Lassen Kinderaugen leuchtenNeue Kinderbücher

Flucht aus der Unterwelt
Anke_Ackermann
Kester Schlenz

Flucht aus der Unterwelt

Witziges Buch, und dabei so gar nicht gruselig. Leichter Lesespaß ohne anschließende Albträume. 🙂

— Anke_Ackermann

Der magische Blumenladen [4]
danielamariaursula
Gina Mayer

Der magische Blumenladen [4]

Die magische Geschichte über die Blumenmagie geht weiter, allerdings ist dieser Band aus unserer Sicht schwächer, als die Vorgänger

— danielamariaursula

Nicolas Calva - Das magische Amulett
Buchraettin
Jennifer A. Nielsen

Nicolas Calva - Das magische Amulett

Ein gelungener abenteuerlicher Roman aus der Zeit der Römer mit Fantasieanteilen und viel Action.

— Buchraettin

Nachtvogel oder Die Geheimnisse von Sidwell
Yuna_ly
Alice Hoffman

Nachtvogel oder Die Geheimnisse von Sidwell

Schöner Schreibstil :)

— Yuna_ly

Die Konferenz der Osterhasen
CorniHolmes
Barbara van den Speulhof

Die Konferenz der Osterhasen

Eine sehr niedliche und wunderschöne Ostergeschichte. Ein tolles und auch lehrreiches Bilderbuch mit vielen bunten Illustrationen!

— CorniHolmes

Die Muskeltiere und Madame Roquefort
sommerlese
Ute Krause

Die Muskeltiere und Madame Roquefort

Die tierischen Freunde halten zusammen und erleben wieder neue Abenteuer!

— sommerlese

Jack, der Monsterschreck - Den Letzten beißen die Zombies
Buchraettin
Max Brallier

Jack, der Monsterschreck - Den Letzten beißen die Zombies

Das Buch bietet Action, Zombies, Monster, Abenteuer, Freundschaft, ein Baumhaus, Comics. Lesemuffel-müssen – das – mal –Lesen-Empfehlung

— Buchraettin

Ein Junge namens Weihnacht
digra
Matt Haig

Ein Junge namens Weihnacht

Ein typischer Matt Haig. Geschichte für kleine und große Kinder. Mit manchmal tiefgründigen Gedanken.

— digra

Das Buch ohne Bilder
Osilla
B.J. Novak

Das Buch ohne Bilder

Das Buch ohne Bilder ist kein typisches Vorlesebuch. Es enthält keinerlei Bilder, sondern lebt ganz allein durch Schrift und Text.

— Osilla

Mister Lugosi und die verschwundenen Kinder
Wanja
Frank M. Reifenberg

Mister Lugosi und die verschwundenen Kinder

Pepper macht sich auf die Suche nach seiner verschwundenen Schwester - in einem riesigen Adventskalender

— Wanja


Annette Langen

Kinderbuchautorin

7 Tipps an angehende Kinderbuchautoren


Sieben einfache Tipps, die das Leben für angehende Kinderbuchautoren leichter machen können.

    Erscheint Ihnen ‚der Verlag’ als unbekannte Festung? Fragen Sie sich, wie man hineinkommt? Dann lesen Sie weiter. Vielleicht vorab so viel zu mir: Ich kenne sozusagen die beiden Seiten des Schreibtisches, in den 90er Jahren habe ich als Lektorin das Programm eines Kinderbuchverlages aufgebaut. Meine ersten Kinderbücher entstanden bereits neben meiner Arbeit im Lektorat, seit 2000 bin ich ausschließlich Autorin.
    Natürlich kann ich Ihnen nicht versprechen, dass Ihr Manuskript angenommen wird, aber die folgenden Tipps könnten Ihnen das Leben leichter machen.

  1. Wie können Sie Ihre Zeit, Portokosten und auch Ihre Energie sinnvoller einsetzen? Das tun Sie, indem Sie Ihr Manuskript gezielt anbieten. Dabei kann das Online-Verzeichnis der avj helfen. (Die avj ist die Arbeitsgemeinschaft von Jugendbuchverlagen). Es ist für mich die Recherchequelle in der Kinderbuchbranche, denn knapp hundert deutschsprachige Kinder- und Jugendbuchverlage stellen sich darin individuell vor. Ganz wichtig: das Verzeichnis enthält die Vorschauen auf die Verlagsprogramme und nennt z.T. sogar die Ansprechpartner im Lektorat! Des weiteren finden Sie im avj-Verzeichnis einige Tipps und Tricks für Autoren und Illustratoren. Auch wichtige Anschriften und Preise sind darin genannt. Wie gesagt, aus meiner Sicht ‚das’ Verzeichnis überhaupt!

