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Alex_gedankenwelt

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Rezensionen und Bewertungen

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    Cover des Buches Spätsommermord (ISBN: 9783426306253)

    Bewertung zu "Spätsommermord" von Anders de la Motte

    Spätsommermord
    Alex_gedankenweltvor 24 Tagen
    Ein großartiger, düsterer Krimi

    Zitat: „Friends forever……..Was auch immer passiert, oder nicht?“

    Inhalt:

    Schweden, 1990: Bevor die fünf Freunde Alex, Carina, Bruno, Marie und Simon nach bestandenem Abitur getrennte Wege gehen, wollen sie ein letztes Mal gemeinsam feiern. Dazu treffen sie sich an einer geheimen Schwimmstelle in einem alten Steinbruch. Von Felsklippen umgeben und das Wasser eisig kalt. Ein Ritual, wie jedes Jahr, das letzte Bad des Sommers. Doch diesmal läuft es anders als die letzten Jahre, denn einer von ihnen wird am nächsten Morgen nicht mehr leben. 

    Schweden, 2017: Die Polizistin Anna verlässt mit ihrer Tochter Agnes und deren Hund Milo Stockholm, um die Leitung der Polizeiwache in Nedana zu übernehmen. Dort war  Henry Morell 45 Jahre Leiter dieser Dienststelle und soll nun in den Ruhestand verabschiedet werden. Da der Chefposten normalerweise an jemanden übergeht, der bereits auf dem Revier arbeitet, begegnet man ihr dort nicht gerade sehr freundlich. 

    Hinzu kommt, dass Anna ein Haus angemietet hat, das der Mutter des toten Jugendlichen, der damals im Steinbruch ums Leben gekommen ist, gehört. Die Mutter glaubt nicht an einen Unfall. Doch für die Polizei, speziell für Henry Morell,  ist der Fall abgeschlossen und niemand möchte, dass die alte Sache nochmal thematisiert wird.

    Nach einer Streiterei auf dem Dorffest findet man einen Toten. Wieder ein Unfall? Anna entdeckt, dass es eine Verbindung zwischen dem Toten und den fünf Jugendlichen gibt. Sie ist sich mittlerweile sicher, dass irgendetwas vertuscht werden soll. Was ist damals wirklich geschehen? 

    Während sie ermittelt, findet Henry Morell heraus, warum Anna  Stockholm wirklich verlassen hat. Bleibt Anna noch genug Zeit, um der Wahrheit auf die Spur zu kommen?                                   

    Mein persönliches Fazit:

    „Spätsommermord“ ist mein zweites Buch, das ich von Anders de la Motte gelesen habe. Sein Erzählstil ist großartig. Der ständige Wechsel von der Erzählung in der Gegenwart und die Rückblende in die Vergangenheit (bis zur Mitte des Buches) schafft Charaktertiefe, passt zur Story und ist ihm hervorragend gelungen. Hier geht es mehr um die Emotionalität der zwischenmenschlichen Beziehungen. Noch mehr als im ersten Buch des Autors - die sich übrigens unabhängig voneinander lesen lassen - kommt die Story aufgrund seiner bildlichen Erzählung der Gegend und der dort vorhandenen Gegebenheiten unglaublich real und düster rüber. Ich konnte die Stimmung wunderbar nachfühlen und das Buch konnte mich völlig an sich fesseln. Die Auflösung am Ende passte zur ganzen Story.

    Die Protagonisten wirken glaubwürdig und ergänzen sich perfekt in diesem Buch. Die Handlungen der einzelnen Personen sind nachvollziehbar, wenn auch natürlich nicht immer angemessen. 

    Alle in diesem Buch beschriebenen Emotionen habe ihre Berechtigung und kamen bei mir als Leserin spürbar an.  

    Ein wirklich spannender Krimi, der mit wenig Brutalität und Blutvergießen auskommt.  Im Gegensatz zu „Sommernachtstod“ konnte mich dieser Krimi komplett für sich gewinnen. 

