Aglaya

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Rezensionen und Bewertungen

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    Cover des Buches KRYONIUM9783865994448

    Bewertung zu "KRYONIUM" von Matthias A. K. Zimmermann

    KRYONIUM
    Aglayavor 2 Monaten
    Ich konnte mich wohl zu wenig auf das Buch einlassen

    "Kryonium" besteht aus drei Teilen. Der erste spielt in einer Winter-Märchenwelt, der zweite in einer unheimlichen psychiatrischen Klinik und der dritte… lasst euch überraschen. Erzählt wird die Geschichte in der Ich-Perspektive des Protagonisten, über den der Leser erst im dritten Teil etwas mehr erfährt. In den ersten beiden Abschnitten ist der Leser diesbezüglich komplett auf seine eigene Vorstellung angewiesen (ich habe mir schon mal jemand komplett anderes vorgestellt, als schlussendlich korrekt gewesen wäre). Die drei Teile haben jeweils eine sehr unterschiedliche Stimmung, die sie beim Lesen rüberbringen, sodass es mir fast erschien, als würde ich drei komplett unterschiedliche Bücher lesen.


    Wirklich begeistern konnte mich leider keiner der drei Teile. Beim ersten Abschnitt wartete ich vergeblich auf den im Klappentext angekündigten Aspekt des Computerspiels, der Abschnitt in der Psychiatrie erschien mir vor allem unglaubwürdig und mit dem dritten Abschnitt wusste ich gar nicht mehr, wo ich stehe. Der einzige für mich fassbare rote Faden der Handlung war der ständige Gedanke an Flucht. Auch der Protagonist blieb für mich ein Wesen ohne Eigenschaften, wohl weil erst gegen Schluss etwas über ihn erzählt wird.


    Ich möchte hier darauf hinweisen, dass ich mit meiner Meinung anscheinend ziemlich alleine dastehe. So wie ich gesehen habe, sind die meisten Leser dieses Buchs absolut begeistert. Daher gehe ich davon aus, dass meine nicht-so-Begeisterung an mir liegt, und nicht an "Kryonium". Es ist wohl ein Buch, auf das man sich mehr einlassen muss, als ich es konnte. Wer sich durch den Klappentext angesprochen fühlt und auf der Suche nach einem Buch ist, dass er nicht nur so locker durchliest, sondern sich tiefer damit beschäftigen will, sollte sich also besser nicht durch meine Rezension abschrecken lassen, sondern dem Buch eine Chance geben.



     Mein Fazit



    Ich konnte mich zuwenig auf das Buch einlassen


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    Cover des Buches Eisiger Kerker: Kanada-Krimi9781999230227

    Bewertung zu "Eisiger Kerker: Kanada-Krimi" von Bernadette Calonego

    Eisiger Kerker: Kanada-Krimi
    Aglayavor 2 Monaten
    Spannender Kriminalfall in ungewohnter Umgebung

    Lange Monate nach einem Überfall auf sie kann Calista Gates endlich wieder ihren Dienst bei der Royal Canadian Mounted Police antreten und wird prompt quer über den Kontinent versetzt. Anstelle von ihrem üblichen Dienst in Vancouver soll sie in Labrador an der Ostküste einen drei Jahre alten Mordfall lösen.


    Die Geschichte wird in der Ich-Perspektive der Protagonistin Calista Gates erzählt, einige Kapitel auch in der dritten Person aus der Sicht anderer Beteiligter. Calista ist Polizistin und gehört zur RCMP, den "Mounties" (erinnert sich noch jemand an die TV-Serie "Ein Mountie in Chicago"?). Sie kommt aus Vancouver, aber nachdem sie brutal und beinahe tödlich zusammengeschlagen wurde und erst nach 18 Monaten Rehabilitation wieder ihren Dienst antreten kann, wird sie in die komplett andere Ecke Kanadas versetzt, nach Labrador. Wirklich fassen konnte ich Callista nicht. Sie hat den Überfall auf sie immer noch nicht ganz verarbeitet, scheint aber lediglich physische Langzeitfolgen wie plötzlich auftretende Schmerzen zu haben. Psychisch scheint alles keine Spuren hinterlassen zu haben, obschon der oder die Täter nie gefunden wurden. Aber es muss ja auch nicht jeder Krimi oder Thriller ein psychisches Wrack als Protagonisten haben, jemand geistig Gesundes ist ja mittlerweile eine angenehme Abwechslung.


