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28 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 9 Rezensionen

beziehung, liebe, liebesgeschichte, freundschaf, frauenroman

Das Herz ist ein gutes Versteck

Ranka Keser
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Diana, 13.02.2017
ISBN 9783453359116
Genre: Romane

Rezension:

Inhaltsbeschreibung:
Liebe ohne Schmerz gibt es nicht, das weiß Rieke aus Erfahrung. Deshalb genießt sie ihr unabhängiges Leben. Bis sie auf einem Klassentreffen Werner wiederbegegnet, der ihr ein überraschendes Angebot macht: Wenn sie vor seiner Familie die Frau an seiner Seite spielt, beteiligt er sie an seinem umfangreichen Erbe. Rieke willigt ein und muss schon bald feststellen, dass ihr Herz nicht so fest verschlossen ist, wie sie glaubt.

Meine Meinung:

Die Inhaltsbeschreibung hat mich sehr angesprochen, weshalb ich große Lust hatte, das Buch zu lesen. Genauso ansprechend finde ich auch das Cover, welches meiner Meinung nach gut zum Genre und Inhalt des Buches passt. Die Grundvoraussetzungen sind also schon einmal sehr positiv.
Der Einstieg in die Geschichte war problemlos – man konnte sich die Protagonistin, ihre Art und ihre Umgebung gut vorstellen. Rieke ist eine selbstständige, unabhängige Frau, die eigentlich sehr glücklich ist mit ihrem Single-Dasein. Als sie auf einem Klassentreffen ihrem alten Schulkameraden Werner wiederbegegnet – der mittlerweile ziemlich attraktiv geworden ist – macht dieser ihr ein überraschendes Angebot. Rieke ist sich unschlüssig… es ist ein ziemlich verlockendes Angebot, aber allerdings auch nicht so ganz moralisch korrekt. 
Leider muss ich sagen, dass der Schreibstil nicht so ganz mein Fall war. Irgendwas daran hat mich gestört, sodass mich die Geschichte leider nicht packen konnte. Die Handlung ist an sich zwar ganz amüsant, aber die Umsetzung hat mir nicht so gut gefallen. Das ist natürlich nur meine eigene Meinung, ich habe auch schon in ein einigen Rezensionen gelesen, dass ihnen der Schreibstil sehr gut gefallen hat.
Generell würde ich sagen, dass es sich bei dem Buch um einen typischen Frauenroman handelt – was nicht negativ klingen soll, ich lese so etwas sehr gerne! Man kann das Buch als lockere Lektüre für zwischendurch betrachten, wenn man mal keine Lust auf etwas „Anspruchsvolles“ hat.
Also probiert das Buch einfach mal aus und macht euch ein eigenes Bild von Rieke!

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(132)

368 Bibliotheken, 26 Leser, 0 Gruppen, 55 Rezensionen

pferde, liebe, familie, frankreich, england

Im Schatten das Licht

Jojo Moyes , Silke Jellinghaus
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 27.01.2017
ISBN 9783499267352
Genre: Romane

Rezension:

Inhaltsbeschreibung:
Sarah und ihren Großvater verbindet die Liebe zu Pferden. Einst war Henri ein gefeierter Dressurreiter, bis das Schicksal seine Karriere beendete. Täglich trainiert er die Vierzehnjährige und ihr Pferd. Seit dem Tod von Mutter und Großmutter haben die beiden nur einander. Und als Henri einen Schlaganfall erleidet, bleibt seine Enkelin allein zurück.
Natasha und ihren Mann Mac verbindet nur noch wenig. Ihre Ehe ist gescheitert, doch bis das gemeinsame Haus verkauft ist, müssen sie sich arrangieren. Für Natasha nicht leicht, denn ihre Gefühle für den Mann, der einmal die Liebe ihres Lebens war, sind alles andere als lauwarm.
Als zufällig Sarah in ihr Leben tritt, nehmen die beiden das verschlossene Mädchen bei sich auf. Das Zusammenleben ist schwierig. Gibt es überhaupt etwas, was die drei miteinander verbindet? Plötzlich ist Sarah verschwunden. Und Natasha und Mac machen sich widerstrebend gemeinsam auf die Suche. Ein turbulenter Roadtrip durch England und Frankreich beginnt ...

Das sagt die Autorin…

„Eine Geschichte von Flucht und Hoffnung und Liebe und komplizierten zwischenmenschlichen Beziehungen“

Meine Meinung:
Als bekennender Fan von Jojo Moyes war natürlich sofort klar, dass ich ihr neuestes Werk „Im Schatten das Licht“ unbedingt auch lesen muss. Wenn ich nicht gewusst hätte, wer das Buch geschrieben hat, hätte ich das Buch vermutlich gar nicht gelesen, da mich das Thema Pferde absolut null interessiert. Und obwohl das Thema Pferde in dem Buch tatsächlich eine gewisse Rolle spielt, hat mir das Buch trotzdem wunderbar gefallen! Ich bin wirklich froh, es gelesen zu haben.
Im Grunde gibt es zu Beginn zwei verschiedene Handlungsstränge: Auf der einen Seite gibt es Sarah, die täglich von ihrem Großvater Henri auf ihrem Pferd Boo trainiert wird. Auf der anderen Seite steht das Paar Natasha und Mac, deren Ehe jedoch gescheitert ist und die momentan noch getrennt leben. Durch einen Zufall werden diese beiden Handlungsstränge zusammengeführt und die Geschichte nimmt seinen Lauf. Es gibt viele Höhen und Tiefen mit einigen Wendepunkten auf den insgesamt 576 Seiten.
Auch die Gefühle kommen hier nicht zu kurz: von Wut über Trauer, Angst, Scham, Zweifel bis hin zu Glück und Liebe ist alles dabei. Diese Emotionen werden meiner Meinung nach sehr gut beschrieben, sodass ich als Leser diese Gefühle sehr gut nachempfinden konnte. Ich muss sagen, dass mich die Geschichte enorm gepackt hat, sodass ich wirklich immer längere Passagen am Stück gelesen habe, ohne dass ich eine Pause machen wollte.
Zu den Charakteren kann man sagen, dass sie sich im Laufe der Handlung stetig weiterentwickeln, da die Ereignisse sie natürlich stark prägen. Die Figuren sind facettenreich beschrieben, sodass man sie plastisch und lebhaft vor dem eigenen Auge sehen kann. Ich konnte sie mir gut vorstellen und auch ihr Denken und Handeln war für mich einleuchtend.
Insgesamt handelt es sich bei „Im Schatten das Licht“ wieder mal um einen wunderschönen Roman von Jojo Moyes. Ich freue mich schon jetzt auf ihr nächstes Werk, da mir bisher fast alle ihre Bücher ausgesprochen gut gefallen haben.

Ich vergebe 5 von 5 Sternen!

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(68)

115 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 48 Rezensionen

alter, liebe, tod, frankreich, liebe im alter

Und jetzt lass uns tanzen

Karine Lambert , Pauline Kurbasik
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Diana, 06.03.2017
ISBN 9783453291911
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhaltsbeschreibung:
Beinahe wären sie einander nie begegnet: Marcel, der den Sternenhimmel liebt, und Marguerite, die nur dem Tag Schönheit abgewinnen kann. Er, für den nur die Freiheit zählt, und sie, die ausnahmslos allen Regeln folgt. Doch dann verlieren beide ihre langjährigen Ehepartner. An diesem Wendepunkt in ihrem Leben treffen Marguerite und Marcel aufeinander und stellen überrascht fest, dass sie über die gleichen Dinge lachen. Wagen sie es auch, noch einmal zu lieben?

Pressestimmen:
„Es gibt sie doch, die zweite große Liebe. Karine Lambert erzählt warmherzig vom großen Glück, das zu dem kommt, der es zulässt – klug, nicht kitschig.“ (PETRA)

Meine Meinung: Die Hauptcharaktere in diesem Buch sind Marguerite und Marcel. Marguerite hat vor kurzem ihren Ehemann Henri verloren, während Marcel um seine große Liebe Nora trauert, welche ebenfalls verstorben ist. Durch Zufall treffen Marguerie und Marcel aufeinander und lernen sich allmählich kennen. Dabei kommen sie sich näher und es drängt sich die Frage auf: Kann man sich in diesem Alter noch einmal verlieben?
Der Roman erzählt die wunderbare Geschichte über die Liebe im Alter und dass sie ohne weiteres möglich ist.  Die Autorin erzählt mit einer Leichtigkeit, dass man ihr die Handlung sofort abkauft und sich gut dort hineinversetzen kann.  Zudem sind die Kapitel recht kurz gehalten, sodass man auch gut immer mal wieder zwischendurch ein paar Seiten lesen kann, auch wenn man gerade nicht so viel Zeit hat. Das hat mir auch gut gefallen.
Den Schreibstil fand ich zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig, aber mit der Zeit konnte ich mich ganz gut dort hineinfinden.  Die beiden Protagonisten waren mir von Anfang an sympathisch, obwohl sie beide so grundverschieden sind.  Obwohl das Buch mit seinen 224 Seiten recht kurz ist, steckt sehr viel Inhalt darin – und auch viele Emotionen. Es hier zwar nicht – wie bei manch anderen Büchern – der Fall, dass ich Tränen vergießen musste, aber nichtsdestotrotz konne man die Gefühle der Figuren als Leser sehr gut nachempfinden. Insgesamt ein schönes Buch, das ich gerne weiterempfehle!
Ich vergebe 4 von 5 Sternen!

