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(102)

349 Bibliotheken, 41 Leser, 0 Gruppen, 46 Rezensionen

thriller, dan brown, barcelona, robert langdon, origin

Origin

Dan Brown
Fester Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Ehrenwirth, 04.10.2017
ISBN 9783431039993
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Edmond Kirsch, bekannter Theoretiker und Zukunftsforscher, kündigt eine sensationelle wissenschaftliche Entdeckung an. In einer weltweit live übertragenen Fernsehsendung, will er diese vorstellen. Bevor er aber dazu kommt, wird er vor laufender Kamera erschossen. Langdon war mit ihm seit langem befreundet und zu der Veranstaltung ebenfalls angereist. Hautnah muss er das Attentat miterleben. Mit der Leiterin eines Museums, Ambra Vidal, macht er sich sofort auf die Suche nach der Wahrheit. Dabei geraten die beiden erst mal als Verdächtige ins Zentrum der Ermittlungen. Da Ambra die Verlobte des spanischen Thronfolgers ist, ist auch das Königshaus stark in die Geschichte involviert.


Dan Brown mixt bewährte Inkredenzien für seinen neuen Thriller. Da ist zum einen der wohl bekannte Robert Landgon, der persönlich und aus wissenschaftlichem Interesse an einer Auflösung des Mordfalles interessiert ist. Außerdem gibt es ein sehr großes Rätsel, welches diesmal vor allem den Zugang zu Edmonds Computer öffnen soll, um an das Geheimnis von Kirsch’s Entdeckung zu kommen. Selbstverständlich ist die Kirche wieder stark involviert und ein Mörder jagt Langdon und Ambra. Diesmal hat Robert einen ziemlich mächtigen Helfer, der ihm die Suche erleichtert und die Verfolger auf falsche Fährten lockt.


Brown erfindet das Genre mit seinem Thriller "Origin" sicher nicht neu aber er versteht es durchaus, eine stetig wachsende Spannung zu erzeugen die dafür gesorgt hat, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen mochte. Die Auflösung hat mir gut gefallen und es hat Spaß gemacht, diesen Thriller zu lesen.


Tatsächlich habe ich jede Menge Neues erfahren und diesmal ist es nicht nur kulturell und kunsthistorisch sondern auch ziemlich wissenschaftlich. Solide und  eine Empfehlung wert. Nicht nur für Fans sondern auch für Quereinsteiger durchaus geeignet.

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(57)

105 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 56 Rezensionen

liebe, münchen, geschwister, lilli beck, roman

Wie der Wind und das Meer

Lilli Beck
Fester Einband: 500 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 18.09.2017
ISBN 9783764505776
Genre: Romane

Rezension:

"Wie der Wind und das Meer" das versprechen sich die Kinder Paul und Sarah, so wollen sie füreinander sein. Als Kriegswaise schlagen sie sich gemeinsam im zerbombten München durch und als sie schließlich in einem Kinderheim landen, behaupten sie, Geschwister zu sein. Diese Lüge bestimmt fortan ihr Leben, denn als die beiden sich später ineinander verlieben, darf diese Liebe nicht sein und aus Angst vor der Strafe schweigen beide.

Das Buch hält, was Klappentext und Cover schon versprechen. Es handelt sich um eine eindringliche und teilweise auch tragische Liebesgeschichte vor dem Hintergrund des gerade beendeten Krieges. Die Autorin erzählt uns die Geschichte ihres Liebespaares über einige Jahrzehnte hinweg. Dabei hat sie einen schönen und gefühlvollen Schreibstil und man entwickelt schnell Empathie für die beiden jungen Leute und hofft bis zum Schluss, dass sich alles zum Guten wenden wird.

Es war mein erstes Buch von Lilliy Beck und hat mir gut gefallen. Hervorheben möchte ich vor allem das Ende, welches nicht weichgespült und trotzdem ergreifend und realistisch ist. Hier sehe ich auch ganz allgemein die große Qualität der Geschichte. Und so ganz nebenbei erfährt man einiges über die damaligen Zeit und die historischen Kleinigkeiten machen das Ganze noch lebendiger.






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(90)

155 Bibliotheken, 13 Leser, 1 Gruppe, 82 Rezensionen

liebe, geheimnisse, familie, regentage, regen

Das Glück an Regentagen

Marissa Stapley , Katharina Naumann
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 07.11.2017
ISBN 9783499291708
Genre: Liebesromane

Rezension:

Mir ist an meinem eigenen Leseverhalten mal wieder aufgefallen, dass die Erwartungshaltung durchaus den Eindruck eines Buches prägen kann.

Was hatte ich mir von "Das Glück an Regentagen" erwartet?
Das Cover ist wirklich wunderschön - es leuchtet richtig. Es ist blau und zwei Menschen schauen kuschelnd in den Sonnenuntergang - oder -aufgang.
Also eine Liebes-Beziehungsgeschichte und ehrlich gesagt eine mit einem Happyend auf dem Steg am See.

Der Klappentext verheißt zudem noch ein bisschen Familiendrama, ein oder zwei Geheimnisse und Verwicklungen.

Was habe ich bekommen?
Genau das, was ich erwartet hatte. Und das durchaus positiv gemeint. Liebe, Herz und Schmerz, Menschen, die sich verletzten aber auch verzeihen, ein paar Mißverständnisse, dramatische Ereignisse, die das Leben beeinflusst haben aber nichts, was nicht geheilt oder besser werden könnte.

All dies erzählt die Autorin mit einfühlsamen und schönen Worten und in einem flotten Schreibstil, der Lust macht, weiterzulesen.

Also... ein sehr unterhaltsames Buch. Eines, dass ich gerne gelesen habe. Eines, dass ich Freundinnen zum Lesen geben würde. Sicher nichts für die Ewigkeit aber trotzdem schön.

Weil ich genau bekommen habe, was ich mir erhofft hatte bekommt es auch fünf Sterne von mir.

