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-sabine-

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-sabine- hat gelesen…
11 Bücher im Jahr 2026

Cover des Buches Eine andere Geschichte (ISBN: null)
Buch wurde am
29. April beendet
Cover des Buches Stunden wie Tage (ISBN: null)
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05. April beendet
Cover des Buches Ein weites Leben (ISBN: null)
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28. März beendet
Cover des Buches Catnip (ISBN: null)
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27. März beendet
Cover des Buches Pina fällt aus (ISBN: null)
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26. März beendet
Cover des Buches Einatmen. Ausatmen. (ISBN: null)
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14. März beendet
Cover des Buches Ich, die ich Männer nicht kannte (ISBN: null)
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11. März beendet
Cover des Buches Wir Freitagsmänner (ISBN: null)
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Cover des Buches Moosland (ISBN: null)
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11. März beendet

Rezensionen und Bewertungen

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Sörensen macht Urlaub

Bei Sörensen steht endlich mal Erholung auf dem Plan -er will seinen Urlaub nach Österreich, doch es kommt ganz anders... Der Weg dorthin führt ihn über Hamburg zu seiner Ex-Freundin Nele und der gemeinsamen Tochter Lotta. Doch Nele hat ein Zimmer an eine Bekannte vermietet, die sich „Achim“ nennt und ein extrem rätselhaftes Verhalten an den Tag legt. Die Frau ist von einem nicht aufzuhaltenden Verfolgungswahn getrieben, sieht überall Bedrohungen und ist davon überzeugt, beobachtet zu werden. Sörensens Instinkt springt sofort an, und er beginnt, auf eigene Faust zu graben, wobei er auf ein hässliches Geflecht aus Erpressung und alten Geheimnissen stößt. Zeitgleich wird im fernen Katenbüll eine Leiche gefunden. Während Sörensen in Hamburg versucht, Achim aus ihrer Paranoia und den realen Gefahren zu helfen, muss sich Jenni Holstenbeck zu Hause mit dem arroganten KHK Mommsen herumschlagen, der ihre klugen Ermittlungsansätze konsequent ignoriert.

Ich habe dieses Hörbuch sehr genossen. Der Kniff, Sörensen in den vermeintlichen Urlaub zu schicken, nur um ihn dort in eine völlig eigene Geschichte zu verstricken, ist sehr gelungen. Zunächst wirkt der Aufbau mit zwei so weit voneinander entfernten Schauplätzen – dem Mord in Katenbüll und der Erpressungsgeschichte in Hamburg – fast ein wenig weit hergeholt. Doch nach und nach entfaltet sich eine ausgeklügelte Story, in der die Ermittlungen geschickt aufeinander zulaufen. Besonders spannend fand ich die Darstellung von Achims Angst; ich habe mich wirklich gefragt, was real ist und was ihrem Verfolgungswahn entspringt, bis das Ausmaß der Erpressung deutlich wird.

Sörensen bleibt für mich eine faszinierende Figur. Seine lakonisch-trockene Ironie und das ständige Hadern mit seiner Angststörung sind gewohnt großartig gezeichnet. Es ist bezeichnend, dass ausgerechnet er, der selbst mit Ängsten kämpft, eine Frau aus ihrem Wahn retten möchte. Ich mag es, wie er versucht, an einer Normalität festzuhalten, obwohl es ein „Normal“ eigentlich gar nicht gibt. Die privaten Verstrickungen der Charaktere sind wieder wunderbar in die Kriminalhandlung eingebunden, der Fall selber ist gut erdacht und authentisch.

Der Schreibstil ist wie gewohnt pointiert und lebt von den witzigen, klugen Dialogen. Ein entscheidender Faktor für das Vergnügen ist für mich die Vertonung: Sven Stricker ist mit seiner Stimme schlichtweg Sörensen. Er transportiert die Pfiffigkeit und die Melancholie der Figur so authentisch, dass ich mir keinen anderen Sprecher für diese Reihe vorstellen möchte.

Mein Fazit

Ein vielschichtiger fünfter Band, der zeigt, dass Sörensen auch außerhalb von Katenbüll Angst hat, aber auch glänzt. Die Verknüpfung der beiden Kriminalfälle und die gewohnt starke Charakterzeichnung machen das Hörbuch zu einem Erlebnis. Trotz des Umfangs des Buches bzw. des Hörbuchs bleibt die Geschichte kurzweilig – ein Muss für Fans der trockenen, norddeutschen Melancholie.