    Als Handlungsort hat sich die Autorin Bernadette Calonego eine Gegend ausgesucht, die ich nur vom Namen her und auch nur wegen der (vielleicht) von dort stammenden Hunde kenne: Labrador. Die Autorin hingegen hat die Gegend schon mehrere Male bereist und schildert hier ihre Eindrücke sehr anschaulich. Der eigentliche Handlungsort Port Brendan ist fiktiv, die in der Nähe gelegene nächstgrössere Stadt (was hier rund 8000 Einwohner bedeutet) Happy Valley-Goose Bay hingegen existiert wirklich, auch wenn der Name absolut erfunden klingt (fröhliche Tal-Gans Bucht?!).


    Die Krimihandlung hat mich wirklich begeistert. Bernadette Calonego schafft es wunderbar, die Spannung durchgehend hoch zu halten, ohne ihre Leser in zu hohe Puls- und Blutdruckwerte zu treiben. Eklige Stellen gibt es keine, sodass auch etwas sensiblere Gemüter mit diesem Buch zurecht kommen sollten, aber es ist und bleibt ein Krimi mit mehreren Toten. Die Ermittler wissen zu (fast) jedem Zeitpunkt gleichviel wie der Leser, der damit eingeladen wird, mitzurätseln und den Fall vielleicht noch vor der Polizei zu lösen. Ganz toll fand ich das letzte Kapitel, welches doch grosse Teile der Geschichte plötzlich in einem anderen Licht scheinen lässt.


    Das Ende des Buches ist, obschon der Kriminalfall gelöst ist, mehr oder weniger offen gehalten, was mich auf eine Fortsetzung hoffen lässt. Ich habe zwar überhaupt keine Bindung zu Kanada im allgemeinen oder Labrador im Speziellen, und der subarktische Spätwinter wollte auch nicht so recht zu den hier herrschenden schon beinahe sommerlichen Temperaturen passen, aber "Eisiger Kerker" hat mich so in seinen Bann gezogen, dass ich gerne weitere Fälle mit Calista erleben möchte. Wer gerne Krimis in nicht so alltäglichen Umgebungen liest, dem lege ich diesen hier wärmstens ans Herz.



    Mein Fazit


    Spannender Kriminalfall in ungewohnter Umgebung

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    Cover des Buches Café Sehnsucht: Lenis Geheimnis9783752877656

    Bewertung zu "Café Sehnsucht: Lenis Geheimnis" von Ella Wünsche

    Café Sehnsucht: Lenis Geheimnis
    Aglayavor 2 Monaten
    Nett, aber ziemlich vorhersehbar

    Als Hannah in ihrem Stammcafé auf eine alte Nähmaschinestösst, weiss sie noch nicht, dass diese Maschine ihr Leben verändern wird – und nicht nur ihres…


    Die Geschichte besteht aus zwei Handlungssträngen. Einerseits begleiten wir Hannah, die ihren Platz in der Welt erst noch finden muss, andererseits folgen wir Leni, die ihren Lebensunterhalt in den 1930ern als Hausmädchen bei einer wohlhabenden (jüdischen) Familie verdient. Leider fand ich beide Handlungsstränge ziemlich vorhersehbar, weshalb sich keine wirkliche Spannung einstellen wollte.


