Azalee

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Rezensionen und Bewertungen

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    Cover des Buches Wir sind das Klima! (ISBN: 9783462053210)

    Bewertung zu "Wir sind das Klima!" von Jonathan Safran Foer

    Wir sind das Klima!
    Azaleevor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Persönlich und bedrückend zugleich beschreibt Safran Foer die Auswirkugen des Klimawandels und gibt Handlungstipps.
    Bedrückend und persönlich

    Dass es den Klimawandel gibt, sollte mittlerweile allen klar sein. Doch was kann der Einzelne dagegen unternehmen? Welche Folgen hat der Klimawandel für uns? Wie stark beeinflussen wir durch unsere Handlugen das Klima?
    All diesen Fragen geht Jonathan Safran Foer in seinem Buch "Wir sind das Klima" nach.
    Unterteilt ist das Buch in vier große Kapitel, die wiederum in kurze kleinere Kapitel geteilt sind. Dadurch ist man nicht gezwungen, das ganze Buch am Stück zu lesen, sondern kann es immer wieder kurz zur Seite legen. Das war eigentlich auch mein Plan, weil ich bei Sachbüchern die Erfahrung gemacht habe, dass ich dafür einfach Zeit brauche. Dieses Buch dagegen hatte ich innerhalb kürzester Zeit durchgelesen und konnte es kaum mehr aus der Hand legen.
    Zum einen haben dazu die erschreckenden Fakten beigetragen, die er schildert. Es war wie ein Sog, der mich immer weiter gepackt hat, und dem ich mich nicht entziehen konnte. Eine Art apokalyptische Faszination, die auch der Autor beschreibt.
    Zum anderen lag es an dem Schreibstil des Buches. Obwohl es ein Sachbuch ist, wählt Safran Foer deutliche Worte. Er flüchtet sich nicht in Schachtelsätze und Fremdwörter, sondern bringt Fakten und seine eigene Meinung präzise auf den Punkt. Immer wieder bringt er auch seine persönliche Erfahrung mit ein, sodass das Buch trotz der vielen Informationen biographische Züge hat. Ein ganzes Kapitel schließlich widmet er seinem moralischen Zwiespalt.
    Im Buch zeigt er in erster Linie auf, welche Auswirkungen der Konsum von tierischen Produkten auf das Klima hat und warum es daher besser ist, darauf zu verzichten. Immer wieder macht er aber deutlich, dass auch ihm das nicht leicht fällt. Dieser innere moralische Konflikt, den er beschreibt, bringt ihn sicher dem ein oder anderen Leser näher. Er will niemanden unbedingt bekehren, sondern zeigt auf, warum es uns so schwer fällt, für den Planeten zu handeln.
    Außerdem bringt er in dem Buch seine persönliche Familiengeschichte mit ein und zieht immer wieder Parallelen zum Holocaust. Im ersten Moment hat der Vergleich auf mich abstrus gewirkt, viel zu hoch gegriffen. Aber gleichzeitig hat der Vergleich geholfen, einiges besser zu verstehen, sodass ich ihn im Nachhinein durchaus gut gewählt finde. Dazu beigetragen hat sicher auch, dass Safran Foer seine eigene Familiengeschichte in diesem Zusammenhang eingebracht hat. Die persönliche Ebene des Buches hat sich dadurch verstärkt. Gerade seine persönlichen Berichte haben das Lesen der bedrückenden Fakten erträglicher gemacht.
    Lobend möchte ich in dem Zusammenhang außerdem den Anhang erwähnen. In einem Teil des Anhangs erläutert er, welche Probleme es dabei gibt, den Anteil tierischer Produkte am Klimawandel festzustellen. Der zweite Teil des Anhangs besteht aus Quellenangaben, chronologisch geordnet nach der Seite, in der sie im Buch vorkommen. Da lasse ich mich sicher noch zu weiterer Lektüre inspirieren. "Wir sind das Klima" ist eher ein Buch für einen Überblick über das Thema und dadurch ideal für Einsteiger.

