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21 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

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Das Herz des Löwen

Mac P. Lorne
Flexibler Einband: 656 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.07.2018
ISBN 9783426521458
Genre: Historische Romane

Rezension:

Richard Löwenherz spielt in diesem zweiten Robin Hood Abenteuer eine zentrale Rolle. Anhand seines Lebens hangelt sich Mac P. Lornes Geschichte entlang. Im Gefolge seinen Lehensmann Robin of Loxley, den der König im Wald von Sherwood mehr unfreiwillig trifft und dessen Begnadigung er dem Vogelfreien nur dann in Aussicht stellt, wenn er mit ihm ins Heilige Land in den Heiligen Krieg zieht.

Mir gefällt einfach der Schreibstil des Autors. Er ist unterhaltsam, temporeich, nah dran an den Figuren – den historischen wie den erfundenen – und transportiert eine Geschichte so glaubwürdig und lebensnah, wie ich es mir für einen guten Histo wünsche. Wie nebenbei lernt man ein bisschen etwas über die Geschichte aber der Fokus liegt eindeutig auf der Unterhaltung des Lesers und das finde ich genau die richtige Mischung.

Das Buch ist wohl der Erstling und hat die ein oder andere Ecke oder auch mal eine kleine Länge in der Handlung. Aber das war nie so, dass es meinem Vergnügen geschadet hätte oder gar Langeweile aufgekommen wäre.

Von mir 4,5 Sterne – hier aufgerundet und mit Vorfreude auf die Fortsetzung.

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165 Bibliotheken, 23 Leser, 0 Gruppen, 43 Rezensionen

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Vox

Christina Dalcher , Marion Balkenhol , Susanne Aeckerle
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei S. FISCHER, 15.08.2018
ISBN 9783103974072
Genre: Romane

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(89)

178 Bibliotheken, 26 Leser, 0 Gruppen, 83 Rezensionen

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Ins Dunkel

Jane Harper , Ulrike Wasel , Klaus Timmermann
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 24.07.2018
ISBN 9783499274732
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Nach einem teambildenden mehrtägigen Ausflug in die australische Wildnis kehrt nur neun der zehn Teilnehmer in die Zivilisation zurück. Alice bleibt verschwunden. Was ihre Kollegen nicht wussten ist, dass sie als Spitzel für die Steuerbehörde gearbeitet hatte. Wusste vielleicht doch einer davon und hat sie beseitigt? Oder lebt sie noch und irrt durch den australischen Busch? Aaron Falk hofft es jedenfalls, denn er hat noch einen Notruf von Alice erhalten. Er und seine Kollegin Carmen ermitteln in alle Richtungen und suchen nach der Vermissten.

Der zweite Band von Jane Harper besticht erneut mit einer für einen Thriller eher anspruchsvollen Sprache und dem intensiven Beschreiben der Darsteller. Erst an zweiter Stelle kommen Plot und Suspense. Die Spannung entsteht tatsächlich durch die Personen, ihre Interaktionen, ihre Gespräche und Gedanken. Es ist kein blutiger Thriller, der hier erzählt wird sondern die intensive Suche nach der Wahrheit und nach Alice. Dabei werden auch ein paar geschickt platzierte Rückblenden erzählt, die erst scheinbar nicht viel preis geben aber schließlich doch erste Hinweise geben, was passiert ist.

Mich hat auch dieses Buch der australischen Autorin voll und ganz überzeugt. Bitte unbedingt mehr davon.

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46 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

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Die Pranken des Löwen

Mac P. Lorne
Flexibler Einband: 736 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.05.2018
ISBN 9783426521472
Genre: Historische Romane

Rezension:

 

Großvater Robert ist im ersten Band der Lorne-Reihe um den Sherwood-Helden Robin Hood, die Hauptfigur. Ähnlich seinem Nachfahren ist er ein junger Mann mit Charakter, Mut und Stärke, als er der blutjungen Prinzessin Mathilda als Leibwächter zugeteilt wird. An ihrer Seite erlebt er einige Abenteuer und Kämpfe, findet seine große Liebe, reift zum Mann. Ein Held wie er im Buche steht. So recht nach meinem Geschmack. Ich konnte mich nur schwer losreißen, wenn ich in die mittelalterliche Welt eingetaucht war. Man spürt auf jeder Seite, dass Mac P. Lorne gründlich recherchiert und Freude am fabulieren hat.

Gut, dass das Buch so dick und gehaltvoll ist. Man hat sehr lange ein großes Lesevergnügen. Und das Beste, die Geschichte geht noch in einigen Büchern weiter. Für alle Robin-Hood-Fans zur Beruhigung, auch der Enkel kommt in diesem Buch noch zu Wort. Und wir treffen Maid Marian und all die anderen altbekannten Helden der Geschichte zum ersten Mal.

Ich bin begeistert und kann das Buch empfehlen.

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260 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 113 Rezensionen

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Dream Maker - Sehnsucht

Audrey Carlan , Christiane Sipeer , Friederike Ails
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 10.07.2018
ISBN 9783548290478
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Dreammaker ist eines der Bücher, bei denen man genaue Vorstellungen hat, was man bekommen wird. Und man wird da auch nicht enttäuscht.