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(25)

49 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

krieg, norwegen, ulf schiewe, wikinger, harald hardrada

Herrscher des Nordens - Thors Hammer

Ulf Schiewe
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.09.2017
ISBN 9783426520024
Genre: Historische Romane

Rezension:

Die Saga des Wikingerkönigs Harald Hardrada - seine Abenteuer und Kämpfe, seine Frauen und sein unbezwingbarer Ehrgeiz.


So wird Thors Hammer, der erste Teil der Wikingersaga „Herrscher des Nordens“, beworben und zusammengefasst. Ich denke, das trifft sicher den Kern der Trilogie.


Aber noch ist Harald kein König, sondern ein Teenager. König von Norwegen ist sein Bruder Olaf und der muss sich alsbald ins befreundete Schweden absetzen, da ein Teil seiner Jarls sich gegen ihn wendet und zum feindlichen König Knut überläuft. Lange wartet Harald, dass sein Bruder zurückkehrt und sich zum Kampf stellt. So kommt es dann auch zur Schlacht von Stiklestad. Als Besiegter ist Harald danach mit wenigen getreuen Freunden auf der Flucht und setzt sich nach Russland ab. Wir erleben also die Jugendjahre von Harald in denen er sich zu dem Mann entwickelt, der später zurückkehren und um die Königswürde kämpfen wird.


Ulf Schiewe schreibt in der ersten Person, wodurch Harald dem Leser sehr nahe kommt mit all seinen Stärken und Schwächen. Dabei wirkt er von Anfang an sehr reif und klug und man spürt von Anfang an, dass er das Zeug zum Anführer hat. Der tolle Schreibstil und das Wikingersetting tun sein Übriges, dass ich das Buch mit Vergnügen und zügig durchgelesen habe. In einem Nachwort reflektiert der Autor, welche historischen Bezüge seinem Roman zu Grunde liegen und beweist, dass er mit großem FIngerspitzengefühl und Empathie eine lang zurückliegende Epoche klug und spannend wieder zum Leben erweckt hat.


Gut, dass die Fortsetzung nicht lange auf sich warten lässt.

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(71)

137 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 49 Rezensionen

satire, qualityland, zukunft, roman, humor

QualityLand

Marc-Uwe Kling
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 22.09.2017
ISBN 9783550050237
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Qualityland ist mein erstes Buch von Marc-Uwe Kling. Und was soll ich sagen. Ich bin begeistert.

Was für eine geniale Idee.

Man entschließt sich, einem ganzen Land einen neuen Namen zu geben. Qualityland. Damit wird man auch den schlechten Ruf der Vergangenheit durch Kriege los. Die Menschen geben sich neue Familiennamen. Söhne nach dem Beruf des Erzeugers, Töchter nach dem Beruf der Mutter. Es kommt da schon mal zu Geschwisterpaar namens „Jürgen Gefängnisinsasse“ und einer „Erika Strafvollzugsbeamtin“ oder zu einem Peter Arbeitsloser, so der Name des Hauptdarstellers. Und so abgefahren geht die Geschichte auch weiter. Der Mensch hat einen hilfreichen Computer, der alles für ihn erledigt, berechnet, auswählt, recherchiert – ob der Mensch will oder nicht. Der perfekte Partner wird per Computer ebenso ausgesucht, wie auch das tägliche Essen, Kleidung, Hobbies usw. Die freie Entscheidung wird auf ein Minimum reduziert. Das Leben ist langweilig und fremdbestimmt. Peter kommen immer wieder Zweifel. Aber was tun?

Klings Humor ist rabenschwarz und nimmt mit dieser Persiflage, dieser schrägen Zukunftsvision sämtliche Entwicklungen auf den Arm, die in unserer modernen Welt gerade die Runde machen oder sich in Ansätzen abzeichnen. Dabei werden die Maschinen in ihren Schwächen und Krankheiten immer menschlicher und der Mensch scheinbar immer unmenschlicher.

Ein Buch, über dass ich Schmunzeln, lauthals Lachen und in heftiges Grübeln verfallen konnte. Eine tolle Idee, intelligent umgesetzt. Gesellschaftskritisch aber nicht mit dem erhobenen Zeigefinger sondern mit einem Augenzwinkern.

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(126)

212 Bibliotheken, 13 Leser, 1 Gruppe, 101 Rezensionen

harry hole, norwegen, oslo, thriller, krimi

Durst

Jo Nesbø , Günther Frauenlob
Fester Einband: 624 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 15.09.2017
ISBN 9783550081729
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Harry Hole is back. Jedes Mal wieder die reine Freude. Ich bin ein eingefleischter Nesbo-Fan. Harry, den norwegischen alkoholkranken Kommissar habe ich bereits beim ersten Band ins Herz geschlossen und der Autor schaffte es auch diesmal mich zu begeistern.
Macht der Leser sich erst noch Sorgen, weil Harry ja eigentlich gar kein Ermittler mehr ist, so wendet sich das Blatt schließlich zur geliebten Szenerie. Harry jagt einen brutalen Serienmörder. Und hier ist es sogar einer, der das Blut seiner Opfer trinkt und von der Presse schnell zum Vampir hochstilisiert wird.

Jo Nesbo erzeugt eine stetig wachsende Spannung. Klar sind manche Szenen sehr blutig aber auch die Menschlichkeit kommt nicht zu kurz. Mit Begeisterung habe ich mich vom Plot wieder mal aufs Glatteis führen, falsche Spuren abhaken und mehr als eine Überraschung erleben dürfen. Das Buch liest sich so genial, dass ich Nesbo mal wieder in den Olymp meiner Lieblings-Krimi-Autoren hochhieve und jetzt sehnsüchtig auf die Verfilmung des Schneemanns in wenigen Wochen warte.

Volle Punktzahl. Genial.

