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30 Bibliotheken, 10 Leser, 1 Gruppe, 5 Rezensionen

frauenbewegung, für feministiker, lesbianism/feminism

Das weibliche Prinzip

Meg Wolitzer , Henning Ahrens
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag, 16.07.2018
ISBN 9783832198985
Genre: Romane

Rezension:

Das weibliche Prinzip ist ein Roman mit interessanten Themen, anfangs angesiedelt im College-Milieu und später bei der Arbeit bei einer feministischen Nonprofit-Organisation.

Aufgrund des Anfangs des Romans, bei dem eine junge Studentin Greer von einem Kommilitonen belästigt wird, denkt man sofort an die Me-Too-Diskussion.
Greer sagt zwar gegen ihren Belästiger aus, der aber fast unbestraft davonkommt, doch ihre Entwicklung zu einer selbstbewussteren Frau beginnt erst mit der Begegnung mit Faith Frank, die als feministische Aktivistin berühmt und erfolgreich wurde. Greer beginnt nach dem College für Faith zu arbeiten.

Meg Wolitzer schreibt sehr amerikanisch, was mir persönlich zusagt und es gelingt ihr, ihre Figuren dem Leser nahezubringen. Zunächst konzentriert sie sich auf Greer, zeigt ihre Entwicklung, auch ihre Beziehung zu ihrem Jugendfreund Cory, mit dem sie eine Fernbeziehung führt. Ihre Zweifel und Bedenken werden nicht ausgespart.

Später wird auch Greers Freundin Zee mehr betrachtet, schließlich wird in die Vergangenheit zurückgegangen und auch Faith Franks Lebensweg gezeigt. Der Mittelteil zieht sich etwas.
Spannend wird es wieder, als auch Konflikte zwischen den Protagonisten ausbrechen. Greer ist nicht mehr überzeugt von ihrer Mentorin, auch zwischen Greer und Zee führt ein lange zurückliegender Verrat zur Entzweiung.

Ein gutes Buch, das sicher länger im Gedächtnis bleiben wird!

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 1 Rezension

bolitho 04

Kanonenfutter

Alexander Kent , Fritz Wentzel
Flexibler Einband: 270 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 01.02.1998
ISBN 9783548243115
Genre: Historische Romane

Rezension:

Kanonenfutter ist ein weiterer und vielleicht der bisher beste aus der Reihe um den jungen Richard Bolitho, der im 18.Jahrhundert für die englische Admiralität zur See fährt. Er ist 17 und inzwischen Leutnant.
Auf der “Destiny” wird er dritter Offizier. Durch seine Verschlossenheit hat er es zunächst nicht leicht, doch der Kapitän ist ihm zugeneigt. Durch Richards Geradlinigkeit gewinnt er bald auch die bedingungslose Treue der Seemänner. Ein paar von ihnen stechen da besonders vor. Der bullenstarke Stockdale, ein ehemaliger Preisboxer, dem Bolitho geholfen hatte.. Oder der erfahrene Josh Little und der 14jährige Midshipman Jury. Sie sind loyal ohne unterwürfig zu sein und das macht sie zu wertvollen Gefährten bei den kommenden Gefahren.
Die Handlung umfasst die Reise der Destiny zunächst nach Madeira, später nach Rio de Janeiro. Der Grund für die Reise bleibt zunächst ein Geheimnis.

Kanonenfutter halte ich für einen wenig passenden Titel, der Originaltitel “Stand into Danger” ist besser. Erschienen ist  das Buch im Original 1980. Es hat viele Stärken, zu denen überraschenderweise auch mehrere Beschreibungen von Seeschlachten mit direkten Kämpfen mit Säbeln gehören, wie man sie eigentlich nur aus Piratenfilmen kennt.
Auch einen romantischen Einschlag gibt es, als Richard Bolitho von der schönen Aurora fasziniert ist, aber sie ist verheiratet.

Der Roman überzeugt durch seine konzentrierte Art, bei der überflüssiges ausgespart wird und dabei doch nicht an Lesbarkeit einbüsst.
Kanonenfutter ist komplexer angelegt als die direkten Vorgänger und überzeugt deswegen bisher am meisten.

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57 Bibliotheken, 11 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

1831, bekanntestes krankenhaus deutschlands, berlin, cholera, deutschland, gräfin ludovica, hebamme martha, heilmittel, historischer roman, hoffnung, kampf gegen die zeit, liebe, liebe zur medizin, pflegerin elisabeth, professor dieffenbach

Die Charité

Ulrike Schweikert
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 26.06.2018
ISBN 9783499274510
Genre: Historische Romane

Rezension:

Die frühen Roman (Die Tochter des Salzsieders, Das Kreidekreuz) von Ulrike Schweikert waren großartige Leseerlebnisse im Genre des historischen Unterhaltungsromans. Lange habe ich die Autorin nicht mehr gelesen. Die Charite zeigt einen geschmeidigen, gut lesbaren Stil. Schauplatz ist Berlin 1831, dessen Bevölkerung von der Cholera bedroht ist. Es gibt eine ganze Reihe interessanter Figuren: Die junge Krankenwärterin Elisabeth, Dr.Alexander Heydecker, der begnadete Chirurg Dr.Dieffenbach, die Gräfin Ludovica und die Hebamme Martha.
Sie alle gefallen mir ausgesprochen gut. Manche von ihnen sind belegt, andere fiktiv.
Hoffnung und Schicksal ist ein passender Untertitel für den Roman. Nicht selten sind die Erkrankungen und die Heilmethoden drastisch und im Detail beschrieben, jedoch wird es nie gefühllos. Sowohl Patienten wie auch die Ärzte und ihr Personal müssen einiges durchmachen.

