zuckerbrini

zuckerbrinis Bibliothek

222 Bücher, 219 Rezensionen

Zu zuckerbrinis Profil
Filtern nach
222 Ergebnisse
Wähle einen Buchstaben, um nur die Titel anzuzeigen, die mit diesem beginnen.



LOVELYBOOKS-Statistik

(7)

38 Bibliotheken, 11 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

rösler, ddr, vietnam, roman, familienepos

Die Töchter des Roten Flusses

Beate Rösler
Flexibler Einband: 592 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 19.01.2017
ISBN 9783746632704
Genre: Liebesromane

Rezension:

Nach dem Tod ihrer Stiefmutter findet Tuyet ungeöffnete Briefe ihrer Mutter aus Vietnam. Wollte Hanh ihre Tochter vor zwanzig Jahren wohlmöglich doch nicht einfach in Deutschland bei ihrem Vater zurücklassen? Wollte sie den Kontakt vielleicht nie abbrechen? Tuyet reist nach Hanoi und macht sich auf die Suche nach ihren Wurzeln. Schnell lernt sie dort Linh kennen und sieht Hanoi und Vietnam nicht nur von seinen schönen Seiten.

Das erste Kapitel sowie einige Rückblicke in die Zeit der DDR und das Leben von Tuyets Eltern spielen in Deutschland. Im Großteil des Buches befinden wir uns allerdings auf Erkundungstour im Vietnam. Dabei flechtet Beate Rösler gekonnt und unaufdringlich Details über das Land, seine Sehenswürdigkeiten und seine Geschichte ein.

Aus unterschiedlichsten Perspektiven und in unterschiedlichen Zeiten wird in der dritten Person ein breites Bild der Geschehnisse geformt. Dabei bleibt pro Kapitel der zeitliche Rahmen gleich, die Perspektive wechselt jedoch. Dank dieser Struktur ist es ein Leichtes der Geschichte zu folgen. Die zeitlichen Sprünge sind ein hervorragendes Mittel, um das ganze Familiendrama voll und ganz zu verstehen. Dabei gibt es Szenen, die uns zeigen wie schrecklich der „Amerikanische Krieg“ im Vietnam für die Bewohner war. Aber auch die jahrelangen Folgen und psychischen Schädigung der Überlebenden werden deutlich.

Tuyet versinkt nach dem Tod ihrer Stiefmutter und den gefunden Briefen in einem lethargischen Zustand. Dies macht es zu Beginn schwierig mit ihr mit zu fiebern. Als sie sich langsam zurück ins Leben gekämpft und auf die Suche im Vietnam geht, beginnt der Leser schließlich eine Verbindung zu ihr aufzubauen. Neben Tuyet gibt es einige weitere sehr liebenswerte Personen. Hier sei allen voran Linh genannt, die mit ihrer fröhlichen und offenen Art die Geschichte voran treibt.

Ein hervorragendes Familienepos, das den Leser gefangen nimmt und nach knapp 600 Seiten die Trennung von der Familie schwer macht. Auf sehr angenehme Art lernt der Leser sehr viel über Vietnam und seine Geschichte, aber auch über das nicht immer leichte Leben der vietnamesischen Arbeitskräfte der DDR.
Lesefreude pur bietet „Die Töchter des Roten Flusses“.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(8)

14 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

reinkarnation, adoption, marily monroe, berlin, drogentrip

Im Bett mit Marilyn – oder: Sie ist auch wieder da

Colette Deluxe
Flexibler Einband: 258 Seiten
Erschienen bei Schwarzkopf & Schwarzkopf, 01.12.2016
ISBN 9783862654987
Genre: Romane

Rezension:

Die Reinkarnation von Marilyn Manroe erwacht im heutigen Berlin. Rasch findet sie einen Job als Marilyn Double bei „VIPs On Stage“. Natürlich verzaubert sie auch heute noch die Menschen und ihre Anhänger werden schnell mehr. Ein TV-Manager wird auf sie aufmerksam. Er legt ihr nicht nur sein Herz zu Füßen, sondern möchte ihr auch ein unbeschwertes Leben bieten. Doch bald schon merkt Marilyn, dass Herr Pfaumann sehr weit gehen würde, um sie in seinen Besitz zu bringen.

Colette Deluxe überzeugt in ihrem Debütroman mit einem locker, spritzigen, leichten Schreibstil. Dabei schafft sie es selbst brutale Splatter-Szenen so darzustellen, dass die wirklichen Grausamkeiten erst im Kopf des Lesers stattfinden. Auch die Liebe darf nicht zu kurz kommen und so gibt es natürlich auch eine Prise Sex. Obwohl diese Szenen teilweise recht deutlich werden, schafft Colette Deluxe es dennoch nicht in „Shades Of Grey“-Peinlichkeiten abzurutschen.

Ich fand es Schade, dass es nicht für mehr Aufsehen gesorgt hat, dass Marilyn Monroe wieder auferstanden ist. Zu Beginn gibt es einige amüsante Szenen in denen sich Marilyn mit den Neuerungen in der modernen Welt zu Recht finden muss. Wer hätte schließlich gedacht, dass es möglich ist einen Lift selbstständig ohne Liftboy bedienen zu können.

Wie bereits bei „Er ist wieder da“ ist die Grundidee ident. Vielleicht sind die Menschen in Berlin nach der Auferstehung von Hitler – der hier eine witzige Nebenrolle einnimmt – einfach schon an Reinkarnationen von berühmten Persönlichkeiten gewöhnt. Colette legt ihren Schwerpunkt dann allerdings nicht auf die Auferstehung und die dabei verbunden Schwierigkeiten sondern viel mehr auf die Liebe und Morde die nun passieren.

  (3)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(1)

1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Afrika - Mein Schmerz um Enkembe

Maxi Hill
Flexibler Einband: 136 Seiten
Erschienen bei epubli, 23.09.2016
ISBN 9783741852039
Genre: Biografien

Rezension:

1986 geht die DDR-Bürgerin Maxi mit ihrem Mann Arno nach Angola, um dort Entwicklungshilfe zu leisten. Der Krieg hat unzählige Menschen an die Ränder der Städte getrieben. In Bairros (Armutsvierteln) vegetieren sie, unter schlechten Bedingungen und von Hunger geplagt, dahin. In einem dieser Bairros lernt Maxi Enkembe kennen und beschließt den wahren Schmerz nicht mehr zu ignorieren. Anfänglich begegnet Enkembe und seine Familie Maxi mit großem Misstrauen, bis schließlich beinahe so etwas wie eine Beziehung entsteht.  

Die Beklemmung selbst den Wohlstand zu kennen, in ihm zu leben oder jederzeit dorthin zurückkehren zu können, hat die Autorin sehr gut festgehalten. Aber auch die Hilflosigkeit und die Aussichtslosigkeit oder scheinbare Machtlosigkeit. Was kann ich als kleiner Mensch schon ändern? Wie soll ich die ungerechneten Zustände in einem Land wie Angola beeinflussen? Ist die Hilfe für einen Einzelnen nicht nur der bekannte Tropfen auf den heißen Stein? Oder ist das Lachen, das Strahlen der Augen eines Einzelnen nicht schon Lohn genug? Aber wo und wie anfangen?

 

Fragen vor denen man sich nur zu gerne drückt. Fragen, die Maxi Hill aufwirft wenn gleich sie auch keine Antwort präsentiert. Schließlich muss dies jeder individuell für sich klären. Doch alleine schon mit dem Anstoß darüber nachzudenken könnte Maxi Hill viel mehr bewegen als man auf den ersten Blick erahnt.

Gerede in der hinter uns liegenden Weihnachtszeit stand die Solidarität hoch im Kurs. Sammlungen versuchten mitunter auch für Afrika Geld zu lukrieren. „Afrika – Mein Schmerz um Enkembe“ zeigt nur zu deutlich auf, dass diese Geld leider häufig nicht dort landet wo es wirklich benötigt wird. Während die Bairros und die Menschen ganz am Ende des Systems ignoriert werden, erhalten jene die bereits mehr haben diverse Zuneigungen. Als verwöhntere Europäer schreit selbst ein normales Leben in Angola vor Armut. Nicht vorzustellen wie schrecklich es erst dann in den Bairros bzw. Slums der großen Städte ist.