Es ist ein Chick-lit-Roman. Parker Ellis, führt eine Agentur, die Frauen alle Wünsche erfüllt bzw. all ihre Schwächen durch das Coaching dreier Männer beheben kann. Die Kundinnen sind Frauen, die von der Stilberatung bis zum Finanzcheck alle möglichen Bedürfnisse haben. Auch Sex und Liebe inbegriffen. Parker und seine zwei Kollegen halten sich für die Besten. Und sie bringen für viel Geld vollen Einsatz.

Erzählt wird aus der Sicht von Parker. Der Kerl ist schon sehr von sich eingenommen und wenn man das Ganze mit einem Lächeln liest, dann ist es durchaus humorig, wie ein Mann alles über Klamotten, Schuhe, Make-up und Finanzen weiß aber von der wahren Liebe doch so wenig. Denn die versucht sich ihm in Form einer jungen Schauspielerin zu nähern. Und so wirklich kann er nicht damit umgehen.

Es geht um wahnsinnig gutaussehende Männer, die aus kleinen Mäuschen wahnsinnig gutaussehende und erotische Frauen machen die wahnsinnig erfolgreich werden und dafür auch wahnsinnig dankbar sind.

Liest sich schnell weg. Unterhaltsam, unrealistisch, nichtssagend. Aber manchmal – so am Strand – mag ich so was ganz gerne. Hätte für meinen Geschmack ein bisschen intelligentere Frauen vertragen und ein bisschen weniger toller Mann. Aber ganz okay.

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174 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 93 Rezensionen

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Die Charité

Ulrike Schweikert
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 26.06.2018
ISBN 9783499274510
Genre: Historische Romane

Rezension:

1831. Die Charité Berlin steht im Zentrum dieser Geschichte. Ähnlich wie die gleichnamige ARD-Serie sind Frauen – vor allem eine junge Pflegerin – im Mittelpunkt der Geschehnisse. Zum einen werden die gesellschaftlichen Verhältnisse beschrieben, in denen die Frauen noch wenig zu sagen hatten und auch beruflich nur den Herren in Weiß assistieren durften, in denen Ärzte sich nicht mit Krankenpflegerinnen einließen und umgekehrt, in denen eine Frau sich nicht so einfach scheiden lassen konnte, auch wenn die Ehe ein Fiasko war. Zum anderen ist es der medizinische Fortschritt, der Stück für Stück Einzug hielt und der ein Auf und Ab Erfuhr. Die Cholera ist in Berlin ausgebrochen und Ärzte und Pflegerinnen versuchen der Krankheit Einhalt zu gebieten.

Weil mich das Thema brennend interessierte, habe ich nach langer Abstinenz mal wieder ein Buch von Ulrike Schweikert gelesen. Es liest sich leicht und man merkt durchaus, dass die Autorin recherchiert hat und sich Mühe gibt, die damalige Zeit und ihre Menschen in diesem Roman einzufangen. Tatsächlich war mir die Handlung manchmal etwas zu vorhersehbar und irgendwie wurde ich mit den Frauen nicht richtig warm. Ich hatte mir wohl mehr persönliche Dramatik und Tiefe erwartet. Solide aber kein wirkliches Highlight für mich.

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457 Bibliotheken, 13 Leser, 1 Gruppe, 183 Rezensionen

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Ohne ein einziges Wort

Rosie Walsh , Stefanie Retterbush
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 14.05.2018
ISBN 9783442487387
Genre: Liebesromane

Rezension:

Sarah und Eddie treffen sich zufällig und es ist von Anfang an eine magische Anziehungskraft zwischen den beiden. Sieben Tage lang zelebrieren sie eine intensive Liebe, die für beide sofort sehr tief und besonders scheint. Dann verabschiedet er sich in den Urlaub, lässt sie scheinbar nur widerwillig zurück... Und meldet sich danach nicht mehr bei ihr.


Sarah beginnt sich erst zu sorgen. Was ist ihm passiert? Ein Unglück? Ist er verschwunden oder ist es viel profaner und er rührt sich einfach nicht mehr bei ihr, weil er nichts mehr von ihr wissen will? Aber warum sollte das so sein? Er schien immer ehrlich, seine Gefühle nicht gespielt, seine Liebesschwüre keine Masche.
Sarah mutiert zu einem Gefühlszombie, weil sie nach einer Erklärung sucht und keine findet. Sie verfolgt seine Online-Accounts, stellt fest, dass er durchaus noch irgendwo lebt und schreibt. Nur ihr nicht.
Was ist geschehen, was hat seine Meinung geändert?

Ziemlich lange schweben Sarah und er Leser im Ungewissen. Erst, als klar wird, worum es eigentlich geht, wird das Buch richtig spannend und man leidet mit der jungen Frau. Leider dauert es aber, bis die Geschichte Fahrt aufnimmt. Da wird, denke ich ein bisschen Potential verschenkt und die Gefahr ist groß, dass so manch einer das Buch ungeduldig weglegt.

Alles in Allem guter Durchschnitt, die Sprache ist aber schön lesbar.
3 Sterne mit Tendenz nach oben.

