-Leselust-

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    Cover des Buches Vielleicht solltest du mal mit jemandem darüber reden (ISBN: 9783446266049)

    Bewertung zu "Vielleicht solltest du mal mit jemandem darüber reden" von Lori Gottlieb

    Vielleicht solltest du mal mit jemandem darüber reden
    -Leselust-vor 2 Tagen
    Kurzmeinung: Ein großartiges Buch über Psychotherapie und übers Menschsein. Schon jetzt ein Jahreshighlight für mich. Große Empfehlung.
    Großartiges Buch über Psychotherapie

    Kurzmeinung:

    "Vielleicht solltest du mal mit jemanden darüber reden" von Lori Gottlieb ist ein großartiges Buch über Psychotherapie und übers Menschsein. Für mich schon jetzt ein Jahreshighlight!



    Meine Meinung:

    Ich bin von diesem Buch so sehr begeistert, dass es mir schwer fällt, die richtigen Worte dafür zu finden. Das Buch ist mit seinen über 500 Seiten nicht gerade kurz, aber ich habe jede Seite geliebt und für mich hätte das Buch gern noch 500 Seiten länger sein können. 


    Lori Gottlieb ist Psychotherapeutin in den USA und berichtet von ihrem Berufsalltag. Sie stellt mehrere ihrer Patienten vor und wir dürfen ihre Entwicklung in der Therapie verfolgen. Außerdem macht Gottlieb selbst eine Krise durch, nach dem sich ihr langjähriger Lebenspartner für sie überraschend von ihr getrennt hat, was sie veranlasst, sich selbst in Therapie zu begeben. Und so erhält man als Leser*in auch Einblicke in ihre Therapiesitzungen mit ihrem Therapeuten Wendell. Außerdem erzählt Gottlieb auch aus ihrer Biografie, stellt ihren Lebensweg dar. Wie sie zunächst Drehbücher in Hollywood gelesen hat, schließlich Medizin studierte und lange mit sich haderte, ob sie Schriftstellerin oder Ärztin sein will, bis sie schließlich in der Therapieausbildung ihre Berufung fand, das Schreiben jedoch nicht aufgab. 


    Ich konnte für mich aus dieser Lektüre sehr viel mitnehmen. Das Buch stellt Menschen und ihre Krisen und Probleme dar, ohne sie jedoch  bloßzustellen. Gottlieb erzählt sehr einfühlsam und wertschätzend von universelle Probleme, die in der ein oder anderen Form jede*r kennt. Es geht um Verlust und Trauer, um Liebe und Angst. Angst vor Veränderung, vor dem Tod. 

    Sie stellt dar, wie sich die Patienten in der Therapie selbst besser kennen lernen, ihre eigene Geschichte verstehen lernen und wie sie ihre jeweiligen Erlebnisse geprägt haben. 

    In vielen der angesprochenen Themen habe ich mich auch selbst wiedererkannt und das Buch hat mir viel Stoff zum Nachdenken und Anstoß zur Selbstreflexion gegeben. Es ist aber kein Ratgeber oder Selbsthilfebuch. Aber es leistet einen Beitrag dazu, die Themen Therapie und psychische Krankheiten zu entstigmatisieren. Gottlieb zeigt, dass Therapie harte Arbeit ist, aber auch Spaß machen kann und eine wertvolle Erfahrung sein kann, die das Leben verändert. 


    Fazit:

    Ich möchte eine ganz große Empfehlung für "Vielleicht solltest du mal mit jemanden darüber reden" von Lori Gottlieb aussprechen. Das Buch ist unterhaltsam, tief bewegend, zum Weinen und zum Lachen. Es bietet viel Stoff zum Nachdenken und zur Selbstreflexion. Gottlieb gibt Einblick, was eigentlich in einer Psychotherapie passiert, und lässt sie dadurch ihren Schrecken verlieren. Sie spricht die universalen Themen des Menschseins an und gibt einem das Gefühl, mit seinen Sorgen und Problemen nicht allein zu sein und mach Hoffnung, dass es immer einen Ausweg geben kann. Und sie zeigt, dass Hilfe anzunehmen keine Schande ist. 

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    Cover des Buches QualityLand (ISBN: 9783863912239)

    Bewertung zu "QualityLand" von Marc-Uwe Kling

    QualityLand
    -Leselust-vor 3 Tagen
    Kurzmeinung: Ein großartiger Comic und eine gelungene Umsetzung der Romanvorlage. Politisch, kritisch und mit sehr viel Humor.
    Großartiger Comic!

    Kurzmeinung:

    QualityLand Band 1 von Marc-Uwe Kling und Zachary Tallent ist ein großartiger Comic, der der Romanvorlage mehr als gerecht wird. Absolute Empfehlung!


