Bambi-Nini

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Rezensionen und Bewertungen

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    Cover des Buches Scythe – Das Vermächtnis der Ältesten9783737355087

    Bewertung zu "Scythe – Das Vermächtnis der Ältesten" von Neal Shusterman

    Scythe – Das Vermächtnis der Ältesten
    Bambi-Ninivor 2 Tagen
    Kurzmeinung: Komplexe, spannende Geschichte mit zahlreichen Figuren und verschiedenen Handlungssträngen in einer ohnehin komplexen Zukunftsvision.
    spannender, ereignisreicher Abschlussband (4,5)

    Achtung: 3. Band. Inhaltliche Spoiler zu den Vorgängern vorhanden!
    Vorwissen ist zum Lesen des Buches zwingend notwendig, da die Handlungsstränge um die Vielzahl an Figuren nahtlos fortgesetzt werden. Rückblicke als Erinnerungsstützen gibt es immer wieder zerstückelt in die Geschichte eingebunden.

    Nachdem ich die beiden ersten Bände jeweils direkt nach Erscheinen gelesen hatte, hatte ich nun im Vorfeld der Lektüre die Hörbücher zu den Vorgängern gehört, um meine Erinnerungslücken zu füllen.
    Dies war auf jeden Fall sinnvoll, da mir die Rückblenden sonst nicht ausgereicht hätten, um mich an die vielen Charaktere und ihre jeweilige Beteiligung an der Vielzahl an Plänen und Intrigen zu erinnern.

    Gleichzeitig fiel es mir nach den über 25 Hör-Stunden allerdings anfangs dennoch schwer, lesend in die Geschichte zurückzufinden.
    Dies lag allerdings auch daran, dass der Trilogieabschluss im Gegensatz zu den Vorgängerbänden nicht chronologisch erzählt wird. Die Geschichte umfasst etwa den Zeitraum von drei Jahren, wobei es immer wieder Sprünge innerhalb dieser Zeitspanne gibt. Dass die Jahre nicht nummeriert, sondern durch Tiernamen gekennzeichnet sind, macht es nicht einfacher, die jeweiligen Ereignisse chronologisch einzuordnen, zumal nirgendwo offensichtlich notiert ist, welche Tierjahre aufeinander folgen. Dies ergibt sich erst im fortgeschrittenen Verlauf der Erzählung.
    Zusätzlich zu der ohnehin komplexen Handlung ist auch die Sprache anspruchsvoller als bei manch anderem Jugendbuch. Es wimmelt von Fachbegriffen und Fremdwörtern.
    Wie schon aus den ersten Bänden bekannt, gibt es Tagebuchaufzeichnungen und Korrespondenzen verschiedener Scythe aus unterschiedlichen Zeiten und auch immer wieder Einblicke in den Thunderhead.

    Letzteren finde ich besonders spannend, auch wenn das ganze Konstrukt des Thunderhead teilweise schwer greifbar ist. Die künstliche Intelligenz, die über die Menschheit wacht und eigentlich keine Gefühle haben sollte, zeigte bereits im zweiten Band, dass sie bis zu einem gewissen Grad ihre eigenen Gesetzmäßigkeiten überwinden kann. Daher fand ich es interessant, die weitere Entwicklung zu beobachten, aber auch zu sehen, wie manche Charaktere dem Thunderhead Wissen entlocken, welches dieser eigentlich nicht herausgeben dürfte, und damit das Geschehen maßgeblich beeinflussen.

    Die Welt, die Neal Shusterman entwirft, finde ich nach wie vor faszinierend und erschreckend. Obwohl der Roman nur wenige hundert Jahre in der Zukunft spielt, hat sich die Menschheit grundlegend verändert. Und dann auch wieder nicht. Neal Shusterman bedient sich vieler bekannter gesellschaftskritischer Themen, die er in sein dystopisches Setting überträgt: religiös begründete Grausamkeiten und blinder Gehorsam, Korruption, Machtmissbrauch und Erpressung…

    Nachdem ich mich in die Geschichte eingefunden hatte bzw. akzeptiert hatte, dass ich nicht direkt alle Ereignisse sicher in die richtige Abfolge setzen konnte, konnte mich das Buch wieder komplett fesseln. Nach den dramatischen Ereignissen am Ende des zweiten Bandes sind viele Dinge im Umbruch. Zahlreiche Figuren mischen mit, agieren miteinander und gegeneinander.
    Ich konnte selten vorhersehen, in welche Richtung sich die Handlung entwickelt. Immer wieder gibt es Wendungen, dramatische Ereignisse und neue Grausamkeiten. Je weiter die Geschichte voranschreitet, desto mehr spitzten sich die Ereignisse zu, die Spannung steigt unentwegt bis kurz vor Schluss. Am Ende überschlagen sich die Ereignisse. Manches hätte ich mir anders gewünscht, einiges hätte ich mir auch einfach nur ausführlicher gewünscht. Dennoch fand ich die Entwicklung und das Ergebnis, auf welches letztlich alles hinausläuft, sehr gelungen.
    Allerdings hätte ich auch nichts gegen einen weiteren Band – ein paar Kleinigkeiten bleiben nämlich noch offen oder werden nur angedeutet.

