wsnhelioss Bibliothek

99 Bücher, 77 Rezensionen

Zu wsnhelioss Profil
Filtern nach
99 Ergebnisse
Wähle einen Buchstaben, um nur die Titel anzuzeigen, die mit diesem beginnen.



LOVELYBOOKS-Statistik

(5)

19 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

"ich bin viele":w=2,"dennis e. taylor":w=2,"künstliche intelligenz":w=1,"heyne-verlag":w=1,"ki":w=1,"fremde planeten":w=1,"einfrieren":w=1,"sience fitction":w=1,"auftakt einer reihe":w=1

Ich bin viele

Dennis E. Taylor , Urban Hofstetter
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.07.2018
ISBN 9783453319202
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Inhalt: Bob kann es nicht fassen. Eben hat er noch seine Software-Firma verkauft und einen Vertrag über das Einfrieren seines Körpers nach seinem Tod unterschrieben, da ist es auch schon vorbei mit ihm. Er wird beim Überqueren der Straße überfahren. Hundert Jahre später wacht Bob wieder auf, allerdings nicht als Mensch, sondern als Künstliche Intelligenz, die noch dazu Staatseigentum ist. Prompt bekommt er auch gleich seinen ersten Auftrag: Er soll neue bewohnbare Planeten finden. Versagt er, wird er abgeschaltet. Für Bob beginnt ein grandioses Abenteuer zwischen den Sternen – und ein gnadenloser Wettlauf gegen die Zeit.
Dieses Buch hat alles, was man sich von Sci-Fi wünscht: tolle Charaktere, gelungener Humor, Spannung und eine interessante Zukunftsvision. Wobei mit Humor hier Insider-Witze für Fans von Star Trek und anderen Sci-Fi-Franchises gemeint ist. Während die Zukunftsvision die aktuelle soziopolitische Situation der USA und anderer Länder ins Extreme führt.
Das Tolle und Innovative an diesem Buch ist der Hauptcharakter Bob, der eigentlich eine künstliche Intelligenz in einer Weltraumsonde ist und ganz allein durchs Weltall fliegt. Er hat einen 3D-Drucker im Gepäck, für dessen Verwendung er aber genug Metall finden muss. Dadurch schafft er es, Kopien von sich anzufertigen, wodurch immer neue Bobs entstehen, mit leicht veränderten Charakterzügen, die dann ihrerseits ins Weltall düsen. Somit haben wir im Buch dann auch immer mehr und mehr Perspektiven, was sehr spannend zu lesen ist. Denn jeder Bob entdeckt andere Dinge, verfolgt andere Interessen und gestaltete seine Virtuelle Realität anders.
Es ist schwer zu beschreiben, warum dieses Buch so faszinierend ist. Es ist einfach so interessant mit Bob zu reisen und zu erleben, wie er seine Bestimmung überwindet, neue Technologien erfindet und verschiedene Entdeckungen macht. Speziell als Star Trek – Fan kann man sich mit diesem Buch köstlich unterhalten.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(14)

17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

"tasty":w=3,"rezepte":w=2,"kochbuch":w=2,"partysnacks":w=1,"hauptgang":w=1,"kochen":w=1,"backen":w=1,"fisch":w=1,"gemüse":w=1,"vegetarisch":w=1,"fleisch":w=1,"desserts":w=1,"videos":w=1,"südwest verlag":w=1,"kreativ kochen":w=1

Tasty

Tasty , Gerlinde Wiesner
Flexibler Einband
Erschienen bei Südwest, 30.07.2018
ISBN 9783517097329
Genre: Sachbücher

Rezension:

Tasty ist ein Kochblog, der zu BuzzFeed gehört und somit einer der meistbesuchten Kochblogs der Welt ist. Was ja auch kein Wunder ist, sind die Rezepte dort doch alle simple & tasty, also einfach & lecker. Für dieses Buch nun wurden jene 80 Rezepte genommen, welche auf dem Blog die meisten Likes bekommen haben. Daher sollte es nicht verwundern, dass die Mehrheit der Rezepte hier Süßspeisen sind.
Da es sich hier um einen erfolgreichen Kochblog handelt, ist es beinahe schon selbstverständlich, dass die Fotos fantastisch sind. Das Buch lädt einfach herrlich zum Blättern und Schwelgen ein. In diesem Sinne ist ein Buch viel angenehmer als ein Blog, auf dem man sich umständlich durchklicken muss, sowie mit Ladezeiten und Werbung zu kämpfen hat. Tatsächlich hat eine Bekannte von mir ihre liebsten Tasty-Rezepte ausgedruckt und in einem Ordner gesammelt, weil sie nicht immer online gehen möchte. Deshalb ist es natürlich super, dass es jetzt dieses Buch gibt.
Die Rezepte, allesamt so einfach wie möglich gehalten, sind in 9 Kapitel unterteilt: Party, Landküche, Süßes, Klassiker, Vegetarisch, Die Besten, Aus aller Welt, Trendiges, Bälle & Ringe. Sorry, aber mit dieser Unterteilung kann ich nicht viel anfangen. Bei so manchem Rezept habe ich mich gefragt, warum das hier drinnen ist. Aber klassische Gliederungen sind heute halt nicht mehr modern. Zum Glück gibt es als Entschädigung dafür ein sehr gutes Register am Ende, mit dem man die gewünschten Rezepte sehr schnell findet.
Die hier vorgestellten Speisen sind eine bunte Mischung aller möglichen Kategorien. Was erwartet man auch anderes, wenn ein Blog einfach seine 80 besten Rezepte nimmt. Wir haben also typische Kartoffel- und Burger-Gerichte aus den USA, mexikanische, italienische und viele weitere Speisen, mit Fleisch, ohne Fleisch, süß oder salzig, warm oder kalt, klein oder groß. Ich finde das sehr toll, so eine bunte Mischung an Rezepten zu haben. Angeregt durch tolle Bilder wird man einfach motiviert mal etwas zu kochen, was eher untypisch für einen selbst ist. Zumal die meisten Zutaten hier nicht schwierig zu beschaffen und die einzelnen Kochschritte nicht allzu schwierig sind.
Ich selbst habe sofort das Tropische Ananas-Hühnchen (S. 136) ausprobiert. Sehr lecker! Aber auch ansonsten kann ich aus meiner Erfahrung mit dem Tasty-Blog sagen, dass die Rezepte funktionieren und auch wirklich gut sind.
Fazit: Empfehlenswert.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(2)

4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

science fiction

Das Artefakt

Andreas Brandhorst
Flexibler Einband: 656 Seiten
Erschienen bei Heyne, 14.05.2018
ISBN 9783453318700
Genre: Science-Fiction

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(2)

2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Dantes Göttliche Komödie

Franziska Meier
Flexibler Einband: 128 Seiten
Erschienen bei C.H.Beck, 15.03.2018
ISBN 9783406719295
Genre: Sachbücher

Rezension:

Fast jeder kennt das monumentale Werk Die Göttliche Komödie – ich selbst habe mich einst eine gefühlte Ewigkeit damit herumgeschlagen – aber kaum jemand hat sie wirklich gelesen. Und von denen, die angefangen haben, kommen nur wenige ans Ende, wie die Autorin dieses Büchleins bemerkt: „Fürsorglich wendet sich der Dichter gleich im zweiten Gesang [des Paradieses] an seine Leser. Viele täten gut daran … nicht weiterzulesen. … Mancher Leser der Komödie hat sich das nicht zweimal sagen lassen.“ (S. 97)
Dieses Büchlein hier ist perfekt für all jene, die schon immer mal wissen wollten, was Die Göttliche Komödie ist, sie aber nicht lesen wollen. Oder für Schüler, die in Literaturgeschichte damit gequält werden und eine gute Zusammenfassung vor der Prüfung brauchen. Oder für Studenten, die vor einer intensiven Auseinandersetzung damit gern eine kleine Übersicht hätten. Oder für Leute wie mich, die nach vielen Jahren einfach mal ihr Wissen wieder auffrischen wollten.
Jedenfalls ist dieses Buch sehr angenehm geschrieben, verliert sich nicht in Details und bietet einen guten Überblick über das Werk selbst und das Leben des Autors sowie die Rezeptionsgeschichte. Dazu möchte ich ein kleines Detail aus dem Buch hervorheben: „Im Deutschland des 20. Jahrhunderts stellte man die wahnwitzige These auf, Dante sei kein Florentiner, sondern ein nach Italien verirrter Deutscher gewesen.“ (S. 122)
Fazit: Empfehlenswert

