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DDR Literatur und Romane über die DDR

Die Deutsche Demokratische Republik entstand nach dem Zweiten Weltkrieg aus der sowjetischen Besatzungszone im Osten Deutschlands. Die Grenze der DDR wurde zur Front des Kalten Krieges zwischen den kommunistischen Staaten des Ostblocks und den kapitalistischen Westmächten. Zur Hauptstadt wurde das geteilte Berlin, dessen Osthälfte durch die berühmte Berliner Mauer vom Rest der Stadt getrennt wurde. In dem diktatorischen System entwickelten sich, abgeschottet vom Einfluss des Westens, eigene Kunstformen und Erzähltraditionen im Kulturbetrieb der DDR. Unter der starken Kontrolle durch Zensur wurde der Buchmarkt allerdings streng reglementiert. Wer als Autor erfolgreich sein wollte, musste systemkonform sein und seine Bücher gemäß der Ideologie des Marxismus-Leninismus ausrichten. Verfasser von Texten, die Kritik an der Regierung des “Arbeiter- und Bauernstaates” übten, wurden mit Berufsverbot und Haftstrafen bedroht. Trotzdem hat sich in der DDR eine überraschend vielfältige Literaturlandschaft herausgebildet. Wer tiefer in die Thematik eintaucht, findet brillante Romane, sowie inspirierende Kinder- und Jugendliteratur, die Generationen geprägt hat.
Nach Fall der Mauer und der offiziellen Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten wurde auch der Buchmarkt vereint. Heute sind viele Romane der DDR Literatur in Vergessenheit geraten. Die Autoren der damaligen Zeit sind im Vergleich zu den westdeutschen Kollegen in der heutigen Literatur nurnoch selten von Bedeutung. Trotzdem ist die Aufarbeitung der DDR-Zeit in der Literatur ein aktuelles Thema. Nach der Wende sind eindrückliche Romane über die DDR erschienen.
Wir werfen mit euch einen Blick zurück und sammeln in dieser Liste DDR-Literatur und Romane, die die Geschichte der DDR aufarbeiten. Bitte fügt ausschließlich Bücher hinzu, die entweder von Autoren aus der DDR stammen, oder über die DDR berichten. Wir haben einige aktuelle Empfehlungen und fast vergessene Klassiker der DDR Literatur für euch zusammengetragen. Stimmt weiter unten für die besten DDR-Romane ab!

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Unsere Buchtipps über die DDR

Störfall
5. Platz in der Community-Liste

Christa Wolf gehört zu den bekanntesten Autorinnen der DDR-Literatur. Sie war aktives Mitglied der SED und stand wegen ihrer Zusammenarbeit mit der Staatssicherheit nach der Wende in der Kritik, die sie in ihrem Buch “Stadt der Engel oder The Overcoat of Dr. Freud“ verarbeitete. Neben Werken wie “Nachdenken über Christa T.“ oder “Der geteilte Himmel“ gehört die autobiografische Erzählung “Störfall” zu den faszinierendsten Porträts ihrer Zeit. Nach dem Atomunfall im sowjetischen Reaktor in Tschernobyl reflektiert Christa Wolf die schlechten Nachrichten, die sie am Unglückstag erreichen.

Ole Bienkopp
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Der Bauer Ole Bienkopp ist ein Träumer und Idealist. Er weiß was Hunger, Armut und Krieg bedeuten und findet das Glück in den einfachsten Dingen. Seine schöne Frau strebt allerdings nach Höherem und treibt Ole voran. Der Roman von Erwin Strittmatter erzählt die Geschichte von allzu Menschlichem: Liebe, Eifersucht, Gier und Hass. Gleichzeitig ist er ein Porträt des Aufbaus der landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften der DDR und zeigt, wie die Ideale des Sozialismus durch Bürokratie und eingefahrene Ansichten blockiert werden.

Glückskind mit Vater
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Der DDR-Autor und Dramatiker Christoph Hein wuchs in Bad Düben bei Leipzig auf. Sein Durchbruch geland ihm mit der Novelle “Der fremde Freund“, die in Westdeutschland unter dem Titel “Drachenblut“ verlegt wurde. Sein literarisches Werk verarbeitet seine Erfahrungen aus der DDR-Zeit. “Glückskind mit Vater” ist eine Neuerscheinung im März 2016 im Suhrkamp Verlag.

Im Labyrinth der Lügen
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Ute Krause erzählt in dem Kinderbuch “Im Labyrinth der Lügen” die Geschichte von Paul, der in der DDR getrennt von seinen Eltern lebt. Sie sind nach einem gescheiterten Fluchtversucht in den Westen aus dem Gefängnis freigekauft worden und leben ohne Paul in West-Berlin. Wie wird es nun weitergehen? Für Kinder ab 10 Jahren beschreibt die deutsche Autorin Ute Krause Pauls Kinderheit in der DDR und gibt einen persönlichen Einblick, wie das Leben im kommunistischen Teils Deutschland für die Menschen war.

Rummelplatz
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Bis ins Jahr 2007 war der Roman “Rummeplatz“ von Werner Bräunig als Opfer der literarischen Zensur in der DDR nur in Ausschnitten veröffentlicht worden. Das Manuskript entstand zwischen 1960 und 1966, das trotz der Fürsprache der Autorinnen Anna Seghers und Christa Wolf nicht ungekürzt erscheinen durfte. Bräunig erzählt in dem Roman von der “Wismut AG”, dem Uranbergbau-Betrieb im Erzgebirge, in dem sich nach dem Zweiten Weltkrieg die Lebensgeschichten zwischen Ost- und Westdeutschland bewegen.

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    78 Bücher in der Liste | 7 User haben gevotet | Schullektüre · Klassiker · Politik

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