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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Goldrichtig verliebt

Nelly Berlin
E-Buch Text: 366 Seiten
Erschienen bei null, 02.11.2016
ISBN B01MG8UMHU
Genre: Sonstiges

Rezension:

Melissa träumt davon eine große Jazzsängerin in New York zu werden. Doch der große Karrieresprung lässt warten und Melissas Ersparnisse neigen sich bedrohlich dem Ende. Nur gut, dass sie unerwartet eine Villa in der Toskana von ihrer Großmutter erbt. Doch Melissa ist nicht die Einzige Erbin. Ausgerechnet ihr ekelhafter Halbbruder Greg hat ebenfalls Anspruch auf die hübsche Villa. Zum Glück ist ihre beste Freundin Ada an ihrer Seite. Doch wieso findet diese Greg plötzlich gar nicht mehr so grässlich?

Ada ist meine Lieblingsprotagonistin des Buches. Mit ihrer bodenständigen, zufriedenen, freundlichen Art zieht sie Menschen rund um sich sofort in ihren Bann. Melissa hingegen trägt ihre Gefühle nicht so offen wie Ada und liebte die Großstadt. Greg gefiel mir ebenfalls sehr gut. Er hat den Blick auf das Wesentliche im Leben verloren. Gemeinsam begeben wir uns nun auf die Suche.

Abgerundet wird die Geschichte durch die vielen liebenswerten Nachbarn und Bewohner des Dorfes. Man hat das Gefühl hier nicht mehr weg zu wollen – ein herrlicher Wohlfühlort. Die Geschichte quillt über von netten, sympathischen Menschen.

Nelly Berlin überzeugt in „Goldrichtig verliebt“ wieder mit ihrem lockeren, leichten Schreibstil. Die Seiten des Buches fliegen rasch dahin. Ich liebe Nellys landschaftliche Beschreibungen und gehe wahnsinnig gerne mit ihren Charakteren auf Sightseeing-Tour. Hiervon hätte es ruhig mehr geben können.

Leider ist die Geschichte an manchen Stellen zu vorhersehbar. Auch werden immer wieder kleine Sidestories erzählt. Diese hätten mit etwas mehr Italien-Sightseeing ersetzt werden können.

Fazit:

Entspannter Chick-Lit-Roman mit schönen Einblicken in das Land- bzw. Dorfleben Italiens. Die Charaktere genießen das Leben auf ihre Art und Weise. Es macht Spaß mit ihnen die Villa auf Vordermann zu bringen.

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54 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 40 Rezensionen

spanien, liebe, auswandern, bully, reise

Hasta La Pista - Wo die Liebe hinfährt

Sophia Monti
E-Buch Text: 211 Seiten
Erschienen bei dp DIGITAL PUBLISHERS, 05.10.2016
ISBN 9783960870869
Genre: Liebesromane

Rezension:

Anjas Leben geht den Bach runter. Ihr Freund betrügt sie, die Nachbarn sind schrecklich und schließlich bekommt sie auch noch Probleme im Job. Als ihr Ex Jan in einem klapprigen Bully nach Spanien aufbricht und so ihren gemeinsamen Traum verwirklicht, beschließt Anja kurzerhand mitzugehen.

Ich hatte die Hoffnung nun mit Anja und Jan quer durch Spanien zu kurven und viel über das Land und die Leute zu erfahren. Dies ist leider nicht der Fall. Rasch bleiben die beiden an einem Ort hängen und sind umzingelt von deutschen Auswanderern. Das finde ich sehr schade. Abgesehen davon gelingt es Sophia Monti allerdings eine unterhaltsame Auswanderer- / Sabbatical-Geschichte zu schreiben.

Mit viel Witz und Charme spinnt Sophia Monti in „Hasta La Pista – Wo die Liebe hinfällt“ eine humorvolle Geschichte. Die chaotische Anja sorgt für den ein oder anderen Lacher. „Hasta La Pista“ hat eine ungewohnte hohe Geschwindigkeit. Es passieren wahnsinnig viele Sachen, was mir jedoch sehr gut gefiel.

Anja ist eine echte Chaosqueen und handelt sehr impulsiv. Als Hauptprotagonistin in einem Chick-Lit-Roman ist sie somit eine sehr gute Besetzung. Als Freundin in meinem persönlichen Umfeld wäre sie mir allerdings zu stressig. Jan hingegen ist der Ruhepol. Leider sorgt er mit stark überzogenen Eifersuchtsszenen für Stirnrunzeln. Besonders die Geschichten über die Auswanderer und Künstler, die Anja aufgrund ihres Berufes kennenlernt sorgen für Stimmung im Buch.

Fazit:

Am Ende ist alles irgendwie eine Spur too much. Trotzdem ein unterhaltsamer Chick-Lit-Roman der uns an tristen Wintertagen ins wesentlich freundlichere Spanien versetzt.

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5 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

salzburg-krimi, krimi, krimi-reihe, österr. krimi

Glühwein, Mord und Gloria

Manfred Baumann
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 05.10.2016
ISBN 9783839219508
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In fünf ganz unterschiedlichen, kriminellen Weihnachtsgeschichten lässt Manfred Baumann Kommissar Merana und sein Team ermitteln. Vom verschwundenen Laienschauspieler Johnny Lametta, über einen toten Nikolaus mitten im Sexshop, gierigen Adventmarkt Budenbesitzer und dem Dreikönigsmord.

Meine Lieblingsgeschichte ist jedoch „Frautragen“. Bei diesem uralten, christlichen Brauch ist dieses Jahr auch einer der Flüchtlinge mit der dabei, den die Gemeinde aufgenommen hat. Immer wieder holen Rami jedoch seine Erinnerungen aus der schrecklichen Kriegszeit ein. Der schmerzliche Verlust der Freunde, die vielen Toten und die Erinnerungen an eine beinahe tödliche Flucht. Mit „Frautragen“ ist Manfred Baumann ein Meisterwerk gelungen. Das brennheiße Thema des Syrienkriegs und der Flüchtlinge in eine Weihnachtsgeschichte mit derartigem Tiefgang zu verpacken ist mutig! Ich hoffe, dass diese Geschichte eine weite Verbreitung findet!

Merana Krimis:

Die Krimis rund um den Kommissar Merana umfassen mittlerweile bereits fünf Fälle. Für mich war „Glühwein, Mord und Gloria“ das erste Buch von Manfred Baumann. Da hier die Fälle im Mittelpunkt stehen ist es nicht notwendig den Kommissar und die privaten Details zu ihm zu kennen. In einem der Fälle ist der Kommissar sogar im Urlaub und seine Kollegen Otmar Braunberger und Carola Salmann übernehmen die Ermittlungen. Für eingefleischte Merana-Fans ist es das Ermittlungsteam bestimmt dennoch ein Pluspunkt.

Der Schreibstil:

Manfred Baumann nimmt den Leser sofort in seinen Bann. Die idyllischen Beschreibungen der verschneiten Landschaft und die fallenden Schneeflocken auf die wartenden Mützen, versetzten den Leser rasch in Winter-Weihnachtsstimmung. Selbst das weihnachtliche Dramolett in drei Akten überzeugt. Locker und leicht führt Baumann durch die Geschichte und macht Lust auf mehr seiner Bücher.

Fazit:

Kriminelle Weihnachten ist die perfekte Mischung für mich. Verschneite Landschaften, Tradition und Bräuche gemischt mit ein bisschen Mord und Totschlag – eine wunderbare Einstimmung auf das nahende Fest. Mit fünf abwechslungsreichen, grandiosen Geschichten ist „Glühwein, Mord und Gloria“ mein persönlich Geheimtipp für die Weihnachtszeit. Gerade für die Geschichte „Frautragen“ hoffe ich, dass sie noch für viel Aufsehen sorgen wird.

