Archer

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    Cover des Buches Mein erster Europa-Atlas9783473329816

    Bewertung zu "Mein erster Europa-Atlas" von Andrea Erne

    Mein erster Europa-Atlas
    Archervor einem Tag
    Kurzmeinung: Schöne Bilder, viel zu entdecken, aber manchmal kommen Fragen auf.
    Europa für Kinder

    Das Buch gehört zur Reihe Wieso-Weshalb-Warum, einer Sachbuchreihe für Kinder. Hier geht es also um Europa. Auf sechzehn dicken, stabilen und sehr bunten Seiten, die nicht so schnell kaputtgehen können, werden die Länder Europas vorgestellt. Zuerst wird auch sehr kindgerecht etwas über den gesamten Kontinent Europa und und die Europäische Union erklärt. 

    Danach geht es mit den einzelnen Ländern weiter, angefangen von Deutschland, weiter über die deutschsprachigen Länder, und weiter erst durch Südeuropa, dann den Norden, zum Schluss ist der Osten dran. 

    Wirklich gut gefallen hat mir dabei, dass fast jedes Land eine eigene Zeichnung bekommen hat, innerhalb derer auf schön illustrierte Art Besonderheiten der jeweiligen Länder dargestellt wurden. Manchmal gab es auch kurze Texte in der Landessprache, meistens die Übersetzung zu Guten Tag oder Hallo. Und richtig mega sind die aufklappbaren Kästchen, hinter denen man wiederum ländertypische Sachen entdecken kann. 

    Ein bisschen damit gehadert habe ich, dass bei der Beschreibung zu Deutschland stand, es sei das Land mit der zweitmeisten Bevölkerung, ohne zu erklären, wer die meisten hat. Das ist doch dann das Erste, was ein Kind fragt und dann fände ich spannend zu sehen, welche Eltern auf Anhieb diese Frage beantworten könnte. Was mir auch nicht immer gefiel, waren die Aufteilungen. So bekamen zum Beispiel Rumänien oder die Slowakei weitaus mehr Platz eingeräumt als Russland, das man fast nur aus Zufall hinten auf der letzten Seite entdeckt, wenn man sich durch die Werbung gekämpft hatte. Bei den Skandinaviern wäre es mir auch wichtig gewesen, genau zu beschreiben, wer in welcher Reihenfolge etwas sagt. Von den Flaggen her spricht zuerst die Schwedin, dann der Norweger etc, beschrieben wird aber, dass die Sprachen Norwegisch, Schwedisch etc. ähnlich klingen. Da müssen die Eltern aufpassen, dass sich Kinder nicht die falschen Flaggen für die Länder merken. Auch waren die deutschen Entsprechungen für die bulgarischen und ukrainischen Wörter nicht optimal gewählt. 

    Alles in allem ist das Buch jedoch ein schöner Einstieg für Kinder in die Geografie Europas und macht auch Erwachsenen Spaß beim Durchblättern. 

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    Cover des Buches Die Spiegelreisende9783458178583

    Bewertung zu "Die Spiegelreisende" von Christelle Dabos

    Die Spiegelreisende
    Archervor 2 Tagen
    Kurzmeinung: Schöner Schreibstil, aber noch zäher als die Vorgänger, durchzogen von unterschwelliger Grausamkeit und einem unbefriedigenden Ende.
    Wer ist ich?

    Die Archen brechen auseinander. Egal ob am Pol, in Babel oder Anima, überall brechen mehr und mehr Teile weg und reißen die Bewohner in eine entsetzliche Leere, aus der es kein Entkommen gibt. Während Thorn als Abgesandter von LUX Zutritt zum Beobachtungsinstitut erhält, muss Ophelia erst flüchten und dann ihre Gebrechen ins Spiel bringen. Denn dort, so vermuten sie, ist Anfang und Ende dessen, was sie suchen. Doch sie sind von lauter Gefahren umgeben und Verrat lauert überall. 

