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101 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

die entscheidung, charlotte link, charlotte linck, blanvalet verlag, bilderbuch

Die Entscheidung

Charlotte Link
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 16.10.2017
ISBN 9783734105227
Genre: Krimi und Thriller

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Das Fenster zum Sommer

Hannelore Valencak
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Residenz, 07.11.2011
ISBN 9783701714483
Genre: Krimi und Thriller

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98 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 12 Rezensionen

hamburg, hebammen, nationalsozialismus, historischer roman, hebamme

Töchter einer neuen Zeit

Carmen Korn
Fester Einband: 560 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Kindler, 21.09.2016
ISBN 9783463406824
Genre: Historische Romane

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39 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

immobilienanwalt, familie, italien, jugendliebe, amalfi-küste

Ein Sommer wie Limoneneis

Marie Matisek
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 03.04.2018
ISBN 9783426521427
Genre: Romane

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74 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

hollywood, alkohol, drehbuch, belletristik, charles bukowski

Hollywood

Charles Bukowski , Carl Weissner
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.08.1997
ISBN 9783423123907
Genre: Romane

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63 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

amokläufer, baby, berlin, fitzek, amoklauf

Amokspiel

Sebastian Fitzek
Flexibler Einband
Erschienen bei null, 01.01.2007
ISBN B00FNB00KG
Genre: Krimi und Thriller

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65 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

mord, krimi, donna tart, hampton, donna tartt

Die geheime Geschichte

Donna Tartt , Rainer Schmidt
Flexibler Einband: 720 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 16.10.2017
ISBN 9783442487332
Genre: Romane

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198 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 18 Rezensionen

kiez, mord, hamburg, frauen, liebe

ReeperWahn

Steffi von Wolff
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 01.06.2005
ISBN 9783596165889
Genre: Romane

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207 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 16 Rezensionen

humor, liebe, frauenroman, frauen, hamburg

Glitzerbarbie

Steffi von Wolff
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 01.09.2004
ISBN 9783596160778
Genre: Liebesromane

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

roman

Förster, mein Förster

Frank Goosen
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 09.05.2018
ISBN 9783462050622
Genre: Romane

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(28)

45 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

dänemark, krankheit, reise, behinderung, freundschaft

Der Tod fährt Audi

Kristian Bang Foss , Nina Hoyer
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei carl's books, 10.03.2014
ISBN 9783570585290
Genre: Romane

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Tiger Rag

Nicholas Christopher , Pociao null
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.06.2014
ISBN 9783423260282
Genre: Romane

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106 Bibliotheken, 16 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

gesellschaft, brandenburg, dorfgemeinschaft, fehden, ehe

Unterleuten

Juli Zeh
Flexibler Einband: 656 Seiten
Erschienen bei btb, 11.09.2017
ISBN 9783442715732
Genre: Romane

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265 Bibliotheken, 5 Leser, 3 Gruppen, 43 Rezensionen

salzburg, thriller, krimi, mord, entführung

Schatten

Ursula Poznanski
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Wunderlich, 10.03.2017
ISBN 9783805250634
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der vierte Fall für das Salzburger Ermittlerduo Beatrice Kaspary und Florin Wenninger wird für Beatrice eine dunkle Reise in die Vergangenheit. In kurzen Abständen werden die Ermittler zu zwei brutalen Mordschauplätzen gerufen. Beatrice ist geschockt: Sie kannte beide Opfer und hatte nicht gerade positive Erfahrungen mit ihnen gemacht. Als am Tatort auch noch Hinweise auf den lange zurückliegenden Mord an Beatrices ehemaliger Mitbewohnerin Evelyn Rieger auftauchen, weiß sie, dass sie sich den Geistern aus der Vergangenheit stellen muss. Der vierte Teil der Thriller-Reihe hat mich wieder restlos begeistert. Ursula Poznanski hat wirklich ein Händchen für außergewöhnliche Plots und schreibt dazu noch so packend, bildhaft und angenehm, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Auch wenn ich diesmal schon recht früh geahnt habe, wer der Täter ist, hat das der Spannung keinen Abbruch getan.

Die beiden Ermittler Beatrice und Florin sind dazu noch so extrem sympathisch, dass man einfach gerne von ihnen liest. Ich mag es auch sehr, dass man so viele Einblicke in das Privatleben der beiden Figuren bekommt. Und gerade weil bei Beatrice nicht immer alles rund läuft, macht das ihren Charakter zu etwas besonderem.