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(29)

66 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 4 Rezensionen

"science fiction":w=5,"liebe":w=2,"space opera":w=2,"dan simmons":w=2,"fantasy":w=1,"spannung":w=1,"usa":w=1,"krieg":w=1,"politik":w=1,"drama":w=1,"religion":w=1,"philosophie":w=1,"lyrik":w=1,"kirche":w=1,"science-fiction":w=1

Endymion

Dan Simmons , Joachim Körber
Flexibler Einband: 1.326 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Taschenbuch Verlag, 01.10.2003
ISBN 9783442242511
Genre: Science-Fiction

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(2)

2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Karl Marx

Wilfried Nippel
Flexibler Einband: 128 Seiten
Erschienen bei C.H.Beck, 15.02.2018
ISBN 9783406714184
Genre: Biografien

Rezension:

In diesem tollen Büchlein – mit 127 Seiten übrigens das bisher dickste der Beck-Wissen-Reihe – wird auf ausführliche Weise gleichzeitig Leben und Lehre des Karl Marx vorgestellt. Es ist ein ideales Werk für all jene, die sich für Marx interessieren, aber außer seinen Werken Kapital und Kommunistisches Manifest nichts über ihn wissen. Was ich von diesem Buch mitnehme, ist, dass Marx ein arrogantes A*** war, durchaus ein brillanter Wissenschaftler, aber als Mensch für mich absolut untragbar.
Zusammen mit seinem Leben erfahren wir hier auch viel über die damaligen Arbeiterbewegungen, ideologische Auseinandersetzungen und Kämpfe um die „einzig wahre“ Theorie. Und so als Gesamtpaket habe ich das Buch sehr interessant gefunden. Es setzt eine der bekanntesten historischen Figuren in ein neues Licht, bietet für die verschiedensten berühmt gewordenen Aussagen einen konkreten Kontext, wodurch alles doch wieder ganz anders wirkt.
Nachdem ich das Buch gelesen hatte, stand ich vor einer Frage, die mich jetzt schon geraume Zeit beschäftigt: Soll man einen Menschen nach seinem Charakter oder seinem Wirken beurteilen? Das kann ich nicht beantworten und sollte wohl jeder nach der Lektüre für sich selbst entscheiden.
Schade habe ich gefunden, dass am Schluss die Nachwirkungen seiner Lehre ausgeklammert wurden, aber vielleicht kommt ja demnächst ein Büchlein zum Kommunismus allgemein aus dieser Reihe auf den Markt.
Fazit: Sehr empfehlenswert.

>>Hier<< geht es zum Originaltext und weiteren Rezensionen.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(12)

15 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

"meer":w=1,"überleben":w=1,"umweltschutz":w=1,"ozean":w=1,"wale":w=1,"haie":w=1,"delfine":w=1,"weltmeere":w=1,"schützenswert":w=1,"robert hofrichter":w=1

Im Bann des Ozeans

Robert Hofrichter
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Gütersloher Verlagshaus, 26.03.2018
ISBN 9783579086781
Genre: Sachbücher

Rezension:

In diesem Buch erfahren wir alles über das Meer, das man wissen muss. Die geologische Geschichte, die biologische Vielfalt und nicht zuletzt die Bedeutung für den Planeten, für das Klima und alles Leben. Der Autor schreibt dabei mit solch einer Leidenschaft, dass man als Leser nicht umhin kommt, eine Liebe fürs Meer zu entwickeln, insofern man die nicht schon lange hatte. Besonders aber gefällt mir das Buch, weil es sehr viele neue Informationen bietet und mit falschen Vorstellungen aufräumt. Ich habe jetzt zwar keine Angst mehr vor Haien, aber aufgrund des Giftkapitels bin ich ab jetzt extrem vorsichtig, wenn ich ins Meer gehe.
Das Buch fasziniert nicht nur, es gibt einem auch zu überlegen. Wenn man etwa in Mikrorganismen am tiefsten Punkt der Erde noch Spuren von Pestiziden findet, dann läuft irgendetwas falsch. Und in diesem Sinne hier nochmal die Botschaft des Buches: „Tun Sie mehr, als sie müssen, so vermeiden Sie später ein schlechtes Gewissen!“
Fazit: Sehr zu empfehlen.


>>Hier<< geht es zum Originaltext und weiteren Rezensionen.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(3)

3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

hybrid, jorianier

Starfire - Imperium

Spencer Ellsworth , Martin Gilbert
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Heyne, 14.05.2018
ISBN 9783453318908
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Inhalt: Raumschiff-Navigatorin Jaqi schlägt sich mehr schlecht als recht durchs Leben. Halb Jorianerin, halb Mensch, gilt sie im Roten Imperium als Bürger zweiter Klasse. An den Grenzen des Sternenreiches akzeptiert sie so gut wie jeden Auftrag, der ihr angeboten wird. Legal, illegal – Hauptsache die Kohle stimmt. Als Jaqi eines Tages in den Besitz wertvoller Informationen kommt, ist nichts mehr wie es vorher war. Denn sowohl die kaiserlichen Truppen als auch der Anführer der Revolutionsbewegung sind hinter diesen Informationen her – und plötzlich liegt das Schicksal des gesamten Sternenreiches in Jaqis Händen.
Star Wars ist ja eigentlich nur Fantasy, das hat sogar George Lucas selbst zugegeben. Hier nun haben wir eine Geschichte, die doch sehr stark an Star Wars erinnert, aber eben viel mehr Sci-Fi enthält, bis sie ebenfalls ins Fantasy abdriftet. Außer extremen Sci-Fi-Puritanern wird sich daran jedoch kaum jemand stören. Kopfschütteln wird hingegen der eher derivative Plot und altbekannte Gegner-Typen wecken. Doch auch das erst am Ende, denn das Buch bietet sehr viele coole und frische Ideen, die einen sehr spannenden und interessanten Hintergrund bieten. Die Anleihen aus Star Wars sind schon sehr eklatant: Imperium & Rebellen; Seelenschwert statt Lichtschwert; Sternenfeuer statt Macht. Da aber dazwischen noch genug Eigenständiges eingebaut wurde, bleibt das Buch interessant.
Gestört hat mich vielmehr der Stil. Geschrieben wurde aus der Perspektive von zwei Charakteren und beide erzählen in der Ich-Form. Außerdem sind sie in ihrer Ausdrucksform und Gedankenwelt fast identisch. Das hat dazu geführt, dass ich bei jedem Kapitelwechsel verwirrt war und sogar noch am Ende des Buches, beim allerletzten Kapitel, bin ich darüber gestolpert.
Fazit: Für Personen, die bereits in Sci-Fi zuhause sind und einen kurzweiligen Actionkracher für ein gemütliches Wochenende möchten.