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152 Bibliotheken, 11 Leser, 1 Gruppe, 60 Rezensionen

drachen, fantasy, das erwachen des feuers, krieg, anthony ryan

Das Erwachen des Feuers

Anthony Ryan , Birgit Maria Pfaffinger , Sara Riffel
Fester Einband: 832 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 09.09.2017
ISBN 9783608949742
Genre: Fantasy

Rezension:

Mit „Das Erwachen des Feuers“ startet Anthony Ryan einen neuen Fantasyzyklus, der absolut gar nichts mit dem Vorgänger „Rabenschatten“ zu tun hat. Das hebe ich gleich zu Anfang hervor, vor allem, weil mich das positiv überrascht hat. Befanden wir uns damals in einer High-Fantasy-Geschichte, so ist diese Drachengeschichte eine Mischung zwischen Steampunk und Thriller. Dazu ein Schuss Abenteuerroman ala Jules Verne oder Douglas Preston. Das macht wirklich großen Spaß.

Die Hauptdarsteller sind neben den Drachen drei sehr unterschiedliche Protagonisten, von denen jeder eigene Beweggründe hat, sich auf die Jagd nach dem Ei des weißen Drachen zu begeben. Pflichtbewustsein, Erfolgsdenken, materielle Vorteile… es trifft sich hier so einiges und der Leser schwankt gehörig, ob da alle Motivation immer positiv ist. Die Drachen sind hier eine aussterbende, ausgebeutete Spezies. Man fühlt sich an die Hörner der Nashörner erinnert oder den Sibirischen Tiger. Hier geht es um das Blut, welches den Menschen schier unbegrenzte Fähigkeiten verschaffen kann.

Das Buch hat alles, was ich mir von einem guten Fantasy-Schinken erhoffe. Gute Charaktere mit einigen Ecken und Kanten, Action und Magie aber auch Bezüge zur realen Welt und historischen Geschichten. Ein kraftvoller Erzählstil und ein tolles Cover runden die Sache wohltuend ab.
Ich freue mich auf Teil zwei.

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(48)

54 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 50 Rezensionen

markt, kochbuch, rezepte, paris, berlin

It's Market Day

Fabio Haebel , Timon Koch , Ulf Pape
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Brandstätter Verlag, 04.09.2017
ISBN 9783710601064
Genre: Sachbücher

Rezension:

Eigentlich hätte ich es schon am Cover merken sollen, denn der Jungspund Fabio Haebel spricht sicher schon optisch eher die jugendlichen Köche an. Ähnliche Eindrücke habe ich von der ganzen Buchaufmachung. Das soll jetzt nicht gleich negativ klingen, aber es ist durchaus spürbar am Buch.

Das Papier ist dicker als normal und wirkt wie Recylingpapier. Finde ich positiv, macht das Buch aber auch schwerer. Die Vorstellung der Märkte erfolgt durch viele farbenfrohe Fotos, die in ihrer Mehrzahl nicht unbedingt mit Lebensmitteln und Kochen zu tun haben, aber ein Feeling vermitteln sollen und ästhetisch sind. Und dann gibt es relativ viele Rezepte.

Diese Rezepte sind allerdings, meiner Meinung nach, oft eher Fast-Food. Im Sinne von schnell zubereitet aber auch nicht unbedingt als vollwertiges Essen. Klar kann man gute Produkte verwenden. Klar schmecken diese Sachen alle. Aber für ein schönes Sonntagsmenü war wenig dabei, finde ich. Hier denke ich, werden junge Leute lachen. Denn die machen wohl selten ein Sonntagsmenü. Ich habe sehr wenig gefunden, was mich wirklich angesprochen oder inspiriert hat.

Mein Fazit:
Ich bin vielleicht nicht gerade die Zielgruppe für dieses Buch und werde es also an meine Enkelsöhne weitergeben, denen es gefallen könnte.

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43 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 28 Rezensionen

thriller, forensik, gerichtsmedizin, forensikerin, 2017

Totenstarre

Patricia Cornwell , Karin Dufner
Fester Einband: 600 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 11.09.2017
ISBN 9783959671255
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Mir war gar nicht bewusst, wie lange ich schon keinen Patricia-Cornwell-Krimi mehr gelesen habe,  denn mit „Totenstarre“ ist schon Band 24 der Reihe um die Gerichtsmedizinerin Kay Scarpetta herausgekommen. Die ersten Jahre hatte ich die Reihe noch verfolgt, aber irgendwann bin ich doch ausgestiegen. Ich schätzte mal, der Grund war, dass mich die Krimis nicht mehr überzeugen konnten. Leider ging es mir bei meinen neuen Versuch ähnlich.

Der neue Cornwell-Roman taucht zügig in das Scarpetta-Reich ein. Man erfährt einiges über sie und ihre Familie, über ihre Freunde und über die Vergangenheit. Das ist kompakt aber für den aktuellen Fall nicht immer wichtig und verwirrte mich teilweise, da ich mit viel mehr Personal in dieser Geschichte rechnete, welches dann aber nie auftauchte. Auch die Ermittlungen kommen sehr schleppend in Gang und die Autorin lässt den Leser über die wichtigsten Details sehr lange im Ungewissen. Dadurch kann man aber auch nicht richtig miträtseln sondern muss abwarten, bis einem die Lösungen am Ende präsentiert werden.

Die Mordmethode war überraschend und neu für mich aber es fehlte mir die solide Polizeiarbeit, die ja das Salz in der Suppe eines guten Krimis sein soll.

Fazit: Langatmig und ohne Ecken und Kanten mit einem guten Schlussakkord.

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98 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 33 Rezensionen

indien, hijra, gewalt, kaschmir, friedhof

Das Ministerium des äußersten Glücks

Arundhati Roy , Anette Grube
Fester Einband: 560 Seiten
Erschienen bei S. FISCHER, 10.08.2017
ISBN 9783100025340
Genre: Romane

Rezension:

„Das Minsterium des äußersten Glücks“ ist definitiv Arundhati Roys Lebenswerk. Es ist ihr erster Roman seit 10 Jahren, in denen sie sich vor allem der Politik und vielzähligen humanitären indischen Projekten gewidmet hatte. Dieses Engagement findet seine Reflektion jetzt in diesem Buch.

