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Rezensionen und Bewertungen

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    Cover des Buches Der Duft der Blumen bei Nacht (ISBN: 9783630876870)

    Bewertung zu "Der Duft der Blumen bei Nacht" von Leïla Slimani

    Der Duft der Blumen bei Nacht
    BeautyBooksvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Nett für zwischendurch, mehr aber auch nicht!
    Nett für zwischendurch, mehr aber auch nicht!

    Schreiben heißt, sich Fesseln anlegen, doch aus diesen Fesseln selbst erwächst die Möglichkeit einer ungeheuren, schwindelerregenden Freiheit. - Seite 14

    Das bislang persönlichste Buch der französisch-marokkanischen Autorin Leïla Slimani. In diesem Buch nimmt sie uns mit auf eine Reise durch ihr Leben. Erinnerungen, Gedanken und sehr private Bekenntnisse, die sie alle während einer ungewöhnlichen Nacht in Venedig erlebt und aufgeschrieben hat. Eine Nacht im Museum Punta Della Dogana, dem einstigen Zollgebäude der Serenissima. Ein Ort, an dem sich seit jeher Orient und Okzident begegnen und der zum Sinnbild ihrer eigenen Geschichte wird. Die Autorin erzählt uns von ihrer Familie und ihrer Kindheit in Rabat, vom Alltag in Paris als Mutter und Schriftstellerin, vom Leben zwischen den Kulturen und der Kraft der Literatur. 

    Zitatrechte: Luchterhand Verlag. Aus dem Französischen von Amelie Thoma. 

    Meine persönliche Meinung:

    Ich habe schon einiges von Leïla Slimani gelesen und war auch bisher immer sehr angetan von ihren Büchern. Als ich dieses Büchlein das erste Mal in der Hand gehalten habe, war ich erstaunt, wie dünn es ist und habe mir somit auch nicht mehr viel erwartet. Ich wusste sofort, dass man hier nur einen kleinen Einblick in ihr Leben bekommen wird, mehr aber auch nicht und so war es dann auch.

    Dieses Büchlein lässt sich wirklich sehr flott und schnell lesen. 160 Seiten, die man leicht an einem Abend lesen kann. Slimanis sprachliche Ausdrucksweise hat mir hier wieder sehr gut gefallen. Ich liebe ihre Art, sich auszudrücken. Als LeserIn lässt sie uns tief in ihre Beziehung zu ihrem Vater blicken, aber auch in ihr Autorenleben, ihr Verhältnis zur Literatur und in ihr Leben zwischen Frankreich und Marokko. Wir erfahren auch ein wenig über bestimmte Charaktere aus ihren bisherigen Büchern und lässt diese nochmals etwas anders erscheinen. 

    Slimani befindet sich im Jahr 2019 in einer Schreibblockade und hat sich deswegen im Museum Punta Della Dogana für eine Nacht einsperren lassen. Sie lässt uns an ihren Gedanken und den Dingen, die sie dort beobachtet teilhaben. Einblicke, die wirklich spannend zu lesen sind. Gefallen hat mir auch in Der Duft der Blumen bei Nacht, dass die Autorin immer wieder Bezug zu anderen AutorInnen nimmt, wie z.B. William Shakespeare, Virginia Woolf, Stefan Zweig und viele mehr. 

    Eine sehr kurzweilige Lektüre, die nett für zwischendurch ist, mehr aber auch nicht. Ich hatte nicht das Gefühl hier etwas zu verpassen, wenn man es nicht gelesen hat. Der Schreibstil war gut und manche Einblicke wirklich spannend, aber trotzdem hätte ich mir eine ausführlichere Lektüre gewünscht. 

    Kommentare: 1
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    Cover des Buches Die Paradiese von gestern (ISBN: 9783963116148)

    Bewertung zu "Die Paradiese von gestern" von Mario Schneider

    Die Paradiese von gestern
    BeautyBooksvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Eine sehr schöne französische Geschichte, die ein paar Längen hatte, aber im großen und ganzen sehr angenehm zu lesen war!
    Mit ein paar Längen, aber sonst sehr schön!

