dankeschön an die Verlagsgruppe Random House und das Bloggerportal für das Zusenden der zahlreichen Stunden guter Unterhaltung!

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202 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

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Bezwungen

Teri Terry , Petra Knese
Flexibler Einband: 376 Seiten
Erschienen bei FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch, 25.01.2018
ISBN 9783733504243
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext:

Kyla, 16, wurde geslatet: Ihr Gedächtnis wurde gelöscht, ihre Persönlichkeit ausradiert. Denn sie sei eine gefährliche Verbrecherin, sagt man ihr.

Doch Kyla beginnt sich zu erinnern. Und ihre Erinnerungen sind gefährlich. Kyla wird gejagt. Von den Lorders, den Agenten der Regierung, die sie slaten ließ. Von den Terroristen, die sie für ihre Zwecke benutzen wollen. Auf der Flucht enthüllt sie nach und nach das Geheimnis ihrer Herkunft, und sie findet endlich ihre totgeglaubte Mutter. Kyla wurde als Kind entführt. Doch das ist nur ein Teil eines noch dunkleren Geheimnisses…

 

Kurze Inhaltsangabe:

Nach dem missglückten Anschlag von dem Anführer der Free UK auf Kyla, sucht diese Unterschlupf bei Ihren Freunden von der MIA. Die Organisation verhilft ihr zu einem neuen Aussehen, einer neuen Identität und einem Platz in einem Wohnheim für Mädchen – welches von Kyla’s Mutter Stella geleitet wird. Endlich kann sie ihre Mutter kennenlernen. Doch unter ihren wiederkehrenden Erinnerungen sind einige, die sich nicht mit dem decken wollen, was Stella ihr erzählt. Kann sie ihr trauen? Warum möchte sie Kyla nichts über deren Vater anvertrauen? Wie soll sie sich ihrer eigenen Großmutter gegenüber verhalten, die mit den Lordern gemeinsame Sache macht?
Als Kyla mehr über sich und ihre Vergangenheit herausfindet, kommt sie sogleich hinter einige Geheimnisse, die sie ihr Leben kosten könnten, während sie zeitgleich darum bangt, nicht aufzufliegen.

 

Meine Meinung:

Terry’s Schreibstil bleibt weiterhin flüssig und spannend. Die Sätze sind eher knapp und nüchtern und halten sich nicht mit allzu vielen Details auf.
So kam ich zwar sehr schnell durch die drei Bände, hatte aber das Gefühl kein richtiges Bild von dieser Gesellschaft in der Zukunft bekommen zu haben.

Band 3 knüpft da an, wo Band 2 endet. Trotzdem hatte ich Schwierigkeiten zurück in die Geschichte zu finden. Viele Dinge, die in Band 2 passiert waren und grundlegend für Band 3 sind, waren mir einfach entfallen. Aber bei Kylas vielen Namen und Familien ist es vielleicht nicht ganz verwunderlich, dass man gelgentlich verwirrt ist.

Die Auflösung um Kylas Hintergrund hat mich nicht komplett umgehauen. Sie war mir im dritten Band ein wenig zu passiv. Letztendlich trägt sie nicht wirklich viel zu dem lange erwarteten Umbruch bei, sondern beeinflusst ihr näheres Umfeld eher passiv, sich für Veränderungen einzusetzen. Ich hätte mir stattdessen etwas mehr aktives Handeln durch Kyla gewünscht.

*Achtung, ab hier Spoiler!*

Sehr gut gefallen hat mir die Liebesgeschichte, die die Handlung zu keiner Zeit dominiert. Insbesondere das Ende, von dem viele ja eher enttäuscht waren („Er klaute sich ein Auto und verschwand“), fand ich absolut spitze. Kyla steht Ben bis zum bitteren Ende bei. Das macht sie sehr sympathisch, auch wenn man sich eigentlich wünscht, dass sie andere Entscheidungen in Bezug auf ihr Liebesleben trifft. Dass Ben am Ende abhaut, überraschte mich nicht. Er war nicht so ein Sympathieträger wie Aiden und durch die wiedergewonnen Erinnerungen auch nicht mehr der Alte. Dass Kyla und er sich nach dem Eingriff entfremdeten, empfand ich also nicht als überraschend oder dramatisch.

Ich fand den finalen Band insgesamt so, wie auch die ganze Geschichte. Stabil gut, aber nicht außergewöhnlich.

Deshalb vergebe ich 3 von 5 Sternen.

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(1.641)

3.136 Bibliotheken, 65 Leser, 1 Gruppe, 465 Rezensionen

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Begin Again

Mona Kasten
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei LYX, 14.10.2016
ISBN 9783736302471
Genre: Liebesromane

Rezension:

Da ich das Buch innerhalb von 2 Tagen verschlungen habe, schreibe ich auch nur eine kurze Rezension dazu. Die eigene Inhaltsangabe spare ich mir, da der Klappentext einen sehr guten Einblick gibt.

Zu allererst: Das Cover ist toll!<3
Der Schreibstil nimmt einen direkt mit und fesselt einen bis zum Ende.
Die Charaktere sind schön ausgereift und sehr authentisch. Jeder hat seine Vergangenheit, die ihn beeinflusst und zu dem Menschen gemacht hat, der er ist. So beschäftigt sich das Buch nicht bloß mit der Beziehung zwischen Allie und Kaden, sondern auch mit deren jeweiligen Familiendramen. Allie und Kaden verschanzen sich nicht, wie man es aus anderen New Adult Romanen kennt, sondern hegen und pflegen (und verprügeln) ihre Freundschaften. So habe ich auch die Nebencharaktere direkt ins Herz geschlossen. Allen voran Scott, Monica und Spencer.
Kaden war mir gelegentlich zu verstört („Emo“) und Allie ab und an zu verheult. Aber insgesamt mochte ich die Protagonisten sehr gern.
Besonders gut gefallen hat mir die Entwicklung ihrer Beziehung. Es ging nicht bloß um die körperliche Anziehung zwischen den beiden, sondern auch um die Zeit, die sie miteinander verbringen und in der sie einander kennenlernen. Statt bloß von Sex, erfährt der Leser so auch alles von ihrer gemeinsamen Geschichte: Das Wandern, die Musik, die Geheimnisse, die sie miteinander teilen… All das verbindet die beiden und macht ihre Gefühle zu einander sehr glaubhaft.
Die kleinen Zankereien – sei es wegen Geschmacks- oder Geruchsverirrungen oder den Taylor Swift-CDs – machen das ganze noch authentischer. Denn im wahren Leben, und insbesondere wenn man zusammen wohnt, gibt es reichlich Macken, die den anderen zwar stören, über die er aber großzügig hinwegsieht.

