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118 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 25 Rezensionen

wir zwei in fremden galaxien, kate ling, dystopie, the loneliness of distant beings, galaxie

Wir zwei in fremden Galaxien

Kate Ling , Anja Hackländer
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.02.2017
ISBN 9783846600412
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Das Raumschiff Ventura befindet sich seit 84 Jahren auf einer schweren Mission. Es soll den Ursprung eines unbekannte, seit langem auf der Erde empfangenen Signals ergründen, dessen Sender über 300 Jahre entfernt im Weltall liegt. Die letzte Überlebende der ursprünglichen Besatzung ist Serens Großmutter und sie ist gerade gestorben. Sie war die letzte, die noch persönlich auf der Erde freie Luft atmen und Sonne und Wind auf der Haut spüren konnte. Sie hatte auch wie alle anderen Besatzungsmitglieder unterschrieben, dass sie und alle nachfolgenden Generationen an diesem gefährlichen Reiseplan festhalten und um den Erfolg zu gewährleisten strenge Regeln und Gesetze befolgen würden. Denn das Leben auf dem Raumschiff ist reizlos und langweilig und um die Mannschaft gesund zu erhalten, wird auf ein strenges Arbeits- und Zuchtprogramm gesetzt, welches unter anderem auch jedem neuen Jahrgang vorschreibt, wer mit wem Kinder zu „züchten“ und deshalb eine Ehe einzugehen habe.

Seren bekommt den Sohn der Kommandantin, Ezra, zugeteilt und ist darüber wenig erfreut. Der Kerl ist arrogant, eingebildet und uncharmant. Als sie sich auch noch Hals über Kopf in Dom verliebt, der ebenfalls schon einer anderen zugeteilt ist, fangen die Probleme erst an. Denn Seren ist ein Sturkopf und schlägt damit ganz nach ihrer Mutter, die sich mit dem reglementierten Leben auf dem Raumschiff auch nicht abfinden konnte. Überraschend trifft das Raumschiff auf den Planeten Huxley 3 und unterbricht seine Reise um zu prüfen, ob Leben auf ihm möglich wäre.
Der Einstieg in die Geschichte war ganz nach meinem Geschmack. Es ist eine Dystophie, die aber im Weltraum spielt. Das herrschende System mit der Kommandantin an der Spitze ist natürlich gruselig und hart. Menschen, die Eigentum einer Firma sind, die keinen freien Entscheidungswillen haben dürfen. Die Produktion von neuen Menschen im Reagenzglas nur zum Zwecke, die Mission zu erfüllen, zu arbeiten und zu funktionieren. Orwell hätte seine Freude an dieser Geschichte. Captain Kat is watching you.
 Und dann natürlich die zarte Liebesgeschichte von Seren und Dom. Da sprühen die Funken und die beiden sind mir gleich ans Herz gewachsen. Die anfängliche Ausweglosigkeit kam gut rüber und anfangs hatte ich auch noch die Hoffnung, dass einige der Nebenfiguren, wie z.B. der Großvater von Seren, noch eine größere und ambivalentere Rolle bekommen.

Leider kippte die Geschichte für mich etwa ab der Hälfte und war dann ziemlich gefühlslastig und vor allem von Serens Sehnsüchten, Ängsten und Unsicherheiten beseelt. Es war das allbekannte Hin und Her zweier Liebender. Das ist nett zu lesen aber die Autorin verschenkte damit meiner Meinung nach das Potential, welches das ungewöhnliche Setting gehabt hätte. Ich wartete leider vergeblich auch mehr SF-Elemente. Ohne vom Finale zu viel zu verraten passiert im letzten Viertel ziemlich viel. Meiner Meinung nach sogar zu viel, denn vieles war für mich Unlogisch oder von den Charakteren unmotiviert und hätte einer ausführlicheren Erklärung bedurft. Das Ende kommt abrupt und mit einem großen Cliffhanger.

Mein Fazit: Die Autorin hat durchaus Potential. Der Schreibstil war angenehm zu lesen. Ich denke mal, sie hätte sich einfach mehr Zeit und mindestens 100 Seiten mehr für diese Geschichte gönnen sollen. So fand ich es etwas unausgegoren, nett aber belanglos.

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48 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

irland, geheimnis, trauer, liebe, familiengeheimnis

Das Geheimnis jener Tage

Zoë Miller , Peter Knecht
Flexibler Einband: 516 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 15.01.2017
ISBN 9783458361961
Genre: Romane

Rezension:

Am Anfang dieser Geschichte steht eine zarte und tiefe Liebesbeziehung, die überraschend an einem Strand beginnt, als eine junge Frau einen jungen Mann vor dem Selbstmord bewahrt.

Eine Generation später leidet Carrie Cassidy nach fünf Jahren noch immer unter dem überraschenden Tod ihrer beiden Eltern. Sie erträgt die Nähe ihres Freundes nicht mehr, ist gelangweilt vom Job, weiß nicht mehr, wie es weitergehen soll.

Überraschend besucht sie eine Frau aus der Schweiz und bittet um einen Besuch ihres totkranken Ehemannes, der wohl ihre Mutter kannte und liebte. Fast widerwillig lässt Carrie sich darauf ein und es kommt ein Stein ins rollen, der die Vergangenheit aufwühlt und so manche Überraschung ans Tageslicht schwappt.

Das Buch beginnt sehr schön und anfangs war ich richtig begeistert vom Erzählstil. Der Plot ist trickreich, hat eine Menge Überraschungen und ein Geheimnis, welches man wirklich entdecken kann, auf Lager. Leider war mir die Hauptdarstellerin bald ziemlich unsympathisch, da sie eine weinerliche selbstmitleidige Art hatte. Auch war es mir stellenweise zu viel schmachten, seufzen und leiden, ja sogar manchmal zu viel Harmonie. Diese Art, die Gefühle der Protagonisten - vor allem von Carrie - zu beschreiben, fand ich zu langatmig und ich hätte die ständige Wiederholung nicht gebraucht. Dadurch gab es zwei Teile im Buch, die sich für mich so zogen, dass ich es fast abbrechen wollte. Das gute Ende konnte mich nur teilweise darüber hinweg trösten.

Fazit: Durchwachsen

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(95)

186 Bibliotheken, 10 Leser, 1 Gruppe, 89 Rezensionen

mord, erinnerungen, roman, lügen, psychologie

Das Buch der Spiegel

E.O. Chirovici , Werner Schmitz , Silvia Morawetz
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 27.02.2017
ISBN 9783442314492
Genre: Romane

Rezension:

Richard Flynn schreibt ein Buch und schickt es an einen Verlag. Es geht um Geschehnisse, die unverarbeitet 20 Jahre in ihm gegärt haben. Einen Mord und eine große Liebe. Der Verlagsagent ist von der Manuskriptprobe fasziniert und möchte Flynn und das Ende des Buches kennenlernen. Aber es kommt alles erst mal ganz anders als er denkt. Und er wird nicht der letzte sein, der sich auf die Suche nach der Wahrheit begibt. Immer im Schlepptau der Leser.

