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121 Bibliotheken, 13 Leser, 1 Gruppe, 40 Rezensionen

ballett, russland, tanz, roman, russland, 1900, ballett

Die Schwester des Tänzers

Eva Stachniak , Peter Knecht
Flexibler Einband: 570 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 29.10.2016
ISBN 9783458361787
Genre: Historische Romane

Rezension:

Ein Leben für die Kunst: In ihrem Roman „Die Schwester des Tänzers“ widmet sich Eva Stachniak dem Leben der Ballerina und Choreografin Bronislawa Nijinska. Nijinska war unter anderem einer der Stars bei den Ballets Russes, eines der bedeutendsten Balletensembles des 20. Jahrhunderts, und gilt als Wegbereiterin des Neoklassizismus im Ballett. Trotzdem stand sie immer ein bisschen im Schatten ihres Bruders, dem legendären Tänzer Waslaw Nijinsky. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht Bronislawas und so begleitet der Leser die Tänzerin von 1894 bis 1939 – von Russland über Paris und London bis nach New York. Für ihren Roman hat sich die Autorin hauptsächlich auf nachgelassenes biografisches Material – wie Tagebücher oder Interviews – sowie auf Nijinskas Buch „Early Memoirs“ gestützt.

Den Schreibstil hab ich gerade am Anfang als sehr angenehm und auch gefühlvoll empfunden. Bronislawa und Waslaw wurden bereits in eine Tänzerfamilie geboren und so bekommt man vor allem im ersten Teil des Romans ganz gut mit, wie schwer so ein Künstlerleben war – die ständigen Umzüge, die Angst, kein Engagement zu bekommen. Interessant fand ich generell die Einblicke in die klassische russische Ballettkunst und man erfährt auch, wie hart es war, einen Platz in der kaiserlichen Tanzakademie in Sankt Petersburg zu bekommen. Weil Bronislawa zu einer Zeit gelebt hat, in der die ganze Welt im Wandel war, spielen natürlich auch einige historische Ereignisse in den Roman mit hinein: Der Zar wird in Russland gestürzt und der 1. Weltkrieg bricht aus. Auch hier bekommt man ganz gut mit, was diese politischen Ereignisse für Bronislawa und ihre Familie bedeuteten.

Recht gelungen ist der Autorin die Charakterzeichnung der beiden Geschwister Nijinsky. Vor allem Waslaws unterschiedliche Facetten und generell das Verhältnis der beiden Geschwister zueinander hat sie sehr gut herausgearbeitet.

Und dennoch: Trotz der wirklich interessanten Geschichte, konnte mich der Roman nicht komplett bannen. Zu ruhig gleitet die Geschichte dahin, zu behäbig, ja fast langatmig wird sie erzählt. Obwohl im Leben der Tänzerin wirklich viel passiert und ihre Lebensumstände auch oft sehr schwierig und tragisch waren, gingen mir diese Lebenseinblicke nicht unter die Haut. Man hat oft das Gefühl, das viele wichtige Einschnitte im Leben der Geschwister nur so nebenbei abgehandelt werden, einfach runtererzählt werden. Die geschilderten Ereignisse waren mir oft einfach nicht intensiv genug.

Summa summarum ein gut recherchierter Roman über eine interessante, starke Frau und eine Liebeserklärung an das russische Ballett. Leider aber mit ein paar erzählerischen Schwächen.       

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Tags: ballett, biografie, russland, tanz   (4)
 

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

zukunftsvision, gegenwartsroman, asien-westen-bodyswitch, gesellschaftsroman

Berlin Palace

Jörg-Uwe Albig
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Rowohlt Taschenbuch, 01.12.2011
ISBN 9783499257384
Genre: Romane

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17 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

berlin, tom liehr

Nachttankstelle

Tom Liehr ,
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 28.08.2015
ISBN 9783499269820
Genre: Romane

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25 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

heinz strunk, historischer roman, popkultur

Junge rettet Freund aus Teich

Heinz Strunk , any.way , Cathrin Günther
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.09.2014
ISBN 9783499266683
Genre: Romane

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67 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

frankfurt, nicole steyer, historischer roman, schmetterlinge, maria sibylla merian

Der Fluch der Sommervögel

Nicole Steyer
Flexibler Einband: 624 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.06.2015
ISBN 9783426515846
Genre: Historische Romane

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74 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

schwanger, parallelwelten, zweiter teil, sekte, suche

IQ84 (Buch 3)