    Meine Meinung:

    In QualityLand entwirft Kling eine sehr düstere Zukunftsvision. Menschen werden in der Arbeitswelt von Maschinen verdrängt, rechte und rassistische Parteien sind auf dem Vormarsch und das Denken übernimmt für viele Menschen ein Algorithmus. Das Leben ist in sehr vielen Bereichen fast fremdbestimmt und das Erschreckendste: Die Menschen geben ihre Verantwortung anscheinend freiwillig und sogar gerne ab. Der monopolistische Internetshop TheShop liefert Produkte schon nach Hause, bevor man überhaupt weiß, dass man etwas will. Und der Traumpartner wird von QualityPartner für uns ausgewählt.

    Spannend ist dabei, dass diese Zukunftsvisionen nicht sehr weit hergeholt scheinen, sondern nur die aktuellen Entwicklungen konsequent weitergedacht werden. Und so bleibt mir das das Lachen so manches Mal fast im Halse stecken.

    Genau wie die Romanvorlage hat mir auch der Comic QualityLand von Marc-Uwe Kling und Zachary Tallent unglaublich gut gefallen. Es ist die perfekte Ergänzung zum Roman. Der Inhalt ist sehr gut visuell umgesetzt. Die Bilder passen genau zu der Geschichte und die Figuren sind toll getroffen, finde ich. Ich habe wirklich jede Seite genossen.

    Auch im Comic ist die Geschichte wieder eher episodenhaft erzählt und wir verfolgen in kurzen Kapiteln das Leben verschiedener Figuren.
    Die einzelnen Erzählstränge der verschiedenen Personen werden durch Kapitel mit Informationen über das Land QualityLand oder Seiten mit Werbung und Zeitungsartikeln inklusive passenden Internetkommentaren unterbrochen. Echt genial war die Umsetzung der "Werbeseiten", die im großen und bunten Layout einfach noch stimmiger sind, als im Roman, und hier wirklich noch mehr überzeugen. Für mich ist diese Geschichte immer noch die perfekte Kombination aus politischem Kommentar, dystopischer Zukunftsperspektive und jeder Menge Humor. Im Comic wird dieser tolle Inhalt noch ergänzt durch schöne Bilder und ein tolles, gut zu lesendes Lettering.

    Der Comic ist für Leser*innen geeignet, die den Roman schon kennen, und genauso gut für Leser*innen, die hier zum ersten Mal in die Welt von QualityLand abtauchen wollen. 

    Fazit:
    Marc-Uwe Kling hat es einfach wieder geschafft. Der QualityLand Comic ist großartige Unterhaltung. Politisch, aktuell, kritisch und dabei sehr witzig! Die visuelle Umsetzung der Romanvorlage ist perfekt gelungen. Ich kann diesen Comic wirklich jeder und jedem empfehlen.
    Einziger Wermutstropfen ist, dass der Comic mit so einem gemeinen Cliffhanger endet und ich jetzt so lange auf die Fortsetzung werde warten müssen.



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    Cover des Buches Schöner als überall (ISBN: 9783518469958)

    Bewertung zu "Schöner als überall" von Kristin Höller

    Schöner als überall
    -Leselust-vor 19 Tagen
    Kurzmeinung: Über Freundschaft, erste Liebe und die Suche nach sich selbst
    Über erste Liebe, Freundschaft und die Suche nach sich selbst

    Kurzmeinung: 

    In Schöner als überall erzählt Kristin Höller eine Geschichte über Freundschaft, die erste Liebe und die Heimat, die mit der eigenen Vergangenheit durchmischt ist. Zwischendurch hatte ich so meine Schwierigkeiten mit der Geschichte, aber der Schreibstil hat mir insgesamt sehr gefallen und das Ende hat mich auch wieder mit dem Buch versöhnt. 


    Meine Meinung:

    In dem Schöner als überall von Kristin Höller geht es um Martin und Noah, die ganz plötzlich aus der Großstadt zurück in ihre Heimat fahren. Der eine ist ein Schauspieler, der sich nach dem ersten und einzigen großen Erfolg in seinem Ruhm sonnt und auf die nächste Chance wartet. Der andere ist Student, weiß noch nicht genau, was er will und hat die Rolle des Anhängsels seiner Freundes übernommen. Die beiden kennen sich seit ihrer Kindheit. Nach einer im Rausch begangenen Dummheit fliehen die beiden aus München zurück in den kleinen Ort, in dem sie aufgewachsen sind.

    In der Geschichte geht es um Freundschaft, erste Liebe, Heimat und Identität. Das Buch hat mir sehr gefallen, auch wenn ich zwischendurch ein paar Schwierigkeiten mit der Geschichte hatte. Da konnte ich  einige Gedanken nicht ganz nachvollziehen. Irgendwie war mir alles ein bisschen zu fokussiert auf die immer selben Gedankenkreise, die ich ehrlicherweise auch nicht immer ganz nachvollziehen konnte, bzw ihre alles erschütternde Bedeutung nicht erkennen konnte, der es in der Geschichte beigemessen wurde.