Den Leser erwartet ein tiefer, gnadenlos ehrlicher Einblick in das heutige Indien, wie die Autorin es wohl selbst erlebt und erfühlt hat. Sie zeigt all seine Abgründe und Absonderlichkeiten, die dem Europäer exotisch und fremd erscheinen, die uns erschrecken und vielleicht sogar abstoßen mögen.

Man darf hier keine Geschichte erwarten, die sich in einem Rutsch problemlos genießen lässt. Es fiele mir auch schwer, eine Inhaltsbeschreibung zu geben, die der Story auch nur annähernd gerecht wird. Das Personal dieses Buches ist groß und manchmal fast etwas unübersichtlich. Es gibt nicht einen sondern unzählige Handlungsstränge, die ineinander fließen und sich verweben zu einem indischen Teppich.

Die Erzählweise ist ungewöhnlich und es handelt sich um indische Literatur, dass darf man nie aus den Augen verlieren, wenn man sich auf dieses Buch einlässt.

Ich persönlich musste es immer wieder beiseite legen. Ich konnte es nicht in einem Rutsch durchlesen. Dank einer sehr anregenden und aufmerksamen Leserunde habe ich mir das Buch erarbeitet. In meinem Bekanntenkreis wüsste ich jetzt aber nur einen Menschen unter sehr vielen LeserINNEN dem ich dieses Buch empfehlen würde. Es ist kein Buch für alle, denke ich.

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(149)

245 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 137 Rezensionen

fantasy, jugendbuch, aditi khorana, märchen, amrita am ende beginnt der anfang

Amrita. Am Ende beginnt der Anfang

Aditi Khorana , Peter Klöss
Fester Einband
Erschienen bei Dressler, 21.08.2017
ISBN 9783791500560
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Amrita ist die Prinzessin und einziges Kind des Königs von Shalingar. Bis zu ihrem 16ten Geburtstag lebte sie wohlbehütet und geliebt im Reich ihres gütigen Vaters. Zwar darf sie den Palast nur verhüllt verlassen und hat noch nie ein anderes Land bereist aber dennoch war sie glücklich. Aber jetzt droht ein Angriff des Nachbarreiches und Amrita soll den feindlichen König Sikander heiraten, um die Gefahr für ihr Land abzuwenden.


Erwartet habe ich „nur“ einen Young-Adult-Fantasy-Roman. Aber schon der Prolog lässt erahnen, dass in diesem Roman viel mehr drin steckt. Es ist die Sprache die mir so gut gefallen hat. Die Mischung aus Fantasy und Realität. Man hat das Gefühl, es könnte sich tatsächlich um einen Nachbarstaat Indiens handeln und nicht um Fiktion sondern um tatsächliche Geschichte. Und die Autorin erschafft nicht nur ein fremdes und doch bekanntes Reich, auch die Charakter sind lebensecht und agieren glaubhaft in einem Plot voller Magie und Mystik.

Die Story entwickelt sich auch ganz anders, als ich vermutet hatte und ist nicht nach dem gängigen Einheitsmuster gestrickt. Das gefiel mir von Abschnitt zu Abschnitt besser. Man merkt bald, dass es sich hier nicht um eine Trilogie handelt , denn die Handlung schreitet straff voran. Manchmal hätte ich mich noch mehr Zeit und noch mehr Seiten gewünscht aber trotzdem wurde ich nicht enttäuscht. Bis zum Ende war ich gefangen, habe miterlebt, wie Amrita erwachsen und eine andere wird und ihren eigenen Weg findet.

Ein tolles Buch welches nebenbei auch noch ein kongenial schönes Cover hat. Ich hoffe sehr, auch das andere Buch der Autorin wird demnächst übersetzt.

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(157)

284 Bibliotheken, 10 Leser, 1 Gruppe, 125 Rezensionen

sklaverei, amerika, flucht, underground railroad, usa

Underground Railroad

Colson Whitehead , Nikolaus Stingl
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 21.08.2017
ISBN 9783446256552
Genre: Romane

Rezension:

In das Buch „Underground Railroad“ von Colson Whitehead hatte ich sehr große Erwartungen. Zum einen, da es dieses Jahr den Pulitzerpreis gewonnen hat und zum anderen, weil es eine hochinteressante Geschichte zum Hintergrund nimmt. Viele Sklaven die auf den Baumwollplantagen Georgias im Süden der Vereinigten Staaten lebten, versuchten immer wieder in den Norden des Landes zu fliehen. Sie bauten dazu eine geheime Fluchtstraße auf, auf der die Flüchtlinge Unterstützung und Schutz finden konnten gegen die Weißen, die sie versuchten wieder einzufangen. Am Beispiel der jungen Cora wird diese Geschichte geschildert.

Der Autor gehört selbst der afroamerikanischen Gesellschaft an und hat dieses Thema sicherlich auch gewählt, um von den Leiden seiner Vorfahren zu erzählen. Er hat sich intensiv mit der Materie beschäftigt und versucht nicht nur über die Flucht sondern über viele Aspekte der Sklaverei zu sprechen. Das Buch ist sehr anspruchsvoll geschrieben und auch wenn man schon einiges von der damaligen Zeit weiß, gibt es noch viele Details und Hintergründe, die mir neu waren und mich erschüttert haben.

An einigen Stellen war ich mir nicht ganz sicher, wie viel wirklich der Wahrheit entsprach oder vom Autor etwas verfremdet wurde. Mir hätte es gefallen, wenn man hier noch mehr Klarheit erhalten hätte.

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(132)

207 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 95 Rezensionen

paris, roman, nanny, frankreich, familie

Dann schlaf auch du

Leïla Slimani , Amelie Thoma
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Luchterhand, 21.08.2017
ISBN 9783630875545
Genre: Romane

Rezension:

„Dann schlaf auch du“ von Leila Slimani ist kein Krimi und auch kein Thriller. Auch wenn hier über zwei Morde gesprochen wird sollte man dies unbedingt wissen. Es ist eher eine belletristische Analyse eines schrecklichen Geschehens. Und um dem Leser jede Illusion zu nehmen beginnt das Ganze mit dem Mord an den zwei kleinen Kindern von Myriam und Paul. Mord an Kindern ist ja immer ein Horrorszenario. Aber hier wird dies noch dadurch verstärkt, dass die Täterin das Kindermädchen ist. Also die, die nach den Eltern den Kindern am nächsten stand. Die, die in der Familie integriert schien und der man es nie zugetraut hätte.

