Aurora13

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    Cover des Buches Wütender Sturm9783551583819

    Bewertung zu "Wütender Sturm" von Victoria Aveyard

    Wütender Sturm
    Aurora13vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Realistisches Ende, aber das Buch leidet unter denselben Mängeln wie der dritte Teil.
    Abschluss der Geschichte von Mare

    Lies die vollständige Rezension auf meinem Blog Papiermosaik.   


    Ich hatte wirklich überlegt, ob ich den vierten Teil der Reihe überhaupt lesen will, nachdem ich den dritten Teil als sehr schwach empfunden habe.  Schließlich wollte ich dann doch wissen, wie es ausgeht. Bereut habe ich es nicht mich durch den 800-seitigen Wälzer zu quälen, aber als besonders spannend habe ich es auch nicht empfunden.

    Im Grunde genommen litt dieses Buch an denselben Fehlern wie "Goldener Käfig". Zu viele Füllkapitel, zu viele verworrene Nebenhandlungsstränge und eine abwechselnd stockende und zu schnell voranschreitende Handlung, dazu ein farbloser, uninspirierender Schreibstil. Ich bin froh, dass ich eine Meisterin im Speedreading bin, wenn es drauf ankommt, denn so konnte ich die Füllkapitel nur überfliegen.

    Die Autorin hat versucht, ähnlich wie bei Game of Thrones, durch multiple Perspektiven einen Überblick über die politische Lage im Land zu geben.  Leider ist es ihr nicht gelungen dieselbe Spannung aufkommen zu lassen. Mare steht nicht mehr im Mittelpunkt der Handlung, stattdessen ist die Hälfte des Buches aus der Perspektive von Iris und Evangelina geschrieben, was die Handlung vor allem in der ersten Hälfte des Buches extrem stagnieren ließ. Ich fand das nicht einmal eine schlechte Idee, gerade Iris fand ich einen ziemlich gut gelungenen Charakter, aber es ist einfach nichts passiert, dass als Leser mein Interesse wecken konnte.

    Da der Fokus auf den politischen Ereignissen lag, kamen andere Aspekte der Reihe ziemlich kurz.  Mare hat mir als Charakter besser gefallen als im letzten Teil, doch auf ihre vorhandenen oder eher nicht vorhandenen Gefühle für Cal oder Maven wurde kaum noch eingegangen. Vermutlich sollte die Aussage des Buches sein, dass es im Krieg wichtigere Dinge gibt als Liebe, aber da die Reihe als eine Art Liebesgeschichte begonnen wurde, hat mich diese Entwicklung dann irgendwie doch enttäuscht.

    Genauso verhielt es sich mit den Nebencharakteren der vorherigen Bücher.  Von Cameron, deren Perspektive ich im dritten Teil so mochte, hat man weder etwas gesehen noch gehört, es schien als würde dieser Charakter gar nicht mehr existieren. Was meine Vermutung, dass ihre Perspektive nur ein Plot Device war, um die Sicht der Rebellen zu schildern, bestätigt. Ähnlich ergeht es Farley, Kilorn, Jon, Mares Familie und den unzähligen blass gezeichneten Neublüter-Charakteren.

    Gut gefallen hat mir die realistische, düstere und mehr dystopische Atmosphäre dieses Buches.  Es herrscht Krieg, jede Fraktion denkt an ihr eigenes Wohl und Verrat ist an der Tagesordnung. Da muss ich der Autorin echt gratulieren, sie hat vom ersten Buch der Reihe an einen ziemlichen Fortschritt in dieser Darstellung gemacht. Auch die starken Frauencharaktere - Iris, Evangelina und endlich auch Mare - in diesem Buch haben mir gefallen.

    Das Ende (Achtung: Spoiler !!) fand ich eher antiklimaktisch.  Mavens Gefangennahme durch Iris' Verrat war gut gemacht, aber danach passierte genau dasselbe wie nach Mares Gefangennahme in "Goldener Käfig": Die beiden ignorieren sich mehr oder minder. Es gab leider keine wirkliche Auflösung zwischen ihnen. Am Ende wurde Maven einfach wie ein reiner Antagonist dargestellt, als er Mare töten wollte. Was sehr enttäuschend war, nachdem er sich zu einem so komplexen Charakter entwickelt hat. Dass er danach sterben muss (durch Mares Hand) war klar, und auch irgendwie enttäuschend. Ich hatte mir eine bessere Auflösung erhofft. Das Ende zwischen Cal und Mare fand ich dagegen passend. In ihrer gesamten Beziehung seit dem ersten Teil haben sie ihre politischen Ziele über den anderen gestellt, also war es nicht verwunderlich, dass Mare sich am Ende von ihm verabschiedet und weggeht. Auch gut gefallen hat mir die Beziehung zwischen Cal und Maven und dass Cal seinen Bruder immer noch irgendwie schützen wollte.