Cover des Buches Eine andere Geschichte (ISBN: 9783257073782)

Bewertung zu "Eine andere Geschichte" von Charles Lewinsky

-sabine-
Eine andere Geschichte

Charles Lewinsky ist ja vor allem bekannt durch seinen Familienroman „Melwitz“ – verwirrt hat mich daher zunächst, dass  auch in diesem Buch ein „Melwitz“ im Mittelpunkt steht. Aber - es ist ein eigener Roman und kann oder sollte auch alleine gelesen werden; denn wie der Titel schon sagt: Es ist „Eine andere Geschichte“.

Im Mittelpunkt steht Curtis Melnitz im Los Angeles des Jahres 1959. Den betagten Filmproduzenten plagen Schlafstörungen durch schwere Alpträume. Sein einziger Ausweg sind Schlaftabletten, doch diese erhält er nur unter einer Bedingung: Er muss sich der Psychoanalyse bei Dr. Cowan unterziehen. Widerwillig spielt er das Spiel mit und beginnt zu erzählen. 

Jede Sitzung bildet ein Kapitel seines Lebens, das sich zwischen der aufstrebenden, noch stummen Traumfabrik Hollywoods und der grausamen, lärmenden Realität Deutschlands im frühen 20. Jahrhundert aufspannt. Und so lernt man Melwitz kennen, sein Leben, das selbst wie ein gewaltiges Drehbuch wirkt.

Die Art und Weise, wie der Roman aufgebaut ist, hat mir sehr gut gefallen, auch wenn ich mich anfangs erst mal einfinden musste – denn tatsächlich ist jedes Kapitel eine Station im Leben Curtis‘ oder eine Anekdote seines Lebens. Dann aber hat mich die Art, wie die Geschichte ausgerollt wird, richtig gepackt. Mit jedem Kapitel bin ich Curtis Melwitz ein bisschen näher gekommen und habe auch eine Menge über Filmgeschichte gelernt – es fallen bekannte Namen wie Sam Goldwyn oder Louis Mayer oder er berichtet von Klassikern wie „Ben Hur“ oder Hitchcocks „Das Fenster zum Hof“ mit seiner besonderen Ohne-Schnitt-Kameratechnik. 

Sehr gelungen ist für mich der Kniff, die gesamte Handlung konsequent nur aus Curtis’ Perspektive zu erleben. Dass Dr. Cowan nie selbst spricht und nur indirekt durch Curtis’ Reaktionen spürbar wird – etwa wenn er sagt, dass er ihn bestimmt langweile –, hat mich beim Lesen unglaublich nah an das Geschehen herangeholt.

Der Schreibstil ist gewinnend, angenehm und leicht lesbar, dabei auch sehr atmosphärisch. Im Mittelteil war es mir dann zeitweise doch zu „filmlastig“, das aber ändert sich dann im letzten Viertel. Hier rücken Schilderungen aus dem Weltkrieg in den Vordergrund - es ändert sich damit natürlich auch der Erzählton – die oft leichten und belustigenden Schilderungen werden abgelöst von schrecklichen und belastenden Eindrücken, die schließlich die notwendige Erklärung für Curtis’ tiefe Traumata und seine heutige Schlaflosigkeit liefern. 

Einige Kapitel habe ich als Hörbuch gehört und war von dem Sprecher Christian Heller sehr begeistert. Er verleiht den Anekdoten eine Lebendigkeit, die mich noch tiefer in die Geschichte hineingezogen hat.

 Der Schluss des Romans hat mir dann auch sehr gut gefallen, denn die Therapie wird in einer besonderen Art beendet – mehr verrate ich natürlich nicht. 


Sörensen am Ende der Welt

Sörensen hat sich mittlerweile im nordfriesischen Katenbüll eingelebt, doch die erhoffte Ruhe in der Provinz bleibt ein Trugschluss. Im Wasser wird die Leiche eines Mannes entdeckt, der mit einem Schraubenzieher erstochen wurde. Da Ole Kellinghusen, ein guter Freund Sörensens und werdender Vater, als letzte Kontaktperson spurlos verschwunden ist, gerät dieser unter dringenden Tatverdacht. Gemeinsam mit Jennifer Holstenbeck versucht Sörensen, Licht in die düsteren Vorbereitungen des Toten zu bringen und gleichzeitig seinen Freund zu entlasten, während die Angststörung des Kommissars in der nordfriesischen Einsamkeit erneut nach ihm greift..

Ich hatte ja schon geschrieben, dass mich der reine Kriminalfall diesmal nicht ganz so stark gefesselt hat wie bei den Vorgängern, Sörensen als Figur reißt das aber auf jeden Fall wieder raus. Die kleine Welt rund um Katenbüll hat mich sofort wieder in ihren Bann gezogen, insbesondere auch, weil ich viele alte Bekannte wiedergetroffen habe und das einfach Spaß macht. 