In Romanform nimmt uns Maxi Hill mit auf die Reise nach Angola. Der Schreibstil ist sachlich und versucht nicht auf reißerische Art und Weise die Armut und Gewalt auszuschlachten. Die Geschichte zieht den Leser schnell in ihren Bann und so ist es ein Wehrmutstropfen, dass die Lesefreude bereits nach 137 wieder vorbei ist.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(5)

6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

liebe, tod, famili

Herr S. bekommt Besuch: Roman

Patrick Hinz
E-Buch Text: 211 Seiten
Erschienen bei dotbooks Verlag, 02.11.2016
ISBN 9783958247987
Genre: Romane

Rezension:

Herr S. spricht nicht gerne über Gefühle und hält Menschen auf Abstand. Doch plötzlich stehen gleich zwei Menschen vor seiner Tür, zu denen er bereits mehrere Jahre den Kontakt verloren hatte. Sein Esoterik-Fanatischer Cousine Pascal und seine Mutter. Als ihn dann auch noch seine Mutter offenbart sterbenskrank zu sein, ist es nicht leicht für Herrn S. seine Gefühle im Griff zu behalten.

Patrick Hinz hat mit Herrn S., dessen Mutter und Pascal drei Charaktere geschaffen, die einem von Anfang an unsympathisch sind. Gekonnt zeigt er dann jedoch, dass sich wie im richtigen Leben oftmals ein zweiter Blick lohnt. Denn nach und nach lernt man die drei besser kennen. Man kann schließlich nachvollziehen wieso sie so geworden sind und so handeln. Am Ende sind mir die drei Hauptcharaktere dann sogar richtig ans Herz gewachsen.

Ohne Wertung erzählt Patrick Hinz die Geschichte und regt den Leser so zum Nachdenken an. Das moralisch oftmals nicht immer korrekte Verhalten, ist nachvollziehbar und zeigt wie schwer es sein kann in emotionsgetriebenen Situationen richtig zu handeln. Dennoch ist „Herr S. bekommt Besuch“ von einer Leichtigkeit getrieben und es macht einfach Spaß das Buch zu lesen. Garniert wird das Ganze von einer Prise Sarkasmus und schwarzen Humor.

Fazit:

In „Herr S. bekommt Besuch“ machen die Charaktere eine unglaubliche Wandlung durch. Grantige Unsympathler werden plötzlich zu liebenswerten Mitmenschen und dabei schwingt die Bedrohung durch den Tod immer mit.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(1)

1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Herbei, o ihr Morde (Kriminalromane im GMEINER-Verlag)

Michaela Küpper , Manfred Baumann , Friederike Schmöe
E-Buch Text: 662 Seiten
Erschienen bei GMEINER, 01.12.2016
ISBN 9783734994548
Genre: Sonstiges

Rezension:

Das ebook Only Weihnachtspaket „Herbei, o ihr Morde“ beinhaltet 3 Krimis, die wenn auch nicht alle weihnachtlich, zumindest im Winter spielen.

Dabei sind die drei Bücher sehr unterschiedlich. Bei Manfred Baumann stehen Weihnachten und Bräuche rund um das Fest im Mittelpunkt. „Maroni, Mord und Hallelujah“ beinhaltet vier Geschichten rund um Kommissar Merana, die mit Leichen und großartig konstruierten Kriminalfällen garniert sind.

„Wintermorgenrot“ von Michaela Küpper hingegen ist ein spannungsloses, langweiliges Buch, in dem Karen längst zurück liegende Geheimnisse eines Dorfes ans Tageslicht befördert. Zeitsprünge nehmen Geschehnisse vorweg und sorgen dafür, dass erst gar keine Spannung aufkommt.

In „Stille Nacht, grausige Nacht“ lässt Frederike Schmöe zu guter Letzt ihre Heldin Trisha durch Eis, Schnee und Kälte verfolgen. Dabei wirkt manches zu gewollt, wobei es trotzdem ein angenehm frostiger Krimi für zwischendurch ist.

Geschichten, die unterschiedlicher nicht sein könnten und stark in der Qualität schwanken. Dabei ist alleine der Plot der drei Geschichten so unterschiedlich, dass ich es mir schwer vorstelle Leser zu finden, die an allen Büchern im Weihnachtspaket Gefallen finden.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(1)

1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Kerberos' Gier: Thriller (Thriller im GMEINER-Verlag)

Sylvia Grünberger
E-Buch Text: 492 Seiten
Erschienen bei GMEINER, 01.12.2016
ISBN 9783734994500
Genre: Sonstiges

Rezension:

Als ihr Freund Georg verschwindet gerät die Informatikstudentin Kathrin auf die Spuren eines gefährlichen Programms. „Kerberos’ Gier“ befindet sich zwar noch nicht Entwicklung, dennoch muss Georg irgendwie an eine Kopie des gefährlichen, als Spiel getarnten Programms, gelangt sein. Denn Georg ist nicht der Einzige, der verschwunden ist. Kathrin gerät ins Visier einer brutalen Organisation, die auch vor Erpressung und Mord nicht zurückschreckt.

Die gewählten Erzählperspektiven fand ich etwas verwirrend. Kapitel aus Sicht von Kathrin sind in der Ich-Perspektive geschrieben. Allerdings nehmen diese, gefühlt, nur knapp die Hälfte des Buches ein. Die restlichen Kapitel sind aus Sicht unterschiedlichster Beteiligter geschrieben. Hier wird jedoch immer die dritte Person verwendet. Dies fand ich störend, vor allem da die Ich-Perspektive nicht genutzt wurde eine besonders intensive Bindung zu Kathrin aufzubauen.

Der Thriller ist spannend, wenn auch teilweise etwas langatmig geschrieben. Das gute technische Wissen von Sylvia Grünberger merkt man deutlich. Sie entwickelt ein furchteinflößendes Szenario in dem sie zeigt, wie die Technologie missbraucht werden kann.

Mit umgerechnet ca. 670 Seiten bei der Print-Ausgabe ist „Kerberos’ Gier“ ein recht dickes Buch. Gut zur Hälft hat man allerdings das Gefühl, dass der Fall abgeschlossen ist. Im weiteren Verlauf werden die verzweigten Beziehungen und Hintergründe bis ins letzte Detail aufgearbeitet. Dabei verkommt Kathrin beinahe zu einer Randerscheinung. Aus „Kerberos’ Gier“ könnte man zwei Teile mache, die jeder für sich einen eigenen Spannungsaufbau und eigene tragenden Elemente haben. Bei dem Versuch alles in ein Buch zu stopfen, verkommen die beiden sehr guten Geschichten und Ansätze und vor allem der zweite Teil wirkt beinahe halbherzig.

Dem aufmerksamen Leser werden einige sehr schöne, tiefergehende Sätze auffallen. Zitate, die es wert sind aufgehoben zu werden und die Kritik und Entwicklung der Gesellschaft selbst für sich zu hinterfragen. Für diese Schätze, die Sylvia Grünberger im Buch für uns versteckt hat, muss ich einen Bonusstern vergeben.

Ein spannender Thriller, der zeigt wie Programme missbraucht werden könnten und wie viel Macht wir mit unseren Daten oftmals leichtfertig aus der Hand geben. Das Aufteilen in zwei Teile hätte „Kerberos’ Gier“ gut getan und würde bestimmt auch der teilweise aufkommende Langatmigkeit entgegen wirken.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(3)

4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Labskaus ist Liebe: oder Omas Briefe aus dem Jenseits

Lieke van der Linden
E-Buch Text: 157 Seiten
Erschienen bei null, 16.12.2016
ISBN B01MRLWBZL
Genre: Sonstiges

Rezension:

Als Sarah ein Wollgeschäft an der Nordseeküste von ihrer Oma erbt, zieht sie kurzentschlossen mit ihrer Tochter Maddie von Stuttgart an die Nordsee. Schnell findet sie heraus, dass es um „Lizzies Wollparadies“ nicht allzu rosig steht. Ein Bauunternehmer möchte Sarah das Geschäft samt Grundstück abkaufen, um in Sterndiek einen großen Freizeitkomplex zu errichten. Sarah ist versucht auf das Angebot einzugehen, doch haben sich Mutter und Tochter sofort in den Ort, die Menschen und ihr neues zu Hause verliebt.

