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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Die Frau nebenan

Yewande Omotoso , Susanne Hornfeck
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 10.03.2017
ISBN 9783471351444
Genre: Romane

Rezension:

Hortensia und Marion leben Tür an Tür. Beide haben eine beeindruckende Karriere zurückgelegt. Eine ist schwarz und eine weiße. Die gegenseitig emsig gepflegte Abneigung nährt die Beziehung der beiden alten Damen.

Hortensia wurden in ihrem Leben als schwarze Frau (mit einem weißen Mann) viele Steine in den Weg gelegt. Selbst in Südafrika ist sie die einzig Schwarze in einem Viertel lauter Weißer. Hortensia ist eine wahre Kämpferin und lehnt es strikt ab Schwächen zu zeigen. Dadurch hat sie allerdings auch Schwierigkeiten Menschen zu vertrauen und Nähe zu zulassen.

Marion ist eine ausgiebige Beobachterin. Dabei interessiert sie vor allem das Leben der Nachbarn. Wenn gleich Marions Leben auf den ersten Blick nach einem behütendem, leichtem Reichenleben aussieht, hat sie mit ungeahnten Herausforderungen zu kämpfen.

„Die Frau nebenan“ wird von einer unglaublichen Traurigkeit und Einsamkeit getragen. Nach dem Tod ihrer Männer haben die beiden Frauen niemanden mehr und zerren an ihrer Beziehung der gegenseitigen Abneigung. Yewanda Omotoso zeigt wie Vereinsamung funktioniert. Und dennoch habe ich mich immer wieder gefragt wie es soweit kommen konnte. Schließlich sorgten beide Frauen ihr Leben lang dafür, dass sie nun im Alter alleine.

Der Schreibstil ist schwer und traurig – beinahe eine Wut auf das Leben und die Ungerechtigkeiten. Dennoch hinterliegt dem Leben der beiden vereinsamten Frauen eine bewusste Entscheidung. Eine bewusste Entscheidung für das Leben in der Einsamkeit und der Resignation. Langsam, viel zu langsam war mir das Buch an manchen Stellen. Zwar zeigt dies die Trostlosigkeit sehr deutlich, führt aber auch zu einem Ansatz von Langeweile.

Hoffnungslosigkeit mit einem kleinen Lichtschimmer. Großes Unverständnis meinerseits wie man sich für ein solches Leben entscheiden kann. Zu viele Freuden und Glücksmomente bietet das Leben jeden Tag. Und dennoch treffen leider viele Menschen eine Entscheidung für ein einsames trostloses Leben.

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

balkon, tomatenfest, liebe, booksnack, spanien

La Tomatina (Kurzgeschichte, Liebe) (Die 'booksnacks' Kurzgeschichten Reihe)

Gabriele Kiesl
E-Buch Text: 12 Seiten
Erschienen bei booksnacks.de, 26.01.2017
ISBN 9783960871651
Genre: Sonstiges

Rezension:

Der Witwer Alfonso blickt auf ein bewegtes Leben zurück. Doch als er eines Tages in der Wohnung gegenüber eine hübsche Frau sieht, wird er zurück in die Vergangenheit gezogen.

Nach 3 Inhaltsseiten auf meinem Kindle ist die Geschichte auch schon wieder vorbei. Dennoch hat es Gabriele Kiesl geschafft mich in ihren Bann zu ziehen. Ich war beinahe etwas wütend, dass die Geschichte so schnell vorbei ist. Gerade als man beginnt sich wohl zu fühlen, ist es auch schon vorbei.

Gut hat mir die kurze allgemeine Einleitung zu den Booksnacks gefallen. Dennoch ist diese Geschichte, die man in unter 5 Minuten beendet hat, definitiv selbst für einen Snack zu kurz.

Faszinierend fand ich, dass es Gabriele Kiesl mit diesen wenigen Worten geschafft hat mich zu erreichen und eine Geschichte zu schreiben, die mich positiv nachdenklich stimmt.

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Wie du kriegst, was du brauchst, wenn du weißt, was du willst

Allan & Barbara Pease
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Ullstein extra, 24.02.2017
ISBN 9783864930515
Genre: Sachbücher

Rezension:

Das Erfolgsautorenpaar Allan und Barbara Pease zeigt, wie man ein selbstbestimmtes Leben führt. Indem man sich der Macht seines RAS (Retikulären Aktivierungssystem) bewusst ist, bekommt man was man möchte. Die positive Programmierung der eigenen Gedanken aktiviert positive Erlebnisse. Denkt man ständige nur an Negatives zieht man dies magisch an. Anhand von vielen Beispielen (darunter einigen sehr privaten) zeigen Allan und Barbara Pease wie man das RAS nutzt, um zu bekommen was man möchte.

Das Autorenpaar feiert seinen internationalen Durchbruch mit dem Buch „Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken“. Mit den teils provozierenden Schlagzeilen sorgten sie für Aufsehen. Besonders schön sind die vielen selbst erlebten Beispiele in dem Buch, denn das Paar erlebt schwere Zeit und Schicksalsschläge, die es unter anderem mit den fokussierten Gedanken und der klaren Visualisierung gemeistert hat.

Wie die kriegst, was du brauchst:
Mit diesem Thema befassen sich bereits sehr viele Bücher. Unter anderem zeigt der Bestseller „The Secret – Das Geheimnis“ von Rhonda Byren, wie man seine Leben mit einer klaren Visualisierung in die gewünschte Richtung lenken kann. Dabei steht immer im Vordergrund das Ziel klar vor Augen zu haben. Der Weg - das „Wie“ - ergibt sich von alleine. Dieser Weg wird nicht immer einfach sein und von vielen Höhen und Tiefen geprägt sein. Konzentriere dich auf die Visualisierung deines Ziels! Die Schwierigkeiten, aber auch die Lösungen ergeben sich von allein!

Wenn du weißt, was du willst:
Dieser Teil im Buch hat mir besonders gut gefallen. Denn viele Bücher beschäftigen sich ausschließlich mit dem Erreichen der Ziele. Was aber wenn ich gar nicht weiß, was ich will. Wie finde ich meine Ziele überhaupt? Das Buch startet mit dieser Fragestellung und macht klar, dass es nicht immer „große“ Ziele sein müssen. Selbst Dinge wie „Ich möchte eine bestimmte Sprache lernen“ oder „Ich möchte Tango tanzen lernen“ sind Ziele. Es muss nicht immer sein „Ich möchte Manager eines weltweit tätigen Konzerns werden“. Dabei ist die Kategorisierung der Ziele in A-, B- und C-Ziele sowie das Versehen der A-Ziele mit einer Deadline relevant. Genug verraten! Wer mehr wissen will muss das Buch selbst lesen.

Allan und Barbara zeigen nicht nur wie man seine Ziele erreicht, sondern auch wie man überhaupt seine Ziele findet. Hinterlegt mit selbst erlebten, teils sehr privaten, Geschichten erhält das Buch und das Vorgehen große Glaubwürdigkeit. Leider werden zum Ende hin ein paar Themenbereich, wie der Umgang mit Ängsten, grob angerissen. Dies trägt mehr zur Verwirrung bei und hätte auch weggelassen werden können. Deshalb muss ich leider einen Stern abziehen. Vor allem Menschen, die noch nicht einmal wissen was sie erreichen wollen, kann ich das Buch absolut empfehlen Aber selbst wenn man bereits Ziele hat, gibt „Wie du kriegst, was du brauchst, wenn du weißt, was du willst“ eine gute Strukturierungsmöglichkeit vor und zeigt wie man effektiv seine Ziele erreicht.

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8 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

mumbai, indien, krimi, englischer auto

Ein Elefant für Inspector Chopra: Kriminalroman

Vaseem Khan
E-Buch Text: 336 Seiten
Erschienen bei Ullstein eBooks, 10.02.2017
ISBN 9783843714006
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inspector Chopra tritt seinen Ruhestand an. Doch an Ruhe ist noch lange nicht zu denken. Am Tag seiner Pensionierung ertrinkt ein Junge unter rätselhaften Umständen und niemand will sich darum kümmern. Vor seiner Haustür wartet ein geschenkter Babyelefant. Chopra nimmt sich beiden an. Zwar hat er keine Dienstmarke mehr, dafür aber die Unterstützung des Elefantenbabys Ganesha. Gemeinsam gehen sie dem Fall nach und stoßen auf eine riesige Verschwörung in Mumbai.