Der Leser erfährt ein Stück Geschichte der Medizin. Ärzte mussten mit teilweise primitiven Mitteln arbeiten und Patienten litten oder starben an Operationen, die heute Routine sind.   

Mein Fazit: Ein gründlich recherchierter Roman, gehaltvoll und dicht erzählt. Ein Buch, dass ich wirklich sehr gerne gelesen habe.

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Tage der Hoffnung

Catherine Ryan Hyde , Lotta Fabian
Flexibler Einband: 428 Seiten
Erschienen bei Tinte & Feder, 12.06.2018
ISBN 9782919800940
Genre: Romane

Rezension:

Der Roman erzählt von 2 Frauen, mit denen es das Schicksal nicht gut meinte. Die Witwe Bea wurde von einem Trickbetrüger um ihr ganzes Geld gebracht. Sie lebt jetzt obdachlos alleine mit ihrer Katze in einem Lieferwagen.
Die 16jährige Allie hat es auch schwer. Ihre Eltern wurde überraschend wegen Steuerhinterziehung verhaftet und sie wird in einem Jugendheim untergebracht. Da geht es gefährlich zu, ein kriminelles Mädchen bedroht sie und Allie flieht. Fast wäre sie auch noch missbraucht worden, doch sie kann sich in Beas Lieferwagen retten. Eine Freundschaft entsteht, obwohl Bea zuerst noch versucht, das schutzbedürftige Mädchen loszuwerden.
Die Erzählstruktur ist so aufgebaut, das immer abwechselnd aus Sicht von Bea und aus Sicht von Allie erzählt wird.
Dadurch werden die Beiden sowohl von innen als auch von außen betrachtet und der Leser lernt sie dadurch gut kennen. Es ist interessant, ihre gemeinsamen Fahrten durch Teile der USA mitzuerleben. Der Roman liest sich gut und fesselnd. Er ist wirklich ein Pageturner!

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31 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

chinesische triaden, gangster, joe ide, kalifornien, los angeles, mord, spielsucht, thriller, thriller-roman, usa

Stille Feinde

Joe Ide , Thomas Wörtche , Conny Lösch
Flexibler Einband: 398 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 11.06.2018
ISBN 9783518468708
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der amerikanische Schriftsteller Joe Die hat mit Stille Feinde seinen zweiten Roman um die leicht übertrieben wirkende Hauptfigur Isaiah Quintabe geschrieben. Es ist ein geradliniger Thriller, angesiedelt in Los Angeles und Las Vegas und nicht ohne Klischees.

Den ersten Teil (I.Q.) habe ich nicht gelesen und spüre eine Lücke in der frühen Entwicklung des Protagonisten, doch ich denke, dass hat sich im Laufe der Handlung geschlossen.
Isaiah findet heraus, dass sein Bruder Marcus, der vor 8 Jahren starb, in Wirklichkeit ermordet wurde.
Gleichzeitig will er der spielsüchtigen und stark verschuldeten Janine helfen.
Bei Isaiah ist immer ein privater, menschlicher Background involviert, das unterscheidet ihn von klassischen Detektiven. Das Rätsel um den Tod seines Bruders treibt ihn um.

Joe Ide schafft es Atmosphäre zu verbreiten, er setzt auch die Schauplätze ein, z.B. auf Seite 259: “Die Hitzewelle quälte die Stadt, die Gehwege waren verlassen, die Spielplätze und Parks menschenleer. Auf den Freeways kam es zu Prügeleien und für alte Menschen wurden klimatisierte Unterkünfte bereitgestellt.”

Die Intensität nimmt im Verlaufe der Handlung immer mehr zu, oft wird es dramatisch.

Stille Feinde ist ein sehr amerikanischer Roman mit klassischen Hardboiled-Elementen in einem modernen Gewand und hochkonzentriert geschrieben.

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33 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 16 Rezensionen

deutsch, linn ullmann, luchterhand literaturverlag, maut, meer, norweger, roman

Die Unruhigen

Linn Ullmann , Paul Berf
Fester Einband: 440 Seiten
Erschienen bei Luchterhand, 11.06.2018
ISBN 9783630874210
Genre: Romane

Rezension:

Die erfolgreiche norwegische Schriftstellerin Linn Ullmann ist die Tochter bekannter Persönlichkeiten. Ihre Mutter ist die Schauspielerin Liv Ullmann, ihr Vater war der Regisseur Ingmar Bergmann.
Das spielt in diesem Familienroman eine Rolle. Es ist zwar keine direkte Autobiographie, aber fußt doch auf autobiografische Fakten. Im Mittelpunkt sind neben den Erinnerungen an die Kindheit besonders die letzten Monate zwischen Vater und Tochter. Sie haben ein gemeinsames Projekt. Ein Interview, das ein Buch über das Älterwerden werden soll, verteilt auf 6 zweistündige Gespräche.
Diese Form verleiht dem Buch das besondere, wobei Linn Ullmanns behutsame Vorgehensweise beim Portraitieren ihres alten Vaters bemerkenswert ist. Wesentlich ist, dass Linn Ullmann ihre eigene Familiengeschichte romanhaft verarbeitet hat.
Dazu gehören auch ihre Empfindungen als Kind, als sich ihre Eltern trennten und sie mit der Mutter nach New York ging.

Für Leser, die Literatur lieben, ist das Buch sowohl sprachlich als auch inhaltlich sehr ansprechend!