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    Cover des Buches Goldener Käfig9783551583284

    Bewertung zu "Goldener Käfig" von Victoria Aveyard

    Goldener Käfig
    Aurora13vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Leider lässt die Reihe mit diesem Buch deutlich nach. Es gibt zwar mehr Seiten, aber viel weniger Spannung.
    Viel zu langatmiger dritter Teil

    Lies die vollständige Rezension   auf meinem Blog  Papiermosaik .     

    Die Bücher in dieser Reihe werden zwar länger, aber nicht unbedingt besser. Während "Gläsernes Schwert" zumindest noch mit einer schnell voranschreitenden, spannenden Handlung glänzen konnte, ist in diesem Buch größtenteils nicht viel passiert.

    Mare war zum Glück nicht so unerträglich wie in "Gläsernes Schwert".  Natürlich tat sie sich immer noch selbst leid, doch ihre Egozentrik wurde in "Goldener Käfig" durch das Nichtstun ersetzt. Die erste Hälfte des Buches bestand zu 80% daraus, dass Mare in ihrem Zimmer sitzt und die Wand anstarrt. Gelegentliche uninteressante Interaktionen mit Evangelina und Maven konnten die Spannung auch nicht aufkommen lassen. Dabei hätte die Autorin Mares Situation so gut umsetzen können. Ihre Auseinandersetzung mit Maven beschränkt sich allerdings auf ein Minimum, da dieser sie einfach in Ruhe lässt für die meiste Zeit.

    Maven war noch der interessanteste Charakter in diesem Buch.  Man konnte ihm seine Zwiegespaltenheit über Mare deutlich anmerken. Da Mare (wie die meisten selbstbezogenen Menschen) allerdings völlig unempathisch war, konnte dieses Potential nicht wirklich genutzt werden. Im Großen und Ganzen haben die beiden sich meist gegenseitig ignoriert. Ich hatte mir einfach mehr gewünscht, nachdem im vorherigen Band Mavens Obsession mit Mare zum Vorschein kam und sie am Ende seine eigene Mutter umgebracht hat. Mit dieser Vorgeschichte hätte man echt viel aus ihrer Beziehung machen können, doch stattdessen geschieht nichts Interessantes zwischen ihnen. Mare hasst Maven und dabei bleibt es.

    Die übermäßige Länge des Buches ist vor allem dadurch zu erklären, dass es in mehreren Perspektiven geschrieben ist.  Da wäre zum ersten Camerons Perspektive, was mich sehr gefreut hat, da sie im letzten Buch zu meinen Lieblingscharakteren gehört hat. Und dann - sehr überraschend - Evangelinas Perspektive, die mit einem Mal ein ziemlich gut ausgearbeiteter und komplexer Charakter wurde. Leider verstand sich die Autorin nicht gut darauf aus mehreren Perspektiven zu schreiben, denn sie klangen fast genauso wie Mares Perspektive, was gerade in der Ich-Perspektive sehr auffällig ist. Beide Perspektiven wirkten leider auch nur wie ein Lückenfüller, um die Geschehnisse bei den Rebellen zu beschreiben, während Mare weg ist.

    Die Handlung war wieder gut gestaltet, doch der Schreibstil der Autorin konnte sie nicht gut rüberbringen.  Die Intrigen und geheimen Bündnisse der Parteien blieben leider im Hintergrund, stattdessen wurden viele Seiten für Mares Nichtstun und belanglos geschriebene Actionszene verschwendet. Cals Entscheidung am Ende kam nicht überraschend und Mares relativ emotionslose Aufnahme dieser Entscheidung auch nicht. Der gesamte Endteil mit Mares Training wirkte dabei auch nur wieder wie ein Lückenfüller, um ihre Beziehung mit Cal zu erneuern.

    Ich weiß auch nicht genau, was ich über dieses Buch denken soll.  Zweifelslos gab es wieder viel verschwendetes Potential. Die unterliegende Handlung war spannend, aber es kamen einfach keine Gefühle auf. Am Ende war es mir echt egal, was mit den Charakteren passiert und ich bin mir noch nicht sicher, ob ich das letzte Buch der Reihe überhaupt lesen will.