    Aber der Schreibstil ist wirklich sehr besonders und hat mir sehr gefallen. Und das Ende hat mich wieder absolut mit dem Buch versöhnt.

    Es geht um die erster Liebe, um eine Emanzipation vom besten Freund und um eine Reise zurück in die Heimat, an dessen Ende der Protagonist sich ein Stück weit selbst gefunden hat.

    „Da habe ich nur das Nötigste genommen, also Handy, Geld, eine Packung NicNacs und sonst nichts, weil mir nie einfällt, was mir wichtig ist, wenn es darauf ankommt.“ (S.18 aus "Schöner als überall")


    Fazit: 

    Schöner als überall von Kristin Höller hatte für mich erzählerisch einige Schwächen, die Geschichte hat mich ingesamt aber überzeugt und ich habe sie gern gelesen. Besonders der Schreibstil hat mir sehr gefallen. Kein Highlight, aber eine solide Geschichte über die erste Liebe, Freundschaft und die Suche nach sich selbst, die ich durchaus empfehlen kann. 

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    Cover des Buches Wenn das noch geht, kann es nicht so schlimm sein (ISBN: 9783518470732)

    Bewertung zu "Wenn das noch geht, kann es nicht so schlimm sein" von Benjamin Maack

    Wenn das noch geht, kann es nicht so schlimm sein
    -Leselust-vor einem Monat
    Kurzmeinung: Sehr bewegendes Buch über das Leben mit und die Behandlung von schweren, wiederkehrenden Depressionen.
    Bewegender Einblick in das Leben mit Depression

    Kurzmeinung:
    Wenn das noch geht, kann es nicht so schlimm sein von Benjamin Maack ist eine intensive, teilweise beklemmende Lektüre, in der der Autor seine Erfahrungen mit schweren Depressionen, Selbstmordgedanken und die Behandlung während diverser Klinikaufenthalten schildert.

    CN: Depressionen, Selbstmordgedanken


    Meine Meinung:
    In diesem Buch "Wenn das noch geht, kann es nicht so schlimm sein" berichtet der Autor Benjamin Maack von seinem Leben mit schweren Depressionen und deren Behandlung in der Psychiatrie. Er berichtet von Selbstmordgedanken, von großer Verzweiflung, von Selbsthass und absoluter Leere. Das ist sehr bewegend, sehr eindrücklich und teilweise nur schwer zu ertragen. Es hat mir diese Krankheit aus Patientensicht noch einmal viel näher gebracht und einen Eindruck vermittelt, wie es Lehrbücher nicht können.
    Maack schildert seine persönlichen Eindrücke, teilweise in ausführlichen erzählenden Passagen, teils in Gedichten, teils nur in Gedankenfetzen oder mehreren Seiten, auf denen nur "funktionieren" steht.
    Diese Form finde ich perfekt gewählt, um nicht nur durch die Erzählungen an sich, sondern auch durch Gestaltung und Schreibstil ein Gefühl für die Krankheit zu vermitteln. Die teilweise zusammenhangslosen Satzfetzen, die Gedankenabbrüche mitten im Satz. Das macht es nicht unbedingt leicht zu lesen, vermittelt aber ein gutes Bild von den Symptomen einer Depression, wie ich es auch bei Patienten erlebe.

    Dieses Buch bietet keine zusammenhängende Geschichte mit interessanten Charakteren und klassischem Spannungsbogen oder Plot. Wer so etwas erwartet, wird enttäuscht werden. Dafür gewährt einem Benjamin Maack sehr persönliche und bewegende, echte Eindrücke aus seinem Krankheits- und Genesungsprozess.

    Teilweise ist dieses Buch durch die Form etwas schwerer zu lesen, als ein auf Storytelling ausgelegter Roman. Dafür sind diese Episoden und Eindrücke aber wirklich interessant und gerade der außergewöhnliche Stil macht es zu einem besonderen Leseerlebnis. Maack lässt einen ganz nah ran, nicht an die schöne Hollywood Depression, sondern an die echten Gefühle bzw. die Leere.

    Maack berichtet von seinem Leben mit Depressionen und den Auswirkungen auf sein Berufsleben, sein Familienleben, seine Hobbys und Freundschaften. Er erzählt von verschiedenen Therapieformen, verschiedenen Medikamenten. Von Fortschritten und immer wieder auch von Rückfällen und schweren Krisen. Er gewährt Einblicke in Gedanken voller Selbsthass und Selbstzerstörungswut. Auch seine Selbstmordphantasien werden ausführlich und eindrücklich geschildert. Hier möchte ich eine Warnung aussprechen, dass dies teilweise schwer auszuhalten ist und eigene Gedanken triggern kann. Ich empfehle, genau zu überlegen, ob ihr in der Verfassung seid, so ein Buch zu lesen.