Ich wusste es schon bei der Leseprobe, dass dieses Buch mich vom Hocker reißen würde. Der Schreibstil ist einfach wunderschön und entwickelte bei mir so einen Sog, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Der Autor spielt mit der Sprache und den Gefühlen des Lesers, er fabuliert und gibt den Charakteren Tiefe und Charakter.

Die Teile, in denen Flynn selber erzählt, haben mich sehr an die Romane von Dicker erinnert und die schätze ich über die Maßen. Ich mag es, wie Chirovici seine Personen beschreibt. Man kommt ihnen ganz nah, man fühlt mit ihnen. Die Geschichte ist sehr intelligent verschachtelt und wird so erzählt, dass der Leser das Buch wie ein Rätsel genießen kann ohne, dass es ein Krimi im eigentlichen Sinne ist.

Mich hat das Buch absolut begeistert und ich kann es uneingeschränkt empfehlen.  

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84 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 50 Rezensionen

dübell, historisch, luftfahrt, fliegen, zeppelin

Der Jahrhunderttraum

Richard Dübell
Flexibler Einband: 736 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 13.01.2017
ISBN 9783548288277
Genre: Historische Romane

Rezension:

Jahrhunderttraum heißt der zweite Teil der historischen Trilogie von Richard Dübell. Die Handlung ist diesmal im letzten Jahrzehnt des 19.ten Jahrhunderts und dem ersten des 20.ten angesiedelt. Und Dübell verwendet gleich mehrere stilistische Kniffe, um sowohl die technischen und politischen Entwicklungen der damaligen Zeit erzählerisch abzudecken, als auch weibliche und männliche Leser anzusprechen.

Zum einen sind da die drei Hauptdarsteller, die Geschwister Otto und Levin und Amalie von Briest. Alle drei sind auf ihre Art sympathische Charaktere, die eine eigenen Entwicklungsgeschichte haben und ein Thema im Buch durch ihre Erlebnisse erzählen. Die Männer das Thema der Technik und Wissenschaft, wozu vor allem die Luftfahrt und Fliegerei gehören und Amalie das der Frauenbewegung in all ihren Facetten.

Dübell hält alle Fäden straff in der Hand, verwebt geschickt die beginnende Industrialisierung und die Emanzipation mit Attentaten und Zeppelinreisen. War er bis jetzt vor allem ein Garant für spannende Mittelalterhistorie, so hat er mit dieser Zeitschiene mal wieder genau meinen Geschmack getroffen und ich habe das Buch begeistert gelesen.

Fazit: Eine sehr gelungene Fortsetzung mit vielen großen und kleinen geschichtlichen Leckerbissen und definitiv mehr, als nur einfach ein Teil einer Trilogie. Das Buch lässt sich wunderbar ohne Vorkenntnisse lesen und macht dann Lust auf den Vorgänger und den Nachfolger, der hoffentlich bald am Bücherhimmel dräut.

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101 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 57 Rezensionen

thriller, mord, hamburg, bernhard aichner, totenrausch

Totenrausch

Bernhard Aichner
Fester Einband: 380 Seiten
Erschienen bei btb, 09.01.2017
ISBN 9783442756377
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Mit Totenrausch endet die Trilogie um die Bestatterin und Mörderin Brünhilde Blum. An dieser Krimireihe von Bernhard Aichner ist so gut wie alles ungewöhnlich.

Da ist zum einem mal die Hauptfigur. Brünhilde ist ein sehr sperriger, über weite Strecken fast undurchschaubarer Charakter. Im ersten Band lernten wir ja ganz kurz noch eine weiche Seite an ihr kennen, die aber mit dem Tod ihr Nahestehender und ihren eigenen Morden fast völlig verschwand. Auch wenn sie ihre Töchter abgöttisch liebt und wie eine Wolfsmutter gegen alle Widrigkeiten beschützt, so ist sie doch ein seltsam kühler Mensch, der den Leser und seine Zuneigung nicht so ohne weiteres erobert.

Dann haben wir da einen Schreibstil und einen Erzählrythmus, der auf den Leser schon mal einprasselt wie ein Gewitter. Es gibt wenig wirklich lange Beschreibungen. Die Sätze sind kurz und knackig, die Aussagen klar und ohne große Redundanzen. Aichner und Blum sprechen beide Klartext. Der Raum dazwischen lässt teilweise wenig Platz für Spekulationen oder Grauzonen aber es ist einfach mitreißend und das Tempo der Geschichte ist dadurch sehr hoch. Aichner nennt seine Heldin auch rüde meistens nur Blum. Dadurch nimmt er ihr das weiblich-zarte und gibt ihr Kraft und Härte.
Der Plot an sich bietet ein paar nette Dinge, die man so noch nicht in vielen Büchern des Spannungsgenres gelesen hat. Ich kenne keine Bestatterin, Mörderinnen mit so wenig Reuegefühlen gibt es auch selten und Blum`s Leben wird kaum durch unnötige Emotionen verwässert. Wichtig sind nur die Kinder.

Der dritte Teil kann qualitativ wieder an den ersten anschließen. Deshalb habe ich das Buch auch gerne und zügig gelesen und am Ende war mir Blum doch sympathischer, als ich es anfangs erwartet hatte. Das Buch und Brünhilde sind gegen alle Konventionen frech, stark und nachhaltig. 

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108 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 46 Rezensionen

ostpreußen, familiensaga, mitgift, familie, mamsell

Das Lied der Störche

Ulrike Renk
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 19.01.2017
ISBN 9783746632469
Genre: Historische Romane

Rezension:

"Das Lied der Störche" erklingt mehr als einmal in diesem Buch. Auch wenn es mehr ein Schnäbelklappern ist. Es ertönt oft in der stpreußische Landschaft in der das Gut der Familie Fennhusen liegt. Ihre Mutter heiratet in dritter Ehe den Bruder ihres verstorbenen Mannes und zieht mit den drei Kindern aus früheren Ehen zu ihm auf das Landgut. Die Älteste, Frederike, fühlt sich hier bald sehr wohl. Sie liebt die Natur, die Tiere und den ganzen Betrieb. Für ihr jugendliches Alter ist sie schon sehr reif und sie scheint wie geschaffen dafür, einmal ein eigenes Gut zu leiten. Deshalb besucht sie auch später eine Schule, die diese Ausbildung fördert. Die Mutter hofft auf einen Ehemann, mit Geld und Gut.