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    Cover des Buches Gläsernes Schwert9783551583277

    Bewertung zu "Gläsernes Schwert" von Victoria Aveyard

    Gläsernes Schwert
    Aurora13vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Manches war besser als im ersten Tal, manches aber auch nicht.
    Gute Dystopie mit unsympathischer Heldin

    Lies die vollständige Rezension   auf meinem Blog  Papiermosaik .     

    Nach einem eher schwachen Reihenauftakt habe ich nun mit "Gläsernes Schwert" die Fortsetzung von "Die rote Königin" gelesen.  Manches wurde besser, manches war aber auch genauso schlecht wie im ersten Buch, weswegen ich wieder nur drei Sterne vergeben kann.

    Mein größtes Problem blieb, wie in meiner letzten Rezension prophezeit, Mare Barrow.  Du meine Güte, ich glaube ich habe noch nie eine Dystopie mit einer so  unsympathischen, egozentrischen Protagonistin  gelesen. Im ersten Buch war es schon schlimm, doch in diesem Teil übertrifft Mare sich mal wieder selbst. Ich habe das Gefühl 50% des Buches bestanden aus Mares sich im Kreis drehenden Gedanken über ihr eigenes schreckliches Schicksal und was nun Cal oder wahlweise Maven von ihr wollen und wie sehr ihr das nicht in den Kram passt. Dass das Buch aus der Ich-Perspektive geschrieben ist, hat das Ganze noch 100% unerträglicher gemacht. Ich konnte beim Lesen immer nur wieder den Kopf schütteln über ihre Persönlichkeit. Den größten Teil der Zeit tat sie sich einfach selbst leid.

    Dabei war die Handlung richtig gut in diesem Buch.  Die Idee mit den Neublütern und dass Mare sie rechtzeitig finden und ausbilden muss fand ich echt interessant. Auch dass Maven nicht von ihr ablassen kann und ihr diese kleinen Briefe schreibt, nachdem er sie am Ende des ersten Teils hinrichten wollte, hat mir gefallen. (Obwohl ich mich natürlich gefragt habe, was die beiden Prinzen so toll an einer kalten, selbstsüchtigen Frau wie Mare finden.)

    Leider kam die Idee mit den Neublütern überhaupt nicht zur Geltung, da Mares nervige Gedanken im Vordergrund standen.  Die Autorin hätte diese Idee so gut umsetzen können, denn auch die Fähigkeiten, die sie sich für die Neublüter ausgedacht hat, waren sehr interessant. Stattdessen bekommt man das Gefühl, die Geschehnisse im Buch seien nur der Träger für Mares gedankliches Chaos und ihre zwiegespaltenen Gefühle. Die eingeführten Neublüter-Charaktere bleiben ebenso schwach gezeichnet wie die Nebencharaktere im ersten Buch. Man erfährt kaum etwas über ihren Hintergrund und ihre Fähigkeiten und da die Autorin sie ebenso schnell sterben lässt, wie sie eingeführt werden, wirken sie absolut austauschbar und unwichtig. Ich hätte echt gern mehr über Ada mit dem einzigartigen Gedächtnis oder den Seher Jon erfahren.

    Damit kommen wir auch schon zum einzigen Lichtblick in diesem Buch: Cameron. Ich glaube ich habe meine neue Lieblingsfigur gefunden. Erst 15 Jahre alt und aus einem der schlimmsten Orte von Norta, wird sie von Mare  gezwungen  sich den Neublütern anzuschließen, weil sie über eine einzigartige Fähigkeit verfügt. Ich fand es richtig gut wie sie Mare immer die Meinung gesagt hat und auch sonst keine Lust hatte nach ihrer Pfeife zu tanzen.

    Die im Buch enthaltene Selbstkritik lässt Mare allerdings nicht besser dastehen.  Im Grund genommen bestand dieses Buch aus einer Aneinanderreihung von selbstsüchtigen Entscheidungen, die sie getroffen hat. Maven lässt die Neublüter jagen und töten, um an sie ranzukommen. Selbst nachdem klar wurde, dass er das nur wegen ihr tut, übernimmt sie keinerlei Verantwortung und überlässt diese Menschen einfach dem Tod. Nur um sich am Ende ihm zu ergeben, weil dieses Mal das Leben ihrer Freunde auf dem Spiel stand. Ihrem sogenannten besten Freund Kilorn gegenüber verhält sie sich wie ein undankbares Biest und an ihre Familie verschwendet sie (wie sie selbst im Buch zugibt) wochenlang keinen einzigen Gedanken, was einfach unglaublich kaltherzig ist. Aber wie sollte sie auch? Sie denkt schließlich immer zuerst an sich.

