Annis-Buecherstapel

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Rezensionen und Bewertungen

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    Cover des Buches Richer than Sin (ISBN: 9783736312821)

    Bewertung zu "Richer than Sin" von Meghan March

    Richer than Sin
    Annis-Buecherstapelvor 9 Tagen
    Kurzmeinung: Heißer Liebesroman mit sympathischen Figuren…
    Heißer Liebesroman mit sympathischen Figuren…

    Der Liebesroman „Richer than Sin“ (Band 1 der Richer-than-Sin-Reihe) von Meghan March ist am 29.06.2020 im LYX - Verlag erschienen und spielt in Gable.

    Lincoln Riscoff kann es kaum fassen, dass er Whitney Gable nach all den jähren wiedersehen soll. Nachdem ihr Mann an einer Überdosis gestorben ist, kehrt sie zurück in ihre Heimatstadt. Die Stadt, aus der sie einst geflohen ist, weil eine Familienfehde zwischen den Riscoffs und den Gables ihr ihre wahre Liebe verbot. Doch nun ist sie zurück und sieht sich dem Mann gegenüber, der sie schon damals ab der ersten Sekunde in ihren Bann gezogen hat. Und auch nach all den Jahren knistert es immer noch zwischen den beiden. Vor ihnen liegt eine aufregende Zeit, die geprägt ist von knisternden Momenten und ihrem inneren Konflikt, was man bereit ist, für die Liebe aufs Spiel zu setzen.

    Einen Tag habe ich für dieses Buch gebraucht, das mich begeistert zurücklässt.

    Das Cover ist mir gleich ins Auge gestochen. Es ist wunderschön und passt prima zu dieser Geschichte.

    Der Klappentext hat mich sofort begeistert. Er führt die Hauptfiguren und den Hauptkonflikt ein und vermittelt eine erste Lesestimmung. Und ich musste einfach gleich mit dem Lesen beginnen und kann vorweg nehmen, dass mein Eindruck mich nicht getäuscht hat.

    Whitney Gable ist eine junge, attraktive Frau, die bisher im Schatten ihres Mannes lebte, einem erfolgreichen Musiker. Sie hat versucht ihm alles zu geben, doch er hat ihr Vertrauen immer wieder missbraucht. Bis es ihr reichte und sie sich trennte. Kurz bevor er an dann an einer Überdosis starb. Die Schuld für alles gab er ihr. Whitney weiß, wie es wirklich war und kann insgesamt gut mit dieser Situation umgehen, nur sieht sie sich den Anfeindungen seiner Fans ausgesetzt und flieht zu ihrem eigenen Schutz in ihre Heimatstadt. Doch auch dort gibt es Probleme, denn sie ist auf die Hilfe anderer angewiesen und muss ihr Leben neu ordnen. Und zu allem Überfluss sieht sie sich auch noch Lincoln Riscoff gegenüber, ihrer einstigen Liebe, die ihr verboten war. Und auch wenn Whitney sich große Mühe gibt, sich von Lincoln fernzuhalten, so ist die Anziehungskraft zwischen den beiden einfach zu groß. Und als Leserin konnte ich förmlich spüren, dass es nicht nur die körperliche Anziehungskraft ist, sondern dass die beiden sich lieben.  Whitney ist anfänglich noch sehr in sich gekehrt, was angesichts ihrer Erfahrungen der letzten Jahre absolut nachvollziehbar ist. So etwas muss man erstmal verarbeiten. Ich fand sie äußerst sympathisch und authentisch und ich habe sie wirklich in mein Herz geschlossen. 

    Lincoln Riscoff mochte ich auch sofort. Als Erbe des „Imperiums“ der Riscoffs“ hat er eine bestimmte Rolle inne und sein Großvater achtet sehr darauf, dass er diesen Erwartungen auch entspricht. Man merkt aber sehr schnell, dass er im Grunde doch macht, was er will und immer nach Lösungen für seine Probleme sucht. Und natürlich auch, wie er und Whitney zusammen sein können. Dafür ist er bereit, so einiges zu geben. Trotzdem ist immer auch ein wenig Misstrauen zu spüren und das liegt daran, dass ihm über Jahre eingeredet wurde, Whitney Familie sei schlecht.

    Auch alle anderen Figuren haben mir gut gefallen. Allen voran Cricket und Whitney’s Tante. Beide sind wundervolle, starke Frauen und halten immer zu Whitney. Lincolns Bruder und Whitney Ex fand ich mehr als unsympathisch, aber das sollte auch so sein. Jede Figur hat eine eigene Motivation und ergänzt die Haupthandlung.

    Die Handlung hat mir sehr gut gefallen. Es wurde eine ansteigende Spannungskurve mit vielen kleineren und größeren Konflikten und überraschenden Wendungen entwickelt. Für mich war es durchweg spannend und ich konnte ehrlich nicht aufhören zu lesen. Ohne Frage ist die Handlung sehr „bettlastig“, trotzdem konnte ich an keiner Stelle sagen, dass es nicht spannend war. Der Prolog hat mich sofort gepackt und ich war direkt dabei. Der Arme… Und dann das Ende. Nein…. So ein fieser Cliffhanger! Und ich muss unbedingt weiterlesen. Zum Glück gibt es den zweiten Band bereits. Also… los geht’s

    Aber wie liest sich das Buch nun?

    Es sind 54 Kapitel + Prolog, die in der ICH-Form im Präsens auf zwei Zeitebenen abwechselnd aus Whitneys’s und Lincoln’s Sicht geschrieben sind. Das hat mir sehr gut gefallen, denn dadurch konnte ich mich in beide sofort hineindenken und fühlen.

    Der Schreibstil ist ist genial. Alles liest sich locker und flüssig. Die Dialoge sind individuell und sehr authentisch. Sie haben der Geschichte noch mehr Lebendigkeit verliehen. Die Beschreibungen der Settings und atmosphärischen Beschreibungen haben mir zu jeder Zeit ein Bild vor mein inneres Auge gezaubert. Ich war wirklich voll dabei. Und auch die Darstellung der emotionalen Ebene fand ich überaus gelungen, denn ich habe mitgefühlt. Auch die „prickelnden Szenen“ sind für meinen Geschmack gelungen. Wirklich heiß und man spürt das Knistern!

    Mein Fazit nach 305 Seiten:

    „Richer than Sin“ zeigt, was es in einem anrichten kann, wenn man versucht vor seinen Gefühlen zu fliehen und sich etwas einredet.

    Wer einen heißen Liebesroman sucht, der in den USA spielt und die Themen „Liebe“, „Vertrauen/Geheimnisse“ und „Abhängigkeit von anderen“ verarbeitet, der dürfte mit diesem Roman gut beraten sein.

    Von mir erhält dieser Roman eine klare Kaufempfehlung (5/5 Sternen), weil ich die Hauptfiguren äußerst authentisch und sympathisch fand, weil die Handlung durchweg spannend war und weil man spüren kann, was zwischen den beiden ist. Aber allein wegen des Schreibstils lohnt es sich, dieses Buch zu lesen. 

    Insgesamt ist es ein sehr gelungener Roman, den ich nur weiterempfehlen kann. Und jetzt geht es weiter mit Band 2…

    Vielen Dank an Meghan March, Anika Kluever und den LYX-Verlag für diese Geschichte.


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    Cover des Buches Echo Lake - Liebe findet ihren Weg (ISBN: 9783404180165)

    Bewertung zu "Echo Lake - Liebe findet ihren Weg" von Maggie McGinnis

    Echo Lake - Liebe findet ihren Weg
    Annis-Buecherstapelvor 9 Tagen
    Kurzmeinung: Unterhaltsamer Liebesroman vor wunderschöner Kulisse…
    Unterhaltsamer Liebesroman vor wunderschöner Kulisse…

    Der Liebesroman „Liebe findet ihren Weg“ aus der Echo Lake -Reihe von Maggie McGinnis ist am  28.07.2020 im Bastei Entertainment - Verlag erschienen.    

    Gabrielas Sommerurlaub in die Karibik steht kurz bevor. Doch dann fressen ihre Schützlinge etwas aus und sie muss mit den 4 Mädels in ein Sommercamp, damit die nicht von der Schule fliegen. Sommercamp ist aber eine schöne Umschreibung für das, was die sie dort tatsächlich erwartet, denn das Motto scheint: „Back to the roots“ zu sein, kein fließendes Wasser, gefährliche Tiere und ein Zelt, das sie sogar selbst aufbauen müssen. Gabriela möchte am liebsten alles hinschmeißen, wäre da nicht der charmante Outdoor-Experte und Camp-Leiter Luke, durch den sich Gabriela irgendwie herausgefordert fühlt. Vor ihnen liegt eine aufregende Zeit, die geprägt ist von vielen witzigen, aber auch herausfordernden Situationen und ihrem inneren Konflikt, ob man schlecht ist in seinem Job, wenn man Hilfe von anderen annimmt.

    Einen Tag habe ich für dieses Buch gebraucht, dass mich insgesamt zufrieden zurücklässt.

    Das Cover gefällt mir sehr gut und es passt ausgezeichnet zu dieser Geschichte.

    Der Klappentext hat mich sofort gehabt. Er führt die Hauptfiguren und den Hauptkonflikt ein und der verspricht jede Menge Spaß.

