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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

rezepte, eis, milchshakes, sommer, topping

Eiszeit

Shelly Kaldunski
Fester Einband: 112 Seiten
Erschienen bei Südwest, 20.03.2017
ISBN 9783517095318
Genre: Sachbücher

Rezension:

In diesem Buch sind über 50 Rezepte für Eiscreme, Frozen Yogurts, Sorbets und Toppings gesammelt. Die Einleitung selbst ist schon sehr interessant, mit einer ausführlichen Beschreibung, wie denn Eiscreme überhaupt gemacht wird. Anschließend gibt es dann für jedes Rezept eine Doppelseite, wobei die eine Hälfte von einem großformatigen Foto eingenommen wird, die andere ist das eigentliche Rezept. Die Fotos alleine sind schon ein regelrechter Augenschmaus, mit den Süßspeisen immer in schönem rustikalen Geschirr. Die Rezepte sind allesamt einfach und übersichtlich gestaltet, leicht nachzumachen. Am Ende gibt es auch noch ein angenehmes Register, um die einzelnen Rezepte rasch zu finden.
Persönlich möchte ich Vanille-Beeren-Frozen-Yogurt empfehlen, das habe ich als erstes ausprobiert und war sehr köstlich, aber auch die anderen Speisen, die ich bisher probiert habe, waren allesamt sehr schmackhaft.
Fazit: Ein solides Kochbuch mit interessanten Rezepten.

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

athen, krim, historisch, griechenland

Das Erbe des Sokrates

Mark Löwenberg
E-Buch Text: 216 Seiten
Erschienen bei null, 30.09.2017
ISBN B07636J9R2
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt: Im Jahre 397 v.Chr. lag Athen in Trümmern. Sparta, das den Peloponnesischen Krieg gewonnen hatte, diktierte das Geschehen. Die 30 Tyrannen waren zwar vertrieben worden, aber die Narben, die sie hinterlassen hatten, saßen tief. Und die Hinrichtung von Sokrates hat die Schwäche der Demokratie offenbart. Vor diesem Hintergrund muss Thespis einen Mörder finden, um seinen unschuldig angeklagten Freund die Todesstrafe zu ersparen. Dabei stößt er mitten in eine politische Intrige und plötzlich ist das Leben seiner eigenen Familie nicht mehr sicher.
Das hier ist ein weiteres eBook für Kindle von Löwenberg, diesmal ein toller historischer Krimi. Gefallen hat mir hier vor allem die Beschreibung des antiken Athens, man hat teilweise wirklich das Gefühl dort entlang zu spazieren. Man erhält einen guten Eindruck des damaligen Lebens und die Begegnungen mit Persönlichkeiten sind auch sehr interessant. Aber es nicht nur ein Panoramabild Athens, sondern auch eine Nacherzählung der bedeutenden Ereignisse jenes Jahres (und im Epilog dann noch deren Auswirkungen).
In dieses historische Bild hat der Autor einen Krimi eingepflanzt, der bis zum Ende spannend bleibt. Ob es so etwas wie einen „Archon gegen das Verbrechen“ wirklich gegeben hat, sei jetzt mal dahingestellt, aber die Charaktere des Thespis und seines unfreiwilligen Schülers Olinth sind sehr gut ausgearbeitet.
Fazit: Für Krimi-Fans und Geschichtsinteressierte gleichermaßen zu empfehlen.

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Tags: athen, griechenland, historisch, krim   (4)
 

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fabeln, märchen, burma, reisen, jan-philipp sendker

Das Geheimnis des alten Mönches

Jan-Philipp Sendker
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Blessing, 11.09.2017
ISBN 9783896675811
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ich liebe Märchen, Fabeln, Sagen und Mythen und habe auch schon ein größere derartige Sammlung zuhause. Da Burma für mich in diesem Bereich noch ein unbeschriebenes Blatt ist, war ich sehr froh, dieses Buch gefunden zu haben. Der Verfasser hat jahrelang Burma als Journalist bereist, wobei er immer wieder – für europäische Verhältnisse – seltsame und fremdartige Geschichten gehört hat. Schließlich hat er beschlossen sie zu sammeln, weshalb wir nun dieses wunderbare Büchlein vor uns haben.
Ich würde empfehlen, das Einführungskapitel „Mein Burma“ zu überspringen. Er erzählt zwar die Geschichte, weshalb der Autor Burma so gut kennt, aber seine anekdotenhaften Erzählungen von verschiedenen „lustigen“ Begegnungen lassen leider Fingerspitzengfühl vermissen. Vor allem hätte das Buch auch sehr gut ohne dies auskommen können, geht es doch zentral um die gesammelten Geschichten.
Der Grund, warum mir Märchen und Fabeln so gut gefallen, ist der, dass man durch sie Weltanschauungen, Moralvorstellungen, Geschichte und Kultur eines anderen Volkes sehr gut kennenlernt. Auch sind sie meistens lustig, spannend oder regen zum Nachdenken an. Aus all diesen Gründen gefällt mir auch diese Sammlung hier. Dschungeltiere bevölkern die Fabeln, Natur-Spiritualität und buddhistisches Denken bildet die Basis der Geschichten. Neben diesen Elementen ist hier auch der Schreibstil sehr gelungen, die einzelnen Märchen lesen sich angenehm flüssig. Außerdem sind die verschiedenen Geschichten immer sehr kurz, bilden also eine angenehme Lektüre vor dem Schlafengehen.
Ich würde den unentschlossenen Lesern folgendes vorschlagen: Geht in die Bücherei, schlagt das Buch auf und lest die erste kurze Geschichte „Der kleine Po und der Tiger“. Dann wisst ihr, was euch ungefähr erwartet und ich bin mir sicher, dass die meisten sofort zuschlagen werden, um auch die restlichen Geschichten zu lesen. Viele sind einfach so anders von dem, was wir so kennen, wie etwa „Die Macht des Karma“ oder „Die weiße Krähe und die Liebe“, was den ganz speziellen Reiz dieses Büchleins ausmacht.
Ich jedenfalls habe mich bei der Lektüre köstlich unterhalten.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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griechen, altertum

Die alten Griechen

Edith Hall , Norbert Juraschitz
Fester Einband
Erschienen bei Siedler, 13.03.2017
ISBN 9783827500922
Genre: Sachbücher

Rezension:

Ich war mir zunächst nicht sicher, ob ich noch ein Buch über die Alten Griechen lesen sollte, hatte ich doch davon bereits sehr viel im Laufe meines Studiums. Als ich dann aber gesehen habe, dass es sich hier nicht nur um eine reine Ereignis- und Kulturgeschichte handelt, sondern Psychologie und Charaktereigenschaften im Vordergrund stehen, war mein Interesse geweckt. Ein neuer Blickwinkel auf „meine“ Alten Griechen kann nie schaden.
Zunächst möchte ich hier sehr empfehlen auch das Vorwort zu lesen. Normalerweise überspringt man dies und auch ich halte mich meistens nicht wirklich damit auf, aber in diesem Fall ist es absolut lesenswert. Ich gehe sogar soweit zu behaupten, dass man ruhig in der Buchhandlung vor dem Regal stehen bleiben kann und sich diese sechs Seiten einfach so beim Vorbeigehen gönnen könnte.
Das Buch stellt sich die Frage, was dazu geführt hat, dass ausgerechnet die Griechen so eine großartige Zivilisation aufgebaut haben. Die geographische Lage und kulturelle Kontakte werden keinesfalls verleugnet, zentral sind nach der Autorin jedoch zehn typische Charaktereigenschaften der Griechen: sie waren Seefahrer, misstrauisch gegenüber jeder Autorität, individualistisch, wissbegierig, offen für neue Ideen, humorvoll, begeistert von Wettkämpfen, sie bewunderten herausragende Fähigkeiten bei talentierten Menschen, redegewandt und vergnügungssüchtig.
Im Kern ist auch dieses Buch eine Kombination aus Ereignis-, Kultur-, Religions- und Philosophiegeschichte, jedoch wird das alles mit dem Fokus auf den Charakter und die Psychologie der Griechen präsentiert, wobei sehr intensiv antike Texte zitiert werden. Es ist zwar angenehm flüssig geschrieben, liest sich also schnell, ist aber aufgrund der zahlreichen Informationen, die teilweise nicht linear angeführt werden, keine leichte Kost. Ich würde dieses Buch also nicht Anfängern empfehlen, welche die Alten Griechen kennenlernen möchten. Wer jedoch bereits ein allgemeines Basiswissen besitzt und sein Wissen auffrischen oder vertiefen möchte, oder einfach nur einen neuen Blickwinkel kennenlernen möchte, der sollte hier zugreifen.
Aus einem persönlichen Interesse heraus habe ich die ersten fünf Kapitel regelrecht verschlungen, also von den Anfängen bis zum Peloponnesischen Krieg. Die restlichen Kapitel habe ich dann teilweise überflogen, weil diese Zeitabschnitte nie wirklich mein Steckenpferd waren, also Hellenismus, Rom und Christentum. Ich kann aber dennoch sagen, dass die Qualität nicht nachlässt, der flüssige Stil und der Fokus auf die Psychologie bis zum Ende aufrecht bleiben.
Fazit: Für Philhellenen sehr zu empfehlen.

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kinderbuch, dinosaurie, ute krause, kinderbuc, minus drei

Minus Drei und die wilde Lucy - Das große Dunkel

Ute Krause
E-Buch Text: 72 Seiten
Erschienen bei cbj, 24.07.2017
ISBN 9783641211431
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Inhalt: Minus Drei ist eigentlich sehr mutig. Ein paar Dinge gibt es allerdings, vor denen er Angst hat. Vor allem aber hat er Angst vor der Dunkelheit. Und es wird sehr dunkel nachts in Farnheim und noch dunkler in der Höhle der Familie Drei. Wie gut, dass er Lucy hat. Die fürchtet sich nicht und ist auch immer da, wenn er ins Bett geht. Doch eines Tages, als er auf den Laden von Mama und Papa Drei aufpassen soll, verfliegt die Zeit so schnell, dass er sie glatt vergisst! Längst ist es Zeit nach Hause zu gehen, doch wo ist Lucy? Die Schatten an den Wänden werden immer länger …
Die Autorin ist hier wie immer bei ihren Büchern ebenfalls als Illustratorin aufgetreten, was natürlich sehr positiv ist, da ihr Stil einfach süß ist.
Die Geschichte selbst hat die gewohnt hohe Qualität, man wird als Kenner der Reihe also nicht enttäuscht werden. Aber man muss die Reihe nicht kennen, ist es doch ein alleinstehendes Werk.
Der Dinosaurier Minus Drei hat absoluten Realitätsbezug, denn seine Probleme und Ängste werden für jedes Kind nachvollziehbar sein. Hier im speziellen Fall geht es um seine Angst vor der Dunkelheit und das Buch leistet wunderbare Arbeit zu zeigen, dass man seine Ängste überwinden kann. Durch das gezeigte Verantwortungsbewusstsein und den großen Mut kann Minus Drei sicher ein Vorbild für viele junge Leser werden.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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Wie viel wiegt ein Berg?

Jacopo Pasotti , Johannes Vacano
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 19.06.2017
ISBN 9783734103681
Genre: Sachbücher

Rezension:

Wenn man sich den Klappentext von diesem Büchlein durchliest, erwartet man sich viele lustig-interessante Informationen, unnützes Wissen sozusagen. Dem ist aber nicht so. Die drei Fragen im Klappentext sind die einzigen derartigen im Buch und werden erst am Ende behandelt. Nein, das hier ist ein pures Sachbuch über Berge: Geologie, Geographie, Biologie, etc., einfach alles, was mit Bergen zu tun hat. Berge über Wasser, Berge unter Wasser, Berge auf anderen Himmelskörpern. Tektonik, Vulkanismus, Wetter. Aber das macht der Autor sehr gut. Pasotti schafft es mit einem angenehmen, teilweise heiteren Stil all diese Bereiche zu verbinden und abzuhandeln. Wer also ein seriöses Interesse an Bergen allgemein hat, an ihrer Beschaffenheit und Geschichte, der wird mit diesem Buch hier viel Freude haben. Wer das Buch aber zur Hand nimmt, um bei seinen Bergsteigerfreunden mit Fun Facts zu punkten, der wird wohl enttäuscht werden.
Zwei kleine Kritikpunkte müssen noch angebracht werden. Auf Seite 38 werden in der Bildunterschrift „rote Punkte“ erwähnt, obwohl das Buch Schwarz-Weiß ist. Heißt das etwa, das Original auf Italienisch ist in Vollfarbe? Warum dann nicht das Gleiche auch auf Deutsch? Und Zweitens: Auf Seite 80 wird der Begriff „die Drei Zinnen von Lavaredo“ verwendet. Auch wenn das schon richtig ist (auf Italienisch), kann es in einem deutschsprachigen Buch durchaus unangenehme Diskussionen zur Folge haben. Das sei nur so am Rande angemerkt.
Fazit: Für Bergfans zu empfehlen.

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gefangener, aliens, widerling, kolonie, mord

Planetenjäger

George R.R. Martin , Gardner Dozois , Daniel Abraham , Andreas Helweg
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 26.06.2017
ISBN 9783764531720
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Inhalt: Ramon Espejo muss auf einem kaum erschlossenen Kolonieplaneten vor der Justiz in die Wildnis flüchten, weil er im Streit um eine Frau seinen Gegner getötet hat. Dort wird er von einem bislang unbekannten Alien-Volk gefangen genommen. Da entkommt ein anderer menschlicher Gefangener der Kontrolle der Aliens. Diese zwingen Ramon, den Flüchtigen für sie zu verfolgen.
Ich bin ein 100-Seiten-Leser, ich gebe also jedem Buch 100 Seiten, bevor ich entscheide, ob ich es weiterlese oder nicht. Manchmal gibt es Bücher, wie etwa damals Harry Potter, die ich somit eigentlich nicht gelesen hätte, wenn man mir nicht versichert hätte, dass es später besser wird. Sehr oft aber gibt es Bücher, wie jetzt hier Planetenjäger, die einfach mies beginnen, jedoch im letzten Moment vor Seite 100 noch so spannend werden, dass ich doch noch hängenbleibe. Und zum Glück bin ich das, denn dieses Buch hier ist wirklich sehr gut geworden. Die Atmosphäre, die Spannung, die Wendungen, das alles garantiert einfach eine tolle Lektüre.
Grundsätzlich haben wir hier einen Survival- und Selbstfindungs-Trip, was beides sehr gut ausgearbeitet ist. Dazu kommt noch die tolle Interaktion mit dem Alien. Ramon wird nämlich mitgenommen, um seine Menschlichkeit zu studieren, damit man den Flüchtling effektiver verfolgen und wieder einfangen kann. Diese Diskussionen, was denn nun menschlich sei, was unnötig aber doch wichtig ist, warum der Körper gewisse Dinge macht, lesen sich einfach wunderbar und bringen einen selbst zum Nachdenken über seine eigene Menschlichkeit. Gleichzeitig wird die Spannung durch einige sehr überraschende Wendungen aufrecht erhalten.
Ab dem Zeitpunkt, ab dem Ramon bei den Aliens aufwacht, habe ich das Buch regelrecht verschlungen, weil es sich einfach sehr flüssig liest. Außerdem sind die Sci-Fi-Elemente nicht überbordend, wodurch Genre-Neulinge hier keine Probleme haben werden.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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18 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 15 Rezensionen

