Apathy

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    Cover des Buches All Saints High - Die Prinzessin (ISBN: 9783736311237)

    Bewertung zu "All Saints High - Die Prinzessin" von L. J. Shen

    All Saints High - Die Prinzessin
    Apathyvor 2 Tagen
    Drama, Emotionen, Wut, Leidenschaft...

    Bereits die Sinners of Saint-Reihe von L.J. Shen konnte mich in weiten Teilen begeistern. Ich habe mich schon sehr auf die neue Reihe gefreut, in der es um die nachfolgende Generation der Protagonisten aus der Sinners of Saint-Reihe geht.

    Im Auftaktband geht es um Daria, die Tochter von Jamie und Melody ist. Sie ist in einem Alter, wo sie gerne rebelliert, aber auch mit einer inneren Wut zu kämpfen hat. Vor allem die immer wiederkehrende Zurückweisung von Melody macht ihr zu schaffen. Zudem nagen die Schuldgefühle an ihr, da sie vor vier Jahren ihrer Rivalin Via die Zukunft zerstört hat. Schon damals traf sie auf Via's Zwillingsbruder Penn. Nun trifft sie ihn wieder und er soll ausgerechnet in ihrem Zuhause wohnen. Hass und Leidenschaft treffen aufeinander. Kann das gut gehen?

    Daria wird immer wieder als Prinzessin bezeichnet. Ja, sie ist verwöhnt, reich und schön. Aber nach und nach bekommt man mit, dass sie sich durch ihre Handlungen hinter einer Fassade versteckt und mit Wut, Zurückweisung, Züchtigung, Eifersucht, Rache und Unsicherheit zu kämpfen hat. Wenn sie sich zurückgewiesen fühlt, kommt ihr 'innerer Hulk' (wie sie es selbst bezeichnet) zum Vorschein. Sie provoziert dadurch selbst unschöne Handlungen. Ich konnte sie in vielen Dingen gut verstehen, warum sie so ist. Auf Anhieb wird man sie jedoch nicht gleich mögen. Sie macht aber eine großartige Entwicklung durch.

    Penn dagegen wohnt auf der anderen Seite, kennt somit das reiche Leben nicht. Er ist auch nicht wohlbehütet aufgewachsen. Sein Leben ist schon früh von Gewalt geprägt. Sein kaputtes Herz trägt er offen zur Schau und er ist bereit für das richtige zu kämpfen. Er wirkte somit in großen Teilen authentisch. Mir hat er sehr gut gefallen.

    Wenn Daria und Penn aufeinander trafen, konnte man den Hass, aber auch das Knistern spüren. Die explosive Mischung gab der Geschichte immer wieder den besonderen Reiz und hinterließ ein Kribbeln unter der Haut.

    Aber auch Drumherum passierte einiges, sodass man immer wieder an der Geschichte klebte. Man kann mit viel Emotionen, Drama und Gewalt in den Handlungen rechnen. Es ist ein auf und ab, sodass man immer wieder mitgerissen wird.
    Das Buch beinhaltet eine Triggerwarnung, da es in dieser Geschichte zu sexueller und körperlicher Gewalt kommt. Damit muss man zurechtkommen. Aber ich fand es nicht zu übertrieben dargestellt. Es kommt zu Gewalt und Kämpfen, aber auch zu starken Gefühlsausbrüchen.

    Der Schreibstil der Autorin ist wieder von ihrer derben und rauen Aussprache geprägt, die ich aber durch die Sinners of Saint-Reihe lieben gelernt habe. Ich fand ihn auch zu der Highschool-Geschichte und zur Umgebung der Handlungen passend gewählt. Dadurch setzt sich L.J. Shen von anderen Autoren ab. Zudem ist der Schreibstil locker gestaltet. Man bekommt auch Einblick in die Gedankengänge der Protagonisten, da die Handlungen abwechselnd aus deren Sicht beschrieben wurden. Dadurch wird man auf eine emotionale, hasserfüllte und leidenschaftliche Gefühlsebene mitgenommen.

    Ich mochte, wie die Autorin die Probleme der Teenager schilderte und das Prickeln zwischen ihnen, auch wenn es manchmal recht rau zuging. Das Zwischenspiel von Hass, Liebe und Leidenschaft konnte mir L.J. Shen sehr gut vermitteln. Es wurde somit nicht langweilig in der Geschichte. Das Knistern zwischen den Protagonisten; die zwiegespaltenen Gefühle; Rache und Intrigen, die die Charaktere untereinander spinnen, trieben den Lesefluss immer wieder voran.

    Ich freue mich schon auf den Folgeband "All Saints High - Der Rebell", wo es um Knight und Luna geht. Ich bin sehr gespannt darauf. Knight und Luna konnte man in diesem Band schon kurz kennenlernen. Außerdem ist Knight der Sohn von Dean Cole und Luna die Tochter von Trent Rexroth. Ich hoffe somit, auch wieder einen Einblick in das jetzige Leben der Eltern zu bekommen.

    Fazit:
    Eine Highschool-Liebesgeschichte, die vieles vereint...Drama, Leidenschaft, Liebe, Eifersucht, Hass, Rache, Intrigen, Wut, Verletzlichkeit und Zurückweisung. Aber auch Gewalt spielt eine Rolle. Daria und Penn sind ein explosives Paar, da sie ziemlich unterschiedlich, aber durch ihre zwiegespaltenen Gefühle wiederum gleich sind. Das Knistern zwischen den Beiden konnte ich immer wieder spüren und hat der Geschichten den gewissen Reiz gegeben. Die Autorin konnte mich außerdem mit ihren rauen Schreibstil einnehmen, den ich doch immer wieder faszininierend finde. Ich freue mich schon auf den Folgeband, wo die Geschichte von Knight und Luna erzählt wird. 