    Gabriela ist eine junge, selbstbewusste Frau, die als Hausmutter in einem Internat an einer renommierten Privatschule arbeitet, d.h. vielmehr als Leiterin der Wohnhäuser des Internats. Es macht ihr großen Spaß dort zu arbeiten, aber sie wünscht sich mehr Stipendien, d.h. den Zugang von sozial benachteiligten Mädchen, um ihnen gute Ausgangschancen für ihre Zukunft zu ermöglichen. Damit stößt sie nicht immer auf Zustimmung, aber sie konnte ihre ersten Erfolge verbuchen. Und sie glaubt weiter an ihren Erfolg und kämpft auch dafür. Leider gehören aber ihre beiden Erfolge zu den 4 Mädels, die als Strafe in das Sommercamp müssen. Doch auch dort zeigt Gabi sich als Kämpferin und stellt sich allen Herausforderungen so gut es geht. Ihr Stolz verbietet es ihr sogar, Hilfe anzunehmen, aber man kann nicht alles allein schaffen. Und so lernt auch Gabi in diesem Camp nicht nur eine Lektion für das zukünftige Leben. Anfänglich musste ich zwar erst etwas warm werden mit ihr, aber dann wurde sie mir recht sympathisch. Insgesamt hätte sie aber ruhig noch etwas aktiver sein können. Dafür, dass sie erst gar keine Hilfe annehmen wollte, lässt sie sich dann von Luke das Ruder ganz schön aus der Hand nehmen. Zum Teil wirkt es, als gehöre sie mit zu dieser Mädchengruppe. Hier hätte ich mir noch etwas mehr persönliche Reife und Stärke gewünscht.

    Luke mochte ich sofort. Er ist total sympathisch und ich konnte mich von Anfang an super in ihn hineinversetzen. Wie er mit Gabi umgeht ist einfach einmalig und es hat mich so einige Male laut auflachen lassen. Wirklich toll! Auch Luke macht eine Entwicklung durch und ist als Figur sehr authentisch. Er lebt und kämpft für seinen Traum und kann auch andere dafür begeistern. 

    Auch alle anderen Figuren mochte ich sehr, allen voran die 4 Mädels, von denen jede ihr Päckchen zu tragen hatte. Sie waren allesamt sehr authentisch und in ihrem Verhalten auch prima nachvollziehbar. Ansonsten hatte jede Figur eine eigene Motivation und hat die Haupthandlung sehr gut ergänzt.

    Die Handlung hat mir sehr gut gefallen. Es wurde eine ansteigende Spannungskurve mit vielen kleineren und größeren Konflikten und überraschenden Wendungen entwickelt. Mich hat es durchweg im Buch gehalten, denn es war sehr unterhaltsam und wirklich witzig. Das Ende war leider nicht nach meinem Geschmack. Bei mir hat es den Eindruck hinterlassen, als wurde der Hauptkonflikt von einer dritten Figur gelöst und nicht durch die Hauptfiguren. Überhaupt kam die Lösung des Konflikts für meinen Geschmack zu plötzlich und auch überraschend. Das fand ich sehr schade. Hier hätte ich mir gewünscht, dass die Hauptfiguren wirkliche Entscheidungen getroffen hätten.

    Aber wie liest sich das Buch nun?

    Es sind 36 Kapitel + Epilog, die in der . Person Singular im Präteritum im personalen Erzählstil abwechselnd aus Gabi’s und Luke’s Sicht geschrieben sind. Das hat mir gut gefallen, weil man sich so gut in die beiden hineinversetzen konnte.

    Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Alles liest sich locker und flüssig und für mich auch sehr harmonisch. Die Dialoge sind sehr unterhaltsam und frisch und haben mich sehr häufig schmunzeln lassen. Durch die atmosphärischen Beschreibungen und die Beschreibungen der Settings hatte ich die gesamte Zeit in Bild vor meinem inneren Auge. Wirklich sehr gelungen. Ganz besonders hat mir der Besuch im Snowflake Village gefallen. Und auch die Darstellung der emotionalen Ebene fand ich gelungen und passend zu dieser Geschichte. Auf jeden Fall hat mich dieses Buch immer wieder zum Lachen gebracht. Vielen Dank für diese schönen Momente!

    Mein Fazit nach 369 Seiten:

    „Echo Lake: Liebe findet ihren Weg“ zeigt, wie schwierig es sein kann mit neuen, überraschenden Situationen umzugehen, wenn man sich innerlich dagegen sperrt und der neuen Situation nicht unbefangen und neugierig gegenübersteht.

    Wer einen sehr unterhaltsamen Liebesroman sucht, der in der Natur spielt und die Themen „Vorurteile“, „Mobbing“ und „Stolz/gekränkter Stolz“ verarbeitet, der dürfte mit diesem Roman gut beraten sein.

    Von mir erhält dieser Roman eine Kaufempfehlung (4/5 Sternen), weil er überaus unterhaltsam ist und mich so häufig zum Lachen gebracht hat, weil Luke eine wirklich großartige, männliche Hauptfigur ist und weil der Schreibstil wundervoll harmonisch ist. Ein halbes Sternchen ziehe ich ab für Gabi, d.h. von ihr hätte ich mir noch mehr Stärke gewünscht. Ein weiteres halbes Sternchen ziehe ich für die Lösung des Hauptkonflikts ab. Hier hätte ich mir gewünscht, dass die Hauptfiguren wirkliche Entscheidungen treffen und nicht, dass es ihnen im Grunde durch eine dritte Figur abgenommen wird.

    Insgesamt ist es aber ein gelungener Roman, den ich weiterempfehlen kann.

    Vielen Dank an Maggie McGinnis, Angela Koonen und den Bastei Entertainment Verlag für diese Geschichte.


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    Cover des Buches Tru Blue – Im Herzen stark (Die Whiskeys: Dark Knights in Peaceful Harbor) (ISBN: 9781948868525)

    Bewertung zu "Tru Blue – Im Herzen stark (Die Whiskeys: Dark Knights in Peaceful Harbor)" von Melissa Foster

    Tru Blue – Im Herzen stark (Die Whiskeys: Dark Knights in Peaceful Harbor)
    Annis-Buecherstapelvor 17 Tagen
    Kurzmeinung: Bewegende Liebesgeschichte...
    Bewegende Liebesgeschichte...

    Der Liebesroman „Tru Blue - Im Herzen stark“ von Melissa Foster ist am 22.07.2020 im World Literary Press Verlag erschienen und spielt in Peaceful Harbor.

    Trumann Gritt hat sein Leben nach einem längeren Gefängnisaufenthalt gerade wieder im Griff, als sein drogenabhängiger Bruder ihn anruft und um Hilfe bittet. Und zwar nicht für sich selbst, sondern für ihre Mutter. Doch Tru kommt zu spät. Ihre Mutter ist an einer Überdosis gestorben. Das ist aber noch nicht alles. In der kleinen Wohnung muss Tru feststellen, dass er zwei jüngere Geschwister hat, beides Kleinkinder. Für ihn kommt nur eine Möglichkeit in Betracht. Er nimmt die beiden Kleinen mit zu sich und will ihnen einen besseren Start ins Leben ermöglichen als er ihn hatte und dafür benötigt er keine Hilfe. Nur kommt ihm dabei die attraktive Gemma Wright in die Quere, die ihm unbedingt helfen will. Und auch wenn Tru sein Bestes gibt, Gemma zu vergraulen, so hat er nicht mit ihrer Hartnäckigkeit gerechnet. Vor ihnen liegt eine anstrengende Zeit, die geprägt ist von vielen neuen Erfahrungen und ihrem inneren Konflikt, ob sie die jeweils anderen wirklich vertrauen können.

    Einen Tag habe ich für dieses Buch gebraucht, das mich glücklich und zufrieden zurücklässt. Das Cover gefällt mir sehr. Es passt perfekt zu dieser Geschichte und auch in dieses Genre.

    Der Klappentext hat mich auch direkt angesprochen. Der führt die Hauptfiguren und den Hauptkonflikt ein und man bekommt einen ersten Leseeindruck.

    Truman Gritt ist ein junger Mann, der eine Haftstrafe für eine Tat abgesessen hat, die er gar nicht begangen hat, nur um jemanden zu schützen. Doch das war es ihm wert. Mit Hilfe seiner Freunde ist es ihm dann gelungen, sich ein neues Leben aufzubauen. Immer noch hofft er, dass sein Bruder der Drogenhölle entkommen kann, aber bisher gibt es keine wirklich Chance, denn helfen kann er nur, wenn Quincy das auch selbst will. Trotzdem wendet sich sein Bruder an ihn, als er nicht mehr weiter weiß, d.h. als die Mutter an einer Überdosis stirbt. Erst in diesem Moment erfährt er, dass er noch zwei Geschwister hat. Sofort steht für ihn fest, dass er sich um die beiden kümmern wird, auch wenn er keinerlei Erfahrungen hat. Mich hat diese Situation und auch wie Tru damit umgeht sehr bewegt. Truman ist sehr aktiv und wirklich überaus bemüht. Er trotzt allen Widerständen und gibt nicht auf. Truman weiß genau, was er will und darum kämpft er. Ich mochte ihn sofort und fand ihn in seiner Art authentisch und nachvollziehbar. Er macht eine gelungene Entwicklung durch und lernt, dass es sich zu kämpfen lohnt.

    Auch Gemma mochte ich sofort. Wie sie Truman im Supermarkt beraten hat fand ich großartig und auch wie sie sich danach immer wieder an ihn rangetastet hat. Sie ist auf ihre Art wirklich niedlich und man muss sie einfach gern haben. Gemma kümmert sich auch so lieb um die Kinder und man spürt ihre Herzenswärme. Aber auch sie will für die Kinder eine Kindheit, wie sie sich ihre selbst gewünscht hat. Es gab einiges für sie auszuhalten und sie versucht eben genau die Dinge mit ihrer Selbstständigkeit zu kompensieren, einer Prinzessinnen-Boutique. Eine tolle Idee! Gemma ist auch keine Hürde zu hoch und sie lässt sich durch nichts entmutigen. Sie macht ebenfalls eine glaubhafte Entwicklung durch und ist einfach ein Herzensmensch.

