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Aer1th

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Aer1th hat gelesen…
2 Bücher im Jahr 2026

Cover des Buches Good Spirits (ISBN: null)
Buch wurde am
11. Januar beendet
Cover des Buches Royal Heist: Royals. Rache. Verbotene Gefühle | Der neue Roman der Bestseller-Autorin von WESTWELL und COLDHART (ISBN: null)
Buch wurde am
02. Januar beendet

Rezensionen und Bewertungen

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Cover des Buches Good Spirits (ISBN: 9783365011782)

Bewertung zu "Good Spirits" von B.K. Borison

Aer1th
Zu viel Spice, zu wenig Weihnachten

Als ich den Klappentext zu dem Buch gelesen habe, war ich total in Weihnachtsstimmung und die Idee einer Geschichte, die an Dickens’ Weihnachtsgeschichte angelehnt ist, hat mich sehr angesprochen. Also begann ich zu lesen und war zunächst wirklich angetan von der Geschichte um Harriet und Nolan.

Nolan ist seit über 100 Jahren ein Geist der vergangenen Weihnacht. Jahr für Jahr sucht er schreckliche Menschen heim, um mit ihnen ihre Vergangenheit zu besuchen und sie schnellstmöglich an den nächsten Weihnachtsgeist weiterzureichen. Mit dieser Art von Mensch möchte Nolan nicht unbedingt mehr Zeit als nötig verbringen und daher rühmt er sich damit, dass er seine “Fälle” die meiste Zeit sehr schnell weiterreichen kann.
Doch dieses Mal ist irgendetwas anders. Dieses Mal soll er Harriet York heimsuchen, doch er kann nichts Schreckliches an der weihnachtsbegeisterten Frau finden – ganz im Gegenteil, sie gibt meist mehr als sie hat und nimmt nichts. Ob sie Nolan etwas verheimlicht? Doch auch nach diversen Besuchen in Harriets Vergangenheit kann Nolan nichts entdecken. Er muss Harriet jedoch an den nächsten Geist weiterreichen und das bis spätestens zum Weihnachtsabend.
Zusammen müssen die beiden herausfinden, weshalb Nolan bei Harriet gelandet ist und was zu tun ist. Könnte es sein, dass Harriet und er sich gegenseitig helfen sollen?

Wie bereits erwähnt, war ich zunächst sehr angetan von der Geschichte. Weihnachtsfeeling kam auf, der Humor hat gestimmt, die Charaktere waren toll. Ich hatte mich auf eine cozy weihnachtliche RomCom gefreut. Diese bekam ich auch eine Weile lang. Dann hatte ich jedoch den Eindruck, dass er Weihnachtsaspekt immer mehr in den Hintergrund geriet und abgelöst wurde von den familiären Schwierigkeiten in Harriets Familie und den damit zugrunde liegenden Traumata, mit denen Harriet zu kämpfen hat. Die Geschichte bekam etwas mehr Schwere und Tiefgründigkeit. Versteht mich nicht falsch, ich mag Tiefgründigkeit und liebe es als Leserin dabei zu sein, wenn sich eine Buchfigur weiterentwickelt – was Harriet eindeutig getan hat. Ich war nur irgendwie nicht darauf vorbereitet und es hat mich emotional leider nicht richtig packen können. Ich möchte nicht sagen, dass es mich kalt gelassen hat, doch normalerweise verdrücke ich auch beim Lesen die ein oder andere Träne und hier habe ich es nur zur Kenntnis genommen.
Außerdem wurde mir der Spice-Anteil des Buches zu dominant. Ich habe nichts gegen Spice in Büchern, doch auch hier: Wenn man eine cozy RomCom erwartet, möchte man nicht unbedingt gefühlt eine Sex-Szene nach der nächsten lesen. Außerdem war entweder die Wortwahl der Autorin oder die der Übersetzerin etwas befremdlich für mich als es um leidenschaftliche Zungenküsse ging.

Ich denke, wenn man von all dem weiß und mit der richtigen Erwartung an das Buch herangeht, sind die meisten obengenannten “Kritik”punkte vermutlich zu vernachlässigen. Denn dann handelt es sich um eine schöne Liebesgeschichte mit einer Menge Spice und tollen Charakteren, die sich weiterentwickeln.
Wer jedoch eine cozy RomCom erwartet, die ein großes Weihnachtsfeeling versprüht, könnte evt. etwas überrascht oder sogar enttäuscht werden, so wie ich.
Daher vergebe ich 3,5 von 5 Sternen für “Good Spirits”.