Einzig die Tatsache, dass die Geschichte SEHR vorhersehbar war, lässt mich einen Stern abziehen. Ich wäre gerne mal überrascht worden. Ich hätte gerne wirklich einmal mitgefiebert, ob Allie und Kaden es schaffen. Doch dieser Tatsache war ich mir durchweg absolut sicher.

 

Ein schönes Buch zum Abschalten. 4 von 5 Sternen.
Und ich mache mir jetzt einen Milchkaffee mit weißem Schoko-Syrup à la Allie!
Und lade die 30 Seconds to Mars Playlist. Allie hat den BESTEN Musikgeschmack!

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(447)

986 Bibliotheken, 38 Leser, 0 Gruppen, 99 Rezensionen

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Der Nachtzirkus

Erin Morgenstern , Brigitte Jakobeit
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 11.10.2013
ISBN 9783548285498
Genre: Fantasy

Rezension:  
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(696)

1.200 Bibliotheken, 40 Leser, 5 Gruppen, 95 Rezensionen

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Throne of Glass - Kriegerin im Schatten

Sarah J. Maas ,
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 23.10.2015
ISBN 9783423716529
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurze Inhaltsangabe:

Celaena ist der Champion des Königs und als solcher gezwungen, die Feinde des Königs zu beseitigen. Stattdessen warnt sie die Betroffenen aber und riskiert damit nicht bloß ihre Freiheit, sondern auch anderer Menschen Leben.
Sie muss ihre Rolle als Champion also überzeugend spielen und sich selbst irgendwie treu bleiben. Dabei verwischen die Grenzen zwischen Freund und Feind mehr und mehr und bald weiß sie nicht, für wen sie überhaupt kämpfen soll. Nur eines ist sicher: Elena, der Geist der ersten Königin, braucht ihre Hilfe im Kampf gegen das Böse und obwohl Celaena absolut nichts mit den Wyrdtoren und deren Magie zu tun haben will, erkennt sie, dass sie etwas tun MUSS, um die Welt vor purer Grausamkeit zu retten.

 

Meine Meinung:

Sarah J. Maas‘ Schreibstil ist absolut wundervoll. Ich fand problemlos in die Geschichte zurück! Band 2 finde ich insgesamt besser als noch Band 1. Während die vielen nicht enden wollenden Dialoge in Band 1 mich sehr genervt haben, findet Maas in Band 2 bereits ein besseres Gleichgewicht zwischen „sprechen“ und „beschreiben/denken“.

Inhaltlich ist Band 2 weit mehr von Magie durchzogen, als der Klappentext erahnen lässt. Das hat mich anfangs sehr verwirrt, weil ich etwas ganz anderen erwartet hätte. Zunächst schien es so, als wüsste Maas selbst nicht, ob die Geschichte sich actionreich oder fantastisch entwickeln sollte. Hinzukommt, dass der gesamte Handlungsstrang rund um die Magie und die Wyrdtore wenig Sinn ergibt, weil er nur wenig beleuchtet wird.

Auch die Charaktere bleiben in Band 2 weiterhin widersprüchlich und etwas oberflächlich, obwohl einige Geheimnisse aufgedeckt werden.
Celaena ist bei weitem nicht so stark, wie Maas sie erscheinen lassen möchte. Sie ist abartig eitel, will lange schlafen, Delikatessen verspeisen und schöne Klamotten shoppen und erinnert mehr an eine verwöhnte Prinzessin als an die BESTE Assassinin des Landes. Sie ist nachtragend, selbstgerecht und scheint immer erst zu handeln und dann zu denken, wenn sie denn handelt. Sie scheint nämlich kein großer Fan von Arbeit oder Verpflichtung zu sein. Einer derart begabten Assassinin hätte ich da doch etwas mehr Verstand, Raffinesse, Disziplin und Arglist zugetraut – und vermutlich etwas weniger Moral. Ihre Persönlichkeit schwankt und widerspricht sich nicht selten.
Auch die anderen Charaktere zeigen Inkonsistenzen: Dorian bleibt als Kronprinz und Frauenaufreißer eher zurückhaltend und kleinlaut und Nehemia, die Prinzessin von Eyllwe, zeigt sich eher ruppig anderen gegenüber, obwohl sie eine durch und durch noble Person ist.
Lediglich Chaol bleibt seiner vorgezeichneten Persönlichkeit treu: Er ist pflichtbewusst und loyal und seinem König so treu ergeben, dass er dessen Grausamkeit verdrängt.

*SPOILER-GEFAHR*
Die ein oder andere Stelle zeugt von Logikfehlern. So verwirrte mich der Grund, weshalb Chaol entführt wird völlig. Bis jetzt konnte ich den Gedankengang der Autorin nicht nachvollziehen. Aber einige anfängliche Logikfehler werden im weiteren Verlauf geklärt.
*SPOILER ENDE*

Das Ende der Geschichte ist zwar ein klein wenig vorhersehbar, liefert aber großes Potenzial die Reihe doch noch grandios werden zu lassen! Und das wird sie! Diese Rezension ist ein „Meckern auf hohem Niveau“, weil ich den Folgeband bereits gelesen habe und Band 2 zurückblickend im Vergleich irgendwie armselig erscheint. Dennoch ist das Buch toll geschrieben, durchweg spannend und actionreich und macht süchtig nach mehr!

Ja, und die eigentliche Geschichte beginnt erst am Ende von Band 2.
Wer im Bezug auf die Reihe also auch so hin- und hergerissen ist wie ich, bitte gebt die Reihe nicht so schnell auf. Sie wird von Band zu Band besser!

 

Band 2 schafft es trotzdem „nur“ auf 3 von 5 Sternen.

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(1.108)

2.045 Bibliotheken, 67 Leser, 6 Gruppen, 197 Rezensionen

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Throne of Glass - Die Erwählte

Sarah J. Maas ,
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 23.10.2015
ISBN 9783423716512
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurze Inhaltsangabe:

Celaena Sardothien, einst die gefürchtetste Assassinin des Landes, arbeitet als Sklavin in einem Arbeitslager des Königs.
Doch ihr Name ist noch nicht in Vergessenheit geraten. Kronprinz Dorian macht sie ausfindig und bittet sie, in seinem Namen an einem Wettkampf zu Hofe anzutreten. Der Gewinner soll dem König 4 Jahre lang dienen, indem er dessen Feinde aus dem Weg räumt, und anschließend die Freiheit erlangen.
Die Vorstellung als Auftragskillerin des Königs zu agieren, ebenjenem König, der das Land unterjocht und sie in das Todeslager hat bringen lassen, ist ihr zutiefst zuwider. Doch Celaena hat keine Wahl: Sie kann zur Schachfigur in des Königs Spiel werden oder in Endovier sterben.
Bevor sie also des Königs Champion wird, muss sie sich im Kampf gegen andere Kriminelle behaupten. Und die meisten unter ihnen kämpfen nicht fair!
Gut, dass sie unverhofft Hilfe bekommt. Oder nicht?
Wie hoch ist der Preis für diese Hilfe? Warum soll sie unbedingt des Königs Champion werden? Was macht sie so einzigartig?