    Auch alle anderen Figuren fand ich sehr gelungen. Die Whiskeys sind richtige Freunde. Nein, sie sind Familie. Und zwar eine richtig coole Familie. Dafür hat Gemma mit ihrer Mutter nicht so viel Glück. Trotzdem ist diese gut entwickelt worden. Quincy, Tru’s Bruder, hat mir auch sehr gut gefallen. Er ist sehr authentisch dargestellt worden. Jede Figur hatte ein eigenes Ziel/ eine eigene Motivation und hat die Haupthandlung sehr gut vorangebracht.

    Die Handlung hat mir sehr gut gefallen. Es wurde eine ansteigende Spannungskurve mit vielen kleineren und größeren Konflikten und überraschenden Wendungen entwickelt. Mich hat es die gesamte Zeit im Buch gehalten. Ich finde in diesem Roman ist es Melissa Foster besonders gut gelungen, Spannung aufzubauen und auch zu halten. Die Themen sind aus meiner Sicht auch sehr gut dargestellt worden und das Ende war sehr schön, genau nach meinem Geschmack.


     Aber wie liest sich das Buch nun?

    Es sind 26 längere Kapitel + Epilog, die in der 3. Person Singular im Präteritum im personalen Erzählstil, abwechselnd aus Tru’s und Gemma’s Sicht geschrieben sind. Das hat mir gut gefallen, weil man die Geschichte so immer aus zwei Perspektiven betrachten kann und weil man die Hauptfiguren so auch prima nachvollziehen kann.

    Der Schreibstil war wieder wundervoll. Alles liest sich locker und flüssig. Das Geschriebene strahlt immer wieder so viel Wärme und Harmonie aus. Ich bin jedes Mal aufs Neue begeistert. Die Dialoge waren wieder frisch und sehr unterhaltsam. Die Beschreibungen der Settings und der atmosphärischen Beschreibungen waren wieder mehr als gelungen. Man ist einfach voll drin. Und auch die Darstellung der emotionalen Ebene hat mich wieder voll abgeholt. Man fiebert mit den Hauptfiguren mit und man sich super in sie hineinversetzen. Und auch die prickelnden Momente kommen nicht zu kurz.

    Mein Fazit nach 338 Seiten:

    „Tru Blue - Im Herzen stark“ zeigt sehr gefühlvoll, wie schwierig es ist, Verantwortung für andere zu übernehmen und die Dämonen der Vergangenheit zu besiegen. Es ist immer gut, wenn man mit jemandem über seine Probleme sprechen kann und man nicht allein ist.

    Wer einen bewegenden Liebesroman sucht, der in den USA spielt und die Themen „Verantwortung“, „Drogensucht“ und „Kindererziehung“ verarbeitet, der dürfte mit diesem Roman gut beraten sein.

    Von mir erhält dieser Roman eine klare Kaufempfehlung (5/5 Sternen), weil die die beiden Hauptfiguren überaus sympathisch und sehr authentisch sind. Die Handlung ist durchweg spannend, man fiebert mit den Beteiligten mit und hofft nur das Beste. Aber allein wegen des Schreibstils lohnt es sich, dieses Buch zu lesen. Kritikpunkte habe ich keine.

    Insgesamt ist es ein sehr gelungener Roman, den ich nur weiterempfehlen kann. Vielen Dank an Melissa Foster und Janet König für diese Geschichte.

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    Cover des Buches Du und ich und dieser Frühling (ISBN: B08B6GQ4NM)

    Bewertung zu "Du und ich und dieser Frühling" von Yvonne Westphal

    Du und ich und dieser Frühling
    Annis-Buecherstapelvor 19 Tagen
    Kurzmeinung: Bewegender, emotionaler New Adult Roman...
    Bewegender, emotionaler New Adult Roman...

    Der New Adult Roman „Du und ich und dieser Frühling“ von Yvonne Westphal ist am 06. Juli 2020 im FOREVER Verlag erschienen.

    Vanessa (Vany) lebt mit ihrer Freundin Isabella (Bella), die sie durch ihr Studium kennengelernt hat, in einer WG. Sie kommen gut miteinander aus, bis Vany und Sandro, Isabellas Freund, sich näher kommen. Vany versucht so gut es geht, Sandro aus dem Weg zu gehen, aber die Anziehungskraft zwischen den beiden ist einfach zu groß. Vor ihnen liegt eine aufregende Zeit, die geprägt ist von einigen emotionalen Aufs und Abs und ihrem inneren Konflikt, ob sie dem jeweils anderen die Fehler aus der Vergangenheit erzählen wollen und damit gegebenenfalls alles zwischen sich zerstören.


    Zwei Abende habe ich für dieses Buch gebraucht, das mich glücklich und zufrieden zurücklässt.


    Das Cover hat mich sofort angesprochen und es passt prima zur Geschichte und in dieses Genre.


    Auch der Klappentext hat mich sofort gepackt und neugierig gemacht. Er führt die Hauptfiguren und den Hauptkonflikt ein und vermittelt eine erste Lesestimmung.


    Vany ist eine junge, selbstbewusste Frau, die aktuell BWL studiert, weil sie denkt, damit ist man beruflich breit aufgestellt, doch wirklich glücklich macht es sie nicht. Genau wie ihre familiäre Situation. Ihrer Mutter genügt sie nie und zu ihrem Vater hat sie nicht wirklich Kontakt, weil sie sich von ihm im Stich gelassen fühlt. Und auch beziehungstechnisch sieht es nicht rosig aus, bis sie sich in den Freund ihrer Mitbewohnerin und Freundin verliebt. Aber das verbietet sie sich. Nur hat sie nicht mit Sandros Hartnäckigkeit gerechnet. Und seinem Werben kann sie einfach nicht widerstehen. Doch beide tragen dunkle Geheimnisse mit sich, die gelüftet werden sollten, wenn die neue Beziehung auf einer guten Basis stehen soll. Wobei ich persönlich Vanys Geheimnis nicht  so stark fand, als dass es einen derart enormen Einfluss auf ihr zukünftiges Leben haben sollte. Doch neben diesem Geheimnis musste Vany viele andere Hürden nehmen und am Ende macht es die Summe dieser vielen Dinge, die sie haben so werden lassen. Und dann ist sie in ihrer Person und ihrem Verhalten wieder nachvollziehbar. Ehrlicherweise muss ich gestehen, dass ich anfänglich nicht warm werden konnte mit ihr, die arme, wie ein Model aussehende, in allem erfolgreiche junge Frau, auf die alle Männer abfahren und die auch noch ein wohlhabendes Elternhaus hat. Aber das war zum Glück nur der erste Eindruck und es hat sich mehr als gelohnt, Vany besser kennenzulernen. Sie ist sehr aktiv, nimmt alle Hürden und macht eine tolle, nachvollziehbare Entwicklung durch.


    Sandro mochte ich dafür von Anfang an. Ich fand ihn auf Anhieb sympathisch. Auch er kämpft mit den Dämonen seiner Vergangenheit und was ihm passiert ist, fand ich schon ziemlich heftig. Dass es schwer ist, mit dieser Erfahrung und den daraus resultierenden Schuldgefühlen umzugehen, konnte ich total nachvollziehen. Auch Sandro ist sehr aktiv, und er stellt sich allen Widrigkeiten, die ihm begegnen. Er macht ebenfalls eine sehr gelungene Entwicklung durch. Ich fand ihn äußerst authentisch und sympathisch.


    Auch alle anderen Figuren haben mir sehr gut gefallen, allen voran Valeria. Was für eine coole Freundin. Isabella mochte ich von Anfang leider nicht, obwohl ich nachvollziehen konnte, warum sie so ist, wie sie ist. Und auch Olivia fand ich sehr interessant. Jede Figur hatte ein eigenes Ziel/ eine eigene Motivation und hat die Haupthandlung für meinen Geschmack gut ergänzt. Ein großartiges Figurenensemble!


    Die Handlung fand ich sehr gelungen. Es wurde eine ansteigende Spannungskurve mit vielen kleineren und größeren Konflikten und überraschenden Wendungen entwickelt. Ich wollte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Für meinen Geschmack hätte Vany es aber ruhig noch etwas schwerer haben können. Isabella löst ja fast schon allein den Konflikt von Vany und Sandro. Aber das ist nur mein persönlicher Geschmack. Das Geheimnis um Jamie fand ich grandios! Damit hätte ich echt nicht gerechnet. Und auch das Ende war voll nach meinem Geschmack, genau richtig dosiert. 


    Aber wie liest sich das Buch nun?


    Es sind 35 Kapitel, die in der ICH-Form im Präteritum abwechselnd aus Vanys und Sandros Sicht geschrieben sind. Das hat mir sehr gut gefallen, weil ich mich so immer in die beiden Hauptfiguren  hineinversetzen konnte.


    Und der Schreibstil ist einfach wundervoll! Alles liest sich locker und flüssig. Die Dialoge sind frisch, sehr unterhaltsam und individuell, d.h. jede Figur hat in der Sprechweise Besonderheiten. Der Ausdruck passt perfekt in diese Geschichte und auch in das Genre. Die Beschreibungen der Settings und die atmosphärischen Beschreibungen haben mich ein Teil der Geschichte werden lassen. Wirklich toll! Und auch die Darstellung der emotionalen Ebene hat mich total angesprochen. An manchen Stellen hat mich der Roman sehr berührt und ich musste mir Tränchen verkneifen. Aber es gab auch Szene/ Wortwechsel, die mich haben schmunzeln lassen. Ein wirklich guter Mix verschiedener Emotionen.