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18 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

musik, kreativität, resonanz, leben, routine

Lebe Deinen Beat

Martin Klapheck
Fester Einband: 220 Seiten
Erschienen bei Goldegg Verlag, 01.09.2016
ISBN 9783903090460
Genre: Sachbücher

Rezension:

Viele aktuelle Ratgeber drängen auf radikale Veränderung. Martin Klapheck sieht dies anders. Er sucht das Alltagsabenteuer. Nur die Wenigsten von uns werden ihren Job kündigen, die Familie hinter sich lassen und auf Weltreise gehen wollen. In „Lebe deinen Beat“ zeigt Martin Klapheck auf wie man Kreativität und Verrücktheit in seinen Alltag bringen kann.

Martin Klapheck hat sich Gedanken gemacht und denkt abseits der herkömmlichen Denkmuster. So schafft er es mit einfachen Kniffen die neuen Möglichkeiten der Digitalisierung perfekt zu nutzen. Am Ende jedes Kapitels findet sich ein QR-Code bzw. eine URL. Der Leser gelangt zu kurzen 2-3 Minuten Videos. In den Videos wird das eben Gelesen noch einmal auf eine etwas andere Art und Weise nähergebracht.

In den Videos macht der Piano-Referent seinen Namen alle Ehre. In kurzen Musikstücken verdeutlich er das Gelesene auf großartige Art und Weise. So wird ein ganz anderer Sinn des Lesers angesprochen. Das Buch spricht somit eine andere Seite des Lesers an. Eine sehr spannende Erfahrung, die ich nur schwer in Worte fassen kann. Einfach ausprobieren

Mit sehr anschaulichen Beispielen beschreibt Martin Klapheck sein Konzept. Dabei macht er deutlich dass auch „böse“ Gefühle wie Angst und Wut ausgelebt werden soll. Dennoch ist es wichtig nicht in diesen Gefühlen zu versinken. Sich die Zeit nehmen und 5 Minuten wirklich wütend zu sein ist okay. Doch dann sollte man langsam anfangen sich zu fragen was das denn nun alles wirklich bedeutet.

Obwohl Martin Klapheck viel bereits Gehörtes wieder aufgreift untermauert er alles mit anschaulichen Beispielen. Die Lektionen mit Musikstücken zu hören ist eine geniale neue Erfahrung. Das Konzept des Alltagsabenteuers finde ich sehr spannend und wesentlich praktikabler als eine radikale Änderung. Schließlich gibt es bereits viel in meinem Leben das ich schätze und liebe. Dennoch ist noch genug Optimierungspotential vorhanden. Einiges dieses Potentials hat mir „Lebe deinen Beat“ aufgezeigt.

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32 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

münchen, katze, krimi, humor, mord

Saukatz

Kaspar Panizza
Flexibler Einband: 246 Seiten
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 06.07.2016
ISBN 9783839219362
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kommissar Steinböck wird (unfreiwillig) von Starnberg nach München versetzt. Die schreckliche, überteuerte Wohnungslage in München raubt ihm den Verstand. So trifft es sich gut, dass sein neuer Fall ein Toter ist, der seine Wohnung nun offensichtlich nicht mehr benötigt. Lediglich die schwarze Katze, die zur Wohnung dazugehört sorgt immer wieder für Ärger.

Kommissar Steinböck mit seiner in Ausbildung befindlichen Kollegin Hasleitner sind ein hervorragendes Gespann, die durch einen Afroeuropärer im Rollstuhl perfekt ergänzt werden. Und natürlich die Katze nicht zu vergessen. Sie ermittelt nicht und ersparte so manche Peinlichkeit, die man aus anderen Katzenbüchern kennt. Dennoch ist sie immer dabei und schleicht sich auf sehr angenehme Art in den Kopf des Kommissars.

Unterhaltsam und kurzweilig ist man schneller am Ende dieses tollen Buches angekommen als es einem lieb ist. Wir bekommen Einblicke in die Gedanken der Katze, die zur Erleichterung immer kursiv dargestellt sind. Viele wörtliche Reden und Dialoge verleihen „Saukatz“ Schwung.

Eine Katze auf dem Cover, die meiner zum Verwechseln ähnlich sieht, hat natürlich sofort meine Aufmerksamkeit erregt. Dennoch war ich anfänglich sehr skeptisch: „Wieder ein Buch, das auf den Catcontent-Hype aufspringen will, in dem aber nicht viek steckt.“ Ich wurde eines Besseren belehrt. Cover, Inhalte, Geschichte, Logik, einfach alles Top.

Politische Aussagen schwingen an verschiedenen Stellen mit. Seien es die horrenden Mietpreise, die Gier, Rassismus oder unser Umgang mit Randgruppen. Dabei zeigt Kaspar Panizza, dass nicht immer alles Schwarz-Weiß ist. Figuren, die trotz ihrer teils nicht so strengen Auslegung des Gesetztes sympathisch sind. Und die immer mitschwingende Frage, ob der Kommissar wirklich immer alles sehen muss.

Grandios, meisterhaft! Mit „Saukatz“ hat mich Kaspar Panizza überrascht. Dieses Buch bekommt auf jeden Fall einen Ehrenplatz in meinem Regal. Schon jetzt freue ich mich auf weitere Fälle dieses großartigen, ungewöhnlichen Ermittlerteams.

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34 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 25 Rezensionen

sevilla, spanien, liebe, andalusien, psychologie

Liebe, Mia, Sevilla (Liebesroman, Chick-Lit)

Sigrun Dahmer
E-Buch Text: 289 Seiten
Erschienen bei dp DIGITAL PUBLISHERS, 26.07.2016
ISBN 9783960870562
Genre: Sonstiges

Rezension:

Mia ist 27 Jahre alt und Flirtberaterin obwohl sie selbst seit acht Jahren sämtliche Männer von sich gestoßen hat. Vor acht Jahren hat sie ihre große Liebe Rafa in Sevilla zurückgelassen. Als Mia zufällig von einer freien Stelle bei der Zeitung „Los Toros“ erfährt, bricht sie ihre Zelte in Deutschland ab und startet in ein neues Leben in Sevilla.

Die Autorin entführt uns auf klassische Chick-lit-Manier in das Leben und vor allem die Gefühlswelt von Mia. Ein sympathischer, leichter Schreibstil macht „Liebe, Mia, Sevilla“ zu einem Lesegenuss. Doch plötzlich kommt ein ernstes Drogenproblem hinzu, das dem Buch an Leichtigkeit nimmt und ihm gleichzeitig an Lesefreude gibt. Durch diese ernste Thematik, die in die leichte Liebesgeschichte verstrickt ist, gewinnt das Buch enorm an Qualität und bleibt dem Leser in Erinnerung.

Leider wird „Liebe, Mia, Sevilla“ am Ende der Wind aus den Segeln genommen. Mit Feierlichkeiten und Besuchen aus Deutschland werden noch einige Seiten gefüllt ohne dabei Inhalt zu bieten. Wirklich schade für das ansonsten nahezu perfekte Buch.

Jedes Kapitel wird von einem Zitat aus einem Psychologiebuch eingeleitet. Eine schöne Idee, die wiederrum für Ernsthaftigkeit, aber auch für Abwechslung in diesem tollen Roman sorgt.

„Liebe, Mia, Sevilla“ hebt sich positiv von anderen Chick-Lit-Romanen ab und profitiert von der Ernsthaftigkeit der angesprochenen Thematik. Leider werden zum Ende hin einige Seiten mit irrelevanten Nebensächlichkeiten gefüllt, bevor das Buch zum großen Finale mit tollen Wendungen gelangt.

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Zugestellt

Christian Feiel
Flexibler Einband: 247 Seiten
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 06.07.2016
ISBN 9783839219539
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der schöne Fred ist tot. In seinem Kopf steckt der Absatz eines pinkfarbenen Damenschuhs. Blöderweise sitzt sein bester Freund Berthold Buchinger direkt neben der Leiche, als ihn die Polizei findet. Da dieser der Polizei wenig zutraut und vor allem seine Unschuld beweisen möchte, begibt sich der Briefträger Berthold auf Verbrecherjagd. Eine Online-Singlebörse ist der erste heiße Hinweis und so lernt Berthold nun jede Menge Frauen kennen.