    Der Krieg ist wie eine Krankheit, eine Epidemie, die sich weit vom eigentlichen Epizentrum der Front, hinein in die noch so entlegensten Ecken des Landes ausbreitet. - Seite 15

    Inhaltsangabe:

    Ein junges Paar aus Ostdeutschland, Ella und Rene, verbringen nach der Wende ihren ersten Sommer in Freiheit in Südfrankreich. Auf der Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit geraten sie in das marode Schlosshotel der Madame de Violet, einer Gräfin, die mit ihrem Diener wie in einer vergessenen Zeit lebt. Es stellt sich heraus, dass sie die einzigen und auch letzten Gäste sein werden. Die beiden erleben die Verlockungen und Enttäuschungen einer neuen Welt und die Zerbrechlichkeit ihrer fest geglaubten Beziehung.

    Zitatrechte: Mitteldeutscher Verlag. 


    Meine persönliche Meinung:
     Aufgefallen ist mir dieses wunderschöne Buch auf Instagram. Ich muss gestehen, dass ich den Verlag davor nicht gekannt habe, aber aufgrund des Covers und des Klappentextes wurde ich neugierig auf diese Geschichte. Nach und nach habe ich immer wieder begeisterte Rezensionen gelesen, somit stand ziemlich schnell fest, dass ich dieses Buch auch gerne lesen möchte.

    Ein Glück ist umso größer, je unwahrscheinlicher es ist. - Seite 18

    Beginnt man die Geschichte zu lesen, befindet man sich erstmals in der Vergangenheit. Wir lernen das frühere Leben von Charlotte, Madame de Violet, und ihren Angestellten kennen. Schon auf den ersten Seiten habe ich ihren Portier, Vincent, in mein Herz geschlossen. Ein so liebenswürdiger und aufmerksamer Mann, der stets an ihrer Seite ist. Charlottes Sohn, Alain, wuchs so gut wie ohne Vater auf, der hatte einfach viel zu tun und man merkt recht schnell, dass Vincent diese Rolle recht früh übernommen hat, als ein guter alter Freund Angestellter der Familie. Zusammenhalt steht hier ganz groß im Vordergrund.

    Mir fiel auch sofort dieser wunderbare Schreibstil auf. Für dieses Buch habe ich mir unglaublich viel und lange Zeit genommen. Ich wollte es genießen und obwohl mir die Geschichte richtig gut gefallen hat, flog ich nicht durch die Seiten, wie ich es bei anderen Büchern gewöhnt bin. Während dem Lesen fühlt man das französische Flair so richtig. Ich konnte nicht genug davon bekommen und hatte stets das Gefühl, in eine ganze andere Welt einzutauchen.

    Manchmal kann man jemanden nur halten, wenn man ihn loslässt. - Seite 209

    Ella und Rene sind wie frisch verliebt. Sie freuen sich auf ihren Sommer in Südfrankreich und genießen diese gemeinsame Zeit. Sie lernen auf ihrer Reise wundervolle Menschen kennen und landen auf Empfehlung im Schlosshotel der Madame de Violet. Am ersten Abend sind sie zum Dinner eingeladen und lernen dort auch Alain kennen. Ab da kommt die Geschichte ins Rollen und es wird spannend. Alain, den man sofort als arrogant und fies abstempelt. Man merkt sofort, dass er etwas im Schilde führt und auch einen ziemlichen Unfrieden zwischen den Personen hineinbringt. Da möchte ich allerdings nicht zu viele verraten. Alain war mir leider auch nicht wirklich sympathisch, aber ich war fasziniert, wie gut der Autor diese Rolle vom Anfang bis zum Ende umgesetzt hat. Alain machte mich neugierig und das hielt wiederum den Spannungsbogen stets aufrecht. 

    Ein wunderschöner und rundum gelungener Roman, der mich wirklich fasziniert und gefesselt hat. Elegant und verzaubernd kam mir diese Geschichte immer wieder vor und fühlte mich immer wieder wie einem französischen Film. Die Geschichte plätscherte stets so dahin und ich konnte das Buch nur schwer zur Seite legen. Eine ganz besondere Lektüre, die ich jeden ans Herz legen möchte. Perfekt für viele Sonnenstunden am See.