 

Meine Meinung:

Die Geschichte ist in einem flüssigen, spannenden Schreibstil geschrieben, der mich direkt mitnahm. Die Seiten blätterten nur so dahin, obwohl das Buch doch einige Schwächen hat:
Celaena Sardothien zum Beispiel. Sie ist eine merkwürdige Person, die zugleich tough, kühl und tödlich als auch verletzlich und aufmerksamkeitsheischend ist. Sie betitelt sich selbst als die Assassine von Adarlan. Sie ist sich ihrer so sicher, dass sie meint, es mit der ganzen Welt aufnehmen zu können. Und doch manövriert sie sich selbst öfter in unmögliche Situationen, die sie als Assassinin doch sicherlich hätte vorausahnen oder umgehen können… Sie ist kühl, alles scheint ihr egal zu sein und gleichzeitig buhlt sie konstant um die Aufmerksamkeit aller und erträgt es nicht, nicht als die beste anerkannt zu werden. Sie ist Meisterin an etwa jeder Waffe und zugleich liebt sie schöne Kleider, Bücher und Tiere. Sie liebt schöne Kleider, kleidet sich aber wie „aus einem anderen Jahrhundert“ (o.Ä. ~Dorian). Sie liebt Bücher und Essen – da fragt man sich doch, ob sie ohne den Wettkampf nicht fürchterlich zulegen würde, insbesondere da aus dem Buch hervorgeht, dass Ausdauertraining so gar nicht ihr Ding ist.
So ganz warm wurde ich mit ihr nicht. Sie scheint ein Mensch unzähliger Geheimnisse zu sein, aber diese werden leider nicht aufgedeckt, sodass man auch zu Ende des Buches das Gefühl hat nur an der Oberfläche gekratzt zu haben. Ihre schlagfertige Art brachte mich zwar oft zum Schmunzeln, gelegentlich empfand ich sie aber auch als durchweg kratzbürstig. Das würde zu der Assassinin in ihr passen, nicht aber zum dem hübschen, Rüschenkleider tragenden Gesamtpaket.

Genauso wie Celaena, lässt das Buch selbst sich nicht in eine Schublade stecken. Es ist zum Teil actiongeladene Fantasy, zum Teil Romanze, zum Teil Krimi…
Sicherlich ist für jeden Geschmack etwas dabei, leider wird nichts so richtig ausgeführt. Der Wettkampf. um den es im ersten Band wohl hauptsächlich gehen soll, wird fast von den Nebenhandlungen überschattet!
So geschehen mysteriöse Morde, die selbst eine eingehende Erläuterung verdient hätten. Dadurch, dass sie so wenig beleuchtet werden, baut sich durch sie aber keine zusätzliche Spannung auf.
Die Romanze ist ganz unterhaltsam, da ich Dorian aber sehr wenig abgewinnen kann (er soll sich endlich gegen seinen Vater auflehnen! TEAM CHAOL!), musste ich doch gelegentlich mit den Augen rollen. On a side note: Chaol und Nehemia finde ich bisher sehr gut gelungen.
Die übernatürlichen Elemente setzen erst im Laufe des Buches ein, sodass sie zunächst weit hergeholt erscheinen.

Insgesamt ein schön geschriebenes Buch, das noch sehr viel offen lässt. Ich habe den zweiten Teil bereits begonnen und hoffe, dass man jetzt einige Antworten bekommt und die Charaktere etwas tiefgründiger werden. Gerade wegen der vielen widersprüchlichen Meinungen zu dem Buch, versuche ich neutral zu bleiben. Bisher kann ich aber noch nicht sagen, ob die Reihe wirklich so gut wird, wie der Hype zunächst ahnen lässt. Ich denke, es hängt alles von den Folgebänden ab, ob die Reihe zu einem Hit oder einem Flop wird.

Für diesen ersten Band vergebe ich gut gemeinte 3 Sterne. Das Potenzial für 4 oder 5 Sterne ist durchaus da. Schauen wir mal, was Maas daraus macht!

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1.314 Bibliotheken, 34 Leser, 1 Gruppe, 147 Rezensionen

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Paper Palace

Erin Watt , Lene Kubis
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.05.2017
ISBN 9783492060738
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Klappentext:

DIESE ROYALS STEHLEN DIR DEIN HERZ…
Kaum haben sich Ella und Reed wiedergefunden, werden sie erneut getrennt – und dieses Mal steht Reeds Leben auf dem Spiel! Ist er nun endgültig zu weit gegangen? Ist ihm sein aufbrausendes Temperament um Verhängnis geworden? Ella ist eine Kämpferin. Sie ist bereit, alles zu tun, um Reed zu schützen und den Royals zur Seite zu stehen. Doch dann wird sie plötzlich von ihrer eigenen Vergangenheit eingeholt. Ella muss feststellen, dass ihr Leben eine einzige Lüge war. Wird ihre Liebe daran zugrunde gehen? Oder kann es ein Happy End für Ella und Reed geben?

 

Meine Meinung:

Das Cover steht den beiden Vorgängern in nichts nach – wunderschön wie eh und je mit dem funkelnden Glitzertor! Allein wegen der Cover kann man die Bücher kaufen Sehen im Regal wirklich toll aus. 

Der Schreibstil ist an sich weiterhin flüssig, leider werden mir manche Passagen etwas zu vulgär oder einfach nicht abwechslungsreich genug ausgedrückt. Zum Beispiel finde ich es abwegig, dass Ella und Reed meinen, sich durch Sex „zeigen“ zu müssen, wie sehr sie sich lieben… Wie wäre es mit Worten, mit Taten, mit kleinen Überraschungen, usw.? Für mich steckt hinter wahrer Liebe doch etwas mehr als rein körperliche Zuneigung.