Besonders die Menschen in dieser Geschichte sind mir wieder sehr nahegekommen. Es hat mich richtig betroffen gemacht, dass ausgerechnet Ole in den Fokus der Ermittlungen gerät, da ich seine trockene, ehrliche Art total gerne mag. Gelungen ist auch die Figur der neuen Praktikantin auf dem Revier. Sie ist alles andere als dumm, besitzt aber die faszinierende Gabe, zielsicher in jedes Fettnäpfchen zu treten, was mich immer wieder zum Schmunzeln brachte. Sörensen selbst aber bleibt natürlich mein Liebling – mit ihm leide und fiebere ich, während er und Jennifer sich mächtig ins Zeug legen, um hinter die Fassade des Offensichtlichen zu blicken.

Der Fall selber bietet wieder viele Wendungen und Überraschungen – ich hatte zwar ein richtiges Gespür, wer hinter dem toten Lehrer steckt, die Auflösung hatte ich aber so nicht gedacht – und die war mir auch ein wenig zu konstruiert. Aber – das ist Jammern auf hohem Niveau, was die großartig gezeichneten Haupt- genauso wie Nebenfiguren wieder wettmachen. 

Neben den Charakteren ist es der Schreibstil, der mich begeistert: Ich liebe die Wortduelle und die Situationskomik, die oft nur durch die geschickte Wiederholung kleiner Satzbestandteile entsteht. Diese sprachlichen Spielereien sorgen dafür, dass ich immer wieder schmunzeln musste, obwohl sich durch den Kriminalfall auch wieder düstere menschliche Abgründe auftun. 

Sven Stricker ist ja nicht nur der Autor des Buches, sondern auch der Sprecher – und ich liebe seine Art, das Hörbuch einzulesen. Mittlerweile ist seine Stimme für mich untrennbar mit Sörensen verschmolzen; ich höre ihm einfach unheimlich gern zu und habe das Gefühl, den Kommissar durch diese Vertrautheit noch besser zu verstehen.



Sörensen sieht Land

Auch wenn in Katenbüll vermeintlich die Uhren sehr langsam ticken, kehrt einfach keine Ruhe ein: Diesmal wird die beschauliche Nordsee-Idylle durch einen Amoklauf erschüttert, der viele Opfer fordert. Während Sörensen und sein Team versuchen, das Unfassbare aufzuklären, rückt ausgerechnet Malte, der ehemalige Praktikant, auf unangenehme Weise ins Zentrum der Ermittlungen. Und auch privat hat Sörensen kaum Luft zum Atmen: Sein Vater taucht plötzlich auf und trägt ein Geheimnis mit sich herum, während die Angststörung einfach nicht verschwindet und Sörensen immer wieder anpiekst.  

Der Kriminalfall ist in sich abgeschlossen, dennoch wird gerade in diesem Band sehr klar, wie wichtig die Vorkenntnisse der Vorgänger sind. Ohne die wird man nicht in den kompletten Genuss dieses Teils kommen können. 

Das Buch knüpft nahtlos an die bisherigen Geschehnisse an, und ich fand es schön, alte Bekannte wiederzutreffen: Jenny, die sich von Katenbüll trennen will, Käse-Käthe, deren lautes Mundwerk nur kurz verstummt, Oberbürgermeisterin Dietz, natürlich auch Malte und vor allem Sörensen.

Sörensen ist wirklich ein nahbarer Charakter! Ich mag seine ungeschickte, fast tapsige Art, die diesmal vor allem im Umgang mit Jenny deutlich wird. Sein offener Umgang mit der Angsterkrankung macht ihn für mich menschlich und greifbar. Er ist kein Superheld, sondern ein zweifelnder Mann mit trockenem, oft ironischem Humor. Aber auch die anderen Charaktere, egal ob „alte Bekannte“ oder neue Gesichter, sind sehr gut gestaltet  jeder bekommt eine eigene Geschichte, und von mir dann auch ein „eigenes Gesicht“. 

Der Kriminalfall selber ist sehr gut durchdacht – zunächst scheint offensichtlich, wer für den Amoklauf bzw. die Amokfahrt verantwortlich ist, nur Sörensen und seiner haftenden Art, das Offensichtliche nicht glauben zu wollen, ist zu verdanken, dass er immer wieder neue Aspekte entdeckt und so schließlich den wahren Täter finden kann. Ich hatte keine Idee, wer es denn wirklich gewesen sein könnte, fand aber auch das Motiv etwas weit hergeholt. Aber – es ist nicht immer verständlich, warum Menschen handeln, wie sie es tun, und so sehe ich das auch in diesem Fall. Das heißt aber nicht, dass die Auflösung zu konstruiert ist, sie ist durchdacht und in sich schlüssig.