    Das Buch erzählt aber nicht nur von Trauer, Leere und Verzweiflung, sondern auch immer wieder von Hoffnung und enthält auch viele tragikomische Elemente. Teilweise musste ich schmunzeln, wenn zB der Autor beschreibt, wie er mit den Mitpatienten an einem besonders schwierigen Puzzle mit einem Delfinmotiv sitzt. „Die Delfine machen alles schwieriger. Wir sitzen um das Puzzle mit all seinen weichgezeichneten Lila- und Blautönen, die Köpfe gesenkt, die Augen verkniffen, erstaunt, wie schwer das ist und irgendwer sagt -Delfintherapie“ (Aus "Wenn das noch geht, kann es nicht so schlimm sein", S.132).


    Fazit:
    Wenn das noch geht, kann es nicht so schlimm sein von Benjamin Maack ist eine intensive, bewegende Lektüre, die Einblicke in das Leben mit schweren, wiederkehrenden Depressionen und deren Behandlung gibt. Der ganz besondere Stil des Buches lässt einen tief eintauchen und macht dieses Buch zu einem einzigartigen Leseerlebnis. Dennoch ist das Buch nicht für jede*n geeignet, da es sehr explizit Selbstmordgedanken darstellt.
    Wer sich stabil genug für die Lektüre fühlt und die Krankheit Depression besser verstehen lernen möchte, dem sei dieses Buch sehr ans Herz gelegt

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    Cover des Buches Superbusen (ISBN: 9783546100014)

    Bewertung zu "Superbusen" von Paula Irmschler

    Superbusen
    -Leselust-vor einem Monat
    Kurzmeinung: Authentisch, witzig, cool. Voller Musik, starker Frauenfreundschaften, 90er vibes und vielen wichtigen Themen. Absolute Leseempfehlung.
    Frauenpower meets 90er vibes meets Girlband

    Kurzmeinung:
    Ich gebe volle 5 Sterne für Superbusen von Paula Irmschler, denn ich habe jede Seite geliebt. Die Geschichte steckt voller Studiumsnostalgie, Sisterhood, Musik, weiblicher Freundschaften und weiblicher Vorbilder. Und generell einfach jeder Menge Frauenpower. Das Buch lässt sich sehr schnell durchlesen und macht einfach Spaß. Es ist wirklich, wie es auf dem Cover steht: wie ein Gespräch mit der besten Freundin. Und wie nebenbei behandelt es noch jede Menge wichtiger Themen. Eine absolute Leseempfehlung von mir.


    Meine Meinung:
    Oh wie habe ich dieses Buch geliebt. Margarete Stokowski verspricht: "Paula Irmschler lesen ist wie Saufen mit der besten Freundin, aber ohne Kater." Und es stimmt.
    Das Buch ist voll von Studiumsnostalgie, Sisterhood, Musik, weiblicher Freundschaften und weiblicher Vorbilder. Und generell einfach jeder Menge Frauenpower.
    Es geht um Gisela, die eigentlich gar nicht Gisela heißt. Aber das ist eigentlich auch nicht so wichtig. Sie zieht von Berlin zurück nach Chemnitz und dort werden Erinnerungen an ihre Studentenzeit wach. In Rückblicken wird von ihrem Studentenleben, ihrern Freundschaften und natürlich von ihrer Band Superbusen erzählt.

    In dem Buch steckt so unglaublich viel Nostalgie, von der ich mich gern habe anstecken lassen. Die Autorin und ich sind ungefähr ein Jahrgang und als sie von der Jugend der Protagonistin zwischen Britney, Backstreet Boys, Aqua, Bravo, Tattooketten und Lollis, die man in prickelndes Brausepulver tunkt schreibt, habe ich mich sofort in meine Jugend zurückversetzt gefühlt. Und einen weiteren super Nostalgieschub gab es, als sie vom Studentenleben schreibt. Vom Ausziehen bei den Eltern, einer neuen Stadt, neuen Freunden, politischen Diskussionen an klebrigen WG Küchentischen, von Pfeffi, von Parties, wegen denen man es nicht zur 9.15 Vorlesung schafft. Von Idealismus, dem Drang, die Welt zu verändern. Von Geldnot und ätzenden Nebenjobs.

    Das Buch lässt sich sehr schnell durchlesen und macht einfach Spaß. Es ist wirklich, wie es auf dem Cover steht: wie ein Gespräch mit der besten Freundin. Es ist nicht gerade Hochliteratur, aber das will es ja auch gar nicht. Es ist einfach coole Unterhaltung mit Themen, die mich sehr interessiert und angesprochen haben. Denn es geht nicht nur ums Feiern und Musik.
    Es geht auch um verschiedene Lebensentwürfe. Mit Partnerschaft, ohne. Mit Kind und ohne. Karriere. Um das auf der Suche Sein. Es geht um Menstruation, Sexismus, Übergriffe von Dozenten und fremden Typen beim Feiern. Um (ungewollte) Schwangerschaften und um politisches Engagement. Und es geht um Freundschaft und Zusammenhalt.