    Mein Fazit nach 423 Seiten:


    „Du und ich und dieser Frühling“ zeigt sehr emotional, wie schwierig es sein und welche Folgen es haben kann, wenn man die Dämonen seiner Vergangenheit nicht aufarbeitet. 


    Wer einen emotionalen New Adult Roman sucht, der die Themen „Vertrauen“, „Schuldgefühle“ und „Perfektionismus“ bearbeitet, der dürfte mit diesem Roman gut beraten sein. 


    Von mir erhält dieser Roman eine klare Kaufempfehlung (4,5/5 Sternen), weil Sandro sehr authentisch und sympathisch ist, weil die Handlung durchweg spannend ist und weil der Schreibstil wirklich wundervoll ist. Ein halbes Sternchen ziehe ich ab für Vany. Für meinen Geschmack war sie etwas zu perfekt und ihre Konflikte haben sich vereinzelt zu schnell und zu einfach aufgelöst. (SPOILER ANFANG: die Situation um Sandro (eigentlich hat Bella die Basis gelegt), die Wohnungssuche (Vany hatte so viele Möglichkeiten, wo sie hinziehen kann), die Situation mit ihrem Vater SPOILER ENDE) Im Gesamten betrachtet, ist das aber nur eine Kleinigkeit.


    Insgesamt ist es ein sehr gelungener Roman, den ich nur weiterempfehlen kann.


    Vielen Dank an Yvonne Westphal und den FOREVER- Verlag für diese Geschichte. 





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    Cover des Buches Stolen 1: Verwoben in Liebe (ISBN: 9783522506595)

    Bewertung zu "Stolen 1: Verwoben in Liebe" von Emily Bold

    Stolen 1: Verwoben in Liebe
    Annis-Buecherstapelvor 23 Tagen
    Kurzmeinung: Spannender Jugendliebesroman mit Fantasyelementen
    Spannender Jugendliebesroman mit Fantasyelementen...

    Der Jugendliebesroman mit Fantasyelementen “Stolen - Verwoben in Liebe” von Emily Bold ist am 16.Juli 2020 im Planet! - Verlag erschienen und spielt in London.

    Abby Woods wird von ihrer Pflegemutter nach Darkenhall, eine Schule für schwer erziehbare Jugendliche in London gebracht. Es ist Abbys letzte Chance, denn sie hat sich schon Einiges geleistet. Als nächstes droht ihr der Jugendknast. Das ist Abby auch bewusst und so nimmt sie sich fest vor, ihre Pflegemutter nicht wieder zu enttäuschen. Doch das klingt einfacher als es ist. Einer ihrer Lehrer stellt ihr nämlich die Aufgabe, einen Ring aus der Familie Trembley zu stehlen und deutet an, dass ihr Vater noch leben soll, doch darüber will er erst mit ihr sprechen, wenn der Ring in seinem Besitz ist. Erschwerend kommt dazu, dass Bastian Trembley den Ring um seinen Hals trägt, der Junge, von dem Abby ihren ersten Kuss bekam und in den sie sich gerade verliebt. Vor ihr liegt eine aufregende Zeit, die geprägt ist von spannenden Abenteuern und vielen neuen Eindrücken und Gefühlen und ihrem inneren Konflikt, ob sie Bastian vertrauen kann, nachdem sie sein Geheimnis kennt.

    Zwei Tage habe ich für dieses Buch gebraucht, das mich insgesamt zufrieden zurücklässt. Ich kann aber schon verraten, dass es einen Cliffhanger gibt und ich nicht erwarten kann, die Fortsetzung dieser Geschichte zu lesen.

    Das Cover gefällt mir ausgesprochen gut. Es ist ein richtiger Hingucker und es passt perfekt zu dieser Geschichte und in das Genre.

    Der Klappentext hatte mich auch sofort gepackt. Er führt die Hauptfiguren und den Hauptkonflikt ein, vermittelt eine erste Lesestimmung und macht auf jeden Fall neugierig.

    Abby ist ein junges Mädchen, das nach dem tragischen Unfalltod von einer Pflegefamilie in die nächste kam. Als auch ihre aktuelle Pflegemutter sich nicht mehr zu helfen weiß, holt sie sich professionelle Unterstützung und bringt Abby nach Darkenhall. Man erlebt die beiden zwar nicht sehr lange zusammen, ich konnte aber spüren, dass Abby ihrer Pflegemutter wichtig ist und dass dieser der Schritt nicht leichtfällt. Auch Abby wird in dieser Situation bewusst, dass sie es mit Florence gut getroffen hatte. Abby erkennt ihre letzte Chance und nimmt sich vor, an sich zu arbeiten, denn der Knast ist keine Option. Und obwohl Darkenhall ein schwarzes Tuch für sie ist, gefällt es ihr doch recht schnell dort. Das liegt unter anderem daran, dass sie die Trembley Brüder kennenlernt, von denen sie sich sehr angezogen fühlt, aber auch etwas zerrissen, wer nun ihr Favorit ist. Durch ihren Lehrer Mr. Cross kommt Abby dann in eine schwierige Situation, denn er fordert sie auf, wieder etwas Strafbares zu machen. Und auch wenn Abby ein ganz schlechtes Gefühl dabei hat, lässt sie sich darauf ein. Sie glaubt schließlich, es sei eine Aufgabe und dass sie in den Knast muss, wenn sie sich weigert. Um diese Aufgabe dann zu lösen, muss sie die Nähe und das bereits aufgebaute Vertrauen zu Bastian ausnutzen, nicht ahnend, was sie damit heraufbeschwört. Denn damit kommt sie hinter Bastians Geheimnis bzw. hinter das Geheimnis der Trembleys und sie erfährt, dass auch ihre Familie etwas damit zu tun hat. Nur was? Abby ist klar, welchen großen Fehler sie begangen hat und tut nun alles, um Bastian zu unterstützen. Dabei ist sie sehr mutig und zu jeder Zeit aktiv. Abby macht eine beobachtbare Entwicklung durch und sie ist eine selbstbewusste, junge Frau, sie sich von der Männerwelt nicht kleinkriegen lässt. Das hat mir ganz besonders gut gefallen. Anfänglich hatte ich kleine Schwierigkeiten, eine Bindung zu ihr aufzubauen, denn sie ist schon sehr verschlossen und auch unnahbar. Aber dieses Verhalten passt trotzdem zu Mädels in ihrem Alter, so dass ich damit gut umgehen konnte. Mit der Zeit lässt sie aber den Leser/ die Leserin an sich heran und so wurde sie mir auch immer sympathischer und ich war ganz nah bei ihr.

    Auch alle anderen Figuren mochte ich sehr und die ich nicht mochte, sollte ich meines Erachtens auch nicht mögen. Tristan Trembley fand ich toll. Erst dachte ich, ganz schön mit Klischee angehaucht, aber dem ist gar nicht so, wenn man ihn besser kennenlernt. Bei Bastian ging es mir ähnlich, der unnahbare Badboy..., aber nein, überhaupt nicht. Er ist ein super Typ und eigentlich kann man ihn nur mögen. Er bemüht sich sehr um Abby und es ist ihm überaus wichtig, dass es ihr gut geht. Auch wenn er sich am Ende etwas komisch verhält, merkt man sofort, das macht er nicht aus Egoismus. Jede Figur hatte ein eigenes Ziel / eine eigene Motivation und hat die Geschichte abgerundet. Ich fand alle Figuren besonders und einzigartig.

    Die Handlung hat mir sehr gut gefallen. Es wurde eine ansteigende Spannungskurve mit vielen kleineren und größeren Konflikten und überraschenden Wendungen entwickelt. Mich hat es die gesamt Zeit im Buch gehalten, denn ich wollte immerzu wissen, wie es weitergeht. Für mich war auch alles nachvollziehbar aufgebaut und es war nichts vorhersehbar. Das Ende hat mir insgesamt gut gefallen, aber es gibt einen Cliffhanger und nun muss ich mich noch gedulden bis ich endlich weiterlesen kann.

    Aber wie liest sich das Buch nun?

    Es sind 41 längere Kapitel + Prolog, die abwechselnd aus Abbys Sicht in der ICH-Form im Präteritum und aus Bastians Sicht in der 3. Person Singular im personalen Erzählstil geschrieben sind. Das hat mir sehr gut gefallen, weil man so das Denken und Handeln der Hauptfiguren prima nachvollziehen konnte.

    Es war mein erstes Buch von Emily Bold und ich muss sagen, der Schreibstift ist genial. Alles liest sich locker und flüssig. Die Dialoge sind jugendlich frisch und individuell und sie haben das Buch sehr lebendig gemacht. Die Beschreibungen der Settings und der atmosphärischen Beschreibungen waren sehr abwechslungsreich und haben die gesamt Zeit ein Bild vor mein inneres Auge gezaubert... Nein. Ich war sogar dabei. Toll! Auch die Darstellung der emotionalen Ebene fand ich überaus gelungen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit Abby, habe ich dann aber mit ihr und vor allem mit Bastian mitgefiebert. Das erlebe ich so nicht sehr häufig.

    Mein Fazit nach 432 Seiten:

    “Stolen - verwoben in Liebe” zeigt, dass man immer auch auf sein Bauchgefühl hören und Dinge, die einem Unbehagen bereiten, kritisch hinterfragen sollte.

    Wer einen spannenden Jugendliebesroman mit Fantasyelementen sucht, der in London spielt und die Themen “Vertrauen” und “Liebe” verarbeitet, der dürfte mit diesem Roman gut beraten sein.