Der Schreibstil von Sven Stricker ist sehr besonders und hat mich auch diesmal wieder abholen können. Es ist beeindruckend, wie er die Waage zwischen Tragik und Komik halten kann – während ich in dem einen Moment auflachen muss, bleibt mir im nächsten Augenblick das Lachen direkt im Halse stecken.

 Und auch diesen vierten Band hat der Autor wieder selbst eingelesen: Seine Stimme ist für mich inzwischen untrennbar mit Sörensen verbunden. Sie ist besonders und hat einen hohen Wiedererkennungswert – und Sven Stricker weiß einfach, die unterschiedlichen Stimmungen gut einzufangen. 

Cover des Buches Stunden wie Tage (ISBN: 9783257073485)

Bewertung zu "Stunden wie Tage" von Shelly Kupferberg

-sabine-
Stunden wie Tage

Berlin in den 1940er-Jahren: Im Berliner Mietshaus der Brüder Berkowitz ist Martha E. das Herzstück. Als sparsame Hausbesorgerin hält sie die Fäden fest in der Hand. Die junge Liane Berkowitz ist häufig bei ihr, weil es immer etwas zu entdecken und erleben gibt. Liane ist lebenslustig, neugierig und findet inmitten des Krieges nicht nur die Liebe, sondern auch den Mut zum Widerstand gegen das NS-Regime. Jahrzehnte später streift Martha als vermeintlich verarmte Frau durch dieselben Straßen – als einzige Zeugin, die die Wahrheit über Lianes bewegtes Schicksal bewahrt.


Ich bin ohne Erwartungen an das Buch herangegangen und hatte nicht damit gerechnet, dass es mich gleich so packen würde. Das liegt vor allem an den besonderen Charakteren, aber auch an der tiefen Verbindung zwischen Martha und Liane. 


Besonders Martha hat mich beeindruckt: Sie genau weiß, was sie will, ist zuverlässig und konsequent, und hat auch in ihrer Ehe ganz klar „die Hosen an“. Neben dieser Gradlinigkeit hat sie aber auch ein weiches Herz – und das lernt man im Umgang mit Liane kennen. Bei ihr zeigt sie ihre zutiefst liebevolle, fast mütterliche Seite, die einen schönen Kontrast zu ihrer sonst so straighten Art bildet. 


Liane selbst kann man gar nicht anders als gernhaben – sie ist ein lebensfroher, fröhlicher Mensch und geht neugierig durch ihr junges Leben. Ihr großes Herz und ihr Drang, trotz der dunklen Zeit etwas zu erleben, machen ihren späteren Weg in den Untergrund und ihr tragisches Ende im Gefängnis für mich umso schmerzlicher.


Der Schreibstil von Shelly Kupferberg ist angenehm leicht und passt trotz der Schwere der Themen gut zur Atmosphäre der 1940er-Jahre. Diese Leichtigkeit nimmt der Thematik ein Stück der erdrückenden Last, ohne dabei aber den Respekt vor den wahren Begebenheiten zu verlieren. Ich fühlte mich der Geschichte und den Charakteren sehr nah, was das Lesen für mich zu einem emotionalen Erlebnis gemacht hat. Denn neben der Geschichte rund um Liane und Martha gibt es auch noch viele kleinere Erzählstränge rund um die Bewohner des Schöneberger Mietshauses, die den Roman sehr greifbar und liebenswert machen. 


Es ist eine weitere wichtige Erzählung über Menschen, die sich in ihrem eigenen kleinen Kreis gegen das NS-Regime aufgelehnt haben und deren Schicksal hier würdevoll festgehalten wird.

Cover des Buches Ein weites Leben (ISBN: 9783764510053)