Natürlich trügt der harmonische Eindruck. Langsam, Seite für Seite, wird die Familienidylle seziert. Erste Unterströmungen werden sichtbar. Nicht einzuordnen aber auch nicht wegzureden. Aber hätte man dieses Drama verhindern können? Hätte man sehen müssen, dass Louise krank ist und dass ihre Krankheit in dieser Gewalttat enden wird? Oder war dies alles unvermeidlich?

Ein literarischer Roman der keinen Spaß macht, weil das Thema zu schrecklich ist. Aber der mit einer schönen Sprache den Leser in den Strudel dieser Tat zieht. Es ist schwer sich ihm zu entziehen.

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108 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 73 Rezensionen

sklaverei, ghana, afrika, usa, amerika

Heimkehren

Yaa Gyasi , Anette Grube
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 22.08.2017
ISBN 9783832198381
Genre: Romane

Rezension:

„Heimkehren“ ist der Debütroman der amerikanischen Autorin Yaa Gyasi. Sie stammt ursprünglich aus Ghana und hat versucht in ihrem Buch die unterschiedlichen Lebenswege zweier Schwestern und deren Familien zu erzählen. Die eine gelangt als Sklavin nach Amerika, während die andere auf dem afrikanischen Kontinent bleibt. Wie ein Panoptikum reiht sie die Lebensgeschichten der Frauen und einiger ihrer Nachkommen aneinander. In fast jedem Kapitel wird ein anderer Hauptdarsteller begleitet. Dabei arbeitet sie sehr viele Themen ab. Neben Sklaverei und Unterdrückung auch die politischen Probleme der zwei so unterschiedlichen Kontinente, wie Kriege, Armut, Hungersnot. Dabei haben die Familie so gut wie keine Schnittpunkte. Die Schwestern kennen sich nicht einmal persönlich.

Ich würde das Buch nicht als einen normalen Roman beschreiben. Es ist ein Buch über 200 Jahre und es gibt keine durchgehenden Identifikationsfiguren. Es wird nicht eine Geschichte erzählt, sondern viele kleine Geschichten, die nur durch den Stammbaum lose zusammenhängen. Alle Personen haben kulturelle Gemeinsamkeiten und der grundsätzlichen Ansatz, dass sich die Sklaverei und die Unterdrückung der Schwarzen auf jede Generation wieder aufs Neue auswirkt, ziehen sich als roter Faden durch das Buch.

Der Schreibstil ist angenehm und gut lesbar. Ein interessantes Buch, welches zwar nicht ganz meinen Vorstellungen entsprach ich aber dennoch gerne gelesen habe.

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(42)

63 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 40 Rezensionen

raumfahrt, tschechien, weltall, weltraum, jaroslav kalfar

Eine kurze Geschichte der böhmischen Raumfahrt

Jaroslav Kalfar , Barbara Heller
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Tropen, 05.08.2017
ISBN 9783608503777
Genre: Romane

Rezension:

Dieses Buch hat mich wahnsinnig interessiert, ob seiner äußerlichen Qualitäten. Zum einen ist dass das schöne Cover und zum anderen der vielversprechende Klappentext. Also habe ich es mir gekauft und freudig losgelegt.

Aber wo, bitte, ist die Romantik, von der hier geschwärmt wird. Und das bisschen Philosophie, dass hier so lautstark angepriesen wird, ist schwer zu finden und doch eher Hausfrauengeplapper. Verrückt ist hier vor allem der Hauptdarsteller. Ob er das nur wird, weil er so lange alleine im Weltraum rumsegelt oder doch eher, weil die Eifersucht ihm im Nacken sitzt, sei mal dahingestellt. Der Erzählstil ist abschweifend und langatmig und ergeht sich in Ergüssen über die Vergangenheit der Tschechischen Republik, der Vergangenheit des Hauptakteurs und über allerlei Dinge, die eigentlich gar nichts mit der Handlung zu tun haben.

Apropo Handlung. Die ist frei von Spannung und Aktion und ich fühlte mich bald ähnlich wie der Raumfahrer im luftleeren Raum, dem Wahnsinn nahe. Am Ende habe ich nur noch quergelesen. Schade.

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(85)

166 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 64 Rezensionen

familiendrama, thriller, amoklauf, familientragödie, drama

Die gute Tochter

Karin Slaughter , Fred Kinzel , Silvia Kuttny-Walser
Fester Einband: 608 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 03.08.2017
ISBN 9783959671101
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Mit „Die gute Tochter“ wagt Karen Slaughter endlich mal wieder einen Neustart mit neuen Akteuren, die der Leser noch nicht kennt und erst liebgewinnen muss. Dadurch werden auch diverse Altlasten aus Vorgängerromanen unwichtig, die mir nicht alle so gut gefallen haben. Auch wählt sie diesmal zwei Anwältinnen als Hauptakteure, wodurch der gewohnte Blickwinkel der Ermittler wohltuend durchbrochen wird.

Klar gibt es ein paar Genreübliche Klischees, die Slaughter wohl nicht lassen konnte. So haben Sam und Charlie ein fürchterliches Ereignis in ihrer Vergangenheit, welches sie physisch und psychisch verletzt hatte und welches schließlich in seinen Folgen auch zum tiefen Zerwürfnis zwischen den Schwestern geführt hat. Außerdem ist die Ehe von Charlie zerrüttet und der Vater hat Heimlichkeiten vor der Familie und vor dem Gesetz.