    Bewertung: 4+/5

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    Cover des Buches Mister Romance (ISBN: 9783736308107)

    Bewertung zu "Mister Romance" von Leisa Rayven

    Mister Romance
    Apathyvor 11 Tagen
    Kitschig, romantisch, amüsant, anziehend...

    Von der Autorin habe ich bisher noch kein Buch gelesen, aber schon viele positive Stimmen zu ihrem Büchern gehört. 'Mister Romance' sprach mich dann auch durch den vielversprechenende Klappentext an. Ich war neugierig darauf, herauszufinden, ob ich mich den Charme von 'Mister Romance' entziehen kann oder ob seine Anziehung doch so stark ist.

    Im Großen und im Ganzen klingt alles erst einmal etwas kitschig, aber das Buch geht dann doch auch in die Tiefe. Denn die Charaktere haben ihre Laster, Ecken und Kanten. Eden Tate, die als Journalistin arbeitet, glaubt nicht mehr an die Liebe und begnügt sich mit vielen One-Night-Stands. Im Gegensatz spricht sich ihre Schwester Asha, mit der sich zusammenwohnt, für Romantik aus. Asha erfährt von einem gewissen Mister Romance, der die Herzen der Frauen mit romantischen Dates zum Schmelzen bringt, aber ganz ohne sexuelle Gefälligkeiten. Sie erzählt es ihre Schwester weiter. Da es bei Eden derzeit nicht so gut um ihren Job steht, wäre das eine doch eine gute Story, um ihre Karriere zu pushen. Aber wie kommt man an Mister Romance heran, wenn er eigentlich die Frauen aus der High Society als Kundinnen hat? Eden versucht es trotzdem...

    Eden ist selbstbewusst, talentiert, aber sie möchte auch unabhängig sein. In vielen Facetten konnte ich sie verstehen. Aber bei manchen Sachen war sie auch sehr stur, gerade was Liebe und Romantik betrifft. Auch wenn sie stark und selbstbewusst wirkt, hat sich eine gewisse Verletztlichkeit. Diese versucht sie hinter einer Fassade zu verbergen.

    Max Riley (Mister Romance) hat einen durchaus reizenden Charme und man kann verstehen, warum er so gut bei seinen Kundinnen ankommt. Er kann sehr gut schauspielern und somit in verschiedenen Rollen (Musiker, Biker,...) schlüpfen. Aber das gerade macht es bei ihm so geheimnisvoll, weil man nicht weiß, wie viel von Max in den Rollen wirklich steckt. Im Verlauf der Geschichte bekommt einen Einblick hinter die Kulissen, besonders Eden entdeckt mehr von ihm und möchte auch mehr über ihn wissen.

    Obwohl Eden sich dagegen wehrt, wird es romantisch. Man blickt hinter die Fassaden der beiden Protagonisten. Eden und Max haben mir gut zusammen gefallen. Aber auch Asha, die Schwester von Eden, wirkte sehr sympathisch. Ich bin gespannt auf ihre Geschichte, die man im Folgeband 'Mister Secret' zu lesen bekommt.
    Die Großmutter von Eden und Asha und eine gewisse Ente bringen außerdem etwas Dynamik in die Geschichte.

    Die Handlung hat viele kitschigen Szenen, dennoch wollte ich immer wieder wissen, wie es weitergeht. Der Handlungsverlauf und die gewisse Anziehung der Charaktere übte einen Lesesog auf mich aus. Aber auch der lockere und leichte Schreibstil trugen dazu bei.

    In einem gewissem Maß ist die Handlung vorhersehbar und ziemlich weit hergeholt. Aber sie geht auch in die Tiefe, insbesondere durch die Charaktere, die teils mit ihrer zerrüttenen Vergangenheit leben müssen, worüber man nach und nach erfährt.

    Mich hat nur gestört, dass bei Eden (wie bei einem Mann) ihr Gehirn oftmals in die Hose rutscht...erst die körperliche Anziehung bevor es tiefgründiger wird. Gerade im letzten Drittel stieß mir das des öfteren auf und es war ziemlich nervig.

    Fazit:
    Kurz gesagt: Kitschig, leidenschaftlich, amüsant, romantisch, anziehend...
    Etwas klischeebehaftet, aber trotzdem eine prickelnde Handlung, die einen Lesesog ausübt. Die Charaktere bringen zudem eine gewisse Dynamik in die Geschichte. Auf die Forstsetzung, in der es um Eden's Schwester Asha geht, freue ich mich schon.

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    Cover des Buches Rette mich vor dir (ISBN: 9783442481712)

    Bewertung zu "Rette mich vor dir" von Tahereh H. Mafi

    Rette mich vor dir
    Apathyvor 12 Tagen
    Spannung und Emotionen...Adam oder Warner?

    Achtung...evtl. Spoiler, da Band 2 einer Reihe!

    Der erste Band 1 der Trilogie hat mir schon gut gefallen, aber zugegeben, er hatte noch etwas Luft nach oben. Dennoch war ich schon sehr neugierig, wie die Geschichte sich weiterentwickelt.

    Die Handlung geht fast nahtlos über. Juliette, Adam und Kenji sind in der Untergrundbewegung 'Omega Point' angekommen, wo sie auf weitere Leute mit besonderen Gaben treffen. Natürlich sollen diese Kräfte helfen sich gegen das Reestablishment aufzulehnen. Dennoch fällt es Juliette nicht leicht sich in die neue Begebenheiten einzufinden. Sie ist eben doch anders. Aber auch mit Adam verbringt sie wenig Zeit, da er sich immer wieder Tests unterziehen muss, ob er eine besondere Fähigkeit hat oder welche er hat. Dabei bemerkt auch Juliette, dass sich Adam immer mehr zurückzieht. Genauso weiß sie nicht wirklich mit ihren Kräften umzugehen, um niemanden zu verletzen. Ihre Welt gerät wieder ins Wangen. Können Juliette und Adam ihre Beziehung aufrechterhalten?

