erstellt von
sarah_elise

Die besten Buchtipps zum Indiebookday 2018

Du liebst schöne Bücher? Du hast ein Faible für besondere Geschichten fernab der Masse? Am 24. März ist Indiebookday und der perfekte Anlass, deinen Lieblingsbuchladen aufzusuchen und ein, zwei oder auch mehr Bücher der kleinen, der besonderen, der unabhängigen Verlage zu kaufen.

Die Bücher der kleinen Verlage sind oft mit besonders viel Hingabe und Schaffensfreude gestaltet, doch haben es oft schwerer, ihr Publikum zu erreichen. Daher empfiehlt sich ein Blick auf die Webseite der Kurt Wolff Stiftung, die in ihren Katalogen die Programme der Indie-Verlage zusammenfasst.

Der Indiebookday ist eine wunderbare Gelegenheit, als Bücherfreund*in andere Leser für die literarischen Kostbarkeiten und Kleinode der Indie-Verlage zu begeistern. Der Indiebookday feiert 2018 bereits sein 5-jähriges Jubiläum und konnte seither nicht nur Leser in Deutschland sondern auch in UK, Italien, den Niederlanden, Portugal und sogar Brasilien begeistern.

Unter dem Hashtag #indiebookday kannst du ein Foto von deinen Indie-Fundstücken oder deiner Booktour bei deinen Lieblingsbuchhändler*innen in den verschiedenen sozialen Medien posten und dich mit anderen Bücherbegeisterten austauschen.

In unserer Liste haben wir unsere Indie-Favoriten des Frühjahrs 2018 zusammengestellt. Füge deine Lieblingsbücher der kleinen Verlage hinzu und stimme für sie ab!

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Unsere Buchempfehlungen für den Indiebookday 2018

Nordwasser
1. Platz in der Community-Liste

Ian McGuires abenteuerlicher Roman, der im England des 20. Jahrunderts angesiedelt ist, spinnt sich um die vielleicht größte Naturgewalt unseres Planeten: Das Meer. Das Meer mit seinem rauen Seegang, seinen düsteren Untiefen, unerforschten Bewohnern und seiner rohen Gewalt. Mit einer enormen Sprachgewalt gelingt es dem Autoren die weiten der Weltmeere und die menschlichen Abgründe in Form des gnadenlosen Harpuniers Daxter in all seiner Kälte, Blutigkeit und Brutalität abzubilden. Ein Buch, das mit seinen Motiven und Spiel der Sprache an die Tradition der größten Meeres(be)schreiber Herman Melville, Joseph Conrad und Jules Verne anknüpft.

Traumrakete
21. Platz in der Community-Liste

Im Mittelpunkt des Romans “Traumrakete” von Ruth Cerha steht Dave. Dave lebt ein vermeintlich normales Leben und doch wird er nachts heimgesucht von Träumen, die ihn auf eine Reise in seine eigene Psyche und die Vergangenheit seiner Familie schicken. Die Autorin weiß den Leser mit ihrer Sprachkunst zu begeistern, dem Spiel mit der Wahrheit, der Schwebe des eigenen Bewusstseins und ihrer eindringlichen Schilderung der Traumwelten ihres Protagonisten, der einen mit seiner ganz eigenen Sprache mit auf seine Reise nimmt. Eine Reise, die auch den Leser noch lange umtreiben wird.

Ich hasse Menschen
21. Platz in der Community-Liste

“Wie [Thomas] Bernhards “Holzfällen“ - nur in niedlich“, schreibt Marc-Uwe Kling über Julius Fischers liebenswerte Abschweifung “Ich hasse Menschen“. Julius Fischer hasst nicht nur Menschen, er verabscheut sie. Das fängt schon bei Kleinkindern an, die eigentlich die schlimmsten sind. Ach nee, stimmt ja gar nicht. Noch schlimmer sind ja Pubertierende und Studenten. Ach warte, Berufstätige. Das sind ja doch die allerschlimmsten. Bis auf Agenten, Reiseführer - und Möhrenesser in der Bahn. “Knackknusperknirschschmatz” - Möhrenesser in der Bahn, ja vielleicht sind am Ende wirklich sie die Schlimmsten.

Ich bin eine befreite Frau
18. Platz in der Community-Liste

Unverbesserlich, kunstwütig, schüchtern und provokant; so wirkte Marguerite “Peggy“ Guggenheim, die vielleicht berühmteste Kunstsammlerin der Geschichte, bereits zu Lebzeiten. “Mein Leben ist so eigenartig, es ist kaum zu glauben“, schrieb sie ihrer Freundin Emily Coleman 1935. Eigenartig, so war ihr Leben und ihr Selbst, zu dem Annette Seemann in ihrem Buch das Fenster öffnet. Das Fenster zu ihrer rastlosen Seele, ihrem unbändigen Wunsch nach dem Leben, sich selbst, dem Schreiben und ihrem fortwährenden Scheitern an den eigenen Ansprüchen und der Last ihrer Persönlichkeit. Ein tiefgründiges Portrait einer unkonventionellen großen Persönlichkeit. “Ich bin eine befreite Frau. Ich bereue nichts.” - Ein Gedanke, der tröstet.