Bewertung zu "Ein weites Leben" von M. L. Stedman

-sabine-
Sehr langsam erzählt

Damals hat mich „Das Licht zwischen den Meeren“ von der Autorin sehr begeistert, für ihr neues Buch hat sie sich viel Zeit genommen – ich war sehr gespannt auf ihr neues Werk!
Seit Generationen bewirtschaftet die Familie MacBride die abgelegene Schaffarm Meredith Downs in Westaustralien. Ein schwerer Unfall zerstört jedoch dieses zwar raue, aber beständige Leben, als der Vater und der älteste Sohn ums Leben kommen. Der erst siebzehnjährige Matthew überlebt das Unglück mit schweren körperlichen Beeinträchtigungen und kehrt mühsam zu seiner Mutter und seiner Schwester auf die Farm zurück. Als das Schicksal die Familie ein zweites Mal trifft, steht für Matthew weit mehr als nur seine physische Existenz auf dem Spiel.
Es ist ein interessantes Werk. Auf der einen Seite bietet es eine intensive Auseinandersetzung mit der Unwirtlichkeit des Outbacks, die die Autorin mit großer Präzision einfängt, auf der anderen Seite ist die Geschichte sehr langsam erzählt und hat mich meine Geduld üben lassen. Die Weite und Kargheit Australiens in den 1950er und 60er Jahren werden durch eine sehr bildhafte Sprache lebendig, die entbehrungsreiche Realität jener Zeit hatte ich so immer vor Augen. Die Handlung jedoch entfaltet sich nur langsam, und durch die Vielzahl an Figuren sowie die ausufernden Naturbeschreibungen fiel es mir zeitweise schwer, den Fokus zu behalten und die Lust am Lesen nicht zu verlieren. Eine straffere Komposition hätte der Geschichte in meinen Augen gutgetan, da die Langatmigkeit die eigentliche Dramatik völlig überlagerte.
Beeindruckend ist aber die Zeichnung der Charaktere, allen voran Rosie. Als junges Mädchen bzw. junge Frau, die sich den gängigen Konventionen widersetzt, fand ich sie nicht nur sehr sympathisch, sondern konnte sie mir auch sehr gut vorstellen. Ihre emotionale Zerrissenheit in einer zentralen, existenziellen Frage ist beim Lesen fast körperlich spürbar und macht sie zu einer starken Figur. Im Kontrast dazu steht ihr Bruder Matthew, der im zweiten Teil des Buches im Mittelpunkt steht. Seine oft etwas mürrische und wenig zugängliche Art, die sich durch seine Erlebnisse erklären lässt, macht ihn nicht einer Figur, die auf den ersten Blick gewinnt – dafür aber auf den zweiten, denn hinter seiner abwehrenden Fassade versteckt sich ein großherziger Mensch, der das aber gut zu verstecken weiß. Eine gewisse Leichtigkeit bringt Rosies neunjähriger Sohn in die Geschichte; seine kindliche Neugier und die Unbedarftheit gegenüber der Welt der Erwachsenen bilden einen gelungenen Gegenpol zur Schwere der anderen Figuren.
Der Aufbau des Romans ist geprägt von den sehr detailreichen Schilderungen der Lebensumstände. Durch den bildhaften Schreibstil konnte ich mir alles gut vorstellen, vor allem aber auch die Atmosphäre spüren. Dennoch hätte ich mir gewünscht, dass die Geschichte, die interessant und auch voller Ereignisse ist, etwas straffer erzählt wird. Die langatmige Erzählweise und die vielen Nebenstränge und Figuren haben mir doch herausgefordert, auch wenn die sprachliche Eleganz der Autorin unbestreitbar ist.

Cover des Buches Catnip (ISBN: 9783911831284)

Bewertung zu "Catnip" von Gerd-Gustl Müller

-sabine-
Catnip

Drei junge Menschen, ein baufälliger Katamaran und der Traum vom Ausbruch: Mit viel Mut, dafür ohne jegliche Segelkenntnisse, plant Momo, sein Leben auf das Wasser zu verlegen. In den Lagunen zwischen Spanien und Portugal trifft er auf Lia, die vor ihrer Vergangenheit flieht und das nötige nautische Know-how mitbringt, sowie auf den undurchsichtigen Zoli, bei dem nicht ganz klar ist, in welcher Beziehung er zu Lia steht. Gemeinsam wagen sie den Aufbruch Richtung Kanaren. Doch es bleibt nicht bei einem einfachen "Boat-Life“, sondern wird bald zu einer harten Prüfung. 

Ich muss gestehen, dass ich mit dem Segeln persönlich keinerlei Berührungspunkte habe, dennoch habe ich die Lektüre dieses Buches sehr genossen. Die Mischung aus dem aktuellen Thema des „Vanlife“ – egal ob auf der Straße oder dem Wasser -, der Dynamik dieser drei ungleichen Freunde und dem reinen Abenteuer hat mich fasziniert. Besonders das letzte Viertel des Romans entwickelte eine derartige Spannung, dass ich das Buch kaum noch aus der Hand legen konnte. Die Erzählweise ist überaus authentisch, was nicht zuletzt an der modernen Sprache und dem eingestreuten „Euro-Englisch“ liegt, das das Lebensgefühl dieser jungen Menschen auf Reisen perfekt einfängt. Es hat mir gut gefallen, dass ich im Laufe der Handlung die Hintergründe aller drei Protagonisten erfahren habe, warum sie aus ihrem „Standard-Leben“ ausgestiegen sind.