Aber eins nach dem anderen: Paper Prince endete mit einem üblen Cliffhanger – Brooke ist tot, die Polizei hat einen Haftbefehl gegen Reed und Steve, Ellas leiblicher Vater, ist wieder da. WOW! Das muss man ersteinmal alles verarbeiten…
Reed steckt also in einer misslichen Situation. Zwar kann der Leser davon ausgehen, dass er tatsächlich unschuldig ist – lassen die Kapitel aus seiner Sicht zumindest nichts anderes schließen, so bleibt Ella jedoch bloß sein Wort. Soll sie Reed glauben oder den unzähligen Beweisen gegen ihn? Sie kämpft mit sich, glaubt ihm dann aber doch. Sie beweist hier wahre Stärke, sie steht zu ihrer Familie und lässt sich nicht beirren. Ihr Kämpfergeist kommt in diesem Band wieder gut zur Geltung, ein wenig stur, ein wenig rebellisch. Das finde ich sehr sympathisch. Die Freundschaft zu Val und Wade wird weiter ausgebaut, was die Geschichte ein wenig authentischer macht. Hat doch jedes Mädchen in dem Alter eine Freundin, der man alles anvertraut!
Reed muss währenddessen lernen, sein Temperament zu zügeln, während auch das Verhalten seiner Brüder auf ihn widerspiegelt. Die versucht er allerdings so gut es geht aus dem Schlamassel herauszuhalten. Ihm bedeutet seine Familie so wahnsinnig viel, dass er gegen Ende eine beeindruckende Entscheidung trifft, die sicherlich nicht leicht gewesen sein kann. Hier will ich natürlich nicht zu viel vorwegnehmen.
Besonders interessant finde ich in diesem Band Dinahs Charakter. Anfangs fand ich sie unausstehlich, aber mit der Zeit entwickelt man eine Art Mitleid mit ihr. Mit Steve verheiratet zu sein, muss eine fürchterliche Qual sein, denn er ist mir durchweg unsympathisch. Deshalb hat mich die Auflösung am Ende auch nicht komplett überrascht.

Trotzdem ist der dritte Band spannend und voller kleiner Wendungen und kleiner Nebenhandlungen, die einem gute Unterhaltung bescheren. Leider lässt er auch einige Fragen offen: So hätte ich mir zum Beispiel gewünscht, dass auf Eastons Suchtprobleme näher eingegangen wird, dass Gideon sich mehr in die Familie integriert und er und Savannah sich aussprechen.
Ein kleiner Ausblick, wie es mit den O’Hallorans weitergeht wäre auch ganz nett gewesen, aber bevor es weitere Teile gibt, sollte man es vielleicht doch einfach dabei belassen.

 

3 von 5 Sternen.

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1.519 Bibliotheken, 32 Leser, 1 Gruppe, 216 Rezensionen

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Paper Prince

Erin Watt , Ulrike Brauns
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Piper, 03.04.2017
ISBN 9783492060721
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Klappentext:

DIESE ROYALS BRINGEN DICH UM DEN VERSTAND…
Seit Ella in die Villa der Royals gezogen ist, steht das Leben dort auf dem Kopf. Durch ihre aufrichtige Art hat sie so manches Herz erobert – vor allem das von Reed. Zum ersten Mal seit dem Tod seiner Mutter kann der attraktivste der fünf Royal-Söhne echte Gefühle zulassen. Wie groß seine Liebe ist, merkt er allerdings erst, als es zu spät ist: Nach einem Streit verschwindet Ella spurlos. Und er trägt die Schuld daran. Seine Brüder hassen ihn dafür, doch er hasst sich selbst am meisten. Wird er Ella finden und ihr Herz zurückerobern können?

 

Meine Meinung:

Während ein Diadem das Cover von Paper Princess zierte, ist auf dem von Paper Prince eine Krone abgebildet. Optisch passen die Cover perfekt zueinander und sehen einfach wahnsinnig schön aus.

Nun aber zu den wirklich wichtigen Dingen: Der Schreibstil ist wieder genauso fesselnd wie bereits in Band 1, diesmal wird die Geschichte allerdings sowohl aus Ellas, als auch aus Reeds Perspektive erzählt. Zum Einen finde ich das sehr gut, weil es Abwechslung bringt und man gleich zu Anfang erfährt, wie es zu der fürchterlichen Situation am Ende des ersten Bandes kam! Dieser Cliffhanger war schon wirklich etwas fies… Aber auf der anderen Seite finde ich Reed nicht besonders interessant und war deshalb gar nicht so sehr auf seine Perspektive der Dinge gespannt. „Diese Royals bringen dich um den Verstand…“ – JA! Weil sie immer alles verkomplizieren und sich so merkwürdig unrealistisch und unvorhersehbar verhalten. Warum zum Teufel hat Reed nicht gleich klargestellt, was Sache ist, wenn er sich doch sicher war, dass Brooke eine hinterhältige Lügnerin ist?! Warum rät Gideon Ella, die Finger von Reed zu lassen? Er ist sein Bruder und ja, zugegebenermaßen etwas verkorkst, aber hat er denn nicht das Recht glücklich zu sein?
Easton lernt man im zweiten Band ein wenig besser kennen und fiebert wirklich mit ihm mit. Seine weiche, zerbrechliche Seite kommt durch Ellas Verschwinden zum Vorschein. Die Seite, die er unter all dem Machogehabe zu verstecken sucht.
Ella ist zunächst enttäuscht und traurig und einfach gebrochen – wie auch nicht. Aber gegen Ende des Bandes findet sie zu ihrer alten Stärke und Schlagfertigkeit zurück!

SCHLAGfertigkeit scheint in diesem Band von besonderer Bedeutung zu sein… Bei dem kleinsten Anzeichen von Problemen, schlagen alle immer direkt zu. Die ganze Gewalt fand ich doch etwas überzogen.

Insgesamt ist dieser Band etwas düsterer als der erste. Die Charaktere werden alle näher beleuchtet und es werden ernstere Themen wie Vertrauen und Betrug, Gewalt, Sucht, Trauer und Verlust, Verantwortung und familiäre Bindungen angesprochen.

 

Ich bin mir nach wie vor nicht ganz sicher, wie ich die Bücher finden soll. Einige Themen werden sehr gut umgesetzt und andere links liegen gelassen. Ich hätte mir gewünscht, mich mit den Charakteren am Ende des zweiten Bandes doch etwas mehr zu identifizieren. Sie sind einfach nicht komplett authentisch – nichtsdestotrotz hatte ich eine Menge Spaß mit diesem zweiten Band. Dies liegt vor allem an der tollen Schreibweise – die Seiten blätterten nur so dahin.

Deshalb gibt es 3,5 von 5 Sternen.
Vielleicht hat das Finale ja noch ein wenig mehr zu bieten.

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2.406 Bibliotheken, 32 Leser, 2 Gruppen, 492 Rezensionen

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Paper Princess

Erin Watt , Lene Kubis
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.03.2017
ISBN 9783492060714
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Klappentext:

DIESE ROYALS WERDEN DICH RUINIEREN …
Seit dem Tod ihrer Mutter schlägt sich Ella Harper alleine durch. Tagsüber sitzt sie in der Schule, nachts arbeitet sie in einer Bar. Dann steht plötzlich der Multimillionär Callum Royal vor ihr. Er behauptet, ihr Vormund zu sein – und nimmt Ella kurzerhand mit in seine Villa. Aus ihrem ärmlichen Leben kommt Ella in eine Welt voller Luxus. Doch bald merkt sie, dass mit dieser Familie etwas nicht stimmt. Callums fünf Söhne begegnen ihr mit Feindseligkeit. Besonders einer von ihnen macht Ella das Leben schwer. Und trotzdem knistert es gewaltig zwischen ihnen …
Ob aus Hass noch Liebe werden kann?