Frederike muss irgendwann selbst herausfinden, was sie sich für ihre Zunkunft wünscht und welchen Mann sie gerne als Ehemann an ihrer Seite hätte. Dabei ist die Mutter wenig hilfreich, denn sie ist kühl und hat genaue Vorstellungen von allem. Dennoch hat Freddy mit ihren Geschwistern und dem Stiefvater eine schöne Jugend. Noch merkt man in Ostpreußen wenig davon, dass bald die Stimmung im Reich kippen wird und die Nationalsozialisten an die Macht kommen werden.

Die Familiengeschichte beruhrt auf dem Leben realer Menschen und die Autorin, Ulrike Renk, hat gründlich recherchiert und erzählt unprätentiös und in einem ruhigen Schreibstil. Es handelt sich um den ersten Teil einer Trilogie, deshalb endet dieses Buch auch so, dass man die Fortsetzung sehnlich erwarten wird. Ein schöner historischer Roman.

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18 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

thriller

Leichtes Opfer

Roger Smith , Klaus Timmermann
Fester Einband: 334 Seiten
Erschienen bei Tropen, 21.03.2015
ISBN 9783608501360
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Leichtes Opfer ist das, was ich als ein Männer-Buch beschreiben würde. Nicht, weil es NUR Männer lesen könnten oder sollten. Aber es ist ein raues, hartes Buch und es ist eines, dass in einer markanten ruppigen Sprache geschrieben ist. Hier ist nichts weichgespült oder sanft. Weder die Handlung, noch die Menschen. Ich würde auch sagen, dass es ein typischer Roman von Roger Smith ist, den ich – obwohl ich eine Frau bin – sehr gerne lese.

Ich mag zum einen das Setting Südafrika ausgesprochen gerne. Es ist exotisch und in manchem ziemlich fremd. Die politischen und gesellschaftspolitischen Probleme gehören einfach in einen Roman dieses Landes und Smith versteht es, diese Dinge anzusprechen und aufzuzeigen und dabei einen hervorragenden Thriller zu erzählen. Dennoch sind die menschlichen Abgründe  überall die gleichen auf der Welt. Die Mischung macht es also.

Die Spirale der Gewalt wird eines nachts in Gang gesetzt, als ein Ehepaar versucht zu vertuschen, dass ihr Sohn einen Mord begangen hat. Die Geschichte, die sich daraus entwickelt ist von der ersten Seite an spannend und hat ein paar überraschende Wendungen. Ich konnte das Buch kaum mehr aus der Hand legen und kann es uneingeschränkt empfehlen.

 

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(90)

131 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 84 Rezensionen

drogen, baby, schnee, winter, flucht

Sweetgirl

Travis Mulhauser , Sophie Zeitz-Ventura
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 13.01.2017
ISBN 9783423261265
Genre: Romane

Rezension:

An „Sweetgirl“ hat mich zu allererst mal das Cover unheimlich angesprochen. Nicht nur, weil es in die winterliche Jahreszeit so hervorragend als Lesestoff reinpasst, sondern auch, weil es so schön reduziert daherkommt und eine Stimmung mit einfachsten Mitteln hervorragend einfängt.


So ähnlich ist dann auch die Geschichte. Der Autor Travis Mulhauser braucht nur wenige Personen und eine Portion schneebedeckte Natur, um eine spannende und unterhaltsame Verfolgungsjagd zu erzählen, die alles hat, was ein fesselndes Buch haben sollte.


Ein sympathische Hauptdarstellerin, die 16-jährige Percy, die mutig und mit Einfallsreichtum versucht, ein kleines Baby in Sicherheit zu bringen. Ein paar drogenabhängige Verfolger, die Gott sei Dank ziemlich durchgeknallt sind und nicht immer durch Geistesgröße und Umsicht hervorstechen. Eine Landschaft, in der der Mensch schon mal verschwinden kann, weil sie weit und unwirtlich ist aber auch wunderschön und klar.


Hervorheben möchte ich, dass mir besonders die Dialoge gefallen haben. Sie transportieren die Gefühle und Probleme der Protagonisten und waren glaubwürdig und oft richtig witzig. Mein Fazit ist, dass das Buch sich wahnsinnig gut und schnell durchlesen lässt. Mir ist es fast ein bisschen zu kurz ausgefallen. Ein paar extra Seiten für Beschreibungen hätten der Geschichte noch mehr Gewicht gegeben.

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185 Bibliotheken, 19 Leser, 1 Gruppe, 99 Rezensionen

schweden, krimi, fabian risk, dänemark, happy slapping

Minus 18 Grad

Stefan Ahnhem , Katrin Frey
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 02.01.2017
ISBN 9783471351246
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Minus 18° ist der dritte Band der Krimireihe um den Ermittler Fabian Risk. Auch wenn man nicht immer alle Hinweise auf die Vorgänger versteht, so kann man das Buch problemlos ohne Kenntnis der ersten beiden Bücher lesen. Der Autor Stefan Ahnhem erzählt in einer typsich schwedischen Art (Nesbo und Wallander lassen grüßen). Sein Ermittler hat familäre Problme mit denen er sich in dieser Story ziemlich rumschlägt. Seine Familienmitglieder werden teilweise in die Fälle verwickelt.

Es geht um skrupellose und hochintelligente Mörder, die die Identitäten ihrer Opfer annehmen. Dies tun sie mit so viel Erfolg, und dabei ohne jede Gefühlsregung, dass dem Leser Angst und Bange wird. Bald türmen sich die Leichen und Risk und sein Team hecheln den Tätern erst mal hinterher.

Auch im benachbarten Dänemark gibt es derweilen eine bruale Mordserie an Obdachlosen, die bei ihrem Todeskampf gefilmt werden. Auch hier fließt viel Blut und der Autor schockt mit noch mehr Mord und Totschlag.

In kurzer Zeit ist dies bereits der zweite Krimi, von dem ich enttäuscht bin. Auf entnervende Art wird versucht, einen ausgefeilten Plot durch viele Morde und besondere Brutalität zu kompensieren. Das hätte der Autor meiner Meinung nach gar nicht unbedingt nötig. Aber es wird im Laufe der Handlung immer unglaubwürdiger und abartiger, was man da liest und mir hat das Buch am Ende gar nicht mehr gefallen.

Schade - ich denke hier wird Potential verschwendet. Von mir 2,5 Sterne. Freundlich auf 3 aufgerundet. Gerade noch so.

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(69)

80 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 69 Rezensionen

vegan, rezepte, diät, kochen, abnehmen

Vegan for Fit Gipfelstürmer – Die 7-Tage-Detox-Diät

Attila Hildmann , Hubertus Schüler , Justyna Krzyzanowska
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Becker Joest Volk Verlag, 02.12.2016
ISBN 9783954531318
Genre: Sachbücher

Rezension:

Obwohl ich weder Veganer noch Vegetarier bin, habe ich bereits zwei Hildmann-Kochbücher in meinem Buchregal. Ich schätze seine kreativen Ideen. Seine leckeren Rezepte kann man gut auch in den Kochhaushalt eines Normalessers integrieren. Er ist ein hervorragender Ideenlieferant und es muss ja nicht unbedingt immer Fleisch auf den Tisch, um die Familie glücklich zu machen.