Alles in allem aber ist es eine gut ausgearbeitete Story, die zwischen Vergangenheit und Gegenwart erzählt wird und in jedem Erzählstrang immer wieder neue überraschende Erkenntnisse offenbart, die den Leser bei Laune halten und zum ein oder anderen AHA-Effekt führen. Die Aktion ist diesmal relativ knapp, auch die Brutalität ist für einen Slaughter-Thriller fast human. Ich mag einfach Geschichten von Anwälten besonders gerne und fühlte mich hier gut unterhalten. Manchmal sind die Witze etwas derb und sicher gibt es Zufälle, die zu gewollt sind. Dafür ziehe ich einen kleinen Stern ab.

Alles in allem ein Krimi, der an die Qualität von Slaughters ersten Romanen durchaus anschließen kann.

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132 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 61 Rezensionen

flucht, afghanistan, familie, taliban, krieg

Als die Träume in den Himmel stiegen

Laura McVeigh , Susanne Goga-Klinkenberg
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 27.07.2017
ISBN 9783596299706
Genre: Romane

Rezension:

Samar lebt mit ihrer Familie in Kabul. Dorthin sind ihre Eltern über viele Umwege gekommen, weil ihre Ehe unerwünscht war. Kurze Zeit führt die Familie ein glückliches fast normales Leben. Aber das Land ist im Umbruch. Nachdem die verhassten Russen Afghanistan verlassen, kommen die Taliban immer mehr zu Macht und Einfluss. Als die Lage in der  Stadt durch ständige Gefechte und Bombenanschläge immer bedrohlicher wird, flüchten Baba und Madar mit ihren Kindern zurück aufs Land zu den Großeltern. Nach dem ersten Kulturschock lebt die Familie sich einigermaßen wieder ein. Obwohl die Mutter und die älteste Schwester die Stadt vermissen, so ist es doch noch einmal eine kurze Zeit des Atemholens. Aber auch in diesen entlegenen Winkel in den Bergen gelangen schließlich die religiösen Fanatiker und halten grausam über eine junge Frau Gericht. Als schließlich auch noch ein fürchterliches Unglück passiert, zerbricht Samars Welt endgültig.


 Die Geschichte wird abwechselnd in zwei Zeiten erzählt. Einmal die Geschehnisse aus der Vergangenheit und zum anderen Samars Flucht Richtung Moskau mit der Transsibirischen Eisenbahn.


 Samar steht als Sinnbild für all die Menschen ihres Landes. Und stellvertretend für sie müssen Samar und ihre Familie schrecklich viel erleben und erdulden. Den Krieg in all seinen Facetten, Mord und Tod, Verlust von Familienangehörigen, Brüder, die mal der einen, mal der anderen Partei zusprechen und aus ihrem Leben verschwinden. Erschüttert liest man vom Einfluss der Taliban der sich langsam aber stetig in die Gemeinschaft schleicht, muss fast hautnah über eine Steinigung lesen, fürchtet ständig um Samar und ihre Geschwister.
Auch wenn man weiß, dass hier nicht über reale Personen erzählt wird, so spürt man doch, dass die Geschichte intensiv recherchiert wurde und es solche und ähnliche Schicksale zu tausenden tatsächlich gab. Ein bisschen erinnert das Buch natürlich an „Der Drachenläufer“. Nimmt aber dennoch einen anderen Verlauf.


 Auch wenn das Buch meiner Meinung nach im letzten Drittel etwas an Spannung verliert, so hatte ich doch ein paar sehr bewegende Momente und eine Vielzahl an interessanten und wichtigen Erkenntnissen. Eine Leseempfehlung.


 

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(27)

46 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

roger blanc, krimi, fischer, umweltschutz, mord

Gefährliche Côte Bleue

Cay Rademacher
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 08.06.2017
ISBN 9783832198282
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Roger Blank ermittelt zum vierten Mal in der Provence. Schon das Cover ist ein Augenschmaus und lässt einen an die schönen Sommer denken, die man dort im Süden verbracht hat. Und diesmal darf man den Salzgeruch des Meeres auch als Leser schmecken, denn Roger soll eine Tauchgang der Regierung überwachen. Aber natürlich kommt es dabei zu einem Mordfall. Und Roger macht sich auf in neue Sümpfe von Korruption, Lüge und Geldgier.

Ich mag Rademachers Erzählstil, seine Art, die Helden als menschlich, verletzlich, zornig darzustellen. Roger versucht wie immer, seine Integrität aber auch seinen Job zu bewahren, was Politiker und ein ganz bestimmter Staatsanwalt immer wieder untergraben. Roger kämpft gegen Windmühlen und wird dabei von seinem treuen Team begleitet, durch deren Unterstützung er schließlich auch diesen Fall lösen und zu einem Ende bringen kann. Wider bleibt der ein oder andere Wermutstropfen, da man nicht alle Bösewichte so bestrafen kann, wie man es als Leser und als Kommissar gerne möchte. Aber man ist zufrieden, denn ein kleines Stückchen Gerechtigkeit hat Roger doch herausholen können.

Unterhaltsame und teilweise humorige Krimireihe.

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81 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 39 Rezensionen

nicholas sparks, trennung, scheidung, ehe, krankheit

Seit du bei mir bist

Nicholas Sparks , Astrid Finke , Alexander Wussow
Audio CD
Erschienen bei Random House Audio, 27.03.2017
ISBN 9783837137767
Genre: Romane

Rezension:

Ich bin wirklich eine eingefleischte Sparks-Leserin, kenne und liebe seine Bücher, habe alle Verfilmungen mehrmals angeschaut. Umso größer die Freude über eine neues Buch aus der Feder des Bestsellerautors. Ich habe das Hörbuch gelesen von Alexander Wussow gehört.

Wussow liest angenehm und sehr unaufgeregt. Das Hörbuch war gekürzt, was ich ja immer schade finde, da man nicht genau weiß, wie viel fehlt und ob das Buch ein anderes Erlebnis wäre.