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    Cover des Buches VANITAS - Grau wie Asche (ISBN: 9783426226872)

    Bewertung zu "VANITAS - Grau wie Asche" von Ursula Poznanski

    VANITAS - Grau wie Asche
    Azaleevor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Kann leider nicht so ganz überzeugen, da es an Spannung fehlt.
    Nicht ganz überzeugend

    Auch in "Vanitas - Grau wie Asche" begleitet der Leser Carolin. Nach den Ereignissen in München aus dem ersten Band ist sie wieder zurück in Wien, fürchtet aber weiterhin um ihr Leben. Gleichzeitig wird der  Zentralfriedhof von Grabschändern heimgesucht und Carolin kann es angesichts der Nähe zu ihrem Arbeitsplatz nicht lassen, selbst ein wenig herumzustöbern. Parallel dazu läuft ein Handlungsstrang, der an die Münchner Ereignisse und Carolins Vergangenheit anschließt. Kein Handlungsstrang konnte mich leider durchgehend fesseln. Zusammengenommen war es aber durchaus ein spannender Thriller. Die Geschichte rund um den Friedhof ist am Anfang recht langweilig und scheint einfach zu lösen zu sein. Als die Auflösung näher kommt, waren es weniger die spannenden Momente, die mich schockiert haben (die gab es in dem Fall nämlich kaum), sondern die Brutalität, die mit den Ereignissen in Zusammenhang steht. Ebenso verlief es beim zweiten Handlungsstrang rund um Carolins Vergangenheit. Hier war es vor allem die Protagonistin selbst, die mich durch ihre Taten überrascht und schockiert hat. Spannung kommt hier jedoch ebenfalls erst gegen Ende auf, als sich die Situation zuspitzt. Im Gegensatz zur durchschnittlichen Handlung fand ich Carolins Charakterentwicklung gelungen. Noch immer ist sie die starke Frau, als die wir sie im ersten Band kennengelernt haben. Allerdings zeigt sie immer mehr von ihren Schwächen und entwickelt sich im Laufe des Buches weiter. Auch aus ihrer Vergangenheit werden wieder mehr Details aufgedeckt. Die anderen Figuren spielen nur eine Nebenrolle und sind daher eher weniger ausgearbeitet. Dafür, dass sie nur so wenig Raum einnehmen, war es aber ausreichend. Absolut überzeugt hat mich wieder Poznanskis Schreibstil. All ihre Bücher lassen sich unglaublich flüssig lesen, sodass man selbst bei einer weniger spannenden Handlung nur so durch die Seiten fliegt. Insgesamt ist "Vanitas - Grau wie Asche" ein solider Thriller, der durchaus einige gute Momente hat. In meinen Augen kann die Reihe aber nicht mit den beiden anderen Thrillerreihen der Autorin mithalten, weil über weite Strecken des Buches die Spannung fehlt.

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    Cover des Buches Wen der Rabe ruft (ISBN: 9783839001530)

    Bewertung zu "Wen der Rabe ruft" von Maggie Stiefvater

    Wen der Rabe ruft
    Azaleevor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Ein solider Reihenauftakt mit Schwächen, der aber Lust auf den Rest der Reihe macht.
    Interessanter Auftakt mit einigen Schwächen

    "Wen der Rabe ruft" ist der Auftakt zu Maggei Stiefvaters Raven-Cycle.
    Die Reihe stand seit Jahren auf meiner Wunschliste und endlich habe ich es geschafft, sie zu lesen. Allerdings ist sie meinen (recht hohen) Erwartungen nicht ganz gerecht geworden.
    Die Grundidee hinter dem Buch ist gut. Blue und ihre Familie besitzt magische Fähigkeiten, die verstärkt werden durch die Ley-Linien - Linien voller Energie. Auf der Suche nach diesen Linien sind auch die vier Raven-Boys Gansey, Adam, Ronan und Noah. So kommt es natürlich, dass die Wege der fünf sich kreuzen.
    Darum dreht sich im Grunde die gesamte erste Hälfte des Buches. Die Handlung plätschert vor sich hin. Es ist ein langsamen Kennenlernen und Annähern zwischen den Figuren, ohne dass viel anderes passiert.
    Das war teils recht langweilige zu lesen, auch weil die Figuren nicht allzu tief ausgearbeitet sind. Blue ist eine sympathische Protagonistin, die auch mal selbst die Initiative ergreift. Aber das war es auch schon wieder mit ihren hervorstechenden Eigenschaften. Ebensowenig fallen zwei der Jungs auf. Gansey und Adam sind ein wandelndes Klischee ohne eigenen Charakter. Lediglich Ronan und Noah fand ich interessant und über sie hätte ich gerne mehr erfahren. Leider spielen sie in diesem Buch nur eine Nebenrolle, ich hoffe jedoch, dass sich das in den weiteren Bänden ändert.
    Ab etwa der zweiten Hälfte des Buches beginnt die Handlung spannender zu werden. Vor allem im letzten Teil überschlagen sich die Ereignisse und nach und nach fügt sich alles. Vieles habe ich bereits vorhergesehen, ein paar Dinge haben mich jedoch auch überrascht. Das Buch endet schließlich mit einem Cliffhanger, der direkt Lust auf den zweiten Teil macht.
    Den werde ich auch definitiv lesen. Auch wenn der erste Band meinen Erwartungen nicht gerecht wurde, hat er mir doch angenehme Lesestunden beschert und ich habe gern mit Blue und den Raven-Boys nach den Ley-Linien gesucht. Nach dem Ende habe ich auch die Hoffnung, dass der zweite Band (bzw. generell die Folgebände) spannender sein werden.
    Positiv hervorheben möchte ich außerdem den Schreibstil. Der ist nicht sonderlich anspruchsvoll, sondern eher locker. Dennoch ist alles präzise beschrieben und ich konnte mir die Umgebung gut vorstellen. Unnötige Ausschmückungen gibt es hier nicht, weswegen sich das Buch rasch lesen ließ.
    Insgesamt ist "Wen der Rabe ruft" ein solider Auftakt zu der Reihe, von dem ich mir jedoch ein wenig mehr erhofft hatte. Ein schlechtes Buch ist es deswegen jedoch nicht.