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(120)

253 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 91 Rezensionen

familie, anna mcpartlin, irgendwo im glück, homosexualität, liebe

Irgendwo im Glück

Anna McPartlin , Sabine Längsfeld
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 26.08.2016
ISBN 9783499272233
Genre: Romane

Rezension:

Das Buch spielt im Jahre 1995 in Dublin, Irland. Es geht um die Familie Bean, die es wahrlich nicht leicht hatte im Leben: Die Protagonistin Maisie Bean hatte vor 17 Jahren solch ein schlimmes Date, das sie noch immer verfolgt. Sie ging eine Ehe mit dem Mann ein, was im Nachhinein betrachtet ein schrecklicher Fehler war. Nichtsdesotrotz hat die Ehe zwei wundervolle Kinder hervorgebracht: Jeremy und Valerie. Dann gibt es noch Maisies Butter Bridie, die dement und pflegebedürftig ist.
Plötzlich verschwindet Jeremy völlig unerwartet und alle sind geschockt. Maisie geht erneut einen Kampf ein - für die Wahrheit über Jeremy und gegen Vorurteile und Ablehnung. Aufgeben kommt für die Familie Bean niemals in Frage!

Soviel erstmal zum Inhalt. Mir hat das Buch insgesamt ganz gut gefallen. Allerdings muss ich sagen, dass ich finde, dass es zwischendurch ziemliche Längen im Buch gab, die sich gezogen haben und in denen nichts wesentliches passiert ist. Es fehlte meiner Meinung nach größtenteils also an Spannung. Da in dem Buch wirklich wichtige und interessante Themen angesprochen werden, finde ich, dass man mehr aus dem Buch hätte machen können.
Der letzte Leseabschnitt war meiner Meinung nach der bese, denn dort kam dann tatsächlich nochmal viel Spannung und auch viele Emotionen auf. Zudem regt das Buch zum Nachdenken an.
Ich möchte nicht zu viel verraten, aber es geht um wesentliche Vorurteile in der Gesellschaft, die natürlich im Jahre 1995 (und in Irland) noch extremer vorhanden waren als heutzutage. Es werden wichtige Fragen aufgeworfen, sodass jeder Leser seine eigenen Gedanken hinterfragen kann und sollte.

Zu den Charakteren kann man sagen, dass ich am Anfang meine Schwierigkeiten mit den Namen hatte. Zum Beispiel heißt die Protagonistin Maisie, aber ihre Kinder nennen sie Ma'sie. Das hat mich anfangs verwirrt. Oder auch solch ähnlich klingende Namen wie Dave und Rave - ich weiß nicht, ob das absichtlich so gewählt wurde, aber meiner Meinung nach ist es nicht sehr sinnvoll.
Ansonsten sind die Charaktere alle sehr gut ausgearbeitet und facettenreich, sodass man sie sich gut vorstellen kann und sie sehr lebhaft wirken und nicht flach.

Auch die Story ist durch die Rückblicke und durch die Erzählweise aus verschwiedenen Perspektiven sehr abwechslungsreich und gut aufgebaut. Dadurch kommt etwas Leben in die Geschichte und man lernt die Figuren und ihre Gedanken und Gefühle noch besser kennen. Dies hat mir besonders bei der dementen Bridie gut gefallen.

Insgesamt fand ich das Buch also nicht schlecht, vor allem wegen dem zentralen Thema, um das es in dem Buch geht. Allerdings gab es meiner Meinung nach einige Längen, sodass die Spannung etwas verloren ging. Alles in allem reicht es aber noch für 4 Sterne!

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399 Bibliotheken, 13 Leser, 1 Gruppe, 68 Rezensionen

zypern, geheimnis, familie, liebe, lucinda riley

Helenas Geheimnis

Lucinda Riley , Ursula Wulfekamp
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 29.02.2016
ISBN 9783442484058
Genre: Romane

Rezension:

Vor vielen Jahren hat Helena Beaumont einen wunderbaren Sommer auf Zypern verbracht und dort ihre erste große Liebe erlebt. Nun kehrt sie zum ersten Mal seit langer Zeit wieder in das Haus Pandora zurück, um dort mit ihrer Familie die Ferien zu verbringen. Sie erhofft sich unbeschwerte Tage, verträumte Stunden am Meer und lange Nächte auf der Terrasse, doch schon bei ihrer Ankunft empfindet Helena vages Unbehagen. Sie weiß, dass die Idylle bedroht ist, denn es gibt Ereignisse in ihrer Vergangenheit, von denen ihr Mann William und ihre Kinder keine Ahnung haben. Wie lange kann sie die Fassade der glücklichen Familie noch aufrechterhalten? Plötzlich sthet sie ihrer Jugendliebe Alexis gegenüber und sie ahnt, dass diese Begegnung erst der Anfang einer Verkettung von Ereignissen ist, die ihrer aller Leben auf eine harte Bewährungsprobe stellt...

Wieviel Wahrheit kann die Liebe ertragen, ohne zu zerbrechen?
In diesem Buch entführt Lucinda Riley ihre Leser nach Zypern und zeigt ihnen die schicksalshafte Geschichte einer Familie. Die meiste Zeit spielt die Handlung im Jahre 2006. Zwischendurch sind immer wieder Kapitel eingeschoben, die Auszüge aus dem Tagebuch von Alex, Helenas Sohn, sind. Zum Schluss gibt es allerdings auch noch einen Erzählstrang aus dem Jahr 2016 und zwischendurch wird noch ein kurzer Rückblick ins Jahr 1992 gegeben. 
Die Handlung beginnt damit, wie Helena mit ihren drei Kindern in Zypern ankommt und das Haus Pandora bezieht, das sie von ihrem Patenonkel Angus geerbt hat. Im späteren Verlauf stoßen allerdings noch viele weitere Personen hinzu. Nicht nur Helenas Mann William, sondern auch noch Freunde der Familie werden als Gäste in Pandora erwartet. 
Obwohl es so viele verschiedene Figuren in der Geschichte gibt, hatte ich zum Glück keine Probleme damit, mir die Namen oder die verwandtschaftlichen Beziehungen zu merken, da die Autorin jeder Figur bestimmte Charakterzüge verleiht hat. So konnte man sich die Akteure gut bei ihren Handlungen vorstellen, sodass man sie gut unterscheiden konnte.

Der Leser erlebt nun also einen sehr ereignisreichen und lebhaften Sommer mit all den verschiedenen Personen. Allerdings liegt über all diesem ein Schatten, da man bei der Protagonistin merkt, dass sie ein bestimmtes Ereignis aus der Vergangenheit sehr bedrückt. Sie hütet dies wie ihren Augapfel und ist recht unnahbar. Dennoch ist sie mir während des Lesens recht sympathisch geworden. Sympathie empfand ich auch für Helenas Sohn Alex. Er wird zwar als altklug und besserwisserisch beschrieben, da er hochintelligent ist, aber er hat auch eine sehr liebenswerte Art an sich, wie ich finde.

Insgesamt war ich von der Geschichte sehr begeistert. Der Schauplatz der Handlung, Zypern, war sehr schön beschrieben, sodass man sich teilweise wirklich wie im Urlaub gefühlt hat. Auch die Handlung hat mir sehr gut gefallen, da durchgängig eine gewisse Spannung vorhanden war, da man als Leser unbedingt wissen wollte, um was es bei Helenas Geheimnis geht.
Auch Lucinda Rileys schöner Schreibstil hat zu dem gelungenen Buch beigetragen. Sie kann wirklich sehr gut erzählen und hat insgesamt dafür gesorgt, dass mir das Buch bestimmt noch lange in Erinnerung bleibt. Ich kann es auf jeden Fall weiterempfehlen!

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83 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 20 Rezensionen

krimi, selbstmordversuch, mord, entführung, deutschland

Die Schattenbucht

Eric Berg
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Limes, 22.02.2016
ISBN 9783809026426
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Marlene Adamski springt ohne ersichtlichen Grund und ohne emotionale Regung vom Balkon ihres Hauses in die Tiefe. Aber warum? Sie überlebt, aber spricht seitdem kein Wort mehr. Psychologin Ina Bartholdy findet keine Erklärung für das Verhalten der Bäckersfrau, doch der Fall lässt sie nicht los. Sie fährt ins mecklenburgische Prerow, um nach ihrer Patientin zu sehen. 
Dabei macht Ina vor allem das Verhalten von Marlenes Ehemann Gerd stutzig. Sie wird zwar scheinbar liebevoll umsorgt, doch er lässt sie keine Minute alleine und will offenbar verhindern, dass Ina mit ihr spricht. Was hat er zu verbergen? Und warum ist Marlene wirklich vom Balkon gesprungen?

Nach Das Nebelhaus und Das Küstengrab ist dieses Buch bereits schon das dritte Buch von Eric Berg für mich, das ich von ihm lese. Die beiden Vorgänger haben mir außerordentlich gut gefallen, sodass ich mich auch auf dieses Buch schon Wochen vor dem Erscheinungstermin gefreut habe.
Wurden meine Erwartungen enttäuscht? – Definitiv nein, das kann ich schonmal vorwegnehmen. 