    Definitiv ein Krimihighlight für mich in diesem Jahr und von mir gibt es eine Leseempfehlung und 5*+

     


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    Cover des Buches Was du nicht willst das man dir tu (ISBN: 9783751930291)

    Bewertung zu "Was du nicht willst das man dir tu" von C. Rimmeck

    Was du nicht willst das man dir tu
    Alex_gedankenweltvor einem Monat
    Empfehlenswert

    Mein Lieblings-Zitat: 

    „Wenn ich mir vorher alles Mögliche ansehe….dann bin sozusagen gedanklich kontaminiert.“

    Zum Inhalt: 

    Vor Kurzem galt Kommissar Holz noch als Polizeiheld. Nach einem persönlichen Schicksalsschlag ist hier nicht mehr viel von über geblieben. Depressiv und dem Alkohol verfallen, hält lediglich noch sein Chef und Freund Wolfgang Port an ihm fest. Dieser teilt ihm nun auch noch die neue Kollegin Corinna Weidlich als Partnerin zu. 

    Als die Leiche eines Teenagers auftaucht, ist Holz davon überzeugt, dass es sich hierbei um Selbstmord handelt. Weidlich jedoch glaubt an Mord und ermittelt weiter. Ein Video taucht auf,  dass den kostümierten Mörder und sein Opfer zeigt. Eine Jagd beginnt. Denn weitere Jugendliche werden getötet und die Morde per Video ins Netz gestellt. Die Ermittler geraten unter Druck. Während Weidlich alles dafür tut, um ihre Karriere voranzutreiben und den Mörder zu finden,  muss Holz sich eingestehen, dass er nur noch ein Schatten seiner selbst ist. 

    Für ihn scheint es nur noch zwei Möglichkeiten zu geben. Sich schmerzhaft der Vergangenheit zu stellen oder am Ende selbst dabei draufzugehen. Für was wird er sich entscheiden?

                                                                                                                                                                                     

    Mein persönliches Fazit:

    Thriller-Liebe auf den zweiten Blick! 

    Der erste Fall der Ermittlerduos Holz und Weidlich überzeugt mit einer spannenden Story, einem ständig steigenden Spannungsbogen, einem wortgewandten Ermittlerduo und einem fulminanten Ende.

    Kommissar Holz ertränkt den Kummer seines persönlichen Schicksalsschlages im Alkohol und vergisst im Dauerrausch und Selbstmitleid die Menschen, die ihn lieben und für ihn da sind. Das macht ihn für mich in diesem Buch nicht unbedingt zu einem Sympathieträger.

    Seine Kollegin Weidlich hingegen mochte ich von Beginn an wirklich gern. Etwas zynisch und sarkastisch unterwegs, steht sie für ihre Werte ein und entwickelt sich charakterlich im Laufe der Story ganz wunderbar weiter. 

    Die Story an sich ist wirklich spannend. Ein maskierter Serienmörder, der Jugendliche bestialisch hinrichtet und sein Werk im Netz präsentiert. So greift der Autor  auch Themen wie Datenmissbrauch, Sensationsgeilheit und Selbstjustiz auf und bindet diese fließend in seine Story mit ein.

    Der Autor verwendet unglaublich viele Methapern in diesem Buch. Auch, wenn sein Schreibstil schön flüssig ist, verliert er sich für meinen Geschmack zu viel in Details, die für mich in einem Thriller unwichtig sind. Gerade die ersten 60 Seiten zogen sich für mich unnötig in die Länge und ich hatte wirklich Schwierigkeiten mich auf das Buch einzulassen. Aber es hat sich absolut gelohnt!

    Gerne mehr davon.

    Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4,5 Sterne!