Ein wirklich unterhaltsamer, herausragender Thriller. Spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Eine herausragende Thriller-Reihe überhaupt.

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132 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

england, kate morton, familiengeheimnis, cornwall, das seehaus

Das Seehaus

Kate Morton , Charlotte Breuer , Norbert Möllemann
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Diana, 10.04.2017
ISBN 9783453359468
Genre: Romane

Rezension:

Weil sie Mist gebaut hat, wurde Polizistin Sadie vom Dienst beurlaubt. Um die Sache zu verarbeiten und ihre Gedanken zu ordnen, flieht sie von London zu ihrem Großvater nach Cornwall. Beim Joggen stößt sie auf ein verfallenes Haus am See und erfährt, dass dort in den 1930er ein Kind spurlos verschwunden ist. Sadie lässt die Geschichte nicht mehr los - vielleicht weil sie ihrem letzten Fall in London ähnelt – und sie beginnt zu recherchieren. Dabei stößt sie auf eine Familiengeschichte voller Schuld, Missverständnissen und einer verbotenen Liebe. Kate Morton hat ihren Roman „Das Seehaus“ wieder nach ihrem gewohnten Rezept geschrieben: Wir haben zwei Zeitebenen – einen im Jahr 2003 und einen zwischen den Jahren 1911 und 1940. Außerdem vermischt Morton wieder Familiengeschichte mit einer Krimihandlung und historischen Elementen.

Ich liebe solche Familiengeheimnis­-Romane sehr, vor allem die von Kate Morton. Das liegt daran, dass sie einen ganz besonderen atmosphärischen Schreibstil hat. Das ist auch in „Das Seehaus“ so. Gerade die Landschaft von Cornwall und das Seehaus beschreibt Morton so bildhaft, dass man richtig Sehnsucht danach bekommt. Auch die Charaktere bekommen wieder sehr viel Tiefe, haben ihre Stärken und Schwächen und sind eben nicht nur schwarz-weiß.

Trotz alledem hat mich „Das Seehaus“ aber etwas enttäuscht und gehört neben „Die fernen Stunden“ definitiv zu Mortons schwächeren Romanen. Warum? Meiner Meinung nach hat sich die Autorin diesmal bei der Konstruktion ihrer Handlung etwas verrannt. Die Geschichte um das verschwundene Kind ist zwar durchaus interessant, doch der Weg bis zur Auflösung ist viel zu zäh und holprig. Sehr oft hält sich Morton mit Nebensächlichkeiten auf, fügt Wendungen ein, die nur mäßig spannend sind und wird stellenweise viel zu ausschweifend. Sehr bald ahnt man, worauf die Geschichte rauslaufen wird – trotzdem nimmt der Roman kein Ende. Da hat Morton schon bessere, spannendere und durchdachtere Geschichten geschrieben. Der historische Aspekt kam diesmal irgendwie auch nicht so rüber. Natürlich sind diese Romane Unterhaltungsliteratur, trotzdem konnte ich aus anderen Romanen von Kate Morton schon mehr mitnehmen. Zum Beispiel wurde einem in „Das geheime Spiel“ der gesellschaftliche Umbruch Ende des 19. Jahrhunderts in England recht gut nahe gebracht.

 Ich kann Kate Morton und ihre Romane nach wie vor nur weiterempfehlen, aber nicht unbedingt diesen.

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(143)

227 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 26 Rezensionen

hamburg, fritz honka, kiez, heinz strunk, alkoholismus

Der Goldene Handschuh

Heinz Strunk ,
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Rowohlt , 26.02.2016
ISBN 9783498064365
Genre: Romane

Rezension:

Mitten hinein in den Abgrund, geradewegs zu den Verlorensten der Verlorenen entführt Heinz Strunk seine Leser in seinem vielgelobten Roman „Der goldene Handschuh“. Es ist Strunks erstes Buch, das ohne autobiografische Züge auskommt – wenngleich er sich auch hier einer Biographie widmet: die des Hilfsarbeiters Fritz Honka, der zwischen 1970 und 1975 in Hamburg vier Frauen ermordet und sie anschließend in der Abseite seiner Mansardenwohnung verstaut hat. Eine wahre Geschichte also. Dreh- und Angelpunkt in Fritz Honkas Leben und somit auch des Romans ist die Kiez-Kneipe „Zum Goldenen Handschuh“ auf Sankt Pauli. Eine Kneipe, in der sich die kaputtesten der kaputten Menschen treffen: Alkoholiker, Ex-Luden, Invalide, Gesindel. Aber auch Frauen – gestrandete, klägliche Frauen, oftmals ehemalige Prostituierte, die nichts mehr im Leben haben, deren Welt sich nur noch um Alkohol und ein Dach über dem Kopf dreht. Willkommene Opfer für Fritz Honka.