Der Schreib- und Erzählstil Eric Bergs hat mir nach wie vor gut gefallen. Er schreibt flüssig und abwechslungsreich, auch aus der Perspektive von verschiedenen Personen. Zudem sind die Kapitel immer abwechselnd aus verschiedenen zeitlichen Perspektiven erzählt: Einerseits die Gegenwart, in der Marlene bei Ina in Behandlung ist und andererseits die Zeit von vor 14 Monaten, als in Prerow einige Dinge geschehen sind, die nun Stück für Stück ans Tageslicht kommen. 
Durch diesen zeitlichen Wechsel ist es auch für den Leser möglich, eigene Vermutungen anzustellen und quasi mitzuermitteln. Das hat mir hier sehr gut gefallen, da dies auch dafür gesorgt hat, dass fast durchgängig Spannung vorhanden war. 

Die Charaktere empfinde ich auch als sehr gut ausgearbeitet. Allen wurden verschiedene Charakterzüge verliehen, sodass man sie sich mit all ihren Facetten gut vorstellen konnte. Die Protagonistin Ina ist mir dabei besonders sympathisch geworden. 

Zwischenzeitlich hat mir in der Handlung ein klein wenig die Dynamik gefehlt, da ich finde, dass man einige Passagen ein wenig hätte kürzen können. Dies macht dem Buch jedoch kaum einen Abbruch, da es mir nach wie vor sehr gut gefallen hat und mich überzeugt hat. 

Ich kann das Buch also allen Krimiliebhabern ans Herz legen und vergebe hiermit 4 von 5 Sternen.

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869 Bibliotheken, 28 Leser, 1 Gruppe, 71 Rezensionen

jojo moyes, liebe, kriegsbräute, australien, england

Über uns der Himmel, unter uns das Meer

Jojo Moyes , Katharina Naumann , any.way , Cathrin Günther
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 26.02.2016
ISBN 9783499267338
Genre: Romane

Rezension:

Australien 1946. Sechshundert Frauen machen sich auf die Reise nach England. Ein Flugzeugräger soll sie dorthin bringen – eine Reise ins Ungewisse. In England erwartet die Frauen ihre Zukunft: ihre Verlobten, ihre Ehemänner – englische Soldaten, mit denen sie oft nur wenige Tage verbracht hatten, bevor der Krieg sie wieder trennte.
Unter anderem befindet sich auch die Krankenschwester Frances auf dem Flugzeugträger. Sie bleibt verschlossen, während die anderen Frauen zu Schicksalsgenossinnen werden. Einzig und allein in Marinesoldat Henry Nicol, der vor ihrer Kabine Wache steht, findet sie einen Vertrauten. Bis Frances eines Tages ausgerechnet der Teil ihrer Vergangeheit einholt, vor dem sie ans andere Ende der Welt fliehen wollte ...

Das Thema dieses Romans war für mich etwas ganz Neues, da ich dazu bisher noch nichts gelesen habe. Auch, dass das Thema von Jojo Moyes' eigener Familiengeschichte inspiriert ist, fand ich sehr interessant und machte mich neugierig. Zum größten Teil spielt die Handlung im Jahre 1946. Wir begleiten die Frauen auf ihrer Reise. Sie müssen ihre Familien und ihre Heimat verlassen und ans andere Ende der Welt reisen; das erfordert meiner Meinung nach jede Menge Mut. 

Im Fokus stehen vier Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten: die schwangere, bäuerliche Margaret, dann Avice, welche aus wohlhabendem Elternhaus stammt, die erst sechzehnjährige Jean – fast noch ein Kind, und zuletzt die Krankenschwester France, die immer für sich allein bleibt und sich auch nicht bemüht, Anschluss zu finden. Diese vier Frauen teilen sich auf dem Schiff eine Kabine und müssen daher notgedrungen Zeit miteinander verbringen. 
Im Laufe des Buches lernt man die Frauen immer besser kennen und entdeckt verschiedene Seiten ihrers Charakters. Meiner Meinung nach sind die Figuren alle sehr gut ausgearbeitet, sodass sie wirklich lebendig wirken und man sich ihr Handeln und Denken gut vorstellen kann. Sowohl Margaret, genannt Maggie, als auch Frances waren mir beim Lesen sehr sympathisch und sind mir ans Herz gewachsen.

Auch der Schreibstil hat mir gut gefallen, da er sehr flüssig und anschaulich ist. Durch die angenehme Länge der Kapitel konnte man immer mal wieder zwischendurch eins lesen, was mir ebenfalls gut gefallen hat. Ich muss sagen, dass ich es anfangs ein klein wenig schleppend fand und nicht sofort zu 100% in der Geschichte gefangen war. Dies hat sich jedoch schnell gelegt, sodass ich schließlich doch gut in die Handlung eintauchen konnte.

Insgesamt hat mir das Buch mehr als gut gefallen. Die Autorin hat mich wieder mal aufs Neue begeistert und mir bestätigt, dass ihre Bücher lesenswert sind. Ich kann euch das Buch allen nur ans Herz legen.

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Warum einfach, wenn umständlich viel schöner ist

Birgit Gruber
Flexibler Einband: 396 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 02.02.2016
ISBN 9783739220192
Genre: Romane

Rezension:

Antonia hat einen neuen Job. Eigentlich ist sie Sekretärin, doch plötzlich soll sie Veranstaltungen organisieren. Dabei macht ihr nicht nur der bayerische Comedian Egon Wunderlich zu schaffen, sondern auch eine anstehende 500-Jahr-Feier, die Antonia in kürzester Zeit managen soll. Als wäre das nicht schon genug, muss sie auch noch im Nobelrestaurant ihres Bruders Paul aushilfsweise kellnern. Und dass ihr attraktiver Arbeitskollege Tom ihren Pulsschlag noch zusätzlich erhöht, macht die Situation auch nicht unbedingt leichter...

Bei diesem Buch handelt es sich um eine locker-leichte Lektüre, die man wunderbar zum Abschalten lesen kann. Ich hatte keine Probleme, in die Handlung einzusteigen, da der Schreibstil sehr flüssig ist und dem Leser die Charaktere gut nahegebracht wurden. Leider gab es jedoch zwischendurch immer mal wieder Passagen, die meiner Meinung nach zu langatmig waren und die man durchaus hätte kürzen können. Insgesamt hat mir der Verlauf der Handlung aber dennoch gut gefallen, da man als Leser auch irgendwie unbedingt wissen wollte, wie es denn nun mit Antonia und Tom weitergeht und ob Antonia die Organisation der unsäglichen 500-Jahr-Feier meistert. ;-)

Der Großteil der Charaktere ist wirklich liebenswürdig. Die Protagonistin Antonia war mir sofort sympathisch, wobei sie mich später mit ihrer naiven und blauäugigen Art hin und wieder etwas genervt hat. Dann gibt es noch ihren schwulen Freund Mike, der zwar eine kleine Dramaqueen ist, aber den man als Leser auch sofort ins Herz schließt. Jedoch gibt es auch Gegenspieler, wie z.B. Antonias Arbeitskollegin Cindy - ein wahres Biest! Die Charaktere sind meiner Meinung nach wirklich gut ausgearbeitet, man kann sie sich lebhaft vorstellen und sie wirken einfach echt. 

Darüber hinaus hat das Buch eine sehr humorvolle Art, da Antonia manchmal einfach echt tollpatschig ist und auch sonst öfter mal die Dinge nicht nach Plan laufen. Somit muss man während des Lesens durchaus das ein oder andere mal schmunzeln.

Insgesamt hat mir das Buch also richtig gut gefallen. Auch wenn es zwischendurch ein paar Längen gibt, ist die Lektüre sehr empfehlenswert.

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(160)

273 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 125 Rezensionen

liebe, schwangerschaft, andy jones, beziehung, zwei für immer

Zwei für immer

Andy Jones , Teja Schwaner , Iris Hansen
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Rütten & Loening Berlin, 25.01.2016
ISBN 9783352006647
Genre: Liebesromane

Rezension:

Als Fisher Ivy trifft, ist er wie vom Blitz getroffen. Schon bald ist er sich sicher, dass aus der Sache mehr werden könnte. Allerdings ist die Entscheidung über ihre Zukunft längst gefallen: Ivy ist schwanger. Während das neue Leben in Ivy heranwächst, kümmert Fisher sich gleichzeitig um seinen schwer erkrankten Freund El. Dazu kommt, dass Ivy und Fisher einander immer noch nicht gut kennen und noch damit beschäftigt sind, sich kennenzulernen. Sich zu verlieben ist die eine Sache - miteinander zu leben eine ganz andere... 

In diesem Buch gibt es theoretisch zwei Handlungsstränge: Einerseits geht es um Ivy und Fisher, welche nach einem One Night Stand Nachwuchs erwarten. Andererseits gibt es Fishers kranken und pflegebedürftigen Freund El. Da beide Handlungsstränge sehr komplex sind, kam es mir zwischendurch etwas so vor, als sei es dem Autor schwer gefallen, beides unter einen Hut zu bekommen. Meiner Meinung nach ist die Geschichte um El nämlich etwas zu kurz gekommen. Im Fokus steht also die Beziehung zwischen Ivy und Fisher.