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279 Bibliotheken, 14 Leser, 0 Gruppen, 92 Rezensionen

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Palace of Silk - Die Verräterin

C. E. Bernard , Charlotte Lungstrass-Kapfer
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 29.05.2018
ISBN 9783764531973
Genre: Fantasy

Rezension:

Palace of Silk ist der zweite Band einer Trilogie und man sollte den ersten unbedingt gelesen haben, sonst kann man die Entwicklung und die Dramatik der Handlung nicht wirklich nachvollziehen. Schön fand ich, dass es kein Aufguss vom ersten Teil ist sondern mit ganz neuen Charakteren, einem neuen Setting und einer überraschenden Story aufwartet.

Rea und Robin machen eine Entwicklung durch, sind komplex genug, dass man nicht gleich alles durchschaut. Starke Nebendarsteller agieren in der Geschichte und haben den Hauptdarstellern schon mal den Rang abgelaufen. Am Ende gibt es ein paar kleinere Cliffhanger und es handelt sich natürlich um einen Mittelteil, also wird die Neugierde auf den dritten Band angeschürt.  Einziger Kritikpunkt ist für mich, dass phasenweise die Liebesverwicklungen etwas viel Raum einnahmen.

Ich freue mich, dass es bald weitergeht.

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82 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 64 Rezensionen

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Das Jahrhundertversprechen

Richard Dübell
Flexibler Einband: 656 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 08.06.2018
ISBN 9783548289663
Genre: Historische Romane

Rezension:

Das Schicksal der Familie Briest verfolge ich vom ersten Band an mit großem Interesse. Dies liegt nicht nur an den Protagonisten, die einen natürlich im Laufe der Geschichte ans Herz wachsen. Hier finde ich es auch schön, dass im Wechsel der Generationen dennoch die Familiengeschichte nicht verlorengeht. Aber es ist einfach auch eine wahnsinnig spannende Zeit, die hier beschrieben wird. Die sozialen und politischen Umwälzungen und der erste Weltkrieg sind große Themen, die in allen drei Teilen eine Hauptrolle spielen. Hier merkt man eine der großen Stärken von Richard Dübell. Das Aufbereiten geschichtlicher Details, so dass sie harmonisch und logisch in eine fiktive Geschichte hineinpassen; genau das ist ihm hier hervorragend gelungen.

Der dritte Band ist spannend, unterhaltsam, voller Emotionen und Fakten. Natürlich könnte man ihn auch als erstes lesen. Aber ich rate davon ab, denn es ist einfach schön, wenn man von Anfang an diese Familie, ihre Entwicklung und den Werdegang der Personen verfolgen kann. Das ist das Sahnehäubchen auf dieser tollen historischen Trilogie. Schade, dass sie schon zu Ende ist.

Dübell gehört für mich einfach zu den deutschen Histo-Autoren, dessen Romane man bedenkenlos mit jedem neuen Buch genießen kann.

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192 Bibliotheken, 8 Leser, 3 Gruppen, 132 Rezensionen

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Die Schönheit der Nacht

Nina George
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Knaur, 02.05.2018
ISBN 9783426654064
Genre: Romane

Rezension:

Eine der beiden Hauptdarstellerin, Claire, ist Verhaltensbiologin. Und als solche könnten sie ihr eigenes Verhalten wahrscheinlich auch ganz gut selber diagnostizieren, wenn sie nicht mitten drin stecken würde. Die Frau ist gefangen in einer erkalteten Ehe, erstarrt in einem Leben ohne die Kraft des Neuen. Dies versucht sie mit wechselnden One-Night-Stands zu kompensieren. Erlebnisse mit namenlosen meist fremden Männern. Während zu hause der eigene Ehemann treu und beständig und ahnungslos auf sie wartet. Die Suche dieser Frau nach einem neuen Weg, einem Ausbruch aus ihrem alten Leben steht im Zentrum. Befeuert wird Claires Sehnsucht, als sie die neue Freundin ihres Sohnes, Julie, kennenlernt, die auf ihre wagemutige Art bereits einen Weg gefunden zu haben scheint.

Mit ihrem Männern verbringen die Frauen einen Urlaub in der Bretagne. Und in diesem heißen Sommer kochen die Gefühle über.

Die Schönheit der Nacht blickt ins Innere der weiblichen Hauptdarsteller. Ihre Gedanken und Gefühle werden auf eindringliche und lyrische Art betrachtet und beschrieben. Das liest sich auf seltsame Weise viel ruhiger und undramatischer, als die Geschehnisse tatsächlich für die Personen sind. Die Autorin besticht mit wunderschöner Sprache und inneren Konflikten, weniger mit Spannung oder Action.
Gestört haben mich manchmal die Dialoge, die etwas gestelzt wirken, so als wären alle Literatur- oder Biologieprofessoren.

Ein Buch, für das man sich Zeit nehmen sollte. Und ein Frauenbuch.