    Der Schreibstil ist genauso ungewöhnlich wie in Band 1. Da ich aber bereits an diesen gewöhnt habe, kam ich schnell in einen angenehmen Lesefluss. Man wird in die vielen Gedankengänge von Juliette einbezogen. Aber auch über ihre Gefühle, die sie manchmal nicht haben darf, erhält man Einblick. Der Schreibstil ist somit sprachlichgewaltig und emotional gehalten.

    Die Handlungen in diesem Band spielen sich größtenteils im Omega Point ab. Man lernt weitere Charaktere kennen, aber auch mehr die einzelnen Fähigkeiten. Trotz dass Juliette unter Gleichgesinnten ist, fühlt sie sich ausgeschlossen. Sie verfällt wieder in ihre Melancholie. Denn ihre Gabe ist einfach unberechenbar und kann andere verletzen. Ihr fällt es somit schwer, Anschluss zu finden. Ihr einziger Halt ist Adam, aber ihre Beziehung wird auf die Probe gestellt. Doch dann wird ihr Kenji zugeteilt, um sie aus ihrem Tief zu holen. Ab dem Punkt entwickelt sie neue Energien.

    Als es zu einem Kampf außerhalb des Untergrundes kommt, taucht auch Warner wieder auf. Juliette und er treffen aufeinander. Er entfacht ein anderes Feuer in ihr. Ich wollte schon zum Ende des ersten Bandes weiteres über Warner erfahren. Ich habe mich gefreut als er endlich in Erscheinung tritt. Er trägt definitv zu einer spannenden Handlung bei. Hier konnte mich die Autorin in einigen Punkten überraschen.
    Auch wenn ich eigentlich Team Adam bin, hat Warner etwas interessantes und geheimnisvolles an sich. Daher kann ich Juliettes widersprüchliche Gefühle verstehen.

    Zudem treten bei Adam spannende Wendungen ein, die nicht vorhersehbar waren, die mich überraschen konnten und teil sprachlos machten.
    Aber auch Kenji entwickelt sich zu einem Anker des Widerstands, der mir als Charakter in diesem Band sehr gut gefallen hat.

    Die Autorin konnte in diesem Band einen Tick mehr aus der Geschichte herausholen. Da es ein Zwischenband ist, wird sich sicherlich die Handlung im Folgeband noch mehr zuspitzen. Die Handlungen waren insgesamt spannend gehalten, neue Szenen und Erkenntnisse fließen mit ein. Es ist eine Entwicklung der Charaktere zu spüren, um ihr Potenzial auszunutzen. Zudem wird man durch die Protagonistin Juliette auf eine emotionale Gefühlsreise mitgenommen. Stets kann man durch ihre Augen sehen und spannende Handlungen bis zum Ende miterleben.

    Fazit:
    Auch im Folgeband wird man wieder von der Handlung mitgerissen. Neue Entwicklungen und Erkenntnisse werden eingebaut, die für Spannung und Emotionen sorgen. Der Schreibstil ist weiterhin ungewöhnlich, aber doch gut zu lesen. Juliette entwickelt sich nur langsam weiter und tritt emotional auf der Stelle. Dennoch ist es eine beeindruckende Dystopie mit besonderen Gaben. Die Charaktere Adam, Warner und Kenji tragen zu einem spannenden Handlungsverlauf bei. Ich bin schon neugierig auf die weiteren Handlungen und welche Konstellationen sich daraus entwickeln.

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    Cover des Buches Finde mich. Jetzt (ISBN: 9783492061711)

    Bewertung zu "Finde mich. Jetzt" von Kathinka Engel

    Finde mich. Jetzt
    Apathyvor 16 Tagen
    Liebevoll, anders und schön...

    Einerseits hörte sich das Buch nach den typischen New Adult-Geschichten an, aber dann auch wieder nicht. Es war mal nicht die typische College-Liebe zwischen Studentin und Student. Ich war neugierig auf die Charaktere und ihr Kennenlernen.

    Ich fand sehr gut in die Geschichte hinein. Zunächst lernt man Tamsin kennen, die kurzerhand ihre Taschen packt und vor ihren Eltern nach Pearley flüchtet, um dort zu studieren und ihre Freiheit zu genießen. Zudem lernt man den männlichen Protagonist kennen. Rhys wurde gerade aus dem Jugendgefängnis entlassen, wo er 6 Jahre unschuldig gesessen hat. Tamsin lernt Rhys in einem Café kennen, jedoch ist er sehr wortkarg zu ihr. Woran könnte es liegen? Kann sie ihn aus seinem Schneckenhaus hervorlocken?

    Mit Tamsin hat die Autorin ein lebensbejahenden Charakter geschaffen, immer etwas quierlig, aber auch mutig. Manchmal hatte sie allerdings einen kleinen Hang zur Aufdringlichkeit. Zudem hat sie auch an einigen Sachen aus ihrem früheren Leben zu knabbern. Dennoch lässt sie sich nicht unterkriegen.
    Im Gegensatz dazu steht Rhys, der zurückhaltend und verschlossen ist. Aufgrund seiner Vergangenheit kann man es verstehen, warum er so ist und jetzt erst einmal in das normale Leben zurückfinden muss.
    Die beiden sind von ihrer Art unterschiedlich, aber dennoch passen sie gut zusammen. Durch Tamsin kommt Rhys immer mehr aus sich heraus und kann sich auch mit seiner Umgebung anfreunden.

    Mir hat es außerdem gefallen, dass es nicht die typische Rollenverteilung gab und somit die Charaktere authentisch dargestellt wurden. Es wurde zudem mal ein anderes Thema behandelt, vor allem die Gefängnisgeschichte war interessant zu lesen und wie Rhys langsam wieder auftaut und sich im Leben zurechtfindet. Aus dem Thema hat die Autorin eine schönes Konstrukt geschaffen und der Geschichte somit Leben eingehaucht.