Haruki Murakami ,
Flexibler Einband: 578 Seiten
Erschienen bei btb, 11.03.2013
ISBN 9783442743636
Genre: Romane

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(284)

512 Bibliotheken, 18 Leser, 4 Gruppen, 30 Rezensionen

japan, liebe, parallelwelt, little people, sekte

1Q84 (Buch 1, 2)

Haruki Murakami , Ursula Gräfe
Flexibler Einband: 1.021 Seiten
Erschienen bei btb, 10.09.2012
ISBN 9783442743629
Genre: Romane

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619 Bibliotheken, 7 Leser, 10 Gruppen, 31 Rezensionen

england, thriller, krimi, mord, familie

Das andere Kind

Charlotte Link
Flexibler Einband: 666 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 08.12.2010
ISBN 9783442376322
Genre: Krimi und Thriller

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(137)

264 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 28 Rezensionen

endzeit, dystopie, apokalypse, cormac mccarthy, weltuntergang

Die Straße

Cormac McCarthy , Nikolaus Stingl , ,
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 02.04.2013
ISBN 9783499255526
Genre: Romane

Rezension:

Es ist eine innere Eiseskälte, die einen beschleicht, wenn man dieses Buch am Ende zuklappt. Eine dumpfe Leere. Nein, für weiche Gemüter ist dieser Roman nichts. Cormac McCarthy beschreibt darin eine Welt, die es eigentlich nicht mehr gibt. Die Erde ist zerstört, wüst und leer. Was die Erde zerstört hat, verrät McCarthy nicht; wie lange das Unglück zurückliegt, kann man nur anhand einiger Indizien erahnen. In dieser Welt nach dem Ende der Welt wandern ein namenloser Mann und sein namenloser Sohn umher. Bewaffnet mit einem Colt, der nur noch zwei Patronen hat, wollen sie in Richtung Süden. Auf dem Weg dahin nichts als Leere, Angst und Gefahr – und trotzdem auch so viel Hoffnung und Zärtlichkeit und immer wieder der Versuch, in dieser furchtbaren Situation die Menschlichkeit zu bewahren. Gerade dieser Kontrast zwischen der kargen und lebensfeindlichen Umwelt und der zärtlichen Liebe zwischen Vater und Sohn ist McCarthy extrem gut gelungen. Erzählt wird die Geschichte recht monoton. Im Mittelpunkt der Erzählung steht hauptsächlich der tägliche Überlebenskampf der beiden Protagonisten. Ganz selten leuchten kurz ein paar Rückblenden auf, die nur spärlich Hinweise auf die Vergangenheit von Vater und Sohn geben. Viel über die Figuren erfährt man nicht. Es spielt aber ohnehin alles keine Rolle mehr in dieser Welt. „Die Straße“ ist ein ungeheuer finsterer Roman, der aber auch zeigt, wie wichtig es ist, Hoffnung zu haben, auch wenn es offensichtlich keine Hoffnung mehr gibt. Absolute Leseempfehlung!

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Tags: postapokalypse, weltuntergang   (2)
 

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101 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 40 Rezensionen

freundschaft, münchen, glück, lilli beck, deutschland

Glück und Glas

Lilli Beck
Fester Einband: 500 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 24.08.2015
ISBN 9783764505431
Genre: Romane

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46 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

humor, familie, hamburg, alltag, gesellschaft

Die Zunge Europas

Heinz Strunk , any.way , Cathrin Günther
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.02.2010
ISBN 9783499248436
Genre: Romane

Rezension:

Eine Woche im Leben eines äußerst frustrierten Gag-Schreibers: „Die Zunge Europas“ ist Heinz Strunks zweites Werk nach seinem Erfolgsroman „Fleisch ist mein Gemüse“. Parallelen zum Erstling sind deutlich zu erkennen, nur dass aus dem pickeligen Heinzer, der ein deprimierendes Dasein als Tanzkapellenmusikant fristet, der 34 Jahre alte Markus Erdmann geworden ist – ein frustrierter, einsamer, in allen Belangen des Lebens zu kurz gekommener Mann. Markus schreibt ohne große Leidenschaft und ohne großen Erfolg Bühnenprogramme für den Komiker Sven. Jeden Sonntag isst er Mittag bei seinen Großeltern in der Käfersiedlung – der Großvater dement, die Großmutter überfordert und die Beziehung zu Dauerfreundin Sonja dümpelt auch nur noch so vor sich hin. Sieben Tage lang begleitet der Leser nun Markus durch sein trostloses, ereignisloses Dasein. Interessant und lesenswert wird der Roman aufgrund von Markus Erdmanns Gedankengängen. Mit scharfen Augen beobachtet er seine Umgebung und seziert gnadenlos seine gesamte Umwelt – sei es im Café, in den Diskos auf der Hamburger Reeperbahn, im Zug oder vor dem eigenen Fernseher. Ihr Fett weg bekommen vor allem die deutsche Comedy und die aktuellen TV-Formate. Sprachlich finde ich den Roman brillant: diese Mischung aus tiefer Depression und Witz, die genau Beobachtungsgabe, das Spiel mit Formulierungen und die Tiefe zwischen den Zeilen. Ein wirklich intelligentes, unterhaltsames Buch.