backbuch, französich backen, backen, frankreich

Französisch backen

Aurélie Bastian
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Südwest, 20.03.2017
ISBN 9783517095332
Genre: Sachbücher

Rezension:

Hier sind ungefähr 70 Rezepte gesammelt, die allesamt dem Traum einer französischen Naschkatze zu entspringen scheinen, aber nicht nur Süßwaren, sondern auch Brotvariationen werden präsentiert. Sie werden grob in die Kategorien „Frühstück“, „Gebäck“, „Kaffeezeit“ und „Besondere Anlässe“ unterteilt, ein alphabetisches Register gibt es am Ende, das jedoch nur die französischen Namen enthält, nicht die deutschen Übersetzungen, was das Suchen erschwert. Die Fotos sind allesamt wunderbar gemacht, man möchte direkt danach greifen und sofort hineinbeißen. Standardmäßig besteht jedes Rezept aus einer Doppelseite, wobei eine Seite für das Rezept ist und die andere für das großformatige Foto. Nur wenn für das Rezept mehr Platz benötigt wird, ist das Foto nicht direkt daneben.
Die Rezepte sind wirklich toll. Es gibt viele Backwaren, die ich so noch nie gesehen habe, aber auch bekannte Produkte, mit jedoch einem individuellen Touch der Autorin. Wer also seine Gäste mit unerwarteten Kreationen aus dem eigenen Backofen überraschen will, ist hier genau richtig. Und wer möchte nicht einmal selber Croissants oder ein Baguette backen? Frischer geht es kaum. Außerdem schreibt sie vor jedes Rezept noch einige persönliche Worte und gibt danach immer noch besondere Tipps zur Dekoration und Variation.
Meine persönliche Empfehlung ist Tropézienne (S. 148), aber ich bin mir sicher, dass für jeden, der sich die Zeit zum Backen nimmt, etwas dabei ist.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

 

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

game of thrones, mond, wirtschaft, kolonie, dynastien

Luna - Wolfsmond

Ian McDonald , Friedrich Mader
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.05.2017
ISBN 9783453317963
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Inhalt: Achtzehn Monate sind seit dem Tod Adriana Cortas vergangen. Die Corta Helio Corporation ist zerschlagen und die mächtigste Familie des Mondes ruiniert. Die vier verbliebenen Drachen, wie die einflussreichen Clans auf dem Mond genannt werden, wittern ihre Chance und liefern sich einen erbitterten Kampf um die Vormachtstellung in der High Society des Mondes, ein Machtspiel voller Verführung, Lügen und Intrigen, das an den Rand eines Krieges führen wird. (Es folgt ja noch Teil 3)
Bleiben wir gleich beim Game of Thrones – Vergleich: Hier gibt es genau so viele Charaktere und genau so viele sterben auch. Ebenso was die Sex-Szenen betrifft. Das schöne bei Luna sind wie auch bei GoT die Charaktere, die so real wirken und nur selten irgendeinem Stereotyp zuzuordnen sind. Auch die Sci-Fi-Elemente kommen nicht zu kurz, sind aber nicht zu intensiv, so dass auch Freunde anderer Genres hier kein Problem haben werden. Tatsächlich erinnert das Ganze mit seinen Clans eher an eine mittelalterliche Welt.
Das was ich gerade gelobt habe, ist aber auch das Negative. Es gibt zu viele Charaktere, zu viel passiert zu schnell hintereinander und zumindest ich habe sehr oft den Faden verloren. Sonst ist das hier halt einfach ein typischer Mittelteil, man lernt die Welt besser kennen, die Charaktere, was eh nicht schlecht ist, aber vom Plot her ist es einfach wie so oft eine Brücke, ohne Anfang und ohne Schluss. Ja, es gibt viele überraschende Wendungen, die jedoch einfach in weitere Wendungen überleiten und nie ein Ende herbeiführen, eben ein Mittelteil.
Fazit: Wer den ersten Teil gelesen hat, wird auch hier seine Freude haben, wenn auch nicht so sehr.

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Wie Kater Konrad seinen Freund wiederfand und den Rattenkönig besiegte

Sabine Ludwig , Astrid Henn , Oliver Rohrbeck
Audio CD
Erschienen bei cbj audio, 13.06.2017
ISBN 9783837138399
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Inhalt: Marie Antoinette, diese Nervensäge von einer Maus, ist in Gefahr! Ganz klar, dass Kater Konrad sich schleunigst auf die Reise macht, um seiner kleinen Freundin beizustehen. Doch dann stellt sich heraus, dass nicht die Maus, sondern Konrads Hundefreund Hubsi gerettet werden muss. Denn im Hundeland hat Ratfried, der fiese Rattenchef, jetzt das Sagen. Wer widerspricht, wird eingesperrt, Feste feiern ist verboten, die Schule ist geschlossen. Letzteres finden Hubsis Freunde Hasso und Hermann zwar erstmal gut, doch für Hubsi steht fest: Ratfried muss weg! Ein Glück, dass Konrad der mutigste Kater der Welt ist und Marie Antoinette ihm tatkräftig zur Seite steht!
Wie in einer Fabel verwendet die Autorin sprechende Tier, um eine spannende und lehrreiche Geschichte zu erzählen. Mit viel Humor werden die Abenteuer des Katers und seiner Freunde erzählt, wobei die Themen Freundschaft, Recht auf Freiheit und Mut behandelt werden, aber auch die Frage, warum denn Schule wichtig sei und wer etwas absichtlich kaputt macht, muss es auch wieder in Ordnung bringen.
Das Schönste am Buch aber ist die Fähigkeit der Autorin, mit Sprache zu spielen. Witzige Wortkreationen und Umdichtungen bekannter Stoffe sind Dinge, die einem andauernd begegnen und das Buch ständig auf einer angenehm lockeren Ebene halten.
Es ist aber auch ein recht vielschichtiges Buch, in welchem mehrere Dinge passieren und eine Wendung der anderen folgt. Daher muss man als Kind schon konzentriert bei der Sache sein, weshalb man bald in die Welt eintaucht und nicht wieder weg will. Manche Kinder werden nicht bereits beim ersten Durchgang alles erfasst und verstanden haben. Der Humor und die tollen Charaktere machen jedoch sofort Lust darauf, es noch einmal zu lesen, was sehr für die Qualität dieses Buches spricht.
Nicht vergessen darf man aber auch die zauberhaft schönen und witzigen Bilder. Die Illustratorin Astrid Henn hat hier wunderbare Arbeit geleistet, die das ganze Lesevergnügen nochmals steigert.
Fazit: Absolut zu empfehlen.