Den „goldenen Handschuh“ zu lesen ist gleichermaßen interessant wie auch eine große Zumutung. Tatsächlich hab ich selten ein so ekelhaftes und zermürbendes und zugleich vereinnahmendes und außerordentlich gutes Buch gelesen. Strunk beschreibt die Hamburger Nachtwelt zwischen Kiez, Kneipe und Abbruchquartieren sowie deren Bewohner so detailliert und mit so einer fulminanten Beobachtungsgabe, dass man nahezu das Gefühl hat, selbst mittendrin zu sein. Gerade auch dem schaurigen Protagonisten Fritz Honka kommt man erschreckend nah und schwankt ständig zwischen Ekel und Mitgefühl. Auch sprachlich und erzähltechnisch bekommt man diesen Wechsel zwischen Anteilnahme und Abscheu zu spüren: So beschreibt Strunk einerseits äußerst mitfühlend Honkas Vergangenheit, seine Umstände. Auf der anderen Seite lässt Strunk den Leser aber auch an Honkas kranken Gedanken teilhaben – und die sind alles andere als blumig, sondern einfach nur abstoßend.

Etwas unnötig fand ich allerdings den zweiten Handlungsstrang, den Strunk der Honka-Geschichte zur Seite stellt. In kurzen Episoden erzählt er den Verfall der fiktiven Reederfamilie von Dohren. Während des Dritten Reichs hatten die Kaufleute sich maßlos an jüdischem Eigentum vergangen und werden seither von anderen hanseatischen Kaufleuten gesellschaftlich geschnitten. Die beiden Erzählstränge – Honka und von Dohren – laufen nie zusammen. Einzige Schnittmenge ist, dass einige Familienmitglieder der Reederfamilie auch im goldenen Handschuh verkehren und so ihre Abgründe haben. Im Nachhinein denke ich mir, dass Strunk damit zeigen wollte, dass Verdorbenheit nicht unbedingt etwas mit dem sozialen Status zu tun hat. Rund oder besser hat dieser Erzählstrang den Roman meiner Meinung nach aber auch nicht gemacht.

In der Summe aber wirklich großartige Literatur – allerdings braucht man beim Lesen schon starke Nerven und einen festen Magen.

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(202)

298 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 56 Rezensionen

freundschaft, jugend, suizid, abitur, bov bjerg

Auerhaus

Bov Bjerg
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Blumenbar, 17.07.2015
ISBN 9783351050238
Genre: Romane

Rezension:

Die Jugend – zugleich die schönste und die schrecklichste Zeit im Leben. Von ihrer Vergänglichkeit erzählt Bov Bjerg in seinem All-Age-Roman „Auerhaus“. Und er macht das auf eine so lebenserfahrene, schwermütige  und sehnsüchtige Art, dass man gerne selbst wieder ganz jung sein möchte, mit diesem noch unerschütterlich illusorischen Blick in die Zukunft.

Bjergs Roman spielt in der schwäbischen Provinz, Mitte der 80er Jahre. Sechs Freunde, zum Teil kurz vor dem Abitur, geben sich ein Versprechen: ihr Leben soll nicht in der Reihenfolge Geburt – Schule – Arbeit – Tod verlaufen. Gemeinsam ziehen sie in ein altes Bauernhaus und gründen eine Schüler-WG. Sie wollen zusammen ihr Leben retten – vor allem aber das Leben ihres Freundes Frieder. Denn Frieder hat versucht sich umzubringen. Und so beginnt ein Jahr der Unbeschwertheit und der Anarchie, vielleicht das Jahr ihres Lebens. Die WG – genannt Auerhaus – wird eine Art Festung gegen alle Probleme, die von außen kommen: das bevorstehende Abitur, Probleme mit den Eltern, die Bundeswehrmusterung, eine ungewisse Zukunft. Natürlich wissen auch die sechs Freunde, dass das nicht ewig so gehen kann.