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57 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 30 Rezensionen

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Dunkles Arles

Cay Rademacher
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 22.05.2018
ISBN 9783832198756
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Capitain Roger Blanc wird diesmal in ein Verbrechen auf ganz persönliche Weise verwickelt. Bei einem heimlichen Treffen mit seiner verheirateten Geliebten Aveline wird diese Zeugin eines Mordes. Der Täter stiehlt dabei auch ihre Handtasche mit wichtigen Unterlagen, so dass Blanc und  sie gezwungen sind, auf eigene Faust nach den Tätern zu suchen. Dabei geraten sie in einen Strudel weiterer Anschläge und sind mehr oder weniger ständig auf der Flucht oder zumindest in Gefahr. Das war es auch, was mich etwas störte.

Ich hatte das Gefühl, der Autor möchte mit seinem Helden diesmal aus dem gewohnten Kriminalgeschehen – Mord, Ermittlungen, Aufklärung - ausbrechen und sich ein bisschen ins Thrillergenre zu begeben. Aber irgendwie kam das bei mir nicht so positiv an. Blanc ist ein bodenständiger und solider Ermittler. Als Held taugt er so gar nicht und den Ärger, auf den er sich da aus Liebe und Schuldbewusstsein einlässt, hätte er sich sparen können. So wirkte für mich alles etwas aufgesetzt und die Zuneigung, die ich eigentlich für Aveline empfinde, bekam ein paar Risse, da ich langsam denke, die beiden sollten die Liaison beenden oder endlich Nägel mit Köpfen machen.

Hinter all den Heimlichkeiten verlor der eigentliche Fall an Farbe, was schade ist, denn der hätte durchaus noch mehr Raum vertragen können. Ein netter Krimi für Zwischendurch aber an die besten Romane aus seiner Feder kann Rademacher diesmal nicht anknüpfen.

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(20)

29 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

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Die Schlingen der Schuld

Dave Warner , Dr. Holger Hanowell
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 25.05.2018
ISBN 9783404176878
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Die Schlingen der Schuld“ ist das erste auf Deutsch erschienene Buch des Australiers Dave Warner. Die Vermutung liegt nahe, dass es daran liegt, weil das Mordopfer ein Deutscher ist. Eine interessante Ausgangslage im fernen Down Under, dort, wo schon mal Krokodile das Sichern des Tatortes erschweren und die benötigten Rechtsmediziner von anderen Ende des Kontinents kommen. Die Mühlen mahlen etwas langsamer, die Menschen sind etwas urbaner und rauer, so scheint es. Das kommt gut rüber in diesem Kriminalroman, der wechselt zwischen Beschreibungen der soliden Ermittlerarbeit, privaten Einschüben des Ermittlers und Rückblenden, die langsam Klarheit in die ganze Sache bringen.

Der Leser weiß mehr, als der Kommissar. Daniel Clement ist ein typischer Vertreter seiner Zunft. Geschieden, etwas mitgenommen aber, wenn es um den Fall und die Arbeit geht, mit einer impertinenten Hartnäckigkeit und einem Blick fürs Detail.

Das Tempo ist anfangs eher zurückgenommen. Wir haben Zeit, den Hauptdarsteller und das Opfer kennenzulernen. Wer sich darauf einlässt, wir gut unterhalten und bekommt einen soliden Plot mit ein paar Rätseln, die es zu knacken gilt.

Ein gut lesbarerer Krimi mit etwas Luft nach oben.

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353 Bibliotheken, 8 Leser, 2 Gruppen, 146 Rezensionen

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Wie man die Zeit anhält

Matt Haig , Sophie Zeitz
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 20.04.2018
ISBN 9783423281676
Genre: Romane

Rezension:

Matt Haig hat über die Jahre an Autoren-Format für mich gewonnen. Es geht ihm nicht mehr darum, nur zu unterhalten, er will auch etwas mit seinen Büchern sagen. So ist dieses Buch, welches auf den ersten Blick wie ein SF-Roman daherkommt, in Wirklichkeit eines über das Leben an sich,  über die Wertigkeit von Beziehungen und dass die Endlichkeit des Lebens nicht nur negativ und voller Schrecken sein muss.

Der Hauptdarsteller, Tom lebt ein fast endlos langes Leben. Der Verlust der vielen Menschen über die Jahrhunderte nagt an ihm. Denn wichtiger als ein unendliches Leben ist die Nähe zu denen die man liebt und was ist ein Leben wert, wenn ständig die sterben, die man liebt.

Wiie man  die Zeit anhält, das versucht Tom für sich herauszufinden. Und Matt Haig kleidet seine fiktive Geschichte in die reale Gechichte, bemüht Personen, wie Shakespeare,  seinem Helden zu begegnen.

Ein Buch voller kleiner feiner Episoden, welches zum Nachdenken anregt. Nicht immer wirklich spannend aber mit dem Mut zu verweilen und Raum zu lassen für Tom, seine Verluste und für  die Überlegungen um Zeit und  Leben und Liebe.

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136 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 108 Rezensionen

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Tiefer denn die Hölle

Peter Gallert , Jörg Reiter
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 06.04.2018
ISBN 9783548290355
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Gallert und Reiter sind erfahrene Drehbuchautoren. Sie wissen, wie man Dialoge schreibt und wie man Spannung erzeugt. Und genau diese beiden Faktoren haben mich schon im ersten Band dieser Reihe um den Polizeiseelsorger Martin Bauer überzeugt. Deshalb habe ich mir postwendend den Nachfolgeband gekauft und wurde nicht enttäuscht.