    Schade fand ich, dass Rowan und Citra vergleichsweise wenig Raum innerhalb der Handlung einnehmen. Dahingegen waren mir die Geschichten über die fanatischen Tonisten insgesamt etwas zu zahlreich. Zwar ist das ganze Geschehen ohnehin unglaublich brutal, dennoch empfand ich manche Taten als zu extrem.

    Fazit

    Sehr komplexe Geschichte mit zahlreichen agierenden Figuren und verschiedenen Handlungssträngen in einer ohnehin komplexen, ebenso grausamen wie faszinierenden, Zukunftsvision. Dank Auffrischung der ersten Bände konnte ich inhaltlich gut folgen, hatte aber zunächst dennoch Schwierigkeiten, mich zwischen den verschiedenen Zeitsträngen zurechtzufinden.
    Die Handlung ist sehr spannend, immer wieder dramatisch und oft sehr brutal. Dabei habe ich selten vorhergesehen, was als nächstes passiert, sodass mich die ganzen Wendungen absolut fesseln konnten. Ich hätte mir allerdings etwas mehr von Citra und Rowan und etwas weniger von den Tonisten gewünscht.

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    Cover des Buches Cremig zart verführt9782496702934

    Bewertung zu "Cremig zart verführt" von Ellen McCoy

    Cremig zart verführt
    Bambi-Ninivor 2 Tagen
    Kurzmeinung: Tolle Landschaftsbeschreibungen und eine süße Liebesgeschichte, in der mich besonders Carys' Leidenschaft für ihren Traum überzeugt hat.
    schöne Liebesgeschichte, die Hunger und Fernweh weckt (4,5)

    Seit einigen Jahren arbeitet Carys im Café Ambrosial und zaubert dort eigene Eiskreationen. Doch als der Eigentümer stirbt, steht die Zukunft des Cafes auf der Kippe, denn der neue Besitzer plant weitreichende Veränderungen. Verbissen kämpft Carys darum, Logan die Besonderheiten des Cafés sowie der Umgebung nahezubringen.

    Die Geschichte ist toll, um sich – gerade in der derzeitigen Situation – ganz weit weg zu träumen. Die detaillierten Landschaftsbeschreibungen lassen das zauberhafte Wales mit seinen Wasserfällen, rauen Küsten und malerische Landschaften im Kopf lebendig werden.

    Neben dem Fernweh bekommt man beim Lesen außerdem Hunger – auf Eis in den verschiedensten Varianten. Carys hat die Eisherstellung nicht erlernt. Sie liegt ihr einfach im Blut. Mit Leidenschaft und feinen Geschmacksnerven kreiert sie ihre ganz eigenen Sorten, von denen ich nach all der Schwärmerei der Kundschaft nun auch gern kosten würde.

    Mit ihrer Begeisterung für das Café und die Eisproduktion versucht Carys auch Logan davon zu überzeugen, den Laden zu belassen, wie er ist. Doch Logan als Geschäftsmann setzt andere Interessen über Traditionen.
    Dank der wechselnden personalen Sicht, die Einblicke in die Gedanken und Gefühle von Carys und Logan gibt, ist nachvollziehbar, welchen Wandel beide Charaktere im Verlauf durchmachen. Denn Carys muss ihr Bild von dem kalten Engländer überdenken, während Logan nach und nach dem Zauber des Café Ambrosial sowie der Region verfällt… Und dann gibt es ja auch noch die beginnende Zuneigung füreinander.

    Ich mochte die langsame Gefühlsentwicklung. Während Carys von Beginn an leidenschaftlich für ihre Art zu leben plädiert, bleibt Logan kühl und zurückhaltend. Nur langsam öffnet er sich der Waliserin ein wenig, verliert dabei aber nicht den Profit aus dem Blick, was der aufkeimenden Vertrautheit zwangsläufig einen Dämpfer verpasst.
    Die Konflikte im letzten Drittel empfand ich als etwas zu aufgebauscht, wobei dies auch der Sturheit beider Figuren zu verdanken ist. Dennoch war die Liebesgeschichte insgesamt für mich stimmig und nachfühlbar, sodass ich mich auf weitere Geschichten aus Wales freue.

    Gefallen hat mir auch der herzliche Zusammenhalt in Carys Familie, der im völligen Gegensatz zu der eher unterkühlten Beziehung zwischen Logan und dessen Vater steht.

    Fazit

    Hätte Wales nicht ohnehin schon auf der Liste meiner Wunschurlaubsorte gestanden, wäre dies spätestens nach der Lektüre der Fall. Die detaillierten Natur- und Ortsbeschreibungen ebenso wie das übermittelte Lebensgefühl wecken definitiv das Fernweh…
    Die Annährung der Figuren ist dank der Perspektive nachvollziehbar und nachfühlbar. Besonders begeistert hat mich die Leidenschaft, mit der Carys für das Eis und den Traditionsbetrieb kämpft.