Normale Menschen die plötzlich zum Detektiv werden und in einem Fall ermitteln, gibt es viele. Zu oft wird dies leider unrealistisch und die Ermittlerfreude nimmt ungeahnte Ausmaße an. Hier ist es allerdings die logische Konsequenz. Dass sich Berthold nicht immer wohl fühlt in seiner Rolle als Hobbypolizist, macht ihn sehr sympathisch.

Der Titel des Buches erschließt sich mir nicht unbedingt. „Zugestellt“ im Zusammenhang mit dem Briefträger ergibt Sinn. Jedoch ist der Beruf des Briefträgers nur hintergründig. Berthold Buchinger befindet sich aktuell im Urlaub und somit spielt sein Beruf nicht unbedingt eine Rolle. Hier gäbe es bestimmt noch Potential, vor allem da „Zugestellt“ nicht der Burner ist.

Etwas skurrile, aber tolle Figuren ziehen sich durch das Buch und sorgen für Lesefreude. Ein spannender Schreibstil lässt zügiges lesen zu. Neben Berthold begleitet der Leser den Kommissar und auch schon recht früh den Mörder bzw. die Mörderin. Obwohl der Leser das weiß, liegt das Motiv im Dunkeln und die Spannung bleibt bis zum Schluss gekonnt erhalten.

Eine Tour durch Graz um den Mörder oder die Mörderin des schönen Freds zu finden. Gute Unterhaltung bei der die Seiten nur so dahin fliegen mit dem gewissen österreichischen Charme.

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41 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 33 Rezensionen

kurzgeschichten, rezepte, liebe, rosen, abwechslungsreich

Rosen, Liebe und gefährliches Risotto

Gabi Strobel (Hrsg.) , Anke Gasch , Sigrun Dahmer
E-Buch Text: 213 Seiten
Erschienen bei dp DIGITAL PUBLISHERS, 26.07.2016
ISBN 9783945298749
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:



12 Kurzgeschichten jeweils garniert mit einem Rezept –
soweit das Konzept hinter dem Geschichtenband. Bei diversen
Verkaufsplattformen findet man den Zusatz (Liebe, Krimi) hinter dem Buch. Dies
ist insofern irreführend da lediglich 3 der 12 Geschichten als Krimi
einzustufen sind.

Mit viel Kitsch und wenig Neuem konnten mich die Geschichten
leider nicht begeistern. Der Schreibstil der meisten Autorinnen hat mir sehr
gut gefallen, lediglich die Geschichten waren etwas schwach. Mein wohl größter
Kritikpunkt ist, dass viele der Geschichten schlicht abgehakt wirken. Ein paar
Zeilen hier und da mehr hätten dem Buch im gesamten gut getan. Es scheint als
wäre jede Autorin selbst für das Korrektorat ihrer Geschichte zuständig. So
sticht „Die Titelstory“ von Katrin Jacob mit sehr vielen Fehlern heraus.

Die meisten Rezepte sind mir persönlich zu aufwendig zum
selber machen. Dennoch klingen Sie lecker und ich würde sie sehr gerne Essen.
So läuft mir bei der Käsekuchen-Tarte mit Rhabarberkompott das Wasser im Mund
zusammen. Aufgrund des enormen Aufwands ist dies allerdings kein Kuchen, den
ich selbst backen werde. Der Apfelrosen-Kuchen mit Heidelbeeren hingegen ist
ein sehr gewieftes Rezept, das einfach klingt und sicherlich bei den Gästen für
den gewissen Aha-Effekt sorgt. Auch das Risotto klingt super lecker. Schade,
dass es lediglich ein Risotto-Rezept in das Buch geschafft hat. Die Rosen
hingegen finden sich in sehr vielen Rezepten wieder.

Nicht bei allen Geschichten gibt es einen Zusammenhang zwischen
Geschichte und Rezept. Das finde ich sehr schade. Besonders gekonnt zeigt
Britta Meyer in der Geschichte „Meier, Müller, Schmidt“ mit der Kartoffelsuppe
mit Petersilienpesto und Chorizo wie man ein Rezept in eine Kurzgeschichte
einbauen kann.

Mittelmäßige Liebesgeschichten und eine Handvoll Krimis
garniert mit Rezepten. Das Konzept ist interessant, die Umsetzung allerdings
noch stark ausbaufähig. Leider fehlt oft der Zusammenhang zwischen Rezept und
Geschichte, was dem Konzept nicht dienlich ist.

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

fortsetzun, band

Witwe Meier und das Sarggeflüster

Jette Johnsberg
Flexibler Einband: 282 Seiten
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 06.07.2016
ISBN 9783839219041
Genre: Romane

Rezension:

Die Handlung:

Nach dem es bei „Witwe Meier und die toten Männer“ ganz schön viele Unfälle gab, geht es hier nun etwas ruhiger zu. Gestorben wird natürlich immer und gerade im Umfeld eines Bestattungsunternehmens gibt es jede Menge Leichen. Das HK Rothenfuss eine Freundschaft mit Witwe Meier und ihrem Lebensgefährten Paul eingeht, birgt Gefahren, wenn man sich so regelmäßig in der Gegenwart von plötzlich Verstorbenen aufhält. Oder ist das alles nur ein rein beruflicher Zufall?

Weihnachtszeit:

Das Buch spielt zur Weihnachtszeit. Alles dreht sich um die Vorbereitungen und Komplikationen, um das friedliche und ruhige Weihnachtsfest zu ermöglichen, dass sich Paul immer gewünscht hat. Die Geschichten sind unterhaltsam und witzig, dennoch empfehle ich das Buch aufgrund des sehr starken Weihnachtsbezuges erst im November oder Dezember zu lesen. Irgendwie passt Weihnachten dann stimmungsmäßig doch nicht so ganz zu strahlendem Sonnenschein, Bikini und entspanntem liegen auf der Terrasse.

Der Schreibstil:

Jette Johnsberg überzeugt einmal mehr mit ihrer humorvollen Schreibweise und den kurzen, knackigen Kapiteln. Dabei sollte alleine schon aufgrund des Titels klar sein, dass auch eine gehörige Prise an schwarzem Humor nicht fehlt. Leider fehlen die wirklich großen, neuen witzigen Ideen. Vieles hat man schon in der ein oder anderen Form gelesen und so ist der Verlauf teils sehr vorhersehbar. Im Vergleich zu dem sympathisch und passenden Cover von „Witwe Meier und die toten Männer“ wirkt das hier fade und beinahe schon lieblos.

Fazit:

Witwe Meier kann es einfach nicht lassen. Für alle Fans der sympathischen, geradlinigen Dame, ist „Witwe Meier und das Sarggeflüster“ die perfekte Weihnachtslektüre. Auch wenn sie mit ihrer neu gewonnen Lebensfreude, etwas an ihrem Charme aus dem ersten Teil eingebüßt hat, kommen Fans hier auf ihre Kosten. Wie lange der Charaktere der Witwe Meier in dieser Form jedoch noch für weitere Bücher reicht wage ich zu bezweifeln. Es bleibt zu hoffen, dass die gute Witwe nicht bis auf den letzten Tropfen ausgesaugt wird und schließlich ein schaler Nachgeschmack bleibt.

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29 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

österreich, diktatur, lügenland, keine eigene meinung, leserunde

Lügenland

Gudrun Lerchbaum
Flexibler Einband
Erschienen bei Pendragon, 20.07.2016
ISBN 9783865325501
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Politik ist mit der Flüchtlingskrise überfordert. Die Grenzen sind dicht und Österreich ist zu einem rechtspopulistischen Überwachungsstaat geworden. Mattea ist brave Soldaten und regimetreu. Doch eine innere Zerrissenheit der Auflehnung gegen allzu offensichtliches Unrecht, bereitet ihr Schwierigkeiten. Ihre Hochzeit soll das Ende der Armeezeit einläuten. Als Mattea am Vorabend ihrer Hochzeit unter Alkohol- und Drogeneinfluss eine Freundin erschießt muss sie fliehen.