Momo ist mir dabei besonders ans Herz gewachsen. Er wirkte auf mich anfangs sehr unsicher und unbedarft, was einen interessanten Kontrast zu dem enormen Mut bildet, den sein Ausstieg ja erfordert. Es ist beeindruckend zu verfolgen, wie er aus eigener Kraft und mit wachsendem Selbstvertrauen den Katamaran wieder fahrtüchtig macht. 

Lia hingegen hat mich durch ihre Stärke beeindruckt; sie hat bereits viel durchgemacht und war mit ihren Segelkenntnissen der Anker der Gruppe. Dass sie in kritischen Situationen die Ruhe bewahrt und damit buchstäblich Leben rettet, machte sie für mich zu einer beeindruckenden Figur. 

Zoli war mir anfangs wenig sympathisch, was an seinen unverzeihlichen Taten liegt, doch ich empfand seine Entwicklung sehr glaubwürdig dargestellt. Eine solche Wandlung geschieht nicht über Nacht, und gerade diese langsame, realistische Annäherung an seine Einsicht hat mir gefallen.

Der Schreibstil ist angenehm direkt und transportiert gleichermaßen das Gefühl von Freiheit und Gefahr. Ich fühlte mich der Geschichte sehr nah, da der Aufbau konsequent auf das spannende Finale hinarbeitet, ohne dabei die Entwicklung der Charaktere zu vernachlässigen. 

Für mich ist dieses Buch eine wunderbare Entdeckung, die zeigt, dass man kein Seebär sein muss, um sich in einer Segel-Geschichte über den Aufbruch und die Suche nach sich selbst zu verlieren. Es ist eine Reise, die sie nicht nur geografisch an ihre Grenzen führt, sondern auch die Frage aufwirft, wie viel Ballast man über Bord werfen muss, um wirklich frei zu sein; und ist somit ein moderner, fesselnder Roman, der die Sehnsucht nach dem Meer mit den harten Realitäten des Lebens verknüpft.

Mein Fazit

Ein packendes und aktuelles Porträt einer Generation, die den Ausstieg wagt. Die Geschichte überzeugt durch eine authentische Sprache und tiefgründige Charaktere, deren Schicksale mich bis zur letzten Seite nicht losgelassen haben. Ein spannendes Abenteuer, das auch ohne Segelkenntnisse absolut lesenswert ist.

Cover des Buches Pina fällt aus (ISBN: 9783471370063)

Bewertung zu "Pina fällt aus" von Vera Zischke

-sabine-
Pina fällt aus

Ganz anders als Vera Zischkes Debüt „Ava liebt noch“ und überhaupt nicht vergleichbar, bin ich auch in diese Geschichte sehr gerne abgetaucht.
Im Mittelpunkt steht Pina, die in ihrem Alltag als pflegende Mutter über sich hinauswachsen muss, um das Leben mit ihrem Sohn Leo zu stemmen. Leo lebt in seiner ganz eigenen Welt, und Pina stellt ihre eigenen Bedürfnisse konsequent hintenan, bis sie schließlich wortwörtlich ausfällt. In dieser Notsituation finden sich die unterschiedlichsten Hausbewohner zusammen, die sich vorher fremd waren: Die alte Inge, die aufmüpfige Teenagerin Zola und der schüchterne Woitek. Gemeinsam bilden sie eine unfreiwillige, aber effektive Helfer-Gemeinschaft, in der jeder auf seine Weise einen Beitrag leistet, damit der Alltag mit Leo nicht im Chaos versinkt.
Mir hat das Thema sehr gefallen, zum einen, weil es als Plot mal etwas ganz anderes war und ich mich persönlich bisher kaum mit dieser Problematik befasst habe. Es war einfach schön mitzuerleben, wie aus diesen sich fremden Hausbewohnern eine echte Gemeinschaft wird, in der jeder seine Stärken einbringt. Dass die Autorin selber eine pflegende Mutter ist, hat man beim Lesen bemerkt – ihre eigenen Erfahrungen hat sie glaubhaft und authentisch in die fiktive Geschichte eingewebt. Und wie schön ist der Gedanke, dass Hilfe oft von dort kommt, wo man sie am wenigsten erwartet. Die Mischung aus der Schwere der Pflege und der Hoffnung, die durch diesen Zusammenhalt entsteht, hat mich während der gesamten Lektüre sehr abgeholt und nachdenklich gestimmt.
Es sind aber die Charaktere, die das Herzstück des Romans bilden und toll und sehr differenziert ausgearbeitet sind. Besonders Seniorin Inge fand ich großartig – eine Frau mit Macken und Ecken, die plötzlich zum „Kopf“ des Teams wird und wieder richtig in Bewegung kommt. Ihr Thema mit den 13 Geheimnissen, die angeblich jeder Mensch besitzt, ist ein wunderbares Detail, das ihr viel Tiefe verleiht und wodurch man auch sie näher kennenlernt. Die 16-jährige Zola hingegen verkörpert perfekt das Gefühl, völlig „lost“ in der Welt zu sein, und findet ausgerechnet über Leo ein Stück weit zu sich selbst. Woitek ist eher unscheinbar und hasst es aufzufallen. Er bildet gerade zu Zola einen spannenden Kontrast, der immer wieder für Dynamik sorgt.
Der 20-jährige Leo, der in seiner eigenen Welt lebt und sich einer eigenen Art der Kommunikation bedient, hat mich sehr bewegt; gerade am Anfang konnte ich seinen Schmerz förmlich spüren. Gerne hätte ich mal einen echten Blick in seine spezifische Wahrnehmung geworfen, die aber bleibt natürlich immer irgendwie ein Rätsel.
Der Schreibstil von Vera Zischke ist klar, prägnant und eher nüchtern, trotzdem aber war ich den Charakteren sehr nah. Die Thematik ist ja eine ernste, gleichzeitig aber hat die Autorin es geschafft, immer wieder Szenen einzubauen, bei denen ich schmunzeln musste – manchmal liegt es an Leos Verhalten oder an seinen Reaktionen, manchmal aber sind es auch alltägliche Situationen, die einfach absurd und damit lustig sind. Gerade wenn Woitek versucht, diskret zu bleiben, was mit einem Jungen wie Leo natürlich völlig unmöglich ist, entstehen Momente, die das Herz wärmen.
Ich fühlte mich der Handlung und den Personen sehr nah, weil die Erzählweise direkt und unverschnörkelt ist. Die Spannung entsteht hier weniger aus äußeren Effekten, sondern aus der Frage, wie diese bunte Truppe es schafft, Leos Bedürfnisse und ihre eigenen Leben unter einen Hut zu bringen und natürlich auch, was mit Pina ist und was sie dazu sagen wird.