    Dieses Buch kam für mich mit genau den richtigen Themen genau zur richtigen Zeit und war einfach die perfekte Lektüre für mich. Es hat mich wehmütig an meine Studentenzeit denken lassen (auch wenn die eigentlich noch gar nicht so lange her ist) und ich habe große Lust bekommen, sofort auch eine Band zu gründen. Und wenn das nicht klappt, dann doch wenigsten sofort meine beste Freundin anzurufen und gemeinsam eine "Gisela" auf tolle Frauenfreundschaften zu trinken.

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    Cover des Buches Die beste Depression der Welt (ISBN: 9783550200762)

    Bewertung zu "Die beste Depression der Welt" von Helene Bockhorst

    Die beste Depression der Welt
    -Leselust-vor 2 Monaten
    Unterhaltsam, aber die emotionale Tiefe fehlt

    Kurzmeinung: 

    Die beste Depression der Welt von Helene Bockhorst ist kein Highlight, aber auch kein Flop. Es ist einfach ganz ok. Und hat mich irgendwie einfach nicht so richtig abgeholt oder berührt. Für das Thema eigentlich komisch. Der ein oder andere schöne Satz war aber auf jeden Fall dabei. 

    CN: Depressionen


    Meine Meinung:

    Zunächst fängt das Buch sehr gut an. Man kommt leicht in die Geschicht rein. Das Buch ist unterhaltsam, witzig und lässt sich gut lesen. Ich habe mir zwischendurch immer wieder viele schöne Zitate angestrichen.

    Doch dann wird die Geschichte etwas zäh. Und leider auch ziemlich klischeehaft, angefangen von der schlimmen Kindheit bis zur besten Freundin als side kick. 

    Die Protagonistin macht sich erst darüber lustig, dass in Geschichten über Depressive immer ein plausibler Grund, eine Ursachen für die Depression erwartet wird und was für ein Quatsch das eigentlich ist, weil das mit den Depressionen eben nicht ganz so einfach ist. Nur um dann der Protagonistin auch eine Ursache anzudichten.  

    Insgesamt hat mir auch die emotionale Tiefe gefehlt, die ich bei der Bearbeitung des Themas Depressionen erwartet hätte. Ich bin ein großer Fan von Tragikomik. Doch hier fand ich teilweise den Ton nicht ganz getrroffen und die Sprüche teilweise zu flapsig und dem Thema nicht angemessen.

    Die Geschichte ist episodenhaft erzählt. Die Protagonistin probiert Verschiedenes gegen ihre Depression. Das reicht von Meditation über Lachyoga bis zu Koks und Sex. 

    Außerdem werden in Rückblicken auch Episoden aus der Vergangenheit der Protagonistin erzählt. Diese Episoden haben mir am besten gefallen. Und waren mit ein Grund, warum ich das Buch nicht abgebrochen habe. Denn im Mittelteil hatte die Geschichte wirklich einige Schwächen und hat mir das Weiterlesen nicht leicht gemacht. 

    Zum Ende hin hat es aber noch mal die Kurve bekommen und ich bin froh, dass ich weitergelesen habe. 


    Fazit:

    Die beste Depression der Welt von Helene Bockhorst ist ein Buch, dass sich sehr unverkrampft dem wichtigen Thema Depressionen annimmt. Leider ist es teilweise etwas zu flapsig, zu vereinfachend und mir hat auch die emotionale Tiefe bei diesem Thema gefehlt. Dafür gab es aber auch immer wieder richtig gute Sätze, die ich mir gern angestrichen habe. Insgesamt ein Buch, was man gut lesen kann, was ich aber nicht als „must read“ empfehlen würde.

    Wer nach ein bisschen Unterhaltung, ein bisschen Komik und einer Geschichte über mental health auf der Suche ist, der wird hier fündig. Wer sich eine tiefe, emotionale und fachlich versierte Auseinandersetzung mit dem Thema Depression wünscht, der sollte lieber die Finger von dem Buch lassen.

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    Cover des Buches Zuflucht nehmen (ISBN: 9783964450203)

    Bewertung zu "Zuflucht nehmen" von Zeina Abirached

    Zuflucht nehmen
    -Leselust-vor 2 Monaten
    Zwei Geschichten über die Zuflucht in der Liebe

    Kurzmeinung:

    Zuflucht nehmen von Zeina Abirached und Mathias Énard ist eine schöne Graphic Novel in einem einfachen, klaren Schwarz-Weiß-Stil. Sie erzählt zwei Geschichten über die Liebe auf zwei verschiedenen Kontinenten und zwei verschiedenen Zeitebenen.