Wann genau Gudrun Lerchbaums Polit-Thriller spielt, weiß man nicht. Blickt man auf die aktuellen Geschehnisse in der Welt, kann diese Zeit schneller kommen als uns lieb ist. Die technischen Überwachsungsmöglichkeiten gäbe es theoretisch bereits jetzt alle. Dass alle Menschen ein digitales Armband tragen, mit dem sie sich ausweisen können, aber auch geortet werden, klingt für mich nicht so unwahrscheinlich. Verpackt ist das Ganze natürlich noch mit einigen Spaßfunktionen, wie beispielsweise der Möglichkeit Emails zu empfangen und senden.

Die Geschichte wird in der Ich-Erzählperspektiv aus Sicht von Mattea erzählt. Das Präsens sorgt dafür, dass sich der Leser schnell involviert fühlt. Lerchbaums Schreibstil ist geradlinig, ohne Wertung und lässt auch einen Hauch von Humor nicht vermissen. Dennoch hielt sich die Spannung aufgrund der ständigen Beschreibungen der Flucht in Grenzen. Dies mag allerdings auch daran liegen, dass ich Fluchtgeschichten generell etwas skeptisch gegenüber stehe. Zu oft wiederholt sich das Muster – entkommen, durch die Gegend wandern, Schwierigkeiten tun sich auf, entkommen und es geht von vorne los.

Fazit:

Ein Polit-Thriller der jeden Tag wahr werden könnten. Zu oft beobachte ich, dass Menschen gedankenlos nachblabbern anstatt selbst zu reflektieren. Der erste Schritt um den Weg für gefährliche Mitläufer freizumachen. Verstört ruft man sich immer wieder ins Gedächtnis, dass die Geschichte in Österreich spielt und nicht in einem weit entfernten Land. „Lügenland“ ist es allemal wert gelesen zu werden. Und nicht vergessen nach der Lektüre zu reflektieren und versuchen zu verstehen wie es soweit kommen konnte!

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unna, lebkuchenherz, krimi, kirmes, westfalen

Todesgruß

Astrid Plötner
Flexibler Einband: 407 Seiten
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 06.07.2016
ISBN 9783839219492
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Handlung:

Eine Zahnärztin wird erdrosselt im Park aufgefunden. Um den Hals hat sie ein Lebkuchenherz mit der Aufschrift „Ein letzter Gruß, G.“ Welcher Mörder ist so verrückt und hinterlässt einen derartigen Hinweis? Als bald eine zweite Leiche mit ebenso einem Lebkuchenherz aufgefunden wird, steigt die Angst. Wie viele Leichen werden noch folgen? Und warum mussten die Beiden sterben?

Die Charaktere:

Polizistin Maike ermittelt mit ihren Kollegen in diesem Fall. Maike ist eine Frau mit Ecken und Kanten. Mit ihr wird es bestimmt auch in weiteren Fällen nicht langweilig. Sympathisch wie sie sich beispielsweise um ihre alte Nachbarin kümmert. Unsympathisch wie sie gegen die junge Kollegin hetzt, die sie von früher kennt. Kurzum eine super Figur um über mehrere Bücher hinweg spannend zu bleiben, ebengerade weil man sie nicht immer mag.

Der Schreibstil:

Astrid Pöltner schreibt spannend, wenn dies auch gleichsam kein Krimi ist, der das Blut in den Adern gefrieren lässt. Ein leichter Krimi für zwischendurch. Für einen Strandurlaub in Kroatien perfekt geeignet. Obwohl es manchmal irritierend war von den kühlen Herbsttemperatur zu lesen, wenn man gerade bei 35 Grad schwitzt.

Der Mörder:

Oftmals hat man ja recht früh eine Idee wer der Mörder sein kann. Hier hatte ich sehr schnell das Gefühl, dass mit dieser Person etwas nicht stimmt. Astrid Pöltner baut die Geschichte so gut auf, dass man sich lange Zeit nicht erklären kann wie hier irgendwo ein Mörder sinnvoll gefunden werden soll. Und am Ende überrascht sie mit einer schlüssigen, für mich vorhersehbaren Auflösung des Falles.

Fazit:

Ein leichter, lockerer Krimi, bei dem es selbst auf knapp über 400 Seiten nicht fad wird. Der große Pageturner bleibt aus. Dennoch ein grundsolider Krimi, der mit der ein oder anderen unerwarteten Wendung aufwartet.

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30 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

mord, freizeit, krimi, niederösterreich, betroge

Wer mordet schon in Niederösterreich?

Jennifer B. Wind , Veronika A. Grager
Flexibler Einband: 280 Seiten
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 06.07.2016
ISBN 9783839219645
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

11 Kurzkrimis führen den Leser durch Niederösterreich. Genauer gesagt durch das Industrieviertel. Dazu gibt es 125 Freizeittipps, die in die Krimis eingebunden sind. „Wer mordet schon in …“ ist eine Reihe des Gmeiner Verlags. Das Konzept ist dabei immer das Selbe. Die Freizeittipps werden in die Kurzkrimis eingebaut. Nach dem Krimi gibt es zu jedem Freizeittipp sachlich gehalten Informationen.

Die Krimis werden von Geschichte zu Geschichte besser. Während im ersten Krimi die Freizeittipp noch fast zwanghaft eingebaut wirken, wird dies von Krimi zu Krimi lockerer. Aber auch der Überraschungseffekt steigt und die Krimis werden immer gefinkelter. Als besonderes Highlight ist der Showdown im letzten Krimi „Fast ein Liebesroman“ hervorzuheben. Dort begegnet man den Charakteren der vorrangegangen Krimis wieder. Doch selbst wenn man davor nicht alle Krimis gelesen hat, ist „Fast ein Liebesroman“ eine gelungene Geschichte für sich. Wenngleich gerade das Hintergrundwissen bezüglich der einzelnen Charaktere einen unvergleichbaren Charme ausmacht.

Da ich selbst aus Niederösterreich bin, kenne ich viele der Tipps oder habe sie bereits selbst besucht. Insofern habe ich die Beschreibung teils nur überflogen. Schade, dass das Konzept diese sachliche Beschreibung vorsieht. Darauf wurde von den Autorinnen im Zuge eine Leserunde hingewiesen. Die beiden Damen hätten bestimmt die Fähigkeit die Tipps wesentlich unterhaltsamer und mit mehr Pep zu beschreiben. Als bestes Beispiel dient hier das ehemalige Jagdschloss in Mayerling (Tipp Nummer 74). Im Kurzkrimi „Vanessa“ wird diese Attraktion unterhaltsam beschrieben. In den Freizeittipps leider wieder mit dem sachlichen, eher langweiligen Beschreibungsstil.

Als Niederösterreicherin fand ich es schade, dass lediglich das Industrieviertel im Buch vorkommt. Niederösterreich bietet so viel mehr und somit ist der Titel etwas irreführend.


Krimis und Freizeittipps in einem Buch ist eine interessante, wenn auch etwas gewöhnungsbedürftige Kombination. Als Vorbereitung für einen Urlaub sicherlich eine unterhaltsame Möglichkeit, um sich mit dem Reiseziele auseinanderzusetzen. Die 11 Krimis der Autorinnen sind es auch unabhängig von den Freizeittipps auf jeden fall wert gelesen zu werden.

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

schottland, verliebt aus heiterem himmel, 4 sterne, new york, liebe

Verliebt aus heiterem Himmel

Nelly Berlin
E-Buch Text: 387 Seiten
Erschienen bei null, 28.06.2016
ISBN B01HQCES34
Genre: Sonstiges

Rezension:

Die Handlung:

Marielle Holtmann soll die Werbeagentur ihrer Cousine retten. Von Berlin geht es dafür über Edinburgh bis nach New York und Hawaii. Dass sie in New York dem vermeintlichen Frauenhelden Brandon McLynmore in die Arme fällt, erschwert die Mission. Zwei weitere Erzählstränge rund um Marielles beste Freundin Helena und eine Geschichte die weit in die Vergangenheit zurückführt, bringen Schwung in das Buch.

