66jojo

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Rezensionen und Bewertungen

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    Cover des Buches Das Rosie-Projekt (ISBN: 9783596197002)

    Bewertung zu "Das Rosie-Projekt" von Graeme Simsion

    Das Rosie-Projekt
    66jojovor 2 Monaten
    Romantisch, humorvoll, erfrischend

    Don sucht seine Traumfrau mit Hilfe seines Fragebogens und dieser ist so ausführlich, dass es wohl schwierig wird, eine passende Frau zu finden. Als er dann Rosie begegnet, ist er geschockt. Sie ist absolut ungeeignet und er fragt sich, wie man so leben kann. Aber Rosie will sich gar nicht als seine Ehefrau bewerben, in ihrem Leben gibt es genügend andere Probleme und auch noch ihr Projekt ihren biologischen Vater zu finden. Don beschliesst ihr zu helfen und plötzlich verbringt er ganz viel Zeit mit Rosie. Dabei lernt Don die Welt durch neue Augen zu sehen. 

    Don besitzt eindeutige Merkmale für das Aspergersyndrom, das merkt man als Leser ziemlich schnell und obwohl Don sonst sehr schnell Situationen zu analysieren weiss, ist ihm diese Tatsache wohl nicht bewusst. Dass er zu Beginn des Buches auch gleich einen Vortrag darüber hält, macht die Situation fast schon absurd. Don ist sicherlich teilweise ein sehr anstrengender Mensch und die fehlende Empathie lässt ihn öfters mal unsympathisch wirken, aber man kann gar nicht anders, als ihn zu mögen. Er setzt sich so für seine Freunde und seine direkte Art ist herrlich. Selten habe ich einen Protagonisten so schnell gemocht. Aber auch Rosie ist eine grandiose Protagonistin! Sie lässt sich von Don nicht unterkriegen, nimmt seine Schrägheit meist relativ gelassen und ist mit ihren Ecken und Kanten sofort sympathisch.

    Die Geschichte beschäftigt sich vor allem mit dem Projekt Rosies leiblichen Vater zu finden. Dafür tun die beiden wirklich alles und da Don Professor für Genetik ist, stehen ihnen auch die Möglichkeiten zur Verfügung eindeutige Ergebnisse zu erlangen. Dafür wechselt der Autor nicht nur die Settings, sondern auch die Gefühlslage. Zwischen Don und Rosie gibt es die witzigsten Szenen, bei denen ich gar nicht aufhören konnte zu lachen. Es gibt aber auch traurige Szenen und vor allem Rückblicke in Dons Vergangenheit. Ein Streit zwischen den beiden darf auch nicht fehlen. Aber dann es auch immer wieder diese romantischen Momente, in welchen einem das Herz aufgeht und trotz Dons jeweilige Analyse der aktuellen Lage, berühren diese Szenen doch immer wieder.

    Hörbuchstimme:

    Da ich das Hörbuch gehört habe, möchte ich das gerne in meine Rezension einfliessen lassen: Robert Stadlober liest das Rosie Projekt angenehm, gibt den einzelnen Figuren ihre eigene Stimme und haucht der Geschichte regelrecht Leben ein. Es ist ein wahres Hörvergnügen! Wer also lieber hört als liest, der sollte unbedingt zu der Hörbuchversion des Argon Verlags greifen. 

    Fazit

    Graeme Simsion hat mit das Rosie Projekt eines meiner Lieblingsbücher geschrieben. Ein Buch, welches zeigt, wie falsch Vorurteile sein können und dass man Menschen eben auch eine zweite Chance geben sollte. 

    Don zählt zu meinen liebsten Buchfiguren überhaupt und seine Geschichte ist humorvoll, berührend und unterhaltsam. Ich kann euch Dons Geschichte nur ans Herz legen, wenn ihr sie noch nicht kennen solltet. Entdeckt mit Don die Welt von Rosie, der Liebe und erlebt ein Abenteuer der besonderen Art. Ich vergebe 5 von 5 Sterne.