Leider hat mich die Geschichte von Anfang an genervt. Da ist einmal Ehemann und Vater Russell, der für mich ein großes unentschlossenes Weichei war. Er ist nachgiebig, unentschlossen, durch Wussows Lesen fast weinerlich und bleibt außerdem in seinen Empfindungen blass und durch und durch uninteressant.

Seien Ehefrau Vivian ist da ein ganz anderes Kaliber und in einer Verfilmung wäre sie sicherlich eine ungeliebte Figur. Sie ist egoistisch, zickig, hart und unromantisch. Man spürt nie, dass sie Russell liebt oder dass sie etwas anderes als verletzen kann. Die beiden sind nie ein glaubhaftes Liebespaar. Ich fragte mich von Anfang an, was die beiden nur aneinander fanden und warum es SO lange gut ging.

Ich habe mich durch das Hörbuch durchgequält. Es war der schlechteste Sparks, den ich kenne. Schade. Ich kann ich nicht empfehlen.

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68 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 36 Rezensionen

tod, selbstmord, geheimnisse, lügen, mord

Der Tag, an dem wir dich vergaßen

Diane Chamberlain , Marion Ahl
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 08.05.2017
ISBN 9783959670852
Genre: Romane

Rezension:

Der Titel des Buches und das schöne Cover sagen schon viel über die Geschichte dieses Buches aus.

Es handelt sich um ein Familiendrama, von welchem Riley, die Hauptperson, am Anfang aber noch wenig weiß. Ihre Schwester hat sich ertränkt, als Riley noch ein Baby war. Über die Gründe weiß sie wenig, aber ihre Jugend war relativ normal, wenn man mal von ihrem rebellischen, emotional schwierigen Bruder Danny absieht. Aber alles ist ganz anders gewesen und nachdem nun beide Eltern gestorben sind kommt Stück für Stück die Wahrheit ans Licht.

Mir hat gut gefallen, wie hier ein Puzzle entsteht, in dem Leser und Riley langsam erfahren, was vor fast 30 Jahren wirklich passiert ist.

Der Schreibstil ist angenehm lesbar, man fühlt mit den Personen und fiebert mit ihnen mit. Das Ende ist versöhnlich und optimistisch aber nicht zu kitschig. Gute Unterhaltung.

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504 Bibliotheken, 11 Leser, 1 Gruppe, 187 Rezensionen

fantasy, cora carmack, sturm, stormheart, liebe

Stormheart - Die Rebellin

Cora Carmack , Birgit Salzmann , Alexandra Rak , Carolin Liepins
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 22.05.2017
ISBN 9783789104053
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die guten Kritiken und der interessante Klappentext haben mich dazu verleitet, mir "Stormheart" von Cora Cormack zu kaufen. Ein farblich ansprechendes Cover mit einer Abbildung der Heldin, sicherlich ein Hingucker im Regal. Ich lese viel Fantasy und regelmäßig Jugendliteratur, war also gespannt auf diese Geschichte.

Der Lesestil war sehr angenehm und passend für Teenager. Für All-Age-Literatur finde ich, hätte es aber gerne noch etwas ausführlicher und anspruchsvoller sein dürfen.

Der Plot an sich hatte für mich zwei unterschiedliche Stränge. Da ist zum einen der oberflächliche einer Liebesgeschichte, die in so einem Buch natürlich nicht fehlen darf. Ich fand es aber nicht besonders romantisch und doch sehr vorhersehbar, was da zwischen Aurora und Lock und Cassius passierte. Das Hin und Her der Gefühle war mir zuviel Teenager-Liebe und ich hätte mir da etwas mehr Raffinesse erwartet.

Der zweite Erzählstrang behandelt die phantastische Welt, die beherrscht wird von gewaltigen Stürmen voller Magie. Die Beschreibungen dieser Orkane, Stürme, Taifune war spannend und sehr unterhaltsam und für mich in der Form etwas Neues. Hier fühlte ich mich gut unterhalten und war gespannt, wie die Geschichte weitergeht. Die Fähigkeiten, die Lock hat und die Aurora lernen möchte, diesen Teil des Buches mochte ich sehr gerne.

2 Sterne für die Liebesgeschichte, 4 für den Rest.

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112 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 69 Rezensionen

freundschaft, liebe, leben, england, london

Als wir unbesiegbar waren

Alice Adams , Eva Kemper
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 19.06.2017
ISBN 9783832198411
Genre: Romane

Rezension:

„Als wir besiegbar waren“ klang einfach absolut vielversprechend. Zum einen lag das am Cover, welches mich mit einem Augenblick von jugendlicher Leichtigkeit am Meer einfangen konnte. Zum anderen der Titel, der mich z.B. an „so wie wir waren“, einem meiner Lieblingsfilme erinnert hat. Außerdem schätze ich Geschichten über Freundschaften.

Die vier Protagonisten, um die sich das Buch dreht, besteht aus den Jungs Benedict und Lucien und den Mädchen Sylvie und Eva. Die vier sind durch freundschaftliche -, familiäre- und Liebesbande verknüpft. Alle vier haben große Erwartungen an das Leben, den Beruf, die Liebe. Und wie nicht anders zu erwarten läuft es bei keinem der vier so, wie sie es sich erhofft hatten. Aber die Freundschaft überdauert tatsächlich auch wenn sie oft jahrelang nur unter der Oberfläche plätschert. Immer wieder finden die Freunde zueinander, driften wieder voneinander weg, verlieren sich aus den Augen, finden sich erneut. Ich kennen solche Beziehungen tatsächlich auch aus meinem persönlichen Umfeld und fühlte mich oft daran erinnert.

Es ist ein Buch der leisen Töne. Besonders gefallen haben mir die intensiven Dialoge, die meiner Meinung nach ein gutes Buch entscheidend mit ausmachen. Hier konnte der Roman bei mir besonders punkten. Sicherlich läuft nicht alles so, wie ich es mir gewünscht hätte aber ich habe das Buch dennoch sehr gerne gelesen.

