-Favola-

  • Mitglied seit 15.08.2011
  • 50 Freunde
  • 407 Bücher
  • 379 Rezensionen
  • 384 Bewertungen (Ø 4.32)

Rezensionen und Bewertungen

Filtern:
  • 5 Sterne169
  • 4 Sterne172
  • 3 Sterne41
  • 2 Sterne2
  • 1 Stern0
  • Sortieren:
    Cover des Buches Gegen das Glück hat das Schicksal keine Chance (ISBN: 9783737353267)

    Bewertung zu "Gegen das Glück hat das Schicksal keine Chance" von Estelle Laure

    Gegen das Glück hat das Schicksal keine Chance
    -Favola-vor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Estelle Laure nimmt uns mit auf eine Achterbahn der Gefühle, macht halt im Gruselkabinett der Eltern und wirbelt ihre Protagonisten durch
    viel Drama und grosse Emotionen auf wenig Seiten

    Wir steigen an Tag 14 in die Geschichte ein. Das ist der Tag, an dem die Mutter von Lucille und Wren wiederkommen sollte. Normal ist mit Dad verschwunden und so wollte sich Mom eine zweiwöchige Auszeit nehmen, doch sie kommt nicht zurück. Und so muss Lu alles selber in die Hand nehmen. Sie bringt ihre kleine Schwester zum ersten Schultag, geht selber in die Schule und als immer mehr Rechnungen eintrudeln, sucht sie sich einen Job, um diese zu bezahlen. Niemand soll merken, dass etwas nicht stimmt, denn Lu will unbedingt vermeiden, dass sie und Wren getrennt werden.


    Nicht, dass das schon genug Drama für eine ganze Geschichte wäre, nein, Estelle Laure hält für die beiden Mädchen noch einiges auf Lager. Lu ist nämlich in den Zwillingsbruder ihrer besten Freundin verliebt, doch dieser hat schon lange eine Freundin, mit der er gerade Collegepläne schmiedet. Wrens Lehrerin möchte ein Gespräch mit der Mutter und plötzlich ist der Kühlschrank und die Regale aufgefüllt. Das ist zwar auf der einen Seite sehr positiv, denn Lucille geht langsam das Geld aus, doch es ist auch unheimlich, da jemand unbekanntes im Haus war.



    Als Protagonistin war mir Lucille schnell sympathisch. Sie fackelt nicht lange sondern packt an, damit die Probleme aus dem Weg geschaffen werden können. Der Entscheid, niemandem etwas zu sagen, ist auf der einen Seite nachvollziehbar, auf der anderen hätte ich wohl bei der Mutter der besten Freundin Hilfe geholt.
    Ich muss aber zugeben, dass ich als Leser von Lu beeindruckt bin. Plötzlich trägt sie die ganze Verantwortung und weiss genau, wo sie Prioritäten setzen muss. 



    "Gegen das Glück hat das Schicksal keine Chance" ist eine einfühlsame Geschichte, in der nicht aufgegeben, sich an jeden Strohhalm der Hoffnung geklammert und füreinander eingestanden wird.
    Emotional führt die Protagonistin in der ich-Perspektve durch die Geschichte, was einen als Leser auf die Achterbahn der Gefühle mitnimmt.
    Besonders gut haben mir die beiden Schwestern gefallen. Sie haben einen wunderbaren, glaubwürdigen Umgang miteinander und man merkt, dass sie füreinander das Wichtigste sind.



    Meiner Meinung nach wäre bei "Gegen das Glück hat das Schicksal keine Chance" etwas weniger mehr gewesen. Das Buch umfasst gerade einmal 256 Seiten und in diese wurde so viel Drama wie nur möglich gepackt. Mir wäre es lieber gewesen, wenn Estelle Laure die grundsätzlichen Problempunkte etwas genauer beleuchtet und dafür zum Beispiel den letzten Schicksalsschlag weggelassen hätte.



    Auch wenn die Thematik schwer wiegt, ist der Schreibstil von Estelle Laure leicht und locker zu lesen, so dass ich das Buch sehr schnell beendet hatte. Immer wieder werden kleine Lebensweisheiten eingewoben und es wird aufgezeigt, wie wichtig es ist, anderen zu vertrauen und sich gegenseitig zu unterstützen. 



    Fazit:
    "Gegen das Glück hat das Schicksal keine Chance" ist eine eindringliche Geschichte über ein Mädchen, das die Mutterrolle für ihre jüngere Schwester übernehmen muss. Estelle Laure nimmt uns mit auf eine Achterbahn der Gefühle, macht halt im Gruselkabinett der Eltern und wirbelt ihre Protagonisten gehörig durch. Dass diese dabei nicht die Orientierung verlieren, ist wohl nur dem leichten, angenehmen Schreibstil zu verdanken.