„Auerhaus“ ist eine großartige Geschichte, einfühlsam, pointiert und vor allem stilsicher erzählt: Jedes Wort sitzt an der richtigen Stelle – selbst die großen und klugen Sätze, die Bjerg seinen Protagonisten in den Mund legt, sind einfach perfekt und kommen nie aufgesetzt oder großspurig rüber. Ein Buch, das trotz seines melancholischen Anstrichs auch gute Laune macht.

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242 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 15 Rezensionen

liebe, kerstin gier, chef, diät, chat

Lügen, die von Herzen kommen

Kerstin Gier
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 13.03.2014
ISBN 9783404169566
Genre: Romane

Rezension:

In Massen vertrage ich es nicht, aber zuzeiten darf es dann doch gerne mal ein Frauenroman sein. Kerstin Gier hat sich für mich so ein bisschen als Lieblingsautorin in diesem Genre herauskristallisiert, weil sie doch auch mal außergewöhnliche Plots entwirft und intelligente Geschichten mit besonderem Witz schreibt. „Lügen, die von Herzen kommen“ war jetzt mein dritter Roman von ihr und ich muss schon mal vorweg sagen: Es war eine kurzweilige und unterhaltsame Geschichte, an „Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner“ und „Für jede Lösung ein Problem“ kommt dieser Roman aber leider bei weitem nicht heran.

Protagonistin ist diesmal Hanna, die als Redakteurin bei einem Frauenmagazin arbeitet. Sie hat nicht die beste Figur und gerade auch keinen Freund, aber zu beidem steht sie. Das ändert sich, als ein neuer Chefredakteur aufkreuzt, der Hanna gleich mit einer Geschichte über Paare, die sich im Internet kennengelernt haben, beauftragt. Hanna logt sich zu Recherchezwecken in einem Chat ein und lernt dort prompt „Boris“ kennen. Doch auch der neue Chefredakteur ist sehr charmant. Und schon steckt Hanna mitten in einer Geschichte aus Irrungen und Verwirrungen, Chaos und Selbstzweifeln.

 Der Roman liest sich sehr angenehm und flüssig und ist genau das Richtige für Zeiten, in denen man etwas Kurzweiliges zum Kopfabschalten braucht. Die Charaktere sind alle sehr lebendig gestaltet und auch der für Kerstin Gier typische Humor mit Situationskomik darf nicht fehlen. Auch die Botschaft des Romans – nämlich, dass die anderen Menschen erst anfangen Fehler an einem zu entdecken, wenn man an sich selbst zweifelt – ist ganz nett. In der Summe hat mir bei dieser Geschichte aber das Besondere gefehlt. Im Großen und Ganzen ist es halt eine Frauenroman-Geschichte, die man so ähnlich schon öfter woanders gelesen oder gesehen hat. Das ist vielleicht auch der Grund, warum man eigentlich schon recht früh weiß, wie der Roman  ausgehen wird. An manchen Stellen war mir die Handlung auch etwas zu künstlich konstruiert und aufgesetzt. Und das sich so viele Seiten im Roman um das Thema Diät drehen, hätte auch nicht sein müssen und ist schon auch ein bisschen überholt.

Fazit: Nicht der beste Roman von Kerstin Gier, nichts, das ich nochmal lesen würde, aber für den Moment hat der Roman seinen Zweck erfüllt: ich konnte sehr gut abschalten, musste schmunzeln und wurde auf leichtfüßige Weise unterhalten.

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136 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 15 Rezensionen

paris, frankreich, liebe, freundschaft, café

Im Café der verlorenen Jugend

Patrick Modiano , Elisabeth Edl
Flexibler Einband: 160 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.12.2013
ISBN 9783423142748
Genre: Romane

Rezension:

Die Franzosen und ich – das wird irgendwie nichts mehr. Zumindest in literarischer Hinsicht. Mit Patrick Modianos „Im Café der verlorenen Jugend“ hatte ich einen neuen Versuch gemacht, mich an französische Autoren beziehungsweise französische Literatur heranzutasten. Leider war das wieder nichts. Dabei klang die Geschichte an sich recht vielversprechend: Dreh- und Angelpunkt des schmalen Büchleins ist die junge und geheimnisvolle Jacqueline Delanque. Sie verkehrt in den 1960er Jahren regelmäßig im Café „Le Condé“ in Paris und zieht dort alle Blicke auf sich. ­Wer sie ist, woher sie kommt, was sie antreibt – das erfährt keiner so genau. Das Besondere an dem Roman: Jacquline wird aus vier verschiedenen Erzählperspektiven beschrieben. Zudem ist die Geschichte ein Rückblick – eine Erinnerung. Einmal erinnert sich da ein junger Student der Bergbauhochschule in Paris, der Jacqueline auch im Café „Le Condé“ begegnet ist und von ihr fasziniert war. Die zweite Rückblick stammt von einem Privatdetektiv, der beauftrag wurde, Jacqulines Aufenthaltsort zu ermitteln. Ein wenig mehr Klarheit über Jacquelines Leben bekommt der Leser dann im dritten Teil, denn hier kommt Jacqueline selbst zu Wort. In den letzten beiden Kapiteln erinnert sich schließlich der Schriftsteller Rolande, der sich in Jacqueline verliebt hat, an die junge Frau zurück.

Letztendlich bleiben sowohl Jacquelines Weggefährten als auch die Leser so schlau zurück, wie sie es am Anfang waren: Jacqueline ist einfach nicht zu fassen – so unbändig ist ihre Sehnsucht nach Freiheit. Das war wahrscheinlich auch mein Problem mit dem Roman: Modiano schneidet alles nur irgendwie so an, die Figuren bekommen keine Tiefe, man versteht ihr Denken, ihr Handeln nicht. Kann schon sein, dass das so gewollt war und er diese Flüchtigkeit literarisch umsetzen wollte, mein Fall ist das aber nicht. Am Ende bleibt man so halt recht ratlos zurück.

Ein weiteres Manko: viele schwärmen ja so davon, dass Modiano in diesem Roman so atmosphärisch das Paris der 60er Jahre heraufbeschwört. Davon hab ich leider nichts gemerkt. Er nennt zwar viele Straßennamen, Straßenzüge, Gebäude und U-Bahnstationen – ein richtiges Bild von Paris hatte ich aber dabei nicht vor Augen. Einen Pluspunkt gibt es für den Schreibstil – der ist tatsächlich recht leichtfüßig, hier und da poetisch und bezaubert gerade durch den leicht melancholischen Unterton.

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(301)

575 Bibliotheken, 11 Leser, 2 Gruppen, 98 Rezensionen

england, familiensaga, jeffrey archer, familie, bristol

Spiel der Zeit

Jeffrey Archer , Martin Ruf
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.07.2015
ISBN 9783453471344
Genre: Historische Romane

Rezension:

Familiensaga, Zeit zwischen den Weltkriegen, Schifffahrtsdynastie, dunkle Geheimnisse – vieles sprach dafür, dass mir die Clifton-Saga durchaus gefallen könnte. Einzig die Tatsache, dass sich die Familiengeschichte auf 7 Bände erstreckt, hat mich ein bisschen abgeschreckt, weil schon einiges dazugehört, damit mich eine Geschichte über so viele Bände und Seiten fesselt. Lange bin ich deshalb  in der Buchhandlung immer wieder um den ersten Teil herumgeschlichen. Als nun im Dezember der siebte und somit letzte Band erschienen ist, hat mich die Neugier doch überwältigt.

Der Einstieg in die Geschichte viel mir leicht und die ersten 100 Seiten war ich auch tatsächlich sehr angetan. Die Familiensaga beginnt 1920 in England. Der junge Harry Clifton wächst ohne Vater in ärmlichen Verhältnissen an den Hafendocks von Bristol auf. Seine Mutter tut alles, damit es ihrem Sohn gut geht und muss sich mit harter Arbeit durchschlagen. Als eines Tages sein Talent fürs Singen entdeckt wird, erhält Harry ein Stipendium für eine Eliteschule und sein Leben nimmt eine drastische Wendung.  Vor allem scheint bald auch das Geheimnis um seinen Vater, der angeblich im 1. Weltkrieg gefallen ist, gelüftet zu werden.

