wusl

wusls Bibliothek

147 Bücher, 147 Rezensionen

Zu wusls Profil
Filtern nach
147 Ergebnisse
Wähle einen Buchstaben, um nur die Titel anzuzeigen, die mit diesem beginnen.



LOVELYBOOKS-Statistik

(16)

37 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

krimi, roger blanc, fischer, umweltschutz, mord

Gefährliche Côte Bleue

Cay Rademacher
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 18.05.2017
ISBN 9783832198282
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Roger Blank ermittelt zum vierten Mal in der Provence. Schon das Cover ist ein Augenschmaus und lässt einen an die schönen Sommer denken, die man dort im Süden verbracht hat. Und diesmal darf man den Salzgeruch des Meeres auch als Leser schmecken, denn Roger soll eine Tauchgang der Regierung überwachen. Aber natürlich kommt es dabei zu einem Mordfall. Und Roger macht sich auf in neue Sümpfe von Korruption, Lüge und Geldgier.

Ich mag Rademachers Erzählstil, seine Art, die Helden als menschlich, verletzlich, zornig darzustellen. Roger versucht wie immer, seine Integrität aber auch seinen Job zu bewahren, was Politiker und ein ganz bestimmter Staatsanwalt immer wieder untergraben. Roger kämpft gegen Windmühlen und wird dabei von seinem treuen Team begleitet, durch deren Unterstützung er schließlich auch diesen Fall lösen und zu einem Ende bringen kann. Wider bleibt der ein oder andere Wermutstropfen, da man nicht alle Bösewichte so bestrafen kann, wie man es als Leser und als Kommissar gerne möchte. Aber man ist zufrieden, denn ein kleines Stückchen Gerechtigkeit hat Roger doch herausholen können.

Unterhaltsame und teilweise humorige Krimireihe.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(33)

70 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

scheidung, trennung, nicholas sparks, ehe, krankheit

Seit du bei mir bist

Nicholas Sparks , Astrid Finke , Alexander Wussow
Audio CD
Erschienen bei Random House Audio, 27.03.2017
ISBN 9783837137767
Genre: Romane

Rezension:

Ich bin wirklich eine eingefleischte Sparks-Leserin, kenne und liebe seine Bücher, habe alle Verfilmungen mehrmals angeschaut. Umso größer die Freude über eine neues Buch aus der Feder des Bestsellerautors. Ich habe das Hörbuch gelesen von Alexander Wussow gehört.

Wussow liest angenehm und sehr unaufgeregt. Das Hörbuch war gekürzt, was ich ja immer schade finde, da man nicht genau weiß, wie viel fehlt und ob das Buch ein anderes Erlebnis wäre.

Leider hat mich die Geschichte von Anfang an genervt. Da ist einmal Ehemann und Vater Russell, der für mich ein großes unentschlossenes Weichei war. Er ist nachgiebig, unentschlossen, durch Wussows Lesen fast weinerlich und bleibt außerdem in seinen Empfindungen blass und durch und durch uninteressant.

Seien Ehefrau Vivian ist da ein ganz anderes Kaliber und in einer Verfilmung wäre sie sicherlich eine ungeliebte Figur. Sie ist egoistisch, zickig, hart und unromantisch. Man spürt nie, dass sie Russell liebt oder dass sie etwas anderes als verletzen kann. Die beiden sind nie ein glaubhaftes Liebespaar. Ich fragte mich von Anfang an, was die beiden nur aneinander fanden und warum es SO lange gut ging.

Ich habe mich durch das Hörbuch durchgequält. Es war der schlechteste Sparks, den ich kenne. Schade. Ich kann ich nicht empfehlen.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(32)

53 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

lügen, tod, selbstmord, geheimnisse, mord

Der Tag, an dem wir dich vergaßen

Diane Chamberlain , Marion Ahl
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 08.05.2017
ISBN 9783959670852
Genre: Romane

Rezension:

Der Titel des Buches und das schöne Cover sagen schon viel über die Geschichte dieses Buches aus.

Es handelt sich um ein Familiendrama, von welchem Riley, die Hauptperson, am Anfang aber noch wenig weiß. Ihre Schwester hat sich ertränkt, als Riley noch ein Baby war. Über die Gründe weiß sie wenig, aber ihre Jugend war relativ normal, wenn man mal von ihrem rebellischen, emotional schwierigen Bruder Danny absieht. Aber alles ist ganz anders gewesen und nachdem nun beide Eltern gestorben sind kommt Stück für Stück die Wahrheit ans Licht.

Mir hat gut gefallen, wie hier ein Puzzle entsteht, in dem Leser und Riley langsam erfahren, was vor fast 30 Jahren wirklich passiert ist.

Der Schreibstil ist angenehm lesbar, man fühlt mit den Personen und fiebert mit ihnen mit. Das Ende ist versöhnlich und optimistisch aber nicht zu kitschig. Gute Unterhaltung.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(135)

321 Bibliotheken, 17 Leser, 0 Gruppen, 119 Rezensionen

fantasy, jugendbuch, cora carmack, stormheart - die rebellin, stormheart

Stormheart - Die Rebellin

Cora Carmack , Birgit Salzmann , Alexandra Rak , Carolin Liepins
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 22.05.2017
ISBN 9783789104053
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die guten Kritiken und der interessante Klappentext haben mich dazu verleitet, mir "Stormheart" von Cora Cormack zu kaufen. Ein farblich ansprechendes Cover mit einer Abbildung der Heldin, sicherlich ein Hingucker im Regal. Ich lese viel Fantasy und regelmäßig Jugendliteratur, war also gespannt auf diese Geschichte.

Der Lesestil war sehr angenehm und passend für Teenager. Für All-Age-Literatur finde ich, hätte es aber gerne noch etwas ausführlicher und anspruchsvoller sein dürfen.

Der Plot an sich hatte für mich zwei unterschiedliche Stränge. Da ist zum einen der oberflächliche einer Liebesgeschichte, die in so einem Buch natürlich nicht fehlen darf. Ich fand es aber nicht besonders romantisch und doch sehr vorhersehbar, was da zwischen Aurora und Lock und Cassius passierte. Das Hin und Her der Gefühle war mir zuviel Teenager-Liebe und ich hätte mir da etwas mehr Raffinesse erwartet.

Der zweite Erzählstrang behandelt die phantastische Welt, die beherrscht wird von gewaltigen Stürmen voller Magie. Die Beschreibungen dieser Orkane, Stürme, Taifune war spannend und sehr unterhaltsam und für mich in der Form etwas Neues. Hier fühlte ich mich gut unterhalten und war gespannt, wie die Geschichte weitergeht. Die Fähigkeiten, die Lock hat und die Aurora lernen möchte, diesen Teil des Buches mochte ich sehr gerne.