Die Charaktere sind anfangs ziemlich unnahbar, wie ich finde. Vor allem Ivy gegenüber war ich anfangs sehr misstrauisch, da ich sie absolut nicht einschätzen konnte. Nach und nach hat sie sich aber immer mehr geöffnet, soddass man sie besser kennenlernen konnte. Generell kann man sagen, dass die Beziehung der beiden nicht einfach ist. Oft liegt dies, glaube ich, an der fehlenden Kommunikation zwischen den beiden.

Was den Schreibstil angeht kann man sagen, dass dieser recht angenehm ist. Das Buch lässt sich recht flüssig lesen und auch die Kapitel haben eine angenehme Länge. Dennoch habe ich die Handlung zeitweise als recht langatmig empfunden, sodass es einige Längen gab. 

Das letzte Fünftel des Buches hat allerdings nochmal einiges herausgeholt wie ich finde. Hier kamen die Emotionen sehr gut rüber, sodass ich zwischendurch sogar Tränen in den Augen hatte.

Insgesamt hat mir das Buch also gut gefallen. Obwohl es sich zwischendurch etwas gezogen hat, konnte mich das Ende dann doch noch überzeugen. Somit gibt es vier von fünf Sternen.

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(246)

418 Bibliotheken, 8 Leser, 2 Gruppen, 91 Rezensionen

weihnachten, liebe, familie, schnee, snow crystal

Winterzauber wider Willen

Sarah Morgan , Ivonne Senn
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 10.10.2014
ISBN 9783956490767
Genre: Liebesromane

Rezension:

Es ist Dezember und Kayla Green hat nur einen Weihnachtswunsch: dass das Fest der Liebe möglichst schnell vorbei geht! Da kommt der Weihnachtshasserin und PR-Expertin der Auftrag von Jackson O'Neil sehr gelegen. Als der Hotelier sie bittet, die Feiertage im malerischen Snow Crystal zu verbringen und dort eine Kampagne für das Skiresort seiner Familie zu entwickeln, kann Kayla nicht Nein sagen. Der Auftrag erscheint ihr als die perfekte Flucht vor dem Weihnachtsfest. Doch schon das erste Treffen mit Jacksons Familie bringt Kayla ins Bedrängnis ...

Der Grund, warum ich das Buch lesen wollte, war, dass ich in der Adventszeit sehr gerne weihnachtliche, winterliche Bücher lese, da ich dadurch noch mehr in Weihnachtsstimmung gerate. Als das Buch bei mir zuhause ankam, war ich vom Cover positiv überrascht: Der Schnee, der darauf abgebildet ist, glitzert und glänzt. Auch, wenn man mit dem Finger darüber streicht, merkt man eine raue Struktur der Oberfläche. Das hat mir sehr, sehr gut gefallen, daher gibt es für das Cover definitv nur Pluspunkte! :)

Doch nicht nur das Cover, sondern auch die Handlung hat mir gut gefallen. Ich konnte schnell in das Geschehen eintauchen und den Verlauf verfolgen. Dass der Einstieg so gut geklappt hat, liegt auch an dem flüssigen Schreibstil und der angenehmen Länge der Kapitel. So ist es möglich, das Buch in sehr kurzer Zeit durchzulesen. 

Zu den Charakteren kann man sagen, dass die Protagonistin Kayla während dem Verlauf der Handlung eine gewisse Wandlung vollzogen hat. Dass sie kein Freund vom Fest der Liebe ist, hängt vor allem mit ihrer Vergangenheit zusammen, die sie anfangs zu vertuschen versucht. Nach und nach kommt eine verletzliche Seite von ihr ans Licht und aus der taffen PR-Expertin wird eine ganz normale Frau, die dem Zauber von Snow Crystal vollkommen verfällt.

Snow Crystal ist der Schauplatz dieses Buches und durch all die malerischen Beschreibungen habe ich ein klares Bild von diesem Ort vor Augen bekommen. Allein durch das Lesen dieses Buches bekommt man Lust, selbst einmal dorthin zu reisen. :-) 
Neben Kayla gibt es noch einige andere wichtige Figuren, allen voran Jackson. Aber auch der Rest seiner Familie spielt eine tragende Rolle und ist nicht unwichtig für das Geschehen. 

Ich finde das Buch wirklich zauberhaft und ich bin froh, dass es noch weitere Bücher der Reihe gibt: Sommerzauber wider Willen und Weihnachtszauber wider Willen. Ich freue mich schon darauf, die Magie von Snow Crystal weiter zu verfolgen. :-)

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(39)

71 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

familie, großmutter, kleiner junge, einfühlungsvermögen, gina

Der Junge, der mit dem Herzen sah

Virginia Macgregor ,
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Manhattan, 31.08.2015
ISBN 9783442547494
Genre: Romane

Rezension:

Milo, neun Jahre alt, leidet unter Retinits pigmentosa: Sein Sehrvermögen lässt immer stärker nach, und irgendwann wird er vollständig erblinden. Noch sieht er die Welt wie durch ein Nadelöhr, wodurch er Kleinigkeien bemerkt, die anderen entgehen. Als seine Gran in ein Altenheim umziehen muss, bricht eine Welt für Milo zusammen. Doch ihm fallen dort seltsame Vorgänge auf; allerdings interessieren sich die Erwachsenene nicht für Milos Erkenntnisse und nehmen ihn nicht ernst. So bleiben ihm nur der Koch Tripi und sein Ferkel Hamlet, um ihm bei seiner Mission zu helfen. Milo will nämlich seine Gran wieder nach Hause holen, die Machenschaften von Schwester Thornhill offenlegen und vielleicht seine Eltern versöhnen...


Das Buch wird hauptsächlich aus der Sicht von Milo erzählt, aber einige wenige Kapitel werden auch aus anderen Perspektiven geschildert: Von Tripi (dem Koch), Sandy (Milos Mutter) und Lou (Milos Gran). Eigentlich ist Lou die Urgroßmutter von Milo, doch er nennt sie immer nur Gran.
Milo hat es wahrlich nicht leicht: einerseits quälen ihn die Probleme mit seinem Sehvermögen, dann leidet er unter der Trennung von seinen Eltern und dass sein Vater inzwischen in Abu Dhabi lebt. Auch in der Schule wird der Druck immer größer und zu allem Überfluss kann seine Mutter die Rechnungen nicht mehr bezahlen. Als dann seine geliebte Gran in ein Altenheim abgeschoben wird, bringt das für Milo das Fass zum Überlaufen. Der Junge kann einem wirklich nur leid tun, daher fiebert man als Leser richtig mit ihm mit und hofft, dass seine Vorhaben glücken werden. 

Ein weiterer Aspekt ist, dass das Buch in der Vorweihnachtszeit spielt. Dies hat mir gut gefallen, da ich selbst in der Adventszeit gerne Bücher lese, die mit Weihnachten zu tun haben. Dennoch spielt dies in dem Buch eine nicht allzu große Rolle, sodass man das Buch auch zu jeder anderen Jahreszeit lesen kann. 

Der Schreibstil ist angenehm und flüssig und auch die einzelnen Kapitel haben eine angenehme Länge. Dadurch kann man das Buch recht schnell lesen. 

Mir hat das Buch wirklich sehr gut gefallen. Vor allem am Ende gibt es einige rührende Momente, sodass es auch einige emotionale Passagen gibt. Eine Geschichte fürs Herz. :-)

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45 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

weihnachten, familie, nantucket, liebe, weihnachtsfest

Winterglanz

Elin Hilderbrand ,
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 19.10.2015
ISBN 9783442483594
Genre: Romane

Rezension:

Kelley Quinn könnte zufriedener nicht sein: Er ist Besitzer einer hübschen Pension auf Nantucket und stolzer Vater von vier erwachsenen Kindern. Jetzt steht Weihnachten, das Fest der Liebe, vor der Tür, doch er erwischt seine Gattin Mitzi dabei, wie sie den eigens angeheuerten Weihnachtsmann küsst. Nun ist an Besinnlichkeit nicht mehr zu denken... Da die vier Kinder um ihre eigenen Probleme kreisen, bleibt es nun an Kelleys Exfrau Margaret hängen, das diesjährige Weihnachtsfest zu retten.


Eine kleine Pension, große Gefühle und der Zauber von Weihnachten


Winterglanz ist nach Das Sommerversprechen bereits mein zweites Buch von Elin Hildebrand und ich habe mich sehr darauf gefreut, es zu lesen. Schon allein das Cover löst ein Gefühl weihnachtlicher Vorfreude bei mir aus, da ich finde, dass es supergut zum Winter und zu Weihnachten passt. Fürs Cover gibt es von mir also definitiv nur Pluspunkte! :)


Der Schreibstil ist locker und flüssig, demnach lässt sich das Buch gut und schnell lesen. Die Kapitel werden aus verschiedenen Perspektiven erzählt, auch das mag ich sehr gerne, da es die Lektüre meiner Meinung nach abwechslungsreicher macht.


Was die Charaktere angeht: Die Familie Quinn ist recht chaotisch, aber wenn es hart auf hart kommt, hält sie zusammen. Jeder der Figuren hat seine eigenen Probleme, aber sie versuchen sich dennoch gegenseitig zu helfen. Auch die Emotionen kommen in diesem Buch nicht zu kurz; dennoch finde ich nicht, dass es kitschig ist. Dies liegt auch daran, dass immer mal wieder humorvolle Dialoge etc. eingebaut sind. 