Lieke van der Linde hat eine sehr sympathische Hauptprotagonistin kreiert. Sarah ist eine umgängliche, herzliche Person. Die Menschen in Sterndiek geben den Charakter eines kleinen Dorfes sehr gut wieder. Liebenswerte, skurrile, warmherzige, leidenschaftliche aber auch skrupellose Menschen findet man in Sterndiek. Diese bunte Mischung ist unterhaltsam und lässt den Leser von einem Nordseeurlaub träumen.

In der Ich-Erzählperspektive aus Sicht von Sarah hat der Leser zusätzlich einen sehr guten Einblick in ihre Gefühlswelt. Lieke van der Linde baut gekonnt Spannung auf und sorgt dafür, dass man sich beim Lesen einfach so richtig wohl und geborgen fühlt. Mit hohem Tempo wird die Geschichte vorangetrieben und es besteht nicht die Gefahr, dass Langeweile aufkommt.

Ein Wohlfühlbuch mit witzigen, liebenswerten Charakteren, die in einer skurrilen Dorfgemeinschaft leben. Zügig und mit locker-leichtem Schreibstil hat sich „Labskaus ist Liebe: oder Omas Briefe aus dem Jenseits“ alle fünf Sterne wahrlich verdient.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(18)

21 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

weihnachten, stripper, jennifer wellen, kurzgeschichte, erpressung

Weihnachts-Strip ins Liebesglück (Kurzgeschichte, Liebe) (Die 'booksnacks' Kurzgeschichten Reihe)

Jennifer Wellen
E-Buch Text: 16 Seiten
Erschienen bei booksnacks.de, 05.10.2016
ISBN 9783960871064
Genre: Sonstiges

Rezension:

Mit den Worten „Ich weiß, was du letztes Weihnachten getan hast“ wird Anna seit mittlerweile einem Jahr von ihrer Arbeitskollegin Elly erpresst. Nun wird Anna auch noch gezwungen Ellys Junggesellinnenabschied zu organisieren. Anna hat ganz und gar keine Lust dazu, vor allem da Elly ausgerechnet ihren Ex heiraten will. Doch das Geheimnis soll bewahrt bleiben. Und schließlich kann es ja nicht so schwer sein ein paar Leute einzuladen, eine geeignete Location zu finden und einen Stripper zu buchen.

Knackig, unterhaltsam und kurzweilig führt Jennifer Wellen durch die Kurzgeschichte. Dabei schafft sie es den Leser zum Schmunzeln zu bringen und hat sogar die ein oder andere überraschende Wendung eingebaut. Obwohl man mitten ins Geschehen stolppert hat man dennoch das Gefühl die Charaktere zu kennen und hegt schnell eine Abneigung gegen Elly. So viel Inhalt und spannende Charaktere in eine Kurzgeschichte zu verpacken ist eine Kunst, die Jennifer Wellen definitiv beherrscht.

Umgerechnet ca. 16 Seiten für die Print-Ausgabe machen „Weihnachts-Strip ins Liebesglück“ zu einem kurzen, humorvollen Weihnachtsvergnügen. Das ebook landet ruck-zuck am kindle oder bevorzugten eBook-Reader und schon kann man sich die Wartezeit aufs Christkind angenehm verkürzen oder die Weihnachtstage entspannt ausklingen lassen. Mit den 16 Seiten war ich rasch durch und hätte gerne noch ein paar Minuten weitergelesen.

Für mich war es der erste book snack und ich bin begeistert davon. Vor allem auch die Autorin Jennifer Wellen werde ich mehr näher ansehen. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass „Weihnachts-Strip ins Liebesglück“ ein toller Prolog für einen kitschigen Chick-Lit Roman sein könnte.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(11)

16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

weihnachten, winter, gmeiner, mord, krimi

Stille Nacht, grausige Nacht

Friederike Schmöe
Flexibler Einband: 245 Seiten
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 07.10.2015
ISBN 9783839218044
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Am Vorabend vor Weihnachten strandet Trisha auf dem Weg zu ihrem Vater in einem heruntergekommen Hotel mitten im Thüringer Wald. Eine Autopanne, eisige Kälte und Schneefall machen ein Weiterkommen unmöglich. Als Trisha in dem Hotel ein Manuskript aufschlägt und darin exakte ihre Geschichte liest, beginnt eine grausiger Wettlaufen durch Schnee und Eis.

Trisha ist eine etwas ehrgeizlose Frau. Während man sie zu Beginn beinahe noch als schwach bezeichnen würde, zeigt sie dass mehr in ihr steckt und geht über ihre Grenzen. Trisha ist Journalisten und hat in einem politischen Skandal ermittelt. Der Politiker Faber wurde beschuldigt Kinderpornos heruntergeladen zu haben. Seltsame Umstände führen schließlich zu seinem Tod während einer Party. Doch was hat dieser Politikskandal mit Trisha zu tun und wer möchte sie nun töten?

Immer wieder erhalten wir Einblick in Trishas Recherchetätigkeiten rund um den Fall Faber. Dazwischen befindet sich Trisha auf der Flucht und läuft um ihr Leben. Die Verfolgungsjagd und die Kälte sowie die daraus resultierenden Schmerzen sind gut beschrieben. Dennoch zieht sich die Flucht etwas in die Länge und größer Highlights bleiben aus. Teilweise ist sich der Leser und Trisha unsicher ob sie überhaupt noch verfolgt wird.

Verfolgungsjagd durch Eis und Schnee, die leider den einen oder anderen Höhepunkt vermissen lässt. Ein politischer Skandal, der die Skrupellosigkeit mancher Menschen nur zu deutlich aufzeigt. Frostige Unterhaltung, bei der Leser froh über eine warme Decke ist.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(1)

1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Wintermorgenrot

Michaela Küpper
Fester Einband: 324 Seiten
Erschienen bei Kaufmann
ISBN 9783780653598
Genre: Romane

Rezension:

Karen braucht Abstand von der Großstadt und zieht in den Bauernhof einer Freundin, die sich im Urlaub befindet. Am ehemaligen Pitzer-Hof sucht sie Ruhe. Doch die Dorfbewohner begegnen ihr mit offener Ablehnung und möchten sie am liebsten schnell wieder loswerden. Karen versucht herauszufinden woher diese Ablehnung kommt und bringt schreckliche Ereignisse ans Tageslicht.

Jahre zuvor ist Maria als Magd am Pitzer-Hof tätig. Kurz nach dem zweiten Weltkrieg ist sie froh diese Anstellung gefunden zu haben. Deswegen lässt sie auch die eine oder andere Schikane vonseiten des Bauers über sich ergehen. Doch eines Tages geraten die Vorkommisse aus den Fugen.

Die Perspektive schwankt pro Kapitel zwischen der Geschichte von Karen und Maria. Um dies zu verdeutlichen wechselt Michaela Küpper zusätzlich die Erzählperspektive, was etwas gewöhnungsbedürftig ist. Karen berichtet aus der Ich-Erzählperspektive während die Geschichte von Maria aus einer personalen Erzählperspektive erzählt wird. Alleine schon aufgrund der gewählten Erzählperspektiven fühlt sich der Leser Karen somit etwas mehr verbunden.

Leider lässt die Geschichte gänzlich an Spannung vermissen. Die zart besaitete Karen gerät schon aufgrund von Raten, die über den Hof laufen aus dem Häuschen und hat Angst vor dem Keller. Diese Hasenfuß-Eigenschaft fördert beim nicht so ängstlichen Leser lediglich ein müdes Lächeln zu Tage.

Durch den Perspektivenwechsel ist der Leser Karen immer einen Sprung voraus. Während sie gerade etwas versucht herauszufinden, weiß der Leser durch den Blick in die Vergangenheit bereits Bescheid. So plätschert die Geschichte vor sich hin und die Spannung bleibt gänzlich auf der Strecke.

Das Buch ist Teil des Weihnachts-ebook-Pakets „Herbei, o ihr Morde“. Abgesehen davon, dass die Geschichte im Winter spielt kriegt der Leser nicht viel von der weihnachtlichen Stimmung mit. Zwar fährt Karen zu ihren Eltern, um mit ihnen Weihnachten zu feiern, dies nimmt allerdings nur einen minimalen Teil der Geschichte ein.