2 Sterne für die Liebesgeschichte, 4 für den Rest.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(55)

73 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 48 Rezensionen

freundschaft, liebe, london, leben, dumont verlag

Als wir unbesiegbar waren

Alice Adams , Eva Kemper
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 19.06.2017
ISBN 9783832198411
Genre: Romane

Rezension:

„Als wir besiegbar waren“ klang einfach absolut vielversprechend. Zum einen lag das am Cover, welches mich mit einem Augenblick von jugendlicher Leichtigkeit am Meer einfangen konnte. Zum anderen der Titel, der mich z.B. an „so wie wir waren“, einem meiner Lieblingsfilme erinnert hat. Außerdem schätze ich Geschichten über Freundschaften.

Die vier Protagonisten, um die sich das Buch dreht, besteht aus den Jungs Benedict und Lucien und den Mädchen Sylvie und Eva. Die vier sind durch freundschaftliche -, familiäre- und Liebesbande verknüpft. Alle vier haben große Erwartungen an das Leben, den Beruf, die Liebe. Und wie nicht anders zu erwarten läuft es bei keinem der vier so, wie sie es sich erhofft hatten. Aber die Freundschaft überdauert tatsächlich auch wenn sie oft jahrelang nur unter der Oberfläche plätschert. Immer wieder finden die Freunde zueinander, driften wieder voneinander weg, verlieren sich aus den Augen, finden sich erneut. Ich kennen solche Beziehungen tatsächlich auch aus meinem persönlichen Umfeld und fühlte mich oft daran erinnert.

Es ist ein Buch der leisen Töne. Besonders gefallen haben mir die intensiven Dialoge, die meiner Meinung nach ein gutes Buch entscheidend mit ausmachen. Hier konnte der Roman bei mir besonders punkten. Sicherlich läuft nicht alles so, wie ich es mir gewünscht hätte aber ich habe das Buch dennoch sehr gerne gelesen.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(55)

66 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 52 Rezensionen

toskana, krimi, italien, todsünden, mord

Die Morde von Morcone

Stefan Ulrich
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 12.05.2017
ISBN 9783548289243
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Erst wenn man das Buch in Händen hält, kann man sehen, wie liebevoll und schön die Covergestaltung dieses Ullstein-Buches wirklich ist. Es ist nich tnur das ansprechende Motiv, welches ich in ähnlicher Form tatsächlich so auch in meinen Urlaubsbildern findenkann. Der Rahmen für den Titel ist wie eine Todesanzeige gestaltet und das kleine Kreuz unter Toskana-Krimi ist das I-Tüpferl. Dafür gibt es von mir schon mal die volle Punktzahl.

Der Krimi an sich hält, was ich mir davon vorgestellt hatte. Es ist ein typischer Regionalkrimi. Der Ermittler ist zwar nicht von der Polizei sondern ein Anwalt - aus meiner Wahlheimatstadt München - aber neben dem schönen Lokalkolorit, welches der Autor stimmungsvoll in die Handlung einarbeitet, gibt es einige Rätsel zu knacken, einige störrische Einheimische zum Reden zu bringen, mehr als einen Toten und einen Fall, der kniffelig und überraschend unheimlich anmutet.

Manche Wendung war vielleicht etwas aufgesetzt und so schon mal gelesen. Ich hatte sogar das Gefühl, etwas weniger Psycho hätte es auch getan. Oft sind es bei mir die ganz "normalen" Morde, die mich bewegen. Diese Geschichte hier geht schon in die Psychopathen-Ecke ist dabei aber bei weitem nicht so brutal wie andere Romane.

Alles in allem unterhaltsamer aber etwas kurzer Krimi über einen Serienmörder.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(75)

175 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 74 Rezensionen

münchen, familiengeschichte, geschichte, starke frauen, judenverfolgung

Das Haus der schönen Dinge

Heidi Rehn
Flexibler Einband: 656 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.05.2017
ISBN 9783426519370
Genre: Historische Romane

Rezension:

Da seit über 40 Jahren in und um München wohne, war das neue Buch von Heidi Rehn ein Muss auf meiner Leseliste. Es war auch der erste Roman, den ich von ihr gelesen habe. Das Haus der schönen Dinge“ beginnt 1897, als der jüdische Kaufmann Hirschvogel das erste Warenhaus in München eröffnet. Der Name ist von der Autorin hervorragend gewählt, denn im ersten Augenblick dachte ich wirklich, schon einmal davon gehört zu haben. Aber die Geschichte ist natürlich fiktiv aber deshalb nicht weniger interessant. Denn erzählt wird anhand dieser Familie, wie es war in der damaligen Zeit, als die ersten Kaufhäuser zaghaft ihre Tore öffneten und Schritt für Schritt ihr Sortiment erweiterten. Wie Erfolg und Konkurrenzdruck Einzug hielten aber auch wie sich die politische Lage nach und nach veränderte. Der Leser erfährt sehr viel über Mode und Moral, Gesellschaft und Weltgeschehen. Dabei liegt natürlich der Fokus auf den ersten 50 Jahren des letzten Jahrhunderts. Drei Generationen von Hirschvogels bevölkern nach und nach den Roman.

Das Buch hat eine liebevolle Aufmachung inkl. einem kleinen Stadtplan. Die Beschreibungen der Stadt sind gut getroffen und als Münchenkenner hat mir das Lokalkolorit sehr gefallen. In manchen Szenen und Abschnitten fühlte ich mich an die englische Serie „The Paradise“ erinnert. Die Probleme der ersten Warenhäuser und die Ideen, mit denen sie die Kundschaft anlockten, waren sich überall wohl ähnlich.

Etwas sperrig fand ich die Darsteller und ihre wechselseitigen Beziehungen. Ich konnte irgendwie keine richtige Leit- und Lieblingsperson für mich finden. Deshalb ging mir manches vielleicht nicht nahe genug und es fehlte das letzte Stückchen zur vollen Punktzahl. Dennoch unterhaltsam und lesenswert.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(74)

149 Bibliotheken, 2 Leser, 3 Gruppen, 65 Rezensionen

thriller, john katzenbach, cold cases, usa, mord

Die Grausamen

John Katzenbach , Anke Kreutzer , Eberhard Kreutzer
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Droemer Taschenbuch, 03.04.2017
ISBN 9783426306031
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Vor einigen Jahren hatte ich bereits zwei Katzenbach-Thriller gelesen und da die Bücher dieses Autors noch immer zu den Bestsellern im Genre gehören, habe ich ihm eine neue Chance gegeben. Vor allem auch, da es sich diesmal um einen reinrassigen Krimi zu handeln schien, was mir sowieso besser gefällt.