Speicher 13
18. Platz in der Community-Liste

Aus der Mitte einer schützenden Dorfidylle in Mittelengland entspringt eine Tragödie. Die 13-jährige Rebecca Shaw kehrt von einer Moorwanderung nicht zurück und nichts ist, wie es war. Das Dorf wird zur Bühne, die eine Verarbeitung der Ereignisse und die Suche nach der Normalität in all der Ungewissheit unmöglich scheinen lässt. Atmosphärisch, mitfühlend und schaurig fragil schildert Jon McGregor in einer Symbiose mit dem Kreislauf der Natur den Kreislauf des Lebens am Beispiel eines Mikrokosmosses. Er blickt hinter die Fassade der Normalität und zeigt schmerzlich genau ihre Risse, ihre Zerbrechlichkeit und das verwundete, verborgene und bisweilen niedere Leben dahinter.

Die Architektur des Knotens
15. Platz in der Community-Liste

Julia Jessens Portrait einer modernen Familie ist die einfühlsame Beschreibung der inneren Ohnmacht und der Sehnsucht nach dem Unperfekten, dem Ausbruch aus dem perfekten Leben. Im Mittelpunkt stehen Yvonne und Jonas. Yvonne sehnt sich, ohne diese Sehnsucht definieren zu können, ihr Ausdruck zu verleihen, sie umreißen zu können. Also flüchtet sie. Auf ein Fest, in eine Bar, in das Bett eines jüngeren Mannes. Es ist die Geschichte eines menschlichen Scheiterns, eine Erzählung des gesellschaftlichen Drucks und des Innenlebens einer zerrissenen Frau. Und es ist eine wunderbare Geschichte des neu Besinnenes und von dem Mut, den es braucht, um bei sich selbst anzukommen.

Singt, ihr Lebenden und ihr Toten, singt
6. Platz in der Community-Liste

Jojo und Kayla leben bei ihren Großeltern an der Golfküste von Mississippi, ehe ihre drogenabhängige schwarze Mutter Leonie sie ins Auto setzt, um mit ihnen gemeinsam den kriminellen weißen Vater der Kinder aus dem Gefängnis abzuholen. Mit klarer poetischer Sprache nimmt uns Jesmyn Ward mit der Familie mit auf eine Reise zwischen Gefahr und Hoffnung, eine Reise mitten ins amerikanische Herz, in die noch immer von Rassismus und Armut geprägte Gesellschaft. Es ist eine epische Roadnovel voller Kämpfe um Würde und Achtung, eine pathologische Untersuchung von Familienbunden, ihrer Kraft, ihren Grenzen und unangenehmen Wahrheiten.

Der Korb გოდორი
27. Platz in der Community-Liste

“Der Korb” ist der letzte Roman des 2009 verstorbenen georgischen Schriftstellers Otar Tschiladse, der in seinen Werken die Seelengeschichte des georgischen Volkes niederschrieb. Otar Tschiladse zeichnet die Familiengeschichte eines einfachen kaukasischen Hirtens, der inmitten der nicht mehr aufzuhaltenden Sowjetisierung des Landes seine Frau erschlägt, die sich mit einer russischen Militärgröße vergnügte, und anschließend sich selbst umbringt. Zurück bleibt ein zweijähriger Sohn, der als Zeuge dieser Brutalität selbst zu einem Gewalttäter heranwächst und für lange Zeit die Geschichte Georgiens mitprägt. Es ist das eindringliche Portrait eines Landes im Umbruch, einer Großfamilie mit all ihrer Düsterkeit und der Suche eines ganzen Volkes nach seiner Identität.

Von der Notwendigkeit, den Weltraum zu ordnen
8. Platz in der Community-Liste

Es sind kluge und umsichtige Geschichten, angesiedelt in der Zwischenwelt von Geschichte und Fantasie, mit denen Pippa Goldschmidt in ihrer Geschichtensammlung begeistert. Ihnen gemein ist die Wissenschaft, darüber hinaus umfassen sie eine Bandbreite von der Relativitätstheorie, Zwischenmenschlichkeit, Antisemitismus und Frauen in der Forschung bis hin zu den Alltagsherausforderungen des naturwissenschaftlichen Schaffens und den größten Fragen und Sehnsüchten der Menschheit sowie der Suche nach der Erkenntnis. Es ist ein wahres Lesevergnügen für alle, die scharfsinnige Sätze und Ideenreichtum zu schätzen wissen und schon immer wissen wollten, wie man klug und mit Witz Oppenheimer, Brecht, Galileo und Einstein in einem Buch umreißen kann.

Trecker kommt mit
8. Platz in der Community-Liste

»Es ist auch viel zu weit für ihn«, hast du gesagt. Und da muss ich lachen, echt jetzt, hahaha. Weil ja wohl jeder weiß: kein Weg ist zu weit für Trecker. [...] »Und dann?«, sagst du. »Was dann?« »Na, dann ist er eben da«, sag ich, »alles wie immer. Du gehst zur Arbeit und ich geh zur Schule. [...] »Er kommt mit«, sag ich, »bewacht das Haus.«

Lautmalerisch und rotzig, rhythmisch komisch und mit dem Fokus auf der kindlichen Unbeschwertheit, den banalen Lösungen erwachsener Probleme, das ist “Trecker kommt mit” von Finn-Ole Heinrich und Dita Zipfel. Die Familie zieht in die Stadt, doch das Kind stellt eine Bedingung. Genau, Trecker kommt mit. Mit gewaltiger Bildsprache und einer authentischen Kinderseele erhellt das liebevoll von Halina Kirschner illustrierte Buch auch jeden noch so doofen erwachsenen Tag.

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