    Von mir erhält dieses Buch eine ganz klare Kaufempfehlung (5/5 Sternen), weil Abby eine so selbstbewusste und mutige Hauptfigur ist, von denen ich mir gerade im Jugendbuchbereich noch mehr wünsche. Die Handlung ist durchweg spannend und für meinen Geschmack auch mal etwas anderes. Aber allein wegen des Schreibstils lohnt es sich schon dieses Buch zu lesen. Kritikpunkte habe ich keine.

    Insgesamt ist es ein sehr gelungener Roman, den ich nur weiterempfehlen kann.

    Vielen Dank an Emily Bold für diese Geschichte.

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    Cover des Buches Game on - Mein Herz will dich (Game-on-Reihe 1) (ISBN: B07ZQ6TD2X)

    Bewertung zu "Game on - Mein Herz will dich (Game-on-Reihe 1)" von Kristen Callihan

    Game on - Mein Herz will dich (Game-on-Reihe 1)
    Annis-Buecherstapelvor 23 Tagen
    Kurzmeinung: Collegeromanze mit äußerst sympathischer männlicher Hauptfigur…
    Collegeromanze mit äußerst sympathischer männlicher Hauptfigur…

    Der New Adult Roman „Game on - Mein Herz will dich“ von Kristen Callihan ist am 29.06.2020 im LYX-Verlag erschienen und ist eine Collegeromanze, die in den USA spielt.

    Anna Jones steht kurz vor ihrem Collegeabschluss. Und der soll so gut wie möglich werden. Nur leider kommt ihr dabei der Star Quarterback Drew Baylor in die Quere, in den sie sich Hals über Kopf verliebt, auch wenn sie es nicht wahrhaben will. Doch Anna weiß, wie sie ihn auf Abstand halten kann. Dabei hat sie aber nicht mit Drews Hartnäckigkeit gerechnet. Vor ihnen liegt eine aufregende Zeit die geprägt ist durch viele prickelnde Momente und Annas innerem Konflikt, ob so ein Typ wie Drew es wirklich ernst mit ihr meinen kann.

    Drei Abende habe ich für dieses Buch gebraucht, das mich insgesamt zufrieden zurücklässt.

    Das Cover hat mich auf Anhieb angesprochen und es passt aus meiner Sicht sehr gut zu dieser Geschichte und in dieses Genre.

    Auch der Klappentext hatte mich sofort. Er führt die Hauptfiguren und den Hauptkonflikt ein und vermittelt eine erste Lesestimmung.

    Anna Jones ist eine intelligente junge Frau, die sagt, was sie denkt und die sich nicht unterkriegen lässt. Es sei denn es geht um ihr Äußeres. Da ist sie sehr verletzlich, nachdem sie an der Highschool wirklich schlechte Erfahrungen gesammelt hat. Anna wirkt zwar auf den ersten Blick selbstbewusst, doch schnell wird klar, dass sie das nicht wirklich ist. Dazu kommt, dass sie kurz vor ihrem Abschluss steht, aber sie noch nicht weiß, was sie danach beruflich machen will. Trotzdem hat sie immer ihr Ziel im Blick und arbeitet recht aktiv darauf hin. Im Großen und Ganzen mochte ich Anna, doch der Wechsel zwischen „selbstbewusst“ und „nicht selbstbewusst“ war mir manchmal zu extrem, so dass ich ihr Verhalten nicht immer nachvollziehen konnte. Sie macht auch eine Entwicklung durch. Die hätte für meinen Geschmack aber ruhig noch etwas deutlicher sein können. Trotzdem mochte ich Anna auf ihre Art, auch wenn ich etwas brauchte, um mit ihr warm zu werden. Was mich wirklich gestört hat, war dass Anna Minderwertigkeitskomplexe wegen ihrer Figur hat und alle anderen aber immerzu betonen, was für zwei hervorstechende Eigenschaften sie hat. Und ihr enormer Vorbau wurde mir persönlich einfach zu oft thematisiert. Ich persönlich fand, dass die Figuren dadurch zum Teil etwas oberflächlich rüberkamen und auch zu häufig auf körperliche Eigenschaften reduziert wurden, d.h. auch bei Drew wurde immerzu sein großartiges Sixpack erwähnt. Ich hätte mir noch etwas mehr Tiefe gewünscht, gerade für Anna.

    Drew Baylor war mir dafür sofort sympathisch. Er ist der typisch erfolgreiche Quarterback, gutaussehend, erfolgreich und von allen Frauen umschwärmt. Doch recht schnell wird klar, dass er seine Sturm und Drang Zeiten hinter sich hat. Auch Drews Ziel ist klar und er verliert es nicht aus den Augen. (bis auf einen kurzen Moment, der aber nachvollziehbar ist) Drew machte eine gelungene Entwicklung durch und ich fand ihn authentisch. Mir hat diese Figur sehr gut gefallen und ich fand Drew kam deutlich reifer rüber als Anna.

    Auch alle anderen Figuren fand ich gelungen. Jede Figur hatte ein eigenes Ziel / eine eigene Motivation und hat die Haupthandlung ergänzt. Trotzdem wurde für meinen Geschmack ein wenig zu sehr mit Klischees gearbeitet. Da hätte ich mir noch mehr Einzigartigkeit gewünscht.

    Die Handlung hat mir insgesamt nur gefallen. Die Autorin hat versucht einen ansteigenden Spannungsbogen mit verschiedenen Konflikten und überraschenden Wendungen zu entwickeln. Insgesamt hat es mich auch im Buch gehalten, aber stellenweise war es mir einfach etwas zu langatmig und es ist auch nicht wirklich etwas passiert. Dafür wurde aber viel Wert auf häufige Bettszenen gelegt, die sehr detailliert dargestellt wurden. Hier hätte ich mir einfach noch mehr Handlung gewünscht, in der das eigentliche Thema bearbeitet wird. Das Ende hat mir dann wieder sehr gut gefallen. Das war genau nach meinem Geschmack und hat mich mit einem Lächeln zurückgelassen.

    Aber wie liest sich das Buch nun?

    Es sind 37 längere Kapitel + Prolog + Epilog, die in der ICH-Form im Präsens abwechselnd aus Anna’s und Drew’s Sicht geschrieben sind. Das hat mir gut gefallen, weil man sich so sehr gut in die beiden Hauptfiguren hineinversetzen konnte.

    Der Schreibstil fand ich toll. Alles liest sich locker und flüssig. Die Dialoge sind unterhaltsam und passen vom Ausdruck sehr gut in das Genre. Die Beschreibungen der Settings und die atmosphärischen Beschreibungen haben mir zu jeder Zeit ein Bild vor mein inneres Auge gezaubert. Und auch die Darstellung der emotionalen Ebene ist für meinen Geschmack gut gelungen. Für mich persönlich hätte es aber ruhig noch etwas emotionaler werden können.

    Mein Fazit nach 513 Seiten:

    „Game on - mein Herz will dich“ zeigt, wie schwierig es sein kann, wenn negative Erfahrungen aus der Vergangenheit nicht verarbeitet wurden und dazu führen, dass man in Schubladen denkt, ohne jemanden wirklich eine Chance zu geben.

    Wer einen sehr „bettlastigen“ New Adult Roman sucht, der am College in den USA spielt und die Themen „Mobbing“ und „Vorurteile“ verarbeitet, der dürfte mit diesem Roman gut beraten sein.

    Von mir erhält dieser Roman eine Kaufempfehlung (4/5 Sternen), weil Drew äußerst sympathisch und authentisch ist und er sich wirklich sehr um Anna bemüht. Auch der Schreibstil ist toll. Ein halbes Sternchen ziehe ich ab, weil die Figuren für meinen Geschmack etwas mehr Tiefe hätten vertragen können und ein weiteres halbes Sternchen ziehe ich ab, weil die Geschichte sich zum Teil sehr gezogen hat. Hier hätte ich mir noch mehr Spannung gewünscht.

    Insgesamt ist es aber ein gelungener Roman, den ich weiterempfehlen kann.

    Vielen Dank an Kristen Callihan, Christian Bernhard und den LYX-Verlag für diese Geschichte.

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    Cover des Buches Wie die Ruhe vor dem Sturm (ISBN: 9783736312791)

    Bewertung zu "Wie die Ruhe vor dem Sturm" von Brittainy C. Cherry

    Wie die Ruhe vor dem Sturm
    Annis-Buecherstapelvor einem Monat
    Kurzmeinung: Ein wirklich berührender, sehr emotionaler New Adult Roman…
    Ein wirklich berührender, sehr emotionaler New Adult Roman…

    MEIN JAHRESHIGHLIGHT 2020

    Der New Adult Roman „Wie die Ruhe vor dem Sturm“ (Band 1 der Chances-Reihe) ist am 29.06.2020 in der 2. Auflage im LYX Verlag erschienen und spielt in Raine, Illinois.

    Eleanor (Ellie) muss sich eine neue Stelle als Nanny suchen und gerät durch einen Zufall an die Familie West. Besser gesagt an Greyson West, ihre Jugendliebe. Nur erkennt sie Greyson kaum wieder, denn er ist genau das Gegenteil geworden zu dem Grey, den sie kannte: eiskalt, einsam und unnahbar. Doch Ellie glaubt immer an das Gute und so stellt sie sich dieser Herausforderung, denn sie weiß, ihr Grey ist noch da. Vor ihr liegt eine anstrengende Zeit die geprägt ist von vielen Emotionen und ihrem inneren Konflikt, ob es sich wirklich zu kämpfen lohnt.

    Zwei Abende habe ich für dieses Buch gebraucht, das mich überaus zufrieden zurücklässt, obwohl ich durch eine Achterbahn der Gefühle musste! Ich muss es einfach schon mal vorweg nehmen: Dieses Buch hat mich nicht nur einmal zu Tränen gerührt.