Zuerst einmal bekommt man erzählt, wie Gabriel Wilkinson in der Abteilung der Cold Cases landet. Schon hier hatte ich das Gefühl, das Katzenbach das Tempo etwas anziehen sollte, denn so wirklich spannend war der Einstieg nicht. Mit seiner neuen Kollegin Marta macht er sich an einige unaufgeklärte Morde an jungen Mädchen, die alle im selben Jahr passiert sind. Bald wird klar, dass diese Morde auch deshalb nicht aufgeklärt wurden, weil in der Polizeiriege etwas vertuscht oder den damaligen Ermittlern Steine in den Weg gelegt wurden.

Der Plot an sich ist gut aufgebaut und hat keine groben Logikfehler. Die Ermittler sind Außenseiter, was in diesem Genre ja gerne mal so ist, und sie müssen sich gegen familiäre Probleme und berufliche Schwierigkeiten behaupten während der Fall immer vertrackter wird.

Aber leider hat Katzenbach in den Jahren noch immer nicht gelernt, wie man Spannung und Tempo macht und noch immer sind seine Romane für mich zu aufgebläht und deshalb phasenweise sehr langatmig, um nicht zu sagen langweilig. Der englische Titel „By persons unknown“ gefällt mir besser als der deutsche, der keinen richtigen Bezug zur Handlung hat.

Ich denke, das war mein letzter Versuch eines Katzenbachromans.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(145)

235 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 105 Rezensionen

bienen, roman, bienensterben, zukunft, vergangenheit

Die Geschichte der Bienen

Maja Lunde , Ursel Allenstein
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei btb, 20.03.2017
ISBN 9783442756841
Genre: Romane

Rezension:

„More than Honey“ ist ein Dokumentarfilm, der weltweit für Aufsehen gesorgt hat, da er das hochaktuelle Problem des Bienensterbens und die dramatische Bedrohung, die die ganze Menschheit betrifft, glaubwürdig und eindringlich gezeigt hat. Dieser Film – und andere Berichte und Artikel – sind sicherlich der Grund dafür, dass es zu dem Buch „Die Geschichte der Bienen“ von Maja Lunde gekommen ist.

Das Cover ist wunderschön und sehr aussagekräftig. Die scheinbar tote Biene beschreibt, worum es im Roman geht. Um das Leben und Überleben aber auch das drohende Aussterben der Bienen. Ohne Bienen gibt es keine Bestäubung. Die meisten Nutzpflanzen vermehren sich nur mit Hilfe der Bienen, nur durch ihre emsige Arbeit kommt es zur Befruchtung und zur Frucht, die dem Menschen und den Tieren als Nahrung dient.

Das Bienenproblem ist eines, welches die Menschen sich selber gemacht haben und es begann auch dadurch, dass der Mensch die Bienenzucht verändert und kommerzialisiert hat. Davon erzählt der zeitlich erste Handlungsstrang Mitte des 19.ten Jahrhunderts. 150 Jahre später folgt das große Bienensterben 2007, welches weiterhin anhält, auch wenn die Medien es heutzutage unter den Teppich kehren wollen. Und noch einmal 90 Jahre später muss der Mensch versuchen, die ausgerotteten Bienen mühselig durch eigener Hände Arbeit zu ersetzen. Eine Zukunftsvision, die es in weiten Landstrichen Japans bereits in der Realität gibt.

Maja Lunde nimmt sich viel Zeit für ihre Charaktere. Es geht ihr nicht nur um die Bienen sondern auch um die Menschen. Die Spannung entsteht nicht durch Action sondern vielmehr durch die Lebensumstände der Protagonisten, ihre Probleme und Nöte, ihre familiären Beziehungen, die teilweise ebenso gestört sind, wie das Verhältnis zwischen Mensch und Tier.
Ein ruhiger Roman mit einem interessanten Hintergrund und keiner plakativen Botschaft sondern dem Bemühen, den Leser aufmerksam zu machen für die Menschen UND die Bienen.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(100)

176 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 91 Rezensionen

historischer roman, ottonen, otto der große, rebecca gablé, mittelalter

Die fremde Königin

Rebecca Gablé , Jürgen Speh
Fester Einband: 768 Seiten
Erschienen bei Ehrenwirth, 27.04.2017
ISBN 9783431039771
Genre: Historische Romane

Rezension:

Wieder mal ein wahnsinnig guter Roman, den Frau Gablé da abgeliefert hat. Der Zeitsprung zum Vorgänger-Roman „Das Haupt der Welt“ beträgt lediglich eine Generation, so dass wir alle noch lebenden Protagonisten wieder treffen. Ein toller neuer Hauptdarsteller wird mit Gaidemar geführt. Der junge Mann weiß anfangs nicht, wer seine Eltern sind und hadert mit seinem Leben als Bastard, obwohl er nicht der Einzige ist, dem es so geht und er als Panzerreiter und später als rechte Hand der Königin Adelheid und eines Bischofs durchaus Ansehen genießt.  Außerdem hat Frau Gablé so viel Geschichte, wie man gerade noch kapieren kann als Leser, in diesem Roman hineingepackt. Mir hat natürlich besonders gefallen, dass Bayern (meine Heimat) und Italien (mein Lieblingsurlaubsland)  eine zentrale Rolle im Kampf der Mächtigen spielen. Die geschichtlichen Fakten sind außerordentlich komplex und verlangen etwas Aufmerksamkeit und Interesse. Damals waren einfach viele Parteien im Spiel und das Machtgerangel in Europa war gewaltig. Also die Slawen, die Italiener, der Papst und ganz viele Grafen und Herzöge und überraschend viele Kirchenfürsten, die damals auch weltliche Herrscher waren.

Es gab natürlich wieder ganz viele Dinge, die mir entweder neu waren oder doch hier viel genauer erklärt wurden. Z.B. als Otto seinen kleinen Sohn mit Hilfe einer Kinderkrönung als Vizekönig etablierte. Aber es gab auch ganz profane Kleinigkeiten, wie Verhütungsmethoden oder wie die Gesellschaft mit dem regen Liebesleben diverser geistlicher Herren umging. Nach so einem Buch ist man übervoll mit Informationen.

In einem ausführlichen Nachwort beschreibt Rebecca Gablé sehr anschaulich, wie sie zwischen Fiktion und Wahrheit einen Bogen gespannt hat und wie das Leben der historischen Figuren weiterging.