    Mal vorneweg: "atemberaubend", wie angepriesen, ist das Buch beim besten Willen nicht. Dafür ergeht sich Frau Dabos wieder vom Hundertsten ins Tausendste, zwar in einem wunderbaren Schreibstil, aber handlungstechnisch manchmal zäh wie ein Kaugummi, der an der Schuhsohle klebt. Was mich auch wahnsinnig gestört hat, ist die unterschwellige Grausamkeit und Brutalität, mit der dieser Abschlussband durchzogen ist. Die Spiegelreisende war noch nie ein Märchen und gerade Ophelia hat immer viel einstecken müssen, aber was dieses Mal gekillt, verstümmelt und gequält wurde, war mehr, als ich unbedingt hätte haben wollen. Und das Ende - was bitte soll das für ein Ende sein? Der Anfang einer weiteren Tetralogie? Ich empfinde es als Schlag ins Gesicht und bin enttäuscht. Das ist übrigens das Problem mit der ganzen Reihe - es gibt immer wieder diesen extrem super Schreibstil, aber obwohl die Bücher alle ganz schöne Wälzer sind, können sie trotz guter, origineller Ideen am Ende nicht halten, was versprochen wurde (zum Beispiel, kann sich neben Panem und Potter einreihen - Nein, kann es nicht). Zwischendurch habe ich auch mal überlegt, ob manche Kapitel unter Einfluss bewusstseinserweiterter Pilze geschrieben wurden, so abgedreht kam es manchmal an. Alles in allem war dieser Abschluss recht schwach und hat mir allgemein den Spaß an der Reihe ein wenig verdorben. 

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    Cover des Buches Der Würfelmörder9783548062259

    Bewertung zu "Der Würfelmörder" von Stefan Ahnhem

    Der Würfelmörder
    Archervor 4 Tagen
    Kurzmeinung: Ein Buch wird doch durch ein anderes Cover und einen anderen Titel nicht besser.
    Würfelspiel

    Ein kleiner syrischer Junge wird brutal ermordet, in einem Asylheim wird Feuer gelegt. Gleichzeitig sterben erst eine schwedische Geschäftsfrau, dann bringt jemand unvermittelt einen Fleischer um. Zusätzlich ermittelt Fabian Risk in einem cold case, und es steht zu befürchten, dass einer aus dem Team mörderische Ambitionen hat. Als wäre das alles nicht genug, will sich Tuvesson einem Alkoholentzug unterziehen und Risk ist eigentlich noch im Urlaub. Personalmangel ist das Stichwort, weil auch gerade in ganz Restschweden so viele Verbrechen passieren, dass niemand Leute entbehren kann.

    Nun ja. Ich fange mal mit dem Positiven an. Der Schreibstil. Flüssig, oft spannend, routiniert. Wobei mir aufgefallen ist, dass sich vieles wiederholt, wortmäßig, kann natürlich auch an der Übersetzung liegen. Gut finde ich auch die relativ klare Positionierung gegen Nazis und rechtes Gesindel. Aber der Rest ... sollte eigentlich Schweigen sein, aber ich bin nicht Shakespeare, also gehe ich näher drauf ein. Ahnhem präsentiert uns hier mal eben drei Fälle statt einem und lässt und einfach mal ungelöst hier stehen. Am Ende haben sie zwar mehrere Leute festgenommen, aber überzeugen tut mich davon keiner, zumal auch nicht irgendwie bewiesen wurde, dass einer der Festgenommenen zweifelsfrei verantwortlich ist. Ganz zu schweigen von dem cold case, der gewissermaßen schon im letzten Buch angeschnitten wurde. Hinzu kommt, dass einfach viel zu viel in die Privatprobleme der Ermittler gesteckt wurde - bei keinem von denen gibt's auch nur annähernd Normalität. Nicht nachvollziehbar fand ich auch das Verhalten von Lilja, die sich lieber von Nazis terrorisieren lässt bis hin zu sexueller Misshandlung, anstatt die anzuzeigen, weil "man ihnen nicht zeigen darf, dass man sie fürchtet". What?! Ja, dann. Also, Mädels, wenn ihr missbraucht oder gemobbt werdet, zeigt eure Peiniger ja nicht an. Wir wollen ja nicht, dass sie merken, dass ihr Angst hattet, oder?
    Was für ein Bulls...
    Enttäuschende Fortsetzung der Reihe. Im Übrigen sollte er lieber eine eigene Reihe um Dunja schreiben anstatt hier ab und zu Schnipsel zu streuen, die überhaupt nichts zur Handlung beitragen.