  2. Oft steht auf einer Absage sinngemäß, dass ‚der Titel nicht ins Verlagsprogramm passe’. Aber was genau ist ein ‚Programm’? Das ist die Art oder vielleicht auch die Ausrichtung der Bücher, die ein Verlag verlegt. Manche Programme sind eher modern, cool von der Anmutung, andere wiederum eher süß-niedlich oder wieder ganz künstlerisch. Und – was tun sie jetzt damit? Meine Empfehlung: Versuchen Sie unbedingt ein Bewusstsein für die unterschiedlichen Verlagsprogramme zu entwickeln und Ihren Blick dafür schärfen

  3. Zum Erkennen der Verlagsprogramme eine praktische Übung: Gehen Sie in eine wirklich gut sortierte Kinderbuchabteilung. Nehmen Sie sich Zeit mit.
    - Sehen Sie sich die verschiedenen Titel für die verschiedenen Altersgruppen von einem einzigen Verlag gezielt an. Gut, die Bücher behandeln natürlich unterschiedliche Themen. Aber wo stellen Sie übergreifend gewisse Ähnlichkeiten fest? Was ist die Schnittmenge, die sie gemeinsam haben?
    - Achten Sie dann aufs große Ganze. Wie ist das Gesamtbild des Verlages? Ist es z.B. eher modern-cool oder eher künstlerisch? Werden Titel verlegt, die eher Mainstream sind oder sind sie eher ‚abgehoben’? Sie werden sehen, da gibt es sehr viele verschiedene Ausrichtungen!
    - Sehen Sie sich als Nächstes möglichst viele verschiedenen Kinder- und Jugendbuchverlage im Sortiment//Buchhandel an.

  4. Nun kommt die wesentliche Fragestellung hinzu: Wo würde Ihr Titel in diesem speziellen Sortiment stehen?
    - In welchem Regal?
    - Bei welchen Verlagen würde er stehen?
    - Für welche Zielgruppe?
    - In welches Genre, in welche Sparte fällt er?

  5. Die verschiedenen Verlagsprogramme wahrzunehmen, ist ganz wesentlich dafür, wo Sie später Ihr Manuskript anbieten! Welche Verlage kommen für Sie infrage? Überlegen Sie sich genau, warum Ihr Projekt in dieses oder jenes Verlagsprogramm passt!

  6. Jetzt kommen wir zum nächsten wichtigen Punkt: Man sieht es nicht auf den ersten Blick, doch jeder Verlag bedient im Grunde gekommen etwas wie einen ‚großen Baukasten’ mit lauter verschiedenen Fächern. Oder denken Sie mal an die vielen verschiedenen Kisten eines Gemüsehändlers.
    - Wie genau sehen die Kisten des Gemüseladens im Detail aus? Lassen Sie uns das mal durchspielen: Da gibt es eine Kiste für Birnen, eine für Apfelsinen, eine für Honigmelonen. Schon bei den Äpfeln sehen Sie die weitere Spezialisierung! Denn es gibt eine Kiste für Boskop, eine für Cox Orange, eine für Jona Gold, u.s.w. Ich möchte Ihnen ein Bewusstsein für die bestehenden ‚Fächer’ im Verlagsprogramm vermitteln. Denn ...
    -... entsprechend ist es mit den Verlagsprogrammen auch! Exakt gemäß dieser Genres oder Buchsparten werden die einzelnen ‚Kisten’ oder ‚Fächer’ der Verlagsprogramme bedient. Das beste ist, diese Genres oder Sparten unterliegen keiner Geheimhaltung! Die Websites und/oder die Verlagskataloge und –vorschauen sind ganz stringent danach aufgebaut.
    - Dazu ein Test! Aus dem Verlagsprospekt eines der fünf größten deutschen Kinder- und Jugendbuch Verlage ‚dekliniere’ ich nur mal so zum Vorführen die bestehenden Genres:
    - Minibücher
    o Minibücher, saisonal
    - Pappen, diese wiederum werden nach Altersgruppen aufgebaut
    - Maxi Minibücher (größeres Format)
    o Maxi Minibücher, saisonal
    - Bilderbuch
    - Buch mit CD
    - Vorlesebücher
    o Vorlesebücher Sachbuch
    - Anthologien
    - Erstleser, diese wiederrum nach Stufen aufgebaut
    - Beschäftigungsbücher
    o Saisonale Beschäftigungsbücher
    - Kindersachbuch
    - Minibuch Wissen
    - Bücher zu bestimmten Charakteren/Reihen
    - Kinderromane, hier gestaffelt nach Alter
    - Jugendbücher, auch gestaffelt nach Alter
    - All Age (meist separater Katalog)