Humorvoll, verletzlich, emotional und vielschichtig

Rache statt Gerechtigkeit – jetzt wird es persönlich.
Normalerweise kümmern sich Darcy und ihre Crew (The Robbin’ Hood – tolles Wortspiel übrigens) um Fälle in denen gierige, reiche Menschen andere ausbeuten. Robin Hood-like bestehlen sie die Reichen und verteilen die Beute unter den Geschädigten, so dass die Gerechtigkeit wiederhergestellt ist.
Nun bietet sich für Darcy und ihren Bruder die Möglichkeit an der Royal Family Rache zu üben. Rache für eine zerstörte Kindheit. Zusammen mit ihrer Crew bereiten sie den Coup ihres Lebens vor. Darcy muss in den inneren Kreis der Königsfamilie gelangen und nutzt die passende Gelegenheit, dass der Kronprinz Spencer gerade auf der Suche nach einer geeigneten Kandidatin für eine Hochzeit ist, die den Ruf der Monarchie retten soll. Doch das ausgerechnet Tristan, der jüngere Bruder des Kronprinzen, Darcys Plänen einen Strich durch die Rechnung machen könnte, damit hat sie nicht gerechnet.

“Royal Heist” ist mein erstes Buch von Lena Kiefer, wobei mir die Autorin nicht unbekannt ist. Ich bin nur noch nie in den Genuss gekommen eines ihrer Bücher zu lesen. Und sagen wir mal so, wenn alle Bücher in etwa die Qualität dieses Buches haben, dann werde ich wohl – für mich eher untypisch – zum Fangirl mutieren. 

Von Anfang an mochte ich sowohl Setting, als auch Schreibstil, Geschichte und die Entwicklung der Charaktere.
Das Buch ist abwechselnd aus der Sicht von Darcy und von Tristan geschrieben, so dass die Lesenden einen guten Einblick auf beide Seiten bekommen. Ich war beim Lesen häufiger hin- und hergerissen. Mal wollt ich, dass Darcy und ihr Bruder ihre Rache erhalten, dann wieder nicht usw.
Besonders gerne mag ich es, wenn Figuren in Büchern sich selber nicht immer ganz so ernst nehmen und auch mal in die Sarkasmus-Schublade greifen. Das ist meine Art des Humor. So war es auch bei Darcy und Tristan. Beide (eigentlich alle) Charaktere haben sich von mehreren Seiten gezeigt. Humorvoll, verletzlich, emotional – insgesamt sehr vielschichtig. Auch die Story an sich ist sehr vielschichtig und tiefgreifend. Ich selber habe immer wieder darüber nachgedacht wie ich in solch einer Situation reagiert hätte.

Alles in allem hat mich das Buch von Beginn an abgeholt und erst wieder losgelassen als ich die letzte Seite umgeblättert habe. An einigen Stellen fand ich es etwas vorhersehbar, doch insgesamt tut es dem Ganzen keinen Abbruch.
Das Ende ist etwas fies, wenn man nicht gleich im zweiten Band weiterlesen kann, für Autorin und Verlag jedoch auf jeden Fall ein gutes Verkaufsargument für den nächsten Band.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich vergebe gerne 5 von 5 Sternen. Der zweite Band befindet sich schon auf meiner Wunschliste.

Cover des Buches Eine McElroy zu viel (ISBN: 9783963244131)

Bewertung zu "Eine McElroy zu viel" von KL Hughes

Aer1th
Süße Geschichte mit tollem Humor und ernsten Themen

Ich liebe Weihnachten, doch häufig habe ich in der Vorweihnachtszeit zu wenig Möglichkeiten mich thematisch passenden Büchern und Filmen zu widmen. Dieses Weihnachten habe ich mir die Zeit einfach genommen und wirklich viele Filme geschaut und sogar einige Bücher gelesen.
Auf der Suche nach für mich geeigneten Büchern, bin ich auf diese queere Liebesgeschichte von KL Hughes gestoßen. Eins kann ich schon vorweg sagen, ich war ganz gefesselt von der Geschichte um Fiona und die Familie McElroy.