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    Cover des Buches Das Buch der gelöschten Wörter - Zwischen den Seiten9783404180073

    Bewertung zu "Das Buch der gelöschten Wörter - Zwischen den Seiten" von Mary E. Garner

    Das Buch der gelöschten Wörter - Zwischen den Seiten
    Archervor 4 Tagen
    Kurzmeinung: Die Protagonistin stolpert und holpert von einer Erkenntnis zur nächsten, der mürrische Held ist mürrisch. Keine Entwicklung, nirgends.
    Wie Zuckerwatte

    Hope Turner ist in der Buchwelt angekommen, nur mit Rufus Walker gibt es noch immer Probleme. Als sie ihn verdächtigt, ihre Mutter in der Echtwelt zu vergiften, reagiert er beleidigt und sie muss sich von jemand anders einlesen lassen. Aus Versehen stolpert Hope dann über den wahren Täter und auch einige Intrigen, die von dem Antagonisten Quan Surt ausgeheckt werden. 

    So inhaltsleer wie meine Beschreibung entpuppte sich leider auch der zweite Band der Trilogie, in die ich ursprünglich so viel Hoffnung gesetzt hatte. Wahrscheinlich jedoch gibt die Handlung einfach nicht genügend für drei Bücher her, also muss aufgebläht werden, als würde man eine Zuckerwatte herstellen. Hope, die ich mir ursprünglich als gestandene Frau von Anfang vierzig hatte vorstellen wollen, benimmt sich, als hätte sie die Pubertät gerade erst hinter sich. Ihre Handlungen und Reaktionen sind meistenteils fragwürdig, bestenfalls kindisch. Damit ist sie allerdings bei Rufus in guten Händen, denn der mürrische Mann ist mürrisch. Und beleidigt. Mehr Charakterzüge habe ich bei ihm nicht entdecken können. Anstatt sich dauernd bei ihm zu entschuldigen (völlig ohne Grund, denn es gab genügend Beweise gegen ihn), hätte sie ihn zum Teufel jagen und den anderen Leser nehmen sollen, der ihr zugeteilt wurde. Aber das geht natürlich nicht, denn Oliver ist nett, höflich, beherrscht Kampfsport, behandelt Hope anständig, ist aber übergewichtig. So was wollen wir natürlich nicht. Könnte vielleicht das Signal senden, dass gutes/muskulöses Aussehen nicht alles ist. Schlimmer noch ist jedoch, dass es hier keinen Plan für ein Vorgehen gibt, das rational denkenden Menschen einleuchtet. Wie aufgeschreckte Hühner rennen alle ohne Sinn und Verstand durch die Gegend, keiner stellt die richtigen Fragen oder lässt die richtigen Leute ermitteln. Alles, was passiert, passiert durch Zufall oder Hopes Dum... also gut, nennen wir es Tollpatschigkeit. Diese Geschichte hätte als Einzelband oder maximal Dilogie bestimmt sehr viel besser funktioniert. Auch hätte man bedeutend mehr logische Handlungen reinbringen müssen, dann gäbe es die Chance, dass aus dem Buch ein großer Wurf geworden wäre. So jedoch hat man nach dem Lesen das Gefühl, dass hier eine mega Idee mega gegen die Wand gefahren wurde. 

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    Cover des Buches Hex Files - Hexen gibt es dochB084CYJLK9

    Bewertung zu "Hex Files - Hexen gibt es doch" von Helen Harper

    Hex Files - Hexen gibt es doch
    Archervor 5 Tagen
    Kurzmeinung: Endlich mal eine Protagonistin, die nicht in Ohnmacht fällt, nur weil der Held muskelbepackt und blauäugig ist. Ohne Epilog wäre es besser.
    Wildes Winterwetter in Oxford

    Yvi Wilde ist eine Hexe, wie sie im Buche steht. Sie ist wunderschön, fit, begabt ... oh, Moment. Das war die falsche Hexe, ihre Nachbarin. Dummerweise ist die gerade auf Dienstreise und Yvi versorgt ihre Katze, als es klingelt. Sie öffnet, zwei Typen stehen vor ihr, vom Hexenorden. Ohne ihr Zeit zu lassen, sich zu erklären, binden sie Yvi für drei Monate durch einen Bann an Raphael Winter, einen hochangesehenes, aber mürrisches Ordensmitglied. Plötzlich findet sich Yvi, deren Hobbys maximal Couch- und Kühlschranksurfing sind, in einer hochbrisanten Ermittlung in einem Orden wieder, aus dem sie vor acht Jahren herausgeworfen wurde - und sie gerät in hochgefährliche Situationen. 