Der Fall ist abstrus und brutal, aber auch ungewöhnlich und neu. Martin und die Kommissarin Dohr sind ein gutes Gespann. Starke Charaktere, die ein etwas kompliziertes Privatleben haben dürfen welches natürlich ihre Berufe und ihr Engagement widerspiegelt. Dennoch ist es nicht überzeichnet und die beiden sind mir sehr sympathisch.

Der Plott ist, wie gesagt, sehr spannend und abwechslungsreich. Das Buch ist nicht so besonders dick, also ist mal schnell durch, weil man es auch schlecht weglegen kann. Ich kann diese Krimireihe nur wärmstens empfehlen.

 

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205 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 111 Rezensionen

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Nichts ist gut. Ohne dich.

Lea Coplin
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 20.04.2018
ISBN 9783423717786
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Jana ist noch sehr jung, als ihr Bruder bei einem Verkehrsunfall stirbt. Leander gibt sich die Schuld daran und flüchtet aus der Stadt. Nach sechs Jahren muss er zurück kehren und begegnet Jana in einem Buchladen. Das stürzt beide erst mal in ein tiefes Tal heftiger Gefühle. Und so bleibt es auch eine ganze Weile in diesem Buch. Beide wissen nicht, wie sie mit der Situation umgehen sollen, benehmen sich teilweise über-emotional und unreif, teilweise einfach schräg und witzig. Aber es wäre keine Liebesgeschichte, wenn sie nicht irgendwann die Kurve kriegen und erkennen würden, dass da tatsächlich noch andere Gefühle schlummern und dass sie gemeinsam das Unglück überwinden können.

Ein schönes Buch, welches Spaß macht zu lesen. Die Sprache ist leicht und erfrischend und durchaus auch für ältere Semester ein Vergnügen. Ich mochte die beiden von Anfang an und das hin und her und vor und zurück war nicht übertrieben und angenehm lebensnah.

Sehr zufrieden habe ich das Büchlein in zwei Tagen durchgelesen und gleich an meine Nichte weitergereicht. Auch ihr Urteil war rundherum positiv und zufrieden. Die Autorin ist eine schöne Neuentdeckung für mich.

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137 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 91 Rezensionen

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Bis zum Himmel und zurück

Catharina Junk
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Kindler, 13.03.2018
ISBN 9783463406947
Genre: Liebesromane

Rezension:

Catharina Junk hat es auch mit ihrem zweiten Buch geschafft, mich voll und ganz zu überzeugen. Die Geschichte von Katja, die nach einer Familientragödie mit ansehen musste, wie ihre Familie daran zerbrach und sie selbst sich in ein Schneckenhaus zurückgezogen hat, ist ergreifend aber frei von Kitsch und abgegriffenen Plattitüden. Die Autorin schafft es, in einem ungezwungenen Plauderton mit viel Humor und Liebe für die Figuren zu erzählen. In Rückblenden erfährt man genauer, was passiert ist. Das Katja aus der Bahn geworfen wurde, wissen nur wenige und sie verbirgt ihre Schuldgefühle und fügt sich lieber selber Schmerzen zu, als sich zu öffnen. Als ihr Vater ins Krankenhaus kommt, muss sie plötzlich ihr Leben neu überdenken und neue Familienmitglieder und ein netter Mann geben neue Denkanstöße und rütteln sie wach.

Ein wirklich zauberhaftes Buch welches trotz trauriger und dramatischer Ereignisse immer wieder Mut und Freude bereitet. Es ist schön, Katja zu begleiten und mitzuerleben, wie sie aus dem schwarzen Loch herauskommt. Und für’s Herz ist natürlich auch noch etwas dabei.

Das Cover ist toll und versprüht genau die Atmosphäre, die auch im Buch immer wieder durchkommt. Zuversicht, Freude, Glück bekommen eine zweite Chance in Katjas Leben. Von mir eine dicke Leseempfehlung.

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30 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

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Die Geschichte des Wassers

Maja Lunde , Ursel Allenstein , Ulla Mothes , Christiane Pearce-Blumhoff
Sonstiges Audio-Format
Erschienen bei Der Hörverlag, 19.03.2018
ISBN 9783844528794
Genre: Romane

Rezension:

Der Titel des Buches ist relativ hochtrabend und ich hatte durch die Werbung eine hohe Erwartung an das Buch. Ich dachte, es wäre eine Art Öko/SF/Roman in dem die Bedeutung des Wassers, die dramatischen Veränderungen der Natur durch die Hand des Menschen in einer dystophischen Zukunft erzählt würden. In Ansätzen ist das natürlich auch so geschehen.

Die Vernichtung eines norwegischen Gletschers ist nur ein kleiner Baustein auf dem Weg ins Jahr 2045, in dem eine große Dürre in Südfrankreich zu einer Massenflucht führt. Große Auffanglager sind die einzigen Rettungsanker ohne Wasser, Verkehrsmittel, Telefon oder Handy, Nahrungsmittel u.ä. Alles scheint zusammenzubrechen.

