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Aus-Liebe-zum-Lesen

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Aus-Liebe-zum-Lesen hat gelesen…
10 Bücher im Jahr 2026

Cover des Buches Der Sommer, der uns blieb (ISBN: null)
Buch wurde am
10. April beendet
Cover des Buches Der Gesang der See (ISBN: null)
Buch wurde am
11. März beendet
Cover des Buches Die Namen (ISBN: null)
Buch wurde am
04. März beendet
Cover des Buches Spiegelland (ISBN: null)
Buch wurde am
04. März beendet
Cover des Buches Die Lese-Rakete (ISBN: null)
Buch wurde am
23. Februar beendet
Cover des Buches Der letzte Sommer der Tauben (ISBN: null)
Buch wurde am
22. Februar beendet
Cover des Buches Beeren pflücken (ISBN: null)
Buch wurde am
12. Februar beendet
Cover des Buches Im Schnee (ISBN: null)
Buch wurde am
08. Februar beendet
Cover des Buches Alle glücklich (ISBN: null)
Buch wurde am
27. Januar beendet

Rezensionen und Bewertungen

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Cover des Buches Der Sommer, der uns blieb (ISBN: 9783691690002)

Bewertung zu "Der Sommer, der uns blieb" von Greta Herrlicher

Aus-Liebe-zum-Lesen
Mehr Schein als Sein

Wow – was für ein wunderschönes Buch! Mich kann man ja mit schöner Gestaltung gut ködern und hier ist es wirklich gelungen: Das ruhige Cover, der passende Farbschnitt und die Illustration im Buch sind wirklich toll gemacht. 

Entsprechend gespannt war ich auf den Inhalt. Britta, Martin und Pia treffen schicksalhaft nach 20 Jahren wieder aufeinander und versuchen den Bruch ihrer Kindheitsfreundschaft zu kitten. Dabei gibt es natürlich einige Geheimnisse zu lüften, Probleme in der Gegenwart und alte Gefühle keimen auf. Neben Liebe und Familie, Vertrauen und Freundschaft, werden auch Themen wie Demenz und Corona behandelt. Eigentlich viel Potential, um eine richtig gute Story draus zu machen…

Eigentlich - denn leider konnten mich weder der Plot, noch der Schreibstil oder die Figuren überzeugen. Vor allem letztere sind sehr blass und distanziert geblieben und ihre Handlungen wenig nachvollziehbar. Lediglich die Darstellung der Demenz und den Umgang damit fand ich schön und einfühlsam gelöst. Ansonsten plätschert der Roman in sehr kurzen Kapiteln und vielen Perspektiv- und Zeitwechseln dahin, ohne wirklich Spannung aufzubauen und ohne Tiefe zu erlangen. 

Letztlich bleibt eine eher seichte Sommerlektüre mit ein paar nostalgischen Anmutungen in wunderschöner Aufmachung – also leider mehr Schein als Sein. 

Cover des Buches Der Gesang der See (ISBN: 9783949465277)

Bewertung zu "Der Gesang der See" von Trude Teige

Aus-Liebe-zum-Lesen
Eine starke Frau trotzt dem Meer

Heute erscheint mit „Der Gesang der See“ der Debütroman von Trude Teige erstmal in deutscher Übersetzung. Sie erzählt darin von einem entbehrungsreichen Leben an der norwegischen Küste und von einer Frau, die in einer harten Welt tiefster patriarchaler Strukturen nach dem Tod ihres Mannes ihren eigenen Weg finden muss.

Der Roman gewährt dabei einen eindrucksvollen Einblick in das Leben der Fischerfamilien in Norwegen zu einer Zeit, in der der Alltag stark von den Launen des Meeres, von Armut und harter körperlicher Arbeit geprägt war.

Besonders gut gefallen hat mir die Protagonistin, die als starke Frauenfigur im Mittelpunkt der Geschichte steht. Mit viel Mut und Durchhaltevermögen stellt sie sich den Herausforderungen ihres Lebens und wächst im Laufe der Handlung immer mehr über sich hinaus. Gerade diese Entwicklung macht den Roman sehr berührend.