    Das Finale war einer der anderen wenigen Pluspunkte des Buches.  Der Teil als Mare ins Gefängnis einbrach und schließlich ihr Showdown mit Königin Elara war sehr spannend geschrieben. Wobei die ganze Gefängnis-Aktion eine weitere selbstsüchtige Entscheidung war, da Mare vorrangig ihren alten Mentor Julian befreien wollte. Ansonsten leidet das Buch unter denselben Schwachstellen wie der erste Teil der Reihe: Ein eintöniger, einfacher Schreibstil und Ereignisse, die viel zu schnell abgehandelt werden, um mehr Platz für Mares Egozentrik zu schaffen.

    Obwohl ich weiß, dass ich Mare vermutlich nie leiden kann, werde ich die Reihe weiterlesen.  Irgendwie will man schon wissen wie es weitergeht, nachdem Mare am Ende von Maven gefangengenommen wurde.

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    Cover des Buches Nacht ohne Sterne9783570311509

    Bewertung zu "Nacht ohne Sterne" von Gesa Schwartz

    Nacht ohne Sterne
    Aurora13vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Sehr schön geschriebener Roman über die Welt der Licht- und Dunkelelfen, leider mit etwas zu verworrener Ausdrucksweise.
    Ein Mädchen zwischen den Welten

    Lies die vollständige Rezension   auf meinem Blog  Papiermosaik .  

    Mich hat das Buch vor allem durch das schöne Cover angezogen. Da die Protagonistin eigentlich als Brillenträgerin beschrieben wurde, war es dann doch irgendwie unpassend, aber die Geschichte hat mich trotzdem in ihren Bann gezogen.

    Naya ist eine sympathische Protagonistin und tritt Gefahren sehr furchtlos und entschlossen entgegen. Auch Jaron und Vidar haben mir gefallen, obwohl sie das typische Liebesdreieck gebildet haben und es rasch klar war, wer Naya am Ende kriegen wird. Die Geschichte spielte zu einem großen Teil in der wunderschön beschriebenen Elfenwelt und war damit auch eher in die High Fantasy einzuordnen. Ich hatte zwar mit einer Geschichte gerechnet, die mehr mit der Menschenwelt zu tun hat, aber die von Gesa Schwartz erfundene Fantasywelt hat mir auch sehr gut gefallen.

    Warum vergebe ich also nur drei Sterne, wenn die Geschichte so gut war? Das Buch war leider extrem zäh zu lesen. Die Autorin hat einen sehr bildgewaltigen, verschnörkelten Schreibstil. Einerseits fand ich den echt toll und einzigartig, denn man konnte sich die Szenen sehr genau vorstellen. Andererseits gibt es Grenzen wie oft man Metaphern und Ausschmückungen verwenden sollte und die Autorin hat diese Grenzen eindeutig überschritten. Jedes Mal, wenn Magie angewandt wurde, erstreckten sich die metaphorischen Ausschweifungen dieser Szenen über mehrere Seiten. Dasselbe galt für die Traumwelten, die Vidar erschaffen hatte, und sämtliche weitere Eindrücke der Protagonistin.

    Nach einiger Zeit wurde es einfach ermüdend diese Ausschweifungen zu lesen. Vor allem, da immer dieselben Worte (Flammen, Kristalle, Finsternis, ...) in den verschiedensten Analogien verwendet wurden. Obwohl die Handlung nie unspannend war, musste ich mich dadurch immer wieder durch die Szenen quälen. An manchen Stellen habe ich sogar gar nicht mehr verstanden, was eigentlich passiert, weil sich die Geschehnisse in den Detailbeschreibungen verloren haben.

    Ich würde das Buch daher nur Lesern empfehlen, die Gefallen an einem solchen Schreibstil finden. Das Traurige ist, dass es mir eigentlich gerade gefällt, wenn ein Buch sehr poetisch und metaphorisch geschrieben ist. Aber hier war es selbst mir zu viel. Irgendwann wollte ich nur noch weiterblättern, um endlich etwas Substantielles lesen zu können.