Das neue Buch ist eine Weiterentwicklung, denn es ist nicht nur ein Kochbuch sondern es greift die aktuell sehr angesagte Detox-Diät auf und ist als Anleitung und Hilfestellung dafür gedacht. Dementsprechend wird das Thema und die Idee hinter dieser Diät gründlich erläutert und dann Stück für Stück umgesetzt. Es gibt natürlich nach den trockenen Grundlagen auch jede Menge Rezepte für 7 Tage. Das Wort Diät soll hier nicht abschrecken, sondern eigentlich nur als Start oder Ansatzpunkt für eine gesündere Ernährung, ja eigentlich eine ganze Lebensweise gelten.

Abgerundet wird der Ernährungsplan und die Rezepte von einem einfachen aber effektiven Fitnessprogramm, welches Hildmann persönlich in anschaulichen Bildern vormacht.

Das Buch ist optisch hochwertig, wie alle seine Bücher. Die Rezepte sind relativ einfach nach zu kochen, allerdings sind es halt nur rein vegane Gerichte, also benötigt man auch Ersatzstoffe oder spezielle Zutaten, die in einem „Normalen“ Haushalt sicherlich fehlen.

Ein interessantes Buch aber man sollte sich schon für dieses spezielle Diät-Thema interessieren. Es ist kein normales Kochbuch. Da haben mir seine anderen Bücher eindeutig besser gefallen.

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96 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 67 Rezensionen

fantasy, magie, andreas suchanek, lichtkämpfer, wechselbalg

Das Erbe der Macht - Schattenchronik 1: Das Erwachen (Bände 1-3)

Andreas Suchanek
Fester Einband: 334 Seiten
Erschienen bei Greenlight Press, 16.11.2016
ISBN 9783958342262
Genre: Fantasy

Rezension:

Das Erbe der Macht von Andreas Suchanek wurde, nachdem es erst nur eine Online-Reihe war, nun als sehr ansprechende Hardcover-Ausgabe mit dem ersten Teil „Das Erwachen“ herausgebracht. Das Cover ist sicherlich ein Eye-Catcher für Fantasy-Leser.

Erzählt wird von einer magischen Welt, die neben der uns bekannten Realwelt existiert. Keine schlechte Idee, aber eine, die nicht neu ist. Und daran hapert es meiner Meinung nach auch besonders. Daran, dass viele Elemente dieser Reihe abgekupfert oder zumindest etwas bemüht rüber kommen. Da gibt es den jungen Mann, Alexander Kent, der plötzlich zu einer Art erwachsenen Zauberlehrling wird nachdem ihn ein magischer Geist quasi übernommen hat; da gibt es die magischen Kämpfer, die sich zanken und zoffen und in teils ziemlich albernen Dialogen zu Gange sind; da wimmelt es von historischen Persönlichkeiten, die seit Jahrhunderten gegen das Böse kämpfen müssen und doch trotz ihrer wohlklingenden Namen wie Johanna von Orleons oder Leonardo da Vinci, seltsam blass bleiben.

Mich konnte die Geschichte nicht fesseln. Das lag vor allem am Schreibstil, der mir oft zu holprig rüber kam und neben diversen Rechtschreibfehlern auch Schwächen im Ausdruck hatte. Der Plot legte Wert auf Aktion und wollte mit lockeren Dialogen fesseln, aber mir waren weder die Charaktere noch die Story wirklich interessant genug konzipiert, um mir den Einstieg in eine neue Fantasyreihe richtig schmackhaft zu machen.

Schade. Mich konnte das Buch nicht fesseln und ich werde die Fortsetzung wohl nicht mehr lesen.

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(151)

325 Bibliotheken, 17 Leser, 1 Gruppe, 91 Rezensionen

audrey carlan, calendar girl, erotik, wes, mia

Calendar Girl - Ersehnt

Audrey Carlan , Friederike Ails
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 18.11.2016
ISBN 9783548288871
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Der vierte und letzte Band der Calendar Girl Reihe ist inhaltlich anders als die drei Vorgänger. Zwar ist die Struktur in drei Monate gleich geblieben - Oktober, November, Dezember - aber Mia ist jetzt voll und ganz für Wes da, die beiden sind endgültig ein Paar. Mia hat ihren Hostess-Job aufgegeben. Alle Schulden sind bezahlt. Die beiden haben jetzt mit der Vergangenheit zu kämpfen und nicht alles ist eitel Sonnenschein, wie man es ihnen natürlich wünschen würde. Obwohl die Autorin Audrey Carlan natürlich immer noch in einem lockern Schreibstil erzählt und versucht, den Leser vor allem zu unterhalten. Mia hat sich weiterentwickelt, ist sicherlich reifer geworden. Ihr Liebe zu Wes wird tiefer. Er braucht sie, leidet unter den Folgen seiner Entführung. Auch Mia muss ihr Leben weiterhin ordnen.

Mir hat am besten gefallen, dass die Bücher alle einen positiven Grundtenor haben. Trotz aller Probleme geht es immer in die Zukunft. Man hat nie den Eindruck, die beiden würden es nicht schaffen. Diese Zuversicht entspricht auch meiner Grundeinstellung. Deshalb gefällt mir die Geschichte wohl auch gut.

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74 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 41 Rezensionen

thriller, afrika, frankreich, mord, paris

Purpurne Rache

Jean-Christophe Grangé , Ulrike Werner-Richter
Fester Einband: 944 Seiten
Erschienen bei Ehrenwirth, 11.11.2016
ISBN 9783431039641
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Jean-Christophe Grangé gehört zu den bekanntesten französischen Thrillerautoren. Mehrere seiner Bücher wurden bereits verfilmt. "Purpurne Rache" ist mit 768 Seiten ein dicker Spannungsklops. Beim deutschen Titel hatte mal, meiner Meinung nach, wenig Phantasie und hat an seinen Erfolg "Purpurne Flüsse" erinnert, was aber völlig unnötig ist, denn dieser neue Roman hat mich wirklich überzeugt - und hat gar nichts mit dem anderen zu tun.

Die Familie Morvan ist auf unterschiedlichste Weise in eine Reihe von Morden verwickelt, die durch ihre grausamen Details an einen bereits gefassten Serienmörder aus Afrika denken lassen. Schon damals hat Morvan senior in dingfest gemacht. Der neue Mörder wird von Erwan Morvan, dem Sohn gejagt. Aber schnell gibt es immer mehr Zusammenhänge, die andeuten, dass der oder die Täter durchaus den damaligen Ermittler treffen und involvieren wollen.