Die Charaktere:

Nicht zuletzt aufgrund der drei unterschiedlichen Geschichten wimmelt es nur so von unterschiedlichen Charakteren. Dabei ist das Buch so gekonnt aufgebaut, dass es für den Leser kein Problem ist dem Geschehen zu folgen. Von der ersten Minute an habe ich mit den Charakteren mitgefiebert. Die Autorin hat, bewusst oder auch unbewusst, darauf geachtete, dass die Charakter stark unterschiedliche Namen haben. Alleine hierfür würde ich am liebsten noch ein zusätzliches Sternchen vergeben. Zu oft habe ich mich schon über Jo, Jose und Josef in einem Buch geärgert.

Der Schreibstil:

Locker und leicht ist das Buch eine wahre Lesefreude für entspannte Sommerstunden. Auch wenn man anfänglich nicht immer gleich versteht, wie die unterschiedlichen Erzählungen zusammenhängen, fügt sich langsam alles schlüssig zusammen. Jede Geschichte hat ihren eignen Charme und verleiht dem Buch Dynamik.  Charmant und witzig hat mir Nelly Berlin so einen wunderbaren sonnigen Tag in Kroatien am Strand beschert und die lange Heimreise versüßt.

Sightseeing:

In New York gehen die Leser mit Marielle auf Sightseeing-Tour. Dabei werden die Attraktionen gekonnt und unaufdringlich in die Geschichte eingebaut. So bekommt der Leser ein hervorragendes Gefühl für die Weltmetropole. Doch gleichzeitig werden die Unterschiede zu Berlin und Edinburgh greifbar. Die Lust auf verreisen steigt, selbst wenn man gerade in Kroatien am Strand liegt.

Fazit:
Ein tolles Sommerbuch oder auch für kuschelige Abende auf der Couch. Unterhaltung auf höchstem Niveau. Alle, die noch an die große Liebe glauben und alle, die die Hoffnung darauf wieder erlangen möchten, empfehle ich unbedingt dieses Buch zu lesen.

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236 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 158 Rezensionen

thriller, familie, jenny milchman, night falls, mord

Night Falls. Du kannst dich nicht verstecken

Jenny Milchman , Marie Rahn
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 15.07.2016
ISBN 9783548287553
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Sandy führt ein wunderbares Leben. Mit ihrem Traummann und ihrer wundervollen Tochter lebt sie in einem großen Haus mitten in der Natur. Doch schliddert sie in einen Alptraum als plötzlich zwei Männer in ihr Haus eindringen und sie und ihre Tochter gewaltsam festhalten. Langsam ordnen sich die Puzzlestücke in Sandys Kopf und sie hegt einen schrecklichen Verdacht wer sie da festhält. Hat ihre Vergangenheit sie nun eingeholt?

Die Geschichte wird von den Rückblenden getragen. Rückblenden in die Kindheit, die den Leser langsam verstehen lassen, was hier los ist und warum die Personen so handeln. Diese Rückblenden sind spannend und das absolute Highlight der Geschichte. Ich könnte mir sogar ein ganzes Buch lediglich mit den Geschehnissen der Vergangenheit vorstellen, das vielleicht etwas packender wäre.

… ist leider kaum vorhanden. Die Geschichte zieht sich ziemlich in die Länge und ist stellenweise auch nicht ganz schlüssig. Die kleinste Hoffnung auf Spannung wird durch zwei schlicht unnötige Kapitel aus Sicht des Hundes zerstört. Jenny Milchman profitiert von ihrem Schreibstil, der den Leser über die fehlende Spannung bis zum Schluss hinwegträgt. Während auf dem Lesezeichen noch großspurig „Der aufregendste Thriller des Jahres!“ angekündigt wird, ist davon im Buch selbst nicht viel zu finden.

Fazit:

Eine nicht wirklich neue Idee, die wenig spannungsreich umgesetzt wurde. „Night Falls“ profitiert von den sehr gelungen Rückblenden und dem schönen Schreibstil der Autorin.

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42 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

zeitreise, gegenwartsliteratur, zweite chance, karriere, zeitreisender

Vor mir die Sterne

Beth Harbison , Corinna Rodewald
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 18.07.2016
ISBN 9783746632292
Genre: Romane

Rezension:

Die Handlung:

Die gute alte Zeitreise! Wer hat sich nicht schon mal vorgestellt, was gewesen wäre, wenn man in seinem Leben eine andere Abzweigung gewählt hätte? Kurz vor ihrem 38. Geburtstag stellt sich auch Ramie diese Frage. Zwar hat sie großartige Freunde, eine beeindruckende Karriere und ein angenehmes Wohlstandlebens, doch war das wirklich schon alles? Was ist mit der großen Liebe? Vielleicht sogar Kinder? Was wäre nur aus ihr und Brendan geworden, wenn Sie damals nach der Highschool nicht aus unerfindlichen Gründen mit ihm Schluss gemacht hätte? Und plötzlich erwacht Ramie und ist wieder 18. Doch was nun?

Die Charaktere:

Ramie ist eine sympathische Hauptfigur. Sie hatte Ängste und Zweifel, die einen jeden von Zeit zu Zeit beschäftigen. Allerdings kämpft sie zu lange mit der unerklärlichen Situation, dass sie plötzlich wieder 18 ist. Erst nach gut 20% des Buches hat sie sich damit mehr oder weniger abgefunden und es geht so richtig mit der eigentlichen Handlung los.

Doch vor allem Ramies Vater hat sofort mein Herz erobert. Ein toller Mensch der seiner Tochter in jeder Situation eine Stütze ist und auch auf die noch so verwirrenden Fragen der Jugend eine Antwort hat.

Zum Mitnehmen:

Das wohl wichtigste Learning des Buches war die Frage von Ramies Vater: „Wie willst du dich in fünf Jahren fühlen?“. Die Situation nicht einfach akzeptieren sondern sich selbst in regelmäßigen Abständen zu fragen: „Wie fühle ich mich? Bin ich glücklich?“.

Der Titel:

Wieso der Titel des Buches „Vor mir die Sterne“ gewählt wurde, hat sich mir leider nicht erschlossen. Der englische  Titel „If I could turn back times“ ist zwar wenig kreativ, trifft dafür allerdings den Nagel auf den Kopf.

Fazit:

Eine unterhaltsame, leichte Sommerlektüre für alle die gerne in der Zeit zurückreisen. Was wäre gewesen? Das alt bekannte Spielchen sympathisch aufbereitet, wenn die Geschichte auch etwas zu langsam los legt.

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7 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

elon musk, silicon valley, erfolg

Elon Musk: Was wir vom Genie hinter Tesla und SpaceX lernen können (Inside Silicon Valley)

Joscha Barisch
E-Buch Text: 113 Seiten
Erschienen bei Electric Elephant Publishing, 09.06.2016
ISBN 9783946513643
Genre: Sachbücher

Rezension:

Elon Musk ist eine faszinierende Persönlichkeit. Er möchte die Raumfahrt revolutionieren und die Menschheit auf den Mars bringen. In dieser Mischung aus Biographie und Ratgeber versucht Joscha Barisch herauszufinden was wir von Elon Musk lernen können. Das Buch stellt den ersten Teil der „Inside Silicon Valley“ Reihe dar. In dieser Reihe sind weiter Bücher über Unternehmer und spannenden Persönlichkeiten aus dem Silicon Valley geplant.


Obwohl Elon Musk gerade einmal 45 Jahre alt ist, hat er bereits ein bewegtes Leben hinter sich. Aufregend wird es auch zukünftig für ihn weitergehen. Da ich recht wenig über Elon Musk wusste, fand ich die Biographie recht informativ. Mit diversen Fußnoten belegt, können die Fakten auch überprüft werden und man hat einfach die Möglichkeit selbst noch mehr über Elon Musk zu erfahren. Obwohl ich vieles spannendes erfahren habe, hatte ich dennoch oft das Gefühlt, dass die Biographie lediglich an der Oberfläche kratzt. Am Ende des Buches gibt es noch einige Insides zum Silicon Valley. Dies hätte ich mir bereits früher gewünscht. Es wäre schön gewesen das Umfeld in dem Elon Musk lebt und in dem er seine Firmen aufbaute bereits früher zu kennen.