    Der Schreibstil von Kathinka Engel ist angenehm, ruhig und leicht zu lesen. Zudem konnte man die Gefühle zwischen den Protagonisten spüren und sich gut hineinversetzen. Es entstand eine guter Lesefluss. Außerdem bekommt einen Einblick in beide Gefühlswelten der Protagonisten, weil diese abwechselnd aus deren Sicht geschrieben wurde. Ich habe beide Einblicke gerne gelesen und konnte mitfühlen. Rhys hätte ich am liebsten einfach manchmal in den Arm genommen. Er ist einfach ein liebevoller und toller Charakter trotz seiner verlorenen Jugend.
    Auch die Ängste, Zweifel, Verunsicherung und Hoffnung der Charaktere konnte mir die Autorin gut vermitteln.

    Die Liebesgeschichte konnte mich emotional einnehmen. Aber auch die kleinen Dramen und Rückschläge, die mit in die Handlung eingebaut wurden, waren stimmig. Aber mehr hätte es nicht sein dürfen, sonst wäre es in die gekünstelte Schiene gedriftet.

    Die Nebencharaktere fand ich auch schön dargestellt. Sam, der beste Freund von Tamsin aus früheren Zeiten und ihre neugewonnene Freundin, Zelda, aber auch Malik, der Mitbewohner von Rhys hauchen der Geschichte ebenso Leben ein. Ich freue mich schon mehr über sie in den Folgebänden zu lesen bzw. ihre Geschichten zu erfahren.

    Fazit:
    Eine liebevolle Geschichte, die mal etwas anders ist bzw. ein anderes Thema beinhaltet. Daraus hat die Autorin ein schönes Konstrukt geschaffen. Die zwei Protagonisten haben mir gut gefallen. Ihre gegensätzliche Art ergeben ein Ganzes und eine schöne Anziehung trotz der Hürden, die sie überwinden müssen. Ängste, Zweifel, Verunsicherung, Hoffnung und Liebe konnte die Autorin gut beschreiben. Ich freue mich schon auf die Folgebände, um die Geschichten der anderen Charaktere zu lesen. 

    Bewertung: 4+ / 5 

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    Cover des Buches Das sternenlose Meer: Roman (ISBN: B07ZTF92YC)

    Bewertung zu "Das sternenlose Meer: Roman" von Erin Morgenstern

    Das sternenlose Meer: Roman
    Apathyvor 19 Tagen
    Kurzmeinung: Fantasievoll und magisch...aber zu viel an Nebenhandlungen
    Fantasievoll und magisch...aber zu viele Nebenhandlungen

    Bei diesem Buch habe ich eine fantastische Geschichte erwartet. Fantasievoll war sie durch und durch, aber leider konnte mich die Geschichte nicht im Ganzen überzeugen.

    Die Geschichte ist ziemlich komplex aufgebaut. Sie ist in eine Hauptgeschichte gegliedert, aber auch in kleinere Nebengeschichten, die der Haupthandlung dienlich sein sollen. Aber dadurch verliert sich der eigentliche Handlungsstrang manchmal und es wirkt alles etwas langatmig.

    In der Haupthandlung geht es um Zachary, der ein geheimnisvolles Buch in der Bibliothek findet. Daraufhin findet er sich in einer Parallelwelt im Untergrund von Manhattan wieder. Auf der Suche nach dem sternenlosen Meer begibt er sich in eine geheimnisvolle und magische Welt, die von Türen und Schlüsseln, aber auch anderen magischen Wesen handelt. Dabei kann man kaum unterscheiden, was Traum und Realität ist.

    Die Haupthandlung hat mir an sich gut gefallen und wurde zunehmend spannender. Dennoch wird man durch die Nebenhandlungen immer wieder im Geschehen gestoppt. Manche Teile fließen mit in die magische Welt ein und dienen den weiteren Verlauf. Aber bei manchen wusste ich nicht so recht, wo sie hingehörten. Dabei tauchen auch immer wieder mal andere Figuren auf, die zu der magischen Welt beitragen, aber auch für Verwirrung stiften. So kam ich doch des öfteren mal durcheinander beim Lesen.

    Der Weltenentwurf ist fantasievoll und magisch gestaltet. Man konnte sich gut in die Parallelwelt, wenn man von den Nebenhandlungen absieht, hineinfinden. So wusste ich manchmal selbst nicht mehr, was die reale Welt war, da man an verschiedene Orte mit magischen Türen entführt wurde. Das konnte die Autorin gut herüberbringen. Zudem wurde die Welt düster beschrieben. Sie ist außerdem faszinierend und rätselhaft zugleich, sodass man verstehen konnte, wenn Zachary sich in dieser verliert und den Geheimnis auf die Spur durch entschlüsseln von Rätseln kommen möchte. Dennoch stellt sich auch die Frage, wie findet er wieder in die reale Welt zurück.

    Der Schreibstil ist zudem sehr komplex, aber auch poetisch und magisch gestaltet. Dadurch hat man gemerkt, dass die Autorin sehr viel Fantasie hat und diese auf Papier bringen möchte. Der Schreibstil ist somit sehr vielschichtig und verflochten gestaltet.

    Mit allen Nebenfiguren wurde ich nicht richtig warm. Sie haben etwas magisches und faszinierendes an sich, dennoch wurden sich nur wenig beschrieben. Am besten haben Zachary und Dorian gefallen. Nach und nach konnte man die Verbundenheit zwischen ihnen spüren.

    Man muss der Geschichte aufmerksam folgen, um sich auf die Handlung einlassen zu können. Die Komplexität an magischen und fantastischen Elementen mit den Nebenhandlungen ist hoch. Jedoch wäre für mich die Haupthandlung ausreichend gewesen, denn diese habe ich gerne gelesen.