Jeffrey Archer hat einen durchaus angenehmen Schreibstil, der einen leichtfüßig durch die Geschichte gleiten lässt. Die Charaktere sind detailliert entworfen, es geht um gesellschaftliche Unterschiede, Moral und Kriminalität. Trotzdem konnte mich Archer nicht bei der Stange halten. Im Gegenteil: mit der Zeit hatte ich immer weniger Lust weiterzulesen und war manchmal fast schon von der Geschichte genervt. Das lag an verschiedenen Faktoren: Zum einen ist das Buch in mehrere Teile gegliedert – jeder Teil wird von einer anderen Haupt- oder Nebenfigur erzählt. An sich ein gängiger Kunstgriff für Geschichten, in denen ein Geheimnis im Mittelpunkt steht. Bei Archer geht dieser Kunstgriff aber nach hinten los. Denn die Geschichte wird einfach immer wieder von vorne erzählt und die einzelnen Teile überschlagen sich vor Wiederholungen. Irgendwann nervt es einfach, dass man sich schon wieder im Jahr 1920 befindet und schon wieder von Dingen liest, die man schon weiß. Von Spannung leider keine Spur. Die ganze Geschichte geht deshalb auch nur sehr gemächlich voran und der Leser steckt ewig in Harrys Schulzeit fest.

Zum zweiten fand ich Harry als Charakter einfach viel zu perfekt und gut. Klar ist es toll, wenn so eine Geschichte einen sympathischen Protagonisten hat, mit dem man sich verbunden fühlt und mit fiebert. Harry ist aber einfach nur makellos: Ein moralisch integerer, gut erzogener, höflicher, fast schon hochbegabter Musterschüler, der auch noch mit einem außerordentlichen Talent gesegnet ist. Das ist einfach unglaubwürdig und gruselig. Generell ist mir die extreme Schwarz-Weiß-Zeichnung der Charaktere negativ aufgestoßen.

Und zum Schluss fehlte mir einfach der historische Aspekt. Klar wird die Lebenssituation der Arbeiterfamilien in England nach dem 1. Weltkrieg beschrieben – die Handlung konzentriert sich aber doch sehr auf Harrys Schul- und Internatszeit. Bei solchen Familiensagas erwarte ich aber doch auch ein bisschen mehr geschichtliches Drumherum.

Die Saga um Harry Clifton ist leider nichts für mich – nach dem holprigen Auftakt werde ich die anderen Bände definitiv nicht lesen.

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Hotel: Roman -

Arthur Hailey
E-Buch Text: 593 Seiten
Erschienen bei Heyne Verlag, 13.11.2017
ISBN 9783641218218
Genre: Sonstiges

Rezension:  
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31 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

frauen, kinderbuch, feminismus, women, mädchen

Good Night Stories for Rebel Girls

Elena Favilli , Francesca Cavallo
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Particular Books, 02.03.2017
ISBN 9780141986005
Genre: Romane

Rezension:

Es waren einmal mutige Aktivistinnen, talentierte Sportlerinnen und kluge Forscherinnen – mit „Good night stories for rebel girls“ haben die Autorinnen Elena Favilli und Francesca Cavallo ein sehr besonderes und vor allem mal anderes Erzählbuch für junge Mädchen geschaffen. Im Buch stellen die Autorinnen 100 inspirierende, außergewöhnliche und bemerkenswerte Frauen vor, die den Mädchen Mut machen sollen und ihnen zeigen sollen, dass sie alles werden können, was sie wollen.

 Die vorgestellten Frauen sind sehr unterschiedlich – die Autorinnen haben Biografien von der Antike bis in die Gegenwart gesammelt, vorgestellt werden Sportlerinnen, Politikerinnen, Aktivistinnen Wissenschaftlerinnen oder Herrscherinnen. So begegnet uns im Buch zum Beispiel die Mathematikerin Hypatia, die etwa um 400 vor Christus gelebt hat, aber auch Michelle Obama oder Rosa Parks. Jeder Frau wird eine Doppelseite gewidmet, auf der einen Seite wird in einer Art Kurzbiografie erläutert, was diese Frau geleistet hat bzw. warum sie so außergewöhnlich ist. Begleitet werden die Geschichten von Illustration der Frauen. Die Zeichnungen fallen alle sehr unterschiedlich aus, da hier 60 verschiedene Künstler am Werk waren. Manche Zeichnungen sind daher im Comic-Stil verfasst, andere sind wieder sehr realistisch, andere eher abstrakt.