Ich habe das Buch sehr genossen und durch die rege Leserunde bei Lübbe wurde der Spaß daran noch potenziert. Gaidemar ist ein Held, wie Frau ihn sich wünscht. Und Königin Adleheid war eine hochinteressante und intelligente Herrscherin, die Otto oft den Rang ablief. Wie immer ist der neue Gablé eine dicke Empfehlung wert. Ich würde mich freuen, noch weitere Geschichten von den Ottomanen zu lesen.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(37)

84 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 27 Rezensionen

ernest cline, science fiction, gamer, nerd, aliens

Armada

Ernest Cline , Sara Riffel
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 23.03.2017
ISBN 9783596296606
Genre: Science-Fiction

Rezension:

In der Gamer-Szene ist das Spiel "Armada" sehr beliebt. Auch der junge Zack spielt es leidenschaftlich und mit viel Geschick. Und dieses braucht er bald, denn aus dem Spiel wird Wirklichkeit und jetzt sind es die Gamer - durchweg junge Leute - die benötigt werden, um die Welt vor den Aliens und ihrer Invasion zu retten.

Man sollte wissen, dass es ein Jugendbuch ist und es ist ein typischer amerikanischer Roman. Wer Independence Day 1 und 2 gesehen hat, weiß, wovonn ich spreche. Die Geschichte ist unterhaltsam und heroisch, nach einer Aufwärmphase sehr rasant erzählt und mit ein paar Wendungen, die leider nicht so wirklich überraschend waren. Die Dialoge fand ich manchmal zu flapsig und die Gefühle der Jugendlichen zu schablonenhaft oder zumindest zu wenig differenziert erzählt. Einige Begrifflichkeiten haben sich mir auch nicht ganz erschlossen, da ich weder solche Spiele je gespielt habe, noch im jugendlichen Alter bin.

Sei es drum. Es war unterhaltsam aber leider nichts Neues an der SF-Front. Ich finde, dem Buch hätten ein paar Seiten mehr durchaus gut getan, um die Story etwas zu unterfüttern.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(93)

137 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 87 Rezensionen

fantasy, osten ard, tad williams, high fantasy, das herz der verlorenen dinge

Das Herz der verlorenen Dinge

Tad Williams , Cornelia Holfelder-von der Tann
Fester Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 11.03.2017
ISBN 9783608961447
Genre: Fantasy

Rezension:

Mit "Das Herz der verlorenen Dinge" kehrt Tad Williams nach über 20 Jahren zurück in seine Osten-Ard-Welt. Es sei dahingestellt, ob es für eingefleischte Fans wirklich einen sogenannten "Zwischenband" vor der neuen Trilogie geben sollte. Für mich wirkt es eher wie eine Ergänzung des vierten Bandes mit ein paar erklärenden Fakten für Neueinsteiger. Wobei ich das bei der Vielzahl der Namen und er Komplexität der Geschehnisse in den ersten vier Bänden als etwas gewagt und schwierig empfinde.

Für mich war es wie ein Nachhause kommen in eine Fantasy-Reihe, die mir über die Jahre sehr ans Herz gewachsen ist. Neben dem Herrn der Ringe meine absolute Lieblingsreihe und meine Erwartungen in den Augustband wurden durch dieses Buch hier noch hochgekitzelt. Denn er kann es tatsächlich. Das alte Feeling ganz schnell wieder aufleben lassen. Dabei helfen ihm zum einen die wohlbekannten Helden, wie Isgrimnur und Sludig. Sie sorgen für den Wiedererkennungseffekt. Toll sind aber auch neue Figuren, die liebenswert und lebensnah geschildert werden in einer Welt nach einem großen Krieg. In der es weiter Kämpfe und Gefahr gibt und die Feinde sich zwar geschlagen zurückziehen, aber man bereits spürt, dass das noch nicht das Ende war. Vor allem, wenn man bedenkt, dass die Nornen in ganz anderen Dimensionen als der kleine Mensch denkt.

Mir hat dieser relativ dünne Band hervorragend gefallen. Ich freue mich wahnsinnig, dass es im August so richtig losgehen soll. "Das Herz der verlorenen Dinge" hat mir den Mund so richtig wässrig gemacht.

  (5)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(70)

93 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 68 Rezensionen

tod, roman, krankheit, verlust, liebe

In jedem Augenblick unseres Lebens

Tom Malmquist , Gisela Kosubek
Fester Einband: 301 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 11.03.2017
ISBN 9783608983128
Genre: Romane

Rezension:

Dieses Buch hat autobiographischen Charakter, denn der Autor erzählt von sich selbst und seiner Lebensgefährtin Karin, die hochschwanger mit Blutkrebs ins Krankenhaus eingeliefert wird. Im Laufe weniger Stunden und Tage wird ihre Situation dramatisch schlechter und das Kind wird per Kaiserschnitt geholt. Obwohl die Ärzte ihre gesamte Apparate-Medizin einsetzen stirbt Karin. Tom Malmquist versucht mit dem Niederschreiben der Ereignisse, dieses Traum zu verarbeiten.

Wie immer war das Cover von Klett Cotta anspruchsvoll und sehr schön. Auch, dass das Buch unter dem Einband noch ein zartes Muster hat, fand ich ansprechend. Leider kann ich das vom Schriftbild und Erzählstil nicht sagen. Ich habe wirklich versucht, mich darauf einzulassen.
Der Autor versucht gänzlich auch Absätze zu verzichten. Er macht weder die wörtliche Rede kenntlich, noch nimmt er sich die Zeit, Situationen und Stimmungen groß zu beschreiben. In einem eher stakkatoartigen Stil berichtet er die ersten 100 Seiten - bis zum Tod von Karin - auf eine meist sehr distanzierte und reduzierte Art und Weise. Es fällt schwer, zu erfühlen, was er selber oder die anderen Protagonisten empfinden. Man kann dies zwar anfangs dem zugute schreiben, dass er einfach von der Situation überrollt wird. Im einen Arm hält er sozusagen seine neugeborene Tochter und im anderen die sterbende Freundin. Ganz furchtbar sind die Ärzte, die zum Großteil gefühllos und eher rüde wirken. Aber Tom ist nicht viel besser. Er will alles mit medizinischen Begriffen genauestens erklärt haben, schreibt dies haarklein mit, versucht nach außen hin den Coolen zu geben, lässt weder Schwiegereltern noch Freunde an sich ran. Dass er leidet, spürt man irgendwie. Aber er bleibt einem trotzdem fern und leider auch unsympathisch.