>>Hier<< geht es zum Originaltext und weiteren Rezensionen.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(1)

1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Philosophie des 19. Jahrhunderts

Günter Zöller
Flexibler Einband: 128 Seiten
Erschienen bei C.H.Beck, 15.03.2018
ISBN 9783406721281
Genre: Sachbücher

Rezension:

In diesem Buch wird anhand von 13 Porträts die Entwicklung der Philosophie des 19. Jahrhunderts präsentiert. Dabei gibt es zu Beginn eines jeden Porträts einige biographische Informationen sowie eine ereignisgeschichtliche Einordnung, bevor näher auf die Lehre des jeweiligen Philosophen eingegangen wird. Dies zusammen mit den regelmäßigen Verweisen auf die anderen Philosophen hier im Buch, erlaubt es einen guten Überblick zu gewinnen. Besonders gefällt mir, dass hier auch einige – für mich zumindest – unbekannte Philosophen vorgestellt werden, wie etwa der sehr interessante Alexis de Tocqueville, sowie Henry David Thoreau oder Ludwig Feuerbach.
Bei den ersten Porträts tat ich mich noch schwer wegen des sehr intensiven philosophischen Wortschatzes, waren jene Philosophen ja auch Akademiker in ihren eigenen Sphären. Sobald wir dann aber zu den Philosophen kommen, die mit ihren Werken ein breiteres Publikum ansprechen wollten, ein interessiertes Bürgertum durch Artikel in Zeitschriften, ändert sich auch der Wortschatz hier in den Porträts und das Büchlein liest sich dann viel angenehmer. Dennoch ist das Buch ohne ein gewisses Vorwissen, ohne ein basales philosophisches Grundverständnis nur schwer verständlich.
Fazit: Empfehlenswert.


>>Hier<< geht es zum Originaltext und weiteren Rezensionen.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(1)

1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Geschichte Indiens

Dietmar Rothermund
Flexibler Einband: 128 Seiten
Erschienen bei C.H.Beck, 15.02.2018
ISBN 9783406718786
Genre: Sachbücher

Rezension:

Man kann dem Autor hier wirklich nichts vorwerfen, denn wie sollte irgendjemand so viele Informationen auf so wenig Platz unterbringen? Wenn man dieses Buch liest, hat man das Gefühl, von einer Lawine an Informationen überschüttet zu werden. Wie eine Splitterbombe gefüllt mit Namen und Daten. Im Eiltempo schreiten wir durch 1.500 Jahre indischer Geschichte. Das Buch hier schließt direkt ans hervorragende Das alte Indien von Michael Witzel aus derselben Reihe an. Die beiden könnten aber nicht unterschiedlicher sein. Während in Das alte Indien auch ausführlich auf Kultur, Religion und Alltag eingegangen wird, habe wir hier nur Ereignisgeschichte, wie in einem bis zum Bersten gefüllten Koffer.
Wer einen Überblick über das bekommen möchte, was in Indien passiert ist, der hat hiermit ein wunderbares Werk. Die Übersicht bei dieser Flut an Informationen zu behalten ist nicht einfach, zumal der Autor nicht nur zeitlich flott voranschreitet, sondern auch noch regional herumspringt und sehr viel bei einer Erwähnung in einem Nebensatz belässt. Aber das soll keine Kritik sein, denn in meinen Augen hat der Autor aus den Verlagsvorgaben das beste herausgeholt. Ich persönlich hätte mir hier eine Aufteilung in zwei Bände gewünscht, damit man einfach mehr auf verschiedene Details und andere Aspekte eingehen kann.
Fazit: Ich kann das Büchlein durchaus empfehlen, wenn das Begehr eben ist, einfach mal für die Ereignisse in Indien einen roten Faden zu erhalten. Denn das macht es super.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(1)

1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Die Vandalen

Konrad Vössing
Flexibler Einband: 128 Seiten
Erschienen bei C.H.Beck, 15.03.2018
ISBN 9783406718816
Genre: Sachbücher

Rezension:

Nachdem ich letztens das tolle Büchlein zu Byzanz gelesen hatte, habe ich angekündigt, weiter meine weißen Geschichtsflecken füllen zu wollen und da trifft es sich super, dass gerade neu ein Buch zu den Vandalen erschienen ist. Ein Volk, dessen Name man oft hört, von dem man aber fast nichts weiß. Eine Schande ist das! Haben wir hier doch ein Volk, das irgendwo in Mitteleuropa startet (406 den Rhein überquert), quer durch Westeuropa nach Nordafrika zieht und dort ein Königreich mit der Hauptstadt Karthago errichtet, das beinahe das westliche Mittelmeer beherrscht. Wenn das nicht der Stoff für ein Epos ist? Ich sag’s ja immer, die Geschichte hat die besten Geschichten.
Das Buch ist wie alle anderen aus der Reihe gleichsam wissenschaftlich und verständlich geschrieben und gehört in meinen Augen vom Stil her zu den besseren Bänden. Man merkt aber, dass es die erste Edition ist, gibt es hier doch noch vereinzelt Fehler bei den Seitenverweisen, die aber nicht weiter stören, sowie einige „Schusterjungen“, die aber genauso wenig die Qualität schmälern.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(66)

128 Bibliotheken, 10 Leser, 1 Gruppe, 32 Rezensionen

"mond":w=7,"andy weir":w=5,"science fiction":w=4,"artemis":w=4,"sci-fi":w=2,"        artemis":w=2,"krimi":w=1,"mord":w=1,"flucht":w=1,"rezension":w=1,"plan":w=1,"jazz":w=1,"sience fiction":w=1,"heyne-verlag":w=1,"kriminell":w=1

Artemis

Andy Weir , Jürgen Langowski
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Heyne, 05.03.2018
ISBN 9783453271678
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Inhalt: Jazz Bashara ist kriminell. Zumindest ein bisschen. Schließlich ist das Leben in Artemis, der ersten und einzigen Stadt auf dem Mond, verdammt teuer. Und verdammt ungemütlich, wenn man kein Millionär ist. Also tut Jazz, was getan werden muss: Sie schmuggelt Zigaretten und andere auf dem Mond verbotene Luxusgüter für ihre reiche Kundschaft. Als sich ihr eines Tages die Chance auf einen ebenso lukrativen wie illegalen Auftrag bietet, greift Jazz zu. Doch die Sache geht schief, und plötzlich steckt Jazz mitten drin in einer tödlichen Verschwörung, in der nichts Geringeres auf dem Spiel steht, als das Schicksal von Artemis selbst.
Ich habe dieses Buch direkt nach Die Granden von Pandaros von James A. Sullivan gelesen und wie dort hatte ich auch hier wieder eine ähnliche Achterbahnfahrt der Gefühle. Das Buch beginnt langsam, erfüllt die Erwartungshaltung zunächst nicht und kommt viel zu spät in Fahrt. Dort wie hier hätte ich das Buch bei Seite 100 weggelegt, keine Frage, aber weil es ein Geschenk war und mir der Vorgänger so gut gefallen hat, habe ich beschlossen, noch weitere 100 Seiten zu probieren. Zum Glück! Als es dann nämlich Fahrt aufnimmt, wird es wirklich toll und in beiden Büchern gibt es am Ende eine coole Sci-Fi Variante von Ocean’s Eleven.
Das zweite Déjà-vu brachte mich zurück zu 2312 von Kim Stanley Robinson, zumindest in der ersten Buchhälfte. Denn Weir schafft es hier wie Robinson dort Wissenschaft spannend, interessant und einfach darzustellen, der Plot ist jedoch in beiden Fällen so langweilig, dass man nur kaum weiterkommt.
Der dritte Vergleich bezieht sich nun endlich auf den Vorgängerroman Der Marsianer des selben Autors. Man kann die beiden Bücher nicht vergleichen, muss es aber. Der Marsianer war von Anfang an spannend, interessant und triefte nur so von Wissenschaft. Das Buch wurde getragen von einem interessanten Charakter, der konstant mit Problemen konfrontiert war, die er auf abwegigste Art und Weise löste. Das, was den Marsianer so toll gemacht hat, beginnt hier erst relativ spät. Wissenschaft gibt es schon von Anfang an, aber es ist zunächst eigentlich nur eine Aneinanderreihung von Erklärungen. Sobald aber die Wissenschaft eingesetzt wird, um ein Problem nach dem anderen zu lösen, wird das Buch sehr spannend und interessant.
Wenn wir das Buch losgelöst von irgendwelchen Vergleichen betrachten, haben wir hier eine interessante Zukunftsvision, wissenschaftlich faszinierend und nachvollziehbar beschrieben. Der Plot selbst braucht eine Weile, aber entwickelt sich dann sehr spannend, am Ende wird er sogar ein richtiger Pageturner, den man kaum noch zur Seite legen will. Auch an den Stil mit den kurzen Sätzen hat man sich bald gewöhnt. Einzig der Hauptcharakter war für mich sehr unsympathisch und die meisten ihrer Beweggründe wenig nachvollziehbar. Das ist auch mit ein Grund, weshalb der Plot für mich zunächst ziemlich langweilig blieb.
Fazit: Wer sich hier einen zweiten Marsianer erhofft, wird enttäuscht werden. Wer aber ein nettes Abenteuer auf dem Mond mit viel Wissenschaft erleben möchte, der sollte hier zugreifen.