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5 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Miss Gladys und ihr Astronaut

David M. Barnett , Wibke Kuhn , Simon Jäger
Audio CD
Erschienen bei Hörbuch Hamburg, 28.05.2018
ISBN 9783957131195
Genre: Romane

Rezension:

Ein zwiespältiges Buch. Ein Humorvoller Roman, sicherlich. Die verwirrte Gladys und der ruppige Astronaut Tom funktionieren als Team. Aber an der Demenz der alten Dame kann ich nichts lustig finden. Das Schicksal ihrer Enkel ist traurig.
Die Misanthropie Toms wird jedoch nachvollziehbar, als seine Lebensgeschichte erzählt wird.
Vielleicht hätte der Stoff als ernsthafter Roman besser gewirkt. Die Annäherung Toms an die Familie von Gladys z.B. ist gut gemacht.

Ich hatte mit dem Hörbuch (2 mp3-CDs, ich mag inzwischen Download lieber) begonnen, bin jedoch nach 32 Tracks auf das eBook umgestiegen. Nicht das der Sprecher Simon Jäger so schlecht gewesen wäre, die Passagen mit dem Astronauten sind gut, aber wie er z.B. den 10jährigen James liest, ist nervig und das Lesetempo ist recht langsam, es geht nicht richtig voran. Das Gefühl ist aber auch dadurch bedingt, da es immer wieder Rückblicke auf Toms leben gab.

Fraglos hat der Roman große Qualitäten, z.B. die Dialoge, die skurrilen Figuren und eine gewisse Situationskomik.
Es bleibt auch nicht aus, dass man sich zwischen der Lektüre David Bowies Space Oddity anhört.

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94 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 65 Rezensionen

1970er jahre, apartheid, apartheit, beauty, bianca marais, johannesburg, liebe, rassenpolitik, rassentrennung, rassismus, robin, roman, schicksal, soweto, südafrika

Summ, wenn du das Lied nicht kennst

Bianca Marais , Heike Reissig , Stefanie Schäfer
Fester Einband: 509 Seiten
Erschienen bei Wunderraum, 12.03.2018
ISBN 9783336547944
Genre: Romane

Rezension:

Es gibt viele bedeutende Romane über die Apartheid in Südafrika, die meistens von Zeitgenossen dieser schlimmen Zeit stammen. Die meisten dieser Autoren sind schon älter. Bianca Marais ist 1976 geboren und kennt daher die Apartheid aus Sicht eines weißen Kindes. Ein schwarzes Hausmädchen kümmerte sich um sie. Diese Erfahrung führte zu diesem Roman.

Die Romanhandlung beginnt in dem Jahr, in dem die Autorin geboren wurde. Es gibt zwei Hauptfiguren. Robin, ein 9jähriges weißes Mädchen, dessen Eltern ermordet wurden und Beauty, die sich als Hausmädchen um sie kümmert. Eigentlich ist Beauty Lehrerin, aber sie ist auf der Suche nach ihrer Tochter, die eine Aktivistin im Kampf gegen das Apartheidsregime ist.

Die Erzählstimme wechselt zwischen Robin und Beauty.

Anfangs merkt man dem Stil noch ein wenig die Creative-Writing-Schulung der Autorin an (z.B. beim Einsatz der imaginären Zwillingsschwester), dadurch kam ich schwer in das Buch rein, aber das gibt sich mit der Zeit. Nachdem Robin und Beauty zusammengekommen waren, bin ich vollends im Buch angekommen.

Als Leser lernt man diese beiden Figuren mit der Zeit gut kennen. Eine Stärke des Romans.

Man kann das Lesen genießen, obwohl es natürlich schreckliche Ereignisse gibt.

Das Finale erscheint mir überhastet und vielleicht nicht ganz glaubwürdig, aber es führt zu einem versöhnlichen Schluss des Buches, mit dem man sehr zufrieden sein kann.

Ich bin gespannt, ob es weitere Romane von Bianca Marais geben wird. Ich hoffe es!

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

BLUT - Der Vampirkiller von Wisconsin

Robert W. Walker
E-Buch Text: 400 Seiten
Erschienen bei Luzifer-Verlag, 31.03.2018
ISBN 9783958353237
Genre: Sonstiges

Rezension:

Blut (Originaltitel: Killing Instinct) von Robert W.Walker ist der erste Teil einer langlebigen US-amerikanischen Thrillerreihe, die sich stark an "Das Schweigen der Lämmer" anlehnt. Das ist nicht überraschend, wenn man bedenkt, dass das Buch 1994 nur wenige Jahre nach dem Filmerfolg erschien und das Serienkiller-Genre sich am Beginn einer schnell steigenden Beliebtheit befand.

Dr.Jessica Coran, eine Gerichtsmedizinerin vom FBI steht im Mittelpunkt, es bleibt beim Lesen nicht aus, das man sie sich als Jodie Foster vorstellen kann. Gesucht wird ein Psychopath, der Frauen tötet und ihnen das gesamte Blut abzapft.

Zum FBI-Team gehören Chief Otto Boutine, J.T. und Teresa O`Rourke sowie einige Profiler.
Zwischen Jessica und Boutine besteht ein besonderes Vertrauensverhältnis, und etwas mehr.

Immer wieder gibt es Einblicke in die Gedankenwelt des Psychopathen, der sich selbst gerne Teacher nennt. Er ist vom Blut besessen, lebt in einem Machtwahn, obwohl es deutliche Anzeichen gibt, was für ein kleines Würstchen und gescheiterte Person er wirklich ist. Der Autor schafft eine stimmige Figur und ein passendes Portrait.

Der Schauplatz Wisconsin ist reizvoll, wird aber nach meinem Geschmack zu wenig eingesetzt. Es gibt auch andere Handlungsorte, z.B. Chicago. Der Plot selbst ist nicht so originell und etwas zu routiniert heruntergespult. Man muss den Roman nicht lesen, aber Thrillerfans werden die Lektüre auch nicht bereuen, da es ein wirklich dramatisches Finale gibt.