    Kommentare: 1
    4
    Teilen
    Cover des Buches Vernichtet (ISBN: 9783649611851)

    Bewertung zu "Vernichtet" von Teri Terry

    Vernichtet
    -Favola-vor 6 Jahren
    Kurzmeinung: In "Bezwungen" werden nach und nach die Puzzleteile von Kylas Vergangenheit aufgedeckt und zu einem runden Ganzen zusammengesetzt.
    eine eindringliche und absolut lesenswerte Dystopie

    Mit "Bezwungen" steigen wir kurz nach dem Ende von Band 2 ein. Kyla steht mit Aiden auf dem Parkplatz vor dem luxuriösen IMET-Gebäude, um ihr Aussehen so zu verändern, dass man sie nicht gleich erkennt. Kyla war Terroristin bei der Free UK, wurde von den Lorder als tot erklärt und soll für MIA als Zeugin auftreten. All diese Fakten müssen erst wieder eingeordnet werden. Kurze Erinnerungen und längere (Alb-)Träume von ihr sorgen dafür, dass wir in der Geschichte schnell wieder Fuss fassen. 
    Kyla soll unter dem Namen Riley Kain in Keswick ein neues Leben beginnen. Dort wird sie im Waterfall House, einer Einrichtung für unter 21-Jährige, wohnen und sich für ein Ausbildungsprogramm anmelden. Das Waterfall House wird von der Frau geführt, die sie als vermisst gemeldet hat. Und so kommt es, dass Kyla nach und nach immer mehr Erinnerungen an ihre Kindheit wieder einfallen. Doch damit verbunden tauchen auch immer mehr Fragen auf, denen sie unbedingt auf den Grund gehen möchte.


    Seit ich Kyla in "Gelöscht" kennengelernt habe, hat sie sich enorm gemacht. Dadurch dass sich immer mehr Puzzleteile um ihre Vergangenheit, um ihre Herkunft zusammenfügen, entwickelt sich ihre Persönlichkeit immer stärker und sie wird zu einer richtigen Kämpferin.Neben Kyla bekommt in diesem dritten Band Aiden mehr Platz. Unaufdringlich ist er für sie eine grosse Stütze und mausert sich zu einem äusserst sympathischen Charakter.
    Zudem ist es nur logisch, dass wir auch im Finale auf Ben treffen. Teri Terry bindet alt bekannte und viele neue Charaktere sehr gut in die Geschichte, so dass ein facettenreiches Gesamtpaket entsteht. Einige hätten sich aber bestimmt einen etwas längeren Auftritt gewünscht.
    Sehr gut gefallen hat mir die ruhige, dichte Atmosphäre. Wie schon in den beiden Vorgängern setzt die Autorin nicht auf Action, doch durch spannende Entwicklungen, unerwartete Wendungen und einige Schockmomente, weiss diese Dystopie dennoch zu faszinieren und fesseln.Sehr positiv fand ich, dass Teri Terry die Liebesgeschichte sehr dezent einbindet, diese jedoch trotzdem sehr wichtig für den Verlauf der Story ist.
    Auch dieses Mal kann ich keine wirklich nennenswerten Kritikpunkte anbringen.Für mich hätte es vielleicht ein nicht ganz so langes Personenregister gebraucht, denn bei einigen Passagen musste man sich doch konzentrieren, um den Überblick zu behalten.

    Teri Terrys Schreibstil ist auch dieses Mal einfach gehalten. Wieder erhalten wir durch die ich-Perspektive Einblick in Kylas Gefühls- und Gedankenwelt, was auch in diesem Abschlussband ein grosses Plus ist. Denn durch das Nachforschen in Kylas Vergangenheit, das Aufdecken vieler Kindheitserinnerungen, wird es für die Protagonistin richtig emotional.

    Fazit:In "Bezwungen" werden nach und nach die Puzzleteile von Kylas Vergangenheit aufgedeckt und zu einem runden Ganzen zusammengesetzt, so dass wir ein überzeugendes Trilogieende erhalten, das mich zufrieden auf eine eindringliche und absolut lesenswerte Dystopie zurück blicken lässt.

    Kommentieren0
    4
    Teilen
    Cover des Buches Aufgeräumt! (ISBN: 9783737355223)

    Bewertung zu "Aufgeräumt!" von Emily Gravett

    Aufgeräumt!
    -Favola-vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: "Aufgeräumt!" von Emily Gravett besticht nicht nur mit wunderbaren Illustrationen und humorvollen Reimen, es überzeugt mit zwei Messages
    wunderbare Illustrationen, humorvolle Reime, wichtige Messages

    Aufräumen ist ein leidiges Thema. Also ich habe zumindest immer einen Kampf, bis Junior endlich einmal seine Sachen wegräumt. Und dabei bin ich selber auch chaotisch veranlagt und so muss eine Lösung gefunden werden, mit der alle zufrieden sind. Und genau das muss auch der Dachs in "Aufgeräumt!" lernen.

    Er verfällt nämlich einem regelrechten Sauberkeitswahn. Nachdem alle Vogelschnäbel geputzt, die Steine poliert und das Laub eingesaugt ist, stört er sich an den kahlen Bäume. Auch diese müssen also weichen. Doch als regnet, kommt die grosse Flut, die Lawinen aus Schlamm hinterlässt. Da holt der Dachs den Bagger und betoniert des ganzen Waldboden zu. Endlich ist alles schön sauber. Doch die Freude hält nicht lange an, dann merkt der Dachs, dass die Würmer und Käfer, sein Lebgericht, und auch sein Bau unter der Betonschicht liegen.