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15 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

inquisition, fantasy, hexenverfolgung, blanvalet, akademie

Der Weg des Inquisitors

Frank Rehfeld
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 17.10.2016
ISBN 9783734160561
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt: Der Waisenjunge Torin wächst in einem Kloster auf und setzt alles daran, ein Inquisitor zu werden. Als es dann soweit ist, merkt er, dass Hexen das kleinste ihrer Probleme sind.
Bevor ich über dieses Buch schreibe, muss klar gemacht werden, dass hier streng zwischen Verlag und Autor unterschieden werden muss. Ersterer ist zu kritisieren, zweiter zu loben. Was also meine ich damit? Wenn man das Buch so in die Hand nimmt, weiß man nicht, ob es Fantasy oder Historisch ist. Ich habe an anderen Stellen gelesen, dass so mancher einen historischen Roman erwartet hatte und dann überrascht wurde, teilweise negativ. Außerdem ist der Roman nicht abgeschlossen und es gibt nirgends einen Hinweis darauf, dass wir hier eine Serie, eine Trilogie oder ein zweibändiges Werk vor uns haben. Das hasse ich immer so sehr. Denn grundsätzlich habe ich kein Problem eine mehrbändige Reihe zu lesen, ich möchte nur vorher wissen, dass dies der Fall ist, damit ich nicht am Ende enttäuscht zurück bleibe. Und schließlich hat der Klappentext in mir eine andere Erwartungshaltung geweckt. Ich dachte wirklich, dass hier die Abenteuer eines Inquisitors erzählt werden, stattdessen geht es im gesamten Buch nur um seine Ausbildung.
Wie gesagt kritisiere ich den Vertrag ob dieser Mängel, nicht den Autor. Denn das Buch selbst ist eigentlich recht spannend und ich freue mich schon auf den zweiten Band. Torin wächst einem schon ziemlich ans Herz und das Rätsel um die alte Rasse entwickelt sich sehr interessant. Natürlich, es ist kein Meistwerk, aber es bietet sehr gute Unterhaltung. Es gibt schon einige kleinere Mängel, die aber nicht weiter ins Gewicht fallen. Zum Beispiel werden Torins Alpträume sehr abrupt eingeführt, da hätte ich mir schon viel früher ein paar Atmosphärische Anspielungen gewünscht. Und auch Shirinas Entführung zu Beginn wirkte irgendwie unlogisch. Diese Kleinigkeiten mindern jedoch nicht die allgemeine Qualität des Buches.
Eine Warnung sei aber noch angebracht, denn die Folterszenen, also wenn die Hexen befragt werden, sind nichts für schwache Nerven. Sie zeigen aber sehr gut die Brutalität, die im wahren Mittelalter angewandt worden ist.
Fazit: Für Fantasy-Fans sehr zu empfehlen.

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apartheid, rassentrennung, südafrika, roman, afrikanische stämme

Farbenblind

Trevor Noah , Heike Schlatterer
Fester Einband
Erschienen bei Blessing, 06.03.2017
ISBN 9783896675903
Genre: Biografien

Rezension:

Trevor Noah, Moderator der Satire-Show The Daily Show, präsentiert in diesem Buch die Geschichte seines Lebens, eines tragischen Lebens, durch das man einen Aspekt Südafrikas kennenlernt, den man so eigentlich nie richtig verstanden hat. Was bedeutet es, unter dem Apartheidsregime Schwarz zu sein? Und noch schlimmer, wie im Fall Noahs, Farbig, also Halb-Schwarz und Halb-Weiß? Als die Apartheid dann endete, bedeutete dies nicht automatisch, dass es plötzlich allen Schwarzen gut ging. Die Armut blieb bestehen, die Ghettos, Stammeskonflikte, Ressentiments blieben bestehen. So erzählt uns Noah, wie er unter dem Apartheidsregime das Haus nicht verlassen durfte, um nicht von der Polizei aufgegriffen zu werden, wie er nachher dann seinen Lebensunterhalt mit dem Verkauf von illegalen CDs bestritt, dann auch mit Diebesgut, wie Kriminalität der Alltag eines jeden im Ghetto war, wie er ins Gefängnis kam, wie sein Stiefvater ihn verprügelte und die gesamte Familie tyrannisierte. Am meisten aber liegt der Fokus auf dem Thema Identität: Er ist ein Farbiger, weder Schwarz noch Weiß und erst recht kein Inder. Was bedeutet das? Zu welcher Gruppe soll er sich im Kindergarten stellen, zu welcher in der Schule, zu welcher im Gefängnis? Das Buch ist jedoch nicht nur die Geschichte seines Lebens, sondern auch von seiner Mutter, einer starken Frau, die immer nach Unabhängigkeit strebte und Grenzen sprengen wollte, etwas Besseres wollte, aber regelmäßig wieder zurückgeworfen wurde.
Noah ist ein Comedian und so erzählt er all diese schrecklichen Dinge auf eine sehr witzige Art und Weise. Man hat nie das Gefühl, dass er vom Leser Mitleid fordert, sondern dass er ihn zum Lachen bringen möchte. Dadurch ist dieses sehr informative und lehrreiche Buch einfach und flüssig zu lesen.
Das einzige Manko ist, dass er nicht erzählt, wie er dieses Leben überwunden und hinter sich gelassen hat. Er schreibt zwar, dass er, als er volljährig wurde, von zu Hause auszog, aber dann endet es. Im Deckblatt steht zwar, dass es auf Netflix eine Dokumentation über seinen Werdegang zum Comedian gibt, aber dass man die quasi als Fortsetzung zum Buch schauen sollte, finde ich nicht gut. Auch eine schnelle Internetrecherche ergibt nur, dass er mit 18 Jahren der Star einer Südafrikanischen Seifenoper war, wie aber der Sprung dorthin gelang, wird nirgends thematisiert. Das finde ich schade.
Fazit: Sehr zu empfehlen. Vielleicht sogar als Schullektüre.