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    Cover des Buches Alles Kacke, oder was? (ISBN: 9783831039234)

    Bewertung zu "Alles Kacke, oder was?" von

    Alles Kacke, oder was?
    Azaleevor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Das Buch ist alles andere als "kacke". Auf kindgerechte Weise werden Fakten rund um den Stuhlgang vermittelt.
    Alles andere als "kacke"

    "Alles Kacke oder was? Haufenweise Wissen große und kleine Geschäfte" hält, was es verspricht und vermittelt haufenweise Informationen rund um das Thema Klogang.
    Wie funktioniert eine Kläranlage?
    Wie lange ist der Darm welches Lebewesens?
    Gab es einen Krieg um Kacke?
    Wie viele Rollen Klopapier verbraucht der Mensch im Jahr?
    Diese und viele andere Fragen werden auf kindgerechte Weise in dem Buch vermittelt.
    Zunächst war ich selbst skeptisch angesichts des Themas ist der Klogang doch nicht unbedingt ein Thema für Small Talk. Doch schnell wurde ich eines besseren belehrt.
    Die Fakten in dem Buch sind durchaus interessant - nicht nur für Kinder. Während einiges in die Kategorie "unnützes Wissen" fällt, ist anderes durchaus auch für den Alltag interessant (etwa die Frage, wie die Spültoilette funktioniert). Auch denkt man dank des Buches über Fragen nach, die tatsächlich für das praktische Leben interessant sind.
    Wohin etwa mit all den Fäkalien, die die Menschen Tag für Tag produzieren und die durch das Bevölkerungswachstum stetig ansteigen. Solche Probleme durch das Bevölkerungswachstum waren mir bis dato nicht bewusst und umso interessanter war es, durch das Buch darauf aufmerksam gemacht zu werden.
    Neben den interessanten Fakten fällt auch die gelungene Aufmachung des Buches auf. Jede Seite widmet sich einem Überthema, das anhand von kurzen kindgerechten Einführungstexten, einzelnen hervorgehobenen Sätzen für wichtige Fakten und Fotos und Illustrationen erklärt wird.
    Dank dieser Gestaltung ist das Buch auch keines, das man an einem Stück oder in der richtigen Reihenfolge durchlesen muss. Stattdessen kann man auf jeder Seite einsteigen, ohne dass Vorwissen fehlt.
    Insgesamt ist "Alles Kacke" ein Buch, das ich jedem empfehlen kann, der sich mal mit einem etwas ungewöhnlicherem Thema beschäftigen möchte.