Auch die Schilderungen des Lebens der Fischer fand ich sehr interessant. Man bekommt eine gute Vorstellung davon, wie gefährlich und zugleich existenziell wichtig die Arbeit auf dem Meer war und wie sehr das Leben der Familien davon bestimmt wurde. Allerdings habe ich etwas Zeit gebraucht, um wirklich in die Geschichte hineinzufinden, doch sobald die Handlung an Fahrt aufnimmt, entfaltet der Roman seine ganze Stärke.

Insgesamt ist „Der Gesang der See“ ein atmosphärischer historischer Roman mit einer beeindruckenden Frauenfigur und interessanten Einblicken in ein hartes Leben an der norwegischen Küste. Da ich bislang noch nichts von Trude Teige gelesen habe, kann ich keinen Vergleich anstellen, allerdings sehr gut nachvollziehen, warum ihre weiteren Romane so viel Erfolg hatten.

Cover des Buches Die Namen (ISBN: 9783847902294)

Bewertung zu "Die Namen" von Florence Knapp

Aus-Liebe-zum-Lesen
Eine emotionale Achterbahnfahrt

In ihrem Debütroman zeigt Florence Knapp, wie eine einzige Entscheidung ein ganzes Leben bestimmen kann. Ich finde übrigens den Klappentext irreführend, denn es ist die Entscheidung über den Namen und nicht der Name selbst, der über das Leben von Coras Kind und dem ihrer Familie bestimmt. Denn wir folgen der Familie in 3 Szenarien im 7-Jahreszyklus in ihrem weiteren Leben, einmal, wenn das Baby traditionell Gordon heißt, wie der gewalttätige Vater, einmal mit dem Wunschnamen der Mutter: Julian und einmal mit dem Favoriten der großen Schwester: Bear. 

 

Die Namenswahl hat unterschiedliche Folgen und damit auch der weitere Lebensweg der Protagonisten. Diese dreiteilige Handlung macht den Roman ungemein spannend und es gelingt der Autorin meisterhaft, drei unterschiedliche Lebenswege für alle aufzuzeichnen und dennoch bleiben die Protagonisten ihrem Wesenskern dabei treu. 

 

Für mich war es eine emotionale Achterbahnfahrt, so sehr konnte ich mich in die Figuren hineinversetzen und habe mitgefühlt. Ich weiß nicht, wann ich zuletzt beim Lesen geweint habe, aber hier sind mit mehrfach die Tränen gekommen – vor Erleichterung, vor Enttäuschung, vor Freude, vor Trauer… es war alles dabei. 

 

Mir fehlt übrigens eine Triggerwarnung oder zumindest ein Hinweis, denn ein zentrales Thema ist häusliche Gewalt und obwohl ich glücklicherweise nicht betroffen bin, hat es mich beim Lesen ganz schön mitgenommen – wie geht es dann erst Betroffenen?

 

Trotz der teilweise auch traurigen und schwer zu ertragenden Passagen, eine ganz große Leseempfehlung von mir!

Cover des Buches Spiegelland (ISBN: 9783758700439)

Bewertung zu "Spiegelland" von Rebekka Frank

Aus-Liebe-zum-Lesen
Spannender Page-Turner

Mit „Spiegelland“ erzählt Rebekka Frank eine vielschichtige Geschichte über das Patriarchat, hässliche Gewalt und der Emanzipation daraus, über Identität und die unsichtbaren Fäden, die Generationen miteinander verbinden.
 

Auf drei Zeitebenen erzählt sie die Geschichte von Aletta im 18. Jahrhundert, die den Widrigkeiten des Moors trotzt, von Cato, die 1999 mit Tochter Kira vor ihrem gewalttätigen Mann ins Teufelsmoor flüchtet und von Elias, der 2025 einen schwerwiegenden Fehler macht.

Besonders beeindruckt hat mich die Erzählstruktur: Die drei Handlungsstränge greifen präzise ineinander, enthüllen nach und nach verborgene Zusammenhänge und erzeugen einen Sog, dem man sich kaum entziehen kann. Die Frauenschicksale stehen dabei klar im Mittelpunkt. Trotz des großen zeitlichen Abstands zeigen sich berührende Parallelen – in ihren Zwängen, ihren Hoffnungen, ihren Entscheidungen. Gerade diese leisen, emotionalen Spiegelungen machen den Roman so stark.