Ein spannungsloser Winterkrimi, der kaum weihnachtliche Aspekte inkludiert. Die Geschichte ist langweilig und lässt zu viele Fragen offen. Dabei war es mir schließlich egal Antworten auf die offenen Fragen zu erhalten, überwiegte doch die Freude, dass die „Wintermorgenröte“ zu Ende war.

Anmerkung:
Ich hab das ebook gelesen, das im Gmeiner Verlag erschienen ist.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(8)

15 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

manfred baumann, kurzgeschichten, brauchtum, krimi, maroni mord und hallelujah

Maroni, Mord und Hallelujah

Manfred Baumann
Flexibler Einband: 244 Seiten
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 01.10.2014
ISBN 9783839215883
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Nach dem ich bei „Glühwein, Mord und Gloria“ zum ersten Mal mit Kommissar Merana in Berührung gekommen bin, verfolgt er mich nun, worüber ich sehr froh bin. Erst vor zwei Tagen habe ich die brandneue Verfilmung von Meranas viertem Fall „Drachenjungfrau“ im Fernsehen gesehen. Auch wenn ich mir den Kommissar etwas älter und dicker vorgestellt habe, freue ich mich, dass mit Manuel Rubey einer meiner Lieblingsschauspieler in die Rolle des Kommissar Merana geschlüpft ist.

„Maroni, Mord und Halleljuh“ ist ein weiter Band mit vier kriminellen Weihnachtsgeschichten indem Kommissar Merana, Otmar Braunberger und Carola Salman ermitteln. Dabei könnten die Geschichten nicht abwechslungsreicher sein.

Eigentlich wollte Merana mit seinen beiden Kollegen den Adventabend gemütlich auf dem Salzburg Christkindlmarkt ausklingen lassen. Als dann plötzlich das Christkind mit gezückter Pistole vor ihm steht, gilt es einen seltsamen Mord aufzuklären. Manfred Baumann beweist einmal mehr, dass er mit gezielten Sätzen die herrliche Stimmung und das Wohlgefühlt beim Christkindlmarkt-Besuch ganz einfach ins heimische Wohnzimmer holen kann.

Mit drei weiteren Geschichten bringt Manfred Baumann Weihnachtsstimmung und erzählt viele Interessante Fakten rund um die Raunächte und die damit verbundenen Bräuche.

Fazit:

Vier unterschiedliche Geschichten, die den Leser auf Weihnachten einstimmen und alte Bräuche aufgreifen oder einfach nur unterhalten. Der liebenswerte Kommissar Merana hat mit mir definitiv einen neuen Fan gewonnen!

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(6)

11 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

gechippte menschen, zukunftsvison, thriller, selbstfahrende autos

Social Rating

Christiane Landgraf
Buch: 230 Seiten
Erschienen bei Verlag 3.0 Zsolt Majsai, 20.11.2016
ISBN 9783956672934
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Mit seinem herausragenden Talent zieht Jeff Rodgers schon in frühen Jahren die Aufmerksamkeit der CIA auf sich. So sind die vielen glücklichen Fügungen in seinem Leben inszeniert, um Jeff zu steuern und um ihn für die „richtigen“ Leute arbeiten zu lassen. Die Programmierung von selbstfahrenden Autos und den in jedem Menschen implantieren Chip fallen in Jeffs Aufgabengebiet. So muss er schwierige Entscheidungen treffen und zwischen Moral und dem Glück seiner Familie balancieren.

Selbstfahrende Autos sind der Realität bereits heute sehr nahe. Die Zeit zum Pendeln in die Arbeit beispielsweise könnte so sinnvoller genutzt werden. Aber auch lange Urlaubsfahrten mit Kindern könnten mit selbstfahrenden Autos wesentlich unterhaltsamer gestaltet werden. Christiane Landgraf zeigt neben diesen schönen Seiten der selbstfahrenden Autos auch die potentiellen negativen Konsequenzen auf. Dabei stellt sie viele ungeklärt Fragen rund um die Moral und die gottesähnliche Macht, die den Programmieren in die Hand gelegt wird. Schließlich entscheiden sie mit komplizierten Algorithmen in Unfallsituationen über Leben und Tod.

Die zweite angeschnittene Thematik sind implantierte Chips, die nicht nur Gesundheitsdaten sondern sämtliche relevante Daten rund um eine Person, wie beispielsweise Finanzdaten, speichern. Automatisierte Vorsorgeuntersuchungen, die bei einer Verweigerung zu erhöhten Versicherungsbeiträgen führen, sind nur eine mögliche Folge der gefährlichen Chips. Denn am Ende des Tages könnten mit derartigen Chips der Wert eines Menschen errechnet werden. So wäre ein alter oder kranker Mensch weniger wert sein ein gesunder Zwanzigjähriger.

Intensiv werden zu Beginn des Buches die einzelnen Charaktere vorgestellt. Der Leser erhält ein sehr umfassendes Bild über die beteiligten Personen. Die Gefühle aber auch Entwicklungen und Lebenswege werden gezeigt, um so die Handlungen bzw. Entscheidungen besser nachvollziehen zu können. Dies führt jedoch dazu, dass beinahe die erste Hälfe des Buches die Einführung der Charaktere stattfindet. Dieser gründliche Aufbau lässt die Vermutung aufkeimen, dass „Social Rating“ nicht nach einem Band abgeschlossen ist.

Leider kommen für meinen Geschmack dabei die selbstfahrenden Autos etwas zu kurz. Christiane Landgraf hat sehr gut recherchiert und stellt ihre Zukunftsszenarien logisch dar. Umso trauriger, dass dann die Einführung der Charakter so viel Platz einnimmt.

Manchmal habe ich das Gefühl, dass ein ungeschriebenes Gesetz für jeden guten Thriller eine Sexszene verlangt. Dabei werden diese oft an ungünstigen Stellen hineingeflickt. Nach dem „Shades of Grey“-Hype muss dann auch alles noch sehr detailliert dargestellt werden. Christiane Landgraf stellt die von Leidenschaft und Lust dominierte Beziehung zwischen Tracy und Mike sehr gekonnt dar. Lediglich die Sexszenen zu Anfang ihrer Beziehung sind etwas zu lange und wären mit weniger Details reizvoller. Die Spannung wäre durch ein zurückziehen im richtigen Moment spürbarer als das voyeuristische mit ins Bett steigen gewesen.

Christiane Landgraf zeigt in einem spannenden Cyber-Thriller deutlich die Gefahren auf, die selbstfahrende Autos, aber auch implantierte Chips haben können. Dabei merkt man die gute Recherchearbeit, die hinter „Social Rating“ steckt. Die sehr lange Einführung der Charakter lässt weitere Bände vermuten. Dadurch keimt auch die Hoffnung auf, dass sich die zukünftigen Bände mehr mit der Technik und ihren Auswirkungen beschäftigen. Denn leider ist das Buch zu Ende als Christiane Landgraf so richtig in Fahrt kommt und beginnt alle Elemente auszuspielen die ein guter Cyber-Thriller benötigt.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(3)

5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Goldrichtig verliebt

Nelly Berlin
E-Buch Text: 366 Seiten
Erschienen bei null, 02.11.2016
ISBN B01MG8UMHU
Genre: Sonstiges

Rezension:

Melissa träumt davon eine große Jazzsängerin in New York zu werden. Doch der große Karrieresprung lässt warten und Melissas Ersparnisse neigen sich bedrohlich dem Ende. Nur gut, dass sie unerwartet eine Villa in der Toskana von ihrer Großmutter erbt. Doch Melissa ist nicht die Einzige Erbin. Ausgerechnet ihr ekelhafter Halbbruder Greg hat ebenfalls Anspruch auf die hübsche Villa. Zum Glück ist ihre beste Freundin Ada an ihrer Seite. Doch wieso findet diese Greg plötzlich gar nicht mehr so grässlich?

Ada ist meine Lieblingsprotagonistin des Buches. Mit ihrer bodenständigen, zufriedenen, freundlichen Art zieht sie Menschen rund um sich sofort in ihren Bann. Melissa hingegen trägt ihre Gefühle nicht so offen wie Ada und liebte die Großstadt. Greg gefiel mir ebenfalls sehr gut. Er hat den Blick auf das Wesentliche im Leben verloren. Gemeinsam begeben wir uns nun auf die Suche.

