xxAnonymousxxxs Bibliothek

83 Bücher, 36 Rezensionen

Zu xxAnonymousxxxs Profil
Filtern nach
83 Ergebnisse
Wähle einen Buchstaben, um nur die Titel anzuzeigen, die mit diesem beginnen.



LOVELYBOOKS-Statistik

(565)

978 Bibliotheken, 26 Leser, 5 Gruppen, 84 Rezensionen

magie, throne of glass, fantasy, fae, liebe

Throne of Glass - Kriegerin im Schatten

Sarah J. Maas ,
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 23.10.2015
ISBN 9783423716529
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Autor: Sarah J. Maas

Verlag: dtv

Genre: Fantasy

Preis: 7, 99€ (E-Book)

Seitenanzahl: 528 Seiten

Inhalt:

Celaena hat sich in einem unerbittlichen Wettkampf gegen ihre Konkurrenten durchgesetzt und ist nun Champion des Königs. Nach seinen Vorgaben soll sie unliebsame Gegner beseitigen, die dessen grausame Herrschaft beenden wollen. Doch statt sie aus dem Weg zu räumen, warnt Celaena seine Feinde und ermöglicht ihnen so die Flucht. Dieses Geheimnis verbirgt sie zunächst selbst vor Chaol, zu dem sie sich gegen ihren Willen immer mehr hingezogen fühlt. Wie sehr kann sie ihm vertrauen? Schließlich ist Chaol der Captain der königlichen Leibgarde. Soll sie auf ihr Herz oder ihren Verstand hören?

Meine Meinung: 

Hach, in diesem Band stellte sich nun nicht länger die Frage, »Dorian oder Chaol?« – Gott sei Dank, denn ich hasse es, mich nicht entscheiden zu können -, was mir schon mal gut gefallen hat. Versteht mich nicht falsch, ich liebe Dorian von ganzem Herzen aber die Liebesgeschichte von Celaena und Chaol ist in meinen Augen um einiges gelungener und na ja, eine Zeitlang bin ich besessen von Chaol gewesen – und bin es trotz aufwühlender Geschehnisse im Verlauf des Buches irgendwie immer noch.

Die Geschichte, die ja eigentlich recht simpel begonnen hat – damit, dass Celaena sich ihre Freiheit erkämpfen muss, indem sie die Assassinin des Königs wird etc. -, nimmt nun einige recht interessante und spannende Wendungen, die den Grundstein für die weiteren Bände legen – auf die ich mich schon sehr freue, Band 3 habe ich sogar schon begonnen – und enthüllt Geheimnisse, die es wirklich in sich haben. Man erfährt mehr über die Magie, die der König von Adarlan schon vor Jahren verboten hat und lernt ihn mit (gefühlt) jeder Seite mehr und mehr zu hassen. Ernsthaft. So geht es mir.

Es gibt viele rührende und erschütternde Momente und epische Kämpfe in Sarah J. Maas‘ Manier, die eine wirklich fesselnde Wirkung auf mich hatten. Es gab zwar einige ruhigere Momente, die nicht ganz so spannend waren, aber wenn es dann zu einem dieser berüchtigten Augenblicke kam, war nicht daran zu denken, das Buch wegzulegen. Ich mag es, wenn ein Autor es schafft, den Leser alles um ihn herum vergessen zu lassen und das hat Maas einige Male mit Bravour hinbekommen, wofür ich ihr Respekt zolle.

Wie üblich empfinde ich ihren Schreibstil als phänomenal und werde dem nichts hinzufügen, weil ich das in beinahe jeder Rezension ihrer Bücher aufführe.

Kleine Probleme hatte ich mit Celaena, deren Taten ich nachvollziehen kann, aber nicht immer gutheiße. Ich mag sie und finde, dass sie ein sehr starker und gut durchdachter Charakter ist, den man bewundern muss, aber viele ihrer Entscheidung sind zu unüberlegt und aus dem Affekt heraus, sodass ich mich oft nicht ganz mit den Geschehnissen anfreunden konnte. Das muss wohl jeder für sich entscheiden.

Ansonsten kann ich bloß wieder einmal betonen, dass Fantasy-Fans nichts falsch machen können, wenn sie Sarah J. Maas‘ Bücher lesen, weil sie wirklich großartig und absolut lesenswert sind. Ich hoffe sehr, dass ich im Verlauf der Reihe, die ich ja nun nach und nach abarbeite, auch mal fünf Sterne vergeben kann – da bin ich allerdings zuversichtlich, denn der dritte Band fängt schon mal gut an. ^^

Ich vergebe vier von fünf Sterne.

Fazit: Ein epischer zweiter Teil mit einem packenden Plot und einigen überraschenden Enthüllungen, die alles ändern.

  (3)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(2)

2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Tränenbringer

Veit Etzold , Sascha Rotermund
Sonstiges Audio-Format
Erschienen bei Der Hörverlag, 04.09.2017
ISBN 9783844527414
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Autor: Veit Etzold

Gelesen von: Sascha Rotermund

Herausgegeben von: der Hörverlag

Genre: Thriller

Laufzeit: 9 Stunden 17 Minuten

Inhalt: 

Hauptkommissarin Clara Vidalis, Expertin für Pathopsychologie am LKA Berlin, bringt ein neuer Fall auch persönlich an ihre Grenzen: Ein Serienkiller entführt 18-jährige Mädchen und lässt den Eltern Leichenteile zukommen. Die Ermittler schickt er ein ums andere Mal auf eine falsche Spur. Und vor Jahren fiel Claras kleine Schwester einem ganz ähnlich agierenden Wahnsinnigen zum Opfer, der nie gefasst werden konnte …

Meine Meinung: 

Zuerst einmal: Das ist wirklich, wirklich nichts für schwach Nerven oder empfindliche Mägen. Die Beschreibungen der Morde sind sehr explizit und grausam. Das hat mich nicht überrascht – Skin, ein weiterer Thriller dieses Autors, war ganz ähnlich gewesen. Und dennoch… In diesem Buch erhält man ganz viel Einsicht in das kranke Hirn des Killers, der junge Mädchen und Frauen foltert und umbringt, was ziemlich hart ist. Und ich bin nicht gerade zimperlich, was Thriller angeht.

Auch bei diesem Hörbuch fand ich den Sprecher absolut klasse und sehr gut gewählt. Wann immer die Szenen kamen, die aus der Sicht des Täters geschrieben waren, hatte ich eine Gänsehaut. Nicht nur, weil jedes einzelne Wort, das dieser Mann denkt, absolut abscheulich ist, sondern auch, weil Sascha Rotermunds Stimme jedes Mal einen wirklich authentischen und Furcht erregenden Tonfall annimmt. Die Wirkung dieser Passagen auf den Hörer ist schlichtweg gewaltig.

Ansonsten ist das mein erster Clara Vidalis Thriller, was aber nicht allzu gravierend ist, weil man auch so super gut reinkommt – das haben Ermittler-Reihen, glaube ich, an sich. Mir war die Ermittlerin echt sympathisch und einige der anderen Personen (darunter natürlich Kollegen) ebenso aber mir hat in diesem Buch ein bisschen der Zusammenhalt gefehlt. Ich hab es einfach gerne, wenn sich Ermittlungsgruppen zusammenschließen und ein Team bilden, auch auf freundschaftlicher Ebene und das hat mir hier eben gefehlt. Man erhält einfach viel zu wenige Informationen über die anderen Polizisten et cetera, was ich wirklich schade fand, weil doch gerade das dem Hörer dabei hilft, die Personen ins Herz zu schließen. Vielleicht liegt das ja daran, dass das Hörbuch gekürzt worden ist, das weiß ich leider nicht genau, aber nun ja, so ist eben meine Sicht der Dinge.

Der Killer…nun, der ist skrupellos, brutal und ein absolutes Monster. Mit manchen Mördern hat man doch irgendwie noch ein kleines bisschen Mitleid – so zumindest geht es mir manchmal – aber dieser? Nein. Dieser ist ein wahnsinniges, sadistisches Monstrum. Ich kann ihn nicht leiden! Und was er all den armen Mädchen und Frauen antut, ist nicht einmal mehr bestialisch… Ich kann das nicht beschreiben.

Fazit: Ein sehr guter Thriller, der an Brutalität und Wahnsinn kaum zu übertreffen ist.

Ich vergebe vier von fünf Sternen.


  (3)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(208)

323 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 179 Rezensionen

thriller, kreuzfahrt, mord, journalistin, norwegen

Woman in Cabin 10

Ruth Ware , Stefanie Ochel
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 27.12.2017
ISBN 9783423261784
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Autor: Ruth Ware

Verlag: dtv

Genre: Thriller

Seitenanzahl: 380 Seiten

Preis: 15, 90€

Inhalt

Ein Luxusschiff mit Kurs auf die norwegischen Fjorde. Eine Frau, die Zeugin eines Mordes wird. Aber hat es diesen Mord wirklich gegeben? 

Die Journalistin Lo wird auf einer Kreuzfahrt Zeugin eines Mordes. Doch keiner glaubt ihr. Alle Spuren des Verbrechens sind verschwunden. Niemand wird vermisst. Allmählich beginnt sie an ihrem Verstand zu zweifeln... Aber wenn sie sich nicht alles nur eingebildet hat, befindet sich ein Mörder auf dem Schiff - der es jetzt auf sie abgesehen hat. 

-

Die Journalistin Lo Blacklock nimmt an der Jungfernfahrt eines exklusiven Luxuskreuzfahrtschiffs an der norwegischen Küste teil. Ein wahrgewordener Traum. Doch in der ersten Nacht auf See erwacht sie von einem Geräusch aus der Nachbarkabine. Sie hört, wie etwas ins Wasser geworfen wird. Etwas Schweres, ungefähr von der Größe eines menschlichen Körpers. Und die Reling ist blutverschmiert. Lo alarmiert den Sicherheitsoffizier. Die Nachbarkabine ist leer, ohne das geringste Anzeichen, dass hier jemand wohnte. Keine Kleider, kein Blut, kein Eintrag ins Passagierregister. Die Frau aus Kabine 10, mit der Lo noch am Vortag gesprochen hat, scheint nie existiert zu haben...

Meine Meinung: 

Ich mag die Atmosphäre, die Ruth Ware mit diesem Thriller geschaffen hat, den Ort des Geschehens. Bis jetzt habe ich neben Passagier 23 noch kein Buch gelesen, das auf dem Deck eines Schiffs spielt und auf dem sich ein Mord ereignet - das hat mir schon mal gut gefallen. Ich meine, seien wir ehrlich: Auf einem Schiff eingesperrt, ohne Fluchtweg, hilflos...das ist eine Vorstellung, die den meisten Menschen Angst macht, mir zumindest.

Lo beobachtet von der Terrasse ihrer Kabine einen Mord, doch als sie ihre Beobachtung dem Sicherheitsoffizier meldet, stellt sich heraus, dass die Kabine unbewohnt und das Blut, das sie gesehen hatte, nicht mehr da ist. Natürlich geht der Mann dann davon aus (vor allem, als er herausfindet, dass sie Antidepressiva nimmt), dass sie sich die Szene eingebildet hat. Aber Lo lässt nicht locker und möchte der Polizei melden, was sie gesehen hat und ... verschwindet spurlos. 

Die Geschichte fand ich eigentlich doch ziemlich interessant aber auch ein wenig, wie soll ich sagen?, ausgelutscht. Ich weiß nicht, wie es euch da geht, aber ich habe schon unzählige Thriller gelesen, in denen die jeweiligen Zeugen nicht ernst genommen wurden und das, was sie gesehen haben, auf irgendwelche Hirngespinste reduziert werden. Oft haben diese Personen psychische Probleme und werden deshalb von allen für verrückt gehalten, während der Killer weiter sein Unwesen treibt. Und irgendwann beginnt der Zeuge (oder das Opfer), selbst an seinem Verstand zu zweifeln und so weiter und so fort... Das war für mich jetzt eher unspannend. 