    Fazit:
    Es ist eine anspruchsvolle und fantasievolle Geschichte, die mit einer magischen Parallelwelt ausgestattet ist. In dieser Welt kann man sich verlieren, jedoch wird man durch die kleineren Nebenhandlungen immer wieder im Lesefluss gestört. Zudem ist der Schreibstil vielschichtig sowie poetisch gestaltet.
    Die Geschichte erfordert aufmerksames Lesen, da sie sehr komplex und verschachelt ist. Man muss sich auf darauf einlassen können. Die Fantasiewelt mit den magischen Elementen hat mir gut gefallen, nur die Nebenhandlungen waren für mich nicht immer richtig greifbar, um sie ins Geschehen einordnen zu können.

    Bewertung: 3 - / 5

    Vielen Dank an den Blessing Verlag (Random House) für das Rezensionsexemplar.

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    Cover des Buches Ich fürchte mich nicht (ISBN: 9783442478491)

    Bewertung zu "Ich fürchte mich nicht" von Tahereh H. Mafi

    Ich fürchte mich nicht
    Apathyvor einem Monat
    Mireißend und spannend trotz ungewöhnlichem Schreibstil

    Über die Reihe habe ich schon viel positives gehört. Da ich außerdem gerne Dystopien lese, durfte diese nicht in meiner Sammlung fehlen. Aber auch magische Elemente spielen in dieser Geschichte eine Rolle, denn die Protagonistin Juliette ist kein gewöhnliches Mädchen. Sie hat eine besondere, aber auch schlimme Gabe - ihre Berührung kann tödlich enden. Sie wird als unmenschlich wahrgenommen und daher gefangen gehalten. Seit mehreren Jahren hat sie nun schon eingesperrt. Die Welt draußen ist eine andere geworden. Eines Tages wird ihr Adam zur Seite gestellt, um sie zu bewachen, denn sie soll den Mächtigen als Folterwaffe dienen. Aber Adam ist jemand, den sie noch von früher kennt. Außerdem weckt er Gefühle in ihr, doch scheint er unerreichbar für sie zu sein. Haben sie dennoch eine Chance? Finden sie gemeinsam eine Lösung, um sich von Machthaber Warner abzuwenden?

    Als ersten bin ich doch etwas ungewöhnlichen Schreibstil gestolpert. Er enthält durchgestrichen Gedankengänge von Juliette, aber auch Wortwiederholungen. Aber wenn man sich erst einmal daran gewöhnt hat, findet man gut in die Geschichte hinein.

    Im Ganzen hat mir die Geschichte gut gefallen, dennoch gibt es ein paar Kritikpunkte. Ich hätte gerne erfahren, was mit der Welt passiert ist, mehr über den Hintergrunddetails. Die Story wird mehr auf das jetzige Geschehen verlagert und auch die Liebesgeschichte steht oftmals im Vordergrund. Dennoch passieren auch einige Dinge, die die Geschichte immer wieder vorantreiben und so doch spannend gestaltet ist.
    Die Liebesgeschichte mag zwar etwas schnell gehen, aber Juliette und Adam kennen sich bereits und hatten schon damals Gefühle füreinander. Daher ist sie nicht zu abwegig und nachvollziehbar. Mir haben sie zusammen sehr gefallen.

    Juliette hat es mit ihren Schicksal nicht leicht. Warum sollte man sie nicht für ein Monster halten, denn sie ist nun mal eine tödliche Waffe. Man merkt, dass sie mit sich zu hadern hat und sie möchte außerdem nicht die Kontrolle verlieren. Sie ist eine einsame gebrochene Seele, aber durch Adam wächst sie mehr aus sich heraus, da er sie nicht als Monster sieht, sondern den Mensch dahinter. Adam ist ein Soldat der Mächtigen, dennoch versucht er das richtige zu tun.
    Auch die anderen Charaktere haben mir gut gefallen. Vor allem bei Warner bin ich gespannt, wie sich die Geschichte entwickelt, was er wirklich mit Juliette vorhat. Obwohl Warner der 'böse' ist, hat er noch etwas geheimnisvolles an sich, was die Handlung auch noch etwas spannend macht. Ich könnte mir vorstellen, dass sich die Geschichte noch in eine andere Richtung entwickelt.

    Die Geschichte entfaltete sich dann doch noch etwas anders als erwartet. Natürlich gibt es in dieser Welt auch ein paar Rebellen und eine Untergrundformation. Trotzdem tappe ich noch etwas im Dunkeln, wie sich das Ganze in die dystopische Welt einfügt.
    Obwohl die Handlung viele dystopische Elemente enthält, ist sie doch anders und außergewöhnlich. Dennoch finde ich das Zusammenspiel mit einer zerstörten Welt und den verschiedenen Kräften beeindruckend.

    Die Grundidee des Buches konnte mich mitreißen, aber für mich gibt es definitiv noch etwas Luft nach oben. Aber ich bin auch gespannt, wie sich die Geschichte zwischen Adam und Juliette, aber auch Juliette und Warner weiterentwickelt.

    Fazit:
    Der Anfang der Geschichte ist etwas holprig, da der Schreibstil etwas ungewöhnlich ist. Aber wenn man sich hineingefunden hat, wird man von dem Geschehen mitgerissen. Die Liebeskonstellation steht zwar im Vordergrund, dennoch gibt es auch spannende Handlungsverläufe, die die Geschichte immer wieder vorantreiben. Eine Dystopie mit besonderen Gaben/Kräften, die etwas anders, aber beeindruckend ist. Auf den Fortgang des Geschehens bin ich schon sehr neugierig.