Im Laufe des Buches wird die Beziehung zu Karin genauer beschrieben und auch hier hatte ich den Eindruck, dass beide oft sehr spröde und abgeklärt miteinander umgehen. Obwohl er sich bei ihr beschwert, dass sie ihre Liebe nie zeige, so richtig konnte ich das bei ihm auch nicht nachempfinden.

Durch den Schreibstil entsteht leider kein Interesse an den Personen, wodurch das Buch etwas langweilig wird. Von mir leider nur 3 Sterne.

  (6)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(92)

127 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 78 Rezensionen

krimi, schweden, flüchtlinge, organhandel, tom stilton

Schlaflied

Cilla Börjlind , Rolf Börjlind , Christel Hildebrandt
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei btb, 20.02.2017
ISBN 9783442757169
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Autoren von „Schlaflied“, Cilla und Rolf Börjlind, greifen mit allen Händen in die Krimitrickkiste, um ihren vierten Band spannend und unvorhersehbar zu machen. Es gibt mehr als einen Handlungsstrang den die beiden Ermittler verfolgen. Die Szenewechsel sind schnell hintereinander mit jeder Menge Rätsel und Cliffhangern. Das Thema Flüchtlinge und Kindermissbrauch ist leider hochaktuell und wird auf verschiedene Weise erzählt. Dabei geht es teilweise typisch nordisch raubeinig und blutig zur Sache. Ich frage mich oft bei den Skandinavienkrimis, warum die so viel Freude an heftigen Morden haben. Aber ich lese es trotzdem gerne und immer wieder. Nachdem mich der letzte Fall nicht hundertprozentig überzeugen konnte, läuft das Autorenduo hier zu Höchstform auf. Die Gefahr für Leib und Leben der Kinder, aber auch der Ermittler, ist greifbar und wächst von Kapitel zu Kapitel. Man fiebert mit und freut sich an der Action und den unterhaltsamen Dialogen.

Ein sehr guter Krimi der bei Quereinsteigern dieser Reihe sicher Interesse für die drei Vorgänger wecken wird. Weiter so.

  (5)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(82)

190 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 73 Rezensionen

glühbirne, erfinder, edison, stromkrieg, westinghouse

Die letzten Tage der Nacht

Graham Moore , Kirsten Riesselmann
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.02.2017
ISBN 9783847906247
Genre: Romane

Rezension:

Was für ein grandios gutes Buch. Graham Moore hat mich wirklich umgehauen mit seinem ausgefeilten, wunderbaren Erzählstil. Die Geschichte ist natürlich auch einfach so phantastisch, dass man nur sagen kann: Das Leben schreibt halt die besten Storys. Und wenn dann ein begnadeter Autor kommt, der mit Leidenschaft recherchiert und nach der Wahrheit sucht und der dem Leser eine wahre Geschichte so glaubhaft und unterhaltsam wie möglich erzählen will, dann tritt der beste Fall ein. Dann kommt es zu einem Buch wie „Die letzten Tage der Nacht“.

Erzählt wird von einem der größten Rechtsstreitigkeiten in der Geschichte der Vereinigten Staaten. Thomas Alpha Edison, der das Patent an der Glühbirne hält, und George Westinghouse, ebenfalls ein begnadeter Erfinder und Konstrukteur, streiten um die Vermarktung der Glühbirne. Der aufstrebende Jung-Anwalt Paul Cravath wird von Westinghouse engagiert und versucht mit allen rechtlichen Mitteln, Edison sein Patent streitig zu machen.

Moore schaffte es von der ersten Seite an, mich zu fesseln. Die Charaktere der Protagonisten sind so glaubhaft beschrieben, die Geschichte so fesselnd und mit so vielen Wendungen, dass man das Buch kaum zur Seite legen mag. Vor allem Cravath ist mir sehr ans Herz gewachsen mit seiner jungenhaften und bodenständigen Art. Am Ende kann man sagen, dass Paul an diesem ersten großen Fall sicherlich gereift und erwachsen geworden ist. Er musste erkennen, dass die Realität manchmal nicht so rosig und einfach ist, wie die Vorstellungen, die er sich von seinem Beruf gemacht hat. Es machte mir großen Spaß, diese Entwicklung und den Prozess mit zu verfolgen. Ebenso waren mir einige der realen Fakten neu und ich habe einiges wissenswertes erfahren über so bahnbrechenden Entwicklungen der Menschheit, wie die Glühbirne, Wechselstrom aber auch die Röntgenstrahlen. Dabei versteht es Moore hervorragend, die komplexen Zusammenhänge und wissenschaftlichen Details so zu erzählen, dass sie leicht verständlich und unterhaltsam bleiben.

Ich kann das Buch nur wärmstens empfehlen.

  (3)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(165)

360 Bibliotheken, 24 Leser, 0 Gruppen, 105 Rezensionen

experiment, wissenschaft, roman, terranauten, usa

Die Terranauten

T. C. Boyle , Dirk van Gunsteren
Fester Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 09.01.2017
ISBN 9783446253865
Genre: Romane

Rezension:

Die Terranauten war mein erstes Buch von T.C. Boyle. Ich war von dem angenehmen Schreibstil überrascht und kam gut in die Geschichte rein. Was sich allerdings anfangs für mich wie ein hochinteressantes Versuchsprojekt anhörte, mutierte für mich zusehends zu einer abgewandelten Version von Big Brother. Soll heißen, hier wurde das Belanglose erzählt und die Niederen Instinkte des Menschen ausgelebt. Die viel zu kleine Versuchsgruppe wurde wie unter einem Brennglas beobachtet aber es gab keine neuen Erkenntnisse, keine wirklich spannenden Entwicklungen. Wie bei Big Brother wurde hier über Belangloses gestritten, es wurde betrogen und gelogen, die eigenen Befindlichkeiten waren den Protagonisten durchweg die Wichtigsten. Das Projekt an sich verkam zu einer unharmonischen WG, die zerstritten und voneinander enttäuscht war.

Alle Protagonisten waren mir ziemlich unsympathisch oder zumindest egal. Teilweise waren sie mir einfach zu unreif, hatten keinen wissenschaftlichen Anspruch. Dieses abgeschlossene Universum hätte Raum geboten für essentielle Fragen und Antworten zum Menschsein, zu Gesellschaften, die vom Rest der Welt abgeschottet sind. Aber da kam mir zu wenig davon rüber. Ich hatte irgendwie immer zu großen Respekt von Boyle. Aber seine Geschichte war erstaunlich nichtssagend für mich.