Für mich war es nicht immer ganz schlüssig wie die Tipps wirklich mit Elon Musk zusammenhängen. Die 9 Erfolgsfaktoren des Ratgebers sind allesamt richtig. Dennoch sind manche derart allgemein, dass man sie beinahe auf jeden erfolgreichen Menschen zurückführen könnte. Leider sind die Tipps allesamt sehr oberflächlich betrieben. Auf nur wenigen Seiten wird versucht Dinge zu beschreiben, die für viele Menschen grundlegende Änderungen in ihrem Leben bedeuten würden.


Joscha Barisch hat einen sehr direkten Schreibstil. Ohne große Ausschweifungen erzählt er über Elon Musk. Für eine Biographie sowie für einen Ratgeber finde ich diesen geradlinigen Stil passend und sehr angenehm.

Fazit:
Obwohl ich einige interessante Dinge über Elon Musk gelernt habe, kratzt das Buch im Biographieteil, aber vor allem im Ratgeberteil lediglich an der Oberfläche. Ich hätte mir etwas mehr Tiefgang und eine klarere Verbindung der Tipps zu Elon Musk gewünscht.

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182 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 81 Rezensionen

freundschaft, liebe, buchclub, bücher, liebesroman

Die Bücherfreundinnen

Jo Platt , Katharina Naumann , any.way , Barbara Hanke
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 21.05.2016
ISBN 9783499268861
Genre: Romane

Rezension:

Die Bücherfreundinnen treffen sich einmal pro Monat um, wie könnte es anders sein, über Bücher zu reden. Schnell wird klar, dass dabei die Bücher nicht im Vordergrund stehen, sondern es um ein regelmäßigen Treffen und natürlich ein Schlückchen Wein in Ehren geht. Seit ihrem Tod vor drei Jahren hat Lydia ein großes Loch im Buchclub hinterlassen. Ihr Mann Jon ist bei jedem Treffen dabei und gemeinsam versuchen sie über den Verlust hinwegzukommen. Mit Alice haben die Freundinnen auch schon ein Projekt gefunden. Immerhin kann es nicht sein, dass diese attraktive Frau noch immer Single ist.

Die Bücher werden nur am Rande erwähnt. Einerseits fand ich dies schade, andererseits wäre es vermutlich auch langweilig seitenlange Diskussionen über Bücher, die ich noch nicht gelesen habe, zu lesen.

Ich liebe Jo Platts humorvollen, lockeren Schreibstil. Die Seiten fliegen nur so dahin und das Buch ist ideal für einen heißen Tag in der Sonne. Leider habe ich inhaltlich einige Kritikpunkte. So gibt es Stellen an denen man sich als Leser etwas mehr Tempo wünscht.

Zu Beginn gibt es immer wieder kurze Rückblenden in die Zeit als Lydia noch lebte und der Bücherclub entstand. Ich fand es sehr schade, dass dies nicht das gesamte Buch begleitete, sorgte es doch für Auflockerung.

Die Charaktere sind eine bunte Mischung. Gerade zu Beginn nervt die extrem aufopferungsvolle Art, die alle gemeinsam haben. Auf andere zu schauen und ihnen zu helfen ist schon eine gute, lobenswerte Sache. Wenn dieser Drang zur Hilfe allerdings so groß ist, dass man sich selbst völlig vernachlässigt läuft etwas schief.

Das Cover ist genau so unkompliziert wie das Buch selbst. Lediglich der Apfel erschließt sich mir nicht. Ein Bild von einem Buch wäre hier passender gewesen. Das kräftige Gelb und die hellen Farben deuten bereits an, dass es sich hier um ein locker, leichtes Frühlingsbuch handelt.

Fazit:
Eine schöne Sommerlektüre für zwischendurch mit viel Herz und Humor. Gerade auch im Vergleich zum Debütroman „Herz über Kopf“ gab es hier allerdings doch einige inhaltliche Schwächen und somit bleiben am Ende drei von fünf möglichen Sternen über.

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(109)

167 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

therapie, paartherapie, komödie, ehe, liebe

Die Wunderübung

Daniel Glattauer
Fester Einband: 112 Seiten
Erschienen bei Zsolnay, Paul, 24.02.2014
ISBN 9783552062399
Genre: Romane

Rezension:

Joana und Valentin liegen ständigen im Streit und sind am Tiefpunkt ihrer Beziehung angekommen. Viel hat sich über die Jahre angestaut und die schönen Momente können an einer Hand abgezählt werden. Ein Therapeut soll helfen die beiden wieder auf den richtigen Weg zu bringen. Für den Therapeut keine leichte Aufgabe. Er muss zu drastischen Mitteln und ungewöhnlichen Methoden greifen.

Als Drehbuch geschrieben ist man rasch mit den 110 Seiten durch. Glattauer zeichnet das Ehepaar deutlich und pointiert. Die Beziehung und die Gesprächskultur des Paars wird einprägsam dargestellt. Dennoch ist die Handlung etwas vorhersehbar.

Die Geschichte liest sich oftmals wie eine Mahnung, die guten und schönen Seiten in einer Beziehung zu schätzen und aktiv daran zu arbeiten. Dennoch hat es Glattauer nicht geschafft wirklich zu mir durchzudringend. Die Geschichte ist für die Bühne geschrieben und braucht Platz und Raum um zu wirken.

Fazit:
Eine nette Geschichte für zwischen durch, die leider etwas vorhersehbar ist. Sollte das Stück auf einer Bühne in meiner Nähe aufgeführt werden, werde ich ihm auf jeden Fall eine Chance geben. „Die Wunderübung“ lebt von einprägsamen Persönlichkeiten, die allerdings auf den 110 Seiten nicht ihre volle Wirkungskraft entfalten können. Eine Geschichte für große Bühnen wie gemacht!

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(55)

95 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

freundschaft, bücher, tod, judenverfolgung, familie

The Book Thief

Markus Zusak
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Transworld Publishers Ltd, 02.01.2014
ISBN 9780552779739
Genre: Romane

Rezension:

Ein Buch, das leider so aktuell wirkt, dass einem das Blut in den Adern gefriert. Viele fragen sich ungläubig, wie es zum zweiten Weltkrieg kommen konnte und warum da niemand etwas dagegen unternommen hat. „The Book Thief“ zu deutsch „Die Bücherdiebin“ zeigt wie es dazu kam und wie das Leben während dem zweiten Weltkrieg aussah. Das alles wird aus den Augen der zu Beginn neunjährigen Liesel Meminger erzählt. In kurzen Abschnitt schildert uns der einzige Gewinner dieses und aller Kriege – der Tod – seine Sicht der Dinge und selbst der ist nicht glücklich.

Ich habe die englische Version des Buches gelesen und war von der berührenden Schreibweise sehr angetan. Die Naivität oder vielleicht sollte man besser sagen Vernunft der Kinder regt zum Nachdenken an. So ist Liesels Freund Rudy ein riesen Fan des dunkelhäutigen US-amerikanischen Leichtathleten Jesse Owens. Als dieser einen unglaublichen Medaillenlauf bei den olympischen Spielen in Berlin hinlegt, wünscht sich Rudy nichts sehnlicher als so zu sein wie Jesse. Er bemalt sich sein Gesicht mit Kohle, geht auf die Straße und möchte den anderen Kindern seine Spritfähigkeiten beweisen. Als ihn sein Vater mit dem bemalten Gesicht sieht und außer sich ist, versteht Rudy die Welt nicht mehr. Was ist schlecht an seinem großen Idol? Wieso ist es ein Verbrechen schwarz oder ein Jude zu sein?

Neben den Thematiken rund um den zweiten Weltkrieg erzählt Markus Zusak eindringlich von der Liebe Liesels zu Büchern. Eine Liebe, die vermutlich jeder mit eigenem Bücherblog nachvollziehen kann, die aber nur selten so treffend dargestellt wird.

Der Schreibstill ist am treffendsten mit emotionslos zu beschreiben. Doch gerade dies verleiht der Bücherdiebin ihre unglaubliche Stärke. Markus Zusak nimmt sich nicht das Recht zu werten oder gar über Menschen zu urteilen. Viel mehr fordert er den Leser auf selbst zu reflektieren und die Geschehnisse mit einem Schritt Abstand vollständig zu erfassen.