Man darf bei diesem Buch nicht vergessen: Es ist ein Buch für Kinder. Die einzelnen Biografien sind daher sehr kurz und auch die Sprache ist sehr einfach. Die Geschichten sind tatsächlich wie kurze Märchen oder eben Gute-Nacht-Geschichten aufgebaut. Mir hat die Idee zu diesem Buch, das übrigens durch Crowdfunding unterstützt wurde, extrem gut gefallen. Natürlich sind die Geschichten eher oberflächlich und beleuchten nicht die kompletten Facetten der vorgestellten Frauen – für eine erste Annäherung an die Frauen sind die Geschichten aber nicht schlecht. Auch mir ging es so, dass ich einige Frauen noch nicht kannte, ihre Biografien aber so interessant fand, dass ich mich jetzt noch etwas intensiver mit ihnen auseinandersetzen werde. Und dass das Buch optisch ein Hingucker ist, brauche ich wohl nicht erwähnen. Meine Rezension beieht sich übrigens auf die englische Ausgabe - die deutsche erscheint Ende September.

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Tags: biografien, feminismus, frauen, kinderbuch, mädchenbuch   (5)
 

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458 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 17 Rezensionen

hölle, tod, drama, philosophie, frankreich

Geschlossene Gesellschaft

Jean-Paul Sartre , Traugott König (Übersetzung) , ,
Flexibler Einband: 80 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 04.05.1987
ISBN 9783499157691
Genre: Gedichte und Drama

Rezension:

„Die Hölle, das sind die anderen“  – das wohl bekannteste Zitat von Sartre ist das Leitmotiv und der Kerngedanke des Dramas. In dem kurzen Stück werden drei Menschen, die sich zu Lebzeiten nie begegnet sind, nach ihrem Tod in einem Zimmer untergebracht. Es ist keine übergangsweise unterbringen – nein, sie müssen fortan für alle Ewigkeit ihr Dasein zusammen in diesem Zimmer verbringen. Das ist die Hölle. Jeder der drei möchte anfänglich noch nicht wahrhaben, warum er in der Hölle gelandet ist und versucht die anderen durch allerlei Lügereien zu täuschen. Bald schon befinden sich alle in einer wirklich ausweglosen Situation. „Geschlossene Gesellschaft“ war für mich ein wirklich raffiniert gemachtes Schauspiel, sehr pointiert geschrieben. Sartre demonstriert, wie wenig Reue nützen kann und wie stark wir uns ständig von der Meinung anderer Menschen beeinflussen lassen.

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Tags: gesellschaftskritik, theaterstück   (2)
 

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(12)

28 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

astrid fritz, deutschland, freiburg, henker, 16. jahrhundert

Henkersmarie

Astrid Fritz
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 25.11.2016
ISBN 9783499268403
Genre: Historische Romane

Rezension:

Im Mittelalter und der frühen Neuzeit waren sie gleichermaßen gefragt wie gefürchtet: Henker. In einer Zeit, in der Strafe und Vergeltung die Grundpfeiler der Rechtspraxis bildeten und die Menschen durchtränkt waren von zahlreichen Aberglauben, mussten Scharfrichter im Auftrag der Obrigkeit Hinrichtungen durchführen. Doch wie kam ein Scharfrichter eigentlich zu seinem Amt und was ging im Kopf eines Menschen vor, der von Berufswegen andere Menschen folterte und töte? Und wie sah eigentlich der Alltag einer Scharfrichterfamilie aus? Diesen Fragen hat sich Astrid Fritz gewidmet und mit „Henkersmarie“ einen detaillierten, extrem gut recherchierten und sehr interessanten Roman über das Henkerswesen im 16. Jahrhundert vorgelegt.

Im Mittelpunkt des Romans steht die junge Marie – Tochter des Henkers von Rothenburg ob der Tauber. Der Leser begleitet Marie von Kindesbeinen an und erfährt durch ihre Augen, was es bedeutet hat, in solch eine Familie hineingeboren worden zu sein. Marie fällt es nicht nur schwer, den Beruf des Vaters, der sonst so gütig und liebevoll ist, zu verstehen, sie muss auch damit leben, dass alle anderen Bürger der Stadt sie und ihre Familie meiden. Und noch viel schlimmer: Sie muss sich damit abfinden, dass sie später wahrscheinlich mal selbst nur einen Henker zum Mann bekommt.