    Dachs realisiert, dass er in seiner Putzwut über das Ziel hinausgeschossen ist und macht sich am nächsten Tag daran, Wald wieder aufzubauen. Nur gut, dass ihm die anderen Waldtiere zu Hand gehen.
    Der Dachs verspricht, nicht mehr aufzuräumen. Aber ob sich alte Verhaltensmuster so leicht ablegen lassen? Wichtig ist vor allem, dass er seine Fehler einsieht und Kompromisse eingehen kann.

    Emily Gravetts neustes Werk ist auf der einen Seite witzig und originell, auf der anderen Seite zeigt es auf, dass es nie gut ist, in ein Extrem zu verfallen, dass man Kompromisse finden muss, mit denen alle Leben können. Und zwischen den Zeilen sieht man auch, was mit der Natur passiert, wenn man ganze Waldstücke rodet und zu viel zubetoniert.

    "Aufgeräumt" ist wirklich ein ganz wunderbares Bilderbuch. Nur schon das Cover ist mit der Ausstanzung ein Hingucker. Auch die Illustrationen im Buch finden grossen Anklang. Mal gibt es Bildabfolgen, dann wieder grosse, doppelseitige Bilder, die Eindruck machen.

    Die Geschichte ist in Reimform geschrieben, was eine ganz eigene Dynamik ins Vorlesen bringt.
    Fazit:"Aufgeräumt!" von Emily Gravett besticht nicht nur mit wunderbaren Illustrationen und humorvollen Reimen, es überzeugt vor allem mit Messages auf zwei Ebenen. Zum einen muss nicht immer alles tadellos aufgeräumt sein, zum anderen ist es wichtig, die Natur auch sich selbst zu überlassen.
    Ein Bilderbuch, das bei gross und klein gut ankommt.

    Kommentieren0
    4
    Teilen
    Cover des Buches Der Sommer, in dem die Zeit stehenblieb (ISBN: 9783596854264)

    Bewertung zu "Der Sommer, in dem die Zeit stehenblieb" von Tanya Stewner

    Der Sommer, in dem die Zeit stehenblieb
    -Favola-vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: "Der Sommer, in dem die Zeit stehenblieb" ist wirklich ein Buch, bei dessen Lektüre die Zeit stehenbleibt.
    eine Geschichte, hinter der mehr steckt, als man zu Beginn denkt

    Zu Beginn lernen wir Juli, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird, und ihre beste Freundin Whoopie kennen. Die beiden ordnen sich selber dem klassischen Nerdtum zu, könnten in vielen Dingen jedoch unterschiedlicher nicht sein. Die beiden ergänzen sich jedoch hervorragend und sind richtig tolle beste Freundinnen. Juli hat einen IQ von 140 und in ihrem Kopf geht oft alles drunter und drüber. Böse Gedanken werden mit einem imaginären Minigolfschläger in ein tiefes Loch geschlagen, unerwünschte Gedanken unter einen braunkarierten Teppich gekehrt. Im Verdrängen ist unsere Protagonistin also eine wahre Meisterin. Wenn ihr dann trotzdem alles zuviel wird, zieht sie sich auf ihre Lichtung zurück. Dort kann sie zur Ruhe kommen .... wenn da nicht plötzlich ein mysteriöser, auffallend gut aussehender Junge auftauchen würde ....

    Die Charaktere sind ganz klar eine ganz grosse Stärke von Tanya Stewner. Juli und Whoopie sind zwei Originale, die einem sofort sympathisch sind. Schön, dass die Autorin dieser Freundschaft auch ins Zentrum rückt.
    Auch die Familie spielt eine wichtige Rolle, doch diese ist leider nicht so intakt. Nach aussen mögen Julis Eltern perfekt wirken, denn sie sind erfolgreich und wohlhabend, doch Juli fühlt sich zuhause nicht wohl. Es ist ihr zu gefühlskalt.

    Die Geschichte liest sich richtig toll. Tanya Stewners jüngstes Werk ist so ein Buch, das man am liebsten an einem Stück verschlingen möchte. Es liest sich locker flockig und weiss vor allem zu überraschen. Cover und Inhaltsangabe versprechen eine süsse Teenie-Lovestory und das bekommt man auch .... aber diese macht nur einen Teil der Handlung aus. "Der Sommer, in dem die Zeit stehenblieb" ist jedoch noch so viel mehr .... es verblüfft und macht nachdenklich. Ich kann das Buch wirklich rundum empfehlen, denn es ist ein richtiges Wohlfühlbuch. Nur gegen das Ende wurde es mir ein bisschen zu viel, ein bisschen zu dramatisch. Doch das ist nur der berühmte Wermutstropfen auf dem heissen Stein.
    Fazit:"Der Sommer, in dem die Zeit stehenblieb" ist wirklich ein Buch, bei dessen Lektüre die Zeit stehenbleibt. Das Buch wird am besten an einem Stück gelesen, denn zwei tolle Freundinnen, eine süsse Lovestory mit einem geheimnisvollen Typen und eine Geschichte, hinter der mehr steckt, als man zu Beginn denkt, ergeben ein richtig tolles Gesamtpaket.