 

Meine Meinung:

Zu allererst: Ist das Cover nicht der absolute Hammer?? Zugegeben, ich habe das Buch nur wegen des Covers gekauft. Der Klappentext hat mich nicht direkt überzeugt, weil er sich für mich zu sehr nach „Groschenroman“ anhörte. Und damit lag ich auch nicht ganz falsch: Das arme, einsame, wunderschöne Mädchen kommt durch einen Schicksalsschlag in eine wohlhabende, absolut umwerfend aussehende Familie voller Männer, die allesamt vergöttert werden. Cinderella? Nein, Ella! Ist das Zufall? Wer weiß… Die böse Stiefmutter gibts auf jeden Fall gleich gratis dazu.

Nun aber von Anfang an, nicht dass ihr denkt, ich hätte gar kein gutes Haar an dem Buch auszulassen!
Der Schreibstil der Autorinnen ist wunderbar flüssig und fesselnd. Ich habe sehr schnell in die Geschichte hineingefunden und obwohl sowohl Ella als auch Reed sich anfangs oft unüberlegt verhalten und die Motivation hinter ihrem Handeln gelegentlich unrealistisch und sehr oft naiv ist, kann man sich doch gut mit ihnen identifizieren. Mir ist das Buch etwas zu oberflächlich, die Charaktere ein wenig zu flach. Zugegebenermaßen sind sie noch jünger als ich jetzt und in dem Alter sind das Image, die Beliebtheit und die Unsicherheit ob er/sie einen mag wirklich die größten Sorgen. Allerdings haben unsere Hauptcharaktere schon einiges durchlebt und sollten etwas reifer sein.

Ella ist zumindest sehr lebendig und steht für sich selbst und ihre Interessen ein – muss sie wohl auch gegenüber 5 unerwünschten neuen „Brüdern“, die ihr das Leben zur Hölle machen wollen. Da wir sie auf ihrer Reise von erschreckender Armut in unerwarteten Luxus begleiten, scheint sie immer etwas menschlicher als die restlichen Charaktere.

Die Brüder scheinen zunächst alle bloß vulgäre Schmarotzer zu sein, die lediglich mit ihrem besten Stück denken. Bei ihnen scheint sich alles nur um das Eine zu drehen und warum genau alle Angst vor ihnen haben, war mir lange ein Rätsel. Ja, sie schlagen gerne direkt zu, aber wenn man mal einige Folgen von Gossip Girl gesehen hat, weiß man, das physischer Schmerz bei weitem nicht so schlimm ist wie Geheimnisse, die es zu vertuschen gilt. Warum fange ich jetzt mit Gossip Girl an? Weil mich das Buch durch und durch an die Serie erinnerte. Begonnen bei den schicken Autos, den adretten Kleidchen und den intriganten Ludern bis hin zu den meist unverschämten Männern, die von den Machtspielchen ihrer Frauen und Kinder keine Ahnung zu haben scheinen. Callum Royal in der Rolle des Bart Bass, Reed Royal alias Chuck Bass, während Ella mehr die Jenny Humphrey gibt und von Jordan Carrington, also Blair Waldorf, gemobbt wird… Herrlich.

Obwohl Bad Boys mich in Büchern meist mehr interessieren als ihre lieben Gegenspieler, konnte Reed mich nicht für sich begeistern. Die Autoren behaupten zwar, dass er ein Bad Boy ist, aber sobald Ella auf der Bildfläche erscheint, legt er eine 180°-Wende ein. Der Leser lernt ihn eigentlich nur als sehr verletzbaren, treuen Jungen kennen, der dringend etwas Zuneigung benötigt.

Easton ähnelt ihm in dieser Hinsicht sehr, aber Easton ist ironischerweise etwas tiefgründiger. Er trifft dumme Entscheidungen, die wegen seiner schweren Kindheit aber nachvollziehbar sind, und ist gleichzeitig ein Sonnenschein, dem man nicht wirklich böse sein kann. Sobald die Autoren ihn in die Geschichte miteinbeziehen, geht mir das Herz auf, weil einfach mehr in ihm zu stecken scheint, als man anfangs erwartet.

Besonders im Bezug auf ihn erkennt man Ellas wahre Bedeutung für die Familie. Sie erinnert die Royals daran, was „Familie“ bedeutet und was im Leben wirklich zählt.

Die erotischen Szenen wirken leider etwas gezwungen und unnatürlich – wie kann man denn dauerscharf auf jemanden sein bei allem, was da sonst noch abgeht? Ist die ständige Warnung, diese Royals würden Ella noch ruinieren, etwa auf Ellas Sexleben bezogen? Sonst wüsste ich nämlich nicht, was so furchtbar schrecklich an ihnen sein sollte. Jede Familie hat doch so ihre eigenen Problemchen, mit denen sie sich herumschlagen muss…

 

Die CinderELLA-Story ist eigentlich ein schöner Ausgangspunkt, aus dem in diesem ersten Band einfach nicht genug gemacht wird. Die Geschichte hat aber Potenzial für mehr Tiefgang und deshalb vergebe ich 3 von 5 Sternen und werde auch den zweiten Teil lesen.

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753 Bibliotheken, 15 Leser, 0 Gruppen, 79 Rezensionen

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DARK LOVE - Dich darf ich nicht begehren

Estelle Maskame , Bettina Spangler
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Heyne, 19.09.2016
ISBN 9783453270657
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Kurze Inhaltsangabe:

Er ist einfach verschwunden und hat Eden mit allen Problemen allein zurückgelassen. Doch sie hat den „No te rindas“-Schriftzug auf ihrem Handgelenk mit einer großen, häßlichen Taube überstechen lassen und ist nun endgültig über ihn hinweg. Über Tyler, ihren Stiefbruder, den Künstler ihres alten Tattoos und ihre große Liebe.
Mehr schlecht als recht geht sie aus der ganzen Geschichte hervor: von Leuten ihres Alters wird sie schräg angeschaut, es folgt ihr Getuschel und Geflüster wohin sie auch geht, und selbst zuhause verzeiht man ihr den familiären Fauxpas nicht. Die Beziehung zu Jamie ist neuerdings miserabel, die zu ihrem Vater weiterhin katastrophal. Lediglich ihre Mom, Rachael und Chase scheinen sie nicht für einen kompletten Freak zu halten. Und Ella ist zu freundlich, als dass sie es aussprechen würde.
Gerade gewöhnt Eden sich an die vertrackte Situation und an den Gedanken, wohl nie ein gutes Verhältnis zu ihrem Dad aufbauen zu können, da erscheint Tyler wieder auf der Bildfläche. Ohne Vorwarnung. Und macht alles nur noch schlimmer. So schlimm, dass Ella beschließt, die ganze Familie müsse einen Wochenendausflug unternehmen, um sich einander wieder anzunähern und die Eden-und-Tyler-Sache endgültig zu vergessen.
Doch wollen die beiden tatsächlich vergessen, was einst zwischen ihnen war?
Haben sie die Hoffnung auf eine gemeinsame Zukunft wirklich aufgegeben?