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    Cover des Buches Bad. Irish. Mine.9783736312678

    Bewertung zu "Bad. Irish. Mine." von Nashoda Rose

    Bad. Irish. Mine.
    Bambi-Ninivor 2 Tagen
    hätte mir mehr Spannung gewünscht (3,5)

    Nach dem Klappentext hatte ich mir mehr von der Geschichte versprochen – mehr Spannung, mehr von der Gefahr, die im Klappentext erwähnt wird.
    Es beginnt damit, dass sowohl die gemeinsame Nacht als auch der Überfall, welche Teil des Klappentextes sind, beinahe ausgespart werden. Nur in kleinen bruchstückhaften Rückblenden werden diese Ereignisse erwähnt. Danach plätschert die Geschichte erstmal relativ gemächlich vor sich hin. Erst ganz am Ende wird die Gefahr, die mehrfach erwähnt wird, so präsent, dass die Spannung schlagartig ansteigt. Davon hätte ich gern mehr über die Handlung hinweg gehabt.

    Stattdessen gibt es jede Menge Gefühlschaos. Eva ist nach der gemeinsamen Nacht ziemlich durch den Wind – vor allem, nachdem Deaglan sie danach eher abweisend behandelt hat. Dementsprechend verwirrt ist sie, als er einige Tage später wieder bei ihr auftaucht und sie von nun an beschützen möchte.
    Dabei fand ich es schwer nachvollziehbar, was zwischen den beiden am Anfang passiert. Sie kennen sich kaum, trotzdem macht Deaglan sich zu einem Teil ihres Lebens, wogegen Eva sich – zum Glück, denn das macht sie sympathischer – zumindest ein wenig auflehnt. Erst später im Verlauf, nachdem der Ire sich etwas öffnet, wird sein Verhalten verständlicher. Dennoch war mir sein Macho-Bad-Guy-Gehabe inklusive Drohgebärden und böser Blicke oft etwas too much.
    Obwohl die erhoffte Spannung ausbleibt, war es nicht uninteressant, die Gefühlsentwicklung zu beobachten. Beide verbergen schmerzhafte, aufwühlende Erlebnisse, die ihr Handeln beeinflussen. Nur langsam öffnen sie sich und sind bereit, sich aufeinander einzulassen, obwohl eine gemeinsame Zukunft nicht möglich scheint.

    Nicht warm geworden bin ich hingegen mit dem Schreibstil, was möglicherweise auch der Übersetzung geschuldet sein kann. Eva, die überwiegende Ich-Erzählerin, reiht, besonders wenn sie ihre Gefühle beschreibt, einen blumigen Vergleich an den nächsten. Das war mir insgesamt alles zu ausgeschmückt und kitschig. Löwenzahnflausch und samtige Gänseblümchen lassen grüßen…
    Im Gegensatz dazu ist die Sprache, wenn es um Sex geht, durchweg derb und vulgär.
    Das Highlight ist aber die Beschreibung von Deaglan. Dieser große, starke, harte, tätowierte Biker kichert. Nicht nur einmal. Er kichert ständig… Das passt für mich leider gar nicht zusammen.

    Fazit

    Die Liebesgeschichte ist nicht uninteressant, auch wenn ich nach dem Klappentext mehr Spannung, Gefahr und Action erwartet hätte. Eva und Deaglan sind sehr unterschiedlich, wobei Deaglan mit seinem harten Gehabe für mich teilweise über das Ziel hinausschießt. Beide haben schmerzhafte Ereignisse in der Vergangenheit, die der Geschichte ein wenig Tiefe geben. Der Schreibstil war mir zu überladen von kitschigen Vergleichen und einem kichernden Deaglan…

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    Cover des Buches Die Lichtbringerin 39783551302564

    Bewertung zu "Die Lichtbringerin 3" von Johanna Danninger

    Die Lichtbringerin 3
    Bambi-Ninivor 2 Tagen
    Kurzmeinung: Für mich der stärkste Band der Reihe, deutlich spannender und gefühlvoller.
    für mich der beste Band der Reihe

    Achtung: 3. Band der Reihe. Inhaltliche Spoiler zu den Vorgängern vorhanden.
    Die Handlung wird nahtlos vorgesetzt. Vorwissen ist notwendig, da es nur wenige Rückblicke gibt.

    Nachdem die Bruderschaft weiter an Stärke gewonnen hat, geraten die Lichtbringer unter Druck, der entscheidende Kampf steht bevor. Dadurch empfand ich die Geschichte von Beginn an als spannender als die ersten zwei Bände. Es passiert mehr, das Tempo ist höher. Gefahr liegt in der Luft.
    Zudem gibt es nicht so zahlreiche lange Passagen zur spirituellen Welt, die ich zuvor oft zäh fand.