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    Cover des Buches Der Fahrer (ISBN: 9783499000386)

    Bewertung zu "Der Fahrer" von Andreas Winkelmann

    Der Fahrer
    Alex_gedankenweltvor einem Monat
    großartiges Leseerlebnis

    Was für ein Fest! Erst vor Kurzem konnte mich Frank Kodiak mit seinem Buch „Das Fundstück“ überaus beglücken und nun ist der Thriller „Der Fahrer“ von dem Autor Andreas Winkelmann überall erhältlich

    Klappentext:

    Du hattest einen höllischen Tag und einen Gin Tonic zu viel. Das Auto kannst du nicht mehr nehmen. Zum Glück gibt es MyDriver, den neuen Fahrdienst in der Stadt. Per App bestellt du dir einen Wagen, checkst rasch noch dein Insta-Profil, stellst dein neues Selfie online, und dann ist dein Fahrer auch schon da. Die Tür öffnet sich, du steigst ein… und deine Fahrt in den Tod beginnt.

    Mein persönliches Fazit:

    Nach „Das Haus der Mädchen“ und „Die Lieferung“ konnte mich nun auch der dritte Fall des Ermittlerduos Jens Kerner und Rebecca Oswald begeistern.

    Wie auch in den vorherigen zwei Fällen entwickelt sich die private Beziehung der zwei Hauptprotagonisten weiter und nimmt in diesem Fall deutlich mehr Raum ein als sonst.

    Ich kann mir gut vorstellen, dass dem ein oder anderen Leser es in diesem Fall etwas zu viel ist. Ich liebe den flüssigen Schreibstil von dem Autor, der einem auf so faszinierende Weise an dem Bösen an sich und den menschlichen Abgründen teilhaben lässt. Ich bin davon dann so gefesselt, dass ich zwischendurch nicht so wirklich viel für „Herzschmerz“ und „Verliebte“ übrig habe. Es drosselt dann irgendwie das Erzähltempo und bremst mich in meinem Lesefluss ein wenig aus.

    Allerdings gehört die Entwicklung der Beziehung einfach zum Buch dazu und ist das Grundgerüst dieser Thriller-Reihe.  Jens Kerner, der  für mich gefühlt immer in das passende emotionale „Fettnäpfchen“ tritt, wäre ohne Rebecca Oswald mit ihrem scharfsinnigen Verstand und dem nötigen Feingefühl für sensible Situationen wohl nur halb so erfolgreich. 

    Die Story ist großartig durchdacht. Viele kleine Kniffe und Wendungen, führen den Leser immer wieder auf die falsche Spur.

    Wie ihr wisst, „plotte“ ich die Thriller die ich lese an meiner Ermittlungswand mit, um nach Logikfehlern und womöglich auch nach der Lösung des Rätsels zu suchen. Hier habe ich es einmal nicht getan und mich im Nachhinein wirklich darüber geärgert. 

    Zwei Sätze bzw. Gegebenheiten in diesem Buch geben einen deutlichen Wink auf des Rätsels Lösung. 

    Aber ohne meine geliebte Tafel konnte ich die Stränge hintenraus leider nicht ganz zusammenfügen und so bin ich dann dem Autor auf den Leim gegangen. 

    Ich bin sehr gespannt darauf, was Andreas Winkelmann als Nächstes zu einem Buch inspirieren wird. Womöglich der Schaffner in einem Waggon bei der Deutschen Bahn, der Sprungturm im Schwimmbad, die Elbphilharmonie als Schauplatz seiner Leserreise oder what ever 😊 

    Was immer es ist, was euch nach Hamburg und Umgebung führt, passt auf euch auf!

    Von mir gibt es eine Leseempfehlung und großartige 5 Sterne /5 Sterne. 😊

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    Cover des Buches Silver Swan - Elite Kings Club (ISBN: 9783736308220)

    Bewertung zu "Silver Swan - Elite Kings Club" von Amo Jones

    Silver Swan - Elite Kings Club
    Alex_gedankenweltvor 2 Monaten
    pädagogisch nicht wertvoll

    Klappentext:

    Als   Madison Montgomery nach einem schrecklichen Schicksalsschlag mit ihrem Vater in die Hamptons zieht, will sie nur eins: unsichtbar bleiben und keine Aufmerksamkeit erregen. Doch bereits am ersten Tag an ihrer neuen Privatschule gerät sie ins Visier des Elite Kings Clubs – einer Gruppe gefährlicher Bad Boys. Bishop Vincent Hayes, der Anführer , zieht sie wie magisch in seinen Bann aus verbotenen Gefühlen , Macht und Geheimissen, die Madisons Welt für immer aus den Angeln heben werden…                                                                                                                                                                                 

    Mein persönliches Fazit:

    Ein Buch zu dem ich mich gar nicht so groß äußern möchte. Amo Jones wollte es wohl wissen. Eine Mischung aus sexhungrigen Mädels, Bad Boys, Gewalt, ungeschütztem Sex, Alkohol- und Drogenrausch. 

    Nur eines hat Amo Jones bei ihrem scharfen Cocktail übersehen, ein kleine aber feines Detail, dass das Buch für mich das zu einem absoluten no-go macht. 

     

    Die Hauptprotagonistin in diesem Buch ist erst 17 Jahre alt!!! Ernsthaft! Was stimmt denn hier bitte nicht?

    Was soll das sein? Dark Romance für Jugendliche? Tut mir leid. Ich bin weder prüde noch spießig. Aber in diesem Fall ist für mich definitiv ein Grenze überschritten worden.

    Unter anderen Umständen hätte ich das Buch womöglich entspannt gelesen. Aber so bin ich ernsthaft ein wenig darüber verstört, das dies – gerade in der heutigen Zeit – so möglich ist und für gut befunden wird. 

    Das ist meine persönliche Meinung und ich bin mir sicher, dass das viele Leser anders sehen werden. Für mich ist dies das erste und letzte Buch aus dieser Buchreihe.

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    Cover des Buches Ich bin die Nacht (ISBN: 9783404169238)

    Bewertung zu "Ich bin die Nacht" von Ethan Cross

    Ich bin die Nacht
    Alex_gedankenweltvor 2 Monaten
    ein sympathischer Serienkiller - ansonsten sehr amerikanisch

    Klappentext:

    Mein Name ist Francis Ackermann junior. Ich bin das, was man gemeinhin einen Serienkiller nennt. Doch ich töte nicht wahllos, und jedes meiner Opfer bekommt eine faire Chance, denn ich fordere es zu einem Spiel heraus. Wer gewinnt, überlebt. 

    Ich  habe noch nie verloren. Die meisten Menschen werden mich verabscheuen. Einige, die mir ähnlich sind, werden mich verehren. Aber alle, alle werden sich an mich erinnern. Mein Name ist Francis Ackermann junior. Ich bin die Nacht, und ich möchte ein Spiel mit Ihnen spielen.

                                                                                                                                        Mein persönliches Fazit:

    Was für ein Serienkiller! Francis Ackermann junior wurde von seinem Vater von Kindesbeinen an darauf abgerichtet zu töten. Er hat gelernt Spiele mit seinen Opfern zu spielen. Gewinnt er, hören die Schmerzen auf. Schmerzen, die sein Vater ihm zugefügt hat und die immer bleiben werden.

    Doch nicht immer ist er böse. Gelegentlich lässt er Gnade walten und dies meistens im richtigen Moment, wenn es den für einen Serienkiller gibt. Dann wird er weich, fast zärtlich und ist für mich mit Abstand der einzige Sympathieträger in diesem Buch. Ich habe ihn gern durch dieses Buch begleitet. Natürlich sind seine Morde bestialisch und nicht akzeptabel. Das weiß er auch. Er tut den Menschen auf die Schlimmste Art und Weise weh. Und trotzdem! Ich mag ihn. 

     

    Die restlichen Protagonisten und die Story, für mich ein Kollateralschaden. Marcus, ein ehemaliger Sheriff, wird zukünftig der Gegenspieler von Francis Ackermann junior sein. Seit er im Dienst einen anderen Serienkiller erschossen hat, verfällt er im Laufe der Story immer wieder in Selbstmitleid und möchte als Mörder gesehen und bedauert werden. Doch das Leben scheint ihm eine zweite Chance zu schenken. Da ich nicht zu viel verraten möchte. Am Ende des Buches, nach einer durchaus überraschenden Wendung, ist es soweit. A new star ist born. 