 

*Achtung Spoiler-Gefahr!*

 

Meine Meinung:

Die Antwort auf die obigen Fragen ist doch eindeutig… So, wie auch das Buch selbst. Kein Hin und Her mehr. Die Beziehung zwischen Eden und Tyler entwickelt sich geradlinig in eine Richtung, die sie schon viel eher hätte einschlagen sollen.
Aus diesem Grund steht in Band 3 auch nicht die Beziehung zwischen den beiden für mich im Vordergrund, sondern ihre Beziehungen zu ihrer Familie. In diesem Band entwickelt sich die Love-Story also noch mehr zu einem Familiendrama, was ich sehr spannend finde.
Eden wird erwachsen und lernt, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen, unabhängig und ohne Rücksicht auf andere.
Tyler hat sich vor allem zwischen Band 2 und 3 sehr viel weiterentwickelt. Ähnlich wie bereits von Band 1 zu 2. Ich frage mich, ob mir der Tyler aus Band 1 überhaupt noch bekannt vorkäme… Eines jedoch hat er sich bewahrt: Seinen Starrsinn. Er weiß noch immer genau, was er will und steht voll und ganz dafür ein. Absolut zu beneiden!
Ella und Dave machen in Band 3 eine schwere Zeit durch, weil Dave ihrem Sohn die Sache mit Eden einfach nicht verzeihen kann. Er verhält sich wie ein *PIEP* und schadet damit der gesamten Familie, die Ella so hart zusammenzuhalten versucht.
Jamie schlägt sich auf Dave’s Seite. Er ist es Leid, wegen der Entscheidungen seiner Geschwister gepiesackt zu werden und lässt seine gesamte schlechte Laune an Eden aus, weil sein Bruder zu Beginn nun einmal durch Abwesenheit glänzt.
Wir lernen im Laufe des Buches einige Charaktere kennen, die bereits erwähnt wurden und freuen uns darüber, auf altbekannte Gesichter zu stoßen.

Die Entwicklung der Charaktere zeigt deutlich das fortschreitende Alter und die gewonnene Erfahrung Maskames. Die Figuren wirken allesamt authentisch, reifer und besser durchdacht als noch in Band 1. Die Geschichte wird etwas ruhiger in ihrer Handlung (weniger gefühlsmäßiges Hin und Her, weniger verrückte Zwischenfälle à la Stalker-Freundin) und dafür spannender auf der emotionalen Ebene.

Maskame schreibt außerdem so fließend und emotional geladen, dass es zu keinem Zeitpunkt langweilig wird. Das ein oder andere Mal liefen mir doch tatsächlich die Tränen!

 

Insgesamt fehlte mir eine unerwartete Wendung, weil die Geschichte so ziemlich vorhersehbar war. Abgesehen davon habe ich an diesem finalen Band gar nichts auszusetzen und vergebe gut und gerne 4 von 5 Sternchen!

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DARK LOVE - Dich darf ich nicht finden

Estelle Maskame , Bettina Spangler
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.06.2016
ISBN 9783453270640
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Klappentext:

WAHRE LIEBE KENNT KEINE REGELN
Vor genau dreihundertneunundfünfzig Tagen hat Eden ihn zuletzt gesehen – ihren Stiefbruder Tyler. Den Jungen, den sie heimlich liebt. Den sie aber eigentlich nicht lieben darf, weil ihre Familie strikt dagegen ist. Doch nun endlich werden sie einen herrlichen Sommer gemeinsam verbringen: in New York, der Stadt, die nie schläft. Mit tausend Schmetterlingen im Bauch kommt Eden am Flughafen an, und als sie in Tylers smaragdgrüne Augen blickt, ist es auch schon um sie geschehen. Gemeinsam streifen sie durch den Big Apple, und es wird immer klarer, dass die beiden nicht voneinander loskommen. Werden sie ihren verbotenen Gefühlen widerstehen können?

Charaktere:

Über ein Jahr ist vergangen. Eden und besonders Tyler haben sich sehr viel weiterentwickelt. Eden ist glücklich mit ihrem Freund Dean, der absolut in die Familie integriert zu sein scheint, und Tyler hat mit seiner schlimmen Kindheit abgeschlossen und tourt durch New York und Umgebung, um seine Erfahrungen mit anderen misshandelten Menschen zu teilen. Sie sind beide nicht mehr dieselben wie noch zuvor. Doch an ihren Gefühlen zueinander hat sich nichts geändert.
Besonders die anfängliche Unsicherheit (Mag er mich denn noch? Wie denkt er über mich? Hat er eine Neue?) bringt Maskame schön zur Geltung. Sie macht die Situation sehr nachvollziehbar und auch spannend für den Leser. Eden ist ab und an immer noch recht naiv, was ihr aber erlaubt sein soll, schließlich geht sie noch immer zur Schule und ihr Leben hat sich nicht so drastisch verändert wie das von Tyler.
Tyler hingegen ist erwachsen geworden. Er ist sich über die Konsequenzen seines Handelns bewusst und verhält sich vernünftig (was nicht bedeutet, dass es nicht den ein oder anderen Rückfall in extrem emotionalen Situationen gibt).
Snake und Emily, zwei neue Freunde, sind gut gelungen und etwas besser ausgearbeitet als zuvor die drei Mädels in L.A. und ich hoffe, dass alle genannten Charaktere sich auch im nächsten Band noch etwas mehr entfalten werden.

Meine Meinung:

Dieser zweite Band ist eine sehr gelungene Fortsetzung. Mir hat er besser gefallen als noch Band 1, weil ich ihn etwas authentischer fand. Im Bezug auf Band 1 meinte ich noch „Manchmal sei etwas weniger mehr“. Das wurde in Dark Love – Dich darf ich nicht finden sehr gut umgesetzt. Was geschieht, ist plausibel. Die Gefühle kommen zur Geltung, sodass der Leser durchaus versteht aus welchen Motiven die Charaktere heraus handeln und in sich ist die Geschichte sehr rund.
Dass Dean am miesesten Ende der Schlange sitzt, ist absolut klar und er tut mir aufrichtig leid! Trotzdem macht die ganze Aktion Eden und Tyler nicht unsympathisch – sie fühlen sich schlecht wegen ihrer verbotenen Gefühle zueinander und wollen sie eigentlich unterdrücken und ihr Leben normal weiterleben. Keiner der beiden hat die Absicht Dean zu verletzen und beide sind sich durchaus darüber bewusst, dass es sich nicht vermeiden lässt.