    Mir gefiel sehr gut, dass wir es hier mal nicht mit einer Protagonistin zu tun haben, die beim Anblick ihres neuen Chefs in Ohnmacht fällt und ihr Höschen verliert, nur weil der muskelbepackt und blauäugig ist, obwohl sie seine körperlichen Attribute durchaus genießen kann. Sie ist faul, allerdings nicht maulfaul, verabscheut Sport und geht gerne Abkürzungen. Auch dient sie zum Glück nicht nur als Stichwortgeber Winters, sondern darf durchaus selbst clevere Einfälle haben, auch wenn diese gern auf humorvolle Weise verpackt werden. Wie sie mit ihrem Kater bzw. der mit ihr agiert, ist zum Brüllen. Der Fall selbst, in dem die beiden ermitteln müssen, ist nicht wirklich kompliziert, aber darum geht es wohl auch nicht. Und ich finde, den Epilog hätte man sich ersparen können, der war dann doch wieder zu sehr auf die altbekannte Klischeeschiene gezogen. Trotzdem war das hier mal ein erfrischendes New-Adult-Fantasyabenteuer, und ich werde im September die Fälle von Yvi und Winter weiterverfolgen. 

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    Cover des Buches Menschen brauchen Monster9783492058445

    Bewertung zu "Menschen brauchen Monster" von Hubert Filser

    Menschen brauchen Monster
    Archervor 6 Tagen
    Kurzmeinung: Ich hatte mir mehr Input erwartet oder etwas mehr Eingehen auf Monster, vor allem auf solche, die nicht so bekannt sind.
    Das Monsterbuch der Monster

    Was haben das Monster von Frankenstein, Vampire, Sirenen, Werwölfe oder Zyklopen gemeinsam? Sie wurden alle irgendwann einmal von Menschen erdacht. Aber warum? Einfach nur um des wohligen Schaudern willens? Oder steckt da mehr dahinter? Zeigen sie unsere Urängste? 

    Hubert Filser versucht, den Monstern auf den Grund zu gehen. Dazu begibt er sich auf eine Zeitreise, die bereits in der Frühzeit der Menschheit beginnt, und zwar zu dem Zeitpunkt, als dieser anfing, seine Welt und Umwelt zu begreifen, sie verstehen zu wollen und sich künstlerisch darzustellen. Schon bei den ersten Höhlenmalereien kann man Wesen sehen, die so nicht existiert haben oder haben können und im Laufe der Zeit verändern die Monster immer wieder ihr Gesicht und bekommen ausgerechnet in den Ären, wenn ohnehin durch Krieg oder Pandemien Angst herrscht, absolute Aufmerksamkeit. 

    Was mir ein bisschen gefehlt hat, war das intensivere Analysieren einzelner Monster, wobei es gern auch mal um welche hätte gehen dürfen, die nicht jeder aus sämtlichen Medien kennt. Vielleicht hatte ich auch einfach andere Vorstellungen von dem Buch, doch mir kam es so vor, als würde es - nur auf die unterschiedlichen Jahrhunderte bezogen - als Fazit zu viele Wiederholungen geben. Auch finde ich das Kapitel über Serienmörder völlig überflüssig, denn Monster wurden schließlich von Menschen erdacht, was man von Serienmördern nicht sagen kann. So war das Buch  zwar schon interessant, hätte aber meiner Meinung nach durchaus kürzer sein dürfen und kompakter. 

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    Cover des Buches 42 Grad9783499000461

    Bewertung zu "42 Grad" von Wolf Harlander

    42 Grad
    Archervor 7 Tagen
    Kurzmeinung: Gutes und wichtiges Thema, aber die distanzierte und No-Show-but-tell-Schreibweise und die Auflösung haben vieles kaputtgemacht.
    Hitzewelle

    Es ist ein Rekordsommer in Europa. Seit März hat es nicht mehr geregnet und ein Tag ist sonniger und schöner als der nächste. Doch jetzt fangen die ersten Probleme an - in den Wasserwerken kommt es immer wieder zu Unregelmäßigkeiten, sodass fließend Wasser in den Haushalten nicht mehr gesichert werden kann. Der Schweizer Experte Noah ist ratlos, woran das liegt. Zur selben Zeit stellen eine junge schwedische IT-Expertin und ein Hydrologiestudent fest, dass das Wasser verschwindet - und auch warum. Doch niemand hört auf sie, bis es zu spät ist und plötzlich wird aus dem Supersommer in Deutschland ein Horrorsommer ohne Wasser und immer wieder aufflammenden Waldbränden, die bald nicht mehr gelöscht werden können. 