Die "Guten" in dieser Geschichte sind allesamt gebrochene Charaktere mit schweren psychischen und pysischen Problemen. Der dominate Vater hat seine drei Kinder nie verstanden und ihre Kindheit so verkorkst, dass sie mit Drogen und Depressionen zu kämpfen haben und sich doch  nicht von ihm lösen können. Dadurch werden die Ermittlungen von Erwan zusätzlich erschwert.

Mir hat die komplexe Handlung von der ersten Seite an gefallen. Die Spannung steigt stetig. Es kam bei mir nie Langeweile auf. Die Morde sind ziemlich brutal und erschreckend. Für zarte Gemüter dürfte die Geschichte nichts sein. Außerdem gibt es zwei, drei Dinge, die wohl etwas unrealistisch sind. Dennoch wurde ich nicht enttäuscht und war von der Auflösung sehr angetan.

Die größte Überraschung war am Ende für mich, dass es noch eine Forsetzung gibt, in der zumindest Erwan wieder eine Rolle spielen wird. Das freut mich, denn der Ermittler hat noch Potential und hat mir gut gefallen.


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33 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

reihe, italien, sichelgaita, 11. jahrhundert, 4 buch einer reihe

Der Sturm der Normannen

Ulf Schiewe
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.12.2016
ISBN 9783426516416
Genre: Historische Romane

Rezension:

1057. Die Normannen sind noch immer in Süditalien. Gilbert ist erwachsen geworden. Er ist einer der wichtigsten Kämpfer von Robert Hauteville und als solcher holt er mehr als einmal für seinen Freund und Anführer die Kohlen aus dem Feuer. Er erobert Städte für ihn, eilt ihm zu Hilfe, als er im Kerker sitzt, unterstützt all seine Pläne und Unternehmungen und setzt dabei auch sein Leben aufs Spiel. Seine geliebte Gerlaine ist davon wenig begeistert. In ihren Visionen sieht sie Tod und Bruderkrieg voraus. Und sie soll recht behalten.

Gilbert und seine Normannenhorde sind Männer nach meinem Geschmack. Harte Schale, weicher Kern. Wild und ungestüm aber voller Leidenschaften und Sehnsüchte. Klug und mutig und immer mit einem flotten Spruch auf den Lippen. Die Normannen-Saga geht in die vierte Runde und es macht noch immer Spaß an ihrer Seite zu reiten. Jede Menge Abenteuer warten auf die Jungs und man muss mal um ihr Leben bangen und kann sich schon wenig später über ihre derben Witze amüsieren.

Gefallen hat mir diesmal besonders, dass auch scheinbar wohlbekannte Personen den Leser noch überraschen konnten und so einige Wendungen nicht unbedingt vorhersehbar waren. Natürlich beruht alles auf tasächlichen Geschehnissen, die Ulf Schiewe intensiv recherchiert und umgesetzt hat. Aber die Lücken hat er mit soviel Herzblut und unterhaltsamer Fiktion gefüllt, dass es mir schwer fällt, mich von den Darstellern zu trennen.

Eine tolle Histo-Reihe, die ich jedem nur wärmstens ans Herz legen kann. Aber bitte beim ersten Band beginnen.

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48 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

china, liebesgeschichte, historischer roman, familie, goldmann challenge

Das Geheimnis der Schneekirsche

Lisa Marcks
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 19.12.2016
ISBN 9783442484805
Genre: Historische Romane

Rezension:

1914: Die junge Berliner Lehrerin Selma Wallenstein reist mit Tante und Schwester auf Wunsch des Vaters nach China, um ihrer erkrankten Mutter zur Seite zu stehen. Fern der Heimat trifft sie auf ihre große Jugendliebe Paul. Diverse private Verwicklungen aber vor allem auch der erste Weltkrieg verändern das Leben der Deutschen in der Kolonie und Selma muss endlich herausfinden, was sie wirklich will.

Das Buch verspricht mit einem wunderschönen Cover und seinem Klappentext eine einfühlsame Liebesgeschichte vor exotischem Hintergrund. Die Story entwickelte sich aber doch ganz anders, als ich gedacht hatte. Selma und die Frauen ihrer Familie wachsen dem Leser schnell ans Herz. Die Erlebnisse der Hauptdarstellerin im fernen China sind anschaulich und unterhaltsam geschildert, man erfährt ein bisschen etwas über das Land, die fremden Sitten und Gebräuche aber auch über die deutschen Kolonialherren, die sich natürlich für etwas Besseres hielten und unter denen es viele bornierte Menschen gab.

Schade ist aber, dass man als Leser mit etwas falschen Erwartungen an das Buch rangeht und diese kann die Autorin nicht gänzlich erfüllen. Die Liebesgeschichte ist dafür einfach viel zu kurz gehalten und spielt sich auf höchstens 10 Seiten dieses Buches tatsächlich ab und bleibt sonst weitgehend in der Phantasie des Lesers und ein paar sehnsüchtigen Gedanken der Hauptdarstellerin.

Schade denn erstens wird man damit dem Potential der Autorin nicht gerecht, denn sie wird in ein Genre eingeordnet, welches sie zumindest in diesem Buch nur marginal bedient. Und zweitens stellt sich eine gewisse Unzufriedenheit ein. Nur dem schönen Erzählstil und der interessanten Entwicklung Selmas ist es zu verdanken, dass man nach dem Ende des Buches trotzdem sehr viel Positives an diesem Buch findet. Deshalb vergebe ich auch vier Sterne.

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55 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 33 Rezensionen

köln, kolumbien, krimi, judith krieger, pendo verlag

Die Toten, die dich suchen

Gisa Klönne
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Pendo Verlag, 04.10.2016
ISBN 9783866124004
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Wer die Romane von Gisa Klönne und ihrer Ermittlerin Judith Krieger kennt, wird sich freuen, erneut von ihr zu lesen. Wie es bei Reihen ja oft der Fall ist, sind nicht alle Bücher von gleichbleibender Qualität. Es gibt immer wieder mal einen, der dem geneigten Leser vielleicht nicht so gut gefällt. So geht es mir leider hier mit "Die Toten die dich suchen".

Judith ist wie immer. Engagiert, aufmerksam, von ihren inneren Teufeln zwar getrieben aber sie lässt sich nicht unterkriegen. Sie soll zwar eigentlich die Abteilung für Vermisstenfälle leiten ist aer bald schon in den ersten Mordfall und die Ermittlungen verstrickt. Und daran krankt der Roman auch. An die Ermittlungen - oder besser gesagt an ihrem Fehlen über weite Strecken des Romanes. Ewig wird hier von den Gefühlsverwirrungen einer Ermittlerin erzählt, von deren privaten Problemen, die die Arbeit behindern. Das zieht sich und es kommt keine Spannung auf. Erst im letzten Viertel zieht die Handlung etwas an und Judith begibt sich wieder mal auf einen ihrer legendären Alleingänge.

Ich habe mich so durchgezwungen durch das Buch. Es konnte mich nicht überzeugen. Das kann Frau Klönne viel besser.