Im Vergleich dazu bleibt Elias’ Geschichte in der Gegenwart für mich etwas blasser und auch die ein oder andere Wendung ist vorhersehbar. Dennoch bleibt der Roman durchweg spannend und interessant. Die historischen Ebenen besitzen eine solche erzählerische Kraft, dass man unbedingt wissen möchte, wie alles zusammenführt.

 „Spiegelland“ ist ein atmosphärischer, klug konstruierter Roman, der zeigt, wie sehr Vergangenheit in die Gegenwart hineinwirkt – und wie sich Muster über Generationen hinweg wiederholen können. Trotz kleiner Schwächen in der Gegenwartsebene bleibt er ein fesselnder Page-Turner, der emotional bewegt und lange nachhallt.

Cover des Buches Die Lese-Rakete (ISBN: 9783411720095)

Bewertung zu "Die Lese-Rakete" von Anne Rummenie

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Motivation für den Lesestart

Manchmal braucht es für den Lesestart vor allem eins: Motivation. Und genau hier setzt „Die Lese-Rakete“ aus dem Dudenverlag an. Das Konzept ist klar durchdacht: 50 kurze Geschichten, teilweise in Reimform, deren Schwierigkeitsgrad langsam ansteigt und Kindern so Schritt für Schritt mehr Sicherheit beim Lesen geben. In jedem der 5 Kapitel steigt die Rakete am Seitenrand entsprechend weiter gen Himmel, so dass die Kids ihren Erfolg bildlich vor sich sehen können. 


Besonders gut gefällt mir die übersichtliche Gestaltung. Die Texte sind nicht überladen und angenehm kurz und durch die farbliche Unterscheidung der Silben werden gerade Leseanfänger*innen sinnvoll begleitet. Mein einziger Kritikpunkt ist die farbliche Gestaltung der „schwierigen“ Wörter. Während die Silben durch schwarz-grau gekennzeichnet sind, werden komplexere Wörter komplett einfarbig in der Kapitelfarbe  geschrieben - ohne Silbenkennzeichnung, die jedoch gerade hier wichtig wäre, wenn das Kind das Wort selbst lesen möchte.


Die Illustrationen sind freundlich, witzig und ansprechend gestaltet, ohne vom eigentlichen Ziel – dem Lesen – abzulenken. Die Geschichten selbst sind abwechslungsreich und alltagsnah, allerdings inhaltlich eher schlicht gehalten. Hier steht klar das Training im Vordergrund, weniger die literarische Tiefe, was für ein erstes Lesebuch natürlich völlig legitim ist.


Die Lese-Rakete ist ein motivierendes Erstlesebuch, das auch kleine Lesemuffel langsam ans Lesen längerer Texte heranführt.

Cover des Buches Der letzte Sommer der Tauben (ISBN: 9783446282223)

Bewertung zu "Der letzte Sommer der Tauben" von Abbas Khider

Aus-Liebe-zum-Lesen
Wenn Freiheit leise verschwindet

Auch in seinem neuen Roman „Der letzte Sommer der Tauben“ nimmt uns Abbas Kider wieder mit in den nahen Osten, in ein unbenanntes Land, in dem gerade die Mudschahedin das Kalifat ausgerufen haben. 

 

Noah führt mit seinen Eltern und der schwangeren Schwester Suad bislang ein unbeschwertes Leben, seine größte Leidenschaft teilt er mit Onkel Ali: das Taubenzüchten. Doch nun wird ihr Leben von Tag zu Tag enger, freudloser, bedrohlicher. Doch soll man sich all dem widerstandslos fügen?