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    Cover des Buches Licht und Schatten (ISBN: 9783407754622)

    Bewertung zu "Licht und Schatten" von Zoran Drvenkar

    Licht und Schatten
    66jojovor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Eines der besten Fantasybücher, die ich 2019 gelesen habe. Wunderschön geschrieben, düster, farbenfroh und einfach magisch!
    Ganz grosse Liebe!

    Eines der besten Fantasybücher, die ich 2019 gelesen habe. Wunderschön geschrieben, düster, farbenfroh und einfach magisch!

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    Cover des Buches Alte weiße Männer (ISBN: 9783462052466)

    Bewertung zu "Alte weiße Männer" von Sophie Passmann

    Alte weiße Männer
    66jojovor 2 Monaten
    Ein Schlichtungsversuch!

    Was ist ein alter weisse Mann? Wer ist ein weisser alter Mann? Wie kann ich verhindern, dass ich einer werde? 

    Sophie Passmann hat sich einen Sommer lang mit einflussreichen Männern getroffen und genau darüber gesprochen. Feminismus, Sexismus und alles was halt sonst dazu gehört. Daraus ist dieses Buch entstanden, welches Passmann unterhaltsam geschrieben hat und auch wenn sie jeweils schreibt, was sie von ihren Gesprächspartnern hält, gibt sie den LeserInnen viel Raum um sich eine eigene Meinung zu bilden. Das gelingt ihr, weil sie zwar ihre Haltung vertritt, ihrem Gegenüber aber auch immer die Möglichkeit gibt sich zu erklären. Ganz einfach: Sophie Passmann hört zu. Sie lässt sich überraschen. Lässt sich auf Gespräche mit Menschen ein, welche vielleicht eine andere Meinung haben oder nichts von Feminismus halten. 

    Als Untertitel steht «Ein Schlichtungsversuch» und ich denke, das passt gar nicht schlecht. Denn alle Seiten kommen zu Wort, Sophie Passmann versucht nicht einen Streit anzufangen und doch bleibt es letzten Endes doch nur ein Versuch. Zu ähnlich sind sich die interviewten Männer. Nicht von ihren Standpunkten her. Alle sind wie Sophie Passmann aus den Medien bekannt oder haben als Politiker eine grosse Medienpräsenz. Wobei es natürlich Ausnahmen gibt. Trotzdem hätte ich mir persönlich vielleicht noch den ein oder anderen einflussreichen Mann gewünscht, der nicht sowieso schon oft in den Medien präsent ist.  

    Hörbuchstimme: Sophie Passmann hat ihr Buch selbst eingelesen und ich mag ihre Stimme zwar sehr gerne und höre ihr auch gerne zu, aber teilweise habe ich meine Schwierigkeiten gehabt zu erkennen, wer gerade spricht. Mehr Differenzierung zwischen den einzelnen Stimmen hätte ich mir gewünscht.

    Da das Buch aus ihrer Sicht geschrieben ist, wirkt das Hörbuch nochmals anders. Gelungene Umsetzung!

    Fazit

    Feminist hin oder her, Sophie Passmann hat ein Buch geschrieben, welches zum Nachdenken herausfordert. Wie privilegiert bin ich? Was kann ich tun, um kein alter weisse Mann zu werden? 

    Zudem bietet das Buch ein breites Spektrum an Meinungen, das Verhalten und Auftreten der einzelnen Personen beschreibt Passmann so gekonnt, dass man das Gefühl hat, mit im Raum zu sein. Jedoch hätte ich mir eine breitere Auswahl gewünscht und nicht nur Männer aus der Medienbranche oder sowieso schon mit viel Medienpräsenz. 