Aber die die Panikattacken, die Lo immer wieder durchlebt, ist doch wirklich gut geschrieben und die Auflösung zwar nicht schockierend aber gut durchdacht und teilweise auch überraschend. Der Schreibstil an sich ist flüssig, liest sich gut, und schlicht. Ich mag ihn, fand aber doch einige der Dialoge ein wenig...schwach. Die hätten ruhig ein bisschen weiter ausgeschmückt werden, meiner Meinung nach, aber im Allgemeinen war es alles in allem in Ordnung. 

Viel mehr kann ich dazu gar nicht sagen. Es ist ein guter Thriller, den man durchaus lesen kann, aber er ist nicht überwältigend, wie es Bücher dieses Genres durchaus sein können. Lesenswert ist es aber allemal. 

Fazit: 

Ein atmosphärischer Thriller über eine Frau, die zur falschen Zeit am falschen Ort ist und dadurch ins Visier eines Mörders gerät...

Ich vergebe drei von fünf Sternen.

  (4)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(9)

237 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

Das Reich der sieben Höfe 3 - Sterne und Schwerter

Sarah J. Maas , Alexandra Ernst
Fester Einband: 752 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 09.03.2018
ISBN 9783423762069
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Autor: Sarah J. Maas

Verlag: dtv

Genre: Fantasy

Seitenanzahl: 832 Seiten

Preis: 21, 95€

Erscheinungsdatum:März 2018

Inhalt: 

»Ich kenne dich in- und auswendig, Rhys. Und es gibt nichts, was ich nicht an dir liebe – mit jeder Faser meines Seins.«

Feyre hat ihren Seelengefährten gefunden. Doch es ist nicht Tamlin, sondern Rhys. Trotzdem kehrt sie an den Frühlingshof zurück, um mehr über Tamlins Pläne herauszufinden. Er ist auf einen gefährlichen Handel mit dem König von Hybern eingegangen und der will nur eins – Krieg. Feyre lässt sich damit auf ein gefährliches Doppelspiel ein, denn niemand darf von ihrer Verbindung zu Rhys erfahren. Eine Unachtsamkeit würde den sicheren Untergang nicht nur für Feyre, sondern für ganz Prythian bedeuten. Doch wie lange kann sie ihre Absichten geheim halten, wenn es Wesen gibt, die mühelos in Feyres Gedanken eindringen können?

Meine Meinung: 

Wie ich ohne Das Reich der sieben Höfe überlebt habe, bevor ich die Reihe kannte? Keine Ahnung, fragt mich etwas leichteres, denn – ganz ehrlich – diese Bücher sind absolute Meisterwerke, vor allen Dingen Band zwei und drei. Da ich aber in dieser Rezension natürlich auf den zuletzt erschienen Band eingehen möchte, tue ich das jetzt endlich.

Ich habe es schon oft gesagt aber ich schätze, ich muss es noch einmal tun: Ich liebe die Charaktere, die Sarah J. Maas erschaffen hat. Von Rhysand bis hin zu Amren – ich habe sie alle ins Herz geschlossen und bin jedes Mal den Tränen nahe, wenn einem von ihnen etwas zustößt. Und diese Gefühle meinerseits wurden (vor allem) gegen Ende des Bandes ständig und ohne große Unterbrechungen missbraucht – weil es von einem schrecklichen Ereignis zum nächsten kam und ich kaum Zeit hatte, zu verdauen, was geschehen war, als schon etwas Anderes passierte. Rasant – so kann man Sterne und Schwerter auf jeden Fall beschreiben. Ein Wahnsinnsbuch!

Ich muss allerdings sagen, dass ich Feyre – dafür, dass sie die Hauptprotagonistin ist – nicht ganz so berauschend finde, wenn auch ihre Beziehung zu Rhysand anbetungswürdig ist. Da gibt es mit Sicherheit Tausende von unterschiedlichen Meinungen – aber dafür, dass sie einst ein Mensch gewesen ist, wirkt sie mittlerweile viel zu unmenschlich auf mich. Sie erträgt alles, sie traut sich alles, sie schafft alles. Das Problem hatte ich mit Mare aus Die rote Königin auch – aus einer jungen Frau, die für ihre Ideale kämpft, entwickelt sich mit der Zeit eine Kampfmaschine. Versteht mich nicht falsch, ich finde Feyre bewundernswert und sie ist wirklich extrem stark aber wie sie ihre Ziele erreicht, sehe ich manchmal als sehr fragwürdig und unmoralisch an.

Klagen werde ich über dieses wunderbare Buch aber aus den oben genannten Gründen nicht. In dieser Hinsicht ist es immer bloß Kritik auf hohem Niveau, denn was will man an einer so guten Geschichte auch kritisieren?

Nochmal zum Plot: Der Krieg, der nun ausbricht, zwingt die Höfe der Fae dazu, zu kooperieren und trotz vieler Schwierigkeiten nehmen sie sich zusammen, um dem mächtigen König von Hybern entgegenzutreten. Aber welchen Preis werden sie alle dafür zahlen müssen? Und was ist mit Tamlin? Wird er sich besinnen? Das Buch steckt voller Geheimnisse und Wendungen und hat mich des öfteren leiden lassen. Ihr müsst euch diesen Band auf jeden Fall genehmigen, denn es lohnt sich.

Nun gut, was kann ich sonst noch sagen? Location – top. Charaktere – top. Spannung ist auch durchgehend da, die Liebesgeschichten rührend. Und tja, ich finde es sehr schade, dass ich es nun schon gelesen habe und auf den vierten Band warten muss. Ich werde mir die Zeit wohl mit Throne of Glass vertreiben, das erscheint mir am sichersten.

Fazit:

Ein wunderbares Buch mit epischen Schlachtszenen, tragischen Geschehnissen und ganz viel Gefühl.

Ich vergebe fünf von fünf Sternen.

  (4)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(83)

264 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 73 Rezensionen

fantasy, katharina seck, bastei lübbe, tochter des dunklen waldes, liebe

Tochter des dunklen Waldes

Katharina Seck
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 24.11.2017
ISBN 9783404208807
Genre: Fantasy

Rezension:

Autor: Katharina Seck

Verlag: Bastei Lübbe

Genre: Romantasy

Preis: 12€

Seitenanzahl: 413 Seiten

Inhalt: 

Jedes Geräusch des nächtlichen Waldes schien eine Geschichte zu erzählen und nicht jede davon hatte ein gutes Ende…

Der Morgenwald ist verboten. Er ist Nacht. Er ist gefährlich.

Seit sie denken kann, hört die junge Lilah Warnungen vor dem finsteren Morgenwald. Niemand aus ihrem Dorf betritt ihn, auch wenn kaum jemand mehr weiß, was Wahrheit und was Legende ist. Doch dann wird am Waldrand die Leiche einer Frau gefunden. Sind die alten Geschichten also wahr? Gibt es Ungeheuer im Wald? Lilah wird er herausfinden. Denn zur selben Zeit verschwindet Dorean, der Mann, dem Lilahs Herz gehört. Er ist in den verfluchten Wald gegangen. Und Lilah trifft eine folgenschwere Entscheidung: Sie folgt ihm…

Lilah weiß nicht viel über Dorean. Der junge Mann kommt nur im Sommer ins Dorf, wenn Arbeiter für die Ernte gebraucht werden. Er gilt als schweigsamer Außenseiter und wird von den Dorfbewohnern misstrauisch beäugt. Lilah hingegen ist von Dorean fasziniert. Mit jedem Sommer, den sie miteinander teilen, fühlt sie sich ein wenig mehr zu ihm hingezogen. Seine Augen, die wie Bernstein leuchten, ziehen sie in ihren Bann, sein Geruch, der sie stets an eine dunkle Sommernacht denken lässt, durchdringt sie, und das Geheimnis, in das er sich wie in einen Mantel hüllt, verlockt sie. Irgendetwas ist da zwischen ihnen, das Lilah genauer erforschen will. Sie ahnt nicht, wie gefährlich das Geheimnis ist, das Dorean verbirgt…

Meine Meinung: 

Ich mag Katharina Secks Schreibstil wirklich sehr gerne. Sie beschreibt Situationen und vor allen Dingen Landschaften mit so viel Feingefühl und Leidenschaft, dass es dem Leser kein bisschen schwerfällt, sich alles genauestens vorzustellen. Der Schwerpunkt liegt dabei natürlich auf der Natur, um die das Buch sich ja auch hauptsächlich dreht.

An dieser Stelle will ich mich über etwas beschweren, das mir wirklich unangenehm aufgefallen ist: Es gibt unglaublich viele Schreibfehler. Keine gravierenden – aber dennoch störend. Deshalb finde ich, dass das Buch in dieser Hinsicht nochmals überarbeitet werden sollte.

Die Geschichte hingegen ist in jedem Fall sehr gelungen: Magisch und mit einer Protagonistin im Vordergrund, mit der man sich sehr gut identifizieren kann und deren Emotionen und Taten absolut nachvollziehbar sind. Es gab zwar einige Momente, wo die Handlung sich – meiner Meinung nach – etwas zog, doch ich bin glücklich, nicht aufgegeben zu haben und dieses tolle Buch schließlich beendet zu haben. Das Ende kann ich absolut gutheißen.

Und wieder einmal möchte ich unterstreichen, dass ich es mag, wenn Bücher authentisch sind, indem sie ein Fantasie-Thema mit dem wahren Leben verknüpfen. Hier handelt es sich um Vorurteile, vielleicht sogar Hass und dass er bekämpft und überwunden werden sollte – um jeden Preis. Das ist eine Aussage, die ich mit jeder Faser meines Herzens unterstütze und an deren Erfüllung ich Tag für Tag arbeite. Man kann es schaffen, offener zu werden und unbegründetes Misstrauen hinter sich zu lassen, wenn man sich bloß genug Mühe dabei gibt. Die Kluft zwischen Nationen (etc.) muss verringert werden! Wir können so viel voneinander lernen…

Okay, bevor ich mich wieder in Moralpredigten (zu denen ich neige) verliere, möchte ich ein abschließendes Fazit formulieren: Tochter des dunklen Waldes ist ein berührendes Buch über eine junge Frau, die ihren Platz in einer Welt findet, von der sie nie gewusst hatte und alles dafür tut, um ihre große Liebe zu retten…

Ich vergebe drei von fünf Sternen.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(48)

101 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 21 Rezensionen

thriller, nachtängste, dreiecksbeziehung, england, fremdgehen

Sie weiß von dir

Sarah Pinborough , Ulrike Thiesmeyer
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 20.01.2017
ISBN 9783499272653
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Autor: Sarah Pinborough

Verlag: Rowohlt Taschenbuch

Genre: (Psycho-) Thriller

Preis: 9, 99€

Seitenanzahl: 444 Seiten

Inhalt: 

Beinahe wäre Louise mit dem netten Mann aus dem Pub im Bett gelandet. Ein paar Tage später dann der Schock: David ist ihr neuer Chef. Und verheiratet. 

Kurz darauf lernt Luise auf der Straße durch Zufall eine Frau kennen. Seine Frau. Bald sind die beiden Freundinnen. Keine gute Idee. 

Adele ist sehr schön, und sie wirkt sehr verletzlich. Nach und nach verrät sie Luise Erschreckendes über ihre Ehe. Und Louise spürt: Sie hat sich in eine heikle Lage gebracht. Was sie nicht weiß: Die Begegnung mit Adele war kein Zufall. Adele hat einen Plan. Doch es ist keine Intrige aus Eifersucht. Es ist viel, viel schlimmer. 

Meine Meinung: 

Sie weiß von dir ist mein absolutes Lesehighlight im Dezember, daran besteht kein Zweifel. Das Ende der Geschichte hat mich so kalt erwischt, dass ich es nicht in Worte zu fassen vermag. Wenn ich einen König der Plottwists krönen müsste, wäre es - nach diesem Meisterwerk - mit Sicherheit Sarah Pinborough. Aber eines nach dem anderen. 