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Tags: comedy, einsamkeit, hamburg, tv-programm   (4)
 

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113 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

roman, charlotte roche, mädchen für alles, sex, schlechter schreibstil

Mädchen für alles

Charlotte Roche
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Piper, 05.10.2015
ISBN 9783492054997
Genre: Romane

Rezension:

Die Bücher von Charlotte Roche sind ja bekanntermaßen recht umstritten. Einige feiern sie, gefühlt noch viel mehr hassen sie. In jedem Fall wird jedes Mal ein ziemlicher Wirbel um die Bücher veranstaltet. Ich mache mir da ja gerne immer ein eigens Bild. Ihren ersten Roman „Feuchtgebiete“ wollte und will ich aber nicht lesen, weil ich gerade bei solchen Themen rund um Exkremente und Körperflüssigkeiten doch recht empfindlich bin. „Schoßgebete“ hat mich aus diversen Gründen auch nie so wirklich angesprochen. Der Klappentext zu ihrem dritten Roman „Mädchen für alles“ klang jetzt aber doch recht interessant. Um es gleich mal vorweg zu sagen: Der Roman ist für mich jetzt keine literarische Offenbarung, aber so schlecht und schlimm, wie viele sagen, fand ich den Roman jetzt auch nicht.

Erzählt wird der Roman aus der Sicht von Christine, die im Grunde an einer ausgewachsenen Despression leidet. Sie ist verheiratet und hat eine kleine Tochter – kann aber weder zu Mann noch Kind eine Beziehung aufbauen. Eigentlich bekommt sie gar nichts auf die Reihe. Den lieben langen Tag macht sie kaum etwas anderes als schlafen oder befördert sich mithilfe von Alkohol und Drogen in einen komatösen Zustand. Um sie im Haushalt zu unterstützen stellt ihr Mann eine junge Studentin als Babysitterin und Haushaltshilfe ein. Marie kann nicht nur alles, sondern sieht auch noch super aus. Bevor ihr Mann sie kriegt, denkt Christine, nimmt sie sie doch lieber selber. Und schon bald befinden sich Marie und Christine auf einer unmoralischen Reise mit einem gefährlichen Ziel.

Obwohl Christine doch recht traumwandlerisch durchs Leben geht, sind ihre Gedanken aber keinesfalls einschläfernd. Im Gegenteil: Christines Gedanken sind sogar recht erfrischend und unterhaltsam. Dazwischen hat sie auch immer mal wieder Gewaltphantasien, die aber zum Teil viel zu absurd und übertrieben daher kommen, um sie als wirklich brutal zu bezeichnen. So ähnlich wie bei einem Tarantino-Film eben. Getragen wird die Geschichte auch von ein paar ganz netten, witzigen Ideen: So darf Christine beispielsweise keinen Sport machen, weil ihr Ehmann Leute, die Sport machen, schrecklich findet. Weil sie aber zunimmt, macht Christine heimlich Sport und muss sich dafür, wie bei einem heimlichen Date, aus dem Haus schleichen. Ihre Bauchmuskeln versteckt sie sorgfältig unter ihrem Bauchfett. Ein bisschen versext ist das Buch natürlich auch, aber auch das fand ich im Rahmen und nicht wirklich abstoßend. Es geht halt um das Thema Sex unter Frauen und Kontrollfantasien – alles keine Tabuthemen mehr.