Ich freue mich schon sehr auf Band 3, der Gott sei Dank nicht allzu lange auf sich warten lässt!

4 von 5 Sternen.

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1.533 Bibliotheken, 30 Leser, 0 Gruppen, 202 Rezensionen

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DARK LOVE - Dich darf ich nicht lieben

Estelle Maskame , Cornelia Röser
Flexibler Einband: 420 Seiten
Erschienen bei Heyne, 11.04.2016
ISBN 9783453270633
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Kurze Inhaltsangabe:

Eden lebt mit ihrer Mutter in Portland. Ihr Vater hat die beiden vor 3 Jahren verlassen und seitdem nichts mehr von sich hören lassen. Kein Besuch, kein Anruf, keine Karte. Und dann lädt er Eden unerwartet über den Sommer nach Santa Monica zu seiner neuen Familie ein. Eden ist stocksauer auf ihn. Doch die Einladung kommt gerade recht um vor Streitigkeiten mit den Freundinnen zu flüchten. Und welches junge Mädchen möchte nicht gerne den Sommer an Santa Monica’s Pier und den Stränden verbringen?
Also packt Eden kurzerhand die Koffer. Ihre Stiefmutter und die zwei jüngeren Stiefbrüder scheinen wider Erwarten ganz in Ordnung. Ihr Vater nervt sie einfach nur und sie versucht ihn, so gut es eben geht, auszublenden. Doch ihr älterer Stiefbruder Tyler scheint eine wahre Abneigung gegen sie zu hegen. Dabei kennt er sie doch gar nicht! Er ist unverschämt, aggressiv, respektlos, aufmüpfig und viel zu oft betrunken – und er bringt Eden zur Weißglut. Ständig ärgert sie sich über ihn und bald sind all ihre Gedanken von ihm eingenommen. Sie möchte wissen, was er hinter seiner toughen Fassade zu verstecken sucht und entdeckt dabei einen Menschen, der es doch wert ist, geliebt zu werden. Zu dumm, dass sie Stiefgeschwister sind. Und dass Tyler eine Freundin hat. Die übrigens eine komplette Psychopathin ist und ihn erpresst, mit ihr zusammen zu sein.
Wie kann sich die Geschichte um Eden und Tyler nur zum Guten wenden? Eine Beziehung scheint absolut undenkbar!

Meine Meinung:

Der Schreibstil ist schön frisch und unkompliziert, die Geschichte um Eden und Tyler und die ganze Patchwork-Situation sehr spannend. Vor allem ich konnte mich gut in Eden hineinversetzen, weil auch ich ein Scheidungskind bin, das sich mit einer Stiefmutter und zwei Stiefgeschwistern arrangieren musste. Es war nicht immer einfach, aber ein toller Familienzuwachs! Das lernt auch Eden mit der Zeit.
Enttäuscht bin ich von ihrem Vater. Ich hätte mir gewünscht, dass er ihre allzu verständliche Wut vergibt, und versucht, alles wieder gutzumachen. Und ich habe beim Lesen konstant das Gefühl, dass seine Sorge um Eden nicht echt ist, sondern er sich nur aufspielt wie der besorgte Vater, weil etwas nicht nach seinen Vorstellungen verläuft.
Rachael, Meghan und Tiffani sind mir alle drei etwas zu flach geraten. Die drei scheinen nur darauf aus zu sein, sich zu betrinken und Männer aufzureißen. Gerne hätte ich auch mal andere Seiten an ihnen gesehen. Vielleicht gefallen mir gerade deshalb Jamie, Ella und Dean so gut. Jamie überzeugt mich mit seiner munteren Art. Selbst das Schmiergeld, das er von Tyler fordert, unterstreicht die brüderliche Bindung zwischen den beiden, die wohl nur diejenigen mit kleinen Brüdern verstehen können. Ella ist herzensgut und gibt sich wirklich Mühe, Eden ein schönes trautes Heim zu bieten. Außerdem ist sie Tyler eine Stütze, obwohl dieser sie wieder und wieder aufs Neue enttäuscht. Dean ist mir von Beginn an sympathisch. Er scheint ein netter Kerl zu sein, der Musik liebt und dem es nicht ausschließlich darum geht, mit möglichst vielen Mädchen prahlen zu können.

Leider wird die Geschichte im weiteren Verlauf immer unauthentischer. Die Story um eine Liebe zwischen Stiefgeschwistern allein hätte schon unglaubliches Potenzial. Dann kommt ein Alkohol- und Drogenproblem hinzu. Und eine Kindesmisshandlung. Diese beiden Themen passen gut zueinander, versucht Tyler doch seine Vergangenheit in Alkohol und Drogen zu ertränken. Zu guter Letzt wirft Maskame noch eine psychopatische Freundin ins Spiel, die immer irgendwie von Tyler und Eden erfährt. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, jedes Mal gesehen zu werden?? Für meinen Geschmack wäre etwas weniger hier mehr gewesen.
Und nichtsdestotrotz habe ich das Buch an einem Tag verschlungen und werde gleich mit Band 2 weitermachen.

Also immer noch 3,5 von 5 Sternen, in der Hoffnung, dass Band 2 und 3 mich endgültig überzeugen können.

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Legend – Berstende Sterne

Marie Lu , Jessika Komina , Sandra Knuffinke
Flexibler Einband
Erschienen bei Loewe, 15.02.2016
ISBN 9783785583975
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurze Inhaltsangabe:

Nachdem Day und June den Mordanschlag auf Anden, den neuen Elektor, verhindern und Day’s Bruder Eden aus den Laboren der Republik befreien konnten, sind viele Monate vergangen. Gerade als die Republik und die Kolonien zu einem Waffenstillstand gelangen, droht ein von der Republik gezüchtetes Virus, das sich in den Kolonien wie ein Lauffeuer ausbreitet, den neu erlangten Frieden zu bedrohen. Die Kolonien fordern ein Heilmittel, das die Republik nicht hat und nur durch weitere Tests an Eden, Patient 0, erarbeitet werden kann. Day jedoch denkt gar nicht daran, seinen Bruder wieder den Ärzten zu überlassen, die sowohl für Edens Blindheit, als auch für seine eigene todbringende Krankheit verantwortlich sind. Anden kann Day nicht zwingen, seinen Bruder auszuhändigen, weil Day als Volksheld gefeiert wird und das Volk im Nullkommanichts gegen den neuen Elektor aufbringen könnte. Also bittet Anden June, seine Princeps-Anwärterin, das Wissen über Days Gefühle zu ihr zu dem Wohle der Republik zu nutzen. Wird der todkranke Day dem Druck des Elektors und des Mädchens, das er liebt, standhalten können? Werden die drei einen anderen Weg finden, ein Heilmittel zu generieren, um einen weiteren Krieg mit den Kolonien zu verhindern? Wird Day seinen Bruder zum Wohle aller opfern müssen? Werden Day und June ihre Vergangenheit hinter sich lassen können?