    Ich bin ehrlich überrascht, wie gut mir dieses Buch gefallen hat. Es hat Witz, ist intelligent und befasst sich mit wichtigen Themen, ohne das eine Meinung dominiert. Wobei Frau Passmann natürlich schon eine sehr starke Meinung hat. Aber das ist auch okay. Schliesslich ist es ihr Buch. Ich vergebe 4,5 von 5 Sterne und kann euch das Buch empfehlen, wenn ihr euch für das Thema interessiert oder eben auch wenn ihr das Thema nervig findet. Ein Schlichtungsversuch, der Spass macht. 

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    Cover des Buches So groß wie deine Träume (ISBN: 9783596298655)

    Bewertung zu "So groß wie deine Träume" von Viola Shipman

    So groß wie deine Träume
    66jojovor 2 Monaten
    Schönes Buch von Viola Shipman

    Da ich nicht das Buch gelesen, sondern als Hörbuch gehört habe, bewerte ich auch die Hörbuchstimme. Wobei hier vorneweg gesagt ist, dass ich nie ein Hörbuch hören würde, mit einer Stimme, die ich gar nicht mag. 

    Eva Gosciejewicz hat eine passende Stimme und gibt den einzelnen Charakteren einen eigenen Klang. Gerade Mattie, welche kaum noch eine Stimme hat, ist passend gesprochen. Ich habe richtig gerne zugehört und da ich das Hörbuch jeweils vor dem Schlafen gehört habe, bin ich immer ziemlich schnell eingeschlafen, da die Stimme so angenehm ist. Ich kann euch die Hörversion echt empfehlen! 

    Kurzrezension und Fazit

    Viola Shipman hat mit «So gross wie deine Träume» ein emotionales Buch geschrieben, welches die Geschichte einer Frau erzählt, welche ihr Leben lang, ihre Träume gelebt hat oder versucht hat zu leben. Die Handlung zeigt auf, dass nicht immer alles nach Plan läuft und es Dinge gibt, die uns aus der Bahn werfen. Gleichzeitig zeigt sie aber auch, dass wenn man versucht sein Leben so zu leben, wie man sich es wünscht, man trotz Rückschlägen glücklich sein kann. Mattie ist eine faszinierende Frau und die Kapitel aus ihrer Vergangenheit haben mir sehr gut gefallen. Rose und ihre Tochter sind mir persönlich bisschen zu blass geblieben, wobei ich trotzdem sagen muss, dass mir alle Charaktere extrem sympathisch waren. 

    Viola Shipman thematisiert wie in ihren anderen Büchern auch hier Familie und für einmal eben nicht die blutsverbundene Familie, sondern die Familie, welche aus den Menschen besteht, die man liebt. Egal ob verwandt oder nicht. Ein Wohlfühlbuch mit vielen anregenden Gedanken, unterhaltsamen Situationen und vor allem viel Gefühlen. Denn Matties gesundheitlicher Zustand hat mich sehr berührt und ich bin froh, dass sie so viele gute Menschen um sich herum hatte, in diesen letzten Monaten ihres Lebens. 

    Ich vergebe 4 von 5 Sterne für diese schöne Geschichte, welche mich sehr gut unterhalten hat und mit sehr sympathischen Charakteren überzeugt hat. Das Buch empfehle ich allen Fans von Lori Nelson Spielman, Ava Reed und Cecelia Ahern.

    Ich danke dem Fischer Verlag für mein Exemplar!

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    Cover des Buches Strange the Dreamer - Der Junge, der träumte (ISBN: 9783732578504)

    Bewertung zu "Strange the Dreamer - Der Junge, der träumte" von Laini Taylor

    Strange the Dreamer - Der Junge, der träumte
    66jojovor 2 Monaten
    Atmosphärisch, magisch, märchenhaft

    Lazlo Strange erzählt uns seine Sicht der Dinge. Wie er in einer Bibliothek arbeitet, in seiner Freizeit alles über eine geheimnisvolle Stadt recherchiert und bereits in jungen Jahren in die ersten Machtspiele gerät. 