Über die Sprache lässt sich bestimmt streiten. Der Schreibstil ist schon ein bisschen frei Schnauze und eher minimalistisch. Die Sätze sind kurz und generell bedient sich Charlotte Roche dem etwas dümmlichen Jugendsprech, wie wir ihn von Instagram, Youtube und Co. kennen. Das war für mich anfangs zwar gewöhnungsbedürftig, aber nicht so störend, um das Buch deswegen schlechter zu finden. Und um ehrlich zu sein, ist mir so etwas allemal lieber, als die aufgesetzte, pseudorebellische und pseudointellektuelle Sprache, derer sich andere Autoren ähnlicher Werke oft bedienen (z.B. Helene Hegemann in Axolotl Roadkill). Zu der Figur Christine und ihren Gedanken hat die Sprache meiner Meinung recht gut gepasst und sie sehr authentisch gemacht.

In der Summe also ein recht guter, wenn auch spezieller Roman, in dem es im Grunde um unglückliches Mutterdasein geht – ein Thema, das momentan auch noch recht aktuell ist - man denke nur an #regrettingmotherhood.

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Tags: affäre, depression, gewaltphantasien, lesbische liebe, sex, unglücklichliches mutterdasein   (6)
 

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Der Report der Magd von Margaret Atwood (15. November 2006) Taschenbuch


Flexibler Einband
Erschienen bei null, 01.01.1600
ISBN B010IP0VDC
Genre: Sonstiges

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862 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 61 Rezensionen

liebe, frauen, humor, frauenroman, liebeskummer

Mondscheintarif

Ildikó von Kürthy , , ,
Flexibler Einband: 144 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.09.1999
ISBN 9783499226373
Genre: Liebesromane

Rezension:

Es gibt sie ab und an: Geistreiche, gut gemachte Frauenromane.
„Mondscheintarif“ gehört definitiv dazu. Aufgrund seiner Seitenlänge
(ca. 140 Seiten) zwar eher eine Erzählung als ein Roman, aber das tut
der Sache keinen Abbruch. Protagonistin ist die 33 Jahre alte Cora
Hübsch, alles in allem eine moderne, selbstbewusste Frau. Trotzdem sitzt
Cora am Samstagabend traurig allein daheim rum. Der Grund: Sie ist
verliebt. In Dr. Daniel Hofmann. Vor ein paar Tagen hatte sie zum ersten
Mal Sex mit ihm und Cora ist alt genug um zu wissen, dass man als Frau
den Mann nach der ersten Nacht auf gar keinen Fall anrufen darf. Und so
wartet Cora anfangs noch aufgeregt, später immer verzweifelter darauf,
dass Daniel den ersten Schritt macht. Der Leser verfolgt nun Coras
Gedanken zwischen 17:25 und 23:18 Uhr. Dazwischen gibt es aber auch
immer mal wieder ein paar Rückblicke, bei denen man zum Beispiel
erfährt, wie sich Daniel und Cora kennengelernt haben. Erzählt wird die
Geschichte sehr schwungvoll und originell mit ganz viel Ironie und Witz –
dabei legt Kürthy selbstkritisch und herrlich ehrlich das komplette
Spektrum einer emanzipierten aber verliebten Frau offen. Und am Ende
erkennt Cora, dass all die Klischees, denen sie aufgegessen ist, all die
Schachzüge, die sie geplant hat und alle die Rollen, die sie gespielt
hat, fast alles kaputt gemacht hätten.

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Tags: liebe   (1)
 

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50 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

lebensgeschichte, familie, wien, karriere, biografie

Quasikristalle

Eva Menasse
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei btb, 11.08.2014
ISBN 9783442747214
Genre: Romane

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

bio-wahn, medien, pr, ökologie, nachhaltigkeit

Greenwash, Inc.

Karl Wolfgang Flender
Flexibler Einband: 392 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 17.11.2016
ISBN 9783832163990
Genre: Romane

Rezension:

Oh wie böse – dieser Gedanke manifestiert sich einem schon nach wenigen Seiten ins Gehirn und bleibt dort auch bis zum Schluss hängen. Mit „Greenwash Inc.“ ist Karl Wolfang Flenders ein bemerkenswerter Debüt-Roman gelungen: eine zynische, aber auch extrem gute Satire auf die Wohltätigkeitsindustrie, den Nachhaltigkeitstrend und den Bio-Wahn unserer Zeit. Gleichzeitig hinterfragt Flenders die zum Teil fragwürdigen Methoden der PR-Branche.