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    Cover des Buches Das Juwel - Die Gabe9783596196647

    Bewertung zu "Das Juwel - Die Gabe" von Amy Ewing

    Das Juwel - Die Gabe
    Aurora13vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine interessante Idee, leider viel zu oberflächlich umgesetzt mit einer seichten Romanze.
    Die Liebesgeschichte zwischen Violet und Ash

    Lies die vollständige Rezension   auf meinem Blog  Papiermosaik .  

    Wie immer hat mich die Idee des Buches angezogen. Dass die Surrogate in Violets Welt nicht mehr über ihren eigenen Körper verfügen dürfen, ist ein grausames Schicksal und ich musste auch unwillkürlich mit Violet mitfiebern, nachdem sie versteigert wurde.

    Doch das Worldbuilding war mir bei diesem Szenario viel zu schwach. Man erfährt nichts darüber wie diese merkwürdige Stadt entstanden ist oder wie die Herzoginnen und Fürstinnen an die Macht kamen oder was es mit dieser magischen Gabe auf sich hat. Man wird einfach in die Geschehnisse hineingeworfen, was in manchen Büchern gut ist, aber in Dystopien oft langweilig. Gerade wenn so viele neue und fantasievolle Elemente eingeführt werden, will man auch irgendwie wissen, wie es dazu kam, nachdem unsere Welt nicht mehr existiert.

    Vielleicht war ich auch einfach zu alt für dieses Buch. Es schien an kleine Mädchen gerichtet zu sein, die gern über einen Charakter lesen, der ewig damit beschäftigt ist hübsche Kleider und Schmuckstücke anzulegen und sich auf den ersten Blick in einen fremden Kerl zu verlieben. Auch die Aufmachung des Buches mit dem Charakterverzeichnis am Ende wirkte sehr kindlich. Im Kontrast dazu stand das sehr ernste Thema mit der Zwangsschwangerschaft, die im Laufe des Buches auch eingetreten ist. Von daher bin ich irgendwie zwiegespalten, an welche Leserschaft das Buch gerichtet war.

    Die Handlung war spannend, aber flach. Das mit den Gefühlen zwischen Violet und Ash ist mir viel zu schnell gegangen, und für viele Geschehnisse gab es eine zu einfache Erklärung, sodass die Geschichte am Ende unglaubwürdig schien. Sehr enttäuschend war auch das Ende, denn es handelte sich um einen kompletten Cliffhanger. In dem Sinne, dass man das Buch nicht in irgendeiner Weise als abgeschlossen betrachten konnte, eher als den ersten Teil eines Buches, das in eine Serie aufgespalten wurde, um den Gewinn zu steigern. Das fand ich dann schon etwas ärgerlich. Ich hab echt nichts gegen Reihen, aber ich finde jedes Buch sollte zumindest ein bisschen in sich abgeschlossen sein.

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    Cover des Buches Die Gustloff9783833306334

    Bewertung zu "Die Gustloff" von Tatjana Gräfin Dönhoff

    Die Gustloff
    Aurora13vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein packender Roman über das größte Schiffsunglück in der Geschichte der Menschheit.
    Roman über die Versenkung der Gustloff

    Lies die vollständige Rezension auf meinem Blog Papiermosaik.


    Nachdem mir "Die Flucht" von Tatjana Gräfin Dönhoff so gut gefallen hat, habe ich gleich ein zweites Buch von ihr gelesen. Erneut handelt sich sich um die Romanfassung des gleichnamigen Films, den ich allerdings auch nicht gesehen habe. Ich muss sagen, dass mich das Thema des Buches gleich gepackt hat. So oft liest man etwas von der Titanic, doch diese viel schwerwiegender Katastrophe schien im Gegenzug fast in Vergessenheit geraten zu sein.

    Auch dieses Buch hat mir sehr gefallen, obwohl "Die Flucht" besser geschrieben war. Die Handlung der beiden Bücher ergänzt sich perfekt, da die Reise der Gustloff eng verknüpft mit der Flucht der Bewohner aus Ostpreußen ist. Kurz vor Ende des Krieges versuchen Hunderttausende von Menschen aus diesen Gebieten vor der Roten Armee zu flüchten. Die Gustloff war eines der Schiffe, die diese Verzweifelten aufnehmen und in Sicherheit bringen sollte. Im Buch erhält man einen sehr guten Einblick in die Verhältnisse am Ende des Zweiten Weltkriegs und wie tief die Verzweiflung der Menschen war. Ein echt beeindruckendes Stück Geschichte, das hier dargestellt wurde.