    Allerdings setzt Lucia sich wieder intensiv mit sich selbst auseinander. Sie grübelt viel. Denkt über ihre Gefühle nach. Manchmal dreht sie sich dabei auch im Kreis, dennoch habe ich sie insgesamt als stärker erlebt. Überhaupt macht sie über die Reihe hinweg eine langsame aber stetige Entwicklung durch, auch wenn ich es nach wie vor etwas eigenwillig finde, dass das Ergebnis ihrer Grübeleien jedes Mal ist, dass in ihrem Inneren etwas an seinen Platz klickt und sie dadurch plötzlich einen Entwicklungsschub macht.

    Das Verhältnis von nachdenklichen Passagen und actionreichen Momenten war für mich passend. Trotz ruhiger Momente ist die Geschichte insgesamt spannend und bietet einige Überraschungen. Am Ende überschlagen sich die Ereignisse regelrecht, manches ging mir dabei etwas zu schnell und einfach. Allerdings sind die Ereignisse durch die komplex konstruierten Hintergründe stimmig und lassen am Ende nur wenige Fragen offen.

    Fazit

    Nachdem ich mit den ersten zwei Bänden und teilweise auch mit Lucia mehrfach gehadert habe (aber trotzdem immer wissen wollte, wie es weitergeht), hat mich der Abschluss nun positiv überrascht. Durch die drohende Gefahr ist die Geschichte von Beginn an spannender. Sowohl die emotionalen Unsicherheiten, als auch die Kämpfe konnten mich mehr fesseln. Zudem gibt es noch ein paar unerwartete Entwicklungen, die mich überraschen konnten und die Ereignisse weiter zugespitzt haben.

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    Cover des Buches Wild Kingdom 2: Krone der Tiger9783646606041

    Bewertung zu "Wild Kingdom 2: Krone der Tiger" von M.J. Martens

    Wild Kingdom 2: Krone der Tiger
    Bambi-Ninivor 2 Tagen
    schöne Liebesgeschichte

    2. Band der Reihe.
    Vorwissen ist nicht notwendig, da die Handlung unabhängig und in sich geschlossen ist. Die Figuren aus Band 1 kommen nur kurz vor.

    Nachdem es in Band 1 um das geteilte Reich Kender ging, spielt die Handlung jetzt im Nachbarkönigreich Ferlen.
    Da sich das Land im Krieg befindet, schickt der König seine Tochter, Prinzessin Silayla, auf den Sitz einer befreundeten Familie. Dort findet die verschlossene Silayla langsam zurück ins Leben.

    Grundsätzlich finde ich Gestaltwandler-Geschichten total spannend. Zwar spielt der Wandler-Aspekt in diesem Band schon eine etwas größere Rolle als im Vorgänger, dennoch hätte ich mir noch mehr Details zur Welt der verschiedenen Wandler und ihrer Besonderheiten gewünscht.

    Ich habe das Buch innerhalb eines Tages gelesen – die Story ist interessant und der Schreibstil, abgesehen von einigen Wortwiederholungen, flüssig und anschaulich. Die Geschichte bietet viele Emotionen, ein wenig Drama und einige für mich unerwartete Wendungen.

    Erneut wird das Geschehen aus vier verschiedenen Ich-Perspektiven erzählt: Silayla, Grenna (eine Freund von Silaylas Mutter), Vincent (deren Sohn) sowie Dorian (ihr Neffe).
    Da die Passagen entsprechend gekennzeichnet sind, sind die Wechsel leicht erkennbar. Allerdings hätten mir zwei der Perspektiven eigentlich gereicht.

    Die Liebesgeschichte hat mir gut gefallen. Dabei geht es nicht nur um die Entwicklung der Gefühle zueinander, sondern vor allem auch um Silaylas Weg zurück ins Leben und ihr Umgang mit ihren Schuldgefühlen. Sowohl sie als auch Dorian haben schwere Schicksalsschläge erlitten, die sie verarbeiten müssen.
    Zuckersüß ist die vierjährige Natalia, die nicht nur sehr feinfühlig ist, sondern auch einen Einblick in das Leben eines Babywandlers ermöglicht.

    Probleme hatte ich mit Vincent, dem Sohn der Hausherrin Grenna. Ich verstehe, warum diese Figur in der Geschichte gebraucht wurde. Aber ich verstehe nicht, warum er so ist. Vincent hat – um es diplomatisch und möglichst spoilerfrei zu sagen – sehr komisch Ansichten. Und ich kann nicht nachvollziehen, wo diese herkommen sollen, da seine Eltern ihm dies nicht vorzuleben scheinen. Für mich passt er einfach gar nicht in dieses Familienbild. Vielleicht wären hier ein paar Hintergrundinformationen zu Erlebnissen, die ihn so denken lassen, hilfreich gewesen.

    Fazit

    Silayla und Dorian sind sympathische Figuren. Besonders Diroans Schicksal fand ich sehr berührend. Die Liebesgeschichte, ebenso wie Silaylas innerer Kampf zurück ins Leben haben mir gut gefallen.