Protagonist Thomas Hessel ist ein unsympathischer Yuppie aus dem Bilderbuch: Er sieht immer gepflegt und gestylt aus, fährt ein französisches Retro-Rennrad, wetteifert mit Kollegen über sportliche Erfolge und nicht selten pusht er sich mit Koks oder beruhigt sich mit Tranquilizern. Angestellt ist Thomas bei der PR-Agentur Mars & Jung – spezialisiert auf globale Öko-PR und Krisenkommunikation. Thomas Hauptgeschäft sind sogenannte Hope Stories: Geschichten, die er für große Unternehmen in Dritte-Welt-Ländern inszeniert, um deren wohltätiges Engagement in den Medien zu platzieren. Dass es dabei nicht immer mit der Wahrheit zugeht, kann man sich denken.

Beim Lesen schwankt man permanent zwischen Schadenfreude und Entsetzen – so grotesk und bitterböse wird einerseits die Öko-Lobby zerlegt, so erschreckend ist es aber auch zu lesen, mit welcher Skrupellosigkeit Thomas Hessel vorgeht, um die Lügen zu produzieren, die der Konsument gerne hören möchte. Ein intelligenter, spannender Roman.

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Tags: bio-wahn, medien, nachhaltigkeit, ökologie, pr   (5)
 

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21 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

teufel, #klassiker, phantastische literatur, moskau, kommunismus

Der Meister und Margarita

Michail Bulgakow
Fester Einband: 493 Seiten
Erschienen bei Spiegel-Verlag
ISBN 9783877630297
Genre: Klassiker

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84 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

bayern, niederkaltenkirchen, franz eberhofer, eberhofer franz, beziehungsprobleme

Leberkäsjunkie

Rita Falk
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 13.01.2017
ISBN 9783423216623
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Dem Franz Eberhofer ist die Luft ausgegangen. Und das diesmal wirklich im doppelten Sinne. Im 7. Band der lustigen Krimireihe um den bayerischen Dorfpolizisten hat Franz mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen und bekommt von seinem Hausarzt prompt eine strenge Diät verordnet. Dass das den Leberkäsjunkie Franz nicht gerade freut, kann man sich denken. In seinem Privatleben läuft es gerade auch nicht sehr rund. Zu allem Überfluss brennt es dann auch noch in der Pension der Mooshamer Liesl und eine Fremde kommt dabei ums Leben. Und schon steckt der Franz mittendrin in Ermittlungen. Den eigentlichen Reiz der Eberhofer-Krimis macht vom ersten Band an nicht der Kriminalfall aus, sondern vielmehr die Anekdoten aus dem Dorfleben mit all seinen urigen, kultigen Einwohnern. Allen voran natürlich dem Franz und seiner Familie. Im 7. Band konnte mich allerdings weder das eine noch das andere richtig überzeugen. Die Krimihandlung ist einfach nur lahm und kommt überhaupt nicht in Schwung. Zu 80 Prozent geht es im Roman um Franz´ Cholesterinspiegel und seine Diät, gegen die er natürlich laufend verstößt. Und so verfolgt man seitenweise, wie der Franz Leberkässemmeln, Currywürste oder Kaiserschmarrn in sich reinstopft. Für mich hat die Reihe ja schon ab dem 6. Band geschwächelt. „Leberkäsjunkie“ ist aber fast noch eine Nummer schwächer. Der sonst so schwarze, derbe Humor der Reihe ist eigentlich überhaupt nicht vorhanden. Ich zumindest konnte kein einziges Mal lachen: Es sind immer wieder die gleichen Sprüche, es ist immer wieder die gleiche Leier: Franz hat Stress mit der Susi, der Papa kifft und hört Beatles in Horrorlautstärke, die Oma hört schlecht, bekommt aber trotzdem alles mit und der Flötzinger betrügt seine Frau. Klar lieben wir den Franz so wie er ist, aber dass jemand über sieben Bände hinweg so gar keine Wandlung durchmacht, ist auch komisch. So sehr ich die Reihe am Anfang geliebt habe, so sehr hat sie mich diesmal gelangweilt und genervt. Schade. Ob ich die Reihe weiterlese bezweifle ich gerade sehr.