    Unterhalten wurde ich allerdings nicht schlecht, die Handlung plätschert munter vor sich hin und der Schreibstil liest sich flüssig. Wer keine grosse Spannung braucht und auf Überraschungen verzichten kann, soll sich diesen Liebesroman ruhig mal ansehen. Wer allerdings von seiner Lektüre mitgerissen werden möchte, wird hier wohl nicht fündig.


    Mein Fazit

    Nett, aber ziemlich vorhersehbar.

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    Cover des Buches Magisch VerschneitB07MD4GVC1

    Bewertung zu "Magisch Verschneit" von Ina Linger

    Magisch Verschneit
    Aglayavor 2 Monaten
    Die Protagonistin verdarb mir den Spass

    Kurz vor Weihnachten. Trish soll die Feiertage wie jedes Jahr mit ihrer Familie bei der Grossmutter auf dem Land verbringen, doch irgendwie hauen alle ab, sodass Trish und die Grossmutter alleine zurückbleiben. Doch irgendetwas scheint faul zu sein. Wieso ist im Dorf wirklich überhaupt niemand in Weihnachtsstimmung und was hat es mit dem Yeti-Monster auf sich, das Trish zu verfolgen scheint?


    Die Geschichte wird aus der Perspektive von Patricia erzählt, die ihren Namen nicht ausstehen kann und lieber Trish genannt wird. Leider hatte ich meine liebe Mühe mit Trish (vielleicht liegt's daran, dass ich langsam alt werde…). Sie hat vor einigen Monaten die Schule abgeschlossen und hat keine Ahnung, was sie nun machen will. Das wäre ja eigentlich nichts Schlimmes, nicht jeder weiss schon als Kind, was er später beruflich machen will. Aber anstatt sich ihren Weg zu suchen (oder wenigstens mal ein bisschen zu jobben, damit sie ihren Eltern nicht so auf der Tasche liegt), hängt Trish den ganzen Tag nur rum und geniesst das Faulenzerleben. Und dazu beklagt sie sich wortstark und mehrmals täglich, wenn ihre Eltern finden, sie solle sich an der Uni einschreiben oder einen Job suchen. Viele Teenager werden das wohl nachvollziehbar finden, aber ich bin mittlerweile wohl mehr als doppelt so alt wie Trish und finde es einfach nur unverschämt…


    Auch mit den sonstigen Figuren wurde ich nicht wirklich warm. Viele davon erschienen mir furchtbar zickig (auch wenn das, wie sich im Verlauf der Geschichte zeigt, einen Grund hat), andere einfach nur anstrengend überfreundlich, überfröhlich und überplappernd (ich denk an dich, Manja).


    Die Handlung ist unterhaltsam gestaltet, wenn auch etwas vorhersehbar. Ich fand sie ganz nett, aus den Socken gehauen hat sie mich allerdings nicht. Insgesamt hätte ich "Magisch verschneit" wohl durchaus gemocht, wenn ich Trish nicht so unausstehlich gefunden hätte.


    Mein Fazit

    Die Protagonistin verdarb mir den Spass

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    Cover des Buches Bela B liest... und der tanzende TeufelB081P39JWN

    Bewertung zu "Bela B liest... und der tanzende Teufel" von

    Bela B liest... und der tanzende Teufel
    Aglayavor 2 Monaten
    Unterhaltsame Lesung eines Kinderkrimis

    Ich liebe die drei Fragezeichen und ich liebe die Ärzte, daher habe ich nicht lange gezögert, als ich gesehen habe, dass "Der tanzende Teufel" erstmals als Hörbuch erschienen ist, gelesen von Bela B Felsenheimer.