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    Cover des Buches Die Tribute von Panem X (ISBN: 9783789120022)

    Bewertung zu "Die Tribute von Panem X" von Suzanne Collins

    Die Tribute von Panem X
    Azaleevor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Eine gelungene Darstellung von Snows Jugend, die jedoch kleine Längen hat.
    Ein würdiger Vorgängerband

    In "Die Tribute von Panem X. Das Lied von Vogel und Schlange" erzählt Suzanne Collins die Geschichte des jungen Snow und verknüpft sie mit der des nur wenig jüngeren Panems.
    Für Fans der Trilogie bietet das Buch spannende Hintergrundinformationen über die Entwicklung des Landes, aber auch darüber, wie Snow zum skrupellosen Präsidenten wurde, als der er in der Trilogie auftritt.
    Dabei gelingt ihr das Unmögliche und Snow ist mir am Anfang des Buches sehr sympathisch. Ich mochte seinen Einsatz für andere, den er teils gezeigt hat, ich konnte seine Motive und seinen Ehrgeiz nachvollziehen. Im Lauf des Buches wird er aber immer unsympathischer. Seine Motive waren für mich irgendwann nicht mehr nachvollziehbar. Das finde ich von Suzanne Collins aber sehr gelungen gemacht und ist von ihr vermutlich auch genauso beabsichtigt.
    Nichtsdestotrotz ist die Entwicklung, die er durchläuft grandios. Auch als unsympathsicher Charakter ist er tiefgründig und das ist es vor allem, was gute Figuren ausmacht.
    Was für Snow gilt, gilt ebenso für die anderen Figuren. Auch sie verfolgen ihre eigenen Ziele, ihre Motive sind in Anbetracht des jeweiligen Charakters nachvollziehbar. Immer bleibt jedoch eine Unischerheit darüber, was die Figuren wirklich wollen. Wie auch Snow kann der Leser vieles nur vermuten.
    Ebenso gut ausgearbeitet ist das junge Panem. Vieles, was aus der Trilogie bekannt ist, taucht hier wieder auf. Aber einiges ist anders. Die Welt ist in mancherlei Hinsicht viel schlimmer als das Panem 65 Jahre später, in anderer Hinsicht dagegen harmloser. Dennoch sind beides Welten, in denen ich nicht gern leben würde. Hier zeigt sie, wie sich das Kapitol und die Hungerspiele entwickelt haben. Der Leser erfährt mehr über deren Hintergründe und bekommt mit, wie sie zu dem Großereignis wurden, das sie bei Katniss und Peeta sind.
    So gut die Figuren und die Welt ausgearbeitet sind, hat mir die Handlung doch nicht immer gefallen. Das lag zum einen an Snows Handlungen, die für mich irgendwann nicht mehr nachvollziehbar waren. Zum anderen lag das daran, dass es einzelne Längen gab. Ich war nicht wirklich gefesselt und vieles war auch einfach vorhersehbar. Spannend war daher weniger das Ende an sich (das ist den Lesern der Trilogie bereits mehr oder weniger klar), sondern der Weg dorthin. Und genau hier hat zum Teil die Spannung, das gewisse Etwas, um mich zu fesseln gefehlt.
    Das macht es nicht zu einem schlechten Buch, sondern einfach nur zu einem, das eben nicht rundum perfekt ist - trotz der gelungenen Figuren und des gelungenen Worldbuildings.
    Flüssig zu lesen war auch Collins Schreibstil. An dieser Stelle auch ein Lob an die Übersetzerin. In dem Buch gibt es wieder einige Lieder, die natürlich mit entsprechendem Reimschema übersetzt werden mussten. Das ist meiner Meinung nach bis auf ein paar Kleinigkeiten gut gelungen und sicher nicht einfach gewesen.

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    Cover des Buches Queen of Air and Darkness (ISBN: 9783442314263)

    Bewertung zu "Queen of Air and Darkness" von Cassandra Clare

    Queen of Air and Darkness
    Azaleevor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Ein fantastischer Abschluss mit kleinen Schwächen.
    Wieder einmal ein geniales Buch - allerdings mit kleinen Schwächen