Wenn die Familie zusammenkommt, hat das nicht immer nur positive Aspekte. So auch bei Michael und seiner Familie. Um der immerwährenden Frage und den ständigen Sticheleien aus dem Weg zu gehen, was Michaels Beziehungsstatus angeht, beschließt dieser dieses Weihnachten eine Scheinfreundin mitzubringen. Dafür ist niemand besser geeignet als seine lesbische beste Freundin Fiona – denkt er.
Fiona ist zunächst etwas skeptisch, kann ihrem besten Freund aber nichts abschlagen. Wie schwer kann es schon sein ein paar Tage lang die feste Freundin ihres besten Freundes zu spielen? Immerhin verhalten die beiden sich fast schon wie ein altes Paar.
Der Klan der McElroys ist groß und beeindruckend. An Weihnachten pflegt die Familie ein Zusammentreffen voller lustiger Wettbewerbe und so landet Fiona in einer Schar rothaariger, ausgelassener und wetteifernder Geschwister.
Darunter auch Michaels Schwester Lizzie, die bei Fiona sofort einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Wie kann es sein, dass Lizzie mit ihrem berauschenden Duft und ihrem ansteckenden Lachen plötzlich überall ist? Je mehr Zeit sie mit den McElroys verbringt, desto schwieriger fällt es Fiona so zu tun als wäre sie in Michael verliebt. Ob das gut geht?

Das Buch ist mit seinen 228 Seiten nicht besonders dick und lässt sich daher wirklich schnell lesen. Der Schreibstil bzw. die Übersetzung ist wirklich angenehm und leicht zu lesen. Der Autorin gelingt es, meiner Meinung nach, die vorherrschende Stimmung ganz wunderbar zu transportieren und die Charaktere zum Leben zu erwecken. Ich habe beim Lesen das Gefühl gehabt mitten zwischen den McElroys zu stehen und Teil des Ganzen zu sein.

Auch wenn die Geschichte zunächst nur wie eine humorvolle und süße Liebesgeschichte daherkommt, merkt man relativ schnell, dass dahinter noch viel mehr Tiefe steckt. Von Alltagsrassismus hin zum leider immer noch schwierigen Outing einer nicht heteronormativen Sexualität, findet man das ein oder andere wichtige Thema.

Mir hat das Buch wirklich gut gefallen, mit all seinem Humor, den lockeren Sprüchen der Protagonisten, bis hin zu den wichtigen Themen, die aufgegriffen wurden. Ich möchte es daher empfehlen und vergeben sehr gerne 5 von 5 Sternen.

Etwas schwächer als der erste Band, dennoch ein kleines Highlight für mich

Nach dem mir der erste Band der “School of Myth & Magic” – Dilogie schon sehr gut gefallen hatte, habe ich halbe Freudensprünge gemacht, als ich – mehr aus Zufall – entdeckt hatte, dass der zweite Band auch schon erschienen ist. Und das nur drei Monate nach dem ersten. Ein Traum für Reihen-Leser*innen. :D

Daher hier bitte erst weiterlesen, wenn ihr Band 1 bereits kennt oder euch Spoiler nichts ausmachen.

Leser*innen des ersten Bandes wissen, das dieser mit einem fiesen Cliffhanger endet. Zu unser aller Glück schließt Band 2 nahtlos an den ersten an und wir müssen uns nicht erst durch reihenweise Gedächtnisauffrischungen arbeiten. Welche ich übrigens per se sehr befürworte, mich hier jedoch gestört hätten, da die beiden Bände so schnell hintereinander erschienen sind.

Wir wissen also nun, dass die Verbannung von Kassian dem Incubus missglückt ist, und gemeinsam mit Devin finden wir uns in der Situation wider diesen Umstand als einzige zu kennen.
Nicht nur was die Geschichte angeht schließt Jennifer Alice Jager nahtlos an den Vorgängerband an – nein, auch was Spannung, Humor und Atmosphäre angeht.

Wie schon im ersten Teil überzeugt mit die Protagonistin Devin mit ihrer Schlagfertigkeit, ihrer Toughness und ihrem Sinn für Sarkasmus. Bei der School of Myth & Magic Dilogie handelt es sich um Jugendbücher, die primär von Teenagerinnen gelesen werden – behaupte ich mal. Mir als erwachsene Leserin gefällt es daher sehr gut, wenn diese jungen Frauen mit starken weiblichen Charakteren in Kontakt kommen.

Zur Geschichte an sich kann ich sagen, dass die Autorin es wirklich geschafft hat mich zu überraschen. Ab einem gewissen Punkt im Buch nimmt die Geschichte eine Wendung, mit der ich absolut nicht gerechnet hatte, die mir jedoch echt gut gefallen hat und die Geschichte zu einem runden Ende bringt.