    In Rocky Beach häufen sich Diebstähle von eigentlich nicht besonders wertvollen Dingen. Eine Puppe, eine Bohrmaschine, ein Projektor… Was kann der Dieb mit diesen Dingen anfangen wollen? Oder ist er auf der Suche nach etwas ganz anderem? Und was hat es mit dem unheimlichen Monster auf sich, das immer wieder unverhofft auftaucht? Die drei Fragezeichen ermitteln…


    Da es sich hier um ein Kinderbuch handelt, ist der Umfang der Handlung natürlich nicht besonders gross, in rund dreieinhalb Stunden ist die Geschichte vorbei. Es gibt einige überraschende Wendungen und wer gerne miträtselt ist hier definitiv am richtigen Ort (auch wenn einige Schlussfolgerungen für Erwachsene etwas gar naheliegend sind oder gar durch den Klappentext verraten werden). Die eine oder andere Situation kann für sensible Kinder etwas gar aufregend sein, die Handlung lauft aber grösstenteils ohne Gewalt ab. Ich selber habe die Reihe ab ca. 8 Jahren gelesen und erachte sie ab diesem Alter als problemlos.


    Nach jahrelangem Hörspielkonsum der drei Detektive war es für mich erst mal ziemlich komisch, die Geschichte von nur einer Stimme erzählt zu hören, wo ich mir doch immer eine grosse Anzahl davon gewohnt bin. Ein Hörbuch ist halt schon ein ganz anderes Erlebnis als ein Hörspiel. Bela B macht seine Arbeit aber solide, sodass ich ihm gerne ein paar Stunden zugehört habe. Allerdings scheint er ziemlich Geschmackssache zu sein, bei Amazon gibt es ein paar ganz üble Bewertungen seiner Leistung.


    Mein Fazit

    Unterhaltsame Lesung eines Kinderkrimis

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    Cover des Buches Der letzte Wunsch: The Witcher Prequel 1B07356YV2D

    Bewertung zu "Der letzte Wunsch: The Witcher Prequel 1" von Andrzej Sapkowski

    Der letzte Wunsch: The Witcher Prequel 1
    Aglayavor 2 Monaten
    Der beste Einstieg in die Reihe

    chdem ich den Einstieg in die "Hexer"-Reihe erst mit dem ersten Band der Pentalogie versucht und davon nur mässig begeistert war, nahm ich einen zweiten Anlauf mit dem ersten Kurzgeschichtenband "Der letzte Wunsch". Allen, die in die Reihe einsteigen möchten, kann ich nur empfehlen, gleich zu den Kurzgeschichten zu greifen und sich die Romane für später aufzusparen.


    Während sich der erste Roman "Das Erbe der Elfen" zu einem grossen Teil um Ciri dreht, steht in "Der letzte Wunsch" der Hexer Geralt im Mittelpunkt. In mehreren kurzen Erzählungen lernt der Leser ihn kennen, erfährt etwas über seine Hintergründe und begegnet dabei auch vielen anderen aus der Reihe bekannten Figuren wie beispielsweise Yennefer. Wer die Netflix-Serie "The Witcher" kennt, dem werden gleich einige der Kurzgeschichten bekannt vorkommen, denn mehr als nur eine wurden als Folgenhandlung verwendet.


    Die einzelnen Kurzgeschichten wirken dabei wie ein Puzzleteil einer grösseren Geschichte, sodass "Der letzte Wunsch" fast noch mehr wie eine durchgehende, zusammenhängende Handlung wirkt als "Das Erbe der Elfen", dem ich trotz Romanform vorgeworfen habe, die Handlung wirke eher wie eine Reihe von willkürlich aneinandergereihten Anekdoten. Durch das gestraffte Tempo erschien mir dieser Band deutlich weniger langatmig und damit auch spannender als der erste Roman, wenn auch nicht alle Kurzgeschichten gleich unterhaltsam sind. Bei diesem Kurzgeschichtenband merkt man allerdings sehr gut, woher der Autor Andrzej Sapkowski seine Inspiration geholt hat, beispielsweise wenn eine Königstochter erzählt, wie sie mit einem Apfel vergiftet und dann in einen Glassarg gesperrt wurde…


    Gelesen wird auch dieses Hörbuch von Oliver Siebeck, der seine Sache ordentlich, aber unauffällig machte.