Abgerundet wird die Geschichte durch die vielen liebenswerten Nachbarn und Bewohner des Dorfes. Man hat das Gefühl hier nicht mehr weg zu wollen – ein herrlicher Wohlfühlort. Die Geschichte quillt über von netten, sympathischen Menschen.

Nelly Berlin überzeugt in „Goldrichtig verliebt“ wieder mit ihrem lockeren, leichten Schreibstil. Die Seiten des Buches fliegen rasch dahin. Ich liebe Nellys landschaftliche Beschreibungen und gehe wahnsinnig gerne mit ihren Charakteren auf Sightseeing-Tour. Hiervon hätte es ruhig mehr geben können.

Leider ist die Geschichte an manchen Stellen zu vorhersehbar. Auch werden immer wieder kleine Sidestories erzählt. Diese hätten mit etwas mehr Italien-Sightseeing ersetzt werden können.

Fazit:

Entspannter Chick-Lit-Roman mit schönen Einblicken in das Land- bzw. Dorfleben Italiens. Die Charaktere genießen das Leben auf ihre Art und Weise. Es macht Spaß mit ihnen die Villa auf Vordermann zu bringen.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(49)

60 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 49 Rezensionen

spanien, liebe, auswandern, bully, reise

Hasta La Pista - Wo die Liebe hinfährt

Sophia Monti
E-Buch Text: 211 Seiten
Erschienen bei dp DIGITAL PUBLISHERS, 05.10.2016
ISBN 9783960870869
Genre: Liebesromane

Rezension:

Anjas Leben geht den Bach runter. Ihr Freund betrügt sie, die Nachbarn sind schrecklich und schließlich bekommt sie auch noch Probleme im Job. Als ihr Ex Jan in einem klapprigen Bully nach Spanien aufbricht und so ihren gemeinsamen Traum verwirklicht, beschließt Anja kurzerhand mitzugehen.

Ich hatte die Hoffnung nun mit Anja und Jan quer durch Spanien zu kurven und viel über das Land und die Leute zu erfahren. Dies ist leider nicht der Fall. Rasch bleiben die beiden an einem Ort hängen und sind umzingelt von deutschen Auswanderern. Das finde ich sehr schade. Abgesehen davon gelingt es Sophia Monti allerdings eine unterhaltsame Auswanderer- / Sabbatical-Geschichte zu schreiben.

Mit viel Witz und Charme spinnt Sophia Monti in „Hasta La Pista – Wo die Liebe hinfällt“ eine humorvolle Geschichte. Die chaotische Anja sorgt für den ein oder anderen Lacher. „Hasta La Pista“ hat eine ungewohnte hohe Geschwindigkeit. Es passieren wahnsinnig viele Sachen, was mir jedoch sehr gut gefiel.

Anja ist eine echte Chaosqueen und handelt sehr impulsiv. Als Hauptprotagonistin in einem Chick-Lit-Roman ist sie somit eine sehr gute Besetzung. Als Freundin in meinem persönlichen Umfeld wäre sie mir allerdings zu stressig. Jan hingegen ist der Ruhepol. Leider sorgt er mit stark überzogenen Eifersuchtsszenen für Stirnrunzeln. Besonders die Geschichten über die Auswanderer und Künstler, die Anja aufgrund ihres Berufes kennenlernt sorgen für Stimmung im Buch.

Fazit:

Am Ende ist alles irgendwie eine Spur too much. Trotzdem ein unterhaltsamer Chick-Lit-Roman der uns an tristen Wintertagen ins wesentlich freundlichere Spanien versetzt.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(3)

6 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

salzburg-krimi, krimi, weihnachten, krimi-reihe, salzburgkrimi

Glühwein, Mord und Gloria

Manfred Baumann
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 05.10.2016
ISBN 9783839219508
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In fünf ganz unterschiedlichen, kriminellen Weihnachtsgeschichten lässt Manfred Baumann Kommissar Merana und sein Team ermitteln. Vom verschwundenen Laienschauspieler Johnny Lametta, über einen toten Nikolaus mitten im Sexshop, gierigen Adventmarkt Budenbesitzer und dem Dreikönigsmord.

Meine Lieblingsgeschichte ist jedoch „Frautragen“. Bei diesem uralten, christlichen Brauch ist dieses Jahr auch einer der Flüchtlinge mit der dabei, den die Gemeinde aufgenommen hat. Immer wieder holen Rami jedoch seine Erinnerungen aus der schrecklichen Kriegszeit ein. Der schmerzliche Verlust der Freunde, die vielen Toten und die Erinnerungen an eine beinahe tödliche Flucht. Mit „Frautragen“ ist Manfred Baumann ein Meisterwerk gelungen. Das brennheiße Thema des Syrienkriegs und der Flüchtlinge in eine Weihnachtsgeschichte mit derartigem Tiefgang zu verpacken ist mutig! Ich hoffe, dass diese Geschichte eine weite Verbreitung findet!

Merana Krimis:

Die Krimis rund um den Kommissar Merana umfassen mittlerweile bereits fünf Fälle. Für mich war „Glühwein, Mord und Gloria“ das erste Buch von Manfred Baumann. Da hier die Fälle im Mittelpunkt stehen ist es nicht notwendig den Kommissar und die privaten Details zu ihm zu kennen. In einem der Fälle ist der Kommissar sogar im Urlaub und seine Kollegen Otmar Braunberger und Carola Salmann übernehmen die Ermittlungen. Für eingefleischte Merana-Fans ist es das Ermittlungsteam bestimmt dennoch ein Pluspunkt.

Der Schreibstil:

Manfred Baumann nimmt den Leser sofort in seinen Bann. Die idyllischen Beschreibungen der verschneiten Landschaft und die fallenden Schneeflocken auf die wartenden Mützen, versetzten den Leser rasch in Winter-Weihnachtsstimmung. Selbst das weihnachtliche Dramolett in drei Akten überzeugt. Locker und leicht führt Baumann durch die Geschichte und macht Lust auf mehr seiner Bücher.

Fazit:

Kriminelle Weihnachten ist die perfekte Mischung für mich. Verschneite Landschaften, Tradition und Bräuche gemischt mit ein bisschen Mord und Totschlag – eine wunderbare Einstimmung auf das nahende Fest. Mit fünf abwechslungsreichen, grandiosen Geschichten ist „Glühwein, Mord und Gloria“ mein persönlich Geheimtipp für die Weihnachtszeit. Gerade für die Geschichte „Frautragen“ hoffe ich, dass sie noch für viel Aufsehen sorgen wird.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(11)

18 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

musik, kreativität, resonanz, leben, routine

Lebe Deinen Beat

Martin Klapheck
Fester Einband: 220 Seiten
Erschienen bei Goldegg Verlag, 01.09.2016
ISBN 9783903090460
Genre: Sachbücher

Rezension:

Viele aktuelle Ratgeber drängen auf radikale Veränderung. Martin Klapheck sieht dies anders. Er sucht das Alltagsabenteuer. Nur die Wenigsten von uns werden ihren Job kündigen, die Familie hinter sich lassen und auf Weltreise gehen wollen. In „Lebe deinen Beat“ zeigt Martin Klapheck auf wie man Kreativität und Verrücktheit in seinen Alltag bringen kann.

Martin Klapheck hat sich Gedanken gemacht und denkt abseits der herkömmlichen Denkmuster. So schafft er es mit einfachen Kniffen die neuen Möglichkeiten der Digitalisierung perfekt zu nutzen. Am Ende jedes Kapitels findet sich ein QR-Code bzw. eine URL. Der Leser gelangt zu kurzen 2-3 Minuten Videos. In den Videos wird das eben Gelesen noch einmal auf eine etwas andere Art und Weise nähergebracht.

In den Videos macht der Piano-Referent seinen Namen alle Ehre. In kurzen Musikstücken verdeutlich er das Gelesene auf großartige Art und Weise. So wird ein ganz anderer Sinn des Lesers angesprochen. Das Buch spricht somit eine andere Seite des Lesers an. Eine sehr spannende Erfahrung, die ich nur schwer in Worte fassen kann. Einfach ausprobieren

Mit sehr anschaulichen Beispielen beschreibt Martin Klapheck sein Konzept. Dabei macht er deutlich dass auch „böse“ Gefühle wie Angst und Wut ausgelebt werden soll. Dennoch ist es wichtig nicht in diesen Gefühlen zu versinken. Sich die Zeit nehmen und 5 Minuten wirklich wütend zu sein ist okay. Doch dann sollte man langsam anfangen sich zu fragen was das denn nun alles wirklich bedeutet.