    Sarai dagegen erzählt, wer sie ist und wie ihr Leben aussieht. Lange sieht man keinerlei Parallelen zwischen den beiden Protagonisten, doch nach und nach entwirrt sich, die Geschichte, welche uns Laini Taylor in einer wunderschönen Sprach erzählt. Eine Geschichte, die von Geheimnissen, Magie und Träumen handelt. Gleichzeitig aber auch Hass, Tyrannei und Ungerechtigkeit thematisiert. Verpackt in diese atmosphärische Sprache und einer faszinierenden Welt, die einen orientalischen Hauch besitzt. 

    Das Buch beginnt sehr unspektakulär und bis kurz vor Ende passiert eigentlich sehr wenig. Trotzdem schafft es die Autorin, mich mit Strange the Dreamer zu packen. Lazlos Geschichte ist so geheimnisvoll und auch wenn ich mit zwischendurch mehr Action gewünscht hätte, hat das Lesen sehr viel Spass gemacht. Was aber vor allem auch an dem Schreibstil und den Kapiteln aus Sarais Sicht lag. Laini Taylor hat einen speziellen Schreibstil, an den man sich vielleicht zuerst gewöhnen muss, aber dann dafür ganz besonders überzeugt. Ich wüsste gerne, wie es sich in der Originalsprache lesen lässt.

    Sarai hat mich als Charakter interessiert. Geheimnisvoll, gequält von dem was sie ist und mit einer spannenden Hintergrundgeschichte. Auf sie freue ich mich sehr in den zukünftigen Büchern.

    Fazit

    Laini Taylor hat mit ‘’Strange the Dreamer’’ eine sprachgewaltige Fantasygeschichte geschrieben, welche beweist, dass sie übersetzt gehört. Eine magische Geschichte mit spannenden Themen, zwei unterschiedlichen und faszinierenden Protagonisten und auch wenn noch ohne viel Action, mit ganz viel Potential für die weiteren Bände. 

    Strange the Dreamer schafft es vielleicht noch nicht ein Jahreshighlight zu sein, aber dafür der Auftakt zu einer neuen Lieblingsreihe im Fantasybereich. Ich vergebe 4 von 5 Sterne und freue mich auf noch geheimnisvollere Bücher mit mehr Action und noch mehr Träumerei. Für Fans von Nevernight, Zorn & Morgenröte und Amrita. 

    Ich danke dem Verlag für mein Exemplar!

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    Cover des Buches Everything I Didn't Say (ISBN: 9783736309173)

    Bewertung zu "Everything I Didn't Say" von Kim Nina Ocker

    Everything I Didn't Say
    66jojovor 2 Monaten
    Gelungenes New Adult

    Jamie will eigentlich nur ihr Praktium bei einer Soap machen, um erste Kontakte in der Film- und Theaterbranche zu knüpfen. Doch da ist Carter, der sich sofort in Jamie verguckt und nicht aufhören kann, mit ihr zu flirten. Eine knisternde Liebesgeschichte, zwischen zwei jungen Menschen, die vor komplett unterschiedlichen Lebensphasen stehen. Jamie mitten im Studium, mit mehreren Nebenjobs und überhaupt nicht auf eine Beziehung aus. Carter, Nachwuchs Schauspiel-Star aus gutem Hause, auf dem Weg zur erfolgreichen Schauspielkarriere.
    Erst vier Jahre später sehen sich die beiden wieder. Denn etwas ist vorgefallen.
    Kim Nina Ockers Schreibstil ist flüssig, angenehm und das Lesen macht viel Spass. Noch viel mehr Spass macht allerdings die Szenerie. Das Filmset, die Paparazzis und der Blick hinter die Kulissen gibt dem Buch einen glamourösen Hauch und das ist etwas, was ich sehr gerne mag. Gerade wenn es wie in diesem Buch nicht nur die glamouröse, sondern eben auch die reale Seite zeigt. Denn als Promi kann man sich nicht einfach verlieben, nicht einfach tun, was man will. Alles wird von der Öffentlichkeit verfolgt und ich finde, die Autorin hat hier einen guten Weg gefunden, in dem sie Carter zwar zu einem beliebten Schauspieler, aber nicht zu einem Superstar gemacht hat, denn dieses Leben wäre dann wohl doch sehr schwierig realistisch zu beschreiben. 