Mir hat die Handlung und deren Verlauf insgesamt recht gut gefallen, auch wenn alles ein bisschen vorhersehbar ist. Einzig ein wichtiger Punkt am Ende des Buches hat mich extrem geärgert und das ist auch der Grund, warum ich einen Stern abziehe. Da ich nicht spoilern möchte, verrate ich nicht, worum es bei diesem Punkt geht, aber meiner Meinung nach geht das bei einem Weihnachtsbuch absolut gar nicht... 


Alles in allem ist es dennoch ein sehr schönes Weihnachtsbuch, das man schön gemütlich in der Adventszeit lesen kann. 

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119 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 48 Rezensionen

garten, liebe, ellen berg, schrebergarten, humor

Mach mir den Garten, Liebling!

Ellen Berg
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 16.11.2015
ISBN 9783746631462
Genre: Humor

Rezension:

Luisa, die ständig Überstunden schiebt, hat die Schnauze voll: Anstatt der wohlverdienten Beförderung bekommt sie einen arroganten Fiesling vor die Nase gesetzt. Als wäre das nicht genug, muss sie sich jetzt auch noch um den Schrebergarten ihrer Tante Ruth kümmern. Doch nach einiger Zeit muss Luisa feststellen, dass Gärtnern sogar glücklich machen kann. Und das liegt natürlich gar nicht an dem charmanten Mann im Nachbargarten... ;)


Ich muss zugeben, dass ich inzwischen schon ein kleiner Fan von den Büchen der Autorin Ellen Berg geworden. Mach mir den Garten, Liebling! ist das dritte Buch, das ich von ihr lese und da mir die anderen beiden Bücher schon sehr gut gefallen haben, waren meine Erwartungen recht hoch. Und sie wurden nicht enttäuscht! Wie gewohnt handelt es sich hier um einen humorvollen und spritzigen Roman, den man am liebsten in einem Rutsch durchlesen würde. 


Die Charaktere sind ein ziemlich bunter Haufen. Vor allem die Arbeitskollegen von Luisa sind alle so grundlegend verschieden, dass sie sich ständig in die Haare kriegen. Doch irgendwie raufen sie sich zusammen, was dazu führt, dass dem Leser die Figuren mit der Zeit richtig ans Herz wachsen. 
Ein weiterer Lichtblick ist, dass einige Charaktere alte Bekannte aus anderen Romanen der Autorin sind. Eddy, der hier den männlichen Protagonisten darstellt, hatte bereits eine kleinere Rolle in Alles Tofu, oder was?, während Dana und Uwe, die man auch aus Alles Tofu oder was? bzw. aus Ich will es doch auch! kannte, in Mach mir den Garten, Liebling! kleinere Gastauftritte haben. Dies hat mir persönlich richtig gut gefallen und ich halte es für eine geniale Idee der Autorin. Nichtsdestotrotz kann man die Bücher natürlich unabhängig voneinander lesen, da sie nicht aufeinander aufbauen. 


Auch die Story ist abwechslungsreich und lebhaft. Natürlich sind manche Situationen ab und zu ein wenig überspitzt dargestellt, das gehört bei diesem Buch aber einfach dazu und macht auch einen Teil seines Charmes aus. Mir hat das Buch also wirklich sehr, sehr gut gefallen und ich freue mich jetzt schon auf das nächste Buch der Autorin. :)

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74 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

thriller, london, psychotherapeutin, nicci french, chloé klein

Eisiger Dienstag

Nicci French , Birgit Moosmüller
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei btb, 10.11.2014
ISBN 9783442748266
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In der Wohnung einer psychisch Kranken wird ein Toter gefunden:Robert Poole. Oder heißt er doch Edward Green? Unter einer falschen Identität hat er zu seinen Lebzeiten seinen Mitmenschen Alltag und Bankkonto erleichtert. Erneut unterstützt Psychotherapeutin Frieda Klein die Polizeit bei ihren Ermittlungen. Doch das wird nicht überall gern gesehen und zu allem Überfluss veranstaltet dei Presse eine Hetzjagt auf sie. Aber sie trotzt allen Anfeindungen und hat bald eine schreckliche Vermutung. Und die Suche nach Pooles Mörder bringt auch sie in Lebensgefahr


Bei diesem Buch handelt es sich um den zweiten Teil der achtteiligen Krimireihe um die Therapeutin Frieda Klein mit dem Schauplatz London. Nachdem mir Band 1 schon sehr, sehr gut gefallen hat, habe ich nicht lange gewartet und nun auch den zweiten Band gelesen. 


Die Hauptperson Frieda Klein ist eigentlich Psychotherapeutin, aber arbeitet nun in beratender Funktion mit der Polizei zusammen. Schon im ersten Band war mir die Protagonistin sehr sympathisch. Nun hat man in diesem Buch zusätzlich noch ein paar Details über ihre Vergangenheit und ihre Familie, zu der sie kaum Kontakt hat, erfahren. Dies hat mir gut gefallen, da man die Figur so nach und nach besser kennenlernen kann. 


Der Fall an sich ist ziemlich tricky und dadurch auch sehr spannend. Man kann als Leser gut mitraten, wer der Täter ist, da man Stück für Stück mehr erfährt und sich neue Dinge auftun. Trotzdem gab es im Mittelteil ein paar Passagen, die man meiner Meinung nach etwas hätte kürzen können.


Abschließend kann man sagen, dass ich sehr froh bin, die Reihe entdeckt zu haben und dass ich mich schon auf weitere Bände der Frieda-Klein-Reihe freue! :-)

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194 Bibliotheken, 2 Leser, 4 Gruppen, 20 Rezensionen

london, thriller, england, nicci french, kindesentführung

Blauer Montag

Nicci French , Birgit Moosmüller
Flexibler Einband: 446 Seiten
Erschienen bei btb, 13.05.2013
ISBN 9783442745852
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ein Aufschrei geht durch London: Der 5-jährige Matthew ist verschwunden! Als in den Zeitungen sein Bild erscheint, ist Psychotherapeutin Frieda Klein geschockt – Matthew gleicht bis ins Detail dem Wunschkind eines verzweifelten kinderlosen Patienten von ihr. Ist dieser Mann ein brutaler Psychopath und warum hat sie als Therapeutin das nicht bemerkt? Und wie hängt das Verschwinden des Jungen mit dem tragischen Verschwinden eines kleinen Mädchens vor 22 Jahren zusammen? In Zusammenarbeit mit Inspector Karlsson kommt Frieda der Wahrheit immer näher…

Bei diesem Buch handelt es sich um den Auftakt einer 8-teiligen Krimireihe um die Therapeutin Frieda Klein. Mir hat dieser Auftakt sehr, sehr gut gefallen! 

Die Story war super aufgebaut. Genau an den richtigen Stellen wurden Überraschungen offenbart, womit man als Leser nicht immer gerechnet hat. Außerdem kann man bei diesem Buch als Leser sehr gut selbst Vermutungen anstellen und Verdacht schöpfen. Das macht die Lektüre sehr abwechslungsreich. Ich muss sagen, dass ich die Handlung wirklich an keiner Stelle als langweilig oder zäh empfunden habe. Im Gegenteil – ich fand das Buch sehr spannend und fesselnd.

Die Protagonistin ist eine sehr taffe Frau, die aber dennoch sehr menschlich und authentisch wirkt, da auch sie nicht perfekt ist. Ich finde, dass die Figuren alle sehr gut ausgearbeitet waren und man sie sich somit gut vorstellen konnte. Ich würde die Charaktere durchaus als authentisch bezeichnen und ich kann mir gut weitere Bände mit Frieda Klein vorstellen. Außerdem hoffe ich, dass weitere liebgewonnene Charaktere wie Inspector Karlsson oder auch Josef in den anderen Bänden eine Rolle spielen werden. Der Schreibstil war ebenfalls sehr flüssig und die Länge der Kapitel meiner Meinung nach genau richtig.

Ich bin wirklich restlos begeistert und freue mich auf die anderen Bände der Reihe! :)  Das Ehepaar Sean French und Nicci Gerrard hat hier einen wunderbaren und spannenden Serienauftakt geschaffen.

Große Leseempfehlung an alle Krimi- und Thrillerliebhaber!

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281 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 54 Rezensionen

schweden, psychothriller, erik axl sund, thriller, selbstmord

Scherbenseele

Erik Axl Sund ,
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 08.09.2015
ISBN 9783442483334
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Schweden wird von einer Reihe bizarrer Selbstmorde erschüttert. Jugendliche nehmen sich auf ungewöhnliche und grausame Weise das Leben. Ihre Gemeinsamkeit: Sie alle hören die düstere Musik eines Interpreten namens „Hunger“, während sie sich umbringen. Gleichzeitig wird in Stockholm ein Mann ermordet. Kommissar Jens Hurtig bringt den Mord mit den Selbstmorden in Verbindung und das ganze schreckliche Ausmaß des Falls wird offensichtlich.

Von dem Buch hatte ich mir viel erhofft, da ich den Klappentext sehr ansprechend fand und ich zudem schon viel Gutes über die Victoria-Bergmann-Trilogie gehört habe (ebenfalls Bücher von Erik Axl Sund).