    Mit "Queen of Air and Darkness" hat Cassandra Clare einen rundum gelungenen Abschluss zu ihrer Trilogie um Emma und Julian geschaffen.
    Das Buch setzt direkt dort ein, wo der zweite Band geendet hat. So ist der Leser von vornherein mitten im Geschehen, was den Einstieg erleichtert.
    Die Handlung ist dadurch von vornherein spannend und geht so den größten Teil des Buches weiter. Nur an einzelnen Stellen weist sie einige Längen auf, die man hätte kürzen können. Nichtsdestotrotz ist die Handlung durchgehend spannend und ich war immer wieder überrascht, welche Ideen Cassandra Clare hat. Einges kam mir aus den anderen Büchern jedoch schon bekannt vor, sodass ich mich gefragt habe, ob ihr ein wenig die Ideen ausgegangen sind. Ihre Handlung enthält viele Details, die zwar irgendwann wichtig werden, aber eben auch für Längen sorgen. Dennoch ist der gut durchdachte Plot ein Pluspunkt von Cassandra Clares Büchern, der mich immer wieder erfreut. Logikfehler sucht man bei ihr vergeblich.
    Auch die Figuren sind hier wieder fantastisch ausgearbeitet. Jede*r von ihnen hat einen eigenen, individuellen Charakter, der sich im Lauf des Buches weiterentwickelt. Schön fand ich, dass hier wieder Figuren aus anderen Büchern aufgetaucht sind und hier ebenso vertieft waren bzw. Charakterzüge aus den anderen Büchern erkennbar waren.
    Ebenfalls genial ist Cassandra Clares Schreibstil bzw. die Arbeit der Übersetzer. Dadurch wird jedes Mal eine passende Stimmung vermittelt - ob düster oder hoffnungsvoll oder eine andere Stimmung. Cassandra Clare schreibt bildlich, es gelingt ihr mit klaren Worten eine ganze Welt zu schaffen.
    Auch bei Dialogen trifft sie stets den richtigen Ton, sodass sie durch und durch authentisch wirken.
    Insgesamt ist "Queen of Air and Darkness" wieder ein gelungenes Buch von Cassandra Clare, kann in meinen Augen aber wegen kleiner Kritikpunkte nicht mit den Vorgängerbänden mithalten. Dazu zählen die Längen, ebenso wie die sich wiederholenden Ideen. Gestört hat mich auch, dass das Ende dann doch so vergleichsweise offen war. Auch wenn ich weiß, dass sie noch weitere Bücher in dem Universum plant, hätte ich mir doch einen anderen Abschluss gewünscht.

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    Cover des Buches Call Me by Your Name, Ruf mich bei deinem Namen (ISBN: 9783423086561)

    Bewertung zu "Call Me by Your Name, Ruf mich bei deinem Namen" von André Aciman

    Call Me by Your Name, Ruf mich bei deinem Namen
    Azaleevor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Ein wunderschön-trauriger Liebesroman über eine Liebe, die so nicht sein durfte. Absolut empfehlenswert.
    Ein wunderschöner LIebesroman

    "Call me by your name" ist eine wunderschöne und ebenso traurige Liebesgeschichte zwischen dem 17-jährigen Elio und dem sieben Jahre älteren Oliver.
    Erzählt wird das Buch aus der Perspektive von Elio und besticht durch seinen authentischen und bezaubernden Schreibstil.
    Der Schreibstil ist relativ nüchtern, es wird viel beschrieben. Zugleich ist es ein chaotischer Schreibstil. Manches deutet Elio nur an, anderes hingegen beschreibt er sehr explizit. Immer wieder gibt es Zeitsprünge. Doch in diesem Schreibstil spiegelt sich Elios Charakter perfekt wieder.
    Er ist ein schüchterner, in sich gekehrter Junge, der innerlich zerrissen ist und selbst nicht so genau weiß, was er will.
    Die Zeitsprünge in der Handlung sind daher auch nicht so störend, denn wie für Elio und Oliver verschwimmen für den Leser die einzelnen Tage des Sommers zu einem großen Ganzen.
    Die Liebesgeschichte zwischen den beiden ist geprägt von der Angst vor den Reaktionen. Das Buch spielt im Italien der 1980er Jahre, als Homosexualität längst nicht gesellschaftlich anerkannt war. Dadurch sind auch die Probleme, mit denen die beiden konfrontiert sind, durchaus realistisch und nicht an den Haaren herbeigezogen.
    Am Anfang hatte ich wegen der Zeitsprünge etwas Probleme, in das Buch hineinzufinden, aber schnell habe ich mich an den besonderen Schreibstil gewohnt.
    Die Handlung dreht sich nicht nur um die Liebesgeschichte, sondern auch um Elio, der seine Sexualität entdeckt. Auch wenn Elios das teils sehr explizit beschreibt, wirkt es durch den Schreibstil in keinster Weise seltsam, sondern passend zur Figur und passend zur Handlung.
    Gegen Ende schließlich merkt man, wie Elio sich verändert und erwachsener wird. Seine Erzählungen werden stringenter, aber auch ernster und trauriger. Das Ende schließlich hat in mir nachgehallt und lässt mich noch lange über das Buch nachdenken.
    Dafür sorgen auch die beiden Protagonisten. Elio ist durch die Ich-Perspektive, Oliver durch Elios Beobachtungen sehr gut gezeichnet. Die beiden wirkten vor meinen Augen lebendig und sind mir beide ans Herz gewachsen. Ich mochte die intellektuellen, philosphischen Gespräche zwischen den beiden. Man merkt, wie sie auf einer Wellenlänge liegen, wie die Liebe zwischen den beiden wächst.
    Die anderen Figuren bleiben im Gegensatz dazu blass. Sie tauchen auf, wenn sie gerade in die Geschichte passen, aber das Hauptaugenmerk liegt auf den beiden jungen Männern.
    Insgesamt ist "Call me by your name" ein bezaubernder Roman über eine Liebe, die so nicht ganz akzeptiert war und die mit einigen Hürden kämpfen musste. Es ist ein Roman, den ich jedem nur ans Herz legen kann.