Mit Indien hatte ich bisher nicht viele Berührungspunkte. Deshalb ist mir die Kultur auch relativ fremd. So war es für mich manchmal schwer zu verstehen, wenn über Fest, Essen und Brauchtümer geschrieben wurde. Hier fehlten mir Erklärungen, die ein Eintauchen in die Kultur ermöglicht hätten. Die indischen Namen haben es mir zu Beginn schwer gemacht in die Geschichte zu finden. Ob Absicht oder nicht versucht Vaseem Khan dem Leser dies durch stark unterschiedliche Namen zu erleichtern.

Inspector Chopra ist der klassische Polizist, der auch nach seiner Pensionierung die Finger nicht von Kriminalfällen lassen kann. Dabei mochte ich vor allem seine grundehrliche Art in einem Land in dem Korruption an der Tagesordnung steht. Vaseem Kahn zeigt immer wieder Beispiele wie es, selbst in einem Land mit regierendem Kastensystem, gelingen kann auszubrechen. Wenngleich es sich hier vermutlich um hoffnungsvolle Einzelfälle handelt.

Der Elefant ist eine willkommene Aufheiterung. Er spielt zwar eine tragende Rolle in der Geschichte, ich hätte mir allerdings mehr Szenen mit dem Elefanten gewünscht. Das Leben mit einem Babyelefanten in einer riesigen, wuseligen Stadt wie Mumbai stelle ich mir anstrengend und fast unmöglich vor. Hier hätte ich mir mehr gemeinsame Erlebnisse gewünscht.

Vor allem zwei Sidestories werden immer wieder viel zu oberflächlich angerissen. Zum einen die Geschichte rund um Inspector Chopras Frau Poppy und ihre Ängste um die Ehe, weil ihr Mann nach der Pensionierung plötzlich ohne Erklärung bis tief in die Nacht unterwegs ist. Die zweite Sidestories beinhaltet Inspector Chopras Pläne für die Zeit nach seiner aktiven Polizeikarriere. Da er allerdings ständig ermittelt und der Fall im Buch sowie in seinem Leben absolut im Vordergrund steht, geht diese Geschichte sehr unter. Im letzten Kapitel wird der Leser schließlich vor vollendete Tatsachen gestellt und kann die Beweggründe nicht immer nachvollziehen.

Fazit:

„Ein Elefant für Inspector Chopra“ ist ein spannender Kriminalfall in Mumbai. Allerdings fehlen mir intensivere Einblick in die Kultur Indiens. Das Elefantenbaby Ganesha hätte sich mehr Aufmerksamkeit verdient. Schade, dass es nicht in mehr Szenen vorkommt.

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

koche, reginalkrimi, loreley, fisch, fischzuch

Mörderisches Menü

Christof A. Niedermeier
E-Buch Text: 416 Seiten
Erschienen bei Ullstein eBooks, 10.02.2017
ISBN 9783843714075
Genre: Sonstiges

Rezension:

Jo Weidinger braucht frischen Fisch für sein Restaurant. Als er beim Fischhändler seines Vertrauens Erich Sattler eintrifft, treibt dieser tot in einem seiner Teiche. Sattler war als Eigenbrötler bekannt. Obwohl die Polizei von einem tragischen Unfall ausgeht, glaubt Jo nicht daran. Schließlich beginnt er selbst zu ermitteln und stößt auf Dinge, die eine Nummer zu groß für den Koch sind.

In „Mörderisches Menü“ ermittelt der Koch und Restaurantinhaber Jo Weidinger nach „Waidmanns Grab“ bereits in seinem zweiten Fall. Obwohl es für mich die erste Begegnung mit Jo war, hatte ich keine Probleme der Geschichte zu folgen und er war mir schnell sympathisch. Jo ist ein guter Chef und führt sein Lokal mit viel Herzblut. Sein Team ist eine witzige bunte Truppe, die sich super ergänzt. Gerne möchte man das Restaurant mit dem tollen Ausblick und leckeren Essen selbst besuchen.

Obwohl ich immer etwas skeptisch bin wenn „Normalos“ zu ermitteln beginnen, hat Christof A. Niedermeier dies sehr gekonnt und natürlich umgesetzt. So stellt sich Jo manchmal etwas hilflos bei den Ermittlungen an und man merkt, dass es sich eben nicht um einen Profi handelt. Eigentlich möchte er nur seine Neugier stillen und greift dazu zu etwas gefährlichen Methoden.

In der dritten Person gehalten, geht der Leser mit Jo auf Verbrecherjagd. Dank der vielen herzlichen Personen kommt man rasch in die Geschichte und wünscht sich noch weitere Krimis in dieser Umgebung. Obwohl Jo mehrmals auf falsche Fährten gerät, bleibt die Spannung erhalten und spitzt sich noch einmal zu wenn man denkt, es sei bereits alles vorbei. Eindringliche landschaftliche Beschreibungen sorgen dafür, dass man sich wohlfühlt.

Da es sich um einen kulinarischen Krimi handelt, bekommt der Leser auch immer das Tagesmenü serviert. Dabei wird hohe Küchenkunst auf Sternenniveau präsentiert. Leider muss sich der Leser mit den Namen und kurzen Beschreibungen, wie aus der Speisekarte, begnügen. Dennoch lief mir bei der ein oder anderen Komposition das Wasser im Mund zusammen. Am Ende des Buches findet man schließlich ein komplettes Menü inklusiver Rezepte. Auch wenn sich dieses Menü wirklich toll anhört, ist es leider bis auf die Nachspeise ausschließlich für Fleischesser geeignet.

Fazit:
In Jo Weidingers zweitem Fall wird es ganz schön eng für den jungen Koch. Die köstlich klingenden Gerichte werden dabei lediglich ähnlich in einer Speisekarte beschrieben. Hierfür muss ich leider einen Punkt abziehen. Der Kriminalfall an sich ist jedoch gekonnt konstruiert, gut recherchiert und bringt viel Lesefreude.

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28 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

liebe, lottogewinn, nächstenliebe, thailand, harald schmidt

Jungfrau, männlich, Single, mit Teddy

Harald Schmidt
Flexibler Einband: 292 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 24.01.2017
ISBN 9783741299056
Genre: Romane

Rezension:

Der Finanzbeamte Alfred Reinmann lebt zufrieden mit seiner Teddydame Bienchen. Der 33-jährige Finanzbeamte führt ein ruhiges Leben. Bis eines Tages in der Wohnung unter ihm Verena einzieht und sein Leben gehörig aus den Bahnen wirft. Ganz zum Missfallen seiner Mutter. Als würde dies Alfreds Leben nicht schon genug durcheinander bringen gewinnt er plötzlich im Lotto und begibt sich mit Verena und dem Pfarrer Hollerberg noch in ganz andere Abenteuer.

Alfred ist ein liebenswerter Kerl. Obwohl in seine Mutter mit ihren stetigen Warnung vor den bösen Frauen auch eine Spur verkorkst hat. Mit ihrer offenen Art lockt Verena Alfred jedoch schnell aus der Reserve. Harald Schmidt schafft es hier exakt das richtige Maß zu finden. Zuerst lernt der Leser Alfred auf sehr, sehr amüsante Weise näher kennen. Genau zum richtigen Zeitpunkt kommt Verena ins Spiel und gibt der Geschichte eine wohltuende Wendung.

Der Pfarrer Hollerberg sorgt mit seiner unkonventionellen Art für Lacher. Das Spannungsfeld des früheren und des jetzigen Lebens ist deutlich spürbar. Pfarrer Hollerberg hat Verständnis für das Weltlich. Mit Alfreds Mutter gibt es auch einen Charakter für den man wenig Sympathie aufbringen kann. Dies sorgt für zusätzliche Spannung.

Der locker-flockige Schreibstil lässt die Seiten nur so dahinrasen. Dabei schafft es Harald Schmidt in viel tiefere Botschaft in sein Buch zu integrieren. In viel Klamauk eingepackt werden dem Autor sehr wichtige Themen dem Leser näher gebracht. Lediglich zum Ende hin wird das „Jungfrau, männlich, Single, mit Teddy“ ernster. Leider kommt dabei der erhobene Zeigefinder zum Einsatz. Ein schwierige Balanceakt, der mir zum Schluss hin zu sehr ins Oberlehrerhafte geschwankt ist.