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    Cover des Buches Zimt und ewig (ISBN: 9783737340496)

    Bewertung zu "Zimt und ewig" von Dagmar Bach

    Zimt und ewig
    -Favola-vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: turbulent, charmant, humorvoll Wer diese Wohlfühlbücher noch nicht kennt, sollte dies unbedingt nachholen!
    turbulent, charmant, humorvoll

    Dagmar Bach hatte mich mit "Zimt und weg" und "Zimt und zurück" köstlich unterhalten. Es sind humorvolle Jugendbücher allererster Sahne und ehe man sich versieht, sind die Bücher leider auch immer schon wieder verschlungen. So las ich "Zimt und ewig" mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Auf der einen Seite freute ich mich riesig auf ein neues Abenteuer mit Vicky und war gespannt, wie alles aufgelöst werden würde, auf der anderen Seite ist es schade, dass dann diese tolle Reihe zu Ende ist.
    Auch "Zimt und zurück" ist wieder köstlich unterhaltsam und zaubert einem ein ums andere Mal ein Schmunzeln aufs Gesicht. Wir treffen altbekannte Charaktere und lernen neue kennen. Ganz klar stehen Vicky und Konstantin im Vordergrund. Die beiden sind immer noch ein Paar und Vicky hat sich so langsam daran gewöhnt, einen Freund zu haben und diesen auch zu küssen. Doch dann verbringt Konstantins Ex den Sommer bei ihm und es ist absehbar, dass das zu Missverständnissen und Misstönen zwischen den beiden führt.
    Da Konstantin seit neustem auch mit in die Parallelwelt springt, gibt es natürlich auch zwei Doppelgänger. Schnell wird klar, dass diese irgend etwas im Schilde führen, denn zum einen wird Vicky mit Aufgaben beschäftigt zum anderen herrscht immer ein riesiges Chaos, wenn sie wieder in ihrer eigenen Welt sind. Das ist sehr spannend, aber ich hätte sehr gerne noch etwas mehr über 'Vici' und 'Konsti' erfahren.
    Neben dem tollen Humor sind die Charaktere ganz klar Dagmar Bachs grosse Stärke. Auch in "Zimt und ewig" hat sie wieder eine ganze Bandbreite an Charaktere skizziert und ihnen Leben eingehaucht. Sie sind authentisch, sympatisch, chaotisch oder aber auch etwas durchgeknallt. In diesem letzten Band bekommen auch Vickys Grosseltern mehr Platz, was einen enormen Unterhaltungswert bedeutet.
    Für Vicky hält "Zimt und ewig" einige Hochs und Tiefs bereit. So erlebt sie wunderschöne Dinge, muss aber auch traurige Situationen bewältigen. Nur gut kann sie sich da auf ihre beste Freundin Pauline verlassen. Die beiden sind wirklich ein perfekt eingespieltes Team. Toll fand ich, dass wir Claire  wieder treffen und auch sie ihren Platz gefunden hat.
    Im finalen Band der Zimt-Trilogie ist wirklich einiges los, so dass es oft etwas chaotisch und emotional zu und her geht. Doch Dagmar Bach löst wirklich alle Fragen und bringt ihre Reihe so zu einem runden Ende.Sie bietet einmal mehr eine turbulente, originelle und lustige Geschichte, die man nicht mehr aus der Hand legen möchte und die einen etwas wehmütig zurück lässt, weil die Trilogie nun zu Ende ist. Da bleibt nur zu hoffen, dass es bald etwas Neues aus der Feder von Dagmar Bach zu lesen geben wird.
    Fazit:turbulent, charmant, humorvollIn "Zimt und ewig" wird es turbulent und emotional. Dagmar Bach bringt ihre Zimt-Trilogie zu einem schönen, runden Ende und versüsst einem damit einmal mehr den Alltag mit viel Humor. Wer diese Wohlfühlbücher noch nicht kennt, sollte dies unbedingt nachholen!

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    Cover des Buches So was passiert nur Idioten. Wie uns. (ISBN: 9783733504281)

    Bewertung zu "So was passiert nur Idioten. Wie uns." von Sabine Schoder

    So was passiert nur Idioten. Wie uns.
    -Favola-vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: authentisch, emotional, humorvoll Dieses Buch ist ein richtiger Lesegenuss mit Suchtpotential.
    Lesegenuss mit Suchtpotential