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    Cover des Buches Die Wut, die bleibt (ISBN: 9783498002961)

    Bewertung zu "Die Wut, die bleibt" von Mareike Fallwickl

    Die Wut, die bleibt
    BeautyBooksvor 5 Monaten
    Cover des Buches Ein letzter Sommer (ISBN: 9783036951379)

    Bewertung zu "Ein letzter Sommer" von Steve Tesich

    Ein letzter Sommer
    BeautyBooksvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Habe ich sehr gerne gelesen! Keine Ahnung, warum das Buch so lange ungelesen in meinem Regal stand. Schöne Geschichte.
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    Cover des Buches Die Phantasie der Schildkröte (ISBN: 9783596298266)

    Bewertung zu "Die Phantasie der Schildkröte" von Judith Pinnow

    Die Phantasie der Schildkröte
    BeautyBooksvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Eine sehr entzückende und herzerwärmende Geschichte!
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    Cover des Buches Singe ich, tanzen die Berge (ISBN: 9783986970000)

    Bewertung zu "Singe ich, tanzen die Berge" von Irene Solà

    Singe ich, tanzen die Berge
    BeautyBooksvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Ein besonderes Buch, bei dem ich mir dennoch unsicher bin, ob ich es wirklich gut oder schlecht fand, war es traurig oder schön?
    Traurig oder schön? Gut oder schlecht? Alles in allem!

    Das Leben und die Welt und die Geschichte und alles, was passiert, ist voll von schlimmen Dingen, die sich zur falschen Zeit am falschen Ort ereignet haben, während niemand sie verhindert hat. - Seite 51

    Inhaltsangabe:

    Bauer Domenec wir von einem Blitz erschlagen und dessen junge Frau Sio bleibt mit ihren Kindern und ihrem Schwiegervater allein zurück. Doch das Leben geht weiter. Teilnahmslos beobachten die Berge das Werden und Vergehen derer, die dort leben.

    Irene Solà wurde mit diesem Roman 2020 mit dem Europäischen Literaturpreis ausgezeichnet. Sie erschafft in diesem Buch eine vielstimmige und poetische Welt, erzählt durch starke Frauen und mystische Stimmen von Großeltern, Eltern, Kindern, Tieren, Geistern, dem Wald und den Wolken. Sie alle bilden diese Geschichten, die auf eine schöne und magische, aber auch tragische Art und Weise miteinander verbunden sind. Alle vereint im Kreislauf von Geburt, Leben und Tod. Solà erzählt die Geschichte der Berge, die die Erinnerung an Jahrhunderte, an geologische Epochen, politische Konflikte und die Verbindung mit der Natur umfasst.

    Aus dem Katalanischen von Petra Zickmann. 

    Meine persönliche Meinung:

    Fängt man das Buch zu lesen an, merkt man sofort, dass es sich hier um eine ganz besondere Erzählung handelt. Die Geschichte ist anders und einzigartig. Eine Geschichte, die ich so noch nie zu lesen bekommen habe und doch habe ich mir zwischendurch ein bisschen schwergetan.

    Der Klappentext und dieses wunderschöne Cover haben mich neugierig gemacht. Ich denke auch, dass dies ein Buch ist, auf das man sich einfach einlassen muss. Vermutlich wisst ihr nach meiner Rezension noch immer nicht, worum es in diesem Buch überhaupt geht. Ich hatte absolut keine Erwartungen an diese Lektüre, habe mich einfach eingelassen und fand es genau richtig so. Wenn du es lesen möchtest, dann mach genau das und lass dich überraschen.

    Die Thematik des Buches ist gar nicht mal so eine leichte. Es geht um Tod, Gewalt und wie hart das Leben in den Bergen sein kann. Ein Buch, in dem sich die Realität mit Legenden und Aberglaube vermischt. 

    Die Perspektiven wechseln in jedem Kapitel und hier hatte ich so meine Schwierigkeiten. Man muss sich als LeserIn immer wieder neu orientieren und stets nachdenken, von wem nun die Geschichte weitererzählt wird. Ein Buch, bei dem man definitiv aufmerksam sein muss und mit den Gedanken nicht abschweifen darf.