Die Hauptperson ist definitiv Louise, die ein sehr - nun ja, sagen wir mal - eintöniges Leben führt. Sie ist alleinerziehende Mutter, arbeitet als Sekretärin und hatte seit der Scheidung von ihrem Mann keine Beziehung mehr. Als sie dann David in einem Pub kennenlernt, nimmt sie ihn beinahe mit nach Hause aber er macht im letzten Moment einen Rückzieher - sie erfährt später, dass er ihr Chef ist und eine Frau hat. Sie schwört sich, ihn von da an in Ruhe zu lassen und ihr Verhältnis professionell zu halten, hat aber natürlich keinen Erfolg damit und beginnt schon bald eine Affäre mit dem verheirateten Arzt. Zu alledem freundet sie sich mit seiner Frau an, wovon er nichts weiß. Da beginnt das reinste Chaos. Louise ahnt nicht, dass Adele einen Plan verfolgt, sie sieht nur die geplagte Frau, die von ihrem Mann verschmäht wird. Und ehe sie es sich versieht, steckt sie mittendrin in einer Ehekrise. Und diese hat es wirklich in sich. 

Meisterhaft, wie authentisch Pinborough, ihre Personen darstellt. Louise mit ihren Komplexen, die sich von Adele manipulieren lässt und die schrecklich darunter leidet, dass sie sich in den Mann ihrer Freundin verliebt hat. Nach und nach deckt sie die Geheimnisse der beiden auf und ahnt nicht einmal, dass das alles nach Adeles Geschmack ist. Dass sie ihr in die Hände spielt mit dem, was sie tut. Es fällt nicht schwer, sich mit Louise zu identifizieren; die unsichere Frau, die es allen recht machen möchte. Auch in dieser Hinsicht hat mir das Buch gut gefallen.

Dann wäre da natürlich noch die fesselnde Geschichte. Mit jeder Seite erzeugt Pinborough mehr und mehr Spannung, durch versteckte Andeutungen und ungeahnte Wendungen, das hat mich begeistert. Es wird nie wirklich langweilig. Und dann kommt noch der Aspekt des luziden Träumens dazu, der eine tragende Rolle spielt. Ich finde es großartig, dass alles auch ein bisschen ins Übernatürliche geht - ihr werdet verstehen, was ich meine, wenn ihr es lest und das solltet ihr wirklich unbedingt. 

Nun zurück zu dem Ende, das mich vollkommen zerstört hat. Ich wusste wirklich nicht, ob ich weinen oder lachen soll, so ein Schock war es für mich. Klar, die erste Wendung habe ich noch irgendwie geahnt und es nicht wahrhaben wollen, als eingetreten ist, was ich vermutete, aber die zweite Wendung ist es, die einem komplett die Luft aus den Segeln nimmt. Ich meine, hallo? Es ist mit Worten nicht zu beschreiben, was ich beim Lesen gefühlt habe. Das erwartet wirklich niemand! 

Fazit

Ein fesselnder Psychothriller mit einem fesselnden Plot und einem Ende, das bleibende Eindrücke hinterlässt. 

Ich vergebe fünf von fünf Sternen. 

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(3)

5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Angstmörder

Lorenz Stassen , Uve Teschner , Oliver Brod
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei Random House Audio, 09.10.2017
ISBN 9783837140071
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Autor: Lorenz Stassen

Gelesen von: Uve Teschner und Oliver Brod

Herausgegeben von: RandomHouse Audio

Genre: Thriller

Laufzeit: 8 Stunden und 14 Minuten (gekürzt)

Inhalt: 

Er findet dich...weiß alles über dich...kennt jedes deiner Geheimnisse. Er kennt dich...deinen Körper...deine Träume und Leidenschaften. Er schleicht sich ein in dein Leben...du wirst ihn mögen. Und dann tötet er dich...auf seine Weise. 

Anwalt Nicholas Meller verschwendet sein Talent ans Genussleben, als sich die junge Nina Vonhoegen bei ihm als Assistentin bewirbt. Schnell wird klar: Nina sieht genauso gut aus wie auf dem Bewerbungsfoto, jedoch trägt sie einen körperlichen Makel. Ihr rechter Arm ist zurückgebildet. Doch Nina ist eine starke Frau, die Bemitleidungen nicht duldet. Nicholas ist beeindruckt und stellt sie ein. Gemeinsam geraten sie in den Fall um den unheimlichen Angstmörder, der seine Opfer mit chirurgischer Präzision auswählt und brutal umbringt. Und das nächste Opfer auf seiner Liste heißt Nina Vonhoegen. 

Meine Meinung: 

Mit diesem Buch hat Lorenz Stassen auf alle Fälle einen Treffer bei mir gelandet. Besonders gut gefällt mir die Tatsache, dass Nina, Nicholas' Referendarin, eine Behinderung hat (ähnlich wie Jenny Aaron in Andreas Pflügers Endgültig und Niemals, die blind ist) und dass sie sich davon nicht unterkriegen lässt und über ein gesundes Selbstbewusstsein verfügt. Starke Frauen mit Makeln werden in der Literatur immer seltener, wie ich finde. Nicht so in Angstmörder

Die Story hat mich ebenfalls gepackt: Ein erfolgloser Anwalt erhält seinen ersten Mordfall und gerät im Laufe seiner Ermittlungen zwischen die Fronten. Er muss beweisen, dass sein Mandat unschuldig ist und heftet sich mit Ninas Hilfe an die Fersen des wahren Mörders...

Die Idee ist spannend und die Umsetzung wirklich gelungen. Der Schreibstil des Autors einnehmend. Und wenn man schon denkt, dass die Sache aufgeklärt worden ist, kommt ein weiteres Ereignis, das einiges auf den Kopf stellt.

Ich halte einen Thriller erst dann für wirklich gelungen, wenn es Plottwists gibt und die Überzeugungen des Lesers ins Wanken geraten. In diesem Fall ist es womöglich nicht ganz so gravierend wie in manch anderen Büchern, aber überraschend war die Entwicklung allemal. Und das hat mich überzeugt. 

Lorenz Stassen muss sich bei der Ausarbeitung viele Gedanken gemacht haben, denn der Mörder ist ein wirklich raffinierter, perfider Mistkerl mit allerlei Talenten, die ihm dabei behilflich sind, sein Unwesen zu treiben. Er ist ein wirklich interessanter Charakter, der mich in seiner Perversion doch irgendwie fasziniert hat. Der Grund für seine Taten ist ebenfalls ziemlich schockierend. Er ist auf alle Fälle ein untypischer Täter. 

Um noch einmal kurz auf Nicholas Meller und Nina Vonhoegen zurückzukommen: Zwei tolle Charaktere, die mir innerhalb kürzester Zeit ans Herz gewachsen sind. Ein wirklich eingespieltes, zueinander passendes Team, von dem ich gerne mehr lesen (hören) möchte, weshalb es mich natürlich freut, dass Lorenz Stassen an einem Folgeband arbeitet, der im kommenden Jahr erscheinen soll. 

Abschließend möchte ich die beiden Sprecher in den Himmel loben. Es war ein riesiger Spaß den beiden Männern zuzuhören, mehr kann ich gar nicht dazu sagen. Ihre Stimmen sind wirklich etwas Besonderes und die Interpretationen der einzelnen Szenen sehr authentisch rübergebracht worden. Kann ich nur gutheißen. 

Fazit: 

Ein spannender, untypischer Thriller mit sympathischen Hauptpersonen und einem perfiden Killer, der den Leser mit Leichtigkeit in die Paranoia treibt. 

Ich vergebe fünf von fünf Sternen. 

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(96)

130 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 83 Rezensionen

thriller, australien, unschuld, mob, verdacht

Crimson Lake

Candice Fox , Thomas Wörtche , Andrea O’Brien
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 09.10.2017
ISBN 9783518468104
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Autor: Candice Fox

Verlag: Suhrkamp

Genre: Thriller

Preis: 15, 95€

Seitenanzahl: 381 Seiten

Inhalt: 

DIE MÖRDERIN UND DER STAATSFEIND NUMMER EINS

Sechs Minuten - mehr braucht es nicht, um das Leben von Detective Ted Conkaffey vollständig zu ruinieren. Um der gesellschaftlichen Ächtung zu entgehen, zieht er nach Crimson Lake, eine Kleinstadt im Norden Australiens. Dort trifft er Amanda Pharrell, die weiß, was es heißt, Staatsfeind Nummer 1 zu sein. Vor Jahren musste sie wegen angeblichen Mordes ins Gefängnis. Nun ist sie Privatdetektivin und braucht bei ihrem neuen Fall ausgerechnet seine Hilfe...

-

12:46 Uhr: Die dreizehnjährige Claire Bingley steht alleine an einer Bushaltestelle. 

12:47 Uhr: Ted Conkaffey hält mit seinem Wagen neben ihr. 

12:52 Uhr: Das Mädchen ist verschwunden...

Sechs Minuten - mehr braucht es nicht, um das Leben von Detective Ted Conkaffey vollständig zu ruinieren. Die Anklage gegen ihn wird zwar aus Mangel an Beweisen fallengelassen, doch alle Welt glaubt zu wissen, dass einzig und allein er es gewesen ist, der Claire entführt hat. Um der gesellschaftlichen Ächtung zu entgehen, zieht sich der Ex-Cop nach Crimson Lake, eine Kleinstadt im Norden Australiens, zurück.

Dort trifft er Amanda Pharrell, die ganz genau weiß, was es heißt, Staatsfeind Nummer 1 zu sein. Vor Jahren musste sie wegen angeblichen Mordes ins Gefängnis. Nun tun sich die beiden Außenseiter zusammen und arbeiten als Privatdetektive. Ihr Fall: Ein berühmter Schriftsteller mit Doppelleben und kaputter Familie ist verschwunden, die örtliche Polizei behindert die Arbeit der beiden mit harschen Methoden. Dann platzt das Inkognito von Conkaffey, die Medien erzeugen Hysterie. Lynchstimmung macht sich breit. Während er den Fall seiner neuen Partnerin wieder aufrollt und sie versucht, ihn zu entlasten, nimmt der Fall des Schriftstellers überraschende Wendungen...

https://youtu.be/cwoNSepuDjE

Meine Meinung: 

Die Thematik dieses Thrillers ist recht ungewöhnlich. Zumindest ich habe noch kein Buch gelesen, in dem ein verurteilter Straftäter die Hauptrolle spielt. Die Wahrheit aber ist, dass Ted dieses Mädchen nicht entführt hat und für ein Verbrechen ins Gefängnis kommt, das er nicht begangen hat. Das Schlimmste: Obwohl er nach wenigen Monaten entlassen wird, weil die Beweise nicht stichhaltig genug sind, wird er von allen für einen perversen Kinderschänder gehalten. Auch von seiner Frau. Seine Familie möchte nichts mehr mit ihm zu tun haben und da er von der Gesellschaft ausgestoßen wurde (ebenso von seinen früheren Freunden und Kollegen bei der Polizei) entschließt er sich, umzuziehen, um in Ruhe an irgendeinem Ort leben zu können. Leider bleibt ihm das nicht allzu lange vergönnt. Es gibt nur wenige Personen, die an seine Unschuld glauben und als die Menschen hinter seine Identität kommen, gerät er wieder unter Beschuss.

Ich habe selten so mit einer Hauptfigur mitgefühlt. Candice Fox hat seine Situation sehr authentisch dargestellt, sodass man nicht anders kann, als sich mit ihm zu identifizieren. Wie ihn ständig irgendwelche Menschen erkennen und ihm von überallher Hass begegnet. Es fühlt sich furchtbar an, wenn man sich in seine Lage hineinversetzt. Er ist unschuldig - das weiß man als Leser - und muss für eine schreckliche Tat büßen, die ein anderer verübt hat.