    Vor zwei Jahren konnte mich Sabine Schoder mit ihrem Debüt "Liebe ist was für Idioten. Wie mich" positiv überraschen und begeistern. Selten passiert es mir, dass ich am Morgen erst das Buch beenden muss, bevor ich etwas anderes machen kann. Eigentlich dachte ich ja, dass die Geschichte rund um Viki und Jay abgeschlossen sei, umso mehr freute ich mich, als ich erfuhr, dass ich die beiden nochmals ein Stück begleiten darf.
    Inzwischen sind drei Jahre vergangen, die beiden wohnen gemeinsam in Vikis Wohnung und gelten als das Traumpaar schlechthin. Doch dann schleicht sich bei Viki der Verdacht ein, dass Jay sie betrügt und nachdem sie sein Handy gecheckt hat, schmeisst sie ihn raus.
    Ich muss zugeben, dass ich ganz zu Beginn etwas verwirrt war, denn ein kurzer Prolog spielt neun Tage nachdem Jay im Krankenhaus aufgewacht ist, danach geht es weiter, als Melanie, Vikis beste Freundin nach Hause kommt und die Beziehung schon in die Brüche gegangen ist. Nachdem ich aber zeitlich alles sortiert hatte, konnte der Lesespass in die zweite Runde gehen.
    Wie wir Viki und Jay im ersten Buch kennengelernt haben, agieren sie auch drei Jahre später: stur. Sie setzen sich nicht in Ruhe zusammen und können ihre Befürchtungen, Vermutungen offen legen, sie gehen einander aus dem Weg und verrennen sich in Dinge. Viki sucht bei ihrer besten Freundin Mel Trost und Jay findet bei seinem Kumpel Dave Unterschlupf. Toll finde ich, dass die beiden auch ihre eigenen Kapitel bekommen haben, so dass "So was passiert nur Idioten. Wie uns." aus noch mehr Perspektiven geschildert wird, was absolut abwechslungsreich und unterhaltsam ist. Sehr gelungen und witzig sind übrigens auch die Kapitel aus der Sicht von Kid, dem Hund von Viki und Jay.
    Immer wenn die beiden aufeinander treffen beginnt es zu knistern. Sie spüren, wie sie förmlich zum anderen hingezogen werden, können aber nicht über ihren Schatten springen. Beide blicken auf Schlüsselszenen ihrer Beziehung zurück und überlegen, wie und ob es überhaupt weitergehen soll. So erleben Viki und Jay viele Hochs und Tiefs, ein Missverständnis jagt das nächste und es wird ziemlich chaotisch. Gerade diese Szenen zu zweit bringen sehr viel Spass und schnell entwickelt sich wieder der altbekannte Lesesog, dem man sich einfach nicht widersetzen kann.
    Sabine Schoder versteht es, eine dramatische Liebesgeschichte mit viel Emotionen, aber auch mit einer guten Portion Witz zu erzählen. Dabei kommt sie gänzlich ohne Kitsch aus, was ich richtig erfrischend finde. Dazu kommt ihr toller Schreibstil, der mich wieder begeistern konnte. Sie schreibt auf der einen Seite frech, locker und flüssig, auf der anderen Seite jedoch auch sehr intensiv. Die jugendliche Sprache wird mit bildhaften Metaphern und zum Teil sogar beinahe poetischen, oft sehr kurzen Sätzen angereichert, so dass sich "So was passiert nur Idioten. Wie uns." einmal mehr zu einem richtigen Lesegenuss entwickelt.
    Doch es geht hier nicht nur um die Liebesgeschichte der beiden Protagonisten. Durch die Familiensituation einer Nachbarin wird Viki nochmals in ihre eigene Kindheit katapultiert und muss sich ihrer dunklen Vergangenheit und dem Albtraumbild Vater stellen. Dieser Handlungsstrang gibt dem Buch noch eine zusätzliche Tiefe, so dass "So was passiert nur Idioten. Wie uns" eine runde Sache ist. Bitte mehr davon!
    Fazit:authentisch, emotional, humorvollMit "So was passiert nur Idioten Wie uns." ist Sabine Schoder eine klasse Fortsetzung gelungen. Die Autorin konnte mich wieder mit vielen Emotionen, einiges an Drama, Spannung, einer guten Portion Humor und vor allem ihrem ausserordentlichen Schreibstil begeistern. Dieses Buch ist ein richtiger Lesegenuss mit Suchtpotential.

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    Cover des Buches Beware That Girl (ISBN: 9783733504205)

    Bewertung zu "Beware That Girl" von Teresa Toten

    Beware That Girl
    -Favola-vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: psychologisch, spannend, aufwühlend Geschickt zieht Teresa Toten den Leser mit in ihr Verwirrspiel und weiss zu überraschen.
    psychologisch, spannend, aufwühlend