    Der Stil des Buches ist definitiv originell und eindringlich. Manchmal hatte das Ganze für mich auch eine große Ähnlichkeit mit einem Märchen. Tiefe Trauer und auch großer Schmerz liest man hier aus jeder Zeile heraus. Mit einem ganz eigenen Charme werden neue Geister mit Gegenwart und Historie verknüpft. So wie die Natur, so ist das Leben auch desöfteren grausam, bereichernd und unglaublich vielfältig. Diesen dramatischen Eindruck bekommt man beim Lesen mit voller Wucht geliefert. 

    Ein besonderes Buch, bei dem ich mir dennoch unsicher bin, ob ich es wirklich gut oder schlecht fand, war es traurig oder schön? Ich denke, es ist alles in einem. Eine Lektüre, die mich einerseits verblüfft und dann wieder total verwirrt hat. Zeilen, die mich gefesselt und fasziniert haben. Ich habe gegrübelt, mich gewundert und das Buch mit einem eher nichtssagenden Gefühl beendet, dennoch war es so besonders und lyrisch wirklich eine Wucht. 

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    Cover des Buches Firekeeper's Daughter (ISBN: 9783570166017)

    Bewertung zu "Firekeeper's Daughter" von Angeline Boulley

    Firekeeper's Daughter
    BeautyBooksvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Buch, das eine Triggerwarnung benötigen würde. Ein sehr spannendes Jugendbuch, das so seine Längen hat.
    Ein gutes Jugendbuch!

    Ist es möglich, das Herz so zu dehnen, dass es sowohl Liebe als auch komplizierte Gefühle beherbergen kann? - Seite 305

    Inhaltsangabe: 

    Die 18-jährige Daunis Fontaine ist halb weiß, halb Native American. Sie hat nie wirklich wo dazugehört, weder in ihrer Heimatstadt noch im nahe gelegenen Ojibwe-Reservat. Daunis möchte gerne Medizin studieren und einen Neustart am College wagen. Plötzlich muss sie sich um ihre Mutter kümmern und legt ihre Pläne vorerst auf Eis. Eines Tages wird Daunis Zeugin eines schrecklichen Mordes. Sie wird vom FBI rekrutiert, um undercover zu ermitteln. Sie willigt widerstrebend ein und erfährt dabei Dinge, die ihre Welt vollkommen auseinanderreißen. Der einzige Lichtblick ist Jamie, der neue und charmante Spieler im Eishockeyteam von Daunis' Bruder Levi. Doch auch Jamie ist nicht der, der er zu sein scheint.

    Zitatrechte: cbj Verlag. Aus dem amerikanischen Englisch von Claudia Max.

    Meine persönliche Meinung:

    Was für ein Cover! Ich liebe es sehr und man kommt in der Buchhandlung defintiv nicht daran vorbei. Auch der Klappentext hat mich neugierig gemacht, somit stand für mich schnell fest, dass ich diesen Schmöker gerne lesen möchte.

    Der Einstieg in die Geschichte empfand ich als etwas holprig und ist mir doch ein wenig schwergefallen. Ich musste mich erst an die vielen fremden Begriffe und die Erzählart gewöhnen. Hat man sich erst einmal eingelesen, kommt man aber sehr gut damit klar. Im hinteren Teil des Buches findet man außerdem eine Liste von Erklärungen zu den jeweiligen fremden Begriffen. 

    Die Geschichte nimmt sehr schnell Fahrt auf und wir lernen einzelne Personen kennen, die mir alle positiv aufgefallen sind. Wir lernen auch die unterschiedlichen Denk- und Religionsweisen der Kulturen kennen. Sehr interessant fand ich auch die Bräuche der Ojibwe. Definitiv ein toller Einblick in eine ganz andere Welt, von der ich leider zuvor nicht wirklich etwas wusste. Vielleicht hätte ich einen besseren Zugang zu dieser Kultur gehabt, wenn ich mich vorher etwas eingelesen hätte.