    Was mir ebenfalls sehr gut gefällt ist, dass für einmal das Drama nicht in der Vergangenheit der Protagonisten liegt, sondern sich zwischen den beiden abspielt. So werden schon mal viele Klischees umgangen, die Beziehung wirkt wesentlich authentischer und der Plottwist dadurch auch überraschender. Insgesamt gefällt mir die gute Mischung aus Romantik, Glamour und Drama.
    Jetzt möchte ich kurz auf den Plottwist eingehen. Wenn ihr Spoiler vermeiden wollt, lest am dem Fazit weiter. 

    Fazit
    Kim Nina Ocker hat mit “Everything I Didn’t Say” den für mich besten New Adult Roman in diesem Jahr geschrieben. Mit Jamie und Carters Geschichte hat die Autorin eine Geschichte geschrieben, welche ohne zu viel Drama auskommt und dafür einen Plottwist beinhaltet, der sehr überraschend gekommen ist und die Thematik sehr realitätsnah aufgreift. Aber auch beide Protagonsiten sind mir sympathisch gewesen. Ein unterhaltsames Buch mit einer spannenden Thematik, ohne viel Drama und Klischee und vor allem sehr viel Lesespass. Ich kann euch das Buch auf jeden Fall nur empfehlen und vergeb 4.5 von 5 Sterne. Ich bin so happy, dass ich diese Geschichte gelesen habe und kann dieses Buch allen Fans des Genres und natürlich auch jenen, die Geschichten mit einem Hollywood-Glamourtouch mögen.
    Ich danke dem LYX-Verlag für mein Exemplar!

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    Cover des Buches Burning Bridges (ISBN: 9783426524572)

    Bewertung zu "Burning Bridges" von Tami Fischer

    Burning Bridges
    66jojovor 2 Monaten
    Solides New Adult Debüt

    Ella studiert, geht auf Parties, schaut Serien und lebt auch ansonsten kein allzu spektakuläres Leben. Als ihr Freund mit ihr Schluss macht und sie danach fast von drei Typen vergewaltigt wird, rettet sie Ches.
    Danach begegnet sie ihm immer wieder und irgendetwas an ihm scheint ihm seltsam. Er sieht ständig verschlagen aus und nicht sonderlich gepflegt. Sie bietet ihm eine Dusche und ein Morgenessen bei sich zu Hause an und kommt dann langsam ins Gespräch mit ihm. Doch er erzählt nicht viel und Ella ist auch noch zu beschäftigt mit dem Trennungsschmerz. 

    Doch nachdem die beiden sich immer wieder begegnen, beginnen die Funken zu sprühen und gleichzeitig schwebt eine Gefahr über ihnen, von der Ella nichts ahnt.

    Das Buch beinhaltet einige Klischees und zuerst hat es mich nicht sonderlich überzeugt. Aber der Schreibstil hat mir so gut gefallen und ich wollte wissen, was es mit der Geschichte auf sich hat, dass ich weitergelesen habe. Und es hat sich gelohnt. Denn Tami Fischer schreibt nicht nur sehr gut für eine Debütantin, sie hat mit Ella auch eine sehr selbständige Protagonistin geschaffen, welche an das Gute im Menschen glaubt und bereit ist einem Mann zu helfen, der in einer schwierigen Situation ist. 