    Ansonsten ist der Schreibstil einfach und gut verständlich. Ohne viel Schnickschnack drumherum, kommt Ethan Cross immer schnell auf den Punkt und verkörpert genau das, was ich an amerikanischen Autoren so gar nicht mag. The American way of life! 

    Ob Sheriff oder FBI Agenten. In Amerika, dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten, gibt es keine Regeln. Über den Gebrauch von Schusswaffen will ich erst gar nicht reden. Klein- und Großstadtcowboys, die in geheimer Mission unterwegs sind und sich an „legaler“ Killerjagd erfreuen können. 

    Die Figur Francis Ackermann junior ist für mich bisher der einzige Grund, weshalb ich diese Buchreihe weiterlesen möchte. Die restliche Geschichte und Protagonisten sind für mich nur Begleitwerk. Unabdingbar, wenn man ein Buch schreiben möchte. Mehr nicht.

    Von mir gibt es 3,5 Sterne / 5 Sterne


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    Cover des Buches Todesmal (ISBN: 9783442486564)

    Bewertung zu "Todesmal" von Andreas Gruber

    Todesmal
    Alex_gedankenweltvor 2 Monaten
    starker Thriller - aber für mich zu weit weg

    Klappentext:

    Eine geheimnisvolle Nonne betritt das BKA-Gebäude und kündigt an, in den nächsten 7 Tage 7 Morde zu begehen. Über alles Weitere will sie nur mit dem Profiler Maarten S. Sneijder sprechen. Doch der hat gerade gekündigt, und so übernimmt Sabine Nemez die Befragung. Die Nonne aber schweigt beharrlich – und der erste Mord passiert. Jetzt hat die Frau auch Snejjders Aufmerksamkeit. Und während sie in U-Haft sitzt, werden Sneijder und Nemez Opfer eines raffinierten Plans, der gnadenlos ein Menschenleben nach dem anderen fordert….

     

    Mein persönliches Fazit:

    Ein unglaublich spannende, gut inszenierte Story. Viele brutale Morde, die mit viel Liebe und Planung bestialisch durchgeführt werden. Andreas Gruber schont seine Leser nicht. Obwohl das Buch ganze 586 Seiten umfasst, hatte ich zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass die Story unnötig in die Länge gezogen wird.

    Kurzweilig und äußerst spannend erzählt Andreas Gruber die Lebensgeschichte einer Nonne, die einem im Laufe der Zeit immer sympathischer wird. Ihre Beweggründe für die Taten und die Auswahl der Opfer sind absolut nachvollziehbar. Zu keinem Zeitpunkt hatte ich Mitleid mit den Opfern. Im Gegenteil, ich war froh, dass das Ermittlungsteam oftmals nicht pünktlich zur Stelle war.

    So grandios ich die Story, den Schreibstil, die Morde und die durchweg sympathischen Protagonisten auch fand, Andreas Gruber konnte mich mit diesem Buch leider nicht komplett überzeugen.

    Das lag daran, dass mir die Arbeitsweise des Ermittlungsteams Marten S. Sneijder und Sabine Nemez einfach „to much“ war.  Ich weiß, das genau dies die Basis und die Besonderheit für die Reihe um das BKA-Ermittlungsduo Sneijder und Nemez ist.  

    Aber ein im Büro kiffender BKA-Ermittler, dem keine Grenzen gesetzt werden und der sich während eines Verhörs womöglich noch seine Cluster-Kopfschmerzen mit Hilfe von Akupunktur bekämpft, das ist schon sehr weit hergeholt. 

    Sabine Nemez - absolut ein sympathischer Charakter – hangelt sich wie eine Katze mit 7 Leben durch die Geschichte. Ständig verletzt, angeschossen und in Gefahr. Aber anscheinend mit viel Glück versehen oder unsterblich. 