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44 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

science fiction, roboter, sylvain neuvel, zorn der götter, aliens

Giants - Zorn der Götter

Sylvain Neuvel , Marcel Häußler
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.05.2017
ISBN 9783453534803
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Inhalt: Die Macher des Roboters schicken mehr Roboter auf die Erde, aber niemand weiß, was sie wollen.
Das Problem an diesem Buch ist der Plot. Der Stil, also das Buch als eine Sammlung von Dokumenten zu präsentieren, hat im ersten Teil einfach perfekt zum Plot gepasst. Doch jetzt hat man das Gefühl, dass der Autor in seinem Stil gefangen ist und eine Geschichte da einfach reinzwängt. Während im ersten Teil alles natürlich dahinfloss, wirkt hier sehr viel gekünstelt. Vielleicht aber hatte der Autor auch einfach nicht genug Zeit. Vermutlich hat er mehrere Jahre am ersten Teil gearbeitet und den zweiten Teil dann innerhalb eines Jahres für eine Deadline hingeknallt. Man kann nur spekulieren.
Die Erklärung für das Auftauchen der Robobter und das Folgende dann habe ich persönlich als sehr unzufriedenstellend empfunden. Am meisten geärgert aber hat mich wieder das offene Ende. Wird das eine Trilogie? Oder noch eine längere Serie? Es gibt nirgends Informationen dazu.
Jetzt habe ich eigentlich recht viel Negatives geschrieben, das Buch ist jedoch an sich nicht schlecht. Es ließt sich flüssig, man ist schnell durch, eine hohe Spannung ist gegeben, die Charaktere entwickeln sich teilweise auch sehr interessant. Ich weiß auch, dass viele mit der Erklärung zum Schluss kein Problem haben, das möchte ich schon nochmal erwähnen.
Was mir aber am besten gefallen hat, ist der Realismus. Es wird also nicht klischeehaft gesagt: „Da kommen Roboter. Wir haben einen. Also vernichten wir damit all die anderen.“ Das würde zwar tolle Action garantieren, wäre aber absurd. Nein, der Autor bleibt seiner realistischen Linie treu und man versucht andere Wege zu finden, die feindlichen Roboter zu besiegen. Und darin liegt die Spannung, die einen bis zum Schluss gefesselt hält.
Fazit: Auch wenn es einiges zu bemängeln gibt, finde ich das Buch als Fortsetzung nicht schlecht.

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18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

andreas brandhorst, asper, omni, das arkonadia-rätsel, jasmin

Das Arkonadia-Rätsel

Andreas Brandhorst
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.05.2017
ISBN 9783492704267
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Inhalt: Im Auftrag Omnis müssen die beiden Reisenden Jasper und Jasmin auf den fernen Planeten Arkonadia reisen, wo es alle 453 Jahre zum seltsamen Nerox-Phänomen kommt, das den ganzen Planeten ins Chaos stürzt. Um das Rätsel zu lösen, gilt es die Anfänge von Omni zu erforschen.
Brandhorst besucht in diesem Roman wieder das Universum, das er in seinem Buch Omni erschaffen hat, das Omniversum. Wie bereits jenes Buch, ist auch Das Arkonadia-Rätsel in sich geschlossen. Auch wenn es theoretisch nicht nötig wäre, würde ich dennoch empfehlen Omni vorher gelesen zu haben, um einfach die Charaktere und das Universum bereits zu kennen. Beide Bücher sind toll zu lesen und es werden wohl weitere folgen.
Die Grundidee des Buches finde ich echt super, dass also im Laufe von Jahrtausenden mehrere Raumschiffe verschiedener Zivilisationen dort bruchgelandet sind und dann nebeneinander Siedlungen errichtet haben, eigene Reiche, fast schon wie eine Fantasy-Welt. Da das Nerox-Phänomen sämtliche Technologie vernichtet, werden fortschrittliche Entwicklungen immer wieder zurückgeworfen. In der Zeit des Nerox kommt es dann zu gewaltigen Auseinandersetzungen, denn jeder möchte die Gelegneheit nutzen, um mächtiger, reicher zu werden, das Nerox vielleicht gar zu erobern und zu verwenden. Was jetzt aber wie ein actiongeladenes Werk klingt, lebt hauptsächlich von den Lügen und Intrigen, von Nachforschungen und Entdeckungen.
Der Plot ist es sehr spannend und der Schreibstil flüssig. Insgesamt ist das ganze Buch angenehm zu lesen, man wird es wohl regelrecht verschlingen.
Es gibt aber einige Schwachstellen. Zunächst sei genannt, dass es meiner Meinung nach einige kleine Logikfehler gibt, die aber im Gesamtwerk und dann am Ende nicht weiter ins Gewicht fallen. Was mich aber hingegen schon gestört hat, ist der Charakter des Werkzeugmachers, der krank ist. Die Beschreibungen seiner Gebrechen sind immer so unnötig lang und extrem repetitiv. Das hätte ruhig kürzer gehalten werden können, um dann das Ende auszubauen. Doch auch das ist nicht so schlimm, um dem Buch jetzt eine schlechtere Bewertung zu geben.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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starn, menschsein, corvus, feuer der leere, feuer

Feuer der Leere

Robert Corvus
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Piper, 20.03.2017
ISBN 9783492704397
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Inhalt: Die Menschheit lebt nicht mehr planetengebunden, sondern zieht auf riesigen Schiffen als Nomaden durchs Universum, immer in Konflikt mit einer brutalen außerirdischen Rasse.
An sich finde ich die Prämisse des Buches wirklich toll, also die Beschreibung des Lebens auf so großen Raumschiffen und die Dinge, die sie in den verschiedenen Systemen tun müssen, um die Vorräte aufzufüllen. Nur wirkt das Ganze recht episodenhaft, ohne einen übergreifenden Plot, außer halt den Kampf mit dem Feind, was aber einfach zu wenig ist. Zu Beginn fällt das gar nicht auf, weil die Hauptcharaktere eigentlich recht sympathisch und die Beschreibungen sehr interessant sind. Man merkt sehr gut, dass der Autor viel recherchiert hat. Es wirkt aber auch so, als hätte der Autor sich verschiedene Szenen einfallen lassen und dann irgendwie aneinandergereiht. Es wird am Ende ein Geheimnis gelüftet, das sich aber erst sehr spät angebahnt und auch nie zur Spannung des Buches beigetragen hat. Ja, in dem Sinne ist es schon ein gelungener Schluss, dass man eben gerne einen zweiten Band hätte, der da weitermacht. Für mich persönlich reicht das leider nicht.
Das Buch fühlt sich so an, als hätte jemand einige Monate im Leben einer Gruppe von Menschen nacherzählt. Man lernt sie kennen, begleitet sie ein Stück des Weges und verabschiedet sich wieder. Es gibt keinen Impuls am Anfang, der irgendeine Spannung, geschweige denn einen Plot initiiert. Danach gibt es ein paar Abenteuer, die für die Charaktere anscheinend Routine sind und am Ende weiß man nicht, was man mit diesem Schluss machen soll.
Daneben gibt es noch den seltsamen Rotraum und ein lebendes Schiff. Ich vermute, dass der Autor die Mysterien um diese beiden Elemente als Spannungsbogen verwenden wollte, doch für mich persönlich waren sie einfach uninteressant. Sie waren aus meiner Sicht zu fantastisch für diesen realistisch recherchierten Plot.
Fazit: Der Roman ist zu lang geraten für das, was er bietet, weshalb ich ihn nicht empfehlen kann.