    Daunis mochte ich sehr gerne. Eine tolle Figur, die sehr authentisch, familiennah, achtsam und respektvoll ist. Auch ihr Bruder Levi, Lily, Jamie und alle anderen Verwandten kann man nur ins Herz schließen. Interessante Protagonisten, die zum Teil sehr unterschiedlich und sich dann doch wieder sehr ähnlich waren.

    Der Schreibstil gefiel mir ausgesprochen gut. Es ließ sich super und sehr angenehm lesen. Der Spannungsbögen hielt größtenteils an, allerdings hatte die Geschichte für mich mittdendrin so seine Längen. 

    Ein Buch, dass definitiv eine Triggerwarnung haben müsste. In dieser Geschichte werden Themen wie Verlust, Tod, sexuelle Gewalt, Diskriminierung und Substanzmissbrauch behandelt. Leider war ich hier etwas schockiert, wie mit sexueller Gewalt in dieser Geschichte umgegangen wird, als wäre es nichts Besonderes und eben halt so passiert.

    Faszinierend fand ich, wie toll die Autorin jene Kultur mitsamt ihren Traditionen erzählt und so toll in die Geschichte eingebaut hat. Starke Charaktere, die den Roman perfekt abgerundet haben. Intensive Hintergrundgeschichten, die mich sehr gefesselt haben. Eine tiefgehende Darstellung der Community, vor allem des Stammesrats, ermöglichen dem Leser einen tollen Einblick in eine ganz andere und schöne Kultur, die ich bisher noch nie so zu lesen bekommen habe. Eine wunderbare Gemeinschaft, die mich auch immer wieder sehr berührt hat. Ein großes Lob an die Autorin, die unglaublich viele Aspekte wahnsinnig toll in der Geschichte untergebracht hat.

    Definitiv ein tolles und besonderes Jugendbuch, dass sich wie ein Krimi lesen lässt und vom Thema her definitiv nicht einfach ist. Zum Ende hin gibt es nochmals einen großen Showdown, bei dem sich die Ereignisse regelrecht überschlagen. Man bekommt kein klassisches Happyend zu lesen, allerdings sehr glaubhaft und hoffnungsvoll, das mich auch etwas nachdenklich zurückgelassen hat. 

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    Cover des Buches Eine perfekte Familie (ISBN: 9783453292604)

    Bewertung zu "Eine perfekte Familie" von Liane Moriarty

    Eine perfekte Familie
    BeautyBooksvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Habe es wirklich gerne gelesen. Manchmal hatte es so seine Längen, aber trotzdem fand ich die Geschichte toll und spannend!
    Mit ein paar Längen..

    Inhaltsangabe:

    Joy und Stan Delaneys Leben wirkt nach außen hin mehr als nur perfekt. Sie haben vier gemeinsame Erwachsene Kinder, ein Familienunternehmen und die goldenen Jahre des Ruhestands liegen vor ihnen. Eines Nachts klopft eine fremde Frau an ihre Haustüre. Blutend und mit Tränen in den Augen, da sie sich mit ihrem Freund gestritten hat und sie daraufhin weggelaufen ist. Die Delaneys haben ein hilfsbereites und großes Herz und gewähren der jungen Frau, namens Savannah, Unterschlupf. Aber Savannah will mehr.

    Einige Wochen später ist Joy verschwunden und auch von Savannah gibt es keine Spur. Die Polizei verdächtigt Stan, der seine Unschuld beteuert und doch eine Menge zu verbergen hat. Die Geschwister sind schockiert und wissen nicht mehr, wem und was sie noch glauben können. Was war los bei den Delaneys all die Jahre?


    Meine persönliche Meinung:

    Ich habe mich riesig gefreut, als ich das Buch auf lovelybooks.de gewonnen habe. Von Liane Moriarty wollte ich immer schon einmal ein Buch lesen, habe aber allerdings immer davor zurückgeschreckt, weil diese so dick sind. Wer mich kennt, weiß, dass ich nicht so ein Fan von dicken Büchern bin. Liane Moriarty konnte mich allerdings mit diesem Schmöker wirklich packen, dass ich es sehr gerne, vom Anfang bis zum Ende, gelesen habe.