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    Cover des Buches Osterspaziergang (ISBN: 9783934029477)

    Bewertung zu "Osterspaziergang" von Johann Wolfgang von Goethe

    Osterspaziergang
    Azaleevor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Eine gelungene Kombination aus Text und Bild vermittelt nicht nur Kindern auf spielerische Weise das bekannte Gedicht.
    Gelungene Illustration zu altbekanntem Text

    Der "Osterspaziergang" ist ein bekanntes Gedicht von Johann Wolfang von Goethe und wird in diesem ilustrierten Buch Kindern zugänglich gemacht. Doch auch ich hatte meine Freude daran.
    In dem Buch werden die einzelnen Strophen des Gedichtes noch einmal in sinnvolle Elemente gegliedert. Auf jeweils einer Doppelseite dann sind je nach Länge einige Zeilen illustriert. Die Gliederung des Textes erschien mir sinnvoll und stets passend zu den Illustrationen.
    Die beiden Männer, die auch auf dem Cover zu sehen sind, ziehen sich durch das Buch hinweg und sind auf jeder Seite zu finden. Als Leser begleitet man sie quasi auf ihrem Osterspaziergang.
    Die Illustrationen sind allesamt im gleichen Stil wie die auf dem Cover gehalten, mit klar erkennbaren Strichen, aber auch einigen Details, sodass man auf den Seiten gerne länger verweilt und die Bilder untersucht. Schön fand ich die bunten Farben, die für die Bilder gewählt wurden. Hier wird nicht nur durch den Text, sondern auch durch die Farbgebung das Gefühl von Frühling vermittelt.
    Am Ende des Buches steht eine kurze Biographie von Johann Wolfang von Goethe sowie noch einmal das komplette Gedicht. Das fand ich eine gute Ergänzung.
    "Osterspaziergang" ist ein Bilderbuch, das nicht nur Kindern spielerisch Gedichte näherbringt, sondern an dem auch Erwachsene ihre Freude haben. Die Kombination aus Text und Bild fand ich in jeder Hinsicht gelungen.

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    Cover des Buches Verity (ISBN: 9783423230124)

    Bewertung zu "Verity" von Colleen Hoover

    Verity
    Azaleevor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Der Teil der Thrillerhandlung ist spannend und überraschend. Die Liebesgeschichte dagegen relativ platt. Dennoch empfehlenswert.
    Überraschender Thriller