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29 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

semmering, österreich, historischer krimi, hotel panhans, mord

Tod am Semmering

Beate Maly
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 19.10.2016
ISBN 9783954519958
Genre: Historische Romane

Rezension:

Dieses kleine feine Büchlein ist ein historischer Krimi, wie man ihn sich wünscht. Er kommt ohne großes Trara daher, seine Darsteller sind liebenswerte und glaubwürdige Personen. Die Lehrerin Ernestine und der Apotheker Anton bringen Humor und Charme in die Geschichte und ermitteln so, wie Miss Marple dereinst. Furchtlos und einfallsreich.

Schön ist das Lokalkolorit Österreich welches durch das noble Hotel, das dienstbeflissene Personal und den leichten Dialekt in den Gesprächen rüberkommt. Aber auch die historischen Facetten und Details kommen nicht zu kurz. Man merkt, das Beate Maly schon mehr als einen Histo geschrieben hat.

Der Plot ist spannend und überraschend zugleich und das Buch hätte gerne noch etwas dicker sein dürfen. Ich hoffe sehr, dass wir hier den Beginn einer kleinen Reihe erleben durften. Die beiden liebenswerten Ermittler haben auf jeden Fall das Potential dazu.

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146 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 45 Rezensionen

thriller, mord, drogen, atlanta, georgia

Blutige Fesseln

Karin Slaughter , Fred Kinzel
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 31.10.2016
ISBN 9783959670517
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Sara Linton und Will Trent gehen in die nächste Runde in diesem neuen Buch von Karin Slaughter. Der Mord, zu dem die Gerichtsmedizinerin und der Ermittler gerufen werden, gibt erst mal große Rätsel auf. Was ist wirklich passiert? Wer hat hier wen ermordet. Ist der Mörder auch verletzt und auf der Flucht? Oder konnte ein weiteres Opfer entkommen? Und handelt es sich dabei wirklich um die Exfrau von Will, Angie? In guter Thrillermanier bekommt der Leser erst mal einen Haufen Fragen, die er dann zusammen mit den Kommissaren abarbeiten darf.

Große Rätsel gibt es um Angie, die erst verschwunden ist, dann eine falsche Identität vorgaukelt. Sie versucht noch immer Will zu manipulieren, ihn gegen Sara auszuspielen, ihr Verbrechen zu verschleiern und ihre eigenen Ziele durchzusetzen. Dabei spielen auch Geschehnisse aus der Vergangenheit eine große Rolle und Will kann sich dem allen nur schwer entziehen.

Karin Slaughter schreibt routiniert und versteht es, einen Spannungsbogen durch das ganze Buch ansteigen zu lassen. Sie legt auch großen Wert darauf, dass ihre Darsteller ein Privatleben haben und ihre Beziehungen sich im Laufe der Geschichte weiterentwickeln.

Am Ende fehlte mir ein kleines bisschen Überraschungen noch, um die volle Punktzahl geben zu können. Aber ich freue mich definitiv, wenn ich von Sara und Will wieder etwas lesen kann.

 

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487 Bibliotheken, 27 Leser, 0 Gruppen, 146 Rezensionen

thriller, cody mcfadyen, smoky barrett, die stille vor dem tod, mord

Die Stille vor dem Tod

Cody McFadyen , Axel Merz
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 26.09.2016
ISBN 9783785725665
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Smoky Barrett ist zurück. Diesmal hat sie es nicht nur mit einem einzigen Bösewicht zu tun, der seine Opfer foltert und ermordet. Eine ganze Gruppe, eine Organisation mit großer Macht und schier unerschöpflichen Geldmitteln ist es, die seit Jahrzehnten das Böse auf die Welt bringt. Und im Laufe der Ermittlungen muss sie feststellen, dass auch Morde aus der Vergangenheit mit diesem neuen Fall zu tun haben, ja, dass persönliche Schicksalsschläge unter einem ganz neuen Licht betrachtet werden müssen.

Es beginnt furios und blutig und schon bald reiht sich Rätsel an Rätsel und Leiche an Leiche. Aber anstatt dies dann Stück für Stück aufzuklären und aufzudröseln wird die Story immer wilder und seltsamer. Der Autor erzählt keine stringente Geschichte sondern nutzt Zeitungsausschnitte und lange Traumsequenzen, um wichtige Handlungssegmente zu beschreiben, zusammenzufassen oder zu erklären.

Ich hatte das Gefühl, dass Cody McFadyen krampfhaft versuchte, sich selbst und seine Bücher zu überbieten, in dem er Brutalität an Grausamkeit reihte, Perversitäten am Fließband beschrieb, die für die eigentliche Handlung keine wichtige Rolle spielten. Seine Täter waren allesamt unmenschliche Monster, von deren Beweggründen man rein gar nichts erfuhr. Sie kamen aus dem Nirgendwo und es war mir nicht klar, worum es eigentlich bei all dem wirklich ging. Zeitweise lag die Vermutung nahe, alles würde sich um Smoky konzentrieren, aber auch dafür gab es keinen nachvollziehbaren Grund.

Diesmal konnte mich auch Smoky und der Rest der Protagonisten nicht überzeugen. McFadyen spricht in den Interviews davon, dass er unbedingt eine Weiterentwicklung und Veränderung seiner Charaktere wollte. Aber dies ist ihm meiner Meinung nach nicht wirklich glaubwürdig gelungen. Er verwendet zwar mindestens die Hälfte des Buches darauf, Gefühle zu beschreiben, zu hinterfragen, zu erklären. Aber ganz am Schluss entwickelt Smoky sich einfach wieder zurück und reagiert für mich unlogisch. Und Teile ihres Teams legten ein ziemlich kindisches und für die Dramatik des Falles unpassendes Verhalten an den Tag.

Ich finde es echt schade, dass Cody McFadyen sein Potential nicht ausgeschöpft hat. Es gibt ein, zwei kurze Szenen, die wirklich gut geschrieben sind und bei denen sein Talent aufblitzt. Aber das reicht leider nicht für ein ganzes Buch. Und es reicht bei mir im Augenblick nicht mal dafür, dass ich die Fortsetzung lesen möchte.


 

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549 Bibliotheken, 25 Leser, 1 Gruppe, 199 Rezensionen

krimi, mord, nele neuhaus, taunus, wald

Im Wald

Nele Neuhaus
Fester Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 14.10.2016
ISBN 9783550080555
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Reihe von Nele Neuhaus mit Oliver Bodenstein und Pia Sander geht in die achte Runde. Nachdem ich in loser Folge die Krimis lese war ich gespannt auf diesen neuen Fall. An der dicke des Buches konnte ich schon sehen, dass die Autorin wieder viel zu sagen hatte. Soll heißen, dass es viel Personal und viele Verwicklungen geben würde. Es geht, wie meistens, um ungeklärte Verbrechen in der Vergangenheit und aktuelle Morde, die damit in direktem Zusammenhang stehen. Auch der Fuchs auf dem Cover spielt diesmal eine reale Rolle, was ich schön finde, oft sind die Cover total nichtssagend.