    Die erste Hälfte des Buches fand ich richtig spannend. Auch mochte ich die verschiedenen Zeitwechsel sehr gerne. Mal liest mein ein Kapitel in der Vergangenheit und dann wieder eines in der Gegenwart. So erfährt man so einiges über die Familie Delaneys und kann die Hintergründe, warum Joy verschwunden ist, nach und nach mitverfolgen. Zwischendrin hatte ich stets so meine Ahnung, wohin die Geschichte geht, aber so richtig draufgekommen bin ich dann doch nicht. Spricht definitiv für das Buch. Auch fand ich spannend, dass die Familie nur nach außen hin so perfekt scheint. Jede Familie hat so seine Probleme und das erfährt man hier auch ganz gut. Jedes Familienmitglied hat einfach einen anderen Charakter, mit dem der eine besser und der andere schlechter umgehen kann. Da tut es nichts zur Sache, ob es die Schwester oder der Bruder ist.

    Die zweite Hälfte des Buches hat für mich ein wenig nachgelassen und kurz vor Schluss, hat die Geschichte nochmal so richtig Fahrt aufgenommen. In diesem Roman hat mich ein wenig gestört, dass dann kurz vor Ende auch noch die Pandemie eingebaut wurde. Verstehe nicht ganz warum, denn das Buch hätte auch ganz ohne damit auskommen können. Für mich hat es nicht wirklich dazu gepasst. Auch wurde mir desöfteren zu viel über das Familienunternehmen geredet. Hier hatte die Geschichte dann hin und wieder so seine Längen, was ich sehr schade fand.

    Der Schreibstil lässt sich super lesen und ich flog auch regelrecht durch die Seiten. Ich mochte die verschiedenen Charaktere sehr gerne, die unterschiedlicher nicht hätten sein können. Nur zu gern habe ich die Familie Delaney begleitet. Ein Buch, dass sich super lesen lässt. Eine Geschichte, bei dir man nicht viel nachdenken muss und man sie daher einfach nur genießen kann. Perfekt für viele tolle und spannende Lesestunden. Wer Familienromane mag, wird in Eine perfekte Familie definitiv fündig. 

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    Cover des Buches Das Mädchen mit dem Drachen (ISBN: 9783103974904)

    Bewertung zu "Das Mädchen mit dem Drachen" von Laetitia Colombani

    Das Mädchen mit dem Drachen
    BeautyBooksvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Eine sehr berührende und erschütternde Geschichte. Trotz der schweren Thematik unglaublich schön zu lesen. Mochte es wirklich gerne!
    Sehr berührend und spannend!

    Inhaltsangabe: 

    Léna möchte ihr Leben in Frankreich hinter sich lassen und will eine kleine Auszeit in Indien verbringen. Jeden Morgen beobachtet sie dort am Strand das indische Mädchen Lalita, das seinen Drachen fliegen lässt. Eines Tages rettet Lalita Léna das Leben, als diese von einer Ozeanwelle fortgerissen wird. Zu Hilfe kommt Preeti, die furchtlose Anführerin einer Selbstverteidigungsgruppe für junge Frauen. Eines Tages fasst Léna einen Plan. Als ehemalige Lehrerin will sie Lalita, zum Dank, lesen und schreiben lernen. Lalita muss tagtäglich für ihre Familie im Restaurant arbeiten und darf daher keine Schule besuchen, damit die sich das Geld für eine Aushilfe sparen. Leider ist Lalita kein Einzelfall und das möchte Léna, mit Hilfe von Preeti, ändern. Sie gründen die erste Dorfschule, die alles verändern wird.

     

    Meine persönliche Meinung:

    Dies ist mein erster Roman von Laetitia Colomabani gewesen. Ich hab die anderen beiden Romane bereits im Regal stehen und freue mich schon, wenn ich diese demnächst lesen werden. Aus "Der Zopf" kennt man das Mädchen Lalita ja bereits und viele meinten, dass dieses Buch das Beste von den dreien ist. Ich bin gespannt und werde da sicher auch noch berichten, sobald ich es gelesen habe.

     

    Da ich nun keinen Vergleich zu den beiden anderen Romanen der Autorin habe, hatte ich somit keine Erwartungen an das Buch. Der Klappentext hat mich allerdings sofort überzeugt und somit habe ich es sofort von meinen Stapeln der ungelesenen Bücher befreit.