Unterhaltsam und leicht führt Harald Schmidt durch eine Station des Lebens von Alfred Reinmann. Dabei hat der Autor eine tiefere Botschaft für den Leser in die humorvolle Geschichte inkludiert. Lediglich zum Ende wird diese Botschaft zu prägnant und direkt. Ich mag es lieber, wenn die Botschaften unterschwelliger mitgegeben werden und der Leser selbst zum Nachdenken angeregt wird.

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

urologie, telefonzelle, schlafwandler;, altenheim, mund zu mund beatmung

Von Meersberg, Raum 13!

Karsten Gebhardt
Flexibler Einband: 295 Seiten
Erschienen bei Shaker Media , 09.11.2016
ISBN 9783956314971
Genre: Comics

Rezension:

Eine Blondine, ein Schwuler, ein Voyeur, der Sohn des Bürgermeisters und der adelige Karli von Meersberg leben gemeinsam in einer schrillen WG. Karli wird von einem Riesen zusammengeschlagen, Flüchtet von einer Mittelalterkommune um hundert Stockhieben zu entgehen, rettet die Welt vor Aliens und trifft die Bundeskanzlerin in einer Talk-Show. Dabei ist das alles ja längst vorherbestimmt. Schließlich steht es bereits seit Ewigkeiten in Pi festgeschrieben. Ja, in dieser unendlich langen 3,14159…. Zahl.

Karlis Abenteuer führen ihn mehrfach ins Krankenhaus. Wo er jedes Mal auf eine vermummte Doktorin trifft. Lediglich einmal wird erwähnt, dass er sich dabei im Raum 13 befindet. Diese einmalige Erwähnung fand ich zu dezent. Zwar begleiten ihn immer dieselben Bettnachbarn sobald er aufwacht, die Pointe mit dem Raum 13 aus dem Titel des Buches wird allerdings nicht wirklich ausgereizt.

Zu Beginn glaubt man sich in einem witzigen, wenn auch schrägen und skurrilen Roman. „Von Meersberg, Raum 13!“ beginnt sehr amüsant und hält bereits in der ersten Geschichte viele Lacher bereit. Doch dann werden die Geschichten streckenweise derart abgedreht, dass man das Gefühl bekommt, der Autor befindet sich von Zeit zu Zeit auf einem schlechten Drogentrip. Schade, um die eigentlich witzige Geschichte.

Frauen als Sexualobjekt und Ständer bei jeder nur halbwegs vermutbaren Weiblichkeit sind nichts großartiges Neues. Wenig provozierend und schlicht grundprimitive Männer werden von Karsten Gebhardt charakterisiert. Einerseits muss man ihm zugutehalten, dass die wunderschöne Udine in dieselbe Kerbe schlägt. Allerdings verstärkt dies auch das Bild einer primitiven, oberflächlichen Gesellschaft. Es fehlt der Geschichte schlechtweg an Tiefgang.

Eine oberflächliche WG die schräge Geschichten erlebt. Dabei wird der schmale Grat zwischen Witz und Schwachsinn leider an einigen Stellen beispielsweise mit Aliens und Laserfingern für mich überschritten. Dennoch hat „Von Meersberg, Raum 13!“ gerade zu Beginn für einige Lacher bei mir gesorgt.

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60 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

vietnam, ddr, hanoi, familienepos, amerikanischer krieg

Die Töchter des Roten Flusses

Beate Rösler
Flexibler Einband: 592 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 19.01.2017
ISBN 9783746632704
Genre: Liebesromane

Rezension:

Nach dem Tod ihrer Stiefmutter findet Tuyet ungeöffnete Briefe ihrer Mutter aus Vietnam. Wollte Hanh ihre Tochter vor zwanzig Jahren wohlmöglich doch nicht einfach in Deutschland bei ihrem Vater zurücklassen? Wollte sie den Kontakt vielleicht nie abbrechen? Tuyet reist nach Hanoi und macht sich auf die Suche nach ihren Wurzeln. Schnell lernt sie dort Linh kennen und sieht Hanoi und Vietnam nicht nur von seinen schönen Seiten.

Das erste Kapitel sowie einige Rückblicke in die Zeit der DDR und das Leben von Tuyets Eltern spielen in Deutschland. Im Großteil des Buches befinden wir uns allerdings auf Erkundungstour im Vietnam. Dabei flechtet Beate Rösler gekonnt und unaufdringlich Details über das Land, seine Sehenswürdigkeiten und seine Geschichte ein.

Aus unterschiedlichsten Perspektiven und in unterschiedlichen Zeiten wird in der dritten Person ein breites Bild der Geschehnisse geformt. Dabei bleibt pro Kapitel der zeitliche Rahmen gleich, die Perspektive wechselt jedoch. Dank dieser Struktur ist es ein Leichtes der Geschichte zu folgen. Die zeitlichen Sprünge sind ein hervorragendes Mittel, um das ganze Familiendrama voll und ganz zu verstehen. Dabei gibt es Szenen, die uns zeigen wie schrecklich der „Amerikanische Krieg“ im Vietnam für die Bewohner war. Aber auch die jahrelangen Folgen und psychischen Schädigung der Überlebenden werden deutlich.

Tuyet versinkt nach dem Tod ihrer Stiefmutter und den gefunden Briefen in einem lethargischen Zustand. Dies macht es zu Beginn schwierig mit ihr mit zu fiebern. Als sie sich langsam zurück ins Leben gekämpft und auf die Suche im Vietnam geht, beginnt der Leser schließlich eine Verbindung zu ihr aufzubauen. Neben Tuyet gibt es einige weitere sehr liebenswerte Personen. Hier sei allen voran Linh genannt, die mit ihrer fröhlichen und offenen Art die Geschichte voran treibt.

Ein hervorragendes Familienepos, das den Leser gefangen nimmt und nach knapp 600 Seiten die Trennung von der Familie schwer macht. Auf sehr angenehme Art lernt der Leser sehr viel über Vietnam und seine Geschichte, aber auch über das nicht immer leichte Leben der vietnamesischen Arbeitskräfte der DDR.
Lesefreude pur bietet „Die Töchter des Roten Flusses“.

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16 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

reinkarnation, adoption, marily monroe, berlin, drogentrip

Im Bett mit Marilyn – oder: Sie ist auch wieder da

Colette Deluxe
Flexibler Einband: 258 Seiten
Erschienen bei Schwarzkopf & Schwarzkopf, 01.12.2016
ISBN 9783862654987
Genre: Romane

Rezension:

Die Reinkarnation von Marilyn Manroe erwacht im heutigen Berlin. Rasch findet sie einen Job als Marilyn Double bei „VIPs On Stage“. Natürlich verzaubert sie auch heute noch die Menschen und ihre Anhänger werden schnell mehr. Ein TV-Manager wird auf sie aufmerksam. Er legt ihr nicht nur sein Herz zu Füßen, sondern möchte ihr auch ein unbeschwertes Leben bieten. Doch bald schon merkt Marilyn, dass Herr Pfaumann sehr weit gehen würde, um sie in seinen Besitz zu bringen.

Colette Deluxe überzeugt in ihrem Debütroman mit einem locker, spritzigen, leichten Schreibstil. Dabei schafft sie es selbst brutale Splatter-Szenen so darzustellen, dass die wirklichen Grausamkeiten erst im Kopf des Lesers stattfinden. Auch die Liebe darf nicht zu kurz kommen und so gibt es natürlich auch eine Prise Sex. Obwohl diese Szenen teilweise recht deutlich werden, schafft Colette Deluxe es dennoch nicht in „Shades Of Grey“-Peinlichkeiten abzurutschen.

Ich fand es Schade, dass es nicht für mehr Aufsehen gesorgt hat, dass Marilyn Monroe wieder auferstanden ist. Zu Beginn gibt es einige amüsante Szenen in denen sich Marilyn mit den Neuerungen in der modernen Welt zu Recht finden muss. Wer hätte schließlich gedacht, dass es möglich ist einen Lift selbstständig ohne Liftboy bedienen zu können.

Wie bereits bei „Er ist wieder da“ ist die Grundidee ident. Vielleicht sind die Menschen in Berlin nach der Auferstehung von Hitler – der hier eine witzige Nebenrolle einnimmt – einfach schon an Reinkarnationen von berühmten Persönlichkeiten gewöhnt. Colette legt ihren Schwerpunkt dann allerdings nicht auf die Auferstehung und die dabei verbunden Schwierigkeiten sondern viel mehr auf die Liebe und Morde die nun passieren.