Glücklicherweise trifft er auf Amanda, die eine ganz ähnliche Geschichte hinter sich hat, allerdings um einiges länger wegen Mordes im Gefängnis saß. Ob sie schuldig ist, oder nicht, müsst ihr schon selbst herausfinden, indem ihr das Buch lest, aber beide sind in einer ähnlichen Situation. Deshalb bietet Amanda, die eine wirklich besondere Persönlichkeit ist, Ted an, in ihre Privatdetektei einzusteigen und mir ihr gemeinsam im Falle eines verschwundenen Schriftstellers zu ermitteln.

Diesen Fall fand ich besonders spannend, natürlich auch in Hinblick auf die alles andere als vorhersehbare Auflösung, und das Ambiente, das alles umgibt. Australien, Krokodile, Dschungel, eine Kleinstadt voller Geheimnisse... Ted versucht indessen, mehr über Amandas Fall herauszufinden und auch dieser ist verzwickt und sehr packend.

Amanda und Ted sind mir über alle Maßen sympathisch, beide auf ihre Weise verkorkst, was man ihnen nicht verdenken kann, und fest entschlossen, ihr Leben zu leben - trotz diverser Hindernisse. Die Chemie zwischen den beiden stimmt auch. Damit meine ich keine romantischen Gefühle, sondern ihre Zusammenarbeit et cetera. Sie passen zusammen, sind ein eingespieltes Team und, wie schon gesagt, total sympathisch. Überzeugend. Authentisch. Es gibt nicht, das ich an den beiden bemängeln könnte.

Deshalb (und aus vielen anderen Gründen) lege ich allen Thriller-Fans, die mal was anderes lesen wollen, dieses Buch ans Herz. Ich habe damals schon die Leseprobe auf vorablesen verschlungen und habe mich riesig darüber gefreut, ein Rezensionsexemplar zu erhalten. Ich kann Lee Child in seiner Meinung bloß bekräftigen - Crimson Lake ist wahrhaftig einer der besten Thriller des Jahres.

Fazit: Eine sehr authentische Geschichte von einem Ex-Cop, dessen Leben durch einen unglücklichen Zufall zerstört wird und der nach einem kurzen Aufenthalt im Gefängnis wieder ein gutes Leben führen möchte. Spannend, vielschichtig und in mancherlei Hinsicht sehr berührend. Ein tolles Buch!

Ich vergebe fünf von fünf Sternen.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(3)

9 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Niemals

Andreas Pflüger , Nina Kunzendorf
Sonstiges Audio-Format
Erschienen bei Random House Audio, 09.10.2017
ISBN 9783837135749
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Autor: Andreas Pflüger

Gelesen von: Nina Kunzendorf

Herausgegeben von: RandomHouse Audio

Genre: Thriller

Laufzeit: ca. 11 Stunden und 11 Minuten

Inhalt: 

Jenny Aaron ist eine Polizistin mit überragenden Fähigkeiten. Und sie ist blind. Man drängt sie zur Rückkehr in die geheime Sondereinheit, in der sie früher war. Es wäre wieder ein Leben aus purem Adrenalin. Doch will sie das? Als ihre Vergangenheit sie einholt, muss sie sämtliche Zweifel hinter sich lassen. In Marrakesch wartet der gefährlichste Mann der Welt auf sie. Jemand, von dem viele glauben, dass er nur ein Mythos sei. Aaron erfährt, was er ihr angetan hat. Um ihn zu töten, ist sie bereit, alles zu opfern, was ihr je etwas bedeutete.

Meine Meinung: 

Ich liebe, liebe, liebe Jenny Aaron seit ich sie im vorigen Buch Endgültig kennengelernt habe. Würde ich mich zu weit aus dem Fenster lehnen, wenn ich behaupte, dass sie mein Lieblingsbuchcharakter überhaupt ist? Nein, denn ich schätze, das ist die bloße Wahrheit.

Zu allererst sollte ich anführen, dass sie blind ist und das allein schon etwas völlig anderes ist. Ich habe noch nie einen Thriller gelesen, dessen Hauptperson eine Blinde ist – mit Ausnahme zweier von Sebastian Fitzek, aber da ist die Handlung eine völlig andere – und deswegen war ich von Anfang an begeistert davon.

Andreas Pflügers Schreibstil ist, in meinen Augen, wahnsinnig toll. Besonders. Der hat mich immer schon beeindruckt, natürlich neben der Tatsache, dass Aaron blind ist und trotzdem eine der besten Ermittlerinnen, die ich jemals in Thrillern angetroffen habe. Interessant ist, dass sie ihre Sehkraft bei einem zurückliegenden Einsatz verloren hat und sich trotzdem – nach anfänglichen Schwierigkeiten – wieder aufrappelt und noch besser wird als jemals zuvor.

Und nicht nur Jenny Aaron ist besonders – nein, jede andere von Andreas Pflüger ins Leben gerufene Person ist auf ihre Weise wunderbar. Sogar die, die einem unsympathisch sind, – aus guten Gründen – weil sie perfekt durchdacht sind und ihre Charaktere so gut entwickelt sind.

Wenn ein Thriller empfehlenswert ist, dann Niemals. Ich fand ihn womöglich noch besser als Endgültig und das muss wirklich etwas bedeuten, denn das war ebenfalls schon großartig. Was auch immer dieser Mann schreibt, ich bin immer hellauf begeistert und mehr als zufrieden damit.

Aber um das großartige Hörbuch nicht außen vor zu lassen: Nina Kunzendorf ist der reinste Wahnsinn. Sie ist wie für diese Rolle gemacht! Es war wirklich nur ein Vergnügen, ihrer Stimme zuzuhören und ihrer wunderbaren Erzählweise. Mehr kann ich dazu gar nicht sagen, das muss man gehört haben.

Zum Abschluss kann ich bloß sagen: Wer Endgültig und Niemals noch nicht gelesen hat (oder gehört), sollte nicht zögern und sofort damit anfangen. Beide Bücher sind anders als alles, was ihr jemals gelesen habt, darauf gebe ich euch mein Wort.

Ich vergebe fünf von fünf Sternen, sowohl für die Geschichte, als auch für das Hörbuch an sich.


  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(123)

250 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 72 Rezensionen

thriller, psychothriller, berlin, puppe, max bentow

Das Porzellanmädchen

Max Bentow
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 17.07.2017
ISBN 9783442205110
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Autor: Max Bentow

Verlag: Goldmann

Genre: Psychothriller

Preis: 15€

Seitenanzahl: 382 Seiten

Inhalt: 

Ein entlegenes Haus im Wald. 

Eine junge Frau mit einer offenen Rechnung. 

Und ein Täter, der weiß, dass sein Tag gekommen ist. 

-

Sie ist jung, schön und erfolgreich - die gefeierte Thriller-Autorin Luna Moor. Niemand ahnt, dass sich hinter der makellosen Fassade Abgründe auftun. Denn als heranwachsendes Mädchen war Luna verschleppt worden und entkam nur knapp dem Tod. Nun kehrt sie zurück in das Haus im Wald, das einst ihr Gefängnis war. Sie will die Dämonen ihrer Vergangenheit endlich besiegen - und den Täter, der nie gefasst wurde, auf ihre Fährte locken. Aber ist Luna wirklich das unschuldige Opfer, das sie vorgibt zu sein? 

-

Luna Moor ist eine gefeierte junge Autorin auf dem Gipfel ihres Erfolgs. Keine schreibt so packend und mitreißend wie sie über die Abgründe der menschlichen Seele, und ihre Bücher gehen unter die Haut. Niemand ahnt, dass Luna selbst als junges Mädchen in die Hände eines Wahnsinnigen fiel und ihm nur knapp entkam. Seither quält sie die Erinnerung an den Täter, und eines Tages fasst sie den kühnen Entschluss, an den Ort ihres Martyriums zurückzukehren. Sie will eintauchen in die bedrohliche Atmosphäre des einsam gelegenen Hauses, in dem sie einst gefangen war, und versuchen zu verstehen, was damals geschah. Gemeinsam mit Leon, dem Sohn einer Freundin, richtet sie sich ein in dem verlassenen Haus im Wald. Sehr schnell muss sie jedoch erkennen, dass sie in einen Albtraum geraten ist, aus dem es kein Erwachen zu geben scheint. Aber ist Luna wirklich das unschuldige Opfer, das sie vorgibt zu sein?

Meine Meinung: 

Wie schon erwähnt, handelt es sich bei Das Porzellanmädchen um mein unumstrittenes Monats-Highlight. Es ist verstörend, unfassbar spannend und niemals langatmig. Der Leser erhält zunächst einmal Einblick in all das, was Luna Moor als junges Mädchen widerfahren ist, und danach geht es nahtlos in die eigentliche Handlung. 

Besonders gut gefällt mir die Tatsache, dass in der Geschichte eine weitere Geschichte zu lesen ist, die Luna Moor, als Autorin, schreibt. Sie möchte mit ihrer Vergangenheit abschließen und endlich den Mann finden, der für ihr Trauma verantwortlich ist. 

Allerdings verschwimmt die von Luna erzählte Geschichte mit der, die Max Bentow erzählt, sodass es schwer fällt, zu unterscheiden. Hat sie das nun wirklich getan, oder hat sie das bloß erfunden, um ihr Buch aufzupeppen? Letztlich wird diese Frage geklärt, aber es hat doch großen Spaß gemacht, darüber zu grübeln, um anschließend, nach über 300 Seiten Spannung, endlich die Wahrheit herauszufinden.

Es ist ein echt heftiger Thriller, so viel sei gesagt. Das Wort verstörend beschreibt ihn womöglich am besten. Und dennoch ist er nicht nur brutal, nicht nur dunkel, sondern wirklich fesselnd und gut durchdacht. Und es geht um Puppen - gruselige Horrorpuppen, die eine erhebliche Rolle spielen, besonders die eine, die Luna von ihrem Entführer bekommen hatte. Mehr will ich dazu gar nicht sagen, weil ich dann Gefahr laufe, zu spoilern, und ich bin mir sicher, dass ihr das alles lieber selbst in diesem genialen Buch nachlesen solltet. Wenn ihr denn auf blutige Thriller steht. 

Ich finde wirklich, ein Thriller ist erst dann erfolgreich, wenn er dem Leser wenigstens ein bisschen Angst machen kann und das hat Max Bentow mit Das Porzellanmädchen auf jeden Fall erreicht. Es gibt durchaus Momente, die mir eine Gänsehaut beschert haben und damit ist das Buch auch ein ziemlicher Page-Turner. Wenn ich nicht zur Schule müsste, hätte ich es vermutlich in einer Nacht durch gehabt. 

Nur noch so viel vorab: Die Geschichte des Entführer ist, meiner Meinung nach, sehr originell und - tja, da ist das Wort wieder - verstörend. Hat mich wirklich überzeugt und war mal etwas anderes. 

Also, wenn ihr ein Buch sucht, das euch ängstigt, habt ihr es hiermit gefunden! 

Ich vergebe fünf von fünf Sternen für dieses Meisterwerk. 

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(160)

251 Bibliotheken, 10 Leser, 1 Gruppe, 134 Rezensionen

thriller, tick tack, megan miranda, lügen, mord

TICK TACK - Wie lange kannst Du lügen?