    Die Plottwists haben mir zudem auch sehr gut gefallen. Gerade weil die nicht den gängigen Klischees entsprochen haben und fast schon in Richtung Crime gegangen sind. Die Handlung hat mir sowieso immer besser gefallen und auch wenn gewisse Szenen auch aus einem anderen Roman hätten stammen können, hat mich das Buch wunderbar unterhalten.

    Fazit

    Tami Fischer hat mit «Burning Bridges» einen New Adult Roman geschrieben, welcher mit denen von Mona Kasten, Bianca Iosivoni oder Laura Kneidl ohne Probleme mithalten kann. Eine unterhaltsame Geschichte mit einer starken Protagonistin, überraschenden Plottwists in eine neue, interessante Richtung und einem Schreibstil, welcher das Lesen zu einem Spass macht. Insgesamt hätte ich mir vielleicht noch bisschen weniger Klischees gewöhnt, gerade was die Beziehung zwischen Ches und Ella angeht, aber mehr möchte ich nicht beklagen. Man bekommt was einem versprochen worden ist und daher vergebe ich 4 von 5 Sterne und freue mich mehr von der Autorin zu lesen. 

    Ich danke dem Knaur Verlag für mein Exemplar!

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    Cover des Buches Die Arena - Grausame Spiele (ISBN: 9783805200486)

    Bewertung zu "Die Arena - Grausame Spiele" von Hayley Barker

    Die Arena - Grausame Spiele
    66jojovor 2 Monaten
    Richtig gut!

    Eine Arena, in der Menschen vorgeführt werden wie Tiere, in der Zuschauer auf Tode hoffen und in der die Artisten vor jeder Show um ihr Leben bangen müssen. Die Artisten gehören zu den Dregs, welche von den anderen Menschen als minderwertigeren Geschöpfe angesehen werden. Dregs haben keine Zukunft & Hoshiko ist eine von ihnen. Als Artistin ist sie ein Star, doch ausserhalb der Arena lebt auch sie verarmt, geschändigt & ohne Familie. Doch dann begegnet sie Ben…

    Hayley Barkers Idee rund um einen Zirkus, der an das antike Kolosseum erinnert, in dem Menschen vorgeführt & als minderwertig behandelt werden, schockt von der ersten Seite an. Alleine die Tatsache, dass der Mensch immer versucht andere Menschen als minderwertig anzusehen & sich über die anderen zu stellen, zeigt die Autorin ziemlich gut auf. Die Angst vor dem Anderssein, den ‘’Nicht-Perfekten’’ Menschen und Kulturen, die fremd sind, führen nicht nur in Dystopien zu Ausgrenzungen, sie sind auch in unserer Gesellschaft weiterhin Gründe, warum Menschen ausgeschlossen werden. Alleine auf den ersten 50 Seiten löst die Autorin damit so viele Gedankengänge aus & schnell wird klar, dass das Buch nicht nur eine fesselnde Geschichte, sondern vor allem auch ganz viel Gesellschaftskritik beinhaltet. 

    Die Dregs als Attraktion in einem Zirkus. Die Pures, die sich an dem Leid & Schmerz erfreuen. Eine Politik, die immer extremer wird. Eine Gesellschaft, die zuschaut und in der sich niemand getraut Widerspruch zu erheben. Die Atmosphäre im gesamten Buch ist grandios & ich habe das Buch kaum aus der Hand legen können. In jeweils kurzen Kapiteln wird abwechselnd aus der Sicht von Ben & Hoshiko erzählt. Beide sind facettenreiche Figure & sie haben das Leseerlebnis nochmals deutlich cooler gemacht. Besonders Hoshiko fand ich eine sehr interessante Protagonistin, die mir als eine der wenigen Protagonistinnen in einer Dystopie auch wirklich sympathisch gewesen ist. 