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Afrika - Mein Schmerz um Enkembe

Maxi Hill
Flexibler Einband: 136 Seiten
Erschienen bei epubli, 23.09.2016
ISBN 9783741852039
Genre: Biografien

Rezension:

1986 geht die DDR-Bürgerin Maxi mit ihrem Mann Arno nach Angola, um dort Entwicklungshilfe zu leisten. Der Krieg hat unzählige Menschen an die Ränder der Städte getrieben. In Bairros (Armutsvierteln) vegetieren sie, unter schlechten Bedingungen und von Hunger geplagt, dahin. In einem dieser Bairros lernt Maxi Enkembe kennen und beschließt den wahren Schmerz nicht mehr zu ignorieren. Anfänglich begegnet Enkembe und seine Familie Maxi mit großem Misstrauen, bis schließlich beinahe so etwas wie eine Beziehung entsteht.  

Die Beklemmung selbst den Wohlstand zu kennen, in ihm zu leben oder jederzeit dorthin zurückkehren zu können, hat die Autorin sehr gut festgehalten. Aber auch die Hilflosigkeit und die Aussichtslosigkeit oder scheinbare Machtlosigkeit. Was kann ich als kleiner Mensch schon ändern? Wie soll ich die ungerechneten Zustände in einem Land wie Angola beeinflussen? Ist die Hilfe für einen Einzelnen nicht nur der bekannte Tropfen auf den heißen Stein? Oder ist das Lachen, das Strahlen der Augen eines Einzelnen nicht schon Lohn genug? Aber wo und wie anfangen?

 

Fragen vor denen man sich nur zu gerne drückt. Fragen, die Maxi Hill aufwirft wenn gleich sie auch keine Antwort präsentiert. Schließlich muss dies jeder individuell für sich klären. Doch alleine schon mit dem Anstoß darüber nachzudenken könnte Maxi Hill viel mehr bewegen als man auf den ersten Blick erahnt.

Gerede in der hinter uns liegenden Weihnachtszeit stand die Solidarität hoch im Kurs. Sammlungen versuchten mitunter auch für Afrika Geld zu lukrieren. „Afrika – Mein Schmerz um Enkembe“ zeigt nur zu deutlich auf, dass diese Geld leider häufig nicht dort landet wo es wirklich benötigt wird. Während die Bairros und die Menschen ganz am Ende des Systems ignoriert werden, erhalten jene die bereits mehr haben diverse Zuneigungen. Als verwöhntere Europäer schreit selbst ein normales Leben in Angola vor Armut. Nicht vorzustellen wie schrecklich es erst dann in den Bairros bzw. Slums der großen Städte ist.

In Romanform nimmt uns Maxi Hill mit auf die Reise nach Angola. Der Schreibstil ist sachlich und versucht nicht auf reißerische Art und Weise die Armut und Gewalt auszuschlachten. Die Geschichte zieht den Leser schnell in ihren Bann und so ist es ein Wehrmutstropfen, dass die Lesefreude bereits nach 137 wieder vorbei ist.

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tod, familie, gefühle, verletzlichkeit, krankheit

Herr S. bekommt Besuch: Roman

Patrick Hinz
E-Buch Text: 211 Seiten
Erschienen bei dotbooks Verlag, 02.11.2016
ISBN 9783958247987
Genre: Romane

Rezension:

Herr S. spricht nicht gerne über Gefühle und hält Menschen auf Abstand. Doch plötzlich stehen gleich zwei Menschen vor seiner Tür, zu denen er bereits mehrere Jahre den Kontakt verloren hatte. Sein Esoterik-Fanatischer Cousine Pascal und seine Mutter. Als ihn dann auch noch seine Mutter offenbart sterbenskrank zu sein, ist es nicht leicht für Herrn S. seine Gefühle im Griff zu behalten.

Patrick Hinz hat mit Herrn S., dessen Mutter und Pascal drei Charaktere geschaffen, die einem von Anfang an unsympathisch sind. Gekonnt zeigt er dann jedoch, dass sich wie im richtigen Leben oftmals ein zweiter Blick lohnt. Denn nach und nach lernt man die drei besser kennen. Man kann schließlich nachvollziehen wieso sie so geworden sind und so handeln. Am Ende sind mir die drei Hauptcharaktere dann sogar richtig ans Herz gewachsen.

Ohne Wertung erzählt Patrick Hinz die Geschichte und regt den Leser so zum Nachdenken an. Das moralisch oftmals nicht immer korrekte Verhalten, ist nachvollziehbar und zeigt wie schwer es sein kann in emotionsgetriebenen Situationen richtig zu handeln. Dennoch ist „Herr S. bekommt Besuch“ von einer Leichtigkeit getrieben und es macht einfach Spaß das Buch zu lesen. Garniert wird das Ganze von einer Prise Sarkasmus und schwarzen Humor.

Fazit:

In „Herr S. bekommt Besuch“ machen die Charaktere eine unglaubliche Wandlung durch. Grantige Unsympathler werden plötzlich zu liebenswerten Mitmenschen und dabei schwingt die Bedrohung durch den Tod immer mit.

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Herbei, o ihr Morde (Kriminalromane im GMEINER-Verlag)

Michaela Küpper , Manfred Baumann , Friederike Schmöe
E-Buch Text: 662 Seiten
Erschienen bei GMEINER, 01.12.2016
ISBN 9783734994548
Genre: Sonstiges

Rezension:

Das ebook Only Weihnachtspaket „Herbei, o ihr Morde“ beinhaltet 3 Krimis, die wenn auch nicht alle weihnachtlich, zumindest im Winter spielen.

Dabei sind die drei Bücher sehr unterschiedlich. Bei Manfred Baumann stehen Weihnachten und Bräuche rund um das Fest im Mittelpunkt. „Maroni, Mord und Hallelujah“ beinhaltet vier Geschichten rund um Kommissar Merana, die mit Leichen und großartig konstruierten Kriminalfällen garniert sind.

„Wintermorgenrot“ von Michaela Küpper hingegen ist ein spannungsloses, langweiliges Buch, in dem Karen längst zurück liegende Geheimnisse eines Dorfes ans Tageslicht befördert. Zeitsprünge nehmen Geschehnisse vorweg und sorgen dafür, dass erst gar keine Spannung aufkommt.

In „Stille Nacht, grausige Nacht“ lässt Frederike Schmöe zu guter Letzt ihre Heldin Trisha durch Eis, Schnee und Kälte verfolgen. Dabei wirkt manches zu gewollt, wobei es trotzdem ein angenehm frostiger Krimi für zwischendurch ist.

Geschichten, die unterschiedlicher nicht sein könnten und stark in der Qualität schwanken. Dabei ist alleine der Plot der drei Geschichten so unterschiedlich, dass ich es mir schwer vorstelle Leser zu finden, die an allen Büchern im Weihnachtspaket Gefallen finden.

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Kerberos' Gier: Thriller (Thriller im GMEINER-Verlag)

Sylvia Grünberger
E-Buch Text: 492 Seiten
Erschienen bei GMEINER, 01.12.2016
ISBN 9783734994500
Genre: Sonstiges

Rezension:

Als ihr Freund Georg verschwindet gerät die Informatikstudentin Kathrin auf die Spuren eines gefährlichen Programms. „Kerberos’ Gier“ befindet sich zwar noch nicht Entwicklung, dennoch muss Georg irgendwie an eine Kopie des gefährlichen, als Spiel getarnten Programms, gelangt sein. Denn Georg ist nicht der Einzige, der verschwunden ist. Kathrin gerät ins Visier einer brutalen Organisation, die auch vor Erpressung und Mord nicht zurückschreckt.

Die gewählten Erzählperspektiven fand ich etwas verwirrend. Kapitel aus Sicht von Kathrin sind in der Ich-Perspektive geschrieben. Allerdings nehmen diese, gefühlt, nur knapp die Hälfte des Buches ein. Die restlichen Kapitel sind aus Sicht unterschiedlichster Beteiligter geschrieben. Hier wird jedoch immer die dritte Person verwendet. Dies fand ich störend, vor allem da die Ich-Perspektive nicht genutzt wurde eine besonders intensive Bindung zu Kathrin aufzubauen.