    Die Protagonisten waren mir gleich sympathisch. Besonders das Schicksal der Simoneit-Familie hat mich gepackt, denn Lilli muss nicht nur den Tod ihrer erfrorenen kleinen Tochter verkraften, sondern auch dass ihr 15-jähriger Sohn Kalli versucht wird von der Wehrmacht einzuziehen und an die Front zu schicken. Auch Helmut und Erika waren sehr sympathische Charaktere, während Harald ebenso wie Lilli ein schlimmes, vom Krieg gezeichnetes Schicksal plagte.

    Das große Problem dieses Buches waren die sehr verwirrend geschriebenen multiplen Perspektiven. Gerade zwischen Korvettenkommandant Petri und U-Boot-Kommandant Harald Kehding konnte ich manchmal absolut nicht durchsehen. Dazwischen wurden auch immer wieder Szenen aus der Sicht von Nebencharakteren geschildert, sodass man sehr leicht den Überblick verliert. Man konnte sich zwar gut in die Charaktere hineinversetzen, aber für mich waren diese dauernden Perspektivwechsel und multiplen Handlungsstränge einfach zu viel. Zwischendurch wirkte das Buch sehr hektisch. Fast hätte ich deswegen sogar nur 3 Sterne gegeben, aber die sehr spannende Handlung macht es am Ende doch wieder wett.

    Auch gestört hat mich das manchmal sehr künstlich wirkende Drama. Während ich die Situation von Lilli und auch der schwangeren Marianne, die beim Untergang in den Wehen lag, authentisch geschildert fand, ging mir das Drama um Erika am Anfang etwas auf die Nerven. Nicht nur, dass ihr ein Haufen Privilegien zugestanden wurde, nur weil sie die Hauptperson war und der Kapitän des Schiffes ihr Geliebter war, sondern da war auch noch ihr verräterischer Cousin und ihre böse Vorgesetzte und ihr etwas ermüdender Helferwahn. Insgesamt hätte man die Geschichte des Untergangs besser verpacken können, aber ich kann das Buch trotzdem weiterempfehlen.

    Noch eine kleine historische Anmerkung: Warum wurde dem Titanic-Unglück nun so viel mehr Aufmerksamkeit geschenkt? Wirklich zu vergleichen sind die beiden Unglücke nicht, denn das Sinken der Gustloff ereignete sich in Kriegszeiten und war einem direkten Angriff geschuldet. Als größtes Unglück in Friedenszeiten stach die Titanic somit heraus. Auch die magische Atmosphäre des Edwardianischen Zeitalters und die Klassenunterschiede so dicht auf einem Schiff lassen sich nur auf der Titanic finden. Zudem sich sehr viele bedeutende Persönlichkeiten der 1910er auf der Titanic befanden. Dennoch fand ich es sehr gut, dass auch diesem Kriegsunglück mal Aufmerksamkeit geschenkt wurde!

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    Cover des Buches Atlantia9783596198849

    Bewertung zu "Atlantia" von Ally Condie

    Atlantia
    Aurora13vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine ungewöhnliche und eindrucksvolle Geschichte über eine Unterwasserstadt!
    Die Unterwasserstadt Atlantia

    Lies die vollständige Rezension auf meinem Blog Papiermosaik.   

    Nachdem ich Cassia & Ky von der Autorin gelesen habe, hatte ich ehrlich gesagt nicht allzu große Erwartungen an das Buch und wurde positiv überrascht!  Ich bin froh der Autorin noch eine Chance gegeben zu haben. Dieses Buch ist echt um Längen besser als ihre Erfolgsserie und ich finde es schade, dass es nicht so viel Aufmerksamkeit bekommen hat.

    Zuerst einmal hat die Autorin mit Atlantia eine einzigartige Welt erschaffen.  Die Art und Weise in der Atlantia beschrieben wurde, hat mir sehr gefallen. Von der Religion mit den Meeresgöttern bis zu den Problemen, die es mit sich bringt, wenn Menschen permanent unter Wasser leben, hat sie ihre Idee sehr überzeugend dargestellt. Bereits von der ersten Seite an hat mich die Unterwasserstadt in ihren Bann gezogen. Auch die Idee von den Sirenen und ihren Fähigkeiten mochte ich sehr. Atlantia war mal eine andere Idee, nicht die typische Dystopie, die man in Massen in den Bücherregalen findet.