Das Cover fand ich sehr ansprechend und ich schätze mal, ich muss einen weiteren Boyle versuchen, weil dieser einfach nicht mein Fall war.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(16)

20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

mars, science fiction, wißbegier, science fictio, abenteue

Red Planet - Roter Planet

Robert A. Heinlein
Flexibler Einband: 200 Seiten
Erschienen bei Mantikore-Verlag, 01.12.2016
ISBN 9783945493731
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Das Cover ist wirklich sehr ansprechend und wer den Marsianer liebt, der greift hier sicherlich schnell zu. Außerdem wurde das Buch damals - vor 60 Jahren - wohl auszeichnet und hat eine interessante Ausgangssituation, die mich sehr an diverse SF-Filme erinnert, in denen auf einem Planeten - wie so oft der Mars - Kollonien errichtet wurden, die nun dort schon jahrelang existieren.

Dass es sich um ein Jugendbuch handelt, merkt man sehr schnell an der einfachen Sprache und an den etwas albernen Viecherl, die hier als Freunde und Haustiere unterwegs sind. Kugelige Wesen ohne Gesichter dafür der Sprache mächtig. Auch die Dialoge sind teiweise etwas holprig und wenig anspruchsvoll. Die Geschichte könnte auch auf der Erde spielen. Es geht um Freundschaft, Abnabelung von den Vorstellungen der Erwachsenen, ein bisschen Abenteuer und Schulalltag - inklusive doofen Rektor. Naja, das übliche eines Jugendromanes - vor allem für Jungen, möchte ich behaupten.

Ich bin vielleicht nicht fanatsich genug SF-Leser. Mir fehlte einfach der Schliff an der Sprache. Ich finde, auch Jugendbücher sind in letzter Zeit anspruchvoller geworden. Man merkt, dass das Buch aus einer anderen Zeit stammt.

Nett aber gerade noch so durchschnittlich.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(58)

191 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 47 Rezensionen

liebe, dystopie, wir zwei in fremden galaxien, kate ling, science fiction

Wir zwei in fremden Galaxien

Kate Ling , Anja Hackländer
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.02.2017
ISBN 9783846600412
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Das Raumschiff Ventura befindet sich seit 84 Jahren auf einer schweren Mission. Es soll den Ursprung eines unbekannte, seit langem auf der Erde empfangenen Signals ergründen, dessen Sender über 300 Jahre entfernt im Weltall liegt. Die letzte Überlebende der ursprünglichen Besatzung ist Serens Großmutter und sie ist gerade gestorben. Sie war die letzte, die noch persönlich auf der Erde freie Luft atmen und Sonne und Wind auf der Haut spüren konnte. Sie hatte auch wie alle anderen Besatzungsmitglieder unterschrieben, dass sie und alle nachfolgenden Generationen an diesem gefährlichen Reiseplan festhalten und um den Erfolg zu gewährleisten strenge Regeln und Gesetze befolgen würden. Denn das Leben auf dem Raumschiff ist reizlos und langweilig und um die Mannschaft gesund zu erhalten, wird auf ein strenges Arbeits- und Zuchtprogramm gesetzt, welches unter anderem auch jedem neuen Jahrgang vorschreibt, wer mit wem Kinder zu „züchten“ und deshalb eine Ehe einzugehen habe.

Seren bekommt den Sohn der Kommandantin, Ezra, zugeteilt und ist darüber wenig erfreut. Der Kerl ist arrogant, eingebildet und uncharmant. Als sie sich auch noch Hals über Kopf in Dom verliebt, der ebenfalls schon einer anderen zugeteilt ist, fangen die Probleme erst an. Denn Seren ist ein Sturkopf und schlägt damit ganz nach ihrer Mutter, die sich mit dem reglementierten Leben auf dem Raumschiff auch nicht abfinden konnte. Überraschend trifft das Raumschiff auf den Planeten Huxley 3 und unterbricht seine Reise um zu prüfen, ob Leben auf ihm möglich wäre.
Der Einstieg in die Geschichte war ganz nach meinem Geschmack. Es ist eine Dystophie, die aber im Weltraum spielt. Das herrschende System mit der Kommandantin an der Spitze ist natürlich gruselig und hart. Menschen, die Eigentum einer Firma sind, die keinen freien Entscheidungswillen haben dürfen. Die Produktion von neuen Menschen im Reagenzglas nur zum Zwecke, die Mission zu erfüllen, zu arbeiten und zu funktionieren. Orwell hätte seine Freude an dieser Geschichte. Captain Kat is watching you.
 Und dann natürlich die zarte Liebesgeschichte von Seren und Dom. Da sprühen die Funken und die beiden sind mir gleich ans Herz gewachsen. Die anfängliche Ausweglosigkeit kam gut rüber und anfangs hatte ich auch noch die Hoffnung, dass einige der Nebenfiguren, wie z.B. der Großvater von Seren, noch eine größere und ambivalentere Rolle bekommen.

Leider kippte die Geschichte für mich etwa ab der Hälfte und war dann ziemlich gefühlslastig und vor allem von Serens Sehnsüchten, Ängsten und Unsicherheiten beseelt. Es war das allbekannte Hin und Her zweier Liebender. Das ist nett zu lesen aber die Autorin verschenkte damit meiner Meinung nach das Potential, welches das ungewöhnliche Setting gehabt hätte. Ich wartete leider vergeblich auch mehr SF-Elemente. Ohne vom Finale zu viel zu verraten passiert im letzten Viertel ziemlich viel. Meiner Meinung nach sogar zu viel, denn vieles war für mich Unlogisch oder von den Charakteren unmotiviert und hätte einer ausführlicheren Erklärung bedurft. Das Ende kommt abrupt und mit einem großen Cliffhanger.

Mein Fazit: Die Autorin hat durchaus Potential. Der Schreibstil war angenehm zu lesen. Ich denke mal, sie hätte sich einfach mehr Zeit und mindestens 100 Seiten mehr für diese Geschichte gönnen sollen. So fand ich es etwas unausgegoren, nett aber belanglos.

  (3)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(29)

54 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

irland, geheimnis, cork, familiengeheimnis, trauer

Das Geheimnis jener Tage

Zoë Miller , Peter Knecht
Flexibler Einband: 516 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 15.01.2017
ISBN 9783458361961
Genre: Romane

Rezension:

Am Anfang dieser Geschichte steht eine zarte und tiefe Liebesbeziehung, die überraschend an einem Strand beginnt, als eine junge Frau einen jungen Mann vor dem Selbstmord bewahrt.