Obwohl Martin Klapheck viel bereits Gehörtes wieder aufgreift untermauert er alles mit anschaulichen Beispielen. Die Lektionen mit Musikstücken zu hören ist eine geniale neue Erfahrung. Das Konzept des Alltagsabenteuers finde ich sehr spannend und wesentlich praktikabler als eine radikale Änderung. Schließlich gibt es bereits viel in meinem Leben das ich schätze und liebe. Dennoch ist noch genug Optimierungspotential vorhanden. Einiges dieses Potentials hat mir „Lebe deinen Beat“ aufgezeigt.

  (4)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(28)

33 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

münchen, mord, krimi, katze, medikamentenversuche

Saukatz

Kaspar Panizza
Flexibler Einband: 246 Seiten
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 06.07.2016
ISBN 9783839219362
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kommissar Steinböck wird (unfreiwillig) von Starnberg nach München versetzt. Die schreckliche, überteuerte Wohnungslage in München raubt ihm den Verstand. So trifft es sich gut, dass sein neuer Fall ein Toter ist, der seine Wohnung nun offensichtlich nicht mehr benötigt. Lediglich die schwarze Katze, die zur Wohnung dazugehört sorgt immer wieder für Ärger.

Kommissar Steinböck mit seiner in Ausbildung befindlichen Kollegin Hasleitner sind ein hervorragendes Gespann, die durch einen Afroeuropärer im Rollstuhl perfekt ergänzt werden. Und natürlich die Katze nicht zu vergessen. Sie ermittelt nicht und ersparte so manche Peinlichkeit, die man aus anderen Katzenbüchern kennt. Dennoch ist sie immer dabei und schleicht sich auf sehr angenehme Art in den Kopf des Kommissars.

Unterhaltsam und kurzweilig ist man schneller am Ende dieses tollen Buches angekommen als es einem lieb ist. Wir bekommen Einblicke in die Gedanken der Katze, die zur Erleichterung immer kursiv dargestellt sind. Viele wörtliche Reden und Dialoge verleihen „Saukatz“ Schwung.

Eine Katze auf dem Cover, die meiner zum Verwechseln ähnlich sieht, hat natürlich sofort meine Aufmerksamkeit erregt. Dennoch war ich anfänglich sehr skeptisch: „Wieder ein Buch, das auf den Catcontent-Hype aufspringen will, in dem aber nicht viek steckt.“ Ich wurde eines Besseren belehrt. Cover, Inhalte, Geschichte, Logik, einfach alles Top.

Politische Aussagen schwingen an verschiedenen Stellen mit. Seien es die horrenden Mietpreise, die Gier, Rassismus oder unser Umgang mit Randgruppen. Dabei zeigt Kaspar Panizza, dass nicht immer alles Schwarz-Weiß ist. Figuren, die trotz ihrer teils nicht so strengen Auslegung des Gesetztes sympathisch sind. Und die immer mitschwingende Frage, ob der Kommissar wirklich immer alles sehen muss.

Grandios, meisterhaft! Mit „Saukatz“ hat mich Kaspar Panizza überrascht. Dieses Buch bekommt auf jeden Fall einen Ehrenplatz in meinem Regal. Schon jetzt freue ich mich auf weitere Fälle dieses großartigen, ungewöhnlichen Ermittlerteams.

  (5)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(27)

36 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 25 Rezensionen

sevilla, spanien, liebe, andalusien, psychologie

Liebe, Mia, Sevilla (Liebesroman, Chick-Lit)

Sigrun Dahmer
E-Buch Text: 289 Seiten
Erschienen bei dp DIGITAL PUBLISHERS, 26.07.2016
ISBN 9783960870562
Genre: Sonstiges

Rezension:

Mia ist 27 Jahre alt und Flirtberaterin obwohl sie selbst seit acht Jahren sämtliche Männer von sich gestoßen hat. Vor acht Jahren hat sie ihre große Liebe Rafa in Sevilla zurückgelassen. Als Mia zufällig von einer freien Stelle bei der Zeitung „Los Toros“ erfährt, bricht sie ihre Zelte in Deutschland ab und startet in ein neues Leben in Sevilla.

Die Autorin entführt uns auf klassische Chick-lit-Manier in das Leben und vor allem die Gefühlswelt von Mia. Ein sympathischer, leichter Schreibstil macht „Liebe, Mia, Sevilla“ zu einem Lesegenuss. Doch plötzlich kommt ein ernstes Drogenproblem hinzu, das dem Buch an Leichtigkeit nimmt und ihm gleichzeitig an Lesefreude gibt. Durch diese ernste Thematik, die in die leichte Liebesgeschichte verstrickt ist, gewinnt das Buch enorm an Qualität und bleibt dem Leser in Erinnerung.

Leider wird „Liebe, Mia, Sevilla“ am Ende der Wind aus den Segeln genommen. Mit Feierlichkeiten und Besuchen aus Deutschland werden noch einige Seiten gefüllt ohne dabei Inhalt zu bieten. Wirklich schade für das ansonsten nahezu perfekte Buch.

Jedes Kapitel wird von einem Zitat aus einem Psychologiebuch eingeleitet. Eine schöne Idee, die wiederrum für Ernsthaftigkeit, aber auch für Abwechslung in diesem tollen Roman sorgt.

„Liebe, Mia, Sevilla“ hebt sich positiv von anderen Chick-Lit-Romanen ab und profitiert von der Ernsthaftigkeit der angesprochenen Thematik. Leider werden zum Ende hin einige Seiten mit irrelevanten Nebensächlichkeiten gefüllt, bevor das Buch zum großen Finale mit tollen Wendungen gelangt.

  (6)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(2)

3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

krimi, graz, österr. krimi

Zugestellt

Christian Feiel
Flexibler Einband: 247 Seiten
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 06.07.2016
ISBN 9783839219539
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der schöne Fred ist tot. In seinem Kopf steckt der Absatz eines pinkfarbenen Damenschuhs. Blöderweise sitzt sein bester Freund Berthold Buchinger direkt neben der Leiche, als ihn die Polizei findet. Da dieser der Polizei wenig zutraut und vor allem seine Unschuld beweisen möchte, begibt sich der Briefträger Berthold auf Verbrecherjagd. Eine Online-Singlebörse ist der erste heiße Hinweis und so lernt Berthold nun jede Menge Frauen kennen.

Normale Menschen die plötzlich zum Detektiv werden und in einem Fall ermitteln, gibt es viele. Zu oft wird dies leider unrealistisch und die Ermittlerfreude nimmt ungeahnte Ausmaße an. Hier ist es allerdings die logische Konsequenz. Dass sich Berthold nicht immer wohl fühlt in seiner Rolle als Hobbypolizist, macht ihn sehr sympathisch.

Der Titel des Buches erschließt sich mir nicht unbedingt. „Zugestellt“ im Zusammenhang mit dem Briefträger ergibt Sinn. Jedoch ist der Beruf des Briefträgers nur hintergründig. Berthold Buchinger befindet sich aktuell im Urlaub und somit spielt sein Beruf nicht unbedingt eine Rolle. Hier gäbe es bestimmt noch Potential, vor allem da „Zugestellt“ nicht der Burner ist.

Etwas skurrile, aber tolle Figuren ziehen sich durch das Buch und sorgen für Lesefreude. Ein spannender Schreibstil lässt zügiges lesen zu. Neben Berthold begleitet der Leser den Kommissar und auch schon recht früh den Mörder bzw. die Mörderin. Obwohl der Leser das weiß, liegt das Motiv im Dunkeln und die Spannung bleibt bis zum Schluss gekonnt erhalten.

Eine Tour durch Graz um den Mörder oder die Mörderin des schönen Freds zu finden. Gute Unterhaltung bei der die Seiten nur so dahin fliegen mit dem gewissen österreichischen Charme.