    Das Szenario selbst finde ich mega gut entworfen. Um Klimaschutz kümmert sich eh keine Regierung, da die damit beschäftigt ist, irgendwelchen großen Firmen da reinzukriechen, wo kein Licht hinscheint. Es ist also durchaus denkbar, dass so was in gar nicht allzu weit entfernter Zukunft passiert. Was mir den Spaß an der Sache ein wenig verdorben hat, war einerseits Harlanders Schreibweise. Sein Stil ist äußerst distanziert und gut geeignet für ein Drehbuch (und bestimmt wird das hier verfilmt), aber es kommen keine Gefühle rüber. Ab und zu fällt ihm mal ein, dass er ja Menschen hier beschreibt, dann muss denen mal einfallen, dass sie jemanden anders mögen, aber meistens agieren hier alle ziemlich hölzern und auch die Dialoge sind selten lebendig. Und dann noch was: Die bösen Russen. Echt jetzt? Und der böse Ostblock? Vermisst hier einer den guten alten, kalten Krieg und verlegt ihn daher in ein heißes Szenario? Schwach. Ehrlich. Ganz schwach. Das hat mir einen großen Teil des Buches verdorben.

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    Cover des Buches Inspector Swanson und das Schwarze Museum9783940855695

    Bewertung zu "Inspector Swanson und das Schwarze Museum" von Robert C. Marley

    Inspector Swanson und das Schwarze Museum
    Archervor 13 Tagen
    Kurzmeinung: Wie üblich ein gut recherchierter, interessanter Fall mit vielen Anspielungen und ein bisschen Name Dropping.
    16.50 Uhr ab Paddington

    Endlich Urlaub! Inspector Swanson freut sich darauf, mit seiner Familie nach Schottland zu fahren, wo sie bei seiner Tante unterkommen und die gemeinsame Zeit genießen werden. Doch seine Träume zerplatzen, als in dem Zug, den sie genommen haben, eine Leiche gefunden wird. Eigentlich könnte er den Fall den Behörden in York überlassen, wo der Zug zum Stehen gekommen war, doch eine Kleinigkeit lässt ihn stutzen. Der Tote trägt einen verschlüsselten Brief bei sich, den nur ein Freimaurer entschlüsseln kann. Muss er also dieses mal wirklich den Täter unter seinen "Brüdern" suchen? Als wäre das nicht genug, wird er von einem aufdringlichen Vertreter der Presse belästigt und schließlich landet Swanson selbst hinter Gittern ... 

    Marley spielt gern mit Gegebenheiten und Namen. So startet der Zug, den Swanson nimmt, um 16.50 Uhr ab Paddington, eine Zeugin des Mordes heißt Grimes, es wird ein Krimineller namens Robert Marley erwähnt, der verlogene, "bild"hafte Journalist heißt Knight (im Englischen auch die Bezeichnung im Schach für das Pferd bzw. den Springer ;), ein verwirrter Mann namens Abraham Stoker treibt sich des Nachts auf einem Friedhof herum, wo er interessante Beobachtungen anstellen kann. Und natürlich darf Conan Doyle nicht fehlen. Es wie wie üblich kurzweilig und unterhaltsam, bis auf die Tatsache, dass Swanson etwas übersah, was mir sofort ins Auge sprang und ich ihn schütteln wollte. Hallo, dein Freund Arthur hat's dir doch gesagt! Alles in allem jedoch wieder ein spannender Fall, der zu fesseln wusste. 