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Dark Space

Jasper T. Scott , Andreas Decker
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Piper, 20.03.2017
ISBN 9783492704083
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Inhalt: Ethan und Atton sollen vor Gericht gestellt werden, als es zu einer überraschenden Wendung kommt. Ihre Verbrechen müssen kurz beiseite geschoben werden, um einer größeren Gefahr gegenüberzutreten. Am Eingang zum Dark Space kommt es dann zum Showdown.
Der Anfang dieses Buches ist schlecht. Das muss man sagen. Die offenen Enden des zweiten Teils werden schnell und hastig aufbereitet und abgeschlossen, da hätte man sich mehr erwartet. Mir persönlich ging das zu schnell. Das Ganze wirkte wie eine ungern erledigte Auftragsarbeit. Aber auch die Charaktere wirken während des gesamten Buches relativ platt, wie auch schon in den vorherigen Bänden, einzig Admiral Hoff weist mehrere Dimensionen auf und entwickelt sich sehr interessant.
Auch zu kritisieren ist der Übersetzer. Ich habe das Original nicht gelesen, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass „Made“ die korrekte Übersetzung für das ultimative Schimpfwort ist oder dass „Schmiermaxe“ einen adäquaten Begriff für Ingenieure darstellt. Wenn man einen seriösen, düsteren Text hat und dann solche Wörter daherkommen, ruiniert das einfach die ganze Atmosphäre. Aber wer weiß, vielleicht sind im Original auch tatsächlich solche Begriffe verwendet worden. Zu kritisieren sind sie deshalb aber ebenfalls.
Ist jedoch der erste Teil erst überwunden, hat man einen richtig coolen Space-Sci-Fi-Knaller in Händen. Die Weltraum- und Kampfszenen, die große Stärke des Autors, sind wie immer großartig gemacht. Auch die Holo-Haut, über die ich mich so geärgert habe, kommt nicht mehr vor. Der Plot zieht sich spannend dahin, bietet eine tolle Atmosphäre und überraschende Wendungen, wenn auch manche davon (nicht alle!) gegen den Wind gerochen werden können.
Was mich am meisten geärgert hat, ist die Offenbarung eines bestimmten Geheimnisses. Versteht mich nicht falsch, ich finde das überaus faszinierend, sehr gut ausgefeilt und ich freue mich schon auf den vierten Band, um darin tiefer einzutauchen. Aber in den ersten beiden Bänden wird das nie angedeutet. Was mir eben bei der Dark Space – Trilogie bisher gefehlt hat, war ein interessanter Hintergrund, eine Geschichte, Mythologie. Jetzt kommt die plötzlich und retrospektiv betrachtet finde ich es echt schade, dass der Autor nicht von Anfang an dahingehend mehr gemacht hat.
Jedenfalls bietet dieses Buch ein zufriedenstellendes Ende für die Trilogie, lässt aber genug offen, um dieses Universum wieder besuchen zu wollen. Tatsächlich ist auf Englisch bereits der sechsten Band auf dem Markt. Den vierten werde ich mir auf jeden Fall noch gönnen, dann schauen wir weiter.
Fazit: Es gibt sicher bessere Sci-Fi-Werke, aber Dark Space bietet gute Unterhaltung, Popcorn-Kino in Buchform, weshalb ich es durchaus empfehlen kann.

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Duplikat

Alastair Reynolds , Irene Holicki
Flexibler Einband: 704 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.03.2017
ISBN 9783453317550
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Inhalt: Erzählt wird die Geschichte von Chiku Akinya, Tochter der Protagonisten des ersten Bandes. Sie hat von sich zwei Klone anfertigen lassen und sie führen nun drei sehr unterschiedliche Leben, doch immer mit dem Ziel, das Rätsel um ihre Großmutter Eunice zu erforschen, was ja schon der Plot des ersten Bandes war. Chiku Gelb blieb auf der Erde zurück, Chiku Rot streift durchs Sonnensystem und Chiku Grün befindet sich auf einem Holoschiff, das zu einem weit entfernen Planeten reist.
Ich hatte bereits während des ersten Bandes und auch jetzt wieder das Gefühl, dass Reynolds eine zu fantastische Zukunftsvision hat. Während die Expanse-Serie von Realismus lebt, man sich all die Dinge wirklich vorstellen kann, stellt man sich hier jedoch sehr oft die Frage „Kann das wirklich sein?“. Und das liegt daran, dass die Bücher in der nahen Zukunft spielen, nämlich im Jahre 2160, bzw. 2365, die Technologie aber zu futuristisch wirkt, als wäre das in diesem kurzen Zeitraum gar nicht möglich. Versteht mich nicht falsch, ich liebe großangelegte, extravagante Zukunftsvisionen, nur finde ich, dass die Kombination aus Naher Zukunft und Extrem Fortschrittlicher Technologie irgendwie nicht passt, ebenso die massiven sozialen und politischen Umwälzungen. Das ist aber mein persönlicher Stolperstein und die meisten werden wohl keinen zweiten Gedanken daran verschwenden.
Der Plot selbst ist echt toll, wenn auch streckenweise etwas langatmig. Die offenen Fragen aus dem ersten Band und die drei Handlungen in diesem werden zu einem großartigen Ende zusammengeführt. Eigentlich braucht es gar keinen dritten mehr, dennoch ist das eine Trilogie. Hm, ich bin gespannt.
Das Herz dieses Buches ist Chiku, die in drei Varianten auftritt. Es ist wirklich faszinierend zu sehen, wie sich die drei Charaktere, die dieselben Erinnerungen, Gefühle, Erfahrungen haben, sich so unterschiedlich entwickeln, nur weil sie plötzlich mit anderen Geschehnissen und Personen konfrontiert werden. Die kleinsten Elemente können eine Person verändern und am Ende möchte man gar nicht glauben, dass die Mal derselbe Mensch waren.
Fazit: Fans des ersten Bandes werden auch hier ihre helle Freude haben.

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künstliche intelligenz, philosophie, triologie, weltraum, kultur

Das Imperium

Ann Leckie , Bernhard Kempen
Flexibler Einband: 500 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.03.2017
ISBN 9783453317260
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Inhalt: Der Bürgerkrieg im Radch-Imperium nähert sich seinem Ende und ein Sieger scheint festzustehen, als plötzlich die unberechenbare Spezies der Presger einen Abgesandten schickt und eine Person auftaucht, die es eigentlich nicht geben dürfte.
Diese Trilogie hat sich deshalb das Prädikat „einzigartig“ verdient, weil in kaum einem anderen Buch Maschinen und Künstlichen Intelligenzen derart lebendig beschrieben werden. Normalerweise wird beschrieben, wie KIs den Wunsch verfolgen, Menschen zu werden, oder wie sie die Menschheit einfach ausrotten. Doch nicht hier. KIs sind eigentlich zufrieden mit ihrer Situation und der Hauptcharakter, die KI Breq, ärgert sich ständig, dass er in seinem menschlichen Körper so limitiert ist. Auch wird immer wieder wunderbar beschrieben, wie Breq als KI sehr oft Probleme hat, Menschen und deren wahre Intentionen zu verstehen.
Neben dieser Darstellung ist aber auch das erschaffene Universum selbst äußerst faszinierend. Die Imperatorin Anaander Miaanai hat ihre Intelligenz auf viele Hundert Körper gespalten, um das Imperium effektiver regieren zu können. Diese KIs entwickeln sich nun unabhängig voneinander weiter und es kommt zu einem Bürgerkrieg zwischen den aggressiven und den friedfertigen Teilen. Die Radch-Trilogie erzählt die Geschichte, wie eine kleine Gruppe von Personen an den Fundamenten eines ganzen Imperiums rütteln kann. Der dritte Band hier, Das Imperium, bringt ein zufriedenstellendes Ende mit genug Platz, um weitere Geschichten in diesem Universum zu erzählen.
Etwas bemängeln muss man den moralisierenden Unterton, der immer wieder hervorbricht und die eher vereinfachte Darstellung von Gut und Böse, wobei man sich Breq teilweise mit einem Heiligenschein vorstellen möchte. Das ist aber weiter nicht schlimm, geht es doch hauptsächlich um Maschinen und KIs, deren Entwicklung, Interaktion und Weltanschauungen. In diesem Sinne ist diese Space Opera äußerst faszinierend. Sehr oft merkt man, wie SF-Autoren damit kämpfen, eine Balance zwischen KIs und Menschen zu finden. Wann wird es langweilig, weil die Menschen eigentlich nichts tun müssen, wann wird es unlogisch, eine KI das nicht machen zu lassen? Der menschliche Faktor ist ein wichtiges Element von Romanen, ihre Emotionen und Beweggründe. Leckie schafft es hier diese Elemente gelungen auf die Maschinen zu übertragen und erforscht all die Implikationen, die damit einhergehen.
Nach dem ersten sehr starken Band, den man eigentlich einen Space-Thriller nennen könnte, kam ein eher langsamer, philosophischer zweiter und jetzt am Ende ein guter, zufriedenstellender dritter, der jedoch auch nicht an den ersten heranreicht. Gesamt gesehen ist die Trilogie sicher eines des besseren SF-Werke der letzten Jahre.
Fazit: Sicher kein Werk für SF-Novizen, aber Genre-Liebhaber werden ihre Freude damit haben.