    Mein Fazit


    Der beste Einstieg in die Reihe

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    Cover des Buches Psychose9783844535785

    Bewertung zu "Psychose" von Blake Crouch

    Psychose
    Aglayavor 2 Monaten
    Wirr und überdreht

    Der Secret Service Agent Ethan Burke kommt auf der Suche nach zwei vermissten Kollegen zusammen mit seinem Partner nach Wayward Pines. Das ist das Einzige, an das er sich erinnert, als er später am Flussufer aufwacht und versucht herauszufinden, was mit ihm, seinen Kollegen und der ganzen Stadt passiert ist. Denn etwas ist faul im Städtchen Wayward Pines…


    Die Geschichte wird grösstenteils aus der Sicht von Ethan geschildert, mit einigen kürzeren Abschnitten aus der Perspektive von Ethans Frau Theresa. Die erste Hälfte hingegen nahm es sehr gemütlich, nach einer Stunde wartete ich immer noch auf den wirklichen Beginn der Handlung. Während die Verwirrung, die nicht nur Ethan sondern auch der Leser aufgrund der Handlung verspüren muss zu Beginn noch durchaus angenehm prickelnd war, wirkte das Buch auf mich ungefähr ab der Mitte nur noch wirr. Erinnerung vermischt sich mit dem jetzt Erlebten, die Geschichte spaltet sich in mehrere Zeitstränge auf und aus dem Agenten-Thriller wird eine Dystopie, die mehr mit Gewalt anstatt mit Spannung zu punkten versucht. So kam es mir vor, als hätte ich hier zwei verschiedene Hörbücher gehört. Dass die Handlung über weite Strecken sehr repetitiv ist (Ethan wird geschnappt, Ethan wird verprügelt, Ethan kann fliehen. Rince and repeat.), steigert die Spannung auch nicht wirklich. Selbst die Auflösung fand ich ziemlich hanebüchern, da gäbe es viel einfachere Methoden, das von den Figuren gewünschte Ziel zu erreichen, als die im Buch geschilderte.


    Der Schreibstil, respektive die Übersetzung, konnten mich nicht überzeugen. Von Satzbauten wie "'Ich vermute dies und das', vermutete er" bis hin zu genauer Umrechnung von amerikanischen Längenmassen ins metrische System (10 yards sind zwar tatsächlich ziemlich genau 9m, aber wenn in einem Text von 9m Entfernung die Rede ist, klingt das zu präzise um eine "Ungefähr-Angabe" zu sein, wie es inhaltlich eigentlich sein müsste) ist mir zu vieles negativ aufgefallen.


    Auch die Lesung von Charles Rettinghaus konnte mich nicht begeistern. Die Lesung klang etwas fad und die einzelnen Figuren liessen sich bei Dialogen kaum voneinander unterscheiden.


    Mein Fazit

    Wirr und überdreht – nicht mein Fall

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    Cover des Buches Der Fall Collini9783833740244

    Bewertung zu "Der Fall Collini" von Stephan Schad

    Der Fall Collini
    Aglayavor 2 Monaten
    Tempo- und gefühlsarm

    Ein alter Mann bringt einen anderen um. Was hat Fabrizio Collini dazu gebracht, den Industriellen Hans Meyer zu töten?


    Anhand des Klappentextes habe ich hier eigentlich einen Krimi erwartet. Wem es genauso ging, der sei hier gewarnt: es handelt sich hier um ein (Familien-)Drama, die Straftat an sich spielt kaum eine Rolle. Die passiert gleich in den ersten paar Sätzen und zumindest über die äusseren Geschehnisse gibt es keinerlei Zweifel.