    Bewertung: 4- / 5

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    Cover des Buches Scherben spiegeln das Licht (ISBN: 9783751922777)

    Bewertung zu "Scherben spiegeln das Licht" von Nina Hirschlehner

    Scherben spiegeln das Licht
    Apathyvor einem Monat
    Authentisch, überraschend.... und eine tolle Kulisse

    Ich hatte bereits „Hit Delete“ von Nina Hirschlehner gelesen und war begeistert. Daher habe ich mich sehr gefreut, dass ich auch ihr neuestes Werk „Scherben spiegeln das Licht“ vorab lesen durfte. Außerdem spielt das Buch größtenteils in New York. Da konnte ich einfach nicht widerstehen.

    In der Geschichte geht es um April, die an ihrem 16. Geburtstag erfährt, dass sie adoptiert wurde. Auf der Suche nach ihrer leiblichen Familie, macht sie sich auf den Weg zu ihrer Tante nach New York. Dabei trifft sie auf Eli, der ihr zur Hilfe kommt. Aber ist er wirklich der nette Junge, der er vorgibt zu sein?

    April fühlt sich schon immer nicht zugehörig zu ihrer Familie. Ständig wird sie für ihr Handeln kritisiert, aber so richtig interessieren sich ihre Eltern auch nicht für ihr Tun. Ihre kleine Schwester wird dahingehend ganz anders behandelt. Auch in der Schule ist sie eher eine Außenseiterin. Ihre beste Freundin Bean steht ihr aber zur Seite.

    Ich konnte sehr gut mit April mitfühlen und sie verstehen, warum sie so handelt. Gerade weil sie so behandelt wird, muss sie sehen, wie sie zurechtkommt und schnell erwachsen werden. Auch wenn ihre Art an eine Rebellin erinnert, möchte sie einfach nur ankommen und sich zugehörig fühlen. Sie ist ein authentisch gezeichneter und tiefgründiger Charakter.

    Der Schreibstil von Nina konnte mich gleich sehr gut in die Geschichte hinein katapultieren. Er ist flüssig, leicht und sehr angenehm zu lesen. Man kann der Geschichte sehr gut folgen.

    Die Autorin konnte mich auch mit einigen unerwarteten Wendungen überraschen. Anfangs dachte ich noch, dass einiges vorhersehbar erscheint, aber dann ergab sich doch bei einigen Geschehnissen eine andere Entwicklung. Der Verlauf hat mir sehr gut gefallen.

    In der Geschichte kommen tiefgründige Themen, aber auch kriminelle Handlungen vor. So wird die Geschichte vielschichtig gestaltet. Aber auch die Kulisse von New York bietet ein reges Treiben und einen guten Hintergrund. So hat man immer wieder einige düstere Gassen, aber auch den Central Park, die reichere Gegend der großen Metropole, vor Augen.

    Neben April, Bean und Eli gesellen sich zudem noch weitere Charaktere hinzu, die den Verlauf der Geschichte vorantreiben. So nehmen Chase und Sam wichtige Rollen mit ein. Auch diese Charaktere konnte die Autorin gut und authentisch beschreiben. Vor allem Chase konnte dabei überraschen, denn hinter seiner Fassade steckt viel mehr. Seine Entwicklung mochte ich sehr.

    Durch die Nebenhandlungen wird jedoch manchmal die Suche nach der leiblichen Familie von April hinten angestellt. Die Nebenhandlungen passen zwar sehr gut ins Geschehen, jedoch hätte ich mir bei der Auflösung noch eine ausführlichere Erklärung über den Hintergrund ihrer Adoption gewünscht und vielleicht auch noch etwas mehr über ihre leiblichen Eltern erfahren.

    Fazit:
    Die Autorin hat eine schöne und stimmungsvolle Geschichte geschaffen, die mit einigen Wendungen überraschen kann und doch nicht so vorhersehbar ist. Es werden tiefgründige Themen behandelt, aber auch Emotionen und die Liebe spielen eine Rolle. Außerdem wird die Geschichte durch authentische Charaktere und den flüssigen Schreibstil lebendig gestaltet. Nur die Suche nach der leiblichen Familie von April kommt manchmal etwas zu kurz und bei der Auflösung hätte ich mir einen kleinen Tick mehr gewünscht.

    Bewertung: 4/5

    Vielen Dank an die Autorin Nina Hirschlehner für das Rezensionsexemplar.

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    Cover des Buches Elian und Lira – Das wilde Herz der See (ISBN: 9783423762205)

    Bewertung zu "Elian und Lira – Das wilde Herz der See" von Alexandra Christo

    Elian und Lira – Das wilde Herz der See
    Apathyvor einem Monat
    Prinz vs. Sirene

    Lange lag das Buch nun auf meinen ungelesenen Stapel. Dabei hatte mir der Klappentext so sehr zugesagt, dennoch kam ich jetzt erst dazu es zu lesen.

    Gleich zu Anfang erfährt man, wer Lira ist. Sie ist eine Sirene, die jedes Jahr zu ihrem Geburtstag das Herz eines Prinzens raubt. Ihre Mutter ist die Meereskönigin, die grausam und emotionslos ist. Lira tut vieles, um es ihrer Mutter recht zu machen bzw. eine angemessene Thronfolgerin zu werden. Dennoch hat sie auch eine mitfühlende Seite, die ihr eines Tages zum Verhängnis wird. Ihre Mutter verbannt sie als Mensch. Dabei trifft sie auf Prinz Elian, der die Prinzenmörderin tot sehen will. Doch Lira verbirgt ihr wahres Ich. Kann sie das Herz von Prinz Elian stehlen oder sich von ihrer Mutter befreien?

    Lira könnte man als skrupellos bezeichnen, da sie ziemlich kaltblütig ist und sogar Gefallen daran findet, den Prinzen das Herz zu stehlen. Dennoch tut sie es auch, um die Anerkennung ihrer Mutter zu bekommen. Aber man bekommt auch ihre andere Seite zu Gesicht, wenn sie mitfühlend mit ihrer Cousine ist. Sie möchte nicht, dass eine nahestehende Person leiden muss. Als sie zum Menschsein verbannt wird, kommt immer mehr ihre gute Seite hervor. Ihre Entwicklung hat mir gut gefallen.