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    Cover des Buches Der Schein9783401604138

    Bewertung zu "Der Schein" von Ella Blix

    Der Schein
    Archervor 14 Tagen
    Kurzmeinung: Auch dieses Buch des Autorenduos konnte mich mitnehmen, fesseln, spekulieren und fiebern lassen.
    Das Geisterschiff am Nordstrand

    Alina hat es nicht leicht. Vor zehn Jahren, kurz vor ihrem siebten Geburtstag, verschwand ihre Mutter, und jetzt geht ihr Vater als medizinischer Experte (Darm mit Charme) in die USA, während er sie in ein Internat an der Ostsee abschiebt. Auf einer hinterletzten Insel im hinterletzten Zipfel der Welt. Nicht mal vernünftig Internet gibt's da und von ihrem Freund soll Alina auch noch ein halbes Jahr getrennt sein. Kein Wunder, dass sie nicht gerade begeistert auf das alte Schlossinternat Hoge Zand und deren Bewohner reagiert. Im Moment sind eh nur die Lonelies anwesend - die Schüler, die aus irgendwelchen Gründen auch am Wochenende oder in den Ferien anwesend sind. Und jetzt gehört Alina zu ihnen, ob sie will oder nicht. Tatsächlich will sie nach einer Weile sehr gern, denn abgesehen davon, dass sie eine coole Truppe sind, will sie mit ihnen das Geheimnis des Geisterschiffs, der mordswilden Kühe im Naturreservat und der seltsamen Wildcamperin Tinka lösen. Auf dem Weg dahin könnte es passieren, dass einige Schubladen in ihrem Denken auseinanderfallen ...

    Das war wieder ein grandioses Jugendabenteuer. Um ehrlich zu sein ging mir Alina die erste Zeit ganz schön auf die Nerven. Die Großstadtpflanze fand alles zum Meckern, was mich Waidler manchmal ganz schön auf die Großstadtpalme (oder so) brachte. Aber die Geschichte entwickelt mit ihren Geheimnissen, den mega ausgearbeiteten Nebencharakteren und dem üblichen Internatsleben mitsamt "Drogenküche" einen Sog, der mich nicht mehr losließ. Man konnte während des Lesens herrlich spekulieren, wie was mit wem und warum zusammenhing und obwohl ich ziemlich viel selbst herausgeknobelt hatte, hielt das Ende noch genügend Überraschungen für mich bereit. Um ein bisschen auf hohem Niveau zu meckern: Alinas Rumgeheule in Bezug auf ihren Freund fand ich teilweise anstrengend. Aber aus jeder dieser Phasen retteten mich zum Glück die Mitglieder der Lonelies und Cara, das pinke Supergirl. Tolle Unterhaltung, 4,5/5 Punkten. 

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    Cover des Buches Inspector Swanson und die Frau mit dem zweiten Gesicht9783940855787

    Bewertung zu "Inspector Swanson und die Frau mit dem zweiten Gesicht" von Robert C. Marley

    Inspector Swanson und die Frau mit dem zweiten Gesicht
    Archervor 18 Tagen
    Kurzmeinung: Wieder ein schönes Eintauchen in die Welt des Inspector Swanson, interessanter Fall, dessen Auflösung mich nicht gänzlich überzeugte.
    Die Gespenster vom Berkeley Square

    Der junge Billy Bob Badger ist der einzige Zeuge, wie sein Freund Meg nach einem erfolgreichen Coup stirbt. Die Polizei steht vor einem Rätsel -- wie starb der Straßenjunge, der plötzlich viel Blut verlor und zusammenbrach? Eine Spur führt in den Berkeley Square, ein verfluchtes Haus, in dem seit kurzer Zeit das angesagteste Medium von ganz London lebt. Louisa Balshaw hört die Stimmen der Geister, die ihr die Zukunft eines jeden, der sie aufsucht, offenbaren. Doch was sollte sie oder ihr Haushalt mit dem Tod des Straßenjungen zu tun haben? Nicht nur Swanson stellt sich diese Fragen, auch Badger wird nicht ruhen, bis er den Tod seines Freundes aufgeklärt hat. Und wie üblich sind Oscar Wilde und Frederick Greenland nicht weit entfernt, wenn Swanson ermittelt ... 

    Ich mag diese Reihe sehr gern. Marley schafft es immer wieder, mich in die victorianische Zeit mitzunehmen. Gerade am Ende des 19. Jahrhunderts, als die Hellseher und spirituelle Sitzungen beinahe hysterische Begeisterung auslösten, ist interessant, um einen Fall zu verpacken. Doch ich fand, dass sich das Motiv - wenn auch nicht die genauen Hintergründe - recht schnell logisch erschlossen und mit der Auflösung war ich dann nicht ganz glücklich, die ging mir ein bisschen zu schnell und poirotlastig vonstatten. Trotzdem mag ich die meisten auftretenden Personen und kann die Reihe für Liebhaber historischer Krimis jederzeit empfehlen. 

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