    Das ist für mich persönlich – eine bekennende Realistin 😊 – einfach zu viel!


    Trotzdem, saugeile Morde, eine mega Story und daher eine absolute Leseempfehlung von mir!

    Von mir gibt es 4/5 Sterne.

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    Cover des Buches Das Fundstück (ISBN: 9783426307564)

    Bewertung zu "Das Fundstück" von Frank Kodiak

    Das Fundstück
    Alex_gedankenweltvor 2 Monaten
    wirklich außergewöhnlich

    Kurz vorweg:

    Es gibt gute und schlechte Thriller. Mal tiefgründig und mit einer Aussage. Mal oberflächlich und sinnlos. Thriller können sooooo verschieden sein. 

    Neuerdings auch viele Bücher, die als Thriller verkauft werden und die gar keine sind.

    Und, es gibt diesen Thriller „Das Fundstück“ von Frank Kodiak, besser bekannt als Andreas Winkelmann.

    Zitat: „Das hat weder Hand noch Fuß.“… von dieser Redensart schon mal was gehört?

    Klappentext:

    „Ich packe meinen Koffer meinen Koffer und nehme mit: DICH!“

    Er tötet aus Rache. Die Wahl seiner Opfer. Es könnte jeder sein…

     Mein persönliches Fazit:

    „Das Fundstück“ ist für mich persönlich ein Thriller, der mich schlichtweg hervorragend unterhalten hat. Ein total irres Reisejournal für Thriller-Fans. Eine Reiseroute quer durch Deutschland. Begleitet von einem unbekannten Irren, der Interesse an einer günstiger Übernachtungsmöglichkeit, leichtem Reisegepäck und netten Souvenirs hat. 

    Die Morde, schon ein wenig abartig und brutal, aber großartig inszeniert. Es hätte auch gerne noch eine Leiche mehr sein dürfen 😉 Spannend, aber keine große tiefgründige Botschaft und Unsinniges hin- und her. Einfach nur lesen und genießen. 

    Ein großartiger fließender Schreibstil. Dazu ein Kommissar mit Sarkasmus und schwarzem Humor, der das Leben so trocken sieht, wie es ist. Trotzdem, verfügt er – wenn auch nur gelegentlich -über die nötige Portion Feingefühl im Umgang mit seinen Mitmenschen. 

    So böse die Story auch ist, ich musste so oft grinsen. Es hat unglaublich viel Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen. Unkomplizierte, gute Lesekost, von der es gerne mehr Bücher geben dürfte. Kino im Kopf ist garantiert.

    Für alle Thriller-Fans der guten Unterhaltung ein Muss! 

    Liebe Eltern, achtet immer schön darauf, was ihr euren Kindern versprecht und welche Spiele ihr ihnen beibringt. Man weiß nie, wie das Leben so spielt und welche Reisebegleitung auf euch wartet.

     

    Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und 5/5 Sternen.

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    Cover des Buches Zwei Handvoll Leben (ISBN: 9783426282106)

    Bewertung zu "Zwei Handvoll Leben" von Katharina Fuchs

    Zwei Handvoll Leben
    Alex_gedankenweltvor 2 Monaten
    authentisch und bewegend

    Kurzrezi

    Katharina Fuchs erzählt in diesem historischen Roman die Geschichten ihrer Großmütter, die beide zufällig in der dritten Woche des Jahres 1899 das Licht der Welt erblickten.

    Ein Zufall, der diese Geschichte so besonders werden lässt. Abwechselnd wird das Leben von Charlotte und Anna erzählt. Zwei Frauen, die unterschiedlicher nicht aufwachsen konnten.

    Ihre Großmutter Anna wuchs mit ihren Geschwistern in ärmlichen Verhältnissen im Spreewald auf. Nach einer Schneiderlehre und Ende des 1. Weltkrieges ging sie nach Berlin, um wenigstens hier Arbeit und genug Auskommen zum Leben zu finden. 