    Colleen Hooveer hat sich als Autorin von Liebesromanen einen Namen gemacht. Mit "Verity" hat sie bewiesen, dass sie durchaus anders kann, und auch Thriller schreiben kann.
    In dem Buch verschwimmen nach und nach die Grenzen der Wahrheit, sodass ich am Ende nicht mehr wusste, wer eigentlich die Wahrheit sagt.
    Aber von vorn:
    Es geht um die junge Autorin Lowen, die den Auftrag bekommt, die Reihe der erfolgreichen Autorin Verity fortzusetzen. Bei den Recherchen stößt sie auf das Tagebuch von Verity und kommt zugleich deren Mann immer näher.
    Das Buch gliedert sich demnach in zwei Teile.
    Da ist zum einen die Thrillerhandlung, die sich aus den Ereigsnissen in der Gegenwart und den Tagebucheinträgen zusammensetzt. Diesen Teil fand ich sehr gelungen, und habe gerne mitgerätselt. Hier hat Colleen Hoover ganze Arbeit geleistet und einen durchaus spannenden Thriller geschrieben, der vor allem von den psychologischen Aspekten und der Frage nach der Wahrheit lebt.
    Auf der anderen Seite gibt es die Liebesgeschichte zwischen Lowen und Jeremy, die ich einfach nur plump fand. Lowen findet Jeremy sexuell attraktiv - so weit, so gut. Aber an keiner Stelle´hatte ich das Gefühl, dass die beiden sich gut genug kennenlernen, um sich ineinander zu verlieben.
    Das kann Colleen Hoover definitiv besser.
    Der spannende Teil der Handlung wird ergänzt durch teils spannende Figuren, bei denen man über ihre Motive rätselt. Leider zählt Lowen nicht zu diesen Figuren. Von allen wichtigen Personen im Buch ist sie diejenige, die am blassesten bleibt, obwohl sie die Ich-Erzählerin ist. Von ihrer Vergangenheit, die ich am Anfang noch spannend fand, bleibt am Ende nichts mehr. Größtenteils schien mir ihr Zweck zu sein, die Geschichte von Verity zu erzählen. Das fand ich persönlich sehr schade, da hier Potenzial verschenkt wurde.
    Der Schreibstil von Colleen Hoover ist wie immer einfach, aber doch flüssig gehalten. Man merkt aber durchaus einen Unterschied zwischen Lowens und Veritys Kapiteln. Veritys Kapitel sind um einiges düsterer. In beiden Teilen gibt es eine Ich-Erzählerin, die meist ihre Handlungen beschreibt.
    "Verity" ist ein Buch, das mich ein wenig zwiegespalten zurücklässt. Als Thriller war es definitiv genial, gut durchdacht mit einem spannenden Plotttwist. Die Liebesgeschichte dagegen war plump und nicht wirklich glaubwürdig. Da der Fokus des Buches aber auf den Thrillerelementen liegt, habe ich mich entschieden, dem Buch noch vier Sterne zu geben.

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    Cover des Buches Was man von hier aus sehen kann (ISBN: 9783832164577)

    Bewertung zu "Was man von hier aus sehen kann" von Mariana Leky

    Was man von hier aus sehen kann
    Azaleevor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Eine herzerwärmende Geschichte mit poetischem Schreibstil und leibenswerten Figuren.
    Absolutes Herzensbuch

    Mit "Was man von hier aus sehen kann" hat Mariana Leky ein wunderbares Buch geschrieben, dass ich jedem nur ans Herz legen kann.
    Protagonistin und Ich-Erzählerin Louise lebt in einem kleinen Dorf, gemeinsam mit ihrer Oma Selma, ihren Eltern, dem Optiker und einigen anderen schrulligen, aber liebenswerten Figuren.
    Erzählt wird, was Louise während ihres Lebens erlebt. Der Leser begleitet sie dabei, wie sie erwachsen wird. Aber nicht nur sie verändert sich im Laufe des Buches, auch die Dorfbewohner wachsen im Laufe des Buches. Sie alle sind Karikaturen, nur mit wenigen Eigenschaften ausgestattet, aber das machte sie umso liebenswerter.
    Dominantes Thema des Buches ist die Liebe. Allerdings geht es nicht nur um die Liebe eines Paares, sondern auch um die Liebe innerhalb der Famlie, um Freundschaft, um Gemeinschaft.
    All das erzählt Mariana Leky in einer unaufgeregten, fast poetischen Sprache. Es war mir ein leichtes, in das Buch einzutauchen und das Dorf vor meinen Augen zu sehen.
    Die Handlung des Buches ist ebenfalls unaufgeregt. Einige überraschende Wendungen deutet die Ich-Erzählerin in geschickter erzählerischer Weise an. Aber auch ohne diesen Trick war ich neugierig darauf, wie es Louise und den Dorfbewohnern ergeht. Das Buch lebt von einigen wenigen Figuren, aber ihre Dynamik untereinander, ihr Miteinander haben dafür gesorgt, dass das Buch an keiner Stelle langweilig wurde.
    Insgesamt ist "Was man von hier aus sehen kann" ein Buch, das ich jedem nur ans Herz legen kann. Das Gesamtpaket stimmt. Die Geschichte ist durch und durch herzerwärmend und trotz ihrer Unaufgeregtheit fesselnd. Der Schreibstil hat mich in das Buch eintauchen lassen und jede der Figuren war auf ihre eigene Art liebenswert.

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