  (6)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(37)

42 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 35 Rezensionen

kurzgeschichten, rezepte, liebe, rosen, abwechslungsreich

Rosen, Liebe und gefährliches Risotto

Gabi Strobel (Hrsg.) , Anke Gasch , Sigrun Dahmer
E-Buch Text: 213 Seiten
Erschienen bei dp DIGITAL PUBLISHERS, 26.07.2016
ISBN 9783945298749
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:



12 Kurzgeschichten jeweils garniert mit einem Rezept –
soweit das Konzept hinter dem Geschichtenband. Bei diversen
Verkaufsplattformen findet man den Zusatz (Liebe, Krimi) hinter dem Buch. Dies
ist insofern irreführend da lediglich 3 der 12 Geschichten als Krimi
einzustufen sind.

Mit viel Kitsch und wenig Neuem konnten mich die Geschichten
leider nicht begeistern. Der Schreibstil der meisten Autorinnen hat mir sehr
gut gefallen, lediglich die Geschichten waren etwas schwach. Mein wohl größter
Kritikpunkt ist, dass viele der Geschichten schlicht abgehakt wirken. Ein paar
Zeilen hier und da mehr hätten dem Buch im gesamten gut getan. Es scheint als
wäre jede Autorin selbst für das Korrektorat ihrer Geschichte zuständig. So
sticht „Die Titelstory“ von Katrin Jacob mit sehr vielen Fehlern heraus.

Die meisten Rezepte sind mir persönlich zu aufwendig zum
selber machen. Dennoch klingen Sie lecker und ich würde sie sehr gerne Essen.
So läuft mir bei der Käsekuchen-Tarte mit Rhabarberkompott das Wasser im Mund
zusammen. Aufgrund des enormen Aufwands ist dies allerdings kein Kuchen, den
ich selbst backen werde. Der Apfelrosen-Kuchen mit Heidelbeeren hingegen ist
ein sehr gewieftes Rezept, das einfach klingt und sicherlich bei den Gästen für
den gewissen Aha-Effekt sorgt. Auch das Risotto klingt super lecker. Schade,
dass es lediglich ein Risotto-Rezept in das Buch geschafft hat. Die Rosen
hingegen finden sich in sehr vielen Rezepten wieder.

Nicht bei allen Geschichten gibt es einen Zusammenhang zwischen
Geschichte und Rezept. Das finde ich sehr schade. Besonders gekonnt zeigt
Britta Meyer in der Geschichte „Meier, Müller, Schmidt“ mit der Kartoffelsuppe
mit Petersilienpesto und Chorizo wie man ein Rezept in eine Kurzgeschichte
einbauen kann.

Mittelmäßige Liebesgeschichten und eine Handvoll Krimis
garniert mit Rezepten. Das Konzept ist interessant, die Umsetzung allerdings
noch stark ausbaufähig. Leider fehlt oft der Zusammenhang zwischen Rezept und
Geschichte, was dem Konzept nicht dienlich ist.

  (4)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(1)

2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

fortsetzun, band

Witwe Meier und das Sarggeflüster

Jette Johnsberg
Flexibler Einband: 282 Seiten
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 06.07.2016
ISBN 9783839219041
Genre: Romane

Rezension:

Die Handlung:

Nach dem es bei „Witwe Meier und die toten Männer“ ganz schön viele Unfälle gab, geht es hier nun etwas ruhiger zu. Gestorben wird natürlich immer und gerade im Umfeld eines Bestattungsunternehmens gibt es jede Menge Leichen. Das HK Rothenfuss eine Freundschaft mit Witwe Meier und ihrem Lebensgefährten Paul eingeht, birgt Gefahren, wenn man sich so regelmäßig in der Gegenwart von plötzlich Verstorbenen aufhält. Oder ist das alles nur ein rein beruflicher Zufall?

Weihnachtszeit:

Das Buch spielt zur Weihnachtszeit. Alles dreht sich um die Vorbereitungen und Komplikationen, um das friedliche und ruhige Weihnachtsfest zu ermöglichen, dass sich Paul immer gewünscht hat. Die Geschichten sind unterhaltsam und witzig, dennoch empfehle ich das Buch aufgrund des sehr starken Weihnachtsbezuges erst im November oder Dezember zu lesen. Irgendwie passt Weihnachten dann stimmungsmäßig doch nicht so ganz zu strahlendem Sonnenschein, Bikini und entspanntem liegen auf der Terrasse.

Der Schreibstil:

Jette Johnsberg überzeugt einmal mehr mit ihrer humorvollen Schreibweise und den kurzen, knackigen Kapiteln. Dabei sollte alleine schon aufgrund des Titels klar sein, dass auch eine gehörige Prise an schwarzem Humor nicht fehlt. Leider fehlen die wirklich großen, neuen witzigen Ideen. Vieles hat man schon in der ein oder anderen Form gelesen und so ist der Verlauf teils sehr vorhersehbar. Im Vergleich zu dem sympathisch und passenden Cover von „Witwe Meier und die toten Männer“ wirkt das hier fade und beinahe schon lieblos.

Fazit:

Witwe Meier kann es einfach nicht lassen. Für alle Fans der sympathischen, geradlinigen Dame, ist „Witwe Meier und das Sarggeflüster“ die perfekte Weihnachtslektüre. Auch wenn sie mit ihrer neu gewonnen Lebensfreude, etwas an ihrem Charme aus dem ersten Teil eingebüßt hat, kommen Fans hier auf ihre Kosten. Wie lange der Charaktere der Witwe Meier in dieser Form jedoch noch für weitere Bücher reicht wage ich zu bezweifeln. Es bleibt zu hoffen, dass die gute Witwe nicht bis auf den letzten Tropfen ausgesaugt wird und schließlich ein schaler Nachgeschmack bleibt.

  (3)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(18)

28 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

österreich, diktatur, lügenland, keine eigene meinung, leserunde

Lügenland

Gudrun Lerchbaum
Flexibler Einband
Erschienen bei Pendragon, 20.07.2016
ISBN 9783865325501
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Politik ist mit der Flüchtlingskrise überfordert. Die Grenzen sind dicht und Österreich ist zu einem rechtspopulistischen Überwachungsstaat geworden. Mattea ist brave Soldaten und regimetreu. Doch eine innere Zerrissenheit der Auflehnung gegen allzu offensichtliches Unrecht, bereitet ihr Schwierigkeiten. Ihre Hochzeit soll das Ende der Armeezeit einläuten. Als Mattea am Vorabend ihrer Hochzeit unter Alkohol- und Drogeneinfluss eine Freundin erschießt muss sie fliehen.

Wann genau Gudrun Lerchbaums Polit-Thriller spielt, weiß man nicht. Blickt man auf die aktuellen Geschehnisse in der Welt, kann diese Zeit schneller kommen als uns lieb ist. Die technischen Überwachsungsmöglichkeiten gäbe es theoretisch bereits jetzt alle. Dass alle Menschen ein digitales Armband tragen, mit dem sie sich ausweisen können, aber auch geortet werden, klingt für mich nicht so unwahrscheinlich. Verpackt ist das Ganze natürlich noch mit einigen Spaßfunktionen, wie beispielsweise der Möglichkeit Emails zu empfangen und senden.

Die Geschichte wird in der Ich-Erzählperspektiv aus Sicht von Mattea erzählt. Das Präsens sorgt dafür, dass sich der Leser schnell involviert fühlt. Lerchbaums Schreibstil ist geradlinig, ohne Wertung und lässt auch einen Hauch von Humor nicht vermissen. Dennoch hielt sich die Spannung aufgrund der ständigen Beschreibungen der Flucht in Grenzen. Dies mag allerdings auch daran liegen, dass ich Fluchtgeschichten generell etwas skeptisch gegenüber stehe. Zu oft wiederholt sich das Muster – entkommen, durch die Gegend wandern, Schwierigkeiten tun sich auf, entkommen und es geht von vorne los.

Fazit:

Ein Polit-Thriller der jeden Tag wahr werden könnten. Zu oft beobachte ich, dass Menschen gedankenlos nachblabbern anstatt selbst zu reflektieren. Der erste Schritt um den Weg für gefährliche Mitläufer freizumachen. Verstört ruft man sich immer wieder ins Gedächtnis, dass die Geschichte in Österreich spielt und nicht in einem weit entfernten Land. „Lügenland“ ist es allemal wert gelesen zu werden. Und nicht vergessen nach der Lektüre zu reflektieren und versuchen zu verstehen wie es soweit kommen konnte!