Der Thriller ist spannend, wenn auch teilweise etwas langatmig geschrieben. Das gute technische Wissen von Sylvia Grünberger merkt man deutlich. Sie entwickelt ein furchteinflößendes Szenario in dem sie zeigt, wie die Technologie missbraucht werden kann.

Mit umgerechnet ca. 670 Seiten bei der Print-Ausgabe ist „Kerberos’ Gier“ ein recht dickes Buch. Gut zur Hälft hat man allerdings das Gefühl, dass der Fall abgeschlossen ist. Im weiteren Verlauf werden die verzweigten Beziehungen und Hintergründe bis ins letzte Detail aufgearbeitet. Dabei verkommt Kathrin beinahe zu einer Randerscheinung. Aus „Kerberos’ Gier“ könnte man zwei Teile mache, die jeder für sich einen eigenen Spannungsaufbau und eigene tragenden Elemente haben. Bei dem Versuch alles in ein Buch zu stopfen, verkommen die beiden sehr guten Geschichten und Ansätze und vor allem der zweite Teil wirkt beinahe halbherzig.

Dem aufmerksamen Leser werden einige sehr schöne, tiefergehende Sätze auffallen. Zitate, die es wert sind aufgehoben zu werden und die Kritik und Entwicklung der Gesellschaft selbst für sich zu hinterfragen. Für diese Schätze, die Sylvia Grünberger im Buch für uns versteckt hat, muss ich einen Bonusstern vergeben.

Ein spannender Thriller, der zeigt wie Programme missbraucht werden könnten und wie viel Macht wir mit unseren Daten oftmals leichtfertig aus der Hand geben. Das Aufteilen in zwei Teile hätte „Kerberos’ Gier“ gut getan und würde bestimmt auch der teilweise aufkommende Langatmigkeit entgegen wirken.

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Labskaus ist Liebe: oder Omas Briefe aus dem Jenseits

Lieke van der Linden
E-Buch Text: 157 Seiten
Erschienen bei null, 16.12.2016
ISBN B01MRLWBZL
Genre: Sonstiges

Rezension:

Als Sarah ein Wollgeschäft an der Nordseeküste von ihrer Oma erbt, zieht sie kurzentschlossen mit ihrer Tochter Maddie von Stuttgart an die Nordsee. Schnell findet sie heraus, dass es um „Lizzies Wollparadies“ nicht allzu rosig steht. Ein Bauunternehmer möchte Sarah das Geschäft samt Grundstück abkaufen, um in Sterndiek einen großen Freizeitkomplex zu errichten. Sarah ist versucht auf das Angebot einzugehen, doch haben sich Mutter und Tochter sofort in den Ort, die Menschen und ihr neues zu Hause verliebt.

Lieke van der Linde hat eine sehr sympathische Hauptprotagonistin kreiert. Sarah ist eine umgängliche, herzliche Person. Die Menschen in Sterndiek geben den Charakter eines kleinen Dorfes sehr gut wieder. Liebenswerte, skurrile, warmherzige, leidenschaftliche aber auch skrupellose Menschen findet man in Sterndiek. Diese bunte Mischung ist unterhaltsam und lässt den Leser von einem Nordseeurlaub träumen.

In der Ich-Erzählperspektive aus Sicht von Sarah hat der Leser zusätzlich einen sehr guten Einblick in ihre Gefühlswelt. Lieke van der Linde baut gekonnt Spannung auf und sorgt dafür, dass man sich beim Lesen einfach so richtig wohl und geborgen fühlt. Mit hohem Tempo wird die Geschichte vorangetrieben und es besteht nicht die Gefahr, dass Langeweile aufkommt.

Ein Wohlfühlbuch mit witzigen, liebenswerten Charakteren, die in einer skurrilen Dorfgemeinschaft leben. Zügig und mit locker-leichtem Schreibstil hat sich „Labskaus ist Liebe: oder Omas Briefe aus dem Jenseits“ alle fünf Sterne wahrlich verdient.

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weihnachten, stripper, jennifer wellen, kurzgeschichte, erpressung

Weihnachts-Strip ins Liebesglück (Kurzgeschichte, Liebe) (Die 'booksnacks' Kurzgeschichten Reihe)

Jennifer Wellen
E-Buch Text: 16 Seiten
Erschienen bei booksnacks.de, 05.10.2016
ISBN 9783960871064
Genre: Sonstiges

Rezension:

Mit den Worten „Ich weiß, was du letztes Weihnachten getan hast“ wird Anna seit mittlerweile einem Jahr von ihrer Arbeitskollegin Elly erpresst. Nun wird Anna auch noch gezwungen Ellys Junggesellinnenabschied zu organisieren. Anna hat ganz und gar keine Lust dazu, vor allem da Elly ausgerechnet ihren Ex heiraten will. Doch das Geheimnis soll bewahrt bleiben. Und schließlich kann es ja nicht so schwer sein ein paar Leute einzuladen, eine geeignete Location zu finden und einen Stripper zu buchen.

Knackig, unterhaltsam und kurzweilig führt Jennifer Wellen durch die Kurzgeschichte. Dabei schafft sie es den Leser zum Schmunzeln zu bringen und hat sogar die ein oder andere überraschende Wendung eingebaut. Obwohl man mitten ins Geschehen stolppert hat man dennoch das Gefühl die Charaktere zu kennen und hegt schnell eine Abneigung gegen Elly. So viel Inhalt und spannende Charaktere in eine Kurzgeschichte zu verpacken ist eine Kunst, die Jennifer Wellen definitiv beherrscht.

Umgerechnet ca. 16 Seiten für die Print-Ausgabe machen „Weihnachts-Strip ins Liebesglück“ zu einem kurzen, humorvollen Weihnachtsvergnügen. Das ebook landet ruck-zuck am kindle oder bevorzugten eBook-Reader und schon kann man sich die Wartezeit aufs Christkind angenehm verkürzen oder die Weihnachtstage entspannt ausklingen lassen. Mit den 16 Seiten war ich rasch durch und hätte gerne noch ein paar Minuten weitergelesen.

Für mich war es der erste book snack und ich bin begeistert davon. Vor allem auch die Autorin Jennifer Wellen werde ich mehr näher ansehen. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass „Weihnachts-Strip ins Liebesglück“ ein toller Prolog für einen kitschigen Chick-Lit Roman sein könnte.

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16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

weihnachten, winter, gmeiner, mord, krimi

Stille Nacht, grausige Nacht

Friederike Schmöe
Flexibler Einband: 245 Seiten
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 07.10.2015
ISBN 9783839218044
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Am Vorabend vor Weihnachten strandet Trisha auf dem Weg zu ihrem Vater in einem heruntergekommen Hotel mitten im Thüringer Wald. Eine Autopanne, eisige Kälte und Schneefall machen ein Weiterkommen unmöglich. Als Trisha in dem Hotel ein Manuskript aufschlägt und darin exakte ihre Geschichte liest, beginnt eine grausiger Wettlaufen durch Schnee und Eis.

Trisha ist eine etwas ehrgeizlose Frau. Während man sie zu Beginn beinahe noch als schwach bezeichnen würde, zeigt sie dass mehr in ihr steckt und geht über ihre Grenzen. Trisha ist Journalisten und hat in einem politischen Skandal ermittelt. Der Politiker Faber wurde beschuldigt Kinderpornos heruntergeladen zu haben. Seltsame Umstände führen schließlich zu seinem Tod während einer Party. Doch was hat dieser Politikskandal mit Trisha zu tun und wer möchte sie nun töten?

Immer wieder erhalten wir Einblick in Trishas Recherchetätigkeiten rund um den Fall Faber. Dazwischen befindet sich Trisha auf der Flucht und läuft um ihr Leben. Die Verfolgungsjagd und die Kälte sowie die daraus resultierenden Schmerzen sind gut beschrieben. Dennoch zieht sich die Flucht etwas in die Länge und größer Highlights bleiben aus. Teilweise ist sich der Leser und Trisha unsicher ob sie überhaupt noch verfolgt wird.

Verfolgungsjagd durch Eis und Schnee, die leider den einen oder anderen Höhepunkt vermissen lässt. Ein politischer Skandal, der die Skrupellosigkeit mancher Menschen nur zu deutlich aufzeigt. Frostige Unterhaltung, bei der Leser froh über eine warme Decke ist.