Fazit:
Spielt das Buch wirklich vor rund 77 Jahren und nicht im Hier und Jetzt? Reichen lächerliche 77 Jahre aus, damit die Menschheit die Gräueltaten und vor allem die Konsequenzen auf das Leben eines jeden einzelnen vergisst? Gerade in Zeiten wie diesen ist dieses Buch ein absolutes Muss. Lesen und vor allen Dingen noch viel wichtiger über die Ereignisse reflektieren und Wege finden wie wir den Dampf knapp vor dem Eisberg doch noch in eine andere Richtung manövrieren können.

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(90)

170 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 41 Rezensionen

atlanta, polizei, thriller, frauen, shooter

Cop Town - Stadt der Angst

Karin Slaughter ,
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 09.11.2015
ISBN 9783764505516
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich liebe die Grant-County-Reihe von Karin Slaughter. Als ich bei einer Lesung in der Buchhandlung Herta Widhalm „Cop Town – Stadt der Angst“ entdeckte, konnte ich nicht widerstehen.

Atlanta, 1974: Ein Killer hat sich keinen geringeren Feind als die Polizei selbst gesucht. Systematisch bringt er Cops um. Die Polizei selbst tappt im Dunkeln. Die Stimmung kocht über und den Polizisten sind alle Mittel recht, um ihre Kollegen zu rächen und sich selbst aus der Schusslinie zu bringen. In diesem angespannten Alltag beginnt Kate Murphy ihren ersten Dienst und fürchtet schon bald nicht zu Unrecht, dass dies auch gleichzeitig ihr letzter sein könnte.

Die Einstellung der Polizisten ist von Fremdenhass und Homophobie geprägt. Auch Frauen, die plötzlich mit ihnen gemeinsam arbeiten sollen, sind den männlichen Polizisten ein Dorn im Auge. Nicht wenige von Ihnen sind für ihr Land in den Krieg gezogen. Und jetzt müssen sie weibliche Partner akzeptieren und die Schwarzen, Juden, Asiaten laufen frei auf ihren Straßen herum.

Karin Slaughter zeichnet den Hass, die Wut und die Angst sehr einprägsam. Das Spannungsfeld ist deutlich zu fühlen. Die rassistischen Polizisten könnten teils vermutlich noch heute in gar nicht so geringer Zahl in den Dienststellen gefunden werden. Verzweiflung, Armut und die Last zu sehen zu müssen, schürt Hass.

Ich liebe Karin Slaugthers Schreibstil und ihre Art Geschichten und Spannung aufzubauen. Auch hier ist ihr wieder ein sehr schöner Spannungsbogen gelungen. Vor allem die kleinen nur am Rande angesprochen Thematiken regen zum Nachdenken an.

Fazit:
Ein gewohnt gelungener Thriller von Karin Slaugther. Für mich sind ihre Bücher immer wieder ein Genuss. Die Cops, die selbst um ihr Leben fürchten und im Kampf gegen den Verbrecher oft die Grenzen der Legalität nicht zu eng sehen, sind ein spannendes Umfeld für einen brutalen Thriller.

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(46)

50 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 45 Rezensionen

vegan, mixer, rohkost, detox, smoothies

Mix it!

Lena Suhr
Flexibler Einband: 128 Seiten
Erschienen bei TRIAS, 21.10.2015
ISBN 9783830481829
Genre: Sachbücher

Rezension:

120 vegane Rezept, für die man nicht viel an Küchenutensilien benötigt, sondern lediglich ein Mixer der Schlüssel zum Erfolg ist. Dabei wird auf gesunde Rezepte mit viel Obst und Gemüse geachtet. Das alles roh konsumiert wird spart Zeit und belässt die wichtigen Vitamine im Obst und im Gemüse.

Obwohl ich grüne Smoothies lieben gelernt habe, finde ich das Cover nicht ansprechend. Die grüne Mixtur sieht giftig und wenig appetitlich aus. Da ich das Buch im Zuge einer Leserunde gewonnen habe, habe ich mich dennoch an den Versuch, lediglich mit dem Mixer zu kochen, gewagt.

Zuerst habe ich die Enchilada-Suppe probiert. Leider konnte ich absolut keine Tortillas finden und so wurden die Tortilla-Streifen durch Toastbrot ersetz. Die Suppe ist super rasch fertig und wirklich einfach zu kochen. Ich habe sie kalt gegessen, was für einen heißen Sommertag sicherlich eine gute Alternative ist. Bei eher kühleren Temperaturen könnte ich sie mir auch gut warm vorstellen. Ja, das widerspricht dem Rohkostkonzept, lecker ist es aber bestimmt trotzdem ;)

Für die Nice Cream braucht man lediglich Bananen die man in Scheiben schneidet mindestens vier Stunden einfriert und dann püriert. Super lecker! Es ist allerdings Vorsicht geboten, da die gefrorenen Bananenstückchen dem Mixer ganz schön zusetzen. Ich könnte mir gut vorstellen, die Bananen in einem weniger gefrorenen Zustand zu pürieren und eventuell anschließend die Nice Cream nochmals einzufrieren.

Last but not least hab ich bereits den Kokosreis mit Mango-Topping versucht. Hier habe ich gleich eine größere Menge gemacht, da es als Nachtisch bei einer kleinen Familienfeier serviert wurde. Der Kokosreis kam bei allen sehr gut an. Für dieses Rezept sind allerdings etwas mehr Utensilien notwendig, da lediglich das Mango-Topping aus dem Mixer kommt.

Fazit:
Eine gelungene Zusammenstellung von leckeren, veganen und einfachen Rezepten direkt aus dem Mixer. Ich werde sicherlich noch mehr aus „Mix it“ ausprobieren. Da ich versuche Lebensmittel immer in der Saison zu kaufen, werde ich das ganze Jahr über vermutlich noch viel Freude mit dem Buch haben.

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

schneeleopard, thriller, verfolgungsjagd, tierschutz, spannung

Spuren aus Eis

Claudia Praxmayer
E-Buch Text: 364 Seiten
Erschienen bei dotbooks Verlag, 02.03.2016
ISBN 9783958244979
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Lea soll für ihre Umweltschutzorganisation nach Kirgistan, um gemeinsam mit dem bekannten Dokumentarfilmer Manfred Fuchs einen Film über die Schneeleoparden zu drehen. Alles läuft hervorragend bis sie plötzlich ein hochbrisantes Gespann aus Politikern beim Abschuss einer Schneeleopardin filmen. Die Aufnahmen müssen so schnell wie möglich aus dem Land geschafft werden. Doch mit dem kirgisischem Geheimdienst und Auftragskillern auf den Fersen ist dies keine leichte Aufgabe.

Die Wahl des Handlungsortes ist mit Kirgistan etwas ungewöhnlich. Ein Land von dem ich nicht allzu viel weiß. Bei Leas Flucht reist man mit ihr weit durchs Land und bekommt einen guten Eindruck davon. Ein Land, das landschaftlich einiges zu bieten hat und sicherlich einen Besuch wert wäre.

Claudia Praxmayer baut gekonnt Spannung auf. Man lernt die Protagonisten rasch kennen. Obwohl dies nach „Bluterde“ bereits der zweite Band rund um Lea Winter ist, findet man rasch in das Buch. Die Vorgeschichte aus „Bluterde“ wird angesproch. Vermutlich macht es nach „Spuren aus Eis“ keinen Sinn mehr den ersten Teil zu lesen. Dafür wird einfach zu viel erzählt. Allerdings erleichtert dieses Vorgehen ein rasches Verständnis der Protagonisten sowie ihrer Ängste und Gefühle.

Lea Winter ist eine sehr spannende taffe Frau. Nicht jede Frau wäre für den harten Job als Artenschützerin geeignet. Lea ist hierfür jedoch perfekt. Sie passt gut in die etwas rauere Umgebung und sie muss das Adrenalin in ihren Adern spuren. Manfred Fuchs ist ein gelungenes Gegenstück zu der taffen Lea. Mit seiner unbeschwerten, fast kindlichen Art lockert er das Buch und die Atmosphäre auf.