Mein Fazit
Vera Zischke ist ein ehrlicher Roman über eine ungewöhnliche Schicksalsgemeinschaft gelungen, der ohne falsches Mitleid auskommt. Mit klarem Stil und viel Gespür für Situationskomik beleuchtet sie den harten, aber auch bereichernden Alltag mit einem besonderen Kind. Die differenzierten Charaktere und die authentische Perspektive machen die Geschichte zu einem berührenden Leseerlebnis, das ich gerne weiterempfehle.

Cover des Buches Sörensen hat Angst: Sörensen ermittelt 1 (ISBN: B08YNWKPQN)

Bewertung zu "Sörensen hat Angst: Sörensen ermittelt 1" von Sven Stricker

-sabine-
Toller Auftakt

Kriminalhauptkommissar Sörensen lässt sich von Hamburg ins beschauliche Katenbüll nach Nordfriesland versetzen - warum? Seine Angststörung. Er hofft, dass die ländliche Ruhe ihm hilft, doch die Idylle trügt gewaltig. Katenbüll empfängt ihn grau, verregnet und mit einer Leiche im Pferdestall – ausgerechnet der Bürgermeister ist tot. Was wie ein gemütlicher Küstenkrimi beginnt, entwickelt sich schnell zu einem tiefgründigen Geflecht aus Dorfgeheimnissen und menschlichen Abgründen, bei denen Sörensen feststellen muss, dass man es hier im Norden tatsächlich mit der Angst zu tun bekommen kann.

Das Hörbuch hat mich positiv überrascht und begeistert – ich mochte diese Mischung aus Witz und ernstem Kriminalfall sehr, zumal ich sie in dieser Form überhaupt nicht erwartet hatte. Sven Stricker liest die Geschichte selbst; seine Stimme wirkt angenehm unaufgeregt und „normal“, aber er betont so treffsicher, dass der schrullige und herrlich ironische Charakter von Sörensen perfekt herauskommt. Für mich hat das den Kommissar lebendig gemacht und mich noch ein Stück tiefer mit ihm verbunden.

Sörensen ist eine hochinteressante Figur. Aufgrund seiner Angststörung neigt man dazu, ihn als Kommissar vorschnell abzuschreiben, doch er hat mich rasch eines Besseren belehrt. Er ist der Typ von nebenan, weder abgehoben noch perfekt, oft auch wenig diplomatisch – und gerade deshalb unheimlich sympathisch. Ich fand es spannend zu beobachten, wie er mit seinem Schicksal ringt und gleichzeitig professionell ermittelt. Auch sein Umfeld – die kauzigen Kollegen, die eigenwilligen Nachbarn und sein Vater – ist toll gezeichnet; jeder dort scheint sein ganz eigenes Päckchen zu tragen.