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217 Bibliotheken, 10 Leser, 1 Gruppe, 135 Rezensionen

agnetas erbe, die frauen vom löwenhof, familiensaga, fesselnd, frauen, gelungene story, gutsherrin, historischer roman, landgut, löwenhof, malerin, #mytestlöwenhof, pageturner, saga, schweden

Die Frauen vom Löwenhof - Agnetas Erbe

Corina Bomann
Flexibler Einband: 736 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 11.05.2018
ISBN 9783548289960
Genre: Historische Romane

Rezension:

Eigentlich hat die 27jährige Agneta Lejongard das Leben auf dem Gut ihrer Eltern in der Nähe von Kristianstad hinter sich gelassen. Sie lebt 1913 in Stockholm ein freies Leben, studiert und setzt sich für Frauenrechte ein. Doch durch den plötzlichen Tod des Vaters und der Erbschaft findet sie sich plötzlich doch als Gutsherrin wieder. Hin- und hergerissen zwischen Pflichtbewusstsein und dem Drang nach selbstbestimmten Leben ist sie in Zweifel, was sie aus der Situation machen soll.
Auch zwischen Stadtleben und Landleben gibt es große Unterschiede. Und beides bedeutet Möglichkeiten und Verzicht. Agnetas innerer Konflikt dazu wird gut durch das Buchcover ausgedrückt, in der eine Frau aus einer Tür hinaus blickt.

Es wird konsequent aus der Sicht der Icherzählerin Agneta geschildert. Agneta ist eine selbstbewusste, moderne und selbstbewusste Frau. Das führt mit ihrer kalten Mutter mit ihren altmodischen Ansichten immer wieder zu Reibungspunkten und Streitigkeiten.

Agnetas Emotionen und Überlegungen kann man gut folgen, das so zu gestalten ist eine Stärke Corina Bomanns. Es ist auch ganz interessant zu lesen, wie Agneta sich um die Menschen kümmert, z.B. das ungewollt schwangere Dienstmädchen Susanna; und wie sie auf dem Gut auch sonst tätig wird.

Weniger überzeugend finde ich Agnetas Gefühlswelt zu den Männern. Bei der Liebesgeschichte zwischen Agneta und dem Verwalter Max spüre ich die Leidenschaft nicht, aber das ist auch Geschmackssache und offensichtlich soll die Liebesgeschichte nicht die Hautsache werden.
Mit ihrem Jugendfreund Lennard gibt es einen weiteren Bewerber. Mehr soll jetzt aber nicht verraten werden.

Corina Bomanns Stil ist wie immer geschmeidig und sehr leicht zugänglich.

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41 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

2. weltkrieg, faschisten, generalmajor hans leyer, mailand, mailand 1943, mark sullivan, norditalien unter den nazis, partisanen, pino lella, unter blutrotem himmel, widerstand

Unter blutrotem Himmel

Mark T. Sullivan , Peter Groth
Flexibler Einband: 596 Seiten
Erschienen bei Tinte & Feder, 22.05.2018
ISBN 9781503950085
Genre: Historische Romane

Rezension:

Unter blutrotem Himmel ist ein Roman, dessen Handlung in der Zeit des zweiten Weltkriegs in Mailand angesiedelt ist.
Der Italiener Pino Lella ist eine reale Person. Trotz jugendlichen Alters rettete er viele der verfolgten Juden, indem er sie über die Alpen in die Schweiz in Sicherheit brachte. Später wurde er Fahrer eines deutschen Generals und spionierte ihn aus.

Der Autor Mark Sullivan, der bisher als Thrillerautor, aber auch als Journalist in Erscheinung getreten war, recherchierte Pino Lellas Geschichte, traf ihn sogar persönlich und fand den Stoff seines Lebens. Mit seinen Mitteln gestaltete er die biographische Geschichte als sehr gut lesbaren Roman.

Anfangs dachte ich, dass er der Hauptfigur nicht genug Tiefe verleihen würde, aber später im umfangreichen Roman veränderte sich die Empfindung. Pino litt unter dem Umstand, dass er sich immer bedeckt halten musste, selbst seine Eltern oder sein Bruder wussten nichts von seiner Tätigkeit, nur als er das Dienstmädchen Anna traf, fand er jemanden den sich anvertrauen konnte. Zwischen Pino und Anna entsteht eine Liebesgeschichte, die auch einen wichtigen Anteil im Roman inne hat.

Der Titel Unter blutrotem Himmel entspricht dem Original Beneath a Scarlett sky. Das klingt schon ein wenig klischeehaft und würde die Handlung nicht auf wahren Ereignissen und Personen basieren, wären eine Reihe von Passagen und Dialogen als zu banal gestaltet und in den Schilderungen der Emotionen der Figuren ohne ausreichende Tiefe zu kritisieren. Das grenzt das Buch dann doch ab von reinen Biografien und Sachbücher über diese Zeit.

Mark Sullivan vermochte es hingegen, viele dramatische Szenen mit entsprechenden Drive detailliert zu schildern.
Das sind die besten Stellen im Buch.
Trotz des Umfangs des Buches liest sich der Roman schnell und trotz des Themas auch unterhaltsam.

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203 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 119 Rezensionen

alzheimer, c.j. tudor, debüt, freundschaft, kreide, krimi, mord, mystery, spannung, stephen king, thriller, thriller-roman, unheimlich, vergangenheit, zwei zeitebenen

Der Kreidemann

C.J. Tudor , Werner Schmitz
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 29.05.2018
ISBN 9783442314645
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Roman besitzt sprachlich und inhaltlich einen kräftigen Schuss Stephen King und erinnert z.B. an das alte, legendäre Buch “ES”. Auch hier geht es um eine Gruppe von Kids, die sich auch als Erwachsene wiedersehen und Ereignisse aus der Vergangenheit, die sie teilen. Es wird in den Zeiten zwischen 1986 und 2016 gewechselt.