    Meine Meinung:

    In diesem wunderschönen Comic werden zwei Geschichte zu zwei verschiedenen Zeitpunkten erzählt.

    Zunächst haben wir den Handlungsstrang im Jahr 2016 um Karsten und Nyla. Karsten ist Architekt und Nyla ist eine aus Syrien geflüchtete Ingenieurin. Die beiden lernen sich in Berlin kennen und es entspinnt sich eine zarte Liebesgeschichte. Die beiden überwinden Sprachbarrieren und kulturelle Unterschiede. Sie geben einander Einblicke in ihre persönliche und kulturelle Geschichte. Doch die Umstände und die Unterschiede stellen die frische Beziehung auf eine harte Probe.

    In einzelnen Episoden bekommen wir Einblicke in die Entwicklung der Beziehung. Von der ersten Annährung über Dates und das gegenseitige Kennenlernen. Das zu verfolgen hat mir gut gefallen und beide Personen werden gut eingeführt und ich habe beim Lesen ein Gefühl für sie bekommen.

    Dann gibt es noch den zweiten Handlungsstrang, der in Afghanistan kurz vor Ausbruch des zweiten Weltkriegs spielt. Auch hier wird der Beginn einer zarten Liebesgeschichte erzählt. Die Schriftstellerin Annemarie Schwarzenbach trifft die Archäologin Ria Hackin und sie fühlen sich sofort zueinander hingezogen. Der Beginn dieser aufregenden Liebe fällt zusammen mit dem Beginn des zweiten Weltkriegs, den die beiden Frauen über das Radio verfolgen. Das wirkt allerdings sehr fern in der idyllisch gezeichneten, sternenklaren Nacht in Afghanistan.

    Zu diesem Handlungsstrang habe ich etwas schwerer einen Zugang gefunden, da die beiden Personen nicht so gut eingeführt werden und ähnlich gezeichnet sind. Manchmal hatte ich Schwierigkeiten, die Personen richtig zuzuordnen oder zu verstehen, was dort gerade passiert.


    Der Zeichenstil des Comics hat mir gut gefallen. Er ist ganz schlicht in schwarz-weiß gehalten. Auch sonst ist es eher schlicht, mit wenig Details und eher breiten strichen. Ein bisschen hat es mich an den Stil von Persepolis erinnert. Die Bilder sind teilweise richtig schön groß und erstrecken sich über eine ganze, manchmal sogar über die Doppelseite.

    Das Lettering fand ich auch gelungen. Ich hatte keine Probleme beim Lesen.

    Insgesamt mochte ich den Comic sehr. Er gibt Einblick in die Leben mehrer Personen in unterschiedlichen Ländern zu verschiedenen Zeiten. Für eine tiefe Auseinandersetzung mit den angerissenen Themen wie Flucht, Migration, Integration, interkulturelle Beziehungen oder homosexuelle Beziehungen zur Zeit des zweiten Weltkriegs reicht es zwar leider nicht. Aber dennoch konnte mir diese Graphic Novel ein Gefühl für die Personen vermitteln und die Stimmung der Figuren und den jeweiligen Sutuationen gut einfangen und wiedergeben.


    Fazit:

    Zuflucht nehmen von Zeina Abirached und Mathias Énard ist eine schöne Graphic Novel mit einem einfachen, aber sehr schönen Zeichenstil in schwarz-weiß, einem klaren Lettering und zwei zarten Geschichten, die sich um die Liebe ranken. Dabei werden unterschiedliche Zeiten, Länder und Kulturen angerissen. Für ein tiefes Eintauchen reicht es nicht, aber das zugrundeliegende Gefühl und die Stimmung werden gut vermittelt, wie ich finde.

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    Cover des Buches Der Anhalter (ISBN: 9783103974669)

    Bewertung zu "Der Anhalter" von Gerwin van der Werf

    Der Anhalter
    -Leselust-vor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Ein spannender, facettenreicher Roman mit interessanten Figuren und besonderer Atmosphäre. Dazu wunderschöne Landschaftsbeschreibungen.
    Ein Familienurlaub wird zur Zerreißprobe

    Kurzmeinung: 

    In Der Anhalter erzählt Gerwin van der Werf eine spannende Geschichte mit interessanten Charakteren und einer ganz besonderen Atmosphäre. Es geht um Beziehungen zueinander und die Frage, zu was jeder Mensch in der Lage ist, wenn er sich in einer Notlage sieht. Dazu kommt noch der wundervolle Schauplatz in Islands rauer Natur.


    Meine Meinung:

    Zuerst einmal: das Buch hat mir wirklich gut gefallen. Und zwar alles daran. Es ist für mich ein eher ungewöhnliches Buch. Es ist überraschend, folgt nicht dem ewig gleichen Schema X. Es hat interessante Figuren und eine ganz besondere Atmosphäre.