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sachbuch, physik, wissenschaft, fiktion, interessant

What if? Was wäre wenn?

Randall Munroe , Ralf Pannowitsch
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Penguin, 14.11.2016
ISBN 9783328100317
Genre: Sachbücher

Rezension:

Der Autor war Roboteringenieur bei der NASA und betrieb anschließend einen Blog, auf welchem jeder Fragen stellen konnte, auf die er gerne eine wissenschaftliche Antwort hätte. Die besten Fragen und Antworten wurden dann in diesem Buch veröffentlicht. Gleich die erste Frage lautet: „Was wäre, wenn sich die Erde und alles auf ihre plötzlich nicht mehr drehen würde, die Atmosphäre aber ihre Geschwindigkeit beibehielte?“ Wow, was für eine Frage. Die Antwort darauf ist wissenschaftlich, leicht zu lesen und witzig gehalten, mit ein paar Comics unterlegt.
Die Qualität des Buches hängt von der Qualität der Fragen ab. Der Autor macht eine gute Arbeit, den Fokus der Fragen regelmäßig zu erweitern und weitere Optionen, Alternativen zu erklären, wodurch das Ganze noch interessanter und witziger wird. Doch manchmal ist die Frage an sich schon so uninteressant, dass auch die Antwort hier nichts retten kann, etwa die Frage „Was wäre, wenn jeder tatsächlich nur einen einzigen Seelenverwandten hätte – eine zufällig ausgewählte Person irgendwo auf der Welt?“ Andererseits aber betreffen die Fragen so viele verschiedene Bereiche, dass jeder Leser zwangsläufig auf einige Kapitel stoßen wird, die ihn absolut nicht interessieren, die für ihn langweilig sind. Öfter aber wird er auf Fragen stoßen, die er sich nie überlegt hätte und sich denken „Hm, ja, was wäre dann eigentlich?“ und die anschließende Antwort verschlingen.
Weil der Autor es eben schafft, sämtliche Antworten locker, witzig und wissenschaftlich zu halten, ist es so toll. Eine perfekte Nachttischlektüre: Jeden Abend vorm Schlafengehen eine Antwort.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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indien

Das große indische Kochbuch

Julie Sahni
Flexibler Einband
Erschienen bei Heyne, 01.04.1986
ISBN 9783453404311
Genre: Sachbücher

Rezension:

Dieses Buch, das von einer Inderin, die in New York eine indische Kochschule leitet, geschrieben wurde, umfasst 200 Originalrezepte aus allen Regionen Indiens. Diese Rezepte sind alle nach dem selben Muster aufgebaut: Eine einleitende Erklärung zu dieser Speise, also den kulturellen, geographischen und historischen Kontext; Eine Auflistung der Zutaten; Beschreibung des Kochvorgangs in wenigen, einfachen Schritten; Tipps fürs Servieren und / oder für geeignete Beilagen. Das Buch ist sehr kompakt gehalten, es gibt also nicht wie üblich pro Doppelseite ein Rezept, sondern es wirkt eher wie ein durchlaufender Text. Das ist im ersten Moment sehr abschreckend und unübersichtlich. Zum Glück gibt es am Ende hervorragende Glossare und Register, die nach unterschiedlichen Prinzipien aufgebaut sind, damit man schnell alles findet.
Der große Minuspunkt sind die nicht vorhandenen Bilder. Die Rezepte stehen für sich alleine da und man kann sich kaum etwas darunter vorstellen. Ohne optischen Appetitanreger ist leider kein Reiz gegeben, ein bestimmtes Rezept unbedingt ausprobieren zu wollen. Andererseits kann ich auch verstehen, dass man weder Zeit noch Geld investieren wollte, 200 Gerichte zu kochen und zu fotografieren. Das hätte das handliche Taschenbuchformat gesprengt und auch den sehr guten Preis [€8,95.- in DE; €9,20.- in AT] verhindert. Außerdem haben Fans der indischen Küche ohnehin schon bestimmte Gerichte vor dem geistigen Auge und suchen nur noch das Rezept, können also problemlos auf die Fotos verzichten.
Fazit: Wer ein Kochbuch sucht, um sich einfach mal inspirieren zu lassen, ist hier fehl am Platz. Das Buch lädt nicht ein, gemütlich zu blättern und zu schwelgen. Wer aber bereits ein Fan der indischen Küche ist und nur noch die Rezepte sucht, der sollte hier unbedingt zugreifen.

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kochen, regional, rezepte, lokal, lokale küche

Lokal

Georg Schweisfurth , Simon Tress
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Südwest, 17.10.2016
ISBN 9783517094700
Genre: Sachbücher

Rezension:

Die beiden Autoren sind durch den deutschsprachigen Raum gereist und haben versucht an verschiedenen Orten mit lokalen, biologischen Produkten interessante Gerichte zu produzieren. Das klingt alles sehr fein und ist auch eine gute Idee. Vor allem beschreiben sie auch ausführlich, wo man welche Produkte in diesen Orten finden kann. Das Problem liegt nun darin, dass Menschen, die nicht in diesen Orten leben, nicht viel von dem Buch haben werden.
Wo also waren die beiden Köche / Autoren? Gammertingen, Heilbronn, Berlin, Frankfurt, Lech (Österreich), Wien (Österreich), Bremen, Gladbeck, Mühlbach (Südtirol), Arth (Schweiz) und Bischofsheim. Menschen, die in diesen Orten leben, bekommen hier wunderbare Informationen, wo man welche lokalen, biologischen Produkte kaufen kann. Allein deshalb schon ist das Buch empfehlenswert.
Die Rezepte selbst, naja, treffen nicht unbedingt meinen Geschmack. Teilweise sind sie viel zu banal, wie etwa die Forelle in Mühlbach – dafür braucht man kein Kochbuch. Andererseits sind es manchmal gehobene Speisen, die man in Sterne-Restaurants serviert, wie die Tajine in Wien. Aber ja, kulinarische Geschmäcker sind nun mal sehr verschieden.
Fazit: Wenn man nicht in einem dieser Orte wohnt, ist dieses Buch ziemlich sinnlos, ansonsten ist es ein schönes Addendum für die Küchenbibliothek.