 

Meine Meinung:

Marie Lu’s Geschichte um Day und June ist eine voller Emotionen inmitten einer Welt politischen Chaos‘ und strategischer Kriegsspielchen. Lu macht deutlich, wie weit verzweifelte Menschen bereit sind zu gehen. Obwohl es moralisch falsch ist, bittet June Day über den Apell des Elektors nachzudenken, seinen Bruder einem Ärzteteam zu überlassen, um möglicherweise, aber nicht sicher, die Bevölkerung vor Krieg und Tod zu bewahren. Ein Heilmittel wird nicht garantiert und Eden könnte bei den Untersuchungen sterben. Auf Day lastet also die Entscheidung über zahllose Menschenleben gegen das seines Bruders.
Ihre eigenen Gefühle zu einander brodeln unter der Oberfläche, halb erstickt durch die Verantwortung die ein jeder von ihnen zu tragen hat, Day als Volksheld, June als Princeps-Anwärterin und Anden, der versucht ein besserer Elektor zu sein, als sein Vater es war, sich jedoch ebenfalls gezwungen sieht, Entscheidungen zu fällen, die ihm nicht gefallen.

Lu baut Spannung vor allem durch Days Krankheit und die ungewisse Zukunft von Day und June auf. Man wünscht sich so sehr, dass beide eines Tages glücklich miteinander sind; dass sie ihre Vergangenheit hinter sich lassen; dass Day June nicht länger unterbewusst für den Mord an seiner Familie verantwortlich macht; dass sie einen sicheren Ort zum Leben finden, sei es nun die Republik selbst oder ein anderes Land (wobei die anderen Länder einem wirklich das Fürchten lehren!). Vor allem in Ross City in der Antarktis sehe ich großes Potenzial als Handlungsort einer weiteren Dystopie.
Keine Dystopie hat bisher eine solche Betonung auf die außenpolitischen Beziehungen gelegt wie es in Legend geschieht. Normalerweise wird die Gesellschaft von innen heraus bekämpft. Day, June und Anden jedoch wissen, dass sie alleine machtlos sind und sich Verbündete von außerhalb suchen müssen. Von daher hebt sich Lu’s Geschichte etwas von anderen ab.

Besonders gut gefallen hat mir das Ende. Ein Friede-Freude-Eierkuchen-Ende hat oft den bitteren Beigeschmack von billigem o8/15-„und dann lebten sie glücklich bis ans Lebensende“. Lu löst das Problem sehr geschickt, in dem sie uns eine vage Vorstellung von dem vermittelt, was kommen könnte, es aber nicht ausspricht. Der eigenen Vorstellungskraft sind also keine Grenzen gesetzt.

Die gesamte Reihe hat mich sehr beeindruckt. Und nachdem das Finale von Joelle Charbonneau’s „Die Auslese“ mich gerade etwas enttäuscht hatte, bin ich von dem Ausgang von Legend umso begeisterter!
5 von 5 Sternen.

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1.921 Bibliotheken, 36 Leser, 1 Gruppe, 314 Rezensionen

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Royal Passion

Geneva Lee , Andrea Brandl
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 18.01.2016
ISBN 9783734102837
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Klappentext:

Ein Blick, ein Kuss und nichts ist mehr wie zuvor…
Auf ihrer Abschlussfeier an der Oxford University trifft Clara Bishop auf einen attraktiven Fremden. Ohne Vorwarnung zieht er sie an sich, küsst sie leidenschaftlich und verschwindet. Clara hat keine Ahnung, wer der Unbekannte ist – bis ein Bild von ihnen beiden in der Zeitung auftaucht. Ihr heißer Flirt ist Prinz Alexander von Cambridge, Thronfolger von England, königlicher Bad Boy… Dieser Mann ist gefährlich, in ihm lauern Abgründe, die Clara ins Verderben stürzen können. Ist sie stark genug, um der magischen Anziehungskraft zwischen ihnen zu widerstehen?

Meine Meinung:

Die eigene Inhaltsangabe spare ich mir an diesem Punkt. Jeder kann den Klappentext lesen und ist damit gut bedient, denn viel mehr gibt das Buch leider nicht her.
Die Halbamerikanerin Clara verliebt sich in Alexander, den Kronprinzen Englands, – und er auch irgendwie in sie. Die beiden rutschen von hemmungslosem Sex in eine Beziehung voller verrücktspielender Gefühle, ohne dass der Leser verstünde, wie das passieren kann, da sie ausschließlich Zeit zusammen im Bett verbringen. Kleine „Hürden“ à la ich möchte aus mangelndem Selbstbewusstsein mein T-Shirt nicht ausziehen wurden alibihalber eingebaut, um die Entwicklung des Vertrauens in der Beziehung zu symbolisieren. Dialoge gibt es nur wenige – auf tiefgründige wartet man vergebens, Probleme werden durch Sex gelöst.

Mit Ausnahme von Edward, Alexanders Bruder,  sind die Charaktere sehr flach und brachten mich mehrmals zum Augenrollen. Clara denkt ausschließlich mit ihrem Geschlechtsteil und hat nichts Besonderes an sich, was Alexanders Anziehung zu ihr rechtfertigen würde. Der scheint allerdings auch viel mehr an ihrer „M*schi“ interessiert zu sein, als an ihr selbst, obwohl die Autorin vergeblich versucht, den Leser von etwas anderem zu überzeugen.

Einige tiefgründigere Problematiken werden zwar thematisiert, gehen in dem ständigen Sextalk aber komplett unter.

Die Bett-/Limousinen-/Wo haben die beiden bitte keinen Sex?-szenen sind zugegebenermaßen anschaulich beschrieben, wobei das F-Wort leider zu oft fällt, was bei mir zu einem bitteren Beigeschmack führte. Ich fand den Schreibstil zwar sehr flüssig, aber einfach etwas vulgär.

Wer also einen Porno im Kopf möchte, soll das Buch gerne lesen.
Allen, die sich eine Liebesgeschichte oder generell eine Handlung wünschen, kann ich das Buch leider nicht empfehlen (und bin selbst froh, es für nur €2,99 als Mängelexemplar erworben zu haben)!

 

Von 5 möglichen, vergebe ich 2 sehr gut gemeinte Sterne.

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