    Ihre Großmutter Charlotte hingegen wuchs als Einzelkind auf einem Gutshof auf und führte dort ein gutes Leben. Genug Auskommen und Essen waren vorhanden, in Leipzig lebte ihre Tante und führte Charlotte dort in die bessere Gesellschaft ein. 

    So verschiedene Lebensumstände und trotzdem so viel gemeinsames Leid. Der erste Weltkrieg, die Machtergreifung Hitlers und ebenso der zweite Weltkrieg machte vor niemandem Halt.

    Ein großer Zeitraum geprägt von Liebe, Entbehrungen, Leid und Sehnsüchten, aber auch glücklichen Momenten.

    Mein persönliches Fazit: 

    Katharina Fuchs hat auf ganz wundervolle Art und Weise die persönliche Geschichten ihrer Großmütter erzählt. Obwohl das Buch den Zeitraum von 1913-1945 umfasst, eine Zeit in der so unglaublich viel passiert ist, ist es Katharina Fuchs hervorragend gelungen, die Zeit mit allen wichtigen Ereignissen und wahnsinnig viel Gefühl zusammenzufassen. 

    Anschaulich und warm, aber auch detailliert und schonungslos. Ein Buch, das mich getriggert und sehr bewegt hat. 

    Danke, Katharina Fuchs für diese Geschichte, die mich durchaus das eine oder andere Mal zu Tränen gerührt hat.

     

    Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 5/5 Sterne

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    Cover des Buches Marta schläft (ISBN: 9783423262507)

    Bewertung zu "Marta schläft" von Romy Hausmann

    Marta schläft
    Alex_gedankenweltvor 3 Monaten
    Solider Thriller

    Kurzrezi

     Zitat: „Sieben Jahre, falls der Richter einen guten Tag hat und aus irgendwelchen Gründen Mitleid mit dir haben sollte.“

    Klappentext:

    Hab Dich. Und jetzt spielen wir Gericht. 

    Die Stimme in meinem Rücken sagt:“ Das ist eines deiner größten Probleme, nicht wahr, meine Liebe? Dass du dir selbst nicht trauen kannst. Keiner Wunder wahrscheinlich bei deiner Geschichte.“

    Ein abgelegenes Haus im Spreewald wird zum Schauplatz eines bizarren Spiels… 

    Mein persönliches Fazit:

    „Marta schläft“ war für mich die ersten 100 Seiten in der Tat eine logistische Herausforderung. Unglaublich viele Personen, Zeitsprünge und Verknüpfungen, die es mir zunächst schwer machten den Überblick zu behalten. Hätte ich das Buch ohne meine „speziellen Aufzeichnungen“ 😊 weitergelesen, dann hätte ich mich in meinen Gedanken völlig verrannt und das Wesentliche nicht gesehen. 

    Ein Thriller der es definitiv schafft, den Leser an der Nase herumzuführen. 

    Alle Charaktere hätten Grund genug dazu gehabt, ein Verbrechen zu begehen.  Ob gebeutelt von ein schweren Kindheit, zerstörte Lebensträume durch diverse Umstände oder sexuelle Neigungen, die lieber im Verborgenen bleiben. Gründe sich zu rächen gibt es in diesem Buch genug. 

    Was liegt da näher, als sich für ein perfides Spiel ein Opfer zu suchen, das sich selbst kaum schützen kann. Doch oftmals kommt es anders als man denkt.

    Romy Hausmann stellt den Leser vor ein großes Rätsel. Am Ende laufen die Fäden zusammen und alles klärt sich logisch auf. Es gibt wirklich nichts zu bemängeln.

    Aber leider konnte mich das Buch einfach nicht packen. Kein Protagonist, der mich für sich gewinnen konnte.  Mir fehlte es in den letzten zwei Dritteln   an Tempo und Spannung und die Irrwege lösten sich für mich zu schnell auf

    „Liebes Kind“ war 2019 mein Jahreshighlight. Das irre Mädchen mit der großen Wassermelone. Ich liebe sie nach wie vor. Ein Buch, das sich in mein Herz gefressen hat und es gibt wirklich nur wenige Bücher die Emotionen in mir auslösen 😊 

    Ich glaube, „Marta schläft“ ist ein Buch, das die Leser spalten wird. Viele werden Romy Hausmann an „Liebes Kind“ messen. Ich habe mich bemüht es losgelöst hiervon zu lesen und zu bewerten und ich denke, dass ich bin meiner Linie treu geblieben bin.