    Auch die Hauptfigur Rio mochte ich sehr.  Sie war eine starke und zielstrebige Person, die sich durch nichts aufhalten ließ, um ihr Ziel zu erreichen und an sich selbst geglaubt hat. Man hat deutlich gemerkt, wie sehr sie ihre Zwillingsschwester liebt. Ihre zögerlichen Gefühle für True und ihre zwiespältige Meinung über Maire, die Sirenen-Schwester ihrer Mutter, fand ich auch gut umgesetzt. Gerade, dass sie True trotz ihrer Gefühle für ihn, manchmal nicht die Wahrheit gesagt hat und ihn ausnutzen wollte um sich selbst zru Flucht zu verhelfen, fand ich sehr realistisch. Sie kannten sich eben erst seit kurzer Zeit und ihre Verbindung zu Bay war viel tiefgreifender und wichtiger als die neue Verbindung zu True.

    Die Auflösung am Ende lässt keine Fragen offen.  Endlich mal ein Buch, dass ohne eine endlose Reihe von Fortsetzungen und Cliffhangern auskommt! Das Wiedersehen zwischen Bay und Rio war sehr gut geschrieben und die Idee, dass sich Atlantia inzwischen im Verfall befindet und gar nicht mehr das Refugium für die Menschen von Oben ist, dass es einst war, fand ich auch richtig gut.

    Es war eine schöne, in sich geschlossene Geschichte, die sich an einem Nachmittag durchlesen lässt und den Leser in eine Welt unter dem Meeresspiegel entführt.  An manchen Stellen hätte die Autorin mehr Hintergrund einfügen können, es war echt ein kurzes Lesevergnügen, aber dafür ließ es sich sehr flüssig lesen. Ich kann das Buch echt weiterempfehlen!

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    Cover des Buches Die Flucht9783833305535

    Bewertung zu "Die Flucht" von Tatjana Gräfin Dönhoff

    Die Flucht
    Aurora13vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Packende Geschichte über eine starke Frau im 2. Weltkrieg!
    Die Geschichte der Gräfin von Mahlenberg

    Lies die vollständige Rezension auf meinem Blog Papiermosaik.  

    Gleich zu Anfang muss ich sagen, dass ich den Film, auf dem das Buch basiert, nicht gesehen habe.  Und auch über die Zustände in Ostpreußen während des 2. Weltkriegs weiß ich rein gar nichts. Doch auch ohne diesen Hintergrund hat mich das Buch sehr gefesselt. Lenas Schicksal und das Schicksal ihrer Gutsleute hat mich mitgerissen und berührt. Ihre Flucht über tausende von Kilometern von Ostpreußen bis nach Thüringen war eine Reise der Angst und des Grauens, wie man sie sich gar nicht vorstellen kann.

    Gerade die Einzelschicksale der einfachen Leute, die im Buch nur als Nebenfiguren auftreten, fand ich sehr gut beschrieben, denn im Gegensatz zu Lena besaßen sie nicht die Privilegien des Adels und haben Dinge erlitten, die in der Realität damals wohl an der Tagesordnung waren.  Wer nicht schnell genug geflüchtet ist und den Russen in die Hände fiel, wurde ermordet, vergewaltigt oder gequält. Und die Seite der Deutschen war nicht besser, denn sie zwangen die Menschen in ihren Dörfern zu bleiben, andernfalls würden sie als Verräter hingerichtet werden. Das Buch hat diese schreckliche Lage und die fast unmöglichen Entscheidungen, vor denen die Leute standen, meiner Meinung nach sehr gut beschrieben.

    Auch Lenas persönliche Geschichte hat mir gefallen.  Sie war eine starke Frau und diese Stärke und Entschlossenheit wurden unter eine harte Probe gestellt. Mit einem Mal musste sie wieder eine Gräfin sein und einen Haufen verängstigter Menschen und Kriegsgefangener anführen. Dabei war sie auch noch hin- und hergerissen zwischen ihrer verbotenen Zuneigung zu Francois und ihrem Pflichtbewusstsein gegenüber Heinrich.

    Allerdings hatte ich oft das Gefühl, dass ihr die Dinge zu leicht gelangen und sie im Gegensatz zu ihren Freunden nichts Schlimmeres durchleiden musste als zu lange auf einem Pferd zu sitzen.  Sie genoss nicht nur den Schutz ihres Adelstitels, sondern auch den zweier Männer, die sie verehrten. Ein Schutz, den beispielsweise ihrer besten Freundin Babette nicht zuteilwurde und die grausam von den Russen vergewaltigt wurde. Stellenweise fand ich das Buch auch etwas gefühllos geschrieben. Der Einblick in Lenas Empfindungen bleibt manchmal sehr oberflächlich, gerade ihre Gefühle für Francois und Heinrich wurden nicht überzeugend dargestellt.