>>Hier<< geht es zum Originaltext und weiteren Rezensionen.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(4)

5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

ausgrenzung, cbj verlag, glücksschwein, ich-findung, ich-stärkung, identität, innerer schweinehund, kinderbuch, kinderbuch ab 4 jahre, kinderbücher, kindergeschichte, lissa lehmenkühler, mobbing, nina hammerle, porki

Porki - Ein Schweinchen sucht das Glück

Lissa Lehmenkühler , Nina Hammerle
Fester Einband: 80 Seiten
Erschienen bei cbj, 26.03.2018
ISBN 9783570174937
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Inhalt: „Was bist du bloß für ein Schwein!?“, ruft ihm seine Mutter zu, als das kleine Schwein Porki sich mal wieder danebenbenommen hat. Und weil Porki auf diese Frage keine Antwort weiß, macht er sich auf die Reise, um es endlich herauszufinden. Unterwegs trifft er Schweine aller Art: zum Beispiel Wolltraut, die Wollmilchsau, Pigasso, das Pinselohrschwein, oder Praline, das Trüffelschwein – und sogar eine kleine Meerjungsau! Als Porki dann auch den Schweinehund überwunden hat, merkt er endlich, was seine wahre Bestimmung ist: Er ist ein richtiges Glücksschwein!
In diesem Buch begleiten wir ein Hausschwein auf einer wunderbaren Abenteuer- und Selbstfindungsreise, mit allerlei kreativen Begegnungen. Der Text selbst sprüht vor lustigen Wortspielen und witzigen Reimen. Dazu kommen noch die fantastischen Zeichnungen von Nina Hammerle, die einfach perfekt passen.
Das Buch ist ab vier Jahren empfohlen und das passt sicher. Ob Kinder in dem Alter sämtliche Wortspiele verstehen, wage ich zu bezweifeln, aber die Eltern sollen sich ja schließlich auch amüsieren, wenn sie etwas vorlesen, und das hier definitiv der Fall.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

>>Hier<< geht es zum Originaltext und weiteren Rezensionen.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(3)

4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

abenteuer, raumschiffe, weltall

Die Granden von Pandaros

James A. Sullivan
Flexibler Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.10.2017
ISBN 9783492704182
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Inhalt: Cosima Amberson und John A. Glennscaul sind erbitterte Konkurrenten. Im Kampf um Macht und Geld schrecken die intergalaktischen Konzernbosse vor nichts zurück. Doch nachdem die beiden zwei Jahre lang gemeinsam auf einem defekten Raumfrachter festhingen, müssen sie zusammenarbeiten, um ihre Imperien wieder zu Stärke zu führen und ihre zahlreichen Feinde in die Schranken zu weisen. Der Diebstahl eines KI-Moduls könnte ihre Probleme lösen – aber ihre Verfolger sind so gerissen und skrupellos wie Cosima und John selbst. Eine wilde Jagd durch den Weltraum beginnt.
Gefühl 1: Enttäuschung. Zugegeben, das ist etwas sehr persönliches, denn ich habe das Buch hier direkt nach Brandhorsts Die Tiefe der Zeit gelesen und da kann eigentlich nur eine Enttäuschung folgen.
Gefühl 2: Überraschung. Dann habe ich aber bemerkt, dass dieses Buch im selben Universum wie Chrysaor vom selben Autor spielt. Ein Buch, das mir sehr gut gefallen hat, sogar eines meiner Top-Bücher 2016. Ich hatte damals eigentlich nicht gedacht, dass dieses Universum ein weiteres Abenteuer nötig hat und tatsächlich findet sich weder am Buchumschlag, auf der Verlagshomepage oder sonst wo, dass die beiden Bücher im selben Universum spielen. Sie gehören nicht zusammen, wohlgemerkt, können also absolut unabhängig voneinander gelesen werden. Streng genommen ist das hier ein fernes Prequel zu Chrysaor.
Gefühl 3: Enttäuschung. Dennoch konnte mich das Buch nicht fesseln. Die ganze Ausgangssituation ist ziemlich an den Haaren herbei gezogen, die ewigen Ausführungen bzgl. der Hass-Liebe-Beziehung zwischen den beiden Hauptcharakteren sind langweilig und die pseudotiefgründigen halbpsychologischen Gespräche sind einfach nur lächerlich.
Gefühl 4 & 5: Skepsis & Resignation. Seite 100 ist normalerweise der Moment, an dem ich entscheide, ob ich ein Buch weiterlese oder weglege. Hier wollte ich es weglegen, keine Frage, aber weil es ein Geschenk war, mir Chrysaor so gut gefallen hat und es erst ein Sechstel des Buches war, habe ich beschlossen, noch weitere 100 Seiten zu probieren.
Gefühl 6: Spaß. Zum Glück blieb ich dran, denn kaum kommen die beiden nach Pandaros, nimmt die Geschichte ordentlich Fahrt auf und es kommt zu dem, was mir bereits in Chrysaor so gut gefallen hat, nämlich eine fantastische Verfolgungsjagd in einer futuristischen Umgebung aus der Perspektive der Verfolgten und der Verfolger. Am Ende gibt es sogar noch eine coole Sci-Fi Variante von Ocean’s Eleven.
Dieses Buch gefällt mir zwar nicht so sehr wie Chrysaor, aber immer noch gut und ich finde jetzt auch die Idee toll, mehrere Bücher im selben Universum anzusiedeln, die aber rein gar nichts miteinander zu tun haben, außer eben dem Hintergrund. In diesem Sinne freue ich mich schon auf den nächsten Roman.
Fazit: Empfehlenswert.