Oliver Bodenstein hat seinen persönlichsten Fall zu bewältigen, da er die meisten der Verdächtigen noch aus Jugendzeiten persönlich kennt - oder zumindest zu kenne glaubt. Nach und nach dröseln er und Pia das ganze Beziehungsgeflecht auf. Am Ende muss er sogar einsehen, dass er zu nah dran an der ganzen Sache ist. Und sowas ist für einen Kommissar ja nie von Vorteil.

So richtig überzeugen konnte mich der Krimi nicht. Das lag vor allem daran, dass lange keine Spannung bei mir ankam und es mir einfach mal wieder zu viele Personen waren, die dann doch nicht wirklich mit den Morden zu tun hatten, wohingegen der wirkliche Täter eine relativ kleine Rolle in großen Teilen des Romans spielte. Mehr will ich eigentlich nicht verraten.

Lobend muss man erwähnen, dass die Autorin die meisten der losen Fäden am Ende geschickt zu einer Aufklärung und zu logischen Zusammenhängen verknüpft.

Ich finde, dass die Neuhaus-Krimis im Fernsehen mehr drive entwickeln, als als geschriebenes Wort. Keine Ahnung, ob das an einem gestrafften Drehbuch liegt oder ob es einfach da leichter ist, dem Fall zu folgen. Für meinen Geschmack hätte man ein Viertel des Textes und ebenso viel Personal streichen können und hätte dann wesentlich mehr Tempo in die Sache bekommen. Aber so was ist ja immer subjektiv. Viele lieben ja genau das an Neuhaus-Krimis.

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(31)

46 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 24 Rezensionen

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Unter dem Banner des Kreuzes

Astrid Fritz , any.way , Barbara Hanke , Cordula Schmidt
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Wunderlich, 22.07.2016
ISBN 9783805251006
Genre: Historische Romane

Rezension:

Fritz hat sich für ihren neuen Roman ein historisches Ereignis ausgesucht, welches mir vorher so noch nicht geläufig war. Anfang des 13. Jahrhunderts hatten zwei Jungen eine göttliche Erscheinung – ähnlich der der Johanna von Orleon – und wurden berufen einen neuen Kreuzzug ins Heilige Land zu führen, um Jerusalem von den Ungläubigen zu befreien. Aber nicht bewaffnete Ritter sollten in den Kampf ziehen sondern Kindern nur durch die Liebe zu Gott dies auf unblutige Weise erwirken.

Mehrere Tausend Kinder und Jugendliche schließen sich dem Ruf nach und nach an. Unter ihnen auch eine kleine  Gruppe aus Freiburg. Den dramatischen, harten und entbehrungsreichen Pilgerweg quer über den Brennerpass bis hinunter an die italienische Küste schildert Astrid Fritz eindringlich und anschaulich. Nach heutigen Maßstäben ist es fast unvorstellbar, wie diese große Schar junger Menschen fast ohne Schutz und Verpflegung mit nicht viel mehr als den Kleidern am Leib solch eine Strecke zu Fuß bewältigt haben. Manchmal bekommen sie Unterkunft in Klöstern oder Scheunen aber oft müssen sie draußen schlafen und sind den Unbillen der Natur ausgesetzt. Auch die Bevölkerung ist nicht immer auf ihrer Seite. Viele lehnen diesen Kreuzzug ab, glauben nicht an den Erfolg des Unternehmens, halten ihren jugendlichen Anführer Nikolaus für einen Scharlatan. Aber der tiefe Glauben der Kinder ist ungebrochen und erst am Meer soll sich ihr Schicksal erfüllen.


Ich möchte nicht zu viel darüber verraten wie es mit den Kindern weiterging. Mir hat das Buch ein paar entspannte Lesestunden gegeben und ich habe so ganz nebenbei wieder einiges Neues aus der Geschichte Europas erfahren.

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(70)

115 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 47 Rezensionen

alchemie, thriller, gold, stein der weisen, andreas eschbach

Teufelsgold

Andreas Eschbach
Fester Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 09.09.2016
ISBN 9783785725689
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Hendrik Busske hat es gründlich satt. Sein Job als Investmentberater erfüllt ihn schon lange nicht mehr. Er möchte endlich nicht mehr die zweite Geige spielen. Er sehnt sich nach Erfolg, Reichtum, Berühmtheit. In seinem tiefsten Innern brodelt eine nicht genau benennbare aber stetig wachsende Unzufriedenheit. Wie ein Wink höherer Mächte erscheint es ihm, als er ein kleines Buch mitgehen lässt und darin eine seltsame Geschichte über den „Stein der Weisen“ findet. Durch dieses Erlebnis wird eine kleine Lawine bei Hendrik losgetreten und er kündigt seinen Job und versucht sich damit, andere Menschen durch Motivationsseminare zu einem Umdenken in ihren grundsätzlichen Lebenseinstellungen zu bringen, weil er glaubt, dass das der richtige Weg zu ungeahntem Erfolg sein kann. Er selbst scheint das beste Beispiel dafür zu sein, denn er beginnt Karriere zu machen und mithilfe einiger Tricks und Halbwahrheiten erschleicht er sich immer mehr Kunden und zieht schließlich sogar in ein Schloss. Nach außen hin scheint er erfolgreich aber tief drinnen hat sich noch nichts geändert an seinem Gefühl der eigenen Unzulänglichkeit.

Er findet weitere Berichte über die Existenz des seltsamen Steines. Über seine Gefährlichkeit, die Menschen töten kann, aber auch über die erstaunlichen Fähigkeiten, die er zu haben scheint. Er versucht mit seinem Bruder Adalbert herauszufinden, was dran ist an der Sache. Der ist ein introvertierter etwas weltfremder Wissenschaftler und glaubt zuerst nicht, dass an den ganzen Geschichten auch nur ein Körnchen Wahrheit dran wäre. Aber dann treffen die beiden auf einen uralten Alchemisten und mit dessen Hilfe scheint alles möglich.

Die Geschichte gewinnt nach und nach an Fahrt. Eschbach erschafft durch Rückblicke in die Vergangenheit des Steines eine glaubwürdige, wenn auch ziemlich phantastische Geschichte über ein Artefakt, welches wohl nicht von dieser Welt ist und so sind auch seine Fähigkeiten überraschend, unheimlich und schier grenzenlos. Man muss sich auf diese Geschichte einlassen, denn gerade dem Ende zu geschehen viele Dinge, die mit normalen Maßstäben selbst für Adalbert, den Wissenschaftler, nicht mehr erklärbar sind. Und man fragt sich als Leser ziemlich bald, wie dieser Thriller nur enden soll und wer wohl am Ende das Finale überleben wird.