    "Beware that Girl" soll laut der Rückseite des Buches das "Gossip-Girl"-Milieu mit dem verunsichernden psychologischen  Terrain von "Gone Girl" kombinieren. Beide Titel sind sehr bekannt, gelesen habe ich jedoch keinen von beiden. Trotzdem reizte mich die Geschichte sofort, denn Teresa Toten hat diese zum einen in einer reichen Privatschule und zum anderen im Szenemilieu von New York angesiedelt.
    Das Buch startet mit einem kurzen ersten Kapitel, in dem wir von aussen her einen Blick auf die beiden Protagonistinnen Kate und Olivia werfen können. Dieses macht sofort neugierig und wirft Fragen auf. Danach geht es ein halbes Jahr in die Vergangenheit und wir erfahren Schritt für Schritt, wie es zur Situation am Anfang kam. Die Autorin hat die Story seht geschickt aufgebaut und die Spannung geschürt, so dass man unbedingt dem Geheimnissen auf den Grund gehen muss und das so schnell wie möglich.
    "Beware that Girl" ..... wie der Titel schon sagt, sollte man sich wirklich vor Kate in Acht nehmen. Sie wirkt nämlich völlig kühl und egoistisch und ist sehr intelligent und durchtrieben. Ihr Ziel ist es, an der Elite-Uni Yale angenommen zu werden und dafür braucht sie ein privilegiertes und reiches Leben. Dies soll ihr ihre neue 'Freundin' Olivia ermöglichen, denn diese stammt nicht nur aus sehr betuchtem Hause, sie hat auch einige Probleme, so dass Kate sie einfach manipulieren kann - so hat es zu Beginn zumindest den Anschein.
    Doch nicht nur Kate treibt mit Olivia ihre Spielchen. Recht schnell bekommt man das Gefühl, dass die Autorin auch gerne mit ihren Lesern spielt und bald weiss man nicht mehr so genau, welches Mädchen nun das gute und welches das schlechte ist. Je weiter die Geschichte fortschreitet, umso schwieriger wird es, Kate und Olivia einzuschätzen. Man beginnt zu spekulieren und versucht die Lügen und Beweggründe aufzudecken. Und auch wenn man viele Ideen und Möglichkeiten hat, bleibt das Buch unvorhersehbar und weiss zu überraschen.
    Gegen Ende weicht die psychologisch dichte Spannung leider einem actionreicheren Teil. Kate und Olivia verlieren plötzlich ihre clevere Überlegenheit und handeln impulsiv, ja sogar töricht. Nur gut, dass Teresa Toten den Rank wieder findet und die Geschichte endet in der Anfangsszene, was sehr gelungen ist. Nun wurde endlich Licht ins Dunkle gebracht - oder etwa doch nicht?
    "Beware that Girl" besteht aus vielen kurzen, knackigen Kapiteln, welche den Spannungsbogen noch mehr anziehen und eine tolle Dynamik entwickeln.Erzählt wird aus den Perspektiven der beiden Protagonistinnen und zwar im personalen Stil. Jedes Kapitel enthält in der Überschrift das Datum und den Namen, was einen guten Überblick ermöglicht.
    Fazit:psychologisch, spannend, aufwühlend"Beware that Girl. Sie weiss alles über dich" strotzt nur so vor Lügen, Geheimnissen und Intrigen. Geschickt zieht Teresa Toten den Leser mit in ihr Verwirrspiel und weiss zu überraschen. Das Buch entwickelt einen enormen Lesesog, so dass man es kaum noch aus der Hand legen kann und gerne über den einen oder anderen Kritikpunkt hinwegsieht.(4.5 Sterne)

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    Cover des Buches Die Fabelmacht-Chroniken - Flammende Zeichen (ISBN: 9783401603391)

    Bewertung zu "Die Fabelmacht-Chroniken - Flammende Zeichen" von Kathrin Lange

    Die Fabelmacht-Chroniken - Flammende Zeichen
    -Favola-vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Die Fabelmacht-Chroniken begeistert mit einer genialen Grundidee, dem Flair von Pairs und einer rasanten Handlung.
    rasant, fesselnd, abwechslungsreich

    Wenn man die Inhaltsangabe von "Die Fabelmacht-Chroniken. Flammende Zeichen" liest, schlägt das Bücherherz gleich höher. Bücher über Bücher oder das Schreiben stehen wohl bei allen begeisterten Lesern hoch im Kurs. Wie der Reihentitel schon verrät, geht es hier um die Fabelmacht. Das ist eine Gabe, mit der man durch das Schreiben von eigenen Geschichten die Realität umändern kann. Eine klasse Idee, die mir sehr gut gefallen hat. Ich hätte aber gerne noch etwas mehr über die Fabelmacht erfahren, doch da dies der erste Band ist, wird man bestimmt in der Fortsetzung mehr erfahren. Kathrin Lange ist ja dafür bekannt, dass sie ein grosses Netz auslegt, die Fäden immer in der Hand behält, aber erst im letzten Teil alles zusammenfliessen lässt.

    Die 17-jährige Mila hat sich mit ihrer Mutter gestritten, woraufhin sie sich in den Zug nach Paris setzt um zu einer Freundin zu fahren. Schon auf dieser Reise lässt die Autorin einige Schlüsselelemente einfliessen. So wird Mila von einem alten Mann angesprochen, was sie etwas unheimlich findet und der Leser erfährt, dass die Protagonistin schon immer gerne geschrieben und immer ein Notizbuch dabei hat.


    Das Setting Paris ist beliebt, denn die Stadt verströmt einfach ein tolles Flair. Kathrin Lange schafft es auch dieses Mal, eine dichte Atmosphäre aufzubauen und das Ambiente der Stadt in die Geschichte einfliessen zu lassen.
    Kaum am Gar de l' Est angekommen, geht es erst richtig los. Es beginnt eine regelrechte Jagd durch Paris und Mila gerät nicht nur einmal in Gefahr. Ihr zur Seite stehen zwei Jungs, bei denen sie sich nicht sicher ist, ob sie ihnen vertrauen kann. Doch Mila hat kaum Zeit, diesem Problem auf den Grund zu gehen, denn sie bekommt kaum eine Verschnaufspause und so geht es auch dem Leser. Der versucht nämlich mit dem rasanten Tempo der Geschichte mitzuhalten und gerät in einen regelrechten Lesesog.

