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ValerieLiebtLesen

Juden in der Literatur

Man kann nicht ans Judentum denken, ohne dabei an den Holocaust erinnert zu werden. Was Juden zur Zeit des Nationalsozialismus angetan wurde, ist und bleibt der schlimmste Völkermord in der jüngeren Geschichte. Damit dieses schreckliche Kapitel nicht in Vergessenheit gerät, ist es wichtig sich vor allem mittels Literatur immer wieder daran zu erinnern. Dass modernes Judentum allerdings nicht nur von Erinnerungen an die Shoa geprägt ist, beweisen immer wieder Neuerscheinungen jüdischer Erzähler. Sie zeichnen ein positives und herzliches Bild von jüdischen Gemeinschaften und bereiten uns große Freude beim Lesen. Wir stellen euch in dieser Liste sowohl Bücher vor, die den Holocaust aufarbeiten als auch Bücher, die jüdische Herzlichkeit lesbar machen.
Welche Bücher zum Thema Judentum lest ihr gerne? Sortiert sie weiter unten in die Liste und votet für sie.

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Jüdische Bücher, die uns gefallen

Und du bist nicht zurückgekommen
6. Platz in der Community-Liste

5 Ziffern trägt Marceline Loridan-Ivens auf ihrem Unterarm. 5 Ziffern, die an ihr Schicksal erinnern. Marceline Loridan-Ivens wurde mit ihrem Vater ins Konzentrationslager nach Auschwitz gebracht. Sie überlebte, ihr Vater nicht. Ihr (Leidens-)Bericht “Und du bist nicht zurückgekommen” ist eine Liebeserklärung an ihren Vater – vor allem aber die Geschichte einer Kämpferin. Sie erzählt in ihrem Buch von ihrem Leben im Nachkriegs-Frankreich, von der 68-er Revolution und von Paris im Zeichen der Attentate. Marceline Loridan-Ivens‘ Buch hat uns 2015 nachhaltig beeindruckt.

Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse
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Ganz anders vom Ton her ist Thomas Meyers Roman “Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse”. Mit viel jiddischem (Wort-)Witz schildert der Autor die Liebesgeschichte zwischen Motti Wolkenbruch und seiner Schickse. So werden nicht-jüdische Frauen genannt. Die Beziehung der Beiden ist nicht ganz unproblematisch, schließlich ist Motti orthodoxer Jude und seine Familie, allen voran seine Mutter, erwartet von ihm, dass er ebenso eine jüdische Freundin hat. Doch ausgerechnet in die nicht-jüdische Laura verliebt er sich. Thomas Meyer bedient sich zum Teil ziemlich gängiger Klischees und schafft es doch, die jüdische Kultur erfrischend leicht und anders darzustellen. Für alle, die Jiddisch nicht verstehen, befindet sich im hinteren Teil des Buchs im Übrigen ein Glossar, das die Wörter übersetzt!

Judas
6. Platz in der Community-Liste

Amos Oz zählt zu einem der herausragendsten Schriftsteller unserer Zeit. Seine Bücher wurden allesamt zu Welterfolgen, so auch “Judas“, das 2015 erstmalig in deutscher Übersetzung erschienen ist. Amos Oz versetzt uns nach Jerusalem ins Jahr 1959 kurz vor dem Sechs-Tage-Krieg. Dort schlägt sich der Student Schmuel Asch mehr schlecht als recht durchs Leben. Als er beim geheimnisvollen Mann namens Wald anfängt zu arbeiten, verändert sich sein Leben von Grund auf. Die Beiden unterhalten sich in nächtlichen Gesprächen über den Zionismus, über jüdisch-arabische Konflikte und über die Liebe. Amos Oz beweist auch mit “Judas” was für ein hervorragender Geschichtenerzähler er ist.

Das Buch des Lebens
28. Platz in der Community-Liste

Stuart Nadler erzählt uns in seinem Kurzgeschichten-Band “Das Buch des Lebens“ von seinem Leben mit seiner jüdischen Familie. Das Buch enthält 7 Anekdoten, die allesamt von den grundlegenden Themen des menschlichen Daseins handeln: Liebe, Verrat, Vertrauen und Verlust, Ängste und Traditionen, Identität im Zeichen des Wandels. Äußerst feinfühlig und mit einer ausgereiften Sprache beschreibt Nadler die Personen, Räume und Momentaufnahmen seiner Figuren. “Das Buch des Lebens” ist mal urkomisch, mal herrlich melancholisch – wie das wahre Leben eben!

Zweite Person Singular
28. Platz in der Community-Liste

Sayed Kashua hat sich längst mit seinen tiefgründigen Geschichten, die sich oftmals um den arabisch-jüdischen Konflikt in Israel drehen, einen Namen gemacht. Auch mit “Zweite Person Singular“ erschafft er wieder einmal eine berührende Geschichte. Es geht um 2 arabische Israelis, die sich nichts sehnlicher wünschen, als ihre arabische Identität abzulegen um so zu werden wie ihre jüdischen Freunde. Äußerst kunstvoll und gekonnt verwebt der Autor beide Perspektiven der jungen Männer und erzählt sensibel von der Identitätskrise der beiden. Von großen Hoffnungen und geplatzten Träumen, von der Suche nach einem richtigen Platz im Leben. “Zweite Person Singular” verdient es, größere Aufmerksamkeit zu bekommen.

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