  (4)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(27)

28 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

unna, lebkuchenherz, krimi, kirmes, westfalen

Todesgruß

Astrid Plötner
Flexibler Einband: 407 Seiten
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 06.07.2016
ISBN 9783839219492
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Handlung:

Eine Zahnärztin wird erdrosselt im Park aufgefunden. Um den Hals hat sie ein Lebkuchenherz mit der Aufschrift „Ein letzter Gruß, G.“ Welcher Mörder ist so verrückt und hinterlässt einen derartigen Hinweis? Als bald eine zweite Leiche mit ebenso einem Lebkuchenherz aufgefunden wird, steigt die Angst. Wie viele Leichen werden noch folgen? Und warum mussten die Beiden sterben?

Die Charaktere:

Polizistin Maike ermittelt mit ihren Kollegen in diesem Fall. Maike ist eine Frau mit Ecken und Kanten. Mit ihr wird es bestimmt auch in weiteren Fällen nicht langweilig. Sympathisch wie sie sich beispielsweise um ihre alte Nachbarin kümmert. Unsympathisch wie sie gegen die junge Kollegin hetzt, die sie von früher kennt. Kurzum eine super Figur um über mehrere Bücher hinweg spannend zu bleiben, ebengerade weil man sie nicht immer mag.

Der Schreibstil:

Astrid Pöltner schreibt spannend, wenn dies auch gleichsam kein Krimi ist, der das Blut in den Adern gefrieren lässt. Ein leichter Krimi für zwischendurch. Für einen Strandurlaub in Kroatien perfekt geeignet. Obwohl es manchmal irritierend war von den kühlen Herbsttemperatur zu lesen, wenn man gerade bei 35 Grad schwitzt.

Der Mörder:

Oftmals hat man ja recht früh eine Idee wer der Mörder sein kann. Hier hatte ich sehr schnell das Gefühl, dass mit dieser Person etwas nicht stimmt. Astrid Pöltner baut die Geschichte so gut auf, dass man sich lange Zeit nicht erklären kann wie hier irgendwo ein Mörder sinnvoll gefunden werden soll. Und am Ende überrascht sie mit einer schlüssigen, für mich vorhersehbaren Auflösung des Falles.

Fazit:

Ein leichter, lockerer Krimi, bei dem es selbst auf knapp über 400 Seiten nicht fad wird. Der große Pageturner bleibt aus. Dennoch ein grundsolider Krimi, der mit der ein oder anderen unerwarteten Wendung aufwartet.

  (4)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(26)

30 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

mord, freizeit, krimi, niederösterreich, betroge

Wer mordet schon in Niederösterreich?

Jennifer B. Wind , Veronika A. Grager
Flexibler Einband: 280 Seiten
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 06.07.2016
ISBN 9783839219645
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

11 Kurzkrimis führen den Leser durch Niederösterreich. Genauer gesagt durch das Industrieviertel. Dazu gibt es 125 Freizeittipps, die in die Krimis eingebunden sind. „Wer mordet schon in …“ ist eine Reihe des Gmeiner Verlags. Das Konzept ist dabei immer das Selbe. Die Freizeittipps werden in die Kurzkrimis eingebaut. Nach dem Krimi gibt es zu jedem Freizeittipp sachlich gehalten Informationen.

Die Krimis werden von Geschichte zu Geschichte besser. Während im ersten Krimi die Freizeittipp noch fast zwanghaft eingebaut wirken, wird dies von Krimi zu Krimi lockerer. Aber auch der Überraschungseffekt steigt und die Krimis werden immer gefinkelter. Als besonderes Highlight ist der Showdown im letzten Krimi „Fast ein Liebesroman“ hervorzuheben. Dort begegnet man den Charakteren der vorrangegangen Krimis wieder. Doch selbst wenn man davor nicht alle Krimis gelesen hat, ist „Fast ein Liebesroman“ eine gelungene Geschichte für sich. Wenngleich gerade das Hintergrundwissen bezüglich der einzelnen Charaktere einen unvergleichbaren Charme ausmacht.

Da ich selbst aus Niederösterreich bin, kenne ich viele der Tipps oder habe sie bereits selbst besucht. Insofern habe ich die Beschreibung teils nur überflogen. Schade, dass das Konzept diese sachliche Beschreibung vorsieht. Darauf wurde von den Autorinnen im Zuge eine Leserunde hingewiesen. Die beiden Damen hätten bestimmt die Fähigkeit die Tipps wesentlich unterhaltsamer und mit mehr Pep zu beschreiben. Als bestes Beispiel dient hier das ehemalige Jagdschloss in Mayerling (Tipp Nummer 74). Im Kurzkrimi „Vanessa“ wird diese Attraktion unterhaltsam beschrieben. In den Freizeittipps leider wieder mit dem sachlichen, eher langweiligen Beschreibungsstil.

Als Niederösterreicherin fand ich es schade, dass lediglich das Industrieviertel im Buch vorkommt. Niederösterreich bietet so viel mehr und somit ist der Titel etwas irreführend.


Krimis und Freizeittipps in einem Buch ist eine interessante, wenn auch etwas gewöhnungsbedürftige Kombination. Als Vorbereitung für einen Urlaub sicherlich eine unterhaltsame Möglichkeit, um sich mit dem Reiseziele auseinanderzusetzen. Die 11 Krimis der Autorinnen sind es auch unabhängig von den Freizeittipps auf jeden fall wert gelesen zu werden.

  (3)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(6)

9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

schottland, verliebt aus heiterem himmel, 4 sterne, new york, liebe

Verliebt aus heiterem Himmel

Nelly Berlin
E-Buch Text: 387 Seiten
Erschienen bei null, 28.06.2016
ISBN B01HQCES34
Genre: Sonstiges

Rezension:

Die Handlung:

Marielle Holtmann soll die Werbeagentur ihrer Cousine retten. Von Berlin geht es dafür über Edinburgh bis nach New York und Hawaii. Dass sie in New York dem vermeintlichen Frauenhelden Brandon McLynmore in die Arme fällt, erschwert die Mission. Zwei weitere Erzählstränge rund um Marielles beste Freundin Helena und eine Geschichte die weit in die Vergangenheit zurückführt, bringen Schwung in das Buch.

Die Charaktere:

Nicht zuletzt aufgrund der drei unterschiedlichen Geschichten wimmelt es nur so von unterschiedlichen Charakteren. Dabei ist das Buch so gekonnt aufgebaut, dass es für den Leser kein Problem ist dem Geschehen zu folgen. Von der ersten Minute an habe ich mit den Charakteren mitgefiebert. Die Autorin hat, bewusst oder auch unbewusst, darauf geachtete, dass die Charakter stark unterschiedliche Namen haben. Alleine hierfür würde ich am liebsten noch ein zusätzliches Sternchen vergeben. Zu oft habe ich mich schon über Jo, Jose und Josef in einem Buch geärgert.

Der Schreibstil:

Locker und leicht ist das Buch eine wahre Lesefreude für entspannte Sommerstunden. Auch wenn man anfänglich nicht immer gleich versteht, wie die unterschiedlichen Erzählungen zusammenhängen, fügt sich langsam alles schlüssig zusammen. Jede Geschichte hat ihren eignen Charme und verleiht dem Buch Dynamik.  Charmant und witzig hat mir Nelly Berlin so einen wunderbaren sonnigen Tag in Kroatien am Strand beschert und die lange Heimreise versüßt.

Sightseeing:

In New York gehen die Leser mit Marielle auf Sightseeing-Tour. Dabei werden die Attraktionen gekonnt und unaufdringlich in die Geschichte eingebaut. So bekommt der Leser ein hervorragendes Gefühl für die Weltmetropole. Doch gleichzeitig werden die Unterschiede zu Berlin und Edinburgh greifbar. Die Lust auf verreisen steigt, selbst wenn man gerade in Kroatien am Strand liegt.

Fazit:
Ein tolles Sommerbuch oder auch für kuschelige Abende auf der Couch. Unterhaltung auf höchstem Niveau. Alle, die noch an die große Liebe glauben und alle, die die Hoffnung darauf wieder erlangen möchten, empfehle ich unbedingt dieses Buch zu lesen.

  (1)
Tags:  
 
222 Ergebnisse