    Das Cover fand ich auf Anhieb großartig. Es passt sehr gut zu dieser Geschichte, aber auch in dieses Genre.

    Und der Klappentext hat mich auch sofort gepackt. Die Hauptfiguren und der Hauptkonflikt wurden eingeführt und eine erste Lesestimmung geschaffen. Alles genau nach meinem Geschmack.

    Ellie ist ein introvertiertes, junges Mädchen, das noch die Highschool besucht. Dort hat sie es nicht leicht, denn sie wird ein Stück weit gemobbt und auch gemieden. Sie ignoriert aber all das so gut sie kann, denn sie braucht ihre ganze Kraft für zu Hause, für ihre Mutter, die krank ist. Ellie will immer für sie da sein, doch die Mutter wünscht sich, dass ihre Tochter eine „normale“ Teenagern sein kann und so sorgt sie dafür, dass Ellie mit ihrer Cousine Shay auf eine Party geht, wo sie Greyson kennenlernt, einen der beliebtesten Jungs an der Highschool. Obwohl Ellie es nicht fassen kann, meint Greyson es aber ernst mit ihr und die beiden verlieben sich ineinander und verbringen eine wundervolle, gemeinsame Zeit, bis das Schicksal ihren Weg trennt. Erst Jahre später treffen sie sich wieder und Ellie wird die Nanny für Greysons Kinder. Sie erkennt ihre Jugendliebe kaum wieder, aber sie will für ihn kämpfen, denn er war es, der auch sie vor ein paar Jahren gerettet hat. Und Ellie verfolgt ihr Ziel, mit viel Engagement, Motivation, viel Kraft und mit Liebe. Sie gibt nicht auf, nimmt alle Hürden, die sich ihr in den Weg stellen und sie macht eine wundervolle Entwicklung durch. Ellie ist eine so liebenswürdige Person. Ich mochte sie von Anfang an und habe sie wirklich in mein Herz geschlossen. Sie ist einfach nur toll! Großartig!

    Auch Greyson ist super sympathisch als wir ihn kennenlernen. Und es ist auch klar, als wir ihn wiedertreffen, dass etwas Schlimmes passiert sein muss. Er hadert mit seinem Schicksal und kann seiner Denkschlaufe und seinen Schuldgefühlen nicht entkommen, bis Ellie da ist und den alten Greyson stückchenweise wieder frei meißelt. Greyson nimmt auch alle Hürden, die sich ihm in den Weg stellen, auch wenn er einen kleinen Anstupser braucht. Dann kämpft er aber wie ein Löwe und arbeitet aktiv auf sein Ziel hin. Auch er macht eine wunderbare Entwicklung durch und man kann ihn nur gernhaben.

    Ich fand beide Hauptfiguren sofort sympathisch und sehr authentisch. Sie sind nachvollziehbar in ihrem Verhalten und ich konnte mich in beide sehr gut hineinversetzen.

    Auch alle anderen Figuren fand ich super gelungen. Ellie’s Eltern sind der Wahnsinn, so lieb und verständnisvoll. Das ist echt herzergreifend. Shay, Ellies Cousine, ist cool, frisch und eine super Freundin. Landon, als bester Freund von Greyson kam anfänglich etwas oberflächlich rüber, aber auch er ist das, was man einen besten Freund nennt. Und auch Claire, Greysons Schwiegermutter ist supersympathisch und wahnsinnig lieb. Die Kinder von Grey sind sehr unterschiedlich, aber beide auch wirklich einzigartig und in ihrer Art nachvollziehbar. Jede Figur hatte ein eigenes Ziel / eine eigene Motivation und hat die Haupthandlung vorangebracht. In diesem Figurenensemble habe ich mich rundum wohl gefühlt und ich bin glücklich, jede einzelne Figur kennengelernt zu haben. 

    Die Handlung hat mir überaus gut gefallen. Es wurde ein ansteigender Spannungsbogen mit vielen kleineren und größeren Konflikten und überraschenden Wendungen entwickelt. Ich bin super in das Buch reingekommen und habe ab der ersten Seite in diesem Buch festgeklebt. Für mich war nichts vorhersehbar und ich habe wirklich mitgelitten, mitgefiebert, mitgeheult und mitgelacht. Grandios! Das Thema ist prima bearbeitet worden und das Ende war sooo schön. Genau nach meinem Geschmack. 

    Aber wie liest sich das Buch nun?

    Es sind 60 Kapitel + Prolog, die in der ICH-Form im Präteritum abwechselnd aus Ellie’s und Greyson’s Sicht geschrieben sind. Das hat mir sehr gut gefallen, denn so konnte ich zu beiden Figuren eine sehr gute Bindung aufbauen und war beiden auch sehr nah.

    Der Schreibstil ist einzigartig! Alles liest sich locker und flüssig. Die Dialoge sind frisch, unterhaltsam und sehr individuell. Und der Ausdruck passt perfekt in dieses Genre. Die Beschreibungen der Settings und die atmosphärischen Beschreibungen sind ein Traum. Ich hatte nicht nur die gesamte Zeit ein Bild vor meinem inneren Auge, sondern ich war immer mittendrin. Aber die Darstellung der emotionalen Ebene… dafür fehlen mir die Worte. Brittainy C. Cherry hat mich emotional völlig mitgerissen. Ich habe alles durchlebt, was auch die Figuren durchleben musste und was habe ich an manchen Stellen geheult. Für mich ist das wirklich ganz großes Kino!!! Einzigartig!

    Mein Fazit nach 448 Seiten:

    „Wie die Ruhe vor dem Sturm“ zeigt sehr emotional, wie schwierig es ist, Trauer zu bewältigen und mit Schuldgefühlen umzugehen, wenn man mit niemandem darüber spricht.

    Wer einen sehr berührenden New Adult Roman sucht, der in den USA spielt und die Themen „Trauerbewältigung“, „Schuldgefühle“ und „Liebe“ verarbeitet, der dürfte mit diesem Roman sehr gut beraten sein.

    Von mir erhält dieser Roman eine absolute Kaufempfehlung (5/5 Sternen), weil Ellie wirklich eine bezaubernde Hauptfigur ist, weil die Handlung durchweg spannend und mitreißend war und weil die Darstellung der emotionalen Ebene einzigartig ist. Aber allein wegen des Schreibstils lohnt es sich, diesen Roman zu lesen. Kritikpunkte habe ich keine. Es ist eines dieser Bücher, von denen man gefangen genommen wird und die nie enden sollen.

    Insgesamt ist es ein überaus gelungener Roman, den ich nur weiterempfehlen kann.

    Vielen Dank an Brittainy C. Cherry, Katja Bendels und den LYX-Verlag für diese wundervolle Geschichte und dieses besondere Leseerlebnis.


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    Cover des Buches Das Geheimnis der Gräfin (ISBN: B088M5B48H)

    Bewertung zu "Das Geheimnis der Gräfin" von Bettina Szrama

    Das Geheimnis der Gräfin
    Annis-Buecherstapelvor einem Monat
    Kurzmeinung: Roman über eine Schreckensherrschaft - sehr gewalttätige Szenen…
    Roman über eine Schreckensherrschaft - sehr gewalttätige Szenen…

    Der historische Roman „Das Geheimnis der Gräfin“ von Bettina Szrama ist am 01.06.2020 im dp-Verlag erschienen und spielt in Ungarn

    Die junge Adlige Susanne von Weißenburg wird von ihrem Vater an den Hof der ungarischen Gräfin Elisabeth Báthory-Nádasdy geschickt. Im ersten Moment ist sie begeistert von der Pracht des Hochadels und lässt sich blenden, doch schon schnell muss sie feststellen, dass sie in ein Netz aus Intrigen und Verrat geraten ist. Susanna glaubt, die Gräfin positiv beeinflussen zu können, doch sie muss schmerzhaft lernen, dass sie der Gräfin ausgeliefert ist. Vor Susanna liegt eine schwere Zeit, die geprägt ist von Gewalt und ihrem inneren Konflikt, ob sie wieder nach Hause oder sich um die Gräfin kümmern soll.

    Zwei Tage habe ich für dieses Buch gebraucht, das mich aufgewühlt und schockiert zurücklässt.

    Das Cover gefällt mir sehr. Es passt prima zur Geschichte und auch in dieses Genre.

    Der Klappentext hat mich sofort gepackt. Er führt die Hauptfiguren und den Hauptkonflikt ein und vermittelt einen ersten Leseeindruck.

    Susanna von Weißenburg ist eine wohlerzogene, junge Frau. Sie hat ihr Herz am rechten Fleck und ist mutig. Sie weiß sich zu benehmen und ist insgesamt recht bodenständig. Vielleicht ist sie ein wenig jugendlich naiv, das darf sie in ihrem Alter aber auch noch sein. Aus diesem Grund kann sie sich aber kaum vorstellen, wie jemand so böse wie die Gräfin sein kann und zu welchen Misshandlungen und Ausbrüchen sie in der Lage ist. Susanne glaubt auch ziemlich lange, sie könne die Gräfin beeinflussen, muss sich dann aber ehrlicherweise eingestehen, dass sie manipuliert wurde und der Gräfin ausgeliefert ist. Trotzdem nimmt sie nichts einfach so hin und kämpft für ihr Ziel bzw. für ihre Lieben und deren „Rettung“. Auf ihrem Weg muss Susanna viele Erfahrungen sammeln und lässt sich anfänglich noch blenden, doch recht schnell merkt sie, wie es langläuft. Susanna nimmt alle Hürden, die sich ihr in den Weg stellen und glaubt/hofft weiterhin auf das Gute im Menschen. Nur muss sie dann auch erkennen, dass es psychische Krankheiten gibt, die nicht heilbar sind. Susanna ist sehr authentisch und macht eine gelungene Entwicklung durch. Ich fand sie von Anfang an äußerst sympathisch und habe die ganze Zeit mit ihr mitgefiebert.