Eddie ist der Icherzähler, seine Freunde sind Fat Gav, Hobbo, Metal Mickey und Nicky.
Es gibt eine Szene, in denen die Freunde von älteren Jungs mit Steinen beworfen werden, erinnert auch an ES.
Der Lehrer Mr.Halloran wird für Eddie eine wichtige Vertrauensperson.
Das Leben und die Nöte der 12jährigen Kinder in einer US-amerikanischen Kleinstadt wird meiner Meinung nach gut eingefangen. Und auch wie manche Ereignisse auch 30 Jahre später noch unvergessen sind und das Leben geprägt haben.

Da Stephen King schon so lange eine Legende und Einfluss auf viele Autoren hatte, kann man bei Der Kreidemann von einer Hommage sprechen, nicht von Plagiat!

Der Kreidemann ist kein originelles, aber ein flott geschriebenes und unterhaltendes Buch mit einer einnehmenden Erzählstimme und einem Plot, dessen Intensität nie nachlässt. Mal sehen, was C.J.Tudor dem noch folgen lassen wird.

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41 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 37 Rezensionen

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Bülent Rambichler und die fliegende Sau

Anja Bogner
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei btb, 14.05.2018
ISBN 9783442716760
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Bülent Rambichler und die fliegende Sau ist ein Roman, der eine Mischung zwischen Krimi und Comedy darstellt. Entsprechend schwanke ich, ob ich das als amüsant oder Hauruck-Humor lesen soll und irgendwie trifft beides zu, so dass ich das Buch mal als Unterhaltung, mal als Zumutung empfinde.

Es ist ein Provinzkrimi, ein fränkischer Dialekt wird gerne und nicht ohne Ironie genutzt.

Die Hauptfigur ist skurril und nicht wirklich glaubhaft, viele Nebenfiguren sind in einem unerträglichen Maße mit Klischees behaftet.

Was das Buch rettet ist die Tatsache, dass die Hauptfiguren sympathisch sind  und ihre Beziehungen zueinander spannend sind, z.B. zwischen Bülent und seiner Kollegin Astrid. Die beiden sind ziemlich unterschiedlich, passen aber gut zusammen. Vielleicht führt die berufliche Partnerschaft auch noch zu einer privaten.

Der Roman bietet Unterhaltung, so dass ich gut verstehen kann, dass die Fans dieses Genres begeistert sind.


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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

bolitho, bolitho 02, cornwall, elternhaus, england, falle, falmouth, fingierter waffentransport, heimaturlaub, hinterhalt, historischer roman, hugh bolitho, kommissarischer steuermann andrew gloag, kriegsschiff avenger, landvogt sir henry vyvyan

Strandwölfe

Alexander Kent
Flexibler Einband: 174 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 01.10.2006
ISBN 9783548266572
Genre: Historische Romane

Rezension:

Es ist erfreulich, dass der Refinery-Verlag eine Auswahl der Richard Bolitho-Romane von Alexander Kent als eBooks wiederveröffentlicht. Diese Reihe war früher mal sehr beliebt und ist auch heute noch lesbar.

Strandräuber gefällt mir noch besser als der erste Teil der Reihe. Der Serienheld Richard ist immer noch ein junger Mann, gerade mal 17 und hat als Fähnrich erste Erfahrungen in der Marine gesammelt. Jetzt hat er nach 14 Monaten zum ersten Mal Heimaturlaub, der fällt jedoch ziemlich kurz aus, denn es kommt zu Auseinandersetzungen mit Strandräubern. Für die Marine ist dass das schlimmste Verbrechen, da die Seeleute hinterlistig angelockt und dann ermordet werden.

 

Es kommt zu gefährlichen Situationen. Wieder dabei ist Richards Freund und bewährter Sidekick Martyn Dancer. Sie kommen zufälligerweise auf das Schiff von Richards leichtfertigen älteren Bruder, der als Kommandant Risiken eingeht, doch Richard und Dancer können sich wieder bewähren.

 

Der Roman zeigt einen weiteren Schritt in der Entwicklung Richards vom Jungspund zur Führungspersönlichkeit.

Es gibt einige Szenen auf See, doch Alexander Kent macht nicht den Fehler, sich in Beschreibungen von schifffahrtstechnischen Details zu verlieren, er bleibt immer dicht am Plot, die Schiffspassagen sind perfekt integriert.

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308 Bibliotheken, 14 Leser, 1 Gruppe, 120 Rezensionen

drama, england, familie, geheimnisse, liebe, liebesroman, ohne ein einziges wort, romantik, rosie walsh, schuld, sehnsucht, tod, unfall, vergangenheit, verschwinden

Ohne ein einziges Wort

Rosie Walsh , Stefanie Retterbush
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 14.05.2018
ISBN 9783442487387
Genre: Liebesromane

Rezension:

Ohne ein einziges Wort ist ein Roman über eine schwierige Liebe, eine Beziehung, die rätselhafterweise abrupt nach nur einer Woche auseinandergeht. Die Gründe und was in der Vergangenheit geschah erfährt man erst relativ spät im Roman. Bis dahin kam mir die Handlung etwas übertrieben vor, vor allen weil mir Sarahs Verzweiflung und ihre Suche nach Eddie zwanghaft erschien. Sarah machte es sich nicht einfach und immer wieder durchdenkt sie die Situation um Eddies Verschwinden.

Die letzten 150 Seiten sind wirklich gut. Das Rätsel des Verschwinden Eddies hat sich erklärt und man kann verstehen, Die Empfindungen der Protagonisten werden gut herausgearbeitet und der Roman zeigt einen Weg auf, wie mit den Schmerzen der Vergangenheit umgegangen werden kann.
Das wird sogar den Nebenfiguren gerecht, die davon abgesehen ideal als Support der Hauptfiguren eingesetzt werden..