Ganz meisterhaft schafft es Khider, die zunehmende Bedrohung nachzuzeichnen. Mit jeder neuen Anordnung stirbt ein kleiner Teil des bisherigen Lebens und bei alten Freunden weiß man plötzlich nicht mehr, auf welcher Seite sie stehen. Besonders eindringlich sind die leisen Momente des Verlusts: das schrittweise Verstummen von Gewohnheiten, das Misstrauen, das sich zwischen Menschen schiebt, und die Angst, die selbst in den eigenen vier Wänden nicht mehr weicht. Und auch das kommt immer wieder zur Sprache: ganz so einfach ist das mit DEM Guten und DEM Bösen, der einen und der anderen Seite nicht. 

„Der letzte Sommer der Tauben“ ist ein stiller, eindringlicher Roman über das langsame Verschwinden von Freiheit, über Moral in unmoralischen Zeiten und über die Frage, wie viel Anpassung ein Mensch ertragen kann, ohne sich selbst zu verlieren. Abbas Khider gelingt es einmal mehr, politische Realität greifbar zu machen, ohne einfache Antworten zu liefern. Stattdessen hinterlässt das Buch ein Gefühl von Beklemmung – und den Wunsch, genauer hinzusehen, bevor Urteile gefällt werden. Ein nachhallender, wichtiger Roman und angesichts der politischen Entwicklungen auch bei uns brandaktuell. 

Cover des Buches Beeren pflücken (ISBN: 9783365009444)

Bewertung zu "Beeren pflücken" von Amanda Peters

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Interessant, aber auf Distanz

Amanda Peters erzählt in „Beeren pflücken“ eine leise, eindringliche Geschichte über Verlust, Identität und die Spuren, die ein verschwundenes Kind in zwei Familien hinterlässt. Der Grundgedanke des Romans ist stark und berührend, und die Thematik hat mich von Anfang an neugierig gemacht, nicht zuletzt auch wegen der vielen Empfehlungen hier.

Trotzdem blieb ich beim Lesen emotional auf Abstand. Ich fand die Geschichte sehr interessant, konnte mich jedoch nur schwer in die Figuren einfühlen. Keiner der Charaktere, insbesondere die beiden Protagonisten blieben eher beobachtend als wirklich nahbar, sodass sich keine tiefere Verbindung aufbauen wollte.

Stattdessen begleitete mich beim Lesen ein eigenartiges, über weite Strecken beklemmendes Gefühl. Dieses passt zwar zur Schwere des Themas, ließ mich aber gleichzeitig etwas orientierungslos zurück. Vor allem bei Ruthie beziehungsweise Norma hätte ich mir eine intensivere innere Aufarbeitung gewünscht. Gerade ihre Perspektive hätte dem Roman mehr emotionale Tiefe geben können, doch vieles bleibt angedeutet, ohne wirklich greifbar zu werden. Gerade weil die Handlung nach wenigen Seiten bekannt ist, hätte ich mir hier mehr Auseinandersetzung mit dem, was geschehen ist, gewünscht. 

So bleibt Beeren pflücken für mich eine inhaltlich interessante Geschichte, die mich gedanklich beschäftigt hat – emotional jedoch nie ganz erreichen konnte.

Cover des Buches Im Schnee (ISBN: 9783492073486)

Bewertung zu "Im Schnee" von Tommie Goerz

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Leise, ehrlich, eindringlich

Mit „Im Schnee“ gelingt Tommie Goerz ein stiller, eindringlicher Roman, der ganz auf laute Effekte verzichtet – und genau darin seine Kraft entfaltet. Im Mittelpunkt steht Max, ein eigenbrötlerischer, aber durch und durch sympathischer Protagonist, dessen zurückgenommene Erzählweise perfekt zum entschleunigten Tempo der Geschichte passt.

Goertz schreibt mit großer Ruhe und einer Klarheit, die beinahe meditativ wirkt. Dabei wird das Dorf, in dem Max lebt, nicht nur als Kulisse beschrieben – es entwickelt sich zu einem eigenen Charakter mit einer spürbaren Seele: rau, eng, vertraut und mitunter unerbittlich. Die Darstellung des Dorflebens ist dabei nie romantisierend, sondern fast brutal ehrlich – ein Abbild der Realität, das sich jeder nostalgischen Verklärung entzieht.