>>Hier<< geht es zum Originaltext und weiteren Rezensionen.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(7)

17 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

andreas brandhorst, raumschiffe, science fiction, weltall, zeitreisen

Die Tiefe der Zeit

Andreas Brandhorst
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.03.2018
ISBN 9783492704274
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Inhalt: Seit vielen Tausend Jahren führt die Menschheit Krieg gegen die geheimnisvollen Crul. Und seit ebenso langer Zeit erzählt man sich Geschichten von der Hauptstreitmacht des Feindes, die seit Ewigkeiten durch die endlosen Weiten des interstellaren Raums unterwegs ist, um eines Tages die Kernwelten der menschlichen Zivilisation zu vernichten. Der ehemalige Soldat Jarl, dem man Verrat und Mord zur Last legt, ist auf der Flucht vor den eigenen Verbündeten. Als Gejagter muss er die legendäre Erde finden, jenen mythischen Ursprungsplaneten der Menschen. Denn dort soll die größte aller Waffen lagern, eine Waffe, die den Krieg beenden und Frieden bringen kann. Jarls Suche führt ihn durch die Tiefe der Zeit. Doch er ahnt nicht, dass er nur ein Werkzeug in einem viel größeren Plan ist.
Als Jugendlicher habe ich nie verstanden, warum sich alle jedes Buch von Hohlbein sofort besorgen und lesen. Mir gefallen Geschichten und wenn ein Autor eine neue Geschichte erzählt, entsteht da ein neues Universum und treten neue Charaktere auf. Ich habe also nie automatisch wegen einem Autor zugegriffen, sondern wegen der Serie, des Universums. Doch nun habe ich Andreas Brandhorst kennengelernt, der in jedem Buch ein neues Universum mit neuen Charakteren erschafft. Bisher hat mir jedes einzelne Universum sehr gut gefallen und wenn ich ein neues Buch von ihm schnappe, erwarte ich kein Abenteuer an einem bekannten Ort, sondern bin gespannt, wohin mich der Autor diesmal entführt. So auch in diesem Buch. Es ist einfach fantastisch zu lesen, mich welcher Kreativität und Liebe zum Detail Brandhorst seine Geschichten erzählt.
Der Stil erinnert mich an einen Tipp, den uns ein Professor zum Beginn des Studiums vor vielen Jahren gegeben hat: „Das wichtigste im ersten Semester ist es, so viele Spezialausdrücke wie möglich zu lernen. Denn wenn ihr mit denen später um euch werft, werden die meisten Leute nicht verstehen, dass ihr eigentlich selbst keine richtige Ahnung habt.“ So kommt es mir auch bei Brandhorst vor. Das soll jedoch keine Kritik sein. Im Gegenteil gefällt mir sein Stil mit all den cool klingenden Wörtern sehr gut. Science Fiction vom Feinsten.
Sehr witzig habe ich den Flug durchs Multiversum gefunden, der hier kurz stattfindet. Dabei blickt die Person kurz in andere Dimensionen, wobei jede Dimension ein anderes Werk des selben Autors ist, also etwa Kantaki und Omni. Bei diesem kleinen Osterei für seine Fans musste ich ziemlich schmunzeln.
Das Buch ist bis zum Ende sehr spannend, mit einigen tollen Überraschungen und einem gelungenen Ende. Dazu kommen auch noch die verschiedenen sehr interessant beschriebenen Planeten, die im Laufe des Abenteuers besucht werden.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

>>Hier<< geht es zum Originaltext und weiteren Rezensionen.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(20)

51 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 6 Rezensionen

"krieg":w=1,"science fiction":w=1,"wissenschaft":w=1,"china":w=1,"scifi":w=1,"zivilisation":w=1,"ausserirdische":w=1,"drei sonnen":w=1,"sophonen":w=1,"trisolarier":w=1,"wandschauer":w=1

Der dunkle Wald

Cixin Liu , Karin Betz
Flexibler Einband: 450 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.03.2018
ISBN 9783453317659
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Inhalt: Der erste Kontakt mit einer außerirdischen Spezies hat die Menschheit in eine Krise gestürzt, denn die fremde Zivilisation hat sich Zugang zu jeglicher menschlicher Informationstechnologie verschafft. Der einzige Informationsspeicher, der noch vor den Aliens geschützt ist, ist das menschliche Gehirn, weshalb das Wallfacer- Projekt ins Leben gerufen wird: Vier Wissenschaftler sollen die ultimative Verteidigungsstrategie gegen die Aliens ausarbeiten – doch können sie einander trauen?
Hier empfiehlt es sich wirklich, das zweite Buch direkt anschließend an den ersten Band zu lesen, insofern der einem gefallen hat, da man sich dann nicht erst wieder an den Stil gewöhnen muss, sondern direkt eintauchen kann. Vom Plot und den Charakteren her hat mir dieser zweite Teil sogar noch besser gefallen als er der Erste. Es ist einfach faszinierend, diesem einen Wissenschaftler zu verfolgen, der ganz auf sich alleine gestellt eine Alien-Invasion aufhalten muss. Wie er eingefroren wird und einige Jahrhunderte in der Zukunft unter komplett neuen Voraussetzungen weitermachen muss.
Das Buch geht von einer sehr spannenden Prämisse aus: Die Menschen wissen, dass in 400 Jahren eine Alien-Flotte die Erde angreifen wird. Was also machen, um sich darauf vorzubereiten? Um sich auf etwas Katastrophales vorzubereiten, das erst die eigenen Urenkel betreffen wird?
Interessant habe ich in diesem Zusammenhang gefunden, wie der Autor mit einer eigenen Theorie das Fermi-Paradox löst. Er geht davon aus, dass Leben im gesamten Universum auf zwei Grundregeln basiert: 1) Um jeden Preis überleben; 2) Ressourcen sind nicht unendlich. Bei einem Erstkontakt kann man sich über die wahren Motivationen des Gegenüber nie sicher sein und wegen der extremen Distanzen im Universum ist es unmöglich gut genug zu kommunizieren, um jede Unsicherheit auszuräumen, was Konflikt unausweichlich macht. Daher ist es für jede Zivilisation am idealsten, in einem Erstschlag den anderen auszulöschen, ohne die Koordinaten der eigenen Heimat zu offenbaren. Diese Theorie finde ich schon in sich selbst sehr interessant und dem Autor ist es gelungen, einen ganzen Roman um diese herum zu schreiben.
Mir haben bereits im ersten Teil die kreativen, neuartigen, unkonventionellen Sci-Fi-Ideen gefallen und hier geht es noch fulminanter weiter. Dazu kommt noch die Perspektive eines chinesischen Helden, was man sonst ja auch fast nirgends hat, der einen wirklich faszinierenden Plan ausheckt und einige brutale Schicksalsschläge durchmacht.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

>>Hier<< geht es zum Originaltext und weiteren Rezensionen.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(4)

7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

"china":w=2:wq=1529,"london":w=1:wq=4842,"schicksal":w=1:wq=4287,"biografie":w=1:wq=3306,"kindheit":w=1:wq=2956,"autobiografie":w=1:wq=690,"adult":w=1:wq=325,"lebensweg":w=1:wq=232,"non-fiction":w=1:wq=108,"chancen":w=1:wq=73,"mao zedong":w=1:wq=19,"kommunistisches system":w=1:wq=2,"freie meinungsäußerun":w=1:wq=1,"einkindpolitik":w=1:wq=1