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Asiatisch kochen

Dr. Oetker
Flexibler Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.08.2012
ISBN 9783453855830
Genre: Sachbücher

Rezension:

Hier also haben wir 75 Rezepte, die in Europa die asiatische Küche darstellen. Dass Asien ein großer Kontinent mit vielen Kulturen und dementsprechend vielen kulinarischen Traditionen ist, wird halt leicht vergessen. „Asiatisch“ ist bei uns eben nur der ferne Osten und Südostasien. Zum Glück haben sie hier auch noch einige indische Rezepte eingefügt, um den kulturellen Rahmen zu vergrößern.
Das ist natürlich nicht der Fehler von diesem Buch, sondern von unserer Gesellschaft und ich werde nicht müde, immer wieder darauf aufmerksam zu machen. Aber hier haben wir ein Kochbuch, Bilder und Rezepte sind das Entscheidende.
Was nun die Fotos betrifft, ist es so, dass verschiedene Fotografen dafür engagiert worden sind und man merkt da schon qualitative Unterschiede, was die Wahl des Hintergrundes betrifft so wie auch die Schärfe-Einstellungen. Aber vielleicht ist das auch gut so, denn Geschmäcker, vor allem im optischen Bereich, sind doch sehr unterschiedlich.
Die Rezepte sind dafür nach einem einheitlichen, einfachen Schema aufgebaut, in welchem die einzelnen Kochschritte optisch hervorgehoben sind, was dem motivierten Laien sehr hilft. Es ist ein bunter Mix aus bekannten und unbekannten Gerichten, schneller und langwieriger Küche. Die Zutaten sind schön aufgelistet, exotische Namen werden erklärt.
Fazit: Alles in Allem bin ich sehr zufrieden, das Buch regt zum Kochen an und lecker sind die Speisen allemal.

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thriller, japan, medizin, evolution, kongo

Extinction

Kazuaki Takano , Rainer Schmidt
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Penguin, 11.10.2016
ISBN 9783328100096
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt: Während in Japan ein Pharmakologe ein Medikament für eine seltene Krankheit entwickeln möchte, stößt ein Söldner im Kongo auf ein seltsames biologisches Phänomen.
Das Buch erzählt zwei Plots, die zwar miteinander verbunden sind, aber dennoch unabhängig voneinander ablaufen. Da gibt es einmal den Pharmakologen in Japan, dessen Geschichte von Anfang bis zum Ende spannend und interessant ist, gut recherchiert und toll beschrieben. Daneben gibt es dann den Söldner im Kongo, dessen Handlung zunächst recht klischeehaft, aber dennoch atmosphärisch und spannend ist, gegen Ende jedoch etwas langweilig wird.
Bei dem biologischen Phänomen im Kongo driften wir etwas in die Science-Fiction ab, doch ist es viel weniger Fiction als Science, wodurch es zu einem sehr interessanten, ethisch-philosophischen Problem wird. Während des ganzen Buches hatte ich das Gefühl, dass etwas nicht ganz passt, dass es da einen Logikfehler gibt, doch am Ende kommt es zu einer großen Überraschung und alles klärt sich spannend auf. Lediglich Prolog und Epilog sind sehr schlecht, der Schlusssatz einfach nur mies. Doch abgesehen davon liest sich das Buch angenehm, treibt einem die Spannung voran und am Ende hat man durchaus ein tolles Abenteuer erlebt.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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mediterrane küche, rezepte, kochen, kochbuch

Mediterrane Sommerküche

Corinne Jausserand
Fester Einband: 112 Seiten
Erschienen bei Bassermann, 23.03.2015
ISBN 9783572081417
Genre: Sachbücher

Rezension:

Hier nun haben wir eine Sammlung 55 leichter Rezepte, wobei „leicht“ in beiden Sinnen verwendet wird: einfach zuzubereiten und nicht schwer für den Magen, die ideale Kombination. Das Cover mit dem leckeren Melonensalat hat meine Aufmerksamkeit geweckt und beim Durchblättern haben auch die anderen wunderbaren Fotos sofort überzeugt. Die Rezepte stehen immer links, sind kurz gehalten und einfach beschrieben, rechts gibt es jeweils ein großformatiges Bild der Speise, allesamt eine Augenweide.
Die meisten Rezepte haben einen kreativen, individuellen Touch, wodurch sie sich von den traditionellen Varianten angenehm unterscheiden.
Speziell hervorheben möchte ich die tollen Fischrezepte wie die Backofen-Dorade und die leckeren Desserts wie Limettentarte, die Hobby-Küchenchefs unbedingt mal ausprobieren sollten. Aber auch alle anderen Rezepte sind ein Versuch wert.
Fazit: Sehr zu empfehlen.

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22 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

science fiction, aurora, episc, kim stanley robinson

Aurora

Kim Stanley Robinson , Jakob Schmidt
Flexibler Einband: 550 Seiten
Erschienen bei Heyne, 14.11.2016
ISBN 9783453317246
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Inhalt: Erzählt wird vom Leben auf einem Generationenschiff, das in ein anderes Sonnensystem geschickt worden ist, um dort einen Planeten zu kolonisieren.
Ich finde die Grundidee des Buches wirklich super, dass eben die Möglichkeit beschrieben wird, einige tausend Menschen in ein Raumschiff zu stecken und fortzuschicken. Diese erste Generation hat das freiwillig getan, doch jede nachkommende Generation ist dazu gezwungen, in diesem Raumschiff zu leben und dann einen fremden Planeten zu kolonisieren, hatte nie wirklich eine andere Option. Diese psychologische Betrachtung finde ich wirklich faszinierend. Nur weil wir so leben wollen, haben wir dann das Recht, unsere Kinder und Urenkel dazu zu zwingen?
Was aber ist nun mein Problem mit dem Buch? Genau das gleiche wie bereits bei 2312 vom selben Autor: Der wissenschaftliche Aspekt ist super. Gut recherchiert und toll beschrieben. Aus diesem Grund ist er auch berühmt und wird dem Genre des „Hard Science Fiction“ zugerechnet. Aber der Plot und die Charaktere sind eine Katastrophe und der Schreibstil, weshalb ich eben nach der ersten Seite wieder zumachen wollte, ist extrem gewöhnungsbedürftig, einfach nur zäh.
Wenn man über den anfänglichen Ärger ob des Stils hinweg ist, ist das erste Drittel des Buches bis zur Ankunft beim Planeten aus rein wissenschaftlicher Sicht sehr interessant zu lesen, also die konkrete Zeit auf dem Generationenschiff. Doch die letzten beiden Drittel haben den wissenschaftlichen Fokus verloren und der Autor schweift ab in philosophische und moralische Dilemmata. Die Beschreibung der Kolonisierung war total langweilig und was danach folgt einfach nur blöd.
Wer ein spannendes und gut recherchiertes Buch über die Kolonisierung eines fremden Planeten lesen möchte, sollte zu Coyote von Allen Steele greifen, aber nicht zu Aurora.
Fazit: Ich würde gerne das erste Drittel des Buches als eigenständiges Werk empfehlen und den Rest verbrennen.

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