Gerade zum Ende hin reiht sich Verfolgungsjagd an Verfolgungsjagd. Hier hätte es für meinen Geschmack etwas weniger sein können. Dadurch verliert das Buch etwas an Spannung und wird unnötig in die Länge gezogen.

Fazit:
Bedrohte Tierarten wie die Schneeleoparden sind ein Thema über das definitiv berichtet und informiert werden muss. Claudia Praxmayer baut das Thema gekonnt und gut recherchiert in einen Polit-Thriller mit viel Action ein. Leider sind es bis zum Ende zu viele Verfolgungen und somit gibt es von mir einen Stern Abzug.

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(32)

48 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 30 Rezensionen

krimi, schweden, öland, 2016, brandstiftung

Inselfeuer

Sylvia B. Lindström
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 12.02.2016
ISBN 9783746631929
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der starke furchteinflößende Jorma Brolin wurde bereits vor 10 Jahren wegen Brandstiftung festgenommen. Damals konnte man ihm allerdings nichts nachweisen. Als Öland nun erneut brennt, ist ein Schuldiger schnell gefunden. Doch der Polizei mangelt es an Beweisen. Die Anwältin Alasca Rosengren soll Jorma helfen und muss dabei aufpassen, dass ihre eigenen Geheimnisse nicht ans Tageslicht kommen.

Das düstere Cover mit der Sonne, die verzweifelt versucht durch die Wolken zu brechen, passt hervorragend zu dem Buch. Es gibt die Stimmung, die im Buch vermittelt wird, gut wieder und ist sehr ansprechend für eine Krimi gestaltet.

Die Hauptpersonen sind allesamt sehr verschlossen. Sei es Alasca, ihr Sohn Kristian oder der Verdächtige Jorma Brolin. Dies macht es nicht immer leicht Sympathien zu entwickeln. Alasca schwankt zwischen der straken Frau, die alles schafft und einer unbeholfenen Person, die ihr Leben nicht auf die Reihe bekommt. Diese Mischung war für mich oft schwer zu verstehen.

Zu viele Gefühle und Worte bleiben unausgesprochen. Zu viel hängt in der Luft und macht den Protagonisten das Leben schwer. Zu lange wurden emotionale Mauern gebaut, die nun nur mehr schwer einzureißen sind.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und sie schaffte es ein gutes Bild über die tiefen Beweggründe der Figuren zu geben. Dennoch bleibt dabei leider öfters die Spannung auf der Strecke.

Mich beschlich ständig das Gefühl, dass hier etwas für nachfolgende Teile aufgebaut werden soll. So waren Mord und Brände beinahe nur Nebenschauplätze. Viel intensiver wurde beispielsweise die Pferdeliebe von Alasca beschrieben und die Herausforderungen mit dem neuen Rappen Sir Noir.

Fazit:
Öland brennt und doch geschieht dies ohne allzu viel Spannung. Dennoch eine Kombination von interessanten Personen und vielen schönen Eindrucken von Öland. Ein Roman mit Krimi-Anteil der unterhält in dem allerdings die Charaktere und nicht der Falle im Vordergrund stehen.

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(16)

23 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

fußball, liebe, meike werkmeister, nachspielzeit in sachen liebe, selbstverwirklichung

Nachspielzeit in Sachen Liebe

Meike Werkmeister
E-Buch Text: 344 Seiten
Erschienen bei dotbooks Verlag, 01.02.2016
ISBN 9783958245020
Genre: Romane

Rezension:

Das Leben als Spielerfrau ist nicht immer leicht. Machogehabe, Medienzirkus und die ständige Aufmerksamkeit sind einige der Herausforderungen. Mavie hat sich in ihrer Rolle als Glamour-Girl in der Münchner Schickeria seit vielen Jahren bereits gut eingelebt. Die bodenständige Sarah hingegen hat schwer mit den Veränderungen in ihrem Leben zu kämpfen als ihr Liebster ins Nationalteam einberufen wird. Als die beiden ungleichen Frauen von ihren Männern verlassen werden, finden Sie zusammen und stützen sich gegenseitig in dieser schweren Zeit.

Sarah war mir sofort sympathisch. Eigentlich möchte sie nur ein ruhiges, normales Leben mit ihrem Liebsten Karlo führen. Die Ängste und Wünsche, die die Veränderung mit sich bringt werden anschaulich beschrieben und hilflos muss man mit ansehen wie die Beziehung dem Ende entgegensteuert.

Mavie hingegen ist eine Kämpfernatur, die ihre Gefühle als Selbstschutz unter einer dicken harten Schicht begraben hat. Zu sehen wie diese Schicht langsam Risse bekommt, war sehr spannend. Obwohl Mavie eine ganz andere Persönlichkeit als Sarah ist, mochte ich sie ebenfalls sofort. Die beiden ungleichen Frauen sind das perfekte Gespannt für ein unterhaltsames Buch.

Der Schreibstil der Autorin ist schnörkellos und unterhaltsam. Die Gefühle werden eindringlich beschrieben und man kann sich sofort in die Charaktere hineinversetzen. Es macht Spaß das Buch zu lesen.

Das Bild, das von den Spielerfrauen der Nationalmannschaft gezeichnet wird ist traurig. Intrigen, Betrug und Zickereien stehen auf der Tagesordnung. Dass man sich in diesem Kreis wohlfühlen soll, kann sich wohl niemand vorstellen. Sicherlich etwas überzeichnet, aber dennoch gut beschrieben.

Fazit:
Ein Wohlfühlbuch bei dem man bis auf die letzte Seite mitfiebert. Auch wenn die Figuren natürlich ihre Downs haben, bleibt doch immer der Funken Hoffnung, dass Frau mit allen Herausforderungen im Leben fertig wird und es immer wieder weitergeht.

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(31)

34 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

krimi, mord, vera nentwich, humor, model

Tote Models nerven nur

Vera Nentwich
Flexibler Einband: 280 Seiten
Erschienen bei Nentwich, Vera, 18.06.2015
ISBN 9783000497193
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Besuch des Starmodels Judith Schöller in ihrer alten Heimat, dem beschaulichen Grefrath, wird ihr zum tödlichen Verhängnis. Nach dem sie gleich zu Beginn ihres Besuches von ihrer ehemaligen Schulfreundin Biene attackiert wird, wird sie zwei Tage später tot im Teich aufgefunden. Ausgerechnet besagte Biene findet sie dort. Klar, dass nun alle Augen auf Biene als Hauptverdächtige gerichtete sind. Schnell findet Biene heraus, dass sie nicht die einzige mit einem möglichen Motiv ist und beginnt zu ermitteln.

Vera Nentwich schildert die Stimmung in einem Dorf wie Grefrath unter solch brisanten Umständen sehr gut. Die eigentlich beliebte Biene wird so schnell zum Buhmann und die immer spektakulärer werdenden Gerüchte verbreiten sich rasch im Dorf. Doch Biene bleibt hart und kämpft darum ihre Unschuld zu beweisen.

Biene lebt bei ihrer Oma und die sorgt mit ihrer fürsorglichen Art für viele Schmunzler. Aber auch Jochen, der lange Bienes Freund war und diese noch immer nicht so ganz abschreiben möchte, ist ein sehr sympathischer Charakter. Nur Schade, dass Biene nicht mitkriegt, was für ein toller Kerl Jochen eigentlich wäre.

Jago, Judiths Verlobten, mochte ich hingegen gar nicht und fand ich eher nervig. Mit seiner hilflosen Art war doch sehr anstrengend. Die Prügel zwischen Biene und Judith zu beginn fand ich langatmig und zäh. Auch hierbei fiel Jago keineswegs positiv auf.

Fazit:
Ganz ohne viel Blut schaffte es die Autorin Spannung zu erzeugen und einen leichten, flotten, unterhaltsamen Krimi zu liefern. Dabei wartet sie immer wieder mit super Wendungen auf und hat mich am Ende mit der Aufklärung des Mordes doch sehr überrascht.

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