Wem Band 1 also schon gut gefallen hat, dem wird der zweite Band mindestens genauso gut gefallen. Eine toughe, schlagfertige Protagonistin, eine Prise Humor und Spannung machen dieses Buch zu einem weiteren kleinen Highlight.
Ich vergebe daher sehr gerne wieder 5 von 5 Sternen.

Nicht nur etwas für Jugendliche

“School of Myth & Magic” ist nun das zweite Buch, das ich aus der Feder von Jennifer Alice Jager lese und ich würde jetzt einfach mal behaupten, dass ich mit ihrem Schreibstil und ihrem Humor auf einer Wellenlänge liege. Das Buch hat sich wirklich gut lesen lassen und ich habe nicht nur ein Mal laut auflachen müssen.

Die 17-jährige Devin ist ein ganz normaler Teenager – glaubt sie zumindest, bis sie in den Ferien, ihren Schwarm Tyler in einem Badesee küsst und dieser daraufhin im Krankenhaus landet. Zunächst glaubt Devin an einen unglücklichen Unfall, doch als eines nachts plötzlich zwei fremde Männer in ihrem Haus stehen und ihr zur Strafe ihre Magie nehmen wollen, erinnert sich Devin an die Geschichten ihrer Großmutter über Nixen und begreift, dass in ihr selbst Nixen-Kräfte schlummern.
Um diese neu gewonnenen Kräfte kontrollieren zu lernen, soll Devin ab sofort an die School of Myth and Magic in Norwegen gehen. Einer Schule für magische Wesen, die sich auf Nixen spezialisiert hat. Zusammen mit Drachen, Vampiren, Hexen, Magiern und einem sehr charmanten Faun besucht Devin nun die School of Myth and Magic. Kurz nachdem Devin an die Schule gekommen ist, passieren merkwürdigen Dinge und die ersten Schüler*innen landen auf der Krankenstation. Es scheint, als wäre Devin etwas – oder jemand – an die Schule gefolgt – doch, was sind seine Absichten?

Wie bereits erwähnt liebe ich den Schreibstil und den Humor der Autorin. Das Buch lässt sich locker und leicht lesen. Ich war sofort in der Geschichte und mein Kopf-Kino war daueraktiv. Dies ist nun bereits das zweite Buch von Jennifer Alice Jager, in dem es eine toughe und schlagfertige Protagonistin gibt – ich mag das sehr. Schlagfertigkeit, gemischt mit einer Portion Sarkasmus ist genau mein Ding.
Ich habe die Geschichte um Devin unheimlich gerne gelesen. Es gibt die typischen Schul-Zickereien, ein kleines bisschen Liebe und eine gute Portion Geheimnisse. Meiner Meinung nach war das Buch sehr interessant und spannend zugleich. Und wie bei der Autorin üblich, endet der erste Band mit einem fiesen Cliffhanger, so dass ich es kaum erwarten kann, dass der zweite Band im Sommer endlich erscheint.

“School of Myth & Magic” ist ein Buch, das sich prima zwischendurch lesen lässt und auch mir als erwachsene Leserin sehr viel Spaß gemacht hat. Für mich zählt das Buch jetzt schon zu einem meiner Highlights für das Jahr 2024 und somit vergebe ich sehr gerne volle 5 von 5 Sternen.

Cover des Buches Die Insel des Zorns (ISBN: 9783426447659)

Bewertung zu "Die Insel des Zorns" von Alex Michaelides

Aer1th
Recht gemächlicher Thriller mit vielen Plottwists

“Mein Name ist Elliot Chase und ich werde Ihnen eine Geschichte erzählen, wie Sie sie noch nie gehört haben.” – So lautet der erste Satz des Klappentextes, der mich sofort neugierig auf diesen Thriller gemacht hat. Und tatsächlich, so eine Geschichte habe ich bisher noch nicht gelesen.

Ex-Hollywood-Star Lana Farrar besitzt eine eigene griechische Insel, auf der sie immer die Osterfeiertage verbringt. So auch dieses Jahr. Dieses Mal zusammen mit ihrem Ehemann Jason, ihrem Sohn Leo aus erster Ehe, ihren langjährigen Angestellten Agathi und Nikas und ihren besten Freunden Lana und Elliot.
Die griechische Privatinsel wird immer mal wieder von einem tückischen Sturm heimgesucht, den die Griechen “Der Zorn” nennen. Dieser Sturm ist unberechenbar und selbst die ältesten und erfahrensten Griechen bleiben bei diesem Sturm in ihren eigenen vier Wänden.
Just zu Ostern sucht dieser Sturm Lanas idyllische Insel auf und hält sie und ihre Gäste darauf gefangen. Normalerweise kein Problem, doch dieses Mal ereignet sich eine tödliche Tragödie.