In drei Zeitebenen erfährt man etwas über die Signe und David und Lou. Über ihr jeweiliges Schicksal, die Hintergründe ihrer Flucht, ihr Leben. Allerdings konnte ich mich irgendwie nicht so richtig mit ihnen anfreunden und das Wasser spielte auch keine zentrale Rolle. Ja, Signe versuchte als Öko-Terroristin für den Gletscher zu kämpfen und David und seine Tochter Lou waren in einer wasserlosen, lebensfeindlichen Gegend immer mit der Suche nach Wasser beschäftigt. Aber das Thema an sich wurde nur in den Raum geworfen und dann in keiner Weise wirklich näher behandelt. Außerdem erfuhr man wenig über den Rest der Welt. So kommen die Schicksale anderer Menschen und anderer Länder nicht wirklich vor und es gab weder genaue Erklärungen darüber, was in den 30 Jahren der Zunft passiert ist, noch wie der Zustand von Europa überhaupt ist. Jede Menge Andeutungen, die mich nicht zufriedengestellt haben.

Leider ein Buch, welches für mich nur marginal interessant war und ein bisschen am eigentlichen Thema vorbei erzählt hat.

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76 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 48 Rezensionen

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Die letzte Reise der Meerjungfrau

Imogen Hermes Gowar , Angela Koonen
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Ehrenwirth, 29.03.2018
ISBN 9783431040821
Genre: Romane

Rezension:

Imogen Hermes Gowars Debüt „Die letzte Reise der Meerjungfrau“ spielt gekonnt mit den Erwartungen der Leser. Gibt es Meerjungfrauen wirklich? Wo reist dieses mystische Wesen hin? Und wie reagieren die Menschen auf sie?

Zumindest den letzten Punkt kann man schnell abhaken, denn als ein schlauer Händler eine tote Meerjungfrau erhält, stellt er sie für gutes Geld aus und die Menschen strömen von überall herbei und sind überrascht oder sogar abgestoßen aber höchst zufrieden vom Nervenkitzel, den dieses Wesen, welches hier als Meerjungfrau angepriesen wird, dem Betrachter gewährt. Ob sie echt oder doch nur eine gute Fälschung ist, bleibt lange ungewiss.

Erwartungen sind es, die man als Leser und als Protagonist wie in einem Spiegel vorgehalten bekommt, denn ein ums andere Mal wird man von den Wendungen der Handlung überascht. Hat nicht eine Meerjungfrau hüpsch zu sein? Hat nicht ein Händler skrupellos und abgebrüht zu sein? Hat nicht eine Kurtisane egoistisch und gleichzeitigwillig zu sein?

Das Buch braucht seine Zeit um zu erzählen, zu beleuchten, zu überraschen. Die damalige Zeit ist eine, geprägt von großen Vorurteilen und tiefen Abgründen zwischen den Gesellschaftsschichten. Der Schmutz, die Armut, die Nöte der Huren und die Sorgen eines Händlers, werden auf eine intensive und magische Art und Weise beschrieben. Obwohl die Autorin kein Blatt vor den Mund nimmt, spürt man immer, dass sie liebevoll und vorsichtig mit ihren Protagonisten umgeht und ihre Schwächen mit einem milden Augenzwinkern den Stärken gegenüberstellt.

Ein leises, ruhiges Buch mit einem realistischen Gerüst und einer phantastischen Würzmischung. Ein Buch für Genießer, für Geduldige und Aufmerksame, für Leser, die in Wortbildern schwelgen und Sprache genießen wollen.

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55 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 45 Rezensionen

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Das Geheimnis des Glasbläsers

Ralf H. Dorweiler
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 26.01.2018
ISBN 9783404176274
Genre: Historische Romane

Rezension:

Was mir gefallen hat am "Geheimnis des Glasbläsers":

Zu allererst mal der Schreibstil. Sehr gut lesbar. Unterhaltsam und informativ.
Dann natürlich die tollen Charaktere. Also nicht nur ein Held sondern ein Freund, wie ihn man sich wünscht. Nicht nur eine Frau, in die er sich verliebt sondern auch noch eine taffe Freundin, die ihm zu Seite steht.
Eine rasante Handlung, die so einige überraschende Wendungen hat und am Ende fast zu einem Abenteuerbuch heranwächst.
Historische Kleinigkeiten und Infos, die das Flair ausmachen und dem Setting eine glaubhafte Farbe geben.

Ralf Dorweiler hat mit "Das Geheimnis des Glasbläsers" meine Erwartungen auf sehr gute Unterhaltung aus deutscher Feder voll und ganz erfüllt. Es war so spannend, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen mochte.
Auch hat er es geschafft, dass ich ein bisschen Lachen und auch ein klein wenig Weinen musste und mit den Darstellern mitgefiebert habe.

Auch das Ende war trotz eines kleinen Wehrmutstropfen perfekt für mich.

Was hat mir nicht gefallen:

Das das Buch viel zu schnell zu Ende war.