    Die Handlung dreht sich in erster Linie um die Vergangenheit. Nicht nur um die des Mörders (?) Fabrizio Collinis, sondern auch die seines Anwalts Caspar Leinen. Während ich durchaus wissen wollte, das hinter der Tat steckt, so kam für mich doch keine Spannung auf. Betont wird dies auch durch den Schreibstil des Autors Ferdinand von Schirach, den ich als tempoarm, kühl und vor allem detailverliebt wahrnahm. In der Obduktionsszene wird das Gewicht jedes einzelnen Organs aufs Gramm genau erwähnt und auch andere Szenen bestehen zu einem grossen Teil aus Beschreibungen und Aufzählungen. Selbst als endlich das Motiv zur Sprache kommt, besteht es aus einer reine Aufzählung von Fakten. Ein tieferer Einblick in die Gefühls- und Gedankenwelt der Figuren bleibt dem Leser verwehrt.


    Auch der Sprecher Burghard Klaussner bringt nicht mehr Energie in die Geschichte. Im Gegenteil liest er sehr langsam und macht er immer wieder so lange Pausen, dass ich trotz des eigentlich ohnehin sehr kurzen Hörbuchs zum ersten Mal die Geschwindigkeit meiner Audible-App erhöht habe.


    Insgesamt ist "Der Fall Collini" für mich eine durchaus interessante Charakterstudie, Spannung wollte allerdings keine aufkommen.



    Mein Fazit



    Tempo- und gefühlsarm


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    Cover des Buches Transfusion - Sie wollen dich nur heilen9783453320086

    Bewertung zu "Transfusion - Sie wollen dich nur heilen" von Jens Lubbadeh

    Transfusion - Sie wollen dich nur heilen
    Aglayavor 2 Monaten
    Etwas unlogisch, aber durchaus spannend

    Iliana Kornblum arbeitet beim Pharmakonzern Astrada. Ihr Ziel: Menschen ein längeres Leben ohne einschränkende Krankheiten zu ermöglichen. Doch als sie entdeckt, dass ihr Arbeitgeber dafür auch unlautere Mittel anwendet, beginnt sie, an ihrer Aufgabe zu zweifeln.


    Die Geschichte wird aus der Perspektive der Protagonistin Iliana in der Vergangenheitsform erzählt. Iliana konnte ich nur schwer fassen. In manchen Momenten war sie mir sehr sympathisch und ich konnte mich absolut mit ihr identifizieren, in anderen fand ich ihr Verhalten einfach nur unverständlich.


    Inhaltlich bietet "Transfusion" genau das, was ich von einem Wissenschaftsthriller erwartet hatte. Grosse Überraschungen blieben leider aus, es gab viele "hab ich mir's doch gedacht"-Momente, aber die Handlung blieb trotzdem durchgehend spannend. Für mich als Laien (zwar mit wohl überdurchschnittlichen medizinischen Kennntissen, aber dennoch ein Laie) erschien mir der wissenschaftliche Aspekt dieses Thrillers allerdings ziemlich hanebüchern, aus Spoilergründen will ich da nicht näher darauf eingehen. Wer darüber aber hinwegsehen kann, wird mit diesem Buch einige Stunden lang sehr spannend und temporeich unterhalten.


    Nicht überzeugen konnte mich allerdings der Schluss. Mehr oder weniger mitten in der Handlung ist einfach Schluss, dann kommen einige Seiten, die rund 10 Jahre später spielen und rückblickend mit wenigen Worten alles aufzulösen versuchen. Ich hatte fast den Eindruck, dem Autoren Jens Lubbadeh seien die Seiten ausgegangen, um seine Geschichte ordentlich zu Ende zu bringen. 


    Mein Fazit

    Durchaus spannend, wenn man über die Unlogik hinwegsehen kann.

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    Cover des Buches Das Schwert der Vorsehung9783833722424

    Bewertung zu "Das Schwert der Vorsehung" von Andrzej Sapkowski

    Das Schwert der Vorsehung
    Aglayavor 3 Monaten
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