Am Beispiel von Maries Schicksal gelingt es Astrid Fritz sehr anschaulich das Schicksal eines ganzen Berufsstands um 1540 zu verdeutlichen: Scharfrichter waren nämlich keine Sadisten, die sich deswegen um dieses Amt bewarben. Das Scharfrichteramt war ein Stand, in dem man hineingeboren wurde. Wer einmal aus einer Henkersfamilie kam, blieb immer Henker. Denn so gefragt Henker waren, wenn es darum ging, das Gesetz zu vollstrecken, so galt ihre Arbeit doch als  schmutzig und blutig. Dazu kam noch, dass Henker neben dem Henkersamt auch noch zusätzliche Tätigkeiten übernehmen mussten, die sonst niemand machen wollte. Sie mussten beispielsweise die Kloaken entleeren, totes Vieh entsorgen und auch die Aufsicht über die Prostituieren führen. All das machte den Henker und seine Familienmitglieder gleichsam zu Aussätzigen. Sie hatten weniger Rechte als andere Bürger, konnten nicht Mitglied in einer Zunft werden und mussten meist vor den Toren der Stadt in der Nachbarschaft zum Totengräber oder dem Schlachthaus leben. Bestimmte Geschäfte oder Schenken durften sie nicht betreten, in der Kirche mussten sie weit ab von allen anderen, in der Nähe des Eingangs stehen oder sitzen.

Auch wenn das Ende leider etwas kitschig und glatt geraten ist, kann ich den Roman trotzdem jedem empfehlen, der etwas mehr über das Henkershandwerk in der frühen Neuzeit erfahren möchte. Man lernt bei diesem Roman wirklich viel. Interessant fand ich zum Beispiel auch, dass Henker manchmal sogar besser gefragt waren als Wundärzte. Zudem lässt sich der Roman sehr flüssig und leicht lesen, Astrid Fritz schreibt sehr bildhaft und atmosphärisch und hat lebendige Charaktere geschaffen, die einem lange im Gedächtnis bleiben. Vor allem mit Marie hofft und bangt man natürlich sehr. Ein kleines Familiengeheimnis gibt es auch noch und verleiht der Geschichte die nötige Spannung.

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Drei Männer im Schnee

Erich Kästner
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.11.2006
ISBN 9783423252584
Genre: Humor

Rezension:

Bei Erich Kästner denken die meisten zuerst an seine Kinderbücher wie „Das doppelte Lottchen“ oder „Das fliegende Klassenzimmer“. Allerdings war das nur eine Facette des Autors, der ebenso Lyrik, politische und zeitkritische Texte und Unterhaltungsromane veröffentlicht hat. Einer seiner bekanntesten Romane, wohl auch wegen der Verfilmung von 1955,  ist „Drei Männer im Schnee“. Eine amüsante, kurzweilige und vor allem zeitlose Verwechslungskomödie – die auch heute, über 80 Jahre nach Erscheinen des Romans – noch Spaß macht: Der millionenschwere Geheimrat Tobler macht inkognito an einem Preisausschreiben seiner eigenen Firma mit und gewinnt auch noch den zweiten Platz: 14 Tage Skiurlaub im Grandhotel Bruckbeuren. Weil er sich einen Spaß machen will und die Menschen erforschen will, checkt er als armer Schlucker Schulze im Hotel ein. Seine Tochter Hilde findet das keine gute Idee und beschließt, das Hotel vor dem verkleideten Millionär zu warnen. Allerdings ahnt sie nicht, dass der Gewinner des ersten Preises, ein arbeitsloser junger Mann aus Berlin, auch noch im Hotel erwartet wird. Auf den ersten Blick ist die Geschichte vielleicht etwas simpel, vorhersehbar und voll mit winterlichem Idyll – auf dem zweiten Blick steckt aber noch ein bisschen mehr dahinter. Wie in vielen seiner Bücher erzählt Kästner in seiner Komödie von einer zweigeteilten Gesellschaft – von Armen und Reichen, von moralischen Menschen und einer hirnlosen, vergnügungssüchtigen Masse. Diese Kritik versteckt Kästner hinter einem leichtfüßigen Schreibstil, garniert mit ganz viel Ironie und geistreichem Witz. Ein bisschen Romantik gibt es auch noch. Tolle Unterhaltung.

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