    Allerdings habe ich mich nicht so mit der Liebesgeschichte anfreunden können. 3 Tage & ein paar wenige Begegnung sollen für die absolute Liebe reichen? Ich hätte mir gewünscht, dass die Geschichte auf eine grössere Zeitspanne angelegt gewesen wäre. 

    Fazit

    Harley Barker hat mit «Die Arena: Grausame Spiele» eine beeindruckende Dystopie geschrieben, welche auf den ersten Blick an die Tribute von Panem erinnern mag, aber beweist, dass diese beiden Werke nicht zu vergleichen sind & Hoshikos Geschichte durchaus mit der von Katniss mithalten kann. Nervenaufreiben, brutal & so spannend, dass man das Buch am Besten in einem Rutsch liest. Wobei das Buch auch ziemlich viel Stoff zum Nachdenken mitbringt & uns verpackt in dieser genialen Geschichte aufzeigt, wozu Menschen fähig sind & dass niemand als minderwertiger angesehen werden sollte. Ich habe mit diesem Buch ein weiteres Highlight gefunden & freue mich jetzt schon auf den zweiten Band. Ich vergebe 5 von 5 Sterne und kann das Buch allen Fans von Die Bestimmung, Das Juwel & natürlich von Die Tribute von Panem empfehlen. 

    Ich danke dem Rowohlt Verlag für mein Exemplar!

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    Cover des Buches Eve of Man - die letzte Frau (ISBN: 9783423640558)

    Bewertung zu "Eve of Man - die letzte Frau" von Tom Fletcher

    Eve of Man - die letzte Frau
    66jojovor 2 Monaten
    Hätte mehr erwartet

    Eve ist das erste Mädchen, nach einem halben Jahrhundert. Sie stellt die Hoffnung für die gesamte Menschheit dar. Doch was, wenn diese Hoffnung von der Regierung ausgenutzt wird? Was wenn ihr ganzes Leben überwacht wird & sie so von der Welt abgeschirmt ist, dass sie nicht einmal mitbekommt, wie die ganze Menschheit zu Grunde geht?
    Bram, ist einer der Jungen, der mithilfe eines Virtual Reality Programm Eves beste Freundin spielt. Doch dann geht etwas schief & plötzlich sieht Eve, wer wirklich hinter dem Mädchen steckt, das sie schon ihr ganzes Leben begleitet. Und sie verliebt sich in Bram. Doch das geht nicht.
    Ich habe das Buch gelesen, weil mich die Idee interessiert hat. Eine Welt in der keine Frauen mehr geboren werden? In der dadurch ein extremes Ungleichgewicht entsteht & die letzte Frau zwar einerseits verehrt wird, gleichzeitig aber auch für Macht missbraucht wird. Allerdings hat mich einiges ziemlich gestört. So wird zum Beispiel nie wirklich erklärt, was dazu geführt hat, dass keine Frauen mehr geboren wurden. Allgemein fehlt es dem ganzen Buch an Worldbuilding & die ganze Welt wirkt wie eine von vielen dystopischen Geschichten. Sehr schade, denn die Thematik ist mehr als interessant & ich hätte mir gewünscht, dass wir mehr Einblicke in die Welt sowie die Gesellschaft bekommen.
    Ebenso bleiben alle Charaktere sehr blass & ich konnte mich kaum in sie hineinversetzen. Ich habe überhaupt nicht mitgefühlt & der Verlauf der Geschichte hat mich an jede andere Dystopie erinnert.
    Trotzdem hat mich das Buch unterhalten. Es ist gut geschrieben, die Geschichte insgesamt spannend & trotz fehlendem Worldbuilding hat mich die Situation zum Nachdenken angeregt.