Megan Miranda , Elvira Willems , Cathrin Claußen
Flexibler Einband: 430 Seiten
Erschienen bei Penguin, 13.11.2017
ISBN 9783328101628
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Autor: Megan Miranda

Verlag: Penguin Verlag

Genre: Thriller

Seitenanzahl: 430 Seiten

Preis: 15€

Inhalt:

»Nichts ist gefährlicher und mächtiger als die Lügen, die wir uns selbst erzählen.«

15 Tage.

2 Freundinnen.

1 Mord.

Zehn Jahre ist es her, dass Nic ihre Heimatstadt von einem Tag auf den anderen verließ. Doch die Erinnerungen an die Nacht, in der ihre beste Freundin Corinne spurlos verschwand, haben sie nie losgelassen. Hatte jemand aus ihrem Freundeskreis etwas damit zu tun? Eines Tages erhält sie eine geheimnisvolle Nachricht: »Dieses Mädchen. Ich habe es gesehen.« Nic weiß, dass nur eine damit gemeint sein kann – Corinne. Sie fährt zurück in das von dunklen Wäldern umgebene Städtchen, um herauszufinden, was damals wirklich geschah. Doch schon am selben Abend verschwindet erneut ein Mädchen – das Mädchen, das ihnen allen damals ein Alibi geliefert hatte…

Meine Meinung: 

Das ist kein gewöhnlicher Thriller mit einem gewöhnlichen Ablauf, nein. Die Idee ist vielleicht nicht besonders einfallsreich, gab es schließlich schon zahlreiche Bücher, die vom Verschwinden eines Mädchens erzählen, aber die Erzählweise – die ist sehr originell.

Die Geschichte wird nämlich rückwärts erzählt. Hört sich am Anfang vielleicht seltsam und nicht wirklich umsetzbar an, aber Megan Miranda hat diesbezüglich ganze Arbeit geleistet.

Obwohl Nic nach Corinnes Verschwinden ihre Heimatstadt Cooley Ridge verlässt und sich ein neues Leben in Philadelphia aufbauen will, reicht eine einzige mysteriöse Nachricht, sie wieder zurückzubeordern. Es ist offensichtlich welch Faszination dieser Ort auf die Hauptprotagonistin ausübt, welch Anziehung – fast wie ein Sog, der sie immer wieder dazu bringt, zurückzukommen.

Cooley Ridge gehört zu diesen Orten, in denen jeder jeden kennt und wo jeder unbekümmert über seine Nachbarn lästert und Gerüchte ununterbrochen die Runde machen. Nics Clique, die einst an Corinnes Verschwinden zerbrach, lebt noch immer im Schatten diverser Anschuldigungen. Und da direkt nach Nics Rückkehr ein weiteres Mädchen verschwindet – und dann noch eines, das den Jugendlichen an dem Abend, an dem Corinne Prescott sich in Luft auflöste, ein Alibi gegeben hatte – beginnt der Spuk für sie von Neuem. Spannend ist, dass aus der Erzählweise hervorgeht, dass die Auflösung schon in den ersten Tagen ans Licht gekommen ist – der Leser allerdings weiß das nicht, denn er beginnt bei Tag 15 mit dem Lesen, was dazu führt, dass sich mit jedem Tag noch mehr Fragen aufdrängen.

In Flashbacks wird Corinne beschrieben, wie sie gewesen ist, bevor sie vom Erdboden verschwand. Keine sympathische Person, sondern eine intrigierende, oftmals sadistische Freundin, die ihren großen Einfluss und die Tatsache, dass ihr Cooley Ridge zu gehören schien, maßlos ausnutzte und ihre Freunde manipulierte. Niemand war stark genug, sich ihrer Wirkung zu entziehen. Alle haben sie gehasst, aber auch gleichzeitig geliebt. Ein undurchsichtiger, schwieriger Charakter, den Megan Miranda da erschaffen kann. Mir war sie extrem unsympathisch und trotzdem wollte ich unbedingt herausfinde, was ihr zugestoßen war, wieso sie nach der »verhängnisvollen Nacht auf dem Jahrmarkt« urplötzlich fort war.

Im Laufe der Geschichte kommt die Ursache natürlich ans Tageslicht, ebenso die für das Verschwinden des anderen Mädchens. Erst nach 10 Jahre finden Nic und ihre ehemaligen Freunde die Wahrheit heraus. Die ganze Wahrheit. Und sie ist schockierend.

Der Schreibstil ist angenehm, Megan Miranda schafft es problemlos, den Leser in die Geschehnisse mit hineinzuziehen. Ich persönlich habe mich durchaus so gefühlt, als wäre ich es, die dunkle Wälder und verbotene Höhlen nach den Vermissten durchkämmte. Die düstere Atmosphäre, in der auf Schritt und Tritt Unheil zu lauern scheint, hat sie wirklich gut herübergebracht.

Auch der Ballast, den jede von den Personen mit sich umherschleppt, ist überzeugend und ihre Art, damit umzugehen, nachvollziehbar. Man kann sich die Freundschaft, wie sie einmal war, sehr gut vorstellen. Corinne als skrupellose Drahtzieherin, die ihre Freunde dazu brachte, Dinge zu tun, die sie ohne ihre ständigen Forderungen, denen sie sich nicht widersetzen konnten, niemals getan hätten.

Tick, tack, Nic…, pflegte Corinne immer zu sagen. Ihre Persönlichkeit hat all ihre Freunde eines guten Lebens beraubt. Auch deshalb ist Nic entschlossen, endlich zu begreifen, was geschehen ist, um mit der Sache abzuschließen.

Alles in allem ein wirklich gelungener und origineller Thriller, dessen Ende ich ein wenig unbefriedigend fand, aber das ist vermutlich Ansichtssache. Die Auflösung ist spannend, doch die Beendigung des Buches eher schwach.

Ich vergebe vier von fünf Sternen.

Fazit: 

Originell, spannend und mit Tempo!

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(69)

99 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 69 Rezensionen

liebe, liebesroman, autorin, erotik, vertrauensfrage

Loving Clementine

Lex Martin
E-Buch Text
Erschienen bei LYX.digital, 07.12.2017
ISBN 9783736306035
Genre: Liebesromane

Rezension:

Autor: Lex Martin

Verlag: Lyx

Genre: Liebesroman

Seitenanzahl: 337 Seiten

Preis: 6, 99€

Inhalt: 

»Das tue ich im Namen der Wissenschaft! Du brauchst Inspiration? Hier ist sie. Nun sei still und lass mich dich küssen.«

Clementine Avery datet nicht - nie! Nachdem sie sich bereits zweimal die Finger verbrannt hat, will sie nichts mehr von Männern wissen. Doch als sie versehentlich einen Kurs zum Thema Kreatives Schreiben im Liebesroman belegt und kläglich versagt, braucht sie dringend Romantik in ihrem Leben. Gavin Murphy ist mehr als willig, für Clementine den fiktiven Freund zu mimen, ist er doch schon so lange in die verschlossene Frau verliebt. Wird es ihm gelingen, ihre Schutzmauer zum Einsturz zu bringen? 

Meine Meinung: 

Es ist kein großes Geheimnis, dass ich Thriller/Krimis Liebesromanen jederzeit vorziehe. Dafür gibt es einen einfachen und für mich ausschlaggebenden Grund: Lovestories sind sowas von vorhersehbar und in vielen Dingen absolut klischeehaft. 

Aber da ich nicht vorhabe, dieses Genre durch den Kakao zu ziehen, werde ich es mit keinem anderen vergleichen und direkt zu meiner Schlussfolgerung kommen. 

Das Buch ist, für einen Roman, wirklich überraschend gut. 

Der Schreibstil ist locker, die Personen sehr sympathisch (abgesehen von einer; Leser werden wissen, wen ich hiermit meine) und die Geschichte einfach supersüß. Klar weiß man von Anfang an, dass es ein Happy End geben wird, aber das ändert nichts daran, dass man im Laufe von Clementines und Gavins Liebesgeschichte mitfiebert und bei Missverständnissen (wie es sie ja immer zu geben scheint) sauer über das fehlende Vertrauen der Hauptperson ist. 

Toll finde ich, dass Clementine Autorin ist und all den Mist, den sie in ihrer Vergangenheit durchstehen musste, unter einem Pseudonym veröffentlicht hat und schlagartig auf den Bestsellerlisten stand. Sie datet nicht, weil sie zwei ziemlich unschöne Erfahrungen gemacht hat und verhält sich Männern gegenüber sehr distanziert, wenn nicht gar unhöflich und abweisend. Nicht so bei Gavin. Als sie ihn kennenlernt, fühlt sie sich sofort zu ihm hingezogen und brauche ich noch zu erwähnen, dass er übertrieben attraktiv und auch charakteristisch eine Zehn ist? 

Erotik wird natürlich auch nicht hintangestellt - aber das ist der Lyx-Verlag, da habe ich nichts anderes erwartet, und das meine ich nicht abwertend -, sodass dem Leser doch recht viele sexuelle Szenen geboten werden, aber nicht so viele, dass es übertrieben wirkt. Ein weiteres Plus an dieser Geschichte. 

Es ist schön zu sehen, wie sie sich nach und nach öffnet und Gavin anvertraut, obwohl er ja anfangs nicht viel mehr als ihre Inspiration ist, weil sie in ihrem Kurs mit ihrem Roman nicht weiterkommt. Die beiden passen gut zueinander, haben ähnliche Interesse und sind füreinander da. 

Außerdem gibt es ein "kleines" Mysterium, das mit dem Verschwinden einer Studentin zusammenhängt, was dafür sorgt, dass es doch ein wenig Spannung gibt - wenn auch nicht viel. Aber, wie gesagt, das ist kein Thriller und ich muss damit leben. 

Es ist übrigens sogar ganz schön, sich ab und an eine kleine Pause zu gönnen und zwischen all dem Nervenkitzel ein etwas ruhigeres Buch mit einer romantischen Liebesgeschichte zu lesen. Finde ich jedenfalls. 

Die Auflösung der Sache rund um die Verschwundene gehört eher zu den Dingen, die ich bemängeln würde. Es ist einfach zu vorhersehbar. Zu einfach. 

Ansonsten vergebe ich vier von fünf Sternen für Loving Clementine. 

Fazit: Ein wunderschöner Liebesroman, der von einer starken jungen Frau handelt, die endlich in der Gegenwart zu leben beginnt...

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(123)

177 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 103 Rezensionen

island, thriller, mord, sog, missbrauch

SOG

Yrsa Sigurdardottir , Tina Flecken
Fester Einband: 500 Seiten
Erschienen bei btb, 18.09.2017
ISBN 9783442756643
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Autor: Yrsa Sigurðardóttir

Verlag: btb

Genre: Thriller

Seitenanzahl: 444 Seiten

Preis: 20 €

Inhalt: 

Dunkel. Gefährlich. Erbarmungslos. 

Zwei abgetrennte Hände, ein perfider Mord, kurz darauf ein weiterer. Was hat die unheimliche Botschaft eines Kindes mit den Toden zu tun?

-

Zwölf Jahre nach der Vergewaltigung und dem Tod eines Mädchens wird eine Zeitkapsel in Reykjavík gehoben. Darin enthalten: Zehn Jahre alte Briefe von Schülern, die beschrieben, wie sie sich Island im Jahre 2016 vorstellen. Darunter findet sich noch etwas anderes: eine unheimliche Botschaft, die akribisch genau die Initialen von zukünftigen Mordopfern auflistet, geschrieben von einem Kind. Kurz danach werden zwei abgetrennte Hände in einem Hot Tub in der Stadt treibend gefunden. Doch noch hat keiner eine Vermisstenanzeige bei der Polizei aufgegeben. Schon bald taucht die erste perfide und brutal ermordete Leiche auf, dicht gefolgt von einer zweiten. Es ist klar, dass die Botschaft aus der Zeitkapsel ernst zu nehmen ist.

Ein Fall für Kommissar Huldar, der sich beweisen muss: Von seinen Leistungsaufgaben entbunden, wird er von den meisten seiner früheren Untergebenen gemieden, die Beziehung zur Kinderpsychologin Freyja ist ebenfalls ruiniert, was er zu reparieren hofft, indem er sie in die jetzigen Ermittlungen einbezieht...

Meine Meinung: 

»Sog« erfüllt jedwede Forderung, die ich an Thriller im Allgemeinen stelle, sodass ich höchstzufrieden mit diesem Rezensionsexemplar bin.

Der Plot ist stark, gut durchdacht und beinhaltet ein recht zufriedenstellendes Ende, das keinerlei Fragen offen lässt.