    Die Gräfin Elisabeth ist eine mächtige Frau, die an einer psychischen Krankheit leidet. Sie braucht es, andere zu foltern und zu quälen und nimmt dabei auch deren Tod in Kauf. Sie glaubt damit, etwas zu kompensieren. Genauer möchte ich an dieser Stelle nicht drauf eingehen, sonst müsste ich spoilern. Elisabeth ist unberechenbar und so ziemlich jeder ist ihren Launen ausgeliefert. Es gibt nur wenige, die ihr trotzen. Auch Elisabeth räumt alle Hürden aus dem Weg, egal wie. Sie macht ebenfalls eine nachvollziehbare Entwicklung durch. Es wird schlimmer und schlimmer, auch wenn man glaubt, das geht nicht mehr. Auf mich hat sie von Anfang bedrohlich gewirkt und nicht unbedingt sympathisch.

    Auch alle anderen Figuren fand ich sehr gelungen. Jede hatte ein eigenes Ziel/ eine eigene Motivation. Katica fand ich besonders sympathisch, eine starke Verbündete und Freundin für Susanna. Wie Johannes sich entwickelt hat, hat mich ganz schön erschrocken. Auch Gabor mochte ich von Anfang an nicht, doch Susanna hat sich von ihm blenden lassen. Dafür lernt sie dann aber Emmerich kennen, mit dem sie sich ihr Glück erhofft. Ein tolles Figurenensemble, das ich hier kennenlernen durfte.

    Die Handlung hat mich total mitgerissen. Es wurde eine ansteigende Spannungskurve mit vielen kleinen und größeren Konflikten und überraschenden Wendungen entwickelt. Ich bin super in das Buch reingekommen. Zuerst dachte ich bei der Figurenübersicht: na, das kann ja was werden - aber das war kein Problem. Von Anfang an habe ich diesem Buch geklebt und konnte es nicht aus der Hand legen. Ja, es ist ziemlich gewalttätig, brutal und zum Teil blutrünstig, fast verstörend, aber ich wollte zu jedem Zeitpunkt wissen, wie es ausgeht und ob die Gräfin für ihr Handeln bestraft wird. Und ich kann so viel sagen: Das Ende hat mir sehr gut gefallen und war wohl dosiert. Großartig!

    Aber wie liest sich das Buch nun?

    Es sind 22 lange Kapitel + Epilog, die in der ICH-Form im Präteritum aus Susannas Sicht geschrieben sind. Nur der Epilog ist im personalen Erzählstil geschrieben. Das hat mir sehr gut gefallen, denn so konnte ich sehr gut eine Verbindung zu Susanna aufbauen und ich habe wirklich mit ihr mitgelitten und mitgefiebert.

    Der Schreibstil ist einfach nur klasse. Alles liest sich flüssig. Die Dialoge sind individuell, passend zum Genre und hauchen der Geschichte noch mehr Lebendigkeit ein. Die Beschreibungen der Settings und die atmosphärischen Beschreibungen haben mir zu jeder Zeit ein Bild vor mein inneres Auge gezaubert. Und die Darstellung der emotionalen Ebene war großartig und hat mich voll mitgerissen. Wirklich grandios!

    Mein Fazit nach 368 Seiten:

    „Das Geheimnis der Gräfin“ zeigt sehr ehrlich und beängstigend, was passieren kann, wenn jemandem aus Angst und „falscher Loyalität“ keine Grenzen aufgezeigt werden. 

    Wer einen historischen Roman sucht, der in Ungarn im 16. Jahrhundert spielt und die Themen „Vertrauen/Verrat“, „Loyalität“, „Missbrauch und Misshandlung“ und „Machtmissbrauch“ bearbeitet, der dürfte mit diesem Roman gut beraten sein.

    Von mir erhält dieses Buch eine ganz klare Kaufempfehlung (5/5 Sterne), weil Susanna eine starke und mutige Hauptfigur ist, die nicht aufgibt und für das Gute kämpft. Die Geschichte ist durchweg spannend und diesen Schreibstil muss man einfach gelesen haben. Kritikpunkte habe ich keine. Trotzdem möchte ich nochmal darauf hinweisen, dass es ganz schön hart und gewalttätig in diesem Buch zugeht. Manche Szenen sind echt verstörend.

    Insgesamt ist es ein sehr gelungener Roman, den ich nur weiterempfehlen kann.

    Vielen Dank an Bettina Szrama und den dp-Verlag für diese Geschichte.


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    Cover des Buches Südsternjahre 1 (Australien-Saga) (ISBN: 9783955309121)

    Bewertung zu "Südsternjahre 1 (Australien-Saga)" von Rebecca Maly

    Südsternjahre 1 (Australien-Saga)
    Annis-Buecherstapelvor einem Monat
    Kurzmeinung: Sehr kurzer, aber interessanter Roman…
    Sehr kurzer, aber interessanter Roman…

    Der historische Roman „Südsternjahre“ (Band 1 der Australien-Saga) von Rebecca Maly ist am 6. Juli 2017 im Edel Elements Verlag erschienen und spielt in Cambridge, auf See und in Australien.

    Florence Niles liebt es Wissenschaftlerin zu sein, doch die vorherrschenden Konventionen erlauben es ihr nicht, ihre Leidenschaft und Interessen für ferne Länder und Kulturen frei auszuleben. Da lernt sie den interessanten Ernest Furnish kennen, der bald eine Forschungsreise nach Australien antritt. Florence erkennt ihre Chance und schon kurz nach ihrem Kennenlernen heiraten sie. Das ermöglicht Florence, ihren langersehnten Traum endlich zu leben. Doch dann lernt sie auf der Überfahrt einen attraktiven Schweden kennen, der alles durcheinanderbringt. Vor Florence liegt eine aufregende Zeit, die geprägt ist von vielen neuen Erfahrungen, neuen Eindrücken und ihrem inneren Konflikt, ob die Heirat mit Ernest wirklich richtig war.

    Einen Abend habe ich für dieses Buch gebraucht, das mich insgesamt zwar zufrieden, aber auch ein wenig enttäuscht zurücklässt, weil ich andere Erwartungen hatte

    Das Cover ist wunderschön und es passt perfekt zu dieser Geschichte.

    Der Klappentext hat mich auch sofort gepackt. Er führt die Hauptfiguren und den Hauptkonflikt ein und vermittelt einen ersten Leseeindruck.

    Florence ist eine junge, selbstbewusste Frau, die versucht, gegen die vorherrschenden Konventionen aufzubegehren. Doch manche Dinge sind einfach noch zu starr und eingefahren. So entscheidet sie sich, Ernest Furbish zu heiraten, um ihrem Traum ein Stück näher zu kommen. Florence kämpft für ihren Traum und ist sehr aktiv. Ich finde sie in ihrer Art auch authentisch, aber ich kann leider keine Entwicklung beobachten, was wohl der Kürze der Geschichte geschuldet ist. Ich hätte mir deutlich mehr Tiefe gewünscht und vor allem mehr Zeit und Raum, um Florence kennenzulernen.

    So erging es mir auch mit allen anderen Figuren. Ich fand alle interessant, meine auch für jede Figur eine eigenen Motivation bzw. ein eigenes Ziel erkannt zu haben, aber ich konnte mich keiner Figur so richtig annähern, weil man sie aber auch kaum kennenlernen konnte. Wirklich schade, denn das Figurenensemble scheint äußerst interessant zu sein.

    Die Handlung fand ich okay. Aber ehrlich gesagt, war es für meinen Geschmack eher eine Einleitung oder auch ein Setup bis zum ersten Wendepunkt. Man kann schon eine ansteigende Spannungskurve erkennen und es gibt auch Konflikte, die die Geschichte auch spannend machen, aber es ist mir persönlich einfach zu kurz gewesen. Und auch wenn ich sehe, es ist Band 1 der Australien Saga, hätte ich einfach mehr Tiefe und auch andere Länge erwartet. Gerade das Leben an einem neuen Ort, das völlig anders als bisher ist, stellt einen doch meist vor große Herausforderungen und darüber hätte ich gern mehr gelesen. Das Ende ist dann ein Cliffhanger, aber damit hatte ich schon gerechnet. Trotzdem hat es meine Neugier geweckt, so dass ich gern erfahren möchte, wie es weitergeht.

    Aber wie liest sich das Buch nun?

    Es sind 8 eher kürzere Kapitel, die in der 3. Person Singular im Präteritum im personalen Erzählstil aus Florence Sicht geschrieben sind. Das hat mir gut gefallen, weil man Florence so in ihrem Denken und Handeln gut nachvollziehen konnte.

    Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Alles liest sich locker und flüssig. Die Dialoge sind individuell und authentisch und passen vom Ausdruck sehr gut zum Genre. Auch die Beschreibungen der Settings und die atmosphärischen Beschreibungen haben mir gefallen, d.h. ich konnte mir alles sehr gut vorstellen. Die Darstellung der emotionalen Ebene fand ich persönlich jedoch nicht ausreichend, aber auch das ist meines Erachtens der Kürze dieses Romans geschuldet. Sehr gern wäre ich tiefer eingetaucht und hätte mit Florence mitgefiebert, aber es blieb keine Zeit eine Bindung zu ihr aufzubauen. Schade!