Es war einmal im Fernen Osten

Xiaolu Guo , Anne Rademacher
Fester Einband: 356 Seiten
Erschienen bei Knaus, 11.09.2017
ISBN 9783813507690
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt: Gleich nach der Geburt geben die Eltern, glühende Anhänger Maos, ihre Tochter in die Obhut eines kinderlosen Bauernpaares in den Bergen. Zwei Jahre später bringen diese die halbverhungerte Kleine zu ihren des Lesens und Schreibens unkundigen Großeltern. Ein Jahr später stirbt der Große Vorsitzende, und in China beginnt ein dramatischer gesellschaftlicher Wandel.
Eine junge Dame, die ich nicht kenne und von der ich noch nie etwas gehört habe, hat also eine Autobiographie geschrieben. Zugegeben, in Literatenkreisen ist ihr Name ziemlich bekannt und populär, bis zu mir ist er jedoch noch nie durchgedrungen. Aber ich finde Autobiographien von Personen, die noch nicht das Rentenalter erreicht haben, allgemein sinnlos. Anderseits schreibt sie selbst, dass sie nur mit Bücherschreiben in England begonnen hat, weil sie das Geld gebraucht hat. Vielleicht kann man dieses Buch hier auch darauf zurückführen.
Wie dem auch sei, finde ich das Buch, die ersten zwei Drittel zumindest, wirklich gut und sehr interessant. Ich wusste bisher sehr viel über die Ereignisgeschichte Chinas und die politischen Entwicklungen, aber einen richtig ausführlichen Bericht über das Leben der einfachen Menschen im kommunistischen China habe ich noch nicht in die Hände bekommen. Ich weiß sehr wohl, wie es in der Sowjetunion war, aber China ist doch etwas ganz anderes. Deshalb finde ich dieses Buch wirklich super, weil es einen Blick auf China wirft, den man so eigentlich nie bekommt.
Wie gesagt sind aber nur die ersten zwei Drittel interessant, also Kindheit in einem ärmlichen Fischerdorf und Jugend in einem Arbeiterwohnblock, der Vater ein Staatskünstler, die Mutter ehemalige Intellektuellenjägerin. Sobald die Autorin aber dann erzählt, wie sie in Peking studiert und dann nach England gekommen ist, wird es nur noch langweilig mit viel Geschwafel. Bis dahin ist der Einblick in den chinesischen Alltag faszinierend, teilweise verstörend und erklärt viel von dem, was wir heute in China sehen.
Fazit: Also Autobiographie sinnlos, als Sozialportrait sehr empfehlenswert.

>>Hier<< geht es zum Originaltext und weiteren Rezensionen.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(7)

12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

In der Tiefe

Michael Grumley , Wally Anker
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.02.2018
ISBN 9783453318885
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Inhalt: Die Meeresbiologin Alison Shaw hat mit ihrem Team einen unglaublichen wissenschaftlichen Durchbruch erzielt: Tiere mit menschlicher Intelligenz sind kein Märchen mehr. Sie will weiterforschen, doch dann taucht in Südamerika ein lange verschollen geglaubtes russisches U-Boot auf. Welches Geheimnis hat es vom Meeresgrund geborgen? Die Navy schickt ihre Sonderermittler John Clay und Steve Cesare, um Licht ins Dunkel zu bringen. Schon bald stoßen die beiden auf erste Ungereimtheiten, die sie nur mit Alisons Hilfe lösen können. Eine Jagd quer über den Globus beginnt.
An sich wäre das ein recht spannender Agententhriller in der Tradition von Tom Clancy, wie auch schon der erste Band der Serie. Man muss den ersten Band nicht gelesen haben, sollte man aber, um die Beziehungen der Charaktere zueinander zu kennen und zu verstehen, was die Delphine da machen. Aber auch so gibt der Band zu Beginn genug Informationen, um die Lücken zu füllen.
Ich kann ja akzeptieren, dass eine Technologie, um mit Delphinen zu kommunizieren, als „Science“ durchgeht, das Geheimnis am Meeresgrund des Ersten Bandes war aber eindeutig „Science Fiction“. Jetzt kommen wir in den zweiten Band und neben den Delphinen kommunizieren wir nun auch mit Gorillas, was ich gerade noch als „Science“ akzeptieren kann, während der Meeresgrund weiterhin „Science Fiction“ bleibt. Das ist eben mein Problem, ich habe mir eine „Science“-Lösung erwartet, die mit „Science“-Technologie gefunden wird. Ansonsten hätte man dieses Buch einen „Sci-Fi“- oder „Mystery“-Thriller nennen sollen. Da man eben mit einer gewissen Erwartungshaltung an die ganze Sache herangeht, wirkt das Resultat dann eben umso schlechter, als hätte sich jemand in die Ecke geschrieben und dann schnell was aus den Fingern gezogen. Da ich das aber schon vom ersten Teil wusste, habe ich mich im zweiten Teil bewusst darauf eingelassen, was dazu führte, dass ich diesen zumeist spannenden Agenten-Thriller durchaus genießen konnte.
Fazit: Kann gelesen werden.


>>Hier<< geht es zum Originaltext und weiteren Rezensionen.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(18)

20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

"backen":w=2,"kawaii":w=2,"sarah aßmann":w=2,"kuchen":w=1,"niedlich":w=1,"einhorn":w=1,"dekoration":w=1,"kekse":w=1,"mang":w=1,"kawaii backen":w=1,"kawaii backe":w=1,"bassermann verla":w=1,"sarah aßman":w=1

Kawaii backen

Sarah Aßmann
Fester Einband
Erschienen bei Bassermann, 27.11.2017
ISBN 9783809438571
Genre: Sachbücher

Rezension:

Es geht in diesem Buch nicht so sehr um das Backen selbst, das wird eher nebensächlich besprochen, sondern um die Dekoration. Wenn wir vor den Vitrinen von Konditoreien stehen und all diese tollen Kekse und Torten sehen, wirkt das alles wie ein unnachahmbares Kunstwerk. Dieses Buch hier zeigt, dass es das aber nicht ist. Im Gegenteil sind solche – in beiden Bedeutungen – süße Dekorationen schnell und einfach gemacht, auch das nötige Material ist nichts speziell exotisches, sondern in entsprechenden Geschäften leicht zu kaufen.
Die Rezepte, bzw. Dekorationsanweisungen sind thematisch in sieben Gruppen geordnet, wobei dies nicht irgendwelche allgemeinen Kategorien sind, sondern konkrete Sammlungen für Themenpartys. Wenn ich also einen Kindergeburtstag zum Thema „Einhorn unterm Regenbogen“ machen möchte, finde ich hier zwölf Seiten voll mit Backideen für dieses Event. Dazu kommt am Ende noch ein angenehmes Rezeptverzeichnis, was man aber aufgrund der thematischen Aufteilung kaum benötigt.
Die Fotos weisen eine unterschiedliche Qualität auf. Meistens sind sie sehr gut, einige sind jedoch unscharf geraten. Es sind da auch wie immer bei solchen Werken unterschiedliche Fotografen ans Werk gegangen. Die Motive sind allesamt natürlich ideal für dieses Buch gewählt und verleiten sofort zum selberbacken.
Fazit: Empfehlenswert.

>>Hier<< geht es zum Originaltext und weiteren Rezensionen.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(15)

32 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

damals, entstehungsgeschichten, erde, erschaffung, geschichte, humorr, lebhaft, mensch, welt, weltgeschichte, zeitreise

Vom Anfang bis heute

Loel Zwecker
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Penguin, 11.12.2017
ISBN 9783328100065
Genre: Sachbücher

Rezension:

Dieses Buch hat eine ganz klare Zielgruppe, nämlich Lesemuffel, die plötzlich das Bedürfnis haben, sich eine rudimentäre Geschichtsbasis aufzubauen. Das Buch ist in einem lockeren, leicht witzigen Tonfall geschrieben, wie ein alter Universitätsprofessor, der kurz und belanglos sein Geschichtswissen wiedergibt. Wer sich hier etwas Tiefgründiges erwartet, ist fehl am Platz. Ebenso jene, die aufgrund des Klappentextes eine Anekdotensammlung nach dem Prinzip „unnützes / unbekanntes Wissen“ erwarten. Nein, hier geht es im Eilschritt durch die Geschichte, aber nie überfordernd. Der Schreibstil wirkt teilweise so, als würde sich der Autor zwingen „cool“ und „modern“ zu sein, was leider dazu führt, dass es für mich nicht sehr fesselnd war. Andererseits bin ich auch nicht das Zielpublikum und dafür wird dieser Stil absolut passen.
Fazit: Empfehlenswert.