Ich hatte nach längerer Zeit mal wieder Lust auf einen Thriller. Kein zu blutiger, deswegen kam mir dieser Psychothriller von Alex Michaelides sehr gelegen. Zu Beginn musste ich mich erst einmal daran gewöhnen, dass diese Geschichte tatsächlich von einem Erzähler – Elliot Chase – erzählt wird und zwar in direkter Ansprache. Diese Erzählform bin ich nicht gewohnt, daher brauchte ich ein wenig, um in die Geschichte finden zu können.

Elliot Chase drückt sich mitunter sehr gewählt aus und neigt ab und an zu ausschweifenden Erzählungen. Für einen Thriller war es mir daher an einigen Stellen nicht rasant genug. Diese Tatsache wurde jedoch davon wieder wett gemacht, dass der Autor ein Händchen für Plotttwists hat. So viele, die ich nicht voraussehen konnte, habe ich selten erlebt. Normalerweise habe ich ein Näschen dafür und weiß recht früh wie die Geschichte läuft, doch hier wurde ich mehrmals an der Nase herumgeführt.

Insgesamt ist “Die Insel des Zorns” ein sehr atmosphärisches Buch. Selbst jetzt, Wochen nach Beendigung des Buches, schwingt immer noch die leicht düstere und bedrückende Atmosphäre mit, wenn ich an die Geschichte denke.

Insgesamt hat mir das Buch wirklich gut gefallen. Meiner Meinung nach hätte es gerne rasanter sein können, doch wer es etwas gemächlicher mag und sich gerne überraschen lässt, der wird an dem Buch seine Freude haben.

Ich vergebe gerne 4 von 5 Sternen.

Humorvoll, schlagfertig und doch tiefgreifend

Romantik kann ich häufig nur in kleinen Dosen vertragen und dann meist auch nur, wenn jemand anderes sie erfährt. Dieses Buch hier ist so herrlich humorvoll und die Protagonistin das genaue Gegenteil einer romantischen Romanheldin – ich habe mich königlich amüsiert, obwohl auch jede Menge Romantik im Spiel war.

Die beiden Schwestern Nora und Libby sind ein Herz und eine Seele und so unterschiedlich wie Tag und Nacht. Nora ist tough, scharfzüngig und besessen von ihrer Arbeit. Libby ist niedlich, ruhig und Mutter von (bald) drei Töchtern.
Für ihre Schwester würde Nora alles tun, sogar einen Sommer in der vermeintlich idyllischen Kleinstadt Sunshine Falls verbringen; mit schlechtem WLAN und der Gefahr auf einen attraktiven Landarzt zu stoßen – genau wie in Libbys Lieblingsromanen. Das Letzte was die New Yorker Literaturagentin Nora jetzt braucht ist eine romantische Liebesaffäre. Ausgerechnet in diesem kleinen Kaff trifft sie auf den Lektor Charlie Lastra, der sie vor einiger Zeit beruflich hat abblitzen lassen und der nun den einzigen WLAN-Spot der Stadt sein eigen nennt.
Sunshine Falls und Charlie Lastra sorgen dafür, dass Nora nach und nach erkennt, dass auch im wahren Leben manches anders ist, als es auf den ersten Blick erscheint.

Ich muss sagen, ich hatte richtig viel Spaß beim Lesen von “Book Lovers”. Ich liebe schlagfertige und sarkastische Unterhaltungen und dieses Buch ist voll davon. Außerdem bin ich ebenfalls ein großer Fan von toughen weiblichen Figuren, die genau wissen, was sie wollen und einen Mann nicht nur wegen seines Äußeren ansabbern.

Für mich ist “Book Lovers” eine gute Mischung aus Humor, Schlagfertigkeit und Romantik, gespickt mit interessanten Charakteren, die nicht so leicht austauschbar sind, wie man es eventuell aus anderen Liebesromanen kennt. Das Buch bzw. die Autorin spielt mit einigen Klischees aus typischen Liebesromanen und lässt den Leser diese aus Sicht eines Lektors und einer Literaturagentin begutachten. Dies ist in Teilen so herrlich selbstironisch.