    Für mich waren von zentraler Bedeutung die Analyse von Beziehungen. Sei es zwischen Mann und Frau, zwischen Eltern und Kind, oder zu einem Fremden.

    Erzählt wird die Geschichte aus Sicht von Tiddo. In seiner Ehe zu Isa kriselt es. Schon Jahre lang läuft es nicht mehr gut, es fehlt Intimität. Es gab Schicksalsschläge, die sie nicht gemeinsam verarbeitet haben und ein Alltagstrott, der sie hat Auseinanderdriften lassen. Auch Tiddos Selbstwert spielt eine große Rolle. Er hat das Vertrauen in seine Fähigkeiten als Mann und Vater verloren.

    „(...) einen kurzen Augenblick fühle ich wieder, wer ich bin: ein Mann, der seinen Sohn nicht kennt und für seine Frau zu dumm ist.“ (Aus "Der Anhalter", S.151)

    Auch zu seinem Sohn Jonathan hat Tiddo die Verbindung verloren. Er weiß nicht, wie er mit ihm umgehen soll, wie er das Vertrauen und die Nähe wieder herstellen kann. Er erhofft sich viel von dem Urlaub in Island. Genaue Vorstellungen, wie das funktionieren soll, hat er allerdings keine. Tiddo ist ein Mann geprägt von Selbstzweifeln, der durch eine Reise seinen Sohn kennenlernen und seine Ehe retten möchte. Diese Elemente der Geschichte haben mir schon mal sehr gut gefallen. 

    Dann kommt eine weitere Figur ins Spiel. Tiddo und seine Familie beschließen einen Anhalter mitzunehmen, der das ganze Beziehungsgefüge durcheinanderbringt. Er ist groß, gutaussehend und hat jede Menge von dem Selbstvertrauen, das Tiddo fehlt. Tiddos Beziehung zu ihm wechselt zwischen Freund und Vorbild auf der einen, und Rivale auf der anderen Seite. Der Anhalter erzählt von den legenden Islands, schlüpft in die Rolle des Islandkenners und Fremdenführer, des Kumpels für Jonathan, den Verführer für Isa. Ob das alles wirklich so geschieht, oder eine Interpretation des eifersüchtigen und unsicheren Tiddos ist, wird nicht klar. Schließlich passiert etwas dramatisches, was Tiddo sich am Anfang seiner Reise wahrscheinlich nie hätte ausmalen können. Das Erzähltempo wird rasanter und ich bin nur noch so durch die Seiten geflogen. Immer mehr wird die Erzählung geprägt von Tiddos Paranoia, seinem schlechten Gewissen und der Flucht vor dem Geschehenen. 

    Das alles ist eingebettet in wunderschöne Naturbeschreibungen. Ich konnte mir die raue und magische Landschaft richtig gut vorstellen und die Lektüre hat mich sehr in meinem Wunsch bestärkt, selbst einmal nach Island reisen zu wollen.


    „Man soll sich von der Wahrheit nicht bevormunden lassen (...).“ (Aus "Der Anhalter", S.192)


    Fazit:

    Der Anhalter von Gerwin van der Werf ist ein facettenreicher und spannender Roman über einen Mann, der durch eine Islandreise die Beziehung zu seiner Frau und seinem Sohn retten möchte. Es gibt eine interessante Analyse vom Beziehungsgefüge einer Familie. Dazu kommen magische und Spannungselemente und die wunderbaren Naturbeschreibungen von Islands rauer Wildnis. Klare Empfehlung.

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    Cover des Buches Marianengraben (ISBN: 9783847900429)

    Bewertung zu "Marianengraben" von Jasmin Schreiber

    Marianengraben
    -Leselust-vor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Kann den Hype nicht nachvollziehen. Ich fand das Buch ok. Mehr nicht.
    Eine Geschichte über Verlust und Depression, aber mit Humor

    Kurzmeinung: 

    Meine hohen Erwartungen an Marianengraben von Jasmin Schreiber wurden leider eher enttäuscht. Statt tiefgreifender Handlung und emotional fordernder Geschichte gibt es stereotype Figuren und eine Geschichte, die zwar zu unterhalten weiß, aber in allzu vorhersehbaren Bahnen verläuft. 


    Meine Meinung:

    Das Buch Marianengraben von Jasmin Schreiber ist weit weniger tiefgründig, als der Klappentext und die vielen begeisterten Bewertungen es mich haben vermuten lassen. Im Gegenteil war es für mich eher voller Klischees. Die Kombination von traurigen und komischen Elementen war zu gewollt. Die rührenden Sätze wirkten auf mich wie extra eingebaut, nicht passend, erzwungen. Die Geschichte war eher flach und vorhersehbar und konnte mich nur an sehr wenigen Stellen wirklich berühren.