Der Kommissar und die Kinderpsychologin - Huldar und Freyja - sind beide sympathische Figuren, die mit in der Vergangenheit getroffenen Entscheidungen und gegenwärtigen Problemen zu kämpfen haben, und ein wirklich eingespieltes Team sind. Dank den beiden fehlt auch die obligatorische Liebesgeschichte nicht, die dann aber glücklicherweise nicht die größte Rolle spielt, sondern die Mordserie, die plötzlich in Reykjavík ihren Lauf nimmt.

Die Idee, den Aufsatz eines Kindes, den dieses vor zehn Jahren geschrieben hat, als Vorhersage eben dieser Mordserie zu nutzen, ist meiner Ansicht nach eine sehr originelle Idee. Was alle anfangs für einen bedeutungslosen Kinderstreich halten, entpuppt sich als Wahrheit, als plötzlich Menschen mit den im Aufsatz aufgelisteten Initialen ermordet werden.

Die ganze Handlung - inklusive Mordserie - dreht sich um Vaka, ein Mädchen, das mit acht Jahren von einem alkoholabhängigen Pädophilen vergewaltigt und umgebracht wurde. Ich lese eigentlich nicht so gern über Täter dieser Art, weil ich die Thematik unglaublich sensibel finde, aber Sigurðardóttir beschreibt die Situation mit dem nötigen Feingefühl und geht auch auf die Situation Vakas leidender Eltern ein, die sich nach der Verhaftung des Vergewaltigers und Mörders ihrer Tochter trennen. Und obgleich es sich in diesem Fall um Fiktion handelt, sollte man im Hinterkopf behalten, dass solche Dinge geschehen, tagtäglich, und durchaus real sind. Man sollte niemals wegschauen sollte, wenn man ahnt, dass einem Kind etwas so Schreckliches angetan wird.

Im Buch geht es um Menschen, die weggesehen haben, aus unterschiedlichen Gründen. Auch deshalb würde ich es weiterempfehlen. Man muss eingreifen, bevor es zu spät ist.

Um mich nun aber nicht in meiner Moralpredigt zu verirren, will ich mal langsam zum Schluss kommen.

Der Thriller ist spannend, gut geschrieben und voller interessanter Personen, die alle ein Geheimnis hüten, das erst spät aufgedeckt wird und hat - wie schon erwähnt - ein wirklich zufriedenstellendes Ende mit einer logischen und doch erschreckenden Auflösung.

Ich vergebe vier von fünf Sternen. Einfach aus dem Grund, dass ich der Meinung bin, dass manche Szenen durchaus etwas spektakulärer hätten ausfallen können, aber alles in allem bin ich sehr glücklich mit diesem Buch und werde definitiv weitere Thriller der Isländerin lesen.

Fazit: 

Brutal und originell. Ein spannender Page-Turner aus Island!

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(79)

109 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 72 Rezensionen

iain reid, thriller, psychothriller, the ending, droemer

The Ending

Iain Reid , Anke Kreutzer , Eberhard Kreutzer
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Droemer Taschenbuch, 02.11.2017
ISBN 9783426306192
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Autor: Iain Reid

Verlag: Droemer

Genre: Psychothriller

Seitenanzahl: 235 Seiten

Preis: 14, 99€


Inhalt: 

Du wirst dich fürchten. Und du wirst nicht wissen, warum.

-

Ich trage mich mit dem Gedanken, Schluss zu machen. Ist der Gedanke erst einmal da, bleibt er haften. Er schleicht sich ein. Krallt sich fest. Immer ist er da. Immer.

Ich weiß noch, wie Jake gesagt hat: »Manchmal kommt ein Gedanke der Wahrheit näher als eine Tat. Du kannst sagen, was du willst, tun, was du willst, aber einen Gedanken, den kannst du nicht fälschen.« Einen Gedanken kannst du nicht fälschen.

Und das ist mein Gedanke: Ich muss hier raus. 

-

Eine Frau fährt mit ihrem Freund Jake durch die winterliche Weite Kanadas. Trotz ihrer neuen Liebe denkt sie darüber nach, Schluss zu machen. Und während draußen die Dämmerung das einsame Land in Dunkelheit hüllt, werden drinnen im Wagen die Gespräche und die Atmosphäre immer unheimlicher: Weshalb hält die Frau einen Stalker vor Jake geheim, der ihr Angst macht? Warum gibt Jake nur bruchstückhaft etwas von sich preis? Ein kaum begreifliches Unbehagen steigt auf, nur eines ist klar: Das junge Paar steuert unaufhaltsam in die Katastrophe...


Meine Meinung: 

Bisher war ich mir nie ganz sicher, was einen Thriller zu einem Psychothriller macht. Ich schätze, dank Iain Reid, weiß ich das jetzt. Ich glaube, das Beste daran ist, dass man genau weiß, dass etwas passieren wird, aber man weiß nicht, was oder wann. Klar ist das bei so gut wie allen Thrillern der Fall, aber hier war es doch ganz anders. Viel gravierender, wie ich finde. Weil man noch nicht einmal wirklich einen Verdacht hat. Und wenn, kann man diesen nach Beendigung der Geschichte sowieso komplett vergessen. Ich übertreibe nicht. Auf diese Auflösung würde niemals jemand kommen. 

Das Lesen hat sich so ähnlich angefühlt, wie das Schauen eines Horrorfilms ohne Musik. Alles war noch viel eindrucksvoller, viel unbehaglicher. Auf jeder neuen Seite habe ich angespannt darauf gewartet, dass etwas passiert, dass die Hölle losbricht, dann aber doch wieder gehofft, dass nichts geschieht. Paradoxerweise. 

Und meine Fantasie hat völlig verrückt gespielt. 

Spannend ist auch, dass man nach diesem Buch nicht einfach an etwas anderes denken, sich einer anderen Aufgabe widmen kann, ganz im Gegenteil: Ich habe gestern Nacht lange nicht einschlafen können, weil ich über das Ende nachgedacht habe. Es ist ein echter Plottwist - keiner von der harmlosen Art - und Plottwists sind es, was ich an Thrillern jeglicher Art besonders liebe. 

An manchen Stellen hat es sich für mich sogar wie ein Horrorspiel angefühlt, als wäre ich tatsächlich dort, nicht die Hauptperson, sondern ich und die Schauplätze sind allesamt nicht ohne. Wenn man sich wirklich auf die Handlung einlässt und in die Person hineinversetzt, kann man sich durchaus ziemlich gruseln. Und das hat mir besonders gut daran gefallen. 

Und natürlich die düstere Atmosphäre, die immer düsterer wird, immer unheilvoller. Um das nachzuvollziehen und zu verstehen, muss man dieses Buch wirklich gelesen haben. Also - alle Horror/Thriller-Fans sollten zugreifen!

Oh und habe ich schon erwähnt, dass ich das Cover aus irgendeinem Grund einfach nur liebe? Genau das tue ich nämlich. 

Ich vergebe fünf von fünf Sternen für diese einmalige Geschichte. 


Fazit: 

Ein Lesevergnügen der besonderen Art - mit Gänsehaut-Garantie!

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(172)

561 Bibliotheken, 42 Leser, 0 Gruppen, 87 Rezensionen

schattenjäger, fantasy, cassandra clare, lord of shadows, liebe

Lord of Shadows - Die dunklen Mächte

Cassandra Clare , Franca Fritz , Heinrich Koop
Fester Einband: 831 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 09.10.2017
ISBN 9783442314256
Genre: Fantasy

Rezension:

Autor: Cassandra Clare


Verlag: Goldmann


Genre: Fantasy


Seitenanzahl: 817 Seiten


Preis: 19, 99€


Inhalt: 

Die junge Schattenjägerin Emma Carstairs hat ihre Eltern gerächt, doch sie findet keinen Frieden. Denn aus der Freundschaft zu ihrem Parabatai Julian ist Liebe geworden – und nach den Gesetzen der Schattenjäger hat eine Beziehung zwischen zwei Parabatai tödliche Konsequenzen. Um Julian und sich zu schützen, lässt sich Emma daher ausgerechnet auf Julians Bruder Mark ein. Mark, der fünf Jahre bei den Feenwesen lebte und dessen Loyalität nicht wirklich geklärt ist.

Zumal Unruhe herrscht in der Unterwelt. Die Feenwesen mussten sich nach dem Dunklen Krieg harten Bedingungen beugen und begehren auf. Aufgerieben zwischen den Intrigen des Feenkönigs und der unerbittlichen Härte jahrtausendealter Gesetze müssen Emma, Julian und Mark ihre privaten Sorgen vergessen und gemeinsam für all das kämpfen, was sie lieben – bevor es zu spät ist und ein neuer Krieg ausbricht ...


Meine Meinung: 

Das Buch verdient, wie jedes von Cassandra Clare, jedes Bisschen Anerkennung, das ihm zukommt. Sie ist und bleibt einfach eine begnadete Schriftstellerin, die die Massen begeistert! Das liegt zum Teil an ihrem wunderbaren Schreibstil und im Allgemeinen an der Welt, die sie mit den Schattenjägern, Dämonen, usw. erschaffen hat. Es fühlt sich jedes Mal wie ein »nach Hause kommen« an, wenn man ein neues Buch dieser großartigen Reihen (Chroniken der Schattenjäger/Chroniken der Unterwelt/Die dunklen Mächte) in den Händen hält und liest. Das Spannende ist wirklich, dass sie mit der Zeit weder langweiliger noch schlechter werden. Wie viele Autoren bekommen das so gut auf die Reihe wie Cassandra Clare? Ich kenne nicht allzu viele.

Unglaublich toll ist auch die Tatsache, dass man immer wieder auf die »alten« Personen trifft und dass sie auch in der neuen Reihe ab und an eine kleinere oder größere Rolle spielen. Das ist, wie ich finde, Segen und Fluch zugleich, denn Clare erschafft Figuren, die man einfach nur lieben kann - umso schmerzhafter ist der Verlust, wenn eine dieser Figuren stirbt. Es ist nämlich, als würde man sie tatsächlich kennen, als wäre sie nicht bloß fiktiv, sondern lebendig und überaus real.

Ich verrate nur so viel - zwei Tode. Das wisst ihr vielleicht ohnehin schon. Und es tat weh. Wirklich. Vor allem, weil ich eine ganz andere Person im Verdacht (zu sterben) hatte. Und dann das. Jetzt muss ich auf den dritten Teil warten und das kann ein Jahr dauern. Ich könnte wieder in Tränen ausbrechen.

Um aber doch etwas zu kritisieren - mir fehlt ein bisschen die Action aus der vorigen Reihen. Es ist nicht so, als gäbe es keinen Feind und keine Schlachten mehr, aber gerade geht es ständig bloß um Feenwesen und Schattenjäger. Ich vermisse die Vampire und Werwölfe, okay?

Oh, und um etwas sehr wichtiges nicht zu vergessen - Ich finde es klasse, dass der Band so politisch ist und dass Cassandra Clare einen großen Wert auf Minderheiten legt. Ob es  nun um Homosexuelle, Bisexuelle oder Transgender geht; sie spielen alle eine Rolle. Das sollen auf jeden Fall mehr Autoren berücksichtigen. Ebenso Rassismus. Das sind alles sehr wichtige Themen, die sie als Autorin in ihren Büchern verarbeitet. Lobenswert.

Wieder etwas (mehr oder weniger) Negatives. Manche Pärchenkonstellationen finde ich einfach nur genial und unterstütze sie von Herzen. Ebenso die von Emma und Julian mit ihrer verbotenen Liebe. Sie sind süß, ohne Frage, aber ich finde, dass Clare da ein wenig übertrieben hat. Es ist zu viel, zu dramatisch... Ich habe selten eine solch sexuelle Anspannung in einem Fantasy-Buch erlebt und das fand ich auf Dauer anstrengend.