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655 Bibliotheken, 17 Leser, 2 Gruppen, 183 Rezensionen

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Fire & Frost - Vom Eis berührt

Elly Blake , Yvonne Hergane
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 14.02.2018
ISBN 9783473401574
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Fire & Frost - Teil eins. Man muss wissen, dass hier eine neue Fantasy-Reihe beginnt. Also Vorsicht - die Autorin schreckt nicht vor fiesen Cliffhangern zurück.
Es handelt sich um eine Yound Adult Reihe. Die Autorin schwelgt in all den von vielen Lesern und Verlagen gewünschten Vorgaben. Von der jugendlichen Heldin, die eine mächtige Gabe hat. Diese Gabe könnte ein ganzes Volk vor einem Tyrannen retten. Sie verliebt sich ausgerechnet in einen ihrer ärgsten Feinde - und der in sie. Sie muss fliehen, die Hilfe des geliebten Feindes annehmen. Sie muss ihre Kräfte erst richtig erlernen, gerät in große Gefahren, weiß nicht, ob sie dem Feind vertrauen kann.

Alles so oder ähnlich schon mal dagewesen. Alles unterhaltsam aber nichts überraschendes. Und wie gesagt. Es endet, bevor die Geschichte eigentlich so richtig begonnen hat. Da hiflt es nichts. Man muss auf Teil 2 warten und hoffen, dass die Autorin hier noch eine Schippe drauflegt.

Kann noch nicht an die ganz guten Fantasyreihen heranreichen. Wunderschönes Cover.

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202 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 124 Rezensionen

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Zu nah

Olivia Kiernan , Klaus Timmermann , Ulrike Wasel , Carla Felgentreff
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 03.04.2018
ISBN 9783959671835
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Seit langem mal ein Buch, welches mich mit der Leseprobe angesprochen hat, welches aber dann leider nicht gehalten hat, was es mir versprochen hat. Dies lag an zwei Dingen. Zum einem ist der Plot ziemlich unausgegoren. Die Heldin ist selbst erst vor kurzem Opfer einer Straftat geworden und beginnt gerade wieder ihren Job. Das ist nicht neu und irgendwie konnte ich der Hauptdarstellerin nicht so recht abnehmen, dass sie Schwierigkeiten und ein Trauma hat. Erst mal im Fall drinnen spürt man nichts mehr davon. Die Zusammenhänge, die sie alle ermittelt, sind teilweise hanebüchen oder total überraschend, also nicht logisch aufgebaut. Außerdem wird vieles einfach nur erklärt, aber nicht in die Handlung eingebaut. Dadurch wirkt alles etwas abgehakt und unspektakulär.

Am Ende gehört stellt sich heraus, dass ihr Täter mit dem Fall auch zu tun hatte. Das war des guten für mich einfach zu viel.

Ich habe mich durchgequält und kann das Buch nicht wirklich empfehlen.

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43 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

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Herrscher des Nordens - Die letzte Schlacht

Ulf Schiewe
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.02.2018
ISBN 9783426520048
Genre: Historische Romane

Rezension:

„Die letzte Schlacht“ ist nicht die einzige, die Harald, der Norwegerkönig, im Abschlussband der Trilogie von Ulf Schiewe zu schlagen hat. Zuerst ist es einmal der Kampf um Konstantinopel, der ihn und seine Varäger beschäftigt. Wieder einmal beweisen sie durch Einfallsreichtum, Kampfeskraft und Mut, dass sie eine wehrhafte Truppe sind, die nicht Tod und Teufel fürchten muss. Nicht ganz freiwillig verlässt er schließlich die große Stadt und auch seine Geliebte Maria, um auf kleinen Umwegen endlich nach Norwegen zurückzukehren. Hier muss er sich der Frage stellen, ob er seinen Neffen Magnus als König anerkennen oder mit ihm um den Thron streiten will.


Betrachte ich dieses Buch für sich alleine, dann hat es mich nicht ganz so gefesselt, wie z.B. der erste Band. Ob dies daran lag, dass bei mir durch zwei Zeitsprünge etwas der Erzähl-Faden gerissen ist? Oder lag es daran, das Harald sich veränderte und einfach nicht mehr der nette norwegische Junge war, sondern ein Mann, der mit dem Alter etwas Unzufrieden und auf die Erweiterung seines Einflusses erpicht war?


Sieht man das Buch als Abschluss einer biografisch angehauchten Trilogie, dann ist es natürlich interessant und spannend zu lesen, wie es kam, dass Harald doch noch König wurde und dann sogar auszog, um in England nach der Krone zu greifen.


Für die ganze Reihe würde ich also fünf Sterne vergeben. Für den dritten Band sehr gute vier Sterne. Ich mag Ulf Schiewes Art, wie er seinen Helden und Heldinnen Leben einhaucht und dabei nicht die geschichtlichen Fakten vergisst. Wie immer war es ein großes Vergnügen.

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116 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 33 Rezensionen

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Zwischen zwei Sternen

Becky Chambers , Karin Will
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 25.01.2018
ISBN 9783596035694
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Becky Chambers bleibt ihrem erfundenen Universum treu ohne eine direkte Fortsetzung ihres erfolgreichen Erstlings zu schreiben. Das finde ich schön. Der Rhythmus der neuen Geschichte ist tatsächlich etwas anders. Ruhiger und mit noch weniger Personal. Im Zentrum steht die Künstliche Intelligenz Lovelance, die erst ein Raumschiffcomputerprogramm war und jetzt in einem richtigen Körper exestiert. Damit hat sie so ihre Probleme. Sie fühlt sich unwohl in dieser neuen Lebensform. Aber es gibt Wesen, die ihr helfen. Und nach und nach findet sie sich ein in die neue Identität, lernt dazu und findet sogar Gefallen daran.