    Insgesamt fand ich die Erzählung und die Geschehnisse dennoch sehr beeindruckend.  Ich kann das Buch echt weiterempfehlen, auch wenn man sich nicht übermäßig für Geschichte interessiert, denn es beschreibt einen Teil der Vergangenheit, der nicht in Vergessenheit geraten sollte.

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    Cover des Buches FederLeicht. Wie fallender Schnee9783841505286

    Bewertung zu "FederLeicht. Wie fallender Schnee" von Marah Woolf

    FederLeicht. Wie fallender Schnee
    Aurora13vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Kann leider überhaupt nicht mit anderen Fantasybüchern mithalten.
    Sehr seichte Elfengeschichte

    Lies die vollständige Rezension auf meinem Blog Papiermosaik.  

    Ich kann leider überhaupt nicht verstehen, warum das Buch so sehr gehypt wurde und ich werde auch definitiv nicht die Folgebände der Reihe lesen.  Das war echt eines der schlechtesten Fantasy-Bücher, das ich in letzter Zeit gelesen habe. Es tut mir leid, hier so ein schlechtes Review schreiben zu müssen, aber im Vergleich zu anderen Büchern des Genres kann FederLeicht einfach nicht mithalten.

    Die Charaktere waren unglaublich kindlich, einfach und naiv gehalten.  Es war schwer zu glauben, dass es sich bei ihnen um 17-Jährige oder sogar uralte Elfen handelte. Auf mich wirkten sie wie 12-Jährige, deren Gedanken sich größtenteils um Hausaufgaben, nervige Eltern und den nächsten Schwarm drehen. Vielleicht hätte mir das Buch auch als 12-Jährige gefallen, wobei ich das bezweifle, selbst damals hätte mich die seichte Handlung und der drehbuchartige Schreibstil angenervt. Die Szenenwechsel erfolgten sehr abrupt und ungelenk. Im Allgemeinen wirkte das Buch, als wäre es eher eine Rohversion und kein ausgereifter Roman. Es ist zwar viel passiert, aber das Geschehen wurde meist so schnell und kommentarlos abgehandelt, dass ich die Handlung und die Charaktere in keinster Weise ernstnehmen konnte.

    Der Spannungsbogen war auch extrem flach.  Der Handlungsstrang wechselte zwischen den Ereignissen um das Elfenreich und Elizas Theaterspiel "Tristan und Isolde", dessen Szenen sie in verschiedenster Art und Weise immer wieder durchkauen musste. Es wurde in kürzester Zeit eine Menge Charaktere wie Rubin und Raven eingeführt, die allerdings nie mehr Tiefgang bekamen als blasse Pappaufsteller. Selbst die Hauptcharaktere erschienen mir nach dem Lesen des Buches immer noch wie leere Schablonen.

    Die Beziehungen zwischen den Charakteren waren überhaupt nicht authentisch ausgearbeitet und der Hintergrund der magischen Welt wirkte nur wie hingeklatscht.  Es hat mir leider nicht viel Spaß gemacht das Buch zu lesen und ich kann es auch nicht weiterempfehlen. An vielen Stellen musste ich mich zwingen weiterzulesen, da ich schon nach dem ersten Drittel gemerkt habe, dass es nicht mehr besser wird und mich das belanglose Geplänkel zwischen den Charakteren nicht weiter interessierte. Da es der Auftakt zu einer anscheinend längeren Reihe war, lässt das Ende auch zu wünschen übrig.

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    Cover des Buches Das Reich der sieben Höfe - Sterne und Schwerter9783423762069

    Bewertung zu "Das Reich der sieben Höfe - Sterne und Schwerter" von Sarah J. Maas

    Das Reich der sieben Höfe - Sterne und Schwerter
    Aurora13vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Der Abschluss der Serie hat mich leider sehr enttäuscht, konnte mit dem vorherigen Band überhaupt nicht mithalten.
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    Über mich

    Hi! ^.^ Ich bin Aurora, offiziell Studentin in einem kleinen langweiligen Ort und inoffiziell Bücherliebhaberin, Bloggerin und Geschichtenschreiberin. Ich blogge auf Deutsch und auf Englisch. Link zu meinem Blog befindet sich unten, wer möchte kann gern vorbeischauen. :) Ihr könnt mich auch auf Goodreads finden, wo ich größtenteils auf Englisch Reviews schreibe. Ich mag vor allem Fantasy und Science-Fiction.

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