Die Sprache ist schlicht und präzise, die Dialoge reduziert, aber wirkungsvoll. Der Roman lebt von seiner Atmosphäre und seiner leisen Beobachtungsgabe – von dem, was nicht gesagt wird, von Momenten, die zwischen den Zeilen hängen bleiben, die unterm Schnee verborgen sind.

Ein zurückhaltendes, authentisches Buch mit viel Tiefgang – und einem Protagonisten, den man nicht so schnell vergisst.

Cover des Buches Alle glücklich (ISBN: 9783365010839)

Bewertung zu "Alle glücklich" von Kira Mohn

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Hinter der perfekten Fassade lauert der Schmerz

Kira Mohn schaut gerne in die Abgründe des menschlichen Zusammenseins, so auch in ihrem neuen Roman „Alle glücklich“. 

Auf den ersten Blick sind die Holtsteins die perfekte patriarchale Familie: Mama Nina hat ihr Medizinstudium vor langer Zeit zu Gunsten der Kindererziehung aufgegeben, Vater Alexander ist Oberarzt und selten zuhause, Ben studiert und zockt den halben Tag und Emilia ist zum ersten Mal verliebt. Doch die Berührungspunkte der Familie sind kaum noch mehr als wortkarge Abendessen und Streitereien und so sieht auch keiner die wirklichen Probleme des anderen und Stück für Stück droht die Familie auseinanderzubrechen.

Einmal mehr schafft es Kira Mohn, ihren Finger in die Wunden zu legen. Sie hört nicht da auf, wo es unangenehm oder schmerzhaft wird, sondern erzählt schonungslos und dennoch stets einfühlsam und authentisch von den Problemen, den Schwachstellen, den dunklen Seiten des Lebens und das ohne den erhobenen Zeigefinger. Mit jeder Seite schafft es die Autorin den Lesenden mehr und mehr in den Bann ihrer Geschichte zu ziehen und ganz nebenbei das eigene Leben zu hinterfragen. 

Ich bin trotz der Dramatik der Ereignisse und der schweren Themen nur so durch den Roman geflogen und habe auf jeder Seite mit den Figuren mitgefiebert. Ganz große Leseempfehlung!

Cover des Buches In den Scherben das Licht (ISBN: 9783463000725)

Bewertung zu "In den Scherben das Licht" von Carmen Korn

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Historisch dicht, emotional fern

Mit „In den Scherben das Licht“ führt Carmen Korn ihre Leser*innen ins Nachkriegshamburg zurück. Die Atmosphäre der zerstörten Stadt ist überzeugend eingefangen, das historische Setting wirkt sorgfältig recherchiert und authentisch – eine klare Stärke des Romans.

Trotzdem blieb mir die Geschichte emotional überraschend fern. Die Figuren konnten mich nicht erreichen und blieben durchweg distanziert. Gerade angesichts der schweren Zeitumstände hätte ich mir mehr Tiefe und innere Nähe gewünscht. Auch die Handlung plätschert über weite Strecken dahin; Konflikte lösen sich oft erstaunlich schnell und mühelos auf, was der Geschichte Spannung und Glaubwürdigkeit nimmt.

Besonders störend empfand ich die sehr häufigen Perspektivwechsel, die teilweise schon nach wenigen Seiten erfolgen und den Lesefluss erheblich bremsen. Statt in die Geschichte hineingezogen zu werden, wurde ich immer wieder herausgerissen.

Unterm Strich ist „In den Scherben das Licht“ ein solide recherchierter historischer Roman mit stimmungsvollem Schauplatz, der mich jedoch erzählerisch und emotional nicht vollständig überzeugen konnte. Für Fans der Autorin dennoch einen Blick wert.

Über mich

Ich heiße Sabrina, bin 34 Jahre alt, Mutter von 2 Kindern und seit jeher leidenschaftliche Leserin. Letztes Jahr habe ich meinem Hobby eine Plattform gegeben und einen eigenen Buch-Blog erstellt, auf dem ich regelmäßig meine Leseerfahrungen teile.

Lieblingsgenres

Biografien, Sachbücher, Historische Romane, Literatur, Unterhaltung

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