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Wintermorgenrot

Michaela Küpper
Fester Einband: 324 Seiten
Erschienen bei Kaufmann
ISBN 9783780653598
Genre: Romane

Rezension:

Karen braucht Abstand von der Großstadt und zieht in den Bauernhof einer Freundin, die sich im Urlaub befindet. Am ehemaligen Pitzer-Hof sucht sie Ruhe. Doch die Dorfbewohner begegnen ihr mit offener Ablehnung und möchten sie am liebsten schnell wieder loswerden. Karen versucht herauszufinden woher diese Ablehnung kommt und bringt schreckliche Ereignisse ans Tageslicht.

Jahre zuvor ist Maria als Magd am Pitzer-Hof tätig. Kurz nach dem zweiten Weltkrieg ist sie froh diese Anstellung gefunden zu haben. Deswegen lässt sie auch die eine oder andere Schikane vonseiten des Bauers über sich ergehen. Doch eines Tages geraten die Vorkommisse aus den Fugen.

Die Perspektive schwankt pro Kapitel zwischen der Geschichte von Karen und Maria. Um dies zu verdeutlichen wechselt Michaela Küpper zusätzlich die Erzählperspektive, was etwas gewöhnungsbedürftig ist. Karen berichtet aus der Ich-Erzählperspektive während die Geschichte von Maria aus einer personalen Erzählperspektive erzählt wird. Alleine schon aufgrund der gewählten Erzählperspektiven fühlt sich der Leser Karen somit etwas mehr verbunden.

Leider lässt die Geschichte gänzlich an Spannung vermissen. Die zart besaitete Karen gerät schon aufgrund von Raten, die über den Hof laufen aus dem Häuschen und hat Angst vor dem Keller. Diese Hasenfuß-Eigenschaft fördert beim nicht so ängstlichen Leser lediglich ein müdes Lächeln zu Tage.

Durch den Perspektivenwechsel ist der Leser Karen immer einen Sprung voraus. Während sie gerade etwas versucht herauszufinden, weiß der Leser durch den Blick in die Vergangenheit bereits Bescheid. So plätschert die Geschichte vor sich hin und die Spannung bleibt gänzlich auf der Strecke.

Das Buch ist Teil des Weihnachts-ebook-Pakets „Herbei, o ihr Morde“. Abgesehen davon, dass die Geschichte im Winter spielt kriegt der Leser nicht viel von der weihnachtlichen Stimmung mit. Zwar fährt Karen zu ihren Eltern, um mit ihnen Weihnachten zu feiern, dies nimmt allerdings nur einen minimalen Teil der Geschichte ein.

Ein spannungsloser Winterkrimi, der kaum weihnachtliche Aspekte inkludiert. Die Geschichte ist langweilig und lässt zu viele Fragen offen. Dabei war es mir schließlich egal Antworten auf die offenen Fragen zu erhalten, überwiegte doch die Freude, dass die „Wintermorgenröte“ zu Ende war.

Anmerkung:
Ich hab das ebook gelesen, das im Gmeiner Verlag erschienen ist.

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manfred baumann, kurzgeschichten, brauchtum, krimi, maroni mord und hallelujah

Maroni, Mord und Hallelujah

Manfred Baumann
Flexibler Einband: 244 Seiten
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 01.10.2014
ISBN 9783839215883
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Nach dem ich bei „Glühwein, Mord und Gloria“ zum ersten Mal mit Kommissar Merana in Berührung gekommen bin, verfolgt er mich nun, worüber ich sehr froh bin. Erst vor zwei Tagen habe ich die brandneue Verfilmung von Meranas viertem Fall „Drachenjungfrau“ im Fernsehen gesehen. Auch wenn ich mir den Kommissar etwas älter und dicker vorgestellt habe, freue ich mich, dass mit Manuel Rubey einer meiner Lieblingsschauspieler in die Rolle des Kommissar Merana geschlüpft ist.

„Maroni, Mord und Halleljuh“ ist ein weiter Band mit vier kriminellen Weihnachtsgeschichten indem Kommissar Merana, Otmar Braunberger und Carola Salman ermitteln. Dabei könnten die Geschichten nicht abwechslungsreicher sein.

Eigentlich wollte Merana mit seinen beiden Kollegen den Adventabend gemütlich auf dem Salzburg Christkindlmarkt ausklingen lassen. Als dann plötzlich das Christkind mit gezückter Pistole vor ihm steht, gilt es einen seltsamen Mord aufzuklären. Manfred Baumann beweist einmal mehr, dass er mit gezielten Sätzen die herrliche Stimmung und das Wohlgefühlt beim Christkindlmarkt-Besuch ganz einfach ins heimische Wohnzimmer holen kann.

Mit drei weiteren Geschichten bringt Manfred Baumann Weihnachtsstimmung und erzählt viele Interessante Fakten rund um die Raunächte und die damit verbundenen Bräuche.

Fazit:

Vier unterschiedliche Geschichten, die den Leser auf Weihnachten einstimmen und alte Bräuche aufgreifen oder einfach nur unterhalten. Der liebenswerte Kommissar Merana hat mit mir definitiv einen neuen Fan gewonnen!

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gechippte menschen, thrille, zukunftsvison, auto, thriller

Social Rating

Christiane Landgraf
Buch: 230 Seiten
Erschienen bei Verlag 3.0 Zsolt Majsai, 20.11.2016
ISBN 9783956672934
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Mit seinem herausragenden Talent zieht Jeff Rodgers schon in frühen Jahren die Aufmerksamkeit der CIA auf sich. So sind die vielen glücklichen Fügungen in seinem Leben inszeniert, um Jeff zu steuern und um ihn für die „richtigen“ Leute arbeiten zu lassen. Die Programmierung von selbstfahrenden Autos und den in jedem Menschen implantieren Chip fallen in Jeffs Aufgabengebiet. So muss er schwierige Entscheidungen treffen und zwischen Moral und dem Glück seiner Familie balancieren.

Selbstfahrende Autos sind der Realität bereits heute sehr nahe. Die Zeit zum Pendeln in die Arbeit beispielsweise könnte so sinnvoller genutzt werden. Aber auch lange Urlaubsfahrten mit Kindern könnten mit selbstfahrenden Autos wesentlich unterhaltsamer gestaltet werden. Christiane Landgraf zeigt neben diesen schönen Seiten der selbstfahrenden Autos auch die potentiellen negativen Konsequenzen auf. Dabei stellt sie viele ungeklärt Fragen rund um die Moral und die gottesähnliche Macht, die den Programmieren in die Hand gelegt wird. Schließlich entscheiden sie mit komplizierten Algorithmen in Unfallsituationen über Leben und Tod.

Die zweite angeschnittene Thematik sind implantierte Chips, die nicht nur Gesundheitsdaten sondern sämtliche relevante Daten rund um eine Person, wie beispielsweise Finanzdaten, speichern. Automatisierte Vorsorgeuntersuchungen, die bei einer Verweigerung zu erhöhten Versicherungsbeiträgen führen, sind nur eine mögliche Folge der gefährlichen Chips. Denn am Ende des Tages könnten mit derartigen Chips der Wert eines Menschen errechnet werden. So wäre ein alter oder kranker Mensch weniger wert sein ein gesunder Zwanzigjähriger.

Intensiv werden zu Beginn des Buches die einzelnen Charaktere vorgestellt. Der Leser erhält ein sehr umfassendes Bild über die beteiligten Personen. Die Gefühle aber auch Entwicklungen und Lebenswege werden gezeigt, um so die Handlungen bzw. Entscheidungen besser nachvollziehen zu können. Dies führt jedoch dazu, dass beinahe die erste Hälfe des Buches die Einführung der Charaktere stattfindet. Dieser gründliche Aufbau lässt die Vermutung aufkeimen, dass „Social Rating“ nicht nach einem Band abgeschlossen ist.

Leider kommen für meinen Geschmack dabei die selbstfahrenden Autos etwas zu kurz. Christiane Landgraf hat sehr gut recherchiert und stellt ihre Zukunftsszenarien logisch dar. Umso trauriger, dass dann die Einführung der Charakter so viel Platz einnimmt.