Der Einstieg ist mir nicht leichtgefallen. Es wurden viele verschiedene Charaktere eingeführt, sodass ich keinen richtigen Überblick bekommen habe. Auch in die Handlung konnte ich nur schwer hineinfinden. Bis S. 100 war das Lesen leider ein ziemlicher Kampf, da mich die verschiedenen Perspektiven und Handlungsstränge sehr verwirrt haben (obwohl ich das stilistische Mittel der Perspektivenwechsel ansonsten sehr gerne mag).

Danach hat das Lesen ein wenig besser geklappt, aber leider ist an keiner Stelle wirkliche Spannung bei mir aufgekommen. Ich habe mich nicht gefesselt, sondern eher gelangweilt gefühlt. Zudem hab ich auch keinen Bezug zu den Figuren bekommen, da sie meiner Meinung nach sehr flach waren.

Eigentlich thematisiert das Buch viele verschiedene und sehr interessante Aspekte: Es geht um Gewalt, Selbstzerstörung, Drogen, Religion, Musik, Familie und noch vieles mehr. Dennoch konnte mich das Buch einfach nicht packen und ich habe mich wirklich eher durchgekämpft.

Das Ende fand ich jedoch recht gelungen und auch überraschend. Damit hatte ich nicht gerechnet, daher ist das ein kleiner Pluspunkt für das Buch.

Mein Fazit lautet also, dass ich die weiteren Bände der Kronoberg-Reihe nicht lesen werde. Außerdem möchte ich betonen, dass die hier dargestellte Meinung lediglich für mich gilt. Es kann durchaus sein, dass andere das Buch super und sehr spannend finden! Geschmäcker sind eben verschieden.

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182 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 44 Rezensionen

holocaust, schuld, vergebung, familie, juden

Bis ans Ende der Geschichte

Jodi Picoult ,
Fester Einband: 560 Seiten
Erschienen bei C. Bertelsmann, 31.08.2015
ISBN 9783570102176
Genre: Romane

Rezension:

Die junge Bäckerin Sage Singer lernt in ihrer Trauergruppe den 90jährigen Josef Weber kennen. Zwischen den beiden entwickelt sich trotz des großen Altersunterschieds eine ungewöhnliche Freundschaft. Doch eines Tages verrät Josef ihr ein entsetzliches Geheimnis, das er lange verschwiegen hat… und er bittet sie um einen schwerwiegenden Gefallen, der große Konsequenzen hätte, wenn Sage sich darauf einlässt.


Die Geschichte hat mich gleichermaßen berührt, entsetzt und verstört… Der Leser durchlebt hier wirklich ein Wechselbad der Gefühle. 

Zunächst lernen wir die Protagonistin Sage kennen, die seit dem Tod ihrer Mutter nicht mehr wirklich glücklich ist und die sich lieber versteckt, anstatt ihr Leben zu genießen. Dann ist da der schon alte, aber dennoch recht fitte Mann Josef, der so gut in die Gesellschaft integriert ist, aber dennoch ein schreckliches Geheimnis hütet. Und auch Leo spielt eine große Rolle; er jagt Verbrecher, deren Gräueltaten jedoch schon Jahrzehnte zurückliegen und versucht für Gerechtigkeit zu sorgen. Einen großen Part nimmt auch Sages Großmutter Minka ein. Im Mittelteil des Buches übernimmt sie eine Passage und aus der Perspektive ihres jugendlichen Ichs erzählt sie von ihren Erlebnissen, die sie doch so lange zu verdrängen versucht hat. Diese Passage hat mich mit am meisten berührt. Man leidet mit Minka mit, man hat Hoffnung für sie und und und…

Mehr möchte ich über den Inhalt gar nicht verraten, aber ich will das Buch jedem ans Herz legen. Es ist einfach so eine starke Geschichte, die viele wichtige Themen behandelt: es geht um Vergebung, Liebe und Hoffnung, aber ebenso um Krieg, Tod und Leiden. Auch das Sterben an sich spielt eine große Rolle, ebenso Religion und die Familie. Die Geschichte hat bei mir unheimlich viel bewegt und ich bin sehr dankbar, dass ich das Buch gelesen habe… Die Autorin erzählt so voller Authentizität und Kraft, dass man sich alles zu 100% genau vorstellen kann.

Bei diesen Worten würde ich es gerne belassen, aber zum Schluss gibt es noch einen Appell an euch: Lest dieses Buch! Es lohnt sich wirklich.

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214 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

thriller, jette, merle, hunde, tierquälerei

Der Libellenflüsterer

Monika Feth
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei cbt, 10.08.2015
ISBN 9783570309575
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Jette und Merle fühlen sich in ihrer großen WG richtig wohl und sind glücklich. Als Jette auch noch einen Job in Aussicht hat, scheint ihr Leben perfekt. Als die Tierschützerin Merle jedoch für einen Artikel zum Thema Tierquälerei recherchiert, wird sie mit einem Fall aus ihrer Vergangenheit konfrontiert. Ein Hund, den sie einst vermittelt hatte, starb wenige Wochen später auf grausame Weise. Der neue Besitzer wurde angeklagt und aus Mangel an Beweisen freigesprochen. Merle will herausfinden, ob das Urteil damals wirklich zu Recht gefällt worden ist und macht sich auf die Suche nach dem Mann. Dabei kommt sie einem weit gefährlicheren Geheimnis auf die Spur…

Da ich ein großer Fan der Jette-Thriller bin, war es klar, dass ich den neuen Teil (Es ist schon der siebte Band!) sofort lesen musste. Ich bin mit recht hohen Erwartungen an das Buch herangegangen, da ich die Vorgänger alle sehr spannend fand – ich wurde nicht enttäuscht! :)

Das Buch ist vom Erzählstil her wie die anderen Teile der Reihe aufgebaut: Es wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, wobei bei Jette die Ich-Form gewählt wird, während die anderen Erzähler in der Er-/Sie-Form berichten. Somit erfahren wir die Gedanken und Gefühle von mehreren verschiedenen Figuren. Darüber hinaus sorgt dieser Erzählstil für viel Abwechslung und auch Spannung. Meiner Meinung nach gibt es in dem Buch keinerlei langatmige Passagen, sondern es bleibt kontinuierlich spannend und gut lesbar.

Natürlich tauchen viele altbekannte Personen in dem Buch auf, die wir aus den anderen Bänden bereits kennen: Jettes Mutter Imke Thalheim, die Polizeipsychologin Isa und natürlich der Kommissar Bert Melzig, der sich ausgerechnet jetzt eine Auszeit in einem Kloster nehmen will und dadurch nicht immer erreichbar ist. Ich hätte mir gewünscht, dass auch nochmal die anderen Bewohner der WG in dem Buch auftauchen: Ilka, Mina, Mike… Diese Figuren hatte ich als Leser bereits lieb gewonnen; leider tauchen sie in diesem Buch nur am Rande auf bzw. werden lediglich erwähnt.

Dennoch bin ich sehr begeistert von dem Buch. Für einen Jugendthriller enthält es sehr viel Spannung und es werden wie immer viele interessante Themen behandelt, über die es sich definitiv lohnt nachzudenken. Daher vergebe ich bei diesem Buch die vollen fünf Sterne und ich hoffe sehr, dass noch weitere Teile der Reihe folgen werden.

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172 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 73 Rezensionen

amnesie, krimi, poel, mord, insel poel

Das Küstengrab

Eric Berg
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Limes, 22.09.2014
ISBN 9783809026419
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Als Lea zum ersten Mal nach 23 Jahren in ihr Heimatdorf auf der Insel Poel zurückkehrt, endet der Besuch in einem tragischen Unglück. Ihre Schwester Sabina kommt bei einem rätselhaften Unfall ums Leben, Lea selbst wird schwer verletzt und leidet seither an Amnesie.  Vier Monate darauf will Lea herausfinden, was im Mai wirklich geschehen ist und kehrt auf die Insel zurück, obwohl ihre Ärztin ihr ausdrücklich davon abgeraten hat. Lea versucht die Gründe für ihren Besuch im Mai herausfinden und wie es zu dem Unfall kam. Dabei ist sie auf die Hilfe ihrer alten Freunde angewiesen, deren Berichte sich widersprechen. Was ist wirklich geschehen? Die Jugendfreunde scheinen ein Geheimnis zu verbergen, das weit in ihre gemeinsame Vergangenheit reicht.

Von der Grundkonzeption ähnelt „Das Küstengrab“ in gewisser Weise dem ersten Erfolgskrimi von Eric Berg, nämlich „Das Nebelhaus“: In beiden Büchern treffen sich Jugendfreunde nach langer Zeit wieder und beide Male gibt es Verbrechen und Geheimnisse. Die Handlung wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt: Zum Einen werden die Geschehnisse aus Leas Sicht erzählt, als sie im September 2013 nach Poel reist. Hier ist Lea der Ich-Erzähler, sodass der Leser ihre Gedanken und Gefühle erfährt. Zum Anderen werden in Rückblenden die Geschehnisse von vor 4 Monaten erzählt, hier in der Er-/Sie-Form, sodass die anderen Figuren alle recht gleichwertig beleuchtet werden. Der Fokus liegt hier jedoch auf Leas Schwester Sabina, die Nachforschungen anstellt. Durch diese Konstruktion wird Stück für Stück die Wahrheit aufgedeckt, sodass die Handlung kontinuierlich spannend bleibt. Am Ende steigert sich die Spannung zu einem überraschenden Ende, womit ich nicht gerechnet hätte. Das hat mir sehr gut gefallen; ich mag solche Überraschungen am Ende eines Buches sehr gerne. Insgesamt werden verschiedene wichtige Aspekte beleuchtet. Schuld, Loyalität, Drogenkonsum, Alkoholismus, Sterbehilfe – all das findet Platz in diesem Buch. Auch den Einblick in Leas Amnesie fand ich sehr interessant.