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    Cover des Buches Das Lied der Sonne9783551584205

    Bewertung zu "Das Lied der Sonne" von Jennifer Wolf

    Das Lied der Sonne
    Bambi-Ninivor 2 Tagen
    Kurzmeinung: Es fehlt an Spannung und Überraschungen. Obwohl sich alles um die Gefühle der Figuren dreht, kamen diese nicht bei mir an.
    spannende Welt, Handlung überzeugt nicht (3,5)

    Als der zukünftige Großkönig des Reiches eine Brautschau veranstaltet, soll Lanea anstelle ihrer Freundin, der Häuptlingstochter, an den Hof reisen. Sie geht davon aus, bald wieder zuhause zu sein, doch dann kommt alles anders. Plötzlich wird Lanea in gefährliche Intrigen verwickelt, während Prinz Aaren sie immer mehr fasziniert…

    Da ich die Jahreszeiten-Reihe liebe, war ich gespannt auf das neue Buch von Jennifer Wolf. Komplett mitreißen konnte es mich leider nicht.

    Die Grundidee finde ich total spannend: Unbedarftes Inselmädchen muss sich plötzlich mit höfischen Intrigen und Liebeschaos auseinandersetzen.
    Die Welt ist sehr vielseitig und die Beschreibungen der einzelnen Landschaften und verschiedenen Völker sind sehr bildhaft. Da Lanea ihr Land bisher nicht verlassen hatte, ist alles neu für sie – die schönen Seiten ebenso wie das Leid der armen Bevölkerung.
    Lanea wächst auf einer Insel auf, deren Volk sehr naturverbunden ist. Jeden Morgen stehen sie zur Begrüßung der Sonne gemeinsam singend am Strand. Dieses Leben steht in einem starken Kontrast zu allem, was Lanea am Hof kennenlernt. Mit der Etikette kann sie sich genauso wenig anfreunden, wie mit den pompösen, steifen Kleidern.

    Lanea, die Ich-Erzählerin, ist eine freundliche, hilfsbereite junge Frau. Teilweise agiert sie impulsiv und naiv, sie fasst zu schnell Vertrauen zu Fremden, was bei all den Intrigen am Hof zu Schwierigkeiten führen kann.

    Obwohl in der Geschichte eigentlich viel los ist, plätscherte für mich die Handlung dennoch vor sich hin. Ich habe die ganze Zeit auf eine große Wendung gewartet, einen plötzlichen Verräter oder dergleichen. Stattdessen bestätigt sich das Offensichtliche, sonst passiert aber nicht allzu viel.
    Insgesamt läuft mir alles zu glatt. Dabei hätte es etliche Momente gegeben, in denen sich das Blatt hätte wenden und das Drama zunehmen können.

    Obwohl die Figuren viel über ihre Gefühle nachdenken und reden und sich irgendwie auch alles um erlaubte, verbotene oder versteckte Gefühle dreht, kamen die Emotionen bei mir leider nicht an.

    Am Ende ist nur ein Handlungsaspekt von vielen geklärt.
    Da so vieles offen bleibt, vermute ich, dass die Geschichte fortgesetzt wird. Als Einzelband wäre mir das Ende zu offen.

    Fazit

    Den ganzen Weltenentwurf mit den verschiedenen Völkern und sehr kontrastreichen Lebensbedingungen fand ich sehr spannend. Leider konnte mich die Handlung nicht so recht packen, es fehlt an Spannung und Überraschungen. Obwohl sich viel um Gefühle dreht, kamen diese leider nicht bei mir an.

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    Cover des Buches Hin und nicht weg9783596703982

    Bewertung zu "Hin und nicht weg" von Lisa Keil

    Hin und nicht weg
    Bambi-Ninivor 2 Tagen
    Kurzmeinung: Schöne Liebesgeschichte. ländliche Atmosphäre mit den natur- und tierverbundenen Charakteren sehr.
    zurück in Neuberg ♥

    2. Band. Die Protagonisten des ersten Teils kommen wieder vor.  Auf ihre Story wird auch eingegangen – und sie wird nebenbei fortgeführt, was sehr schön ist. Die jetzige Handlung spielt allerdings 3 Jahre später und steht für sich. Kaya und Rob, der im ersten Teil als ihr bester Freund vorkommt, schon zu kennen, schadet allerdings nicht.

    Bleib doch, wo ich bin hat mir im letzten Jahr unglaublich gut gefallen. Sowohl der bildhafte Stil, als auch die Story und das ganze Lebensgefühl in dem kleinen Ort mit den tierverbundenen Charakteren haben mich ans Buch gefesselt.
    Und auch diesmal konnte mich die Geschichte schnell für sich einnehmen. Mit Anabel, die in Berlin lebt, bunte Haare, Piercings und Tattoos hat, kommt ein „Paradiesvogel“ ins beschauliche Neuberg. Sie ist ganz anders als alle bekannten Charaktere und bringt frischen Wind, aber ich habe etwas Zeit gebraucht, mit ihr und ihrer zunächst eher distanzierten Art warm zu werden. Aber so wie sie sich mit ihrer Freundlichkeit ins Herz der Neuberger schleicht, wurde sie mir auch schnell sympathischer.