Der Schreibstil ist leicht und besticht durch eine feine Situationskomik, die mich oft zum Schmunzeln gebracht hat. Doch man sollte sich nicht täuschen lassen: Der Kriminalfall selbst ist alles andere als witzig. Eine Triggerwarnung habe ich unten angegeben, denn ein so hartes Thema hätte ich hier nicht erwartet; es kann durchaus erschrecken und auslösend wirken.

Am Anfang hat man noch gar nicht das Gefühl, einen Krimi zu hören – eher einen gemütlichen Roman im entschleunigten Norddeutschland, in dem die Uhren langsamer zu ticken scheinen. Doch nach und nach häufen sich die Verstrickungen im Dorf, und die anfängliche Kuriosität der Charaktere weicht einer beklemmenden Ernsthaftigkeit. Sven Stricker ist hier ein meisterhafter Balanceakt gelungen: Auf der einen Seite steht die unterhaltsame Geschichte mit ihrer trockenen Komik, auf der anderen ein Fall von einer Härte, die mich wirklich gefesselt hat. Alles in allem war dies eine super spannend umgesetzte Hörerfahrung.

Sörensen fängt Feuer

Im grauen Katenbüll  reißen die erschütternden Ereignisse nicht ab: Dem jungen Ole Kellinghusen läuft in einer eisigen Nacht eine junge Frau vors Auto. Sie ist blind, abgemagert und trägt lediglich ein dünnes Nachthemd. Ihr Name ist Jette, doch mehr gibt sie nicht preis. Kriminalhauptkommissar Sörensen, der eigentlich gerade damit ringt, seine Medikamente gegen die Angststörung abzusetzen, nimmt sich der jungen Frau an. Als er schließlich ihre Herkunft ausfindig macht, stößt er auf ein düsteres Geflecht aus religiösem Wahn, Isolation und Mord. 

Auch dieser zweite Band hat mich sofort wieder gepackt – ich mag nicht nur die Figur Sörensen total gerne, sondern auch diese besondere Atmosphäre des trüben und verregneten Kaffs Katenbüll. 

Sörensen akzeptiert diesen Ort nun endlich als sein neues Zuhause. Auch wenn er die Ablehnung einiger Bewohner natürlich nicht ignorieren kann, wird er doch auf eine skurrile Art akzeptiert. Er selbst ist natürlich das Herzstück des Krimis: schrullig, schlagfertig und auf eine ganz eigene Weise auch weise. Ich habe es sehr genossen, an seinen inneren Monologen teilzuhaben, und oft dachte ich „kenne ich auch“. Auch zwischen den Kollegen entwickeln sich neue Banden – und ein bisschen wurde meine Geduld in Bezug auf Sörensens Kollegin Jenni Holstenbeck strapaziert, denn es dauert, bis das Offensichtliche dann endlich geschieht – wenn auch nur als zarte Annäherung. 

Besonders berührt hat mich die Figur der Jette; ihre Orientierungslosigkeit in einer Welt, die sie als Blinde nie gesehen hat, erzeugte eine beklemmende Intensität. Auch das Wiedersehen mit dem verpeilten Ole hat mir Freude bereitet, da er als Bindeglied zwischen Jette und Sörensen eine wunderbar menschliche Brücke schlägt.

Und auch die Nebenfiguren, vom religiösen Eiferer bis hin zur unvermeidlichen Käse-Käthe am Marktplatz, sind sehr gut gezeichnet – ich konnte sie mir alle nicht nur gut vorstellen, sondern habe mich auch gefreut, sie als „alte Bekannte“ in diesem Teil wieder zutreffen.

Der Schreibstil ist modern, flott und von einer tragikomischen Note durchzogen, die den Ernst der Lage immer wieder perfekt bricht. Gelungen sind einerseits die sprachliche Präzision und der trockene norddeutsche Charme andererseits.  Der Aufbau der Geschichte hat mir sehr gefallen, da die Spannung nicht nur aus dem Kriminalfall rund um die religiöse Sekte resultiert, sondern auch aus Sörensens persönlicher Entwicklung und seinem Versuch, ohne Medikamente Fuß zu fassen. 

Es ist ein kluger und origineller Roman, und gerade die Mischung aus Krimi und Milieustudie ist in meinen Augen hervorragend gelungen.

Mein Fazit

Eine gelungene Fortsetzung der „Sörensen-ermittelt-Reihe“, die weit über einen gewöhnlichen Krimi hinausgeht. Die Geschichte überzeugt durch psychologische Tiefe, eine gehörige Portion skurrilen Humor und einen Protagonisten, den man einfach gernhaben muss. Ein kluges, fesselndes Hörerlebnis, das trotz der winterlichen Kälte eine enorme menschliche Wärme ausstrahlt.

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