    Liebe Romy Hausmann! Viele Dank für den netten Austausch. Das ist nicht selbstverständlich! Deine natürliches Wesen und deine Art und Weise wie du mir als Bloggerin bisher begegnet bist, finde ich unglaublich positiv Ich freue mich auf dein nächstes Buch!

    4/5 Sterne

     

     

     

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    Cover des Buches Lautlose Schreie (ISBN: 9783404178681)

    Bewertung zu "Lautlose Schreie" von Leo Born

    Lautlose Schreie
    Alex_gedankenweltvor 4 Monaten
    Tolle Weiterentwicklung

    Kurzrezi

    Zitat: „Ich bin nicht hart, sondern nur faktisch.“

    Unter Schneematsch und Erde findet ein Mann auf einem Feld zwei Kinderleichen. Während Mara sich am Tatort umsieht, rutsch sie auf etwas aus. Eine Kinderhand! Noch fünf weitere Kinderleichen werden geborgen. Schockiert von den Leichenfunden ist Mara hochmotiviert, den oder die Täter zu ermitteln. 

    Allerdings kommt es ganz anders. Mara und Rosen werden von Klimmt auf einen anderen Fall angesetzt. Wieder einmal! Ein Mann wurde brutal in einem Hotel ermordet. Während Mara zunächst noch ein wenig mit dem neuen Fall hadert, gelingt es ihr einen Verdächtigen ausfindig zu machen. Dieser wird ausgerechnet von ihrem Vater vertreten. 

    Klimmt dagegen ist nervlich ziemlich am Ende. Der  neue Staatsanwalt von Lingert äußert seinen Unmut darüber, wie Klimmt die Teams einteilt und ausgerechnet jetzt werden drei weitere Kinderleichen geborgen. 

    Als es Mara gelingt, ihrem Vater Paroli zu bieten und den Verdächtigen des Mordes zu überführen kommt Klimmt nicht mehr darum herum, sie und Rosen mit in sein Team zu holen. Mara stürzt sich in die Arbeit, fest gewillt den Fall zu lösen und begibt sich in größte Gefahr. Klimmt - zunächst sauer auf ihre Alleingänge - entdeckt eine neues Gefühl in sich. Sorge um Mara Billinsky! Werden die beiden es schaffen sich zusammenzuraufen, um gemeinsam den Fall lösen?

    Mein persönliches Fazit:

    Ich bin beeindruckt! Bereits Band 1 war gut geschrieben, allerdings konnten mich die Charaktere dort noch nicht wirklich überzeugen. Leo Born ist von Band 1 zu diesem Band ein großer Sprung gelungen. Zum ersten Mal formen Charakter und Emotionen eine Identität. Alle Protagonisten entwickeln sich in ihrem eigenen Tempo weiter und lassen noch viel Spielraum für weitere Bände. Die Kapitel sind nach wie vor angenehm kurz. Der Schreibstil ist wunderbar flüssig. Die Erzählstränge fügen sich im Laufe der Zeit logisch zusammen und überraschen den Leser mit einem etwas anderen Ende. Ein spannendes Buch mit einem Thema, das mir an die Nieren ging. 

    Das Einzige, was mir an diesem Buch gefehlt hat, waren die unerwarteten Wendungen. Relativ schnell war klar, wie der Fall zusammenhängt und wie die Fäden zusammenlaufen. Das tat meinem Lesegenuss allerdings keinen Abbruch.

    Ich freue mich absolut auf den nächsten Band und bin so angefixt von dieser Reihe, dass ich Band 3 gleich anschließend lesen werde.

    Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4,5 von 5 Sterne *

     


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    Über mich

    • 12.09.2019

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