Manchmal habe ich das Gefühl, dass ein ungeschriebenes Gesetz für jeden guten Thriller eine Sexszene verlangt. Dabei werden diese oft an ungünstigen Stellen hineingeflickt. Nach dem „Shades of Grey“-Hype muss dann auch alles noch sehr detailliert dargestellt werden. Christiane Landgraf stellt die von Leidenschaft und Lust dominierte Beziehung zwischen Tracy und Mike sehr gekonnt dar. Lediglich die Sexszenen zu Anfang ihrer Beziehung sind etwas zu lange und wären mit weniger Details reizvoller. Die Spannung wäre durch ein zurückziehen im richtigen Moment spürbarer als das voyeuristische mit ins Bett steigen gewesen.

Christiane Landgraf zeigt in einem spannenden Cyber-Thriller deutlich die Gefahren auf, die selbstfahrende Autos, aber auch implantierte Chips haben können. Dabei merkt man die gute Recherchearbeit, die hinter „Social Rating“ steckt. Die sehr lange Einführung der Charakter lässt weitere Bände vermuten. Dadurch keimt auch die Hoffnung auf, dass sich die zukünftigen Bände mehr mit der Technik und ihren Auswirkungen beschäftigen. Denn leider ist das Buch zu Ende als Christiane Landgraf so richtig in Fahrt kommt und beginnt alle Elemente auszuspielen die ein guter Cyber-Thriller benötigt.

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Goldrichtig verliebt

Nelly Berlin
E-Buch Text: 366 Seiten
Erschienen bei null, 02.11.2016
ISBN B01MG8UMHU
Genre: Sonstiges

Rezension:

Melissa träumt davon eine große Jazzsängerin in New York zu werden. Doch der große Karrieresprung lässt warten und Melissas Ersparnisse neigen sich bedrohlich dem Ende. Nur gut, dass sie unerwartet eine Villa in der Toskana von ihrer Großmutter erbt. Doch Melissa ist nicht die Einzige Erbin. Ausgerechnet ihr ekelhafter Halbbruder Greg hat ebenfalls Anspruch auf die hübsche Villa. Zum Glück ist ihre beste Freundin Ada an ihrer Seite. Doch wieso findet diese Greg plötzlich gar nicht mehr so grässlich?

Ada ist meine Lieblingsprotagonistin des Buches. Mit ihrer bodenständigen, zufriedenen, freundlichen Art zieht sie Menschen rund um sich sofort in ihren Bann. Melissa hingegen trägt ihre Gefühle nicht so offen wie Ada und liebte die Großstadt. Greg gefiel mir ebenfalls sehr gut. Er hat den Blick auf das Wesentliche im Leben verloren. Gemeinsam begeben wir uns nun auf die Suche.

Abgerundet wird die Geschichte durch die vielen liebenswerten Nachbarn und Bewohner des Dorfes. Man hat das Gefühl hier nicht mehr weg zu wollen – ein herrlicher Wohlfühlort. Die Geschichte quillt über von netten, sympathischen Menschen.

Nelly Berlin überzeugt in „Goldrichtig verliebt“ wieder mit ihrem lockeren, leichten Schreibstil. Die Seiten des Buches fliegen rasch dahin. Ich liebe Nellys landschaftliche Beschreibungen und gehe wahnsinnig gerne mit ihren Charakteren auf Sightseeing-Tour. Hiervon hätte es ruhig mehr geben können.

Leider ist die Geschichte an manchen Stellen zu vorhersehbar. Auch werden immer wieder kleine Sidestories erzählt. Diese hätten mit etwas mehr Italien-Sightseeing ersetzt werden können.

Fazit:

Entspannter Chick-Lit-Roman mit schönen Einblicken in das Land- bzw. Dorfleben Italiens. Die Charaktere genießen das Leben auf ihre Art und Weise. Es macht Spaß mit ihnen die Villa auf Vordermann zu bringen.

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65 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 54 Rezensionen

spanien, liebe, auswandern, bully, reise

Hasta La Pista - Wo die Liebe hinfährt

Sophia Monti
E-Buch Text: 211 Seiten
Erschienen bei dp DIGITAL PUBLISHERS, 05.10.2016
ISBN 9783960870869
Genre: Liebesromane

Rezension:

Anjas Leben geht den Bach runter. Ihr Freund betrügt sie, die Nachbarn sind schrecklich und schließlich bekommt sie auch noch Probleme im Job. Als ihr Ex Jan in einem klapprigen Bully nach Spanien aufbricht und so ihren gemeinsamen Traum verwirklicht, beschließt Anja kurzerhand mitzugehen.

Ich hatte die Hoffnung nun mit Anja und Jan quer durch Spanien zu kurven und viel über das Land und die Leute zu erfahren. Dies ist leider nicht der Fall. Rasch bleiben die beiden an einem Ort hängen und sind umzingelt von deutschen Auswanderern. Das finde ich sehr schade. Abgesehen davon gelingt es Sophia Monti allerdings eine unterhaltsame Auswanderer- / Sabbatical-Geschichte zu schreiben.

Mit viel Witz und Charme spinnt Sophia Monti in „Hasta La Pista – Wo die Liebe hinfällt“ eine humorvolle Geschichte. Die chaotische Anja sorgt für den ein oder anderen Lacher. „Hasta La Pista“ hat eine ungewohnte hohe Geschwindigkeit. Es passieren wahnsinnig viele Sachen, was mir jedoch sehr gut gefiel.

Anja ist eine echte Chaosqueen und handelt sehr impulsiv. Als Hauptprotagonistin in einem Chick-Lit-Roman ist sie somit eine sehr gute Besetzung. Als Freundin in meinem persönlichen Umfeld wäre sie mir allerdings zu stressig. Jan hingegen ist der Ruhepol. Leider sorgt er mit stark überzogenen Eifersuchtsszenen für Stirnrunzeln. Besonders die Geschichten über die Auswanderer und Künstler, die Anja aufgrund ihres Berufes kennenlernt sorgen für Stimmung im Buch.

Fazit:

Am Ende ist alles irgendwie eine Spur too much. Trotzdem ein unterhaltsamer Chick-Lit-Roman der uns an tristen Wintertagen ins wesentlich freundlichere Spanien versetzt.

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

salzburg-krimi, krimi, weihnachten, krimi-reihe, salzburgkrimi

Glühwein, Mord und Gloria

Manfred Baumann
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 05.10.2016
ISBN 9783839219508
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In fünf ganz unterschiedlichen, kriminellen Weihnachtsgeschichten lässt Manfred Baumann Kommissar Merana und sein Team ermitteln. Vom verschwundenen Laienschauspieler Johnny Lametta, über einen toten Nikolaus mitten im Sexshop, gierigen Adventmarkt Budenbesitzer und dem Dreikönigsmord.

Meine Lieblingsgeschichte ist jedoch „Frautragen“. Bei diesem uralten, christlichen Brauch ist dieses Jahr auch einer der Flüchtlinge mit der dabei, den die Gemeinde aufgenommen hat. Immer wieder holen Rami jedoch seine Erinnerungen aus der schrecklichen Kriegszeit ein. Der schmerzliche Verlust der Freunde, die vielen Toten und die Erinnerungen an eine beinahe tödliche Flucht. Mit „Frautragen“ ist Manfred Baumann ein Meisterwerk gelungen. Das brennheiße Thema des Syrienkriegs und der Flüchtlinge in eine Weihnachtsgeschichte mit derartigem Tiefgang zu verpacken ist mutig! Ich hoffe, dass diese Geschichte eine weite Verbreitung findet!

Merana Krimis:

Die Krimis rund um den Kommissar Merana umfassen mittlerweile bereits fünf Fälle. Für mich war „Glühwein, Mord und Gloria“ das erste Buch von Manfred Baumann. Da hier die Fälle im Mittelpunkt stehen ist es nicht notwendig den Kommissar und die privaten Details zu ihm zu kennen. In einem der Fälle ist der Kommissar sogar im Urlaub und seine Kollegen Otmar Braunberger und Carola Salmann übernehmen die Ermittlungen. Für eingefleischte Merana-Fans ist es das Ermittlungsteam bestimmt dennoch ein Pluspunkt.

Der Schreibstil:

Manfred Baumann nimmt den Leser sofort in seinen Bann. Die idyllischen Beschreibungen der verschneiten Landschaft und die fallenden Schneeflocken auf die wartenden Mützen, versetzten den Leser rasch in Winter-Weihnachtsstimmung. Selbst das weihnachtliche Dramolett in drei Akten überzeugt. Locker und leicht führt Baumann durch die Geschichte und macht Lust auf mehr seiner Bücher.