Der Stil von Rosie Walsh erinnert leicht an die amerikanische Schriftstellerin Gayle Forman, was bitte positiv zu verstehen ist.

Noch ein Wort zum Cover, das mir mit dem Pärrchen, den Blumen und viel blau einfach zu putzig erscheint für einen Roman, der sich tiefgängig mit Emotionen beschäftigt.
Auch der Titel “Ohne ein einziges Wort” ist deutlich schwächer als der Originaltitel “The Man Who Didn't Call.
Die Handlung selbst aber überzeugt!

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34 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 32 Rezensionen

christentum, cottische alpen, edelfa und der teufel, erotik, ewige jugend, fantasy, flucht, freundschaft, geburt, genua, italien, krieg, liebe, piemont, .teufel

EDELFA UND DER TEUFEL

Caroline Sesta
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei ediZioni, 14.05.2018
ISBN 9783963920028
Genre: Romane

Rezension:

Edelfa und der Teufel von Caroline Sesta zeichnet sich durch einen besonderen, angenehm zu lesenden Schreibstil aus und durch sensibel gezeichnete Charakterisierung der Hauptfiguren, Lauro di Montemano aus Piemont und Edelfa di Frattamaggiore aus Neapel.
Das Schicksal führt sie im Jahr 1557 zusammen, als sie beide Gefangene der Franzosen werden.
Die Figurenzeichnung hat ihre Stärken und Schwächen. Lauro wird mir fast zu verständnisvoll und tolerant geschildert, dabei ist er ein erwachsener Mann, wirkt aber deutlich jünger, genau wie sein 18jähriger Bruder Fausto, der wie ein Kind erscheint.
Der negative Part Graf Emanuele di Cortemilia wirkt ebenso wie seine mit dem Teufel in Verbindung stehende Mutter ambivalent und labil. Die Beigabe von unnatürlichen Phänomenen ist natürlich auch Geschmackssache, ich habe mich nicht daran gestört.

Der Roman ist umfangreich. Durch die Länge hat die Autorin aber auch Gelegenheit, einzelne, besondere Momente ausführlich und detailreich zu gestaltet, ohne zu überfrachten. So wird es auch möglich, die Auswirkungen der Geschehnis wie Entführung und Teufelsanbetung zu zeigen. Edelfa ist danach zunächst völlig verstört, fängt sich aber wieder.
Lauro und Edelfa flüchten schließlich in die Cottischen Alpen. Die Landschaftsbeschreibungen kann der Leser so richtig genießen. Für eine kurze Zeit erleben sie hier Frieden und Freiheit.

Es entsteht eine Dichte, Atmosphäre sowieso. In der Gesamtheit aber wird die Handlung relativ langsam, geduldige Leser sind gefordert. Dem gegenüber steht die Leidenschaft, mit der das Buch geschrieben ist und das den Leser mitreißt.

Fazit: Ein stimmungsvoller, lesenswerter Roman!

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10 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

Weltmeister ohne Talent

Per Mertesacker , Raphael Honigstein
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Ullstein extra, 11.05.2018
ISBN 9783864930577
Genre: Biografien

Rezension:

Weltmeister ohne Talent. Dieser Titel fällt gleich auf, da Per Mertesacker doch einer der erfolgreichsten und auch besten Fußballprofi war. Er spielte immer geschickt und das gerade ihm in seiner Kindheit mal das Talent abgesprochen wurde, ist paradox.
Das Buch ist unterhaltsam, wenn auch nicht in einem außergewöhnlichen Stil geschrieben. Mertesacker erzählt frei von den Stationen seiner Karriere, als Kind und Jugendlicher, seine Anfänge bei Hannover, seine gro0e Zeit bei Werder und schließlich FC Arsenal, die Krönung.
Viele der aufgeführten Episoden sind anektodengleich und unterhaltsam, erspart aber auch die Probleme nicht aus, z.B. die Verletzungen, die einen Fußballspieler, der sich überfordert, schnell passieren.
Als Werderfan ist mir vieles bekannt, und so wie das Buch gestaltet ist, wirkt es oft auch nur wie eine Zusammenfassung, die runtergerattert wird. Trotz der Kürze ist es aber auch detailliert und nie langweilig gehalten. Das lockerer Erzählen garantiert auch ein leichtes lesen!

Einen eigenen Abschnitt nimmt das Thema Nationalmannschaft ein. Für mich einer der Höhepunkte des Buches. Viele Details eröffnen einen neuen Blick auf das, was im Fußball passiert, dabei ist Mertesacker immer positiv und haut niemand in die Pfanne.

Ich halte das Buch wirklich für eins der besseren Fußballbücher, da es die Emotionen eines Topspielers mit hoher Intensität zeigt.

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5 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

politik/pol.menschen, sachbuch, usa

Anderland

Ingo Zamperoni
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 11.05.2018
ISBN 9783550050503
Genre: Sachbücher

Rezension:

Ingo Zamperoni hat schon einmal ein Amerika-Buch geschrieben, doch ich finde er hat sich schriftstellerisch weiterentwickelt. Das Buch ist dichter und konzentrierter als das erste. Vielleicht liegt es auch am Thema Trump, dieses Enfant terrible, den man nicht verstehen kann und auch nicht, wie es dazu kam, dass ausgerechnet so ein inkompetenter Kotzbrocken Präsident wurde. Ein Desaster! Zamperoni kann die Gefühle, die hierzulande die meisten gegen Trump empfinden, gut ausdrücken. Außerdem bringt er viele beispiele für mögliche Gründe der Trumpwähler. Es ist die Wut einer weißen Mittelschicht, die sich gegen eine politische Elite wendet. So ist Trumps Erfolg auch durch die Schwäche einer Hilary Clinton oder bei den Vorwahlen der republikanischen Kandidaten möglich geworden.
Leider gibt es inzwischen auch kaum noch eine politische Persönlichkeit, der die Möglichkeit und die Kraft hat, gegen Trump gegenzuhalten.
Vieles von dem, was Zamperoni aufzählt, sind Lesern, die die Situation aufmerksam verfolgten, sicher schon bekannt, aber das Buch ist eine gute Zusammenfassung, die interessant und leicht zugänglich zu lesen ist.