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Tags: bayern, heimatkrimi, polizei   (3)
 

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Als wir Freundinnen waren

Lesley Pearse
E-Buch Text: 752 Seiten
Erschienen bei Bastei Entertainment, 15.04.2014
ISBN 9783838753591
Genre: Sonstiges

Rezension:

Zwei außergewöhnliche Frauen, die im Nachkriegslondon um ihre Träume und ihr Glück kämpfen: In „Als wir Freundinnen waren“ erzählt Lesley Pearse die Geschichte von Ellie und Bonny. Zwei Frauen, so unterschiedlich wie Feuer und Eis, die aber ein großer Traum eint: Ein Leben auf der Bühne. Wir lernen beide schon als junge Mädchen kennen – als 1939 der Zweite Weltkrieg immer näher auf England zurückt, werden tausende Kinder aus den Großstädten aufs Land verschickt. Darunter auch Ellie, die bei ihrer alleinerziehenden Mutter in einem Londoner Armenviertel aufgewachsen ist, und die verwöhnte Bonny. Beide landen bei Pflegefamilien in unterschiedlichen Dörfern und müssen über die Jahre mit so manchen Schicksalsschlägen fertig werden. Nach dem Krieg begegnen sich die beiden jungen Frauen in London. Sie verdingen sich als Sängerinnen und Tänzerinnen in Varietés und bald verbindet sie eine außergewöhnliche Freundschaft. „Als wir Freundinnen waren“ ist ein gefühlvoller, kurzweiliger und auch spannender historischer Roman. Lesley Pearse schreibt sehr lebendig und bildhaft. Dadurch gelingt es ihr auch, dem Leser einen recht guten Einblick in das Leben in England während des Zweiten Weltkriegs zu verschaffen und einen in das vibrierende London nach Kriegsende zu entführen. Bonny und Ellie ziehen einen sofort in den Bann, wobei Ellie ganz klar die Sympathieträgerin ist. Man verfolgt gebannt den manchmal recht steinigen Weg der beiden und hofft so sehr, dass sich alles zum Guten wendet. Generell ist Pearse die Charakterisierung ihrer Figuren sehr gut gelungen – selbst die Nebenfiguren sind so detailliert beschrieben, dass sie ein richtiges Gesicht bekommen. In Minikritikpunkt: Zum Ende hat die Geschichte ein paar unnötige Längen. Und so außergewöhnlich wie die Freundschaft der beiden Frauen ist auch das Ende des Buches. Ich fand es nicht schlecht, es war mir aber fast ein wenig zu abrupt und offen. Als ich aber herausgefunden habe, dass „Als wir Freundinnen waren“ die Vorgeschichte zum Roman „Im zarten Glanz der Morgenröte“ ist, hat das Ganze wieder etwas mehr Sinn gemacht. Ich denke aber, dass man das Buch trotzdem auch als Einzel-Roman lesen kann. In der Summe eine Empfehlung für alle, die historische Romane mit starken Frauen mögen.

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124 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 6 Rezensionen

krimi, bayern, eberhofer, mord, franz eberhofer

Zwetschgendatschikomplott

Rita Falk
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 22.04.2016
ISBN 9783423216357
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die größte Kunst bei Reihen und Serien ist es, diese lange und auf gleichbleibendem Niveau am Leben zu erhalten. Rita Falk hat das bislang mit ihrer urig-bayerischen Provinzkrimireihe um den Dorfpolizisten Franz Eberhofer ganz gut geschafft. Mit dem sechsten Teil „Zwetschgendatschikomplott“ beginnt sie aber nun zu schwächeln. Schade – aber im Vergleich zu den Vorgänger-Bänden hat mich dieser sechste Teil ziemlich enttäuscht. Ja, wir treffen wieder auf die kultig gewordenen Charaktere: Die Oma ist zum Beispiel wieder mit von der Partie und auch Franz´ Ex-Kollege Rudi Birkenberger. Aber irgendwie wirken die Figuren diesmal recht lieblos gezeichnet. Die Sprüche, die sie klopfen, sind die gleichen wie immer und überhaupt wirkt alles so ein bisschen abgedroschen und wie schon gehabt. Der sonst so sarkastische, schwarze, ganz eigene Humor der Serie kommt diesmal auch nicht richtig zum Tragen – zumindest ich konnte bei diesem Teil fast gar nicht lachen. Der Mordfall ist bei dieser Reihe ja schon immer eher Nebensache, trotzdem hätte man ihn nicht so fad erzählen müssen. Ganz zum Schluss wurde es dann ein bisschen spannend, weil sich dann auch in Franz´ Privatleben etwas tut. Im Großen und Ganzen leider der schwächste Teil der Serie – viel zu lieblos und blass gestrickt. Ich hoffe sehr, dass der 7. Band, der ja auch schon erschienen ist, wieder besser ist. Vielleicht sollte Franz wieder komplett in sein Dorf Niederkaltenkirchen zurückkommen und nicht mehr in München arbeiten müssen.