>>Hier<< geht es zum Originaltext und weiteren Rezensionen.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(2)

4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Rache

Alastair Reynolds , Irene Holicki
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.01.2018
ISBN 9783453318953
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Inhalt: Fura Ness gerät gegen ihren Willen in ein Weltraumabenteuer, an dessen Ende ein schwerer Schicksalsschlag wartet. Daraufhin sinnt sie nach Rache und schreckt vor nichts zurück, dieses Ziel zu erreichen.
Bevor ich über das tolle Buch spreche, möchte ich kurz einige Worte zum schrecklichen Titelbild verlieren. Was hat sich Nele Schütz Design dabei nur gedacht? Haben die das englische Original angeschaut und sich überlegt, dass es sicher keinen speziellen Grund gibt, weshalb das Raumschiff dort so aussieht und nicht anders? Das, was hier abgebildet ist, hat rein gar nichts mit dem Buch zu tun. Das hier ist ein generisches langweiliges Raumschiff, während im Buch coole untypische Schiffe mit gewaltigen Sonnensegeln beschrieben werden. Warum nicht auf dem Titelbild zeigen, was dieses Buch von anderen Space-Operas abhebt? Und dazu kommt noch ein irreführender Klappentext, der den Hauptcharakter gar nicht erwähnt, als hätte da jemand nur die ersten paar Kapitel des Buches gelesen.
Kommen wir also zum Buch selbst. Das erschaffene Universum ist sehr kreativ-innovativ, weshalb es eine spannende Entdeckungsreise darstellt. Die Mode, Kultur und Architektur sind sehr stark an die karibischen Piraten des 17. und 18. Jahrhunderts angelehnt, sogar die Raumschiffe mit ihren Sonnensegeln schauen gleich aus. Also Piraten der Karibik im Weltall. Das Buch erinnert stark an den Disney-Film Der Schatzplanet, der vielleicht sogar als Inspirationsquelle gedient haben mag.
Aber nicht nur das Universum ist toll, sondern auch der gewohnt gute Schreibstil von Reynolds sowie der spannende Plot. Vor allem das Ende gefällt mir, das ist sehr gelungen, eines der besten, das ich in letzter Zeit gelesen habe.
Fazit: Sehr zu empfehlen.


>>Hier<< geht es zum Originaltext und weiteren Rezensionen.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(3)

6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

anschlag, ausserirdische, familie, gefahr, intrigen, kaiserreich, krieg, raumschiff, sci-fi, waffenschmugglerin

Thronräuber

K.B. Wagers , Kristof Kurz
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Heyne, 11.12.2017
ISBN 9783453318793
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Inhalt: Hail Bristol ist seit zwanzig Jahren Waffenschmugglerin und Raumschiffkapitänin. Niemand ahnt, dass sie eigentlich eine Prinzessin des großen Imperiums Indrana ist. Selbst Hail hat es fast vergessen, bis sie eines Tages an den Hof zurückgerufen wird und Blaster gegen Zepter eintauschen muss. Denn Indrana steht kurz vor einem Krieg.
Ich habe bereits an einer anderen Stelle einmal angeführt, dass mir die Ich-Perspektive eigentlich nicht gefällt. Sie muss schon sehr gut geschrieben sein, um mich zu überzeugen, was hier definitiv der Fall ist. Nach ein paar Seiten Eingewöhnungsphase war ich gefesselt und habe das Buch bis zum Ende regelrecht verschlungen. Der Plot ist recht einfach gestrickt, bietet kaum überraschende Wendungen, ist aber gerade wegen dieser Einfachheit so spannend. Man hat die Charaktere rasch ins Herz geschlossen, was ja der große Pluspunkt der Ich-Perspektive ist, und verfolgt gebannt die Geschehnisse. Es geht hier nicht so sehr darum, was als nächstes passiert, denn das Ende ist eigentlich von Anfang an klar, sondern wann etwas passiert, wie es passiert, wer verantwortlich ist und wer nur ein ersetzbarer Handlanger.
Mein großes Problem mit dem Buch ist, dass es eigentlich vom Setting her sehr austauschbar ist. Hier wurde Sci-Fi als Hintergrund gewählt, sehr gut ausgearbeitet und gefällt mir. Aber vom Plot und den Charakteren her hätte das genauso Fantasy oder Historisch werden können. Denn kein einziges Sci-Fi-Element ist entscheidend für irgendwelche Entwicklungen. Es ist wie ein Brettspiel, auf dessen Mechanismus man irgendein Thema draufklebt, weil es komplett egal ist. Gefallen tut mir das Buch trotzdem und mit einem anderen Setting hätte ich es wohl gar nicht in die Hand genommen, also passt das schon irgendwie.
Was mir hingegen sehr gut gefallen hat, ist die Beschreibung des Indranischen Imperiums. Denn dabei handelt es sich um ein strenges Matriarchat mit indischen Wurzeln, also mit dementsprechend starkem kulturellem Einfluss. Dies war für mich einmal was anderes, sehr interessantes. Es gibt Andeutungen auf andere Mächte und Kulturen in den Weiten des Weltalls und ich hoffe, dass diese in den nächsten Bänden ausgearbeitet werden.
Und jetzt noch eine Kritik am Übersetzer: Warum hat er das Wort „Bodyguard“ beibehalten? Wir sind hier an einem kaiserlichen Hof und da könnte man doch Wörter wie „Leibwächter“ oder „Garde“ verwenden, das würde doch viel besser klingen. Dieses Wort hat mich jedenfalls durchgehend gestört.
Fazit: Empfehlenswert.


>>Hier<< geht es zum Originaltext und weiteren Rezensionen.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(128)

236 Bibliotheken, 11 Leser, 1 Gruppe, 33 Rezensionen

"schweden":w=14,"mörder":w=6,"humor":w=5,"kirche":w=5,"roman":w=4,"religion":w=4,"jonas jonasson":w=4,"liebe":w=3,"freundschaft":w=3,"absurd":w=3,"geschäftsmodell":w=3,"pfarrerin":w=3,"abenteuer":w=2,"flucht":w=2,"lustig":w=2

Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind

Jonas Jonasson , Wibke Kuhn
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei carl's books, 07.04.2016
ISBN 9783570585627
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt: Johan Andersson – seit seinen zahllosen Gefängnisaufenthalten nur noch »Mörder-Anders« genannt – ist frisch aus dem Knast entlassen und braucht einen neuen Job sowie neue Freunde. Da kommt ihm die Begegnung mit der geschäftstüchtigen Pfarrerin Johanna Kjellander, die wegen ihrer atheistischen Gesinnung arbeitslos geworden ist, gerade recht. Zusammen mit dem Hotel-Rezeptionisten Per Persson gründen sie eine »Körperverletzungsagentur« mit Mörder-Anders in der Rolle des Auftragsschlägers. Die Nachfrage läuft blendend. Bis Mörder-Anders nach dem höheren Sinn des Ganzen fragt, sich plötzlich für Gott interessiert und friedfertig werden will. Doch Stockholms Gangsterbosse haben mit ihm noch eine Rechnung offen und nehmen Mörder-Anders und seine Freunde gründlich in die Zange.
Mit Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand und Die Analphabetin, die rechnen konnte, hat Jonasson zwei großartige Werke geliefert. Dieses Buch hier steht diesen qualitativ in nichts nach, hat aber ein großes Manko, weshalb ich etwas enttäuscht zurück blieb. In Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand werden eigentlich zwei Geschichten erzählt, eine in der Gegenwart und eine in der Vergangenheit, wo der Hauptcharakter auf witzige Art bei den bedeutendsten Momenten des Kalten Krieges dabei war. In Die Analphabetin, die rechnen konnte ist das gesamte Buch wie der Vergangenheitsteil im ersten Buch. Mörder Anders ist nun aber komplett wie der Gegenwartsteil im ersten Buch. Mir hat der Vergangenheitsteil beim Hundertjährigen sehr gut gefallen und dementsprechend auch die Analphabetin, der Gegenwartsteil hat mir hingegen nicht gefallen und daher genauso wenig dieses Buch.
Wie immer ist das natürlich eine reine persönliche Geschmackssache. Ich finde, dieses Buch steht in seinem Schreibstil und Humor dem Gegenwartsteil vom Hundertjährigen in nichts nach, wem der also gefallen hat, wird auch hier seine Freude haben. Ich selbst habe erst sehr spät einige Momente witzig gefunden und gelacht. Das Buch hat sich eigentlich recht lang hingezogen, was halt darin liegt, dass dieser Humor mir nicht wirklich zugesagt hat.
Der Plot selbst ist definitiv kreativ und auch spannend genug, dass ich bis zum Schluss gelesen habe, weil ich wissen wollte, wie es ausgeht. Das Ende passt gut zum Buch und wer sich bis dahin gut unterhalten hat, wird damit auch zufrieden sein.
Ich persönlich hätte mir wieder etwas Historisches erwartet, aber vielleicht geht der Autor ja im nächsten Buch wieder in diese Richtung.
Fazit: Unter Vorbehalte empfehlenswert.
>>Hier<< geht es zum Originaltext und weiteren Rezensionen.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(29)