Mir kam das Ende fast zu schnell und ich hatte irgendwie das Gefühl, dass nicht alles auserzählt wäre. Ein bisschen lässt Andreas Eschbach den Leser schon alleine, denn es ist der Phantasie jedes Einzelnen überlassen, was da wirklich am Schluss passiert ist. Man sollte wirklich ein Fantasy-Leser sein, sonst könnte man sich daran stören.

Für Eschbach-Kenner ist das Buch aber auf jeden Fall ein Muss.  

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319 Bibliotheken, 5 Leser, 2 Gruppen, 134 Rezensionen

liebe, gift, fantasy, jugendbuch, melinda salisbury

Goddess of Poison - Tödliche Berührung

Melinda Salisbury , A. M. Grünewald
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei bloomoon, 19.09.2016
ISBN 9783845815138
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die Autorin war mir unbekannt aber das Cover und die Beschreibung klangen spannend. Und ich wurde wirklich nicht enttäuscht.

Twylla mit ihrer etwas reservierten aber klugen Art hat mein Herz sofort erobert. Anfangs war sie sehr devot und nur innerlich zerrissen. Sie wurde gut vorbereitet auf ihre Rolle. Aber sie war nie stolz oder glücklich und sie hat bald gemerkt, dass auch der Kronprinz seine Probleme mit der vorbestimmten Situation hatte. Es tat mir leid, dass sie so ohne Berührungen und Nähe leben musste und ich habe von Anfang an gehofft, dass sie einen Ausweg findet. Die Vorstellung, für alle anderen giftig zu sein, war gruselig aber eine gute Idee.
Mit dem neuen Wächter bekommt Twylla plötzlich neue Sichtweisen. Er spricht mit ihr anders als der Rest der Welt. Wie mit einem normalen Mädchen. Überhaupt fand ich die Dialoge sehr unterhaltsam. So etwas ist mir immer sehr wichtig bei einem guten Buch.

Ebenfalls gibt es ein paar gelungene Wendungen und das Ende ist nicht weichgespült oder schmalzig. Das hat mich besonders überzeugt.

Von mir also ein Lob zu diesem Fantasy-Jugendbuch. Sicher mehr für Mädels geeignet aber durchaus für ältere Semestere unterhaltsam.

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(168)

342 Bibliotheken, 24 Leser, 1 Gruppe, 94 Rezensionen

freundschaft, neapel, italien, armut, frauen

Meine geniale Freundin

Elena Ferrante , Karin Krieger
Fester Einband: 422 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 29.08.2016
ISBN 9783518425534
Genre: Romane

Rezension:

Elena Greco und Lila Cerullo kommen beide aus einfachen Verhältnissen und wachsen als Mädchen in den 50ger Jahren zu besten Freundinnen zusammen. Beide sind intelligent und wissbegierig. Die beiden entwickeln einen gesunden Ehrgeiz miteinander, befruchten sich gegenseitig, lernen Sprachen und anderes, helfen sich dabei. Aber das Leben ist nicht nur eitel Sonnenschein. Ihre Väter sind Handwerker und es gibt einiges an familiären Streitigkeiten und Dramen und als Mädchen haben sie es in einer von Männern bestimmten Welt zur damaligen Zeit schwer.

Teilweise erfährt man bereits, dass Lila als erwachsene Frau verschwindet. Sie hat lange Jahre den eigentümlichen Wunsch, aus der Welt zu verschwinden und schließlich setzt sie diesen Plan mit einer Vehemenz in die Tat um, der skuril und fast lächerlich anmutet. Sie löscht alle Beweise und Hinweise auf ihre Existenz aus. Da es ja der erste Teil einer Trilogie ist, erfährt man natürlich noch nicht alles über diese ungewöhnliche Entwicklung.

Das Cover des Buches zieht wirklich magisch an. Schon lange habe ich kein so malerisches Cover gesehen, welches so zum Text passt und die Farben sind phantastische warme Blautöne. Einfach nur wunderschön.

Des Weiteren werden wahre Lobeshymnen von dieser Trilogie erzählt. Und um die anonyme Autorin, die vermeiden will, sich in der Öffentlichkeit als solche erkennen zu geben, wird vor allem in Italien ein wahnsinniger Hype gemacht. So sind die Erwartungen von mir sehr hoch gewesen. Und ehrlich gesagt konnten sie nicht ganz erfüllt werden. Der Text ist gut lesbar aber nicht wirklich eine schriftstellerische Perle. Die Geschichte ist interessant, ich mag diese Epoche gerne. Aber so richtig überraschend ist die Handlung nicht. Bis auf das seltsame Rituale des Verschwindens hat es wenig, was mich bewegt oder berührt hat. Ich habe nach der Einmaligkeit gesucht und war am Ende etwas enttäuscht. Für mich war es ein eher durchschnittliches Buch.

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502 Bibliotheken, 14 Leser, 1 Gruppe, 205 Rezensionen

fluch, fantasy, liebe, jugendbuch, magie

Secret Fire - Die Entflammten

C. J. Daugherty , Peter Klöss , Jutta Wurm
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 22.08.2016
ISBN 9783789133398
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Taylor ist 17 und eine Streberin. Sacha, ebenfalls 17, ist dagegen ein eher lustloser Teenager weil mit Fluch belegt. In wenigen Wochen soll er wegen dieses Fluches sterben. Nur Taylor kann ihn angeblich retten.
Zuerst einmal lernen die beiden sich nur übers Internet kennen, da er in Frankreich ist und sie in England. Da funktioniert die Freundschaft noch relativ unkompliziert. Als sie sich dann persönlich treffen, kracht es erst mal, weil die beiden eben doch nicht gleich so kompatibel scheinen. Aber es hilft nichts. Gemeinsam müssen sie versuchen, den Fluch zu lösen, denn sonst wir Sacha bald Tod sein und das will Taylor nun tatsächlich nicht.

Das Buch besticht erst mal durch seine Optik. Auch der Schreibstil ist flott und altersgerecht. Die Charaktere werden gut eingeführt und bekommen genug Zeit, damit man sich mit ihnen anfreunden kann. Die kleinen Eigenheiten der beiden fand ich sehr unterhaltsam. Dass Sacha so fatalistisch mit seinem Fluch umgeht, war amüsant und führt zu einigen lustigen Sprüchen. Auch Taylors Ehrgeiz und ihr Perfektionswahn sind gut geschildert und geben Zündstoff zwischen den beiden.

Es werden einige mystische Sachen eingeführt und angedeutet aber so richtig in die Gänge kommt die Story erst zum Ende dieses ersten Bandes und man muss schon den zweiten auch nochlesen, um zu wissen, wie es ausgeht.

Die Geschichte hat noch Luft nach oben, deshalb von mir vier gute Sterne.

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