Ich kann die Bücher von Eric Berg nur empfehlen! Sowohl „Das Nebelhaus“ als auch „Das Küstengrab“ haben mir unheimlich gut gefallen. Eric Berg hat durchaus die Chance einer meiner Lieblingsautoren zu werden. Ich jedenfalls freue mich schon auf das nächste Buch, nämlich „Die Schattenbucht“. Bis dahin muss ich mich allerdings noch gedulden.

Fazit: Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich bin froh, dass ich es gelesen habe! :)

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203 Bibliotheken, 4 Leser, 4 Gruppen, 20 Rezensionen

hiddensee, krimi, mord, ostsee, berlin

Das Nebelhaus

Eric Berg
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 15.12.2014
ISBN 9783442384037
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Studienfreunde Timo, Philipp, Yasmin und Leonie haben sich seit Jahren nicht mehr gesehen. Im Internet begegnen sie sich wieder und verabreden sich für ein Wiedersehen auf Hiddensee. Doch das Treffen endet in einem grauenvollen Verbrechen: In einer stürmischen Septembernacht werden drei Menschen erschossen, eine Frau wird schwer verletzt und fällt ins Koma. Als sich das Verbrechen zum zweiten Mal jährt, beginnt die Journalistin Doro Kagel, den Fall neu aufzurollen. Nach und nach kommt sie den tatsächlichen Geschehnissen jener Nacht auf die Spur…

Was geschah wirklich in der „Blutnacht von Hiddensee“?

Der Aufbau des Buches ist richtig gut gemacht: Die Kapitel spielen abwechselnd in der Gegenwart und in der Vergangenheit. Im Hier und Jetzt lernen wir die Journalistin Doro Kagel als Ich-Erzählerin sehr gut kennen. Sie beschäftigt sich mit dem Fall, versucht Hinterbliebene aufzuspüren und Unstimmigkeiten zu klären. Die Rückblenden spielen im Jahr 2010, zum Zeitpunkt des Wiedersehens auf Hiddensee. So kann man als Leser Stück für Stück verfolgen, wie es zu dem Verbrechen kam, was vorher geschah und wie die Figuren zueinander stehen. Diese Konstruktion bestehend aus dem Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart ist meiner Meinung nach sehr intelligent gemacht: die Handlung ist an keiner Stelle vorhersehbar, der Leser kann eigene Vermutungen anstellen und es ist durchweg spannend und abwechslungsreich.

Mich hat das Buch wirklich sehr positiv überrascht – ich finde es äußerst gelungen!

Die Figuren sind größtenteils sehr vielschichtig und keineswegs oberflächlich gezeichnet. Sie sind undurchschaubar und zwischendurch weiß man gar nicht mehr, wer jetzt eigentlich zu den „Guten“ und wer zu den „Bösen“ gehört – wem kann man noch trauen?

Insgesamt handelt es sich hier um einen super Kriminalroman, den ich ohne Bedenken weiterempfehlen kann. Ich werde mit Sicherheit noch weitere Bücher des Autors Eric Berg lesen.

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33 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

sekte, krimi, bestatterin, menschenfischer, helene henke

Menschenfischer

Helene Henke
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Droemer Taschenbuch, 14.01.2015
ISBN 9783426304051
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die jüngste Bestatterin Deutschlands ist wieder da. Nach „Totenmaske“ geht Zoe Lenz mit „Menschenfischer“ in eine neue Runde. Diesmal beschäftigen sie die Leichen zweier Kinder, die in einem unzugänglichen Waldgebiet im Hunsrück gefunden wurden. Die Kinder sind gebrandmarkt, unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommen und können mit einer religiösen Sekte in Verbindung gebracht werden. Dann verschwinden die Leichen plötzlich spurlos aus Zoes Kühlhaus, und Zoe wird erneut in einen Fall ungeahnten Ausmaßes verwickelt.
Nachdem mir der erste Band so gut gefallen hat, hab ich nicht lange gewartet und direkt im Anschluss mit dem zweiten Band angefangen. Was die Handlung angeht, ist inzwischen ein Jahr vergangen und Zoe hat sich einigermaßen von den Vorfällen erholt.
Zoe ist mir noch immer sehr sympathisch. Sie liebt ihre Arbeit und geht respektvoll mit den Toten um, damit deren Würde gewahrt wird. Darüber hinaus ist sie mutig und spontan, sodass sie auch manchmal leichtsinnig wird und sich selbst in Gefahr bringt. Die Arbeit mit den Leichen wird wieder recht detailliert beschrieben, sodass der Leser viele interessante Fakten über die Arbeit eines Bestatters erhält. Was Zoes Beziehung zu dem Kommissar Leon Strater angeht, gibt es einige Höhen und Tiefen. Dennoch ist er nach wie vor ein authentischer und liebenswürdiger Charakter. Auch mit Zoes Jugendfreund Josh gibt es ein Wiedersehen. Dieser hat sich sehr verändert und hilft Zoe bei einer ihr wichtigen Angelegenheit. Doch es gibt auch eine neue Figur, die wichtig für das Geschehen ist: Zoes Praktikantin Alina. Sie ist sehr launisch und voller Widersprüche, doch ihre Arbeit macht sie gut. Plötzlich verschwindet Alina spurlos, was die Sache noch komplizierter macht.
Meiner Meinung nach gibt es viele spannende Passagen in diesem Buch. Die Informationen über die religiöse Sekte sowie über die Bestattungskunst machen die Geschichte zu etwas Besonderem und Interessantem. Dennoch gibt es auch ein paar Stellen, an denen ich die Handlungen der Figuren etwas zu unglaubwürdig bzw. nicht nachvollziehbar empfinde.
Insgesamt handelt es sich hier wieder um einen gelungenen Kriminalroman. Über einen weiteren Teil über die Bestatterin Zoe Lenz würde ich mich sehr freuen.

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(27)

67 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

hunsrück, mord, bestatterin, krimi, totenmaske

Totenmaske

Helene Henke
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Droemer, 01.11.2013
ISBN 9783426226322
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Sie ist die jüngste Bestatterin Deutschlands: Zoe Lenz. Zusammen mit ihrer Mutter leitet sie das traditionelle Familienunternehmen. Sie liebt ihre Arbeit und bereitet die Verstorbenen respektvoll für eine würdevolle Beerdigung vor. In dem kleinen Dorf im Hunsrück, in dem Zoe zuhause ist, wird sie jedoch schnell als Sonderling abgestempelt. Eines Tages liegen drei alte Bekannte von Zoe auf ihrem Behandlungstisch: Boris und seine zwei Freunde sind bei einem Verkehrsunglück ums Leben gekommen. Doch war es wirklich ein Unfall? Rasch befindet sich Zoe selbst im Kreis der Verdächtigen – einer der jungen Männer hatte Zoe vor ein paar Jahren fast vergewaltigt. Das BKA ermittelt…

Ungewöhnlich – aber auf eine positive Art!

Das Thema Bestattung und die Protagonistin als Bestatterin – das hat mir sehr gut gefallen, da dies einfach mal etwas Neues ist. Die Hauptfigur Zoe war mir von Anfang an recht sympathisch. Man merkt, dass ihr ihre Arbeit gefällt und sie alles mit größter Sorgfalt vorbereitet. Ganz nebenbei lernt der Leser auch noch Tätigkeiten eines Bestatters kennen und bekommt somit einen interessanten Einblick in den Beruf, da die Beschreibungen sehr präzise sind.

Weitere wichtige Figuren für das Geschehen sind Zoes Mutter Isobel, die für die Trauerfeiern zuständig ist, sowie der Ermittler Leon Strater und Zoes guter Freund Josh.

Nicht nur Zoe, sondern auch Leon war mir recht schnell sympathisch, da er einen kompetenten Eindruck als Ermittler macht, aber dennoch kein flacher Charakter ist. Ein Handlungsstrang, der mit dem Hauptgeschehen selbst nichts zu tun hat, in den jedoch Leon verwickelt ist, ist am Ende offen geblieben. Möglich, dass dieser in der Fortsetzung „Menschenfischer“ aufgelöst wird.

Der Kriminalroman ist kontinuierlich spannend, was auch durch den flüssigen Schreibstil bedingt ist. Gegen Ende wird das Buch dann richtig fesselnd, sodass man quasi durch die Seiten fliegt. Der Schluss hat mir richtig gut gefallen und macht definitiv Lust auf mehr. Ich bin mir sicher, dass „Totenmaske“ nicht mein letztes Buch von Helene Henke sein wird.

Das ausdrucksstarke Cover und die abgerundeten Ecken des Buches sind ein zusätzlicher Blickfang und Pluspunkt.

Ich kann das Buch allen Krimi- und Thriller-Fans nur ans Herz legen. Es handelt sich um einen unterhaltsamen Kriminalroman, bei dem es weder an Spannung noch an Authentizität mangelt. Ein Hauch Romantik lockert die Handlung auf und sorgt für Abwechslung.