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Das Grab unter Zedern

Remy Eyssen
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 11.05.2018
ISBN 9783548289076
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das Grab unter Zedern ist dank der starken Hauptfigur, dem Rechtsmediziner Leon Ritter, ein ordentlicher Krimi. Schauplatz ist Lavandou in der Provence. Der Plot ist zwar nichts Besonderes, aber Leon Ritter ist eine interessante Figur. Als Deutscher in Frankreich tritt er dennoch stets selbstbewusst und klug auf. Er lebt mit der Polizistin Isabella und deren 15jähriger Tochter zusammen und die Passagen, die ihr Familienleben zeigen, sind in den Dialogen humorvoll und insgesamt warmherzig gehalten.
Es gibt einige dramatische Passagen, aber mehr erst zum Ende hin. Bis dahin liegen die Schwerpunkte auf die Verhaltensweisen der Bewohner des Städtchens, z.B. gegen einen angeblichen Kindermörder, der freigesprochen wurde und dennoch von der Bevölkerung schikaniert wird oder gegen einen geistig behinderten Mann, der in Verdacht gerät. Leon versucht hier zu helfen.
Das ist viel spannender als der eigentliche Fall, der mir zu konstruiert ist und dessen Auflösung mir persönlich nicht gut gefällt.
Der Roman liest sich schnell weg, vielleicht lese ich einen der 3 vorherigen Teile der Serie bei Gelegenheit auch noch.

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Die Feuertaufe

Alexander Kent
Flexibler Einband
Erschienen bei Ullstein TB, 01.12.1998
ISBN 9783548236872
Genre: Romane

Rezension:

Ein gutes Vorhaben vom e-Book-Verlag Refinery die Richard Bolitho-Reihe von Alexander Kent wieder zu veröffentlichen. Die Feuertaufe ist Teil 1 der Reihe, aber nicht der erste Bolitho-Roman von Kent. In der Handlungsabfolge ist es aber tatsächlich der Start. Der spätere Seestratege Richard Bolitho ist hier noch ein junger Fähnrich, fast ganz unten in der Hierarchie, aber dank seiner Persönlichkeit und Fähigkeiten besteht er gut.
Dieser Start zeigt aber auch gut, wie hart das Leben für die Seeleute und Soldaten auch in Nichtkriegszeiten auf See war. Auch wenn gerade kein krieg ist, gibt es mehrere kleine und große Konflikte, in der die englische Marine eingreifen muss.
Letztlich bedient Alexander Kent natürlich das Hohelied auf die britischen Helden, aber das war nicht anders zu erwarten. Wenn man darüber hinwegsieht ist Die Feuertaufe bei aller Kürze ein detailreicher Abenteuer-Seeroman.  Der geneigte Leser bekommt, was er erwartet.

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wuli highlights

Himmel und Hölle

Jón Kalman Stefánsson , Karl-Ludwig Wetzig , Jon Kalman Stefansson
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.11.2011
ISBN 9783492258326
Genre: Romane

Rezension:

Eine isländische Geschichte über Fischer und das Meer, kraftvoll, sehr dicht und poetisch geschrieben. Dabei relativ unspektakulär, angesiedelt wahrscheinlich anfangs des zwanzigsten Jahrhunderts in Island.
Im Mittelpunkt stehen Bardur und der Junge, zwei die nicht so ganz sind wie die anderen Fischer, zum Beispiel lesen sie viel und zitieren aus Miltons Das verlorene Paradies. Sie sind eigentlich nicht dafür geschaffen zur See zu fahren. Dennoch sind sie ganz im Geschehen verankert.
Doch das Leben auf dem Meer ist rau und gefährlich und als schließlich nur einer der beiden lebend zurückkehrt ist er wie betäubt und allein. Wie der Junge allmählich Teil des Dorfes wird, in das er geht, bestimmt die zweite Hälfte des Romans.

Ein guter Roman von 2009, dem noch zwei Teile rund um das Leben des Jungen folgte.
Diese Buch beweist, Jon Kalman Stefansson ist einer der großen Stimmen Islands!

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Das Glück kurz hinter Graceland

Kim Wright , Elfriede Peschel
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 09.03.2018
ISBN 9783548289120
Genre: Romane

Rezension:

Nach dem Tod ihrer Mutter fährt die 37jährige Sängerin Cory Beth Ainsworth zusammen mit ihrem Hund Lucy ein Auto (ein 1973er Stutz Blackhawk) nach Graceland. Es ist wahrscheinlich der Wagen von Elvis Presley. Die Frage, die Cory umtreibt ist, ob Elvis ihr leiblicher Vater war.
Die Fahrt geht durch von South Carolina über Georgia, Alabama, Mississippi bis nach Memphis.
Cory stößt auf viele Menschen, mit denen sie sich unterhält. Diese Dialoge gehören zu den Stärken der Autorin.
Ab und zu gibt es Kapitel, die ins Jahr 1977 zurückgehen und Corys Mutter Laura, genannt Honey, als Protagonistin zeigen. Sie war Backgroundsängerin bei Elvis.