    Ihr Gegenpart Prinz Elian hat mir von Anfang an zugesagt. Er ist kein typischer Prinz, sondern bezeichnet sich selbst als Pirat. Er treibt sich lieber auf den Meer herum, um Sirenen zu vernichten als ein Land zu regieren.

    Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht der beiden Protagonisten erzählt. So bekommt man einen guten Einblick in ihre Gedankenwelt bzw. ihren Zweifeln gegenüber dem Anderen. Die Autorin konnte mir außerdem anschaulich die Meereswelt beschreiben, aber auch das Leben auf dem Schiff und an Land. Es wurden aber auch einige Grausamkeiten detailliert beschrieben, wie die Machenschaften der Meereskönigin oder der Herzensraub der Prinzen von Lira. Durch den flüssigen Schreibstil wird man zudem schön durch die Geschichte gezogen.

    Die Liebesgeschichte zwischen Elian und Lira entwickelt sich langsam, jedoch bleiben hierbei die großen Emotionen aus. Aber der Schlagabtausch und die humorvollen Dialogen zwischen Beiden trieben das Knistern voran.

    Im Vordergrund steht mehr den Meeresfrieden herzustellen und die grausame Meereskönigin zu stürzen. Die Menschen und Meereswesen sollen wieder zusammenleben können, ohne dass sie aneinander fürchten müssen. Dabei wird man durch eine düstere und anfangs herzlose Welt sowie verschiedenartige Kulissen getrieben. Aber auch mit Spannung und Abenteuer geht es ans Ziel voran.

    Auch einige Nebencharaktere, wie die Gefährten von Prinz Elian, kommen in der Geschichte vor und fügen sie mit ins Geschehen ein. Jedoch erfährt man nicht allzu von ihnen. Aber sie treiben die Geschichte gut mit voran.

    Die Auflösung und das Ende fand ich gelungen. Es wirkte stimmig. Hier wird man noch mal in eine andere Kulisse entführt. Die Autorin hat da noch einmal unter Beweis gestellt, dass sie verschiedene Kulissen in einer Geschichte unterbringen und anschaulich darstellen kann. Der Weltenentwurf hat mir insgesamt sehr gut gefallen und wirkte gut durchdacht.

    Fazit:
    Eine schöne Fantasy-Geschichte, die auf dem Meer spielt, aber auch an Land eine gute Rolle einnimmt. Die Liebesgeschichte steht hier nicht im Vordergrund, sondern entfaltet sich erst zu einem späteren Zeitpunkt. Die Handlung besticht durch Anschaulichkeit und guten Charakteren, die das Geschehen immer wieder vorantreiben.

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    Cover des Buches Ich, Eleanor Oliphant (ISBN: 9783431039788)

    Bewertung zu "Ich, Eleanor Oliphant" von Gail Honeyman

    Ich, Eleanor Oliphant
    Apathyvor 2 Monaten
    Leider mehr langweilig als tiefgründig

    Ich hatte hier eine liebevolle ausgearbeitete und emotionale Geschichte erwartet. Aber leider sollte ich das nicht bekommen.

    Am Anfang dachte ich noch: Oh ja, die Protagonistin gefällt mir und ich kann mich mit ihr identifizieren. Aber das flaute ganz schnell ab. Die Protagonistin Eleanor wird mir sogar mehr und mehr unsympathisch. Ich konnte es verstehen, wenn man alleine ist und keinen Partner hat, etwas festgefahren ist. In gewissen Punkten konnte ich mich da wiederfinden. Jedoch hat Eleanor an jedem etwas auszusetzen und ist teilweise unhöflich, fast schon weltfremd, obwohl sie sich gut auszudrücken weiß.

    Eleanor hat eine immer wiederkehrende Routine, den gleichen täglichen Ablauf, geht arbeiten, einkaufen, trinkt Wodka am Wochenende etc. Jedoch ändert sich das als sie sich in den Musiker verguckt. Langsam kommt sie aus ihrem Schneckenhaus heraus und macht etwas aus sich, was aber eher nur auf oberflächliche Dinge bezogen ist. Zudem gibt es auf Arbeit einen neuen Kollegen in der IT-Abteilung. Es entwickelt eine Freundschaft, die anfangs von Eleanor eher widerwillig ist, aber nach und nach findet sie sogar Gefallen an gesellschaftlichen Dingen.

    Man merkt, dass in Eleanors Vergangenheit etwas vorgefallen sein muss, wo von sie auch eine Narbe im Gesicht trägt. Die routinemäßigen Telefonate mit ihrer Mutter deuten außerdem darauf hin. Die Mutter ist schon bei diesen Telefonaten nicht sehr sympathisch.

    Einziger Lichtblick ist Raymond, der neue Arbeitskollege, der sehr geduldig mit ihr ist und immer wieder versucht, sie aus der Einsamkeit hervorzulocken. Auch als Eleanor schlechte Tage hat, ist er an ihrer Seite.

    Es gibt in diesem Buch nach den guten Tagen noch schlechte und bessere Tage. Die Autorin musste hier einen Umschwung schaffen, ansonsten wäre die Geschichte in sich noch langweiliger geworden. Außerdem musste die Geschichte irgendwie aufgelöst werden und man musste erfahren, was Eleanor in der Vergangengeit passiert ist. Trotzdem blieb die große Dramatik an Emotionen für mich aus. Es ist eher eine oberflächliche Darstellung.

    Der Schreibstil der Autorin ist zwar gut, aber tröstet nicht über die größtenteils zähe Handlung hinweg.