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1.168 Bibliotheken, 28 Leser, 2 Gruppen, 192 Rezensionen

zug, thriller, alkohol, london, mord

Girl on the Train

Paula Hawkins , Christoph Göhler
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 15.06.2015
ISBN 9783764505226
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Rachel pendelt jeden Morgen mit dem Zug in die Stadt. Jeden Morgen hält der Zug an der gleichen Stelle auf der Strecke an und Rachel blickt in die Gärten der umliegenden Häuser und beobachtet ihre Bewohner. Oft sieht sie ein junges Paar: Jess und Jason nennt Rachel die beiden. Es scheint, dass die beiden ein perfektes Leben führen – ein Leben, wie Rachel es sich wünscht.

Doch eines Tages beobachtet sie etwas Schockierendes. Kurz darauf liest sie in der Zeitung vom Verschwinden einer Frau – daneben ein Foto von „Jess“. Rachel meldet ihre Beobachtung der Polizei und verstrickt sich damit in die folgenden Ereignisse.

Ein toller Krimi! Der Anfang beginnt meiner Meinung nach zwar etwas zäh, doch wenn man erst einmal richtig im Geschehen drin ist, ist die Geschichte sehr spannend. Vor allem das Ende hat mir sehr gut gefallen.

Das Buch wird aus drei verschiedenen Perspektiven erzählt, wobei Rachels Sicht überwiegt. Es handelt sich bei allen drei Sichtweisen um die von Frauen, was es zwischendurch etwas schwierig für den Leser macht, dazwischen zu differenzieren. Außerdem liegt eine der Erzählweisen in der Vergangenheit, während die anderen beiden in der Gegenwart ablaufen. Dies wird immer mit einer Datumsangabe deutlich gemacht. Während den Kapiteln wird auch noch zwischen morgens, mittags und abends unterschieden. Das macht das Ganze relativ einfach, dem Geschehen zu folgen und man kommt nicht durcheinander.

Die Hauptfigur Rachel konnte ich nicht so richtig einschätzen. Ich zumindest habe immer zwischen Mitleid und Abscheu geschwankt – eine Figur, mit der man sich identifizieren kann, ist sie auf jeden Fall nicht.

Durch die überwiegende Erzählweise in der Gegenwart und die immer mal wieder eingeschobenen Rückblenden werden Stück für Stück die Ereignisse aufgedeckt. So bleibt es für den Leser kontinuierlich spannend und man kann selbst ein wenig miträtseln. Meiner Meinung nach war das Buch an keiner Stelle vorhersehbar, auch wenn ich irgendwann einen Verdacht hatte, wie das Ganze endet.

Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, es handelt sich um einen sehr lesenswerten Kriminalroman.

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(669)

1.113 Bibliotheken, 24 Leser, 2 Gruppen, 195 Rezensionen

liebe, erotik, rockstar, betrug, thoughtless

Thoughtless - Erstmals verführt

S. C. Stephens , Sonja Hagemann
Flexibler Einband: 650 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 20.04.2015
ISBN 9783442482429
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Kiera und Denny führen seit zwei Jahren eine glückliche Beziehung. Als Denny ein Jobangebot in Seattle bekommt, überlegt Kiera nicht lange und zieht mit ihm in die neue Stadt, um dort auf die Uni zu gehen. Bei Dennys Freund Kellan Kyle mieten sie ein Zimmer. Kellan ist Sänger in einer Rockband, ein Herzensbrecher und sieht verboten gut aus. Als Dennys Job ihn länger aus Seattle wegführt, kommt die einsame und traurige Kiera ihrem Mitbewohner näher. Ihre Freundschaft entwickelt sich schon bald zu etwas Verbotenem – und irgendwann muss Kiera eine wichtige Entscheidung treffen.

So viel zum Inhalt – das Genre Young Adult finde ich in letzter Zeit ganz ansprechend, daher habe ich mich mal an den ersten Band der Thoughtless-Trilogie gewagt. Die Grundidee gefällt mir sehr gut: die Protagonistin hat einen Freund, mit dem sie mehr als glücklich ist, doch auf der anderen Seite lernt sie diesen unglaublich attraktiven Kerl kennen, der noch dazu ein guter Kumpel ihres eigenen Freundes ist. Schon ist das Chaos einer Dreiecksbeziehung perfekt. Dass hier jede Menge Gefühlsdurcheinander vorprogammiert ist, ist keine Überraschung. Doch leider muss ich sagen, dass es ab einem bestimmten Punkt nichts wirklich Neues mehr gab. Dadurch wurde die Handlung sehr langatmig und man hätte das Buch meiner Meinung nach ein ganzes Stück kürzen können. Teilweise hatte die Geschichte wirklich extreme Längen. Gegen Ende kam dann endlich nochmal etwas Abwechslung hinein, sodass ich dieses dann auch recht zügig gelesen habe. Also: Grundidee gut – an der Umsetzung hapert’s.

Kommen wir zu den Charakteren. Anfangs fand ich alle recht sympathisch, obwohl man als Leser irgendwie immer eine gewisse Distanz zu ihnen hatte. Irgendwann ging mir die weibliche Hauptperson Kiera aber nur noch tierisch auf die Nerven. Ich kann mich einfach null mit ihr identifizieren, da sie unzählige fragwürdige Entscheidungen trifft und generell sehr unentschlossen ist und damit den Menschen in ihrer Umgebung wehtut. Darüber hinaus ist sie sehr naiv und wirkt damit, als ob sie in der Pubertät steckengeblieben wäre.

Denny und Kellan hingegen mag ich ganz gerne. Auch die Nebenfiguren Jenny und Kieras Schwester Anna haben mir gefallen, da vor allem letztere etwas Frische und Schwung in die Handlung gebracht hat.

Abschließend kann man sagen, dass hier auf jeden Fall noch Luft nach oben ist. Ich werde mir etwas Zeit geben und erst einmal etwas anderes lesen, bevor ich mir den zweiten Teil zulege. An sich ist die Story ja wirklich nicht schlecht – aber es gibt einfach auch viele Kritikpunkte. Ich hab hin und her überlegt, ob ich drei oder vier Sterne vergeben soll, aber dann habe ich beschlossen, dass es anderen 4-Sterne-Büchern gegenüber unfair wäre.

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(1.609)

2.458 Bibliotheken, 73 Leser, 3 Gruppen, 162 Rezensionen

liebe, erotik, hardin, tessa, sex

After love

Anna Todd , Corinna Vierkant-Enßlin , Julia Walther ,
Flexibler Einband: 992 Seiten
Erschienen bei Heyne, 15.06.2015
ISBN 9783453491182
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Tessa hat soeben eine der wichtigsten Entscheidungen ihres Lebens getroffen, doch dann ändert sich alles. Sie und Hardin streiten sich ständig darüber, wie ihre gemeinsame Zukunft aussehen soll und auch die Geheimnisse in ihrer Familie sorgen für Trubel. Außerdem fällt es Hardin immer noch wahnsinnig schwer, Tessa sein Vertrauen zu schenken und rastet immer wieder aus. Der Kreislauf aus Eifersucht, Zorn und Verschmelzung wird immer unaufhaltsamer und zerstörerischer. Tessa liebt Hardin über alles, aber reicht die Liebe allein?

Wow! Ich bin begeistert! Meiner Meinung nach hat dieses Buch die beiden Vorgänger nochmals übertroffen. Es ist mit seinen 944 Seiten das dickste der Reihe, aber wie gewohnt fliegt man geradezu durch das Buch, da Tessas und Hardins Beziehung so fesselnd ist.

Während sich Band 1 und 2 recht ähnlich waren, gibt es in Band 3 sehr viel Neues: neue Personen werden eingeführt, die nicht unwichtig sind; das Setting wechselt teilweise nach Seattle; bereits bekannte Figuren bekommen eine größere Rolle; und vor allem: in diesem Buch gibt es immer mal wieder kleine – und auch größere – Überraschungen, Wendungen und Aufdeckungen, mit denen man als Leser nicht unbedingt rechnet.

Das hat mir unheimlich gut gefallen, sodass ich jetzt sagen kann: Das Buch ist großartig und ich liebe die After-Reihe! Ich bin fast schon ein bisschen traurig, dass nach Band 4 Schluss ist und ich bin schon sehr gespannt, wie die Geschichte sich noch drehen und wenden wird.

Fängt man an, „After love“ zu lesen, wird man direkt in das Geschehen hineingeschmissen, da es nahtlos an das Ende von „After truth“ anknüpft. So ist man direkt wieder mittendrin und der Einstieg fällt recht leicht. Natürlich gibt es auch hier wieder ein großes Hin und Her und viele Streitereien zwischen den beiden Hauptfiguren, aber durch die bereits erwähnten Überraschungen bleibt das Buch meiner Meinung nach durchweg mitreißend und auch emotional.

Außerdem ist interessant, zu beobachten, wie Tessa und Hardin sich weiterentwickeln, da sie sich in ihren Eigenschaften im Vergleich zu Band 1 schon ein wenig verändert haben.

Abschließend kann ich nur noch sagen, dass ich die Reihe wirklich allen ans Herz legen möchte, da es einfach so einen Riesenspaß macht, diese Bücher zu lesen. Große Empfehlung!

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