Eine Generation später leidet Carrie Cassidy nach fünf Jahren noch immer unter dem überraschenden Tod ihrer beiden Eltern. Sie erträgt die Nähe ihres Freundes nicht mehr, ist gelangweilt vom Job, weiß nicht mehr, wie es weitergehen soll.

Überraschend besucht sie eine Frau aus der Schweiz und bittet um einen Besuch ihres totkranken Ehemannes, der wohl ihre Mutter kannte und liebte. Fast widerwillig lässt Carrie sich darauf ein und es kommt ein Stein ins rollen, der die Vergangenheit aufwühlt und so manche Überraschung ans Tageslicht schwappt.

Das Buch beginnt sehr schön und anfangs war ich richtig begeistert vom Erzählstil. Der Plot ist trickreich, hat eine Menge Überraschungen und ein Geheimnis, welches man wirklich entdecken kann, auf Lager. Leider war mir die Hauptdarstellerin bald ziemlich unsympathisch, da sie eine weinerliche selbstmitleidige Art hatte. Auch war es mir stellenweise zu viel schmachten, seufzen und leiden, ja sogar manchmal zu viel Harmonie. Diese Art, die Gefühle der Protagonisten - vor allem von Carrie - zu beschreiben, fand ich zu langatmig und ich hätte die ständige Wiederholung nicht gebraucht. Dadurch gab es zwei Teile im Buch, die sich für mich so zogen, dass ich es fast abbrechen wollte. Das gute Ende konnte mich nur teilweise darüber hinweg trösten.

Fazit: Durchwachsen

  (7)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(211)

342 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 171 Rezensionen

mord, psychologie, krimi, manuskript, roman

Das Buch der Spiegel

E.O. Chirovici , Werner Schmitz , Silvia Morawetz
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 27.02.2017
ISBN 9783442314492
Genre: Romane

Rezension:

Richard Flynn schreibt ein Buch und schickt es an einen Verlag. Es geht um Geschehnisse, die unverarbeitet 20 Jahre in ihm gegärt haben. Einen Mord und eine große Liebe. Der Verlagsagent ist von der Manuskriptprobe fasziniert und möchte Flynn und das Ende des Buches kennenlernen. Aber es kommt alles erst mal ganz anders als er denkt. Und er wird nicht der letzte sein, der sich auf die Suche nach der Wahrheit begibt. Immer im Schlepptau der Leser.

Ich wusste es schon bei der Leseprobe, dass dieses Buch mich vom Hocker reißen würde. Der Schreibstil ist einfach wunderschön und entwickelte bei mir so einen Sog, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Der Autor spielt mit der Sprache und den Gefühlen des Lesers, er fabuliert und gibt den Charakteren Tiefe und Charakter.

Die Teile, in denen Flynn selber erzählt, haben mich sehr an die Romane von Dicker erinnert und die schätze ich über die Maßen. Ich mag es, wie Chirovici seine Personen beschreibt. Man kommt ihnen ganz nah, man fühlt mit ihnen. Die Geschichte ist sehr intelligent verschachtelt und wird so erzählt, dass der Leser das Buch wie ein Rätsel genießen kann ohne, dass es ein Krimi im eigentlichen Sinne ist.

Mich hat das Buch absolut begeistert und ich kann es uneingeschränkt empfehlen.  

  (5)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(60)

105 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 56 Rezensionen

dübell, historisch, luftfahrt, fliegen, zeppelin

Der Jahrhunderttraum

Richard Dübell
Flexibler Einband: 736 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 13.01.2017
ISBN 9783548288277
Genre: Historische Romane

Rezension:

Jahrhunderttraum heißt der zweite Teil der historischen Trilogie von Richard Dübell. Die Handlung ist diesmal im letzten Jahrzehnt des 19.ten Jahrhunderts und dem ersten des 20.ten angesiedelt. Und Dübell verwendet gleich mehrere stilistische Kniffe, um sowohl die technischen und politischen Entwicklungen der damaligen Zeit erzählerisch abzudecken, als auch weibliche und männliche Leser anzusprechen.

Zum einen sind da die drei Hauptdarsteller, die Geschwister Otto und Levin und Amalie von Briest. Alle drei sind auf ihre Art sympathische Charaktere, die eine eigenen Entwicklungsgeschichte haben und ein Thema im Buch durch ihre Erlebnisse erzählen. Die Männer das Thema der Technik und Wissenschaft, wozu vor allem die Luftfahrt und Fliegerei gehören und Amalie das der Frauenbewegung in all ihren Facetten.

Dübell hält alle Fäden straff in der Hand, verwebt geschickt die beginnende Industrialisierung und die Emanzipation mit Attentaten und Zeppelinreisen. War er bis jetzt vor allem ein Garant für spannende Mittelalterhistorie, so hat er mit dieser Zeitschiene mal wieder genau meinen Geschmack getroffen und ich habe das Buch begeistert gelesen.

Fazit: Eine sehr gelungene Fortsetzung mit vielen großen und kleinen geschichtlichen Leckerbissen und definitiv mehr, als nur einfach ein Teil einer Trilogie. Das Buch lässt sich wunderbar ohne Vorkenntnisse lesen und macht dann Lust auf den Vorgänger und den Nachfolger, der hoffentlich bald am Bücherhimmel dräut.

  (5)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(94)

127 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 71 Rezensionen

thriller, mord, hamburg, brünhilde blum, totenrausch

Totenrausch

Bernhard Aichner
Fester Einband: 380 Seiten
Erschienen bei btb, 09.01.2017
ISBN 9783442756377
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Mit Totenrausch endet die Trilogie um die Bestatterin und Mörderin Brünhilde Blum. An dieser Krimireihe von Bernhard Aichner ist so gut wie alles ungewöhnlich.

Da ist zum einem mal die Hauptfigur. Brünhilde ist ein sehr sperriger, über weite Strecken fast undurchschaubarer Charakter. Im ersten Band lernten wir ja ganz kurz noch eine weiche Seite an ihr kennen, die aber mit dem Tod ihr Nahestehender und ihren eigenen Morden fast völlig verschwand. Auch wenn sie ihre Töchter abgöttisch liebt und wie eine Wolfsmutter gegen alle Widrigkeiten beschützt, so ist sie doch ein seltsam kühler Mensch, der den Leser und seine Zuneigung nicht so ohne weiteres erobert.