Das Buch ist jedoch nicht nur humorvoll, sondern auch ziemlich ernst und tiefgreifend werden. Nämlich dann, wenn es um die Probleme/Schwierigkeiten geht, die die einzelnen Charaktere mit sich bringen. Meiner Meinung nach rundet die Tatsache, dass es hier nicht nur um Liebe und Romantik geht, sondern auch um ernstere Themen, die gesamte Geschichte ab. Ich habe beim Lesen laut gelacht, geschmunzelt und hatte sogar Tränen in den Augen. Ich habe richtig mitgefiebert und war dadurch Teil der Geschichte. Etwas, was für mich ein gutes Buch ausmacht.
Ich mochte den Schreibstil der Autorin und die Übersetzung von Katharina Naumann gerne. Ich habe mich insgesamt richtig gut unterhalten gefühlt. Daher möchte ich das Buch gerne weiterempfehlen und vergebe 5 von 5 Sternen.

Cover des Buches Star Bringer (ISBN: 9783423443449)

Bewertung zu "Star Bringer" von Tracy Wolff

Aer1th
Eingängiger Schreibstil, großartiger Humor und interessante Charaktere

Man mag es kaum glauben, doch Star Bringer ist das erste Buch, das ich von Tracy Wolff lese. Zusammen mit Nina Croft ist ihr, meiner Meinung nach, ein lesenswertes Buch gelungen, auch für diejenigen, die sich ansonsten nicht unbedingt ins Weltall verirren.
“Star Bringer” ist kein klassisches Sci-Fi, es hat mehr etwas von New Adult-Romantasy im Weltall.

Die 19-jährige Kalinda wächst als Prinzessin der Neun Planten unter der strengen Erziehung ihrer Mutter – der Kaiserin – auf. Keine Schwäche zeigen, immer erhaben und am besten allwissend wirken. Zum ersten Mal überhaupt darf Kali das Königreich und damit auch ihre Mutter ganz offiziell repräsentieren. Zusammen mit den Vertreter*innen aller neun Planeten befindet sich Kali auf der Forschungsraumstation Caelestis, um dort das weitere Vorgehen zu besprechen, was die sterbende Sonne dieser Galaxie betrifft.

Doch bei Kalis erstem öffentlichen Auftritt scheint alles schief zu gehen, denn kurz nach ihrer Ankunft wird die Caelestis angegriffen und nur mit Müh und Not gelingt Kalinda die Flucht von der auseinanderfallenden Raumstation.
Gemeinsam mit einer Hohepriesterin, ihrem Leibwächter, einem Opportunisten, einem unverbesserlichen Optimisten, einer Kriminellen und einem ausgewachsenen Mistkerl, entkommt Kali auf einem Raumschiff, das diese Bezeichnung nicht wert ist.
Sieben Charaktere, die unterschiedlicher nicht sein können, auf der Flucht vor ungefähr jedem in der gesamten Galaxis; zusammengepfercht auf engstem Raum; darum bemüht sich gegenseitig nicht umzubringen und dabei gleichzeitig noch das Sonnensystem retten. Klingt nach einer spannenden und spaßigen Geschichte.

Ich muss sagen, dass mich der Klappentext von Anfang an extrem neugierig auf das Buch gemacht hat. Gar nicht so sehr die Aufmachung des Buches oder die Autorinnen. Ich liebe Bücher, die einen Sci-Fi-Touch haben und in diesem Fall versprach der Inhalt zusätzlich eine humorvolle Geschichte.
Humorvoll war die Geschichte auf jeden Fall und dabei auch noch spannend und sogar berührend. Ich teile den Humor der beiden Autorinnen und die Schlagfertigkeit, mit der die meisten Charaktere hier unterwegs sind, hat mir ebenfalls sehr gut gefallen.

Der Lesende erlebt die Geschichte aus den verschiedensten Perspektiven. Ein Kapitel lang begleiten wir die Hohepriesterin Rain, dann wieder Kali, Ian, Beckett oder andere. Wobei die meisten Kapitel aus Kalis und Ians Sicht geschrieben wurden.

Mit seinen 752 Seiten wurde das Buch für mich zu keinem Zeitpunkt langweilig. Ich konnte zügig und einfach in die Geschichte einsteigen und Dank des eingängigen Schreibstils auch sehr gut am Ball bleiben. 

“Star Bringer” ist der Auftakt-Band zu einer Reihe, die ich definitiv weiter verfolgen werde. Von mir gibt es daher 5 von 5 Sternen. 

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