     Schon nach den ersten Seiten habe ich gemerkt, dass es sich super schnell und einfach lesen lässt. Die Bücher aus dem Fischerverlag haben doch eine relativ große Schrift und an zwei Abenden hatte ich das Buch auch schon wieder ausgelesen. Die Thematik in dem Buch hat mir unglaublich gut gefallen, allerdings finde ich, dass man diese noch viel weiter ausbauen hätte können. Ich mochte das Buch richtig gerne, deswegen flog ich auch nur so durch die Seiten und ich war doch etwas traurig, als ich die Geschichte dann auch schon zu Ende gelesen hatte. Für mich war das Ende dann auch viel zu schnell da und hatte doch das Gefühl, dass mir in der ganzen Geschichte etwas abgegangen ist. 

     

    Ein ganz wunderbarer Roman, der mir sehr ans Herz gewachsen ist. So viele Kinder dürfen in Indien keine Schule besuchen und müssen stattdessen sehr viel und hart arbeiten. Familien, die sich mit ihrer Selbstständigkeit über Wasser halten und sich keine Aushilfen leisten können. Kinder, die gefühlt nur zum Arbeiten da sind und nur wenig Liebe und Geborgenheit erfahren, werden nie eine Zukunft haben und das möchte Léna ändern. Leider werden ihr immer wieder Steine in den Weg gelegt und auch zu den Familien der Kinder dringt sie nur schwer durch. Die halten von der ersten Dorfschule nur sehr wenig, da Léna dadurch ihre Arbeitskräfte wegnimmt und sie der Meinung sind, dass man keine Schulbildung benötigt. Léna kämpft sich durch und hat noch dazu selbst eine Vergangenheit, mit der sie innerlich zusätzlich zu kämpfen hat und versucht, mit ihrer neuen Aufgabe diese zu vergessen.

    Eine Geschichte, die mich doch auch sehr nachdenklich zurückgelassen hat. Ich glaube genau deswegen, weil mich auch das Thema sehr interessiert hat, hätte ich mir hier noch ein wenig mehr erhofft. Weitere 200 Seiten hätten dem Buch auch nicht geschadet und man hätte noch so viel mehr von einem Leben in Indien erzählen können. Nichtsdestotrotz hat mir das Buch echt gut gefallen und ich empfehle es jeden, der was schnelles, mit einer ernsten Thematik dahinter, lesen möchte.

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    Cover des Buches Butter (ISBN: 9783351050986)

    Bewertung zu "Butter" von Asako Yuzuki

    Butter
    BeautyBooksvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Eine sehr spannende und ganz andere Geschichte. Zwischendurch seine Längen, aber ansonsten gut umgesetzt. Habe es gerne gelesen!
    Außergewöhnlich und spannend!

    Ich will dir ja nicht zu nahetreten, aber als Reporterin hast du es bestimmt nicht leicht. Sich ständig mit der Polizei oder Politikern zu treffen, ist eine Sache. Aber sie dazu zu bringen, ihre Meinung zu sagen, ist nochmal was anderes. Bestenfalls behandeln sie dich gönnerhaft und familiär. Wir Reporter und unsere Informanten leben in einer auf Männer fixierten Welt, die schon seit lange vor dem Krieg existiert. Du kannst dich abrackern, wie du willst, trotzdem werden sie die männlichen Reporter dir vorziehen und ihre Story ihnen überlassen. - Seite 24

     

    Inhaltsangabe:
     Rika, eine junge Journalistin in Tokio, recherchiert über die Serienmörderin Manako Kajii, die im Gefängnis sitzt, um ihre Strafe abzusitzen. Mit ihren Kochkünsten hat sie Männer verführt und anschließend umgebracht. Manako Kajii liebt Butter über alles und hat eine ausgeprägte Leidenschaft für hemmungslosen Genuss. Sie verabscheut nichts mehr als Margarine und Feministinnen. Im Gefängnis empfängt sie Rika nur, um über ihre Kochkünste reden zu können. Für Rika werden die Begegnungen mit Manako zu einer Meisterklasse der Lebenskunst. Ein Roman, der Genuss, Essen und Trinken feiert, vor allem aber auch die unmöglichen Erwartungen, die an Frauen in patriarchalen Gesellschaften heute gestellt werden.