    Rob spielt als Kayas bester Freund bereits im ersten Band eine große Rolle. Ich mochte den Tierarzt bereits damals. Er geht sehr liebevoll mit all seinen tierischen Patienten um und behandelt auch die Besitzer mit Freundlichkeit und Respekt, egal wie sie ihm gegenüber auftreten. Als Tierarzt hat er immer viel zu tun, allerdings hat Rob dennoch viel Kummer, den er lange verbirgt.

    Anabel und Rob schildern das Geschehen abwechseld aus der Ich-Perspektiven und geben dabei einen Einblick in ihre Sorgen, Gedanken und Gefühle, die sie viel zu oft für sich behalten.

    Ich mochte sehr, wie die zwei, die durch eine zufällige Begegnung beginnen, zusammenzuarbeiten, auch zusammenwachsen. Während Rob sich zunächst noch gegen Veränderungen auflehnt, wird Anabel schnell zu einer großen Untersützung und je besser die berufliche Zusammenarbeit funktioniert, desto mehr Privates teilen sie auch miteinander.
    Einfach wird es aber natürlich trotzdem nicht, denn eigentlich sind die Vorstellungen, die beide von ihrem Leben haben, nicht miteinander kompatibel…

    Spannend finde ich auch die intensiven Einblicke in den Berufsalltag des Tierarztes mit den glücklichen, aber auch  traurigen Erlebnissen. Diese Eindrücke gibt die Autorin, die selbst Tierärztin ist, gut wieder, ohne dass man viel Fachwissen benötigen würde, um den Beschreibungen von Kuhgeburten oder Wundbehandlungen zu folgen. Ganz nebenbei gibt es sogar noch einen Denkanstoß zu unseren Essgewohnheiten. Süß zu sein, bewahrt das Kälbchen halt nicht vor der Trennung von seiner Mutter, der Milchkuh, oder dem Schlachter, wie Anabel schmerzhaft erkennen muss.

    Fazit

    Schöne Liebesgeschichte. Die langsame Annährung der Figuren ist nachvollziehbar dargestellt. Zudem gefällt mir die ländliche Atmosphäre mit den natur- und tierverbundenen Charakteren sehr. Daher freue ich mich, dass es noch einen dritten Band über die sympathische Milli geben wird.

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    Cover des Buches Revenge is what you get9783903278301

    Bewertung zu "Revenge is what you get" von Siobhan Davis

    Revenge is what you get
    Bambi-Ninivor 2 Tagen
    Kurzmeinung: Unglaublich spannend, unglaublich brutal und erschreckend. Voller Wendungen und übler Überraschungen.
    sooo spannend und soooo grausam (4,5)

    Achtung – 2. Band. Rezension enthält Spoiler zum Vorgänger

    Den ersten Band fand ich unglaublich fesselnd. So unglaublich spannend und immer wieder überraschend. Aber auch oft erschreckend.
    Und so ging es mir auch jetzt.
    Die Handlung ist überwiegend echt hart. Was die Figuren einander antun, ist oft grausam. Es kommt in verschiedenen Szenen zu Missbrauch und Nötigung. Und auch Figuren, die einander eigentlich gutgesinnt sind, gehen oft brutal miteinander um. Die ganze Gesellschaft der Elite ist extrem frauenverachtend und die meisten der beteiligten Männer leben dies auch mehr oder weniger intensiv aus. Obwohl all diese grausamen Taten einen Teil der Spannung ausmachen, waren mir manche Dinge diesmal tatsächlich zu extrem. Einige Charaktere gehen einfach zu weit. Alle sinnen auf Rache und dafür ist ihnen jedes Mittel recht. Es ist so unglaublich grausam, was sie einander antun…

    Und dennoch ist das Buch auch wieder total spannend. Bereits im ersten Band haben sich Allianzen gebildet, doch die Aufdeckung neuer Geheimnisse hat einiges durcheinandergebracht. Besonders Abby fällt es nach all dem Verrat schwer, überhaupt noch zu vertrauen. Was auch richtig ist. Denn immer wieder wendet sich das Blatt, immer neue Geheimnisse kommen ans Licht und vermeintliche Freunde wechseln die Seiten. Dadurch kommt es immer wieder zu Wendungen aber auch zu neuen Schikanen.

    Regelmäßig werden auch vergangene Ereignisse in ein anderes Licht gerückt, indem die Beteiligung verschiedener Charaktere aufgedeckt wird. Zeitnahes Nacheinanderlesen der Bücher ist hier auf jeden Fall hilfreich, weil auf so viele vergangene Geschehnisse eingegangen wird, auf die nicht sehr ausführlich zurückgeblickt wird, denen aber viele neue Details und Verstrickungen hinzugefügt werden.

    Die wechselnden Ich-Perspektiven zwischen Kai und Abby geben einen Einblick in ihr Gefühlsleben und ermöglichen zudem teilweise, das Geschehen an unterschiedlichen Orten zu verfolgen. Der Schreibstil ist flüssig und anschaulich, Flüche und derbe Wortwahl inklusive.