60 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

andreas brandhorst, computer, computernetz, computernetze, computernetzen, computervirus, cyber, darknet, hacker, ki, künstliche intelligenz, maschinenintelligenz, thriller, virus, wissenschaft

Das Erwachen

Andreas Brandhorst
Flexibler Einband: 736 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.10.2017
ISBN 9783492060806
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt: Der ehemalige Hacker Axel setzt versehentlich ein Computervirus frei, das unzählige der leistungsfähigsten Rechner auf der ganzen Welt vernetzt. Als sich daraufhin auf allen Kontinenten Störfälle häufen und die Infrastruktur zum Erliegen kommt, die Regierungen sich gegenseitig die Schuld geben und die geopolitische Lage immer gefährlicher wird, stößt Axel gemeinsam mit der undurchsichtigen Giselle auf ein Geheimnis, das unsere Welt für immer verändern wird: In den Computernetzen ist etwas erwacht, und es scheint nicht mehr aufzuhalten zu sein.
Während des Lesens gab es einige Stellen, die ich mir zum Kritisieren markiert hatte, doch jetzt, wo ich fertig bin, will ich das gar nicht mehr. Ich habe dieses Buch regelrecht verschlungen und sogar am Ende, als es einen Durchhänger hatte, war es dennoch spannend genug, dass ich nicht pausierte oder Seiten übersprang. Ja, die letzten Kapitel, in denen die Reise von Hamburg nach Rom beschrieben wird, sind unnötig lang geraten, wohingegen das Ende dann viel zu abrupt und schnell wirkt. Aber das Ende hat es wirklich in sich, war ein positive Überraschung. Aufgrund meines Deus Ex– Hintergrundes hatte ich eine bestimmte Erwartungshaltung und es gab auch einige Momente, die diese zu untermauern schienen. Andere Stellen hingegen ließen mich andere Theorien aufbauen, doch dass es dann so endet, hätte ich nicht gedacht. Als Konsequenz davon könnte man dieses Buch als Prequel zu einem anderen Brandhorst-Roman sehen, nämlich Das Schiff, muss man aber nicht und wird vom Autor auch nirgends erwähnt.
Die Charaktere sind allesamt, außer dem Hauptcharakter Axel, durchaus interessant geschrieben, sind jedoch nicht mehr als Fenster in die Welt. Durch sie sehen wir, was passiert, erfahren wir von der Maschinenintelligenz und wie sich unsere Zivilisation verändert. Und genau das ist das fantastische an diesem Buch. Der Autor hat nämlich genau recherchiert, was er auch im Nachwort erklärt und mit Quellen belegt, wie – und vor allem wie schnell – unsere Zivilisation zusammenbrechen würde, wenn es keine Elektrizität und keine Kommunikationswege mehr auf der gesamten Welt gäbe, wie eine Maschinenintelligenz entstehen könnte und was wohl die möglichen Konsequenzen wären.
Der Plot des Buches birgt eine angenehme Grundspannung bis zum Ende, ist aber nur eine Leinwand, auf welcher der Autor seien Rechercheergebnisse präsentiert, seine Gedanken und Visionen. Wem das Ausgestalten von Szenarien, in diesem Fall realistischen, gefällt, der sollte hier unbedingt zugreifen. Das Buch spielt zehn oder zwanzig Jahre in der Zukunft und behandelt Dinge, vor denen wir heute gewarnt werden: Künstliche Intelligenzen, Klimawandel, zu Kriege ausgeartete Grenzkonflikte. Was die geopolitische Zukunftsvision betrifft, kann ich nicht wirklich übereinstimmen, ich habe da andere Vorstellungen und vermutlich sind beide falsch. Aber die technologische und klimatische Zukunftsvision finde ich sehr interessant und spannend.
Fazit: Sehr zu empfehlen.


>>Hier<< geht es zum Originaltext und weiteren Rezensionen.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(132)

183 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 82 Rezensionen

"weihnachten":w=13,"dinosaurier":w=9,"tom fletcher":w=6,"kinderbuch":w=5,"weihnachtosaurus":w=5,"weihnachtsmann":w=4,"der weihnachtosaurus":w=4,"geschenke":w=3,"humor":w=2,"zauber":w=2,"jäger":w=2,"rollstuhl":w=2,"nordpol":w=2,"christmas":w=2,"heiligabend":w=2

Der Weihnachtosaurus

Tom Fletcher , Franziska Gehm , Shane Devries
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei cbj, 02.10.2017
ISBN 9783570164990
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Inhalt: Die Weihnachtswichtel am Nordpol sind ganz aus dem Häuschen, als sie tief im Eis ein geheimnisvolles Ei entdecken. Der Weihnachtsmann höchstpersönlich brütet das Ei unter seinem dicken Po aus. Zur Verblüffung aller schlüpft ein freundlicher kleiner Dinosaurier: der Weihnachtosaurus. Zufällig schickt zur gleichen Zeit, tausende Kilometer entfernt, ein kleiner Junge namens William seinen Wunschzettel an den Weihnachtsmann ab: Er wünscht sich einen echten Dinosaurier. Als William und der Weihnachtosaurus einander in der Weihnachtsnacht begegnen, erleben die beiden nicht nur ein fantastisches, zum Brüllen komisches Abenteuer, sondern auch, was es heißt, den Wünschen seines Herzens zu folgen.
Das Buch eignet sich laut eigener Angabe für Kinder ab 8 Jahren, aber es eignet sich auch zum Vorlesen für jüngere Kinder. Denn welches Kind träumt nicht davon, einen eigenen Dinosaurier zu haben? Die Idee ist witzig und das darauf folgende Abenteuer kreativ-lustig mit viel Spannung, wie es sich eben für ein Kinderbuch gehört. Dazu passt auch der angenehm flüssige Schreibstil in kindgerechter Schreibgröße und mit über 100 tollen Illustrationen.
Man könnte natürlich darüber diskutieren, inwiefern es angebracht ist, bei uns hier ein Buch über den Weihnachtsmann und nicht über das Christkind zu lesen, aber wer sich darüber Gedanken macht, der dürfte auch um diese Jahreszeit keinen Fernseher einschalten. Was schade ist, denn in diesem Buch geht um Freundschaft, die Überwindung einer traurigen Vergangenheit und die Kraft der Familie, was eigentlich Themen für das ganze Jahr wären.
Fazit: Sehr zu empfehlen.


>>Hier<< geht es zum Originaltext und weiteren Rezensionen.

  (0)
Tags:  
 
99 Ergebnisse

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach!

Hol dir mehr von LovelyBooks

Mit der Verwendung von LovelyBooks erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir und unsere Partner Cookies zu Zwecken wie der Personalisierung von Inhalten und für Werbung einsetzen.