Sehr berühmte Persönlichkeiten als Figuren in einem fiktiven Roman auftreten zu lassen, hat immer etwas heikles, aber Kim Wright geht dabei behutsam und glaubwürdig vor.

Ein leichter Roman, der aber nicht flach geschrieben ist.
Er könnte leicht melancholisch sein, aber eine sympathische Hauptfigur und ihr verhaltener Humor lockern die Handlung auf. Diese Erzählart konnte mich überzeugen und ich würde gerne wieder etwas von Kim Wright lesen.

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Ans Meer

René Freund
Fester Einband: 144 Seiten
Erschienen bei Zsolnay, Paul, 14.05.2018
ISBN 9783552063631
Genre: Romane

Rezension:

Ans Meer ist ein vergnüglicher Roman, der sich liest als wenn man einen unterhaltsamen Film sieht.
Durch die Kürze des Buches von nur 140 Seiten ist die Dauer auch vergleichbar.
Ich bin versunken im Buch und habe es einfach nur genossen.

Der Plot ist characterdriven. Rene Freund erschafft sympathische Figuren, die dem Leser am Herzen liegen werden.
Anton, der Busfahrer, lässt sich auf eine ungewöhnliche Bitte von Carla und ihrer Tochter Annika ein. Carla ist krebskrank und möchte ein letztes mal, das Meer sehen. Sie möchten, dass er sie mit seinem Linienbus ans Meer in Italien fährt. Weitere Jugendliche und eine ältere Frau sind mit im Bus. Es kommt zu einigen humorvoll erzählten Episoden, insbesondere bei Stopps. Durch ihre gemeinsame Fahrt wird die Gruppe zu einer Gemeinschaft, fast wie eine Familie.

Rene Freunds Stärke liegt in der Art des warmherzigen Erzählens, der Betonung der Menschlichkeit, dem dezenten Humor, der sich klar von Klamauk abgrenzt. Schon seinen Roman "Liebe unter Fischen" mochte ich und ich hoffe, ihn bald wieder lesen zu können.

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Die Reise der Scythe 1

Dirk van den Boom
Flexibler Einband: 450 Seiten
Erschienen bei Cross Cult, 05.03.2018
ISBN 9783959815277
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Die Reise der Scythe ist der erste Teil einer Reihe. Dirk van den Booms Wurzeln liegen in der Trivialliteratur. Daran gemessen ist das Buch wirklich ein ordentlicher Science Fiction-Roman.
Durch mehrere Handlungsstränge und viele Figuren entsteht eine hohe Komplexität.

Neben der Mannschaft der Scythe sind vielleicht die beiden Astronomiestudenten Jordan und Elissi wichtigste Figuren, jedenfalls meine Lieblingsfiguren.
Jordan und Elissi ist ein interessantes Paar, da die intelligente Elissi sehr verschlossen ist, Jordan sich aber liebevoll um sie kümmert.
Manche Klischees werden nicht vermieden. Schwachpunkt bei der Figurengestaltung ist der sadistische Superschurke Joaquim Gracen, der wie aus einem James Bond-Film entsprungen wirkt.
Auch einige der positiv besetzten Figuren überzeugen nicht vollumfänglich.
Wie die vielen Plots letztlich zusammengeführt werden, erschließt sich noch nicht und man muss fürchten, dass das dem Autor nicht komplett gelingen wird. Aber wirklich sagen kann man das erst später und vielleicht erhalten einige Figuren, die zunächst überflüssig zu sein scheinen, später doch noch Bedeutung.

Der Roman Spaß gemacht und ich gebe 3,5 von 5 Sternen! Es endet vollkommen offen und es bleibt ein latentes Interesse daran, wie es weitergehen wird. Bei Gelegenheit werde ich vielleicht weitere Teile lesen.

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Barbarentage

William Finnegan , Tanja Handels
Flexibler Einband: 566 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 07.05.2018
ISBN 9783518468739
Genre: Biografien

Rezension:

Barbarentage ist die Autobiographie des 1952 geborenen US-amerikanischen Autors William Finnegan, der in Hawaii aufwuchs und dessen Leidenschaft das Surfen ist.
Finnegan bekam für dieses umfangreiche Werk den Pulitzerpreis. Ich könnte mir vorstellen, dass einer der Gründe dafür ist, dass es ihm gelang in nüchterner, sachlicher Sprache mit großer Genauigkeit ein Zeitportrait zu schaffen. Durch seine Schilderungen kann man sich genau vorstellen, was es hieß in der Zeit aufzuwachsen. Dazu gehörte zum Beispiel Gewalt an der Schule. Was Finnegan als Junge befreite war das Surfen. Damit verbrachte er seine Freizeit, das grenzte ab von dem anderen, eintönigen Leben in Schule und Familie.
Hier fand er Frieden und Freiheit. Insgesamt nimmt das Surfen deshalb einen so großen Raum im Buch ein.
 
Barbarentage ist ein Buch, für das man Geduld braucht, doch wenn man bedenkt, dass der Autor sein ganzes Leben in ein Buch gesteckt hat, ist der Umfang angemessen.
Die Form wird sinnvoll durch einige Schwarzweiß-Fotos ergänzt.

Auch Literatur spielt für den jungen William eine große Rolle: Thomas Pynchon, Claude Levi-Strauss, Cormac McCarthy, Patrick White, Dylan Thomas …
Der spätere Journalist schreibt auch an einem Roman.
Dann reist er durch die Länder, sogar nach Südafrika, schließlich wieder in die USA, San Francisco und New York.

William Finnegan verfemt die Zeit der sechziger und siebziger Jahre nicht, aber verklärt sie auch nicht. Dadurch wirkt es so realistisch.

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