    Das Ende ist wieder genauso offen wie beim ersten Band und nicht minder schockierend.
    Nach all den Grausamkeiten habe ich nun aber bereits ein wenig Angst vor dem Finale, denn ich fürchte, dass manche Figuren noch Steigerungen zu ihren bisherigen Taten finden werden.

    Und obwohl mich die Geschichte mit ihrer Spannung und den vielen Wendungen total fesseln konnte, bin ich am Ende dennoch zwiegespalten. Die bösen Figuren sind superfies, keine Frage. Aber auch die vermeintlich „Guten“ schrecken vor nichts zurück. So gibt es auch zwischen Liebenden immer wieder Gewalt und Übergriffe. Allerdings turnen diese die 17-jährige Abby sogar noch an…

    Und so stellt sich mir am Ende die Frage: Darf mir die Geschichte gut gefallen, obwohl alles, was darin passiert, so abgrundtief falsch ist und das Verhalten aller Figuren, auch der vermeintlich guten, oft einfach inakzeptabel ist?!

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    Cover des Buches All Saints High - Die Prinzessin9783736311237

    Bewertung zu "All Saints High - Die Prinzessin" von L. J. Shen

    All Saints High - Die Prinzessin
    Bambi-Ninivor 2 Tagen
    Kurzmeinung: Fiese Chraktere voller Wut und Rachgelüste sorgt für eine durchaus interessante Story mit einigen Wendungen.
    Wechselbad der Gefühle

    Seit vier Jahren hütet die nun 18-jährige Daria ein Geheimnis. Damals hat sie einen Fehler begangen, der nicht nur einen Traum zerstört zerstört, sondern auch ihr eigenes Leben verändert hat.
    Ihr Leben ist eng mit dem Schicksal der gleichaltrigen Zwillinge Silvia und Penn verknüpft. Obwohl sie beide hasst, fühlt sie sich dennoch zu Penn hingezogen. Auch er ist nach allem, was vorgefallen ist, nicht bereit, ihr das Leben leicht zu machen…

    Daria ist ein Biest. Sie ist reich, wohnt in einem riesigen Haus und geht auf eine Eliteschule. Das Verhältnis zu ihren Eltern ist schwierig, Daria ist oft sehr bissig und abweisend. In der Schule kämpft sie darum, ihren Status als beliebtestes Mädchen zu behalten – im Zweifel auch auf Kosten der anderen. Dabei empfindet sie durchaus Schuldgefühle für ihre Taten, sie hat aber einen eigenwilligen Weg gewählt, damit umzugehen.
    Es dauert lange, bis bei Daria ein Veränderungsprozess einsetzt. Zwar blitzt immer mal eine verletzliche Seite durch, dennoch verfällt der Teenager, der voller Rache und Wutgefühle steckt, immer wieder in ihre grausamen Verhaltensweisen.

    Auch Penn trägt durchaus Schuld mit sich herum. Seit er Daria das erste Mal gesehen hat, hat sie ihn fasziniert. Aber sie verkörpert auch alles, was er hasst.

    Die Hassliebe der beiden, das hin und her zwischen Streit und Anziehung, konnte mich durchaus fesseln, gleichzeitig konnte ich ihr widersprüchliches Verhalten aber auch nicht immer nachvollziehen. Auch die wechselnden Ich-Perspektiven, die Einblicke in Gedanken und Gefühle ermöglichen, erklären das Verhalten nicht immer.

    Der Beginn der Geschichte hat mir gut gefallen. Gerade als ich den Eindruck hatte, dass es anfängt, langwierig zu werden, gab es eine Wendung, die neuen Schwung und Spannung, aber auch noch mehr gemeines Verhalten mit sich bringt.
    Die Charaktere gönnen sich nichts, es gibt so viel Missgunst, verletzte Gefühle, Missverständnisse aber auch einfach blanken Hass, dass einige erschreckende Dinge passieren.
    Nach der Triggerwarnung zu Beginn des Buches bezüglich „körperlicher und sexueller Gewalt“ hatte ich allerdings insgesamt noch heftigere Verläufe erwartet.

    Am Ende nimmt die Handlung erst einen etwas skurrilen, unrealistischen Verlauf, um dann nochmal an Emotionen zuzulegen. Es wird deutlich, dass der Schein manchmal trügt. Nicht jeder ist so, wie er/ sie vorgibt zu sein. Und dass Geld allein nicht glücklich macht…

    Ich bin froh, dass die Geschichte von Daria und Penn abgeschlossen ist und das hin und her nicht noch endlos weitergezogen wird. Da dies ja ein erster Band ist, war ich mir im Verlauf manchmal nicht sicher, ob sich wirklich alles auflösen würde. Im nächsten Band scheinen aber andere Figuren im Vordergrund zu stehen, die bereits Teil des Freundeskreises sind.
    Die „Sinners of Saint“-Reihe, die offensichtlich von der Elterngeneration der jetzigen Figuren handelt, kenne ich übrigens nicht, zum Verständnis ist dies aber auch nicht notwendig.