Dann haben wir da einen Schreibstil und einen Erzählrythmus, der auf den Leser schon mal einprasselt wie ein Gewitter. Es gibt wenig wirklich lange Beschreibungen. Die Sätze sind kurz und knackig, die Aussagen klar und ohne große Redundanzen. Aichner und Blum sprechen beide Klartext. Der Raum dazwischen lässt teilweise wenig Platz für Spekulationen oder Grauzonen aber es ist einfach mitreißend und das Tempo der Geschichte ist dadurch sehr hoch. Aichner nennt seine Heldin auch rüde meistens nur Blum. Dadurch nimmt er ihr das weiblich-zarte und gibt ihr Kraft und Härte.
Der Plot an sich bietet ein paar nette Dinge, die man so noch nicht in vielen Büchern des Spannungsgenres gelesen hat. Ich kenne keine Bestatterin, Mörderinnen mit so wenig Reuegefühlen gibt es auch selten und Blum`s Leben wird kaum durch unnötige Emotionen verwässert. Wichtig sind nur die Kinder.

Der dritte Teil kann qualitativ wieder an den ersten anschließen. Deshalb habe ich das Buch auch gerne und zügig gelesen und am Ende war mir Blum doch sympathischer, als ich es anfangs erwartet hatte. Das Buch und Brünhilde sind gegen alle Konventionen frech, stark und nachhaltig. 

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(65)

135 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 54 Rezensionen

ostpreußen, familiensaga, pferdezucht, familie, gutsleben

Das Lied der Störche

Ulrike Renk
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 19.01.2017
ISBN 9783746632469
Genre: Historische Romane

Rezension:

"Das Lied der Störche" erklingt mehr als einmal in diesem Buch. Auch wenn es mehr ein Schnäbelklappern ist. Es ertönt oft in der stpreußische Landschaft in der das Gut der Familie Fennhusen liegt. Ihre Mutter heiratet in dritter Ehe den Bruder ihres verstorbenen Mannes und zieht mit den drei Kindern aus früheren Ehen zu ihm auf das Landgut. Die Älteste, Frederike, fühlt sich hier bald sehr wohl. Sie liebt die Natur, die Tiere und den ganzen Betrieb. Für ihr jugendliches Alter ist sie schon sehr reif und sie scheint wie geschaffen dafür, einmal ein eigenes Gut zu leiten. Deshalb besucht sie auch später eine Schule, die diese Ausbildung fördert. Die Mutter hofft auf einen Ehemann, mit Geld und Gut.

Frederike muss irgendwann selbst herausfinden, was sie sich für ihre Zunkunft wünscht und welchen Mann sie gerne als Ehemann an ihrer Seite hätte. Dabei ist die Mutter wenig hilfreich, denn sie ist kühl und hat genaue Vorstellungen von allem. Dennoch hat Freddy mit ihren Geschwistern und dem Stiefvater eine schöne Jugend. Noch merkt man in Ostpreußen wenig davon, dass bald die Stimmung im Reich kippen wird und die Nationalsozialisten an die Macht kommen werden.

Die Familiengeschichte beruhrt auf dem Leben realer Menschen und die Autorin, Ulrike Renk, hat gründlich recherchiert und erzählt unprätentiös und in einem ruhigen Schreibstil. Es handelt sich um den ersten Teil einer Trilogie, deshalb endet dieses Buch auch so, dass man die Fortsetzung sehnlich erwarten wird. Ein schöner historischer Roman.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(11)

20 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

thriller

Leichtes Opfer

Roger Smith , Klaus Timmermann
Fester Einband: 334 Seiten
Erschienen bei Tropen, 21.03.2015
ISBN 9783608501360
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Leichtes Opfer ist das, was ich als ein Männer-Buch beschreiben würde. Nicht, weil es NUR Männer lesen könnten oder sollten. Aber es ist ein raues, hartes Buch und es ist eines, dass in einer markanten ruppigen Sprache geschrieben ist. Hier ist nichts weichgespült oder sanft. Weder die Handlung, noch die Menschen. Ich würde auch sagen, dass es ein typischer Roman von Roger Smith ist, den ich – obwohl ich eine Frau bin – sehr gerne lese.

Ich mag zum einen das Setting Südafrika ausgesprochen gerne. Es ist exotisch und in manchem ziemlich fremd. Die politischen und gesellschaftspolitischen Probleme gehören einfach in einen Roman dieses Landes und Smith versteht es, diese Dinge anzusprechen und aufzuzeigen und dabei einen hervorragenden Thriller zu erzählen. Dennoch sind die menschlichen Abgründe  überall die gleichen auf der Welt. Die Mischung macht es also.

Die Spirale der Gewalt wird eines nachts in Gang gesetzt, als ein Ehepaar versucht zu vertuschen, dass ihr Sohn einen Mord begangen hat. Die Geschichte, die sich daraus entwickelt ist von der ersten Seite an spannend und hat ein paar überraschende Wendungen. Ich konnte das Buch kaum mehr aus der Hand legen und kann es uneingeschränkt empfehlen.

 

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(110)

157 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 100 Rezensionen

drogen, baby, schnee, winter, flucht

Sweetgirl

Travis Mulhauser , Sophie Zeitz-Ventura
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 13.01.2017
ISBN 9783423261265
Genre: Romane

Rezension:

An „Sweetgirl“ hat mich zu allererst mal das Cover unheimlich angesprochen. Nicht nur, weil es in die winterliche Jahreszeit so hervorragend als Lesestoff reinpasst, sondern auch, weil es so schön reduziert daherkommt und eine Stimmung mit einfachsten Mitteln hervorragend einfängt.


So ähnlich ist dann auch die Geschichte. Der Autor Travis Mulhauser braucht nur wenige Personen und eine Portion schneebedeckte Natur, um eine spannende und unterhaltsame Verfolgungsjagd zu erzählen, die alles hat, was ein fesselndes Buch haben sollte.


Ein sympathische Hauptdarstellerin, die 16-jährige Percy, die mutig und mit Einfallsreichtum versucht, ein kleines Baby in Sicherheit zu bringen. Ein paar drogenabhängige Verfolger, die Gott sei Dank ziemlich durchgeknallt sind und nicht immer durch Geistesgröße und Umsicht hervorstechen. Eine Landschaft, in der der Mensch schon mal verschwinden kann, weil sie weit und unwirtlich ist aber auch wunderschön und klar.


Hervorheben möchte ich, dass mir besonders die Dialoge gefallen haben. Sie transportieren die Gefühle und Probleme der Protagonisten und waren glaubwürdig und oft richtig witzig. Mein Fazit ist, dass das Buch sich wahnsinnig gut und schnell durchlesen lässt. Mir ist es fast ein bisschen zu kurz ausgefallen. Ein paar extra Seiten für Beschreibungen hätten der Geschichte noch mehr Gewicht gegeben.

  (1)
Tags:  
 
147 Ergebnisse