    Mit dem Ende dieses ersten Bandes beweist Kathrin Lange wieder einmal, dass sie eine Meisterin ihres Fachs ist. Nach einem grandiosen Showdown könnte "Flammende Zeichen" eigentlich sogar abgeschlossen sein, doch dann ändert ein letztes Wort wieder alles, so dass man gespannt auf die Fortsetzung wartet.

    "Die Fabelmacht-Chroniken" ist abwechslungsreich, spannend und gut durchdacht.  Manchmal überwog der letzte Punkt leider etwas, denn die Geschichte wirkte auf mich ab und zu etwas zu konstruiert.



    Fazit:
    rasant, fesselnd, abwechslungsreichMit „Die Fabelmacht-Chroniken. Flammende Zeichen“ ist Kathrin Lange ein toller Auftakt zu ihrer neuen Fantasyreihe gelungen. Dieser begeistert mit einer genialen Grundidee, dem Flair von Pairs und einer rasanten Handlung, die einen kaum zur Ruhe kommen lässt.Zwar wirken einige Sequenzen etwas zu konstruiert, doch ich bin mir sicher, dass die Fortsetzung noch einige (böse) Überraschungen für Mila bereit hält.

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    Cover des Buches Das Lied der Krähen (ISBN: 9783426654439)

    Bewertung zu "Das Lied der Krähen" von Leigh Bardugo

    Das Lied der Krähen
    -Favola-vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Mit "Das Lied der Krähen" ist Leigh Bardugo eine Fantasy-Gaunerschichte par excellence gelungen.
    facettenreich, genial, explosiv

    "Six of Corows" ist in den USA ein Nr.-1-Bestseller und so ist die Begeisterung für dieses Buch schon vor einiger Zeit auch in den deutschsprachigen Raum übergeschwappt. Es ist also kein Wunder, dass die Vorfreude auf die deutsche Übersetzung gross war. "Das Lied der Krähen" spielt zwar in der gleichen Welt wie die Grischa-Trilogie von Leigh Bardugo, doch sind diese Bücher keine Voraussetzung für den Lesegenuss in Ketterdam. Zwar könnte ich mir gut vorstellen, dass einem der Einstieg in das Buch etwas leichter fällt, wenn man "Grischa" kennt, doch wenn man als Bardugo-Anfänger etwas Geduld mitbringt, entfaltet sich schnell die Faszination dieser fantastischen Welt.
    In einem Interview hat die Autorin zugegeben, dass sie ein grosser Fan von "Ocean's Eleven" ist und so unbedingt eine Fantasy-Gaunergeschichte schreiben wollte. Dies ist ihr mit "Das Lied der Krähen" wirklich gelungen!
    Kaz Brekker ist ein gewiefter und skrupelloser Dieb, der sich als Dirtyhands einen Namen gemacht hat. Als er einen schier unlösbaren Auftrag bekommt, schart er eine bunt gemischte Truppe um sich, mit der er einen wichtigen Mann aus dem ausbruchsicheren Eistribunal entführen will.
    Kaz ist zwar Drahtzieher und Kopf der sechs Krähen, doch die Geschichte wird aus insgesamt fünf Perspektiven erzählt. So bekommt jeder Charakter eine enorme Tiefe und gekonnt verwebt Bardugo die verschiedenen Sichtweisen und lässt geschickt in die Vergangenheit der Krähen zurückblicken. Jeder hat ganz bestimmte Talente, weswegen er bei dem Coup dabei ist, doch alle haben auch ihr Päckchen zu tragen, jeder Charakter muss mit seinem eigenen Dämonen fertig werden.
    Die Autorin versteht es, ihren Figuren Leben einzuhauchen und obwohl die Schurken alle ihre Macken haben, schliesst man sie schnell ins Herz.
    "Das Lied der Krähen" besticht ausserdem mit einer ausserordentlich dichten Atmosphäre. Wir starten in den Strassen der Hafenstadt Ketterdam, stechen dann in See und machen uns dann auf den beschwerlichen Weg im eisigen Fjerda.Zu Beginn widmet sich Leigh Bardugo vorwiegend ihren Charaktere und der Dynamik der Gruppe, denn die ist so zusammengewürfelt, dass sie ein grosses Konfliktpotential birgt. Überraschende Wendungen sorgen dafür, dass Kaz' Masterplan immer wieder über den Haufen geworfen wird und als Leser fragt man sich nicht nur einmal, wie viele Asse er noch im Ärmel hat.
    Sobald man sich in Ketterdam und seinen zwielichtigen Gestalten etwas auskennt, reisst einen diese abenteuerliche Geschichte mit sich. Gekonnt wird der Spannungsbogen angezogen und im Eistribunal wird viertelstündlich die Perspektive gewechselt, so dass man das Buch bestimmt nicht mehr aus der Hand legen kann. Das Ende ist richtig klasse gemacht und endet zwar nicht mit einem fiesen Cliffhanger, aber doch so, dass man unbedingt sofort weiterlesen möchte.
    Fazit:facettenreich, genial, explosivMit "Das Lied der Krähen" ist Leigh Bardugo eine Fantasy-Gaunerschichte par excellence gelungen.Sie trumpft vor allem mit sechs aussergewöhnlichen Charaktere mit Tiefe auf, doch auch der mitreissende, ausgeklügelte Plot steht dem in nichts nach. Eine dichte Atmosphäre, ein erstklassiger Schreibstil und ein Schuss Sarkasmus runden das Ganze zu einem einmaligen Leseerlebnis ab. Unbedingt lesen!