    Leider konnte mich die Autorin mit dieser Geschichte nicht wirklich überzeugen. Ich habe mich durch das Buch gequält, um zu erfahren, was in der Vergangenheit passiert ist. Die Geschichte artete in eine gähnende Langeweile aus. Manche Sätze habe ich sogar teilweise überflogen. Ab einem bestimmten Zeitpunkt habe ich vermutet, was hinter den Telefonaten mit ihrer Mutter steckt.

    Zudem konnte mir die Autorin nicht richtig vermitteln, was sie mit dieser Geschichte ausdrücken möchte. Man kann sich aus der Einsamkeit lösen, wenn man es nur will und dann geht es nur mit oberflächlichen Dingen (mit Schminken, neue Frisur, ...); man braucht soziale Kontakte, um zu leben oder aber ging es auch um eine Aufarbeitung der Kindheit und um ein traumatisches Erlebnis. Vielleicht war es dann einfach zu viel, was die Autorin aussagen wollte und somit ging die Geschichte nicht in die gewünschte emotionale Tiefe.

    Fazit:
    Es hätte eine dramatische und emotionsvolle Geschichte werden können, aber leider wurde ich mit viel Langeweile gequält, um wirklich erst am Ende zu erfahren, was mit Eleanor passiert ist. Nur Raymond bringt etwas Liebevolles in die Geschichte hinein.

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    Cover des Buches Ashes and Souls - Flügel aus Feuer und Finsternis (ISBN: 9783743202528)

    Bewertung zu "Ashes and Souls - Flügel aus Feuer und Finsternis" von Ava Reed

    Ashes and Souls - Flügel aus Feuer und Finsternis
    Apathyvor 2 Monaten
    Guter Abschluss...einiges vorhersehbar, aber Ende überraschend

    Achtung...evtl. Spoiler, da Band 2 einer Dilogie!

    Band 1 konnte mich leider nicht ganz überzeugen. Die Idee hinter der Geschichte fand ich gelungen. Trotzdem war ich neugierig, wie die Geschichte weitergeht und ob sie sich steigern konnte.

    Die Geschichte knüpft direkt an die Geschehnisse von Band 1 an. Mila und Reia sind gefangen. Derweil begeben sich Asher und Ceto auf die Suche nach ihnen. Dabei suchen sie auch einen alten Bekannten auf, der ihnen behilflich sein soll. Können sie mit ihm die Beiden befreien? Aber auch Milas Gabe scheint sich mehr zu entfalten. Können sie herausfinden, was sich hinter ihrer Gabe verbirgt?

    Nach dem ich mich bereits in Band 1 mit den Schreibstil vertraut machen konnte, lies sich die Geschichte flüssiger lesen. Die Erzählperspektive zwischen den Protagonisten wechselt auch diesmal wieder. Es kommt zudem ein weiterer Charakter zu Wort, was mir gut gefallen hat. Der Schreibstil der Autorin war wieder bildlich. Jedoch spielt die Geschichte kaum noch in Prag, sondern in den verschiedenen Sphären. Trotzdem konnte ich mir diese auch gut vorstellen.

    Der neue Charakter Elarian konnte mich überzeugen. Er gibt der Geschichte noch mal eine neue Dynamik, was mir sehr gut gefallen hat. Die Wortgefechte zwischen ihm und den anderen fand ich amüsant. Ansonsten sind die Charaktere ziemlich gleich geblieben. Viel neues erfährt man von ihnen nicht. Außer bei Mila ergeben sich einige neue Erkenntnisse, die erst zum Ende aufgedeckt werden, was natürlich widerum gut für den Nervenkitzel ist.
    Es gibt immer wieder einige Spannungsmomemte und einige Kämpfe. Dennoch erschien einiges vorhersehbar, sodass die Spannung nicht immer aufrecht erhalten werden konnte. Das Ende hat es aber dann noch einmal in sich, was ich so nicht erwartet hätte. Ich konnte mich mit diesem Ende sehr gut anfreunden, weil es nicht so ganz typisch, aber dennoch stimmig, war.

    Die Liebesgeschichte konnte mich wieder nicht auf der Gefühlsebene erreichen. Aber es standen auch mehr die Kämpfe und die Suche nach Milas Gabe im Vordergrund. Für mich war die Romanze zwischen Asher und Mila eher ein nettes Beiwerk.

    Auch die zwei übernatürlichen Wesen von Asher, Mim und Pan, spielen wieder eine Rolle. Sie geben der Geschichte eine Portion Peep. Aber man macht sich auch Sorgen um sie, wenn sie zwischen die Fronten geraten.

    Die Grundidee der Geschichte hat mir wieder sehr gefallen. Es geht auch etwas mehr in die Sphären, auf die dunkle Seite, die neue Erkenntnisse bringen. Es ist eben nicht immer alles böse, was auf den ersten Blick so erscheint. Aber auch nicht alles Gute immer gut.

    In der Umsetzung konnte sich die Geschichte zwar etwas steigern, dennoch war es mir einigen Stellen zu wenig und die Charaktere blieben weiterhin eher blass.

    Fazit:
    Der Abschlussband der Dilogie hat mir von der Umsetzung her gut gefallen, dennoch fand ich einiges vorhersehbar. Zudem bringt einer neuer Charaktere eine gute Dynamik in die Geschichte. Aber ansonsten blieben die meisten Charaktere nahezu gleich. An einigen Stellen ging etwas Spannung verloren. Das Ende konnte mich aber überraschen. Es war nicht so typisch, was man eigentlich erwartet hätte, aber damit konnte ich gut leben.
    Insgesamt eine gute Fantasy-Reihe, die sich um das Gleichgewicht der Welt dreht - mit hell und dunkel, gut und böse und unterschiedlichen Sphären - und damit eine schöne Grundidee schafft.

    Bewertung: 3,5 / 5

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