    Sie werden sehen, je nach Verlag variiert die interne Aufteilung ein bisschen. Aber grundsätzlich gibt es bestimmte Genres und auch definierte Lesealter, die Ihnen bei die Übersicht erleichtern.
    Jetzt geht es in die Zielgerade: Können Sie sich vorstellen, dass der Verlag zweimal im Jahr den gesamten Baukasten neu bestücken muss? Und zwar alle Fächer? Genau, ich meine mit die Neuerscheinungen. Keines der Felder oder keine Kiste sollte dabei freibleiben (außer ggf. bei den saisonalen Titeln)!
    Damit will ich andeuten, dass der Verlag ständig gezielt Inhalte für die Fächer dieses Baukastens sucht. Dies geschieht allerdings mit mehreren Jahren Vorlauf. Aber je passgenauer Sie etwas passend für eines der Baukasten-Fächer anbieten, um so besser!

  7. Über die Inhalte für ein Begleitschreiben und ein Exposé, wie viel man einreichen soll und ob Agenten sinnvoll sind, darüber ist in der Federwelt sicherlich schon geschrieben worden. Aus meiner Kinderbuchsicht noch Antworten auf zwei Fragestellungen und ein letzter Tipp:
    - Oft habe ich in meinen Verlagsjahren in den Angebotsschreiben sinngemäß als Begründung für den angebotenen Titel gelesen, ‚dass die Geschichte den drei Nachbarkindern und der Oma gut gefallen habe’. Selbst wenn Sie zweihundert begeisterte Zuhörer für Ihre Geschichte haben, würde ich es nicht an den Begleitbrief schreiben. Erfolgversprechender aus meiner Sicht ist es, die Konkurrenzsituation zu kennen. Schauen Sie zuvor gezielt nach: Gibt es neben Ihrem Projekt bereits etwas Vergleichbares zu diesem Thema? In dieser Altersgruppe? Wie hebt sich Ihr Titel positiv von den anderen ab? Das, in einem Satz gefasst, kann im Begleitschreiben eine hilfreiche Information sein.
    - Häufig werde ich auch gefragt, ob Kinderbuch-Autoren Bilder, also: Illustrationen, beibringen sollen. Bei den deutschsprachigen Kinderbuchverlagen weiß ich von einem, der das gezielt wünscht. Doch damit sind dann definitiv keine selbstgemalten Bilder gemeint, sondern sehr hochwertige, künstlerische Illustrationen, die ein Diplom Grafiker/in anfertigt. Die meisten Kinderbuchverlage, mit denen ich zusammenarbeite, suchen selbst gezielt nach Illustratoren. Häufig haben die Verlage auch schon Illustratoren, mit denen sie bereits langfristig zusammenarbeiten. Manche buchen auch Illustratoren über einige Jahre im Vorfeld, obwohl zu diesem Stadium noch kein Manuskript vorliegt. Aber somit sichert sich der Verlag ab, dass er auf geeignete Illustratoren zu einem bestimmten Zeitpunkt zurückgreifen kann.
    - Glückwunsch, Sie stehen kurz davor, Ihr Manuskript an einen Verlag zu senden. Mein Tipp: Wissen Sie, welche Vorgaben dieser Verlag für die Einsendung von Manuskripten macht? Lesen Sie sich das zuvor genau (i.d.R. auf der Verlagswebsite) durch. Die Anforderungen variieren erfahrungsgemäß, doch Sie sollten unbedingt diese Vorgaben für den entsprechenden Verlag entsprechend umsetzen und berücksichtigen.


  8. Ich hoffe, dass Ihnen die sieben Punkte etwas Einblick die eine oder andere Tür in die Verlagswelt öffnen werden, wünsche Ihnen viel Erfolg und dass Sie bald Ihr eigenes Buch in den Händen halten. Oder es im im Display des e-readers sehen können ;). Herzliche Grüße Annette Langen

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