    Fazit

    Daria ist so ein missgünstiger, kalter Charakter und auch Penn ist nicht gerade eine positive Figur – sympathisch waren die zwei mir nicht immer, dennoch fand ich ihren Kleinkrieg zwischen Rache und Zuneigung interessant zu beobachten. Allerdings agieren die zwei nicht immer nachvollziehbar. Auch andere Charaktere stecken so voller Wut und falschem Ehrgeiz, dass es einige unerwartete Wendungen, fiese Aktionen und aufgewühlte Gefühle gibt.

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    Cover des Buches When We Dream9783736313040

    Bewertung zu "When We Dream" von Anne Pätzold

    When We Dream
    Bambi-Ninivor 2 Tagen
    Kurzmeinung: Zauberhafte Geschichte, toll geschrieben, sympathische Figuren.
    Geschichte mit Sog-Wirkung

    Die 19-jährige Ella lebt mit ihren zwei Schwestern in Chicago. Dort trifft sie auf einen jungen Mann, der sofort ihr Interesse weckt. Die zwei treffen sich und tauschen viele Nachrichten aus. Allerdings weiß Ella nicht, dass es sich um den Sänger einen berühmten K-Pop-Band handelt. Hatte er ihre Welt nicht schon vorher auf den Kopf gestellt, gerät alles noch mehr durcheinander, nachdem sein Geheimnis ans Licht kommt…

    Was für eine wunderschöne Geschichte. „Leider“ handelt es sich um einen Auftaktband und entsprechend offen ist das Ende.

    „Popstar trifft einfaches Mädchen“-Geschichten lese ich grundsätzlich sehr gern. Allerdings ist Jae-yong ganz ander als die typischen Bad Boy Rocker, die mir normalerweise in Büchern begegnen, die ununterbrochen fluchen, Partys feiern oder Mädchen abschleppen. Der Koreaner ist das ganze Gegenteil: ruhig, höflich, fast schon schüchtern… Sein Wesen und sein Verhalten sind sicher auch zum Teil seiner Herkunft geschuldet. Aber auch öffentliche und vertragliche Erwartungen und Vorschriften spielen bei seinem Handeln eine große Rolle.

    Zu K-Pop habe ich keinerlei Bezug. Ich wusste, dass diese Musikrichtung existiert, hatte aber keine Ahnung von den Ausbildungsbedingungen der dortigen Musiker, sodass die Einblicke sehr spannend, aber auch ein wenig erschreckend waren.

    Dass Ella ihn nicht kennt, ist für Jae-yong ein Segen. Er kann einfach er selbst sein, doch sehen darf ihn dabei niemand. Und so darf auch keiner von der beginnenden Freundschaft zwischen ihm und Ella wissen.

    Ella ist die mittlere von drei Geschwistern. Nach dem Tod ihrer Eltern ist sie zu ihrer älteren Schwester gezogen, die die Verantwortung für die beiden jüngeren übernimmt und mit ihrem Einkommen die Versorgung sichert. Die Lebensbedingungen sorgen zwischen den Schwestern teils für eine angespannte Stimmung, gefangen zwischen Einschränkungen, Verantwortung füreinander und den eigenen Wünschen… Einerseits sind die Schwestern sich sehr nah und vertraut miteinander, besonders Ella und ihre jüngere Schwester Liv, andererseits gibt es aber auch eine gewisse Distanz und Themen, über die einfach nicht gesprochen wird.
    Durch das schwere Schicksal, das die drei Schwestern teilen, fand ich auch ihre Geschichte abseits der sich entwickelnden Lovestory sehr interessant. Es gibt viele liebevolle, unterstützende Momente, aber auch Stress, Streit und letztlich auch einige Geheimnisse.

    Der Schrebistil ist total toll, sehr flüssig und bildhaft. Ich konnte mich nur schwer von dem Buch lösen. Ella gibt als Ich-Erzählerin viele Einblicke in ihre Gefühle, während der Blick in die anderen Figuren verwehrt bleibt. Wechselnde Perspektiven fände ich für die Fortsetzungen daher spannend.

    Die Figuren sind toll gezeichnet. Es macht Spaß, ihre Interaktion zu verfolgen. Zwar wird manchmal ein wenig zu viel von Ellas Uni-Alltag geschildert, insgesamt fliegt die Handlung aber nur so dahin.
    Ich kann es kaum erwarten, den nächsten Band zu lesen.

    Fazit

    Das Buch hat mich total in seinen Bann gezogen. Ich mochte den anschaulichen Schreibstil und die sympathischen Figuren sehr. Gerade den Koreaner und seinen Hintergrund fand ich spannend, da mir die K-Pop-Szene unbekannt ist und ich seine Art einfach toll fand. Die sich entwickelnde Liebesgeschichte ist durch die Schwierigkeiten, die das Popstarleben mit sich bringt, interessant. Aber auch Ellas private Situation sorgt für Emotionen und Zündstoff.

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