Fazit:

Kriminelle Weihnachten ist die perfekte Mischung für mich. Verschneite Landschaften, Tradition und Bräuche gemischt mit ein bisschen Mord und Totschlag – eine wunderbare Einstimmung auf das nahende Fest. Mit fünf abwechslungsreichen, grandiosen Geschichten ist „Glühwein, Mord und Gloria“ mein persönlich Geheimtipp für die Weihnachtszeit. Gerade für die Geschichte „Frautragen“ hoffe ich, dass sie noch für viel Aufsehen sorgen wird.

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18 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

musik, kreativität, resonanz, leben, routine

Lebe Deinen Beat

Martin Klapheck
Fester Einband: 220 Seiten
Erschienen bei Goldegg Verlag, 01.09.2016
ISBN 9783903090460
Genre: Sachbücher

Rezension:

Viele aktuelle Ratgeber drängen auf radikale Veränderung. Martin Klapheck sieht dies anders. Er sucht das Alltagsabenteuer. Nur die Wenigsten von uns werden ihren Job kündigen, die Familie hinter sich lassen und auf Weltreise gehen wollen. In „Lebe deinen Beat“ zeigt Martin Klapheck auf wie man Kreativität und Verrücktheit in seinen Alltag bringen kann.

Martin Klapheck hat sich Gedanken gemacht und denkt abseits der herkömmlichen Denkmuster. So schafft er es mit einfachen Kniffen die neuen Möglichkeiten der Digitalisierung perfekt zu nutzen. Am Ende jedes Kapitels findet sich ein QR-Code bzw. eine URL. Der Leser gelangt zu kurzen 2-3 Minuten Videos. In den Videos wird das eben Gelesen noch einmal auf eine etwas andere Art und Weise nähergebracht.

In den Videos macht der Piano-Referent seinen Namen alle Ehre. In kurzen Musikstücken verdeutlich er das Gelesene auf großartige Art und Weise. So wird ein ganz anderer Sinn des Lesers angesprochen. Das Buch spricht somit eine andere Seite des Lesers an. Eine sehr spannende Erfahrung, die ich nur schwer in Worte fassen kann. Einfach ausprobieren

Mit sehr anschaulichen Beispielen beschreibt Martin Klapheck sein Konzept. Dabei macht er deutlich dass auch „böse“ Gefühle wie Angst und Wut ausgelebt werden soll. Dennoch ist es wichtig nicht in diesen Gefühlen zu versinken. Sich die Zeit nehmen und 5 Minuten wirklich wütend zu sein ist okay. Doch dann sollte man langsam anfangen sich zu fragen was das denn nun alles wirklich bedeutet.

Obwohl Martin Klapheck viel bereits Gehörtes wieder aufgreift untermauert er alles mit anschaulichen Beispielen. Die Lektionen mit Musikstücken zu hören ist eine geniale neue Erfahrung. Das Konzept des Alltagsabenteuers finde ich sehr spannend und wesentlich praktikabler als eine radikale Änderung. Schließlich gibt es bereits viel in meinem Leben das ich schätze und liebe. Dennoch ist noch genug Optimierungspotential vorhanden. Einiges dieses Potentials hat mir „Lebe deinen Beat“ aufgezeigt.

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34 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

münchen, mord, krimi, katze, medikamentenversuche

Saukatz

Kaspar Panizza
Flexibler Einband: 246 Seiten
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 06.07.2016
ISBN 9783839219362
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kommissar Steinböck wird (unfreiwillig) von Starnberg nach München versetzt. Die schreckliche, überteuerte Wohnungslage in München raubt ihm den Verstand. So trifft es sich gut, dass sein neuer Fall ein Toter ist, der seine Wohnung nun offensichtlich nicht mehr benötigt. Lediglich die schwarze Katze, die zur Wohnung dazugehört sorgt immer wieder für Ärger.

Kommissar Steinböck mit seiner in Ausbildung befindlichen Kollegin Hasleitner sind ein hervorragendes Gespann, die durch einen Afroeuropärer im Rollstuhl perfekt ergänzt werden. Und natürlich die Katze nicht zu vergessen. Sie ermittelt nicht und ersparte so manche Peinlichkeit, die man aus anderen Katzenbüchern kennt. Dennoch ist sie immer dabei und schleicht sich auf sehr angenehme Art in den Kopf des Kommissars.

Unterhaltsam und kurzweilig ist man schneller am Ende dieses tollen Buches angekommen als es einem lieb ist. Wir bekommen Einblicke in die Gedanken der Katze, die zur Erleichterung immer kursiv dargestellt sind. Viele wörtliche Reden und Dialoge verleihen „Saukatz“ Schwung.

Eine Katze auf dem Cover, die meiner zum Verwechseln ähnlich sieht, hat natürlich sofort meine Aufmerksamkeit erregt. Dennoch war ich anfänglich sehr skeptisch: „Wieder ein Buch, das auf den Catcontent-Hype aufspringen will, in dem aber nicht viek steckt.“ Ich wurde eines Besseren belehrt. Cover, Inhalte, Geschichte, Logik, einfach alles Top.

Politische Aussagen schwingen an verschiedenen Stellen mit. Seien es die horrenden Mietpreise, die Gier, Rassismus oder unser Umgang mit Randgruppen. Dabei zeigt Kaspar Panizza, dass nicht immer alles Schwarz-Weiß ist. Figuren, die trotz ihrer teils nicht so strengen Auslegung des Gesetztes sympathisch sind. Und die immer mitschwingende Frage, ob der Kommissar wirklich immer alles sehen muss.

Grandios, meisterhaft! Mit „Saukatz“ hat mich Kaspar Panizza überrascht. Dieses Buch bekommt auf jeden Fall einen Ehrenplatz in meinem Regal. Schon jetzt freue ich mich auf weitere Fälle dieses großartigen, ungewöhnlichen Ermittlerteams.

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36 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 25 Rezensionen

sevilla, spanien, liebe, andalusien, psychologie

Liebe, Mia, Sevilla (Liebesroman, Chick-Lit)

Sigrun Dahmer
E-Buch Text: 289 Seiten
Erschienen bei dp DIGITAL PUBLISHERS, 26.07.2016
ISBN 9783960870562
Genre: Sonstiges

Rezension:

Mia ist 27 Jahre alt und Flirtberaterin obwohl sie selbst seit acht Jahren sämtliche Männer von sich gestoßen hat. Vor acht Jahren hat sie ihre große Liebe Rafa in Sevilla zurückgelassen. Als Mia zufällig von einer freien Stelle bei der Zeitung „Los Toros“ erfährt, bricht sie ihre Zelte in Deutschland ab und startet in ein neues Leben in Sevilla.

Die Autorin entführt uns auf klassische Chick-lit-Manier in das Leben und vor allem die Gefühlswelt von Mia. Ein sympathischer, leichter Schreibstil macht „Liebe, Mia, Sevilla“ zu einem Lesegenuss. Doch plötzlich kommt ein ernstes Drogenproblem hinzu, das dem Buch an Leichtigkeit nimmt und ihm gleichzeitig an Lesefreude gibt. Durch diese ernste Thematik, die in die leichte Liebesgeschichte verstrickt ist, gewinnt das Buch enorm an Qualität und bleibt dem Leser in Erinnerung.

Leider wird „Liebe, Mia, Sevilla“ am Ende der Wind aus den Segeln genommen. Mit Feierlichkeiten und Besuchen aus Deutschland werden noch einige Seiten gefüllt ohne dabei Inhalt zu bieten. Wirklich schade für das ansonsten nahezu perfekte Buch.

Jedes Kapitel wird von einem Zitat aus einem Psychologiebuch eingeleitet. Eine schöne Idee, die wiederrum für Ernsthaftigkeit, aber auch für Abwechslung in diesem tollen Roman sorgt.

„Liebe, Mia, Sevilla“ hebt sich positiv von anderen Chick-Lit-Romanen ab und profitiert von der Ernsthaftigkeit der angesprochenen Thematik. Leider werden zum Ende hin einige Seiten mit irrelevanten Nebensächlichkeiten gefüllt, bevor das Buch zum großen Finale mit tollen Wendungen gelangt.

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