    Mein Fazit nach 95 Seiten:

    „Südsternjahre“ Band 1 zeigt sehr ehrlich, wie schwer Frauen es Ende des 19. Jahrhunderts hatten und wie abhängig sie von den Männern waren. Selbst Frauen, die intelligent waren und sich bestimmte Dinge erkämpft hatten (Florence beispielsweise, dass sie studieren durfte), hatten aber auch deutliche Grenzen durch die vorherrschenden Konventionen.

    Wer einen historischen Roman sucht, der am Ende des 19. Jahrhunderts in Cambridge und Australien spielt und die Themen „Liebe“ und „die Rolle der Frau“ verarbeitet, der dürfte mit diesem Roman gut beraten sein.

    Von mir erhält dieses Buch eine Kaufempfehlung (4/5 Sternen), weil Florence eine sehr starke und selbstbewusste Hauptfigur ist und für ihren Traum kämpft, weil ich die Settings mag und die Beschreibungen für meinen Geschmack auch gut gelungen sind und weil der Schreibstil mich sehr anspricht. Ein halbes Sternchen ziehe ich ab für die fehlende Tiefe der Figuren und ein weiteres halbes Sternchen für die Kürze des Buchs.

    Trotzdem ist es ein gelungener Roman, den ich weiterempfehlen kann.

    Vielen Dank an Rebecca Maly und den Edel Elements Verlag für diese Geschichte.


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    Cover des Buches Die Plantage (ISBN: 9783423219297)

    Bewertung zu "Die Plantage" von Catherine Tarley

    Die Plantage
    Annis-Buecherstapelvor einem Monat
    Kurzmeinung: Sehr interessanter historischer Roman, aber auch sehr grausam… (keine romantische Liebesgeschichte)
    Sehr interessanter historischer Roman, aber auch sehr grausam… (keine romantische Liebesgeschichte)

    Der historische Roman „Die Plantage“ von Catherine Marley ist am 25. Dezember 2014 im dtv Verlag erschienen und spielt meist in Charles Town bzw. in der Umgebung von Charles Town, South Carolina.

    Antonia Lorimer ist seit Kurzem Witwe und muss sich nun allein um ihre Plantage „Legency“ kümmern, die durch den Krieg einigen Schaden genommen hat. Aber sie hat den festen Willen, wieder alles aufzubauen. Dann taucht plötzlich ein schwer verletzter britischer Colonel auf, den Antonia wieder gesund pflegt und der ihr zum Dank hilft, alles wieder in Schwung zu bringen. Sie verliebt sich in ihn, nicht ahnend, dass er ein Geheimnis hat, das ihr jetziges Schicksal begründet hat. Vor Antonia liegt eine anstrengende Zeit, die geprägt ist von vielen Widrigkeiten, Rückschlägen und Angst und ihrem inneren Konflikt, ob sie sich auf den Colonel William Marshall, also den Feind einlassen soll und ihm vertrauen kann.

    Drei Abende habe ich für dieses Buch gebraucht, das mich insgesamt schockiert, aufgewühlt und am Ende aber auch ein bisschen enttäuscht zurücklässt.

    Das Cover hat mir sehr gut gefallen und ich finde es passt auch prima zur Geschichte und zum Genre.

    Der Klappentext hatte mich sofort. Er führt die Hauptfiguren und den Hauptkonflikt ein und vermittelt eine erste Leseatmosphäre. Am Ende musste ich aber leider feststellen, dass er bei mir falsche Erwartungen geweckt hatte.

    Antonia Lorimer ist eine junge Frau, die frisch verwitwet ist. Doch sie lässt sich nicht entmutigen und auch von der Männerwelt nicht unterkriegen. Zwar weiß sie um den Stand der Frau, sucht aber auch Lösungen, wie sie mit dieser Situation in ihrem Sinne umgehen kann. Das hat mir sehr gut gefallen und es dürfte zur vorherrschenden Zeit auch eine Ausnahme gewesen sein. Nur auf William Marshall reagiert Antonia etwas befremdlich. Durch ihn gerät sie schnell in das tradierte Frauenmuster und lässt sich dort auch parken. Das fand ich ein wenig schade, denn ansonsten ist Antonia wirklich eine sehr starke, mutige Frau. Sie nimmt alle Hürden, die sich ihr in den Weg stellen und sie ist sehr aktiv. Antonia macht auch eine Entwicklung durch, die für meine Geschmack hätte ruhig noch etwas deutlicher sein können, nur warum sie den Psychopathen nicht verraten hat, das konnte ich echt nicht nachvollziehen, auch wenn es erklärt wurde. Antonia ist eine sehr sympathische Hauptfigur und ich fand sie sehr authentisch.

    Mit William Marshall habe ich mich etwas schwerer getan. Man lernt ihn als Bösewicht kennen, der nochmal Glück hatte. Während Antonia ihn wieder gesund pflegt, wurde er mir immer sympathischer, doch dann geschehen Dinge, die mir überhaupt nicht zugesagt haben, vor allem, wie er mit Frauen umgeht und wie er sie sich nimmt. Das hat schon etwas Frauenverachtendes und das konnte ich ihm auch nicht verzeihen. Dafür ist er aber meines Erachtens auch sehr authentisch, betrachtet man die vorherrschende Zeit und die Konventionen. William macht auch eine Entwicklung durch, nur war die nicht immer nachvollziehbar für mich. In London wird ihm etwas klar. Deshalb geht er zurück nach Charles Town. Doch dann kommt plötzlich wieder alles ganz anders. Ich mochte William nicht so und konnte ihn als Figur auch nicht richtig fassen.

    Alle anderen Figuren fand ich insgesamt gelungen, d.h. alle hatten ein eigenes Ziel eine eigene Motivation und haben die Haupthandlung prima ergänzt. Es gibt aber eben sehr viele spezielle Charaktere. Insbesondere die Geschichte um Oliver Roscoe und Algernoon Reed hat mir zu viel Platz eingenommen und war mir persönlich auch zu grausam und zu brutal. Da bewegt man sich meines Erachtens stellenweise im Psychothriller-Bereich. Es wird bestialisch gefoltert, gemordet und missbraucht. Und ich war eigentlich davon ausgegangen, dass es eine schöne Liebesgeschichte ist. Und nein, das ist sie definitiv nicht!

    Die Handlung hat mir insgesamt trotzdem gut gefallen. Es wurde eine ansteigende Spannungskurve mit vielen kleinen und großen Konflikten und überraschenden Wendungen entwickelt. Ich musste immer weiterlesen, weil ich eben wissen wollte, wie es ausgeht. Die verschiedenen Themen wurden gut bearbeitet, nur bei einem Thema war ich völlig raus. Dass alle den Psychopathen schützen, obwohl sie wissen, wie bestialisch er vorgeht, das hat sich mir bis jetzt nicht erklärt. Und es tut mir jetzt schon leid, wie ich es gleich formuliere, aber was war das denn bitte für ein Ende? Ich war total enttäuscht und das hat mich echt unzufrieden gestimmt. Es war dann doch so, als hätte keine Figur mit der Zeit dazugelernt. Schade!

    Aber wie liest sich das Buch nun?

    Es sind insgesamt 50 längere Kapitel, unterteilt in 10 Leseabschnitte, in denen man vor allem die Schicksale/Geschichten der einzelnen Figuren nachvollziehen kann. Geschrieben ist das Buch in der 3. Person Singular im Präteritum in der personalen Erzählform. Das hat mir gut gefallen, weil so die Figuren in ihrem Denken und Handeln gut nachvollziehen konnte.

    Den Schreibstil fand ich wunderbar. Alles liest sich sehr flüssig. Der Ausdruck passt sehr gut zur Geschichte und zum Genre. Die Dialoge sind individuell und sehr authentisch. Die Beschreibungen der Settings und die atmosphärischen Beschreibungen fand ich sehr gelungen und ich hatte zu jeder Zeit ein Bild vor meinem inneren Auge. Und es war auch sehr detailliert beschrieben, eben auch die Brutalität und die Grausamkeiten. Das war mir persönlich zu viel. Dafür fand ich die emotionale Ebene wieder super gelungen und auch nachvollziehbar dargestellt. Wirklich toll!

    Mein Fazit nach 880 Seiten:

    „Die Plantage“ zeigt sehr ehrlich, wie das Leben am Ende des 18. Jahrhunderts im Süden der USA tatsächlich und wie brutal und grausam der Umgang miteinander zum Teil war, vor allem den Sklaven und Feinden gegenüber.

    Wer einen historischen Roman sucht, der am Ende des 18. Jahrhunderts in South Carolina spielt und die Themen „Sklaverei“, „Krieg“, „Misshandlung und Missbrauch“ und „Vertrauen“ verarbeitet und der sehr detailliert verschiedene Grausamkeiten beschreibt, der dürfte mit diesem Roman gut beraten sein. Es ist keine romantische Liebesgeschichte!

    Von mir erhält dieses Buch eine Kaufempfehlung (4/5 Sternen), weil ich Antonia sehr stark und mutig fand, weil die Geschichte durchweg spannend war und der Schreibstil großartig ist. Ein halbes Sternchen ziehe ich ab, weil meine Erwartung nach dem Klappentext eine andere war. Ich ging von einer schönen Liebesgeschichte aus und bekam einen halben Psychothriller. Ein weiteres halbes Sternchen ziehe ich ab für die Geschichte um Algernoon Reed und Oliver Roscoe. Die hat mir einfach zu viel Platz eingenommen und war mir persönlich einfach zu krass (eben bei diesem Klappentext).

    Trotzdem ist es ein sehr gelungener Roman, den ich weiterempfehlen kann.

    Vielen Dank an Catherine Tarley und den dtv-Verlag für diese Geschichte.


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    • weiblich
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    Liebesromane, Historische Romane, Erotische Literatur, Romane, Jugendbücher

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