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Tags: krimi, oktoberfest, prostitution   (3)
 

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54 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

jugend, scham, alkohol, humor, sex

Fleckenteufel

Heinz Strunk , any.way , Cathrin Günther
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.10.2010
ISBN 9783499254406
Genre: Romane

Rezension:

Dieses Buch habe ich nach zwei Kapiteln abgebrochen und normalerweise rezensiere ich keine abgebrochene Bücher. Hier muss ich aber eine Ausnahme machen und meine Hintergründe erläutern: Bislang habe ich von Heinz Strunk "Fleisch ist mein Gemüse" und "Heinz Strunk in Afrika" gelesen und war von beiden Romanen extrem begeistert. Was beide Geschichten so ausgezeichnet macht, ist Heinz Strunks ganz spezielle Art von Humor: Niemand verbindet tiefe Depression und Witz so gekonnt miteinander wie er. Generell haben die meisten seiner Bücher immer etwas Tragikomisches: Einerseits muss man mit den Figuren fast Mitleid haben, weil ihr Leben so trost- und sinnlos ist und sie nur vom Pech verfolgt zu sein scheinen. Auf der anderen Seite sind die Figuren aber auch extreme Menschenhasser, die knallhart und voll bitterer Ironie über ihre Mitmenschen herziehen und deren Schwächen aufdecken. Die Beobachtungsgabe die Strunk dabei an den Tag legt, ist ein weiterer Punkt, warum mir beide Bücher so gut gefallen haben. Im Endeffekt treffen diese Attribute auch auf „Fleckenteufel“ zu. Und trotzdem konnte ich den Roman nicht weiterlesen, was ausschließlich am Inhalt liegt: Protagonist ist diesmal der 16 Jahre alte Thomas Bruhn, der in den 1970er Jahren an einer zweiwöchigen evangelischen Familienfreizeit an der Ostsee teilnimmt. Wie man das bei so einer Geschichte erwartet, kommen natürlich auch peinliche Gruppenspiele, trostlose Jugenddiskoabende und dergleichen vor. Zu 90 Prozent dreht sich Thomas Gedankenwelt und somit auch der Roman aber um seine Verdauungsprobleme und pubertäre Sexphantasien. Mehr muss ich dazu glaub ich nicht sagen – schlicht und einfach: Mir wurde es beim Lesen richtig schlecht und ich hab mich furchtbar geekelt. Mehrfach habe ich jetzt gelesen, dass „Fleckenteufel“ wohl Heinz Strunks Antwort auf „Feuchtegebiete“ von Charlotte Roche sein soll. Roches Roman habe ich bewusst nicht gelesen, weil ich solche Ekel- und Fäkalthemen einfach nicht vertrage. Und auch „Fleckenteufel“ muss ich ad acta legen.

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35 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

südsee, tropik, benedict, südpazifik, samoa

Das Haus der blauen Schmetterlinge

Sarah Benedict
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Taschenbuch Verlag, 20.01.2014
ISBN 9783442381876
Genre: Historische Romane

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190 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 74 Rezensionen

usa, freundschaft, familie, familiengeschichte, baltimore

Die Geschichte der Baltimores

Joël Dicker , Andrea Alvermann , Brigitte Große
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.05.2016
ISBN 9783492057646
Genre: Romane

Rezension:

Nach seinem erfolgreichen Erstlingsroman „Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert“ hat der Schweizer Autor Joel Dicker nun seinen zweiten Roman „Die Geschichte der Baltimores“ vorgelegt. Diesmal weniger ein Krimi, sondern eher ein Familiendrama. Trotzdem zeigen sich Parallelen zum Erstlingswerk – wer also von „Harry Quebert“ begeistert war, wird es auch von diesem Roman sein. Die Parallelen beginnen schon damit, dass Dicker den gleichen Erzähler wählt: Marcus Goldman, ein junger, aufstrebender New Yorker Schriftsteller. Diesmal nur klärt er keinen Mordfall auf, sondern wird von der eigenen Vergangenheit eingeholt und versucht hinter ein dunkles Familiengeheimnis zu kommen.