Daraus, dass jede einzelne Person unglaublich attraktiv ist, kann ich Cassandra Clare wohl keinen Vorwurf machen - schließlich wird ja immer betont, dass Schattenjäger (aber auch Elben etc.) sich eines sehr guten Aussehens erfreuen. Trotzdem stört es mich, dass wirklich jede Figur so durch und durch perfekt sein soll. Nur eine kleine Bemängelung meinerseits.

Ansonsten ist es, wie immer, genial.

Und die Blackthorn-Familie hat mir mehr als einmal Tränen in die Augen getrieben.


Fazit: Ein weiterer süchtig-machender Fantasyroman mit ganz viel Spannung und Liebe, der einen schon sehnsüchtig auf den dritten Teil warten lässt.

Ich vergebe fünf von fünf Sternen.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(54)

59 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 53 Rezensionen

thriller, fbi, scifi, nikolas stoltz, virtuelle realtiät

DREAM ON – Tödliche Träume

Nikolas Stoltz
E-Buch Text: 419 Seiten
Erschienen bei FeuerWerke Verlag, 31.10.2017
ISBN 9783945362303
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Autor: Nikolas Stoltz
Verlag: FeuerWerke
Genre: Thriller
Seitenanzahl: 295 Seiten (E-Book)
Preis: 13, 99€ (Taschenbuch)
Inhalt: 
Eine virtuelle Traumwelt. Schreckliche Ängste. Und eine gnadenlose Jagd.
Träumen per Knopfdruck! Die US-Firma DREAM ON hat eine vernetzte, virtuelle Traumwelt entwickelt, die sich absolut lebensecht anfühlt. Doch über das Unternehmen legt sich ein dunkler Schatten. Die Träumenden werden von ihren schlimmsten Ängsten heimgesucht und grausam gefoltert.Der Traumdesigner Nick Quentin vermutet ein Virus im System und folgt der Spur durch die künstliche Welt. Doch damit gerät er selbst ins Visier eines skrupellosen Gegners, der ihm immer einen Schritt voraus zu sein scheint. Eine gnadenlose Treibjagd zwischen Traum und Realität beginnt...
-
Eine revolutionäre Technologie steht kurz vor der Markteinführung: Träumen per Knopfdruck! Die US-Firma DREAM ON hat eine virtuelle Traumwelt entwickelt, die sich absolut lebensecht anfühlt. Die Träumenden sind untereinander vernetzt und bewegen sich durch eine computeranimierte Umgebung, die dem Zentrum von Venedig nachempfunden ist. Mit "Social Dreaming" kündigt sich ein neuer Megatrend an.Der Gelegenheitsarbeiter Nick Quentin erhält über einen guten Bekannten einen Job als Traumdesigner bei DREAM ON. Er ist schockiert über die extremen Sicherheitsvorkehrungen in der Firma und die lückenlose Überwachung der Mitarbeiter. Es herrscht eine Atmosphäre der Angst. Nicks dunkle Vorahnung bestätigt sich, als er die seltsam verkrampfte Leiche seines Freundes entdeckt und selbst unter Verdacht gerät. Gleichzeitig quälen ihn unerklärliche Albträume, in denen er seine schlimmsten Ängste durchlebt.Die FBI-Agenten Lena Delago und Steve Baker nehmen die Ermittlungen auf. Während die junge Agentin ihre Vergangenheit bewältigen muss und intensiv in der Traumwelt ermittelt, beißt sich ihr starrsinniger Partner an Nick Quentin fest.Als Nick eine mysteriöse Traumnachricht des Toten erhält, folgt er der Spur durch die Traumwelt und stößt auf eine Verschwörung, die sich bis in die höchsten Regierungskreise hinaufzieht. Durch seine Nachforschungen gerät er ins Visier eines skrupellosen Gegners, der ihm immer einen Schritt voraus zu sein scheint. Eine gnadenlose Treibjagd zwischen Realität und Traumwelt beginnt...
Meine Meinung: 
Ich sage es einfach geradeheraus: Ich bin maßlos enttäuscht. Die Idee, die dem Buch zugrunde liegt, ist originell und vielversprechend, keine Frage, aber die Umsetzung ist grauenhaft und wie ein Thriller hat es sich für mich auch nicht angefühlt.
Der Schreibstil wäre ganz nett gewesen, wenn es nicht immer wieder diese seltsamen Gedankengänge gegeben hätte, die absolut unreif und nicht nachvollziehbar waren. Ebenso die Personen: Die FBI-Agentin fand ich relativ sympathisch, aber das war es eigentlich auch schon. Nick und seine Freunde benehmen sich oft wie präpubertäre Kinder, während die anderen Personen völlig grundlos unfreundlich zu allen sind.
Die Handlung ist ebenfalls nicht überzeugend. Vielleicht liegt es mir, vielleicht auch nicht, aber weiterempfehlen würde ich diesen Thriller auf gar keinen Fall. Es geht die ganze Zeit um den Mord am ehemaligen Freund von Nicks Familie und das FBI braucht gefühlte Jahre, um irgendeiner Spur zu folgen, während Lena Delagos Partner felsenfest von Nicks Schuld überzeugt ist, sodass er es sich von vornherein spart, zu ermitteln. Das ist doch alles vollkommen unrealistisch und kein Stück einleuchtend!
Die Idee hat wirklich Potenzial. Ich meine, wer würde das nicht wollen? Auf Knopfdruck zu träumen und die Träume zu alledem selbst steuern zu können. Aber die Umsetzung zählt zu den größten Flops dieses Jahres für mich und das muss schon etwas bedeuten. Tut mir leid, falls sich davon nun irgendjemand angegriffen fühlt.
Fazit: Nicht lesenswert. In keiner Hinsicht. Ich vergebe einen von fünf Sternen.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(44)

95 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 34 Rezensionen

meer, moby dick, schiff, morton rhue, dystopie

Creature - Gefahr aus der Tiefe

Morton Rhue , Nicolai von Schweder-Schreiner
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 24.01.2017
ISBN 9783473401505
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Autor: Morton Rhue

Verlag: Ravensburger

Genre: Sci-Fi

Seitenanzahl: 476 Seiten

Preis: 17€

Inhalt: 

Ein Planet voller Gefahren

Eine mörderische Kreatur

Ein Junge, der um sein Überleben kämpft

Ismael weiß, dass er von der Erde verschwinden muss. Die Natur ist komplett zerstört, durch die dicke Smogwolke dringt schon lange kein Sonnenlicht mehr und die Luft reicht kaum zum Atmen. Als ihm ein Job auf dem fernen Planeten Cretacea angeboten wird, heuert er dort auf einem Walfangschiff an. Doch Ismaels Arbeit ist viel riskanter als gedacht. Denn sein Schiff macht Jagd auf das gefährlichste Lebewesen des Planeten: eine riesige, mörderische Kreatur, die in den Tiefen des Meeres lauert...



Meine Meinung: 

Besonders gut gefallen hat mir der Schauplatz der Geschichte, nämlich der Ozean. Ich persönlich habe noch nicht allzu viele Bücher gelesen, die von Schifffahrten, Piraten etc. handeln, weshalb mich die Atmosphäre, die die Handlung umgibt, sehr schnell in ihren Bann gezogen hat. Nicht zuletzt auch, weil ich Rhues Schreibstil echt anschaulich finde und ich mir jeden Ort und jede Situation bestens vorstellen konnte. 

Auch die Personen sind mir fast von Beginn an ans Herz gewachsen, allen voran natürlich Ismael, der Hauptprotagonist, der einfach ein herzensguter, loyaler Mensch ist, der für seine Familie und Freunde schlichtweg alles tun würde. 

Es gibt viele spannende, wirklich gute Szenen, die mich um die Figuren haben bangen lassen und doch wirkte die Handlung manchmal etwas überzogen, fast schon langatmig auf mich. Es gibt viele Geheimnisse und Mysterien, die zwar nach und nach auf zufriedenstellende Weise ans Licht kommen, aber der größte Teil der Geschichte - also die endgültige Auflösung aller möglichen Dinge - erfolgt erst auf den letzten paar Seiten, was ich eher weniger gelungen fand. 

Gut gefallen hat mir wiederum unsere zukünftige Welt, wie Morton Rhue sie darstellt, mit all der Armut und den Problemen, die zustande gekommen sind, weil die Menschheit nicht damit aufhört, der Erde zu schaden und die Umwelt langsam aber sicher zu vernichten. Seien wir doch mal ehrlich: In ein paar Hundert Jahren wird ein Leben an diesem verseuchten Ort doch kaum noch möglich sein - deshalb hoffe ich, dass die Menschen es schaffen werden, Zuflucht auf einem anderen Planeten zu suchen. Allerdings immer mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass sie in einer gewissen Zeit auch diesen wieder zerstören werden. Man sollte sich endlich dessen bewusst werden, was man tut und nicht erst das Ruder herumreißen, wenn es dafür schon längst zu spät ist. Aber ich weiche vom Thema ab. 



Kommen wir zum Schlusswort: 



Fazit: Somit gebe ich dem Buch drei von fünf Sternen, weil die Personen klasse sind, ebenso wie der Schauplatz und die damit verbundenen Ortsbeschreibungen, mich die Handlung aber eben nicht zur Gänze überzeugen konnte und mir manchmal ein bisschen zu zäh war. 

  (0)
Tags: famili, freundschaf, ismael, ozean, planet, science-fiction   (6)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(38)

74 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 7 Rezensionen

norwegen, winter, krimi, thriller, jo nesbo

Schneemann

Jo Nesbø , Günther Frauenlob
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 08.09.2017
ISBN 9783548290096
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Autor: Jo Nesbø

Verlag: ullstein

Genre: Kriminalroman

Seitenanzahl: 489 Seiten

Preis: 19, 90€

Inhalt: 

Er ist krank. 

Er ist böse. 

Er findet dich. 

Ein Serienmörder tötet auf bestialische Art und Weise. Seine Opfer: junge Mütter. Auf der fieberhaften Jagd nach dem unheimlichen »Schneemann« kämpft sich Kommissar Harry Hole durch ein Labyrinth aus Verdächtigungen und falschen Spuren. Immer neue Morde geschehen. Als Holes Freundin Rakel ins Visier des Killers gerät, entwickelt sich ein gnadenloses Duell.

Vier Frauen wurden brutal ermordet, und als Visitenkarte hinterließ der Mörder in ihren Gärten einen Schneemann. Harry Hole und seine neue Kollegin Katrine Bratt vermuten, dass er mit einem Trauma kämpft. Warum sollte er sonst ausgerechnet junge Mütter töten? Oder ist der entscheidende Hinweis die seltene Erbkrankheit, die ihre Kinder haben? Könnte der Mörder Arzt sein? Eine Fährte nach der anderen erweist sich als falsch. Kurzzeitig verdächtigt Harry sogar die neue Kollegin. Als er das Geheimnis einer der Frauen aufdeckt, erkennt er das Motiv – und was auf dem Spiel steht. Denn auch Harrys große Liebe Rakel ist ins Visier des Mörders geraten. Aus der Verbrecherjagd wird ein irrwitziger Kampf um Rakel. Doch erst als Harry sich seine eigene Lebenslüge eingesteht, tritt der Mörder aus dem Schatten. Denn nun steht er seinem wichtigsten Opfer gegenüber: Harry Hole.

Meine Meinung: 

Hierbei handelt es sich um den zweiten Jo-Nesbø-Krimi, den ich in der letzten Zeit gelesen, pardon, verschlungen habe, und ich kann nichts weiter tun, als meine Zufriedenheit ein weiteres Mal zum Ausdruck zu bringen.

Harry Hole ist, mit Verlaub, klasse. Wirklich. Er ist so unperfekt und selbstzerstörerisch, dass man ihn eigentlich nicht mögen dürfte, es aber dennoch tut. So empfinde ich zumindest. Die Charaktere wachsen einem im Null Komma Nichts ans Herz und es führt kein Weg zurück, wenn man sie erst einmal lieb gewonnen hat, ganz egal, wie verkorkst sie auch sein mögen.