    Die Metapher der Tiefe des Marianengrabens für die Trauer von Paula hat mir aber gefallen und das wurde auch über die ganze Geschichte hinweg sehr konsequent umgesetzt. Auch die immer wieder eingeschobenen Erinnerungen an Paulas kleinen Bruder Tim und seine Aussagen haben mir gefallen. Die Autorin schafft es gut, die kindliche Naivität, die manchmal aber auch so große Weisheit beinhaltet, einzufangen.

    Das Buch lässt sich gut und schnell lesen. Und hat mich auch ganz gut unterhalten. Aber den Hype kann ich wirklich nicht verstehen. Das Buch war ok. Ein nettes Jugendbuch mit stereotypen Charakteren und vorhersehbarer Geschichte, die aber zu unterhalten weiß. Wenn man das alles weiß, dann kann einem das Buch auch durchaus gefallen. Und für junge Leser*innen ist es wahrscheinlich wirklich gut geeignet. Aber ich hatte andere Erwartungen und war daher enttäuscht von der eher anspruchs- und einfallslosen Story. So etwas habe ich schon tausend mal gelesen, und davon war einiges besser umgesetzt.  
    Aber ja: die Geschichte liest sich leicht, ist unterhaltsam und am Ende habe auch ich die ein oder andere Träne im Auge gehabt.


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    Cover des Buches Miracle Creek (ISBN: 9783446266308)

    Bewertung zu "Miracle Creek" von Angie Kim

    Miracle Creek
    -Leselust-vor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Gute Unterhaltung, spannend, unvorhersehbar und trotzdem mit Tiefe und ernsten Themen. Große Empfehlung.
    Gerichtsroman meets whodunit meets Familiendrama

    Kurzmeinung:

    Miracle Creek von Angie Kim ist unglaublich spannend, dabei aber auch tiefgründig, behandelt wichtige Themen und ist gut zu lesen. Der Roman hat mich von der ersten Seite an gepackt und bis zum Ende gefesselt. 


    Meine Meinung:

    Miracle Creek von Angie Kim ist eine Mischung aus Gerichtsroman mit dem Prozess, der Befragung von Zeugen und Angeklagten und klassischem whodunnit Plot. Aber die Geschichte hat viel mehr Tiefe durch mehrere weitere Handlungsstränge, die viele andere Themen behandeln. So zum Beispiel Auswanderung, Unfruchtbarkeit, Rassismus, Elternschaft, Leben mit Behinderungen und Betreuung behinderter Kinder und vielem mehr. 

    Der Roman wird abwechselnd aus der Perspektive je einer der am Unglück beteiligten Personen erzählt. Jede der Personen hat seine*ihre eigene Sicht auf die Dinge, hat seine eigenen Geheimnisse und Wahrheiten. Und so setzen sich die Geschehnisse am Tag des Feuers nach und nach wie ein Mosaik aus den Schilderungen der verschiedenen Personen zusammen. 

    Die Geschichte ist unglaublich spannend und durch die verschiedenen Erzählperspektiven und Themen sehr interessant. 

    Dabei waren die vielen verschiedenen Personen gut zu unterscheiden. Normalerweise fällt es mir in Romanen schwer, viele Figuren auseinanderzuhalten. Doch in Mirakel Creek waren alle Personen so gut beschrieben, so authentisch und gut dargestellt, dass ich von Anfang an kein Problem hatte, sie zu unterscheiden. Alle haben ihre Geschichte, ihre Hintergründe und Schicksale, die sie zu dem*der gemacht haben, die sie heute sind. Und mit jeder Figur konnte ich mitfühlen. Es gibt in der Geschichte kein schwarz-weiß. 


    Die Geschichte wird auch auf mehreren Zeitebenen erzählt. Einmal zum Zeitpunkt der Gerichtsverhandlung, bei der die verschiedenen Figuren befragt werden und nach und nach immer neue Details ans Licht kommen. Und dann in Rückblicken wird auch die Vergangenheit der Personen dargestellt und die Geschehnisse am Tag des Feuers. 


    Die Geschichte ist fesselnd von der ersten Seite an und man möchte das Buch kaum aus der Hand legen. Der Plot ist unglaublich klug, ohne konstruiert zu wirken. Die Handlung ist spannend und es gibt viele unerwartete Wendungen. Nach und nach kommen die Geheimnisse der am Prozess beteiligten Personen and Licht. Die Perspektivwechsel waren dabei eine unglaubliche Bereicherung und haben Abwechslung und Spannung gebracht.



    Fazit:

    Miracle Creek von Angie Kim ist gute Unterhaltung im besten Sinne. Die Geschichte ist spannend, abwechslungsreich, gleichzeitig fehlt es aber auch nicht an Tiefe und ernsten Themen. Das Buch hat Elemente vom Gerichtsroman, vom whodunnit und Familiendrama. Die Charaktere sind prägnant und authentisch. Dabei ist es gut zu lesen und fesselnd. Eine große Leseempfehlung. 

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