    Meine persönliche Meinung:

    Japanische AutorenInnen und ich haben stets so meine Probleme. Ob es der Schreibstil ist oder die Art der Bücher - ich tu mir irgendwie immer schwer und finde keinen Zugang. Butter konnte mich allerdings mit dem Klappentext überzeugen und da es mir so oft empfohlen wurde, wollte ich es wenigstens versuchen. Bereits nach den ersten 50 Seiten konnte mich die Geschichte packen und ich habe mir unglaublich schwer getan, das Buch zur Seite zu legen.

    Eigentlich liest es sich wie ein kulinarischer Krimi. Man erfährt viel über Essen, das Kochen und vor allem über Butter. Man lernt als LeserIn defintiv viel über die Eigenschaften und Unterschiede der Butter und auch der Margarine kennen. Ich wurde dabei so neugierig, dass ich liebend gerne all die Sorten selbst ausprobiert hätte. Auch hatte ich immer wieder große Lust die Gerichte, die im Buch vorkommen, nachzukochen. Hunger habe ich während dem lesen definitiv immer bekommen. 

     

    In einer Gesellschaft, in der Jungfräulichkeit weit höher geschätzt wurde als Reife, war die Vorstellung, dass eine Frau schlank sein musste, um etwas wert zu sein, seit jeher tief verwurzelt. Eine Frau musste schon sehr resolut sein, um sich zu entscheiden, keine Diät zu machen und einfach dick zu sein. Es erforderte Selbstaufgabe und Selbstermächtigung zugleich. - Seite 27


    Anfangs braucht man etwas, dass man all die japanischen Namen auseinanderhalten und zuordnen kann, aber schon bald entwickelte sich dieser Roman zu einer eindrucksvollen Lektüre. Charaktere, die ich alle sehr gemocht habe. Ganz tolle fand ich die Clique - Rika, ihre beste Freundin Reiko und ihre Kollegin Shinoi. Ein harmonischer und toller Zusammenhalt, wie man sich das unter Freunden wünscht. Ganz begeistert war ich von Rika. Sie kümmert sich stets um ihre Mutter, plant diese auch in ihren Alltag ein, obwohl diese nicht wirklich respektvoll mit ihr umgeht. Hier bekommt man das Gefühl, dass sie stets für ihre Mama da wäre, egal wie schlecht diese mit ihr umgeht, da es eben ihre Mama ist und sie sich um sie kümmern muss. Rika hat generell ein großes Herz für Menschen, ist sehr hilfsbereit und versucht es jeden recht zu machen.

    Auch Manako Kajii habe ich auf ihre Art und Weise ins Herz geschlossen, auch wenn sie mir immer wieder einmal auf die Nerven ging. Anfangs konnte ich sie wirklich schwer einschätzen und wusste auch nicht, ob sie stets die Wahrheit sagt. Die Besuche im Gefängnis habe ich allerdings am liebsten gelesen. Für mich waren dies definitiv die spannendsten Kapitel. Zwischendurch hatte das Buch für mich so seine Längen, aber im großen und ganzen fand ich es wirklich toll.

    In diesem Roman werden auch ganz wichtige Themen angesprochen und sehr gut dargestellt. Frauen müssen in Japan sehr hart arbeiten. Prostitution steht hier für viele an der Tagesordnung. Die Frauen werden in vielen Dinge stets benachteiligt und stehen im Schatten der Männer. Probleme, die sich leider tatsächlich so in Japan abspielen. 

    Das Ende hat mir richtig gut gefallen und es hat mich zufrieden und heimelig zurückgelassen. Asako Yuzuki ist hier ein sehr eindrucksvoller und außergewöhnlicher Roman gelungen. Ein toller Schreibstil, der sich flüssig und sehr angenehm lesen lässt. Wer nach einer spannenden, kulinarischen und etwas anderen Lektüre sucht, ist bei Butter definitiv richtig.

    Kommentare: 2
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