Die Handlung ist auf wenige Orte reduziert. Die Autorin widmet sich in ihrem angenehmen Erzählstil der gründlichen Ausarbeitung ihrer Charaktere und ihrer Entwicklung. Man sollte nicht zuviel Action erwarten und der große Bogen der Story erinnert schon ein bisschen an ein modernes Märchen.

Mir hat die Geschichte gut gefallen. Nicht ganz so spannend, wie das erste Buch aber immer noch eine Leseempfehlung wert.

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17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

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Bis wir uns wieder begegnen

Catherine Ryan Hyde , Marion Plath
Flexibler Einband: 398 Seiten
Erschienen bei Tinte & Feder, 27.02.2018
ISBN 9781503949836
Genre: Romane

Rezension:

Texas 1959: Der Junge Pete findet einen verletzten Wolfshund und bringt ihn zu Dr. Lucy. Die ist zwar eigentlich keine Tierärztin aber von den Menschen enttäuscht und sie kümmert sich seit längerem vor allem um tierische Patienten in Not. Als die Ärztin merkt, dass Pete von seinem Vater geschlagen wird, gibt sie ihm für ein paar Tage bei sich Asyl. Aber schon am ersten Tag findet Pete erneut einen Verletzten. Diesmal ist es der dunkelhäutige Junge Simon, der von Unbekannten zusammengeschlagen wurde. So übernachtet alsbald nicht nur der verletzte Simon bei ihr sondern auch dessen Vater Calvin, der seinem Sohn beistehen möchte.



Lucy und Calvin spüren sofort eine intensive Nähe zum anderen. Über Hautfarben und Konventionen hinweg zieht sie ein starkes Gefühl zueinander. Aber im Texas der damaligen Zeit schlagen ihnen schnell Hass und Ablehnung entgegen und die zornige Volksseele kocht hoch.



Was mir besonders gefallen hat war der ruhige Erzählstil. Die Autorin beschreibt mit aufmerksamen Blick aber in sparsamen klaren Worten, die Gefühle und Gedanken rüberbringen und dennoch dem Leser Raum für eigene Eindrücke lassen. Sehr intensiv sind auch die Dialoge, in denen viele Dinge ganz leicht und glaubwürdig transportiert werden. Dass z.B. Lucy und Calvin so schnell so tief empfinden, versuchen beide zu erklären und sich gegenseitig zu beschreiben. Dadurch wirkt es nicht aufgesetzt und übertrieben, nicht kitschig, sondern zu Herzen gehend. Auch die Jungen sprechen über ihr Leben und ihre Gefühle in einer kindlichen Wahrhaftigkeit. 
Das ungewöhnliche Quartett ist mir schnell ans Herz gewachsen und ich habe mich davor gefürchtet, dass die rassistische Gesellschaft diese Liebe und Freundschaft zerstören könnte. Ich will nicht verraten, wie es ausgeht. Aber mich hat die Geschichte gefesselt und ich habe für mich eine neue Autorin entdeckt mit einer ganz eigenen Stimme.

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206 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 109 Rezensionen

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Mein Leben oder ein Haufen unvollkommener Momente

Peter Bognanni , Anja Hansen-Schmidt
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 29.01.2018
ISBN 9783446258631
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Tess und Jonah hatten eine Online-Freundschaft. Nach und nach wurde diese so intensiv, dass es für Tess Liebe wurde. Aber dann begeht Jonah Selbstmord und lässt Tess mit all ihren Fragen und ihrem Schmerz zurück. Dass wirft die 16jährige erst mal gehörig aus der Bahn und in alter Gewohnheit schreibt sie weiter an Jonah, bis sie plötzlich von dessen Account Antwort erhält.


Peter Bognanni hat einen angenehmen Erzählstil, der dieses Jugendbuch auch für Erwachsene gut lesbar macht. Dabei nimmt er sich eines heiklen Themas mit aller notwendigen Deutlichkeit und einer wohltuenden Normalität an. Es geht um den Tod. Nicht nur in Form eines schrecklichen Selbstmordes. Der will natürlich verarbeitet werden. Aber auf unkonventionelle Art erfahren die Protagonisten Verluste, Beerdigungen, Trauer, Ängste aber auch Freundschaft und Liebe. Die ganze Palette der menschlichen Gefühle wird in diesem Buch erzählt. Dabei hat der Autor einen Hang zum Skurrilen und zum Ungewöhnlichen.



Die Geschichte hat mir eigentlich gut gefallen allerdings, fand ich manche Aktionen der Charaktere nicht ganz nachvollziehbar oder sogar aufgesetzt. Am Ende hätte ich mir tatsächlich ein bisschen mehr Normalität gewünscht, um mich mehr in die Lage der Darsteller hineinversetzen zu können. 3,5 Sterne für eine unterhaltsame Story.

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