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75 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 64 Rezensionen

toskana, krimi, italien, todsünden, mord

Die Morde von Morcone

Stefan Ulrich
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 12.05.2017
ISBN 9783548289243
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Erst wenn man das Buch in Händen hält, kann man sehen, wie liebevoll und schön die Covergestaltung dieses Ullstein-Buches wirklich ist. Es ist nich tnur das ansprechende Motiv, welches ich in ähnlicher Form tatsächlich so auch in meinen Urlaubsbildern findenkann. Der Rahmen für den Titel ist wie eine Todesanzeige gestaltet und das kleine Kreuz unter Toskana-Krimi ist das I-Tüpferl. Dafür gibt es von mir schon mal die volle Punktzahl.

Der Krimi an sich hält, was ich mir davon vorgestellt hatte. Es ist ein typischer Regionalkrimi. Der Ermittler ist zwar nicht von der Polizei sondern ein Anwalt - aus meiner Wahlheimatstadt München - aber neben dem schönen Lokalkolorit, welches der Autor stimmungsvoll in die Handlung einarbeitet, gibt es einige Rätsel zu knacken, einige störrische Einheimische zum Reden zu bringen, mehr als einen Toten und einen Fall, der kniffelig und überraschend unheimlich anmutet.

Manche Wendung war vielleicht etwas aufgesetzt und so schon mal gelesen. Ich hatte sogar das Gefühl, etwas weniger Psycho hätte es auch getan. Oft sind es bei mir die ganz "normalen" Morde, die mich bewegen. Diese Geschichte hier geht schon in die Psychopathen-Ecke ist dabei aber bei weitem nicht so brutal wie andere Romane.

Alles in allem unterhaltsamer aber etwas kurzer Krimi über einen Serienmörder.

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(107)

219 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 91 Rezensionen

münchen, kaufhaus, juden, judenverfolgung, familiengeschichte

Das Haus der schönen Dinge

Heidi Rehn
Flexibler Einband: 656 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.05.2017
ISBN 9783426519370
Genre: Historische Romane

Rezension:

Da seit über 40 Jahren in und um München wohne, war das neue Buch von Heidi Rehn ein Muss auf meiner Leseliste. Es war auch der erste Roman, den ich von ihr gelesen habe. Das Haus der schönen Dinge“ beginnt 1897, als der jüdische Kaufmann Hirschvogel das erste Warenhaus in München eröffnet. Der Name ist von der Autorin hervorragend gewählt, denn im ersten Augenblick dachte ich wirklich, schon einmal davon gehört zu haben. Aber die Geschichte ist natürlich fiktiv aber deshalb nicht weniger interessant. Denn erzählt wird anhand dieser Familie, wie es war in der damaligen Zeit, als die ersten Kaufhäuser zaghaft ihre Tore öffneten und Schritt für Schritt ihr Sortiment erweiterten. Wie Erfolg und Konkurrenzdruck Einzug hielten aber auch wie sich die politische Lage nach und nach veränderte. Der Leser erfährt sehr viel über Mode und Moral, Gesellschaft und Weltgeschehen. Dabei liegt natürlich der Fokus auf den ersten 50 Jahren des letzten Jahrhunderts. Drei Generationen von Hirschvogels bevölkern nach und nach den Roman.

Das Buch hat eine liebevolle Aufmachung inkl. einem kleinen Stadtplan. Die Beschreibungen der Stadt sind gut getroffen und als Münchenkenner hat mir das Lokalkolorit sehr gefallen. In manchen Szenen und Abschnitten fühlte ich mich an die englische Serie „The Paradise“ erinnert. Die Probleme der ersten Warenhäuser und die Ideen, mit denen sie die Kundschaft anlockten, waren sich überall wohl ähnlich.

Etwas sperrig fand ich die Darsteller und ihre wechselseitigen Beziehungen. Ich konnte irgendwie keine richtige Leit- und Lieblingsperson für mich finden. Deshalb ging mir manches vielleicht nicht nahe genug und es fehlte das letzte Stückchen zur vollen Punktzahl. Dennoch unterhaltsam und lesenswert.

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175 Bibliotheken, 0 Leser, 3 Gruppen, 76 Rezensionen

thriller, john katzenbach, cold cases, usa, mord

Die Grausamen

John Katzenbach , Anke Kreutzer , Eberhard Kreutzer
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Droemer Taschenbuch, 03.04.2017
ISBN 9783426306031
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Vor einigen Jahren hatte ich bereits zwei Katzenbach-Thriller gelesen und da die Bücher dieses Autors noch immer zu den Bestsellern im Genre gehören, habe ich ihm eine neue Chance gegeben. Vor allem auch, da es sich diesmal um einen reinrassigen Krimi zu handeln schien, was mir sowieso besser gefällt.

Zuerst einmal bekommt man erzählt, wie Gabriel Wilkinson in der Abteilung der Cold Cases landet. Schon hier hatte ich das Gefühl, das Katzenbach das Tempo etwas anziehen sollte, denn so wirklich spannend war der Einstieg nicht. Mit seiner neuen Kollegin Marta macht er sich an einige unaufgeklärte Morde an jungen Mädchen, die alle im selben Jahr passiert sind. Bald wird klar, dass diese Morde auch deshalb nicht aufgeklärt wurden, weil in der Polizeiriege etwas vertuscht oder den damaligen Ermittlern Steine in den Weg gelegt wurden.

Der Plot an sich ist gut aufgebaut und hat keine groben Logikfehler. Die Ermittler sind Außenseiter, was in diesem Genre ja gerne mal so ist, und sie müssen sich gegen familiäre Probleme und berufliche Schwierigkeiten behaupten während der Fall immer vertrackter wird.

Aber leider hat Katzenbach in den Jahren noch immer nicht gelernt, wie man Spannung und Tempo macht und noch immer sind seine Romane für mich zu aufgebläht und deshalb phasenweise sehr langatmig, um nicht zu sagen langweilig. Der englische Titel „By persons unknown“ gefällt mir besser als der deutsche, der keinen richtigen Bezug zur Handlung hat.

Ich denke, das war mein letzter Versuch eines Katzenbachromans.

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