Die Story ist grandios, extrem fesselnd und lässt einen das Buch kaum aus den Händen legen, weil praktisch jedes Kapitel mit einem Cliffhanger endet, der es dem Leser partout nicht erlaubt, einfach aufzuhören.

Die Jagd nach dem Killer, der in seiner Kindheit tatsächlich eine traumatisierende Entdeckung hatte machen müssen, die mit einem Schneemann zusammenhing – daher seine Vorgehensweise und der Name -, ist rasant und der Weg mit Zweifeln gepflastert. Jedes Mal, wenn Harry glaubt, den Mörder endlich gefunden zu haben, muss er feststellen, dass der Fall weitaus komplexer ist, als angenommen und der Killer gewiefter.

Eine echte Herausforderung für den Kommissar.

Die Thematik des Krimis ist ebenso von großem Interesse:

Jedes fünfte norwegische Kind soll ein Kuckuckskind sein, und damit in Hinsicht auf seinen leiblichen Vater aus den verschiedensten Gründen getäuscht worden sein. Die Väter, die das Kind als ihr eigenes aufziehen, wissen davon allerdings auch nichts.

Somit ein sehr spannendes und interessantes Buch.

Ob ich begeistert bin? Ja, definitiv. Und ich würde es jederzeit weiterempfehlen – Leuten, die mit brutalen Morden umgehen können. Warnung: Nichts für schwache Nerven.

Fazit: 

Spannender skandinavischer Krimi mit viel Action und einem gerissenen Mörder.

Ich vergebe fünf von fünf Sternen.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(98)

212 Bibliotheken, 1 Leser, 4 Gruppen, 63 Rezensionen

dystopie, jugendbuch, berlin, krieg, zukunft

Wir waren hier

Nana Rademacher
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 18.01.2016
ISBN 9783473401390
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Autorin: Nana Rademacher


Verlag: Ravensburger


Genre: Jugendbuch/Dystopie


Seitenanzahl: 222 (e-book)


Preis: 12, 99€


Inhalt:


NACH UNS DIE UNENDLICHKEIT


Und manchmal denke ich, wie das wohl wäre, wenn das jemand in Hundert Jahren oder so liest. Und ich hoffe, dass dieser Jemand glücklich ist und satt und sagt: „Da bin ich aber froh, dass die dunkle Zeit vorbei ist und alle Menschen frei sind und genug zu Essen haben.“ Aber vielleicht ist in Hundert Jahren auch überhaupt niemand mehr auf dieser Welt.


Berlin im Jahr 2039: Die Stadt liegt in Trümmern, das öffentliche Leben ist längst zusammengebrochen. Für die überlebenden Menschen geht es um die nackte Existenz. Wie den Horror des Alltags, den Kampf gegen Hunger und Kälte überstehen? Mittendrin die 15-jährige Anna, die ihren Weg sucht und für das Leben und die Liebe kämpft – und für eine Welt, in der trotz allem eine Zukunft für sie möglich ist.


Meine Meinung: 


Das Buch besteht aus drei Teilen – der erste ist aus Blogposts zusammengesetzt, die von der Hauptprotagonistin Anna verfasst worden sind. Darin wird die Situation, die Welt zerstörte Welt, in der sie lebt, genau geschildert. Über ihren Blog lernt sie schließlich auch Ben kennen, einen Jungen, in den sie sich im späteren Verlauf verliebt. An dieser Stelle muss ich gestehen, dass ich so das ein oder andere Problem damit hatte, mich in diesem ersten Teil zurechtzufinden. Er hat mich nicht wirklich angesprochen – die Story hörte sich gut an, ohne Frage, aber irgendwie hat mir das Beschreiben mithilfe dieser Posts nicht besonders gut gefallen.


Dementsprechend erleichtert war ich, als ich feststellte, dass der zweite Teil völlig normal aus der Sicht der Protagonistin im Präsens erzählt wird. Und ich bin glücklich darüber, das Lesen trotz anfänglicher Schwächen nicht aufgegeben zu haben, denn der zweite Teil ist, meiner Meinung nach, unfassbar stark. Die Geschichte schreitet voran, ist spannend und voller interessanter Charaktere, die dem Leser im Laufe der Zeit begegnen. Die Atmosphäre bleibt durchgehend düster aber immer realistisch, unterbrochen von gefühlvollen und emotionalen Momenten.


Hierbei sollte ich womöglich anmerken, dass die Liebesgeschichte überhaupt nicht kitschig ist. Sie ist einzigartig und auf ihre ganz eigene Weise wirklich schön – aber im Gegensatz zu den meisten Jugendbüchern eben nicht übertrieben rosig und sentimental. Das hat mir, neben der realitätsnahen Dystopie, am besten gefallen.


Spannung war ebenfalls reichlich vorhanden und es fiel mir nicht schwer, mich mit Anna zu identifizieren. Die Wendung, die der Roman am Ende, also im allerletzten (dritten) Teil nimmt, hat das Buch in meinen Augen nur noch lesenswerter gemacht. Ich möchte keine potenziellen Leser spoilern, weshalb ich nur sage, dass ich nach dem Lesen der letzten Seite ernsthaft das ganze Buch nochmal habe überdenken müssen.


Fazit: 


Nicht das beste Buch, das ich in diesem Genre gelesen habe, aber mit Sicherheit eines, das mich zum Nachdenken gebracht hat. Die dargestellte Dystopie entsetzt mich in gewisser Hinsicht – wahrscheinlich gerade weil sie mir so realistisch erscheint. Alles in allem ein wirklich empfehlenswertes Jugendbuch!


Ich vergebe vier von fünf Sternen.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(87)

167 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 32 Rezensionen

stephen king, gwendys wunschkasten, kurzgeschichte, richard chizmar, wunschkasten

Gwendys Wunschkasten

Stephen King , Richard Chizmar , Ulrich Blumenbach
Fester Einband: 128 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.10.2017
ISBN 9783453439252
Genre: Fantasy

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(222)

459 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 87 Rezensionen

thriller, hamburg, darknet, anonym, internet

Anonym

Ursula Poznanski , Arno Strobel
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Wunderlich, 21.09.2016
ISBN 9783805250856
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(373)

695 Bibliotheken, 11 Leser, 10 Gruppen, 36 Rezensionen

thriller, england, mord, vergangenheit, krieg

Das andere Kind

Charlotte Link
Flexibler Einband: 666 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 08.12.2010
ISBN 9783442376322
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(39)

94 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 5 Rezensionen

krimi, schottland, verstörend, dasechoderschuld, unfassbar

Das Echo der Schuld

Charlotte Link
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 17.03.2014
ISBN 9783442383542
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(12)

28 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

thriller, mord, psychotri, klassentreffen, die mühle

Die Mühle

Elisabeth Herrmann
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei cbt, 12.02.2018
ISBN 9783570311929
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(168)

264 Bibliotheken, 10 Leser, 1 Gruppe, 123 Rezensionen

harry hole, norwegen, oslo, thriller, krimi

Durst

Jo Nesbø , Günther Frauenlob
Fester Einband: 624 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 15.09.2017
ISBN 9783550081729
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

(Rezension) Durst – Ein Fall für Harry Hole
Autor: Jo Nesbø
Verlag: ullstein
Genre: Kriminalroman
Seitenanzahl: 620 
Preis: 24 €
Inhalt: 
Wenn das Eis unter dir bricht...
Ein Serienkiller findet seine Opfer über die Dating-App Tinder. Die Osloer Polizei hat keine Spur. Der einzige Spezialist für Serientäter, Harry Hole, ist aus dem Polizeidienst ausgestiegen. Doch Holes alter Chef Mikael Bellmann setzt ihn unter Druck und zwingt ihn in die Ermittlung. Da verschwindet eine weitere junge Frau, ausgerechnet eine Kellnerin aus Holes Stammlokal. Und der Kommissar muss sich der Wahrheit stellen, dass der Mörder für ihn kein Unbekannter ist. 
Harry stand vor dem orange-weißen Absperrband, als vor ihm ein Fenster im Hochparterre des Hauses aufging. Katrine Bratt streckte den Kopf heraus. „Lassen Sie ihn rein“, rief sie dem jungen Beamten zu, der ihm den Weg versperrte. „Er kann sich nicht ausweisen“, protestierte der Polizist. „Das ist Harry Hole“, rief Katrine. „Wirklich?“ Der Mann musterte Harry von Kopf bis Fuß, bevor er das Absperrband anhob. „Ich dachte, Sie wären bloß eine Legende“, sagte er. 
Kommissar Harry Hole unterrichtet an der Polizeihochschule Oslo, seine Vorlesungen und Seminare sind überfüllt, denn seine Ermittlungserfolge waren spektakulär. Der Spezialist für Serienmorde hat die größten Kriminalfälle Norwegens gelöst und eine Verschwörung innerhalb der norwegischen Polizei aufgedeckt. Obwohl er inzwischen ein ganz anderes Leben führt, kann er sich dem Sog des Vampiristen-Falls nicht entziehen, der in Oslo die Schlagzeilen bestimmt. Harry Hole ist wieder im Spiel. 
Meine Meinung: 
„Durst“ ist tatsächlich der erste Jo-Nesbø-Krimi, den ich in meinem Leben gelesen habe. Und er hat dafür gesorgt, dass ich auf jeden Fall all die vorhergehenden Bücher lesen werde. Er ist wirklich großartig – und gehört definitiv zu meiner Top 10 in diesem Jahr. Eigentlich war es nur ein glücklicher Zufall, dass ich an das Buch kam – ich habe mich für die Leserunde auf Lovelybooks beworben und überraschenderweise gewonnen. Sehr zu meiner Freude!Harry Hole – der Mann, um den sich das ganze Geschehen eigentlich dreht – ist wirklich einer der faszinierendsten Buchcharaktere, den ich in meiner gesamten Leselaufbahn begegnet bin. Ich kann durchaus verstehen, warum er in Oslo als Legende gilt: Er ist wahnsinnig gut in dem, was er tut und skrupellos, wenn es sein muss. Sein Anliegen ist es, Mörder dingfest zu machen, und obgleich er anfangs nur ermittelt, weil er von seinem ehemaligen Chef unter Druck gesetzt wird, merkt der Leser schon bald, dass er süchtig danach ist, auf Verbrecherjagd zu gehen. Und als er zu alledem herausfindet, dass der Gesuchte ihm bereits bekannt ist, gibt es keinen Weg zurück. Ich finde, dass Nesbø seinen Charakter in diesem einen Buch erstaunlich gründlich dargestellt hat, was meiner Meinung nach eine Kunst für sich ist, denn ich habe, wie schon gesagt, keinen anderen der Harry-Hole-Krimis gelesen und trotzdem extrem schnell in die Gedankenwelt des (mittlerweile) Dozenten und seiner Sondereinheit hineingefunden. Ich finde es toll, dass durch häufige Sichtwechsel auch die Leben der anderen Personen berücksichtigt werden – mit all ihren Stärken und Schwächen. Das hat sie mir sympathisch gemacht (und zu Fehlschlüssen geführt, was den Mörder angeht, aber das hat Nesbø wohl beabsichtigt). Außerdem ist der Krimi unheimlich spannend – und beinhaltet einen Plottwist, der meine Nerven hat blank liegen lassen, und das vermag in meinem Fall sonst nur Sebastian Fitzek. Das Ende ist rasant und verspricht, dass die Geschichte von Harry Hole längst nicht zu Ende ist. Und ich kann es kaum erwarten weiterzulesen, weshalb ich mich in der Zwischenzeit darum bemühe, all seine Fälle nachzuholen – diesmal hoffentlich in der richtigen Reihenfolge). 
Fazit: 
Rasant, voller schockierender Momente und ein Plottwist dramatischer Ausmaße:Absolut empfehlenswert und ein echter Pageturner!

  (0)
Tags:  
 
83 Ergebnisse

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach!

Hol dir mehr von LovelyBooks