Marcus hat sich nach Florida zurückgezogen, um eigentlich in Ruhe an seinem neuen Roman schreiben zu können. Aber eine zufällige Begegnung mit seiner Jugendliebe Alexandra lässt die Schatten der Vergangenheit wieder auferstehen und katapultiert Marcus wieder zurück in seine Kindheit und Jugend. Eine Zeit, als er sich für sein mittelständisches Elternhaus in Montclair schämt und nichts sehnlichster wünscht, als zur Familie seines Onkels in Blatimore zu gehören – eine scheinbar perfekte Familie: erfolgreich, wohlhabend, sympathisch. Jede Ferien verbringt Marcus bei seinem Onkel; sein Cousin Hillel und dessen Adoptivbruder Woody werden seine besten Freunde. Doch eines Tages geschieht eine Katastrophe, durch die die heile Welt zerbricht. Erst jetzt, Jahre später, findet Marcus heraus, was wirklich der Auslöser des ganzen Elends war.

Wie schon in seinem Erstling, beweist Dicker auch in seinem zweiten Roman sein Erzähltalent: Mit Hilfe von Rück-, Vorblenden und Cliffhangern baut er eine so immense Spannung auf, dass sich das Familiendrama stellenweise wie ein Thriller liest. Ich war gleich vom ersten Satz an in der Geschichte drin und bin nur so durch die Seiten geflogen. Trotz der verschiedenen Zeitebenen und Nebenstränge verliert Dicker nie den roten Faden und man kann der Handlung gut folgen. Diese Art des Erzählens vertuscht auch ein bisschen die Schwächen des Romans: so waren mir einige Handlungsstränge und Begebenheit doch zu arg konstruiert – wie etwa das Wiedersehen zwischen Marcus und Alexandra. Auch wenn Dicker schon bemüht ist, die Hintergründe für das Handeln seiner Figuren zu erklären, gibt es doch Begebenheiten, die mir am Ende fast zu oberflächlich abgehandelt wurden, wo mir etwas mehr Tiefe gefehlt hat – beispielsweise bei der Geschichte zwischen Saul und Patrick. Relativ gut gelungen wiederum sind Dicker seine Charaktere, sie sind tatsächlich sehr komplex, gefangen zwischen Gefühlen wie Eifersucht, Bewunderung, Hass, Neid und Liebe.

Im Großen und Ganzen ist Dickers Rezept aber aufgegangen: Er hat einen wunderbar spannenden und kurzweiligen Unterhaltungsroman geschaffen und was will man mehr?

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freundschaft, poesiealbum, liebe, frauenroman, reise

Rosen, Tulpen, Nelken

Heike Wanner
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 11.10.2013
ISBN 9783548285726
Genre: Romane

Rezension:

Aufkleber, selbst gemalte Bildchen, dazu kurze Verse – mit Füller geschrieben: Ein Poesiealbum werden viele als Kind selbst gehabt haben. Wenn man Jahre später darin blättert, werden Erinnerungen wach und man fragt sich vielleicht: Was ist aus all den Freunden von damals geworden? In Heike Wanners Roman „Rosen, Tulpen, Nelken“, bekommt Physikerin Sophie das Poesiealbum ihrer verstorbenen Mutter in die Hände. Weil Sophie noch ein kleines Mädchen war, als ihre Mutter starb, kann sie sich kaum an sie erinnern. Da kommt ihr eine Idee: Sie möchte Kontakt zu den alten Freundinnen ihrer Mutter, die sich im Poesiealbum verewigt haben, aufnehmen. Mit ihren zwei besten Freundinnen macht sich Sophie in einem Wohnmobil auf eine Spurensuche quer durch Deutschland. Und dabei verändert sich auch ihr eigenes Leben ein kleines Stückchen. Heike Wanner ist mit „Rosen, Tulpen, Nelken“ ein sehr warmherziger, unterhaltsamer Roman über Freundschaft gelungen. Der Schreibstil ist sehr flüssig, angenehm und bildlich. Man ist sofort in der Geschichte drin und glaubt irgendwann selbst mit Sophie und ihren Freundinnen im Wohnmobil zu sitzen. Die Charaktere sind alle sehr authentisch und liebenswürdig und auf keinen Fall eindimensional. Natürlich ist die Geschichte nicht sehr anspruchsvoll und hier und da auch ein wenig vorhersehbar. Insgesamt aber ein wunderbares, gefühlvolles Buch mit einer traumhaften Geschichte. Genau das Richtige für einen gemütlichen Sonntagnachmittag.

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révay

Das Glas der Grandi

Theresa Révay , Doris Heinemann
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 01.09.2008
ISBN 9783596173044
Genre: Romane

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