    Mit “Eve of Man” haben Giovanna & Tom Fletcher zwar nicht unbedingt die ausgeklügelste oder beeindruckenste Dystopie gelungen, dafür war das Worldbuilding zu schwach & es wurde zu wenig darauf eingegangen, wie es überhaupt erst zur Situation gekommen ist. Aber die Geschichte unterhält gut, ist spannend & lässt sich sehr schnell lesen. Da ich jedoch kaum Sympathien für die Charaktere entwickeln konnte & ich das Gefühl hatte, die Geschichte bereits aus anderen Dystopien zu kennen, werde ich die Trilogie wohl nicht weiterlesen. Ich vergebe 3 von 5 Sterne für Eve of Men & bin leider bisschen enttäuscht, da ich in dem Buch das Potential für ein Jahreshighlight gesehen habe. Ich empfehle das Buch trotzdem Fans von Die Bestimmung, Selection & H.O.M.E.

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    Cover des Buches Das Glück hat viele Seiten (ISBN: 9783404178476)

    Bewertung zu "Das Glück hat viele Seiten" von Ella Zeiss

    Das Glück hat viele Seiten
    66jojovor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Leicht enttäuschend
    Leicht enttäuschend

    Hannah erbt den Buchladen von Tante Marlies, der Schwester ihrer verstorbenen Mutter. Sie will ihn möglichst schnell loswerden & verkauft ihn daraufhin an Ben. Der behauptet, dass er ihn weiterführen würde & verschweigt, dass er in Wahrheit ein Hotel daraus machen will. Als Hannah ihre vorschnelle Entscheidung bereut, ist der Vetrag bereits unterschrieben & somit ist bereits zu spät.
    Die Geschichte wirkt zu Beginn noch ganz lustig. Hannah die nichts mit ihrem Erbe zu tun haben will, den Buchladen verkauft & ihn dann zurückhaben will. Aber schlussendlich ist das Buch ein einziger Kampf mit Streichen, Korruption & Erpressung, um den Buchladen von Ben zurück zu bekommen. Dass Hannah nicht die hellste Kerze ist, wird einem ziemlich schnell klar. Selten habe ich so eine naive, manipulierbare & sture Protagonistin erlebt. Richtig anstrengend. Zumal ich ihr ihre plötzliche Sentimentalität für den Buchladen nicht abkaufen konnte, habe ich mich gefragt, warum sie nicht einfach versucht hat einen Deal mit Ben zu machen, dass er doch einen Teil des Buchladens bestehen lassen könnte, den ihre Streiche gehen einerseits ganz schön unter die Gürtellinie & schlussendlich ist es nicht Bens Schuld, dass Hannah sich nicht eine Sekunde überlegt hat, was sie tut, als sie den Buchladen verkauft hat.
    Dass die beiden sich trotzdem ineinander verlieben, hat mich richtig irritiert. Was sollte das?
    Genauso wie die älteren Frauen, die Hannah geholfen haben & wohl witzig sein sollten mit ihrem schrulligen Verhalten & ihren jugendlichen Witzen, aber ehrlich gesagt waren sie das nicht wirklich…
    Schlussendlich hat das Buch aber trotzdem irgendwie unterhalten & manchmal ist das auch schon genug.


    Fazit

    Ella Zeis hat mit «Das Glück hat viele Seiten» einen Roman geschrieben, der einerseits extrem vorhersehbar ist & zum anderen auch in seinem Inhalt wenig Sinn macht. Alleine schon Hannah, die den Buchladen ihrer Tante verkauft, ohne dass sie ihn sich je angesehen hat & danach dann plötzlich alles bereut, die Liebesgeschichte zwischen Ben & ihr direkt obendrauf & dann noch all die älteren Frauen aus dem Dorf, die Hannah dabei helfen wollen, den Buchladen zurück zu kriegen. Die Charaktere sind unsympathisch, die Geschichte abstrus, aber trotzdem irgendwie unterhaltsam & lesen lässt es sich extrem süffig. Ich vergebe 2.5 von 5 Sterne & kann euch das Buch nicht wirklich empfehlen… Nicht zu vergleichen mit Büchern von Petra Hülsmann oder Kerstin Gier.

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