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    Cover des Buches Fangirl (ISBN: 9783446257009)

    Bewertung zu "Fangirl" von Rainbow Rowell

    Fangirl
    -Favola-vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Rainbow Rowell konnte mich mit ihren facettenreichen Charaktere und deren Entwicklung faszinieren und mit ihrem tollen Schreibstil fesseln.
    ein ruhiges Buch mit viel Tiefgang und einer guten Portion Humor

    Cath und Wren sind eineiige Zwillinge. Charakterlich sind sie zwar recht verschieden, doch sie ergänzen sich sehr gut. So haben sie gemeinsam Fanfiction geschrieben und auch sonst sind sie immer Seite an Seite durchs Leben gegangen. Wo Wren war, war auch Cath. Doch jetzt beginnt für die beiden ein neuer Lebensabschnitt, sie gehen ans College. Und diese Zeit möchte Wren alleine bestreiten und sich vor allem so richtig ausleben. Wren möchte feiern und Jungs kennenlernen, das Studentenleben in vollen Zügen geniessen.
    Cath ist da ganz anders. Für sie ist es nur schon schlimm, das Zimmer mit einem fremden Mädchen zu teilen. Am liebsten würde sie sich den lieben langen Tag verkriechen und allen Menschen aus dem Weg gehen. Viel lieber schwelgt sie in der Fantasywelt ihres Lieblingsbuches und schreibt mit diesen Charaktere ihre eigene Fanfiction-Geschichte. Doch dann realisiert sie, dass sie sich ihrem Leben stellen und lernen muss, mit der Realität klarzukommen.
    "Fangirl" ist ein sehr ruhiges Buch, das mich auch ohne Action und ohne aufgebauschtes Drama völlig fesseln konnte. Rainbow Rowell setzt ihren Schwerpunkt ganz klar auf ihre Charaktere, deren Entwicklungen und Beziehungen untereinander. So sind die Personen liebevoll ausgearbeitet und wirken authentisch. Sie alle haben nämlich nicht nur Träume sondern auch Probleme und Macken. Die meisten Charaktere habe ich sofort ins Herz geschlossen, mit einzelnen musste ich mich etwas länger auseinander setzen, bis sie mir sympathisch waren.
    Die Geschichte spielt grösstenteils auf dem Collegegelände. Doch Cath und Wren haben auch eine nicht ganz einfache Vergangenheit zu bewältigen. Ihre Mutter hat sie nämlich verlassen und will nun plötzlich wieder Kontakt mit ihren Töchtern. Auch diese Familienproblematik und wie unterschiedlich die beiden Teenager damit umgehen, hat Rainbow Rowell hervorragend und glaubwürdig umgesetzt.
    Ausserdem konnte die Autorin auch mit der Liebesgeschichte bei mir punkten. Diese bahnt sich nämlich langsam und nicht übertrieben an und fügt sich genau richtig in das Gesamtkonstrukt ein. Wo es mir in den meisten Jugendbüchern oft zu schnell und zu emotional geht, habe ich mich hier einfach wohl gefühlt und mich auf jede romantisch angehauchte Szene gefreut.
    Rowell schreibt sehr angenehm und lässt eine gute Portion Humor einfliessen. So fliegt man mit einer charmanten Leichtigkeit durch die Seiten und kann das Buch kaum noch aus der Hand legen. Die eigentliche Geschichte wird immer wieder mit einer Passage Fanfiction aufgemischt, so dass man weiss, in welcher Welt Cath so oft in Gedanken ist. Zudem schüren diese Abschnitte auch die Neugierde auf das Spin-off "Aufstieg und Fall des ausserordentlichen Simon Snow ".
    Fazit:"Fangirl" ist ein ruhiges Buch mit viel Tiefgang und einer guten Portion Humor. Rainbow Rowell konnte mich mit ihren facettenreichen Charaktere und deren Entwicklung faszinieren und mit ihrem angenehm leichten und humorvollen Schreibstil fesseln. Ich freue mich schon auf mehr von der Autorin.(4.5 Sterne)

    Kommentieren0
    0
    Teilen

    Über mich

    Mama, Bibliothekarin, Bücherwurm, Sammlerin, kreative Chaotin, . . . liebt Erdbeeren, Sonnenschein, lachen, gemütliches (Vor-)Lesen auf dem Sofa ...

    Lieblingsgenres

    Kinderbücher, Science-Fiction, Fantasy, Jugendbücher

    Mitgliedschaft

    Freunde

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks